ibliothek. ATTI. 2ILI PEIG. Q 6 — ο 2 11¹n LEI d 182 * S E REITKOPF Benvenuto Cellini. Oper in drei Aufzügen von de Maillyu und Barbier. Leutſche Bearbeitung von Peter Cornelius. MNuſik von Hector Berlioz. Text der Geſänge. —.... P¶ꝓUf—EMu— Leipzig, Druck und Verlag von Breitkopf und Härtel. Perſonen. —ͤ— Der Kardinal Salviati. Giacomo Balducci, Schatzmeiſter des Papſtes Tereſa, ſeine Tochter. Benvenuto Cellini, ein florentiniſcher Goldſchmied Ascanio, Lehrling Cellini's. Franctseo, Künſtler aus der Werkſtätte Cellini's. Bernardino, Fieramosca, Bildhauer des Papſtes. Pompeo, ein Raufbold, Freund des Fieramosca. Ein jüdiſcher Schenkwirth. 7 Ein Officier. Stumme Perſonen. Ba Der falſche Balducci. Harlekin. Polichinello. Colombine. Zwei Soldaten. Chöre. Dienerinnen und Nachbarinnen von Balducci. Goldſchmiede. Gießer, Masken, Häſcher, Mönche, Gefolge des Kardinals, Volk. Die Handlung geſchieht zu Rom, um 1532, unter dem Papſte Clemens VII., am Montage vor Faſtnacht, am Faſtnachttage und Aſchermittwoch. Balducci. Erſter Akt. Faſtnacht⸗Montag. Erſter Auftritt. 1(Die Seene ſtellt einen glänzenden Saal im Palaſte Balducei's vor.) Balducci. Tereſa. Introduktion. Tereſa!— Nun, was mag ſie ſchaffen? Wieder am Gaffen?! Du hörteſt doch, was ich befahl, Vom Fenſter! Ein⸗ für allemal! Was machſt du hier? Herr meines Lebens Und ſtundenlang ruf' ich vergebens. Zum Papſt muß ich gleich— meinen Stock! Den Dolch— die Handſchuh— und meinen Rock. 's iſt wahrlich, um davon zu laufen, Man möcht' dem Satan ſich verkaufen, Nicht ein Stündchen zum Verſchnaufen, 's iſt ſchlimmer, als die ärgſte Frohn Für Cellini, o Schimpf und Hohn, Den florentiniſchen Kujon! Was ſeine Heiligkeit auch denken— Schafft den toskan'ſchen Goldſchmied an, Und hat doch hier den großen Mann, Fieramosca— den ſo zu kränken!—(Ab.) 1* Tereſa. (Tereſa nähert Tereſa. 4 Zweiter Auftritt. Recitativ. Wohl mir, daß er allein Nun mich ließ.— O, welch Behagen! Nein, dieſe Pein War länger nicht zu tragen. Cellini, Francesco, Bernardino und Chor der Masken (hinter der Seene). Tra la la la— De profundis! Wird verderben Und ſterben Karneval, Weint ihr gewiß! De profundis. Ihr großen Kinder, Narren, ſeid weiſe, Ihr großen Kinder, Junge und Greiſe Weint nicht, genießt in Eil Des Pokals, Trinkt auf das Seelenheil Karnevals. ſich dem Fenſter, wo ſie von einem Blumenregen überſchüttet wird. Indem ſie die Blumen aufhebt, findet ſie ein Billet.) Kecitativ. Welch ſchöner Strauß!— und ein Brief!— Wie unvorſichtig!— Und wie!— er kommt Dieſen Abend, ach, mein Gott— und mein Er iſt fern— und die Zeit ſo gelegen— Was thu' ich? Cellini! hierher! Vater! S92D2 8 Kavatine. Wenn zwiſchen Wunſch und Pflicht du bangſt, Wie biſt, o Herz, du zu beklagen! Vor der Erfüllung mußt du zagen, Selbſt Hoffnung mehrt nur deine Angſt. Wie du auch wallſt, darfſt leis nur ſchlagen, Mußt bergen ſcheu, was du errangſt, sken Entſagen da, wo du verlangſt— Wie biſt, o Herz, du zu beklagen, Wenn zwiſchen Pflicht und Wunſch du bangſt. Einſt in ſpätern Jahren Bin ich gern bereit, Mit Beſonnenheit Weisheit ö Und Klugheit zu paaren. Einſt in ſpätern Jahren— Doch die Jugendzeit Liebt die Gefahren. Schwand der Schönheit Zier, Bin ich erſt Großahne, Hört dann, wie ich mahne: „Weh, Liebe, dir!“ Dritter Auftritt. 88 Tereſa. Cellini⸗ Recitativ und Duett. — Tereſa. Cellini! Cellini. Tereſa! Niemand wird hier uns ſtören— mmt Tereſa. Cellini, ach bedenkt, wenn der Vater uns ſieht— Cellini. Ach, dieſen Namen zu hören! mein Tereſa. Entflieht! Cellini.'s iſt blinder Lärm, der zu uns drang, Es iſt Held Karneval, den ſie munter um⸗ ſchwärmen, 6 Laßt vorm Fenſter ſie unten lärmen Unter luſtigem Schellenklang, Kein Zagen, Tereſa, mach' euch bang. O, Tereſa, die ich liebe, du all mein Streben, Tereſa, Geliebte, ende nun o die Qual, Willſt du, daß fern ende mein Leben, Daß ich entſag'“, ich entſag' jeder Hoffnung Strahl? Tereſa. Ach, daß an Lieb dein Herz je dachte! Sie bringt nur Leiden ohne Zahl— Entſag' der Glut, die dich entfachte, Wir ſehn uns heut zum letzten Mal. Vierter Auftritt. Cerzett. Fieramosca. Die Vorigen. Fieramosca. Man zerſchlägt keine Fenſterſcheiben, Man fällt nicht mit der Thür ins Haus, Will man Liebe mit Glück betreiben, Schleicht mäuschenſtill man ein und aus. Cellini. Nein, nein, laß dich beſchwören. Fieramosca. Ha, Cellini, ſchnell dort hinein— Cellini. Tereſa, nein, ich darf's nicht denken, Du einem Andern angehören, Die Hand Fieramosca ſchenken! Tereſa. Nein, die Madonna wird mich erhören, Wird dieſe Schmach vom Haupt mir lenken Eh ſollte, um den Plan zu ſtören, Man in's Grab mich ſenken. Fieramosca. Dürft' ich nur mit der Sprach' heraus, Wart' nur, ich ſchickte dich nach Haus! Cellini. O, Tereſa, Geliebte, Du all mein Sehnen, O, ſag' mir doch, Du liebeſt mich. · Te ben, ung Tereſa. Cellini. Tereſa. 7 O, ende die Qualen. Willſt du, daß fern Ende mein Leben, Mußt' ſehen dich zum letzten Mal! Deine Hoffnung, Cellini, iſt eitles Wähnen, Die Pflicht gebeut, Mir winkt kein Glück, Mein wartet bange Qual, Mir leuchtet kein Stern, Der ſonſt mir lachte, Wir ſehn uns heut zum letzten Mal. Fieramosca, ſolch einen Fant! Sein Weib? Erbarmen! Lieber werbe Der Tod um mich— wohlan, ich ſterbe! Fieramosca. O, hätt' ich mein Rappier zur Hand. Cellini. Tereſa. Cellini. Tereſa. Cellini. Tereſa. Nein, dir ſoll das Glück winken, Sterben ſollſt du nicht; Laß den Muth nur nicht ſinken, Hör', was Liebe ſpricht. Schön'ren Weg zu erwählen Voller Seligkeit, Darf nur Muth dir nicht fehlen, Den die Liebe leiht. Will die Furcht überwinden, Zeig' den Weg mir nur— Jedes Glück wirſt du finden, Folgſt du ſeiner Spur. Sprich nicht ſo laut! Zum Schluß des Karnevals— Zum Schluß des Karnevals— Fieramosca. Zum Schluß des Karnevals? Cellini. Tereſa. Fieramosca. Ich gehe jedenfalls! Geh' morgen jedenfalls— Ich gehe jedenfalls— 8 Cellini. Zum großen Platz Colonna komm— C Tereſa. Zum Platz Colonna? Fieramosca. Zum Platz Colonna? Ti Cellini. Caſſandro ſpielt im Zelt— 7 Tereſa. Caſſandro ſpielt im Zelt— C Fieramosca. Caſſandro! C Cellini. Die Oper, die für Rom Er eigens hat beſtellt. Fieramosca. Eine Oper— aha! F Cellini. Dein Vater wird indeſſen T. Beim Spiel dich ganz vergeſſen, Laut lacht er mit dem Schwarm— Du— C Tereſa. Ich? Fieramosca. Ha! Cellini. Du reichſt dann ſchnell den Arm. Tereſa. Ich reiche ſchnell den Arm— Fieramosca. Sie reicht dann ſchnell den Arm⸗ Cellini. Dem Mönch in weißer Kutte— T̃. Tereſa. Dem Mönch in weißer Kutte— F. Fieramosca. Da reicht ſie ihren Arm Te Dem Mönch in weißer Kutte— Cellini. Dem Kapuziner dann— Tereſa. Dem Kapuziner dann— Fieramosca. Dem Kapuziner dann— C. Cellini. Jener Mönch— ſieh mich an! F̃. Tereſa. Du! C Fieramosca. Er! Tereſa. Fürwahr? Te Cellini. Mein Schüler iſt der Zweite C Tereſa. Wie, dein Schüler? Fieramosca. Wieꝛ ſein Schüler? Cellini. Wir geben dir Geleite— C Tereſa.— Mir Geleite— Fieramosca.— Ihr Geleite— 9 Cellini. Dann eilen froh wir fort, Toskana zu erreichen. Tereſa. Nach Toskana? Fieramosca. Nach Toskana? Eellini. Und ſelig ruh'n wir dort. Cellini und Tereſa. O Wonne ohne Gleichen Wenn wir Florenz erreichen, Wir eilen Beide fort. Fieramosca. Beide fort? Tereſa. O, Cellini, welche Schmerzen Bringt die Flucht dem Vaterherzen, Trifft mich nicht des Himmels Fluch? Cellini. Des Himmels Fluch? nein, o nein, ſüßes Leben! Mag dein Vater ſelbſt erbeben, Seine Tochter ſo zu quälen! Du ſollſt dein Leben einſam vertrauern In düſtern Kloſtermauern, Oder gar Fieramosca wählen! Tereſa. Fieramosca! Fieramosca! Fieramosca. Ha! wo doch bleibt der Herr Papa? Tereſa. Ha, ſeis gewagt, ich haſſe ihn unſäglich; Er mein Mann— ihn ſehen täglich!—— Faſſe Muth, ſcheuche die Sorgen, Morgen Nacht fliehen wir— alſo morgen! Cellini. Alſo morgen! Fieramosca. Alſo morgen! Cellini. Haſt du auch recht verſtanden Stund' und Ort zum nächt'gen Rendez⸗vous? Tereſa. Ja— Platz Colonna, ſprachſt du— Cellini. Nur leiſe! nur ſtill und leiſ'! Zum Schluß des Karnevals ꝛc. Enſemble. Cellini. O wie ſüß ſie erklangen, Mir ins Herz berauſchend drangen, Dieſe Wort' aus deinem Mund! 10 Der Gott, den wir ehren, Wird Leid von uns wehren, Gewähren Die ſeligſte Stund'. Tereſa. Jungfrau, ſieh mein Bangen, Laß mich Schutz erlangen In bedrängter Stund'. Wolle Muth gewähren, Lindre Vaterzähren, Segne unſern Bund! Fieramosca. Weiber, falſche Schlangen! Wart, dich will ich fangen, Du toskan'ſcher Hund! Gram ſoll dich verzehren, Wenn Ketten dich beſchweren Tief in Kerkers Grund. Cellini und Tereſa. Drum, ans Sterben zu denken Wäre Thorheit nur, Jugend ſoll froh uns lenken Auf der Liebe Spur. Wenn uns Leiden umſponnen, Süße Liebe lohnt's, Hymen gönnt uns die Wonnen Seines Wonnemonds. Ob durch Schloß man und Riegel Uns zu trennen dacht', Treue Liebe hat Flügel, Spottet jeder Macht. Ja, hin zum Arnoſtrand Flieh'n wir Hand in Hand. Im neuen Vaterland Umſchling' uns feſt der Liebe Band. O Wonne ohne Gleichen, Wenn wir Florenz erreichen, Drum eilig flieh'n wir fort! 828988 8 2 2 8922229992999222 2 229 833222 2 11 Fieramosca. Leider habt euren Plan Ohne mich ihr gemacht, Ich zerſtör' euren Wahn Noch vor morgen Nacht, Nehmt euch in Acht! Cellini. Morgen denn! Tereſa. Morgen denn! Fieramosca. Morgen denn! Morgen denn! Alle Drei. In ſtiller Nacht! Cellini. Am Platz Colonna— Tereſa. Still! Cellini. Dort am Theater— Tereſa. Gut! Cellini. Ein weißer Mönch— Tereſa. Ja, ich komm'!— Fieramosca. Gut! Ich fehle nicht. Alle Drei. Morgen Abend, Ganz gewiß! Tereſa. Gott! mein Vater iſt da, eilig hör' ich ihn kommen— Cellini. Hörſt du ihn wirklich? Tereſa. Ja, er naht— Fieramosca. Da ſcheint mir gut, ich halt' mich ſeparat.— Fünfter Auftritt. Balducci. Die Vorigen. Balducci. Ei, was! Tereſa! Was haſt du ſo ſpät noch zu ſchaffen? Nicht weit mehr iſt's von Mitternacht! Tereſa. Mein Vater— ein Mann— Balducci. Ein Mann! Wo? Meine Waffen! Tereſa. Ja, ja! Alcs ich ſchlafen wollt' gehn— welch ein Schreck— 12 Balducci. Ein Mann im Zimmer meiner Tochter, ein Mann hier? Schnell her das Licht, Tereſa, ich erdolche Dieſen Dieb, wo ich ihn entdeck'! Tereſa. Keinen Augenblick länger verziehe. Cellini!— Er ging hinein. Cellini. Hab Dank, mein Schutzgeiſt, ich entfliehe. Bis morgen denn. Ewig dein!(Ab.) Sechster Auftritt. Tereſa. Balducci. Fieramosca. Tereſa. Welch ein Schreck! Meine Kraft fühl' i 0 hreck! weichen— Balducci. Ha, Bandit, hab ich dich! Tereſa. Himmel, ach! Schlich ſich wirklich ein Mann ins Gemach? Balducci. d Folg miß Räuber, du erliegſt meinen Streichen— X Wie! ſeid Ihr's? Tereſa. Welch ein Fang ohne Gleichen! Fieramosca. Ein Bandit bin ich nicht— Balducci. Teufel auch! Ein friſirter Bandit, noch viel ſchlimmer! Sagt mir, Herr, iſt das Sitte und Brauch, Sich zu Mädchen zu ſchleichen ins Zimmer? Tereſa. Ja, mein Herr, was führt Euch in mein Zimmer? Fieramosca.'s iſt ganz einfach— ich kam— Beſuch ab⸗ ſtatten wollt' ich— Balducci. Unverſchämt!— Ei, ſo ſoll dich— Fieramosca. Freund, ſo ſeid doch klug, Hört mich doch an— auf mein Wort! Balducci. Schon genug! Auf, Nachbarinnen, auf, ihr Frauen! Tereſa. Gaetana! Barbarina! Balducci. Petronella, Catarina! Seolaſtica! 223 23238289 2—2 83 13 Fieramosca. Macht dach ein Ende dieſem Schrei'n— Balducci und Tereſa. Herbei! Herbei! Nachbarinnen(phinter der Scene). Bei Balducci's brach man wohl ein? Was mag das für ein Lärmen ſein? Balducci. Kommt ſchnell herbei, das Herrchen fein, Den Dirnenjäger anzuſchauen, Hier bei Tereſa. Kommt herein, Jagt aus dem Haus ihn im Verein. Fieramosca. Ich bin kein Herrchen— bin nicht fein— Vor allen Dirnen fühl' ich Grauen. Balducci. Nun wahret Euch; ſie kommen ſchon, Die ſprechen aus ganz andrem Ton! Der Weiber Hand führt gern den Mann Der Tugend ſchmale Dornenbahn. Merkt's Euch, wenn ſie nach Haus Euch ſandten, Und ſchleicht nicht mehr den Mädchen nach. Fieramosca. Den Frauen zum Spotte! Weh mir, ach! Orpheus bin ich, ein Opfer der Bacchanten! Siebenter Auftritt. Die Vorigen. Chor der Nachbarinnen und Mägde Balducci's. Chor. Süßes Herrchen! O, Schätzchen fein, Wart', man lehrt dich achten Weiberehr'! Und du verführſt kein Mädchen mehr. Fort, ins Bad hinein! Auf, führet ihn zum Garten ein, Dort bleibt er bis zum Frührothſchein. Der Springbrunn ſteigt ſo klar und rein, Dort ſoll er kühl gebettet ſein. Komm, Schätzchen, komm, da hilft kein Schrei'n— Das Bad ſoll trefflich dir gedeih'n. Balducci und Tereſa. Ja ja, ſo recht! Werft ihn hinein, Da wird er kühl gebettet ſein! Fieramosca. 14 O, welche Qual, o, welche Pein, Sie tauchen ins Baſſin mich ein, Welch wildes Heer! O, die Megären! Ach, wie ſoll ich mich befrei'n? (Ende des erſten Aktes.) Bweiter Akt. Faſtnacht⸗Dinstag. (Die Seene ſtellt den innern Hof einer Taverne vor.) Erſter Auftritt. Cellini(allein). Noch eine Stunde, und der Plan iſt gelungen, Hält Tereſa mir Wort. In deinen Armen winkt mir das Glück, Wenn wir entfloh'n dann unſern Feinden, Die Welt und ihre Sorgen dann vergeſſen. Schütz' uns, o Gott der Liebe, Führ' glücklich uns zum ſchönſten Port. Romanze. Dem Ruhm allein galt mein Beſtreben; Ein ſchöner Traum, dem ich entrückt, Ich ſah den Lorbeer mich umſchweben, Mit dem die Kunſt Erwählte ſchmückt. Doch ich entſag' den Lorbeerkränzen, Seh ich Tereſa's Aug' erglänzen. Sieh her, o Lieb'! Ich weih' des Ruhmes Glanz zum Opfer dir, Sei gnädig ihr, ſei gnädig mir. In der Geliebten friedlich Walten Drang nie ein Hauch der Schmerzen ein; 15 Fern von dem Meer, wo Stürme ſchalten, Glich es dem Quell im ſtillen Hain. Doch dieſem Glück will ſie enteilen, Will meine Noth, mein Elend theilen— Sieh her, o Lieb! Sie weiht ihr friedlich Glück zum Opfer dir, Sei gnädig ihr, ſei gnädig mir. Zweiter Auftritt. Cellini. Bernardino. Francesco. (Goldarbeiter, Freunde und Schüler Cellini's.) Chor der Ciſeleure. He, Wein! he, Wein! Bringt Wein her! Bringt eilig Wein uns her! Francesco. Freunde, ſingt! Cellini. Chor. Gut, wie ihr wollt, nur keine Bacchuslieder, Keinen Gaſſenreim, wie er paßt zu der Wein⸗ ſchenke Dunſt. Ja, unſer Lied halle Hymen gleich wieder, Töne dem Ruhm unſrer göttlichen Kunſt. Geſang der Goldſchmiede. Schmückt auch ſchön ſich die Erde im Mai Mit Gräſern und Blumen voll Pracht, Holt der Menſch doch noch Schön'res herbei, Hebt Schätze aus tief im Bergesſchacht: Dem Goldſchmied ſei ein Hoch gebracht! Der Diamant hat bei Tag nicht Gewalt, Denn die Sonne hat dann zu viel Macht; Doch Nachts iſt die Zeit, wo er hell ſtrahlt, Wie ſein Bruder, der Stern, der am Himmel hält Wacht: Dem Goldſchmied ſei ein Hoch gebracht! Gold iſt Blüthe, die nimmer verblüht, Das haben die Kön'ge bedacht: Bernardino. 16 Als Kron' es gar herrlich erglüht, Iſt nur der Kön'ge und Kaiſer Tracht: Dem Goldſchmied ſei ein Hoch gebracht! Sitzt man beim Ciſeliren— Gold, wie glänzeſt du hell! Die Rubine brilliren Wie loher Feuerquell, Vom Diamant, ein Flirren, Schießt, wie im Strom die Well'! Als der Herr durch ſein Werde Schuf die Welt, unverweilt Hat die Stoffe der Erde In vier Theil' er getheilt. Architekt, nimm die Steine, Du, Maler, Farbenpracht, Sei Marmor, Bildner, der deine— Doch's Gold ward uns vermacht. Gold iſt Blüthe, die ꝛc. ꝛc. ꝛc. Hört an, eh' wir das Lied nun enden Bleib uns leer das Glas nicht in Händen; Ein Vivat zu weih'n unfrem Stand, Sei der Becher voll bis zum Rand. Chor. He, Wein her, bringt Wein! Dritter Auftritt. Die Vorigen. Der Wirth(jüdiſch⸗grotesk). Wirth(mit näſelnder Stimme). Der Wein iſt all', nichts mehr in den Krügen. Cellini. Willſt, alter Schelm, du uns belügen? Wirth. Ich ſag, Herr. ſchuldig ſeid ihr mir, Und wollt mehr des Weins öhr trinken, So laßt Zechinen blinken. Cl Cl W᷑ Cl˖ C hr Chor. Wirth. Chor. Wirth. Chor. Wirth. 1 7 Und was denn ſind wir ſchuldig dir? Da ſeht, ihr Herrn, leſt es hier, Damit ihr ſeht, daß ich nicht lüge. Orvietowein, Aleatico, Dann Maraſchino— Volle dreißig Krüge— Wie ſo? Dreißig! Später Proeida, Und dann Nicita, Macht zuſammen ſechzig. Sechzig Krüge?! Aſti, der mouſſirt, Von Sipari Wein, Laeryma Chriſti, Das macht hundertdreißig. Chor(rnachäffend). Lacryma Chriſti— Cellini. Chor und Bernardo. Cellini. Chor. Hundertdreißig! Kerl, mach nicht blauen Dunſt, Nennſt du das Rechenkunſt? Was ſagt Ihr zu dem Wichte? Nein, beim jüngſten Gerichte Tönt der Poſaune Klang Nicht ſo gräulich und bang, Wie vies Schenkenereignis, Wie dies Sündenverzeichnis, Herr Wirth— wie dein Geſang! Wer hilft uns hier heraus? Ascanio als Erlöſer naht. Seht dort Ascanio, er iſt's in der That! Benvenuto Cellini. Schändlich! Man macht's durch Prügel ihm verſtändlich. Nein, Freunde, nein, folgt meinem Rath, Wir warten ruhig hier, bis endlich 2 Chor. Cellini. Arie. Cellini. Chor. Alle. Celliui. Chor. Ascanio. 18 Vierter Auftritt. Die Vorigen. Ascanio. Er rettet uns, Viva! Laß, o Kind, dich umarmen, Und nehmet aus Erbarmen Ihnen ab das ſchwere Joch. Einen Augenblick noch! Erſt muß die Ehre rein ſein. Meiſter, dies Gold ſoll dein Mit Bedingung jedoch. Dieſes Gold dir zu ſpenden Hat der Papſt mich geſandt, An das Werk es zu wenden, Das dein Genius erfand Um zu ſchmücken dies Land. Doch nur dann darfſt du berühren Dieſer Goldſtücke Rand, Wenn den Eid mit heil'gen Schwüren Du mir ſchwörſt unverwandt: Morgen mit eignen Händen Den Perſeus zu vollenden. Wohl, nimm den Eid zum Pfand. Nimm unſern Eid zum Pfand. Alſo uns dies Gold zu ſpenden Hat der Papſt dich geſandt, An das Werk es zu wenden. Das mein Genius erfand ſum zu ſchmücken dies Land. Das ſein Genius erfand Um zu ſchmücken dies Land. Aber ehe wir berühren Dieſer Goldſtücke Rand Leiſten wir mit heil'gen Schwüren Dir den Eid unverwandt: — As. Cel Ch As Cel Wi Ch Ce Ch Ce Ascanuio. Cellini. Chor. Ascanio. Cellini. Wirth. Chor. Cellini. Chor. Cellini. 19 Morgen mit eig'nen Händen Den Perſeus zu vollenden, So wahr dies Gold dann ſchwand! Dies ſchwört dir unſre Hand! Euch zu helfen im Stand Bin ich durch dies Verſprechen. Nun bezahlt eure Zechen, Hier das Gold, ſeht her! Ha, Schmach! Bringſt du nicht mehr? Ach! Nein, das iſt zu ärmlich! Ein Geizhals ganz erbärmlich War Balducci von je! Was liegt dran! Wirthſchaft, he! (Ahmt die Stimme des Wirths nach.) Da ſieh Zechinen blinken! S591 Dank! Wollt ihr noch trinken? Ja ja, gebt Wein! Freunde nein, keinen Wein, Doch ſtrafen und beſchämen Laßt uns Balducci heut, Deß ſchändliches Benchiten Uns Rache ſtreng gebeut. Ja, laßt Rache uns nehmen. Fünfter Auftritt. Die Vorigen. Fieramosca. Hört mich an unverzüglich, Ich hab' erſonnen einen Plan, Eh' kurze Zeit verronnen Wird Freund Balducci nah'n. Wir wollen ihn kopiren; Balducci's Konterfei Soll heut die Bühne zieren. Ganz Rom ſoll applaudiren Und ſchwören, daß er's ſei. 20 Chor. Schnell, ſchnell, wir ſind dabei! Alle. Gold iſt die Blüthe, die nimmer verblüht, Das haben die Kön'ge bedacht; Als Kron es gar herrlich erglüht, Iſt nur der Kön'ge und Kaiſer Tracht: Dem Goldſchmied ſei ein Hoch gebracht! Pe (Sie gehen ſchnell ab.) Fi Sechster Auftritt. Pe Fieramosca. Später Pompeo. Fi Fieramosca. Das iſt ſtark! Ein Komplott voller Trug und Verrath! Und Benvenuto am Ruder! Doch ich verderb' euch die Freude, P̃ Noch heut'! Noch heut'! FJi Pompeo. Was giebt's heute? P Sprich Kumpan! Fieramosca. Was es giebt? Sieh dem Zorn mich zur Beute Cellini— 7 Pompeo. So ſprich, Kamerad. P Fieramosca. Ach, Pompeo, ſteh' mir bei, ſchaffe Rath— Pompeo. Ja, man weiß, in der Stadt— J Fieramosca. Man weiß?— Pompeo. Sagen's die Leute, Daß geprügelt du wardſt— ‚ 9 Fieramosca. Ja, mein Freund und Rather, Doch Schlimm'res droht. Jetzt beim Abendgeläute“ Kommt Tereſ' und ihr Vater. Pompeo. Iſt das ſo ſchlimm? 8 Fieramosca, So ſchlimm? Man wird auf dem Theater Ihn äffen— Feuer ſpeien wird er, wie ein Krater Vor Wuth ob dieſem Hohne; und rderb' zur ither, eläute heater 'e ein 21 Und löſt man auf der Engelsburg dann die Kanone, Und die Moccoli löſchte Jeder aus— ganz leis Nah't dann ein Mönch mit einem Büßer weiß, Und man entführt Tereſa— Niederträchtig! Pompeo. Exquiſit! Fieramosca. Exquiſit! Stimmt dich das ſo heiter? Cellini iſt's und ſein Begleiter, Ascanio— Pompeo. Ich verſteh— Bravo! Der Plan iſt prächtig! Fieramosca. Ob auch der Weiber Heer mich neuem Spotte weiht, Balducei wiſſe gleich, was man ihm hält bereit, Laßt doch ſeh'n, ob er Bravo! ſchreit. Pompeo. O du Schwachkopf! Fieramosca. Wie ſo? Pompeo. Dein Verſtand reicht nicht weit. Die Lügner muß man ſelbſt belügen, Und die Betrüger ſchlau betrügen— Wie gefällt dir das? Fieramosca. Sprich nur leis! Pompeo. Du ſelber kommſt als Mönch in Weiß, Entführſt ſie ſelber. Fieramosca. Ja, das läßt ſich erwägen— Wie aber dann, wenn wüthend mich Der Raufbold überfällt? Pompeo. Per bacco! Hier mein Degen! Als Kapuziner verkappt begleit' ich ſchützend dich, Und iſt ein Raufbold er— ein Todtſchläger bin ich. Fieramosca. Wohlan— wohlan es ſei! Arie. Ha! reizt nicht thöricht meine Wuth, Ich bin zum Helden wie geboren; Pompeo. Pompeo. 22 O, wehe dem, der mir was thut, Und wer mich auslacht, iſt verloren Leg' ich erſt los, Geht's Stoß auf Stoß In Quart und Terzen— Und immer ziel' ich nach dem Herzen. Hoch leb' die Fechtkunſt, meine Luſt! O Tereſa, dir glüht dies Herze Voll höllenheißer Feuergluth. Ich leide an vulkan'ſchem Schmerze, Wie ein Krater brennt mein Blut. Dich lieb' ich ſo, würd'ſt du mir's rathen, Ich ginge faſt zu den Soldaten, Ja zur Höll', zu des Satans Brut. Ja, ſelbſt Cellini, wenn er hier wär' grade, Ich ſchlüg ihn todt, er ſoll nicht flieh'n. Der arme Kauz! Hundert wie ihn Streckt ich dahin ohn' alle Gnade. Ha! reizt nicht thöricht meine Wuth, Ich bin zum Helden wie geboren; O, wehe dem, der mir was thut, Und wer mich auslacht, iſt verloren. Leg' ich erſt los, Geht's Stoß auf Stoß, In Quart und Terzen Und immer ziel' ich nach dem Herzen. Hoch leb' die Fechtkunſt, meine Luſt! Eins, zwei, drei— eins, zwei— In die Bruſt! Tief ins Herz mein Schwert tauch' ich ein— Der Sieg iſt mein! Mag' uns denn glücken! Fieramosca. Laß, o Freund, ans Herz dich drücken! Die Kutte nimm und habe Muth, Dann geht es gut.(8ie gehen ab.) (Verwandlung.) B. Te A R E b.) 23 Siebenter Auftritt. Tereſa, Valducci, Cellini, Ascanio, Fieramosca, Pompeo, die Schüler Cellini' s. Tänzer, Volk, Masken und Sbirren. Finale. (Der Colonna⸗Platz und ein Theil der Korſo⸗Straße.) Balducci. Kind, du magſt's erwägen, Viel Gewicht drauf legen, Einzig deinetwegen Folg' ich dieſer Spur. Was ſie ſpielen mögen, 's iſt nichts dran gelegen. Weiß man doch, ſie pflegen Schlechter Poſſen nur. Tereſa. Ach, wie durft' ich hegen Jeder Pflicht entgegen Liebeswunſch verwegen! Zürne nicht, Natur! Ascanio und Cellini. Liſtig und verwegen, Degen wider Degen, Wenn ſich Schlangen regen Auf der Liebe Flur. Dann Florenz entgegen Auf geheimen Stegen. Amor! gönne Segen Treuem Liebesſchwur. Römiſche Bürger. Gleich wird der Vorhang ſich bewegen, Das Stück beginnt ſtreng nach der Uhr. Chor der Poſſenreißer. Ihr Römer, kommt zu applaudiren Die Oper, die man Midas nennt. Chor des Volkes. Bravo, bravo, bravo, bravo! Die Poſſenreißer. Ein großer Narr wird debütiren Mit ganz erſtaunlichem Talent. Chor des Volkes. Bravo! Bravo! Bravo! Bravo! Chor der Poſſenreißer. Ihr Römer, kommt ꝛc. ꝛc. ꝛc. Volk. Poſſenreißer. Volk. Poſſenreißer. Volk. Poſſeureißer. Volk. Poſſenreißer. Volk. 24 Schon wogt es in Schwärmen Zum Tanze der Nacht, Ganz Rom iſt zu Lärmen Und Jubel entfacht. Das Leid iſt verſunken, Die Sorge entſchwebt, Wenn Karneval trunken Das Seepter erhebt. Kommt ihr Karnevalsleut', König Midas iſt heut. Ah, die Trompeten dröhnen! Pfeifen hell ertönen! Das Tamburin fällt ein. Seine Ohren, die grauen, Sind herrlich zu ſchauen. Ah, die Trompeten ꝛc. ꝛc. ꝛc. Harlekin, komm herein! Wo mag Pierrot doch ſein? Ins Wonnemeer Des Karnevals Stürzt bis zum Hals Und trinkt es leer! Kommt ihr Dickbäuche her! Das Parterre iſt noch leer! Der Karneval Iſt ein Pokal, Draus Jeder zecht, König und Knecht. Enſemble. Poſſenreißer. Ihr Römer, kommt zu applaudiren Die Oper, die man Midas nennt, Ein großer Narr wird debütiren Mit ganz erſtaunlichem Talent. V 5¹ U 25 Volk.(Männer.) Kommt, Römer, laßt uns applaudiren Die Oper, die man Midas nennt. Weiber und Kinder. Bravo! Bravo! Bravo! Bravo! Männer. Ein großer Narr ſoll debütiren Mit ganz erſtaunlichem Talent. Weiber und Kinder. Bravo, bravo, bravo, bravo! Poſſenreißer. Ihr werdet das Feſt doch nicht ſtören? So bleibet, ihr Herren, noch hier, Die Oper des Midas zu hören, Des Karnevals Krone und Zier. Die Tänzer und ein Theil des Volkes. So ſchweig doch, du alter Trompeter, Dein Quodlibet laß doch zu Haus! Schrei du auf den Brettern nur Zeter, Wir tanzen und lachen dich aus. Poſſenreißer. Kommt herein, kommt herein, laßt das zen doch ſein! Unſre Oper iſt fein, kommt herein, kommt herein! Volk. Nun ſchweiget! Nun ſchweiget, nun ſchweiget! Tanzet nicht mehr! Still! Der Vorhang ſteiget. Weiber. Seht den Vorhang ſteigen! Nun ſtill, nun ſtill! laſſet uns ſchweigen! Männer. Oh, welch ein närr'ſcher Alter— Balducci iſt's, des Papſtes Schatzverwalter. Balducci. Was ſeh' ich! Iſt's möglich? Ich auf den Brettern? Ein Theil des Volkes. Herr Harlekin tritt vor, Roms köſtlichſter Tenor. Ein anderer Theil des Volkes. Pasquarello! ein Sänger, in Florenz geboren. Seht nur! Ein Menſch mit Eſelsohren! Die Weiber(allein). Ei haltet Ruh' doch! Hört ruhig zu doch! Sprecht nicht ſo laut, Harlekin ſchaut! T an⸗ 26 Männer. Still doch! Die Weiber(eeiſer). Gebet wohl Acht! Laſſet uns ſchweigen! Enſemble. Männer. Schön! Schön! Schön! O, wie ſchön! Still doch!l Weiber. Hört, wie das klingt! Harlekin ſingt. Er trägt was vor! Welch' ein Tenor! Alle. Ach, Bravo! Wie klingt das ſchön. Welch reine Kehlentön'! Wie er manierlich Den Alten kirrt, Wie er ſo zierlich Und zärtlich girrt. Einige Männer des Volkes. Wie des Alten Entzücken Auszudrücken Nun ſich ſucht! Balducci. Ha, verrucht! Andere aus dem Volke. Der Alte lauſcht Ganz luſtberauſcht. Felicita! Ha ha ha ha! O welch ein Narr! Balducci. Ihr Schufte, die ihr mich foppt, Mich ärgert, höhnt und neckt, Mein Stock lehr' euch Reſpekt. Volk. Dem Luſtſpiel im Geleite Folgt nun die Schattenſeite, Wer von den Zweien ſiegt? Das Urbild liegt Mit der Kopie im Streite. 2 E2228 22 Uꝑᷓ 882 S S S2 27 Laßt ſeh'n, wer von den Zwei'n, Der Häßlichſte mag ſein? Fieramosca(zu Pompeo). Nur durch den Schwarm! Laß uns nicht weichen, Daß wir den Arm Der Holden reichen. Cellini(zu Ascanio). Nur durch den Schwarm! Laß uns nicht weichen, Daß wir den Arm Der Holden reichen. Tereſa. Ein weißer Mönch winket mir— Doch wie!— Ein andrer hier? Fieramosca. Ich bin's! Cellini. Ich bin's! Tereſa. Gott, wer der Rechte? Volk. Moccolo! Moccoli! Fieramosca. Ich bin's, ich bin's! Die Freunde ſind's. Volk. Moccolo! Moccoli! Verlöſcht die Moccoli! Cellini. Ha! Bei der Höll' und Pluto's Thron, Wir ſind verrathen, Fluch und Hohn! Pompeo. Halte nur Stand, hier giebt es Schläge! Fieramosca. Das Mönchsgewand iſt mir im Wege. Ascanio. Rächt den Verrath! Es fließe ihr Blut! Pompeo. Halte nur Stand! Nur Muth, nur Muth! Cellini. Ob du ein Menſch, ob Satans Brut, Mit dir iſt's aus. Das Schwert heraus! Fieramosca. Pompeo! Schnell! Ascanio. Halt Stand doch, du kühner Geſell! Tereſa. Weh mir! Eilt herbei! Treibt ſie von hinnen! Volk. Was wollt ihr thun? Welch ein Beginnen! Seid ihr denn ganz und gar von Sinnen? 28 Cellini. Nein, du ſollſt mir nicht entrinnen, Nein! Fieramosca. Pompeo, hilf! Pompeo. Schlag drein! Cellini. Nein, nein, Nein, du ſollſt mir nicht entrinnen. Fieramosca. Pompeo, hilf! Cellini. Nein, nein. Pompeo. Ach, das traf gut! Volk. Ein Menſch im Blut! Schnell holt die Wache! Balducci. Welch Schreckenswort! Tereſa! Meine Tochter! Ein Mord! Fieramosca. Wer rettet mich— Pomp.. todt! Volk. Dort jener Mönch, er that's, führt ihn von hinnen, Seht, wie ſein Schwert vom Blute roth! Cellini. Ich bin in Haft! Fieramosca. Ich bin befreit! Ascanio. Er iſt gefangen! Francesco und Bernardinv. Meiſter, o weh! Fieramosca. Er wird gehangen! Balducci, Francesco und Poſſenreißer. Schreckliche Nacht! Cellini und Tereſa. O Mißgeſchick! Weiber aus dem Volke. Welch ſchöner Mann! Männer. Dem winkt der Strick! Francesco, Bernardino, Balducci, Fieramosca und Volk. Der Kapuziner ſchwimmt im Blut, Verruchter Mörder, weh' dir, wehe! Geſchah's um Gold, aus Liebeswuth? Gleich viel! Daß ihm ſein Recht geſchehe. Soldaten, haltet ſtrenge Hut! Enſemble. Weh' dir, verruchte Räuberbrut! on 29 Daß er der Rache nicht entgehe! Ha! weh' ihm, wehe! Ja! Der Vendetta floß dies Blut. Tereſa. Feige Lügner, wehe euch, wehe! Ungerecht iſt eure Wuth. Cellini. O Schreckensnacht, hier gilt es Muth, Daß ich entgehe Des rohen Haufens blinder Wuth. Ascanio. Ach, theurer Meiſter, weh', ach wehe! Die Menge ſchreit nach deinem Blut! (Es ertönen drei Kanonenſchüſſe, worauf alle Lichter verlöſchen.) Cellini. Eilt, Freunde, herbei, Zu mir! Ich bin frei! Volk. Finſter die Nacht! Balducei, Fieramosco und ein Theil des Volkes. Garden, habet wohl Acht! Volk. Auf, haltet ihn! Sbirren. Laßt ihn nicht flieh'n! Tereſa und Ascanio. Er iſt entfloh'n. Fieramosca und Balducci. Verdammter Schuß! Der Mörder lief davon! Volk. Dieſer Schuß ſagt Romas Söhnen, Sich jeder Freude zu entwöhnen. Wird erſt die Aſche eingeweiht, Dann endet alle Fröhlichkeit. Balducci und Fieramosca. Schreckensſchuß, verwünſchtes Dröhnen, Warum auch grade jetzt ertönen? Den Galgen hielt man ſchon bereit, Da haſt den Mörder du befreit. Tereſa, Ascanio, Francesco, Bernardino und Schüler Cellini's. Habe Dank, Kanone, für dein Dröhnen, Dir ſoll ein ſtürmiſch Hoch ertönen, Du kamſt fürwahr zu rechter Zeit, Denn ſchon war er dem Tod geweiht. Balducci. Tereſa! Tereſa. Mein Vater! Ascanio. Still! Hört meine Bitt'! Folgt mir! Ich leite Euren Schritt! Enſemble. Volk und Freunde Cellini's. Zu Hilfe! O Gott, welch ein Bangen! Zu Hilfe! He, Wache! Gebt doch Acht! Verwünſchter Schuß! Er war gefangen! Erbarmen uns Armen! O Schreckensnacht! O, welch ein Toben und Schrei'n! Der Räuber entfloh! Hinterdrein! Den holt ihr nimmermehr ein! Balducci. Tereſa, o Tochter! Komm zu mir! Welch Dunkel hier! Volk. Zu Hilfe, he Wache! Er iſt befreit! Der Mörder iſt entronnen! O Dunkelheit! Balducci. Der weiße Mönch! Fieramosca. Was? Balducci. Auf! Ihn einzuſperren! Kommt heran! Fieramosca. Was ficht euch an? Ich bin Fieramosca, ihr Herren! Ich bin ein Ehrenmann. Enſemble. Ein Theil des Volkes und Fraucesco. Ha, Mörderbrut, Diebsgeſicht, Du ſollſt die Feſſeln nicht mehr ſprengen! Nein, jetzt entrinnſt du uns nicht, Du ſollſt am Galgen heut noch hängen. Ein andrer Theil des Volkes, Bernardino und Balducci. Biſt uns entflohn n1 ri. Fieramosca. Volk. 31 Und hoffteſt ſchon Dich durchzudrängen, Doch heut noch ſollſt du hängen. Ach, wenn den Strick Sie ums Genick Mir wirklich ſchlängen! Mich wirklich hängen! O Gott, macht Platz— Erbarmen Uns Armen. Man kann nicht mehr hinaus! Balducci. O Tochter! Tereſa! Mein Aug' erblickt ſie nicht! Fieramosca. O Gott! Erbarmen! Weh mir, erdrückt mich Alle. nicht! O Gott, es wächſt der Menge Tobend Gedränge Wie des Meeres Gebraus. O, welch Gezerr! O, welch Gezaus! O, welch ein Graus! (Ende des zweiten Aktes.) Dritter Alt. Aſchermittwoch. Erſter Auftritt. Chor der Gießer. Ins Atelier, um die Arbeit zu enden Mit rüſtigen Händen. Uns winkt nur Mühe, Noth und Laſt, Nicht Ruhe noch Raſt. Der Meiſter kann ruhen, Läßt uns Alles thuen. Uns nur die Beſchwer, Ihm allein die Ehr!(Ale ab.) 32 Zweiter Auftritt. Fr Kecitativ. Tere ſa und Ascanio. Tereſa. Nicht zurück iſt er noch; ob ihm die Flucht gelang? Ascanio. So zweifelt Ihr? Nur Muth, Tereſa, ſeid nicht bang. Cl Dritter Auftritt. Recitativ. Tereſa(allein). Ach, ſein Geſang weckt mir nur Schmerzen! Weh', daß ich floh von dem Vaterherzen. As Vierter Auftritt. Tereſa. Franeesco. Bernardino. Chor der Gießzer(hinter der Scene) Seemann kühn auf hoher See Weiß von keinem Weh. Francesco. Dies Lied! Ich hör's nicht gerne von den Leuten! Chor. Frank und frei, wie Meeresfluth, Frank und frei ſein Muth. Bernardino. So oft dies Lied ertönt, hat's Schlimmes zu bedeuten. Chor. Sank ſein Schiff ins Meer hinein, Wiegt die Well' ihn ein. Bernardino. Dies trübe Singen Schafft träges Blut. Francesco. Der Guß wird mißlingen, 8 Wenn wir nicht mit Muth Aufs Neu ſie durchdringen. Des Metalles Gluthenpracht, Brüder, iſt in eurer Macht. Beherrſcht der Seemann die Fluth, Wir beherrſchen Feuersgluth! 33 Francesco und Bernardino. Drum, Kinder, muthig dran! Greift die Arbeit rüſtig an! Zinn und Eiſen ſei Rein und ſchlackenfrei. ng Wenn der Guß gelang, ich Dann töne Becherklang.(Beide ab.) Chor. Seemann kühn auf hoher See Weiß von keinem Weh. Fünfter Auftritt. n Arie. Ascanio(allein). Tralalalala! Was fehlt mir doch? Allen Muth fühl' ich weichen! Mein Herz iſt bang, Doch— es währt nicht lang, oher Ob mich Sorgen auch beſchleichen, Räumen müſſen ſie dies Herz Dem Gefang und dem Scherz. en! Noch heute Nacht zum Arnoſtrande Wird die Flucht insgeheim vollbracht; Wir lachen laut im fernen Lande Des Kardinals, der Wuth entfacht Uns Armen droht mit Bann und Acht. Tralalalala! Was fehlt mir doch? ꝛc. ꝛc. Ha ha ha, das war zum Lachen! (ler ahmt Balducci nach) Soldaten her! Wo ſind die Wachen? (er ahmt Cellini nach) Still! Tereſa, ich bin hier! (Tereſa nachahmend) O Gott, wie kann ich's faſſen, Den armen Vater zu verlaſſen! (Cellini nachahmend) O folge mir, trau' meinen Schwüren! 2 2 Benvenuto Cellini. 3 Tereſa. Ascanio. Tereſa. Ascanio. Tereſa. Ascanio. 34 (Tereſa nachahmend) Wie? Zwei in Mönchsgewand! (Fieramosca nachäffend) O folge mir, laß dich entführen! (Tereſa nachahmend) Ein Andrer— nimmt meine Hand! Doch der Schuß tönt zu guter Stunde Hüllt tief in Dunkel die weite Runde. Und Tereſa, Hahahaha! Reicht lachend und doch weinend faſt Mir den Arm, und wir fliehen in Haſt. Und er entſpringt! Die Flucht im Dunklen leicht gelingt. Hahaha! O, welche Nacht, Lieber Meiſter, welche Nacht! Was fehlt mir doch? ꝛc. ꝛc. ꝛc. Sechster Auftritt. Tereſa. Ascanio. Recitativ. Ach, er kehrt nicht zurück. Himmel, wo mag er weilen? Bald hierher zu Euch wird er eilen. Tereſa, er iſt wohl geborgen. Wär' es wahr? Ach nein, er iſt verloren! Seid ohne Sorgen. Mein Meiſter iſt zu beſſrem Los wohl geboren, Hat mit des Papſtes Sbirren und Häſchern nichts gemein. Ach, bang ſchlägt dieſes Herz. Chor der Büßermönche(phinter der Seene). Vas spirituale, Maria, sancta mater, ora pro nobis. Hörtet Ihr? Tei As 4¹ A ag er ren, chern PTO Tereſa. Welch ein Ton! Ascanio. Ach, fromme Büßer ſind's in dichten Reihen, Zu Gott ihr Flehen ſpricht, Dem ſie allein ihr Leben weihen. Sie ſingen fromme Litaneien, Wohl kommen ſie hierher, zu üben heil'ge Pflicht. Chor. Vas honorabile, Maria, sancta mater, ora pro nobis. Tereſa. Wie ſie beten! Ascanio. Faßt nur Muth! Tereſa. Auch wir! Beide. Auch wir! Preghiera. Tereſa, Ascanio und Chor. Rosa purpurea, Maria, sancta mater, ora pro nobis. Tereſa und Ascanio. Jungfrau, du Stern der Meere, Voll Strahlenglanz und Pracht, Chor. Turris davidica, Maria, sancta mater, ora pro nobis. Tereſa und Ascanio. Gieb, daß ein Strahl verkläre Auch ne) Herzens Nacht, Chor. Turris eburnea, Maria, sancta mater, ora pro nobis. Ascanio und Tereſa. In[bieſes Herzens Nacht lihres Das bang in Schmerzen wacht. Chor. Stella matutina, Maria, sancta mater, ora pro nobis. Tereſa und Ascanio. Jungfrau, du Stern der Meere, Erhöre. Gebet. ihr Chor. Turris eburnea etc. ete. 36 Tereſa und Ascanio. Gieb, daß er wiederkehre diesl8 208 Um den(r Herz dich fleht. Chor. Vas honorabile etc. etc. dies] 38 Tereſa und Ascanio. Um den 05 Herz dich fleht. Diess 7 Iy Aug' in Thränen ſteht. Ihr Chor. Rosa Purpurea etce, etc. 0 N dies!“ 3 Tereſa und Ascanio. Um den ſihr ö Herz dich fleht. Chor. Stella matutina etc. etc. Siebenter Auftritt. Cellini. Die Vorigen. Tere Kecitativ. Cellini. Tereſa! Tereſa und Ascanio. Cellini! Cellini. Wohl mir, daß glücklich zu euch ich gelangt. Tereſa. Sei's dem Himmel gedankt! Wardſt du verwundet nicht im Streite? Cellini. Nein, Theure, nein! Mir ſtand mein Glück zur Seite. Diesmal ward Schreck mir nur zu Theil, Doch wahrlich! braucht es all mein Heil Um mich glücklich zu erretten, Ein Wunder darf ich's nennen.— Tereſa und Ascanio. O ſprich! Cellini. Hör an, du ſollſt erkennen: Hilft Liebenden ein Gott, kann keine Macht ſie Ter trennen. Asc Im Schutz der Nacht mit dem Dolch in der Hand Cell Das Weite ſucht' ich in Eil' zu erreichen; Ob wie ein Wall auch das Volk mich umſtand, Cell — —. 27 31 Mit Hieb und Stoß bracht ich den Wall zum Weichen. So konnt ich flieh'n— ich floh— man ſetzt' mir nach, Hinter mir drein toben Männer und Frauen— Mein weißes Kleid war im Dunkel zu ſchauen— Schon haſchten mich dieſer Wüthenden Klauen— In einem Augenblick, o Hohn und Schmach! War vorbei jedes Hoffen. Da— ſchon erſchöpft— eine Thür ſeh ich offen— Ich ſtürz hinein— da rieſelt kalt mir ein Schauer durchs Gebein— Die Sinne ſchwinden mir— und Ohnmacht hüllt ſie ein. Himmel ach, vor Angſt und Pein Fühl ich jede Nerve erbeben! Als ich das Aug' nun wieder hob empor, Sah Sonnenſtrahl um die Dächer ich ſchweben. Der Hähne Kräh'n drang von fern in mein Ohr, Des Tages Lärm hört ich aufs Neu ſich heben. Wie kehr ich ungeſeh'n nach Haus zurück, Daß ich mich nicht den Sbirren verrathe— Da gehn die Mönche im Zug, o welch Glück, Zum heil'gen Dienſt in weißem Ornate Im weißen Rock ſchloß ich mich an in Eile, Auf gut Glück— und es war mir zum Heile, Denn ihren Weg lenkte hieher die Schar, Sag, o ſag an, Geliebte, ob das kein Wunder war? Ja, ganz gewiß, Gott ſchützt ein liebend Paar! Wie aber dann, wenn neu Gefahr uns dräut? Wir warten nicht, bis ſie ſich rächen, Nach Toscana flieh'n wir noch heut. Doch Meiſter— dein Verſprechen— Cellini. Cellini. Tereſa. Ascanio. Ascanio. Ascanio. 28 38 Der Teufel hol den Perſeus und den Papſt und die Welt! Heut' ſinne ich nur eins: Rom den Rücken zu drehen, O Tereſa, mit dir. Ascanio! du magſt gehen, Alles halte bereit! Meiſter, ſogleich beſtellt Sollſt das Nöth'ge du ſehen. Achter Auftritt. Duett. Tereſa. Cellini. Wenn hoch in ſeinem Felſenhorſte Der Aar erſchrickt; Weil ſich ſein Weibchen tief im Forſte Ins Netz verſtrickt: Dann tönet gellend durch die Lüfte Sein Feldgeſchrei, Und niederſtürzend in die Klüfte, Macht er ſie frei; Und ob auch Pfeile ihn verfolgen Zum hohen Sitz, Er fliegt ſo raſch, wie in der Wolken Leuchtender Blitz. Toscan'ſcher Adler, fliege, walle Zum Arnoſtrom; Vom ſichern Horſte machtlos pralle Dein Pfeil, o Rom! Neunter Auftritt. Die Vorigen. Ascanio. Ach, Meiſter, weh' uns, wehe! Was giebt's? Rede! Es eilt mit Fieramosca Balducei ſchnell 1— Gott, mein Vater! Cell Asc Bal Cel Bal Cel Ter Ba t und en zu ehen. rbei. 39 Cellini. Fürchte nichts. Ascanio. Ah, da ſind ſchon die Zwei. Zehnter Auftritt. Die Vorigen. Balducci. Fieramosca. Sextett. Balducci. Ha! du entrinnſt mir nicht, Jetzt naht dir das Gericht, Du Bandit, Böſewicht, Du entrinnſt mir nicht. Cellini. Oho, Meiſter Giaccomo! Was iſt Euch denn ge⸗ ſchehen, Daß Ihr ſo tobt und ſchnaubt? Balducci. Frecher Heuchler! Wo iſt Tereſa, die du geraubt? Her mit ihr, ſonſt ſoll mein Stock. Cellini. Seid Ihr toll? Tereſa. Hör' mein Flehen! Sieh, Vater, mich hier knien. Balducci. Wagſt du, mich anzuſehen? Große Ehr, ich muß geſtehen Häufſt du auf des Vaters greiſes Haupt. Du nimmſt Fieramosca— das ſchwör' ich! Du reichſt noch heut' ihm deine Hand. Cellini, Tereſa, Ascanio. Weh mir! Hilf Himmel, was hör' ich! Fieramosca. Wär's wahr? Hilf Himmel, was hör' ich! Mein Weibchen! So komm! Folg' deinem Mann. Cellini. Hinweg! Wag's und rühre ſie an! Balducci. Herr Eidam! macht ein Ende! Fieramosca. Zum Droh'n hebt er die Hände! Cellini. Wagt nur einen Schritt, daß ich zur Höll' Euch ſende! Balducci. Herr Eidam! Ascanio. Der Feigling! Tereſa. Endet den Streit! 40 Elfter Auftritt. Die Vorigen. Der Kardinal mit Gefolge. Alle. Der Kardinal! Nun wird ſich's zeigen. Beuget die Knie— laſſet uns ſchweigen. Der Kardinal. Gnade den Sündern allerwegen; Kinder des Herrn, o ſtehet auf! Ob wir auch ſtreng des Rechtes pflegen, Iſt doch Verzeih'n der höchſte Segen Der uns vergönnt im Erdenlauf. Gnade den Sündern allerwegen, Kinder des Herrn, o ſtehet auf! Fieramosca und Balducci. O laß Gerechtigkeit uns werden Wir nah'n mit heftigen Beſchwerden, Fleh'n dich um Rache an Beide zugleich. Kardinal. Um Rache? Sagt an, was that man euch? O, meine Freunde, erhebet euch! Balducci. Ein Bandit hat mein Kind entwendet, Mir meine Ehr' geraubt, geſchändet— Fieramosca. Eines Räubers Dolch hat umgebracht Mir meinen Freund vergangne Nacht. Kardinal. Unp wer der Thäter? Sagt es mir. Balducci und Fieramosca. Ach, Eminenz, er ſteht vor dir, s iſt Cellini! Alle. Cellini! Balducci. Hier meine Tochter, und hier der Schuld'ge. Fieramosca. Hier iſt das Blut— und er der Schuld'ge. Ascanio und Tereſa. Nein, Cellini iſt nicht der Thäter! Kardinal. Cellini iſt der Thäter? Ermordung und Mädchenraub ſogar, Das iſt zu arg, bei meinem Leben! Du haſt dem Satan dich ergeben, Und fährſt zur Höll' mit Haut und Haar! Eellini. Nein, nein, o wollt Gehör mir geben, Ich mach' Euch Alles offenbar. Kardinal. Cellini. Kardinal. Cellini. Kardinal. Alle. Kardinal. 41 Und dann der Guß, ward er vollbracht? Dir ward das Gold geſpendet! Der Guß— Sag an! Er ward noch nicht vollendet. Wie, die Friſt verſtrich, Vergebens läßt du warten mich? Noch hat den Guß er nicht vollbracht. Fürwahr, das iſt nicht zu ertragen! Ein Andrer ſoll, ja ganz beſtimmt, Ein Andrer ſoll den Perſeus gießen.“ Tereſa, Ascanio, Balducci und Fieramosca. Ein Andrer Den, Cellini. dir, Kardinal. e. Cellini. 1 ter? Kardinal. ſoll den Perſeus gießen?! Ein Andrer meinen Perſeus gießen? Gott! läßt der Himmel denn ergrimmt Den Blitz auf mich hernieder ſchießen? Mag die Madonna mir vergeben Und alle Heil'gen, die Gott umſchweben, Kein andrer Meiſter außer mir, Und ſtänd Michel Angelo hier— Soll den Perſeusguß vollenden. Der Tod ſoll eh'r mein Leben enden! Das ſei denn doch ſogleich erprobt! Heda! Wachen! Zum Arreſte Führt dieſen Menſchen auf die Feſte. Und das gleich. In Trümmer ſchlag ich's hier zur Stell', Kein Stück bleibt ganz von dem Modell, Dann verfahrt, wie Ihr wollt, mit dem Reſte. Laß ab doch! Laß ab doch! Verwünſchter Wicht! Enſemble. Tereſa und Ascanio. Seht, was er that! Hört, was er ſpricht! Des Fürſten Zorn ſo zu erregen! Kardinal. Cellini. Kardinal. Cellini. Kardinal. Cellini. Kardinal. Cellini. Fieramosca und Balducci. O, Eminenz, 42 Balducei und Fieramosca. Ha, der Bandit, ha, Böſewicht! Fi Des Fürſten Zorn ſo zu erregen! Kardinal. Ha, wie verwegen! Du Dämon, ſprich! Wie doch erlangt man Ka deine Huld? Cellini. Gänzlich Vergeben für meine Schuld— Kardinal. Gut, ſei es denn! Eellini. Und noch das Eine: Die ich entführt, bleibe die Meine. Kardinal. Auch noch Tereſa, Gauner du! gebt es nicht zu! Schweigt! Und außerdem geb ich nicht Ruh, Darf ich nicht ſelbſt den Perſeus gießen. Und wie viel Zeit brauchſt du dazu? Ich bring' den Guß in einer Stunde wohl zu Tage. In einer Stunde? Wie ich ſage. Im Ofen glüht des Metalls Feuerfluß. Wohl, mag es ſein, nun aber höre, Und denk an das, was ich hier ſchwöre. In deine Werkſtatt tret' ich ein, Nehme ſelbſt dort in Augenſchein, Ob zum Guſſe Alles iſt fertig. Wenn du das Werk dann nicht vollbracht, Dann ſag' dem Leben gute Nacht, Dann ſei des Tod's gewärtig. Steht Perſeus nicht vor meinem Blick Heute noch— winkt dir der Strick. Nun ſchmiede ſelbſt dir dein Geſchick. Gnade den Sündern allerwegen! O Eminenz! wie gnadenvoll! Tereſa und Ascanio. O, welch verwünſcht' Geſchick, Mein Gott! Ihm winkt der Strick! wicht! egen! mman jt zu! Ruh, hl zu 43 Fieramosca und Balducci. Zeigt nicht der Guß ſich bald dem Blick, Dann droht dem Wicht der Tod, der Strick—. Kardinal. Heda! Bewacht die Thüre! Bleibe, Prahler, nur hier; ich geh' da hinein, Damit ich ſelber ſeh', Ob man die Flamme ſchüre. Iſt's wie er ſprach, daß ein Jeder ihm helfe! Ja, ihr Alle! Um ihm zu helfen; auch Ihr, Herr Meiſter Laffe! Legt Hand an und ſteht müßig nicht. Fieramosca. Wie? Ich? Kardinal. Ja, ja! Thut Eure Pflicht. Zwölfter Auftritt. Recitativ. Cellini(allein). Ich bin allein, nur Muth blieb mir zur Seite, Ganz Rom ſchaut mein Beginnen. Wohlauf, du Sturmesnoth, Schwell an die grauſe Fluth und ſchaukl' im Wellenſtreite Des Schickſals zerbrechliches Boot. Welch ein Leben! Arie. Fern auf wilder Bergeshalde Möcht' ich ſein ein armer Hirt, Wo zum hoch entleg'nen Walde Nie des Wandrers Fuß ſich verirrt! Frei und einſam möcht' ich ſchwärmen Wo der Lärm verhallt, Ohne Laſt, die mich drückt, ohne Härmen, Wie zög' ich froh durch den Wald! 44 Wär' die Nacht herabgeſtiegen, Dann verglüht der Sonne Schein! Steigt auf mich herab der Frieden, Frei werd' ich von Sorgen ſein! Dreizehnter Auftritt. Cellini. Ein Officier. Kecitativ. Officier. Es harrt die Eminenz. Vierzehnter Auftritt. Kardinal. Wohlan, beginne! (Der Vorhang im Hintergrunde erhebt ſich und man ſieht das Innere der Gießerei.) Finale. Fieramosca. Mehr Metall! Ja, wir brauchen Metall! Sonſt kommt unſre Arbeit ins Stocken! Cellini. Schickt dich Satan herauf, mir zur Qual? Fieramosca. Mehr Metall! Sonſt geräth der Guß ins Stocken. Fraucesco und Bernardino. Meiſter! Der Guß wird ge⸗ rinnen! Alle. Der Guß wird gerinnen! Bernardino. Mehr Metall! Eellini. Wie viel thut euch Noth? Bernardino. Viel! Alles Metall iſt ſchon drinnen. Cellini. Ich hab' nichts mehr— das iſt mein Tod! Alle. Er hat keins mehr— ihm droht der Tod. Kardinal. Der Prahler iſt in großer Noth! Balducci. Der Strick ihm droht, ihm winkt der Tod! Cellini. O Gott, winkt mir kein Hoffnungsſtrahl? Die Arbeiter. Mehr Metall, mehr Metall, mehr Metall! D S822 2 18 der ins ge⸗ 45 Cellini. O Herr! Du allein haſt die Macht, Der du die Welten hältſt in Händen— Soll nicht mein Geſchick ſchmählich enden In Todesnacht. So hilf mir denn von meinem Haupt Die Schmach zu wenden! Gott iſt mein Schutz! Ich will's vollenden! Eilt ſchnell ins Atelier hinein— Leert alle Tiſche, jeden Schrein. Francesco und Bernardino. Wie, all deine Werke—2 Cellini. Hinein! Laßt es Gold, Silber, Kupfer ſein— Dort in der Gluth ſchmelzet es ein. Tereſa. Weh mir, alle Kraft fühl ich weichen! O Gott! ob den Guß er vollbringt? Kardinal. Sein Muth iſt fürwahr ohne Gleichen! Laßt ſeh'n, ob den Guß er vollbringt. Balducci. O ſeht, welch ein Narr ohne Gleichen, Der ins Verderben lachend ſpringt. Cellini. Ach, ich bin toll! Seht, ihr Schranzen, zumal Du Rival! Sehet All'! Ob mir Genie Ein Gott verlieh, O ſeht! O ſpäht! Und leſt! (Er ſtürzt auf die rauchende Form zu, zerſchlägt ſie mit gewaltigen Schlägen Er deutet auf die lateiniſche Inſchrift auf dem Sockel der Statue.) Si quis te laeserit ego tuus ultor ero. (Nachdem unter Cellini's Schlägen die Form zerbrochen iſt, kommt die Status des Perſeus zum Vorſchein.) Cellini(ſinkt auf ein Knie). Tereſa, Ascanio, Kardinal, Balducci. Es iſt nicht mög⸗ lich! Unglaublich! Die Arbeiter. Vivat! Bravo, Cellini! Viktoria! 16 Fünfzehnter Auftritt. Die Weiber und Kinder der Arbeiter leilen herbei). Viktoria! Viktorig! Fieramosca. Macht Platz! Macht Platz! laßt voll Entzücken Den theuren Freund ans Herz mich drücken. Balducci. Er hat's vollbracht! Ich hab's gedacht! Cellini. Wer iſt nun der Feigſte von den Zweien? Schwere Wahl!— Eminenz, Gott ließ mein Werk gedeihen. Kardinal. Da Muth dir und K Traft Gott verliehen Da Kühnheit du und Kunſt erprobet Erfült ſei, was dir ich gelobet: Es ſei, Cellini, dir verziehen. Cellini. O Gott, du gabſt Muth mir im Leiden, Stärke nun dieſe Bruſt Zu tragen ſolche Luſt. Arbeiter. Vivat! Ascanio, Tereſa, Fieramosca. Ew'gen Ruhm unſerm Meiſter! Alle.— ld iſt Blüthe, die nimmer verblüht, Das haben die Kön'ge bedacht: Als Kron es gar herrlich erglüht, Iſt nur der Kön'ge und Kaiſer Tracht. Dem Goldſchmied ſei ein Hoch gebracht! orta! ücken mein ſerm Hreitkopf K Härtel's Lager gebundener WIuftkalier in haltbaren, eleganten Einbänden. (Zu beziehen durch alle Buch⸗ und Muſikalienhandlungen.) Vollſtändige Klavierauszüge mit Tert. Oratorien. Bach, Johannespaſſion(Jadasſohn). 80. Bach, Lucaspaſſion. 80. Rach⸗ Matthäuspaſſion(Jadasfohn.. 80.„ Bach, Weihnachtsoratorium(Jadasſohn). 80. Becker, Große Meſſe. 8so.. 5 Beethoven, Missa solennis(Jadasſohn 80 Berneker, Chriſti Himmelfahrt. 80. Brahms, Ein deutſches Requiem. 40 Cherubini, Missa pro defunctis für Männerſtimmen lat.). 80 Cherubini, Requiem. Omoll(lat.). 80. Franke, Iſaack's Opferung. 855 Händel, Meſſias(Brißler). Händel, Athalia. 80. Händel, Belſazar. 80. Händel, Herakles. 80 Händel, Joſua. 8s8. Händel, Israel in Agypten. 80 Händel, Judas Maccabäus. 80. Händel, Salomo. 80 5 Hüändel, Samſon. 80. Händel, Saul. gd Händel, Suſanna. 80. 8 Händel, Theodora. 8d90. Haydn, Jahreszeiten(vom Komponiſten). 80. Haydn, Schöpfung(A. E. Müller). 80. Riel Chkiſtas 8S0 2885 Meinardus, Emmaus. 800. Meinardus, Luther in Worms. 95 5 Mendelsſohn, Chriſtus(Rietz). Mendelsſohn, Elias(Rietz). 85 Mendelsſohn, Paulus(Rietz. 80. iee Mozart, Requiem(Schwenke). 8s8.. Raff, Welt⸗Ende; Gericht; Neue Welt. 80 Schumann, Requiem Sooo. Schumann, Adventlied. 80. 5 Schumann, Requiem für Mignon. 8⁰ Schütz, Matthäuspaſſion.(Mendelsſohn). 80. Schwalm, Jüngling zuü Nain 888 Succo, Das Jahr geht ſtill zu Ende. = Dοοοο ο ααε αε εειε — ετι νορνεε ε SSS rrrreneeee 2222 2 S 2 D 30 90 50 50 (Zu beziehen durch alle Buch⸗ und Muſikalienhandlungen.) Vollſtändige Klavierauszüge mit Tent. Koneert-Gefangwerke. Aſtorga, Stabat mater. 80.. 2 70 Bach, Kantate. Ein feſte Burg. 8⁰ 3 50 3 Bach, Kantate. O ewiges d Becker, Reformations⸗Kantate. So. 6 5 Beer, Der wilde Jäger. 40.. 15— Lobgeſang Mietz). 80 Beethoven, Egmont(Krug). 80 2 20 Oedipus Mietz). 80 3 Boccherini, Stabat mater. 80. 2 70 Der 42. Pfalm. 4ö0 Brahms, Triumphlied. 8o.. 6—[— Sommernachtstraum(Horn). Bruch, Frithjof. 8 4 50 S8. Bruch, Odyſſeununs 9 50 Walpurgisnacht. 8... Ab.— Mozart, Arien Rietz). 40 Daſſell„ 450—— Litaniae Lauretanae(Sitt). — Frühlings⸗Fantaſie. 10. 8— 80⁰ — Frühlings⸗Botſchaft. 40. 4 50 Perfall, Dornröschen. 40. Kalanus. 0. 14— Undine. 40 P 10 2 Pergoleſe, Stabat mater. 80 81065 8 3 Reinecke, Hakon Jarl. 40 7— Roſſini, Stabat mater, 8x0. Goldſchmidt, Die ſieben Tod⸗ 9 3 8 ſünben. 8.—C ö 16 50 Schumann, Paradies und Peri Gouvy, Oedipus auf Kolonos.(bom Komp.), So 8S8S88....... 11 50— Der Roſe Pilgerfahrt. 80. Händel, Acis und Galatea. 80, 3 90— Manfred(vom Komp.). 80. — Alexanderfeſft. 8“? o. 3 90— Spaniſche Liebeslieder. 80. — Cäcilienode. 8Sqd8. 3 50— Vom Pagen und der — bDettinger Te Deum. 80. 3 50 Königstochter. 80... — Trauerhymne. 8 0. 3 50— Das Glück von Evenhall. 8. Ehfzzrun⸗ Die ſchöne Meluſine.— Fauſt. 8oooo. E..... 5 50 Spohr, Fauft. 40. — Kanghen von Tharau. 80. 9 50 Wagner, ee der Apoſtel. Markull, Der raſende Ajas. 80 7 50 80 8 — εε,. Breitklopf& Härtel's Cager gebundener Muſtkalier in haltbaren eleganten Einbänden. 4 Mendelsſohn, Antigone(Rietz). 80 2 — Athalia(Rietz), 8S0. Koncertarie(Rietzz. 40. Feſtgeſang an die Buch⸗ druckerkunſt. ö0 ο σ οσ 14 12 6 3 50 (Serie Ker Abert, Abert, Abert, Abert, Adam, Adam, Auber, Auber, Beethe Bellin Bellin Bellin Berlio Boield Boield Bolck, Cheru Chern Doniz Doniz Gluck, Gluck, Gluck, arbei Gluck, Gluck, Gluck, Goldf Halev Haléev Herol⸗ Hofm Hofm v. Ho v. Ho Kittl, Loren Lortzi Lortzi Lortzi Lortzi Lortzi Marf Meéhn Mend Mend 44 ietzh. 8o 2 5ʃ 40.. 3— Zuch⸗ 3— 2 5ʃ 2 5⁰ Al Horn). 2 50 2 50 Sitt). ² 14— 80.2 70 7 „6 50 Peri 4 50 80. 3— ). 8o. 3— S80. 5 50 er 6 50 all. 8o. 5— 4 50 238 yoſtel. ege 5 5 Opernterte (Serie I u. IV) herausgegeben von Kapellmeiſter Dr. H. M. Schletterer. Kerie I, IV, VII u. VIII. Nr. 1—25, 76—100, 151175, 176-200. Nr. Abert, Aſtorga(76) Abert, Ekkehardd(77) Abert, Ekkehard, Ausgabe für Berlin(157) Abert, Ekkehard, Ausgabe für München(158) Adam, Poſtillon von Lonjumeau..(78) Adam, Schweizerhütte(154) Auber, Fra Diavolo(790) Auber, Teufels Antheiinn.(80) Beethoven, Fidelidddd(1) Bellini, Montecchi und Capuleti..(2) Bellini, Nachtwandlerin(178) Bellini, Normwmaaaa(81) Berlioz, Benvenuto Cellini.(167) Boieldien, Johann von Paris..(63) Boieldieu, Weiße Dame. Bolck, Der Schmidt von Gretna⸗Green(174) Cherubini, Meden(83) Cherubini, Waſſerträger...(4) Donizetti, Lucrezia Borgian(5) Donizetti, Regimentstochter... 64) Gluck, Alceſte, deutſch von Cornelius(169) Gluck, Iphigenie in Aulis(85) Gluck, Iphigenie in Aulis. Zur Be⸗ arbeitung von R. Wagner(159) Gluck, Daſſelbe, Ausgabe m. Seenerie(164) Gluck, Iphigenie in Tauris...(6) Gluck, Orpheus und Euridiſe.(6) Goldſchmidt, Heliantuns(172) Haledh, süittt(152) Halevy, Jüdin(91 Herold, Zampceaa(7) Hofmann, Donna Diana(180) Hofmann, Wilhelm von Oranien.(155) v. Holſtein, Erbe von Morley..(9) v. Holſtein, Haideſchacht.(8) Kittl, Bianca und Giuſeppe....(176) Lorenz, Theano(165) Lortzing, Czar und Zimmermann..(11) Lortzing, Die beiden Schützen...(182) Lortzing, Undinnknunue(13) Lortzing, Waffenſchmied(2 Lortzing, Wildſchütz(10) Marſchner, Templer und Jüdin..(183) Mehul, Joſefprpp(87) Mendelsſohn, Heimkehtr 092) Mendelsſohn, Heimkehr. Ohne Dialog(181) Mozart, Don Juan Perfall, Raimondin Reinecke, Glü Geſänge u.? Verbindender Text Spontini, Veſtalin Wagner, Lohengrin u. engliſch. gr. 8. Weber, Abu Haſſan Meyerbeer, Hugenotten Meyerbeer, Prophet Mozart, Cosi fan tutte Mozart, Entführung Mozart, Figaro's Hochzeit Mozart, Idomeneus. Mozart, Titununs Mozart, Zauberflöte Nesmüller, Zillerthaler Reinecke, Manfred. Reinecke, Glückskind und Pechvogel.(166) skind und Pechvogel. alog m. Scenarium(1665) Reinecke, Glückskind und Pechvogel ohne Dialoaog(170 Reinecke, Glückskind und Roſſini, Tell Rüfer, Merlin Schmidt, Prinz Eugen Schmidt, Weibertreue Schumann, Genoveva Spohr, Fauſt. Spohr, Zemire und Azor Wagner, Tristan and Isolda Wagner, Triſtan und Iſolde. für Berlin Wagner, Triſtan und Zſolde. für Dresden Wagner, Triſtan und Iſolde. für Wien Weber, Euryanthe Weber, Freiſchüzz Weber, Oberon Weber, Peter Schmoll Weber, Prezioſſa Weber, Silvana Nr. 14790 „0 Wagner, Lohengrin, Ausgabe f. Berlin(160) Wagner, Lohengrin, Ausg. f.Hannover(461) Wagner, Triſtan und Iſolde... Wagner, Triſtan und Zſolde, deutſch 8 (451) Ausgabe Opernterte in officieller Bearbeitung für die Leipziger Gühne. Serir IXXI Hr. 201—275. Nr. Nr. Adam, Poſtillon von Lonjumeau(201)Lortzing, Die beiden Schützen,(22⸗ Auber, Fra Diavolo...(202) Marſchner, Hans Heiling..(22 Auber, Guſtavoderd. Maskenballl251) Marſchner, Templer und Jüdin(22 Auber, Maurer und Schloſſer(203) Marſchner, Vampynr.(22 Auber, Schwarzer Domino.(204) Meéhul, Joſeph in Egypten..(22 Auber, Sirene....(253) Meyerbeer, Robert der Teufel.(229 Auber, Stumme von Portici.(205)[Mozart, Cosi fan tutte..(23 Auber, Teufel's Anth.(M. Recit.)(250) Mozart, Don Juan. 23 Beethoven, Fidelio(006 Mozart, Entführung a. d. Serail(23: Bellini, Norma(207)[Mozart, Hochzeit des Figaro.(231 Boieldieu, Johann von Patis.(208) Mozart, Idomeneus 234 Boieldieu, weiße Dame.(209) Mozart, Schauſpieldirektor..(235 Cherubini, Waſſerträger...(210)[Mozart, Tituuns..236 Cimaroſa, Heiml 15 Ehe Mozart, Zauberflöte...(23 1 2) Mühldorfer, Prinzeſ. Rebenblütel238 2)/Pfeffer, Nordlicht von Kaſan.(239 3)Roſſini, Barbier von Sevilla.(2 Donizetti, Lucia v. Lammermoor 2 24 [Roſſini, Telll 24 24 24 2 2 Donizetti, Der Liebestrank.(25 2 Donizetti, Lucrezia Borgia..(2 Donizetti, Regimentstochter.2 Flotow, Aleſſandro Stradella.( Flotow, Martha Gluck, Alceſte Gluck, Armidgagag 2 Gluck, Iphigenie auf Tauris 0 5) Schubert, Häuslicher Krieg..(242 )Spohr, Jeſſondda...24s Spontini, Fernand Cortez..(254 Strebinger, Robert u. Bertrand(24 Verdi, Rigoletto. 6 ‚ 220)[Verdi, Troubadour(246) f 0 U Gluck, Orpheus und Eurydice. Halevy, Blie...(221)]Weber, Euryanthe 247) 65 Halevy, Jüdin.(222) Weber, Freiſchüz..(248) 65 Kreutzer, Nachtlager v. Gulabs(223)] Weber, Oberon...(249) Lortzing. Caſanona...(255 — Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig. BLB Karlsruhe INNJh 38 054 12 5 081 33 05412 5 0537