oder om MARODEUR VOn AEBERRT EORTZINE. 5 ED. BOTE& G. BOCK, 4 BERLIN. — N Teæt der Geſänge Regina oder Die RNarodeure. Romantiſche Oper in 3 Akten von Ilbert Torhing. 5 Umarbeitung des Textes von Adolph Arronge. Ueberſetzungsrecht vorbehalten. Verlags⸗Eigenthum von Ed. Bote& G. Bock Hofmuſikalienhändler Sr. M. des Kaiſers und Königs, J. M. der Kaiſerin Friedrich und Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Albrecht von Preußen. Berlin. Vor Nachdruck dieſes Textbuches wird auf Grund des Geſetzes vom 11. Juni 1870§ 48 Abſ. 3 gewarnt. Perſonen. Jobſt Zadeck, herrſchaftlicher Verwalter.... Baß. Regina, ſeine Tochter.„ð,MSöoßpran. Reinhard, Gutsinſpectooooo. Tenor. Wolfram, Waldhüter. Bariton. in Zadecks Dienſten. Steffen Balder, Denihd Liſe. Sopran. Mittwe Barbara Valder, Steffens Mutter. Mezzo-Sopran. Ruprecht, ein Landſtreicherl. Baß. Erſter Zweiter(Beldarbeiter. Dritter Landleute. Soldaten. Marodeure. Zeit der Handlung: Die letzten Tage des Monats Auguſt im Jahre 1813 Ort der Handlung: Das Hirſchberger Thal in Schleſien. Erſter Akt. +(Im Hintergrund das herrſchaftliche Schloß, von einem Eiſengitter um⸗ 7— 2 8 2 5— 8 geben; das Thor zur Einfahrt iſt geſchloſſen. Links vorne das Haus des Verwalters, rechts der Ausblick in's Freie.) Steffen. Feldarbeiter(meiſt bejahrte Männer, nur einige jüngere darunter). an. Nr. 1. Ehbor der Candlertte und Arie. Chor. Wir wollen nicht, wir wollen nicht, Uns drückt die harte Not. Man tröſtet, bittet und verſpricht, 813 5 Und giebt uns doch kein Brod. Wenn man den Lohn uns vorenthält, 4 Geht Keiner mehr hinaus auf's Feld. Steffen. Noch iſt die Ernte nicht geborgen, Wollt Ihr durch eigne Schuld Vermehren noch der Zeiten Sorgen? O, habt doch nur Geduld. Noch wenig Tage— laßt nicht nach— Und bringt die Frucht erſt unter Dach. Chor. Vir quälen uns von früh bis ſpät, Und wenn der Tag zu Ende geht, Dann ſpeiſt man uns mit leerem Wort. Das macht nicht ſatt— wir gehen fort. Soll'n wir im Haus, wo Weib und Kind Durch Hunger ſchwach und elend ſind, Den Jammer länger ſehn Und hilflos dabei ſtehn? Nein, nein, das darf nicht länger ſein. Wir wollen nicht, wir wollen nicht, u. ſ. w. Vorige. Reinhard. Reinhard. Warum der Lärm? Was hat's gegeben? Steffen. Ach, Reinhard, daß wir das erleben! Sie wollen keine Arbeit thun. So muß des Feldes ganzer Segen Verdorren, wenn die Hände ruhn; Verfaulen muß die Frucht im Regen, Wenn es auch Dir jetzt nicht gelingt, Daß ſie Dein mahnend Wort bezwingt. Chor. O, rühren werden wir uns ſchon! Es handelt ſich um unſ'ren Lohn. — — 7 Nicht länger mehr ſoll'n hin und her Von Tag zu Tag uns narren mehr Verſprechen, die man uns nicht hält. Wir wollen Brod, wir wollen Geld. Weit beſſer iſt, als ſolche Not, Soldat zu ſein— ging's auch zum Tod. Soll uns der Hunger hier erſchlaffen? Weit beſſer Kampf und Tod in Waffen. Reinhard. Glaubt Ihr, ich ſelbſt griff' nicht zur Wehr Für's theure Vaterland, wenn nicht Hier feſt mich hielt die nächſte Pflicht?! Arie. Denkt Eures Herrn, deß Blut gefloſſen. Ward es nicht auch für Euch vergoſſen? Für's Vaterland, für Haus und Heerd, Und auch für Euch zog er das Schwert. Zum Tod verwundet muß er leiden, Der Heimath fern vielleicht verſcheiden. Mitleidig denkt der Gattin Schmerz, Wollt nicht verhärten Euer Herz. Sie zog hinaus, ihn treu zu pflegen, Und führt' mit ſich den einz'gen Sohn. Die Gattin leite Gottes Segen Und ſchenke ihr der Treue Lohn. Uns ſei es Pflicht, treu zu verwalten, Was wir gelobt mit frohem Mut, Mag Gott das Leben ihm erhalten, Wir wahren ihm ſein Haus und Gut. (Zu einem Bauern.) Als Deines Vaters Feld vernichtet Durch Hagelſchlag, wer half ihm auf? (Zu einem Anderen.) Als Deine Eltern ſich geflüchtet, Durch Brand verjagt, wer nahm ſie auf? In jeder Not, zu jeder Zeit War er zu helfen gleich bereit. (Alle ſehen betroffen zur Erde.) Und nun der Herr, in fernem Land Verwundet ſchwer, den Troſt nur fand, Daß ſich die Seinen um ihn einen, Wollt Ihr ſo unbarmherzig ſcheinen?! Was die Natur auf Feld und Flur Erbracht, ſchützt Eure Arbeit nur. Chor(perlegen). Wir ehren wohl der Herrſchaft Leid, Doch ſelbſt drückt uns die Not der Zeit. Reinhard. O, habt Geduld, vertrauet mir, Ich ſteh' Euch treu zur Seite, Und Hilfe iſt, ich ſchwör' es hier, Nicht mehr in ferner Weite. Wenn wir mit raſchen Händen, Mit Arbeitsfleiß und Mut Der Ernte goldne Spenden Gebracht in ſichre Hut, Wenn dieſer Mühe Ziel gelang, Wenn ſchwache Kräfte zwingen, — APPFFEFECECCCEE ᷓ— ——7 Was noch zu thun, dann ſoll der Klang Der Kriegstrompete klingen. Dann wollen wir das Vaterland Von Feindesnot erretten, Vereint im Kampf mit Waffenhand Zerſprengen unſre Ketten. Chor. Wir woll'n vertrauen Und auf Dich bauen. Die Arbeit ſei die nächſte Pflicht. Doch Du vergiß auch unſrer nicht. Reinhard. Vertrauet mir! Wenn wir mit raſchen Händen, u. ſ. w. Chor. Dann wollen wir das Vaterland u. ſ. w. Reinhard. Regina. Nr. 2. Recitativ und Duett. Regina. O, habe Dank, mein teurer Reinhard, Daß Du mit klugem Wort den Widerſtand Der freilich hart Bedrängten zwangeſt, Daß ſich ihr Arbeitsmut nun wieder fand. Reinhard. So warſt Du nah Und hörteſt, was geſchah? Regina. Es trieb mich her— Die Angſt bedrückt mich ſchwer. Reinhard beſorgt). Die Angſt? Regina ſſich ſcheu umſehend). Der wilde Wolfram läßt nicht nach, mir aufzulauern. Und ſeine Nähe macht mich ſchauern, Als drohte Unheil mir von ihm. Reinhard Gornig)⸗ Er ſoll mir Rede ſtehn! Regina. Dein ſpottet er. Nicht Du, Der Vater ſelbſt muß ihn verwarnen. Reinhard. Doch der iſt fern? Regina. Er kehrt wohl heut zurück. Reinhard. Und wenn er zürnt ob unſrer Liebe Glück? Regina. Du irrſt gar ſehr. Wie Keiner mehr, 3 Liebt er ſein einzig Kind. Sag ihm voll Mut, Daß wir uns gut, Daß wir vereinigt ſind. Reinhard. Ich wage nicht zu hoffen, Daß er, der Wohlſtand liebt, Dem armen Elternloſen Sein Kind zum Weibe giebt. Regina. Sprich ohne Scheu zu ihm, es wird Dich lehren, Wie ſehr mein Glauben recht behält. Mein guter Vater weiß zu ehren Des Menſchen Wert weit mehr als Geld. Reinhard. Du wähneſt leicht Als Ziel erreicht Den ſüßen Liebeslohn: Ich ſehe kaum Den ſchönen Traum So bald erfüllt uns ſchon. Regina. O, zweifle nimmer. Der frohen Hoffnung mir bewußt, Füllt freudig Ahnen meine Bruſt. Reinhard. So froher Hoffnung nicht bewußt, Füllt banges Ahnen meine Bruſt. 10 Regina. O, zweifle nicht und glaube mir, Zu trübe ſcheint die Zukunft Dir. (Man hört hinter der Scene Peitſchenknall und Ausrufe der Bewillkommnung.) Doch hörſt Du nicht? Das iſt der Vater! ſteinhard(uach links, hinter das Haus blickend). Er iſt's, er kehrte heim. Regina, ſchilt mich, Mir klopft das Herz. Regina. Schnell ihm entgegen. Reinhard. So wird denn bald entſchieden ſein, Was uns beſtimmt, ob Du nun mein. Mir bangt vor ſeinem Nein! Es klopft mein bangend Herz in raſchen Schlägen Denn bald wird unſer Loos entſchieden ſein. Regina. Es klopft mein liebend Herz in raſchen Schlägen, Denn bald wird unſer Loos entſchieden ſein. Beide. Laß uns in Liebe heute heut auf's Neue Geloben ewigliche Treue, Daß uns vereint zu Trutz und Wehr Nicht Erdenmacht ſoll trennen mehr. 2 —.— 33 2— ........... —— —*2— Reinhard. Und ruft mich fort von hier die Pflicht, Den Arm dem Vaterland zu weihen— Wird das, was heut Dein Mund verſpricht, Dir Kraft im Abſchiedsſchmerz verleihen? Regina. Ich bau auf Gott und unſern Sieg, Der Himmel wird Dich ſchützen. Reinhard. So zieh ich furchtlos in Krieg, Wo Todeswaffen blitzen. Dein Vater naht, So will ich's wagen Und länger nicht Mehr zögernd zagen. Regina. So wird denn bald entſchieden ſein Was uns beſtimmt, Geliebter mein. Es klopft mein liebend Herz u. ſ. w. Reinhard. Es klopft mein bangend Herz u. ſ. w. Nr. 3. Ebor, Rrioſo und Ortintett. Chor. Vivat! Vivat! Freude kehret ein. Vivat, der ſie uns bereitet, Stimmt mit ein, Vivat hoch! 12 Jobſt. Regina. Reinhard. Steffen. Liſe. Jobſt. Nach langem Mißgeſchick Laßt preiſen uns das Glück. Sich in Hoffnungslicht zu ſonnen, Neu gewonnen, Stärkt die Kraft und ſtählt das Leben Zu neuem Streben. Für die Freiheit unſrer Brüder, Für des Königs Recht und Thron Tönen unſre Kriegeslieder, Greift zum Schwert des Landes Sohn. Einen Strahl der Hoffnungsfreude Bringt der erſte Sieg uns heute. Bittet Gott, daß er auch weiter Schütze unſre tapfren Streiter Und daß bald, den Sieg zu krönen, Wieder Friedensklänge tönen. Regina. Und weißt Du auch, was hier gedroht? Jobſt lühr lächelnd zunickend). Ich werd' es Reinhard danken. Steffen. Es war wahrhaftig höchſte Not, Ich hielt ſie nicht in Schranken; Nur ihm iſt es zu danken. —— ie — eet e —— Jobſt. Sag Reinhard, wie denn lohn ich Dir, Was tapfer Dir gelungen? Reinhard. Die Tapferkeit lohnt kaum den Dank, Der Sieg ward leicht errungen. (Jobſt wendet ſich mit einer Frage an Regina, dieſe ſchlägt errötend die Augen nieder. Jobſt ſieht dann lächelnd Reinhard an, der verlegen ſeine Mütze in den Händen hin und her dreht.) Steffen(ändeſſen leiſe zu Liſe). Was ſimuliert er lange um den Lohn? Er brauchte blos Zu ſagen, Reinhard, ſei mein Sohn— Dann wär er's los. Liſe(ſchlägt Steffen auf den Mund). Jobſt 6u Regina). Sprich, mein geliebtes Kind, Weißt Du mir keinen Preis zu nennen, Der lohnt, was er uns that? Regina läür ſich). Ich fühle meine Wangen brennen. Reinhold(üür ſich). Hat er die Abſicht, uns zu trennen? Jobſt ,für ſich). Wie feurig ihre Wangen brennen! (Laut zu Regina.) Weißt Du mir keinen Rat? — Steffen(laut). Ich wüßte ſchon— Liſe(liſe zu Steffer). So ſchweige doch, Der Herr wird ſicher böſe noch. Jobſt. So wiſſe, daß ein braves Weib Zum Lohn ich ihm beſtimmt. Doch bin ich allerdings noch nicht Gewiß, ob er es nimmt. Regina und Reinhard. O, welch ein Augenblick voll Pein! Steffen und Liſe. Mir ſcheint, es wird die Rechte ſein. Jobſt. Nach dieſem Augenblick der Pein Wird ihre Freude umſo größer ſein. (Zu Reinhard.) Ich habe Dich, mein theurer Sohn, Geſchätzt vor Allen lange ſchon. Beſcheiden tratſt Du ſtets zurück, Und wagſt auch dieſen Augenblick Zu greifen nicht nach Deinem Glück. So will ich ſelbſt des Kindes Hand Heut in die Deine legen, Hab' Euer Sehnen längſt erkannt, Und freudig geb ich meinen Segen. — 15— Regina und Reinhard. O Freudentag! ich halt' umſchlungen, Den zum Gefährten Die zur Gefährtin Des Herzens Wunſch, er iſt errungen, Und nichts zu höchſtem Glücke fehlt, Als daß die Stunde bald erſcheint, Die uns auf immerdar vereint. ich erwählt! Jobſt. Steffen. Liſe. O Freudentag! er hält umſchlungen, Die zur Gefährtin er erwählt. Des Herzens Wunſch, er iſt errungen, Und nichts zu höchſtem Glücke fehlt, Als daß die Stunde bald erſcheint, Die ſie auf immerdar vereint. Wolfram. Nr. 4. Recitativ und Rrie. So werd ich abgeſpeiſt mit ſchalen Worten, Wie von der Thür man weiſt den läſt'gen Bettler! Das iſt der Dank dafür, daß ich dem Mörder, Der ſeinem Leben ſchon den Reſt gedroht, Eutgegen trat, ihn vor Gefahr beſchützend Das eigne Leben in die Schanze ſchlug?! Und ſo beſchieden ſoll'ich meines Weges ziehn Und frei die Bahn dem Nebenbuhler laſſen? O nein, ſo leicht geb ich den Kampf nicht auf. —. 16 In Armuth auferzogen, Des Lebens Freuden baar, Um jedes Glück betrogen, Verging mir Jahr um Jahr. Wenn Andre leicht ſich fanden Zu Spiel und loſer Luſt, Hab ich fernab geſtanden, Den Unmuth in der Bruſt. Einmal nur hat verheißend Die Sonne mir gelacht, Als ſie ihr Antlitz gleißend Vor's Auge mir gebracht. Von dieſem Strahl bezwungen Verlangt mein Herz nach Licht, Und bis es ausgerungen Stirbt das Verlangen nicht. Und kann ich ihre Liebe nicht erringen, Sie zu vergeſſen bin ich nicht gewiůllt, Und müßt' ich drohend, mit Gewalt erzwingen, Was mir das glühend heiße Sehnen ſtillt. Mein muß ſie ſein! eichts dämpfet das Verlangen. Mein muß ſie ſein! Will liebend Sie umfangen. Erſt wenn mein heiß Bemühn gelungen, Wenn ſie, auch nur durch Furcht bezwungen, In meinen Armen ruht, erſt dann Des Fiebers Gluth ſich mindern kann. Und der ſie mir zu rauben droht, Er rüſte ſich zu Kampf und Tod. 5 — Kann auch Gewalt nur zwingen, Sie zu erringen Nur ihr Beſitz iſt Streben Für mich und Leben. Regina, Du mein wildes Sehnen, Laß mich in Qualen nicht vergehn. Stößt Du mich fort, Dann machſt Du grauſam mich und ſchlecht. Du biſt mein Hort, Bedenk, daß ſich Dein Weigern rächt. Mein muß ſie ſein! Will liebend ſie umfangen. Und der ſie mir zu rauben droht, Er rüſte ſich zu Kampf und Tod. Nur ihr Beſitz iſt Streben Für mich und Leben. Regina, Du mein wildes Sehnen, Sei mein Hort, Laß mich in Qualen nicht vergehn, Stoß mich nicht fort. Dich erringen muß ich mir, Denn mein Daſein ruht in Dir. Und riefen tauſend Stimmen Nein— Mein muß ſie ſein! Steffen. Liſe. Landleute. Kinder. Nr. 5. Finale. Chor. Freut Euch der Stunde nach bänglichen Sorgen, Die wir genießen in freudiger Luſt, 2 8 Die wir, vor bitterſter Not nun geborgen, Preiſen aus froher, aus dankbarer Bruſt. Daß wir genießen die fröhliche Raſt, Daß wir beim Feſtmahle heute zu Gaſt, Dankt des Verwalters fürſorgendem Rat, Dank ſoll ihm lohnen für das, was er that. Vivat der edle, vortreffliche Mann, Der unſre Herzen in Dank ſich gewann! Vorige. Jobſt. Regina. Reinhard. Jobſt. Habt Dank, Ihr lieben Leute. Dieſer frohe Tag Sollt' mir noch mehr zur Freude Anlaß geben. Reinhard ſeht hier, dem ich ſo viel ſchon danke, Ihn hab' ich heut zum Eidam mir erkoren. Begrüßt als Bräut'gam ihn und meinen Sohn. Chor. Glück und Segen dieſem Bunde! (Die Landleute drängen ſich um Regina und Reinhard und bringen ihre Gratulationen an.) Jobſt. Nun überlaßt Euch ganz der Freude; Doch wenn Ihr Eure Gläſer leert, Denkt an des Vaterlands Befreiung, Daß Gott verleihe unſern Waffen den Sieg. Alle. Denkt an des Vaterlands Befreiung. Daß Gott verleihe unſren Waffen den Sieg! 4(der 4 — 198 Steffen (der nach rechts abgegangen war, kommt von dort zurück; ängſtlich und leiſe zu Jobſt). Ach, Herr, die Muſikanten, Sie kommen eben an Und melden, daß im Walde Verdächtiges ſie ſahn. Ein Haufen wilder Männer, Bewaffnet obendrein Mit Säbel und Piſtolen, Soll dort verborgen ſein. Jobſt(ülachend). Vielleicht auch mit Kanonen? Ne große Heeresmacht? Laß Deine Furcht nicht merken, Sonſt wirſt Du ausgelacht. Steffen. 1 Ihr ſpracht doch ſelbſt, daß Vorſicht gut? hre Jobſt. Gewiß, wir ſind auf unſrer Hut. Steffen. Doch ziehn die Strolche ſich hierher? Jobſt. Sind wir verſammelt nicht zur Wehr? Chor. 4 Zum Tanz! zum Tanz! (Tanz.) 1 20— (Nach dem Tanz ſtürzt Steffen, der ſich wieder fortgeſchlichen hatte, angſt⸗ erfüllt und laut ſchreiend von rechts her auf die Bühne.) Steffen. Verloren ſind wir, rettet Euch! 0 Ne wilde Räuberbande Iſt unſrem Hof ſchon nah. Sie drohen Brand und Mord. Chor. Entſetzen! Sprichſt Du wahr? Es drohte uns Gefahr? Steffen. 6 Verloren alleſammt Sind wir, die Schaar entſtammt Der Hölle. Rettet Euch! Vorige. Wolfram. Ruprecht. Die Marodeure. Die Marodeure. Wir kommen ungeladen Zum Feſte, Und ſind wohl nicht willkommen Als Gäſte? Doch daß man uns nicht wehrt Den Platz an Eurem Heerd, Sei drohend Euch gelehrt. 1 Die Waffe in der Hand, Durchziehen wir das Land⸗ Und mit Waffen Läßt ſich ſchaffen ο ſ⸗ + 4ο Alles, Alles in der Welt: Wonnig Leben, Liebe, Geld. Jobſt. Glaubet nicht, daß Euer Hohn Und daß Euer wildes Drohn Uns erſchreckt; wir werden wiſſen, Euch zu wehren, wenn Ihr Uebles ſinnt. Die Marodeure. Hört doch an, der alte Thor Schreibt uns hier Geſetze vor! Hahahaha! Wolfram(pvortretend). Halt, ſag ich, laßt mich mit ihm reden, Weicht zurück und gebt mir Raum. (Ruprecht giebt ſeinen Leuten das Zeichen, ſich zurückzuziehen, Wolfram tritt zu Jobſt.) Jobſt, Reinhard, Regina, Steffen, Liſe und die Landleute. Wie ſeltſam! Wolframs Wort erſchallt Und giebt ihm über ſie Gewalt. Wofram Gu Jobſt). Schon einmal trat ich heut vor Dich Mit zagendem Entſchluß, Doch Dankbarkeit, ſo hoffte ich, Gewährt ermunternd Gruß. Doch Du vergaßeſt Dankespflicht Und achteteſt mein Flehen nicht. Zum zweiten Mal ſieh mich bereit, Zu retten Leben Dir und Gut. Ein Wort von mir entflammt zum Streit. Der Schaaren wilden Mut. Nur ich allein Kann Dich befrein. Es wartet Dein das Strafgericht, Erfüllſt Du mein Begehren nicht. Reginas Hand, ſie werde mein, Für ſie ſollſt Du gerettet ſein. Regina, Reinhard, Jobſt, Steffen, Liſe, Chor der Landleute. Entſetzen und Schrecken erſtarren das Blut! Allvater im Himmel, verleihe uns Mut, Laß rettend ein Zeichen zur Hilfe uns ſehn Des reinen Glückes freie Sonne Verbirgt ſich uns nur allzubald, Nach lang erſehnter kurzer Wonne Trifft uns des Unglücks Schwergewalt. Wolfram, Ruprecht, die Marodeure. Entſetzen und Schrecken erſtarren das Blut! Sie flehen zum Himmel und bitten um Mut Und hoffen, daß Zeichen und Wunder geſchehn. Der Strahlenſchein der Liebesſonne Erliſcht für Euch nur allzubald, Nehmt Abſchied von der kurzen Wonne, Euch trennt die ſtärkere Gewalt. Und nimmer das ſchmachvolle Unglück geſchehn. Hier giebt es kein Wunder und kein Widerſtehn. 5 73= ( de ο Wolfram 6zu Jobſt). Noch ſteht die Wahl Dir gütlich offen, Bedenk, daß unſre Macht Dich zwingt. Rein hard. Du Böſewicht, Du wagſt zu hoffen, Daß Dir Dein Bubenſtück gelingt? Wolfram. Du magſt die kecke Zunge wahren, Vor Deinem Zorne Keiner weicht. Reinhard. Ha, Prahler! Doch Du ſollſt erfahren, Daß Dir der Sieg nicht gar ſo leicht. (Einzelne Bauern haben auf Jobſt's Anordnung aus dem Hauſe und hinter demſelben her Stöcke, Spaten, Senſen, auch einzelne Waffenſtücke geholt und unter die Andern vertheilt; ſie rüſten ſich zur Wehr.) Chor der Landleute. Wir ſtehn zu Wehr und Kampf bereit. Die Frauen. O Gott, wie ſoll das enden?! Regina(u Wolfram). Hab Mitleid— aus Barmherzigkeitl Die Marodeure(u Wolfram). Laß uns das Werk vollenden. Regina(ſich an Wolfram klammernd). Erbarme Dich! Reinhard(Regina an ſich ziehend). Hinweg von ihm! Jobſt. Mein theures Kind! Wolfram(drohend). Die Zeit verrinnt! Die Bauern. Schlagt nieder ſie! Die Marodeure. Kommt an, kommt an! Die Bauern. Auf, läutet Sturm! Die Marodeure. Brennt an, brennt an! Regina. Liſe. Die Frauen. Sie drohen Feuerbrand uns an! Wolfram Gu Jobſt). Entſcheide Dich, die Zeit verrinnt. Giebſt Du zum Weibe mir Dein Kindd V * 25— Jobſt. Wohlan, da Dich kein Flehen rührt, So höre, Sohn der Sünde, Nur über meine Leiche führt Der Weg zu meinem Kinde. Wagſt Du Dein ſchändliches Verbrechen, Der Ew'ge wird die Schandthat rächen. Jobſt. Reinhard. Regina. Liſe. Steffen und Chor der Landleute. Verderben bricht aus Wolken ein Und ſchleudert ſeine Blitze Herab auf unſer friedlich Dach! O' jammervolle Not und Schmach! Allmächt'ger, hab Erbarmen, Gieb Kraft den ſchwachen Armen, Sonſt ſchlägt uns Räuberbrut In Trümmer Hab und Gut. Bewaffnet Euch Und wehret Euch, Wir ſetzen unſer Leben ein. Gott wird uns Mut und Kraft verleihn. Verderben bricht auf ſie herein Und ſchleudert ſeine Blitze Mit Feuerbrand herab auf's Dach. Wir ſpotten Eurem Weh' und Ach'. Dann mag in Glut erwarmen In ihres Räubers Armen Wolfram. Ruprecht. Die Marodeure. —— e Des Liebchens kaltes Blut— f Zum Lohn für kecken Mut. Dann führt zugleich Auf's Schloß den Streich, 3 Der blitzend helle Silberſchrein Soll unſres Streiches Beute ſein. 0 (Sin und her wogender Kampf. Der größte Theil der Marodeure dringt durch das Gitterthor in den Schloßhof, man ſieht und hört, wie ſie die Eingangsthür zum Schloſſe ſprengen und alsdann auch dort eindringen. Bald darauf ſieht man Flammenſchein hinter den Fenſtern des Schloſſes. Jobſt und einige Andere ſchreien laut: „Das Schloß“!„Die Silberkammer“! und ſtürzen den Marodeuren nach. Reinhard, Regina beſchützend, bleibt auf der Scene; er wird von Wolfram und einigen Marodeuren über⸗ wältigt und niedergeworfen. Es fallen Schüſſe, die Weiber ſchreien und ö flüchten. Wolfram lentweder allein oder mit Hilfe eines der Marodeure) ergreift die ohnmächtige Regina und trägt ſie auf ſeinen Armen davon. Der Vorhang fällt unter dem fortwährenden Gewühl des Kampfes). Ende des erſten Aktes. igt die es. ibt er⸗ Zweiter Akt. Eine Bauernhütte, in der Mitte durch eine Wand getheilt. Die beiden Räume ſind durch eine kleine Thür im Vordergrund verbunden.) Barbara(allein). Nr. 6. Lied. Barbara. Früh am Morgen Schon in Sorgen, Kurzer Schlaf und banger Traum. Fäden ſpinnend, Trübſal ſinnend, Tag für Tag in engem Raum. Und auf Bergen wie im Thale Seufzt die Menſchheit gramerfüllt, Daß die Sonne wieder ſtrahle, Die in Wolken uns verhüllt. : Holder Frieden, kehre ein, Weiche Nacht dem Sonnenſchein.:: Ueber Sternen, In den Fernen Thront mit ihrem Engelsſinn, Früh entboten Zu den Todten, Unſre theure Königin, 5 28 Die in opferſchweren Tagen, Unter des Bedrückers Hohn Tiefſtes Weh und Leid getragen, 0 Bittend jetzt am Himmelsthron: „: Holder Frieden, kehre ein, Weiche Nacht dem Sonnenſchein. 2,: Nr. 7. Scene und Dueett. Wolfram(u den Marodeuren). Hier iſt das Haus, hier raſten wir. Ihr haltet Wache vor der Thür. (Die Marodeure entfernen ſich, Wolfram weiſt auch Steffen und Liſe gebieteriſch die Thür Steffen nimmt Liſe bei der Hand, und Beide eilen furchtſam durch die Thür hinaus.) Barbara. Mein theures Fräulein, ach, was mußt' ich hören?! Wolfram. Still, Alte, keine Litanei! Sonſt werde ich Dich ſchweigen lehren. Ein Ruhelager ſchaff' herbei. Das Fräulein iſt vom Weg ermüdet. Barbara(auf die Kammer deutend). Wenn Euch mein ärmlich Bette recht— Wolfram(drohend). Und wenn Ihr etwa Pläne ſchmiedet, Verrat zu üben, geht's Euch ſchlecht! 2 Regina leeiſe). O, Gott! Barbara b(bei Seite). Die Arme! 8ie führt Regina in die Kammer.) Hier, liebes Fräulein, tretet ein. Wolfram Gu Barbara). Dann geh hinaus, laß uns allein. Regina (als ſie ſich mit Barbara in der Kammer allein ſieht, in höchſter Angſt, leiſe:) Giebt's keinen Ausweg hier zur Flucht? Barbara(traurig den Kopf ſchüttelnd). Umſonſt iſt, was Ihr auch verſucht. Regina(sverzweiflungsvoll die Hände ringend). ne! O, Herr, mein Gott, erbarm' Dich mein. Barbara(die Hände faltend). Er mög Euch ſeinen Schutz verleihn. Wolfram leechts, ungeduldig). Nun, wird es bald? Barbara. Ich komme ſchon. (Sie tritt in den Raum rechts). Wolfram(drohend zu Barbarah. Schweig Du, und warn' auch Deinen Sohn. (Barbara entfernt ſich furchtſam durch die Mittelthür.) —— j— ˖—ᷓ—9—2j2xꝙ 9—ꝙC7rꝙè/.————— — Regina. Noch einmal ſei's verſucht, er muß mich hören. Noch einmal ſieh mich bittend hier, Hab' Mitleid mit mir Armen, Noch einmal flehe ich zu Dir: Ueb' menſchliches Erbarmen! Auf Deine Seele häufeſt Du Entſetzliches Verbrechen— Du findeſt nimmer Fried' und Ruh, Es muß an Dir ſich rächen. Du willſt, von böſem Wahn beſeſſen, Zerſtören meines Lebens Glück— Ich will vergeben, will vergeſſen. Doch gieb den Meinen mich zurück. Wolfram. Ich kann Dein Schickſal nicht mehr wenden, Ich kann und will zurück nicht mehr, Was ich gewagt, will ich vollenden, Ich trotze Widerſtand und Wehr. 6 Nicht können ſchrecken 31 Gewiſſensqualen Den, der zum Aeußerſten bereit. In Deinen Armen Spott ich des Himmels Und ſeiner ganzen Seligkeit. Regina. Verruchter, Du! Mich faſſet Grauen. S — 31 Wolfram. So wild machſt Du mich nur Und Dein Verweigern.— Von einer lieben Mutter auferzogen, War meiner Kindheit Freude ſie allein. Kaum trat ich unter fremde Menſchen, Da ward mir ſchon getrübt Der Jugend kurzes Glück. Mein Vater ſtarb durch Selbſtmord im Gefängniß. Verurteilt, wollt' er nicht in Schande leben. Doch ſeine Schuld, die ließ man mich entgelten. Von ihrer Thüre wieſen ſie mich fort, Troſtlos ließ man mich ſtehn, und ohne Arbeit. Da zog ich fort, verließ mein Heimatland. Hier lebt' ich einſam, fern von allen Freuden. Nur meiner Pflicht, und mied der Menſchen Nähe. Da ſah ich Dich, und zaub'riſch aufgeſchloſſen Zog in mein Herz der Liebe Macht. Mit einem Schlag, von Deinem Licht umfloſſen, Ward mir zum Tage meines Daſeins Nacht. Vergeſſen war, was ich bisher gelitten, Daß Menſchen mir des Daſeins Recht beſtritten, Die Sonne kam, es kam die Frühlingszeit, Und ich empfand der Liebe Seligkeit. Regina. O, wenn in Dir ſich milde Sinne rühren, Wenn Dich der Liebe Macht ſo tief bewegt, Wie konnte Leidenſchaft ſo weit Dich führen, Daß ſie Dein beſſer Theil in Feſſeln legt?! — 32— Der Mutterliebe konnteſt Du gedenken— O, laß von der Erinnrung jetzt Dich lenken. Dem Vater raube nicht ſein Lebensglück, Dem Vater gieb ſein ſchuldlos Kind zurück. (Wolfram wendet ſich ab.) Du biſt bewegt— laß Dich erbitten, Dank ſoll Dir lohnen den Entſchluß. Wolfram. Was ich bisher um Dich gelitten, Das dankt mir nur Dein Liebeskuß. Regina. Kannſt Du ein Weib zur Liebe zwingen? Laß mich nicht länger in Dich dringen, Du weißt, mein Herz gehört ſchon Reinhard— Wolfram(wild auffahrend). Er?! Nein, ihm ſollſt Du nicht gehören! Wer hieß Dich dieſen Namen nennen? Vermöcht ich's auch, Dir zu entſagen, Könnt' ich doch nimmermehr ertragen, Daß Du in eines Andern Arm In Liebe bebteſt, meiner ſpottend. Mein bleibt die Beute. Was ich als Dankeslohn erſtritt, Ich will es halten. Und wenn mein Flehen Du verlacht— Wohlan, ſo ſoll Gewalt Dich zwingen, Denn Du, Du bleibſt in meiner Macht. Regina. Herr, mein Gott, in tiefſter Not Flehe ich zu Dir! Ein verzweiflungsvoller Tod Harret meiner hier. Nicht in Schanden ausgehalten Kann dies Leben ſein. O, laß Deine Gnade walten Und erbarm Dich mein. Wolfram. Keine Macht und kein Gebot Reißet Dich von mir! Lieber qualenvoller Tod, Als entſagen Dir. Nicht ſoll meine Glut erkalten, tichts ſoll Dich befrein, Will Dich feſt umſchlungen halten, ‚ Sieger will ich ſein! No. 8. Finale. Wolfram Gu den Marodeuren). Seid auf der Hut und ſchärft die Sinne, Stellt aus die Wache, ſeid bereit, Daß unſre Spur man nicht gewinne, Gefährdend unſre Sicherheit. Auch auf die Frauen habet Acht, Daß Keine fliehe, ſeid bedacht. —34— Regina(zu Barbara). Hat Euer Sohn Euch nicht geſagt, Wie es um meinen Vater ſteht? Barbara b(oerlegen). Er hätt' mir's ſicherlich geklagt, Wüßt' er nicht, daß es gut ihm geht. Regina. Ach, meine Angſt! Barbara lüür ſich). Sie dauert mich. Liſe (die bisher heimlich mit Steffen geſprochen, tritt in die Kammer links.) Wolfram entfernt mit Steffen ſich. Regina(gboffnungsvoll). Er läßt uns? Liſe. Nur auf kurze Zeit. (Indem ſie ganz nahe zu den beiden Frauen tritt.) Vielleicht, daß Steffen uns befreit. (Regina will freudig aufjubeln, Liſe bedeutet ihr ängſtlich, zu ſchweigen, indem ſie auf das Nebenzimmer hinzeigt, und erzählt den beiden Frauen dann weiter von Steffens Plan.) Wolfram Eu den Marodeuren, die eben übermütig auflachen). Hier ſtöret Euer lautes Schrein, Trinkt lieber draußen Euren Wein; Doch thut des Guten nicht zu viel, Wir haben noch ein weites Ziel. Stellt Späher aus und ſorgt dafür, Daß wohl bewacht bleibt dieſe Thür. Chor. Stellt Späher aus und ſorgt dafür, Daß wohl bewacht bleibt dieſe Thür. Regina. Daß Weines Kraft doch ihre Sinne Gefangen hielte, daß ich Zeit Und Mut zu raſcher Flucht gewinne, Aufatmend frei in Sicherheit, Daß meines Räubers böſe Macht Mich nicht als Beute frech verlacht! Liſe, Barbara, Steffen. Daß Weines Kraft doch ihre Sinne 3 Gefangen hielte, daß ſie Zeit Und Mut zu raſcher Flucht gewinne, Die brächte ſie in Sicherheit, Daß ihres Räubers böſe Macht Sie nicht als Beute frech verlacht! Wolfram und die Marodeure. Seid auf der Hut und ſchärft die Sinne, Stellt aus die Wache, ſeid bereit, Daß unſre Spur man nicht gewinne, Gefährdend unſre Sicherheit. Auch auf die Frauen habet Acht, Daß keine fliehe, ſeid bedacht. (Wolfram winkt Steffen, ſie gehen Beide voran, die Marodeure, die gefüllten Gläſer mitnehmend, folgen ihnen durch die Mittel⸗ Es wird dunkler, aus der Ferne zieht einGewitter auf. Regina. Liſe. Barbara. (Barbara und Liſe verlaſſen Regina und horchen im Nebenzimmer teils an der Thür, oder ſpähen an dem Fenſter rechts in's Freie. Liſe macht auch einmal den Verſuch, die Mittelthür zu öffnen und hinauszutreten, wird aber barſch von der Wache wieder in's Zimmer gewieſen.) Regina(fſnkt auf die Knie, die Hände faltend). In brünſtigem Gebet Fleh ich den Himmel an, Der mich aus meiner Not Allein erretten kann. O Herr, bewahre mich, Daß ich nicht werd' zum Raube Der Schande, Herr, mein Gott, Mein ſtarker Hort und Glaube. Beſchütze vor Gefahr Des Lebens Erdenlauf Und nimm mich, frei von Sünde, In Deinen Himmel auf. Vorige. Steffen. (Steffen tritt eilig durch die Mittelthür ein, die er ſchnell wieder Er winkt Barbara und Liſe zu und geht mit ihnen zu Regina hinein.) Regina. Liſe. Barbara. Schon wieder das Steffen(Athem holend). Schon wieder da! Regina. Liſe. Barbara. Sprich, was geſchah? Steffen. Ja, was geſchah! Gönnt mir nur eine kurze Raſt, Denn mir vergeht der Athem faſt. Liſe. Barbara. Erhole Dich. Regina. Dann aber ſprich. Steffen. Ich führt' ihn durch den Felſenbruch Auf ungebahnten Wegen Hinauf zur Burg. Zurück macht Keiner dieſen Weg. Ich aber kenne Wald und Steg, Entlief ihm, um Euch beizuſtehn. Doch was geſchieht, muß bald geſchehn. Regina. Und was? Steffen. Wir fliehn. — 38 Regina(soll Freude). Wir fliehn? Liſe. Barbara. f Wohin? Steffen(zu Regina). Ich führ' zum Vater Euch zurück. Regina. Mein Vater lebt?! Steffen. Zum guten Glück! Er hat mich ſelbſt Euch nachgeſandt. Regina. Mein Vater! Reinhard! Liſe. Barbara. Faſſung, Mut! Steffen. Es geht, ſo Gott will, Alles gut. Liſe. Barbara. Es geht, ſo Gott will, Alles gut. Regina(binauszeigend). Doch Flucht, wie wird ſie möglich ſein? f 3.— 39 Steffen. Ich denke wohl, es geht. Der Wein War ſtark, ſie taumeln ſchon, Und giebt man ihnen mehr davon, Sind ihre Glieder bald ſo ſchwer, Daß Keiner uns dann hindert mehr. Regina. Liſe. Barbara. Steffen. Gott, laß unſren Plan gelingen, Führe uns der Rettung Bahn, Schütze ſegnend das Vollbringen, Flehend rufen wir Dich an. (Das Gewitter zieht ſtärker herauf, es donnert und blitzt.) Vorige. Die Marodeure. (Die Marodeure treten weintrunken taumelnd und lärmend durch die Mittelthür wieder ein.) Chor. Der Teufel halt' das länger aus In Donner, Blitz und Regen. 's iſt beſſer doch im trocknen Haus, Allein des Weines wegen. Darum heiter Eingeſchenkt, Bald geht's weiter. Das bedenkt! (Sie machen ſich wieder über den Wein her.) — 40—.— Regina(eerzagt). O Gott, das Ungewitter treibt Herein die wilde Schaar. Steffen. Was thut's? Wenn Wolfram ferne bleibt, Droht uns nicht viel Gefahr. Nur immer Mut! Ich ſorge jetzt, daß unſer Wein Die Wirkung thut. (Er geht in das andere Zimmer.) Nun, wie geht's den werten Gäſten? Reicht der Vorrat noch an Wein? (Er ſchenkt Allen fleißig ein.) Chor. Gieb zum Trunk ein Lied zum beſten, Denn wir wollen luſtig ſein. Steffen. Sehr gern, Ihr Herren Zecher. 6 Doch wenn ich ſingen ſoll, So füllt auch Eure Becher, Hübſch bis zum Rande voll. Chor. Das iſt gethan. Nun fange an. ie Steffen. Was iſt das Beſte auf der Welt? Diridum! Diridum! 411— Das iſt nicht Wein, nicht Liebe, Geld! Diridum! Diridum! Zufrieden iſt und reich und ſatt, Wer'n glückliches Gemütte hat. Diridum! Diridum! So lange hier der Wein noch fließt Und draußen es in Strömen gießt, Bleibt hübſch gemüttlich man im Haus Und trinkt den letzten Tropfen aus. (Die Marodeure haben lachend den Refrain mitgeſungen, zuletzt ſchwächer, mit lallender Zunge. Sie ſitzen mit ſchwer nieder⸗ hängenden Köpfen da, alle betrunken und während des Nach⸗ ſpiels zu dem Liede einſchlafend. Die Frauen in der Kammer haben mit ängſtlicher Sorge dem Fortgang der Scene gelauſcht. Steffen öffnet, nachdem er ſich überzeugt, daß Alle ſchlafen, die Kammerthür. Man hört den Regen gegen die Fenſter der Hütte klatſchen, auch das Schnarchen der Marodeure wird vernehmbar.) Steffen. Der Augenblick iſt da. Seid Ihr entſchloſſen? Regina. Ich bin bereit. Der Himmel ſchütze uns. Regina. Liſe. Barbara. Steffen. Gott, laß unſern Plan gelingen (Alle treten in das Zimmer rechts, Steffen und Regina voran, und gewinnen den Ausgang. (Ende des zweiten Aktes.) Dritter Alkt. Eine freie Gegend. Landleute. Freiwillige. (Eine Schaar von Freiwilligen, zum Teil ſchon etwas militäriſch ausgerüſtet und mit Waffen verſehen, rüſtet ſich zum Aufbruch.) Nr. 9. Ehbor und Rrie. Chor. Ertönet Jubellieder! Nach Knechtſchaft lacht uns wieder Der Freiheit goldne Sonne, Verkündend Glück und Wonne. Laßt letzten Gruß erſchallen. Der tapfren Heldenſchaar, ö 8 Er bring' Euch Wackren allen f Den Kranz des Ruhmes dar. Jobſt. Chor(bpinter der Scene). (Jobſt auf einen Stock geſtützt, tritt wankend von links auf.) Jobſt. Ueberall herrſcht frohes Leben, Nur dies arme, alte Herz Bleibt dem Kummer preisgegeben, 4 Iſt erfüllt von Gram und Schmerz. 43 Grauſam Schickſal, wodurch habe Ich verſchuldet ſolch Geſchick, Daß Du mir, ſo nah am Grabe, Raubſt mein einzig Lebensglück? Sieh, o Herr, auf mich hernieder, Der ich alt und elend bin, Gieb mein theures Kind mir wieder, Oder nimm mein Leben hin. (In Begleitung der letzten Strophe ertönt hinter der Scene der Chor: Ertönet Jubellieder! u. ſ. w.) Nr. 10. Recitativ, Arie und Enſemble. Reinhard. Gefährten, Freunde, Die ihr zum Kampf für's Vaterland Gerüſtet, helft auch meiner Pein, Helft mir, Regina aus des Räubers Hand, Aus ſeiner finſtern Macht befrein. (Von Einem zum Andern gehend, bittend und dringend.) Schenket mir Beiſtand, helfet mir ſtreiten, Helft ſie erlöſen aus tückiſcher Macht, Laſſet gleich mir Euch vom Zorne geleiten, Er giebt mir Kraft, bis die Rettung vollbracht— Seht dieſes Greiſes Thränen fließen, Seht, wie mein liebend Herz zerriſſen. Geraubt ward uns das höchſte Gut, O, rächt des Frevlers Uebermut— (Die jungen Leute drücken Reinhard die Hand und 1 ihm ihre Hilfe zu.) —— 44—— Steffen(unach Atem ringend). Da bin ich— o, weh! Chor der Landleute. Was iſt geſchehn? Er bringt gewiß nicht gute Mär. Den alten Vater trifft es ſchwer. Steffen. O, denkt doch nur, ich hatte ſie gefunden Und war ſchon auf dem Weg zur Flucht mit ihr. Doch wenig Schritte vor der Hütte Thür Stand uns der Räuber plötzlich gegenüber. Er griff Reginen, ſchrie die Anderen wach, Ohnmächtig fiel auf Muttels Bett das Fräulein. So ſchleppten ſie ſie fort in Sturm und Regen. Ich ſchlich mit zitterndem Gemütte hinterher Und weiß, wo ſie im Wald das Opfer bergen. O, eilet, kommt, ich führe Euch. Reichard. Dem Räuber Rache! Helfet mir! Chor. Voran, wir Alle folgen Dir. Reinhard.. Schenket mir Beiſtand u. ſ. w. Chor. Schenket ihm Beiſtand u. ſ. w. (Alle ſtürmen nach rechts davon, der Zwiſchenvorhang fällt.) Le (Di als 3 Uerwandlung. (Von hohen Bäumen beſchattet die ziemlich gut erhaltene Ruine einer alten Burg. Zur rechten Seite, die Ueberreſte eines großen Thorbogens. Neben dem Bogen, zur Linken, ein Turm, zu dem eine niedrige Thür führt; nach oben zu iſt der Turm ganz zerbröckelt und offen. Neben dem Turm, nach links, die Ueber⸗ reſte einer Zimmerwand. In der äußerſten Linken führen verfallene Treppenſtufen in die Höhe, ſo daß man über dieſelben bis auf das Dach der Zimmerwand und an den offenen Turm gelangen kann. Vorn, zur Seite rechts, iſt ein Holzſtoß aufgeſchichtet, deſſen verglimmendes Feuer noch glüht, oberhalb des Holzſtoßes hängt ein Keſſel. In einem Eiſenbügel in der Mauer des Turmes ſteckt eine brennende Fackel.) Wolfram. Regina. Einige Marodeure, dann Ruprecht. (Regina liegt ſchlafend auf der Steinbank, Wolfram ſteht in ihrer Nähe. Um den Keſſel herum lagern einige der Marodeure.) Nr. 11. Recitativ und Dueett. Wolfram C(u den Marodeuren). Der Burſche iſt entwiſcht! Das kommt von Eurem Weindunſt, Der Gegend kundig, kann es leicht geſchehn, Daß einen Ueberfall er uns bereitet. (Die Marodeure zucken die Achſel, fahren mit der Hand durch die Luft, als wollten ſie ſagen: laß ihn! und ſtrecken ſich wieder gähnend am Feuer nieder. Wolfram nähert ſich Regina.) 46 Ruprecht (kommt aus dem Hintergrund, zu Wolfram, ärgerlich). Nun kommt's, wie ich geſagt. Dein Zögern hat Gefahr gebracht. Ganz deutlich ſieht man ſchon von fern Sich Truppenmacht bewegen. Wolfram. Doch nicht hierher? Ruprecht. Faſt ſcheint es ſo. Doch das allein, Das ſollte mich nicht ſchrecken. Doch von der andern Seite her Gewahrt man nahe ſchon Den Berg heraufziehn eine Schaar Bewaffneter. Die Bauern ſind's vom Hofe. Wolfram. Höll' und Teufel! (Die Marodeure ſpringen auf.) Ruprecht. Reinhard, den Dein Streich Wohl ſchlecht getroffen, Iſt an ihrer Spitze. Regina ſſich erhebend). Reinhard, er naht? Er kommt, mich zu befreien! —— Wofram(böhniſch). Ha, ſüße Braut, nicht juble allzufrüh, Denn noch hält Dich umfangen meine Macht, Und lebend ſoll er nimmer Dich umarmen. (Volfram beſpricht ſich eifrig mit Ruprecht und den Marodeuren. Dieſe greifen zu den Waffen und eilen hinaus.) Regina(während die Marodeure beraten). So will ſich Gott nicht mein erbarmen, So ſoll ich hilflos untergehn, Den teuren Vater, den Geliebten, Die Heimat niemals wiederſehn?! Wolfram(auf den Thurm zeigend). Schau dorthin, dieſer alte Thurm Iſt unſer Troſt. Viel Pulver birgt er. Regina. Welch' neuen Frevel ſinneſt Du? Wolfram. Die Fackel werf ich in den Thurm, Und aufgehört hat aller Jammer. Regina. Entſetzlicher, Dein harrt der Lohn Dort an des Weltenrichters Thron. Wolfram. Zuvor will ich den Freunden Dein Ein Schrecken und Verderber ſein. — 48— Kommt nur heran, ſie fortzuführen, Braucht Eure Kraft und brauchet Liſt, Doch wird die Hölle jubilieren, Daß ihr der Sieg geblieben iſt. Regina. Allmächtiger, Dich ruf ich an! Dein Schutz nur ſie bewahren kann. Leih ihnen Kraft, auch auszuführen, Was ihres Mutes Hoffnung iſt, Laß nicht die Hölle triumphieren— Gott, der Du ſtark und gnädig biſt. Wolfram. Halloh, Halloͤh! Kommt an, kommt an! Ich ebne Euch die Todesbahn. Regina. Allmächtiger, Dich ruf ich an! Dein Schutz nur ſie bewahren kann. (Wolfram ergreift ſeine Büchſe und eilt durch den Thorbogen ab.) Regina lallein). Man hört aus der Ferne den Beginn des Kampfes, Waffenlärm, Schießen. Später dringt der Kampfeslärm näher.) No. 12. Recitativ und Arie. Regina. Es nahet der Entſcheidung Augenblick. Mein Blut erſtarrt, die Sinne ſchwinden, Mir drohet Wahnſinn— ich ertrag es nicht. (Sie ſinkt auf die Bank nieder.) — ——— Schon höre ich ſie kämpfen, Waffen klingen! O, könnte ich ihn ſchauen, mich ihm zeigen, O, könnt ich meinen Arm ihm leihn! (Sie erhebt ſich und verſucht es, ins Freie zu eilen.) Umſonſt! Die Schwäche kann der Mut nicht zwingen— Es iſt unmöglich! (Sie ſinkt auf die Knie und ringt die Hände.) All' Ihr Engelsſchaaren! Mein Leben ruht in Euren Händen! Warum ſoll es ſo qualvoll enden? (Sie erhebt ſich wieder.) Nein, nein, ich kann nicht beten, meine Sinne Sind nur bei ihm. Gott möge mir vergeben. (Lärm und Kampfgeſchrei.) Ha, was iſt das? Ich höre wildes Toſen! Das iſt das Sieg'sgeſchrei der Räuberſchaaren, Sie triumphieren, und ich bin verloren, Zur Braut der Schande auserkoren. Nein, lieber todt, als von des Buben Händen Gewalt erleiden. (Sie greift nach der Fackel.) Ha, Böſewicht, ich danke Dir! Was Du gewollt, es werde meine That. Wag es und komm, die Rachegöttin naht. (Sie rüttelt, die Fackel hoch erhoven, an der Thür des Thurmes. Lautes Siegesgeſchrei tönt herein, Regina horcht auf.) Was hör ich? Jubel ſchallt empor! (Sie ſteckt die Fsckel in den Ring,) Sie ſind's, mich täuſchet nicht mein Ohr, Ich höre Stimmen, hel und klar, Die meinen Namen nennen: 50 Ich glaube Reinhards Klageruf Ganz deutlich zu erkennen? Er iſt's! er naht! Durch jeinen Arm befreit, O, welche Seligkeit! Aufatme Herz, von Sturm erregt, Zu neuem Leben neu bewegt. O, Liebesglück, o Seligkeit! Durch ſeinen Arm werd ich befreit. (Sie eilt ſchwankenden Schrittes nach der Mitte zu, Wolfram tritt ihr entgegen. Regina fährt entſetzt zurück.) Nr. 13. Recitativ und Scerte Wolfram(un wilder Verzweiflung). Verloren ſind wir, denn von allen Seiten Schon ſtürmen ſie den Berg heran. Biſt Du bereit, den Bräut'gam zu empfangend (Auf ſeine Büchſe deutend.) Die letzte Kugel war ihm zugedacht; Doch fiel mir bei: das Liebchen, ihm ſo teuer, Umarmt er beſſer wohl im Freudenfeuer. (Er ſtellt ſeine Büchſe an die Mauer und ergreift die Fackel.) Herbei, herbei, ihr werten Gäſte, Ich lade Euch zum Hochzeitsfeſte. Von Siegesluſt und Jubelſchall Erzittern Luft und Erdenball. Es fliegt zum Tanze auf der Schwarm Hoch in die Luft, die Braut im Arm! (Wolfarm ſtürzt, die Fackel ſchwingend, an Regina vorbei, vorn links die Treppenſtufen in die Höhe. Regina ringt verzweifelnd 51— 4 die Hände, gewahrt dann plötzlich die an der Mauer lehnende Büchſe, ergreift dieſelbe und drückt ſie auf Wolfram, der eben oberhalb der Mauer erſcheint und die Fackel in den Thurm ſchleudern will, ab. Wolfram, zu Tode getroffen, ſinkt mit der Fackel nieder. Regina fällt ohnmächtig zu Boden.) Regina. Reinhard. Jobſt. Barbara. Steffen. Liſe. Die Laudleute. Die Freiwilligen. (Der Waffenlärm und das Siegesgeſchrei ſind immer lauter ge⸗ t worden. Teils durch die Mitte, teils auch von der Seite rechts, dringen Alle ein. Reinhard voran ſtürzt auf Regina zu und nimmt die Ohnmächtige in ſeine Arme.) Nr. 14. Finale. Regina. Wo bin ich? Noch am Leben? Reinhard. In meinen Arm kehrſt Du zurück Zu neuem Tag, zu neuem Glück. (Jobſt iſt ebenfalls an Reginens Seite getreten; ſie erkennt ihn und fällt vor Freude weinend dem Vater um den Hals. Alsdann umarmt Regina Reinhard und drückt den Andern die Hand.) Chor. Kehre zurück Zu neuem Tag, zu neuem Glück. 13(Regina macht den Umſtehenden klar, wie ſie über Wolfram Herr 3 geworden. Voll Erſtaunen und Schrecken hört man ſie an. Einige klettern die Mauer in die Höhe, um ſich zu überzeugen, ob Wolfram todt ſei; Andere(darunter Steffen) unterſuchen den 59— Pulverthurm und ſprengen nach einigem Bemühen die Thür. Sie ſchleppen einen großen, anſcheinend ſchweren Sack heraus, öffnen ihn und holen mehrere Silbergeräthe hervor; voll Freuden bringen ſie ihren Fund zu Jobſt, der ebenfalls ſeine Freude über den wiedergefundenen Silberſchatz kundgiebt.) Reinhard(z den Freiwilligen). Habt Dank, ihr Freunde, die im Kampfe mutig Mir beigeſtanden. Und wenn Ihr jetzt zieht Zum Kampf fürs Vaterland und ſeine Freiheit— Ich folge bald Euch nach zum Streit und Siegeszug. Auf, rüſtet Euch, das Schwert zur Hand, Im Sturmſchritt für das Vaterland. Ein Volk, ein Heer, ein Herzensſchlag! Es kommt der Freiheit großer Tag, Das ganze Volk in Waffen! Zum Krieg, zum Sieg Auf ſtolzer Ruhmes bahn Für's Vaterland voran! Alle (wiederholen dieſe Strophe). (Während dieſes Schlußgeſanges erſcheint im Vorbeiziehen die ſchleſiſche Armee.) Hoch unſer Heer! Hoch Blücher! Vivat! Mit Gott für König und Vaterland! (Der Vorhang fällt.) Sie öffnen ingen den DÆν Adam. RRN 71 Blumner 2 Brüll. Lerlag von Ed. Bote G. Bock in Berlin. Verzeic der Textbücher Ohhe, Ovatorien, Chorberleen ete. Giralda, oder: Die neue Psyche. d'Albert. Kain. Auber. Die Ballnacht. — Der erste Glückstag. — Lestocg. Audran. Die Puppe. Bazin. Die Reise nach China. Benediet. Die Rose von Erin. Berlioz. Beatrice und Benedict. Der Fall Jerusalems. — Testkantate. — In Zeit und Ewigkeit. 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