572 18 — *3—— 9ꝗ— G. PUCCINI DER MANTEL ScHWESTERANGEILICA GIANNI SchicchHl 2 16 110 3* 1 L 8 4 5 ** ERICOPDI'S ACUSGABEN COPVRIGHT 1920 BV G. RICORDI& CoO. PRINTED IN GERMANV IMPRIME EN ALLEMAONE ——————ðê— GIACOMO PUCCINI —— DER MANTEL SCHWESTER ANGELICA GIANNI SCHICCHI G. RICORDI& CO. MAILAND ROM NEAPEL— PALERVMO LONDON LEIPZIG BUENOS-AIKRES NEW.vVORKR PARIS SOCIETE ANONVME DES EDTITIONS RCORDI (Copyright 1920 by 6. kicordi& Co.) Eigentum der Herausgeber für alle Länder. Den internationalen Verträgen gemäß deponiert. Copyright 1920 by 6G. Ricordi& Co. Sämtliche Vorstellungs-, Ausführungs-, Reproduktions-, Ubersetzungs- und Transkriptionsrechte sind vorbehalten. G. RICORDI& Co., Musikverleger in Mailand, haben das aus- Schließliche Eigentumsrecht, den Druck und Verlag dieses Werkes laut Gesetz für Wahrung der Autorrechte erworben und warnen jeden Verleger, Buchhändler und Wiederverkäufer vor dem Nach- drucke dieses Werkes, weder im ganzen noch im Auszuge oder als Beschreibung usw., sowie auch vor dem Verkaufe von nach- gemachten Ausgaben, indem sie sich jedwede gerichtliche Belangung zum Schutze ihres Eigentums vorbehalten. Druck von C. G. Röder G. m. b. H., Leipzig. 812620. DER MANTEL (aach„LR HOUPPELANDE“ von DIDER 60LD) TEXTBUCH VON GIUSEPPE ADAMI INS DEUTSCHE URERTRAGEN VON ALFRED BRUGGEMANN PERSONEN Marcel, Herr des Schleppkahns 50 Jahre alt Bariton Henri, Löscher(Auslader)20„„ Lenos, Der Stockfisch“, Löscher 5„„ Teuon. Der Maulwiirf“, Löscher 55„ 3 4 Georgette, Marcels Frau. 25„„ Sopran. f Das„Frettchen“, die Frau des r. 00„ Messo-Sopram 1 Löscher— Ein Liederverkäufer— Midinetten Ein Drehorgelmann— Ein Liebespärchen Hin Hlinſtel den Seine, edο Marcels Schilæppalin vo Auben Liegi. Den LKaſin niimm fast die ganse Vornderbtiſine ein und ict mit deim, Kai,, durcht einen Landungssteg denbnunden. Die Seine verlient Sichi in den Heme. lin Hintengrund ſiellt cicſt das Hrofil den Harisen Altstadt und besondens den midjßestcitisoſte Bau den Noime-Dame-RNirchiæ“ vont praclitwollen moten Abendlliumumel àb. Ebenfalls im, Hintergrund, recſits, die Gebdiude, diée den Seine entlang errichitet qind, und dauos ſiolie Hlatanen imit düh ge, Latlb. Den Kalim ſiat, gams den Charabelen des ilblicſien FHrdcl't faſinseuge ail, den Seine. Das Slterlen rag ſiocſi empomn iib'en Mie Nabine. Diese ict ammlütig, ꝛmnα, Sαε,, und, Hulbscſt bemalt, mit gnünen Hensterclien, Kaminrnoſi, und flacſtem Dacſiæe, das T%ο eνi Altam ausseit dud. gul, dem einige Löpiè init Geramnien gleſien. Aiſſ, einen Schinun ſeingt Vasclie um Nochnen. Ußben de. Nin den Nabine ein Kdiſig init Kanæriendögeln. Sonmenuinteiguνά Einziger Aufzug. Der Vorhang öffnet sich, bevor die Musik beginnt. Georgette ist mit allerhand beschäftigt: sie nimmt die zum Trocknen aufgehängte Wäsche vom Seil; schöpft einen Eimer Wasser aus der Seine und begiesst die Blumen; reinigt den Vogelkäfig. Marcel verweilt mit erloschner Tabakspfeife regungslos am Steuer und blickt nach der untergehenden Sonne. Am Seineufer steht ein Karren mit einem Pferde; Säcke voll Zement liegen auf ihm gehäuft. Männer kommen und gehen: die Löscher steigen aus dem Schiffsraum mit ihrem schweren Sacke auf den Schultern und bringen ihn zum Karren. Langer Pfiff einer Schleppdampfersirene.) Georgette. Marcel! Marcell Hat der Sonnenuntergang dein Auge noch nicht geblendet? Du bist wohl ganz begeistert? Marcel. Das bin ich! Georgette. Ich merk' es wohl: du hast sogar die Pfeife darüber ausgeh'n lassen! Löscher (von unten aus dem Schiffsraum). Ho Hiss aif Hol MWocſi einen Eang! Wenmn doi nichit emsig uns plugen, geſiren vb, νν⁰ιẽer nach Hauuus, 20 Huεeε ο S⁰ẽht andre Sich dius. DER MANTEL Ho] Hiss af,! Ho! Scſiiſßfer, dit muisst nichit versagen. SHliten magsi nasten tind nihm, zuu M αν ·ον ον, d Schidn bei di liin Marcel (auf die Arbeiter deutend). A Sind die fertig da unten? Georgette (zuvorkommendh). Soll ich hinabgehn? Marcel. Nein. Bleibe. Ich gehe selber. Georgette. Sie taten ganze Arbeit! Und der Kahn wird leer sein, Wie sie es dir versprachen; schon morgen früh können wir wieder laden. Man sollte sie nun auch belohnen für all' ihre Mühe: ein guter Trunkk Marcel. Gewiss. Du gute Seele denkst an alles. Bring ihnen zu trinken. Georgette. Sie sind bald fertig: das wird sie stärken. Marcel. Mein Weinchén, das löschet den Durst und erquickt sie. (ich Georgette liebevoll nähernd.) Und mein gedenkst du gar nicht? EINZICER AUFEZUG Georgette (etwas zurücktretend). Wieso? Was meinst du? Marcel (einen Arm um sie schlingend). Dem Wein hab' ich entsagt; doch wenn auch erlosch die Pfeife, meine Glut erlosch nicht. Löscher (von unten). Hol Hiss giif Hol Mochi einen Gang Scheiſſfer, nuin lass dins behiagen, leen ist de, Kahm bis Su Geruund, οσοd Margot Russt bald dir den Melnd. Marcel. Einen Kuss, meine Liebste (Küsst sie; Georgette reicht ihm die Wange, nicht den Mund. Marcel begibt sich zum Schiffsraum und steigt in ihn hinab.) Henri (vom Landungskai zum Kahn gehendh). Wir verschmachten, Meist'rin! Georgette. Ja, das dacht' ich. Ich weiss schon, was not tut, und mein Wein soll euch munden! (tritt in die Wohnkabine ein, nach einem langen Blick auf Henri.) Der Stockfisch (aus dem Schiffsraum tretend, mit einer schweren Last auf dem Rüclcen). Verdammte Säcke, euch hol' der Henker! Beeil' dich, Maulwurf! 's ist Zeit zum Essen! Der Maulwurf (ebenso beladen aus dem Schiffsraum hervorkommend). Nur nicht gedrängelt! Lass mich in Ruhel! DER MANTEL. Ha! dieser Sack zerbricht mir den Buckel! Sott! die Hitzel (schüttelt den Kopf und wischt sich den Schweiss mit dem Handrücken.) Siehst du, Henri, noch immer eine Runde. Henri (auf Georgette weisend, die die Weinkaraffe und die Gläser bringt). Ja, doch'ne Runde Weines! Wohlauf denn, getrunken! Hier, alle zusammen! Eilt euch! vorwärts! (Alle folgen dem Ruf und stellen sich um Georgette herum, die die Gläser verteilt.) Henri. Der Wein verleih' Energie uns aufs neu'! (trinkt.) Georgette (achend). Wie gewählt er sich ausdrückt! Gewiss doch: Wein gibt es nun für alle! Hier, Maulwurf! Stockfisch! Für Euch! Ein Gläschen! (schenkt ein.) Der Maulwurf. So lasset uns denn trinken auf Eure Gesundheit! Euch dieses Glas! Prosit! Prosit! (Der Fuhrmann fährt fort mit einer Ladung Zement, nachdem er ein Glas Wein getrunken.) Der Maulwurf (zu Georgette). Euch wünsch' ich soviel Freud', wie der Wein sie uns beut (wischt sich den Mund mit dem Handrücken.) EINZIGER AUFZUG Georgette. Wenn Ihr noch ein Glas wollt! (schenkt dem Maulwurf nochmals ein.) Der Maulwurf. Das schlägt man niemals ab! Georgette(zu den andern). Nur her mit euren Gläsern! Henri (auf einen Drehorgelmann weisend, der auf dem Kai vorübergeht). Seht den Mann mit der Orgel! Ei, der kommt wie gerufen. (ruft den Strassenmusikanten.) Der Stockfisch (das Glas erhebend). In diesem Wein ersäuf' ich die schwarzen Gedanken. Meister, zum Wohl! Prosit! (zu Georgette, die nochmals einschenkt) Danke, danke! Tief liegt auf Kelchesgrund, was mich hält gesund! Henri(zum Orgelmann). Wohlan! Herr Professor! Komm her! (zu den Freunden.) Ein begnadeter Künstler! Georgette (zu Henri, um ihn gewissermassen zum Tanz mit ihr zu verleiten). Ich versteh' eine einz'ge Musik nur: nach der man tanzen kann. Der Stockfisch (tritt als erster vor). Ei natürlich! Wollt Ihr tanzen, S0 steéh' ich Euch zu Diensten! Georgette(lachend). Gut, ich nehm' dich beim Worte. DER MANTEL. Der Stockfisch(vergnügt). Ich tanze mit der Meisterin! 5 Der Stockfisch und Georgette tanzen miteinander. Henri und der Maulwurf halten sich ob der verstimmten Drehorgel die Ohren Zzu.) Henri(lachend). Der Tanz hier, der passt gut zu der Musik da (Man lacht; aber man lacht noch mehr, weil der Stockfisch nicht den 16• richtigen Tanzschritt herausbringt, und es ihm nicht gelingt, mit Geor- gette einig zu werden.) 1 Henri (zum Stockfisch, der mit den Füssen schleifend tanzth). 1 Tanzest du, oder scheuerst du den Boden! Georgette (zaum Stockfisch). Aul Du hast mich getreten! Henri EStösst den Stockfisch zur Seite und nimmt seinen Platz ein). Seh! Lass doch! Nun komme ich! (FHenri tanzt mit Georgette; diese überlässt sich wohlig seinen Armen.) (NMarcel wird vom Schiffsraum her sichtbar.) Der Maulwurf(rasch). Hört auf, da ist der Meister! Die beiden lassen ab vom Tanze; Henri gibt dem Orgelmann ein Zeichen, aufzuhören, und reicht ihm ein Geldstück; der Orgelmann entfernt sich. Henri und die anderen Löscher steigen in den Schiffs- 4 raum, während Marcel zu Georgette tritt.) 4 Georgette 5(nachdem sie sich das Haar geordnet, zu Marcel mit schlecht ge- heuchelter Harmlosigkeit). Nun sage mir, was meinst du? Werden wir in der nächsten Woche fahren? Marcel (unbestimmt). Will sehen EINZ IGER AUFZUG Georgette. Der Maulwurf und der Stockfisch— bleiben die? Marcel. Ich behalte auch den Henri. Georgette. Sestern dachtest du nicht S80. Marcel. Und hèeuteé denk' ich S80. Liederverkäufer (hinter der Szene, etwas entfernt). Wer will kaufen das neu'ste Liedchen? Georgette. Weshalb? Marcel. Weil ich nicht möchte, dass er mir noch verhungert. Georgette. Der bringt sich immer durch. Liederverkäufer (hinter der Szene). Wer will kaufen? Marcel. Ich weiss, er bringt sich durch. Und ebendeshalb wird nie er's zu was bringen. Liederverkäufer (hinter der Szene). Wer will kaufen? Georgette. Bei dir weiss man nie, Wer dir's recht macht, wer nicht! Marcel. Wer fest schafft, den behält man. (Sirenenpfiff eines fernen Schleppdampfers.) DER MANTEL Georgette. Nun ist schon wieder Abend O die rote September- Abenddàmmerungl O kühle Herbstesschauer! Sie gleicht einer grossen Orange, diese Sonne, die im Fluss versinket! Sieh, da ist auch das Frettchen! Liederverkäufer (noch näher). Nun, wer kauft es— mit Text und mit Noten? Georgette. Du siehst sie? Immer aut der jagd nach ihrem Mann. Marcel. Natürlich. Weil er trinkt. Georgette. Sie tut es aus Eifersucht. (forschend auf Marcel blickend.) Lieber Mann, du bist heute schlechter Laune! Was ist? Was schaust du? Und warum schweigst du? Liederverkäufer (wird sichtbar auf der Strasse jenseits der Seine. Ein Mann mit einer umgehängten kleinen Harfe folgt ihm. Einige Midinetten, die aus einem Modehaus kommen, umgeben ihn). Wer möchte kaufen das neueste Liedchen? Midinetten. Er will singen! Ach, ja! ODer Harfner hat sein Instrument abgenommen, sich auf einen kleinen, tragbaren Schemel gesetzt und ist spielbereit; der Liederverkäufer schickt sich an zu singen, und die Midinetten bleiben, um ihm zuzu- hören.) EINZIGER AUFZUG Marcel. Hab' ich je dich gescholten? Georgette. Nun, ich weiss, du schlägst mich auch nicht! Liederverkäufer (Singt). Liebe, Lens, hor aui, æνι Spuue n Joοt in Schiatten nach den beiden, die sich nimmer konmnten meiden. Marcel. Wie? Sollt' ich's tun? Georgette. Deinem Stillschweigen manchmal, ja, würd' gern ich Vorziehn ein paar feste Schellen. (Marcel geht, ohne zu antworten, den Kahn entlang und macht sich daran, ein Anlegetau besser zu befestigen.) Liederverkäufer. Liebe, Lens, hibr auuj, Su¹ν ↄmshpen WPer nu lebet fum die Liebe, Srrbt an ihir, uuhd νιν“H Hi,ααιι’ νEe So erging es den Minti! (Die Mädchen kaufen das Lied und zwei von ihnen gehen fort, wWobei sie es lesen.) Georgette (die Marcel gefolgt ist, eindringlich). Sag mir nur, was du hast! Marcel. Nichts! Nichts! Liederverkäufer. eni dus lange Marten Jod bringl, der Zahlt Seiner Leiden IJuge ndch des eignen Hersens Schilage— Georgette. Wenn wir hier in Paris sind, fühb' ich mich froh und glücklich! DER MANTEL Marcel(ruhig). Kein Wunder. Georgette. Warum? Liederverkäufer. 4 Zldihilt ndgſi Stunden Seine Juge! Dochi des Liebste am mnichit melin, 1 zuunνν αεαs Herse Scliliig michit melin. So euging es der Mimi! ODer Liederverkäufer geht weiter, der Harfner folgt ihm; die Mädchen- 5 schwärmen auseinander, lesen von den gekauften Blättern das Lied und wiederholen dessen letzte Strophe.) Midinetten (hinter der Szene, fern). Zdihilt nach Stumnden Seine Juge, docht der Liebsièe fun michit melin (sich entfernend.) zuud das Hersèe Scliltig nichit melin— lara, lara, lara— SO Eging es den Mimi. ODas Frettchen ist auf dem Kai sichtbar geworden, überschreitet den Steg und kommt auf den Kahn. Es trägt auf den Schultern einen mit allerhand zusammengesuchtem Zeug gefüllten Sack.) Das Frettchen. Dem ewig verliebten Päürchen guten Abend! Georgette. Ei guten Abend, Frettchen! Das Frettchen. Ist mein Eh'gespons mit seiner Arbeit 2zu Ende? (Marcel hat das Frettehen mit einer Geste begrüsst und entfernt sich nun, um in die Wohnkabine einzutreten.) Heute morgen konnt' er kaum noch Stehn vor Rückenweh. Er tat mir wirklich leid. Doch hab' ich ihn kuriert, hab' ihn fest eingerieben: meinen Rum hat sein Rücken getrunken! (lacht laut auf, wirft den Sack auf den Boden und wühlt wollüstig in ihm herum; dabei zieht sie mehrere Gegenstände aus ihm hervor.) EINZIGER AUFZU& Ah! Georgette, sieh nur den nagelneuen Kamm hier! Wenn du willst, soll er dein sein. Er ist wohl das beste, was ich heute ergattert. Georgette (den Kamm nehmend). Recht haben alle, die dich Frettchen nennen: jeden Winkel durchstöberst du, und füllest stets den Sack dir. Das Frettchen (auf den Sack zeigend). O Wwenn du wüsstest, was in dem Sack hier an seltnen Sachen alles enthalten ist! Sieh nur, sieh nur! Dieser Federbüschel soll dein sein. Spitzen und Sammet, Läppchen und Töpflein, allerhand Sachen sind hier beisammen. Seltsame Andenken an unzählige Liebeleien. Freuden und Leiden, Oohne Erbarmen, kein Unterscheiden von Reichen und Armen! Georgette. Und in der Tüte? Das Frettchen (zieht eine Tüte aus dem Sack hervor). Das ist ein Kalbsherz für KoρHHUl̃ͥal, für meinen Kater, den gelben Kater mit grünen Augen, wie sonst kein andrer. DER MANTEL. Georgette (lachend). Nun, der ist sehr verwöhnt, dein gelber Kater! Das Frettchen. Verdient es auch! Das glaub' mir! (lacht laut auf.) Schön ist der Kater, viel schöner als Romane. Ist Maulwurf bei der Arbeit, leistet er mir Gesellschaft, und dann spinnen wir zu zweien unsrer Liebe zarte Fäden, ganz ohne Zank und Eifersüchteleien. Weisst du, wie seine Lebensweisheit lautet? Rong, rong, rong: lieber mein eigner Herr in einer Hütte, als Diener in einem Schlosse. Rong, rong, rong, rong, rong: lieber zwei Stücklein von einem Kalbsherz verspeisen, als unser eignes verzehren im Liebesschmerz! Der Maulwurf vom Schiffsraum her sichtbar, hinter ihm Henri). Ei! sieh doch, meine Alte!— Was erzühlst du da? Das Frettchen. Ich sprach hier mit Georgette von unserm Kater. Marcel (aus der Kabine tretend, nähert sich Henri). Höre, Henri, morgen laden wir Eisen. Willst du uns dabei helfen? Henri. Ich komme, Meister. — —P r EINZIGER AUFZUG 19 Der Stockfisch (Vom Schiffsraum herkommend; hinter ihm andere Lastträger, die nach dem Kai abgehen, nachdem sie Marcel gegrüsst haben!). (chlägt ein Gute Nacht zusammen. Der Maulwurf (zum Stockfisch). Hast du's S0 eilig? Das Frettchen (zum Stockfisch). Gehst du dich betrinken? O, wenn ich deine Frau wär'! Der Stockfisch. Nun, was tätet Ihr? Das Frettchen. Auf dir herumhaun, bis du es sein liessest, die Nacht im Wirtshaus zu verbringen. Schäümst du dich gar nicht? Der Stockfisch. Nein, nein, nein! Der Wein ist Balsam! In ihm ersäuf' ich den quälenden Gedanken an mein Sklavendasein; denk' an gar nichts und lache! Hal ha! hal hal Gelächter an und macht sich auf den Weg, während Marcel in den Schiffsraum hinuntersteigt.) Henri (den Stockfisch zurückhaltend). Ja, du hast recht, man soll nicht daran denken, den Nacken beugen und das Haupt tief senken. Welchen Wert hat denn für unsereins das Leben, wWo jede Lust in Leiden sich verkehret! Den Sack aufs Genick und runter mit dem Kopfe! (macht sich auf d DER MANTEL. Und blickst du empor, achte auf die Knute. (mit Bitterkeit.) Dein Brot isst du im Schweisse deines Angesichts, die Stunde deiner Liebe musst du dir stehlen! Stehlen mußt du sie dir in tausend Nöten, die dir den hehrsten Liebesrausch ertöten. Alles bestritten, alles uns genommen! Unser Tag ist schon dunkel, wenn er anhebt. Du sprachst die Wahrheit: lieber nicht dran denken. Beugen das Haupt und den Nacken senken! Der Stockfisch. Folg' meinem Beispiel: trinkel Georgette (dazwischentretend). Schweiget! 25 Der Stockfisch(sie scharf ansehendh). Ich sag' nichts mehr! Kameraden, gehabt euch wohl bis morgen. en Weg und verschwindet, dem Kai entlang gehend.) Der Maulwurf Eum Frettchen). Gehn wir auch bald heim? Ich bin todmüde. Das Frettchen. Ach, könnten wir einmal uns kaufen ein Hüttlein! Da würden wir uns ausruhn. Georgette. Deine fixe Idee: So'n kleines Landhaus! EINZIGER AUFZUG Das Frettchen. Ja, ich wünsche mir ein Häuslein und dabei ein hübsches Gärtlein. Nichts als zwei vertraute Räumlein, vor der Haustür ein paar Bäumlein. Maulwurf streckt sich in der Sonne, Konporal vor meinen Füssen: Ach, das wär' mir eine Wonne, dort mein Leben zu beschliessen! Georgette. Wie ganz anders ist mein Traum! Ich bin ein Kind der Vorstadt: nur in der Luft von Paris gedeih' ich, in ihr nur kann ich leben! Ohl Wenn Marcel doch eines schönen Tages von dem unsteten Leben wollte lassen! Welch ein Dasein, da drinnen, zwischen dem Bett und dem Herde! Hättst du gesehen, Wie ich früher wohnte! Das Frettchen. Und wo war das? Georgette. Weisst du nicht? Henri (plötzlich vortretend). Belleville! Georgette. Der Henri kennt es gut! Henri. Auch ich bin da geboren! Georgette. Wie ich selbst. Und wir haben's im Blute! Henri. Nie löst man solche Bande! Georgette. Das kfühlt nur, wer da lebte! Belleville ist unsre Heimat, unsre Welt! DER MANTEL Hier auf dem Wasser können wir nicht leben! Wir müssen auf Strassen auf- und abgehn! Da ist ein Haus, da sieht man seine Freunde, da gibt es Abwechslung und Unterhaltung Henri. Da kennen sie sich alle, als wär's eine Familie! Georgette. In der Frühe geht man zu seiner Arbeit, und des Abends kehrt man heim zusammen. Viel Dutzend Läden glänzen dann und zeigen feine Sachen, und Wagen rennen hin und her; am schönsten ist der Sonntag: da wandert man zu zweien ins Boulogner Wäldchen, tanzet im Freien, plaudert an lauschigen Plätzchen! Was es eigentlich sei, kann man nicht sagen, doch kann man oft die Sehnsucht kaum ertragen. Georgette und Henri. Wer einst die Vorstadt verlassen, Kehrt zu ihr wieder, pleibet sein Lebtag dort und verlässt sie nimmer wieder. Unten dehnt sich Paris und ruft mit tausend Stimmen ninauf seinen Zaubersang! (bleiben wie in Verzückung stehen.) Das Frettchen. Jetzt kann ich dich verstehen: hier ist's anders, das Leben! S EINZIGER AUFZZUG 25 Der Maulwurf. Gehn wir nun bald essen? (zu Henri.) Sag', was meinst du? Henri. Ich bleibe: hab' was zu reden mit dem Meister. Der Maulwurf. Wenn's s0 ist, lebe wohl. Das Frettchen. Gute Nacht, meine alten Freunde! macht sich Arm in Arm mit dem Maulwurf auf den Heimweg. Das Frettchen und der Maulwurf (leise vor sich hinsingend,— ihre Stimmen verlieren sich allmählich (warm, aber in der Ferne). Ach, ich wünsche mir ein Häuslein und dabei ein hübsches Gärtlein. Nichts als zwei vertraute Räumlein, vor der Haustür ein paar Bäumlein. Maulwurf streckt sich in der Sonne, Korpordd vor meinen Füssen. Ach, das wär' mir eine Wonne, dort mein Leben zu beschliessen! Georgette leise, während Henri sich Georgette nähert, die ihn durch eine Geste zurückhält). O Henri, gib acht! Jeden Augenblick kann er ja kommen! Bleib' nur, doch komm nicht näher! Henri. Willst du so meine Qual noch vermehren? Rufst du mich s0 vergebens? Georgette. Bebend denk' ich noch an gestern abend, an die Glut deiner Küsse! DER MANTEL Henri. Weisst du auch, was die Küsse dir sagten? Georgette. Ja, ich weiss es, Geliebter, doch schweige! Henri. Welch närrische Furcht ergreift dich? Georgette. Wir sind tot, wenn er uns entdeckt! Henri (auffahrend). Lieber sterben, als dich in den Ketten fürder schmachten zau schen! Georgette. Könnten wir doch allein sein und ferne Henri. Und stets beisammen! Georgette. Und immer s0 verliebt! Sag' mir, wirst du mich lassen- Henri 8(will zu ihr hineilen). 1el Georgette (angstvolh). Sib acht! (Vom Schiffsraum her wird Marcel sichtbar.) Marcel (zu Henri). Wie? Du bist noch hier? —— — Henri. Ich hab' auf Euch gewartet, Meister, um noch ein paar Worte mit Euch au reden zunächst wollt' ich Euch danken, dass Ihr mich behaltet Und dann— wollt' ichEuch bitten, eeee EINZIGER AUFZZUG wenn Ihr's einrichten könntet: fahret mich nach Rouen und lasst mich dort an Land gebnnn Marcel. Nach Rouen? Bist du närrisch? Da gibt's gar nichts als Elend: da ging's dir nur noch schlechter. Henri. Wenn's so ist, dann will ich bleiben. (NMarcel begibt sich zur Kabine.) Georgette. Wo gehst du hin? Marcel. Die Lichter besorgen. Henri. Meister, gute Nacht Marcel. Gute Nacht! (tritt in die Kabine ein.) Georgette (erregt atmend). Sag' mir: warum verlangtest du zu landen in Rouen? Henri. Weil ich dich länger nicht teilen kann mit ihm! Georgette. Du hast recht: ich kann auch diese Qual nicht ertragen, ich leide noch schwerer als du selbst an dem Zwange dieser Kette! Du hast recht: dieses Leben ist voller Torturen, doch jeder Kuss von dir, der wiegt sie mir wieder tausendfach auf! DER MANTEL. Henri. Däucht es mir doch, als ob wir dem Leben etwas raubten! Georgette. Drum ist die Lust um so grösser! Henri. O das Glück, das man raubet inmitten dieser Angste Georgette. O Lust der bebenden Umarmung Henri. der halberstickten Schreie, der Küsse ohne Ende Georgette. der hingehauchten Worte und Liebesschwüre Henri. Sanz allein wir beide Georgette. allein und fern, ferne von hier!. Henri. Fern aller Welt und auf ewig vereint! (zusammenfahrend.) Er kommt? Georgette. Nein, noch nicht Sag', dass du später wiederkommst Henri. In einer Stunde. Georgette. Nun, höre: so wie gestern lass' ich den Landungssteg liegen. Denn ich ziehe aufs Boot ihn sonst Hast du hänfene Schuhe? i EINZIGER AUFZU Henri. Ja.. Ist dein Zeichen dasselbe? Georgette. Ein brennendes Zündholz! O, wie es zitterte an meinem ausgestreckten Arm, das kleine Flämmchen! Ich vermeinte ein Sternlein anzuzünden, unserer Liebe Stern— doch der Soll niemals erbleichen! Henri. O gib mir deine Lippen, ich sehne mich nach Küssen! Georgette. Du fühlest also auch dies glühende Verlangen! Henri. Eifersucht verzehrt mich! Umfangen möcht' ich dich, als wärest du ganz mein eigen! Wie kann ich nur noch dulden, dass ein andrer Mann dich berühre? Dein sũsser Götterleib Soll niemand sonst gehören! Um diesen Preis könnte das Messer ich ziehen, (Georgette sucht Henri zu beschwichtigen und entfernt ihn, angstvoll nach der Kabine schauend.) und er könnt' mich verleiten, dir aus tropfendem Blute einen Schmuck zu bereitenl! (-Henri macht sich, von Georgette angetrieben, eilends davon.) Georgette (schmerzerfüllt mit der Hand über die Stirne fahrend, seufzend). Dass es s0o schwer sein muss glücklich zu sein! ——— ——— DER MANTEL. Marcel (kommt mit den brennenden Laternen aus der Kabine). Warum gehst du nicht schlafen? Georgette. N U? Marcel. Nein, erst später. Georgette. Sut hast du dran getan, ihn zu beéhalten. Marcel. Ja, wen? Georgette. Den Henri. Marcel. Es war vielleicht ein Fehler. Zwei Leute, die tun es auch: denn es gibt nicht viel Arbeit. Georgette. Dem Stockfisch, dem könnteèst du ja künd'gen, diesem Trinker. Marcel. Er betrinkt sich, um sein Leid zu vergessen. Seine Frau ist eine Metze! Er trinkt, um sie nicht zu töten. Was hast du? Georgette. (sichtlich verstört und nervös). Das alles sind Geschichten, die mich ja gar nichts angehn. Marcel (zu Georgette tretend, bewegt). Georgette, du liebst mich nicht mehr Warum? ——— UIUñꝛ——— R EINZIGER AUFZUG Georgette (kalt). Du irrst: ich lieb' dich. Du bist gut und ehrlich. (Wie um das Gespräch abzubrechen.) Und jetzt gehen wir schlafen. Marcel (sie fest anblickend). Oh, du schläfst nicht! Georgette. Du weisst, warum ich nicht schlafe. Und dann, da drinnen erstick' ich. Ich kann nicht! ich kann nicht! Marcel. Jetzt sind die Nächte doch Ss0 kühl! Und letztes Jahr noch war in dem schwarzen Käfig sogar Raum für drei: auch für das Bettlein unseres Kindes. Georgette (erschüttert). Ach, unser Kind! O schweige, schweige!l Marcel. Du strecktest die Hand aus, um es in Schlummer einzuwiegen, langsam, sanft und schliefst dann selber ein auf meinem Arme. Georgette. Marcel, ich fleh' dich an: o sage nichts mehr. Marcel. Waren's doch Abende wie dieser. Wenn die Brise zu kühl wWar, dann hüllt' ich beide euch in meinen Mantel, um euch zärtlich zu schützen. DER MANTEL. (sucht Fühlte auf meinen Schultern eure blonden Häupter, fühlte eure Münder S0 nah dem eigenen Munde! Und dann war ich so glücklich, ach, so masslos glücklich! Nun ist es nicht mehr da, und meine grauen Haare scheinen mir ein Hohn auf deine Jugend Georgette. Ich fleh' dich an, Marcel, sage nichts! Marcel. Sie scheinen mir ein Hohn auf deine Jugend zu sein! NRN Georgette. Nein, beruh'ge dich, Marcel. Ich bin müde, todmüde, komm. Marcel (rauh). Doch du kannst nicht schlafen! Du weisst, dass du nicht einschlafen darfst! Georgette (überrascht). Was willst du damit sagen? Marcel. Ich weiss es selbst kaum Doch weiss ich, dass du schon lange nicht mehr schläfst! Georgette an sich zu ziehen, mit tiefer Bewegung.) Bleibe doch hier bei mir! So denkst du nie mehr an andre Nächte, andre Himmel, andre Monde? Du verschliessest dein Herz mir! Denkst du nie an die Stunden, die im Nu auf diesem Kahn verflossen, wie da unten die Wellen? EINZIGER AUFZUG Georgette. Lass die Erinn'rung. Das stimmt uns heute nur traurig. Marcel. Achl! sei wieder so wie damals, als du mich noch liebtest und mich Ss0 recht nach Herzenslust umfingst und küsstest als du mich noch liebtest! Bleibe doch hier bei mir! Die Nacht ist herrlich! Georgette(begütigend). Was willst du! Man altert! Ich bin nicht mehr die gleiche. Auch du hast dich verändert. Du traust mir nicht Doch was glaubst du? (Glockenschläge von einer fernen Kirchturmuhr.) Marcel. Ach, ich weiss es ja selbst nicht! Georgette. Sute Nacht denn, Marcel. Ich falle um vor Schlaf. Marcel. Wenn's 50 ist, dann geh nur schon voraus (Georgette tritt in die Kabine ein.) Marcel(allein). Du Dirne! (befestigt die Lichter, ein rotes, ein grünes und ein weisses, an den dazu bestimmten Stellen des Kahnes.) (Der Schatten eines Liebespärchens geht auf der Strasse vorüber? Zwei Stimmen. FHyisches Fosenmiindlein.. — VUFid Susser IJuu von Niissen. — ODiiſt der surten Lippen. O Diiſt der feuililen Muchite.. — Sieyisi den Mound duꝰ? DER MANTEL. Der Mond ⁊c nh,êẽſli ꝛnns Spdihien! CLebe denm woſil bis mongen Mein Lieb miss don min gehen! (In einer fernen Kaserne bläst eine Trompete das Schlafsignal.) (Marcel hüllt sich in seinen Schiffermantel ein und betrachtet, auf das Steuer gestützt, sinnend die Seinefluten; die Nacht ist nun ganz her- niedergesunken.) Marcel. Fliesse, ew'ges Wasser! Ach, wie tief ist dein Geheimnis! Endlos, wie der Harm, der mich verzehret! Du fliessest ruhig weiter, und keine Sorge, keine Angst noch Zeitenwechsel bringt dich je zum Stehen: du fliessest unaufhörlich und rauschest deine Klage! Du geheimnisvolles Wasser, fliess dahin, fliesse über das wunde Herz mir! Schwemm hinweg mein Elend, schwemm all mein Leid hinweg- trinke in dich mein Schicksall. Und kannst du mir den Frieden nicht geben, So nimm mir mein Lebenl (sinkt entkräftet in sich zusammen, die Nacht ist schwarz.— Marcel nimmt seine Pfeife aus der Tasche und zündet sie an.— Nach einigen Augenblicken kommt Henri, der auf dem Landungskai das Zeichen abwartete, eilends über den Steg und springt auf den Kahn... Marcel sieht den Schatten, zuckt zusammen und stellt sich auf die Lauer— erkennt Henri— springt plötzlich hinzu und packt ihn an der Gurgel.) Ich hab' dich! Henri (Sich loszureissen versuchend). Heiliger Gott! Gefangen! Marcel. Nur nicht schreien! Sag', was du hier noch suchtest. Du wolltest deine Geliebte? — —— EINZIGER AUFZUG Henri. Das ist nicht wahr. Marcel. Du lügst! Gestehe nur, gestehe Henri. Es ist nicht wahr! Marcel. Du wolltest deine Geliebte? Henri (das Messer hervorziehend). Hal Bei Gott Marcel (Henri beim Arm packend und ihn zum Loslassen des Messers zwingend). Weg mit dem Messer! Du entwischst mir nicht, Schurke. Feile Zuchthäuslerseelel Wurm dul Du wolltest ja hinunter nach Rouen, nicht wahr? Tot sollst du hin, im Strome Henri. O du Mörder! Mörder! Marcel. Sesteh', dass du sie liebtest! Gestehe! Henri. Lasse mich! Marcel. Nein!— Verruchtes Geésindel!— Wenn du gestehst... So lass ich dich! Henri. 3 Marcel. Noch einmal! Noch einmall DER MANTEL Henri (mit matter Stimme). Ich lieb' sie Marcel. Noch einmall Noch einmal! Henri (wie ein klagender Seufzer). Lieb' sie Marcel. Noch einmall Henri (immer schwächer). Lieb' sie Marcel. Sag's noch mall Henri (röchelnd). Ich lieb' sie Ahl Eich im letzten Todeskampfe an Marcel anklammerndh. Georgette (Von der Kabine her). Marcel! Marcel! (öffnet die Tür der Kabine.) Ich hab' Angst, Marcel Marcel (wie er Georgettes Stimme vernimmt, verhüllt er den an ihn ange- klammerten Leichnam Henris mit seinem Mantel und setzt sich nieder). (Seorgette nähert sich Marcel langsam und ängstlich um sich blickend.) Marcel (sehr ruhig). Ich hatte doch wohl recht: du durftest nicht schlafen 0 Georgette. Mich quälet der Gedanke, dir wehgetan zu haben EINZICER AUFZUG Marcel. War so schlimm nicht Deine Nerven Georgette. Ja, das war's auch, du hast recht Sag, dass du mir vergibst (einschmeichelnd.) Magst du mich jetzt bei dir? Marcel (schaurig). Wo? unter meinem Mantel? Georgette. Ja, so nahe als möglich. Ja,... Weiss ich doch, dass einst du zu mir sagtest: „Wir tragen wohl alle einen Mantel: der verhüllet manchmal Freuden, aber manchmal auch Leiden.“ Marcel (brutal). Und manchmal ein Verbrechen! Komm unter meinen Mantel! Komme! Komme! (richtet sich furchterregend auf; öffnet die Falten des Mantels— Henris Leichnam rollt vor Georgettens Füsse. Georgette schreit ver- zweifelt auf und weicht vor Schrecken zurück. Doch Marcel packt Georgette, schleift sie herbei und biegt sie aufs Antlitz des toten Buhlen nieder.) Vorhang. —— 034 6 00 ⏑ — U2