i Ea A A 19 L: i 4„ $ ERAAN EE AES E YVA ENS 5; i eG A$ i K; f PA A pi Großherzoglich Badiſches fp #e + 4 Zoll⸗Pate ut k vom Sten September h n Karlsruhe, gedruckt in der C. F. Müller ſchen Hofbuchdruckerey. $ S T Ane y; Großherzoglich Badiſches Zoll⸗ patent vom 5ten September ie Wi ar Friedrich von Gottes Gnaden, Großherzog von Baden, Herzog zu Zaͤhringen ꝛc. ꝛc. haben auf den Vortrag Unſeres Finanz-Miniſterii, nach Anhörung Unſeres Staats-Raths, um das Zollwe ſen fuͤr den Verkehr mit den benachbarten Staaten, Wuͤrtemberg und Bayern gegen die dor⸗ tigen neuen Einrichtungen einigermaßen ins Ver⸗ yorni zu ſetzen, folgendes als provisorium bis zur definitiven neuen allgemeinen Regulirung des Zollweſens anzuordnen beliebt: Wir verordnen daher, wie folgt:: w i A 2 ö I, hi ; aate Sii D 0 Straſen ſollen mit Zollſtöcken verſehen werden. Alle Aus- und Eingangs-Straſen zu Waſſer und zu Land auf der Badiſchen Grenze nach und von Wuͤrtemberg und Bayern, vom Mayn einſchließ— A üh an, bis an die Donau und den Bodenſee ein— ſchließlic, ſollen unverzuͤglich, ſo weit ſie es noch nicht ſind, mit Zollſtöcken verſehen, und mit Haupt— und Neben- oder Wehr-Zoll-Einnehmereien beſetzt werden,: 2, Neuer Grenzzoll neben den bisherigen Innern und Gréngs zoͤllen im Allgemeinen. Alle Guͤter, rohe Produkte und Materialien und die Fabrikate jeder Art, welche aus- oder ein⸗ gehend dieſe Grenze paſſiren, ſie moͤgen hier und dort consumo oder transit Guͤter ſeyn, alſo ULLE ohne Ruͤckſicht ihrer Beſtimmung, ſollen in ber Regel„neben den bisherigen Badiſchen Zoͤllen, einen neuen Grenz⸗Zoll von Fuͤ nfzehn Kreuzer pro Centner an dieſe Zoll⸗Einnehmereien entrichten, Allein a nae find hievon, uno nach, befonderer Beſtimmung zu behandeln: # 3 .) Bau⸗ und Hollaͤnderholz, welches auf Båden b) und Fluͤſſen ins Land eingeht und tranſitirt, zahlt noch ferner die bisherigen Zollabgaben⸗ Die Artikel, beren Ein- oder Ausgang ganz verboten ift, nah e 3. f Die Artikel, deren Eingang yon jenem neuen Zoll befreyt bleibt, die aber beim Ausgang ins Wuͤrtembergiſche einen beſondern nenen Zoll zu bezahlen paben, nach§. 4. Die Artikel, welche ſich im umgekehrten Fall befinden, nad H. 5. Die Artikel, welche an dieſen Beguͤnſtigun⸗ gen keinen Theil haben, und doch einem erhoͤhten neuen Ein- oder Ausgangszoll un⸗ terliegen, nach§. 6. £.) Diejenigen Artikel, welche Stuͤckweis verzollt .9 a werden, nad§. 7. und endlich Sollen Feldfruͤchte und Gefaͤlle, welche Wuͤr⸗ temberger von eigenen Guͤtern im Land, oder als Zehnd und Zinuß aus Baden ausfuͤhren den nemlichen Ausgangszoll erlegen, welchen die Wurtemberger Zoll-Ordnung im umge⸗ kehrten Fall fordert. å ap Von Artikeln, derenEingang oder Ausgang ganz verboten iſt. Die Hauß⸗Aſche iſt. Kochſalz iſt ea Aes Holz mit Ausnahm der Beſtimmung im vorigen H. sub. Zif. a. ingleichem Alle Kohlen und Gerberlohe MND E a N und in Dispenſationsfaͤllen muß bezahlt werden von Jedem Gulden Werth 4. Von Artikeln die beim Eingang von jenem neuen Zoll frei bleiben. Krappwurzeln p. Centner Oehlſaamen zum oͤhlen und ſaͤen, nemlich: Rebs⸗, Lein⸗, Hanf⸗, Klee- und Magſaa⸗ men ꝛc. p. Malter oder Sack Salzbözig zum Duͤngen per Cenn ayi aoa Erden-Töͤpferthon oder Haf— ner-Erde p. Centner ca Emgang j Ausgang in aus dem Badiſche Badiſchen Mte WES frei verboten verboten f— I5 p. Centner frei verboten See e frei=. 20 frei I— frei— 15 frei J— 15 Feinere Fabrik⸗ Erde und Sand zum Glasſchmelzen p. Centner aG Eiſenerze p. Kuͤbel à 2} bis 3 Centier> s aoai Maſſeln und alt Eiſen p. Centne Gyps p. Centner» 5³ Von Artikeln, die beim Ausgang vom neuen Zoll frei find. Getraide und Huͤlſenfruͤchte p. Malter oder Sdk Wein p. Fuder oder 20 Ctr. Eſſig u. Brandtenwein p. Fu⸗ der oder 20 Centner Harz p. Centner as s» 6. Artikel, die beim Ein? oder Aus⸗ gang einen erhöhten neuen Zoll bezahlen müſſen. Hanf, Flachs und Tabacks⸗ blaͤtter p. Cttr. Emgang ins Badiſche feie frei frei frei frei NSO 7 2 Usgang aus dem Badiſchen fl. kr. TEESE ATEFA frei frei frei frei Engang i Niegang in aus dem Badifdhe E Badifhen AGI MERRER, Schaafwolle und Wollen⸗ Garn p Ett. o o Unſchlitt p. Cit.( 151— Rohe Haͤute p. Centnerſ p. Stück von Pferden, Ochſen und Küfen e0 Schmalrindern u. Kaͤl⸗ Bern s aeaa e a an a T A= O „Böcken, Ziegen und a] Sgae ao eao Go i| z Hirſchen u. Schweinen[— 15 f— 30:| z ODEN ane E«a P7 5f— io í Haſen⸗Baͤlgen..— 15— 15| Roßhaare De CS e E I5 NEN| Gemuͤßſaamen p. Ctr 2—[(— 15 Leimleder p. Cth on 15 o Glas u. Glaswaaren p. Ctr.[— 30[— 15| Eiſen, geſchmiedetes, gegoſ— ſenes und gezogenes, und Pfannen p. Ctr. 2—(— 15 Eiſendrath p. Ctr. O m m Smalte p. Ctrtr. 15 Pappier p. Ctr.„„„12— f i5 a ———— 7. Viehz o bl. Vieh p. Stuͤck Pferde, Fohlen unter I a Jahr x* X* 3*»$} aͤltere* WY. X Rindvieh. Maſt⸗Ochſen Farren, mageres Vieh und Ripe n s i e OR Kalbezzz SE Schweine. Laͤufer Milchſchweine Mutterſchweine x> Fette Schweine Shafee on n ERN dergleichen, die auf inn. laͤndiſche Weide getrieben werdeß Zammer Za anan Ziegen und Eſel> Emgang ins fi. Badiſche kr. z s 7 z CO; Muͤhlſteine p. Stuͤck„— 15 15 Nusgang aus dem Badiſchen Mtis CETELE fret frei frer- Auch das Hauſiren iſt verboten. Wird auch das Hauſiren im Lande mit Wuͤr⸗ tembergiſchen Produkten und Fabrikaten gaͤnzlich und bei Confiscations-Strafe verboten, und yon ſolchen Confiscaten dem Anbringer$ und bas uebrige den Orts-Armen zugeſchieden. Q. Der innere Zoll zu Herboltsheim und Heitersheim wird auf einen gleichen Centnerzoll abgeändert. In Bezug auf die innern Zoͤlle bleibt alles noch ungeaͤndert, mit alleiniger Ausnahme des ſo— genannten Kaiſer-Zolls bei Herboltsheim und Hei⸗ tersheim auf der Straße von und nach Freiburg. Die— ſer wird auf einen gleichen Centnerzoll von allen dieſe Zollſtellen beruͤhrenden Guͤtern von, maufach Kreu àe r abgeaͤndert. IO. Was wenig er als ein Centner ift; zahlt wie ein ganzer Centner. Theile eines Centners von allen hierin er— waͤhnten Guͤtern ſind, wie ganze Centner zu be⸗ handeln und zu verzollen, IL e: auf die Bolib audacron. Wer Zollſtationen zu umgehen ſucht, oder ſeine Ladung unrichtig angiebt, nicht alle, oder falſche Frachtbriefe producirt ꝛc., um den Zoll zu defraudiren, und deſſen uͤberwieſen iſt, deſſen Wagen und Pferde unterliegen der Confiscation. Dieſe Verordnung, mit deren Vollziehung Mai it Mirt das Finanz- Minifterium beauftragen, fol- durch das Regierungsblatt verkuͤndet, noch beſon⸗ ders abgedruckt, und an allen Zollſtationen oͤffent⸗ lich angeſchlagen werden. Gegeben, Baden den Sten September 1808. a Karl Friedrich. Freiherr von Gemmingen. vdt. Bougins. Erlaͤuternder Nachtrag. A ——— ||| find ale gemeine Hauſirwaaren zu verſtehen. Mit dieſen doͤrfen nur Innlaͤnder hauſiren. Nur reiche. oder Galanterie-Waaren doͤrfen noch ferner Aus⸗ laͤnder feil tragen, wenn fie dazu Hauſierzedel von $ den Aemtern erhalten, welch letztere erinnert werz ? den, ſich dabei nach den iehekden Vorſchriften genau zu achten. ad F. 10. Träͤger von Kaufmanus-Waaren, Produkten und Fabrikaten jeder Art haben einen Centner zu verzollen.| |-Ladungen úber Ruds auf Pferden und Efeln| find auf jedes Pferd får 2 Centner und auf jeden rer fuͤr 1 Centner zu verzollen. i | ad G. g. Unter den verbotenen Hauſir-Artikeln —— Ladungen auf Waͤgen oder Kaͤrren ohne Fracht⸗ briefe, die dem Centner-Zoll unterliegen, werden i | nach dem vorgeſpannten Vieh geſchaͤtzt, nemlich in der Ebene mit Ruͤckſicht auf ſchlechte und gute Straßen, ſchwache und ſtarke Pferde find fúr jedes A 2 417 Pferd 10 bis 15 Centner, und im Gebuͤrg mit gleicher Ruͤckſicht 8 bis 10 Centner anzunehmen. ad§. 11. Nach eben dieſer Regel ſind auch die Angaben der Fuhrleute úber ihre ladung und die vorgelegte Frachtbriefe zu controlliren, und wo ſich ein Verdacht, daß der Fuhrmann Die Ladung unrich⸗ tig angegeben habe, mit Wahrſcheinlichkeit veroffen— bahrte, iſt der Wagen zu oͤffnen, und die Ladung ein⸗ zeln zu unterſuchen. Die hier beſtimmten Defraudations z Strafen i beziehen ſich nur auf den um die Fracht fahrenden Fuhrmann. Sn andern Fållen find die Strafen aͤhnlich zu ſchaͤrfen.