8 der für den Weinbau Deutschlands und Lesterreichs Werthwollsten Traubensorten. Herausgegeben Von Herrmann Goethe Rudolph Goethe Director der Steyermärkischen Landes-Obst- und Weinbauschule Marburg 8,fg. Drau. Brumath b. Strassburg. Director der Kaiserl. Obstbauschule Wien. Im Commissionsverlag der k. k. Hofbuchhandlung von Faesy& Frick. PROE DER K. ForhUohDRUCKRREI VON F. EREINER IN SrorroRRr. Farbendruck von A. Gatternicht in Stuttgart. kür den Weinbau Deutschlands und Desterreichs werthvollsten Traubensorten mit genauer Beschreibung der Higenschaften, Cultur-Methoden und des Schnittes, der Anforderungen an Lage und Boden und Angabe des Vorkommens, der Verbreitung, del: Liteèratur-Citate, der Synonyme etc. Rersussgeben VOI J N I N 8 N N N J W N N W N J N R J N J J Y 8 J J J J J J U J N N N F N J J J J§ J J G N SD Æ N S V § Director der stèeiermärkischen Landes-Obst-& Weinbauschule Director der Kaiserlichen Obstbauschule Grafenburg au Marburg in Steiermat. bei Srumath im Elsass. Mit 30 naturgetreuen Abbildungen in Farbendruck. Commissionsverlag von Faesy& Frick, k. k. Hofbuchhandlung in Wien. Farbendruck von A. Gatternicht, lithographische Kunst-Anstalt in Stuttgart. DPBox DER Kor, FtoPRBUOCEDRUCREREI VON E. REINER IN SrurrGAR̃. 63 ale, 4e. At d Si, Alee ve 4 Maub 92„l. Nerlen„„ e Il8 93„ νπν I. 05 73 U W ir übergeben anbei den geehrten Abonnenten das letzte Heft unseres Trauben-Atlas, wodurch dieses Werk seinen Abschluss erhält. Bei diesem Anlass fühlen wir uns verpflichtet, dem Hohen Kaiserlich Königlichen Ackerbau-Ministerium in Wien, durch dessen Abonnement auf 50 Exemplare das Erscheinen des Werkes überhaupt möglich wurde, sowie den anderen geehrten Abonnenten, welche uns bei Veröffentlichung dieser schwierigen und äusserst kostspieligen Arbeit bis zum Schluss treu geblieben sind, unseren besonderen Dank auszusprechen. Wir freuen uns, dass es auf diese Weise möglich wurde, das Werk dem ursprünglichen Plan und dem jetzigen Stand der Malerei und Lithographie angemessen auszustatten. Zur besonderen Genugthuung gereicht es uns, dass wir durch diesen Trauben-Atlas eine feste Grundlage für alle späteren ampelographischen Arbeiten geschaffen haben, welche ausserdem noch den grossen Vortheil biètet, zur Kenntniss und Verbreitung der werthvollsten Traubensorten wesentlich beizutragen. Das ist unser schönster Lohn! Marburg aſd. Drau und Brumath, im Iuni 187ö. Dièe Hercusgeber. Reihenfolge der 80 Tafe. Tafel . II1 5 WIL.I VIII. 3 U 85 lE XIII. V INVHXLI. — ᷣ—— Vorwort mit Verzeichniss der bei diesem Werk benutzten und citirten oenologischen und ampelographischen Literatur. n Abbildungen mit den dazu gehörigen Beschreibungen. Blauer Portugieser. Rother Gutedel. Gelber Muskateller. Blauer Burgunder. Weisser Wälschriesskng Ruländer(Rother Burgunder). Blauer Trollinger. Krachgutedel(Weisser Gutedel). Mällerrebe. Rother Traminer. Grüner Sylvaner. Blaue Zimmttraube. Weisser Mosler. Früher rother Velteliner. Weisser Burgunder. RSRARYRYRYYRRRR·R·····(·PP·c··c Tafel XVI. XVII. XVIII. XIX XXI. XXIII. NII XXVII. A. C. Blauer Kölner. Weisser Elbling. Blaue Kadarka. Weisser Riessling. Blauer Wildbacher. Gelber Ortlieber. Früher blauer Wälscher(Laska). Rother Velteliner. St. Laurent. Rothgipfler. Blaufränkisch. Rother Zierfahndler. Triebspitzen der ab- gebildeten und be- schriebenen Trauben- Sorten. Abonnenten-Verzeichniss. C VOTrWOrt. — νονο D Der Geist des Fortschrittes, welcher in neuerer Zeit die weinbautreibenden Landestheile Deutschlands und Oesterreichs durchweht, ist der Ausdruck eines allgemeinen Bedürfnisses nach Förderung und Verbesserung der Weinkultur; er dient als Beleg dafur, dass der richtige Sinn des Volkes den grossen Werth und die hohe Bedeutung dieses so wichtigen Kulturzweiges vollkommen zu würdigen versteht und alles mit Freuden anerkennen wird, was zur Hebung und Unterstützung dieses Aufschwunges beitragen kann. Mancherlei ist schon auf diesem Gebiete geschehen, überall werden Weinbauschulen gegründet, um sowohl in praktischer als theoretischer Beziehung eine bessere Ausbildung der zukünftigen Generation anzubahnen. Versuchsstationen für Weinbau entstanden, um die bisherigen praktischen Erfahrungen wissenschaftlich zu bearbeiten und auf Grund der erzielten Resultate weiter zu bauen. Wanderversammlungen strebsamer Weinproducenten, Weinbau-Vereine und Genossenschaften, sowie. Sektionen für Weinbau tragen dazu bei, die Forschungen Einzelner zum Gemeingut Mehrerer zu machen und durch das lebendige Wort auf Förderung dieses Kulturzweiges anregend einzuwirken, während spezielle Leitschriften für Weinbau und Weinbehandlung theils in praktischer Richtung(Die Weinlaube, herausgegeben von A. W. Freiherrn v. Babo, redigirt von Dr. K. Zuchristan), theils in wissenschaftlicher Weise(Annalen der Oenologie, herausgegeben von Dr. A. Blankenhorn und Dr. L. Rössler) durch die Schrift in weiteren Kreisen die Wein-Kultur und Produktion befördern. So hat sich auf dem Felde des Weinbaues eine Thätigkeit entwickelt, welche unaufhaltsam vorwärts schreitet und durch Beantwortung schwieriger Fragen in Theorie und Praxis die rationelle Kultur immer mehr vervollkommnet. Einer der wichtigsten und doch in neuerer Zeit etwas vernachlässigten Zweige des Weinbaues ist die Ampelographie, die Lehre von der Kenntniss der einzelnen Rebsorten. Freilich ist die Zahl derer, welche sich mit diesem Studium befassen, eine kleine, ein Umstand, welcher wohl mit der Schwierigkeit des Studiums selbst in engem Zusammenhang steht. Und doch ist es ohne die Ampelographie nicht möglich, die Wein-Kultur eines Landes erfolgreich zu heben. Gleichwie bei dem Ackerbau richtige Auswahl eines guten Samens oder werthvoller Pflanzen die erste Bedingung eines entsprechenden Erträgnisses ist, so muss sich auch der Weinbauer eine genaue und sorgfältige Auswahl geeigneter Traubensorten bei der Anlage seiner Weingärten zur ersten Pflicht machen. Alle mündlichen oder schriftlichen Verhandlungen und Arbeiten über den Werth der verschiedenen Traubensorten können sich indessen nur auf eine einheitliche Benennung und genaue Kenntniss dieser Sorten gründen. Man kann daher den neuesten Beschluss des Oenologen-Congresses auf der Wiener Weltausstellung, eine ständige internationale ampelographische Commission zur Behandlung dieser Fragen zu errichten, nur mit Freuden begrüssen. Schon im vorigen Jahrhundert begannen die Bestrebungen auf dem Gebiete der Sortenkenntniss; es erschienen verschiedene Werke, die den Grund zu diesem Studium legten; Männer, wie Freiherr v. Mascon und Dr. Edler v. Vest, bauten weiter, und Metzger, v. Babo, Bronner, v. Gock, Single, Trummer und Schams lieferten unter Aufwand unendlich vieler Müuhe und jahrelanger Arbeiten wesentliche Beiträge dazu. In voller Würdigung der Thatsache, dass eine gute Abbildung das Erkennen einer Rebsorte weit mehr erleichtert, als die beste und genaueste Beschreibung, fügten Metzger und v. Babo, sowie v. Gock, Single und in neuerer Zeit die Franzosen und Italiener(Vergl. die Jusammenstellung der einschlägigen Literatur am Schluss der Einleitung) ihren Werken kolorirte Lithographieen der einzelnen Sorten bei. Wenn diese Abbildungen nicht ganz entsprochen haben und grösstentheils weit hinter der Natur zurückblieben, so dürfen wir die Schuld davon nicht jenen hochverdienten Männern zuschreiben, welche der Sache ihr ganzes Leben widmeten, sondern wir müssen den Grund dieses Vebels in der zu jener Zeit noch unvollkommenen Darstellungsweise farbiger Abbildungen suchen. Diese Lücke nach besten Kräften auszufüllen, ist der Zweck vorliegenden Werkes, welches die einzelnen Sorten in natürlicher Grösse und Farbe auf das Getreueste darstellen soll, so dass der Beschauer ein unverlöschliches charakteristisches Bild erbält, welches sich seinem Gedächtniss tief einprägt. Der grosse Werth einer getreuen Abbildung wird wohl von Niemand in Frage gestellt werden können. Ein Traubenbild macht uns sogleich beim ersten Anblick mit den Eigenthümlichkeiten, dem Charakter der Sorten bekannt und ist ein herrliches Mittel für den Anschauungsunterricht der heranzubildenden Jugend, wodurch Lust und Liebe zum Gegenstand erweckt werden kann. Das Bild spricht in einer Jedermann verständlichen Sprache zu dem, welcher es beschaut, lässt keine falsche Deutung zu, kann vom Praktiker wie vom Gelehrten mit gleichem Vortheil benützt werden und ist somit für die Bildung einer internationalen Ampelographie gewiss die beste, allgemeinste und sicherste Grundlage. Die Unterzeichneten sind durch ihre Stellung in der glücklichen Lage, in jeder Beziehung meisterhafte Originale in ihren umfangreichen Rebensortimenten und Sammlungen theils zu besitzen, theils noch weiter zu erhalten, und haben Gelegenheit, die in ihrer Art einzig dastehende Sammlung von nach der Natur gemalten Traubensorten, welche die k. k. Landwirthschafts-Gesellschaft für Steiermark zur Zeit Trummers von tüchtigen Malern in Graz während eines Zeitraums von zwanzig Jahren anfertigen liess, zu vergleichen und zu verwenden. Die Ausführung des Farbendruckes ist der in dieser Richtung bedeutendsten Firma Deutschlands, A. Gatternicht in Stuttgart, anvertraut, welche Alles aufbieten wird, damit das Werk ein möglichst gelungenes werde. Die Herausgeber rechnen bei diesem sehr kostspieligen, mühsamen Unternehmen auf die thatkräftige Unterstützung der Weinbau treibenden Bevölkerung Deutschlands, Oesterreichs und aller der Länder, welche unter gleichen oder ähnlichen Verhältnissen der Weinkultur obliegen. Die zu wählenden Sorten werden, wie schon der Prospect sagt, die für den Weinbau Deutschlands und Oesterreichs wichtigsten Traubengattungen repräsentiren. Auf jeder Abbildung wird ein Stück Rebholz dargestellt sein, auf welchem sich in natürlicher Gruppirung ein oder zwei vollkommen ausgebildete Trauben und zwei 9 8 8 9 8 Blätter, das eine mit der Oberseite, das andere mit der Unterseite sichtbar, befinden. Das völlig ausgereifte Rebholz, sowie die jungen Triebspitzen der Ruthen für die abgebildeten Sorten sollen am Schluss des Werkes auf besonderen Tafeln in vergleichender übersichtlicher Weise neben einander abgebildet werden. Eine Zusammenstellung nach dem einen oder dem andern Systeme wurde unterlassen, da in den Beschreibungen angegeben sein wird, welche Stelle die betreflende 7 S R8 7 Sorte in den Klassifikationen von L. v. Babo und Trummer einnimmt. Die bei den Beschreibungen citirten und bei der Anfertigung der Abbildungen benutzten ampelographischen Werke sind folgende: Freiherr I. V. Babo. Der Weinstock und seine Varietäten. Beschreibung und Synonymik der vorzüglichsten in Deutschland kultivirten Wein- und Tafeltrauben, mit Hinweisung auf die bekannten Rebsorten anderer europkischer Weinländer bearbeitet und nach einem neuen System classificirt. Frankfurt a. M. 1857. H. L. Brönner. Freiherr IL. V. Babo und J. Metzger. Die Wein- und Tafeltrauben der deutschen Weinberge und Gärten, nebst einem Atlas von 72 fein kolorirten Tafeln in Folio. Stuttgart 1851. Fr. Köhler. J. Th. Bronner, Apotheker und Weingutsbesitzer in Wiesloch. Der Weinbau in Deutschland, vollständig dargestellt in 7 Heften mit vielen Tafeln. 1833— 1842. C. F. Winter; sowie dessen„Weinbau und Weinbereitung in der Champagne.“ Joh. Burger. Systematische Klassifikation und Beschreibung der in den österreichischen Weingärten vorkommenden Traubensorten mit den charakteristischen Merkmalen der Gattungen und Arten, ihren wissenschaftlichen und ortsüblichen Benennungen und den besonderen Eigenschaften der Trauben und des aus ihnen gekelterten Weines. Wien 1837. Carl Gerold. Dr. Simon Roxas Clemente. Versuch über die Varietäten des Weinstocks in Andalusien(aus dem Französischen übersetzt durch Anton Albert Freiherr v. Mascon). Graz 1821. Fr. Ferstl. Jchann Georg Dittrich. Systematisches Handbuch der Obstkunde, Band III, enthaltend die Weintrauben. 1841. Jena. Fr. Mauke. J. Dornfeld, Finanzrath. Der rationelle Weinbau. II. Ausgabe. Heilbronn. Albert Scheuerlen. 1869. C. F. V. Gock. Die Weinrebe und ihre Früchte, oder Beschreibung der für den Weinbau wichtigeren Weinrebenarten nach einem naturgemässen Klassifikationssystem. Ein Beitrag zur Naturkunde des Weinstocks nebst Atlas mit 30 nach der Natur gemalten Abbildungen von Fr. Seubert. Stuttgart. 1836. G. Ebner. Tranz Ritter V. Heintl. Der Weinbau des österreichischen Kaiserthums. 2 Bände. 1821 und 1835. Auf Kosten des Verfassers. B. Kölges. Bibliothek der gesammten Weinbau-, Weinbereitungs- und Weinerziehungskunde, erläutert durch die bewährtesten Grundsätze der vegetabilisch-organischen Chemie. 1848. Frankfurt a. M. J. D. Sauerländer. Le comte Odart. Ampelographie universelle ou traité des cepages les plus estimés dans tous les vignobles de quelque renom. Ière édit. Tours. Comturier. 1845. Veme édit. Paris, à la librairie agricole. Tours. Chez les principaux libraires. 1862. Telix Rassat und G. Falchetti. Abbildungen italienischer Traubensorten. Torino. 1873. Lit. F. Doyen. Victor Rendu. Ampelographie française, comprenant la statistique, Ia description des meilleurs cepages, Tanalyse chymique du sol et les procédeés de culture et de vinification des principaux vignobles de la France. Paris 1857. IIe éEdit. Victor Masson. Tranz Schams. Ungarns Weinbau in seinem ganzen Umfange oder vollständige Beschreibung sämmtlicher berühmter Weingebirge des ungarischen Reichs in statistisch-topographisch- naturhistorischer und ökonomischer Hinsicht. 2 Bände mit 20 Abbildungen. 1832 und 1833. Pest. Otto Wigand. Chr. Single. Abbildungen der vorzüglichsten und hauptsächlichsten Traubensorten Württembergs. Im Auftrag der Kgl. württembergischen Centralstelle für die Landwirthschaft herausgegeben, mit 19 Tafeln in Farbendruck, grösstentheils nach Originalzeichnungen Ravensburg 1860. Eugen Ulmer. Directeur P. Le Sourd. Journal de Viticulture pratique. Tome I-IV. Paris et Bruxelles. 1868— 1872. Decq. J. I. Stoltz. Ampelographie Rhénane ou description caracteristique, historique, synonymique, agronomique et économique des cepages les plus cultiveés dans la vallée du Rhin, depuis Bale jusqu'à Coblence, et dans plusieurs contrées viticoles de PAllemagne meridionale. Paris. 1852. Dusacq., et VVe Bouchard-Hussard. Mulhouse. J. P. Risler. Tranz Trummer. Systematische Klassifikation und Beschreibung der im Herzogthum Steiermark vorkommenden Rebsorten. Herausgegeben von der K. K. Landwirthschafts-Gesellschaft in Steiermark. Graz. 1841. Mit einem Nachtrag vom Jahr 1855. Dr. Lorenz Edler v. Vest. Versuch einer systematischen Zusammenstellung der in der Steiermark kultivirten Weinreben, mit ihren Diagnosen, mit Beschreibungen und mit einem alphabetischen Index ihrer Synonyme. Graz. 1826. Andreas Leykam. Die ungarischen Synonyme wurden nach den Angaben des Herrn Dr. Franz Entz, Direktor der Landes-Rebschule au Ofen, die kroatischen Benennungen nach den Mittheilungen des Herrn Carl Lambl, Direktor der k. land- und forstwirthschaftlichen Lehranstalt zu Kreuz aufgenommen. Im November 1873. Hermann Coethe, Rudolph Coethe, Direktor der steiermärkischen Landes-Obst- und Beeren-Obst-& Rebschulen-Besitzer Weinbauschule in Marburg A. d. Drau in Cannstatt a. Neckar. 1e Ser. 8 D Blauer Portu Taf Blauer Portugieser (Tafel I.) 0 Literatur und Synonyme: v. Babo(Olassific. II. III. 2.) pag. 313 früher bl. Port., blauer Port., Oportorebe; Dornfeld, pag. 40, bl. Port, in Ungarn als Portugiezi, in Croatien als Rana modra kraljevina bekannt; Burger, pag. 60, Garidelia praecox; Single, pag. 41, früher blauer Port., mit Abbildung Taf. 12; Trummer(llassific. C. I. 2.) pag. 166, früher bl. Portugieser, blaue Feslauertraube; v. Vest, pag. 71, Garidelia monopyrena. Beschreibung. 4 Rebstock starkwüchsig; einjähriges Rebholz sehr kräftig, etwas markig, unten plattgedrückt, oben rund, fein gefurcht, zimmetbraun mit Punkten und dunkleren Streiten. Knoten weit auseinander, verdickt, dunkler als das Holz. Augen verhältnissmässig klein, oft zugespitzt, Endspitzen der Sommertriebe glänzend, gelblich-grün mit einzelnen feinen Haaren; die jungsten Blätter- und Stengeltheile haben einen roth-bräunlichen Anflug. Blätter gross, dunn, glatt, theils wenig oder gar nicht, theils tief eingeschnitten, meist unregelmässig nach innen verbogen, rund, oben glänzend dunkelgrün, unten glatt und mattglänzend gelblich-grün; verfärben ins Rothe; Seitenlappen, werm vorhanden, einseitig. Bezahnung gross, ganz unregelmässig, etwas kuppelförmig; Knöpfchen gelb; Stielbucht weit, Uberdeckt, so dass nur eine kleine Oeflnung sichtbar ist, ganz spitzwinklig auslaufend; Nerven oben gelbgrün, unten blassgelb; Blattstiel rund, mattgrün mit breiten rothen Streifen. Traube mittelgross(am Spalier manchmal sehr gross), dicht, einfach oder mit einigen Aesten versehen; Traubenstiel kurz, holzig; Beerenstielchen dunn, warzig; Beere rund, mittelgross(der engen Stellung wegen oft oval erscheinend), schwarzblau, hell beduftet, mit hellen Rostpunkten; Narbe ein wenig vertieft; Beerenhaut bei voller Reife dünn; Saft dünnflüssig, süss, angenehm. Reift zeitig gleich nach dem frühen blauen Burgunder und vor dem grünen Sylvaner. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der blaue Portugieser gebört zu den besten Frühtrauben und hat in kurzer Zeit eine ausgedehnte Verbreitung gewonnen. Die Ampelographen geben an, dass er von Portugal nach Steiermark und von da nach Niederösterreich, Ungarn und Deutschland gekommen sei. In Vöslau, Matzen und Siebenhirten(Niederösterreich) findet man ihn theils als reinen Satz, theils mit dem ihm verwandten Blaufränkisch(Limberger) gemischt; desgleichen hat man in Württemberg ausgedehnte Anlagen davon. Auch in der Pfalz, am Rhein und in Steiermark wird er neuerdings viel angebaut. Der Portugieser kommt zeitig zum Tragen und ist sehr fruchtbar, besonders in höheren Lagen und leichtem, trockenem Boden. Wegen seiner frühen Reife PDflanzt man ihn mit Vorliebe in weniger günstigen nordwestlichen und nordöstlichen Lagen an, da er an warmen Stellen zu früh reift und von Wespen und Vögeln stark beschädigt wird. Er zeichnet sich durch grosse Genügsamkeit in Bezug auf den Boden aus. In nassen Jahrgängen leidet er am„schwarzen Brenner;“ auch ist das Holz etwas empfindlich gegen den Frost, besonders in niederen Lagen. In Württemberg schneidet man den Portugieser auf Bögen, in Niederösterreich auf Zapfen; für Spaliere und Rebgänge(zu welchem Zwecke er sich besonders eignet), empfiehlt sich gleichfalls der Zapfenschnitt. Der Stock liefert einen angenehmen dunkelrothen süssen Wein, welcher gemischt mit dem Wein von etwas herberen blauen Trauben die bekannten Vöslauer Weine liefert. Er hat in guten Jahrgängen einen Zuckergehalt von 20 bis 25 Procent nach der Klosterneuburger Mostwage, wälrend sich seine Säure meistens zwischen 4 bis 6 Pro Mille sich bewegt. Wegen seinem etwas markigen Holz, welches nicht alle Jahre vollständig reif wird, fällt die Vermehrung in der Rebschule nicht immer sicher aus, weshalb für Neuanlagen mit dieser Sorte Wurzelreben ganz besonders zu empfehlen sind. C Rother Gutedel. 8— Rother Gutedel. (Tafel II.) Literatur und Synonyme: v. Babo(Klassiflk.: III. III. 3.) pag. 644 als rother Junker, rother Moster, rother Silberling, rothe Frauentraube, Chasselas rouge; Babo-Metzger, pag. 43; Dittrich III. pag. 517; v. Gock, pag. 55 mit Abbildung, Taf. 16; Kölges pag. 298; in Deutschland als rother Schönedel, im EIsass als rother Süssling, rothe Süsstraube, in Frankreich als Chasselas rouge, in Ungarn als Chasselas piros und Vörös Fäbiän, in Croatien unter dem Namen Crvena plemenika verbreitet; Trummer(Klassifik.: B. I. 2.) pag. 85 als rother Tokayer, rother Spanier, rother spanischer Gutedel. Beschreibung. Rebstock von sehr kräftigem Wachsthum. Rebholz fein gefurcht, gerade, röthlich braun mit dunkleren Streifen und Punkten, Knoten schwach verdickt, abgesetzt. Augen stark hervortretend, mit wolliger Spitze und Schuppen. Triebspitzen kahl, hellgrun mit bronzefarbigem Anflug. Blätter mittelgross, dick, glatt, meistens rundlich, fünflappig, mehr oder weniger tief eingeschnitten, oben hellgrün, mattglänzend, unten heller, verfärben sich in's Rothe und Gelbe. Buchten klein, Stielbucht spitzwinklich, an der Mündung meistens gedeckt. Bezahnung umregelmässig, gross, kuppelförmig, nach unten gebogen Endzähne der Blattlappen sehr gross, spitzig, stark nach unten und zugleich nach aussen verbogen. Nerven dünn, heller als die Blattfarbe, borstig mit röthlichem Anflug bis zur Hälfte der Länge. Blattstiel ziemlich lang, etwas höckerig, gelbgrün, röthlich überlaufen und gestreift. Traube gross, ziemlich locker, länglich, gleichbeerig. Traubenstiel lang, warzig, kahl, hellgrün, mit röthlichem Anflug. Beerenstiel kurz, warzig. Beere gross, hell- bis dunkelroth(weinroth), durchscheinend, schwach beduftet. Narbe gross, vorstehend, braun. Beerenhaut dünn. Saft sehr angenehm süss, dünnflüssig. Reift noch etwas früher als der weisse Gutedel, fast gleichzeitig mit dem grünen Sylvaner. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Er ist wie alle Gutedelarten fast in allen Weinländern als Tafeltraube verbreitet und wird in der neuesten Zeit in reinen Sätzen auch als Keltertraube in Steiermark und Niederösterreich sehr gesucht. Er verlangt einen kräftigen, nicht zu trockenen tiefgründigen Boden, zeichnet sich beim Zapfenschnitt, sowie auf Bögen, an Spalieren und im Weinberg durch grosse, frühzeitig eintretende Tragbarkeit aus und liefert einen leichten, guten, weissen Tischwein, welcher wegen seiner geringen Säure theils rein, theils mit andern Sorten gemischt gekeltert und verwendet wird. Bei nasser, stark wechselnder Witterung zur Jeit der Reife springt er gern auf, und ist dann der Fäulniss unterworfen. In der Nähe grosser Städte wird er als Tafeltraube sehr geschätzt, insbesondere, da er sich auf dem Tansport gut hält und ein ansehnliches Aeussere besitzt. Der Rebstock leidet in niederen Lagen gern durch Frost, weshalb vorzugsweise die jüngeren Anlagen vor Winter mit Erde behäufelt werden müssen. An Hecken und Spalieren braucht er einen grossen Raum und erreicht bei genügender Kraft des Bodens und entsprechender Düngung ein hohes Alter, während er sich in ärmeren leichteren Bodenverhältnissen schr schnell erschöpft. Die Vermehrung des rothen Gutedel ist wie bei den meisten Gutedelarten sicher und leicht, da in der Rebschule fast alle gesunden Schnittreben Wurzeln bilden. Neuanlagen mit Schnittreben gedeihen daher bei einigermassen günstigen Verhältnissen und bei sorgfältiger Auswahl des Rebholzes oft eben so gut, als mit Wurzelreben. Gelber Muskateller. Aus Golſeſe Ailas dlen en ͤaͤen, Baubensonten Zhes,& Uiuolt, l. E.TlolliiHꝗ iuu Miten,, Taf. III. — Gelber Muskateller. (Tafel III.) Literatur und Synonyme: v. Babo(Klassiflc. III. III. 3), pag. 662 als weisser, grüner und weissgelber Muskateller, weisse Muskattraube in Süddeutschland. Trummer (Klassific. I. 2), pag. 118, als Ranfler, Beli Muscat in Steiermark; Schmeckende in Niederösterreich; Bily Muscatel in Böhmen; Weier Muskatäly, Bela Dinka und Muskat beli in Ungarn und Sirmien; Moscata bianca, Moscatello bianco, Moscat bianco in Italien, Moscatel menudo bianco, Moscatel morisco, Zoruna in Spanien; Muscat blanc und commun in Frankreich; Zutimuscat in Croatien. Metzger-Babo, pag. 73 mit Abbildung, Heft III, Taf. XVII; v. Gock, pag. 59 mit Abbildung, Taf. XVIII; Single, pag. 35 mit Abbildung, Taf, 8; Dittrich, pag. 547. Beschreibung. Rebstock wächst kräftig. Rebholz rothbraun, fein gefurcht, dunkelbraun punktirt, ziemlich markreich, reift schwer aus, erfriert gern und hat 2—4 Zoll weit von einander stehende Knoten. Augen klein, stark abstehend, meistens ohne Wolle. Blätter rund, mittelgross, lederartig, drei- bis fünflappig, mehr oder weniger tief eingeschnitten, flach, oben hellgrün, unten noch lichter und schwach behaart, an den Zahnrändern mit gelben Flecken und Spitzen versehen. Bezahnung gross, spitz, unregelmässig, müt stark hervortretenden Endzähnen an den Blattlappen. Buchten schön ausgerundet, mittelgross. Mittellappen kurz, auffallend breit. Seitenlappen länglich, oft weitheilig. Blattstiel dick, hellgrün, leicht gestreift und punktirt, nicht ganz so lang als der Hauptblattnerv. Blätter an den Triebspitzen hellgrün, schwach bronzirt und mit leichter Wolle überzogen. Traube einfach, gross, länglich, mehr oder weniger dicht. Traubenstiel kurz, dick, gelbgrün. Beerenstielchen kurz, dünn, warzig. Beere gross, rund, gelblich-grün, an der Sonnenseite meistens braungefleckt, grossnarbig, punktirt, dickhäutig und fleischig mit moschusähnlichem starkem Muskatgeschmack. Beerenhaut dick. Reifzeit etwas spät, nach dem weissen Riesling; im Allgemeinen sehr unglcich. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der gelbe Muskateller kommt an Hecken und Spalieren, sowie in allen Weingärten vereinzelt vor und wird als eine der edelsten und köstlichsten Tafeltrauben geschätzt. In grösserem Maassstabe wird er nur in den südlicheren Weinländern, als Spanien, Italien und Südfrankreich zur Erzeugung von Muskatweinen angebaut. Ausserdem findet man ihn am Genfer See, im Canton Wallis, in Soos bei Baden(Niederösterreich) und vornehmlich in der Nähe von Marburg Güdsteiermark), am Vordernberg und Posrukgebirge in grösserer Anzahl. In der zuletzt erwähnten Weingegend bildet er in guten Lagen oft den überwiegenden Theil des Rebsatzes und hat sich auf dem kalkhaltigen Mergelboden sehr gut bewährt, so dass die Marburger Muskatellerweine in grösserer Menge gewonnen und im Handel hoch bezahlt werden. Der Muskateller verlangt eine sehr gute, etwas steile warme Lage und einen sehr kräftigen Boden. Man schneidet ihn im Weingarten auf längere Zapfen, an Hecken und Spalieren auf entsprechende Bögen. Er ist etwas empfindlich in der Blüthe, wodurch seine Tragbarkeit oft beeinträchtigt wird und bekommt in ungünstigen Lagen oder geringen Jahren schwarze Flecken an den Beeren(in Steiermark Pikez genannt). Bei anhaltender nasser Witterung springen die Beeren gern auf und faulen. Er ist jedenfalls eine der vorzuglichsten Tafel- und Keltertrauben, welche zum Anbau immer stark begehrt wird. Der Muskatgeschmack entwickelt sich besonders vollkommen, wenn die Gährung auf den Hülsen eingeleitet wird; in guten Jahrgängen kann aus den Trebern der Muskatellertrauben noch ein recht guter Treberwein mit hinlänglichem Muskatgeschmack bereitet werden. Die Muskateller-Ausbruchweine, welche man in Marburg gewinnt, gehören jedenfalls zu den edelsten Producten in dieser Richtung. Die gewöhnlichen Muskatellerweine behalten ihren aromatischen Geschmack und grossen Werth nur in den ersten Jahren und verlieren ihn dann schnell. Sie eignen sich besonders zum Verschneiden mit anderen bouquetarmen Weinen. In guten Jahren liefern die Muskateller 20 bis 30% Zucker bei 6 bis 8% Säure. In geringen Jahrgängen tritt wegen der ungleichen Reife der Trauben die Säure sehr stark hervor. Blauer Burgunder. Auiαο HotheV Ace den nerthvobleteu Nauαν“¹ Sorten, Tuesy& Hucb, E, HarluchH,LIllicuig, HLAet,,. Taf. N. Blauer Burgunder. Tafel IV. Literatur und Synonyme. v. Babo(Klassific. II. II. 3.) pag. 276 als blauer Clävner oder Clevner in Süddeutschland, rother und schwarzer Assmannshäuser, Klebroth, schwarzer Burgunder, schwarzer Riesling, schwarzer Süssling, Süssedel, Süssroth, Süssschwarzer, Möhrchen und Malterdinger am RKhein und in Württemberg, rother Burgunder in der Schweiz und im Elsass; Trummer(Klassific. II. 3) pag. 300 als blauer Nürnberger und Frühblauer in Steiermark; Metzger-Babo pag. 223 mit Abbildung, Heft XII Taf. LXXI;, v. Gock, pag. 5 mit Abbild. Taf. I; Single, pag. 21 mit Abbild. Taf. 3; Stoltz als Moréote noir, pag. 86- 92 mit Abbild. Taf. 13; Dittrich, pag. 578. Nach Acerbi in Italien als Pignolo oder Pignola. Nach Schams(. pag. 134.) in Sirmien als Cerna okrugta Bänka, in Croatien als Modra klevanjka, in Böhmen Rauecy wale, in Frankreich als Francois noir, Frane Pineau, Morillon noir, Auvernat, Noirien Terneént, Plant doré, Pineau oder Pinot noir, Raisin de Bourgogne und Samoireau, in England als Black Morillon. Nach Rendu(Abbildung pl. 44) pag. 157 auch Gamais. Beschreibung. Rebstock hat mässiges Wachsthum. Rebholz ziemlich dünn, ſest, graubraun gefärbt, dunkler gestreitt und russartig schwarzgefleckt. Knoten 2 bis 3 Zoll weit von einander stehend und dunkler gefärbt. Augen an der Spitze mit bräunlicher oder weisslicher Wolle bedeckt. Blätter mittelgross, rundlich, dick, drei- und fünflappig, rauh, oben dunkelgrün, unten heller, mit mehr oder weniger Wolle bedeckt; sie fallen im Weingarten wie in der Rebschule zeitiger als die der andern Sorten und gleichzeitig mit den Gutedelblättern ab. Verfärben ins Rothe vom Rande an, besonders stark bei älteren, mangelhaft ernährten und kränklichen Stöcken. Bezahnung kurz, stumpf, sehr wechselnd und unregelmässig. Buchten grösser und weiter bei mageren, 2 kleiner und enger bei guten Bodenverhältnissen, was auch auf die Anzahl der Lappen von Hinfluss ist. Nerven hellgrün mit röthlichem Anflug, borstig. Blatt- stiel ziemlich so lang als der Hauptblattnerv, dick, grün und roth gestreift. Blätter an den Triebspitzen etwas wollig. Traube klein, einfach, seltener ästig, meistens dichtbeerig. Traubenstiel kurz, dick, fest holzig, hellgrün und roth überlaufen. Beerenstielchen kurz, dick, Warzig mit starkem braunem Wulste. Beere klein, von runder und länglicher Form, je nach dem freieren oder gedrängten Stand. schwarzblau, beduftet, schwach Punktirt. Narbe deutlich bemerkbar. Beerenhaut dünn. Saft weiss, dünnflussig, süss, aromatisch. Reifzeit ziemlich früh, gleichzeitig mit dem blauen Portugieser und Ruländer. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der blaue Burgunder ist, wie die zahlreichen Synonymen zeigen, eine sehr verbreitete Traubensorte, welche aus Frankreich zu uns gekommen ist. Dort wird sie mit ihren vielen Spielarten, welche durch verschiedene Boden- und klimatische Verhältnisse entstanden sind, hauptsächlich zur Bereitung der Burgunder-Rothweine, sowie als Weisswein zur Champagner-Bereitung in der Champagne verwendet. Dieser Traubensorte verdankt Frankreich hauptsächlich seinen Ruf als Weinland. Von Frankreich aus wurde sie zunächst am Rhein und an der Mosel, besonders um Ingelheim, Assmannshausen und an der Bergstrasse, später in Württemberg, der Schweiz und Oesterreich verbreitet, so dass sie jetzt fast in allen Weinländern anzutreffen ist. Der blaue Burgunder verlangt einen kräftigen, mässig feuchten warmen Boden in flachen Hügellagen. Ein langer Schnitt auf Bögen ist für ihn sehr geeignet, wenn er der Bodenkraft und dem Alter des Stockes angemessen angewendet wurde; man schneide den Stock nicht früher auf Frucht, als bis er genügend erstarkt, ist, da der etwas schwach bewurzelte Stock sonst gern schnell zurückgeht. Er ist nicht sehr empfindlich in der Bluthe, hält hohe Kältegrade aus und entwickelt am geeigneten Standort eine mittlere, aber doch ziemlich gleichmässige Tragbarkeit. Die Bewurzelung der Schnittreben erfolgt leicht und mit ziemlicher Sicherheit. In der Nähe von Waldungen und Gesträuch haben die frühzeitig reifenden Trauben sehr von den Vögeln zu leiden. Der blaue Burgunder ist entschieden die werthvollste Traubensorte für die Rothweinbereitung; als Tafeltraube hat er für nördlichere Weingegenden nur einen bedingten Werth. Er bekommt in guten Jahrgängen 20 bis 25 Gewichtsprozente Zucker mit einer verhältnissmässig geringen Säure von 5 bis 6“00, 80 dass es nur wenige blaue Traubensorten giebt, welche ihm darinnen gleichkonmen. Die Burgunder Rothweine sind voll, überaus wohlschmeckend von feinem edlem Aroma, stark und schwer. Aus dem blauen Burgunder werden ausser den französischen Rothweinen die Assmannshäuser, Ingelheimer, Ortenauer. Melniker und Aarbleichert Rothweine bereitet. Der blaue Arbst, aus welchem bei Baden-Baden der Aflenthaler gewonnen wird, der frühe blaue Burgunder und das blaue Möhrchen dürften sehr nahe verwandte Spielarten des blauen Burgunders sein. Blauer Trollinger- Atis Gotſie nAtlao derauenihuοον‘ ter IiαννðeEçeuuν Zacaog&. Hpelt, K. A, afccl ueννε ene, Taf. VI. Blauer Trollinger. Tafel VII. Literatur und Synonme: v. Babo(Klassific. III. III. 2.) pag. 607 als Fleischtraube, Bocksaugen, Bocksbeutel, Bockstraube, Troller, Hammelshoden, Zottelwälscher, Schwarzwälscher, Pommerer, Bammerer, schwarzer Wälscher, Frankenthaler, gelbholziger, weissholziger und schwarzblauer Trollinger in Deutschland; Trummer(Kassific. I. 1.) pag. 7 als Aegyptischer und Grosser Burgunder in Steiermark. Metzger-Babo, pag. 2 mit Abbildung, Heft I, Taf. I als Malvasier und Mohrendutte. v. Gock, pag. 68 mit Abbildung, Tafel XXI, als Uva cenerente in Italien. Single, pag. 26, mit Abbildung, Tafel V, als gelbholziger schwarzblauer Trollinger, Hammelsschelle, Zottler und Dachtraube in Württemberg. Dittrich, pag. 507. Stoltz, pag. 151, als Lambert, Lombard, Grossschwarzer(Gros-moir), grosse race, Pfundtraube, Kreuzertraube, Gross Italiener, grosplant grand noir im Elsass und Frankreich. Kölges, pag. 592. Dornfeld, pag. 48. In Croatien als Modri tirolan. In England als Chasselas bleu de Windsor und Black Hamburg. Wohl identisch mit den beiden Sorten der Rebeataloge Teret noir und Raisin de Languedocé. Beschreibung. Rebstock sehr starkwüchsig, baumartig. Rebholz stark, tief gefurcht, hellbraun ins gelbliche, dunkler gestreift, sehr markig. Knoten schwach, verdickt, 3 bis 4 Zoll weit von einander stehend, erst am vierten und fünften Knoten Trauben bildend. Augen braun, gross, dick. Blätter sehr gross, ungleich eingeschnitten, drei oder fünflappig, rund, oft mehr breit als lang, oben hellgrün, unten gelblich-grün, glatt. Bezahnung unregelmässig, grosse breite Zähne mit auswärts gebogenen Spitzen wechseln meist mit 1 bis 2 kleinen spitzen Zähnen ab. Buchten eng, gedeckt. Nerven etwas hervorstehend, heller als die Blattfärbung. Blattstiel so lang als der Mittelnerv, stark, kahl, gelbgrün. Blätter an den Triebspitzen hellgrün, etwas wollig. Traube sehr gross, meistens locker, ästig, Pyramidenförmig, oft einige Pfund schwer. Traubenstiel ziemlich lang, biegsam, hellgrün mit bräunlichen Warzen, Knoten meist unfruchtbar. Beerenstielchen dünn, gelblich-grün, warzig. Beere sehr gross, dunkelblau, rund, schwach beduftet, meist zweikernig, fleischig. Narbe klein, Beerenhaut dick. Saft schleimig, ziemlich süss, bei voller Reife aromatisch. Reifzeit Sùät, wie beim Muskateller und weissen Rissling. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der Trollinger soll aus Oberitalien stammen, und von da mit dem blauen Gänsfüsser und anderen Sorten nach dem Rhein und später zu Anfang des 18ten Jahrhunderts auch nach Württemberg gekommen sein, wo er jetzt als Keltertraube wegen seiner Fruchtbarkeit in guten Lagen sehr geschätzt wird und sehr stark verbreitet ist. Ausser dem hier beschriebenen gelbhölzigen Trollinger hat man dort noch eine rothholzige Spielart, welche aber weniger werthvoll sein soll. Ueber das Vorkommen des Trollinger in Italien fehlen bis jetzt noch genaue Nachrichten der Ampelographen. In allen anderen Weinländern findet sich der blaue Trollinger nur in Gärten zur Bekleidung der Gebäude, Hecken und Spaliere und wird dann als die grösste und schönste Zierde der Tafel verwendet. In England benutzt man ihn in den Treibhäusern unter sehr verschiedenen Namen(meist als Black Hambro) zur Traubentreiberei, Wozu er sich ganz besonders eignet und oft ganz enorm grosse Trauben und Beeren bildet. So wurde auf der Gartenbau-Ausstellung in Hamburg im Jahr 1869 eine 5 Pfund schwere Trollinger Traube mit dem ersten Preis gekrönt. Der blaue Trollinger verlangt einen kräftigen, humusreichen und warmen Boden in guter südlicher, nicht zu steiler Lage. In niederen Lagen und schwerem kaltem Boden reift das Holz nicht aus und erfriert gern, auch nehmen die Stöcke in solchen Verhältnissen oft ein übermässiges Wachsthum an. In hohen vindigen Lagen leidet der Stock durch Mangel an Nahrung und durch die Winde, welche die grossen langstieligen Trauben gern abdrehen. Kräftige Kalkböden mit zerklüftetem Gestein im Untergrund sagen der äusserst kräftigen Bewurzelung dieser Sorte am meisten zu. Dem Trieb und dem Umstande entsprechend, dass der Trollinger erst vom 4.— 5. Knoten an tragbar wird, muss auch der Schnitt lang gehalten werden, so dass in günstigen Verhältnissen einem Stock mehrere Schenkel mit je einer Ruthe von 8 bis 10 Augen belassen werden können. Trollinger— Anlagen erfordern daher auch eine grössere Entfernung im Weingarten, als die meisten anderen Keltertraubensorten; in Württemberg erhalten sie bis 1,20 Meter Entfernung. Das Ausbrechen der Triebe und Blatter im Sommer muss mit grosser Vorsicht geschehen, weil die der Sonne plötzlich ausgesetzten Trauben von dieser Sorte gern welk werden und dann nicht zur Ausbildung kommen. Auch ist der Trollinger gegen das Bearbeiten bei feuchter Witterung auf das Aeusserste empfindlich; er lässt in Folge dessen die Blätter 3 bis 4 Wochen vor der Reife fallen und die Trauben bleiben dann meistens unreif. In entsprechenden Ver— hältnissen und guten Jahrgängen giebt der Trollinger einen ganz bedeutenden Urtrag, welcher dem des Gutedel gleich kommen mag. Als Quantitätstraube hat er daher in Württemberg manche andere Sorten verdrängt; es sind aber nur wenige Lagen dieses Landes für Trollinger geeignet. In den meisten Weinbergen gilt es als Regel, dass der Trollinger nur alle fünf Jahre einmal ordentlich reif wird. Bei voller Reife liefert er übrigens einen guten, mit genügendem Gerbstoff versehenen haltbaren Rothwein, mit etwas Bouquet und einem Muskatellergeschmack, welcher bei anderen blauen Trauben sonst nicht zu finden ist. Dornfeld giebt den Zuckergehalt des Trollingermostes nach Oechsle im Jahr 1857 mit 93, 1858 mit 76, 1859 mit 85, 1860 mit 69, 1861 mit 92 und 1862 mit 100 Graden an, was in diesen 6 Jahren durchschnittlich im Jahr 18 bis 19 Gewichtsprozenten Zucker entsprechen würde. Da die Beeren sehr gross sind, so ist der Säure— gehalt des Trollingerweines ein mässiger zu nennen. Vom Traubenpilz hat er fast überall sehr zu leiden. ιιοοοοο Krachgutedel Aus Gòthe Atls den zuerclunollsten IVuανns7nten Haech K Hricht, E.I. Hoſbuclikaniung Hen. Taf.WI. Weisser Krachgutedel. Tafel VIII. Literatur und Synonyme: v. Babo(Klassific. III. III. 3.), pag. 633 und 646 als Süssling, Most, Moster, Silberling, Silberwissling, Frauentraube, Junker, weisser, gelber und grüner Gutedel, grossblättrige und doppelte Spanische, Krachmost, Kracher am Rhein, Schönedel in Sachsen. Trummer(Klassific. I. 2.) pag. 73 und 83. Metzger-Babo pag. 28 mit Abbildung, Heft II, Taf. IX. Single, pag. 37 mit Abbildung, Taf. X. v. Gock, pag. 54 und 55. Dittrich, pag. 520 und 521. Kölges, pag. 297. Dornfeld, pag. 33. Stoltz, pag. 179, als Doucoet, Süsstraube, Chasselas doré, de Fontainebleau, Ch. blanc, Bar sur Aube, Gentil blanc oder vert, Ch. crognant oder dur in Elsass und Frankreich. In Italien als Marzemina bianca, Tribianco tedesco. In Ungarn als Fehér ropoés Fabian, Gyöngyszölo. In der Schweiz als Wälsche, Rosmarintraube. In Böhmen als Edel- Wein, Dobrorozne. In Croatien als Biela plemenika praskava. Da die neueren Beobachtungen von Single und v. Babo bestätigen, dass der weisse Gutedel und Krachgutedel unter gleichen Verhältnissen auch die gleichen Eigenschaften bekommen und daher nicht unterschieden werden können, so wurde der durch v. Babo(siehe„Weinlaube“, 1873 pag. 360) vorgeschlagene Namen„weisser Krachgutedel“ als Bezeichnung für diese von früheren Ampelographen getrennt beschriebenen Sorten angenommen. Beschreibung. Rebstock stark,. Rebholz röthlich-braun, oft wie beduftet. dunkler gestreift und punktirt, sehr viele Ranken bildend. Knoten erhaben 4 bis 5 Zoll weit von einander stehend. Augen stark hervortretend, stumpf mit weisswolliger Spitze. Blätter mittelgross, dünn, mehr länglich, ziemlich tief eingeschnitten, fünflappig, auf der oberen Seite eben, besonders bei jüngeren Blättern und hellgrün, unten gelbgrün und bei älteren Blättern und gutem borstig 010 rauh. Verfärbung ins Gelbliche und zeitiges Abfallen im Herbst. Bezahnung unregel- müssig und ungleich, Endzähne lang und spitz auswärts und abwärts gebogen. Buchten mehr spitzwinklich, selten gedeckt. Nerven ziemlich stark, hellgrün, nach dem Stielpunkt zuweilen, etwas röthlich überlaufen. Blattstiel so lang als der Mittelnerv, dünn, hellgrün, auch röthlich kahl, unten stark verdickt. Blätter an den Triebspitzen kahl, stark glänzend, braunroth, bronärt. Traube gross, theils dicht, theils locker, länglich, oben ästig, bei ungünstiger Blüthezeit ungleich beerig. Traubenstiel lang, dünn, biegsam, hellgrün und röthlich, etwas warzig. Beerenstielchen kurz, dünn, mit stark abstehendem warzigem Wulst. Beere gross, kugelig, gelbgrün, durchsichtig, geadert, auf der Sonnen— seite braun gefleckt. Narbe gross. Beerenhaut und Saft je nach Boden und Standort mehr oder weniger fleischig und krachend, indem bei lehmigem, etwas trockenem und freiem Standort im Weinberg die Beeren meist hartschaliger und fleischiger werden als an Spalieren in Niederungen und feuchtem Boden. Reifzeit fast gleichzeitig mit rothem Gutedel. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der weisse Krachgutedel kommt fast in allen W˖ einländern vor und ist als Keltertraube besonders im badischen Oberland verbreitet, wo die Markgräflerweine aus ihm bereitet werden. Ausserdem konumt er als Keltertraube in ausgedehntem Anbau am Genfer See vor, wo er zur Bereitung der als la cote bekannten Weine dient. Sodann findet man inn in grösseren zusammenhängenden Anpflanzungen in der Umgegend von Wien und Paris und den meisten grossen Städten, weil er mit zu den Schtitzenswerthesten und ertragreichsten Tafeltrauben gehört und sich bei geeigneter Vorrichtung bis tief in den Winter hinein aufbewahren lässt. Seine Hauptvorzuge bestehen in der geringen Empfindlichkeit und der damit zusammenhängenden grossen Tragbarkeit, in welcher er so leicht von keiner anderen Sorte Ubertroflen wird. Er ist als Pafel- wie als Keltertraube von grosser Bedeutung und ver- trägt kurzen Schnitt auf Zapfen, wie am Genfer See und in Niederösterreich, so gut als den Bogenschnitt wie im Markgräflerland. In Bezug auf Boden ist zu beachten, dass er nur in kräftigem, tiefgründigem, nicht zu trockenem Boden und niedrigen flachen Lagen seine vollkommene Ausbildung und ein entsprechendes Alter erreicht, während er in trockenem magerem Boden, sowie bei hoher Lage sehr schnell in Tragbarkeit nachlässt und zurück geht. Der Gutedelwein ist ein guter leichter Tischwein, welcher sich sehr gut zum Verschneiden eignet, 8 bis 10 Gewichtsprozente XIkohol hat und sich durch eine geringe Säure von 4 bis 6 per mille auszeichnet. —— ο 2 A 8§8 Mülleèerrebe. Aus Gothe/ Aα Aderueνh ο]sten Lauiũensonten Zaes/& Hricle, x. Hofluelhandlunꝗ: HMen/ Taf. N. Mullerrebe. Literatur und Synonyme: v. Babo(Klassific. II. I. 2.), pag. 158 als Müller, Müllertraube, Müllerweib am Rhein. Trummer(Klassific. II. 2.), pag. 288 als frühe blaue Müller— rebe, blaue Postitschtraube in Steiermark. Metzger-Babo, pag. 100 mit Abbildung, Heft IV. Tafel XXIV. Single als schwarzer Rissling, pag. 61, in Württemberg. y. Gock, pag. 19 mit Abbildung, Taf. IV als schwarzblaue, ordinäre und frühe Müllerrebe. Dornfeld, pag. 36. Dittrich, pag. 532. Kölges, pag. 409. Stoltz, pag 149, als Meunier, Meusnier, enfariné, plant de Brie, Morillon taconné, fernaise, feuille blanche, credinet, Goujean im Elsass und Frankreich. Cerny mancujk in Böhmen. Morone farinaccio in Italien. Black Cluster, Munier grape in England. Rana modra mlinaria in Croatien. Molnär téke kék in Ungary. Beschreibung. Rebstock von mässig starkem Wachsthum, kräftiger und dauerhafter, als beim blauen Burgunder, mit welchem er manche Aehnlichkeit hat. Rebholz graubraun, oft bleifarbig überlaufen, dunkel punktirt mit mattem Glanz. Knoten wenig verdickt, 2 bis 4 Zoll weit von einander. Augen klein, stumpf, stark Weisswollig. Blätter mittelgross, dick, meist fünflappig, etwas länglich, einem Burgunderblatt sehr ähnlich, oben dunkelgrün, stellenweise mit weisser Wolle, unten heller und filzig. Verfärbung ins Rothe, weniger stark als beim Burgunder, oft ganz fehlend. Bezahnung ungleich, kurz und stumpf. Buchten meist spitzwinklich und nach der Mündung verengert. Nerven oben schwach, hellgelb und weniger wollig als unten. Blattstiel dick, dunkelgrün und roth gestreift, nicht ganz so lang als die Mittelrippe des Blattes. Blätter an den Triebspitzen charakteristisch stark weisswollig mit feinem rothem Rande. Traube mittelgross, einfach, seltener ästig, ziemlich dicht. Traubenstiel lang, dick, steif, gelblich-grün. Beerenstielchen kurz, dick, hellgrün und warzig, mit röthlichem Wulste. Beere mittelgross, fast rund, dunkelblau, heller beduftet. Narbe grau, gross. Beerenhaut dick. Saft dünflüssig, süsslich. Reifzeit ziemlich früh mit dem blauen Burgunder zugleich, sollte aber ꝓäter gelesen werden. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Die Müllerrebe stammt aus Frankreich und wird besonders in der Champagne zur Weinbereitung verwendet. In Deutschland findet man sie am meisten in Württemberg im Neckarthal bei Heilbronn in ungünstigeren Lagen und Bodenverhältnissen verbreitet. Sonst kommt sie nur vereinzelt vor und hat wegen ihrer grossen Tragbarkeit, frühen Reife und Genügsamkeit einen Werth als Keltertraube, in nördlichen Gegenden sogar als Tafeltraube. Die Mällerrebe ist mit dem blauen Burgunder nahe verwandt, etwas härter(zumal im Winter), tragbarer und kräftiger als letzterer und wird mit Berücksichtigung dieser Umstände ganz so im Schnitt zu behandeln sein, so dass ein der Kraft des Stockes entsprechender Bogenschnitt die angemessenste Erziehungsart für diese Sorte sein dürfte. Der Wein der Müllerrebe ist dickroth und etwas rauh, jedenfalls geringer als der des blauen Burgunder und eignet sich weniger auf das Lager, Sondern mehr zum Verschnitt mit anderen besseren Weinen. Obgleich der Most in guten Jahrgängen einen ziemlich hohen Zuckergehalt erreicht(über 20 Prozent) und die Säure eine mässige zu nennen ist(5 bis 6 per mille), so fehlen dem Saft doch die edleren Bestandtheile, welche an dem Wein des blauen Burgunder 8o hoch geschätzt werden. e Aus Gothie ã Allas der zeriſinollsten Maurbensorten Rother Traminer. 1 Facoy& Fricfe, Kr.Æ Aefbucihiandlung llien Rother Tranizer. Tafel X. Literatur und Synonyme: v. Babo(Lassific. II. II. 19, pag. 186, als Dreimänner, Marzimmer, Frentsch, Tokayer, Dreipfennigholz, Christkindlestraube, Rothklauser, rother Clevner, Roth- edel, Rothkläber, Rothfranke, Rothwiener, Fleischroth, kleiner Traminer, Fränkisch, Kleinbraun, Fleischweiner im südwestlichen Deutschland, am Rhein, Mosel und Main. Trummer (Klassific. II. 3.), pag. 291, als rother Nürnberger in Steiermark. v. Gock, pag. 14, mit Abbildung Taf. III. Single, pag. 57. Dornfeld, pag. 22. Dittrich, pag. 583. Metzger- Babo, pag. 233, mit Abbildung Heft XII, Taf. LXXII. Kölges, pag. 556. Stoltz, pag. 32 mit Abbildung pl. I. als Gentil Duret rouge, Röthlichter, Gris rouge, Auvernas rouge olair, For— mentin rouge in Elsass und Frankreich. Mala dinka in Illyrien, Rusa in der Wallachei. Drumin Ljbora und Liwora Cervena in Böhmen. Tramini piros in Ungarn. Crvena ruzica in Croatien. Beschreibung. Rebstock klein und von mässigem Wachsthum. Rebholz kurz, dünn, dunkelgraubraun, auf der Wetterseite hellgrau, wie mit Russ überstreut, rauh und wie behaart. Knoten nicht sehr hervortretend, engstehend. Augen klein, stumpf mit wolliger Spitze. Blätter klein, dünn, rund, oft mehr breit als lang, dreilappig, und zuweilen einseitig, oben dunkelgrün, taffetartig, unten blassgrün, mehr oder weniger mit flockiger Wolle bedeckt. Die unteren Blätter weniger tief eingeschnitten und rauher als die oberen. Bezahnung sehr umregehnässig mit kleinen und grösseren Jähnen gewöhnlich abwechselnd. Zähne kurz, breit, stumpf. Buchten meistens gar nicht bemerkbar, sonst klein und eng. Nerven sehr dünn mit looser Wolle bedeckt und röthlichem Anflug. Blattstiel Kürzer als der mittlere Blattnerv, dunn, röthlich. Blätter an den Triebspitzen sehr klein und zierlich, hellgrün, weiss- wollig, kurzrankig. Traube klein, dicht, ästig und pyramidalisch, kurz, mehr breit als lang. Traubenstiel kurz, dick, holzig, dunkelgrün ins röthliche, zuweilen mit fruchtbaren Knoten. Beerenstielchen kurz, dick, hellgrün, warzig mit bräunlichem Wulst. Beere klein, länglich, durchschimmernd aderig, hellroth, graublau beduftet und etwas punctirt. Narbe grau, ziemlich hervortretend. Beerenhaut dick, hart, krachend. Saft schleimig, sehr süss und gewürzhaft schmeckend. Beifzeit zur gewöhnlichen Herbstzeit, Säter als der Ruländer. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der rothe Traminer hat seinen Namen von dem Ort Tramin in Tyrol erhalten, wo er früher vielleicht einmal angebaut wurde, Wänltend die neuesten Berichte aus Tyrol nur einen weissen Traminer erwähnen, welcher in den dortigen Weingärten zu finden ist. Ob dieser weisse Traminer als eine Ausartung des früher angebauten rothen zu botrachten ist, kann in sofern als Vermuthung aufgestellt werden, weil ein ähnlicher Vorgang bei der Ausartung des rothen Traminers auch in anderen Weinländern beobachtet wurde und stattfindet. Ueberhaupt ist das Traminer Geschlecht mannich- fachen Veränderungen unterworfen, welche durch Klima, Lage und Boden hervorgebracht werden. Als eine solche Abänderung ist wohl auch der sonst mit dem rothen Traminer ganz gleiche rothe Gewürztraminer zu betrachten, von welchem man noch nicht bestimmt weiss, ob er seinen gewürzteren Geschmack unter allen Verhältnissen bewahrt oder nicht. Die grösste Verbreitung hat gegenwärtig der rothe Traminer in der bairischen Pfalz von Neustadt bis Dürkheim a. d. Haardt, wo er mit dem Riesling gemischt die bekannten Forster und Deidesheimer, Rupertsberger, Dürkheimer und Wachenheimer Pfälzer Weine liefert. In allen anderen Weinländern kommt er nur in geringerer Ausdehnung, oft blos sporadisch vor. Der rothe Traminer verlangt einen kräftigen Boden in mittlerer Lage, reichliche Dungung und einen längeren Schmitt auf Bögen, weil sonst seine Erträge zu gering ausfallen. Was ihm an Ouantität des Ertrags abgeht, ersetzt er reichlich durch Qualität, indem die Traminerweine sehr zuckerreich und gewürzt sind und wegen ihrer schmalzreichen Beschaffenheit sehr gern und häufig zum Verschnitt mit anderen Weinen, insbesondere mit Rieslingweinen verwendet werden. Diese Mischung giebt auch den bekannten Charakter der Pfülzer Weine. Der Traminermost erreicht fast in allen Jahrgängen über 20 9% Zucker und hat eine sehr geringe Säure von 4 bis 5%. In Bezug auf das quantitative Erträgniss wird er mit dem blauen Burgunder nahezu gleich. zu stellen sein, wenn der an sich etwas schwachwüchsige und schwachbewurzelte Stock bei geeigneter Lage richtig in Schnitt und Dung gehalten wird. Die Trauben können wegen der harten Beerenhaut sehr lange am Stock hängen bleiben und schrumpfen dann ein, so dass sie sich sogar zu Ausbruch- O D S 7 2 Wweinen verwenden lassen. ο 0 Grüner Sylvaner. Aus Cõtlie. Allas der awenUl-olllen Jitulbelasomn, Taeqh,& lal, J I. HoibuνiH], Ilden. Taf. XI. rüner Sylyaner.“ Tafel XI. Literatur und Synonyme: v. Babo(Klassific. II. III. I.), pag. 304, als Oesterreicher, Salviner, Salvaner, Frankenriesling, Grünedel, Schönfeilner, Scharvaner und Bötzinger in Deutschland. Trummer(Klassific. I. 2.), pag. 174, als Selenzhiz, Zierfahndler, weisser Augustiner, Tschafahndler, Seleni Kleshez, weisser Oesterreicher, Mushka, Mushza, Mishka. Fliegentraube in Steiermark, Metzger-Babo, pag. 104 mit Abbildung, Heft V, Taf. XVI. v. Gock, pag. 49 mit Abbildung, Taf XIIL, als grünlich gelber Sylvaner. Single, pag. 14 mit Abbildung, Taf. I, als weisser, grüner oder gelber Silvaner. Dittrich, pag. 548. Stoltz, pag. 117 mit Abbildung, Taf. 14, als Feuille ronde, Rundblatt, Weissblanke, Grünfränkisch, Frankentraube, Gentil vert, Clozier, Mourton, Silvain vert, Schwäbler und Lauxerrois in Elsass und Fraunkreich. Kölges, pag. 538, als Sylvanertraube. Dornfeld, pag. 27. Calwer, Deutschlands Obst- und Beerenfrüchte, Stuttgart 1854, bei Krais und Hoffmann, pag. 91, als grünlich-gelber Sylvaner und Salvener. In Croatien als Zelena sedmogradka. In Ungarn als Silväni zöld, Pepltraube, Cilifantli, grüner Zirfantler. In Böhmen als Cynifal, Zeleny, Morawka, Ziehfädl. In der Schweiz als Plant du rhin, Gros Rhin und Gros Riesling. Der gelbe Sylvaner ist nur als eine durch Boden, Behandlung und Alter des Stockes hervorgebrachte Entartung des grünen Sylvaner zu betrachten. Beschreibung. Rebstock wird mittelgross, dauerhaft. Rebholz hellbraun, dunkler gestreift und punktirt, engknotig. Augen klein, dunkelbraun. Blätter mittelgross, rund, dreilappig, wenig eingeschnitten, dünn, Lappen wellenförmig gebogen, meistens glatt, oben gelblich grün, leuchtend, unten heller, gross, Pbig, 8 8 98 8 Slatt, zuweilen gegen den Herbst hin gelb gefleckt, kahl. Bezahnung stumpf und kurz, unregelmässig. Buchten eng, seicht, in Form sehr veränderlich, oft ganz fehlend. Nerven dünn, zuweilen feinborstig. Blattstiel kurz, mütunter nur halb so lang als der Mittelnerv des Blattes, dick, warzig, stark gebogen mit röthlichem Anflug. Blätter an den Triebspitzen hellgrün glänzend, nur selten mit etwas feiner Wolle bedeckt. Traube klein bis mittelgross, kurz, walzenförmig, gewöbnlich einfach, mit dicht auf einander liegenden Beeren. Traubenstiel sehr kurz, dick, warzig mit unfruchtbaren Knoten. Beerenstielchen kurz, grün mit bräunlicher Färbung, warzig. Beere rund, durch den dichten Stand gewöhnlich langgedrückt, gelblichgrün, schwach punktirt, grau beduftet, gross und braunnarbig, zweikernig. Beerenhaut ziemlich dick. Saft schleimig, sehr süss und angenehm. Reifzeit in leichten sandigen Boden und besseren Lagen früh reifend, sonst zur gewöhnlichen Herbstzeit. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der grüne Sylvaner ist eine sehr stark verbreitete Rebsorte, welche nach den Angaben der Ampelographen aus Transsylvanien(Siebenburgen) stammen soll, wenigstens deuten die Namen Oesterreicher in Deutschland, Zierfahndel als Verstümmelung von Sylvaner in Oesterreich und Ungarn, Frankenriesling und Schwäbler am Rhein und in Frankreich auf eine östliche Abstammung. In Siebenbürgen ist aber der grüne Sylvaner nach Angaben des Herrn Franz von Nagy in Klausenburg erst seit 30 Jahren bekannt geworden und jetzt nur vereinzelt anzutreffen, so dass wohl nur Oesterreich als seine ursprüngliche Heimath zu bezeichnen ist. In allen nördlicheren, höher gelegenen Weingegenden, ungünstigeren Lagen, sowie in geringeren Bodenverhältnissen ist der grüne Sylvaner eine sehr schätzenswerthe Keltertraube, welche von keiner anderen durch grosse Tragbarkeit, Dauer des Stockes und Werth des Productes in den vorgenannten Verhältnissen übertroffen werden wird, sobald eine angemessene Erziehungsart und ein passender Schnitt angewendet worden ist. Ein niederer Schenkelschnitt mit kürzeren oder längeren Zapfen, wie er im nördlicheren Theil Württembergs in der Tauber- und Jaxtgegend üblich ist und sich bewährt hat, dürfte auch für andere Länder die passendste Schnitt- und Erziehungsmethode für den Sylvaner sein, da das etwas markige spät aus— reifende Holz zum Bogenschnitt sich weniger eignet. Der Sylvanerwein ist grünlich weiss und wird im reinen Zustand wegen den vielen schleimigen Bestandtheilen und der grossen Süssigkeit leicht zäh, weshalb er am besten mit den Weinen anderer etwas berberen oder später reifenden Sorten gemischt werden sollte, wie es in vielen bedeutenden Weingegenden am Rhein geschieht, wo er mit dem Riesling, Traminer und Elbling zusammen gebaut und gekeltert wird. In einigen Gegenden Steiermarks, wo uder Sylvaner häufiger vorhanden ist, wendet man daher das Entschleimen des Mostes an, was insbesondere für schwerere Böden sich sehr bewährt hat. Der Sylvanermost hat in der Regel in mittleren Jahrgängen einen Zuckergehalt von 19— 20 und eine Säure von 5— 6„/0. ZiIimmttraube. Blaue Tuegy d Nldd, L.I.-HofbuuHααα αο, Mer, Aus Göte- Aelæs dlen duelen Iiauibensorten, Faf. NII Blaue Zzinnettraube. Tafel XII. Literatur und Synonyme: Trummer(Klassific. I. 2) pag. 143, in Steiermark als Spätblaue, Kleinmilcher, Zhernina, Kleinkölner, Mala Modrina, Posna und Drobna Zhernina, Vranek(Krähentraube), wegen Aehnlichkeit der Farbe mit der Krähenfarbe. Die als blauer Vranek, Trummer Gpag. 141), v. Babo(pag. 561) und blauer Oberfelder, Trummer (NJachtrag pag. 23) beschriebenen Varietäten scheinen nur Spielarten der blauen Zimmettraube zu sein. In Croatien wird sie als Modra Kosovina und prava ernina bezeichnet. Beschreibung. Rebstock stark und dauerhaft. Rebholz hellbraunroth, stark punctirt, flach gefurcht, fest. Knoten schwach verdickt, etwas dunkler gefärbt, 4—5 Zoll weit von einander stehend. Augen stark abstehend, an der Spitze etwas braunwollig. Blätter rund, sehr ungleich getheilt, meist Hlappig, mittelgross, Lappen breit und schief, glatt, oben dunkelgrün, stark glänzend, wie mit Lack überzogen in Farbe und Glanz einem Portugieserblatt schr ähnlich. Verfärbung im Herbst ins bräunliche und röthliche. Bezahnung scharf und lang mit mehreren tieferen Einschnitten abwechselnd, ungleich. Buchten sehr eng und kurz, Stielbucht gleichmässig ausgeweitet. Nerven feinhaarig, sammetartig. Blattstiel glatt, kahl, mit rothblauem Anflug, nicht ganz so lang als der Mittelnerv des Blattes. Blätter an den Triebspitzen schr fein und zart mit schwach bronzirtem Anflug, glatt und glanzend. Traube mittelgross, ästig, ziemlich dicht, einer Portugieser Traube sehr ähnlich. Traubenstiel dunn, ziemlich lang, mit blaurothem Anflug, am Knoten oft mit einem oder mehreren fruchtbaren Seitenästen versehen. Beerenstielchen dünn, feinwarzig mit blaurothem Wulst. Beere mittelgross, rund und länglich, in Form sehr wechselnd, bei voller Reife dunkelblau. Narbe klein und schwarz. Beerenhaut dünn. aber fest. Saft süss und angenehm schmeckend. Reifzeit spät, mit dem Wälschriesling zugleich. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Die blaue LZimmettraube ist eine ächt steirische Traubensorte, welche sich in fast allen Weingegenden Steier- marks in grösserer Anzahl vorfindet, ohne gerade einen Theil des Hauptsatzes zu bilden. In neuerer Zeit ist sie auch in Croatien und Krain verbreitet worden. Der ebenfalls in Steiermark vorkommende Vranek wird häufig als Zimmettraube benannt und umgekehrt, so dass beide Sorten, sowie der im Wipbacher Thal (Krain) verbreitete blaue Oberfelder wohl nur als Spielarten der Zimmettraube zu betrachten sein dürften, ebenso wie die graue rauchfarbige Zimmettraube, welche sich zur blauen verhält, wie der Ruländer zum blauen Burgunder. Die Zimmettraube verlangt eine gute warme Lage und etwas trockenen Boden. Da der Stock stark ins Holz treibt, so ist er bei Anwendung des Bogen— schnittes sehr fruchtbar und zeichnet sich überhaupt während der Blüthe und ganzen Vegetationszeit durch eine geringe Empfindlichkeit aus, so dass er für wärmere Weingegenden als eine recht empfehlenswerthe Sorte bezeichnet werden muss. Die Limmettraube wird in Steiermark bei Gonobitz mit der Kauka zur Bereitung der Gonobitzer Rothweine verwendet, da sie bei genügendem Reifegrad sehr viel Farbstoff besitzt. Allein gekeltert, giebt sie einen leichten Rothwein, welcher in den Jahren 1872 und 1873 18/ Zucker und 8— 9% Säure hatte. Unter sehr günstigen Verhältnissen und in guten Jahrgängen ist die blaue Zimmettraube eine sehr angenehme gewürzte Tafeltraube, welche sich wegen der Härte ihrer Beeren lange Zeit aufbewahren lässt. eiſser Mosler. Auls Golhies Atlas der ꝛbαν bοναsten, Maubensçorten, Fuesf:& Ehal, f.&. Hotbiandlunq, Nen Tauegi;& Enral,f.. K. Jiolbid⁰, Nten, Taf. XIII. Weisser Mosler. Tafel XIII. Literatur und Synonyme:. Babo(Klassific. II, I, 3), pag. 169. Trummer(Klassific. II, I), pag. 262, als Mosler, Luttenberger, Weisslabler, Ungarische, Moslovez, Shipon, Shipo, Shiponski, Poshipon, Maljak, Mainak, Malnik in Steiermark. Shams, Theil I, pag. 83, als Furmint oder Formint und Zapfner in der Gegend von Tokay und Oedenburg. Im übrigen Ungarn nach Dr. Entz als Tokauer und Tokayer, Szegszölö, Szalai, Szigeti, Kéknyelü, ferner als Somszölö in Siebenbürgen; als Bieli moslavac und Krhkopetee und sipelj in Croatien. v. GOCKk, pag. 87, mit Abbildung, Taf. XXVII, als edler weisser Tokayer. Victor Rendu, mit Abbildung Taf. 22. Comte Odart, pag. 307. Calwer, pag. 111, als edler weisser Tokayer, mit Abbildung, Tafel 19, Nr. 2. Die in Deutschland als weisser Tokayer PPutzscheere) verbreitete Traubensorte(V. Babo, pag. 346) ist mit dem weissen Mosler nicht identisch, sondern wohl nur verwandt. Der Name„Mosler“ hat mit dem Fluss„die Mosel“ keine Beziehung, vielmehr kann man annehmen, dass der Mosler in Moslawina(Militärgränze) zu Hause ist und von da nach Croatien, Ungarn und Steiermark verbreitet wurde, was auch A. v. Babo in seinem„Bericht über die Weinbau treibenden Kronländer Oesterreichs,“ pag. 8, und Dr. W. Hamm in seinem „Weinbuch“ 1874, pag. 236 ausgesprochen haben. Beschreibung. Rebstock stark mit grober Rinde. Rebholz dick, gelbbraun, dunkler gestreift, schwarz punktirt. Knoten stark hervortretend, dunkler gefärbt als das Übrige Holz, 3- 4 Zoll weit von einander entfernt. Augen dick rothbraun, etwas wollig. Blätter gross, lederartig, rund, dreilappig, nicht tief eingeschnitten, ziemlich eben, mattgrün, oft schwarz gefleckt und punktirt, unten weissfilzig. Bezahnung ungleich, breit, gross, fast kuppelförmig. Buchten eng, meistens gedeckt. Nerven dick, etwas hervortretend grün, unten weissfilzig. Blattstiel dick, nahezu so lang als der Mittelnerv des Blattes, röthlich überlaufen, etwas filzig. Blätter an den Triebspitzen weisswollig mit gebogener Spitze. 1 Traube gross, locker, einfach, lang, der des gelben Orleans am ähnlichsten. Traubenstiel kurz, biegsam, grün mit röthlicher oder bräunlicher Färbung. Knoten unfruchtbar. Beerenstielchen lang, meist sehr dick, braun, wulstig, feinwarzig. Beere ziemlich gross, länglich, oft auch in's runde übergehend, gelblich- grün, bei voller Reife gelblich, mit kastanienbraunen Flecken auf der Sonnenseite, fein punktirt, geädert. Narbe gross, braun, vorstehend. Beerenhaut dick. Saft etwas schleimig, suss und angenehm. Reifzeit spät, nach dem gelben Muskateller. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der Mosler ist in Ungarn, Steiermark und Croatien stark verbreitet, bildet in dem Tokayer und Lutten— berger Weingebirg den Hauptsatz und ist dort schon seit urdenklichen Zeiten angepflanzt. In Steiermark ist er nach dem weissen Heunisch(Belina) die ver— breitetste Traubengattung, welche den meisten steirischen Weinen den Charakter verleiht. Der Mosler gedeiht nur in einer sehr guten warmen Lage und erreicht erst in leichteren Bodenarten die Güte, durch welche seine Weine einen Weltruf erhalten haben. Er wird gewöhnlich auf kürzere oder längere Zapfen geschnitten und zeichnet sich durch eine grosse Dauerhaftigkeit des Stockes und grosse Tragbarkeit aus. Auch in der Blüthe ist er nicht empfindlich, wenn die beiden Grundbedingungen seines Gedeihens, sehr gute warme Lage und hitziger Boden erfüllt sind. Aus der Moslertraube werden in Ungarn die edlen Tokayer, Ruster und Oedenburger Ausbruchweine bereitet, da die Beeren in den dortigen sehr gün- stigen Verhältnissen leicht Jibeben bilden. Auch die edelsten steirischen Weine, als die Luttenberger, Kerschbacher, Pickerer u. a. m. bestehen zum grössten Theil aus dem Mosler, welcher in guten Jahren einen Zuckergehalt von 20—28% und eine Säure von 6—8“% bekommt. Die Moslerweine sind daher sehr alkoholreich, feurig und stark und dürften sich, abgesehen von der Verwendung zu Dessertweinen in Ausbrüchen, mehr zum Verschnitt mit anderen leichteren Weinen eignen, wozu sie auch grösstentheils verwendet werden, da in den meisten steirischen Weingebirgen der Mosler zugleich mit dem Heunisch und anderen geringeren Traubensorten angebaut und gekeltert wird. Früher rother Velteliner. Aaus Cötlies-Aclae den merUfumellolE,, Jicu,ubem. Lacq/& Lvd, f, Ie. HofbIEen, Ie., Taf. XV. Früher rother Velteliner. Tafel XIV. Literatur und Synonyme: v. Babo(Klassific. II, II, 2), pag. 202, als rothe Babotraube, früher Velteliner, italienischer Malvasier, rother Hartheinisch in Deutschland. Metzger— Babo, pag. 52, mit Abbildung, Heft II, Taf. XII. v. Gock, pag. 31. Single, pag. 46, als früher rother Malvasier mit Abbildung Taf. XV. Trummer, pag. 129, als rothe Babotraube(Klassific. I, 2) in Steiermark. Weinlaube 1874, pag. 51, als Frührother in Niederösterreich. Dittrich, pag. 518, als italienischer rother Malvasier. Kölg es, bag. 53, als rothe Babotraube. In Italien als Malvoisie oder Morillon rouge. In Croatien als Crvena Babovina, Dornfeld, pag. 23. Calwer, pag. 102, als rother früher Velteliner. Beschreibung. Rebstock stark. Rebholz lang gestreckt, weit und flach gefurcht, dunkelbraunroth, schwarz punktirt. Knoten wenig vorstehend, dunkler gefärbt, bis 4 Zoll weit von einander stehend. Augen gross, hellbraun, abgestumpft. Blätter gross, oft breiter als lang, dünn, glatt, schlaff, ziemlich tief eingeschnitten, fünflappig, oben dunkelgrün, mattschimmernd, unten heller und fein— wollig. Bezahnung gross, unregelmässig stumpf. Buchten sehr ungleich, ausgeweitet. Nerven dick, zottig, hellgrün müt röthlichem Anflug. Blattstiel dick, nicht so lang als der Mittelnerv des Blattes, grün, ebenfalls röthlich gefärbt, schwarz punktirt. Das Blatt ist sehr ähnlich dem des rothen Velteliner, nur stumpfer gezähnt. Blätter an den Triebspitzen hellgrün mit röthlichem Anflug und feinwollig. Traube ziemlich gross, in der Regel dicht, einfach. Traubenstiel dick, biegsam, warzig, hellgrun und schwarz punktirt. Beerenstielchen hellgrün, grau punktirt, fein warzig mit etwas verdicktem Wulst. Beere mittelgross, rundlich, hellroth schwarz punktirt, graublau beduftet, durchsichtig. Narbe grau, wenig vor— stehend. Beerenhaut dick. Saft dünnschleimig, sehr süss und angenehm. Reifzeit früh. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der frühe rothe Velteliner stammt aus dem Gumpoldskirchener Weingebirg in Niederösterreich, vo er unter dem Namen„Frühroth“ im Gegensatz zu dem als„Spätroth“ bezeichneten rothen Zierfahndler ziemlich stark angebaut ist und von da nach Ungarn und Deutsch— land vielfach verbreitet wurde. Bei dem am Gumpoldskirchener Weingebirg üblichen Kahlschnitt ist er nicht sehr fruchtbar, weshalb es zweckmässig erscheinen dürkte, ihn auf längere Schenkel zu erziehen, an denen der Kraft des Bodens angemessene kürzere oder längere Japfen, zuweilen auch Bogen angeschnitten werden. Als fruh zeitigende Traubensorte eignet er sich auch für weniger günstige Lagen und insbesondere als Hecken- oder Spalierstock an freistehende Rahmen oder Mauern und Gebäude mit östlicher oder westlicher Lage. Der aus dem frühen rothen Velteliner bereitete weisse Wein hatte nach der„Weinlaube“ 1874, pag. 52, in den letzten 6 Jahren in Klosterneuburg durch— schnittlich 21% Lucker und 64%% Säure und soll zu den lieblichsten, besten und geschmackvollsten der niederösterreichischen Weine zählen. Insbesondere hätte der den Gutedelweinen nahezu gleichkommende geringe Säuregehalt eine grosse Bedeutung und es würde diese Sorte wegen frühzeitiger Reife auch in ungünstigeren Weinlagen als Keltertraube Beachtung verdienen. Ausserdem ist die Traube wegen ihrem schönen Ansehen, früher Reife und angenehmen Geschmack eine sehr schätzenswerthe Tafeltraube, welche überall gern gepflanzt und gesucht wird. so dass man diese Sorte in mehrfacher Beziehung empfehlen kann. 3 6 Weifser Burgunder. uue Gulle Hildue dlen inölSu IrhνE,0saoe Laci/&& Lindt, l.le. IlaſuuudIUuuunch, Iit. IA. Weisser Burgunder Literatur und Synonyme: v. Babo(Klassific. II, II, 3), pag. 265, als weisser oder weissgelber Klevner oder Clävner, Weissarbst und weisser Koländer in Deutschland. Trummer (Klassific. II, 3), pag. 307, als weisser Klevner in Steiermark. Metzger-Babo, pag. 145 mit Abbildung, Heft 8, Taf. XLIV, als später weisser Burgunder und Weissklävler. v. Gock, pag. 7 als weissgelber Klevner. Single, pag. 48 mit Abbildung, Taf. XV, als weisser Burgunder. Dittrich, pag. 552, als weisser Burgunder. Stoltz, pag. 93, mit Abbildung Taf. 11, espèce Moréote variété blanche, ferner als Pinot oder Pineau blanc, Noirien blanc, Chardenay und Chardenet, Plant doré und fin plant doré, Epinette blanche, Blanc de Champagne, Morillon blanc, Auvernat oder Arnaison blanc im EIsass und in Frankreich. Kölges, pag. 112. Dornfeld, pag 26, in Ungarn als Burgundi fehér; in Croation als Biela Klevanjka. Victor Rendu, pag. 158 mit Abbildung, Planche 29. Odart, pag. 183. Der hier zu beschreibende weisse Burgunder darf nicht mit den von Babo pag. 450 als früher weisser Burgunder oder von Trummer pag. 199 als echter weisser Burgunder aufgeführten Traubensorten verwechselt werden, da diese beiden letztgenannten als eine ganz besondere, dem weissen Ortlieber ähnliche Spielart zu betrachten sind. Die hier abgebildete Traubensorte gehört zur Familie der schon früher beschriebenen blauen Burgunder und Ruländer. Der bisher dafür übliche Name„weisser Klevner“ wurde dem im Jahre 1874 in Wiesloch gefassten Beschlusse der internationalen ampelographischen Commission gemäss in„weisser Burgunder“ umgeändert und der erstere Name ganz fallen gelassen. Beschreibung. Rebstock hat ein mässiges Wachsthum. Rebholz dünn, hellbraun, schwarz punktirt und gestreift. Knoten eng, nur wenig verdickt. Augen vorstehend. spitz. braunroth, weisswollig. Blätter länglich, drei- und fünflappig, kurz eingeschnitten, eben, glatt, hellgrün, mattglänzend, unten mehr blaugrün und etwas wollig. Verfärbung am Rande ins Gelbliche. Bezahnung fein, kurz und spitz, unregelmässig. Buchten sehr ungleich, oft auf einer Seite fehlend, etwas ausgeweitet, Mittellappen breit und kurz, Seitenlappen sehr gegen die Seite stehend, verbogen. Nerven ziemlich stark, etwas wollig. Blattstiel fast so lang als der Mittelnerv, kahl, dick, mit röthlichem Anflug. Blätter an den Triebspitzen gelbgrün und wollig. Traube klein, kurz, dichtbeerig, in der Regel einfach. Traubenstiel kurz, dick, warzig, spröde. Beerenstielchen dünn, feinwarzig, mit braunem Wulst. Beere klein, länglich ins Runde, hellgelb durchscheinend, fein punktirt, schwach beduftet. Narbe hart und grau. Beerenhaut dünn. Saft dünnflüssig, sehr sũss und aromatisch. Reifzeit sogleich nach dem blauen Burgunder. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der weisse Burgunder ist eine französische Traubensorte, welche namentlich in Burgund und in der Champagne oft den grössten Theil des Rebsatzes ausmacht. XAus ihr werden die edelsten weissen französischen Weine, die Chablis und die Champagner bereitet. Von Frankreich kam sie nach dem Elsass und dem badischen Oberland. In neuerer Zeit wurde sie insbesondere durch die Herren Bronner in Wiesloch nach allen Theilen Deutschlands, Oesterreichs und Ungarns verbreitet, so dass jetzt allerwärts da, wo man auf Erzeugung edler Weine Bedacht nimmt, Anlagen von dieser Sorte zu finden sind. Die Kultur des weissen Burgunder ist fast die gleiche, wie die der blauen Spielart. Er gedeiht fast in allen Lagen und unter allen Bodenverhältnissen. wird aber in flachem hügeligem Terrain mit kräftigem nicht zu leichtem Boden am meisten ertragreich und dauerhaft bleiben. Er verlangt je nach der Güte des Bodens einen kurzen oder längeren Schnitt und darf insbesondere in den ersten Jahren nicht zu früh angeschnitten werden. Der Stock ist dauerhaft, in der Bluthe wenig empfindlich gegen Winterfrost und daher auch für nördlichere oder höher gelegene Weingegenden zu empfehlen, besonders wenn er gut im Dunger erhalten werden kann. Der weisse Burgunder ist jedenfalls eine sehr gute Keltertraube; seine Weine sind besser als die des Ortlieber und etwas geringer als die des weiss ge- kelterten blauen Burgunders. Sie eignen sich, wie die Weine der übrigen zur Burgunderfamilie gehörigen Traubensorten, ganz vorzuüglich zur Champagnerbereitung. In guten Jahrgängen zeigt er durchschnittlich 20 Proc. Zucker und 6 pro mille Säure. Die weissen Burgunderweine sind insbesondere in der Jugend sehr geschätt. SOs, 8 iieieieeeee beeee, Blauer Kölner. EEXI. AueCu-Hα Alle ler inerHbνοοn Iruuberꝙhονν Zaraj&C Hlndlk, ledt. LaofbeidilumeNlimh, Ibinn. Blauer Kölner. Tafel XVI. Literatur und Synonyme: v. Babo(Klassific. III, II, 3), pag. 528, als Grobschwarze; Trummer(Klassific. I, 2), pag 29, als blauer Hainer, Grossblaue, Kölinger, Gross- milcher, blauer Milcher, Kavzhina oder Kapshina, Zherna laska oder Zhernina, Velka Zherna oder Velka Sipa in Steiermark. In Ungarn als Kölner Kek. In Croatien als Modra Kaveina. In Niederösterreich als Schaibkürn. Beschreibung. Rebstock stark und dauerhaft. Rebholz nicht sehr dick. braumoth bis weissbraun mit hellerem Anflug, braun gefleckt und punktirt. Knoten dick, dunkler gefärbt, 3— 4 Zoll weit von einander entfernt. Augen hellbraun zugespitzt. Blätter fünflappig, ziemlich tief eingeschnitten, oben dunkelgrün, glatt und glänzend, unten graugrün mit feiner ablösbarer Wolle ganz oder netzförmig überzogen. Bezahnung gross, scharf, meistens doppelt, in den erweiterten Buchten zwischen Mittel- und Seitenlappen befindet sich in der Regel ein für diese Traubensorte ganz charakteristischer Zahn. Mittellappen sehr breit mit grossem langem Endzahn. Nerven stark, gefurcht, borstig. Blattstiel länger als der Mittel- nery des Blattes, roth überlaufen, borstig. Blätter an den Triebspitzen hellgrün und roth gestreift, wollig. Traube sehr gross und ansehnlich von leuchtender, malerisch schöner Färbung, ästig, pyramidalisch. Traubenstiel 2—3 Zoll lang, stark, zühe, holzig, grün mit röthlichem Anflug. Beerenstiel dick, warzig, gelbgrün mit röthlichem Wulst. Beere gross, rund, dunkelblau, sehr stark weissduftig. Narbe fein grau, Beerenhaut dick, hart. Saft fleischig, süss und angenehm, dem Trollinger ähnlich. Beifzeit gleichzeitig mit der blauen Zimmettraube. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der blaue Kölner komunt in Krain, 10 und besonders in Steiermark vor und ist daselbst schon Seit langer Zeit bekannt, was durch uralte Wandspalierstöcke bestätigt werden kann. Seine Verbreitung ist am stärksten in dem unteren Koloser Weingebirg Steier- marks und an der krostischen Grenze und in Kroatien selbst, wo er den dortigen Weinen mit den Charakter verleiht. In Niederösterreich kommt er nur Poradisch vor; er ist durch seine leuchtend blauen, grossen und stark weissbedufteten Trauben schon von Weitem kenntlich, welche in Form und Grösse einer Trollingertraube nicht unähnlich sind. Der Hauptvorzug des blauen Kölner besteht ausser dem schönen Ansehen in der geringen Empfindlichkeit des Stockes während der Blüthe und im Winter; er gedeiht überall, insbesondere an Hecken und Spalieren, Wo er auf Bögen angeschnitten werden muss und dann eine ganz bedeutende Ausdehnung und Dauer erhält. Im Weingarten wird er gewöhnlich kürzer geschnitten. Seine Tragbarkeit ist der Grösse der Trauben entsprechend. Der blaue Kölner ist eine sehr schöne Tafeltraube und liefert viel, aber geringeren, etwas wässerigen, nicht lange haltbaren Wein. Director Lamb! in Kreuz rechnet ihn für Kroatien mit unter die guten Keltertrauben, welche viel, aber leider nicht genug gefärbten Wein giebt. Er hat in dieser Beziehung den gleichen Werth unter den blauen Trauben, wie die Gutedel unter den weissen und rothen Trauben. Er dürfte daher als Keltertraube nur zum Verschnitt mit besseren Sorten oder sauren Jahrgängen sich eignen, da der Säuregehalt ein mässiger zu nennen ist. NJach den an der Weinbauschule in Marburg vorgenommenen mehrjährigen Untersuchungen hat er in besseren Jahrgängen einen Zuckergehalt von 15 16 Proc. und eine Säure von 6—8 pro mille. In Kroatien wird er natürlich viel reifer und liefert auch einen besseren Wein. 110 AO —— i — Weilser Elblins. Auæ Guννtiue den meruhh⁰]len Irduiberisortem. 5 Eutan& Iinde, IbeIe-Hlafbud]αν]uii, Ilbc. Taf. XVII. Weisser Elbling. Literatur und Synonyme: v. Babo(Classific. II, II, 2), pag. 229, Kleinberger, Klämmer im Moselthal; Weissalbe, Weisselbling im Hardtgebirg; Süssgrober am Main; Rheinelbe, weisser Sylvaner im bad. Oberland; Trummer, pag. 106, Pezhek, Blesez, Luttenberschna, Kurzstingel in Steiermark; Stoltz, pag. 51, Burger, Kheinelbe im Elsass, mit Abbildung Tafel 6 und 7; Allemand, Vert doux, Gouais blanc, Facun blanc, Bourgeois, Mouillet in Frankreich; Biela zrebnina in Croatien; Elben fehér in Ungarn; Albana in Italien. Beschreibung. Rebstock starkwüchsig, dauerhaft, mit rauher abspringender Rinde; Rebholz braun, gefurcht, schwarz, punktirt; Knoten etwas verdickt und vorstehend, dunkler als das Holz; Augen gross, stumpf, geschlossen und braun. Blätter gross, stark verbogen, blasig, sich rauh anfühlend, wenig eingeschnitten, dreilappig; Form rund; Farbe dunkelgrün mit bläulichem Schimmer, unten gelblich-grün, etwas wollig, Mittellappen sehr gross und breit; desgleichen der Seitenlappen, welche nach vorn und oben verbogen sind; Buchten eng und meist überdeckt; Bezahnung gross, breit, ungleichmässig. Nerven oben flach, nach dem Stielpunkt zu geröthet, unten gelblich, ebenfalls röthlich, mit Borsten ver— sehen; Blattstiel kurz, dick, borstig, gelbgrün mit Roth überlaufen; Triebspitzen röthlichgrün, kahl. Traube gross, ästig, aber auch walzenförmig; nur bei gut verlaufener Blüthe gleichbeerig, sonst mit vielen kleinen Beeren versehen; Traubenstiel kurz, dick, geröthet und schwarz punktirt; Beerenstiel warzig, kurz und dick; Beere ziemlich gross, rund, bei dichtbeerigen Trauben lünglich erscheinend, grüngelb, durch- scheinend, graugrün beduftet. In guten Jahrgängen auf der Sonnenseite gebräunt und rostig; schwarz punktirt; Narbe klein; Beerenhaut sehr dünn und fein; Saft wässerig, dünn, ohne Aroma; Reifzeit ziemlich Spät. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der weisse Elbling wurde vermuthlich von den Romern(Columella's Klbueli's) nach Deutschland eingeführt und überall verbreitet. Wir finden ihn an der Mosel, an der Nahe, am Niederrhein, in Rheinhessen bei Worms, an der Bergstrasse, bei Würzburg, in Württemberg und im ganzen Elsass bis hinauf in die Schweiz. Der Hauptgrund für die starke Verbreitung mag wohl die überaus grosse Tragbarkeit gewesen sein, durch welche sich die Sorte besonders auszeichnet, und so finden wir sie auch überall da eingebürgert, wo es sich um Massenproduction handelt und man weniger nach Oualität als nach Quantität fragt. In der Neuzeit nimmt jedoch der Anbau wieder ab. Der weisse Elbling giebt in günstigen Jahrgängen ein sehr grosses Erträgniss, aber der Wein ist meistens leicht, wässerig, ohne Bouquet und wird am Lager gern zühe und schwer. Im Durchschnitt hat der Most 18- 19 Procent Zucker und 6— 7 pro mille Säure. In der Bluthe ist der Elbling sehr empfindlich, röhrt gern ab, und hat desshalb viele unvollkommene kleine Beeren. Die Blätter wachsen gern in Ranken aus und die Traube fault leicht im Herbst. Der Schnitt geschicht dem starken Wachsthum der Sorte entsprechend meistens auf Bogreben, deren man ihm bei Würzburg 2 und in Württemberg 3 bis 4 anschneidet. Auch zu der Kammer-Erziehung ist er geeignet. Er gedeiht— und das ist ein Vorzug der Sorte— wohl in jeder Bodenart und Lage; Düngung darf nur mässig angewendet werden. v. Babo hebt das Ausarten der Sorte hervor und unterscheidet als Unterspielart einen Grob-Ulben, gelben EUlben und harten Elben. Ausserdem besitzen wir noch den rothen und den schwarzen Elbling, die nur in der Farbe von dem weissen Elbling verschieden sind, in ihren sonstigen Eigenschaften aber mit ihm übereinstimmen. Neuerdings findet man in Reb-Catalogen auch einen blauen Elben, der jedoch nichts von dem Charakter eines Elblings hat, sondern offen- bar eine Spielart des blauen Trollingers ist. N 31e Kadarka lalle KadadTKa. Aur Gα Atldus clen bνIöslen, Ireetibeisontet. Zuchz& Hrndle, ſe L. HlaſfbuudInch, Ilun. Ea WI Blaue Kadarka. Tafel XVIII. Literatur und Synonyme: v. Babo(-Klassific. III, I, 3), pag. 418. Trummer(Klassific. I, 2), pag. 114, als blaue Ungarische, schwarzer Mosler in Steiermark. Schams, I. Theil pag. 155 und an anderen Stellen als Cerna Skadarka, Skakar und schwarzer Skutariner und nach Dr. Ent2z(Ofener Landesrebschul-Catalog Nr. 102) als Kadarka Keck, Jenei fekete (Biharbam), Cs6ka szölö Nyne, Györ), Lüdtalpà und Keresztes levelü(Eger), Török szölö(Visonta), Fekete czigäny(Muzcai, Beregm.) in Ungarn. Nach Lambl als Modra kadarka. braniçevka in Croatien, v. Gock, pag. 87, und Calwer II, pag. 112, als edler schwarzblauer Tokayer. Dornfeld, pag. 42. Ausserdem finden sich in der „Weinlaube“ 1871, pag. 249, schätzbare Notizen über diese Sorte. In Frankreich kommt sie nur in Traubensammlungen als Kadarkas vor. Beschreibung. Rebstock in der Jugend sehr üppig wachsend. Rebholz gerade, ungleich gegliedert, rothbraun, dunkel gestreift und punktirt, mit wenig Ranken. Blätter lünglich verbogen, gross, dick, 3- bis H-lappig, kurz eingeschnitten, die unteren Einschnitte oft nur schwach angedeutet, oben dunkelgrün, matt glänzend, etwas uneben, unten weissgrau, stark filzig. Bezahnung gross und breit. Blattrippen sehr grob, hellgrün, weissborstig. Blattstiel kürzer als die Mittel- — rippe, meist glatt, selten wollig, mit röthlichem Anflug. Blätter an den Triebspitzen gelblich grün, weisswollig. zuweilen mit bräunlichem Anflug. Traube gross, einfach, dichtheerig, oft mit fruchtbaren Knoten. Traubenstiel kurz, braunroth. Beerenstiel gelblich grün, mit kleinem Wulst, fein warzig. Beere rund, mittelgross, blau, klein und graunarbig, sehr dünnhäutig, saftreich, süss und gewürzhaft, fault nicht gern. Reifzeit etwas spät. S 7 7 S O7 S2 7 S 7 R 1 Vorkommen, Kultur und Verwendung. Die blaue Kadarka ist eine Ungarische Traubensorte, welche nach Schams wahrscheinlich aus Kleinasien eingeführt worden ist. Sie konunt hauptsächlich in Sirmien, im Menescher, Ofener und Villainer Weingebirg vor und ist die verbreitetste und werthyvollste blaue Traubensorte Ungarns. Von hier kam sie nach Croatien, wo sie ebenso geschätzt wird, und nach Stéeiermark. Die Kadarka wird in ihrer Heimat im Kopf- oder Kahlschnitt behandelt und scheint dabei ganz günstige Resultate zu liefern, so dass schon Schams von ihr sagte, sie sei das beste und edelste Gewächs der südlichen Weingegenden Ungarns und vereinigt in sich alle Vorzuge, welche den Winzer im Betracht auf Güte und Menge zufrieden stellen. Die Kadarka ist äusserst fruchtbar, wenig empfindlich und dürfte auch zu Versuchen in anderen Ländern auf besseren südlichen Lagen zu empfehlen sein. Sie wird in Ungarn nur in einer Höhe von drei Fuss meistens ohne Pfahl erzogen und verträgt diese kurze Behandlung während der Sonnmnerzeit sehr gut, selbst auf die Dauer. Sie ist jedenfalls eine der vorzüglichston Rothweintrauben, welche in guten Jahren 18 bis 20 Prozent Zucker, nur 6 bis 7 pro mille Säure und ein angenelhunes Aroma liefert. Die Kadarka ist die einzige blaue Traubensorte, welche Trockenbeeren zur Ausbruch-Weinbereitung giebt. Die meisten Ungarischen Rothweine bestehen aus ihr. Nach Dr. Entz soll es in Ungarn noch eine rothe und eine weisse Kadarka, sowie mehrere Unterspielarten der blauen geben. Weilser Kielsling. Taf. XX. zſlel. Jant, d. Fivelt, fi.ſ.-Ilufunme, 7 77 LaceHulel., Ilimus den dullftoblen, IictiebeSe. 6g e Fuvelt, I.dt-Alfeeh, Miite. Weisser Riesling. Literatur und Synonyme: v. Babo(Klassific. III, II, 2), pag. 466, als Rieslinger, Riesler, Rösling, Gewürztraube, Klingelberger, Niederländer, Rheingauer, Hochheimer, am Rhein und in Deutschland überhaupt. Trummer(Klassific. I, 3), pag. 205, als Pfefferl, Graschevina, Gräfenberger, weisser kleiner Riessling, Kleinriesling, Rheinriesling in Steier— mark. Metzger-Babo, pag. 154, mit Abbildung Taf. XLVI. v. Gock, pag. 24, mit Abbildung Taf. IV. Victor Rendu, pag. 280, mit Abbildung Taf. 45, als le petit Riesling oder Gentil aromatique in Frankreich. Odart, pag. 281. Stoltz, pag. 1, mit Abbildung Taf. 1, als Gentil aromatique, Karbacher, Rüssling im Elsass. Single, pag. 28, mit Abbildung Taf. VI, als weisser Riesling in Württemberg. Dornfeld, pag. 30. EKölges, pag. 483, als Rieslingtraube. Dittrich, pag. 542. Schams erzählt in seinem Work Band II, pag. 289, dass der Rheinriesling schon vor dem Jahr 1830 in Weisskirchen und Werschetz sehr verbreitet gewesen sei und auf Illyrisch Graschevina genannt werde. Dr. Entz führt ihn im Ofener Catalog unter Nr. 46 als Grauer Riesling auf, mit dem in Ungarn gebräuchlichen Namen Rizlipg rajnai. Lambl führt für Croatien einen weissen Kleinriesling als Biela disuca grasiva und einen weissen Riesling ohne Kern als Biela grasevina beg pecke an. Beschreibung. Rebstock von mässigenn Wachsthum, oft sogar schwachwüchsig. Rebholz gerade wachsend, flach gefurcht, hellbraun mit weisslichem Schimmer, auch 9 9 8 8 ̃ silberfarbig, schwarz punktirt, fest. Knoten flach gedrückt, ziemlich eng. Augen dunkelbraun mit weisswolliger Spitze. Blätter ziemlich klein, rund, dick, rauh und runzlich, meist tief eingeschnitten mit verbogenen Lappen, oben graugrün, unten heller mit häufig eintretenden gelben Flecken. Bezahnung gross und breit. Blattrippen sehr dick. Blattstiel fast so lang als die Mittelrippe, dick, röthlich, etwas wollig und warzig. Blätter an den Triebspitzen gelblichgrün, fein, wollig, mit schwach röthlichem Anflug. Traube klein, dicht, ästig, sehr veränderlich in Form. Traubenstiel kurz, dick, holzig, hellgrün mit rothem Anflug. Beerenstiel kurz, dick, grobwarzig mit braunem Wulst. Beere Klein, rund. hellgelb, grün geadert, schwarz punktirt, durchscheinend, bei voller Reife mit braunröthlichem Anflug und weissduftig. Narbe klein und grau. Beerenhaut dick, fleischig. Saft süss, aromatisch, mit einem dieser Sorte ganz eigenthümlichem, feingewürztem Geschmack. Reifzeit sbät, weshalb diese Sorte wegen Hüärte der Beerenhaut schr lange hängen bleiben kann. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Alle Ampelographen stimmen überein, dass der Kleinriesling am Rhein entstanden sei und sich daselbst schon seit urdenklichen Zeiten vorfindet, was um so mehr Glauben verdient, weil der Riesling sonst nirgends als eine heimische Pflanze vorkonmnt und vom Rhein aus erst seine Verpflanzung in die anderen Länder stattfand. Der Riesling hat in einigen Weingegenden des Rheinthals, z. B. im Rheingau, bereits die meisten anderen Traubensorten wegen seiner vielen guten Eigenschaften verdrängt und auch in 61 Theilen des Südwestlichen Deutschlands, in Oesterreich, Ungarn und Italien ist seine Verbreitung stets im Zunchmen begriflen, weil er unstreitig das beste Material für die edelsten weissen Weine liefert. Um seine volle Güte zu erreichen, verlangt er bei uns eine sehr gute warme Lage und warmen, nicht zu schweren Boden, welcher durch öftere Düngung in der nöthigen Kraft er- halten werden muss. Ein niederer Kopf- oder Bogenschnitt sagt ihm am besten zu. Nur bei sehr günstigem Standort kann man ihm, am besten ein Jahr ums andere, kürzere Bögen anschneiden. Der Riesling lielert keine Massenerträge, sondern entwickelt, wegen seiner geringen Empfindlichkeit gegen Frost und ungünstige Witterung, mehr eine mässige, aber beständige Tragbarkeit, so dass er selten ganz mit Ertrag aussetzt. Die Trauben müssen sehr spät gelesen werden, halten sich sehr lange und liefern in halbfaulem oder„edelfaulem“ Justand die vorzuglichsten Weine, welche als Johannisberger, Steinberger, Markobrunner, Geisenheimer, Rudesheimer, Liebfrauenmilch, Nierensteiner, Oppenheimer, Klingelberger, Stein- und Leistenwein sich bereits einen Weltruf erworben haben. Der Hauptwerth dieser Weine besteht in dem dem Riesling eigenthümlichen Bouquet, welches durch längeres Stehenlassen der Maisch auf den Hülsen erst vollständig aus den Beeren herausgezogen wird. Dieses Bouquet Verdelkt auch den verhältnissmässig hohen Säuregehalt der Rieslingweine, welche in guten Jahren 10 bis 12 Procent Alkohol und 6 bis 7 pro mille Säuie enthalten. Zur Erzeugung edler Weissweine bleibt der Riesling bis jetzt die geeignetste und Werthvollste Traubensorte. Der rothe Riesling ist nur eine durch rothe Farbe der Beeren von dem weissen Riesling verschiedene Spielart. Der grüne, gelbe, rothstielige und Grob— riesling sind nur als nicht constante Abänderungen oder Ausartungen des weissen Riesling zu betrachten. Ueberhaupt muss man beim Kleinriesling darauf achten, nur von solchen Stöcken das Holz zur Vermehrung zu nehmen, welche sich durch Tragbarkeit und vollkommene Trauben, sowie gesundes Wachsthum auszeichnen, weil er sonst gern ausartet. XCC 5 52* eee ee ee —— Blauer Wildbacher. laue lint'c, Itlue Hoh vrfgollelen, IrdltihertSMften Labcifſ,&e Teinelt, Iee-Ilufneeh, Iſine. Taf. X. — Blauer Wildbacher. Tafel XX. Literatur und Synonyme: Trummer(Klassifie. I, 3), pag. 212, als Wildbacher, grosser Mauserl, Gutblaue, Kleinblaue, blauer Kracher, blauer Greutler oder Gräutler, echter blauer Wildbacher und Schillertraube in Stéeiermark. v. Babo(Klassific. III, II, 2), pag. 453, in Kroatien als Dioljak. Rebstock mittelstark. Rebholz dünn, schlank. glatt, fein, gefurcht, hellroth. Knoten engstehend. Augen weisswollig. Blätter rund, dünn, mittelgross, dreilappig, wenig eingeschnitten, oben dunkelgrün, fast glatt, unten nackt, nur an Rippen schwach behaart. Verfärbung ins Rothbraune. Bezahnung kurz und stumpf. Blattrippen nach dem Stiel zu röthlich. Blattstiel etwas kürzer als die Blattrippe, dünn, borstig, blauroth. Blätter an den Triebspitzen weisswollig. Traube klein, dicht, oft sehr verändert. Traubenstiel kurz, roth gestreikt und gefleckt, oft mit fruchtbaren, stark verdickten Knoten. Beerenstiel lang, dünn, fein warzig. Beere klein, rund, dunkelblau, weissduftig, fein punktirt, meist ZRernig. Narbe klein, grau. Beerenhaut dünn, fest. Saft dünn, säuerlich. Reifzeit mittlere. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der blaue Wildbacher ist eine in den nordwestlichen deutschen Weingegenden Steiermarks fast ausschliesslich in ganz reinen Sätzen angebaute Traubensorte, welche in der Gegend von Wildbach bei deutsch Landsberg aus Samen entstanden sein soll. Sie wird dort schon seit urdenklichen Zeiten kultivirt und kommt in solch urwüchsigem, fast wildem Zustand vor, dass ohne Zweifel ihre Heimath hier angenommen werden kann. Diese ganze Gegend, wo der Wildbacher ausschliesslich angebaut wird, nennt man nach der Farbe der aus ihm bereiteten Weine die„Schilchergegend.“ Die Weingärten dieser Gebirgsgegend Unkassen, bei einer Höhe von 12 1600 Fuss über dem Meeresspiegel eine Gesammtfläche von 6000 Joch, liefern durch- schnittlich 25 Eimer auf dem Joch im Werth von 4—5 Gulden Oesterr. Währg., was einer jährlichen Gesammtproduktion von ca. 150.000 Eimer im Werth von 677.000 Gulden gleichkommt. Die Verbreitung des Wildbacher in anderen Gegenden ist unbedeutend, weil günstige Weinlagen jedenfalls mit qualitatiy besseren Sorten vortlieilhafter ausgenützt Werden Können. Die verschiedenen Verhältnisse, unter welchen der Wildbacher dorten angebaut wird, bestätigen, dass derselbe eine durchaus harte unempfindliche Sorte ist, welche in jeder Lage, jedem Boden und bei jeder Eziehungsart gedeiht. Er wird gewöhnlich kurz geschnitten und entwickelt direkt aus dem alten Holz reich- tragende Fruchtruthen. Es kommen aber auch alte Schenkelstöcke von 3—4 Fuss Höhe vor, welche bisweilen armsdick werden und trotzdem ihre unverwüst- liche Tragbarkeit bewahren. Auch an Hecken auf Bögen und Japfen geschnitten ist er sehr empfehlenswertli. Trotzdem die Trauben zur gewöhnlichen Herbstzeit reifen, lässt man sie doch gern lünger hängen, weil sie nicht leicht faulen, von den Vögeln nicht zu leiden haben und dann einen besseren Wein liefern. Der Wein hat eine hellrothe Farbe, eigenthümliche herbe Säure, an welche man sich erst gewöhnen muss, so dass er nur fur den lokalen Absatz und Verbrauch im Land sich eignet. In guten Jahren und Lagen erreicht er 17— 18 Procent Zucker, hat 8—9 pro mille Säure und wird hauptsächlich im deutschen Theil der Stèéiermark consumirt. Der frühblaue, schlehenblaue, späte blaue und rotliblätterige Wildbacher sind nicht constant bleibende und weniger werthvolle Unterspielarten der hier be— schriebenen Sorte. NN 822 E N N RN SeN Celber Ortlieber. PeX. Adluus dlen neUbün, FicttibentSαννα müimmecubu, Inten. Gelber Ortlieber(Knipperle.) Tafel XXI. Literatur und Synonyme: v. Babo(Klassific. III, I, 2), pag. 339. Räuschling und Ortlieber am Niederrhein, im Rheingau und am Kaiserstuhl; Tockauer, Runganer und Colmer in der Gegend von Offenburg; Kleiner Räuschling, Türkheimer, Kleiner Riessling und Kipperle am Kaiserstuhl; Faotor, Elsasser bei Bühl in Baden; weisser Burgunder, weisser Rulander, Knackerle an der Bergstrasse; Trummer(Klassific. I, 3); weisse Kauka am Janinaberg bei Rohitsch; Stoltz, pag. 129, Petit mieulleux, kleiner Methsüsser, Kleinräuschling, Ettlinger, Reichenweiherer; Cie Odart, pag. 294; im Elsass besonders bekannt als Knipperle und kleiner Räuschling, weniger als Ortlieber. Beschreibung. Rebstock stark wachsend, Rebholz rotlibraun mit vielen schwarzen erhabenen Punkton. weisslichen Flecken und braunen Streifen. Triebspitze dunkelgrun, stark wollig, aufrecht stehend. Stengel röthlich angelaufen. 3 Blätter mittelgross bis gross, dick, lederartig. meist ganzrandig. nur wenig eingeschnitten, flach, nicht verbogen, ausgeprägt fünfeckig, oben dunkelgrün, mattglänzend, unten graugrün, wollig. Buchten fellen meistens. Stielbucht bei jungen Blättern überdeckt, Pitzwinklig. bei älteren Blättern oflen. Bezahnung gan⸗ ungleich, durch einzelne tiefere Einschnitte unterbrochen. Knöpfchen gross. braun. Bippen auf der Unterseite leicht röthlich, zottig und mitunter borstig. Blattstiel grün, carminroth verwaschen und gestreift. FTraube klein, einfach, selten ästig, mit sehir dicht gedrängten, doppeltstehenden Beeren. Traubenstiel kurz, dick, bis zum Knoten, welcher meist unfrucht⸗ bar ist, verholzt, unterhalb des Knotens gelbgrün, bricht bei voller Reife 135 Praubé leicht am Knoten ab; Beerenstiel kurz, dick, Warzig, hellgrün. Beeren grün, mittelgross bis klein, durch den gedrängten Stand oft eckig, stark weissgrau boduftet. schwarz Dunktirt, bei voller Reife durchscheinend. Narbe gross. Beerenhaut dünn. Saft dünnflüssig, Suss, angenehm. Reifzeit die mittlere. Vorkommen, Cultur und Verwendung. Der Ortlieber hat seine Heimath im Elsass. Durch einen Weingärtner Ortlieb von Reichenweiher Ende vorigen Jahrhunderts besonders empfohlen, verdrängte er an vielen Orten den weissen Elbling(Burger, Plant commune) und fasste auch am Kaiserstuhl, bei. Oflenburg und am Niederrhein Fuss. Die Sorte hiess ursprünglich Ettlinger oder kleiner Räuschling; Päter nannte man sie Knipperle oder nach ihrem Verbreiter Ortlieber. Die elsässische Weinproduction, durch die Concurrenz der billigen und zugleich guten französischen Weine mehr oder weniger gedrückt, richtete ihre Be— mühungen der Sachlage entsprechend weniger auf die Oualität als auf die Ouantität, und 50 wWar ihr. eine Sorte um so mehr willkommen, wenn sie nur möglichst grosse Erträge gab. Der Ortlieber gehört unbestritten zu den ertragreichsten Rebsorten und dieser Umstand sicherte ihm wohl hauptsächlich seine starke Ver— breitung im Elsass. 40— 50 Trauben an einem Stock sind gar nicht selten und Weinberge von kräftiger Bodenart, welche rein mit Ortlieber bestockt sind, haben schon vom Hectare bis zu 100 und sogar 150 Hectoliter Wein gegeben. Aber auch noch eine andere Eigenschaft macht ihn den Hlsässern lieb und werth, nunlich seine Unempfindlichkeit in der Blüthe.“ Er röhrt nicht ab und wenn die leider im Elsass nemlich häufig vorkommenden Spätfröste alles ruinirt haben, so ist es der Ortlieber, dessen Beiaugen noch Trauben bringen. Ausserdem besitzt, er noch die sehr schätzenswerthe Pugend, dass seine Trauben mittelfrüh reifen und noch in Jahren zeitig werden, wo die ülreh Sorten Sauer bleiben. Schliesslich kann man von ihm sagen, dass er vermöge seiner grossen Vegetations- kraft überall gedeiht, sogar in geringen Lagen und durktigen Bodenverhältnissen. Dabei ist der Ortlieber-Wein mild und angenehm zu trinken und eignet sich gut zum Verschneiden mit stärkeren Weinen. Diesen vielen Vorzügen stehen aber aàuch eine Reihe schlechter Eigenschaften entgegen, welche schwer in's Gewicht fallen. Es fault nämlich keine Sorte so gern und so leicht als der Ortlieber. Wenn es im Herbst Regentage giebt, muss der Ortlieber sogleich gelesen werden, wenn man nicht grosse Verluste haben will. So ist man in manchen Jahren nicht in der Lage, die Trauben bis zur vollkommenen KReife hängen zu lassen und das übt gerade keinen günstigen Ein— fluss auf die Qualität des Weines aus. In anderen Lagen wird der Ortlieber auch vom Sauerwurm übel heimgesucht. Der Wein ist leicht und klärt sich lange nicht; er wird gern schwer und lässt(ausser bei ganz guter Behandlung) schon nach 2 Jahren nach. Er muss desslialb bald verbraucht werden und taugt nicht auf Lager. Gerade dieser Eigenschaften wegen soll man den Ortlieber nicht in zu kräftige, sondern mehr in mittlere und auch magere Böden und wärmere Lagen pflanzen. I Ober-IIsass erzieht man von jedem Stock 2 oder 3 Schenkel auf 1 Meter Höhe und schneidet einem jeden Schenkel einen oder auch manchmal zwei Bögen von 15— 20 Augen an, welche man abwärts an den Pfalil bindet. Es würde sich fragen, ob nicht eine niedrigere Erziehung einen guten Einfluss auf die Qualität des Weines ausüben würde. Geradezu nöthig ist das theilweise Entlauben der Stöcke vor der Reite als Schut- gegen das Faulen; auch soll man wegen der Weichheit des Weines verhältnissmässig wenig dungen. Während der Ortlieber-Stock schon im dritten Jahr tragbar wird, lässt er auch in gewöhnlichen Böden bald nach; es kommen aber in Granitböden Beispiele von grosser Haltbarkeit vor. LisRGölfeR-Aulul, Cle,. doltmöblen Inetuilleriscmtemm. Früher blauer Wäls cher. Paf XXII. Facaj& Lunde,leI. AiafrdunAuec, Ibin. Früher blauer Wälscher(Laska). Tafel XXII. Literatur und Synonyme: Trummer(Klassific. I, 2), pag. 184, als früher blauer Wälscher, Lashka oder Laska moder oder modrina, blaue Selenika, Frühblaue, wälsche Bart— traube, in Steiermark. v. Babo(Klassific. III, II, 3), als Laska in Deutschland. Auch in der„Weinlaube“ 1872, pag. 301 und pag. 336 finden sich schätzenswerthe Notizen über diese Traubensorte. In Croatien wird sie nach Lambl Rana vlaska modrina genannt. 55 Beschreibung. Rebstock von mässigem Wachsthum. Rebholz dunkelbraun, gestreift, Knoten ziemlich engstehend, vor der Reife roth gestreift. Augen kuppelförmig dunkelbraun. Blätter mittelgross, dick, lederartig, dreilappig, rund, kurz eingeschnitten, nach oben verbogen, auf der oberen Seite dunkelgrün mit mattem Glanz, unten heller, an Rippen und Nerven rauhhaarig und borstig. Bezahnung kuppelförmig, gross, kurz und stumpf mit braungelben, später weiss werdenden Knöpfchen. Buchten sehr unregelmässig, oft ganz fehlend. Nerven gelblichgrün, stark hervortretend, unten röthlich. Stielpunkt weissfilzig. Blattstiel dünn, roth, meist kürzer als die Hauptblattrippe, borstig. Blätter an den Triebspitzen gelblich grün, fein wollig. Traube klein, kurz, ungleichbeerig, dichtästig. Traubenstiel dünn, gelb, warzig. Beerenstielchen ziemlich dick, kurz, warzig, mit röthlichem Wulst. Beere rund, oft sogar platt gedrückt, dunkelblau mit röthlichem Schimmer, etwas punktirt, stark beduftet. Narbe braun, fühlbar, aufsitzend. Beerenhaut dunn. Saft dünnflussig, suss. Reifzeit fast gleichzeitig mit dem blauen Portugieser, also frühzeitig. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Diese Traubenvarietät findet sich in den steirischen Weingärten, dem Windisch, Bühelner Weingebirg bei Marburg, Speisenegg, Sulzerberg und Wätschein in grösserer und kleinerer Anzahl schon seit langen Jeiten, wird von der Bevölkerung„ Fruliblaue⸗ genannt, muss zeitiger als die anderen Trauben gelesen werden und dient theils als frühe blaue Pafeltraube, theils mit den anderen blauen Traubensorten Steiermarks gemischt zur Bereitung von Rothwein. An den dunkelgrünen, mattglänzenden, kuppelförmig gezähnten Blättern und sich früh färbenden stark bedufteten Trauben ist sie leicht kenntlich und kann leicht ausgelesen werden, da sie selten in reinen Sätzen vorkommt. Aus Steiermark wurde sie durch den verstorbenen Herrn Oekonomie— ratl Bronner, welcher dieses Land bereiste, nach Baden und Württemberg gebracht und durch den Sohn dieses Oenologen, den Herrn Rebschulenbesitzer Carl Bronner in Wiesloch, in ganz Deutschland verbreitet. Der Rebstock kommt fast überall fort, selbst in ungünstigeren Lagen, liebt aber etwas schweren Boden, erfordert eine niedere Exziehungsart mit Lapfen— schnitt, wobei er hinlänglich Holz entwickeln kann und zeichnet sich unter solchen Verhältnissen durch reichliche Tragbarkeit aus. Er dürfte selbst in höher gelegenen Weingebirgen als frühe blaue Traubensorte immerhin empfehlenswerth sein, obgleich der Wein jedenfalls geringer als der Portugieser Wein ist. Der Most hatte nach den Beobachtungen an der Marburger Weinbauschule in mittleren Jahrgängen 18 Proc. Jucker und 7 pro mille Saure. In sehr guten warmen Herbsten bildet diese Traubensorte sogar Libeben. eecee, E 5 Rother Velteliner. Taf. MIII. Rother Velteliner. Literatur und Synonyme: v. Babo(Klassific. II, II, 2), pag. 206, als grosser rother Veltliner, Vältliner, Fleischtraube, Feldleiner, Rothlichter, Feltliner in Deutschland. Trummer(Klassific. II, 2), pag. 274, als rother Veltliner, Ranfler, Ranfolina, Rothreifler, Ariavina männliche, Belo oka, Buzyn, Erdezha, Erdezka Rabolina, Mauenjk in Steier— mark. Metzger-Babo, pag. 205 mit Abbildung, Heft XI, Taf. LXVI, als rother Välteliner. v. Gock, pag. 30 mit Abbildung, Taf. VII, als rother und fleischrother Veltliner. Single, pag. 58, als Velteliner. Dittrich, pag. 574, als rother Välteliner. Stoltz, pag. 69 mit Abbildung, Taf. 9 und 10, als Valtelin rouge und Valteliner in EIsass und Frankreich. Kölges, pag. 607, als rother Välteliner. DPornfeld, pag. 23. Calwer, pag. 101 mit Abbildung, Taf. 23 Fig. 1, als rother Veltliner. Nach Lambl in Croatien als Crvena valtelinka. Nach Dr. Entz in Ungarn als Veltelini piros, Csücsos bäkor, Nagysägos. In der Weinlaube 1874, pag. 49, finden sich sehr schätzenswerthe Angaben über die Velteliner Rebe. In Böhmen als Ryvola cervenä. Der rothweisse und mittelgrosse rothe Velteliner sind nur in Farbe und Grösse der Beere abweichende Spielarten des rothen Velteliner. Der in Niederösterreich sehr verbreitete grüne Velteliner gehört seinem ganzen Habitus nach nicht zur Familie der Velteliner. Die für den rothen und grünen Velteliner in Niederösterreich allgemein gebräuchlichen Bezeichnungen„Roth- und Grün-Muskateller“ sind nur irrthümliche locale Benennungen und keine wahren Synonyme, da man darunter ganz andere Traubensorten mit starkem Muskatellergeschmack versteht, welchen die Velteliner gar nicht besitzen. Die jetzt noch in Val-Tellina vorkommende Rossera oder Rossola soll nach Cerletti der rothe Velteliner sein. Beschreibung. Rebstock ziemlich kräftig. Rebholz dunkelbraun, gestreift, schwärzlich punktirt. Knoten 3—4 Zoll weit von einander, dunkler als das übrige Holz. Augen 8 8 7 P 7 R braun, geschlossen, wenig wollig. Blätter gross, dünn, weich, glatt und glänzend, tief eingeschnitten Blappig, oben dunkelgrün, unten graugrün, wollig bis lilzig, je nachdem der Stock mager oder fett steht. Bezahnung gross und scharf mit mehreren kleineren Zähnen abwechselnd. Blattrippen röthlich, borstig. Blattstiel kürzer als die Mittelrippe, röth- lich und borstig. Blätter an den Triebspitzen zottig, dunkelgrün mit Roth überlaufen. Traube gross, dicht, ästig, pyramidenförmig. Traubenstiel kurz, dick, roth, fest mit unfruchtbaren Knoten. Beerenstielchen dünn, lang, hellgrün, warzig. Beere ziemlich gross, länglich in's Runde, ungleich, hellroth, schwarz Dulletirt, durchschimmernd grau beduftet. Narbe gross. Beerenhaut dick. Saft dünn, wenig schleimig, suss. Kerne 2— 3, dunkelbraun mit grüner Spitze. Beifzeit etwas spät, oft noch ehe die Beere ganz roth wird, was sehr selten der Fall ist. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der rothe Velteliner soll aus dem Val Tellina, dem Theil des Adda-Thales stammen, welches sich vom Como— See bis zum Stilklser Joch an der Grenze von Oberitalien und der Schweiz hinzieht, und von da nach Süddeutschland und Oesterreich verbreitet worden sein. Män findet diese Traubensorte besonders in Württemberg und in Niederösterreich. In letzterem Lande bildet sie bei Langenlois den Hauptsatz und macht dem grünen Velteliner noch in manchen anderen Gegenden den Rang streitig. Der rothe Velteliner verlangt einen kräftigen, mehr schweren als leichten Boden und einen kurzen Kopt- Bock- oder Kahlschnitt, da seine Bewurzelung nicht sehr kräftig und ausgebreitet ist. Oeftere Düngung ist bei ihm nothwendig. Unter den geschilderten Verhältnissen entwickelt er eine beträchtliche Tragbarkeit. Der Most giebt in guten Jahrgüngen ein vorzügliches Produkt. Nach den Aufzeich- nungen in Klosterneuburg gab er in den 6 Jahren von 1868 bis 1873 im Durchschnitt jährlich 19,9 Proc. Zucker und 8,6 pro Mille Saure. In guten Jahr- gängen ist der rothe Velteliner Wein jedenfalls einer der besten niederösterreichischen W. 85 während er sonst zu viel Säure besitzt. Trotz seiner vielen guten Eigenschaften verbreitet sich der rothe Velteliner nicht sehr stark und tritt sonst nur, mit Ausnahme der vorerwähnten Gegend in Niederösterreich, in den Wein— gürten sporadisch auf. ee-S5 SNN Auuæ Hue. Atlas dlen inerlimollgu, ruuuberiendem. 8 ˖ 0 4 All 6 1 8 5 Zucgſ& llredlt, ſ.e.-Tlaflͥien;, Iubun. Taf.IV. §St. Laurent. Literatur und Synonyme: Lorenztraube in Württemberg. Trummer Nachtrag, pag. 101. Ob diese Sorte aus St. Laurent im südlichen Frankreich oder aus Italien stammt, wWo es mehrere blaue Trauben dieses Namens gibt, konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden. Beschreibung. Rebstock kräftig und sehr regelmässig wachsend. Rebholz hellbraun mit dunkleren Streifen und zahlreichen Rostpunkten. Knoten gleichmässig verdickt, Augen dunkelbraun. Triebspitzen gelblichgrün mit weissem, wolligem Flaum. Blätter mittelgross, steif, lederartig, getragen, im Allgemeinen nur wenig eingeschnitten; die untersten Blätter zeigen jedoch oſtmals tiefe Buchten, so dass man tief eingeschnittene und ganz runde Blätter an ein und demselben Stock findet. Farbe matt dunkelgrün ohne Glanz; Verfärbung in lebhaftes Carminroth. Bezahnung ungleich mit seichten und tieferen Einschnitten, kuppelförmig. Nerven auf der oberen Blattseite flach, hellgrün, unten stark hervortretend, gelblichgrün mit etwas wolligem Flaum, Blattstiel dick, Stielpunkt sehr gross. Traube pyramidal, oben mit einigen Aesten, auch einfach; ziemlich dichtbeerig. Traubenstiel lang, dick, hängend. Knoten stark hervorstehend, unfruchtbar. Beere schwarzblau, oval, nach dem Stiel zu éetwas verjüngt, hellblau beduftet, mit Rostpunkten versehen. Beerenhaut dick. Beereninhalt süss, dünnfluüssig. Reifzeit früh. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der St. Laurent stammt aus Frankreich, von wo ihn Ockonomieratll Bron 16 5 Wiesloch vor nicht langer Jeit als Tafeltraube erhielt und ihn bald, nachdem er seine Vorzüge hatte, in grösserer Menge als Weinbergstraube anbaute und verbreitete. Insbesondere hat sich sein Sohn, der Rebschulenbesitzer Carl Bronner in Wiesloch, grosse Verdienste um die Verbreitung dieser Traubensorte in Deutschland erworben. Man kennt übrigens in Frankreich keine Sorte dieses Namens und 80 dürfte sie ursprünglich einen anderen Namen tragen und irrig mit einem talschen Namen belegt worden sein; Nachforschungen in der Umgegend der Bezugsquelle, den berühmten Weinorten St. Julien, Chateau Lafitte und Chateau Latour ergeben eine Kehnlichkeit mit Malbec und Cabernet, welche dort gebaut werden. Vielleicht hat auch die Sorte ihren Namen von der Ortschaft St. Ealttent Pettommen, welche in der dortigen Gegend liegt. 5 Der St. Laurent zeichnet sich durch grosse Fruchtbarkeit, frühe Reife und Genügsamkeit in Bezug auf Lage und Boden aus; nur sollte man ihn nach den bis jetat vorliegenden Erfahrungen mehr in kalkhaltige als in thonige Böden bringen, welche sehr gut in PDünger gehalten werden müssen. Er verlangt einen kurzen Schnitt 81 Halbbögen oder Ruthen von 6— 10 Augen; bei langem Schnitt würde er sich bald übertragen. Der Wein hat auch in ungünstigen Jahrgängen eine schöne, dunkelrothe Farbe und ähnelt im Geschmack einem leichten Bordeau-Wein.“ Die Sorte hat— Dank den Bemühungen des verstorbenen Single— in Württemberg, und dort besonders in den weniger günstigen Lagen der Albtraufe, starke Verbreitung gefunden und erfreut sich einer grossen Beliebtleit. Leberall da, wo man einen leichten, angenehmen Rothwein produciren will, sollten mit dieser Sorte Versuche angestellt werden. 00 AuunGule. Alld Alen rnertHHhoolen Tielitbeme R0O thsipfler. Taf. XVV. Hueuß&. Liudle, Fele- Hlaſbet,Aleh, Itibn. Rothgipfler. Tafel XXV. Literatur und Synonyme: Trummer(Klassific. II, 2), Nachtrag pag. 125, als weisser Rothgipfler, Reifler, weisser, grüner und grober Reifler in Oesterreich. Single, pag. 53, als weisser Rothgipfler in Württemberg, mit Abbildung Taf. XVII. Dornfeld, pag. 29. In Croatien nach Lambl! als Slatki zelenac. Beschreibung. Rebstock von mittlerem Wachsthum, dauerhaft, nicht empfindlich und sehr tragbar. Rebholz kräftig, graubraun, bläulich gestreift. Knoten ziemlich engstehend. Blätter mittelgross, rundlich, etwas dick, rauh wie beim Kleinriesling, fünflappig, ziemlich tiet eingeschnitten, oben dunkelgraugrün, unten gelblichgrün, feinvollig. Bezahnung halbkuppelförmig, klein, ungleich. Stielbucht geschlossen. RBippen roth und wollig. Blattstiel kurz, dick, braumoth überlaufen, z20ttig. Blätter an den Triebspitzen weisswollig mit rothen Streifen und Rand, wovon diese Sorte ihren Namen erhalten hat zum Unterschied von dem in ihrer Heimath vorkommenden Weissgipfler oder grünen Velteliner mit weissen Triebspitzen. Traube mittelgross, dicht, ästig, pyramidenförmig. Traubenstiel kurz, dick mit meist fruchtbaren Knoten. Beerenstiel dick, sehr warzig. Beere länglich— rund, regelmässig, der Beere des grünen Velteliner sehr ähnlich, sehr stark punktirt, hartschalig, grünlichweiss, bei voller Reife durchscheinend, auf der Sonnen- seite bräunlich und sehr süss. Beifzeit etwas spät, aber früher als beim Kleinriesling. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der Rothgipfler stammt aus Niederösterreich, wo er an den östlichen Ausläufern d858 Wiener Waldes bei Perchtholsdorf, Mödling, Gumpoldskirchen, Klosterneuburg und Baden besonders in niederen und hohen Lagen einen grossen Theil des Rebsatzes ausmacht. Von Oesterreich wurde er durch die„Stuttgarter Weinverbesserungs-Gesellschaft,“ insbesondere durch Single, in Württemberg verbreitet und hat sich nach dessen Angaben daselbst bestens bewährt, so dass seine Verbreitung auch in anderen Weinländern zunehmen wird. Die Hauptvorzuge des Rothgipfler sind: grosse H⸗ärte gegen Winterfrost, geringe Empfindlichkeit während der Sommerszeit, grosse Tragbarkeit und entsprechende Güte des Weins. Der Stock gedeiht auf jedem Weinbergsboden und entwickelt sich am besten bei niederer Erziehungsart mit Japfenschnitt. Nach den Klosterneuburger Augaben hat der Most in guten Jahrgängen meist 20—22 Proc. Zucker und 8—9 pro Mille Säure. Der Wein ist in Folge dessen sehr alkoholreich, sehr haltbar und entwickelt in guten Jahren sogar ein feines Bouquet. Aus alledem geht hervor, dass der Rothgipfler eine sehr werthvolle Traubensorte ist, deren Eigenschaften sehr an den Kleinriesling erinnern. e Blaufrankis ch Taf. XXVI. us bnteR, Huluue dlen 1n]iuelene IrιοheͥH%aIUlem. Lacaqiſ& Landle,lee Ulufumuueunh, IJun, Blau Fränkisch. Tafel XXVI. Literatur und 8ynonyme: Dornfeld, pag. 49, als blauer Limberger in Württemberg. Single, pag. 45 mit Abbildung, Taf. XIII, ebenfalls als blauer Limberger. In Niederösterreich bei Vöslau allgemein als Blaufränkisch verbreitet. In Croatien als schwarze Fränkische oder Crna Frankovka und moravka. Gehört nach Trummers Klas- sification zu Classe I, Ordnung 2. Für Verbreitung dieser Sorte war besonders Herr Robert Schlumberger, Weingrosshändler und Weingutsbesitzer in Vöslau thätig. Da der- selbe aber ebensowenig wie die Werke von Single und Dornfeld die Benennung„Limberger“ genügend erklären und begründen können, so wurde von der internationalen ampelographischen Commission, bei der zweiten Jahresversammlung in Colmar 1875, die in der Heimath dieser Sorte gebräuchliche Bezeichnung„Blaufränkische“ als Hauptname angenommen. Beschreibung. Rebstock starkwüchsig, härter, dauerhafter und weniger empfindlich als der blaue Portugieser. Rebholz sehr früh ausreifend, rothbraun, regelmässig und ſein gestreilt, ziemlich stark. Knoten wenig hervortretend. Augen dick, abgestumpft. Blätter gross, dick, pergamentartig, fast rund, wenig eingeschnitten, oben dunkelgrun, glatt, mattglänzend, ältere Blätter etwas blasig und auf der Unter- seite borstig. Bezahnung gross, unregelmässig, Endzahn halbkugelförmig. Buchten wenig ausgeprägt, oft nur durch eine Zahnlücke angedeutet, Verfärbung in's Rothe. Nerven unten stark hervortretend, mit deutlich ausgeprägten grossen hellgrünen Stellen an den Abzweigungen auf der Oberfläche und am Stielpunkt. Blattstiel kürzer als der Mittelnerv, grün mit violettem Anflug in nahezu rechtwinkeliger Stellung zum Blatt. Blätter an den Triebspitzen hellgrun, glatt glänzend. Traube gross, mehr ästig und locker als beim Portugieser. Traubenstiel ziemlich kurz, grün mit bräunlichen Rostflecken und dicken Knoten. Beerenstielchen kurz. dick, grün, starkwulstig. Beere mittelgross, rund, dunkelblau, schwach beduftet. Narbe klein. Beerenhaut ziemlich dick und nicht leicht faulend; reiſt etwa 8 Tage später als der blaue Portugieser und hat einen süssen, aber etwas herberen Saft als dieser. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der Blaufränkisch stammt aus Niederösterreich, wo er meistens gemischt mit dem blauen Portugieser in der Gegend von Vöslau, Siebenhirten und Matzen in grösserer Ausdehnung vorkonunt und von da nach den anderen Kronländern Oesterreichs, nach Ungarn, Croatien und auch nach Deutschland verbreitet wurde. Insbosondere hat er sich in Württemberg sehr bewährt und ist unter dem Namen Limberger stark verbreitet. Derselbe ist selbst für ungünstigere Lagen wegen seiner krühen Reife, geringen Empfindlichkeit und grossen Tragbarkeit eine sehr schätzbare Rothweintraube, welche besonders bei kurzem Zapfenschnitt entsprechen wird. Die aus ihm bereiteten Rothweine dürften sich weniger durch grosse Süssigkeit und Lieblichkeit wie die Portugieserweine, als durch eine bei den Roth- weinen sehr geschätzte Herbe und Dauerhaftigkeit auszeichnen. Der Blaufränkische hatte im Jahr 1872 in Niederösterreich bei der Lese 19,2 Prozent Zucker, nur 5,3 pro Mille Säure und lieferte auf einem ös8terreichischen Joch einen mittleren Ertrag von nahezu 40 österreichischen Eimern, was seinen Werth in quantitativer und qualitatiyer Beziehung am besten bestätigen wird. eeeeee 1Coltes Hila flen tnbEνναuUen: Jrauibensadεn Lxcaſſ ł Lidle, ſele. Hoſbindiſnlueh, It ien,. AuHuνασ Hilu,. enbullalen Jratiben 2 d 8 Rother Zierfahidler. Tafel XXVII. Literatur und Synonyme: Trummer(Klassific. L, 2), Nachtrag pag. 36, als rother Zierfahndler, Rothreifler, Gumpoldskirchener Spätroth, rother Raifler in Oesterreich. Der von Babo pag. 356 beschriebene rothe Reifler scheint eine andere Sorte oder ein sehr unvollkommenes Exemplar gewesen zu sein, da diese Beschreibung in sehr wesentlichen Eigen- schaften von der richtigen Trummer'schen Beschreibung, z. B. in den Triebspitzen, Behaarung der Blätter und Grösse der Trauben, abweicht. Beschreibung. Rebstock sehr kräftig und dauerhaft. Rebholz dick, dunkelbraun, schwarz punktirt. Knoten ziemlich engstehend. Blätter mittelgross, rund, dick, lederartig, fünflappig, kurz eingeschnitten, Lappen verbogen, oben gelblichgrün, fleckig, unten wollig. Bezahnung stumpf und breit. Endzahn gross, stumpf. Buchten meist geschlossen und wenig ausgebildet. Rippen fein, etwas bräunlich. Blattstiel kurz, sehr dick, glatt, röthlich, wollig. Blätter an den Triebspitzen hellgrün, feinwollig, etwas bronzirt. Traube gross, etwas ästig, sehr dicht, oft mit doppelt und dreikach ubereinanderliegenden Beéren. Traubenstiel kurz, dick, Knoten selten fruchtbar. Beerenstielchen dick, fein warzig, grüngelb, selten röthlich. Beere rund, bei der Narbe etwas plattgedrückt, hell kupferroth oder fleischfarbig, nur bei voller Reife dunkel rosenroth, obwohl die meisten Bèeeren, besonders die sehr dichtstehenden, auch dann auf der Schattenseite ihre grüne Farbe behalten, auffallend stark punktirt. Narbe gewöhnlich, ein grosser brauner Rostfleck. Beerenhaut dunn. Saft säuerlich suss. Reifzeit spät. Vorkommen, Kultur und Verwendung. Der rothe Zierfahndler kommt hauptsächlich in 155 Gegend von Gumpoldskirchen, Mödling, Pfaflstätten. Baden, Brunn und Gainfahren in Niederösterreich vor und ist dort seit etwa 60 Jahren eingeführt. Er hat damals allmählich den dorten früher angebauten Heunisch fast ganz verdrängt und liefert das Hauptmaterial zu den berühmten Gumpoldskirchener Weinen, den besten von Niederösterreich, weshalb seine Ver- breitung daselbst und auch in anderen Kronländern immer mehr zunimmt. Er verlangt einen kräftigen Boden und kurzen Kopf- oder Kahlschnitt, wie er in Niederösterreich allgemein gebräuchlich ist; Kalkboden und eine sehr gute warme Lage sagen ihm am meisten zu. Er ist ungemein tragbar und liefert nicht nur quantitatiyv, sondern auch qualitativ ein sehr gutes Erträgniss. In Kloster- neuburg hat der Most des rothen Jierfhndler in der Regel den höchsten Zuckergehalt von allen FTraubensorten, in guten Jahrgängen sogar 25— 29 Prozent, während seine Säure eine sehr geringe(durchschnittlich 6—7 pro Mille) zu nennen ist. Seine Weine sind feurig. fast zu alkoholreich, und enthalten gewöhnlich noch einen Theil des nicht verarbeiteten Zuckers, was ihren Geschmack sehr lieblich macht. Aus allen diesen Gründen durfte diese Sorte auch weiterer Verbreitung würdig sein. eed50SHze, I. Müllerrebe. I. Blauer Portusieser. IuVII. Rother und weifser Cutedel. N. Blauer Burgunder. XII. Blaue Zimmttraube. Aus Collte c. Allds dlen ibedIvollolen, Iicuibensorlen. Tri eb SP it Jelnl A Ruegy& Arddld, ſbIbihudůlandlu,, Ileen. 5 Triebspitzen der Traubensorten. Tafel A. Der im Prospektus dieses Werkes angedeuteten Absicht gemäss beginnen wir mit der beifolgenden Tafel, die Abbildungen von Triebspitzen der vorher schon beschriebenen und abgebildeten Traubensorten zu geben. Wir wählten für diese Darstellungen besondere Tafeln, damit eine Vergleichung der einzelnen Sorten in ihren Triebspitzen erleichtert wurde und weil auf den natürlich gruppirten Bildern der Trauben die Triebspitzen oft eine ganz unnatürliche Stellung hätten einnehmen müssen. Die Wichtigkeit der Triebspitzen, mögen sie an Ruthen oder Geizen sich befinden, für die sichere Erkennung und Charakteristik der Traubensorten, wurde in ihrer Beständigkeit schon von Babo(5„der Weinstock,“ pag. 20) anerkannt, aber noch nicht genügend gewürdigt. Wir haben während den letzten Jahren zahlreiche Versuche in dieser Richtung angestellt, indem die abgeschnittenen Triebspitzen in mit Wasser gefüllten Gläsern sich sehr leicht 8— 14 Tage aufbewahren lassen, und sind zu dem Resultat gekommen, dass die Triebspitzen einer Sorte, mögen sie von Ruthen oder Geizen herrühren, aus höheren oder niederen Lagen, von schwerem oder leichtem Boden, alten oder jungen Stöcken, stets die gleichen Eigenschaften behalten, sofern sie sich im treibenden Justand befinden, während bei geschlossenem Trieb diese Eigenschaften natürlich sich weniger deutlich ausgeprägt gestalten, ohne aber den Charakter der Sorte zu verlieren. Dieses somit sichere und beständige Erkennungszeichen der Traubensorten ist aber nicht nur für den Xmnpelographen, sondern auch für den Weinbauer von ganz bedeutendem Nutzen, weil durch dasselbe allein es möglich wird, in der Rebschule und bei jungen Anpflanzungen schon vom ersten Jahre an die falschen Stöcke von den ächten auszuzeichnen und zu entfernen. Der Praktiker hat daher dieses Mittel schon häufig angewendet, ohne dass er sich über den eigentlichen Grund recht klar geworden ist. Unseres Wissens sind die Triebspitzen der Traubensorten bisher noch in keinem Werk zur bildlichen Darstellung gekommen, so dass wir annehmen können, durch die hier zu gebenden Abbildungen auch in wissenschaftlicher Beziehung die Ampelographie zu vervollständigen. Wir glauben zugleich schon jetzt mit Bestimmtheit annehmen zu kKönnen, dass durch gründliche Beobachtung und sorgfältige Darstellung der Triebspitzen es einst möglich werden dürfte, eine natür— liche Gruppirung der Traubensorten in Familien zu veranstalten und die Arbeiten über Klassification der Traubensorten zu einem gewissen Abschluss zu bringen, da die Gruppen der Gutedel, der Burgunder, Elbling, Sylvaner, Muskateller, Traminer, KRiesling u. a. mm. oflenbar auch in ihren Triebspitzen eine gewisse natürliche Zusammengehörigkeit bekunden. Die Reihenfolge der abzubildenden Triebspitzen konnte aus Rücksicht für die Ausführung und Wirkung dieser WWpildungen nicht in der gleichen Weise erfolgen, wie die der Trauben, weshalb in dem zu jeder solchen Tafel gehörigen Text die Triebspitzen nochmals beésonders genannt und zur leichteren Vergleichung nochmals ausführlich beschrieben werden sollen. Verzeichniss der Triebspitzen auf Tafel A. J. Müllerrebe(Traubenabbildung Taf. N). Ganz weisswollig mit feinem rothem Rande; Ranken eher kurz als lang, wenig zahlreich; Köpfchen aufrècht; die obersten Blättchen gedrungen bèei einander. Aehnelt im Habitus ètwas der Triebspitze eines Burgunder, mit welchen sie auch verwandt ist. 2. Portugieser blauer(Traubenabbildung Taf.. Glänzend, gelblich-grün mit einzelnen feinen Haaren; Ranken sehr ausgebildeèt und gebogen; die obersten Blättchen nahe beéi einander stéèhend; Köpfchen eétwas zur Seiteé geneigt. 3. Rother Gutedel und Krachgutedel(Traubenabbildung Taf. ILI und VIIJ. Kahl, hellgrün, die jüngsten Blätter- und Stengeltheile stark broncirt; Ranken zahlreich, gross und wie beéi allen Gutedeln besonders entwickelt; Köpfchen etwas hängend. Sehr charakteéristisch ausgeprägt und leicht zu erkennen. 4. Burgunder blauer(Traubenabbildung Taf. IV). Ziemlich weisswollig, mit feinem grünem Rand; gedrungen, aufrècht stéehend; Ranken zahlreich, ebenfalls gestreckt und aufrecht; äàusserste Spitze meist etwas platt gedrückt. Sehr charakteristisch. 5. Zimmettraube blaue(Traubenabbildung Taf. XIJ. Sehr fein und zart mit schwach broncirtem Anfſug; glatt, glänzend; dünne und schwache Ranken; oberste Blättchen klein. N(Ss 5 N(CY 888 300 N Oο= X.Rother Traminer. XX.Weifser Riessling, XIII. Weifser Mosler. ier V. Weiſser Wälschriesslin 9 XVIII. Blaue Kadarka. VI. Ruländer. Trieb spitz en, B. Litn ſiuthe., Ilſihe„, Iublel, PullelHHUIn, V Hatdli, lilell 4 uC, Ltelr, ferIe-UAf,eee mtech, Il it,. XXIII. Rother Velteliner. XV. Früher rother Velteliner. XVII. Weifser Elbling XBlauer Wildbacher. 7¹ P Hiudlt, ſI. TlfuIbel. 757 aννοα Hee, I. I. Haſchrin 2 Ihien. Lauebiutle;.lillas dlen, dubriſtuullale Jruibenᷣe Laca d liive,. Jſbmeech, I1 Triebspitzen der Traubensorten. Tafel B. J. Rother Traminer(Traubenabbildung Tafel W. Verhältnissmässig klein, gedrungen mit kurzen Internodien, aufrecht mit steifen Köpfchen. Stengel béhaart, ziemlich dicke Ranken sehr kurz und wenig zahlreich. Farbe hellgrün, die älteren Blättchen mit weisser Behaarung, die jüngsten Blättchen weisswollig. Beide nur wenig ein— geschnitten und dick. 2. Weisser Riessling(Traubenabbildung Tafel XI). Gelblichgrün, mittelgross, Köpfchen oftmals seitwärts gebogen, oft aber auch steif. Ranken kräftig und lang. Die jüngsten Blättchen weisswollig, die älteren fein behaart mit etwas röthlichem Anfſug. Stengel glatt. 3. Weisser Mosler(Traubenabbildung Tafel XIII). Gelbgrün, kräftig, Köpfchen immer seitwärts und abwärts gebogen. Die jüngsten Blättchen fein weisswollig mit schwacher Röthe an der Bezahnung, ältere Blättchen fein behaart. Ranken ziemlich kräftig; Stengel nicht behaart. 4. Blauer Kölner(Traubenabbildung Tafel XVI). Starkwüchsig, aufrecht mit langen kräftigen dreitheiligen Ranken. Die jüngsten Blättchen hellgrün; feinwollig mit schwach rothgefarbter Berahnung. Stengel, Blattstiele und die unteren Theile der Ranken leicht roth gestreift und behaart. Untere Blättchen mehr dunkelgrün und behaart. 5. Weisser Wälschriessling(Traubenabbildung Tafel V). Klein, aufrecht, ziemlich gedrungen, zierlich, gelbgrün und weisswollig. Stengel, Plattstiele und Ranken ziemlich dicht behaart. Letzteré lang und stark entwickelt. Blättchen klein. 6. Blaue Kadarka(Traubenabbildung Tafel XVIII. Kräftig, hellgrün, Köpfchen aufrecht stehend; obere Blättchen weisswollig, untere ziemlich gross, dick, auf der Rückseite ebenfalls weisswollig, auf der oberen Seite leicht gebräunt. Bezahnung rothbraun gefärbt, Stengel ein wenig behaart, Ranken glatt. 7. Ruländer(Traubenabbildung Tafel VI). Gedrungen mit kurzen Internodien, Köpfchen aufrecht, gelblichgrün und weisswollig. Ranken kurz, schwach entwickelt. Stengel ein wenig behaart; desgleichen die älteren BPlätter. FPfel C. I. Rother Velteliner(Traubenabbildung Tafel XXIII). Meist seitwärts gebogen, dunkelgrün, stark weisswollig mit lebhaftem Roth an den Rändern der Blättchen, der hRlattstiele, der Ranken und der Stengel. Aeltere Blättchen ebenfalls roth mit etwas Glanz. Stengel und Ranken wenig behaart. 2. Blauer Trollinger(Traubenabbildung Tafel VII). Im Verhältniss zum Wachsthum des Stockes schwach, aufrecht, gelblichgrün, an den jüngsten Blättchen weisswollig; die älteren etwas glänzend und flach. Ranken wenig entwickelt; Stengel fein behaart. 3. Gelber Ortlieber(Traubenabbildung Tafel XX). Kräftig, gedrungen, dunkelgrün, stark weisswollig; Köpfchen aufrecht, Ranken kurz. Stengel roth angelaufen, behaart. Gelber Muskateller(Traubenabbildung Tafel III). Gelbgrün, kräftig, langgliedrig, aufrecht, mit kleinen, tief eingeschnittenen Blättchen, welche mit leichter Wollè versehen sind. Die älteren Blättchen fein bronzirt und glänzend. Ranken sehr lang und die Stengel kahl. 5. Weisser Elbling(Traubenabbildung Tafel XVIU. Gedrungen, mit kurzen Internodien. Köpfchen seitwärts gebogen. Die jüngsten Blättchen weisswollig; die älteren glatt, roth geadert und gerändert. Ranken nicht starłk entwickelt und wie die Stengel glatt, roth angelaufen und gestreift. 6. Früher rother Velteliner(Traubenabbildung Tafel XIV). Gedrungen, aufrecht. Die jüngsten Blättchen feinwollig und rothgerändert; die älteren nur wenig behaart und wie der Stengel lebhaft mit Roth überlaufen und gestreift. Stengel und Ranken kahl. 7. Blauer Wildbacher(Traubenabbildung Tafel XY). Schwach und dünn, zart, gelblichgrün, Weéeisswollig mit etwas röthlichem Anfſug. Blattstiele, Ranken und Stengel ziemlich stark behaart; die jüngsten Blättchen klein und dünn. NB. Die Triebspitze des weissen Burgunders wurde nicht dargestellt, weil sie der des blauen Burgunders vollständig gleicht; die auf Tafel A, B und Cnicht vorhandenen Triebspitzen finden sich bei der béetreffenden Traubensorte abgebildet. oeeNSNIOlN DDοσοο. 4 lunnenken- 68 Lerreichnih der Of buchhandlung VO FaeESsy& Frick 1n WIEN. Herr Adolf Ackermann, Buchhandl. in München. Die André'sche Sortiments-Buchhandl. in Prag. Herr Anton Arvedi in Nerona. Herren Asher& Co., Buchhandl. in Berlin. Herr Gabriel von Barcza, kgl. Bezirksrichter in Pevecser(Ungarn). Der landwirthschaftl. Bezirksverein in Klausenburg(Siebenbürgen). Herr Heinrich Calberla in Dresden(durch H. Burdacks Hofbuchhandl.) Die J. G. Calve'sche Hof-& Universitätsbuchhandl. in Prag. 7 Herr G. B. Cerletti in Gattinara(Piemont). 9*7 7* 77⁵ 77 77 Gutsbesitzer Concilia(durch Fr. Suppan's Buchhandl. in Agram). F. Czvekovits in Fünfkirchen UUngarn). Th. Drexel, Buchhandl. in Cilli(Steiermarls). Johann Trozdik in CSornok(Ungarn). Grossrath Engel, Hauptmann in TwWann(durch M. Fiala's Buchhandl. Franz Fachleitner in Rohitsch(Steiermark). Herren Tournier& Haberler, Buchhandl. in Znaim(Mähren). Herr Anton Fromm in Budapest. 9 77 7 Fr. E. Fürst in Pettau(Steiermark). Nicolay Fürst Gagarine in Baden-Baden(durch W. Hanemanns Garbe in Sotschi(durch J. Deubners Buchhandl. in Moskau). Der Gartenbauverein in Graz(durch A. Hesse's Buchhandl.). * Herr E. Gettinger, Gutsadministrator TFahringhof(Steiermark). 7 7 Herr Giersicg(durch F. Meyer's Buchhandl. in Wien). Giacomo Giongo in Pergine(Südtirol). Math. Giruth, Pfarrer in Königshof. Constantin von Gyiokô in Schloss Magyarbél(Ungarn). Franz Heerdt in Mainz(durch G. Frommann's Buchhandl.). landwirthschaftl. Anstalt zum Stric khof(durch Fr. Schulthess Buchhandl. in Zürich). grossherzogl. Centralstelle für Landwirthschaft in Parmstadt(durch A. Klingelhöffers Hofbuchhandl. in Bern). Buchhandl. in Rastatty. Fränkische Gartenbauverein in Würzburg(durch Stahel' sche Buchhandl.). Heinrich, erster Obergärtner am K. pomologischen Institut in Proskau(Schlesien). Herren C. Helf's Sortiments-Buchhandl. in Wien. Die Hurter'sche Buchhandl. in Schaffhausen. Herr Heinrich Kappeler jr. in Wien. 77 7* 70 7 7* 5 V. Karl, Notar in Cservenka(Ungarny. J. R. Kaeser, Weinbändler in Bern durch M. Fiala's Buchhandl.). Dr. Adolf Keim, Advokat in Mediasch(Ungarn). Adolf Keller in Bockenheim(durch A. Voemel's Buchhandl. in Frankfurt a. M.) Kerntler in Ofen. P. Prior Koch(durch Frz. Suppau's Buchhandl. in Agram). Herren Brüder Kofler, k. k. Hofweinlieferanten in Pettau(Steiermarl9. Herr Professor Kohler in Küssnacht(durch Orell, Füssli& Co. in Zürich). „ Anton Kushevisch, Kpotheker in Bad Darswär(Ungarn). Herr K. Lehmann in Potsdam(durch B. Behr's Buchhandl. in Be rlin). Die landwirthschaftl. Lehranstalt in Pozarevatz(Ungarn). „ landwirthschaftl. Lehranstalt in DPebreczin(Ungarn). „ landwirthschaftl. Lehranstalt in Croat. Kreutz(Croatien). Herren Leuschner& Lubensky, k. k. Universitäts-Buchhandl. in Graz. Herr Dr. Alberto Levi in Farra. Herrn Fr. Leyrer's Buchhandl. in Marburg a. D. Herr J. Liebl in Retz(Niederösterreich). Die fürstl. Lobkowitz'sche Weinkeller-Verwaltung in Unter-Berkovie(Böhmen). Das Ministerium für landwirthschaftliche Angelegenheiten in Berlin(durch Besser' sche Buchhandl.). 77 77 77 77 ο 77 „Ministerium der Reichsdomänen.— Bibliothek.— St. Petersburg(durch Egger& Co. Buchhandl.). Ministerinm der Reichsdomänen.— Landwirtbschaftliches Museum.— St. Petersburg(durch C. Rieger's Buchhandlung). Herr Nicolaus Baron Mustatza in Sadagora. H. C. T. Oppermann in Czabay. Herren Orell, Füssli& Co., Buchhandl. in Zürich. Herr Maurus Peringer, Güteradministrator in Marburg a. Dr. Liqueurfabrikant Pokorny(durch K. Suppan's Buchhandl. in Agram. W. Radulovies in U.-Weisskirchen(durch Th. Herpke's Buchhandl.). Ritzmann, Oeconom in 8 chafthausen(durch C. Baader's Buchhandl.. A. C. Rosenthal, k. k. Hofgärtner in Wien. H. P. Rumpel in Traben a, d. Mosel(durch Baedeker'sche Buchhandl. in ElIberfeldh. Wenzel Ruzika in Zolencina. F. Rziwnatz, Buchhandl. in Prag. H. Schäfler, Consul in Einhausen(durch G. M. Alberti, Buchandl. in Hana u). Robert Schlumberger, Weingrosshändler in Vö6sIau(Niederösterreich). Josef Seisser in Horic. G. Selt in Köln(durch Dumont-Schauberg' sche Buchhandl.) Seyring'sche Buchhandl.(Jul. Thiering) in Oedenburg. Herr O. Smith in Stockholm(durch Fritze's Hofbuchhandl.). Joh. Freiherr von Sothen in Wien. 77 77* Der Die 1 Thomas von Szontägh in Veghlis. Josef Szy, Advokat in Gr. Wardein(Ungarn). Franz Tschurtschenthaler in Bozen, durch Frz. Moser's Buchhandl.(Südtirol). J. Unger, Gutsbesitzer in Terlan, durch Frz. Moser's Buchhandl. in Bozen(Südtiroh. C. Valentin, Buchhandl. in Fünfkirchen(Ungarn). landwirthschaftl. Verein des Kreises Ahrweiler(durch Habichts Buchhandl. in Bonn.) K. K. oenologische und pomologische Versuchsstation in Klosterneuburg bei Wien. Diészegher Weinbauschule in Diészegh(Ungarn). Administration der„Weinlaube“ in Klosterneuburg bei Wien. Herrn C. F. Wigand's Buchhandl. in Pressburg. Herr Isidor Busch in St. Louis(Vereinigte Staaten), durch Fr. Roesleins Buchhandl. J. H. Scholer in St. Louis(Vereinigte Staaten), durch Fr. Roesleins Buchhandl. 1 * Abonneuken- NLAS. οο(οοο- Verzeichnil Oe. Majestät der Kaiser von Deutschland. Se. Königl. Hoheit der Grossherzog von Baden. Das k. k. 68terreichische Xckerbau-Ministerium zu Wien mit 50 Exemplaren. Herr Carl, Baron von Apor, k. k. Kämmerer in Maros-Vasarhely(Siebenbürgen). Herr Dr. Franz Krause, praktischer Arzt in Pettau(Steiermark). „ A. Arnold, Lehrer an der höheren Lehranstalt zu Bitburg bei Trier(Kheinprovinz). „ Oswald Lakitsch, in Pettau(Steiermarkö). „ E. R. Arnold, Baumschulbesitzer in Nieder-Sedlitz bei Dresden. Die K. landwirthschaftl. Kkademie Hohenheim bei Stuttgart. „ Ferdinand Auchmann, Champagnerfabrikant in Marburg(Steiermark).„ landwirthschaftl. Filiale in Friedau(Steiermarl). „ Hofrath Dr. von Balling in Kissingen(Bayern).„ landwirthschaftl. Schule in Hegne bei Constanz(Baden). Herren F. U. Bally Söhne in Säckingen am Rhein(Baden).„ landwirthschaftl. Schule in Kufach(Ober-Elsass). Herr Mojcija Baltic, k. Statthaltereirath in Pension, in Agram(Ungarn).„ Fürstl. Serbische Landwirthschafts-Gesellschaft in Belgrad. „ Dr. Blankenhorn, Weingutsbesitzer in Ihringen am Kaiserstuhl Baden).„ k. k. Landwirthschafts-Gesellschaft in Görz(Iyrien). „ Freiherr von Bodmann auf Bodman bei Ueberlingen am Bodensee(Baden).„ Kroatisch-Slavonische Landwirthschafts-Gesellschaft in Agram. „ Franz Bojedain, Oeconomie-Verwalter auf Puszta St. Peter bei Zala Lövö(Ungarn). 3 k. Ungarische oenologische Lehranstalt in Tarczal bei Tokey Ungarn). „ Baron Otto von Bolschwing auf Schloss Ruth bei Steinbrück(Steiermarlö). Hlerr Johann Lerch, Realitätenbesitzer in Pettau(Steiermark). „ Philipp Graf Bossi-Fredrigotti, Präsident der Landwirthschaſts-Gesellschaft in Roveredo(Tiroh).„ Dr. Angelo Levi aus Görz(llyrien). „ C. Bronner, Rebschulen Resitzer in Wiesloch(Baden).„ Johann Lichtenegger, Verwalter auf Schloss Kornberg bei Feldbach(Steiermarl&). „ F. P. Buhl, Weinbandlung in Deidesheim(Pfalz).„ E. Mach, Director der landwirthschaftl. Landes-Anstalt in St. Michele(Tiroh. Die K. Centralstelle für die Landwirthschaft in Stutt gart. „ Dr. Ignatz Malnay in Tahi-Totfalu bei Pest. Das K. Pomologische Institut in Proskau(Gartendirector Stolh.„ L. A. Neubert, Rebschule in Zitschewig bei Kötschenbroda(Sachsen). „ Comizio agrario in Zara Galmatien).„ von Neumann, Regierungs-Assessor in Colmar(Ober-Elsass). „ Consorzio agrario in Trient(Tiroh). Die Kkaiserl. Obstbauschule in Brumath bei Strassburg(Elsass). Herr Graf Coronini in St. Peter bei Görz Cllyrien).„» Srossherzogl. Obstbauschule Carlsruhe(Baden). „ Freiherr Daél von Koeth, Präsident des landw. Vereines für Rheinhessen, in Sorgenloch bei Mainz. Steirische Landes-Obst- und Weinbauschule in Marburg. „ IvVan Danilo, Landtagsabgeordneter in Zara Oalmatien). Herr Anton Ogullin, Realitätenbesitzer in Rudolfswerth(Krain). „ W. M. Degenhard, Stadtgärtner in Dresden. Herren J. Palugyay's Söhne, Weinhandlung in Pressburg(Ungarn). „ Gottfried Baron Degrazia, k. k. Major in Görz. Herr Dominik Pascotini, k. k. Major und Obmann des Weinbauvereins in Pettau GSteiermark). Se. Durchlaucht Herzog Adinolf della Grazia, Gutsbesitzer in Brunnsee bei Spielfeld(Steiermark).„ Franz Perko, Direktor und Realitätenbesitzer in Marburg Gteiermarlö). Das Eidgenössische Departement des Innern in Bern.„ Antonio de Pizzini in Ala(Südtirol). Herr Alexius von Deurbanyi, Rechtsanwalt in Csakathurn(Ungarn).“ Die K. polytechnische Schule in Stuttgart. „ Dr. Dominikus, Advokat in Marburg(Steiermark). Das k. pomologische Institut in Geisenheim a. R.(Rheinprovinzj. „ J. Duntze, Partikulier in Freiburg i. Br.(Baden). Herr Eduard Rauscher, Weingartenbesitzer in Marburg Gteiermarkö). „ Sebastian Englerth, Director der Weinbauschule in Randersacker bei Würzburg(Franken).„ Dr Matthias Reiser, Bürgermeister in Marburg(Steiermarl). „ Dr. Franz Entz, Director der Landes-Rebschule in Ofen. „ Ludwig Rupprecht, Gutsbesitzer in Sajtos-Kal(Ungarn, Oedenburger Comitaty). „ Sixtus Ritter von Fichtenau, Advokat in Pettau(Steiermark). Hlerren W. Schellhorn-Wallbillichs Erben, Weinhandlung in Forst bei Deidesheim(Pfalz). „ Louis Fitz, Weinhandlung in DPür Kheim a. d. Haardt(Pfalz). Herr August Schenkel, Gutsbesitzer in Luckaufzen bei Luttenberg(Steiermark). „ Gustav Flinsch, in Freiburg i. Br.(Baden). „ Johann Schmiederer Secretär des Weinbau-Vereins in Marburg(Steiermarls). Die Gartenbaugesellschaft Flora in Cöln a. Rh.(Gartendirector NicpraschVY.„Schöne, Particulier und Gemeinderath in Cannstatt bei Stuttgart. „ Fürstliche Gartendirection zu Sigmaringen.„ Jos. Schorsch, fürstl. Obergärtner in Pobrovic bei Jungbunzlau in Böhmen. „ k. Gärtnerlehranstalt in Potsdam. Herren Simon-Louis-Frères, Baumschulenbesitzer in Plantières bei Metz(Cothringen). Der Gartenbau-Verein Darmstadt. Die Societa agraria in Trient(Tiroh). Die Gemeinde Beblenheim im Ober-Elsass GBürgermeister Oberlin). Das Stadtschultheissenamt Reutlingen(Württemberg). Herr Baron Gutmannsthal-Benvenutti auf Schloss Weixelssein bei Steinbrück(Steiermarlb). Herr Fr. Ströbel in Heilbronn(Württemberg). Die Gutsverwaltung Friedau(Steiermark), Verwalter E. Karl.„ Eugen Tornow in Berlin. „ Gräfl. Meran'sche Gutsverwaltung(Verwalter J. Löschnig) in Marburg(Steiermark).„ Gustav Vierordt, Particulier in Bingen a. Rh.(Kheinprovinz). „ Gutsverwaltung Spielfeld(Hauptmann Hamornich) Steiermark.„ Professor Dr. Weber in Tübingen(Württemberg). Herr David Hartmann, Gemeinderath in Marburg GSteiermark). Die k. Weinbauschule Weinsberg.(Württemberg). „ Jos. Hepting, Weinhandlung in Freiburg i. Br.(Baden).„ Weinbausection Reutlingen(Württemberg), Vorstand Gemeinderath Weckler. „ Professor Hilger in Erlangen. Der Weinbauverein Marburg(Obmann Dr. MulIe). Die grossherzogl. Hofgärtnerei Ettlingen(Baden).„ Weinbauverein in Pettau(teiermark). Die grossherzogl. Hofgärtnerei Schwetzingen(Baden). Die Weinverbesserungs-Gesellschaft für Württemberg in Stuttgart Vorstand Prof. Dr. Fraa59). Herr IS0 ISajqlovies, Advokat in ESsseg(Slavonien). Herr Alois Werk, Güterdirector in Brunnsee bei Spielfeld(Steiermark). „ẽ Martin Kaiser, Realitätenbesitzer in Pettau(Steiermarlc).„ Franz Wibner, Realitätenbesitzer in Pettau(Steiermarl9). „ Heinrich Kalmann, Wanderlehrer an der Landesobst- und Weinbauschule in Marburg(Steiermark).„ Alphons Ritter von Widman-Staffelfeld in Margreid, Post Neumark(Tirol). „ Dr. Ferdinand Kaufmann, Advokat in Znaim(Mähren).„ Dr. Wilhelmy, Weinhandlung in Wiesbaden. „ Josef Ketz, Rebmann und Kellermeister an der Weinbauschule in Marburg(Steiermark).„ Director H. von Zabel, Weinbauschule von PTalta in der Krim(Südrussland). „ Constantin Baron Knezevich, Gutsbesitzer in Stridau(Ungarn).„ Baron Zorn von Bulach auf Schloss Osthausen bei Matzenheim(Unter-Elsass). D.2 eee