o EON—.—— 8 a A A EP $ Ye A a 4+ Egs PRRONI ue E EEEE sgia ber wehland g) Durchleuchtigſte Fuͤrſt und Herr/ Herr&srieoͤrich, Marggraf und Orb⸗Printz zu Baden und Hachberg/ Dandgraf zu Sauſenberg/ Braf zu Spanheim und Sberſtein/ Merr zu Roͤteln/ Badenweiler/ Lahr und Mahlberg it. Ritter derer Orden 8. Huberti und der Treue; Auch Eines Loͤbl. Schwaͤbiſchen Ereyſes General⸗ Wachtmeiſters x. aus Anlaßz deſßz Selbſt⸗ ercpünſchcen ſchoͤnen Eeichen⸗Textg iLi.23. a3] i? e bey x Dero recht heldenmuͤthig uͤberſtandenen nur 4taͤgigen Kranckheit/ und/ leyder! gar zu fruͤhem doch hoͤchſt⸗ ſeeligem Ableben/ ſo Mittwochs/ am Tage Emmanuel/ den 26. Mertz 1732. Morgens zwiſchen 3. und 4. Uhr/ dem noch nicht gar 4jaͤhrigen allerliebſten Erb⸗Printzen zumal/ zu beſonderm tiefſten Leydweſen erfolgt/ Sich zum beſten Gewinn/ uns aber zu groͤſtem Verluſt/ getroffen/ wollte den 7. May a. c. Mittwochs/ am Tage Gottfried/ mit unterthaͤnigſt⸗demuͤthigſter Devotion Ô dem Jochfurſtlichen Srauer⸗Mauß zu gnaͤdigſter Erwegung uͤbergeben/ und darauf am Sonntag Cantate bey gehaltener Gedaͤchtniß⸗Predig in einem muſicaliſchen Geſpraͤch zu allerſeitiger Conſolation in der Durlachiſchen Stadt ⸗Kirche vorſtellen Daniel Defner, Præc.& Cand. Min. DADOPRDOOSOCOTOONAMANDE L0A0ORAOO02O0COR GH! wo if unfer Trof und Freude? Chor der REEI ON s Q Trauer⸗ QAch beyder! ach ſie iſt dahin!< Schaar. NE W O uͤbergroß/ und hartes Leyde! ABringt dieſer Tod uns auch Gewinn? Recit. Acch iminer Schad/— UO VEYE Yh. PA Dafß auch die Printzen nicht vom Tod verſchonet bleiben Man ſtehet ſeine Wuth aufreiben/ EOE e ~ Nicht nur/ sas(hwah und alt/ Diurch ihn wird welck/ ja fallt/ J; UV Was in der ſchoͤnſten Bluͤhte ſteht. È TE e n o aa Deß hoͤchſt⸗ ſeeligen Herrn Erb⸗Printzens Antwort. d on Nein/ nimmer Schad!| i Atoremto SWohl dem/ der zeitlich ſtirbt! O0 wie viel Creutz und Leyden a Gi sii i Eentgeht man nicht!! st DIII Ai O was Verhaͤngniß kan man nicht vermeyden! Deieieweil Ich GOtt lieb war/ T Entriß mich der Gefahr Mein Friedens⸗ Fuͤrſt/ Emmanuel. Ey Choral. Vom Unterfeheid unter dem nichtigen Menſchen ⸗ und wichtigen Chriſten⸗Ceben⸗ auch ſchon in dieſer Welt. Wohlrecht wichtig und redt tüchtig ift der Chriften Leben? ob gleich Zeit und Welt ber⸗ gehet/ alles Oberſt unten ſtehet/ lebt doch unſer Leben, ſehet! EA Der himmliſche Erb⸗ Printz in der Vollkommenheit. Ich leb in der Herrlichkeit/ CUD innne no nDO orie an Himmels⸗Garten/ IAlllda will Ich euch erwarten/ Biß Gdtt ſpricht: Nun iſt es Zeit/ Daß ihr euren Printzen ſehet/ Dic Er bey mir praͤchtig ſtehet. Choral bons? SWohl recht tüchtig und recht wichtig iſt der hriſten Schöne“ nur der Seelen Glantz be⸗ biger Mate- ſtehet/ da/ ſo bald tin Lufftgen wehet/ aller Pracht der Welt vergehet. rie.; Wohl recht wichtig und recht tüchtig find der Chriften Sachen/ alles, alles, was wir ſe⸗ bhen/ das muf fallen und vergehen 4 wer GOtt foͤrcht/ bleibt ewig ſtehen.— eee e Wor der Mredig.! aN Der ſterbende/ und mit Neben und Tod in Gott⸗ Gelaſſenheit kaͤmpffende/ nunmehr hoͤchſt⸗ ſeelige Herr rb? pring. Text. RRS liegt mir Beydes hart an; Ich habe Luſt abzuſcheiden/ V und bey Chriſto zu ſeyn/ welches auch viel beſſer iſt. Chor der f 185 gehſt Du dann mit JEſu hin Friedrich! den Tod zu leiden? Trauer⸗ FSo iſt dann Sterben Dein Gewinn? haſt Du ſchon Luſt zu ſcheiden? Schaar. O harte Wahl fuͤr uns zumal/ die wir in Thraͤnen flieſſen! Ach Erb⸗Printz! achl das Ungemach macht/ daß wir ſeufzen muͤſſen: SEſu! haſt Du mein vergeſſen? warum ſcheint Dein Angeſicht meiner armen Geele nicht? mich dat groſfe Angſt beſeſſen/ Aioſl bie meine Seele preßt/ Angſt, die mih ohn Hoffnung laft, 8 Choral. Geritz A Aria. ` a Recita Choral. ekl je Geiſtliche Todes⸗ Betrachtung. Wie ſelig iſt/ der ſein Ergetzen Vornehmlich in dem Himmel ſucht! Der Starckſte kan den nicht verletzen/ Der hier die Suͤnden⸗Luſt verflucht; Dem druckt Gott Selbſt die Augen zu/ Carls Augen⸗Luſt florirt in Ruh. Die Trauer. Printz SAIJEDRITH! bleibt die beſte Wahl dann fe fite? per Himmels+ Pring. Jal a Doch fickmit freylich Beydes hart und ſchwer/ Mein Hauß/ der Eltern Treu/ mein Ptintzen⸗ Paar) Mein Land/ Mein liebſtes Eh Gemahl/ ach! ach! in Schwermuth zu verlaſſen/ Gott iſt es wohl bekandt Sollt ich/ wollt ich/ nach Seinem Rath/ mich willig faſſen. Chriſtus der iſt mein Leben ꝛc. in der Stille mitzuſingen. Trauer So lebſt Du dann nun ohn Gefahr/ Chor. Recit. Aria. Choral. i Choral. Ditum. Printz Frtedrich/ Sieges⸗Seld! p| Himmliſche Antwort. Ja/ weil mein JEſus mit mir war/ Erhielte ich das Feld. 1104 der alteſte Printz/ Aller Freude und y pofon koka alſo: Mein Gnaden Batter! weiſt Du HDE iin Wie taͤglich mein Gebet war eingericht? Langes Leben/ nicht den Tod/ Bat ich fuͤr Dich von GOtt. Ach! foll ich mein Gebet fo fréh veraͤndern muͤſſen? Dich/ mein Hertzens⸗Hertz! Wahrhafftig tod und welck/ hier nicht mehr ſehn und wiſſen? Nittwochs⸗Tag/ betruͤbte Stunden Kommen doch/ die ich vergaß/ Haſt du ewigs Leben funden/ Da Yih auf dem Tod Bett faf? Lebſt du ewig: nicht nur lange: Lache ich im Thraͤnen⸗Thalʒ Doch faͤllt mir die harte Wahl Allzufrůh und macht mir bange. Troſt⸗Zuruf und Treu⸗ vaͤtterliche letzte Gnaden⸗Vermahnung zur Beſtaͤndigkeit. Steh, mein liebſtes Hertz! ſteh feſte/ laß dich nicht deß Ungluͤcks Grimm/ nicht deß Gluͤckes Schmeichel⸗Stimm FRP von dem Felſen⸗Neſte/ ik, dein Glüc i in GoOttes E/ und bebas re biß ang EnD. Nach der Predig. Crai ja ſeelig, wer willig erträget dieſer Zeit Leyden, Verhaͤngniß und Streit/ wel⸗ R hes nach dieſer Vergänglichkeit pfleget mit ſich zu bringen die ewige Freud; Dieſer Zeit Leyden nimmt Ende behende/ Himmliſche Freude beharret hm Ende, Seelig ift der Mann/ der die Anfechtung erdultet! denn nachdem er bewähret inp er die Crone def Lebens em⸗ pfahen. Wie Geiſt⸗ Choral, —— Veijtliche Gedancken vom Kaͤmpffen und Siegen/ und darauf folgenden Gnaden⸗Lohn. Friedrich traͤgt die Lebens⸗Crone/ 7 Weil Er in dem Tod geſiegt; Ob Er ſchon zu Boden liegt/ Steht Er doch vor GOttes Throne/ GoOtt hat es alſo gefuͤgt. Friedrich traͤgt die Lebens/ Crone/ GWeil Er in dem Tod geſiegt. aa, A -TT pieTrauers Schaar fragt/ ynd antioòrtet ND RE A n Ar Bie reimt fich/ Liegen und doch Egne eS has a E Bd. 1 ð f TRIJEDRIFJCHS Geburt aefchah in Seiner liebften Mutter Hauf (Das/ leyder! unſern mit Seinem eigenen weit ſchwerern Fall betrauret) E E EAE L T E Iin Streit⸗ und Kriegen. Er ſtirbt zur Friedens ⸗Zeit Sn Seines trew ften Batters Ruh- Doch lebt er nach dem Streit/ Und rufft uns jauchzend zu: b o/ Cantate! ESN Ji Jo! Jo! Jo! Jo! ewig in Dder Orden der Heiligen und Auserwaͤhlten. O was Freude iſt im Himmel! l\D? O wohl dem/ der ſie genießt! Faͤllt die Wahl beym Scheiden ſchwer/ Dencket man hier gar nicht mehr An das eitle Welt⸗Getüͤmmel. O was Freude ift im Himmel! O wohl dem/ der ſie genießt!| Der höoͤchſt ⸗ ſeelige Herr rbr Pring nimmt Seinen Troſt⸗ vollen Abſchied. Guͤte Nacht, ihr meine Freund! alle meine Lieben! ale die ihr um midh weint laßt euch nicht betrüben dieſen Abſchied/ den ich thu in die Erde nieder/ ſchaut die Sonne geht zur Ruh/ kommt doch morgen wieder.> Soffnungs/volle Antwort und Gtätulation zum erhaltenen neuen Orden und getroffener beſten Wahl der hoch ⸗ und niedern Trauer⸗Schaar. Fuͤrſten⸗Luſt/ Du Landes⸗Ruhm! Jauchze Du/ wir trauren ſtille; À Deine Wahl war GOttes Wille 7 Alerrar fre Tugend Blum! Werden wir Dith wieder fhauen? Ja/ in GOttes Freuden⸗Auen. Gorjana Verlangen darnach aller aufrichtig⸗ Simmnels ⸗geſinnten Sertzen. Ach! daß ich den Leibes⸗Kercker heute noch verlaſſen mußt/ und kaͤm an den Sternen⸗ Ercker wo das Hauß der Freuden iſt/ da wollt ich mit Wort⸗ Gepraͤnge bey der Engel groſſen Menge ruͤhmen deinen Gottheit⸗Schein) allerſchoͤnſtes JEſulein! Dod; weil idh die Seelen⸗Auen und den guͤld'nen Himmels⸗Saal jetzt nicht kan nach Wunſchen ſchauen/ und muß hie im Thraͤnen⸗ Thal noch am Kummer⸗Faden ſpinnen/ ey! ſo follen meine Sinnen unterdeß doch bey dir ſeyn ⸗ allerſchoͤnſtes JEſulein l Traz TNIE EREL E EENE IEEE EEE — TIOTITE — l——— j n e Z KA y