—— RRE EER— OIE——— — ETT R æy* —— ————ʒu—— an a SE Ser OFtatt Paſel/ Und Hiebevor durch vielfaltige Mandata und LErfannt- nuſſen an Dag gegeben/ Nun aber gute Ordnung gebracht/ verbeſſert/ vermehrt und durch offentlichen Druck publio gemacht. M DCC XIX. Deut. I. v, 17. Beine Perſon ſollt ihr im Gericht anſehen/ ſondern ſollt den Kleinen hoͤren wie den Groſſen/ und fuͤr niemands Perſon euch ſcheuen: Dann das Gericht Ampt iſt Gottes. j N 0 AN EA Verlegt von Hanß Jacob Biſchoff. Druckts/ J. J. Genatb. I. N ô J. NBr WBurgermeifter flein und groſſe Raͤht der Statt Baſel/ entbie⸗ AItenallen unſeren Burgeren und Ange⸗ ſ/eolrigen/ was Wuͤrde/ Stand und We⸗ E ſens die ſeyen/ zu Statt und Land/ In⸗ ſern gnaͤdigen guͤnſtigen Gruß und daben zuvernem̃en. Demnach alle Regimenter/ ſoinihrem Rechten flo⸗ eoiiente rirenden Weſen beſtaͤndig bleiben und erhalten werden mi se, ſollen/ vornemlichen darauff beſtehen; daß/ nebſt Be⸗ aui⸗ brderung der Ehre GOttes des Allerhoͤchſten/ das Recht und die Edle Gerechtigkeit/ jhren freyen unge⸗ hinderten Lauff und Fortgang gewinnen/ maͤnniglich vor unbillichem Gewalt geſchuͤtzet/ und zu ſeinem Rechten verholffen werden moͤge. In welcher Betrachtung dann ſo wohl unſere in swero. GoOtt ruhende Regiments Vorfahren als auch Wit Maaa jederzeit dahin geſehen/ und uns euſſerſten Fleiſſes be⸗ arbeitet/ damit in allen Staͤnden dasjenige/ ſo zu Be⸗ forderung Unſerer Burgeren und Angehdrigen Nu⸗ tzens ins gemein/ und eines jeden Wolfahrt inſonder⸗ heit/ am fuͤrſtaͤndigſt⸗und verfaͤnglichſten ſeyn moͤchte/ ins Werck geſetzet wurde; Allermaſſen Unſere Statt und Landſchafft durch GOttes Gnad nicht allein mit wohlverfaßten Reſormations, und hegericher 2$ Ordnungen verſehen; ſondeꝛen auch ſonſten Unſer Statt Gerichts Ordnung von Zeit zu Zeit/ je nachde⸗ mees die Beſchaffenheit der Zeiten und die Not hdurſſt erfoꝛderet/ durch allerhand ſchöne/ heilſame/ dem 7ſt und gemeinen Weſen/ wohl erſprießliche Aandara lind Oꝛdnungen/ mit gutem zeitlichem Vorbedacht und reiffer Berahtſchlagung emendirt und gebeſſert. Und gleichwohlen aber die Erfahrung genugſamb an den Tag gelegt/ daß dardurch wieder unſer wohlgemeinte Intention, nicht allen/ im Jaſtit Weſen vorlauffenden Atenan Maͤnglen/ gaͤntzlichen abgeholffen; Indeme beſagte vaton, Gerichts Ordnung in vielen wichtigen Puncten an⸗ wiit noch unvollkommen/ unlauter und faſt zweiffelhafft/ warauß dann viel koſtbare und langwuͤhrige Proceß/ auch zwiſchen denen Partheyen offt groſſeꝛ Unwillen/ Animoſitat, und Verbitterung entſtanden/ daruͤber ſowohl Froͤmbd⸗als Einheimiſche ſich zum oͤfteren eben hefftig beſchweret. Daß aus dieſen und anderen Uns hierzu bewegen⸗ eeru den Urſachen/ Wir aus Hoch⸗Obrigkeitlicher Vorſorg Drud pubii- MND Liebe Fufi nothwendig zuſeyn erachtet; die⸗ ſelbe unſere Statt Gerichts Ordnung und daruͤber gemachte Satu und Salzungen ebenmaͤßig fuͤr die Hand zunehmen/ mit ſonderbahrem Fleiſſe zu durch⸗ gehen/ alles in behoͤrige Ordnung zubringen/ an je⸗ nigen Orthen/ da es die Nohtdurfft erheiſchet/ nach Gelegenheit jetziger Zeit und Laͤufften/ zu aͤnderen/ zu corrigiren/ moͤglichſten Fleiſſes zu verbeſſeren/ zuſam⸗ men in ein Corpus zu verfaſſen/ und durch offentlichen Druck zu maͤnniglichs Nachricht allicmnen zu laſſen; Alllermaſſen underſchiedlich hienach vermerckt. Werz amaenn E TTO Aas Berzeichnuß Der Dituln dieſer Verichts Irdnung. Erſter Theil/ Vom Berichtlichen Proceß. Titult. Blatt, I. Von Gericht und mit was Perſonen ſolches beſetzt werden folle. 1 II. Deß Schultheiſſen Ordnung und Eyd. à III. Der Richteren Ordnung und Eyd. 4 IV. Deß Gerichtſchreibers Ordnung und Eyd. s V. Des Gerichtſchreibers Subſtituten Ordnung und Eyd. ibid. VI. Der Amptleuten Ordnung und Eyd. 6 VII. Deß Gericht⸗Knechts Ordnung und Eyd. 7 VIII. Deß Gerichts⸗ Botten Ordnung und Eyd. 8 IX. Deß Statt⸗Kaͤufflers Ordnung und Eyd. ibid. X. Deß Gant⸗Knechts Ordnung und Eyd. 10 XI. Die Eyds⸗Formul über vorbeſchriebene Ordnungen und Eyd. 11 XII. Von der Jurisdiction und Gerichts⸗Zwang. ibid. XIII. Von derjenigen/ ſo freventlich und muthwilliger Weiſe rech⸗ igen. 13 XIV. Von den Gerichts⸗Tagen. ibid. XV. Von den o zu welcher Zeit nicht folle Gericht gehalten werden. 14 XVI. Von kaufften Gerichten. ibid. XVII. Von Fuͤrbott einheimiſcher Partheyen. 15 XVIII. Von Citationen und Vertragung frembder Partheyen. 16 XIxX. Wann und zu welcher Zeit etlichen Perſonen nicht mag fuͤrge⸗ botten werden. ibid. XX. Bon Aa der Partheyen/ und wie die geſtrafft werden ollen. 17 XXI. Von den Anwaͤlten und Gewalthaberen. ibid. XXII. Von Advocaten/ Fuͤrſprechen und Redneren: Item/ ob und wie fern das Libelliren erlaubt/ auch wie es derer Rechtſaͤtzen halben zu halten ſeye. 18 XXIII. Von Perſonen; die als unfaͤhig im Rechten zuſtehen nicht zu⸗ Cing elaſſen Ar= i XXIV. Non Einführung der Klag. ibid. XXV. Wie Caution und Buͤrgſchafft ins Recht zu ſtellen ſeye 22 XXVI. Von Gerichtlichen Dilationen. 33 XNVII. De Juramento Malitiæ: Wom Eyd Boßheit zu vermeyden. 24 XXIIX. Von Exceptionen oder Einreden.; ibid. XXIX. De Litis Conteſtatione, oder 5— Befeſtigung des Kriegs. 25 3 a Titul. Blatt. XXX. Von der Probation und Beweiſung ins gemein. 27 XXXI. Von der Partheyen ſelbſt eigenen Bekandtnuſſen. ibid XXXII. Von Witeizens durch ſchrifftliche Document und Ur⸗ unden. 2 XXXIII. Von Kerff⸗Zedlen oder Hoͤltzeren. 29 4 o XXXIV. Won Perföbnlicher Kundfhafft und denen jenigen ſo meni i 1Did. Zeugnuß geben koͤnnen.„„ XXVV. Von der Zeugen Verhoͤr und derd Eyd/ auch wie es damit zuhalten. 30 XXXVI. Wie die Zeugen/ ſo fremdem Gerichts⸗Zwang underworf⸗ fen/ verhoͤrt werden ſollen. 22 XXXVII. Von Eroͤffnung der Zeugen Saag⸗ 3 XXXVIII. Von Kundſchafften/ ſo vor Der Kriegs⸗Befeſtigung ad perpetuam Rei memoriam aufgenom̃en werden mogen. ibid. XXXX. Von Abſchrifften der Zeugen Saag und wie darauff fer⸗ ner zu Procediren. 34 XIL. Von Exceptionen wider der Zeugen Perſon. ibid. XLI. Von Exceptionen wider der Zeugen Saag/ auch wider ein⸗ gelegte Inſtrumenten und Brieffliche Urkunden. 35 XIII. Ob nach eroͤffneter Zeugen Saag weiters Zeugen gefuͤhrt/ oder luſtrũmenten Gerichtlich eingebracht wer⸗ den moͤgen. 36 XLI. Wie im Rechten zu beſchlieſſen/ und ob nach Beſchluß Sachen etwas weiters einzubringen zugelaſſen. ibid. XIIV. Von Eyden/ ſo zu Ergaͤntzung der Kundſchafften preſtirt werden 37 XLV. Wie die Urtheil abgefaßt und eroͤffnet werden ſollen. ibid. XLVI. Von Gerichts⸗Köſten. 38 XLVII Bən Execution und Vollſtreckung der Urtheln. ao 39 XLVIIL Vom Angriff der Guͤteren. ibid. XIIX. Wie verdoͤrbener/ fluͤchtiger und Erbloſer Schuldneren Haab .und Gut vergantet werden ſolle. 49 L. Wie verdorbener/ fluͤchtiger und Erbloſer Schuldneren Haab und Gut unter die Glaͤubigere außgetheilt werden ſolle. 43 II. Von der Außkuͤndung und auff was Weiß die in Falliments Faͤhlen beſchehen ſolle. 49 III. Von Abſoͤnderung der Güteren. ibid. LIII. Vom Weyſungs Eyd. pis IIV. Von Arreſten A LV. Vom Sequeſtriren. 1 LVI. Von Verjaͤhrungen. X LVII. Bon Schmach⸗oder Injuri⸗Sachen.' 57 LVII. Won der Appellation. s8 LIX. Won Revition der Urtheln. 6⁰ LX. DOrdnung und Form des Juden⸗Eyds. 62 Anderer Theil/ Von allerhand Contracten. I. Von Wucherlihen Contracten. b 64 H. Vom Leihen und entlehnen Mutuum genandt. 66, L-Bom Leihen und Entlehnen Commodatum glandt,-8 IV: Bon Titul. Blatt. IV. Von hinderlegter und zu treuen Handen gegebener Haab Depoti⸗ tum genannt. ZO. V. De Pignoribus& Hypothecis von Underpfaͤnderen. 72 VI. Vom Verhalten 77 VII. Von Abloͤſung der Capitalien.~ y VIII. Vom Kauffen und Verkauffen. H IX. Von der Außkuͤndung wie die beym Kauff⸗und Verkauff ligender SGuͤteren vorgenommen wird. 80 X. De pacto vel lege commiſſoria. Wann einer verkaufft mit dem Bes ding/ ſo das Gelt auff Zeit und Ziel nicht bezahlt wurde/ ꝛc. ibid. XL De in diem addictione. Wann einer verkaufft mit Vorbehalt meh⸗ reren Kauff⸗Gelts auff eine benannte Zeit. 81 XII. De Pacto retrovendendi: vom Wider⸗kauff oder Widerloͤſung. 83 XII. Vom kemedio der Kaͤuffer und Verkaͤuffer/ oder anderer Contra- henten/ ſo uͤbernom̃en oder vernachtheilt worden. 84 XIV. De Evictione:von Schadloßhaltung oder Waͤhrſchaftsleiſtung. 8⸗ XV. De Jure Retractus: von dem Verkauff⸗oder naͤher Geltun zs⸗Recht beh uns Zugs⸗Gerechtſame Zugrecht genannt. ibid. XVI. De Locatione& Conductione, von Verleihung Mieth und Bes ſtand der Haͤuſeren und Guͤteren. 89 XVII. Von der Societæt oder Gemeinſchafft. 92 XVIII. Von Befehl⸗und Gewalthaberen/ denen auſſerhalb Gerichts etwas zu verrichten befohlen und aufgetragen wird. 94 XIX. Von Bürgen und Buͤrgſchafften. 9S XX. DeDonationibus inter Vivos: Von Gaben und Schenckungen/ ſo under Lebenden geſchehen. 96 XXI. De Donationibus mortis cauſa: von Gaben und Schenckungen ſo von Todes wegen beſchehen. 99 XXII. De Tranſactionibus: Von guͤtlichen Vertraͤgen. IOI XXIII. Von bedaͤchtlichem Zuſagen und Verſprechen. ibid. XXIV. Von Contracten Vogtbarer Perſonen. ibid. XXV. Ron Contracten der Kindern/ ſo noch under Vaͤtterlichem Gewalt ehen. 102 XXVI. Von Contract, Verpflicht und Handlungen der Weibs⸗Perſonen/ und wann ſolche Contract kraͤfftig oder nicht. 103 XXVII. Von Buͤrgſchafft der Weiberen. 104 XXVIIL Von Prodigis, unnützen Haußhalteren/ Verſchwender und Geu⸗ deren ihrer Haab und Guͤteren. Sodi 109 XXIX. VonAbtheilung zeitl. Guͤtern zwiſchen geſcheidenen Perſonen. 106 Dritter Theil/ Von Teſtamenten/ letſten Willen und dergleichen Geſchaͤfften von Todes wegen. I. Daß man Teſtamenter und andere letſte Willen ohne Sdlenniteeten der gemein beſchriebenen Rechten aufrichten moͤge und weme ſolches zu thun erlaubt ſeye. 108 II. Welchen Perſonen zu teſtiren zugelaſſen oder nicht. III. Wie und in was Form Teſtamenta oder andere letſte Willen auffge⸗ richtet werden moͤgen.'r IV. Bon Tektamenten fo in Sterbens⸗Laͤuffen oder anderen Nothfaͤllen auſ⸗ gerichtet werden., Iré V. Von privilegirten Teſtamenten ad pias Cauſas. ibid. VI. De Situl,, Blatt- VI De Teſtamentis mutuis, ſive recĩprocis, und ſonderlich von Leſta· menten der Eheleuten/ auch worinn und welcher geſtalt dieſelben ſamt und ſonders teſtiren moͤgen. 118 VII. Von Heurahts⸗Pacten oder Ehe⸗Abreden. 120 VIII. Von Einkindſchafften. 122 IX. Von der Erbs⸗Einſatzung. 123 X. Welche Perſonen zu Erben eingeſetzt werden oder nicht. 125 XI. Von gemeiner Nachſetzung der Erben/ zu Latein Vulgaris Subſtitu- tio genannt. 126 XII. De Fideicommiſſaria Hæreditate: Won Treu⸗anbefohlener Erb⸗ ſchafft und Abziehung des Trebellianiſchen aten Theils. 127 XIII. Von Enterbung der Kindern/ wie und auß was Urſachen die Elteren ſelbige vornehmen moͤgen. 2 129 XIV. Von Enterbung der Elteren/ wie und aus was Urſachen die Kinder ihre Elteren enterben koͤnnen. v 131 XV. Aus was Urſachen aufgerichtete Teſtament unkraͤfftig werden. 132 XVI. Von Antrettung oder Repudiation der Erbſchafft: wie es damit zu halten/ bey weme man ſich des Beneficii Inventarii halb anmelden/ mit was fuͤr Solennitæten die Inventation beſchehen/ wie das In- ventarium beſchrieben werden/ und den Erben dienſtlich ſeye. 134 XVII. Von Legaten. 137 XVIII In welchem Fahl der Erb von den Legaten den aten Theil abziehen moͤge. 141 XIX. Von Codicillen. 142 XX. Von Teſtamentariis, oder Executoren der letſten Willen. 143 XXI. Von Notariis, welche angenommen werden ſollen. 145 Vierter Theil/ Von Succeſſion und Erbung derer/ ſo ohne Tefta- ment oder ſonderbare Gemaͤchnuß abſterben. I. Von Succeſſion der Deſcendenten:wie Kinder/ Groß⸗Kinder/ das ſind Enckel/ und weitere Erben in abſteigender Linien/ ihren Vatter/ Mutter/ Groß vatter/ Groß⸗mutter und weitere Eltern erben moͤgen. 146 II. De Collatione Bonorum: von Collation und Einwerffung der vor empfangenen Guͤteren. 149 III. Von Sparhaͤfen/ ꝛc. 151 IV. Von Succeſſion der Aſcendenten: Wie Vatter/ Mutter/ Groß vat⸗ ter/ Groß⸗ mutter/ Ehni/ Ahna/ und weitere Elteren in auffſteigender Linien ihre abgeſtorbene Kinder/ Soͤhne oder Toͤchteren/ Enckel Uhr⸗ Enckel ꝛc. ſo ſelbſten nicht Kinder/ Geſchwiſtrigte/ oder dero Kin⸗ der hinderlaſſen/ Erben. 172 V. Von Ererbung derer/ ſo zumalen in auffſteigender und Collateral- Linien Erben hinderlaſſen. 157 VI. Von Succeſſion der Collateralen: Wie diejenigen ſo allein in der Zwerch⸗oder Seiten⸗Linien Erben verlaſſen/ geerbt werden ſollen. a, 160 vi Wie die Gradus der Bluts⸗Verwandtſchafft zu berechnen. ML. Wie und wann das Überlebende Ehe⸗Gemaͤcht/ auch unſer Fiſcus o⸗ D f Beſchlu A gemein Gut erbe, p SGlcatt IAF aaa . C ee ge ne am eet s a SDa IZIN a km — 4 =”7a T T NT S N O baid ae Dn oE YYA Trinabnung an die Trichter tno Üble RIIIE EEs sN N; eriches Sronung/ Erſter Sheil. Vom Eeerichtlichen Tit. I. Vom Oericht/ und mit was Perſohnen ſol⸗ ches beſetzk werden ſolle. wid- Pup. Garfè-brns pag jS$-.y. As Stadt Gericht folle wie biß dabero/ alfo fort-_ Wann vas yS 4 b Statt Gericht in alle Jahr nach Johannis Baptiſtæ, wann DAS fot erneuert Ehren Regiment wieder befeget und der Neue vem INA Rabt eingefúbret ift/ abgeándert und neu bez 3 Te felt werden: gleichwohlen ſollen die alten Rich⸗ Q itere diejenigen Sachen/ ſo under ihnen zu Recht zuſetzen erkandt worden/ außmachen. Daſſelbe ſoll beſtehen auß einem Schultheiſ⸗ ſnen ſoichch fen und zwoͤlff Richteren; darvon ſechs des kleinen Rahts(war⸗ deiehe, unb under jedoch keiner vom Geheimen oder Dreyzehner Raht ge⸗ dabed u de⸗ meint/ noch verſtanden) und ſechs des groſſen Rahts oder von ten der Gemeind ſeyen: und das Gericht der Minderen Statt aus einem Schultheiſſen und neun Richteren; davon drey des klei⸗ nen Rahts/ worunter gleichfalls keiner vom Geheimen Raht verſtanden/ und Sechs des groſſen Rahts oder von der Gemeind ſeyen und unter dieſen letſteren allezeit von jeder Geſellſchafft Einer ſich befinde: bey welchen ſamptlich an Vernunfft /Ver⸗ ſtand/ genugſamer Erfahrung und Beſcheidenheit fein. Mangel àu verſpuͤhren. ol Under Schultheiß: deſſen Am̃t und Eyd. 2 Erſter Theil 7/ nder den Jichteren ſollen neben einander nicht ſitzen kdũen/ Batka und Sobu/Shwåher und Tohtermañmodh wey Brú OE ie die Richter allein pn y pe abfaſſen und in ſtrei⸗ igen Sachen die Majora gelten laſſen. i Der De Po Slb eii aber/ oder in deſſen Abweſen der⸗ jenige ſo den Stab an ſeine Statt fuͤhret/ n jenigen fahlen allein/ da es etwan aufs Einſtehen ankaͤme/ mit ſeiner Stim das Mehr machen koͤnnen. pre S ra In Abweſenheit des Schultheiſſen ſol allezeit der erſte Rich⸗ ter/ der Ordnung nach/ den Stab fuͤhren; und ſollen allezeit in einer Each wenigſtens ſieben Richtere ſitzen/ ſonſten die Urtheil unkraͤfftig ſeyn. Im fahl aber der Abtritt oder Außſtand ſo groß waͤre/ daß nicht Sieben von den Neuen Richteren ſitzen blieben/ ſo ſolle der Schultheiß verſchaffen/ daf fo viel noͤthig von den Alten Richteren darzu gebotten werde; oder da auch under dieſen ſich nicht genug unpartheyiſche Richtere erfinden thaͤten/ die er⸗ forderliche Anzahl auß dem Gericht der Mehreren oder Minde⸗ ren Statt ergaͤntzen/ und hierinfahls ein Schultheiß dem an⸗ deren die Hand bieten. Tit. II. Des Schultheiſſen Irdnung und Eyd. Er Schultheiß ſol jedesmahl/ ſo man Gericht haltet/ zu rechter Zeit an das Gericht gehen/ und ſo lang ſolches waͤhret/ nicht davon gehen/ und ſeine Stell einem ande⸗ ren befehlen; er habe dann genugſame und ehehaffte Urſach: wann aber ſolches beſchicht/ den Stab allzeit dem Erſtſitzenden committieren und ſolches dem Protocoll einverleiben laſſen/ auch ſo offt er auſſer der Statt uͤbernachtet/ genugſam veranſtalten/ daß durch ſein Abweſen nichts verabſaumet werde; und wann der Richteren jemand bey ihme Urlaub nimbt/ verſchaffen/ daß einem anderen wo noͤhtig gebotten werde; Alſo ſolle ers auch wann wegen des Abtritts nicht ſieben Richtere ſitzen Deßgleichen niemands als etwan ſeiner naͤchſt Anverwand⸗ ten Vogt nicht ſeyn/ noch ſich zu Guͤtigkeiten/ wegen Sachen die vor Gericht ſchweben gebrauchen laſſen/ auch auff kein weiß GUAR N RSI noch weg/ Amts halben Mieth/ Geſchenck oder Gaben anne, men` - PE S DEERE N e pna Ai a maS AA P e a a toaa bid] a P C y F iiey ) Aii N) Mi M w alein Mh kiitin Wte te N fo W 3 i r Del diet Mint eM Ai 5 ), Ky ohe i me Wh igne eva olen y oan en D od e Ne ANY Goh cinti vom Gerichtlichen Proceß. 3 men/ noch durch die Seinigen nehmen und empfahen laſſen/ und unſeren Burgeren ſo vor ihme oder ſeinem Verhoͤr allein zu ſchaffen haben kein Urtheil⸗Gelt abnehmen. Er ſoll auch ſobald Er ſich zu rechter Zeit ans Gericht ge⸗ ſetzt hat und angeſchlagen worden/ durch den Gerichtſchreiber die Beſatzung des Gerichts ableſen/ und durch den juͤngſten Amptmann das Gericht verbannen laſſen; auch ſich in allen fuͤr⸗ fallenden Sachen darinn er ſitzen bleibet/ gantz ohnpartheyiſch erzeigen; keinem Theil mehr Fuͤrſchub thun als dem anderen; llezeit die aͤltiſten inſonderheit auch die frembden Sachen/ wann einige vorhanden/ vor den Einheimiſchen zu befoͤrderen und fuͤr⸗ unehmen/ alles Ernſtes befehlen; im Fragen umb die Urtheil ſch nicht partheyiſch erzeigen/ ſondern gemeinlich/ ſchlechtlich und ehrbarlich fragen; niemand zu lieb noch zu leid/ und in kein Urtheil reden/ als wo er das Mehr zu machen hat/ oder ſo et⸗ was der Ordnung halben zu anden waͤre.-o Wann auch jemands der Richteren Partheylichkeit/ oder andere: Ehehaffter Urſachen wegen abgetretten oder auß der Stuben gegangen waͤre/ ſoll er denſelben ſo bald er ſein Geſchaͤft verꝛichtet/ oder eine andere Sach in welcher er ſitzen kan/ vor- genommen wurde/ wiederumb heiſſen ſitzen. Inſonderheit ſoll er auch diejenigen ſo ihr Recht erlangt und außgewuͤrckt haben/ mit der Execution gefaͤhrlich nicht auf⸗ halten/ ſondern ohne Anſehen der Perſohn exequiren laſſen; es waͤre dann Sach/ daß er durch guͤtliches Zuſprechen bep den Par⸗ theyen etwas erhalten koͤnte. Gegen den Amptleuthen und ſamptlich uͤbrigen Gerichts⸗ Bedienten ſoll er ſein Authoritæt und Anſehen erhalten und in acht nehmen/ kein uͤbergangenes Eyds Geluͤbd mit weniger als 10. Pfund Straff anſehen/ und wann von jemanden ein Fraͤvel im Gericht begangen wurde/ als ein Beſchirmer des Gerichts alſo balden wider den Frevler klagen/ und ihne je nach befindenden Dingen mit Gelt oder dem Thurn abſtraffen/ auch alle Gelt⸗ ſtraffen/ ſie kommen her von ſolchen oder anderen Sachen/ auff was Weiß die immer vor Gericht fallen möͤchten/ ohne Anſehen der Perſohn einziehen/ und dein Gerichtſchreiber zur Verthei⸗ lung einhaͤndigen laſſen. A 2 Tit. III. ————....— i s ARL T r | 4 Erſter Theil/ Tit. III. Der Michteren Irdnung und Eyd. Je Richtere/ ſo jeweilen an das Gericht geſetzet ſeynd/ Folen fo oft man Gericht haltet zu rechterZeit erſcheinen und durch keine Gefaͤhrde darauſſen bleiben/ wann auch gebottener Raht beym Eyd gehalten wurde: die Richtere ſo von Raͤhten/ dannoch an das Gericht/ und nicht in Raht zu gehen ſchuldig ſeyn; waͤre es aber/ daß je ein oder der andere Leibs Kranckheit oder andereꝛ Ehehafter Geſchaͤfften hal⸗ ben fich nicht einſtellen konte/ ſo bald er ſolches wiſſen mag/ ſon⸗ derlich wo moͤglich/ am Abend zuvor/ oder da ihme ein Leibs⸗ Zuſtand ererſt in der Nacht begegnete/ oder einig noͤthig Ge⸗ ſchaͤfft ererſt Morgens zufallen wurde/ deſſelben Morgens fruͤhe/ ehe das Gericht angangen/ es dem Schultheiſſen kund und zu wiſſen thun; damit derſelbe wo noͤthig einem anderen an feine Stell verkuͤnden laſſen konne: Auch fo fie ang Gericht kommen ſeynd/ ohne Erlaubnuß des Schultheiſſen nicht davon gehen: ſondern bleiben/ biß die beſtimte Zeit oder drey Stunden ver⸗ floſſen/ es waͤren Dann feine Partheyen mehr vörhanden. Und fahls ihr einer oder der ander Verwandtſchafft/ Par⸗ theylichkeit/ oder andereꝛ Urſachen wegen/ auffſtehen und ab- tretten muͤßte/ ſo balden er ſein Geſchaͤfft verꝛichtet/ oder ein an⸗ dere Sach in deren er ſitzen kan/ vorgenommen wird/ auff Be⸗ felch des Schultheiſſen wiederumb an ſeinen Orth ſitzen. Sie ſollen auch niemand der vor Gericht zu ſchaffen hat/ anderſt als vor Gericht anhoͤren/ auch niemand in ſolchen Sachen rahten: wolte aber einer ſeiner Vogt⸗Frauen/ Vogt⸗Kindern/ oder ſeinen reunden/ in Sachen fo fúr Gericht gehoͤren/ mit Raht beyſte⸗ en; ſoll er/ wann ſolche vorkommen/ darinn nicht ſitzen köͤnnen/ aud) von den Partheyen oder den Ihrigen kein Mieth/ Geſchenck und Gaaben annehmen/ noch durch die Ihrigen annehmen laſ⸗ ſen; ſondern gantz unpartheyiſch Recht ſprechen/ niemand zu lieb noch zu leid/ weder umb Freundſchafft/ noch Feindſchaff Gunſt/ Forcht/ Gelt oder Gelts werth/ noch umb irgends wil⸗ len/ ſo ſich einigem Nutzen vergleichen koͤnte/ twie daf immer Menſchen Sinn erdencken möchte; auch durchauß die hiebey ge⸗ druckte Statt Gerichts⸗Ordnung puͤnctlichen oblerviren und darwider nicht geleben: Inſ onderheit auch bey ihren Eyden und Gewiſſen all dasjenige in Ewigkeit haͤlen und verſchweigen/ ſo etwann RN EANA grà i Richter; de. ren Ampt un⸗ Eyd. vom Gerichtlichen Proceß. 5 etwann bey Abfaſſung eines Urtheils von einem oder dem ande⸗ ren Richter/ vor und angebracht werden moͤchte/ daneben alles ù andere Thun und Laſſen/ welches frommen/ redlichen und un⸗ partheyiſchen Richteren wohl anſtehet und gebuͤhret. fenni T IV hinen Tit. IV. } tf a TN í a ge Des Berichtſchreibers Srdnung und Syd. widiy Er Geriht-Schreiber HU des Schultheiffen und des Gez seridtroreis Dod richts ehrbarlich warten/ ohne Wiſſen und Erlaubnuh Smaka o,| tnh des Schultheiſſen von der Statt nicht gehen/ deme in al⸗| Ww- len Sachen das Gericht und Ampt belangend gehborfam fepn/ l ) nig, alles mit entdecktem Haupt vor Gericht einſchreiben oder able⸗ ig O ſen/ die Ordnung des Gerichts halten/ auch in Perſohn am Ge⸗ rühe richt erſcheinen/ und ſo lang ſolches waͤhret/ nicht davon gehen/ nd zu er habe dann vom Schultheiſſen Erlaubnuß/ oder es beruͤhre ſei⸗ n feine ner Verwandten Sachen/ welchen fahls er zwar abtretten/ doch mme P a piridan zu recht geſetzt/ ſich wiederuͤmb an ſeinen Platz gehen, etzen ſolle. Zu deme in allen fuͤrfallenden Sachen ſich gantz unparthey⸗ y j: iſch erzeigen/ keinem Theil mehr als dem anderen Fuͤrſchub thun/ }, 7 I Ay weniger einer oder der anderen Parthey rahten/ noch mit Schrif⸗ mò ob ten/ ſie gehören gleich fuͤr Raht oder Gericht/ dienen; auch im enan Gericht weder reden noch jemanden widerꝛeden/ er waͤre dann iR darunder befragt; deßgleichen ſoll er auch die Kauf-Brief in Er rechter Zeit und wenigſtens innerhalb einem viertel Jahr den La⸗ rali den⸗Herꝛen an das Siegel liefferen/ auch wie viel Siegekgelt daz vite: von zu nehmen/ darauff verzeichnen; benebens von ſolchen vfinet Brieffen und anderen Schrifften úber den gebúbrlichen Lohn in nicht nemmen, auch mit dem extendiren/ brechen der Blaͤtteren und Anzahl der Linien/ an groſſem oder kleinem Papyr/ kein n Gefahr brauchen und auff den von Zeit zu Seit fallenden Abzug n i gefüſſentlich vigiliren/ und ſolchen richtig an das Bret lufferen/ w 4 im uͤbrigen unſer und des Gerichts Nutz und Ehr befoͤrderen und H Schaden wenden. yni Tit. V. iiy nu è è 3 i° i À W Des Werichtſchreibers Subſtituten +* Ordnung und Syd. n/N Der oa aE aaae EE N DE a Erſter Theil/ 6 Grits Sub- Er Gericht Subſtitut ſoll dem Schultheiſſen/ dem Gericht gunnen, und Gerichtſchreiber getreulich dienen“ warten und ge⸗ horſam ſeyn; Brieff und anders ſo ihme befohlen wird zu ſchreiben/ ernſtlich und fürdeꝛlich thun/ mò mif Gefaͤhrden nichts underwegen laſſen/ noch aͤnderen ohne deg Schultheiſſen oder Gerichtſchreibers Wiſſen und Willen; und wann er irng wurd oder ihne bedunckte zu viel oder zu weing geſetzt zu ſeyn/ fragen/ was er darinn thun ſolle; keinne Schrifften die dem Ge⸗ richt zugehören verſchlagen oder gefaͤhrlich hinderhalten/ auch niemanden von Urtheilen/ oder anderm auß den Buͤchern oder von Schrifften die in Gericht gelegt worden/ kein Abſchrifft ge⸗ ben ohne Erlaub⸗oder Erkantnuß/ in Fein Weiß; und wann der Gerichtſchreiber nicht an dem Gericht iſt/ alsdann auff die Ur⸗ theilen hören/ diefelben getreulichen protocolliren/ auch zu haͤ⸗ len und zu verſchweigen/ was zu haͤlen und zu verſchweigen iſt; Niemanden von denen Kundſchafften und Urtheilen die noch nicht geoffnet ſeynd/ Nachricht ertheilen; der Schreiberey und des Hauſes in Abweſenheit des Gerichtſchreibers getreulichen warten und in allem ſich der Ehrbarkeit gemaͤß auffuͤhren. Tit. VI. Ber Emptleuthen Ardnung und SEd. amprenth: Dr Amptleuth ſollen ſo offt Gericht gehalten wird/ allweg und Eyd 3 ein halb Stund vor und e die Richter figen, fich under dem Rahthauß finden laſſen/ damit diejenigen Parthey⸗ en/ welche vor Recht zu fchaffen haben, fie der Sachen defto bef fer und fomlicher informiren und berichten koͤnnen/ und hiemit die Richter nicht lang vergebens auffgehalten werden; den Schultheiſſen als ihren Vorgeſetzten reipectiren/ und ihme in allem fo er ihnen von Ampts wegen befihlet/ gehorig und gehor⸗ ſam ſeyn; die Ordnung des Gerichts durchauß halten; der Leu⸗ then Red thun ehrbarlich und ohn alle Umbwort s fich alles ſpaͤtz lens entaͤuſſeren/ keine Unwahrheiten vorſetzlich fuͤrtragen/ noch einige Gefaͤhrde brauchen; Femer dem andern in fein Red fallen pan in einer Sach mehr nicht dann zweymahl reden/ es waͤre apan Sach daf der Antworter in feiner Nachrede etwas neues anae das in der erften Antwort nicht gemeldet waͤre: deß⸗ aa follen fie auch von Feiner Parthey/ dero ſie dienen/ waͤh⸗ m s Mear eis außſetzen; ſondern beſtaͤndig biß zu Auß⸗ ag der Sachen abwarten: und wann ſie von der Parthey ſelbs gleich vom Gerichtlichen Proceß. p — ig gleich erlaſſen werden ſolten/ jedennoch dem Gegentheil eben in Mg dieſer Sach keines wegs dienen. Item ohne Erlaubnuß des Atoh Schultheiſſen von der Statt fich nicht ablentiren/ noch einige en Vogtey annehmen/ ſo dann den Partheyen zu keinen Auffzůͤgen bifo und Verlaͤngerungen Anlaß und Urſach geben/ ſondern vielmehr nii ſelbige davon abhalten/ und in Sachen, fo fie wider die Ordnung n zu ſeyn vermeinen/ nicht dienen/ ſondern dem Schuutheiſſen mev folch Beginnen rúgen und anzeigen/ in allem from und ehrbar⸗ é lich handlen/ auch der Statt Nub und Ehr befuͤrdern und Scha⸗ nodet den wenden. ſt ge⸗ XIyII mi Tit. VII. i D02 Eoi A RELA nh Des Werichts-fnecdhté Hrdnung und SÉyd, enii a a, 3 Er Gerichts Knecht ſoll dem Schultheiſſen und dem Ge⸗ Gerichs⸗ m A richt getreulich warten und geborfam feyn/ u rechter Seot oda óen zeit an das Gericht gehen und bif ju End deme abwar⸗ ten/ auch ohne Urlaub des Schultheiſſen kein Fuͤrbott noch Ge⸗ bott anlegen/ wann aber anzulegen gebotten wird/ ſolches mit dem Stab in Perſohn verꝛichten/ oder ſo es ihme wegen viele der Geſchaͤfften oder andere: Ehehaffter Urſachen/ bey ſeinem Eyd MN unmoͤglich fiele/ ein ſolches durch den Gerichts⸗Botten/ nicht yv, aber wie etwann biß dato beſchehen/ durch die Seinigen oder an⸗ dere verꝛichten laſſen/ und von jedwederem Gebott ein mehrers ltoeh e : nicht dann feinen gebuͤhrenden Lohn empfahen und annehmen/ uoe und was Verkundigungen ihme auff das Land zu thun befohlen y werden/ die foll er treulich und an einem Wercttag tbun md die fow offentlich vor Gericht ſagen/ damit man darauff erkennen moͤge; pan Er ſoll auch kein Vogtey ohne Erlaubnuß des Schultheiſſen an- pwi nehmen/ und ob ihme zu Zeiten etwas Gelts vertrauet und je⸗ eN manden zu uͤberluͤfferen befohlen wurde/ daſſelbe ohne alles gt Verziehen redlich luͤfferen/ darzu gantz Fein Spiel thun aldiez aw weil er am Ampt iſt/ und beſonders den Gefangenen ſo zu ihme iW gelegt terden, nach der Ordnung Saag/ ſo alle Thurnhuͤtter w und auch er zu halten ſchworen ſoll/ treulich warten/ darzu die piai Ungehorſamen auff Befelch des Schultheiſſen einlegen/ und in L allem ſich unpartheyiſch erzeigen/ Der Statt Nug und Ehr fór; m deren und Schaden wenden. eW i n iri Tit VIII mil 1t: ô n r S N s a A EE VNE E Erſter Theil/ Tit. VIII. Des Verichts⸗Botten Irdnung und Yyd. anions C Ie Gerichts Botten follen des Gerichts getreulich war⸗ en deren en/ dem Schultheiſſen in allem/ fo er ihnen befihlet/ ge⸗ iniu. porfam ſe ai Befehlen durchauß nachkom⸗ men/ die Bottſchafften und Verkuͤndigungen ſo ihnen zu verꝛichten befohlen wird/ forderlich ⸗ getreulich und ſelbſt thun/ auch was ihnen geantwortet wird eigentlich anzeigen; da⸗ mit man darauff erkennen moͤge: Sie ſollen auch nirgends hin⸗ gehen/ das nicht von Ampts wegen ift/ eg werde ihnen dann von dem Schultheiffen erlaubt: mann fie alfo Ampts wegen geſchickt werden/ ſollen ſie den gebuͤhrlichen Lohn nehmen/ auch an kei⸗| nem Orth auß Muthwillen ſtill igen/ und jedermann fein Gelt| ſo ihnen vertrauet wird/ fuͤrderlich uͤberantworten; darzu under wegs auf die Statt keine Schulden machen/ oder eine Mahlzeit auffſchlagen/ ſondern ihre Irten eam Sie ſollen auch kein Spiel thun/ alldieweil ſie des S ultheiſſen und des Gerichts Botten ſeynd/ und in allem der Statt Rug und Ehr befuͤrderen und Schaden wenden/ ehrbarlich und ohne Gefaͤhrde. Tit. IX. Des Statt⸗Raͤufflers Irdnung und Eyd. Statt Rinfis Er Statt⸗Kaͤuff ler ſoll deme/ ſo ihme vom Schultheiß Auntulderd. Ampts halber befohlen wird/ getreulichen nachkommen die Pfaͤnder und andere Sachen ſo ihme vom Schultheiß oder Gericht zu verganten befohlen werden/ verkauffen zum theurſten er mag/ darinnen keine Gefaͤhrden brauchen und kein Mieth oder Geſchenck von jemanden nehmen/ ſein oder der Sei⸗ nen zů ſchonen: und wann er alßdann ein ſolch Gut obne Beyz ſeyn des Gerichtſchreibers oder ſeines Subltiruten verkaufft; in der Gericht⸗Schreiberey(als an welchem Ort der Gant-Schil⸗ ling vertheilt wird) pecificè angeben/ wie viel er darauf erlößt habe: auch ſoll er wann er ganthet ſelber nichts kauffen/ noch o jemand andern kauffen laſſen/ daran er mehr ſchaͤtzen wol⸗ Was ihme alſo zu verganten befohlen wird/ das ſoll er zum fuͤrderlichſten thun/ und mit dem Auffbieten gefaͤhrlich wio alten/ Ii W iiy W fii fli⸗ elt det seif Ai hig nen o vom Gerichtlichen Proceß. 9 halten/ doch auch nicht zu viel eylen/ ſondern nach dem anderen Bott/ allezeit vermelden/ ob jemand mehr geben wolle; darauf⸗ fen ein wenig fiill balten/ mò hernacher erſt zum dritten mahl ruffen und fahren laſſen. Und wann ihne jemand von Burge⸗ ren am Caglohn zu ganten berufft/ ſoll er jedes Tags gleich umb ein Uhren/ wie an denen Gerichts⸗Ganten erſcheinen/ und dieje⸗ nigen ſo ganten oder kauffen wollen/ berichten in was fuͤr Gelt die Bezahlung geſchehe/ damit ſie ſich darnach zu richten wiſſen auch ſo bald Leuth und Kaͤuffere vorhanden zu ganten anheben/ und darinnen biß fuͤnff Uhren oder je nach Gelegenheit fortfah⸗ reny und denen ſo er gantet alles zum hoͤchſten und nutzlichſten treiben, Er ſoll ſich auch an ſeinem gebuͤhrenden Taglohn be⸗ nuͤgen laſſen/ und von niemand uͤber den gewohnlichen Abend⸗ Trunck etwas weiters begehren/ noch etwas anders darfuͤr hei⸗ ſchen; ſondern ſich ſeines geſetzten Lohns benuͤgen/ zu welchem Taglohn ihme von dem Kauffern auff jedes Pfund des erloͤßten Gelts vier Pfenning und nichts weiters gebuhren ſolle; es waͤre dann daß denen ſo ganten/ gefallen wurde/ die verbleibenden Schulden durch ihne einziehen zu laſſen: welchen fahls ihme vom einbringenden Gelt/ durch die fo ganten von jedem Pfund vier Pfenning/ neben dem Vierer/ ſo die Kaͤuffer als ererſt vor⸗ gemeldt/ geben muͤſſen/ bezahlt werden. In dem Ganten und Verkauffen/ ſoll er niemanden/ den er der Bezahlung nicht ge⸗ wiß ſeyn vermeinte/ auff Borg was verfolgen laſſen? dann da es zu Verlurſt gereichete/ er ſolches zu erſetzen ſchuldig ſeyn; deß⸗ wegen/ da ihme Zweiffel fuͤrfiele/ das Verkauffte auß Handen zu geben nicht fhuldig fepn: Er ſoll auch nicht Macht haben/ an die freywilligen Ganten einigen Schreiber zu beſcheiden oder mitzubringen; ſondern ein jeden ſelbs darumb ſehen oder die Sachen lafen es waͤre dann/ daß es an ihne begehrt wurde. Su demez fo foll er der Gantröͤdlen/ wie auch des paar erloͤßten Gelts/ ſich keines wegs annehmen; ſondern das alles/ ſo bald die Gant des Tags geendet/ dem es gebuͤhrt/ zuſtellen; auch die uͤberbleibenden Schulden/ jeden ſelbs einziehen laſſen; es waͤre dann/ wie vorge⸗ meldt/ daß es an ihne begehrt durde. Wann alſo ihme Schul⸗ den einzuforderen uͤbergeben/ ſoll er ſich darinn moͤglichſt befuͤr⸗ deren/ ſo bald was eingebracht/ uͤberluͤfferen und niemand ge⸗ fährlich darmit auff halten; auf das laͤngſte aber in einem halben Jahr/ ſo wohl bep freywillig⸗als Gerichts⸗Ganten/ den erloͤßten Gant⸗Schilling/ er habe ihne gleich eingebracht oder nicht/ be⸗ zahlen/ und damit des Gelts"S ſo hinder ihne sama e ; 4 — x N E E a a ae E a arenei E ARA aae 10 Erſter Theil/ innialich/ ſo daran zu ſprechen hat/ deſto ſicherer ſeye/ foler minnan f A er AEAT wird/ gebuͤhrende und genug⸗ ſame Caution und Vuͤrgſchafft darſtellen.„„„„ Es ſoll auch dem Kaͤuff ler erlaubt ſeyn/ diejenigen/ fo et- was an den Ganten erkauffen/ und im erſten viertel Jahr nicht bezahlen/ zu treiben; iſt die Schuld under 6. Pfund/ deme mag er durch den Diener bieten laffen, ihme in den náchften aht Taz gen zu bezahlen/ und fahls ſolches nicht beſchicht/ deme alßdann faͤnder nehmen; ma fie fich aber úber 6. Pfimd/ mag èr ich bep dem Schultheiſſen umb die Execution anmelden. Wann er zu Theilungen oder ſonſten was zu ſchaͤtzen erfor⸗ deret wird/ ſoll er ſich in ſolchen willfaͤhrig erzeigen/ und das ſo an ihne gemuthet wird/ thun nach beſter Verſtaͤndnuß/ niemand zu lieb noch zu leid/ und eine Sach weder zu hoch noch zu nieder anſchlagen; dargegen er aber fuͤr jedes Pfund anlauffender Schatzung/ von Einheimiſchen 2. Pfenning/ von Frembden aber J. Pfenning und nichts weiters forderen und begehren folle, Tit. X. Des Vant⸗Rnechts Irdnung und Xüyd. kLEr Gant⸗Knecht ſoll/ ſo offt Gericht iſt/ ſich bey dem Schuttheiſſen anmelden und vernehmen/ ob er ihme et⸗ A pas zu befehlen habe/ oder Pfaͤnder zu forderen ſeyen⸗ oder nicht; ſo ome nun alfo oder fonften angefúndet wurde; dağ er Pfaͤnder forderen muͤſſe/ ſich auff die Zeit/ auff welche er be⸗| ſchẽiden wird/ ohnfehlbarlich einſtellen und auffwarten; ſich fah⸗| rens nicht verweigeren/ die Ganten an ſeinen beſtimten und von dem Schultheiſſen noch beſtimmenden Orthen und Plaͤtzen treu⸗ lich außruffen; an den Ganten zu rechter Zeit ſich einſtellen und erſcheinen; was jederweilen vergantet wird/ den Leuten getreu⸗ lich zeigen; dem Gant⸗Schreiber/ was es ſeye/ wer es kaufft ha⸗ be/ und wie viel zum höchſten darauff gebotten worden/ redlich angeben/ und darinn kein Gefaͤrde brauchen; an der Gant auff Wucher und 1 bin, fúr fich nichts erkauffen noch durch andere Fauffen laffen; fich jedes Tags mit feinem beſtimten Lohn Ra INu erſaͤttigen und nicht etwas anders darfuͤr be⸗ ebren, Oes Gant⸗ Knechis Ampt und Eyd⸗ Tit. XI. vom Gerichtluchen Proceß. 11 e Tit. XI. 7 Molgt die Leyds Formul úber vorbefhrie bene Hronungen und Eyd. pior jetzt abgeleſene Ordnungen und Eyd wollen Die Herz Str p Wesi s ren und Ihr die zween vorderen Finger ſambt dem Dau men an der rechten Hand auff heben/ und mir alſo nachſprechen. Als die Ordnung und Eyd außweiſen/ ſo uns jetzt vorgele⸗ eyd gormnt/ ſen worden/ und wir/ wohl verſtanden haben; das wollen tirs irer torge zuſambt der in offentlichen Truck außgangenen Statt Gerichts Ordnangen Ordnung/ ſo viel dieſelb uns ins gemein/ oder einen jeden in⸗ En. ſonderheit anbetreffen thut/ halten/ auffrichtig/ getreulich/ ehr⸗ barlich und ohne Gefehrden; das ſchwoͤren wir/ ſo wahr Uns GOtt helff. Tit. XII. Won der Juriſdiction und Berichtszwang. sO œ A a R À i ue 7e f e g Intemahlen je laͤnger je mehr Streithaͤndel ju Recht er etnon V wachſen/ und bißweilen unſere Burgere/ in weitlaͤuffige/ urſaſchenen unnoͤthige Rechts Proceß/ umb geringer Urſachen willen /de0s. zu ihrem aͤuſſerſten Nachtheil gerahten; dadurch auch unſeren= Gerichten viel vergebene Múbhe und Verhinderung an anderen Geſchaͤfften pugon werden. So haben Wir/ dieſem hoͤchſt ſchaͤdlichen Mißbrauch ſo viel moͤglich vorzubiegen/ wolbedaͤcht⸗ lich geordnet und wollen; daß hinfuͤro die Juriſdiction und Ge⸗ richtszwang unſerer Gerichten/ und die Sachen/ daruͤber rechtli⸗ cher fole begehrt wird/ wie hernach begriffen/ getheilt wer⸗ den ſolle. Erſtlichen: Was Schuld⸗Sachen ſo uͤber 10. Pfund ſich des Sonu, belauffen/ anlanget/ ſollen ſolche vor dem Statt Gericht; mag"i aber under oder biß 10. Pfund/ vor des Schultheiſſen Verhor aufgemacht werd. Fuͤrs Andere: Die Schmach oder Injuri Haͤndel/ wo ſol⸗ Iieen weden che under Einheimiſchen allein getrieben werden/ auch vor unſe⸗ ben Somad rem Statt⸗Gericht/ oder aber vor den Unzuͤchteren/ je nach Be⸗ halen lieben; doch iſt denen privilegirten Ehrengeſellſchafften hierdurch nichts benommen: wo aber der Klaͤger oder Beklagte kein Ein⸗ heimiſcher; ſondern ein Frembder waͤre/ damit dieſer nicht auff⸗ gehalten und dadurch unnöthige Koͤſten verurſachet werden/ von B 2 dem 12 Erſter Theil⸗ dem Schlltheiſſen decidirt; die von Zeit zu Zeit entſtehende gr vor demjenigen Quartier/ ſo ſelbige Nacht die Wacht gehabt/ erdrteret; doch fo ein oder mehr Univerfitæts Angehdrige darbey intereſſiret/ der Handel nach bißheriger Übung/ durch die fogenannte Chambre mi partie underſucht/ alßdann ein jeder vor feinem behoͤrigen Richteꝛ gerechtfertiget/ und die Sachen außgemacht werden/ gleichwolen die Erkannt⸗ nuß der Wundthaten und ſchwaͤreꝛ Sachen halben€.€, Feinen Wath nod ferne? in allweg vorbehalten feyn fole. menom Zum Dritten: Sollen noch ferners hin alle Streit⸗ ſachen/ ver Selofieeie fo fich aufer der Statt doch in ihrem Bahn begeben; es fepe niam gleich Bemarckungen/ Servitaren der Güteren oder anerer gelb Spaͤnn⸗ und E halben, fúr die jeweilen am Geſcheid Ver⸗ ordneten gewieſen ſeyn. Bieder Ge Viertens Die Streit/ ſo ſich der Gebaͤuen halben in unſe⸗ bäuen halber. en beyden Staͤtten zutragen/ durch die Verordneten am Fuͤn⸗ fer Ampt auf das ſchleunigſte zu End gebracht werden. Wegen der uͤnfftens: Alle Streit und Forderungen/ ſo von Pferdten pfadien. herꝛuͤhren/ wie auch all andere Geſpaͤhn und Haͤndel/ ſo auf dem ferdt⸗Marckt vorgehen und entſtehen moͤchten/ von denen jez weils Verordneten am Stall⸗Ampt decidirt werden: Jedoch/ wann Kundſchafften rechtlicher Ordnung nach auffzumemmen waͤren/ ſolches in den Gerichtſchreibereyen beſchehe. Oer Arrcſen Sechstens: Die Arreſt, ſo auff Waaren die im Kauff hauß balder. ligen/ begehrt werden; auch Fehler die im Kauff hauß vorgehen/ yon den Kauffhauß Herꝛen erhalten und außgefuͤhret/ andere Arreſt aber von dem Schultheiſſen außgewuͤrckt werden. Mardi, firele Sibendens: Die Spaͤnn und Fehler/ ſo auff unſeren offent⸗ henen. lichen Maͤrckten vorgehen/ von denen jeweils verordneten Marckt⸗Herꝛen/ und die ſo in dem Kornhauß ſich eraͤignen/ von denen darúber verordneten Inſpectoren gerechtfertiget werden. Pepa Achtens: Die Handwercks⸗Sachen/ da namlich eineꝛ vor⸗ ꝝaibet/ die ihme gemachte Arbeit ſeye nicht ſo viel werth/ als ih⸗ me abgeforderet werde; oder er ſeye daran vervortheilt; oder 8 durch uͤbel gemachte Arbeit in Schaden geſetzet worden: und Bie aug ae dergleichen/ von denen Vorgeſetzten derjenigen Ehren⸗Zunfft/ faven voribe dero/ der Beklagte angehdrig iſt/ außgemacht werden; und ſo en Sidler peran mit anderen Streit⸗Sachen/ jede vor ihrem ordentlichen Appcllasion Da aber/ Neundtens: Jemand/ der vor einem oder ande⸗ moe tem Gericht und Collegio, zu ſchaffen gehabt/ davon beſchwaͤrt zu ſeyn vermeinte und appelliren wolte; ift ihme ſolches(wie hierun⸗ vom Gerichtlichen Proceß. 13 hierunden Tit. LVIII.& LIX. von Reviſion und Appellations| Sachen weiter verordnet/ nicht verwehret. Tit. XIIII. Von Straff derjenigen/ fo freventlich und eez muthwilliger Weiſe rechtigen. aao ania| Stup. jar: Üb. pag. 170. tit. fo. eas la rot dokaa i Y Achdeme manchmalen ohnruhige Leute gefunden werden/ Sirat daat welche mehr aug Muth-und Widerwillen; dann erhei⸗ der unb mul ſchender Nohtdurfft und rechtmaͤßigen Urſachen Rechts Bom Proceß anfangen/ auch keiner Guͤte ſtatt geben: eein hehe ifofo Sobefehlen Wir unſeren Richteren und Beampteten hie⸗ Sones boni pf mit/ da ſolche Leuth fuͤr ſie kommen/ dieſelben vor alen Dingen u Beante dahin zu weiſen; daß fie von ihrem Vorhaben abſtehen und oen teeme er ruhig ſeyn wollen/ mit Erinnerung/ was ein muthwilliger Liti⸗ 1110 nnn aorar i gant uò Troler/ da ſein ohnbefuͤgte Intention offenbahr wird/ zu ermane mri A gewarten. Sse hofaah Wofern dann ein oder der ander auch úber folche Erinnez siren pr Sea rung und Verwarnung dennoch nicht abſtehen wolte/ ſoll ihme geris wß.. der Weg Rechtens auff ſein Gefahr geſtattet; da fich aber in rungdennoch Außfuͤhrung der Sachen ſein Muthwill und Troͤlerey finden ocondern wird/ er alßdann nicht allein der obſiegenden Parthey zu Abtrag BesvesReh Koſtens und Schadens verfaͤllet; ſondern auch mit dem THUN Sefai getats odeꝛ einer benannten Gelt⸗Straff/ auch mit beyden zugleich/ je"tetom nach geſtaltſame der Sachen und der Partheyen Muthwillens/ unnachlaͤßig angeſehen werden. Tit. XIV. Von den Berichts⸗Dagen. Ir wollen und befehlen/ daß der Schultheiß die Rechts, Won ven Taͤge nicht einſtellen; ſondern wochentlich(doch auffert 20s tigen: der hieunten benannten Ferien mò denen Tagen, fo grof- Svultheit fer Raht gehalten wird) zwey mahl/ und zwarn auff den Dien⸗ cingene, ſtag und Donnerſtag allweg Vormittags von neun biß zwoͤlftf> Uhren/ ſo fern es die Menge der Sachen erforderet/ anſetzen; aüch diejenige Sachen/ ſo auff den erſten Rechts⸗Tag nicht fuͤr⸗ kommen moͤchten/ naͤchſtfolgenden vor anderen Geſchaͤfften fuͤr⸗ nehmen ſolle. B3 Ferner 14 Erſter Theil/ ampe Ferner ſollen auch die Amptleuth/ ſo ſie einig Urtheil auff⸗ foten deme ſuchen laſſen wollen/ ſolches dem Gerichtſchreiber bey zeiten kund beosettentand acher; Damit er Die Protocollen mitnehmen/ und auß denen⸗ ein Uithel; ſelben/ worauff die Sachen beruhen/ dem Richter genugſamen wonn afte epichi geben Fone, PEX Vo Von den Ferien: zu welcher Feit niht folle Bericht gehalten werden. reien: ma. Nd damit maͤnniglich an hohen Feſt⸗und Feyertagen ſich ue aller welt⸗und Streithaͤndlen/ ſo viel moͤglich/ entſchla⸗ und wann ſe gen/ hingegen GStt umb ſo eyfferig⸗ und andaͤchtiger die⸗ gehalen wet- nen/ auch etwann zu anderen Zeiten ſeinen eigenen Geſchaͤfften deſto komblicheꝛ obligen moͤge; So haben Wir geordnet und er⸗ kannt/ daf hinfuͤro die Proceß und ordinari Wochen Gericht/ wie von Alters hero uͤblich geweſen/ eingeſtellt ſeyn und bleiben follen zals namlichen: Von Heil. Weynachten big auff den LÆ. Tag.. 3 a der Herꝛen Faßnacht biß acht Tag nach dem Hirſch⸗ í nſtag. Vom Palmtag biß acht Tag nach dem Oſter Zinſtag. Von Nuffarth biß acht Tag nach dem Pfingſt Zinſtag. Hon Johannis Baptiſtæ biß der Schultheiß das Gericht neu eingefuͤhrt/ welches ins gemein 14. Tag nach Johannis Ba- ptiſtæ zl geſchehen pfleget; doch kan der Schultheiß ſolches um 8. oder 14. Tag/ befindenden Dingen nach/ auffſchieben. Von der Zeit/ da man anfangt herbſten/ 14. Tag. Von der Zeit/ da der Meß eingelitten/ 14. Tag. Tit. XVI. Von kaufften Verichten. Kaufte Ge- Intemahlen die Gaſt⸗und kaufften Gerichte einig und al⸗ ofon” Q) Tein der frembden und auflndifchen Perfonen DEANA: nastemsoe-a MIE ſelbige beforderet und nicht allzulang auffem Koften Ban auffgehalten werden/ angeſehen ſeynd; Als ſolle feinem Burz firveret/ unb ger oder allbier Sefhafften/ feinem Mitburger oder einen andes anfin ofen TEN allhieꝛ Eingeſeſſenen/ mit kaufften Gerichten anzufechten er⸗ waden. laubt; ſondern ſelbige einandern allein an den ordinari Pa erich⸗ CO a a a a a N AT vom Gerichtlichen Proceß. 15 i Gerichten vorzunehmen ſchuldig; auch der Schultheiß diß Orts m ein widriges zu erlauben nicht befuͤgt ſeyn. 8 ey Hingegen ſoll denen frembden und außlaͤndiſchen Perſonen od vre ii ihre mit Faufften Gerichten angefangene; oder auch noch nicht an. angefangene Rechtshaͤndel/ mit ordinari Wochen-Gerichtern/ fð te mit tanten es ihnen gefállet/ šu verfúbren/ ohnbenommen fepn und in all Seroren an- weg frey aat o'-o a íl Es fónnen auch die Faufften Gericht zu allen Zeiten auffert mit orvinari. ¢ den Sonn und Feſttagen/ ſo wohl in den berien als ſonſten/ vor Zote Ge, oder Nachmittag/ je nachdeme es die Nohtdurfft erforderet/ ge⸗ labren. halten werden; doch ſolle wo es moͤglich der Gerichts⸗Knecht/ ſch auß Befehl des Schultheiſſen es jederweilen am Abend zuvor hly allen Richteren/ Gerichtſchreibern und den Amptleuthen/ damit 4 ie nichts verabſaumet werde/ ohne Kara und das in Perſon odeꝛ fim durch den Gerichts⸗Botten anzukuͤnden ſchuldig ſeyn. et:| fi Tit. X V I I. a d Metas A nom hacda hamdi, pm ,bnbepa ph Rayna Som Bn, Flagiy fan Gnr an 2 ben e hnk Gonne, a r a a Don Wúrbotf cinhbeimifcher Ysartheyen, eea Stup. Cpna tb. pg. 42. tt. 9-) IE ES yp in tohn f J% 4, Ir ſetzen und ordnen/ daß ein jeder/ ſo an unſerem Statt- BondenPin 2 ze Veets n M Gericht gegen einem anderen gerichtlich zu handlen vor rrdinbdmi fj: Phn, hat/ demſelben dazu die ordentliche Fúrbott nd gebúhrs-y= gitn pyret, liche Ladung thun laſſen ſolle: Und weil bißheꝛ geklagt E AETA ii daß die Ladungen odeꝛ Fuͤrbott etwann nicht zu rechteꝛ Zeit die artheyen betreffen; ſo ſolle fuͤrohin der Gerichts⸗Knecht dahin Wi⸗ ibe” £1 fich befleiigen/ daß alle Fuͤrbott vor Feyerabend gebuͤhrendeꝛ sw maffen und wo möglich unter Augen, das ift: von Mund şu Aex a BESOJ. Dar- Mund/ odeꝛ/ da die Parthen nicht felbften anzutreffen in ihrer TEAs isi gewohnlichen Behauſung an janat der Fbrigen befcehenund j e REE A a abgelegt werden/ welche: Geftalt auch folches befchehen/ vor ofe 25S oth 8n ttngl ba fentlichem Gericht bonã fide und bey ſeinem Eyd rekeriren und anzeigen, n a e n gari Solte aber biertwide gehandlet werden und die eine Oder miees yapa eai andere Parthey darthun und zeigen konnen/ dag ihro das Für- im mwannnas 197ks Súrbott nit. Soha ja bott zu ſpath oder nicht in Form angrar; ſoll ſie fuͤr entſchul⸗ arbährend an⸗ jo diget gehalten; aber ihrem Gegentheil frey und bevor ſtehen/ elent worde. W wegen des Unfoftens und Schadens two einiger hierauf ents Ae deii te R, w ftanden/ fich an demjenigen/fo hieran Schuld trágt/ wiederumb Er sorea W ny guerholen: Wofern abe: eine: Parthep vor dem Shultheig o Mike a m der Gericht/ deme ſie nicht underworffen zu erſcheinen wolte ges BE aaeh, mw botten werden/ ſolle allwegen bey dem Schultheiſſen inder def re f mO sÁ 2 ineabad bl D d Po EA Dnpn, Orns frinn-Aban by a h, fen 3 Y 4 a Bn Yere 2 HA 2 m Ø” ptn Oordt nE niffamh' fe RIS deh nah rndonpaame Parihar barn be trd IE hoad unhfon rd Dln fos nii EF Homs nban n Padpak nah nufin NED en u Da faso-Ansaar Ffin ol 1 i KJ Aans anad bor Koin Iaa horfi a PA, ý É l LI Holta aban Xa Naofbonrh for ork anihi, h foa fen Sr ganrl-Benf Dan bot pp nin D AL pipih.0 Bad fotlis an Dd basin Yar A r o o mS Aa, abon Xa Partaj saii E, Bom Grrr, kon Eabh en ynbitp Git), naf nnar tors ip A m En Fasha EA dohia IA af Sa pam bog HEY heh sn Ihh Naa Ere hesh ladn fafah, at Sorn fe Rec Ks, Coms nè mn AniborfhN Dmonferin, omnib, Galja Bani Drop Hyn Badianka Sod Aort hein baih, rd hn Aners ina Gagn samy Vin Szgnbh y Pafafih; PN Á a a> A A y de s 4 en j6 Erſter feil aa Arih n wf Dhara na, r nrk m abos ſen Stab ſie gehdrig/ deſſen Erlaudnuß vorhero außgewuͤrcket werden Menen ginehuttn, Ane dn Xant D Unst-i W á „ Ion Yat pr olh, Are II niang me, 4: ANTA EA a EE YBO Vf T I 1t. X V iie J a09 AN v Ürpfind hov minty l f bre aseza Mon Citationenund Wertagungen fremb- IET AÈ der Partheyen. -Qs y í$ E3 aal F- ba Joehorap m prënki-h0rmng. ae a a Au a nen APAS ENOAT. Stup- gae- W8- p. IEn lel. 3..eN◻ Kor kng Drap ih rg aeir Ofern aber abweſenden Partheyen fuͤrzubieten waͤre/ ſoll nen unb Bet- SY Slnenfeiben eine P erhaltene Citation burd) den ~ Gerichts⸗Bott/ oder durch die Poft je nach der Sachen Wuleſulg:. Geſtalt und Thunlichkeit/ zugeſchickt werden: Im fabl abe: man Saten ateiflen thåtes ob fothane Citationen bebòrige? Enden abgelegt tumgeiban ip infinuirt werden koͤnten; ſollen deroſelben Obrigkeit ode: Ei Lniata tena, Rorgefebte von Ampts wegen erfudht werden/ daß ſelbige ih⸗ Pori tye idea von Ampts Mngehórigen die úberfhienden Citationen gebúbs ms peii A, vend infinuiren laſſen/ und ein Recepifſe uͤberſenden moͤchten. Himan"i Ape Hann aber eine Parthey ohnerachtet angewandten Fleiſſes/ Fortei denjenigen ſo zu citiren nicht entdecken; und alfo nicht wiſſen Y atoa gertae Fonte/ wo er ſich daßzumalen auffhalten moͤchte/ folle er nach vorz e era gegangener Erfantnuh durch ein offentlich angeſchlagenes Eaict, le foie jeteilen úblich und gebráudhlich gewefen/ peremptoriè ci Idn raie Oie irt nÒ vertaget werden er erſcheine alßdann aulff den angeſetz⸗ hranei vn ten Termin ooe nicht, folle nichts defto wenige: rechtliche? Ord- feei pa iee ng nach fortgefahren/ auch darúbe: was recht iſt/ erkennt T iik ODEN, N ERN ea eo Tite XIX. 1 Sin, GES nin(hihiri= Baha Ja, papaa i ET a Wannund zu welcher Seit etlichen Werfonen e nicht mag fuͤrgebotten werden. Ei mat eaea AX Sner Gerichts ode Nahts⸗Perjon ſoll zur Zeit/ als die in De gee Bai aliden[P2ner Gerichts odeꝛ Rahts⸗Perſon ſoll zur Zeit/ als die in Aten fon Dirata. E Gericht und Raht iſt/ vor einem andern undeꝛ Gericht zu a S MoM Di erſcheinen nicht fuͤrgebotten werden, "ars. fem Auch denen ſo Hochzeit halten auff den Tag der Hochzeit/ aaa 7 MO in diefem Fabl auch ihren Eltern nicht. EOE TO Item denen nicht/ ſo ihre abgeſtorbene Elteren/ vde Ehez 5 igts estont o BENADE 0de Kinde/ Chriftenlich zur Erden beftatten laffen. a aSa Es find auch etliche Perfonen/ denen zum Rechten nicht⸗ A e iea” Mragebotten werden folle; es habe dann derjenige fo folches zu nk i totean gefimet/ von dem Schultheiffen deffen fondere Erlaubnug K elrlanget: Als da cine: feinen Vatteꝛ/ Mutteꝛ/ Großvatter/ pü $ 1a h 2 Gos ynfor n s— nog 9 Ganba nidh, Onla fpÉnnbnat£ * ofin p ferri hoganý gnh D 4 E Ft vom Gerißhtlichen Proceß. 17 Großmutteꝛ/ und ſo fuͤrauß rechtlichen beklagen wolte: Dann ſolche Perſonen und andere dergleichen/ denen man nach Be⸗ ſaag der Rechten beſondere Ehrerbietung zu erweiſen ſchuldig/ Erlaubnuß rechtlichen nicht belanget werden £a Db aber jemand bartie: handlen wurde/ der fol daruml nadh Ermáfigung des Gerichte defia werten E X o o a M Von Angehorſamb der Wartheyen/ und A Erg; A a ay wie die geftvafft werden ſollen. Wo;-` na b. fag: 169. bele a fii ai abyinan h oi eh CA mit Die Gerichte ihren recht ordentlichen Gang gewiñen/ vom eea hih Cz) NÒ die fo Recht begehren befórderet werden/ haben wir E E i fuͤr nohtwendig erachtet zu ordnen: daß/ wann einem und weder os) dreymahl ⸗ eS mag dann unter Augen oder zu Hauß und Hof in geſchehen/ fuͤrgebotten wird/ und derſelbe nichts defto POEME oya Spt Aa maina iye ago k außbleibt/ und ſeines Außbleibens kein Entſchuldigung fuͤrbrin⸗ O EE D gen laffen wide dene im Rechten procediret md fortgefabren TE E a R yy zund e ſich von der E nnp aE A R A 9 Hon bdeꝛ Kppellation gaͤntzlichen abgeſtrickt und benom⸗⸗ʒ⸗ tanas fè TA E E O A E S wi o a San der Kláge? fo Rechts begebrt/ und dem Beflagten aiesmvat 22r A il fuͤrbieten laſſen/ zu rechter Gerichts⸗Zeit/ vor Gericht/ und tachs ia wann bee Sa deme ein Urtheil mit der Frag umbgangen/ nicht zugegen und zurhier seit T E vorhanden waͤre/ der Beklagte abeꝛ ſich gebührelth 0 Pa, Ka raaa thaͤte; ſoll er Fuͤrgebottene nicht huldig feyn/. auf femen Geg Airy Ari nen ner gu warten; fondern mag mit Erlaubnug des Shultheifen iresi hinweg gehen/ und ſelben Gerichts⸗Tag nicht angefochten wer⸗ naize den/ auch der Klaͤgeꝛ die daruͤbeꝛ ergangene Koͤſten an ſich ſelbs iaaa i haben. pà- pl. Supani Ganighd-hlbirg-pagi 1: fe. sagr Sirs Sin Cn plagn mA. Le a.:, z Y Wgn hy nggedhor. Ji y Tit. X`N I.': w Won den PEnwålten und Vewalthaberen. i VR- Shu: grn Úlreug. piro- tA-j4. den Or; l Md TAAT iw Elcher ſein Sach in eigene: Perſohn nicht handlen koͤnt oane leine I aane ran * oder wolte/ derfelbig/ er fey Kláge oder Antioorte:/ Mag fens bantet eS or id„in allen Burgerlichen Sachen durch einen Anwalt poer nil main asse ji Gewalthaber(darzu auch die Amptleuth ſelbſten konnen ge⸗ Saden dur Pea e é braucht werden) agiren; doch die Injuri Sachen hierundeꝛ nicht agirenraupoe--t KE ayo f/ verſtanden feyn follen; vid. Tit. 57. W jaien pinde, E anad ESE AES ENI E A EA e R A E ienas rrai Pi. An Een> S Stnho 9 j poa Poing lah,% Ld gee E 3 SorHino ghh A. e αι Ae, Vi, E N a r a a e a E T NS + yhli denah nno, , tiakina Dy PEIA Eu a a E S ENI ioka n Dor Gabah mof hain SAPS d lha+)., aE Tenlpa EA D nOD. 2 AI o:; i s,! Cron. N Aah SAh. s. e 2D I ea 6 Sa tehon a T pa p Cf nkore Sons S Vap Aien- 4. Bin Vaop saad Yn PDM as o Cii Marjal an Srn Ga Gath A tid ra Arbad honban, gnay Aaniipnstes der e—2 o o, aah im f woinfoh, 0o non hdnsbafyna Grooth angnin, Go Anom inpas SAVN mr Prap Aonar janski Galah Galfad Jr A ino, o mað nnm Sindy Annrmaheng hafan Sy B SA Sa Daaf Paid bnda sbafen Garaalf 7 pr NGE Snp shrdsh Saan Hasfnpnpsimus Dag normit fahn aG abn fied: thead foda Boisap: Chae 2n Mainda= arh DeD h idn, aad foha Da E ED y ha Sen SE Pashe Jaroa el ai la FPobriafh- ala Ba ior Bou Vaf Ynt Jabo, naof Iar Doingd bahshi ag. are ere Ao feom iiae MAEA k es maoga Songran $ c — a aa R N A TAN Anba). And Ceana fr Afo noa Sy opr fk kt F a A EMAA Ea fa e eae ysr A 7 mh ž AS sae fon” DSV 2 S 0 mon 2S dhannsa Ded S 2 4 N Japis aa rg De DT Arghh, A piiat mea TIRA Anbng D G Dhade k O R AAA al Bn nina hiai ar AEDn a nafi Big Ane Ny Erſter IW BBA bon Bae ra)— Diewelen aber die Recht wollen/ daß ein ſolcher Gewalk ii z iA Aabe den tragenden Gewalt/ dem Richter vor deme erzu hand⸗ at A A len willens iſt/ gebührend auffweiſe? danit er erkenme ob und wie weit ein ſolcheꝛ bevollmaͤchtiget ſeye/ und darauff richte; die⸗ e Prge= fes abe mferen Burgeren viel zu weitláufig md verdrieplich ps Sa akse. inidt fóul- fallen ourde, als ſoll für genugſom gehalten werden/ wann ein EF Z r dig e fa en k gt zi 3 yide Amptmann ode: ſonſt ehrlicher Burger vor dem Richter fich als è SR aeh gy Semet wi oin Inalt md Gewalthaber dieſer oder jener Parthey angibt/ F asiti Stata td Fein weiterer fchrifftlicher Gewalt von deme ezigirt paoe Sgi Pian Aa deme aber fo dergleichen Gewalt auff ſich nimbt/ wird obgelegen aiel cesh SEEM fich gegen feinem Principalen genugſam zu præcaviren/ da⸗ S P DER mit derſelbe ihne Gewalthaberen allen fahls enthebe. ns st: asoy. pe Geride Muff dag man aber wiffen möge, wer/ vor wen/ in Dosi RE anani Sachen und wider wen einer Anwalt feye; folle folches alles vons; T wrons, dem Gerichtfdhreiber oder feinen Subltiruen ordentlich n nogitf` no Ae eaa rimwe men MÒ AUfTOEZeICh Met werden, Leea giya inik ha Adti ie fore ++ einer Anwalt ô t aa eame Anwalt 21i foo Perfonen, fo bevdgtiget/ auf erheiſchender Noh r E BEA baver iege, durfft zu Recht kaͤmen; ſollen deroſelben Voͤgt ſelbſien in Perfor Tiy ngh Gracfm }— Vögte ſouen Und nicht durch Anwaͤlt ihrer Vogts Perſonen Sachen verfuͤh⸗ 3 pridni ren; es waͤre dann Sach/ daß ein Vogt bey ſeinem Gewiſſ en aak A Anwátt bee Ehehaffter Urfachen wegen niht vor dem Richter erſcheinen Sadna könte: dann wann einer darwider handlen/ und ſein Vogts Per⸗ führen. A ſon in die Koͤſten condemnirt wurde; ſolle der Vogt die Anwalts tarmine Köſten An fi ich felogen n baben uyo ni nicht feiner Bogte Perfon an, fehreiben, isie z Bn Bia Dna a oa o nE apalean,— D Bene Ge Demnach auch bey dem Gericht der Anwaͤlten pea melt anfi fA hero vielerley Fehler und e vorgeloffen; ſo wollen Wir/ a ioe daß k und n carmar ti na porki P Bajonas Gewalt auf id 2zu nehmen verbotten ſe et Ssa Sogn ai i PE AAI APE TNS a BA Ta a s25 Erftlich den Basea Darnach denen ſo Llbſten nöch underm Bogt ftehen, è Jtem AMberen/ Blinden/ Tauben faa seter ymd Stummen* Jtem denen, i 0 als Verfdiivender oder Falliten iz EED NA raaes olfentlio A worden. Und dan allen Meyneidigen/ n EAs aog eren ES lich Peri fohnen, A Eris eRe ko? Cy oe Efa Kofi CR A oes aI e a eatp IS Prod XXi he al Vaho fhf a RE Xon md. Eh un sie ohe ERER a Ti X = Jemen piu BVon Advocaten/ infpreden und Med⸗ E B ayah perep, Item ob und wie fern das Lazelren erlault/ auch wie es derer Recht⸗aͤtzen hal⸗ ben gu halten feye, s inem aa a.. TA a e a a A A E E Sa AA te: Å$ PR A VR orit E Ton p voni Gelichtlichen Proceß 19 kti R f 5 Inem jeden ſo vor Gericht zu ſchaffen hat/ er ſeye Klaͤger aa Ua Imi et oder Antworter/ poe unoertoehrt feon 7 auff des Schult- Fasteniton ol pion D heiſſen Erlaubnuß ſelbſten zu reden/ und ſein Redt der Serprnves W0 oncore nad) zu detendiren; wann aber einer ſolches nicht patia w ERREARI s e thun koͤnte⸗ oder tolte; foll er einen von den beftellten in arnan Ae S a E euthen ¿u fenem Súrfprech gebrauchen; eg wåren dann Bedwurt mi oR ie Sachen darinnen er gu handlen vor hat, fo wichtig und tråff/ irane over Ww distas Daf die beftellte Xmptleuth folche der Nohtdurfft nach nicht fap,"e aere ma ſen oder verſtehen koͤnten: auff welchen AN ei AEAT e laene. beyderſeits Rechtsgelehrte Advocaten zu gebrauchen obnbez seeni: aa: nommen iſt: Und damit allerhand Maͤngel und Gebrechen ſo esan fo $2 fich der Advocaten imd Fúrfprechen halber begeben 7 Fráfftiglich veegde feve, ʒvorgebogen werde/ und ſie ihrem Beruff/ wie fich gebuͤhrt/ nach⸗ kommen ſo ſetzen/ ordnen und gebieten Wir/ daß die Advocaten Aaronen und Fuͤrſprech die Leuth zu keinem muthmwilligen Gezánd uno"situa uunbefügten Rechtfertigungen verleiten; ſondern e Pat pronnan a MERE theyen von allem Muthwillen und Sachen/ darinnen ſie ſich ei⸗ sen Procede aigis nigen Siegs zuverſichtlichen nicht zu getroͤſten haben/ abzuſte⸗ minen iisa E beny mit allem Sleig vermabnen, wusi Sintemahlen aud big dahero an dem Statt-Geridyt groffe Biees wesen pir gda ti Unordnung vorgegangen, indeme durch allerhand LUngelegen ian tem aa } heit und verdrießliche Weitlaͤuffigkeiten/ die Procek viel Jahr di vabervora Pp i Iya M W; S Is ISIE ) Wi; owe i DaN) A Ae e 8 sga S ÅS noi SN iS l o q Y, 4, -v eme mt é# Bgg amma)$ TS I è ` Zy i) und Lag gewaͤhret; die Partheyen mithin in merckli gegangenen RLS ix 9 rN? thehen mithin in merckliche groſſe Unordnung unkoſten/ ja etwan ehe und bebor ſie den Außgang des Proceſſes aenen werden. 2 $. Brp rand Dyfi Jans ny 1 ; g : bewenden; dergeſtalten und alſo/ daß die Advocaten und Fuͤr⸗ Wievie Ad- stup--e üs tai ſprech beyder Parthenen Klag und Antwort mündlich/ oder paene tat aa wam die Sach erheifchender Nobtdurfft nah weitlåuffig angu- mart godki bringen waͤre/(nach erhaltener Erlaubnuß) durch ableſen/ de⸗⸗ n a E Z fut Cinn n yna Yo et 2 em zZ A 2 Ee G an S = — at lang] D e rt c P O D O 5 © © A T : O za o a O — €r A = i X TE nalien zur Gerichtſchreiberey geluͤfferet; durch den Gerichtſchrei⸗ gerit mes JAW ES bern aber Klag und Antwort/ und was man weiters vorbringt/ emiten, t` 7 gefliſſentlich protocollirt/ ſo wohl auß demſelben als den einge⸗ legten Inſtructionen und Memorialien der Recht⸗Satz kormirt/ Bie deet stuv---- ie Pg- 194. ef- i Ki und außgezogen; darauffen von a dem Gerichtſchreiber be a o IITA 2 e ar Bhrrdfn bnrbsto. dnslsti uban iind: A SGAN.$ D op, 9"! aad oi, F Shhh. Anh A hog Kmhfh hnnufalon Innn Ùn frip KER + b G i. iFa Er Jir prnf i: ugl le, Aadne in Snr nt. ͤ h oath i a ' SIP Bn Gin Tartkn Saur Oonrrafhish nad agha rboly-Aly La bren Pa œ% Onbhi Sin G RA Dh, y fngboln- Innt Ion imh nint Yl an Drai Vaf, shhndnt doinh e Ah Pag Pyn P Ta wh— ho nn, a A fyr Soh Linha fa Yen Ahha). Sea Anlaa Toji din brink Orhin M, sans Gals d tQ: 3 o L AN Y e T A: nn mrhh Ningu Galabal ey S pe a A fea, Salhia Soa Enna TO Enph ra nsh A S. Aty Nagr alnbat nnd IAIA obyor OEE EA$ Ë DROE oaa eS Ma E E aaa an ma a Ri r yei r sj zonai costati a atai* p i yi Erſter Theil/ onue de Partheyen ſampt den Amptleuthen/ und wen ſie ſonſt darben ni ae ANE beſcheiden; denen ſamptli⸗| beteo aute- chen der außgezogene Recht⸗Satz von Anfang biß zum End| oade abgelefen/ und wanneinoder das andere Theil etwas weiters hin zu zuthun begehren wurde, felbiges n Gegenwart des andern Theils darzu geſetzt; hierauff ſolcher Recht⸗Satz ſampt darzu gehorigen Schrifſſten und Documenten ohne weite⸗ ren Verzug/ dem Herꝛen Richter/ welchem die Urtheil hinder- ſetzt/ eingehaͤndiget; zumahlen derſelbige die Sach zu befoͤrderen umd die Urtheil/ ſo bald immer moͤglich/ von ſich zů geben alleg erforderlichen Ernſtes angemahnet; Dafern aber auff die/ durch den Gerichtſchreibern/ zu Abhdrung des Recht⸗Satzes beſtimte Zeit entwederer Theil nicht erſcheinen/ und ohngeacht derſel⸗ big/ der ungehorſamen Parthey darauff hin noch zu zweyen un⸗ derſchiedlichen mahlen durch den Gerichts⸗Knecht oder Botten ein andere Zeit anſetzen laſſen/ jedoch ſich nicht einſtellen thaͤte; bey ſolch verſpuͤhrender vorſetzlicher Ungehorſame/ einen als den andern Weg der Recht⸗Satz ohne ferner Zuruckſehen dem Rich⸗ ter úberlúfferet werden fole e Plicht der Wir wollen auch/ daß die an dem Gericht beſtellte Amptleut Simtteuten? fich ay der Beſoldung/ ſo ihnen Krafft der Ordnung geſchoͤpfft und Fürſpre. Ind verordnet/ benuͤgen laſſen/ und weiters nichts forderen ſol⸗ Nanthedenans len.“ Gleicher Geſtalt wollen und ſetzen wir/ daß ſich alle mò jede Advocaten und Fuͤrſprech/ in ihren Memorialen oder muͤnd⸗ liochen Fuͤrtragen/ nicht allein der Kuͤrtze/ ſo viel moͤhlich; ſon⸗ ; dern auch j tiger/ beſcheidener und verſtaͤndlicher Worten be⸗ w fleifen: Hingegen aber aller ohndienſtlicher/ üͤberfluͤßiger/ Karani an 1 7 ae oey Sa ſo m je er Zeit vom er nach Geſtalt der Sachen anzulegen) in all⸗ weg enballen EAA rA A O t Solennnn Do auch arime Parkhehen vor Gericht fuͤkkommen/ ſo ih⸗ sais ween, erm Fuͤrſprech ſeine Belohnung zu geben nicht vermoͤgen/ fol ih- nen aͤlsdann(wañ ſie ihr Unvermoͤglichkeit beſcheinen/ oder bey ihrer Treu an Eydsſtatt/ ja auch nach der Sachen Geſtaltſame durch das Juramentum paupertatis erhalten wurden) durch den Schultheiſſen von Ampts wegen ein Fuͤrſprech zugeordnet/ und ſelbigen armen Partheyen gratis gu dienen aufferlegt werden, Jedoch mit den Anhang/ da ſolche Parthey im Rechten obſie⸗ gen/ und damit ſo viel/ daß ſie den Fuͤrſprech ſeines Lohns gantz oder zum Theil befriedigen moͤchte/ erhalten wurde/ ſie alsdann dem Fuͤrſprech ſein verdiente und gebuͤhrliche Belohnung/ ſo weit es ſich erſtrecken mag/ erlegen ſolle. ipi ir vom Gerichtlichen Proceß. W .,„ Wir gebieten auch ernſtlich/ daß kein Advocat oder Für⸗ zene, i wwii À; i 9 e Vo- i ſprech/ ſo der einen Parthey Grund und Heimlichkeit Ea caren geaen ini hat/ ſich wider dieſelb/ in ſolcher Sach zu dienen/ bey Verinei⸗ den Parret, W dung unſerer hoͤchſt Obrigkeitlicher Uingnad nicht ſolle beſtellen a oder gebrauchen laſſen. Item: Daß auch dié Advocaten und Si júrfprech/ bep Vermeidung ernſtlicher im Rechten auffgeſetzter s traff/ mit ihren Partheyen umb ein Sheil(pro quota litis) det w Sach oder des ſtreitigen Guts/ wenig oder viel/ einig Pact voet i Geding nicht machen; und da wider Verſehen dergleichen den⸗| w noch befcheben thåte, folch Pact oder Geding allerdings krafftloß| wý und obntwúrdig fepn fole, o| Myg nd damit dieſem allem deſto getreulicher nachgelebt wer⸗| oy De, follen diejenige verdáchtige Advocaten fo nicht als Amptleut Loͤnnen durch Ny angenom̃en/(maſſen dieſe/ als welche auff die Ordnung ſchwoͤ⸗ otin ren/ darob zu halten Eyds halben ſchuldig ſind) auff Begehren meven M or Fantheß oder des Gerichts Gutfinden ebenmaͤßig beeydiget p erden. A e e w a E Ron Werfonen; die als unfahig im Mechten pneninsa grefa M SKT ie a par en ie ESSE zu ſtehen/ nicht zugelaſſen werden. A m) ETI DP A p M PA a we Riy Ir wollen daß keine Weibs Perſonen verehelichet/ odei aan le aa iw Rele a~ ledigen Stands; Jtem Feine andere Perfonen fo under bisinvem AA aE iw pF einem Bogt frehen; Wie auh Feine Thoren/ Blinde? Taube poranne ttegir w“SEEE, Stumme/ und Sinnlofe/ oder die/ welchen die Verwaltung ih⸗ pelafjen met yi3 de SER pjt Si e Gütern verbotten/ ohne ihre refpectivè Ehemánner/ BOIE aa i aah L Ar ok, STL poder andere ehrliche Benftánd? weder als Klager noh Ant pea sre aE iia p RNowortere im Redhten angehòret werden follen: Ari ge onb Mon zolan eha Relta ih SSES Und obfchon der Gegentheil wider forche tintúdhtiafeiten Saa nE ria lih a, nicht excipirte/ folle nichts deſto weniger der Schultheiß auf ſol⸗ Dierben palacis o ei as 0 Fiktthche gefliſen Achtung geben, und das widrige mkein Weiß gee rsm prozi i dſtatten. E e Tra ae a a a E g 4 e aA sAn do Gaidh m Dreh Balo La pr o 7y wE P editati gnth A oi Iren datini 3nd Tna, Dran Lidar Ea girada wo$ TA A ay Tit X X IV vazy Jetonte bhanbh. mÒ{ x i Von Sinfuͤhrung der lag. Vd. Sup- One Ub. pag- 166.42. 10. mi Jeweilen der Haupt⸗Grund einer jeden Sach mebrtheilg Eininn Z auff der Fornilichkeit der Klag beruhet/ ſo ſoll der Kláger hemin da⸗ m feine Klag und Forderung lauter und verſtaͤndlich vog, ivea, wnd) hn Mnnnnnrins Lasin Sin os 7 t bnAinfahi, 1» Kpn ZAE ER, ad Soin mepo DDES Pnad Gogho Ais logre 2 pr Bafi Aad hiona Bar DJEN B vee fed fablo Gefi Aen boa blagh gelha Ead Iang Ai fanaiig bA ar E * Gofala, Sa Mha Dr Vrihfaz nhat, Safir gafakhy oird fon faba ni PAR bahi, TERNER EE Ne E A E SE a a ea aaa a a a aaa asa a aana> 22 Erſter Theil/ bringen/ mit Benennung ſein des Klaͤgers/ und Beklagten/ und derbeh das Factum und die Urſachen/ was und warumb er kla⸗ ge/ mò woher ſolche Anſprach kommen/ kuͤrtzlich doch klaͤrlich und wahrhafftig erzehlen/ und in ſolcher Erzehlung nichts/ ſo zu den Sachen nicht dienlich/ begreiffen/ auch ſchließlichen begeh⸗ ren/ was der Beklagte ihm zu thun ſchuldig/ und darauff recht⸗ lich zu erkennen ſeyn ſolle. Und dieweil nach Eröffnung der End Urtheil/ wegen aufge⸗ Anuthenden loffener Koͤſten/ Nutzung/ Schaden und Intereſſe, kein neue Rechtfertigung anzufahen iſt/ ſollen die Partheyen dieſe Forde⸗ rungen/ da ſie ſolche fallen zu laſſen nicht gemeint/ zum Beſchluß ihrer Klag anhencken. In einer lag Wo auch jemand in einer Klag zwo oder mehr underſchied⸗ mome ie Forderungen und Sachen zuſammen faſſen/ und zumahl foiatioe Sa fúrbringen wolte/ follen folche nicht durch einandern gemiſcht; Rualweren ſorndern ein jede mit ſonderbahrem Begehren alſo verſtäͤndlich vorgebracht werden/ daß die Richter/ in jeder Sach/ audy ein ſonderbahre Urtheil geben moͤgen. Sonſuge. Die Klag ſoll auch/ wo die nach Tit. XXII. in Schrifften wort wo ſr eingebracht/ bey den Acten verwahrt/ und darauff gezeichnet waso. Werden auff welchen Tag fie eingebracht worden; defgleichen oeseidner wee(OU eg auch mit der Antwort des Beklagten gehalten werden. tui Unò follen die Originalia alltwegen bey den Gerichtlichen Actis behalten/ der Gegen⸗Parthey aber auff Begehren/ nach Erkantnüß des Richters/ Copia darvon ertheilt/ damit die Par⸗ theyen nicht auffgehalten; ſondern deſto mehr befordert weiden. Tit. XXV. Mie Caution und Mürgſchafft ins Mecht zu ſtellen ſeye. yà. zu ſtellen ſer Von Caution ——— Wuum ein Klaͤger/ der ein frembder oder auſſer Lands ſitzen⸗ foen miedie der Burger iſt/ einem Einhenniſchen vor Gericht laͤßt fuͤr⸗ Ten ioe bieten/ mag der Antworter oder Beklagte/ wo er kein EX. FIbtion wider den Gerichtszwang/ Richter oder des Klaͤgers Perſohn einzuwenden/ vom Klaͤgern begehren/ daß er dem ao mar/ ne op er òy Suim unten ligen wurde/ ih⸗ en Koſten un aden entrichten/ 3 þalb gebúbrende Caution thun folle, E Sae dann nach ubralter/ wohl hergebrachte a aa uhralt gebrachter Gewohn⸗ erter Siloe ſolche Caution mit Bůrgen oanien eiat, So vom Gerichtlichen Proceß. 23| ©o fern aber der Klåger mit feinem Eyd bethenren tourde catio jara: daß er/ nach angewandtem moͤglichſten Fleiß/ ſolche Buͤrgſchaft? a nicht thun konne/ ſolle Cautio juratoria und mit ſeinem Eyd Si⸗ G cherheit zu thun/ zugelaſſen werden. a in Sb ſich dann begebe/ daß der Klaͤger/ nachdeme er Buͤrg⸗ pſict deren om ſchafft ins Recht geſtellt/ ſeine Sach nicht ſelbſt/ ſondern durch aren i einen Anwalt verfuͤhren wolte/ und dieſes Gewalts halben/ ob tasen. wg derſelbe genugſam? Zweiffel füͤrfiele; ſtehet zu dem Anwalt/ ent⸗ | wy weder den Gewalt/ den er von feinem Principalen empfangen/ Abe⸗ genugſam auffzuweiſen/ oder Cautionem de rato, das iſtz daß fein Cautio de ra- Oý Principal, was durch ihne gehandlet werde/ genehm halten ſoll ia und woll/ zu thun, m Tit. XXVI. MiO, a ooo.- a— di Von Berichtlichen Dilationen. Vd. Stup. Fua Ub. oag. i78.-24. 3 lim eine Klag eingeführt wird/und der Beflagte daratff Beant auf e- proz riften zu antworten mht gleich gefaßt/ mag er derſelben Serlane 5 ichnet Communication, bedacht und Dilation begehren; die ih⸗ nen tea aE ciho me auch/ von dem Richter nach Wichtigkeit der Sach auff 14. M, Tag zum laͤngſten/ zugelaſſen werden: Der Beklagte aber auff. eog lihen beſtimten Termin mit der Antwort ohne Fehlen einkommen ſolle. A EE ' mý VDuo ober die Zeit des gegebenen Termins zubald auflauf sug weige 74 w fen/ und die Parthey innert derſelben ihre Nahtdurfft ju Heriet a aD Ae, tigen, ehebafft verhinderet wurde; ftehbet ibro der Parthen fren/ ves Seming vor Verflleſſung derſelben/ mit Anzeigung der Urſach/ umb ei⸗ m r. nige Prorogation und Erſtreckung des Termins zu bitten; und wo das Gegentheil dieſelbige nicht gutwillig zulaſſen wolte/ ſoll h es jedes mabl zu des Gerichts Erfantnug fiehen/ ob Ud fie mieno ve lang folcher Sermin$u prorogiten tm zu erftrecten fepe: gleidh Peries” wohlen aber/ ohne trifftige Urſachen/ ſo leichtlichen darzu nicht vann ver Be- i kommen; ſondern wo der Richter auf etlichen Urfachen mò Lmz Prorogation aiie ſtaͤnden zweiflen möchte/ ob die begehrte Dilation mehr zu Um mbiu. iet trieb und Verzug als aus Nohtdurfft der Sachen/ begehret wur⸗ is de/ ſoll und mag er(muthwilligen Umbtrieb zu verhuͤten) der A begehrenden Parthey oder ihrem Advocaten oder Fúrfpreh/ jé h nach feiner Ermáfigung Juramentum malitiæ, Den Epd der Bofs 7 JH pes. gr A heit/ aufferlegen/ und das in allen Rechtlichen Proceſſen/ wann ö Fa es ihne vonnöthen und fuͤr gut anſihet/ fuͤrnehmen; Inſonder⸗ „ht heit wann ſolches auch die Wider⸗Parthey bitten wurde, 6 Welcher a E a TA ES, SAN a E A aa aaa a a a a Aaaa aE R N o SA T E rs PMR 24 Erſter Theil/ | Welcher aber den alſo zum anderen mahl erlangten und be⸗ prorogeien ſtimten Termin ohne Handlung verflieſſen laßt dem ſoll ferner feias keine Verlängerung vergunt: ſondern im Rechten/ wie ſch ge⸗ anmuieen, bührt Proceirtwerden Ea a a a aa d iit i R a ni aada MUR i sas-di . Tit. XXVII arrore tetua De Juramento malitiæ. Eae aii a Vom Yyd Boßheit zu vermeiden. EG E riaa na kol ia sA Thag o beibis yla foo Ry abas E aA hnn. i Erana Ban(Jeſen Eyd ſollen die Richtere/ wo ſie beduncken wolt/ Pope membatu E Daf Die Parthepen gefábrliche Auffyúg fuchen/ oder fonz Ae ti inalitie muſſe ſten einandern ohnbillich umbzutreiben ſich unterſtehen/ 2. A einer oder beeden Partheyen/ von Ampts wegen aufferlegen. Sen tisa kiy Und folle folcher Eyd niht allein Durch die Parthepen; fonz Er a E iei i tiD auch deren Anwaͤlt/ Advocaten und Fuͤrſprech/ je nach deg gotrnp Sat Pod, bedan nrf dedna hfs ee eee arie ihters Gutachten/ in ihr ſelbſt und ihrer Principalen Seelen/ nachfolgender Form geſchworen werden, e a nmearòng mmh ih nmt, * Der Eyde Boßheit zu vermeiden/ wann der Prin⸗ cipal ſelbs zugegen iſt. gorm bietes? T ſollet einen Eyd zu GOtt ſchworen/ wofern ſolches von der Frineipal euch mit gutem Gewiſſen geſchehen mag: Daß von euch udesen. dasſenige/ ſo ihr fuͤrbringet und begehret; nicht aus boͤſem und gefaͤhrlichem Fuͤrſatz/ noch zu Verlaͤngerung der Sachen; ſon⸗ dern allein aus erheiſchender Nohtdurfft geſchehe. Wie dieſer Syd durch einen KXnwalt/ Xdvocaten oder Cuͤrſprech zu erſtatten. Som: wam KA Hr follet in euer felbft eigene und energ Principalen Seele/ E dar hahah N einen Eyd zu GOtt ſchwoören; wofern ſolches von euch mit Anwalt oder Siud a gllkem Gewiſſen geſchehen mag; Daß von euch dasjenig/ ſo ihr won firbringet und begehret/ nicht aus böſem und gefährlchem Fur⸗ ſatz/ noch zu Verlaͤngerung; ſondern allein aus erheiſchender Nohtdurfft der Sachen geſchehe. one TE XXVI Won Exceptionen oder Sinreden. Wann vom Gerichtlichen Proceß. 25 i Wbe, Bi= ein' 2—— 7:;— elnn einer auff die wider ihne eingefuͤhrte Klag gebuͤhren⸗ areepnonen Wde Exceptionen fuͤrzubringen vermeinte/ ſoll er darmit gei g A NO' —2 billich gehört/ und ſelbige einzuwenden niemanden ver⸗ in. wehrt werden. EA A a oe x oi V ETAN Leigheas pa Taea VI s 1 i Es find aber fürnemilich oale Exceptiones oder Ein⸗ Bie viete reden: nemlich Dilatoriæ, das iſt: verzuͤgige/ welche die Haupt: facbas Sach nicht abſtellen; ſondern nur eine zeitlang verhinderen und fern| eufaoken: Und dann Pen an ift: endliche und Auf sones Das-| oͤſchliche Exceptignen/ ſo die Hauptfach gånglichen aufheben Sareren:| | und A aa AnI, oufe’ TRR ON Die Exceptiones dilatoriæ ſind temporales oder auff eine sxceptiones Wry gewiſſe Zeit gerichtet/ indeme ſie dem Beklagten allein Friſtung aori in fehe auff eine gewiſſe Zeit geben/ und deßwegen verzůgige Einreden T M i genannt werden.. dfen, Lus Seah Anr t fais Naß. ae ei L i: fi Als zum Exempel, da wider die Juriſdiction oder Gerichts⸗ Deren unbeD a 1a kd d wang Einrede geſchicht/ und der Beklagte vermeint/ vor dem mpe, as perea A ichter/ fuͤr den er geforderet/ Red und Antwort zu geben nicht peciraoia ag rda Ciy fhuldia zu fepny gu Latein Declinatoria fori genannt, e $ 6 S ann Ma| A:, mar. i i 3 E Sen Ee Stem: fo wider einen oder mehr Richtere/ PartheplidhFeit reanrioais Rri oder ſonſten anderer Urſachen halben excipirt wurde; Welche Era eY Einrede die Rechte Exceptionem recuſationis nennen, a EA P oeaan Item: die Einrede wider Klaͤgers Perſon/ als ob er im Rech⸗ Conta Ago:% gist- ten zu ſtehen nicht tauglich actorem e ee o ia von welchen Perſonen oben Tit. XXIII. gehandlet worden. h Item: die Exceptio litis pendentiæ, da die Sach ſchon vor Litis pendens Ha en. Any einem andern Richter ſchwebet/ und dannoch der Klager den!= Aia iE w Beklagten in eben derſelben Sach/ an einem andern Gericht fuͤr⸗ nemmen molte, p36 D aotr Erd bsf bth Ba geeit Dafn nin Ç Meard,. ho Sps adgs: i Peremptorifthe Exceptionen find/ wie gemelt/ diejenigen Bas Pereme roti i fo dem Kláger feine Klag gånglich auflófchen imd derfelben ein Eepunes Eyi sr- gaAsa Ende machen; deftvegen auch endliche und außloͤſchliche Einre⸗ſoen. EA Diha zi den ama a A ia TAAS antapi m a ſeynd/ die Exceptionen einer geurtheilten oder ver, rgi jedicaæ ur glichenen Sa Tee„Vel Teanfadlicniz H E pi giem: Eines Gedings/ dasjenige nicht zu forderen/ darum Ptidenon$753k 1 einer klagt/ pactum de non petendo genannt. PeIeRAOS Go Modna ata Kt Item: Exceptio Doli, Metus, Ius jurandi,&e. Solch und Doli, metus K attela t E5, A non Bn, Gdin] saf viel andere dergleichen Exceptionen nò Einreden fónnen fürge Sone an anfia. tdos bracht und eingewendet werden; und auff daß durch diefe Exce- gaen oeit ai, ptionen/ da einer mehr als eine/ in einer Sach fuͤrzuwenden haͤt⸗ ze werden. aA te/ die Proceß gefaͤhrlich nicht verlaͤngeret werden/ ſolle er ſolche———.— alle auff einen Gerichts⸗Tag fuͤrſchuͤtzen. D Tit. XXIX. pmi Erſter Theil/ Tit. XXIX. De Litis Conteſtatione, oder von Beve⸗ ſtigung des Kriegs. + Hup- araf- Meno-pag.178 ft. a ilen die? ſtigung des Krie in Litis LitisContefta DQ die Beveſtigung des Kriegs(zu Latein Litis o: manh De Conteſtatio genannt) ein weſentlich Stuck und Grund⸗ sa fol angebal Veſte iſt des Berichts fo weder tacitè noh exprefsè fan Dogan RDN. tachgelafien werden; ſoll der Beklagte/ wann er ſolche muthwil⸗ iis verzoͤgeren wolte/ darzu angehalten werden. Garter mamia Ilnd ſintemahlen die Kriegs⸗Beveſtigung anders nichts iſt/ dann ein Antwort auff des Klaͤgers Begehren; ſo heißt und wird atna eih D Krieg Rechtens verfangen und für beveſtiget gehalten /wann dex Beklagte auff die eingefuͤhrte Klag mit Ja oder Nein/ mit a rt. Geftebenoder Wiberfprebhen/ Antwort gibt. EAEL Wann nun der Beklagte vorgebrachter Klag purd und oh⸗ klalucderleg ne Anhang geſtaͤndig iſt/ ſo hat der Klaͤger anders nichts zuthun/ üie= den pei A a>of er/ a i— S Etara Magten snah Inhalt feiner Klag/ zu Bezahlung b der begehrten Dachen anhalten wolle. o ah ESADE mit iné Wofern aber die Befantnuf nicht purè s fondern mit einem e izn Mimigite weiteren Zuſatz oder Anhang geſchicht/ ſoll alsdann ſolcher An⸗ xos wt- hang(wofern der Klaͤger deſſen nicht geſtaͤndig) vom Beklag⸗ Ao irtal oboa eeth idden: EEN erwieſen werden. S origem Wann aber der Beklagte die Klag verneinen/ md den i Fto bings berne, Krieg Rechtens dergeſtalt oonteltiren wil; daß er der Klag/ wie oe die geſetzt/ nicht geſtaͤndig ſeye/ mit Begehren/ ibne von derfel- t bigen zu ablolviren: ſoll er wo die Klag articulirt einkommen/ EE teher iae F jeden Articul inſonderheit zu reſpondiren ſchuldig ſeyn. Arekea SadkCon Un hat die Kriegs⸗Bebeſtigung oder Litis Conteſtatio ir Würkun mancherley Wuͤrckungen: Als ſonderüch/ daß/ nachdeme ſolche spi: zin habt. beſchehen/ der Richter nicht mehr reculirt werden mag/ noch ei⸗ nige weitere Exception wider den Gerichtszwang ſtatt findet. Item: daß durch die Kriegs⸗Beveſtigung die Klagen per- petuirt werden/ ꝛc. Es wird auch/ vor beſchehener Kriegs⸗beve⸗ ſtigung/ niemand in der Haupt Sach Kundſchafft zu faſſen/ zu⸗ gelaſſen; außgenommen in etlichen ſonderbahren Faͤhlen/ davon hierunden an ſeinem Orth Tit. XXXVIII. Meldung geſchicht: darumben und in Bedenckung die Litis Conteſtatio ein fuͤrnehm weſentlich Stuck des Gerichts/ die Richtere Verfuͤgung thun ſol⸗ len/ daß ſolche fuͤrderlich beſchehe. Es waͤre dann/ a Ur vom Gerichtlichen Proceß. 27 fuͤrgebrachte Exceptionen verhinderet und nn Ra ‘W wurde, sp SS yninn Q Won D Pe XXX.: p it AI RE, sa- a Biha na b r Mns rasa a hn„.6 hii a et rotation und Maa aa ii S ins gemein. Eei iE p j i ufs a TMe: pa: 380.491.182 4it.25. So Cosi a Frap oheana h a holl erb D iiw ake A f a fe Siger oa Sellasta arn Eae AE a á ſo von G on der Pros he knti hfg E en hation, PR Dos T tii fen: k mia die muf folch ihr Fuͤrbrin nA Nithe wiberfprochen z baion, mann£- 15a A dwi o daß vielmahlen auch der Bekl rtþun und bemei, f erfoveret o m ſcbig bewe renee furbringt/ ſo der Wlger nicheg fid excipiendo Aine ep Er / w felbig beweifen mug/ und fo viel geſtaͤndig/ daſ⸗ aal O a e doh: yen zur eweiſun egeben/ da feltman go y n fu ocrlih/ ba es Theilung der Erb er werden/ und paf p menen DDE eatae Ae i emarckungen beruͤhren thut/ da jed inen Güteren, oder RE pia funy oe a D zu ſeyn aE SRA permetin der a ea e PN B ivel r Partt eh zi e TPAR Fii ia ATA D, A bs T pa inen erforderlichen er arten au pemelfen o vbfiget däb⸗ ilit bie⸗ Gompa NR moo 5 Richter erfemit unb gearben toerde, Eae e oure A ARID EEG Gaio AKES lm e— E talon gha ss Eoen ahe par w g it. XXXIAE E E eii T ; JE Aesi MA n 75 ea ET EP z ai on Der Wartheyen felbfteic enen Wese l$ Z Abin Gir 3fen EG ila 8: Don da W Aa Add Súp. Jna Ü. fandt nuſſen. Tr A zV Epor RAE E ie on A a SO ie eij panei EE EAE y ilm Ip Sihag 75— 110 gene freywillige B TANE TEES RATA „aleeate W STRIX eyen felb a PA 00 IS dadurc erdem ane A einer Gcbulò oder pibe EE (f, I folle ihme fole bekante S und verbunden/ bekantlich iſt; Biki a a jpe RUR hier u wed Duld zu entrichten auff 3 aeuo, ni pia aih he a 605 iie iy eder Zihl noch Friſt gegeben werden erlegt/ und ſeror deaſt Eondon y Fai oor Mani auch bie Betantuuffen/ fo aufferbalb A L a Ve E oeta open eine genualame Berei e aoffatn x KN 2f Dag auff eines a A Sian i RE Pe nee i s3ias OaWen ein Urtheil er in Burgerlichen geccehen den Rag gehen ſoll oder mag. E E N a EE pil gaas Dem Der die Bekan a g wurde dam oon Aiii RS OR ýh imde ket aori r lich dargethan/ De: Bi Sanpa gchühret gehbret werdenſolle ufwelchgrfahler/ wie fi a ea E HER D2 Tit i—— E oaget brn Ioh. TIN; KINI SAt R St fe ad A * e E E E N AS E a a A at E OEE—— a—— Erſter Theil/ " v? Bomahpan, Sans n ard Sapone ongnånapnh: 1. Eem Inglid m Enl odef in yid, H..78 it. 30. Dadalo rh irbfins fahm Dar Bofy mian Konzfaoh Brmriling À f:; Stup- Gan U8. ja.183. dit. 30.8 A iehi 2³4 Tos Sam Bioflan bnygnbyng D. 25.28 3 npby imponens~ derom n b 2. Gr VS P. E onr a ora Pen Weh ra prithig a ON aba A Guydh y» nyfridh ONTE 4 o B- Ein Snn MUnfne Or rA ea A at ko BAA dne Jatofh ngh agint,°. 7;; Ss o fn Dfi yt anty 5 AE a k s E O. Jh> Bofa A w vin Dra TEE Y E Mra marni an SAd hrnd malfre e Danm 5 2 (a Pfoh A yian PSR Danns Fa ag hys Da diorged er or vea ament md Urfunden: 32 Srnp iA. PES Kora rA fabh sn bolllorany no: Hpi val- Ü. shponi Dap LP nhan Palmin r Minik g WS bon Aah ang, al önn Ena Helma A aiat mt(CN Setweilen die Inftrument mò brieffliche Urfunden fúrnem- iea hysh Documenta, lich darumb auffgerichtet/ damit die Handlungen und Shfsnoh bhan: 3| 4 e oin Sachen/ ſo darimen begriffen/ deſto eher umd leichter suia moͤgen erwieſen werden. So iſt ai Klaͤger ſeine Klag/ oder dem Beklagten ſeine Ataera a i E Oort durch Brieff und Siegel/ Handſchrifft oder andere Er era A I ezer authentifehe Urfunden zu erweiſen allerdings erlaubet: ded: ne a i AE ae bennad beſigelte Brieff und Urkunden durch Et , eweſen glaubwuͤrdige Nötärios oder den Gerichtſchreiber ordentlich auf⸗ 2 A nna gericht und verfertiget/ im Rechten einleget; der beweißt dars| t l aee A tinii durch dasjenige/ ſo darinn begriffen: Es waͤre dann/ daß eini⸗ Ë Diris werden. ge Einreden darwider beſchehen/ die ſie undienſtlich oder krafft⸗ y ttl S ohh, log machen/ darúber das Gericht zu erkennen hat. EATI Da auch die Parthepen die Original Brieff und Urkunden/ a pei Ahen fole ſo ſie Gerichtlich 1 1˖ wiederumb zuruck nehmen wolten; etnai morkaori- follen fie allwegen Abſchrifften davon uͤbergeben/ welche durch OEF.” Bme mus. DEN Gerichtfhreiber fleifig collationirt/ fubferibirt /md bep den C n Gerichtlichen Actis behalten/ die Originalien aber den Partheyen „ohunverſehrt wieder zugeſtellt werden follen, ſn Es follen auch Handſchrifften/ wider den/ ſo ſolche geſchrie⸗ 50. r memen ee- ben/ Bemweifung thun: welches auch ſtatt haben ſoll/ wann ei⸗ erte wan ner fchon den gangen Brief nicht eben ſelbſten; ſondern allein sIn DN poyn Dann Aeh ETAN ELE IE Aa amit eigener Hand mderfhrieben/ oder fein Pittichafft fürge truckt/ oder wann einer Schreibens ohnbericht waͤre/ an ſtatt ſei⸗ nt obus nadn Biag!, e- 7 e r Bilian nes Nahmens mit eigener Hand ein Zeichen gemacht haͤtte. sag aa yeish ab y Aia s Babe;/ Í f: e E rer Sai Und da einer ſein Handſchrifft/ Sigel oder Zeichen laͤug⸗ a p onfe tiua NENS NÒ aber úberwiefen wurde, daf folches durch ihne oder mit re iios oaa. inem Willen und Geheiß beſchehen ſeye/ ſoll ſolches nicht allein ea go tbalsiver zůul Kraͤfften erkannt; ſondern ein ſolcher/ wann er ſolch Laͤugnen 3 e gefaͤhrlich gethan/ nach Erkanntnuß des Gerichts zu gebuͤhren⸗ ee derStraff gezogen/ oder je nach Befinden des Verbrechens E. E. flemen Raht zur Abſtraffung verzeiget werden. wee Consi, Item Schuld⸗Buͤcher/ ſo Kauff und Handwercks auch an⸗ SAHE femmbemei- OCE ehrliche Leuth haben; umb diejenigen/ ſo Waaren von ihnen A oe f kauffen/ Gelt auffnehmen/ oder Arbeit bey ihnen machen laſſen/ arimen zu verzeichnen und zu debitiren/ wo die unargwoͤhniſch fha Yf Ah s Sin fam fe SR hsa.) Engr ynmafh osd): j 7 rgng Y los p2 Afh-ofoco 2nd Eri, m-A. gemacht/ p, has a A<- a q T Op Aia Saba ferosh inn fahaha dan r Saos lo sof onpagehaf bon fo dy borp ahy, £ E nban ongi, aa Bota i A Ditin Tahu nba nbnad Gorda „„. L.—. Ahe. nse) hhn ap Gor F K é A Sas hohia badn, Ia nd Dre Wins P mn Afon anhlant ardh, pon €g > Sespehaa, N E E A e o ASAE oe IA `; 2 a - sa rh. I TENT 2 ar OrHonAnr. AIh S r) ta an= k a a Pi Sp e ES AT aeo E E A Te E i, A aE ae e ainra AAA re D kai iao aara i adipin EA GY mli Etes Sa| PERT Sop ban Brtn j bong rs Bofe) oem Me e,i., á s 12 ET vom Gerichtlichen Proceß. 29 N gemacht/ auch die Schuld⸗Herꝛen ihr Gewerb und Handwerck auffrecht und ehrbarlich fuͤhren/ und eines guten Leumbden und OCI Weſens ſeynd/ ſollen und moͤgen auch/ nach des Gerichts Er⸗ Na kanntnuß /zur Beweiſung dienſtlich ſeyn; dergeſtalten/ daß von denen Schuld⸗Herꝛen neben Auflegung ihrer Buͤcheren/ je nach Pp mutne E der Sachen Geftaltfıme/ amoch der Eyð in fupplementum zu aS iem umen præftirens doch) im Sabl angeregte Umbftánd durch mehr andere Sürelenen en und Adminicula oder Behelff beſtaͤrcket waͤren/ koͤnte auf dergleichen ragu Eob iie ohnverdaͤchtige Schuldbuͤchere allein recht gehalten werden: ſo Der andere y in allweg zu des Gerichts Erkanntnuß geſtellt ſeyn ſolle. Wn ffrer Be Si ENE p. i n: Wb. pag 185: KJE Riv, J Vg, bfa dan—— adhik ti t VON eein EA aaah, S 3 Į it. gdm{i m aie uo aT 11t XXX IH. i aia E ie í: t g3 X- Ueifanoh sonh ayre Q d í e mn Prgin h rdn Vatmhang o 2A a ea Won Werffzcdeln oder Poͤtzeren. Te e A E ieh mh 2 AA bAa ei T ee in EſLs auch etwann win)? af ein D) zum beſten berichtet/ ſich mit ſchlecht gemachten Kerff⸗hoͤl⸗ mas a Danis ASE hoft aeii, Beren oder Zedeln benúgen lafen: Ev fern dam jemand zu fir eine Betag Eo rntnks aea Beweifung ſeiner Schulden/ einig Kerff⸗holtz oder Zedel im giir AE nE iraa 4 egi falbh Balin AA o eY : hih olat aa A Peoh e/ fo Schreibens und Lefens niht ram EAE $; Ahi ASE en funden Rechten fuͤrbringen/ darneben die von dem andern Theil fürge; cnbi MA volten; zeigte Gegen⸗Zedel oder Hoͤltzer gleichfoͤrmig erfunden wurden; enen glech.48, e dwd ſolle denſelben Glauben gegeben und darauff erkennt werden. föemig erfat 722g bend Da aber der ander Theil feines Gegen-Kerffjedels oder Holtzes Saioa hg gee% Ti geſtändig/ ſollen die Richtere alles fuͤrbringen und ſonderlich mit nat Oetalt o ELi i Fleiß erwegen/ was Weſens Herfommens/ E rbarkeit Und ſen Nebr.C. itie Glaubens eine jede Parthey ſeye; auch welcher Theil ſein Fuͤr⸗ ben MaL EA SAIR NM Ci geben beſſer beſcheine/ und alſo nach fleißiger Ermaͤßigung dieſer eine Paribeg Erta m iin und anderer Umbſtaͤnden/ rechtmaͤßig erkennen: ob einigem oder fiánbig saty ien iy weſchem Theu/ zů endlchem Entſcheid der Sachen, der Eyd zu na 1 i ertheilen ſeye. st gos Wep ti grd Ia Boria AIT e kapada.: me !: N n pid Baj btr gong) rinne t Tit. XxXXIV. AN A EIR e mwy ai 2 i E RE wi Don perfónlicher Wundfchafft/ und denenjezi so oem, ht allei ;; R SRNR A Sd Gahan ? nigen/ fo nitt Jeugnup geben fónnen, o SeT ea Stup. Jne Ùb- pag. 188p fit. ai. ÚD Es odhodne A 4 hihra ė á,: z o ė RESP EIS oeg k h hi k Erner moͤgen die Partheyen ihre Beweiſung durch Zeugen Taen Sos—— mit thun/ und werden alle und jede Perſonen zu pain AU gen ibre Be e Er gelaſſen/ welche die Recht nicht fuͤr ohntauglich halten: Wrice ſür. Aeg, uo deren gum Exempel find diejenige, fo unter vierzehen Jahren. Bengen iuge nim Item: Thoren md Obnfümige. lagen menen, Wi Item: Ehrloſe Leuth/ Falliten/ Meineydige uno andere ut; Aia Nake Yrdnenh Smigmd figna: D 3 L Bop abaa doded a, ◻¹ 7 fe 2- Paar a se 4 a Minngabh Jade` Lorn Tn g ⸗ l;$ Ia” anh sfo in minnati laf anneih, t S 5 DI t h Fa shfry Hafn Anytan IE, -A Po fn$ tsa. Cd 2 inh Y an j sh. f 6 H fnm Jongnne ynl a, Aen z olaa ir-2e dny Wf thann ie hig glssbiynn mhfar sen gnan Lg Ansa fanh nn Pogo D. pa Mo t 2 7 ! t. g. it.jss. i89- g Pnp fabo Anonfoergn Carn alif bfa sa 9 om lafa Voin danl Jis ni i AOhnyfin inday Xn Fnsf» jh K A min Vanf, Nen Da K DP ang ne m 4 1 A ó ar aiii a Sea }, p A y. Hoeg 5 i Dn ln, nbefa bn y Parmin) fh v SaR Mins Fiam ANE G> ag g. LA: S. aSa A. FEER afis.~ A fnsta ih mng Pösnmln ban bon Don Vardja amne? ten A n glat: A3 nt dergleichen offentlich verleumbte Perſonen. Item: Elteren moͤgen nicht Kundſchafft ſagen weder für ihre Kinder noch wider ſie/ und alſo die Kinder hinwieder. i Item: Bruͤder und Schweſteren moͤgen auch weder fuͤr noch wider einander Kundſchafft geben; Es waͤren dann keine andern Zeugen oder Beweiſung vorhanden: in welchem wie auch fonft etlichen anderen Fahlen die Recht ſolche Perſonen zur Zeugnuß zulaſſen“ ae A to d dbali O Wandnst. Iteni: Feind/ wo der Widerwill groß und offenbahr waͤre. ridt ber3eugé Tino ob andere Urfachen im Rechten von einiger Parthey albrentlihe angezogen wurden/ darumb einer zu zeugen ohntauglich ſeyn Ertannnuß mochte; darinn ſoll allwegen dem Gericht ſeine rechtliche Erkant⸗ voaba nuß vorbehalten ſeyn. Tit. XXXV. Von der Seugen Verhoͤr und dero Zyd/ auch wie es damit zu halten. tufo. Cna 148. pag. i88- 189. i90. 4f. BÀ. Batun wie AIM ein Beflagter/ ders wider ibne eingeführten Klag/ feine Qao(RX S nicht geftándig; und der Kláger begehren wurde/ feme durch Kund⸗ WR, Kafi ex Klag durch Kundſchafften ji erweiſen: ſoll ihme folches miten fne allwegen rechtlicher Ordnung nach zu thun vergunt werden. Probaoriat Es ſollen aber ſeine Anzugs⸗Puncten oder Probatorial Ar- (g i0cha;es die geſelt und ticul der eingefuͤhrten Klag gemaͤß geſtellt/ und darauß gezoge 0 Hdll. an 33 gezogen m feon/ und wann er ſolche ſeiner Gegen⸗Parthey/ zu Formirüng siiig mien:, der Interrogatorien oder nomda communicirt/ ſel⸗ sn E$ rie aria tyit bige dem Gerichtfdhreiber úberlúffen;; aN Barn und eaae s a er uͤberluͤffern; welcher alsdann auff die getea memore ZLI die der Schultheiß benambſen wird/ die Gezeugen und richtſchreiber> 3 7: ndvidendom Peh in die Gerichtichreiberey befcheidens*darzu fo wohl EA oducenten als deſſelben Widerparth/ ad videndum&au- e AE R, auch ob dieſer wil zu Ubergebung feiner Inter- €s demaci- r0Satorien- folches denunciren und verkuͤnden; und alſo auf an⸗ unb nitat, geſtellten Sag/ obgleich eine voder die andere Parthey auf beſche⸗ Chaga Dene Berfúndigung augbleiben wurde/ mit Abfaſſung der Kund⸗ fortfabeen ſchaft nT P r SONCE p Nd Hartjes AREL AIN Produđen nd ſo der/ wider den die Zeugen gefuͤhrt/ oder ſein Anw⸗ widerdergeu, zligegen unD rotefhireh ORAP AN S 11ꝗ—— N—— Pa Wan tien. wolle; nach Verhör und Eroͤffnung der Kundſchafften/ fein Ein- soeben fot- VED Wider der Zeugen Perſonen gebuͤhrend einzuwenden; ſollen Daen rtk. ihme dardurch ſeine Exoeptionen/ Zu⸗ und Einreden/ nadh der Publication fuͤrzubringen Freſervirt/ und ſolche ſeine Proteſtation zu den Aeden verzeichnet werden, Dp CORE atr rid——.—......—— sa B ie. ET nhri onbepss Nn Piah erd eD plo Mily E Mong pen ba TSh Fastfagh rogh r 7/: 4 4 3 5 ur a r fahr A Mehanik Lon iin Sea 2nd ABar bage NSAN Sen Bibra boic Oin ARZ E h pe Aele eina Foots LE ot arb o enep rrei madin, DP aban Barn anent BomiA Da O t matee rehrd S PLEA O T LAA 5 gt 7m n bihe o, Me© og pgon Lappy nt abon Bin Fasiri EA, aT E Pe Erſter 2 heil/ E Y EAE MIET STA Er Ain Aent D nA l OJy n sainn Ainm Won N 3 4 o E n E a a r a a a Ai wi mo o vom Gerichtlichen Proceß. 31 id Ob aber einer an ermelter Proteftation nicht gefáttiaet; for; Watums oe dern vor beſchehenem Zeugen Verhit feine T dor y SE Debie y fi richt furzubringen und außzufuͤhren begehrte/ ſoll ihme ein ſol⸗ onrndun⸗ fone ches zu Verhuͤtung gefaͤhrlicher Rechts⸗Verzbgerungen/(taffy oen verboten, itie und Umbzuͤgen nicht geſtattet werden: Es waͤre dann/ daß er NN glaublichen fuͤrwenden koͤnte; diejenige Zeugen/ damit er feine aik Einred wider der Zeugen Perfonen/ fo wider ibne geftelt/ be- Banes mige nin. tveifen wolte/ midten ihme boben Miters oder forglicher maoa” ri E A E oder ſonſt in soe verꝛeiſen: E. xception alſobalde$ n verg T t erðen ble P alden außzuführen Wann dann die Zeugen angenommen und zugelaſſen ſind: Wesden zan, IR ſollen ihnen/ in Gegenwart der Partheyen und a/ gen mik per A die Anzugs⸗Puncten und Gegen⸗Fragſtuck/ ſo deren vorhanden/ nadoen fe” vorgeleſen werden; und nachdeme dieſelbe ein Zeugnuß von ih⸗ Aud."A nÀ l rem Seelſorger/ daß ihnen der Eyd genugſam explicirt worden/ 37a får ein tndzsnagt, und ſte ſolchen zu prxfliren im Stande fepen/ auffgetoiefen ha tninn" Sei ben/ nachfolgenden€pd/ fo ihnen vom Gericht-fhreiber voru- mroia irmi leſen/ ſchwören; und keiner/ er mag auch ſeyn tver er immer wol⸗ miſn. y le/ Rabn j a a aA, OO EROE atA, fine Es waͤre dann/ daß beyde Partheyen denen Zeugen die Bes oles eydigung mit freyem Wilen n Zeugen die Be y) DSL a A ii Ser Seugen Lyde, soge Aß wir dem Allmaͤchtigen GOtt zu Ehren/ der Wahrhei nig SZ mò dem Rechten ju Beſorderung T Lieb/ die pur aeoe thl re Wahrheit/ ſo viel uns dieſer Sachen halb/ ſo uns allererſt ab⸗ fde geleſen worden/ in Wiſſen/ fuͤr beyde Partheyen ſagen wollen/ AN niemanden zu lieb noch zu leid; und das nicht underlaſſen/ weder wl umb Gaaben/ Geſchenck/ Gunſt/ Nutz/ Haß/ Freundſchafft/ kav Feindſchafft/ Forcht/ noch umb anderer Sachen willen/ wie das Jnter ümmer Menſchen Hertz erdencken moͤchte/ getreulich und ohne pfa Gefaͤhrde/ das ſchwören wir/ ſo wahr uns GOtt helff. heſche⸗ So dann die Zeugen alſo geſchworen/ ſolle ein jeder inſon⸗ Wieumwoe, Kuld⸗ derheit/ in Abweſen der uͤbrigen Zeugen/ wie auch der Partheyen rt ge popoh und Amptleuthen/ fuͤrgenommen; jedem auff vorgehende Erin Ingen jl nerung ſeines geleiſteten Zeugen Eyds ein Anzugs⸗Puncten ma St hbo nach dem anderen oder nach Anleitung des Directorij, ſo eines pirt Pom 161 vorhanden waͤre/ vorgeleſen/ und auff dieſelben fleißig verhoͤrt; a ſolchem nach auff gleiche Weife auch úber die Interrogatorien be w fragt; fein Hufag-e Antwort/ und zwar/ ſo viel immer moͤg⸗ bo lidh/ Die Verba formalia, gus ſeinem Mund ohne Zuſatz oder a 3] 32 Erſter Theil/ bruch bey jedem Zeugen/ ob gleich einer außſagte wie der ande⸗ t n brieden; a letzlichem jedem/ allwegen nach ſeiner Ver⸗ hörung/ ſeine auffgeſchriebene eigene Auſſag/ ob er deren alſo geſtaͤndig/ wieder fuͤrgeleſen; Auch ihme dieſelbe biß nach der Publication in Geheim zu halten/ eingebunden: folgends ſolche Gaigiſcre. Auſſag durch den Gerichtsſchreiber dem Kotulo gebuͤhrlich inle⸗ Swaro rirt/ fleißig collationirt/ und biß zur Publication verwahret; auch ehe und bevor ſolche beſchehen/ von der Zeugen Auſſag niemans den nichts geoffenbahret/ weniger darauß gerahten werden. Tit. XXXVI. Wie die eugen/ fo frembdem Berichts⸗ zwang unterworffen/ verhort werden ſollen. yà. Stup. ng. Übang- pag. 190p. 4f-2i. Was denen O jemand Zeugen zu fuͤhren haͤtte/ die dem Gerichts⸗ REA zwang/ vor deme die Sach ſchwebet/ nicht underworffen: ranou, mag er dem Gericht folches anzeigen und begehren; ihme T ne3engen be Requifitoriales pòer Compals Brieff zu ertheilen an die Richter/ man ml. under denen die Zeugen geſeſſen“ Diefelbe guff eingebrachte Ara a ticul au verhóren, igit aie roge i naho rihh a. BAE A S anea Und ſollen als Sann olhe Compals Brieff erkennet; und eonen e dieſelben ſampt den Articuln und Fragſtucken/ ſo einige uͤberge⸗ Hbriakeit deß ben/ dem Richter oder Obrigkeit der angezeigten Zeugen ver⸗ not ſchloſſen zugeſchickt werden; mit Erſuchen/ zu Beforderung des fiet werven Rechtens und der Wahrheit/ ſolche Zeugen/ ſo ihrem Gerichts⸗ Defen ziwang unterworffen/ fuͤr ſich rechtlich zu forderen und dieſelben Jubal. zu beeydigen; folgends einen jeden Zeugen/ in Abweſen der Partheyen und anderer Mitzeugen auff eingeſchloſſene Articul ünd Fragſtuͤck/ wie recht iſt/ zu verhoͤren ihre Kundſchafften auff⸗ zuſchreiben; und mit aller Handlung/ ſo vor ihnen ergangen/ dem Gericht/ vor welchem die Sachen ohneroͤrtert ſchweben/ verſchloſſen zu uͤberſchicken: wie das alles die gemeine Form und Stylus der Compaſs. Brieffen ferners mit ſich bringen. Im fahl aber eine Parthey nur allein Urkund erkannter k uubang der Kundſchafft generaliter an alle Obrigkeiten/ da er die Zeugen cigmeinen auffbringen mochte/ und nicht an ein in ſpecie benanntes Tribu⸗ Buehen. nal Compaſs- Brieff begehrte/ ſoll ihme ſolches gleichfahls zu B? erfennet werden; Jedoch daß allwegen in ſolchem Urkund zum Beſchluß gemeldet werde/ ohngefaͤhrlich auff ſolche Weiß: daß derwegen alle und jede Gericht oder Obrigkeiten/ ſolcher Par⸗ they/ ihr begehrte Kundſchafft/ wie bey ihnen gebraͤuchlich und recht i a H vom Gerichtlichen Proceß. 33 recht iſt/ zu verhören und einzunehmen; auch ſolche der Parthey Yos poken zuzuſtellen oder ſonſten zu uͤberſchicken/ unbeſchwert N) epn wollen, o Di Unnd damit durch Abfaſſung der Kundſchafften der Proceß anms ven lhe nicht muthwillig verzögeret werde; ſolle den Partheyen jeweilen Zartbeven ein inke- ein Termin zu Producirung des Kotuli, von dem Richter/ nady Prodacirmng P Ermaͤßigung der Sachen Befchaffenheit/ angefeget werden, mige angefet man.; Won Zröffnmg der Seugen Kaag. oee egasa fli: Ann alſo die Kundſchafften gaͤntzlichen vollfuͤhrt/ und der vride ves Rotulus vorhanden/ folle der Producent umb Eróffimung®t d+ simak t derſelben vor Gericht anhalten/ und dem Producten darz rihi zu verfúnden; der Richter aber ſolche Kundſchafften offentlich fien: verleſen laſſen/ da aber die Kundſchafften weitlaͤuffig und daher Bie verig ihme nicht wohl ins Gedaͤchtnuß zu faſſen wáren; beyden Parthepen Biication bab te i Gerichtlich anzeigen/ daß die Kundſchafften fuͤr publicirt und er⸗ r»ecbal fehe öffnet gehalten werden follen. ww Won Nundſchafften/ ſo vor der Rriegs⸗be⸗ s i veſtigung ad per petuam rco memoriam iát auffgenommen werden moͤgen. Jewol eb pidt gugelafk der Litis C eioi Jewohlen im Recht nicht zugelaſſen/ vor der Litis Conte- Kundſchafken Aril Ítation mô ehender Zeugen zu fielen erfannt ift/ Kund- lentera aos mat fchafften auffzumehmen: Jedoch fö tollen Wir/ in Jáh- iii Conreta angen len da die Zeugen mit ſorglicher Kranckheit oder hohem Alter be⸗ aufsenoiea peden laden; Item/ an ein ander entlegen Orth verreiſen wolten;oder! n mmi in ſchwaͤren Sterbenslaͤuffen waͤren/ alſo daß beſorget wurde/ man moͤchte ſie nicht allweg haben koͤnnen/ daß auff des eintwe⸗ font deren Theils Begehren auch vor der Litis Conteltation, Diefer gorm, wie Ango benambster Perſonen Kundſchafften auf Erkanntnuß des Rich⸗ eano" 1 ters ſollen abgehoret werden; doch daß dem Gegentheil darzu M verkuͤndet/ und die Urſach warumb ſolch Zeugen Verhor vor der d Pn Kriegsbeveſtigung beſchehe/ in denen Kotulis geſchrieben und gez At meldet werde: mò fol ein folcher Rotulus ben dem Ampt wohl : p verwahrt; und/ biß zur Zeit der gebúbrenden Publication, nie⸗ Erſter Theil ⸗ Wann die d geoffenbahret werden: doch iſt bey Verhörung der Zeugen e Fie oT a memoriam, oder zu ewiger Gedaͤchtnuß/ dieſer müf uſne, Underſcheid zu mercken; daß/ da der Klaͤger Zeugen verhören nummen, bre laſſen/ aber ſich ſolcher Kundſchafft innerthalb Jahrs friſt/ von zin.linerle· der Zeit an zurechnen/ da der Beklagte im Rechten fuͤglich fürge⸗ pmnan moara, n eo ſolche Kundſchafft ihr rafft und Wuͤrckung verlohren habe. ealnaen Want aber der Bcklagte alſo Kundſchafften haͤtte verhd⸗ blacbeninmer ren laſſen/ ſollen dieſelben fuͤr und fuͤr in Kraͤfften bleiben. Tit XXXIX. Von Abſchrifften der Feugen ag/ und wie darauff ferners zu procediren. p no s V-pag. 19t: ah. alnfigriften Inn die Parthepen vom Richter Abſchrifften der eroͤffne⸗ Sas wer Date ten Kundſchafften begehren/ ſollen die ihnen zugelaſſen; tienen auf Be deßgleichen Zeit und Tag/ nach Beſchaffenheit der Sa⸗ elen.chen/ ihr Nohtdurfft dargegen einzubringen/ angeſetzet/ und ſo balden ſie ſolche eingebracht/ damit das Recht/ ſo viel moͤglich/ gefuͤrderet werde/ von beeden Theilen beſchloſſen; und da hier⸗ wider gehandlet/ die Sgchen von Ampts wegen fuͤr beſchloſſen, angenommen toerden,? a E AAA EY Sa br itae Ee E- Won Exceptionen wider Der Seige e `„Aa :). Stup. Għar- Üb. pagi9 tit. 91. Yrth MOA gin, D ein Parthey vor der Zeugen Verhoöͤr/ wie oben Tit. 35. wan auen gemeldet/ oder auch vor Eroͤffnung der Zeugen Sag/ pro- angehórt met teltirt haͤtte/ wider der Zeugen Perſonen zu excipiren; o⸗ en, der ob ſie gleichwohlen nicht protettirt/aberfundlich darthun fonz tes daf fie die Delect oder Maͤngel der Zeugen Perſon/ allererſt nach eröffneter Kundſchafft erfahren: die folle zu ſolcher Exce⸗ ption oder Einred zugelaſſen werden. Es ſollen aber die Verwandte der Zeugen nicht abtretten; ſondern ſitzen bleiben und votiren/ es waͤre dann/ daß von einer Parthey wider einen Zeugen excipirt wurde; welchen fahls ſowol des Excipientis als Gezeugens Verwandte außtretten ſollen. Wann nicht fm aber jemand/ weder vor Eroͤffnung der Zeugen Sag Proteſtirt/ noch genugſam anzeigen koͤnte/ daß er die Exception oder aap Dh hashr: r { n hahi haz Do HN 1 fnym f nnna onh a 5..-Yas Gøfans Inbhean De, h A-A $ A EA a a AA ne aa a o n a a vom Gerichtlichen Proceß. 35 TIe A z eM oder Einred wider der Z·§allererſt icirur Nii í eugen Perſon/ allererſt nach Publicirun tafi ma Auſſagen erfahren; der ſolle mit ſolcher erh tion PD H w er Zeugen Perſonen nicht mehr gehört werden/ er ſchwoͤre dañ iiy wi etnen leiblichen€pd/daf er diefelbig Exception nicht arger/ ih gefaͤhrlicher oder boßhaffter Weiſe füͤrgenommen. Auß was Urſachen aber wider der Zeugen Perſonen Ein in⸗ Aus was Uto a reden beſchehen möͤgen/ iſt oben im 34. Tittel angeeht enS. Was auch dif Orts von den Exceptionen vider der Zeiger nne Perſonen vermeldet/ ſolle nicht von denen Zeugen/ die einer ſelbſt geſtellt/ verſtanden werden: dann dem Producenten/ ſeiner ſelbſt acmbrien Zeugen Perſohn anzufechten bilich nicht zugelaſſen mì Ein 3 St.-Up eaaa, j j!. Eine andere Befchaftenbeit aber hates mit der Zengen Sagre stelsin wie auß naͤchſtfolgendem Tit. 4r. zu ſehen. k L, i: Aif him Gnin hisi Aaria e a ap Tit. XLI. ESAE akor di P centa wor Aon aele eag ve Won Exceptionen wider der Zeugen ) i a: bpinsin haan B Aa ie} Vag/ auch wider eingelegte Inſtrumenten E5- dhit und Brieffuche Urkunden. © mag einer proteftirt haben oder nicht/ mider der Zengen omna Sag oder cmgeegt Brieffſchafften/ ſeiner Zeit zu excipi- angclegie ren: ſo mag er nichts deſto weniger/ nicht allein wider ſei⸗ Ainun D nes Gegentheils; ſondern auch ſeiner ſelbſt Zeugen Auſſagen/ ge⸗ aucd obne vo NVA,¹;buͤhrende Exception oder Einred fürbringen. Iik Als zum Exempel: daf der Zeugen Sag gar unlauter. und Hegi kit zweiffelhafft; alfo daf darauf kein gewiſſer Verſtand zu nehmen. Bas man wi» Item: daß der Zeug ſich ſelbſten contraclicire, euo ies Stem: daß des Zeugen Depofition allein von frembdem >p hören⸗ſagen herflieſſe: und dergleichen Maͤngel mehr/ ſo von Siht aar wegen wider der Zeugen Gag fúrgebracht werden mò: ji eataa Wider die Inſtrumenten aber md Brieffliche Urfimden ı DeBriefti, 72 sure ås 11 daß abn falſch o Gi: nE: erepien ae , mʒ dgß die Sgchen anderſt gehandlet/ dann darinn he⸗ nne im Seiffen. Pae DE E a ane it Item: daß die Brieff radirt/ geſchaben; die Sigillen zerbro⸗ im chen; oder ſonſt argwoͤhniſch; oder daß die eingefommene Do- in cumenten unſeren Statuten zuwider; oder daß ſie in andere Weg/ nên durch Gefahr/ Betrug oder Hinterfuͤhrung auffgerichtet/ und g zuwegen gebracht; oder auch init Verſchweigung der Wahrheit w S AE EDET S R DREE OERA E e ap a Erſter Theil/ und Fuͤrgebung der Unwahrheit/ oder ſonſten verdaͤchtiger Wei⸗ ſe auß außgebracht/ oder erlangt worden ſeyen/ ꝛc. Tit. XLII. Ob nach eroͤffneter Feugen Bag weiters ſeugen gefuͤhrt; oder 8 nſtrumenten Bericht⸗ lich gingebrait verden mgen, Wai nde(Ann nun der Zeugen Saͤg denen Partheyen erdffnet/ auch oͤffneter Zeugẽ 8 Saweiere CZAI da fices begehref/ communicirt worden; folle zu Werz Îen verboten hutung gefaͤhrlicher Underꝛichtung der bereits abgehoͤr⸗ fve, ten Segon Gana p m; oy die sr ie A a a andere Articul die denenſelben ſtracks zuwider/ nicht zugelaſhen werden. e e E A A a a aoaaa amnis, Hoch ob einer wider der Zeugen Perſon zu excipiren hátte/ Eund die anſechten wolte; der mag pu Außfůhrung dieſer ſeiner e ad re Exception, WONI weiters Zeugen ftellen/ die im Rechten genannt A AE A werden Keprobatorii Probatoriorum: nò ſolle in dieſem Fahl ENA iani E dem Gegentheil wider folche Reprobatorios auch Zeugen zu ſtel⸗ i hegi huiga grez"en erlaubt ſeyn/ welche Zeugen Keprobatorii Reprobatoriorum g0] ge tek mgr hetra genet: Aber weiters folen zu Widerfechtung der Zeugen Per⸗ hias aala ONEN im Rechten keine Zeugen mehr zugelaſſen werden. ey enm Es moͤgen auch bißweilen die verhoͤrte Zeugen/ von wegen ueſchen da. ihrer unlauteren und zwweiffelhafften Depoſitionen“ da es der Da Hon béren gmon Fichter fúr nohtwendig hielte auf Ricdhterlihem Ampt wiedez Kgoydhosa:a[a terSaa wider imb examinirt mò befragt werden: jedoch daf man allen Fleig kran lafen wetben. anwende/ damit kein verdáchtige Anſtifftung/ oder Underrich⸗ Tea" tung mit denſelben Zeugen gebraucht; ſondern allen Gefaͤhrlich⸗ impf Foten rgeboden werde.$ Bai forit—_Inftrumenten aber/ mò andere Briefffchafften und Urfun- manian DCN fórmen jederzeit/ vor oder nach Eroͤffnung der Zeugen Sag; eingeiegrwet Doch ehe und bevor in der Sach beſchloſſen/ producirt und ein⸗ perat oben; sag s dem Beſchluß der Haupteſachen wer⸗ weitere Beweiſungen anderer Geſtalt als im naͤchſtfol⸗ genden Tittul vermeldt/ zugelaſſen. AAR Eeen 9e Tit. XLIII. die im Mechten zu beſchlieſſen/ und ob nach Beſchiuß der Gachen etwas weiters einzubrin⸗ gen/ zugelaſſen. Vd. Stuf- Efan«Ùb. oag- jgz. üt. 32. Wann TE Creis Soo Wh Ay nr Cora foeh fendinne Ra Mn A Aa LRI, LIS PE PAL E E E O S a ne x L RU ghir toy hk hit jem any W ni torum pig weon 5 N vot y3 nid helid tém Èn L LW yi ` v ó o RARI“Bom farunon brin O dag, N iS ansntanh ern batman, o hhn Das PS paad A Sl aana A DE TIEI meea pen fen boi adba Som p Capo dors AN Da Ioa heor E a binik y i P pann d oi mani a, N 1J Dori an m Mly Ermen lasni barbir A hwnt 7 farn Fenbneng y nahlsndna c, n Moskje osh ow 2 2 h Ea rA vian eeft Ioh, S rann bad BAe o a talar nte, Aa,» G T col edn mah, Gais nd Dori EER PEN G od bos p uh faban ra mbh Degn y ha da Pashprnn rA ra ae VIM Gevihtlihey Procop si rri o ee YR aR nefinun, Aamfinthh hom Zinyir sdap Irilan mR nhh galahn H02 9,4 22 a gofaint Dr Bm Dodi dna" perl iig Sr idhe T 355 SE iro die Partheyen ibre Nohtdurft vorerzehlter maffen Bibie sa” fúrgebracht/ follen fie/ wie oben Tit. XXIL. permeldet/ maigin I? ~ můndlihen zu Recht feken/ und befchliefen; und dag Ges Pinyan 1 richt/ nach beſchehenem Beſchluß/ denen Partheyen ferners et⸗ was einzubringen nicht zulaſſen fie Fónten dann bep ihrer€pò Brenig behaupten/ daß ſie ſolche neue Beweiſung/ und ferner Einbrin⸗ ſölut fenne gen nicht gefaͤhrlich oder verzůglicher Weiſe ſuchen; ſondern ſel⸗⸗iren. bige ererſt nach dem Beſchluß in Erfahrung gebracht: dann in dieſem Fahl mag der Richter auff ihr Begehren und Erſtattung des Eyds/ nach Geſtalt der Sachen/ den Beſchluß reſoindiren/ und ferners etwas einzubringen wohl zulaffen, ste.ginpigge. Doch iſt dem Richter in allweg unbenommen/ nicht allein nach Eröffnung der Kundſchafften; ſondern auch nach Beſchluß ö der Sachen/ weitere Erkundigung von Ampts wegen vorzuneh⸗ men, s.-e- iga. h. T Sa N) x 7` Sup U. pag- igetit 34, it. XLI ô Aan kY A noma e pe o Gn, zta kyo GA hili Ripr Won Lyden ſo zu Ergaͤntzung der Rund⸗ ear ſchafften„rgeret werden. A d, Sup- Gne- ii ng pag- 194. lit. 34. Jahn pagr ath. Ann jemand ſein Fuͤrbringen nicht genugſam; ſondern nur BAS femiplenè mò gum Sheil erwiefen/ auf folchen Fabl wird aises tit tagot der Eyd in ſupplementum, tMÒ gu Ergángiung der unt imi shn b Soon gih vollkommenen Beweiſung den Partheyen auffgetragen: Ob Bene Dee Apii aber und welcher Parthey ſolcher Eyd aufizulegen/das ftehet gu mentum fone zii des Gerichts Erkaͤntnuß; welches die Sachen mit allen Uniſtaͤn⸗ wiekat o Agon den/ Anzeig⸗und Vermuthungen alles Fleiſſes erwegen und er⸗ meſſen ſolle/ was Leumbden und Wandels eine jede Parthey:zpinsg sespe ſeye: Welcher nun die Sachen am meiſten in Wiſſen/ oder mehr rE iea als die andere erwieſen/ auch ſtaͤrckere Vermuthung fuͤr ſich ha⸗ ben wird; derſelben ſolle auß jetzt angeregten/ auch andern der⸗ gleichen bewegenden Urſachen/ ſolchen Eyd in Beyſeyn der Ge⸗ Krooh A gen⸗Parthey zu erſtatten/ aufferlegt werden. Tit. XLV. Wie die Mrtheil abgefaßt und eroͤffnet werden ſollen. 5 Yd. Stup- Ynt 4b. pag 202. tit. 26. i Pflicht der Am in einer Sach zu recht gefegt und befdhloffen/ follen Tieren beo die Richtere alle eingebradten Acten und Handlungen Uribellen 3 na -’, v K E Ul A an hreh Cnlfo Dan Vrfhan rag Bm ind Yr oafiaph YA, omb Iin Dyn ANg h fridan. * T E A, A PERNS: Shi Je 3 ül. J5 2 7 Jea Veye Pa$ Phanfndh im Åm 3 D-Urhpnl» ér t F p TA Na PerM Yao. fo Bog-Dehpil abah nirs hnn Wonn Raban Dep, Iira A mhenma minn prgn Gy., shail, nn ninn hanmnyfle s kr thatit A, Cbf Sin fth-Vaf nagh banish, E- Ahanya nbn, nbp he Na GLM Vaa ninh Ep0 ga Pah. s t{i P g aa a a a DR a A D Aboa apat pl SoY, ah s, P j 6 PSA; Ba b. pag, 209. tit, 36. mn png ji Brlan ond lied ams Lana we o| asla T E o Dunal ri nyh na Giff m Ayn ngh: J Moinns hon nina ghh"y S Dfa iE RES p I ae mah"fyrdo Aand bne fahla T slie Ae AN A nN pin Prif we arip, Iyo Ben Doop bnmih atg i* ká` hs Usg mnd Tat Bedpeit, Gade Don grirrinb D: a San Gap nyok orrea iohigt-4e Gini A ten Ronne Si nynhfon Gnyh s 4. dors Ea min RA l j, Hoy D ee G ap oap: 3- Alam iph sh aapna a ena A ere Aen S elpt AA bom Gagyrrdgit bag” dobrog Di Yoa) Aerden Se- ola poms 7* g 38 Erſter Theil/ í erſtand/ zum fleißigſten erwegen/ und daruͤber aen ne n Renaod/ el. Urtheil abfaſſen: Wo aber der i oner anben Handel fo wichtig oder zweifelhafftig/ daß ſich die Richtere der Wäbrserbolk. Urtheil nicht entſchlieſſen konten mdgen ſie bey Rechtsgelehrten/ oder auch in Kauffmanns⸗Sachen/ bey der Sachen Verſtaͤndi⸗ gen Raht ſuchen/ und dabey begehren/ die vornehmſten Urſa⸗ chen und Morm/ en der Decilion beyzuſetzen; damit ſie/ die confu- lirende Richtere/ T Hp f Canl to der Conſulent in Er⸗ theilung der Lirthel fandirt/ wiffen MIJEN, str: Jre We po i sE Was deRich. So dann g Gericht ſich einer lirthel entſchloſſen: ſoll ſel⸗ terben Muf.: pige mit klaren Worten/ darauß man wohl verſtehen möͤge/ daß preda d8 Soy Reflaate enttveders fallig oder ledig erkennt ſeye/ an ſitzen⸗ evin dem Gericht und gewohnlicher Gerichtsſtatt auff Eheiſchen des Ser geii entte Sehultheiffen offentlich durch den Rihter außgeſprochen; oder Egee nachdeme ſie zuvor dem Gerichtſchreiber in die Feder hetirt wor⸗ snfablam ndaf meh Doiy wA io aseak aa, Den/durdh dene abgelefens diefe aber anzubbren denen Partheyen S E ga poer deren Anmwålten darzu verfúndet werden, Damit aber die eus ian fite Partheyen/ denen fúrgebotten worden/ vergeblich nicht auffge⸗ r e le” halten werden: follen unſere Richtere mit bublication derer Ur⸗ a fe mhrinnam P;; e SLk defen- fheln niht warten, bif alle und jede Partheyen angehort/ und e LI i- bald zwey Sachen zu Bez ui zu Recht geſetzet haben; ſondern fo bald zwey Sachen zu Bes UA oeo ſcheid und Erkantnuß geſetzt/ die Urthel alfo gleidh/ wo nicht fer⸗ neeern Bedachts vonuͤdthen/ abfaffen md. eròffnen, s aigan A ie iyi pdeht. RE La res E o go bef-ther Gorbat a s JUa Set, Tit. XLVI. D a Eyki iata,: PERET Von Berichts⸗Roͤſten. Hho..—.). Stup. Grn- nng- PAG- Q03. fit. 20. a iaz mewe ANſere Richter ſollen auch den/ welcher durch die End⸗Uur⸗ Pezu theil den Proceſs verlohren/ und keine billiche Urſachen zu Peau Ç billichmaͤßigen Ge⸗ Herichts Kö rechtigen gehabt/ zu Erſtattung der bi aͤßigen Ge dn ſolen. richts⸗Köͤſten condemniren. Hiedurch aber werden alein verz ſtanden/ die Bott⸗Urtheil- Red⸗Anwalt⸗und Gewalt⸗Gelter. Skansi otni Item eingeholte Conlilia, der Schreib⸗Tax von den Recht⸗Saͤ⸗ ten/ Kundſchafften und Urtheilen: die Koͤſten aber/ ſo auſſert de⸗ e aeons kir tten geordneten Amptleuthen /auff andere Procuratores, Advo- a S A e catet/ oder ſonſten verwendet werden/ hierunder keines wegs j A bag 3 22N g D a 2p 4. Bai Drrtn:: yer| I Tagor ooa gemeint nod verſtanden ſeyn; ſondern ein jedes Theil derglei⸗ a Eia xee ehen an fich ſelbſten haben ſolle. Tit. XLVII. ADOS UEAN ES OS Ar e a e p — —— ae G y oae vom Gerichtlichen Proceb. 39 Mi i te SEVE M Won Execution und Vollſtreckung NO ) ti à der Artheln. onks C Sntemablen vergebliden Lrtbeil gefprohen terden; t A mahl lichen Urt erden; two n i$ felbige nicht aud) die wuͤrckliche Delfredung erlangen; creta il So wollen und befehlen Wir/ daß der obſiegenden Par- Pie Aunt ho aape bon aso und Verfuͤgung gethan werde; langun ihres WN ezu erhaltenem Rechten ohne fernere Auff⸗ z verzüglich Í fie zuͤg förderichſtgelangen möge. Dane fermere ifendi raia, ernea A mk Damit ich aber geſchwinden bereilens memand pu bellas 2 S o ea tae jM gen babe/follen demjenigenfo zu Abfuͤhrung einer HMSD E SAAE e Aer f fållig worden, zu Bollftrefung der Urthel/ drey Gebottoon aht seraa a heyo Tagen au acht Sagen angelegt; und wann er deren ohnerachtet/ 2r ari E erii dasjenige/ worinn er faͤllig worden/ nicht leiſtet/ ihme wiederum Und ußf ibe nfe fúr Gericht gebotten md alda die Relation der befchehenen Gez Beobren Me yil botten gethan; daruͤberhin auf Anruffen des Klaͤgers die Pfaͤn⸗ vonononmen. Iw dung oder der Karꝛen/ wie biß dahero uͤblich geweſen/ erlaubt; waben, lrir E auch nach beſchehener Warnung wuͤrcklich damit fortgefabren; uñ Moko te Roto aad tit fo auf diefe Weis keine Pfaͤnder zu erhalten/ die Befhliefimg g rAr a vor Gericht/ fo bey Gerichtlichen. Wfåndungén auf Begehren, PoE i ei a ay der Partheyen noch ſelbigen Tags ſoll gehalten werden; DATT an E OE dem Beklagten zu verkuͤnden/ begehrt und erkennt; auch fobal 145i 2ni gigs d» Danh J3 Dr das Gericht zu Ende iſt/ ſolche von den Amptleuthen und Statt 5287. AA pa iha Kaͤuff ler vorgenommen werden; ber Angriff aber wie in folgen MAS deyz ta len 2 f`; Da, y lhrh aban ne PEIE/ o dem Titul erläutert/ beſchehen. y GA komean da Jon gnhifaa f on mop mh ae Pinding ng Lam Traan T fett Orbi Toa fortif Barg o t A E Gafi Pinn a nll Doskar wep ba hhean Grwp Bom Cahlooty boskindep, 23 ne VIII/ SS Y an as 7 EY s ka /, n AS ao-5 7 x 7 Nad npu Byr A A a L TIER wrd hæ SAn Sre nb Nn) h. nE r Ukiera horf unfah i jl 1t. XL ii- heeh lo BA E ee Mog pnaB ah, aO o i lea ti Kopdar y w TA iant onfaly Gaidh. n 6i ND a ONO Ani, OXQ E[e Cergas brn Danes inehhi' SAI r fo iiw Wom Angriff der DEC A ERE G oao, l TER tê Ann alſo einer mit Urthel und Recht faͤllig worden ein ges Wann etwas wifes Ding zu geben vder einguraumen/ er aber der erz getin: meg io gangenen Urthel kein an geleiſtet; und es ſo weit komen ionme s wi laffen, dah ihme feine Bewobnung befhlofen worden: folle fol se Barbo ches von Ampts wegen weggenomen. und Rennſtegenden Shella wer- augeftellt werden.-er aer reann aa ra i Aen x Syo er aber nicht detgeftalt ein gewiſſes Diüg zu crftatten; Sakr oe ſolidermt in genere zur Bezahlung fallig geſprochen wworden/ ſoll Pasioa” aui erſten das porpag"i paare Gelt vor beyer, Fahrnuß an⸗ a un GEL nhl dpa d í pt? ynlaat Pahn, ynhat G. an WETA 667gegrif⸗ „Jodue, mh Gr: p ny Hunin Imi IA s I A noha Mah h haa. Ia- e A S IY p Á "ý la$ f San Ligny .... 40 Erſter Theil/ iffen/ und dem Schuld⸗Herꝛen die Bezahlung darauf ge⸗ P Da aber Feine oder nicht genugſame Parſchafft „Haab⸗ vorhandenz; ſoll der Angriff und Vergantung an der aidern fah⸗ i E A K mò giwar zum erften an derjenigen befhehen/ fo| m A H wE per Shuldner am wenigſten vonnoͤhten haf, s. g- inps* 2 nt sweat Zum Anderen: Wann der Schuldgláubiger von der Fabr-; nug nicht mag bezablt werden; alsdann ſollen des condemnir⸗ i Güte und ten Schuldners ligende Guͤtere auch anders ſo ligenden Guͤteren Ouügariones gleich gehalten wird/ als Guͤlten und Obligationes angegriffen und vergantet werden. 8 Sest cione— Drittens: Fm fabl weder ligend noch fahrende Haab und A Sanne Gifere/ u Bezahlung der Schuld/ reichen möͤgen; mag der oriin; Glaͤubiger/ des condemnirten Theils/ Schuldnere auch angreif⸗ fen/ wie recht iſt. oe Oderer ſelbt Lelſtlich/ ſo der Schuldner aus dieſem allem nicht voͤllige Barn lgt Bezahlung geleiſtet/ mag er auff Anhalten des Creditoris, ge⸗ werden. fangen/ in Schuldthurn gelegt/ und auff defen Koſten/ ſo lang awasver cre- Erhalten werden; bif er bezahlt hat: Der Creditor aber fúr die poru aao des Tags mehr nicht als 7. Shilling zu bezahlen fhul auf das hód. Òl cpn. Stg: Be rs i Maan Wird aber einem aufferlegt/ das dem Creditori zu ſeiner Sicherheit verſchrieben oder hinderlegte Unterpfand/ ligend oder fahrend/ außzuloͤſen: er aber ohnerachtet der/ zu ſolcher Außlo⸗ ſung gethaner drey Gebotten/ deme kein Folge leiſtet/ ſolle auff Anhalten des Glaͤubigers das Unterpfand vergantet; und mit der Gant ſo wohl dieſer als obbenambßter angegriffener Guͤter verfahren werden/ wie in Falliments Faͤhlen/ davon im folgen⸗ den Titul gehandlet wird/ zu beſchehen pfleget. Tit. XLIX. Mie verdorbener/ fluͤchtiger und erbloſer TEAchuldneren Mab und Vut vergantet werden ſolle. $ Wie und wañ< PE- verdorbener/ Wid- Stup. Qfare- Ubnng pag- 20g-ti t. 4o. fiketiger unb Jejenige fahrende Haab und Guͤtere/ fo verdorbenen/ i flüchtigen/ oder erblofen Leuthen zugebòret/ follen nach⸗ deme die Beſchlieſſung erkannit; durch den Gerichtsſchrei⸗ E SA en DEE DDEL feinem Subftituten in Beyſeyn der Aempternkinventirt/ und denĩ Statt⸗Kaͤuff ler uͤberluͤffert/ vöon dieſem aber krafft ha 7 z4 p PENDET OrdÐuumg/ vide Tit. IX. vergantet/ und das darauß er⸗ ek lbßte Gelt in die Gerichtſchreiberey geluͤffert/ oder auf dero An⸗ weiſung den Creditoren zugeſtellt: auch bey dergleichen Vergan⸗ Pa dha e t tungen all dasjenige/ ſo zu der Creditoren Nutzen perono aaa by gadpfE ng m Egra n deſſent⸗ 2. J asa Pm N EM m H EO EO E Iam i M ECOM OOM OGM iu P IAA a—————2— —— . Daleyü, 8 igt Wird? durd den Schultheifen; nachdeme ſolchẽ zů dreyen vier⸗ len. sp5 I ahil ayn aw Mal aana D. M A ihe mho reiil fion alied o hEn fan bA Snide ddo sfnh Aa Sza pedezp sga G TE ohor Ef intom B dim(piment EES lf Rfay i Bah fa Affan nè T a a E a T N 27 H Bedha, den Sa la ba- E NA E Fafo: CISY AS nie snpne andngr Nilo Fila, Ln 3E hA ;—.—5—.— Elg Yreka sea UA Soper Pak invenfisp, Aano nhu Ra) Iad n4 Ne J2e Fee, òm * sfe bfian Dh ynabnnn 2 y Wi, Simon: S See Or ALP, a O o; Aa Afero bn aa a t n Cody r altfeat a Ke Gy i GLERA EN a s nE a Byn Geari berahores, Sa falainh i n a AE A S/ ri tli fa AEP pomot fia pridelan aden a A Anedmgh om TE 2o 7.) l 0 E pl Io anf da Mefr 4i nehon), Dn Bnhlasth bon Drv Fas| Snony mh an beafom g3 Enean ong, Vidpl. ingra ftit. s0. Fa. 50. AF, Hagina t pode: Stup. Sge 8. pag. zio. defientwegen von denen von den Creditoren þiergu beftellteny Heret E griit Curatoren/ ſo wol der Effecten als Schulden halben porgefhlas irr gen wurde/ vorgekehret werden. Ste- qa-ŭt pag-ti: no. ekig Die ligende Guͤtere aber/ und twas denen gleich geachtet 9r toene Útt 3U Do ABr genya AT, y ra Ia gaf Dns inangh,- B Bahe•45 Eeh 4 zehen Tagen/ oder ſechs Wochen und dreyen Tagen/ gefroͤnt et und durch den Gerichtſchreiber an dem Kauff⸗ und Richthauß/ ra gri t y, offentlich zu maͤnniglichs nachrichtlicher Verhaltung/ angeſchla/ a Sint, gen/ und an dem Sonntag zuvor in alle Ehren⸗Zuͤnfft/ Gefell 57r raat iran ſchafften und ſonſten die Gant⸗Zedul außgeſchrieben/ vertragen/ Snte a Oogtig ar Dea| und an vorgegangenem Abend allen Schuldglaͤubigern/ fo viel Zan WS asma za ſich deren verſicherte/ auff beſchehene Außkündung/ bey der Ger ub tete richtſchreiberey angegeben/ und man wiſſen mag; der Dritt und Sea fina artie Saghe letſte Kauff durch den juͤngeren Amptmann kund gemacht und mumemann 353s assa gnt, fund gemat mau L, oth zur Gant ordentlicher Weis verfúndet; auch von ihme Ampt⸗ waden mife$7337 mann/ auff Befragen des Gerichtſchreibers nach Ableſung des zx eme Anſchlags/ wie und welchen Perſonen er der juͤngere Amptmañ /y·e· Inhalt ſemnes hierzu ſonderbahr habenden Buͤchleins/ verkun⸗ det/ offentlich im Gericht Kelation und Bericht gethan worden teas damit ſich niemands mit Vorſchuͤtz der Unwiſſenheit entſchuldin Yer ibisnyn bnbinbea Did gen möͤge; auff den dritten und letſten Tag des Kauffs/ allwe⸗ añ unb toel gen umb zehen Uhren Vormittag/ folgender Geſtalten auffge⸗ Kdachechuͤter 3 Ai O Namlichen/ ein Stud nach dem anderen ouen aufge allezeit žu òrepen mahlen/ fo offt em mebrers Darauf gebotfen unb mit mag n wird; dochemit außtrücklichem Vorbehalt der Beladenfhafft 0 festere” Tegn aT der der eigenen Handy das ift/ der ohnablófigen darauf tehen mite e den Bodenzinſen/ umb welche man feine Brieff und Siegel hats rukis ntj daß namlichen ſolche Hodenzinf der Káuffer opngefhmálert eg ae e a e a, gebottenen Kauff⸗Schillings kuͤnfftig zu verzinfen úber fich nehe mené bas zagsezs as men muͤſſe. Welcher nun nach angeregter Auffrufimg gum forutene yrrir m nv g 2 dritten mahl der hoͤchſte im Bott/ oder Bieten iſt/ auch durch den lafen werben+h tra fole: Inm ondngyh g Iyn ýh m Paar; Schultheiſſen umb Confirmation und Beſtaͤtigung des Kauffs.. bif úber den dritten Richter gefragt und von ibme dem dritten iie Saai Richter(welcher nebenvorgehende im Folgen langfam verfahren$535.72 und ſagen ſolle: daß/ wann jemands ein mehrers zu bieten Luſt gia habe/ es noch fruͤh genug ſeye) wie auch durch uͤbrige Richtere/ sa orje SaN Der Kauff confirmirt und beftátiget wird; deme úberlaft man Areri rre hnr, ſolch ligiendes Stuck/ und ſetzet ihne deſſen/ auff erlegten Gotts⸗/⸗ o Sin Orbhond dam Benl, fenning/ welcher in der Sonder⸗Siechen zu St. Jacob dary He —. +— Buͤchſen gehörig/ nach Brauch und Gewohnheit Der fr ia r art Statt Bafel/ mit Urtheil und Recht in Gewalt und Gewehr; er⸗ ea kennet auch ihme gleich darauff Brieff und Sigel/ mòd gebeutet 2; Atro 6. dhomas ijinn ladayftngh, Ds fo£sn dp Brofion fragnu ban nbn moh sgh sbg Oaah adah Der doagt.<, nens- nth 9 p $ nrfynad 2e eNe Man pe y tad Bng Vn rn Enyme aoin Rifl» VA a To Hanus Loh, P, B. Hans 9. A f4 s P a f y““ s z nah Dns Lytn feagh i nbpas m ftag naf 2 nghin foafadrh, Be Sad boj£, h. Goba 9. s 2a js haoba-thh. Z Agf Sio nhyisn Wifho f S VR bniitisst bs niih X f Srs, Goth Harrg e Den Vordn e brni Brefi ̃ E Ka Ynna Dd nahay FG anall, ae Heer ngr N í Y v a ¢ g nfi ind Visant. Zongahoneh Oviròn, an Gulnona Judg A iud Obayh NAE anbeli D snbtonh TVE aa An 4 I k Pn? bjen] in aalt= Anfal Jeban."a Ep s gubom Tn Ipitinga niant LMA afat brg joby Pdr Yaihidnyh Dan a, Erſter Theil/ gware der Schültheiß an unſer ſtatt/ mit Darꝛeichung der Hand/ dem San Råner n a ſelbiger nach Ablauffung des naͤchſten halben mit Dari- Jahrs den gebottenen Kauff⸗Schilling in unſern Statt⸗wechſel Savane dey Straff zehen Pfunden ohne fehlen legen thüe:dafern mum nach wsmiotes Verflieſſung des halben Jahrs/ ohngeacht der Kaͤuffer von Ge⸗ rihts wegen das Gelt n Statt⸗Wechſel zu legen/ gemahnet wuͤrde/ ein ſolches nicht erfolgte; ſondern ein Monat oder vier Wochen uͤber beſchehene Mahnung ſelbiger es anſtehen und ver⸗ bleiben lieſſe: ſoll zwar der Saumſelige die beſtimte Straff/ nam⸗ lichen fúr jede aht Sag zehen Pfund/ dem Statt⸗Gericht abzu⸗ ſtatten ſchuldig ſeyn/ auch ſolche Straff under den Schultheiß/ Richter und Gerichtſchreiber außgetheilt: was aber uͤber den Mongt iſt/ kein Geltſtraff mehr geforderet; ſondern die Sah fuͤr einen Ehrſamen kleinen Raht gebracht/ und deſſen Entſcheid erwartet werden. hup- Ofna ibing. pag-212. d. Don Torban, limus np ofertom Sya rahira p A Fremde d 2z Welches alles/ allein auf Burgere/ nicht aber auf Frembde naate" und Auffenthaltere gemeint und verſtanden ſeyn ſolle. Geſtal⸗ nſid dauen ken dieſen/ weder in noch auſſert Gericht/ mi a obne Obrig- feitliche permiſſion zu erfauffen bey Straff der Außſchaffung/ und von Seiten des Verkaͤuffers bey Poen 50. Gulden und Auf⸗ hebung des Kauffs allerdings verbotten.s/Y in pa-l pgs prizo anordan Inn fahl aber derjenige Burger/ ſo ein ſolch ligend Stud pa batteri ben Gut erkauffet/ nicht ſchuldig zu ſeyn vermeinte/ den Kauff⸗ſchil⸗ in Siavet, NG in den Statt⸗Wechſel zu legen; entweders weilen jenige lelin lufen. Creditoren/ denen das vergantete Gut in ſpecie verſchrieben/ an ihne kommen/ und mit ihme wohl zufrieden ſind/ oder er ſelbſten daran zu ſprechen haͤtte/ ſo mag er deßwegen fuͤr den Schultheiß keehren/ und ſich bey deme Befcheids erholen: steg tipai ss zw, BirBa Dabe aber gu wiffen/ daß die Bezahlung ſoͤlch erkatiffter Gte bejóje Guͤteren in guter Baſel Wehrung/ das iſt mit vier Fuͤnftel in ipe- ⁊iebus, den Reichsthaler zu 27. guter Batzen gerechnet/ mò ein Fuͤnſtel courrent zu leiſten ſeye; Doch folle dem Kaͤuffer vor den erſten Monat kein Zinß/ vor die anderen aber zu 5. pro cento. mon versante olcher angeſchrieben/ und von deme bezogen werden. 7 inn Pfäden.:8Die Pferd belangend/ ſo auch am Statt⸗Gericht vergantet werden; ſollen von dem Kaͤuffer gleich paar/ und zwgr nur in. S Baſel courrenter Wehrung bezahlt werden, st: iras ioa o Sann, wie, Betreffend demnach die freywilligen Ganten ligender Gu⸗ ſfranulielen. keren/ ſollen ſolche vor Gericht begehrt; alldorten vorgenom̃en/ tvie bey gerichtlich gefrónten Ganten verfahren wer- ens auffert/ dag eg gu dem Verkaͤuffer ſtehet/ das Gut umb den gebottenen Werth fahren zu laſſen/ oder nicht. Obligahion v = re e — ͤ a a u y a g o gp fa put W enol ofa 1000 nifi mip noa wM vom Gerichtlichen Proceß. 43 E ona Tit. L. Mie verdorbener/ fluͤchtiger und erbloſer Achuldneren Haab und But/ under die Blaͤu⸗ bigere außgetheilt werden ſolle. gNm dann vorſtehender maſſen ligend imd fabrend Haab Binas a Falliments W und Gut vergantet iſt/ wird alles darauß Erloͤßte in DAS Ganten erisgs bey der Gerichtſchreiberey darumb haltende Rechnungs⸗ Setiu theis Buch getragen; und rechnen die Aemptere ſolches erloͤßte Geldt zuſammen/ und vertheilen es/ wie hienach außfuͤhrlich zu ſehen iſt: darbey wir aber die Aemptere erinneret haben wollen/ fuͤro⸗ hin nicht/ wie etwann biß dato beſchehen/ beh denen Collocatio⸗ nen ſich einer Parthey vor der andern anzunehmen; ſondern je M ihrem beſten Wiſſen und Gewiſſen der Ordnung nach zu collociren. Allervordriſt iſtvon des Schuldners Vermoͤgen abzuſonde⸗ Baar mo ren/ twas einem andern eigenthumlicdh zuftehet/ alg da ift ein De- Depotita ovet Commodata. poitum oder hinderlegtes Commodatum oder ein geliebenes/ wie auch ihme dem Schuldner verpfaͤndtes Gut; dahin auch dasjemge gehoret/ welches des Falliten Kindern durch Bermády Kibet Gut. nuß/ Verehrung und auf andere Weis zukommen/ deßgleichen s twas femen Ehemeib allein gehoret/ und m ot 4 Der Frauen der Guͤteren nicht kommen iſt: In dieſen und dergleichen Faͤhlen maen a folle denen/ welche das Eigenthůmbs⸗Recht genugſam erweiſen/ ihr Gut was davon in natura vorhanden/ vor allen dingen abge⸗ folgt werden$ Skup Gar Ül pag tiodh po. Wann aber der Fallit, ſolches frembde Gut ohne Wortoif st. qi rette 2 tyy ſen deſſen/ deme es zugehóret/ angegriffen oder verándert håtte s 5777 ER iſt dem Eigenthums⸗Herꝛen/ wofern es zu betretten/ von einem jedwederen Beſitzern/ als das Seinige abzuforderen ohnbenom⸗ iragan men/ wo es aber nicht mehr zur Hand zu bringen, darfúr flibe 7 me der Werth aus des Schuldners Vermoͤgen/ und zwar vor den Hand⸗Schulden erſtattet und bezahlt werden. Es haben edota ſich aber dieſes Vorzugs nicht zu erfreuen diejenige/ welche ein Baar aneit Gut oder Waar dem Falliten Kauffs⸗weiſe üͤbergeben/ und ih⸗ nnen me der Bezahlung halber geborget und getrauet haben; wann gleich die Waar under des Falliten Guͤteren annoch vorhanden waͤre. segü. p210: Gbe fd abg Dnn: GH„Sn Domn faliifn Jonn barbaren abno nohh ash Bers. Fahls aber die Waar nicht dem Falliten ſelbſten waͤre ver⸗ Committi sgi peirtu| G Bin Sron fallih$S ini kauft; ſondern nur allein zu oder zu pediren ain A E , a 2 tir Boa hons Mnabarsh. a S Aaa A A E A a aE eo aeiaai a aa an B Ka Y aT GENER Erſter Theil/ me tirt und anvertrauet worden; indiefem Fabl verbleibt das Eigen- thumb bey dem Committenten/ und fol ihme dannenhero dieſes fein eig Gut/ wann es noch in natura vorhanden/ vor allen ai- dern Creditoren/ billich abgefolgt werden. Dtemdnung dee Wann nun erſtgedachtes frembdes Gut abgeſondert/ ſoll Saaana uem, pie Collocirng in folgender Hrommg befhehen, i. Hagns Iom Aiiann?nad-mdh V afea ARS o ADE a a E a id Erſte Claßs. tirenn Rſtlich: Die Unkoͤſten/ ſo uͤber die Inyentir. und Bergan O mg der Gúteren ergangen odkaz Eyi Dr gth Workyara meede Borim unr Anderen: Die nothwendigen Kiften/ fo auf des atunge Schülldners Begraͤbnuß/ wie auch ſein Pfleg und Wartung/ in Koken. ſtiner letſten Kranckheit angewendet; und von einem anderen zu dieſem End dargeſchoſſen und geborget worden. Bodenin. Drittens: Die Bodenzins/ aber allein von vier Jahren her und nicht daruͤber. g Sanh uod 2e Viertens: Haußzins/ wie auch Lehenzins von andern li⸗ genden Guͤteren/ ſo nicht uͤber ein Jahr nachdeme ſolche verfal⸗ len außgeſtanden. üb GeFuͤnfftens: Ammen⸗Bruſt⸗Lid⸗Geſind⸗Tag⸗ und Wu⸗ Tagua- chenlohn; deſſentwegen mit Knechten/ Mʒaͤgden/ Saͤugammen/ Genlobn. Vorgaͤngeriien/ Warterinen in Kranckheiten und Tagloͤhneren zu Tagen/ Wuchen/ Monaten/ viertel/ halb und gantzen Jah⸗ ren ein gewiß Verding gemacht wird: alles aber nicht mehr/ dann von einem Jahr/ dann was daruͤber/ nicht in dieſe Clals zu ſetzen; ſondern/ gleich all demjenigen/ ſo der Fallit den Hand⸗ wercksleuthen fuͤr verfertigte Arbeit ſchuldig iſt/ under die Hand⸗ eibezeu. Sechstens: Erbs⸗Gelt/ wann der Schuldner von wegen Stup Gr- Üo pg-i6.2in CNES Ihme, in gemeiner Vaͤtter/ Muͤtterlichen/ oder anderen oTa ooto Erbfdhafft/ zugetheilten Guts/ zu gewiſſer Zeit oder beſtimbten Terminen/ zu bezahlen ſchuldig worden: iſt daſſelbig vor denen pga nhen iint nge ererſt nach dem Inventario und Theilbuch verſicherten Credito- alln anbisnn in Jinlar[i ren in entrichten; es waͤre dann/ daß der Glaͤubiger oder Mit⸗ zi;Erb ſolches Geldt/ bey dem Schuldner umb Verzinſung gelaſ⸗ ſen/ oder nach Verflieſſung der beſtimten Zeit/ einzuforderen un⸗ erlaſſen hatte. pendere Claf, Won Special Hypothecen. Demnach Schulden gehoöͤret. EDN C ES OSA m, a -e w O e ae Zs m r eem n: e AON iN Wi ny hro M i nil W mme wio A à W ne/ A Y a wooo Dao moto pusty M 2. die Verſchreibung durch einen unverdaͤchtigen Notarium, oder 33 Votpubep fina birat jj Laip nomo alei i ype Angr s Lesan Jalpan ad gäss Deme gleich geachten gefhwornen Schreiber/ wenigft ent Nos ari s s sa ermanglenden Reſts halben/ jetweilen under die gemeinen Hands pr stn vom Gerichtlichen Proceß. 45 Emnach folgen die verſicherte Glaͤubigere/ welchen nent Beatie stura ütp.tir lich des Falliren ligende Guͤter außtrucklich a in fpecie SAn ag cnoe ii verfhrieben/ und zum Lnterpfand eingefegtfind/ wofern 4 Asra nat vor aufgebrochenem Falliment perfertiget ift. Underdiefen riL zyr ſoll jeweilen die aͤltere Verſchreibung der o vorgehen/ p E neben vier aufftehende Zing /und darúber nicht fambt den bil- Bezk k a: lichmaͤßigen Gerichts⸗Köͤſten/ zu jedem Capital geſchlagen/ das e r EA uͤbrige aber under die Hand⸗Schulden verwieſen werden. Je⸗ Handfoulde zoas, ; eoa$e 7 S PL doch ift diefes alles allein von den ligenden Gúteren /fo in fpecie aaas verfchrieben/ nicht aber von denen general Hypothecen git pery Sereni Hy- ac zS ſtehen; dann dieſe allwegen/ wann ſie gleich diter/ Krafft bißhe⸗ Pandſoude rasis riger Oblervans nicht anderſt als andere gemeine Handſchulden Sle grapte aofi Ea geachtet werden. Pe ge aerei A ae iiS, Fahls aber ein Släübiger) derne⸗ein Itsenes Gütijonei a a heit verſchrieben/ darab nicht vollig bezahlt werden koͤnte/ ſo folle TIe ala AAA A er altem Gebrauch und Herkommen nach auf des Schulonerg eia iara p fahrende Haab(wofern ſelbige nicht einem andern in ee S Ae r togaeniofeh pfåndet) verwieſen; und ſeiner reſtierenden Forderung halber? a e denen Handſchulden vorgeſetzt werden/ welches aber nur von„ denjenigen denen in ſpecie ein ligend Stud Gut verſchrieben/ zu Haaga d verſtehen/ und auf die/ ſo Brieff oder andere Hinderlagen/ als a Aa Silbergeſchirꝛ/ Mobilien und dergleichen zum Pfand haben/ Tem teint aA nicht zu extendiren oder zu ziehen iſt: angeſehen ſelbige/ wann fie Sanvernar 12 ab ihren Hinderlagen nicht voͤllig bezahlt werden moͤgen/ ihres xen teann Genug,. ſchulden zu zehlen ſeynd. nE oa Wurde ſichs demnach begeben/ daß einer fein fahrende Fabrenesad a Haab gang oder zum Theil in fpecie verſchrieben; hernach einem beeran. g4 anderen etliche Stuck von diefer verſchriebenen fahrenden Haab in Verwahrung geben und verſetzen thaͤte: dißfahls ſolle dieſer letſtere/ auß deme/ ſo er in Handen hat/ vorauß bezahlt; herna⸗ cher erft von dem uͤbrigen der andere Glaͤubiger/ deme es in ſpecie verſchrieben/ ſo weit es ſich erſtrecken mag/ befriediget werden. e ga Hehi e e Mami aber der Schuldnel von der verpfándten Fabrnuf/ San Be i goer ſo ihme in Handen gelaſſen/ etwas entaͤuſſeren oder verkauffen inibmin a 17. wurde; ift die Gefahr des Glaͤubigers/ ſo getrauet/ derotwegen fenes vran” ihme/ wann er auß denen/ noch vorhandenen Pfäaͤnderen/ zu ſei⸗ achgſlreh ner vollſtaͤndigen Bezahlung(wann er nicht noch anderſt verſi⸗ Sidubiges. chert) nicht gelangen köͤnte/ oe der entaͤuſſerten i3 ein — Erſter Theil/ Das gemeine> Erfilich: Dag gemeine Gut/ das ift/ dasjenige ſo Uns/ r als der hohen Obrigkeit/ wie auch unſeren Gottshaͤuſern/ Spit⸗ thaͤlen/ Sonder⸗ſiechen Haͤuſern/ Elenden Herberg/ Allmoſen⸗ Waͤiſenhauß/ Kirchen und Schulen und andern dergleichen ad pias cauſas gewidmeten Collegiis gebuͤhret; doch ſollen diejenigen Schaffner und Verwaltere/ welche bey einem Concurs die Zinß nicht völlig OH wann ſie namlichen under ihnen guffge⸗ E eN ſolche wegen erzeigter Liederlichkeit auß dem Ihrigen erſetzen. minga, Zum Anderen: Waͤiſen⸗Gut/ ſo der Schuldner oder Fallit dls Bogt ver⸗ Als Vogt/ verwaltet/ angegriffen/ oder durch ſeine Liederlichkeit walei verwahrloſet hat; welches Privilegium aber/ auf andere Schuld;| nere, aufert dem Vogt/ an welche etwan der Minderjaͤhrige zu forderen hat/ nicht zu extendiren iſt. Sindee Gut Drittens: Das Kinder⸗Gut/ welches namlich des Schuld⸗ ners Kindern von muͤtterlichen Erb/ oder ſonſten woher gebuͤhrt/ und er als Vatter in Verwahrung oder Verwaltung gehabt/ o⸗ der auch durch einen ordentlichen Außkauff zu gewiſſer Jeit/ oh⸗ ne ſpecial Hypothec, den Kindern zu geben verfprochen hat, Wobey wir gleichwohl denen Kinderen ihren regrels an ihre Vöͤgt/ fahls der Verlurſt von dero Saumſal und Negligenz her ruͤhren thaͤte/ hiemit beſter maffen vorbehalten baben; Weiber⸗Eu/ Diertens Das Weiber⸗Gut/ welches des Falliten Ehez weib zugehöret; es ſeye gleich Heuraht/ oder ander neben ein⸗ und zugebrachtes Gut: Dann oͤbwohlen die gemeine beſchriebe⸗ ne Rechte einen mercklichen Underſcheid machen/ under dem Heuraht Gut oder Eheſteur/ und andern der Weibern neben ein⸗ Ta und zugebrachten Guͤtern/ ſo ſie bona paraphernalia nennen; (i) auch ihnen ſehr groſſe Freyheiten und Priwilegien mittheilen: ſo a wird dennoch dieſer nderſcheid allhier nicht in Acht genommen; ſondern alles von Seiten der Weibern hernuͤhrende Gut gleich gehalten, Wann nun ein Mann Schulden halber fluͤchtig wird/ verdirbt oder Erbloß abſtirbt/ und ſeine Frau wegen ihres Guts/ mit fein Vorzug zu geſtatten; ſondern ſolle diefes Refis halber under andere gemeine Handſchulden geſetzet werden. Dritte Clats. Cäubne, OYAch jetzt beſagten Glaͤubigern/ welche außtrucklich mò auf heabelidde⸗ g a Güúteren in fpecie verfichert find/ Fommnen diejeniz' piáno basen ONF oey fo ſtillſchweigende Unterpfaͤnder haben/ und in Rech⸗ ten ſonderlich befreyet ſind/ in nachfolgender Ordnung. ØEN K Aaa, s GR, a ——— vom Gerichtlichen Proceß. 47 mit andern Creditoren concurrirt; iſt ihro zuforderiſt all dasjeni⸗ ge Gut/ fo von ihro herkommet/ und noch in naturã vorhanden/ es ſeye gleich Ligendes oder Fahrendes/ vor allen andern Glaͤu⸗ bigern/ als ihr Eigenthumb zuzuſtellen; was aber nicht mehr in naturã vorhanden/ das hat fie in ihrer Claſs und Ordnung an des Manns Verlaſſenſchafft/ nach ohnpartheyiſcher Schatzung/ als ein hypothecittes Gut wiederumb zu prætendiren: Es waͤre dann/ daf fie fich umb einige Summ neben ihrem Ehemann verſchrieben/ oder von ihrem Gut/ ein oder das andere Stud jez manden in ſpecie verpfaͤndet haͤtte; welchen fahls die Glaͤubiger billich aus ihrem Gut/ oder ab denen ihnen eingeſetzten pecial Underpfaͤndern allerforderiſt zu befriedigen ſind: was aber der Frauen diß Orts von ihrem Gut abgehet/ das hat ſie hernacher tunder denen Handſchulden wiederumb zu fordern; wo aber et⸗ was úber die verſicherte Summ/ auß dem verpfaͤndeten Gut ge⸗ zogen wurde/ das ſolle der Frauen als ihr Eigenthumb vor an⸗ deren zukonmneen Mai Fünfftens: Diejenigen, fo etivanmn ab ihren ligenden{pes siai tner cial Underpfaͤndern nicht ſind vollkommlich bezahlt worden. Wais begblt. Sechstens: Diejenige/ welchen auf des Schuldners Gú- Biri rub ter/ nicht gtoar Durch eine formliche von einem gefchiwornen No- Saniorifien tario verfertigte Obligation; dennoch/ durch eme authentifehe cial Hypake Handſchrifft/ eine ſpecial Hy pothec bedingt iſt. enn haben. Und ſolle aller deren in diefer dritten Clais begriffenen Shul dronnag vee den halben) alein die Oronumg/ in welcher fie alhier gefekety iviter Cas angeſehen/ und jeweilen die erſte der andern/ und diefe den nadh- Sosten, folgenden vorgezogen; der Zeit aber/ zu welcher eine oder die an⸗ dere gemacht keine Rechnümg getragen werden. $ Jada Y Ír Jih. nI mA: 8e yea»* d ir u Yah Aat n s 4 7 Wierte Claſs. IEG Aaa y SSJ- fhag 249". E A Sa A i Ach Entrichtung aller der obgeſetzten Schulden ſind zu er⸗ tatten: oè lher Erſläch Ein zu treuen Handen hinderlegtes oder dem oindelet z Schuldner auß bloffer Freundſchafft/ ohne einigen des Auflei ksu g, hers Nutzen/ gelihenes; Item/ ein dem Falliten verpfaͤndetes 72= Gut/ dahin auch daßjenige gehöͤret/ welches ſeinen Kindern durch Bermaͤchnuß oder Verehrung zukommen/ wann namlichen der Schuldner bemeldte Guͤtere durch Untreu angegriffen/ veraͤnde⸗ ret/ entaͤuſſeret/ verthan oder ſonſten in ſeinen Gebrauch verwen⸗ det haͤtte; Dieſe und dergleichen Glaͤubigere ſollen denen gemei⸗ nen Handſchulden vorgeſetzet werden. ai PAi. Gap- V-P294.21 8. gg:%½ Ddi o E aa a Ainaa a aa a a—8 P o a e E i Erſter Theil/ Was u milte m Anderen: Mes was zu milten Sachen, als Under- Eodmot p ian der armen/ auch iaa ahd Erhaltung anderer Per ſonen/ ſen wotben verordnet iſt/ und dem Falliten außzutheilen uͤberlaſſen worden. Sebrgelt, 1 Dutens Das Lehrgelt/ ſo der Schuldner ſein oder der Seinigen——.—— oder Lehrmeiſtern ſchuldig iſt; doch nur von einem Jahr hero. Artt⸗Abolbe⸗ Biertens: gn: den Medicis, Apotheckeren und Chyrur⸗ deud Sat ois gebúbret/ doh allein wegen des Schuldners letſter Kranck⸗ heit/ daran er geſtorben.; Sofaelt, Fuͤnfftens: Koſtgelt/ von einem Jahr hero; dann was daz ruͤber/ under die Handſchulden zu zehlen iſt. Otrdnung der Es ſollen aber alle die zu dieſer vierten Clals gehoͤrige Schul⸗ moiiecat Sen in gleichem Grad gerechnet; derowegen ohne Underſcheid Souen. der Zeit/ oder der Ordnung/ in deren ſie hier geſetzet/ zugleich bez friediget; und ſo des Schuldners Vermoͤgen nicht genugſam/ al⸗ e dieſe Glaͤubigere volllommlich zu bezahlen/ der Verlurſt under ſie außgetheilt/ und pro rato von eines jedwederen Forderung abgezogen werden. Fuͤnffte Claſs. eiubeiniſche pm: Wann niemand von denen vorgenannten Gláu- Bandida S bigern mehr vorhanden, follen die einheimiſche Hand⸗ ſchulden/ welche namlich nichts dann Brieff und Siegel ohne ſpecial Hypothec, gemeine Handſchrifften/ oder andere Beweißthumb ihrer Schülden halben aufzuweiſen haben; wie onmo, Allch diejenige/ ſo hin und wider in dieſer Ordnung under die e mmg Handſchulden gewieſen ſind/ zugleich und ohne Underſcheid der A Srg tin Bek jedoch die Einheimiſchen allwegen vor denen Frembden/ ſo nicht mit denen Unſerigen concurriren/ collociret werden. Pouldenon: Dergeſtalten/ daß/ wann die Burger/ oder nach deren Bez friedigung/ die frembden Handſchulden/ auß des Schuldners De Ea a a RIY om nicht ogai koͤnnen; l/ NAA) proportion eweg je B a T ó P non Worin ge oll aber erſtgedachter Underſcheid/ zwiſchen den Burz dachte Ord$:; A nune srb Uine gern und frembden Glaͤubigern/ allein von beeſer letſtern Claſs Aube un verſtanden/ in den andern verſicherten oder privilegirten Schul⸗ Borinnide: DEN aber nicht in Acht genommen; fondern obne Underſcheid der ern beyden gleiches Recht ertheilt werden: Es waͤre dann/ aß an dem Orth/ da der frembde Gläubiger wohnhafftiſtauch a 7 S o i Gocbobrigiritli chen Vsretbens Srt Ne Zast fogten I arina d A 4» g l A p E. G ton ebert/jerr N; to m h eme Oy e amn He ES: Pl — mr ni Do fei Wir Am I AVN wé iy S rihi ih mal mie vung Gi fmi Siig mÀ y rA mN ani my ANN ANKO» Awy vom Gerichtlichen Proceß. 49 in denen andern Clatsen, die Frembde den Einbeimifchen nadz Lr: L sz geſetzet wurden; auff welchen Fahl/ man ſich allhier/ gegen des 7 nen Frembden auch billich des Gegenrechts gebrauchen ſolle. srz oon rigat L Esset rri ae Von der Tußkuͤndung/ und auf was Meiß die in Kallments Faͤhlen beſchehen ſolle. Stuh. Q uaß. Zo9, tit. 4o. C Amit man aber wiſſen moͤge/ welche eigentlich die Credi⸗ Bave bertu tores ſehen/ ſo an das/ vorſtehender maſſen auß ligen⸗ und fahrendem Haab und Gut erloͤßte Gelt/ Anſprach und Forderung haben; ſo iſt allerdings noͤthig/ daß die Außkuͤn⸗ dung der Collocation vorher gehe. Und wollen wir es folgender Geſtalten damit gehalten ha⸗ Bhet banit ben: Namlichen/ wann eine Perſon ſich fo weit in Schulden mervenin- vertiefft/ daß es der Bezahlung halben under den Creditoren Buugern⸗ zum Concurs fommet/ folle die Auffúndung vorgenommen/ und«g--zos:z petec| von Ampts wegen/ auff das foͤrderlichſte/ Zedul in alle Ehrenrnñ Zuͤnfft und Geſellſchafften/ wie auch Lobl. Uniwerſitæt und die E>+y 1t Gegin dad aer Gottshaͤuſer außgefertiget/ auch an dem Rahthauß/ Kauffhaunß und Zollſtuͤblein auff der Rheinbruck offentlich angeſchlagen iii kdes dardüͤrch jenige/ ſo an deß kalliten Malſam zu fordern haben/ er⸗⸗ iimte mahnt werden/ innert den naͤchſten ſechs Wochen ihre bræten⸗ 4 ſion oder Forderung anzugeben/ mit der angehenckten Commi⸗ e a nation, daß demjenigen/ ſo ſolchen angeſetzten Termin vorbey ⸗ ſtreichen laſſen wurde/ ſeiner Forderung halben weder Red nod iz aera Antwort gegeben werden ſolle. 27 Aa hr AA Sa aoheng nipan Sa ON SE ba TA PELE Und daͤmit den außlaͤndiſchen Creditoren/ fo etiwann von Bie in dnesni allhier beſchehener Außkuͤndung keine Wiffenfchaft håtten/nichts tanii 47>: um Berlurftund Præjudiz gereichen möge/ ſollen in jenigen Fal- fa Faͤhlen/ die fich under Kauffleuthen/ ſo kundbar mit auß⸗ waͤrtigen gehandlet und negotirt haͤtten/ zutragen thaͤten; Die Außkuͤndung⸗Zedul/ an diejenigen Ort/ ſo mit uns das Concor⸗ dat halten/ oder mit den Unſerigen in Falliments Faͤhlen concurs riren/ zu ihrem Verhalt uͤberſchickt werden. Tit. LII. Von Fbſoͤnderung der Buͤteren. G Wann v,. I Pranenno n ” fehe gbr: Pt parf Stup Qrp. Opfönderung Pmp A nena ajs Der Gúteren: a ea ani Ae AE phahh Oms Soia-samberi Qfryperroandten ab inteſtato fuccediren wurde; folle denjenigen rahme, Glaͤubigern/ welche an des Verſtorbenen arrg? Sizs, Den beladene Erb fuccediren foll) Verlaſſenſchafft zu ſprechen “j cJ Yen Hierger 39,2 7 Aee E EE s a aaa aaa E E a O ppoe x Dy 7 Erſter Theil/ Ann einer/ ſo mit vielen Schulden beladen⸗ und dem An⸗ ſehen nach/ nicht zu bezahlen hat/ von jemand zum Erben eingeſetzt/ oder auch ſeinen Vatter/ Mutter oder andern 50 deme der mit Schul⸗ rá fang-HHE ha ynlein ntas h baben frey ſtehen: Innert Jahr und Tag von Antrettung der uaa a aa inn i Erbfchafft an zurechnen/ eije Abſonderung der Guͤter zu begeh⸗ | Urim eD bor aln Yea ka“fio Ca ap aesa ie pens woduréh ihnen ihre Forderung/ auf des Berſtorbenennach⸗ e Gtgsker iyii gelaſſenem Vermoͤgen vorauß bezahlt/ und ſie in dieſem alem d: Sopa ghetljeh hrig ge i E r e iNpreben haben/ ſie ſeyen gleich priwilegirt/ wie ſie wollen/ vor⸗ 2 Ghan atin 2, 4 rn ere kk Pommen/ oder fich mit ibme/ ihrer Forderung halben verglichen denen Glaͤubigern/ ſo an den mit Schulden beladenen Erben zu gezogen werden; Es waͤre dann/ daß dieſe auch an den Erben ge⸗ r ragt se håtten: umd haben fich derowegen auch diejenige dieſer Abſonde⸗ AA r aree. NMG U erfreuen/ welchen der verſtorbene ein Legat oder fidei commiſs verordnet/ obſchon ein ſolches nicht gleich nach des Te- ſtatoris Todſahl; ſondern ererſt nach demſelben/ zů gewiſſer bez ſtimter Zeit zu entrichten waͤre. aoet: bAt: RÈ jo è SER ea Wom Meyfungs- Lyd. DIRTY.:: z pE FE Warumbd/ Jeweilen in Falliments Faͤhlen vielmahlen groſſe Untreu 8 Ar r verúbet wird; indeme vor und nach Außbrechung derſel⸗ S85 ben/ vor der Beſchlieſſung/ offt die fuͤrnehmſten und be⸗ ften Sachen aufgetragen/ an andere Ort heimlich verſteckt/ und Piter hierdurch die Glaͤubigere noch zu groͤſſerem Verlurſt gebracht RZ EEr. Son werden: Mls follen binfúro/ fo einiger Verdacht vorhanden; IR i Weib/ Kindern ſo uͤbek 14. Jahr/ Knechten/ Mʒzͤgden/ Geſind/ ES D T aa Domeſticis und Hauß⸗Antveſenden/ ſambt allen denjenigen/ ſo esaue der ſich des Außtragens ſuſpect und verdaͤchtig gemacht/ von den i Goit StatGerihts Aemptern ex officio fúr Gericht gebotten; all EPOPEE S mems Sati dort úber die Indicia, 0b ſolche genugſam ſeyen/ geurtheilt/ und EENT ksimen. wann die Weyſung erkannt waͤre/ ſolche Perſonen von den Gez REEN richts Aemptern beſchickt/ durch den Gerichtſchreiber mit leibli⸗ chem Eyd beladen/ und alles Ernſts erinneret werden; bey höch⸗ ſter Unſerer Ungnad/ das Kleine/ wie das Groſſe wiederumb an ſeine Stell ohngeſaumt zu verſchaffen: und ſoll des Kalliten Weibe A iTS unt sinten mehrers nicht/ als was ſie nothduͤrfftig von SERES E ak Gn m n Leib baben, hinauf gefolgt werden. Wam ARF e n E r e ar KL YF o t ad Se om: Saen ES g OSEP: e g5 ee a Tn ORNO e — —— e CO e Fo —— Aſe lale. kon frngpmt) hi olet? 7 oo o eee abarhyi ngt E Se Ji dnan mde DDIM OCLI tlichen PEOGA ndy Si NM mi S e nN bey Mii alen wy i W bng alida AN Y dà 5 Te ahe ¹ l mw fw) orodl mil; Gm g/l mM A l mél jibl i T n Hii w o f Y Gang De fallih zë dhabrrhe darhacdis, Gdi Den Glosibisna 4E fadh hari; 4 hs S esng= afad) herin. m J Genion aban Dr Ghee Ler TA AE sorg Don Yen bonon grhfan, dna Seriasba i E I ai UOP biian k ha Be ed a Ua TERT 3i Ongdh r hinbonagn opd Org aA nhi FAs Sak fallimand. o Rbynfi slaifng a3 Anh aif hon Snn aber diejenige/ denen der Weyſungs⸗Eyd zu præſtiren auferlegt worden/ nach widerholtem Fuͤrbieten und beſchehener Warnung/ nicht erſcheinen/ noch ſolchen ablegen wollen; follen fie durch den Gerichts⸗Knecht oder Gerichts⸗Botten auß dem Hauß geholt/ auch nach Geſtalt der Sachen in Thurn gelegt/ und biß ſie ſich A Harri heu ER` AE IIE CERI ae $ j A y S Anebiipt iS, L Dor bpe Bann Srs H ok PAA a, y EIRA Biglia : P ¿ s Mini N E nm brftond tafi Vhal hom fallih fobh, dnr y ln Dengin E TAERA Bia Bint Dag Ae 7 zu ſchuldiger parition verſtehen/ allda gelaſſen werden. itoain erg Sintemahlen auch die Erfahrung bezeuget/ daß bey Ver⸗ wegen Auftrag md Hinderhaltens zum offtern ſich ebenmaͤßig nicht geringer Argwohn und Verdacht hervor gethan: als ſolle es auff dieſen Fahl gleich in Falliments Faͤhlen mit dem Wep- ſungs⸗Eyd gehalten/ und die wegen Außtragens/ Hinderſchla⸗ gens oder Verhaͤlens verdaͤchtige Perſonen mit folgendem Eyd/ mutatis mutandis, beladen/ dergleichen Erbſchafften aber/ nicht allein wegen des uns gebuͤhrenden Abzugs; ſondern auch der etwann hervor kommenden verborgenen palli⸗ Schulden/ wie von Alters hero noch fuͤrbaß/ durch unſere Statt Gerichts Aem⸗ ptere inventirt und beſchrieben; und von dem frembden Erben die ihme zugefallene Erbs portion zu der ohnbewußten Credito- ren mehrerer Sicherheit entweders annehmlichen verbuͤrgt/ oder aber in Mangel laflicienter Caution ſolche Jabr umd Tag tn fil und ſicherer Wehr beym Ampt behalten werden, Pormul des Weyſungs⸗Tyds. Hr werdet zu dem Allwiſſenden GOtt einen leiblichen Eyd ſchwören/ daß ihr von weyland N. N. H wohl vor als auch nach deſſen Abſterben/ Außtritt/ Be⸗ ſchlieſſung/ ꝛc. nichts alienirt/ veraͤnderet/ außgetragen; oder/ daß ſolches durch andere beſchehen/ Wiſſenſchafft habt; Es ſey von Jubelen/ Edelgeſteinen/ Perle/ Gold/ Silber/ gemuͤntzt und oöhngemuͤntztem/ Obligationen und Schrifften; ingleichein Zinn/ Kupffer/ Moͤßing/ Dehren und Eiſengeſchirr; wie auch Federwoht/ Leinwoht/ Holtzwerck/ klein oder groſſes/ ſo in ſeine Malffam gehoret/ nichts außgenommen noch vorbehalten. Da⸗ fern ihr aber etwas hinterhalten/ oder Wiſſenſchafft von etwas habet; folches alles anjetzo getreulich anzeigen und herbey ſchaf⸗ fen wollet: Dann fahls ihr dieſem Eyd zuwider handlen/ und künfftiger Zeit etwas/ ſo ihr hinderſchlagen/ herfuͤr kommenthaͤ⸗ te; wurdet ihr hierdurch nicht allein die gerechte Straff GOttes euch ewig auff den Halß ziehen/ euerer Pratenlionen und Privi- legien verlurſtig ſeyn; ſondern eo unſerer Gnaͤdigen Dere 2 y Was es damit bey ſolchen laſſenſchaften/ zu denen ein oder mehr fremde Erben vorhanden, fremde Erben fůrhanden/ fuͤr eine Be⸗ wandtnuß habe. Fort deg aab und Gut fo o” Dae raf Obei NA Jala N n alien ag 11rd finn A Ern gnlon Anin LIAE S POA ih ninn gnlonn i aea n A Bor Monah bon oncog gS} flSn nihh A farada Kd n„ e: Supra.50. pag. 45, dI nmnaapall Wie mit der i Halftarrigen in dieſemFahl zu procedił. A f ' | Feke ing i 52 Erſter Theil/ und Sberen/ als der hohen Obrigkeit anderwertige zeitliche Straff hieruͤber zu gewarten haben: Wann ihr nun vorſtehen⸗ dem Eyd getreulichen nachkommet/ ſo beſchiht ererſt was recht und dem Allwiffenden GOtt gefaͤllig/ auch gegen hoch⸗ermedlt Unſeren Gnaͤdigen Herren verantwortlich iſt. Tit. LIV. APTA Biwvoblen das arreltiven regulariter verbotten/ md niht gemein nann WJ leichtlich oder auß liederlich und ſchlechter Urſach ſoll zu⸗ 7 Vfie anzulegen erlaubt. gelaſſen; ſondern gewahrſamlich damit verfahren werden: ſo ſind Wir doch keines wegs gemeinet/ Uns unſerer deſſentwe⸗ „%gen wohl hergebracht uhralter Frey⸗ und Gewohnheiten zu bege benz ſondern wollen noch ferners/ wie biß dahin/ darmit fuͤrfah⸗ ren: Ob/ wann/ und twie aber ein arreſt anzulegen/ der Prudenz und Crrcumſpection eines jeweiligen Schültheiſſenkuͤberlaſſen; Biee mit nÒ alhier nur erfláren/ wie es mit den angelegten arrelten zu ten Arefien halten ſeye: Und zwar wurde jemand ein Gut/ ſo bey ihme in in halinn. VBerbott gelegt/ oder mit arrelt beladen worden/ eigenes Ge⸗ walts und ohne habende Erlaubnuß hinauß geben/ und dadurch den arreltanten zu Schaden bringen; ſolle er umb ſo viel als das arreſtirte Gut werth geweſen gehalten/ und ſolches auß dem Sei⸗ nigen zu erſetzen ſchuldig ſeyn. Stup. gan HL pagoa. i Bon Arreſten und außgewuͤrckten oder er⸗ langten Rechten in Falliments⸗Hachen. Vii. Stup. Q y Arrcfte ingal Bgleich etwelcher Rechtsgelehrter Meynung dahin ge⸗ het/ auch bey vielen Staͤtten at e daß o ee ; Arreſtant uinb feiner Vigilantz und Wachtbarkeit willen/ fuͤrnemlichen/ wann er auff den angelegten Arrelt, ehe ſich an⸗ dere Arreſtanten herfuͤr gethan und erzeigt haben/ rechtlichen ge- otenn klagt/ den andern vorgezogen werden ſolle;ſo verbleibt es jedoch Arelanten bey der Statt Baſel altem Gebrauch und Herkommen: derge⸗ tene æf ſtalten/ wann gleich jemand allhie/ oder an einem frembden Ort/ bean Credito- allwo der erſte Arreſt ſonſt guͤltig waͤre/ arreſtirt/ und vor andern ſeine Recht biß auff die Execution, außgewuͤrckt haben moͤchte/ md aber dag Falliment vor der Bezahluͤng außgebrochen waͤre; daß nichts deſto weniger ſolch arreftirteg/ gleich allem úbrigen Gut/ ſo man immer hier oder anderwerts entdecken moͤchte/ des nen i a a a a a a nid MIRT Verdeh — T 1y uio ucen Weni ten A mei e8 dui AlB M mO wy , biy eon gi o hoy gin W t! oW miol iW jn y Mi vom Gerichtlichen Proceß. 53 nen ſamtlichen Creditoren zum beſten allhier in die gemeine Mal⸗ ſam eingeſchoſſen werden ſolle: alſo daß ein ſolcher Arreltant mif und neben andern Glaͤubigern und Handſchulden zugleich gehet; obſchon ſelbige keinen Arrelt angelegt/ und ihr Recht nicht ange⸗ fangen weniger außgefuͤhrt haͤtten: Jedoch daß dißfahls die Ba zich vorgeſchriebene Ordnung der Præferentz und Vorgangs halben iusxcipiten, nicht auſſert Acht gelaſſen werde. Ennert was fuͤr Seit man auf einen angeleg⸗ ten Krreſt, klagen folle, ) h- Q Pag T20. liti 43.-k; Ir wollen/ daß ein jeder Arreſtant, ſo bald ihme der Arreft' Janet was verwilliget und angelegt worden/ gleich in Monats⸗Friſt Parara: folchen gegen dem Arreftaten/ profequiren/ por Wecyt iim pro anhaͤngig machen/ und ſo bald moͤglich außfuͤhren; oder wann er ehebaffter Urfachen halben daran verhindert tourde; nach ver- no mieerfa fiofiener Monatsfrift umb Erneuerung anhalten folle: Yag aber. m verbalen arreſtirtes Vieh/ als ein freſſendes Pfand betreffen thut/ der Ar- 1 reſtant auff ſolche Arreſt gleich noch ſelbigen/ oder des andern/ oder aber da ein Sonn oder Feſttag darzwiſchen einfallen thaͤte/ am dritten Tag/ zu Verhuͤtung unnoͤthiger Koͤſten/ Rechtlichen klagen/ und es uͤber den ſiebenden Tag nicht anſtehen laſſen: Dann wofern ein Arreſtant bey erſterm Fahl die Monatsfriſt tievertid unb vorbey gehen/ und den auff Vieh angelegten Krrelt innert den Auoolnr naͤchſten ſieben Tagen nicht proſequiren wurde: ſolche Arreſten Sirafe, wegen des Arreſtanten Liederlichkeit und Muthwillens an ſich ſelbſten nichtig und krafftloß ſeyn/ auch alſobalden relaxirt und entſchlagen; wie nicht weniger/ je nach befindenden Dingen/ der Arreſtant dem Arreſtaten den muthwillig verurſachten Koſten zu refundiren und zu erſetzen angehalten werden folle, Wie es mit denen Arreſten/ auſſert den N liments⸗Cachen des Vorzugs halber zu halten. Elangend diejenigen Arrelta, ſo auf keine kalliten; ſondern auneae auſ. W Leuth/ die annoch lolyendo und begütert ſind/ angelegt/ Eaei als da man derſelben allhier betrettende Sachen/ es ſeye Gelt/ Mobilien/ Roß/ Rindvieh/ und dergleichen arreſtirt ha ben moͤchte/ ordnen/ ſetzen und wollen Wir: daß/ wann der Ar- Derſſlhen reſtant, er ſeye einheimiſch oder frembd/ ſeine Klag biß auff die Vergantung und derſelben angeſtelten Tag verfuͤhret und ſich in⸗ 63 zwiſchen a n a iaa aaa a To eNA nR E i a ES a oe eie E a y p7 r p e a a i aa A 54 Erſter Theil/ zwiſchen neben ihme fernere Arrcſtanten nicht angegeben: daß f alßdann der Arreſtant, wann ſich gleich nach beſchehener Ver⸗ f gantung fernere Anſprechere anmelden wurden/ denfelben allen umb ſeiner Vigilantz willen/ ſie ſeyen einheimiſch oder frembd /⸗ præferirt und vorgezogen; hierumben ihmẽ das erlößte Gelt nach Abzug der Koͤſten biß zu ſeiner Bezahlung/ ſo fern die arreſtirt. und vergantete Efletti, ſo viel ertragen wurden/ hinauß gefolgt werden folle, stur: gee- pag:207:- 40: 4 Straff derjenigen/ ſo unbefuͤgt arreſtirt haben, a ae CA fich auch vor Gericht erfinden wurde/ daß jemand an kan. SO ſeiner Perſon /Hab oder Guͤtern ohnrechtmaͤßiger Weiſe arreſtirt/ und alſo mit Koſten und Schaden auffgehalten worden; ſolle der Arrottant, als auf deſſen Gefahr und anderſt nicht der Arrelt erlaubt werden ſolle/ zu gebuͤhrendem Abtrag angehalten werden. Jie V. Vom Sequeſtriren. Vid- Slup. Gar U8 pqg- 175- Gt 17.; Bas pu tbun SN Partheyen/ fo vor Gericht zu ſchaffen haben/ ſich mit wann niwee(YA Y einandern vergleichen/ die ftreitige Hab und Gútere/ liz thenen fidh vet gend oder fahrend/ biß zu endlichem Außtrag und Eroͤr⸗ meaane terung des Rechtens/ zu hinderlegen/ ſollen ſolche wie auch anz intednalkire. dere Guͤter die zu ſequeſtriren erkannt worden/ bey dem Ampt a l f d afern aber die Partheyen ſich mit einandern nicht verglei⸗ fias degeh. chen/ und doch die Aan die ſtreitige Guͤter K kauci, "i ren begehren wurde/ ſolle das Gericht/ weilen bey waͤhrendem Proceſs, die Poſſeſſion und Beſitzung auch Nutz und Nieſſung inhabender Guter niemanden leichtlich zu entziehen/ ſolches nicht ſchlechtlichen erkennen; ſondern die Urſachen zuvor wohl erwe⸗ gen: Als da das ſtreitige Gut bey dem Innhaber und Beſitzer deſſelben in Abgang kommen/ oder zu Grund gehen ſolte/ und deſſentwegen nicht genugſame Caution geleiſtet werden koͤnte; in p dieſem und dergleichen Faͤhlen ſolle die Sequelttirung fuͤr recht maͤßig und nothwendig erachtet und darauff erkannt werden. Bo aber Sachen lequettrirt wurden/ die ohne mercklichen Schaden oder Abgang biß zu Außtrag der Sachen nicht behal⸗ ten ` vom Gerichtlichen Proceß. s5 ten werden koͤnten; ſollen dieſelben/ ſo hoch es ſeyn kan/ ver⸗ pam— das erlößte Gelt ebenmaͤßig lequeltrirt und verwah⸗ t ret werden. 1 Tit. LVL ih Von Berjaͤhrungen/ wie es damit zu halten/ und auff was Weiß/ ſolche koͤnnen abgeſchnit⸗ if ten und verhuͤtet werden. Rſtlichen: Wann ein Schuldglaͤubiger ſeinem Schuldner Beridbrung zehen gantzer Jahr lang/ die verfallene Zinß nicht abforde⸗⸗ W ren thaͤte/ ſolle der Schuldner/ dafern er anderſt bonam Wi fidem þat/ dem Gláubiger auff Berfliefung angedeuter zehen haltg Jahren/ die gedachte verfallene Zinß zu bezahlen nicht ſchuldig nder ſeyn; ſondern der Glaͤubiger umb ſolch ſeiner Hinlaͤßigkeit und biog langen Stillfchweigens millen darfúr gehalten werden/ als ob er ihme dieſelbe freywillig nachgelaſſen und geſchenckt habe. Zum Anderen: Welcher Glaͤubiger aber innert zwantzig Siaans und Jahren von dem Schuldner/ weder von Zinfen nod) Capital 7 nichts geforderet/ derſelbe ſolle ſo wohl des Capitals als der Zin⸗ ſen verlurſtig/ und hiemit alles verjaͤhrt ſeyn und bleiben: Es hmi waͤre dann/ daß der Schuldner nicht in bona fide wåre; fondery=Po. w f ſelbſten gute Wiſſenſchafft von dieſer Schuld haͤtte/ oder der Griw Glaͤubiger das Seinige innert den beſtimten Jahren/ gebuͤhrend ha erfordert zu haben/ vermoͤg des hernach geſetzten letſten Articuls Jm genugſam beſcheinen und darthun koͤnte: welchen fahls die ver⸗ i floffene Zeit deme feinen Schaden bringen folle. A Drittens: Welcher eine fahrende Haab/ es ſey Pferd/ Kuh Berdeng nli nder ander Vieh defogleichen Silber-Gefhirz Paarihaft/ Klei Su" i der/ Kleinodien/ Haußraht und anders/ ſo eiwann ohne oder aW umb Gelt zum Gebrauch entlehnt worden/ und alſo einem an⸗ dern jugehòrig/ in einer Erbſchafft oder fonften durch einen ges mui echten Litul an fidh erbanolet und ehen ganger Fahr lang mif 1 guten Treuen/ als ſein eigen Gut beſeſſen haͤtte/ aüch deßwegen ihn innert folcher Zeit von niemanden erſücht noch angefochten wor⸗ t den waͤre/ der ſolle nach Verſcheinung gerügter zehen Fabren/ i felbige wiederumb herauf zugeben nicht(huldig; fondern die/ M als ſein übriges eigenthumliches Gut fuͤtbaß yu ewigen Zeiten W ruhiglich zu beſitzen und zu gebrauchen befuͤgt ſeyhn. i e Vor das Vierte> Wofern einer er fey einheimifeh oder Ee ope- fia frembd/ fahrende Haab/ wie ſolche guten Theils in Wachen, em 56 Erſter Theil/ dem Articul erlaͤutert iſt/ hinder jemand deponirt/ oder Behalt⸗ nuß⸗weiſe leget: hernacher aber ſolche fahrende Haab von deffen Erben/ welche von ſothanem Depolito nichts wiſſen/ entweder als ihr eigen Gut behalten/ oder verhandlet wurde/ und auch an einen unwiſſenden Drittmann/ durch einen gerechten Titul kaͤme; und aber derjenige/ welcher gemeldte fahrende Naab hin⸗ derlegt/ innert zwantzig Jahren nach beſchehener Hinderlegung/ dieſelbe nicht wiederumd erforderet/ ſolle deme diefer grobe Saumſal ſchaͤdlich ſeyn/ und der Beſitzer des deponirten Gut deßwegen unerſucht verbleiben. Exception. Es waͤre dann/ daß derjenige/ ſo deponirt hat/ augenſchein⸗ liche Unmoͤglichkeiten/ dardurch er ſein deponirtes Gut in ſolcher Zeit wiederumb zu erforderen/ waͤre abgehalten worden/ genug⸗ am darthun und erweiſen koͤnte: welchen fahls der Richter ſich wohl zu r und einen billichen Underſcheid zu machen wiſ⸗ fen wurde, l retdhenni An dem Fuͤnfften: Sollen alle Kauff⸗Handels⸗Hand⸗ Wacnel wercks⸗ und andere Leuth/ welche an einandern wegen r Saon in fer Waaren/ Frúcht/ Wein/ Victualien/ gemadhter Arbeit/ vorz omadi e geliehenei ohnverſicherten Gelts/ und ligender Guͤteren/ oder ſonſten Anſpruch und Forderung haben/ innert den naͤchſten ze⸗ ben Jahren/ nach beſchehener Verkauff⸗Veleich⸗oder Theilung/ ihre Schuld und Gerechtſame gebuͤhrend erfordern und heiſchenz oder in Verbleibung deſſen/ der Schuldner und deſſelben Erben/ nach Verflieſſung geſagter zehen Jahren von der Anſprach/ For⸗ derung und fuͤrwendender ohnrechtinaͤßiger Polſeſſion und Bez ſitzung/ gaͤntzlich ledig und loß/ auch geringſten Pfenning fuͤrbaß zxceprion zul bezahlen nicht ſchuldig ſeyn; Es waͤre dann/ daß der Schuld⸗ ner ſelbſten der geforderten Schuld nicht in Abred ſeyn oder de⸗ ren ſonſten uberwieſen werden konte: Wann aber ein Frembder Beinrr, Und Außläͤndiſcher an einen allhier ſeßhafften oberzehlter maſſen fo DerPræten- Anſpruch und Forderung hat/ ſo ſind dem Frembden/ welcher and von der Statt Bafel nicht úber 24. Stund Wegs entſeſſen/ an it. ſtatt der obgeſetzten zehen Jahren/ fuͤnftzehen Jahr/ dem aber ſo weiter ſaͤßhafft/ zwantzig Jahr/ ehe und bevor die Verjaͤhrung Statt und Platz haben mag/ zu ſeiner Forderung zugelaſſen und Wie ſchdite. beſtimmet/ dergeſtalten/ daß es ohne Underſcheid/(aufſert der nigen su vere Zeit) zwiſchen Einheimiſchen und Frembden/ wie in vorgeſetz⸗ permeioliher ten Articuln erlaͤutert iſt/ gehalten werden ſolle. 7— 7 Vor das Sechste: Jedoch wann ein Glaͤubiger oder ein Goroerung a anderer/ deme ein Anſprach oder Gerechtigkeit gebuͤhret/ durch nicrgeiban. ohnvermeidentliche oder gantz nothwendige Urſachen verhindert wurde/ OOOO O 0 P GG a o a a a a a a a a a a s oih eih MÒ gy Aen Tr Nabi rley i M ime enid miin Oy erſch hento Hank, tfof W00 | e ſten z⸗ eilg cifier Er R E fiy Shl eW e rmo poloa jen 0i ail jáh fenu fat v ng Mas(l i wi pi puw vom Gerichtlichen Proceß. 57 wurde/ ſeine Anforderung gegen dem Schuldner in ob emeld⸗ ter Zeit zu thun/ ſo ſolle der Glaͤubiger oder Anſprecher bey€.€. kleinen Raht ſich amnelden/ und nach Befindung der Sachen eines gebuͤhrenden Beſcheids gewaͤrtig ſeyn. Endlichen und zum Siebenden: Zu nothwendiger Beſchei⸗ Pitten vs nung aber/ daß der Glaͤubiger voder Anfprecher/ imert beftinter vie Berio — fein Zinß/ Schuld und Gerechtigkeit gefordert habe foll er pi em Schuldner imerthalb der obgemeldten Zeit entweder fúr` Gericht bieten; oder aber/ wann er deme auß gewiſſen Urſachen gerne verſchonen wolte; zum wenigſten/ durch einen Amptmann oder den Gerichts⸗Knecht/ ſein Zinß /Schuld oder Gerechtigkeit heiſchen/ mahnen und foͤrdern/ auch ſolches alſobald durch eben dieſelbe Perſon in der Gerichtſchreiberey ordentlich verzeichnen und einſchreiben laſſen/ oder aber ſolche Heiſch und Mahnung guͤtlich in Gegenwart zweyer oder dreyer ehrlicher Perſonen thun/ und daß dieſelbe geſchehen ſeye/ genugſam beſcheinen: Wann es aber dem Glaͤubiger oder Anſprecher auch daran er⸗ manglete/ und er gleichwohlen redliche und genugſame Urſachen eines Verdachts allegiren und beybringen wurde; ſo kan er ſei⸗ nen vermeinten Schuldner auff den Eyd treiben/ daß er ſchwoͤ⸗ ren muß/ er wiſſe nicht und glaub auch nicht/ daß er ihme etwas ſchuldig feye; dann ein blofe Anforderung/ wannn man der vioſe unten Schuld nicht geſtaͤndig/ keinen in malam fidem ſetzet/ oder jum nemates ia Schuldner machet: und ſolle deßwegen ein jeder verwahrnet malan tdem, ſeyn/ vor Beſitzung eines frembden Guts ſich fleißig zu huͤten/ A bor Doe und ſo bald er deſſen Wiſſenſchafft erlangt/ daſſelbe dein rechten fuzo freme Eigenthumbs⸗Herꝛen getreulich amate:damit er nicht als Pofſeſſor malæ fidei, oder feine Erben/ ererſt nach langer Zeit/ Derenurſac. daſſelbe ſampt aller Nutzung/ nicht allein die er wuͤrcklich genoſ⸗ ſenz ſondern auch die er haͤtte genieſſen und darauß ziehen könen und ſollen/ wiederumb herauß geben muͤſſe. Tit. LVII. Von Schmach⸗oder Injuri achen. Zntemablen fich dffters Injuri Sachen zutragen als haben Somas ov tvit vorgehendem Gerichtlihem Procels aud folgende Di- 9t ſpoſition diß Orths einzuverleiben⸗ fúr nóthig erachtet, Und wollen hiemit daß altem Gebrauch und Herkom⸗ men gemaͤß/ dem Klaͤger/ wann ſein Gegentheil auff zweymah⸗ liges Fuͤrbieten im Rechten nicht NONNE von Ampts Drom a Na 58 Erſter Theil R tund Gewalt gegeben werde/ ihne Beklagten auf feinen S oder ab der Gaſſen wegnehmen/ beyfaͤn en/ und ſo viel es nothig zu und von dem Rechten fuͤhren zu laſſen: Thaͤte er ſich aber im Rechten ſtellen/ ſollen die Richtere vor allen Din⸗ gen der Sachen Beſchaffenheit erkundigen; darauff die Par⸗ theyen nach genugſamem Verhoͤr zu guͤtlicher Vergleichung ge⸗ buͤhrend erneten pnd von eaey gútlich zu entſcheiden/ al⸗ len moͤglichſten Fleiß anwenden. Bann entot- In fabl aber bep den Partheyen keine Guͤte ſtatt haben; bn ndern eine oder die andere die Sadh Rechtlich außzufuͤhren be⸗ ingbnwil. harꝛlich begehren wurde/ ſoll derſelben der Weg Rechtens un⸗ Wonnder Se berwehrt ſeyn: Doch ſo ſich eigentlich befunden/ daß die geklag⸗ taoreonf fei ke Schmach⸗Reden auß keinem boͤſen Vorſatz/ oder ſchmaͤchli⸗ Recden wot chem Gemuͤht außgeſtoſſen und der Beklagte/ auf ſolchen Reden oae nicht allein nicht beharꝛet; fondern fich vor den Richtern dahin erklaͤret/ daß er dieſelben nicht ſchmaͤchlich gemeint/ auch auf den klagenden Theil nichts dann Ehr/ Liebs und Guts zu fagen wif moteti: fe/ in ſolchem Fahl/ da der klagende Theil das Widerſpiel be⸗ iet nige be- weißlich nicht darthut; ſollen die fuͤrgeloffene Schmaͤchwort/ beſ. durch die Richtere von Ampts wegen/ daf fie keinem Theil an ſeinen Ehren nachtheilig/ gaͤntzlichen auffgehebt/ gleichwohlen aber der verklagte Theil/ nach Geſtalt der Worten und Reden/ auch der Partheyen Ehr/ Herkommen und anderer Umbſtaͤnden zu Erlegung gebuͤhrlicher Straff und Erſtattung erlittenen Ko⸗ ſtens qanochalten SDa aoea Aeibi Waf die Vato a fich aber die Partheyen ohneracht gethaner fleißiger mdme Erimernmg/ gútlichen nicht vergleichen nod) der Beklagte ge⸗ dealeiden. meldter maſſen ſich erklaͤren; ſondern in dem Gegentheil auff ſei⸗ nen außgegoſſenen Schmaͤchworten beharꝛen/ ſolche aber zu Recht nicht darthun noch erweiſen wurdẽ: So ſolle derſelbe we⸗ gen ſothanen Frefels/ und weilen er durch vorgeſchlagene guͤtli⸗ che Mittel ſich von ſeinem böſen Fuͤrnehmen nicht abhalten laſſen erbat willen, mit nahmbaffter Gelt-Straff/ nah Griffe der Injurien Somiberen, biß auff fuͤnfftzig Pfund angeſehen/ oder auch je nach Gelegen: heit der Sachen/ mit empfindlicher Thurn⸗Straff andern zum Exempel gebuͤſſet/ und der obſiegenden Parthen ui Abtrag bil⸗ lich maͤßigen Koſtens und Schadens angehalten werden. Tit. LVIII. Won der Appellation. Sintemah⸗ E E E E EES R — qua pa Peg EP EAP E 4 i -em e AT m aae ey— m PM bams pok M uy eath mid; 1AA PAN wf A en wih iel be; Oni yel on oble RAM fiind ango eikin ge N oun ay A nie g enoa Inju Sgleo em fogt } pi vom Gerichtlichen Proceß. 59 Intema len die ſchaͤdliche Trolereyen in Appellations Saz chen faſt uͤberhand nehmen/ und dahero taͤglichen viel un⸗ noͤthige Streit und Haͤndel entſtehen/ wollen Wir zu Vor⸗ kommung aller Unordnung und Mißbraͤuchen/ es auff folgende Sru aia baben. o s y a Daß namlichen die Appellationen von Hertheifen/ fo an un- Ban unb ſern Statt⸗Gerichten diß⸗oder jenſeit Rheins ergangen /nur zwi⸗ Sian ſchen Partheyen/ da beyde oder entwederer Theil frembd und nicht eingeſeſſene Burgere/ auch jeweilen in Perſon oder durch enugſam bevollmachtigte Anwalt zu recht geſtanden/ zugelaſſen eyn; Von UA die an entwederem Gericht unferer. ub vengan- Laͤndſchafft gefaͤllet/ die Appellation auch zwiſchen zweyen Unſe⸗ Sehen, rer Burgern Statt und Platz haben/ und ein jeder Appellant laun. nach ergangener Urtheil innert zehen Tagen(under welche der Tag/ an deme die lrthel ergangen/ nicht zu zehlen) die Appella⸗ tion in unſerer Cantzley gegen Erlegung 31. Schilling/ und dañ ferners 10. Gulden Gelts/ angeben und einſchreiben laſſen/ auch Dith fatalia von 10. Zagen Feines wegs prolongiret werden ſol⸗ en. Damit auch allen Mißbräͤuchen bendes tegen Des Jura- pridt ve menti calumniæ und der Gerichts⸗Koͤſten vorgebogen terde: nd agas ſolle jeweilen/ wann bey der Lantzley cine Appellation angegeben poner Appel- wird/ dem Appellanten/ daſelbſt außtrucklich angezeigt werden ⸗/ daf er nach angegebener Appellation, innert den naͤchſten acht Tagen/ und zwar; da er auff der Landſchafft proceſs gehabt/ in der Stattſchreiberey Liechſtal oder bey dem Rahts⸗Subltituten; da er aber allhier ſolchen verfuͤhret/ in denen Gerichtſchreibereyen diß⸗oder jenſeit Rheins/ allwo die Sach geſchwebet/ dag Jura- mentum calumniæ præſtiren/ auch die durch jeden Orts beſtel⸗ ten Gericht oder Landſchreiber vorher taxirte rechtmaͤßige Gez richts⸗Köſten/ der Ordnung gemaͤß dem Appellaten bezahlen; und daß ſolches alles beſchehen ſeye/ dem vorgehenden Appella⸗ tions Herꝛen ordentliche Schein und Urkund fuͤrzeigen: wiedri⸗ en fahls die Appellation fuͤr nicht angegeben gehalten werden ike. Dieweilen aber je zu Zeiten in proſequir⸗und Fortſetzung Wan und wp der Appellation groſſe Ungebühr entſtehet/ und handgreifflichen t 2ifetbige zu verſpuͤhren iſt: daß oͤfftermahlen der Appellant ſeinem getha⸗ biß nen Eyd ſchnurſtracks zuwider/ nur umb fuchender gefaͤhrlicher Aufzuͤgen willen/ die Appellation fuͤr Hands genommen: ſo wol⸗ len Wir hiemit dergleichen Trolereyen und Muthwillen fuͤrzu⸗ kommen/ geordnet haben; Daf ein ieder Appellant, er ſeye ein⸗ D2 heimiſch Undwas ihme deß fahls obli⸗ ge, Straff der Deſertoren. Remedium Reviſionis geſtattet. fo fih deffen len. E T EEN E EO E ET E a E E EO O EES 6o Erſter Theil/ heimiſch oder frem̃d/ gleich nach den erſten acht Tagen/ von dem Tag an gerechnet/ Da er die Appellation einſchreiben laſſen/ fek bige proſequiren/ bey den jeweils verordneten dreyen Commiſ- larüs ernſtlich nachwerben: Und wann er oder der andere Ver⸗ wandtſchafft/ oder anderer Sachen halben nicht als Richter ſi⸗ tzen koͤnte; alsdann vor einem E. E. kleinen Raht andere außbit⸗ ten und das geringſte/ darauß ein Trblerey zu muthmaſſen/ ver⸗ abſaumen und underwegen laſſen: Dann wann ein Appellant die Sach erſitzen/ und nach præſtirtem Eyd und Bezahlung der Gerichts⸗Koͤſten/ einer unſerer Burgern/ Underthanen und An⸗ gehdrigen einen Monat/ oder aber ein frembder Appellant drey Monat fuͤruber ſchleichen laſſen wurde; ſo ſolle die Appellation deſert ſeyn/ und als null ſolche zu proſequiren/ und derſelben weiters nachzuſetzen keines wegs geſtattet zumablen er/ als ein muthwilliger Litigant und Deſertor gar nicht mehr gehoͤrt; ſon⸗ dern ohn alle Mittel ab⸗ und zuruck gewieſen werden/ auch die bey Angebung der Appellation zur Cantzley deponirte 10. Gul⸗ den zur Straff verfallen ſeyn/ gleich als ob er den Proceſs biß zu Ende proſequirt/ und ſolchen verlohren haͤtte. at DOIA. Von Reviſion der Mrtheln. NY ien vern Wir aber auch unſern Burgern das in den Rech⸗ ten verordnete kemedium ſupplieationis vel reviſionis ab⸗ zuſtricken nicht gemeint. pficht deren/ So wollen Wir hiemit ſolches geſtattet/ und es alſo damit ofdd gehalten haben: Daß namlichen in Sachen da a gegen Sugere vor imfern Statt-Gerichten dif-oder jenſeit Rheins a- girts und einer oder der andere in der wider ihne A Ur⸗ theil apertẽ und offenbahrlich ledirt zu ſeyn vermeinte/ hierumen feinen Recurs an einen E. E. kleinen Raht/ als in dieſen Faͤhlen den competirenden Obern Richter zu ſuchen begehrte/ derſelbe ſich vordriſt deßhalben innert den naͤchſten zehen Tagen von er⸗ gangener Urtheil an gerechnet/ allda umb Verhör gebuͤhrend an⸗ Pe auch angehort werden; und wann deme die verlangte eviſion bewilliget/ auch die Reviſores auß dem alten Raht er⸗ o worden/ ſolle er/ wann die Sach darumb es zu thun 100. pa oder daruͤber anbetreffen wurde/ vordriſt 50. Gulden/ X es ao under 100. Gulden betreffe 20, Gulden şu unferer antzley legen/ und allda zugleich das gewohnliche Juramentum calum- Oni M Ii OMM nY hi cofi Ien pp ella li w aic) pelatan derſche LAM tt; w uh ii 3, Gh sbi Jů mi fonsi ifo don vom Gerichtlichen Proceß. 6¹ calumniæ præſtiren/ mò wann er in dem Rechten unden ligen wurde/ das bey der Cantzley hinderlegte Gelt zu wolverdienter Straff unſerm Liſco verfallen ſenn. Wurde es ſich auch begeben/ daß ein ſolcher bey Der Revi- Soten wider fion neue Gruͤnd und Documenta, die vor Gericht nod nicht anz emde aens gehoͤrt worden/ einlegen woltes flle er damit nicht angehirt/ n wann fie ſondern zu weiterer Ventilir⸗ und Erdaurung wiederumb fuͤr Ge⸗ ſic bedienen, richt gewieſen/ und allda ſolche in denen erſten 4. Wochen vor⸗ gebracht werden. ni l Wir gebieten auch ernſtlich/ daß in das kuͤnfftige fich Feiner Soten umi underſtehe/ umb brolongation des Termins der beſtimten zehen Prolongari-` Tagen(warunder gleichwohlen der Tagy an welchem die Urz opes Tere theil/ daruͤber er ſich beſchwaͤret/ ergangen/ nicht gezehlet) ſich Tasen anbat anzumelden: geſtalten von nun an ein ſolches nicht allein keines wegs mehr geſtattet; ſondern auch derjenige/ der uͤber dieſes hnn dergleichen troͤlſüchtige Geſüch zu thun/ ſich underſtehen wurde/ auftdem als ein muthwilliger Litigant mit empfindlicher ohnaußbleibli⸗ bandlen. cher Straff angeſehen werden ſolle. Ti Des Richters halben laffen Wir es bep dem Alten fein Vers Det Kidter bleibens haben: dergeſtalten/ daß ſelbiger zwar eben nicht in Ge⸗ ſen Handel. genwart der Partheyen ſich vor E. E. kleinen Raht zu ſtellen/ noch derſelben einige Antwort zu geben obligirt; gleichwohlen aber die Gerichtlich producirte Acta auff Begehren zu unſerer Cantzley zu ſchicken/ auch diejenige Kationes, Gruͤnd md Motis ven/ welche ihne zu Ertheilung der Urthel bewegt/ vor einem E. E. kleinen Raht à parte zu eröffnen ſchuldig ſeyn; zumahlen auch auf dieſe Weiß/ es in Appellations Sachen gehalten werden ſolle. Juramentum Calumniæ, oder Wyd fuͤr Befehrte. Welchen derjenige ſo appellirt/ oder Rev/yonem erhal⸗ ten hat/ mutatis mutandis ſchwöͤren ſoll. Aß ich von jeniger Urthel/ welche den.. zwiſchen mir Formdes Je⸗ Klaͤgern an einem/ ſo dann N. N. beklagten an dem an⸗ knm. dern Theil/ an allhieſigem Lobl. Statt⸗Gericht ergangen iſt/ auß red⸗ und beweglichen Urſachen appelliren thue/(reviſio⸗ nem begehrt habe) inmaſſen ich gaͤntzlich darfuͤr halte/ daß ich dardurch unbillich beſchwaͤrt worden ſeye: daß auch ich mich des⸗ jenigen/ was an der 1 7 oder von den Herren Y 3 us 62 Erſter Theil/ dus geſprochen werde; durchauß benůgen und erſaͤttigen laſſen/ Aet h nicht reden wolle/ in kein Weiß noch Weg/ das ſchwöre ich/ ſo wahr mir GOtt helff. TFE TX. Ordnung und Morm des Fuden⸗Tydes. Eo O einem Juden ein Eyd zu thun aufferlegt wird; ſoll man ai nA§ ihme roen a und ehe er den Eyd ſchwoͤret/ die heilige ea Z Schrift vor Augen legen/ und ihne mit folgenden Worten 2er nen A Anag di bereden und befchivóren, a; M eaaa Jude! Ich beſe o n ben z enigen Icbentigen m „„ allmaͤchtigen GOtt/ Schoͤpffer der Himmeln und des Erdrei gerdan" mò aler Dingezmò bep feinem Torah und Geſaͤtz/ das er gab feinem Knecht Moyſe auf dem Berge Sinai; daß du wolleſt wahrlich ſagen und verjahen/ ob diß gegenwaͤrtige Buch dasje⸗ Dont Ap fegrbaoinfh bnhdnsg Sahi yeh hedndezn MAE fey/ darauff ein Jude/ einem Chriſten/ oder einem Juden ei⸗ men recht gebuͤhrlichen Eyd thun und vollfuͤhren moͤge und ſoll. So dann der Jude auff ſolche Sarina berma; und anaa Ecd faget dah es dafielbige Buh ſeye/ ſo ſoll ihme dieſe nachfolgen⸗ n A dach Frag und Verimnahnung/ furgehalten und vorgeleſen werden: atah NAM: Fude: Fd verfúnde dir wahrhafftig/ daß wir Chriſten anbaͤtten den einigen/ allmächtigen/ lebendigen GOtt/ der Him⸗ "ges gyin mel und Erden/ und alle Ding erſchaffen haͤt; und daß wir auſ⸗ ſerhalb deß keinen GOtt haben/ ehren e anbaͤtten: Das ſage ich dir darumb/ und auß der Urſache/ daß du nicht meineſt/ du waͤreſt entſchuldiget vor GOtt eines falſchen Eydes; indeme daß du darfuͤr halten moͤchteſt/ daß wir Chriſten eines unrechten Glaubens waͤren/ und frembde Goͤtter anbaͤtteten/ das doch nicht iſtt; und gleich wie die Hauptleuthe des Volcks Iſrael ſchuldig geweſen ſeynd zu halten/ das/ ſo ſie geſchworen hatten den Maͤn⸗ neren von Gifan/ die doch dienten den frembden Goͤttern: umb ſo viel mehr biſt du ſchuldig uns Chriſten/ als denen/ die da an⸗ baͤtten einen lebendigen und allmaͤchtigen GOtt/ zu ſchwoͤren und zu halten einen wahrhafftigen und unbetrieglichen Eyd. Darumb Jude frag ich dich/ ob du das glaubeſt/ daß einer ſchaͤndet und laͤſtert den allmaͤchtigen GOtt/ indem er ſchwöret einen lalſchen und unwvahrhafften Eydꝰꝛ ſo ſpreche der Jude/ Ja. Jude! Ich frage dich ferner/ ob du auß wohlbedachtem Muthe/ und vhn alle arge Liſt und Betrieglichkeit den einigen lebendigen GOtt wolleſt anruffen zu einem Zeugen der Wahr heit; daß du in dieſer Sache/ darumb dir ein Eyd aufferlegt iſt/ keiner⸗ Sm wiy Ya e ie MNÀ wihi Yo) olki asje neh ol, Im Nige den; witen Nin to i AN wd eten nidi w i i i pW A miN 3 g m ww fi y vom Gerichtlichen Proces. 63 keinerley Unwahrheit/ falſch oder Betrieglichkeit reden/ noch ge⸗ brauchen wolleſt in einige Weiß: ſo ſprech der Judes Fa, Ror So das alles geſchehen iſt/ ſo ſoll der Jude ſeine rechte Hand bif an den Knorꝛen auff die heilige Schrifft legen/ und nainlich auff die Worte des Geſaͤtzes und Gebott Gottes/ ſo im andern Budh Mofis am 20. Cap..7. zu leſen ſeynd; welche alfo lau ten: Du folt den Nahmen des HErꝛen deines Gottes nicht miß⸗ brauchen/ dann der HErꝛ wird den nicht ungeſtrafft laſſen/ der ſeinen Nahmen mißbraucht. Alsdann und ehe der Jude den Eyd vollenfuͤhret/ ſoll der Jude dieſe Worte nachſprechen. Adonay! Ewiger/ allinaͤchtiger GOtt/ ein HEr úber Mez lachim/ ein einiger GOtt meiner Vaͤtter/ der du uns die heilige Torah gegeben haſt/ ich ruffe dich und deinen heiligen Nahmen Adonay/ und deine Allmaͤchtigkeit an; daß du mir helffeſt beſta⸗ tigen meinen Eyd/ den ich jego thun foll; und wo ich unrecht und betrieglich ſchwören werde/ ſo ſey ich beraubet aller Gnaden des ewigen Gottes/ und mir werden aufferlegt alle die Straffe und Fluͤche/ die GOtt den verfluchten Juden aufferlegt hat/ und mein Seel und Leib haben auch nicht mehr einig Theil an der Ver⸗ ſprechung die uns GOtt gethan hat/ endlich ſoll ich auch nicht Theil haben an Meßias/ noch am verſprochenen Erdreich des heiligen ſeligen Landes. Ich verſpreche auch imd bezeuge bey dem ewigen GOTE Adonay: daß ich nicht wil begehren/ bitten/ oder auffnehmen einige Erklaͤrung/ Außlegung/ Abnehmung/ oder Vergebung von feinem Juden/ noch andern Menſchen/ wo ich mit dieſem meinem Eyd betriege/ Amen. Darnach ſo ſchwöre der Jude und ſpreche dieſen Eyd nach. Adonay ein Schoͤpffer des Himmels und des Erdreichs/ und aller Ding/ auch mein mò der Menſchen/ die hie ſeyn/ ich rufe dich an/ durch demen heiligen Nahmen auff dieſe Zeit zu der Wahrheit/ daß ꝛc. Ich bitte alſo GOtt Adonay mir zu helffen und zu beſtaͤt. gen dieſe Wahrheit: Wo ich aber nicht recht oder wahr ſage in dieſer Sache; ſondern einige Inwahrheit/ falſch/ oder Betrieg⸗ lichkeit darin gebrauche/ ſo ſey ich heran und verflucht ewiglich/ daß mich uͤbergehe und verzehre das Feur/ das Sodoma und Gomorrha uͤbergienge/ und alle die Fluͤche/ die an der Torah geſchrieben ſtehen/ und daß mir auch der wahre GOtt der Laub und Graß und alle Dinge erſchaffen hat/ nimermehr zu Hülfe noch zu ſtatten kome/ in einigen meinen Sachen und Nöͤhten/ wo ich aber wahr und Recht ſage/ in dieſer Sache/ als helffe mir der wahre GOtt Adonay. Ende der Statt⸗Gerichts Ordnung Erſten Theils. 4. A otp, K at o$ o ET Eymir Conbracb pind zmbfn X» P fog SEAIS Id m a EI Inana o D O. n S Frein rA eS dJ Crhrach3-0g-Pfnh skot Mind y lf Foek 4 8- Ig Ahaba oA fat Pd Ait Don ondak J +„..4 m 2i à n mo mE y eJ Culrael maliy Zmfrn AN Ohn vak. H O nonl Aans ginaf mA Heth” npfesðn,%5 4 wd Eni e k E S TE snlallh A, E NJunfniugr njah yt; Wya s4% ST leihad Airrnyh Brins? obia Er tS% a$ / iE Doms Aneh ne gE E i z po VE K i$ T s- ROIR II sas. SEERPS SE TE TE IE: T TE TE TERTE z 7, Err Te;£$ ¥ pN CEER EREEREER ; E RE EE%%% K CN EMN EN E lorbraed inns alaninin: h berarra ir Eborannhir g A ð 0. LN. p9,` 9 e 7 A„Orla nona hn emd bhrdn gkefa forrab m Im fabh J Infaro om? ninh mbfondngafo Lafmp. EI e akn athe bane ERA nihan beh Ferm in Is mfn faby 2m Dagare na ninn ahata hafe» $ LI abra O TAAA miis ol Aillnnd-Ann Ubnrgnbd(onha: J in= ge nbin O, A te Sronmg/ emong De prdor; ab A 4 Bnhrac? je: G pn ley hh pepy ah ar n Un 3² r heRhorranfnh nafordnsd a spun. arg Conlon io ny(nbrachn zabalenia bonkort hrd mallondnn nad Arw POA Bnr anahsete. aen abne.36/Lbe⸗, sAnderer Sheil, 127 0 na p 1 rA B LARE Arati VVaonallerhand CONTRACTEN. Enen oirn ntan An Dm Eaa ba rhn Sa APAP: hade* lonny Nin Deras» oaao hem. RED: orlha Bar Dom ji snfi ing bennh nnd m Int ArII 2 GRANI SAE rW nS ooie n em it I we 2 T k A A v m a Qe ee o ba AN dynd dinni Ao Conybipp--Io Gobr- mbp- D Na E idnrtag,° E a o Sgine brpracha bheb Iari: e er; Von Mucherlichen Contracten. bym fEnsh Grbuongfi”:“ h į e AS nadred Bas Gr hg- yà. Stup- Pua. Uh. pag- g6. tt. s. s- Pudeue MNE leget die tägliche Erfahrung mehr als genugfam eio tanist oet S anden Tag; daß ohngeacht aller der wucherlichen derdües Contracten halben/ von Zeit zu Zeit publicirter heil⸗ Si.--p 864S, aN A E A, GN LO ſamer Verordnungen/ dieſes Lands verderbliche Mfo Leaba im Horin ens o% ppe preia, Ubel dennoch je laͤnger je mehr umb ſich freſſen wol⸗ PaT aman%3-len: Wardurch dann die Obrigfeitlihe Mandata und Authori- T Et ohnverantwortlich eludirt und beſchimpffet; der arme Mann A nfa M. 2 e:— 3 s f; taa PS ama a paoir Al Göttliche und weltliche Rechte/ durch allerhand betrug- seide Griff und Raͤnck hart gedrucket/ uͤbervortheilt/ auch offt car in die aͤuſſerſte Armuth und an den Baͤttelſtab geſetzet wor⸗ mbea) Aa aena den: Indeme zum Exempel/ etwann ein ſolcher ohngerechter nA ap, Otee ein gróf Mucherer emem ohne dip bedrángten armen Mann em gewif- EEN wn tavale CS Stud Gelts vorleihets und aber in der Berfchreibung eine dendedränglͤ ftaͤrcker und groͤſſere Hauptꝛ⸗Summam/ als er aber wuͤrcklichen 2ι Schuldner uuclreher. dargeſchoſſen/ anſetzen laſſet wardurch dann der arme Schuld⸗ ner ſo wohl an Capital/ als Zinſen/ umb ein merckliches betro⸗ (a BA at en y mò dbernommen wird. Pa hobaia sbe, Berfide- Item: Wann ein Creditor einem beduͤrfftigen Mann ſechs Ofre unse.o nder mehr pro Cento jaͤhrlicheñ Zinſẽs güfftrechet/ ünd gleich⸗ mehrpro cen⸗ ieza aA 3 aufi- wohlen mit Underpfaͤndern und Buͤrgſchafft ſich genugſam ver⸗ Ee trechet. a a ai Zeit/ fo ſie zur Bezahlung anſetzen/ ein uͤbermaͤßiges Intereſſe fordern/ und mit der Naupt-Summa fieigen,.2: p-hdmas ise Baam— Ztem; Wann einer/ wo nicht in Perſon/ doch durch ſei Senerara ebrungen fo Weib oder Kindere uͤber die zugelaſſenẽ Zinß/ amod eme un- aa zimliche Verehrung von denen ohne diß acot beoure Schuld⸗ 7 1*/ Omförrj ty ini Bar EBSA ( 64 E: Pho. Idnnn byan Gorn: AO AE upe TT: EET etet eTa ſichern laßt: Deßgleichen die umb ein kleine Verſaumung der © agp i O y N m a a a o a a o a a. a a u g a i ry E Ia pam NRNruderer Theil yon Contracten, o Schuldneren herauß preſſet: Andere aber Getreid/ Pferd/ Tluu. cher/ Ancen Weins und dergleichen Waar, zu Gelt Kauns rr LE weiſe anſchlagen; darauß ein Capital formiren/ und ſolches viel höͤher/ als die Waar immer werth ſeyn mag/ anſetzen. TA s. Item:Diejenige ſo allein Gelt in ſchlechter Müntz binweg EA a e Donl \/ r R x G91 Oet AER Ga R oo grn Tinkay vz Hat é- laffen oder aber leichte oder abgeruffene Múng-Sorten fúr gut r DE“iain. und gewichtig aufftraͤchen Auch jezurveilen ſich mit dem gedraͤngten Entlehner derge⸗S r Sm £ N ſtalten vergleichen/ daß im fahl der Smp oder Das Haupt⸗Gut/ reine r betan i . in der beſtunten Zeit nicht erlegt wurde; die hinderlegten oder Serinin eigen 4 hean boar beftimten Pfånder/ fo doch gemeintich ein mehrers merth find/ batien wib 55:073 ihnen fúr eigen bleiben folen, r forgatok| 6. Stem; Daf etliche ibr Gelt zwar ohne Zinß hinleiben/dgr é Soer gir dr gegen aber den Entlehner berpflichteñ/ ihnen etman Waar Der Loaren ung t£» s anders in einem gang geringen Werth zuzuſtellen; darin fie úber dam Svon iee pfam die Haupt⸗Summ/ ihr Zinß mehr dann doppelt und dreyſach ahe 75 hen haben.| pl Dieweilen nun obgemeldter maſſen/ ſolche und andere der⸗ Rechlucedae.` iie gleichen ohnziemliche/ in Gottlichen und weltlichen Rechten ver⸗ gen oig”£477 w bottene/ zu des gemeinen armen Manns total ruin gereichende Comasan 17y Aai thori ohnzimliche Pacta und Geding/ wucherlich und der Chriſtlichen r AA Nan Liebe zuwider find; fo haben wir eine ohnumbgaͤngliche Noht⸗ emy durfft zu ſeyn erachtet/ derenthalben fuͤr das kuͤnfftige ein ernſtli⸗ po ches Einſehen zu thun/ und hernachfolgende Rechtliche Diſpo⸗ tww ſition mò Berordnung ju maen: o oN Wollen umd gebieten hiermit ernfilich; dag folde unrechtli, Soten gån- g che Contract und alle ohnzimliche Geding und Haͤndel/ wie Die vteiven. go immer genannt und erdacht werden moͤchten/ gaͤntzlich vermit⸗ io ten bleiben/ und von niemands/ was Wuͤrde oder Stands der waͤre/ weder mit Frembden noch Einheimiſchen fuͤrgenommen ¹ oder gebraucht werden ſollen: 1 oan LAlllen Unſern Schültheiſſen und Richtern befehlende; wann Uere nhi ſolche wucherliche bacta fuͤr ſie gebracht wurden/ dieſelben ohn⸗ und Riese, Ni guͤltig/ krafftloß und ohnbuͤndig zu erkennen/ und darauff kein T AGA oder Vollziehung zu erkennen/ weniger darzu beholf⸗ y en zu ſeyn. Ier a 14 fmi Geſtalten maͤnniglich ohne Anſehen der Perſon/ ſo derglei⸗ Sraß veren i chen úben und gebrauchen wurde; wo ſich befinden thaͤte/ daß es iat ondes ji nicht bófer wucherlicher /fürfeblicher Weife befhehentwáre: dar ae aige i durch den vierten Theil der Haupt⸗Summa verwuͤrckt Haben, ui fáriestider fi Wo aber der Wucherer und Au 3 95 fuͤſetzlich EE0.TT——————— 66 Anderer Theil/ handlet haͤtte/ ſoll alsdann nicht allein der vierte Theil; ſondern die gantze außgelegte Haupt⸗Summ Uns der hohen Obrigkeit verfallen ſeyn: Zumahlen der Ubertretter noch ferners nach Ge⸗ ſtalt der Ubertrettung geſtraffet werden. x giraf de. Waͤre auch Sach/ daß dieſem zuwider/ ein Notarius oder Schreben Schreiber dergieichen ohnzimliche Haͤndel ſchreiben/ oder darzu niabiss verhelffen wurde/ ſollen ſie neben Verwuͤrckung des Notarzats laln. auich ebener Geſtalt/ wie die Ubertrettere geſtrafft werden; ohn⸗ erachtet/ daß der gedraͤngte Mann/ ſo bedeuter maſſen angeſetzt und gepreſſet worden/ ſich deſſen nicht erklagte. Belobnng nd damit man auch ſehen und ſpuͤhren moͤge: wie hoch des Angebers. UIns dieſe Sach angelegen ſehe/ ſo wollen Wir demjenigen/ fO des andern Wucher entdecken und anzeigen wird/ neben deme er ein Chriſtlich und GOtt dem allmaͤchtigen wolgefaͤlliges Werck verrichtet/ ſo viel als der vierte Theil hievor beſtimter Straff der Confiſcation außmachet/ alsbalden zukommen laſſen/ welches auch auff den Schuldner ſelbſten/ wann er ſolches offenbahren wurde/ gemeint und verſtanden ſeyn ſolle. 22 Tit. Il. Vom Teihen und Lntlebnen/ Mutuum ). St: È enannt. gso tt. s feig, Leben: B Y Sntemablen das Wort Leiben/ in Teutſcher Sprach auff 15 oae A dreyerley differente Weiſe gebraucht wird/ ſo i zu Ver⸗ BEN T] huͤtung alles Mißverſtands/ im Eingang dieſer Tractation a e a ver Underfheid/ wie nachfolgt zu merten, IB sai BamM-— Erftlihen wird Gelt/ Wein/ Korn/ Eiſen und anders/ ſo mm gezehlt/ gemaͤſſen oder gewogen wird; und mit einem durchauß gleichen Ding wieder zu bezahlen iſt/ geliehen: Dergeſtalt/ daß 4 Er LAA aih eh ELS DES Entlehners eigen wird/ und derwegen er ſolches als ſein ah: eigen Gut mitzen/ nieſſen/ verbrauchen oder ſonſten hingeben und veraͤndern mag. dale Und ſolches wird in Lateiniſcher Sprach Mutuum genannt/ Se gpa iy pen DAVON in Diefem andern Titul gehandlet wird. 0h,@R shis oCoodatum Zum Andern begibt ſich/ daß einer dem andern etwas Li- gends oder Fahrends vergebentlich und obne einig beziehenden Nutzen hinleihet/ eine Zeitlang alſo zu gebrauchen; daß eben daſ⸗ ſelb geliehen Gut ohnveraͤndert und in natura wiederumb heim⸗ gegeben werden ſoll: welches Commodatum genannt/ und da⸗ von in naͤchſt folgendem dritten Titul tractirt wird, Drittens: i von Kontracten. 67 m Dirrittens: Beſchicht mehrmahlen/ daß einer dem andern/ Ovet Locatio hi ein ligend oder fabrend Gut/ umb ein gewig Gelt oder Zinp/ derz 17r» n geſtalt verleihet; daß das verliehen Gut/ nach Außgang/ der zu ſolcher Verleihung beſtimten Zeit/ dem Leiher wiederumb zuge⸗ ia ſtellt werden ſolle. Und wird dieſer Contract zu Latein Locatio Ei genannt/ davon hieunden im 16ten Titul zu ſehen. ik 13 Wiewohl dann nun fo viel die erfte Gattung des Leiheng Bon ihn LIe gpu a betrifft/ ſolches Leihen und Entlehnen/ wie bereits geſagt/ in de⸗ nannt. 4r 4. W nen Dingen beſtehet/ die gemeſſen/ gezehlt und gewogen wer⸗⸗„„ HR den/ als Gelt/ Wein/ Korn/ Eiſen und dergleichen/ weiche des AA kig thi eigen werden/ und fich im Gebrauch verandern oder woy verzehren /unò deffentwegen niht eben die geliehene Sach; fons i P E rE bmg dern eine andere in gleicher Geftalt/ Werth md Gúte/ auh Ge! E n PS a Woi- wicht/ Zahl und Maß/ als es der Entlehner empfangen/ wieder dudeneuß e ede a niy u begabten ift: fo Fan dennoch der Entlehner/ wann anderft fein sezgan velhe gewiſſe Zeit zur Widererſtattung benamfet/ dem Leiher alfobald r ertr ge o Abio eben die entlehnte Sach wieder geben und fich damit entledigen, 72> po. hhn itii na Entgegen aber und obſchon bey beſchehener Entlehnung/ Misis der Relticution halben/ keiner gewiſſen Zeit gedacht wird/ fo fon Aa dennoch der Leiher das Außgelihene nicht alſobalden wieder er⸗ fordern; ſondern muß den Entlehner ſolches erſtlich gebrauchen 4 Jum oder ſo viel Zeit verflieſſen laſſen/ daß er den Gebrauch inzwiſchen wohl haͤtte thun koͤnnen: Im fahl ſich aber/ wegen der Zeit mat y EE das Außgeliehene wieder zu geben/ beyde Partheyen nicht ver⸗ Sis h haf gleichen konnen/ iſt ſolche dem Gericht u ernennen und an ue an a tzen anheim geſtellt. So aber gewiſſe Zihl und Tag der Erſa⸗ nars.™ j tzung wegen beſtimt/ ſolle es allerdings darbey verbleiben/ und Jal. {3 Iin Baih im Gba To der Leiher nicht laͤnger auffgehalten werden. Ro "T Und mag derjenige/ ſo Gelt oder anders/ ohne einige haz Wieviet pros p72- 21z sa. i bende Sicherung außleihet/ von jedem hundert jahrlichen auffs verierter”-174-38 höſchſt biß ſechs und nicht daruͤber/ an Zinß ſich ſich verſchreiben das Poe eri A i oder verfprechen laffen, ngat ps: brtli. 2m glers nin Gona. kordern könne go 0 Wurde ſichs demnach begeben/ daß der Leiher fih umb ia re, w ſein gelihene Haab/ an dem Entlehner nicht mehr erholen koͤnte; 1 und aber folch Gut bey einem andern/ deme eg cedirt und úber- K oo zeben worden/ annoch in matura vorhanden waͤre/ kan nichts de⸗ to weniger der Leiher kein Anſpruch oder Forderung an dieſen wit formiren; ſondern muß ſich an denjenigen, fo es von ihme ents pow leþnet/ halten. we Ai; i a Esg foll auch die Bezahlung mit gleichem Ding/ wie das Besahlung pW Gelihene/ beydeg an der Subitantz imd Gúte/ befchaffen gewe ben fone 2” mi ſen/ beſchehen. An der Subltante, Gelt mit Gelt/ a mif 32 ein/ 68 Anderer Theil/ Wein/ Korn mit Korn/ und nicht eins fuͤrs andere. An der Guͤte/ guter Wein mit gleichem gutem Wein/ gut Korn mit glei⸗ chem gutem Korn/ ꝛc. Dann der Entlehner kan ohne Bewilli⸗ gung des Leihers/ Wein/ Korn/ oder anders mit Gelt nicht be⸗ zahlen. Gleicher geſtalt kan auch der Leiher/ fuͤr ſein gelihen Gut wider des Entiehners Willen/ nicht Gelt fordern sob er fich gleich mit der Bezahlung geſaumt haͤtte. etyb NEntin, e Wo aber von einen ene gewiſſe gelihene Summ/ als fünf- ützig/ hundert mehr oder weniger/ erfordert wird/ und der Schuld⸗ Pat AiD adh ner nicht fo viel; ſondern ein geringere Summ/ als von fuͤnftzig JA nh y È bhinb ny5 3p h, babon S nur òreifig/ bekanntlich iſt/ ſolle das bekanntliche dem Leiher oh⸗ CAL Verzug/ wie ſichs in ohnlaugbaren Schulden gebuͤhrt/ zuer⸗ .5kannt/ das uͤbrige aber Rechtlichen eroͤrtert/ und auf ſolche Weiß/ ſo wohl in dieſem als all andern Contracten/ das richtige oder liquide mit dem unrichtigen oder illiquiden nicht confundirt/ o⸗ der vermiſcht werden. privilegian Wanm einer dem andern aus gutem Willen und ohne eini⸗ anf angeieten ges angedingtes Interelſe auf einen gewiſſen angeſetzten Termin zeminobne Dinleibet/ und aber der Entlehner auff beſtimten Lermin mit der „än. Bezahlung nicht an Hands gehet: mag der Leiher nicht allein a e A nDO BCIE deS Berzugs/ fehs von hundert fordern; fondern aud 2 daß er deßhalben gröſſern Schaden erlitten oder umb mehrern billichen Gewinn gebracht worden/ Rechtlichen klagen/ und da⸗ ifa fuͤr geziemenden Abtrag begehren/ daruͤber das Gericht zu er⸗ ae aa d, AA thumb einer gel a mAn Beh der fiba uch das Eigenthumb einer geliehenen Sa lei > moen nach beſchehener Ubergab/ bey dem Enlehner irag Aaa sranta Sah aoa on a aeon a a——.— Sach zutra⸗ chte/ allein zu leyden/ und nichts deſto mind cci zu befriedigen Roubin: are blans nban nint: aaa i Tit. II. Wom Leihen und LEnflehnen Commo- „datum genannt. UU page 8T. tit. ó. K Wom eeihen/ Ann einer dem andern etwas vergebens ohne einigen Ge⸗ u Lateincom» r mortan i W nuß und aus freyem gutem Willen als Pferde Bech/ Sil⸗ annt, bergeſchir/ Kleider/ Haußraht und anders zu einem ge tviffen Gebrauch dergeſtalten leihet/ daß nach vollendtem Ge⸗ brauch eben daſſelbige wieder in natura zugeſtellt werden ſolle; ſo fini e YEW KR ige Mi diyt) 1 ne ei Temi miti ptali emoud mehr my up fogd iioi j owy mo pat ye oY ymt N das Fuͤlle Achtung zu geben/ ſchuldig ſeyn. kaufft/ verſetzt/ oder in andere Weiß veraͤndert; kan derxeiher/ ent⸗ derg phra ellene von Contracten, 609 ſo iſt der/ welchem es geliehen worden/ ſolches mit beſtem und Pficldes genauſtem Fleiß/ den ein jeglicher fleißiger Haufoatter bey den SEE a gai Seinigen anzuwenden pflegt/ zu verwahren imd in guter Auf z: polna ſicht zů haben verpflichtet, 1 g4 py. 66- th-2. 4g adr haitia. x Welcher Fleiß dann ebenmaͤßig auch in allem/ ſo dem Com⸗ modato oder der geliehenen Sach anhaͤngig/ muß geleiſtet wer⸗ ι den/ als zum Exempel: Wann ein Mutter⸗Pferd oder Stute%4 geliehen wird/ dero ein Fuͤlle folget/ ſoll der Entlehner auch auff 3 ARPE TN: T o Derotwegen fo durch den geringen vermerdten Unfieif 0 Ta riir az der Negligentz ein geliehenes Gut ju Sthaden gefommen/ ver rait ay lohren oder zu Grund gegangen; ift folches Derjenigé/ deme es orir geliehen worden/ nach ſeinem hillichen Werth zu erſtatten und 4 gu bezahlen fhuldig aeae a nean An AE A PAT, deg Wurde aber úber ſoͤlchen gebuͤhrender maſſen aͤngewand⸗æ⸗ ten Fleiß/ und hiemit ohne des Entlehners Schuld oder Berurs ris fachen, ein folch Gut in dem Gebrauch dazu es geliehen worden FESE g auß unverſehenem ungluͤcklichem Zufall verderbt oder beſchaͤdi⸗ get; iſt der Entlehner dem Leiher einigen Abtrag gu thunniht 2> tiap, Se tAr ſchuldig: Es waͤre dann/ dag er foidhe aus unglúclichen Bufál> 82s oris ien entſtehende Schaͤden und Gefahr auptructlichen úber fich ge AT singes nommen; oder das geliehen Gut an andere Orth/ oder anderer y ioari Geſtalt/ oder weiter und laͤngere Zeit/ dann es ihme gelibenmwors Ti ne den/ ohne des Leihers Wiſſen und Willen gebraucht haͤtte. TA Wann der Entlehner das entlehnte Gut untreuer Weiſe ver⸗ derdt da len g dny weders ſich an den Entlehner halten/ oder aber wofern folches s r: PA S Gut noch zu betretten/ von einem jedtwedern Fubabernsals das e E Seinige abfordern: doch iſt auf dieſen letſtern Fahl demjenigen, ypris oos ſo ein ſolches Gut hat muͤſſen außluͤffern/ ſein regrels an den-ta: zag Commodatarium vorbehalten. e oct r a A £I Wir wollen auch daf derjenig/ fo jemanden fhad odet 2 itara preſthaffte Faß oder Geſchir; unverwarnet wiſſentlich leihet/ den E NEAS Er Wein oder anders/ ſo dem Entlehner darin verdorben oder auß⸗„ geloffen/ zu erſtatten ſchuldig ſeye. a 413 Stem: So der Entlehner die zu leihen bewilligte Haab Redt: mann durch feinen Dienſtbotten abholen laßt/ oder hernach wieder heim A EY ſendet/ daß er den/ unterwegen der entlehnten Haab⸗ zugefuͤg⸗ Dienfbotten ten Schaden oder Mbgang abzutragen fhuldig s Da aber der Lei- oedh, her durch ſeinen Dienſtbotten die Haab luͤffern oder wieder ab⸗ In 9 g v " Ås y rfia s holen laßt: der Entlehner/ des unterwegs zugeſtandenen Scha⸗ dens halben/ einigen Abtrag zu erſtatten ohnverbunden ſeyn ſolle. J 3 Wann aa AE A E Oa AS aaie aa a aS e e T S zre a a e— A 7o Anderer Theil/ i Wann auch die gelihene Haab vom Leiher zu gebuͤhrender Zeit wieder abgefordert wird/ iſt ihme der Entlehner ſolche Hab/ ohnerachtet er wider den Leiher ein andere Gegen⸗Schuld/ oder aber des Eigenthumbs halben Anforderung haͤtte/ wieder gu lús fern und heim zugeben ſchuldig. Tit. IV. Bon hinderlegter und zu treuen Manden ge⸗ gebener aab/ Depoſitum genannt. VI. Stup. Gna. W. pag fibt beffen Elcher von jemanden etwas getreulich zu verwahren an⸗ nimbt/ der ſoll ſolches/ als ſein eigen Gut bewahren; dañ waen fwo er einig begangener Untreu/ Betrugs oder groſſer Hinlaͤßigkeit hierinn zu uͤberweiſen/ iſt er deßhalben billichen Ab⸗ trag a thun ſchuldig/ und ſoll darneben/ nach Beſchaffenheit der Sschen/ in die Straff verfallen ſeyn/ und hingegen/ wofern die rt beny ihme hinderlegte Haab/ nicht Durch fein groffe Fahrlaͤßigkeit/ Schaden empfangen/ oder gar zu Grund gegangen/ ſoll er deſ⸗ psem ſen nicht zu eutgelten haben, oneni eine Wann aber einer hinderlegte Haab umb eine Belohnung ai a$U verwahren angenomen: oder die Hinderlegung ihme zu gu⸗ enkem beſchehen/ oder er ſich ſelbſt hierzu umb ſeines Nutzens wil⸗ len anerbotten/ iſt er zu einem ſolchen Fleiß verbunden/ den ein jeder fleißiger Hgußvgtter in feinen eigene s ieber fieipiger oufuatter in feinen eigenen Siachen gnuenoen r9 bany 3A nye Nba aoe 9, ybanfy Srn Pordnskrgnn+ LDAA mas Sabon in atn(mnhrachy ꝙDeren/ ſo Te- ‘y eile ber den Gerichten oder ſonſten ehrlichen Leuthen/ auffzuhalten und un in Sanaß zu verwahren gegeben werden/ ſollen ſie den Innhalt derſelben „ymsum, nicht eroͤffnen oder außbreiten: Dann wo ſolches geſchehen/ mà 2 deßhalben wider ſie begangener Untreu halben geklagt wer⸗ Jngleichem ſoll derjenig/ bey welchem etwas hinderlegt/ das Hinderlegte ohne Bewilligung des Hdetlehersfiiche bralk aiia eny nuben oder niefen. Da er auch dieſem zůwider handlen/ regan At WMD deffen überwiefen wurde, ift er dem Deponenten Koften/ peenaa e Intereſſe nach Erkanntnuß des Richters abzutra⸗ Yorlang- anf RECUTS DiE So er aber das hinderlegte Gut iuf Deponenten.. ar veraͤndert oder entaͤuſ⸗ A by phaea fert ftebet dem Deponenten frey/ ſich deſſentwegen an itt a E YP 5 zu erholen/ oder aber ſolches/ wofern es zu entde⸗ Cen/ von einem jedwedern Beſitzern/ als das Seinige/ abzufor⸗ oh d. r sA 4„„ f y deren/ eg Dy geok laeh nih A mà mbyninfn, Sinfin SD in ORe ra fabh gis; 3 py áron Don Crlhfn arm bosan hahaa i gnhm nle gaisaihy y aG in Dro enla Vafa. Srta Wo auch Teſtamenten/ Codicillen ünd anderé Shrifften MN NW o wi I4; f may nw wok mAy da nii feit deſ⸗ ny ug $M enen a) y w riel Wo fW al) tw pili in puw oder deſſen Erben/ ſolch Deßolitum genugſam erwieſen) daſſel⸗ ren fónne a tion, oder einig anderer Exceptionen/ das Hinderlegte wieder y al Betrug darbey gebraucht worden. von Contracten. m deren/ und iſt auff dieſen Fahl einem ſolchen Beſitzern/ den Ke⸗ cours an den Depoſitarium zu nehmen/ unbenommen. Wann das Gut/ ſo einem zu getreuen Handen hinderlegt ⸗ worden/ viel Perſonen betrifft ift er nicht ſchuldig/ einer Per⸗ 4 ſon/ ohne die andern/ etwas herauß zu geben; Es waͤre dann/ 4y daß zur Zeit der Hinderlegung ſolches ſonderlich abgeredt/ oder ⸗ ihme mit genugſamer Buͤrgſchafft oder Underpfanden zu ſeinem Benuͤgen Sicherheit verſchafft worden. o RES AE Aſwo auch/ wo mehrern/ als einem ein Gut zu behalten ge⸗ rbe ne:> geben worden/ moͤgen ſie ſamptlich/ oder ein jeder inſonderheit<- darumb geſucht werden/ und wird keiner ledig/ es ſeye dann der 7 Herꝛ des hinderlegten Guts vollkommen vergnuͤgt/ was auch an einem abgeht/ deſſen kan der/ ſo das Gut hinderlegt/ ſich an dem e andern erhölen. aa O Da aber derjenig/ bey welchem etwas hinderlegt /mit Tod Bon wene oeni a abgangen/ und underſchiedliche Exben verlaſſen; ſo iſt der/ wel⸗ derletenach* 2574, cher das Gut bey Handen hat(fo fern durch den Hinderleger/ apona a big herauß zu geben ſchuldig; und mag er/ wann er darourdh) gu iy Schaden kaͤme/ ſich deſſentwegen an feine Miterben halten. Es kan auch ein jeder/ ſo etwas zu getreuen Handen hinder⸗ Wañ dercin, Derleger fein 7 legt/ daſſelbe nach ſeinem Gefallen/ wann er wil/ wieder fordern/ Depoſcan es fepe gleich Anfangs eine gewiſſe Zeit dazu beſtimt/ oder nicht; nm kerdern. Und ſoll der/ bey deme hinderlegt worden/ angehalten mwerden/-24m r ohn alles Verziehen/ auch ohngeacht fuͤrwendender Compenſa- y-17th zu geben. pei Doch da es notori und offenbahr/ daß ſelbiges Gut nicht Bo bM s ž dem/ der es hinderlegt; ſondern einem andern/ der es auch an⸗ birverlegt ſpricht und begehrt/ zuſtaͤndig/ oder da der Hinderleger ein Fallit Frogen worden/ oder ihme wegen begangener Mißhandlung all ſein werden. Haab und Gut contiſciret worden: In dieſen und andern meh⸗ ren in den Rechten außgenommenen Faͤhlen/ kan dem Hinder⸗ leger die hinderlegte Haab wohl vorgehalten werden. Lan Wann in einem beſchloſſen oder verſigleten Kaſten/ Trog/ Wieesmide⸗ Faß oder dergleichen/ jemand etwas hinderlegt oder zu behalten ne D paii vertrauet/ und ihme das Hinderlegte nicht von Stuck zu Stuck ezeigt oder dargezehlt wird: ſo iſt er/ wann er ſolche Faß/ Ki⸗ ten xc, beſchloſſen oder verſiglet/ wie ihme ſolche zugeſtellt/ wie⸗ der uͤberantwortet/ nicht ſchuldig umb jedes Stuck beſondere Red und Antwort zu geben/ es waͤre dann einige Gefaͤhrd oder Da 72 Ate Theitttß... Wie/wañ bas Da aber die Sigel abgeriſſen/ oder die Schloß geoͤffnet/ enund. en 5agſ Faß/ Kiſten oder anders auffgethan/ und etwas oder alles darauß veraͤndert worden; iſt der Depolitarius, ſonderlich wann er ſonſten von ſchlechtem Ruff iſt/ ſolches zu refundiren ſchuldig/ und dem Deponenten zugelaſſen/ mit ſeinem Eyd zu behaupten/ was und wie viel in dem Faß/ Kiſten ꝛc. geweſen: Es waͤre dañ/ daß der Depoſitarius bewẽiſen könte/ daß ohne ſeine Schuld die Kiſten ꝛc. eroͤffnet worden. So aber der/ hinder den das Gut gelegt/ ein redlicher Mañ auch gutenLeumden und Nahmens/ iſt er wenigſtens verbunden/ ſich durch den Eyd zu purgiren und zu behaupten/ daß er ſolches Faß /Kiſten/ Trog ꝛc. nicht auffgethan/ oder deſſen einige Wiſ⸗ ſenſchafft oder Schuld habe. n s Bi wañein o7 Doch follen in jegfgemeldten Fáhlen die Wirth oder Gafi- nem Birth» geb /mebr dann andere/ und zwar zum hoͤchſten Fleiß alſo ver⸗ aoad Sinden feny daf fie nichts/ dann allein unverſehens zugeſtan⸗ "a dene Ungluͤcks⸗Faͤhl entſchuldigen moͤgen. Stroffdeſen/ Wirtde einer/ aus groſſem Schrecken wegen Feinds⸗Feurs famon und Waſſers⸗Noͤthen/ einfallender Gebaͤuen/ oder anderer der⸗ om setite- gleichen výnverfehener leidiger Fáblen/ etwas flöchten/ und jez orfändis. manden zu behalten geben; derjenig aber/ fo es angenommen/ L- hdyd fasts DOET fein Erb/der davon wiffens båtte/ hernach deffen nicht ge⸗ Iſtaͤndig ſeyn/ und die Wiedererſtattung verweigeren: ſoll er/ da er deſſen/ mit Recht uͤberwieſen/ dem Klaͤger/ zuſampt dein ge⸗ floöchteten Gut/ noch ſo viel/ alg ſolches werth/ zu erſtatten/ on⸗ heit der Sachen ernſtlich geſtrafft werden. Tit. V. De Pignoribus& Hypothecis. AN: s ganm; Von Ande rpfaͤnderen. D SN Sii fahrende Gaab/ als Silbergeſchirꝛ/ Kleinodien/ "n Bettwerck/ Haußrath/ Wein/ Korn/ und dergleichen/ T atiii dan in fpecie gum Unòerpfand eingefegt oder verſchrieben/ die kan er zu Handen und in ſein Gewahrſame nehmen: Ob er es %, Zaber nicht thaͤte/ und doch durch Verſchreibung oder andere glaubhaffte Beweiſung/ darthun und zeigen koͤnte/ daß ihme ſol⸗ lasa Kike f che Haab verpfaͤndet; iſt er nichts deſto weniger dieſer Einſatzung gegen andern Glaͤubigern ſich zu behelffen/ befuͤgt. p Spacon Einem jeden aber wird obgelegen ſeyn/ ſich wegen der ihz me verſchriebenen Fahrnuß beſtmoͤglichen zu præcaviren/ dann wann S EE S E S AAS SN , demnirt/ und angehalten/ darzu auch nach Geſtalt und Gelegen- von Kontracten. 73 At wann der Schuldner von der verpfaͤndten Fahrnuß/ fo ihme i Ez ees W Handen gelaſſen worden/ etwas oder alles OOA ver⸗ Ee H faufft ift die Gefahr des Glåubigers fo getrauet/und fananden-5 ae koia iy Befiber derentwegen Fein Anfprah MADEN, op-rdses hokay. PeR er et pin d3€s foll aber Fein Sehuldher: deme dergleichen Pfánder in Sor bievie=: thi fein Gewalt gegeben worden, dieſelben in einige Weiß gebrau⸗ Beress” Di chen/ dañ ſonſten ſoll er in des Gerichts Straff Keeani MDS Soa deſto weniger dem Schuldner/ gebuͤhrenden Abtrag zu thun Mi ſchuldig ſeyn; es waͤre dann/ daß ſolches mit Willen deſſen/ ſo n ſolche verſetzt/ geſchehe. ih Wann ein ligend Stuck Gut/ zum Underpfand eingeſetzt Eines tm ii toird fol darúber durch emen unverdáchtigen Notarium ejne groetuneta formliche Obligation auffgerichtet werden: Wolten aber die Par⸗ Gi theyen ſolches ſelbs verrichten/ oder durch andere die feine No- sw tarii find/ oder denen nicht gleich geachtet werdeny verichten lafz fi ſen; ſollen zwarn dergleichen Obligationen guͤltig ſeyn/ was aber jene vor dieſen vor ein Vorrecht haben/ iſt im 5oſten Titul des m erſten Theils mit mehrerm gemeldet worden, uo k Wirnde einem ein Underpfand/ es ſey ligend oder fahrend/ pnich deher/ iy zu ſeinen Handen geſtellt und eingeraumt; ſoll er daſſelbe fleißig se aver- i verſorgen und bewahren/ twie fein eigen Gut: Dann widrigen oai ii fahls iſt er ſeiner Fahr und Hinlaͤßigkeit halben/ dem Schuldner/ wa ra nach des Richters Erkanntnuß/ Abtrag zu thun(Hudig: 74c d Atitgo pode zno. Mo aber das Underpfand ohne ſein Hinlaͤßigkeit oder Berm wahrloſung verlohren/ oder in Abgang kommen/ und ſolches = durch ihne bewieſen wurde: bringt ihme ſolches keinen Nachtheil; ſondern er kan ſeine Schuld nichts deſto weniger fordern. Welcher dem andern etwas zu Pfand verſchreibet/ es ſey iist berea umb Schulden/ Guͤlten oder andere Sachen/ der kan den uͤbri⸗ beemwelle gen Werth des verpfaͤndeten Guts wohl weiter verpfaͤnden; doch vapfänden. daß er die erſte Verpfaͤndung melde: wie aber diejenigen/ ſo die erſtern Verſatzungen betrieglich verſchweigen/ und alſo ver⸗ halten thaͤten/ angeſehen werden ſollen/ iſt im folgenden öten Ba Titul mit mehrerm enthalten. o oTa o Ein jeder Schuldner macht durch Bezahlung Capitals und gn Intereſſe(welches aber bey Underpfaͤndern oder anderer Siche⸗ yii rung aufs bóchfte zu fúnf vom hundert jábrlichen fan genomen 16 werden) feine verpfaͤndete Guͤter frey/ und ſo der Glaͤubiger ſol⸗ po che in feiner Verwahrung oder Gewalt gehabt/ iſt er nach voll⸗ i kommen erhaltener Bezahlung/ ſolche/ wie er fie empfangen/ 1 wiederumb zuzuſtellen verbunden/ und wann durch des Glaubis gers Sabroe und Ohnfleiß dem Underpfand einiger Scha⸗ i K den pi "i NERS SN E Ai 4 4. in 2, g” £] VEREA AD O inpr pff 0 Prhe Senka fondern auch die eitganagiaa Atzungs⸗Koͤſten bezahlen: Es ara Pflicht eines Schuldners/ der ein freſſen des Pfand inſetzet E EA ME EA dann/ daß ſie ſi GALI. Ebenmaͤßig/ wann der Schuͤldner dem Glaͤubiger ligende boj mning los ahol Irrih ird Mre PP boj mning afs 6h. bon daho sbrg 74 Anderer Theil/ den widerfahren/ darfůr billichen Abtrag nach des Gerichts Er kanntnuß/ zu thun ſchuldig/ mit was Gelt Sorten aber ein oder das oDe Capital abgelößt werden ſolle/ iſt unden im 7ten Ti⸗ tul zu ſehen. L aber der Schuldner nicht vollkommene Bezahlung thut/ ift der Glaͤubiger das Underpfand oder die deſſentwegen habende Brieff und Sigel hinauß zu geben nicht ſchuldig. Sp ein Schuldner dem Glaͤubiger oder Schuld⸗Herꝛen/ Roß/ Kuͤh/ oder andere freſſende Pfaͤnder zu Verſicherung ein⸗ ſetzet/ ſoll der Schuldner/ nicht allein die Haupt⸗Sum und Zinßz anderſt verglichen haͤtten. i a pege Gúter zum Pfand eingeraumt/ und ſolche Guͤter nothwendige Opimh 4brpagly pind K. eror be ne often erfordern wurden; fol der Schuldner/ wañ er das Pfand EITTEA nr oo hdt M Stup- Qu f> U9. pag. gs tt. Ta eee] ĉĉ ma ond bami Mans bhe Jar X= 7; Tais pte ek I iboi om flatt ginn nh parin p abn piap brash, pi; miend g I. H daaa€ 2 e., em Bera VOEN eS waͤre in der Verſchreibung ein abers brtinget, Kfaffflofe Wann der Mann ſeines Weibs/ odẽt die Ki ahn 2 g Idſen wil/ ſo wohl die Koͤſten/ als die Haupt⸗Summ abrichten; nder ihrer El⸗ gene 0 tern/ oder herwieder das Weib ihres Manns/ oder die Eltern ihrer Kinder Guͤter/ ohne deren Willen verſetzt/ ſoll ſolche Ver⸗ p, pfändung nichtig und krafftloß ſeyn. leej Es ſoll auch kein Mañ befuͤgt ſeyn/ zu Præjudiz ſeiner Ehe⸗ frauen/ einig ligend Stuck Gut/ es habe gleich ſolches ſein Frau An.| id, fale arge ti Exception. Zuthun ſeiner Ehefrauen/ kraͤfftiglich zu verpfaͤnden/ zu verkauf⸗ b fen/ oder ſonſten zu veralieniren und zu entaͤuſſeren; Es waͤre dann Sach/ daß beydſeitige/ das iſt: ſo wohl des Manns als Det n% tin, afr das heh, ¢ag. Góg, Obligahisn ohy D y p Vadi Arhiehn, fa. r % Züihrer/ oder er ſeiner ſeits in die Ehe gebracht; darinnen ererbt/ oder ſie die Eheleut wahrender Ehe/ theils oder gemeinſamlich erkaufft/ gewonnen oder errungen/ ohne Wiſſen/ Willen und fon AR Frauen Guͤtere dergeſtalten ſeparirt waͤren/ daß der Mann nicht ⸗ allein ratione proprietatis, oder des Eigenthums; ſondern auch ratione adminiſtrationis, oder der Verwaltung an des Weibs Guter nichts zu ſprechen haͤtte. Kein Glaͤubiger ſoll wider des Schuldners Willen/ eigenes Gewalts/ das Underpfand angreiffen oder gerkauffen/ ob ihme ſchon anfaͤnglichen auß ſonderbahrer Behlligung eingeraumt waͤre/ daß der Angriff obne Recht oder ohne Erkanntnuß des .FwiDichters beſchehen moͤchte: Es waͤre dann/ daß der Schuldner Recht des Glaͤubigers. W FN da man ſolches verkauffen wolte/ aufs neue darein wil⸗ y e Wann ein Schuldner ein ligend Stuck Gut/ das einem an⸗ dern verpfaͤndet iſt/ verkaufft/ und dieſes Kauffs und Verkauffs halben a a a o a a a m Se=N von Contracten, 75 1y 7 7 e.; i a halben die ordentliche Außkuͤndung(davon unden im oten Ti⸗ 3 tul) nicht vorgenommen wird/ ſich aber nachwerts begebe/ daß der Schuldner die Schuld/ darumb die Pfaͤndung beſchehen/ 10 auß dem erloßten Kauff Schilling nicht abgefuͤhrt haͤtte; kan der S Glaͤubiger entweders des Schuldners Perſon halben klagen/ W oder aber ſein Anſpruch und Forderung aüff das Underpfand/ ſo | ihme ohnerachtet des beſchehenen Verkauffs biß zu voͤlliger Be⸗ A jabhmg verpfaͤndet bleibet/ ſtellen/ und daſſelbe/ wie Recht iſt/ gu verfolgen. aad, i Nh Was die ſtillſchweigenden Underpfaͤnder und die/ derent⸗ 0 wegen in den Rechten ſonderbahr privilegirte Creditores, betref⸗ fen thut/ davon iſt oben in dem 5oſten Titul des erſtern Theils ha gehandlet worden. i Tit. VI. (i; Vom Verhalten. fen Achdeme die Erfahrung mehr als genugſamn bezeuget/ wie Berreibung IY viel derjenigen pani und leichtfertiger Leuthen/ fo bep heet% Verpfaͤnd⸗und Verkauffung ligender Guͤtern/ ſelbige ent⸗ Eh weders frey/ ledig und eigen/ oder aber ferners und weiters nicht/ giou als ſie angegeben/ beſchwert und beladen zu ſeyn/ bey Treu und ni Glauben an Eyds ſtatt/ behalten doͤrffen/ und aber nachwerts mid ſich befindet/ daß ſie argliſtiger/ boßhafftiger Weiſe verhalten ⸗ mì und hierdurch die Schuldglaͤubiger ſchandlichen betrogen/ und fuf, in Schaden geſetzet. wig Wollen wir hiermit ernſtiglich geſetzt und geordnet haben: tta beten BWE. daß der oder die/ welche bey Einſatzung oder Verkauff ligender W nih Guͤtern/ die darauff ſtehende Beſchwaͤrdten/ und Beladenſchaf⸗ ai ten/ nicht vollig oder keines wegs angeben; ſondern betrugzımò ghi wiſſentlich verſchweigen/ hiermit den Außleiher oder Käuffer boßhafftig hindergehen wurden/ deßwegen umb ein namhaffte yi Gelt⸗Summam geſtrafft/ darzu aller Ehr und Aemptern entſe⸗ im tzet/ und darzu nimmermehr faͤhig ſeyn⸗ auch fuͤr eine offentliche N riſtliche Gemeind geſtellt/ und nichts deſto weniger zu Bezah⸗ W aae E Bechöͤchel angehalten/ oder auff den Fahl ſie Ww die dictite Gelt⸗Straff zu erlegen nicht vermoͤglich/ ihnen je nach i Groͤſſe des Verbrechens/ die apaa vordern Finger von der rech⸗ ten Hand abgehauen/ und ſolche Straff añ ihnen wuͤrcklichen vollzogen werden ſolle. v; E5 ſollen auch unſere Sn SET Aemptere bey i ollo- 76 Anderer Theil/ Collocationen geffiſſentlich Acht haben: ob einige Verhaltung vorgegangen⸗ und wo dergleichen beſchehen/ ſolches /⸗ zuſampt dem Notario ſo die Obligation verfertiget/ E. E. kleinen Raht alſobalden verzeigen. Tit. VII. Von Fblöſung der Bapitalien. WD. Stup. Gnn-pag BH B3. tit. S. Ilede ten · ¶Ir wollen auch zu Verhuůtung allerhand Streits und Miß⸗ ialien foten W verſtaͤndnuß/ ia ſich etwann bey Abloͤſung derer Capita⸗ lien/ wegen der Sorten und Wehrung/ hervor thun/ ge⸗ =ſetzt md geordnet haben: daß diejenige Capitalia, ſo vor denen Wunderm 24ten Novembris, Anno 1638. von Uns publicirten MMuͤntz Mandaten angelegt/ nach deren in felbigen Mandaten be⸗ “tyt- ftimten Valuation, abgelpt und bezahlt werden ſollen: anbey zu wiſſen/ daß diejenige Capitalien/ ſo vor gemeldtem dato, in gro⸗ "tyd ben Sorten angelegt worden/ bey jetzmahliger Abloͤſung derſel⸗ aa a biggen den Reichsthaler zu 24. Batzen bezahlen; Wofern ſie a⸗ = ber in Fleiner oder Baſelwehrung ohne daß das Wort(Grob) da⸗ bey ſtehet/ angelegt/ man ſolchen fahls nicht mehr dann vier Fuͤnftel in ſpeciebus, und zwarn den Reichsthaler à 24. Baben gerechnet/ und den uͤbrigen fuͤnften Theil in kleiner Scheidmuͤntz zu bezahlen ſchuldig ſeyn ſolle. Agio. Es belaufft ſich alſo der ſogenannte Agio bey Abldſung 100. Pfund Capital/ auff grobe Sorten 10, Gulden/ auff die Fleine Scheidmuͤntz aber/ oder gemeine Baſelwehrung 10, Pfund. Wie bies fo Diejenigen Capitalia aber fo ſeit vorgemeldtem dato ange⸗ Pa iae: legt/ werden wie ſelbige auffgenommen/ wiederumb abgeloͤßt; da, dergeſtalten wo zum Exempel ſpecies verſchrieben/ muß die vol⸗ a hadd oeat on, ge Capital Summ wieder mit fpecies, in dem Valor, wie fie dannzumahlen bey der Abloͤſung lauffen/ bezahlt werden: es waͤ⸗ zre dann/ Daf ein ringerer oder höherer Valor in dem Brief ex- -q prefsè qubedingt worden/ und ſoll es auff gleiche Weiß auch we⸗ Agen anderer Gelt⸗Sorten gehalten werden. Wann aber Ba⸗ ſelwaͤhrung verſchrieben/ muß das Capital mit vier Fuͤnſtel in pecie Reichsthalern à 27. guter Batzen gerechnet/ und ein Fuͤnf⸗ tel mit coutrentem Gelt oder Muͤntz abgeloͤßt und bezahlt wer⸗ yaaa.. mkg DN: gleichwoblen aber diejenigen, fo etwann auf eigener oder A r A des Notari Irꝛthumb oder Unwiſſenheit/ Baſelwaͤhrung ver⸗ ſchrieben/ und aber nur eourrent Gelt empfangen haͤtten/ wann ie ſolches genugſam darthun und erweiſen koͤnten/ bey beſche⸗ hender = n q ire nie Jy giy riel eM da⸗ gier gen A 10, lelhe . ii fit; oil e iW Jer ji y in i Wi W W df von Contracten, 77 hender Ablöß⸗und Bezahlung zu nichts anders als jeniger Muͤntz und Waͤhrung/ wie ſie ſolche empfangen/ verbunden ſeyn ſollen. i aF E Alm-Grpach zhin Cor Donn v85 Corint Dni Ao Tit III ENEIT AAE dyno dotthironpid ©© DT mihn Pah nm Mfr Brhrach wa Dep näi 2 bie E END obni Kolna Wom Lauffen und Werfauffen.: Pid. Stup. Gna. W. pag- 90-91- ptit. ii. Z: Dan Gomina Ad-(orfa eh Intemahlen der Contract des Kauffens und Verkaüffens) À Ta Kau C Ka i ) auff der Bergleichung berubet/ f© beede Contrahenten feast _ Òephalben mit cinandern getroffen/ auch folches nicht allein 438 20.34 ni. von ihnen gegentwårtig; fondern auch abtwefend/ in oder obne s. z ya Schrifften/ durch ihre Gewalthaber geſchehen mag/ ſo ftehetes Friisi Anfangs in ihrem der Contrahirenden freyem Willen/ fih mif Ar einandern zu vergleichen/ wie ſie den Kauff durchaug wollen ges= Mariy oera eh halten haben. rt A E eaa sı Sonun der Kauff einmabl getroffen und gefhloffen/ fo ift Toiduga man denſelben zu vollziehen/ ſchuldig: Und kan kein Theil/ ohne oaa des andern guten Willen mehr davon abſtehen; Obfhon der a era in Q oa Sanda r Ara Kauf- Shilling nicht gleich bezahlt? noch die erfaufite Waat ar EEE ppa tradixt und uͤbergeben worden. Er Etik e CA Und obwohlen dieſer Contract anderſt nicht/ als mit Benen- Sona conp fp nung eines gewiſſen Kauff⸗Schillings an Gelt/ ſo gegen dem er⸗ nenun ans: Aiai faufften zu erlegen, gefchloffen werden fol auch fonften nicht/ semit Raut z frz y als ein Kauff; fondern nur als ein Taufch oder anderer Contract tiofen mge iny beſtehen kan: Jedoch wann einmahl/ die Contrahenten den es:„ Kauff umb Gelt geſchloſſen/ ſo mag hernach die Bezahlung/ mit stes. Bewilligung des Verfáuffers/ wohl mit anderm Werth oder zyra aed Fare/ Ea Korn/ Silbergeſchirꝛ oder anderm/ an ſtatt AI aiina ja des Gelts beſchehen. d E t na erage xx7€g Fonnen auch alle und jede Haab und Guͤtere/ die man maena er von Rechts wegen veraͤndern kan/ kaufft oder verkaufft werden. ben miea aA tan akn Derowegen auch/ wer die Nubamd Nieffung eines Guts SE m a K hat/ mag dieſelbige/ fo lang ſie ihme gebuͤhret/ einem andern Sus un ep7:—, wohl verkauffen; und iſt der Eigenthums⸗Herꝛ ſchuldig/ dem u 1455kn Kaͤuffer ſolche Nutz⸗ und Nieſſung/ die Zeit uͤber/ da ſie dem Ver⸗ Sa E r ih fáuffern gebúbret/ widerfahren zu laſſen. AL EAA, Nicht weniger kan auch ein Erbſchafft verfaufft tverden 3 in Ciner ewi e É: ſchafft, Hba alee deie, el, welchem Fahl der Verkaͤuffer all dasjenig/ ſo ihme erblichen gue A prt irn PE fene an Ligend⸗oder Jahrendem/ Schulden Ge⸗ iae ha rechtigkeiten/ Forderungen oder Anſprachen/ nichts außgenom. τ⏑fEH n) men/ uͤberluͤffern oder folgen laſſen muß. Es iſt aber dieſer Kauff den Glaͤubigern und Saihan! unnachtheilig: Dann ſie kon⸗ 70r---e: cr an Nn AZRE snfri? Soh Pmgnon (ehya nmn holie Pagat, yà. pol pag 19 D Marg, 78 Arnderer Theil/ ichts deſto weniger ſo wohl den Erben/ als den Käuffer ihz — Aprea ai y A ſuchen; doch wo der Verkauffel/ als Erb/ diß Orts etwas außbezahlt/ ſo auff der Erbſchafft ge ae bater ſolches von dem Kaͤuffer nach Billichkeit wieder erforderen. ne Derjenig/ welcher etwas kaufft/ ſoll gefliſſene Acht haben/ Seloblennn was oder von wem er kauffe; dann da er ein geſtohlen/ geraubt WIS, s a rit fonften veruntreutes Gut erkaufft/ iſt er von Rechts wegen Anp osina tA fehuldig, folches Gut demjenigen/ ſo es kundlich oder beweißlich jugehoͤret/ ohne Wiedererſtattung des außgegebenen Kauffſchil E-g lings zuzuſtellen; doch iſt ihme ſeinen regrels an feinen Verkaͤuf⸗ eer zu fuchen/ ohnbenommen. SnI a Baboi ddd Defgleichen wird auch månniglih vertwabrnet mit denen diirbsso ian fogenañten Kåuffleramen veder im Kaufen/ Verkauffen/ Ver⸗ rafe i o feen noch ſonſten fich nicht einzulaſſen: dann wurde einer ohn- A PER E io Rn eracht dieſer Verwahrnung dennoch mit dergleichen Leuten Gez PE Are a perb treiben /1md Aio nigen ARA E i nog o er ſolchen/ wann er fich an der Kaͤufflerin n ich ſelbſten haben. Srgende Gitet A a A ordnen und wollen auch(wie zwarn ſchon oben „ananlde underm Joten itul des erſtern Theils eiwas gemeldet worden) aTe mg pt EA D daß keineim/ der nicht unſer Burger iſt/ was Bürden, Stand AS zekiana DDE WBefens der wáre/ einig ligend Gut/ in unſerer allhieſigen EIES pia Statt pder dero Babn weder verfaufft/ vertafcht/ noch in anz jnnng, Gons sn D Li konm JIU akn nim orte? DETE Weg Ohne Mfer Erlaubnuß eigenthumlich uͤbergeben wer⸗ a R Den flle bey Straff obbenambt. py.z-49..datpA att ati a. 7 Beh ey Detotbmng Wurde aber einem ſolchen der nicht unſer Verburgerter ——.— anoue(åre, ein ligend Gut Erbsweiſe zufallen; ſoll innert der naͤchſten E emoaem Jabrsfrift von beſchehenem Erbfahl an gerechnet/ ſolch Gut an A R A y einen unſern Burgern verkaufft/ oder in ander weg eigenthum⸗ lochen ubergeben werden. Aua antaii Da aber das Gut in beftimter Zeit/ nicht gemelter maſſen eioerkauffet oder übergeben wurde; ON das Gericht Geralt ha- ben/ ſolches Gerichtlichen feil zubieten/ und zum hoͤchſten es kan/ í y 5 Y puds j S ie„ zu verganten/ und das erloͤßte Gelt jedem Anſprecher nach ſei⸗ Seppo sol Ne Rechten, durch die Aempter außtheilen zu laſſen. BEE Uod ici bald ein Kauff beſchloſſen/ und die Außkuͤndung(da⸗ Leem ben. von in naͤchſtfolgendem oten Titlll) zu End geloffen; ſoll zuvor⸗ derſt der Kaͤuffer(da nicht der Bezahlung halb ein gewiß Ziel beſtimt oder ſonſten ein anders angedingt) den Kauff⸗Schilling erſtatten/ oder der Gebuͤhr nach offeriren: dargegen iſt der Ver⸗ kauffer verbunden dem Kaͤuffer das verkaufte Gut alſobalden v AI A. 0 zu 8 dinekanAn Qah pon omm danny ohnt mi At ntoh, C 0p IB APA Onpa AA~ noafeynna Haab, Onh h, d easkk a m m— Sasna RAN Sar e ie F o a Ta in Y EE E A O i. rohy 16 may sAN ben den) t) ae nA Wel⸗ grtet hie Jo) w gio Iw fw jh (W W 3 in N y XTM poi ə iR Schadens halb/ ſo auß ſeiner Verwahrloſung dem verkauſten von Contracten, 79 zu uͤbergeben/ da er aber ein ſolches nicht thun koͤnte/ iſt auch der Kaͤuffer den Kauff ſchilling zu erlegen nicht ſchuldig. Wo der Verkaͤuffer vom Kaͤuffer/ abgeredter und vergliche⸗ ner maſſen/ das Gelt empfangen/ in Uberantwortung des ver⸗ kauften Guts aber ſich ſaumig erzeigte/ ſoll er dem Kaͤuffer auff ſein Begehren die Nutzung oder Intereſſe, nach des Gerichts Er⸗ maͤßigung/ abzulegen ſchuldig ſeyn. aI Wie auch hingegen der Káuffer/ da er das erkauffte Gut empfangen/ und den Berfáuffer úber die Gebuhr und die beding⸗ te Zeit/ mit der Bezahlung auff hielte/ demſelbigen gleichmaͤßi⸗ gen eu A oa kaufft wird/ ftebet bem Raife) Lebt pa IAr Fann fahrende Haab verfaufft wird, ftehet den Káuffer/ Redt beo"ig Zen sri ſo bald der Kauff beſchehen/ nicht allein aller Nube des aer Sa un t Ege Oig be ten Guts zu; fondern er muf auch allen Schaden/ fo die verfaufe Saanaa e aa te Haab empfangen/ tragen/ ob ihme gleich das verkauſte Gut noch nicht zugeſtellt: Es waͤre dann/ daß etwas anderſt bedingt g benm eue und abgeredt; oder daß der Verkaͤuffer die Uberluͤfferung gehin⸗⸗ z o firea dert/ Gefaͤhrde gebrauchet/ oder ſonſten daran Schuld haͤtte. aeea Sa aber ligende Guͤter verkauft/ ſoll der Kaͤuffer/ wann die Lionber kot1- Außkundung zu End geloffen/ den Daran erfolgten Schaden leis© ea den/ wie auch den E e O Yaaa na JI Und wo der Berfáuffer das verfaufte Gut nicht gleich tra- ah eD oeat sairt und einraumt; ſondern in ſeinem Gewalt behált: ift erin Sunio SE on E inibe E AA Verwahrung deſſelben/ einen folchen Fleig? als in feinen felbft olig. traditi aytz Ee Smg pH Sd- pon mima Spi/ ha yny Ihs blima,[Eor an Matt toan hih B Out zugeſtanden/ billichen Abtrag zu thun fehuldig. Er ikea iato ea dadis -or eigenen Sachen anzuwenden/ oder auf den widrigen Fahl/ des rr i ah N iN: 3 Oa fichs auch zůtragen thaͤte/ daß jemand einem etwas ver Walne 3n risti 1 x D Qieu sa N par 3 y faufte/ ehe und bevor er aber daſſelbig úbergeben påtte/ emen ganau Jsa rene P verkaufte und wuͤrcklichen ubergaͤbe. So ſoll der mapi orfani-7E 3 pa andere Kaͤuffer(ſo fern er von dem vorigen Kaufe nichts ges ea n y wußt) bey dem Verkauften/ unangeſehen daß er der letſte Kaͤuf⸗ fer/ gelafſen werden; Der erſte Käuffer aber mag den betrúglis aor rtn z Sins chen Verkaͤuffer wegen allen Schaden und Nachtheils, ſo ihme r th yerge dnk auß dem/ daß der erſte Kauff ihme nicht gehalten worden/ ent⸗ a ſtanden oder entſtehen mochte/ Rechtlich verklagen/ da abernocfh aaia $ py. Feiner von den Kaͤuffern in der Pollellion waͤre(ſoll der vorgezo⸗ zs; enwerden/ unt deme der erſte Kauff geſchloſſen worden/ und———— an der andere gleichfahls wegen Koſten und Schadens klagen; in beyden Faͤhlen aber iſt der Verkäuffer nichts deſto weniger W re i des Richters Straffe/ ſo ihme nach Beſchaffenheit der Perfon x und begangener Mißhandlung zu aufferlegen. 4, a i eeeci] Vinbrmay abne ml Ah Dn Üpangaad D pertfent Dna Snnpapringd nsandath A G P s, M Iny ¥ rh Y) 80 Anderer Theil/ Tit. IX. v Bon der Kußkuͤndung/ wie die beym auff und Verkauff ligender Buͤteren vorgenom⸗ y) Gli men wird.-80. Tt. 19- OERSr wollen aud zu Abſchneidung allerhand unndthiger T e orinn Streitigkeiten/ Geſuͤchen und Tròlereyen/ geſetzt und ge⸗ mit S Ay Ee ordnet haben/ wann hinfuͤro ein in der Statt oder dero niacatar gugehirigem Babn ligendes Gut/ als Hauß/ Hof/ AckerMat⸗ „ien/ Raͤben/ Garten und dergleichen/ verkauft/ vertauſcht und alicnirt werden/ daß vordriſt der getroffene Kauff/ Tauſch und Sah epkm eb worhabende Alienation, fo bald die abgeredt worden/ in der Ges lichtsſchreiberey angegeben/ und von dar auf in allen Ehren- Zuͤnften und andern behdrigen Orten/ gleich den Vergantungen OEE: p i m E nd OWSA aer a publicirt und außgekuͤndet werden/ auch darauff derjenige/ ſo —— o. DSE galgi a an erwebnte alienirte/ vertaufhte und verkaufte Guͤtere/ der za pa Ban fon eg. Zllgs⸗Gerechtigkeit/ Verſatzung/ Zinß/ Schulden oder anderer EA kte: fegt meren. Sachen wegen Anſprach und Forderung hat/ ſolch ſeine Gerecht⸗ 4n Sarin ntn, Seijan 3 FAME innert dem naͤchſten viertel Jahr vom dato der beſchehe⸗ nen Außkuͤndung an zurechnen/ beh der Gerichtſchreiberey ge⸗ AAD Pre m NADEEL De rte amt mien CNer Amert angefebter Zeit feme auf das Gut hþabende Gerecht aS me fame nicht angeben; fondern folde ohngeruͤgt fuͤruͤber gehen/ odred mik S und Den Kåuffer die wúrdliche Befigung ſeines erkauften Guts/ —_rbmas ᷓbhne einige Einred erlangen laſſen/ derſelbige ſoll ſein Saumſal niemand andermmn/ als ſich ſelbſten joren Darumben auch r rte kea micht ferners gehòrt; fonden die Befigere/ bep ihrer erlangten Ppoſſeſſion, ohnangefochten ruhig verbleiben/ dabey auch ge⸗ ſchirmt werden/ und des ſuchenden Zugs/ oder anderer Gerech⸗ iozkeiten wegen/ niemanden fernere ded und Antwort zu geben ſchuldig ſeyn. Tit. X. De Pacto vel lege Commiſſoria. Wann einer verkaufft mit dem Beding: Ro das Delt auff Seit und Jiel nit bezahlt wur⸗ d Da der tau midia fe Wann ————...— EP EE E EE E EEN idae. CRO fliſſentlich angeben und einſchreiben laffen fole: Dam murde von Contracten, gI — 27 QR Ann jemand fein Gut verkauft mit dem Beding: daß/ da dugt desva der Kauff⸗ſchilüng auf ernannte Zeit nicht bezahlt ourde iee, osgan der Kauff nichtig ſeyn ſolle; ſo kan er/ wann der Kaͤliffer m i den Kaufffhilling guf folhes Ziel nicht bezahlte/ ihne den Kauf⸗ Bonan da iN fer/ mit Recht zwingen/ ſolchen Kauff ſchilling zu erlegen und pasoa den Kauff zu halten: Oder aber/ da er den Kauff nicht vollzie⸗/ ee hen laſſen wolte/ das Gut wieder annehmen: Fn welhem Fabl 2 a% t hin der Kaͤuffer ſchuldig iſt /ſich deſſen(gegen Widererſtattung EMES p rn d Satai Z dem Verkaͤuffer auf Abſchlag des Kauff⸗ſchillings etwañ bezahl⸗ aaf P ten Gelts) zu entſchlagen/ und es dem Verkaͤliffer/ mit allem T y aufgebabten Nugen, wieder einguraumen/ auch allen durch ibne Peera tu) Kåuffer dem Gut zugefuͤgten Nachtheil und Schaden abzutra⸗ 8 en. oA aR o PAn EA m ůud ſoll der Kaͤuffer den ſchuldigen Kauff⸗Schilling/ dem T F' i Verkäuffer auch ohnerfordert erlegen oder anbieten: dann fon- 71 Hy ſten ſtehet dem Verkaͤuffer(wie gemeldt) frey/ beym Kauff zu mgo bleiben/ oder aber darvon abzuweichen. e/i Dargegen/ wann der Verkaͤuffer nach erſchienenem Biel wriat ves d den Kauff⸗ſchilling erfordert/ wird dafuͤr gehalten/ daß er von ob⸗Velauffut bemeldtem Beding abgewichen: Alſo/ daß er nicht mehr nach feinem Gefallen vom Kauff abſtehen mag; ſondern darbey/ da y der Kaͤuffer wil/ verbleiben muß; a: ) g Dann ſo bald das Ziel erſchienen/ muß der Verkaͤuffer den u einten Weg(davon er hernaher abzutretten nicht mehr befuͤgt) df erwehlen/ namlichen: Ob er den Kauff nichts ſeyn laſſen/ oder m ob er den Kauff⸗ſchilling annehmen wolle. Tit. XL pi De in diem Addlictione. Wann einer verkaufft nit Vorbehalt mehre⸗ y ren Kauff⸗Belts auff eine benannte FJeit. Rh3 Achdeme die Verkaͤuffer zu Zeiten im Verkauffen SONDLr Berin mi bahre Conditionen andingen/ da ſie namlichen ſich vorbe⸗ nehrengeuß halten: Dağ wann in einer benannten Seit em anderer Seis—— , fáme/ der mehr umb das verfaufte Gut geben wolle fie ihme oare egs $i ſolches uͤberlaſſen und zuſtellen moͤgen/ ſo iſt mit Fleiß zu mer⸗ iaa cken/ daß ſolche Geding gemeiniglich auf zween Wege beſchehen/$=? welche einen groſſen Underſcheid/ auch mehren theils widerwaͤrᷣ4 tige Effect und Wuͤrckungen nii An iS w Erſier Caſus. ba Aang nn Lof p8 pid jhh rodh z md 2 aab Qha, Tofa Ea Gafas 2è Tans plona er abha Syr L Yn barion n7 AP bab guth foke aKa Dohir fibr, H n Ma 5 cc Gofii$n Janam fele Lnn Irach kohor,» Voin obon M. ALT R abra i ah Damhar Aigh u L yer A, Aasin dg, Hy n A Ubane F me meae a E a E E ma—— ONON En o E AAE A pa E oai E S—— ä˖ ˖ 8² Anderer Theil/ DSann erſtlich begibt fich/ daß etwann der Verkaͤuffer einem den Kauff zuſagt/ mit dem Geding: wan in einer benannten Zeit/ ein anderer umb das verkaufte Gut mehr geben wolle/ daß er 2 dom Kauff abſtehen/ und demm andern/ der mehr darumb geben wil/ ſolches zuſtellen moͤge.⸗Als toann der Verkaͤuffer ſpricht: i ND. SO o 0 dann erft derlauR eBt, wè- Ich ſag dir den Kauff zu⸗ doch/ wann innerthalb eines/ zween -oer mehr Monaten, ein anderer kompt/ der mehr darumb ge⸗ ben wolte /ſo ſoll der Kauff nichts ſeyn/ oder nichts mehr gelten, Wann nun die Abred des Kauffs mit dieſer Condition geſche⸗ baecn/ ſo iſt es gleich Anſangs ein rechter Kauff/ hat auch alsbal⸗ E ae- OA yngong, ar Mah O a Gni dns, hpedh hin mbas w37 Brdr hfe- ie ae H Y/ Yon % Sarha gun Usnhnv n a- Aël D Eam ragh MTA Éa innein obat; Daba Ds ~p Ki A Tonhrach Lelo A boon bof“ g b LS .9 2.> i A Aliny nn”? Anderer Ca⸗ fus. reyheit des den die Wuͤrckung eines rechten Kauffs/ doch dergeſtalt /daß ſolcher Kauff von wegen des Gedings wieder aufgelößt und daz von abgetretten werden mag. Derhalben auch der Verkaͤuffer — das verkaufte Gut dem Kaͤuffer zu beſitzen/ einraumen und uͤber⸗ geben ſoll. Wann dann hernacher in angeſetzter Zeit keiner ſich præſentiret/ der ein mehrers darumb geben wil⸗ ſo ſtehet dem Xd oet tpit Kaͤuffer gleich von ernannter Zeit an dag Gut eigenthumlichen Pre Nan ar prap TEE zu/ und gehoͤren ihme die Fruͤchten und andere Nutzbarkeiten deſſelbigen/ dargegen twas dem Gut fúr Schaden und Gefahr zuſtehet/ das mup der Kaͤuffer auch ertragen. Da aber innerthalb beſtimter Zeit ſich ein anderer dargibet/ der ein mehrers darumb verſpricht/ auch der Verkaͤuffer mit ih⸗ me den Kauff eingehet/ ſo iſt der erſte Kaͤuffer ſchuldig die auf- gehabte Fruͤchten dem Verkaͤuffer zuzuſtellen. Dargegen ſoll er ihme ſeinen Kauff⸗ſchilling ſambt gebuͤhrlichem Interelſe, auch beh Bau koſten/(ſo etwas nothwendiges aufgewendet) wieder geben. +Am Andern tragt es ſich bißweilen zu/ daß einer dem an- dern ein Gut verkauft mit dieſem Geding: Wañ inerthalb eines/ peoo oder mehr Monaten/ keiner kombt/ der mehr darumb ge⸗ en wil/ ſoll das Gut umb hundert Gulden dein ſeyn Oder/ ſo fern innerthalb eines/ zweyer oder mehr Monaten Feiner mehr darumb gibt/ ſo ſoll der Kauff alsdann kraͤfftig ſeyn. In dieſem go iſt Anfangs kein vollkommener Kauff/ ſondern beruhet ſol⸗ er Contract auf letſtgemeldter Condlition oder Geding. dd g3 Lnd ob gleichwohl das verkauffte Gut dem Kaͤuffer zuge⸗ ftellt wåre, fo ſtehet ihme doch deſſen Eigenthumb vor End be⸗ ſtunter Zeit nicht zu: Es gehoͤren ihme auch die Fruͤchten nicht/ wie ebenmaͤßig die Gefahr/ fo dem erkaufften Gut zuſtehet/ nicht ihme; ſondern dem Verkaͤuffer obgelegen. Doch in obgeſetzten Abreden(namlich da einer kombt/ der irfaufers. mehr darumb geben wil) iſt der Verkaͤuffer nicht verbunden/ das verkauf⸗ m l M ͤ́⁊«— es~A Trte r an a a a a a a Jman iio ii eih s DN liha feiten efa git nti ema ein miy wi wh diet wii y j pil giw y N i wolte/ daß alsdann auch derͥKaͤuffer vom Kauff abweichen moͤge. LC goth“bon Snar hia $] SN in in einem Kauff angedingt wird/ daß/ wann der Ver⸗ Wiederkauf von Contracten, go Ilon nin bohan Batabat Bins verkauffte Gut demſelben zuzuſtellen; ſondern kan/ wann er mil eeri dey dem erſien Verkauff bleiben/ ob gleich der erſte Käuffer ſich aa Ae aio Sha h underſtuͤhnde davon abzuſtehen: Es waͤre dann Anfangs des e gA Contracts ſonderlich verabredet/ da einer kaͤme/ der mehr geben 2 (A j onge ya nAth EAA ETN Lla Entgegen twann ein anderer innert der ernannten Beit vdre 241. kan i handen/ der mehr geben wolte/ ſo iſt der Verkaͤuffer Eo epn Saal aAa ches dem erften Kuffer wiſſend zu machen/ und kan er/ wann er rasak eiki felbften fo viel alg der andere Kåuffer geben wil/ den gethanen„22tasi i Kauff erhalten. ar Es wird aber mehr gegeben zu ſeyn erachtet/ nicht allein APR wann einer mehr Gelt gibt; ſondern auch wann die Bezahlung N ea, eher verfprochen: oder ein beffer gelegener Ort der Bezahlung al halben beſtimt waͤre: Oder andere neue bacta und Gedinge be⸗ DDE a liebet/ die dem Verkaͤuffer leidentlicher. Welches auch ſtatt hat/ a wann der andere Kaͤuffer zwar weniger Gelt geben B er aa jaa gi L okin bereit ift/ andere Dinge nachzugeben/ die im erften Kauffe dem Sarla petan Verkaͤuffer beſchwaͤrlich geweſen ſind. In Summa was dem Verkaͤuffer zu beſſerem Nutzen gereichet/ das ſoll fuͤr beſſeren aan Kauff und Bezahlung gehalten werden, Tit. XII. De Pacto retrovendendi. Vom Miederkauff oder Wiederlöͤſung. Vid. Sup. Gra: OD- pagg. tit. if. kaͤuffer in einer benannten Zeit/ oder wann er wil den wung” Kauff⸗ſchilling wieder erlegen thut/ ihme alsdann das ο WA onna, kaufte Gut umb denſelbigen wieder verkauft und eingeraumt orti werden ſolle: iſt ſolch Pact oder Bedingnuß zu recht beſtaͤndig. ea prepa So dann der Verkaͤuffer oder ſeine Erben uͤber kurtz oder Wide ve lang/ ſolchen Wiederkauff thun wolten/ und deßhalben den fener Erden Kaͤuffer oder ſeine Erben/ mit Anbietung des Kauff⸗Schillings/ erſüchten/ ſollen ſie ſich deſſen ohne rechtmaͤßige redliche lirſachen ⸗ nicht verweigeren: Oder auf den widrigen Fahl mit Recht ange. ss halten werden; die/ mit vorbehaltener Wiederlöſung/ verkaufte— Guͤter ſambt aller Nutzung/ ſo nach erlegtem Kauff⸗Schilling⸗ aufgehaben worden/ oder werden moͤgen/ auch Koſten und Scha⸗ den/ dem Verkaͤuffer oder ſeinen Erben ſolgen zu laſſen. Pube „a Um fo der Berfáufferen etliche wárens die famptlich verz Ezeeptiom kauft/ oder aber ein Verkaͤuffer dann einen Erben e a n E 2 deren deren der eine allein Stu kauffen oder loſen wolte/ ſchuldig den Kauff zu yod i en ein jed ſonderheit verkauft/ kan auch ein jeder ſeinen Theil wieder loͤſen. Recht eines under denen Verkaͤuffern/ fo ſamytlich verkaufft ha⸗ ben. WWJ AJN nbre ore Ao hoayfirdm m» 4˙ pror P aar] lagh o E a minnat Sanath allni D prehr JY ro vtl, oa rbaa ih Ea S$ Lofa, obp hrithy Qo- aag So terip Alea gl ere < ubi dmt. 9a n gelga dad Lorg wight AP E [IIe ma Drena Wai ÍN favor e. mrnte y a l onia eines vernach⸗ . 56 theilten Con- raftl Pathy trahenten ein AA J- Contra mýs ZA Y ot aufoebabt rpn ETD weden, mj bolinn oah mr Snn Lonin L ran GAP, Dah ferns Gln ee e ihaben werden, Es wåre dan derjenige Theil/ fo den Vortheil sbat, erbietig/ dem Vernachtheilten den Mangel des rechten argain bon nie g Sor nban h d,$ Dnt foged ain dntA Greb G P midre n fehjy Go nogfogh ftn ies “han Bate den Pn Rly Ynywaaf n Yao Cory ym» Rechter Wert was darfuͤr zu achten fey. Exempel, lich verkauft haben/ a deren Bewilligung iſt der Kaͤuffer den Widerkguff zu geſtatten nicht ſchuldig. nh, ———— A PES a r aA a E——— EE E N a. CSA A Anderer Theil/ cksweiſe/ der andere aber völlig wieder⸗ in dieſem Fahl iſt der Kaͤuffer nicht theilen/ doch da under etlichen ein jeder in⸗ einer von den Verkaͤuffern/ die alſo ſampt⸗ llein und unzertheilt wieder kauffen/ ſo fern Mitverkaͤuffere oder Miterben darein willigten; dann ohne ww- Gleichfahls kan ſeine ſchuldig. Es waͤre dann der Wiederkauff auf eine benan⸗ te Zeit bedingt/ welche dermaſſen zu End geloffen/ daß/ wo der Wiederkauff laͤnger verzogen/ die Zeit gaͤntzlich verflieſſen und die Gerechtigkeit des Wiederkauffs fallen wurde. Und da einem Gut/ in Zeit da es der Kaͤuffer inngehabt/ durch alluvion oder Zufluß des Waſſers etwas zugewachſen/ und ſolches dardurch erweiteret worden/ ſoll ſelbiges ihme dem Wie⸗ derloͤſer und nicht dem Kaͤuffer verbleiben. Tit. XIII. Vom Remedio der Maͤuffer oder Verkaͤuf⸗ fer/ oder anderer Contrahenten/ ſo uͤbernom̃en dder vernachthet worden. Ann einer im Kauffen/ Verkauffen/ Tauſchen/ Theilung/ oder andern Contracten/ ſich alſo uͤberſehen/ daß er uͤber den halben Theil des rechten Werths uͤbernommen/ und vernachtheilt waͤre; ſoll ein ſolcher Contract, auf Rechtliches An⸗ ſuchen(welches innerhalb zehen Jahren beſchehen mag) aufge⸗ ( Werths zu erſtatten; auf welchen Fahl es bey fuͤr Con- tract verbleiben ſoll. S me p= Unnd ſoll das fuͤr den rechten Werth zu achten ſeyn/ darum ein Ding zur Zeit des Contracts; dem gemeinen Werth nach/ wohl erkauft/ veraͤndert und erlangt werden moͤgen; ohnangeſe⸗ hen es zuvor oder hernaher in hoͤherem oder geringerem Werth geweſen waͤre: Als wann zur Zeit des Contracts ein Gut dem gemeinen Werth nach Achhig Gulden werth gewefen/ und der Verkaͤuffer weniger als viertzig Gulden darfuͤr empfangen/ oder der Kaͤuffer hundert und ſechtzi zahlt haͤtte. d ſechtzig oder mehr Gulden darfuͤr be Tit. XIV. iN uN n/n iW niw orel vedio mor Dau w ng W yi miN y fi Y T von Lontracten. 85 Tit. XIV. De Exvictione. Von der Schadloßhaltung oder Waͤhr⸗ atts. Srifung Wip 4 Stup. jar ÜS pag. J6-Et. 1- tung: mafi deg trhy tre. angefochten wird/ ſoll ihne der Verkaͤuffer zu entheben Berti V Erian So Qhon und ſchadloß zu halten ſchuldig AA oO hides ARY DANFON aiaia fongs nicht angedingt/ noch einige Waͤhrſchafft verſprochen wor⸗ Deth hae a 9So aber der Verkaͤuffer Anfangs angedingt/ daß er zu kei⸗ ian u ke 7 Í ner Waͤhrſchafft verbunden ſeyn wolle/ iſt er nach aana Evis Dgan ae pipea kate ction allein den Kauff-fhiling wieder zu erftatten/ fonften aber ES ia beresi, dem Káuffer/ enges Interefle u entrichten oder einigen Abtrag epi aE Jis EN n ein Kaͤuffer wegen des erkaufften Guts/ im Rechten Sabtostat 4y 4 nh mi adn mhd. hr Srnie B Taint Diy Toh, Wa T M pie. c u thun nicht fchuldig: E8 wåre dann, Daf er ein frembd- DDer erg trah S Batranii Ying D NN bir 9³ eineim andern verhafftetes Gut/ wiſſentlich verkaufft/ und den x ayi Kaͤuffer hierdurch angefuͤhrt und hindergangen haͤtte; p GIT 5 chem Fahl er nichts deſto Wallger deh Kufer, Cits kK R fauffte Gut mit Recht aberfannt wird/ ſchadloß zu halten/ ver⸗ PaB AA bunden ſeyn/ und darzu mit harter Straff/ wie im 6ten Titu Ire Sr Gir ngho enthalten angefeben erden folie AA aai rnt i 2 Und ſoll hierinn der Kaͤuffer ſo bald des erkaufften C A A halben rechtliche Anſprach an ihne beſchicht⸗ den Watluferen Si p fúr Gericht bieten lafſen und daſelbſt begehren/ daß er ihne ver⸗ wia, trette und beym Kauf. erhalte,.— FInnmaſſen nach ſolchem Fuͤrbieten /der Verkauffer ſchuldi P04 ga ift/ den Kåuffer am Gericht au verthádigen/ gu beſchemen no Birtlapah E eS im Fahl dem Kaͤuffer das Gut abgeſprochen wurde/ alle Gerichts hipa Deiere baat. Koſten g anat aa ah Ý xeo er aber nicht erfchiene/ noch die Sach verthaͤdigte/ ma der Kauffer die Sach außfuͤhren/ und Koſten und Schabenvom Verkaͤuffer wieder fordern. Tite XV. De Jurc Retractus. Won dem Vorkauff⸗ oder naͤher VBeltungs⸗ Recht/ bey Uns Zugs Gerechtſame/ Zug- Recht Seinn Wir s Stup. A 4h Pp ( Die s. ih. pag. 96-97. slei Paie aE E ae a R A i ia a a. Taani. mai a a a—— e e x 86 Anderer Theil/ Bug Redt Fe Zugs Gerechtſame wird auf zweyerley Weiß erlangt auf mas meife Yund zuwegen gebracht: Entweders durch der Contrabi⸗ renden abgeredte Conditionen und Bedingnuſſen/ oder b-ti a aber auf Ordnung der Geſetzen und hergebrachter Gewohnheit. SSo viel nun die erſtere anlanget/ weilen ſolche hauptſaͤch⸗ A bef lichen auf der Contrahenten beſondern Beredungen/ wie ſie ſich e a a naa Derén mit einandern vergleichen berubet fo fan derenthalben pn Paint in gewil Ordnung geſetzt werden; allein ſoll ſich ein jeder be⸗ as ek n i Aelen wo ben getroffenen Kaͤuffen/ der Zugs Gerechtſame et⸗ Pla Kad niyrrh ta WAB anbedingt/ abgeredt und beſchloſſen wird; daß ſolches mif O Pama o Haren, verſtändlichen Worten/ und den Rechten nicht zuwider Ps ke itsa per befbebe/ auch alſo beſchriehen werde/ damit die Beſchaffenheit/ fuͤrfallende Streit zu recht genugſam zu beweiſen. Ma yles sprz Detrefend aber die andere⸗ namlichen die Rechtliche Zugs Arite PeP HGerechtſame/ obwolen deren in den Rechten underſchiedliche Sezi- ET enthalten/ ſo wollen Wir dennoch alter Obleryantz nach/ nur emang. MeN Gattungen bey uns vor gúltig erfennen, i ai= et Erato 7777 Und zwar Erſtlichen: Wann zwey oder mehr ein Gut gez ST 68>Y fung eimesge- MEIN haben/ und einer ſeinen Antheil verkaufft/ ſoll demjenigeun/ Tii meines n, l Wapi einen Antheil daran hat/ das Zugrecht verſtattet wer⸗ PLA den. sasa Sten amtet S Zum Mndern: Wat ein ligend Stud Gut inunferer Statt aprene ober dero Bahn gelegen/ an einen Frembden verkauft wurde: obſchon ſolches mit Obrigkeitlicher Bewilligung beſchehe/ ſoll dnnichts deſto weniger unſern Burgern das Zugrecht vorbehalten r ſeyn/ und allzeit der erſte/ ſo ſich darzu angibt/ den andern vor- gezogen werden. E io titte Bat- uig gum Dritten begibt fich/ daf ein Bluts⸗Freund und Ver⸗ EE Tajet wege wandter/ ein ligend Gut/ ſo auß der Freundſchaft verkauft wird/ Hot en DE a AN ſich/ und alſo wieder in ſein Geſchlecht/ Stamm/ und Blut⸗ KESAR C i$ egot Bientins T, ES(fE aber bierben au wiffen/ daf allbier das Zugredt nur AEA relringité bey denjenigen Gútern ftatt finde, fo vonder r E3 Verwandl⸗ AiE geya dati ae ſchaft herflieſſen/ das iſt: Die entweders in des pratendirenden S ANNS PCA i Zuͤgers Vatters/ Großvatters/ oder eines/ auß deſſen Vor⸗El⸗ => t tem Handen geweſen/ und durch einen Erbfahl ſchon von einer n AEE Hand in die andere gekommen ſind/ dann ein Gut/ ſo ein Vat⸗ . ler erkauft oder mit feiner Arbeit erwirbt/ und wiederumb an ei⸗ Gnbfns hef bis panenn b N l h Krme dneh inn mn nyiar- E patai o Frembden verkauſt/ kan nicht gezogen werden. dieſes Zus. /Derowegen/ ſo jemand ein/ erwehnter maſſen/ ererbtes li⸗ st baene gendes Stuck Gut/ verkauffet/ haben alle diejenigen/ maͤnnlich⸗ oder weiblichen Stammens/ ſo mit deme/ von welchen das Gut urſpruͤng⸗ yA von Contracten, 87 $£ XXXIJN.. TVS abin Siilin M nA urſpruͤnglichen t und ere i as rbt worden/ in abſteigender ii⸗ pes-e ind/ Fug und Macht ſich des ree A PAAIE i etiaai cg ber fo mit dem Berfáuffer am nde GEN a fih ndt/ zugelaſſen/ und die wei e a i i a toeroen follen, o ſen/ und die weitern davon außgeſchloſſen Pian i i io Worde ſichs demnach zutragen daß einer o nk nåchften, fich ihrer Gerechtſame racb Aye Jug m ar A wý gehrten vorzunehmen/ ſollen alsdann die andern/ doch all Me EA 1 Deoa an gradus admittirt werden h allezeit tie Waͤren aber derer/ fo den Zug zu thun begehrt o aT aA Wi a s ay: pad penant ae ar pi an oeg ergleichen koͤnnen/ ſamptli laffen toerden; wa: n/ ſamptlichen darzuge⸗ Yoi aLr Ay ffen werden; wann nun die gezogene Güter theilbar fi E i et, y die Zuͤger ſich derentwe ene G heilbar ſind/ und 2t RN Ai erentwegen/ was einem jedend aeg Sr Daihen hé Sinees| y vercinbabren Fonnen/ ſo hat es darbey ſei avon werden ſol, gizz aa k. nicht/ ſo mogen ſie ſamptlichen daru p fein Berenden/wogber /| mb| ii tpeirbabre Sſich ua verbleiben fole, aaee oaar 4 i L- ddidd] e t u rú 5 è 3 SR a=— pon bret Bee obe Aet berlaine gen 1È duard & es Gut/ fo ihnen deyden zugehdrig/ mit ei GENN- fe a beneti i fo ift einer auf ihnen beyden das 9/ mit einander verfauften/ iire zi;)) 18 andere Theil 3 fügt ſebe⸗ Z pak o e nicht beſügt/ dann 0 ERS Wr⸗ Po h hat er ſich auch ſeiner Zugs Gerechtſame w Hingegen wann einer dem andern oder ſonſten einem Bluts⸗ å att:; E„N nw Freunde ſeinen Theil verkauſte/ und der topi enenen e táufer eo a terts einem Freinbden twiederumb zu fauffen gebes fo Fan in bienn tke p ieſem Fahl/ der erfte Verkaͤuffer(wann er namlichen durch i aoe K nen naͤhern Zuͤger nicht verhindert wird) das Gut Zu steife D wiederumb an ſich bringen: Es waͤre dann/ daß er ſich deſſe i garn oak en begroe haͤtte. in ½ Es ſoll auch ein jeder Retrahent in des Kaͤuffers F mt fen tretten/ uñ demedurchauß gl enein des Kialſers Fukffabf, duerer⸗ y 1 fre haub g eich gehalten werden; und ift hie,"es Mi mit ein ſolcher der den Kaͤuffer durch den Zug von dem Kauff R wÅ begehrt abzutreiben/ all dasjenige/ ſo beym Kauff paciſeirt und n A u adipa verbunden: Gleich wie ihme W ſo zu gutem des Kaͤuffers U fen e ea fers abseredt worden/ zu fafs 222 Inzwiſchen aber/ wollen Wir maͤnniglichen ich erin< i s- er a Dee Cons p neret baben: daf fich niemand/ mie etwann rn nio riy henian mi ui— Kauff r als er wuͤrcklichen geſchehen/ anzuſetzen; p mb dardurch die Verwandten vom Zug abzutreiben: dan wur⸗ de i Anderer Theil/ òr jemand deffen uͤberfuhrt/ ſoll nicht allein der Kauff reſcindirt und aufgehaben; ſondern auch noch über das/ ſo wohl der Ver⸗ kaͤuffer/ als Kaͤuffer haͤrtiglich geſtraft werden: auf ſich ereigne⸗ ten rechtmaͤßigen Berdacht aber beyde Theil/ daß es mit dem Kauf und Verkauff durchauß ehr⸗ und redlich hergegangen/ mit ihren Eyden zu bekraͤftigen ſchuldig ſeyn. -mimiti-11100 auh ein Gut mit defer Condition mò Anhang ver basarardt Fanff worden: Daß/ da ein Zuͤger ſich darſtellen wurde ⸗ der gána diren astri Kallff alsdann nichts ſeyn ſolte; ſo hat die Zugs⸗Gerechtſame N nichts defto weniger ftatt; dann der Verfáuffer md Kåufrer fonz Sapa oz=A NEN iN ihrem Contract weder ſtillſchweigend noch außtrucklich o eta aie fih nicdhtvergleicdhen noch bereden daf der Zug nicht gelten folle, E E HEDD auch gleich ein Gut nicht erblich; fondern auf einen Wie⸗ e eeen teke Derfauff(vid, Tit. XIL.) einem Frembden verkauft wurde⸗ fo sih conser Fan nichts defto weniger auch in diefem Fahl der Zug vorgenom⸗ aa aen se r EN toerden; doch alfo/ dag voriges Pact umd der Vorbehalt des ARAT freyen Wiederfauffs in feinen Kraͤften bleibe. eeeJf hoke ites LL] Es ſind aber auch etliche ligende Gutere/ welche dem Zug⸗ 44%- deneuchlun. Recht nicht underworffen ſind: Als wann Guͤter/ ſo zum Theil gon ne er derwor ien (Erann ehe ENER, wohl in gutem Bau und Ehren erhalten zum Theil uͤbel und et⸗ Dons an Dona aieo fa resa WAN auch weit entlegen ſind famptlih mit einander verkauft eewerden: dann ſolchen Fahls der Zug auch ſamptlich geſchehen⸗ GE Soat fer pi epal und deme/ ſo ſolchen vornimbt/ nicht geſtattet werden ſolle; ſei⸗ Biim aae WS Gefallens die beſten und gelegenſten zu ziehen/ und die an⸗ diddy bårne datet DETN weniger gúltigen wnd entlegenen ftehben zu laſſen/ welche aea ra ategas ONEN obne die guten und wohlgelegenen/ nicht wohl zu ver⸗ Ffkauffen waͤren. KAIDA Shyn diddy tem: Wann ein Stud Gut freywillig oder Schulden hal⸗ a dyed IF= e bey Gerichtlich gefroͤnt und vergantet wird: kan ſolches auch nicht gezogen werden; ſondern wird dem Kaͤuffer/ auſſert der ei⸗ A genen Hand/ frey und eigenthumlichen uͤberlaſſen. Kgl NERE aasa Wann ſich demnach einer/ als ein rechtmaͤßiger Zuͤger im T pi teahenten ber Rechten darthut; ſoll ihme der Zug zuerkennet werden, do un wudenr nicht anderſt: als es könne ein ſolcher an dem Stab bey feinem Eyd angeloben ⸗ daß er den Zug nicht thue/ in Meinung das Gut nachgehends wiederumb anderwerts hin zugeben; ſondern die aufrichtige Incention habe/ daſſelbe fúr fich zů behalten. ccce] Gintemablen fich auch öfters zutraget/ daß ein ſolcher Zuͤ⸗ ger in den Gedancken ſtehet/ als ob er ſeinem Eydes⸗Geluͤbd ein vollkommenes Genuͤgen geleiſtet; wann er nur das Gut Jabr und Tag bep feinen Hånden behalte, ob er gleich zur Zeit des Gez lůͤbds ſchon die Intention gehabt/ ſolches einem andern/ nach Ver⸗ 5_a M e a yaaa g He a te o nS P i von Contracten. 89 Verflieſſung dieſer Zeit zu Handen zu ſtellen: Wollen Wir hie⸗ in mit uͤnſern Burgern dieſen irrigen Wahn benom̃en/ und dieſel⸗ f ben alleg Ernſts erinneret haben/ ſich kuͤnftigshin dergleichen Mii Undernehmungen keines wegs anzumaſſen: Dann wurde einer ſolches uͤberſehen/ und deſſen genugſamb uͤberwieſen werden/ o er wai Geſtalt der Sachen an Leib oder Gut haͤrtiglich gez A raſſt werden. — r ddei Damit fich aber Feiner an feinem Rechten verfaumes; Eo Temin ves Ar twird månniglich obgelegen fen, in dem angefegten Termin der 20 adi dreyen Monaten(davon im oten Titul gehandlet worden) ſei⸗ n ne Gerechtſame gebuͤhrend zu rúgen: Dann wofern ein Gut ein- n mahl aus der Freundſchafft ohne weitere neue Bedingung ver⸗ IN kauft/ und von keinem/ fo das Recht gehabt/ gezogen worden/ Wp ift eg feinem Zugrecht weiters underworffen; ſondern kan fuͤro⸗ em hin/ als ein ander frey Gut verkauft werden. UNY i i Tie AVE chi De Locatione& Conductione. eka Note i NA ufa WA; Ee wt Won Werleibung/ Wieth oder VBeſtand der inry sehon gme È e AO TOR A H he- Hau eren oder, Buͤteren. 5 ; D Stup-Ona Ul., T7 10 3;,;— rhn hgs aede; ie oy Elche Haͤuſer oder andere Güter um einen jaͤhrlichen Zinß prior ves enp Sati na wih befteben/ die find fehuldig alles twas durch ihren tinfieigy SRE Ss MW + cSaumſal und Liederlichkeit/ verwahrloßt oder abgangen/ E A zu erſtatten; doch iſt es genug/ wann ſie ſolchen Fleiß anwenden/ a nit als einem jeglichen fleißigen Haußvatter in ſeinen eigenen Sa⸗ aꝙ⸗ghenanzurvenden obliget e e AA E TS Too fdot Wann einer uͤber die abgekedte Fatos Beftands/ bep dem Eiz i 2 tnter beſtandenen Gut/ ohne neue Beredung oder außtruckliche Ver rei T mpe Peye foll eg dafür gehalten werden, alg ob wies ess a ezh Wd der ein Beſtand von neuem/ umb den alten hievor verglidhenen i agoia seina faon e auf ſo lange Zeit/ als die erſte geweſen/ geſchehen waͤb sise. yi; an a in i s1 Wanner aber nicht langer im Beſtand bleiben oder Der orinsinsy 5- n Eeiber ihme folchen nicht lánger halten twil; foll die Abfúndung/ Hann fie vors e gopra : j wie fie fich derentiwegen verabredet/ vorgenommen toerden, ai t EAn EE h kI Dafen abervon der Abfúndung nichts geredt wordend eo rrsa" i a der Beſtand auf ein Jahr oder mehr gerichtet: ſoll ſolche ein fart entwe w viertel Jahr/ vor End der Beſtand⸗zeit/ von dem ſo nicht laͤnger aantes/ p zu halten geſinet/ dem andern ordentlich wiſſend gemacht werden. V 3 M Wann AW iak bebama borgnborfn:h bonbfa Mnryftofan Wal Ga a woinh nef herta ba. a PE A måracdh, Onst Saa FY An Bunha Anmam{y Af Re: € h a Llu ony fingh fabh A0 4 P? 0, /, A B, Mang a AYP eni Aine AAIR nhia h mun ya fm Pamir 7 Enh fith i A TLA ohay nh Ji Mog u. Ibehli page[ĝe rifinn bengh SBnanofrih NA flin, Gorg Imeli finpe nng opah, mg F nfo 0y, — e i E R T p a E e AA EE A n aA ES aan e egati OE E SE E EOE N Ai eF 9o Anderer Theil/ Ober auf in Wann aber der Beſtand nicht auf ein gantzes; ſondern nur viertel Jabr a; œ;: eaa ein viertel Jahr oder Fronfaſten/ welches vielfaltig zu geſchehen pfleget/ gerichtet iſt/ ſo foll das nicht mehr halten wollende Theil allezeit in den erſten vierzehen Tagen von Anfang der Fronfaſten und ſpaͤter nicht aufkuͤnden: ſonſten es allezeit ein Fronfaſten weiters gehalten ſeyn ſolle. g Jüwasgäblt Iind kan keiner vor Außgang der Beſtands⸗zeit außgetrie⸗ rA bons>r Cn, Der Betánder vor Aulgeus ben werden/ auſſert ín nachfolgenden Faͤhlen. „Hlls Erſllich:« ayara pata a VBeſtander oder ſeine Erben von e: miomo DEN Verfallenen entweder gar Fein Zinß/ oder aber ſelbigen nicht jste DaB Satt AAB entrichtet håtten/ noch gu entrichten erbictig wáren, a Sm Sbg rah nebahpy e hang Ios GEY rebe, um Andern: Wann das Beſtand⸗Gut verkauft wird/ iſt TA o Et e Der Beftand durd folchen Berfauff auch aufgehaben/ oder es Seane e S e åre augtrudentlidh anderſt bedingt worden. hia imn fah, Gnbfat Dfaedy falbh' ne P uies Dag fie big zu End des Beſtands/ ohne Keparirung faltia if y ri tor dote&a micht wurde ftehen bleiben,:, bd Sihir am Vierdtens: Wann der Verleiher durch einen unvermuthe⸗ A T e L ten Fabl ohnumgånglich gezwungen wurde/ das Beſtand⸗Hauß meb pa M aa E A felbften gu bewohnen uno olches zu ſeinem Gebrauch ihme un⸗ Z: S. pams Be Ciim nse SU ngh m~ la aSa annt entbehrlich noͤthig waͤre. J, sp D Sepre Lebon N 4 5 fj Beſtands Behaufüng/ ein ſchandlich/ uͤppig und aͤrgerlich Le⸗ Lie optan Zeben fúbrten. P tE Bewandtnag L7 E8 ift aber anben zu wiffen/ daf der Beſtaͤnder in den vier er⸗ bnga Fehi er Zinfen anA- balöen,, ften Faͤhlen/ nicht weiters zu zinſen ſchuldig iſt/ als vor die Zeit/ Dn b hy Anas obne 8 eraon S her fO ér die Wohnung inngehabt; da hingegen in dem letſten Fahl/ Ler den gantzen Zinß zu erſtatten verbunden: Jedoch wann der gtt, Som ariiba Nerleiber nach der Hand das Gut umb den vorigen oder aud bos Mial, ah e bor D E pil i sfagno fos mpieg nhn GENJEN ZNG big auf die Zeit/ da ſolches der erſte Beſtaͤnder ae rat S o bewohnen follen wiederumb einem andern verliehe; folle der aa s ra re Berleiber dem erftern Beftánder/ fo viel als er vom letſtern wei- iaigh E a ageiano mioenmi herauß geben. eßgleichen und obwohlen keiner von ſeinem Beſtand/ vor pe bon ARAR Der Be T' f T l. e maon Allßgang verglichenen Ziels leichtlich abweichen kan: So wird hzuweichen erws abzutretten zugelaſſen; N darthun kan E o ai. das Beſtand⸗Hauß in einem ſolchen baufaͤlligen Stand fich bes o. dhong nn Grga befann obr NDE DAB obne Gefabr folches nicht zu bewohnen feye/ oder daf Goebens Yom omfang? nde BnGr7 e? eai e: k» —.— Da i DET Verleiher die noͤthigen Reparations-Koͤſten herzugeben ſich Ebona ι Nog, Ara odn weigerte, Cares gieine Betan Dod) aud) algdann dem Beſtaͤnder/ vor dem= vom Beftand lnsnt$ osfabn>» ORo a Aia a A Š tinjonh m paith Yrd Inifnr dmh ap and Ņ f pa pa»’ i A— s Arh Snetninnp VWE A mda Onh Aineen h t ; Vry fap Afen, Jolagnngn$ faba. den/ Fe w ERN nung alſo baufaͤllig iſt/ Fuͤnfftens: Wann der Beſtaͤnder oder die Seinige/ in der e AnG Nicht minder mag auch dem Beſtander nicht verwehrt wer⸗ * er > — ToO a aAA I LEA AN C C arn T O a D von Contracten. gr den/ in dem Fahl/ da der Verleiher/ vor verfloſſener Beſtand⸗ zeit/ das Guͤt anderwerts veraͤuſſerte/ auch obne des Kaͤuffers Einwilligung darauß zu ziehen/ doch daß er biß zur Stund des Außtritts den Zinß erſtatte. D. der ſo er ſonſten umb antrohender Gefahr willen/ als bey einreiſſendem Sterbẽñd/ Kriegslaͤüffen/ oͤder anderm gefaͤhrũ⸗ H Yi N?: NIY chem Weſen/ davon ihme Anfangs nichts bewußt geweſen/ den Beſtand verlaſſen muͤßte:In ſolchem und dergleichen Faͤhlen 1787 pse a% Lasa CFCweeliche zu des Gerichts Erfantnug fteben follen) mag einer vor Beam s? dem Ziel aus der Beſtand⸗Behauſung wohlziehen; und iſt den zules inf lánger imd weiter nicht-als der Zeit nach/ gebrauchter Bes Tar mnane a a hauſung/ zu zahlen ſchuldig: Jedoch ſoll der Beſtaͤnder ſein Vor⸗ Ere Aroi k 7:, E nnt rih arf Wac haben aus dem Gut abzuziehen/ dem Verleiher in Zeiten kund— aa Dpue thun/ damit felbiger fúr ſein Gut/ anderwertige Sorg fúrzufehs+438 sosa ke orbi igi ren Gelegenheit habe. ikp D. fin yalin Erias: ndi So dann derjenig abſturbe/ welcher ſein Hauß oder Gut Behian a umb einen geiffen 3mp verliehen, ift fein Erb fhuldig/ den Bes ir tocas nuy ſtand ſo lang/ biß ſolche Zeit verfloſſen/ zu halten. Pah x3 Gleicher maffen, wann der Beftånder in Zeit des Beftands DPE Be A e EY orae find feine Erben Contrast die ganbe Zeit zu halten feul, TOE MOst tng ig. a w So nun einer in einem Beſtand⸗Hauß wohnet/ deme ver⸗ Oder das Be⸗ E ſchrieben oder verſprochen/ vor End des Befiands/ nicht pertries tnd Haut ben zu werden/ wann das Hauß auch toúrdiichen verfauft mur, via de: i mag ihne doch folches keines wegs ſchuͤtzen/ wann das eNi Hauß Schulden halben Gerichtlich gefrdnt und vergantet wird; nih ſondern iſt dißfahls ſchuldig in den naͤchſten vier Wochen von be⸗ mX ſchehenem Verkauff an/ die Bewohnung zu verlaſſen/ und den wew Zinß biß zur Zeit des Außzugs zu bezahlen. fi Da aber ein Beftand-Hauf fonften verfauft wird; und der kÀ Beſtäͤnder kein Recht zeigen kan/ weiters derinn zu bleiben: hat w er vom Kauff an gerechnet/ ſechs Wochen und drey Tag/ in wel⸗ cher Zeit er außzuziehen und den Haußzinß/ biß daß er das Hauß mW geraümet/ zu bezaͤhlen/ ſchuldig iſt. zoni Wann auch einer ein Haug oderfonftenein Gut beftehet/ vriste ge A und ader ſolches nicht bewohnet oder nutzet/ iſt er nichts deftoroes IPER. y azas m, niger gehalten/ den Zinß biß zu End des Beftandszu entrichten; iy h N doch kan er/ wann er wil/ ſolches einem Affter⸗Beſtaͤnder wies Ahs sith S t a derumb verleihen/ und von dieſem den Zinß beziehen/ wann bey MENET AT N i dem Empfang nicht ein anders vorbehalten worden: z Wir wollen auch/ dak aller Haufraht/ oder andere Fabr- Des Locato- „tt nuß/ ſo dvem Beftánder yugehiret/ und in dem Befiand;Gut fich en 7 i ST beih ennd rAd(entrach 3 nm(enfra, Dn go aai arit hibs gerbh, poty Cd Draza nir Xa penaga Wie Aria pA C Stp eferroap borgi ni fap, In ag Iin gaerngfia 3È boort ioeina i‘ onlrach gbh Ein nl nadagen 6 drach ingri à H S bsn. fer Arog A $- phams A z 2 à Xj Aem wi E SN ER E YS wan aa aa eaa ROETES i d y PEENE op Digt; vans hafnnjaf tE wnk hih Bhariin nA Dilat gedd. 92 Anderer Theil/ befindet; dem Verleiher umb den Zinß/ Schaden und Abgang/ ſtillſchweigend verpfaͤndt und zum Underpfand verhaft ſeye: doch daß allwegen der Verleiher/ der ein ſolch Gut umb ſeinen zu for⸗ deren habenden Zinß/ zu Pfand zu nehmen begehret/ ſich deſ⸗ ſentwegen bey dein Schültheiſſen gebuͤhrend anmelde/ und ohne ſeine Exlaubnuß nichts eigenen Gewalts vornehme. P 0 448 mnf bnhrach A nw T X V 1 1 P s rha nh Sh gge Sy 1t. e (E ED Dreh A ming Pis —[—e⸗ Von der Societæt oder Bemeinſchafft. ) TANTE LAUA T: Aup. Egna Üb pag jos. titi j TE S Kernic PYS Fonnen die Gemeinfhafften auf alle Haab und Guͤter/ loa od ns EMEN chaf é: z:: i XS EY- ozm g Der Gitet, oder allein auf etliche derfelben oder auch auf ein einig Ge⸗ Enne werb/ wie eg denen Contrahenten gefaͤllig/ fuͤrgenommen 7 A ne werd en e Eia ahaa maon i, 1 Sidrs tronio we, Und follen die Beredamd Bergleidungen/ fo die Gontra- iaae n bni onfe mit Zuſammenſchieſſung ihres Gelts oder anders(da⸗ aa S Efir filee abe rènpinn fie auf Gewimind Berlurf/ ein ehrliche Sociecært auffguz 7 jai non gemeint) mit einandern getroffen/ ſteiff und veſt gehalten werden. ehibeoae Und wo die Geſellſchafften in allen Haab und Guͤtern ohne einige Exception beſchehen; ſo iſt alles/ was ſie in Beſitzung ha⸗ ben/ auch was ſie künfftigs durch rechtmaͤßigen Titel ererben o⸗ der ſonſten erlangen; wie auch aller erlittener Verlurſt/ Koſten und Schaden/ allerdings gemein. oper etier Wo aber die Geſellſchafften nicht auf alle Haab und Guͤte⸗ ien re; ſondern nur auf etliche derſelben/ oder allein auf ein gewiß Stuck gerichtet weiden; iſt allein der Gewinn und Schaden/ ſo von ſolchen Guͤtern herkompt/ zu theilen. Rot: wam Wann eine Societæt alſo auffgerichtet wird/ daßeiner allein hencoie Mit Die Mittel/ O darzu vonnoͤthen⸗ darſchieſſen; der ander aber hin⸗ anvere dit gegen ſeine Muͤh und Arbeit/ Fleiß/ Klugheit und Geſchicklich⸗ Dibevo keit anwenden ſolle/ ſo wird nicht das Eingeſchoſſene; ſondern allein der Gewinn geiheilt/ md bleibt das Eingeſchoſſene/ als welches allein umb des Gewinns willen zum Gebrauch dargege⸗ ben worden/ desjenigen eigen/ der es eingeſchoſſen hat. reae aianilma wes Wo keine ſonderbahre Meldung geſchehen/ wie es des Gez aar Snanam WinS MÒ Berlurfis halben u halten/ ſo werden ſolche zu glei⸗ 9 ; fA, ſt Ek a 9 EATE enl Theile getheilet/ nad) proportion Des elngeſehoſſenen Ket hrhbnePmahia P fnufafeh: A STAans abas Ipatby nn Danbadan, a imobil At i T Da aber des Gewinn und Verlurſts halben gewiſſe Pacten, e a gA_(Conditiopen mò Vergleichung gemacht; die ſollen/ wo fie der Yat bno Prines, Sym adna abn Dos nalng ala Popin Mad, Billi b; vm Contracten, 93 N Billichkeit und den Rechten nicht zuwider/ ſteiff und veſt gehal⸗ ni ten werden: Wie dann die Concrahenten wohl mit einandern pi paciſciren mögen/ daf ein Theil mehr vom Nugen und Gewinn/ Sy der ander mehr von dem erlittenen Schaden/ oder/ daß der einte e nur ein Theil vom Gewinn/ und der andere den úbrigen Theil vom Gewinn und den gantzen Verlurſt und Schaden haben ſol/ und dergleichen. gs1 Ein jeder, fo in einer Gemeinfhafft tehet fole die davim Pir eins vorkommende Sachen und Geſchaͤfft mit ſo getreuem Fleiß ver⸗ a ſt richten/ als ob ſie ihne eintzig und allein angiengen: Da ihme 0 aber/ ohnerachtet er einen ſolchen Fleiß angewendet/ den er in Git ſeinen ſelbs eigenen Sachen zu gebrauchen pfleget/ etwas Wi⸗ my driges zuſtehet; iſt er deſſentwegen ſeinem Allocirten einigen Ab⸗ oog trag gu thim nicht(HUDIG, raprisenta nnnoipro t Mdn ninnn ninapa HA da, tuy Wann auch einer oder der ander der Gemeindern/ jur Zeit Ndr: mann Sinh der Gemeinſchafft/ in der Handlung Nahmen Gelt auffnehmen/ Ramen vee $(N und Schulden machen/ und ſolche nachgehends zu bezahlen nicht O ufin im Stand; fein Gemeinder aber bey Mittlen fegn/umd bey Hauf ndt halfen und Hoof verbleiben wurde, folle dieſer fuͤr ſeinen Gemeinder in ſolidum verhafftet/ und die gantze Anſprach ohne Widerred zu yowe bezahlen ſchuldig ſeyn: Jedoch ihme bevorſtehen/ dasjenige ſo mh er úber fein Antheil erlegt/ von dem Gemeinder oder deffen Erz by ben/ wiederumb einzuforderen. Ron e Und damit denen biß dahin vermerckten Unordnungen ſo viel moͤglich geſteuret werde: So wollen Wir/ daß in unſerem Gi Poſt⸗Ambts⸗Hauß ein Kagionen-Duch auffgerichtet/ dafelbfit zazione aMi verwahrlich deponirt/ und jedermaͤnniglichen der Accels darzu heni vergonnt werden; auch in ſolches kagionen⸗Buch ein jeder Ne- gotient, ſo wohl der/ der nur ſeinen implen und eigenen Nah⸗ nali men ſpendirt/ als auch der/ ſo etwann ſeiner Vor⸗Eltern Hand⸗ hhi lungs⸗Nahmen annoch fuͤhret; ferners die Weiber/ welche ihrer tidi verſtorbenen Maͤnner Nahmen gebrauchen/ und der oder die se Afocirte/ welche zu End ihres Nabmens añocdh das Wort Com- aa pagnie anhencken/ den wahrhafften Nahmen der Handlung/ o auch die under dem Nahmen der Compagnie big dato nicht bez we kannte Handlungs⸗Gemeindere namhafft machen/ und lle die/ p fo in einer Handlung intereſlurt/ genannt oder ungenannt/ ſich pit mit ihrem Rahmen und Zunahmen in diefes Buch eigenhåndig e underſchreiben/ auch dafern in ihrer Handlungs- Gemeinſchafft w» eine Separation oder ſonſten/ durch Todes⸗oder andere Faͤhl eine anderweite Veraͤnderung vorgienge/ die/ ſo darinnen intereſſirt/ pkt folches wiederumb notificiren/ mò w dem Ragionen⸗Buch mif TA M 3 eigen⸗ Hil aa REOS B E VES a A a a ad SS E a a aa en 94 Anderer Theil/ eigenhaͤndiger dubſcription beſcheinen: Widrigen fahls und da a anian oder Enderung nicht entweders durch ſich ſelb⸗ ſten oder in einem Todfahl durch dero Erben eigenhaͤndig wieder abgeſchrieben/ und notificirt wurde/ die darinn intereſſirt geweß⸗ te gegen alle Creditoren und Anſprechere in ihrem vorigen obli- go ſtehen bleiben ſollen. Tit. XVIII. Von Befehl⸗ und Pewalthaberen/ denen auſſerhalb Gerichts etwas zu verrichten befoh⸗ len und auffgetragen wird. up- Gne Vib. pag. 10S: 106. 107- 108. tit.12. Gevalttabe, Eil nicht einem jeden moͤglich ſeine Geſchaͤfft und Hándel ganit,§ allezeit in felbft eigener Perfon zu verrichten 7 fo Fan ein jeder/ der ſonſten von Rechts wegen zu contrahiren taugz lich iſt/ in allen ehrlichen Sachen/ einem andern ſolche zu ver⸗ richten Befehl und Gewalt geben. Deren pficht. Es ſtehet aber Anfangs in eines jeden freyen Willen/ einen dliffgetragenen Gewalt anzunemmen oder nicht/ wo er aber ſich der Sachen einmahl underfangen/ iſt er auch ſchuldig/ dieſelben fleißig zu vollziehen; doch ſtehet ihme auch frey/ gleich von ſtund an/ che und bevör er etwas zu verrichten/ vorgenommen/ fid der Sach wiederumb zu entſchlagen. Und wo er nach angenommenem Befehl verſpuͤhren wur⸗ de/ daß er demſelben nicht gebuͤhrende Folge leiſten koͤnte/ ſoll er ſeinem Principalen ſolches guf das baͤldiſte es immer ſeyn kan/ i ſeiner Nachricht/ zu wiſſen machen: dann two er das ohne erz ebliche Urſach entweders allzu ſpaͤt thaͤte oder aber gar under⸗ wegen lieſſe; und der Principal hierdurch in Schaden kaͤme/ iſt er ihme den Schaden zu erſetzen ſchuldig. Es ſoll auch derjenig/ ſo einen ſolchen Befehl oder Gewalt etwas zu verrichten/ auf ſich genommen/ fleißig Achtung geben/ daß er in Vollziehung deſſelben die ihme darinn fuͤrgeſchriebene Maß nicht uͤberſchreite: Dañ wo einer wider den empfangenen Befehl etwas zu viel oder zu wenig handlet/ mag alles was er gethan dem Principalen nicht nachtheilig ſeyn. Im Fahl aber der Verwalter zwar in den Schrancken ſeines habẽnden Befehls geblieben/ darinnen aber liederlich oder gefaͤhrlich gehandlet/ ſol er den hieruͤber dem brincipalen entſtandenen Schaden deme gu. maden. Und ſoll anbey der Befehlhaber all dasjenige/ ſo er in feis ner n iy Hih Eon o ntng TR einen wiid ſcben wÒ / von Kontracten. 95 ner Verrichtung bekommen/ ſeinem Principalen mit aller Nutz⸗ barkeit und Zugehörde; wie auch von Zeit des Verzugs das In- tereſſe erſtatten. Wurde vor endlicher Vollziehung eines ſolchen Befehls der marr atsa Principal oder Gewalthabet Todes verfahren/ oder ben ihren bedres: Lebzeiten der Gewalt zu rechter Zeit widerruffen und auffgekuͤn⸗ det/ iſt ſolcher Gewalt hierdurch auffgehaben. Tit. XIX.* Von Burgen und Burgſchafften. LuAle ebul. Ship- Aan: Wb. pag-itr Hb 0. tt. 17. SEil die Buͤrgſchafften in allen Contracten/ allein umb Imet vee 1e-Eiy g t ni, mehrerer Sicherheit willen/ dergeſtalt zugelaſſen/ damit itaran s T EE wpas an dem Principal Schuldner abgehel an dem Bur⸗ Sna E AAE a gen wiederumb erholt werden möge: Ms follen die Glåubiger/ vriat vee E Ie Borg pAna wann ſie umb ihre Schulden Bürgen haben/ nicht gleich An⸗ Suai T fangs die Burgen; ſondern den Principalen und Selbs Schuld⸗ Ehz iraa ner zuvordriſt/ wie Recht iſt ſuchen: Was aber an dem Haupt Darfelben p BEE Der Schuldner und deſſen Haab und Gut abgeht/ ſoll alsdann ererſt von dem Buͤrgen vollkoͤmlichen bezahlt werden: Es håtten fih KA 5 Roeli dann die Buͤrgen deſſen begeben/ oder fuͤr einen/ der under un⸗ ſerer Juriſdiction nicht geſeſſen/ und vor unſern Gerichten niht Sri i fonte berechtiget werden/ verbuͤrget; welchen Fahls dem Credi⸗ SIG lee So SA ANN tori in allweg frey ſtehen ſolle/ den Buͤrgen vor dem HAPs 1155 gpt int So at Sor Schuldner umb feine villige Anforderung Aana abin O at za Wam fúr eine Summen elts oder andere Sachensmehr Rar: wanne POY DA als einer Buͤrg worden/ und alle zu bezahlen haben/ ſo iſt ein je⸗ Jaala der mehr nicht/ als feinen gebuͤhrenden Antheil pro rato zu De- gaolen pa Eear Ar Ian biith Lin inline Ain nth bia Dr fe bp iohnnn ahlen ſchuldig. ia ai aber einer oder mehr der Mitbúrgen feinen Antheil bes iai heyto reits zur Zeit/ da der Creditor gegen die aroa U FLAEN ANGES 5i paatt aba haihin hebt/ nicht zu bezahlen haͤtte; ſoll ſolcher Außſtand den anderen feinen Mitbuͤrgen einem jeden pro rato zuwachſen. 7 Uno fo einer aus den Buͤrgen dem Glåubiger volfommene Des Bables 4y brs Bezahlung gethan/ ſind dardurch die andern alle befreyet/ und Wibargen. fan er feine Mitbúrgen umb Bezahlung ihres Antheiló/oder da iori knna fie Dem beneficio diviſionis renuncitf einen allein umb die gaie 447A,—.—. tze Schuld nicht anſprechen: Es hab ihme dann der bezahlte eita Glaͤubiger ſeine zuvor an den Haupt⸗Schuldner und ſeine Mit⸗ a a a bürgen gehabte Forderung/ inmaſſen er zu thun ſchuldig iſt /e pe ESEE, dirt und uͤbergeben. Eaua í Sonn glothfad mm fl Pdinninh neff Aad gandgn Bn Ylaibins sao amig Airyho ns pif wh ben Iar glaran farm Baf n Hent Calip> EOS il, sads a C, y 0S~ 4 1 f 2 A nma fonghnig 3w Aehh Disp Galea fa bosi Annen Zubnlafeh hnst, Gp) onlar Na „a fyn Ya’ F`$ ngabha menh 1EAN feh Se Gerbyn finm Bn f nhbanhynt A e Bengſil, akon nm Vass h~ EA A b ga ES ES g6 Anderer Theil/ minimi u Damit aber auch ein Buͤrg wider ſeine Gelegenheit nicht Auffhallung zlllang auffgehalten werde/ oder mit beſorgender Gefahr und nao betorsene C chaden in der Húrgfehafft verbunden bleibe; Fan er/ wo An⸗ we Sire fang keine gewiſſe Zeit zur Erledigung benennt/ den Gláubiger anhalten/ daß er inůert einer gewiſſen Zeit/ ſich von dem Schuld⸗ ner bezahlt mache oder ihne der Bůrgſchafft entlaſſe; und hat hie⸗ ruͤber das Gericht zu erkennen. recuse Un ſollen die Buͤrgen umb mehrers nicht/ als der rechte Bürhen. Principal und Haupt⸗Schuldner verbunden ſeyn/ und erſucht werden: Was auch die Burgen fuͤr die Schuldner bezahlen/ ſind ſie von ihnen oder ihren Erben/ mit allem aufgewandten Koſten wiederumb einzufordern befuͤgt. Hup- Gne-8.59- E-20.: Tit XN. IE Ain Ey Ter; i Dae Donationibus inter Vivos. LT B men Epy bN é Q Von Vaben und Schenckungen/ ſo under Sebenden geſchehen. S onp tt ś dJfem pern Bfonkjiny ambre Daed 5. e e AA a aiet bes Elcher dem andern eine Gaab von freyen Haͤnden uͤber⸗ gibt/ oder mit bedaͤchtlichen Worten verſpricht und ver⸗ heiſſet/ der iſt ſchuldig dabey zu bleiben und ſtaͤt und veſt aa t tais baleen. ie a i aira Und mögen folde Gaben und Schenckungen auch gegen ²eeinem abweſenden geſchehen: in welchem Fahl es genug iſt/ daß ihme folches durch Brieff oder ſonſten zu wiſſen gemacht/ und von ihme angenommen werde. Unkräffige Es ſind aber die Donationes unkraͤfftig/ ſo durch Verſchwen⸗ ._„Donation, der und die/ denen ihrer Guͤter Verwaltung verbotten/ geſche⸗ hen: Wie auch derjenigen/ ſo ihrer Sinnen beraubt find. 1 TARA n inih Item: ſo einer Crimen læſeæ Majeſtatis begangen haͤtte/ und mepeti-t tg- MfD VEKTERE Majeftåt halben angeflagt wurde oder fonften ein e a nder Lafter begangen/ darumb ihm fein Haab und Gut nicht sade frih mesg Veralieniren oder zu veraͤuſſeren/ geboiten oder aufferlegt Aiai A wvorden der kan/ dieweil er in ſolchem Zuſtand iſt/ nichts doni- i ae ER EWN uͤbergeben oder verſchencken. Hingegen iſt denen Eltern und Groß⸗Eltern/ obſchon ſie eheliche Kinder oder Groß⸗Kinder haben/ und hinwiederumb de⸗ vatri en Kindern und Groß⸗Kindern/ ohneracht ſie rechte Eltern oder E n e baben Groß⸗Elteren haͤtten/ vergont und zugelaſſen/ daß ſie guten La aa be leenen. Freunden und Perſonen/ ſo etwas in Freundſchafft umb ſie ver⸗ a. Aars 1d Yon liad fingr maah ofan ninn apoape adn o A lfeomignadn r ine horgpennhah abhisbE. i aien faen Gn Ta bos Anko saN da 5 M B G a ah JCal. Af nrinn Banah 24 f, — Se e IO aem pO L AEN Stup. Gay- Uh. pag bz: lg.. von Contracten. 97 Mi Groß⸗Elteren haͤtten/ vergonnt und zugelaſſen/ daß ſie guter 06T err eJ A Fretinder oa ſonen/ ſo etwas in AEH dſchafft · umb· ſie ver e TERI l 14y dient haben/ eine freye moderate Gaab thun umd ohniwiderruffa-1567er oR lich ubergeben moͤgen doch alles auffrecht/ redlich und ohne Ge⸗ N% fåhrDe, 12-AN im oyki ayah 4 Wean hymne| thg Deßgleichen waͤre auch Sach/ daß Elteren Kinder haͤtten/ 1 deren eines oder mehr vor den andern fich inſonderheit umb die nit Elteren verdient gemacht/ oder ihnen ſonderbahre Handreichung mugi als offt beſchicht/ geleiſtet; moͤgen fie von den Eltern jum Bor- w AUP begabef eErOenN. 792a, pag-ist. b Ifans abrt rund Pra mafe Sr Tio: AONI Doch find die Donationes mò Übergaben/ ſo zwiſchen Elte⸗ Wanbie vo⸗ ren und Kindern/ die noch in der Eltern Gewalt ſind/ geſchehen/ ſcen Cien” nicht anderſt kraͤfftig/ dann durch Abfterben deg Gebers; oder fo un Linen das Kind bey Lebzeiten des Vatters auß deſſen Gewalt erledis get/ emancipirt ulnd ſein ſelbſt maͤchtig wird: Wann aber fein Widerruff beſchehen/ und die Donation Durch des Gebers Tod S beſtaͤtiget/ oder das Kind des vaͤtterlichen Gewalts bey Lebzeiten i des Vatters erlaſſen wurde/ ſo iſt ſolch Geſchenck beſtaͤndig und kraͤfftig/ und iſt dahero das Kind auch nicht ſchuldig/ das Gut/ ſo ihme geſchencket/ wieder in die Theilung zu bringen oder gu con- iber feriren; ſondern es mag folches jum Borau behalten/ und denz ber⸗ noch mit den andern Geſchwiſterten zu gleichen Theilen gehen: Dw Es waͤre dann/ daß die Schenckung uͤbermaͤßig groß und gat nicht proportionirt waͤre/ welches bey des Gerichts Erkanntnuß ſtehen folle; yI. gatado pag: jso- Ihlas KS aen Yatan 2. iMi Es koͤnnen aber die Donationen und Schenckungen ge⸗ Torinnér H» ſchehen und beſtehen nicht allein in Ubergebung ligender yen tonnen. Guͤteren/ fahrender Haab und weſentlicher Dingen; ſondern auch in unweſentlichen/ als Rechten und Gerechtigkeiten; in oa gleichem Ceſſion und Uberweiſung einer Klag oder Anſprach/ ſo Der Bonator oder Geber an einen andern hat/ oder kuͤnfftig zu A haben verhoffet. ai We Doch daß ſolches nicht ſtatt habe in denen Ubergaben/ die joe geſchehen zum Schaden und Betrug des gemeinen Nutzens oder Ie in Præjudicium der hohen Obrigkeit oder derjenigen/ denen man joy mit Schulden verhaftet if. p Gleicher Geftalt ift auch dieſes fuͤr eine Schenckung zu hal⸗ y ten/ ſo ein Creditor oder Schuldherꝛ mit ſeinem Debitoren pacif- m ciret/ die Eo r ju Man: aem da e einen umb- me onſt und ohne Zinß in ſeinem Hauß wohnen laͤßt. m! P aber einer dem anderneine Schenckung(ſo ſich uͤber Seidi gw fuͤnff hundert Ducaten CINNT lauter Freygebigkeit ay M na + gimi — Dos a Moar Dae o famin adar —— 98 Anderer Theil/ ſet/ übergibt oder ſonſten verſpricht und verheiſſet ⸗ iſt ſolche Do⸗ nation nicht kraͤfftig/ ſie geſchehe dann vor Gericht/ und werde in das GerichtsBuch gebuͤhrlichen eingeſchrieben.+E Jedoch iſt dieſes alſo zu verſtehen/ daß wann die Donation 500. Ducaten uͤbertrifft/ und nicht vor Gericht inlimuirt wird/ ſo dann allein der Theil ſo excediret oder die Ubermaſſe nichtig und unverbindlich/ aber die 500. Ducaten nichts defo weniger fráff- tig und beſtaͤndig ſeyn ſollen. 4. gu-:.: 13 pow eyn was Báb Auch ſind etliche Faͤhl/ darinnen die Inſinuation nicht von⸗ ken ton c nöthen/ und da die Gaben vor ſich ſelbſten beſtehen/ ſie geſchehen nòis. gleich in beweglichen oder unbeweglichen Guͤtern: Als wann je⸗ mand umb Verdienſt/ Gutthat/ oder anderer Urſachen willen/ einem andern etwas ſchencket/ daß ſolchem Verdienſte gemaͤß/ oder daß er ihn kuͤnfftig erhalten folle: Dann was aus Urſachen geſchicht/ Fein bloſſes Geſchenckeʒ ſondern eine Belohnung und Ergoͤtzlichkeit zu nennen iſt. mes Fngleichem wann einer dem andern etwas ſchencket/ damit yeI R Iet ſein Bau⸗ los oder abgebranntes Hauß wieder auffrichten und i nae” EPAIAN à è 4 r tee a a A EN MOJE. A: gr ipfo. kaasi, Auch ſo jemand den Zinß oder Intereſſe, das fuͤnfftiger Zeit fallig/ nachlaͤßt: ob gleich ſolche Nachlaſſung uͤber 500. Ducaten S fich erfirecfet, seo giru tarre. ah ly Amra gA Ebenmaͤßige Beſchaffenheit hat es auch/ wann jemand zu f ) HA a. f tlichen Zeiten etwas geſchencket/ und ſolche Donationes oder Schenckungen jede inſonderheit 500. Ducaten nicht uͤbertrifft/ ſonſten aber zuſammen gerechnet/ gleichwohlen ſolche dummam ubertreffen wurden: ſo hat es der Inlinuation und Beſtaͤtigung des Gerichts nicht vonnoͤthen. Wannene Obwohlen nun eine Donation, fo nah Recht und Billich⸗ khunerere- keit auffgerichtet und geſchehen iſt/ nicht ſchlechtlichen mag wi- artmerden. derruffen werden/ ſo kan dennoch ſelbige/ in gewiſſen Faͤhlen re⸗ „s. voci und auffgehaben werden: Als namlichen/ wann ſich die “begabte Perſon/ gegen den Donatorem undanckbar verhielte; Ley Sepha j ;. als want fie ibn mit hober Schmach an ſeinen Ehren antaſtete/ p>» Der ſonſten unbillicher Weiſe an ſeinem Leibe verletzte // Gewalt gn ihm uͤbete/ jagte/ fienge oder gefaͤnglich hielte/ oder ihme an +>. Der Subltanz feine Naab und Gütern mercklichen Schaden/ hin⸗ derliſtig zufuͤgte/ oder in Gefahr Leibs und Lebens/ oder um feine Dienſt uind Aempter gebracht/ oder dasjenige/ ſo ihm bey der Bonation Oder Schenckung durch Pact und Gedinge aufferlegt worden/ Erledigung der Gefangenen eine Gaab oder Schenckung thaͤte.a , Wann auch jemands nicht zu einerz fondern zu underſchied⸗ e a o aan oen~, APE E G fhend i, fA i EDUN get Zei eaten n gthöte⸗ erid o ANM nes oo perpiel G Ml u9 o worden/ ni der gehalten haͤtte; Jedoch von Contracten. 99 ſolle zuvor die Urſach der Undanckbarkeit und andere Qualitæten ſo allhier Rognan durch Gerichtlichen Außtrag dargethan/ bewieſen und fůr genugſam erkandt werden. Ferners/ wann nach geſchehener Ubergab eines groſſen Theils von des Donatoris Guͤtern/ ihme Kinder gebohren wur⸗ den/ deren FIA zur Zeit der Gabe nicht verſehen haͤtte/ ſo hat er oder feine Kinder Macht/ die gethane Schenckung zu revoci⸗ ren. Hup. got: Ù. po.bo. Azi. 3I g LJ Wurde es fichaucth begeben daf einer eine Summa Geltg/ stp. qu- is pi 2. oder ſonſt ein ander ligend oder fabrend Gut/ hinfchendte oder 77 7 zu ſchencken zuſagte; und nachmahl ohne ſein merckliches Ver⸗ ſchulden durch Ungluͤck in Armuth geriethe/ alſo daß er nicht al⸗ lein ſeine Creditores und Schuldherren der Gebuͤhr nach nicht ae fónte; fondern aud) wann die gethane Donation in ihz ren Kraͤfften bleiben ſolte/ kein Außkommen oder Underhalt ha⸗ ben wurde/ ſollen in ſolchem Fahl zuvordriſt die Creditores, wo zu ihrer Vervortheilung ſolche Ubergab geſchehen/ oder da ſie nicht in fraudem Creditorum beſchehen/ gleichwohlen aber die Schuld aͤlter als die Donation iſt/ dieſelbe zu revociren/ und zu hintertreiben Macht haben/ der Schencker auch mehr nicht zu halten ſchuldig ſeyn/ dann was er mit Fug/ und damit an feinem Underhalt und Nahrung ihme nichts abgehe/ entrahten kan. $ ift auch zů wiſſen/ daß die Widerruffung eines Ge⸗ Vonmen ſe ſchencks wegen der Uindanckbarkeit/ von dem Schencker allein/ daſharter bey ſeinem Leben/ konne vorgenommen werden: Dann wann er auſſen werden bey ſeinen Lebzeiten die Donation nicht widerrufft/ moͤgen ſeine Erben nach ihme ſolche nicht revociren; ſintemahlen darvor ge⸗ achtet wird/ es habe der Donator dem Donatario, ſeinen began⸗ genen Fehler verziehen, sg. ir pms n Tit. XXI. De Donationibus mortis Cauſa. Von Baaben und Schenckungen/ ſo von Sodes wegen beſchehen. Le begibt ſich mehrmahlen/ wann einer etwann kranck iſt/ Donationes stse..čapsztas| oder eine weite Raͤiß/ oder ſich in Kriegs⸗Dienſte zu beges moricandi epis ben vorhat/ daß er einem andern etwas vergabt/ mit der Sirip i Condition: ſterbe er in dieſer Kranckheit/ oder komme nicht wies zeri eat GEI S prietpraat EA a E G ae SAd gaa MdnanmiSinyhh nof ynin y A A A k£ o S$ s JIT Bam t Jann D vehas Yogh ninn Phnnb nnd ninng Yhn mifms hor Pedrd Onapi 4, Daa iu Doran Di Onnafirnnp D rfaomtfiy nifoPnolip ia prinn aban Ir ranido-Eni afha nif niuma Ins E A NY, dhó l safga S X & nfi rordh faje 18h, nats Hah. 100 Anderer Theil/ der zu Hauß/ ſo folle die vergabte Haab ſein eigen ſeyn; gleicher M Woſe geſchiht ſolches auch bey geſundem Leibe/ allein in Bez f trachtung fúnfftigen natúrlichen Sterbens/ vb ibme gleich Feine W andere Gefahr bevor ſtuͤhnde. y Jn was Faͤh⸗ Dieſe Schenckung mag einer wohl thun/ doch allein in de⸗ im nen Fahlen/ darinn einer Teſtament zu inachen/ oder etwas frey anbsorm to von Haͤnden hinweg zugeben befuͤgt iſt: Inmaſſen dann auch zů Göbeldeben ſolcher Vergabung/ ſbie bey Teſtamentlichen Verordnungen da⸗ nom pyn im dritten Theil dieſer Ordnung gehandlet wird/ die Zew gen erforderet werden: Doch iſt nicht vonndthen/ daß dieſe Ver⸗ abung in Schrifften verfaßt/ oder vor Gericht intinvirt werde; ondern ſie erlangt durch Annehmung des Donatarii ihren Effect und Wuͤrckung; es wolte dann der Donator ein ſolches um mehs rer Sicherheit willen/ und zu Verhuͤtung aller Streitigkeiten/ von ſelbſten gerne thun. Es muͤſſen aber alle Ubergaben von Todes wegen auff den Tod geſtellet/ oder darinn des Tods gedacht werden/ ſonſten gel⸗ ten ſie nicht: Nemlich daß einer außtrucklich vermelde/ wie er in Betrachtung der Sterblichkeit ſolches gebe/ mò mit dem auf- trucklichen Geding/ daß ererſt nach ſeinem Abſterben die Dona⸗ tion zu ihren Kraͤfften kommen ſolle. Frevbeit des Welcher dann eine ſolche Gabe auß gemelten oder andern Sron itn Pratorise Irſachen Tods halben gethan haͤtte/ der mag dieſelbe Gaab gleich von Handen geben oder bey fich behalten: Geſchehe es a⸗ ber/ daß die daran gehenckte Condition nicht erfolgte/ noch er⸗ folgen koͤnte/ fo iſt die Gaab nichtig/ und fan der Donator per Geber die Geſchencke jederzeit als ſein eigen Gut wiederumb von demjenigen/ deme er fie zu Handen geſtellet hat/ abfordern und zuruck nehmen. peo gann fetsige__ Und wiewohlen die Donationen auffen Todesfahl kraͤfftige blichtal. Wuͤrckungen und Eflectus haben ſo verliehren ſie doch auch in Apg čam 6.(llichen Faͤhlen ihre Krafft und Wuͤrckung: Dann es mag erſt⸗ lich eine ſolche Schenckung auffn Todesfahl jederzeit von dem Geber/ ob auch gleich keine Urſach vorhanden/ reVocirt und wi⸗ derruffen werden. Item/ wann der Ubergeber denjenigen/ dem die Ubergab beſchehen/ uͤberlebte/ oder die Ubergab widerruffte/ oder des Lagers/ in welchem er ſolche gethan/ wieder auffkaͤme/ fo ift die Dopation und libergab gefallen/ dergeſtalt; daß/ wann gleich das uͤbergebene Gut ſchon geluͤfferet und tradirt worden/ doch der Donator oder ſeine Erben ſolches von dem/ welchem es uͤbergeben geweſen/ oder ſeinen Erben in allweg wieder fordern koͤnnen. Gleichfahls/ wo jemand ſo viel weggeſchencket/ oa na «hy — von Contracten. LLARG, 2a iiy EAn bigin Vhondheos balee. NiX, nach ſeinem Abſterben die Schulden nicht be zabit werden fonen) irei aen ihi fo werden die Donationes aud widerrufen/ und denen/ ſo et⸗ Banleg Anai was geſchencket iſt/ wiedergenommen. Ak AAE— Aa Mi up. Gmr- Ul- pag. 77. lel. j. EE ioiii ha n ki R a hia gemee Tit. XXII. roo ooo ody leda nan NAg nh brni Stup. g-ÜI pg. 80.ti. 3. ng nh E ata EA, De Tranſactionibus. sI den a pp tope rän bnegiridp Amit WVon guͤtlichen Verträgen. 8 EE AW T Ea Anabormmne s4 engan onn mnfensh n Dan fohh Q tnban, inah EZ Sin rechthaͤngigen oder anderen ſtreitigen Händien wie K MER a aan liche Bertrág gemacht/ und mit Gelt oder fonften vergliz swaten meet- tis 7 AGA a A in iniz= hen werden, follen ſolche Vergleichungen alßbald kraff, zana iins ag Soles. tig/ und ein Parthey die andere umb Vollziehung derſelben MIE egion oreh ez Redt angubalten befuͤgt ſeyn; vbfhon die Beredung/ mie mit ERa iiris mine bloſſen Wortenund nicht ſchrifftlich beſchehen waͤre/ doch daß ſol⸗ f AN recht genugſam dargethan und erwieſen werden follen, ihares Ae bofa nieni Es follen aber diejenige Bertrág/ welche in einer fonder- Zint nide De nai pagni bahren Sach geſchehen/ ſich auff keine andere Haͤndel erſtrecken. Sineu cz Pa Und da einem in gůtlicher Vergleichung das bereits inhar En y irate bende ſtreitig geweßte Gut verbleidet/ iſt der Gegenthell demekein Wiima, 4- Waͤhrſchafft zu leiſten ſchuldig: Wann aber einer das ingehabte 119 aen srta: L nabe Donz: heh; A 2 ims Zez Gut dem anderen durch gútliche Rergletohung einrauunbt/ ife gm" P pree 0der Abtrettende oder Ubergeber aur Rohrig chaft verbunden, EE$ i„27 R md. A TAE res P Aua eR ERa Tit XXI eae e aes eN on bedadtlid Toder 10K. aae Šon eDåchtlichem Sufagen 0 ME Ean 6 iadya N Yrth Sien i, AS Dolt cote ANN LI RS 559570 hi fi k; f 4 Selin e a aa onen Verſpre hen. T— rohi Hy 35 Pe EPEA Sor, hetei RSS Staigh, 115.— C Eicher dem andern mitbedáchtlichen Worten oder fonfien tanuan re m gia ij~ s etwas verſpricht oder zuſagt/ der ſoll ſein Verſprechen Lamangat 17275m halten/ oder auff des andern Theils gebuhrlich anſuchen—— Wo SIRA und klagen/ mit Recht darzu angehalten werden; und ſolle hie⸗π ᷓ e mit der/ zwiſchen den pactis nudis und Contractibus in den Rd⸗ HS eiA it miſchen Rechten geordnete Underſcheid auffgehebt und alle Wers-2- yae R Zr tomufien wie die gemacht worden/ gehalten werden.--2- nna EE mia anp Gm; firmaj hor Imah Farh Bnlepa Gam 2 pirr Hig Edra) br npma minnat EE a. Ailen y l Ben Vrf Sy Iit. XXIV. Dre t E Befonen,°: VA. Aup- Gas. pag- S-7.+ fi..7- 9: 10. 1. i2 .. A Grnt ranh Pa iak$ naty Tporeeh SL Da feriat an* E PE en e a E EENET D AAO o E AA A E a RA A EEE E n n ia s RENGE. CSA —..— O E PEA e o as an d Anderer Theil/ Fewellen unſerer Waͤiſen Ordnung und denen der Voͤgten A halben außgegangenen Mandaten von der Minderjaͤh⸗ k © tigen und anderer Perſonen Bevoͤgtigung und Vormun⸗ n dung ſondere Fuͤrſehung einverleibt/ wollen Wir/ daß ſolchen mit allem Fleiß getreulich nachgelebt werde. 8 Die under Ferners ſetzen und ordnen Wir/ daß ein Perſon ſo bevoͤgtet/ bem Boste ticht Macht haben folle einig ligend oder fahrend Gut zu verz nidtmadi kaulffen/ zu vertauſchen/ hinzuleihen/ oder in einig andere Weiß' | dn Ontave DOET Weg zu veraͤnderen/ ohne Wiſſen und Willen ihrer Voͤgten. Bón Wo auch ein Vogtbahre Perſon darüuͤber etwas veranderte/ ſol⸗ Ù Ten die deßwegen fuͤrgegangene Contracte und Handlungen un⸗ kraͤfftig ſeyn; wofern namlichen ſolchen Vogtbahren Perſonen l dardurch Nachtheil und Schaden zugefuͤgt wurde/ im Fahl ſie aber nicht vernachtheilt worden waͤren/ und die Bevoͤgteten ein folches verlangten, follen diefe Contract in allweg Krafft haben/ obſchon kein Vogt oder Vormuͤnder dabey geweſen. Wobl aber in So ſolle auch denjenigen/ ſo zu ihren Jahren kommen/(da⸗ stie von hieunden im ꝛten Titul dritten Theils zu ſehen) von ihren Guͤteren ohne Vorwiſſen des Vogts zu reſtiren und letſte Willen zu machen/ oder auch bey Lebzeiten nach proportion ihres Ver⸗ indgens beſcheidenliche Honationen zu thůn ünbenominen ſeyn. Tit. XXV. pegeri RON Contracten der Winder/ fo noh une. a e iane rrie Der våtterlihem Betvalt ftehen, az= AGE I A U eaae ford poionbole, fe aI A pe inva fono i Ir wollen auch/ daß die Kinder/ es ſeyen Soͤhn oder Toch⸗ enewel, teren/ die noch under vaͤtterlichem Gewalt ſtehen/ kein e Dirade Beben, baben Macht und Gewalt haben ſollen/ mit Spielen oder an⸗ meemran: dern unzimlichen Sachen etwas zu verthun: Wie ſie auch ohne pote NA fege DES Vatters Wiſſen und Willen gar nichts hingeben/ verſchen⸗ nonn Dy Niny rsp $ cken und veraͤndern moͤgen. Da ſie auch wider des Batters „cùWillen etwas verſpielten/ verzehrten oder veraͤnderten/ ſoll ſel⸗ biges dem Vatter auff ſein Begehren ohn allen Abgang wieder — Jzugeſtellt werden/ und darneben derjenige/ fo ihnen etwas erz Javhfeh Grs miganp Unand id: d. RSZ ritea ehlter maffen abgenommen auff des Richters vorgehende Er⸗ Ba Gnlp r Ante Daehnin bnferinh Bos iea Eh anntnuß/ nach Beſchaffenheit der Perſon und Ubertrettung mit w p aaay Pae Thurn⸗oder Gelt⸗Straff belegt werden. ATebel Be. Ferners ordnen und wollen Wir auch abſonderlich/ daß tee Beini niemand einigem Sohn oder Tochter/ fo lang fie under ihres dorgen Batters Gewalt find Gelt/ Wein/ Korn oder anders derglei⸗ Z St o u4, Ai 120. fit. y. aJ honna hoa Gea O2` 2 N Usa S P T h peg,& tkir ahs kr h NTE Dey Her Wez Mahan u Orlifrr Qo Gabh fen fofo, ghia md chen/| Segak abs FA l T z A sp ihre Rillen Pers chn. En m— yi ih yy Eei e A hoh rii after Mi Wichel piw yei pami ö W ie Y go kuͤnfftigs hin dabey ſein Verbleibens haben: Dergeſtalten und ERY Ruee d Dry mkal brlagnh A: Aminmmof hins AA mln, Grbetn Na Anih PE ienh bis Hane von Kontracten. 103 chen/ auff Wiederbezahlung hinleihen/ oder auf Borg zu kauf⸗ fen geben/ oder ſonſten borgen/ es ſeye in Wirths⸗Wein⸗Bal⸗ len⸗Calle-Paſteten⸗Bier⸗Oder andern Haͤuſern; auch da hinwie⸗ Shaubdarr der gehandlet wurde der Batter etwas zu bezahlen nicht ful banien, dig/ und daneben ſolcher Glaͤubiger oder Contrahent in unſer Straff gefallen ſeyn ſolle; es haͤtte dann der Vatter darein be⸗ williget/ oder waͤre den Kindern ein ſonderbahrer Nutzen darauß entſtanden. Wurden auch ſchon dergleichen Glaͤubiger ihre Schuldfor⸗ 4t.s 4t.s derungen einſtellen/ ſo lang big die Kinder eigene Haufhaltung/ TAr: teiaa bey des Vatters Leben oder nach ſeinem Tod/ uͤberkommen/ ſol⸗ r Ei len ſie die Kinder/ dergleichen Schulden zu bezahlen/ dennoch nicht verbunden ſeyn; es waͤre dann/ daß der Glaͤubiger vor Ge⸗ richt mit guter Kundſchafft darthun und außfuͤhren möchte/ daß ſolch Leihen/ Borgen oder Verkauffen auß nothwendigen und ehrlichen Urſachen beſchehen/ in welchem Fahl der Sohn oder Tochter zu bezahlen ſchuldig waͤre. Tit. XXVI. Von Contract, Verpflicht und WMandlun⸗ lungen der Weibs⸗Werſonen/ und wann ſolche Sontract kraͤfftig oder nicht. ar o; Leich wie bey uns/ zu Statt und Land/ von undencklichen urinii esga Jahren hero/ ein Loblicher Gebrauch getoefen/ Daf Die ne maune E 2t-i,, bhnverehlichte Weibs⸗Perſonen/ darunter auch die Witt⸗ grer lon oar weiber gemeint/ damit ſie nicht etwann aus Mangel guten Be⸗ pin dachts/ moͤchten hindergangen werden/ ohne Unterſcheid des arine Merg Mer atins ga Alters und dero Standes mit Boͤgten/ welche ihnen mit Rabt aAa Rn kea und Shat beyftehen folen, verfeben werden; alfo folle es aud-irtis s gedhi.| mit dieſer heiteren Erklaͤrung/ daß keine ohnverehlichte Weibs⸗ Saa ain—. Perſonen/ von was Stand oder Alter ſie auch iminer ſeyen/ oh⸗ nfmwat meigi ne Zuthun und Einwilligung ihrer verordneten Bogten/ oder soneanirn ezish:3 s wann felbige abweſend/ und die Sach keinen Auffſchub biß zu de⸗ anen priit ro Ruckkunfft leiden moͤchte/ zum wenigſten ohne Vorwiſſen dero S Lee naͤchſten Gefreunden und Beyſtand einer ehrlichen ohnverdaͤch⸗ a] tigen hierzu inſonderheit requniten und dabey gmh ODN 7 intere S ri eads n ellitten Manns⸗Perſon/ weder in noch auſſerhalb Gerichts ets pienine was kraͤfftiglich zu ſchlieſſen/ oder zu handlen befuͤgt; ſondern la ano E Bn le folche Contract und Handlungen/ womit fie fich gegen jemand ire zE ia| Stupo: na ÚA: pong 8- Fh-6. Anjer pher migiirn Bonbon find rlradnn Edin diobh Ard Yri htanid hy DEDIT EA prr KE Ka daniati fi, Ria dogtng fian Gnath sban nren Pasifa y Dn SNBA mahh ion ind fen Vogn bor a a ESE M ut Jelg sgáth. 4, —~ 7 SA G—5 F BRY nahr NES, Tolfa È: Ktn dfe bnrkio t in ahnt- Paofan 4- An badog d aiy la eefin y Daip 3: Mln, rhn Badenn? Grget lY; dnn Bey Erib-HEA nadin, Arain Aeh arih Bizia rhn of bn bigh, A, Sofans fin nd baanfih--08a Allngn rn? orh. 8 ln. Welln ted T i Ehend pag-46..T. Cnt s fu nhfjaty{ir Sat pbg hh- Lofaro bne Va ofen FUen Frar dipho, ra e nf e i fern erd fee S i 2 35, 4 are Ma, Srgtriha JAEP e G Rinay mpho me ongatheg bhan. Dera Bagi EAA noih Afal: j..; Donn da A Honhfeh Grala nin Grina Dar fad Bofia ofen Yere Pona donho irr Vamp Dod GnGnnb Dae bina brllyn kad r bD efE A) 0 rdnr barbir megh, 2, g Knn alrt Polifuny Gnn nine Progr Pan Gatra tads, Slaai bon fardal bon banne Majlih a bon Cabean nh Sn ed Emler ton Sni GETEA ah Anrfons jafieh: Luelfh Gont; Iof iin Du. Rotnadn 8 Aba Snein rd inad 2d Don, o welfet ofen Ùn a nofalh Bnipani Aoi bya a E A S N 104 Anderer Theil/ verbinden/ zu Recht unguͤltig/ und ihnen weder vortraͤglich noch nachtheilig Eon ſollen: Wann auch ermeldte Weibs⸗Perſonen fuͤr ſich ſelbſt/ und ohne Beyſtand ihrer Voͤgten/ ein ihnen zuſte⸗ hendes ligendes Gut/ Guͤlte/ oder von fahrender Haab etwas namhafftes veraͤuſſeren oder verpfaͤnden wurden/ ſolle ſo wohl ihnen/ als dero Vögten bevor ſtehen/ ſolchen Kauff⸗Verpfaͤnd⸗ Welche Weibs llnd Handlung zu retractiren und auffzuheben; Jedoch ſolle hier⸗ Deronen ot: Stryd denjenigen Weibs< Verfonen fo auff bren abren find iber Disten(fie im 2fen Situl/ dritten Theils enthalten) vor fich felbft und hi ohne Vorwiſſen ihrer Voͤgten/ oder Zuziehung anderer Beyſtaͤn⸗ den/ von ihrem Haab und Guͤtern/ beweglich und unbewegli⸗ chen/ den Rechten und hieſigen Statuten gemaͤß zu teſtiren und uno beibei. Jefte Willen ju machen unbenommen; Deßgleichen auch bep smtõnnen. Lebzeiten nach Ermaͤßigung ihres Vermoͤgens/ beſcheidenliche grepheil der. Schenckungen zu thun: Inſonderheit aber denen Weibs⸗Per⸗ fenon Beits ſonen/ ſo mit Handthierungen/ Kauffen md Berfauffen umb- nudandihte zugehen pflegen/ in ihrer Kraͤmerey und Handlung ohne Zuthun ben.6nundr ihrer Vogten beſtaͤndig zu ſchlieſſen/ und ſich zu verpflichten zuge⸗ laſſen; ſonſten aber auſſert jetzt erlaͤuterten Faͤhlen/ allen Weibs⸗ erſonen ohne Vorwiſſen und Conſens ihrer Voͤgten zu contra- iren/ oder ſich zu verſchreiben/ zu verbuͤrgen/ oder ſonſten zu verobligiren/ hiemit allerdings verbotten und abgeſtrickt/ auch dergleichen Verſchreibungen gaͤntzlichen null und nichtig ſeyn. e Varmega Sed niian ASAE Phra dain okt EEA oi aiene t sari Won Yúrafhafft der Meiberen. 1 ereda forrni oflo honp ebrakis E EALE i OARS mm Krafft vorgehenden Tituls/ die Weibs⸗Perſonen 4B E Ey Birofibaft mit Einwilligung und Beyſtand ihrer verordneten Voͤg⸗ PERPE nh D ema eaa. ten/ ſich kraͤfftiglich als Haupt⸗Schuldnerin verſchreiben a T orrai, ANO verpflichten Fonnen, alfo find fie auch auff gleiche Weig/ aee ariei in Buͤrgſchafft einzulaſſen/ und für andere gut zu ſprechen/ bnmiſſe d kwohl befügt; Jedoch/ daß wann ein Eheweib etwas contrahiren epaia oder fuͤr ihren Mann oder einen andern als Buͤrgin/ oder neben demſelben als Mit⸗Schuldnerin ſich verſchreibet/ ſolches nebſt ihrem Ehemann auch mit Zuthun eines ehrlichen/ durchauß un⸗ verdaͤchtigen/ der Sachen gang ohninterelſirten und hierzu in⸗ e ASIERA s aair ketoke a o i ſonderheit erbaͤttenen Beyſtands melher Krafftalten Herfon A mb men md Rechtens mit wnd neben der Frauen zu gleicher Zeit ſich als Beyſtand underzeichne) geſchehen ſolle: ſonſten derglei⸗ then Contractus, Interceſſiones Ulld Buͤrgſchafften/ wie biß dato, A, Enah Y e J*-a4 4 A G n a as 7 Stup. Gor. Ulang F32- Sii. phein EE A BGP n anà nhn pafta A hoah Hh a degt radat Í D eA y 9 s f KA i Di 4 0 yrl f Sa S fx 3 TECE saD fird fin what im Garo h bnrbnigardh snin nae. Sen barlan Inidoghè abri A m a2 Derap R afai borbnpath, q Erh 5 im td brh Dorme Yandal boff rand Gepaar Irn d fininn doaf Yro. aR Gm pa, G, p—— D D a, aa o a ia a i. von Contracten. 105 bg cht ungůltig/ und die Weiber ſol⸗ yit alfo auch noch ferners/ zu Recht unguͤltig/ nhy on Schulden halben, Feines wegs verpflichtetſeyn wurden. m Tit. XXVIII. i F W: io e. TAE Bn Datang t Von Prodigis, unnuͤtzen Haußhalteren/ ni Verſchwender und Beuderen ihrer Maab hu„a a MD DBúteren, A REE mii Pe: up.< y. a74 9. 1O.` i i a: Mi IAchdeme Wir zum dfftern zu unſerem hoͤhſten Mißfallen gon ger- N vernehmen muͤſſen/ welcher Geſtalt/ unnuͤtze Leuthe/ ih⸗ und Seon nen ſeibſt/ auch ihrem unſchuldigen Web und Kinderen WH zum Verderben/ nicht allein ihre eigene; ſonderr auch ihrer Wei⸗ e beren zugebrachte/ und ererbte Guͤter mit Tag und Naͤchtlichem 8N Spielen/ Freſſen/ Sauffen und Schwelgen OET Di Weiſe verſchwendet/ dadurch ſich ſampt den Ihrigen pi en ia Bettelſtab und in die aͤuſſerſte Armuth/ Jammer und Elend ge- L feset: Jnmafien dergleichen, wie lider Die tågliche Erfahrung Sibi mehr/ als genugſam an den Tag geleget/ Uns zemeinlich zu er⸗ Ea men kommen. wider dieieni emiti o ju o So ſetzen und ordnen wir hiemit/ daß wider diejenigen/ ena r ͤtzli d verſchwenden/ ý fo ibre Gúfer alfo wmúglich durdhbringen und v JOMA De kad-kane hpa N, fich auch davon durch Feine Erirmerung oder gútliche Abmabr-r VEIAS nung abhalten laſſen wollen/ auf Klag und Auruffen der Freund und Verwandten des Sene i or E ATA N wie auch anderer/ welchen ſolche? ÒIN Apk ráichen moͤchte/ von E..kleinen Raht Rechtlichen erkennt; Aih dardurch die Adminiſtration oder Verwaltung ihrer en oo und Guͤter genommen/ Voögt geſetzt; auch ane Pa hi niy lich berichtet und verwahrnet ſeye/ von Sa AE a e W-© berey ofrentlich goeh lgo AE Bensipi PEMER Ule qubar Wi undet werden OUE Saan ST AUN PAT A A i a M y Welcher dann als ein Geuderünd Beychroender aufgerufz er asein, ahi fen und erklaͤrt wird/ derſelbig ſoll gaͤntzlich keine a t S E N a E gnh verbinden/ in keinerley W fuͤrneh⸗ ieai piny, p i en; einer hierwider etwas fuͤrneh⸗ irs sip ga go ým Vorwiſſen und Willen; da auch wid eai naa sai men chite(Das Dilglernings Sraftlog/ nighrig umo ohngiiig vfo An, aS R dan nefit: Agip othe 5 m ſehn Sms Fahl auch ein folcher aufgefúndter Prodos une aa ind Anpeke, ni fchrwocnder etiwas von fein oder feiner oarra i teet R eenaa jin Haab und Guͤteren veralienirt/ veraͤndere pp#8 > i o o aa n S D N 27—777 d Ahaa feroln pag. toi. ngm 23°). graph eo.) Stup. Ane U8. pag. 79:-1. 3I dreal) mogh ap KILE A Kehaan San doako EA derea a. Gndife Sin nhh ninis Ong Iar BHIA aem APs, 5 ATOE SLE EE A Esa A aa A A E EOE e AE A an ah saa E 106 Anderer Theil/ Jen fie oder ihre Exben gut Fug und Macht haben/ daſſelb zu wi⸗ derruffen und zu vindiciren; darauff auch von unſeren Gerichten gut Recht gehalém werden, Eae E RE AEAT x Ah ANY eA IA Bdp pag HS.$ hafSnmn nh andy Hom Stg GB. fag. i. w Tit. XXIX. Von Fbtheilung zeitlicher HMuͤtern/ zwiſchen geſcheidenen Perſonen. Zailliche Gü: Emnach ſih oͤffters begibet/ daß nach bereits wuͤrcklich be⸗ iriſhen ge⸗: ſchehener Eheſcheidung/ zwiſchen denen geſcheidenen Eheleuthen/ wegen Abtheilung dero in die Ehe zuſamen abguhellt“ gebrachter/ auch darinn ererbten und gewonener Guͤtern/ ſchwaͤ⸗ so re Streitigkeiten ſich erheben/ als laſſen Wir es/ zu dero Bevor- kommung/ bey dem/ in unſerer publicirten Ehegerichts⸗Ord⸗ nung/ deßfahls geſetzten XVI. Articul/ ſein Bewendens haben/ und wollen/ daß bey ſolch vorhabender Vertheilung allervor⸗ Ee gefehen werde/ ob eine Eheberedung vorhanden oder m oe D Wann eine Im Fahl nun dergleichen Ehepacten vorhanden/ wollen Suühenden. wir/ daß denſelben in ſo weit nachgelebt werde/ daß doch dem unſchuldigen Ehegemaͤcht frey ſtehen ſolle/ all ſein zugebrachtes und waͤhrender Ehe ererbtes Gut/ vorauß wegzunehmen; Das Gewonnen/ Errungen und Erſparte aber/ nach Sag der Ehe⸗ beredung mit dem abgeſcheidenen Ehegemaͤcht auff die Weiß zu theilen/ als wann daſſelbige fehlbahre Theil abgeſtorben waͤre: oder aber(da das Unſchuldige ſolches lieber wolte) ſein zuge⸗ bracht/ und ererbtes Gut/ in die gemeine/ von beyden Theilen vorhandene Maſlam, und hiemit alles in die/ durch die Eheab⸗ red/ beſcheidene Abtheilung kommen zu laſſen/ damit nicht et⸗ wann; da man in ſolchen Faͤhlen die Eheberedung gar nicht in Acht nehmen/ und dem unſchuldigen Theil lediglich die Wahl laſ⸗ fen wolte/ ſich bey dieſer Abtheilung entweders der Eheabred o⸗ der des Statt⸗Rechtens zu bedienen; das ſchuldige Theil/ von deme etwann das meiſte Gut herkommen/ deme auch Krafft der Eheberedung das ganße/ oder ein gewiſſer Theil ſolch feiner feits zugebrachten Guts/ haͤtte zukommen ſollen/ neben der Straff des Ehebruchs/ auch mit Verlurſt des mehreren Theils ſeines Guts geſtrafft werde: darumben in ſolchem Fahl das unſchuldi⸗ ge Ehegemaͤcht ſich billich darmit begnuͤgen ſolle/ daß in deſſelben Willkur geſtelt wird/ entweders ſein zugebracht/ und ererbtes vorauß/ und in dem Gewonnenen/ den Theil ſo ihme die epar re are a a a a a a — Dih Min lii fidh Waden whai vid D eD hab Heron n oD wollen h den ndeg Das nEw Reka 1Wäͤke. n g Iha Chech idi ihti yh W predl f 0 nf M wh remi s t ia M yoh EHW i von Contracten. 107 red gibet/ hinweg zunehmen/ oder bey der in den Ehepacten be⸗ dungenen Abtheilung allerdings zu verbleiben. Wo aber kein Gewinn vorhanden waͤre; ſondern das Gut der Eheleuten waͤhrender Ehe abgenommen haͤtte/ da ſoll/ wann Krafft Eheabred dem einen das halbe/ oder die zween Drittel/ dem anderen aber das uͤbrige von dem zuſammen gebrachten/ zukommen ſollen/ es zwar dabey gelaſſen werden; in dem Fahl aber/ da vermoͤg der Ehepacten jedweders Ehegemaͤcht ſein zu⸗ gebracht/ und ererbtes Gut hinweg nehmen ſollen/ ſolchen Ver⸗ Jurft der Mann Fals Verwalter des Guts bilich allein ragent stegs ipiis Es waͤre dann Sach/ daß er der Mann offenbahrlich zeigen koͤn⸗ te/ dab es an ſeinem Fleiß nicht ermanglet; ſondern ſothanes ge⸗ meine Gut durch Ungluͤck/ oder durch Ubel/ und liederliches Haußhalten der Frauen/ ſo er nicht verwehren koͤnnen/ in Ab⸗ gang gerathen ſeye: Welchen Fahls auch der Frauen nach Beſchaffenheit der Sachen und ihres Vermoͤgens/ ein Theil davon zu leiden/ entweders durch einen gutlichen Verglich oder richterlichen Außſpruch/ zu aufferlegen waͤre. Wann aber die geſcheidene Eheleuth ohne Eheberedung die Ehe bezogen, foll dem unſchuldigen Theil frey ſtehen/ entweders ſein zugebracht und ererbtes vorauß/ zuſamt dem ihme vermog Statt⸗Rechtens gehoͤrigen Theil am gewonnenen und erſpahr⸗ ten Gut hinweg zu ziehen; oder aber ſolches bey dem ge⸗ meinen Gut bleiben/ und hiemit alles in die/ durch das Statt⸗Recht/ beſcheide⸗ ne Abtheilung kommen zu laſſen. Sende der Statt Berichts Irdnung Sweyten Sheils. O 2 Statt Wann keine borhandens Stup. Gna.p. iiS. eidd iia oi a as( 109) Sœ 3 NAA CWA NA NA NA aa ae A A Ae 2 Ae Ae Ne D Aa NA pæ giae aS nR 3g 303 è MA Ig s MN D m r ee a T REPARERER ERRERERRRE j mi ; a s Vtatt Berichts Irdnung/ Dritter Sheil. Von Deſtamenten/ letſten Willen unn deggleichen Beſchaͤfften von i Sodes wegen. o Tit. I. Daß man Seſtamenten und andere letſte Willen ohne Llennitaten der gemein beſchriebenen| Rechten auffrichten moͤge/ und weme ſol⸗ cheg zu thim erlaubt fepe, tamente KUS ET Ahdeme die Erfabrimg mehr als genugſam bezeu⸗ i mienie foten: OA get/ was geſtalten diejenigen/ ſo biß aubero in luff, l werden, ay f richtung ihrer Teſtamenten oder anderer letſten Wil⸗ up., Wh- pgg.23..7. f iar 5 z i í ich⸗ len/ der manigfaltigen Solennitæten oder Zierlich⸗ ES MAr E Ban keiten gemein beſchriebener Rechten ſich bedienet/ mehrmahlen unkraͤfftige Teſtamenten und Geſchaͤfft gemacht/ auch dardurch weitlaͤuffige Rechtfertigungen/ und vielfaltiges o naait difputiren verurſachet: So wollen wir zu Vermeidung kuͤnffti⸗ G ger Streitigkeiten/ unſeren Burgeren und Einwohneren dieſer ONAA Poy Otatt gu ſonderbahren Gnaden und Gutem hiemit geſetzt und Sortiert enh geordnet haben/ daß alle Teſtamenten und letſte Willen/ welche dreh terhe, einer oder der andere in nachfolgenden zten Titul gefegten Form gemaͤß/ durch unſere Burgere und Einwohnere/ auch andere die ienn pasiko. 7 S gleichtwoblen mit Eyd nicht zugethan; fondern fich allei ear e/a Dienft/ oder Gaftstweife/ oder in andere Wege, in diefer unferer Seri Statt Bafel zu Zeit ihrer Teftir- oder Verordnung auffhalten/ a” A tgemadt worden; nach ihrem tödlichen Abgang alhier Krafft haz ey abbat DEN MÒ wie fich gebúbhrt/ woúrtlichen volkogen werden follen. A Wolte aber jemand guß habenden Urſachen/ lieber nach o f) sh Ord⸗ m Si T ss mnath nnd Eniingbh, an 7 M 4 WN nnd efen Fnpsnfineuns nnny andnyh gartis gou laaf IE, inn fiy Y*€ t S é raes Q lsp? 94 n bou Senf Potpr, AorbaMioay AA Frohman adh aS p € Z , A i AA yò X ET UN nbo a ohf, 3A I Janiyh mih nrun Brp In Qaflan) Bafing fa Fok, bofis flnA ον i d bonnn atn- inagn Dm genfo B Ieo yiopn saaha ref ofu Jorrgay nban lind y Golofn Dade DES fiadnak y nof Sa BnG rorepiih derbio- PA pi faiado pag. tia F12 Dha apan nd al l haida i Thh 3 I A 3» t ni E F, IE E a enget NE And An A aA i n en sa ga U ia r AoA: 7 gbeal ndn ath Gomb oth miyfindnna Frohfah sa Phy rg Paf hofèyh y 9mmohity nà i4 greni san aJ a eA> 2 x OLY TT 3 a,; X sl. a T E 3* cæ g sy Owh m Bintan pre ai Anth iaio gonis nå mihi bng Boinn Jo.785 Ilinenadh hofuaty Ponzth End abafi à ddirspapa haa Ap Onil Dtritter Theil von Teſtamenten. ON A nel.S 6 Oa fa w a e DNA 2— aN 4: h,. nsf 9. Fahamand mA hon ah sd, h nru h. 2: 5 hns Ing d Ordnung der gemeinen beſchriebenen Kayſerlichen Rechten fein Bann fotdes: T Teſtament oder letſten Willen auffrichten/ lyer Spe an Den Aani aeria S tig-richtiger Formen fich gebrauchen, fo U ihme folches auch e a fuͤrohin zugelaſſen; jedoch die Norarij anben gefvarnet fepnsallen$35--t wate, i i| moͤglichſten Fleiß vorzukehren/ daß ſie in Anſehung des Sha: Miara, dens/ welcher vielen Perſonen offt darauß entſtehet/ die Telta- i r nh menta und letſte Willen/ zu deren Auffrichtung ſie etwann ge⸗ braucht werden, vrdentich“ getreulich und ohne Gefábrde/ in Aray Dita kee arumò deutlichen Worten verfaffen und begreifen/ und fich ibs+1 a trig Nl res Ampt und Eyds gemaͤß verhalten: dann wo in folcheneinis S zi-hraa N ger Mangel/ Gefaͤhrde oder Unfleiß/ ihrenthalben verſpuͤhrt oder ilat N be tasg, gefunden werden ſolte/ wurden ſie der Straff der Entfegung iba Eb AS res Ampts/ oder nach Geſtalt der Sachen noch ſchwaͤrerer Un⸗ aa n a Tn e gnad zu gewarten haben: Und nichts deſto weniger denjenigen/ BEA Setit fo hierdurch zu Schaden fommen/ ibr Anfpruch und Forderung weie aean gegen denfelben vorbebalten fegn, EEEa giat legioner Totagi res e ; a Bep t dieno phai oàn HEI apd i no Srobocote- i Tit. IL E A Ty sioe VA ains nad shelly ra Syn Baugh Gognalras tf È g YN np Bn mind g AS D Torbia! w Welchen Werfonen zu tefitenzugelaien oder nicht. Inem jeden iſt vergunt ſeiner zeitlichen Haab und Gúteren TiN, bee S halben feines Gefallens zu teftiren/ wan ihme folches nicht sie nMi inſonderheit verwehret und verbotten. Under ſolchen nun/ die aN> aMbier nicht zu teftiren befúgt/ find die say fo inauff: oder us Jelch, abſteigender Linien ebeliche Leibs odel. pa/ ODZ venen fodobt At; chon ſie ſolchen die Legicimam oder Pflichttheil zukommen[afz Etten baben mi| fen wollen; defaleichen da ein Herfon noch niht zu folchem Alz over noni 4 ter forten/ Sap fie zu telkiren für genüqſam berſtandig und Tädlc⸗ aan O Sor 1A: h;;; A Ka tss. lch geachtet toird z? welches Aiter Wir hiemit aus bewegenden tommen e. a A 0 ag: ii.13. finti-102. hg.24. AGA Sup-Gja l Si Urfachen denen Manng-Perfonen auff 18. und denen Weibso zts tioi asire m Ai i 7 Pdt in mindan d Bemde a, * Perſonen auff 16. abe geſetzt haben wollen; allo daß kein gm Manns; oder Weibs⸗Perſon(ehe und bevor ſie ſolche J aa Cea rdi] v oder Weibs⸗ Sabr vols Aia is Eag bbar, pn kommentlich erlebt) Teſtament/ Codieill, oder anderẽ derglel, rE TESE Mi chen Verordnungen auftzurichten Macht und Gewalt haben ſol⸗ Ez stn paan le, Doch wollen Wir in Krafft Hoch⸗Obrigkeitlicher Bollmadyt/ tzaie tig gM.E, fleinen Raht hiemit vorbehalten haben/ wo ſich der Jahl πff y begebe/ daß jemand vor End der angeſetzten Jahren/ auß ge⸗ A nugſam erheb⸗ und beweglichen Urſachen/ zu teſtiren begehren wiih wurde/ ſolches auff gebuͤhrliches ſuppliciren/ nach befindenden a oa Ti Dingen zu geſtatten und zuzulaſſen. PEEN ah Enia ea| E E ayaa"o yy KI S hiin appt EO Sahya ERA aA Bein enp righ fibri fee bnstmnsh. l f 3 h meb r E O a A ENE S A a A ii 110 Dritter Theil/ Den Kindern Ob auch die Eltern ihren Kindern/ ſo zu teſtiren Vorhabens DerElern v. waͤren/ den Conlons darzu ertheilten/ möͤgen ſie dennoch ohne ver E Etli: Bewilligung E. E. kleinen Rahts kraͤfftiglich nicht teſtiren/ es wurden dann ſolche Teſtament ad pias cauſas bder zu milden Sa⸗ en auffgerichtet. va aliiu; 3[l b toblüchtige und albere Leuth/ meil fie Loblüchugen ihrer Vernunfft und gememen Verſtands beraubet/ fo lang fie moen. icht wiederumb zu ihrem guten Verſtand und geſunder Vers meitse mmff fommen zu teſtiren nicht geſchickt ſeynd. Doch im Fahl —ſſolche Unbeſinnte/ Tobſuͤchtige und Albere/ etwann beweißliche ES Iobh kne tihdtA fah: si Exceptions dilucida intervalla håtten/ un ibr unbefinte 2Beih/ f0 lngnd oe fnebofer, efe Ds 9 viel nachließ/ daß ſie von wegen wieder erlangten genugſamen amàn, n/S Abayn fabh gn ohn B Verſtands zum reltiren nicht ohnfähig ſind/ und in einer ſolchen Zeit habender guten Vernunfft/ Teſtamenten und letſte Willen kechtmaͤßiglich auffrichten wurden/ oder zuvor und ehe ſie in ſol⸗ che unrichtige Sinne gerahten/ ordentlicher Weiſe reltiret haͤtten: follen felbige(da fie nicht fonften anderer Urſachen halben un⸗ raͤfftig waͤren) Beſtand haben. Inmaſſen dann auch andere/ bey der teſtirenden Perſon/ vor oder nach ſolchen Teſtamentlichen Verordnungen fuͤrgeloffene Gebrechlichkeiten/ den Teſtamenten feinen Mangel bringen/ was aber allhier von Albern ꝛc. gemel⸗ det wird/ iſt nicht dahin zu verſtehen/ als ob gar einfaͤltige Leuth/ deie aber doch ihre Vernünfft haben/ nicht ſolten reltiren konnen. Dasu, ift zu teſtiren nicht zugelaſſen den Stummen⸗ fp+ Pantoni licht ſchreiben; Item den Blind Item reden können. en Tauben/ ſo deren keines und alſo weder ſchreiben noch reden mma o A ia DenGeudern Aen Getere Rerfdhroenben welcheñ ihres uͤbeln Haußhaltenñs halben/ nach Nußſveiſung des 20ten Tituls ande⸗ ren Theils dieſer Ordnung/ die Verwaltung ihrer Guͤteren verbotten/ iſt ohne vorher erlangte Bewilligung E. E. kleinen Rahts zu teſtiren nicht zugelaſſen. . onebligen Item omeblihen Perſouen iſt gleichfahls ohne Verwilli⸗⸗ gung€,€, Hleinen Nahls zu teſtiren nicht vergunt; ſondern es Allet dero Gut unferm Fifco Heim, se ttp: z l wio Item den aufi puig relegirfen unb Rervieieng fo lang ſie ⸗ nicht wiederum zu Gnaden auff und angenommen find, Sman Item demenigen ſo im Spitthal aug Gnaden auff und atr<. Srina. genommen worden/ wann aber ein Peron umb eim gewiß be⸗ namtes ſich darm̃n verpfruͤndet/ ift ibro in den uͤbrigen annoch habenden oder noch zufallenden Mitteln zu teſtiren unbenom⸗ men. Item ez o k aC OOR S pomm P OE o h om| oam—— D O & E von Teſtamenten/ 2, 111 Ny 7 S/ 0; ifer confifci 7 daß fie derſel⸗ AR di ben nicht mehr maͤchtig/ ſo lang/ biß ſie volfomlichen wiederum“is M reſtituirt ſeynd. TeHi a Wie und in was Rorm Teſtamenta oder andere letſte Willen auffgerichtet werden moͤgen. Maaa hþieroben gu Eingang diefes dritten Theils vermel Bann fat- 9 det worden/ daß unſere Burgere und andere/ ſo in unſerer Kara sne Statt Baſel teſtiren wollen/ zu denen Solennitæten oder Zier⸗ pi aaee, lichfeiten/ fo die gemeine Recht bey Auffrichtung der Teſtamen⸗ ten und anderer letſten Willen erforderen/ nicht verbunden; fonz dern nach andern ringeren Formen teltiren moͤgen/ ſo haben wir etliche derſelben hieher geſetzt/ deren ſich die allhier teſtirende Per⸗ ſonen gebrauchen koͤnnen. rfe Jorm, Rfilich mag eine Manns-oder Weibs-Perfon(fo ohne Zier- Ertesam S lichfeit der Rechten zu teltiren/ oder ihren letſten Willen zu Racot feien i. verordnen begehrt) vor Gericht erſcheinen/ und daſelbſt in Ab⸗ Sag wefenheit der Umbftånden/ mit verftándlichen Worten ihr Ges edat múbt un letften Willen eröffnen oder fhrifftlich verfaft verlefen e aietan, laffen; namlich/ wen fie u ibrem Erben baben: Auch wemeund hraa gah was ſie von ihrer Haab und Guͤtern verſchaffen/ und endlich/ sraya sram twie fie es in alleg nach ihrem todtlichen Abgangderfelben hal rarr sii. ben gehalten haben wolle/ mit angebencter Bitt/ folhen ipren Frere fon let ien Wlilen in das Gerihts-Huch eingulhreibet AA i a pim o. Welches dann alsbalden durch den Gerichts⸗Schreiber o⸗ PTE Te n fiw der feinen Subitituten in Der teftirenden Perfon/ umd des Ges Mirgi sde sta,| ridts Gegenwart ordentlich emaefchricben/ und der teltirenden.-erh saih Ss yrl Derlon wiederum voracletn werden foll mit Sefragen/ ob cE a a anit alſo Recht und ibres Gelallens eingeſchriehen oder nicht/dat r fein Mangel daran fepe. Und ſolle der Gerichtſchreiber/ oder mi= fein Subftitut gllweg zu Eingang des Schreibens des Teſtirers, D i a l Nahmen/ Zunahmen/ und woher er jeg AUD auff welchen Tag/ S my Monat und Fabr-er alfo vor Gericht mmen/ nÒ femen lefe i ften Willen zu erfennen gegeben babe/ verzeichnen, da auch der viart e mi Teftirer folch feme Verordnung big nach femem Tod in Geheit s anr pi ey gw= gehalten haben wolte/ ſoll ſolche vom Gericht und beffen Schrel SKA GA -j -n ER — — — — — — — — — — — pre i en. — i aiia Bi —. Ar aA en fei ai AAE heil/ Dritter The 112 í n ieaen t N fhwiege i Doerſch mEi il ep tkz nbe ny8 ih A Form ONPE en ailen r e gel Ea ich/ Eea t A twie ander r m bebendo Toe i , J!$ et-ol t ber⸗ ireni ffnen/ der icht enſe iebe berd icht zue an nicht na Ger ein er iber Iben. alfo v ung 0; n dem ager llen; Ober re EE eroro Die i oa T: an n e k der e Sals ao pan ervent m i BET dr aud baf er E x puina chließ pan poer ootte urd Tea, keeva fien Illen ndiii o n begs ehen d pie h E enfo«+ Gerir Ha. en n Refhlh beſchehen. mg AED č s a) re aian ibne ve R, ann es be ehen ran E 5110 jt iene'_ 1 pi T imen ino wam$ ehrlich ekien ey chſich erfat feve i | agin w E mibi n eichn d Ta imabmmnen iae dur ief vi nt big reun⸗ 6 tun za ines al HOR larie-te c i efa ia 61 erein mrooh leten em( ften voll k hafuront. hiy D Muir ode e rb erji fig ein hi ponie Î le znt ospi rigel Da zn brefem un hindi feine 1 E AN aa»€ un en> ini enen Iben dañ f a EA enl ayee deulelt algi i Paans te r iter 38 qf Bitt-Der AN betoon ” Bro PEDE M anòe ckte wah n Wil⸗ ti “PA a 2. joai Am, 1 3 en erw D Mm, us n a Keh a ine eh zu ve mi M Sod ioe itte iad d eifg B EE feinem en Dri e Te öchte/ liche inzuleg W i. í IR pu 4 u ie Aa n tziei L? D hen benade oer bellol TRE i et jil mA AAE a F i ich alfo i i ſe? . itteorny Me e T a Polke, an ich pl hm⸗ ma er fei nsha on frar un NA de faens fi N, ar iag E Norins bi ndem en fein F eet enS m,m oer Dure) ne der ugli rii Don rinna die Doi chòen E p dar H EIEE An ci bebeh n i r bierg bes? und ertian; oA a i Sipi, folches., lbe y Sieni bes ntlich gebitten R deniſt KR 1 rfr eeni Da aR t 4 i| t Eee le iget/ Pe ſchlo thait en z ue oa gre ateriaa E ohio eth Eini vet ’ Oop— Mpo m 9 19 ode r IR deffe eugen ty Ken— aga. ſcher offen liebſte len/ s die Zeu 4 ats tore, und erfor in fie die itan pen Ee rNetfier unD l Re E E eA auf e ph chasi un N ren hont: i fo: P ipts nod im ſige ta von Teſtamenten/ 2, Wi a vorderiſt der Teſtator ſelbſten in der Zeugen Gegenwart folch fei- ae ea Dns bay, Dor fen Yefy y 4 nen letſten Willen unterfchreiben/oder/ da er Schreibens unero Zerk Ly Crete fabren/von dem vorhandenen Notario in fenem Des Teflatoris e Eea r nA Nahmen unterſchreiben laſſen worauff hin auch die vorhandene„, Gezeugen/ die dann dem gangen Actui von Anfang Dip gu END“trea er e beywohnen/ und vor Enduͤng deſſelben nicht davon gehen auth„e eert y a den Leſtacorem jederweilen im Geſicht haben und horen muſſen /⸗ ihre Nahmen mit eigener Hand underſchreiben/ und endlichen-wiako Mth ining t Notarius neben feiner Unterfchrifft/ auch fein Notariats- S0 nn] sita kattees dem Teſtamento oder Codicill beytrucken/ und dergeſtalten Der gantze Actus teſtandi eiues mahls und eines Thuns vollzo⸗ Sty. mR 788 gen/ und dargwifchen Feine fremde jum Teftament nicht gehóris 2ps asi ge Sachen und Handlungen vorgenommen werden folen: Obs ZI eert wohlen Wir nun auch dieſes hiebey fuͤr gut anſaͤhen/ daß neben ihrer Unterſchrifft die Gezeugen auch ihre Pittſchafften zu meb- rerer Bekraͤfftigung des letſten Willens beytrucken thaͤten/ wol- len wir gleichwohl nicht/ daß umb dieſes Mangels willen allein/ wann nur uͤbrigens alles andere richtig und ohne Verdacht vor⸗ gegangen/ ein Teſtament zu Unkraͤfften erkannt werden ſolle. Daz bep aber wollen wir eg fo wohl der Gezeugen/ alg deg Notarii Was fär Pero Sr qepen, halber ſo gehalten haben/ daß keine andere/ dann allein ehrliche sen lrrürrt. und unperleumòete DManng-Perfonen/ die wenigftens achtzehen S 14 iaire ahr alt fepen/ nicht aber auch andere Ehr-Gefiht-Sprad-oder gee Gehirdofe Perfonen, oder ertlárte Berfchwendere/ auh nicht ia din ben Eo oder Codicill eingefebte Erben felbften/ Ds 12-t ebita: der die denen Erben, in auff und abfteigender Linien/ verwandte zips” Perſonen/ wie auch in der Neben-Linien derer Gefchwifterte 3i: trr” nicht fúr gúltig und unargwoͤhniſch geachtet werden ſollen. P Daae IA AI 1in0 obmoblen fonften in gemeinen Rechten denen Legatae 4 iran ei er Stagalh, abnf, nnp sa Botohan riis und Fidei Commiſſariis in denen Teſtamenten darinnen ihs“5t. nen ein Leeacoder kiden Commüſ zugedacht worden/ Seugnuiß sango zu geben wohl erlaubt wird/ wollen wir gleichwohl-auf Urſa⸗ o ebrar a chen/ weilen zwiſchen denen Leſtamenten und Codicillen/ nun⸗ mehro bey uns aller Underſcheid auffgehebt worden/ daß auch denen Legatarien und Fidei Commiffarien in denen letften Wil- Fei C a lens Verordnungen/ darinnen ſie bedacht worden/ ſich für Ger ekg zne ry Rus zeugen gebrauchen zu laſſen/ nicht erlaubt ſeyn foledpinanne hrr Wierdte Form. Pid. Aup: Gor Ub- pag-27..7. AAT Vierte Form/ Teſtamen- KA Iht minder mag auch Viertens ein jedwederer durch ein im Nuncu- M mundlich aßgeſprocheneß/ àU Latein T apear N name f Stup. Gua. Ù. pag. 27..7-;;' haJ gezs abe Sioe cupativum SENAMÉ/ feinen Tetften Willen dergeſtalten verord⸗ ES inean ben Emyn goya Gaus ir Zim Doph faby Ceta y mh aA Anpnnm bejne INT,; erbaͤtten ſeyn muͤſſen/ feme a e a und dazu ſonderbahr/ als obſteht erbaͤ Verordnung⸗ und wene er nach ſeinem Tod zum Erben/ oder a n eaget ein und das andere legiert und vermacht haben wolte/ mit deut Lorbliy lafin md Sa Sanm n araia ailidh mò vernehmlicher Stimme auffpreche/ mò die vorhandene MoE piy Siim it, Perſonen/ daß ſie deffen allen nach feinem Tod Zeugen feyn wol⸗ oe 5 oaan iia, ten/ erbátte; Oder daß der Leltator, da er ſolches lieber wolte/ mrga uba kere M d foinen Lefften Iien anfanglich felbs oder durch jemand andern/ paye e tiet i Schrifften verfaſſe/ oder verfaſſen laſſe/ und darauff ſolche y EP maaca thata Shrift entrveders felbg oder durd) einen dazu erforderten No- roe sw tarium DÒer eine andere ehrlich und unargwoͤhniſche Perſon/ in l asp iA p 114 Dritter Theil/ nen/ daß er eutweders/ gleich Anfangs vor dreyen obſtehender maſſẽn tůchtigen ũnd ünpartheyiſchen Gezeugen/ die dam ihne 2- pen Teftirer feben und hoͤren/ auch ſeine Red wohl verſtehen/ Trdne fn Gegenwart/ ſo wohl ſein des Teſtatoris, als auch fåmptlicher An oors "zm, Gezeugen/ offentlidh ableſe/ oder ableſen laſſe. ten/ als auch die Gezeugen/ daß ſie alles wohl verſtanden/ und deſſen kuͤnfftigs hin Zeugen ſeyn wolten/ beſtaͤtigen wurden/ ſolle ſolche Verordnung im Rechten Beſtand haben doch anderſt nicht/ dann wann die Gezeugen des Teſtatoris Tod uͤberleben/ und nach deffen Abſterben vor Gericht/ deſſen was ſie von deme verſtanden und ihnen anbefohlen worden/ eydliche Kundſchafft geben moͤchten. Bamin- Dann ſonſten im Fahl/ da eintweders ſamptliche Gezeu⸗ mentum xun gen/ oder wenigſtens derer zween/ entweders noch vor dem Te- fürnntrafug ſtatore oder vor der Gerichtlichen Depoſition abgeſtorben/ oder in acien. ſonſt ihr eydtliches Zeugnuß abzulegen nicht mehr im Stand ſeyn peie A E Teſtament eben darumb fuͤr unkraͤfftig geachtet erden ſolle. Wusfürnze. Zu welchem Ende dann ein jedwederer/ der ein ſolch Teſta- Tetator u Mentum nuncupativum dũffzurichten vorhat/ umb zu verhuͤten/ nbmien dabt. daß ſolche ſeine Verordnung durch erfolgenden Tod oder Ver⸗ geßlichkeit derer Gezeugen nicht etwann zu Unkraͤfften kommen moͤchte/ hiemit erinneret wird ſeinen letſten Willen/ nachdeme er dene obvermeldter maſſen entweders von Mund auß vor dreyen Zeugen außgeſprochen/ oder auß einer Schrifft abgeleſen/ oder ableſen laſſen/ durch einen Notarium( welcher dann dem gantzen Actui von Anfang biß zu End beywohnen muß) in Gegenwart obgemeldter Gezeugen in ein Inſtrumentum Publicum verfaſſen und ſich vorleſen zu laſſen; Welch Inſtrument dann/ da ſolches ⸗ nachwerts ai enome AE S aon ENG. FARKA)—~ NOS Er a aS a a elai ia E EA — io A Uno da auf foldes bin, fo wohl der Leſtator, daß in die⸗ in opa paie t fer abgelefenen Verordnung ſein letſt und liebſter Wille enthal⸗ findi enthd D mi niok andei iben md nida o dem Te M/W andi Aoi © vmn Teftamenten,— us nachwerts allein von dem Notarig unterſchrieben und beſiglet/ lev/ auch die gethane Berori und wie alles von Anfang biß zu End bergega nad deutlich da⸗ rinnen begriffen/ und nach des Teſtatoris Ableiben vorhanden ſeyn wurde/ durchauß fuͤr guͤltig erkannt/ und nach demſelben des Verſtorbenen Verlaſſenſchafft einem jedwedern/ ſo darinn bedacht/ verabfolgt werden ſolle; Ob gleich uͤbrigens alle dabey gebrauchte Gezeugen/ oder ein Theil derſelben/ noch vor ihrer Gerichtlichen Depoſition abgeſtorben/ oder ſonſten Zeugnuß zu geben nicht mehr im Stand ſeyn wurden. Dabey wollen Wir/ daß blinden oder andern Leſens uner⸗ fahrenen Perſonen nicht anderſt/ dann durch ein Teſtamentum nuncupativum, und zwar dergeſtalten ihren letſten Willen zu ordnen erlaubt ſeyn ſolle/ daß uͤber die drey ſonſten in gemeinen Teſtamenten erforderte Gezeugen noch der vierdte hierzu erbaͤt⸗ erone ten/ unò nachdeme der Teltator maſſen entweders gleich Anfangs von Mund auß vor denen vier Gezeugen außgeſprochen/ oder auß einer zuvor auffgeſetzten S rift in dero ſamptlichen Gegenwart ableſen laſſen/ darauff⸗ hin der Notarius in aller Beyſeyn milih Intru- ment berfãſſeñ/ dẽm Teſtatori vorleſen/ und auff deſſen nochma⸗ lige Approbation von denen Gezeugen unter ſallen/ und guch ſeiner ſeits ſolche mit ſeiner Uuterlchriftt una be: Fráfftigen Wie o. ‘ Was nun bißhero von Teſtamentlichen Verordnungen ge⸗ ſetzt/ ſoll auch auff alle andere letſte Willen und Diſpolitlonen/ als Fidei Commiſs, Codicillen/ Donationen mortis cauſa und andere gemeinet ſeyn/ alſo daß wer ſich ein oder der andern vorz beſchriebener Form/ in Auffrichtung derer bedienet/ kraͤfftiglich teſtirt und verordnet haben ſolle: Dergeſtalten/ daß hiemit aller fonften in gemeinen Roͤmiſchen Rechten zwiſchen deüen eigent⸗ lich genannten Teſtamenten und Codicillen geſetzte Underſcheid gaͤntzlichen auffgehaben ſeyn/ und es mit dem einen als mit dem andern durchauß gleich gehalten werden ſolle. Wann auch ein Teltator ſeinen Leſtaments oder den Erben ab inteſtato gegenwaͤrtig/ auch ohne Beyſeyn derer ſonſt zu ei⸗ nem letſten Willen erforderlicher Gezeugen/ muͤndlich erſucht/ oder denen befihlt/ einem andern etwas in Legats oder Eidei Commiſs weiſe zukommen zulaſſen/ ſoll ſolch letſter Wille gelten/ und derſelbe vom Erben erfuͤllt werden/ wann aber der erſt ein⸗ geſetzte Erb dem Fidei Commiſſario ſolch empfangenen Befehl nicht geñehen wolte/ muf der Erb fich durch den Eyd purgiren/ P2 allervor⸗ Pflicht der 81%..U4½ 2 linden und 4.617605 Leſens uner⸗ fahrenen Te- 25nd S ndan j ſtatoren. Minh Saging: Sa gumh, am bon DA s 4 Sr Hne Awu Ja 2 6n ANRinfa ohe anè nmas Sihon Ronida, lh Bosha. 3. Dh Koga ruus fip in Ls fang Bai irj m vofot Jofietanpedea Briga imd Snn tlinsnse bonboa H Din Bangna ankas emih s E Daah Aa reas lamn Udas f rp a Anin Gehiagnt bngfhor$ 0O ag Kiin in audnyh Pamm Yh în Kees Pa ahynm Das farlin gefnir Worauf dif Verordnung weiters zu ex⸗ tenditen. Pflicht der K...,6..o. NJ Haupt- Erben 1z.128; gegen den Fi- 7g: eeg dei Commiſ- ſariis. 116 Dritter Theil/ Stup, Gaa Üh. peg- 26. tit 7. 11 goferjin bnhan ont Nin n Eabh Y hnn“Tonobéaf brp Sess alad TF nr lifen mind Jfer nebh, A/o DSe dhbil Poh A C Bhoth faye. A R borun abar Mefa bonyi gt $ Sr aD OLbha 1. EMER TE.= Le Si P G omnta 9 Faby. uu:f Daen japan ly drammi bon— 3——— ForminSter⸗ 5 OMI dbensläuffen Mein o hoty, UND andern a Mobtfählen. 2. Bin Diflaiminh 38 0) Bofa iw Binnion Lah Nae ni yo Ondðnh Om mA. a A h Frish ft 5 -e F Ja l 4 4. 0% Oelih wañ die Eꝛben —4 Arber einem f2 Sores folhen Tefta e napp Ment firetigh bawon, Da Le WEIDEN, 7 s E 3ntemabien diejenige Teſtament/ darinn zum Gottes dienſt/ allervordriſt aber der Fidei Commiſſarius durch das J uraméntum calumniæ behaupten/ daß er ſein Begehren nicht gefaͤhrlicher und erdichteter Weiſe/ den Erben damit zu beunruhigen/ thuͤe. Tit. IV. Von Seſtamenten ſo in Aterbens⸗Taͤuffen oder andern Rohtfählen aufſgerichtet werden. e ja EEREN Emnach fich aber Fahl zutragen/ darinn ſich einer der hie⸗ EaI jA Saia, da vor geſetzter Weiß und Formen zu teltiren/ nicht gebrau⸗ chen mag/ als in Sterbens oder Peſt⸗Zeiten/ oder wann jemand an End und Orthen/ da wenig Leuth ſich befinden/ mit unverſehener Kranckheit uͤberfallen wird/ und derowegen weder Gerichts⸗Perſonen/ weder Norarien/ noch auch die nothwendige Anzahl der Zeugen nicht zu bekommen ſind. ju So ſetzen und ordnen Wir/ daß derjenig/ welcher in dieſen Nohtfaͤllen einem gerahten/ da er ſonſten zu reſtiren Macht hat/ vor zweyen taugenlichen Zeugen/ ob ſie gleich hierzu inſonderheit nicht erfordert und erbaͤtten/ oder zugleich und auff einmal gez genwertig geweſen/ mit muͤnd⸗oder ſchrifftlicher Anzeig und Ers öffnung ſeines freyen und letſten Willens Verordnung thun moͤ⸗ Who Opry atitip nadh, Do r 4 legh ajara e/ daf aud) folche/ da Die teftirende Perfon/ innerhalb zweyen tatari f s e SADEN/ vom Tag auffgerichten Teſtaments an zurechnen/ ohne facad ENE andere Teftamentliche Diſpoſition, abgeſtorben/ nicht weni⸗ ger Krafft haben ſolle/ als wann nach obgeſetzten Formen/ oder Igemeinen geſchriebenen Rechten waͤre difponirt worden. hohliman nn Hahh oan fag an Da RerordnUNG/ Wann ſich dann begeben folte daß jemand ſonſten in an⸗ dern dergleichen Nohtfaͤhlen vor wenigern Perſonen/ dann in hieroben geſetzten Formen beſtimt/ ſeinen letſten Willen verord⸗ nen thaͤte/ und die Erben daruͤber in Streit kaͤmen/ wollen Wir die Erkandtnuß/ ob der Nohtfahl ſo groß und beſchwaͤrlich/ daß FM ri efh Darin der Solennitæten und Anzahl der Zeugen halben/ zu di⸗ ſpenſiren/ dem Gericht uͤberwieſen haben. Tit. V. BVon privilegirten Teſtamenten ad Pias gauſas. „Stahe, Ges. Wh pag ZBA y. Kirchen/ Schulen/ Spitthaͤlen/ Armen Waͤiſen/ Siechem oder aiin I NSS AL ET i OI DE uA Aala A E iaa a A m a i ia naaa a T A? 2 a> me m me a ooo -e ca e—m y O ET Tu Aa e ———— Æ Ep E OO von Teſtamenten/ e. 117 iite oder Lazareth Haͤuſern/ oder ſonſt den armen Duͤrfftigen/ Erb⸗ a ſchafften oder Legata inſonderheit verſchafft werden/ hillich auch der ſonderbahren Zierlichkeiten der Rechten befreyet ſeyn ſollen/ ö wollen wir auch unſere Burgere und andere/ in unſerer Statt te⸗ Freobeit vwe pias cauſas ſtirende Perſonen/ in ſolchen ad pias cauſas vorhabenden Werz tetirenven T ordnungen/ an die in obgeſetzten Formen begriffene Solennitæten nicht gebunden/ ſondern zu Befoͤrderung Gottes Ehren/ Anrei⸗ M, tzung mehreren Chriſtlichen Lieb/ und Huͤlff der Armen/ nach⸗ folgende ſchlechte Form hierinnen fuͤrgeſchrieben haben. Whi Und Erftlich/ fan ein jeder der fonften genugfamen Werz er rine yny ſtands halben zu teſtiren im Rechten fuͤr faͤhig gehalten wird/ Poot Erber, vm amò tweder in auff- noch abfteigender Linien Feine eheliche Leibg- fi Saab ad V/m noch NohtErben hat/ ob ihme gleich ſonſten anderer Urfachen tetin iiia wegen ſolches durch die Recht nicht zugelaffen/ al fein Hab und NER ein Guͤter durch Teſtament oder andere letſte Willen/ den Kirchen? E= gaira ii Schulen/ Spitthaͤlen/ Armen Haͤuſern oder ſonſten armen bief Dúrfftigen zu Gutem verfchaffen. Und da jemand das allein SIM Aig nA if bot muͤldlich thun wolte/ der mag ſolchen ſeinen letſten Willen/ voeer i erbei zweyen taugenlichen darzu beruffenen/ oder unberũffenen Mans⸗ alge oder Frauen⸗Perſonen/ mit verftándlichen Worten erdffinen und iE anzeigen: Oder er mag auch diefen feinen letſten Willen mit ſei⸗ pmi ner Hand ſchreiben/ oder einen andern ſchreiben laſſen/ und ſelb⸗ eya ſten underzeichnen. Und da ein ſolche privat Schrifft hinder jes UnvRroft e Iw manden verwahrlich oder fonften gefunden/ und fúr des Tefti tenint, tnei renden Handſchrifft oder Zeichen erkannt wird; ſoll ſolche/ als oò ein Teſtament und Geſchaͤfft ad pias caufas Krafft haben/ und vollzogen werden; ob gleich weder das Jahr noch Tag/ wann ſolchẽ auffgerichtet/ darinn vermeldet; auch ſonſten kein Zeug oder andere Solennitæten darzu gebraucht worden. Wo⸗ pi fern aber des Teſtirers Handſchrifft oder Zeichen widerſprochen i eroll⸗ nN wird/ ſoll ſelbige durch ſein des Teſtirers Erbs⸗Anſprechern mit zweyen taugenlichen Manns⸗oder Weibs⸗Perſonen erwieſen Phi werden. ja Anbey iſt auch ben folchen letften Werordnungen ad pias tegatenad cauſas zu mercken/ da in einer/ allein mit zweyen Zeugen/ dder foten andev bloſſer Handſchrifft auffgerichteten Ditpofition, nicht fúrnemlich fofitoien Te die Armen und payiea zu Erben ernennt oder bedacht/ ſon⸗ fai me d dern andere nicht privilegirte Perſonen eingeſetzt/ und ad pias Ao IT ya caufas allein Legata verſchafft worden/ daß ſolche Teſtament ſo, viel die eingeſetzte Erben oder anderwertige liegaraund fidei com- ⏑Ftl. o miſſa belanget/ nichtig und krafftloß/ gleichwohlen aber die Bers so Tenia hi y ſchaffung der Legaren ad pias api krafftig verbleiben/ felbige ER aia iiy| g 3 j Yon á PA Ga 3 Ah ô, t$ 7 Are] fh (v Ma sop nnh à. “h 118 Dritter Theil/ alich durch die Erben ab inteltato ohnverweigerlich gereicht wer⸗ den ſollen. ea o Iumaſſen auch/ da in einer ſolchen/ vor zweyen Zeugen/ oder i einer Privat⸗Schrifft ad pias caulas beſchehenen Verord⸗ nung mô Inititution, andern nicht priwilegirten Perſonen Lega- ta ema Da ebenmaͤßig den Legatariis ohnverwei⸗ gerlich verabfolget werden. at: Welche Ber- Und damit man wiſſen möͤge/ welche Verordnungen fuͤr Te⸗ oomme fåt Aamenf oder Legater ad pias caufas ¿U balten/ ſo erklären Wir oder Legaen ſolches dergeſtalt/ d inhelen.:des Gottesdienſts und Predigt⸗Ampts/ der Kirchen und Schu⸗ Sty qe itpy a o Feny mò derfelben Diener, ocholeihen der Svitthaͤlen/ Ammen /· Eo Waͤiſen/ Siechen und Lazareth Haͤuſern/ wie auch was der ſtu⸗⸗ aa Gre dierenden Jugend zu guten it die Collegia poer Stipendia Det ;ſonſten inſonderheit einem oder mehr zu Huͤlff und Fortſetzung guauen enmn. Doy Sonhar dnt nnns— er —ſen oder verſchafft wird; fůr Geſchaͤfft und Legata ad pias cauſas neptal ea der Studiens Jtem zu AMupfteurung armer Fungfrauen/(Ver+ e GAN wandten oder undeẽrwandten/) und dann ins gemein/ Was itt s. gede$ lapey S /alſo verlaſ⸗ E a 4} AS ahah dineo aumn 5 Y shap ge din &> gehalten werden, fo vor andern Sachen zu gebuͤhrender ſchleu⸗ a ee lliger Exccution und Vollſtreckung mit allem Fleiß gerichtet wer⸗ den folle, 3; Tit. VI. De Teſtamentis mutuis ſive reciprocis, und ſonderlich von Jeſtamenten der Theleu⸗ h ten/ auch worinn und welcher geſtalt dieſelben ſamꝑt oder ſonders teſtiren moͤgen. o Stup Far-Ub. poag. 28..7. ppT Emnach denjenigen Eheleuthen ſo weder in auff⸗ noch ab⸗ ſteigender Linien keine Leibs⸗ noch Noht⸗Erben haben/ frey ſtehet/ daß ein jedes uͤber all ſein Haab und Gut/ oh⸗ nedes andern Vorwiſſen und Bewilligung/ oder aber beyde zu mahl/ mit einandern in einem Actu mündlich oder ſamptlich in einer Schrifft teſtiren moͤgen/ damit ſie dann genugſamen Bez richt haben; worinn/ und was geſtalten ſie zu teſtiren befuͤgt/ wol⸗ len Wir ihnen zur Nachricht und Verhuͤtung kuͤnfftigen Streits Waßftben dieſe Ordnung geſetzt haben. Chegauen ge. Wann Eheleuth ohne ſonderbahre Pacten oder Ehebere⸗ ti wan dung/ in die Ehe zuſammen kommen/ ſollen beyderſeits y“ ie e e T O l——ů pa s a a a a a a a a a a von Teſtamenten/ X, 119 diiy Ehe gebracht/ darinnen ererbt/ gewunnen und errungene Guͤter gemein ſeyn und heiſſen/ und darvon/ Krafft bißheriger Obler⸗ Aen vanz, Dem Mann oder ſeinen Erben die zween/ und der Frauen T oder dero Erben/ der dritte Theil zugehoͤren; anbey einem jeden Mli ſeine Kleider und Leibs Angehoͤrden vorauß gebuͤhren. Wý Wann aber eine formliche Eheabred vorhanden, gebúhre Bva einem jeden/ was ſolche deme zueignet. Was dann alſo einem vorbanden. MN) jeden Ehegemaͤcht zuſtaͤndig iſt/ daruͤber kan es fuͤr ſich ſelbſten/ mA und ohne des andern Wiſſen und Verwilligung/ Teſtament oder hien andere Geſchaͤfft von Tods wegen/ ſeinem freyen Willen und Ge⸗ ME fallen nach/ verordnen und machen. Als auch/ derjenigen Teſtamenten halben/ die von den Ehe⸗ reciproce sni leuthben fampflich in einem Libell oder Schrift verfertiget/ Datin rrer Ebo dai je eines von dem andern/ auff den Fahl feines Verabſterbens/ A N zum Erben ſeiner gantzen Verlaſſenſchafft/ oder allein eines theils werden. 1 iN derſelben eingeſetzt/ mehrmahlen Streitigkeiten fuͤrgefallen und si in Zweiffel gezogen worden/ ob ſolche mit beeder Eheleuthen ver⸗ Aver einbarten Willen/ beſchehene mutuæ vel reciprocæ Diſpoſitio- Sii nes, und gegen einander beeder ſeits gethane Erbs⸗Einſatzung hlen und Geſchaͤffte/ von dem einen Ehegemaͤcht moͤgen widerruffen itoen werden? So ordnen Wir hiemit/ daß einem jeden Ehegemaͤcht sei ſein Teſtament/ Erbs⸗Einſatzung/ oder Geſchaͤfft in ſeinem Gut beſchehen/ durch Auffrichtung eines andern Teſtaments/ oder in andere rechtmaͤßige Wege/ zů widerruffen und and auffzuheben | paenan ß ſolches ohne des andern Ehegemåchts Wor, Form fotha roci Jedoch/ daß ſolches ohne des andern Ehegemaͤ or⸗ Borm fotas, e wiſſeñ/ wofern dieſe Abanderung zu deſſen Schaden und Nady a" theil geraͤichen thaͤte/ mit nichten geſchehen ſolle. Wann dann Se o pu zett fn dasjenige Ehegemáchte/ welches feinen letften WiMen feiner feits M ogoh abzuaͤndern willens iſt; dem andern ſolch ſein Vorhaben geoffen⸗ ng Spang, bahret/ ſoll ihme/ es wolte gleich der andere Ehetheil hierzu ſei⸗ c 24- arite nen Tillen geben oder nicht/ ſoiche Enderung fürzunehmen/ aaa AL wohl erlaubt ſeyn; ohnerachtet beyde Eheleuth ſich juvor in ihe ean iin np rem letſten Willen in Pact⸗oder Gedings⸗weiſe gegen einandern pO verpflichtet haͤtten/ ſolch ihren letſten Willen ohne beyderſeitss T Einwilligung nicht abzuaͤndern. Wil. Da auch ein ſolche/ heimlicher Weife/ vorgenommene Wi- Siraf wesen mð derrůffüng offenbahr wũrdẽ/ ſoll alsdann das widerruffende gnonmener figit Ehegemaͤcht/ alles/ was ihme in gemeinſamlich gemachter Di- Hivemfs nEw ſpoſition verſchafft geweſen/ zur Straff verwuͤrcket haben; wañ sra pider sera aber das eine von den Eheleuthen/ nach des erſtern Abſterben/. EM ſeiner ſeits das Teſtament aͤndern wolte; mag ein ſolches zwar caii wohl Dritter Theil/ wohl beſchehen/ doch daß in allweg des veſtorbenen Diſpoſition oder Gemaͤchnuß ecin Genuͤgen geſchehe. Was nun alſo von denen/ durch zwey Ehegemaͤcht/ muͤnd⸗ lich in einem Actu, oder in einer Schrifft auffgerichteten Lelta⸗ mentis reciprocis, geſetzt und verordnet/ das ſol auch auf den Fahl/ da andere zwey oder mehrere Perſonen/ auff vorgemeldte Weiß ſamptlichen teſtiren/ und einandern zu Erben einſetzen wollen/ verſtanden werden. Wichtderde Damit auch bey ſolchen/ von Ehegemaͤchten voder andern Tefamentis gliff vorgeſetzte Formen/ verordneten Teltamentis reciprocis, al- „a Socis ler Betrüg/ Hinderfuͤhrung/ darauß erfolgende Beſchwaͤrdten o Aee pollen a tet 2r- md Ctreitigteiten/ fo viel muglich verhuͤtet werden: So iſt un⸗ ſer ernſtlicher Befelch und Meynung/ daß die Notarij f man zu 2ra E ehi Auffrichtung dergleichen Teſtamenten/ welche von zwehen oder 2 nehr Perſonen ſamptlich gemacht werden wollen/ gebrauchen seag aor pehotna wird/ ſolche teſtirende Perſonen nicht ſamptlichen und zumahl/ Aaa lan fondern jede allein und abweſend der andern/ mit allem Fleiß um⸗ ,ſtaͤndlichen ezaminiren und befragen ſollen/ ob ſie auß freyem bragos ELAn Seigenem Willen/ zu ſolchem vorhabenden teſtiren kommen; Oder etwann von dem Mitteſtirenden oder andern darzu beredt/ hin⸗ yeth: dergangen/ oder gezwungen worden/ auch die darauff erfolgte Erklaͤrung oder Antwort fleißig verzeichnen/ und auffſchreiben. Und da ſich in ſolcher Examination befinden wurde/ daß ein te⸗ ſtirende Perſon. nicht auß freyem Willen und guter Affection, ſondern durch gefaͤhrliche Beredungen zu ſolchem teſtiren ge⸗ bracht/ angetrieben oder getrungen worden/ ſollen ſie alsdann nicht allein darzu nicht helffen/ ſondern(bevorab/ da etwañ ſtar⸗ cke Betrohungen, Zwang/ oder gefaͤhrliche Hinderfuͤhrungen vorgeloffen) die Beſchaffenheit/ an E. E. kleinen Raht/ umb⸗ ſtändlich gelangen laſſen/ allwo alle dißfahls befundene Unge⸗ buͤhrende mit Ernſt geſtrafft werden ſollen. Doch im Fahl vor⸗ beruͤhrtes Befragen auß Unfleiß waͤre underlaſſen worden/ ſolle ſolches dem Teſtament keinen Nachtheil bringen/ der Notarius oder Schreiber aber/ ſo dabey geweſen/ ſolchen Fehler zu buͤſſen haben. Tit. VII. manon Von Reurahts⸗Macten oder Yheabreden. muf man vo DA è 7 vofhooener' em zwey Ehegemaͤcht mit ſonderbahren ſchrifftlich ver⸗ unb fef balie,$ faßten Gedingen/ Pactionen oder Eheberedungen n oi anderſt von Teſtamenten/ N. 121 i anderſt nicht als vor vollzogener Ehe migen gemacht/ und waͤh⸗ 7 Mih render Ehe aud mit bepofeitigem Belieben nimmermehr abgez£ Teh aͤndert werden/ in die Ehe zuſammen kommen/ ſollen dieſelbe s Rih ſteiff und feſt gehalten/ und denen nach vollzogener Ehe durchauß ia Nhi nachgelebt werden; auch kein Ehegemaͤcht fuͤr ſich ſelbſten zu z 110 des andern Nachtheil/ darwider einiges Teſtament oder Ver⸗ Pas ln ordnung/ fuͤrzunehmen Macht haben.; a im JAber beyden Eheleuthen(wann ſie namlichen zu teſtiren Baneta t ef faͤhig ſind) ſolle allerdings frey und bevor ſtehen/ ihre Ehebere⸗ Inenden dungen durch Teſtamentliche Verordnungen gemeinſamlich wie⸗ aufgebet Bdr 3 iim der ğu åndern oder auffjubeben; aufert diefem Fabl aber folde mem 8 E abzuaͤndern/ ihnen nimmermehr erlaubt ſeyn. a aehd No fons Es ſollen auch ſolche Eheberedungen ſo durch die Eheleuth/ Jeant weſl, en vor ihrer Verheurahtung auffgerichtet worden/ ſo wohl ihrer den a Kindern/ als ihr der Eheleuthen ſelbſt eigener ducoeſſion halben/ oy nicht weniger dann ordentlich auffgerichtete Teſtamenta kraͤfftig W ,. ſeyn/ doch guff iedes Ehegemaͤchts Seiten zum wenigſten zwen reye ehrliche ohnverleumdte Manns⸗Perſonen von dero naͤchſten Ge⸗ OM freundt und Anverwandten/ oder in dero Mangel zwe andere lhw ehrliche unverdaͤchtige Zeugen darzu gezogen; aih Darbey fo olgte viel möͤglich/ dahin geſehen/ daß die Kinder vorgehender Ehẽñ a, nicht 11 T n aa ot inte 4αahls auch ein Lertiũs, zu Befoͤrderung der Ehe/ in denen ps.ss t. fion, Ehe pactis ſich verpflichtet haͤtte/ nach ſeinem Tod fein Gut gang ng põer zum Theil auf die Eheleuth/ oder dero Erben kommen zů sd laffen; auch folche pacta mit eigener Hand underfchrieben håtte/=i a] jint ſoll ihme von ſolch ſeinem Verſprechen/ durch eine anderwertige në aeie S iekeas mge Verbördnüng abzugehen/ durchauß unerlaubt Seyn, sesailpsstr u FWeilen auch in Eheberedmgen diefe Berordnung 4U geg: t b do benin Uw ſchehen pfleget/ daß wann das Lelſtlebende von den Eheleuthen SEa kienes g loo mit Tod abgehen wurde, fo folen des erft abgegangenenGútere ni erie iW auff deſſen naͤchſte Erben/ ſo alsdann im Leben ſeyn wurden/ fal⸗ Ene ei a e yearits len; als wollen wir/ daß ſolche Verordnung/ und ſonderlich das erh i i wa Wort Alsdann/ und das Wort Nåhften/ von denen Erben i osann sips follen verftanden werden, fo dem Erftoerftorbenen/ gu der Zeig 1 ionen 7 - deffen tódtlichen Abgangs/ am náåchften verwandt feyn terden, eben, ob ſie gleich des letſtlebenden Ehegemahls(ſo allein die Nutzung des Guts behaltet) Tod nicht erleben wurden/ alſo daß das Ei⸗ wi genthumb der Gůtern/ ſo bald nach des Erſtverſtorbenen Tod/ deſſelben alsdann naͤchſten Erben heim gefallen ſeyn ſolle. Und damit man wiſſen indge/ zu welcher Zeit die Ehebere⸗ s Q dungen Tea ET aeneo onm a a 122 Dritter Theil/ dungen und die darinn bedingte Erbfaͤhle/ wie auch da keine Ehe⸗ beredungen zwiſchen den Eheleuthen vorgegangen, die m unſern Statt⸗Rechten geordnete Abtheilung der Guͤtern ftatt haben fol lez als wollen Wir/ daß ererſt alsdann dieſes alles feine Wuͤrck⸗ lichkeit haben üͤnd erraͤichen ſolle mwan bereits die Copulation und Einſegnung nach Saag Unſerer erneuerten Ehegerichts⸗ Ordnung zu dem Ehe⸗Verſprechen hinzukommen/ obwohlen ſonſten die Eheliche Beywohnung noch nicht erfolgt waͤre. Stup: Garb. pag: Bdp tit. p: Mea» aJ Iin Fren Grdr on Anllndy IÈ T betni pandh in Yr s, Khin i 1t. V III. Narb: groa in? n Ensfpah 1D A fhin 4 SpA tnek Grba Nut. Nu, Mettes, o BA Ba ah Bodnyh 2; nih À s Von Hinkindſchafften. Biafra smga, a. Sirp man pe Shpe p v.: Ayt Luninöſaak OIAchdeme es ſich jezuweilen zutraget/ daß unſere Angehdri⸗ Aper fiep 9e bey ihren anderen Verheurahtungen/ zwiſchen ihren/ 1 Salpa ah 254 Q aege aroe femer oder beyderfeits /zufammen gebrachten/ auch denen Kinz CADP dern/ ſo fe fúnftigs-nod felber mit einander erzeugen wurden/ og A rtepo ate A nimt Pla) ch. and —Decgleichungen und Einkindſchafften mit einandern auffrichten: SRR, g ragat g OMNIE daN bierimen nicht zu weit gegangen/ auch kuͤnfftigen Itrungen fuͤrgebogen werde/ wollen Wir es folgender geſtalten I AA mte an fed noen olin eny ba S:: ta darmit gehalten haben.Und u en/ Dah fi i E cmo dem Kirchgang gemacht/ ſchrifftlich verſaßt/ dem Geridyt/ gudel g Ie Hyf hen. Pep m ſen Gutheiſſen fuͤrgelegt; Be Fru to olhe Emrmoipant vor nimbt/ mit einem Beyſtand verſehen/ ingleichem denen beyder⸗ AEAN EMATE;: ra eA A ite zubringenden Kindern auf der Fremdfhaft Lormúnder GA, Bynh A: E s AUbringender Mithlen alleroordrift wohl erwogen; mò da fih darzwiſchen ein mercklicher Underſcheid befunde/ ohne einen zim⸗ lichen Vorauß/ ſo denen beſſere Mittel ihrer ſeits hoffenden Kin⸗ riotza DEEN AU bedingen wäre in die Einkindſchafft nicht gewilliget wer⸗ ebes Unb da auch folche Einfindfchafft abgeredt/ und von Ge⸗ Perfo bene richts ng beſtaͤtiget worden/ ſo ſolle doch der gemachte Batz fh Union an: fey oder Mutter die ligende Gútere/ welhe die angenommene genommenen ekinen Kinder allbereit beſitzen/ oder die ihnen noch kuͤnfftigs anſterben o p painin: wurden/ ohne Erlaubnuß des Gerichts zu veraͤuſſeren/ oder zu derſonten beſchwaͤren nicht befuͤgt ſeyn/ ſonſten ſolche Veraͤuſſerung und + beſchwaren. 1 FBeſchwaͤrung fuͤr ungültig geachtet werden. ork taie(A Da ſich nun nachwerts der Fahl begaͤbe/ daß Vatter oder enem” Mutter verfturben/ follen alsdann die Kindere/ oder da ſelbige LPen bereits verftorben/ derfelben Kindere/ fuͤrs erſte ihren Vorauß/ da ihnen einiger gemacht/ zuſampt ihren/ ſchon zirvor gehabten ο h g, f PN.'N i ťR I; sm Ons bak GT Yan mag amla a în Ka foes;; i i z geordüet; die Sach undlonderlich die Befhafenheit bepderfeits+ i ib El m M ĵi e cai a aa a a S Æ⏑ O a am p— e umea P t von Teſtamenten/ L. 123 h;:;:; A eigenthumlichen Mittlen hinweg nehmen: Und demnach in den h Ai uͤbrigen Guͤtern/ beyder ſo wohl natuͤrlich/ als gemachter H Eltern/ zugleich erben/ und ſelbige theilen; es fepe gleich/ daß ame nach ſolcher Einkindſchafft die Eltern andere mehrere Kinder in kii. der zweyten Ehe erzeuget oder nicht. E~J Gleich wie nun alles obige alsdann ftatt baben folle, mann WON die zuſammen heurahtende Eheleuthe bereits zuvor beyderſeits h erzeugte Kinder in die Ehe bringen; es feye gleich/ daß auf der E folgenden Ehe Kinder erzeugt wurden oder nicht. Mfo wollen freet Wir/ daß alsdann ein Anders zu halten ſeye/ da nur der Ehege⸗ fanen und maͤchten eines dem andern Kinder in die Ehe zubraͤchte/ und zwi⸗ ſeon ſoüe. ſchen beyden Ehegemaͤchten/ in Hoffnung kuͤnfftigs erzeugender Kindern eine Einkindſchafft abgeredt/ folgends aber aͤuß derſel⸗ ni ben ihrer zweyten Ehe keine Kinder erfolgen; oder/ da gleich et⸗ pi liche darauß gebohren/ doch vor beyder ihrer Eltern toͤdtlichem en iy Abgang verſterben wurden dañ ſolchen gable die Einkindſchafft oud gefallen und verloſchen ſeyn/ und es der Erbſchafft halben/ Ver⸗ vichten; moͤg unſerer Statt⸗Rechten gehalten werden ſolle. ftia n] Hingegen da der zufammen gebrachten Kindern eines oder oftalten mehr/ fonder Verlaſſung ehelicher Leibs⸗Erben abgehen wurde/ dw fo follen die gemachte Vatter und Mutter/ da ſie beyde annoch ý im Leben waͤren/ oder ihrer eines/ welches den Fahl erleben wur⸗ N de/ dieſelben verſtorbene Kinder erben, bN Wann dann folgends nach Abſterben beyder Ehegemaͤch⸗ end der ein. ni ten/ zwiſchen denen die Einkindſchafft auffgerichtet worden/ die a iepa ut Erbtheilung derſelben verlaſſener Haab und Guͤtern unter beys renga Ai Ni der Kindern geſchehen und vollzogen worden, ſo ſoll die Einkind⸗ 7 n ſchafft damit ihre Endſchafft haben: Alſo daß darüber hin die Gez oA ia ipai nfi ſchwiſterte/ ſo von einem Batter oder Mutter gebohren/ allein yeh ret, Ske einander erben; die gemachte Geſchwiſterte aber mit denenſel⸗ ER ben Feine Gemeinfchafft haben fONen. stur gis pag. as.tit is. z3 oa laia RaRa m"ae O id Won der Irbs⸗Binſatzung. Ag i ya. Stup: Gan Üb.- G. pag. SHA 3S. wi NA Leoben auch in den gemeinen Rechten verſehen/ daß die rene inen m Erbs-Einfabung in einem jeden Teftament fúr das Haupt Raman sig itpores| ſtuck zu halten/ ſo ſolle doch nach dieſer Unſerer Statt Gerichts-13 per-page, iget fiot Ordnung/ ein jeder letſter Will/ obwohlen darinnen kein Erb be⸗x, afi nennet worden/ vor kraͤfftig gehalten/ und vollſtreckt werden.. 7 po i Q2 Wann (w — E E A a A AEE E E E A" 124 Dritter Theil/ 4487½7 Waf der Te. Wann auch einer den Erben/ Legatarium, oder Eidei Com- Aap Dafam ben Et miffarium, mít ſeinem eigenen Nahmen nicht benennt; ſondern ETER eriumnibt die Perſon/ ſo er zu ſeinem Erben ꝛc. zu verordnen entſchloſſen/ ineme tnit ſolchen Umbſtaͤnden und Anzeigungen beſchrieben/ daß da⸗ raot ai TAUR wohl zu verſtehen/ wen er gemeint und verſtanden habe/ — ſo h c abe ye aa n ubra Com̃iſs durch⸗ auß auch Krafft haben, sta g- i0-py stts-$-a i gaes Da auch jemand in ſeinem letſten IBillen fich reſervirte/ des len Wubneun Erben Nahrnen unden/ oder in demſelbigen künfftigs zu ſchrei⸗ benoetins ben/ oder ſolchen auff einen ſonderbahren Zedul oder Codicill fibreiben. Eea pir baes aea" o als i z T Da Teſtament ſelbſten gleich Anfangs waͤre benam z auß gelten. F Eoo annia D So aber einer vor den erforderten Zeugen/ oder in einem bemnbenenn. ſchrifftlichen Teſtament ſich erklaͤrte/ daß derjenig zu ſeinem Er⸗ stenene ben eingeſetzt ſeyn ſolle/ den ein anderer(wer der gleich waͤre) .Lerwehlen und ernennen wurde; Oder gleichwohlen ſeinen Erben Taomga: pambaft madhte/ aber folche feine Erbg-Benenmmg auff eines andern Ratification oder Willen ſtellte/ das ſoll fuͤr keine kraͤfftige Erbs:-Sagung gehalten Werden, Stp. q- ipeo tts a sdsta- J Ferners/ da die Erbs⸗Satzung auff eine gewiſſe Zeit geſtel⸗ $ EAn Beit oehelten 21 feinem Erben verordnen/ umd daben Feine weitere Borfehung Sehin tlhaͤte/ wer nach fiio ſolcher Zeit Erb ſeyn ſolte; ſolle in ſolchem Fahl nach Verflieſſüng der beſtimten Zeit/ die Erbſchafft benlſl let wuͤrde /als da der Teſtirer einen allein/ auff eine gerviſſe Zeit/ in fidei commiſs weiſe/ auff die Erben ab inteſtato kommen.4f 4 har h Tedre nbr Auf den Fabl auch einer auf eine gewiffe Zeit u einem U- A a e E niverlal-Erben ernennt/ und nach Außgang ſelbiger Friſt/ ein an⸗ aea daa r Derer gum Erben inftituirt/ iftim bleibt der erftbenamnt gleidh - wohlen rechter und vollkommener Erb/ ſo lang die geſetzte Zeit CAA bero ce. waͤhret; aber nach Verflieſſung derſelben/ wird der ander/ als ein Fidei Commiſſarius zur Erbſchafft zugelaſſen. Paea poda ine So einer zween oder mehr Erben eingeſetzt/ und nicht ei⸗ npt Ween oder ERa meb Cde GENElih erflårt/ wie viel ein jeder erben foll/ iſt darfuͤr zu halten/ oa E ap DAB Die Erbfchafft gleich under fie aufzutheilen fepe,-atpsts. g e nente aeg LI ES ift aber bey Einfabung vieler Erben in Acht zu nehmen/ m ta pdaß wann einer ins gemein ſeine Vetter/ oder ſein Geſchlecht zu CErben ernennte/ ſie der Erbſchafft nicht zumahl und mit einan⸗ iTe gag imine gs Dern fábig/ fondern ordine fucceflivo einander nadhfolgen/ der le e iep Eht geftalt/dah dDie/fo jur Zeit Des Teftirers Abfterbendie nåchftenim Grad ſind/ llwegen die weitern außſchlieſſen ſollen; welches auch alſo zu halten/ ſo einer jemanden mit Nahmen/ und deſſen(mit Nah⸗ ——< j c mẹ toin) Gr f eing AMN oefel e Reit feng lem oido i: nont: Jeina s olid eM (di i nido aw eA i if o Ay N hfi wo s ni? f l I m a WT matin mt m Soin ih m S w ahot d O abng mo nat t aaa NY CA 8 À`;, me; T.— f p Yt nrn Ae tamani Mingin bonnn, Nopa 72 rdegtaf af hy fag Ap meha A Saha P J N ATI OT inafaa) 3 adah uny nmh Yna nba 2 9 A A KA PIA opo Ians Vik g hinsni\ Aaya Marofa P 3 Sd D nE k ae a Rfnn Djinn Ang eeg Ifan mas? ak; Gns st Sai Sny ha i A s$ Wn 7 v f Hc e D) I ay ee s— P haros Wnai Pre Ds 6 aifhne thormnnlà Gomb- Cafn pOl snin pepanh 1 Da nadn h fage aban anlriafh von Teſtamenten/ e. 125 Nabmen genannten) Erben/ collectivo nomine şu erben beruf- fen. Stup. Jar. ÜL. pag. DH ttb.-i Da auch ein Teſtator nicht uͤber fein gange Verlaſſenſchaft/ Wann ernur ſondern nur uͤber einen Theil derſelben/ oder uͤber gewiſſe Guͤte/ Dhen ſuner re/ die Verordnung gemacht/ kompt alle uͤbrige Erbſchafft(wo Liletm.. nicht der Teſtator ein anders/ entweder mit deutlichen Worten geordnet/ oder doch deſſen anderwertige Meinung auß deutlichen x wh ors Da Bibrupio ferdsh asy Umbftånden mag abgenommen werden) niht Jure accrelcendi Rn DaX orfabre Afal Drin gofon haah. 60h-&, auff die in gewiſſen Stucken eingeſetzte; ſondern auff die Etben aE ab inteſtato. Stp Oar. Ub. pag IPLE RI g Seen S a «w3 Warn aber einer oder mehr der eingeferten Erben vor dem BER di eea Teſtirer abſturben/ und alſo den Fahl nicht erlebten(wo der Te⸗ envor vem pr-ti ſtirer nicht ſonderbahre Vorſehung in feinem Teftament gethan tervem enge sial haͤtte/ wie es alsdann zu balten) foll Der abgeftorbenen Erben gez Enya tig buͤhrende Antheil und Erb⸗Gerechtigkeiten/ den úbrigen einges Eet y tin Ee ſetzten Erben/ ſo den Fahl erlebt/ einem oder mehren/ allwegen a a eiin nach eines jeden Angebuͤhr/ zufallen/ gehoͤren und bleiben/ und e fich die andern Verwandten/ ſo ſonſt ab inteltato(da kein letſter 2 Will vorhanden) Erben waͤren/ ſolcher erledigten oder gefale ze eni nra 6 í`? n Snn hahin ddn si&- A.%, nen Erbtheilen nicht anzumaſſen haben. seg- dt. py ostit.. uma Auff daß man aber wiſſen moͤge/ welche Perſonen zu Erben Wai das Te-a žtrostex eingeſetzt/ und twie eg der Leltator ſonſten a enenied Ges Siende a hallen haben wolle/ ſolle alsbald nach deſſen Beerdigung/ das mpeni Pane Teftament vder andere dergleichen Berordnung/ Den Statt Gez dn mife, yzna Apai richts Aemptern uͤberluͤffert/ von dieſen denna rben abin- Feie ipy rd, teftato ¿u Der Eröffnung verfúndet/ darauff die Publication ppr ver Tatr du d genommen/ und dann ferners/ toie von Miters hero ú Mih a weſen/ darmit derfahren; aud wamm Don memand en EMED Tiea, beſchicht/ die Erben in die Guͤter eingeſezt; da aber von emane, Tie den dergleichen beſchehe/ deme ein kurtzer Termin zu Einbrin⸗ gung feiner Einred angeſetzt/ und wann etliche umb den Pofleſse Mintin tasahin. ſtreiten/ die Erbſchafft lequeſtrirt werden/ der dann in poffefo. t ierann rio obliget/ gegen den mag der andere in petitorio FASEN-a a E ain Tit X A RERE K. X. aa aaie AR ae AE w n~ 545, 45 9 Pra nigba S Welche Werfonen zu LErben eingefe den moͤgen oder nicht. OO. St. O. lb. pag. 36.£. 6. x4] Elche Perſonen zu Erben einzuſetzen im Rechten nicht auß⸗ iess Erim trucfiichen verbotten/ mògen alle gu Erben inftituitt oder tnne ingr- ernent werden nach"a PeR Wohlgefallen/ ſie ſeyen po wer w Jahi dad PFN rinn kA Ealah f r A PAAA A abayo nra Eas ê Alnim f:-i Ons zg) wer ſie wollen; Auch diejenige/ mente auffzurichten/ als junge Kinder/ die noch kuͤnfftigs ſollen gebohren Werden, serais sa iche nicht, Es koͤnnen hingegen zu Erben nicht eingeſetzt w nige/ welche auff ewig Statt und Land verwieſen; deßgleichen/ -sya Die in ewige Gefaͤngnuß condemnirt ſeynd. u acct.s. Und die zum Tod verurtheilt worde Es ſeynd auch die Elteren/ ihre au ſonſten von anderer/ in den Rechten verdamt Sae eette Kinder zu Erben einzuſetzen nicht befuͤgt; a fie auch nicht in favor ihrer anderer o ), 3m& Yen/ obſchon keine eheliche vorhanden waͤren/ erdh Aewilligmg E. E, Fleimen Rabts nicht teftiren, str-gütr za Tit. XI. Won gemeiner Machſetzung der Vrben/ zu Datein vulgaris ſubſtitutio genannt. ezho Jemah fabo. 3 a IS dnnt jo) y Vahen Dreh, alofa a0 frand nt EKulο Sh S. dng holann Ginti Ah- 2 6 Dinda a paberh bou Jian darn benin eh Fimen í Pst. Gar Ü. pag. © fan ein Teltator, ér waͤrẽ hT S nahinon A nn I Snphig Ant aa] La GD kahang erdh 2a Runata md nhfhyfendr £ Z Forin derfel m Eh Aniy EERS fatheh m 2E Soe afin Sinon faln Gbon Golland Dap rndnen aban Se- PAP önant gafr- 6 wel Sabh. YnAengnr Gans nadn` s ,, Midnan ninh pien Dritter Theil/ .36.37. K ſo nicht Macht haben/ Teſta⸗ Ohnmuͤndige/ oder auch die 8 dem Ehebruch/ oder en Geburt erzeug⸗ auff gleiche Weiß hnehelicher Kinde⸗ ohne ſonderbahre váre gleich Mann oder Weib/ die Verordnung thun ⸗ daß im Fahl der erſtere Erb/ nicht wolte oder nicht konte Erb ſeyn/ ſein Erbſchafft auff einen andernfallen r agea à ten folles als da einer auff diefe oder gleiche Meinung in feinem let- ; l n wom 5 Ich Ba oder Anty zu Habl bie Eaa Rudolff/ Ludwig/ und Heinrich ꝛc. in welchem Fahl dieſe drey a Erben im erſten Grad zu gleichen Sheilen faccediren. Wann aber die teſtixende Perſon weiter alfo vermeldte: ſo „aber einer oder mehr von meinen ernannten Erben/ meinen Tod nicht erlebten/ oder ſonſten meine Erben nicht ſeyn koͤnten/ oder blwoiten/ ſo ſubſtituir, oder ſetz ich dem oder denſelben nach/ den aneh Samuel ꝛc. welcher Samuel dann ſein nachgeſetzter Erb im anz ji 7dern Grad iſt. Wann dann der Leſtirer noch ferners mit nach⸗ folgenden oder gleichformigen Worten verordnete: So auch der Samuel mein Erb nicht ſeyn koͤnte oder wolte/ ſoll alsdann der =Johannes zu meinem Erben geſetzt und geordnet ſeyn/ iſt dieſer 82Johannes des Teſtirers nachgeſetzter Erb im dritten Grad/ in chem und noch weitern Gradibus ſubſtituirt werden mag.oᷣ E,s mag auch einer ſeine eingeſetzte Erben/ einander vulga- riter ſubſtituiren oder nachſetzen/ oder aber andere von neuem Ebenennen. Und geſchiht ſolches in vielerley Weiß und Weg/ sey MOEM etivann vielen einer alein/ oder etwmann einem allein viel/ afe ſabſtituir ona abanbushh t und nachgeſetzt werden/ auff welchen Fahl Daph Aod A abonas d hi ty Jinpnti siuh w nachge⸗ nyh Halls ynka b. sa yoinht Yan TEG 2 hady ant Dnes erden/ dieje⸗ ØEN EOS S Te P die alfo pho onks m ES e nr r pmp E a ͤ2 rrt —— y CO. rion, A VESCU t E vV ho AN * t RMY + UKN rhy n/A nt, ib/ di wolke miale wuki nEw eieo) fte: N nns n N h A Him nini oh mA HNN Aad mg y vug an y enw Ka M NWS pon Qeftamenten/ ie 127 nachgeſetzte Erben/ des erſt eingeſetzten Erbs Antheil in eben Der proportion, al ſie vom Teſtatore zu Erben eingeſetzt worden/ empfangen und under ſich vertheilen ſollen. ö Wann aber Die eingefegte Erben einmahl den Fahl erlebt/-r s3: gydi ſolle die Erbſchafft nicht auff den ſubſtituirten/ ſondern an des aiioa irdeni Verſtorbenen fernere Erben/ es waͤren gleich folhe Teftaments Cias oder andere Noht⸗Erben/ fallen und rranſmittirt werden. Stup.:iib.pag: 79 Ah.. e S E AENT PAET A Edn mag Bfn nrag ovi) Im nnnm) Bidnnbatyn tynalbhning aaa ahh De Fidei Commiſſaria Ee aae ereditatem i o Eai F uan p eni 65 aSo: t: Von treu anbefohlener Lrbfhafft und be ziehung des Trebellianiſchen vierten Theils. y2. Stup. Bnr Üb. pag 98-39-40. tit. 9. Einem Telta⸗ S mag auch einer/ fo ein Teſtament oder anderen letſten tori ifterianvt Sc Willen auffrichtet/ feiner Gelegenheit nach/ feine eingefeg: Ln Eron, te/ oder Erben ab inteftato befehtweren/ und ihnen befeblen; fei dei commits n ne Erb⸗und Verlaſſenſchafft gantz/ halb oder zu wenigen T heilen a ra ne einem andern/ wann er wil/ hinwieder zuzuͤſtellen und zu uͤber⸗ PE EA BIAI geben: Was dann fúr Maß/ Zeit und andere Conditiones Von£$ OAA ihme darinnen beftimt find/múffen durch feine Erben(wo fie ans«1o eieo sana derſt Erben ſeyn wollen) gehalten und vollzogen werden, Perei t1 Diejenigen mmn/ Die dergeftalten mit einem fidei commifs einem Fidei Bai hrint sbr commiſs be⸗ De Jorio, beſchwaͤret worden/ ſollen das gerinaſte davon zu v' Fomdeten ie Gaiek. zu beſchwaͤren nicht befuͤgt/ zu dem auch denen f-Oen Den Fidei miſſariis auff dero Begehren genugfame Caution zu leiften(hut 4 eaa j. dig ſeyn: daß auff begebenden Fahl ſie die Erbſchafft in eben dem 27er. eih S A: Stand/ in deme fie diefelbige empfangen, wieder abtretten wok yria aea len/ òa bepneben auch úber die Erbfhafft ein ordentliches Invene+$ tf Are rgh tarium dürch einen geſchwornen Notarium ſolle gezogen werden; ikos Te es waͤre dam Sach/ daß der Verſtorbene hieruͤber ein anders m quartsina n verordnet/ und ſeinem Erben ein ſolches nachgelaſſen haͤtte:wel⸗ aaas chen fahls gleichwohlen zu Verhuͤtung des Eyds/ auch vieler verdrießlicher Streitigkeiten/ der Erb wenigſteus mit Zuzichuna 7 ER des fidei commiſſarii die Gutere/ dhne/ wie ſonſten ùblich/ bends zirh i Aes thigte Zuziehung eines Notarũ für fich ſelbs zu verzeichnen/ und Dara ihi Ra ſolche Verzeichnuß von beyderſeits unòerfchrieben/ dem fidei cains, commiffario ġuguftelen gehalten fepn fole, st-is png.so-tt-g: ex balbha De TWann dann/ wie bald ins gemein in Herordnung eines fi- Mig dei commiffi zu geſchehen pfleget/ der Teltator in ſeinem letſten Rehtnnr. Willen ſolcher Worten ſich gebrauchte: daß nach Abſterben des⸗ ſoa. N E E Dhea i jenigen/ [fönt< shi sl AF: R Spa Ea i yy ao na muf ngrin yS efh Sn Leb) 128 Dritter Theil/ p í einem Erben eingeſetzt/ ſeine Ver⸗ 3 SII Krekel meas NNN an Shall beelen auf dieſen oder jenen; oder penaf Teſtatoris, oder auch eines andern Stab k ſol⸗ aai op Fi Om- aD onfa Li pia AE3 WMO aber folchen a Tie Jah ben aferei des Sefii ETLi Do vers/ obe Spet E des eren Erben Tod/ zu ſolcher Ver⸗ e Aah At EN echt erlange/ und ob ſolchem nach a anina Mienfha a a oan ias noch vor dem erften Eoaea p a ide; la PaT m eeen u ſterben kane/ die Berlafi Ta pea parh nhy jom doyane hi,$: t 9 i+ E G nR 5 re Erben ab inteſtato ge D TR es SH As eNES MeT en vieler ung bieru o P uroden Da Sirnithpien hrda/ p en fahls alfo gehalten haben daf der Fidei; o paio riafi A goora a Teltacons Abſterben zu der Verlaſſen⸗ Aap riat ſchafft ein Recht erlangt haben/ und da auch gleich er des erſtern IRIPA pe fet arte Eben TOD nicht erleben wurde/ dieſelbe entweders auff deſſen i Amea im STeftament emgefekte Erben i mo aa an aa osomaefie i parcipi Ke betay Teſtaments; oder da er ohne Teſtam ſtort E E Erben ab inteftato, nach Hrt und Weiß der unten s aiM vierten Theil geſetzten Ordnung kom̃en und tanngitt a E E iea tamoe Den folle, Eben der Urſachen wollen wir auch/ daß/ da der r reaa ii. ftator feine Berordmmga dahin gethan haͤtte/ daß nach Abſterben des Aan Erben feine Berlaffenfchaft auff fein deg Teltatoris Jh:& a j G 3 FSE mier vOe eines andern nachſte Erben oder Verwandte zuruck foaled Segou ben Madmen ſolle/ ſolchen fahls under dem Nahmen der naͤchſten Erben g Tai Cron mae Berwandten diejenigen verſtanden werden ſollen/ welche bep Abſterben des Teſtatoris die nachſte geweſen/ nicht aber die /, n iit, Saylor i: zu der Zeit/ da der erſt eingeſetzte Erb Todes aam aa anae arrea fien Erben/ oder Verwandte ſeyn wurden: Und daß ſolche eE? ie gehenden Fahl bereits ge⸗ uiach die Erbſchafft eben/ wie beym vorgehenden Fah GBA eldel worden/ auff diejenige/ welche von denen naͤchſten Erben AAS Oo e Teftatoris, die zur Zeit deffen Abſterbens Pp p Sde ſolche geweſen/ entweders zu Erben eingeſetzt; oder auff dero PA ra Aest Erben ab inteftato Fommen imo guruck fallen foe. seura ùap sdg rsr aiene Taoro Dieſem nach wollen ſo wohl die Teltatores als Notarij piez roA itemm ni ben mit erinnert ſeyn/ daß im Fahl die Teltatores in Verordnung ei⸗ aag, NES Fidei Commifi eine andere Meynung und Willen führten/ Rane iE MD etmam dem Fidei Commiſſario ererft auff den Fahl/ und under dem Beding/ da ſelbiger des eingeſetzten Erben Lod erlez pben wurdeein Necht zu ihrer Verlaſſenſchafft zuſtehen wolten. ESo ſolch ihre Meymüng intt deutlichen und heiteren Worten E Taena eei. auftrucden follen, 72> pga Kgritnitaahio oas zP Bany aber einem mit einem Fidei Commiſs beſchwärten nyt nnan a seh gynfas O? infa feaj hln, Lh Erben a u R TT yé“rA h pa Asno$: x dei Coik Nahi des erion mf ih toiin benni Der unt titt foe der Te bfterben piera wi w oai anung l fihi ahl W So) M wM IR e R $ ge Cing. i. pad. 79..2 kae IA AASS j“od 3(A\ A eN s S g À Stun Pe th. pag.7⁴ y. Wbeiont A glreko Deug ramafinshh mofininrbairt trnih tahaly Prin Sre mah 2A s am Annhih;, djnun o X A IA J Joy f A » Aad] k n y? STA Bng sw hnes Dnnndn Hlos Fh ba m S] Gnyùh ,. del A al von Teſtamenten/ L. 129 Erben ungelegen ſeyn moͤchte/ ſich der Erbſchafft alſo mit groſſer ara Tre- Muͤhe und Beſchtwärden anzunehmen/ und keinen Genuß oder Nutzen davon zu haben/ wollen Wir/ daß in ſolchen Faͤhlen der zur gantzen Erbſchafft/ oder allein in etlichen Theilen derſelbigen & quotis partibus eingeſetzte Erb/ den vierdten Theil der gantzen — Erbſchafft/ ſo in dem Rechten quarta Trebellianica genañt wird/ (nach Bezahlung aller Schulden) behalten möge. gtr sstts. d Und ſolle in der Berechnung voder Computation deg Trebel Daen Beg lianiſchen vierdten Theils auf die Eltimation oder Anſchlag/ wie. die Erbſchafft zur Zeit befohlener reltitution und Ubergebung be⸗ f serogn werden. ſtebeſchwe 69.Uʃ.9. 40 Ý a £7€s mag aber allein der erfte befchtvárte Erb folen vierten fiae asu Theil von der Erbſchafft/ die er einem oder andern zuſtellen ſoll/ bem ehen be abziehen: Dann der nachgeſetzte Erb und Fidei Commifſſarius, benetleubl. dem die Zuſtellung der durch das Fidei Commifs auff ibn Fom- menden Erbſchafft ferner weit anbefohlen wird/ iſt deſſen nicht berechtiget, sep gm itps. og. tit.g. nr Tit. XIIII.“eaea fè e Won Wnterbung der Winder/ wie und aup ez was Urſachen die Elteren ſelbige vornehmen möͤgen. iers Và. Stup Yan Wib. pag: A6 yyt ig. abed] hnapin Mangomf. Jeweilen die Eltern ihre eheliche Kinder durch Feine Tefta- gennigan e a g mentliche Verordnung von ihrer BVerlaffenfchafft ganh o Siner obne 25725: der zum Theil abzutreiben vermogend find; ſondern ihnen w ier Erbſchafft nothwendig als haeredibus ab inteſtato uͤberlaſſen muͤſ⸗ werden. ſen; wañ ſie nicht zu der Enterbung genugſame Urſachen haben: Sp wollen wir hiemit die Urſachen derentwegen die Elteren die Enterbung ihrer Kindern vornehmen moͤgen/ hieher ſetzen; als Wann ein Kind oder Kinds⸗Kind ſeinen Vatter/ Mutter/ Erezmme Großvatter/ oder Großmutter ꝛc. fuͤrſetzlich geſchlagen/ und fre⸗Soſch⸗⸗ ventliche Hand ſie gelegt haͤtte. Kee Wann ein Kind oder Enckel ꝛc. ſeiner Eltern einem/ ein Sowie ſchwaͤre Schmach zugemeſſen/ und alſo injurirt a xg Wann ein Kind x. feme Eltern peinlich beflagt/ es waͤre genite Un dann ein ſolche Ubelthat oder Laſter wider Uns/ die hohe Obrig- keit fuͤrgenommen worden. Wann ein Kind ꝛc. mit Zauberey umgienge. Saubereb. Wann ein Kind xc. feiner Eltern einem nach dem Leben ſtel⸗ Jurmegmune te/ und daſſelb mit Gifft oder in andere Weg umzubringen un mons derſtuͤhnde. Ñ Wany SAPT i r y— E a AEEA TE PEA: GPE a an SE ea ida D S AAT a iai 13⁰ Dritter Theil/ Blulſchand. Wann ein Kind ꝛc. ſich zu ſeinem Stieffvatter oder Stieff⸗ mutter gelegt/ und mit ihme Werck der Unkeuſchheit getrieben hätte, Pe in Sei ty ergoter, Aae EA, Bertabt der Wam ein Kind x. feine Eltern verrahten mò angegeben,* Sun ppb fie dardurch in ſchwaͤren Schaden und Nachtheil gebracht haͤtte. Drt Greogehn- Bertaffung Wann die Eltern einer Schuld oder anderer Sachen we è ufanane gen in Verhafft oder Gefängnuß kommen/ und ein Kind ꝛc. fih nccht beſten Fleiſſes dahin bearbeitete/ Damit fie der Gefaͤngnuß erledigt werden moͤchten. keichtfertiges Wann ein Kind ſich wider ſeiner Eltern Willen/ in ein leicht⸗ som fertig Und uͤppiges Leben begebe; Als da ſind Kuppler⸗ Kupple⸗ rin/ Gauckler und dergleichen: es waͤre dañ daß ſein Vatter oder Mutter x. ſo deßhalben die Enterbung fuͤrnehmen wolte/ ſelbſt in gleichem uͤppigen Weſen geweßt. l Wann ein Tochter ſich niht wolte von ihren Eltern zu Eh%. ren verſehen/ und gebuͤhrlich außſteuren laſſen; ſondern in ein uppiges und aͤrgerliches Weſen und Leben ſich begábe zsir.. Unbarmber. Wañ die Eltern an Leibs⸗Nahrung und gebůhrlicher Pfleg/ giotto Mangel håtten/ und die Kinder ꝛe. ſich ihrem Vermogen und denbenellern Kraͤfften nach/ derſelben nicht annehmen und nach Nohtdurfft verſehen wurden. A asat vom Bann die Kinder eines verdampéen unchriſtlichen Glau⸗ Ehnitemtbum hens waͤren/ und darinn verharreten. 5 1n anbere Wann ein Kind ꝛc. ſich gegen ſeinen Eltern oder ſonſten in“ eslide andere Weg mit ſolchen ſchwaͤren Unthaten/ welche oberzehlten waa. Uĩrachen gleich/ oder noch ſchwaͤrer/ ſtraͤfflicher/ und den Eltern beſchwaͤrlicher waͤren/ vergreiffen wurde/ ſol auch in ſolchen Faͤh⸗ len den Eltern die Enterbung gegen ſolchem ungehorſamen und Wie auch Ungerahtenen Kind fuͤzunehmen unbenommen ſeyn. Bawtiowmg Item/ wann ein Kind fich wider der Eltern Willen verehe⸗ 1en Wilen. lichet? jedoch mit der in unſerer An. 1717. in offenen Trud auf- gegangenen Ehegerichts⸗Ordnung Art. 2.& 3. enthaltener Er⸗ laͤuterung. Vep star bhig dm ria volbo bae Alpah Pde Exhæredatio Es lan auch die Exhæredatio hona mente facta zu favor der 5 hona mente na e Grof-Kindern fiatt und Plab haben wann ein Sohu/ Tochter⸗ mann zc, fich als ein prodigus oder Geuder erzeigen thaͤte/ doch daß in dieſem Fahl dem Sohn die alimentation oder die Nutznieſ⸗ ſung vorbehalten werde. a TOA P REA ; 7 Euge in g JE PLESS.) vrisnes Sp demnach die Eltern Ap aner oder mehr gemeloter Ur- fodi 5, Enteoung ſachen/ die Enterbung eines oder mehr Kindern vornehmen wol len/ ſollen ſie die Urſach der Enterbung in dem letſten Willen hei⸗ x ter — Nii a PM AK Mira KARUM von Teffamenten/i. K ter außtrucken/ auch ſolche von dem Erben/ ſo ſie ſtreitig ge⸗ macht wurde/ genugſam erwieſen werden. Wobey aber zů wiſſen/ daß wann die Eltern den enterbten Fönnendie Kindern/ entweder auff beſchehene Abbitt oder erzeigte Buß/ o⸗ wieder auf. der ſonſten mit Widerauffnehmung und Erzeigung Vaͤtter⸗oder biben. Muͤtterlicher Treu und Wolthaten/ ihre begangene Fehler ver⸗ zeihen wollen/ es zu ihnen ſtehe/ auch die Enterbung wieder auf⸗ zuheben. Tit. XIV. Von Onterbung der Eltern/ wie und auß was Urſachen die Kinder ihre Eltern enter⸗ ben koͤnnen. VÀ. Stap. Ann- Ùb-pag. 47. 48- tit. io.-f] Qbeichwie nun Krafft vorgehenden Tituls/ die Eltern ihren urratewa Kindern nothwendig ihr Erbſchafft verlaſſen muͤſſen/ und derhrrelken ſie ohne Urſach davon nicht treiben möͤgen/ alſo koͤnnen auch hin⸗ aun den ton⸗ wieder die Kinder ihre Eltern von der duccelſion nicht außſchlieſ⸗ ſen/ wann nicht zu der Enterbung genugſame Urſachen vorhan⸗ den/ als da ſeynd: i; Wann Vatter? Mutter u.£ ibre Kinder x. durch ihre Mn- Bann vieti flag oder Angeben/ in Todes Gefahr zu bringen ſich underſtuͤhn⸗ in TovsGe den: es waͤre dann ein folches Laſter wider Uns die hohe Obrig mrin keit fuͤrgenommen wöorden. Wann die Elterg ihre Kinder mit Zauberey/ Gifft/ oder in Zaudereo/ e⸗ andere Weg zu toͤden unterſtuͤhnden. Wann der Eltern eines /⸗mit ſeines Kinds Ehegemahl un⸗ Bluſſcand⸗ keuſche Wercke gepflogen haͤtte. Wann ein Vatter des Kinds Mutter/ oder entgegen die Mutter. den Vatter umbzubringen unterſtanden haͤtte. Wañ die Eltern ein ſchandlich uͤppiges Leben fuͤhrten/ gleich upnioes sse wie in vorſtehendem Titul von den Kindern gemeldet worden. Wann die Eltern ihre in Armuth/ Ellend und Kranckheit maoſendel, gerahtene/ oder ihrer Vernunfft beraubte Kinder/ mit gebuͤhrli⸗ iend. cher Pfleg⸗und Unterhaltung nicht verſehen; noch ſo die Kinder⸗ s in Geſaͤngnuß kommen/ zu ihrer Erledigung verhelffen wolten. Wann das Kind wahr Chriſtglaͤubig/ entgegen aber die El⸗ Glanaloe tern eines verdampten unchriſtichen Glaubens waren/ umd das rinn verharreten.| Wis bann ferner bey oornehmenber Enterbung zu beobz a en/ A eQ Slup. Gas UB- pag--E ye inbe. 669 Bd Sa rhann 3 Bta d nin tag Wep, nagp Ter Plod h Jhiidns RET E Pinem A ip NSA, ides Aaram tt 13 2 Dritter Theil/| , achten/ und deßwegen im vorgehenden Titul geordnet worden/ ; wollen wir hieher widerholt haben. -e KRR Iy homs..R bom Cyb, j Å W i A g 9 D. Paya Ponfhh phoma sne ymkaspk] baun H Grd; linh EA o S tonba frupaged I Famn sir Aning I V hay Sor lirang Poar Pnfahe hn arbrar judheg 2d IA. It. b Ès x p bidi 9 homon nba forh yé halra: H na h j WMie und auß was Urſachen auffgerichtete p Aa A aa N S mdni nengnthig, Onr Gomb n/t naslymgr h EI tamnn oninshh. gi Z Seſtament unkraͤfſtig werden. Rſtlichen iſt zu wiſſen/ daß einem jeden in allweg frey und Eefament zugelaſſen/ ſeinen auffgerichten letſten Willen jederzeit wie⸗ C ie udon derum zu aͤndern/ zu mindern/ zu mehren/ gar oder zum Theil Laalbzuthun und zu widerruffen/ auch ſeiner Gelegenheit nach/ ohn⸗ gehindert maͤnniglichs/ ein ander Teſtament zu machen, Siupgispo Barnefd Ja wann ſchon einer ſich verſprochen/ verſchrieben oder ver⸗ "Eri oanme pflichtet haͤtte/ fein auffgerichtet Teſtament nimmermehr zu aͤn⸗ feny. mbea ban. Deri/ ſoll doch ſolches Verſprechen und Verpfüchtung(wie hoch E ſie immer geſchehen) nicht gelten noch verhindern/ ſondern nichts deſto weniger einem jeden ſein letſter Will biß in ſein End frey ge⸗ laſſen werden. Küntſuneer. So dann einer ſein auffgerichtet Teſtament entweder vot Kralſt/ fo es Gericht oder vor drey eb und c cain o Einen Notario, widerrufft/ oder da er ſein Teſtamẽnt vor Gericht Ser gria ter_ auffgerihtet oder hinderlegt bátte/ folches mwiederumb zuruct forz cdeerkwe und caſſirte/ oder beleblen thate! daß ſolches im Protocoll e eais ee P gufgethan werde! oder auch/ da er Schwachbeit halben folhes r åU tbun nidyt vermochte/ aldam dte vorigen Zengen/ wo die noch im Leben/ oder wo nicht/ drey andere an derſelben ſtatt zu ſich erforderte/ und denſelben/ daß ſie ſolches verſchaffen ſolten/ außtrucklich befehlen/ und ſolches durch den hinderlaſſenen Erben genugſam beweiſen wurde/ ſoll daſſelbe hernach kein Krafft mehr haben/ da er ſchon bey ſolcher Widerruffung nicht auch gemeldt/ daf er ohne Teſtament abſterben/ oder haben wolle/ daß ſein Gut auff ſeine ab inteſtato ſuccedirende Erben fallen ſolle. Wann es fuͤr Set ia bok: Alſo da einer ſein auffgerichtet Teſtament zerſchnitte/ zer⸗ vqr it, kiſſe/ oder die Nahmen der geſchriebenen Erben durchſtriche oder außloſchete/ oder ſonſten ſein Teſtament gaͤntzlich und ꝙdurchſtaͤche/ oder auch der Zeugen/ des Notarij, oder ſein eigen angehenckt oder auffgetruckt Sigill oder Pittſchafft herab riſſe/ —oder ſchnitte/ ſoll ein ſolches fuͤr ein Calfation oder Widerruffung des Leſtaments gehalten werden. Doch ſo der Feltator in ſei⸗ = nem Teſtament nur eines oder mehr Erben Nahmen/ oder auß Pdak 20% Sans Ynah Gons D ofto. N p$: Jaa Fage R afir y nhanh, Sn Angl. Dins ine en ant jomi hn T LDE N la Erda Ina Spitts Pns hfa E A TS 0 p„„„ e ISE iyn m h, bs Gagn-Galai Poth herwin 2 4 4 saso foh 4 wS ý G> n nó Mt 3 pAn t A" r n` Ca monah Pra gN s gr Blons abat Erina Lia Srp Prish CÒ: y Anèn n v nS p ah Snoumifh Enin fh “ pA nfa h. E Mhe Siaa Caph ii a : aneh y Sa hn ad by slang ο⏑.; w3 k s nyn n {f n a 5 e Ea AE A Cg Jap d amann 2, pi& pam., Ei, 24 vn Mas, pn lies; Jof A Iola anI fyen pfeg ha idap th, ~ von Teſtamenten/ K. 133 den Legatarien einen oder mehr durchſtriche/ ſolle den uͤbrigen unaußgetilgten/ was ihnen verordnet/ verabfolget werden. Wann aber ein ſolch zerſchnitten/ zerriſſen oder an Sigillen Pficht deren/ und ſonſten verletzt oder außgetilget Teſtament/ nicht hinder dem binner Dem ifi Teftirer und in feiner Berwabrımg/ fondern fonften bey andern panes Se WN gefunden worden/ und zu zweiflen waͤre/ ob durch dendeſtirer ſelb⸗ Rametals cat- ſten ſolche Verletzung geſchehen/ ſoll in dieſem Fabl denjenigen welche das Teſtament als dallirt anfechten/ die Beweiſung in⸗ ni nerthalb zweyer Monat friſt von Zeit der Eroͤffnung des letſten iihi Willens anzurechnen/ zu erſtatten obligen. m3 Inmittelſt aber die Erbſchafft ſequeſtrirt/ und da die Erben hih, ab inteſtato innerthalb ſolcher Zeit kein genugſame Beweiſung 4 thun/ daß die Verletzung oder Außloſchuͤng des Teſtaments von Joh dem Teſtirer ſelbſten fuͤrſetzlich geſchehen/ alsdann die Erbſchafft irni denen im Teſtament geſetzten Erben eingeraumt werden. Whi Stem: f0 einer e er Leſtament machte/ und dariunen Uioiltioze KWN íe i i tene Claufula derogatoria( Krafft deren *— alie nachfolgende Tetfte Wilen fúr ohnkraͤffttg und ungultig erkla⸗ g ret worden) nicht revocirte oder widerruffte/ iſt ſolcher letſte Will Ei auch von Ohnkraͤfften/ und bleibt der erſtere in ſeinem Weſen a w aay gramen.-o u Es iſt auch ein Teſtament oder letſter Will/ ſowohl der Le- Wan ver Te- ſtator zu teſti⸗ md! gaten als der Erbſatzung halben/ ohnkraͤfftig; wann der Teſtirer weuntauglich⸗ éy zu teſtiren untauglich waͤre/ davon hieroben im aten Titul/ Ver⸗ wa ordnung geſchehen. W s. Deßgleichen iſt auch das Teſtament/ ſo viel die Erbs⸗Ein⸗ Baf arben wo N ſatzung belanget/ unkraͤfftig; wann ein ſolche Perſon zu Erben von Nechts fott inſtitulrt/ welche von Rechts wegen nicht Erbe fepn fan; toie reen not g~ ape E r ara e; Doch dieſem 0 éh abl die in folhem Teftament verordnete Legata md Fidei com- Exceptióm s-àp ss tt.. ftm aal in allmweg gültig und Fráfftig fepns obfehon die/ dieferneuen“Sgert ea om Ordmmg nadh/ bey ung gang ohnnòthige Claufula codicillaris izreena i ini deme nicht angebendet ift a a S Nicht weniger wird auch das Teſtament ohnkraͤfftig/ wann Badet E: wiy der eingeſetzte Erb vorm Teſtirer Todes verfahren waͤre. Doch tore fitv, HN daß wiedermahlen die darinn verſchaffte Legata und Fidei com- øm miſſa, bey Kraͤfften verbleiben ſollen. Wolte aber ein Teftator, Aa daß/ im Fahl ſein eingeſetzter Erb/ vor ihme dem Teftirer/ mif t Tod abgehen wurde/ ſeine Verlaſſenſchaſſt auf des eingeſetzten ín Erbeng Erben falen folte; wollen wir hiemit die Teſtirer beſter m maſſen vermahnt und erinnert haben/ ihre fuͤhrende Gedancken W mit flaren Worten außzutrucken/ und alle behoͤrige Vorſehung zu ge thun. R 3 Gleich⸗ W T NT a o PDE oA a e E A a a a E O EEE S 134 Dritter Theil Wefder re. Gleichfahls ſoll ein Teſtament nicht ſtatt haben/ wann der ſanen Wilen Teſtator, da er ſonſten zu reltiren gar nicht gemeint/ ſondern ſei⸗ wit Ue Verlaſſenſchafft auf ſeine natuͤrliche Erben kommen zulaſſen willens geweſen/ von jemand zum teltiren/ und ſonderlich ihne zum Erben einzuſetzen“ wider feinen Willen genoͤthiget/ oder durch betrugliche Vorſtellungen verfuͤhrt wurde: welchen fahls dann die Erbſchafft auf die Erben ab inteſtato kommen; Jedoch ſo die andere deſſelben Miterben ſolcher Miſſethat unwiſſend und en werden ſollen. unſchuldig waͤren/ dieſe des Po nicht entgelten/ ſondern bey ihrer Erbs⸗Gerechtigkeit gela Wann ihme Ferners/ wan dem LTeltirer nach aufgerichtetem Teſtament/ ma aoe: pe ſeinen Lebzeiten/ oder auch hernach/ ein oder mehr eheliche famentein o- Kinder gebohren wurden⸗ iſt das Teſtament gaͤntzlichen gefallen: der gebohten Da gleich ein ſolch/ nach des Leſtirers Tod gebohren Kind/ als⸗ wom balden wiederum verſtorben/ oder da es ſchon nicht nach gemei⸗ Slup Jaa ÜB. pag. 32..t. i a e ner Ordmmg der Natur gebohren; fondern lebendig auf Mut- Da liarnr in eha yad born 7% Á; moer fee tan aterleib gefebnitten morden. Go aber das Kind welches nah r ea arna MUffgeridhtetem Teſtament auf die Welt kommen/ noch bey Leb⸗ Arhi Egea et geiten Der teftirenden Perfon mit Tod abgangen ware/ wollen Palen hinne Wir daß ſolch Teſtament wieder zů ſeinen vorigen Kraͤfften kom⸗ men ſolle. Bevant— Gleichfabls fo einer im ledigen Stand/ ſeinen letſten Wil⸗ digen Stano len auffgerichtet/ und darnach in die Ehe getretten/ folle das Te⸗ ſtament(wann er keine eheliche Kinder waͤhrender Ehe erzeuget/ oder zwar deren erzeuget/ ſolche aber wiederumb verſtorben waͤ⸗ ren) gleichwohlen beſtehen/ aber doch ſeinem Ehegemaͤcht an demjenigen/ ſo er ihme Vermoͤg Eheabred/ zu verlaſſen ſchuldig/ ohnvergreifflich und ohnnachtheilig ſeyn. Gleiche Bewandtnuß hat es auch mit jenigen Teſtamenten pprenmbn ſo zwey Eheleuth gegen einander auffgerichtet zur Zeit/ da ſie Enelenten fo noch keine Kinder erzeuget/ nachwerts aber ihnen ſolche geboh⸗ baden ven wurden; aber noch bey ihren Lebzeiten abſterben thaͤten. Tit. XVI. Ron FIrntrettung oder Repudiation der Erbſchafft: wie es damit zu halten/ bey weme man ſich des beneficij Inventarij halben anmelden/ mit mas fúr Solenni- tæten die Inventation beſchehen/ wie das Inventarium be⸗ ſchrieben werden/ und was geſtalten daſſelbe den Erben dienſtlich ſeyn ſolle. pà% Sup. Pa hs ib. pag#8-49 Eit. 4 Wann 8 mý volla Eom Wil y eyi ihi uy moi MM g M nN mi nW oN * IEAn ein Erb fei VI rb ſeines Theils oder geſamte Erben/ fo bald fie ivt veren von Teſtamenten/ L. 135 in gewiſſe Erfahrung bri Xo {itato i pung ringen/ daß ſie ent Aor fo eine be- Gdn k aeia natúrlichen/ oder S a: PAE to tretten/ zweiff i rbfbafftumb viele der Schulden willen atiti din sase” Der Mehren o i afftig werden, ſollen ſelbige ſich e allwo der Erbfal E a Statt Baſel Gerichtſchreyberey/ ETAS Eala mi entea Een S r aninelben unD begebten Dag i Eaa e ee nen Zeit und Stund/ der Inventation einen Anfang zu mach eimen Anfane en/ beſtimme; ERU mnme; 2 auch au da ventarij hal⸗ι fonfien/'auprorkaen afe panjen R inpe efebo un iene EE e E pias ige/ die a a A R e baben innert den nåchfien ee n Espanja g ſprach/ ſich enG/ ay S ihrer prætenfion i E Er twie viel fie gu erfordern b und ſPecifics zeigen/ was wnd S ESAN ern baben, Damit alfo inne eO fani m bey naturlichen und naͤchſten hitun Ron Lobs⸗ rana i feacpie eroen/ bie Erbftbaf vPlig imvenart/ bag T deſenthen e eaei AM afft voͤllig inventirt fielbigen| r Eat yri ben Erben zugefielt/uno fie fich barauffbin/ T one zůg thun 00 den ordentlichen Ber- Donaten ere frr s oͤgen: Dañ wofern diß ni g látens ob fi oag: ben folte turde nac) Berfietiimg W92295 Pn eten mla E eneficium Inventarij, noch de e ke Ci nns draloia); d pias papens nonood unna eiw aeaea L s | A angutretten aud den Schulogláubigern/Le- , rung Ò Antivort zu geben pflichti ME MOEA den ſeyn/ in mittler Zeit ab pflichtig und verbun— rrm er ſolcher zween M Í 4 I Aans 77 y ASIA Erben von den Glaͤubige onaken ſollen die gern und andern/ ſo ſolch 3è Ahang hovnef-n laly ben Anſprach und Forderu er Erbſchafft hal⸗ ene ap ici ng Eo en 1e f g Yh P grma. ih aenga gelaſſen.— zuhabenvermeinengünk⸗ maiae g Aullnd obwohlen die gemeine beſchrieb A e lennitæten der Inventation hriebene Recht vielerley So⸗Wieväite o, K alben u t ventariu anaE A yu GA b fuͤrſchreiben/ ſo verbleibt es i taa t Sraka e jedoch bey der Statt B aſel altem Gebrauch und Herfommen/ pron ats ai punn< dergeſtalten daß fuͤrbaß der Geri iber í ; richtſchreiber MBepfeyn der Aen`-700% 2 iaenba o de A rben gleich auf begehren dergleichen Ver⸗ laſſenſ oE a icher weiſe/ wie von Alters hero bey inventa⸗ r ie A o a a a a !; odas Mebre/ verzei ber Gegen⸗Schulden halben/ obangedeuter maſſen a a] igen uno berſchicken/ Urnd aüiffs bäldiſt eineim jebwedern Er V a AETA der es begehrt/ von dem Inventario Abſchrifften ertheilen/ und EJ Deo phas LLa EN 3 3. Aaa Doe 136 Dritter Theil/ f Ihe Abſchrifften zufampt dem Originali ihme vo rbeñ underſchreiben laſſen ſolle. mañ ined i47 Wofern nun ein Erb nachdem ihme fold) Inventarium gugez cum benck fellt worden, jedoch vor Verflieſſung der zween Monaten/ wie anite fol obey qngezeigt/ vor Gericht Beyſeyns der Creditoren fidh erklaͤ⸗ raae ret/ derſelbige Erb folle alsdann der Schulden halben/ ſo man N auß dem Erb zu bezahlen pflichtig/ umb mehrers nicht dann in lgeregtem Inoencarto begriffen, ob gleich nachgehends andere R. Inja Iia ADY 4 ps vpih A pla Pah t f': e taaa huldig feyn/ ſondern bey ſeinem Inventario geſchuͤtzt werden. Schulden ſich herfur thun wurden/ Red und Antwort zu geben fi T a Wann aber einer oder dem andern Creditoren/ ſo mit den Unſe⸗ pAg ie mfa FigEN Nicht concurrirt/ wegen wetter Entfernuß die Außkuͤndung niẽcht wiſſend gemacht worden/ und ſolches erwieſen werden koͤn⸗ a AS cysta fes folle einem ſolchen Creditoren der regreſs an den Erben/ wann A 7 znamlichen nach Bezahlung derer Schulden/ ſo ſich angegeben/ von der Erbſchafft noch etwas vorſchieſſen thaͤte/ vergonnet ſeyn. meigiet 4 Welcher aber umb viele der Schulden willen der Erbſchaft oenbetimen Aif verzeihen wil/ demfelben ift folches nah Gewohnheit und aime/ doch inert beftimten zween Monaten, vor Gericht ! und nirgend anderſtwo zu thun/ vergonnt und zugelaſſen. Prolongai- Wurde ſichs auch begeben/ daß einem/ auß ſonderbahren on 8 See eypeblichen Urſachen die Zeit der zweyen Monaten allzukurtz fiez le/ mag er ſich vor einem E. E. kleinen Raht anmelden/ und all⸗ da umb prolongation gebuͤhrend anhalten/ welches ihme nach befindenden Dingen wohl mag verſtattet werden doch daß erſſich in termino aiunelde/ um das Ziel der zwepen Monaten nihi Alaſſe vorbey ſtreichen. Godine eine Da nun ein Erb die angefallene Erbſchafft einmahl ange⸗ mal angettet- tretten/ oder repudürt/ kan und mag er hernach ſich der ange⸗ ne) ſoles nommenen Erbſchafft nicht wiederumib entauſſern/ noch auch die bate ien repudiirte wiederumb antretten/ und fallt ſolchen fahls die Erb⸗ beben. ſchafft/ wann kein nachgeſetzter Erb vorhanden/ auf die naͤchſten Erben ab inteſtato. Nomacz Wurde ſichs aber begeben daß nach Abſterben des eintwe⸗ abgenomme dern von den Eltern oder desjenigen ſo die Erbſchafft verlaßt/ VDanis deſſen Kindere oder Erben auf die Verlaſſenſchafft einen Verzug thaͤten/ umb dadurch ihren Creditoren zu præjudiciren/ und die Erbſchafft auff einen andern zu tranſmittiren; ſoll ſolches denen Creditoren nicht nachtheilig y ſondern ſie die ſonſten den Kin⸗ dern oder Erben gebuhrende Erbs portion an derer ſtatt bezie⸗ hen/ und ihrer Forderung halben darauß bezahlt werden. Gleich Ua woi m li iny Anii WM oeda NEIEN, rbi weit w) Gerili babra urh fie: udal memi faii m mi ony o ay wN biegi o ent perla Gru T A méi A g von Teſtamenten/ N. 137 Gleich twie nun ſowohl die LTeſtaments als ar Gleidh wi er ndere Noht Erz h fo einer Erbſchafft/ durch den Verziegentſchlagen finen a D ai auch ſolches beneficium dem Weib zu ſtatten kommen/ m der Mann zuerſt verſterben/ oder auch da er noch bey € en, ieme Sachen in ein Falliment aufbrechen wurden. i ann aber nachwerts das Weib/ nachdeme es ſich bey Leb⸗ Dit verce y en des Manns/ dieſes beneficij renunciationis& feparationis arete ooe vor ihme dem Mann mit Tod abgehen wurde/ follen po ero Erben laut Eheabred/ oder Da Feine vorhanden/ laut Statt⸗ Rechtene mit dem Mann zu theilen ſchuldig ſeyn. Fa Letſtlichen iſt zu wiſſen/ daß ſo bald der Erb einen Actum hæ- git eines reditarium begangen/ oder da er Feinen begangen, gleichwohlen aki aber den Verzuͤg nicht ableget/ er fich hierdurch der Erbſchafft theilafitig gemacht baben; und Sarumb verbunden ſeyn ſolle /n Z 8 B en Fußſtapffen zu tretten/ jeni AAE leiſten/ worzu der Verſtorbene Enten aien GADDE AID Sart erip im geringſten kein Genuß oder Vortheil an der Erbſchafft haͤtte. Tit. XVII. o ; i a e, ni Pids Stuf: Gna Ùb. pag. 65. bubs. 66-63 68-60-700 Gti. bIh È t$ y a Jejenige/ ſo von gemeinen geſchriebenen/ auch die Ei i em me giia g ſerem StattRechten“ zu teltiren Gewalt an olen a A auch befuͤgt ſeyn/ Legaten von ihrem Haab und Guͤtern zu ver⸗ woen a i Etis Und möͤgen allen denen/ welche zu Erben eingeſetzt werden z K56 8 y koͤnnen; auch denjenigen/ ſo auff des Teſtrers gnad i ram DaT A í A; q eſta⸗ verſchaffe ment einem andern in die Feder dictirt, Legata verſchafft tver tnne. den, Demenigen aber/ welche das Teſtament oder Codicill 48.e. ſelbſen geſchrieben/ oder als Zeugen unberfehrieben, follen feine 2372x: beaa, ME KS gelali onni VÒ- foty pag- Ñ0.-8- Alfa p- meran aaae lbrn srai Es wurden dan felbige durch den Teftirer felbften/ oder eis iyii Ao nen andern/ auf fein des Teftirers Befehl/ in das Teſtament o⸗ ejtse= p bas s der Codicill, in Beyſeyn der Zeugen verzeichnet. Oder vom eree iaig Teſtatore oder auf defen Befehl durch einen andern unter pag Arna h onahid eap a O Teſtament geſchrieben/ daß alles auff fein des Teltivers Befehl, SEEE SE a abra fad Baraa geſchehen ſeye. BANA. idh€g Fonnen auch Legata mit allerhand Worten darauf ab- Was pirso: zs. tennitætë Dey;< zunehmen/ was einer dein andern verſchafft/ verordnet werden: es geſchehe in einem Teſtament oder Codicill, ſchrifftlich oder ier lagta eia n Deodata 5 aei gs múndlich/ doch dag daben die Solennitæten gemeiner gefohriebes zrn eri Tany , 3 Bpad 9A Dne K j bofon k, Pa ahon rin pord prir drame oes È on pntetanajts Lapeh Moi WN LEN ai pish A T 7 ý fy, 8an 9 ne derf w h grr A ha Ko rá nfl"A Aga: Ee 138 Dritter Theil/ ghen/ oder dieſes unſers Statt⸗Rechtens ⸗ gebraucht werden. Biecintesa ey Marn zwepen/ Dreyen, oder mebrel mit einandern/ ein kubel Legat vermacht worden/ ſollen ſie(ſofern ſie alle des Teltirers Tod und den Fahl des Legats erlebt) an ſoichem Legat zu glei- chen Theilen ſtehen/ obſchon der Leltator ſolches nicht gußtru⸗ ckentlich vermeldet. Wo aber ihrer einer den Fahl nicht erlebt/ folle deſſelbigen Theil/ an die andern feine Collegatarios oder Mitgenoſſen fallen/ und under fie zugleich getheilt werden/ wañ a 90 ein anders mit auͤßtruckentlichen Borten ver ehen bat, Bie cë mit Marg ein Legat purè, DAS iſt/ ohne allen Zuſatz einer Zeit oder ken Freen Bedingnuß/ verſchafft/ wird der Fahl des Legats von des Telti- UE jayo opala VETS Tod an/ gerechnet; und alsdann das Legar fur erlebt geach⸗ fe tepi aniei. WE ob gleichwohl der Erb ſich des Erbfahls nicht underzogen. Pirito te e ND derhalben da derjenig/ welchem ein ſolches Legarvermacht r aiae oe und dann die Erbſchafft vom Erben angenommen/ mit Tod t tranſmittirt er/ oder fallt ſolch Legat auff ſeine naͤchſte ttn veneto ne Sleiche Menning hat es auh mit denen Legaten/ fo auff , ab naen CiNgeN gewiſſen Tag oder Zeit/ wie auch denenjenigen/ da auf des Erben Tod hin einem andern verordnet/ oder da auff des erſten Caza etais Legatarij Abſterben hin das legirte Gut einem andern weiters bermachet worden. Dann dißfahls ſolch Legat auff entſtehen⸗ de Zeit dem Legatario, oder da auch gleich ſelbiger die angeſetzte o A 7 Kr i, AnA Poraa iA E aai Erben zugeſtellt werden muß. Auff die Weis als vben von Fi- a ei enee Peoais/ dei Commiſſen unterm XII. Tit. gemeldet torden, Sp aber e aiea To nity bag Legat nicht purè; fondern unter einem zufaͤlligen Beding/ ote y ware vermacht worden; ſolle daſſelbe anderſt nicht dann allein/ meae erg aei DA Der Legatarius ſolchen Fahl erlebt/ oder er daſſelbe noch bey 1i-ik og ENEN Lebzeiten erfüllt haͤtle/ deme gedeyen und zufallen. Da E E roth mi w birate DaS e7 Defien Erben/ obgleich nachwerts da PAAS a a aa e an pas Legat welker einige Anſprach zu n/ nicht befuͤgt ſeyn ſollen. MEDDIG. oet Weilen auch öffters geſchihet, daß denen Vermächmuſfen patie aelou etwann dieſe Wort beygefuͤgt werden: Wann VT. in feinen unz trey,(eo pE R tated, MOIEN Jahren verſtirbt/ oder wann er zu ſeinen Jahren oder zu Tem e, maian diraa NEN rechten Alter kombt/ ꝛc. Und demnach gezweiffelt wird/ was ap Sie beep BA maS e Alter der Teltator gemeint habe/ die 12. oder 14. Jahr/ oder aber i ai a AS Vollfommene Alter der 25, Jahren /alg wollen wir/ daß die⸗ fen pI 2 νν Va JAR ninad Hand- FNA Dd fio A fordd barman fE oda, Deh ring DoS kafh bihal nebana, Sa Mnpnin ing an abea Sent ciat a Zeir nicht erlebte/oder auch vor dem Erben/ oder Legatario, auf Siih-;derer Tod das Legat gerichtet/ zu ſterben kommen ſolte/ deſſen a ynl E pat bb ter LAK mM, fa o) m te Eo a a a zaellandWann aüch/ twie mehrmablen zu gefheben pflegt/ der Te- Wie es mit mnnt hiaſarp DaD A 6 flen Inon AR na Manfad Dad 2 a h banmmifk Gd fek Va hnyba/An A pi ai- mmn] Bm Aig ubmh fon ya Win En i WAS A j 10. p0 Sng Marmi E nfinfh z of flin h 4 Sns FFON y H $ menten/ ſen Fahls umb Gunſt willen/ ſo die Leſtamenta und auch die Minderjaͤhrige im Rechten haben/ obvermeldte Wort/ nicht von dengõ. ſondern von 12. Jahren bey den Maͤgdlein/ und 14. Jah⸗ ren bey den Knaben/ ſollen verſtanden werden; dergeſtalten/ daß wann ſie die Jungen dieſelbe erlebt haben/ ſie alsdann des Le- gats faͤhig ſeyen: ſonſten aber und in andern Faͤhlen/ wollen wir obvermeldte Wort zum wenigſten auff das zwantzigſt jaͤhrige Al⸗ fer verftanden haben, d As par: so. hgt satt. deme zu hallẽ/ ſtator jemanden etwas under einem gemeinen Nahmen legirt/ ſoder Teta- ohne deutlich außzutrucken/ was fuͤr eine Sach er eigentlich ge⸗ nengemennen meint/ als da zum Exempel einem ein Pferdt vermacht wird/ und Namen iesirt aber der Leſtator derer mehrere verlaſſen haͤtte/ ſoll es dem Lega⸗ torio fren ſtehen/ eines darunter zu wehlen/ jedoch daß hierinnen auff die Wort des Teſtatoris eigentliche Achtung gegeben werde/ ob ſolche auf den Legatarium oder auf den Erben gerichtet ſeyen/ dann fo fie auff den Legatarium geſtellet ſind/ als da es hieſſe: Dem N. vermache eines meiner Pferdten/ ſo hat derſelbe die Wahl waͤren ſie aber auff den Erben geſtellt/ als: Mein Erb .—5 eines meiner Pferdten zuſtellen/ ſo waͤre die Wahl des rben. uuu tth Beilen auch bffters darúber Streitigfeiten vorfallen/ was as ioene unterm Nahmen des Saußrahts/ Bleideren/ Leibs⸗Angehoͤrdten/ dem Namen Bleynodien/ ꝛc. verſtanden werden muͤſſe/ da etwann ſolche Sa⸗ Ee nng chen legirt worden; Als wollen wir/ daß unter dem Nahmen des reei Haußrahts verſtanden werde alles was zur taͤglichen Nohtdurft zrg E in Stuben/ Kuchen/ Cammern/ und andern Gemachen/ von Gold⸗Silber⸗Kupffer⸗Meßing⸗Oehren⸗Geſchirꝛ/ Getuͤch/ zta eine ett-und Holster/ auh von Schreiner Arbeit; er der Teltis 542k ip. St rer und ſein Haußgeſind gebraucht hat; darunter auch Gutſchen und Saͤnfften/ wann die Wort des Teſtaments nicht ein anders mitbringen/ mitbegriffen ſeyn ſollen. Nicht aber auch das Korn auff dem Boden/ Wein im Keller/ Vieh in Staͤhlen/ Handels⸗ Waaren/ Baarſchafft/ Kleider/ Kaͤſten/ Buͤcher/ Harniſch/ Waffen/ Silbergeſchirꝛ/ Kleynodier und alles andere was mehr zur Zierd/ als taͤglichem Gebrauch und Nohtdurfft gehalten wird/ als Gemaͤhld und koſtbahre Tapeten/ ſo nicht taͤglich ge⸗ braucht werden. Under dem Nahmen der mobilien/ ſolle neben dem Hauß⸗ Wodilen. XAXI] las. S raht(wofern daruͤber keine ſonderbare Verordnung vorhanden)>er: rsa auch Gold/ Silber/ Edelgeſtein/ Kleynodien/ Pferd/ Kleider/ g Leinwand. 7 © 2 Under a a A EE EIE E ES S i A AAN A aa Aa a A e Ma aD Sa AE L EE E E E EPE a fasaa 140 Dritter Theil/ , Sioe, yai Under dem Nahmen der Bleideren/ das/ womit der Leib bez decket wird/ auch das Getuͤch ſo bereits/ umb die Kleidung da⸗ r o i vang au verfertigen/verfchnitten worden niht aber auch Kúffe/ Tapeten/ Bettwercke und anders/ was zwar die Menſchen auff dem Leib/ doch mehr zur Zierd/ als zu Bedeck⸗ und Beſchirmung aaen 4u tragen as als Kleynodien/ Borten/ Guͤrtel/ ettenen/ ꝛc. Leibs-Ange, Lee Under dem Nahmen der Leibs⸗Angehoͤrdten/ Pitſchier⸗ ring/ set Jieha Lr A o a. Safubr/ Stod und Degen, Tabattieres, befhlagene Pfalmen BSBuͤcher/ die fogenañten Ungarifchen Waſſer⸗Flaſchlein und Be⸗ m oý Uns: 4 ae Tae dem Nahmen der Vleynodien/ die gefaßte Edelgeſtei⸗ an baraso e nicht aber auch Borten/ Guͤrtel/ Armband/ Kettenen/ Krantz/ Bruſttuch/ Perlen; es waͤren dann ſolche letſtere under den Edel; geſteinen verſetzt. Sierrbt.(464 Under dem Nahmen zierraht/ ſollen verſtanden werden/ 8 Borden/ Guͤrtel/ Armband/ Kettenen/ Perlen/ Krantz/ Bruſt⸗ tuch. i pue Sintemahlen auch die Legata durch den Erben entrichtet ona ge werden muͤſſen; wollen und ſetzen wir/ daß keiner/ dem ein Legat Imcuhen. vermacht/ ſich deſſelben eigenes Gewalts underziehe; da aber einer darwider handlen/ und die Erbſchafft mit Legaten alſo be⸗ ſchwaͤrt erfunden wurde/ daß der Erb fich des Rechtens der Fal- cidien gebrauchen wolte/ ſolle er das voreingezogene Legat, mit auffgehabter Nutzung/ auch Abtrag Koſtens und Schadens/ des Teſtatoris Erben wiederumb zuzuſtellen ſchuldig ſeyn. Doch daf er nachwerts/ und wann die Falcidia davon gezogen worden/ SP18 ſolches wiederum zuruck fordern moͤge. Pass beka paalo ssss7 Hingegen folen auch die Legata auff Abſterben des Teſti⸗ E rnah Den Fa- rers(ſo fern dieſelbige rechtmaͤßig verordnet) durch den Erben Sonbden des Heich nach angetrettener Erbſchafft ohnverzugentlich der Berz Wamech' Irdnung gemaͤß geraͤicht/ doch zuvorderſt die funeralia, und das⸗ eier mom,, fenige fo auff die Leich und Begraͤbnuß gegangen/ wie auch des — oeltirers Schulden/ welches in allen Erbſchafften vor dero Ver⸗ theilung geſchehen ſoll/ gaͤntzlichen entrichtet und bezahlt werden. stien reg Wam aber die Erbfchafft durch die eingeſetzte Erben nicht s- agangetretten/ oder angenommen wurde/ und kein ſubſticuirter Erb vorhanden/ fallt die Erbſchafft auff die ab inteſtato kommende Erben/ doch daß durch ſie die im Teftament verordnete Legata und kidei commiſſa bezahlt/ oder da auch dieſe die Verlaſſen⸗ ſchafft um einigerley UUrſachen willen nicht antretten wolten/ durch die Statt Gerichts Aemptere/ ſo in ſolchem Fahl der gefa r D n 44 MAN i`: ang“mnf Ar ddddd¥ Übyiym d Raniah doriy bns von 141 titt Paloon o IA nnu Ma bnk Erbſchafft verordnete Curatores find/ von demjenigen /was úber 377727 beirt i Beʒzahllng der Schulden/ auch auff die Begraͤbnuß und Inven- rim: sda l tation geloffenen Unkoſtens/ an ſolcher Erbſchafft noch bevor und“gess úbrig/ entrichtet und bezahlt werden. TEU t3 Endlichen/ gleich wie einem jeden frey ſtehet/ ſein auffge⸗ Fruobeides S Teſtatoris die richtet Teſtament/ bey ſeinen Lebzeiten/ zu aͤndern oder gar alfe Legaten iu andern/ auf einen andern gu richten oder gar nufubeeer A a FM$- NOLA AER E E A i tenden pierdten Theil abziehen moͤge. VI. Stup. Ans b. pag. 7S. tit. 23. zuheben: Alſo ſoll auch einem Teſtirer/ die Legata wiederum zu Hoen 2t benommen ſeyn. EDE SAh onika AS Tie XVI E Sin welchem apl der Erb von den Wega- Ann ein Erbſchafft mit Legaten alſo beſchwaͤret/ daß nach Xma ves It Bezahlung derſelben/ dem Erben der vierdte Theil ſolcher Der Bertagerto Erbſchafft nicht uͤbrig bleiben möchte/ ſolle der Erb befuͤgt ſeyn/ oiy Erden von jedem durch Teſtament oder Codlicill verſchafftem Legat, sanit, nach advenant ſo viel abzuziehen und inzuhalten/ daß ihme der vierdte Theil der Erbſchafft/ wie hoch dieſelbige zu der Zeit/ als der Teſtator Todes verſchieden/ werth geweſen/ verbleibe. I Und weil nicht alle Legata alſo beſchaffen/ daß von jedem Liediesenigé der vierdte Theil mag abgezogen/ oder innbehalten werden/ als vonniges da jemanden ein Wegs⸗Triebs⸗Waſſerleitungs oder derglei⸗ Sev ma- chen ohntheilbahre Dienſtbar⸗oder Gerechtigkeit legirt wird/ ſol⸗ Limiren. len in ſolchen Faͤhlen die ohntheilbahre Stuck oder Gerechtigkeit durch ehrliche bhnpartheyiſche Maͤnner angeſchlagen/ und als⸗ dann derſelben Æſtimation nach/ ihr Angebuͤhr defalcirt werden. Da ſich auch der Erb und Legatarius, der Legaten und falcidien halben/ mit einandern nicht vergleichen koͤnten/ ſolle alsdann durch das Gericht/ hierinn billicher Beſcheid gegeben werden. Und ſo ein Erb/ ehe und bevor er die Legata entrichtet/ Todes verfahren/ und alſo ſich bey ſeinen Lebzeiten diefed Rechtens der falcidien nicht gebrauchen ſolte/ ſo iſt ſeinem nachgelaſſenen Er⸗ ben dieſes Recht vorbehalten. TDa aber ein feine Gerechtigkeit der falcidien/ oder Lerchnen, aber die in Verſchaffung der Legaten/ von dem Teſtirer gebrauch⸗ ten Ubermaß/ bewußt geweſen/ die Legata einmahl erſtattet haͤt⸗ te/ iſt ihme hierdurch der regrels und Zutritt zu ſolcher Abzugs⸗ Gerechtigkeit allerdings benommen. Taie ai dr l die⸗ ſe Gerechtigkeit dadurch verwuͤrckt/ wañn er das Teſtament oder S 3 Codi- 142 Dritter Theil/ Codicill, darinn die Legata verſchafft/ verborgen oder unterſchla⸗ gen/ oder pi a T a haͤtte/ die verſchaffte Legata waͤren ohngefehr verlohren gegangen. Wele Lega- i A der faleidien oder ſolches Abzugs⸗Rechtens ae befrehek⸗ paean Legata, ſo zu Außſteurung armer Jungfrauen wie auch/ was ad pias cauſas legirt und verſchafft worden. Endlichen kan auch ein Erb ſich der falcidien nicht gebrau⸗ chen/ wann dürch den Teltirer dieſer Abzug außtrucklichen/ oder mit ſolchen Worten verbotten worden/ darauß ſein Will und Meynung deßhalben genugſam erſcheinen thaͤte. Als da er ver⸗ meldt/ daß die Legata durch ſeine Erben gantz oder voͤllig/ oder ohne Minderung folten gereicht werden/ oder ein ligend Guf dergeſtalten legirt haͤtte/ daß ſelbiges durch den Legatarium nicht alienirt oder veraͤuſſert werden; ſondern bey ihme nò feinen Er- ben verbleiben ſolle. Tit. XIX. Von Codicillen. unperſcheid Syeh in denen gemeinen Rechten/ zwiſchen denen ei- zwiſchen den Sefamentens A gentlich ſogenannten Teſtamenten und Codicillen/ ſowohl außehaben. in Anſehung der Solennitæten/ als der Erbs⸗Einſetzung/ ein mercklicher Underſcheid gemachet wird; wollen wir gleichwohlen hierinnen keinen gehalten; ſondern ſchlechter Dingen geordnet haben/ daß alle letſte Willen/ was Nahmens ſie auch immer ha⸗ ben moͤgen/ wann nur ſelbige vor Leuthen die hierzu tauglich/ auch in Der obvermeldten Form auffgeſetzt worden/ nach allem ihrem Innhalt puͤnctlich erfuͤllet/ einfolglich diejenige/ die auch in Codicillen zu rechten unmittelbahren Erben eingeſetzt worden/ fuͤr ſolche geachtet/ demnach die denen zugeordnete Erbſchaft oh⸗ ne einige Schmaͤlerung und Abzug der ſonſten in fidei commiffis univerſalibus uͤbliche quartæ trebellianicæ denen gefolgt; Inglei⸗ chem wollen wir/ daß eben der Urſachen/ im Fahl hinder dem Verſtorbenen unterſchiedliche Teſtament oder Codicillen/ mô darinnen eine formliche Erbs⸗Einſetzung/ befunden wurde/ im ahl zwar beyde dieſe Verordnungen einandern nicht zuwider; ondern zugleich wohl beſtehen und erfuͤllt werden moͤchten/ dieſe eyde in allen ihren Puncten und Articlen erfuͤlt: Dafern aber ſolche neben einandern nicht beſtehen moͤchten/ allezeit die letſtere Verordnung/ ſie habe gleich den Nahmen eines Teſtaments o⸗ der Codieills, vor der erſtern gelten/ und dieſe durch jene auffge⸗ hebt i w : fi Y l ii ia pa a e S N a o UEL IRGA ſtifftete Legata vom Erben abgerichtet/ uͤbrigens die gantze Erb⸗ Legata und Fidei commiſſa abgerichtet werden. rers letſten Willen in allen Chriſtlichen/ ehrbahren/ billichen und+- verrichten; und demnach/ ſo bald ſich der eingeſetzte Erb zu der A goian prepa von Teſtamenten /6. 143 hebt werden ſolle; es waͤre dann Sach/ daf der Teſtirer ſich deut⸗ lich erklaͤret/ oder ſonſten zu verſtehen gegeben haͤtte/ daß er zu⸗ gleich dieſe beyde Verordnungen gehalten/ und erfuͤllt haben wolle/ welchen fahls dann dieſem ſeinem letſten Willen dergeſtal⸗ ten nachgelebt werden ſolle/ daß die in beyden Verordnungen ge⸗ ſchafft auff den/ in der letſtern Ditpolition eingeſetzten Erben al lein fallen/ dieſer aber gehalten ſeyn ſolle/ dem in der erſtern Berz ordnung eingeſetzten Erben/ als kidei Commiſſario, nach Abzug der quartæ Trebellianicæ die Erbſchafft zuzuſtellen. Im Fahl aber der Verſtorbene in ſeinem letſten Willen/ es ſeye Ban incinen gleich daß felbigem der Nahmen eines Teſtaments oder Codlicills fur Legata beygelegt worden/ keinen Erben eingeſetzt; ſondern allein Legata diretſcht oder Fidei commiſſa verordnet haͤttẽ/ ſolle die Erbſchafft auff die auf biaerden naͤchſte Verwandte ab inteltato kommen; von ſelbigen aber die> Dafern aber endlichen weder die im Teſtament oder Codi- Zann wee cill eingefebt oer fubftituirfe/ noh die natúrliche Erben ab in- Erben nodab teſtato, des Verſtorbenen Erbſchafft antretten/ hiemit defen banevare Verlaſſenſchafft unſerm gemeinen Gut heimfallen wurde; wol⸗ fiev and len wir/ daß in allweg die vom Verſtorbenen geſtifftete Legata und uͤbrige Vermaͤchnuſſen auch ſolchen fahls von unſerm Fiſco abgerichtet werden ſollen. Tit.K Von Teſtamentariis, oder Executoren der letſten Willen VÒ: Stup Yan ÑA. fogg: O7, Et. s. nnt Elcher zu einem Executoren eines Teſtaments und letſten iot eines Willens verordnet/ der ſoll fo fern er deffen Wiffens hat zra oder von den Erben oder andern datin erfde WODNO UN? 420b ondina ferem Schultheif oder Gericht erfcheinen/md auf Begehrender tr d taat saae Erben/ in ihrem Beyſeyn an Eyds ſtatt angeloben/ des Teltis 7,4, Spo dihend arla O E anyang abli! ic it Kleiß zu IE uͤblichen Sachen/ ſo ihme aufferlegt/ treulich und mit Fleiß zu AEE, Erbfchaft befannt(weilen ehender Der Executoren Ampt NiE e Ta angehet) mit Vorwiſſen/ Willen und Zuthun ihrer Wit Teltas n17-rt aner mentarieén/ dafern ſie derer einige haͤtten/ innert der von uns ob⸗ beftimten Zeit ein ordentliches Inventarium úber die Verlaſſen⸗æ⸗e. Jh ſchafft zu ziehen/ oder da ein ſolches allbereit zuvor von dem N$ e en Golier n Un, fanns fa h 144 Dritter Theil/ ben verfertiget worden/ ſich deſſelben zu gebrauchen /Pdaß nach deſſen Verfertigung/ denen Erben/ Legatarien und uͤbrigen an die Verlaſſenſchafft Anſprach habenden/ das Ihrige zu Handen zu ſtellen/ guch endlichen uber ibre Verri denen Erben und+ j andern/ ſo an der Verlaſſenſchafft Anſprach haben/ gebůhrliche Rechnung zu thun/ ohne einigen Vortheil/ Liſt oder Gefehrde. olako b gemang Da aber einer ſich dieſes Executions· Ampts verweigerte ⸗ — bagre-ben sie eoa ONE er Dargu nicht getrimgen; fondern deſſen erlaſſen werden/ je⸗ g D Sosan doch mit Verlurſt desjenigen/ ſo ihme von dem Teſtirer deßhal⸗ obera jiri. Den MDte verfhafft oder vermacht worden ſeyn/ welches den im Teſtament ernannten Erben anfallen thut. Ww KTRS SAafo ber Execu- HT Lind Da Der Executoren mehr dann einer/ follen fie alle Dasz iid meae tormn mbe ienige fo ihnen vom Teſtirer aufferlegt/ mit einhelligem Raht og nret Afaboalg einer ſind/},.; a aia ra Verrihten; wann niht oom Teftirer außtrucklichen anderſt ver⸗ ſchen/ oder einer durch Kranckheit/ oder unvermeidentliches . Verraͤiſen/ verhindert worden/ dann dißfahls moͤgen die andern/ {i i f Airp t pi 0: S i anr nkoni C- eier oder mehr/ des Teftirers/ gebúbrender maffen verordne i ten letſten Willen/ anbefohlener Weiß verrichten. gI pAiodeercta q7 Unò im Fahl vom Leſtirer keine Zeit ſeinen letſten Willen zu 0 2 X l -£ ping ornas enia oiin e vollziehen befiimt wåre/ laffen wir es bey der Zeit/ ſo von gemei⸗ KETA me a Nen Rechten verordnet/ namlichen einem Jahr/ von dem Tag/ — da der Exccutor des Teſtirers letſten Willens und Befehls/ auch prim ihs berrit e Feines Tods verftándiget worden, verbleiben, Í rrIgèt phai Tetomenta- t1, DA DMN CNET oder mehr ſolches Ampts/ jetzt geſetzter maſ⸗ Sadereng EN fich angenommen, oder deffen fich gu beladen bewilliget/ ſoll 25 ton, ihme ohne ehehaffte Urſachen ſolches zu verlaſſen/ oder darinn hy Fad fahrläßig zu verfahren/ mit nichten geſtattet werden, Oder es i HA Hpi åre von dem Teftirer verfehen/ dab auff den Fabl des ernen ten Executoren verwideren oder verſpuͤhrter Fahrlaͤßigkeit einem andern die Execution waͤre auffgetragen worden. segad Enen Da aber bey dem andern Teſtamentario auch Mangel er⸗ — ſcheinen wurde/ ſoll die kxecution durch unſere Statt Gerichts t Aemptere beſchehen. S0 dann die Execution allerdings/ wie aiaeag eze. NDS gebuͤhret/ verrichtet; folle von dem Kxecutoren/ auffrichtige piema, cion tede WND DOME Rechnung fuͤrgelegt/ dargegen ihnen auch alle billich⸗ mäßige Köſten/ ſo von denſelben dieſes ihres Ampts halben auf⸗ a a or nass Hetoendet worden entrichtet/ und fie damit ihres Ampts gaͤntz⸗ lichen und in allweg entladen werden. Tit. XXI. Vvon Teſtamenten/ iKen. 145 Tit XXI. Von Notariis, und welche darzu angenom̃en fia werden ſollen. i Kreon vornehmenden Contracten und Teſtamen⸗ notarii and a ten gemeinlichen Notarien pflegen gebrauchet zu werden/ Dnon.. WSN und aber die tágliche Erfahrung mebr als genugfam bezeuget/ perieng veee. dia was maffen eine zeithero etliche derfelben aus Mangel erforder, ten ewgt n licher Experientz allerhand mangelhaffte und unformlidhe Gez de Procee ſchaͤfft und Inſtrumenten verfertiget/ woraus biß anhero viel Ta koſtbare Proceß und Weitlaͤuffigkeiten erwachſen/ auch in dag kuͤnfftige dergleichen noch mehr zu beſorgen/ wo nicht in Zeiten aaia durch behöͤrige Kemedut vorgebogen wurde; Me wollen Wir Beade tin i derentwegen geſetzt und geordnet haben/ daß kuͤnfftigs⸗hin kei⸗ nenſonenan⸗ ner zum Notariat-Ampt admittirt und zugelaſſen werden ſolle/ Konen iloi Œr feye dann zuvor von einem Lobi, Juriften-Collegio allhier/ in“. ooN Beyſein dreyer Rahts⸗Deputirten ſeiner Wiſſenſchafft⸗und Bg Erfaͤhrenheit halben/ examinirt und fuͤr tuͤchtig gehalten wor⸗ go und koͤnne o chein irwei sdh den; und konne ordentlichen Schein und Leune Mirrorifen/Da s o Skup. Gnn Ú. pag-iea. di 80. f E i Hng Rt Gn. p fngkoàlk Aeg„A, bos Ada rr ſolches beſche ehh.. A A a dapnso mihn fin. E EATA SE aan 3 DEt N a Aa W sifnyah hngn moyn h ad alfan Brians SN ra ga Wry a T TR uaa Bril Bragan Balh Aepul daf vafin Gei SORTE A A: aet i Mnn od bofrprh Laris: Salen In A bolide obea bhn.-Aloh bon un borgnpargnandytiati a ml foja im Ar Bohak braan, aara Sn Protest Il. gl. A, aabn. Si foni, mbn nin Tobarius“m fninin Ur firan Zubr obaffn fah, A:$- In Dinti VAJ kafeer. 23a, bon hihi Dara, -panmi VLAM- B. Iin Gelf Sni fardal znd Spy Mahn BSrEzmng A- He gnigh nofoa, Inlat rafnn Bd Jonafneh: S Sa Panting$ Daraa. biiy pri hofarius 2 wf Don ibig asd Srn garton djang iged. Khanler-ge; Nο%t. M VU W x aeS 4O e v tan Dritten heils, mgit Sovio M/W fidi tohii EUY iip sa aih 9 y N z rt 7(146.) f a— Statt Berichts Ordnung/ Vierter Sheil. 7y Von Succeſſion und Arbung derer/ ſo ohne Ze⸗ ſtament oder ſonderbare Bemaͤchtnuß Ppor E abſterben. A Titulus I. yi. Won Succeffion der Deſcendenten. Wie Kinder/ Groß⸗Kinder/ das ſind Enckel/ und weitere Erben/ in abſteigender Linien/ ihren Vatter/ Mutter/ Groß⸗Vatter/ Groß⸗Mut⸗ ter/ und weitere Elteren erben moͤgen. Biev ite CHWAER Ann ein Ehegemádht vor dem anderen mit Tod omiran NA Ga abgehet/ ſolle bevordriſt das Uberlebende aus uweiſen. der gantzen Verlaſſenſchafft nach Innhalt feiner cCbe.bred oder da keine vorhanden wäre Krafft unſers Statt⸗Rechtens/ außgewieſen/ die annoch untai tii brige Erbs⸗Malla aher/ alsdann zwiſchen denen ehelichen Sohn under diedin· Und Töchteren in die Haͤuptere gleichlig vertheilet werden. Doch/ dir mbeuen. POder Kinder eines oder mehr bey Lebzeiten der Elteren/ Heu⸗ Sentaht Gi- raht⸗Guͤter oder anders/ fo von Rechts⸗wegen bey der Thei⸗ ber oilang LUNG conferit mò wieder cingefchofen werden fol/ empfangen confeietwee follen fie daffelbein gemeine Maffam wiederumben einſchieſſen/ und ihnen angerechnet und abgezogen werden/ Inmaſſen in Unmürdig folgendem zweyten Titul deſſen Verordnung beſchiehet. nnb unenoge Nachdeme ſich auch mehrmahlen begibet/ daß/ nach Abſter⸗ käbtaderöe ben der Elteren/ etliche Kinder ſchon erwachſen und erzogen/ Bohus. aber annoch unmuͤndig und unerzogen; dannenhero/ e í Vierter Theil/ von Erbſchafften ohneis. 14) die Theilung zwiſchen den Geſchwiſtrigen allerdings gleich ge⸗ macht/ den noch unerzogenen Kinderen groſſer Nachtheil erfolg⸗ te.: damit dann ſolches ſo viel moͤglich/ zu billicher Gleichheit gebracht/ und die ohnerzogene Kinder nicht mit zweyfachem Ungluͤck beſchwert werden: So wollen ſetzen und ordnen Wir/ daß den unmuͤndigen oder ohnerzogenen Kinderen/ nach Geſtalt und Gelegenheit der Sachen/ und Beſchaffenheit der vorhan⸗ denen Mittlen ein proportionirter voraus zu billicher Verglei⸗ chung gefchipffet 1OerDE. stv- ges pag-:tt: io na o So aber fuͤrs Andere/ neben den Kinderen erſten Grads/ Sindstinne auch Kinds⸗kinder von einem oder mehr zuvor verſtorbenen Sinheren ee- Sohn oder Tochter vorhanden/ folen diefelbige KindsFindere Ke Gtd in mit den Kinderen erſten Grads in die Stå zu erben/ zugelaſ⸗ fen werden: Alfo daf die Kinds⸗kinder an ihres verſtorbenen Vatters oder Mutter ſtatt einſtehen/ und ſo viel als ibr Batter o Mutter/ da ſie den Fahl erlebt haͤtten/ erblichen bezie⸗ en. Und ſol ſolches auch mit weiteren Deſcendenten durchaus Paleden alſo gehalten werden/ daß durch die Kinder erſten Grads/ die von den verftorbenen Kinderen vorhandene Groffinder oder deaten, weitere Deſcendenten/ deren feye eines oder mehr/ gleichen oder ungleichen Grads/ in Ererbing der Elteren Verlaſſenſchafft nicht außgeſchloſſen werden; ſonderen allwegen mit den Kinde⸗ ren erſten Grads/ in die Staͤm̃ erben und einſtehen. Exempel beyder naͤchſt vorgeſetzter Faͤhlen. N dieſem Fahl erben des Abrahams hinderlaſſene Luamgler Kinder/ Enckel und Uhr⸗Enkel lea. an ſeiner Verlaſſenſchafft in die Staͤñt/ und erbt Nicolaus der Sohn einen Drittheil/Ja cob deꝛ Enckel oderGroß Söhn iea anſtatt ſeines Vatters Iſaac/ ben 5 ; A i o, hn Maria auch einen Drittheil/ und dann 47 Jacob und Salome beydellhꝛ⸗ LA Endel anftatt ihres Grofe wor hesiz SalomN Vatters/ des Peters/ einen gert are bn salka urene) Drittheil, I in i a T RE Wann aber die Ab eſtor⸗ So keine Rin?” a der erſten bene Perſon kein Kind im erſten ſonderen allein neS Grabs oo, afa xa Lode Nn gaera ene n aae A A DEN — 148 Vierter Theil/ vie rinds lin, finder/ ſo auß zwey oder mehren zuvor verſtorbenen Kinderen ber gleidwol or pri im Leben verlieſſe/ erben auch in ſolchem Fahl nag eoe Eäckel beren von einem Kind mehr/ dann von anderen vor⸗ handen/ nicht zugleich in die Haͤupter; ſonderen in die Staͤm: Alſo/ daß da ziwey Enckel von dem einen Kind gebohren/ dieſel; ben den halben Theil und da drey/ vier oder mehr Enckel vom anderen verlaſſen; ſolche den uͤbrigen halben Theil erblich em⸗ pfahen/ welches auch alſo füraus in anderen weiteren Faͤhlen abſteigender Linien zu halten. rempel. Exempel dieſes d. Bann aber i, st Stup Ger Wl. pag. H-tik io. ` pan Gbr fey nemh latar— lnt aEhddet, Dryn— mAn abne geglazf. Noha pag: 22. ebla bom . Ku dieſem Fahl erben an Chriſtoffs Verlaſſenſchafft ſeine Groß⸗Kinder oder Enkel indie Staͤm̃/ alſo daß Urich und Ludwig anſtatt ihrer Mutter Margreth den halben Theil: Und dann Urſula/ Alexander und Leonhardt anſtatt ihres Batters Friderichs/ den anderen halben Theil erblich beziehen. So jemny Da aber ein Kind/ oder Kinds ⸗kind/ ſich ſeiner Vaͤtter/ oder weilhe eErb Muͤtterlichen Groß⸗Vaͤtter⸗ oder Groß⸗Muͤtterlichen Erbſchafft fdafteou enthalten und ſelbige repudirt/ aber doch auch Kinder häͤtte/ bat tónnen fretten dieſelbe Kinder/ wann ſie wollen/ an ihres Vatters oder aee e Mutter ſtatt/ und erben neben anderen Kinderen/ oder Kinds⸗ kinderen zum Stam̃⸗Theil/ nicht anderſt/ als wann ihr Vatter oder Muͤtter/ ſo der Erbſchafft wegen ein Verzůg gethan/ To⸗ Exception, DES vergangen waͤre: Es waͤre dann Sach/ daß ſolcher Verzieg e Shh ah und Nachtheil derer Creditorum vorgenommen EN, Stap. N. üil..I. tit. vo. Uaderdie do-· Hiebey iſt auch zuwiſſen/ daß unter die Kinder und De- ſcendenteß uch ſcendenten/ alch die/ weiche zwarn b b werden auch aten en der Elteren Abſterben Legauchnn. noch nicht im Leben/ aber nachwerts gebohren/ oder aus ihrer verſtorhenen Mutter Leib geſchnitten und lebendig an die Welt ` Por T8. pag 24h- P Mdkonn ungni; Gabha noipin Motan Aad, E elan An 0, 23 eLA Brh ndan on Danstheater WDrADE n anrd tabada s halbam md nef hefanbofep derdh beren. Aen moargen I nban DA R M ynfal h E m r Em a E aa gln A T E Aa A E a a a EDE emflan faid gnbafen ordi, daberdis s sht P K Q g A ad e t n f» p, rof nn eon Dh Ap fahe Sakret ponga lhy Eer inh oorun ſin alre A— m A é yl ok J a ae A ee ;von Erbſchafften ohne Teſtament. 149 gebracht worden/ gezehlt/ und alfo mit anderen Kinderen zu gleichem Erbtheil gugelafen ELDEN, drit pss dnu. ta TIT. II ln De Collatione Bonorum. Won Collation und Leintwerffung der vor empfangenen Guͤteren. Mächdeme auff Abſterben der Elteren/ zwiſchen den hinter⸗ Beon laſſenen Kinderen/ in den Erbtheilungen/ wegen desje⸗ tion enfe- nigen fo die Elteren ihren Kinderen, neben den Heuraht Guͤte⸗ pae teren ettvan verehrt/ gegeben oder auff die ſtudierende Soͤhne verwendet/ oder ſonſten fuͤr die Kinder außgelegt/ mehrmahlen Streitt fuͤrfalen: Ob und was den Kinderen an ihrem Erbs⸗ Antheil abzuziehen oder ſonſten zu conteriren/ und/ in gemeine AN Erbſchafft wieder einzuwerffen ſeye. y So iſt unſer Will und Meinung daß erſtlichen Die SIEU collation bee rahts⸗Güter jedem Kind auff gleiche Weiß und einem twie dem Sea g anderen ſollen zukommen/ alſo/ daß diejenigen Kindere/ ſo ſol⸗ che noch nicht empfangen haͤtten/ ſelbige allerforderiſt hinweg nehmen: wann aber das Vermoͤgen nicht mehr ſo groß waͤre/ i daß ihnen daraus fo viel alg die anderen empfangen/móchte ges paki: reicht werden/ ſo ſollen alle Heuraht⸗Guͤter wiederumb in die n 1e Maſſam geſchoſſen/ daraus ſamt den uͤbrigen Mittlen ſo deren vorhanden/ ein gemein Guth gemacht/ und under die Kinder/ Himi wie ſonſten/ zu gleichen Theilen vertheilt werden; wann auch nn gleich diejenigen ſo das Heurath⸗Guth allbereits empfangen/ NE auff der Elteren Erbſchafft einen Verzieg thun wolten. apa hi x8 Eni ;,: iA- Bph erta pid: Catin bop Auff gleiche Weiß ſoll es auch gehalten werden) wann die grg— 4o Ana— an i Elteren den Kinderen bey ihrer Verehligung/ Ning/ Kettenenꝛc. Gelender rga” yy S- e” 3 Beſchenckung des Hodzeiters oder Hocgeitern/zugeftelt/ SoA *¹ oder einem Kind die Hochzeit-Unföften aufgehalten, oder deme$77 Siei i eine Hochzeit⸗Gaabe gereichet; die abrige unverehlichte Kinder Enit. aber nichts dergleichen annoch empfangen haͤtten. 4 Wurde es ſich aber zutragen/ daß nach Abſterben des Groß⸗ Dee De dages kogos Vatters oder Groß⸗Mutter/ die Grof-Kinder(welheauff ihrer ren manag S Ei ne oi Elteren Erbſchafft bereits einen Verzieg gethan) mit und neben EE e ihres Batters oder Mutter Brúderen oder Shwefteren oder teria ngs aiii T.`- Verzig. ny auh Gefbrifirigen Kinderen/aur Grof- Bitter der Grops mont irean i +5 3 Mitter ae aa dhrrfirnikino nba nm Sarbel| gnp Som Kadann PA, born haid grda Lenba e, cr. Neni PN ar Dllonn y Dran AN bnmn Siad Wad. pl. fupe. pog. g6..20. P KE E T i 150 Vierter Theil/ ütterlichen Erbſchafft concurritten/ ſollen ſie ſolchen fahls a R ſeyn/ das jenige was ihr Vatter oder Mutter von dem Groß⸗Vatter oder Groß⸗Mutter als gelihen Gelt und ſonſten empinat wohl aber das Heuraht Guth/ zu conferi- ren und einzuſchieſſen. oa. Wann auch ein Vatter ſeinem Kind/ fo noch in feinem våt Ein gieb if terlichen Gewalt iſt/ an Gelt oder anderem auch uͤber das/ was ſeine Vaͤtterli⸗ oe Berben fonfren zu eines Kinds nothwendiger und gebuͤhrlicher Kleydung ai a Underhall gehdrig/ etwas maßiges und ſo nach Gelegenheit gi der Elteren Vermoͤgens fuͤr eine Verehrung gehalten werden mag/ gegeben/ ſolche Verehrung auch von dem Vatter nicht wiederꝛuffen; ſondern durch ſeinen Tod bekraͤfftiget worden ſolle deßhalben dem Kind nichts angerechnet/ noch ihme in der Thei⸗ lung dasjenige/ was es alſo empfangen/ zu conteriren und ein⸗ gutverffen/ auferlegt Werden. nd. z: pes:37 4I n Donakonerp. Deßgleichen ſo ein Batter einem Kind welches nicht mehr in ſeinem vaͤtterlichen Gewalt iſt/ etwas auß freyem Willen ge⸗ geben/ mit der außtruckenlichen Vermeldung/ daß es ein Ge⸗ ſchenck ſeye/ ſolches ſol in des Kinds Antheil auch nicht gerech⸗ net/ noch ſonſten gegen anderen MitEErben conkerirt/ mò M die Theiluug eingebracht/ ſonderen dem Kind zu einem Vorauß gelaſſen werden. Colationder. Waferꝛ aber einem ſolchen Kind/ ſo nicht mehr in vaͤtterli⸗ ienien suges chery Gewalt ift/ durch Batter oder Mutter etwas zugeſtellt/ fo teine Bers Darbey doch) niht vermeldet worden, daß es ein freye Gaab oder tungenſind. Geſchenck ſeye/ beneben auch ſolches Kinds wegen nicht ſon⸗ derbare Urſachen vorhanden/ derentwegen eine freye ledige Gaab zu vermuthen/ die Elteren auch deßwegen keine Erklaͤrung und außtruckliche Verordnung gethan/ ſollen in dieſem Fahl ſolche guaefelite Sachen/ dem Kind in ſeinem Erbtheil angerechnet erden. Oeſcafen⸗ Was dann die Sumptus und Unkoͤſten/ fo von den Elteren beit megen auff ihre Soͤhn Studierens halben verwendet worden/ belangen Studionm. lhlit/ laffen wir es bey gemein beſchriebenen Rechten verblei⸗ ben. Ein gleiches wollen Wir auch mit denen Unkoͤſten gehal⸗ ten haben/ fo die Elteren an ihre Kinder zu Erlernung auch an⸗ derer ehrlicher Handthierungen/ oder zu einem Ehrenſtand/ ver⸗ wenden. Und was biß hieher von Collation und Wiedereinſchieſ⸗ ſung der vor empfangenen Guͤtteren gemeldet worden/ ſoll nicht nur ſtatt und Platz haben/ wann die Kinder allein under ſich; ſonderen auch wann ſelbige mit dem Uberlebenden Ehegemaͤcht/ als Vatter/ Mʒutter/ Stief Vatter a IT. ao J itten WHY pi vol t i i ii w von Erbſchafften ohne Teſtament. rsr Ron Sparhaͤffen oder jenigem Beldt/ wel⸗ Wes Nann nd Weib von ihrem gemeinen Guth fe- pariren/ und nach eines oder des anderen Abſterben in Sparhaͤffen/ oder ſonſten als ein abgeſondert Guth hinder ſelbigen gefunden wird. A den Knaben des Vatters Kleider/ Kleynodien/ Geibs ereovegeiss Angehoͤrden und Gewehr; den Toͤchteren aber der Mut⸗ Auoebordlen. ter Kleider/ Kleynodien und Leibs⸗Angehoͤrden/ wann namli⸗ chen ſolche Sachen den Ehren gemaß/ und in dem Wehrt und proportion des anderen Ehegemaͤchts/ nicht zu hoch uͤberſtei⸗ gen/ gefolgt werden ſollen/ dabey hat es noch fuͤrbaß ſein ohn⸗ geaͤndertes Berbleiben, se adips tiimi? Demnach aber wegen der Sparhaͤffen jetzt geraume Zeit P úbergrofie Miß⸗Ordnung entſtanden/ indeme die Wrüterern ih, Eriten ren Toͤchteren ein anſehenliches in Paarſchafft oder ſonſten zu⸗ ſammen gelegt/ und nach dero Abſterben/ hierauß zwiſchen den Kinderen umb undergeloffener faſt unbillicher Ungleichheit wil⸗ len/ groſſe Verbitterung und Unverſoͤhnlicher Haß entſprungen; Als ſetzen und ordnen Wir/ daß inskunfftig des Batters und der Korat Mutter Sparháffen forvohlunder die Knaben als die Jöchteren Earra gleichlich getheilt/ auch denen von Soͤhn oder Töchteren vorhan⸗ PEN TN denen Kinderen/ welchen ihre Elteren geſtorben/ anſtatt derſel⸗ ben als Kinds⸗kinder wie von obigem Guth/ ihr beziehender Antheil darinnen ebenmaͤßig gelaſſen werden ſolle.. 4 Dafern aber eines oder mehr der Kinderen fich umb feine nontionen. Elteren beffer alg die anderen verdient gemacht/ denen moͤgen ihre Elteren krafft des hierumben in diefer Ordnung(Tit. von Vonationen) ſonderbahr begriffenen Articuls nach Ermaͤßigung ihres Vermoͤgens/ eine Gaab zuům Vorauß ordnen und verſchaf⸗ fen. 5, 4 opr irn SPa Cat Betreffend auch die Bibliothecen und Werckzeug/ ſo NAC Bibliothecen todtlichem Ableiben der Vätteren hinderlaſſen werden; wann ſich meneren die Geſchwiſterte Bruͤderund Schweſteren derenthalben mit ein⸗ anderen vergleichen und vereinbahren Fonnen, hat es daben bil- lich ſein Verbleibens: wiedrigen fahls ſollen ſolche durch unpar⸗ theyiſche Perſonen geſchaͤtzt/ und wann die Soͤhn ſelbige zů be⸗ halten begehren/ die Töchteren ſich der Schatzung ſaͤtligen ⸗ m n 6 Kn Gn ry2 Vri.ürtter Theil mit deme/ was ihnen ſolche zuſprechen ohne Wiederꝛed benuͤ⸗ en laſſen... 9. d0.fKettt m $ Ohlenn aber under den Soͤhnen einer oder mehr ſtudiren/ oder des Handwercks ſeyn wurden/ ſollen zwar ſelbige auff die Bibliothec oder den Werckzeug vor anderen ei prerogativ ha⸗ ben; jedoch alles nach der Schaͤtzung. Wann aber die Soͤhnkei⸗ nes deren begehrten/ ſoll alsdann alles pro rato under die faint: lichen Erben aufgetheilt werden, sar 2ra:4a Te LV Se qi pgti Won Succeſſionder Aſcendenten. 0 Nof Dong m orp Lini Wie Vatter/ Mutter/ Groß Vatter/ GroßKutter/ Ehni/ Ahna/ und weitere Elteren in aufſſteigender Linien ihre abgeſtorbene Kinder/ Söͤhne oder Toch⸗ teren/ Enckel/ Uhrenckel K. ſo ſelbſten nicht Kin⸗ der/ Geſchwiſtrigte/ oder dero Kinder hinderlaſſen⸗ erben. Wann die Él- wé XNEy dieſer Succeſſion, auffſteigender Linien/ iſt Anfangs zu a nah JA wiſſen/ daß die Elteren zu ihrer Kinder und Deſcendenken Dekada Erbfehafften imd Succeflion the umd beoor nicht gelangen moͤ⸗ langis gen; F edie Kinder und Defcendenfen ſeyen dann ohne eige⸗ ne eheliche Leibs⸗Erben verſtorben: angeſehen/ natürlicher Neig- und Ordnung nach die erſte Erb⸗Gerechtigkeit den Perſonen und Erben abſteigender Linien gebuͤhrt/ und allererſt/ im fahl/ da ſol⸗ che nicht vorhanden/ die Eiteren zu gelaſſen werden. So dann ein Kind vor ſeinen Elteren abſtirbt, und keineehe⸗ liche Kinder/ Enckel oder UhrEnckelꝛc. Aber boch recht Batter und Mutter/ oder deren eines/ im Leben verlaͤßt/ ſol des vei⸗ ſtorbenen Kinds Verlaſſenſchafft/ ohne Underſcheid/ woher gleich ſolche Guͤter gekommen/ ſeinem Vakter und Mutter/ oder ſo de⸗ ren nur das eine noch im Leben/ demſelben allein erblich zufallenz ob gleich das verſtorbene Kind/ Bruͤder oder Schweſteren oder dero Kinder hinder ſich verlaſſen haͤtte. a gaude: Wo dann das Abgeſtorbene nicht Batter oder Mutterauch an keine Geſchwiſtrige noch derſelben Kinder; ſonderen GroßVat⸗ ter und Groß Mutter/ oder Chni und Ahna/ in gleicher Zahl/ beydes in Vaͤtter⸗ und Müͤtterlicher Linien hinderließ/ ſollen ſolche Groß Vatter und Groß Mutter/ oder ſö die nicht Ma pn eben m hi von Erbſchafften ohne Teſtament. 153 Leben/ Ehni und Ahna/ an ihres Enckels oder UhrEnckels Ver⸗ laſſenſchafft zugleich in die Haͤupter erben und einſtehen. iii Exempel/ da Groß⸗Vatter und GroßNutter e. Wh in gleicher Zahl vorhanden. i sne NNA Ser mhd des Han: H Grof, 2D ſen Verlaſſen⸗ ſchafft/ dem Groß Vat⸗ ter und Groß Mutter auff des Vatters ſeiten zum halben Theill und der uͤbrig halbe Theil dem Großvatter uͤnd Großmutter auff der u ſeyten zuge⸗ heilt. thi Auff den Fahl auch Großvatter und Großmutter/ oder ſo Bann fie in AH ſie nicht mehr im Leben/ Ehni und Ahna in ungleicher Anzahl/ sapor als da von der einen ſeyten der Groß⸗vatter und die Groß⸗müt⸗ ter/ oder Ehni und Ahna/ auff der anderen ſeyten aber allein der Groß⸗vatter oder Ehni/ Großanutter oder Ahna vorhanden Mpi waͤren/ ſolle die Erbung nichts deſto weniger in Capita ober denh Haupter beſchehen/ und die Erbſchafft in ſo viel Theil als Per⸗ pni fonen vorhanden getheilt/ aud des Underſcheids/ ob die Guͤter niy auff den Verſtorbenen von Vaͤtter⸗Vder Muͤtterlicher Linien hero gefallen ſeyn/ nicht geachtet werden. uN Ni Exempel/ da Grof-Batter und Grof-Nuttep crevo Grof-vatter in ungleicher Zahl. undGrofmut ter in unglei⸗ CliſabchN F Jer wird die Erb Vr Babi, | la Mat: Wai in drey glei⸗ che Theil getheilt/ und erbt an des verſtorbe⸗ nen Jacobs Veꝛlaſſen⸗ ſchafft/ Georg Der Groß⸗vatter vö Vat⸗ ter hero den einen Theil/ und Conrad/ der Groß⸗vatter von der Mutter hero/ ſamt (W ſeinem Weib Eliſabeth die zween anderen Theil, ii u Erem: 154 Vierter Theil/ Exempel/ wan cmima/ fo Ehni und Ahna im ungleicher Zahl Ee: vorhanden. banden. Aatun Tua Apna J 2a a- Grof Mutter — ET pe Stup Gar abp ye tit do. 4A H { KAA o 12 — araa Ludwig 4 ſozusrben s2 Jy difen gahl wird desLudwigs Verlaſſenſchafft in fuͤnf Theil Wgetheilet/ und einpfangt davon ſein/ Ludwigs/ Ehni Hañß/ ſampt ziveyen Ahnen in vaͤtterlicher Linien Maria und Kathari⸗ na/ jedweders ein Theil/ und dann die zwey Ehni Lorentz und Jacob/ in Muͤtterlicher Linien/ die zween andere Theil. Dieeun, Da aber das Abgeſtorbene von vätter⸗oder můͤtterlicher Li⸗ SGeauben durch nien hero Elteren in ungleichem Grad hinderlaſſen thaͤte/ als auf bie fo nábeten Der einen Septen die Mutter/ auf der anderen Seyten aber den autoeflogé Groß⸗vatter und Großanutter/ oder deren eins; oder auf der onver gay,(NEN Seten Grofvatter oder Grofanutter/ auf der anderen aeguitpgeiti Seyten aber Ehni oder Jima: in ſolchem Fahl werden die Elte⸗ dAn ren weiteren Grads/ durch die naͤheren im Grad/ als durch Vat⸗ ae; der Mutter/ der Groß⸗vatter und Groß⸗mutter⸗ durch Groß⸗ nt vatter und Groß⸗mutter Ehni und Ahna u. f. f. von des Verſtorbenen Erbſchafft außgeſchloſſen. Itup. g ig. pag. 42. ttio. pJ Exempel des erſten Fahls. Kcher wird zu des Albrechts Ver⸗ Vlaſſenſchafft ſein noch lebende Mut⸗ ter Sybilla allein zugelaſſen/ und Anna die Groß⸗mutter vom Batter hero/ als weitere im Grad außgeſchloſſen. Exem⸗ e e E a a Aa N badn wir Enbor jayeni i ETD pia nbat siek bafon peih orr Vatter Lb, h pe Iot Ubnglahnrdn al | ji 7' 3 i J ni p Yalar hnd Den o 3 i ğ Payk Sny mik y harhet, i 4 3 Q p~ n Di ynihn nd Dagh d u 9 7 y wT Bad A pyrr Ë 2 Kn, I 2: o+: 5 z o lahe o M Sns Pid 7 rhai„zu f 7, ab dinn gorhnah Jorges Imre fu a gande dns fnb Grge Urning fiki Z eD aht 56. Ly d ihausi t Y Ja 2 Bh Hi. fo) DM M wu y hny alg wM pii Aa E pU Gý MN $ 4 ii (l W Jm qi — e pat von Erbſchafften ohne Teſtament. 55 Exempel des anderen Fahls. Erenet vet andern Fahls. REN diefem Erempel erben z des Martins Groß⸗vatter und Groß⸗mutter vom Vatter hero allein/ und wird Melchior der Ehni muͤtterlicher Linien/ als der weitere im Grad außge⸗ ſchloſſen. ozu erben Tie V. Von Sirerbung derer/ ſo zumahlen in auffſteigender⸗ und Collateral- Linien/ Erben hinderlaſſen. Geun ein verſtorbene Perſon neben Groß⸗vatter und Groß⸗ Seſowiſeis. S mutter/ beyderſeits vom Vatter und Mutter hero/ oder al⸗ den eren lein von einer Seyten/ in gleicher oder ungleicher Zahl/ auch Ge⸗ Pauir ſchwiſtrigte/ ſie ſeyhen von einem oder beyden Banden/ eines oder mehr/ im Leben verließ/ ſollen ſie die Geſchwiſtrigte mit und neben den GroßElteren/ einem oder mehr/ zugleich in die Haͤupter er⸗ ben und einſtehen. Exempel des 5, wann ein Verſtorbene W. erma. Groß Jroß Grof ET At PA+"$ 156 Vierter Theil/ FPN dieſem Fahl wir des Hanſen Verlaſſenſchafft zwiſchen dem Groß⸗vatter und der Großanutter vom Vatter hero/ und dem Groß⸗vatter auff der Mutter Seyten/ deßgleichen deß Han- ſen zweyen Rechten Geſchwiſtrigten Jinna und Lucas/ wie auh ſeinem halb⸗Bruder dem Stephan in gleiche Theilvertheilt. Socios— Fm Fabl auch die verſtorbene Perſon nicht Groß⸗vatter o⸗ PE der Groß⸗mutter; Sonderen Ehni und Ahna vom Vatter oder hunden/ ho· Mutter hero in gleicher oder ungleicher Zahl/ neben dero Gez Wenan ladz. ſchwiſtrigten/ von einem oder beyden Banden/ einem oder mehr⸗ un Leben verlaſſen thäte/ ſoll es gleichfalls auff obgeſetzte Weiß gehalten werden/ Als zum Exempel: OC ASh Vatter PANID E er wird des Emanuels Verlaſſenſchafft under den dreyen B noch lebenden Ehnen/ und zweyen a fo sam feinen e a David ünd halb⸗Bruder Sebaſtian/ zugleich in Pt getheilt/ und empfangt jedes darvon den ſiebenden Elteren ade. Wurde aber der Abgeſtorbene neben ſeinen E ren ꝛc. Grads A T<: neben ſeinen Elt ieres Dber foeiteren Grads/ mö neben feinen Euriteen Don tl IndieHaupier Bri oder beyden Banden/ auch eines oder mehr⸗ verſtorbenen ` a oder Schiveſtervon einem oder beyden Banden/ Kin⸗ i r verlaſſen; erben in ſolchem Fahl die noch lebende Groß⸗El⸗ vesnertorte teren) oder ih Mangel deren die BorElteren weiteren Grads firigen Rinder mit und neben des Verſtorbenen Bruͤder und Schweſteren/ in Eiin. die Haͤupter: der verſtorbenen Bruͤder oder Schweſter Kinder aber oet Ech y3 Ay a fan hell yi von Erbſchafften ohne Teſtament. 157 aber werden neben den GroßElteren u..f. auch Bruͤder und M Schweſteren des Verſtorbenen/ allein in ftirpes oderin die Stán În zu Mitt⸗Erben zugelaſſen: und tretten alſo eines verſtorbenen N) Bruders oder SchweſterͤKind/ wie viel gleich derſelben ſeyen/ allwegen an ihres Vatters oder Mutters⸗ſtatt/ und empfahen fn ſamptlichen mehr nicht/ dann ihrein Batter oder Mutter/ da ſie tiie den Fahl erlebt/ an ihres Bruders oder Schweſter Erbſchafft 665 gebuͤhrt haͤtte. Wh> Wi Exempel. Exempel. ta eeN vorgefektem Erempel/ erben an des Seliren Berlaffenz Biha ft ſein Groß Mutter einen fuͤnfften Theil; und Anna ſein Schüveſter auch einen fuͤnfften Theil; Claudius fein Bruder von einem Band auch einen fuͤnfften Theil; ſodann anſtatt der ande⸗ voi ren verſtorbenen Schweſter Eva/ ihr Tochter Margreth auch ei⸗ pu nen fuͤnfften Theilzdeßgleichen des verſtorbenen Bruder Davids ahi awen Kinder Ffaac imd Jacob den übrigen fünften Theil, mi Alſo da jemand neben Großvatter oder Großmutter/ oder niver unb deren einem allein/ keine Bruͤder oder Schweſteren; ſonderen Kine even N allein Bruder oder Schwefter Kinder? von einem voder beyden aieo Brt ni Handen verlieffe/ ſtehen eines verftorbenen Bruders ODEV Gropeteren ww Schweſter Kinder/ deren ſeyen gleich viel oder wenig/ allein fúr 1 se fi ein Perſon; namlichen anſtatt ihres verſtorbenen Vatters oder i) Muͤtter eyn/ und erben neben den Grof-Elteren allein in die W Staͤmm. a U3 Crem- 158 Vierter Theil/ A— Erempel šat Anna N Aer AMuna) i we Ameti m Mutter Fome Wa JTI i 4{e i En A Walther Sara ſozuerben 1 + Y gye fallt des Walthers Erbſchafft in fuͤnf Theil/ daran gebuͤht AD feinem Grofoatter Adam der Eine/ der andere feiner Grof- mutter Eva der Dritte feines verftorbenen Bruders Abrahams Sohne dem Andreas/ der Vierdte ſeines verſtorbenen Bruders Friderichs zweyen Kinderen/ dem Rudolff und Maria/ und dann der uͤbrige fünffte Theil ſeiner verſtorbenen halb Schweſter Sara hinderlaſſenem Kind dem Hanſen. pays re- Wafer dañ neben der abgeleibten Per- Pralcatato- ſon/ Gꝛoßvatter/ Großmutter/ Ehni/ Ahna/ auf Brnherk⸗ Ul. ſ. w. oder derẽ einem allein/ keine Geſchwi⸗ wee Some- firigfe von einem/ oder beyden Banden ⸗ nit aber auf Noch auch derſelben Kinder; ſondern allein Kindz inder. Kindskindeꝛ voꝛhanden/ weꝛden diſe Kinds⸗ finder an ihrer verſtorbenen Elteren ſtatt zu Miterben nicht zugelaſſen: angeſehen das Jus Repræſentationis(.i. die Gerechtigkeit dag jemand in feiner Elteren ſtatt und Grad eintretten/ und von derſelben wegen/ mit anderen dem Verſtorbenen in naͤherem Grad Verwandten fuccediren mò erben moͤge allein Bruders oder Schweſter Kin⸗ deren/ nicht aber auch Bruders ode: Schwe⸗ ſter Kinds⸗kinderen gegeben iſt. Peta Bni Exempel. dea Kinds In ind vO robani Aruh nA von Erbſchafften ohne Teſtament. 159 HN dieſem Exempel wird von des verſtorbenen Heinrichs Ver⸗ Aaſſenſchafft ſeines Bruders Kinds⸗kind der Peter/ durch ſein Heinrichs Groß vatter außgeſchloſſen. Gleicher Geſtalt/ wann einer Groß watter und Großanutter Geſchwinrige u..w. oder deren eines/ und neben denfelben/ feines Watters yL, oder Mutter Bruder oder Schweſter verließ/ feind felbigeneben iite der a dem Groß⸗vatter oder Groß⸗mutter u. ſ. f. an des verſtorbenen nici Eröfä⸗ Verlaſſenſchafft auch nicht erbfaͤhig. hie /Nagseht Grof Mut⸗ Exempel. Fjo erbt die Grof-mutter Margreth den Bernhard allein/ 6 a mid die Anna/ ſein Bernhards Vatters Schweſter außgeſchloſſen. Und was alfo von der Succeſſion und Erbſchafft der Bluts⸗ Verwandten Erben/ in auffſteigender⸗und Zwerch⸗Linien geſetzt und verſehen iſt/ das ſoll dem Ehegemaͤcht/ fo das Verſtorbene neben den Erben auffſteigender oder Seiten⸗Linien verlaſſen/ an ſeiner/ ihme Krafft Ehe⸗Abred/ oder da feine vorhanden/ Krafft unſers Statt⸗Rechtens/ gebuͤhrenden Erb⸗Gerechtigkeit/ kein Abbruch oder Hindernuß bringen. Tie VI. Von Succeſſion der Collateralen. Wie diejenigen/ fo allein in der Ztoerdi-oder Seiten- a, agi Linien Erben verlaſſen/ geerbt werden ſollen. San ſcendenten Ann die abgeſtorbene Perſon/ keine Blutsverwandte in ab⸗ funnm Ge- W oder aufffteigender Linien verlaſſen/ werden alsdann ihre deruwor vers in der Collateral-pder Ztwerch-Linien vorhandene náchfte Blutes for Ge Verwandte zu der Erbſchafft beruffen/ und erſtlich die Gaie Sinden, ſtrige 160 Vierdter Theil/ Stee, Qon Ùi pgo bio o 7 Banden; das iſt/ ſowohl diejenige p ſtrige/ von einem/ oder beyde Banden; das iſt/ſ)? petere ir s uA vom Batter oder Mutter hero/ alg die von beyden Ban- Bni den der verftorbenen Perſon rechte Geſchwiſtrigte ſeynd/ und dann neben und mit denſelben auch deren zuvor Abgeſtorbenen/ Eph s aiea Sha pgn einem oder beyden Banden/ Bruder⸗oder Schweſter⸗Kin⸗ gi b gozei hite Dery DO dergeftalten/ daf ſolcher zuvor verſtorbener o a ortta, ftrigter Kinder in diefem Fabl/ da fie mit deg DOR G e ſchüviſtrigten einſtehen/ allein in die Stam zugelaſſen werden: razig nad des idees VIITTIS ſtehe Schweſter Kinder /w aikai o aeo nd denmady eines jeden Bruders oder Schweſter⸗Kinder/ wie viel gleich deren ſeyn/ anſtatt ihres verſtorbenen Batters oder Mutter zuſtehen/ und ſo viel/ als ihrem Vatter oder Mutter/ da ſie noch im Leben waͤren/ gebuͤhrt haͤtte/ empfangen. Exempel. e -9 Halſens u Ate§rar i Erempel.(Martm H |\fozuerben j| gaer wird des Martins Verlaſſenſchafft in vier Theil vertheilt/ und erbt Caſpar ſein gantz⸗Bruder den einen; Jacob ſein halb⸗Bruder den anderen; Lucas ſeins gantz⸗Bruders Eber⸗ hards Sohn/ den Dritten; und Suſanna und Paulus ſeines halb⸗Bruders Wigands zwey Kinder den vierten Theil. Per Geſchwi. Ilnd weil alſo des Verſtorbenen Geſchwiſtrigten Kinderen/ oleſen ale ſie ſeyen von einem oder beyden Banden der Eintrit in ihrer in neinren verſtorbenen Elteren ſtatt vergunt und zugelaſſen/ ſo werden Saus. durch ſie alle andere in weiterem Grad des Verſtorbenen Bluts⸗ verwandte in der Seiten⸗Linien/ ja auch ſeines Vatters und Mutter Bruder und Schweſter/ ungeacht ſelbige dem Verſtor⸗ benen neben und mit ſeines Bruders oder Schweſter Kinderen/ da ſolche fuͤr ſich ſelbſten in ihrer eigenen Perſon und Grad anz geſehen werden/ in gleichem Grad verwandt ſeynd/ außge⸗ ſchloſſen. Exem⸗ WA ———— von Erbſchafften ohne Teſtament. 161 Gei Gi Myter / Anderer Eyempel. Pang Maa ME RII BD dieſem Fahl ſeind an des Joſephs VerlaſſenſchafftSalome VRdes gan an halb Bruder Davids Sohn/ allein Erben/ und werden Chriſtoff des Joſephs Batters Bruder und Verena ſeiner Mutker Schweſter/ obgleich ſie auch im dritten Grad verwandt/ außgeſchloſſen. Doch iſt hier abermalen eE O. zumercken/ daß das Jus ke⸗ Groß m Ae Præſentationis oder dag nis iſt allein Eintritts Recht in der ver⸗ Ta Serai ſtorbenen Elteren Platz/ Æ ien betgont. allein des Bruders oder Schweſter Kinderen/ da ſie ihres Vatters oder Mut⸗ ter/ Bruͤder oder Schwe⸗ ſteren erben wollen/ inſon⸗ derheit durch die Rechte vergunt/ aber der Bruͤde⸗ ren oder Schweſteren Kin⸗ des⸗Kinderen/ oder ande⸗ ren Bluts⸗Verwandten in der Zwerch⸗oder Seyten⸗ Linien nicht zugelaſſen iſt. Grider Erſtes Erem pel: Niclausx ruders Çuctel Erſtes Exempel. 162 Vierter Theil/ gy erbt Balthaſar die Judith ſeines Bruders Tochter allein/ Und wird Niclaus/ der berſtorbenen Judith Bruders Enckel/ o auff den das Eintritts⸗ Recht nicht extendirt/ außgeſchloſ⸗ en. Zweyles Crempel. gye erbt der Peter die Catharinam ſeines Bruders Tochter allein/ wird David/ weil dag Jus Repræfentationis fih auf ihne nicht erſtreckt/ durch Petern/ als naheren im Grad/ nach des hieunten folgenden§. ferners ꝛc. außge⸗ Eeſwilrio. So aber das abgeſtorbene kein Geſchwiſtrigt von einem/ oder te Kinder wañ fie alein find beyden Banden; ſonderen allein derſelben Kinder und ſonſten Furbenn O- Wader in ab⸗noch auffſteigender Linien Erben nach ihme verlaͤßt/ les ober Tan ſollen dieſelben Bruͤder oder Schweſter Kinder/ es ſeyen ihrer — viel oder wenig/ oder von einem Geſchwiſtrigte mehr dann vom anderen vorhanden/ an ihres Vatters oder Mutter/ verſtorbe⸗ nen Bruders oder Schweſter Verlaſſenſchafft in die Haͤupter zugleich anſtehen/ und werden abermahls durch ſie alle andere des Verſtorbenen/ in der Seiten⸗Linien Verwandte/ außge⸗ ſchloſſen/ in Betrachtung/ daß die Bruders⸗oder Schweſter⸗ Kinder/ dem Verſtorbenen in gleichem Grad der abwerts⸗ und aoet ſteigender Zwerch⸗Linien verwandt/ und ſonſten keine Erbfaͤhige Perſonen vorhanden/ welchen durch ſolche Succeſſion o Haͤuͤpter an ihren Erb⸗Rechten Abbruch geſchehen Exem⸗ —22 — a S ↄS. ⏑⏑ e e, e a on oN wi i orok iy T ahy A teat miii eho AM n Exempel. INe fünff ſchaft 1 GSefobtoiftrigte Kin pas ENa m Siats u pant coes Ra 18wo die⸗ mit ei afen- no P ab neg noo auror rn erfon/fei EET berläßt fol Band Alen, Mo einig a Vtveberi ſollen alsdann Oei derſelben anl SAreon Ea ige/ ſo dem Deor pta ie vom Wat, I Aga ASNE- Ser Gelde getban, fú utsfreund N vor gethan fir feine necie Erben gealt Grad t halben die naͤ epr an ihrer El gehalten/ undi zum nechſten dero Ri Häupter Aa pa im Grad teitei aa Fahl v feni Dienel E tte r tad, enke Durgere und AA gehen; eren anffann noie efiv beffer ebien ehòrigefoiche Grao und hraa nai anp Ds bera un Birs emt paben ivir ih 8, nen b Wie die Gradus de luts- Wer wandt⸗ Auvordriſtiſt ſchafſt zu be SFilverdriſtiſt zuwi berechnen rendeu f pos Toe i ke geraden abſtei ter/ Mutte ſf. in aufſteigende Soͤhne und Li genden Linien Su Uhrdbno/ r Grootte rofnar aber Die Slien Daey ma ADAE O A E A A:MERAE aura derſelben norge Mie a ollateral Sei hnaiihrehn⸗„n Ò wandte: iten/ od nt, T ober des e A bte: S SSriper/ Seefe mb Boer- auch Geſchwiſtrigte e Wer Müller/ w dnderſhehnn ue Ea trigte KinosFinder. In 164 Vrierter Theil/ i In Berechnung aber der Graduum der Bluts⸗Freundſchafft ſeind nachfolgende zwo Reguln in acht zu nehmen. Regula I. j Von der geraden ab⸗ und auffſteigenden Wi- nien der Bluts⸗Freundſchafft: welche Regula ſo wohl in Geiſtlichen als weltlichen Rechten und hiemit auch in Ehe⸗Sachen ſtatt haben kan. regat ge EEN abaid auffiteigender Linien/ ift von der einen Perfon/ i Kanonen: RDS darumb die Frag ift? dder die gü erben/ exclufivè; bi auf faat dn ae Die andere Perſon/ von deren ebenmaͤßig gefragt wird/ oder die = dalini erben will/ zu zehlen/ ſo viel nun die Perſonen/ uͤber die/ davon S man anfahei zů zehlen/ in der Zahl erfunden werden/ ſo viel Grad ſeind beyde Perſonen/ derentwegen die Frag iſt/ von einander. lid Arad! se n o aa e) a P G NEBE T ENA I Exempel. 5a SE yv gra Crempel abs Melnn gefragt wird: Wie viel Grad ein Perſon/ fo zii erben, und derſelben Enckel von einandern? Wird in abſteigender band. Pt a Sinien von der Perfon fo zu erben /érklich auf ihren Sohn: jum anderen auff ihren Endel gezeblt: finden fich alfo von dem fo PELES anerben ift/ exclufivè, Dif auf feinen Endel/ too Perſonen/ daher abzunemen/ daß ſie einander im anderen Grad der Bluts⸗ Freundſchafft gerader Linien zugehöoͤren. II. Exempel. 2, Erempel: Ann gefragt wird/ wie viel Grad ein Perſon/ ſo zu erben iſt/ Aunſen. endet Eund derſelben Ehni/ das iſt des Groß⸗vatters Vatter/ von einander? wird von der Perſon/ ſo zu erben/ hinauff in auff ſteigender Linien gezehlt/ 1. auff ihren Vatter/ 2. auff den Groß⸗vatter/ 3. auff den Ehni/ als die dritte Perſon/ deßwe⸗ gen ſich ſolche beyde Perſonen/ derentwegen die Frag im dritten Grad der Bluts⸗Freundſchafft gerader Linien einander verwandt befinden. y ~ 2 draus. CSD CO Ca ELD Or IE ee cem AS aN Ca EP Dt petr yel` £ ô qj. “, - 4-. 7: Stup- Gne 4h. wT ; pi ʻi p 44tit. io; A, S) K r á Re in 4 Mattes Vea í Leina lati n EgUu· Wir. d m at, j o. in Groy i 2D 2m. t 2 toa riors LN s V) wa i pik i Ei X Mein fa o eoar( Werner soe,| keiner Vsoe,| Keener i cike Mertt ocobeſtex. Ker losn l[Eerw 3ον T, ter Inoel., L Von.( oad onf menmman Gras falh. iabe cia pn romi wnh) TONI Ah wni oroo at fd Ww vid wi von Erbſchafften ohne Teſtament. 16 5 ra Regula II. Wie die Gradus Det Bluts⸗freundſchafft in der Zwerck⸗Linien nach denen Kayſerlichen Rechten zu Lomputiren. FNder Collateral.Seiten; oder Zwerch Linien/ it von der ei,.§, 8D nen Perſon/ darumb die Frag iſt/ oder die aUt erben hinauf ramno ve biß zu dem gemeinen Stammen/ darvon beyde Perſonen/ de⸗ Soben. renthalben die Frag iſt/ herkommen/ und von dannen wieder⸗ umb hinab biß zu Der Perſon/ von deren ebenmaͤßig gefragt- wird/ oder die erben will/zu zehlen/ und ſo viel Perſonen/ auſſert dem gemeinen Stammen/ in der Zahl gefunden werden/ ſo viel Grad ſeynd beyde Perſonen/ daruinben die Frag iſt/ in der Zwerch⸗Linien von einander. o i,„Stempel,= Renn gefragt wird: Wie viel Grad ein Perſon/ ſo itt erbet; eun i; I iſt/ von derſelben Vatters Bruder/ Di? a aieia von ſelbiger Perſon/ die zu erben iſt/ 1. Über ſich gezehlt auff meen une ihren Vatter/ 2. auff den Groß⸗vatter als beyder Perfonen/ 8 Bans- darumb die Frag ift/ gemeinen Stammen, 3. vom Großvatter T/ gegen der Seiten Linien herab/ auff des Batters Bruder wel⸗ cher des Groß vatlers/ als diß Orths gemeinen Stammen an⸗ derer Sohn iſt/ finden fich alfo aus der Anzahl der dreyen Perſonen/ der ſo zu erben ift/ und feines Batters Bruder, im dritten Grad der Zwerch⸗Linien von einander, o 101 Exempel. Pilo wann gefragt wird: Wie viel Grad ein Perſon/ fo tı sun i; J erben iſt/ und derſelben Bruders Enckel von tala ns bie vi fe erſtlich von ſelbiger Perſon/ die zu erben/ uber ſich gezehlt/ auf den wes enets Vatter/ als beyder Perſonen/ derentwegen die Frag ift/ gemeinen Stamen: 2. von dem Batter herab anf den Hruder, 3. auf des Bruders Kind. 4. auf des Bruders Endel daraus fidh danner gibet/ daß der/ ſo zu erben iſt/ und ſeines Bruders Enckel /im vierd⸗ ten Grad der Collateral· Linien einander verwandt ſeynd. Benmaͤßig wann N r iel Grad J. Erempel: 8e S e e ABIS WANN AETPAJE ivird: Wie viel Grad zweyer Ge⸗ Die oiel poed ſchwiſtrigten Enckel/ oder Geſchwiſtrigten Kinds⸗kinder von venia Æ 3 kin⸗ einander? 166 Vierter Theil/ einander? wird von der Perſon/ ſo zu erben iſt/ 1. uͤberſich gezehlt auf den Vatter/ 2. auf den Groß⸗ vatter/ 3. auf den Ehni/ als beyder Perſonen darumben die Frag iſt gemeinen Stamen, 4. von dem Ehni hinab auf ſeinen Sohn des Großvatters Bruder. 5. auf des Großvatters Bruders Kind/ 6. auf des Großvatters Bruders Enckel oder Kinds⸗kind/ ſo mit der Perſon/ die zuer⸗ ben/ Geſchwiſtrigte Kinds⸗kind oder zu anderen Kinden/ und derſelben nach befundener Anzahl der Sechs Perſonen/ in der Berechnung/ im ſechsten Grad verwandt iſt. Tit. VIII. Wie und wann das uͤberlebende Phe⸗Be⸗ maͤcht/ auch unſer Fiſcus/ oder gemein Gut erbe. anavas i Ulſo Ir Ordnen und Wollen/ da ſich der Fahl begeben ſolle/ beleven SAA Daf jemands ab Inteftato abftúrbe/ der weder in auf⸗noch abſteigender; noch in der Collateral-oder Seiten⸗Linien/ Feinen Bluts⸗Verwandten im Leben verlieſſe/ daß alsdann die Verlaſ⸗ ſenſchafft dem uͤberlebenden Ehegemaͤcht gedeyen und zukomen; in Manglung deſſen aber unſere Statt Gerichts Aemptere die uee verlaſſene/ und vermoͤgder Rechten unſerem Eiſco heimgefallene erbe, Erbſchafft/ nach Bezahlung der erweißlichen Schulden confifci ren und einziehen; da auch der Verwandtſchafft halben/ zwiſchen unſeren Statt Gerichts Aempteren und den angegebenen Erben/ Streit und Zweiffel entſtehen wurde Sie die Statt Gericht Aemptere/ die Beſchaffenheit deßfalls/ mit guten Umbſtaͤnden eigentlich und grundlich dem Gericht hinderbringen und daruͤber Defheids erwarten folen, se. g Topas- p-o RE ag azo innn beyt JER bas fabos brima dhrom bosfands Dar zoar Herf y nnm Dalys fo Glatka find rd Semne eM fhn omb: y Dnd übnebabordn fami. a Ohashad: á Endeder Statt Werichts Irdnungvierdt⸗ und letſten Theils. Br nann ma E EE eR— JLU von Erbſchafſten ohne Teſtament. 167 Beſchluß. irrauff Mun ſo meynen wollen und eN gebieten Wir ernſtlich/ dap diefe unfer er- A nenerte Statt Gerichts Ordmmg/ in al len und jeden kuͤnfftigen/ nach dem riten Monats Tag Julij begebenden Faͤhlen obſervirt und in Obacht gehalten; zu ſolchem Ende auch; allen Ehren⸗Zuͤnff⸗ ten und Geſellſchafften/ wie auch Loblicher Univer⸗ ſitaͤt/ zu nachrichtlichem Verhalten menniglichs/ ein Exemplar zugeſtellt werden ſolle. Inmaſſen Wir hiemit Unſeren Raͤhten/ Schult⸗ heiſſen und Gerichten/ Gericht Schreiberen und Ambt⸗ Leuten/ deßgleichen all anderen 71hanalien, underen Gerichten und Coleein ernſtlicher Meynung befehlen und gebieten/ in allen kuͤnfftigen/ nach angegangenem dieſem unſerem erneuertem Statt⸗Rechten/ begeben⸗ den Faͤhlen und Handlungen/ ſelbigem nach zu erken⸗ nen/ zu ſprechen/ und zu urtheilen/ oder ſich ſonſten in ihrem Ampt darnach zuhalten/ und in alliweg zu verfuͤgen/ damit ſelbigem durchaus gehorſamlich ge⸗ lebt und nachgeſelzt; oder auch in denen Faͤhlen/ foin dieſer Ordnung etwan nicht abſonderlich decidirt nad Unferer Statt altem Herfommen und Obfervantz, und in Abgang derer nadh denen gemeinen Rechten geurtheilet werde/ Alles bey Vermeydung unſerer Hoch⸗Obrigkeitlichen Straff und Ungnad. Fedoch wollen Wir/ als die Hohe Obrigkeit/ Uns und unſeren Regiments Nachfahren/ dieſe Unſere Neu⸗ verbeſſerte Statt Gerichts Ordnung/ je m er Beſchluß. 168 Vierdter Theil/ L. der Sachen Beſchaffenheit und Gelegenheit rer Zei⸗ ten und Laͤufften/ auff erheiſchende Nothdurfft/ in einem oder dem anderen Puncten jederzeit zu aͤnde⸗ ren/ zu erlaͤuteren/ zu verbeſſeren/ zu minderen; zu mehren oder gaͤntzlichen wiederumb abzuthun/ in all⸗ weg vorbehalten haben.— Actum& Decretum in unſerer Yroſ⸗ ſen Mahts⸗Verſamblung den fuͤnfften Mo⸗ nats⸗Dag Funij nach Shriſti unſers lieben HLrren und Beligmachers Vunadenrei⸗ chen Veburt gezehlt Wintauſend Bieben⸗ hundert und Meunzehen. \ DANN À i í A AEN 40 PERNA À EUI S E OE D Pae AIRS N T$ jes 4A t A NAN R R RRRA ARD D Ò R WSE f N err] f AND? 5 Kaki N L SIR ANN 3 i á M, j w%(0) 80 3 eya a3 NA EA AA ANA NA AA NAA NA NAA NA G ARN N, RRN: IRAIA RYR TIRAIT AINIIN Piette kn nnt, 8 oF Eak Eak T t PEA + F daak 2 E EET FOT S TE EET TEF TFE EYEGUE EN EETCEN ETV ENEE cbo ANd SERE# EN AN SRE MNE č NNN? E Bollſtaͤndiges Regiſter/ 5 a e) E Pnt r ETRE E NE RTERNESENERER PENDE $ Fertek ete eea T T i T ie ® i Feat + T F TTN f i E EE E E EEr a $% ERRAR ER čs r S 6 € a Ee EN ENI È Ig€ RA N Ce w úber gegenwertige RS tatt Beris OIrdnung. Blat, SHO Bfabl vom Chriftenthumb/ 130 Abfaſſung der Urtheln/ 37.38 Abkuͤndung eines beſtandenen Hauſes 89 Abloͤſung der Capitalien/ 76 Abſchrifften der Zeugen Saag/ 34 Abſoͤnderung der Suͤter/ fo Abtheilung der Guͤteren zwiſchen geſcheidenen Perſonen/ 106 — der Guͤteren bey Ehelichverlobten/ hat al⸗ ſobald nach der Copulation ftatt/ 122 Abtrag Kaͤuffers und Verkaͤuffers/ 79 Abtritt des Schultheiſſen/ und deſſen Ampt/ wañ ſolcher zu groß/ 2 Abziehung des Trebellianiſchen Quarts, 127 Abzug des Quarts von der Verlaſſenſchafft/ wañ er den Erben erlaubt/ 141 Acten ſollen die Richtere wohl erwaͤgen/ ehe ſie das Urthel ſprechen/ 33 Actus Hæreditarius, Pflicht des Erben ſo einen begangen/ 137 Addictio in Diem, 81 Adminiſtration der Guͤteren ſoll den Verſchwen⸗ deren genommen werden/ Iof Ad pias caufas teftiven/ 116 Advocaten/ 19 Eſtimation derjenigen Legaten/ worvon nichts kan defalcirt werden/ 141 Affter⸗Beſtaͤnder/ 91 Agio, deſſen Belauff/ 76 Albere koͤnnen nicht teltiren/ IIO Alluvion, wann einem Gut dadurch etwas zuge⸗ wachſen/ gehoͤrt es dem Widerloͤſer/ 84 Alsdann/ das Wort/ was es in den Ehe⸗bactis bedeute/ 121 Alte Richtere/ was ſie außmachen ſollen/ al ~-ihnen folle gebotten werden/ wann nicht genug neue vorhanden/-2 Alter gebuͤhrendes/ vor deme kan man nicht te⸗ ſtiren/ 109 Blat. Alter rechtes/ was dardurch zu verſtehen/ 138 Ammen⸗Lohn/ 44 Ampt der Richteren/-65 des Schultheiſſen/ 2. 6 *àEwann der Abtritt zu groß/ 2 —des Gericht⸗Schreibers/ f — deſſen sSubſtituten/ ibid. der Ampt⸗Leuthen/ 6 —des Gerichts⸗Knechts/ 7 -- des Gerichts- Botten/ 8 mdes Statt⸗Kaͤufflers/ ibid. —des Gant⸗Knechts/ 10 Aempter deren Pflicht/ wann jemand bey einem Falliment des Außtragens halben/ ver⸗ daͤchtig/ fo Amptleuth/ deren Ampt und Eyd/ 6 yen ſie ein Urtheil wollen auffſuchen laſ⸗ en/ e e e 14 -= Fonnen fúr Anwált gebraut werden/ 17 Amptmann des juͤngern Pflicht/ bey Gerichtli⸗ cher Vergantung ligender Guͤteren/ 41 orano blofe fegt niemand in malam£- em, r: 57 Angeber eines wucherlichen Packi, deſſen Beloh⸗ nung/ 66 Angelegte Arreſt, wie es damit zu halten/ f2 Angriff der Guͤtern⸗ 39 Anhang bey Einfuͤhrung der Klag/ 22 allgemeiner Compaſs. Brieffen/ MT 32 Anklagung peinliche/ 129 Antrettung einer Erbſchafft/ 134 Anwalt⸗Gelter/ 38 Anwaͤlt/ 17 Anzahl der ermanglenden Richtern/ wie ſie zu erſetzen/ 2 Anzugs⸗Puncten/ 30 --- wam fie den Zeugen follen vorgelefen werden/ 31 Appel- Regiſter. Appellant, deſſen Pflicht nach angegebener Ap- pellation, 59 wem ſie erlaubt/ 12. f9 weme ſie abzuſchlagen/ 17. 59 Apothecker⸗Gelt 43 Arreſt wie ſie anzulegen/ 52 auf im Kauffhauß ligende Waaren/ 12 Arreſtant der erſte hat in kalliments Sachen kei⸗ ne præferenz vor andern Creditoren/ 52 wann und wie er den Arrelt proſequiren ſolle/ 53 Arreſtanten eines unbefuͤgten/ Straff/ 54 Aſcendenten, deren Succeſſion, 152 Aſſocirten Pflicht 93 Atzung eines im Schuld⸗Thurn ligenden Debi- toren/ 40 a koͤnnen Feine ligende Gúter w en/ Auffhaltung allzulange in der Buͤrgſchafft; m tel darwider/ Auffſteigender Linien Succeſſion, I A Außkuͤndung/ 49. 7 Außleiher eines Mutui, Auſſag der Zeugen/ biß nach der Publication ge heim zu halten/ durch den Gerichtſchreiber dem Rotulo i inſeriren/ ꝛc. ibid. Außſteurung armer Jungfrauen/ darzu verſchaf⸗ te Legata, ſeynd des Abzugs befreyet/ 142 Bulenbauß, o3 Bedingnuſſen abgeredte/ dadurch eelangres Zugrecht/ Beſehlohaber denen auſſerhalb Gerichts A befohlen wird/ 94 Begraͤbnuß Koͤſten/ 44 Bekandtnuß ſelbſteigene/ der Partheyen/ 27 Beladenſchafft ligender Guͤtern/ 41 Beneficium Inventarij, two man fich PT anmelden ſolle/ des Verzuͤgs kompt auch bem eibar ſtatten/ Berechnung der Bluts Freundſchafft in ab⸗ s auffſteigender Linien/ 164 =--~-~ in der Collateral Linie, ae der Quartæ Trebellianicæ, 129 Befit fung/ wann die foll gehalten werden, 39 Beſchluß im Rechten/ 37 dieſer Gerichts⸗Ordnung/ 167 Beſitzung fremden Guts/ darfuͤr ſoll ſich ae man huͤten/ Beſtaͤnder der verliehenen Haͤuſer oder Gite; deffen Pflicht 89 wann er koͤnne vor Außgang des Be ſtands außgetrieben werden? 90 Beſtaͤnder vor dem Ziel außgetriebener/ wie yy er zu zinſen ſchuldig/ --{Oll/ wann er vor dem Ziel abziehen Be ſein Vorhaben in Zeit dem iag i kund thun/ iſt den Zinß ſchuldig/ ob er ſchon das ſtandene Gut nicht nutzt/ 91 -== Fan tolches einem XAffter. Beftándner verleihen/ ibid. Beſtand⸗Hauß/ ſo es verkaufft wird/ muß der Beſtaͤndner außziehen/ ibid. Beſtaͤtigung des Kauffs/ wie darum zu fragen/ 41 Beveſtigung des Kriegs/ 26 Bewandnuß der Teſtamentorum rum, 134 —ſſeeiner im ledigen Stand teſtirt, v Beweiſung/ Bezahlung ligender Gúteren/ wie die P muͤſſe/ 2 ---eneg Mutui, Bibliothecen/ an deren Sabung follen H die Toͤchteren ſattigen/ 151 -~=- darauff ſollen die Soͤhne ein ſonderbar haben/ 152 Bier⸗Haͤuſer 103 Blinde ſo nit reden köñen/ moͤgẽ nicht teſtiren/ 110 --~-~ fónnen nicht anderft alg Durch ein Të- ftamentum nuncupativum teſtiren/ 115 Bluts⸗Freundſchafft/ deren Berechnung in auff und abſteigender Linie/ 163 164 ---indet Collateral Linien/ 165 Blutſchand/ 130 Boden Zinß 41 44 Bona paraphernalia, 46 Bott/Gelter/ 38 Braut Geſchencke/ derſelben Collation, 149 Brieffliche Urkunden/ was darwieder zu a piren/ Bruͤder koͤnnen nicht neben einander als Gible ſitzen/ und S Schweſter Kinder erben neben des verſtorbenen Groß⸗Elteren in die Staͤmme/ 157 Bruft- Lohn/ 44 Buͤrgen und von deren Buͤrgſchafften/ 22 95 -~ Deren Recurs, A Buͤtgſchafft der Weiber/ Burgere doͤrffen niemand mit Kaufften Gerih ten/ 14 C KE Afe Hauf 103 Capitalien ſo abzuloͤſen/ 76 Caſſation eines Teſtaments/ wie ſolche ammufe hen/ 132 Cautio Cant Ch Citat Chau L e E a a E E T R Del at R i ii: g ny 1) ukk w io Regiſter. i Cautio Juratoria,>3~~`= weiteres erben mit den Kindern erten --de rato, ibid. Grads in die Staͤmme/ 147 Chambre mi partie, 12 Dilationen, 23.27 Citationen, 16 Dilatoriæ Exceptiones, Clauſula derogatoria des erſteren Teſtaments/ ſo ſelbige in dem anderen nicht revocirt wird/ 133 Codicillen von den Teſtamenten nicht under⸗ ſcheiden/ 142 Collateralen deren Succeſſion, 160 Collatio Bonorum, 149 Collectivo nomine beruffene Erben/ 125 Collocirung/ wie ſolche zu halten/ 44 Committirt Gut/ 43 Commodatum, was es ſeye/ 66 68 69 ~~---~ fol mit alem Sleif conſervirt mer- den/ 69 =--= þinderlegteg/ 43 ~~= wann es durch die Dienft-Botten in Schaden geraͤth/ 69 Communication der Klag/ 23 Compaſs- Brieff/ a7 32 Conductio, 89 Confirmation des Kauffs/ 4I Conſilia⸗Gelter/ 38 Conteſtatio litis, 26 Contra Actorem excipiren/ 25 Contract Wucherliche/ 64 ſollen auch nach dem Todt des Verleichers und Beſtaͤndners gehalten werden/ 91 PVogtbarer Perſonen/ 102 --~ der Kinder fo noch unter våtterlihen Gez walt feind/ ibid. —der Weibs Perſonen/ 103 Contrahenten vernachtheilter remedium, 84 —ſollen die Verwandten vom Zug abzuſchre⸗ cken/ den Kauff hoͤher nicht als er beſchehen anſetzen/ 87 --~©traff deren[o hierwider Handlen/ 88 Contumacia, Straffe deren ſo von derſelben ſich purgiren/ 17 Copia Schrifftlicher/ Klag und Antwort/ 22 Creditor, ſoll ſich mehr nicht als ș. oder 6. pro cento Zinß verſchreiben laſſen/ 67 Creditoren Recht/ nach abgenommenem ON zug/ 13 Declinatoria fori was es ſeye/ 25 Deponens, ſihe Hinderleger. Depoſitarius; deſſen Pflicht/ 70 Depoſitum iſt vorauß abzuſoͤndern/ 3 * wie es mit deme zu halten/ fo in einem be⸗ ſchloſſenen Kaſten ꝛe. dem Depoſitario eingehaͤndigt wird/ og * wie/ wañ das Siegel abgeriſſen twird/ 72 ſo einem Wuͤrth anvertrauet wird/ ibid. Deſcendenten, derſelben Succeſſion, 146 27 Diſpenſation der Zeugen halb/ bey Teſtamenten in Sterbenslaͤuffen und anderen Noht⸗ faͤhlen/ 1Iy Diſpoſitiones reciprocæ der Eheleuthen mågen widerruffen werden/ 119 Documenta ſchrifftliche/ 28 Doli exceptiones, 25 Donation, watin fie úber yoo. Ducaten/ 98 wann ſie moͤge revocirt werden/ und von wem/ 99 in fraudem Creditorum geſchehen/ mag gleichfahls widerruffen werden/ ibid. Donationes kraͤfftig und unkraͤfftige/ 96 =-= inter vivos, ibid. -= mortis caula, ) l 99` Wzwiſchen Eltern und Kindern/ wie ſolche geſchehen koͤnnen/ ſo fern ſolche dem ge⸗ meinen Gut und den Creditoren nicht præjudicirlich ſeyen/ 97 Donationes mortis cauſa, weme ſolche erlaubt zu machen/ mit was Freyheit und Kraft/ roo Donatoris Pflicht/ 96 Dritter und letſter Kauff ſoll durch den juͤngern Amptmann kund gemacht werden/ 41 Dublic, 19 E. Saabreden muß man vor vollzogener Ehe machen und feſt halten/ 120 --~- mågen durch ein Teftament auffgehebt werden/ und haben nach der Copula- tion ſtatt/ I21 Ehegatt/ was jedem gebuͤhre/ wann keine Eheab⸗ red vorhanden/ 118 was/ wann eine vorhanden/ 119 Ehegemaͤcht uͤberlebendes/ wie ſelbiges außzu⸗ weiſen/ 146 Eheleut worinn und welcher geſtalt ſie ſamt und ſonders teſtiren koͤnnen/ 118 moͤgen ihre diſpolitiones reciprocas wi⸗ derruffen/ 119 Ehemann kan ohne Conſens ſeiner Frauen kein ligend Stuck Gut verpfaͤnden/ 74 Ehni oder Ahna erben neben den Geſchwiſtrigen des Verſtorbenen in die Haͤupter/ 156 Eigenthums⸗Herꝛ darff ſein/ von einem Falliten angegriffenes Gut wiederum fordern/ wo er es betretten kan/ 43 Einfuͤhrung der Klag/ 4¹ Einheimiſche doͤrffen niemand mit kaufften Ge⸗ richten anfechten/ 14 Handſchulden/ 2 48 Einkind⸗ p a Ay Regiſter. inki í; í am fi lerlebt/ faͤllt Einkindſchafften/ wie ſie zu machen/ 122 Erben eingeſetzte/ wann ſie den Fahl i aa aa aoet derſelben/ und wann ſie ver⸗ Die Erbfhafit nicht auf den Subſtituirten, 127 loͤſchen/ 123¶ Collectivo nomine Beruffene/ 125 Einreden/ 25 wdelche koͤnnen eingeſetzt werden/ oder nicht/ wider der Zeugen Perſon/ ibid, ; 34 Eltern moͤgen diejenigen Kinder/ ſo ſich inſonder⸗ heit umb ſie verdient gemacht/ zum vor⸗ auß begaben/ 97. 151 gen/ 152 naͤheren Grads ſchlieſſen die/ ſo weiteren Grads ſind/ auß/ 174 andern oder weitern Grads/ und Geſchwi⸗ ſtrige erben in die Haͤupter/ 156 moͤgen die ligende Guͤtere/ ſo denen durch die Union angenommenen Kindern zus ſtaͤndig/ nicht veraͤuſſern oder beſchwaͤ⸗ ren/ 122 deren Geſchwiſtrige ſind bey Lebzeiten der GroßEltern nicht Erbfaͤhig/ 159 gemachter/ Recht/ ſo die unirten Kinder oh- ne Leibs⸗Erben abſterben/ 123 auß was Urſachen ſie ihre Kinder enterben moͤgen/ 129 Pflicht/ wann ſie die Enterbung vorneh⸗ men wollen/ 130 Fkoͤnnen ſolche wieder aufheben/ 131 wie und auß was Urſachen ſie von ihren Kin⸗ dern moͤgen enterbet werden/ ibid. Ende der Einkindſchafft/ 123 Enterbung der Kindern/ 129 Eder Eltern/ 131 Entlehnen/ ſuche Leihen/ 66.67 Entlehner eines Dings/ ſo gemeſſen/ gezehlt oder gewogen wird/ 67 deſſen Pflicht und Recht/ ibid. eines Commodati, 6869 Erb/ deffen Pflicht fo er einen AQum Hæredita= rium begangen/ oder den Berzúg nicht abgelegt/ 137 ſoll bey ſeinem Inventatio geſchuͤtzt werden/ ſo er die Erbſchafft cum beneficio In- ventarij antrittet/ 136 ſubſtituirter ſo Feiner vorhanden/ faͤllet die Erbſchaft auf die Erben ab inteſtato, 140 erſtbeſchwaͤrter/ mag allein die Quartam Trebellianicam abziehen/ 129 -nachgefetzter/ iſt deſſen nicht berechtiget/ ib. wann er von den Legaten den vierten Theil abziehen moͤge/ alat Erben einer Ehefrauen die/ nach dem ſie ſich des Beneficij renunciationis& ſeparationis * bedient/ vor dem Mann ſtirbt!// 137 ab inteſtato ſollen die Legata und fideicom- miffa bezahlen/ 140 die naͤchſten/ wer die ſeyen/ 128 wann ſie zu ihrer Kindern Erbſchaft gelane ſo deren zween oder mehr eingeſetzt ſind oh⸗ ne Erklaͤrung/ wie viel ein jeder erben ſolle/ 124 ſterben/ 125 des Locatoris oder Beſtaͤndners/ ſind ſchul⸗ dig nach deren Tod den Contract zu halten/ 9I ſtreitige/ uͤber einem in Nohtfaͤllen aufge⸗ richteten Teſtament, 116 Erbfaͤlle in der Eheberedung angedingte/ haben alsbald nach der Copulation ſtatt/ 122 Erbloſer Schuldnern Haab und Gut wie das zu verganten/ 40 Erbseinſetzung/ 123 rkraͤfftig/ wann der Teſtator den Erben ſchon nicht mit Namen nennt/ ie. 124 GGelilt/ 44 Erbs Maſſa uͤbrige/ wie ſolche under die Kinder zu theilen/ 146 Erbſchafft/ ſo ſie einer einmal angetretten oder repudürt, ſoll es dabey ſein Verbleibens haben/ 136 die nicht angetretten wird/ falt auf die Er- ben ab inteſtato, 140 =-- befhmwårte/ Pflicht deren fo fie anzutretten Bedencken tragen/ si-i wann jſolche zu ſequeſtriren/ 125. 133 welche treulich anbefohlen/ 17. >> ad pias caufas, 117 Lsgaten eingeſetzt T/ 143 wann niemand ſolche antrittet/ fallt fie dem gemeinen Fifco anheim/ ibid. Vaͤtterliche/ fo jemand dieſelbe repudirt, koͤnnen deſſen Kinder an ſeine ſtatt er⸗ ben/ 148 Ererbung deren/ ſo zumalen in aufſteigender und Collateral Linien Erben hinderlaſſen/ 155 Erlangte Recht in Falliments Sachen/$2 F Eroͤffnung der Zeugen Saag/ 33 »> wann nach derfelben weitere Zeugen zu ſtellen verbotten oder erlaubt/ 36 wann und auf was Beding/ die ſchon ver. hoͤrte Zeugen/ moͤgen zugelaſſen/ oder ſchrifftliche Inſtrumenta eingelegt wer⸗ den/ ibid. b ə eines Tetaments, und wem darzu fole ger botten werden/ 125 #= Der Urtheln 3h. 38 Eyictio, adi; 85 Excep⸗ wann einer oder mehr vor dem Teſtatore fallt auf die Erben ab inteſtato, wann nur rca i? er eg Regiſter. Exceptiones wider der Zeugen Perſon und Sag/ 2f. 34 3S. o~ wider eingelegte Inftrumenta, 35.36 s ø find verbotten vor beſchehenem Zeugen Verhoͤr fuͤrzubringen/ 21 „ wann ſolches erlaubt/ ibid. Execution der Urtheln/ 3 Executions Ampt/ ſo ſich einer deſſen waigert/ Ee ø» Reit/fo der Tefator Feine betimt/ ibid. Executores der letſten Willen/ 143 V ſwo deren mehr als einer/ 144 ø ø follen nach der Execution Rechnung ge⸗ ben/ ibid. Exempla wucherlicher Contracten, 64.65 Exhæredatio bona mente facta zu favor der Groß⸗ kindern/ 130 Eyd der Amptleuten/€ des Gant⸗Knechts/ 10 des Gerichts⸗Botten/ 8 ſdes Gerichts⸗Knechts/ 7 s o o 2©chreibers/ 5 e aa Subftituten, ibid. der Juden/ 62 der Richteren/ 4 des Schultheiſſen/ 2 des Statt Kaͤufflers/ 8 Boßheit zu vermeiden/ 24 fuͤr Gefehrten/ 6I der Zeugen/ 31 oll ihnen von ihrem Seelſorger genug⸗ ſam explicirt werden/ 37 „Formuln, 1 I. 24. JI. 61. 63 Eynwerffung der vor empfangenen Gútern/ 149 Falcidien/ derſelben Gerechtigkeit/ 141 wann ſie Verwuͤrcket werde/ 141.142 wann ſich der Erb derſelben nicht gebrau⸗ chen koͤnne/ 142 welche Legaten davon befreyet/ ibid. Fahrende Haab/ deren Angriff/ 40 PVergantung/ ibid. —ſo verſetzt ꝛc.; 45 Fahrens ſoll fih niht weigeren der Gant- Knecht/ i0 Fahrlaͤſſig ſollen Teſtamentarii nicht ſeyn/ 144 Falliments Ganten/ wie das an denſelben erloͤßte Gut unter die Oreditoren zu theilen/ 43 Fallit, was deſſen Weib ſoll hinauß gefolgt wer⸗ va fo Feldſtreitigkeiten/ 12 S a fein Gericht gehalten wird? 14 ---òarinnen Fan man Fauffte Gericht hal- ten/ 15 Fidei commiſs kraͤfftig/ wann auch der Teſtator den Fidei commiſſarium nicht mit Na⸗ men nennt/ 124 Fidei Commiſſaria Hæreditas, 127 Fidei Commiſſarii kͤnnen nicht Zeugen ſeyn/ 11 3 Fidei Commiſſarius erlangt alſobald nach des Teſtatoris Tod das Recht zu deſſen ver⸗ laſſenſchafft/ 127. 128 Fiſcus Obrigkeitlicher/ wie und wañ er Erbe/ 166 Fleiß eines Commodatarii. 69 Fluͤchtiger Schuldneren Haab/ wie die zu Ver⸗ ganten/ 4⁰ Forderung unzimlicher Verehrungen/ 64 Form der Eheberedungen 121 der Schenckungen von Todes wegen/ 100 -eines Teſtamenti ad Pias caufas, 117 gemeiner Nachſetzung der Erben/ 126 wie die Diſpoſitiones Mutuæ zu revoci- ren/ 119 Formuln der Teſtamenten und anderer letſten Willen/ ꝛc. IIE Erſte/ wann der Teſtator ſeinen letſten Willen vor Gericht eroͤffnet/ 11t Zweyte/ wann er denſelbigen ſchrifftlich und verſchloſſen vor Gericht einlegt/ rar Dritte/ wann er ſich eines Notarii bedie⸗ t , net/ ibid. Vierte Teſtamentum nuncupativului ge⸗ nannt/ 113 Fortſetzung der Appellation, s9 Grauen Gut; fo nicht in die Gemeinſchafft der e Guͤteren kommen/ 42 Frauens⸗Perſonen koͤnnen bey einem Teltament ad pias canfas fúr Zeugen palliren/ 117 Fremde koͤnnen ihre mit kaufften Gerichten an⸗ gefangene Rechts⸗Haͤndel mit ordinari Wochen Gerichten außfuͤhren/ 15 onnen keine ligende Guͤterkauffen/ 42. 78 Fremde Handſchulden/ 48 Freyheit deren ſo ad pias cauſas teſtiren/ 1 17 derjenigen Weibs⸗Perſonen/ ſo mit Handthierungen umbgehen/ 104 des Donatoris beh den Schenckungen von Todes wegen/ 100 Freywillige Ganten/ 42 Fuͤnffer⸗Amt/ was darfuͤr gehoͤre/ I2 Fuͤrnehmung eines Vatter Mords/ 129. 132 Fuͤrſprech/ 19 G Baaben ſo unter Lebenden geſchehen/ 96 ꝛc. von Todes wegen/ 99 Ganten freywillige/ 42 Gerichtliche/ 40. 41. 42 Gant⸗Koͤſten/ 44 Pannen Außſchreib⸗und Vertragung derſel⸗ en/ I Gant⸗Knecht/ deſſen Amt und Eyd/ te Gaſt⸗Gericht/ e 5 s” r T4 Gebaͤuen halb Aer Streitigkeitenl/ 12 3 Gebott Regiſter. Gebott/ deren ſollen vor der Execution drey y gelegt werden/ Geborgte Waar mag nicht vorauß abgeſondert werden/ 43 Gefaͤngnuß in ein ewiges Condemnirte/ moͤgen nicht zu erben eingeſetzt werden/ 126 Gefahr iſt des Glaͤubigers/ wann der Schuldner ein ihm in Handen gelaſſenes Pfand ent⸗ aͤuſert/ 45 in der Buͤrgſchafft beſorgende/ 96 Gegen Fragſtuͤck/ wann ſie den Zeugen muͤſſen vorgeleſen werden/ 3I Geliehenes Gut/ 47 Gemeiner Name/ ſo ein Teſtator etwas darun⸗ der legirt/ 139 Gemein Gut/ 46 =->- a faͤllt das von niemand alhetretke⸗ e Erb heim/ 143 --~-~ wie a wann es Erbe/ 166 einer die Mittel und der andere die Muͤhe beytraͤgt/ 92 =-=-- find fúr einander bd vabana — ſollen ihre Vergleichungen ſteiff und feſt halten/< Gemeinſchafft der Guͤteren/ General Hypothecen den Handſchulden ilag geachtet/ 97 Gerechtigkeit der Falcidien/ 141 Gericht/ Vide Statt Gericht/ 1 Gerichts Bott/ deſſen Amt und Eyd/ 8 Gerichts⸗berien/ 14 Gerichts Knecht/ defſen Amt und Eyd/ 7 Amt in Anſehung der Fuͤrbotten/ 15 Gerichts: Koͤſten/ 38 Gerichtliche Dilationen/ 23 Gerichtſchreiber/ deſſen Amt und Eyd y. 18.32 Gerichtſchreibers Subſtitut, deſſen Amt und End/ ibid. Gerichtstäͤge/ wañ die follen gehalten werden/ 13 Gerichts⸗Zwang/ 11 Fremdem unterworfene Zeugen/ 22 Geſellſchafft aller oder etlicher Guͤteren/ 92 Geſcheid/ was darvor ſoll außgemacht AA den/ Geſcheidene Perſonen/ Abtheilung libet Guͤter zwiſchen denenſelben/ 106 Geſchwiſtrige/ deren Kinderen iſt allein das jus repræſentationis vergont/ I6I 162 - Erben in die Håupter neben den Groß⸗ Elteren/ 151 156 neben Ehni und Ahna/ 1576 -~~~ neben Eiteren anderen und weites ren Grads/ ibid. Erben in Mangel der Aſdendenten/ 160 der Elteren/ bey Lebzeiten der Groß⸗Elteren nicht Erbfaͤhig/ 159 —— Geſchwiſtrigen verſtorbener Kinder erben in die Staͤmme/ 156 157 2l- in Mangel der Afcendenten/ 160 — ſchlieſſen alle Verwandte in weiterem Grad auß/ 160 161 Geſchwiſtrigte Kinder/ wanñn ſie allein ſind/ er⸗ ben ihre verſtorbene Oncles und Tantes in die Haͤupter/ 162 Geſind⸗Lohn/ 44 Gnúer ihrer Haab/ und Guͤteren/ 104 ͤkoͤnnen nicht teſtiren/ 110 Gewalt/ 18 weme Er auff ſich zu nehmen verbotten/ ib. w wann Er auffgehebt werde/ 9$ Gewalthaber/ 17 -~-- aufferhalb Gerichts erlaubt 94 o Deren Pflicht gegen ihre Principa- len/ ibid. Gewehr/ u Glaub unchriſtlicher/ Glaͤubiger/ deſſen Recht/ wann der Schuloner das verpfaͤndte Gut ohn außkuͤndung verkaufft/ 74 s o Fanfein Unterſpand nicht eygenes Gewalts angreifen; ibid. s ſoll den Hauptſchuldner vor dem gen ſuchen/ Glaͤubigere/ wann fie die Abſoͤnderung berai ter begehren koͤnnen/ im Spittal koͤnnen nicht st ren/ IIO Gotts- Pfenning foi in der Sonderſiechen zu S Jacob Buͤchſen gehoͤrig/ Gradus Pa Bluts⸗Verwandſchafft/ wie ſie zu ber rechnen/ 163 ꝛc. Groß⸗Elteren erben neben den Geſchwiſttigen des verſtorbenen in die Háupter/ 155.156 in gleicher und ungleicher Zahl/ wie ſie ihre Groß⸗Kinder erben/ 152.153 Guͤlten Angriff derſelben/ b Gut abgeſoͤndertes/ Straff deſſen ſo es nicht oefån dig/ „„ ligend/ Verordnung/ wann es einem Srem den erbsweiſe zufaͤllt/ 78 Guͤter auff welche das Zugrecht der Verwandten zu reſtringiren/ z ligende/ derſelben Angriff/ „„gRecht/ bey Kauff und Verkauf⸗ fung derſelben/ 79 - o» ø moͤgen nicht an Fremde gelan⸗ gen/ 78 ø ø Yerpfándetey werden durch Bezahlung Cas pitals und intereſſe frey/ 73 welche dem Zugrecht nicht unterworffen/ S welche moͤgen Verkaufft werden/ k zeitli⸗ * ĝ hhh, VAID E2 inp 5 soh 9 A 7) Py mu r A 7 W" y n Regiſter. „ zeitliche/ wie die zwiſchen geſcheidenen Hypothecen, 72 Perſonen abzutheilen/ 106> e s Deg Locatoris, 91 : JS Diem addictio, J 81 KAn fahrende/ Recht deſſen deme ſolche ver⸗ I Iajurĩ Håndel/ 11. 57. 58 pfaͤndet/ 72 nſinuation Gerichtliche einer Gaab/ in was Fál- Recht bey Kauff und Verkauffung len ſie noͤthig/ 98 derſelben/ 79 Inſtrument ſchrifftliche und darwider gethanekx⸗ * wie er ſich wegen ſelbiger zu præca⸗ ceptiones, 35 viren/ 7% koͤnnen vor und nach Eroͤffnung der Zeu- ø v hinderlegt und zu Treuen Handen gegebe⸗ gen Gaag eingelegt werden, 36 ne/ 70 Inſtrumentum publicum, darein ein Teſt. nunc. Haab und Gut verdorbener Schuldneren wie es ſoll verfaßt werden/ zu Verganten/ 40 2ͤwem es confiſcirt/ kan nicht teſtiren/ 111 Hareditas fidei Commiſſaria, 127 Haͤndel zweiffelhafftige/ 38 Handlung der Weibs Perſonen/ 103 Handlungen ſollen die Richter vor Abfaſſung des Urtheils zum fleißigſten erwegen/ 38 Pororaa 28 andſchulden/ 45 Fe Einheimiſche/ 48 Fremde/ ibid. Handwercks Sachen/ 12 Haupt Erb/ deſſen Pflicht gegen dem Fideicom- miſſario, 115. 127 -~-= fou fich durch den Eyd purgiren/ wann er dem bideicommiſſario nicht geſtehet/ 1 15 Haußfrau eines verruffenen Prodigi, deren Recht 107 Haußhalter unnuͤtze/ 104 Haußraht/ was darunder zu verſtehen/ 139 Haußzinh 44 Heuraht Guͤter bey der Theilung zu 14 ==. Deren Collation, 149 -~-~- fo die Groftinderauf ihrer Grofel tern Erbſchafft einen Verzuͤg gethan/ ibid. Heurahts⸗Pacten/ I20 iC. inderleger/ deſſen Recht/ 71 u: akih A das Gut verånderet oder entaͤuſſert/ 70 von weme er ſein Gut nach des Depoſita⸗ rij Tod fordern koͤnne/ 7I --= twann er fein Depofitum wieder forderen koͤnne/ ibid. wann ihme daſſelbe koͤnne vorenthalten werden/ ibid. inderlegtes Gut/ 47.70.71 el a Bott/ deme ſoll das auffgeruffene Stuck gelaſſen werden/ 4I ;ſoll durch den Schultheiſſen umb Con firmation des Kauffs fragen/ ibid. Hochzeitkoͤſten/ derſelben Collation, 149 11 Intereſſe, Privilegium deren/ ſo auf gewiſſe Zet ohne Intereſſe leihen/ 68 Intervalla dilucida der Tobſichtigen/ 110 Inventarium, wie es ſolle bezogen werden/ 135 =-= dabep foll ein Erb geſchützt werden/ ſo er die Erbſchafft cum beneficio Inventarij antrittet/ 136 Inventir Koͤſten/ 44 Juden Eyd/ 62 Juriſdiction, II Juramentum malitig, 23.24 2 z# Calumnig, 6r öJIurare ad videndum& audiendum, 30 Jus repræſentationis faͤllt allein auf Bruder oder Schweſter Kinder/ 158. 161. 162 Jus retractus, 85 K. Kp Arren wann er moͤge erlaubt werden/ 39 Kauff Contract worauff ſie beruhen/ 77 Kauffhauß⸗Herren/ was vor ſie gehoͤre/ 12 Kauffs Vollziehung/ 77 Kaufft Gericht/ 14 Kauffmanns Sachen/ wann dergleichen vor Ge⸗ richt kommen/ mag fich der Richter bep as Sachen Verſtaͤndigen Rahts erho⸗ en/ 8 Kauff umb Gelt geſchloſſen/ mag auf Bewili⸗ gung des Verkaͤuffers mit anderem Werth beſchehen/ 7: Kauff⸗ſchilling/ wann er ſolle oflerirt oder erſta tet werden/ 78 mehreren Vorbehalt/ gI „wohin er ſolle gelegt werden/ 42 Kaͤuffers Pflicht/ 41. 42 = s wañer den Verkaͤuffer zu lang aufhált/zg deffen Pflickz and Recht bep einem pacto commiſſat, c| 81 Kaͤuffleriñen/ mit denen ſolle man ſich nicht ein⸗ laſſen/ 78 Kerff⸗Zedul und Hoͤlzer/ 29 Kind Regiſter. Kind iſt nicht ſchuldig die vaͤtterlichen Verehrun⸗ gen zu conferiren/ 150 Kinder koͤnnen ohne Vorwiſſen der Eltern oder E. E. kleinen Rahts nicht teſtiren/ 110 ſunirte, derſelben Recht/ 122 = fo fich umb die Eltern inſonderheit verdient gemacht/ moͤgen von ihnen zum Vorauß begabt werden/ 97.151 ſ der verſtorbenen Geſchwiſtrigen/ erben ne⸗ ben deren Groß ⸗Eltern in die Staͤm̃e/ 157 ſ der Geſchwiſtrigen ſchlieſſen alle Verwand⸗ ten in weiterem Grad auß/ 160. 161. < auf die allein fållt dag jus repræſentatio⸗ nis, 160 < Gefhmwiftrigte/ erben) mann fie allein find ihre verftorbene Oncles und Tantes in die Haͤupter/ 162 ſo noch unter vaͤtterlichem Gewalt/ haben nicht Macht zu contrahiren/ 102 ⸗ſind nicht ſchuldig die unter Vaͤtterlichem Gewalt gemachte Schulden zu bezah⸗ len/ 103 eines verruffenen Prodigi, Recht derſelben/ a a a a x A % w a 105 „ uneheliche/ moͤgen nicht zu Erben eingeſetzt werden/ 126 auß was Urſachen ſie ihre Eltern enterben können/ 131 Gut/ 46 „à welches von des balliten Vermoͤgen vor⸗ auß abzuſoͤndern/ 43 „s auß Mutterleib geſchnittene erben/ 148 Kindskinder erben mit den Kindern erſten Grads a in die Staͤmme/ 147 „s erben in die Staͤmme/ ob gleich keine Kin⸗ der erſten Grads vorhanden/ ibid. Klag und Antwort/ wie ſie einzubringen/ 19 „ kan der Klaͤger durch Kundſchaft erwei⸗ ſen/ 30 „„ ſchriftliche/ wo ſie zu verwahren/ 22 Klaͤger deſſen Recht in Injurien Sachen s8 Kleyder und Kleynodien/ 140. IfI Kornhauſes Streitigkeiten/ 12 „ Inſpectores, ibid. Koͤſten/ 38 Krafft eines Teſtamenti ad pias cauſas, 117 der Eheabreden/ Li Kranckheit unverſehene/ an End und Orten/ da wenig Leuth find/ wie dabey zu teſtiren/ 116 Kriegs⸗Befeſtigung/ 26.33 Kundſchafften/ wann fie fúr publicirt zu hal- ten/ 8 wann ſie vor der Litis conteſtatione gen aufgenommen werden/ ibid. „ deslaͤgers/ wañ ſie ihre kraft verlieren /; des Beklagten bleiben im̃er in Kraͤften/ ibi Kundſchafft Gelter/ 38 £, Adung/ 1 VDeeben uͤppiges/ i Lediger Stand/ ſo einer darinn teſtirt/ 134 Legat hat Krafft/ obgleich der Legatarius nicht mit Namen genennet wird/ 124 Legata, 137.138, 139.140.141. -- weme der Teftator verfthaffen Eónne/ 137 - und Fideicommiffa in welchem fie Fahl bep unguͤltigen Teſtamenten guͤltig/ 133 bep einem ad pias cauſas aufgerichteten Te⸗ ſtament ſollen verſchafft werden/ 118 ad pias cauſas, 117 welche Verordnung fuͤ ſolche zu halten/ 118 ſollen auch bey krafftloſen Teſtamenten verſchafft werden/ 117 ;ꝑpursẽè verſchaffte/ 138 p ſo nicht purè verſchafft/ ibid. --~ fo auf des Erben Zod einem anderen ver- ordnet/ ibid. ſollen alsbald nach den funetaliis uñ Schul⸗ den des Teſtatoris entrichtet werden/ 140 Legatarij koͤnnen ſich nicht fúr Zeugen gebrau⸗ chen laſſen/ I : 13 Legatarius, wann er Abſönderung der Guͤtern be⸗ gehren koͤnne/ fo Lehen Zinß/ 44 Lehrgelt/ 48 Leibs Angehorden/ 140. 15 1 Leichtfertiges Leben wider der Eltern Willen/ 130 Leihen/ Mutuum, 66. 67 Commodatum, 66. 68. 69 Locatio genannt/ 67.89 Lelher kan fuͤr ſein gelihen Gut ohne des Entleh⸗ ners Willen nicht Gelt fordern/ 68 eines Com̃odati, deſſen Pflicht und Recht/ 9 Leſens Unerfahrene/ koͤnnen ihren letſten Willen nicht anderſt dann durch ein Teſtamen- tum nuncupativum anordnen/ 115 Letſte Willen mag man ohne Solennitæten ge⸗ meiner Rechten auffrichten/ 108 jedoch iſt ſelbiges auch mit dieſen Solenni⸗ tæten erlaubt/ 109 ſollen vollzogen werden/ 123 ~- derſelben Executores, 143 Lex commiſſoria, 80.81 Libelliren verbotten/ 19 Lid⸗Lohn/ 44 Ligender Gúter Angriff/ L Ae -~- Bergantung 41 sinienzabsund aufffteigender Succeffion, 152-1, Liquide mit dem illiquiden nit zu confundi- 68 ren/ Literæ requiſitoriales, 32 Litigant muthwilliger/ deſſen Straff T13 Litis pendentiæ exceptio, 25 Litis Jitis€ jocat Local No Regiſter. Litis conteſtatio, 26.33 Ordnung der Collocation, 44 Locatio,' 67.89.-- Derin der dritten Claf begriffenen Shul- Locatoris Unterpfand/ 9I den/ 47 drr in der vierten Claß gehoͤrigen Schul⸗ M. den/ 48 der einheimiſchen Handſchulden/ ibid. Msora gelten in ſtreitigen Sachen/ 2 Original Brieff vor Gericht eingelegte/ ſollen den Mandata Obrigkeitliche/ 19 Partheyen unverſehrt reltituirt werden/ 28 Marckt⸗Streitigkeiten/ 12 Mehr geben/ was es heiſſe/ 83 P. Memorialien/ wohin ſie geluͤffert werden ſollen/ 19 Metus exceptiones, 25 Acti de non petendo Except. 2f Mieth der Haͤuſern und Guͤtern/ 89 pactum Commiſſorium, 80.81 zu Milden Sachen verordnetes Gut/ ſo den Fal- Retrovendendi, 93 liten außzutheilen uͤberlaſſen/ 48 Paarſchaft des verfaͤllten Theils/ wann ſie anzu⸗ Mittel wider allzulange Auffhaltung und beſor⸗ greiffen/ 39 gende Gefahr in der Buͤrgſchaft/ 96 Partheyen/ deren Pflicht/ 20 Mobilien/ 139- betreffend die Fúrbott/ 1y Muthwilliger Litigant, 13bey Einfuͤhrung der Klag/ 22 Muͤntz/ wer ſchlechte geb und beſſere fordere/ 67 fFremder Vertagungen/ 16 Mutter Kleyder gehoͤren den Toͤchtern zu/ 15) Paſteten/Haͤuſer/ 103 Mutuæ diſpoſitiones der Eheleuthen moͤgen wi⸗ Peremtoriæ exceptiones, 25 derruffen werden/ 119 Peremtorie citiren/ 16 Mutuum, was es ſeye/ 66. 67 Perſonen/ denen zu teſtir n zugelaſſen oder nicht/ 109 N. ſo zu erben koͤñen eingeſetzt werdẽ/ 12. 126 Vogtbarer Contracte/ 102 Hochſesung der Erben/ erlaubt/ 126 denen nicht kan fuͤrgebotten werden/ 16 MNaäͤher⸗Geltungs Recht/ 85 ñſſo in Rechten nicht zugelaſſen/ 21 Naͤchſter/ das Wott/ von weme es in den Ehe⸗ ſo ſich in Falliments Sachen deß Außtra⸗ Pactis zu verſtehen/ 121 gens ſuſpect gemacht/ ſollen durch den Naͤchſte im Grad erben bey Abgang derGeſchwi⸗ Gerichtſchreiber beeydigt werden/ 50 ſtrigen und dero Kinder/ 163 Peſtzeiten/ Form der darinn aufrichtenden Teka- Noht⸗Erben/ wer hat/ kan nicht teſtiren/ 109 wer keine hat/ kan uͤber all ſein Haab ad pias caufas teftiren/ 117 Notarien/ welche dazu follen angenommen wer- den/ 147 Straff deren/ ſo ſich zu wucherlichen Con- tracten gebrauchen laſſen P/ 66 deren Pflicht bey Auffrichtung eines Te- ſtaments nach Form Kayſerlicher Rech⸗ ten/ 109 Straf/ fo ſie darwider handlen/ ibid. deren Pflicht bey den Teſtamentis reci- procis, 120 ;ſSͤtraff ſo ſie ſich im Fragen unfleißig er⸗ zeigen/ ibid. Notarius ſoll das Teſtamentum nuncupativum in ein Inſtrumentum publicum verfaf ſen/ 114 =-~ Defen fhlecte experiegz verurfaht ger faͤhrliche Ny 145 Bligationes, deren Angrif/ 40 O Ordnung fibe Ampt. menten/ 116 Pfaͤnder/ foll der Creditor ohne Conſens des Verſetzers nicht gebrauchen/ 73 beſtimmte/ wer ſie auf geſetzten Termin ei⸗ genthumlich behalten wolle/ 67 Pfaͤndung/ wann ſie moͤge vorgenommen wer⸗ den/ 39 Pferd⸗Haͤndel/ 12 Pferd- Bergantung/ 42 Pfleg- Köften/ 44 Pflicht der Advocaten/ 20.21 der Aemptern bey denen Collocationen/ 43 des Anſprechers die Verjaͤhrung zu verhuͤ⸗ ten/ 97 der Aſſocirten/ 93 der Contrahenten/ 87 -=- Der Erben einer Ehefrauen fo vor dem Mañ ſtirbt/ nachdem ſie ſich deg beneficij re- nunciationis& ſeparationis bedient/ 137 des Erben/ ſo einen Actum Hæreditarium begangen/ oder den Verzuͤg nicht abge⸗ legt/ ibid. 3 l Pflich Regiſter. Pflicht der Pa ie gegen die Fideicom- miffarios, 115.127 —des Kaͤuffers und Verkaͤuffers bey einem pacto comimiſſorio, gI —des Klaͤgers und Beklagten bey der Litis conteſtation, Z der Notarien/ 45 der Notarien bey Auffrichtung eines Tela. ments nach Form Kayſerlicher Rech⸗ ten/ 109 bey den Teſtamentis reciprocis, 120 der Partheyen/ 20 der Richtern/ ſo ein Urtheil revidirt wird/ * des Producenten/ = ae o im Nahmen Außlaͤndiſcher tiar -> peren fa fib nicht chuldig halten denKaufß ſchilling in Statt⸗Wexel zu liefern/ 42 deren/ ſo unvermeidlicher Hindernuſſen hal⸗ ben ihre Forderungen zu rechter Zeit nicht gethan/ 56 deren/ ſo ſich des Remedij Reviſionis ng dienen/ 60. 61 ø-deren fð ein verpfaͤndt Gut weiter verpfaͤn⸗ den/ 7 deren/ I Teſtamenten/ Codicillen oder Kia dere Schrifften in Verwahrung nehmen /o ø+. Deren ſo ein nicht hinder dem Teſtatore ge⸗ fundenes Teſtament, als Poena ten/ 33 +» deren, fo eine beſchwaͤrte Erbſchafft dik tretten Bedencken tragen/ I-} der Teſtamentariorum, s deſſen/ deme ſein ligend Unterpfand zu e. den geſtellt wird/ 73 o’ eines Appellanten/$.60. „ eines Beſtaͤnders/ 89 „ eines Commodatarij, 69 „„ deſſen ſo deme geliehen/ Pe „ eines Depoſitarij, < s eines E ein freftndespfanb ein febet/ ø s eines Zúgers /9der Retrahenten/ 33 Pignora,$ Poſſeſſor malæ fidei; Poſthumi under die Heſcendenten gerecbnet/ 48 Precautiones eines Teſtatoris, der ein Teſtamen- tum nuncupativum aufzurichten vorhat/ 114 Privilegirte Teſtamenta ad pias caufas, 116 Probation j 29 Probatorial Articul; 30 Proceſſe, ſo auß Mangel genugſamer experienz der Notarien erwachſen/ 145 Prodigi, wie mit ihnen zu procediren/ z Producent, deſſen Pflicht/ s” darff nicht wider ſeiner eigenen Beugen Perſon exeipiren/ 27 „„wohl aber wider deren Saag/ ibid. Produèeirung des Rotuli, 39 Proloagation des Termins, 136 z ø wer diefe begehrt/ foll fich in Termino vor E. E. kleinen Raht anmelden/ ibid. Prorogation Deg Termins bey Gerichtlichen Di- lationen/ 23 Proſequirung der Appellation, s9 Publication eineg Tekaments, wann fie vorzu⸗ nehmen/ 125 purè verſchafte Legata pe es damit zu haltẽ/ 138 fat Quarta Trebellianica; 127:129 R: RLianen- Buch/ 93 Recht der Creditoren nach abgenommenem Verzuͤg/ 136 des Glaͤubigers/ wann der Schuldner das ihm verſetzte Gut ohn A"T faufft/ »/ Deme fein zu handen geſtelles iin terpfand ohne feine Schuld in Abgang kommen/ 73 des Kaͤuffers und Verkaͤuffers bey enem Pacto commiſſorio, 81 des Klaͤgers und Beklagten in Injuri⸗Sa⸗ chen/ 78 ». deffen fo einem Commodatatio gelihen/69 der Haußfrauen und Kindern eines verruf⸗ fenen Prodigi, 105 der unirten Kindern/ 122 des Zahlers gegen ſeine Mitbuͤrgen/ 95 eines Commodatarij, 69 eines Glaͤubigers/ ſo ab dem ihm inſonder⸗ beit verſchriebenen ligenden Gut nicht voͤllig bezahlt werden koͤnnen/ 45. 46 wann einer oder mehr Mitbuͤrgen ihr An⸗ aava theil nicht zu bezahlen haben/ 9f # wann ein Commodatum dureh die Dienſt⸗ botten in Schaden geraͤht/ 69 wann der ballit ein fremd Gut ohne Bors wiſſen des Eigenthumbs Herren m griffen/ ꝛc. wann der Verkaͤuffer das verkaufte Sit vor der Ubergab noch einmal verkauft/ 79 wann mehrere Buͤrgen ſind/ die zu bezah⸗ len haben/ 95 Rechtliches Zugrecht/ 86 erſte Gattung bey Verkauffung eines ges meinen Guts/ ibid. zweyte Gattung/ wann ein ligend Stuck Gut an einen fremden verkauft wird/ ib. „„ ritte GR Zugrecht der Verwand⸗ ibid. ten/ Rechtſatz/ wie er zu formiren/ a$ Rechts⸗ w K Rece Reci Reci Reci Fii Reg Re J n i gi => a ndr) SAN inii a O Rechtsgelehrte Advocaten/ 19 Richtere/ wer ſie ſeyen/ RechtsTaͤge/ wañ ſie ſollen gehalten werden/ rty— wie es jie Abtritt zu halten/ 2 Recepifſe der Oitationen halb/ e 16 wie viel an dem Statt Gericht beydes der Reciprocæ diſpoſitiones der Eheleuten moͤgen w⸗ Mehreren und Minderen Statt ſitzen/ xr derruffen werden/ 119—alte/ ſollen außmachen/ was unter ihnen zu Recurs der Buͤrgen/ 96 Recht erkandt worden ibid; Recuſationis exceptiones, 2 Richtige mit dem Unrichtigen nicht zu confundi- Red⸗Gelter/ 38 ren/ 68 Regreſs eines femden Creditoren/ ſo mit den Un⸗ Rotulus,darein der Zengen Saag zu inſeriren/ 32 ſern nicht concurrirt/ 136=-‘= Termin, wann felbiger zu produciren/ 33 Regulæ, wie die Oradus der Blutsfreundſcheſſt— wo derſelbe zu verwahren/ ibid. zu berechnen/ 164. 165 Rei judicatæ Except. 2y©, mae auf ewig/ koͤnnen nicht teſtiren/ 110 Remedium Reviſionis, 60 Achen zugeſtellte/ ſo keine Ve ſind/ .vernachtheilter Contrahenten/ 84 iaa ai Wekries u Relig=~ 1 Schade ſo ſich mit der entlehnten Sach zutraͤgt/ Repræſentationis jus, 158. 161. 152 iſt des Entlehners/ 68 Reprobatorij teſtes probatoriorum, 36 Schadloshaltung/ 85 reprobatoriorum, ibid. Schenckungen under Lebenden/ 96 Repudiation einer Erbſchafft/ 134. ꝛc.⸗rvon Todes wegen/ 99 Requiſitoriales literæ, 32 ſind allein in denen Faͤhlen erlaubt/ da ei⸗ Reſtitution eines Commodati, 70 ner Teſtament ꝛc. zu machen befuͤgt Retrahent, deſſen Pflicht/ 87 iſt/ 100 mit was Beding ihme der Zug ſolle zuer⸗ von Todes wegen/ wañ ſie kraͤfftige Wuͤr⸗ kandt werden/ 28 ckung haben oder verlieren/ ibid. Reviſion erlaubt/ 12.56 Schlaͤge fůrſetzliche/ der Kinder gegen die Elte⸗ abgeſtrickt/ 17 ken/ 129 wer dabey neue Documenta einbringt/ ſoll wieder fúr Gericht gewieſen werden/ 61 Reviſores muͤſſen auß dem alten Raht erwehlt werden/ 60 Richter/ deſſen Pflicht bey Eroͤffnung der Zeugen aag/ 33 bey Abfaſſung und Eroͤffnung der Urtheilen/ 37/38 a- Fan den Befehluf refcindiven/ 37 und nach demſelben weitere Erkundigung von Ampts wegen vornehmen/ ibid. Qſoll einen Termin zu producirung des Ro- tuli anſetzen/ 33 drr erſte ſoll in Abweſenheit des Schult⸗ heiſſen den Stab fuͤhren/ 2 der dritte/ wann er im Folgen langſam verfahren ſolle/ 4i Richtere/ deren Ampt/ wann wucherliche Con- tracta fuͤr ſie gebracht werden/ 65 Ordnung und Eyd/ 4 „ Pflicht/ wann ein Urtheil revidirt wird/ 6i moͤgen in zweiffelhafften Faͤllen ſich bey Rechtsgelehrten und andern Rahts er⸗ holen/ 37-38 follen die majora gelten laffens 2 in einer Sach wenigſtens ſiben ſitzen/ a welche nicht neben einander ſitzen koͤnen/ 2 + f Schmach und Iajuri Haͤndel/ IÏ ſtchwaͤre/ ſo Kinder ihreneEltern anthun/ 29 Schmaͤcheren halßſtarriger Straff/ 58 Schreib⸗Tax von den Rechtſaͤtzen/ 38 Schrifftliche Inſtrument, was man darwider könne excipiren/ 35 Schuld⸗Buͤcher/ 28 Schultheiſſen Ordnung und Eyd/ 2 >= Ampt in Anfehung derén/ fo im Rechten unfaͤhig/ 21 TAàmyt/ wann wucherliche Paca füͤr ihne ge⸗ bracht werden; 6f ARAR einer ſoll dem andern die Hand bie⸗ en 2 was er mit Darraͤichung der Hand dem Kaͤuffer aufferlegen ſolle/ 42 Schuldherren/ wann ihnen bey Auflegung ihret Buͤchern der Eyd in Wprleänbieün zu præſtiren oblige/ 29 Schuldner des verfaͤlten Debitoren/ wann ſie moͤgen angegriffen werden/ 40 Schuldneren verdorbener Haab und Gut/ wie das vergantet werden ſolle/ ibid. Schuldſachen uͤber und under zehen Pfund/ ri Schuldthurn/ wann der verfaͤllte Hebitor darein jt legen) i 40 Schwaͤher und Tochtermann koͤnnen nicht neben „einander nle Richter figen 2 8 2 Seque- Regiſter. Sequeſtriren/ D 54 Siben Richter ſollen wenigſtens in einer Sach ſitzen/ 2 Societæt, 92.93. Sohn kan nicht neben dem Vatter als Richter ſitzen/ 2 Solennitæten Kayſerl. Rechten bey Teſtamenten unnoͤthig/ 108 * welche bey Verſchaffung der Legaten zu beobachten/ 137 Sparhaͤfen ſollen unter Soͤhn und Toͤchtern zu⸗ gleich getheilt werden/ Işi Special Hypothec oder Unterpfand; Recht deren ſo ſolche durch ein authentiſche Handſchrift bedingt/ und doch nicht voͤllig darab be⸗ zahlt werden/ N Stall⸗Am̃t/ was fuͤr Haͤndel darfuͤr gehoͤren/ 12 Statt und Land auf ewig Verwieſene kan man nicht zu Erben einſetzen/ 126 Gericht/ wann es eingefuͤhrt wird/ der Mehreren Statt/ beſtehet auß ei⸗ nem Schultheiß und 12. Richtern/ ibid. der Minderen Statt aber/ auß einem Schultheiß und 9. Richtern/ ibid. Statt Gerichts Aempter ſollen bey Den Colloca tionen Achtung geben/ ob einige Verhal⸗ tung vorgegangen/ 75 ſollen den naͤchſten Erben ab inteſtato zu Eroͤffnung des Teſtaments bieten/ 12 ͤ„ ſind einer nicht angetrettenen Erbſchafft verordnete Curatores, 140 Statt⸗Kaͤufflers Ordnung und Eyd/ 8 Sterbenslaͤuffe/ Form der darinn auffrichtenden Teſtamenten/ 116 Stillſchweigende Underpfaͤnder/ 46 Straff/ wegen heimlichen Widerruffs einer Di- ſpoſitionis reciprocæ, 119 der Notarien/ 109 der Notarien/ ſo ſich bey Auffrichtung eines Teſtamenti reciproci im Fragen unfleiſ⸗ ſig erzeigen/ 120 muthwilliger Litiganten und Troͤlern/ 13 außbleibender Klaͤgeren/ 17 ungehorſamer Partheyen/ ibid. deren fo ibre Handſchrifft laͤugnen/ 28 der Kaͤufferen/ o die Bezahlung eines ver⸗ ganteten Guts nicht zu rechter Zeit er⸗ legen/ 42 der Fremden und Auffenthalteren/ ſo ligen⸗ de Guͤteꝛ ohne Obrigkeitliche Petmiffion uay w kauffen/ ibid. deren/ ſo den Weiſungs Eyd nicht praſti⸗ Tren wollen/ fI liederlich und muthwilliger/ wie auch un⸗ befuͤgter Arreſtanten/ 53.54 halßſtarriger Schmaͤheren/ T Straff der Deſertoren/ apr 60 deren/ ſo bey Reviſion eines Urthels umb weitere prolongation des Termins der zehen Tagen anhalten/ 61 2. Deren, fo fich wucherlicher Contracten be⸗ dienen/ 65 „der Notarien/ ſo ſich darzu gebrauchen laſ⸗ ſen/ 66 o defjen/ fo ein in geoffer Noth zu ihm ges floͤchtet Gut nicht geſtaͤndig/ 72 ⸗deren/ ſo verhalten/ 75 ø dDerZúgern/ ſo/ wider ihren Eyd/ das gezo⸗ gene jemand anders zuſtellen/ 89 5deren/ ſo den under Vaͤtterlichem Gewalt ſtehenden Kindern etwas abnem̃en/ 102 o« oder ohne ihres Vatters Bewilligung- etwas borgen/ 103 Streiigkeit wegen der Collocation entſtehende/ 5 149 Stum̃/ ſo Schreibens unerfahren/ koͤnnen nicht teſtiren/ 110 Subſtitutio vulgaris, 126 Succeſſion der Aſcendenten/ 152 „„»der Deſcendenten/ 146 s ø Der Collateralen/ 160 Summa/ wann der Wucherer eine groͤſſere an⸗ ſetzen laͤßt/ als er dem bedraͤngten Schuld⸗ ner vorgeſtreckt/ 64 Sumtus Studiorum, Ifo T. Ag⸗Lohn/ 44 Taube/ ſo nicht ſchreiben und reden koͤnnen/ moͤgen nicht teſtiren/ 110 Temporales Exceptiones, 2f Termin zu producirung des Rotuli, o foin den Außkuͤnd Zeduln anzuſetzen/ 3 o der Auffúndung/ 80 wer ſich innert demſelben nicht angibt/ mag ſeine Saumſeligkeit ſich ſelbs zurech⸗ nen/ ibid- der Verjaͤhrung/ 556. 96 des Zug ⸗Rechts/ 89 zu Einbringung der Einred/ 125 ø deffen prolongation, 136 Tertius, fo fich in den Ehe⸗Pacten verpflchtet/ fein Gut auf die Eheleut oder ihre Erben kommen zu laſſen/ 121 Teſtament ſoll alsbald nach der Beſtattung des Teſtatoris den Statt⸗Gerichts Aemtern uͤberluͤfferet werden/ 125 a ø verliert feine Krafft fo es der Teſtator caſſirt/ 132 »- s wann eg fúr-calirt gu halten? 132 Teſta⸗ T Regiſter. Teſtament/ wann darinn nur Legata eingeſetzt/ fått die Erbſchafft auf die Erben ab inte- ftato, 143 Teſtamenta mutua ſive reciproca, 118 »der Cheleuthen/ ibid. und 134 anderer Perſonen/ 120 -~~ ungúltige/ 133 wann der Teſtator Erben einſetzt/ die es von Rechts wegen nicht ſeyn koͤñen/ ibid. wann der Erb vor dem Teſtatore ſtirbt/ ib. ſo der Teſtator wider ſeinen Willen te- ſtirt, 134 ſo ihme nach auffgerichtetem Teſtament Kinder gebohren werden/ ibid. ſo in Sterbenslaͤuffen und andern Noht⸗ i a faͤllen aufgerichtet werden⸗ 116 ~~ privilegirfė ad pias caufas, ibid. aufgerichtete/ wie und auß was Urſachen ſie unkraͤfftig werden, 132 mag man ohne solennitæten der Kayſerl. Rechten auffrichten/ 108 :ᷣwer ſich aber dabey beſagter Solennitæten bedienen wil/ deme iſt es unverwehrt/ 109 Teſtamentum nuncupativum, 113 —wann es fuͤr unkraͤfftig zu haltenl/ 114 = Precautionen/ fo der Teſtator dabey in acht zu nemmen hat/ ibid. der Blinden und Leſens Unerfahrenen/ da⸗ bey ſoll der vierdte Zeug erbaͤtten wer⸗ den/ 115 Teſtaments Formil/ ſihe Formul. Teſtamentarij Pflichten/ 143 Teſtiren/ weme es erlaubt/ 1 09 -~ iſttverbotten denẽ/ ſo NohtErben haben/ ib. ~= denen, fo no nicht zu gebuͤhrendem Al⸗ ter kommen/ ibid. den Kindern ohne Conſens ihrer Elteren oder E. E. kleinen Rahts/ 110 VUnſinnigen/ Tobſuͤchtigen/ und Alberen/ auſſert ihren dilucidis intervallis, ibid. den Geuͤderen/ ꝛc. ibid. wem Haab und Gut contiſcirt, 211 Teſtator ſoll ſeine Meynung mit deutlichen Wor⸗ ten außtrucken/ p 128 --= Dat Macht feine Erben mit einem Fidei- commiſs zu beſchwaͤren/ 127 Ffan ſein Teſtament nach Belieben aͤnde⸗ i lati Lan 132 >»>. Š eßgleichen die Legata, 141 weme Legafh verſchaffen koͤnne oder nicht/ 137 ſwo etwas unter einem gemeinen Nammen legirt/ 139 Teſtatoren/ Blinde oder Leſens Unerfahrene koͤn⸗ nen nicht anderſt als durch ein Teſtamen⸗ tum nuncupativum reſtiren/ 115 Theil eines Legatarij/ ſo vor dem Teſtatore ſtirbt/ gebuͤhrt deſſen Collegatariis, 138 der Verlaſſenſchafft/ wann einer daruͤber ſtirbt/ faͤllt das uͤbrige auf die Erben ab inteſtato, 125 Theilung der Haab berdorbener Schuldnern /ꝛ Gemwinſt und Verlurſts inGeſellſchaftẽ/ oꝛ eines Legaten/ 138 worbey die Heurahts⸗Guͤter conferirt werden/ 146 Tobſichtige koͤnnen nicht teſtiren/ 110 Tochtermañ kan nicht neben dem Schwaͤher als Richter figen 2 Tod dazu Berurtheilte/ fol man niht zu Erben einſetzen/ 126 Tranſactiones muͤſſen gehalten werden/ ror ſind nicht auff fremde Haͤndel zu extendi⸗ ren/ ibid. Tranſactionis exceptiones, 25 Trebellianica quarta, 127. 129 Treu anbefohlene Erbſchafft/ 127 Troͤler/ wie er zu ſtraffen/ 13 V. PBaätter und Sohn koͤnnen nicht neben einan⸗ der als Richter ſitzen/ 2 Vatters Kleider gehoͤren den Soͤhnen/ ışı Verba formalia der Zeugen ſollen beſchrieben wer⸗ den/ 31,32 Verdacht des Außtragens/ Q Berehelichung wider der Eltern Willen/ Us Verehrungen/ unzimliche 64 -- Båtterliche, ift ein Kind zu conferiren nicht ſchuldig/ ijo Verhalten/ 7$ Verhöͤr des Schultheiſſen/ was vor demſelben koͤnne außgemacht werden/ 11 derZeugen/ ſo fremdem Gerichtszwang un⸗ terworffen/ 32 Verjaͤhrungen/ 5f Verkauff/ 77.78.79. der Nutz und Nieſſung eines Guts/ 77 einer Erbſchafft/ ibid. geſtolenen Guts/ 7 8 mit dem Beding/ daß/ wann der Kauff⸗ ſchilling auf ernannte Zeit nicht bezahlt wird/ der Kauff nichtig ſeyn ſolle/ 81 - mit Vorbehalt mehrern Kauffgelts/ 82.82 Verkaͤuffer/ wann er dem Kaͤuffer das verkaufte Gut uͤbergeben ſolle/ 78.79 wann er ſich in Uberantwortung des ver⸗ kauften Guts ſaͤumig erzeigt/ 79 wann er ſelbiges vor der Übergab noch einmal verkaufft/ ibid. Verkaͤuf⸗ simoneae e Regiſter. FJerkäuffer/ was ſeine Pflicht und Recht bey ei⸗ Unehliche Perſonen auch nicht/ ibid: nem paĝo commiſſorio,$1 Unirter Kinderen Reht/— m ðwann er ſich des Zugrechts felbften bedies Univerfal Erb auff eine gewiffe Zeit eingeſetz⸗ nen koͤnne? 8 Verlaſſenſchafft/ wañ einer nur uͤber einen Theil erſelben teſtirt/ faͤllt der Reſt an die Er⸗ ben ab inteſtato, 125 => ĝu deren fremde Erben vorhanden)-şr Verlaſſung gefangener Eltern/ 130 der Kindern in groſſem Elend/ 131 Verleiher ſoll dem erſten Beſtaͤnder/ fo viel alg er von dem letſten empfangen/ wieder ge⸗ ni a Deny; 90 Verleihung der Haͤuſer und Guͤtern/ 89 Vernachtheilter Contrahenten kemedium, 84 BVerordnungen Teſtamentliche/ worauff ſie wei- ter zu extendiren/ 115 =-= Rechtliche wegen wucherlichen contra- cten/ 65 -=> telhe fúr Teſtament oder Legata ad pias cauauſas zu halten/ 118 Verpfaͤndtes Gut/ 47 Verpfaͤndung fahrender Haab/ 72 weitere erlaubt/ 73 fkrafftloſe/ 74 Verpflichtung der Weibs⸗Perſonen/ 103 Verrath der Elteren/ 130 Verſchaffung der Legaten/ was fuͤr ſolennitäͤ⸗ teten dabey zu beobachten/ 137 Verſetzt oder verſchriebene fahrende Haab/ 45 Verſchwender/ koͤnnen nicht teſtiren/ 110 „ ſbllen als ſolche verrruffen und auß⸗ gekuͤndet werden/ Iof danen ſoll die Adminiſtration ihrer Guͤ⸗ ter benommen werden/ ibid. Außgeruffener/ hat nicht Macht etwas zu diſponiren/ ibid. Verſicherte Schulden/ åf Verſprechen ſoll man halten/ 101 Vertagungen fremder Parteyen/ 16 Vertraͤg guͤtliche/ 101 Verurtheilte zum Tod/ moͤgen nicht zu Erben eeingeſetzt werden/ 126 Hrn der Zeugen/ wann fie abtretten fols 4 en/ 34 Verwaltung der Guͤteren/ den Verſchwenderen zu benemmen/ 105 Verwandte deren Zug⸗Recht/ 86. 87 Verzuͤg innert den beſtimmten 2 Monaten er⸗ laubt/ 136 Prflicht des Erben/ fo keinen ablegt/ 137 Vetteren des Teſtatoris erben ordine ſucceſſi⸗ Vo oo. p 124 Unbarmhertzigkeit gegen Mangel leidenden Elteren/ 130 Unbeſinnte/ koͤnnen nicht teſtiren/ 110 ter/ 5 124 Unkoͤſten auff Soͤhne/ Studirens halben ver⸗ wendete/ Ifo »» 3u erlenung Handtierung verwende⸗ te/ ibid. Unmuͤndig und unerzogener Kinderen vor⸗ ſchuß/ 146 Unterpfaͤnder 72 „„( iillſchweigende/ 46 „„ ligende/ wie die muͤſſen eingeſetzt werden/ 73 s ø deg Locatoris, 91 Unterſcheid zwiſchen Einheimiſchen und Frem⸗ den glaͤubigeren/ 48 „ mzwiſchen den Teſtamenten und Codi⸗ cillen auffgehaben/ 113. 115. 142 Unthaten/ ſchwaͤre/ 130 Untreu in Falliments faͤllen/ wie derſelben vorzu⸗ beugen/ fo Voͤgte/ deren Amt/ 18 „„ den Verſchwenderen geſetzt wer⸗ en/ Iof Vogtbare Perſonen koͤnnen ihr Gut nicht a Conſens ihrer Voͤgten veraͤnderen/ 102 wohl aber telliren/ ibid. „„ und bey Lebzeiten beſcheidenliche Dona⸗ tiones thun/ ibid. Volſtreckung der Urteln/ 30 Vollzeihung des Kauffs/ 77 Vorbehalt mehreren Kauff⸗Schillings/ 81 a t 85. 86 orfhubUnmúndig uñ unerzogenerKinder/ 146 Urkunden Schriffliche/ i f k exceptionen darwieder/ 35 Urſach der Undanckbarkeit/ ſo bey dem widerruff einer Donation durch gerichtlichen Auß⸗ trag dargethan und bewieſen werden/ 99 ⸗ warumb auffgerichtete Teſtamenta un⸗ kraͤfftig werden/ i32 s+, warumb Elteren ihre Kinder. enterben moͤgen/ 129 »» warum die Kinder ihre Elteren enterben koͤnnen/ 131 Urthel/ wann ſie unkraͤfftig ſind/ 2 gz wiẽe ſie abgefaſt und eroͤffnet werden fols len/ 37.38 deren Vollſtreckung/ 39 Urthel Gelter/ 38 Vulgaris ſubſtitutio Hæredum, 126 Waͤrſchafft bey guͤtlichen Verglichen/ 101 Waͤrſchaffts leiſtung/ 85 Waiſen Gut/ ſo der kallit als Vogt verwaltet /4s Warnung der Kaͤufflerinnen halben/ 78 War⸗ r- anha n 2O pO 2 25 2O AO aO 2D e ?)9 ƏC Negiſter. Wartungs ⸗Koͤſten/ 44 Weiber Buůͤrgſchafft/ 104 Weiber Gut/ 46 Weibs Perſonen/ deren Contracte, 103 -~>= fo unverehlicht/ warumb die muͤſſen bevoͤgtet ſeyn/ ibid. auf was Weis ſie kraͤfftiglich oontrahi⸗ ren koͤnnen/ ibid. fkoͤñen die ohne Voͤgt beſchehene Hand⸗ lungen retractiren/ 104 - fö auf ihren Fahren find/ koͤnnen ohne Vorwiſſen der Voͤgten teſtiren/ ibid. und beſcheidenlich doniren/ ibid. Freyheit deren/ ſo mit Handthierungen umbgehen/ ibid. Weinhaͤuſer/ 103 Werckzeug/ IfI >= darauf follen die Söhne/ fo des Hand⸗ wercks ſind/ eine prærogativ haben/ 152 Werth rechter/ was darfuͤr zu achten/ 84 Weyſungs Eyd/ 50.71.52 Wiederkauff/ 83 Wiederloͤſung/ ibid. darzu iſt der Kaͤuffer nicht obligirt/ wann auß etlichen die ihme das Gut ſamtlich verkaufft/ nur ein oder der andere ei⸗ nen Theil davon wieder loͤſen wil/ 84 Widerruff einer Donation,. 98.99 —eeines Teſtamenti reciproci, 119 Widerruffung heimlich vorgenommene/ einer Di- ſpoſitionis mutuæ, 119 Wirtshaͤuſer/— 103 Wittweiber muͤſſen bevoͤgtet ſeyn/ ibid. Wochenlohn/ Woͤrter Alßdann und Naͤchſten/ von weme ſie in den Ehe pacten zu verſtehen/ 121 Wucherliche Contract, ein Lands⸗verderblich LU- bel/ 64 Wund ⸗Artzt Gelt/ 48 Wuͤrckung der Litis conteſtation, 26 3. SAbler/ deſſen Recht gegen ſeine Mit⸗Büͤr⸗ A gen o o auberey/ oala I oni Rawon etwelchen nicht kan fuͤrgebotten wer⸗ den/ 16 der Abkuͤndung/ ſo der Beſtand entweder auf ein ganges oder auf ein viertel Jahr gerichtet/ 89.90 Zeug der vierte/ ſoll bey einem Teſtamento nuncu- pativo eines blinden oder leſens unerfah⸗ renen LTeſtatoren erbaͤtten werden/ 115 Zeugen/ welche darfuͤr moͤgen angen angenom⸗ men werden/ welche nicht/ 29/30 dero Verhoͤr und Eyd/ 30. 31.32.33. ſo freidem Gerichtszwang unterworfßen/ 2 wann wider deren Saag zu excipiren/ k KReprobatorij probatoriorum, 36 FKReprobatorij reprobatoriorum, 36 wann nach eroͤffneter derſelben Gag wei- tere Zeugen zu führen erlaubt oder vera botten/ X ibid. mmuͤſſen/ wann ihre Depoſition unlauter/ noch ein mal verhoͤrt werden/ ibid. vor und nach Eroͤffnung derſelben Saag koͤnnen ſchrifftliche Inſtrumenta einge⸗ legt werden/ ibid. bey Auffrichtung eines Teſtaments, mag für Perſonen dazu erfordert werden /11 3 dafür koͤnnen ſich nicht gebrauchen laſſen Legatarij und Fideicommiffarij, 112 Zierraht/ 140 Zinß/ ſo einer bey Verſicherung 6. pro Cento auf⸗ trechet/ ſoll man ohne Verſicherung auffs hoͤchſte 4 ___ Pro Cento verfthreiben laffen 6 Zufluß des Waſſers/ was einem Gut hiedurch zugewachſen/ gehoͤrt dem Widerloͤſer/ Biger bejen Di a Wideusen 84 mit was Beding ihme der Zug ſolle zuer⸗ kandt werden/ 88 Zugsgerechtſame/ 357. 86 Zugrecht/ ibid. „wann einer ſich deſſen zu behelffen ni mehr befuͤgt/ n! Ie"a Zuͤger leiſtet ſeinem Gelůbd kein Genuͤgen/ fo er die intention hat/ nach verfloſſenem Jahr und Tag das bezogene Gut einem andern Zuzuſtellen/ 88. 99 Zu ſeinen Jahren kommen/ was es heiſſe/ 138 Zuſagen/ bedaͤchtliches/ IOI Zweck der Außkündung/ der Buͤrgſchafften/ ki Zwo Sachen ſollen nicht durch einander fuͤrge⸗ bracht werden/ 22% S. ERRATA CORRIGENDA. Blat 14. Linie 34. an ſtatt a lieſe ſeßhafftem. ibid. an ſtatt ſeinem lieſe ſeinen. Blat 22. Linie 30. an ſtatt oder lieſe oder auch. Blat 27. Linie 14. an ſtatt Erb oder lieſe Erb⸗oder. Blat 36, Linie 2. an ſtatt auß außgebracht lieſe außgebracht. Blat 39. Linie 21. an ſtatt darzu lieſe und darzu. Blat 41. Linie 20. an ſtatt vorſchuͤtz lieſe vorſchuͤtzen. Blat 42. Linte 34. nach dem Wort(Pferd) ſchreib hinzu(und ander Vieh.) Blat 43. Linie 28. an ſtatt wofern lieſe ſolches wofern. Blat 60. Linie 4. an ſtatt er lieſe ein. Blat 67. Linie 3 1. ſtreich das Woͤttlein(ſich) durch. Blat 7r. Linie 33. an ſtatt vorgehalten liefe vorenthalten, Blat 52. Linie 23. an ſtatt verweigeren lieſe verweigeren wurde, ibid.{inie ži: an ftàte Gaab lieſe Saab. Blat 91. Linie 26. an ſtatt Erben lieſe Erben den. Blat 96. muͤſſen die zwo unterſten Linien durchgeſtreichen werden/ Blat 104. Linie 6. an ſtatt kauff⸗ lieſe kauff. Blat 169. Linie 22. an ſtatt andere lieſe anderen. Blat 127. Linie 16. an ſtatt wann lieſe wem. Blat 13 1. Linie 19. an ſtatt u. ſ. lieſe u. ſ. f- Blat 142. Linie 29. an ſtatt uͤbliche lieſe uͤblichen, Blat 144. Linie 34. an ſtatt dem lieſe den.