8 39 72 27 33 53*3 5 N 6 2 9 8 3 — — 8885 1—9— 8 * ——— 6 Ergebnisse der Untersuchung der Hochwasserverhältnisse im Deutschen Pheingebiet Auf Veranlassung der Reichskommission zur Untersuchung der Stromverhältnisse des Rheins und seiner wichtigsten Nebenfſüsse und auf Grund der von den Wasserbaubehörden der Rheingebietsstaaten gelieferten Auffeichnungen bearbeitet und herausgegeben von dem Centralbureau für Meteorologie und Hydrographie im Grossherzogthum Baden I. Heſt. Begründung der Art der Darstellung für den Verlauf der Hochwasserwellen. II. Heft. Auftreten und Verlauf der Hochwasser von 1824, 1845, 1852, 1876 und 1882—83. RBerlin. Et een 1891. Weren ièe in Folge des Reichstagsbeschlusses vom g. Mai 1883 berufene Kommission Zzur Untersuchung der Rheinstrom verhältnisse hatte sich auch mit der Er— wägung zu befassen, dob nicht von Reichswegen regel- mässige Meldungen von Hochwasserständen sämmtlicher deutschen Strömèe an die betheiligten Uferbewohner ein- zurichten seien Bei den hierwegen gepflogenen Ver- handlungen, deren Ergebniss in dem Schlussbericht der genannten Reichskommission mitgetheilt wird, ward die auch schon in der Reichstagsverhandlung berũhrte Frage aufgeworfen, ob es möglich und rathsam sei, am Rhein die Hochwasservoraussage Frognosendienst) einzu- richten. Die Frage war Gegenstand eingehender Erörterung in der zweiten Tagung der Reichskommission zu Berlin 10—14. März 1885. Einerseits ward darauf hingewiesen, dass die in der neueren Zeit erhöhte Pflege der Meteorologie zu den Wetterprognosen geführt habe, dass insbesondere die Sturmwarnungen der deutschen Seewarte vorzügliche Diensteè leisten, dass aber auch ein Hochwasservoraus- sagedienst schon seit Jahren an der Seine mit gutem Erfolg bestehe und die dort getroffenen Massnahmen seit 1879 durch ministerielle Anordnung auf alle grösseren Flüsse Frankreichs, mit Ausnahme der Rhone, ausge- dehnt seien. Auch in Deutschland lägen schon Anfänge einer Hochwasservorausbestimmung— für einzelne Sta— tionen und Stromstrècken— vor. Dem gegenüber ward geltend gemacht, dass zwischen den Wetter- und Sturmprognosen und den Hochwasser- prognosen eine grundsätzliche Verschiedenheit bestehe und dass ebenso die Verschiedenheit der Stromverhält- nisse die Einführung der Hochwasservoraussage am Rhein von Vornherein ungleich schwieriger gestalte als an jenen französischen Flüssen. Zill. 3 des vom Reichstag zum Beschluss erhobenen Antrages des Abg. Dr. Thilenius.(No. 135 der Drucksachen.) Zwar ist der Verlauf einer Hochwasserwelle auf Grund der vorhandenen Wasserstandsstatistik und den im einzelnen Fall aus dem oberen Stromgebiet eintref. fenden Nachrichten unzweifelhaft leichter zu beurtheilen, als die zu erwartende Witterung nach den Witterungs— depeschen; denn die Fortpflanzung einer Fluthwelle im Strombett vollzieht sich unter sehr viel einfacheren Er— Allein von der Hochwasserprognose wird viel mehr Verlangt, scheinungen, als die Vorgänge in der Lufthülle. als die Wetterprognose und die Sturmwarnung geben. Diese besagen nur, ob und in welchem Sinne eine Aen— derung der Witterung, ob Sturm zu erwarten ist und aus welcher Richtung; Niemand Verlangt, dass die Aen- derungen des TLuftdruckes und der Temperatur, die ein- tretende Bewòlkung und die Niederschläge, die Stärke des Die Hochwasservo raussage aber soll angeben, um welches Sturmes nach Mass voraus verkündet werden. Mass der Wasserspiegel des Stromes zu bestimmter Zeit an einer bestimmten Stelle steigen oder fallen wird. Wollte man sich damit begnügen, wenn nur Wachsen oder Fallen des Wassers— auch noch, ob langsam oder ASERR Vorausgesagt wird, so wäre das mit ebensolcher Sicherheit möglich, wie die Voraussage des Eintreffens der atlantischen Stürme an den europàischen Küsten. Voraussagen in diesem allgemeinen Sinn geschehen seit- her schon am Rhein hier und dort durch die Wasserbau— behörden; sie geben aber kaum mehr, als sich jeder erfahrene Stromanwohner an Hand der überall zur Ver- oflentlichung kommenden Wasserstandsnachrichten selbst sagen kann. In Frankreich, an den erwähnten Flüssen, wird aber in der That das Mass der bevorstehenden Bewegungen des Wasserspiegels bestimmt und bekannt gegeben, oder es ist dies doch das Ziel des hydromeétrischen Dienstés. Am besten ausgebildet ist dieser Dienst im Seinegebiet; seit einer Reihe von Jahren werden hier Hochwasser— Prognosen ausgegeben, und es ist erreicht, dass die wirk- lich eingetretene Wasserhöhe selten mehr, in der Regel IV Vorwort. aber weniger als 20ͤ cm von dem 2 bis 3 Tage zuvor angegebenen Mass abweicht,— ein Erfolg, der mit Recht als befriedigend bezeichnet wird. Eine in diesem Mass sichere Vorhersage der Anschwellungshöhen würde auch am Rhein ohne Zweifel als sehr nützlich begrüsst werden. Die Fehlergrenze dürfte aber hier nicht erweitert werden, wenn die Vorhersagen nicht mehr schaden als nützen sollen. Allein am Rhein sind schon die physischen Verhält— Das Rheingebiet ist um mehr als das Dreifache grösser als nisse wesentlich anders geartet als an der Seine. das der Seine; schon bei Mannheim, oberhalb der Neckar— mündung, entwässert der Rhein ein viel grösseres Gebiet als die Seine bei Paris; die Flussgebiete von Neckar und Main zusammen kommen dem Seinegebiet schon nahezu auch die oro- gleich. Durchaus verschieden sind aber graphischen, die klimatischen und dem zur Folge die hydrographischen Verhältnisse. Das Seinegebiet ist in Seiner horizontalen wie verticalen Gliederung überaus einfach gestaltet: die Quellengebiete erheben sich kaum über 600 m über dem Meere; das ganze Gebiet steht unter dem mässigenden Einfluss des Sèeeklimas; starke Niederschläge pflegen sich über das ganze Stromgebiet auszubreiten und die Anschwellungen in allen Gewässern ziemlich gleichzeitig aufzutreten. Gan anders im Rhein- gebiet mit seinen Gletschern und dem ewigen Schnee des Hochgebirges, den regen- und schnèereichen Mittel- gebirgen, unterbrochen von selten niederschlagsarmen Landstrichen und mit seinen gewaltigen Föhnerschei— nungen des Alpenlandes, mit seinen zahlreichen Seen und dem Wechsel der Stromgestaltung durch die wieder- holten Gebirgsdurchbrüche zwischen dem Bodensèe und dem grossen nordwestdeutschen Tiefland. Was an der Seine die Regel: die Ausdehnung der Hochwassererschei— nungen über das ganze Stromgebiet, ist am Khein kaum dagewesen. Hier ist es vielmehr nicht selten, dass im oberen Gebieèt ein beèdeutendes Hochwasser auftritt, das im Mittel- und Unterlauf nur noch als mässige Fluth- welle merkbar wird, während andeèrerseits oftmals der Mittel- und Unterlauf der Schauplatz einer gewaltigen Hochflutherscheinung gewesen sind, an der das Gebiet des Oberlaufes kaum betheiligt war. Das Verhalten der grossen Mittelgebirgsflüsse— Neckar, Main, Lahn und Mosel— ist für die Hochflutherscheinungen im Mittel- und Unterlauf des Rheines ausschlaggebend; und dieses Verhalten ist der orographischen und klimatischen Ver— hältnisse wegen sehr weésentlich verschieden von jenem der Alpengewässer, die den Oberlauf des Stromes vor— wiegend speisen. Was hier von dem Seinegebiet bemerkt ist, gilt in der Hauptsache auch von den übrigen Flüssen Frankreichs; selbst an der Garonne liegen die Bedingungen für die Vorausbestimmung des Hochwasserverlaufes ungleich ein- facher als am Rhein. Nur ein Strom Frankreichs zeigt mit dem Rhein einige Kchnlichkeit, die Rhone; aber der Schweiz— angehören, so würde dieser Grund auch auf den Rhein zutreffen, der etwa /ʒ der Schweiz ent- Wässert. Noch nach einer anderen Richtung liegen im Hin— blick auf die Hochwasservoraussage an der Seine die Dinge wesentlich anders als am Rhein: hier fehlen jene Unterlagen für die Vorausbereéchnung der Wasserhöhen, wie sie an der Seine durch viele Jahrzehnt lange Arbeit mühesam geéewonnen worden sind. Nachdem schon seit den 1830 er Jahren Belgrand das Seinegebiet zum Gegenstand hydrologischer Studien ge— macht batte, ist dort 1854 unter der Leitung dieses her- vorragenden Ingenieurs der sogenannte hydrometrische Dienst eingerichtet worden. Die Niederschläge und das Verhalten der Gewässer, hauptsächlich im Zusammenhang mit dem geologischen Bau des Flussgebietes, sind nun in der gründlichsten Weise beobachtet und untersucht worden; aber lange noch hat Belgrand es Vermieéden, die Oeffentlichkeit den Wasserbau- mit den Hochwasservoraussagen in zu treéten; er theilte sie zunächst nur ingenieuren und einzelnen Interessenten mit, die ihn be— sonders darum angingen. Erst als durch die Ergebnisse umfassender Arbeiten und Studien und durch Jahre lange Erprobung eine sichere Grundlage gewonnen schien, wagte man es, die Voraussagen öffentlich bekannt zu geben. Aber auch jetzt treffen diese immerhin nur an- nähernd zu. Darf nun, Angesichts der sehr viel schwierigeren Verhältnisse des Rheingebietes, überhaupt angezweifelt werden, ob es je gelingen wird, die Hochwasserstände am Rhein mit derselben annähernden Sicherheit voraus zu beéstimmen, wie an der Seine, so kann darüber kein Iweifel bestéehen, dass gegenwärtig diese Möglichkeit nicht vorliegt. Soll am Rhein jenes Ziel angestrebt werden, so muss hier derselbe Weg eingeschlagen wer— den, auf dem man an der Seine zu befriedigenden Er— folgen gelangt ist. Auch hier wären zunächst die Er- scheinungen in umfassender und sorgsamer Weise àau beobachten und zu studiren; und wenn es immer noch fraglich bleibt, ob hieraus die Grundlagen für sichere Vorausbestimmung der Wasserstände werden gewonnen werden, so darf solcher Zweifel von dem Betreten dieses Weges nicht abhalten, denn die gedachten Untersuch- ungen lassen jedenfalls eine Förderung der Hydrologie und damit der Lösung der wasserbaulichen und wasser- wirthschaftlichen Aufgaben im Rheingebiet erhoffen. Dies waren die Gesichtspunkte, die bei der Verhand- lung in der Reichskommission hervorgetreten sind, deren Ergebniss der vorsitzende Reichskommissar in folgendem Vorschlag zusammengefasst hat: Es ist nothwendig, die vorhandenen Auffeichnungen über die Wasserstände und über den Verlauf der früheren Hochwasser des Rheins zu sammeln, zu prüfen und àzu béarbeiten; es ist ferner nothwendig, jedes Hochwasser von dem Quellengebiète an in all' seinen Erscheinungen gerade an diesem Strom ist ein Hochwasservoraussage- genau zu untersuchen und das erwachsene Material mit dienst bis jetzt nicht eingerichtet. Sollte der Grund darin den daraus zu ziehenden Schlüssen durch Vervielfältigung liegen, dass die Quellengebiete einem anderen Staat— und Veröffentlichung allgemein zugänglich zu machen. Vorwort. Diese Arbeit wird wesentlich dazu beitragen, die noch sehr lückenhaften NKenntnisse und Erfahrungen über den Verlauf der Hochwasser zu vervollständigen. mit Erfolg in die Hand genommen werden. die Nur von einer Centralstelle aus kann diese Arbeit Da es nicht Absicht sein wird, hiérfür eine eigene Centralstelle neu zu schaffen, so würde es von hobhem Werthe sein, wenn die hohe Grossh. badische Regierung geneigt sein Sollte, das in Karlsruhe beéereits vorhandene Centralbureau für Meteorologie und Hydrographie zu beauftragen, die erwähnte Arbeit, und zwar für das ganze Gebiet des Rheins im Deutschen Reiche zu übernehmen... 4 Der Vorschlag, fand einstimmige Billigung in der Kommission, sowie nachmals die Zustimmung der be—- theiligten hohen Regierungen. In der folgenden Tagung— zu Konstanz, 21. bis 23. Juni 1885— kamen die folgenden Beschlüsse der Reichskommission betreffend die Untersuchung der Hochwassererscheinungen im Rhein 2u Stande: II. II Die Grossh. badische Regierung wird auf Grund der mit den mitbetheiligten deut— schen Staaten getroffenen Verständigung das Grossh. Centralbureau für Meéteorologie und Hydrographie in Karlsruhe mit der Samm— lung S und Bearbeitung der auf die Hoch— Wassèererscheinungen des Rheins und seiner Nebenflüsse bezüglichen Beobachtungen be— auftragen. Den Arbeiten des Centralburéaus wird das anliegende Programm zu Grunde gelegt. Die Ergebnisse der Arbeiten werden von dem Centralbureau in angemessenen Zeitab— schnitten zur Kenntniss deèes Reichs und der mitbetheiligten Staaten gebracht werden. Die hohen Regierungen der betheiligten deutschen Staaten werden dafür sorgen, dass die von ihnen bezeichneten zuständigen Lan— deè Ssbehörden, insbesondere Wasserbaubehör— den, diejenigen Materialien beschaffen und dem Centralbureau übermitteln, welche in dem anliegenden Programm aufgeführt sind oder im Verlaufe der Arbeiten nach zu- Voriger Verständigung für erforderlich er— achtet werden. u. V. enthalten Bestimmungen wegen Vertheilung der Kosten, die dem Centralbureau durch die Uebernahme dieser Arbeiten erwachsen, auf die betheiligten Staaten und einen Vorbehalt der Grossh. badischen Regierung wegen etwaiger Kündigung des durch diese Beschlüsse geschaffenen Verhältnisses. Das Programm ist in der von dem Centralbureau entworfenen Fassung angenommen worden, wie folgt: AbI V I. Arbeitspensum der Centralstelle. 1. Feststeéellung des thatsächlichen Verlaufes der Hochwasserwellen im Deutschen Rhein- gebiet auf Grund der Nachrichten, Beobach- tungen und Aufzeichnungen, welche a. von früheren Hochwasservorgängen— bis zur Geéegenwart— vorhanden oder zu beschaffen Sind, Pb. fernerhin nach Ablauf jedes Hochwassers der Centralstelle geliefert werden. Vergleichend kritische Bearbeitung dieses statistischen Materials; Veröffentlichung der in zusammenfassender Beschreibung, in tabel- larischen und graphischen Darstellungen nieder— zulegenden Ergebnisse. 3. Hydrologische Untersuchung der einzelnen Hochwasser; insbesondere a. Ermittelung des ursächlichen Jusammenhangs Zzwischen den ombrometrischen, geologischen, orographischen, hydrographischen, kulturellen und wasserbaulichen Verhältnissen der einzelnen Theile des Stromgebietes und dem Auftreèten der Hochwasser im Rhein, b. Untersuchung der Stromverhältnisse des Rheines Selbst, soweit sie auf den Verlauf und die In- tensität der Hochwasser bedingenden Einfluss haben. 4. Meröffentlichung der Ergebnisse dieser Untersuchungen und der daraus zu ziehenden Schlüsse hinsichtlich der Art der Fortpflanzung der Hochwasserwellen im Rhein, eventuell Auf, stellung der Grundlagen für Hochwasservoraus- Sagen. II. Von den Einzelstaaten zu beschaffende Materialien. Zu J. Ziffer 1. a. Alsbald nach Einrichtung der Centralstelle: die über seither stattgehabte Hochwasser von den wichtigeren Pegelstationen vorliegenden Auffeich- nungen; b. künftighin jeweils nach Ablauf eines Hochwassers: die möglichst genauen Aufzeichnungen über die Wasserstandsbewegungen der Hochwasserperiode für alle wichtigeren Pegelstationen. Ueber das dabei einzuhaltende Verfahren, wo— bei auch die Anwendung selbst registrirender Pegel in's Auge zu fassen wäre, sowie über die Art der Darstellung— tabellarisch und graphisch — würde auf bezügliche Vorschläge der Central- stelle s. Zt. eine Verständigung unter den Wasser— baubehörden der Einzelstaaten zu treffen sein. Ziffer 2. a. Eine auf gründlicher Untersuchung beruhende Nachweisung über die Lage der Pegelnullpunkte und die Beschaffenhèeit der Pegelskalen, insbeson- αρ VI Vorwort. dere auch über alle seit Errichtung der Pegel- stationen vorgekommenen Veränderungen. (Vgl. Ziffer 1 lit. e der Anleitung zur Samm- lung und Bearbeitung der Materialien für die Untersuchung der Rheinstromverhältnisse— An—- lage I zu dem Protokoll No. 1.) b. Jusammenstellungen über die gemittelten Monats- Sommer- und Winter- und Jahreswasserstände, sowie der extremen Wasserstände für jede der in Betracht zu ziehenden Pegelstationen— nach einem s. Zt. von der Centralstelle zu entwerfenden und von den Wasserbaubehörden der Einzelstaaten zu vereinbarenden Programm. c. Eine Sammlung von Nachrichten und Feststel- lungen auf Grund vorhandener Marken über Hoch- wasserstände aus früherer Zeit,— vor Beginn regelmässiger Pegelbeobachtungen. d. Angaben über stattgehabte natürliche und Kkünst- liche Veränderungen im Strombett und im Hoch-— fluthprofil, welche auf die Wasserstände an den Pegeln eine erhebliche Wirkung geäussert haben können. Etwa vorhandene Ermittèelungen über das Mass solcher Wirkungen wären mitzutheilen. Litfer; Manches der für die hydrologischen Unter- suchungen erforderlichen Materialien wird schon in der hydrographischen Beschreibung— Liffer I Anlage Iůzu dem Protokoll No. 1— enthalten sein, Anderes aus der Behandlung der unter B, IJ, III und IV des Mannheimer Protokolls verzeich— neten Fragen sich ergeben. Zur Erhebung der ombrometrischen Verhältnisse dienen die Ver— öffentlichungen der meteéorologischen Institute, und in dièser, wie auch in anderer Hinsicht wird die Literatur der genannten wissenschaftlichen Ge- biète resp. der Landeskunde zum Studium heran— zutiehen sein. Ob und wWelche weiteren Materialien dann von den Einzelstaaten noch zu lièfern sein möchten, wird sich erst béèurtheilen lassen, wenn die hydro- graphische Beschreibung des Rheinstromes und seiner wichtigsten Nebenflüsse vorliegt und wenn die mit der Untersuchung der Hochwasseèrerschei— nungen zu betrauende Centralstelle in den speciell hydrologischen Theil dieser Untersuchungen ein— getreéten sein wird. Die Einrichtung ist mit dem Jahresbeginn 1886 in's Leben getrèeten, nachdem die Hilfskräfte des Central- bureaus entsprechend verstärkt worden waren. In Vollzug der Bestimmung III der Beschlüsse der Reichskommission und J, Liff. b des Programms sind in einer auf Einladung des Vorstandes des Centralbureaus am 30. Mai/1. Juni zu Biebrich stattgehabten Berathung von Vertrètern der leitenden Wasserbaubehörden der deutschen Rheingebietsstaaten Bestimmungen betref— fend die Beobachtungen und Aufzeichnungen über das Auftreten und den Verlauf der An— schwellungen in den grösseren Gewässern des deutschen Rheingebietes“ vereinbart worden und nach erfolgter Genehmigung der genannten Behòörden in Kraft getreten. An einer Anzahl Pegelstellen am Khein und an den wichtigeren Nebenflüssen werden demnach bei allen er— heblicheren Anschwellungen die Wasserstandsbeweg- ungen in besonders sorgsamer und in einheitlicher Weise béeobachtèt und aufgezeichnet, und zwar sind hierzu be— stimmt worden am Rhein 3z Pegelstellen oberhalb Basel, 16 0 Zzwischen Basel und Mannheim, 5 0 5 Mannheim und Mainæ, 4 0 Mainz und Bingen, 3 0 Bingen und Coblenz, 4 0 Coblenz und Cöin, 0 Cöln und Emmerich, —1 zus. 42 Pegelstellen. Ferner an den Nebenflüssen, und zwar an der Wutach1, an der Wiese 2, an der Elz 2, an der Kinzig i. Schw. 3, an der Ili mit dem Kraftbach und der Breusch 5, an der Rench und an der Murg je 1, am Neckar mit Kocher und Jagst 12, am Main mit Regnitz und Tauber 16, an der Nahe 1, an der Lahn 4, an der Mosel und Saar 7, an der Sieg und an der Ruhr je 1, endlich an der Lippe 2, zusammen 59, im Ganzen also 42 59 101 Pegelstellen; davon liegen 29 in Preussen, 12 in Bayern, o in Würt- temberg, 26 in Baden, 10 in Hessen und 15 in Elsass- Lothringen. An diesen Pegeln, bei deren Auswahl hauptsäch- lich die Lage der Mündungen der Zuflüsse massgebend Waär, werden während Anschwellungen zu bestimmten Stunden dreimal, viermal und zwölfmal deés Tages— je nach dem Mass des Wachsens und der Wasserhöhe— genaue Ablesungen vorgenommen; dabei wird besondere Sorgfalt darauf verwendet, dass, wenn nach den Witte— rungsverhältnissen eine Anschwellung zu erwarten ist oder schon Nachrichten hierüber aus dem oberen Gebiet vorliegen, der Beginn des Steigens möglichist sicher fest- gestellt, und dass ferner genau ermittelt wird, um welche Jeit die steigende in die fallende Bewegung übergegangen ist, wie lange der Stillstand gedauert und welches Höchst- mass der Wasserstand erreicht hat. Zu diesem Zweck wird an den kleineren Flüssen auch stündlich beobachtet. Die Aufzeichnung der Beobachtungen geschieht in Ta— bellen und in graphischen Darstellungen nach verein- bartem Muster. Neben den Wasserstandsaufeichnungen sind noch Angaben zu machen über die Witterungsver— hältnisse, insbesondere Richtung und Stärke des Windes und Niederschläge, über Trübung des Wassers, über Be— schaffenheit der Oberfläche des Flusses, über treibende Gegenstände, über Eisverhältnisse und dergl. Die auf Grund dieser Bestimmungen seither in beträchtlicher Zahl *Veröffentlicht im Centralblatt der Bauverwaltung, Jahrgang 1886. Noe5r S858/ ü kk⸗ Vorwort. VII beim Centralburèau eingelaufenen Wasserstandstabellen und graphischen Darstellungen sind hier einstweilen ge— sammelt und geordnet worden und für die künftige Be- arbeitung aufbewahrt. Die nächste Aufgabe des Centralbureaus musstèe darin bestehen, eine Darstellungsweise der Hochwasseérerschei— nungen zu finden, wie sie deém thatsächlichen Material und dem Iweck der beabsichtigten Untersuchungen best— möglich entspricht. Dies konnte nur an Hand der ein— Schlagenden Literatur geschehen und die Entscheidung nur auf Grund mehrfacher Versuchsarbeiten getroffen werden. Da dem Centralburèeau aber von der Reichskommis— sion 1886 auch die Bearbeitung einer hydrographischen Beschreibung des Rheingebietes übertragen worden ist, haben die Arbeiten zur Untersuchung der Hochwasserver— hältnisse inzwischen nur langsamen Fortgang genommen; sie mussten behufs Förderung jener dringenderen Arbeit bald ganz eingestellt und konnten erst nach erfolgter Herausgabe des Werkes Der Rheinstrom und seine wich- tigsten Nebenflüsses“* wieder aufgenommen werden. In *Berlin, Ernst& Korn 1889. NKarlsruhe, im März 1891. dieèsem Werk ist auch Manches schon behandelt, was in dem obenstéehenden Arbeitsprogramm— insbesondere unter Liff. 3— vorgeséhen ist. Die Beschreibung der gewählten Art der Darstellung und deren Begründung bilden nun den Inhalt des hier Vorliegenden IJ. Heftes. Einige Probeblätter der graphi- schen Darstellung hatten der Reichskommission vorge- legen und deren Billigung erhalten. Mit der im II. Heft gegebenen Schilderung und Dar- stellung der Hochwasser von 1824, 1845, 1852, 1876 und 1882/83 ist zunächst der Bestimmung in I, Liff. na des Arbeitsprogrammes entsprochen. Ausgewählt wurden die bedeutenderen Hochfluthen des gegenwärtigen Jahr— hunderts, soweit über deren Verlauf noch die nöthigen Anhaltspunkte aufzufinden waren. Es liegt in der Absicht, neben den nunmehr zu be— ginnenden Untersuchungen, die künftigen Hochwasser— erscheinungen jeweils möglichst bald in gleicher Weise in ihrem Verlauf darzustellen und zur allgemeinen Kennt- niss zu bringen. Honsell. IHHalts er(ins LKleft Seite Seite Einleitüngggg 8888 Darstellung des zeitlichen Verlaufes......8 5 dee nn ſlien RaSüns nach eitz ünd seEs.... 898 Aeussere Form und Einrichtung.·.· Darstellung nach Lemoine und de Prèaudeuuuuu 6 BEIisBiIiIliliiCC( 38 RRR Erfordernisse für die Darstellung der Rheinhochwasser8 Hiezu die Tafeln: IJ. Verlauf der Hochfluth des Rheins vom NovemberDezember 1882, dar— III. Wasserstandsbewegung des Rheins im November-Dezember 1882, dar— gestellt durch hydrograde Karten. gestellt dureh Curven gleicher auxigrader Coten. II. Wasserstandsbewegung des Rheins im November-Dezember 1882, dar— IV. Art der Darstellung für den Verlauf der Hochwasser im Rheingebiet. gestellt durch Curven gleicher hydrograder Coten. ———ꝛůꝛ— 4E 8 Seite Seite Hochwasser im Oktober-November 1822 3 HOeDFasse füni 87006w6w6...... Hochwasser im März-April 18gagꝓ399999 ũ—10 Hochwasser im November-Dezember 1882ꝛ2222: 306 Hochwiasser im September 182. 16 Hochwasser im Dezember 1882—Januar 188 406 Hochwasser im Febrüar⸗März 187/ 222 Eebesieht der Sersüinb.... 3 Hiezu die Tafeln: I. Hochwasser des Rheins und seiner wichtigeren Nebenflüsse vom V. Hochwasser des Rheins und seiner wichtigeren Nebenflüsse vom Oktober-November 18 Juni 1876. II. Hochwasser des Rheins und seiner wichtigeren Nebenflüsse vom VI. Hochwasser des Rheins und seiner wichtigeren Nebenflüsse vom März-Rpril 1845. November-Dezember 1882. III. Hochwasser des Rheins und seiner wichtigeren Nebenflüsse vom VII. Hochwasser des Rheins und seiner wichtigeren Nebenflüsse vom September 1852. Dezember 1882 Januar 1883. IV. Hochwasser des Rheins und seiner wichtigeren Nebenflüsse vom Februar-März 1876. G. Braun'sche Hofbuchdruckerei. Karlsruhe. Untersuchung der Hochwassèérveérhältnisse Deutschen Nheèingebiet. I. Heft. ens e er e für den Verlauf der Hochwasserwellen Nach Anleitung des Vorstandes des Grossh. Bad. Centralbureaus für Meteorologie und Hydrographie M. Honsell Baudirektor, vorsitzender Rath der Grossh. Bad. Oberdirektion des Wasser- und Strassenbaues Professor an der Technischen Hochschule Karlsruhe bearbeiteéet von dem vwissenschaftlichen Hilfsarbeiter deés Centralbureaus M. von Tein Königlich Bayerischer Staatsbauassistent. 8 + Mit 4 Tafeln. Einleitung.— Bei jeder Untersuchung von Erschei— nungen in der Natur— gleichviel ob ein rein wissenschaft- licher oder ein vorwiegend praktischer Zweck verfolgt wird—, muss das erste Bestreben dahin gerichtet sein, das Thatsächliche nicht nur so viel immer möglich Vollkommen kKlar zu legen, sondern auch in einer Weise zur Darstellung zu bringen, welche im Hinblick auf die Zièle der Untersuchung es ermöglicht oder erleichtert, das Wesentliche der Erscheinung rasch und klar zu über— Ssehen. Sehr oft gelingt es, das thatsächliche Material in Solcher Bearbeitung zur Untersuchung zu stellen, dass das Geésetzmässige des Vorganges sich daraus schon erkennen oder doch in seinen Hauptzügen vermuthen lässt, und nicht selten ist damit die Aufgabe selbst schon zu einem Theil gelöst. Die Hochwasser— die Entstehung, das Anwachsen, die Fortpflanzung der Fluthwellen— gehören, zumal im höheren Binnenlande, zu jenen ephemeren Naturerschei- nungen, die nur unsichere, bald vergängliche Spuren zurücklassen. Die systematischen Beobachtungen und Aufeichnungen über die Wasserstandsbewegungen bilden das einzige Mittel, um den thatsächlichen Verlauf sicher festzustellen. Wie es mit den Wasserstandsaufzeichnungen im deutschen Rheingebiet beschaffen, ist in dem Rhein- Werk“*, Abschnitt VII, dargelegt. Dem dort Mitgetheilten ist eine sorgsame Untersuchung der Pegelverhältnisse und eine kritische Prüfung und Sichtung der Wasser— standsstatistik vorangegangen, so dass für unsere Unter— suchungen ein zuverlässiges Material vorliegt,— für die früheren Hochwasservorgänge allerdings nicht in der wünschenswerthen Vollständigkeit— und es ist Vorsorge getroffen, dass die künftigen Hochwasser überall auf das Sorgsamste beobachtèet werden. Bei der Ausdehnung des Rheinstromgebiètes, der reichen Gliederung des Stromsystemes, der Vielgestalt Seiner Oberflächenformen und der klimatischen Beding- ungen wachsen nun aber die zur Feststellung auch nur einer einzigen Hochwassererscheinung heranzuziehenden Wasserstandsaufzeichnungen zu einem überaus umfang- S * Abgekürzte Benennung für das oben, Seite VII erwähnte Werk: der Rheinstrom und seine wichtigsten Nebenflüsse—, in folgenden Verwei⸗ sSungen mit R. W. bezeichnet. reichen Material an, das zunächst einer zusammenfassen- den Bearbeitung bedarf, um den Vorgang in seinen Hauptzügen überschauen zu können. Die graphische Darstellung ist die hiefür geeignetste Form, geradezu unentbehrlich dann, wenn verschiedene Hochwasser einer unterworfen werden Vergleichenden Untersuchung sollen. Aber auch für die einzelnen Bewegungserschei— nungen empfiehlt sich das Diagramm- Bild als Grundlage und Ergänzung der beschreibenden Darstellung. Der graphischen Darstellung ohne weitere Bearbei— tung zugänglich sind die drei Elemente der Wasser— Standsbewegung: die Lage des Beobachtungsortes, àausgedrückt durch seine Entfernung von einem Anfangs- punkt der betreffenden Flussstrecke, der Leitpunkt der das Mass Zeobachtung und der Erhebung des Wasserspiegels über einem Festpunkt. Durch die Darstellung mittels eines Coordinatensystemes in der Ebene können je zwei dieser Elemente gleichzeitig zur Anschauung gebracht werden, woraus sich drei Dar- stellungsweisen ergeben: I. nach Zeit und Mass, 2. nach Ort und Zeit, 3. nach Ort und Mass. Die erste, allgemein gebräuchliche Darstellung giebt die Wasserstandsbeweégung an den einzelnen Beobach— tungsstellen— sogenannte Pegelkurven—, die zweite den zeitlichen Verlauf einer Wellenbewegung, die dritte gewissermassen das Längenprofil derselben für einen be— stimmten Zeitpunkt. Es liegt nun nahe, vor der Entschliessung darüber, Ob die sämmtlichen drei Darstellungen, oder welche hie— von für unsere Untersuchungen nothwendig, und wie sie 2weckmässig anzuordnen sind, Umschau zu halten, wie man anderwärts bei ähnlichen Untersuchungen ver— fahren ist. Durch die deutsche Fachliteratur sind Hoch— Wasseruntersuchungen bisher nur in bescheidener Zahl bekannt geworden, obschon in Dèeutschland, wie in Oester— reich nicht wenige Hydrotekten mit dem Gegenstand sich befasst haben. Untersuchungen mit dem praktischen Jweck, den Jeitpunkt des Eintreffens einer aus dem oberen Flussg ihres Ansteigens an einer bestimmten Stelle vorauszusagen, ebiet angezeigten Fluthwelle und das Mass 1* σ —— 4 Darstellung von Ritter. sind veröffentlicht von Maass für die Elbe bei Barby“, von Harla cher und Richter für die Elbe bei Tetschen“*“* und von der Kgl. Preussischen Rheinstrombau— Direktion für den Rhein bei Andernach“““. Diese ver— dienstvollen Arbeiten werden, insbesondere die letztge- nannte, bei der Untersuchung der Rheinhochwasser 2zu benützen sein; für die hier in Frage stéhende Entschei— dung über die zweckmässigsteé Art einer übersichtlichen Darstellung des thatsächlichen Verlaufes der Hochfluthen liefern sie aber keinen Anhalt, weil es sich bei jenen Untersuchungen für die Elbe um ziemlich einfache Ver— hältnisse handelte, bei jenen für Andernach aber ebenfalls nur die Aufzeichnungen von einer kleineren Zahl von Pegelstellen zu Grundeé gelegt worden sind, so dass das Bedürfniss, die Bewegung der Fluthwellen zunächst bild- lich zu verdeutlichen, nicht vorlag. Das Gleiche gilt von den epochemachenden Studien 3elgrand's über das Seinegebiet. Auch dort sind die Verhältnisse des Wasserhaushaltes denen des Rhein- gebietes gegenüber einfach gestaltéet und die Erschei- nungen der Fluthwellenbewegung sind aus dem Tabellen— material in Verbindung mit den sogenannten Pegelcurven genügend klar zu übersehen. Dies trifft auch auf die anderen Flüsse Frankreichs zu, für welche nach dem Vorgang an der Seinè die Grundlagen für Hochwasser- voraussagen auf empirischem Wege gesucht worden, theilweise auch gefunden sind. Mehrere französische Ingenièeure haben sich aber be— sonders damit befasst, einen verwickelten Hochwasser- vorgang durch graphische Darstellung zur Anschauung zu bringen und Vorschläge veröffentlicht, die eine nähere Beétrachtung verdienen. Darstellung von Ritter.— Von dem Ingénieur en chef des ponts et chaussées Charles Ritter rührt die bis jetzt einzige Abhandlungſ her, die sich ausschliesslich mit der Darstellung der Wasserstandsbeobachtungen befasst. Ritter sucht diese Aufzeichnungen an den verschiedenen Pegelstationen eines Gewässers zunächst durch Einfüh- rung eines einheitlichen Vergleichsmassstabes von den Ungleichheiten zu befreien, welche sich aus der Ver— schiedenheit der Höhe der Nullpunkte und des Verhält- nisses zwischen der Wassermenge und der Beschaffenheit des Flussprofiles beziehungsweise der betreffenden Fluss- strecke überhaupt ergeben. Als solchen Vergleichsmass- stab wählt Ritter entweder den an der Station jemals beobachteten grössten Wasserstandsunterschied— d. i. das Mass zwischen dem bekannt höchsten()) und dem * Ueber die Vorausbestimmung des Wasserstandes der Ströme, insbesondere des Wasserstandes der Elbe bei Barby.— Zeitschrift für Bau— wesen. Jahrg. XXXI. ** Mittheilungen über eine einfache Ermittlung der Abflussmengen von Flüssen und über die Vorherbestimmung der Wasserstände.— All- gemeine Bauzeitung. Wien. 1886. * Versuch zur Vorherbestimmung des Wasserstandes am Pegel bei Andernach. Coblenz. Exposé d'un mode de notation et de représentation des obser- vations hydrométriques.— Annal. d. p. e. ch. 1880. ſer sem. bekannt niedrigsten(e) Pegelstand- Hydromodules(u), oder den an der betreffenden Station während der darzu- steèllenden Hlutherscheinung beobachteten grössten Wasser- standsunteèrschied, also das Mass zwischen dem im Ver— lauf des Hochwassers beobachtèten Höchststand(C,) und dem Pegelstand bei Beginn der Anschwellung(C). Je nachdem die eine oder andere Vergleichshéöhe(ds oder C,— C) angenommen wird, kann jeder an einer be— stimmten Station zu einer bestimmten Zeit beobachtete Pegelstand- Cote hydrometrique«(C)— ausgedrückt werden entweder durch das Verhältniss von C2zu d, wobei Cvom bekannt niedrigsten Stand(e) aus zu rechnen ist und in Procent von angegeben wird, oder durch das Verhältniss von Czu C,— Co, wobei C von C, an zu reéchnen und in Procent der Anschwellungshöhe 8 8 9 7 8 C C,— C auszudrücken ist. Die Verhältnisszahl 100 nennt Ritter»Cote hydrogradee(V), die Verhältnisszahl 10⁰ U»Cote auxigrade«(A). Die hydrograden Coten bezeichnen demnach die Hõhe und auch die Mächtig- Kkeit, welche eine Anschwellung an einer bestimmten Be— obachtungsstelle in einem gegebenen Augenblick erreicht hat sowie ausserdem den höchsten Wasserstand, der im Verlauf dieser Anschwellung daselbst beobachteét wurde; die auxigraden Coten dagegen das Mass, wie weit in einem gegebenen Augenblick eine Flutherscheinung an einer be- stimmten Beobachtungsstelle vorgeschritten oder bereits wieder zurückgegangen ist. Die hydrograden oder auch auxigraden Coten gleichzeitig beobachteter Wasserstände werden nun in eine Flusskarte, und zwar in Zahlenform je an die betreffende Pegelstelle eingetragen, sodann gruppenweise, etwa in den Grenzen von o bis 10, 10 bis 20 u. s. W., zusammengefasst und in jeder Gruppe wird der Flusslauf mit einer bestimmten Farbe überlegt. Als Trennungsstelle der Gruppenfarben gilt im Allgemeinen die Mitte zwischen benachbarten Pegelstellen, deren Coten Mündet aber auf der Flussstrecke zwischen beiden Stationen ein Seiten- zwei verschiedenen Gruppen angehören. gewässer von unverkennbarem Einfſuss auf die Wasser— standsbewegung des Hauptflusses am stromab, nicht aber gleichzeitig an dem zunächst stromauf gelegenen Pegel, und ist demnach die Annahme berechtigt, dass die Cote der oberen Pegelstation bis zur Mündung des Seiten- gewässers annähernd unverändert bleibt, so liegt in diesem Falle die Trennungsstelle der Gruppenfarben an der Ein- mündung des Seitenflusses. Mittels solcher Karten erhält man eine übersichtliche Darstellung des Zustandes der Fluthbewegung im ganzen Flussgebiet, jedoch in einer Karte immer nur für einen einzigen Zeitpunkt. Um also ein Bild des zeitlichen Fort- schreitens der Bewegung zu gewinnen, sind eine Anzahl derartiger Karten herzustellen. In ihrer Gesammtheit stellen die hydrograden Karten die Höhenmasse dar, welche eine Anschwellung an den verschiedenen Pegel- stationen eines Flussgebiets jeweils in einem bestimmten Jeitpunkt erreicht hat; die auxigraden Karten lassen haupt- Sächlich erkennen, wie weit eine Flutherscheinung in einem Darstellungen von Kleitz und von Sonné. 5 gegebenen Augenblick vorgeschritten oder wieder zurück- gegangen wWar. Die hydrograden Karten, da sie für die darzustellenden Hochwasservorgänge denselben Massstab- Hydromodul — voraussetzen, erscheinen für die vergleichende Unter- suchung verschièdener Hochfluthen beésonders gèeignet; nicht so die auxigraden Karten, deren Vergleichshöhen für jede Hochwassererscheinung sich wieder anders ge— stalten. Die auxigraden Coten bringen dafür das ver— schiedene Verhalten ein und derselben Hochwasserwelle in den verschiedenen Gewässern béziehungsweise Strom— strecken zur Geltung. Trotz ihrer unverkennbaren Vorzüge unterliegt die Anwendung — der Ritter'schen Methode für die Darstellung der Hochwassererscheinungen im Rheingebiet den erheb- lichsten Bedenken. Iwar wäre Angesichts der Verschieden- heit der Lage der Pegelnullpunkte und der Profilverhält- nisse an den Pegelstellen die Verfolgung der Wasserstands- bewegungen mittels hydrograder oder mittels auxigrader Coten auch hier sehr erwünscht. KAllein die Anwendung der hydrograden Coten setzt voraus, dass die beiden Be- grenzungen des Hydromoduls, also einerseits die bekannt niedrigsten, anderseits die bekannt höchsten Wasserstände der Beobachtungsstellen in der ganzen Ausdehnung des Stromlaufes und in den Nebenflüssen in die gleichen Zeit- abschnitte fallen, und die Darstellung mittels auxigrader Coten, dass eine Hochwassererscheinung sich, wenn auch in verschiedenen Stärken, über den ganzen Stromlauf, sogar auf alle Gewässer des betrachteéten Gebietes aus— dehne. Diese Voraussetzungen treffen nun aber auf den Rheinstrom und auf seine Nebenflüsse nicht zu. In den Verschiedenen Stromstrecken sind hier die niedrigsten Wasserstände in verschiedenen Jahren eingetreten und noch mehr gilt dies von den Höchstständen; und es ist nicht selten, dass bei einer Hochwassererscheinung bald der bald jener grössere Seitenfluss gar nicht betheiligt ist, ja dass ein gewaltiges Hochwasser des Oberrheins im Unterrhein nur als mässige Anschwellung ankommt, oder dass nur im Mittel- und im Unterlauf ein bedeutendes (Vergl. Abschnitt VII des Rhein- Unter solchen Umständen ist es nicht möglich, Hochwasser auftritt. Werkes.) einen zur vergleichenden Untersuchung verschiedener Hochfluthen geeigneten Hydromodul an den verschiedenen Beobachtungsstellen zu finden und die Darstellung mit auxigraden Coten würde nur ein Zerrbild der Fluthwelle liefern können. Was aber den Gebrauch der Ritter'schen Darstellungs- weise für den hier vorliegenden Zweck allein schon aus— schliesst, ist die grosse Anzahl der Karten, welche erforder- lich wären, um eine Hochwassererscheinung zur Darstel- lung zu bringen. Ein Hochwasser im Rheingebiet erstreckt sich über 10 Tage; während dieser Zeit müssen, wegen der Wirkung der zahlreichen Seitenflüsse, mehrmals täg- lich, ja in der einen oder anderen Flussstrèecke sogar stünd- lich die Wasserstände beobachtet werden, um überall die Höchststände nach Mass und ZLeit genau zu verzeichnen. Sollte nun dieses Material durch Ritter'sche Karten wieder- gegeben werden, so würde sich die für eine einzige Fluth- erscheinung erforderliche Kartenzahl auf 100 und mehr er- geben, und zwar je für die hydrograde, wie für die auxi- grade Darstellung. Es ist einleuchtend, dass bei solcher Jahl der Einzelbilder nur überaus mühsam das Gesammt—- bild der Erscheinung gewonnen werden kann. Für ein ausgedehntes Stromgebiet und solch vielgestaltige Ver— hältnisse, wie sie hier vorliegen, vermag die Ritter'sche Meéethode die nöthige Uebersicht nicht zu geben. Um indes die Methode hier doch zur Anschauung zu bringen und zugleich zu zeigen, wie die Herstellung von Ritter'schen Karten, wenn die Bewegung der Fluth- welle nur von Tag zu Tag in einer Karte festgehalten werden wollte, für die Darstellung einer Rheinhochfluth durchaus unzulänglich wäre, sind die hydrograden Karten —Tafel J— für die Hochwassertage vom 24. November bis Als für den Hydromodul sind die an jeder Pegelstation jeweils 1. Dezember 1882 bèearbeitet worden. Grenzwerthe beobachtéeten höchsten und niedrigsten Wasserstände be— nützt. Aus diesen Karten, welche je für die Mittagsstunde des betréffenden Tages aufgestellt sind, ist— soferne man beispielsweise nur den Rhein zwischen Speyer und Worms und den Neckar unterhalb Heidelberg in Betracht zieht 24. 275 durchlaufen zwei Hochwasserwellen den untèren Neckar, — Folgendes zu ersehen: am und November an welch' beiden Tagen zu Heidelberg sowohl wie zu An- schwellungen veranlassen auch zu Worms Hochstände, Mannbeim jeweils ein Maximum eintritt. Diese die in den Karten am 25. und 28. zum Ausdruck Kkommen, Wiewohl der zweite Scheitel schon am 27. Novemberſ 6p beobachtet worden ist. Bei fallendem Neckar steigt als- dann ziemlich stetig eine oberrheinische Welle auf, die am 1. Dezember in Speyer und Mannheim die Scheitelhöhe erreichte, und für welche die hydrograde Karte in Worms keinen weiteren Hochstand, sondern nur einen Beharrungs- stand erkennen lässt, indes am Vormittag des 1. Dezember in der That eine, wenn auch nicht erhebliche Scheitel- bildung am Wormser Pegel beobachteét worden ist. Schon hieraus ist ersichtlich, dass die Karten, wenn sie nur ein— malige Tagesbeobachtungen verzeichnen, oft wesentliche Bewegungserscheinungen gar nicht erkennen lassen. Darstellungen von Kleitz und von Sonne.— In seiner Abhandlung, betitelt Notè sur la théorie du mouvement non permanent des liquides et sur son application à la propagation des crues des rivières* bringt der Inspecteur général des ponts et chausées Kleitz für die Unter— suchung über den Verlauf der Hochwasserwellen die Darstellung mittels Isoplethen in Anwendung, und zwar Als Abscissen werden die Zeiten, als Ordinaten die Abstände der Pegel- durch Linien gleicher Wassermengen. stationen aufgetragen und an den Schnittpunkten die Sekundlichen Wassermengen eingeschrieben. Denkt man sich die letzteren nach einer Skala normal zur Coordi— natenebene, also parallel zur-Axe, aufgetragen und Annal. d. p. e. ch. 1877. 26 sem. 6 Darstellung von G. Lemoine und A. de Préaudeau. verbindet die Punkte gleicher Wassermengen durch Linien- züge— Isoplethen— so ergibt sich ein Reliefbild der Fluthwelle(vgl. untenstehende Fig.). Schnitte senkrecht zur XEbene und parallel mit der RAxe geben für einen bestimmten Ort die Curve der sekundlichen Durchfluss- mengen; eine solche Schnittcurve parallel zur EAxe ist das Längenprofil der Fluthwelle für einen bestimmten Jeitpunkt, ausgedrückt durch bewirkte Welle kann dann reècht wohl vollständig in den Jwischenraum zweier benachbarter Curven treffen und demnach überhaupt nicht zur Darstellung kommen. Für die Anwendung auf den Rhein stehen zudem die gleichen Bedenken entgegen, die oben schon gegen die Einführung der hydrograden wie der auxigraden Coten geltend ge— macht sind. Um jedoch auch dieses die Wassermengen. Die Ver— bindungslinie der Berührungs—- punkte AA... von Tangen- ten§a S.... Parallel der- Axeè an die Curven gleicher Wassermengen repräsentirt die Fortpflanzungsgeschwin- digkeit des Hochwassers in Bezug auf das Eintreten der örtlichen grössten Durchfluss- menge; die Aufeinanderfolge der Berührungspunkte Bν. von Tangenten 4½% J%½.. gleich- laufend der LNxe bèezeichnet Verfahren zu kennzeichnen, ist auf den Tafeln IL und III die Wasserstandsbewegung des Rheines während der Win- N 1882/83 durch Curven gleicher hydro- tèeranschwellungen grader und auxigrader Coten zur Darstellung gebracht. Die hydrograden Coten beziehen sich auf denselben Hydro— modul, welcher der Karten- darstellung Tafel Izu Grunde gelegt ist, indem hier für die Bestimmung der Grenzwerthe die Curve der Fortpflanzungs- geschwindigkeit der grössten Durchflussmengen in Be— zichung zur Längsrichtung der Anschwellung. Der Anwendung dieser Methode stéht vor Allem im Weg, dass kaum irgendwo an einem grösseren Fluss, und So auch am Rhein nicht, die Durchflussmengen derart sicher und vollständig ermittelt sind, um für jeden Wasser— stand, auch nur an den wichtigsten Pegelstellen, die ent- Sprèechende sekundliche Wassermenge angeben Zzu können. Es hat desshalb Sonne vorgeschlagen“*, die hydro— graden und auxigraden Coten in der Kleitz'schen Dar— stellung an die Stelle der Wassermengenwerthe treten zu lassen. Man erhält auf diese Art Curven gleicher hydrograder oder auxigrader Coten, in welche sich, da, wie béekannt, diese Höhenzahlen in Beziehung zu den Wasserstandshöhen, also auch dem Höchststand, stehen, die Linie, welche das zeitliche Fortschreitéen des Wellen— scheitels angibt, eintragen lässt. Eine solche Darstellung vereinigt, wenigstens insoweit der Hauptfluss in Betracht kommt, in einem Bild, was durch die hydrograden und die auxigraden Karten Ritter's erst mit Hilfe zahlreicher Blätter zur Anschauung ge— bracht werden Kann: für alle Beobachtungsortèé die Zeit des Auftréetens der Flutherscheinung, Anfangszustand, Höchststand, Intensität und Fortpflanzungsgeschwindig- keit. Indes ist die Einwirkung der Zuflüsse, dèeren Fluth- bewegung ohne das Bild zu verwirren nicht gleichzeitig zur Darstellung gebracht werden kann, nicht Klar er— sichtlich, namentlich dann nicht, wenn man sich nach Ritter darauf beèschränkt, die auxigraden oder hydro— graden Coten in Gruppen von je 10 zusammenzufassen, die gesammte, während der ganzen Anschwellung beob— achtéte Wasserspiegelhebung also nur durch 11 Curven dar⸗ustellen. Eine durch einen Zubringer im Hauptfluss Ueber Hochwasservorausberechnungen. Wochenblatt f. Architekten und Ingenieure. 1884. die gleichen Erwägungen wie dort massgebend sind. Den auxigraden Coten, mittels Welcher das Hochwasser vom November Dezember 1882 zur Darstellung gebracht ist, dienen als Vergleichsmass- stab die Anschwellungshöhen des Höchststandes dieser Flutherscheinung, gemessen einmal vom Februar Nieder- Wasser 1882, dann aber von dem der Anschwellung nur um einige Tage vorausgehenden niedrigen Beharrungs- stand aus. Beide Niederstände entsprechen den von Ritter an die Wahl der Grenzwerthe für die Bestimmung der Anschwellungshöhen geknüpften Bedingungen. Die Curven liegen in Abständen von 10 zu 10 Procent des betreffen— den Vergleichsmassstabes. Kus diesen Darstellungen ist ersichtlich, dass weder mittels der Linien gleicher hydrograder noch auxigrader Coten die sekundären Wellenscheitel zur Darstellung kommen, noch auch die zwischen denselben liegenden Tiefstände. Hierzu würde, wie schon héervorgehoben, die Zahl der Curven erheblich vermehrt werden müssen, wWas wieder mit Rücksicht darauf, dass für die Hochwasser vor 1882 und theilweise für dieses selbst die genauern— stündlichen— Beobachtungen an den meisten Pegel- stationen fehlen, nur unvollkommen durchführbar wäre. Was aber auch für künftige Hochwassèererscheinungen im Rheingebiet die Isoplethenméethode nicht zweckdienlich erscheinen lässt, ist allein schon der Umstand, dass die gleichzeitigen Wasserstandsbewegungen der Nebenflüsse in die Darstellung der Fluthwellenbewegung im Haupt- strom nicht einbezogen werden können. Darstellung von G. Lemoine und A. de Préaudeau. — Während die Darstellungsweise Ritter's mit Hilfe der hydrograden und auxigraden Karten den zeitlichen Fort- schritt wie auch die Intensität einer Hochwassererschei- nung zur Anschauung bringen will, gibt die von den Darstellung von G. Lemoine und A. de Préaudeau. 7 französischen Ingenieuren G. Lemoine und A. de Préau— deau in einer Studie über die Winterhochfluthen 1882— 1883 im Seinebecken“ͤ* mitgetheilte Methode zur graphi— stellen der Nebenflüsse, beziehungsweise auch der Zu— flüsse II. Ordnung, sämmtlich mit ihren Entfernungen von der als unterste in Betracht kommenden Pegelstation schen Auffeichnung der Emmerich eingetragen Hochwasser zwar nur 15 sind, schliesst sich ein 8 BEZEICHVUNG DERHPLüSSͤE MAERZ 1876 3 den zeitlichen Fortschritt Neètz, dessen Horizontal- AHEIMHARE TMECCAR MAIMNLAEM TMosEL Uepf Eeeneeeetheilunè durch die be — ihre Fortpflanzungs- 98 B dG 8 f 8 7 Sdlottis33. N 7 geschwindigkeit 2wi- zeichneèten Entfernungen — 22 schen den Hauptbeobach- beéestimmt ist, während 3 tungsstationen—, diese 2.— die Vertikaltheilung 14 indes in sehr übersicht- er ö gleiche Tagesspalten auf- 5 licher Weise und mit be— Weist, da die ganze Fluth- 5 Fchweinfs 8 f 755 merkenswerth einfachen base erscheinung in dem Zeit- Mitteln an. raum zwischen dem 3. und 8 Die Darstellung ver- ABN18+— 16. März zum Abfluss ge- 8 6—* Wörzdg 892ʃ 3 zeichneèt die aufeinander- 63 langt ist. 3 8 555 8 folgenden Zeiten der Ni FPesgd. 5785——. Die erste oberrhei- Scheitel der Hochwasser- ſhelbr 889 53 nische Welle vom ꝗq. März ; j Wellen des Hauptflusses biedesh.36 vird durch die Aare er- 5—— U 465 23A— 2 f 8 Sowohl als seiner grösse-(4“—.— ſußked regt, pflanzt sich bis zum ren Zuflüsse an den be- S.. e eeSe 05 deutenderen Beobach- W 0 1—— trifft hier mit einer gleich- tungsstationen des Fluss- f zeitigen Neckarwelle, in gebiets mit Hilfe eines ꝗ Aunde ‚ VIEII Mainz am 9. mit einer rechtwinkeligen Coordi—- NVNS Mainwelle, die schon am 5 8 f5——————— 2—— 3 natensystems, in welchem— N 7. in Würzburg gipfelte, 5 die Abscissen die Zeiten zusammen, begegnet des Höchststandes, die R Weiter am 1I. März den 8— U— 5 Ordinaten die Lage der Mafstab der Abscissen Wellenscheiteln der Lahn 5— Bonn 196..——.Aem- 1 Lag— 2 Stationen béstimmen. Fafsteb def ördinaten und Mosel und erreicht * 5 Cöln 153 1Gem-100KM. 8 N Die Lage der Beob- am 13z. die Endstation achtungsstellen ist durch E Emmerich. Inzwischen 1 9545 8. Düsseld.107—— 8 2 8 ihre gegenseitige Entfer— 8 5 ist schon am 7. März ein 5 ö nung in der abgewickel- 6 3 NE neuer Rgheinhochstand 8 0 8 5 85 8 crudend.5 5 7 ten Flussstrècke in Kilo— 5 lüi bei Waldshut— ver⸗ meter ausgedrũckt. Beim** muthlich ebenfalls von 1 1 88 72 71 5 2 Hauptfluss sowohl wie der Aare veranlasst— bei den Zuflüssen werden die Entfernungen der Pegel- aufgetreten. Dieser erreicht am nächsten Tage Alt- stationen sowie der Zuffussmündungen von der unterhalb der letzten Juflussmündung gelegenen Beobachtungs— station ermittélt und auf diese als den Anfangspunkt be—- zogen. Sind für die aufeinanderfolgenden Pegelstationen jeweils die Eintrittszeiten des Höchststandes in ein solches Coordinatennetz eingetragen und der Reihe nach durch einen Linienzug verbunden, so liefert das entstandene Diagramm ein Bild der Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Wellenscheitels; sie ist um so grösser, je steiler der Linienzug gegen die Abscissenaxe sich richtet. Jur Kennzeichnung des Verfahrens ist in der oben— stéhenden Figur der zeitliche Verlauf der Rheinhochfluth vom März 1876 nach der Methode von Lemoine Préèaudeau dargestellt. An ein Schema, in welchem in getrennten Spalten für den Rhein und für seine wichtigeren Neben- flüsse Aare, Neckar, Main, Lahn, Mosel und Lippe die bemerkenswerthesten Pegelstationen und die Mündungs— Etude sur les crues de Ihiver 1882—1883 dans le bassin de la Seine. Annal. d. p. e. ch. 1883. 26 sem. breisach, und pflanzt sich von da mit fast gleichblei- bender Geèeschwindigkeit bis Bingen fort, wo er in der Nacht vom 12. auf 13. März eintrifft. Hochstände des Neckar und Main treffen diesmal zeitlich nicht mit der Rheinwelle zusammen. Der Neckar hat seinen Höchst— stand schon am f0. in Mannheim erreicht, während die Oberrheinische Welle daselbst erst am 11. März eintraf. Der Main veranlassteèe durch seinen Hochstand vom 1I. März — in Würzburg am 10. béeobachtet— eine selbstständige Rheinwelle, die mit der oberrheinischen sich in der Nacht vom 12. auf 13. März zusammensetzte. Die vereinigte Rhein— wWelle triftt am 13. noch mit einem Lahn- und Moselhoch- stand zusammen und bewegt sich dann mit einer Ge— schwindigkeit, etwa gleich der in der Gebirgsstrecke Bingen-Coblenz, abwärts bis Emmerich. Schon diese Darstellung eines einfachen Hochwasser- verlaufes lässt erkennen, dass man hierdurch nicht allein ein übersichtliches Bild der Fortpflanzungsgeschwindig— Kkeit erhält, wie sie sich aus der Lage der Linienzüge er— gibt, welche die Wellenscheitel bedeuten, sondern auch, nν 8 Ertordernisse für die Darstellung der Rheinhochwasser.— Zeitlicher Verlauf. dass die Darstellungsweise recht wohl geeignet ist, den Jusammenhang der Wasserstandsbewegung des Haupt- flusses mit jener seiner Nebenflüsse verfolgen zu können. Ersichtlich wird, wie die in einem Zuflusse ablaufende Hochwasserwelle gleichzeitig, früher oder später als der Scheitel der sich im Hauptfſusse bewegenden Fluthwelle an der Zusammenflussstelle eintrifft und also unter Um- Stãnden die Hochwassererscheinung im Hauptflusse steigert, auch eine selbstständige Wellenbewegung darin erzeugt oder den Rückgang des Höchststandes verzögert. Fast immer ist aber die Art und Weise dieses Zusammen— treffens der einzelnen Fluthwellen entscheidend für den Wasserstand des Hauptflusses und für die Fortpflanzungs- geschwindigkeit des Wellenscheitels, damit also ein über- aus wichtiges Moment der ganzen Flutherscheinung. Die vorwiegende Bedeutung, welche eine übersicht- liche Feststellung des zeitlichen Verlaufs der Fluthwellen für die Untersuchung der Hochwassererscheinungen im Rheingebiet hat, und die unbeschränkte Anwendbar— keit der vorbeschriebenen Darstellungsweise— mag das Stromsystem nun einfach oder reich gegliedert sein und Sehr rèegelmässige oder vielfach wechselnde Wasserstands- bewegungen zeigen— lassen es zweckdienlich erscheinen, diese Art der Darstellung bei der Feststellung des Ver— laufs der Rheinhochwasser zu benützen. Nach der einen und anderen Richtung wird sie hier aber der weiteren Ausbildung bedürfen. Erfordernisse für die Darstellung der Rheinhoch- Wasser.— Die Hochwassererscheinungen des Rheins setzen sich, je nach der räumlichen Ausbreitung, der Lintrittszeit und Dauer der Niederschläge sowie der phy- Sikalischen Gestaltung der überregneten Theile des Strom- gebiets aus einer Reihe von Wellen zusammen, die im alpinen Rhein, auch in den einzelnen grösseren Zu— flüssen des Hoch- und Mittelgebirges entstehen, die theils zusammentreffen, sich zu grossen Hochwasserwellen ver— einigen und eine lange Stromstrèecke durchlaufen, theils getrennt ihren Weg nehmen und dann mehr oder minder schnell abflachen und verschwinden. ſederzeit bietet das reichgegliederte Stromsystem die zedingungen zu mannigfach zusammengesetzten Erschei— nungen: so kann die Fluthwelle eines Jufſusses mit der höchsten Erhebung einer solchen des Rheins zusammen— treffen und sie verstärken oder einem nicht selten vor— kommenden Wellenthal der Rheinfluth begegnen, um es ganz oder theilweise auszufüllen, oder, wie in den meisten Fällen, früher und auch später als der Scheitel des Rheins die Mündung erreichen und dann für sich Hochstände im Strome erzeugen, unter Umständen aber auch nur ein rascheres Steigen oder langsameres Fallen veranlassen als es die Wasserstandsbewegung des Rheins für sich allein bedingte; sie kann endlich vom Rhein aufgenom— men werden ohne erhebliche Wirkung auf dessen Wasser- Standsbewegung. Um alle diese, den Verlauf eines Hoch- Wassers bestimmenden Erscheinungen darzustellen, muss das graphische Bild die wichtigeren Phasen der Wasser- standsbewegung der Hauptgerinne des Stromgebietes er- kennen lassen, insbesondere: Beginn der Flutherscheinung, Hoch- und Niederstände* während derselben, Beharrungs— stände, auffallende Wechsel der Geschwindigkeit im Steigen oder Fallen des Wassers, Rückstauerscheinungen u. A. m. Der Beginn der Flutherscheinung wird beim Rhein in der Regel durch einen Wasserstand bezeich— net, von dem aus nach vorgängigem Fallen oder länger- dauerndem Beharren das erste im ganzen Strom nach- Weisbare Anlaufen erfolgt, bei den Zuflüssen durch einen diesem Rheinstand zeitlich zunächstliegenden Niederstand oder Niederbeharrungsstand. Die Hochstände wäh— rend des Hochwasservorganges haben für die Be- urtheilung der ganzen Flutherscheinung sämmtlich zur Darstellung zu kommen, und zwar nicht allein die höchsten Erhebungen, sondern auch sekundäre Maxima, und unter diesen selbst solche, die zusammenhanglos, also nur an einer Pegelstelle beobachtet werden konnten. Isolirte Hochständeç) Die Niederstände während des Hochwasserverlaufes sind in gleichem Umfang wie die Hochstände in die Darstellung einzubeziehen, jedenfalls aber insoweit, als sie die einzelnen aufeinanderfolgenden Scheitel trennen; es erscheinen daher sowohl sekundäre Minima, als auch»isolirte Niederständes. Beharrungs— stände kommen nur beim Rhein in Betracht, eintreten— den Falls aber sowohl bei Hochständen wie bei Nieder- oder beliebigen Zwischenständen, und ebenso sind die zwischen den Hoch- und den Niederständen vorkommen— den sprungweisen Renderungen im Fallen oder Steigen des Rheins— meist Folge einer wechselnden Seitlichen Wasserzufuhr der Nebenflüsse— erkennbar zu machen. Zeitlicher Verlauf.— Zur Darstellung dieser einzelnen Phasen der Fluthbewegung, und zwar in Bezug auf deren zeitlichen Eintritt und Verlauf benützen wir das Verfahren von LemoinePrèaudeau, das, wie schon angedeutet, einige Aenderungen und Erweiterungen erfahren muss. Als Ausgangspunłkt der Längentheilung, die zur Abscissen- axé des Darstellungsnetzes gewählt sei, wird zur Bestim- mung der Lage der Rheinpegel und der Zuflussmün— dungen der Sèeausfluss bei Konstanz(]itte der Rhein- brücke), zur Ortsbestimmung der Zuflusspegel jeweils die Mündungsstelle des betreffenden Gewässers angenommen. Die Auswahl der zu den Darstellungen beizuziehenden Beobachtungsstellen für das deutsche Stromgebiet erfolgt hierbei nach Massgabe der in der Konferenz zu Biebrich am 30. Mai /1. Juni 1886 getroffenen Vereinbarungen der betheiligten Rheinuferstaaten“*, für den Schweizer Ober- rhein und die Aare je nach den vorliegenden Auf— zeichnungen. Bei den Darstellungen der Hochfluthen vor dem Jahre 1876 kommen die Schweizer Pegelstationen mangels ausreichender Auffeichnungen in Wegfall; unter den „Hochstande und Niederstande sind hier nur im Sinne von Maximum und Minimum gebraucht. ** Vergl. das Vorwort S. VI. Darstellung der Anschwellungshöhen. 9 deutschen Rhein- und Zuflusspegeln ist für jenen Zeit- abschnitt mit Rücksicht auf die vorhandenen mehr oder minder genauen Wasserstandsaufzeichnungen in meéhreren Fällen Auswahl zu treffen. Die Mündungsstellen der Zuflüsse zweiter Ordnung finden nur ausnahmsweise und nur in dem Umfange in den Darstellungen Aufnahme, als diese Gewässer jeweils Wirksam hervorgetreten sind. Die Jeittheilung schliesst die ganze Dauer des Hoch- Wassers ein, vom Abschluss des Niederstandes oder besser Niederbeharrungsstandes, von welchem aus das erste An- laufen erfolgt, bis zum Zeitpunkt des Uebertrittes des Schèitels der Rheinwelle oder— sofern der Hochwasser- veèrlauf sich aus méehreren solcher Wellen zusammensetzt — des letzten bedeutenden Wellenscheitels vom Rhein üher die Reichsgrenze bei Emmerich. In dem hiernach angelegten Coordinatennetz werden nunmehr in gleicher Art, wie Lemoine-Préaudeau bei der Darstellung der aufeinanderfolgenden Eintrittszeiten der Hochstände verfuhren, alle vorhin als wesentliche bezeich- nete Erscheinungsformen des Hochwasserverlaufes ein— getragen, wodurch man für jeden Pegel mehrere Punkte erhält, die zur leichteren Uebersicht mit den zusammen— gehörigen, d. h. die gleiche Phase der Flutherscheinung darstellenden, der zunächst benachbarten Stationen durch Linienzüge verbunden werden. Diese Zusammengehörig- keit festzustellen bildet einen wichtigen Theil der Dar— Stellung; er ist nicht immer einfach zu lösen. Unschwer fällt es zwar, beispielsweise den zeitlichen Eintritt aus— gezeichneter Hochstände durch den ganzen Strom oder grössere Strecken desselben zu verfolgen; dagegen er— hellt nicht ohne Weitéeres der zeitliche Fortschritt eines niedrigen Wellenscheitels in einer Stromstrecke mit über- dies unruhiger Wasserstandsbewegung, wo bedeutende Nebenflüsse einmünden und ausserdéem über den Verlauf der Wasserstände nur zeitlich ungenaue Beobachtungen vorliegen oder Wo ein mächtiger Jufluss im Strome Stau— Wirkungen erzeugt, die dessen Wasserstandsbewegungen Verwischen oder doch unsicher erkennen lassen. In einzelnen Fällen wird es überhaupt nicht möglich sein, zu ein und derselben Fluthwelle gehörige Maxima an benachbarten Beobachtungsorten zu finden, indem dieselben entweder nicht so bedeutend sind, um ihren Einfluss auf längere Stromstrecken hin zur Geltung zu bringen, oder das vorhandene Beobachtungsmateèrial der Nachbarstationen mit nur täglich einmaligen Kufzeich- nungen es nicht zulässt, den Eintritt eines nur wenige Solche Scheitelpunkte werden dann als Isolirte Hochstände- Stunden dauernden Hochstandes zu erkennen. eingetragen, ihr muthmasslicher Zusammenhang mit der Wasserstandsbewegung an den benachbarten Beobach- tungsorten indes jeweils angedeutet. Allgemein gilt, was hnier hinsichtlich der Hochstände bemerkt ist, auch von den übrigen Erscheinungen der Wasserstandsbewegung. Die Darstellung des eitlichen Verlaufesé wird daher nach einer solchen Gruppirung der Bewegungserschei- nungen des Hochwasservorganges in der Regel aus einer Reihe von Linienzügen bestehen, von denen jeweils die zeitlich frühesten jene Punkte zu verbinden haben, die den Anfang der Flutherscheinung in den einzelnen Gewässern des Stromsystems bèzeichnen, während die folgenden ins- béesondere den Verlauf der Wellenscheitel und der in- zwischen liegenden Wellenthäler darstellen. Ein solcher Linienzug bestimmt ferner den Augenblick, wo im Rhein das starke Anschwellen seinen Anfang nimmt, ein Zeit— punkt, der meist mit dem Eintritt der grössten Nieder— schlagsdichte zusammenfällt; ein anderer lässt verfolgen, wann und auf welche Strécke hin die plötzliche Abnahme im Steigen des Stromes, beéewirkt durch Deichbrüche, Verspürt wurde; wieder einer zeigt, wie schnell und wie Weit sich eine in den Rhein ergossene Hochwasserwelle eines Zuflusses fortpflanzt u. s. W. Mit einer Darstellung des Hochwasserverlaufs in dieser erweiterten Form ist die Frage nach Ort und Zeit— wenigstens in soweit die bemerkenswerthen Phasen der Wasserstandsbewegung in Betracht kommen— in erwünschter Vollständigkeit be- antwortet. Darstellung der Anschwellungshöhen.— Man Könnte Versucht sein, eine solche Darstellung zu umgehen, indem das Mass der Anschwellung in der Darstellung des zeit— lichen Verlaufes durch Eintragen in Zahlen an der be— treflenden Stelle ersichtlich gemacht wird; allein ein sol- ches Verfahren würde nur unvollkommenes Auskunftsmittel bleiben, keineswegs geeignet, eine brauchbare Unterlage 2 S für vergleichende Untersuchungen zu lieèfern. Ju einer graphischen Darstellung der Anschwellungshöhen aber, die— wie dies in mancher Hinsicht zweckmässig er— scheint— in Zusammenhang mit dem eitlichen Verlauf, stéeht und dann, wie schon früher angedeèuteèt, die Anwen— dung einer zweiten Darstellungsebene voraussetzt, führt an der Hand der Figur 1 Tafel IV die folgende Be—- trachtung: Die Darstellung des zeitlichen Verlaufes— in der perspektivischen Figur auf der Ebene AMVO durch einen Nieder- und Hochstand a“i&icr bezw. 4½ 6/% 0 zwischen den drei Stationen 4Cverbildlicht— kann als Grundrisszeichnung der Raumlinien à1 cꝗ und d½ aufgefasst werden, dièe entstehen, wenn man über den die Pegelstationen bezeichnenden Ordinaten ale dι, Y%,... die zugehörigen Wasserstandscurven für den gleichen Jeitraum des Hochwasserverlaufs errichtét, und die auf— einanderfolgenden Scheitelpunkte durch Gerade verbindet. 0½ bildet dann beispielsweisèe den Fusspunkt des Lothes von c auf die Darstellungsebene und die Länge c ανιν‘ ũdas Mass der Wasserstandshöhe in c unter der Voraussetzung, dass coε als Basis angesehen werden darf, auf welche sich die Höhen der Pegelcurve coc; bèeziehen; eine gleiche Unterstellung besteht auch bei den bèeiden anderen Curven hinsichtlich der Linien% C, und àe fα Wählt man die zweite Darstellungsebene Cοe nun derart, dass sie parallel sowohl zur Lothrichtung wie zur Längentheilung des„zeitlichen Verlaufes“ liegt und demzufolge die Ent- fernungen der Pegelstationen und die Höhen der zu— gehörigen Wasserstandscurven sich darauf unverzerrt ab- 2 10 bilden, so liefert diese neue Projection eine Darstellung der Anschwellungshöhen an den sämmtlichen Pegel- stationen und zwar für jede beliebige Phase der Hoch- wWassèererscheinung. d1& ci in Figur 1 geben die Wasser- standshöhen an den drei Pegeln A und Cam Beginn der Flutherscheinung, ale Ce C 2ur Jeit der Scheitelbildung. Jur besseren Uebersicht können auch diese Punkte nach Massgabe ihrer Zusammengehörigkeit, wie dies in der Darstellung des zeitlichen Verlaufes geschehen ist, ver- bunden werden, so dass hier Diagramme entstehen, die den Hochwasserverlauf, wie dort nach Ort und Zeit, Sso hier nach Ort und Mass darstellen. die Höhen ein und derselben Pegelcurve auf eine gemein— Beziehen sich nun auch, wie oben bemerkt, samèe aber beliebige Basis, so stéhen doch die Wasser- standshöhen dieser Diagrammèe in keiner gegenseitigen Beziehung; der Basis der Pegelcurve für 5 kommt eine andere Bedeutung zu als jener für A oder C, und die überlegene Höhe des Wellenscheitels in B in Figur 1 lässt noch keineswegs den Schluss zu, dass die Fluth- erscheinung an dieser Stelle auch wirklich ihre grösste Intensität erreichte. Soll aber ein Vergleich der Höhen verschiedener Pegelstationen unter sich ermöglicht werden, 50 müssen die Punkte, von welchen aus die Wasserstands- bewegung an denselben gerechnet wird, im Hinblick auf den betreffenden Hochwasserverlauf die gleiche Be— deutung haben, d. h. es muss zur Bestimmung der An— schwellungshöhen während eines Hochwasservorganges für alle Beobachtungsstationen eine gemeinsame Ver— gleichshöhe bestehen. Von der richtigen Wahl der- selben hängt sehr wesentlich die Deutlichkeit des ent- stehenden Diagramms ab. Die Pegelnullpunkte, welche für die Bestimmung einer Vergleichshöhe aus weckmässigkeitsgründen etwa in Betracht kommen könnten, sind, da die Einrichtung der Rheinpegel unter sich zur Zeit noch eine verschiedene ist“, ausgeschlossen. Unzweifelhaft geeignet für ein Ver- gleichsniveau, weil der geforderten Bedingung mehr oder minder genügend, sind dagegen gleichzeitige, über das ganze Stromgebiet sich ausdehnende Beharrungsstände von längerer Dauer, da während derselben— indem sich Zu- und Abfluss an jeder Beobachtungsstelle an— nähernd die Waage halten— die Wasserstandshöhen sich gegenseitig entsprechen. Ein derartiger allgemeiner Be- harrungszustand pflegt im Rheingebiet erfahrungsgemäss nur bei Niederständen einzutréten, wie solche auf lange- dauernde niederschlagsarme Perioden folgen, wenn gleich- zeitig die alpine Wasserlieferung grössere Einschränkung erfährt. Fast ausnahmslos findet dies in der kalten Jahres- zeit statt, etwa in der zweiten Hälfte des Winters, wann die Schneeschmelze in den Alpen noch nicht begonnen, der Stand der Hochgebirgsbäche daher meist auf ein bescheidenes Mass zurückgegangen ist, aber auch die Speisung der Gewässer des Mittelgebirges eine verhält- nissmässig geringe wird, da dann die Niederschläge nicht selten längere Zeit hindurch ausbleiben oder in fester Vergl. R. W. I. Th. VII. S. 152. Darstellung der Anschwellungshöhen. Form fallen. Und sollte auch in seltenen Fällen der Stand der Gewässer während des Winters durch Schwan— kungen in Folge von aussergewöhnlichen Witterungs— verhältnissen oder von Eisgang gestört sein, dann würde immer noch jener Niederbeharrungsstand am meisten als Vergleichshorizont entsprechen, der zeitlich dem Winter— niederstand am nächsten liegt. Da die durchgreifenden Veränderungen der Gefälls- und Profilverhältnisse, welche insbesondere das Strombett des Oberrheins im Laufe des gegenwärtigen Jahrhunderts erlittenk, auf den Niederwasserstand des Rheins nicht ohne Einfluss geblieben sind, und die Veränderungen im Längenprofil des Stromes noch bis in die neuere Leit fortdauern, so werden den Höhendarstellungen der ein- zelnen Hochwasser dieses Jahrhunderts nothwendig ver— schiedene Vergleichshorizonte zu Grunde zu legen sein, und zwar als Regel der in dem betreffenden Hoch- annähernd Wassèerjahr im ganzen Stromgebiet „leichzeitig beobachtéete niedrigste Winterbe— 8 8 8 harrungsstand. Späteren Feststellungen muss es vor- behalten bleiben, die gegenseitigen Beziehungen dieser verschièdenen Horizonte Klarzulegen, wenn ein unmittel— barer Vergleich der einzelnen Hochwassererscheinungen unter sich dies erforderlich machen sollte.— Um indes schon jetzt näherungsweise die Hòhenentwickelung der verschiedenen Flutherscheinungen vergleichen zu können, wird in den Darstellungen auch der älteren Hochwasser der Niederstand vom Februar 1882 in seiner relativen Lage zur jeweiligen Vergleichshöhe sich eingetragen finden. Dieser Februarstand hat für das gesammte Strom- gebiet des Rheins die Bedeutung eines aussergewöhn— lichen Nièederwassers, würde aber immerhin in früherer Zeit an vielen Pegeln, insbesondere zwischen Basel und Mannheim unter den damals obwaltenden Gefälls- und Profilverhältnissen andere absolute Höhen erreicht haben als zur Zeit seines Eintritts. Die entwickelte Darstellung der Wasserstandshöhen steht zwar, wie schon aus der Herleitung des Verfahrens hervorgeht, mit jener des zeitlichen Verlaufes in enger Verbindung, das beiden gemeinsame Band bildet die Stationirung des Stromes und seiner Zuflüsse; und doch bleibt es, wenn ein einigermassen verwickelter Hoch- Wasservorgang vorliegt, noch mit Schwierigkeiten ver- knüpft, zu irgend einer im zeitlichen Verlaufé vorge— tragenen Erscheinung in der Fluthbewegung das zu- gehörige Mass der Anschwellungé in der Höhendar- stellung zu finden. Denn die sämmtlichen hier vorgetra- genen Ordinaten einer Station fallen durch die Projection je in eine Linie zusammen— 4 ee(e Projiciren sich beide in der Senkreéchten ale aι und 0r 6“. Sowie 65, 6½ in 5% 5½½ u. 8. f.,— sie lassen sich also nur durch das Höhenmass selbst oder durch beigeesetzte Zeichen unterscheiden, und diese Schwierigkeit würde auch nicht wesentlich gehoben, wenn die, gemeinsame Bewegungserscheinungen bezeichnenden Höhenpunkte „Vergl. Beiträge zur Hydrographie des Grossherzogthums Baden. 3. Heft S. 21 u. fl., auch R. W. I. Th. S. 65 und S. 233 u. ff. Ueber äussere Form und Einrichtung.— Beispiel. Verlauf. durch TLinienzüge verbunden würden. ebenso wie im zzeitlichen Vermeidet man nun aber, dass die Pegelcurven sich auf die Ebene der Höhendarstellung C0 als Gerade Projiciren, indem man sie mit ihren Ebenen geneigt statt Senkrecht gegen dieselbe richtet, wodurch dort, wie dies aus Figur 2 hervorgeht, als Projection beispielsweise von 1 20 Q1 d½ α die Curve a“ο ααε αε 3 entsteht und jedem der Curvenpunkte in dem Projectivischen Bild eine eigene Ordinate entspricht, so kann durch die Darstellungsweise selbst das ersichtlich gemacht werden, was vorher nur mittelst Bezifferung oder sonstiger Bezeichnung sich er— Klärt hätte. Während die Darstellung des zeitlichen Ver— laufes durch das jetzt bedingte schräge Ueberschneiden der Netzlinien sich nicht weésentlich ändert, hat das Geésammt—- bild der Hochwasserdarstellung durch Aufnahme der Pegelcurven an Vollständigkeit gewonnen und gibt jetzt Aufschluss, nicht nur über den zeitlichen Eintritt und Verlauf der wichtigeren Bewegungserscheinungen eines und die An- schwellungshöhen, sondern über den vollständigen Verlauf Hochwassers dabei jeweils erreichten der Wasserstandsbewegung an den einzelnen Beobach- tungsorten, der sich eben nur aus den vollständigen Pegel- curven erséhen lässt. Ueber äussere Form und Einrichtung der nach den hier entwickelten Gésichtspunkten ausgeführten graphi- schen Darstellungen ist zu bemerken: Die für Längen, Zeit und Höhen zu Grunde gelegten Massstäbe sind 80 gewählt, dass die Kkleinsten in Betracht kcommenden Mass- einheiten, nämlich für die Längen Kilometer, für die ZJeit Stunden und für Wasserstandshöhen Centimeter noch unter- schieden werden können. Zur Kennzeichnung der ein- zelnen Stadien einer Hochwassererscheinung(der Nieder— stände, Hochstände u. dergl.) dienen Punkteé oder Linien Verschieèdener Zeichnung, und das Auseinanderhalten der Wasserstandsbewegungen des Rheins von jenen der Zu— Bei der Feststellung des zeitlichen Verlaufes der Hochwasser- flüsse wird durch Wahl von zwei Farben beéwirkt. wellen ist namentlich auf Benützung der besonders genauen Beobachtungen Bedacht genommen; demzu— folge ist, da das den Darstellungen zu Grunde liegende Pegelmaterial in dieser Hinsicht ziemlich ungleichwerthig erscheint, manche Beobachtung unberücksichtigt geblieben, WO thunlich aber durch genauere Aufzeichnungen an be— nachbarten Pegeln ersetzt worden. Die graphische Dar- Stellung gibt die Höhenentwickelung der Flutherscheinung Um wWirklichen Pegelhöhen daraus ersehen zu können, werden über dem Vergleichshorizont. nebenbei auch die diese in Zahlen beigesetzt; hierdurch gewinnt man gleich- zeitig ein Mittel, die Güte der einzelnen Beobachtungen in der Darstellung selbst zum Ausdruck bringen zu können, indem diese Zahlen, je nachdem sie ein- oder mehrstünd— lichen oder nur täglich einmaligen Beobachtungen ent- Sprechen, mit verschiedenartigen Ziffern geschrieben werden. Pegelstationen, deren Beobachtungen nur ausnahmsweise in die Darstellung des zeitlichen Verlaufes einbezogen sind, 5979 um hier die minder genauen Aufseichnungen der sonst regelmässig benützten Stationen zu ersetzen, werden ge— trennt von diesen letzteren, und zwar am oberen Rand der Darstellung des zeitlichen Verlaufes namhaft gemacht. Als Schrägungswinkel für die Netzlinien des eitlichen Die Wahl desselben ist von der Rücksicht geleitet, dass diese Darstellung in Verlaufesé ist 60ꝰ angenommen. Folge des spitzen Ueberschneidens der Orts- und Zeit- theilung nichts an Deutlichkeit verliere, gleichzeitig aber die Bilder der Pegelcurven in der Darstellung der An- schwellungshöhen eine solche Breitenentwickelung er— halten, um noch jede wesentliche Veränderung in den Wasserstandsschwankungen daraus ersehen zu können. Beispiel.— Um die Art der Darstellung, wie sie sich hiernach, allerdings erst nach und nach auf Grund von Ver- suchen herausgebildet hat, im Zusammenhang Zzu zeigen, bringt Figur 3 der Tafel IVM einen einfachen, indes alle be- merkenswerthen Erscheinungen umfassenden Hochwasser- Verlauf, und zwar in der nämlichen äusseren Form, die für die Folge bei der Darstellung der Hochwasser im Den Schau— platz des Hochwasservorganges bilde eine Stromstrecke, Rheingebiet in Anwendung kommen soll. begrenzt durch die Pegelstellen A und E, in welcher die beiden Zuflüsse Jund II bei Cbeziehungsweise) münden. Von dem ersten der beiden Zuflüsse komme die Strecke zwischen den Beobachtungsorten& und B, von letzterem Die Dauer der e, den Vergleichs— jene zwischen D und G in Betracht. Flutherscheinung umfasse zehn Ta 2 S massstab für ihre Höhenentwickelung bilde ein niedriger Winterwasserstand, der durch die mit Vergleichshöhe bezeichnete Linie vorgestellt sei, im Uebrigen der Linie Die Höhentheilung des Wasserspiegels über dieser O der Figuren 1und 2 entspricht. gibt jeweils die Erhebung Vergleichshöhe. Das Anlaufen des Stromes erfolgt in der ganzen in Be- tracht kommenden Strecke innerhalb der beiden ersten Tage, am frühesten bei AZur Jeit alr, dann bei und bei, hièrauf bei V, etwas später bei Cund Y, 2zuletzt bei E. Ehéevor aber die Anschwellung zu& ihren Anfang nimmt, wird schon(am zweiten Tage) im Zufluss J bei A, aber erst am nächstfolgenden Tage bei J zur Zeit b'i ein Steigen beobachtèet; ob der Eintritt des Anstéeigens an der Mün— dung Czur Zeit c. wirklich erfolgt, ist mangels einer unmittelbaren Beobachtungsstelle bei Cnicht sicher,“ wird aus b'i in der Regel auf Grund der anderweit be— kannten mittleren Flussgeschwindigkeit abgeleitéet und eingeétragen. Inzwischen hat Zufluss Lim Laufe des 2. und 3. Tages, nämlich zur Zeit d'i Pi f'i g'ihꝰdie ansteigende Bewegung aufgenommen und jetzt beginnt auch das rasche An— schwellen des Stromes, beobachtet in einer Leitfolge, die Die Höhe der Anschwellung des Stromes in diesem Augenblicke durch den Linienzug ale bis bestimmt wird. der Wasserstandsbewegung wird beispielsweise für 4 durch die Erhebung des Punktèes ah über der Vergleichs— Entspricht die Ver—- NNν höhe— durch /½.,— ausgedrückt. 2 gleichshöhe an der Station A einem Wasserstand am Pegel Æ(wobei à als für alle Punkte der Pegelcurve 4 giltig, sich nur an einer Stelle, in der Regel an der letzten Vertikalen, angeschrieben findet), so ist damit gleichzeitig die Wasserstandshöhe von ½ über Null des Pegels A durch Haαe, α bestimmt. In der Frühe des 4. Tages— zur Zeit al.— ist jetzt im Zufſuss Lbei& der Hochstand n“ eingetreten, der nun Jin über der Vergleichshöhe erreicht. Der Wellenscheitel trifft indes erst im Laufe des folgenden Tages zur Zeit b': in Bein und erreicht vermuthlich um t'e die Mün— dung. Fast um die gleiche Zeit(du,) wird, durch diese Zuflusswelle veèeranlasst, an der zunächst unterhalb der Mündungsstelle gelegenen Pegelstation Ddes Stromes ein schwacher Hochstand beobachteèt; nach kurzem Rückgang beginnt jedoch schon in der Frühe des fol- genden Tages(d,) auf's Neue der Anstieg. Der Zufluss II erreicht durchschnittlich einen Tag später wie Jseine Scheitelhöhe; zunächst bei E zur Jeit ge und etwa 12 Stun- den früher als bei J; diese Verfrühung wird dem Ein- flusse des zwischen Nund E mündenden Seitengewässers Erst von E ab wird der Verlauf des Scheitels ein regelmässiger, die Mündung dürfte von dem- Die Fluthwelle auch dieses Zuflusses ist noch nicht sehr bedeèeutend; der zuzuschreiben sein. selben um die Zeit h' erreicht werden. Wasserstand liegt beispielsweise bei Gum /ig“ über der Vergleichshöhe— entspricht daher, wenn der Nullpunkt des Pegels zu G um g unter dem Vergleichsniveau liegt, einem Pegelstand von g˙ + vVeèranlasst durch Rück- stau am Strompegel bei IQnur einen kurzdauernden Hoch- stand(%) in der Frühe des 7. Tages, bei Ydagegen einen von /½ bis Ji, währenden Beharrungsstand. Jetzt hat auch die Anschwellung des Stromes den Höhepunkt erreicht; der Scheitel tritt bei A in der Zeit 4 des 6. Tages ein und erreicht eine Höhe ſ, über dem Vergleichsniveau und noch im Laufe des nämlichen Tages zur Zeit ô; auch bei 5B. Dort war schon Tags zuvor, etwa unter der Wirkung mehrerer Deichbrüche, nicht nur das regelmässige Steigen gestört, sondern vorüber—- gehend sogar ein schwacher Rückgang der Fluthbe— wegung bewirkt, so dass bei ein kurzdauernder Hoch- Beispiel. stand beobachtét werden kKonnte; allein schon gegen Abend(6˙/% tritt von Neuem ein Ansteigen ein; der nun— mehr mit 6“, erreichte Höhepunkt der Fluthbewegung wird nahezu 24 Stunden behauptet und erst mit ôs be- ginnt die rückläufige Bewegung. Die weitere Fortpflanzung des Wellenscheitels des Stromes geht bis E mit grosser Regelmässigkeit von Statten: in Ceigt sich noch ein kurzer Beharrungsstand C' C, in dötritt der Höhepunkt, am 8. Tage, in E zur Zeit e, erst im Laufe des 9. ein. An der unterhalb ge- legenen Station dagegen hatte der Strom in Folge Ein- trèffens einer neuen, nunmehr bedeèutenden Fluthwelle R g“ des II. Zufſusses, der nach kurzem Rückgang bis d g' wieder angestiegen war, schon Tags zuvor bei iã den Scheitel der Anschwellung erreicht, der am nächsten Tage bei C in E beobachtet werden konnte; die am g. von 2 heranrückende Welle„, trifft den Strom bei V schon im Fallen und geht in der vorauseilenden Welle auf. Auch eine zweite Anschwellung des Zuflusses I, die mit ni den Hochstand erreicht und deren Scheitel bei r', im Laufe des 10. Tages den Strom gewinnt, vermag nur dessen Niedergang bis d nach Massgabe von, α der Höhen- darstellung etwas zu verlangsamen. In der gleichen Art, wie dies hier für einen erdachten, einfachen Hochwasserverlauf geschehen ist, lassen sich ohne grosse Schwierigkeiten auch die meist verwickelten Flutherscheinungen im Rheingebiet übersichtlich dar- stèllen, gleichviel, ob die Ablaufdauer derselben wenige Tage oder mehrere Wochen umfasst. Eine Darstellung Solcher Art geéstattèt, den Hochwasservorgang nicht nur in seinen Hauptzügen, also hinsichtlich seiner Dauer, Ausbreitung und Höhenentwickelung im Allgemeinen Sofort zu überschauen, in's Einzelne gehend lässt sie jede wesentliche Erscheinung einer Rheinfluth in ihrer Ent- stehung und Weiterbildung unter der Einwirkung der Wasserzufuhr durch die Zufſüsse des Stromes verfolgen, 50 dass gesetzmässige Vorgänge, insbesondere hinsichtlich des zeitlichen Fortschrittes der Wellenscheitel und dem Masse ihres Abflachens während der Fortpflanzung, un— mittelbar aus der Darstellung ersichtlich werden. WRLAIUE DER HOCHELUTH DES MEINS VIMH VIVEMBER-DECEMBEH 188C. Darbestelt durch Nydroagade Karten uAmd mdl, V zumdi Zulu. R R.rcnd Icrlll. Coπο 9 ZHetil. 0 AndbnlNd cublil . Allains, 58 Hun, Onpf- 24. November 12 à. „ — Hallarl 7* NErumt, 5 8 0 *—8 gN 8 28. November 12 a. 8 ZoiltN nle. u, Lu, umg Ipth 8 55 * Iſnne Aulig, auum, U Hyn ů Elln, 5 2 brlle. Lge N el. A+ mu, 90 C att. ad. 71 Untersuchung der Hochwasserverhältnisse des ftheingebiets Bulel, 2 b4 llu, Ruſſi. I een, iöe i . Heft. Talleer le. 4¹llemn. VI Ei— RN 2 V Vsrell 25. November 12 à. 4 ö ul, Suge— 3 ασAα SHbeen TIunRel. Andl-Nl 22 Cue F Beer B085 Gpo& Zaae DhingN Biu⸗ Onpeli ſine, Cl EIlnten Inol Aſld. 72 A ceko 8. N aemd. 8 Hne b. EAlalb +J. 4. A4 6 5 J¹αt. — ZHlet. N ee, 6 Enm. Kkein 2 ü al en, *98 enN VNaa Slener. Aisel. Nreen. u. e 2 Vardlil. 8 8 5 GRanll, Seg Euel. 29. November 12 à. , Sen —— LohuU EAil.— 3 ben0 0 Sen E Alanl 1 ZAlel.* Qanl Iſetß.*5 8 N I Aut, Alimilx 8 2 Sur zr AMAlh, LSLae,, 8 b2Alun. 5 „Haßli. Ihign. farben-Skala. I0luderüber rh9 bis 100 7 81„ NeNJ 61 Kkein 91 . 9 3¹ 21 1 0 Oudarunter zunbn, Nie⸗ NAlein. Die unterstrichenen Zaßlen berlehen sich auf die Wele im bfal Maſsstab-: Aoodb. ee50 00 50 7% 100 R D ie OAllandll. 8 RN 2 nd,. Aee. Iſcue; Jleun. V N Auuint. 8 + R Vlordll. 2 8 7. — 2 Haodli. Ss N. N Vaulu Adn. SbI Lle, Nos Coο V Baνιν⏑ο Yονuαn 22 Aunν Sml 7 Inν A2 2 Aunmbl VOguam. 3 Sond. * * 26. November 12 à. 27. November 12 à. Za ισ eml 5 7 7 4 — 7 Aldn. gd-l. l, 55 2Rußli. an 6 rluabn Liclin. f. e 30. November 12 à. J. December 12 a. E mdil. ie. 0 Sm9 Illail, EAune, Hüi, umlij 5* Ifl N25 N 7 Allli ceko 2„2 Inlluſ, InidsV Aldi- 0 Im. I 2 8 8 4 AIh 8 M e 2 Æ 52 A Hololl. SCad. * 8 W 1 — 6 77 nmeun ie Sez.v En Kienzle. Lithographie u.Druck von Giesecke& Devrieut, Leipzis u. Berlin, Iyp. Inst.(Kartogr. Abtlilg) Tafel Il. .— Zufl üsse Pegelstationen Aννννi 27˖ PBodensee⸗ ———————— des Rheins 5 ſen 18 19 20 21 22 232, 25 26 27 28 290 30 Maſsstab für die Llängen- l:3 000000. f Hald ssad. Mulenbu¹ιι Adel. Maliè Bacliauncli LJalin 2⁰ AudιννęũM Luuſin. Llhinort Iunne Hesαν Vnmenuelt 15 46I7181920 2 22 232 25 26 27 26 E 50 6 7 85ꝙ 9 J100 1 29 30 u0 1b10 ꝗ½, ᷣͥ⁰ 160 170 D B 53 1 11 1617 1819 2021 22 232425 26 27 28 f- 4—+ WASSERSTAMDSBEWECUN DES RKEINS VOMIöNOVERMSER1887 Bl5 25)0 flügti33 dargestellt durch Curven gleicher hydrograder Coten. 20 2122 23 24 25 26 27 28 18821883 2 + + 29 30 2 8 9 A NU 58 f—.— EEE.......TTTTT0rbeßsben Zufl E FFR 91012 1314 15 1617161920 21222324 25 des Rheins —— ¹ Bemerkuns. Den Heraulime den ſpdroqraden Coten, Legen die Ivtersdlmede autochient der. Sell Armicliluqꝙ dler.l. egelotaliome BEοοʃ uelent nie Singsslert, Al- fibchister, dSαeανασαν]εç Mνν’ ρleK. eeHuaclh NMaꝙαον¹ Auderm, oun. Laudlin. Mesel. unme. —— LE Lamtee., 7 1819 20 22 23 2 25 ——— Untersuchung der Hochwasserverhältnisse des fheingebiets I. Heft Giesecke& Deévrient, Leipzis u. Berlin, Iyp.Inst.(Kurtogr Abthlg) ————ꝑ—— Tafel IIl. FFFFFFT des Rüiefnis 1819 20 21 222324 25 26 27 286 29 3023456 WGGÜGG.... Aonstunæ,— 115 HBodensee ¹ —— P F5 R———— Pegelsta Zuflũ 18 19 20 21ʃ 22 2324 25 262728 29 30 — 12 des Rheins. WSOSRSIIBOSSEMSInS okS EkAys EER ———— Aonstan vom l8. NoVember bis lꝰ. Dezember 1882 233 f WASSERSTAMDSBEWFOUHC DES RHHEVU8emsds — 53 bESAMMTANSCHWELLUNC DES RHEINS DARCESTELLET DURCH CUNHVEN CLEICHER AUXICRADER COTEN. vom I8. November bis I2.Dezember 1882 DAREESTELLT DURCH CURVEN ELEICHER AUXICRAD ER COTEN. IVen Henecſinumq; dlen ahruiꝙe, Cotem kRegꝗt den Vpitenschted ant dem den Ansclimellunmq un melinene Iuqe WUhEααEumen HMicdlenstamd audem ſibchsten Stand AAnsclmellq: Jorbmbeabr. jbb aιν g u. ER ˖ f ö ̃ ——7— + VHen Heræchinuiꝙ den auE˖mͤn, Coten licqt den Libensc¹ amnbscα d¹M M οεννEeEꝭSͤuil während des Hochwassers vom November-Dezember 1862. Lebm ſbd und dem ſiöchtstem Stamd den Anschimellunõ EHHorbnalUlen˙, Jad a¹ι Emuiαe. f 20³ 10⁰ 0 L.0 ̃ 10. 10 20 40 40 50 60 607⁰ 80 50 40 30 2 —.——ꝗ—— Halacl. Miese—— 11 T 1 U 1.— 1 4 10 20 0%, 1% 50% 8 ̃0, 0%. 50 100 110 Km. Maſsstab für die Höhen I:I20 Nulenbüf. 8— Allbreisud AUPrersadl. Clleltlicun- Elel Aege——5 NI 5 EER Aug gο¹- benſon ſn oues ſe 0¹⁰⁰ 7881 Vcbar Aannbiein:. Cnhenlieim Nalie Hunde 42 Laſin, GessBpeiN 8 8 Dulsseldor, AengeA pue! Huul. AöR u SunffsKpꝙ b uusgsg 104 p Uusseldor, 2 85 2 8 8 02505 Huliturttlllin Lunne Lecs 3— Iü 1819 20 2ʃ 2223 24 25 26 27 28 29 301 —— N Leecs 2223 2¼ 25 26 27 28 29 Untersuchung der Hochwasserverhältnisse des ftheingebiets.Heft. zmmenleli —— Giesecke& Devrient, Leipzig u. Berlin, Iyp. Inst.(Kartogr. Abthlg) SHαν KNUAu ——ů—ů————— 00 Cen. nAuuν 1 Höhen-Malsstab Lartogr. Abtlil der iesecke& Devrient, Leipzig u. Berlin, Iyp. Iust.(K und Mündungsstellen Nebenflülse Pegelstati onen Pegelstationen des Rheins Ersleichshölie v 6 1 hen AAe. „Ja 1 MR J 4 ——.—. — ——⸗ů.— 7 — Zufluſs Ad SER 8 VA A OCk LAel U I NR —— D I. — f IL. Zufluſs N — N ufln 13 HL 1 W Längen-Malsstab N Zufluſs 1 5 A 0 ApRSTELLU ee, ae, DERU ———— Pegelstati onen Mündunssstellen der Nebenflülse Untersuchung der Hochwasserverhältnisse des fheingebiets I. Heft. 7 — ————— — — — ———— . 8 *— — — —— ———.ꝑ 2 D D O — — 8 R SSSSS S 8 SSR D 2 X. 8 8