WosrotrekUtk DER 1001 NACHIT Märchenspiel Leo sStein und Carl Lindau MUSIK VoN JOHANN STRAUSS Bearbeitet von Ernst Reiterer * indfunk eingerichtet von Cornelis Bronsgeest UNK-DIENST G. M. B. H., BERLIN WO —— * Eine periodisch erscheinende Folge vortgetreuer Text-⸗ bücher zu den Sende-Spielen der Funk-Stunde, Berlin Jahrgang 4, Heft 1 1001NACHT Märchenspiel Leo 858 und Carl Lindau MUSIK VON JOHANN STRAUSS Bearbeitet von Ernst Reiterer Für den Rundſunk eingeriditet von Cornelis Bronsgeest VERLAG FEUNK-DIENST G. M. B. H., BERLIN W 9 Die Serausgabe di Genehmigung des berger, Wien. alle 55 vielfältigung dieſes eſes 3 erfolgt mit Verlages Joſef Wein-⸗ Für den Inhalt werden vorbehalten. Jede Ver- Textbuches iſt verboten Copyricht 1927 by FUNK-DIENST G. m. b. H., Berlin W9 10O01 NACHT Märchenſpiel von Leo Stein und Carl Lindau Muſik von Johann Strauß:: Bearbeitet von Ernſt Reiterer Für den Rundfunk eingerichtet von Cornelis Bronsgeeſt * Perſonen: Fürſt Suleiman Ben Akbar Moſſu, Fiſcher Eddin Abu Haſſarak, Oberzeremonienmeiſter und Privat⸗ ſekretär des Fürſten Mahmud Nerin, Großvezier Kaimakam, der Große des Reichs Leila Wally, Eddins Frau Zaire Neruda Haremsdamen, Gefolge des Fürſten, Würdenträger, Oda- lisken, Sklaven und Sklavinnen Erſter Teil Orientaliſche Nacht; auf einer Barke fahren die Harems⸗ damen des Sultan Suleiman⸗ 8 Haremsdamen: Wenn nach des Tages drückender Schwüle Zephir umſpielt die Wange ſo zart, Lockt uns des Fluſſes herrliche Kühle. Ach, wie entzückend iſt ſolche Fahrt! Zaire: Zwölf lange, lange Monde War er uns Frauen fern, Es ſeufzten Schwarze, Blonde Nach dem geliebten Herrn! Neruda: Von unſerer Bruſt genommen Iſt nun der ſchwere Bann, Er iſt zurückgekommen, Der heißgeliebte Mann! Zaire: Der Himmel ſchien uns trübe, Das Leben monoton, Es winkt des Gatten Liebe Als unſrer Treue Lohn! Nun, nach des Jahres drückender Schwüle Lächeln umſpielt die Wangen ſo zart, Bringt deine Lieb' erquickende Kühle, Dann iſt entzückend wohl dieſe Fahrt! Zaire: Doch ſtill, Eddin iſt's, der ſich naht, Des Fürſten Liebling— Der erſte Mann im Staat! Eddin: Verehrte Damen— an Schönheit reich! ö Salem⸗Aleikum— Allah ſei mit euch! Ich geb' euch Kunde jetzt von ganz enormen Geplanten rieſigen Reformen! Der Sultan war in fernen Landen Ich ſtets mit ihm und überall, an allen Orten Wir große Neuerungen vor,[fanden Von denen hier noch keine Spur! Was unſerm Lande fehlt, das iſt Kultur! Alle Frauen: Wie, Kultur? Sagt— was iſt Kultur? Eddin: Statt in langen Karawanen Reiſt man dort mit Eiſenbahnen Zwanzig Meilen in der Stund', Dort ſitzt man in Samtfauteuile Statt wie hier, wo die Kamele Rütteln uns die Seele wund! Spürt man dann in ſeinem Magen So ein eigentümlich Weh, Geht man in den Speiſewagen, ö Ißt gemütlich ſein Diner!— Ja! Dabe YοE) Je, dle Clatll, C Qocll, dleNCA Lon ſdlen geblefl i den MAde ανν tt 6 * Die Zivili— die Zivili— die Ziviliſation— Den Schliff und den Kniff und den feinen bon Ton, Den kriegt ihr, ich ſchwör' es bei Mohameds Bart, Weil ihr viel zu rückſtändig ward! Alle: Die Zivili— die Zivili— die Ziviliſation! Den Schliff und den Kniff und den feinen bon Ton, Den kriegt ihr, ich ſchwör' es bei Mohameds Bart, Weil ihr bisher zu unmodern ward! Wally. Wally: Alſo deswegen hab' ich meine ſchöne Vaterſtadt am Donauſtrand verlaſſen und ziehe an den Hof eines orientaliſchen Fürſten, um den Mann, der mir ewige Liebe geſchworen hat, der mir ein Märchenglück vor⸗ geſchwindelt hat, mit 25 ſpärlich gekleideten Odalisken zu erwiſchen! Eddin: Ich bitt' dich, Wally, ſei nicht ſo aufwallend! Du ſtörſt ja den Fürſten, er lieſt eben ein Buch„über das moderne Kabarett“. Wally: Man ſieht, der Fürſt meint es mit der Zivili⸗ ſation ehrlich!— aber du, du wirſt ſchwer zu zivili⸗ ſieren ſein! Eddin: Oh, dieſe Europareiſe hat aus mir und dem Fürſten andere Menſchen gemacht. In einem halben Jahre iſt unſer Land nicht zu erkennen! Alles wird europäiſch! Wally: Und was werde ich? Eddin: Du wirſt meine erſte Odaliske! Wally: Das nennſt du europäiſch? Der Harem muß weg! Da werde ich ſchon aufräumen! — 4 Eddin: Aufräumen? Ich hab' dich ja nicht als Stuben⸗ 7 mädchen engagiert! Wally: Die Bigamerei und Trigamerei muß aufhören! Ein Weib, aber ein ordentliches! Eddin: Siehſt du, mein Schatzerl, das iſt der einzige ſpringende Punkt, wo ich den großen Mohammed nicht kränken möchte! Und mein erhabener Kalif denkt gerade ſo wie ich! Solange er die Vielweiberei nicht aufgibt, darf ich es auch nicht wagen, die Geſetze Mohammeds zu verletzen! Der gibt den Harem gewiß nicht auf! Wallitſcherl, Kokosnuſſerl, Sonne meines Daſeins, Morgenſtern des Abendlandes, gib mir den Kuß, den du mir von einem Tag auf den andern verſprichſt, laß mich von deinen Nektarlippen Am⸗ broſia nippen! Wally: Red' nicht ſo geſchwollen! Eddin: Das iſt die Blütenſprache! Wally: Ich denk', es iſt die Blödenſprache! Eddin: O, du Sanfte, Gute, Süße Zuckerſchnute, Sei doch endlich lieb und gut zu mir! Wally: Bin im Orient nicht orientiert, Du noch lange nicht ziviliſiert! Eddin: Schau, wie ich mich ſpute, Gleich in der Minute Alle Wünſche gern erfüll' ich dir! Wally: Im Verſprechen ſcheinſt du rieſengroß! Doch ein Zwerg im Halten bloß! 8 ASS˖··˖·. 2— ———— 0 3 9— rr̃²..·.·⸗··⸗·⸗·⸗·⸗·⸗··⸗·⸗/·/·/··⸗· Eddin: Wally: Eddin: Wally: Eddin: Wallh: Eddin: Wally: Eddin: Beide: Wally: Eddin: Wally: Eddin: Wally: Soll ich vertrauen dir, lieber Mann, Schau' keine anderen Frauen an! Es iſt ja eine ſchon zuviel für dich! Pardon Madam— Sie täuſchen ſich! Willſt du wirklich glücklich ſein— Dann liebe mich allein! Wenn ich ſchlüge meinen Harem los? Das wär' famos! Doch Mohammeds Geſetz— Iſt mir ganz egal— von A bis 3! Ich niemals nicht verletz'— Ach, was kümmert mich dieſer Mohammed? Nun gut, ich ſchlage ein— Ich will verſuchen, treu zu ſein! Und Amor wird der Schutzpatron Von beiden ſein! Oh, ihr eitlen Männer, Spielt ja doch die Gönner, Nur ſolang ein Weib Euch reizt und lockt— Eine Ausnahm bilde ich allein, Und du wirſt mit mir zufrieden ſein! Ach, ſo ſprechen alle In dem gleichen Falle, Hab' was Schönes mir da eingebrockt! is kommt ja doch nur auf die Probe an, Wann probier'in wir denn— wann? Zuerſt die Trauung, wie ſich gebührt, Für alle Ewigkeit kopuliert, Dann wird das Weibchen erſt heimgeführt! 9 Eddin: Hör' auf, hör' auf,— weil ſchlecht mir wird! Wally: Dann lebſt für mich du ganz allein— Eddin: Das nennſt du glücklich ſein? Wally: Du wirſt mein Herr, und ich habe dann— Eddin: Die Hoſen an? Wally: So lautet mein Geſetz— Eddin: Iſt mir ganz egal— von A bis 8 Wally: Das niemals ich verletz'— Eddin: Was ſagſt du dazu, o Mohammed!? Wally: Ich rat' dir, ſchlage ein— Verſuch einmal doch treu zu ſein! Beide: Und Amor wird der Schutzpatron Von beiden ſein! Eddin:„Dieſes Wien! Dieſes herrliche Wien!“ Geide gehen.) Großvezier: Der Fürſt Suleimann Ben Akbar! Hofſtaat: Hoch leb' der Herrſcher, Der mächtige Sohn der Sonne! Sein Atem trägt die ganze weite Welt! Er iſt des Landes Entzücken, Glück und Wonne, Ihm dient die Erde, und das Himmelszelt. Drum preiſen wir dein Götterlos, Ja, unſres Herrſchers Macht iſt groß! Drum preiſt, drum preiſt ſein hohes Götterlos; Des Herrſchers Macht, des Herrſchers Macht iſt Sie iſt ſehr groß![groß! Aus vollem Herzen rufen wir: Wir huld'gen dir! Wir huld'gen dir! 10 Hoch leb' der Herrſcher, Der mächt'ge Sohn der Sonne; Sein Atem trägt die ganze weite Welt! Er iſt des Landes Entzücken, Glück und Wonne, Ihm dient die Erde und das Himmelszelt. Großvezier: Wir heißen dich willkommen, Erhabener Herr, Allmächtiger Sultan, In deiner Heimat, Die lange dich entbehrt! Zwölf lange Monde Warſt du in weiten Landen, Fern deinem Volk, Daß dich ſo heiß verehrt! MPoOA αIο. Suleiman: Vergeblich war die weite Reiſe nicht, Doch hielt ich es ſeit langem ſchon Für meine heilige Pflicht, Dem ſchönen Lande, das ich liebe wie mein Leben, Das ſchlecht verwaltet Und ganz veraltet, Form und Inhalt nun zu geben! Eddin: Nun hört, was euch beſchieden, 0 h beſch Ich hoff', ihr ſeid zufrieden! 11 Alle: Eddin: Erſtlich fordert eine Schönheitsſteuer Jedem hübſchen Weibe ab, Und ſie fangen ſämtlich Feuer, Und ſie zahlen bis zum Grab! Dann ſoll zahlen der Geſcheite, Doch der Dummkopf nicht, o nein! Glaubet mir, ich kenn' die Leute, Keiner will ein Dummkopf ſein!— nein, nein, Nein, keiner will ein Dummkopf ſein! Rein, nein, nein— Denn keiner will ein Dummkopf ſein! Dann belegt mit Steuern Gattenliebe, Treue, Tugend, Redlichkeit! Nur die Schurken, Lumpe, Seiin davon befreit! Ja glaubt, die Millionen ſtrömen in die leeren [(Kaſſen dann, Darum beeilt euch, anzunehmen dieſen neuen [Steuerplan! Nehmt ſchnell ihn an, nehmt ſchnell ihn an, Den neuen Steuerplan! Räuber, Diebe Suleiman: Nein, nein, nicht was der Staat verlangt Iſt es, nach dem ihr bangt: Mit Gold nicht, noch mit Edelſtein Will ich beglücken euch; An Schätzen, die die Erde birgt, Sind wir ja ſelber reich— Auch ſchöne Frauen bring' ich nicht Vom fernen Abendland— Die ſchönſte Frauenblume wächſt Doch nur im Wüſtenland. 12 eeeeei 393 We 2 — ee 3 32 „C.. Nein, das Höchſte will ich euch bringen, Will die Freiheit euch erringen! Von Sklaverei euch befrei'n, Setz' ich mein ganzes Leben ein! Alle: Das höchſte will er uns bringen, Will die Freiheit uns erringen— Uns von Sklaverei zu befrei'n, Setzt er ſein ganzes Leben ein! Hoch unſer Fürſt! Hoch! (Gehen.) Suleiman: Es wird eine harte Arbeit geben! Dabei haben wir ihnen das wichtigſte verſchwiegen— die Ein⸗ weiberei will ich einführen! Eddin: O Wally! ˖ Suleiman: Wie? Eddin: O Allah— hab' ich ſagen wollen. Das wird auf den ſtärkſten Widerſtand ſtoßen! Schauen Sie, Majeſtät— auch in Europa iſt dieſe ſogenannte Ein⸗ weiberei nur ein Pokus⸗Hokus! Nur die eine iſt immer die Legitime.— Und Majeſtät würden ſelbſt— Suleiman: Dem Beiſpiele folgen— wenn ich ein Weib fände, das mir alle anderen erſetzen, das mir alles ſein könnte! Eddin: Ja, woher eine ſolche nehmen? Suleiman: Ein Weib, das für mich ſelbſt das größte Opfer zu bringen fähig wäre! Eddin: Im ganzen Orient keine ſolche am Lager. Bleiben wir alſo bei unſerm Engros⸗Geſchäft, Majeſtät! 15 Suleiman: Eine wär's geweſen! Leila! Die hat mich um meinetwillen geliebt! Eddin: Majeſtät— immer, wenn Sie ſich an dieſe Leila erinnern, werden Sie melancholiſch! Suleiman: Ich will allein ſein— will träumen von ihr! Eddin: Ich will meine Wallh aufſuchen, vielleicht gewinn ich ſie doch für die Vielweiberei! Eine Wienerin als Favorit'— darauf hätt' ich Appetit! (Geht.) Suleiman: Leila, du biſt mir entſchwunden, wie jene weiße Wolke, die dort am Abendhimmel die ſcheidende Sonne verhüllt!— Die Sonne kehrt wieder— die weiße Wolke nimmer mehr! Ich kann dich nicht vergeſſen, Leila! Memlfbrã n dlebOdel Hleꝑ cα eοα Leila(von Ferne). Leila: Niemals kann man die vergeſſen, Deren Herz man einſt beſeſſen, Fühlt er nur die wahre Reu', Siegt die Liebe und die Treu'. Fröhlich ſingt die Lerche wieder In den Wolken ihre Lieder, Heller ſtrahlt das Licht der Sonne, Sie verheißt mir Liebeswonne, An ihn band mich feſter Glauben Und den kann kein Gott mir rauben! 14 Doch ich fühl's, mein Leid wird enden— Und ſein Herz niemals ſich von mir wenden, Denn nie kann man ſie vergeſſen, Deren Herz man einſt beſeſſen! Fühlt man nur die wahre Reu', Dann ſiegt die Liebe und die Treu'! Suleiman: Niemals kann man ſie vergeſſen... O Leila! Leila: Er liebt mich noch! Suleiman: Wer biſt du, holde Sängerin? Willſt du dich nicht entſchleiern? Leila: Er darf mich nicht erkennen! Herr, verlange das nicht. Ich bin häßlich. Ich heiße Scheherezade! Suleiman: Scheherezade? Wie die Märchenerzählerin aus „Tauſendundeine Nacht?“ Leila: Ich kann Märchen erzählen, Märchen, die den Hörer bezaubern, ihm die Sorgen vertreiben, ſeinen Geiſt der böſen Welt entrücken und ihn in ſüße Träume wiegen. Laß' dir erzählen, Herr, ich leſe in deiner Seele, daß du Kummer haſt! Suleiman: Kannſt du auch leſen, welcher Art mein Kummer iſt, dann will ich an deinen Märchenzauber glauben! Leila: Ich leſe, daß du liebſt— noch immer liebſt ein Weſen— das dir nahegeſtanden— das dich verlaſſen mußte, weil ſie deine Liebe mit den anderen Frauen nicht teilen wollte!— Suleiman: O Leila, du Kleinod meiner Seele, wenn ich dich wiederfände und du mich überzeugen würdeſt, daß du aus Liebe zu mir eines großen Opfers fähig 1 biſt— ich würde deinen Wunſch erfüllen und dich als mein alleiniges Weib an meine Bruſt drücken! Umſonſt— die weiße Wolke iſt entſchwunden— die Sonne iſt für mich untergegangen! Beginne, Mädchen, nun, zeige mir deine Kunſt, daß, was du mir geſagt, nicht eitler Dunſt! Leila: Sagt mir den Grund, warum Ihr traurig ſeid— Warum Ihr ſucht Vergeſſen von bitterem Leid! Suleiman: Nun, wohlan, ſo höre! Ein tiefes Weh Hatte mein Herz ergriffen, Die Welt— das Leben— Mir war's zur Qual, Da riet man mir: Geh' hin zum Heiligen Des gelben Berges Und hole Troſt dir 5 Für deine wunde Seele! Ich ging, Eine Hütte aus Lehm Vor der Tür ſtand ein Mädchen— Seine Tochter! Sie ſang: Tralala, lala, Da hört vom Dorf ſie die Zingara klingen— Und fröhlich tanzt das Mädchen unter Singen. Aber plötzlich ſieht ſie mich— Und ſtarrt mich an— mit Kinderaugen, Und die Liebe, ſie zieht ein In unſre jungen Herzen, Sie war ſo ſchön Wie der Mai! Und als ich ſie umſchlang, Da zog das Glück In meine Seele ein! Leila: Welches Glück! Welches Glück! Suleiman: Ach, wie war ſie ſchön, Ach, wie war ſie ſchön! Leila: Er liebt mich noch immer! Suleiman: Nie hat noch die Welt— Solch ein Weib geſeh'n! Leila: Er liebt mich! Er liebt mich! Suleiman: Nun hab' ich ſie verloren! Ach, wie war ſie ſchön! Möcht' vor Schmerz vergeh'n! Leila: Nimm Haſchiſch Herr ins Nargileh, Dann ſchwindet deines Herzens Weh! Leih' Hilfe mir, o Mohammed, Laß in Erfüllung gehn mein Gebet! Kehrt er zu mir zurück Dann ſchwelge ich in Liebesglück! Du Schlummerſaft Mit Zauberkraft In Träumerei'n Wiege ihn ein! Manch ſchönes Bild Werd' ihm enthüllt, Wünſche erfüllt, Sehnen geſtillt— EI 2 gel cliſclext HimxeloTAν uelcllil ⁴ Der Phantaſie Leihſt Flügel du, Den Himmelsträumen Führſt du ihn zu! Wonnig und lächelnd Kühlung ihm fächelnd, Mit Zauberſchwingen Nahe dich ſacht Und übe deine Macht Noch in dieſer Nacht! „Der König und der Fiſcher.“ Suleiman: Dieſe Stimme!— Leila!— Nein! Ich träume ſchon! Leila:„Es war einmal ein Fiſcher——“ Suleiman: Ja— ein Fiſcher— Leila:„— der ſah dem König des Landes ſo ähnlich— daß niemand die beiden unterſcheiden konnte! Und es geſchah eines Tages— was Ihr nun hören Werdet W 4 * R Zweiter Teil Leila: Im Prunkſaal im Palaſte des Fürſten waren ver⸗ ſammelt alle Haremsdamen. In größter Erregung 9 ſprachen Sie alſo: 1 Die Frauen: Den Frieden unſres Hauſes will man durch [Reformen ſtören, Ein Mittel gibt's dagegen nur— wir müſſen [uns verſchwören. 0 Zoraide: Doch will man ſtören unſer Glück, den Frieden [mit Gewalt! Alle: Dann rufen wir trotzig Halt! Zaire: Seid auf der Hut! Nur Vorſicht! . Alle: Habt acht! Zoraide: Wenn einig wir, 1 Dann ſiegen wir! Drum, Frauen, faſſet Mut! Solang am Himmel blinkt ein Stern, Sind wir am Ende doch die Herrn— Es iſt und bleibt Naturgeſetz, Die Frauen ſind die Herrn! Alle: Solang am Himmel blinkt ein Stern uſw. 19 4⁰ Mαν AÆNuαα α eon Alnd eellecldt, PoeHler Selee 11 be Nuel. Zoraide: Ja, wir Frauen ſind kein ſchwaches Geſchlecht, Pochen gerecht auf unſer Recht— Alle ziehn wir tapfer in das Gefecht, Denn unſer Mut, der iſt wohl echt! Wenn zu unterdrücken man ſich erfrecht Unſer Geſchlecht— das wird gerächt! Drum haut und ſtecht, ob Herr, ob Knecht, Ihm geht es ſchlecht! Alle: Ja, wir Frauen ſind kein ſchwaches Geſchlecht— Zoraide: Ob auch Gefahren euch noch umgeben— Wir müſſen alle einig ſein! Laßt euer Herz im Mut beleben, Stimmet ein, ſtimmet ein, Stimmet alle mit mir ein, Wir ſind nicht nur Zeitvertreiber, Wir ſind Weiber— ſchöne Weiber, Und ein jeder iſt ein Räuber, Der das Frauenrecht uns nimmt! Alle: Stimmet ein— ſtimmet ein, Stimmet alle mit mir ein— Wir ſind nicht nur Zeitvertreiber— Zoraide: Es iſt, wie ich euch ſage: man will uns refor⸗ mieren, und was das Aergſte iſt— man will uns auflöſen! Die andern: Auflöſen? Uns? 20 Zoraide: Jawohl! Die Harems ſollen aufgelöſt werden! Jeder ſoll nur ein Weib haben dürfen! Zaire: Dieſer Luxus! Wir proteſtieren! Die andern: Wir proteſtieren! Zoraide: Meine Damen, unſer Wahlſpruch bleibt: Ein Mann für Alle!— Alle für einen! Die andern: So iſt es! Bravo! Zoraide: Einweiberei— gerade jetzt, wo der ſchmucke Eddin unſeren Harem von ſeinem ſeligen Onkel ge⸗ erbt hat, wo ich endlich Ausſicht habe, die erſte Frau eines noch liebensfähigen Mannes zu werden! Nimmermehr! Die anderen: Nimmermehr! Zoraide: Soll ich mich vielleicht von dieſer wieneriſchen Witwe verdrängen laſſen, die er ſich mitgebracht hat? Die anderen: Pfui! Zoraide: Dieſe ſchnippiſche Perſon geht mir auf die Nerven! Die anderen: Uns allen! Uns allen! Wallh. Wally: Kinder, tut's euch nicht genieren— ſchimpft's nur weiter auf mich! Alle: Wir ſchimpfen? Oh! Oh! Wally: Es freut mich, daß ihr ſchon Fortſchritte in der Kultur macht. Denkt's nur, wenn die Harems auf⸗ gelöſt werden— iſt jede von euch frei, ſelbſtändig, kann der Stimme ihres Herzens folgen, braucht die Liebe nicht auf Teilung zu ſpielen! Pantoffel- und Gardinenpredigt wird eingeführt. Jede kann ſich enk⸗ ſchleiern ſoweit ſie will! Das iſt ein Leben! Zoraide: Herrlich! Die andern: Großartig! Groß vezier. Die Großen des Reiches. Wally: Oh weh, der Großvezier! Ich fahr' ab! (Eilt hinweg.) Großvezier: Habt ihr euch wieder von dieſer Wiener Hexe bezaubern laſſen? Zoraide, haſt du die Frauen unter⸗ richtet? Zoraide: Jawohl, Großvezier— ſie gehen alle mit uns! Großvezier: Gut— ſo hört: Unſere Verſchwörung iſt eine heilige Sache. Wenn der Kalif heute in der Kron⸗ verſammlung nicht feierlich ſeine Reformideen ab⸗ ſchwört— ſo werde ich ihn dazu zwingen! Mohammed iſt mit uns, und ehe der Fürſt die heiligen Geſetze verletzen darf— ſoll er vom Throne verſchwinden! Alle: Ver—ſchwin—den! Suleiman, Eddin. Eddin: Der Kalif kommt! Suleiman: Was führt euch hier zuſammen? Großvezier: Die Sorge, o Herr, über die ſeltſamen Dinge, die ſich bei uns zutragen. Erhabener Fürſt, ſieh dir doch deinen Sekretär Eddin an— Eddin: Er beneidet mich um meine europäiſchen Hoſen! Großvezier: Er weigert ſich, den von ſeinem Onkel ge⸗ erbten Harem zu übernehmen! Seine Frauen warten 22 k⸗ Je, ir vergebens auf die Uebernahme! Dafür hat er ſich eine Wiener Witwe mitgebracht, die hier alles rebelliſch macht. Sie hat es bereits durchgeſetzt, daß die Frauen unverſchleiert den Harem verlaſſen dürfen, und heute hat ſie ſich das Aergſte geleiſtet! Suleiman: Worin beſteht ihr Verbrechen? Großvezier: Zwei Gaukler mit angeblichen Zauberwaren hat ſie in das Serail eingelaſſen, den ganzen Harem haben ſie mit ihren Schwindelkünſten in Aufregung gebracht! Ich halte beide für fremdländiſche Spione und habe ſie verhaften laſſen! Suleiman: Werft ſie in den Kerker, ſie ſollen dort mein Urteil erwarten! Alle: Wer ins Serail gedrungen frech ein, Verfällt dem Geſetz— der ſchwerſten Pein! Leilg. Leila:„Laßt mich zu dem Fürſten!“ 8—— EEr— EEE Suleiman: Dieſe Stimme! Leila! Leila!— Du hier? Bei mir? Alle: Seht das ſchöne Fellamädchen! Iſt's nicht zum Erbarmen! Unter allen Menſchen ſind Die Aermſten ſie der Armen! 2³ Großvezier: Wagſt du ohne Schleier ſo 4 dem Fürſten dich zu zeigen!? Dann möge gnädig er ſein Ohr Der Bittenden neigen! Leila: Ich flehe, hoher Sultan, dich Um Milde, Gnade an! Es iſt doch kein Verbrechen, was Die Armen hier getan? Ich flehe um Gnade dich! Alle: Seht das arme Fellamädchen, Iſt's nicht zum Erbarmen!? Leila: Ach Gnade! 8 Suleiman: Nun gut, ſo laß ich Gnade walten, Freiheit ſollen ſie erhalten! Leila: Nehme meinen heißen Dank, 5 O hoher Herr! Alle: Es läßt der Sultan Gnade walten, Freiheit ſollen ſie erhalten! Hoch der Sultan! Preis und Ehr'! Ja Preis und Ehr'! Suleiman: Laßt uns allein! Leila, ich habe dich wieder! 5 Nichts ſoll dich mir nun entreißen! Leila: Ich bin nicht mehr die Leila von einſt— ich bin das Weib des Fiſchers Moſſu! Suleiman: Das Weib— eines anderen? Leila, das haſt du mir angetan?! Leila: Ich habe einen Mann, der mir ganz gehört! Weil ich dich noch ſo innig liebe wie einſt, habe ich einen armen Fiſcher geheiratet, der dir ſo ähnlich ſieht, daß K 2⁴ niemand ihn von dir unterſcheiden könnte!— Er um⸗ gibt mich mit zärtlicher Liebe, und wenn ich ihn an⸗ ſehe, glaube ich dich zu beſitzen! Und in dieſer Täu⸗ ſchung liegt mein reſtliches Glück. Mein Mann wartet unten auf mich. Soll ich ihn dir zeigen, o Herr? Suleiman: Nein, nein— ich will ihn nicht ſehen, mein zweites— beſſeres Ich! Leila, ich kann, ich will dich nicht fortlaſſen! Leila! CDονν Dαννεανo Aiꝗde eibeg Mzcl ciclat HRn Suleiman: Sag', biſt du mir gut? 8 Fühlſt du Liebesglut? Wird es dir im Herzen warm— Schling' um dich ich meinen Arm? Leila: Noch faß ich kaum Dieſen ſchönen Traum, 1 Nur für einen ſchlägt mein armes Herz! 85 Suleiman: Ach laß nicht ſchmachten mich, Schmachten mich— ſchmachten mich! Nur einen einz'gen Kuß! Nur einen Kuß! Leila: Vom Schickſal iſt's beſtimmt, l Iſt's beſtimmt— ſicherlich— Daß ich dich lieben muß— Dich lieben muß! — 0 — Von deinem Arm umfangen Fühl' ich ſüße Luſt, Es weicht jedes Bangen Schnell aus meiner Bruſt— Doch muß ich fort— verletzt Hab' ich der Gattin Pflicht! Suleiman: Der Augenblick, er war ſo ſüß, Verweile doch, enteile nicht! Leila: Nein, nein, ich muß jetzt eilen, Kann länger nicht verweilen— Ich fürcht' allein mich hier! Suleiman: O fürchte nichts, ich bin bei dir, O fürchte nichts, vertraue mir! Vertraue mir! Beide: O Augenblick ſo ſüß— Enteile nicht ſobald, du Augenblick, O weile noch! Suleiman: Sag', biſt du mir gut? Fühlſt du Liebesglut? Wird es dir im Herzen warm— Schling' um dich ich meinen Arm? Ach, noch faß ich kaum Dieſen ſchönen Traum! ſcur für eine ſchlägt Mein armes Herz! Leila: Ja, ich bin dir gut, Fühle Liebesglut, Ach, wie wird's im Herzen warm, Schlingt um mich er ſeinen Arm! 2 Ach, noch faß ich kaum Dieſen ſchönen Traum, Nur für einen ſchlägt Mein armes Herz! Suleiman: Ach laß nicht ſchmachten mich! Leila: Schmachten mich, ſchmachten mich! Nur noch den letzten Kuß! Noch einen Kuß! Vom Schickſal iſt's beſtimmt, Iſt's beſtimmt, iſt's beſtimmt, Daß ich dich lieben muß, Dich allein lieben muß!(zugleich) Ich laß nicht ſchmachten dich, Schmachten dich, ſchmachten dich! Nimm noch den letzten Kuß, Den letzten Kuß. Vom Schickſal iſt's beſtimmt, Iſt's beſtimmt, iſt's beſtimmt, Daß ich dich lieben muß, Dich allein lieben muß! Eddin. 4 Eddin: Entſetzlich! wir werden entſetzt— er wird entſetzt— ich bin entſetzt! Oeffentlicher Aufruhr, Revolte, Palaſt⸗ revolution, Streike, Miniſterausſtand, ex, lex— ah, da legſt dich nieder! Suleimann: Eddin, ſie iſt da! Eddin: Jawohl— ſie iſt da, die Revolution! Suleiman: In ihrer ganzen berückenden Schönheit! Eddin: Na, das iſt Geſchmackſache! 27 Suleiman: Leider gehört ſie einem andern! Eddin: Hoher Fürſt, wir müſſen uns aufraffen— wir müſſen ſie gewaltſam niederdrücken! Suleiman: Wen? Leila? Eddin: Nein, die Revolte! Sie denken immer an Leila — jetzt, wo es überall gärt! Suleiman: Sie hat einen armen Fiſcher namens Moſſu geheiratet, nur weil er mir ſo ähnlich ſieht, daß ſie mich zu beſitzen wähnt! Eddin: Ha! Eine Idee! Eine brillante Idee! Sine fulminante Idee, auf die hinauf Majeſtät ſofort meinen Gehalt verdoppeln können! Suleiman: Heraus damit! Eddi: Wie wär's, wenn wir die Aehnlichkeit dieſes Fiſchers mit Ihnen diplomatiſch zu einem Staats⸗ ſtreich ausnützen?! Die Verſchwörer wollen Sie heute zwingen, die Reformideen abzuſchwören. Laſſen wir den Fiſcher einen Tag ihre Rolle ſpielen! Als falſcher Fürſt ſoll er nur alles abſchwören— Sie ſind an ſeinen Schwur nicht gebunden— können ſich un⸗ beobachtet mit der Armee verſtändigen und alle Pläne dann ſukzeſſive durchführen! Zeit gewonnen, alles gewonnen! Suleiman: Famos! Eddin: Naturlich müſſen Majeſtät dafür einen Tag den Fiſcher ſpielen! Suleiman: Ich den Fiſcher ſpielen— Leilas Gatten! Eddin, du biſt ein Prachtkerl! Geh', eile, hole den Fiſcher, er hat Leila hierher begleitet, er wird noch 28 r a 3 * 1 ie 'e et 8 8 te 3 9 1 le 4 n ! 4 n 4 9 ̃ nicht weg ſein— ſag' ihm, du hätteſt ein wichtiges eeeee Geſchäft für ihn— es handle ſich um eine größere Fiſchlieferung— weihe ihn ein, verſprich ihm 3000 Piaſter— ſchickk ihn dann zu mir— wir werden die Kleider wechſeln— Leila darf natürlich nichts davon erfahren— ſo eil' doch, hol' ihn ein— ich Leilas Gatten ſpielen— herrlich! Das wird der füßeſte Tag meines Lebens! 7 Oalne 0 + X 1 1 7 l N N N 2⏑r——— R—— Lun Leee edle, d. fLhet gllkrl, Nun lachſt du mir wieder, du flüchtiges Glück, Du bringſt mir das Weib, das ich liebe, zurück! Wie lang' entbehrt, Wie heiß begehrt! Hab' ich dich, ſüßer Augenblick! Ein Narr, der die Stunde des Glückes nicht nützt, Nicht wert, daß ihn Amor, der Loſe, beſchützt— Das wird ein Wiederſehn! Wie will ich küſſen dich— Ach, ach! Innig umſchließen dich! Ach, du mein ſüßes Lieb. Ja, als einſt ſie ſchied Im Herzen bang', Zum letztenmal Sie mich umſchlang, Dann ein heißer Kuß, Ein inniger Blick, Und doch— ich wußt', 29 Sie kommt zurück! Der Träume Bild Mir enthüllt, Was ich erträumt, Sich mir erfüllt, Was ich erſehnte mir lang', Werde ruhn mit ihr Wang' an Wang'! Ach, nun lachſt du mir wieder, du flüchtiges Glück R uſw. Eddin, Mo ſſu. Eddin: Komm nur herein, komm nur, Moſſu! Moſſu: Ich hab' eine ſolche Angſt, daß mir was ge⸗ 4 ſchieht! O, iſt hier ſchön! O, iſt hier prächtig! Eddin: Und in dieſen Räumen wirſt du einen Tag re⸗ ö gieren! 33 8 0 Moſſu: Aber ich kann nicht regieren!* Eddin: Das muß man nicht können!— Tu' nur alles, 6 0‚ was ich dir geſagt hab'! 4 Moſſu: O Allah! O Allah!— Ich ſterbe vor Angſt! ö Eddin: Kopf mehr zurück— Füße beſſer heben— mit 3 der Zunge nicht anſtoßen, das würde Anſtoß erregen! Moſſu: O Allah! Eddin: Der Kerl iſt blöd'; aber ſonſt ſieht er dem Fürſten aufs Haar ähnlich. Sogar die Stimme iſt nicht zu unterſcheiden. 10 Wall)y. Wally: Da biſt du ja! Salem aleikum! Eddin: Servus! Biſt du aber feſch, Wally! Die orienta⸗ liſchen Hoſen ſtehn dir ausgezeichnet! 0 ick e⸗ t! it 1 3 Wally: Allah ſei mit dir, Giaur! Woher du auch kommen magſt, o Herr, ſei willkommen in unſerem Lande! Du biſt ſchön, Fremdling! Schlank iſt dein Wuchs. Deine Augen glänzen wie ſchwarze Perlen im weißen Sande, dein Lockenhaar ſchlängelt ſich um eine helle Stirne, hinter der ſich eine weite Wüſte zu ver⸗ bergen ſcheint! Eddin: Und du biſt nudelſauber, Madel, daß einem 2s Herz im Leibe lächelt! Laß dir a ſaftig's Buſſerl aufipappen, daß alles kracht! Wally: Schnecken, o Herr! Schnecken, o Herr! Oder meinet⸗ wegen— da!— Eddin: O— das ſchmeckt wie Hektor und Ambroſius! Wally: Aber dafür mußt du mir eure orientaliſchen Tänze beibringen! 810 Hier unter euren Sternen, Da kann man noch was lernen— ſeicht ſchön iſt euer Tanzen zwar— Im ganzen aber wunderbar, Du mußt mich unterrichten! Eddin: Sehr bald wirſt du verzichten! Fühlſt in den Gelenken Du Schmerz und Pein, Denn du mußt verrenken Dir jedes Bein! Gib acht— gib acht— Ich zeig' dir, wie man's macht! Alle Männer, alle Weiber Tanzen wie die Eſeltreiber Rudirudirullallah! Rudirudirullallah! 31 Es verrenken ihre Leiber Männer ſo wie auch die Weiber! Rudirudirullallah! Rudirudirah! Eddin: Der Tanz iſt ein obſzöner, 8 Bei euch iſt es viel ſchöner! Man wird beim Tanzen wieder jung— 5 Ich ſchwelg' in der Erinnerung! So leicht dahinzufliegen, Das nenn' ich ein Vergnügen! 4 Ach könnt' in Europa ich wieder ſein! In Wien, an der Donau 3 Oder am Rhein! Wally: Gib acht— gib acht— Ich zeig dir, wie man's macht! 5 Dienerſchaft, Beamte, Hofleute, Würdenträger. 8 . Alle: Gerufen wurden wir— vom Großvezier, Zu finden ein uns hier— genau um vier! 4 Was kann es ſein? Was kann es ſein? Sehr wichtig muß die Sache ſein! Der Großvezier! Der Kaimakan! Die Abeſſinier: vom Land der Palmen und Pynien Kommt die Geſandtſchaft aus Abeſſinien, Wer ſeinem Glauben treu zugetan, Voll Begeiſterung ſcharet alles ſich um den Koran! Moſſu, Eddin. Eddin: Nimm dich zuſammen, Moſſu! Du ſpielſt jetzt den Sultan! 9 2 in! Moſſu: Alle: Moſſu: Ich habe ſolche Angſt. Allah, ſteh' mir bei! Dem Fürſten Heil— laßt uns bringen— Mög' das Werk uns heut' gelingen! Wenn drohende Wolken ſich türmen, Soll beſchirmen uns Abdallahs Macht! Die ihr verſammelt, an meines Thrones Stufen, Was wollet ihr? Wozu ward ich gerufen? Kaimakan: Das Volk, es iſt empört im ganzen Reiche! Moſſu: Eddin: Moſſu: Eddin: Moſſu: Alle: Vernichten willſt du unſere Gebräuche! Wir alle hier— dir feierlich erklären, Die Reformen mußt— du alle nun abſchwören! Wenn nicht— vernimm! Wir machen es hiermit dir kund: T Biſt du des Throns verluſtig noch in dieſer Stund'! Was ſoll ich ſagen? Schwöre ab! Schwöre alles ab— Sonſt geht's dir an den Kragen! Ich bin bereit— zu heil'gem Eid, Verzichte auf Reformen, Bleib' bei den alten Normen— Vielweiberei! Natürlich! Beſonders heilig ſei Mir die Vielweiberei! Dem Fürſten Heil und Treu' bewahrt, Der Mäßigung und Klugheit paart, Heil— Heil— Moſſu: Genug, genug des ernſten Tones! Zu den Pflichten meines Thrones Kehre gerne ich zurück— In dieſem Augenblick! Die Frauen des Harems: Nimmſt du wieder auf uns neu— Ewig bleiben wir dir treu! Moſſu: Gibt es wohl auf Erden ſchönre Frauen— Nein, o nein, das gibt's in keinem andern Reich! Wenn ſie zärtlich ſo auf einen ſchauen, Wird das Herz gleich butter⸗, butterweich! Alle Frauen: Gibt es wohl auf Erden ſchönre Frauen— Nein, o nein, das gibt's in keinem andern Reich! Wenn wir zärtlich ſo auf einen ſchauen— Wird das Herz gleich butter⸗, butterweich! Stimmt ein— ſtimmt ein! Stimmt alle mit uns ein! 9 Wir ſind nicht nur Zeitvertreiber, Wir ſind Weiber, ſchöne Weiber, Und ein jeder iſt ein Räuber, Der das Frauenrecht uns nimmt! 8 DaL2l 2—— Y— 1* 1— 222⸗3—jUꝙf— Sremrenter:: + + EET E E Atr + ELE 1 1 Talalala= Lαν ασ A AIdοον ννννοναοά Wally: Lala la la la— Lala la la la— 5⁴ * ch! ch I eeen eee Moſſu: Eddin: Moſſu: Eddin: Moſſu: Eddin: Moſſu: Eddin: Moſſu: Eddin: Wer iſt die Dame? Wie iſt ihr Name? Ich will zur Gattin Sie mir erwählen! Keine Idee!— Das könnt' mir fehlen! Ah, das iſt ſehr gut! ſehr gut! Wie der ihr ſchön tut, ſchön tut! Ich zerſchlag' dich zu Brei! Das iſt mir alles einerlei! Aber— mein Fürſt— ſie iſt nicht frei! Ihr ſeid doch alle für Vielweiberei! Ein Recht des Fürſten iſt's alle Zeit: Nimm dir immer, was dich freut! Warte, du frecher Kerl— Jetzt will er ſie umfaſſen. Wenn du dich unterſtehſt! LHEIε CUY ννα“‘]νοννßLͤauud-aes — αοα So vob, O0 K. Die lebhaften Augen— ein friſcher Mund Und alles andere ſo voll, ſo rund! Mit dieſem Fiſcher hab' ich ein Pech! Der Kerl wird zu frech! 35 Nofſ Mit Haaren blond— mit Augen blau— 8 Wally: Nein grau— nur grau! Moſſu: So wünſcht' ich lang mir eine Frau! Eddin: Schau— ſchau— ſchau— ſchau! Moſſu: Und wenn ich meinen Auge trau', Eddin und Wally: Schau— ſchau— ſchau— ſchau! Moſſu: So wirſt du gerne meine feine, kleine Frau! Wenn geſcheit du biſt und ſchlau— Tralla la la la— tralla la la la— Wirſt du meine kleine Frau! Tralla la la la— tralla la la la— Eddin: Die Sache wird ſich machen ſchwer, Mein hoher Herr! Selbſt wenn die Dame ledig wär'! Auf Ehr'— auf Ehr'! Es gibt ein kleines Hindernis— 4 Moſſu: Ein Hindernis? Eddin: Veil ſie mit mir ſeit geſtern ſchon verehlicht iſt! Alle: Tralla la la la— tralla la la la Eddin: Wie ihr auch die Sache dreht— Eddin und Wally: Tralla la la la— tralla la la la— Hoher Herr, Ihr kommt zu ſpät! Wally: Ja, meine Heimat ſollt ihr Frauen ſehn— Da würdet ihr verſtehn! Meine Heimat— meine Heimat ſollt ihr ſehn! Wo man zu leben und zu lieben verſteht, Wo nie ein Tropfen Wein daneben geht. Ein Land ich niemals fand Wie das am Donauſtrand, Wo alles um Muſik und Lieb' ſich dreht! 36 Wo man zu leben und zu lieben verſteht, Wo nie ein Tropfen Wein daneben geht. Ein Land ich(ſie) niemals fand f Wie das am Donauſtrand, 38 Wo alles um Muſik und Lieb' ſich dreht! 11 Alle: Tralla la la la la, Tralla la la la la, So hört man's klingen, Ueberall es ſingen. Tralla la la la la, ö Tralla la la la la, Und dabei im Walzer froh ſich ſchwingen! Wally und Moſſu: Ja, ſo ſingt man, ja, ſo ſingt man In der Stadt, wo ich(ſie) geboren, Ja, ſo ſingt man, ja, ſo ſingt man In meinem(ihrem) ſchönen Vaterland! 4 Alle: Ja, ſo ſingt man, ja, ſo ſingt man uſw. iſt! ö Moſſu: Tralla la la la——— Mich reizt die Kleine— Feine, Mir fehlt ſo eine— eine, Drum ich ſie haben muß, Zier' dich nicht, gib mir einen Kuß. Ach! Leila(von Ferne): Niemals kann man die vergeſſen, Deren Herz man einſt beſeſſen; Fühlt man nur die wahre Reu', Siegt die Liebe und die Treu! Moſſu: Meine Frau, ich muß zu ihr! Eddin: Unterſteh' dich, du bleibſt hier! Moſſu: Darf ich heut' ſie wiederſehn? 57 Eddin: Natürlich! Wenn du brav biſt und alles tuſt, Was man verlangt und meine Wally in Ruh läßt, Dann darfſt du zu ihr gehen. Leila: Denn wie kann man die vergeſſen, uſw. Alle: Lalalala— lalalala—— Horch, das ſind bekannte Klänge! Friſches Blut und Leben Dieſe Töne geben, Das ſind meiner(ihrer) Heimat Sänge! Welch ein wonnig Wiegen, Biegen, Schmiegen! 3 Ja, ſo ſingt man, 1 Ja, ſo ſingt man, In der Stadt, wo ich(ſie) geboren! Ja, ſo ſingt man, Ja, ſo ſingt man, In meinem(ihrem) ſchönen Vaterland. Ja, ſo ſingt man, 3 Ja, ſo ſingt man, uſw. 3 * en! Dritter Teil Leila. Leila:.... und weiter geſchah's vor der Fiſcherhütte Moſſus am Ufer des Zauberſees. 57 + 24 21 An 6 4 Heut' hab' ich ihn wiedergeſehn— Ach, ich könnte vor Freude vergehn! Hab' ihn geſehn! Seine Blicke zeigten deutlich, Daß in ihm ich heiße Liebesglut entfacht, Auch ich fühl', in meinem Herzen Iſt aufs neu' die Lieb' erwacht!— Heut' hab' ich ihn wiedergeſehn, Ach, ich könnte vor Freude vergehn! Regenbogen, du kündeſt Glück, Führ' ihn wieder zu mir zurück! Dann allein kann ich auf Erden Wieder froh und glücklich werden! Heile meines Herzens Weh, Märchenſtiller Zauberſee! Suleiman, Eddin. Eddin: Nicht dieſe ſtolze Haltung, hoher Herr!— nicht dieſen majeſtätiſchen Gang! Frauenaugen ſehen ſcharf! Sie ſind der Fiſcher Moſſu! Wie gehen Sie? Mehr wackeln! Krümmen Sie Ihren hohen Rücken! Suleiman: Sei unbeſorgt— ich finde mich in die Rolle des Fiſchers leichter hinein als mein Doppelgänger ſch 0 in die des Fürſten! Eddin: Ah, da iſt Leila! Ich ſchleiche mich von dannen, raſch ins Gebüſch auf Wachpoſten! (Geht.) Suleiman: Leila! Grüß dich Allah, Weibchen! Leila: Da biſt du endlich! Ich war ſchon beſorgt um dich! Suleiman: Sie war beſorgt um ihn!— Du warſt beſorgt um mich? Du lieber Schatz! Du! du! öHm— wie das ſchmeckt! Leila: Moſſu— was haſt du denn? So ſtürmiſch warſt du noch nie! Ich habe für dich ein gutes Mahl be⸗ reitet! Komm! Suleiman: O du Süße! icht arf! olle iger ich orgt wie arſt be⸗ 4 Leila: Nein— ſo geküßt haſt du mich noch nie!— Wi ähnlich er ihm ſieht— und doch wie anders iſt er! Komm, wir gehen hinein! (Gehen in die Hütte.) Eddin: Und ich muß Schildwach' ſtehn. Wenn doch wenigſten meine Wally hier wäre. Die würde mir die Zeit ſchon vertreiben. Doch was ſeh' ich, wer kommt, großer Allah, es iſt Moſſu, der falſche Sultan. Der iſt ausgerückt. Und mit ihm die Wally. Was gibt das? Moſſu, Wally. Moſſu: Allah ſei Dank, daß ich wieder bei meiner Hütte bin!— Ich bin in der Dämmerung aus dem Palaſte durchgebrannt! Ich kann unmöglich den Fürſten weiterſpielen! Alle ſehen ſie immer auf mich— alles fällt vor mir auf die Knie— Wally: Großmächtiger Sultan! Moſſu: Da haben wir's. Bis hierher rutſchen ſ' mir nach! Wally: Allah ſei mit dir, Großmächtiger!— Verzeihe, daß ich mit dir auf demſelben Planeten ſtehe! Moſſu: Steh auf, Sklavin! Wally: Ich bin keine Sklavin, hoher Herr— ich bin eine echte Wienerin! Dein Sekretär Eddin, dieſer Großmaulgul, hat mich unter Zuſicherung der Ehe 14 000 Meilen weit entführt! Der gute Paſcha will kneifen! Gebiete ihm, daß er mich heiratet, nachdem er ſchon ſo weit mit mir gegangen iſt!— 41 Moſſu: Ja— ja— gut— geh' nur mein Kind— geh'! Wally: Hurra! Verzeihung!— Aber die Freud', ich werde Paſcheuſe! Küſſ' die Hand, Euer fürſtliche Gnaden! Vielen heißinnigen Dank. Pfüat Ihnen Allah! Ein⸗ tunkt hab' ich ihn— jetzt heißt's: Heiraten oder er muß ins Waſſer! Aut Caesar— aut Nil! Küſſ' d' Hand! Leila. Leila: Majeſtät!?— Sie hier? Moſſu: Aber Leila— Weiberl! Ich bin's ja! Dein Moſſu! Leila: Oh, hoher Herr— es iſt deiner nicht würdig, die Aehnlichkeit mit meinem Manne, von der ich dir erzählt habe, ſo auszunützen!— Moſſu: Aber Kind, erkennſt du mich denn nicht?— Ach ſo, du haſt Recht— dieſe Kleider ſetzen dich in Er⸗ ſtaunen!— Ich erzähl' dir alles!— jetzt laß mich nur in unſere Hütte— ich habe einen Mordshunger! Leila: Majeſtät— das iſt der Weg nicht, auf dem man Leila wiedergewinnt! Moſſu: Aber Leila, ſei doch geſcheit! Ich bin ja Moſſu, dein Mann! Leila: Moſſu, mein Mann— iſt bei mir in der Hütte! Moſſu: Ah! Bei dir in der Hütte? Wer iſt bei dir in der Hütte? Weib! Ich vergreife mich an dir! greif 42 Großvezier, Kaimakan, die anderen Würdenträger, Leibwache, Soldaten, Volk. Alle: Er iſt entflohn aus dem Palaſt! Verfolgt ihn in aller Haſt! Großvezier: Nehmt ihn in Verhaft! Zurück gleich ihn ſchafft! Moſſu: Was wollt ihr von mir? Alle: Du biſt entflohn in großer Haſt— Verließeſt heimlich den Palaſt! Großvezier: Dadurch haſt du vergangen Dich gegen alles Recht! Das endet für dich ſchlecht! Das endet ſchlecht! Moſſu: Ich flehe nicht um eure Gnade— Was ich verlange, iſt Gerechtigkeit— Zu Ende iſt die Maskerade, Darum vernehmet, liebe Leut': Ich bin ja gar nicht euer König! Ich hab' die Rolle nur geſpielt, Es iſt auf Ehre gar nicht wenig, Was ich dafür erhielt! 3000 Piaſter gab man mir dafür! Ich bin der Fiſcher Moſſu— Mein Weib Leila— es ſteht hier! Sie wird und muß beſtät'gen gleich, Daß wahr iſt, was ich ſagte euch! 45 Leila: Leila: Moſſu: Er ſieht meinem Gatten ähnlich zwar, Und die Aehnlichkeit iſt ganz wunderbar! Und doch— ich weiß beſtimmt, er iſt es Wenn auch— ähnlich ſein Geſicht! Du falſches Weih— du falſches Weib! Das ich geliebt mit Seel' und Leib! Du falſches Weib, Das ich geliebt mit Seel' und Leib', Ja! Ach! Ein falſches Weib— Das er geliebt mit Seel' und Leib! Ein falſches Weib— Das er geliebt mit Seel' und Leib! (Alle gehen.) 4⁴ nicht! Alle: Das falſche Weib— das falſche Weib, Das er geliebt mit Seel' und Leib! Das falſche Weib— Das er geliebt mit Seel' und Leib! Moſſu: Halt— ich hab's! Dies Zeichen hier an meinem Arm, Beweiſt— daß ich ihr Gatte bin! Leila: Er iſt mein Gatte— welche Pein! Dann muß der andre der König ſein! Ich opf're ihn! Mein Gatte iſt das nicht! Moſſu: Wie 7! 9 Großvezier: Ich wußt' es ja vom erſten Führt ihn zurück! Alle: Nun fort mit ihm— nach dem Palaſt! t! Leila: Er war mein Mann! Und er— in der Hütte Er iſt Suleiman!— Suleiman. Suleiman: Leila! Da haſt geopfert deinen Mann! Warum haſt du das getan? Leil: Warum? Weil ich dich liebe— dich nur allein! Denn ohne dich könnt' ich nicht mehr ſein! Beide: Möchte mein Leben Freudig dir geben, Mein letzter Hauch Soll dein Name ſein! Leila:„Der Fürſt aber erkannte, daß die wahre, tiefe, ehrliche Liebe eines Weibes bedenkenlos jedes Opfer bringt, und er nahm ſich dieſes Weſen zu ſeinem einzigen, geliebten Weibe!“ Suleiman: Leila, Leila! Habt ihr Leila nicht geſehen? Ich habe geträumt— einer Erzählung gelauſcht und geträumt! O könnte ich tauſendundeine Nacht ſo träumen!— Und von Leila träumte ich! Im Traume hab' ich ſie gefunden! Leila: Nein, in Wirklichkeit!— Suleiman! Suleiman: Leila! Nein, nein, du biſt die Frau eines andern! Leila: In meiner Erzählung„Tauſendundeine Nacht!“ In Wirklichkeit bin ich dein und ewig dein! 4⁵ Suleiman: Die Einweiberei wird eingeführt! K 5 Leila und Suleiman: Weil ich dich liebe, dich nur allein! Denn ohne dich könnt' ich nicht mehr ſein! Möchte mein Leben freudig dir geben, Mein letzter Hauch ſoll dein Name ſein! Il 2 ZEITSCHRFT DER BERLINER RUNDFUNRK-SENDESTELLE Die Stunde“ erscheint jeden Freitag und bringt von allem für alle etWas: Neben dem e übersicht⸗ äch angeordneten und durch die Bilder der mitwirkenden Käünstler illustrierten Berliner Sendeprogramm einführende, ebenfalls reich illustrierte Aufsätze über die Sende-Spiele, einen großen Roman, Bilder aus dem Berliner Sendebetrieb u.V.a. Die„Funk-Stunde“ ist mit einem Wort das unenthehrliche Blatt für jeden Rundfunk-Teilnehmer. Abonnieren Sie noch heute auf die„Funk-Stunde“ durch die Post für monatlich 90 Pfennige(+E Bestellgeld). Ver- — Sie kostenlos Probenummer der FUNK-DiENST G. m. b. H., BERLIN W/5 Potsdamer Straße 134B ————————᷑⏑— Hier abtrenne44„„%46ů An das Postamt: Ich bestelle hiermit: KLunlTteendbe Zeitschrift der Berliner Rundfunk-Sendestelle zur regelmàßhigen Lieferung ab 9οιν a⁊zum Preise von monatlich 90 Ffg.(zuzũglich 6 Pfg. Bestellgeld) Name: Wonnung: Biite deutlich schreiben/ Ausgetüllt dem Briefträger zu übergeben oder in einem Umschlag seinem zu- ständigen Postamt zuzustellen.— Porto 3 Pfg. 2 2 0 — 2 2 2 2 8 2 0 2 8 2 8 EE — E Druck von 8§. Von den Künsflern des Berliner Rundiunks von ihrem Werdegang, ihrer Kunst und ihrem Wirken erzählt hnen das Buch „FUNKKOPFE“ Es wurde von Karl Wilczynski heraus- gegeben und enthält auf 148 Textseiten 46 wertvolle literarische Porträts aus der Feder prominenter Kritiker und Schrift- steller. 43 Bildtafeln auf Kunstdruckpapier, meist Rollenbilder der dargestellten Persön- lichkeiten, ergänzen das geschriebene Wort. Das Werk, in Halbleinen gebunden, ist zum Preise von 5 Mark zu beziehen durch jede gute Buchhandlung oder direkt vom BLB Karlsruhe höh eee A.-G., BERLINWVCO 22 SSS