KS6ZL Soldat und Krieg im Neuen Testament Ein Vortrag von vr Simon Weber Professor an der Universität zu Freiburg i. Br. Freiburg im Breisgau 1915 Herdersche Verlagshandlung Berlin, Karlsruhe, München, Straßburg, Wien, London und St Louis, Mo. - ' 7 ^ ' Inixrirriatui' L^esAovrae, äis 5 §sbruarii 1915 ch. Iliomas, ^relriexxs Alle Rechte Vorbehalten Buchdruckerei der Herd er scheu Verlagshandlung in Freiburg Zeit, als Christus über unsere Erde wandelte, war für die Juden, in deren Mitte er auftrat, keine Zeit der Freude an soldatischem Leben und an militärischem Glanze. Bis in den Anfang des ersten Jahrhunderts vor Christus herein strahlte zwar noch der Glanz des Waffenruhmes der Makkabäer und durfte die Juden mit einem stolzen Bewußtsein von ihrem nationalen und militärischen Können erfüllen. Aber noch bevor das Jahrhundert seine Mitte erreicht hatte, war dieser Waffenruhm der kundigen Bogenschützen Ephraims (Ps 77,12) verbleicht. Die Nachkommen des kriegstüchtigen makkabäischen Hauses hatten nicht aufgehört, mutige Soldaten zu sein, aber es war ihnen kein gleiches Geschick staatsmännischer Kunst verblieben, wie ihren Ahnen; sie waren auch nicht mehr jene hochedlen Geister von würdiger Menschlichkeit und religiöser Lebensfülle wie die Urgestalten ihres Geschlechts. Dynastische Eifersucht und staatsmännischer Kurzblick hatte (63 v.Chr.) die Römer herbeigerufen, und in rascher Folge der Ereignisse sah das jüdische Volk (40 v. Chr.) den Jdumäer Herodes d. Gr. als fremden Herrscher über sich. Nach ihm trat die Abhängigkeit des Landes vom römischen Reich in unverhüllter Form zu Tage, indem die Erben des Herodes auf die unbedeutenderen Teile des Landes im Norden und Osten, Galiläa, Peräa, Jturäa und Trachonitis, beschränkt wurden, das Hauptgebiet aber, Jdumäa, Samaria und Judäa, mit Jerusalem nach der Absetzung des Archelaus, Herodes d. Gr. Sohn, unter unmittelbare Verwaltung römischer Statthalter gestellt wurde. Das Militär in Palästina war damit zum Vertreter der verhaßten Dynastie des Herodes und zum Vertreter der gefürchteten und gehaßten Römer geworden. Es war nicht mehr, was ein Heer sein soll, die Darstellung der nationalen Wehrkraft voll Stolz und Freude, sondern die brennende Erinnerung an die nationale Ohn- macht und Unterdrückung, voll Demütigung für den vaterländisch gesinnten Juden. So sah das Zeitalter Jesu, das Zeitalter, in welchem die neutesta- mentlichen Schriften entstanden sind, den Soldaten im jüdischen Volke. 3 Wie spiegelt sich nun unter diesen Verhältnissen im Neuen Testament das Denken seiner Urheber vom Soldaten und von der größten, ruhmreichsten Aufgabe desselben, vom Kriege? Das irdische Leben Jesu Christi begann unter dem erquickenden Wahlspruch: „Friede den Menschen auf Erden" (Lk 2, 14). Sein Evangelium Hub an mit dem Zuruf: „Tuet Buße, das Himmelreich (das Reich Gottes) ist nahe gekommen" (Mt 4, 17). Von diesem Gottesreiche proklamierte Jesus selbst: „Die Könige der Völker herrschen über diese und die Gewalthaber werden als gnädig bezeichnet. Nicht so soll es unter euch sein, sondern wer unter euch der Größte ist, werde wie der Kleinste, und der Vorsteher wie der Diener" (Lk 22, 25f). Die Bergpredigt verkündigt als Geist Jesu die Worte: „Ich sage euch: Ihr sollt nicht widerstehen dem Bösen, sondern wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, so reiche ihm auch die andere dar. Und will jemand mit dir vor Gericht streiten und dir deinen Rock nehmen, so laß ihm auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile zu gehen, so gehe noch zwei Meilen mit ihm. . . . Ich sage euch, liebet eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen, und betet für die, welche euch verfolgen" (Mt 6, 39 ff). Das sind Christi Worte. Es paßt vortrefflich zu ihnen, was der Apostel Paulus im ersten Timotheusbrief (2, 1 f) schreibt: „Ich er- mahne euch vor allen Dingen, daß Bitten und Gebete, Fürbitten und Danksagungen geschehen, für alle Menschen, für die Könige und alle Obrigkeiten, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit, denn dieses ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserem Heiland." Angesichts dieser Friedensmission des Christentums, dieser Predigt der Geduld und der geduldigsten Fügsamkeit, fragt man wohl: Hat in ihm Soldat und Krieg noch eine Stelle? Sind nicht beide Ausnahmsfälle in seiner Mitte und ist das Ge- brause des Kriegslärms, das Klirren der Waffen und das Donnern der Geschütze nicht ein ganz fremder Ton in der Bewegung des christlichen Geistes? Welche Stelle nimmt der Soldat und der Krieg ein in den Gedanken des Neuen Testaments? Unser nationales Denken und Fühlen ist voll Bewunderung für die Helden des Krieges, sollten wir uns damit fernab bewegen vom 4 christlichen Geiste, der doch das teuerste Gut unseres inneren Menschen ist? Überstiegen wir mit dieser Frage auf den Lippen die Blätter des Neuen Testaments, so ist die erste Antwort: Das Neue Testament hat nirgendwo den Soldaten und seinen Beruf vom Reiche Gottes ausgeschlossen. Als Johannes der Täufer in der Wüste auftrat, da, erzählt uns das Evangelium (Lk 3, 14), kamen auch Kriegsleute zu ihm und fragten: „Was sollen wir denn tun?" Der Vorläufer Christi sagte nicht, daß sie die Waffen weglegen sollten. Diese Männer, denen die Gefahren des Krieges den religiösen Sinn geweckt hatten, daß sie sich ernstlich sorgten um ihre Seele, erhalten die Antwort: „Tut niemand Gewalt noch Unbild an und seid zufrieden mit eurem Solde." Es ist hier von Gewalttat außerhalb des Kampfes gegen friedliche Bürger die Rede. Die Billigung des Soldatenberufes spricht sich darin aus, daß Johannes zur Zufriedenheit mit dem Solde mahnt und also das Verbleiben derer, die ihn fragten, im Soldatenstande voraussetzt. Von Christus selbst und den Aposteln erzählt das Neue Testament wiederholt, daß sie Vertretern des Soldatenstandes begegneten. Nie ergeht aber die Aufforderung, dem Stande zu entsagen, mit keinem Worte wird im Neuen Testament der Soldatenberuf verworfen. Das ist um so bezeichnender, als es sich bei solchen Begegnissen um Soldaten eines heidnischen Staates, der Römer, oder um Soldaten des bei den Juden verhaßten und auch von Christus (Lk 13, 32) und den Aposteln (Apg 12, 1 ff) keineswegs geschätzten Fürsten Herodes Antipas oder auch des Agrippa handelt. Ja es sind Soldaten, aus deren Mitte einzelne Abteilungen so unglücklich sind, im Dienste der Verfolgung Christi und des Christentums sich brauchen lassen zu müssen und selbst bei Jesu Kreuzigung traurigen Dienst zu tun. Es ist aber nicht nur schweigende Duldung, die das Evangelium für Soldat und Soldatenstand hat, das Verhältnis wird weit inniger. Gerade Soldaten erscheinen als Persönlichkeiten der vollsten Eignung für das Gottesreich. Der Zenturio, den wir im Deutschen gemeinhin als den Hauptmann von Kapharnaum bezeichnen, und der voll Mildherzigkeit persönlich die Hilfe des Heilandes für seinen kranken Knecht nachsucht, ist dafür das Beispiel (Mt 8, 5 ff). Als er mit seinen noch heute rührenden Worten voll Ehrfurcht gegen 5 Jesus und voll menschlicher Teilnahme mit seinem Diener, seine Bitte vorgetragen hatte, da sprach Christus das denkwürdige Wort: „Wahrlich, solchen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden." Ohne sich an der Stellung des Mannes im Waffenberuf irgendwie aufzuhalten, gibt er ihm das Zeugnis des vollsten Berufes für das Reich Gottes. Das zweite Beispiel dieser Art erzählt das Evangelium Johannis (4, 46 ff). Wieder kommt ein Angehöriger des Soldatenstandes zn Jesus. Dem Namen nach dürfte es ein Mann aus den Soldaten des Herodes Antipas gewesen sein. Auch er bittet um Hilfe. Es ist diesmal Hilfe für einen todkranken Sohn. Jesus gewährt sie, und der Bericht schließt: Es wurde der Vater mit seinem ganzen Hause gläubig. Wir haben den Fall vor uns, daß ein Soldat zu den Anhängern des Heilandes hinzutritt und doch Soldat bleibt und als solcher mit der liebreichsten Teilnahme Jesu ausgezeichnet wird. Nicht minderes Gewicht kommt dem dritten Falle zu. Als Jesus gekreuzigt wurde, hielten Soldaten die Wache am Kreuze und ein Hekatontarch befehligte dieselbe. Den Feinden Jesu mußte eine solche Wache nötig scheinen, weil zur Zeit der Kreuzigung wegen des Osterfestes auch viele Anhänger Jesu in Jerusalem zu vermuten waren. Man durfte fürchten, es könnte ein Versuch zur gewaltsamen Befreiung Jesu gemacht werden; ihn zu verhindern, war die stärkere Wache geeignet. Welche Aufgabe fiel nun diesem Hauptmann zu? Er und die, die mit ihm waren, sagt Matthäus 27, 54 und Markus 15, 39, der nur des Hauptmanns Erwähnung tut, sahen die Zeichen und Umstände, unter denen Jesus am Kreuze starb, und sprachen das Bekenntnis aus: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesenI" Uber das weitere Schicksal des Mannes sagt die Schrift nichts. Aber es ist bedeutsam für die Schätzung desselben in dem Kreise, aus dem das Neue Testament entstammt, und beim Geiste des Neuen Testamentes selbst, daß es gerade ihn ergreift als Zeugen für Christus. Das klingt wie ein Echo der freundlichen Stellung, die das werdende Christentum zum Stand der Krieger gewonnen hat. Man durfte auch in diesem Zeugnis eine Weisung höherer Fügung sehen, die Soldatenstand und Christentum zusammenführte. Es tut dieser Schätzung keinen Eintrag, wenn man daran erinnert, daß im Bekenntnis dieses Hauptmanns der Kreuzigungswache eine Voraussagung Jesu sich erfüllte: „Wenn ihr den Menschensohn werdet erhöht haben, dann werdet ihr erkennen, daß ich es bin, und von mir selbst nichts tue, sondern dasjenige rede, was mich mein Vater gelehrt hat" (Jo 8, 28). Die unwürdige Aufgabe, welche das Synedrium der militärischen Wache vor dem Kreuze zugemutet hatte, ward durch das Bekenntnis des Hauptmanns umgewandelt zu einer Aufgabe voll Ehre. Er war zum Zeugen der Herrlichkeit Christi geworden, zum lauten Ankläger derer, die den „Menschensohn" dem Tode überantwortet hatten, und sühnte damit, was er den Feinden Jesu an Hilfe geleistet hatte. Darum hallte das Zeugnis so angenehm in die Ohren der Gläubigen, daß sie es im Evangelium forthallen ließen von Jahrhundert zu Jahrhundert. Wie nach dem Tode Christi im Zeitalter des Neuen Testamentes das werdende Christentum und der Soldatenstand zusammengeführt wurden, davon haben wir in der „Geschichte der Apostel" drei Proben. In ihnen erhebt sich das Verhältnis beider zu einer noch größeren Innigkeit, als es in den genannten Begebenheiten geschehen ist. Es handelt sich nun nicht mehr bloß darum, daß von keinem Ausschluß die Rede ist, auch nicht mehr bloß darum, daß der Soldat als wohlgeeignet für das Christentum erscheint oder als äußerer Zeuge für den Gründer desselben auftritt. In dem folgenden Beispiele bezeichnet ein Soldat und sein Eintritt in das Christentum eine ganz neue Epoche christlichen Lebens. Es ist der Zenturio Kornelius aus Cäsarea Stratonis (Apg 10, Iss 22ff; 11, 11 ff), damals dem besten Hafen Palästinas am Mittelländischen Meer, wo auch die römischen Statthalter über Palästina residierten. Auch diesen Mann hatte der Kriegsdienst ernst gemacht, daß er an seine Seele und ihr Heil dachte, obwohl er ein Heide war. Ein Engel forderte ihn auf, Petrus, den Apostel, aus Joppe zu sich kommen zu lassen, damit er ihm die Worte des Heiles und Lebens bringe. Kornelius folgte der Weisung, empfing die Taufe und ward so der erste Heide, den ein Apostel in das Christentum ausgenommen hat. Wenn wir hier inne halten, ausschauen und erwägen, welch gewaltiger Schritt es war, daß die Apostel damit begannen, das Evangelium den Heiden zu bringen, — wenn wir beherzigen, daß damit das Christentum den Schritt zur großen Weltreligion tat, so will es uns im Sinne der Frage, die wir gestellt haben, hochbeachtenswert erscheinen, daß ein Soldat des römischen Heeres, ein Zenturio, 7 gleichsam zum historischen, ich sage nicht zum dogmatischen, Grundstein, zum Erstling der Heidenkirche, zum Erstling des Christentums als Weltkirche wurde. Damit war für alle Zeit ein Verhältnis der Gemeinsamkeit gegeben, der Beruf des Soldaten für das Christentum und im Christentum für immer befestigt. Solange es ein Christentum gibt, bleibt in ihm dem Soldaten der Ruhm, den Kornelius ihm erworben hat. Wie die Soldaten am Kreuz die Aufgabe wider Christus zur Aufgabe für Christus umgewandelt sahen, so sollte es auch in der Geschichte der Apostel geschehen, daß der Soldat, gegen das Christentum gerufen, zu seinem Schützer wurde. Der Soldat wird, wenn auch noch unbewußt, zum Helfer der apostolischen Missionstätigkeit und so ein Vorbild der großen Tätigkeit für die Ausbreitung des Christentums, die nachmals gerade Soldaten zugefallen ist. Es war in der Pfingstwoche des Jahres 58 zu Jerusalem. Der Apostel Paulus war aus Griechenland und Kleinasien zu kurzem Besuch nach Jerusalem zurückgekehrt (Apg 21, 15 ff). Die Juden, die es erfahren hatten, dachten ihn bei dieser Gelegenheit zu vernichten. Bei einem Besuch des Tempels überfielen sie ihn im Vorhof (Apg 21, 28 ff). Sein Leben wäre verloren gewesen, wenn nicht der römische Kommandant auf der anstoßenden Burg Antonia von dem Aufruhr Meldung erhalten hätte. Er betrachtete den Überfall als Anfang eines gefährlichen Tumultes und ließ die Wache ausmarschieren. Diese trieb die Tumultuanten auseinander und hob aus ihrem Knäuel Paulus auf, den sie schützend in die Burg verbrachte. Als weitere Anschläge drohten, ließ der Kommandant, Lysias war sein Name, den Apostel nachts unvorhergesehen unter starker Bedeckung zum Statthalter nach Cäsarea bringen und rettete so zum andermal das kostbare Leben. Eine ähnliche Aufgabe war zwei Jahre später einem andern römischen Offizier, Julius, einem Führer der kaiserlichen Kohorte, beschicken. Paulus war aus Rücksicht auf die Juden, auch in Er- Wartung von Bestechungen, von den Prokuratoren bis dahin in Cäsarea in Haft gehalten worden. Da appellierte er als römischer Bürger an den Kaiser, als er seine Sicherheit neuerdings bedroht sah. So mußte er nach Rom verbracht werden. Die Beschreibung der Seefahrt, die Paulus damals als Gefangener mit diesem Offizier durch das Mittelländische Meer machte, 8 gehört aus verschiedenen Gründen zu den schönsten Partien der Apostelgeschichte. Für unser Thema ist es bedeutsam, daß Paulus rasch mit dem Zenturio Julius in gute Beziehung zu kommen wußte und dessen Wohlwollen und Hochachtung gewann, so daß er sich auch getrauen durfte, in den Beratungen über die Fahrt ein Wort mitzusprechen. Ein furchtbarer Sturm warf das Schiff auf dem Meere umher und beendete die Fahrt mit einem Schiffbruch in der Nähe der Küste Maltas, die man schwimmend erreichen konnte. Als man das Schiff verloren geben mußte, beabsichtigte die militärische Mannschaft, um ein Entrinnen inhaftierter Übeltäter zu verhüten, alle Gefangenen auf dem Schiffe zu töten. Der Hauptmann aber, welcher den Paulus retten wollte, ließ es nicht geschehen (Apg 27, 43). So war es zum zweitenmal ein Soldat des römischen Heeres, der Paulus das Leben rettete. Ihm muß das Christentum mit danken, was Paulus noch gewirkt hat. Die Priese während seiner Gefangenschaft und nach seiner Gefangenschaft besäßen wir nicht, wenn nicht diese Männer für ihn zu Rettern aus den genannten Gefahren des Lebens geworden wären. Paulus seinerseits hat auch wieder die Brücke geschlagen, die das vom Judentum ausgegangene Christentum mit den Waffenträgern des römischen Reiches verband. Er hat bei den Christen für die Bedeutung und Schönheit des Soldatenberufes manch schönes Wort gesagt. So ist ihm die Vergleichung des Lebens der Christen mit dem Kampfe ganz geläufig (vgl. 1 Tim 1, 18; 6, 12; 2 Tim 4, 7; Kol 1, 29; Phil 1, 30). Schon im ersten Brief an die Thessalonicher (3, 8) schildert er den Christen, wie er sein soll, nach dem Bild des Soldaten: „Wir sollen sein . . . angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung des Heils." Viel reicher hat er später dieses Bild ausgeführt, als er in den beiden Offizieren die Retter seines Lebens gefunden hatte und sich ihm ihr Bild in der blinkenden Waffenrüstung so gern und dankbar vor die Erinnerung stellte. Da schrieb er im Briefe an die Ephesier das Denkmal seines treuen Dankes an die römischen Krieger nieder, indem er die Gläubigen aufforderte (Eph 6, 13 ff): „Darum ergreifet die Rüstung Gottes, stehet, eure Lenden um gürtet mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit ... vor allem 9 ergreifet den Schild des Glaubens . . . und nehmet den Helm des Heiles, und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes." Der Apostel denkt sich den Christen gern in der Gestalt des gewappneten Kriegers. Sehr beachtenswert ist es dabei, daß er nicht nur die Gläubigen im allgemeinen mit diesem Bild vom Krieger zum christlichen Tun ermuntert. Selbst seinen bedeutenden Mitarbeitern und geschätztesten Helfern hält er das Vorbild des Kriegers vor Augen, indem er an Timotheus (2 Tim 2, 3 f) schreibt: „Arbeite als ein guter Kriegsmann Christi Jesu. Kein Kriegsmann verwickelt sich in andere Lebensgeschäfte, damit er dem gefalle, der ihn im Heere führt." So bekundet das Neue Testament unverkennbar die Gestaltung idealer Beziehungen des werdenden Christentums mit den Angehörigen des Heeres. Die führenden Persönlichkeiten erkennen offen den Wert und die Schönheit des Soldatenberufes und das Vorbildliche in seiner Organisation für das christliche Leben und das Leben der Diener Gottes. Nicht erst Ignatius von Loyola hat an eine militärische Organisation des christlichen Lebens gedacht. Doch alles das war gesagt vom Soldaten im Frieden. Hat das Neue Testament auch den Krieg anerkannt? Hat es auch für diese höchste Leistung des Soldatenberufes ein Gotteswort? In einer Parabel (Lk 14, 31) kommt Jesus auf den Krieg zu sprechen. Es vergleicht die Notwendigkeit einer zweckmäßigen Zurüstung für den Dienst im Reiche Gottes mit der Notwendigkeit einer ausreichenden Vorbereitung für den Krieg, welchen ohne solche zu beginnen Torheit und Unheil wäre. Da weht durch die Blätter des Neuen Testamentes ein Hauch jenes erwartungsvollen Bangens, welches ein Volk ersaßt, wenn die ehernen Würfel gefallen sind und die Schwerter aus der Scheide fliegen. Gewiß ist es beachtenswert, den Eindruck dieser Stimmung auf das Bewußtsein Jesu hier beschrieben zu sehen; beachtenswert auch, daß er selbst die Sorge für die Not einer solchen Zeit zum Maßstab für die Vorbereitung im Dienste Gottes nimmt. Dennoch wäre es zu weit gegangen, wenn man aus dieser Parabel die sittliche Stellungnahme Jesu zum Kriegsproblem erkennen wollte. Wir dürfen aber auch gar nicht einfach die Frage an Christus und die Apostel stellen, was sie vom Kriege halten und gehalten haben. Der Name „Krieg" bezeichnet menschliche Anstrengungen 10 mit der Waffe von ganz verschiedener sittlicher Beschaffenheit. Und die Stellungnahme des Ethikers zu ihnen kann daher eine sehr verschiedene sein. Niemand wird vom Neuen Testament verlangen, daß es den Krieg um seiner selbst willen preise. Der Krieg trägt seine Rechtfertigung nicht in sich selbst, sondern in dem Rechte der Güter, für die er geführt wird, und in dem Rechte der Autorität, unter der er unternommen wird. Als Mittel zum Schutze der unveräußerlichen Güter des Volkes und Staates, als Mittel zum Schutz der heiligsten Ideale anerkennt das Neue Testament den Krieg als Recht des Staates. Im Briefe an Titus konnte nur in diesem Sinne die Anweisung Platz finden: „Ermahne sie, den Fürsten und Herrschaften untertan zu sein, den Befehlen gehorsam, zu jedem guten Werke bereit zu sein" (Tit 3, 1). Denn wohlgemerkt, diese Mahnung ist zu einer Zeit geschrieben, als das Recht Krieg zu führen der Staatsgewalt und Fürstengewalt von niemand bestritten wurde, so sehr man auch das hohe Gut des Friedens schätzte. Schärfer wird das im Römerbrief ausgesprochen. Dort wird im 13. Kapitel gelehrt, daß die Obrigkeit von Gott ist, gegeben zum Schutz des Guten und zur Bestrafung des Bösen. Von dieser durch Gott eingesetzten Obrigkeit aber lehrt dasselbe Kapitel, daß sie das Schwert trägt, die Bösen zu strafen. Dieses Schwert droht natürlich nicht nur den Feinden der Staatsordnung im Innern, sondern auch dem Feind von außen durch den Krieg. Das Neue Testament sagt es aber auch ganz direkt, daß der Krieg im Weltplan Gottes seine Stelle hat, sei es daß er als Heimsuchung über Völker kommt, die Gott vergessen, sei es daß er mit Gottes Hilfe zum Schutze des Rechtes und der Freiheit eines Volkes geführt wird. Im 22. Kapitel erzählt der Evangelist Matthäus das Gleichnis von dem Gastmahle, wo die zuerst Geladenen die Boten des Königs mißhandelten und töteten. Gemeint ist unter den Eingeladenen das jüdische Volk in seiner Untreue gegen Gott. Der König, der die Einladung ergehen läßt, bedeutet Gott. Nun sagt Jesus in diesem Gleichnis (V. 7): „Als der König dies hörte (nämlich, daß seine Boten von den Eingeladenen mißhandelt und ermordet worden waren), sandte er seine Kriegsvölker aus und ließ jene Mörder umbringen und ihre Stadt in Brand stecken." Nach dem Ausspruche des Heilandes dient hier der Krieg in der Hand Gottes zur Bestrafung derer, die sich ihm widersetzt hatten. Und daß dabei Jesus an einen wirklichen Krieg dachte und somit den Krieg als eine von Gott gebrauchte Veranstaltung behandelt, wird insbesondere deutlich aus dem prophetischen Charakter des Gleichnisses. Denn es ist mit ihm auf den Kriegszug hingewiesen, in welchen dreißig Jahre später die Römer das jüdische Volk niederwarfen und Jerusalem zerstörten. Im 24. Kapitel (V. 6) spricht Jesus es ausdrücklich aus, daß ein schwerer Krieg das Strafgericht Gottes über Jerusalem vollziehen werde. Anschaulicher beschreibt Lukas (21, 20 ff) das kommende Strafgericht des angedrohten Krieges. Wer diese Worte für Gottes Wort hält, für den ist es auch klar, daß der Krieg nach Christi Lehre durch Gottes Willen oder Zu- lassung statthat, das Böse zu bestrafen und dem Rechte und der Gerechtigkeit zum Siege zu verhelfen. Auch in der Offenbarung Johannis, welche über die Schicksale der christlichen Kirche während ihres geschichtlichen Lebens auf Erden handelt, erscheint unter den Schicksalen, die Gott über die Menschheit kommen läßt, der Krieg. So Offb 6, 3 ff: „Und als das Lamm das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite lebende Wesen sagen: Komm und sieh I Und es zog aus ein anderes Roß, feuerrot, und dem, der darauf saß, ward gegeben, den Frieden zu nehmen von der Erde, und daß man sich einander tötete, und es war ihm ein großes Schwert gegeben." Im 16. Kapitel V. 14 spricht das gleiche Buch wieder vom Krieg, aber allerdings von einem solchen, der aus bösen Gründen und verwerflichen Einflüssen hervorgeht. Jedoch im 19. Kapitel erscheint der Krieg nochmals als eine Veranstaltung Gottes und als Offenbarung seiner siegreichen Macht gegen alles Böse. 19, 11 ff: „Und ich sah den Himmel offen und siehe, ein weißes Pferd und, der darauf saß, hieß der Treue und Wahrhaftige, der da richtet und streitet mit Gerechtigkeit. ... Er war angetan mit einem Kleide, das mit Blut besprengt war, und sein Name heißt: Wort Gottes. Und die Heere, die im Himmel sind, folgten ihm nach auf weißen Pferden, gekleidet mit reinem weißen Byffus. Und aus seinem Munde geht ein scharfes, zweischneidiges Schwert, daß er damit die Völker schlage. Er wird sie regieren mit eisernem Zepter und er tritt die Kelter des grimmigen Zornweines Gottes." 12 Mit dieser Botschaft, daß Gott durch Kriege die Völker heim- sucht und die Bösen von der Erde vertilgt, verbindet das Neue Testament noch die andere, daß Gott seinen Getreuen im Kriege beisteht und ihnen mit starker Kraft zum Siege hilft. Wir finden sie im Briefe an die Hebräer. Nachdem dieses Buch den Kampf Abrahams gegen die Könige des Euphratlandes zur Befreiung Lots geschildert hat (Hebr 7, 1 ff), erzählt es, wie der Priester des höchsten Gottes, Melchisedech, den Abraham segnete. Hätte der Krieg Abrahams nicht als eine große Sache gegolten, so würde ihn Gott auf der Heimkehr nicht gesegnet und nicht ein Beuteopfer von ihm angenommen haben. Melchisedech aber ist im Hebräerbrief das Vorbild Christi, sein Handeln also im Neuen Testament vollauf anerkannt und gebilligt. Ja der Sieg im Kriege wird im Hebräerbrief als eine Belohnung des Glaubens, eine Erprobung der Kraft des Glaubens geschildert. Hebr 11, 32: „Die Zeit würde mir mangeln", heißt es dort, „zu erzählen von Gedeon, Barak, Samson, Jephte, David, Samuel und den Propheten, welche durch den Glauben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit erwirkten, ... der Schärfe des Schwertes entrannen, aus Schwachen Starke wurden, kraftvoll im Streit, Heerlager der Fremden in die Flucht trieben." So lehrt ohne Zweifel das Neue Testament, daß Gott selbst im Kriege mit den Seinen für die gerechte Sache kämpft und ihr, wo der Glaube waltet, zum Siege hilft; somit kann kein Zweifel sein, daß auch im Zeitalter des Neuen Testaments der Krieg zur Abwehr des Unrechts, zur Verteidigung der Freiheit das große Werkzeug Gottes ist, unter den Völkern Unrecht zu strafen und das Recht zu schützen. Nun bleibt uns noch eine Frage. Wie verhält sich die Anerkennung des gerechten Krieges zur grundsätzlichen Friedensstimmung des Neuen Testamentes? Zeigt sich vielleicht hier ein innerer Widerspruch in den Gedankengängen des Neuen Testamentes, indem es vielleicht andern Ideen sich äußerlich anbequemte als jenen, die aus seiner Grundstimmung hervorgehen und zu ihr in Harmonie stehen? Dann wäre doch im tiefsten Grunde das Neue Testament reine Friedensbotschaft und alles Kriegerische Zutat und Schale, bestimmt in dem Maße losgesprengt zu werden und abzufallen, in dem der Kern zu seiner Reife gedeiht im Denken der Menschheit. Um diese Frage zu lösen, stellen wir eine Vorfrage. Sie lautet: Was ist die tiefste Grundidee des Krieges? Die Grundidee des Krieges, der ein gerechter ist, ist die, daß das Recht, die Gerechtigkeit höher steht als das Leben, daß das Wohl des Volkes und Vaterlandes höher steht als das Leben und die Interessen des einzelnen Menschen, daß es eine sittliche Tat vornehmster Art ist, sein Leben einzusetzen für das Wohl des Mitmenschen und für das Wohl der Gesamtheit derselben in Volk und Vaterland, in Heimat und Reich. Diese Grundidee des Krieges begleitet uns durch das ganze Leben, wir fordern von jedem, daß er sie anerkenne. Im Kriege sind nur die Anwendung dieser Grundsätze und die Opfer zu ihrer Durchführung in gehäuftem Maße nötig und in besonderer Größe und Stärke fühlbar. Aber weil wir die Grundsätze anerkennen und anerkennen müssen, daher zaudert kein Denkender, ihnen auch beizn- pflichten in der furchtbaren Konsequenz ihrer Durchführung im Kriege. Er ist der große Tag der Gerechtigkeit im Völkerleben und der Nächstenliebe gegen die Heimat. Im Opfer für diese Idee erhebt sich die Seele des Volkes und der einzelnen zu den höchsten Entfaltungen des edelsten persönlichen Mutes, welche die Tage des Krieges zu Tagen der Weihe und des Ruhmes der Nation machen. Was sagt nun aber das Neue Testament zu den Grundgedanken des Krieges? Sind sie ihm fremd? Nein, gerade diese Grundgedanken nennt das Neue Testament die seinen. Das Neue Testament ist die große Proklamation der Nächstenliebe in der Weltgeschichte. Es lehrt uns, daß es gut ist, sein Leben einzusetzen für das Wohl des Mitmenschen und der Gesamtheit. Zweimal hat Paulus der Apostel Gelegenheit gehabt, es zu loben, daß Schüler und Gehilfen von ihm ihr Leben in seinem Dienste wagten, und er lobt es mit lauten Worten (Phil 2, 30. Röm 16, 4). Sie hatten ja dadurch das Beispiel des göttlichen Lehrmeisters Jesus Christus nachgeahmt, der als der gute Hirte sein Leben hingab, für seine Schafe (Jo 10, 11 15) und den Satz ausgesprochen hat: „Eine größere Liebe hat niemand, als daß er sein Leben hingibt für seine Freunde" (Jo 15, 13). Wie aber das Neue.Testament die Nächstenliebe bis zur Hingabe des Lebens für das Wohl der Mitmenschen proklamiert, so proklamiert es auch die Wahrheit, daß die sittlichen Tugenden und Güter der Seele höher stehen als die äußeren Güter des irdischen Lebens, ja daß diese gleich nichts zu achten sind gegenüber den Gütern der Seele, die da sind Gerechtigkeit, Wahrheit, Treue und jegliche Tugend. Darum heißt es: „Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber Schaden leidet an seiner Seele" (Mt 16, 26); daher das Wort: „Fürchtet nicht diejenigen, welche den Leib töten, aber der Seele nichts anhaben können; fürchtet vielmehr den, der Leib und Seele in die Hölle stürzen kann" (Mt 10, 28). Das ist der Triumph des christlichen Geistes, daß er im Besitz der Erlösungsgüter und der idealen Werte des Lebens mit Paulus ausruft: „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?" (1 Kor 15, 55.) Dieser Geist vollendet sich in der Überwindung der Todesfurcht beim Dienste der sittlichen Ideen in der Übung der Tugend zum Dienste Gottes. Er reift in der Ausbildung des natürlichen Lebensdranges zum frohbewußten persönlichen Glauben an die Unsterblichkeit in der höheren Lebensform ewiger Zukunft. Ist es doch der Wille Christi, daß im Glauben an sein Wort die Seele die Schrecken des Todes verscheuchen lerne und ihn nicht mehr betrachte als die Zerstörung des Seins, sondern als den Durchgangspunkt zum höheren Sein im Leben der Gemeinschaft Gottes. Denn er sprach: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn jemand meine Worte hält, wird er in Ewigkeit den Tod nicht sehen" (Jo 8, 51). Aus diesen Stellen ist der Märtyrermut in der Kirche Christi hervorgewachsen, aus ihm wächst auch hervor der Heldenmut des deutschen Soldaten in Kampf und Tod für das Vaterland. Will man die Friedenspredigt Christi und die Friedensstimmung des Neuen Testamentes recht verstehen, dann darf man nicht übersehen, daß die Botschaft lautet: Friede den Menschen auf Erden, die eines guten Willen sind. Jenen gegenüber dagegen, die nicht guten Willens sind, hat Christus selbst gesprochen: „Ich bin nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert" (Mt 10, 34). Es ist keine bloße äußere Anbequemung, ohne Halt in seinem tiefsten Kern, was das Neue Testament vom Kriege lehrt und dem Krieger predigt. Es will sein bleiben ganz und ungeteilt. Der christliche Geist soll aus der Not des Krieges nicht Minderung, sondern Erhebung ernten. Während die Tugenden des Kriegers sich zur Heldengröße entfalten, soll auch der Geist der großen, der weitherzigen Liebe Christi nicht untergehen; während die Waffen 15 -K K § -.-'t ! ^ > !> mit unwiderstehlicher Gewalt arbeiten, soll die Ehrfurcht vor der Gerechtigkeit nicht schlummern. Während die Tapferkeit Ruhmestaten vollbringt, will auch die Barmherzigkeit nicht vergessen, was Jesus Christus am Schlüsse der Erzählung vom barmherzigen Samaritan gesprochen, und lädt zum Dienst des Roten Kreuzes ein. Der würde sehr irren, der glaubte, die Kriegsgedanken des Neuen Testamentes seien nicht zur Einheit der Gedankenwelt zu vereinigen mit jenen Friedensworten, an denen das Neue Testament reich ist. Sein Friede will auf den Sieg des Guten bauen, nicht die Preisgabe des Guten sein. Die Gebote der Bergpredigt von der Hingebung an den Nächsten bis zur Feindesliebe (Mt 5, 43—47) und bis zur Duldung von Unrecht, Benachteiligung und Schmach (Mt 5, 39—42) sind nicht so verstanden, als sollten wir das Böse widerstandslos groß werden lassen in der Welt, bis es sich alles unterwirft. Sie sind vielmehr so verstanden, daß wir in uns selbst das Gute festhalten und tun sollen, selbst wenn es mißbraucht wird, daß wir im Vertrauen auf den absoluten Wert und die nie aufhörende Pflicht zum Guten dem Guten treu bleiben müssen unter allen Umständen, bis zum Opfer unser selbst. Das soll geschehen, daß das Gute in uns und außer uns bestehen bleibe und siege in der Menschheit. Die Person soll sich opfern, damit das Gute als Idee und Sache unerschüttert fortdauere. So ist auch die Bergpredigt durchtränkt von dem tiefsten Kriegsgedanken, daß die Verteidigung des Guten und Rechten das Leben wert ist und es für sich fordern kann. Wenn wir in der heutigen, so schweren Zeit aufschanen zu dem, der unsere größte und letzte Hoffnung ist, Christus, er entzieht sich uns nicht im Schlachtengewühl und im Rauch der Geschütze. Wir kämpfen für die Sache der Gerechtigkeit und unter dem Kreuze mit der Zuversicht: In diesem Zeichen wirst du siegen! So hoffen wir auch, daß wir beten werden: „Gott aber sei Dank, der uns den Sieg verliehen hat durch unfern Herrn Jesus Christus" (1 Kor 15, 57). - ^ 81.8 tsi-utie 51 4224L 8 0Z1 ttM«