Herrn Georgii von Welling " OFIS ooo MAGO.- CABBALISTICUM ET THEOSOPHICUM, der Urſprung, aluks Eigniigafkn und Gebrauch des œ o Saltzes, Schwefels und MERCURI e,* r P y r in dreyen Theilen beſchrieben, und nebſt ſehr vielen ſonderbaren mathewatiſchen, theoſophiſchen, magiſchen und myſtiſchen Materien, auch die Erzeugung der Metallen und Minerälien, aus dem Grunde der Natur erwieſen wird; ſamt dem Haupt⸗Schluͤſſel des gangen Wercks, und vielen curieuſen mago · cabbaliſtiſchen Figuren. Deme noch beygefuͤget: Eit Tractätlein von der Goͤttlichen Weisheit; und ein beſonderer Anhang etlicher ſehr rar⸗und koſtbarer chymiſcher Piecen. Andere Auflage.} Jothan Ma 7 e eg Franfurt und Leipziga in der Fleiſcheriſchen Buchhandlung, 1768. Sorrede Des Musgebers. Geliebter Leſer! t 1 langte Opus Mago-Cabbaliſticum& Theoſophicum in WE completem Stand, mit dem hertzlichen Wunſch, daß es euch zu groſſem Nutzen und vieler Erbauung gereichen moͤgte! Wir getrauen es euch auch wohl zu verſi Fern, daß der ſeel. Autor viel Gutes und manche theure Wahrheit, ſowohl in natuͤrlichen als geiſtlichen und Goͤttlichen Dingen, darinnen vorge⸗ bracht und bezeuget hat, alleine deswegen ve langen wir doch nicht, daß ihr höͤher davon ſollet halten, als ſichs gebuͤhret, noch etwas unge⸗ pruſt annehmen; Nein, ſondern wir laſſen auch hierbey den Spꝛuch des Apoſtels Pauli gar gerne gelten, da er ſagt: 1. Theſſ.5, 21, Pruͤfet alles, und das Gute behaltet. Dann gleichwie kein Waitzen aus der Erden waͤchſet, po feine Spreu bey ſich zu haben; N2 alſo A ¥ H iermit uͤberreichen wir euch das von vielen ſchon lang ver⸗ Te $ wp T i. ei Vorrede. alſo glauben wir auch, daß die gute Kern⸗Wahrheiten dieſes Buchs, noch mit einiger Spreu und ſtachlichten Ahnen verſchen oder vermen⸗ get ſeyn, welche aber ein Verſtaͤndiger gar leicht wird wiſſen weg zu blaſen, und die gute Koͤrnlein ihm zu Nutz zu machen; Und alſo geben wir eg cine jeden gu einer ſelbſt eigenen Pruͤfung und Beurtheilung gantz uͤber, ohne uns deſſen im geringſten anzunehmen. Den Anhang betreffend, ſo haben wir ſolchen aus denen Lateiniſchen Manuſcriptis, die uns ein guter Freund hierzu communiciret, uͤberſetzen, und dem Werck beydrucken laſſen, in der Hofnung, daß ſie auch jemand dienen werden; nicht daß wir ſuchten, dardurch jemand mit der ohne dem ſchon allenthalben graſſirenden Goldſucht anzuſtecken: Nein, ſondern wir wuͤnſchen von Hertzen, daß alle Menſchen, an ſtatt des Goldes, Gott ſuchen und finden moͤgten. Weil uns aber doch bewuſt, daß ein jeder Menſch gerne nach etwas trachtet, und forſchet, ſo halten wir es auch vor erlaubt, in gebuͤhrender Beſcheidenheit nach ſolcher edlen Kunſt zu trachten, davon wir gewiß wiſſen, daß ſie Gott eini⸗ gen mittheilet, welche er ihme treu erkennet, und die auch den rechten Weeg darzu zu gelangen, bewandeln, und ibn in Demuth darum erſuchen. Wir geben aber doch auch ſolche Wercklein nicht vor hoͤher aus, als fiè(imd, wd lafen ſie eben ſowohl, als das andere, einem jeden ganh zur Prüfung und Beurtheilung uͤber. Womit wir den geliebten Leſer der Gnade Gottes hertzlich empfehlen. Segeben Somburg vor der Soͤhe, den 7. Januar. 173f. > AAA AL] BAE EE NAR E AO N Z Z e A ERE IEEE EE ER WN ER ,; wyo sA gł„ ‚%, 3 E ate a ORA SD A O E T ie A RERA YO DE A o Re R Ee rS J SES S ESI HEES AE SA A Be A a AES S Sorrede Des Autoris. * Aufrichtiger und geneigter Leſer! WY iſſe, daß uns die Veranlaſſung eines guten Freun⸗ E des gantz wunderbar zu der Compoſiion dieſes XEL Wercks geleitet, nicht daß es ſich der Welt offen⸗ bar darſtellen ſolte, ſondern als etwas, daraus wir zu un. ſerer geheimen und vertrauten Converſation ſtets Anlaß nehmen moͤgten. Weilen aber der Erſte Theil dieſes Wercks, wider un⸗ ſern Willen ans Licht kommen, ſo haben wir denſelben nicht allein laſſen, ſondern mit dem Zweyten und Drit⸗ ten Theil begleiten wollen, nicht zweiflende, es werde diefe Werd, da e nunmehr compler, und der Erſte Theil auch von ſeinen haͤuffigen Fehlern von ung felbft corrigi- ret, lieb und angenehm ſeyn. Wir ſuchen in dieſer Ar⸗ beit keinen Ruhm oder Danck, als des Leſers Gefaͤllig⸗ keit, und daß derſelbe gleichfals dasjenige darinnen erz: fennen und finden moͤge, ſo uns die Weisheit GOttes mitgetheilet; wie wir uns dann auch verſichert halten, daß dieſes Werck GOtt⸗ergebenen Gemuͤthern ein heili⸗ ges Vergnuͤgen geben werde: Und es wird auch ein Lieb⸗ baber Der Mago- Cabbalæ und Theoſophiæ unſer Abſehen X3 leicht nange Vorrede. leicht erkennen und begreiffen, daß unſer Vorhaben nicht dahin gerichtet, daß wir jemanden wolten Gold machen lehren, ſondern unſer Abſehen gehet auf etwas weit hoͤhe⸗ res, nemlich, wie die Natur aus GOtt, und wie GOtt in derſelben moͤge geſehen und erkannt werden, und wie fer⸗ ner aus dieſer Erkaͤnntniß der wahre reine Dienſt der Crea⸗ tur als ein ſchuldiges Danck⸗Opffer gegen den Schoͤpffer flieſſe. Wobey aber doch auch ein aufrichtiger Liebha⸗ ber der wahren Natur⸗gemaͤſen Chymie ſehr groſſe Anlei⸗ tung finden wird, auf dem wahren Weg der Natur zu wandeln, und die Irrwege zu vermeiden; wie wir dann eben auch nicht ſo gar dunckel geſchrieben haben, daß nicht ein aufrichtiges emſiges Gemuͤth ſehen ſolte, wohin wir gezielet haben. Die Cabbaliſtiſche Characteres, welcher wir uns aus gewiſſen Urſachen bin und wieder in dieſem Werck bedienet, werden einem in dieſer Wiſſenſchaft Geuͤbten aufzuloͤſen, eben nicht gar ſchwer fallen; und Daf wir uns Chywiſcher Zeichen, Terminorum und Red⸗ Arten bedienet, wolle ſich niemand befremden laſſen, wei⸗ Jen wir damit dasjenige ſo wir andeuten wollen, viel klaͤ⸗ ver, deutlicher und begreiflicher, auch Natur⸗gemaͤſſer vorſtellen koͤnnen, als mit Vcraphyliſchen Terminis. Wos mit wir dann dieſe Vorrede ſchlieſſen, und dem gerech⸗ ten Urtheil des erleuchteten und GOtt⸗ergebenen Leſers dieſes Werck uͤbergeben. Den 4. Jan. 1721. Der Autor. Sum⸗ W EYN CANE CENE CNES CANE CEAN CANS CANT CONS: CNT CaN ArI CNHI CEAI GNANI CNHI ANAD NAS WAVE UNA gE UANI Summariſche Verzeichniß deſſen, was in dieſem Buch enthalten. Das E Cap. H. Cap. III. Cap. IV. Cap. V: Cap. VI. Cap. Im erſten Theil, vom Saltz, handelt Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. pag. 139 Ron der Natur des Salke. 40 Von dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. 62 Von der uranfaͤnglichen Welt. 93 Jon dem Fall Lucifers und der darauf entſtandenen Scheidung oder Schoͤpfung dieſer Welt. 101 Von dem Sabbath, der Vollendung und Aufhebung aller Zei⸗ ten, der ewigen Ruhe und ſanften ſtillen Freude, in dem ewi⸗ gen Goͤttlichen Reiche. 155 Im andern Theil, vom Schwefel. Das L Cap. II. Cap. III. Cap. IY. Cap. V. Cap. VI. Cap. VII Cap. VIII. Cap. Von dem Urſprung und Erzeugung ſowohl des himmliſchen, als des irrdiſchen Schwefels. 165 Von dem Nutz und Gebrauch des himmliſchen Schwefels. 192 Vor der Natur,Nutz und Gebrauch des irrbiſchen Schwefels.213 Von des Menſchen Zuſtand nach ſeinem Tode, und der Ver⸗ wandlung ſeines verweßlichen Leibes in den unverweßlichen wie er in Eden erſchaffen worden; wie auch von der Befchaf⸗ fenheit der Verdammten unverweßlichen Leibern aus dem Prineipio der Finſterniß. 238 Von der Einkerekerung der alten Schlange; wie auch von der erſten Auferſtehung und dem Reiche der Heiligen. 267 Von der Loskaffung des Teufels aus feinem Kercker und deſſen letzten Verſtoſſung, von dem letzten und groſſen Gericht, dem andern Zod, und auch dem Drt der Hoͤllen⸗ 279 Von der Quaal der Verdammten. 285 Die Offenbahrung, durch welche dem Heil. FJohanni in der Inſul Pathmos alle dasjenige gezeigt worden, was der Kirche Chrifti von Anfang begegnet/ und bis ans Ende begegnen werde, 289 Im Foi Innhalt der Capitel. Sm dritten Theil vom Mercurio. Das L Cap. Bon dem Urſprung und Erzeugung des himmliſchen und irrdi⸗ ſchen Mercurii. 341 II. Cap. Bon dem Nuh und Gebrauch des himmlifhen Mercurii. 354- IU. Cap. Bon der Natur, Nuh und Gebrauch Deg irrdiſchen Mercurii.369 IVV. Cap. Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 377 V. Cap. Von der Religion, nach dem klaren und deutlichen Buchſtaben der Heil. Schrift, und der auf dieſelbige gegruͤdeten wahren Mago-Cabbala. 444 VI. Cap. Von der Wiederumkehrung der Finſterniß in ihr anfaͤnglich er⸗ ſchaffenes Licht. 465 VIL Cap. Bon dem neuen Himmel und der neuen Erden. 469 VUL Cap. Bon denen uns unſichtbaren Creaturen in den Elementen. 473 IX. Cap. Von der Groͤſſe, Unbildlichkeit, und Unbegreiflichkeit GOt⸗ tes. 486 X. Cap. Erklärung der Worte Prov. VIII, 27. 487 XI. Cap. Erklaͤrung der Spruͤche Gen. I, 6. 7..9. 488 XII. Cap. Bon dem Mercurio der Weiſen. 489 Clavis Operis, oder der Haupt⸗Schluͤſſel des gantzen Wercks. 492 Die ewige Weisheit: ODarinnen handelt Das I. Cap. Bon der ewigen Weisheit, was und wer ſie eigeutlich ſey. 503 II. Cap. Von den Liebhabern der Weisheit, wer und wie hoͤchſt⸗gluͤck⸗ ſeelig dieſelbige ſeyn. 506 UI. Cap. Durch welche Mittel und Weege die Weisheit gu erlangen. sog Der Anhang haͤlt in ſich: I. Dr. HEINSINVS Diſcurs von dem Stein der Weiſen. 517 II. Anonymi Alchymiſche Fragen von dem Univerſali und den Particularibus. A 532 HI. Auszug aus dem Lateiniſchen Manuſcript, das himmliſche Manna genannt. Te 9 IV. Non plus ultra veritatis.:— Zugabe. Georgii Rirræ1 Lied von dem neugebohrnen Chymiſchen Koͤnig. 578 SIN.I. nyer aR AET-= E a a S EN NE P a a AEE RE, M dii Yy t M W Mh tike W A M ni dif in tin W d ilkdi⸗ 34¹ 350 ll. 369 377 ſtaben bahren 444 ih o 465 469 4n G0t⸗ 486 487 488 489 492 503 üͤck⸗ 506 508 j7 jus. 32 nné, PAE EE E EE EERE, A NEONY CEAN CEAN o CUNE CE Nto IAN CAN CUAN Ey Nia CEND CARRIGAN SENARE QNAR GAEI GEVRA NARI GRANRE S Apa NQV EEEE EE ER EE EEEE A ENF OPERIS MAGO- CABBALISTICI Erſter Theil, handelnd pom Salk. Das l. Capitel. Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. p’ iſt zu verwundern, wie viel Meynungen von dem Urſprunge und erſter Erzeugung des Saltzes, Calg des gemeinen Kuͤchen-Saltzes, das da iſt der wahre Urſprung aller andern Saleen, wie die genennet werden migen) gezeuget worden ſind: und ſolches ſowohl ron Gelehrten, als Ungelehrten, und duͤrfte faſt ſagen, ſo viel Köpfe, ſo viel Sinnen oder Meynungen uͤber dieſen Punct, der doch in Wahrheit nicht der geringſten einer iſt, von den Anfängen na⸗ turlicher Dingen, ſondern duͤrfte faſt ſagen, daß es der erſte und furnehmſte in der Haushaltung dieſer gantzen Welt ſey, und alſo wohl wuͤrdig, daß er mit beſſerem Nachdencken erwogen, und man die vorgefaßte Meynungen, und was dieſer oder jener Gelehrter[peculative in ſeinem mußigen Zimmer aufs gelehr⸗ tefte, ohne wahre Praxin und gruͤndliche Erforſchung durch muͤhſeliges Labori- ren, davon geſchrieben, beyſeit ſetze, und durch wahre und der Natur gemaͤſſe Betrachtung bemuhet ware, ſeinen wahren Urſprung und marerialiſche Erzeu⸗ gung, wie wir es nachmals greifen und fuͤhlen, und in Speiſe und Tranck ge⸗ nieſſen, zu erkundigen. Denn von dieſem oder jenem Saltz einem Spiritum zu diſtilliren ſchlechterdings der Weg nicht iſt, von ſeinem rechten Urſprunge und We⸗ ſen zu urtheilen; auch iſt dieſes noch nichts geſagt, Dag es alfo materialiſch und cöͤrperlich anfanglich von GOtt dem Allmächtigen erſchaffen, und in dem groſſen Welt⸗Meer, als dem allgemeinen Schatz⸗Kaſten, aufbehalten, und von dannen durch unterirdiſche Gaͤnge, gleich als durch durch die Uhret me Krk J "pe —E 2 Das Erſte Capitel. fuͤhret werde, und hie und da durch Quellen ſi h blo„aus welchen alsdann das Cor- pus Saltz durchs Feuer von ſeinem Waſſer geſchieden, und uns vorgeleget werde, .2. Es iſt dieſes bey allen vernuͤnftigen Menſchen unlaͤugbar, daß das Saltz, wie wir es genieſſen, aus dem groſſen Meere, durch unterirdiſche Gange und Kluͤfte, uns zugefuhret, und durch die Kochung von ſeiner Wäſſerigkeit ge⸗ ſchieden werde, allein dieſes bewweiſt ſeinen wahren Urſprung noch im geringſten nicht. .3: Und dainit úber diefen Punet alle frembde Meynungen beyſeit geſetzet, und der Wahrheit aus dem Grund der Natur die Bahn geoͤfnet werde, ſo wollen wir das Saltz nach ſeiner materialiſchen Form und Figur, wie es uns vor Augen iſt, erſtlich betrachten: deſſelben haben wir insgemein dreyerley Gattungen, ſo aber im Geunde nur einerley ſind, und iſt das Brunnen⸗Stein⸗ und Meer⸗Se lg; find alle drey in ihrer Hatur und Figur fehlechterdings einerley, wiewohl ſie, ungeſchieden von ihren fremden Theilen, der Geſtalt nach in etwas weniges ditferiren. Es koͤnte auch noch eine ate Gattung hierbey gebracht werden, und nicht unbillig, nemlich, das gemeine Erde⸗ und Mutter⸗Saltz, das J; allein auch dieſes iſt durch einen ſchlechten Handgrif alſo zu reinigen, daß es dem gemeinen Brunnen⸗ und andern erwehnten Saltzen, in Der Figur, Geſtalt und Eigenſchaft, vollkoͤmmlich gleich werde, und ſind alſo insgeſamt alle drey eines Weſens, Natur und Eigenſchaft. Seine Figur iſt cubiſch, die da iſt ein Zeichen der irdiſchen Coͤrper und der Schwere, zu bezeugen, daß es im Durchſtreichen der Erden mit irdiſchen Qualitaͤten vermiſcht. Seine Form betreffend, ſo iſt dieſelbe im Grund durchſichtig, und je mehr es von fremden Theilen geſchieden, je mehr es dieſer himmliſchen durchſcheinenden Form theilhaftig wird: Iſt fluͤſſig und guͤſſig, ſo, daß es alle andere Coͤrper gantz leichte durchgehen mag. Sein Geſchmnack iſt ſauer, und ein wenig zu⸗ ſammen ziehend, und iſt austrocknender Natur und Eigenſchaft, und dabey tüblend, obgleich es in feinem Centro nichts anders, als ein weſentliches Seuer, wie folgends bewieſen werden ſolle. Haben es alſo ein wenig, wie es uns vor Augen lieget, betrachtet. §.4. Wollen uns nun auch nach feinem rechten Vatter und Mutter um⸗ ſchauen, als warum allhier fuͤrnemlich die Frage, um ſeinen Urſprung und Weſen genauer zu erkundigen, damit wir es im Gruade erkennen moͤgen. L5. Moſes lehret uns im 1. Cap. Geneſ. da er die Schoͤpfung dieſer gane tzen Welt, oder unſers Sonnen⸗Syſtematis, beſchreibet, daß der allmaͤcht'ge GOtt im Anfange geſchaffen habe, Shamajim veeth hasrez> DAS ift; die Zimmeln, oder urſtäͤndliche Waſſer, und die Erde. Hier ſetzet Moſes die Bimmel, die geiſtlichen feurigen Waſſer, zuerſt, und ſolches nicht ohne gar ſon⸗ derkare Urſachen; denn fie find der von GOTT Dem HERRN zuerft er- ſchalfene Anfang aller Dinge, oder der Anfang der Anfaͤnge, welcher nach feinem wahren T2. S 2 ko=> >ra a Y, i Dag Ange ft ge⸗ gftn ehet, ollen nift vim alle den önte ich nen an lich aft. 1 ht, ht en yer l t8 ng t en i ie ie Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. 3 wahren Weſen uns faſt unerforſchlich iſt, wie uns ſeine wunderſame Benennung gnugſam zu erkennen giebet; denn Moſes, oder vielmehr der Seilige Geiſt durch Moſen, nennet uns dieſe Ausdehnung Schamajim, welches ein zuſammen⸗ geſetzter Name iſt, und von den alteſten Rabbinen, ſo da in der wahren Cabbala geübet und erfahren geweſen, beſchrieben worden, daß es zuſammengeſetzt ſey von Alch und Majim, Feuer und Waſſer. Dieſes iſt uns nun in Wahrheit, dem aͤuſſeren Buchſtaben nach, eine gantz wunderbare und ſeltſame Miſchung, und wie ſcheinet es muglich zu ſeyn, zwey ſo gantz widerwaͤrtige Dinge ſo eintraͤchtig⸗ lich zu vermiſchen; Welches jedennoch eine ewige Wahrheit iſt; nur daß dieſes feurige Waſſer, oder waͤſſerige Feuer, ohne welches keine Creatur leben und erhal⸗ ten werden mag, von ſo gar wenigen erkennet zu werden, mit Fleiße geſuchet wird. Dieſes nun nach ſeiner gantzen Spheera zu beſchreiben, iſt eben unſer Vorhaben nicht: udem gehoͤret auch wohl eine erfahrnere Feder zu ſolchen Goͤttlichen Ge⸗ heimniſſen, als die unſere. Doch wollen wir auch das wenige nicht verſchweigen, ſo uns vom ewigen Lichte mitgetheilet, damit wir gluͤcklich zu unſerm vorgeſetzten Zweck und Ziel gelangen moͤgen; nemlich zu der urſtaͤndlichen Erzeugung des gemeinen Koch⸗Saltzes, daſſelbe ſey nun das Meer⸗Brunnen⸗ oder Stein⸗Saltz, oder auch Das wilde Erd⸗Saltz, denn alle uͤbrige Salia, als alle Vitriola Alumen. R, nicht hieher gehoͤren, indeme die Vitriola und Alaune von metalliſchen Theilgen verunreiniget, der æ aber ein zuſammengeſetztes Weſen von Urin und gemeinem Saltz, desgleichen auch der Salpeter ein zuſammengeſetztes Weſen von ſauren fluͤchtigen alcaliniſchen feſten Theilen, wie in folgenden Capitulen erwieſen werden ſolle. Die Alcalina aber find unſerm Koch-Saltz am nachſten, wie an ſeinem OUrt bewieſen werden ſolle. §.6. Kuͤitzlich vorhero iſt erwehnet worden, daf der allmaͤchtige GOtt im Anfange geſchaffen habe Die Himmel, Schamajim, als den Anfang der Anfaͤnge, oder das Clement der Elementen, neinlich, die feurigen Waſſer. Darauf faͤhret Moſes fort, und ſetzet hinten nach, veeth haarez, und die Erden, die da war die zweyte Qualitas fecundaria, Denn alhier werden y und Sᷓin einem Verſtande ge⸗ nommen, wie ihre Zeichen allhier und die folgende Rede geben; denn das Strich⸗ lein azh, war noch nicht da, nemlich, die Scheidung beyderley,(insgemein Ele⸗ ment genannt) auf daß alſofort die Schamajim einen feſten Leib oder Gegenſtand fin⸗ den moͤgten, darinnen ſie ihre Kraft erzeigen und wuͤrcken koͤnten. Im 6. und 9. y. beſchreibt Moſes ferner die Scheidung ber beyden andern Qualitatum ſecundaria. rum, als der Luft und des Waſſers, von der Erden, oder vielmehr der Erden von dem Waſſer: und war alſo das Waſſer die erſte Qualitas ſecundaria, wie folgends er⸗ wieſen wird. Und haͤtte das feurige Waſſer /oder weſentliche Feuer feinen ih Cals Das allerleichtefte) in Sphæra Schamajim behalten, Dag groͤbere und elementiſche Feuer aber im Mittel⸗Punet der Erden ſeinen Sitz SEHN war alſo die Theilung oder s 2 Schei⸗ gT 4 Das Erſte Capitel. Scheidung der ſogenannten Elementen aus dem erſten Anfang Seheri voll⸗ bracht. Daß nun alles, wie kurtz vorher erwehnet, von Schamajim fein Leben, Weſfen und Erhaltung habe, beweifet Der 11. v. am dritten Tagwercke, allda aus Goͤttlichem Befehl durch Kraft dieſes feurigen Waſſers(ſo da von den alleralte⸗ ſten Philoſophis der allgemeine Mercurius genannt worden,) die Erde herfurge⸗ bracht habe allerley Gras, Kraut und fruchtbare Baume ꝛ0. ehe dann Sonne, Mond oder einige Sterne erſchaffen worden, zur Speiſe und Nahrung aller leben⸗ digen Creaturen, die da am 5und oten Tage erſt erſchaffen werden ſolten: denn der allmachtige GOtt hierinnen ſeine weiſe Oi daung ſehen laſſen, daß die lebendige Creaturen, die er noch erſchaffen wolte, ſogleich auch Nahrung und Erhaltung finden moͤgten. Am aten Tage erſt ward Sonne, Mond und alle Sterne erſchaf⸗ fen, als nunmehro ordentliche Austheiler in der⸗Haushaltung dieſer groſſen Welt, diefe Göttliche Kraft, Leben und Ausfluß Schamajim einer jeden Exeatur, nach erheiſchender Nothdurft, mitzutheilen. Nun ſieng die Sonne an mit voller Gewalt burch ihre Atomos, die da nichts, als ein lauteres Feuer waren, mit den waͤſſerigen Atomis des Q vereiniget, die Luft zu ſchwangern, die denn ferners auch dieſen himmliſchen Saamen ſtets dem Meere mittheilet, welches denn bis auf gegen⸗ waͤrtige Stunde damit erfuͤllet iſt/ und nicht das Meer alleine, ſondern auch pie gantze Erd⸗Kugel; wie ſolches erſtlich nicht alleine das allenthalben befindliche Erd⸗Saltz, ſondern auch der Thau, Reif, Regen und Schnee, welche alle damit angefuͤllet, beweiſen. Aus welchem allgemeinen Schatz⸗Kaſten, dem Meere, es ferners durch unterirdiſche Gaͤnge und Kluͤfte durch die gantze Erde, zur Erhaltung und Nahrung aller Creaturen, geleitet und gefuͤhret wird. Oben iſt erwieſen wor⸗ den, daß Schamajim ein zuſammengeſetzter Name ſey, von Acfeh â und Majim v/ daben es fein Verbleiben hat. Nun ift die Sonne ein groͤberer Theil von Aeſch, dem himmliſchen Feuer, gleichwie der Mond und alle andere Geſtirne von Majim, dem himmliſchen Waſ⸗ ſer ſind, in welche Corpora annoch unaufhoͤrlich der erſte Anfang, Schamajim, einflieſſet, und welche alſo ſtetiglich der Goͤttlichen Kraft und Ausftufſes(aus dem groſſen Wunder⸗Fluſſe, der da entſvringet in Eden, nemlich, aus dem groffen Merr der ſanften ſtillen Göoͤttlichen Weſenheit, und der dieſen ſaſt wenig Men⸗ ſchen bekannten Wunder⸗Garten oder Paradies waſſert,) theilhaftig worden, die fie jetzt angeruͤhrter maffen durch ihre in der vereinigte Atomos ins Meer ver⸗ lencken, von dannen ſie, zur Fruchtbarkeit und Erhaltung aller Creaturen„durch die gane Erde geleitet worden. S7 Daf nun folcher Cinfuf der Sonnen Mond und Saltz ſey, nemlich, Feuer und Waſſer, oder Schamajim,(von d algemeine YX genannt) wird Fein Menſch laugnen, den GYtt der Denn erſtlich, ſo iſt nunmehro gantz unlaͤugbar, daf je naͤher aller Geſtirnen en Philoſophis der BeErr erleuchtet hat. daS Meer Der Echi- ptica, olk tbn, am Ralhe⸗ rge jane telk denn dige tung hak Gelt, nach walt rigen fefen gen⸗ h die liche it e$ ung jite 1V; a) m, e fen en⸗ die jets wh nn der ât, cli- Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. 5 ptica, je geſaltzener es iſt, auch fo, wie die Erfahrung der Orten gelehret, daß 4. Pfund Meer⸗Waſſer faft mehr als 1. Pfund gutes Salg geben, aud) die Sonne das ſchaumende Meer daſelbſt auf den Sand⸗Ufern uͤberflußig zu Salg koche; je naͤher aber das Meer denen Polis, je weniger Saltz es giebet, wie allen Nordlaͤndern iur Gnúge befannt; auch aller Welt bewuſt, wie wenig, oder mit was wenigem Nutzen, allda das Meer⸗Waſſer zu Saltz geſotten wird: denn un⸗ geachtet die Waſſer allda auch ſaltzig/ſo ſind doch die S onnen⸗Strahlen allda gaꝛ ju ſchief, und alſo ihre Wuͤrckung allda nicht ſo kraͤftig, als unter der Ecliptica und ihrer Nachbarſchaft, da ſie grad herabfallen. g. 9. Daß auch die gantze Luft mit dieſem zarten himmliſchen ſaltzigten Bal⸗ ſam angefuͤllet ſey, beſtaͤttigen alle wahre Philoſophi mit unumſtoͤßlichen Grunden, wie fie Denn auch durch einen gewiffen Magneten, oder anziehendes Mittel, dieſes feurige Waſſer, oder wunderbare Saltz, in ziemlicher Menge herbeylocken und an⸗ jiehen koͤnnen; ſo aber jemand gedencken moͤchte, es wäre folcher Magnet ſelbſten laliniſch, ſo doch bey den Naturgeuͤbten nicht iſt, ſo wiſſe derſelbe, daß uns un⸗ terſchiedliche gantz einfaltige Iaſtrumenta bekannt, dadurch das von folhem fali- niſchen himmliſchen Schamajim, waͤßrige Feuer, oder feurige Waſſer, ſo da im Grunde nichts anders, als Saltz, nemlich Feuer⸗erfuͤllete Luft, in groſſer Menge anzuziehen, und durch einen ſonderlichen Handgrif von aller Waͤſſerigkeit zu ſchei⸗ den, und dieſes wunderbare Saltz,(ſo gar wenigen, noch weniger deſſen hoher Nutz, bekannt,) vor Augen zu legen. Ferner, von wie vielen iſt dargethan wor⸗ den, daß der Thau(des Regens, Schnees und Reiffes zugeſchweigen, als welchen es eben ſo wenig fehlet,) mit dieſem himmliſchen Lebens⸗Balſam oder Saltz angefuͤllet ſeye, ſo auch die Einfaͤltigſten durch ſchlechte Digeſtion und fer⸗ nere Scheidung erfahren koͤnnen. .9. Ja, wann die Luft mit dieſem himmliſchen Saltz nicht zur Gnuͤge an⸗ gefuͤllet, ſo entweder durch unmittelbare Goͤttliche Schickung, um der Menſchen Suünden willen, oder lang verhaitenen Sonnenſchein, oder durch viele andere Zu⸗ faͤlle verurſachet wird; ſo iſt die Luft gaͤntzlich verderbt, und in eine Faͤulung ge⸗ gangen, und muß die gantze Natur leiden, Menſchen und Viehe durch anſteckende peſtilentzialiſche Seuchen verderben, ja auch alle Gewaͤchſe verdorren, Hunger, Kummer, und eine allgemeine Zerſtoͤhrung entſtehen, wie dergleichen von Anfange der Zeiten bis auf unſere Tage überfluͤßig bekannt. Dagegen weiß man auch, daf ben contimurlichem Sonnenſchein, ohne allen Regen, bey ſtarckem Thau, die herrlichſten, fruchtbareſten und geſundeſten Zeiten geweſen; dann die Luft iſt úber- fluͤſſig mit dieſem Lebens⸗Balſam, oder himmliſchen Saltz, angefuͤllet geweſen. Allhier koͤnten wir auch wohl ein wenig weiter gehen, und von Dem Geheim⸗ niß aller Geheimniffen etwas lallen, und gleichſam mit Fingern zeigen, was das⸗ ienige feny fo Bie Philofophi ihren auh lomen Z genannt; und wie A A 3 19); — ar 6 Das Erſte Capitel. lich, ja handgreiflich,(doch von ſo gar wenigen erkannt) der allmaͤchtige GOtt die Ausfluͤſſe ſeiner Kraft uns vor Augen geleget, und faſt taͤglich anſchauen, doch von ſo gar wenigen(wegen eigen erdichteter Weisheit, und folgends daraus ent⸗ ſtehenden Undanckbarkeit) erkennen laͤſſet. Ja wie durch das Goͤttliche Feuer, oder Saltz, alle Dinge muͤſſen gewuͤrtzt, und vor zeitlichem und ewigen Verderben, zu der ewigen Herrlichkeit, erhalten werden. Ja wie Chriſtus, unſer Heyland und Mittler, ſelbſt das Goͤttliche ewige S, Fiat, oder Wort, aus dem Goͤttlichen Liebes⸗ Feuer, zu unſerer ewigen Erhaltung, von Ewigkeit gezeuget und gebohren ſey, ohne welches wuͤrcklichen und wahren Genuß wir weder zeitlich noch ewig vor dem Rach⸗Feuer ſeiner Majeſtat beſtehen, und zu feiner herrlichen Ruhe erbalten werder moͤgen, wie ſolches durch unzehlbare Zeugniſſe aus heiliger Schrift dargethan und bewiefen werden mag. Vid: Gen. 5. v. 24. Exod. 3. v. 2. oder 5. Item 19. V. 18. Cap. 24. v. 18. Cap. 32..29. Levit. 9..24. Item 10.v. I. 2. Num. 16. .35. I. Reg. Cap. 18..38. 2. Reg. Cap.1. Item Cap. 20..9. Io. ad i5. Item Cap. 13. v. 20. 21. Jeſ. 6. v. 6. J. 1. Corinth. 3. V. I2. ad 15. und unzehlbare Oerter mehr, ſo insgemein alle uͤbel verſtanden werden. Durch die kleine Welt (den Menſchen) mag auch nicht ein kleines Theil dieſes uůbergroſſen Geheimniſſes bewieſen werden, wie hievon alle wahre Philolophi zur Gnuͤge geſchrieben haben. §. 10.-Aber fich nicht zuſehr im Anfange in dieſen Geheimniſſen zu verwi⸗ ckeln, bis GVOtt der HErr mehr Licht und Gnade verleihet, fo kehren wir wieder zum erſten Beweis, daß nemlich das Saltz von der Sonne, Mond und Ster⸗ nen, im Meer gezeuget, und uns zugefuͤhret werde: wir fagen vonder Sonne, Mond und Geſtirne, die da gleichſam Behaͤltniſſe ſind,(wie oben erwieſen) worinnen der Goͤttliche Ausfluß, Schamajim, ſich ergeußt, als das himmliſche Elch, oder Feuer, in die Sonne, das himmliſche Majim, oder Waſſer, aber in den Mond und uͤbriges Geſtirne, und alſo denn unter andern auch dieſes mit erfuͤllet wird, was ſonſten in dem vierten Tagwercke Gen. 1. v. 14. oder 18. geſaget wird, daß ſie ſeyn ſollen zwey groſſe Lichter de. eines zu erleuchten den Tag, das andere Die Naht xe auch zum Unterſcheid Der Jahre und Zeiten ꝛc. nemlich, daß die Sonne des Tages üͤber ihren feurigen himmliſchen Saamen in die Luft zerſtreuet; da ihn alle Ge⸗ ftirn Cein jedes nach dem e8 von dem Goͤttlichen Willen zu der allgemeinen Harz monie fpecificiret ,) gu fich ziehen, und ein jedes denſelben in feine eigene Art und Eigenſchaft verwandeln: des Nachts aber die Geſtirne ſolchen ihren himmliſchen von dem Vatter der Sonnen empfangenen Saamen, welchen ſie, ein jegliches nad ſeiner eigenen Art, qualificiren, dem Monde zuſenden;(von den Wuͤrckungen und ſcharfen Strahlen des Monden ſiehe im CXXI. Pl. v. 6. Daß dich des Tages die Sonne nicht ſteche/ und gleich alſo auch nicht der Mond des Nachts. Hie wird durch das eintzige Wort, nicht ſtoche, beyden Strahlen der Sonnen und des Monden gleiche Wuͤrckung und Gewalt zugeleget,) Yer denn, als das kleinere Licht und Crd D S e F? g2 S =< ÅT D ie ` erwi⸗ sieer Itek⸗ he nad ma ANS wiid De Sid w) Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. 7 und der Nacht⸗Negent, ſolchen ferner zu einem kalten waͤſſerigen Saamen conge⸗ lüret, und in die Luft verſencket allda ſich Eſch und Majim(nemlich Schamajim) in der Luft, als einer Matrice, wiederum vereinigen, und wiederum eine einige Ge⸗ buhrt, nemlich Kleh Majim, oder Schamajim, ein Saamen oder Urſprung aller ſublunariſchen Creaturen, auch ihre Exhaltung und Nahrung werden; von dannen kommet es mit der Luft,⸗als einem zarten duͤnſtigen Waſſer, mit Uberfluß ins Meer und gantzen Erdboden, und wird in demſelben, durch Wuͤrckung der Son⸗ nen und des centraliſchen Feuers, zu dem Saltz korwiret und gebohren, davon allhier die Rede, und wird ferner von dem Meer⸗Waſſer durch unterirdiſche Gaͤnge und Klúfte durch den: gangen, Erdboden gefuͤhret, denſelben zu beſaamen und fruchtbar zu machen, und alſo entblöſet ſichs hin und wieder durch Kluͤfte und Gaͤnge, und machet uns unſere Saltz⸗Brunnen und Quellen: da es aber in groſſe und weite Klüfte fallt, und von dem unterirdiſchen Feuer durchwittert und aus⸗ getrucknet wird, werden ſolche Kluͤfte nach und nach ausgefuͤllet, und alſo das Stein⸗Saltz gezeuget; und obgleich ſolches an vielen Orten ausgegraben wird, er⸗ ſetzet ſichs doch gar balde aus der Luft wieder, aus Kraft ſeines eigenen innerlichen feurigen Magneten: da es aber in ſolchem Durchſtreichen eine bequeme Erden an⸗ trift, wird allda mit dem centraliſchen oDer unterirdiſchen Feuer, oder Sulphur, die Gebuhrt der Metallen und Mineralien, je nachdem dieſer A oder Erein geweſen, gewuͤrcket. Dann es nochmals darbey bleibet, daß unſer Saltz, nemlich das gemeine Koch⸗Saltz, der Anfang und das Ende ſey aller Dinge: auch zuvor ge⸗ genug bewieſen, daß dieſes Sſey und V, oder S A und X, oder V, nemlid der allgemeine W, davon fo viel Redens,- aber fo wenig Erkaͤnntniß. L411. Allhier aber werden wir genoͤthiget etwas umſtaͤndlicher von der Erzeugung und Gebuhrt der Metallen zu reden, und ſowohl ihre Matricem, als auch derſelben Gebuhrt und Herkommen, auf das genaueſte zu ſuchen, muſſen uns derohalben abermals zu dem Anfang der allgemeinen Schoͤpfung wenden, und aus derſelben vollkoͤmmlich beweiſen und darthun, was F. z. erwehnet wor⸗ den, nemlich, daß das Saltz in ſeinem Innerſten ein weſentliches Feuer ſey. In §. F. iſt oben geſagt worden, daß GYtt der HErr im Anfang geſchaffen habe die Himmel und die Erde, oder die Waſſer und die Erde, und daß Schamajim, die Himmel, der Anfang aler Anfaͤnge ſind.§.6. iſt geſaget worden, daß Arez, Die Erde ſey die zweyte Qualitas ſecundaria. In 9. 10. iſt geſaget worden/ daß die Sonne ſey ein weſentlich Feuer, geſchieden von dem Schamajim, gleichwie der Mond und Geſtirne von dem weſentlichen x deſſelben. C12. Nun muͤſſen wir auch noch von der Erden, und ihrer eigentlichen Geſtalt(zu beſſerer Verſtaͤndniß des folgenden) ausfuͤhrlicher reden, dazu uns der Abriß Der gantzen Welt, oder unſers Sonnen⸗Syltematis,(Fig. L) vollig die⸗ nen folle, und wollen uns allhier weder mit den Coperniciſten/ noch andern Secti⸗ rern ö. des) ſey eigentlich die erſte Qualitas ſecundaria,(da wir ab Das Erſte Capitel. rern der Aſtronomie uͤber die Wahrheit ihrer Syſtematum zancken, dann wir allhier aleine mit Den diebhabern der Magiæ und Goͤtklichen Wahr heit zu thun haben, über das wird dieſes Schema Magicum eines jeden Meynung leichtlich beypflichten. Da iſt nun A. B. Regio Schamaſim, die Gen. r. v. 5. genennet wird Licht, gleichwiꝛ die Tieſe allda genennet wird Nacht, ſeynd alſo beyde, ſowohl das Licht, als die Nacht, zwey weſentliche Dinge, ſo ſonderlich bey dem Syſtemate Magico Univerſi Num. T. wohl inacht zu nehmen. B. C. iſt Regio Aſtrorum, der geſtirnte Him⸗ mel, C. D. ĩſt die Region der Luft, die da iſt die dritte Qualitas ſecundaria. B. E. iſt der Circul und die Ober⸗Flaͤche der Erden und des Meers. E. E. die untere Region, oder eigentliche Verſammlung der Waſſer und der daſelbſt gezeugten Jungfraͤulichen Erden, oder Arez, davon S. 6. geredet worden, und wir allhier un⸗ ter dem bekannten Namen Trieb⸗Sand wollen verſtanden haben. Kurtzlich zu⸗ vor haben wir dieſe Region genannt die rechte Verſammlung oder Geburth der Waſſer, welche Waſſer ein Sand⸗ und Stein⸗machendes Waſſer ſind, wie in folgendem erwieſen werden ſoll, und ſonderlich wohl inacht zu nehmen, dann an dieſem Stucke in unſerm Beweis nicht wenig gelegen. Nun muſſen wir uns all⸗ hier erſtlich herauswickeln, nehmlich, wie dann dieſes ſeyn koͤnne, daß Gen. t. Cap. v. 1. gefagt wird, Arez fen die erfte Scheidung aug Schamajim, allhier aber wird geſaget, daß dieſe jungfráuliche Erde Arez fen eine Ausgeburth der Waſſer E. F. welches Stein⸗oder Sand⸗machende Waſſer ſodann nothwendiglich vor dieſer Erde muͤſſe geweſen ſeyn, und alſo billiger die erſte Qualitas ſecundaria zu nennen? Dieſem Einwurf mun, daß die jungfrauliche Erde nach dem buchſtablichen Laut der Schrift nicht die erſte(Halitas ſecundaria ſeyn koͤnne, zu begegnen, muͤſſen wir wie⸗ der zurück kehren, und fehen, was der Heil, Tert Gen. Cap. 1. v. 1. ſaget, nehm⸗ lich: Im Anfang ſchuff G Ott die Himmel und die Erde; und ferner v. 2. aber war oͤde und leer, und es war finſter oben auf dem Abgrunde, und der Geiſt GoOktkes ſchwebete oben uͤber dem Gewaſfer. Allhier iſt dem Text nach unläugbar, daß allemahl von dem Himmel und Waſſer vor der Erde zuerſt geredet wird, iſt demnach Sonnen⸗klar, ſowohl aus dieſen, als auch folgenden Werten Des otin y. was wir oben S. 12. geſaget haben, nehmlich, daß dieſe Waſſer, wovon in ze geredet wird, eben die Sand⸗ und Stein-machende Waſſer ſeyen, au die jungfraͤuliche Eide, und aus dieſer die bewohnte felſigte, ſandigte und leimigte Erde D. E. gezeuget worden, weshalben dann allhier im Tert Erde und Waſ⸗ fer vor eins genommen werden, fo daf tan alfo, tem Terte nach, nicht unbilltg ſo⸗ wohl Waſſer, als Erde, vor die erſte Qualitatem ſecundariam nehmen koͤnte §or3.. Wir wollen aber beweifen, daß das materialiſche Waſſer(das da iſt eine Abſcheidung oder Ausgebuhrt der kalten Nacht, oder der Waſſern des Mon⸗ ah Lm l; Wer erinnern muͤſſen, daß wir Gonne, Mond und alle ͤbrige Geſtirne nicht unter dieſe 4. materialiſche Weſen oder 2. Die Erde Hy> EA HLI Y. © th Pi 5 welchen ie vik der Santzen yah Ptolomgo. ide. N A MAT o Oo T ooa h f pri, | Concén i-f bi bau wi ai S niemand |r fih die ii Bahh nagen wilign md die bleſlunde ui: W M Ain GA rihtó u fa wd fugon wei pre nah b A fut o '* der ten dah RNuh gebei Mah Wink Zuok Wifi AE iah Wend, Minh miig Urine Cieni Ms Za wd ihn WT Cong AR Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. 5 ober fo genannte Elementa mit wollen gerechnet haben, dann twie oben im s. ro, und 11. erwehnet worden, ſo iſt die Sonne ein Auszug des Schamajim, oder eine Concæntration deſſelben, gleich wie der Mond und uͤbrige Geſtirne ein Auszug find deſſelbigen YSchamajim, und ſind nur nach ihren Wuͤrckungen unterſchieden,) dazu wir uns denn ſonderlich ſolcher Experimenten bedienen muͤſſen, die denn von niemand anders als Wahnſinnigen geleugnet werden koͤnnen. Und wollen erſt⸗ lich die heilige Schrifft, als den allerveſteſten und unaufloͤslichſten Grund der Wahrheit herbey fuͤhren, und den Anfang machen mit den allerſtaͤrckſten und nachdencklichſten, als in der 2 Petri 3. v. J. 6. J. ſtehet geſchrieben: Aber muth⸗ willig wollen fie dieſes nicht wiſſen, daß der Simmel vor Zeiten auch war, und die Erde(die aus dem Waſſer herfuͤr kommen war, und im Waſſer beſtunde) durch das Wort Gottes Darum denn die Welt, die damals war, durch das Waſſer uͤberſchwemmet, und alſo verderbt worden iſt, v. 7. der Himmel aber und die Erde, die jetzund ſind, ſind eben durch daſſelbe Wort in die Schatz⸗Kammer gelegt, und werden zum Feuer behalten, auf den Tag des Ge⸗ richts, und des Verderbens der gottloſen Menſchen ꝛe. Dieſer Text iſt den Wei⸗ ſen, und nicht den Narren, gantz zu Gefallen hieher geſetzt. Ferner iſt wohl un⸗ laugbar, daß der Heilige Geiſt Gen. r..1.& 2. eine gantz Senerale Beſchreibung der Schoͤpffung macht, nemlich des Schamajims, als aus welchem alle Dinge, nach dem Fuͤrſatz und Willen GOttes herfuͤr gebracht ſind. Im 3. v. wird gar kurtz gedacht der allerwunderbareſten weſentlichſten Dinge, nemlich des Lichts und der Finſterniß,(oder wie folgends genannt, des Tages und der Nacht) denn daß beyde ſowohl das Licht, als auch die Finſterniß, oder der Tag und auch die Nacht, zwey unterſchiedliche geiſtliche weſentliche Dinge ſind, wird die Fol⸗ ge beweiſen. Im 4. v. wird der Scheidung des Lichtes und der Finſterniß gedacht, als aus welchen folgendes Waſſer und Erde herfuͤr gebracht werden ſolte, als aus der Finſterniß oder der Nacht, nemlich dem Mond, das Waſſer, und aus dem Tage oder dem Lichte, die Erde, wenn nemlich das Licht, die Sonne ſich im Waſſer, als des Mondes Ausflieſſen, concentriren, und die Jungfräuliche Er⸗ de gebaͤhren wuͤrde, darum denn auch allemal im Text ſtehet: Alſo ward es Abend, darnach ward es auch Morgen. Und alſo die weſendliche Eigenſchaft der Finſterniß oder der Nacht, und ihrer Gebuhrten, nemlich die Waſſer, alle⸗ mal das erſte ſind, die doch alle aus dem feurigen oder Licht Waſſer Schamajim Urſtaͤnden, wie im§. 10. erwehnet worden. Im 5. v. wird dieſen weſentlichen Eigentſchaften des Lichts und der Finſterniß ihr rechter Name gegeben, nemlich, Des Tages und der Nacht; Der 6. V. erzehlet die dritte qualiratem Lecundariam, und ihre Schoͤpffung oder Scheidung, nemlich der Luft als des ſubtileren Theils des Waſſers. Im.v. aber wird beſchrieben die Scheidung der Grundveſten (nemlich des Waſſers der Meere, Fluͤſſe ꝛc. dieſer bewohnten Erden⸗Flaͤche,) $ auf Z a a 10 Das Erſte Capitel. auf welchen damals unmittelbar die Krafft des Geiſtes Gottes durchs flat dag- jenige wuͤrckte(wie zuvor im.v. gedacht wird, und der Geiſt GOttes ſchwe⸗ bet oben úber dem Gewaͤſſer,) wozu hernachmals am Tage Sonne, Mond und alle Geſtirne erſchaffen wurden, nemlich ſie zeugete die Sandmachende Waſ⸗ ſer, und aus denenſelben zugleich die Jungfraͤuliche Erde/ von welchen Waſſern in dieſem Vers gezeugt worden, der grobe Sand(insgemein und überhaupt die Erde genannt) famt allen Bergen, Helfen, Klúften und unterirdiſchen Gaͤngen; ihre (nemlich dieſer groben Erden) uͤberfluͤßige Waſſer aber wurden alleine verſammlet, und genannt die Meere. Iſt alſo aus dem 6. und 9. v. Genii. abermals ſonnen⸗ klar, wie Petrus in obangezogenem Ort ſo deutlich und hoͤchſtnachdencklich faget, nemlich, daf das Waſſer die erſte qualitas ſecundaria geweſen. Weiters ſtehet im 24. Pfalm v. 1. 2. Die Erde iſt des Errn, und was darinnen ift: Der Erdboden und die darauf wohnen. v. 2. Denn Er ſelbſt hat ihn auf die Meere gegruͤn⸗ det, und hat ihn auf die Sluͤſſe beveſtiget. ſiehe auch Pf. 136, 6. Hiemit ware zwar zur Gnuͤge bewieſen, wie oben gefaget worden, nemlich daß das Waſſer pri⸗ ma qualitas fecundaria fey, und mag alfo recht wohl verſtanden werden, was Gen. J. V. II. geſchrieben ſtehet: Eben aufdieſen Tag brachen auf alle Brunn⸗Guel⸗ len des groſſen Abgrundes, und die Fenſter des Simmels thaͤten ſich auf. Hieruͤber koͤnten wir uns noch mit andern Zeugniſſen wohl weiter extendiren, und klaͤrlich zeigen, wie dieſe Brunnquellen des groſſen Abgrundes, durch die Rache des lebendigen GOttes, noch gar oft um der Menſchen Bosheit willen, bey ungemeinem Gewitter, zur allgemeinen Stzafe, herfúr quellen, aber doch gnug hiervon, und wollen nun auch aus der Natur beweiſen, was zu Anfang dieſes§. geſagt worden. §. 14, Und fagen demnach, daf alle v; man erwaͤhle welche man wolle, (anjetzo reden wir von denen ſogenannten ſüſſen v) Sand ben fich führen, oder die Krafft haben, Sand zumachen, ob fie gleich taufendmal filtriret twáren und kan der Einfaltige dieſes alſo probiren, er nehme Regen- Brunnen- oder Fluß⸗ Waſſer, thue es in ein glaſern Gefaͤß, und verſchlieſſe es wohl, doch daf Luft gaug darinnen behalten werde, und ſetze es an die Sonne oder auf eine marme Staͤtte, fo wird er befinden, dafi dieſes Ynach gewiſſer Zeit, bey ſolcher ſtaͤten Warme in eine Faͤulung gegangen, und ſich niedergeſchlagen habe; welcher Nie⸗ derſchlag denn in Wahrheit nichts anders iſt, als eine zarte Erde oder Sand, und der dieſelbe nach ihrem innerften und nicht obenhin kennet, der wird vielleicht etwas mehr ſehen. Nemlich er wuͤrde ein wenig erkennen lernen, was das geſagt iſt, Gen. 2. v. 7. Und Gott der SErr hatte den Menſchen gebildet aus Staub von der Erden, von welchem Geheimniß ferner ein mehrers, ſo viel erlaubt feyn wird. Noch muͤſſen wir allhier eines erwehnen, ſo unſerm Beweiß nicht un⸗ dienlich: nemlich ſo man mit dieſem in die Faulung gegangenen Waſſer in der Deſtil- aei Gudi. Í peki fom Qon i wil inun biek anh ms e TE mny es D zm ea oni faget 1m24 boden nri toite pris Gen, huel atif, mò ache bey nug 8 K Mey Der Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. 11 Deſtillation recht umgehet, wird man ein helles und klares wunderbares Oel be- kommen, ſehr feurig und brennend, ſo von wenigen geſucht, und noch von weni⸗ gern erkannt wird, darum wir auch anjetzo nicht weiter Davon reden wollen. Fer⸗ ner ift den Curiolis durch die Seefahrten bekannt, daß, wenn die Schiffe allhier in unſerm Europa gute ſuͤſſe Waſſer zu ihrer Nothdurft laden und nunmehro unter bie Kclipticam kommen, da die Sonnenſtrahlen grad herabfallend und folglich am heftigſten ſind, wie ſolche Waſſer alsdann dick, zehe, und gleichſam leimigt werden; da ſolche Waſſer aber wiederum zurück in Europa kommen, werden ſie wiederum duͤnne, und brennen nach der Scheidung dabey wie ein Brandwein. Dieſe beyde Experimenta ſind nicht den Narren und Thoren hergeſetzt/ ſich daruͤber zu verwundern, gleich twie die Ruhe úber ein neu Thor, ſondern dadurch klaͤrlich zu beweiſen, daß das Licht(nemlich der Sonnen) etwas weſentliches ſey, ſo im Vleiblich werde, wie oben§. 13. erwehnet worden. Gleichwie uns ein gewiſſes nicht koſtbares Inſtrument bekannt, durch welches wir vermittelſt eines metalli⸗ nen hohlgeſchliffenen Spiegels, der Nacht oder des Monds Krafte oder Ausfluͤſ⸗ fe, Cals in welchen aller Sternen Ausfluͤſſe concentrirt ſind,) concentriren, und als ein darſtellen koͤnnen, welches auch mehr hinter ſich hat, als ſich die Sudel⸗ koͤche einbilden, denn dadurch alle Lunariſche Kranckheiten aus dem Grund zu curi⸗ ren; und wird ferner auch hiemit klaͤrlich bewieſen, daß die Finſterniß, oder die kalte Nacht, gleichfals etwas weſentliches ſey, wie§. 12. geſaget worden; und ob gleich dieſes x Aetkeriſch, ſo kan man dannoch durch daſſelbe, was erſt erwehnt, klarlich darthun, nemlich daß eine Sand⸗und Stein⸗zeugende Krafft in allen tefe. Daß aber ein jeder ſich einbilden moͤchte, dasjenige was allhier den Weiſen erzehlet, ſo fort nachzuthun, iſt warlich nicht, ſondern es gehoͤren zu dieſen Dingen gewaſchene Haͤnde, und Gottes des Allmächtigen Leitungen, die wir glauben, nicht einem jeden ohne groſſe Sehnung nach der Quell des Haupt- ſtroms in Eden wiederfahren. Iſt alſo uͤberflußig und zur Gnuͤge bewieſen und dargethan, was im 14. 8. gefagt worden, daf ale y man nehme welche man molle, Feines ausgenommen, eine Sand⸗und Stein⸗machende Krafft in fich haben, und niht allein die T fon- dern auch die Lufft, wie vornen in dieſem$. gemeldet morden. §. 1f. Nun wollen wir auch noch beweiſen, Dag die Jungfraͤuliche aug dem erſten Element gezeugte Erden, nemlich der Triebſand, die Kegion E. F. vid. Schem. Univerſ. C 12. die ſogenannte Grund⸗Veſte dieſes bewohnten Erdbodent ſey, davon im 24. Pfalmv. 2. Auf die Meere getgzruͤndet, und auf die Sluͤſſe befeſtiget ꝛc. Erſtlich ſo iſt aller Welt bekannt/ daß man an keinem Orte tiefer graben fan ober mag, als bis auf gedachten Triebſand; und diejenigen, fo ein wenig úber ihre Mutter- Grángen geſehen haben, wiſſen uͤberfluͤßig wohl, daß man in Braband und dergleichen Landſchaften, nicht uͤber 4. f. bis 6. Fuß tief B 2. aris G S dø T im aufs hoͤchſte graben kan, ſo kommt man auf gedachte Grundvseſte dieſes nare Erdbodens, nemlich auf den Triebſand; auch mag an andern Orten Fein Brun⸗ nen, oder ſonſten ein Schacht in denen Gebürgen tiefer geſenckt, oder ein Ge⸗ bürge tiefer durchgraben werden, als bis auf erwehnten Triebſand. Weiters ift uͤberflußig bekannt, daß man in oberwehnten Niederländiſchen Provintzien, an unterſchiedlichen Orten, ſehr hohe Kirch⸗Thuͤrne findet, blos alleine auf die⸗ ſen Triebſand, ohne eintziges anderes Fundament gebauet, die dennoch etliche Jahrhundert, ohne eintziges Wancken oder Sencken, geſtanden; nemlich ſie le⸗ gen aufgedachten bloſen Triebſand eine Schichte von ſolchem Holtze oder ſtarcken Brettern, Die fich im Y wohl halten, ung nicht verfaulen, und auf dieſen hoͤltzernen Grund bauen ſie ferner ohne alle andere Umſtande ihr vorhabendes Gebaͤude; da⸗ bey denn wohl zu oblerviren, daß man etli che r00. ja tauſend Schritte weit vonſt ol⸗ chen Gebauden, keine Brunnen, Teiche ꝛc. graben, und den Triebſand, in Hof⸗ nung tiefer zu kommen, auswerfen darf, ſonſten werden gedachte Gebaͤude ohn⸗ fehlbarlich ſich nach gedachter Seite neigen und fencfen, aus Urſachen, weil nach gedachter Seiten zu ihr Grund, nemlich der Triebſand, weggenommen. Dieſes Buuen mum laͤfſet ſich auf keinem andern Sande z Erde oder Moraſte practiciren, ſondern auf ſolchen muf, nachdeme es ſumpfigt, mit fangen Pfaͤlen ein Funda⸗ ment gerammet, und Roͤſte beveſtiget, oder auf andere Weiſe geholfen werden: dann des Triebſandes Veſte und unbeweglicher Grund beſtehet darinnen r- weil Waſſer und Triebſand, wie kurtz zuvor erwehnet und erwieſen, einander gantz nahe verwandt, indem der letztere eine Geburt des erſten iſt; alſo leiden ſie keine Zuſammenmiſchung, oder Niederdruͤckung; dann Coͤrper gleicher uad ungleicher Qualitdͤt moͤgen einander nicht durchgehen, es ſey dann eine oder beyde geiſtlich ge⸗ macht, behalten alſo die Coͤrper einer gleichen Qualität ſtets einen Stand und Maaß, oder überwiegen eines das andere, nach Der Krafft und dem Gewicht im geringſten nicht. Und iſt alſo zur Gnuͤge bewieſen, was zu Anfang des§. geſaget worden, nemlich daß gleich wie dieſe eintzele Gebaude, Thuͤrne ꝛc. feft und gang unbeweglich auf dieſer Grundveſte oder Triebfande ſtehen, alſo und eben derge⸗ ſtalt ſtehen alle Gebuͤrge und Felſen, und die gantze bewohnte Erden⸗Flaͤche, auf eben dieſer Grundveſte oder Triebſande, als auf dieſer ihrer Wurtzel, aus welcher fie alle gezeuget worden ſind. Wie ſolches der Verſtaͤndige in allen Gebuͤrgen und Felſen wahrnehmen und klaͤrlich ſehen kan, wie daſelbſt der Triebſand oftmals gantz in der Höhe unter der oberſten Erden⸗Flaͤche, im Letten oder anderer Er⸗ den gantz trocken und gleichſam ſchneeweiß gefunden wird, desgleichen in den Adern des gantzen, oder des Geſteines, wie er daſelbſt hin und wieder in dem gantz d ſehen laͤſſet. Fer⸗ feſten Geſteine, wie ein Marckin den Gebeinen, ſich finden un twas oben bep§. r4, ner lehret uns die taͤgliche Erfahrung(zu mehrerm Beweis, ſchon angefuhret worden,) daß auf den Steinfelſen und Gebuͤrgen das Waſſer fo da auna figli dl fannt, qau thend hila Mi madi fhn Thik Arl eag hini ha MD: qunti gfi Diele, alid Nem toele figni mn WẸ Mi Mi ſchält. TA Citing Diſts miy Win beno { Efi Mm wget ofri ung Bun⸗ ing Beits ibien, uf die tlie fie le tarfe Ikerne 6 inioh Höſ tohi ilnach Dieks cileh, Indg⸗ den: pif yng eine icher j ge und tim aget ang A auf her und ſals r w ang Ret yfo da Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. 13 da unaufhoͤrlich von der Region E. F. vid. S. 12. Schema univerſ. aufſteiget, ſich ſtetiglich in unterſchiedene Arken Sand und Steine verändert, und ſolches in unter⸗ ſchiedlichen groſſen Steinbruͤchen vollkoͤmmlich zu ſehen. Ja, weme iſt nicht be⸗ Fannt, daf ſowohl in dem Hartz, als andern unterſchiedlichen Orten in Europa, es grauſame Hoͤhlen giebet, in welchen ſtetiglich ein Waſſer triefet, welches ſich in eben denſelben Hoͤhlen zu einem wunderbaren Stein coaguliret, gleich groſſen Pfeilern und andern wunderbaren Geſtalten, ja zu Sceletis grauſamer Thiere und Menſchen vonſchrecklicher, auch unterſchiedlicher Groͤſſe, ſo da von dem Luft⸗Geiſte aus dieſen Waſſern, nach den Formen und Idéen, mit welchen Die gange Luft ge- ſchwaͤngert iſt, geformet und gebildet morden davon zu feiner Zeit in den folgenden Theilen ein mehrers. Die Berg⸗Hiſtorien bezeugen uns auch, daß, wenn die Vergleute in den allerfeſteſten Geburgen und unterirdiſchen Felſen, mit ihren Werckzeugen gedache harte Felſen gewaltſam durchbrochen, oder mit Feuer zer⸗ ſprenget, ſo haben ſie inwendig dieſer Steine ein Waſſer angetroffen, ſo dieſelbe hin und wieder durchgangen, und ihre Nahrung und Speiſe geweſt; wie denn auch aus theils dergleichen Arten Steinen und Mineralien, ein ſolches Waſſer durch die Deſtillation fuͤrgeſtellet werden mag. Uber dieſes ſo beſehe man genau und ei⸗ gentlich alle ſolche Steine und Kießlinge, die da mit mannigfaltigen und allerhand gefaͤrbten Adern durchwachſen ſind, ſo wird man warlich befinden, daß, wenn man dieſe Adern künſtlich von dem Stein ſcheiden kan, daß nichts von ihnen uͤbrig bleibe, als die bloſſen Stuͤcke des Steins an und vor ſich ſelbſten, als Matrix gedachter Adern; ſo wird man gantz gewiß befinden, daß dieſe Stuͤcke des Steins, zwiſchen welchen erwehnte Adern weggenommen, ſich wiederum ſo geſchickt in einander fuͤgen werden, als waͤre niemals etwas fremdes darzwiſchen geweſt, ſondern rwd- ren nur fo ungefehr von einander geſchlagen und geſpalten, und ſchickten ſich alfo ihre Spalte noch wieder an einander: Daraus man dann Fldrlich vernehmen Fan, daß dieſe Steine oder Kießlinge unwiderſprechlich ein Waſſer oder Saft in ſich gehabt haben muͤſſen, ſo dieſelbige zugleich und auf einmal zerſpalten und durch⸗ gangen und herfuͤr getretten, und ſich zwiſchen den Seiten eingeſetzet, und den Stein alſo ſtets von einander gehalten und mit fortgewachſen, und ſich vergroͤſſert. Dieſes iſt den Liebhabern zu fernerm Nachdencken ſo umſtaͤndlich hieher geſetzet, denn warlich hierinnen etwas ſonderliches verborgen, wie dann und wann in der Folge wieder vorfallen wird: und iſt alſo voͤlliglich bewieſen, was§. 13. mit kur⸗ tzem erwehnt worden. 8 16. Haben alſo mit unumſtoßlichen Gruͤnden bewieſen und dargethan Erſtlich, daß das vdie erſte Qualitas ſecundaria, oder die erſte materialiſche Mutter ſey, aus welcher alle uͤbrige greifliche Corper, wie die Namen haben moͤgen, er⸗ zeuget und herfürgebracht ſind. Zum andern, daß der Trieb⸗Sand, oder die jungfrauliche Erde; Die andere allgemeine Mutter fey, bloß und alleine aus der er⸗ 2 ſten a i4 Das Erſte Capitel. ſten erzeuget, und alſo mit vollem Rechte von fich fagen Fan: Yeh bin die Erde, fo vom Simmel gemacht. Warlich allhier findet ſich eine? teria, Davon etwas ſonderliches zu reden ware, davon wir aber anjetzo gewiſſer Urſachen halbe⸗ oweichen muͤſſen. Was ſonſt der Trieb⸗Sand fen, iſt weitlauftig nach ſeiner dufe: n Ge ſtalt erzehlet worden, nemlich daß er beſtehe aus den allerkleineſten Coͤrpergen,— da ſind einer glaſichten Art, und ſt oman dieſelbe durch ein gutes Microfcopium í e trachtet, wird man mit Wahrheit befinden, daf alle insgeſamt unterſchiedlicher Figuren und Geſtalt ſind, keines dem andern gleich, wechesdannnüchtenvers ſeyn kan, weilen ihre Geburth, wie zuvor weitlauftig erzehlet, aus dem Waſſer ent⸗ ſtanden, welches Waſſers kleineſte Theilger, jedes inſonderheit in fich beſchlieſſet die Kraͤfte oder Ausfluͤſſe der Sonnen, des Mondes und aller Geſtirne, nemlich ihre Saamen, ſo unzehlbarer Arten und Geſtalten; dann ein jeder Stern, als auch Sonne und Mond, aus Schamajim(wie oben ſchon ofters erwieſen,) beſonders qualificirt worden, welche unterſchiedliche Eigenſchaften oder himmliſche Saamen, in das Waſſer verſenckt, verurſachen die unzehlbate unterſchiedliche Geburthen, be⸗ ſonders der Steine, Felſen und Gebuͤrge, und aus denſelben die Kraͤuter, Stauden und Bdume, wie Gen. 1..11. UND r2. gemeldet wird. Welches durch folgendes Experiment unwiderſprechlich erwieſen wird, als man ſchuͤtte tauſend Pfund wohlgereinigtes Mercurii auf ein weites Feld fein zuſam⸗ men unzertheilet hin, daß alle ſeine Theile in einem Corpore zuſammen bleiben, ſo wird man in demfelben Mercurio den ganhen Horizont, wnd alle feine Theile und was auf demſelben befindlich, gleich als in einem hellen Spiegel vollkoͤmmlich feher und betrachten koͤnnen. Da man nun ferner dieſen X nimmt, und per mationen oder in andere Wege ineine unausſprechliche Zahl der allerkleinſten Kuͤgelgen zerthei⸗ let, ſo wird man durch ein gutes Vergroͤſſerungs⸗Glaß befinden, dah man in ieder Jebe dieſer Kuͤgelgen, eben als wie im vorigen groſſen Corpore, gleichfalls deng Horizont und alle deffen Theile ſehen und betrachten koͤnne; und gleiche B fenheit hat es mit dem Waſſer und allen deſſen allerlubtileſten Theilen, wie dieſes Experimentum per& unumſtoßlich zeiget, nemlich Daf alle, auch die allerunbe greiflichſten Theile des&ſowohl als das gantze, das gantze Schamajim in ſich habe, wie es nemlich in den Sternen befindlich und ſpecificiret worden; Gleichfalls muͤſ⸗ ſe auch jedes Coͤrperlein der Jungfraulichen Erde, als Ausgebuhrten des Waſſers, den gantzen himmliſchen Saamen aus der Sonne, dem Mond und den Sternen in fich haben. Es iſt denen in der wahren Probier⸗Kunſt geuͤbten zur Gnuͤge be⸗ kannt, daß auch nicht ein Sandkoͤrnlein zu finden, obs gleich wie ein Sonnenſtaub⸗ lein groß, ſo da nicht ein weniges lubtiles geiſtliches Ound Ein ſich haͤtte, ſo dann nichts anders als der wahre Influß des Lichtes und der Nacht, oder Sonnen, Mond und der Geſtirne iſt, dann die erſte Materialiſche Mutter iſt, wie kuͤrtzlich zuvor er⸗ wehnt, das Waſſer, geurſprungt von dem Centro aller Oberdinge, und aus dieſer die ande⸗ mt miN wad it Mh byi oeg Gii | fo f; tft mA ti iiny mh tigh wii wha Sifi omy Mig bi fmi D Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. iky andere allgemeine Mutter, die Jungfraͤuliche Erde(Trieb⸗Sand) gantz einerley mit der erſten, von deren lubtilſten und innerm Staube der Menſch gebildet worden, von dem lebendigen Ound(Aphar) ſo auch die ewigbleibende Welt bedeutet. Het iſt der Zaum, der unſere gar zu weitſchweiffige Gedancken innen hált, darum w ir auch anjetzo abbrechen, und noch ein wenig ſchweigen muͤſſen, ehe wir ung in dem Abgrunde, auf welchem der Geiſt GOttes ſchwebet, Gen. 1. V. 2. vertieffen oder gar verfallen. Wir haben aber doch nur ein wenig unſerm Verſprechen S. 14. ein Geuͤuͤgen gethan, und kan der Verſtaͤndige dadurch ſeine Gedancken ein wenig erhe⸗ ben, und die kleine Welt etwas genauer betrachten, ſo wird er vielleicht ſeinen un⸗ zerſtoͤrlichen und ewigbleibenden Leib vollkoͤmmlich erkennen lernen. §. 17. Weilen nun voͤlliglich bewieſen und dargethan, daß das Waſſer die erſte qualitas ſecundaria oder das erſte Element ſey/ und aus demſelben alle Corpora uhrſtanden, und in demſelben begriffen worden: und dann daß die Jungfraͤuliche Erde, der Trieb⸗Sand, das andere Element(lecunda qualitas ſecundaria) ſey/gleich eines mit dem erſten, daraus zu erkennen, wie dieſe Welt und alle ihre eingeſchaffene Theile im Waſſer beſtanden; da wir dann auch gleichſam nur im Vorbeygehen(doch nicht vergeblich) erinnern muͤſſen, wie aus dieſem, was bishero geſagt worden, ge⸗ nau erkennet werden mag, der Urſprung, Weſen, Farben und Gehalt, aller uns vor Augen zu Tage ausliegenden Ertzen, nemlich aller Kiſelſteine, derer Anbruch der Himmel iſt. So ergreiffen wir nun einſten wiederum den abgebrochenen Fa⸗ den§. 12. und fahren in der daſelbſt gefuͤhrten Beſchreibung des Syftematis Magici fort, und fagen F. G. ift der Circulus oder Region der unterirdiſchen in welcher Lufft F. G. die da groͤber iſt als die& C. D. als in welcher ſich die Ausfluͤſſe Der Son- ne, Mond und Sternen, wie S. 10. gewieſen, zu leiblichen Geiſterlein kormiren] die weſentliche Eigenſchaft der kalten Nacht, nachdem ſie ſich durch ihre Strahlen da⸗ hin verſencket, oder der Geſtirne und des Mondes, ſich zu dem Materialiſchen Sand⸗ machenden Waſſer, E. F. congeliren; und daß dieſes alſo geſchehe, lehret uns die tágliche Erfahrung, in der obern-&C. D. an dem Regen, Schnee, Reif, Shau und Hagel; und daß eine unterirdiſche Luft⸗Region ſey, wiſſen warlich alle Berg- verſtaͤndige gar u wohl, an den Gewittern, in den unterirdiſchen Geburgen und Kluͤfften. Ja die betruͤbten Geſchichte der erſchroͤcklichen Exdbeben, ſo wohl in ver⸗ gangenen als unſern Zeiten, dachte man, ſolten ja wohl?eugniß genug ſeyn, daß dieſes alſo ſeyn muͤſte, und alſo keinen Zweiffel dieſer unterirdiſchen Luft⸗Region uͤbrig laſſen, und alſo obangefuͤhrter natuͤrlicher Ordnung nach unumgaͤnglich allda fenn muß, und hat alſo dieſes auch ſeinen Grund und Richtigkeit. Kommen alſo zu der letzten innerſten und Centraliſchen Kegion, nemlich dem unterirdiſchen Feuer Das gleich mie das lebendige waͤſſerige Feuer Schamajim den oberſten Sitz aller Re- gionen dieſer gantzen Welt beſitzet, alſo hat dieſes grobe irdiſche Feuer dieſer groſſen Kuͤchen, die allerunterſte kegion in dem Mittel⸗Punct der Erd⸗Kugel eingenom⸗ men. me KBs s A Í Das Erſte Capitel. men. Dann die Regio Schamajim A. B. iſt entgegen geſezt dem centraliſchen/ ma- terialiſchen, feurigen Globo G. die Regio.C. der unterdiſchen groben Luft⸗Re⸗ gion F. G. die obere Luft⸗Region oder lubtilere Waſſer C. D. den Sand⸗ und Stein⸗machenden Waſſern.F. die Meere aber und Krieß der Erden fiad obbenann⸗ ten obern und untern Kegionibus, als Behaͤltniſſe ihrer Auswuͤrckungen, gemein. Dann gleichwie die obere Kraͤfte ſich in der Luft, wie oben bewieſen, vereinigen, und durch der Sonnen Licht, oder a Strahlen zu uns herunter gebracht twerden, alſo treibet das unterirdiſche Feuer die in die unterirdiſche Sgeſtrahlte Kraͤfte der Geſtirne in die Region der groſſen Verſammlung der Waſſern, nemlich in die Sand⸗machenden Waſſer E. F. und kochet ſie allda vollends zu leiblichen Coͤrperlein aus, wie oben weitlaͤuftig erwieſen. Daß nun ein ſolches unterirdiſches Feuer ſey, wird wohl keiner, deme die Urquellen der Natur bekannt, läugnen, auch iſt ſolches allen Bergleuten vollkoͤmmlich bekannt; die Zeiten der Welt haben unsſt olches auch kläglich genug gelehrt, durch die viele Feuer⸗Ausbruͤche aus der Erden, ja bey den Erdbeben hin und wieder hat man ſolches gar zu wohl inacht genommen; und was ſolte ein Vernuͤnftiger wohl gedencken von dem durch die Brientaliſchen Reifen uns bez kannt gewordenen feurigen Pfuhl in Japan? und was dergleichen Unwiderſprechli⸗ ches mehr herbeygefuͤhrt werden koͤnte: ſo wollen wires dannoch lediglich darbey laſſen, was uns die taͤgliche Erfahrung in den Gebuͤrgen und Kluͤften lehret, nemlich, daß ein ſolches unterirdiſches und centraliſches Feuer ſey, welches ſeine Kraͤfte den Wahrheit⸗liebenden im haͤrteſten Winter faſt am allermeiſten zeiget. Dann wann anjetzo bey herannahendem Winter die Luft mit vielen groben Feuchtigkeiten angefüllet, mit welchen ſich der himmliſche Saamen(fo den Sommer hindurch bey dem Hochſtande der Sonnen von dem Mond und Geſtirne gezeuget, aber in der duͤnnen zarten Sommer⸗Luft nicht alle herunter kommen koͤnnen,) uͤberall vermi⸗ ſchet, und dieſe Feuchtigkeiten alsdann wegen ihrer Schwere und abgewichenen Sonnen halber, um dieſe Jahrs⸗Zeiten, als Regen und Schnee haufig zu uns herunter kommen, und ins Erdreich verſchloſſen, bis die Sonne weit genug gewi⸗ chen, und die Erde von Froſt, gleich als von einem ſtarcken Harniſch, uͤberzogen, damit dieſe heruntergeſenckte Kräfte nicht wiederum ausweichen, und in ihr Chaos gehen koͤnnen, und den Erdboden unbefeuchtet laſſen, ſo werden dieſe Himmels⸗ Kraͤfte alsdann von dem unterirdiſchen Feuer zu einem vilcoliſchen Waſſer(ſo ſich nach Art und Eigenſchaft jeglichen Saamens ſpecificiret und eignet) ausgekochet, welches ſchleimichte Waſſer das unterirdiſche Feuer ferner bey herannahendem Fruͤh⸗ linge, in den Baͤumen und vielen andern Gewachſen, in die Hoͤhe treibt; da wir dann auch die wunderbareund weisliche Verordnung GoOttes an dem Froſte in die⸗ ſen Erdſtrichen zu obſerviren haben: dann wann dieſer zu rechter Zeit kommet, und bis zum rechten Termino anhaͤlt, ſo haben wir aus oberwehnten Urſachen gute und fruchtbare Zeiten zu hoffen; da uns aber im Gegentheil der HErr mit naſſen ſchlackig⸗ ten wI ty (nC ngi yk Co tah itv fin benit fmu tiny bode Wai Geſ N w de wi W ginet hfi Git m Diele des Mit, nit wid M wi und dn ouie Con fin Mhig in die perfin ier fey ſolchtt $ aig oy Den Drag nihu rehi arheh nli den ann iten bey der mi- men ung wi⸗ geny 4058 elg: ſich chet, uh wi die⸗ und und fiy ten Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. ten Winkers⸗Zeiten heimſuchet, ſo ma igelt dieſer himmliſche Lebens⸗Saft mäch⸗ tig, alg welcher durch das unterirdiſche K gaͤntzlich verwittert, und wiederum in fein Chaos getrieben wird, und uns nichts übrig bleibt, als ein grobes, zur Fau lung geneigtes materialiſches V, von dem Circulo D. E. ſiehe Eig. Num. r. durch welche uͤberflußige und zur Faͤulung geneigte Feuchtigkeiten, uns im Frühling und Sommer allerhand Gebrechen und Kran kheiten gezeuget werden. Und bleibt affo wahr, was der Pl. 104. v. 24. ſaget: Er hat alles weislich geordnet, die Erde ift voll der Guͤte des HErrn ꝛc. Haben alfo das Syſtema magicum, wie es §. 12. verheiſſen, den diebhabern der Wahrheit und Goͤttlichen Geheimniſſen voͤllig bewieſen und beſchrieben. Crg. Und koͤngen nunmehro deſto beſſer und mit ſtärckern Grunden hewei⸗ ſen und darthun, was§. rr. geſagt worden, nemlich, daß das O in ſeinem Innerſten ein weſentliches§euer ſey ꝛc. Daß das Z ſowohl im Meer, als gantzen Erd⸗ boden, von der Sonne, Mond und Geſtirne gezeuget werde, iſt allbereit dro⸗ ben ſchon zur Gnuge bewieſen, ja daß die Ausfluͤſſe der Sonnen, Mondes und Geſtirne in der That nichts anders ſind, als S,, iſt gleichfalls hieroben dargethan worden, und wird auch noch ferner ſehr ſtarck darvon geredet werden. Alleine es muß alihier noch eine kleine Erinnerung mit eingerucket werden, nemlich, je naͤher die Meere und alle andere Waſſer denen Polis, je lunariſcher ſie ſind, und je naͤ⸗ her ſie der Ecliptica, je ſolariſcher oder männlicher ſie befunden werden, welches wir Durch dieſe Experimeata beweiſen, als: Erſtlich iſt aller Welt bekannt, daß die Meer⸗Waſſer unter denen Polis wol ſaltzig, ſich aber nicht, oder doch muͤheſam, zu einem anſtaͤndigen Z, aus Mangel mannlichen lolariſchen Saamens, verſieden laſſen. Zum andern fo nehme man ein Sluͤck friſches Fleiſch, und lege es mit der Seite, da es am Felle geſeſſen, in ein Sieb, oder ander durchloͤchertes Gefaß, und beſtreue alsdann die ausgeſchnittene Seite vom Fleiſche her mit©, fo wird diefes O fhmelgen, und vom Fleiſche herunter in ein untergeſeßtes Gefaße triefen: dieſes continuire man bis das Fleiſch zu ſeiner Conlervation gnug an ſich genommen habe, ſo bleibt das Saltz zuletzt gleichſam trocken auf dem Fleiſche liegen, und wik nicht mehr alſo ſchmeltzen: denn coagulire die abgelauffene Saltz Lacke wieder, ſo wird man zwar wiederum ein Sbekommen, wird aber warlich zu ni pts mehr tatz gen, und Fan man nicht Das geringfte mehr gu ſeiner Conſervation damit ſaltzen, weilen ihm ſeine feurige männliche Theile entgangen, und ins Fleiſch verkrochen, und nichts uͤbrig gelaſſen, als den weiblichen waͤſſerigen Saamen, welcher, fo er durch die Sonne oder Feuer wiederum belebet wird⸗ alsdenn auch wiederum ein gutes Saltz giebet: denn daß das S zuletzt auf dem Fleiſche, da es genug zu ſeiner Conſervation zu ſich genommen, gleichſam trocken liegen bleibet; und nicht mehr ſchmeltzen will, iſt die Urſache, daß ihm das Fleiſch ſeine feurige Theile nicht mehr entziehet, und affo if vollkoͤmmlich wahr, ge mag verſtanden werden, was Chri⸗ ia F ge L ia 18 Das Erſte Capitel. Crriſtus, unſer Heyland, beym Luca 14. v. 34.& 3f. ſehr nachdencklich ſaget: Das Salz ift ein gut Ding, wenn aber das Salg den Geſchmack verlohren hat, wormit wird man es wuͤrtzen? Es iſt weder auf das Land, noch auf dem Miſt nuͤtze, ſondern man wirfts hinaus: Wer Ohren hat zu hoͤren, der hoͤre. Berner ift oben Erwehnung gethan, daß die Waſſer aus dieſen unſern Climati⸗ bus auf den See⸗Schiffen mitgenommen unter der Ecliptica dicke und ſchlammigt werden, aber wieder an dieſe Orte gebracht, wieder duͤnne und wie ein Brand⸗ wein brennend werden; welches dann dasjenige, ſo wir anjetzo geſagt, gleichfalls gruͤndlich beweiſt, nemlich, daf je naͤher die Waſſer den Polis, je Iunariſcher ſie ſind, und des mannlichen folarifchen Saamens ermangeln, mit welchen ſie im Gegentheil unter der LKoliptica reichlich geſchwäͤngert werden. Dagegen ſollen die Waſſer auf Batavia und andern wohlgelegenen Orten in den Brientaliſchen In⸗ dien jur Heimfahrt geladen, die Ecliptica hindurch bis ing Vatterland gut bleiden. So denn abermals unfere-obige Reden gewaltig beftáttiget nemlich, je naͤher die Waſſer der Ecliptic, je folariſcher, und im Gegentheil. Ehe wir aber allhier abbrechen, muͤſſen wir vorangezogenen Ort bey dem Luca noch einmal vornehmen, und mit Erlaubniß fragen, was doch gleichwohl unſer Heyland mit dieſen Worten meyne: Wenn aber das Saltz den Ge⸗ ſchmack verlohren, womit ſoll man es wuͤrtzen? Item Mare. 9. v. 49. Das Salg ift gut, fo aber das Salg ungeſaltzen wird, womit wollet ihr es wuͤrtzen? Wie kan dann nun das Saͤltz den Geſchmack verliehren? und twas vor ein Corpus wird es dem? Wiederum, mas muß denn dasjenige ſeyn, damit man es toieder wuͤrtzen und Fráftig machen Fónne? Ferner, es nutzet weder auf das Land, noch auf den Miſt. Was nutzet uns denn das Saltz auf dem Lande oder in dem Miſt, da doch aus den Worten Chriſti folgt, daß das Erdreich todt fen, fo Fein Saltz darinnen? Wer nun dieſe Geheimniß weiß und verſtehet, denſelben bitten wir, daß er ſie ferner vor den Kohlen⸗Moͤrdern und Metall⸗ und Mineralien⸗Zerſtoͤhrern, ja den Natur⸗Verderbern verſchweigen und geheim halten wolle; das wenige, ſo uns davon bewuſt, wollen wir auch bey uns behalten. Wir befoͤrchten aber, weilen von Miſt und dergleichen Unflaͤ⸗ therey geredet wird, es werden ſich ſolche Goͤttliche Geheimniſſe zu ergrunden we⸗ nig bemuͤhen, und wollen derhalben dieſe Geheimniſſe mit den faſt unergrundlichen Worten unſers Seeligmachers verſiegeln, wann er ſagt: Das Saltz iſt ein gut Ding ꝛe. Niemand iſt gut, denn der einige GOtt ꝛc. Denn es muß ein jeglicher Menſch mit Feuer geſaltzen werden: und alles Opfer wird mit Saltz geſaltzen; Sabt Saltz in euch, und habt Friede unter einander. Marc. 9. pon 2a é a aaa? So bleibt e8 demnach dabey, daß die weſentliche Wuͤrckung und Ausfluͤſſe beydes des Lichts und der Nacht, als der Sonnen, Mondes an der Geſtir⸗ *— Gehi (o trg I fonti nun conci Cpi i mdh wid Dul DEN Asi bh R tni in co Ch ind nein wf undo ie Mnd fih iM MN mi A wnli bohte wid ifd yb at dem oͤre. yati- nigt nD: alg i fie i die ~fi beh, ihe yen oh pi: 49, leg nd 7 Nom Urmprung des gemeinen Saltzes. 19 Geſtirne nichts anders ſind als ein Saltz, ein waͤſſeriges deuer oder feuriges Waſ⸗ ſer von der Sonnen als dem Vatter in den Geſtirnen und in dem Mond als Mut⸗ ter gezeuget/ und iſt alſo die Wünckung in den Sonnen, die uns, wie wir von Anfang bis hieher bewieſen, nichts als Saltz wuͤrcket. Daß nun dieſes Salt ein we⸗ ſentliches Feuer ſey, ja das allerwunderhareſte und ſchnelleſte uͤber unſer Ver⸗ nunft, beweiſen wir mit dieſem gantz unumſtoͤßlichen Grundſatze; nemlich man concentrire das weſentliche Licht(die Sonnenſtrahlen) durch einen guten Brenn⸗ Spiegel, ſo wird man mehr als zu ſchnell befinden, in wie wenig Minuten es die allerdichteſten Coͤrper durchgehe, dieſelbe ſchmeſtze zu einer ſaltzigen Aſchen, und endlich zu einem Glas reducire; dieſe Operation iſt warlich mehr betrachtens⸗ wuͤrdig/ als viel Uberkluge ſich einbilden moͤgen. Wir haben nun zur Gnuͤge dem Verſtändigen bewieſen und dargethan, daß das weſentliche Licht ſowohl als wie die weſentliche Nacht, ein lauteres Saltz ſind; ja ſelbſt der Primeſſentialiſche Ausfluß des lebendigen GOttes nichts anders ſey, als ein folches(Den wahren Phi- lofophis und Theoſophis, nicht aber den Sudel⸗und Saltz Koͤchen bekannt:) und wer kan uns nun gegen kurtz angefuͤhrtes Experiment laugnen⸗ daß das Saltz nicht ein weſentliches Feuer ſeyh? Welches denn auch noch mit zwey Experimentis bewie⸗ ſen worden, wie nemlich der Sonnen Licht ſich in Waſſer zu einem Sliſchen Yel concentrite; wie nun ein ſolches Oel wiederum in Saltz zu verwandeln, iſt den Chymicis bekannt. Ferner bezeugen auch alle Vegerabilia, die da nichts anders fnd als Ausgebuhrten der Sonnen, Mondes und der Geſtirne, daß dieſes allge⸗ meine Saltz ein Feuer ſey, wie uns die Heilige Shrift Gen. 1. gruͤndlich und un⸗ umſtoͤßlich lehret. Dieſe Vegetabilia alle ſind durch ein kleines Feuer anzuzimden, und durch das Feuer in ihr allgemeines Chaos zuruͤck zu bringen, nichts hinter ſich faf ſende, als ein klein wenig fixen Saltzes, welches aber durch den Weg der Natur von den geuͤbten auch leicht fluͤchtig zu machen, und zu ſeinem erſten Weſen aufzu⸗ fuͤhren, nemlich in die Natur und Form ſeines Urſprungs zu verwandeln, das da iſt das allgemeine Lal Saltz. Doch genug von dieſem Punct: und iſt denen, fð ein wenig gereiſt, bekannt, daß in denen Landſchaften, allwo der Triebſand am meiſten zu Tage, als in denen Niederlanden und angräntzenden Nachbarſchaften, allda es viel Turf giebet, der nichte anders als eine Würckung der Sonnen iſt; nemlich die Strahlen der Sonnen ſchlagen ſich als Lœces ins Waſſer mieder, und ge⸗ baͤhren alſo dieſe Priſche Erden; dieſe ob ſie gleich ſtets fleißig ausgegraben wird/ waͤchſet dennoch continuirlich wieder zu/ wie der Orten zur Gnuͤge bekannt; und iſt dieſes nicht von dem Turf alleine geſagt, ſondern ſo gar auch von den Stein⸗ Kohlen wahr,(doch nicht aller Orten,) welches der Unglaubige im Luͤckerlande vollkoͤmmlich erfahren kan: dieſe welſche Kohlen abir urd ibr Grund iſt gantz ein anders, als die Stein⸗Kohlen anderer Lander. Weiters haben Die Curiolen obſer- Viret/ daß die Sonne in den ſeichten a(die da nahe dem Triebſande ſtehen, $à und me Keii eT Tia 20 Das Erſte Capitel. und wenig Erde unter ſich haben, und ſich alſo nicht wohl verkriechen koͤnnen,) ſich concentrire; wenn nun die Waſſer in eine Faulung gangen, und endlich vertrock⸗ nen/ daß alsdann braͤunliche Peeces auf dem Boden zurück bleiben die da wie ein Schwefel brennen, zu geſchweigen vieler unzehlbarer andern Oblervationen, die alles was gefagt, kraftig beſtaͤttigen, und ſoll es uns bey denen Weiſen an dem beygebrachten gnug ſeyn, und haben alſo dieſen Punct§. 3. und§. T1. voͤllig bewieſen. S20. Kommen alſo zu denen Felſen und Klippen, an welchen ihrer gar biele Schiffbruch gelitten, und dennoch ihr vorgeſetztes Ziel nicht erreichet, nem⸗ lich zu der Erforſchung des wahren Urſprungs und Erzeugung der Metallen und Mineralien aus dem Grunde der Natur. Vid.§. LI. Allhier aber wollen wir die Bahn, welche ſchon ſo viele in Beſchreibung der Metallen und Mineralien, und ihres Herkommens, vor uns gelauffen, gar nicht betretten, ſondern bloß oban⸗ geführten Principiis und dem Fußſteege, auf welchen uns der Geiſt des Lebendigen geleitet, folgen, uns verſichernde, durch dieſes Geleite den rechten Dort glüͤcklichſt iu erreichen. Es ift zuvor geſagt, auch die Wahrheit uͤberfluͤßig bekannt, daß Fein Sandkoͤrnlein zu finden, obs gleich einem Sonnenſtaublein gleich, ſo nicht etwas geiſtliches Gold oder Silber in ſich haͤtte, als deg rothen maͤnnlichen ſolari- ſchen oder weiſſen weiblichen lunariſchen Saamens: da wir denn auch dieſes erin⸗ nern muůſſen, was wir droben g. 10. und im gantzen 16.§. ſchon geſagt haben; nemlich, daß gleich wie ein jeder Planet und alle übrige Sterne in der Scheidung aus Scha- majim bey Der Schoͤpffung ſeine eigene Qualitat und Wefen empfangen habe, und den himmliſchen[olariſchen Saamen des Tages uͤber mit Gewalt zu ſich ziehet, und nach ſeiner empfangenen Jualitãt ſpecificiret, und des Nachts wieder von fich gie- bet, und zu dem Monde herunter laſſet, allda alles gleichfam eoaguliret, und fer⸗ ner in die Luft geſencket wird, von dannen dieſes Frialiſche Waſſer zu uns her⸗ unter kommet; alſo habe deſſen jegliches kleinſte Theilgen dieſes gantze himmliſche Weſen in ſich, und gleiche Beſchaffenheit habe es auch mit Dem allerkleineſten und Sandkoͤrnlein. Den Geubten iſt auch zur Gnuͤge bekannt, daß uͤberall ein Metall oder Mineral zu finden, es habe Namen wie es wolle, ſo da gleichfalls nicht etwas von dieſen geiſtlichen roth und weiſſen Schwefel oder ſolariſchen und iunariſchen Saamen in ſeinem innerſten verborgen hatte, davon auch ſelbſten die Salia, fie werden genannt wie ſie wollen, nicht ausgeſchloſſen find. NB. Ya eg ſem roth und weiſen Schwefel oder geiſtlichen Golde und Silber ein koͤnte von dieſ b weit mehrers und klaͤrers allhier geſagt werden, ſo man ſich nicht der verdammten Welt Geſpoͤtte befoͤrchten muͤſte; doch ſoll in der Folge hin und wieder noch mit ein⸗ gebracht werden, ſo viel uns erlaubt ſeyn wird. Indeſſen wird der Wahrheit lie⸗ bende unſ⸗ ern Sinn aus alle dem vorhergegangenen zur Gnuͤge verſtanden haben, und ſchon wiffen, wo dieſes geiſtliche Gold und Silber, oder roth und weiſſe Schwe⸗ Èi uh Solar wÊ ls. wika Mn Mpi i ud ha pn defie hn trh Sorte di Mro: WÀ fip Md miN Ril Mi ndy ini Aen ih Wen Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. 2i Schwefel, weiters in Uberfluß gu haben und u finden? da dann nicht aus der Acht zu laffen, Dafi wann wir von dem roth und weiſſen Schwefel reden, nemlich des Solariſchen und Lunariſchen Saamens, wir unſerm Satz$.7. daß die Einfluͤſſe der Sonnen, Mondes und der Sternen Saltz ſeyen, nichts benommen haben wol⸗ len; ſondern wann wir dieſe himmliſche Einfluͤſſe oder Saamen, den roth und weiſen Schwefel nennen, der Verſtäaͤndige urtheilen wird, daß ſolches alles von ihnen zu verſtehen ſeye; wann diefe himmliſche geiſtliche Weſen, Licht und Finſter niß in der Jungfraulichen Erde, oder durch gewiſſe und bekannte Iaſtrumenta aus dem erſten Weſen gleichſam leiblich geworden find, als von dannen ſie(nemlich dem Teieb⸗Sande in ſeinem Urſtande) wie oben mehr als zu deutlich geſagt, ferner in alle Creaturen und Coͤrper ausgegoſſen werden. S. 2r. Von den Metallen, wie auch Mineralien und allen andern Coͤr⸗ pein, muͤſſen wir auch noch dieſes zuvor aus gar ſonderbaren Urſachen ſagen, daß ſie nach ihrem Weſen von dem Allmaͤchtigen GOtt alſo ſpecificirte Corper, und zu dem vorbeſchiedenen harmoniſchen Zweck der Haushaltung dieſer gantzen Welt kom⸗ men find, wie ſonderlich in dem 16.§. zu ſehen, und auch folgends noch erwieſen werden wid. €. 22, Donder Webung der Metallen, múffen wir auch noch ehe wir tweiz ter gehen, ein wenig reden, und dieſelbe in etwas erklaͤren, Dannan diefem Beweiß und Erkaͤnntniß nicht wenig gelegen, und ſoll uns hierzu die Mechanica dienen, fez hen alſo erſtlich in allen Handwerckern, die da leinene, ſeidene, wollene und haͤ⸗ rene Zeuge weben, daß je langfaſichter und zaͤrter dieſe Faſelein oder Faͤdemges ſind/ die ſie weben wollen, je tůchtiger und ſtaͤrcker ihr Werck wird, auch die gar zu kurtz⸗ haarigte Wolle, Seide x. gu nichts als groben Filtze dienet. Zum zweyten ſehen wir bey denen Papiermachern, daß wann ſie ihre Lappen lortiret haben, und jede Sorte unter den Stempeln arbeiten, damit ſie zart und flockigt wie eine Pflaumfeder werden, und ihnen ferner das rechte Leim⸗Waſſer geben, ſo bekommen ſie nach je⸗ Der Sorte ein gutes und tuͤchtiges Papier; da ſie die Lappen aber gar zu ſtarck arbei⸗ ten, daß die Faͤſerlein ſich gar zertheilen, und unter den Stempeln gar zerreiſſen, und ſich zu kleinen Kuͤgelchen arbeiten, gleich einen durchs Feuer aufgetriebenen&, ſo wird es ein bruͤchiges und nichtsnutzendes Papier. Gleiche Bewandniß hat es auch mit denen Metallen und Mineralien; dann gleich wie bey den Papiermachern und Filtzwuͤrckern die Lappen und Wolle mit Waſſer gearbeitet, und mit dem Leim⸗ Waſſer zur Feſtigkeit gebracht werden, alfo werden der rothe und weiſſe A der Metal⸗ fen durch das hieunten zum erſtenmale coͤrperlich ausgewuͤrckte zaͤrtere Saltz,(fo ihnen in ihrer Webung an ſtatt des Waſſers dienet,) zu faſt gleichen metall ſchen Faͤ⸗ den, in ihrer eignen Art und Specie ausgewuͤrcket, da je eines groͤber als das andere, twie uns Dig Mechanica klaͤrlich vor Augen kget ſonderlich bey dem 5 und 3 Arat- 22 Das Erſte Capitel. Dratzieher⸗Handwercke, dann je beſſer die zwey Yra in den Merallen ausgewuͤrcket worden, je beſſer und beſtaͤndiger ſie ſich arbeiten und ausdehnen laſfen, ſo wir ſon⸗ derlich und unwiderſprechlich an dem Gold und Silber, ſowohl an ihren ſehr dün⸗ nen und zarten Blaͤttern, als auch verguldeten und ſilbern Drat zu ſehen haben. Dann, mein G Ott! wie eine kleine Quantitaͤt deſſelben laſſet ſich nicht in eine gleich⸗ ſam unermeßliche und unbegreifliche Zaͤrtlichkeit ausdehnen, ja gleichſam zur Durchſichtigkeit; welches dann obberuͤhrte Textur mehr als zur Gnuͤge beweiſt. Daf auch das Kupffer und Eiſen von dem S(als ihrem noͤthigen Webungs⸗Waſ⸗ fer) beffer und zu der Arbeit und allen Nothwendigkeiten beſtaͤndiger als Bley und Zinn ausgewuͤrcket, gibt uns die taͤgliche Erfahrung und die Handarbeit unumſtoͤß⸗ lich zu erkennen; und ob gbeich das Zinn und Blen weich und gelinde, und ſich auch zu einem Drath ziehen, und duͤnnen Blaͤttern treiben läſſet, ſo zerreiſſen ſie doch in ſolcher Arbeit gar balde: dahero dann genug zu ſchlieſſen, Dah ihre Textur oper Wez bung, gleich einem verderbten oder groben Papier durch das unterirdiſche Feuer, (wiekurtzhieroben erwehnet) gar zu ſtarck oder gar zu wenig geweſt, daher ihr Cor⸗ pus dem unausgearbeiteten Corpore oder metalliſchem Waſſer, nemlich dem& am naheſten geblieben; und gleich wie dieſes aus einer unbegreiflichen Zahl der aller⸗ kleineſten Kügelchen beſtehet, und alſo das Feuer im geringſten nicht beſtehen, noch ſich hämmern und ausdehnen laſſen kan, weil die unzehlbare Kuͤchelchen gleich einem Waſſer aus Mangel lebendigen P nicht aneinander halten, noch ſich ausſtrecken und hammern laſſen koͤnnen, wie die vier ausgewebten Metallen©..Q. und P. Alſo und eben dergeſtalt beſtehen dieſe zwey Cörper aus ſolchen doch groͤbern Kuͤchel⸗ chen, wodurch die Reduction dieſer beyden Coͤrper zu einem lebendigen Z darge⸗ than und leichtlich bewieſen werden mag, auch ſolches allen waahren Chymicis zur Gnuͤge bekannt; dann wann ſie von ihrem Heterogeneg, nemlich brennenden K geſchieden, ſind ſie nichts als L; und daß des lebendigen Aris wenig bey ibnen ſeyn muͤſſe, lehret die unwiderſprechliche Erfahrung, indem wir ſelbſten durch Mittel einiger Alcalinorum aus einem Pfund Bley faſt uͤber 1r. Untzen guten& geſchieden, und iſt uns vor deme ein Artiſt bekannt geweſt, der durch ebeg dieſen Weg, doch mit etwas laͤngerer Zeit und andern Handgriffen, faſt auf die XIV. Untzen aus einem Pfund geſchieden. Welches dann klaͤrlich darthut, was jetzo geſagt, nemlich daß ſie meiſt aus& beſtehen, und wenig lebendigen D bey ſich haben. Alllhier aber giebet es abermals Gelegenheit, ein wenig auszuſchweiffen, und denen gar zu Ge⸗ lehrten einen Stein des Anſtoſſes in den Weg zu legen, und fragen, wie ſich doch dieſes wohl mit einander reimen koͤnne, daß man faſt den gantzen Coͤrper des 7 und p Qer Canjetzo zu geſchweigen,) zu einem natuͤrlichen S, daß auch kaum der vierte Theil abgehe,(ſo da nichts als ein natuͤrlich brennender A und wenig Erde) perz wandeln koͤnne? und ferner durch eben dieſes doch ungekehrtes Menltruum eben dieſe Coͤrper Bley und Zim, gang und gar gu einem Saltz verwandeln koͤnne, daß auch ó fi bennet imf N Tanteh, netti Ciper miw ffen ufi Nat fiim nar H WAN ngt hht ſicht fiw huty Dak À fhe Mapt Ied gelih w fd Obon Wd wi Mih düt hot Corpor Čaj Sin welei (| teal tahhe Who tii w: REAN Éi foy jit wn eih i ef, 3il un erte het⸗ pent M wý Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. 23 auch faſt wenig oder gar nichts abgehe? dann in dieſer Arbeit vitriolifiret fich der brennende Schwefel mit, und wird in der Folge mit zu Saltz. Die Antwort ſehen wir ſchon fertig. Allein wird man mir erſtlich erlauben, noch ein paar Worte zu reden: Nemli, daf toir alhier nicht ein folches©, B imd X meynen, welches alle Labo- ranten, Sudelkoͤche und Apothecker⸗Jungen mit K oder andern ſauren& machen koͤn⸗ nen, und ſich mit Fettigkeiten oder durch andere Vortheile wiederum in ſeinen erſten Coͤrper zuruͤck bringen laͤſſet; Nein, ein ſolches meynen wir nicht, und da man kein anders kennet, ſagen wir unverholen, daß ein ſolcher zum rechten Brunnen des ſuͤſſen Meeres noch nicht gekommen, noch in dem Waſſer gebadet, welches dieſe Kraft hat. Wir meynen auch nicht ein hohes philoſophiſches Saltz, durch das Naturæ bereitet, da nemlich ein ſolches Corpus wiederum in ſein erſtes ſalini— ſches mercurialiſches Weſen, oder zu ſeinem erſten Anfang reducirt worden ſey, ſon⸗ dern unſere Rede ift von einem wahren Metall S oder geiſtlichen Vitriol zum Unter⸗ ſcheid des gemeinen Vitriols, als aus welchem noch allemal ein meralliſches Corpus wiederum zu ſcheiden. Und ein ſolches Saltz iſt denen, ſo das rechte ſchlechte und nicht koſtbare Menttruum, und die rechte Calcination des Coͤrpers wohl verſtehen, leicht zu machen, allen wahren Chymicis wohl bekannt. Fragen dann alſo ferner nicht unbillig, weilen diefe Córper H und(der andern Metallen ametzo zu ge⸗ ſchweigen,) faſt gang und gar lauter L und auch eben zugleich faſt gantz und gar lauter Saltz ſind, wie ſich doch dieſes reimen koͤnne, was ſonſten die Phyſici lehren, daf die Metallen aus drey Anfaͤngen oder Principiis, nemlich Z, Yund g bez ſtehen, und wie ſie bey ſolchem wahren und klaren Beweis ſolche ihre Principia bez haupten wollen? Und wer kan uns nun beweiſen, daß in den Metallen drey weſent⸗ liche Anfaͤnge find, oder daf ſie aus denſelben beſtehen? Allein wer unſern hieroben gefuͤhrten Reden Gehoͤr geben will, wird endlich dieſen verwirrten Knoten aufloͤſen, und ſich aus dieſem wunderſamen Labyrinth finden koͤnnen. Weme die beyden obbenannten Natur ⸗Æ der rothe und weiſſe, und ihr ſaliniſches oder feurig⸗ und waſſeriges Herkommen(und wie dieſelbe in dieſem irdiſchen Globo in einem jeden ſpecificitten Coͤrper, zu eben deſſelben Geſtalt eines jeden Corporis qualifi- cirt worden,) kennet, der wird die eingeworfene Frage, wie es ſeyn koͤnne, daß die Corpora p und X faft gank und gar%, und auch zugleich faft gang und gar Saltz ſind? auch was es vor eine Bewandtniß habe mit den drey Principiis Sali Schwefel und&, als Anfaͤngen der Metallen? leichtlich beantworten koͤnnen; welches auch die Folge weiters erklaren wird. §. 23. Fahren alſo in Beſchreibung der Textur oder Webung der Metallen fort, als welcher Dilcours, ehe wir weiter gehen, ausgefuͤhret werden muß. Oben iſt erwieſen, daß das Gold und Silber vollkoͤmmlich ausgewuͤrckt ſind; dieſem nach aber Daf Q nnd rals die fich auch ziemlich ausſtrecken und dehnen laſſen, und feſte zuſammen halten, auch je mehr dieſe von ihrem verbrennlichen Schwefel(als DEO 2 Das Erſte Capitel. deſſen dieſe beyde Metallen uberflüͤſſig bey ſich haben,) geſchieden, je beſſer und tuch⸗ tiger EN ſie werden zu aller Ausſtreckung, Blettung und aller Ausdehnung; ſo dann abermals dasjenige, was wir oben von ihrer Lexur geſagt, beweiſet. Die We⸗ bung des I und h iſt den Verſtaͤndigen auch zur Cönuͤge bewieſen. Nemlich, ob gleich ihr Corpus beſſer zuſammen halte, als des§/ und ſie das Feuer ein wenig leiden koͤnnen; ſo iſt dannoch ihre Lescur gleich einer gar zu ſtarck geſtampten Papier⸗Maſſa, die ferner nichts anders geben Fan, als ein Papier, ſo nicht feſte und wohl aneinander halt, und nothwendig brechen mug. Kommen alfo zu dem fies benden Metall; oder vielmehr metalliſchen Waſſer, nemlich dem Mercurio, wels cher mehr Narren als der Wein und die Liebe jemalen gemachet hat, alſo, daß wir dieſen Vogel, weilen er ſeine Federn ſo gar leichte fahren laͤſſct/ nicht wenig zu furch⸗ ten Urſach haben; weilen wu aber niemals des Vorhabens geweſen, dieſen Vogel weder zu fangen, noch zu behalten, ſondern nur ſeine Wunder⸗Geburth zu be— trachten, wollen wir eben auch vor ihme ſo gar ſehr nicht erſchrecken, noch uns viel- weniger mit jemanden uͤber die bisher gefuͤhrte Meynung, wegen ſeines Weſens und Urſorungs zancken, ſondern jedem gerne ſeine Einfalle laſſen, mit der Condi- tion, daß man uns bey dem unſern gleichfalls ungekraͤnckt laffe. Doh aber bilde fich niemand ein, daß von ihme in dieſem Diloours von der Webung und Textur der Metallen gantz und ausfuͤhrlich werde gehandelt werden; ſondern wir wiederho⸗ fen nur und ſagen noch einmal, daß feine Textur oder Webung noch gantz unvoll⸗ kommen, von den Webungs⸗Waſſern der Metallen, nemlich dem Saltz und Lei⸗ migkeit oder Vilſcoſo(nicht aber dem materialiſchen Koch⸗Saltz) und dem unter⸗ irdiſchen Feuer, das iſt, Schwefel gelaſſen worden. Mfo, Dag der Lebendige z in Wahrheit nichts anders iſt, als der rothe ſolariſche und lunariſche weiſſe Schwefel oder allgemeine N in meralliſcher Form, doch von dem unterirdiſchen Feuer aug Mangel des metalliſchen Webungs⸗Waſſers, in ſeiner Minera unausgekocht, oder zu dieſem oder jenem Metall ſpeciticiret, liegen gelaſſen worden. Und damit wir eine Sache nicht gar zu oft wiederholen muͤſſen, doch aber zur Gnuge verſtan⸗ den werden moͤgen: ſo iſt noͤthig, was oben im 17.8. gemeldet, mit alem Zleiß zu leſen, und zu betrachten, da man dann unſere Meynung leichte begreifen wird; „Nehmlich, daß das geiſtliche himmliſche Gold und Silber, der zuvor ofter— swehnte roth und weiſſe Schwefel,(ſonſten der allgemeine Z genannt,) in oder mit dem Webungs⸗Waſſer der Metallen durch das unterirdiſche Feuer, zu dieſem voder jenem Metall ausgekocht werde. Welches unterirdiſchen Feuers Aus⸗ uflüſſe der irdiſche brennende Schwefel ift: dann wir zuvor hewieſen haben, daß Kalle Strahlen oder Ausfiüſſe, ſowohl der Sonnen, als des Feuers, ein Saltz ind nemlich Feuers nun dieſes materialiſchen Feuers Strahlen vereinigen ſich emit dem Sand⸗machenden Waſſer E. F. ſiehe ig. Num. 1. und gebähren dieſe ſchleimigte vilcoliſche brennende Subſtanz den irdiſchen Schwefel, der dann gang und oN, Gide Maal binni MN finn Wig Sih AmA Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. 25 „und gar nichts, als ein© ift wie allen wahren Chymicis bekannt, und dieſer Schivefel oder ſchleimichte, feurige, laliniſche Subſtanz gebaͤhret ferner aus die⸗ ſer Exden die Matricemd SMetalls, wie folches unumſtoͤßlich an allen S feinen uni„daß, wenn man ſie mit einem Eiſen oder aet, fie alsdenn ſolches ſchwefelichte Feuer von » einem C » fich gel „Dden entſpt ie Geburth dieſer Erden von der jungfraͤulichen Er⸗ offen, und mit dem himmliſchen Saamen(ſiehe mit allem Fleiß den die daſelbſt angeführte Oerter) begabt worden, je reiner wird diefe Ma- , 16: Ñ; » ix. » ihres eignen f in ibr empfangene und erzeugte Geburth der Metallen, nach Art cificirten Weſens ſeyn. L24. Haben alſo kuͤrtzlich, doch uͤberfluͤſſig, den Wahrheitliebenden die wahre Geburth der Metallen und ihre Matrices, wie S. 1 1. verheiſſen worden, vor Augen gelegt. Nemlich, daß der zuvor oft erwehnte himmliſche Saamen urch das unterirdiſche Feuer in der von ſeinem Ausfluſſe(dem irdiſchen Schwefel) und dem Sand⸗machenden Waſſer zubereiteten Matrice,(der Minera) zu dieſem oder jenem Metall ausgekocht werde. Da wir uns aber noch weitlaͤuftiger ex- tendiren und ſagen muͤſſen, daß die Matrix allhier den empfangenen Saamen(wie oben auch ſchon erwieſen) nach ihrer eigenen Art Reinigkeit und Feſtigkeit, auch eignen Geburth, qualificire; denn auch die Ausfluſſe des unterirdiſchen Feuers nicht gleicher Wurckung ſeyn koͤnnen, wie folgends zu ſehen. Denn es iſt oben gnug erwieſen, daß ein jeglicher Stein ſeine eigne Qualitåt und Weſen habe, und nach derſelben ſeiner eigenen Qualität, das von der Sonnen ausgeſtreute Licht oder Saamen qualificire, und es ferner dem Mond, als der Zeuge⸗Mutter der groſ⸗ ſen Verſammlung der Sand- und Stein⸗machenden Waſſer E. E. ſiehe Fig. 1. zu⸗ ſende, von dannen es ins Meer, und auch mit der zarten, durch dieſe luckere Erde zu ſeiner Matrice geleitet wird. Auch iſt oben geſagt, daß ein jedes, auch das allerzarteſte Sandkoͤrnlein, ſowohl im Trieb⸗ als allem andern Sande dieſes himmliſchen Saamens in ſich habe. Weilen nun die Strahlen der Geſtirne durch des Monden Region oder Sphæram nicht in gleicher Proportion durchſtreichen koͤnnen, auch die Bewegung der Erde, der Geſtirne, desgleichen der Wech⸗ fel Des Lichtes und. Der Finſterniß, verurſachen, daß das Licht oder Sonnen⸗ Strahlen nicht in ſteter Gleichheit gegen dieſe Exd⸗Kugel würcken koͤnnen; dahero denn auch nothwendig folgen muß, daß die Wurckung in den groſſen Brunn⸗ quellen des groſſen Abgrundes in der groſſen Y Region E. F. vide Fig. 1. nicht gleich ſeyn koͤnnen, desgleichen auch in den Meeren, wie wir es droben§. 18. er⸗ wieſen haben: da denn nothwendig folgen muß, daß der durch das unterirdiſche A aus dem Yausgewuͤrckte Triebſand und deffen Geburth, der gemeine Sand⸗ Stein und Felſen, gewuͤrckt, mit den Ausfluſſen des unterirdiſchen Feuers, nemlich dem Schwefel, gleichfalls ſehr ungleicher Preutt ſeyn muͤſſen, und alfo T 7 chied⸗ 26 Das Erſte Capitel. ſchiedlichkeit der Vlarricis der Metallen und Mineralien verurſachen. Je reiner nun und volfo nmener das falinifche Sand-mas chende vyr und der Schlamm oder Erde, als des Steins und Felſens Grund geweſt, er und vollkommener auch die ation Deg ynter diſchen Feuers Ausf ſelben geworden. Und auf ſolche Art iſt die Vollkommen⸗ oder Ut Wolo Diefes oder jenes vollkomme⸗ nen oder unvollko! menen Metalls Matris erzeuc den, und ferner in derſel⸗ ben durch die Nahrung des lunariſcher nallg ne ai al S Menf rui der Matricis)» die Digeſtion oder Auskochung d des Saamens(des roth und weiſſen.⸗ Schwefels der gantzen Na tur) in Metall oder Mineral, je» nachdeme die Mutter und ihre ealt ri Ri rein geweſen. Und daß⸗ dieſes unumf TO w— bezeugen alle€> Matrix mit famt der Gtr» burth dem Metall o e n al; ſelbſten di ievollkol ii n ten,e als Gold⸗ prcon Ertze bezeugen dieſ⸗ y enn je reiner und vollkommener ſie an Gehalt, je reiner un vollkommener iſt auchi ihr Geſt eine oder Matrix, entfernet! son aller groben, ſchle afas ten(als fuli hanni, und menſtruoſiſchen(als victriol ſch en) Unreinigkei enemi to t, wie das Trumen, Glaß⸗Ertz, weiß und ltig SEG} und piel andere w hen vollkoͤmmlich zeigen, und ift ihr Berg((i daß wirs Bergmann enm ind reiner, als der andern gering Ertze, räuberi ifi chen Schwefel, arſenicaliſ li Beſen, bey ſich. Das Sec gentheil aber findet man an den armen und geringhaltigen Gold⸗ und Silber⸗ Cren. Betrachtet man die e und 2 Ertze/ ſo Durften wir nicht einmal gelahrte, ſondern nur die gemeine n B erglet ute fragen, rfo werden fe ung ſofort klagende von benfalben erichlen, wie ſie ſo voller umenner Schwefel und Vi itriol fte en, und Dige ſechalben ſo wenig zu gute ge mar þé nw mehr fie aber der erfahrne Schmeltzer vondiefenfi remden T „vollkommener und tuchtiger alsdann ihr Sei b oder zr præ tinirt. nEr de gekommenes Metall ſich erzeige; wie die wahren C— Ta B ch das Eiſen klarlich zeigen Fón: Ny denn wenn ſie deſſelben reinen Schlich an der oft mit 9 anfeuchten, wird er durch Die Corruption und Roſt, endlich zu einer gelben Erde reducitet,(die man auch viel in den Eiſengängen und Kluften n fudet, z) n fie nun diefe gelbe Erde; Ny wit Ò das Eiſen viel zaͤher, weicher und A j r ai Ch reden Nak } haben: auch nid fo — Ocker genannt, dem Eiſen wieder zi tuͤchtiger als es jemalen geweſt, thi ahy weilen ſein grober verbre nnlicher Schwe⸗ fel, Durch fein eigenes vi itrioliſches O in der Roſtung oder Corruption corrigi- ret worden/ hingegen ift eg deſto ſchwerer zum Schmeltzen zu bringen, weilen fein grober leicht fjende Shwefel corrigirt, und durch fein eigenes meaſtruofiſches Webu ngs: Waſſer zur vollkommenen G eſtalt und Form ausgewuͤrcket worden. Dieſes hal ben wir in Wahrheit nicht den Farten, fonden è oen< Pompen, n zu reiferm Nachdencken hergeſetzt. Mit dem Kupfer iſt es gleich alſo, und iſt daſſelb e in ſeiner Matrice gar ú uͤberflüßig mit dieſem unreinen Schwefel und Victriol umgeben, je mehr es nun von dieſer Verderblichkeit durch des Kuͤnſtlers Hand ge⸗ ſchieden ——— mti TEK Wig ihn, da, hon, i 0 Cil dmi it ine mò ſch iy iÀ aan de/ mo yot jol- iin W MiA in {ol go Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. 27 ſchieden wird, je beſtaͤndiger und vollkommener doch hartfluͤßiger es wird: da aber der Kuͤnſtler ſeinen zerſtoͤrlichen Schwefel durch ſein eigenes metalliſches Webungs⸗ Waſſer, gleichſam zur Beſtändigkeit auswuͤrcken, und demſelben ſeinen Metall wieder zuſeßen kan; ſo hat er ein Kunſtſtück im Schmeltzen erwieſen, ſo ſonſt nie⸗ mand als den Naturgeuͤbten bekannt; und da er dieſe Reinigung auf alle vier gerin⸗ gere Metalle als Q. Z. o. D. verehet, Fan er kuͤhnlich hoffen, daß er Den Weg ern Dingen auch finden werde; doch lerne er erſtlich vor allen Dingen nige uncorroſiviſche Z kennen, ſo toir oben hin und wieder das Webungs⸗ r Der Meilen genannt. §. 25. Belangend das H und Zy fo Fan manein gleiches aus ihrer Minera en, nemlich daß die Strahlen der Ausfluͤſſe des unterirdiſchen Feuers, als em Schwefel mit dem Zliniſchen menſtruoliſchen Waſſer, und der ſchlammig⸗ en ſich nicht wohl concentrirt und vereiniget haben; dahero die Auswüͤrckung durch das unterirdiſche Feuer keinen andern als dieſen prædeſtinirten Gradum er reichen koͤnnen: und dieſe Unreinigkeit oder Porolitat der Matricis iſt auch Urſache/ daß in dem einen Metall mehr als in dem andern(auch in einer Gattung, als in die⸗ ſem b mehr als in jenem) mehr geiſtliches OHund Y gefunden werde; nemlich das unterirdiſche Feuer, an ſtatt daß es dieſen himmliſchen roth-und weiſſen Schwefel oder Saamen zur vollkommenen Geburth digerixen ſolte, verwitterts denſelben, des geſunden reillen menſtruoſiſchen faliniſchen Nahrungs⸗ de t ~ e fea afhan a satan! isir iph siy eA yy Mep 4 Yo Gal ner ſolchen unreinen Matrice nicht zu finden. Mit dem ſie⸗ bend r Metall⸗Waſſer, nemlich hat es der Mineræ wegen g be uns klaͤrlich zu erke daß dieſe ihre hwefel d. i. fluͤchtigen Feuers⸗Strahlen und faſt weniger Erde beſtehe, und des menſtruoliſchen, Bliniſchen Wel Waſſers(als welches den Schwefel bindet,) gemangelt habe, dahero ſie dieſen himmliſchen Jriſchen Saamen in der erſten Coagulation in dieſer waſſerigen Form/ ohne fernere Auswuͤrckung liegen laſſen muͤſſen: hat aber die Minera eine andere Farbe als grau ꝛc. ſo gehoͤret auch ein ander Urtheil von einem in der Natur Erfahr⸗ nen in einer ſolchen Form, und weiſet uns alſo der lebendige ¥ den erſten Grad der natuͤrlichen Auswuͤrckung oder den erſten vorgeſetzten Endzweck. Sehen alſo die mercurialiſchen Alchymiſten, mit was vor einem Vogel ſie zu thun haben, und was vor ein Feuer ſie benothiget, ihme ſeine Schwingfedern zu verbrennen, und ihn, weilen er annoch homogen, fix und beſtaͤndig zu Gol zu machen. Nemlich das, ſo ihme in ſeiner Minera gemangelt, und aus vorhergehendem leicht zu verſte⸗ hen. Denn weilen ihme der grobe irdiſche Schwefel nichts thun koͤnnen, ſonder⸗ lich da ihme das menſtruoſiſche Saltz gemangelt, fo muf er haben Schwefel und Salt in rechter Proportion oder ein ſolches fixes lulphuriſches Saltz/ ſo da in allem Feuer beſtandig lix und fluͤßig, und alle Ra Corpora durchdringen mag. F Wa N 25. ELP, a vi Das Erſte Capitel. §. 26: Was wir nun allhier von den Metallen geredet, ſoll man auch von den Mineralien uͤberhaupt verſtehen, je nach ihrer Art und Geſchlechte, und wer uns hieoben verſtanden, wird in dieſem Stuͤck keine fernere Erklaͤrung verlangen. Es wird auch der Verſtändige aus allem, was bishero geſagt, leichtlich begreif⸗ fen koͤnnen, was denn die Gur ſey? nemlich eine unzeitige Geburth, ein un: reif Metall, da der lauffende F den andern Grad der Kochung ausgeſtanden, und ihme die uͤberftußige Waͤſſerigkeit benommen, und alſo gantz nahe gekommen, ein Metall zu werden, iſt aber durch einen unzeitigen Ausbruch daran verhindert wor⸗ den, daß er durch das unterirdiſche Feuer nicht zur vollkommenen Coagulation ge⸗ langen koͤnnen. Und ſagen wir uͤber das vor gewiß, daß der Gur ſo vielerley ſey, als ¥ rii der Metallen und Mineralien, wie uns der Verſtaͤndige aus allem oberzehl⸗ ten leichtlich Beyfall geben wird. Irren alſo diejenigen gar zu ſehr, ſo Da Diefe Gur vor die erſte Materia halten, und daraus den Stein der Weiſen zu machen ſuchen, denn ſie iſt ſo wenig die erſte Materia als das Kind in Mutterleibe. §. 27. Ufo nun ift auch aller Kealgaren Geburth leichtlich zu begreiffen, nemlich des Antimonii, und aller Arſenicalien, Biſmuth, Marcaſiten, Zinck&c. daß ſie nichts anders ſind als ein bloſſer Z in trockener Geſtalt, wie derfelbe durch das unterirdiſche»bloß mit Saltz⸗Waſſer, mangelnde des noͤthigen reinen Schwefels, zu dieſem oder jenem preedeſtinirten Corpore ausgetrocknet, als zu ei⸗ nem Kobolt, Antimonio, Biſmuth, Zinck&c. denn dieſe alle mit geringen& ſich gantz zu einem Arſenic auftreiben laſſen; dann das eine hat zu viel Des rothen Ori- ſchen, und das andere zu viel des weiſſen lunariſchen Schwefels gehabt, dahero weder das eine noch das andere zu beſtandigem Gold und Silber gezeitiget wer⸗ den moͤgen: denn alle dieſe kealgaria ſind faſt homogeneiſche Ausgeburthen Solis &Lunæ, und ſind aus Mangel entweder des rechten Saltzes, oder des rechten Schwefels im andern Grad der Congelation ſtecken geblieben; haben jedennoch auch ihren vorgeſetzten Zweck erreichet, denn ihre Gradus nothwendiglich mit zu dieſer allgemeinen Harmonia gehoͤret indeme ohne GOttes Willen nichts geſche⸗ hen mag: was nun mit ſeinem heiligen Willen geſchicht, das hat auch ſeinen End⸗ zweck erreichet. S. 28. Wun múffen wir auch noch, ehe wir weiter gehen, von dem munz derbaren mineraliſchen Waſſer, neminlich den Steinkohlen, etwas reden. Der⸗ ſelben finden fich mehrentheils dreyerley Gattungen, als Tage- Dach-und Pech- kohlen. Die Settkohle im Luckerlande iſt noch eine gang andere Gattung, denn dieſe gleich einem erhitzten Pech brennet, und da dieſelbe an einem Orte faſt gantz (Doch daß etwa ein Lachter.a 3. ftehen bleiben) ausgebrochen, ſo wächſet derſelhe Schacht dennoch nach wenig Jahren gantz wieder voll; dann ihr eigner Magnet in dem ſtehend gelaſſenen Reſt, erſetzet ſolches alles aus denen Ausffuſſen der Ster⸗ nen, oder der obern Luft vollkoͤmmlich wieder, denn ihre Geburth iſt nicht anderft als DAN ' ahh maiò WaN mA Kio bel⸗ solis hin > noh itg jiw Siy Dom Urſprung des gemeinen Saltzes. 29 als ein Niederſchlag der Sonnen⸗Strahlen in einem reineren lunariſcher t Cali, i an ſelben Orten ſtets aufdünſtenden Sand⸗und Steinmac henden Waf- egion E. F. vid. Fi ig. 1.(ſo da die Feſtigkeit des Corp ers verurſachet,) ts] find die bekam teften, davon die erfte Gattung nicht të anders find alë ein itiges Salt Ba oder durch ein grobes victrioli e 8 afg coagulirter vid.$§.23: a) ſuhtiler als d der Dach⸗ und Pechkohlen ihres, mit einer grè n Erd den vern hite et, Baherofaeid nihe befeaibig; ſondern in der Luft 1N yul m leicht zerfalen, und alſo zum Schmieden und ſta rfen A——— Roni vohl genutzet werden koͤnnen, es ſey dann, daß einer leimigten fai ltzigten Erde helffen thue, weilen das Saltz Band, alsdenn aber find fie wohi und gut zu nutzen, wie die Fol⸗ le. Die andere Species, als Dachkohl en, haben einen groͤbern pi iſch ſet zwefel, von dem Saltz beffer coaguliret, mit einem reinern Letten vern niſcht, de hero ih Co rpus dauerhafter und fe ſter aneinander halt. Sie ſind unterſchied fiche nachdeme der Letten gewef ſt; iſt derſ̃ albe gelbicht, ſo iſt die Kohle braun, und dieſe iſt einem in der Erde verl egenem olhs gang gleich, und dahero die Holk-Kohlen genannt; der blaulichte und n veißſchielende Letten gibt auch pief brauner, doch auf ſchwartz sielende Koblen. Iſt nun der Letten ſchwartz und eiſenfarbig, ſo wird auch die Kohle ſchwartzſe eyn, und dift Dach⸗Kohlen ſind ſchon gut zur Schmiede⸗Ar⸗ beit und aller andern Nothdurft, wiewohl klein geſtampft ihnen gleichfalls mit einem von rechten Saltz limpræg gnirten Letten noch zur Beſſerungz zu verhelfen, damit ſie raͤthlicher und dauerhafter brennen: ihre Sohle iſt mehrentheils ein Floͤtz oder lettiges/ auch feſtes bisweilen auch ſandiges Geſteine, nachdem das Ge⸗ buͤrge geweſt, und durchwittert worden; dieſe Dahi dohlen veredlen ſich gar oft in den Geburgen zu einer rechten guten Fetten⸗ oder Pech⸗Kohle. Die dritte Gat⸗ tung die Pech: Roble, bej ſtehet aus einem groͤbern faſt me etalliſ iſchen Schwefel, YE gra WELZ und zärteren Letten, gleich ah mem nde; wie dann dieſe Pech⸗Kohlen die a beſten, die dieſem Triebſande am al lernaͤheſten, denn ihre Erde iſt zart und reine, und mit dem Schwefel am iaaa ten vermiſcht, und durch das Saltz⸗Waſ⸗ ſer gebunden und figitty dahero fie auch haͤrter, und im Feuer deſto(ånger tider- ſtehen koͤnnen. Wer d ieſes/ was allhier geſagt, laugnet, muß in der Erden we- nig bewandert feon, und iſt gewiß, daß wo die Stein⸗ Kohle die beſten Anbrüche hat, daſelbſt wird man ſowohl an ihre rZaͤhe/ als auch wo ſie ſich abſetzet, eine olchen zarten ſcht nierigten, und mit i Den Triebſande veumifipten Serten antreffen auch zum oͤftern finden, daß ſie uͤber einen ſolchen hinſtreichen, und alſo dieſer un⸗ 5 der Grund der P Järtigkeit und Feſtigkeit der Kohle iſt. Daß nun der Schwefel, nemlich dieſe ſchlei anea brennende Subſtanz, ein Ausfluß ſey des unterirdiſchen A, und wie er daſelbſt gezeuget werde, iſt unten zu ſehen, und wo dieſer durch die Kluͤfte und Gange der Re gi9E! F. in Fig. 1. einen Durchbruch zu — 4 UCA — pi 30 Das Erſte Capitel. der Region.E. gewinnet/ und allda dergleichen lettigte Sub ſtanz antrift und durch⸗ wittert, und in deroſelben von dem Salh- Baer ergriffen wird, fot durch das unterirdiſche Feuer, mit Hülfe gedachter Waſſer, zi nigten brennenden Subſtanz coaguliret; findet ſich aber in dieſer lettigten Erden hin und wieder(Neſter⸗oder Nierenweiſe, wie die Bergleute reden,) eine ſchon aus⸗ gewuͤrckte Matrix, die nicht ſo porotiſch iſt, als die lattigte Erde/ und nichts em⸗ pfangen kan, als das allerreineſte und feſtere Theil gedachten Schwefels, ſo wird alsdann in derſelben der Schwefel⸗Kieß gezeuget, welcher ſich ſo haufig hin und wieder in den Stein⸗Kohlen findet; und eben ein ſolcher Schwefel⸗Kieß findet ſich auch an den meiſten Orten in den Letten, das dann unſere Rede voͤllig beſtäͤttiget. Daß der Letten aller Stein⸗Kohlen Grund ſeye, iſt genug erwieſen, wo nun dieſer Schwefel⸗Kieß ſich hauffig in den Stein-Kohlen findet, iſt er eine Anzeigung ſonderbarer Guͤte, dann je mehr er ſich findet, je mehr zeiget er an, daß der Schwe⸗ fel, fo die Stein⸗Kohlen generiret, materialiſcher und fixer ſey, als da er ſich nicht finden laͤſſet; dieſe Schwefel⸗Kieſſe ſind alle 8soLund Luna.haltig, dann ſie ſind ſchon eine ziemliche reife Matrix, worinnen Die Ausflüſſe des Himmels, nemlich der G Sonnen, Mond und Geſtirne, zu faſt vollkommener Reiffe ausgekocht worden. Dann die Sonne iſt in Wahrheit nichts anders, als ein weſentliches durch und durch fein gemachtes geiſtliches Gold, von welchem Gold Apoc. III. v. 18. geredet wird, und dieſes Goldes oder Sonnen Ausfluſſe ſind doch nichts anders als Saltz. Walrlich hier iſt eine Tieffe der Verwirrungen vor alle die ſich in nichts als ihre Spe⸗ culationes verliebt, und den Grund der Natur zu erkennen ſich niemalen bemuͤhet haben. S. 29. Es iſt oben uͤberfluͤßig bewieſen, daß die Sonne, Mond und Ge⸗ ſtirne ein Ausfluß ſind, des von GOtt dem HErrn zu erſt erſchaffenen, oder von ſeiner Majeſtat ausgefloſſenen Schamajim; dann wir ſagen, daß dieſes Schamaſim gezeuget worden von den unerforſchlichen und ungrundlichen ſanften ſtillen Waf- ſern der unermaͤßlichen Goͤttlichen Majeſtat, wovon der Weiſe mehr gedencken als reden ſolte. Es iſt auch oben uͤberflußig bewieſen und dargethan, daß die Ausfluſſe aller dieſer Coͤrper( welche Corper Haushalter ſind des Schamajim,) nichts ſind als Saltz, und daß dieſes Saltz ſey ein weſentliches Feuer, und dann auch ferner, daß dieſes Feuer oder Saltz ſey der roth und weiſſe Schwefel der Natur, nemlich das geiſtliche Gold und Silber, davon alle andere Weſen leben und entſtehen, und auch in allen Coͤrpern, bis in das allerzarteſte Sandkoͤrnlein, dem Sonnenſtaube gleich, gefunden wird. So müß dann auch gewißlich und unſtreitig bey denen Naturge⸗ übten folgen, das euer, Salk und Oin der Wurtzel gantz und gar einerley find, auch daß der rothe Oriſche und weiſſe lunariſche Schwefel in ihrem Grunde und Herkommen nur einerley ſind, nemlich geiſtliches O und Silber, oDer Salg und Feuer, und daß derjenige, ſo dieſe beyde Sulphura kennet, zu finden, und in rech⸗ Dt Salh, stope- nihet De or WON majim Wah fon alè niii indak s hwi dauch geid) age etley Sni &n mdi ný Vom Urſprung des gemeinen Saͤltzes. 31 rechter Proportion zuſammen zu ſetzen, zu vereinigen und zu figiren weiß, nothwen⸗ dig den herrlichen, gläntzenden, unzerſtoͤrlichen und unſterblichen deib des Menſchen Adam, zu ſehen bekommen muß. Dann der Menſch(Microcoſinus) iſt das begreifliche Ende aller Geſchoͤpfe, in welchem alle Saamen des Univerſi ſind, und auch in ihme vollkommen gemacht worden, welche fuͤrtershin unmoͤglich zunichte gemacht werden koͤnnen, wie aus obigem zu verſtehen. Ja wer dieſes alles wohl erweget und verſtehet, der wird auch begreifen, was wir droben§. 9. geſagt ha⸗ ben, wie nemlich der gefallene und durch die Suͤnde und Verderben in die Faͤulung gegangene Menſch durch das ſuſſe flxe Saltz der ſtillen ſanften Ewigkeit Chriſtum IJEſum gezeuget, in dem ſtillen ſanften Meere der unergruͤndlichen Barmhertzig⸗ keit GOttes, des ewigen Vatters, von der gaͤntzlichen Corruption und Verderben eflichte Rach-Feuer der herrlichen Majeſtaͤt GOttes, zu ſeiner ewigen Herrlichkeit, tix und beſtandig erhalten werden muͤſte. Es wird derſelbige auch verſtehen muͤſſen, wohin wir gezielet im 20..da wir von dem roth⸗und weiſſen Schwefel der Natur oder der Weiſen geredet, und warum Chriſtus, unſer Heyland, zu ſeinem allerheiligſten Nachtmahl, nemlich zu der Nieſung ſeines gebenedeyten Leibes und Blutes, des lixen unzerſtoͤrlichen Liebes-Saltzes Der unendlichen Barme hertzigkeit GVOttes das da iſt das heilige geiſtliche Gold und Selber, Kpoc. 3. V. 18.) genommen habe die weſentliche Stuͤcke Brod und Wein, als das lolariſche und lunariſche Element, die doch im Weſen auch nur einerley ſind, wie alles vorherge⸗ hende beweiſet. Aber allhier heiſts, von den Geheimniſſen—Ottes nicht mehr ge ſchwätzet, als zu verantworten, und iſt beſſer mit ſtillem Geiſt ſich an dieſen Quel⸗ len der unerforſchlichen Weisheit GOttes weiden, und darinnen ſpiegeln, als vor der verfluchten, boshaften und Luͤgen⸗liebenden Welt viel ſchwaͤtzen und reden wollen; darum dann der Weiſe und Wahrheitliebende von unſerer Schwachheit auch nichts mehrers fordern wird. Nur dieſes ſagen wir noch, daß in der Stadt GOttes Apoc. XXI. keine irdiſche Sonne oder Mond ſcheinet, oder Gold zu finden iſt, dann bie Sonne, Saltz und Gold der ewigen Goͤttlichen Weſenheit daſelbſt gegenwaͤrtig/ und wird unſere durch das lebendige Saltz Chriſtum JEſum ringirte, und we⸗ der in die ſtillen ſanften Meere der Goͤttlichen Waſſer Apoc. XXI. v. 6. und XXH. V. I. eingeſenckte Leiber daſelbſt ewig erquicken und weiden, damit ſie an dieſen Goͤtt⸗ lichen Stroͤhmen und Baͤchen, ihre monatliche reife Fruͤchte, zum Preiſe ſeiner ewigen Herrlichkeit, bringen moͤgen; womit wir dann anjetzo abbrechen und ſchwei⸗ gen wollen, ehe wir von dieſer erſtaunenden Tiefe gar verirren. §30. Und ergreifen wiederum den Faden, von welchem wir in etwas ab⸗ gewichen, nemlich zu den Schwefel⸗Kieſen⸗ und Stein⸗Kohlen. Von den er⸗ ſten haben wir geſagt, daf ſie Gold⸗ und Silber⸗haltig ſind; doch iſt dieſes ihr Gold und Silber noch mehrentheils fluͤchtig, weilen die Matrix noch poroſiſiſch, auch das laluuſche Webungs⸗Waſſer in gehoͤriger Maſſe gemangelt; darum ihnen der finfi- Inine naa A wider das Erie Das Erſte Capitel. t gu helfen wiffen mug, nemlig er mug mifen ihnen i das Saffer gu geben, fo er d Fluͤchtige figiret d die iM, und muf ihme d l yabi gemwif g nòthig ſo t, DAS) aiy roc| onnen- Kahi fen gu finen? i dann gew i6 Blich toer die⸗ wet, Der hat den Unterſcheid der Salien noch Waſſer der metalliſchen anim jalifchen t 1nd vegeta- n H iſt, alg das fat nd in Der Erden ge fu n 4 nit dieſer Rede wider ir e Kuͤchen⸗S salg b? wir n nochmals: tamm⸗Wurtzel des allenth >? wie es vo on dem i nſten d re Monki,(Die doch e ;) ſo iſt vor die Liebhaber der Wahrheit und Weisheit wahr genug geredet, di trer ab ae s a wie ſie wollen: genug„wan nwir von dem Webu ſaltzigten alle Cö aufloͤſe Waf ſer reden, wir von A reden, ke mi es ſehen, greifen und z da und j fe welches der Verſtändige alle Augenblick in das Natur⸗Se dann es iſt eben daſſelbe Saltz von Sonne, Mot 5 rape St ) ug unb o berfa geredet: und wird alfo ber ¢ rbleiben. CZL urh vorhero haben wir gedacht, daß die Aa i ure tofa eee Saltzes in dieſer groſſen Erd⸗Kuͤchen durch Die fehi diſck hen Feuers v jer AAEE en, auch in dem Mee ria als wecche gleichfals von der Auswitterung dieſes unterirdiſchen Feuers rchaus befreyet: daß erlic andeln kan; get, da⸗ du nun dieſes wahr, ſollen uns die Stein⸗Kohlen ſonderlich h beweiſen. Dann in find, Der ifta f Beweiſes. Dahero auch, weilen die Sale Adem mehrentheils als die S se tein⸗ Fett⸗ oder Pech⸗Kohlen, als woſelbſt der hervorgebrochene Sihi a pon Den Salf 6⸗Ströͤhmen beffer figirt und gebunden wird, hergegen Ste Wahrheit derjenige, der da laͤugn et, daß wo Stein⸗ Lohlen find fich Feine Saltz⸗Quellen finden, oder wo ſich Saltz-Qu ellen finde e Feine Stein- Kohlen cht albern, und in der Natur wenig geuͤbt und erfahren, und bedarf dieſes gantz kei m tief gehen, d die Tage⸗ gr Denada veniger Fixitát und Tauglichfeit baben, aber auch die Saltz⸗Adern 90n des Schweſels Saure immer mehr und mehr zu ſich neh⸗ nidi: W mý wah nwit Wak i w fm; ‘N Dige Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. 33 nehmen, und ſchärfer werden; und dieſes iſt in Wahrheit die eintzige Urſache, daß die Quellen an einem Orte ſchwaͤcher, am andern aber ſchaͤrfer find, wie fol gends im zweyten Capitel von der Natur des Saltzes bewieſen werden ſolle. Dann wo ſich in den unterirdiſchen Gebůͤrgen haͤufig und gute Stein⸗Kohlen fin⸗ den, daſelbſt ſind die Quellen viel herrlicher und ſchaͤrfer, als an denen Orten, wo es wenig und ſchlechte Kohlen, als Tage⸗ und Dach⸗Kohlen giebet. Es iſt auch denen in der wahren Chymia geuͤbten genug bekannt, wie das ſaure Saltz von die⸗ ſer ſeiner zufalligen Saure zu ſcheiden, und ihme ſeine eingeſchaffene natuͤrliche An⸗ nehmlichkeit und Suͤſſe wieder zu geben, Die es an und vor ſich weſentlich hat, wann man es aug feinen reinen unverfalſchten Meere zu ſchoͤpfen weiß, ſo aber eben nicht eines jeden Thun: welches dann genug beweiſet, daß ſeine Säure ein von Dem Schwefel oder unterirdiſchen Feuer⸗Strahlen verurſachtes Weſen ſey, weilen ſie wiederum davon zu ſcheiden, und das Saltz wieder in ſein erſtes Weſen zu bringen; dann alle Säure iſt des Schwefels Ausgeburth, wie dann der Schwefel ſelbſt leichtlich in ein ſcharf ſaures Waſſer zu reduciren, desgleichen auch in ein Saltz, und dieſes endlich auch zu ſeinem erſten lieblichen Urſtande. Wer nun dieſes wohl verſtehet, der wird warlich auch leicht erachten, wie die Alcalia, vid.§.5. leichtlich in ein annehmliches ſaures Koch⸗Saltz zu verwandeln? Iſt alſo genug bewieſen, daß die Saure ein von dem Schwefel zufaͤlliges Ding ſey, und kan alſo der Verſtaͤn⸗ dige leichtlich ſehen, wie weit diejenige irren, die den Vitriol und Schwefel vor zwey gantz nahe verwandte Dinge halten, ja faſt vor ein Ding.(Wov,on aber in folgendem Capitel§. 10. ausfuͤhrlich geredet werden wird.) Haben alſo von den Stein⸗Kohlen ausſuͤhrlich genug gehandelt, und zur Gnuͤge dargethan und bewie⸗ fen, dag das Salh ſey ein wahres Feuer und§, und alſo wahr ſey, daß alle Dinge beſtehen aus dreyen in einem, aus Gals, Schwefel und$, Die da im Grund nur eines, nemlich Feuer ſind. Bleibet alſo noch zu beweiſen uͤbrig, daß das Feuer Waſſer ſey, welches dann nicht der geringſte Punct: ferner auch, daß das Saltz fey der Anfang und das Ende aller Dinge, nemlich Waſſer, das da Feuer iſt, der Ausfluß Goͤttlicher Majeſtaͤt, nemlich Schamajim. §. 32. Erſtlich muͤſſen wir beweiſen, daß das Saltz ſey der Anfang und das Ende aller Dinge, ja daß das Ende aller Vollkommenheit nichts als Saltz ſey, welches zwar bey Verſtäͤndigen und Weiſen keines groſſen Beweiſes bedarf; es iſt auch in allem, ſo bishero gehandelt worden, zur Gnuge bekannt und dargethan, daß alles aus Schamajim entſproſſen und gebohren, und ferner durch die Sonne, als Vatter, und den Mond und Geſtirne, als Mutter aller lublunariſchen Coͤrper, gezeuget und hervorgebracht worden, welche Corpora oder Geſtirne insgeſamt nichts anders ſind, als das Schamajim zu gleichſam geiſtlichen Coͤrvern,(in Anſe⸗ hen der ſublunariſchen Corporum) zuſammen getrieben, deren Ausfluß dann auch nichts anders ſeyn kan, als dasjenige, ſo ſie ſelbſten ſind, nemlich oder c Feuer, 34 Das Erſte Capitel. Feuer, oder Ound Y, oder was der Weiſe ſonſten will, als allgemeiner s auch iſt genug betwleſen, daß alle dieſe Ausfluͤſſe ſich in dieſem ſublunariſchen Klumpen, durch das unterirdiſche Feuer zu dieſem oder jenem Coͤrper oongeliren und fortwach⸗ ſen, in allen dreyen Reichen. Ferner lehret uns auch die Feuer⸗Arbeit handgreif⸗ lich, daß kein Coͤrper in der Natur gefunden werden mag, ſo nicht gantz und gar in 8 z SRIAN Œil hor Yi Saltz zu reduciren, ja ſelbſt die allervollkommenſten, als Gold und Gilber. Aber ach wehe! hier fehe ich einen Hagelſturm und grauſames Wetter der Sophiſtiſchen Gelehrfamkeit wider dieſe Worde. Alleine unerſchrocken! indem die Wahrheit unſer Schild, und der Soͤchſte uns verbergen wird in ſeiner Suͤtten zu ſolcher boͤſen Zeit. Ja Er wird uns heimlich verbergen in feiner Zelen, und uns ſtellen unter feiner þeiligen Aand auf die Selfen der Sicherheit ꝛc. Pſalm 27. Darum nur getroſt, und ſolche windige, tobende, brauſende Wetter nichts geach⸗ tet, fondern wollen das ftille fanfte Saufen der lieblichen Waſſern der ſtillen Ewig⸗ keit, unſere Vergnuͤgung und Erquickung ſeyn laſſen. Muͤſſen aber gleichwohl et⸗ was beweiſen, ob auch die Thoren wolten weiſer werden, und machen alſo den An⸗ fang in dem vegetabiliſchen Reiche, da dann das animaliſche ſich ſelbſt beweiſen und ſchuͤtzen wird: doch bitten wir, daß ſich die faule Schlingel und verſtockte Narren nicht herzu machen wollen, dann dieſes kein Gerichte vor ſie ſehn wird. Man neh⸗ me etliche tauſend Pfund Holtz und verbrenne ſie, alſo, daß alle Rauche und Feuch⸗ tigkeit ohne eintzigen Abgang aufgefangen werden moͤgen; wann es nun verbrannt, ſo wird der wenigſte Theil Aſche ſeyn, in welcher ein fixes ſchweflichtes Saltz; dieſes lauge wohl aus, thue es in ein tuͤchtiges Gefaß, und gieſſe von dem aufgefange⸗ nen Liquore ſo viel darauf, daß es genug befeuchtet; vermache das Gefaͤß, und laſſe es alſo in gebuͤhrender Digeſtion ſtehen, ſo wird ſich dieſe Feuchtigkeit gantz wahrhaff⸗ tig in dem Saltz coaguliren und fix, das iſt, mit zu Saltz werden; dieſes conti- nuire mit Gedult/ ſo wirſt du ohne allen Streit alle deine aufgefangene Feuchtigkeit iu einem wahren Saltz wiederum figiret und congeliret haben, und dieſes iſt das erſte Stuͤck. Allein hier muͤſſen wir uns nothwendig umſehen, und einer gantzen Schaar Sophiſten, und ſchmutzigen Kohlen⸗Moͤrdern und Zerſtoͤhrern der Wercke Göottes widerſtehen, die da alle einmuͤthiglich von der tauben, todten ausgelaug⸗ ten Aſchen, Terra damnata von ihnen genannt, ſo viel zu ſagen, zu ſchwaͤtzen und zu ſchreyen wiſſen, wo dann diefe bleibe? ob dann auch diefe mit zu Salg werde: fo ja gang wider die Natur ſtreite? Die Antwort aber ift; Ya, ihr Narren! dann Fene netet ihr Die Natur und ihre Wege, fo roüftet ihr, was eure Terra damnata im Anfang geweſen, und daß alle Dinge wiederum in ihr erſtes Weſen zu bringen ſeyen, und wuͤrdet alsdann nicht ſo grauſam wider die Natur wuͤten und dieſelbe zerſtoͤhren, und alsdann erkennen lernen, daß alle Coͤrper von ihrem Anfang und Nortgang ihres Wachsthums, bis zu ihrer Vollkommenheit, durch eben denſelben Weg auch wie⸗ derum zuruck zu ihrem Anfang und erſten Urſtande moͤgen gebracht werden; dann es ind n eh⸗ ud nt salk; ange lof Mf onti igfeit tmi ngen Baé fa nuni wi n fu ta i foo fiet ij Mie pann “i Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. 35 es in Wahrheit das Kleinod iſt, wornach die Weiſen ringen. Dann Gold mag Fein Blen werden, dann das heiſſet Gottes⸗vergeſſen wider die Natur gehandelt, dana kein vollkommen Corpus; auſſer ſeinem Specifico, in ein ſchlechteres gu perz wandeln. Wohl aber mag das Gold, ſo wohl als das Bley, jedes durch ſeine eigene Wege, wiederum zu ſeinem Anfange und endlichen Uhrſtande gebracht werden⸗/ welches Gleichnifß⸗weiſe aus dieſer keduction der ſogenannten damnata oder tod⸗ ten Aſchen zu vernehmen ſeyn wird. Man nehme dieſe ausgelaugte Aſchen, und thue ſie in ein& beſtandiges Gefaͤß/ und laſſe ſie alſo mit ſtarcken Agrad wohl cal⸗ ciniren, doch verſchloſſen; nach gewiſſer Zeit oͤfne dein Gefaß, ſo wirſt du deine Aſche wiederum ſaltzig befinden; die lauge wohl aus, ſo bekommſt du wieder ein wenig Saltz, wiege deine Aſche, ſo wird ſie ſchon leichter ſeyn, als da du ſie zu calciniren eingeſetzet; alſo fahre mit Gedult fort, ſo wirſt du ſie in Wahrheit vollkommlich zu Sreduciren. Diefe Reduction wird dem LiebhaberGoͤttlicher Geheimniſſe Gleich⸗ nig- meife zeigen, wie dermaleinſt nach den beſtimmten Zeiten der Ewigkeiten, durch das Feuer der gerechten Rache des lebendigen GOttes, alle Verdammniß und hoͤlliſche finſtere Schlacke, und das dunckele Feuer der Hoͤllen ſelbſten, wie⸗ derum zu einem lebendig⸗leuchtenden, und wiederum in ſeinem erſten Glantz und Herrlichkeit erſcheinenden Saltz muͤſſe calciniret und verzehret werden. Ob nun den Weiſen nicht ein naherer Weg in der Natur bekannt, ſolches zu verrichten, als der oberzehlte? zweiffeln wir im geringſten nicht; wie wir dann auch allhier durch die Holtz⸗Kohlen eine deutliche Pmonſtration haͤtten beybringen koͤnnen, indeme die⸗ felben durch und durch ein lauterer Schwefel, und ferner ein lauteres Salh find, haben folches aber unnoͤthig befunden, Dann wer das waͤſſerige Bener, oder feurige Waſſer kennet, in welchem alle Dinge wiederum zu ihrem ſelbſt eigenen erſten We⸗ ſen zerſchmeltzen, derſelbe weiß auch, daß alles dieſes vollkommen wahr. Was wir nun allhier in dem vegetabiliſchen Reiche bewieſen, iſt auch vollkoͤmmlich von dem animaliſchen zu verſtehen. Und kommen alſo ferner zu dem ſehr harten Kno⸗ ten, welchen zu loͤſen einem die Zaͤhne gar zu leichte ſtumpf werden, nemlich zu dem mineraliſchen Reich, und alle Weitlaͤuftigkeit zu vermeiden, wollen wir uns an das allerfeſteſte und vollkommenſte Corpus des Goldes machen; doch wiſſe, der du niemalen etwas rechtes gemacht oder geſehen, daß du dieſes, ohnerachtet es deutlich und warhaftig genug beſchrieben, nicht ſo toͤlpiſch nachthun wirſt. he. fein O das amalgamire mit wohlgereinigtem&, ziehe den P gang gelinde wieder davon, dann calcinire das O gelinde in verborgenem Feuer, dann amalgamire es mit fri- ſchem Mercurio, ziehe denſelben wieder ab, calcinire es wieder wie zuvor, dann amal⸗ gamire es wieder mit dem abdeſtillirten Mercurio, und reibe es allemal ſehr wohl als moͤglich im Moͤrſer, und laſſe es auch allemal vor der Deſtillation 24. Stund digeriren, ziehe den Mercurium wieder gelinde ab; und alſo muſt du mit der Arbeit verfahren, und die verborgene Ear wohl vollfuͤhren, bis dein O nicht allein AU 36 Das Erſte Capitel. zu einem unbegreiflichen Pulver, ſondern auch dahin gebracht fen, Daf es gang ir- reducibel geworden, ſo iſt es dann in der naͤchſten Form des Saltzes. Kenneſt du dann ferner das rechte Waſſer, mit ſeinem, des Waſſers eigenen Saltz geſchaͤrft/ die wunderbare Hertzſtaͤrckung und Lebens⸗Trunck, ſo kanſt di dieſes Gold-Pul⸗ ver oder Saltz in Wahrheit gar balde, in würcklicher und weſentlicher Saltz⸗Geſtalt, aller Welt vor Augen legen. Die Arbeit iſt warhaftig, wie ſie dann alle, die die Wahrheit jemahlen erkannt haben, dafur erkennen werden; auch ift ſie vollkoͤmm⸗ lich, Doh nicht deutlich und umſtaͤndlich nach allen Requititis, beſchrieben worden/ welches uns von Verſtaͤndigen fuͤr eine Leichtfertigkeit und Thorheit ausgelegt wer⸗ den wuͤrdde. Was nun die Mineralien betritt, ſo iſt die Arbeit durch ſchlechte, doch nicht einem jeden thunliche Calcination, gar leichlich zu vollenden, und derje⸗ nige, ſo uns in vorhergegangenen Reden vollkoͤmmlich verſtanden, wird hierinnen ferner keinen Zweiffel ſetzen; das ſoll man aber wiſſen, daß, ſo man das gemeine Saltz ſeine rechte Zeit in Schmeltz⸗Feuer erhalten kan, und es dann ferner durch den Weg der Natur fluchtig zu machen weiß durch die Waſſer der Meere, in wel⸗ chen es uhrſtaͤndlich erzeuget, und die es(das Saltz nemlich) ſelbſten ſind, der hat gewißlich etwas gethan, fo lobens werth, und wird ein Waſſer und kein Waſſer haben, Saltz und auch kein Saltz, beydes ein Yund Sohne Geſchmack; hiervon muͤſſen wir aber anjetzo abbrechen, und es bis ins folgende Capitel verſparen, wird aber dannoch gleichſam im Vorbeygehen noch einmal erwehnet werden. Bleibt alſo noch uͤbrig, von den Steinen auch ein weniges zu reden, dieſelben werden gleich⸗ falls per calcinationem tractiret und ausgelaugt, wie oben in eben dieſem S. geleh⸗ ret; deme aber das vorerwehnte ſuͤſſe Saltz⸗Waſſer bekannt, wird leichter darzu ge⸗ langen: wer nun das erſte verſtanden, wir auch allhier unſere Meynung leichter be⸗ greiffen koͤnnen, ſonderlich ſo man uns in dem gantzen Diſcours von der Webung und Textur der Merallen wohl verſtanden, wird es allhier ſo viel leichter geſchehen koͤnnen. Es wird auch der Verſtaͤndige und Liebhaber der Goͤttlichen Wahrhei dahin geleitet werden, zu verſtehen,(davon oben im 29. 8. auch ſchon ein wenig gere⸗ det:) wie und auf was Art dermaleinſt durch die Zeiten der Ewigkeiten, die hoͤl⸗ liſche Y Schlacken und das abgeſchiedene gluende, doch nicht leuchtende unterirdi⸗ ſche, nemlich das hoͤlliſche Feuer, und alle ſeine Ausgeburthen und Geiſter, ſamt ihrer Behaufung, der tauben todten ungeſchmackten Erden, als der wahren Ban⸗ de der Hoͤllen, des Todes und der Verdammniß, durch das S der hellen und klaren Waſſer des lieblichen Meeres der ſtillen ruhigen Ewigkeiten, wiederum Plvirt, gereinigt und umgekehret werden, damit ſie wiederum ſeyn und glaͤntzen moͤgen, das gejſtlche Gold und Silber,(davon oben ſchon weitläuftig geredet,) nemlich das liebliche unzerſtoͤrliche glantzende Corpus der hellen Morgenroͤthe des Anfangs. Aber halt! wir gerathen allhier von unſerm Zweck auf eine Sache, die nicht eines jeden Geiſt und Gemuͤthe vergnugt oder verſtandiget; deshalben wir wiederkehren, wo⸗ von pont Jem WATE nhi tn miy undi mdi fln wel⸗ hat yiu ooN ) wid Akit qd oi uge pube Seby peha apiet jg ie die hiy ellötz n nt ~ a ORAN, i xl y fia lvi mde ph A gid p WY goi Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. 37 von wit abgewichen, und erinnern uns ſelbſten, ehe uns ein Naſenweiſer beym Aermel zupffet, daß, weilen alle Coͤrper in ein Saltz zuruck gebracht werden koͤn⸗ nen, ob denn auch die ſchoͤnen Edelgeſteine in ihren ſo harten Banden, bisher noch vor, auch alfo in Salg verwandelt werden koͤnnen? Denen aber antwor⸗ ten wir: obg gleich dir und ung nicht befannt modre, fo ift eg darum doch eine ewi ze Wahrheit und gewiß; zudeme ſo darf man nur ihre Glaßigkeit betrachten, und wer denn weiß was Glaß iſt, und woraus es beſtehet, Der wird leichtlich auch in dieſem Stůck zuft ieden ſeyn koͤnnen. Wie aber ihre Keduction in das Saltz anzu⸗ ſtellen, waͤre ja eben ſo noͤthig nicht, dieſelbe, da man fie gleich wuͤſte, hieher zu ſe⸗ ten; derjenige der der Sonnen, des Feuers und Saltzes, wie auch des Waſſers Kräfte, Vermögen und Staͤrcke kennet, wird ſolches, glauben wir, leichtlich endigen: denn ſte ſind eben alſo zuſammen geſetzt, wie alle andere Coͤrper, nur daß ſie gleichſam ungemiſcht in ihrer erſten Reinigkeit ooagulirt ſind; und von denſel⸗ ben find die Waſſer⸗helle, lunariſche, die gefärbten aber Oriſche Ausgeburthen, welches alles hier oben deutlich und weitlaͤuftig gnug bewieſen. Dabey aber annoch zu erinnern, daß die Aufloͤſung und Zuruͤckbringung der aller beſtaͤndigſten und fe- ſteſten Corper als des Goldes und der Diamanten in Saltz durch einen ſonderlichen Weg des aufgeloͤſten Oriſchen und Driſchen A deutlicher gelehrt werden koͤnte, und wollen dieſe Zuruͤckhaltung nicht mit allen Sophiſten gemeinen Entſchuldigungen beſchoͤnen, als ob man es vor den Unwuͤrdigen verbergen wolte; nein in Wahrheit nicht, ſondern dieſes iſt unſere Urſache, weilen uns durch gewiſſe Erfahrung be⸗ kannt, daß durch ſolche Experimenta etwas gelehret wuͤrde, dadurch gar ſonder⸗ tich Boͤſes geſchehen koͤnte: womit denn auch dieſer Punet ablolvirt ſeyn ſolle. g. 33. Kommen alſo zu dem letzten Punct, nemlich daf das A auch mahr- haftig v und das y Bener fen. Ber nun Die vorerwieſene Principia wohl verſtan⸗ den, wind dieſes ohne allen fernern Beweiß voͤllig begreiffen koͤnnen. Denn erſt⸗ lich fo ift ja auch den allereinfáltigften zur Gnúge befannt, daf ſich alle Salia leichtlich dahin bringen laſſen, daß ſie ſich im Tufft zu einem Waſſer lolviren; allein dieſes ift den Verſtandigen noch nicht gnug, denn dieſes Salz⸗Waſſer iſt gar zu reduci- bel, deshalben ein gantz anderer Beweiß vonnoͤthen, nemlich Dag das Saltz in allen ſeinen Arten dahin zu bringen, daf es fein eigenes anfaͤngliches Waſſer wer⸗ de, aus welchem durch das gemeine Koch⸗FJeuer, nach der Sudel⸗Koͤche Mrt Fein S wiederum zu ſcheiden ſey, welches denn einem unverdroſſenen Chymico leicht zu thun iſt, ſo er ſein Saltz, es ſey von welcher Art es wolle, in rechtem Grad zu cal- ciniren, und in feinem eigenen lunariſchen Waſſer fluͤchtig zu machen weiß, wel⸗ ches alles denn nicht einem jeden moͤglich, ſo ſchlechterdinges wieder in ein Saltz zu reduciren. Doch haben wir es mehr als zu einem male dahin gebracht; und dieſe ſchlechte(doch ein wenig muͤhſame) Arbeiten geben ein Menſtruum, ſo in Wahr⸗ heit mehrerer Betrachtung wuͤrdig, als die Thoren glauben koͤnnen wird auch in E dem C 3 Das Erſte Capitel. dem folgenden Capitel ein mehrers und weitlaͤuftiger davon gehandelt werden. Wer kan uns nun laugnen, dag das Arin Yy oder Dag y ein A fey, desgleichen auch Gold und Silber/ wie auch der allgemeine? und waͤre alſo dem Punet Sri und 6. ein ſattſames Genuͤgen geleiſtet. Wird alſo der Verſtändige vollk ömmlich geſtehen muͤſſen, daß der Anfang und Ende aller Dinge nichts find, Denn Salh, das iſt Feuer, und daß dieſes Saltzes Mutter ſey Waſſer, und alſo umunſtoß⸗ lich folget, daß das von GOtt dem HErrn zu erſt erſchaffene Weſen ein Waſſer geweſen ſey, das da in ſeinem innerſten ein Feuer iſt, nemlich Salg: von wel- hen 3. Anfaͤngen Saltz Schwefel und Lihrer viele ein groß Gewaſche in die Welt geſchrieben, was aber ihre Meynung/ und was ſie darunter verſtanden haben wol⸗ fen, wird auch mohi des Evandri Mutter nicht errathen, ſonderlich da es ihr ſelb⸗ ſten unbekannt; ja es wird auch unvergeſſen ſeyn, wovon oben ſo viel und weik⸗ laͤuftig geredet, nemlich von den Ausffuͤſſen dieſes himmliſchen Weſens, daß ſie ſind der rothe und weiſſe Schwefel. Das himmliſche geiſtliche Ound D oder Saamen, daraus alle Geſchoͤpffe gebohren werden, und fortwachſen, welche Geſchoͤpffe und Saamen ſaͤmtlich in dem Menſchen vollkommen gemacht worden: daß alſo der Menſch(die kleine Welt) die eintzige Verſammlung iſt dieſes gan⸗ tzen Univerſi(der groſſen Welt) darinnen alle ihre Ausgeburthen, ſo unzehlbarer Formen und Geſtalten, wiederum vereiniget zuſammen kommen, und durch die Fluthen der unergruͤndlichen Meere der ſanft und ſtillen Barmhertzigkeit, des unwandelbaren Dreyeinigen GOttes zum erſtenmal in Heiliger Tauffe durch Chriſtum, als die Quelle des Lebens, von dem todten Unflathe der Finſternuß (der ungeſchmackten ungeſaltzenen Terra damnata des vergaͤnglichen Fleiſches,) ge⸗ waſchen und geſchieden, zum andernmal aber durch ſein Allerheiligſtes Fleiſch und Blut im Seiligen Nachtmahl, als dem Goͤttlichen Liebes-Saltz gezeuget in dem lieblichen Feuer der Barmhertzigkeit GOttes, dieſer noch verbrennliche fluͤch⸗ tige(und ohne dieſes Mittel in der Zerſtoͤrung bleibende) Schwefel mit den ſtil⸗ len Waſſern der Unendlichkeit wiederum vereiniget werden muß. Denn gleich wie das Saltz das Mittel iſt, durch welches das Waffer mit dem oͤligten Feuer, nem⸗ lich dem Schwefel vereiniget werden mag; alſo iſt allhier unſer Seyland, als das liebliche Feuer oder Saltz des Lebens, das Vereinigungs⸗Mittel zwi⸗ ſchen uns, als dem zerſtoͤrlichen ſtinckenden Schwefel und der unermaͤßlichen Gottheit, als dem unergruͤndlichen und unerforſchlichen Meere des Le⸗ bens aller Leben, damit in uns zur Beſtaͤndigkeit offenbaret werde, das geiſt⸗ liche Ound Y, der unzerſtoͤrliche deib, die wahre Ellenz des Schamajim, welche da iſt eine Ausgeburth aus dem unergruͤndlichen Meere der ewigen Gottheit. Allhier aber koͤnnen wir nicht weiter gehen, ſondern muͤſſen vor dieſer heiligen erſtaunenden Tieffe, in entzuͤckender Betrachtung ſtehen bleiben, und ferner mehr gedencken als ſchwaͤtzen: denn hier ſind die ſtillen ſanften erquickenden Waſſer, die keinen Grund —ů———.ꝗ Gmn mM nmb Ant ugin mih heil mim Weft Yusfl wit cinin ..) tung| Wa imn Ni wii G a M iki deine bnw m) d N Bi him tuny begin Mé Wi ia finn oirn bme iA a ne ), al solii lichen g le g gill Aida Ahiet ndet yendo fenn Gd Vom Urſprung des gemeinen Saltzes. 39 Grund haben, ſondern ohne Anfang und ohne Ende, ja ohne eintzigen Begrif, in⸗ und auſſer ſich ſelbſt beſtehen, und ſich in eigenem Willen bewegen. Weilen wir nun bis dahin gerathen dahin Fein Grund, Feine Bedeutung, kein Nahme oder Be⸗ nennung, ſondern da alles begriffen, und der Ausgang aller Creaturen iſt, wollen wir uns in tiefſter Danckbarkeit vor dieſem allerheiligſten Weſen jehova demuͤthigen, und ihme die Opfer unſerer Lippen mit heiligſter Andacht(angezuͤndet durch ſein al⸗ lerheiligſtes Licht) und willigſter Seelen und Geiſte aufopfern, und alsdenn bis zu unſern beſtimmten Zeiten und unſerer Aufloͤſung wiederkehren, und ferner dieſes Wefen aller Weſen, ſo viel der Creatur erlaubet und moͤglich, in ſeinem erſten Ausfluß Schamajim, der da iſt Saltz, Feuer oder Waſſer, betrachten, ſo werden wir je mehr und mehr zu dem Erkaͤnntniß und Deutung der allerheiligſten Drey⸗ einigkeit,(ja warlich Einigkeit nach dem Spruch des Propheten Zachariaͤ r4. v. 9. Gott Vatters, Sohnes und SHeiligen Geiſtes, gelangen, in Betrach⸗ tung, daß dieſes Schamajim iſt ein weſenkliches Feuer, auch ein weſentliches Waſſer, und auch zugleich ein weſentliches Salh, nicht dreyerley unterſchieden, ſon⸗ dern es iſt wohl ein jedes weſentlich vor ſich, und auch zugleich und auf einmal alle drey zuſammen, ohne Unterſcheid; denn das Waſſer iſt Feuer und Saltz zugleich, wiederum iſt das Feuer auch Saltz und Waſſer zugleich, und ift auch Das Salg eben alſo zugleich Waſſer und Feuer, keines getheilet oder unterſchieden von dem andern, ſondern es iſt weſentlich ein jedes zugleich und auf einmal, und doch auch drey weſentliche unterſchiedliche Dinge zugleich und auf einmal. O SErr, wer iſt dir gleich, der du alles ſo weislich geordnet⸗ Simmel und Erde iſt voll deiner Guͤte ꝛc. Hatte dieſes Licht in der judiſchen Synagog geſchienen, ſo glau⸗ ben wir gewiß, Nicodemus und viele heutiges Tages mürden Chriftum, den Hene ſand aller Welt, klärer verſtanden haben, da Er ſaget beym Joh. 3. v. 7. IEfus antwortete: Amen, Amen, ich ſage dir, wenn einer nicht gebohren wird von dem Waſſer und Geiſt, ſo kan er nicht in das Reich GOttes eingehen ꝛc. Ach BErr! laß uns und alle, die mit uns nach deiner Barmhertzigkeit und Ruhe duͤrſten, dieſer wunderbaren und heiligen Wiedergeburth theilhaftig werden, damit unſer ſonſt vergaͤngliches Weſen zu der unvergaͤnglichen Herrlichkeit erhalten meper und wir am Ende der Tage ſtehen moͤgen in unſerm Theil, an dem lautern Fluſſe lebendigen Waſſers, klar wie ein Cryſtall, der da ausgehet von dem Stuhl GOttes und des Lammes, und bekleidet ſeyn moͤgen mit dem heiligen und koͤſtlichen Golde des himmliſchen Hevila, bewaͤſſert von dem paradiſiſchen Wunderſtrom Piſon; ja bis wir mit den Harfen des Lobgeſangs ſtehen moͤgen an dem glaſern Meere mit Seuer vermenget, zu loben und zu preiſen den, der da ewig iſt und bleibet ohne D E. HAL L ELUJAH. 40 Das Zweyte Capitel. n A a (DE Da T aar Y aa Seen A De DA 4 aa y an T am E, A Das I. Capitel. Von der Natur des Saltzes. isnie S. r! —$ f$ ieſes Capitel waͤre zwar nicht noͤthig geweſt, indem ſolches alles im vor⸗ z hergehenden voͤllig genug erklaͤret; doch damit uns nicht vorgeworfen werden moͤge, daß wir etwas verſprochen, ſo wir mit Goͤttlichem Lichte| j nicht gu halten vermoͤchten; ſo wollen wir zeigen, daß uns die ewige Weisheit pa auch an Diefem Ort noch nicht verlafen. Droben ift$. 3. geſagt worden, daß| wd ` des gemeinen O Figur(1) ſey cubiſch, die da iſt eine Figur der irdiſchen Coͤrper, Md d und diefe Eigenſchaft habe es im Durchſtreichen der Erden bekommen. In eben ni demſelben§. wird geſagt,(2) ſeine Form ſey diaphan oder durchſcheinend, gleich| i dem Glas. 13) Dap es fey gúffig und flúffig, und alle Coͤrper gantz leichte i m durchgehe.(4 Sein Geſchmack ſeye ſauer, und ein wenig zuſammenziehend; À (Y Es ſey austrucknender Natur und Eigenſchaft;(6) Kuͤhlend: Und(7) daß j eg in ſeinem Innerſten ſey ein weſentliches Feuer.| iif Belangend nun den erſten Punct, ſo wiſſen auch alle gemeine Medici, Apo⸗ thecker und Waſſer-Brenner, daß dieſes ohne allen Streit wahr ſey, nemlich, daß das gemeine Ohabe eine wuͤrflichte Figur, und je mehr es von fremden Theilen gereiniget, je ſchoͤner und vollkommener es dieſe Figur bekomme, welches ihm aber durch das gemeine Waſſer nicht gegeben werden mag, ſondern muß in ſeinem eige⸗ nen Waſſer gebadet, gewaſchen und gereiniget werden, ſo doch eben nicht eines je⸗ ieden Thun: da man es aber zu vollbringen weiß, bekommt man ein ſehr liebliches und ſuͤßlichtes O, ſo obgedachte Figur auf die vollkommenſte Art haben wird; der min ferner mit dem Feuer wohl umzugehen, und es in ſich ſelbſt zu ſolviren und gang flüchtig zu machen, auch wieder zum Anſchieſſen zu bringen weiß, der kan ſich ruͤh⸗ men, er habe das Wunder⸗Saltz der Natur oder geheimes Alumen Plumoſum,| den allgemeinen in trockener Geſtalt geſehen. Aber wie menig find die dieſen ſchlech⸗ ten der Natur gemaſſen Weg lauffen, und nach dieſem Kleinod ringen! dann die Arbeit iſt ihnen zu ſchlecht und geringe, ihnen aber doch verborgen und zu muͤhſam⸗ erfordert groffe Gedult und gründliche Erkanntniß der wahren Aufloͤfung; dann auch ohne dieſes Stuck es nicht zu vollbringen. Droben iſt geſagt, und wird als ein Haupt⸗Spruch behalten, daß alle Cörper durch eben den Weg, den ſie in ihrer Auswuͤrckung, Wachsthum und Vermehrung gehalten, wiederum zuruͤck in ih⸗ ren iti odi VOOr n Sidt yishi Siw vn ghan i OU od h it y ARN ihon) (7 ni , Nyos anih zhvil ma dige ine je s und yr mii ù ganh frih ofum, ſchlec⸗ ann die ihlali , pam palgan in iha éni wi . Von der Natur des Saltzes. 4¹ ren erſten A nfang moͤgen gebracht werden: vi uns nun allda wohl verſtanden, wird dieſes allhier volle den wni und bleibt alſo gewiß, daß die wahre Figur dieſes irdiſchen S cubiſch ſey, welches der U ige durch die rechte Probe erfahren kan. Ta glei ch wie die Kugel das alle ſchnell eſte und beweglichſte Corpus, alſo iſt der Wuͤrfel, der da eine Figur der chwere iſt, das allerſchwereſte und unbeweg⸗ lichſte. dieſer cubiſchen Figur iſt auch noch ein anderes und weit groͤſſeres Geheim⸗ nif verl borgen i davon im III. Capitel v a Des O; Da wit von den magi⸗ ſchen und cabbaliſtiſchen Zeichen der Matu reden, gehandelt wid. Dieſe würf⸗ (ichte Bigu nun zeiget an, daß das S in d yer Erden, a ls einer frenden Mutter, cine zeue Geburth aus⸗ geſtanden; dann ſo wir die T feinem fremden Zuſatz wohl zu wiffen, ſo pir finden, daß ihme dieſe Leiblichkeit von der jung⸗ fraulichen Erde(dem Tri Glunde entſtanden und angehangt worden:(das 8, ſo man es durch den Weg d p Natur aufloͤſet und fluͤchtig machet, und alsdann auch wiederum figirt ſo iſt ſeine wůrflichte Figur von ihme geſchiede n dann derg arte Tiicb⸗ ſand, ſo diefe Fi iguram perurfachcotoino i in Diefer Operation mit auget ſt zu ſeine erſten Anfang, in welchen auch, wie oben gei botr alle andere Kiefel und Steine aufoelöft terden moͤgen, und alsdann iſt es das al lergeheimſte Sal oder Ak ume: n moſum, oder wie es ſonſten mehr genannt wird, davon oben weitlaͤuftig zu leſen.) Dann der Qı Sriebfand i in allen greiflichen Coͤrpern, als ein Grund ihrer Guiflchket iſt. Was Der Trie iebſand ſey, und woher ſeine Geburth? iſt oben allbereit aus⸗ führli ich dargethau, und koͤnte allhier bey dieſem Punet u ioch deutlicher erklaret! wer⸗ den. Auch daß das Wafi fer ſey me ieai uth der Nacht oder der Geſtirne und Dgs Mont des, und die Erde eine Geburth der Sonnen in den Waſſern: auber f fordern; N Hea Wt an ſich ſelbſt flar„und wird der FBeife von ut mg nichts weiter h allein Der Unge euͤl bte me Arege a'abrheitoeo A+ k e T €i"i Te porlidhen und gei ii chen Di et fis zu iner ma peaini t Mi vo denen amely haesen ares alg eine geifth he Cmptangnif von dno Abſch Waſſern waren; daß alſo klar und verſtaͤndlich its daß der Triebſan und materialiſch nicht vom Himmel(Schamajim) falle, fondern hienieben 0 alfo aus gewuͤrckt werde: vom Himmel oder den Lichtern kommet er geiſtlich, der vothe und weiſſe A der Hatur, das geiftlihe© und C; hicunten aber wird es empf geny und von dem irdiſchen Gener ı und Waſſer, als in der materialiſchen H ichi en Geburth ausgewurcket: dannenhero dann auch⸗kein Sandkoͤrnlein; ju gleich einem Sonnenſtäublein gleich, ſo dieſen geiſtlichen Leib(Aphar) pbt in fich hatte, wie oben erwieſen worden. Denn g leich wie des obern Feuers und Waffers Ausfluſſe der Sagme oder der geiſtli E ſind aler und eder Eper; nli è i oit da raoid eie e geide oDer” eidung der E ſt Ped Das Zweyte Capitel. find die Ausfluͤſſe des unterirdiſchen Feuers und Waſſers der Triebſand, nemlich der Grund aller finſtern greiflichen Keiber,(im Anfang Terra damnata genannt,) die doch in Wahrheit in ihrem Innerſten und im Anfang eben nichts anders iſt, als Licht, nemlich eben dasjenige Principium, was das Schamajim iſt, nur daß dieſes ir⸗ diſche Feuer und Waſſer gantz umgekehrte Dinge ſind, in Anſehung des obern feu— rigen Waſſers, dann alles dieſes irdiſche iſt durch Herbigkeit zuſammen gezogen und verſchloſſen, alſo, daß es in ſeinem wahren Weſen ohne Reduction nicht zu erken⸗ nen, gleich wie das obere in ſeiner bomogeniſchen Simplicitaͤt. Und dieſe herbe Zu⸗ ſammenziehung oder Verſchlieſſung iſt die Marter und Quaal der Verdammniß al⸗ fes Leidens, welches wir im Geiſte noch klaͤrer an den Leibern der Seeligen und Ver⸗ dammten begreifen koͤnnen: dann die erſte, geſchieden durch die Tauf und das Abend⸗ mahl Chriſti JEſu und ſeinen heiligen Tod von aller Herbigkeit und irdiſchen He— terogeneis, koͤnnen hinfuͤhro nicht anders, als in ihrem Principio, das iſt, in heiliger ſuͤſſer ſtillen Vergnuͤglichkeit leben; die andern aber, dieſer heiligen Reinigung und Scheidung ermangelnde, bleiben in der Schwere, Herbigkeit, und alſo in mate- rialiſcher Form beſtehen, dahero ſie zu erſterwehntem gantz untuͤchtig, und muͤſſen allem Leiden der Qualitatum ſecundariarum, und deren Empfindlichkeit, laut dem Evangelio Chriſti JEſu, bis zu den beſtimmten ReinigungsZeiten, durch das Feuer der gerechten Rache GOttes unterworfen bleiben. Wie aber dieſe Ab⸗ ſonderung, Umkehrung und Verſchlieſſung zugangen, und wie eben dieſe Art mit allen ihren erſten Ausgeburthen, den gefallenen Geiſtern, alſo in ſich gekehret worden, und alfo der Figur nach unverwandelt, nur durch die harte Herbigkeit oder Zuſam⸗ menziehung der Form nach veraͤndert worden, und der gefallenen Geiſter Behau⸗ fung verblieben? ſind unergruͤndliche Geheimniſſe deſſen, der da iſt ohne Anfang der Tagen und ohne Ende der Zeiten, und bleibet von Ewigkeit zu Ewigkeit. Genug, daf wir wiſſen, daß auſſer GOtt dem Allmachtigen nichts iſt; daß al⸗ les von ihm ausgangenz ohne ihn nichts iſt entſtanden; von ihm alles in einer einfachen oder eintzelen Geſtalt erzeuget oder geſchaffen; welches einige erſchaffene Weſen dannoch drey unterſchiedliche Dinge ſind, doch in ihrer Subſtanꝛ alle drey nur einer⸗ ley, und ein jedes vor ſich eben das, was ſie ſonſten insgeſamt alle drey, ein jedes vor ſich inſonderheit ſind. Haben alſo erwieſen, woher dem gemeinen Koch⸗ Saltz ſeine cubiſche Figur entſtanden. Die Figur aber des O Schamajim, des wunder⸗ würdigen verhaͤlt ſich gegen dieſes Saltz gleich wie ein Geiſt gegen einen greiflichen Leib: die Weiſen nennen es Alumen Plumoſum, und mag nicht beſſer erkannt wer⸗ pei—— o glaſern Meere mit Feyer vermenget, Apoc. XV. Der allmaͤch⸗ ſind bwer— n me feine De gar oft, aber unter Millionen Menſchen gar zu wenig, die ſie erkennen, und den Schoͤpfer dieſer Wunder⸗Ge⸗ burth vor ſolche ſeine unergruͤndliche Weisheit loben und preiſen, welches S Scha⸗ majim dannoch unſers geiſtlichen Leibes Speiſe und Erhaltung ſeyn muß, gleich wie Chri⸗ mpe Chr mi me den gpi mehi Mf gf Dif umi di idt W ii pii W fi M ẹ f on ft venil dn oih etfi Awi oh (rh Gra Cy fui nid men ME ofe tr Ice durd Bih ilig ngun mate nüſſen it Deni dülch fe A fet mit MN in ufan Shai Infang feit, Mhal afad Heen Keinet⸗ n A undd fflchen néni Imi mihu w j Schr: h wii Chw Von der Natur des Saltzes. 43 Chriſtus aller Welt Seyland, mit ſeinem allerheiligſten Fleiſch und Blute, als das ewige Goͤttliche Saltz, die Speiſe und Erhaltung unſerer Seele und Geiſtes in Ewigkeit. C 2.(2) Daß ſeine Form diaphan oder durchſcheinend ſey, gleich dem Glaß. Wer das gemeine Saltz von ſeiner Erde durch ſeinen eignen wahren Spiritum zu reinigen verſtehet,(iſt nicht der Spiritus der gemeinen Deitillatorum, welcher zwar in beynahe gleichen Dingen es auch thuͤt, aber nicht wie der Spiritus Deg Natur⸗Saltzes) wird dieſes ohne Weitlauftigkeit bald erfahren und ſehen koͤnnen; ja es kan dieſes durch das blofe Rochen oder Verſieden dahin gebracht werden, daß es dieſe Durchſichtigkeit beynahe vollkommen erhalte. Dann weme da bekanut, war⸗ um die Rindes⸗Farbe oder Blut die Sohle lautere und klare? der wird der Ga- che bald zu helffen wiſſen. Das Blut beſtehet aus fluͤchtigen Theilgen und ſchwefe⸗ lichtem Saltz; wer nun ferner das O kennet, ſo die Natur in eben ſolcher und ftar- ckerer Qualität ausfocdhet, der Fan das O oder die Sohle im Berfieden(Doh daf fie zuvor mit einer ſonderlichen Vitdola geklaͤret dazu ein Handgrif gehoͤret,) alſo præcipititen und reinigen, daß er ein Sbekommt, daruͤber ſich in Wahrheit nicht wenig zu verwundern. Und dieſes iſt der Anfang der wahren Præcipitation, davon ferner noch mehrers folgen wird. Allhier aber wird nicht undienlich ſeyn, mit weni⸗ gem zu erinnern, daß keine Sohle gefunden werde, die da nicht von andern Arten Saltzes gemiſchet ſey, welche von demſelben wenig oder gar nicht lepariret werden können, dann ſie in Anſehung ihres innerſten Weſens gar zu eintraͤchtig verknuͤpf⸗ fet ſind; da man aber dergleichen Scheidungen vornehmen will, gerathen ſie meh⸗ rentheils uͤbel, und lauft auf eine Zerſtoͤhrung des gantzen Compoſiti hinaus, da dann mehrentheils nichts als ein matſchichtes, ſtets feuchtes lunariſches S zuruͤck bleibt, dann in ſolchem Unternehmen mehrentheils der maͤnnliche lolariſche Theil entfuhret und ausgetrieben wird; wie ſolches bey denen Saltz-Brunnen in einer gewiſſen Landſchaft klaͤrlich erhellet: dann da anfaͤnglich die ſchlechte Sohle in ihrem gantzen Compolito verſotten ward, gabe ſie ein herrliches annehmliches ſcharfes und ſehr weiſſes Saltz, hartkoͤrnigt und trucken, nachdeme aber uͤberwitzige Narren ein Gradier-Haus bauen, und die Sohle alſo, ihrer thoͤrichten Meynung nach, in die Enge treiben lieſſen, bekamen ſie nichts als ein ſchwaͤcheres matſchichtes und ſtets feuchtes Saltz: dann im Gradiren gehet in der& ſein truckenſter, edelſter und feuer⸗ reichſter Theil wieder fort in ſein Chaos, nemlich der rothe maͤnnliche lolariſche Saa⸗ men(welcher in dieſer rothen Sohle in dem gantzen Compolito noch nicht feſte genug mit dem lunariſchen verknuͤpft, welches erſtlich im Kochen geſchiehet,) wind durch dieſe Bewegung entbunden, ſo daß er mit Begierde wiederum zu ſeiner erſten Ma- trice eilet, und laͤſſet alſo das menſtruoſiſche lunariſche von der ſchweflichten Saͤure durchwitterte S gantz entkraͤftet zurucke, das dann in Ewigkeit nicht zur harten Beſtaͤndigkeit gebracht werden mag, es fen Dann daß ihme das wieder gegeben wer⸗ G 1 Dey 44 Das Zweyte Capitel. De; ſo ihme die duftd durch die Gradation entzogen; dann dieſe Sohle iſt ůberflußig durch die unterirdiſchen d Feuer⸗Strahlen d urchwittert, und mit feinem Feuer an⸗ gefn wie folches Die daſelbſten uͤberfluͤßig befindlichen Stein hlen, unter welchen ſie hinſtreichen, un iſtreitig genug bewe wer aber dieſe ſchweflichte Saͤu⸗ tior A mildern kan, daß ſie nicht allein gelinder werde, ſondern re in der Prorci ſich auch unzertrennlich mit dem erſterwehnten a erain htigen Eßig vereinige, der hat das Meiſterſtuck geuͤbt) davon unſer re Meynung allhier; dieſes aber mag nicht anders als durch eben dieſe liebl a unentbehrliche allge meine fluchtige doch concentrirte Saͤu ire geſcheh hen. Wer nu dieſes kenn et, den b bitten wir, daß er ſchwei⸗ ge, und es zu der Ehre Ge Ottes, und ı nicht der verdammten Welt zum Nutzen, anwende. oni a Eo fy das Sals guͤßig und fluͤßig, und alle Coͤrper. Das erfier daß es gußig und fluͤßig, weiß ein jeder, und darf keines Beweiſes; das andere aber, daß es alle Coͤrpe ripe gehe wiſſena Ie 9 dain Chy- micis geuͤbt, do an nentweder es duachgebe et im Schme ltz⸗Feue r ale Weta Aa Mi- neralien ind Steine, wie die Na yer haben— jen, esgisschen⸗ auch alle Thiere und Pflantzen, oder es thut ſolch$ fein Waſſer oder Spiritus; in Summa, vor ihm t kein Corpus ſo dicht oder compact, welches es nicht taufloſen, zertheilen oder durchgehen folte, weilen$, t e vor erwieſen, aller Coͤrper Urſprur g und Anfang/ orum dieſes alleine de mSalg u und ſonſten keinem andern Weſen muͤglich: es zertheilet oder durchgehetd er y auch robhl die Metallen, auch das fixeſte und voll⸗ kommenſte, nemlich das O ſelbſten, allein ſie find alle in ihre erfte Form und Weſen wie derum zu bringen; das Sal ltz aberz ſo es recht bereitet, und Der geheime Schluͤſſel der Hatur ger worden, zerlegt ohne alle Ge walt das Ound alle andere fixe Coͤrper, Dafi fie gar nic cht wieder reducil le, ſondern zu ihrem erſten geiſt⸗ lichen Weſen gebra cht worden find. Dieſes Sal Enixum aber ift: gar wenigen m, Dag auch somt er fo viel Mangel und Gebrechen unter dens Menſchen; der $ aber hat, wird Bunder ver der blinden Welt verrichte ny und felbften das dun⸗ Eele hoͤlliſche Feuer, die fef hwartzen Kohlen, die da ſind die finſtere Hollen⸗“ Hut, darinnen ze rfe chmeltz nd obne Y gang wiedert l m p 35 er himmliſchen leuchtenden C Sefta(tus D i wahre Gott- liebende abermals einen ommen wid vonder ewigen Unvergan glichkeit, nach den befti immten 3 iten en, un D wie alsdann die ſtinckende finſtere f} ohlen oder Schwefel, mit alle ihren ge iſtli⸗ usgeburth en und ve n Wercken werden umgekehret, und durch das Derw dige Saltz Sſum aller Welt Seyland, der da die ewige fung erworben, ESEA ini Ewigkeit in dem in nergrun idlichen Meere alier tzigkeit Ottes des Dartas, eöeuget, wieder um werde durchlaͤutert, und in ſeinem erſten reinen glantzenden Weſen und Herrlichkeit gebracht werden. Der All⸗ —— MMA, theilen 1g und iglich Doll nuny D ndak ngil nigu ns i w ot ichkei, fuin s fl chd Mi ewige eot 910 Dit yl Von der Natur des Saltzes. 45 Allmaͤchtige GOtt aber wolle uns und alle, die wir in ſein Heyl hoffen, durch das Feuer und Saltz ſeiner vaͤtterlichen Liebe, Chriſtum JEſum, durchlaͤutern und reinigen, Damit toir s Theil haben moͤgen an der erſten ond hung, u erſchrock lichen Zeiten der Ewi igkeiten nicht omin ſondern mit unſerm! Erloͤ⸗ fer fo fort eingehen moͤgen zu der ſanften ſtillen Goͤttlichen Ruhe, die mit keinen Zeiten noch Ewigkeiten benennet werden he, fondern gleidh mit GoOtt waähren wird a e Ende, Amen. Und waͤre nun dis Punct auch abfolviret. §. 4.(Y) Sein Geſchmack iſt fauer, und ein wenig zuſammenziehend. Daß es ſauer, ſchmaͤckt wohl ein jeder, und Fommt ihm feine Herbigkeit oder zuſam⸗ menzi Uhende Eigenſchaft her von der jungf fraulichen A twie Cap. 1.§.28. geſagt worden; ſei aber iſt ihme wie oben weitlaͤuftig bewieſen worden, von dem untcrirdiſchen Feuer oder A angeb ånget. Wir muͤſſen uns aber hieruber noch ein wenig weiter extendiren, un iD erinnern; was drobet L a Ra nem- lich daß die Sterne ihre Einfluͤſſe ins weite Meer und dieſe Erden-Flaͤche ergieſſen, und daſelbſt zu Saltz coaguliret werden; daß aber dieſes Salg oder Goͤttliche und himmliſche Ausfluſſe in ihrem erſten Weſen nicht ſauer und herbe, kan man unum⸗ ſtoͤßlich erweiſen und darthun, wenn man di afen Saltz durch Umkehrung dieſe Saure und Herbe benimmet, und ihme alſo ſeine erſte weſentlick he Suſſe und Lieb⸗ lichkeit wiedergiebet; welches denn kl res not, daß diefe Sáure und Herbe zufallig geweſen, ſonſten fie fich nicht davon haͤtte ſcheiden laſſen. Wiederum ſo kan man dieſes i füg und lieblich gemachte Sal tz mit einem gewiſſen bereiteten A wiederum zu ſeiner erſten Saure ſolcher Geſta(t bring gen; welches denn abermal beweiſet, daß ihme dieſe Saͤure zufallig, daß aber auch eben dieſe Saͤure umge⸗ kehret, und in ein liebliches primaterialiſches Saltz koͤnne verwandelt werden, da⸗ von ift im vorhergehenden allbereit gehandelt worden, und C. I.§. 28. bewieſen und dargethan, wie alles aus einem entfproffen y und alfo wied yerum ih i Diefpe erile We⸗ fn fónne verwandelt werden. Nun moͤchteſt du uns antworten, dieſes iſt alleg gut; wie mag aber das Salh im Welt lt⸗Meer, und dem weit und tieffen Ecden⸗Kreie, durch das untkerirdſche Feuer alſo durchſät erden? Go ift wahr, daß dieſes noch wohl der Muͤhe werth, darnach zu fragen, ſolches ia koͤnnen wir am beſten durch unfer Syftema§. 12. und 17. Cap. I. beantwor fer y mf fen aber vorhero erinnern, fich Dasjeni ſige w ohi vorzuſtellen P une Die ua liche Erfahrung grlehret hat, nemlich daß das groſſe Meer ben è den Polis ſowohl als in dem nrelensdhen Fere wei ilten, und vielen Fandern Orten der Welt mehr, gewiſſe Wirbel oder Schlundeha abe, da es an de m einen Orte gleich- fam verfhlungen, an dem andern abir mit consnuirkichem Toben und Braufen wiederum hervor geſtoſſen werde; daß nun dieſe Schlunde durch die Region D. E. vid.§. 12. unD 17. auch durch die Sand⸗und Steinmachende Feuer⸗Regzi ion:F. nemlich die Grundveſten der Erden, mR der unterirdiſchen F. G. a R a erner Das Zweyte Capitel. ferner bis zu dem groͤſten Feuerwirbel ſtreiche, gleichwie alles Blut in den Menz ſchen zu dem Hertzen, damit es von demſelben durchleuchtet und belebet werde; į lich, und ſo dieſer groſſen Circulation halber ſonſt kein Beweiß dieſes iſt unumſtoͤß uͤbrig, ſo waͤr genug an dem mit Feuer brennenden Pful in Japan, deffen Waſſer alles zerfreſſen. Du moͤchteſt aber ferner fragen, was machen denn Die Waſſer WVaſſer in der Region F. G. ſo wiſſe daß allhier dasjenige geſchicht, wovon wir en, und iſt der Orth, da ihnen dieſe ſchtoefelichte Saͤure eingeſtrahlet wird. Denn gleich wie die Ausſluͤſſe des Schamajim in den Sternen das erſte Leiden haben und von dannen mit den lunariſchen, als ihren eignen Waſſern, zu uns in das groſſe Meer flieſſen, und auf dieſe Erden⸗Flaͤche herunter kommen: alſo muͤſſen ſie ferner mit den Meer⸗Waſſern durch vorerdehnte Wirbel zu der unterirdiſchen Feuer⸗und Luft-Kegion, allda ſie in dieſem groben Luft(der da in Anſehung der Luft⸗Region C. D. gleichſam ein Feuer, welches in Anſehung unſerer bekannten Waſſer unbeſchreiblich greiflicher und materialiſcher iſt) durch die ſtrenge Falte und herbe Strahlen des groſſen Feuer-Wirbels, gleichſam leiblich gemacht werden, da ſie als begierige Magneten die Herbigkeit und Säure, dieſe vom Feuer, und jene im Durchgehen der Region E. F. an ſich nehmen, und allhier zuſammen ziehen laſſen, von dannen dieſe Waſſer, durch eben die ſtrenge Hitze des groſſen Feuer⸗ Wirbels, durch andere Klufte wieder uͤber ſich geduͤnſtet und in die Hoͤhe ge⸗ trieben worden; und alſo iſt die vollkommene Geburth des Koch⸗Saltzes gewor⸗ den.(Dieſes wird aber im Durchſtreichen der Erde ſehr geſchaͤrft, erfriſcht, und ſtaͤrcket ſich aber wiederum auch ſehr, da es die ſchwefelichte Auswitterung, von welchen das Saltz die Stein⸗Kohlen tigiret, durchſtreichet, wie Der 31.$. Cap. I beweiſt, und auch unten im.§. zu ſehen, daß dem gemeinen S ſeine Saure von dem irdiſchen materialiſchen& angehaͤnget worden, deſſen Ausfluſſe der materia⸗ liſche Schwefel ſind; und iſt alſo genug bewieſen, daß alle Säure des Schwe⸗ fels Ausfluß iſt, ſiehe C. I.§. 31.) Mit den uͤbrigen Strahlen, die in die groſſe Erd Region D. E. fallen, verhält ſichs gleich alſo: Denn die Adern der ſuſſen Waſ⸗ ſer die dieſe Erd⸗Kegion D. E. durchgehen(dieſe kommen nun gleich unmittelbar aus den Sandmachenden Waſſern E. P. oder aus dem groſſen Welt-Meer, und haben im Durchſtreichen ihr S abgelegt, ſolches ſoll uns anjetzo nicht bekuͤmmern,) ziehen dieſe Ausflüſſe der Sternen in ſich, und führen ſie mit ins Meer, von dannen ſie die obe⸗ ven mit hinunter fuhren, und alſo zu Saltz geſtaltet werden. Mit dieſem Be⸗ weiß nun glauben wir, daß ein Verſtaͤndiger wohl vergnuͤgt ſeyn koͤnte, und wird alſo zu begreiffen ſeyn, was wir oben Cap. I.§. 22. geſagt haben, nemlich von dem hierunten zarten gewuͤrckten S, fo wir ferner Das Webungs⸗Waſſer der Metallen und Mineralien genannt baben, alg Durch welches die himmliſchen Schwefel der api A, N? rothe Oriſche und der weiſſe lunariſche, zu dieſem oder jenem Metall nach der Matrice ausgewuͤrckt und figiret werden; nemlich es iſt dasjenige 8, ſo von dem unterir⸗ diſchen Mi WINA i Mefi Md wi wih, haben ind mifa Mi mgd annt ftem oD t w niehu Gi hege gerd und r O0 Cap. 1. ure uol natai Shwe rgo nW (barawt yabani hn Dult DeO mA mW pondi ealo fl} 1i anice unton Diye Von der Natur des Saltzes. 47 diſchen Feuer⸗Wirbel nicht inlicirt, ſondern in ſeinen eigenen Kluͤften und Orten aufbehalten und gefunden wird; es ift dasjenige O, fo ung der Himmel durch Sonne, Mond und Geſtirne ſelbſt ausgeuſt, und in der Luft vereinigt, mit der⸗ felben herunter in dieſen Erdkreiß in die Kluͤfte und Gebuͤrge ſenckt, da dann ferner durch daſſelbe, mit Huͤlfe des unterirdiſchen Feuers, die weſentlichen unvermiſchten Lichtes⸗Strahlen,(der Sonnen) ſo da am Tage, und die weſentlichen unver miſchten Strahlen der Nacht oder Finſterniß,(des Monden und der Geſtirne) die da die Nacht uber in dieſen Erdkreiß D. E. eingeſchloſſen oder eingeſtrahlet werden, in denen[pecificirten Matricibus(ſo da von den unterirdiſchen Feuerſtrahlen, dem Triebſande, und ihrem noͤthigen S Waſſer in Herbigkeit und Strenge, zu dieſem oder jenem Metall dienend, zuſammen gebacken oder gezogen ſind, wie im erſten Capitel bewieſen,) zu dieſem oder jenem Metall ausgekochet werden. Die⸗ ſes Webungs⸗Waſſer oder zartes Saltz, von den Alten auch wohl der allgemeine trockene& genannt, iſt ihrer wenigen, vielweniger deſſen Geſchmack und Tugend be⸗ kannt, ohnerachtet wir es ſo oft mit unſern Augen ſehen; weilen aber der Schoͤpfer der boͤſen Welt ſo wenig bekannt, ſo iſt auch nicht wohl muͤglich, ſolche edle Creatur oder Ausfluͤſſe recht zu kennen, und von andern faſt gleichſcheinenden Dingen zu unterſcheiden. Wenn dieſe zuſammengemiſchte Strahlen Der Sonne., Mond und Geſtirne haͤufig in ſolche Kluͤfte fallen, da ſie gehindert werden mit den durch⸗ gehenden Meer⸗Waſſern ſich zu vermiſchen, oder auch keine Matricem, in welche die jetzo erwehnte einfache Einſtrahlung der Sonnen, Mond und der Geſtirne ge⸗ ſchehen, ſo koͤnnen dieſelbe mit Huͤlfe des unterirdiſchen Feuers auch Feine Metallen zeugen. So entſpringen alsdann von ſolchen Orten her die Stein⸗machenden Brunnen oder Quellen, deren an unterſchiedlichen Orten Teutſchlandes, als in Bayern, Schweitz und Oeſterreich anzutreffen, deren innerſtes und weſentliches nichts anders iſt, als dieſes ſuſſe Wunder⸗Saltz, oder Sal Enixum, in welchem alle Thiere und Pflantzen gleichſam ewig friſch, gruͤnend und unzerſtoͤrlich zu erhal⸗ ten; welches denn auch aus dem gemeinen Saltz, ſo ihme ſeine Säure und irdi⸗ ſches Weſen recht benommen, vollkoͤmmlich zu bereiten iſt, nemlich durch Feuer und Waſſer; doch verſtehe uns recht, es köͤnnen diefe Brunnen auch gleichfalls von der groſſen Waſſer⸗Region E. F. entſpringen, von ſolchen Orten her, da ſie mit dem ſauren Saltz⸗Waffer noch nicht inficiret ſind. Ware alſo dieſer Punct, woher dem Saltz ſeine Saͤure und zuſammenziehende Eigenſchaft entſtanden, auch iur Gnuͤge erlaͤutert. .s.). Es ſey austrucknender und zuſammenziehender Kigenſchaft. Ob gleich diß Saltz an ſich ſelbſt affer, fo iſt es doch auch ein weſentliches Feuer, welches im erſten Capitel uͤberftuͤſſig bewieſen, und alſo dieſer Punct leicht zu begrei⸗ fen und mahr gu machen; doch ſoll er auch allhier noch ferner bewieſen werden, und fonderlich durch die jetzo im vorigen d. angezogene ſuͤſſe Quellen des ſuͤſſen Saltzes, Das Zweyte Capitel. Saltzes, die da Holtz und Fleiſch von ihrem Humido radicali gantz austrucknen, und zu einem wahren Stein machen, welches wahre Wüͤrckungen des Saltzes ſind. Desgleichen bezeugen alle in der Natur geuͤbte, guch haben wir es hieoben bewieſen, daß aller Sand und Kießling beſtehen aus Saltz⸗Waſſer,(ſo wir an einem anden Ort 8 nennen) und Schwefel. Daf nun diefe alle nur eines ſind, nemlich Saltz, Das da ift Feuer und Waſſer,.i. L, wollen wir allhier nicht wiederholen, indeme es im Erſten und Anfangs dieſes Capitels uͤberfluͤſſig dargethan und bewieſen; kan alſo ſeine austrucknende Natur von keinem, als den Thoren, welche die Gradus der Natur nicht erkennen, gelaͤugnet werden. Wir ſehen dieſe ſeine aus⸗ trucknende Natur auch an den balſamirten Coͤrpern, geſaltzenem Fleiſche ꝛc. wie es alles zuſammen ziehet und haͤrtet; ferner iſt ja dieſes wohl ein unumſtoͤßlicher und ungezweifelter Grund, was Cap. I. S. 32. von Concentrir- oder Figirung des Li- quoris des Holtzes durch und auf ſeinem eigenen Saltz iſt geredet worden. Kan nun auch ferner ein Zweifel uͤbrig ſeyn, da man nemlich ein pirituoſiſch Waſſer austrucknen, zuſammen ziehen, und coͤrperlich machen kan? Und dieſes alles bloß durch Saltz und Feuer, ſo da auch Waſſer oder L iſt: daß alſo dieſer Punct aud ſeine Richtigkeit hat. C6.(6) Es iſt das Saltz kuͤhlend. Hieruͤber ſind faſt ſo viel Meynungen, als Gelehrte der Welt, doch waͤre wohl noͤthig, daß man es mit ſolchen Gruͤnden bewieſe, die auch von den Albern ſelbſten begriffen werden könten: ſo muͤſſen wir erſtlich zwiſchen Saltz und Saltz diſtinguiren, und ſagen, daß wir eben das mate⸗ rialiſche Kuͤchen⸗Saltz nicht verſtanden haben wollen, denn dieſes wegen ſeiner her⸗ ben zuſammenziehenden Irrdigkeit ſolches nicht vermag, ſondern inflammiret und erhitzet vielmehr; ſondern es muß ſein allerſubtilſter und wiederum concentrirter und zu einem wuͤrcklichen Saltz gewordener Spiritus oder Waſſer ſeyn: wer es aber ſchlechterdings durch Feuer und Waſſer enixum machen kan, der kommt näher zum Zweck; doch find beyde Arten recht, nicht aber allen Sudel⸗Koͤchen und Koh⸗ len⸗Moͤrdern, ſondern nur den wahren Alchymiſten bekannt. Wenn es nun alſo bereitet, ſo iſts in ſeiner Kraft zu kuͤhlen, welche Wuͤrckung nichts anders iſt, als eine Auf hebung der Unordnung der Harmonie in der kleinen Welt, und eine Bes friedigung des Archæi. Welche wenige Worte von allen Mediecis wohl und ſonder⸗ lich zu mercken waͤren, ſo wurden ſie nicht ſo ſehr beaͤngſtiget ſeyn, um ſo viel Spe- cifica und Arcana, fonden vielmehr bemuhet ſeyn, dieſes Truͤncklein Waſſers zu ſchoͤpfen, welches alle Disharmoniam aufheben könte. Und alfo iſt denn dieſes S das wahre Waſſer aus dem paradieſiſchen Strohm bilon. Allhier aber reden wir nicht mit denen buchſtäblichen Schriftgelehrten, ſondern mit denen in Myſticis geuͤbten, und Liebhabern der Goͤttlichen Geheimmiſſen, die da mit uns glauben, daß das Paradies nicht hienieden auf dieſem Erdkreis, ſondern in der Region, die da aus Schamajim, als dem wahren Aufgange, entſprungen, und daſelbſt noch iſt; und durch dieſes Wi ih, Wi(th ói DeM nins n M unge rinde on wi mate- o hers MANN fondil Wi Spe fers ji AM at nht iben i We gaaut ù w ĵi di Von der Natur des Saltzes. 49 dieſes Eden ſtreichet det Fluß, ſo ſich in die vier Or Stroͤhme ergieſſet. Dieſes iſt der Fluß des lebendigen klaren Waſſers, klar wie ein Cryſtall, der Da ausgehet von dem Stuhl GOttes und K ammes, Apoc. XXII. v. 1. Ja in dieſem Eden iſt die geiſtliche Erde, der Staub Aphar, daraus der allmaͤch⸗ tige GOTT den Menſchen(Adam Min Haadamah) nemlich deſſen geiſtlichen Leib f formiret und gebifde t þat. Da aber der Menſch in dieſer Region in eignen freyen Willen, entweder ſich in die ſtille Goͤttliche Ruhe, und das Licht, daraus er gezeuget, oder in die Finſt ſterniß— ewige Quaal ſich zu verſencken, nicht b em den, noch die Proben hielte, ſondern fich von den aufſteigenden finſtern Waſſern und gluer enden⸗ Hlichte ken Feuerſtraßle fen inficiren lieſſe, in Hofnung, die er t fich urib dieſe verſtellete Ausdünſtunge n einbilden lieſſe uͤber alles Sichtbare und Coͤrperliche etei ihme eigenwillig und gewaltt chaͤtig zu pašai noch bis auf dieſe Stunde allen Menſchen anhär waet Ud ihre effentialifche Begierde bis zu Able gung Der gre os Finſterniß, iſt und bleibet; ſo iſt er denn auch mit dieſem ird iſchen Coa„e o und greifi fian Leibe umgehen, in welche ſchoͤne Geſtalt durch Liſt der alten Schl lange verfallen, die ihme vorgeſtellet, wie er uͤber alles dieſes ein Serrſcher ſeyn und bleiben koͤnte, ſo er in dieſe 4 greifliche Weſen(Q aat s fè- gundarias, genannt die EKementa) imaginirte, alsdenn er einen ſo vo ollkommenen herrlichen feib baben y und fich in unzehlbarer Menge wuͤrde vermehren koͤnnen, und alſo vol Fomr tlich wahr machen, was ihme GGtt der SErr Gen. C ap. V. 28. verheiſſen haͤtte. Weilen er ſich nun alſo berblenden lieſſe, und ſei inen Toillen hierinnen neigete, entzuͤndete Satan in ihme die hoͤlliſche Brun fi un 10 Begiert„die uns, wie wir jetzo erwehnet, allen anklebt, und davon an ſeinem Ort ein weit mehrers geſagt werden folle. Daß alſo der Menſch dieſe Lichtwelt yder Eden nicht laͤnger bewahren koͤnnen, ſondern iſt mit feinem fehi weren und finſtern Coͤrper her: unter gu deſſen Urſprunge verſenckt worden, allda den seitlichen Tod, nemlich die Aufloͤſung—— finſtern Weſens, auszuſt tehen, damit der geiftlidhe í aus Eden entſproſſene Leib bis zur wiederum abgeſe chirden, und in ihme wieder of enbar toeroe d dasjenige, was GOttes iſt, auch 6 Göttwi ieder gegeben werde, dem Tode und Satan A* Gea iſt: diejenigen aber, die Da in eigenwilliger Tma- Daa von den hoͤlliſchen&⸗Strahlen erhitzet und entzuͤndet, abfahren, in denen ift der Goͤttliche Strahl, der unſterbliche Geiſt, die W urtzel des ebens, das Goͤttliche Einblaſen gantz hinein gekehret und verſchl offen; und kan, weilen etz eimo infacher Geift, Fein herbes ſtrenges Zuſammenziehen und Quaal oders Lei⸗ den fuͤh fen und empfinden, alfo, Dag Die Verdammten in ihrem EN herben und ſtrengen Weſen Hotin muͤſſen, da fuͤr Hitze, Heulen und fir S Lälte Zaͤhnkl appern iſt, nemlich zu dem groſſen unterirdi ſchen K⸗Wirbel, da des Lucifers Thron, und der erſchrecklichen kaiten unterirdiſchen groſſen Waſſer Aleid 2 Region, afda in der Vermiſchung oder Verwirrung der Elementen,(gleich G einer $ 4 { | 1 4 50 einer Dich verharren, bis ihre beſtimmte L änterunge⸗ Zei⸗ ten, bmd„Feuer des lebendigen GOttes erfüll lety die hoͤl⸗ fif heg ta Sch fie wiedel Aphar, der geiſt len waren, und alsd. tzigkeit, Chriſtum Si Lichtes, und der ewiger zuke 4 ni Liebhas j jz ieder diſlolviret, gereiniget und umgekehr t, Damit ſtliche Gold und Silber, die paradie fhe€ de hamajim, ſo in ihre im Anfange in freyem Wil⸗ urch das Saltz der ewigen Goͤttli iher nBarmher⸗ derum mit den ſanften ſtillen Waſſern des ewigen i e mgen vereiniget werden. Aber es iſt Zeit wieder⸗ en worden/ und wollen dieſe Materiam vor die bis zu fernerer Geleg zenheit, d bie uns GOtt der ie en Erkanntniß, und Preis fei ner Herrlichkeit ferner n wo E Sanba Es ift su Anfang Diefes S. geſ agt, daß das gar von ſeinem Heteroge co muffe gereiniget n verden, alsdann ſeye roen, dann alfo ift e8 geworden das kuͤhle Wafer L unæ, davon a orfe Ca p i 1210, fonderlii h g S. 14. da von den YBafferi n Durch einen t, geredet wird. Dieſes Saltz iſt al gdann auch eine treflid he hitzige nckheiten, beitet alle IG Caſſerſucht und tartariſche Hrund aus, allein es w d von wenigen geſucht, und noch von Hewweiſes genug ſeiner wahren Kuͤhlung, ener, fo allbereit im erſten Tapis uͤber⸗ ichti noͤthig/ auch nur eine Sylbe deshal hrheitbegierige muß allda weiter nachſu⸗ eniges mit denen, welche die unterſchiedene und was dergleichen ungegründete dann nun diefes— mit einander weſentliche Kaͤlte, und chſten doch ſtaͤrckſten Grad iachte aneen und ver⸗ nur ein ganh einf a⸗ ches Hehn nach feiner ak he ili ſchaffen, as doch zugleich und auf eint OES arpar ley iſt, als lich Sk Feuer ands Waſſer der wird dieſen Unterſcheid der Dibe und Käͤlte vollköͤmm lich verſtehen; dann es gewiß, daß das RA ein weſentliches Feuer ſey, welches Fuer oder Saltz durch den Weg der Natur gei ſtlich pih flud tig zu machen, und niin primate hes kuͤhlendes Waſſer zu verwande fn, deffen Sinne erſtes Hitz e und Feuer 1 i R Dorbeltramne hr/re nd fte ft reime en koͤnne, daß ein Di auch zugleich uag sak X r e r uer iſt, nemlich f Licht, damit dann der 6.§. Cap. II. nochmals bei wieſen worden, und wird nun⸗ mehrs den Verſtaͤndigen klar genug ſeyn, was es vor eine Bewandtniß mit der weſentlichen Hitze und Kaͤlted'es Saltzes habe; waͤre alſo das Saltz nach ſeiner Na⸗ tur rD n fee Aay Davon no kefliche tarii Ych oon hing j t hal⸗ nahii hied ündet inanda te, wÒ mE und het eini ahm e wii) (ik h wé A fenſch nd ai pitie nN t Von der Natur des Saltzes. 51 tur erkaͤnntlich genug beſchrieben, alſo daß wir glauben, es werde nichts weiters hier⸗ uͤber verlanget werden koͤnnen. §. 9. Wollen alſo fortfahren von den mineraliſchen und andern Saltzen, ſo pief uns das Goͤttliche Licht verliehen, auch etwas zu reden, obs uns durch dieſes gebenedeyte Licht gelingen wolle, den Verſtaͤndigen und Wahrheitbegierigen auch hierinnen zu vergnuͤgen. Werden alſo wiederum den Anfang machen muͤſſen von dem gemeinen Saltz, wie daſſelbe der Grund ſey aller bekannt⸗und unbekannten Sa⸗ lien, und wie aus demſelben alle Salia, wie die Namen haben moͤgen, gemacht und producirt werden koͤnnen. §. 9. Dag das gemeine Salg der Grund und Bals aller befannt-und un⸗ bekannten Salien ſey, iſt bey den erfahrnen Chymiſten und Bergmaͤnnern wohl in keinem Zweifel, doch muͤſſen wir gewiſſer Urſachen halber, ſolches etwas klar und Deutlich darthun; und wollen erſtlich fuͤr uns nehmen ein O oder Salpeter, als an welchem dieſes zu erweiſen, nicht eines der geringſten iſt; ſolches nun zu bewerckſtel⸗ ligen,(doch mache ſich der Faule, ſo etwa hieruͤber kommen, und dieſes leſen mochte, keine Hofnung, daß wir ihme die Speiſe kauen, und auch ins Maul ſte⸗ cken werden,) ſo benimm dem O durch das Feuer alle ſeine ſaure fluͤchtige Theile, als welche dann die eintzige Urſache ſind, daß Das gemeine© ein D get den: ferner benimm ihme auch ſeine alcaliniſche Eigenſchaft, und gib ihme herge⸗ gen wieder die irdiſche Saͤure, ſo haſt du ein warhaftiges gemeines Saltz, nach allen feinen erforderlichen Eigenſchaften. Dieſes letztere kanſt du verrichten D einen Niederſchlag des fixenacidi volatilis Univerfalis, fo Dues recht kenneſt, und einen gewiſſen reinen mineralifhen A, dann der gemeine A hierzu gu unrein und ſtinckend iſt. Dieſe Arbeit nun iſt warhaftig, doch glauben wir wohl, daß uns nicht eben ein jeder ſo leicht und taͤppiſch verſtehen werde, ſonderlich in der letzten Ar⸗ beit, ihme ſeine alcaliniſche Eigenſchaft zu benehmen, und ihme ſeine irdiſche Saͤure wieder zu geben; die aber ein wenig beym Feuer bewandert, werden uns de⸗ ſto leichter verſtehen, ſonderlich wer unſern Dilcours Cap. I.§. 28. durchaus wohl verſtanden. Den Alaun betreffend, ſo iſt demſelben durch oberwehnten Nieder⸗ ſchlag gleichfalls zu helffen, und ein pertectes Kuͤchen⸗Saltz daraus zu machen: doch kan ſolches auch noch durch eine andere Meiſterſchaft geſchehen, da man ihme nemlich ſeine zufaͤllige Saure benimmet, und es gantz ſuͤſſe machet, ſo zwar einem jeden bekannt; hernachmals iſt er leicht in ein gemein Saltz zu verwandeln, dieſes letzte aber iſt nicht einem jeden Deſtillatori bekannt. Doch damit wir den Liebhaber der Goͤttlichen Wahrheit, und ſeiner in die Natur gelegten Geheimniſſen, noch beſſer vergnuͤgen, wollen wir eine Grund-Regel ſetzen, ſo denjenigen, ſo auch nur ein wenig durchs Feuer in der Natur geuͤbt, gnug ſeyn ſolle. Nemlich alle Salia, wie die Namen haben moͤgen, wann ſie von ihrem letzten Grad wieder um⸗ gewandt, und alcaliſirt worden ſind, ſo lolvire man ſie in gemeinem Waſſer, und 2 í — —.— Výr- — G laſſe Das Zweyte Capitel. laſſe dieſe Lauge alsdann durch die ſchwefeli chte Wurtzel⸗Saͤure in gebuͤhrender Proportion ſaufen, dieſe verſiede man, wie es braͤuchlich/ 4 bekommt man ein Salby dem gemeinen Saltz in allem vollkomt nmen g feich, núr Daf eg noch ein we⸗ nig laulicht ſchmacket dieſes ihme aber auch zu benehmen, Raf man eaat vo mal oder drey in gemeinen Waſſer folvirenfi iltriren und inſpiſſiren, ſo iſt es zur Vo kommenhei t gebracht. Dife hreibung iſt vor die gar zu. Klugen und Weiſen b was zu ſchlecht; deme aber die Wahr heit lied wird es mit deſto mehrerm Dancke er⸗ kennen, indeme ein groſſes darinnen verborgen. Wie aber die Um Feb ing von ih⸗ rem letz PAo ioe rum zur Alcaliſirung zu gehe? wollen wir gleichfalls durch ei⸗ nen Beweiß zu erkennen geben, ne mlich durch das Victriol, und nehme man wel⸗ ehes mans prt und ſolvirees in gemeine m ffer, und laffe es úber dem Feuer ſchnell aufwal Weis 4 und im Aufwallen werf. lebendigen Kalck hinein, ſo viel $ E Ay Ss nan genug fenn wird, ſo wird man finden, wann es noch ein paar Wall damit gethan hat, und dann vom Feuer abgenommen, er ruhig ſtehen gelaſſen wird, daf fich aller Schlamm und Unreinigkeit davon gefi ouy elches ſonſt nicht geſchehen mag/ obs gleichvieltauſendmalſolvir t filtrist und coaguliret werde; wiederholt man die⸗ ſe Operation nun zum zweyten und dritt tenm ale, To fa t der hoͤchſten Vollkom⸗ menheit gebracht, und zu der Feuer⸗Arbeit ungemein herr lich. Diefer Victriol, er ſey nun veneriſch, martialiſch oder eines andern Y) Net talis, fo hater dannoch in ſeinem innerſte neinei fremden Zuſatz, das Weſentliche ſeines Metalls, davon das Sal zein ſolche rVictriol geworden; ihme dieſes nun auchz ju beneh men, wollen wir ferner Durch Diefen Weg befannt ı machen. Als nimm gemein Salg q. v. Das laß in einem a und tuͤchtigen Geſchirr wohl flieſen, darein r fo vief Sal ar- moniac un lebendigen Kalck, als genug iſt, doch daß es noch flußig bleibt, iſt nun der triol veneriſch gewe ft, fo nehme man- mas Der V ene ri entgegen p und ſonſt wohl bekannt iſt/ und trage Davonein, fos viel die gehmen kan/ mit noch th na. und laß alles zu einer dick tennà ian fa fliche lvireman de en Victriol in einem eiſern Keſſel, und nehme auf ein Pfund! gefehr 3. Untzen pulveriſiret, und werfee gefehr 7. oder g. Minuten damit w aller filtrirt und inſpill irt, fo iftor Vic fich gereiniget, und ift dem gencine tete Wege vollkoͤmmlichd genn fi weſen, ſo hatte dic Ope eratio ine val = i ho` U3 war eesnt un ein Vi Ctriol Marti 8 ge⸗ —— Gefaͤß geſc beheni A undar iſtatt Dti dur e burch des vorgemeldten, des artis Gege fton D Der Malfozugefc ſchmeltzet werden. Die Præcipitation, ſo f hlecht ſie Ankh jen, þat£ D annoi ch ein gr tS hi: iter ſi und wird der Verſtändige daraus erſehen, wie aus den reichen Gold-und Silber⸗ ba afti gen V ictri iO0len* ꝛetall muſſe Præcipitirt werden, und wie man die pariren muͤſſe/ welche es dann gewißli⸗ hni cht der geringſten Stuͤcke ne das zarte M Niederſchlage d darzu præ ende W ein nie fi Yl fn i Éw onih whei nuh Fllet o oi ethan ffi mat ndie (fonte triol, ohin nd anni a8 lof al ar- bleibt, € n Von der Natur des Sattzes. Stuͤcke eines iſt, und vollkommene Anleitung geben wird, ſowohl in naſſen als truckenen Wege, wie die weſentliche Scheidung der Metallen zugehen müͤſſe. Und weilen wir allhier von den Niederſchlagen handelg, wird eben ſo undie lich nicht ſeyn, von der zu Gutmachung der ger inghal tigen O Sohl pon Ro zu reden, wie dieſe fbe gleichfalls durch einen N icherſchlagmitgroſſem Vortheilkon, nen genutzet werden; dabey aber zufoͤrd derſt wohlinacht aen daß man ſich der 2 Eigenſchaft wohl erkut idigt habe, dann auch dem gemeinen Man ne bez f nnt, Daf Feine Soh jleauf Erden gefunden merde, Die da gang einfach oder ho- mogeniſch ſey; ſondern fie finde ſich wie ſie wolle, ſo hat ſie im Durchſtreichen der unterirdiſchen E Singe; D ieſe oder jene Eigenſchaft angenommen, von dieſem oder jes nem Metall oder Minerał, ſo ihr am ſtat ckſten begegnet, welches dann vorher ei⸗ gentlich zu examiniren, und iſt mehrentheils dieſes Die Miſchung aller S oder ihrer Sohle; nemlich victrie oliſch/ alutüſch, ſalpeteriſch, und auch vermiſcht mit ſauren Theilen aus einem fix gemachten Volatili. Hat die Sohle nuneine von die⸗ ſen Qualitaten allei n, ſo iſt ihr leicht zu helfen, da ſie aber 2. oder 3. Eigenſchaften auf einmal umgeben habens nufi man fich mit dem Niederſchl age darnach richten; wie uns dann an einem b befar nnten Orte cine Sohle vorkommen, die da beſtehet aus dem primo ſaliniſchen Weſen,(ſo wir das gemeine Salg nennen Y wie auch aus einem zarten Victriol,(welche Quahrät es von dem ſehr reichen, doch fluͤchtigen Kupffer⸗Sande, welcher die Dach⸗Kohlen ſel biges Ortes bedeckt, und auch un⸗ ter denſelbigen hit rfet cht, wiec auch von den Adern ſelb bſten, mit welchen die Saltz⸗ Quellen gefaſt, die da in einem Geſteine voller fluͤchtigen Si ilber-haltigem Kupffer beſtehen, an ſich kenommen;) und drittens aus einem fluͤchtigen Acido oder ditroʒ welche letztere Qualitaͤt es durch ſeines eignen innerlichen Magnete en Kraft(von der erſten S alge Eigenfehaft) unn nittelbar von des Himmels Einfluſſen befier Die⸗ fer Sohle nun zu helfen, fanden wir damalen hoͤchſtnutzlich, dieſelbe an ſtatt der Rindes⸗Farben mit ſpermatiſchem Weſen zu klaren oder zu reinigen daben aber der Handgrif, daß man dieſes Weſen mit der Sohle wohl zerreibe, und alſo die Klaͤrung verrichte; nach der Klaͤrung war die Præ ecipitation von Microcoſm. 3 Partes vom P2. Dartes und r. Pars Alemzodar oder auch ein und halbes oder ꝛ Par- tes; dieſes alles lieſſen wir zu einer Malſa fic effen und ftreueten davon ineine geklarte und im CuRe ſtehen n: voll E Sol fe ein, auch wohl anderthalb pis ndy aD lieſſen ſi Her Damit woh Lve fi ee Waſ⸗ LLIA Mna aus der rothenv fer mit Kubel und Seil g cin aber Diem und durables Salg mit gu A yem Feine. Beuh fond ein ward twieei Stein, und überl an Lieblichke it und€ bekannte Koch⸗Saltze. Nach dieſen Zeiten aber, da die Gewerck ſelbigen Wercks, denen dieſe t Han K rif nicht off enbart worden, durch die Gradirung ihren Nußen zu erhalten bemühet waren fande ſich zwar ihre Sohl egradirt und ſtarck Sear al⸗ S 2 ein, if fiad n Fonte, ärffe alle andere Das Zweyte Capitel. Mih fein weilen ihme in Der Luft durch die Gradation das liebliche Acidum volatile e entbunden und benommen, nemlich der lolariſche maͤnnliche Saamen, konte es W nicht anders als ein feuchtes Iunariſches Salg verbleiben; da hergegen Durch ois unſere Præcipitarion beyde durch ihren eigenen fixen MAGNET alfo unșertrenns Í fich miteinander verknupft und vereiniget worden, daß es zur hoͤchſten Vollkom⸗ menheit gelangete. Dieſes iſt nun der Weg zur Præcipitation der mit fremden a Qualitaten vermiſchten, wie auch armen Sohlen; der Künſtler muß ſich aber pi hierinnen nach den Qualitäten oder denen untermiſchten fremden Theilen zu rich⸗ pa ten wiſſen, wie ihn dann dieſer gantze S. lehren wird; ſonſten iſt ſein Bemuͤhen vergeblich. Wir muͤſſen auch allhier erinnern, daß die Vitriola und Alumina, in der Compoſition oder Commixtion des gemeinen S in ſo weit gantz nicht ſchaͤdlich kwn oder ungeſund ſind, es waͤre denn, daß ihre Qualitaͤt gaͤntzlich prædominirte, und| pe von dem gemeinen Saltz nicht uͤberwunden waͤre, oder die vitrioliſche und alauni⸗ E o fehe Qualitat von verwitterten und abgeſtorbenen Metallen und Mineralien entſtan⸗ den ware, alsdenn aber ſind ſie im Leibe hoͤchſt ſchaͤdlich und ungeſund, da ſie nem⸗ p lich, nach gemeiner Art, verſotten ſind; durch unſere in dieſem gantzen S. erwehnte Ne) Præcipitation aber werden ſolche Sohlen vollkoͤmmlich corrigiret, und zur Ge⸗ á fundheit und Erhaltung zurechte gebracht. Ferner muſſen wir der Scrupuleulen| Wi f halber Erinnerung thun, wie und auf was Art wir das Wort Præcipitatio allhier L verſtanden haben wollen. Nemlich nicht einen ſolchen Niederſchlag meinende, da| das Salg fo fortvollfommen zu Hoden falle, und das Wafer in der Pfanne uͤber| ſich gantz entlediget ſtehen laſſe, daß man es alſofort ohne fernere Muhe vom Bo⸗ den der Pfanne in die Koͤrbe ſchlagen könne, nein, dieſe Meinung hat es nicht;| ſondern der Wahrheitliebende ſoll wiſſen, daß das lunariſche Saltz mit dem Waſ⸗| a fer alfo innerlich vereiniget, Daf fie durch das Kochen nicht anders, als ſehr muͤhe⸗| ğ ſam zu ſcheiden, wie am Ende des I. Cap. uńd an andern Orten mehr vollkoͤmmlich t zu ſehen. Ja imKochen ſelbſten nimmt das wegrauchende y alg Matrix, die edel⸗| ften Theile, nemlich den mannlichen Oriſchen Saamen mit ſich davon, darum iſt unſere Præcipitatio nichts anders, als eine gaͤntzliche Scheidung dieſer himmli⸗ ſchen Iafluenzien(der Zlien) à Matrice, nemlich von dem Y, mit welchem es ſo inniglich vereiniget; denn wie bisher alle unſere geführte Reden bewieſen, ſo ſind ſie beyde eines Utſprungs und Weſens in ihrem innerſten. Iſt alſo dieſer Præci⸗ pitation eigentliche Wüͤrckung, die gaͤntzliche Scheidung des Saltzes vom Baf-| ſer, daß das Waſſer deſto ſchneller und leichter daͤvon rauchet, und das Saltz voll⸗ koͤmmlich ſchoͤn und hart, auch wohl qualificirt, zuruͤck laſſet, und hindert alſo, dah in dem zarten Waſſerdunſte, als gleichſam in einem Luft auch nicht das ge⸗ ringſte mit davon fliehen kan, daher man ſo viel weniger Holtz und Zeit zum wah⸗ ren Kochen bedarf, und ein viel herrlichers und weit mehrers Saltz, als ſonſten in einige andere Weiß und Wege erhält. Dieſes haben wir den Liebhabren zu Ge⸗ fallen, AAi Ma yA f kich⸗ k HUP nden mda äͤdlich sund ne i ai m% A l s niht Bi he ii mg iÉ dieede y Daru imni nop fom Prec Wil, ) Wal⸗ Von der Natur des Saltzes. 55 fallen, und vieler Huzlichen Nachdenckungen halber, ſo deutlich und ausführli⸗ melden muſſen. Da wir denn auch weiter zu melden nicht vergeſſen wollen, wi daß die Saltz⸗ Qu illen, die da aus dem erſten Saltz und dem Stein⸗machenden igen fixgemach ten Effi ig beſtehen, die alleredelſten und beſten ſind/ und finden ſich de a an vielen Orten Teutſchlandes, ſonderlich in Beſterreich, Bayern und der Schweitz, und andern gebuͤrgigten Orten mehr. Und dieſes waͤre nun uͤber⸗ fluſſig gnug/ von Der Zuruͤckbringut 9 aller Salien ¿u einem gemeinen Salg geredet, ſo wir Koch noh zum Uberfluß mit dieſen Worten wiederholen und beſtaͤttigen wol⸗ len. Nem hemen n folle alle Saltz, wie die Namen haben moͤgen, wiederum alca⸗ lifi iren, ut d dieſes Alcali in gemeinem heiſſen Waſſer ſolviren durch die Lichte mit lebendigem Kalck in etwas vermi iſchte Wurtz tzel⸗Saure, denn inlpilfiren, wieder mit gemeinem Waſſer ſolviren, denn wie der gemeine Gebra uch inſpiſſiren, ſo wird man a A Wahrheit mit Haͤnden greifen: Oder fo.„der Kuͤnſtler dieſes Alcali durch den Weg der Natur volatiliſiren, und mit der Saͤure eines gewiſſen Schwefels fer- = v Fan, fo hat er Die Kunft noch beffer geübt: dieſes aber, glauben wir, wird wohl eben nicht von einem jeden—— werden. Ware alſo dieſer Punct C. I. .3. wie auch was zu Ende des 5.§. Cap. I. geſagt worden, zur Gnuͤge erklaͤret, ſo daß der Ve erftdi indige nichts mehr gu defideriren haben wird. §. 10.-Daf aug demfelben all le Salk, roie Die Namen haben mógen, ge⸗ machtun d produciret werden koͤnnen, Cap.J..5. ein ſolches darf bey dem Geuͤbten wohl wenig Beweiſes 3, ift o ch allen verdorbenen L iborani bai genug, daf man mit gemeinen Salk, Kupfer y Eiſen, oder einem andern Metall oder Mineral einen vollkommenen Vitriol bereiten kan.(Welches denn klar beweiſt, was droben Cap. I. C. 31. gefagt worden, nemlich, daß der Schwefel und Vitriol iwey gantz ur nter ſchie dliche Dinge find, Denn was der Ci chwefel< das haben wir oben allbereit mit unumſtoͤßlichen Gruͤnden erwieſen; der Vitriol aber iſt ein S/ ſo da aus dem gemeinen Salk, welches durch die verwitterten, und wiederum zu einem ſcharf⸗ſauren Saltz gewordenen Schwe efel der abgeſtorbenen, oder noch un⸗ reiſe nPöctall len geſtrichen, erzeuget. Da ſich Denn die Wücalliſch eTheilgen gleich⸗ ſam gang eana lich mit dem Saltz vereini igen und wird alſo aus dem ſauren Salt in Anſehung der meralliſchen Theilgen ein Vitriol ut c anders nichts, welches denn von dem Schwefel weit gnug ditleriret; Es zeiget auch dieſer Unterſchied das ſchwere Oleum Vitrioli, ſo da im Grunde nichts anders iſt,als ein auf den metal⸗ liſchen Theilen concentrirter Spiritus Salis, wie denn aus dem gemeinen Saltz ein eben dergleichen ſehr ſchweres und ſehr hitziges Oel bereitet werden kan, foi der Spiri tus bes gemeinen Sal kes auf De mLa pide calaminari concentriret wird: Fer⸗ ner fo reinige der X Gahrheitliebende den VI itriol, wie in vorigem 8. dieſes Capitels gelehrt morden, und detlillire alsdann ein Oleum darvon, ſo wird er noch klaͤrer erfahren und innen werden, was wir allhier bewieſen, und wird er alsdenn mD ickes ffi 56 Das Zweyte Capitel. rothes zerfreſſendes, ſondern ein helles liebliches Oel bekommen. Iſt ffo o uberflußig genug bewieſen, was Cap. 1.§. 25. verheiſſen worden, daß man das senii Saltz in gebúhrender Proportion mi it Kalck geſchmoltzen, und mit nitroſi⸗ ſchen!(beffer aber mit gin menig Spiritu Niti 3 erme entrel, ju einem vollkommenen Saltz in gantz kurtzer und ſchneller Zeit verwandeln koͤnne, weiß faſt ein jeder; es ift uns aber in dieſem Stuͤck noch ein anderer Handgrif befannt, Dad urh ſolches noch ſchneller und beffer zu verricht en, ſolches aber herzuſetzen haben wir Bedencken getragen: doch wer das S Salh aus feiner Figura cubica inFiguram Aluminis plu- mofi brir ngen kan, wird unſere Meynung wohlverſteher yund bedarf alſo hievo: Tein weitern Schreibens. Ferner ka n man Das gemeine Futßdeude⸗ gemeine 8 alſo juridice daß man alsdenn aus demſelben mit Hülfe eines Schwe und CI einen vollkommenen und ſchoͤnen Aoun fi si fan, ohie einigen Abgang daß aus dem gemeine n Salg,„Ochſen⸗Blut und Ofen⸗Ruß ein herrliches Sal ar⸗ es ſck moniacum bereitet werden könne, wiſſen heutige Fa ges auch ſchon die Apothe⸗ o s Serner ift in dem vorigen g. auch ſchon gang genug gedacht, wie aus dem gemeinen Saltz ein Alcali, und aus dieſem wi iede rum ein gemein Saltz zu bereiten; infumma, wann man verändert, was zu veraͤndern, kan man mit Den noͤthigen Zuſaͤtzen aus d en gemeinen Salk ein f folches Genus Salium n aa[L ches man will, und ein oberzehltem vollkommli ch erſehen haben wird, der uns aber pierasts nicht verſtehen kan, dem wird auch nicht zu helfen ſeyn, ob ihm gleich alles aufs deutlichſte hie her geſetzet wurde; laffen es—~ dem, ſo bisher geſagt, bet penden, u nd glauben, daf wir dem zweyten Pune Cap. I. ein voͤlliges Ge pape geth an haben: denn ob noch viel mehr vor oieſerd Materia ge⸗ redet, und viel mehrere Experimenta herbeygebrac Ht werden Fót men, ſo waͤre doch ſolches nur rir Weitläuft igkeit denn wir von Anfang bis hieher ùü iberfluͤßig ge⸗ nug davon gehandelt haben. Ja es iſt genug, daß wir von Anfan 18 bis b teher mit unumſtoͤßlichen Gruͤnden bewieſen haben daß alles von einem, neml GOTT ausgegangen oder erſchaffen i in, ein em ganh einfachen Weſen nach ſeiner Gleichniſſe, aai dieſem einfachen Weſen, ode er Ausfluſſe Goͤttlicher Maje⸗ ſtaͤt wiederum alle Ge ſchoͤpfe und Ereaturen, twie die auch gefunden oder genannt werden moͤ Sgen; ù pris inen allmaͤchtigen Willen und Wort erſchaffen u nd ge⸗ zeuget worden ſind, ſowohl die allerheiligſten Engel, als auch die abſcheulit chſten Teufel,(nemlich in ihrem erſten reinen und heiligen Glantz 37 BOr ihrer Ueberhebung, Widerſpenſtic gkeit und Hochmuth) als auch alle andere Creatur en und< wie die gefu nden y w verd en, unſerm Duncken nach gut o er boſe, lieblich oder ab⸗ ſcheulich, ſo hilf. es mag verſtanden oder genommen werden wie es wolle, ſo iſts einmal wahr„ja eine ewige Göͤttliche Wahl yeity daß auſſer dem le⸗ bendigen GOtt n Hia ift, ale feine ewige Allmacht und die Tiefe ſeiner ewigen unerforſchlichen Serrlichkeit, von welcher alles ausgangen, was im Him⸗ ich von Weſen r ` U —— NA e woli, dem t fe Aini , maith jik Von der Natur des Saltzes. 77 Himmel und auf Erden, oder im Waſſer unten, ja ſelbſt im Centro der Soͤllen iſt, nemlich, alles gut und herrlich in ſeinem Anfange, abſcheulich aber verderbt und widerwärtig, ſowohl durch den Abfall des gewaltigen boͤſen Geiſtes Lucifers, als den boͤſen Willen des gefallenen Menſchen; da denn auch dieſes eine ewige Wahr⸗ heit iſt und bleibet, gu Trotz den Teufeln und allen ſeinen Creaturen und boͤſen Menſchen: nehmlich, daß alle Dinge wiederum zu ihrer erſten Vollkommenheit gebracht werden moͤgen, welches die wahre Philoſophia vollkoͤmmlich lehret. Denn menn man betrachtet, mas vor eine Artzeney aug dem fo oft genannten roth- und weiſſen Schwefel der Natur(von denenjenigen, ſo diefes Principium recht Fennen) verfertiget werden koͤnne, die da auch nichts hoͤhers úber fich hat, als die ewige Seelen⸗Artzeney des allerheiligſten Fleiſches und Blutes JEſu Chriſti, welche alles Unvolkommene und Verderbte, des leiblichen menſchlichen Coͤr⸗ pers zu vollkommener Geſundheit bringet, alſo, daß in der greiflichen Natur keine Kranckheit oder Schwachheit iſt, ſo dieſe herrliche und gewaltige Medicin nicht Macht haben ſolte vollkoͤmmlich zu heilen. Kan dieſes nun ein ſo kleiner Theil, (der Doch nichts anders iſt, als ein S fixum, ein weſentliches unvergaͤngliches S) ſo grauſame Kranckheiten in ſo ſchneller Zeit vollkoͤmmlich heilen, und zur Geſund⸗ heit umkehren; wie vielmehr wird das S der ewigen Goͤttlichen Barmhertzig⸗ Eeit JEſu Chriſti, aller Creaturen Leben Erhalter und Seyland, alles Ver⸗ derbte der gantzen Natur von Menſchen und gefallenen Geiſtern ohne allen Unter⸗ ſcheid, doch jedes Theil, nach denen ihnen beſtimmten Ewigkeiten, in dem gerechten Rady-A ves lebendigen GOrtes, wiederum zu der urſpruͤnglichen Vollkommen⸗ heit transmutiren? Denn was aus GOtt gegangen, muß wieder in GOtt kehren, und kan nicht abgeſchieden bleiben, ſonſten waͤre es ein abgetheilter Theilvon GOtt, und bliebe alſo das Goͤttliche Weſen nicht in ſeinem ewigen, unerforſchlichen und unz begreiflichen gantzen Circul; denn in GOtt nichts iſt, als ein einfaches Weſen in hoͤchſter Vollkommenheit, und nicht 2. widerwaͤrtige Eigenſchaften oder Qualita- tes mixtæ ſecundariæ: iſt nun nichts auſſer GOtt, ſondern alles in GOtt begr ifjen, was nur erfonnen werden måg, fo muß auch nothwendig alleg wiederum in Ihme au feiner erften urftándlichen Vollkommenheit gebracht werden; denn bey ſeiner weſentlichen Guͤte nicht ein entſtandenes Boͤſe mit Ihme ewig beſtehen kan, wor⸗ aus ſonſten, nach der gemeinen Theologie oder Lehre, 2. gantz widerwaͤrtige Eigen⸗ ſchaften in dem einfachen ewigen Goͤttlichen Weſen geglaubt werden muſſen. Welches denn teufliſch zu ſagen, geſchweige gar zu glauben. Daß aber kein gan⸗ tzer Circul, das iſt, eine mit GVtt gleichlauffende Ewigkeit des Verderbens ſeyn koͤnne, fo hat er eine ewige Erloͤſung erfunden, nemlich Chriſtum, ſeinen eingebohrnen Sohn, von Ewigkeit her gezeuget, das Saltz feiner ewigen vaͤt⸗ terlichen Liebe, durch welches Genuß alle Creatur in Zeit und Ewigkeit, aus dem gaͤntzlichen Verderben errettet werden win. Nemlich, wann das grobe e H menta⸗ — 58 Das Zweyte Capitel. mentariſche& der Hoͤllen und alle ſeine Ausgeburthen, ſich ſelbſten wiederum ver⸗ ſchlingen, und alle feine hochmuͤthige finſtere teufliſche Schlacken, durch dieſes fein eigenes mútendes A(Cfo da beftehet in den groben elementariſchen Elementen, fiche Fig. Num....5. das ift in Hige und Kalte, oder in dem finſtern Schwe⸗ fel und Saltz) aufgeloſt, zerſtoͤrt, und von aller auſſern elementariſchen Eigen⸗ ſchaft, oder finſtern und verdammten Weſen, daß auch nicht eine pur eines Son nenſtäubleins uͤbrig bleibe, gantzlich umgekehrt wird haben, damit in ihnen, als in einem gantz reinen Waſſer, kein anders Leiden oder Begierde und Willen uͤbrig bleibe, als das, ſo das ewige Goͤttliche Licht, Chriſtus JEſus, in ſie leuchten, erwecken und begierig machen wird; Damit die gange Creatur wiederum faͤhig gemacht werde, aus den getheilten himmliſchen vier Haupt⸗Stroͤhmen, ſiehe Fig. Num....9. wiederum zuſammen zu flieſſen, in den Fluß, der aus Eden entſprungen, welcher dieſer iſt(den Magis, Theoſophis und Cabbaliſten wohl be⸗ fannt) und durch dieſen Strohm wieder ein⸗ und ausflieſſen moͤgen, in das glaͤſerne Meer/ Apoc. XV. ſiehe Eig. Num. 10. der ſtillen Goͤttlichen Ewigkeit, ſiehe Fig. Num. 11. welches da ift der Anfang und das Ende alles Weſens, worin alles be⸗ griffen, von welchem alleg ausgegangen, und zu welchem alles wieder umkehren muß, um der unerforſchlichen ſuſſen lieblichen Herrlichkeit im Licht und Waſſer theilhaftig zu werden, von welcher St. Paulus ſagt, die kein Auge geſehen, kein Ohr gehoͤret, und in keines Menſchen Sertze kommen iſt. Dazu uns und allen, die durch Chriſtum zu ſolcher Herrlichkeit ein hertzliches Verlangen tra⸗ gen der barmhertzige Vatter, durch ſeine ewige Liebe in Chriſto JÆEſu offenbahret, gnaͤdiglich verhelfen wolle, damit wir ſolcher Herrlichkeit, auch noch in dieſem zerſtoͤhrlichen Leibe, in unſerm Geiſte und Seele ſchmecken und theilhaftig werden moͤgen, und Feine Spur der Gerichten, nach Endigung dieſes verganglichen Lebens, empfinden, ſondern im Creutz⸗ und Truͤbſals⸗& gereiniget, durch den Fluß EDENS uns fofort in das unerforſchliche Meer feiner Barn hertzigkeit verſencken moͤgen, Amen. 8. L1. Allhier bey dieſer letzten Materia dieſes§. die auch ſchon ſo oft in dem gantzen Werck hin und wieder gehandelt worden nemlich die gaͤntzliche Wieder⸗ erſtattung aller Creaturen, zu ihrem erſten Urſtande und Vollkommenheit betref⸗ fend, duͤrfte es wohl eine ſchwere Frage geben, die auch faſt die Allererleuchteſten be⸗ ſtürtzt machen duͤrfte. Nehmlich, weilen auſſer GOtt nichts iſt, noch begriffen werden mag, ſondern gleichwohl alles aus ſeinem Goͤttlichen Weſen ausgangen, und gleich wie Er ſelbſt iſt, gut und in hoͤchſter Vollkommenheit; Warum er dann zugegeben, daß die von Ihm ausgegangene vollkommene gute Theile ſich gleichſam von Ihme durch Bosheit abgeriſſen und in dieſes grauſame Verderben gerathen? Wo dann dieſes Boſe geſtecket, ſo die Creatur ihrem Schopfer alſo zuwider gemacht/ weilen auſſer GOtt nichts gewefen ift; noch ſeyn kan? Fer⸗ ner, A fun Zu gun h gli ghi mò wi gn Apl gai wh Wi M id G \ i ih i Wri hi go honi Mo Ha Whi 00, Mi uy TON dn un ling We i tty i gn NN K ilen nh tuin fiy Den lbe⸗ one ig. be⸗ Wen aſſer hen, ang iiiw IEn piit, nun Dii nigh jatii noi jdi etit imh grife ngeh arunt Mió delbe wal Sow nih Von der Natur des Saltzes. 59 ner wenn der lebendige Gott ſeinen allerheiligſten Rath, das Werck der Erloͤ⸗ ſuno in Chriſto JEſu nicht offenbaret haͤtte, ob denn gleichwol das Reich des Teufels, der Verdammniß, und das weſentliche Boͤſe, GOtt dem Allmaͤchti⸗ gen gleichlaufende, ewig haͤtte beſtehen koͤnnen? Woraus man nach gemeiner Lehr ſchlieſſen koͤnnen, daß nicht allein eine widerwaͤrtige Theilung in GOtt haͤtte geſchehen, und ſeinem guten Willen zuwider, oder recht teuſch zu ſagen, ihme gleichſam zu Trotze, ewig haͤtte beſtehen moͤgen, ſondern auch weſentlich in ihme, und mit ihme zugleich geweſen waͤre, und ſich aber in Crit der offenbarten Seit, erzeiget haͤtte. Ferner ſolte beh Abhandlung dieſes Capitels auch wohl ausfuͤhrlich geredet werden von dem wunderwuͤrdigen ſchwefelichten firen Geiſt⸗Saltze, Aphar min Haadamah, von der Paradieſiſchen Erden, daraus des Menſchen geiſtlicher Leib gebildet, und welcher Leib in Ihme wieder offenbaret werden muß, welches Salk, aufer Dem bimimlifchen Leibe des Sobnes GOTTES, das alleredelſte, beſtaͤndigſte, herrlichſte und vollkommenſte iſt. Auch ſolten wir all⸗ hier ausfuͤhrlich reden von den magiſchen und cabaliſtiſchen Caracteren, deren ſich zwar die chymiſchen Sudel⸗Köche bedienen, doch aber durch ihre närriſche Grillen gantz verdunckelt und verfinſtert worden ſind, daß ſie in ihrem wahren Urſtand alſo nicht zu erkennen. 8. 12. Belangend nun den erſten Punct, ob der Allmaͤchtige GOtt dieſes Abweichen der Creaturen vollkoͤmmlich hatte wehren und hindern koͤnnen? ſo iſt ſolches wohl ohne allen Zweifel, ſonſten ſeiner heiligen Allmacht zu nahe getretten wuͤrde; warum Er es aber nicht gethan? iſt uns armen verfinſterten Menſchen, in der ewigen Tiefe ſeiner unerforſchlichen Weißheit, verborgen, alſo daß uns all⸗ hier vor dieſem erſtaunenden Abgrunde mit tiefſter Seelen⸗Demuth ſtille zu ſtehen gebuͤhret, damit wir nicht zu nahe tretten, und unſere Seelen durch einen geiſtli⸗ chen Schwindel in ewige Gefahr ſtuͤrtzen. Denn man betrachte doch nur wie dem Menſchen, der nur ein ſo kleines und begreiflich Theilgen ſeiner ſo unermeßlichen Majeſtaͤt iſt, muͤglich ſey koͤnne, zugleich und auf einmal in einem Augenblick dieſe von der Einheit entſorungene Zahl 100. O00. OO0ο. 000. 0o00. 000, 000,000, 000, OoOο. ooo. ooo. ſtůckweiſe zu betrachten, die Doch nur noch ein nicht ift von der vollkommenſten Goͤttlichen unzaͤhlbaren Zahl; und ob man diefe hergefegte Zahl zu begreifen gedachte, und ſie Durch Millionen, Diefe wiederum durch tauſende, wiederum dieſe nach und nach durch hunderte, und letztlich durch zehende, bis auf den Urſprung der Einheit herzehlen und begreiffen wolte, ſo iſt doch dieſes nichts, und ferne von unſerer Meinung, die darinne beſtehet, daß man dieſe Zahl ineiner Unzertheiligkeit(in ſuo toto individuo) in einer ldea, auf einmal nach allen ſeinen Theilen in einem Augenblick betrachten moͤge, welches aber warlich gantz und gar eine Unmoͤglichkeit iſt; wie will denn der elende Menſch, die nicht einmal zu nen⸗ nende unerforſchliche Zahl des allerheiligſten Goͤttlichen Willens erforſchen und H az Davon meat . 60 Das Zweyte Capitel. davon urtheilen; und wie reimet ſichs, daß das Ende ſeinen Anfang, der da von deme, ſo niemals einen Anfang gehabt(ſondern von der weſentlichen Einheit in niemals aufhörender Zahl fortläuft) gezeuget worden, gruͤndlich begriffen. Oder erſchroͤcklichen Thorheit und Blindheit, auch nur einmal daran zu gedencken! wollen uns derohalben auch von ſolchem Abgrunde wegwenden, um uns nicht in ewiges Verderben zu ſtuͤrtzen, und in ſtillem Geiſte erwarten, was der Allmaͤch⸗ tige uns nach unſerer Aufſofung in ſeiner heiligen Ruhe davon zu erkennen geben wird. Das Boͤſe iſt auch nicht urſtaͤndlich in GOtt, ſondern bloß gegruͤndet in dem Willen der Creatur: Denn da der Allmaͤchtige den Lucifer und alle ſeine Heer⸗ ſchaaren geſchaffen, und ihm dieſes groſſe Univerſum nemlich dieſes unſer Sonnen⸗ Syttema zu beherrſchen eingegeben, und ihm in freyen Willen darſtellete, daß er ſeiner glorwuͤrdigſten Majeſtaͤt mit gantz freymem, in GOtt verſenckten Willen dienen folte, ohne alle Noͤthigung und Zwang, hat ſich der Lucifer in ſeiner ſo groſſen Macht und Herrlichkeit, gleich als in einem Spiegel, vergaft, und ſich dem ſchuldigen Gehorſam entzogen, und alſo wider die Goͤttliche Macht und Herrlichkeit geſetzt, darum denn der Allmaͤchtige GOtt die Trennung vorneh⸗ men muſſen, davon in der Folge ein mehrers, ſo viel uns GOttes Geiſt verley⸗ hen wird, geredet werden ſolle: dieſes muͤſſen wir allhier nur noch erinnern, daß der menſchlichen Creatur in dieſem ſterblichen Leibe, dieſe Geheimniſſe zu begreif— fen, ſonderlich auch, die da vor ſeinem Anfange geſchehen, darunter die Schoͤpf⸗ fung, und der Fall Lucifers, nicht der geringſten eines, ein gantz nichtiges Unter⸗ fangen iſt, ſondern werden verſiegelt bleiben, bis auf die gaͤntzliche Offenbarung Goͤttlicher Majeſtaͤt, und bleibt uns alſo gantz unbegreiflich, warum er den Hochmuth und Ungehorſam, als das wahre weſentliche Boͤſe, nicht gehindert, ſondern zugelaſſen. Eines Theils hat der Allmaͤchtige der gantzen Creatur zeigen wollen, daß aufſer ſeinem Göttlichen Weſen nichts beſtehen, oder erhalten mer- den mag, ja auch das hölliſche Reich ſelbſten, auſſer ſeiner Majeſtaͤt und ſeinem heiligen Willen, nicht ſeyn noch beſtehen koͤnte, und muß zum Preiß ſeiner Herr⸗ lichkeit dienen: daß aber der Allmaͤchtige GOtt den Glantz ſeiner Herrlichkeit, den himmliſchen Menſchen Chriſtum, ſeinen von Ewigkeit her geliebten und eingebohrnen Sohn, zum Verſoͤhn- und Vereinigungs-Mittel aller Ereatur dar⸗ gegeben, und daß ohne dieſes Mittel nichts wiederum zu ſeiner erſten Herrlichkeit, und Wiedervereinigung mit dem lebendigen GOtt gelangen moͤge, und was da in der Folge der Ewigkeiten, wenn dieſes Mittel von dem allwiſſenden GGT nicht gegeben worden, geſchehen? und ob alsdann ohne dieſes Mittel Die Ber daminniß, und das Reich der Hollen, GOtt gleich laufende ewig geblieben mwáre? find Geheimniſſe, die da in dem unerforſchlichen Rathſchluß GOttes ver⸗ ſiegelt ſind, und von welchem uns nicht anders als mit tiefſter Seelen-Demuth iu gedencken gebuhret, und in ſtllem Geiſte mit Gedult zu harren/ bis durch gaͤntz⸗ liche Von der Natur des Saltzes. 61 woi liche Offenbarung Goͤttlicher Majeſtaͤt, in dem Tempel der Fuͤlle feiner Gott- tN heit, der da ift Chriftus YEfus, wir die Tiefe der Gottheit, en jeder nach n, ſeinem Maaß, erkennen, und alsdann auch in dieſen Geheimniſſen gelehrt wer⸗ fen! den mögen. Dieſes iſts, fo wir Durch die Barmhertzigkeit GoOttes auf den ſehr hti erſchroͤcklichen Einwurf Cap. II.§. 2. zu antworten vermocht, nicht zweiffelnde, aiy eine jede in GOtt hoffende Seele werde hiemit vergnugt ſeyn, bis uns in der fol⸗ yon genden Rede der allerheiligſte GOTT durch ſeinen Seiligen Geiſt in Chriſto MEM IEſu ein mehrers zeigen wird. Piy§. 13. Won dem Arichten fixen O, oder Aphar min Haadamah, der nnet Paradieſiſchen Erden.(S. 11. oben) Weilen bisher von dem Anfang aller Dinge, e oder von dem von Gott dem HErrn zu erſt erſchaffenen Weſen(daraus alle andere ge⸗ vilen zeuget worden, und daß daſſelbe ein himmliſches S oder Feuer oder auch Waſſer uf geweſen, und alle Geſchoͤpffe, wie die Namen haben mögen, nichts anders ſich als ein G Das ift y oder ein A find) genug geredet worden iſt, waͤre wohl billig WD von dieſem, als dem Endzweck aller Creatur, auch etwas ausführlich gu han⸗ h deln; alleine alles vorhero geſagte wird den Verſtandigen hierinnen ſchon voͤllig⸗ why lich vergnúget haben: was aber die Verkehrten, Boßhaften, und wider die „W Wahrheit geſinnte betrift, ſo iſt vor dieſelbe allhier gar nicht geſchrieben, und guii laſſe gerne einen jeden ſeine erwehlte Wege wandeln. AN$. 14. Von dem Urſprunge der magiſchen und cabaliſtiſchen Caracte- lato ren, mít welchen die wahren Magi und Cabaliſten, den Urſprung und Theilung nu der Elementen und aller Dinge gezeichnet haben, ausfuhrlich zu keden⸗ werden ani wir bis ins folgende Capitel verſpahren. Indeſſen leben wir der Hofnung, daß igbeti wir dem Verſprechen am Ende des 5.§. Cap. I. ein voͤlliges Genügen geleiſtet r alfo riin daß der Verſtändige und Wahrheitliebende hierinnen mit uns zufrieden ſey: wae m aber noch verlanget werden moͤchte, ſoll nach Gelegenheit in folgendem Capitel geſetzt werden. Eines jeden Verlangen aber zu vergnugen, iſt eben unſer Vor⸗ haben nicht; denn wir ſonſt, an ſtatt dieſes Tractats, ein Opus von vielen Voluminibus zuſammen bringen moͤchten; zudeine haben wir dieſes mehr zu unſerer eignen Ergoͤtzlichkeit, als Dag es jemalen in der Welt bekannt werden ſolle, zuſammen getragen. S a s- (OEE, eE} Das III. Capitel. Von dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. $ ieſes Capitel doͤrfte viel Klugen und Uberwitzigen wohl etwas gantz unnoͤ⸗ thiges ſcheinen, indem ja ein jeder ſein Ochſen⸗ und Schweinenfleiſch da⸗ mit zu erhalten weiß, auch wie es im Kochen zu gebrauchen, und in der Speiſe zu genieſſen, bekannt genug. Allein dieſes iſt ſein wenigſter Nutzen; in⸗ dem es erſtlich der gantzen Creatur ſo allgemeine noͤthig, daß ſie ohne dieſen ewi⸗ gen Zufluß auch nicht einen Augenblick beſtehen koͤnte. 8 2. Es iſt auch ſtetiglich in der erſten wahren magiſchen, ſowohl der recht⸗ glaubigen Juͤdiſchen, als erſten Chriſtlichen Kirchen, ben alfen heiligen Handlun⸗ gen gebraucht worden. Marcus ſagt, alle Menſchen ſollen mit Feuer, und alle Opffer mit Saltz gewuͤrtzet ſyÿn. Nun haben wir ſchon genug geſagt, daß das Feuer und Saltz im Grunde nur einerley ſind. Chriſtus ſpricht, niemand iſt gut, als der einige GOtt. Dannoch ſagt Er anderswo: Das Salg ift gut, ein gut Ding. Daher hat die erfte Chriftlihe, von der wahren Judiſchen Kir⸗ chen gelernet, keinen Gottesdienſt ohne Feuer oder brennende Kertze zu halten, ſo zwar auch noch heutiges Tages bey vielen Sectirern gebraͤuchlich, iſt aber nunmehro nichts anders, als eine aus dem Anti⸗Chriſtenthum wohlhergebrachte Gewohn— heit oder Mißbrauch, und bey den albern Menſchen faſt ein Stuͤck ihres Glaubens geworden. Die erſten wahren Glaubigen(wie auch noch bis auf dieſen Tag von den wahren Magis in Baͤt⸗Kammern alſo gehalten wird,) hielten darum dafür, daß ohne Saltz und Feuer kein Gottesdienſt gepflogen werden folte, weilen der Goͤttlichen Weſenheit nichts gleichers als dieſes Geſchoͤpffe Feuer und Waffer, und erinnerten ſich alſo ſtets dadurch der allenthalben Gegenwartigkeit Goͤttlicher Maje⸗ ſtat, dann alle Erſcheinungen und Offenbahrungen Goͤttlicher Herrlichkeit ſtets im Feuer geſchehen. Er ſelbſt nennet ſich ein verzehrend Feuer, ein Licht, dazu niemand kommen kan: und iſt auch noch heutiges Tages ben den Brientaliſchen Chriſtlichen Kirchen der Gebrauch, mit euer und Wafer iu tauffen. Im An⸗ fang der Chrültlichen Kirchen gebrauchte manſtetiglich das S bey der Tauffe, nem⸗ lich wan der Taufſing getauffet war, nahm der Tauffer ein wenig O, und ſteckts ihm in den Mund, mit dieſen Worten: Nimm hin das Saltz der Weißheit, und dieſes zum Zeugniß, daß, ſo gewiß der Taufling das Saltz aus der Hand des unni hw in det l i 1 eti wht NAi Dk i DAS nd iĝ t gut; mgit i nimeti woh ubers Vom Nutz und Gebrauch des Saltzes. 63 des Dieners empfangen,(ſo den aͤuſſern Leib ſtaͤrcken und erhalten kan,) ſo gewiß und wahr habe er in gleicher Zeit, in der Tauf empfangen das Saltz der Ewig⸗ keit, Chriſtum JEſum, zu ſeiner ewigen Erhaltung. Es iſt das Saltz bey allen Nationen und Religionen zu allen Zeiten in ſehr hohem Werth gehalten worden; ja die aͤlteſten Teutſchen haben bey ihren Mahlzeiten das Saltz vor allen andern zuerſt auf den Tiſch geſetzt, welche Gewohnheit auch annoch an vielen Orten uͤblich, und ſolches erſtlich zur Erinnerung der Goͤttlichen Gegenwart, und ſeines allerheiligſten Seegens; zum andern, weil alle Creaturen aus dieſem edlen Geſchoͤpfe(wie wir oben weitlauftig erwieſen haben,) gebohren worden, und inniglich auch in nichts anders beſtehen, daß man alſo vor allen Dingen, ehe man der Speiſen genoͤſſe, der Goͤttlichen Majeſtaͤt vor ſolchen ihren Ausfluß, das Opfer der Lippen, gewurtzt durch das bruͤnſtige Feuer des Geiſtes, aufopfern ſolle, und daß gleich wie die Speiſen mit Saltz gewuͤrtzt, zur Staͤrck- und Erhaltung dienlich ſeyn, daß die Goͤttliche Barmhertzigkeit, zugleich anch den innern ewigbleibenden Leib, Seel und Geiſt, mit dem Saltz des ewigen Heyls Chriſti JEſu zu der Erhaltung und Theil⸗ habung ſeiner ewigen Herrlichkeit ſaltzen und wuͤrtzen wolle, mit dem Wort, das aus ſeinem Munde gehet, Matth. IV. 4. Darum auch Chriſtus JEſus in ſeinem Begrif aller Gebete, uns alſo zu bitten gelehret hat, Matth. VI, 11. Unſer taͤgliches Brod gib uns heute.(Gr. nothduͤrftiges:) In welchen Worten nicht allein begriffen iſt der taͤgliche leibliche Mangel, ſondern auch, und vornem⸗ lich der Mangel und Duͤrftigkeit des innern Menſchen, der Hunger und Durſt der Seelen und des Geiſtes: Und alſo haben ſie auch das Saltz zuletzt auf dem Tiſche gelaſſen, ſich gleicher Schuldigkeit des Danck⸗Bpfers in bruͤnſtigem Gebet gegen den guͤtigen und Wunderns⸗wuͤrdigen Schoͤpfer zu erinnern. §.3. Die Reinigung aller Córper geſchiehet durch Saltz, welches den wahren Chymicis bekannt genug; wir ſagen durch das Saltz, ſo da ift Feuer, und wird dermaleinſt die gantze Creatur durch Saltz, das iſt durchs Feuer gereiniget wer⸗ den; wohin dann klaͤrlich zielet der Spruch St. Pauli 1, Cor. 3. V. 12. big 15. Da er ſpricht: So aber jemand auf dieſen Grund bauet, Gold, Silber, Edel⸗ geſteine, olg, Seu, Stoppeln: ſo wird eines jeglichen Werck offen— bar werden: dann der Tag wirds klar machen, dann es wird durchs Seuer offenbar werden: Und welcherley eines jeglichen Werck fey, wird das Feuer bewaͤhren: Wird nun jemands Werck bleiben, das er darauf gebauet hat, ſo wird er Lohn empfangen. Wird aber jemandes Werck verbrennen, ſo wird er des Schaden leiden, er ſelbſt aber ſeelig werden, doch alſo durchs Feuer. Wir glauben nicht, daß ein klaͤrer Spruch, dieſe Materiam betreffend, in gantzer Heil. Shrift zu finden, und Fein Spruch, da mehrere und groͤſſere Heimlichkeiten innen ſtecken, allein die uͤberkluge, hochgelaͤhrte, und dannoch ſtockblinde Welt, nimmet nach ihrem verkehrten Sinne alles, ‚a f9 Das Dritte Capitel. ſo auch dieſes verkehrt. Vey der Juüdiſchen Kirchen muſten alle Gefaͤß,ſo das Feuer erleiden kunten, und von dem Ausſatze verunreiniget waren, durchs Feuer wiederum gereiniget werden. Die Perfer hielten ihr Orismada fo heilig, Daf es bey Verluſt des Lebens, zu nichts anders, als heiligem Gebrauch angewendet werden durfte, und haben die Koͤnige dieſes ihr heiliges Feuer ſtets vor ſich herfuͤhren laſſen, alles Volck in Andacht und Ehrerbietung gegen die Goͤtter zu erhalten. Dergleichen Reverentz geſchahe auch dem Feuer bey denen Egyptiern, Chaldeern, Aſſyrern und Meden; und was wollen wir viel ſagen? wurden nicht die Opfer zu den Zeiten Helid, auch ben Der Einweyhung des Salomoniſchen Tempels, durch das Feuer des SERRI angezuͤndet und verzehrt. Und eben dieſes FTrim Alch Jah hat bey der Einweyhung des Tabernackels Num. IX. v. 24. die Opfer auf dem Altar verzehrt, und hat von der Zeit dieſes heilige Feuer Durch die Prieſter des HErrn ſtets unterhalten werden muͤſſen: So auch zu den Zeiten der Aſmoneer,(insgemein von dem Symbolo in ihrer Haupt⸗Fahne genannt die Maccabeer,) gebrauchlich geweſt; wie es denn auch im II. B. der Macc. Cap. Lerzehlet wird, daß Nehemias(welchem der Ort, dahin es die Prieſter, auf Geheiß Jeremiaͤ des Propheten, verſteckt hatten, bekannt geweſen, dann man es in einer Gruben, in Geſtalt eines ſchleimichten Waſ⸗ ſers gefunden/) dieſes Feuer habe holen und auf den Altar ſchutten laſſen, und alſo die Opfer wiederum damit angezuͤndet, und ſey alſo ferner bis zu endlicher Zerſtohrung dea Stadt Jerufalem erhalten morden. Von dieſen Borten Urim Æfch Jah, (Bener des HErrn) haben die Perfer nach ihrer Mund-Art ihr heiliges Feuer gez nannt Orimẽas· da, und iſt daher bey ihnen in ſolchen Ehren gehalten worden. Daß nun das Feuer ein wahres Saltz ſey/ haben wir mit ſolchen unumſtoͤßlichen Grunden Cap. I. ſonderlich$. 18. 19. ertwiefen, Dag auch der Hoͤllen Pforten nichts dagegen vermoͤgen. Hier faͤllt aber noch ein ſehr hohes Geheimniß zu betrachten vor; nem⸗ lich, warum bey den Opfern ſtets das irdiſche Saltz hat ſeyn muͤſſen? Es iſt kurtz vorher erwehnet, daß das Feuer des HErrn, bey Einweyhung des Tabernackels und Tempels Salomonis, die Opfer verzehrt, und alles Holtz auf dem Altar an⸗ gezundet, welches Feuer ſtetiglich ohne Abgang hat muͤſſen erhalten werden. Das irrdiſche Saltz iſt der irrdiſche verderbte Menſch, welcher in dem Goͤttlichen Feuer (fo Da Saltz iſt, nemlich ſeiner Barmhertzigkeit) verzehret werden muͤſſen, hat er anders mit dieſem heiligen Feuer ſeines Urſprungs wieder vereiniget werden ſollen: darum ſagt Marcus, alle Menſchen ſollen mit Feuer, und alle Opfer,(das iſt, die Opfer der Lippen,) mit Saltz,(das iſt, mit zerknirſchtem und zerſchlagenem Hertzen, in feurigem und begierigen Geiſte) gewuͤrtzet ſen. Daß aber dieſes heilige Feuer gleichſam ewiglich hat muͤſſen unterhalten werden, zeiget uns einestheils, daß ſeine Barmhertzigkeit gegen uns unausloͤſchlich ſeye, und anderntheils, daß ſolche durch die ſteten Opfer unſers feurigen Gebets gegen uns ewig beſtehen werde. Und dieſes waͤre nun in etwas von ſeinem heiligen Gebrauch geredet worden, welche herr⸗ liche **** Sage ai ie e — Rae erun Balt tew) I E leihen fyren 1 Aei Flue ah haf 1 Mins tn fite in von ewe; ſchem atten, Wik Aidi ) jagen ohil wile w af iih y W heut hoy Von dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. 65 liche Materia ex Magicis und Cabbalifticis noch ſehr weit erſtreckt werden koͤnte, wollen es aber anjetzo verſpahren, und ſehen, was uns der Geiſt der Weisheit in der Folge lehren wird. C4. Es hat ſonſt das Saltz in irdiſchem Gebrauch, ohne die Nutzung in der Haushaltung, noch unzehlbaren Nutzen. Der gemeine Bergmann will es zwar nicht loben, dam es ihme im Schmeltzen in ſeiner ſauren Geſtalt mehr beis als Gutes verurſachet, und auch die allerfixeſten Coͤrper im Feuer fluͤchtig machet, deshalben er es im gemeinen Schmeltzen gar nicht nutzen kan? der Schmeltzer aber, ſo ein wenig mehr im Feuer erfahren, und die Umkehrung der Dinge verſtehet, wird es in ſeinem Feuer-Arbeiten mit weit groͤſſerem Nutzen gebrauchen koͤnnen. Dann ſo er das gemeine Saltz mit Kalck concentriret, oder noch beſſer flieſſen laͤſſet, dann mit gemeinem Waſſer elixirt und inſpiſlirt, ſo hat er ein Saltz, ſo ihme in allen ſei⸗ nen Arbeiten emen unglaublichen Nutzen ſchaffen, und gur Fixation dD flüchtigen Dinge dienen mid.. Dieſes Saltz, je oͤfter es alſo mit Kalck tractiret wird, je beſſer und geſchickter es zu alle ſeinem Thun werden wird: bey den fluͤchtigen Ertzbei⸗ tzungen, ob wohl dieſelbe aus Unverſtand, oder auch wohl aus Bosheit, nicht ſon⸗ derlich im Brauch. iſt es faſt eintzig und allein, nebſt dem Kalck, der Meiſter, dann der Kalck kehret ſeine Saͤure(die da nichts anders iſt, als die fluchtige Strahlen des Schwefels, ſo ſich in das Saltz, als ihr Principium, geſchlagen; und ſind die „Urſache, daher die Auffuͤhrung und Fluͤchtigmachung aller Metallen, Mineralien und aller andern Coͤrpern entſtehet,) wiederum hineinwaͤrts zu ihrem erſten falini- ſchen Weſen, und machet alſo ein lieblich flces Saltz daraus, ſo allem Schwefel widerſtehen, dieſelbe ſolviren, tigiren und Feuer-beſtäͤndig machen kan, ſo dem ſauren Saltz gantz unmoͤglich. Dieſes alſo zugerichtete Saltz machet fruchtbar alle Gewaͤchſe; diefe Wuͤrckung iſt noch weit kraͤftiger, ſo ſie gewuͤrcket wird durch das heilſame feurige Waſſer, aus dem groſſen Haupt⸗Strohm Edens, nur denen befannt, Die da wiſſen, woher das heilige Feuer zu nehmen, und wie dieſes zu ge⸗ brauchen? Auch die allerunfruchtbareſten Felder bringen durch daſſelbe unzehlbar reiche Fruͤchte/ und koͤnnen die mehr dann halb erſtorbene Vegetabilien wiederum da⸗ mit erwecket und lebendig gemachet werden. Der Spiritus des gemeinen Saltzes præſerviret nicht allein vor aller Faͤulung/ ſondern iſt auch nuͤtzlich und gut in unzehl⸗ baren Kranckheiten, davon erfahrne und geuͤbte Leute genug geſchrieben. Der Spiri⸗ tus Qber aug Dem Durch lebendigen Kalck um⸗und hineingekehrten O, iſt einer weit furtreflichern und herrlichern Tugend in allen Kranckheiten, und auch zur Præfer- vation aller Coͤrper, und iſt dem S enixo am allernächſten. Die alten Egyptier haben Die Leiber der Verſtorbenen aufs fleißigſte zu balſamiren pflegen, in welcher Ballamation das S der eintzige Grund und Urſache geweſt, welcher Gebrauch auch bey denen Hebraͤern ſehr uͤblich geweſen: obs aber dieſe von jenen, oder jene von die⸗ ſen gelernet? iſt in dem Alterthum nicht mehr zu erkennen; genug, daß wir ſo viel J wiſſen, Das Dritte Capitel. wiſſen, daß das fuͤrnehmſte durch SO verrichtet worden, und ohnerachtet uns die gantze Art nicht mehr bekannt, ſo ware doch auch noch heutiges Tages faſt eben e gantz n practiciren. Man findet auch noch taglich in den Egypti⸗ ſchen Feldern dergleichen balſamirte Coͤrper/(Mun nia in den Apothecken genannt, 3 welche mit einem zarten Balſam oder Gummi, gleich einem reinen und hellen Fir A irio h Di ie fchrwefelichte fa jiniſchedi bltanz, ſo des t Conia vation verurſachet, gleichſam gehalten und gebunden worden, damit ſie nicht aus⸗ wittern koͤnnen, und das Corpus endlich zu einer Aſchen zerfallen muͤſſen, welches uns dann ferner Anke a giebet, nachzudencken, wie man auch in dieſen Landen der⸗ gleichen verrichten koͤnne? At vielen Orten Teutſc chlandes/allwoi in vorigen Secu- lis groffe Schlachten gefi ſcheher en’, hat man noch zu unſern Zeiten Seiber d der Erſchla⸗ genen und daſelbſt Verſcharreten gefunden, ſo a und unverweſt, als waren ſie erſt neulich dahin geleget worden; pener keine andere Urſach gefun Den werden magy als ein dergleichen Senixum, ſo in ſelbigen eonim berfllußig in der Erden ent⸗ botimi davon wir auch droben ſchon Me{dung gethan, als J. 4. und 9. Ohne den Genuß und Gebrauch des Sali bes p mag Fein lebendiges Fleiſch erhalten wer⸗ den, und entſtehe ny in deſſen Crmangelung y unzehlbar e Kranckheiten, und hin⸗ dert nicht, was einige ſchreiben und fagen y oap d e wilde Mohren kein Saltz ge⸗ noͤſſen, ſo es ja wahr iſt? ¶Dieſe Leute aber red eh, wieihneh der Schnabel gewach⸗ ſen, und ſchreiben ohne wahre Erkänntniß der Natur; dann ein anders iſt ein Mohr in ſeinem hitzigen/ und yon der Sonnen und ihren Atomis(Die da find der ſolariſche rothe L oder månn iche Saamen und Lebens-Saltz) gantz angefuͤllten Climate, und ein anders in kaltern Cümatibus, e chts als das lunari- ſche Saltz preedominiret/ we Iches zur beſtaͤndigen Conlervation gantz untuͤchtig/ und dahero nichts, als ſcorbutiſche Kranckheiten Lamfachet zetemie leider taͤglich an unſern Leibern gar zu wohl empfinden, ſonderlich in denen kalten Landſchaften, die dem Meer am nachſten gelegen; wie uns dann Solland i de(ben ein mehr alg gu klares Zeugniß giebet, und fichet man im c allen dieſen Provintzien Feinen Eingebohrnen und Einheimi ſchen, der nicht von dieſer abſchen chen, und von den ge⸗ meinen Aertzten faſt vor unhe lbar geſe ons o Kranckheit, angeſteckt waͤre; deſ ſſen in Wahrheit keine andere Ut fad je in Der Fatur gefunden 1 werden m ag, als was wir anjetzo erwehnet, nemlich, weilen ihre! uft von den folar iſchen Atomis gar zu wenig gefuͤllt, nicht, daß di n ieſer Orten nicht auch ſo kraftig, als bey andern wuͤrcken ſolte; Nein, ſondern das groſſe Welt⸗Meer, und i 7 ra Erdboben, von dem Brack oder halbgeſaltzen n Hdurchwitter„ziehen diei Luft vorhandene Atomos ſolares, als ein feere er t Magnet, gar zu hitzig ga ſich b herunter,(wel⸗ ches der fruchtbare Boden in den Niederlandiſchen Provintzien, auch die üͤbermaſ⸗ ſige Fruchtbarkeit der Fiſche in dem Welt⸗ WMeer v er Orten klaͤrlich zeigen,) und laſſen alſo die Luft mit nichts ferner angefuͤllet, als mit Dem lunariſchen Saamen oder Salk, — eo fit ge Wach⸗ itela nW fulton iunat ihti n I i rali inigo DUNA , win lewi o garil sandu ghob handuit f?(u pamal i 1) w pni Gah Von dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. 67 Saltz, ſo zu der Erhaltung gank untùchtig,‘toie wir oben im erſten Capitel S. 18. allbereit ausfuͤhrlich erwieſen haben. Weilen nun der Magnet oder das anziehende Mitteldes Menſchen, gleich der groſſen Welt, ſtets und unaufhoͤrlich mit groſ⸗ fer Begierde dieſes Lebens⸗Saltz zu ſich zu ziehen beſchaͤftiget iſt aber nichts an ſich ziehen kan, als was vorhanden, nemlich das lunariſche menſtruoſiſche S mit denen noch wenigen uͤbrigen Atomis Solaribus, womit dann dieſe Leiber ſtets angefuͤllet und genehret werden, als kan in ihnen auch nichts andersals ein Plilegmatiſches, und zur Faulung geneigtes Gebluͤthe, daraus die garſtige Kranckheit, Scorbut ge⸗ nannt, gezeuget werden: Und hat dieſe böſe Seuche gar im geringſten nicht von der Nieſſung des vielen Saltzes, oder vielen geſaltzenen Fleiſches oder Fiſchen,(wie wiel Aberwitzige die Leute bereden wollen,) ihren Urſprung. Daß aber viel ge⸗ ſaltzenes geraͤuchertes Fleiſch und Fiſche, dem menſchlichen Leibe nicht erſprießlich, darinnen ſind wir ihnen nicht entgegen; dieſes aber begreift andere Urſachen als ihren Wahn. Nemlich, es wird in dem Fleiſche ſowohl als in denen Fiſchen, durch das Einſaltzen, der ſuͤſſe leimichte ſaltzigte Lebens⸗Nahrungs⸗Saft aufgeloͤſet, zertrennet, und mit dem geſchmoltzenen Saltz herausgezogen,(welches dann die Saltzlacke klarlich zeiget, dann diefe auf O Erden geſchuͤttet, eine maͤchtige Be- forderin iſt des OH Wachsthums„) und bleibet nichts uͤbrig, als der ſchweflichte alcaliniſche Leib) ſo wir insgemein das irdiſche Corpus nennen, an dieſes hangen ſich die maͤnnlichen[olariſchen Theile des Saltzes feſt, figiren, binden und trucknen den Coͤrper vollends aus, Damit es hinfuro fur dem aufloͤſenden wenttruoliſchen, lunariſchen Soder S ſicher und nicht ſo leicht zerſtöͤrlich ſey. Dann wie Das O gezeuget werde, iſt im erſten Capitel vollkoͤmmlich erwieſen, desgleichen auch/ woraus es beſtehe, und wer dieſes wohl begriffen, wird uns allhier um ſo viel beſſer verſtehen: Nemlich, was eigentlich die Wurckung des O bey dem Einſaltzen ſey? Als, es loͤſet(wie wir jetzt allbereit geſagt haben,) die lunariſchen Atomi oder Theil⸗ ams, als Menſtruum, die Bande des Coͤrpers, die da beſtehen in denen verſchloſ⸗ ſenen Lebens⸗Geiſterlein, enthalten in dem ſchleimigten ſaltzigen fifien Saft, gäntzlich auf, und floͤſſet ſie durch die Poros mit ſich heraus, hergegen werden die ſchweflichten Atomi Solares, ſo mit dem menſtruoſiſchen O in das Fleiſchoder Fi⸗ fhe, Durch feine Poros eingefuͤhret worden, von dem uͤbrigen irdiſchen Coͤrper (ſo in nichts anders als in einem feſten ſchweflichten Klcali beſtehet,) begierig an⸗ gezogen und gehalten, und wird alſo von ihnen ferner alle menſtruoſiſche Feuchtig⸗ keit vollends ausgetrucknet, damit es der Fäulung, ſo aus nichts anders als der Feuchtigkeit entſpringet, deſto baß widerſtehen konne. Dieſes Fleiſch und Fiſche aber, fo durch© gang und gar alle Kraft und Lebens⸗Safte entbunden, gibt unferm Leibe nichts als grobe Fæces, und Feinen guten Nahrungs⸗Saft, dahero folglich boͤſes grobes auch phlegmatiſches und lauter ſcorbutiſches Gebluͤt, gezeu⸗ get wirnd. Dieſes iſt nicht ohne gar ſonderbare Urſachen alſo ausgefuͤhret worden, a wie 68 Das Dritte Capitel. wie wir dann verſichert ſind, daß es von wahren Liebhabern der naturlic chen Geheim⸗ niſſen mit Danck angenommen werden wird: nehmens die Herren Bruͤder der oder Maulgelehrtenaus halfoan, ſo ſind wir verſichert, daß ihnen der Weg zu der von ihnen faſt unheilbar erkannten Kranckbeiten, d jem Scor- but, Waſſerſuc Vodagra, und allen andern tartariſchen Seuchen, auch de⸗ rer die aus der in Inst dnung und Faulung groa ngenen Phlegmate maa chweren Gebrechen, b effer offen ſtehen; allein bey ihnen gelten Worte, ſo man beym Faulentzen auf dem Ruhebette ohne Arbeit und Mihe zuſammen ſchmieden kan, mehr als ſolche Bemuͤhungen, dadurch man den wabren 28 eg der Natur er⸗ kennen lernet; Dahe ro auch niemalen von ihnen erwogen wird, daß in dieſer gan⸗ tzen Welt nicht me hr dann Eines in Zwey, das da au PDreylift, gefunden wird, dadure ch alle Kranckheiten gruͤndlich curiret werden koͤnnen; nemlich der allgemeine Mercurius, derrothr und weiſſe Schwefel der Natur, davon im erſten Capitel an ſeinem Orte auch gehandelt worden, welcher dann auch unumſt iſtoͤßlich in aller Creatur gefun den wird, doch in einer mehr als der andern. Kenneten ſie nun dieſen wohl, und wüſten ihn auch proportionirlich zuſammen zuſetze und zu gebre— als wann bey denen hitzigen und true⸗ oe Kranckheite ny Ò Der"e iſſe oder lunariſche, bey den kalten und phlegmatiſchen aber, der rothe oder fol ariſche prædominirtes fo bliebe ihnen gewißlich kei a iaobak uaheilbar, und waͤren alſo die Medicaftri auch wahre Medici, welche festere von uns nicht beruͤhret, fondern ihrem 3 Verdienſt nach geehret werden, dann aller and ern ihre Erfindungen, von den vier Qualitaͤten indem Menſch lichen Coͤrper/ und den unterſchiedli⸗ chen Graden; der Hitze, Kalter Truckne, Feuchte, in allen andern nò Coͤrpern, ſind nichts anders als ſubtile und kuͤnſtliche N arretheye 1y Die uner fahrne N jenſchen zu betauben, und ſich durch folches u S uͤtze, zuſammengekun nfe(te Geplauder ben denen ungeuͤbten natuͤr⸗ cher Dinge, a pian Autoritdt zu machen. Die Natur kennet nicht mehr als Licht und Schatten das ift, Hitze und Kaͤlte, die da nichts anders iſt als Tru⸗ ckenheit und Feuchte, undg leiche Beſchaffenheit hat es auch mit allen Kranckheiten, es moͤgen gleich die Gelehrten plaudern, raiſoni ren, diſtinguiren und definiren was fie wollen, ſo ift doch folches Geſch. måge nichts anders, Dann n ur ein kunſtliches Ge⸗ waͤſch ohne Nachdruck. Dann alle Kranckheiten ent ftehenaus nichts anders r als der Unordnung unſers Magneten, der da iſt das Central Ou nſers Lebens, dann wann dieſes in eine Unordnung gangen, nnd entweder das Solari! fche oder, Lu- nariſche prædominiret, ſo entſtehen entweder alle gemeine hitzige, oder kalte phlegmatiſche, oder auch dergleichen particular Kranckß eiten, als Auſſatz, Poda⸗ gra, Scorbut, Srangofen zc. allerhand Sieber, M Waſſerſucht und dergleichen unzehlbare Kranckheiten mehr, die da in nichts and ers beſtehe n, als entweder in Hi⸗ tze und Kaͤlte, ꝛc. das iſt in T erens Feuchte, nach dem mehrern und wenigern. Und geſchiehet oft, daß dieſer unſer Wunder⸗ Magnet i in vollkommener Einträch⸗ tigkeit „-=-=-RRRRRRR mid RAUF Vou dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. 69 tigkeit bey einander ſtehet, dannoch aber durch ſo ſeltzame Zufaͤlle ſchneller Weiſe, entweder durch Feuchte oder Hitze, das iſt, durch das allgemeine ſolariſch oder lu⸗ nariſche Menſtruum aufgeloͤſet wird, und dannoch( obgedachtes eben nicht in indli⸗ viduo, doch eben in concreto) in der kleinen Welt zufammen bleibt, daher dann gantz wunderbare und verzweifelte Kranckheiten entſpringen,(indem jedes Theil nach der Trennung gleichwohl ſeine weſentliche Macht und Gewalt erzeigt,) dig aber alle vollkoͤmmlich curiret werden moͤgen, ſo dieſes unſer eingepflantztes Lebens S/ dieſer Wunder⸗Magnet, der in uns unaufhoͤrlich die himmliſche Lebens⸗Speiſe Schamajim, an und zu ſich zeucht, wiederum in ſeine richtige Vrdnung und Reinig⸗ keit gebracht wird. Aber von wie wenigen wird dieſes angenommen oder verſtanden werden? Darum wird auch der weiſe Theophraſtus, da er von dem Tartaro der kleinen Welt und von dem wieder aufgeloͤſeten S derſelben ſchreibt, ſo wenig und ubel verſtanden, und bleibt einnal dabey: einem jeden Narren gefallen ſeine Schel⸗ len. Zudeme ſo will die Welt betrogen ſeyn, und liebet die Lugen vor der Wahr⸗ heit, dann dieſe ift vom Himmel, nnd alfo nicht ihres Weſens, jene aber pont an und dem finſtern Element, als dem Principio, deme die Menſchen an⸗ eben. §. 5. Wie das S bey den Farbern, Glaßmachern, und ſo vielen andern Handarbeiten unentbehrlich, wiſſen diejenigen am beſten, ſo ſich von dieſen Hand⸗ werckern ernehren muͤſſen. Und bleibt dabey, Saltz iſt der Welt Schatz und Reichthum; und ſagen noch einmal, keine Creatur mag deſſen entbehren, und iſt ſein Nutz und Gebrauch, gleich der Guͤte GOttes(deren Ausfluß das Z iſt) gantz unerforſchlich. Es iſt der Schluͤſſel des debens und des Todes, welche Worte mehr bedeuten, als die Einfaͤltigen glauben und begreiffen koͤnnen; ohne Smag keine wahre Aufloͤſung einiges Coͤrpers in der gantzen Natur geſchehen, iſt denen geſagt, die das Meiſterſtuck und die Kunſt verſtehen, den Weltklugen aber gantzlich verborgen. Wie uns dann ein verachtlich© befannt, welches an ſich ſelbſt der Geheimniſſe Schluͤſſel zur Heilung aller Kranckheiten, und als eine hohe Artz⸗ nen genoſſen werden kan, und ſo wenig zerfreſſend als ein Brunn⸗oder Quell⸗ Waſſer, in welchen der edelſte Coͤrper der Metallen als Gold, wie ein Eyß zer⸗ ſchmeitzt, und in ſein erſtes laliniſches Weſen, in den uncoagulirten roth und weiſ⸗ ſen Ader Natur, oder das erſte mercurialiſche Saltz, das iſt Schamajim, aus dem Fluffe Pilon, der das Land Hevila befeuchtet, zuruͤck gebracht wird,(wir ſagen O, doch ſoll man uns auch recht verſtehen,) alle Coͤrper aufſchlieſſen, zerle⸗ gen, und zu ihrem erſten Weſen reduciren mags alfo und eben dergeſtalt mag auch dieſes Z, durch Hülfe des& alle Coͤrper, wie die genannt werden migen, figi- ren, binden, und ewiglich beſtandig machen. Aber ach GOtt! wie wenig ſind derer die da glauben, dafi der lebendige GOtt der elenden und ſchwachen Creatur ſolche unbegreifliche und herrliche Gewalt, verliehen hats Wer aber das S ved ~ 3 ken⸗ e a Das Dritte Capitel. fennet, auch das A, davon unſere Rede iſt(welches& aus ſeiner Wurtzel, wenn es von derſelben nicht abgeriſſen worden, vollkoͤmmlich erkannt werden mag) der toird Dicfes alles nls eine ewige YGahrheit gar bald geftehen múffen. Das O ift lieb und werth allen Creaturen, die GOtt erkennen, fuͤrchten und lieben. Das O loͤſet und bindet auch allen A, fo denen im A recht und wohlgeúbten befannt, dDochDamit es auch die Einfaͤltigen verſtehen, ſo muß es ein Hichtes© Alcali feyn; dann ſolches das unumgewandte ſaure O nicht vermag, denn dieſes ſteht in der Verwirrung in den greiflichen Elementen, und folglich im Fluch. Saltz iſt die eintzige lammerBande, Ketten und Beel aler Teufen im-S vy. FD Ay deren Wefenanjeko nihtes anders iſt, als ein zuſammengezogenes finſte⸗ res grimmiges 4 nach Eigenſchaft jedes Elements, darinnen ſie verbannet oder verſchloſſen ſind, vid. Cap. V. H. 11. bey denen alles Licht gentraliter verſchloſſen und hineingekehret. Ja die Hoͤlle ſelbſten, und ihr grimmiges A als das we⸗ ſontliche des Lucifers und aller ſeiner Legionen, iſt in der Scheidung und Miſchung durch das S zuſammen gebunden, gefaſt und aufbehalten, wie aus allem, ſo wir von Anfang bis hieher erwieſen, wohl verſtanden werden mag: denn wir be⸗ hauptet und dargethan haben, daß alle Elementen in ihrem innerſten nichts anders find, als O, und alfo nuch alle ihre Ausgeburthen, ſowohl gemiſchte als einfa⸗ che, in nichts anders beſtehens daß auch die Erd⸗Kugel nick, als© fey, und dar- zu die allergröbſte Art aller Saltzen, die genannt werden mögen, iſt im erſten Ca⸗ pitel weitlaͤuftig ausgefuhret, woraus denn, und aus dem Syſtemate Univerſi Fig. J. und deſſelben Beſchreibung, jetzt angefuͤhrtes vollkommen erhellet, und auch kunftig noch weiters erwieſen werden doͤrfte. Und bleibet alfo der Lucifer in dem groſſen Abgrunde verſchloſſen, bis auch ſein Stadthalter der alte Drache Beelzebub zu ihm hinunter geworfen, und uͤber ihm verfiegelt werde. Apoc. XX. V. 3. Welcher dennoch nath beſtimmten Zeiten wieder loßkommen, und grim— miger als je zu einigen Zeiten toben und rafen wird, weil fein Grimm die Zeit uͤber/ daß er in dem feurigen Pful verſchloſſen geweſt, von ſeinem Meiſter und Groß⸗ Fuͤrſten dem Lucifer aufs neue geſchärft, ſtachlichter und erhitzter geworden; der Lucifer aber ſelbſten muß verſchloſſen, gebunden und ſitzen bleiben, bis auf den groſſen und erſchroͤcklichen Tag der endlichen Gerichten deffen der da lebet von Ewigkeit zu Ewigkeit, da durch ſein heiliges Rach-A(wenn der Fuͤrhang Scha⸗ majim wird zuruͤck gezogen werden,) alle Elementa und verdammte Creaturen und Teufel in ihnen zuſammen in einen Klumpen oder dicke Schlacke werden zerſchmol— Ren werden, und dieſes heiſt alsdann die Hoͤlle angezundet durch dag A der Rache Gottes, darum ſich auch der Lebendige nennet ein verzehrendes A, und alsdann iſt angegangen die groſſe Qugal der beſtimmten Ewigkeiten, in der erſchroͤcklichen Zuſammenmiſchung aller Elementen und Teufeln, in unbegreiflicher Hitze und Kalte, in gantz grauſamer Truckne und Naſſe, und wird alſo unaufhoͤrlich waͤh⸗ ren ~ ās gaua n a = e o ar e — E pi jAi Dy fannt; iiM i | emi Mug iy MM w G niver fa WÀ ue Drache oc AA: ò gii etibe⸗ d ri yn; W fM bet vol g Schr pon w nionl a M Aga flitt jiki mì jynit Wi Ai Von dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. 7I ren big in: CmwigFeit; i. e: bis ang Ende der beftimmrten Zeiten, ind daf vollendet werde twa: aefhrieben ftehet- Apoc. X..6. Daß hinfort keine Zeit mehr fyn werde. Nemlich, bis daß das Kder Rache und der Hoͤllen, alles greifliche Elementariſche, i. e. den Fluch, und alle ihre Ausgeburthen,i. e. die Finſterniß, und von den Teufeln entzündete und verfuͤhrte Leiber der Verdammten gantzlich zerſtöhret, und alles Teufeliſche an ihnen verbrannt und umgekehrt, und wieder⸗ um zu ihrem erſten einfachen Weſen wird gebracht haben, damit ſie von allen Zufaͤllen gantz nackend und entbloͤſt, wiederum begierig werden moͤgen nach ihrer erſten ur⸗ ſpruͤnglichen weſentlichen Ruhe, in der ſanften Stille der ewigen Goͤttlichen Barmhertzigkeit, welches denn nicht anders, als durch das aus ſeinem ewigen Erbarmen gefloſſene Mittel, nemlich Chriſtum JEſum, geſchehen Fan und mags und wenn dieſes nach und nach durch die beſtimmte Zeiten in den Zeiter pollen- Det, und nunmehro auch das Bild des Teufels durch das Rach⸗& verſchlungen und verzehrt, und alle fein Reich und Gewalt zunichte geworden, und er nichts mehr zu beherrſchen finden wird, auch die Finſterniß in ihr ſelbſten gaͤntzlich umge⸗ kehret, ſich nach und nach aus Mangel ihrer Nahrung und Unterhalts wiederum zum Lichte nahern wird, alsdenn auch wird der Satan aus ſeiner Bloͤſe, und daß ihme nunmehro ſein Harniſch gäͤntzlich ausgezogen, und alle ſeine Gewalt und Ty⸗ ranney dahin, ſein Elend und ſchroͤcklichen Fall erkennen, und ſich auch nach ſei⸗ nem erſten Urſtande, und der grof ſen und unbegreiflichen Herrlichkeit, ſo er in ſeinem Anfange mit allen ſeinen vielen Millionen Geiſtern beſeſſen, inniglich wiederum ſehnen, und ſich vor dem groſſen Sieges⸗Fuͤrſten, dem SErrn aller Serrlich⸗ keit, in deſſen allerheiligſten Namen ſich nun oder in kuͤnftigen Zeiten beugen ſollen und muͤſſen/ alle Knie im Sinnnel und auf Erden, und in den Waſſern, unter der Erden, ja ſelbſt die in der Soͤllen ſind: Alsdenn wird auch dieſer, nemlich der Fuͤrſt der gefallenen Engel, mit allem ſeinein Schwarm, durch das Verſoͤhnungs⸗Mittel JEſu Chriſti wiederum zu Gnaden und Harm- hertzigkeit gelangen, und in feiner Durch das Blut Chriſti Cals auſſer welchem keine Gnade, Barmhertzigkeit noch Seeligkeit in alle ewige Ewigkeiten zu hoffen ift) gereinigten vorigen herrlichen Enges-Geftalt yor dem. ewigen Gnaden-Throne: des lebendigen GOttes, feines und alier Creaturen Schoͤpfers, wiederum erſcheinen, von dem Hochmuth und aller Widerſpenſtigkeit durch: Dag Rady- å der Hoͤllen gereiniget, und durch das Blut des ewigen Bundes wiederum in ſtil⸗ ler Demuth und gaͤntzlichen Ergebung in GO Teingefuͤhret, ſeinen erſten Ort mit allen denen nach ſeinem Fall darinnen erzeugten unzehlbaren Millionen, ohne einigen Fortgang oder Wechſel der Zeiten, unauf hoͤtlicher Fortlaufung, in voll⸗ kommenem Willen und Gehokſam gegen Goͤttliche Majeſtaͤt, beherrſchen. Und alsdann wird erfuͤllet worden ſeyn, was in 1. Corinth. XII. v. 23. bis 28. Zach. XV..g. Apoc. XXI. v. I. bis 6.& Cap. XXIII. v. x. bis 5. geſchrieben ſtehet, ſon⸗ derlich Das Dritte Capitel. derlich im Anfange des zten Verſes: Und es wird kein Verbanntes mehr ſeyn. Weilen uns aber dieſe Zeiten nicht anders beſchrieben werden, als ein Aufſtei⸗ gen der Guaal von Ewigkeiten bis in Ewigkeiten, d. i. in Fortlaufung uns Unbegreiflicher Bewegung der Zeiten in Zeiten dder Zeitlduften, fo koͤnnen wir ſolche Zeitlauften nicht beſchreiben noch beſtimmen, fondern müſſen allhier ſtille halten, und uns mit Furcht und Zittern niederlegen vor dem Angeſicht des, der da auf dem Stuhl fizet, deffen Neich ein unaufhoͤrliches Reich ift, und allein in ſeiner gewaltigen Hand hat den Schluͤſſel der Hoͤllen und des Todes, der da aufſchleuſt und niemand zuthut, zuſchleuſt und(vor feiner beſtimmten Zeit) nie— mand wieder aufthut, welchem ſey Preis, Ehre und Serrlichkeit von aller Creatur ohne Auf hoͤren, Amen. Sallelujah. §. 6. Dieſes wäre nun ein gantz weniges, ja nicht einmal ein Sonnen⸗ ſtaͤublein von dem gantz unerforſchlichen Nutzen und Gebrauch, des von der blin— den Welt ſo ſehr gering geachteten, doch fo herrlichen Wunder⸗Geſchoͤpfe des le⸗ bendigen GOttes, dem Z geredet; deſſen Nutz und wahres Weſen von keiner Creatur gnugſam erforſchet werden mag. Es iſt aber der verdammten Welt Ge⸗ brauch alfo, alles Gute gering gu achten und zu ſchätzen, ob gleich vor ihren verfin⸗ ſterten Augen noch ſo groſſe Dinge dadurch gewuͤrcket wurden. .7. Es will nunmehro einmal Zeit werden, unſern ſo langen Dilcours von dem Saltz(welches wir den Urſprung und Anfang, auch das Ende aller Crea⸗ turen zu ſeyn/ und daß alle Creatur aus ihm gezeuget worden, ſo unumſtoͤßlich er⸗ wieſen haben) zu endigen, welches auch mit dem Beſchluß dieſes Capitels geſche⸗ hen folle, wenn wir nur erſt noch ein weniges von ſeiner Sguatur gerodet ha⸗ ben; Die da, wie oben allbereit klärlich erwieſen, cubiſch, d. i. viereckt wuͤrf⸗ licht iſt; Im I. Cap. S. 3. ſub Num. 1. ift auch geſagt morden daß dieſe wuͤrf⸗ liche Figur ein Zeichen der irdiſchen Cörper und der Schwereſey; daß nun die würf⸗ liche Figur ein Zeichen der irdiſchen Coͤrper ſey, ſolches iſt durch das gemeine G am allerbeſten zu beweiſen, wie hievon Der.8. Cap. I. zu leſen; denn ob gleich der Erdboden rund zu ſeyn bewieſen wird fo ift dieſe runde Figur darum nicht ſeine weſentliche, ſondern nur eine zufaͤllige Figur, als die allda aus den Neben⸗Eigen⸗ ſchaften alſo conglobuliret worden: der wahren jungfraͤulichen Erden Figur aber iſt cubiſch, wie an dem gemeinen S genug zu ſehen. Denn wenn dieſes, wie in obangezogenem Ort ausfuͤhrlich erwieſen, gantzlich von der jungfraulichen S⸗ geſchieden, ſo iſt ſeme Figur im geringſten micht mehr cubiſch oder eckicht, ſon— dern faͤſicht, zartharicht, auch ſternicht und zartblattericht, und daher genannt Alumen Plumoſum, auch foliata, ift Der trockene g Philoſophorum, und was dergleichen Benennungen mehr; iſt alſo unumſtoßlich, daß die Figur der rechten wahren(nemlich der jungfraͤulichen Erden) cubiſch ſey auch wohl die Figur eines andern regulairen oder irregulairen mathematiſchen Coͤrpers habe, je nachdeme die ninti et blih⸗ fe jicous r Guy lih er fè giht erh ie wif efe wi genit mw oh glui pipen mg igur aw ni W AUE ht, W y Qeni TA ye otit igu ans padou y Q. — ad Cap M§..12—1 ) EF BENG NEN z\ i i/ K ę K wW \\ |\ : Ra aker 3 g yy f }|| sl amaaa rA f+-n I} f 3 j; 14| — ig S A Ta— X b AIN D a N ih A/ W 1e/ D tk f D a P — v— e m — v 2 J ha 5⁴ Von dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. 73 die vermiſchten Strahlen des Geſtirns geweſen. Wie denn auch durch ein gutes Vergroͤſſerungs⸗Glaß oblerviret werden mag, daß nicht ein Koͤrnlein derſelben, ſo nicht eckigt, und iſt uns alſo dieſes Beweiſes genug, deſſen, was oben geſagt⸗ ne moͤgen mit ihren gelaͤhrteu und kuͤnſtlichen Delinitionibus glauben, was ie wollen. S. Daß ferner der Wuͤrfel fey ein Zeichen der Schwere, gleichwie die Kugel(die da iſt die Figur des Kund V) ein Zeichen ner Geſchwindigkeit iſt, daſ⸗ ſelbe wollen wir allhier mathematicè demonſtriren. Es iſt allen Mathematicis undPhyſicisbekannt, daß ſich kein lebloſer Coͤrper aus eigener Kraft in Anſehung der Schwere anders, als nach gerad herabfallenden oder doch dem Perpendicul naht kommenden Linien bewegen kan oder mag, und dieſer Motus iſt nicht einmal purus f. abſolutus, ſondern nur nach der Kraft ihrer Schwere, und nach beſagten Li⸗ nien eine Bewegung zu nennen denn der Motus purus&abſolutus heſtehet in dem freyen Willen der lebendigen Geſchöpfen, welches mir denen in Matheſi& Phy ſicis Ungelahrten alſo klarlich beweiſen mollen. Es iſt gegeben die Flaͤche,((uperficies) 8. ꝗ. vid. Fig. Num. 12. gant Kori— zontal und ebén, alfo, dah fe fich an Feinem Srt neige, und eine darauf gelegte vollkommen runde Kugel, es ſey auf welchem Ort es wolle, nach ihrem Durch⸗ ſchnitt oder Perpendicul e. a. auf dem Punct Der Ruhe a. der auch das Punet der Schwere iſt, gantz unbeweglich ſtille liegend, welches denn von einem jeden ver⸗ nuͤnftigen Menſchen gantz wohl begriffen werden mag. So iſt denn auch hieraus ſonnenklar, und unwiderſprechlich, daß, wenn man ſich durch dieſen Horizont 8g. eine Perpendicul a. Z. einbildet, daß dieſelbe mit vollkommener Gleichheit und Einigkeit mit dem Durchſchnitt der Kugel a. e. ͤber ſich ſteige„daß alsdenn die Kugel b. c. d. a. auf der Perpendicul.2. in dem Ruhe⸗Punct a. eben ſo ſtille, ſteif und unbeweglich ruhen muͤſſe, als auf dem Horizont s. J. Gleiche Bewandtniß der Ruhe hat es auch mit dem Cubo h. g. i. k. auf eben demſelben Horizonts. q. und der Perpendicul nl. in dem Ruhe⸗Punct l. der da iſt das Punct der Schwere; wie leicht nun eine von vielen hundert Pfund ſchwere Kugel, und wie muͤhſam hergegen ein eben ſo ſchwerer Cubus, auf einem ſolchen ebenen, ihnen beyden ge⸗ meinen Horizonte zu bewegen ſey, darf keines Beweiſes, ſondern iſt auch Den Kindern bekannt. Zum andern, waͤre gegeben die Flaͤche W. X: die erfte s. q. zwiſchen k. a. durchſchneidend, ſo iſt alsdenn des Clobi a. b. c. d. Ruhe⸗Punet und das Punet der Schwere nach dieſer Flaͤche W. X. der Punet f. von dieſem Punet f. iſt nach dem Horiz ont s. q. gefallt die Perpendicul f. 3 die denn parallel lauft mit a. 2. ſo iſt ja ſonnenklar, daß wegen der zuſammengewachſenen Schwere k. e. c. a. Die Kugel in k. auf der Perpendicul.c. nichtmehr ruhen kan, ſondern wird fort⸗ laufen, und eilen zu dem Punct X. Mit eben dergleichen ſchweren Cubo.m..a. aber hat es nicht gleiche Bewandtniß, denn derſelbe ruhet auf dem Horizont R.X Das Dritte Capitel. W. X. nicht auf einem Punet, wie der Globus, ſondern auf einer ſeiner Flaͤchen L n. die da auſſer dem Stuͤck n. b. o. noch von der gantzen Laſt ſeines Gewichts I. m. b. n. und dem zugewachſenen Luft l. 4. m.(der das von der Perpendicularitat abgewichene, und zum Fall oder Bewegung neigende Stuͤck n. b. o. erſetzt) per- pendiculariter gedluckt und beſchweret wird, und ſich alfo aus eigener Schwere oder Gewichte, ohne fremden treibenden Gewalt, nicht fortſchieben mag, gleich⸗ wie die Kugel, die nur auf einem eintzigen Punct von der gantzen Laſt ihres Gewichts gedruckt wird, und von der zugewachſenen Laſt f. e. C. a, anderer Helfte, a. c. d. nicht ſo balde auf einen an den erſten graͤntzenden friſchen Punct gedruckt werden Fan, Dag fie nicht, aus eben denſelben Urſachen dieſes Gewichts, unauf hoͤrlich ſich auf einen friſchen Punct waͤltzet, und fortlaufet, bis ſie durch einen Gegenſtand aufgehalten werde. Daß aber nunmehro der Cubus 1. m. n. o. auf dieſer Flaͤche W. X. die da iſt eine abweichende oder dem Perpendicul a. z. nahe Fommende Linie, leichter als auf der Waſſer⸗gleichen Flaͤche s. q. bewegt werden moge r geiget ung die Mechanica taͤglich, indeme wir ſehen, wie eine groſſe und ſchwere Laſt, ungleich leichter Bekg hinunter, als auf gleicher ebener Flaͤche bewegt und fortgeſchoben werden moͤge; und dieſe Bewegung des Cubi wird immer leichter, je mehr die Flaͤche W. X. darauf er durch ſeine Laſt gedruckt wird, ſich zu der Perpendic. a. h. neiget, wie Fig. Num. 13. zu ſehen, bis er endlich auf nichts mehr rubet, fondern der Per- pendic. a. H. nach/ weilen ihm alle Ruhe benommen, gewaltſam niedereilet; Und ob gleich dieſe Bewegung durch die Laſt ſeines Gewichts verurſachet wird, ſo iſt ſie dennoch, wie wir oben geſagt, nicht rein, ſondern vermiſcht. Denn weilen die Natur Feinen keren Raum duldet, und weder erwieſen noch begriffen werden mag, ſo wird der von dem Coͤrper ledig gelaſſene Ort a. E. vid. Fig. Num. 13. durch gewaltſame und unbegreifliche Geſchwindigkeit wiederum angefuͤllet, und dieſe Erfuͤllung gehet alſo in gewaltſamer Eile mit dem Fall des Coͤrpers fort, wie das Schema Num. 14. beweiſet, da ift b. d: e. f. die Erd⸗Kugel, und c. ihr Centrum, dahin alles Schwere und Coͤrperliche, von den greiflichen Elementen zuſammen gefetzt, eilet; a. iſt der Coͤrper, ſo von der Hoͤhe g. h. unter ſich nach dem Centro c. oder Flaͤche d. e. f- eilet; weil nun die ganhe Luft, ſo die Erd⸗Ku⸗ gel umgiebet, conicè nach denm Mittel- Punct der$ firahlet, wie an dem umge⸗ kehrten Cono g. c. h. zu ſehen, ſo iſt leicht zu begreifen, daß, je tiefer Die& dem fallenden Coͤrper a. in dem Cono folge, und das Leere erfetzen muß, je mehr dieſe in dem Cono nach der Spitze c. zu gepreſſet werde, und je mehr und ge⸗ waltſamer auch alsdenn den Fall des Coͤrpers befoͤrdern muͤſſe, und daher iſt die Bewegung des Corpers, ob gleich von ſeiner eigenen Schwere verurſachet, nicht rein,ſondern vermiſcht, und iſt alſo unumſtoͤßlich,daß in der gantzen Natur keinem leb⸗ loſen Coͤrper ein Motus purus, ſ. abſolutus zugeleget werden koͤnne: bleibt alſo ge⸗ wif, ide vihti Wichtz eei, verdn hid tan daif ganf nica ite TN à idt witt, yit Per t; Wd Ti f ailn di Weldeh um. 1} fot, Ud pit M ne ii foment ih m GAV mung fy Di Ż pM i wù y frid et, Nit in ptali ge nih Von dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. 75 wiß, daß/ jemehr die Linie, darauf der Cubus ruhet, ſich nach dem Perpendicul a. h. neiget, vid. Fig. Num. 13. ie leichter die Bewegung des Cubi geſchehen mag, wie abermals an dem Schemate Num. 13. zu ſehen: da iſt W. N. Linea inclinans, Dar- auf der Coͤrper ruhet, ſeine Bewegung aber wird anjetzo befoͤrdert durd p. s. q. und dem erſetzenden O. T. R. und je mehr die Linea W. X. ſich ſenckt, je mehr wird auch die Perpendic. p. s, und O. T. die drůckende Laſt des Cubi benehmen, und den Fall befoͤrdern, und alſo klaͤrlich beweiſen, daß die figura cubica ein Zeichen der Shwe- re, und kein unbewegſamerer Coͤrper als der Cubus ſey; welches denn zu beweiſen allhier unſer Zweck war. §. 9. Nun haben wir annod úbrig von ſeiner Signatur zu reden. Es haz ben die alten Magi und Cabaliſten zu allen Zeiten, ſowohl die Elementen als auch alle ihre Ausgeburthen, mit gewiſſen Signis und Characteribus bezeichnet, dadurch der Dinge ctiencialifche Kraft und Weſen anzudeuten, worinnen ihnen dann auch unſere heutige phiſolophiſche und chymiſche Stuͤmpler gefolget; Aber gleich⸗ wie ihr Gehirne von den vielen giftigen Dämpffen ihrer Sudel⸗Arbeiten verfin⸗ ſtert und benebelt worden, alſo haben ſie auch die Wahrheit mit ihren naͤrriſchen Zeichen und Characteribus verdunckelt und unerkanntlich gemachet. Die alten Magi und Cabbaliſten haben das S alſo gezeichnet, wie zu ſehen Fig. 15. nemlich durch ei⸗ nen Cubum, und folches nicht unrecht, Denn mit diefer cubifhen Figur haben fte gleichſam das Geheimniß der gantzen Schoͤpffung expliciret und dargeſtellt. Der Cubus hat é. Flachen(ſuperficies) die Zeit der Schoͤpffung hat 6. Tage, und iſt L. das Punet der Ruhe oder der Sabbath; ferner ſehe man an welche Flaͤche man wolle, fo ſiehet man allemal den Character der vier Elementen, gezeuget aus„damit ſie dann klarlich zu verſtehen geben wollen, daß das Saltz ſey das erſte geſchaffene Weſen, oder der erſte Ausfluß aus GOtt, ſo der heilige Text Schamajim nen⸗ net, aus welchem ferner alle Creaturen, wie die genennet oder erſonnen werden moͤchten, gezeuget oder geurſtandet ſind, und alſo haben ſie uns mit dieſem Cara- cter deutlich bezeugen wollen, daß in dem Salles erſchaffene concentriret ſey; Ja daß das Srſey der Anfüng und das Ende alles Weſens, welches wir oben weit⸗ laͤuftig und unwiderſprechlich erwieſen haben. Ferner iſt der Cubus zuſammen geſetzt von 12. Corporibus, deren jeder wiederum 6. Flaͤchen hat. Dieſe 12. Cor- pora ſind die 12. Grund⸗Saͤulen der wahren unſichtbaren Kirchen, und da dieſe 12. Corpora mit ihren 6. Flaͤchen multipliciret werden, kommt heraus die heilige Zahl 72 die da iſt der numerus Myſticus, und der 24. Aelteſten der erſten Kirchen 3. mal multipliciret. Es haben auch die wahren Weiſen, durch dieſe jetzt beſchriebene Figuram cubicam, zeigen und beweiſen wollen, daß nichts vollkommen ſeyn kan oder mag, es werde denn vollkoͤmmlich aufgeloͤſt, geſchieden, und wiederum zu⸗ ſammen geſetzt, damit es ein Corpus werde, wie der Cubus, der da von 12. Cör⸗ K 2 pern 76 Das Dritte Capitel. pern zuſammen geſetzt, deren jeder aus lauter Triangulis beſtehet, welche Triangu⸗ li nicht anders als deentro, d. i. von der Einheit beſchrieben oder vorgebildet wer⸗ den moͤgen, iſt alſo z. aus 1. und 4. aus 3. und r. beſtanden, welches. mit 7. mul- tipliciret 12. zeugen, und Diefe r2. wiederum mit 6. als denen&. Oberflaͤchen mul- tiplic. den numerum Myſticum 72. gebahren.Ferner ift Der Cubus auch zufammen geſetzt von s. Pyramidibus, nach denen Oberflachen des Cubi, die da in dem Punet L. als centro der Ruhe zuſammen laufen. Dieſe 6. Pyramiden(deren jeder aus vier Triangulis beftehet, foda Die pier Elementa bezeichnen, bilden abermals di e 6. Tag⸗ wercke der Schoͤpffung, und das Punct der Ruhe den Schabbatli oder den ſiebenden Tag vor, welche Sieben⸗Zahl die heilige Zahl iſt; Undin dieſer Sieben Zahl, wann man ſie mit.fortfaͤhrt zu multipliciren, ſind Myſtice verborgen die Zeiten der Ewig⸗ =keiten, wie allhier zu ſehen; da findet ſich die gantze Revolution bis zür voͤlligen Wiederbringung der gantzen Schoͤpffung, Kuͤnf Millionen, —Siebenbundert vier und Sechzig Tauſend Achthundert und Ein 49| Jabr, vas ift, nach Sünfsigmal bundert Taufend, als dem groffen 2 Hall⸗Jahr, und wiederum Sieben hundert Tauſend Jahren als ei⸗ lnem groſſen Sabbath Jahre,(Es irre ſich aber allhier niemand, als ta 343 ſob wir von dieſen irrdiſchen Jahren und Zeiten redeten, nein, wir haben 3 Zſuns aber dieſes begreiflichen Lermini gebrauchen muͤſſen, weilen wir 2407 nicht finden können, wo nach Zerſtoͤhrung unſerer ſichtbaren vergaͤngli⸗ n! chen Welt, in dem neuen Jeruſaleim, darinnen Feine Sonne und Mond —ſmehr ſcheinet, denn die Flarheit GOttes erleuchtet ſie, und ihre Kertz 16807| iſt das Lamm, Apoc. XXI. v. 25. ſolcher Terminus die Waͤhrung der f Verdammniß zu beſtimmen ſey) werden nach und nach alle menſchliche 1170649 Creaturen, ſo in der Verdammaiß gelegen, wiederum 4u ihrer Daab 6 y und ewigen Erbe gefangen: Sýn den übrigen Dier und Sechzig Taws ſend und Achthundert Jahren aber die gefallenen Engel; In dem 323/43 letzten Einen Jahr aber, wird in der allerletzten und grauſamſten 7 2JQuaal, und gaͤntzlichen Verlaffenheit von Allen verdammten Mene 5764901 ſchen und boͤſen Geiſtern, der gefallene Sohn der Morgenroͤthe(der ——- i furcifer) als der Urſprung alles Verderbens, gantz blos und alleine ſtehen, und das Leiden und die Quaal der gantzen Creatur, in gantz unermaͤßlichem Grimm und unergrundlicher Marter ausſtehen muͤſſen, und recht fuͤhlen, was es ſey, von der Cuelle des Lichts und Lebens abgeſchieden und gan allein uſeyn, bis er endlich ſeine Boßheit und Fall erkenne, und enach der niemals aufhoͤrenden Goͤttlichen Barmhertzigkeit in Eſu Chriſto duͤrſte, und alſo auch wiederum zu Gnaden, nemlich zu ſeiner erſten Herrſchaft, Licht und Herrlichkeit ge ange, und alſo vollendet werden die beſtimmten Geheimniſſe diefes Univerfi oder un⸗ ſers Sonnen⸗Syttematis, da GOtt alles in allem, der Teufel aber nicht mehr fyn mma Punt Soi 0y endi Wann wiy ia en, Ein ofin lsti 1 w hoien M wit angli N h i Si i r piruru genir gei penh g Von dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. 27 gyin, nody der Tod und die Söͤlle gefunden werden wird, ſondern eg wird in dieſer erſchroͤcklichen Revolution alles wiederum vollkoͤmmlich gereinigt, und auf dem Mittel⸗ Punet der Ruhe, d. i. in G⸗ Ott immer und ohne eintziges Aufhoͤren, ii ller Freude und Seeligkeit genieſſen und theilhaftig bleiben. Denn daß es groſ⸗ ſe Zeiten der beſtimmten Quaal ſeyn muͤſſen, gibt uns der heilige Text gnugſam zu⸗ erkennen da in demfelben ſo ofte gefunden wird, von Ewigkeit in die Ewig⸗ keiten, und der Rauch ihrer Guaal ſteiget auf von Ewigkeit in die Ewig keiten oder von den Zeiten in Die Zeiten, D. i. in einer unbegreifliche n Bolge:: und daß dem alſo ſeyn müſſe iſt genugſam zu ſch lieſſen aus der oͤftern? Wieder⸗ holung d dieſer erf hrocklt lichen Redens⸗Arten; und ungeachtet daß dieſe jetzt erzehlte Zeiten nicht anders als in den Zahlen begreiflich und auszuſpre⸗ dyn,(darum wei⸗ fen die Zeichen, fot da—— cken den Unterſe cheid Tages und Nachts, auh aller Jahre und Zeiten, alsdenn nicht mehr ſeyn m fo Fonnen wir doch: Feinen Begrif ſolcher beſtimmte n Zeiten und Ewigkeiten du irch dieſe unſere vergängliche Zai ten(gewuͤrckt und unterſchieden durch die Sonne, Mond und Sterne) hal ben. Bor Der eangen unumi ak Goͤttlichen Majeſtaͤt ſind alle ſolche Waͤhrun⸗ gen(genannt Zeiten) ein Nichts, wie der Terxt Pf.90..4. ſagt: Denn Tauſend Jahre find) in dir wie der geſtrige Tander vergangen ift, ja mie eine Nacht⸗ wache, Allhier findet ſich etwas, welches nach der Verwandlung dieſer gegenwar⸗ tigen Welt, nie Pr begriffen, vielweniger genannt werden mag, es ſey dann, daß nach unſern Grundſatzen n die beſtandige Waͤhruns der Sonne, des Mondenu uny Der Geſt ſtirne⸗(dochnachihrer Verwand lung) gelehret werde e und ſo dann iſt aller Z weif⸗ fel geloͤſt/ und f leibt bey obig yen Satz. Hiemit aber wollen wir andern ihre gute und heilige Gedancken im gerit ingſten! nicht ſtohren, die Da glauben, Da 1h Diefer Rei- nigungs-Circful fich einem groffen Sabbaths⸗ Jahre von 700 Fahren Imal ge% nommen die Da 49000, Jähre aneian, gleichen werde/ bis auf das groffe Hall⸗ Jahr, nemlich auf das Foooote, da ein jeder wieder zu feiner Haab und Erb- cheil kommen ſolle, Levit. XXV. v. 8. wie Denn Fein Gefe im Alter Teſtament, deſſen Figur nicht auch inniglich auf eine groſſe Geheimniß gedeutet haͤtte. Ferner muſſen dieſe 6. Pyramiden oder Tagwercke der Schoͤpffung in ihrer Figur ſo voll⸗ kommen eintraͤchtig und gleich ſeyn, daß keiner um einen tauſenden Theil eines Coni mehr oder weniger habe als der andere, ſonſten fie unm a ſich in vollkommenſter Vereinigung auf ihrem Mittel Punct L. zuſammen ſchließ ſen oder vereinigen koͤnnen und moͤgen; welches uns dann klarlich erweiſet, ah alles, ehe es wiederum zu GVtt kommen kan oder mag, wiederum vollkömmlich gereiniget werden muͤſſe, damit es wiederum ſeine erſte vol Moine Figur und Form uͤberkommen und vollendet werden koͤnne das, ſiehe ich mache es alles net Apoc. XXL.5. und Derm aleinft erfeheinen möge die grofje Stadt, P K 3 els i ai—— 78 Das Dritte Capitel. heilige Jeruſalem, die da liegt viereckt, deren Laͤnge ſo groß als die Breite, zwoͤlf tauſend Stadia auf allen Seiten; welche Zahl erfuͤlet von allen Seiten, hundert und vier und vierzig tauſend Ellen, nach der Maas eines Men ſchen. Dieſe heilige Stadt hat 12. Gründe und 12. Thore, nach de: Zahl der 12. Corper des Cuͤbi, auf welchen Thoreu ſind 12. Engel, und die 12. Na⸗ men der Staͤmme Ifraels, der Bau ihrer Mauren iſt von Jalpis, das iſt von den unzehlbaren Farben des ewigen Lichts. Die Stadt ſelbſt aber iſt von rei⸗ nem Golde, gleich dem treinen Glaß, und die Gruͤnde dieſer heiligen Stadt ſind 12. Edelgeſteine nach den 12. Stämmen Iſraels, und ihre 12. Thore ſind 12. Per⸗ ſen; in dieſer Stadt wird kein Tempel mehr ſeyn, dann der Allmaͤchtige GOtt iſt ihr Tempel und das CLamm, ſie bedarf auch keiner Sonne nach des Mondes, daß ſie in ihr ſcheinen, dann die Klarheit GOttes erleuchtet ſie, und ihre Kerke ift dag Lamm, und ihre Thuͤren werden nicht mehr verſchloſſen werden. Dann es wird hinfuͤhro keine Nacht mehr ſeyn, Apoc. XXI. v. 10-25. d. 10. Hier ſehen wir nun den Grund der wahren Philoſophiæ, und wie der Anfang und das Ende aller Creatur von GOtt ausgegangen, und nach Umlauf und Vollendung ſeines Circuls alles wiederum zu dieſem ſeinem Anfang, und aus die⸗ ſem irrdiſchen unruhigen Weſen zu einem unbegreiflichen und unerſchoͤpflichen Ver⸗ gnuͤgungs⸗vollen Ruheſtand gelangen muͤſe. Doch auch genug hiervon, und glauben warlich, daß wir ein weit groͤſſeres in dieſem gantzen Capitel geſagt, als wir verſprochen, wie uns der Weiſe deſſen ein voͤlliges Zeugniß geben wird. Hiemit haben wir ar itläuftig genug erklaͤret, was wir im zweyten Capitel§S. 1. verſpro⸗ chen. Es koͤnte zwar auch noch ein weit groͤſſeres und mehrers von dieſer wuͤrflich⸗ ten Figur geſagt werden, wie dann diefe Materie gang unergruͤndlich; wir ſagen aber noch einmal, es iſt in allem ſchon mehr als zu viel geredet, und eilen alſo weiter. §. 11. Noch haben die Weiſen das Z auch alſo gezeichnet, wie bey Num. 16. zu ſehen; dieſen Character aber zu erklaͤren, muͤſſen wir uns abermals zu dem unerſchaffenen Anfang, und von da zu dem erſten erſchaffenen Anfang wenden, und alfo einmal ausfuͤhren, was wir§. 14. Cap. II. verheiſſen haben, nemlich die Mago- Cabbaliſtiſche Erklaͤrung der Characterum der Weiſen, und damit dieſes Capitel beſchlieſſen. Es beſchreiben die Mathematici einen Punct(als der da der An⸗ fang und das das Ende iſt aller Oberflaͤchen und Coͤrper, wie die nur genannt und er⸗ ſonnen werden moͤgen,) daß er ſey ein untheilbares Duͤpflein, das da habe weder Lange noch Breite, und doch ſey der Anfang und Beſchluß aller Dinge. In Wahr⸗ heit iſt das Goͤttliche Weſen Der Punct oder das Centrum, davon alles ausgangen, formiret und beſchloſſen worden, und weil dieſer heilige untheilbare und unbegreif⸗ liche Punct, und ſein Motus oder Bewegung, das man ſich nur einbilden muß, von ch we telte; eiten, Mei wA iedet (N Ky nR M un ! alami Himi iny wülftch⸗ wiriy iln a q Nuo, fg uM s eno amid mit DW pda tnd abe wN n Wu AN unbegel, pen mup W l f ? Von dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. 79 von uns weder begriffen noch beſchrieben werden mag; ſo kehren wir uns zu dem Puncto Mathematico, und weilen auch dieſer etwas unſichtbares iſtzu dem'uncto Phyfico, um eine gantz kleine deam zu faſſen von dem Allerheiligſten; ſetzen alſo, daß dieſes der Punct ſey, wie Tum. 17. So nun dieſer gerade vor ſich hinaus ge⸗ ſchoben oder beweget wird foformiret er eine Lincam, alfo, twie bey Num. 18. unD dieſes iſt die erſte Bewegung/daß alſo der Anfang und das Ende einer Linien Puncten ſind, wie a. b. zeiget, und iſt folglich eine Linea nichts anders, als eine gewiſſe oder ungewiſſe Anzahl ſich unter einander beruͤhrender Puncten. Da aber der erſte Punct a. in der Ruhe bleibet, die andere aber insgeſamt bis nach b. in dieſer ihrer Starcke oder Gleiche, auf dem Ruhe⸗Punct a. herumgefuͤhret worden/ von b. big wieder da⸗ hin in b. alſo, wie bey Num. 49., ſo iſt ſolches nichts anders als eben das/was anjetzo von Formitung Der graden Linien geredet worden, nemlich, der Punctb. wird alſo herum beweget, und formiret Die Lineam aller Vollkommenheit, daraus ferner alle Figuren und Coͤrper, wie die nur erſinnlich ſeyn mòchten gebildet werden und uns, ſo wir allhier nicht ein anders vorhaͤtten, auch durch. gang wenige Theo- remata und Problemata ¿u beweiſen, leicht moͤglich ware; und dieſe Linca nun wird genannt Circulus, und ift die andere Bewegung, und auſſer dieſen beyden Bewegungen geſtehen wir ferner keine Bewegung. Iſt alſo der Anfang aller Dinge von einem eintzeln Punct, und die Linea a. b. wird genannt Radius oder Semidiameter, oder die erſte Bewegung, und ſind alſo alle Linien vom Centro oder erſten Punct zu der Circumferentz oder herumgefuͤhrten Puncto b. lauter Se- midiametri oder Radii, welches wir zu beſſerer Verſtandniß des folgenden, denen in Mathefi Ungeübten, ein wenig beruͤhren muͤſſen. Nun haben die alten Wei⸗ fen das obere geiſtliche einige Licht alſo bezeichnet, wie Num. 20. nemlich, mit dem Puncto Principii und einem Radio oder Semidiameter unter ſich gekehret, zu bezeugen, das aus dieſer erſten und zweyten Bewegung, als der Forwation des Etrculs, alle Figuren und Formen gezeuget und gebohren werden. Die Finſter⸗ nig oder die Nacht haben ſie alſo gezeichnet, nemlich, den Punct unter fich, und den Radium úber fich gefehret, fiehe Num. 21., und alfo bedeutet dieſer Character das centraliſche unterirrdiſche zerſtöhrende Feuer, zu bezeugen, Dap dieſes zer⸗ ſtoͤhrende grimmige Feuer gang um- und hinein gekehret, und alſo den obern grad entgegen ſeye. Das Waſſer aber haben ſie alſo gezeichnet, nemlich mit 2. Radiis oder einem gangen Diameter, gleich liegende, wie bey Num. 22. daß alfo Der Character Des gangen Univerſi(welches Univerlum aus Licht und Finſter⸗ nif beſtehet,) dieſer iſt, wie Num. 23. abgebildet worden. Wann nun der Ra⸗ dius des himmliſchen Lichts a. c. ſich nach b. und c. beweget, ſo gebähret er den Character.a..alſo A und ift der wahre Character des himmliſchen Licht⸗Feuers, aus 2. Licht⸗Strahlen a. b..c. und dem Diameter der Waſſer oder der Schei— dung b Er s i r ĝo Das Dritte Capite. dung b. c. und alſo iſt dieſer Chara cter die wahre innerliche Bezeichnung des feuri⸗ gen Voder waͤſſerigen Schamajim; da aber der Radius der Finſterniß oder un- terirrdiſchen A.c. nach b. und c. beweget, und von dem Diameter der Waſſer b. c. bedecket wird, kormiret er dieſen Character V, der da der eigentliche und wahr⸗ hafte Character der Erden iſt, welche das unterirrdiſche umgiebet und beſchlieſ⸗ ſet, dann wie das untere Feuer dem obern Feuer entgegen ſtehet, alſo auch die fin⸗ ſtere Etcde J der himmliſchen, nemlich der paradieſiſchen, dem Schamajim. And ift affo diefe Bezeichnung z der Erden, von denen philoſophiſchen Stuͤm⸗ pern falſch, und gehoͤret dem Waſſer, wie folgen wird. Iſt alſo das vorherge⸗ hende Schema der Character von dem Schamajim und Arez,(ſiehe Cap. I. S. 5. u..) nemlich von dem erſten Tage⸗Werck der Schoͤpfung, Genel. I. v. 4. ad. da aber die Kadii, der obere und untere, durch das Goͤttliche Fiat ſich in einer gleichfoͤrmigen Proportion von Einem in die vollkommenſte Dreyzahl bewegten, kamen die uͤbrige Tage⸗Wercke auch darzu, und ward die gantze Schoͤpfung vollendet, welche Dann von denen Mago-Cabbalifticis alſo, wie Num. 24. bezeichnet worden. Und waren alſo die Sechs Tage⸗Wercke a. f. h. d..g. der gantzen Schoͤpfung auf dem Ruhe- Punct e. als dem Schabbath wollendet; dann nunmehro war durch die Scheidung vollendet, was Cen. I. v.. ſtehet. Und deutet alſo der hineingezo⸗ gene Diameter b. c. die Luft h. a..b. c. und Waſſer f. g. d. b. c. an, h. a. i. aber⸗ das K, und f. d. g. die Erden, zu bezeugen, daß dieſelben nichts anders ſeyn, als ein Ausfluß aus dem A alfo, mie Num. 25. andeutet. Dann die Radii m. p. o. p. find von den Radiis n. m. n. o. ausgefloſſen in dem Diameter der Waſſer m. o. und von dannen kommen ſie zu dem unterirrdiſchen Ay Da fie dann corporaliſiret und zu der Erden geworden. Dieſer Character aber der Luft Num. 26. zeiget, daß ſeine Schenckel(Crura ſeu Latera) i. r..8. vom ewigen Licht und ætheriſchen Waſſer K. I. gebohren, der Unterzug r. s. aber, deutet an ſeine Feuchtigkeit von dem materia- liſchen Voder Qualitate ſecundaria; Und gleiche Beſchaffenheit hat es auch mif dem Character des Waſſers Num. 27. da ſeine Latera x. u. x. q. zeigen, daf fein materialiſcher Urſprung vom unterirrdiſchen entſtanden, wie dann der Durchzug W. y. ſeine Vermiſchung von irrdiſchen Theilgen bezeuget, und die uͤberzogene u. ꝗ. daß es des himmliſchen Waſſers im geringſten nicht ermangele, ſondern auch genugſam in ſich fuͤhre, und als ein allgemeiner Spiegel unaufhoͤrlich dieſer Ein⸗ ſtrahlung genieſſe. Droben im erſten Capitel iſt geſagt und bewieſen, daß das Waſſer ſeye die erſte Qualitas ſecundaria, welches die Weiſen durch den Character Figuræ Num.ꝗ3. klaͤrlich anzeigen wollen, dann die Linea b. c. daſelbſt, ſowohl dem A als dery gemen, dann beyde.a. cund.d. c. Diefelbe gemein haben. Serner Haben wir in dieſem gantzen Wercke klar und untwiderfprechlich erwiefen; daf O A und v in ihrem Innerſten und Weſentlichſten gantz und gar nur einerley ſind; dar⸗ aus dann folget, daß die alten Weiſen durch den folgenden Character Num. 29. ſo fi: Wt Waſſt Wilt⸗ idii Mefi najin, Stin Ne Shb) k ab flnigen übtig ſhelcht Und fom HW ingit iAy dah fen i Wii materii oh , pii Duw bergo Dam au s Mi Wi shara! ofllͤch , oU W8 fmd; W Num:49 í Von dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. ſowohl das api ı als auch Das y bezeichnen to ollen, wie Dann aud bep ihi gebraͤuchlich geweſt; ba ſie ab er das Suͤbe erhaupt allein bideurerwoiln, haben fiees alſo gezeich i wieFig. N Num. 28. Das à abet nach allen ſeinen Eige nſchaften, wie ſehen, nemlich durch einen he alben C Circul mit denen un⸗ terzogenen Sinibus,alšb. a. und.c. dem Radlio b. d. c und wann dann ferner b. d. dem gantzen Diameter.c arallelgelegettoivdy tviee.£ ſo iſt er nopi der Character-Der Luft geworden, Würl ek Yum. 30. 4u fehen, Und ben alſo haben ſie auch! a$ Ygezeichnet, nemlich mit dem r eoem bat ben Circul (fi chkig.N Jum. 3 r. jalga! cund denen unterzogene Sinibus g...c. demDiame D iog.|. par rallel mit.c wie h. i. zeiget, wann aber wai adius if.i weggez wird fo ift es die Erde, wie die .e. b.£c. d. Num. 30. z > ) ey VUA eÉ, hi p g q 9 D ged g i. ç achte E I£ r, Num.31. zeiget. Daher ſiehet n un, warum die o o n das Saltz alſo gezei 4 net, iSi nemlich, Dag in i ihme alleine alle Vollkommenheit zu finden, und auch die gantze s Satur in ihme concen triret, wie klaͤrlich pi deme ju verſt ch ény daß A und y nur eines und nur einerley find und ihre 3. Characteres, zugleich betrachtet, auch zeigen. Und haben nunmehro uͤberfluſſig genug erklaͤret, w arum das Salh yon denen wahren Magis und Cabbalilten durch einen Cubum anoe ircul mit ſei⸗ nem’ Durchſchnitt, od er auch durch eine Sphæ Arn feh bede eutet worden? nemlich, daß aus dem Circulo a..c. g. vid. Fig. Num. 32 undd rard fel ben Circuls die da beyde To und mir eas Mineralien und Salier Ap AE glauben alfo, Daf mir pon der Zei viel, geredet haben, wie wir wo G⁴ Be von deme alle Weisheit flie geweſen ia In denen folgenden§. S. werden wir nun ferner von der Zeichnu derer 9 allen 1y Mi Iineralien und Salien rede n, und den Anfang machen n det n Ib s von denen Alten alſo gezeichnet worden,(ſiehe big. Num. 330) mit welchem Character ſie auch Die€ i E onne bezeichnet, und zu verſtehen geben 5 llen, oc inben. Innerſten gantz und gar nur einecley ſind, nemlich, das weſent A au Sehamajim; und Daf ia so oin ener ſeyn koͤnne, als dieſe ber pdeCör⸗ per, be zeiget der Character an fich felbften; da nn gleich wie aus dem Pur ict Feine vollkommenere Figur ge als Der Circul, alfo fey auch keine groͤſſere Vollkommenhel it al5 dieſe Coͤrper, die da beyde nichts anders find, als g La E — jang und gar cin twefentliches£ der blutrothe A Schar najim, deme fein irrdiſches$ Sener in Ewigkeit was abgewinnen Fan oDer m jag, ſondern muͤf ffe sn durch Das himunlifche y bemeiftert i verden. Dag der Circulus, Globus oder Sphæra ſeye die Figur t LDAA] Deg A unD Bafles, ifi und bedarf alfo Feines GA g ia Anfang DES.8§. dieſs C rag M itels ge ſa 2 ON ataf bia a EtA k f Durch und v97 iſt di je immer und wig $- waͤhren⸗ Das Dritte Capitel. waͤhrende Bewegung am beſten zu betrachten, ſo nur noch allein zu erinnern. In der wahren alten Cabbala findet man auch die groſſe und kleine Welt alſo, wie Fig. Num. 34. bezeichnet, anzuzeigen, daß, gleich wie der Punct mit der Circumferentz umgeben, alfo fey auch dieſe Welt mit dem Schamajim(das iſt, mit dem Wun⸗ der A davon mir anjeko geredet) umgeben; daf fie aber auch die kleine Welt alſo gezeichnet, davon halten wir, daß fie haben andeuten wollen, wie daß des Menſchen Innerſtes nicht anders fene, alg ein weſentliches Gold(Aphar min Haadamah,) ja daß eben dieſes in ihme der ewige unzerſtoͤhrliche Leib ſey und bleibe; daß ſich aber auch dieſes unzerſtoͤhrliche Gold in andern Formen mehr befinde, iſt gewiß und wahrhaftig, und mag ohne dieſes Gold oder A, und das reine Mercurial- Baf- fer, Feine Creature einen Augenblick beftehen oder bleiben. Das Gold aug Denen Bergen ift zu einem reinen Córper in feiner reinen Matrice(fiehe Cap. I.§. 20.25. bis zu Ende) congeliret, und daher der Form nach nicht vor das O zu erkennen, davon unſere Rede, es ſey dann, daß es nach denen wahren philoſophiſchen Kunſt⸗Regeln, durch ſein eigenes Mercurial-Waſſer aufgeloͤſt, und von denen fremden Theilen, ſo ihme hienieden in der Erden angehaͤngt, gaͤntzlich geſchieden werde; welches dann gar leicht geſchiehet, ſo man ſich nur in dem Menſtruo nicht verirret, auch das Gold nach der Form wohl kennet; darum haben wir geſagt, mit ſeinem, des Goldes, eigenem Mercurial-Waſſer, welches beſtehet aus dem A des Goldes und Silbers, ein Liquor aus zwey Saltzen, die im Grunde nur ei⸗ nes, und nur einerley ſind. §. 13. Nun kommen wir zu dem andern Metall, dem Silber, welches von denen Alten alfo gezeichnet worden,(ſiehe Fig. Num. 35.) das iſt, mit einem halben Circul, und einem Punet oder Centro den andern halben Circul hinein⸗ waͤrts gekehret oder geleget, und alſo iſt von ihnen auch der Mond gezeichnet wor⸗ den. Dieſer Character zeiget uns nun klar, daß das Silber ein gantz vollkomme⸗ nes Metall ſeyn muͤſſe, gleich dem Golde, und gantz und gar nur eines einfachen Weſens mit ihme, doch alſo, daß das Rothe hinein gekehret, nemlich des Goldes auſ⸗ ſerliche Form. Das Waſſer haben die alten Cabbaliſten gleichfalls alſo Ccha⸗ racteriſiret, und alles andere, was nur fluͤſſig geweſen iſt, ja ſelbſten auch den L. Tomit fie ung dann genugfam zeigen wollen, daf das Gilber aus nichts anders be- ſtehe, als aus dem weiſſen£ der Cæ, dem wáfferigen mercurialifchen G, dem lunariſchen Saamen,(davon lies das erſte Capitel,) und daß, wann man in ihme dieſe weiſſe waͤſſerige mercurialiſche Form austrucknet, das iſt, den aͤuſſern halben Circul wiederum herum leget, ſo habe man alsdann wiederum dieſe Figur O, das ift Gold; denn was das rechte Oriſche und weiſſe Criſche Roder Sammen ſeye, iſt nicht noͤthig allhier zu wiederholen, indeme dieſe hoͤchſtwichtige Materie im erſten Capitel ausfuͤhrlich genug gehandelt worden; wer auch dieſes erſte Capi⸗ tel nicht wohl geleſen und verftanden, deme wird diefe unfere Rede von denen Cha- racte- ui h L Py W W lis ô in Ņ X h I Ri Fir, o teng Riv [ ni ihn ah.) yabe ind Wt Nenen 32$ Meny khen enen QN wdi dot} W nuh nihi teet hinir KEN fonnt infan Ig At Che du Y. hus y ihihlt pa nwo, Aamin atull pén n Che ni Von dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. 83 racteribus wenig oder nichts nutzen. Wie und auf was Art aber dieſe Austruck⸗ nung und Umkehrung zugehen muͤſſe? weiſet der Character an fich felbften; ſonder⸗ lich fo man den Punct recht betrachtet und wohl gelernet hat, was da ſeye das heili⸗ ge Seuer, welches die Philofophi in ihren Schriften klar und deutlich anweiſen. Dicfes heilige A und feine QuellBrunnen find den wahren Propheten und Dries ſtern des Alten Teſtaments ſehr wohl bekannt geweſen, wie davon im 2: Maccab. zu leſen. Die Perfer haben Diefes A genannt Orim-as-da, wie wir dann zuvor auch ein wenig hievon geredet haben: darum wer da weiß und erkannt hat, wie daß wahr⸗ haftig und gewig V A und Geines und nur einerley find, der wird auch die nahe Verwandſchaft des Goldes und Silbers deſto beſſer begreiffen, und auch voll⸗ kommen verſtehen, wann die wahre Medici von denen Curen derer ſonſt unheilba⸗ ren Kranckheiten reden, daß nemlich zu dieſer© zu jener aber D muffe genommen werden, was ſie vor Gold und Silber meynen, und wie es Aurum& Luna potabi⸗- lis werden muͤſſe? Allein muthwillig wollen ſie dieſes nicht wiſſen daß der Simmel vor Zeiten auch war, und die Erde, die aus dem Waſſer und im Waſſer beſtunde ꝛc. 2. Pet. 3. v. 5. Womit wir dann auch die Beſchreibung des Characters Lunæ endigen wollen, glaubende, daß er mehr als zu klar und deut⸗ lich erklaͤrt worden. §. 14. Und bringen nunmehro die zerſtoͤrlichen Metallen nach einander her⸗ vor, und erſtlich das ſchoͤnſte unter ihnen, nemlich das Rupffer, welches alſo gezeichnet worden, wie die big. Num. 36. ꝛemlich mit einem gantzen Circul ohne Centrum, Und ein Ereng dder feine Radii unten angehaͤngt, die da das Saltz be⸗ deuten; dieſer Character erklaͤret ſich demienigen ſelbſten, ſo uns in allem vorher⸗ gegangenen wohl verſtanden; ſein gantzer Circul deutet an ſeinen Oriſchen Pode Oriſche S die da in groſſer Menge in ihme vorhanden, weil aber Dag Ceaitrum oder Punctum der Ruhe/ das beſtaͤndige Licht Ydieſem mangelt, zeigets an, daß dieſer irrdiſche A demſelben nur an der Oberflaͤche, das iſt, gantz fluchtig, anhange; auch bedeutet dleſer Eircul ohne Centro oder Ruhe- Punet, dag fein A Rad nur aus dem wilden irrdiſchen goder Abeſtehe, und des fixen weſentlichen beſtaͤndigen der Rube annoch ermangele; auch zeiget das unten anhaͤngende Creutz(ſo da im Eircul nichts anders iſt, als ſeine Kadii oder Diametri, das iſt Z) daß ihme das innerliche weſentliche S mangele, das da iſt das A, davon wir anjetzo geredet, und ihme nur ein grobes, irrdiſches, zerſtoͤrliches vitrioliſches ZS anhange; wer nun dieſes grobe irrdiſche G um oder wieder hinein kehren Fan, das ift, das A liche A Rad durch feine Speichen dder Radios wiederum auf ſeine Axin oder Ruhe⸗Puntt zu ſe⸗ ßen, das iſt, ihme das à beſtaͤndige, lebendmachende weſentliche A zu geben weiß, der hat die Kunſt ergriffen. 5 §. 15. Nunmehro ruͤckt MAks der ſtreitbare unuͤberwindliche Feld⸗Herr hervor, welcher billig aus vielen Den Vorzug haͤtte haben ſollen, indeme 2 er yi 84 Das Dritte Capitel. er uns ſo noͤthig, ja faſt am allernoͤ thigſten und nuͤtzlichſten auf dem gantzen Erdbo⸗ Deny und keine Kunſt, Wiſſenſchaft oder was es fene, rfonnen werden mag, da Mars zu entb bähren wäre; ja ſelb fer n unfere meiſte Sy veife und Nahrung beſtehet in ihme, wie klaͤrlich erhellet aus alle der laͤtti eit Erden, aus ohe Ziegel gebrannt werden, deten Roͤthe nichts anders als des Eiſens Gegem wart anze get, fo auch vermittelft eines gut en Fluſſe Sin ftarcfen A aus ihme, es ſeye auch fo wenig es wolle, geſch ieden werden mag. Daß dieſe laͤttigte Erde und der gelbe Leimen niches als Eiſen ehemals geweſen, ſo da taͤglich mehr und meh r durch de en Pflugſchaar von ſeiner Minera und Wurtzel abgeriſſen, und zur Rd ing ge⸗ dulun bracht wird, und Graß, Kraut, Wurtzeln, und allerhand Getraͤyde und Obſt herfuͤr bringt zu unſerer Nahrung, deſſen iſt ein unumſtoßlicher Beweiß, wann man das Eiſen an der Luft ſtets mit Wafſer befeu chtet, daß es anfan p> P und da dieſer Koſt ferner frets an Der Luft mit A befeuchtet/ endlich durch Laͤnge der Zeit ein natuͤrlicher gelber Leimen oder Laͤtten wird, welcher zum Sien fo a und tuͤchtig, als ein anderer Laͤtten oder Erdreich. Daß nun der gantze Erdboden faſt mit Eiſen⸗ Erh fepe uͤberzogen geweſt/ welches nach Sánge der R verwittert, beweiſet klaͤrlich, daß man a hin und wieder ſolch e Shol len Eiſen⸗Ertz findet, ſonder⸗ lich an denen Orten, da das Erdreich nicht hoch dber dem Trieb⸗ Sande ſtehet, und der Sonnen St rohlen,(der rothe Oriſche P) des Trieb⸗ Sandes Waſ⸗ (ſo da ein Sand⸗ und Steinmachendes y ift, Davon fehe Cap. I.§. 12. 13. 14. en koͤnnen, allda dieſe Strahlen durch Mittel i eſes v und Hülfe en Waͤrme, ju diefer Cif ſen⸗Minera ausgekochet werden, dav'on auch geredet worden: Ja es beweiſet es auch klaͤrlich, daß faſt kein i Dan icht ein folches ge lbigtes, roſtigtes/ eiſen⸗ fhet alſo! nit we enigen y was Mars por ein Geſe le, a zoͤthig⸗ ja 1 mencbehrli ich er iſt/ hergegen auch hoͤchſt des Hoͤchſten reitzet, und der HeErr die frucht tbaren Regen, die 1 fols rivenden y o behalt, und erfi let wird was Deuter. XVIII. v. 23. ge ſchrie benfi tehet: lich, ferner wird dein Sim⸗ mel, der aeee deinem Sau pt iſt/ ehrin fyn, c un die Erde, die unter dir iſt, eiſern, ꝛ da aber Die re bten V ni icht mangeln, ſo wird be⸗ ſten erfuͤllet/ Was Job. Cap. XXXVH. v. 14. n: Daf fie( Die Erde) fich vers ándere, wie Leimen, dare in man ein Siegel druckt. Un é haben wir dieſe Spruͤc be nicht t vergeb lich hieherg geſetzt. Sonſten: ift Die O des Mar tis leiblicher un⸗ mittelbarer tay der D aber feine Stief- Mutter, ndeme; fein Vatter hie⸗ nieden mit einem fremden Weil ve gebuhlet, und ihn auſſer dem ordentlichen e Bette geze ais daher er ſo unartig und ungerathen geworden, doch aber g Batte n Ge bluͤt noch viel be halten. Wir Mend chen können auch aus dieſer un taͤglichen Nahrung hrung, die, wie oben gemeldet, mehrentheils zus Marte entſprol fn, herfur quillet. t was Herkomi nens, wie hoͤch ſchaͤdlich, wann der N Lenſche n Bosheit die Rache des l Jy — er—— T — oam f M 10 0u O toann Und Von dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. 85 ke ſen, unſere Unart, Ungeſchlachtigkeit, Bosheit und? Blutgierigkeit erkennen ler⸗ nen; zugleie chaber ae laa fane m reinen Blute, fo er von feinem Vatter ererbet/ (davon man haͤlt, daß es ei n vollo: nmen reines, helles, ewiges unzerſtoörliches A ſeye,) urtheilen, woraus und aus pio vor ein ap Saamen unſer geiſtlicher innere unzerſtorliche Leib beſtehen muſſe, nemlt ich wie die Schrift ſaget, aus rother Er⸗ den aus dem Parad ieſe gen nommen, Min T min Ha ea Dieſen Martem nun, He Eiſen haben die alte alſo gezeichnet,(ſiehe Fig. Num. 37-) mit ein Circul und einem gantze n Diameter ſeitwaͤrts$ oben aus, an defen cA et diametri von oben n herunter nach dem Cire ul zu in rechten Winckelt ieſer Character ha t gar viele und geheime Bedeutun⸗ ier igſten erw ehner und wollen von oem Punet aat fano gen: von demſelb d ametri des obern Lich⸗ d. und formiren s iſt, es fehlet nie hts als das ſſer Schamajim der Vuſhe weſſe* an de der bollkommene n Globus t geny davon wir =? g3 > g f, ein wines Poinomme Wefen, Der A be uair) rothe Y; fo aber wey Strahle$A„welchen dieſes c. d. fehlet, vermi ſchet mit e ntzen Durchſch nitt des untern Kreyſt 28, mit einem groben ir tebiet— fein© Vitrioli iſt, und ift alſo dieſer n grober Leib gezeuget worden; daß aber dieſes ſein Saltz viel reiner und heilſamer als des 2s O, ſteheſt dukl aͤrlich a€: DNG erſtlich ſein Saltz oder Diameter ſchon ein fublim Koy gereinigtes pe no aufgefieg enes O ift, fo fich ſchon in der Puf| mit den Licht⸗Strahlen vermi ea und pon beyden Strahlen des Lichts beſchl ofk n worden, daher es auch ſo ſuͤß und lieblich iſt, denn es von die⸗ ſen Licht⸗Strahlen ſchon um ein groß Theil corrigiret worden. C$ ift So an Martis gang eine andere Art als das O V eneris, welches gan utz irrdiſch, dann es ſei⸗ nem Kreyſe von! inten anhaͤngt, dieſes aber, des Martis, iſt beynahe gleich dem wun⸗ derbaren Sali, ſonſt Nitrum genannt, ſo da von dem obern Lichts⸗ und Feuer⸗ Strahl gezeuget wotden,(ſiehe 8. 11.) und davon o ferner an i feinen O rte ge⸗ redet werden wird. Iſt alſo aus dieſem fuͤrtreflichen P und dem jetztbenannten Sr der Kreyß Martis gezeuget, es iſt ab⸗ rkein C entrum Dy M elches dann zeiget, d die Lichts⸗Strahlen von dem aufſteigend en Diamer ter gantz verſchlut aa und bns grobe S gantzlich predominire, und der rothe Or ſche A Hantzl ch hinein gekehret. Ware derhalben das O M Martis afe feir reigencs N Ment truum zu ſeiner eige nen Ver be f ſerung anzuwenden, und das S wiederum hinein zu kehren, das iſt, inni glich m it dem A be ftándigen A zu vereinigen; das iſt, wer das Rad wiederum auf feine Speichen(Radios) zu ſetzen weiß, der wirds wiederun rauf D eigenen Centro bewegen und laufend machen, und o alfo den vollt kom men aen C Circul offenbaren: Und haben mir an einem andern Ort di oben hon, nicht vergeblich ge ſagt, daß alle Dinge von ihrem prædeſtinirten Zweck, j Duaich cbenden Weg//welchen fie von ihr rer a Em⸗ y 55 A "i weinen Geil B a. b. das iſt F 86 poa sant ai ihrem l uh rftande gebracht m Dns€ Di Des C Sifens nid ht vergeblich geredet morden. Eiſens auch bey ſeit ſetzen, und wollen den nur noch dieſes zu bedencken geben: Daß dieſe Stis, von denen Alten noch zue iner ander n Bed wir hier rie eigentlich zur Welt⸗Beſchreibung gehoͤret, und ſoll derhalben an ihrem Orte gehandelt voerden. S. 16. Die Reyhe triftnunmehy deut itung Sye pri oyra unD jin bon i reden fónnen, wollen wir bisi Ay ie Folg ze verſparen, dann dieſe Mate⸗ í Y ro Den I JUPITE R, dder Das Zinn an: Die- ſes iſt ein Meta i, von wele hem ſowohl dieb als auch Chymici, wenig oder gar nichts rechtes geſchrieben; der Ber gmannmelbel auchnicht s weiters davon, als wie er es cchle⸗ hter dinges aus Der na rgen bringet, ſchmeltzet und zu gemeinem Nutzen ins Feine darleget. Weilen aber ein mehrers hinter ihme nn rgen, alg viele fich mè oöchten traumen laſſen, ware es der Muͤhe wohl werth, daß die Gelehr⸗ tern, als wir, ausfuͤhrlicher hiervon handelten. Esiſt ſonſt dieſes WMetaleigent⸗ lich alſo gezeicht net worden, wie Fig. Num. 38. welcher Character damn ohne Weit⸗ läuftigkeit bald zeiget, was Natur und Ei ipni aft das Zinn ſeyn muͤſſe? Sein halber Circula. b. zeiget, daß es von dem A Olis ein gutes Theil, ja beynahe die Helfte haben muͤſſe, wie uns g. a: a, por bildet, der úbrige Theil b..h. aber seiget OIART Das ange han igte Creut b. d.£. e. Dag feinem Die s Creutz iſt dannoch ſein eigene S; nhlich zerſtoͤret werden mug, damit Das innere ſicht vie——9 offe abare é? un Sphæra a. h. b. auf ihrer Axi g. gaͤntzlich heru——⏑ der grobe irrdiſche A‘und A fo ba ifte. c. f. und.c. d. geben dem das Geknirſche, und alie ſeine ünart f, Darum ſolt du dieſes Creutz mit dem halben Circul de t Vollkommenheit durch das Reini⸗ gungs⸗Feuer gehen laſſen, ſo haſt du deinen Zweck erreichet, und wirſt t die Guͤte des Tu berfluͤßig s enug ſchmac fen; den Proceß aber hieher zu ſchre elben, iſt unſer Vorhaben nicht, ſondern nur den myſtiſchen oder hierogly phi ſchen Sinn dieſes Characteris, fo viel uns moͤglich, zu erklaren. §. 17. Da SATURNUS oder das Bley kommt nun auch heran geſchlichen; iſt alle ler Welt áu! ſſerlich bekannt, ſehr veracht und weniges Anſehens, jedannoch al⸗ ler uͤbrigen J Mei ifte und ihrer innern Guͤte und Tuͤchtigkeit E xaminator, er mag faſt ſo viel als ſie alle miteinanderz und ſo ihn die Welt recht kennete, wuͤrde ihm mehr Ehre wiederfahren; Die alten Weiſen aber, ſo ihn beſſer als wir gekannt, haben dieſen alten wunderlichen Kautzen alfo gezeichnet, wie Fig. Num. 39. das iſt, oben ein Creutz g. h. i. k. b. und unten zwey halbe Circul gegen einander, und den obern mit einem Punet oder Centro alga. b..c. undc. e, f. wel lche wunderbare Bezeich⸗ nung Menſtrnur Y dem ſe duffe Ó £ COA S Sp o; Von dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. 87 nung gewiß was ſonderliches zu bedeuten haben muß, und ſo viel wir aus der wah⸗ ren Cabbala ſchlieſſen koͤnnen, ſo bedeuten die 2. halben Circuli A ind ğ nicht die gemeinen, unerachtet ſolche alle beyde aus P geſchieden werden koͤnnen, ſondern der halbe Circul b..c. mit Dem Centro a. deutet an, daß faſt ſeine gantze Helfte beftehe aus& Olis, aus dem rothen lolariſchen A oder mánnlichen Saamen; Der untere halbe Circul c. e. f. aber aus dem y Yali, dem weiffen lunarifchen A oder Saaz menz fonſten es unmoͤglich ware, daß dieſes Metall alle andere ſo leicht zerſtoͤhren, ibr fluffig Raliſches mit ſich fuhren, und das vollkommene lixe verklart ſtehen laſſen wurde: damit lerne man dieſes umverlal irrdiſche Menſtruum wohl kennen, ſo wird die Erkaänntniß des geiſtlichen Univerſal Menſtrui auch nicht ermangeln. Derje⸗ nige nun, fo diefe Circul wiederum durch ſein ſuͤſſes Wunder⸗D h. i. K. b. zu verei⸗ nigen, und des Z Centrum g. in des Circuls Centrum a. zu verſencken, und alſo die Sphæram auf a. wiederum zu bewegen weiß, wird innen werden, was D zu ſeiner hoͤchſten Verwunderung vermoͤge? lerne aber ſein eigenes Menſtruum h. i. k. b. fo nicht unter, fondern úber ihme ftehet, Fennen; Es ift Fein irrdiſches, ſondern ein himmliſches O, mit welchem das O a” groffe Verwandtſchaft hat. Wirſt du ihme nun die Erde oder Matricem geben, die er, der D liebet, und an Geſtalt dem y gang gleich, fo wirft du die Bereinigung anſtellen, und wird ſein inneres Aa. alsdann lebendig werden, und den gantzen Kreyß belebt machen zu deiner hoͤchſten Verwunderung. Und ift alfo der Saturnus vorüber gehinder. Lrg. Es will dem unbeſtaͤndigen und fluͤchtigen MERCCURIO, der doch der allerbeſtändigſte iſt, die Zeit faſt zu lang werden, ehe er auch herzu tretten kan: Sein Character und Bezeichnung von denen Magis und Cabbaliſten iſt, wie kig. Num. 40. nemlich oben des Monden Circul, darunter ein gantzer Circul ohne Cen- trutn, ſo ſichtbar waͤre, unter dem gantzen Circulein 4. Dieſe Vezeichnung iſt faſt wunderlich/der obere halbe P zeiget an ſeine Fluffigkeit oder geiſtliche Fluͤchtigkeit, und das untere 4 die irrdiſche vrige oder Olinifche feuchte oder metallifehe Form und Fluͤchtigkeit, zugleich auch, daß ihme die fixe Salt⸗Form in ſeinem Circul man⸗ gele; Der aange Circul deutet an, daß zwar der edelſte und fixeſte Theil, der rothe Qlarifche A in feinem Centro verborgen, fein Seben oder Wuͤrckung aber, nemlich der Punet/ ſeye gaͤntzlich in ihme verſchloſſen, und in ſeiner fluchtigen Driſchen Form zerſtreuet: Dieſen ſoll man in ihme zuſammen bringen und offenbaren, das Oliniſcher zuſamt ſeiner Yriſchen flluchtigen Form oder Beuchtigkeit zu ihme hinein kehren, und dieſelbe durch fein eigenes A oder Leben, nemitich feinen verborgenen Punct, austrucknen, lix und beſtaͤndig machen, ſo wird befunden werden, daß der lebendige L in Wahrheit nichts anders iſt, als der rothe Olariſche und weiſſe Driſche Rin metalliſcher Form; beſiehe hievon mit allem Steig Cap. F.§.23. und 2f. Daß aber die Magi und Cabbaliſten auch noch etwas weit hoͤheres und ge⸗ deimeres mit dieſem Characker, als den gemeinen laufenden& haben andeuten T en, me KRt z m. s* 38 Das Dritte Capitel. len, iſt tohi ohne al len Streit: Dann der oben liegende halbe 7 Lunæ, und der gantze der O, das+ abe ty wann es in den Gii der CH sorap deg gangen Univerfi, vid.§.11. tnd haben pi das ift, Den Anfang aller Anfange, wele her d as ſo oft erwe andeuten und bem wreken wollen, Der Da ift A und y und TY haben und gebrauı chen will, das zuerſt erſchaffene Weſen aller Weſen: Allein, wei⸗ len hiervon ſchon ausfuͤhrlich genug hieroben geredet worden wa re eg eine Thor⸗ heit, noch ferner allhier damit fortzufahren, denn es doch nichts a uders, als eine Wiederbe lung des fi chon fo oft geſagten ſeyn wurde. Ut nd wa ire alſo der Character des N fo viel als noͤthig, auch erklaͤret. Weilen aber allhier von denen⸗ tallen nach Denen 7. Plankten geredet und gehandelt worden, waͤre wohl nicht uͤbel gethan, daß wir auch von denen 7. Planeten felbften, als denen ung zu nachſt angrantzenden Welten und ihren Eige nſchaften, ein weniges zu beſ ſtande dieſer Materie/ handelten; allein, weilen dieſes eine Materia, die eigent- lich nicht in dieſes Capitel vom Nutzen des S gehoͤret, ſo ſoll ſie in der Folge ſchon ihren n Ort und Stelle bekommen, ſo ferne uns Zeit dazu uͤbrig bleiben wird €. ro. un wollen wir das Ende ergreifen, und den Beſchluß machen mit denen Mineralien und Salien, wir fagen mit der Signatur, nicht Natur, denn von ihrer Natur im Cap. I. S. 26. bis zu End deg$. 31. und Cap..8: 8— ro. genug geredet worden, bleiben alfo lediglich S iprer Signatur, ſo viel unat is dem Alter⸗ thum annoch uͤbrig geblieben, und ſoll den erſten Wag das ANTIMONIUM betretten, roekhesg von ihnen alfo bezerchnet morden E ig. Num. ie emlich/ oben ein ee ſo ſein allgemeines s Salk; Principium bedeutet, und einen gantzen Circul ohne Punct, anzudeuten, den flüchtigen noch u ungebun ie ſolariſchen a den es in feiner ganhen Spheæra beſitzet. Sein 9; ob es gleich ede e D d fürtref⸗ lich, ſo haͤnget es ſeiner gantzen Sphæra nur auſſerlich an; der aber dieſes S in der Geſtalt des allgemeinen% i darzuſtell en, und Den reinen Leib Deso? Dar Aa zu kochen weiß, wird befinden, dag der Hi immel dieſet mMineral nicht ungutig geweſt, und wird ihi me alsdann in ſeiner Vollkommenheit erſcheinen. Hernaͤchſt komm et das RSENICUVM, von denen Alten genannt Arſenum, und if von ihnen alfo gezeichnet morden, wie Fio. Num. 42. mit zwey gantzen Cir- culis, einen oben den andern unten, mit einem Radio zuſamme ezogen, welches uns klaͤrlich weiſet, daß er beſtehet aus denen zwey Anfaͤngen des obern Lichtes und unten A5 au ver rſtehen, daß er nichts ſeye, als der noch gantz rohe, tr ockene, und un⸗ gebund Dene i(Denn der Punet ſowohle oben, als un len ſtehet) F 2 univerfalis, Durch die unte rirrdiſchen, As Strahlen ausgetr ockne et, darum, f to man ihme eine rechte mert liſche Feucht iI eit/ das iſt, ein begue mes 6 und rechte als Matrix qi ebet, wird man ihn herrlich, fix und verklaͤrt wieder finden. = a4 Auf u y n 1 i y ¢ y sy FOAM i u Von dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. 89 Auf dieſen folget der SULPHUR, telher alfo gezeichnet worde, wie bep Fig. Num. 43. Uls oben cin Dreyeck, und unten ein Creutz, das iſt, nichts als A und A; man foll aber mifen Daf dieſe Bezeichnung von dem irrdiſchen Yallein zu verſtehen, dann wann die vagi und Cabbaliiten von Dem obern oder himmliſchen Sulphur reden wollen, haben fie denſelben alſo O gezeichnet, Darum foll man ung recht verftehen, von twag vor einem A alihier Die Rede und wasg demfelben in feiner Unvollkommenheit mangele? nemlich? und— vid. ſup.§. 11. das ift: gerftóhre in ihme durch ſein eigenes V das irrdiſche Rund erwecke in ihme das ſo feſt und gantz verſchloſſene himmliſche, und koche dieſe wiederum zuſammen, ſo haſt du das Ende deines Vorhabens erreichet, nemlich einen lebendigen fixen Sulphur zu ſehen. Nun foll der Zinober dieſem folgen, nemlich der natuͤrliche, und iſt alfo ges zeichnet(vide Figuram Num. 44.) mit 4. halben Eirculn, allemal 2. gegen einan⸗ Der, und mit 2. durchgezogenen gantzen Kadiis; Dadurch wir dann erkennen, daß ſeine Geburth von einem reinen Lund g entftanden, dann die 2. Radii machen Die 2. Creutze, eines dem Y, Das andere dem A, De Y aber iſt dieſer Q, und diefes iſt der&: man verſtehe uns recht, der erſte iſt ADe, der andere aber Olis; dieſe ſind von dem unterirrdiſchen&alſo verbunden und ausgetrocknet, ſo dieſer die metalliſche Wurtzel⸗Feuchtigkeit gegeben und mit ihnen vereiniget wird, ſo haſt du ihn in einer tixen metalliſchen Form. Dieſes ſind nun die 4. Charactern, mit welchen die alten Weiſen, durch Zuſammenſetzung oder Abnehmung, alle uͤbrige Mineralien gezeichnet haben. Dem ungeloͤſchten Kalcke aber, haben ſie, aus hochwichtigem Bedencken, auch einen eigenen Character gegeben, welcher dieſer iſt, wie kig. Num. 45. an⸗ zeiget, und ſtehet allhier aus ſonderbaren Urſachen zwiſchen denen Mineralien und Salien; er hat oben einen halben Circul, das iſt das magnetiſche lunariſche S, und unten ein E, das iſt das reineſte irrdiſche Oß/ als den Acker, in welchen das jetzt erwehnte himmliſche O geſaͤet worden. Es bedeutet auch der obere halbe Circul Die reine< und Das das lxe Erd⸗S, als das anziehende Mittel. Die Alten haben auch mit dieſem Character die fluͤchtige fix gemachte allgemeine Saͤure bezeich⸗ net: dieſer Character hat viel verborgenes, darum ferne man es wohl gebrauchen. Nun kommen die zuſammengeſetzte Salge, und it das NITRUM Fig. Num. 46. Das erfte; feine Sphæra ift aug der gantzen Welt, hat den Strahl des obern Lichts und unteren A, beſtehet alſo aus fluͤchtigen und alcaliniſchen feſten Theilen: iſt ein Wunder⸗O der Natur. Fig. Nuin. 47. Iſt das VITRIOLVUM: daß dieſes von dem allgemeinen und gemeinen S und von metalliſchen Theilen zuſammen geſetzt ſeye, zeigen ſeine kadii von oben herunter, von der Seiten her, und von unten aufwaͤrts, und da es noch den qten Radium(das iſt, das vollkommene Fliſche Weſen) guch haͤtte, fo waͤre es der Character des gantzen Univerli, ſiehe F. II. und ſehen alſo ſeine Liebhaber, M was kraai mii Das Dritte Capitel. was vor ein herrliches Subjectum das Vitriolum ſeye; doch aber das Subjectum univerſale Onoch nicht, welches in einem andern Gebuͤrge zu ſuchen. Fig. Num. 48. Iſt der Character des SLIS ARMONIACk: iſt nicht in der Sphæra begriffen, das denn anzeiget, daß es nicht von der Natur, ſondern durch die Kunſt oder zufalliger Weiſe gezeuget. Es beſtehet ſonſten aus.Radiis; ſind Radii Des gemeinen OA des Acidi volatilis univerfalis, und V desg Salis Srei: daß aber dieſe gantz keine innigliche Vereinigung haben, zeiget an, daß ihnen Die Sphæra manz gele. Es hat ſeinen erſten Namen vom Tempel Jovis Hammonis befommen; denn da ehemalen zu deſſen Tempel, ſo da in einer groſſen duͤrren Egyptiſchen Wuͤſten gelegen, ſo viele Wallfahrten geſchehen, ward dieſes S in dem Sande, von dem Urin der Menſchen und Thiere, durch die eingeſchloſſene Strahlen, und dem un— terirrdiſchen alſo gewuͤrcket: nachmalen, da dieſes nicht mehr alſo zu haben, hat man durch Kunſt dieſe zufaͤllige Geburth nachgeahmet, und es durch S Urinæ;, Ofen⸗Ruß und Rinder⸗Blut eben ſo gut nachgemachet. Sein Nutz und Ge⸗ brauch aber iſt ſo groß und unentbehrlich, daß wir allhier ein groſſes Buch davon ſchreiben koͤnten; dieſes aber gehoͤret nicht allhier zu unſerm Vorhaben. Fig. Num. 49. Iſt der Character des ALANs: iſt zwar nach ſeinem aͤuſſern Kreyß dem S und O, wie auch G gleich; daß aber alles in ihme verſchloſſen und zuſammen gezogen, weiſet klar, daß in ihm weder Strahlen des obern und untern Lichtes V, noch vielweniger das Punctum zu finden; es hat jedennoch groffe Verwandtſchaft mit dem ZBle Lris, es gehoͤret derhalben viel Kunſt und Zeit darzu, das durch Herbigkeit und Saͤure gantz in ihme verſchloſſene Licht und, das iſt, ſeinen Punct, zu offenbaren, welches gleichwohl vollkommlich geſchehen mag, fo es im rechten Meer- v aufaelòfet und coaguiiret wird. Der es auch mit ſeinem eigenen zu waſchen, zu baden, und wiederum zu vereinigen weiß, der wird ein Wunder⸗S der Natur bekommen, einen ſo groſſen Meiſter, die Metallen zu reinigen, als der Saturnus immermehr, darzu eine trefliche und gantz ungemeine Loͤſchung aller giftigen und gefaͤhrlichen Hitze im Menſchen. Fig. Num. 50. Iſt SAL. ALCALI, ſo ein Arabiſcher Name, und iſt ſchlechterdings ſo viel geſagt, als Saltz; dieſes iſt das Wurtzel⸗S in allen Pflantzen und Thieren, es iſt der Grundſtein, daraus alle uͤbrige Saltze gemachet werden koͤn⸗ nen, oder welches in alle Saltze verwandelt werden kan, davon ſiehe Cap. II.§.9. und folg. Gibt man ihme dieſe X Strahlen, ſo hat man ein vollkommen Nitrum, dieſe Valsdenn ein vollkommenes gemeines S. Es ſtecken ſonſt viele und. groffe Geheimniſſe darinnen, die denen, ſo im&arbeiten, faſt bekannt: alles uͤbrige aber von demſelbigen hieher zu ſetzen, waͤre eine vollkommene Thorheit. Eig. Num. 5 1. Iſt der TARTAROUS, nemlich das S aus dem Weine, ein rechtes Wunder⸗Saltz der Natur, ſonſten die ſchwefelichte Wurtzel⸗-Saure oder Saltz nicht unbillig genannt. Sein U zeiget, daß es aus den 4. Neben⸗Ei⸗ genſchaf⸗ j t $ f \ tm wid Hk Radii fab MAN DeM Mifin 1 eN mu Y hat ie, y awon n MN unte oi nd Aut Nitrus nD go rigai Witi Von dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. 91 genſchaften oder Elementen beſtehe, und das K, daf das obere Licht V und untere A V ihre Strahlen ihme angehángt, doch aber feinen Kreyß in ihme verſchloſſen, fof YI j mit gar harten Banden; mwer aber diefe zu offenbaren, und das anhangende 0 np oder Strahlen hineinzuſchlieſſen, und unzertrennlich zu vereinigen weiß, wird ein ſo hohes und wunderbares Z bekommen, ſo ihme nicht wenig Vergnuͤgen bringen wird. Esiſt uns faſt unter allen Sen keines bekannt, aus welchem leichter, doch mit guter Erfahrung, eine fuͤrtreflichere Artznen zu bringen waͤre, als aus dieſem. Womit wir dann auch dieſesmal die Zeichnung beſchlieſſen wollen, ſonderlich wei⸗ len wir von den uͤbrigen aus dem Alterthum keine Spuhr finden, ſo entweder durch Laͤnge der Zeit verloſchen, oder daß ſie geurtheilet, daß dieſe jetzterzehlte denen Verſtaͤndigen genug ſeyn wuͤrden, die uͤbrigen Geſchlechter alle insgeſamt dadurch zu erkennen, wobey toir eg denn auch laffen muͤſſen, nicht zweiflende, ein jeder aufrichtiger Liebhaber der Wahrheit und Weißheit, werde ſein Vergnügen hier⸗ innen finden; ſolten alſo billig dieſen ſo langen und weitlaͤuftigen Diſcurs vom B einmal endigen, allein wir ſind gaͤntzlich verſichert, daß derjenige, ſo einiges Vergnüͤgen in dem vorhergegangenen gefunden, uns nicht veruͤblen werde, dieſe niemals auszugruͤndende Materie zu ſchlieſſen, wie toir fie angefangen. Welcher Anfang kuͤrtzlich hierinnen beſtunde, daß das von GOtt dem HErrn zu erſt erſchaffene Weſen, ſeye geweſen ein feuriges ꝙ9 oder waͤſſeriges 4, das iſt, es mar ein A Das auh SOund auch war, ein jedes beſonders, und auch din jedes alle 3. zugleich und auf einmal: aus dieſem ſind ferner ausgegangen und geſchaf⸗ fen worden alle Creaturen. Weilen ſich dieſelbe nun nicht in eine unendliche Zahl erſtrecket, ſondern ſich im Sechſten Tagwercke der Schoͤpffung geendiget und aufgehoͤret, ſo koͤnnen wir vernuͤnftig nicht anders ſchlieſſen, als daß der aller⸗ weiſeſte Schoͤpffer an dem Menſchen, als der letzten Creatur, nicht allein das Meiſterſtuͤck bewieſen, ſondern auch in demſelben den Anfang und das Ende aller Creature concentriret und beſchloſſen, das iſt, das gantze Univerſum in dieſen eintzigen Circul zuſammen laufen und ſich verſammlen laſſen; auf welche Endi⸗ gung der Schoͤpffung alsdann der Punct der Ruhe, das iſt, der Sabbath gefol⸗ get iſt, anzuzeigen, daß alles, was auſſer dem Punct iſt, in ſteter Unruhe ſtehe, und ſich unaufhoͤrlich nach ſeinem Anfange, das iſt, nach dem Punct ſeiner Ruhe ſehne. Nun haben wir in allem vorigen ſattſam erwieſen, daß das zu erſt von Gott erſchaffene Weſen oder Ausfluß ſeiner Majeſtät ſeye ein ſaltziges Weſen, das da auch zugleich Feuer, das ift; A und auh Wafer,.e. ¥ war, von Moſe genannt Schaniajim, von denen alten Weiſen aber, der allgemeine Mercurius, und darum von ihnen MERCCRIUs genannt, weilen es gleich dem Queckſilber alle Geſtalten und Formen, gleich einem hellen Spiegel, vollkommen annchmen kan und mag. Schamajim aber heiſt ſo viel(wie im erſten Capitel allbereit erwie⸗ ſen, als Æſch und Majim, das iſt A m J; nun finden mir, daf die SHspf- M 2 fung Wa meia Das Dritte Capitel. fung am ſechſten Tage an dem Menſchen, welchen Moſes oder der heilige Tert nennet ADAM, aufgehoͤret habe: fo ift dann ohne allen Einwurf der Schluß feſt und unumſtoͤßlich zu machen, daß der Menſch dasjenige vollkoͤmmlich ſeyn muſ⸗ ſe, davon wir von Anfange an bis hieher gehandelt, ja nicht allein dasjenige vollkoͤmmlich, ſondern noch ein weit groͤſſers und vollkommeners, indeme ihme ſein ewig lebender Geiſt unmittelbar vom ewigen Lichte Gen. 2. v. J. mitgetheilet worden, alſo daß er ſelbſten ein Fuͤncklein der lebendigen Gottheit iſt. Wer all⸗ hier Ohren hat der hoͤre, und leſe auch mit hochſter Aufmerckſamkeit die erſten Cap. Genef. und diefe 3. Capiteln dieſer unſerer Beſchreibung, ſo wird er in Wahr⸗ heit mehr finden und ſehen, als er jemalen geglaubt; alles aber von Wort zu Wort hieher zu ſetzen, doͤrfte uns faſt vor eine groſſe unverſchaͤmte Thorheit aug- geleget werden. Es iſt hin und wieder ſchon ſo viel und deutlich geredet worden, daß es faſt unverantwortlich; doch iſt dieſes unſer Troſt, daß, weme das Licht des Hoͤchſten nicht ſcheinet, auch bey hellem Mittage blind ſeyn muͤſſe: Es lerne ſich aber der Menſch ſelbſt erkennen, alsdann wird er aus ſeinem gantzen Weſen alle und jede Geſchoͤpffe, ſowohl ſicht⸗als unſichtbare urtheilen, und wird ihme nichts verborgen oder verdeckt bleiben, ja ſelbſten die vier geſchiedene Principia oder quali⸗ tates ſecundariæ, insgemein die Elementa genannt, werden ihme mit allen ih⸗ ren, uns insgemein unſichtbaren Creaturen, gantz entdeckt und offenbar ſeyn, wovon wir im Dritten Theil ferner handeln werden; Ja Himmel und Hoͤlle, Licht und Finſterniß, werden ihme vollkoͤmmlich entdeckt und offenbar ſeyn, er wird mit feſter und unumſtoͤßlicher Wahrheit ſehen und vollenden koͤnnen, daß das al⸗ lerabgeſtorbenſte Corpus vollkoͤmmlich wiederum hergeſtellet und ewig beſtaͤndig ge⸗ machet werden kan. Welche letztere Worte einem oder andern unerfahrnen wohl einen Anſtoß geben doͤrften, ſo uns aber nicht hindern ſolle, indeme es dannoch ei⸗ ne ewige Wahrheit iſt und bleibet. Uus welchem dann der Menſch vollkoͤmmlich wird ſehen und ſchlieſſen koͤnnen, wie nach denen beſtimmten Zeiten der Ewig⸗ keiten alle Creatur ſo in der Finſterniß, das iſt, in der Schlacke oder Greiflich⸗ keit verwickelt, werde wiederum umgekehret, und in das geiſtliche mercuriali- ſche Leben verſetzt werden, in welchem hinfuͤhro nichts wuͤrcken kan, als Geiſt und Sicht. Darum, O Menſch! lerne dich vor allem ſelbſt recht und wohl erkennen, fo wird dir unverborgen ſeyn, was das iſt, ſo die Philoſophi ihren&, Moſes aber A; Das ift, Sund v nennet, wir aber mit einem allgemeinen verſtaͤndlichen Worte das Saltz genannt haben; du wirſt verſtehen was das geſaget iſt beym Je⸗ remia 10. v. 13. Er machet die Blitzen zu Regen: welche Worte gewißlich etwas mehrers ſagen wollen, als ſich die gemeinen Ausleger mit ihrem Gloßiren einbilden. In Summa es iſt wohl zu betrachten, warum der Menſch die kleine Welt(Microcofmus) genannt merde? und weil wir dann felbften find, was mir ſuchen, ſo iſt jg auch billig, daß wir in und an uns ſelbſten den Anfang machen, damit t Wid MiA ndy en wdi mohi ammi) ; Ewi siii uril ji M SaN Anput TIN qii Ghiw pie fi mas Wi moh M Tom.I. Tab. II. fah M. Von dem Nutz und Gebrauch des Saltzes. 93 damit wir zu der allgemeinen Erkaͤnntniß der gantzen Creatur und ihrem Urſtande, und folglich zu der Erkaͤnntniß des allerheiligſten Schoͤpffers ſelbſten gelangen; Weichem ſeye Lob; Ehr und Preiß und Serrlichkeit von Ewigkeit su Ewigkeit ohn alles Ende. Womit wir dann dieſes lange Capitel voͤllig ſchlieſ⸗ fen, und die Fig. Num. 52. u fernerer Betrachtung denen Liebhabern darſtellen; ob o aber viele unſer Abſehen hierin wohl begreiffen werden? bleibt dahin geſtellt. EEEE EE ENEE E EER EEEE Das IV. Capitel. Von der Uranfaͤnglichen Welt, (De Mundo Archetypo) AK un wir einmal in denen vorhergehenden drey Capiteln die Beſchreibung S von dem Urſprunge, Natur und Eigenſchaft, wie auch Nutz und Ge⸗ brauch des G; fo viel wir Durch Goͤttliche Barmhertzigkeit vermoͤgt, ge⸗ endigt; kommen wir zu dem uͤbrigen, ſo wir auf dem Titel⸗Blat verheiſſen: Als zu der Beſchreibung der uͤbrigen unſichtbaren Creaturen in denen ſichtbaren Ele⸗ menten(davon auch noch vollkommener im dritten Theil vom Mercurio gehan⸗ delt werden ſolle,) wie auch von dem wahren Ort des Paradieſes, welches dann nicht klar und deutlich geſchehen mag, es ſeye dann, daß wir à Mundo Arche- typo anſangen, und beſchreiben alles was darinnen geſchaffen geweſen, wie auch den Fall Lucifers, und die alſofort darauf entſtandene Scheidung oder Schoͤpf⸗ fung dieſer gantzen Welt, oder unſers Sonnen-Syſtematis, ferner die Crea⸗ tur den Menſchen, ſo des Lucifers Ort wiederum in Beſitz bekommen, und wie auch dieſer gefallen, und endlich von der allgemeinen Wiederkehr aller Creatur, (wovon jedoch in den zwey andern Theilen vom A wnd ¥ ausführlicher und Deut- licher gehandelt werden foll,) Feine ausgenommen, wie Die auch ſeyn mag, zu ihrer erſten urſtäͤndlichen Vollkommenheit, in welcher ſie von GOtt ausgegan⸗ gen, auf das gantzlich erfullet werde, was geſchrieben ſtehet Zach. 14. v. 6. 7. 9. 9. Zu ſelben Zeit wird nicht ein Licht ſeyn, welches jetzt koͤſtlich, jetzt aber dun⸗ ckel iſ. Sondern es wird ein einiger Tag ſeyn, derſelbe wird vom HEren ers kannt werden, es wird weder Tag noch Nacht ſeyn; ſondern zur Zeit des Abends wird es Licht ſeyn, zur felbigen Beit wird lebendig Waſſer aus Jeruſalem Bieffe M 3 ie me Kirt Das Vierte Capitel. die Helfte deſſelben gegen das fordere Meer. die andere Helfte aber gegen das hin⸗ tere Meer, und wird waͤhren beyde im Sommer und im Winter. Und der HErr wird Voͤnig ſeyn uͤber die Erde; Zur ſelbigen Zeit wird der SErr nur einer fyn, und fein Name nur einer. Wie auch in der 1. Cor. 15. v. 28. Auf daß Gott ſeye alles in allem. Wie auch was Apoc. X. v. 6. und 7. geſchrieben ſtehet: Und ſchwur bey dem der lebet in alle Ewigkeit, welcher den Himmel geſchaffen hat, und was drinnen iſt, und die Erde und was drinnen iſt, und das Nieer und was drinnen iſt, daß hinfort keine Zeit ſeyn werde. Sondern in den Tagen der Stimme des ſiebenden Engels, wann er poſaunen werde, ſo toerde vollendet werden das Geheimniß GOttes, wie Er daſſelbe verkuͤndiget hat ſei⸗ nen Knechten denen Propheten, und gaͤntzlich erſcheinen das, ſiehe ich mache alles neu, Apoc. XXI..5. und offenbar werden das neue Jeruſalem, die Stadt des lebendigen GOtres, allda keine Nacht mehr ſeyn wird. Dann die Klarheit GOttes erleuchtet ſie, und das Lamm iſt ihre Kertze, und alle Creatur geleitet werde zu dem lautern Fluß des lebendigen Waſſers, klar wie ein Cryſtall, der da ausgehet von dem Stuhl GOttes und des Lamms, und kein Verbanntes mehr ſeyn werde: Sondern alle Creatur in unerforſchli⸗ cher ſanfter ſtillen Ruhe und Suͤßigkeit ſchauen werde das Allerheiligſte Angeſicht des lebendigen GOttes, der da allein iſt der Anfang und das Ende alles Weſens und aller Zeiten, welchem allein gebuͤhret Lob, Ehr und Serrlichkeit ohne al⸗ len Wechſel der Zeiten, Amen, Hallelujah. Welches alles wir, ſo viel uns der Allmaͤchtige GOtt und ſein allerheiligſtes Licht mittheilen wird, ordentlich in unz terſchiedlichen Capiteln abhandlen wollen, und feken alfo, wie folget: Das Sche- ma de Mundo Archetypo, vide Fig. Num. 5̃3. da wir aber erinnern muͤſſen, auch zu gleicher Zeit bitten, daß uns niemand veruͤblen wolle, daß wir dieſe Materie nicht zu erfty wie es Dem Anſehen nach, wohl billig geſchienen haͤtte, vor denen dreyen vorhergehenden Capiteln, gehandelt haben; dann ſolches hat nach der mago⸗ cabbaliſtiſchen Schreib⸗Art ſich nicht anders ſchicken wollen. Ein anders iſt bie Schreib-Art des Heiligen Geiſtes, wie fie Moſes durch ſeinen allerheiligſten Trieb führen müffen, daer den Anfang der Schoͤpffung beſchreibet, ſo ſich in dem Menſchen geendiget; ein anders aber iſt der mag dcabbaliſtiſche Stylus, wel- cher mehtentheils von der Characteriſticatione oder Bezeichnung den Anfang zu ma⸗ chen pfleget. Weilen nun die ſichtbaren Creaturen, die da ſaͤmtlich in dem Men⸗ ſchen concentriret ſind, der Character des in ihnen verborgenen Weſens ſind, der Menſch aber der vollkommene Character von dieſen allen, ſo iſt es auch uns nicht erlaubt geweſt, anders zu verfahren, als geſchehen iſt, ſondern haben dieſem ih⸗ rem gewoͤhnlichen Stylo folgen muͤſſen. 8. 2. Esg bedarf das folgende Schema Fig. Num. 54. deſſen, was es ſeye, keine ſonderbare Erklarung; was aber damit angedeutet merde, toie auch den Zu⸗ ſtand mey iil i Matn ye DMN! ‘mag: muii waloh o i0 u$ w il my pim m W manit i Í Ungrund (En So ph J 9 a rra i Ì 3 EN Toy t Mi t gru 7 fh ug Mia M Mi ties mi hi undo Wolte forgi ting Dni hitt gni 60t Jm i á Jo 60 vi — Von der uranfaͤnglichen Welt. 95 ſtand betreffend, vor dieſer unſerer ſichtbaren Welt, ſo bedarf es derſelben wohl. Erſtlich iſt bey einem vernuͤnftigen Menſchen wohl kein Zweifel, daß in dem aller⸗ heiligſten Goͤttlichen Weſen, weder Anfang noch Ende; ob aber die allecheiligſte Goͤttliche Majeſtät in ihrer unermeßlichen Ewigkeit oder unbegreiflichen Circul, niemalen anders gewuͤrcket, als zu der Zeit ihres majeſtaͤtiſchen Willens der Schoͤpfung der Geiſt⸗Welt? iſt mit Stillſchweigen von uns wohl billig zu uͤbergehen, dann dieſes eine Tiefe, dafuͤr alle Creatur billig erſtaunen muß, und vergnugen unſer Gemuͤth damit, daß wir wiſſen, daß der allmaͤchtige GOTT keines quſſerlichen Vergnuͤgens bedarf, ſondern ſelbſt alles Vergnuͤgen und Voll⸗ kommenheit iſt. Doch iſt dieſes gewiß, daß in der erſtaunenden Goͤttlichen Tiefe -A. A. A. das Centrum B. mit feinem gangen Umfreyg, ob Diefer gleich noch viele Millionen mal groͤſſer waͤre, als dieſes Univerſum, gantz unendliche male, uͤbri— gen Raum haben koͤnne. Das aber iſt gewiß: daß von dem Lebendigen niema⸗ fen eine andere oder mehr Welten, als dieſe Geiſt⸗ und dieſe unſere ferner dar⸗ aus geſchiedene irrdiſche Welt geſchaffen worden, ſehen wir in JEſu Chriſto, dem Seyland aller Welt, der da iſt von aller Ewigkeit her, der Anfang und die Vol⸗ ſendung des Goͤttlichen Willens; alſo, daß wir uns von dieſer Tiefe ab, und zu dem nach dem Willen GOttes entſtandenen Anfange, das iſt, zu dem Urſprunge Der Geiſt⸗Welt, aus welcher dieſes unſer Sonnen⸗Syttema geworden, wen⸗ den wollen. Dann was wolten wir viel fragen, und unſern Fuͤrwitz unterhalten, ob dann GOtt der HErr, ehe dieſe Schöpfung geſchehen, von aller ſeiner uner⸗ grundlichen Ewigkeit her, ruhig und muͤſſ.g geſeſſen? welches an ſich ſelbſten eine ſehr unchriſtliche und ſtrafbare fuͤrwitzige Frage iſt; alleine derſelben gleichwohl auch zu antworten, ſo ſagen wir, man betrachte nun wohl, ob demſelben, der da weder Anfang der Tagen, noch Ende der Zeiten hat, Vergangenes, Gegenwaͤr⸗ tiges, noch Zukuͤnftiges beygeleget werden koͤnne? und ob man nicht begreifen muſſe, daß bey demſelben eine ſtete Gegenwaͤrtigkeit muͤſſe geweſen ſeyn und noch ſeyn/ auch in alle Ewigkeit verbleiben? bey Ihme iſt Geſtern wie Seute und Morgen; und ob man gleich eine unzehlbare Menge der Welten, eine vor der andern zugeben wolte, ſo muß man dannoch einmal aufhoͤren, ſonſten dieſe gantz grauſame Ab⸗ ſurditat erfolgen wuͤrde, daß, ſo lange als GOtt der HErr geweſen, auch Wel⸗ ten geweſen waͤren, und alſo dieſe Welten mit GOtt gleich ewig geweſen und beſtan⸗ den waͤren, und muͤſte alſo folgen: daß immer eine die andere ausgebruͤtet gehabt hätte? daraus dann endlich gar Goͤtter werden wuͤrden. O Thorheit der uͤberklu⸗ gen und ſtockblinden Welt! Es bleibet darbey, daß, da es dem allmaͤchtigen Gott gefallen, dieſe Welt zu ſchaffen, da war dieſer Termin des Anfangs bey Ihm gleich als alle ſeine Unendlichkeit/ alſo konte man da keine vergangene Ewigkeit ſehen, welches ſonſten ein beſtimmter Termin geweſen waͤre, ſo da in Gott nicht ſtatt haben kan, ſondern es war dieſer Termin,(alſo zu reden) in der unend⸗ nE E S AA Das Vierte Capitel. unendlichen ſteten Gegenwart GOttes, ohne eintzigen Wechſel des Vergangenen noch Zukuͤnftigen. § 3. Darum, als es der Goͤttlichen Majeſtaͤt gefallen, auch was zu ſchaffen, das da dieſe ſeine ewige Herrrlichkeit und vollkommenes Vergnuͤgen, mit ihrer der Creatur, ſelbſt⸗eigenem hoͤchſten und innigſten Vergnuͤgen, zum Preis ſeines allerheiligſten Namens, betrachtet, hat es ſeiner Unendlichkeit gefallen, in JEſu Chriſto, dem Ebenbilde ſeines Weſens, einen Anfang aller Dinge zu ſchaffen, das dann die Geiſt⸗Welt war, in dem Begrif unſers Sonnen⸗Syſtematis, in hoͤchſter Vollkommenheit. Um den Thron ſeiner Herrlichkeit ſetzte Er die ſieben groſſe und gewaltige Geiſter, davon in der gantzen Offenbarung zu leſen, und ſiehe daſelbſten Cap. IV. v. 5. Cap. VIII. v. 2. durch welche das Alpha und Omega, Die heilige und verborgene Zahl feiner Geheimniffen vollendet, davon jetzt erwehnte Offenb. St. Johannis zu leſen. Dieſen folgen die zwoͤlf Welten oder Kreyſe der heiligen und nicht verunreinigten Geiſtern, wie auf der Fig. Num. 54. zu ſehen, B. C. D. E. aber iſt die Welt des Sohns der Morgenroͤthe,(Lueifer) des allergewaltigſten, herrlichſten und weiſeſten Geiſtes, der Glantz des Goͤtt⸗ lichen Lichts, dahin alle Strahlen des Lichtes Goͤttlicher Majeſtat leuchteten. Er hatte das Centrum B. dieſes groſſen geiſtlichen Univerſi zu feinem herrlichen Throne, und war von der Goͤttlichen Herrlichkeit und gebenedeyten Majeſtaͤt, gleich als von einer Circumferenz beſchloſſen, der Glantz des herrlichen Goͤttlichen Lichts ſtrahlete unablaͤſſig in ihr, ſiehe F.., und ſeine Beſpiegelung und Beluſtigung war ſtets in dem unerforſchlichen Goͤttlichen Wunder⸗ichte B. F. und alle 12. Welten der Geiſtlichen Hrerſchaaren floͤſſeten ihre Weisheit und Herrlichkeit in dieſen Mit⸗ tel- Punct ein, ſo von dem Goͤttlichen Radio F. B. ausgegangen; dann alle ihre Weisheit, Macht und Herrlichkeit flieſſet ſtetiglich aus einem in den andern, ohne eintzige Trennung oder Abbruch, ſiehe G. H. I..L...O. P..S. T+ w umgiebet dieſen Thron des Sohns der Morgenroͤthe. .4. Es iſt dieſer Sohn der Morgenroͤthe das erſte Geſchoͤpf des leben⸗ digen GOttes, die erſte Bewegung der Gottlichen Majeſtaͤt, ſiehe mit allem Fleiß Cap. III. S. II. dann da fich Die Herrlichkeit des lebendigen Gottes in ihrem Willen der Schoͤpfung von F. nach B. bewegete, war der Radius oder halbe Durchſchnitt des gantzen Univerli(ſo da die erſte Bewegung war) der fich im Punet B. endigte,(das war im Sohn der Morgenroͤthe) geſchaffen, davon beym Job Cap. 38. v. Z. zu leſen/ da geſchrieben ſtehet, da die Morgenſterne(das iſt, die Geiſter des Sohns der Morgenroͤthe) mit einander ſungen ꝛc. Es iſt im vo⸗ rigen Capitel erwieſen, daß keine Circumferentz oder vollkommene Runde ohne ein Centrum B. d dm Radium.F.(welcher Punct E. die unergruͤndliche Goͤttliche Berrlichkeit iſt, die der Anfang und der Beſchluß aller Dinge iſt) geführet, und Die zweyte Bewegung vollendet werden mag: Und alſo war die untere geiſtliche Welt, k wien ity gih ae ft d sikimi pe ohet orit prt q pilit Wh ad Cap TV. A 4 t win AAY W Von der uranfaͤnglichen Welt. 97 gleichſam ode des Alle rheilig erlid eo aber be chery oer Sohn der Morgenroͤthe, rdnet und geſchaffen worden. Die nd regierete dieſe untere Welt mit gewaltige Geiſt ſter ſeines allerhei⸗ EL. der erſte Einfluß Goͤttli ichen elche ſanfte und ſtille ot ng a wie es damals Folge, mit der u u- to Ufen! ¢ ri der Sohn k E muth abtruͤnnie geworden, ib die Göttliche 6 Gere f, ad Verwirrung ſeiner herrlichen Geiſt⸗Welt in dieſe 4$ toelt iu fë verur TuUe(per a ye e in fti en Deerfihaaren iS inder ma Soͤhne GOttes, ſiehe Genel. VI. v. 2. Job. Cap. VIII elcher K er letzte war t k N A 0 ih 9i yi rue! ver ihnen nd- CR patopato soy eifa fy he Delſter, ſich Rn nini erſtändniffen, alſo en⸗ digte ſich die Welt m n den Breyſe der Soͤhne oen, Job in ſeinem XXXVIII. er Zeiten, di ie gantze Schoͤpf⸗ Gottes, von we lchen n=i Aniden Cap. v. 7 7. gedenckt. Und alſo beſtu ndeir{ fung in vollkommenem ruhi gen Lichte, F§ riede reude, als nemlich in dem Throne der Herrlichkeit des lebend digen G ttes y Der Da iſt die ſieben groſſen und ge waltigen Geiſter vor feiner n allerheili ioften Ang durch welche die Ausfluͤſſe feiner Majeſtaͤt zu allen uͤbrigen geleite t werden; Und dieſes iſt die erſte Welt it. Ferner aus dem Centro undt inkreyſe des Sohns der Morgenroͤthe, und dieſes iſt die andere Welt Drittens aus denen zwoͤlf Kreyſen oder Choren der unzehlba⸗ ren Gelſter a ind en igliſchen Heerſchaaren, und dieſes s ift die dritte und mittlere Welt. Welche Geiſter, Engel Und Herrſchaften fich nicht anders, als im freyen Willen gegrün et in das Göͤttli iche Sicht und Ruhe, gu Preis fi s Herrlichkeit, bewegten, und wäre zu vergleichen einem ſteten ſanften Aufwallen, ohne allen Zwang; dann Dros iſt erſt hernach gezeuget aus der Gerechtigkeit, und dem Ungel horſam entgegen geſetzt, der da aus dem Hochmuth gezeuget worden; zu die⸗ fer Zeit aber mwar de rafe sichen noch nicht, ſondern wie gedacht, ſo war nichts, als ein ſtilles und freudiges Bewegen durch einander„ohne eintzige Hinderung, und war o3 3 ε 5 z: N dieſe Das Vierte Capitel. dieſe Bewegung g leich einem ſehr groſſen Lichte, das ohnera achtet ſolches ſeinem We⸗ ſen nach von einem Ort zum andern beweget wird, dannoch ſeinen angen— Schein all Paim hinwirft, da es keinen Gegenſtand ff find det, und ſo n die efe fetr liebliche Strahlen leuchten, ſo weit mag auch das Licht ſelbſten geſ D ap als obes zugegen ware. J mma; hier war nichts, alg eini feter 2 fel aller Sa de, Friede und Lieblie ichkeiten in dem Anſchauen Goͤttlicher Majeſtat, ſteter Mittheilung eines des andern Lichts und Krafte, gleichſam in einer D ſcheinung, wovon wir weiter ein mehrers gedencken als ſchreiben wollen. nda war es zu der erſten Zeit; welche Worte niemand árgern follen, dann ob mwi: anjetzo ef ſt von dem Anfange der Schoͤpfung, welche uns Moſes durch gen Gei ſt beſch ieben, den Anfar 19 unſerer Zeiten nehmen, fo mwar— Ho Die erſte Zeit, da der allmachtige GOtt die jetzt beſchriebene Welt erſchuf, dann; vor war alles in ſeiner gegenwärtigen Tiefe, ohne Anfang und E Sni einiger Zeiten; da aber der al lmächtige Gott dieſe jetzt beſchriebene Welt ſich anagrehe n liefe, Da war auch ein Xin ifang aller Dinge und Zeiten; und alles 8 aus GOtt gegangen, herrlich und gut erſchaffen war, auch von G Ott nicht getrennet werden mag, oder nur einen Augenblick aufer GOtt beſteh jen Fai, fO ) ak dieſer Anfang der Zeiten, ſich der Goͤttlichen Ewigkeit t; nad feinem aller- often Vor fak€y gle: chlaufende, erſtrecken; dann das Gute, weilen es mit ſei⸗ ner A Vurtzel in in GOtt gegtundet, wird GOtt gleich ewig bleiben und ungeachtet es abis Ani fang gehabt, welcher An ifang nichts anders, alg der offenbaite Wil⸗ len des lebendigen Gottes in dieſen heiligen Creaturen geweſen, ſo wird es doch niemalen ein Ende haben. S6. Wie lange aber nun dieſe Zeit gewähret oder kommenheit beſtanden? iſt uns, weilen es vor dem Anfa⸗ge dieſer unſerer Welt⸗Ze ifen geſche⸗ hen, gantz unerforſchli tch y und ble ibt uns verſiegelt bis auf Die€ gantzlich e L) Sen baz rung Goͤttlicher S eſtat. Dahero wir auch aus dem Or unde Deri abbal a nicht wiſſen koͤnnen, wie lange einer der ſteben groſſen ter vo or dem Stuhl GOt⸗ tes Ue des Lamms regieret haben wurde? Dicſes pia iftper T vad litionem be⸗ 0 ſt kannt, und koͤnnen es auch aus der Cabbala ſchli⸗ ſen, daß ders;CHARIEL, das ift; der Geiſt Jovis nach dem Crie bif en genann e in Anfange dieſer Schoͤ⸗ pfung regieret habe, welcher auch zur Zeit der Menſchwerdung unſers und aller Creaturen Erloͤſers regieret hat, u⸗ 1D von denen He bebraͤern genannt worden Gad oder der gute Planete, wegen ſeiner Gluͤckſer fi gakeit und Gute, ſo viel aber muͤſſen wir ſch lieſſen,d haß, weilen vor dem The n des Lebend igen weder Tag noch Nacht, und al ſo kein Wechſel der Stunden, Tage, Monaten und Jah daß die Zeit ihres J Regiments ſchnell und unaufhoͤrlich, wie ein fii lles Bligèn oder feuchten fep mfe, Ff. r04..4, Debr. 1. v. 7, §.7. Und dieſes ift nun die erſte Bewegung und Schoͤpfung des Allmaͤch⸗ tigen, iait nithi Reachtt Wi wde menit n giht 2 f Sait ign O Aniß⸗ figh Von der uranfaͤnglichen Welt. 99 tigen, damit wir auch vor jetzo dieſes Capitel beſchlieſſeu wollen, wann wir vorhe⸗ ro eine kleine Erwehnung gethan der Worte St. Pauli 2. Cor. 12. v. 2. Derſel⸗ bige ward entzuͤckt bis in den dritten Simmel, und Vers J. Daß er ward entzuͤckt in das Paradieß. Dieſe Worte ſcheinen als ob ſie nach dieſem unſerm Syſtemate Cabbaliſtico nicht wohl zu vereinigen wären; Mern Furg hiervon zu reden, ſo iſt dieſe Frage eben in dieſem Caxritel nicht zu unterſuchen, indeme dasje⸗ nige, fo fcd alhier mit St. Y ig nicht in dieſer Licht⸗Welt, ſon⸗ dern in der folgenden elementariſch hen, dann in dieſer Licht⸗Welt vom Paradieß noch nichts geredet worden. Indeſſen ſagen wir nur diefes, man be⸗ trachte wohl die Worte Chriſti beym Joh. 14. v. 2. In meines Vatters Sau⸗ fe ſind viel Vohnungen, wann ihm aber nicht ſo waͤre, ſo haͤtte iche euch geſagt. Ich gehe hin, euch einen Ort zu bereiten. Nun ſagt St. Paulus, er ſeye in den dritten Himmel entzůckt geweſt, er ſagt nicht, vor das Angeſicht GOr⸗ teg, und ferner, daß er ſeye entzuͤckt geweſt in das Paradieß, hier nennet er Den Ort ins beſondere, am erſten aber insgemein, daraus dann gantz unumſtoͤßlich ſchlieſſen, daß er in die dritte Staffel der Serrlichkeit dieſes Orts,(genannt 5 Pakadieß) ſey entzuͤckt geweſt, nach obangezogenen Worten JEſu Chriſti: in meines Batters Sauſe ſind viel Wohnungen ꝛc. die da billig pon Paulo nach ihrer Fuͤrtreflichkei imel genannt worden. Chriſtus der HErr verheiſſet auch dem Shd eym Luc. 23. v. 43. dieſen Ort, dann da der Schaͤcher im 42. t bath und prah: SERR, gedende an mich, wann du wirft in dein kommen ſtyn; da antwortete ihme JEſus im 43. v. Amen, Ich ſage Sir heute wirſt du mit mir im Paradieſe ſeyn. Daß mdieſes, weilen es Chuiſtu der HEReR ohne eintzige Beſtimmung, nur insgemein von dem Paradie nicht anders zu verſtehen ſeye, als von einem gewiſſen Grad der Ruhe der Seel gen, in dem Sauſe ſeines lieben himmliſchen Vatters, iſt ſonnenklar zu ſchlieſſen aus denen Worten unſers Erloͤſers beym Joh. 20. v. 17. welche auch Der Hoͤllen Pforten nicht uͤberwältigen moͤgen, nemlich: ſpricht JEſus zu ihr, (der Marien) ruͤhre mich nicht an: Dann ich bin noch nicht ahfgefahren zu meinem Datter, gebe aber bin zu meinen Brüdern, und ſage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vatter, und zu eurem Vatter, und zu meinem Gott und zu eurem Gott. Woraus dann klar zu ſchlieſſen, daß derjenige, durch welchen alles herwiederbracht werden ſollen, ſo in Adam verlohren worden, auch zu erſt dieſen Ort, nach feiner menſchlichen Natur, wieder in Beſitz nehmen muͤſſen, welchen Adam vor ſeinem Fall in ſeiner Erſchaffung beherrſchet und beſeſ⸗ fen gehabt, der dann das Paradieß war, von Moſe aber genannt Edenz ſo iſt dann die Folge auch leicht zu machen, ſelbſten nach dem Symbolo unſers Chriſtlichen Glaubens, da wir bekennen: Gecreutziget, geſtorben, begraben, nieder— gefahren zur Soͤllen, und am SEn Tage wieder auferſtanden ꝛc. und zu R ſchlieſ— + AJL gen/ fo ię d 5 Age S3 en gu kt efaͤnguif yN tY E o e6 Çit eben nic t ſe Zei Dt 70 oͤllen und in dief Dara) smittan Di LESES i Qas Leib/ ur Y $ $ 4 ô D pun i Das Vierte Capitel. r Muhe 4444 f mmel, Xi aui Ibt tigi f gè | JH $ p sy inont Sh mern Mi u fernen mi hren ber da G a fenn F fen { i — S — RA AN S y dan"e des Lucifers. 101 KESEL EIIE EEE ENTEIRO EEE EEE: Das V. Capitel. 8S Von dem Sall des Lucifers, und der darauf ent⸗ heid l ſtandenen S Sch g, oder Schoͤpffung dieſer gangen Welt. üg orie swaeh seni y t mit Sebail let/ mah eift- oder gie: AN Vergni 2 AU Gia ge i AAG icht {i piet ſeiner C die zei YAN fter feiner gofa N) in fiy Offenbe Aa wird; un Glantz Des( B W cabbali{ tiſch S bis zu dem Sobn der t centrirte, und in ſich ſel Lichte in alle andere K Sohn der Morgenrè .T. augi Der F t tige die gantze Lihi- the der allert zächtigſte fich feine ihm pon Dem Mli und Gewalt ty bigin den. re o el(hes dann f feint und f i usi uß u SH A RIR L(nach rash hæren u D d Kreyſe/ in t einem, Epir co jil- rigen eic efhaffen in. N eia w die gani G unbeareifiche ; f onnen- ¢ te billi ig alle Vernu s derſelbe ieffe n/ was por ei e oßmächtiger, herrl er/ aut volko omme ner ſchoͤ⸗ er Lucifer muffe get n? dam man betrachte doch nur die srono$y die Dody nur ein lauter Punct ift gegen alle Sag dann ferner deſſelben Groͤſſe 102 Das Fuͤnfte Capitel. und von dannen die Weite bis zu dem Jund denen uͤbrigen Planeten, bis zu dem h ſo mag die Zahl dieſer Diſtanzen nicht anders als durch Millionen Semidiametros oder Radios der Erd⸗Kugel ausgeſprochen, aber nicht begriffen werden, und iſt doch dieſes alles nur ein lauteres Nichts, gegen die uns verborgene Hoͤhe und Tiefe des ſogenannten primi Mobilis oder Firmaments, als der Kreyſe der übrigen Sternen oder Welten, ſo man die Fix⸗Sternen nennet. Dieſe in unſerer Ver⸗ nunft nicht Raum habende Groͤſſe iſt der Ort oder Raum, davon das XXI. Cap. Apoc. klarlich redet, in welchem der neue Himmel und die neue Erde, nach Vollendung der Gerichten des allerheiligſten GOttes, nach Endigung und Auf⸗ hebung aller Zeiten und Ewigkeiten, follen wiederum geſchaffen und offenbar werden, denn der Text ſagt in dieſem Cap. v. t.& 2. Darnach ſahe ich einen neuen Simmel, und eine neue Erden: Denn der erſte Simmel und die erſte Erde war vergangen, und das Meer war nicht mehr. Und dieſer neue Him⸗ mel und neue Erde, ſind das neue Jeruſalem, im Gegenſatz des obern himmli⸗ ſchen, davon dieſes gantze Capitel ſo herrlich redet, und davon wir auch in vorher⸗ gehendem III. Cap.§. 9. und vielen andern Orten etwas gehandelt haben, welches unbegreifliche Raum und Groͤſſe niht anders als durch demidiametros der Erd⸗ Kugel, das iſt, mit der Maaß eines Menſchens, ſiehe Apoc. Cap. XXI. v. 17. und droben Cap. III.§, 9. kan gemeſſen, feine Zahl aber im gangen nic t begriffen werden. Dieſes iſt das Geheimniß der Maaß des neuen Jeruſalems, ſowohl in Apoc. als Eaech. Cap. XL. bis zu Ende; wovon aber an einem andern Ort klarer und deutlicher geredet werden folle. In Wahrheit, wer auf dieſes Geheimniß ohne alle Vorurtheile acht hat, wird nicht wider, ſondern mit unſerm Sinne ſeyn, und in dieſem Stuck die Maaß ſowohl in Apoc. als Kzech. voͤllig verſtehen; Im 40. Cap. EZech. ſtehet, und der Mann hatte die Meß⸗Ruthen in der Hand, die war 6. Ellen lang, daran jegliche eine Ellen und eine Hand breit hatte; toer nun in dem dritten vorhergehenden Cap. Den 9. 8. und ferner dag Capitel bis zu Ende perz ſtanden, wird uns, und wohin wir allhier zielen, der Maaß halber, voͤllig ver⸗ ſtehen; denn 6. Ellen find die 6. Tagwercke des Allmaͤchtigen, das iſt, die⸗ ſes gantze Univerſum, der Raum zu dem neuen Jeruſalem, eine jegliche Ruthe hat gehalten 6. Elfen, und eine jegliche Elle ift geweft ein gemeine Elle und eine Hand breit, das ſind ſieben Palmen, nach der Maaf des Menſchen, in der myltiſchen oder Sabbaths⸗Zahl. Wir müſſen aber dieſe Materie anjetzo abbrechen, die vielleicht bey fernerer Gelegenheit weiters erlautert, und nach der Zanckſuͤchtigen Meynung gantz in einem andern Verſtande erkläret werden doͤrfte, und kommen zu dem Endzweck dieſes Capitels, nemlich zu dem Falle des Lucifers. S 2. Wie herrlich ihn der Allmaͤchtige GOtt geſchaffen, und was por eiz nen herrlichen Raum ihme der Lebendige, und allen ſeinen Millionen Heerſchaa⸗ ren, zubereitet gehabt, haben wir im vorhergehenden genug gehandelt. In die⸗ ſem m? wdi i Wr fucif Suti hiu th inih 4 f A i AET iw fird Jihyy 1 W — h fi Oi nh fte Hm ey Ame hia hing fen toar ¢ ihe IG amettos TN Aia MSi ch einen die erſte mehi himmli poher NG WEY AN. V. 17, toeni famah g, woy khen M Hd, yi ft nui y Gaiei , Wg yas it A fiche Julh Deine M n reut maA W T 1 Anii t. N) e {i Von dem Fall des Lucifers ꝛc. 103 fen Raum folte er mit vollkommener Gelaſſenheit in GOtt gantz vollkommen ſtille und ruhig GOtt in ſich wuͤrcken laſſen, und hergegen nichts wuͤrcken und wollen, als was dem vollkommenſten und ſuſſeſten Willen, der Quelle alles Lebens, der ewigen Goͤttlichen Majeſtaͤt, lieb und angenehm waͤre, und ſtunde alſo der Lucifer in gantz vollkommener Freyheit, Macht und Gewalt, dieſes vollkommene Gute, zu ſeiner ſelbſt⸗eigenen hoͤchſten Vergnuͤglichkeit, zu thun oder zu unter⸗ laſſen, denn der allmaͤchtige GOtt gantz und gar keinen Zwang zu einigem Gu⸗ ten haben will: Darum dann auch die ewige glorwuͤrdigſte Majeſtat, welche da die vollkommenſte Gercchtigkeit ſelbſten iſt, ihrer ewigen vaͤtterlichen Liebe, ſich in ihrer ewigen Gerechtigkeit ſelbſt entgegen gefetzet, damit der Ungehorſam und Widerſpenſtigkeit, in der in gantz vollkommene Freyheit geſetzten Creatur, das ift der eigne Wille und Selbſtgeluͤſten, nicht zu einem ewigen, GOtt gleich lauf⸗ fenden Gewalt, aufwachſen moͤchte, daß alſo, wo Eigenwille, oder Wider⸗ ſpenſtegkeit und Ungehorſam ſich in einiger Creatur erzeiget, folchen wiederum zu tilgen, und nicht zu einem GOtt gleichwahrenden Gewalt aufwachſen zu laſſen, die Gerechtigkeit zur Ausrottung wiederum vor der Thuͤre ware; Und auf dieſe Art iſt zu verſtehen die Gerechtigkeit und das Gerichte des heiligen GOttes, und die Verdammniß der Eigenwilligen, oder Boshaften und Ungerechten. .3. Nun ſtunde Lueifer in der allervollkommenſten und ſeeligſten Herr⸗ lichkeit, und war naͤchſt dem lebendigen GOTT nichts ſeeligers, herrlichers und vollkommeners, in gantz vollkommener Freyheit, da er'ſich nun alfo in feiner Ma- jeſtat und Herrlichkeit betrachtete, und das fuͤſſe Freuden Licht der glorwuͤrdigſten Goͤttlichen Majeſtaͤt unablaͤſſeg in fich ſpiegelen ſahe, darzu den Gehorſam ſo vieler gewaltigen Fuͤrſten, und unzehlbare Millionen Geiſter ſeinem freyen Willen gantz unterworfen befande, geluͤſtete er in ſich ſelbſt und ſeinem ſo groſſen und er⸗ ſchrecklichen Gewalt, und hemmete alſo aus eigenem freyem Willen das einwuͤr⸗ ckende Goͤttliche ſuͤſſe Liebes⸗Licht, Eig. 54. F..) welches ſein ellentialiſches ruhiges Freuden⸗Leben war, ſuchte an deſſen ſtatt und liebte ſeinen eigenen Gewalt, auſſer dem Goͤtllichen in ſich ſelbſt, welcher Geluſt und Imagination alle ſeine Heerſchaaren ſo fort mit anſteckte, da dann augenblicklich in ihm aufhoͤrte die Wuͤrckung des Goͤttlichen Lichtes, und war dieſer herrliche Glantz gantz in ihme verſchloſſen und hinein gekehret, ſowohl in ihme, als allen ſeinem Gehorſam unterworfenen Fuͤr⸗ ſten und Heerſchaaren, als die da alle ellentialiſche Ausgeburthen ſeines Weſens waren, dieſe alle fielen mit ihme bis an den Kreyß der Soͤhne GOttes W. X. ſiehe lig. Num. 54. Und weilen nun das Licht, ſo da keinen andern Urſprung, als in GOtt hat, in ihme und alfen feinem Anhange nicht mehr geſpuͤhret ward, war in dieſem groſſen Raum nichts, als eine erſchreckliche Finſterniß: nemlich das Weſen, woraus der Raum und die Kreyſe, ſo dieſer Lucifer innen hatte, die da waten ſeine Schamajim, das iſt, ein feuriges Licht⸗Waſſer, oder icht⸗ a= T a: Das Fuͤ uͤnfte Lich ht- Se euer, ward gleichſ am zu einer greiflichen und materialiſchen Fi in welcher der Lucifer, der nunmehro Satanas, das iſt, ein VOR f ĝ Mi nR 4 t gei vorden war, mit allen| ſeit ren Millionen des Goͤtt lichen 2 ichi KS erma; abſcheulicher finſtern Feuers⸗Geſtalt raſete und tobete. Dieſe Finſt S heilige Bar Gen. I. v. 2. Er den, nemlich dieſes gantze U niverſum,„weilen diejenige Schamajim, in welcher der Lucifer in f feiner Berrli Feit getvobhnet nun mehro ein di ief fin ſter greiflich Weſen geworden waren, daher der Text ſagt: Die Erde aber war oͤde und leer,(eine verwi irrete w uͤſte Ungeſtal lt/) und finſter oben auf dem Abgrunde,(weil d dieſes gange Univerfi—4 greif fter, dicke, 1 u indur ch ichtig,) und der G it 6 Ottes ſchweb Dete ol dem Gewaͤ ifer ꝛc Dieſer Vers iſt in Wahrhei Schoͤpfung/ dafi er poni das Licht Goͤttlicher Gnade gantz und gar nicht fen werden mag.(Siehe hiervon! mit allem 5i leiß Tom. II. vom 2 apd. Obe im erſten Cap..12.& feq. haben wir von dieſer Materie ſche doch nicht auf d die Ar t/ wie es allhier nöthig ſeyn wird, Dari gierige dieſen und obgenar inte Lerter gegen einander halter völlig verſtehe n moͤge? der Text ſetzet die Erde zuerſt, und Parani = Ottes geſchwebet habe oben uͤber dem Gewa ifer, und fte l4 1 f Gah atmini aan 4 i fo voller ATRN N Der Run haben wir im erften Capite la vieſen, daß das Waſſe (Waliras A laria, welches wir dann durch G liches Gaade mz P ihig noch, klarer und deutlicher verrichte i werden: Da wir aber ein wenig zuruͤcke gel und betracht cg taei DASI jenige, ſo pon dem Goͤttlichet n Lich te in der Schoͤ der erſten Geiſt⸗Welt von dem Wort, das ift,€ briſto,; zum erſten ause und was dieſes geweſen ſeye? Was nun dieſes geweſen fey, haben n vir im erſten Capitel voͤllig abgehandelt, und ſagen nur mit wenigem allhier/ daß d de er allmäch⸗ tige A ein Sicht ift, und ein verz zehrendes A, wie er ſich feloft nennet, dahero auch der 2 tusfuf fei ner Majeſtaͤt nichts anders ſeyn koͤnne, als Lich funp A, welches der Heilige Geiſt d durch Moſen Schamajim, das ift, ein feuriges, oder waͤſſe⸗ riges& nennet, davon das gantze er fte Capite lzu leſen, allwo klar u nd MA: be⸗ wieſen wird, was dieſes Sc hamajim nach feinem Weſen ſey? ſehen a fo, ß des Lucifers ſein Schamajim oder Ort ſeye geweſen ein feuri⸗ ges Voder waſſ riges Ay ein herrliches Wunder⸗Licht(da mir aber erinnern muͤſſen, daß die Sc chamajim oder Himmel an Herrlichfeita ma Schoͤne unterſchiedlich, ja auch die Herrlichk eit der Chore und Furſtenchüt mer, die dieſelben beſitzen,) da aber in dieſem Ort oder Schamajim der Göttliche Glantz und Licht hineinwaͤrts gekehret ward, da war es kein helles oder Licht⸗ Waſſer mehr, ſondern ein dunckeles, kaltes, grimmfeu⸗ riges und greif ifliches g y ein Sand- und Steinz machendes V/und dahero Gen. I. v. 2. genannt Erde oder Erdiſches, das iſt, ein fch pemo$ f chweflichtes Saltz⸗ Waſſer; und das fwar dag Voder Chaos, ſo d Tert Finſterniß nenne §.4. Nun GN A R nGa pa aefa Y KUR alindi Y REIU anii Tri Dali b, Mp) eugesh cham ni h A Ah W Panl a yN Tom. į Tab VI. .V. — Von dem Fall des Lucifers ꝛc. 105 .4. Nun beſtunde dag Chaos in folgender Biger(Fig. Num. 55.) nent li in dem finftern irrdifhen grimmigen a Waffer, auf melhem der Geif GOt- tes ſchwebete, Gen. I. v. 2. da hergegen das Schamajim ein liebliches F Licht und Licht⸗Waſſer iſt. In dieſem Chaos war nun der widerſpenſti mit allem ſeinem Anhange verſperret und verſchloſſen, und mufte alfo erfi was das ſeye, des Goͤttlichen Lichtes ermanglen? Dieſes Chaos nun, mit ſeinen eingeſchloſſenen unflaͤtigen Geiſtern, war gleichwohl noch eben dasjenige, das da nglich aus dem ewigen Goͤttlichen Fiar ausgefloſſen war, aber verkehrt, und in ſtatt des lautern Lichts, eine lautere Finſterniß und Abſcheu, doch aber in Goͤttlicher unumſchränckter Macht, wiederum aus dieſem Ort, der nur zufaͤlli⸗ ger Weiſe durch feinen Beherrſcher, den Lucifer, mit zum Fluch geworden, zu machen, was derſelben nach ihrem ewigen Goͤttlichen Rath geſaͤllig. g5. Nun ſagt der Text Gen. I. v. I. daß im Anfang GOtt(Elohim) geſchaffen habe die Himmel und die Erde, das war nun diß obbemeldte Chaos: nemlich die Sphæren oder Kreyfe des Lucifers und all fein eingeſchaffenes Heer, war durch die gerechte Rache des heiligen Goͤttlichen Gerichts in dieſe finſtere Mi⸗ ſchung zuruͤck gebracht, in welchem die Himmel und die Erde verborgen waren, nemlich die drey Anfange© und%,.e. Schamajim, das ift A, wie auch v/ nemlich das geheime O, oDer das von GOtt dem Allmaͤchtigen eintzig geſchaffene Weſen, das da auch drey iſt, in vieren offenbar worden. Sym andern Bers ſagt der Tert, die Erde war dde und feer, und der Geiſt GOttes ſchwebete oben uͤber dem Gewaͤſſer; was im erſten Vers wird genannt Himmel oder Schamajim, wird allhier im andern genannt Majim, i. e. Waſſer, und iſt allhier das Klch, i. e. O, ausgelaſſen, weilen ſolches annoch nicht ſicht⸗ oder offenbar durch die Goͤttliche Scheidung geworden war. Dieſes Chaos, das da gleich war einem zerſchmoltze⸗ nen todten Coͤrper, in welches Schlamm verborgen liegt das gantze Weſen des Individui, nach allen ſeinen irrdiſchen Principiis,(dann ein jeder Leib hat ſeine irrdiſche vegetabiliſche und geiſtliche Anfaͤnge, das iſt, eine beſaamende Kraft,) doch gantz unſichtbar, und ohne die rechte Scheidung niemals zu erkennen oder zu ſyuͤhren, weilen das gantze Corpus gleichſam zu einem ſchleimigten ð zerſchmol⸗ tzen, das da nach ſeiner aufſeren Geſtalt nur einerley iſt, alſo iſt dieſes(haos auch ju verſtehen, das da nach ſeiner auſſeren Form einer abſcheulichen Geſtalt war; da⸗ her der heilige Tert ſagt: Tohu vabhohu, öd und leer, das iſt, einer wuͤſten ab⸗ ſcheulichen Geſtalt, welche vor dem allerheiligſten Angeſicht der Klohem, i. e. maͤchtigen Richter, niht alfo ewig beſtehen moͤchte. §. 6. Allhier gibt es uns Anlaß etwas zu melden von der Urſache, warum Moſes, von dem Heiligen Geiſt getrieben, die ewige Gottheit zum allererſten mal in Heil. Schrift benamet mit dem herrlichen und fhredlichen Namen Elohim, das iſt, der Maͤchtigen Richter,(ſo wA aͤlteſten und beſten Kabbinen und Cabba· Das Fuͤnfte Capitel. Cabbaliſten erklaͤren, daß es ſeye ein Name des Gerichts,) im aten Vers des joey- ten Capitels aber p erften mal des Namens der Gnade Jehova, mit dem Bey⸗ ſatz des Namens Elohim, Erwehnung thut, von welchem Namen der allmach⸗ tige GOtt Exod. HI: v-$. feloften fagt: Das iſt mein Name in Éi vigke it, und diß iſt mein Gedenckzeichen zu allen Zeiten ꝛc. Dieſes nun ei igenklichz zu verſtehen, fo muͤſſen wir wirber zuruͤckkehren in das vorhergehende Capitel, und betrachten dag Schema Num. 54. allda ſehen wir, wie alles in der Geiſt⸗Welt, bis auf die Cigenwillie gkeit Des Lucifers, in ſo vollkommener Herrlichkeit und Ruhe, in dem Namen der ewigen Gnade und BACOT keit J Feb ovah geſtanden ſey, und alſo die Gerecht e GOttes, davon oben S. 2. dieſes Ca⸗ pitels geredet worden, nicht offenbar war. So bald aber der€ g o wi le, das Eigenſuchen, on ſick ſelbſten meynen in dem Lucifer,(der da eigentlich die Widerſpenſtigkeit, Y sosh it und Ungehorfanr ift) fich offenbarte, ſo iar auch die Gerechtigkeit des ewigen—Yttes, das iſt ELOHIM, offenbar; darum fagt der Heilige Geiſt di urch Moſen ſtracks in denen erſten JG orten Der Heiligen Schrift, ehe noch Himmel und Erde aus dem Chaos war ficht- oder offenbar geworden: Fm Anfang fehbuf die Elohim, das ift, die m 1d ichtigen Richter, Watter, Sob hn und Helliger Geiſt, die Himmel und die Erde, das iſt, das Chaos oder d die aus des Lucifers Ort mit allen feinen He eren zuſammen gemiſchte Mallam. Dieſe? redens Art hat der Heilige Geiſt nicht$s ohne ſon⸗ derbare Urſachen gebraucht, nemti C; die GOtt und Wahr heit Liebende aufi u⸗ muntern, dieſes Geheimniß in dem 856 ottlichen Lichte zu fuchen, wa T der leben⸗ dige GOtt bey dem? lnfange de Schoͤpfung ſich zu allererſten rit fei inem aller erhei⸗ ligſten Namen des Gerichts Elohim, vor dem Namen der ewigen Inade je⸗ a nennet? welchen: nan jum erſten mal in Deiliger Schi RE: nach vollendeter Se hoͤpfung lieſet; nemlich dadurch zu zeigen, wi f Da wabhrf haftig et stwa muͤſſe ge⸗ ſchehen ſeyn, ſo den lebendigen GOtt ¿ur n Gerichte ve a het habe und wie das Chaos, dder Die wüfte und dde M: aſſa, nicht in Go ött lie per Liebe, fond ern im Zorn geſtanden ſeye; Dann von GOtt nichts ausgehen kat e mag, als Voll⸗ kommenheit, Herrlichkeit im herrlichen gic chte und Glantz, k wir ſolches it 1 e t eIl A n dem Akiai Ai en Capitel bey der Schoͤpfung der Geiſt⸗ oder Li icht⸗ Welt geſehen haben: dann ehe ichtwas v jon Eivi; akeit her geſchaffen war, war nichts ls GOtt, und war alſo auſſer GOtt nichts; ſo iſt dann wahrhaftig und gewiß, daß wir Ddi Schoͤpfung y Nichts dure h das Goͤttliche Licht in keiner W Seife anders verſte⸗ hen koͤnnen, als ot da GoOtt der allmaͤcht ige fi chuf, ſolches aus und von ſeinem ſelbſt eigenen Weſen geſchehen ſey, nemlick hvon feinem herrlichen Lichte und Glantze. arin nun das Chaos poeno ig ein n gerftóhren c$ Leiden muß ge⸗ duldet haben, ehe es aus dem Goͤttlichen Licht⸗Gl fange in iefe i er tùit und fin- ſtere greifliche, i. e. irrdiſche Malla gerat hen; welches uns dann, und allen, die da die Q gnile lich de d font nianu ohne fo e oufi der o i mip O y wò diN IK Von dem Fall des Lucifers ꝛc. 107 die ewige Gaͤttliche Wahrheit lieben, der Geiſt GOttes durch ſeinen allerheilig⸗ ſten Namen Elohim, vollkoͤmmlich zu erkennen giebet; und wird alſo die Gott liebende Seele uͤber dieſen Ort(Gen. I. y. 1. Im Anfang ſchuf die Elohim die Simmel und die Erde) voͤllig vergnuͤgt ſeyn. §. 7. Da wir dann noch erinnern muͤſſen, daß zwar dieſer Name Elohim in Heiliger Schrift den Menſchen beygeleget werde, doch aber in keinem andern Verſtande, als da ſie an GOttes ſtatt das Richter⸗Amt pflegen, und mag als⸗ dann ins Teutſche oder andere Sprache gedollmetſchet werden, als Richter insgemein, oder gewaltige Richter beſonders; die Dollmetſchung aber Goͤtter oder GOtt, m ie Heuchler denen Menſchen flattiren, iſt grundfalſch, und von dem Vatter der Luͤgen zur Laͤſterung wider den heiligen GOtt, hochge⸗ lobet in Ewigkeit, angeſponnen; Dann das Teutſche Wort GOtt iſt ſo viel als Jehova, fo Feiner elenden ſterblichen oder unſterblichen Creatur, weder im Him⸗ mel noch auf Erden, ewiglich beygeleget werden kan oder mag, und ſey ver⸗ flucht, der ſolches thut in ale Ewigkeit. Es wird auch bisweilen Spottweiſe, doch mehr nach der boshaften Redens⸗Art der Menſchen, denen Goͤtzen dieſer Name Klohim beygelegt, wie zu ſehen 2. B. Moſe 22. v. 20. darunter aber it heiligen Text mehr der Goͤtzendienſt als das Weſen des Götzens, verſtanden wird; dann mir kein Gelehrter, er ſeye oder duͤnckeſi aus Heiliger Goͤttlicher Schrift wird darthun und beweiſen koͤnnen, daß dem welcher ke ſich ſo weiſe er wolle, in Ewigkeit Teufel dieſer Name Klohim ſeye beygelegt worden. Es ſtehet im erſten B. Sa⸗ muel 28.09.13. J babe Elobim aus der Erden ſehen herauf ſteigen ꝛc. Daß dieſes die wahre Atheriſche Seel des Samuels geweſen ſey, als der da Elo⸗ him.e. Richter in Iſrael geweſen war, iſt warhaftig und gewißs und bieten Trutz allen Widerchriſt-Gelehrten, daß ſie uns in einige Wege, ohne Schul⸗ fuͤchſiſche Diſtinctiones, beweiſen und darthun, daß der Teufel jemalen in Hei⸗ liger Schrift Elohim, weder als ein GOtt, noch als ein Richter, genannt wer⸗ de. Es ſoll ihnen aber gewißlich eben ſo ſauer werden, als zu beweiſen, daß Bi⸗ leam ein Zauberer geweſen ſeye, ſo ſie zwar taͤglich vorgeben, haͤlt aber den Stich wic das Q gegen Dag©. Wann dieſe Leute, ehe ſie ſich der Theologie ruͤhme⸗ ten, wären wie die Prieſter des HErren Magi und Cabbaliſten geweſen, ſo doͤrf⸗ te man ihnen glauben; ſo aber heiſſet es mit ihnen, wir ſind von Menſchen aſſo ge⸗ lehret worden, von Hochgelehrten, die habens alſo glolliret und ausgelegt; Ergo. Wuſten dieſe Leute woraus der Menſch beſtehet, ſo Doh die Schrift vollkommen klar und deutlich lehret, und verſtuͤnden die Worte Chriſti aller Welt Heylandes, die wir hieoben Cap. IV.§. J. allegiret, und durch GOttes Gnade, ſo viel es allda die Gelegenheit mitgebracht, erklaret, ſie wuͤrden gewißlich anders reden. Und ehe wir noch dieſen S. ſchlieſſen, muͤſſen wir uns ſelbſten opponiren, wie dann ſeyn koͤnne, daß Samuel annoch im Sefángnip ſeyn koͤnnen, da ihme doch die Heili⸗ ge £ — Das Fuͤnfte Capitel. ge Schrift das Zeugniß giebet, daß er ein gerechter und heiliger Mann geweft? So wollen wir uns nun auch ſelbſten antworten: Und iſt erſtlich zu wiſſen, daß der Zuſtand der Seelen nach dem Tode gar ſehr un terſchiedl ich, je 90 ſie der aeni igung beduͤrffen wie hievon in folgenden Theilen klaͤrlicher geredet werden folle Daß nun Samuel annoch an einem folche Orte múffe aufbehal ten wor⸗ den Ten, ſagt die obangezogene Geſchichte klar; daß er aber an einem ſtillen ruhi⸗ gen Orte in einem Sehnen und Warten auf die Erſcheinung 60d geſtan⸗ den, und alſo kein hoͤlliſch es Leyden und Quaal ai unreinen pi ter und Seelen um ſich gehabt, muͤſſen wir ſchlieſſen aus ſeinem heiligen Leben und Wandel; die Urſache aber fei neg Aufbehalt ens iſt keine andere geweſt, als die ung der Tert leh- ret, dann alfo o ſtehet im 1. Samuel. 9. v. 3. und fe Aber ſeine Soͤhne wandel⸗ ten nicht in feinen Wegen, ſondern neigeten ſich nach dem Geitz: Und nahmen Geſchencke und bogen das Reck ni und die Iſraeliten ſprachen zu ihm: Siehe du biftalt worden, undd eine Soͤhne wandeln nicht in deinen Wegen, vet ri hat alfo, aus grof be zu ſeinen Soͤhnen, wider das Ge eh geh andele; DA n X XXI. V. 18. het eſchrieben Wann aber je⸗ nege n Sohn paben wird, der da nicht der Suni ai die tters, und der Stimme ſeiner Mut⸗ ter: Und wann ſie ihn zůchtigen, er BA. nicht geborchen will, fo follen ibn fein Watter und feine Mutter greifen: Und follen ibn hinaus fuͤhren 3u cen Yiteften feiner Stadt, undan das Thor feines Orts, und- follen — ten ſeiner Stadt ſagen, dieſer unſer Sohn iſt eigenwillig und wi⸗ derſpenſtig, er gehorchet unſerer Stimme nicht: Er iſt eind Schlemmer und Tr unckenbold. So ſollen ihn alle Leute ſeiner Stadt mit Steinen werffen, daß er ſterbe: Uno folt alfo das Bfe aus deine em Mittel thun, auf daß es gang Jfer ael hoͤre und fich fürchte. Dieſer Tert ſagt von Schlemmern und Trünckenbolden, denen die ern nicht durch die Finger ſehen ſolten, vielweni⸗ > Bg fo o fich zu de em G neigeten, Geſc chencke nahmen, und das Recht bo⸗ n 2c. toie die Söhne Samuelis thaten; hat alfo Samuel diefe Reinigung, we⸗ ken der dik pen Cleiſck w ider den Geiſt, nemlich Gott, an dieſem rte ausfiehen müſſen. Dann dem Geſetze Gottes hat er der erſte fenn aed y Fi ie der a e u 1D dem Tode uͤbergeben haͤtte; ſo aber ſetzte er ſeine eigene£ dem Geſetze SAYE aus H Wecchmütßiot keit vor, welche Begierde er tih einem ſchnlichen rte voͤllig abwaſchen laſſen muſte: und dieſes iſt die rſac bey ab er zur ſelbigen Zeit annoch in dem E der in dem Orte des Be⸗ selen geſtanden, von dannen er durch den Geiſt des Weibes zu Bar Afi enira zet worden. Doch hievon anjetzo genug; es wird ſchon fer⸗ nere Gelegenheit geben, ein mehrers und weitlaͤuftiger hiervon zu reden. Das i 2 = S- 2 ch ci) + DIN t t Mi tii dN Nt iy ehy a f nlet Wl; Ae atli andel⸗ tnd henzu yenen Glech vt ju der da Mus o(oln fin X- fln und wi⸗ metit wef afd munun gieh J ung W m l MAN Mi eu NA ii W nD i i u Di Von dem Fall des Lucifers ꝛe. Das Erſte Tagewerck. C 8. Es faͤhret der Seilige Geiſt ferner im.v. Gen. IL. fott, die erſte Schei⸗ dung in dieſem Chaos zu erzehlen: Da ſprach GOtt es werde ein Kicht, und eß war ein Licht ꝛc. Dieſes war die erſte Scheidung, nemlich die Offenba⸗ rung des Lichts in der Finſterniß, alſo daß nunmehro ſichtbar und erkenntlich wa⸗ ren die Anfaͤnge, daraus der Allmaͤchtige GOtt alles ſicht-und unſichtbare ſchaf⸗ fen wolte, ſiehe Fig. Num. 56. Ferner ſagt der Text, alſo ward es Abend, al⸗ ſo ward es auch Niorgen, der erſte Tag. Dieſer Tag nun iſt geweſen die erſte Zeit von 24. Stunden, wie klar erhellet gus dem Gegenſatz des vierten Tagewercks, als an welchem Sonn und Mond erſchaffen worden, und alſo erſtlich durch den Umlauf der Lichter die wahre Nacht und der wahre Tag geſchaffen worden, davon fowohl dieſem des erſten Tages, als jenem des vierden Tages der Name Tag, in einerley Verſtande gegeben wird, iſt alſo an dieſem erſten Tage, durch die Kraft des offenbarten Lichts in dem einen halben Kreyß helle, das iſt Tag, und weilen das groͤbere und finſtere unten geblieben, zugleich auch in dem andern halben Kreyß Nacht geweſen: weilen aber nichts geſchaffenes iſt noch beſtehen kan ohne Bewegung, ſo(det 74. Pfalm v. 16. ſagt: Dein iſt der Tag, dein iſt auch die Nacht: Du haſt bereitet beyde, das Licht und auch die Sonne,) machte dieſes of⸗ fenbarte Licht und Finſterniß eben den Unterſcheid des Tages und der Nacht, wel⸗ chen am vierten Tagewercke die Lichter machten, wie ſolches klar und offenbar durch die Worte des Unterſcheids, deren ſich der Heilige Geiſt durch Moſen ge⸗ braucht, als Abend und Morgen. Es ſagt der 3. v. Es werde ein Licht, und es ward ein Licht ꝛc. Dieſes nun war die erſterwehnte Offenbarung des Lichts und der Finſterniß, und ſind ferner aus dieſem Licht erſchaffen alle himmliſche Lich⸗ ter und Coͤrper unter dem Firmament, nemlich unſers Sonnen⸗Syttematis. Es ſagt auch Der 4. v. Und Gott ſahe, daß das Licht gut war, und Gott machte einen Unterſcheid zwiſchen dem Cicht und Fuͤiſterniß. Dieſe Unter⸗ ſcheidung iſt nach eigentlichem Verſtande des Hebraͤiſchen Worts alſo, da man ein Ding unterſcheidet, daß jedes der abgeſonderten Theile ein beſonders Ort, ohne Begreiffung des andern habe, ſiehe kig. Num. 57. Im fuͤnften Vers ſtehet: Und Gott nennete das Licht Tag, und die Finſterniß Nacht. Welches uns dann klar und unumſtoͤßlich zeiget, daß ſowohl der Tag oDer Das Licht, als auch die Nacht oder die Finſterniß zwey weſentliche Dinge ſind, ſo wir ſchon hieroben in eften Copitel PANERING erwieſen haben, und allhier zu wiederholen nicht nò- thig finden. O 3 Das y= a Das Fuͤnfte Capitel. ia Paba enet Itt erſe jafindie Di, Sekans) A if i die o bern feurig das Firmament, das iſt, die Ausde babis den Kreyß der $, und dieſelben geſchieden von ae asa e digte n Aa 6 yif TO Ram dann der 6. Bers faget eigentlich, dag GOtt yes [ Dani? e Ausdehnung, oder Ausſpannung zwiſchen denen Waͤſ⸗ eden j pen denen Waͤſſern oben ind der Soͤhe, wie der 7. v. voͤ llig er⸗ wird nmu nder eige ati ich fo gene unten, und von un vohnten kden edacht, weilen ſie noch in den groben ſchlammigten Saltz⸗ Waſſern, ay vermiſcht und verborgen war/ wie wir dann im erſten Capite itel gang h erwieſen, daß alle Yeine Sand⸗ und Steinmae chende t in fih ; Des Simi nels aber wird eigentlich im 3. v. gedacht, und wi no ie Aus⸗ ehnung oder Ausſpannung Himmel genannt, nemlich ſo wohl der Kreyß, ſo cio entlich Der Stern- H jimmel iſt, nemlich das Firmament, als auch die Aus⸗ dehnung, das iſt zwiſchen den obern und den Waſſern hienieden, nemlich al⸗ les dasjenige, ſo von dem Waſſer hieniede n ùber fich geſchieden, und eines geift- lichen` Praes, wars und mwar alfo der g von A und Ale gefchieden: und Dieter Unterf[Qie zwiſchen deny Den obe ern feurigen und untern ſchlammigten ſalini- oa n IHi ali ſern, iſt nicht e gt ox ad fon g 1$ groffe Ærhe- ſchen den ol 7 Waſſern hienie⸗ i) ali unſers Sonnen⸗ yen nahm als ber Y shet E Sd ipffung geredet merz ) cjer Ausdehnung merden alle Kráfte des Himmels fpecificiret, und zu aaen ihrer eigenen Qualität nach jedem Coͤrper der obern Lichter for⸗ miret, von d baunin PEI des Monden Wir Tosi in srie wonna Luft, und ferner in dieſen Erd⸗Kreyß geſchuͤttet. Davon beſiehe mit allem Fleiß die vorher⸗ gehende Sanita. 2 nra Das Dritte Tagewerck. £. 10.` Weiter rédet Der Tert im 9. und folgends bis zum r3. Ners von den dritten Tagewerck alſo: Und Gtt ſprach, es verſamn ilen ſich die Waſſer unter dem Simmel an ein beſonderen Ort, auf daß man das Trockene ſe⸗ he, und GOtt nannte das Trockne T, die Verſammlung der Waſſer aber Meere, ꝛc. Hier iſt nun in den ſchlammigten Salino Arif chen Waſſern hie⸗ ieden wieder eine Scheidung geſchehen, nemli ich ſeine Sand- und Steinmachen⸗ wird offenbar. In dieſer Scheidung hat der Allmaͤchtige GOTT ein gantz gN boi Au uni fu N0% mgit undi i pol M ie Waf rodon ſ a Wa ; int inmh j N33 iji ani qai Von dem Fall des Lucifers ze. 111 gang erſtaunendes Wunderwerck vollbracht, dann es iſt nicht,(wie meiſte Theil wahnen,) eine ſchlechte Offenbahrung des groſſen Meers und des Erd⸗ bodens geweſen, als eines dicken finfi ſtern maſſiven Klumpens Ebe n es iſt auch abge eſchieden der feurige Pfuhl/ d er mit A und A brennet, Sie gange innere und centraliſche Kegion, heC ap- Í.& Eig. Num.1. desgleichen auch dieat sofie guft- ap F. S und die runnquellen des groſſen Abgrun G nemlich die groſſe 2` Adie da ſamtlich nicht allein ſind Behauſungen, Gefang Í ufeln, der Verdamt nten, und im Leiden und< s(fe chende n Ge iſter und Seelen, ſondern auch zu wuͤrcken die Wercke, ſo der a mutige GOtt Pai chòpfer aller Creaturen, ihnen an⸗ befohlen, und im erſten Capitel vri Wercks beſchrieben worden find. Alſo iſt nun der hodmuci hige Geiſt, der f errlich und mächtig war, ge ſtuͤrtzt, und wider alles ſein Sinnen und Dof T einer Macht und Gewalt getrennet, und veſt ve rfp erret, und mif Ean nDe ei Ae gebunden, bis das A Deg Geuthez a ammten, durch Den Athen des HErrn nka ufhören wird, bis daß es verzehret habe alle Wercke der Finſterniß und? At usgeburth en der Verdammten, das ifr alles, was fie in Worten, Wercken oder Gedancken geuͤbt, bis das Bil d des Teufels gang und gar zerſtoͤhret, und dieſes Rach⸗Feuer nichts mehr finden wird zu jermalmen, zu zerſtoͤhren und umzukehren/ und der gefallene Teufel mit allem fei- nem Anhange, in Ergreiſung der ewigen Erloͤſung JEſu C Chrifti, in feiner et- ſten Engels⸗Geſtalt wiederum erſcheine, und die ewige in GOtt gegruͤndete Ruhe in ibm und überall fich wiederum offent aie gemer ift noch ju erinnern, daß dieſer Fall Lucif ers geſche ehen zur Zeit der Regierung OKIEIE LIS, fehe Fig. Pa 53. Die Lateinifche Sprache nennet diefen Geift Saturnum, AAN hievon mag die Fabel bey denen peyonifóben Počtun en entſtanden ſeyn, daß der ſupiter den Saturnum aug dem Himmel geſtoſſen, und ihme die Erde eingegeben a ȘT, Alſo war nun dem abgefall und allen ſeinen Heeren, je⸗ dem ſein befo: Der Ort und Region Deftellet; d arinnen fie Dann auch werden f behal⸗ ten werden, big zu den beſtimmnten Zeiten der Ge: sichten; und ift t der Lucifer, alg Die Urque le, alles Verderbens verſchloſſen und perfi iegelt in dem feurigen Pfuhl, der mit und A brennet, nemlich in der centraliſchen Feuer⸗ Region, mit ſeinen bos haftigſten, grimmigſten und wider ſpenſtigſter Geiſtern, di ju feinem Abfall u⸗ b Wiverfpenftigkei ihme am heftioſten gedienet, welche ſind diejenigen, ſo in der Spl næra feines Throns, als in C. fiche Fig. Num. 54. gewohnet. ift ihrer ein Theil in dem nani lumpen verſper ret, und wieder ein Theil in denen Waſſern, der gröſte Theil aber(und die uͤber das ſehr gewaltige, durch wele ches Furſten auch die Menſchen auf Anſtiften des Koͤnigs Lucifers verfuͤhret wor den) ſind in der Luft beſch en in dieſem erſchrecklichen und groſſen Raum herrſchen und toben dieſel⸗ ben k SF angezundet werden wi ird, ſo d da E yE Te Maat — a T E a a, — a Gma— T miaa a aae EE AE a eenaa e T 112 Das Fuͤnfte Capitel. ben annoch, gleichſam ungebunden unter ihrem Fuͤrſten, dem Beelzebub. Wir ſagen gleichſam ungebunden, dann dieſe Teufel alle ubrige Elementen, ob gleich mit threm groͤſten deiden, durchgehen, und bis zu dem Thron ihres Koͤniges, des Luci⸗ fers/ kommen koͤnnen, gleich wie auch die Luft alle Coͤrper erfuͤllet, und leicht durch⸗ dringet. Und dieſes iſt das erſte QuaalLeiden der Teufeln, daß ſie der allmaͤchtige GOtt gleich als durch einen Schreck oder Blitz alſo getrennet, und jeden Theil in ein Element verſperret,(in welchen Elementen ſie vor dem Fall und Verderben, als in einem reinen leiblichen Licht ungebunden und ungehindert, ohne eintziges Lei⸗ den und Zwang/ gleich wie die Sonne ihre Strahlen durch die reine Luft wirft, alle ihre Kreyſe durchgehen konten,) daß ſie ſich nun in ein Heer nicht vereinigen koͤn⸗ nen oder moͤgen, ſondern jeder Theil muß ſeine Behauſung oder Element behalten: und kan das andere Element nicht erdulden oder ertragen: und obgleich die Teufel der Luft, alle andere elementariſche Kreyſe durchgehen koͤnnen, ſo doch in groͤſtem Grimm und Leiden geſchiehet, ſo können ſie ſich doch(ohnerachtet ſie mit allen uͤbri⸗ gen in den andern Elementen einerley Bosheit, Sinnes und Widerſpenſtigkeit wi⸗ Der den Schoͤpfer ſind,) mit allen dieſen uͤbrigen nicht vereinigen und zuſammen bleiben,(nemlich nach dem Weſen, dann nach den Eigenſchaften ſie ewig eins und einerley verbleiben,) dann ihre Zuſammenkunft geſchiehet in grauſamen grimmigen, wuͤtenden und leidenden Durchſtreichen der Elementen, und wird ihre (der Luft⸗Teufeln) Bosheit, von denen andern Teufeln jedes Elements aufs grimmigſte geſtarckt und inflammiret, und kommen alſo viel raſender und grauſamer wieder zu ihrer Behauſung, bis auf den Tag ihres andern Gerichts, da ſie werden hinab geſtoſſen werden in den groſſen Abgrund, Apoc. XX. v. 1.& g. in den Zeiten. des herrlichen Fried⸗ und Freuden⸗Reichs JEſu Chriſti, deſſen Lange uns unter der Zahl von tauſend Jahren vorgeſtellet wird; obs aber eigentlich tauſend unſerer jetzigen Sonnen⸗Jahren ſeyn werden, laſſen wir die urtheilen, welchen der Geiſt in dieſer Sachen ein helleres Licht angezuͤndet. Der XC. Pſ. v. 4. ſagt: Dann tau⸗ fend Jabr find fúr Dir wie der geftrige Tan, der vergangen ift: ja wie eine Nachtwache ꝛc. Tauſend Jahr bey nahe ſind des erſten ſeeliſchen Menſchen, nemlich Adams, Lebens⸗Jahr geweſt; wann aber der Erſtgebohrne aller Creatur, von welchem alle Creatur ausgangen, nemlich Chriſtus JEſus, der himmliſche und geiſtliche Adam, kommen wird, ſein Reich aufzurichten, ſolte dieſes nur tatta ſend gemeine Jahre, oder ſich nicht laͤnger, als die Lebens⸗Jahre eines der erſten gundlichen Alt⸗Vätter erſtrecken? Dieſes will ſich mit vielen Orten heiliger Schrift, ſonderlich da eine geheime Zahl gebraucht wird, nicht wohl reimen: doch wollen wir hierinnen andern, denen ein helleres Licht vom Heiligen Geiſt aufgan⸗ gen, keinen Vorgrif thun. Dieſes aber ſind wir im Geiſte uͤberzeuget, daß dieſe gegenwaͤrtige Welt nicht 6. oder 7000. Jahr⸗Zeiten halber, von dem, der da weder Anfang der Zeiten, noch nde der Tagen hat, geſchaffen worden, wie 2z. ig eng nians yid ihi te afè (me wr G ami oiean Malie t Craotit tanli inti / Von dem Fall des Lucifers ꝛc. 113 wie ſich dann ſchon viele wackere Leute in dergleichen Auslegung, uͤber die heilige Buͤcher, verſtoſſen. Davon vieleicht an feinem Orte ein mehrers. §. 12. Alſo war nun der Zuſtand der vier Elementen oder Qualitatum fe- cundariarum, und deren in ihnen gefallenen, und nun in ihnen verſchloſfenen und ver⸗ riegelten, und gaͤntzlich verdammten Geiſtern, die da fuͤr dem Fall dieſes Univerlum in aller Herrlichkeit und Freyheit beſaſſen, nunmehro aber aͤngſtiglich in Der Schei⸗ dung, das iſt, Elementen gefangen liegen, auſſer dem Beelzebub und allen ſeinen Heeren; dann ob auch wohl dieſer in dem Element der ſeine eigentliche Behauſung hat, ſo mag er doch,(wiewohl mit Angſt und Quaal,) die uͤbrige Elementen auch durchgehen, aber Feine Ruhe in denſelben finden, ſondern muß in alle Wege mit Leiden wieder in fein Element kehren. Dieſer iſt unſer Verklaͤger Tag und Nacht, Apoc. XII. 1o. dann er annoch kommt bis in Den Kreyß der Soͤhne GOttes Fig. Num. 54. davon zu leſen beym Hiob am erſten Capitel v. 6. und im zweyten Capitel v. c. allda das Hebraiſche Wort eigentlich heiet: Ram auch der Satan in ihren Mittel ꝛc. welches dann klaͤrlich zeiget, daß dieſer gewaltige und grimmige Geiſt annoch big in Den Circulum der Soͤhne Gottes,(wiewohl zu ſeinem groſſen Leiden,) kommen kan, uns allda fuͤr dem Angeſicht des Allerheiligſten zu verkla⸗ gen. Allhier aber werden wir noch ferner getrieben, auch etwas zu reden von denen ubrigen uns unſichtbaren Creaturen in denen greiflichen und ſichtbaren Elemen⸗ ten; dann allhier niemand wahnen wolle, als ob dieſelben denen Teufeln allein gegeben ſind, nein in Wahrheit, dieſes wolle ſich niemand zur Schmach des All⸗ machtigen raumen laffen; als ob-er die maͤchtigen raͤumlichen Weſen ledig ge⸗ laffen, und dieſelben nicht gaͤntzlich zu erſuͤllen vermocht, ſondern wife, daß die Elementen nichts anders, als Ketten und Banden ſind allen Teufeln; denen an⸗ dern in ihnen enthaltenen Geiſtern oder Geſchoͤpfen aber, Regionen und Behau⸗ ſungen, frey darinnen zu wandeln, wie ein Fiſch im Waſſer, und ein Vogel in der Luft. Dieſe Geſchöpfe oder Geiſt⸗Menſchen, welche die Heilige Schrift Gen.VI. Job I.& II. Soͤhne Gottes nennet, aber in einem gantz andern Ver⸗ ſtande, als die Soͤhne GOttes im auſſern Kreyß unſers Sonnen⸗Syltematis, (dieſe Materie wird maͤchtigen Anſtoß leiden, ſonderlich von denjenigen Hod gelahrten, deren Gehirn ſo materialiſch, daß ſie nichts geiſtliches begreifen koͤnnen, und gange Bücher gegen die Erſcheinung der Geiſter und dergleichen zuſammen ge⸗ ſchmieret, welche alle zu widerlegen, niemahls in unſere Gedancken kommen ſolle, ware auch ſehr thoͤricht von uns gehandelt, weilen das Magazin der Narrekheyen Lwelches mehrentheils die eingebildete ſehr Gelahrtheit angefuͤlletJ unerſchoͤpflich, und alfo ein rechtes Raſen von uns waͤre, ſolchem zu widerſtehen;) ſind qualificiret nach dem Element, darinnen ſie geſchaffen: als die irrdiſchen haben einen Lelb, qualifici⸗ vet aug dem Element der z, Die in dem Wafer, aus dem Element Deg Vy Die in der Luft, einen Leib qualificiret aus der Luft, die feurigen Geſchoͤpfe aber, einen Leib aus dem reinen Element des&; Nun iſt rorhero bollkoͤmmlich erhiefen d A ` í Das Fuͤnfte Capitel. ſprung derer ſichtbaren Elementen, und daß dieſelben vor dem Fall Lucifers gewe⸗ ſen ſind die Kreyſe, das iſt, die Himmel ſeiner und aller ſeiner unzehlbaren Heer⸗ ſchaͤaren Wohnung, die da gantz einfach, i. e. Schamajim waten, durch Hinein⸗ kehrung des Goͤttlichen Lichts aber Finſterniß geworden ſind; und wie dieſe ferner wiederum geſchieden worden, haben wir jetzo gehoͤret. Nun ſoll der Wahrheitlie⸗ bende ferner wiſſen, daß wir allhier nicht ſagen, daß dieſe Creaturen grobe und we⸗ ſentliche Leiber haben, wie die ſichtbaren und greiflichen Elementen, dann ſo rede⸗ ten wir wider uns ſelbſten, und waͤren ſodann keine unſichtbare, ſonbern ſicht⸗ bare Creaturen: ſondern ſie ſind(daß wir ein chymiſches Wort gebrauchen) die Quinta Eſſentia, der allerreineſte und geiſtlichſte Theil eines jeden Elements, doch iſt auch dieſes zu verſtehen nach dem mehrern oder wenigern, nach ihrer Güte: Dann gleich wie eines jeden Elements Centrum der Bosheit, die eingeſchloſſene Teufel, als das allerboͤſeſte ſind, alſo iſt auch eines jeden Elements reineſtes, dieſe Geſchoͤpfe oder Creaturen; je naͤher ſich aber dieſelbe zum Centro der Bosheit in ihrem Diame⸗ tro erſtrecken, je boͤſer und gefahrlicher auch dieſe ſind. Die Geſchoͤpfe des Elements des A find die reineſten, nach ihnen diejenigen der Luft, ferner die im v, und letzt⸗ lich die irrdiſchen. Die Zeit ihrer Schoͤpfung iſt geſtanden in der Scheidung der Elementen, im erſten, andern und dritten Tagewerck, alſo, daß Die Arigen im kſten Tagewerck, die luftigen im andern, die waſſerigen und irrdiſchen aber im drit⸗ ten Tagewerck geſchaffen worden. Und verſtoſſen fich alfo diejenige maͤchlig ſehr, die da geglaubet baben, Daf die heilige Engel, mit allen ihren horen; im eften Tagewerck aus dem abgeſchiedenen Lichte erſchaffen worden. Gewißlich iſt ihnen weder die erſte Schoͤpfung der Geiſt⸗Welt, noch dieſer irrdiſchen Welt in einige Wege bekannt geweſt; doch laſſen wir gerne einen jeden glauben, was ihme ſchmecket. .13. Kurtz hieroben haben wir geſagt, daß dieſe Geſchoͤpfe, ſowohl nach denen Elementen insgemein, als auch ins beſondere, nicht einer Guͤte ſind; nach denen Elementen insgemein, ſo prævaliret das Elementum der&, die dem x, und das V Der s wie kurtz vorhin gehoͤret; Insbeſondere ſind ſie nicht einer Guͤte, je nachdem ſie ſich in jedem Element zu dem Centro der Bosheit, den verſchloſſenen und verbannten Teufeln, erſtrecken, ſo wir am beſten durch die lig. Num. 58. erwei⸗ ſen und in etwas demonſtriren koͤnnen; und ſetzen, daß B. des Satans Thron waͤre, nemlich die hoͤlliſche Feuer⸗RKegion, der Arige Pfuhl, der mit A und bren net, das Centrum des Zorns und Der Rache GoOttes, da aller Teufeln Bosheit verſammlet, und der grauſamſte Grimm und Marter beſchloſſen. C. Iſt die irr⸗ diſche kegion. D. Die Region des v. E. Die Region der K. X. W. Die Regio A Schamajim. Nun iſt unſtreitig, daß von dem Diameter Z. W. der Punct C. der heiligen Licht- oder Engliſchen Welt, uͤber den andern Welten unſers Sonnen⸗ Sy ſtematis naͤher iſt, als der Punct G. oder E. des unterirrdiſchen&und v, auch D. ſchon naher, als C. und alſo dem Reich der Hoͤllen entfernter, der Punet E. dem Licht auch < W roS Da T a a AD-e] z= J9 5 å 5 z e, o TD C E tn ft hendi dahit ! Dam Tuſch hinf Jame- chhents Mkt Wg Ni timin ii higth imei i t in ini mdi, wohin ndimi AAMT ma Boty ahlo AL ng SMO pél Von dem Fall des Lucifers ꝛc. LIS auch naͤher, ja die Feuer⸗Region X. W. die Graͤntze der obern Welten; und wird nun alſo leicht zu verſtehen ſeyn, wie dieſe Geſchoͤpffe in genere an Gute ditferiren. Wie ſie aber in ſpecie differiren, wollen wir an den irrdiſchen erweiſen und darthun: Da iſt nun B. des Satans Sitz, C. der Erden⸗Kreyß, der Begrif der Finſterniß; Die Creaturen nun, die da der Ober⸗Flaͤche O. am näheſten, und von denen Strahlen des obern Lichtes durch den Durchſchnitt W. C. beſtrahlet werden, ſind noch gut und rein; Die im Mittel der Erden, von gut oder boͤſer Zuneigung;-Deje nigen aber, ſo der unterirrdiſchen Region, und alſo dem groſſen Wirbet am naheſten, ſind die allerſchlimmſten, und gar oͤfter der Teufeln Poſt⸗Bothen. Dann der Satan, als ehemals ablolut geweſener Herr aller dieſer Regionen, ken⸗ net ihre weſentliche Subttantz, und weiß ſich alſo derjenigen, ſo ihme am näheſten/ durch ſeine grauſame Liſt und Betrug, meiſterlich zu gebrauchen, die menſchliche Creatur, als ſeinen Gegenſtand, ins Verderben zu ſtuͤrtzen. Alſo iſt es mit dem Element des Y, dann gleich wie das Yein Spiegel des Lichts iſt, und das y eine Ge⸗ baͤhrerin oder Zeugemutter der uͤbrigen Elementen, ſo wir im erſten Capitel erwie⸗ fen haben; alſo ſind auch ſeine Geiſter oder Geſchoͤpffe mächtig, weife und wunder⸗ bar, der Teufel kan ſich ihrer nicht ſo leicht bedienen, wie derjenigen, ſo aus dem finſtern Element der Erden erſchaffen. Das J iſt geheiliget, und iſt ein geheimes Element, und ob auch wohl der Teufel ſeine Bosheit darinnen uͤbet, ſo iſt er doch gar zu balde, Durch das ſtete einſtrahlende Licht, als in einem hellen Spiegel, ent⸗ deckt, dann er iſt der Fuͤrſt der Finſterniß, und ſcheuet das Licht, und kan alſo die wenigſte Bosheit in v üben, Mit denen in der Luft geſchaffenen Geiſtern aber⸗ hat es eine gang andere Beſchaffenheit, und iſt allhier ein Geheimniß, ſo wie wir glauben, wenigen offenbar ſeyn wird; dann ob gleich das Element der=dem Licht Aam naͤheſten, und alſo weit reiner als das irrdiſche v, ſo hat doch erſtlich in dieſer grauſamen groſſen Region der Stadthalter des Lucifers, der Beelzehub, mit allen feinen Millionen Teufeln ſeine Behauſung. Zum andern, ſo geſchehen alle un- preſſiones in dieſem Element, alle Formen und Ideen der menſchlichen Thaten, ſo wohl auch ihrer guten als boͤſen Reden, als auch der obern Geſtirnen und ihrer Kraͤften, ſamt der Teufeln graßlichen Geſtalten, und ihr grimmiges Wuͤten und Toben, werden weſentlich in dieſes Element eingedruͤckt. Nun mag ohne Athem⸗ holung keine lebendige Cregtur leben noch erhalten werden; weilen dann nun durch das ſtete Athemholen, und wieder auslaſſen, dem Menſchen alle ſolche Formen und Ideen nach Zeit und Ort, durch die Sinnen zu der Phantaſie, und von der Forme zu dem Gemuthe geleitet werden, ſo uberfaͤllet den Menſchen bey naͤchtlicher Beile oft Freude oder Traurigkeit, davon er auch nicht die geringſte Urſache zu geben weiß, bey Anzuͤndung aber eines Koder Annaherung eines Lichts, alle dieſe naͤchtliche Zurcht verſchwindet, daß auch die allerfurchtſamſten alsdann an ſolchen graͤßlichen und furchtſamen Oertern, ohne eintzigen i ferner verbleiben. Dieſes iſt auch P 2 die die 2die dor moder das Bild/ſo dieſe Freu de oder Traurigkeit veru 116 Das Fuünfte Capitel. die Urſache, daß Reiſende mehrentheils, abſonderlich bey finſterer Nacht, mit Furcht und Schrecken uͤberfallen werden, wann ſie uͤber ein Gefle oder durch ein Gebuͤſch reiſen, da grauſame Schlachten und Blutvergieſſen geſchehen; dann die Luft iſt ſelbiger Orten voller waenklicher, doch geiſtlicher Formen, aller dieſer grauſamen Thaten/ die unfer.e—— ithe, fe jeho è behnet, durch das Athem⸗ holen vorgeſ tellet werden. Oft wiede rfaͤhret einem Reiſenden, daß ihn anein wm einfamen£ Irte, auch bey hellem T Agé, ein Schauer oder Grauſen uͤberfaͤllet, deſſen Feine, andere war hafte Urſache e gegeben werden kan, als daß an ſelbem Orte ein Mord oder andere grauſame That voll lbracht ſeyn muͤſſe, davon das Bild und die Form an diefe Orte der Sweſentlich einge epreft. Die Urfache alfer ſchweren und graͤßlicher Träumen, ſonderlich einer Seelen, dief fich von dem ic hedes Heiligen n oDe x fihi beym Schlafen gehen dem heiligen Göttlich pen licht nir cht PITSA empfohlen, ift auch aili hier zu fi ſuchen. Der Teufel, als ei in Fürſt der o jinſterniß, ſcheuet das Licht, und iſt bey hellem Tages⸗icht nic cht ſo grauſam und gr inm mig um uns, als bey finſterer Nacht dann biy Hi eiis der Sonnen, und Herannä⸗ herung der Ginfternif iß, ruͤckt au⸗ h aller Teufeln Schwarm mit heran, auch aller ihrer und ihrer Werckzeuge der boͤſen Men ſchen grauſame haten; i dahero dann die ſchroͤckliche gräßliche) Furcht der Na tr und die ſchaͤußlich k boͤſfen Traͤume, wie je⸗ tzo erwehnet, entſtehen. Daß die Teufel unter denen finſtern Polis oder Welt Würbeln grauſamer wuͤten, und in dieſen finſtern, und kalten Welt Zh eilen gleic þfam ihren Haupt⸗Sitz haben, iſt auſſer all em Zweife ly Danner ift de Für der Finſterniß; und haben uns die Geſchichte von ſelben Lan fd aften her genu gelehret, wie er alldancchteinkele x enſchen, ſondern gantze H osingen un der, ſeiner grauſamen Botmaßigkeit, liſtiglich unterworffen 1 gehabt. ift basaron Di ch des Gewiſſens, darinnen alle Menſchen n dermaleins te und boͤſe Thaten, we ſentlich! verde n au ifbeh p P finden, ja auch D Wort wird dallhter nicht unvergeſſen ſeyn, dann der Thon oder Schall ſent Seelen; fino nu n viel gute Geburthen, aus feiner(i ſchen) Seele gegangen, fo wird er po Lohn und Freude haben, wo nicht, wird ihme wieder fahren was geſchr rieb ſteh het, daß die Menſchen werden muͤf⸗ ſen Rechenſchaft geben, auch von einem jeden unnuͤtzen Wort ꝛc. 1 was geſchrieben ſteh⸗ èt Apoc. XIV. v. 12. Dann ibre Werde folne ſolches werden fie allhier vollkoͤmmſt ich fir iden. Dann ia groſſe Zeugemutter, worinnen empfangen und aufbe halten werden, und Wurcken der Me enſchen wie jetzt ang efuͤhrt. Ja d urch die Einbildungs⸗ Kraft gantz uͤbernatuͤrlich; dann zut n Crem pef r fö ei gleicher Harmonie mit einem randern gantz abwe ſenden ſtehe zu gleicher Zeit einer gewiſſen Freude oder Traur py ķi >i > % 5ehd p VYUS 91 gm F pfan⸗ eR e r r r n My gin win PEN i VW 4 Von dem Fall des Lucifers ꝛc. 117 empfangen, und durch beyderſeits ſchaeffe Strahlen unſerer Einbildungs⸗Kraft zu⸗ gleich begierig angezogen, und in unſerm Gemuͤthe empfangen und eingepräget wird. Liebe und Haß, ja alle andere Bewegungen der Seele, werden in uns al⸗ ſo gebohren, und was noch mehr iſt, ſo iſt keine gt der vernuͤnfti igen oder un vernünftigen, vegetabiliſchen, thieriſchen oder minerali ife m choͤpffen, ſo nicht in Diefer n groſſen Welt⸗„Geiſte, der Luft, auch geiſtlicher Weiſe, we⸗ fentlich gezeuget waren, von welcher(als weiche die andern Elen enten ſchnell und leicht durchg het,) em%8 Y geſchwän z wird, dahero dann in denen Gehuͤrgen und Kliften ſo ſeltzame Geburten bwch t t 2 Stenmachende Waffer, mer Thie ereun Menfi þen allerhand andere Reugungen y nicht fo wohl in den a hlen und r allein, als auch in Schieffern und an⸗ dern Geſteinen geſchehen; davon ehe Cap::$. 15. Ja ſo wir niht ein anders all- hier bezieleten, als nu r eine Sache ins beſondere, nach allen ihren lunſtänden aufs weitlaͤuftigſte wolten wir Sa Diefer Y srie und in dieſem Element juftiges Werck 4u verferti⸗ Gelegenheit genug finden, ein ſehr groſſes und weit ! ſpenſtern der Abgeſchiede⸗ ge erwür gten, oder ſonſten gins Dann wir nor h nichts Ht da⸗ f on de i ſowohl natuͤrlich geftorb rh ul- Th sologic> ſo weitlaͤuf⸗ ttes. Dann auch, Di leijenigen, die gewaltfant erti odteten, welche tig, daß ſie ein ſehr grof ffes W᷑ ˖ noch diefe Erf heinu igen nach der F en, dannoch in denen Umſtaͤn⸗ den uͤbel berichtet ſeyn. Dam Seelen, fo ia der Luft ihren Stand oder Behaufung haber, find in Wahrheit wegen jetzterzehlten Urſachen, in einem ſehr ioen Zuſtande, es feye dann, daß ſie in Ruhe und Friede des G ewiſſens ab⸗ 1 } f geſchie nd unter Denen erfunden werden, von wel T die Weiß heit ſa⸗ get suaal růhret fie an._ Sap, C Cap- M. v.£: Eserſcheinen dieſe Seelen! t zur n t bringen, TOA$ Ele- ment⸗ Dere fo leicht md fohn dur⸗ chgehen mag; hin Tig auchl ich zu befr c) s und ihnen durch Das and htige Gebat und E zur Ruhe zu helffen. Nachdeme nmu a Die Geele i in ihrer ſe harff 1 pE IG Ott abor wandten Imagination, in Geitz, Y Reid, Rache, oDer twas die Begier rde gewe gii$ feyn mag, abg geſck den/ in fof feher Sel sai wird fe Dann ¢ ra iS erſcheinen, doch ohne eintzige R ede i iggemeins Der aber, fo in der toahren Ma- gie, Cabbala und Theolo ogie geu ibt underfabren, wird ſie anreder fòm nen/ auch rich stige Antwort erhalten. Es trig ot fi T S Ink ch auch oftmal t$ iy daß f nich pt nur cimen, tena ape Monathe t und Jahr fehen le Rt, von dieſen ſoll man wiſſen, daß oed Uf rja hen Orten S patien als erſtlich der verdammte Geitz, w onzur Zeit des Abſcheidens gef tanden, und hat fie an ſelben hatz aus Neid verſcharret, d Tn ſie dann in groſſem Leid p 3 b g: m— ME ne Kis De Das Fuͤnfte Capitel. und denſelben, in Geſellſchaft vieler widerſpenſtigen und unreinen Geiſter, huͤten muß, in Hitze und Kaͤlte,(dann allhier nicht der von GOtt unmittelbar einge⸗ blaſene unſterbliche Geiſt, ſondern die Seel, ſo der Menſch durch die Geburth be⸗ kommen, leidet,) nach dem unflaͤtigen Zuſtand ihrer Neigungen in ihrem Leben, wovon ſie auch nicht entbunden werden mag, es ſeye dann, daß ihre beſtimmte Reinigungs⸗Zeiten voruͤber; und da in waͤhrender dieſer Zeit ſolches Geld oder Schatz nicht gefunden wird, faͤllt er alsdann denen boshaften Erdgeiſtern voͤllig in ihre Gewalt, welchen er dann nicht entriſſen werden mag, es ſeye dann durch ei⸗ nen Magum, Cabbaliſten oder Theoſophum; alles andere Unternehmen in dieſer Sache iſt Necromantiſch, teufliſch, uund geſchicht durch grauſame Beſchwerun⸗ gen, und gottslaſterlichen Mißbrauch des allerheiligſten Namens G0ttes; Wie dann dergleichen teufliſche Schriften und Buͤcher, darunter die ſo genannte Cla⸗ vicula Salomonis nicht die geringſte, heimlich und oͤffentlich zu bekommen. Wahr iſt, daß in dieſen Schriften die wahre Kunſt, Magia und Cabbala mit enthalten, allein mit dem allerſuͤndlichſten und gotteslaͤſterlichen Mißbrauch des allerheiligſten Goͤttlichen Namens beſudelt, daß ein wahrer Gottliebender ſie ohne Erſchuͤtte⸗ rung nicht anſchauen kan; darum dann eine jede Gottſuchende Seele gewarnet ſeye, ſolche Schriften weder zu leſen noch zu gebrauchen, ſie habe dann ein kleines Lichtlein von der Magie und Cabbala, aund ſeye in der wahren Theologie gegruͤn⸗ det, alsdann wird ſie mit groſſem Nutzen das Gute von dem Boͤſen abſcheiden, und das Gute gebrauchen koͤnnen. §. 14. Kuh hieoben haben wir geſagt, daß zwey Haupt- Urfachen find, daß oft ein Geſpenſt oder Seel,(es wird allhier nicht geredet von dem unzerſtoͤrli⸗ chen Lebens⸗Geiſt des Menſchen, welchen er unmittelbar von GOtt empfangt, ſondern von der Seel, welche er durch die natuͤrliche Gebuhrt empfangen,) ſo lange an einem Ort erſcheine und ſich ſehen laſſe, davon die eine auch ſchon erwehnt. Die andere iſt: daß eine ſolche Seel in ihrem Leben eine grauſame boͤſe That be⸗ gangen, die da vor den Menſchen heimlich und verborgen geblieben, und alſo das Gerichte in dieſer Welt nicht uͤber ſie ergangen, dahero ſie im Leiden nach ihrem To⸗ de an ſolchem Orte buͤſſen muß, in gantz grauſamer Angſt und Marter, je nach dem Zuſtande der That, ſo ſie begangen, und wird ſie mit ſolcher That von denen unreinen Geiſtern aufs grauſamſte gemartert. Iſts nun ein heimlicher Mord ge⸗ weſt, und der ermordete iſt auch in Unreinigkeit dahin gefahren, ſo iſt der Zuſtand ſolcher Seelen noch viel grauſamer, indeme ſie von dem ertoͤdteten, benebenſt de⸗ nen unreinen Geiſtern, auf das erſchroͤcklichſte gefoltert wird, hat auch den An⸗ fang ihrer Reinigungs Zeiten nicht zu hoffen, bis die ermordete Seele erſtlich durch alle Grade ihrer Reinigung, zur Ruhe gangen; alsdann gehet eigentlich erft die Zeit ihrer Reinigung an. Allhier vermoͤgen die Gebaͤte und Fuͤrbitte der annoch im Leben wallenden Glaͤubigen ein groſſes; diejenigen Fuͤrbitten aber fúr etli⸗ A imit Ma ihn ital Dri i Mig feni mehi darn eir wD wifin hen, idfa Wief TE an oil DU t H t Nilar 4 Hj y mie Cl , Mih nthalte ilge Von dem Fall des Lucifers ꝛc. 119 ekliche Groſchen von der Cantzel und vor dem Altar hergeplappert, nicht das ge⸗ ringſte. Ein Magus, Cabbalilte und wahrer Theologus vermag allhier ein groſſes; Aber ach! wie wenig ſind der, o HErr! die dich im Geiſt und in der Wahrheit ſuchen? Dieſes waͤre nun dieſe ſehr weitläuftige Materie, ſo viel es die Gelegen⸗ heit alhier leiden wollen, guni Vorſchmack ein wenig beruͤhret, davon an ihrem Ort in den andern Theilen ſchon ein mehrers geredet werden doͤrfte, daferne es ſich ſchicken will. Nur dieſes erwehnen wir noch, nemlich: daß diejenigen, die oͤfters ſolchen Geiſtern und Geſpenſtern heftig fluchen, ſie verwüunſchen und per- maledeyen, und nach dem Abgrunde der Hoͤllen verweiſen, hoͤchſt ubel thun und p ſehr verſuͤndigen, indeme ſie damit ſolcher armen und in groſſer Pein ſchwe⸗ enden Seelen uͤbeln Zuſtand, noch viel arger machen, ja oͤfters Durch ſolch un⸗ chriſtliches Verfahren, ihre Eltern, Männer, Weiber, Kinder und andere nahe Bluts⸗Verwandte und Freunde, in ein noch viel aͤrgeres Leiden ſetzen, als ſie ſchon empfinden, und ware tauſend mal beſſer, ein andaͤchtiges Gebaͤt vor eine ſolche irrende Seel gethan, um ſie aus der Quaal und Leiden zu reiſſen, als durch Verbannung und Veirmaledeyung in aͤrgere zu ſtuͤrtzen. §. 15. Haben alſo, ſo viel ung zum folgenden noͤthig geweſt, vom Zuſtande der Geiſter der Finſterniß, und denen in der S eingedruͤckten Formen und Idéen aller Wercke des Lichts und der Finſterniß, auch der menſchlichen Thaten und Reden, auch ihrer Gedancken, gehandelt. Wir ſagen auch Gedancken: und dieſes iſt wahr, daß auch die Gedancken der Menſchen alſo in der durch eine geiſtliche Geburth offenbar werden, entweder durch Reden heimlich oder oͤffent⸗ lich, oder andere thatliche Bewegung Leibes und der Seelen, dann ſonſten weder dem Mago noch Schwartzkuͤnſtler moͤglich, dergleichen in Spiegeln, Cryſtallen, Perillen ꝛc. vorzuſtellen und zu offenbaren, und irren alſo diejenigen ſehr, die da glauben, es wuͤſte der Teufel der Menſchen Gedancken nicht. Kommen alſo wie⸗ der zu den Gefhópfen der Æ, alg wovon wir oben im 13.8. gu reden angefangen hatten. Dieſe Geſchoͤpfe nun, weilen ſie ſowohl, als die irrdiſchen, und aus dem Waſſer geſchaffenen, aus keiner Vermiſchung und Zuſammenſetzung beſte⸗ A hen, ſondern das einfachſte Weſen des Elements ſind, ſo iſt dieſer Geiſter Ver⸗ f moͤgen gleich der, ihrem Element, ſehr gewaltig und erſchrecklich, und ihr Wiſ⸗ fen und Erkaͤnntniß in vergangenen, gegenwaͤrtigen und zukuͤnftigen Dingen un⸗ ermeßlich, dabey aber ſehr verwirrt, falſch und betruͤglich. Dann weil fe aug dem einfachſten Weſen des Elements beſtehen, ſo ſind ſie aller Imprellionen faͤhig/ und werden dahero, nebſt dem Erkanutniß der Wahrheit, von den unreinen Geiſtern auch mit Luͤgen und Falſchheit geblendet, dazu kommen alle die andere Ur⸗ fachen, die wir jetzo nach der Reyhe erzehlet haben. Uber das ſind ſie an Guͤte gleichfalls unterſchieden, je naher dem Lichte, je reiner, vollkommener und guͤti⸗ ger ſie find, je naͤher aber der Finſterniß, je ſchaͤdlicher, boͤſer und verfuͤhriſcherz 49 Es T> J4 $i my 120 Das Fuͤnfte Capitel. die in dem Mittel zwiſchen dem Lichte und der Finſten mig, gute und boͤſe. Und ob ſie wohl durchgehends dem Menſchen gut und geneigt ſind, ſo iſt ſich doch ihrer Gefellſchaft zu haben, uͤber die Maaſe wohl furzuſehen, und gehoͤret nur den wah⸗ rend Magis, Cabbalit ten und Theoſophis, die da in der Natur⸗Sprache, das ift; in der Bezeichnung der Dinge und Characteribus der Geiſter, vollkö mmlich geuͤbet. Hor den andern Kunſten aber, deren ſich ſo viele zauberiſche Beſchwerer ruͤhmen, hůͤte ſich ein jeder wahrer Chriſt, als vor p Mie teufe lifcheg und laͤſterli⸗ ches gegen a. he Majeſtät. Wahr if es, daß dieſe Geiſter ſich gar vielen leichtlich geſellen, auch oͤfters gar groffe und wunderbare Dinge R n; weil aber der Teufe{alg ein guft der S, die Gedane cken der Menſchen, tvie oben ere wehnet, ſehr wohl zu erkennen, und er felo i ich auch in eimen Engel des Lichts zu verſtellen weiß, ſo miſcht er ſich ſofort mit ein, und betreugt den Menſchen gewal⸗ tig durch die gang unartigen Geiſter, das iſt, die an ſeine Graͤntze der Finſtern ſiß ſtoſſen, oder die im Mittel ſtand ſtehen, und weiß alſo dem Menſchen maͤchtig zu fiedeln, nachdeme er zum Tantzen geneigt, bis er aus einer peria in Die ane Dere fallt, und gantztich von ſeinem Schoͤpfer weichet, und dieſes weiß der Boͤſe⸗ wicht ſo lange zu treiben, bis et den ele emontarifden Gie ſt gaͤntzlich dem Men⸗ fn abtreibt, deſſen Weſen und Geſtalt er! neiſterl ich nachzi iahmen weiß, bis endlich die vollkommene Zauberey und der gantz liche Abfall du ich das Abſchwören gezeuget, ſo dann die letzte Scena i n dieſer Opera iſt: da rum ſich ein jeder zuvor wohl pruͤfen und examiniren wolle, cheer fic pini Derg 1U: ngang einlaſſe, oder nur Theil mit daran habe, dann der Teufel ein gar zu unfſa ithi i965 Thier, von wel⸗ chem man ſich unbefleckt n icht wohl wieder abzichen mag, welches dann einem je⸗ Deny fo Die ewige FJB chrheit liebt, zur Wa ng geſagt fene. S16 Nun iſt es Zeit, auch das vierte Element und ſeine Geſchoͤpfe zu be⸗ trachten; In deme erſten& Capitel dieſes Wercks haben wir grundlich und unumſtoͤß⸗ lich erw ieſen,d daß Ay V und 8, das iſt, O, ꝙ und F eines und nur einerley in ihrem ellentialiſchen Weſen ſind, nemlich ein waͤſſeriges Licht⸗Feuer, oder Licht⸗feuriges J. Nun ſind dieſe Geſchoͤpfe, avon wir anjetzo veden wollen/ aus dieſen jetzo beſchriebenen Elementen gezeuget, T fie t Dann auch gantz reiti heilig⸗ weiſe me machtig ſind, koͤm ien von den Teufeln, al s Geiſtern der Fin⸗ ſterniß, im geringſten niht geblendet oder verfuͤhret werden. Sie baben eine ſehr groſſe und fonderbare$ Liebe gu Denen Creaturen deg Elements: Vy Als dem Eles menty fo am erſten aus dem ihrigen gezeuget; ihren Umg gang mag der ſterbliche menſchliche Leib ni ht wohl ertragen, jedannoch mag der Magus und Cabbaliſt viel pe groſſe Weisheit, durch Vermittelun ig der Waſſer⸗Geſchoͤpfe, als in welche dieſe Licht⸗© eſchoͤpfe ſich unabläſſig ſpiegeln, von ihnen erhalten: ihrer Weisheit aber aa gehen, iſt das beſte. 817. Dieſes iſt nun, was wir von dieſen Geſchoͤpfen oder Geiſt⸗Menſchen zu > w yi i kih| Un MAg q WaT Sihi fiig Men encz Mr der Wn fol Wiehie j Y i M MN i tA hunt (ifle T ns wel r(i hti t i gek nii iani jigi bie ae Bife Nin f| hig hmi uwat bolt nh Wnt aneil yume fe ptit rabbal! il d ag m: Pufffe⸗ i Von dem Fall des Lucifers ꝛc. 121 zu fagen h jaben, und was uns Davon offenbahr. Der es leugnet, der redet wi⸗ der die ewige Wahrheit, nemlich wider GOtt ſelbſt. Exod. XX. v. 4. und 5. ſtehet geſchrieben: Du ſolt dir ein Bildniß noch irgend ein Gleich: fp maz chen, weder des, das oben im Simmel, noch des, Oas unten auf Erden, oder des, das im Maſſer unter der Erden iſt, du ſolt ſie nicht aiten noch n 20. Ferner ſtehet Apoc. V..13. Hnd alles Geſchoͤpfe, das im Simmel iſt, und auf der e, und unter der Erden, und im Meer, ja alle 8; wus in denenſelbigen Orten iſt ꝛc. Alles( Geſchoͤpfe, das im Himmel iſt ꝛc. Hierunter ſind begriffen fiet ai Les und der; Uns iſt wohl be⸗ wuſt, daß di e Schulen dieſen Bers ganh anders verſtehen, wollen ung auch die Muhe nicht nehmen, mit ihnen hieruͤber adan genug, daß wir mit denen Bm e nden hierúber zur Ehre und Lobe des allmachtigen Schoͤpfers ein⸗ immig. .18. Nun iſt auch noch üͤbrig, yon ihrer Figur, und wie man ihres Um⸗ gangs genieſſen m oͤge/(die doch in alle Wege zu meiden, weilen GOtt der HErr ſolche nicht dulden wollen,/) etwas weniges zu reden. Ihre Figur betreffe nd/ ſo wife, dag alle vernuͤnftig' Creatur das$ Bild Adams tragt;— mehrers ſiehe Tom. II. vom&(Dief Rede wird vielen was zu ſchreyen geben, da wir uns aber allhier völlig expliciren wolten, ſo ſ ſolte ein on vergnuͤgt ſeyn sé iſt unſere Meynung nicht, uns uͤber alle und jede Puncten Holkön mlidh und weitlaͤuftig; erfi láren; fondern wollen andern auch etwas zum Nachſinnen uͤbrig laſſen,) nemmlich ich die menſchliche Geſtalt, und weil f ſie das einfac heſte Weſen der Elementen ſind pi find fie auch, widerd die thoͤrichte Meynung Des Comte de Ca- balis, nach Hrt al ler Gei ety unfierbli ch; uͤber das, ſo iſt faſt thoͤricht und laͤcher⸗ lich, die Meynung vieler Fleiſch-Geſinnten, die dieſen ſimplen Ge ifte Menfehen einen Unt terfi cheid des Geſch lechts zuſchreiben; vielmehr iſt po und wah rhaftig/ daß ſie nach Art aller Geiſter, in ihrer vollkommenen Zahl, zugleich und auf ein⸗ mal geſchaffen worden, aui ffer denen, davon hieunten geredet werden wird: Si fie fich aber Gen. VI. v. 2.& 4. mit denen Menſchen vermiſcht, welches GOtt der Almachtige fo heftig gef rafet ift nicht mider, fondern fúr ung, und hat einen gantz andern Verſtand, wie in der Bolge des zo, bis auf den 23. S. auch im 2. Ca pitel Tom. HI. vom& erklaret werden wird. Dann daſelbſt ſtehet nicht, daß die Toͤchter£ Gottes zu denen Soͤhnen der Menſchen ſind eingegangen; ſondern der heilige Tert ſagt: Da ſahen die Soͤhne GGttes nach den Toͤchtern der Menſchen, wie ſie ſchoͤn waren. Und ſerner: Als die Soͤhne Gottes S 3u den Töchtern der Menichen eingiengen ꝛc. Da ſehen wir zwar/d daß der Text nur der Soͤhne, als des menſchlichen Geſchlechts, allein gedenckt, auna aber in dem folgenden§. bis in den z2. wird diefe Sache, auch das weibliche Geſchlecht betreffend, ausfuͤhrlich abgehandel BPVAFDEC a abs rip: ſo ſind wir verſichert, daß io gie — me Kat . Das Fünfte Capita. Vermiſchung mit der Menſchen Toͤchtern, nur allein von denen Geiſt⸗Menſchen des Elements der q vollbracht worden, Dann die übrigen Des A, und v, fih unmoͤglich mit menſchlicher Natur vermiſchen koͤnnen, welches alles noͤthig waͤre in einem eigenen weitlaͤuftigen Werck vollkoͤmmlich auszufuhren, ſo ſich aber all⸗ hier in unſerm Vorhaben nicht thun laſſen will, damit das Werck nicht uͤbermaͤſ⸗ ſig wachſe; doch ſoll dem Liebhaber im 3. Capitel Tom. III. vom% in etwas ein Genüugen geleiſtet werden. Der, ſo die Wahrheit liebt, und von GOtt geleitet wird, Der wird uns auch vollkommen und weitlaͤuftig genug verſtehen, ſonderlich da er alles vorher erzehlte wohl inacht genommen, und wie der Menſch aus Staub einer Erden gebildet worden. Ihre Convertation belangend, ſo iſt dieſelbe nicht ſo leicht in unſern Zeiten zu haben, als ſich die thoͤrichte Beſchwoͤrer und Zau⸗ berer einbilden: Alle dieſe Teufeleyen an die Seit geſetzt, ſo wiſſe, daß derje⸗ nige, ſo ſich ein ſolches unterſtehen will, nebſt der wahren innerlichen Gottesfurcht, auch vollkommene Erkaͤnntniß haben ſolle des wahren magiſchen Gottesdienſtes, er muß in der wahren Philoſophia vollkommen erfahren ſeyn, damit er vollkoͤmm⸗ lich weiß, was das wahre und einfacheſte Weſen ſeye, auf daß er wiſſen moͤge, was'der Art dieſer Geiſt⸗-Menſchen in ihrem Element zuwider, und was ihnen angenehm ꝛ damit er das Widerliche in und an ſich unterdrucke, und das Ange⸗ iehme exaltire; wie wir dann taͤglich erfahren und innen werden, auch an den wilden Thieren, daß ein jedes ſeine beſondere Witterung habe, dadurch es ge— reitzt, gelockt, und endlich gefangen werden mag, durch das ihme Widrige aber gantz und gar verjagt werden. Er muß ein Magus Cabbaliſta und wahrer Theo⸗- ſophus ſeyn, damit ihme die Bezeichnung der Geiſter voͤllig bekannt ſeye, auf daß ihn der Teufel nicht uͤbertoͤlpele; Und wann er dieſe Qualitaten hat, ſo wird er auch ein wahrer Attrologus ſeyn, ſo in dieſer geheimen Kunſt vollköͤmmlich er⸗ fordert wird, und dapon im U. Tomo vom% gehandelt werden folles Er muf fich gu einer heiligen Einſamkeit gewoͤhnen, und ſeine lmagination aufs ſchärfſte zu exaltiren wiſſen, damit er gleichſam durch die Strahlen feiner Einbildungs⸗ Kraft dieſen Geiſt⸗Menſchen begegnen, und ſie dadurch, als durch einen kraͤftigen Magneten, zu ſich ziehen koͤnne; dann auch der wahre Glaube nichts anders iſt, als die reinen Strahlen unſerer in das Goͤttliche Licht geſenckten imagination; Dann wohin unſere Imagination ſcharf gerichtet, darinnen wuͤrcket ſie auch; in dieſem Geheimniß iſt der Grund und die Balis der heiligen Kunſt Magier& Cab⸗ balæ in der geheimen Theologia, davon allhier noch gar viel und ein groffes zu reden waͤre. Auch waͤre noch deutlich zu melden noͤthig, was der Magus ſowohl inn⸗ als aͤuſſerlich gebrauchen muͤſſe, die Converſation dieſer Creaturen zu haben? auch wie er es gebrauchen muͤſſe? weilen aber niemalen, weder ein Philoſophus oder Theoſophus klar und dem Buchſtaben nach deutlich hievon gehandelt, To iſt auch uns, da wir es gleich wuͤſten, ein ſolches zu thun nicht eriaubt. Und dieſes fing wi n in fo i vol Goh mifi Eh Mon engi Tni omg unter Cin UA fhn Wi Ande ehle n W ibani etori t gelek fondal mió n foi fike nd ga nf doje afuhi denſteh/ lfi INNA TA ya Aige Ýn Von dem Fall des Lucifers ꝛc. dieſes waͤre nun deulich und warhaftig genug geredet von denen einfacheſten Ge⸗ ſchoͤpffen eines jeden Clemer kts in menſchlicher Geſtalt: Der nun aber dieſes leſen wird, doͤrfte vielleicht von ur 1$ Rlaul yn„als ob wir im Traum allhier wi ider uns ſelbſt redeten, e ach IJnhalt des Textes Gen. Cap. VI. v.:2..4. Dit Re miſchung gewiſſer geiſtlichen Ortots mit denen Toͤchtern der greni hen lta⸗ tuiren; dieſen aber gu begegnen, und ung aus alem Verdacht einiges Jerthums zu ſetzen, ſo wollen wir uns hieruͤber deutlich erklaren. C 19. Wir haben gehoͤret, daß im dritten Tagewercke(L. 10. oben) das materialiſe ona Waſſer von der Erden geſchieden, und alſo auch dieſe beyde Ele⸗ menten hiedlich ſichtbar geworden ſind, da dann der A lümachtige GOtt im II, 9 beſieh lety daß Die Erde herfuͤr bringen ſolte, alle und jede Gewaͤchſe, ih⸗ ren eigenen Saamen bey ſich habende, ſo im 12. v. vollbracht zu ſeyn gemeldet wird. Daß nu in die Erde nicht ohne V, und das nicht ohne Erde, haben wir allhier aber⸗ mals zu beweiſen nicht noͤthig, ſondern es wird dieſes aaan im er⸗ fien Capítet usoefi hret finden. Nur dieſes muſſen wir allhier erinner ny daß in der— 8 leich als auch im V, welches die Erde allenthalben durchgehet, die weſentliche Form aller vegetabiliſchen, chieriſchen und mineraliſchen© Saamen alë ein bifenilo niiae Sionenten ſteckt; nicht ſagen wir in der groben dicken finſtern Erden, die da nur eine Decke oder aͤuſſerliches Gefaͤß iſt, ſondern in der reinen geiſt⸗ leiblichen jungfraͤulichen Erde. Ferner iſt ja allen wahren Philolophis vollkommen bekannt, daß alle und jedeð pecies unter dem Himmel, ſoſich inihrem Geſchlechte vermehren, auch eir inen verfehicdene lich zuſammen geſetzten Leib> haben muͤſſen, und daß ein gantz einfacher Leib oder reines und einfac hſtes Weſen eines Elements, wie die Creaturen des Aii Sund ſind, ſich weder in eigenen i noch in andern Speciebus vermehren koͤnnen, dann ſie ſind ein pur geiſtlicher und gleichſ engliſcher Leib, deshalben dann vernuͤnftig bey dieſen jetztgenannten das K und V nicht zu ſuchen, Sae den Congrefs betreffend. Dann mwas da ju Der Reuz gung tüchtig fevn folle, mug eine n Saamen⸗Leib haben, fo Dem Gas oder Blaſt unterworffen; dann auch all en Phyficisúberfúpi ia genug pepe daß der thieriſche Saamen nichts anders iſt als eine Aufwallung des reinſten Gebluͤts aus der zwey⸗ ten Dauung; derohalben muͤſſen wir uns soen nach einer ander nSpe cie um⸗ ſehen, die da alle obbemeldte Eigenſchaften pe ſo zu derjenigen Zeugung und Wurckung(davonder! Text Gen. VI. redet) tuͤchtig und dieſe! haben wir nirgends anderſt als im Element der Yʒzu ſuchen, dieſe ſtehen aal in der Mitte der jetzter⸗ zehlten und der kleinen Wel lt,(ſind beyderley Geſchlechts, und weil ſie aus der qualitate fecundaria, dag ift, dem Element der beſtehen, und wie die Fol ge er⸗ klaret, alfo nic cht wie die andern Creat turen, davon oben allbereit geredet; unſterb⸗ lich ſeyn köͤnnen.) Kurtz hieoben haben wir geſagt, daß in der Erden die Saamens⸗ Kraft all kibr rao oaea Epia Cin demy aber nur nach dem Bild È } 2 n a Das Fünfte Capitel. und der Moͤglichkeit, dahero ob gleich in ihrem Weſen das Bild und Figur enthal⸗ ten, ſo mangelt es dannoch an der wahren’ Materie, und folglich an d er Handlung) nemlich in Der geiftleiblichen jungfeåulicdhen z5 Dahero dann auch: unumftóflich zu ſchlieſſen baf diefe geiftleibti ich Creaturen des Elements., als der Auszug der heiſtleiblichenjungfraͤulichen Y alſo qualiticiretſ eyn muffe pann Dit HeiligeSchrift ewiglich wahr fem und bleiben muf r wider den Teufel und all ſein wuͤtendes Heer, und alle ihre Anhange. Die Schrift ſagt Gen. VI. v. 4. In denſelbigen Tas gen waren Rieſen auf Erden, und ſind anch hernacher geweſen, als die Soͤhne GOttes zu den Toͤchtern der Menſchen eingiengen, und dieſelben ihnen Kinder gebahren: Dieſelben ſind die Gewaltigen, ſo vor Zeiten be⸗ ruͤhmte Leute geweſen ſind, ꝛc. Daß nun dieſes keine Engel geweſen, wird ein jeder vernuͤnftiger Menſch aus oberzehltem leichtlich begreiffen. Auch kan keine Creatur ewiglich darthun, daß jemalen einem Engel, oder den Engelen der Na⸗ me Sohn oder Soͤhne Gttes in der Schrift ſeye gegeben worden, muͤſſen alſo die Soͤhne Gottes, von welchen Moſes allhier ſo klar und deut fich redet, daß ſie den Beyſchlaf mit der Menſchen T paberi: ty gar mwarhaftiglich eine andere Art geweſen ſeyn. Es ſagt der Heilige Tert ni icht, die Toͤchter Gottes ſind ein⸗ gegangen; alſo daß die Schrift nur eines Geſchlechts, nemlich des mannl ichen, und eben dergleichen That des weiblichen Geſchlechts aus ſonderbaren Urſachen gar nicht gedencket. Weilen nun die Heili ige Shrift in einer fo wichtigen Sache nur eines Geſchl echts gedenckt, ſo muͤſſen wir auch feſt daran halten, und unum⸗ ſtoͤßlich glauben, daß die vie tes efebi nach den Zeiten der Sundfluth, ſowohl einiger beruͤhmten Geſe chlechter insbefondere, als auch groſſer Voͤlcker insgemein, nicht anders als aus dieſen Grund⸗Saͤtzen auszulegen find; und ob wohl von vernú inft igen Leu ten G halber ein anders vorgegeben wird, ſo bleibt es dannoch bey dieſen Schluͤſſen. Es koͤnten dergleichen Hiſtorien gar viele angefül hret werden ⸗ allein es wuͤrde denen Zanckfüchtigen und Narren anjetzo noch mehr Anlaß geben, ihren wuͤtenden Geiffer wider dieſe unſere Schriften auszulaf⸗ fen. A AIbi atch der nur mit eine m Auge in die Philofophie geguckt, uberflußig bekannt genug/ daß ei ageiſtlichers Leib leicht und vollkoͤmmlich wohl in einen materialiſchen wuͤrcken koͤnne, ein dicker aseak cher Leib aber niht gar wohl, oder auch gar nii cht in einen geiſtlichen wuͤrcken k biase Was aber all⸗ hier behauptet worden, ſind eben keine noͤthige Arti ul, ſolche dem weiblichen Gez ſchlechee ohne lnterſch heid vorzubeiten dann ſie ſonſten hieraus in ihrer Natur⸗Lehr fuͤrtreflic che Grund⸗Saͤtze oder Folgerungen 5 hen doͤrften, darum iſt es auch nur denen weiſen und vernůnfti syo Maͤnnern geſagt. §. 20. Nun muͤſſen wir ferner beweiſen, was wir oben im 19.6. allbereit beruͤhret, nemlie n edeten Geiſt⸗leibliche Creaturen atya Y, und der allerreineſten Day auch unſterblich und vergaͤnglich ſind; daß zwar alle n wahe MA iye yids. wh tios Wi wa fein in ld Mn! f WUN MÀ WN É A Mui i toii dum) A genT ale die ieſalben iten bu vird oii m feine eNe ien alfo daffie Nt Wi ión, M | aiM j G Manha jlo fts A hMi Rlicheb⸗ Ratua Von dem Fall des Lucifers ꝛc. ELS alle Menſchen ſterblich, doch auch ewig bleibend und unvergaͤnglich, deſſen ſind alle wahre Glaͤubige/ aus dem Worte des Lebens, gruͤndlich genug uͤberzeuget. Nun ſagt Moſes Gen. VI. daß ſie mit der Menſchen Toͤchter gezeuget hab tige oder Rieſen/ ſo da auch hernacher geweſen, als zu den Zeiten Joſua und Da⸗ a jes g f mÀ ye vids. Daß nun dieſe wahre Menſchen geweſen ſind, wer zweiffelt. auch die Heilige Schrift ſie alſo nenet, nemlich Rieſen, oder groſſe und gewal⸗ tige Menſchen, davon im Buch Joſud, Samuel zꝛc. Nun haben wir erwieſen/ daß dieſe Geiſt⸗leibliche Creaturen die allereinfacheſte Weſen der Elementen find und alſo eines gantz geiſtlichen Weſens, in Gleichniß der Engeln; können alſo keinem Todt oder Abſterben unterworfen ſeyn, dann alles was toͤdtlich iſt mug einen vermiſchten Leib haben, ſo dem Wechſel der Hitze und Kaͤlte, als Gegenſaͤ⸗ tzen, wodurch die Faͤulung oder Zerfallung gezeuget wird, unterworfen ſeyn, wel⸗ chem Leyden kein einfacher geiſtlicher Coͤrper unterworfen; nun ſind dieſe Creatu⸗ ren der Elementen ſolche einfachen Weſen, dahero dann auch unſterblich. Zum an⸗ dern ſo haben ſie auch gezeuget groſſe und mächtige Rieſen, nemlich Menſchen, die da zwar ihrem elementariſchen Leibe nach ſterblich, aber dem eſſentialiſchen Leib, Seel und Geiſte nah, unſterblich waren und ewig bleiben. C. 21. Ferner haben wir zu erinnern, daß keiner Creatur, weder im Him⸗ met nadh auf Erden, oder im Waſſer und unter der Erden, der Name Menſch geben abſolutè gec ben werde, als dem eintzigen Adam und ſeinem Saamen, auch daß keine Creatur ſo vollkoͤmmlich geſchaffen ſeye, als dieſe, und die da beſtehe aus dreyen, nemlich Leib, Seel und Geiſte, nach den dreyen Zeugen im Himmel, dem Vatter, dem Worte, und dem Seiligen Geiſte, und den dreyen Zeu⸗ gen auf Erden, dem Geiſte, dem Waſſer, und dem Blute, T. JIoh. V. V. J. S. Von denen Engeln wird geſagt, Heb. I. v. 7. Der ſeine Engel zu Geiſtern machet, und ſeine Diener zu Seuerflammen. Sind alſo die Engel die einfachſte Geiſter voͤm Goͤttlichen Lichte/ und alſo ſind auch dieſe elementariſche Creaturen, gleich den Engeln die einfachſte Geiſter aus den vier Elementen, die da gleichwohl, wie Moſes klar fagt, mit der Menſchen Töchtern, Menſchen gezeuget ha⸗ ben, ein Weſen das aus Leib, Seel und Geiſt beſtehet, davon die Vatter nur den weſentlichen geiſtlichen elementariſchen Leib gehabt haben/ die Frucht aber einen ma⸗ terialiſchen Leib, Seele(das iſt, einen ætheriſchen oder clementariſchen Geiſt, mit denen Battern gemein,) und den Geiſt, das iſt, das mittelbare Aushauchen oder Einhauchen GOttes, welche Vorzüge der Menſch allein vor allen uͤbrigen Creaturen beſitzet. Wie nun ihr tiefgelehrte Herren Phy ſici? was iſt hier vor Raths und wie iſt ſich aus dieſer Finſterniß zu helfen? und zu erweiſen, daß nach gemeiner Lehr der unſterbliche Geiſt des Menſchen per traducem(durch die Geburth) fortgepflantzet werde? Uns deucht, dieſes jetztgeſagte beweiſet rodaf der unſterhliche Geiſt des Menſchen, nicht der traducem, in demn ſuͤndlichen Wil j wa S — me Eime J Das Fuͤnfte Capitel. len des Mannes, dem Weibe uͤbergeben werde, ſondern aus dem unmittelbaren Aushauchen des Allmaͤchtigen GOttes in die Frucht komme, waan das Weib das erſte deben in ihrem Eingeweyde fuͤhlet, wie folgends zu ſehen ſeyn wird. §. 22. Endlich haben wir noch auch zu reden von der unterſchiedlichen Art und Eigenſchaft dieſer Geiſt⸗ leiblichen Creaturen des Elements der~ Wir fa gen, Geiſt ⸗leibliche Creaturen: Dann ob ſie wohl menſchliche Geſtalt haben, ſo find fie doch nicht weſentlicher menſchlicher Subſtantz, und gebühret der Namen Menſch nur bloß und allein dem Ebenbilde des lebendigen GOttes in Chriſto, als dem einigen himmliſchen Menſchen. So ſind nun dieſe inſonderheit vor denen an⸗ dern Element⸗Geſchoͤpffen, dieſe aus dem Element Ir, verſchiedener Art und Eiz genſchaft, je nach Art und Eigenſchaft der irrdiſchen Regionen, und der jung⸗ fraulichen Saamen⸗Erde, daraus ſie erbohren und gezeuget worden; dann wie wir oben gruͤndlich erwieſen, ſo ſtecken in dieſer jungfraulichen die Bildnuͤſſe alles un⸗ ter dem Himmel erſchaffenen Weſens, wie auch der Planeten Geiſter Einfluſſe, ſind alſo dieſelben klein und groß, ſchwach und machtig, weiſe und alber, nach der weſentlichen Saamens⸗Kraft derjenigen Erden, aus welcher fie gebildet und ge- ſchaffen worden, und alſo gute und boͤſe. Die groͤbere und boͤſeſte Art von ihnen find diejenigen, ſo man insgemein Kobolte nennet, ſind mehrentheils voller teuf⸗ liſchen Bosheit, daher der boͤſe Geiſt ſich ihrer auch meiſterlich zu bedienen weiß, und ſeine Liſt und Bosheit gar viel durch ſie ausuͤbet, dannoch gibts unter dem blin⸗ den Poͤbel⸗Volck viele, die ſich ſolcher Kobolie zu ihrem Nutz und ihres Naͤchſten Schaden bedienen, ſind aber nicht viel beſſer, als ob ſie ſich eines wahren Teufel⸗ chens bedienten. Dieſe nun, und die zwey folgende Arten, weilen ſie einen groben und materialiſchen Leib haben/ und aus einem Leib und wachſenden Seele beſtehen, ſind dem menſchlichen Leibe faſt nahe in Gleichheit, ſind beyderley Geſchlechts, und vermehren fich alfo in ihrer Urt: reilen fie aber nicht das einfachſte Weſen dieſesEle⸗ ments/ ſind ſie oorruptibel und ſterblich; ſie ſind auch nicht begriffen unter dem Naz men der Soͤhne GOttes, der Teufel beſitzt ſie oft, und braucht ſie zu einem Werck⸗ zeug aller Bosheit wider die Menſchen. Etwas beſſer ſind hernach diejenigen, ſo man insgemein Bergmaͤnnlein nennet, laſſen fich wohl oftmals ſehen, aber zur Converſation nicht wohl bringen; dieſe beſitzen alle unterirrdiſche Reichthuͤmer, auch von den Menſchen verborgene und vergrabene Schaͤtze, und irren ſich die zaube⸗ riſche Beſchwoͤrer machtig, daß ſie ihnen ſoche d rch ihre Gauckeley und verdamm⸗ liche Beſchwoͤrungen, durch den Allerheiligſten Namen GOttes entreiſſen wol⸗ len: dem Mago, der die Natur⸗Sprache, das iſt, Signaturam Rerum verſtehet, iſt dieſes leicht und wohl moͤglich; Solche Wiſſenſchaft aber ift nicht gar gemein, Das macht, daf faft Fein WMenfch mehr dentwahren GOtt Fennet, fondern ein jegli⸗ cher nach ſeiner Phantaſie, ſich ſeinen eigenen Gott machet. Noch beffer dann die vorigen ſind die von den Alten ſo genannten Pigmæi, haben ehemals ſich oͤfters den Men⸗ Von dem Fall des Lucifers ꝛc. 127 Menſchen gezeiget. Dieſe drey Species nun ſind gezeuget aus irrdiſchen arlenicali⸗ ſchen ſchweflichten und ſalpeterichten Anfaͤngen, und ſind die Kobolte aus dem irr- diſchen arlenicaliſchen Anfang, die ſogenannte Bergmaͤnnlein aus dem irrdiſchen Alichten, die Pigmæi aber aus dem irrdiſchen Drichten Anfang; und dieſe dreyer⸗ ley Gattungen vermehren ſich, wie jetzt erwehnet, in ihrer Specie. Nun find noch fieben andere weſentliche Arten der Geſchoͤpfen im Element der S, Die Doh dem Weſen nach gut und unvergaͤnglich in ihrem FBefen, find aller Idéen und Formen der obern Kraͤfte, und alſo einer geiſtlichen Hebung, Gals oder Fermen⸗ tation faͤhig, folglich zur Zeugung tuchtig; welches wir aber ſonderlicher Urſachen halber allhier nicht erweiſen noch ausfuͤhren wollen, ſie ſind qualiticiret oder ge⸗ neigt nach denen ſieben Planeten⸗Geiſtern, dieſe ſind edler, ſtaͤrcker und weiſer, und diefe finds eigentlich, von welchen der heilige Text ſaget, daß ſie Congreſſum mit der Menſchen Toͤchtern gepflogen, davon die veneriſchen und lunariſchen dem Menſchen am meiſten erſcheinen, und ſind die veneriſchen von den Alten genannt worden Fauni, Satyri&c. die lunariſche Nymphen, Sylvien ꝛc. dann ſich auch die lunariſchen gar viel im materialiſchen Yaufhalten, und ihr Thun darin haben koͤnnen, dieſelbige ſind heutiges Tages unter dem Namen Nixe bekannt, wie⸗ wohl auch die drey vorerwehnte groͤbere Arten, fich ofrin y finden laffen, fon- derlich ſo das weibliche Geſchlecht auch mit erſcheinet, und darinnen alle Bosheit ausuͤben. Irren alſo diejenigen, ſo dieſelben vor die vorerwehnte reine Subſtantz des V halten. Von den materialiſchen ſind gezeuget die Nephilim, i. e. die Rie⸗ ſen, die gewaltigen, tapfern und beruͤhmten Helden, und ſo viel ſoll von dieſer Materia(welche nicht wenig Anfechtung leiden wird,) genug ſeyn, und ob noch vieles davon geſchrieben werden koͤnnen, fo haben wir Doch gewiſſer Urſachen hal⸗ ber, es hiebey bewenden laſſen wollen. §.23. Es ift aber noch uͤbrig, mit wenigem zu erwehnen, die Urſachen, warum der allmaͤchtige GOtt die erſte Welt, dieſer Vermiſchung halber vertil⸗ get, und alles Fleiſch durch die Suͤndfluth von dem Erdboden ausgerottet, da doch, wie es ſcheinet, die Toͤchter der Menſchen nur allein in dieſe Suͤnde ge⸗ williget, und alſo das maͤnnliche Geſchlecht unſchuldig geſtraft worden ware. Allein hier iſt zu erinnern, daß auch das maͤnnliche Geſchlecht zu dieſer Bosheit, durch des Teufels Liſt, verleitet worden, und die in dem vorhergehenden 8. er⸗ wehnte 3. groͤbere Arten gereitzet und erreget, und dieſer ihr weibliches Geſchlecht dem mannlichen Geſchlecht dargeſtellt, und ſie in ihre Vermiſchung verleitet, in Meynung, den menſchlichen Saamen gaͤntzlich wieder vom Erdboden zu vertil⸗ gen, und uͤberall Verwirrung wider den allerheiligſten Willen GOttes einzu⸗ fuͤhren; dann weilen die 3. vorerwehnte Gattungen, als die Kobolte, Berg⸗ in und Pigmæi, alg Die da einen groͤbern Leib haben, oder einen ſolchen, lei der dem menſchlichen Coͤrper am naͤchſten gleich kommt, und ſich in ihrer Art ver⸗ mehren 128 Das Fünfte Capitel. inehren koͤnnen, ſo hat der Teufel dem männlichen Geſchlecht, dirſer ihr weibtich Geſchlecht zur geilen Luſt, wider den Lauf der Natur, dargeſtellet; auch das weibliche Geſchlechte, durch dieſer ihr maͤnnlich Seſchlecht gar zum oͤftern in die unordentliche Luſt geſtürtzt, und feine zauberiſche Vermiſchung mit ihnen getrie⸗ ben, und alſo uberall alles mit Unordnung erfullet, des Borhabens, wie oben erwehnet, den menſchlichen Saamen auszurotten, und das Vorhaben des all⸗ maächtigen GOttes gantz zunichte zu machen. Nun iſt der Menſch allein das Ebenbild des lebendigen GOttes, darum dann der heilige GOtt dieſe unordent⸗ ſſche und verderbliche Miſchung nicht dulden koͤnnen, dann er iſt ein GOtt der Ordnung. Berner fo ffad aud aug dieſer unordentlichen Miſchung gezeuget Ge⸗ waltige, Die da ihre Gewalt und Tyranney geuͤbet haben; berühmte Leute, die da zum Abfall von GOtt, und nach ihrem Tode zur Abgoͤtterey, in Anbetung ihrer diefelbe Bildniſſe Anlaß gegeben haben, hat ſich auch der Teufel mit einge⸗ miſcht, und durch ſeine Liſt und Bosheit die Menſchen ins grauſamſte Verder⸗ ben geſturtzt, und dieſelbe alle ſeine Bosheit gelehret. In Summa, es hat der Teufel dadurch eine ſolche Verwirrung Und Bosheit angeſtiftet, daß er endlich den allgemeinen Untergang menſchlichen Geſchlechts dardurch erhalten haͤtte, wo nicht GOtt der HErr durch die Suͤndfluth alles Fleiſch unter dem Himmel, und mit denſelben das Wiſſen, dieſer wider Gottes Willen eingefuͤhrten Bosheit, vertilget haͤttez Und obwohl nach den Zeiten die Cananiten dieſe Bosheit wieder⸗ um geuͤbt, ſo befiehlet doch GoOtt der HErr dem Iſrael, ſolche gäntzlich zu ver⸗ tilgen und auszurotten/ damit ſie nicht auch thun lerneten nach ihrer Weiſe: Seit dieſen Zeiten nun, haben wir kein Exempel einer fo allgemeinen Frequentz dieſer Creaturen, und iſt uns nunmehr genug, daß wir aus obigen Gruͤnden uͤberwie⸗ ſen ſind, daß ſolche That dem allmaͤchtigen GOtt hoͤchſt⸗mißfallig⸗ deſſen aller⸗ heiligſter Wille allein geſchehe in alle Ewigkeiten. Ferner iſt Weisheit von ihnen zu lernen, aus angeführten Urſachen, gefährlich. Der Weisheit Anfang iſt die Furcht des HErrn, wohl deme, den GOtt der Heil. und ſein Geiſt lehret und unz terweiſet. F. 24. Es iſt vorhero von denen unſichtbaren Geſchoͤpfen des dritten Ta⸗ gewercks ein wenig weitläuftig geredet, davon jedoch im 3. Capitel Tom. II. vom Lnoch ausfuͤhrlicher geredet werden ſolle; iſt alſo Zeit, daß wir uns auch einmal zu denen ſichtbaren wenden, diefe befchreibet Der Tert int 11. und 12. Bers Gen. I. alſo: Darnach ſprach GOtt: Es bringe die Erde Gras herfuͤr, Kraͤuter, welche Saamen tragen, fruchtbare Baͤume, welche Frucht bringen nach ihrem Geſchlechte/ in denen ibr Saamen ſey auf Erden, und es geſchahe alſo. Und ferner im 12. ꝛc. Allhier oͤfnet ſich abermals ein ſon⸗ ders wunderwuͤrdiges Theatrum der Wercke Gottes, wie ſonderlich durch der 16.§. des erſten Capitels behauptet morden iſt, allwo von denen Eigenſchaften der jung⸗ seli ah W tn indi wa otik Wiri ndek alein M wadn SAM ug Gy ett D Nnbetmg nit eing Bardet hato ni ith N wd, un) spiten U { Tom. I sje Und paw che godt eyn U alg n M jmow hafu p Wy Von dem Fall des Lucifers ꝛc. 129 jungfraͤulichen Erden,(und wie dieſelbe allen Saamen oder Kraͤfte des Him- mels in ſich habe,) geredet worden; in dieſem Tagewerck nun ſehen wir dieſen Effect, dann man betrachte die gantz unbeſchreibliche Zahl aller Vegerabilien dieſes Tagewercks, deren unzaͤhlich viel aus einer Erden, von gang geringer Långe und Breite herfuͤrwachſen, und wie ſie insgeſamt nur einerley Saft zu ihrer Nah⸗ rung haben, ſo muß man wobl ſchlieſſen, daß dasjenige wahr, welches in oban⸗ geruͤhrten§. geredet worden, nemlich, daß vorhero dieſe Saamen ihre geiſtliche Geburth gehabt,(welches in dem vorigen Capitel ausfuͤhrlich erwieſen, und zu wiederholen unnoͤthig,) welche von oben herab in die Sand⸗ und Stein⸗machende V geſenckt; von dannen dieſe Saamen ferner in dieſe groͤbere Erde in etwas ſixerer Geſtalt durch das unterirrdiſche Feuer getrieben; allda ſie durch des geſchaf⸗ fenen Lichts Kraͤfte, i. e. Schamajim, in dem feuchten Erdreich erweichet, und in einen Jaͤſcht oder Ferment gebracht, durch das unterirrdiſche Feuer aufgetrieben, und durch das obere genaͤhret werden, bis ein jeder Saamen, nach ſeiner durch die Geſtirne ſpecificirten Eigenſchaft ein Kraut, Staude oder Baum herfuͤrge⸗ bracht habe in ſeiner eigenen Art. Wann nun eine jede Pflantze, durch den Wechſel der Zeiten, dasjenige vollbracht, dazu es geſchaffen; alſo, daß es zum Preiſe GoOttes, dem Menſchen in dieſem muͤhſeeligen Leben zu Nutz und Ergetzlichkeit aufgangen, gegruͤnet, gebluͤhet und Fruͤchte gebracht, in welchen Fruͤchten oder Blumen ihr eigener Saamen(durch den vilcoliſchen Nahrungs⸗Saft in ſie ge⸗ fuͤhret) zu ihrer fernern Fortpflantzung enthalten, ſo ruhet es wiederum ſeine Zeit, damit eg ferner gu gleicher Wuͤrckung wiederum tuͤchtig werde: hiedurch aber wird wohl niemand waͤhnen, als ob hinfuͤhro die Erde ohne eingeſaͤeten Saamen, nicht aus ſich ſelbſt etwas an Vegetabilien hervor zu bringen vermoͤchte; dann wir taͤglich ſehen, daß fie an Orten, die piele Jahre nicht gebauet worden, gantze Walder und dergleichen herfuͤr bringt, welches Wahrzeichen find, dag uns der Himmel noch táglich mit feinen Kraͤften uͤberſchuͤttet. 8. 25. Alle dieſe Erdgewaͤchſe insgeſamt hatte die Erde herfuͤr gebracht, da ſie wegen des Menſchen Fall,(davon wird die Folge ausfuͤhrlich reden,) noch nicht verflucht war; derohalben war auch in dieſer Zeit das allergeringſte Krautlein viel tauſend mahl heilſamer und nahrhaftiger, als das nunmehro in aller Welt ausgeſchriene, aber noch von wenigen geſehene O Potabile, und in dieſer Voll⸗ kommenheit ſind ſie auch beſtanden bis zu dem Fall des Menſchen, und Deme darz aus erfolgten Fluche; und obwohl von der Zeit an, bis zur Suͤndfluth und Ver⸗ bannung alles Fleiſches unter dem Himmel, noch ein Strahl des erſten Goͤttlichen Seegens in ihnen ſaͤmtlich verblieben, und alſo insgeſamt und jedes beſonder noch ungleich kraͤftiger, nahrhafter und heiſamer war, als oberwehntes philoſophi⸗ ſches Wunder, das O Potabile; ſo ſcheinet doch ſonnenklar, daß zur Zeit der Verbannung, als der Suͤndfluth, dieſer N dermaſſen verſchloſſen, und 9 mit Das Funfte Capitel. mit einer groͤberen und dickeren Huͤlſe umgeben, daß die andere Welt, durch Noa erbauet, nicht mehr allein von denen Vegetabilien(dieſe Rede iſt ſehr wohl zu erwe⸗ gen, dann etwas mehrers dahinter ſteckt, als ſich viele Kluge davon einbilden,) wegen jetzo erwehnten vielen groben Unarts, und daß ihr liebliches Nal-O, oder die Krafte der dchamajim, i. e. der ſo oſt erwehnte rothe und weiſſe P der Natur⸗/ (der von dem Hoͤchſten ausgegoſſene Lebens⸗ und Nahrungs⸗Saft) erhaͤrtet, und zu einem groben Saltz, Sal alcali genannt, umgekehret worden, leben moͤgen; davon ferner noch zu reden, Gelegenheit vorfallen wird, und ſchreiten nunmehro zu dem vierten Tagewerck. Das Vierte Tagewerck. §.26. In demſelben ſind vollbracht die Wunder⸗Geburthen aller Him⸗ mels⸗Lichter unſers Sonnen⸗Syſtematis aus dem zuerſt erſchaffenen Lichte, ſamt ihren eingeſchaffenen Creaturen. Licht und Finſterniß war der Schoͤpfung An⸗ fang, wie der heilige Text mit gar wenigen Worten ſaget, und davon im vor⸗ hergehenden uͤberall weitlauftig gehandelt worden. Dieſe zwey, Licht und Fin⸗ ſterniß, ſind jedes wieder geſchieden, als das Licht in Feuer und Luft, und die Finſterniß in Waſſer und Erde, wie vorhero zur Genuͤge erwieſen. Der Tert ſaget Gen. I. v. 14. 15. 16. Darnach ſprach GOtt, es werden Lichter an der Ausdaͤhnung des Simmels, einen Unterſcheid zu machen zwiſchen dem Tag und der Nacht: Und ſeyn zu Zeichen und beſtimmten Zeiten, und zu Tagen und Jahren. Sie ſeyn auch zu lichtern an der Ausdaͤhnung des Simmels, zu leuchten uͤber der Erden, und es geſchahe alſo. Dann Gott machte die zwey groͤſſere Lichter: Das groͤſſere Licht zu regieren den Tag/ und das kleinere Licht zu regieren die Zacht, desgleichen auch die Sterne. Das erſte Tagewerck ift geweſen die Scheidung des Lichts von der Fin⸗ ſterniß, und dieſe geſchaffene Weſenheiten haben den Tag und die Nacht unter⸗ ſchieden bis auf den vierten Tag, allda aus dem Lichte, Sonn, Mond und alle Geſtirne geſchieden, und das uͤbrige Schamajim iſt in die Sphæram uͤber die Geſtirne(die kegion der Kinder GOttes) geſetzet worden; dann nunmehro waren alle Kreyſe der Geſtirne geſchaffen, und hatte jedes Geſtirne ſeinen eigenen Kreyß bekommen, und war ein jeder Kreyß nach ſeinem Coͤrper, welcher ſeinen Lauf oder Bewegung in ihm haben folte, lpecificiret; aus welcher Sphæra das Corpus des Geſtirns nun nicht mehr zu weichen, und in eine andere Sphæram eines andern Ge tirns zu tretten vermag, tie in dem Theil vom ¥, C. de Aſtrologia, ein mehrers nachzuſehen. Dann gleich wie die Coͤrper der Geſtirne gaͤntzlich unterſchieden, eben alfo find es duch ihre Kreyſe, weilen ein jeder Kreyß oder Sphæra nach ſeinem Coͤrper, welcher den Lauf in ihr vollbringen ſolte, peciliciret worden, ieſe Ws mN MN Auf pifal ud wien twla nieg j yud: hohl MN idealif Muho tabilia kibti miji dy ny (ng folgen Gii walk MY Way kn M gro Dln Mta j hiie Pound nihin iie ghrdh N Wig it, At migi nmin t Ai iant ng M odt Ñ Riy d de w3 por ch swih ten tid ung AN Dam eron DM ahi ngi tu ond m a ibe O We wn SW wY pisi WAN ynt hdt giw wmi W Von dem Fall des Lucifers ꝛc. 131 dieſe Kreyſe ſo wenig als ſchlecht Waſſer und Bel mit einander vermiſchen moͤgen, und wird alſo ein Kreyß von dem andern gedruckt oder begriffen; alle dieſe Kreyſe aber von dem Schamajim der Soͤhne GOttes, dieſes aber von den obern Welt⸗ Kreyſen, und dieſe von den Choren oder Engliſchen Kreyſen umfaſſet; der letzte Be⸗ grif aber ift der allmaͤchtige Wille des lebendigen GOttes: und ob dieſes wohl Durch einige Gleichniſſe, als durch ein Ey oder verſchiedene Saͤfte, deutlich er— wieſen werden koͤnte, ſo haben mir Doch ſolches, Weitlaͤuftigkeit zu vermeiden, unz terlaſſen, glaubende, daß weme ſein Gehirn nicht verruͤckt, uns ohne dieſe Gleich⸗ niſſe genugſam verſtanden haben werde. §. 27. Es hatte bisher das erſt geſchaffene Licht nicht allein die erſten drey Ta⸗ ge und Nachte unterſchieden, ſondern auch, durch ſeine kraͤftige Wuͤrck⸗ und Ein⸗ ſtrahlung, nicht allein alle Vegetabilia unter dem Himmel herfuͤr gebracht, ſondern auch den gantzen Erden⸗Kreyß und Kugel, mit allem urſtaͤndlichen Saamen der idealiſchen Welt, aller Vegetabilien, Animalien und Mineralien, durch und durch geſchwangert. Damit nun aber der Erdboden auf Goͤttlichen Befehl alle Vege⸗ tabilia hervor bringen moͤchte, ſo zog der Allmaͤchtige einen Salſz ſchweflichten leiblichen Dampf aus der Erden auf, der da geſchickt waͤre dasjenige aus Scha⸗ majim zu empfangen, davon in vorhergehendem ſo viel und weitlaͤuftig geredet wor⸗ den, und wir allhier mit kurtzen Worten, gewiſſer Urſachen halben, das allgemei⸗ ne Lal Weſen nennen wollen. Wie nun dieſer Dampf durch die Finſterniß, (das iſt, durch die kuͤhle Nacht) gleichſam waͤſſerig geworden, und von dem folgenden Dritten Tage oder Lichte auf die Erde niedergedruckt wurde, da brachte die Erde uͤberall durch Mitwuͤrckung des unterirrdiſchen Feuers, an dieſem dritten Ta⸗ ge, alle Geſchlechte derer Vegetabilien in unzehlbarer Menge hervor, und erfuͤllete alſo den Willen des lebendigen GOttes, dann der Text ſagt Gen. II. v. 5. Dann GoOtt der SErr hatte noch nicht Regen gegeben auf die Erde, und es war auch kein Menſch geweſen, der die Erde bauete ꝛc. dann der Regen iſt eine Würckung der groſſen Himmels⸗Lichter, nach der Sundfluth gewuͤrcket, welche erſtlich an dieſem vierten Tage geſchaffen worden, und ſind der 4. F. und 6. Vers Gen. I. mit allem Fleiß zu betrachten. §. 28. Der Liebhaber Goͤttlicher Geheimniſſe wird uns nicht veruͤblen, daß wir bey dieſer Materie in etwas ausſchweiffen, und betrachten ein wenig, was vor⸗ wundernswuͤrdige Kraͤfte dieſe erſtere irrdiſche Vegetabilia(die doch im geringſten nicht mit denen Fruͤchten des Gartens in Eden zu vergleichen geweſt,) als die da in ihrer erſten Kraft, in vollem Goͤttlichen Seegen, ohn allen Fluch, waren herfuͤr gebracht worden, muͤſſen gehabt haben? Warlich es iſt zu ſchlieſſen, daß ein Ge⸗ richte Ruͤben zur ſelben Zeit, mehr Kraft und Wuͤrckung gehabt, als gantze Kuͤbel voll des ſo ſeltſam geſehenen Kuri Potabilis. Dieſe letzten Worte werden wohl viele geuͤbte Zungen gegen uns erwecken, ſo a aber im geringſten nicht anfechten ſolle 2 dann S me Kim ms Das Fuͤnfte Capitel. dann erſtlich ſo heiſſet es, ein jeder iſt ſeiner Worte ein Ausleger, zum andern ſind wir verſichert, daß, wann wir uns hieruͤber deutlich erklaͤren wolten, ein jeder ver⸗ nuͤnftiger Menſch unſerm Sinne beypflichten wuͤrde, und ob wir uns gaͤntzlich zu expliciren wohl nicht gemeynet, ſo wollen wir doch der Wahrheit zu Liebe, nur die⸗ ſes wenige ſagen; nemlich, daß wir gantz und gar kein ſolches© Portabile, tote eg von den meiſten ſo genanten Philoſophis und ihren nachgefolgten Sudelkoͤchen ge⸗ lehret und beſchrieben, aber bis auf dieſe Stunde noch von niemand anders als ih⸗ ren Zunftgenoſſen,(das iſt, Luͤgnern und Betrugern) geſehen worden, glauben; wohl aber mit den wahren Weiſen, das helle Truͤncklein Waſſers, bereitet von dem lebendigen O und Y, von dem roth und weiſſen A der Natur, dem folari- ſchen und lunariſchen Saamen, ſolviret in den groſſen unbekannten Waſſern des allgemeinen Welt Meeres; dieſes glauben wir zu ſeyn das wahre O Potabile oder Univerſal- Artzney; aber woher und wie es unverfaͤlſcht zu haben, iſt eine Frage, die wir fuͤrdershin unberührt laſſen wollen, weilen wir allbereits oben an einem ge⸗ wiſſen Ort ſehr deutlich davon geredet haben. Es moͤchten aber Ungeſtumme uns vorrůcken und ſagen, wann euch dann dieſer Trunck ſo wohl bekannt,(wie ihr durch eure letzten Worte ſagen wollet;) woher kommts dann, daß er bey euch niemals ge⸗ funden worden, indeme ihr deſſen ſowohl als andere Menſchen beduͤrftig? Dieſer Vorwurf nun waͤre von ſolchen dummen Doͤlpeln gleichwohl eben ſo ungereimt nicht, und muͤſſen alſo wohl ein wenig darauf antworten: Erſtlich haben wir nicht geſagt, daß dieſen Trunck zu haben, uns weder Weg noch Præparation vollkom⸗ men befannt ware,(und ob es auch geſagt worden, wuͤrde es warlich keine Luͤgen ſeyn/) daß wir ſolch Kurum Potabile Sophorum ſelbſt nicht haben, hat hoͤhere Ur⸗ ſachen, und dannenhero nicht noͤthig, ſolche einem jeden zanckſuchtigen Narren vor die Naſe zu legen. Wer dieſe Schriften von Anfang bis hieher wohl gelefen, und dabey ein unverruͤcktes Gehirn hat, wird in allem vollkommen vergnuͤgt ſeyn. Dann es heiſſet: ein anders iſt ein Ding wiſſen, ein anders daſſelbe haben. Kehren alſo wieder zu den Wercken des vierten Tages. 8. 29. Sonne, Mond und alle Sterne ſind an dieſem Tage aus dem Lichte, das iſt, aus Schamajim erſchaffen, wie der Text klar deutet, mit den Wor⸗ ten: Es werden Lichter an der Ausdaͤhnung des Simmels ꝛc Weilen nun in dieſem Lichte oder Schamajim der Wille GOttes alle dieſe himmliſche Coͤrper bild⸗ lich geſchaffen, ſo brachte ſolche das Fiat weſentlich und ſichtbar hervor, alſo daß ein jegliches Geſtirn ſein eigenes ſpecilicirtes Corpus haͤtte/ ſowohl am Lichte und Di⸗ ckigkeit, als auch allen andern Qualitäten;(dieſes wohl zu verſtehen, muß man das erſte Capitel dieſes Wercks wohl behalten haben,) Dann gleich wie die Sonne ein Auszug iſt des Eleh()Jaus Schamajim oder Æfeh Majim, alſo, iſt der Mond ein Auszug der Majim(Yaus Schamajim, und alſo auch iſt es beſchaffen mit allen übrigen Sternen: nemlich, daß jeder ſeine mehtere oder mindere Neigung, oder wie A ins mi Gehi Einſt MON ung a gange mò Kunt dien tiom i Mò, Com WUN, MANN Wn| mý tend unD. Bs, ment Gnt, wiji 60t Weie Chatur My Aime ok fi Iut chesit die za ſthet hafe wfe,| wn, â Chrift Medik min mb ttin folar: nig ileo ay emg ne ne ouh By Diler qenin ginih olf nehiy ech⸗ Maw (okin geim Ai ER mi i pabi yuhi my uhm o w yita tii Von dem Fall des Lucifers ze. 133 wie ſonſten deren Miſchung, u A over y habe, wovon man viel cher im Verſtand eine Bildung formiren, als ausdrucklich reden kan, wird auch einem vernuͤnfti⸗ gen hierdurch ſchon genug geſagt ſeyn. Wie nun Sonn, Mond und alle uͤbrige Geſtirne in ihrem Weſen ſpecificiret ſind, alſo und gleichmäßig ſind auch ihre Einſtrahlungen gegen dieſe Erd⸗Kugel, ſiehe mit allem Fleiß das erſte Capitel, allda alles ausfuͤhrlich erklaͤret, und allhier zu wiederholen nicht nothig. Kehren uns alſo zu dem uͤbrigen, ſo annoch von dieſen Geſchoͤpffen zu reden, und einen gantzen Schwarm aberwitziger Gecken gegen uns erregen wird; Nemlich, ob dann dieſe Coͤrper ſaͤmtlich und beſonders, nach gemeinem Wahn, ledige und leere Klumpen ſind, die da bloß zum nachtlichen Zierath alfo in die Hoͤhe geſetzet? Mit dieſem Wahn ſind faſt alle diejenigen angefullet, welche von GOtt dem Allmaͤch⸗ tigen, und deſſen Geſchoͤpffen, nach gewiſſen Lehrſaͤtzen zu urtheilen verbunden ſind, dieſe ſinds auch, die uns zum heftigſten anfechten werden. Daß nun Sonne, Mond und unzehliche Sterne infonderheit beherrſchet werden, von Crea⸗ turen, die da eines gantz einfachen Weſens, oder Geiſter aus ſolchen Coͤrpern, kan man weder per Traditionem, nach ſolchen Worten aus Heiliger Schrift, die ei⸗ nen jeden Widerwärtigen vergnuͤgen, erweiſen, gleichwohl aber durch Be- trachtung der Allmacht und Herrlichkeit des lebendigen—Ottes, und einigen Or- ten der Heiligen Schrift, alſo klar und deulich darthun, daß ein vernuͤnftiger und wahrer Weißheitliebender vollkömmlich zufrieden ſeyn muß. Hieoben im 12.§. und fernerhin, haben wir von den Creaturen der ſo genannten vier Elez menten ausfuͤhrlich geredet, und ſattſam erwieſen, daß dieſe vier groſſe Weſen, Feuer, Luft, Waſſer und Erde, mit gewiſſen Geiſt⸗Menſchen oder elemen⸗ tariſchen Creaturen angefuͤllet ſeyn; wie viel weniger wird dann der Allmaͤchtige Gtt alle dieſe unzehlbare Coͤrper ſowohl unſerer als auch der obern Welten,(de⸗ rer eine unbeſchreibliche Menge unglaublich groͤſſer als dieſe Erd⸗Kugel,) von Creaturen ledig gelaſſen haben, die feine groſſe Majeſtat und Herrlichkeit preiſen? Der 148. Pfalm fagt im 1. 2. 3, und 4. Vers. Lobet den SErrn aus dem Simmel, lobet ihn in der Soͤhe. Lobet ihn alle ſeine Engel: Lobet ihn alle ſeine Seerſchaaren. Lobet ihn Sonn und Mond, lobet ihn alle ihr leuchtende Sterne. Lobe ihn du hoͤchſter Simmel, und du Waſſer, wel⸗ ches uͤber dem immel iſt Im 147. Pfalm Vers 4. wird geſagt: Er rechnet die Zahl der Sternen: Er nennet ſie mit ihrem Namen. Jel: Cap. XL..26, ſtehet: Sebet eure Augen in die Soͤhe, und ſehet, wer ſolche Dinge ge⸗ ſchaffen hab, wer ihre Heer bey der Fahl ausfuͤhre: Wer ſie mit Namen ruffe, nach der Groͤſſe ſeiner Kraͤften, und weil Er ſtarck iſt an Vermoͤ⸗ gen, alfo daf es nicht an einem feblet. Barum nun diefe Oerter Heiliger Schrift hergeſetzet, wird ein jeder leichtlich ſehen, desgleichen weiß auch ein jeder, wie dieſelbe insgemein pflegen ausgeleget p werden; worinnen aber unſers mar R 3 ten Das Fuͤnfte Capitel. tens ſehr geirret wird. Der z. Vers des 148. Pfalms ſagt: Lobet ihn Son⸗ ne und Mond: Lobet ihn alle ihr leuchtende Sterne. Wer ſoll nun allhier den Hoͤchſten loben? dem gemeinen Wahn nach, lebloſe Coͤrper, Sonne, Mond und Sternen, durch ihren ordentlichen gewiſſen Lauf und Stand? O thoͤrichten Gedancken von der Majeſtaͤt und Herrlichkeit Des lebendigen GOttes! ſondern es werden hierunter verſtanden die inngeſchaffene geiſtliche Creaturen und Inwohner der Sonnen, Mondes und aller Geſtirne; dieſe ſinds, die da loben und preiſen den Namen des HErrn. Und nach dieſem Syttemate halten wir einen jeden Stern, als Sonnen der obern Weſten um unſer Sonnen⸗Syſtema, ſowohl als Sonn und Mond vor eine Welt, in ſo weit als unſere Erd⸗Kugel mit ihrer lůftigen Sphæra bis an die Sphæram) eine Welt genennet werden mag, und ſind die Einwohner dieſer Welten qualificiret, nach eſſentialiſcher Eigenſchaft derſel⸗ ben Welt oder Kugel, darauf ſie geſchaffen; es hat auch eine jede dieſer Welten und dero Einwohner ihren Herrſcher und Koͤnig, welches gewaltige Geiſter, doch aber unterthan ſind denen hohen Geiſtern in denen Engliſchen Kreyſen oder Regen⸗ ten Der Geit- Helt,(fehe Fig. Num. 53.) telhe ferner unterthan find denen ſieben groſſen Geiſtern vor dem Throne GOttes, und von diefen ihren Einfluß erhalten; welche ſieben groffe Geiſter ſolchen unmittelbar von GOtt empfangen, wie bey jetzt erwehntem Schemate erklaͤret werden wird. Wie nun die Eigen⸗ ſchaften dieſer gewaltigen Geiſter und ihrer Herrſchaften in dieſen Stern⸗Wel⸗ ten geartet, eben alſo ſind auch ihre Wuͤrckungen gegen unſere Welt, und ferner gegen unſere irrdiſche Kugel, als welche da iſt der Schatz- und Sammel⸗Kaſten der gantzen Natur, geneigt. Zum Exempel, wann die Sphæra ihre Strahlen und Kraͤfte gantz allein, ohne eintzige Hinderung einiges andern Geſtirns, gegen unſere Erd⸗Kugel ſtrahlet, ſo haben wir nichts als hitzige duͤrre Zeiten, hitzige peſtilentzialiſche Kranckheiten, Krieg, Mord, Raub, Brand und Blutver⸗ gieſſen? welche Wuͤrckungen viel gewaltiger werden, wann mit dieſen Strahlen ein ander'liſcher aus den obern Welten(aus den Fix⸗Sternen) ſeine Strah⸗ len vereiniget, und alſo iſt von allen uͤbrigen zu urtheilen; dann alle dieſe Stern⸗ Welten ſind in gewiſſen Ordnungen qualificiret nach den Planet⸗Welten, oder warhaftiger zu ſagen, ſo empfangen die Stern⸗Welten des Firmaments ihre Kraͤfte von den 12. Choren der Engliſchen Welt, von dannen dieſe Kraͤfte zu den Planet⸗Welten(als einer engern Zahl) geſandt, und dann ferner zu uns her⸗ unter kommen; weilen aber von dieſem allen im 1. 2. und folgenden Eapiteln aus⸗ fuͤhrlich gehandelt, ſo iſt allhier keine fernere Wiederholung noͤthig, bis wir im wao Theil von L, im Capitel von der Aſtrologie, ausfuͤhrlicher davon reden erden. Das Mer fohe a al Din o wn on ay Medi wg herlid ſhädie fett y€ Wè weni Ni nln Hut ol M wI inon i fw Rit ihr Dtm, wef t uii Ah ONEIN, Ouai, Ekk i ka Ai Wn eefe N no A A MRA Si hiy ome op Jtg! "u foy vcin oa itii D A dah Selim doch eoat DNN wif ang, Gig u Wih dfan Ah SM a „ WAN jwi T A Von dem Fall des Lucifers ꝛc. Das Fuͤnfte Tagewerck. C30. Dieſes fuͤnften Tagewercks Geſchoͤpfe ſind geweſt, alles, was in Meeren, Seen, Fluͤſſen und andern Waſſern, auch in den Luͤften lebet; wie ſolches Gen. I. v. 20. bis 23. klaͤrlich zu ſehen. Die mercuriallſchen Subſtanzen, als alle Vegetabilia, ſind zum erſten ausgeſchieden oder herfuͤr gebracht; nach dieſen alles, was laliniſcher Subſtantz geweſt, als alle dasjenige, fo in Den Mee- ren und allen andern Waſſern, auch in den Luͤften lebet. Die lulphuriſchen aber, als alle Thiere der Erden, kommen erſtlich am ſechſten als letzten Tage. Alle dieſe Geſchöͤpfe, Fiſche und Voͤgel, waren gleich den Vegetabilien, vor dem Fall des Menſchen, und dem darauf erfolgten Fluche, in ihrer Subſtantz, herrlich, rein und vollkoͤmmlich geſund, auch weder raͤuberiſch noch ſonſt zu be⸗ ſchaͤdigen geſchickt: nach dem Fall und Fluch aber, iſt in ihnen alles hinein gez kehret, ihre erſte reine Subſtantz in groͤbere Weſenheit eingewickelt und verſchloſ⸗ ſen, alſo, daß desjenigen Lebens⸗Safts, ſo zu Erhaltung des menſchlichen Le⸗ bens noͤthig, wenig aus ihnen zu haben. Hier ſolten wir nun ferner wohl ein wenig reden von den unterſchiedlichen Eigenſchaften, ſowohl der Fiſche, als auch Voͤgel, ſowohl deren, die in ſüſſen als Saltzwaſſern leben, auch folglich von allen Voͤgeln: Allein alles vorhergehandelte wird einen jeden vergnugen. Dieſes nur wollen wir noch ſagen, nemlich, daß uns nichts wunderlichers vorkommt, als daß vernuͤnftige Leute ſo viel Zanckens und Redens von der Winterwohnung oder Aufenthalt einiger Voͤgel, als der Schwalben, Stoͤrche ꝛc. machen, da ihnen doch ihr Urſprung und Schoͤpfung in dem 20. v. Gen. I. ſonnenklar, und alſo wahrhaftiglich und unumſtoͤßlich zu ſchlieſſen, daß dieſelbe den Winter, der Zeit ihrer Abweſenheit uͤber, in tiefen Seen, warmen Moräaͤſten, und dergleichen Orten, ihren Aufenthalt haben muͤſſen, darbey es verbleibet, und ſchlieſſen auch dieſes fuͤnfte Tagewerck. Das Sechſte und letzte Tagewerck. &.31. Nun kommen wir zum Beſchluß der Schoͤpfung in dem Sechſten Tagewerck, in welchem vollendet worden die Geheimniſſe GOttes dieſer gegen⸗ wäͤrtigen Welt, die da ſind eine vollkommene Vorbildung der zukuͤnftigen; der Text ſagt Gen. I. v. 24.& 25. daß GOtt der HErr an dieſem Tage aus der Er⸗ den erſchaffen habe alle Creatur der Erden, dieſe nemlich, ſo weder in den Luͤf⸗ ten, noch in den Waſſern, ihren Aufenthalt finden koͤnnen, und ſolche benennet der Text unterſchiedlich, und theilet ſie ab in drey Haupt⸗Gattungen, als"i í iiic- Das Fuͤnfte Capitel. lich Viehe, Gewuͤrm und Thiere der Erden, dann Dag ewige Wort oder Fiat ſprach: Die Erde bringe hervor, laſſe von fich ausgehen, lebendige Seelen, nach ihren Geſchlechten; Viehe, nemlich groß und kleines, zum heiligen Gebrauch und Nußzung des Menſchen nach feinem Falle, und Gewuͤrm, alles, was in und an der Erden kriecht, und Thiere der Erden, nemlich, allerley groß und kleine, wilde und reiſſende Thiere,(wie dieſelbe nach dem Falle geworden ſind,) der Tert faget: Ee geben von der Eroen heraus, oder die Erde laffe von ſich ausgehen; hierdurch wird angedeutet ihr Weſen: Nemlich, gleich wie ín den Vegetabilien vor dem Ball, Fluch und Verderben, dag mercurialiſche We⸗ ſen; in den Fiſchen das Z Weſen, die Oberhand hatte; alſo ſey die vornehmſte Subſtantz in allem Viehe, Gewürm und Thiere, die Bliche geweſt. Dieſe jetzt genannte erdiſche Creaturen ſind nach der Weisheit GOttes zuletzt hervor kom⸗ men, damit dieſelbe ſogleich ihre Nahrung und Lebens⸗Aufenthalt finden moͤgten, von welchen ferner im zoten Vers dieſes Capitels geredet wird, allda geſchrieben ſtehet: Aber allen Thieren der Erden, und allen Voͤgeln des Simmels, und allem was auf Erden kreucht, in welchem eine lebendige Seel iſt, habe ich zu eſſen gegeben, allerley gruͤn Rraut ꝛc. Allhier wird unwiderſprechlich erwieſen, was hieroben mit wenigem erwehnet, nemlich, daß in dieſer Schoͤpfungs⸗Zeit keine ſchaͤdliche, reiſſende oder giftige Creatur gewefen, dann ſie nichts dann al⸗ lerley gruͤn Kraut zu ihrer Nahrung gehabt, fie hatten noch kein Blut geſchmeckt, Die Erde war des Menſchen haͤlber noch nicht verflucht, und ſtunde alſo alles in vollkommenem Goͤttlichen Seegen und Liebe, dann die Widerwaͤrtigkeit, Grimm und Herbigkeit, oder Zuſammenziehung, war noch nicht offenbar, und alſo war auch kein Verderben zu ſpuͤhren. C32. Im vorhergehenden iſt erzehlet die Schoͤpfung dieſer unſerer ſichtba⸗ ren Welt X. B. fehe Fic. Num. 54. wie Dann der heilige Tert mit vorhergehen⸗ dem zu vergleichen. Wir haben geſagt, wie dieſe ſichtbare Welt, Licht und Fin⸗ ſterniß, ferner alle Himmels⸗Lichter oder Geſtirne, alle Vegetabilia, allerleh Fiſche und Voͤgel, und letztlich alles Viehe, Gewürm und Thiere der Erden, zuerſt erſchaffen worden. Es war auch ſagt der Text Gen. II. v. 5. kein Menſch geweſen, der die Erde bauete. Das iſt geſagt, es war noch keine vernuͤnftige Treatur da, die da ein Herr aller dieſer herrlichen Geſchoͤpfe geweſen waͤre, und in Betrachtung derſelben, die Majeſtat des Schoͤpfers geprieſen haͤtte; derohal⸗ ben ſprach GOtt der HERR Gen. I. v. 26. Laſſet uns Menſchen mas chen ꝛc. Allhier kommen wir auf diejenige Geheimniſſe, davon zwar von einer groſſen Menge Menſchen oͤfters viel geredet, aber uͤberall felten getroffen wird, weilen ſolche geheime Dinge ſich nach ihrem Gewiſſen, das iſt, von ihren be⸗ ſchloſſenen Lehrſaͤtzen, muͤſſen erklaͤren laſſen: dahero es dann auch ſo uͤbel ausgelegt, und keiner von dem andern verſtanden wird; doch wollen wir g ihre iet fen frán denſe nml feine G geai hatte Erde Yudh Meo f auei a fid einen Awi des Re feu if piet dmt zu be Grili iln Rhent Bin mhle 4) nÀ i KR K Kiat eelt, ii Ì Al, no wo delo ih he Wa, iele igt yr foty idge hiehon 3 und ANN soiit A Dani imti yalh getii bary W AT hugi AN Von dem Fall des Luctifers ꝛc. 137 ihre durch die Gloſſenmacher erzeugte Meynungen laſſen, mit demn Bedinge, daß fie uns ben unſern Grundſatzen(deren Veſte der heilige Tert iſt,) gleichfalls unge⸗ kranckt laſſen. In dieſer Schoͤpfung des Menſchen hielte GYtt der HErr eben denſelben Proceſs, als er in der Erſchaffung dieſer ſichtbaren Welt gehalten hatte, nemlich, GOtt der HErr ſchuf die lebendige Creaturen nicht eher, als bis durch ſeinen Willen ihre Wohn⸗ und Nahrung hervor gebracht war, alſo hatte auch Gott der HErr an dieſem ſechſten Tage Gen. II. v. g. einen Garten gepflan⸗ tzet in Eden gegen Aufgang, darein ſetzte er den Menſchen, den er gemacht hatte. Vers 9. Und GoOtt der SErr hatte gemacht, daß aus derſelben Erden wuchſen allerley Baͤume, luſtig anzuſchauen, und gut zu eſſen: Auch den Baum des Lebens mitten im Garten: Desgleichen den Baum des Erkaͤnntniß Gutes und Boͤſes. Vers 10. Es gieng aber ein Fluß aus Eden, alſo, daß er den Garten waͤſſerte, und von dannen theilete er ſich, alſo, daß vier Saupt⸗Stroͤhme daraus wurden. Vers 11. Deg einen Namen iſt Piſon: Derſelbe iſts, der da fleuſſet um das gantze Land Sevila, darinnen Gold iſt. Vers 12. Und zwar das Gold deſſelben Lan⸗ des iſt koͤſtlich, es iſt auch daſelbſt Bedellion, und der Edelſtein Onychel. Vers 13. Des andern Strohms Name iſt Gihon, derſelbe iſt, der da fleußt um das gantze Land Chus. Vers 14. Des dritten Stroms Name iſt Siddekel, derſelbe iſt, der da lauft gegen Aufgang Aſſyrien: Der vierte Strohm aber iſt der Phrat. Vers rg. Alſo nahm Gtt der SErr den Menſchen, und ſatzte ihn in den Garten Eden, denſelben zu bauen und zu bewahren. In dieſen Text⸗Worten nun findet ſich Wunder uͤber Wunder. Erſtlich ſtehet im 8. Vers, daß G0tt den Garten den gemacht, und in den ſelben den Menſchen geſetzt hatte, welcher mann⸗ und weibliches Geſchlechts mar. Zweytens, daß aus der Erden deſſelben Gartens gewachſen ſind allerley luſt Baume. Drittens, daß aus dieſem Garten ein Fluß gegangen, ſo ſich ne mahls in vier Haupt⸗Stroͤhme getheilet, deren jeglicher ein gewiſſes Theil durch⸗ und umfloſſen. Viertens, daß GOtt der HErr den Menſchen in dieſen Garten geſetzet„denſelben zu bauen und zu bewahren. Fuͤnftens, daß GOtt der HErr dem Menſchen ein Gebott gegeben, von einem gewiſſen Baum dieſes Gartens (Gen. II..9. genannt der Baum des Erkanntniſſes Gutes und Böſes,) hey Vermeidung des zeitlichen und ewigen Todes, nicht zu eſſen, von allen uͤbrigen Gewachſen aber dieſes Gartens, moͤge er gantz frey und ungehindert eſſen. Bis hieher nun wollen wir mit dem Texte inne halten, und dieſes erſtlich durchgehen. Daß nun dieſes alles, was allhier der Text ſagt, an dem ſechſten Tage geſchehen, ‚ ar aus dem 26. v. Gen. I. und v. 8. Gen. II.; wollen alſo den Anfang dem Garten Eoen gegen Aufgang. Von dieſem Garten nun, ma- wohl Juden, als Chriften, viel Fwabulirens, und ſeltſam ungereimt Zeugs, S welche 138 Das Fuͤnfte Capitel. welche Meynungen fämtlich hieher zu ſetzen, dieſem Wercke eine unnoͤthige/ unt auch eine verdrießliche Arbeit waͤre, indeme keine unſerm Zweck dienlich, auch wollen wir nach der Cabbala weder das Wort Laen noch Hedem anatomiren/ wei⸗ fen eg uns in unſerm Vorhaben gar zu weit fuͤhren wuͤrde, wollen alſo ſchlechter⸗ dings bey dem Verſtande der Schrift verbleiben. Der Text ſagt: GOtt der HeErr habe den Garten in Eden, gegen den Aufgang gepflantzet; daß nun Eden in der Grund⸗Sprache einen Ort aller vollkommenen Vergnuͤglichkeit bedeute, iſt allen dieſer Sprache Kundigen uͤberfluͤſſig bekannt: wo aber dieſer Ort geweſt, iſt die Frage? Der Text ſagt gegen Aufgang; wo war dieſer Aufgang? der Sonnen Aufſteigen nach, oder wie die Rabbinen wollen, in der Gegend, dahin Adam mit ſeinem Geſichte geſchaffen war? oder im Cananaiſchen Lande, oder fonſt in einer andern lieblichen Gegend Aſie? Wir antworten, daß weder das eine noch das andere getroffen, Dann Gen. I. v. 0. ſtehet geſchrieben, es fepe ein Fluß aus Eden gangen, der habe ſich in vier Haupt⸗Stroͤhme getheilet; wo nun dieſe Haupt Quelle, und die davon entſprungene Haupt⸗Stroͤhme ſtecken? hat von Anfang her, dem meiſten Theil der Menſchen, ſonderlich denen, welcher Weis⸗ heit auf gewiſſen, von Menſchen gekuͤnſtelten Lehr⸗Saͤtzen, beruhet, nicht we⸗ nig Múhe gemacht: da muß bald der eine Strohm der Ganges, der andere der Ni- lus, und ſo fort ſeyn. Sonderlich weil die heilige Schrift gewiſſer Landſchaften gedenckt, welche dieſe Haupt⸗Stroͤhme umfiieſſen und bewaſſern ſollen. Hier heiſt es wohl recht: Reime dich ꝛc. Einer fließt gegen Mittag, und entſpringet in Norden, der andere entſpringt im Mittag, und flieſſet gegen Norden ꝛc. Iſt das nicht eine wunderliche Quelle, daraus dieſe erzwungene Haupt⸗Stroͤhme flieſſen, oder entſpringen follen? Ung wundert, weilen fie ſich um ſo beruͤhmte Stroͤhme bemuͤhet, warum ſie doch das Rio della Plata in America veir geſſen? Anderer beruhmten Stroͤhme zu geſchweigen, als bey uns Europaern der Donau und des Rheins, die doch ſo herrliche Fruͤchte, als Gold und Wein(worum es gleichwohl mehrere Liebhaber, als um die Goͤttliche Wahrheit giebet,) faſt uͤberflüſſig mit ſich fuͤhren. Fraget man ferner, wie es dann komme, daß heutiges Tages dieſer ihrer Haupt⸗Stroͤhme Quellen ſchnurgrad einander entge⸗ gen, und ſo ſchrecklich eine von der andern entfernet ſeyn? ſo iſt die Antwort, das habe die Sundfluth verurſachet, und was dergleichen elende Stuͤmpeleyen, welche vielmehr Belachens⸗ als Eferns⸗wuͤrdig ſind. Uns aber ferner nicht laͤnger mit fo vielen verwirrten Meynungen aufzuhalten, fo wollen wir wieder jum Tert, alg der ewigen Wahrheit kehren. .33. Und ſagen, daß GOtt der HErr dem Menſchen, als ſeinem Eben⸗ bilde(nach dem Exempel der Schoͤpfung dieſer irrdiſchen Welt,) erſtlich ſeine Woh⸗ nung und Nahrung geſchaffen; die Wohnung war der Garten Eden gegen Auf⸗ gang,(ſiehe kig. Num. 59. W..) ſeine Nahrung aber war geſchaffen aus"ORS Erden Gh f dN ik Neg flar nihi n Mij wt hia Bo alg Aoh Mh feit, W ni ii (tt Wei Ein Datt, yh, rM dahin ro gdin f auh r Defe foon Jeue wN- i Dont oume gibt mW Day wot W mnk i Von dem Fall des Lucifers ꝛc. 139 Erden des Edens: wer gun kein Sophiſte ſeyn will, oder die Augen vom Schu⸗ lenſtaube verfinſtert hat, wird mehr dann ſonnenklar ſehen, daß Gen. II. v. 9. von einer gang andern Erden geredet wird, als Gen. L. V. 11. Auch zeigen die Fruͤchte dieſer Erden Eden, als unter andern der Baum des Lebens, und auch der Baum des Erkanntniß Gutes und Boͤſes, ſo auf dieſem Schemate aus dem 16. v. Gen. I. klar zu erkennen, daß die Regio oder Garten Eden mit dieſer thieriſchen Welt nichts zu thun gehabt habe. Dieſe Regio nun ſetzen wir in dem Schemate Num. 59. in W. X. in unſerm Geſtirn⸗Himmel, welches mit ſind die obern Waſſer Alch Majim oder Schamajim, der Vorhang oder Decke, damit das heilige Feuer der Ge⸗ rechtigkeit Gottes, dieſen nun im Slush liegenden Erd⸗Kreyß, nicht eher verzehre, als bis auf den Tag ſeines beſtimmten heiligen Gerichts, da alsdann dieſe Decke oder Vorhang wird geoͤfnet werden, damit alle Welt die Herrlichkeit GOttes zum allgemeinen Gerichte ſehen moͤge. Dieſes iſt die Regio aller Vergnuͤglichkeit, der Ruhe und deg Friedens, und dahero oen im Grund⸗Text genannt, welches auch nach der wahren Cabbala heiſſen mag, der Garten oder die kegion der Weiß⸗ heit. Wie nun die Erde dieſes Gartens war, alſo waren auch derſelben Fruchte, nemlich Fruͤchte des Lebens und der Weißheit. Aus dieſer Erden nun war de Menſch Adam(Gen. II. v. 7,) das Wunder⸗Ebenbild GOttes geſchaffen⸗ daß nun dieſe daſelbſt genannte Erden Adamah, daraus der Adam iſt geſchaffen worden, mit der Erden bretz Gen. I. v. I.& II, nicht einerley, iſt aus dem Text, und was hieoben gehandelt, klaͤrlich zu ſehen. Nun ſagt der Text, daß GOtt der HErr den Adam geſchaffen habe aus Staub derſelben Erden. Vondieſem Staube der Erden aus Eden, haben wir im erſten Capitel, auch ſonſten hin und wieder deutlich genug geredet. Gleichwie nun dieſe Erden(die da aus dchamajum war) geartet, alſo war auch der Leib Adams herrlich durchſichtig und glantzend, weil er gemacht war aus dem geiſtlichen Ound N, oder roth und weiſſen& der feurigen d i. e. Schamajim, dannenhero vermochte er auch demGoͤttlichen Befchl Gen... 26. auf daß ſie herrſchen ůber die Fiſche des Meers, und uͤber die Voͤgel des Simmels, desgleichen uͤber das Viehe, ja uͤber die gantze Erde, auch uͤber alles Gewůrm ſo auf der Erden kreucht, ein vollkommenes Genuͤgen thun: Und iſt dahero zu ſchlieſſen an der Herrlichkeit dieſes erſten Menſchens oder Adams, der da aus Eden oder aus ſeiner Region W. X. vid. Fig. Num. 59. big zu der Crd- Kugel aller Kreyſe und Regionen, nach eigenem Willen durchgehen und beherrſchen konte; In welcher Herrlichkeit auch er und alle ſeine Nachkom⸗ men vollkoͤmmlich verblieben waren, daferne er ſich von der verbottenen Frucht enthalten hatte. Dieſer Menſch Adam war geſchaffen, wie die Schrift fagit das iſt, maͤnn⸗ und weiblichen Geſchlechts, nicht zwey unterſchiedene Lei⸗ ber, ſondern Eins in ſeiner Weſenheit, pwen aber in der Vermoͤglchkeit, dang er mardie Erde Adamah, der roth und werfe des geiſtlichen Ound D, der S 2 maͤnn⸗ 140 Das Fuüͤnfte Capitel. maͤnn⸗ und weibliche Saamen, der Staub von der Adatnah aus Schamajim, und alſo in der Kraft ſich(gleich wie er himmliſch war,) magiſch zu vermehren; wel⸗ ches auch nicht anders ſeyn koͤnnen, daferne dieſe ellentialiſche Mann, und Weib⸗ heit pa zerfallen waͤre, und alſo war er gleich den Engeln mit ſeinem durchleuch⸗ tigen herrlichen Leibe uͤberall durchgehende, und mochte von keinem Welt⸗Kreyſe aufgehalten oder gehindert werden, weilen er aller Weſen Weſen war, aber nach der lebendigen Seele, oder dem von GOtt unmittelbar eingeblaſenen unſterb⸗ lichen Geiſt, war dieſer Adam oder Menſch uͤber alle Engel. Ehe wir aber allhier weiter gehen, muͤſſen wir noch etwas weniges von dem Garten Eden reden. C 34. Der Text ſaget Gen. II. v. 10. daß aus Eden ein Fluß(deſſen Na⸗ men'die Schrift keine Meldung thut) gangen ſey, der nicht allein dieſen Garten Eden gewäſſert, ſondern ſich von da aus auch getheilet habe in gier Haupt Stroͤhme, als Piton, Gihon, Hiddekel und Phrat, und daß dieſe Stroͤhme ge⸗ wiſſe Lander oder Gegenden umfloſſen haben. Dieſe Worte nun ſeynd die Machine aus dem Magazin der Schulen, mit welcher dieſe Grundſaͤtze uͤbern Haufen ge⸗ worffen werden ſollen; allein weilen die Wahrheit geiſtlich, fuͤrchtet ſie ſich vor dieſer groben aterialität im geringſten nicht; gehen dannenhero ungeſcheuet fort, und ſagen erſtlich, daß die Grund⸗Quelle des Fluſſes, welcher in Eden entſprin⸗ get, und dieſen Garten waͤſſert, ſeye die Serrlichkeit und Majeſtaͤt GGttes ſelbſten in der ewigen unerforſchlichen Tiefe, welche ſich in dem Tempel der Fuͤlle feiner Gottheit im Fiat oder dem Worte in dem geiſtlichen Adam oder himmliſchen Menſchen, dem von Ewigkeit her Eingebohrnen Sohn GOttes Chriſto XEfu in a. ſiehe Fig. Num. 53. allen himmliſchen und gantz ſeeligen Creaturen offenba⸗ ret, und ſich durch a..ergeuſt zu denen ſieben groſſen Geiſtern, Apoc. I. v. 4. die da ſind um den Thron ſeiner Serrlichkeit, zwiſchen welchen wandelt das A. und O. der Anfang und das Ende; Von den groſſen Geiſtern nach ihtem Umlauf, ergeuſt ſich dieſe Quelle des Lebeng aus D. in d. in die Engliſche Welten oder Kteyſe, welche von d. in c. von da in t. bis g. h. i. K. I. m..o. P. wiederum in d. und alſo durch alle Kraͤfte der Engliſchen Welt,(ſiehe dieſer Krafte Ausdruckung in den Heb⸗ raͤiſchen Buchſtaben auf dem Schema Num: 53. vond..f. g. h. i. K. I. m. n. o. p. in d. allda die Ulrquelle ſich erhebet, und wird der Fluß, von welchem der Tert ſaget, daß er dieſen Garten waſſere. Von dannen theilet ſich nun derſelbige in die vier Haupt⸗Stroͤhme des Feuers, der Luft, des Waſſers und der Erden, in der Machina B, in welcher Machina der Ausfluß des Lebens und Aufenthalt aller Erea⸗ turen, durch die Geſtirne, auch Sonn und Mond ſich unaufhoͤrlich in unſerer Erd⸗Kugel als zu dem Centro(auf welchem der ewige Wille und Vorſatz, auch Geheimniſſe Goͤttlicher Majeſtat vor allen andern Kleyſen, ſowohl unſers Sylte⸗ matis als auch der obern und Der Geiſt⸗Welt offenbaret hat,) erg uſt, und da⸗ elbſten wuͤrcket, wie es oben im erſten und folgenden Capite in weiklauftig und deut⸗ yurti CA Ay Pilon dien Chus wf koun miih uiri idab N A iik Phy fhn N A DiN With tetta nif d P v aalt KR i Bati Mi mAnA l“W e conne n g Ottez Sil niihi o uii mý Sylke- nA juni yit Von dem Fall des Lucifers e. 141 deutkich genug geſaget worden, und allhier keiner Wiederholung bedarf. Allein es wird uns vorgeworffen werden, daß gleichwohl der Text ſage, die genannte Haupt⸗Stroͤhme von dem Fluſſe aus Eden, umflieſſen gewiſſe Lander; als der Piſon umflieſſet das Land Hevila(welches in ihren Traͤumen das ſchoͤne O reiche Sin- dien, oder eine andere dergleichen Landſchaft ſeyn muß,) der Gihon das gantze Land Chus(muß ihr Mohrenland ſeyn,) der Hiddekel Aſſyrien, der Phrat aber gehet uf dieſe Art,(weiß nicht wie mußig, oder feyre;) Man muß ſich uͤber ſothane Aus⸗ legungen wundern, die ſich oͤfters zuſammen reimen wie Speck in kalte Butter⸗ milch gebrocket, auch daß es ſo viele blinde Menſchen giebet, die da mit den blinden Juden ſo hart an dem auſern Buchſtaben kleben, und auf ſolchen Durch ihren menſch⸗ lichen Witz, die Grundſaͤtze ihrer Weißheit geleget, hingegen aber die Goͤttliche Geheimniſſe aus der Einwickelung des Buchſtabens nicht hervor ſuchen wollen. Doch was liegt uns dran? wollen ihnen aber ihren Einwurf nach unſeren auf die Wahrheit beveſtigten Grundſaͤtzen beantworten, und koͤnten vorerſt wohl nach der Cabbala die Hebraiſche Namen dieſer Strohme auslegen, weilen aber ſolches von wenigen verſtanden, auch noch von wenigern geachtet werden wird, ſo wollen wir es als eine unnoͤthige Weitlaͤuſtigkeit ubergehen, und von der Sache nur kuͤrtzlich reden; ſo wird nun erſtlich der Piſchon genannt, und derſelbe das von koſtlichem Goldreiche Chavilah umftieſſe, daſelbſt finde ſich auch Bedellion und der koͤſtliche Stein Onychel, iſt der Strohm oder Waſſer des Wachsthums, welches alles Le⸗ ben beweget, nemlich Das ſo genannte Feuer-Element, dieſes fuhret mit ſich das koſtbare O, den rothen Y, in welchem gezeuget wird dieſer goldglantzende Stein Onychel,(deſſen auſſerſtes ein Goldglantz, ſein innerſtes aber oder dchamaſim verſchloſſen in dem aͤngſtlichen aͤuſern Feuer⸗Rad,) hiervon koͤnte wohl etwas meh⸗ rer geredet werden, wann wir uns nicht ſcheueten, vor einen Goldkocher ausge⸗ ſchryen zu werden, darum aber ſoll es nicht weiter beruͤhret werden, ſondern das uͤbrige bis in den 3. Theil vom& verſpahret werden, allda dieſe Materie ausfuͤhr⸗ lich abgehandelt werden ſolle. Der andere Strohm heiſſet Gichon, dieſer iſt aus dem Bauche der Spheræ Aagusgangen, und umgehet die gantze Ertz⸗Kugel, das ſchwaetze finſtere und verderbte Erdreich. Der dritte Strohm iſt der Ckuddekel, iſt die nunmehro verfiuchte, dornichte und ſtachlichte Erde. Der vierte heiſet Phrat, ſind alle Waſſer insgeſamt, welche von den himmliſchen Einfluſſen ge⸗ ſchwaͤngert und erfüͤllet ſind, und das verbrannte Chus wiederum erquicken. Dieſes nun iſt, was wir auf obigen Einwurf antworten wollen, welches zwar pict weitlauftiger und ungleich deutlicher geſchehen koͤnnen, wann wir ein wenig weiter in die wahre Cabbala gehen wollen, da wir noch vieles von dem Geheim⸗ nig der Zahlen dieſer Stroͤhme zu reden gefunden haben wuͤrden; allein diefes iſt anjetzo unſere Meynung gar nicht, ſondern wollen andern gu ferner Nachſinnen auch etwas ubrig laſſen, snd foll alfo bey dieſem verbleiben. S 3.37. Das Fünfte Capite. S. 3f.. Nun Fehren wir ung wieder zu dem Ende des vorhergegangenen 3. Callda wir gehoͤret haben, was der Menſch Adam vor ein herrlich Geſ. choͤpffe geweit, in was vor herrlichem Licht und Glantze, in vollkommenem Wollen des Willen GOttes, und alſo in wahrer Heiligkeit und Gerechtigkeit, in unbeſchreib⸗ licher ſanfter Stille, Friede und Freudigkeit er geſtanden, und worinnen er auch ewiglich beſtehen moͤgen, daferne er nicht wider das Verbott feines Schöͤpffers, welcher ihn ſo herrlich gebildet, geluͤſtet haͤte. Als ihn GOtt der HErr ſo herr⸗ lich nach ſeinem Ebenbilde und Gleichniſſe geſchaffen, und zu einem Herrſcher dieſen gantzen Univerſi(woraus Lucifer gefallen war,) gemacht habe, auch Eden ihme zu ſeinem Throne eingegeben, gebot er ihme, daß er nicht geluſten, vielweniger eſſen ſolte von dem Baum des Erkanntniß Gutes und Boͤſes, bey unvermeidlicher Strafe des zeitlichen und ewigen Todes; dagegen moͤchte er alles andere frey genieſ⸗ ſen, ja ſelbſt vom Baum des Lebens mitten im Garten, und herrſchen uͤber alle Geſchoͤpffe und Creaturen uͤber und unter ſeinem Throne. Oben in dieſem Capi⸗ tel iſt weitlauftig geredet worden von dem Fall des Lucifers, und deſſelben Urſache, auch wie dieſer Sitz Lucifers in dieſer gegenwaͤrtigen Welt ſeye veraͤndert, und nach deme der Menſch Adam an Lucifers Statt, dieſe Welt zu beherrſchen und zu erfuͤllen, ſeye geſchaffen worden. Da nun Lucifer dieſe herrliche Creatur, den Adam als einen Koͤnig dieſer gewaltigen Machinæ(woraus er ſeines Hochmuths halber verſtoſſen worden,) ſahe, entzuͤndete ſich ſein Grimm und Neid wider dieſen Menſchen, denſelben aus dieſer groſſen Herrlichkeit mit in ſein Verderben und Verſtoſſung zu ziehen; ordnete dannenhero ſeinen Stadthalter, den Herren und Fuͤrſten der Luft, den Beelzebub ab(weilen er ſelbſt der Lucifer, mit den Ketten und Banden der Finſterniß, in den feurigen Pfuhl bis auf den Tag des endlichen Gerichts, verſchloſſen liegt) den Menſchen Adam wider GOttes Wil⸗ len und Gebott zu reitzen, und nahm die Urſach an den Menſchen daher, weil er denſelben alleine ſahe, zeigete oder wieſe ihm alle Reiche dieſer Welt, vorſtellende, was ihme doch alles dieſes nuͤtze, wann er ſo allein ware; hingegen wann er ſuchen wuͤrde, ſich in unzehlbare Millionen zu vermehren, ſo wuͤrde er alsdann erſt recht uͤber dieſe Welt herrſchen koͤnnen, und dieſes koͤnne er aus eigenem Gewalt, als ein ſo gewaltiger Koͤnig ſeines Eigenthums(dieſes groſſen Univerſi) nach allem ſeinem Willen endigen, und alſo reitzte er den Menſchen, daß er wider ſeinen Schoͤpffer in ſich ſlbſt und ſeine groſſe Herrlichkeit geluͤſtete, E mper inen Cna ewigen GOtt in ſeiner Imagination erzeugete, und nach einer Specie trachtete, dar⸗ innen er ſeine Macht und Vermehrung auslaſſen, und dieſe Welt eigenmaͤchtig beſetzen, und ſich alſo wider ſeinen GOtt und Koͤnig ſetzen moͤchte, darbey ihnen Satan vorſtellete, daß er als ein unſterblicher Geiſt, unmittelbar von GOtt aus⸗ geblaſen, ewiglich unſterblich ware, und keine Verganglichkeit oder Tod leyden koͤnte. Wodurch alſo die Suͤnde in Adam wuͤrcklich, doch geiſtlich erzeuget war; damit hiu wm iont nide fn fed n M A fd W Fliktt Wolin tid;| eine s Mtei inde WG hà adagi fW an fat Gür ſihrete tal He wA fi vag meten f ON fng 9 Pah wifes| An Dir nfb; Mam| ofo o D enit wig idli j gni barah 1 api tefa tAn ANg wM nuh À N daki ſltc mahi n ft, 0 onfi Si wid NO ondt pgi ft au A qrt od pani Hon den Fall des Lucifers ze. 143 damit aber GOtt der HErr des Teufels Neid und Bosheit zernichten, und der Renſch vor einer wider ſein Weſen laufenden, und vor GOttes Augen abſcheuli⸗ chen Vermehrung, und alſo vor dem gantzlichen ewigen Verderben bewahret blei— ben moͤchte, ſo hat GOtt der HErr geſagt Gen. II. v. 18. Es iſt nicht gut, daß der Menſch allein ſey, ich will ihm eine Huͤlfe machen, die um ihn(nem⸗ lich zu ſeiner Geſellſchaft und Vermehrung) ſeye. Damit aber GOtt der HEer dem Menſchen zeigete, daß er in ſeiner Imagination gefehlet, und in der thieri⸗ ſchen Welt(als ihm dem Menſchen unterthan) ein ſolche Gehuͤlfe vor ihn noch nicht finden wurde, Gen. II. v. 19. ſo fuͤhrete GOtt alle lebendige Geſchoͤpfe die⸗ ſer Erd⸗Kugel zu Adam, damit er ein jedes nach ſeiner weſentlichen Specie benen⸗ nen, und alſo daraus erkennen lernen moͤchte, daß in dieſem gantzen Univerſo, oder ſichtbaren Welt⸗Gebau noch keine Gehuͤlfe zu ſeiner Vermehrung vorhanden waͤre, und alſo erſchrecklich wider GOttes allerheiligſten Willen und Vorſatz ima⸗ giniret haͤtte, welcher war, daß Adam nach Art ſeiner Ellenz und eigentlichen Wohnung des Eden, ſich vermehren ſolte, davon im andern Theil klaͤrer geredet wird; wie dann der Text Gen. II. v. 20. ferner ſagt: Aber fuͤr Adam hatte er keine Suͤlfe funden, die um ihn waͤre. Damit nun Adam durch die entzun⸗ dete Imagination der thierifhen Welt, nicht gar wider ſeine Elſenz, in die Be⸗ gierde zu ſeinem ewigen Verderben verfiele, ſo offenbahrete GOtt der HErr durch die Scheidung des Adams(ſo zuvor Zwey in Eins war) ſein geiſtliches Verbrechen, auch die wuͤrckliche Suͤnde und Ungehorſam, wie aus dem Tert Gen. II. V. 2 1. folgt, alida geſaget wird: Derohalben warf GOtt der SErr einen tiefen Schlaf auf Adam, alſo, daß er ſchlief, und nahm ſeiner Rippen eine, und ſchloß an ſtatt derſelben Fleiſch hinein. v. 22. Aus derſelben Rippen aber, welche GoOtt der SErr genommen hatte aus Adam, bauete er ein Weib, und fuͤhrete dieſelbe zů AIdam..23. Da ſprach Adam: Das waͤre doch ein⸗ mal Bein von meinen Beinen, und Fleiſch von meinem Fleiſche: Man wird ſie Maͤnnin heiſſen, darum, daß ſie vom Manne hergenommen iſt. v. 25. Es waren aber dieſe beyde nacket, Adam und ſein Weib, und ſchaͤ⸗ meten ſich nicht. Allhier iſt nun im 2 r. Vers der Text ſo voller Geheimniſſe, daß dieſelbe auch unergruͤndlich: Erſtlich wird geſagt, daß GOtt der HErr einen ti fen Schlaf auf Adam geworfen habe; daß nun der Schlaf eine Wuͤrckung oder Folge ſey der Arbeit, Bemuͤhung, Kummer, Angſt und Sorgen der irrdiſchen Nahrung dieſes irrdiſchen Leibes, wird bey einem Vernuͤnftigen wohl keines Be⸗ weiſes beduͤrfen, auch daß Adam in ſeinem ſeeligen und herrlichen Zuſtande, in dem himmliſchen Ruhe⸗vollen Eden, keines Schlafs beduͤrftig geweſen, noch denſelben jemals geſpuͤhret gehabt; Go ift dann unumſtoͤßlich zu ſchlieſſen, daß der Adam ſchon im Geiſte etwas begangen haben muͤſſe, welches ihn aus ſeiner erſten Vollkominenheit in einen Mittelſtand geſetzt, darinnen er eines ſolchen sr als aa T a Das Fuͤnfte Capitel. als des Todes Gleichniß, fähig geweſt,(daß auch dieſer Schlaf eine Bild⸗ niß der Verfinſterung der Seelen durch die Suͤnde geweſen, wird nicht unbillig behauptet, aber alles und dergleichen laſſen wir denen Theologis zu ihrer Arbeit, und bleiben bey dem Geheimniß im Buchſtaben in der Schrift eingewickelt;) der Tert nennet dieſen Schlaf Thardemah, deſſen Radix Radam, dieſer Radix deutet cabbaliſtice, daß dieſer Menſch damals idealiter gehabt habe Blut und einen Geiſt, das iſt, eine wachſende Seele, in welche der paradieſiſche Adam, der innere unſterbliche Menſch, mit ſeinem von GOtt unmittelbar eingeblaſenen un⸗ ſterblichen Geiſte verſchloſſen geweſt. Damit nun in dieſem Adam, als dem Cen- tro der obern und untern Welt, GOttes Rathſchluß und Wille durch des Satang Liſt nicht aufgehoben wuͤrde, und der Menſch ſich eine Gehuͤlfe, nadh Anreitzung des Teufels waͤhlete, ſo erbarmete ſich GOtt des in ſehr tiefem Schlafe oder Ver⸗ finſterung der Suͤnden liegenden Adams, und trennete Elch und Majim,(bey dieſer Rede muͤſſen wir im erſten Capitel wohl verſtanden ſeyn) in ihm. Es ſagt der Text, daß als Adam in dem ſehr tiefen Schlaf gelegen habe, da habe GOtt der HeErr eine ſeiner Rippen genommen, und habe an deren ſtatt Fleiſch hinein geſchloſ⸗ ſen. Was S und auch ſein Urſprung ſey, iſt unnoͤthig zu wiederholen, indeme folches in denen drey erſten Capiteln weitlaufig und grundlich genug erwieſen, all⸗ hier aber wohl beybehalten ſeyn muß, weilen wir von dem xer O und Des Wenz ſchen Gebeine reden wollen, deſſen Urſprung gleich allen andern Salien aus Scha⸗ majim; des Menſchen Fleiſch iſt zwar auch cin© aber nicht deme gleich, daraus ſeine Gebeine forwiret, dieſes ift von einer weit groͤſſern Beſtaͤndigkeit, wie ſolches ſowohl durch die Abgeſtorbene, als ſonſten viel andere Kxperimenten, erwieſen werz den kan: daß das Z das allerunzerſtoͤhrlichſte Weſen ſey, kan man in obigem Cap. nachſehen; ingleichem, daß das eigentliche Weſen des©; fey Schamajinm, das iſt, AÆſch-Maſüm, ein waͤſſeriges&oder feuriges, in welchem der roth und weiſſe die wahre Adamah, daraus Adam, der Menſch in Eoen, von GOTT dem HErrn, nach ſeiner Bildniß und Gleichniß, kormiret worden; dieſer Adam aus der Adamah, war vor ſeiner Trennung durch die Liſt des Satans,(durch feine des Menſchen eigene groſſe Herrlichkeit) geblendet, und hatte wider GOtt in dieſe thieriſche Welt(uͤber welche er nach den Worten des 2. Pfalm.7. Du haſt ibn zum Herrn gemacht uͤber die Werck deiner Saͤnde: Alles haſt du unter ſeine Fuͤſſe gethan, herrſchen ſolte,) imaginiret, alſo, daß er ſchon im Geiſte Blut und Leben war, nach dem Bilde dieſer finſtern Welt, in welcher alles thie⸗ riſche Leben im Blute liegt, ſo nahm nun GOtt der HErr das Weſen Majim aug Adam(die eine Rippe oder Grund-Saule dieſes Goͤttlichen Wunder⸗Gebaues des Menſchen war,) und bauete daraus ein Weib, und beſchloß die andere Rippe oder Grund⸗Saͤule des Adams mit Fleiſch, das iſt, mit einem Auszug der ſo ge⸗ nannten Elementen dieſer irrdiſchen Welt, in welche er durch Liſt und Neid des Teufels P Tak afia (nelis halbe mein hary ia mii my jji Wy 4 n,(0) gedi Mt yiii A iin ah eN nig Sche y DA ie ei wl $ | gu i fl; Mati Y uD w GA ngg fa Nu mhii yew H Di h di m meN ti fajin W Mi „Gh e uA i N aii Mi Ni A W AN hilh Auw Von dem Fall des Lucifers w. 145 Teufels imaginiret und ſich verſencket batte, und-Ott fúhrete d das Weib, das er affo aus Adam gemacht hatte, zu ihme, dem Menſchen, der ſie aber, als ein we⸗ fenti iches Theil ſeiner Ellenz oder Erden aus Eden, alſofort erkannte. und der⸗ halben ſprach, 8 waͤre doch einmal Bein von meinen Beinen, und Fleiſch von meinem Ry iſche: Man wird dieſe Maͤnnin heiſſen, darum, daß ſie vom Manne her genommen ift, Gak II. v. 23. Allhier werden wir ein klein wenig von unſerm Zwecke gel uͤhret' und ſagen, wer uns hieroben vom Blut und Leben, desg leichen pon è Der idung Adams wo Zoan der wird gruͤndlich wohl begreiſen, marum 9 raeliten alle es Blut zu ro botten, und das Blut aller Geſch na [) offen, auch davon zur Verſoöhnung ins Allerhe iligfte von dem Ho⸗ acht, das üͤbrige bey dem Brandopfers⸗ Altare ver ſchuͤttet werden mwas Gen. II..24. gefast wird: Und fie werden feyn ein ahrhei vann unſere Intention waͤre, pon denen Geheimniſſen fot ffen, afs neuen——— zu reden, ſo Poan wir des ceremonialiſchen Gotte sdienſt es, als des Heri bindniſſes zwiſchen Chriſto und ſeiner 2 Btaut,daß es ein ibe g oſes Werck werden ſolte, und wahrhaftig zeigen, worinn auch der äuſſere! Gottesdienſt,(ohne alle menſchliche Erf di ngen) beftehen muffe? aligi i Dag 5 Terc to urde zu grof werden; der Weish heit Liebhabere werden indeſſe en in di Anleitung s um ferner nahit ufinnen y genug finden, kehren alſo wieder zu unſerm Vorh abe! n 8L36. Nun batte ldam eine Gehuͤlfe aus dem Nathſchluſſe und war alſo des Teufels Q Vorhaben zer rſtoͤhret; und tvie fie nun alfo t eyde in formiret,(dann ſie waren anzetzo im Mittelſtande, weilen die wuͤrcklich e Günde it ihnen annoch ni icht offenbahr) ſegnet ſie GOtt, Cen. I. v. 28. und ſe ſchen uͤber alles, wie allda ferner pea erlaubte ihnen minny ehro GOtt der Berr on allen Ge wächſen dieſes Erdbodens v. 29. weil ihr Fleif fo aus dieſen irr⸗ diſchen Elementen noch nicht ellentilciret waͤre, auſſer einem Baum des Gar⸗ tens Eden, Gen. II. v. 17. frey zu effen, Damit aber der Menſch,(welcher durch die Imagination ſchon verderbt t) ſelbſt erkennen und ſehen moͤc Hte ob er alfo in Diez ſem durch feine Imagina tion vurderbten Stande, mit voll kommenem Hertzen gegen SiS feinen Schoͤpfer in Eden beſtehen koͤnte, ſo hatte ihm GOlt, wie ani gehoͤret, bey unvermeidlicher Beſtrafung des zeit tfichen und ewigen Todes, aeni s uſtig angafehenden reitzenden X Baume des Erkaͤnntniß Gutes und Boͤſe ind alfo wandelten ſie b e Adam und ſein Weib, nacket, ia nich„Gen. II. v. 25. weilen das Gewiſſen durch den würcklichen Un⸗ bfall in ihnen noch nicht erreget war: Darum verſuchte nun der Sa⸗ Funſt am Weibe, weilen ihm ſein erſter Streich an dem gantzen Adam MVorhaben nicht gelungen war. Es kante der Satan durch ſein N Wiſſen, A La(als Sr— mae K piat Das Fünfte Capitt. (als erſtgeweſener Herrſcher dieſer irrdiſchen oder thieriſchen Welt,) daß diß We⸗ ſen der thieriſchen lmagination des Weibes viel waͤſſeriger, und nicht fo fe urig und beſtaͤndig war, als des Mannes, und daher leichter zu bewegen, alle Formen der Be⸗ gierden/ auch an und in ſich ſelbſten zu geluͤſt ſten, in dieſel lbe zu ſtrahlen, daher machte er ſich an das Weib in der Schlangen EKllenz, dann Gen: III. v. 1. ſtehet: Und die war kluͤger, dann alle Thiere des Seldes, welche G Ott der HE Err gemacht hatte, dieſelbe ſprach zum Weibe: Auch dieweil GOtt geſaget hat, ihr {ollet nicht effen von allen Baumen des Gar teng. Nun kommt erſtlich eine ſehr ſchwere Fras ge, was doch die Schlange vor ein Thier geweſen? auch ob ſolche ſelb ſt der Teuf fel geweſt, oder der Teufel nur aus ihr geredet, und ſich derſelben nur als eines W Werckzeuges gebraucht? Warlich, es gibt an dieſem Orte mehr Meynungen, als Ji eligio meny Kotten und Secten; und die Wahrheit zu ſagen, ſo iſt dieſer Tert einer der wichtigſten, und will ſich auch durch W Weisheit, auf met ͤſchlichedehr r⸗ hs e gegruͤndet, nicht wohl erklaren laſſen. Der eei sehnet Des Satang mit Fei- nem Buchſtaben, ſondern eines Chieres, die Schl fange genannt, v rſchlagener Dann alle Chiere des Seldes, welches auch vor allen hieren des Feldes,(darum, daß es den Menſchen verführt,) von GOtt dem BeErrn verflucht, daß es auf ſeinem Bauche gehen, und Erden eſſen ſoll ſein D Gen. IH. v. 14. Daher dann klar, daß dieſ⸗ es Thier, weilen es nunmehro auf ſeinem Bauche gehen follen, ane ers geſchaff fen ge weft fenn, und Suffe gehabt haben muffe, eg muf ein A trefliches und ſchoͤnes Thier geweſen ſeyn, daran ſich das Weib alſo vergaft; daß es auch in Eden kommen koͤ nne nyi zeiget der Text ſonnenklar, und bedarf keiner Erklarung, ift alfo der Frage wohl wuͤrdig/ was vor ein Geſchoͤpfe es dann geweſen ſeye? Aus de m Bus chſtaben der hei y orif ES wohl: icht zu ſehen; was die Rabbinen und andere davon traumen, iſt gar zu abgeſchmackt, daß man es allhier anfubren folte andere Meynungen doͤrften auch wohl nicht viel beffer ſeyn, muß demnach die Wahrheit aus den Umſtänden dieſer Gefchichte genommen werden: Der Tert faat Ge n. IH. v. r. daß die Sohlo 19e jum Weibe geſprochen habe, auch dieweil GOtt geſagt hat ꝛc. Dieſe Worte zeigen ſonnenklar, daß ein weitlauftiges Geſpraͤche(oder Stret- Rede) mit dem Weibe, vor jetzt angezogenen Worten, vorhergegan gen fen mfes dahero dann wahrhaftig zu ſchlieſſen, daß die Schlange ein ſehr ſchoͤnes Thier, menſchlicher Figur ſehr nahe, muſſe geweſt fyn, weilen ſich das Weib alſo mit ihr eingelaſſen, ja es muͤſſe die Schlar, Je ein Menſch gantz und gar(doch ohne den unſterblichen Adamiſchen Leib und Gei ift) aus dieſer thieriſchen Wer, eſſentificiret und ſehr ſchoͤn und vollkommen formiret geweſt ſeyn, deren Fleiſch und Blut nachmals Adam ur D 1) fein Weib zu ihrer B efti saf fur g aanehmen fèn; diefe Schk wange aber ar ihrer B Beſtr afung ihrer€ Spr rache r auch: Hande und Fuffe, beraubet, ü: d in einen ſolchen Wurm(jetzo di ie Sch lange genennet) trans- figuriret worden; das Weib vergafte ſich alſo an dieſer ihrer Schoͤne und weil fie (das aty ih me Ie eklo nua NÒ wi nn aD fina wefie ii i wn m DMY i Ri y iwl : F Von dem Fall des Lucifers ꝛc. 147 (das Weib) eine ihr gleichende Figur ea glaubte ſie, ſolche auch ihrer Specie ju fenn:— alſo ward ſie durch den Satan verfuͤhret; dann daß der t Gatan durch Bief Schlange geredet, und Evam betrogen, muß abermals der Text erweiſen, da ſtehet nun in obangezogenem Vers, und di p a ers Elüger{ Soa} dieſes Wort heiſſet nicht ſchlechter dings eine thieriſche Verſchlage nheit oder f iſtig⸗ keit wie ein Affe, Fuchs und dergleichen Thier hat, ſondern der ae und weſentliche Verſtand des Hebräiſchen Worts bedeutet einen in Sachen(die vor⸗ her geſchehen) ſehr geuͤbten und verſchmitzten⸗ erfahrnen, und kan dieſes warhaftig von keiner thieriſchen Creatur geſagt werden, ſondern deutet, daß es eine ver⸗ mäftige, ienen unſterblichen Geiſte begabte Creatur geweſt: Dier war nuny den Engliſc hen Creat uren, keine eines uuſterblichen Geiſtes als Satan mit allen fen en Legionen, und nach dieſen kam der Menſch; Daß nun dieſes(Arum) von keiner menſchlichen Creatur geredt, iſt offenbar, indeme noch keiner als Adam und Eva vorhanden war, auch gibt es die Deutung, gemlich einer in Sa⸗ chen ſchr geübter ꝛc. hierzu mwar Der Wh enſch noch zu jung, konteslſo keiner, als der verſchmi tzte und verſchl agene Sata mein der Schlangen ſeyn, wie ſolches ferner der Text Gen. II. v. 1y. beftátigt: Zudem wiil ich§eindſcha ft ſetʒen ꝛc. briiit es dann auch dieſes Puncts halber, ohne fernere Wällauftigke it, bewenden laſ⸗ fen, ob gleich noch ſehr vieles, zu mehrerer und deutlicher Erklaͤrung, beygebracht werden konte, e geſchiehet doch ſolches anjetzo gewiſſer AaS m halber niht. Was nur n ferner è die Unterredung der Schlangen mit dem Weibe, auch wie und wodurch ſie das Weib— ſo griffe es Satan wieder an, allwo er es bey Adam gelaſſen, nemlich er ſtellet ihr vor, ihre vollkommene Schone und Herrlie hkeit, und daß es in ihrer Gewalt ſtuͤnde, fich in in ulzehlbaren Millio⸗ nen zu vermehren, und ſtellete ihr nebi der Heri mehrut ag ihres Ge walts und Herrlichkeit, auch vor, die Luſt, welche ſie in Erfuͤlung ihrer Be⸗ gierde, in der ihres nn Geſchlechts, empfinden wurde,(dann droben iſt geſag t; daß dem Adam vor oo ſeine Vermehrung noch nicht offenbar war, woſelbſt wieder nachzuſehen,) zugleich auch dieſelbe dadurch zu Hürſchern diefe U niverfi, ohne GOttes Weißheit und Vorſorge bedurſtig zu fem, werden wuͤrden; da ſie auch von der verbotenen Frucht eſſen wurden, die Da nichte odre alg eine Ellenz alles Wiſſens, Erkennens und Erfullens ſeines = lleng und Begierde, fo würden fie in allem GOtt gleich werden; und damit ſie hierinnen gehindert wuͤrden, hätte ihnen GOtt ſolche zu eſſen verboten, auf daß fie ihme an Herrlichkeit, Macht, Gewalt, und Gfflung Wollens nicht glei ich wuͤrden, und darum hätte er geſaget, ſie wuͤrden des Todes ſterbenz €s zeigt ibr auch Gatan durch die Schlange zugleich, wie fied den Adam durch Figur ig dieſe Frucht zu genieſſen, zu eben dieſer Erkaͤnntniß und Weißheit, wel⸗ che fie nun vorhero erkannt hatte, fuͤhren f folte; dann daferne Adam nicht glei E T 2 Er e ai 148 Das Fünfte Capitel. Erkaͤnntniß mit ihr haͤtte, koͤnte ſie zu dieſer Vollkommenhe durchaus nicht ge⸗ langen. Da nun des Weibes Imagination alſo erfullet war, pe 1 fahe, Do ß die Frucht dieſes Baums an ſich ſelbſt To vollkommen ſchoͤn und lieblich anzuſehen wã⸗ re, und uͤber das ſo klug und herrlich machte; ent; undete fh urch die im agina- tion der Geluͤſt und die Begierde in ihr, in dieſer thi ieriſchen Welt dermaſſet hitzig daß die Erfuͤllung ihres Willens(weilen ihr e Ima gination durch die Ideen dieſer Welt, digelbe eigenchümlich zu nutzen,) nicht mehr r zu hemmen war; dahero ſie dann auch von der Frucht nahm, und aß, reitzete den Adam mit davon zu genieſ⸗ fen: dann weil ſie beyderſeits einerley Weſen in einerley Fleiſche waren, ſo ent⸗ zuͤndeten die Strahlen der des Weibes, die noch Lerſchloſſene Be⸗ gierde des Adams zu dieſem ſeinet m Weibe, und ward alſo ſeine Begierde einen Gege nſtand zu ſuchen, in welchen ſie ſich verſenc fen und Juhe finden m welchen fie aber nunmehro nirgends finden koͤnte 5 als in dieſem ſeinem Weibe wie nun die Begierde durch die Reihung alf o uuruhig gemae ht word en war, ent⸗ brannte diefelbe i Win Aügguslöſchlches 2 Gollen Der Erful llung, dahero dann Adam, ohne eintzigen Widerſtand, von der verbotenen Frucht aß, und wur⸗ de alſo zugleic h mit fei inem Weibe, der Erkanntaiß des Puten und Boͤſen, Leber theill haftig, in diefem aber auch des ewigen Todes und der Ber ; Dann die thierifche Imagination hat e ſich nunmehro gantzlich it BVildung eingefuhret, und ihnen o ffen waret, welches du 6 Wiſſens,(die ſie in Der verbotenen$ Fruc he genoſſen,) T -ia und er rfannten, ſich danner nhero D jer Entok fung von heit f: Paran und fich verſteckten. Weilen nun í t Creati fur zenet fa Di ichen That,`i ene Sfr afe d Ug PUNDE 0 war auch d D ogleich einem jed i ren. am HE. nach einander zu le⸗ ſen; Erſilch er Se hion igen, daß 3 fie des Satans? ft gedi enet, und wird dieſelbe ihrer vorigen fuͤrtreflichen Schoͤne Í beraubt, und in den abſcheulic en Erdwurm, (anjetzo noch die S chlange genannt,) verkehrt, welc in ihrem Gifte annoch die Ideam des hi enen Seelen Gifts heget; und gleichwie ihr Biß den zeitli⸗ chen Tod mit ſich füthret, alfo bringe t der iſche pan die n den ewigen Tod. Zum andern ward des Weibes muth fie. ei ine fo groffe errſcherin zu ſeyn gedachte, geſtuͤrtzt, und ihre 9 Sollen ihres Mani ies gaͤntzlich unterworfen, und an nat Der ein i Wollſt ch ih⸗ re Ver sme hrung, mit grofe n Schmertzen und Muͤhſeeligkeit be egt. Drittens fo ward Adam, darum daf er fich durch Des" Weibes$ Begierde r rei ken under tzun⸗ den laſſen, und zugleich mit ihr,” in das verbotene hoc bmuth ige Gil fen imagini- ret hatte, mit Müh ſeeligk eit, Arbeit und Kummer belegt, und damit ihme fol ches Akh N 2 ich auf dem Halſe laͤge, ſo ward der Acker von GOtt dem HErrn verflucht, alſo daß an ſtatt er vor deme nichts als vollkommene e, geſunde, ſchoͤn und Von dem Fall des Lucifers ꝛc. 149 und herrliche Gewaͤchſe und Fruͤchte gebracht, anietzo nichts als Doꝛnen und Di- ſteln,(das iſt, ungeſunde, ſchadliche und verderbliche Fruͤchte und Gewaͤchſe,) ſtetiglich tragen ſolte, ob auch ſolche noch ſo geſund und nahrhaft zu ſeyn ſcheinen wuͤrden, ſo ſolte der Menſch dannoch durch deren Nieſung und Gebrauch, eher ſeinen Tod als Leben befoͤrdern, weilen GOtt der Allmächtige durch den Fluch, alle erſtgeſchaffene Simplicitaͤt und Reinigkeit in jeder Creatur hinein gekehret, das iſt, das Lichtweſen in ihnen concentriret, und mit finſterer Greiflichkeit umge⸗ ſchloſſen, auch zugleich in aller Creatur dieſes Erxd⸗Kreyſes einen Gals, Jaͤhrung oder Ferment, durch die ertoeckte geiſtliche auch materialiſche Widerwaͤrtigkeit des Lichts und der Finſterniß, der Hitze und der Kaͤlte, der Naͤſſe und der Trockene, erwecket, der nunmehro in der gantzen Natur ſtets geſchaftig und im Wuͤrcken ift, bis er alfe gemiſchte Coͤrper wieder in ihre erſtere materialiſche Anfaͤnge relolvi⸗ ret, welches Dann heiet, die Abſterbung, der Tod und Verfaulung, wodurch lles irrdiſche und verdammliche, der durch den Fluch in die Finſterniß gefalenen Welt, gaͤntzlich wiederum zerſtoͤret werde, auf daß alles Geſchoͤpffe in feinem etz ſten Lichtweſen(worinn es vor dem Fluch geſtanden) wiederum hervor kaͤme, und ſonderlich in dem Menſchen ſein innerlicher verborgener erſter Menſch, wie der Adam in Eden geſchaffen war, wiederum auferſtunde, und der Menſch nicht mit denen gefallenen Geiſtern, in der finſtern Welt, auch den ewigen Tod lenden muͤſſe. Damit aber der Menſch, welcher nunmehro Tod und Leben erkannte,) vom Tode, in welchen er durch das Erkaͤnntniß verwickelt, und in ihnen offenbar en war, nicht eigenwillig zuruͤck und zum ewigen Leben kehren, und dasjeni⸗ moͤchte, wodurch die Schlange das Weib uͤberliſtet hatte, nemlich alſo GOtt gleich zu ſeyn, ſo ſprach GOtt der HErr Gen. III. v. 22.23. Wir uſſen zuſehen, daß er niche Rine Aand ausſtrecke, und nehme auch vom Saun dcs Lebens, und effe und lebe ewiglich. Derohalben verſtieß ihn Gott der SErr aus dem Garten Eden, zu bauen die Erde, aus welcher er(nunmehro nach ſeiner thieriſchen lImagination) genommen war. Allhier wei⸗ fet der Tert klar, daß Adam von der Erden, aus welcher ſein innerer unſterbli⸗ cher Leib erſchaffen worden, vertrieben y, und auf eine andere Erde, aus welcher ſein verweßlich Fleiſch genommen, geſetzet worden feye, damit auch der Menſch erkennen moͤchte, daß er in feinem verweßlichen Fleiſche vor GOtt nicht würde ſte⸗ hen koͤnnen, ſo nahm GOtt der HEgꝛg die heuchleriſche Decke der Feigen⸗Blat⸗ ter, unter welcher fich der Menſch zu verſtecken ſuchte,(die imaginirte Suͤßig⸗ Feit dieſer Welt,) von ihme weg, und bekleidete ihn mit Fellen, ihme anzuzei⸗ gen, daß er alleine mit dem Rock der Gerechtigkeit des unbefleckten Lammes, wel⸗ hes vor ihn und alle Welt am Creutze geſchlachtet und aufgeopffert werden wuͤr⸗ de, vor GOT beſtehen koͤnte; und ſind dannenhero die Gedancken derjenigen/ ie da ſagen, daß ſolche Roͤcke son A Lamms⸗Felle geweſen, in a S 3 er⸗ word p x yi y Das Fuͤnfte Capitel. Verſtande recht wohl gegruͤndet: Damit aber der Menſch in der Verſtoſſung von dem Angeſicht GOttes nicht gaͤntzlich verzagen moͤchte, ſo verkuͤndigte ihme GOtt der HErr Gen. III. v. 15. die ewige Erloͤſung durch des Weibes Saamen Chriſtum JEſum, auf daß er in dieſem Troſte, als in einer unuͤberwindlichen Veſte, wider die Liſt des Teufels, ſicher, und von dem ewigen Tod befreyet bleiben moͤchte; war alſo der Menſch auf dieſen Erdboden gejagt, aus welchem ſein irrdiſch Fleiſch genommen war, und konte nicht zum Baum des Lebens wie⸗ der kehren, davon zu eſſen, und ewig zu leben, weilen GOtt der HERR den Weg dahin durch die Cherubim mit flammenden Schwerdtern verlegt hatte, und muſte nun dieſen Erdboden,(wolte er anders leben,) mit Kummer und Muͤhſee⸗ ligkeit bauen; dzann dem Menfchen noch kein Fleiſch zu effen erlaubt mar, der Menſch auch ſolches bis auf den andern Fluch, die Suͤndftuth, nicht bedurfte, indeme annoch ein Strahl des erſten Seegens in dieſen Elementen verblieben, und dannenhero alle Vegetabilia von weit groͤſſern Kraͤften, Nahrung und Ge⸗ ſundheit waren, als alles dasjenige, ſo anjetzo in dieſer von Noah herſtammen⸗ den Welt, zu finden ſeyn moͤchte, obs gleich das O botabile ſelbſten ware, wos von allbereit oben geredet. Waren alſo die Sechs Tagewercke oder die Schoͤpf⸗ fung dieſer Machinæ oder Welt⸗Gebaudes, mit allen darinnen enthaltenen Crea⸗ turen, vollbracht, wie die big. Num. 52. deutlich zeiget, und koͤnte alſo dieſes Ca⸗ pitel geendet werden, da nicht der folgende$. noch hinzu gefuͤgt werden muſſen. Zwar koͤnte vieles bey dieſem Sechſten Tagewercke beygebracht werden, alleine weil es meiſt bloß cheologiſche Dinge ſeyn wuͤrden, wollen wir ſolches denenjeni⸗ gen uͤberlaſſen, die da von ſich glauben, daß Theologiam zu tractiren ihre eigent⸗ liche Profeilion feye. Von denen unſichtbaren elementariſchen Creaturen, wie auch, was es vor Beſchaffenheit habe mit des Menſchen unſterblichen Geiſte, waͤ⸗ re zwar noch vieles bey dieſem Tagewercke zu reden, allein wegen des erſteren ſoll es bey demjenigen,(gewiſſer Urſachen halber,) verbleiben, was allbereit oben im I2. S. bis den 22. inicluſivꝭ davon geredet worden, bis im zweyten, ſonderlich abet im dritten Theil vom& ein mehrers davon geredet werden wird. Von dem un⸗ ſterblichen von GOtt unmittelbar eingeblaſenen Geiſte, haben wir zu Ende des 21. Lunſere Meynung auch allbereit deutlich genug geſagt, daß davon zu reden ferner nicht noͤthig waͤre; wir muͤſſen aber der widrigen Parthey dieſes gleichwohl noch einwerffen, nemlich wann ſie den unſterblichen Geiſt(oder, wie ſie wollen, die Seele) per traducem in den Menſchen zu kommen, glauben, und daß ſolche in dem Saamen verborgen ſeye, wo dann alle die Seelen bleiben, welche durch unordentliche Begierde in dem Saamen verſchuͤttet werden? Auch ob an einer Creatur, auſſer dem Menſchen, in Anſehung ſeines unſterblichen Geiſtes, eine Mordthat begangen werden könne? dann ſonſten waren alle Toͤdtungen der un⸗ vernunftigen Creaturen auch Mordtharen; nun betrachte man ferner ohne unſere weite⸗ iid tyi in i efli dor tew Diti Eden fm 1 k 4 Ni IW Gür (ugh geide wiy is helſetz dah er aln NUN y Mih An il iih jinin NOl Mihſe⸗ wt, M bof blicher, und Ge Hammas itt, WO Shif nn Grey deiet m ma ny aMi s Dena iecit tuten W Seike W foent gito M puhh w on Danu MONA anl P fento pmt TO ohon di gite M gM jpn mir mil Von dem Fall des Lucifers ꝛc. 151 weitere Vorſtellung die Conſequens, und was vor Abſurdiſſima daraus zu ſchlieſ⸗ ſen ſeyn. Dann einmal iſt wahrhaftig, daß der allmächtige GOtt von Ewig⸗ keit her die Zahl der Menſchen, nemlich wie viele derer von Adam an, bis zu dem allerletzten Menſchen, bey Endigung dieſer irrdiſchen Wurckung, feſt be ſchloſſen, alſo, daß derer keiner mehr oder weniger ſeyn kan: Da nun dieſe Unter— ſtellung auch richtig, wie ſie dann unſtreitig, ſo folgen aus des Gegentheils Lehr⸗ faͤtzen abermals dieſe Ablurda, daß der ewige Rathſchluß GOttes durch Des Men- ſchen Bosheit gehindert werden moͤge, und da die Seele per traducem fortge⸗ yflantzet werde, wie ein Licht das andere anzundet, ſo iſt der Menſch ein zufaͤlliges Weſen, in dem Willen des Mannes, nemlich, daß derſelbe will oder nicht will, daf durch ſeinen Actum ein Menſch werde. Wir konten unſeren Sak durch noh viel deutlichere, und gleichſam greifliche Ergumenta behaupten, unterlaſſen aber ſolches, erſtlich kein Aergerniß zu erwecken, theils auch einer andern wichtigen Urſache halber: laſſen es alfo bey unſerer Erklarung oben im 21.§. und eilen zum Ende dieſes langen Capitels. Wann zuvor dieſer 837. abſolviret worden, darinnen uns einige Fragen, ſowohl der Wei⸗ fen, afs auch Fuͤrwitzigen und Narren, zu beantworten noͤthig ſeyn wird; und erſtlich doͤrfte gefraget werden: Was doch das eigentlich vor Baͤume, als der Baum des Lebens, auch des Erkaͤnntniß Gutes und Boͤſes, muͤſſen geweſen ſeyn? Sweytens, in welcher Zeit der Fall des Menſchen geſchehen? Drittens, welches doch der Weg zt dem Baum des Lebens in den Garten Eden ſey? Viertens, wer die Cherubim, als Suͤter oce Gartens Eoen ſeynd, und was ſie vor Schwerdter haben? Dieſes nun ſeynd wahrhaftig ſolche Fragen, welche zur Beantwortung mehr als Einbildung erfordern. Der heilige Tert redet hievon alſo, daß aus dem bloſen Buchſtaben die Sache nicht wohl zu eroͤrtern, es ſeye dann, daß man den wahren myltiſchen Verſtand in de⸗ nenſelben ſuche: So ſaget nun der Text von dieſen Baͤumen Cen. II..9. dağ Gott der SERR aus der Erden des Garten Edens allerley Baͤume her⸗ ſuͤrgebracht,(NB.) auch den Baum des Lebens mitten im Garten, des- gleichen auch den Baum des Erkaͤnntniß Gutes und Boͤſes ꝛe. Hier ſehen wir ſonnenklar, daß dieſe beyde Baͤume kein eingebildetes Weſen, ſondern wuͤrck⸗ lich Baͤume(aus der Erden in Eden) geweſen und noch ſeynd, auch daß ſie bey⸗ derſeits Fruͤchte getragen, Chriſtus der HERR auch Apoc. II. v. Y. verheiſſet, daß er denenjenigen, welche uͤberwinden, zu eſſen geben wolle von dem Daum drs Lebens, welcher mitten im Paradies GOttes itz Beilen eg nun wahrhaftige Baͤume ſind, was iſt dann nun in dem einen das Leben, und in dem andern das Erkaͤnntniß, ſo den Tod gebracht? Beydes ſind weſentliche Ei⸗ genſchaften in dieſen Baͤumen; und wodurch der Lucifer gefallen, haben wir oben ausfuͤhrlich gehoͤret, nemlich er geluſtete in ſeiner Schoͤnheit, Gewalt und per fich city pr= w“ a Das Füunfte Capitel. war mit dieſem allen ni zufrieden, und ftu nd dannenhero in ihme igenwilliges Wollen, ſo weiſe und machtig als GOtt, nemlich ein ich ſelbſt, auſſer und ohne GOtt, zu le Da ihme aber GOtt der rN) Hochmuth, und eigenwolle 8 s Biffen, auch ſein herrliches Licht ir Verda minig verkehrt, f war in dieſem gangen Geſchoͤpfe das Wi es Guten und Saien offenbahret, welches dann in er⸗ Ott dem Errn ell⸗ und fern er in feine (chen es der Menſch dur ch des a liſtiges Reitzen, wider in b% meldet tem B Sauni I¢ 1 i Flucht gai ngen wel das Verbott 6 5ttes, genoſſen, und alſo in demſelben di AANI e Begierden, au D e und Ð A gi Dan Hpi of fenbahier, 2 dardurch er in aryna$ Ners wo g hieoben na der e geh andelt worden, und ſo R Cr Fánntniffes 8. Belangend oen Baun des Lebens, llenz des Lebens, we ͤlches alle e vernünftige Creaturen i naun i ichen Leben erhält, we fen verſenckt; dann GH Der Err o foricht Gen. I. v. 22. So muͤſſen wir nun zuſehen, daf er ni ti feine Zeit ausſtrecke, und nehme auch vom Baum des Lebens, und eſſe und lebe ewig libs nemlich„damit in dieſes, Verderben! ainai iltes Fleiſch, das e i sen nicht ingefihrt warde auf daß das Wiſſen der Vos⸗ heit nicht ewig lich bleibe, darum wurde de Nenſch von dannen vertrieben, und ihme der Wig, wie Der È dahin zu ke hren, verl egt Iſt alſo gewiß, daß auch die⸗ ſer Baum des Lebens ein wahrer weſentl cher um geweſt. e pina Ge⸗ heimniß koͤnte iwar noch viel ai edet hes vielen nich ht unangenehm ſeyn wuͤrde, allein z Materie gantze ge ſtliche Hierarchie wider uns erregen, und 9 ung nash ſatzen verketzern und verdammen; und ob uns eben di fes. g= o] en wuͤrde, ſo wollen wir doch darum hierinnen kurtz ſer nicht gar zu weit extendire, bis in den andern Theile verden wi ird. GoOtt der HERR ſahe nunmehro zt iegen, als erſtlich den Lucifer mit allen ſeinen Milli n De enſchen, mit allen ſeinen annoch in ihm idealiter v mmens Kein- ieſer Creatur ren konten ihres erechi igfeit Gottes verſoͤh⸗ in ewigem Tode und Fin⸗ erſchrecklichen Balis nen, und haͤttel fieri f bleiben h Ott nicht feinen ewigen Rati 9) ( hátte: Alle nun, die ſich S mo 4 D: eb bens,(ſiehe a. in Fig. egionen oder Kreyſe der y bera veget, und beym$ Le eben in tiefſter aus der Finſterniß wieder m Jy wi 119 WY R fanah nithio Sdin WA Aini tA é Coty hnidy guu Manin nein fn pateni mG ee nicht und eſe cheilt du Yoi iben, w fd di finné nangiti Hierarchie nm W Doh aw jit, WEN ue EN Aaea mi inen awdl fonten yrtit peun T yig un pa infig wN fmt Wi Cink a Von dem Fall des Lucifers ꝛc. 153 wieder im Licht, afs dem Urſtand ihres Weſens, nemlich in GOtt ewig zu le⸗ ben, nahen, derer Geiſt, Seel und innere Menſch, der aus dem Staube von der Erde Edens geſchaffen, wird wahrhaftig und weſentlich genieſſen das wahrt Himmels⸗Vrod, Chriſtum JEſum, in der unerforſchlichen und unveraͤnderlichen Liebe GOttes, erbohren, und alſo ewiglich mit GYtt vereiniget in ſeiner Herz lichkeit leben; und gleich wie die weſentliche Nieſſung dieſes wahren Himmel⸗ Brods in das Goͤttliche ewige Leben einfuͤhret, alſo fuͤhret die Nieſſung von dem Baum des Lebens, mitten in Eden(ſiehe c. Fig. Num. 53.) aus der Faulung und Tode, in dem erſten Urſtande, einem ewigen Leben ohne den natuͤrlichen Tod fernerhin zu ſehen. Hier ware ferner dieſe Materie weitlaͤuftig auszufuͤhren mohl nöthig, allein Denen ihre Vernunft durch abgemeſſene Lehrſaͤtze und vorgefaßte Meynungen nicht verruͤckt, oder vom Zanck⸗Teufel beſeſſen, werden ſchon ſehen, auf was vor Art wir dieſe zwey ewige Leben,(die doch im Grunde nur eins ſind,) als das in und mit GOtt durch Chriftum YEfum vereinigte, und dann das na⸗ tuͤrliche Adamiſche(ſo ihme vor dem Fall eingepflantzet war) ewige Leben wollen verſtanden haben. Von denen in dem ſeeligen Goͤttlichen Leben iſt zu verſtehen, wag Apoc. XXH. v. 1. geſagt wird, nemlich: daß ſie ſtets getränckt und erquickt werden ſollen mit dem lauteren Sluß des lebendigen Waſſers, klar wie ein Cryſtall, der da von dem Stuhl GOttes und des Lammes ausgehet, nuch effen und geſtaͤrckt werden follen Durch die Fruͤchte des Holtzes,(das iſt, der Baͤume, ſo auf beyden Seiten dieſes Fluſſes ſtehen,) davon die Blätter den Heyden,(das iſt, allen verdammten Voͤlckern) zur Geſundheit dienen; wann die⸗ ſelbe nun dieſe Blaͤtter genieſſen, das iſt, durch den Glauben und Begierde an und zu Chriſto hindurch gedrungen find, ſo werden ſie auch von den Fruͤchten eſ⸗ ſen, und den jetzt erwehnten Strohm in dem ewigen ſeeligen Leben trincken. Und ſo viel von dem Baum des Lebens, und des Erkaͤnntniß Gutes und Boͤſes, und ſchreiten zu dem andern Object der Brage: Wann und zu welcher Zeit der Galf des Menſchen geſchehen? Genel. II. v. 1. 2. ſteht, daß nach vollendeter Schoͤpfung Himmels und der Erden, und ihres gantzen Seers, Gott der SERR am Siebenden Tage von allen ſeinen Wercken geruhet, nnd denſelben Siebenden Tag geſeegnet und geheiliget habe Aus dieſen Wor⸗ ten ſiehet man, daß an und nach dieſem ſiebenden Tage GYtt der HERgl nichts mehr geſchaffen, ſondern das Geſchaffene ſich hinfort durch ſeinen eingeſprochenen Seegen vermehret habe. Nun wird ein jeder aus allem, ſo vorhero in dieſem gantzen Wercke gehandelt, zur Gnuͤge erſehen haben, daß die Verfluchung dieſer irrdiſchen Schoͤpfung, um des Menſchen Ungehorſam willen, geſchehen, damit ſich der Menſch ſein Lebenlang mit Kummer auf dieſer Erden nahren muͤſte; dann ehe der Menſch gefallen, ſtunde dieſes unſer O Syttema noch in dem erſten Goͤttlichen Seegen, von welchem Gen. I. und hatte dieſes Gegen⸗ waͤrtige e- ane Ait Das Fuͤnfte Capitel. waͤrtige alles in Vollkommenheit und Reinigkeit, obne allen Sluch, Tod nnd Verderben, hervorbracht; Der jetzige finſtere greifliche Zuſtand aber, ſo den Tod gebähret, des Menſchen Fall verurſachet. Weil nun die gantze Schoͤpf⸗ fung big auf gegenwaͤrtigen materialiſchen oder greiflichen Zuſtand, in den Sechs Tagen vollendet, ſo folgt hieraus unwiderſprechlich, daß der Menſch nicht allein am ſechſten Tage geſchaffen, ſondern auch an demſelben gefallen, und aus Eden verſtoſſen ſeyne. Deme aber dieſe Erklaͤrung nicht gefaͤllt, der ſuche in dem heydniſchen Staube der Schulen, womit er ſeine Grillen vergnuͤgen moͤge, indeme wir auch zu wenig ſeynd, alle und jede zu vergnuͤgen, weil GOTT der HEgRg ſelbſten keinem oder wenigen es zu Dancke machet. Die dritte Frage, nach dem Weg zu dem Baum des Lebens im Garten Eden? waͤre wohl nicht noͤthig zu beantworten, weil in der gantzen geiſtlichen Hierarchie der Ort deg Gartens in Eden, auf dieſer unſerer Erden hie oder da veſt geſetzt wird,(von der Suͤndfluth aber mit famt ſeinen Waſſern, verſtohret und weggeſchwemmet ſeye,) ſo muß ihnen wohl der Weg dahin nicht unbekannt ſeyn, es waͤre dann, daß die neue Geographie mit der alten nicht wohl uͤberein⸗ ſtimmen wolte, und ihnen den Weg an einen unrechten Ort gebahnet; doch wol— ken wir ihnen ihr Paradies laſſen, und doch ein weniges auf diefe Frage antwor⸗ ten.€s ift vorhero weitlaͤuftig geſagt, wie durch die Bande der ſichtbaren und greiflichen Elementen, als vefte Klammern, alles erſte Licht⸗Weſen eingewickelt und verſchloſſen ſeye, auch, wie nachdeme der Menſch mit dieſem elementariſchen Leibe umgeben, in Eden(weil er vom Baum des Lebens nichts genoſſen,) nicht bleiben moͤgen, weilen dieſer elementariſche Leib, ſeines gleichen Nahrung nicht allda baben konte, als wurde er hieher vertrieben; iſt alſo von dem Wege zu dem Baum des Lebens in Eden, ſo lange dieſer zerſtoͤhrliche elementarlſche Leib be⸗ ſtehet, nichts zu reden; ſo balde aber derſelbe,(nehmlich derer, die dag wahre Himmel⸗Brod genieſſen, und dardurch wieder mit ihrem Urſtande, dem Goͤtt⸗ lichen Lichte und ewigen Freuden. Leben, vereinigt ſeynd,) durch den Tod zur Verweſung medergelegt, wird der Menſch, der aus dem Staube von der Erde Edens geſchaffen, wieder entbunden und befreyet(wie ſolches Sanct Paulus . Corinth. 15. v. 36. bis in den 50. v. ſehr herrlich lehret, und dieſes gantze Ge⸗ heimniß ohne alle Verdeckung oͤffentlich darleget,) und ihnen dieſer Weg offen⸗ bahret, undnicht mehr verſperret und ſo viel auf dieſe Brage. Zwar hatte hie⸗ bey eine fehe wichtige Materie eroͤrtert werden koͤnnen, nemlich von dem unter- ſchiedlichen Zuſtande der Abgeſtorbenen, wie dann auch ſolches anfaͤnglich unſer Vorhaben war, allein da das Werck unter der Feder ſchon groͤſſer angewachſen, als wir es anfaͤnglich determiniret, ſo muͤſſen dieſe und dergleichen hochwichtige Materien vor jetzo ausgeletzt bleiben/ wodurch dann auch zugleich denen chern hi i Ch Mh n Garth guiha ieda dy heltchkt befont bai wéw ge tiu tonn w eingeht entari fin hung idi Jye uM jetot g Dg Wii pen Oiti mW omu tN TLM Igt arpit aet y ngi Wi ngoo" populi goh g Von dem Fall des Lucifers ꝛc. ies hern bie Gelegenheit benommen wird, uns deshalben zu attaquiren, und das Pa⸗ pier zu beſchmieren. Eilen alſo zu der vierten Frage und dem Ende dieſes Capitels; Es wird gefraget, wer doch die Cherubim geweſt, und was ſie vor Schwerdter ge⸗ habt? Es wird von denen Cherubim an wenigen Orten der Schrift geredet, doch alſo beſchrieben, daß manunſtreitig ſchlieſſen koͤnne, ſie haben eine menſchli⸗ che Geſtal', auch daf fie gewaltige Geiſter ſeynd, dieſe find gegen Aufgang gela⸗ gert, des Baumes des Lebens zu huͤten; wie viel derſelben geweſt, iſt nach dem Buchſtaben der Schrift nicht wohl zu haben, dannoch aus denen Umſtenden der Geheimniſſen Altes Teſtaments gewiß zu ſchlieſſen, daß derſelben gewaltigen Geiſter zweene, ſonder Fpeiffel mit ihren unterhabenden Heerſchaaren, derer Waffen die ſchreckenden Jeuer⸗Flammen des Zorns GOttes ſind: Dieſe nun bewahren im Aufgange(wie davon oben geredt) den Weg, damit aus dieſer thieriſchen Welt, vor der Wiedervereinigung mit GOtt durch Chriſtum, und Ablegung des Verweslichen und des Fluchs, nichts zum Baum des Lebens na⸗ hen koͤnne. Wer aber mit dieſer Beantwortung nicht zu frieden, der behalte ſei⸗ ne Meynung, dann auch dieſes, keinem ſeine Meynung zu benehmen, geſchrie⸗ ben worden. Ehe wir aber dieſes Capitel gaͤntzlich endigen, ſolten wir wohl nach dem Syitemate Num. 53. von der wahren Aſtrologie, ausfuͤhrlich reden, und mie nach dieſen Principiis gruͤndlich und unfehlbar von den Wuͤrckungen aller Einfluͤſſe in dieſe irrdiſche Coͤrper,(worunter wir alle und jede Geſtirne bis an den B mit be griffen,) durch Den Character d. e. f. g. h. i. K. I. m. n. o. p. bewegt, von den herrl. Character P. A. G. O. L. F. D. aus a. ſiehe Fig. Num. 53. zu urtheilen; allein dieſes und viel anders, als ungemeine und unerhoͤrte Lehren, ſollen bis zu gelege⸗ ner Zeit ausgeſetzt bleiben, und ſchlieſſen alſo dieſes Capitel. LOE E A A ray KE EA A EREI} Das VI. Capitel. Hon dem Sabbath, der Vollendung und Aufhebung aller Zeiten, der ewigen Ruhe und ſanften ſtillen Freude, in dem ewigen Goͤttlichen Reiche. Sa o dem vorhergehenden Capitel iſt, nach Anleitung des Heiligen Terts Gen, I. II. und III. von den Sechs Tagewercken der Schoͤpffung ausfuͤhrlich geredet, weilen wir aber in denenſelben nichts dann Arbeit, Muͤhſeeligkeit, Kummer, Leyden, Schmertzen, Noth und Tod ge⸗ u 2 funden, pa] — Das Sechſte Capitel. funden, fo wollen wir uns von dannen zu der ewigen Ruhe, und ſanften ſtillen Seelen⸗Vergnuͤglichkeit in GOtt, als dem Urſprunge unſers Lichts und Lebeng, wenden. Gen. II. v. I. 2. 3. wird geſagt: Alſo waren vollendet worden der Simmel und die Erde, mit ihrem gantzen Seer. Dann Gott hatte am Siebenden Tage vollendet ſein Werck, welches er gemacht hatte: Dar⸗ nach ruhete er am Siebenden Tage von ſeinem gantzen Wercke, welches er gemacht hatte. Und Gott ſegnete den Siebenden Tag und heiligte ihn, darum, daß er an demſelben geruhet hatte von ſeinem gantzen Wercke, welches GOtt erſchaf⸗ fen und gemacht hatte. Als GOtt der HERRR durch Erſchaffung des Menſchen ſein Werck vollendet hatte, der Menſch aber in der Rollkommenheit nicht be⸗ ſtande, und derowegen noch(*) am ſechſten Tage von GOttes P aug $ den, Wann wir betrachten, wie GOtt der HEgeR am ſechſten Schoͤpffungs⸗ Tage zuerrſt alle Thiere und Gewürme der Erden, und darauf(vermuthlich) gegen Abend den Menſchen geſchaffen; und erwegen dabey ferner, wie Gtt nach Moſts Zeugniß, hierauf erſt den Garten Eden gepflantzet, und den Men ſchen darein geſetzet, ihn zu bauen und zu bewahren; darauf auch alle Thiere und Voͤgel zu dem Menſchen gebracht, daß er einem jeglichen ſeinen Namen geben ſolte, welches er dann auch gethan, und darauf erſt in einen tiefen Schlaf gefallen iſt, in welchem Schlaf GOtt das Weib aus ihme geſchaf— fen, und ſolche dem Adam, nachdem er wieder erwachet war, wieder zuge⸗ fuͤhret und zugeſellet hat; nach dieſem ſich das Weib erſt mit der Schlange in ein Geſpraͤch eingelaſſen, und von derſelben verfuͤhret worden iſt, von der verbotenen Frucht zu eſſen, welche dann hernach, da ſie ſchon gegeſſen hatte, auch den Adam dazu verfuͤhret, daß er auch gegeſſen hat. We auf fie e ft ge- wahr wurden, daß ſie nackent waren, ſich Schuͤrtze von Feigen⸗Ylattern ge⸗ flochten, ihre Schande damit zu bedecken; fuͤr der Stimme des Errn, als fie dieſelbe gehoͤret haben, geflohen, darauf aber doch von dem 5Errn geruf⸗ feñ, gerichtet, und endlich mit Thieres Fellen gekleidet, und aus dem Pa⸗ radieſe verwieſen worden ſind ꝛr. So iſt es nicht wohl zu glauben, daß dieſes alles noch an dem Sechſten Schoͤpffungs⸗Tage geſchehen ſeye„es ſey dann, daf man duch dabey glaubete, daß die Schoͤpffungs⸗Tage keine gemeine Tage von 24. Stunden, ſondern von einer viel langern Wöhrung geweſen ſind. Dann alle Dinge, welche natürlicher Weiſe geſcheben, erfordern dodh auch cine natürliche Beit und Weile, und haben alſo dieſe Dinge, davon Moſes Meldung thut, von der Schoͤpffung des Menſchen bis zu ſeiner Aus⸗ bannung auf die verfluchte Erde, geſchehen zu ſeyn, ohnmoͤglich in etlichen Stun⸗ >R HD a a REQ 2> amag 2 O S Z E T? batte a R Mt WUN welis tum, Mi Yit aihh Mafa t nide ii idt i EN ipfi mthi) wA JOM Mop y ( Y ae Zhi n Nan inon tiefe negii Kae siih der JUN rng n , D à fo DM ine gi ing gui y fodit nge WO fiol Von der Sabbaths- Ruhe. 157 Eden, auf dieſe durch ſeine Suͤnde verfluchte Erden, verſtoſſen ward, ruhete GOtt der HErr am ſiebenden Tage von allem, das er gemacht hatte, beſchloß und vollendete alſo eine groſſe Zahl in Sieben, und dieſen ſiebenden Theil oder Tag ſegnete und heiligte er, zu einer Ruhe Leibes und der Seelen, wie ſolches Exod. XX. v. II. nachzuſehen, auf daß der Menſch nach ſeiner ſechstaͤgigen Muͤhe, Arbeit und Schweiß ſeines Angeſichts, wiederum eine Erquickung an Leib und Seel hatte; dann weilen der Menſch dieſen Siebenden Tag der heiligen Goͤttli⸗ chen Ruhe in Eden nicht geblieben, ſo hat auch er die unbegreifliche Ruhe und Goͤttlichen Seegen des Siebenden Tages, mit denen heiligen Geiſtern im Goͤtt⸗ lichen Lichte, nicht weſentlich genoſſen: damit aber ſeine Begierde dieſer Eigen⸗ Ruhe und Sabbath theilhaftig zu werden, in ihme entzuͤndet wuͤrde, gab ihm GoOtt der HERe dieſen Siebenden Tag oder Theil einer Zeit, nemlich einer Wochen, in derſelben nicht allein von ſeiner auſſerlichen Muͤhſeeligkeit und Arbeit zu ruhen, ſondern auch ſeinen Geiſt und Seel durch Goͤttliche Betrachtung wie⸗ derum zu erquicken, daß er alſo ſtetiglich einen Vorſchmack der ewigen Ruhe und Sabbath in GOtt durch Chriſtum haͤtte. F. 2. Ferner iſt auch in dieſer Zeit von Sieben Tagen, als einer Wochen, vollkoͤmmlich vorgebildet, der gaͤntzliche Lauf und Vollendung aller von GOTT beſtimmteu Zeiten. Matth. 6. v. 34. ſtehet geſchrieben: Es iſt genug, daß ein jeglicher Tag ſeine eigene Plage habe; Nemlich gleich wie der Menſch an jeg⸗ lichem Tage ſeine beſondere Muͤhſeeligkeit und Plage findet, und von derſelben durch den Schlaf, als des Todes Fuͤrbild, befreyet wird, alſo wird er von der Muͤhſeeligkeit, und anhangendem ſuͤndlichen Weſen, am Ende ſeiner Tagen, durch den Tod befreyet, und in demſelben, als einem naͤchtlichen Schlaf, er⸗ quicket, und zu der letzten Siebenden Zeit, als feinem Sabbath, bereitet und munter gemachet, ſolchen mit Chriſto ſeinem Heylande, als dem himmli⸗ ſchen Adam, welcher alles herwieder gebracht, ſo in dem erſten Adam verlohren worden, in einem Freuden⸗vollen Zuſtande zu feyren. S. 3. Und gleich wie ein jeglicher Tag ſeine eigene Plage hat, alſo hat auch ein jeglicher Tag oder Zeit der groſſen Welt⸗Wochen ſeine beſtimmte Plagen, ſamt darzwiſchen fallenden Erquickungs⸗Zeiten, als Ruhe⸗Naͤchten, damit die Natur in ihrer Muͤhſeeligkeit unter dem Fluch nicht gaͤntzlich erliegen muͤſſe, bis zu denen kurtz hiebevor im zweyten§. Sabbaths, Zeiten oder TER W3 m Stunden geſchehen koͤnnen. Doch magein jeder hiervon glauben twas ihm bes liebt, wann er ſich nur ernſtlich befleiſſet, durch Chriſtum wiederum aus dem Sall aufgerichtet, und nach dem Bilde deſſen der uns geſchaffen hat, erneuert zu werden. Worzu wir hiemit den guͤnſtigen Leſer hertzlich vermahnet, und zum weitern Nachdencken iber diefe Dinge Alag gegeben haben wollen. eT Das Sechſte Capitel. den Welt⸗Tage, unter dem herrlichen Reiche JEſu Chriſti, alsdann die gantze Raz tur, in dieſem ſiebenden Theil ihrer Zeit, von aller ihrer Arbeit ruhen und feyren wird, bis alles in den neuen Himmel und Erde, zu vollkomme⸗ ner unvergaͤnglicher Herrlichkeit eingangen, und nady gaͤntzlicher Vollendung der Geheimniſſen Gottes, auch alle Verdammte Creaturen ihnen zugefuͤgt worden, und alles wiederum zu ſeiner erſten Habe, nemlich zu ſeiner erſten Herrlichkeit und Vollkommenheit des Lichts, dar⸗ innen jeder von GOtt geſchaffen worden,(durch die herr⸗ ' È' e r e liche und vollkommene ewige Erloͤſung JEſu Chriſti,) fomme. Jer XLV..17. tem XLYLyv.22. 2. Pe-..13. Apoc. XXI..1. & ſeq.) Welchen herrlichen Lauf und Vollendung aller Zeiten, wir nach Anlei⸗ tung des Textes in Apoc. in folgendem ein wenig weitlaͤuftiger ausfuͤhren, und damit dieſes Werck beſchlieſſen wollen.(Uber dieſen§. beſiehe mit Fleiß das 9. Capitel des zweyten Theils vom). §. 4. Wir haben in dem voͤrhergehenden 3. F. geſagt, daß die gantze Zeit dieſer irrdiſchen Welt abgetheilet ſeye in Sechs groſſe Wochen Tage der Muͤh⸗ ſeeligkeit, und des Kummers unter der Suͤnde, mit Sechs groſſen darzwiſchen fallenden Erguickungs⸗Zeiten, als Ruhe⸗Nachten, ſamt noch einem ſiebenden Theil oder Tage, dem Ruhe⸗Tag oder Sabbath, in dem triumphirenden Reiche JEſu Chriſti. Nun ſolten wir den Fuͤrwitzigen wohl fagen, twie lang em ſolcher Tag und Nacht dieſer Welt, ſamt dem darauf erfolgenden Siebenden Tage oder Sabbath, ſeine Waͤhrung haben werde? allein ſo verwegen werden wir uns nicht erweiſen, die abgemeſſene Zeiten in dem Rathſchluß GOttes zu er⸗ gruͤnden; genug daß wir wiſſen, daß in der Siebenden Zahl, die Erfuͤllung al⸗ ler Geheimniſſen begriffen. Die Sieben groſſe Geiſter vor dem Thron der Herr⸗ lichkeit GOttes B. 7....2. D.(fiche Fig. Num. 53) regieren Den Lauf der Zeiten dieſer groſſen Welt- Wochen, wie lange aber eines jeglichen Regiment wahre? iſt in dem Rathſchluß GOttes verborgen, koͤnnen alſo auch nicht wohl ſagen, in welchem Welt⸗Tage, oder Planeten⸗Stunde(daß wir mit den ge⸗ meinen Aſtrologis reden mogen,) wir jetzo leben? oDer wie viele Welt⸗Tage, bis zu kurtz hiebevor gemeldtem Sabbath, annoch uͤbrig ſind? Zwar haben ſich viele unterſtanden, durch gewiſſe Gleichniſſe und Zahlen der Heiligen Schrift, dieſe Welt⸗Zeiten zu determiniren; wie ſie aber hierinnen nicht allein geſtolpert, ſondern abſcheulich gefallen, haben die folgende Zeiten offenbaret: die es in w geiſt⸗ drauf giti Safy wnd A Dann, mii doch! n 9 win. inta ſiht l nnig! Cen g G0tt wah Widi wI wD gih gd betr l ribe viefien Gif g fum g MAE chret Sukh te, de biden, Mhig i Gn die noe Win | Yg willen p Wonge iN rÒ Iy tih mi wý M rW) fein „dal⸗ her tei nfti,) Wy.t. h Mikio M AN Wt eA y Mih A SAART Sih Von der Sabbaths Ruhe. 159 geiſtlichen Hierarchie noch am beſten getroffen zu haben vermeynen, ſagen rooo. Jahr ſeye ein Welt⸗Tag, und alſo 6000. Jahr die Sechs Tage dieſer Welt; und alfo abermal 1000. Jahr der Siebende Tag oder Sabbath, und daf als- dann, nach Verlauf dieſer ſieben tauſend Jahr, das juͤngſte Gericht gehalten und dieſe Welt zerſtoͤhret werden ſolle. Allein wann dieſe Leute bedaͤchten, was doch, 1000. Jahr vor GOtt ſind, fo wuͤrden ſie ſo ſeltſame Erklaͤrungen nicht an den Tag bringen, vielmehr aber ſagen, daß der allmaͤchtige GOtt, vor welchem unſere Jahre und Zeiten, gar keine Zeit ſind, um einer ſo geringen Zeit von ſie⸗ ben tauſend Jahren, dieſe maͤchtige Schoͤpfung und Vollendung derfelben Zeiten nicht angefangen habe. Doch ſo wenig uns ihre Determination gefaͤllig, ſo wenig wollen wir uns hierinnen auch ſelbſten verſtoſſen, und dieſen Welt⸗Zeiten einen gewiſſen Termin ſetzen, weilen wir verſichert, daß ſolchen der allmaͤchtige GOtt ſich in ſeinem ewigen Rathſchluſſe vorbehalten habe; doch glauben wir wahrhaftig, daß der letzte Welt⸗Tag, aus gewiſſen in heiliger Schrift deutlich beſchriebenen Zeichen, unfehlbar zu erkennen ſey, als an dem, was Luc. 2 r. v. 24. und Roͤm. 1T. v. 25. geſchrieben ſtehet, welches wahrhafte Zeichen ſeynd, ſo da vor dem Siebenden Welt-Tag oder Sabbath hergehen muͤſſen, und mwas Der- gleichen unzehlbare Bedeutungen in den Propheten und andern Buͤchern heili⸗ ger Schrift, mehr ſind. Wobey wir es denn auch, dieſer Determination hal⸗ ber, laffen, und ung ¿u dem fiebenden Tage, dem groſſen Sabbath, letzten Ge richte und Vollendung aller Zeiten wenden wollen. .s- In den Tagen, wann der ſtebende Engel ſeine Schaale aus⸗ gieſſen, und die Stimme aus dem Simmel erſchallen wird, Apoc.XVI. v. 17. Es iſt geſchehen, nemlich, daß Babel, und alles, was ſich wider GOtt und Chri⸗ ſtum geſetzt, gefallen und zerſtoͤhret ſeye, ſo wird anbrechen der herrliche Tag des SERRI, nemlich JEſu Chriſti, wie derſelbe Kpoc. XX. klar und deutlich beſchrieben wird: Erſtlich wird ein gewaltiger Fuͤrſt der Engeln mit feinen Seerſchaaren vom Simmel fahren, und den Beelzebub, die alte Schlan⸗ ge, den Teufel und Satanas, mit allen ſeinen Legionen, greifen und binden, und in den Abgrund bey dem Lucifer auf eine gewiſſe Zeit,(welche allhier myſtice 1o00. Jahr genannt wird, koͤnnen auch wohl rooo. unſerer Sonnen⸗Jahre ſeyn,) verſchlieſſen, auf daß er die Seyden,(das iſt, alle, die noch nicht in und mit Chriſto wandeln,) nicht mehr verfuͤhren koͤnne. Wann nun Satan alſo verſperret, ſo werden die Stuͤhle zum Gerichte geſetzt werden, und ſich die 24. Aelteſten, das erſte Gericht zu halten, darauf ſetzen, da dann alle Martyrer, und die um das Zeugniß JEſu willen getoͤdtet und verfolgt, oder ſonſt in vollkommenem Goͤttlichen Wandel abgeſchieden ſind, auferſtehen, und mit Chriſto, ihrem Hey⸗ land, dieſen groſſen Sabbath(deſſen Wahrung myſtice durch pes eteich⸗ à ya= n De 16⁰ Das Sechſte Capitel. e e ——————— bezeichnet wird,) feyren werden. Die andern Todten aber, ſollen nicht wies der lebendig werden, bis nach Vollendung dieſes Sabbaths oder Reichs Chriſti; Unter dieſen Todten nun, iſt noch eine groſſe Menge, die da nicht in gantzlicher Verſtoſſung liegen, ſondern in den Behaͤltniſſen ihrer Reinigung, bis zu ihren beſtimmten Zeiten, aufbehalten werden, davon allbereit in obigem Ca⸗ pitel geredet, und, Weitläuftigkeit zu vermeiden, allhier nicht wiede holet wer den ſolle, auſſer was mit wenigem beym letzten Gerichte gedacht werden wird. Nun ift die Frage, wo doch dieſes Reich Chriſti ſeye, oder dieſer Sabbath gefeyret werden wird? So iſt erſtlich zu betrachten, daß diejenigen Geeli- gen, ſo da zuerſt auferſtehen werden, wuͤrcklich durch den leiblichen Tod in die Verweſung gangen, und derhalben, nach Sanct Pauli Ausſage 1. Corinth. 15. mit verklaͤrten Leibern auferſtehen werden; Dahero dann zu ſchlieſſen, daß fie mit Chriſto dem HERRN in Eden(ſonſt das Paradies genannt,) herr⸗ ſchen und leben werden. Gleich aber, wie der erſte Adam vor ſeinem Fall, die gantze Welt zu beherrſchen hatte, und alle dieſe Kreyſe durchgehen, und auf dieſe Erd⸗Kugel kommen konte, alſo werden auch dieſe verklarte Leiber ein gleiches thun, und diejenigen, die noch auf dieſer Erden unter den Voͤlckern eines geiſtli⸗ chen Saamens ſind, beſuchen koͤnnen, dieſelben durch Troͤſtung wider den her⸗ annahenden Grimm des Satans, und Aufwickelung ſeiner Voͤlcker mider das Heer⸗Lager der Heiligen, ſtaͤrcken, auf daß fie mit Freuden zu der herrlichen Zukunft Chriſti JEſu zum endlichen Gericht bereit feyn mågen. Luc. 2 1. v. 24. Wann nun dieſer Sabbath geendet, und der Heyden Zeit erfuͤllet wor⸗ den, wird der Satanas eine kleime Zeit aus ſeinem Kercker aufgeloͤſt werden, damit er die Heyden reitze und verfuͤhre(welche in dem Text Gog und Magog genennet werden, welche Worte, nach der wahren Cabbala heiffen die Volcker aus allen Voͤlckern, will ſich aber jetzo nicht ſchicken, ſolches allhier ausfuͤhrlich zu erkläͤren,) gegen das Heer⸗Lager der Heiligen und die gelobte Stadt, alsdann aber wird geſchehen die groſſe Schlacht an allen dieſen Voͤlckern,(davon Czech. 38. zu lefen,) und wird das Feuer Gottes aus dem Himmel fallen, und die uübrigen ſaͤmtlich verzeh⸗ ren; Und wann nun dieſes ausgefuͤhret und erfuͤllet, ſo wird auch der Teufel, der ſie verfuͤhret gehabt, in den Pfuhl, der mit Schwefel und Feuer brennet, geworfen werden, dahin ſchon am letzten Wo⸗ chen- Tag der Welt, bey angehendem Sabbath, das Thier und der falſche Prophet, auf eine gewiſſe Zeit verſchloſſen und ver⸗ bannet worden ſind, daſelbſt ſie werden gequaͤlet Tag und Nacht in alle Ewigkeit. Von dieſem Thier und falſchen Propheten, wer dieſelbe find, h und onè on indeni f, hammi thft, H; mi ini Ruhe⸗ fhal jian (Ht fht Hi fin2 guener Mimie m Gd nA Dr nimf jy v Cap, igna Meu Minin fn Wf fy) hy Jall I dil af die gliches 8 geitl⸗ i Am hy vidur Mi horrida 21; D, 24, ktat nitif hm So n Cabal in A jgmwi Sold agM Aoh yirda mil im pie m) und W n) uA! ſh Von dert Sabbaths- Ruhe, 161 ſind, und warum ſie vor andern in den feurigen Pfuhl verſtoſſen? waͤre wohl viel zu reden; allein ein ſonderliches Bedencken, ſo wir bey dieſer Materie haben, bált ung anjeko Davon ab, und gehen alfo weiter. Doch foll es an einem andern Ort in den uͤbrigen Theilen geſchehen. §.6. Nachdem nun auch dieſes volendet, wird das Gericht uͤber alle Ver⸗ dammte und ihre Wercke ergehen, und Chriſtus der Sieges⸗Fuͤrſt, in ſeiner Herr⸗ lichkeit, zum allgemenen Gerichte, erſcheinen, und mit ihme alle diejenige, welche mit ihm, in ſeinem Reiche, die beſtimmte Zeit uͤber, geherrſchet, und den groſſen Ruhe⸗Sabbath gefeyret; dann ſie haben Theil gehabt an der erſten Auferſte⸗ hung, und koͤnnen dannenhero nicht wiederum ſterben, oder den andern Tod ſchme⸗ cken. Fur dem Angeſicht dieſes gewaltigen Richters wird der Himmel und die Erde weichen, das iſt, ihre jetzige Geſtalt verlehren, in welchem ſie keinen Ort finden werden, daron das 6. Capitel Tom. II. vom£ mit alem Fleiß zu leſen; alsdann werden alle Todten erwecket werden, und hervor muſſen, da dann eines jeden Ge⸗ wiſſen ſein Anklager und Richter ſeyn wird, und ihre Wercke ihnen folgen, und ſich als Zeugen darſtellen werden. Aus dieſem groſſen Haufen nun werden alle die⸗ jenigen, die in ihren Behaltniſſen durch den Glauben an Chriſtum JEſum gebuͤſſet, (wovon in vorhergehendem Capitel ausfuhrlicher geredet worden, und alſo alles allhier zu wiederholen unnoͤthig/) ihren HERRN und-Henlande entgegen ge ruͤckt werden; und w $. ird bey dieſem allgemeinen Gerichte, das Meer, der Tod und das Grab, ihre Todten, die in ihnen ſind, heraus geben, damit ein jeder nach ſeinen Wercken belohnet werde; Nach dem toird auch der Tod und das Grab, als zween erſchreckliche Fuͤrſten der Finſterniß, in den feurigen Pfuhl mit allen Ver⸗ dammteu geworfen werden, allda den andern Tod, in Abſcheidung von dem Licht und Goͤttlichen Angeſicht, in unerſinnlicher Quaal mit dem Teufel und allen ſei⸗ nem Heer und allürten, dem Thier und falſchen Propheten, auh Zod und Grab, bis aaf jedes beſtimmte Zeiten, fuͤhlen; hievon ſiehe mit mehrerm Cap. H.§. 6. und Cap. UI.§.9. Und wann nun alſo alle Verdammte zu dem Teufel in den feurigen Pfuhl hinunter geſtoſſen, wird der Allmaͤchtige dieſen feurigen Pfuhl,(die Hoͤlle und Verdammniß,) mit der elementariſchen Greiflichkeit, als einer dicken finſtern unreinen Schlacken umgeben und beſchlieſſen, damit Feiner, vor feinem bez ſtimmten Termin, aus dieſem erſchrecklichen Kercker kommen moͤge. Dann gleich wit die Auserwehlten, nach ihren Wercken, einer den andern an Klarheit und Herrlichkeit uͤbertreffen, und dannoch alle vollkoͤmmlich vergnügt ſeyn werden; eben alſo werden die Verdammten, nach der Menge ihrer teufliſchen Wercke, der eine mehr Quaal und Leiden auszuſtehen haben, als Der andere, welches durch ſehr viele in einander begriffene Kreyſe, in etwas gu bedeuten nemlich Diejenigen y fo dem Ceatro(als des Lucifers Sitz, allwo der Punet aller Quaal und Verdamm⸗ niß,) am naͤheſten, dieſelben werden auch allergrauſamſte Quaal anean muſſen: egi 162 Das Sechſte Capitel. muͤſſen; Der Kreyß aber um dieſen Wirbel des Grimm⸗Feuers, wird ſhon nicht fo ſtrenge ſeyn, und alſo wirds ſeyn mit denen uͤbrigen, nach ihrer Diſtanz und Ent⸗ fernung von dieſem Centro alles Grimmes, bis an den aͤuſſerſten Kreyß unter Der elementariſchen Decke oder eiſernen Schlacke, die da iſt das Band oder Klammer aller Teufel und Verdammten. Was nun allhier geſagt, muß der Folge halber wohl behalten werden.(Leſe mit allem Fleiß, was hieoben im§. Capitel S. 12. ge⸗ ſagt worden.) Wann nun alſo die gaͤntzliche Abſcheidung der Verdammniß vollen⸗ det/und geſchehen, was Sanet Paulus 1. Corinth. 15. ſagt, daß ein jeglicher in ſeiner Ordnung lebendig gemacht worden; als erſtlich, Chriſtus, das Haupt, dar⸗ nach die Chriſto angehoͤren, wann er kommen wird, nemlich, die mit ihme in ſeinem Reich geherrſchet, und den groſſen Ruhe-Sabbath gefeyret, darnach dieſe, die bey dem allgemeinen Gericht ablolviret: ſo wird Chriſtus mit ſeinen Auserwehlten herrſchen, bis daß er alle ſeine Feinde unter ſeine Fuͤſſe gelegt, und abgeſchaft alle Herrſchaft und alle Obrigkeit und Gewalt, nemlich in dem Reiche der Hoͤllen, davon der allerletzte Feind, der aufgehoben, der Tod ſeyn wird; dieſer iſt Lucifer, der hoͤchſte und oberſte Fuͤrſt der Teufeln: und wann dann alſo die Reinigungs⸗ Zeiten erfüllet, das Rach⸗Feuer des lebendigen GOttes, alle Finſterniß, und aus derſelben entſtandene elementariſche Greiflichkeit, ſamt dem Bilde des Teu⸗ fels, gaͤntzlich zerſtoͤhret, und alles durch Chriſtum YEfum wiederum zu feinem erſten Schoͤpfungs⸗Stande, auch erſten Haab und Erbe kommen: ſo wird das Ende aller Zeiten ſeyn, und das Reich aller Herrlichkeit angehen, und mit GOtt ewig wahren, und dieſes Reich wird er dem Vatter uͤberantworten, da alsdann auch der Sohn ſelbſten wird unterthaͤnig gemacht werden, dem, der ihm alles wieder unterthaͤnig gemacht hat, auf daß GOtt alles in allem ſey, und erfuͤllet toerde, was Zach. 14..9. ſtehet: Zur ſelben Zeit wird der SErr nur einer ſeyn, und ſein Name nur einer. Und alsdann wird hervorbrechen der neue Himmel, und die neue Erde, Apoc. XXI. v. 1.& feq. Dann Die erſte Erde, ſamt den Meeren/ iſt alsdann, durch Vollendung des Gerichts, vergangen, und ift nicht mehr, da wird die Huͤtte GOttes vollfommen bey den Menſchen ſeyn, und der Tod,(der doch der letzte in der Verdammniß iſt,) wird dann nicht mehr ſeyn, es wird auch weder Leyd, noch Geſchrey, noch Schmertzen mehr ſeyn: Dann die erſten Dinge ſind vergangen, und nunmehro allen Creaturen offenbahr die herrliche Stadt GOttes, das neue Jeruſalem, wie ſolches in angezogenem Capitel der Of⸗ fenbahrung ausfuͤhrlich beſchrieben wird; ihre Thore werden niemals verſchloſſen ſeyn; in dieſer herrlichen Stadt iſt der Stuhl GOttes und des Lammes, von dannen ausgehet der Fluß des lebendigen Waſſers, klar wie ein Cryſtall; auf dem Plan aber dieſer Stadt, und auf beyden Seiten des Fluſſes, ſtehet das Holtz des Lebens, ſo da zwoͤlferley Fruͤchte bringet, damit alle Seelige ewiglich zu trancken und Di Mi un gid uyt sinfin dih W soneh haft al py iM fi henii nòt die pM i nom {i Von der Sabbaths- Ruhe, 163 und zu ſpeiſen, und alsdann wird kein Verbanntes mehr ſeyn, dag iſt: Hoͤlle, Tod und Verdammniß wird gantz und gar aufgehoben ſeyn, und alles wieder⸗ um in Goͤttlichem Licht, Ruhe und Heiligkeit wandeln; Dann ſo lange Verbann⸗ tes ſeyn wird, ift auh Hoͤlle und Verdammniß, wann aber dieſe aufhoͤret, ſo wird auch, nach den Worten des Terts, kein Verbanntes mehr ſeyn, ſondern alle Creaturen werden das Angeſicht G Ottes ſehen, und fein Name wird an ih⸗ ren Stirnen ſeyn, und es wird keine Nacht daſelbſten ſeyn, und man wird nicht be⸗ dürfen einer Kertzen oder des Lichts der Sonnen. Dann GOtt der HERR wird fie erkuchten, und ſie werden regieren in alle Ewigkeit. Wozu uns, und allen, die ihren Glauben und Hofnung dahin geſetzt haben, verhelffen wolle, der da iſt der Anfang und das Ende, Der getreue Jeuge, der Erſtgebohrne von den Todten, und der Furſt der Koͤnigen auf Erden: der uns geliebet hat, und ung gewaſchen von unſern Sunden mit ſeinem Blute, und hat uns mit zu Koͤnigen und Prieſtern gemacht, GoOtt nemlich ſeinem Vatter; demſelben ſey Ehre und Gewalt in alle Ewigkeit, AUAM ER. X 2 NB. Es NB. Es hat zwar dieſer unſer Auctor von der erſten Auferſte⸗ hung, und dem damit verbundenen Tauſend⸗jaͤhrigen herrlichen Reich IEſu Chriſti; von dem Juͤngſten Gericht, und der iez derbringung aller Dinge ꝛc. davon er an verſchiedenen Orten, und fuͤrnehmlich in den zwey letzten Capiteln dieſes erſten Theils, Melz dung gethan, in den beyden folgenden Theilen noch weitere Erlaͤu⸗ terung gegeben. Allein wer Damit nicht vergnuͤgt, und gerne von ſolchen und anderen Dingen mehr, die in die letzte Zeit gehoͤren, noch weitere und gründlichere Nachricht begehret zu haben, der beliebe Chriſtoph Schuͤtzens Guͤldene Roſe; Geiſtliche Cor- reſpondentz; und Goͤttlichen Liebes-Triumph ꝛc. zu le⸗ ſen, worinnen er verhoffentlich genugſame Nachricht finden wird; Sintemalen gedachter Auctor ſowohl von dieſen jetztgedachten, als auch andern hohen und tiefen Geheimniſſen Heiliger Schrift mehr, nicht nur ſehr gruͤndlich und uͤberzeugend, ſondern auch auf eine ſol⸗ che Weiſe geſchrieben, daß das Geheimniß der Bosheit ſowohl als auch das kuͤndlich groſſe Geheimniß der Gottſeeligkeit, Chri⸗ ſtus in uns, gantz klar entdecket wird; und jederman zur Er⸗ hauung gereichen kan. J. N. J. Ma li f irung A M Win mite Mah nfa velien t Hi n s Mil: Erfitt: 1e bon hiten, lieke t Cor nik m wid; tn al iihi fmit t woll , Aw we asa yny EN 7 VJERA EREE EER EO l EANES C TAAN EIA ciy giye co cia didia ciy| [D AAI aA NARS CNP GENAI CIN HpD TNR GN YpE GNA NEEE ERER EEE EEE EEEE EEA T M F OPERIS MAGO- CABBALISTICI ET THEOSOPHICI Anderer Theil, handelnd pom Schwefel. Das l. Capitel. Von dem Urſprung und Erzeugung ſowohl des himmli⸗ ſchen als auch irrdiſchen Schwefels. A l on dem Urſprung und Erzeugung des Schwefels, nicht aber des gemei⸗ nen allein, als von welchem man die Schwefel-Hoͤltzlein und derglei⸗ chen bereitet, ſondern unſer Vorhaben iſt, von demjenigen£ gu reden welcher eines Urſprungs und Weſens mit dem O und& iſt. Von dieſem ge⸗ heimen Wunder⸗Aund Licht etwas zu melden, iſt jetzo unſer VNorhaben, und wie aus dieſem der irrdiſche zerſtoͤhrende, und gleichſam alles toͤdtende Pdurch des Lucifers Fall gezeuget worden. §. 2. In dem vorhergehenden Erſten Theil vom O haben wir von dem Ur- ſprung und Weſen des S ſehr weitlauftig gehandelt; und wie in demſelben, als dem uranfaͤnglichen Weſen oder erſten Ausfluß des unbegreiflichen Goͤttlichen Weſens, der& und X, als Licht Eund Geiſt weſentlich vereinigt ſind. Nun moͤgte mancher, ſo erſt bemeldten Theil angeſeben, und dieſes lieſet, uns als et⸗ was unnoͤthiges ausdeuten, daß wir von Anoch etwas beſonders zu ſchreiben E3 uns Das Erſte Capitel. uns allhier vorgenommen; ein gleiches Vorhaben auh yon ſolchen vienet gur 2i ntry ort, daß wann er das Werck der trachtet haͤt fer er ſolche unnoͤthige Ausdeutung ſchon erſpar— §. 3» Der heilige< Sert fast: Im Anfang buf GO sút n Zii nmel un Hier redet der Text offer ibar von zweyen unte r lichen Wefen, pondemfir aſte ern verſchloſſenen A oder feiften F- Klumpen, und dann yeiftlichen(das ift t, rialiſch patiora Dabey wir den Kluͤg⸗ rinne in maſſen, jap er fich nicht argern wol fe, daß wir in de m poir rſten Theil ſo vi: fes von dem roth-und teii ſſen, maͤnn⸗ und weibli⸗ chen,[olariſchen und lunariſchen& geſchrieben, ut d nun aufs neue davon zu ſchrei⸗ ben, uns in dieſem Werck vorger nommen haben; ſondern wi ir bit ten denſelben, erſt⸗ 1 lich das Ende dieſes Wercks mit Gedult zu erwarten, alsdann ſolle jedem erlaubt ſeyn, mit dem Ruſſel feines Uberwitzes darinnen zu wühlen, ſo viel ihm gefàllig ingleichen nach allen feinen Gemuͤths⸗Gaben dawider zu gruntzen; jedennoch ſoll es nach des Pilati Reden gegen das boshafte Juͤdiſche Volck ſein Verbleiben ha⸗ ben, oai Was ich geſchrieben habe, das hab ich geſchrieben. Joh. 19. v. 2 7$. 4: Aber wieder auf unſer Vorhaben zu kommen, und hierinnen dem hei⸗ ligen Text ju folgen; ſo iſt wohl zu betrachten, warum doch die pr als der finſtere ſtinckende Klumpen, gleich nachd t: Pirpel Schopffung. als dem ange⸗ nehmen Licht, ge ſetzet worden? Daß— ieſes eben nicht der Sprache Eigen⸗ ſchaft alſo erfordere, ſondern des Heiligen G auf hohe Geheimniſſe deutende Redens⸗Art ſeye, iſt denen, ſo im Hebräi iou ut etwas bewandert, ſattſam be⸗ kannt. Dann, dieſer Sprache Eigenſchaft nach, hatte eben ſowohl koͤnnen ge⸗ ſagt werden: Die Erde und die Simmeln, als daß geſagt worden, die Aim- mel und die Erden. Dahero dann vorerſt noͤthig, dieſes genauer zu betrachten. F. Und erſtlich, daß in dieſem irrdiſchen§ klumpen oder Erd- Kugel Fein Koͤrnlein, es ſey auch fo lubtil als es wolle, ohne A, das iſt, 4A, ob foli ches gleich wegen ſeiner Subtilität oder Kleinigkeit, eben nicht mechanicè ſichtbar zu erweiſen/ ſo wird doch ſolches demjenigen offenbar werden, welcher viel tauſend ſolcher irrdiſchen Stäu iblein, ohne KGewalt, in einem Klumpen woh oaan zu brin⸗ gen weiß da dann zwey ſolcher aneinander geriebenen Klumpen, das A, das iſt, ſo darinnen verbor gaty gar bald offenbaren werden. Dieſes aber iſt! nicht verjchi- ge Y, dahin unſer Abſehen allein gericht.et, ob er glei ich vot nerft en Anfang des, das i vomLicht⸗ T gleich wie das Centrum der Finſterniß, oder des Suni Feuers, De Lucifer anfánglich auc p aus diciem Licht Ageſchaffen worden; ſondern wir meynen allhier denjenigen, deſſe Iuurſprüngl liches Weſen mit Schamajim oder Aſch Majim, den feurigen Licht Waſſern, nemlich dem erſten ſaltzigen Aus- fluß, und alls in einer alle Creatur er quickenden oͤhlichten Licht⸗ Warme, nemlich in mbuh e Wi, ſchlieben, D N dea ju a Eg TAN Wit ppu nind W pona int i Mi f 4 nikdo am; fnil amajimð ad CI. ii MALIN) V ww Wy h , omne hn nS D ON A aO ⏑⏑—⏑——— Von dem Urſprung und Erzeugung des Schwefels. 167 8 wa lieblichen Balſam, ſowohl theils der geiſt⸗als auch leiblichen Geſchoͤpfe eſtehe. §.6. Dof Fein Geruch lieblich oder widerlich in der gantzen Natur gefunden werden moͤge, deſſen Urſpruͤnglichkeit nicht in den oͤlichten Theilen eines corperlichen Weſens(das iſt, im PY) beſtehe, iſt allen denen, ſo auch nur ein wenig in der Na⸗ tur geuͤbt und erfahren, uͤberfluſſeg bekannt. Gleich wie aber ein jeder lieblicher und erquickender Geruch ſeinen Urſprung von dem befeuchtenden oder olichten Licht zeiget; alſo zeiget im Gegentheil aller Geſtanck und widerlicher Geruch den Abfall oder das Verderben und Umkehrung des alle Creatur erfreuenden Lichtes oder H, (beſtehende in drey gleichen Durchſchnitten dreyer gleichen Circuln;(ſiehe Fig..) die da ein gleichſeitiges Drey⸗Eck mit drey gleichen Winckeln kormiren, als ein Allervollkommenſtes aus dem Allervollkommenſten, nemlich den dreyen Circuln der Ewigkeit vorgebildet, ſamt den zweyen Durchſchnitten des unbegreiflichen Wunder⸗Saltzes, des Lichts(O) und Feuers(29), nemlich& durch dieſen Character ꝙ bezeichnet,) in das finſtere irrdiſche Grimm⸗A, deſſen wahrer Character Fig. 2. befindi ch, welcher vielleicht nicht einem jeden, deme er vor die Augen kommt, ſogleich bekannt ſeyn wird. §.7. Die Mago- Cabbaliiten haben das Licht oder Feuer, Luft, Waſſer und Erde, durch die Veeſtellung eines eintzigen dreygleichſ viram Triangel,(Def fen Urforung im vorhergehenden$. gemeldet,) vorgeftellet; Dapon in erken Zheile vom© weitlauftig genug geredet worden, nemlich dag Licht oder Rener alfo, A; undake die Luft:&s Das Laffer alfo v, und fo-die Erde. Welche Bezeichnungen nachmals die Sudel⸗Koͤche und Kohlen verderbende Chymiattri in Bezeichnung ihrer Schmierereyen beybehalten haben, obgleich unter unzehlich vielen kaum einen eintzigen derſelben wahre Bedeutung bekannt. Die Erde wird alfo bezeichnet F das iſt, ein umgeſtuͤrtztes Dreck⸗Eck, durch deſſen Mitte der Durchſchnitt eines verderbten groben, oder voller irrdiſchen Theilen ſteckenden ſchwefelichten Saltzes, (gemlich des mineraliſchen Victriols) gezogen: wie Dann befannt, daf der wahre Character des Victriois, einen Circul mit zwey Durchſchnitten und zwey anhangen⸗ den halben Circuln iſt,(ſiehe Lig..)anzuzeigen, daß wann dieſer Character zerlegt wird, alle Metallen, Das ift, alle irrdiſche oder greifliche Theile in demſelben enthalten ſind; nemlich der auſſere Circul iſt OGold: deſſen Durchſchnitte auswaͤrts daran gehangt, Kupfer L: die zwey halbe Circul mit den zwey Durchſchnitten, Bley P; (ſiehe Kig. 39.im l. Th.) und dann alſo, wie Fig..das Zinn: der gantze Circul in halbe Circul zertheilt und in einander gelegt, alſo: Y, Silber: aber alſo geſtellt, wie Fig. 5. Eiſen, oder&, nemlich einen gantzen Durchfchnitt, daran der andere aber zubro⸗ chen, auzuzeigen des Eiſens leicht aufzuloͤſendes uͤberfluͤſſiges Salg, als die Urſache ſeiner Victrioltat. Das Queckſilber entſpringt alſo. Wann nun dieſem Character der Erden S,der andere Durchſchnitt des Victriols zugefuͤget ſo ehet Das Erſte Capitel. ſtehet er alſo, wie Fig, a. zu ſehen, und deutet alsdann das irrdiſche grimmige Feuer oder ſtinckenden Aan. Dann gleich twie der liebliche Schwefel der Natur oder Das Freuden⸗Licht alſo gezeichnet wird; ſo wird der ſtinckende Zoͤllen⸗ Schwefel oder das Grimm⸗Feuer umgekehrt gezeichnet, und der laliniſche Durch⸗ ſchnitt in dem umgekehrten Drey⸗Eck einwarts gezogen; der ſaltzige mercurialiſche Lichts⸗Durchſchnitt aber bleibt in ſeinem Stande uͤber ſich gekehrt, um dieſes ver⸗ derbten A oder Anfangs der Finſterniß wahren Urſrrung anzudeuten, auch daß in deſſen innerſten Centro noch das urſprungliche Licht verborgen, das iſt, mit den Ketten und Banden der Finſterniß verſchloſſen liege. Wann man auch ſein A ent- zuͤndet, nemlich den Grimm in ihme offenbahret, ſo richtet ſolches nichts an, als Zerſtoͤhrung, Verderbung und Auffreſſung alles deſſen, was es ergreifet: Glei⸗ ches thut auch ſein ſo genannter, von den gemeinen Kohlen⸗Verderbern ausgepreß⸗ ter Geiſt, als welcher alle Coͤrper gewaltſam durchfrißt, und den in ihnen verbor⸗ genen Schwefel⸗Stanck, von dem flurigen hoͤlliſchen Principio erregt und offen⸗ bahret; da im Gegentheil der=Geiſt des erſten erſchaffenen Lichtes auf eine unbe⸗ greifliche liebliche Art alles in ſein erſteres,(nicht ſagen wir in ſein allererſtes) We⸗ fen aufloͤſet, und von den fremden Theilen ſcheidet. Denen, welche eine gruͤndliche Erkaͤnntniß der Natur haben, iſt allhier genug geſagt; andern aber gar zu viel, indem fie weder dieſes, noch weniger ein mehrers davon, begreifen wuͤrden. §. 8. Daß das mehreſte Weſen, des gemeinen Vitriols in ſchwefelichten Theilen, nemlich des irrdiſchen groben Y, beſtehe, wird keiner, der in metalli⸗ ſchen Dingen geuͤbt, leugnen koͤnaen: daher leicht zu erachten, wie weit diejenige vom Ziel ſchieffen, welche dieſen S zum Subjecto des himmliſchen ſchweflichten Licht⸗Waſſers Alch Majim erwehlen. Dann obwohl dieſes ſaltzige ſchwefelichte Licht⸗V in allen Geſchoͤpfen unter dem Himmel zu finden, auch ohne daſſelbe gleich⸗ ſam ein bloſſes Nichts ſeyn muͤſſen; ſo iſt doch ſolches in den meiſten/ ſonderlich in 4den gemeinen Metallen und Mineralien, mit ſolchen harten Banden der Finſter⸗ niß verriegelt und verſchloſſen, alſo/ daß dieſe Banden, ohne obbemeldtes ſaltzigte ſchwefelichte Licht-Y aus Z, A und&, wohl ewiglich unaufgeloͤſt bleiben e perden y obgleich die Gold⸗Koͤche den gantzen Erd⸗Kreyß voll Kohlen daruͤber verſudlen wuͤrden. Dann ſo unmoͤglich das weſentliche Licht und die weſentliche Finſterniß alſo weſentlich vereinigt werden moͤgen, daß hernachmals Licht und Finſterniß, als unterſchiedliche Anfaͤnge, offenbahr und unterſchiedlich in einer Einheit erkannt werden moͤgen: Eben ſo wenig werden die chymiſche Rauch⸗ Schwalben vorgemeldtes ſaltzige, jedoch ſuß und liebliche Wunder⸗V, aus den groben Coͤrpern heraus zwingen, ob ſie gleich das allerreineſte O hierzu erwahlen, und folches durch die Camine jagen, oder ihre vom Hunger verſchrumpfte Magen wieder damit aufſchwellen. 8. 9. Wir haben zwar im vorhergehenden Theil vom S gruͤndlich genus er⸗ wieſen, oanp pig phai ae a a f W M i) amii (inant ti A qi sinemde fes) We gundi aoil dn, fliche i metalli tdi lr i k pini puehu jiet 7 M M V7 panili Ñ Aaoi rs o 1 p pgn giti Von dem Urſprung und Erzeugung des Schwefels. 169 wieſen, daß dieſer ſolariſche und lunariſche Wunder⸗oder Walſam, in allen Geſchoͤpfen, als ihre Seele, zu finden ſey. Die es aber fi nicht geſchehen, die Wahn⸗ fucht der Alchymiften und anderer Koh fen- Mörder gu ſtärcken, welche die Welt durch ihre Thorheit uͤberreden wollen, baf; weien in den semg Metallen und Mineralien ein Gold⸗Sa mlein gezeiget w erde N 19,/ daß dieſelbe haͤtten Gold wer⸗ den ſollen, wann ſie, gleich dem Gold, ih te volfo: nmene Zeitigung erreidt ges habt hatten, un Dini ihrer Marricc Durch Die groben fremden Theile nicht waͤren daran verhindert, und alfo gu dieſem oder jenem eriggen Metall geworden waͤren: aber in Vahrfeit ſo weit vome Ziel geſchoſſen, als Himmel und Erde von einander ſind. Dann d er alimáchtige GOtt! hat aus finer ew igen Bürfehung, ju d P gròf- ſerer Verherrlichung ſeiner wunderbaren N Najeſtaͤt, Die Unterſchied lichkeit der Geſchoͤpfe hervor gebracht, alſo, daß Stockfift che kein Gold eyn 1 folen, oDer Hering Butter⸗M ilch; Cry fali hat Fein L, noch das g9 Narmor oder Jaſpis, und alſo hat auch daso? Fein© feyn oder toei voen follen; ſondern es s hat, wegen man⸗ nichfa altigem Gebrauch und Nuken, das O folen Gold, und das o Eife n ſeyn. Hier aber ſehe ich ein-rauſames Heer nicht transmut renderſondern aus geſcheiten Leuten tratis: nuti irender Windfat nger auf mich zuſtürm en; welche ung Di aa unzehl⸗ a npel der geſchehe enen Be rwandlungar quebuſiren, unſere Unterſtellung ver⸗ ichten, und D ihren Sat befkátigen wollen: daß nemlich alle Metallen patua Fak neni eſollen Soldiverd n. Ergo, iſteine Bratwurſteine Paar Spaniſche Hoſen. Dieſen Leuten aber ein hiai au antworten, iſt anje 6zo unſer Vorhaben nie ht, fon- ſten wir ihnen gar balde aus dem Traum helfen, und ihnen den Ut nterſcheid unter der Wuͤrcklichkeit und Woslchkeitz eigen wolten, Daf vi elle icht viele wieder sur Vernunft und auf den Grund der Wahrheit kommen un d begreifen ſolten, was eine wahre Verwandlung, oder vernuͤnftiger, eine Schei a des Reinen von dem Groben und Unreinen ſey? Diejenige, ſo eine wahre, nicht aber lophittiſche Ope- ration mit ihren Augen geſehen, werden, wovon wir allhier reden? ſchon verſtehen. §.10. Droben im p.$. haben wir gefagt daß in dieſem irrdiſchen Klum⸗ pen oder unſerer Erd⸗Kugel kein Sonnen iſtaubgen, Co nicht A oder A gu finden feye; wie dann dieſes bey Bernúnftigen Feiner fernern Erflári w bedarf: Auch bedarf Feines Erweiſes, daß, wann dieſes&oder 2 entzuͤndet wird, ſich Derz ſelbe in einem flamm ꝛenden ſehr ſtinckenden freſſe nden zerſtoͤhrenden und koͤdtlichen Lichte erhebe: auch weiß ein jeder, daß dieſes Tr iches Weſen in einer Pae den ſchleimichten E beſtehe, we ſcheviele Saltzigkeit verſpuͤhren laͤſt, als den Anfang va a feimigfeit und Des ¥ riali ror Lichtes, als eine Urſache der Offen⸗ dahrun g Der Si amme aus der Finſter niß und toͤdtl ichen Feuer: Ferner hat die& Erfah⸗ vung gewieſen, daß, wann dieſer A gaͤntzlich verbrannt, alsdann aus ſeinem feiſten oder ſchleimichten uberbleibenden ikrdiſchen Re ſen, ein Koͤrnlein O gezogen werden mag; wobey wir allen Schul⸗Weiſen Aulgabe klar, deutlich m 2 s6 re A a AE E i 7 Das Erſte Capttel. 75 ſprechl lich aufzuloͤſen voꝛgeleget haben wollen: nemlich/ es iſt bekannt, daß der ꝙ durch ein gemein& angezuͤndet, gantz und gar verbrennet, hinge n der⸗ 0 a Ibe Durch Die Sonnen- Strahl n mit einem Brenn⸗Spiegel entzimdet wird, derſelbe von folchem ent ndet, nicht allein nicht verbrenne ſondert auch fi in 7 vòlliges Gewicht bebal ilt. Nun wird gefragt: was de eſſen wahrhaft telli rſachef Die Herren verlachen dief k? Auſgabe nicht, bis ſie dieſelbe wahrhaftig ohne weta⸗ Phyl ficali fehe Grille len aufg⸗ tófet haben; indeme hierinnen mehr Weisheit ſtecket, als un Kriſtotele und denen, ſo die Welt aus lauter Sonnenf ſtäublein zuſammen ballen wollen Aus alle dem, was nun bis daher geſagt, iſt unwiderſprechlich zu ſehen, daß dieſer T eines hoͤhern Herkommens, und Ù durch eine Umkehrung oder Herunter fenckung auis dem Li cht(AÆſch Majim) Finſternih Choe he hi gavai enp nem⸗ lich aus Lichte, Feuer oder Zerſtöhtung, und der Tod, wie die mago-cabbaliſti fche und theoſophiſche Fig. Num. 6. deutlich erklaͤret. Allda iſt a.“Das Centrum oder Punet der Ewigkeit; da dieſes ſich nadh b. d. und c. bewegte, war die nier Offenbahrung der Strahlen(Radiorum) ab. a d. ac., und alſo in der Einheit di imzerteennliche unbegreifliche Dreyheit, in dem gleichſeitigen und gleichwickich⸗ ten Drey⸗Eck bdc. der ewigen Welt, in dem innern Keyi e bde. offenbart: dieſe w underwürdigſte unbegreif flichſte DREY HEIT in bdc. im- De EINHEgTa., und die EJNHEJTa. ae A in Der DRC: Ps F HE. IJTbdce., die da uͤberall gleich und einerley, und eben daſſell be uͤberall iſt, hat fich ferner ir der ura ifánglichen Welt(Mundo archetypo) aug der Dreyheit be., das iſt, aus dem Mittel⸗Punet der Ewigkeit a.(oder dem, das da gewe⸗ ſen, und iſt/ was es bleiben wird, und keine qndere Beneam ing haben kan, als da⸗ durch es ſich folbſten offenbaret hat; nemlich J EHOVAH, gelobt von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit,) im Waſſer©, Liht y i A; das iſt, Feuer offenbaret: (hier aber reden wir mit Feinen groben, unverſtandigen oder ſchulfuch ſiſchen Grillen⸗ faͤngern, welchen kein Benennungs⸗Wort, als nur, welches in ihrer wurmftic hig⸗ ten Metaphyſic ausgebruͤtet, gefällig, oder mit ſolchen Theologis, die da an ihren Schul⸗Lehren kleben, wie die Voͤgel auf der Leimſtan gez fo ndern mir redin mit MagoPhyſicis, wahren Cabbaliſten und Theoſophis,) wie die drey Kreyſe efg. in dem Triangel der vollkommenen Gleichheit lui K. beſchloſſen in dem Circul des hohen Throns hik. erweiſen. §11. In dem vorhergehenden Tractat vom S haben wir von der Schoͤpf⸗ fung der Geiſt⸗Welt, ſamt des Lucifers Verfall, wie auck dieſer ſichtbaren Welt ausfuͤhrlich geredet, und alles, ſo viel ſich thun laſſen wollen, durch Figuren erkla⸗ ret; banak ng vielleic Depi ejenige, welche nichts ungetadelt laſſen koͤnnen, allhier herumruͤckea m noͤgten, rin deme s Daf mir ihrem Bedüncken nach, mit etwas gantz neues, auch gantz andern Figuren hervor gekrochen kamen; allein, weilen un⸗ ſer Vorhaben nicht iſt, mit ſolchen Eigenſinnigen, ſondern mit den troan sern E fere toie lich⸗ Nit: iW EN Wih het iie da⸗ vig itt; llen⸗ hig 1 An Nn w jioul i| Wh oe| nity m i| hhe ben Un qr und Un grund ad.c. L$ i0..15.2155. .20. f2.35 Z8 p. AL. K Ir 1 igr uund Tomil Tab H p nm yit TEN | ojo aml ie wM Jid wiki kali Ceann od hik M wu (Md i MNN aal WL nM Mi nW Reg Wii AM Hi Y (er Ry Wi i i m Von dem Urſprung und Erzeugung des Schwefels. 177 bern der Magie, Cabbala und Theoſophie zu reden; ſo ſoll ihnen erlaubt ſeyn, da⸗ wider zu grüntzen, zu tadeln, auch gar dawider zu ſchreiben, ſo viel es ihnen ge⸗ fallig, und ſoll uns dieſes alles ihrem thoͤrichten Bellen nicht gleich machen, ſon⸗ dern bleiben dieſem ungegchtet bey unſerm Vorhaben, und ſagen, daß ſich das Centrum a. der Unendlichkeit oder Ehjch aſcher Khjeh(ich werde ſeyn der ich ſeyn werde,) die Goͤttliche Drey⸗Einheit,(welche Redens⸗Art die Hellige Schrift in feine mege gebraucht, wir haben aber dieſelbe gewiſſer Urſachen halber von der Schule entlehnen muͤſſen,) geoffenbaret, in den dreyen unzertrennlichen von ei⸗ nem Centro entſtandenen Kreyſen, ihren ausgegangenen Wuͤrckungen, ef gaug bde. aug dem Centro der Ewigkeit a. nemlich O, A und Y, Cbitten aber, Dag ſich zu dieſen geheiligten Zeichen ja kein von Kohlen beſudelter und von Saltz, Schwefel und Queckſilber ſtinckender Alchymilt oder dergleichen Gold⸗Kaͤfer ma⸗ chen wolle; dann warlich von ihren unflatigen, und im Fluch liegenden groben irrdiſchen Mineralien weder geredet, vielweniger daran gedacht wird, ſondern es wird allhier durch dieſe geheiligte Characteres, deren Urſprung aus dem Mittel⸗ Punct durch den Radium in den Umkreyß ſich offenbaret hat, geredet, und da⸗ von iſt im erſten Tractat vom Z nachzuſehen,) ſich ferner geoffenbaret habe durch Den Radium a. L. bis in L. und den Punct L. zum Centro geſetzet, von dannen dieſes Ceatrum wieder uͤber ſich geſtiegen bis in m. die Kreyße der ewigen Goͤttlichen Maͤch⸗ te oder Wuͤrckungen O, ZA und% y nemli efo.-verborgerin den Drey, Einen hik. begriffen von En foph, dem Ungrund oder der Tiefe ohne Anfang und Ende, und alſo den Kadium.an. gezogen/ durch welchen alle Kreyſe dieſer ſichtbaren Welt (oder Welten) die da anfanglich gantz licht und geiſtlich, und des Sohns der Mor⸗ genröthe mit allen ſeinen unzehlbaren Millionen Geiſtern, Welt ware, kormi⸗ ret worden, Daven im Erſten Theil vom Saltz ein mehrers nachzuſehen, und ſonderlich, wie der Lucifer nach ſeinem Fall aus ſeinem Thron verſtoſſen, nemlich aus L. dem Centro ſeiner Welt, ſamt ſeinen fuͤrtreflichſten Engeln, woſelbſt hin in der Schoͤpffung dieſer ſichtbaren Welt, derſelben allgemeines Auge, nem⸗ lich die Sonne geſetzet worden, er der Lucifer aber mit allen ſeinen Thron⸗Engeln, in dieſen irrdiſchen finſtern Feuer-Klumpen, die andern Engel aber ſeiner ubrigen Regionen, in die andern ſichtbaren und greiflichen Elementen verſtoſſen, verrie⸗ gelt und verſchloſſen worden; davon diejenige in der Luft, derer Fuͤrſt Beelzebuh, D die groͤſte Freyheit und alſo auch noch die groͤſte Gewalt haben. Siehe zhil. 6, 12. P$. 12. Aus Heiliger Sihrift ift offenbar, daf- der Lucifer in den feurigen Pful geworfen, dafelbft mit Ketten der Finſterniß gebunden, das iſt, in das Centrum dieſes irrdiſchen Klumpens verwieſen, und alſo des Goͤttlichen ſuͤſſen Freuden⸗Lichts gäntzlich verluſtigt worden. Wie nun dieſe irrdiſche Kugel aus lauter ſchwefelichten Theilgen oder noma beſtehe, haben wir in allem vorhergehen⸗ P a den Das Erſte Capttel. den genug gezeiget, wie auch daß dieſes Koder zubereitet ſeye zu einer Quaal der Teufel und aller verdammten Me enſchen, wie Chriſtus der HEr Matth. 25, 41. bezeuget. Nun mägte aber wohl gefragt werden, wie doch die Teufel, als Gei⸗ ſter, und alle verdammte Me nſchen durch Dieſes materialiſche Feuer fónnsn und moͤgen gemartert a n? welches jedoch der Mund der Wahrheit ſelbſt alſo be jeuget. So iſt es freylich ande m, daß etwas materiali iſches ein unmaterigliſches We SAA hlechterdings nicht be leidigen koͤnne; und alſo koͤnte pme dieſer D oder Pech“(als des Schwefe(š Seike ode Schleimigkeit) ſo ſchlecht hin den Sataͤn mit ſeinen Engeln niht q ualen oder martern. Allein wer uns ſowohl hieroben, als auch im erſten Theil vom Z, wohl verſtanden, und betrachtet, wie diefer 4 oder des Grimmes, in welches der Satan verſchloſſen und verriegelt, und wie daſ⸗ ſelbe in ſtachlichter Her erbigkeit und aͤngſt tichem zuſammenz ziehenden Grimm beſtehe, (über dieſe Ausdruͤcke aber, als ſtachlicht, herbe, angſtli t zuſammenziehend/ als e lementariſche Eigenſchaften, e le ſich oka nd aͤrgern: ein wahrer Natur⸗ Kuͤndiger wird aus dieſen Eigenſchaften leicht begreifen, Sa wir dadurch ge- ſagt haben wollen. Dann gleich wie durch unſere Sinnen obge meldte natuͤrliche Eigenſ haften empfut werden, eben alſo mag ein Geiſt, durch das Aufwal⸗ len, Niedertrucken, Ausdähnen und Wie Sorani ne orr Der ge ifte feurigen Strahlen, vorbeſchriebene geiſtliche Eige nſchaften fuͤhlen und empfinden: und alfo leydet jener Reiche Quaal in der gl lamme; und anderswo: da wird ſeyn. H cuz len und Ano appen: Dieſes was allhier geſagt worden, iſt durch die Spagyr⸗ ſche Kunt in Dift irung der Geiſter ſehr klaͤrlich zu eweiſen⸗) wider das ſuſſe W rbare Git tliche Freuden⸗ Licht ſtrebe, deſſen der Lucifer ent tbloͤſſet, und dahero in ſolcher Eigenſchaft ſtehet, daß er durch ſein Raſen und Wuten wider Gött, die Eig igenſchaft dieſes Grimm⸗Feuers, ängſtliche Zuſan mensich ig und ET fir Dé e Herbigkeit, als geiſtliche Eigenſche aften dieſes elem pravile"A durch die Rache G0ttes gewurckt, un aufhorlich fühlen und empfinden Fan, big feine Zeiten in die Zeiten erfullet, und ſeine Schlacken, wann er, der Lueifer ſei nes Reiches gantz entf afet, alie feine gefangen ge habte, aus ihren immer fol⸗ genden Kreyſen, ja ſelbſten die Chore f iner Engel und Erg- Engel oder Thron⸗ Engel, ae dem Ge angniß ßausgefuͤhret, und er, als die Urque elle des Abfalls und alles Verderbens bloß und allein, in vorge meldter angſtli icher Zuaal allein ſtehe, ſei kad! Hor chmuth, Bosheit und Thor heit erkenne, und ſi h vor dem Thron der H Verlichkeit GOttes im it demuͤthige, und alſo durch das Fleuden⸗ſtille Yai ſer der ewigen Einheit, O nD aa r,@ufgelófet; und dann micder in fein erſteres Weſen verwandelt und gaͤntzlich erfullet werde, was Offenb. 22. ſtehet: Und es wird kein Verbanntes mehr ſeyn §. 13. Ob nun wohl dieſer vorhergehende§. 12. im Erſten Theile vom Z weitlaͤuſtig genug ausgeführet worden, ſo wird doch ein aufrichtiger Liebhaber der i AW W ! fåi Al, Ba mu olio alifi f Ni nmi M A yti Wh i MMN| Jan aii Wii W uy n w ý r i nd wi i i i A M Wi fu yini i ', iM' T goat W Von dem Urſprung und Erzeugung des Schwefels. 173 oahren Mago· Cabbala und Theoſophie in dieſem Theile gleichſam den Schluſ⸗ fau dein vorermeldten erſten Tbeile finden, und ſich dannenhero dergleichen Wi⸗ derholu ing nicht verdrieſſen laſſen: uͤber das werden die erbarmens⸗ wuͤrdige doh fen 4 kiy felg derh Kohlen⸗verderbende Gold⸗Koͤche hell und klar ſehen koͤnnen, was das vor ein aufloͤſen ndeg Waſſer fen aeir welches tuͤchtig ſey, ihre Subjecta in ihre auii ge oder er ſtere Ge fta it aufzuloͤſen, um das wahre Coagulum oder feſte Weſen/ dem kein irrd feh Feuer mehr ſchaden koͤnne, und Ge walt habe, alle irrdiſche Coͤr⸗ per von ihren Banden und toͤdtenden fremden Theilen bis zu ihren beſtimmten Zei⸗ ten zu befreyen? welche Worte aber magii auch zweyfach, auf das mineraliſche und thieriſck he Reih zu verſte shen; Dann vom vegetabiliſchen Reich iſt allhier die Rede nicht, indem ſolches in dem thieriſchen Re ih, unD Piei RRE erborgen, woruͤber gar vieles geſagt werden koͤnte, ſo ſich Ied hieher nicht ſchicken will: da dann v ntes Feuer⸗ beſtaͤndiges feſtes W 1688 Anſehung des mineraliſch en Reich e gantz vollkommen e A] ſo lat 19 die ge⸗ genwartige I: lt beſtehet. Mit dem thieriſchen Reich, als in welchen d der Menſch der concentrirte Drittel- Punct, hat es eine weit hoͤhere und andere Be⸗ wandniß, indeme zu deſſen(nemlich d des Menſchen) gantzlichen Scheidung von fremden Theilen oder hoͤlliſc Schlacken, und Ertheilung der ewigen Feſtigkeit wider das Zorn⸗und gerech Radh- â der Goͤttlichen Maj eſtat eine Finctur, ſo aus der Urquelle Des Lebens dur das Géttliche Zorn-4 fublimitt, figitty und alſo zu einer Artzney des ewigen Lebens geworden, erfordert wird; welche da iſt IcCſus ſelbſt, der Anfang und das Ende, dag Centrium Der. offenbar- en Goͤttlichen E Wwigkeit. Abermals eige Redens⸗ Art, welche ſich zu dem groͤ⸗ fien Theil der Menſchen und ihren von Jugend auf in den Schulen eingezogenen Vor ilen reimet, wie der Honig ins faure Kraut: dodh wird man a fich hieran nicht kehren, fo: idern den Weg, wrichen der Geiſt G Ottes zeiget, ferner ver⸗ folgen. Den Liebhabern der Wahrheit iſt noch zu wenig, den Thoren aber viel zu viel geſagt. §. 14. Wie der Lucifer mit ſeinen Hee efe chaaren gefallen, und ſich da- durch von der Quelle des Lebens, dem Goͤttlichen Freuden⸗Licht felbſten hochmuͤ⸗ thiger Weiſe entz— bati te, alfo daß er mit ſamt ſeiner Welt in eine erſtaunende Finſterniß und Bermiſchung aller ſeiner Regionen verfallen, nemlich daß das in ipmeund allen feinen Regionen fo herrlich erſchaffene: Licht ſich hinein ge kehret/ und nicht mhr ĀÆith-Majim(feuriges V) fonden Majim:(ein togami htes Saltz⸗ Waſſe ſer) geworden wares gleich einem faulen€p in feinen Schalen; ſo entzün⸗ dete ſich ſein Hochmuth im Grimm, und angſtete ſich aedi fem Chaos, ſich GOtt gleich, eine eigene Welt wiederum hervor zu bringen: weilen ihm aber der Anfang hierzu/ nemlich die Quelle des befeuchtenden und erwaͤrmenden Lebens⸗Lichts 3 man⸗ F jae Das Erſte Capitel. mangelte, bliebe er in dieſem ſchlammichten Saltz⸗waͤſſerigen Klumpen mit aller ſeinen Heerſchaaren verwickelt und verſchloſſen. gorr Dih nun indigen Waſſer, Feuer, nemlich A verborgen, als des Saltzes Eigenſchaft, iſt im erſten Theil vom Saltz genug erwieſen. Durch dieſes Gottliche gerechte Gericht uͤber den Satan und ſeine Heere ward GOtt, Das ewige Centrum a.(ſiehe Fig..) in Elohim, das ift, den Máchtigen Rich⸗ tern, in den unzertrennlichen Kreyſen e fg. aug denen Mittel- Puncten b cd. vom Centre der Ewigkeit a. offenbar: wie aber GOtt die weſentliche Gutigkeit iſt, alſo konte er auch ſein Geſchoͤpffe in dieſem verderbten und verwirrten Zuſtand nicht anſehen, ſondern der Allmaͤchtige GOtt offenbarte ſeine weſentliche Liebe im Fiat oderim Worte., und fieng alſs an die Wurckung dieſes Wortes Fiat, twie uns durch die Heilige Schrift offenbaret worden, da Die Worte alfo auten: Im Anfang ſchuf GOtt die Himmel und die Erde: und die Erde war eine wuͤſte Ungeſtalt,(daun das thohu vabhohu leydet magiſch Feine andere Doll- metihung,) und NB. der Geit GOrtes ſchwebte auf der obern Slåche der Waſſer. Und der Geiſt G Bttes ſchwebte ꝛc. Von dieſen Worten werden wit den Anfang machen, dagegen ſich aber die Herren Schul⸗Theologi mit aller ih⸗ rer Ruͤſtung legen werden, uns aber weniger als nichts erſchrecken, vielweniger in einige Wege hindern ſollen, unſer Vorhaben zu verfolgen. C. 16. Von obangefuͤhrten Worten glaubt faft die gantze Welt, daß das⸗ jenige, was der Text allda den Geiſt GOttes nennet, der Seilige Geiſt gewe— ſen ſey, davon doch theils Phile ſophi und andere Gelehrte wiederum andere Mey⸗ nung haben, nemlich, daß es die geſchaffene Seele der Welt oder der allgemeine milt- Feit uiers Sonnen⸗Syltematis geweſen. Die cheologiſche Meynung ſteht der Goͤttlichen Einheit(oder nach ihrer Schul⸗Redens⸗Art Trinität,) ſchnur⸗ gerad entgegen: und wann wir nicht befuͤrvbten muͤſten, daß einige zarte Gemuͤ⸗ ther dieſes zu leſen bekommen, denen unſere Gleichniſſe ein Anſtoß oder Aerger⸗ niß geben moͤchten, wolten wir dieſe tkheologiſche Meynung durch handgreifli⸗ chen Beweiß gar leichte zu Boden werffen. Doch wollen wir hierinnen behutſa⸗ mer gehen, und den Leſer erinnert haben, auf alle dasjenige, was in dem folgen⸗ den von dieſer Materie hin und wieder geredet werden wird, mit Fleiß acht zu ha⸗ beny ſo wird derfelbe-Erflárung genug finden, und uns in keine wege tadeln koͤnnen. F. 17. Einmal iſt gewiß, daß kein wahrer Theologus ſich zu behaupten unterſtehen wird, daß es der Heilige Geiſt geweſen, indeme durch eine ſolche Un⸗ terſtellung eine ſehr unverantwortliche Trennung in der Goͤttlichen Einheit gezeu⸗ get, und dem Heiligen Geiſte ein gewiſſer umſchriebener oder beſtimmter Ort beygeleget wuͤrde, welches ja offenbar ketzeriſch, ob man ſich gleich be⸗ muͤhen wolte, dieſe gefaͤhrliche Redens⸗Art durch das gantze Magazin der Shul- Di- Von dem Urſprung und Erzeugung des Schwefels. 175 Diſtinctionen zu bemaͤnteln. Dann ſo bald als man ſagt, es ſey der Heilige Geiſt geweſen, ſo balde gibt man auch der Vernunft und dem Gemuthe Anlaß, den Heiligen Geiſt auſſer der Gottheit abgeſondert zu begreifen, welches Dann. Den Grund zu der ketzeriſchen Meynung geleget, daß die Gottheit in dreyen von ein⸗ ander unterſchiedenen Perſonen beſtehe,(wie dieſes ort Perron pon wr Gric- chiſchen und Lateiniſchen Kirche gebraucht, und dadurch Anlaß zu unzehlbaren Trennungen und Ketzereyen gegeben worden.) Der Tert ſagt, Kuach Elohim, der Geiſt Gottes, oder nach Hebraͤiſcher Art, der Geiſt der Machtigen Rich⸗ ter. Da wird nun nicht geſagt, der Seilige Geiſt insbeſondere, Kuach E kodeſch) ſondern insgemein, der Geift der Klohim. Gorge D g je Ehriftliche Glaube tehret, De Heilige Geiſt gehe aus vom Vatter und Sohn, mit nichten aber, der Deilige Geiſt gehe aus vom Heiligen Geiſt, welches gewiß folgen muͤſte, wann man ja(wie vorgemeldt) dem Heiligen Geiſt über den Waſſern keinen gewiſſen Begrif oder Ort zuſchreiben, aber doch behaupten wolte, es ware dieſer oben ſchwebende Geiſt ein Eins aus dem Dreyeinigen(damit wir mit den Schulen reden) geweſen, und muͤſte dannenhero der Heilige Geiſt ausgehen vom Vatter, Sohn und Heiligen Geiſt: und ob gleich dieſe Redens⸗Art einem wahren Gottweiſen nicht erſchrecklich, weiken der⸗ ſelbe dieſes hohe Wunder⸗Gzeheimniß nach eigentlicher Offenbahrung der heili gen Schrift betrachtet; ſo ware es jedennoch eine drgerliche und wider die Schrift laufende Redens⸗Art, dafuͤr ſich je und allwege zu huͤten; und da wir nicht den Namin eines Ketzers, als womit man insgemein alle diejenige zu beehren pflegt, welche dem menſchlichen Wahn und der hergebrachten Zunft⸗maßigen Gewohn⸗ heit nicht beypflichten wollen,(nemlich, wie es dieſer oder jener Hochgelehrte aus- glegt und ttaruiret, und alſo allgemein angenommen und geglaubt worden,) ſch.ueten, wolten wir dieſe Materie triftiger und weitläuftiger hinausfuͤhren; ſo aber muß es bis zu anderer Gelegenheit dieſesmal genug geſagt ſeyn. Und bleibt alſo feſt geſetzt, daß durch den Geiſt GOttes, ſo uͤber den Waſſern geſchwebet, der eilige Geiſt, nach wahrem Verſtande des Grund⸗Texts, in keine Wege ſolle und müſſe verſtanden werden. -19. Nun aler ift die Frage, was es dann geweſen ſeye? Antwort: der Geiſt GOttes(oder der Maͤchtigen Richter; dann beyde Deutungen ſind in Mago-Cabbalitticis gegrundet,) nemlich, das Bat. Aber ach! welch ein grauſames Wetter menſchlicher Meynung und ſelbſt erſonnener Auslegungen ſturmet wider uns und das weſentliche Licht des heiligen Evangelii, da der heilige Johanncs Cap. I. ſagt Im Anfang war das Wort, und das Wort war bey GoOtt/ und Gott war das Wort, und NB. durch daſſelbe ſind alle Dinge gemacht ꝛc. Ich Bir dae Auno O; der Anfang und das Ende, Offenb. 1,9. Alle Dinge ſind durch daſſelbe gemacht, und ohne daſſelbe ift nichte ge- macht, 176 Das Erſte Capitel. macht, was gemacht iſt, Joh. x,3. Col.r, 16. Epheſ.3,9. Hebr.1, 2. Roͤm. 11,36. f. Cor. 8,6. Offenb.3, 14. ꝛc. .20. Daß vorgemeldtes nun uͤberfluͤſſig genug, auch ſelbſten der Hollen ihren widerbellenden Rachen zu ſtopfen/ iſt auſſer allem Zweifel: dannoch wird es ſchwerlich hinlanglich genug ſeyn, die zu ewigem Zanck geneigte Schul⸗Gelehr⸗ ſamkeit zu vergnugen. Doch unb kuͤmmert! und uber dieſes auch noch ein wenig Hoͤhmiſtiſch und dergleichen Theolophiſch, das iſt, den Schulen nach, noch tau⸗ ſend mal ketzeriſcher geredet! So ſagen wir, um naͤher zum Zweck zu kommen, daß das Viat ſey geweſen die himmliſche Menſchheit Chriſti, das Ewige Wort. Ach! ſehet doch den Ertz Ketzer, wie er ſo verworren gegen ſich ſelbſt redet in deme, das er einmal verworfen gehabt. Denn 8. 17. 18. hat er ſo heftig gegen die Be- trachtung der von einander unterſchiedenen Perſonen in der Gottheit geredet, und nun faͤllt er gar mit der Thür zum Hauſe hinein, und geſtehet ſolche offenbahr. Aber nicht ſo eilig, meine Herrn Magiſtri Philoſophiæ! indem noch ziemlich viel Bau ren⸗Schritte fehlen, ehe die Herrn den Weg, darauf wir wandeln, betreten haben. Fir fagen noch einmal: Es war das ewige Wort Liat, das, das Menſch ge⸗ worden, Fleiſch an ſich genommen, nemlich der himmliſche Adam oder Menſch JE⸗ fus Chriſtus, der von Ewigkeit eingebohrne Sohn GOttes des Batters. Hiebeyn muf fich aber Fein Wahnwitziger die tolle Grillen machen, daß das Wort, oder der pon Ewigkeit her eingebohrne Sohn GOttes, auf dieſem wuͤſten Klumpen, gleich wie eine Henne auf ihren Eyern im Neſt geſeſſen, oder denſelben auf gleiche Art umgeben gehabt. Dann dieſes waͤren grobe und unheilige Einfaͤlle. Kein Be⸗ grif, vielweniger Beſchreibung, laßt ſich hievon machen, ſondern dieſe Geheim⸗ niſfe und Erkaͤnntniſſe bleiben bey der Goͤttlichen Weisheit alleine. La1. Wer nun das Auffteigen und Wiederzuſammenziehen der Goͤttli⸗ chen oͤffenbahrten Eigenſchaften aus der Quelle a. des ſelbſtandigen Weſens in den dreyen unzertrennlichen Kreyſen efg.(ſiche Fig..) im Geiſte erkannt, wird aus dieſer unergruͤndlichen Tiefe ſchon ein ſolches Vergnuͤgen ſchoͤpfen; indeme auch ein mehrers davon zu ſchreiben, uns gleichſam die Hand abgehalten wird. Wollen aber die ſpitzfuͤndige Philoſophi hiemit nicht vergnuͤgt ſeyn, ſo bitten wir, daß die Goͤtzen⸗Diener uns erſtlich eine vollkommene, deutliche und begreifliche Beſchreibung von der ewigen Goͤttlichen unumſchränckten ſelbſtändigen Weſen⸗ heit, was und wie GOtt iſt? machen, alsdann wollen wir aud) ihnen, wer dag Fiat, der ewige himmliſche Menſch Ehriſtus JEſus, der himmliſche Adam, der lebendigmachende Geiſt, in welchem die himmliſche Seva, die ewige reine Jung⸗ frau, die Weisheit, der Heilige Geiſt iſt? deutlicher ſagen. .22. Zu fernerer, nicht ſchlechter, ſondern ſehr tiefſinnigen Uberlegung, geben wir den Spruch Gen. I. 26. nach dem Grund⸗Text: Laſſet uns Menſchen machen ꝛc. NB. nach unſerm Bildniß nach unſerm Gleichniß, zu betrach⸗ ten. il Uy inh nhh 1 Fomin, siae T, et in De ndy ött/ fe. M pil ten Mabor Maihi wG imt fannt, M on f halti W, y bitti j freget gn D Yam W nindu alguh AW M W Von dei Urſprung und Erzeugung des Schwefels. 177 1 øy emein von Den Theologis ausgelegt werde? iſt je⸗ h dem Bilde G Ottes, das iſt, er ſey geſchaffen ten. Wie nun dieſer Ort insgen dermann bekannt: nemlich, nac in Heiligkeit und Gerechtigkeit, auch freyem Willen—Ott zu gehorſamen, als ſeiner hoͤchſten Gluͤckſeeligkeit, welches dann auch an und vor ſich ſelbſt wahrhaf⸗ tig. Der Grund⸗Text aber gebraucht allhier zwey gegen einander geſetzte Bez deutungen, nemlich Bildniß und Gleichniß. Nun zeiget mein Contrefait oder eine mir nachgebildete Statua wohl mein Bildniß an, aber nicht mein Gleich⸗ niß/ ſonſten muͤſte das Portrait oder Statua auch meinen Verſtand und alle andere meines Geiſtes und Seelen Eigenſchaften haben. Welcher da im Geiſt einige wahte Erkanntniß bekommen des 9. v. Offenb. 2 1. und weiß, wer Die Braut, dag Weib des Lamms iſt, wird auch erkennen, was durch die Bildniß und Gleichniß angedeutet worden? Allein dieſes Geheimniß, ſo viel uns offenbaret, allhier zu beſchreiben, will ſich nicht wohl ſchicken, indeme uns ein ſolches gar zu weit von unſerm Vorhaben treiben wuͤrde. Hier iſt nun noch etwas geſagt, ſo einem wah⸗ ren Liebhaber nicht wenig Erleuchtung des vorhergehenden geben, und unſern Sinn erklären wird; den Blinden aber hilft auch die helle Sonne nicht: vielleicht wird aber dieſe hohe Materie noch ferner etwas klaͤrer beruhret werden; man be⸗ trachte indeſſen folgende Spruͤche: Gen. XVIII. XIX. XXVIII. 13. XXXII. 24. 26. Exod. XXXII. 34. XXXIII. 12. 19. bis zu Ende. XXXIV.5. 6. 7. Joſuæ V. 13.14. 15. Jud. V. 17. bis zu Ende. 1. Reg. XIX. 1I-I15. Eſa.VI. 1. Cor. XV.49. Und wie wir getragen haben das Bilde des irrdiſchen, alſo werden wir auch tragen das Bilde des himmliſchen. Dan. VII. 13. 14. wie dann auch ferner Hiob XXVIII. 12. 13. Sap. VII. 2 5. 26. VIII. 2. Wird nun der Lieb⸗ baber Der Weisheit dieſe Spruͤche vereinigen koͤnnen, fo wird demſelben klar und offenbar erſcheinen, was durch die Bildniß und Gleichniß angedeutet worden? davon vielleicht an einem andern Ort ein mehrers geredet werden doͤrfte. §. 23. Gehen alſo dem Tert nach weiter. Derſelbe ſagt mun: Es werde Licht! und es ward Licht. Uind Gott fabe, daß das Licht gut war w. Und Gott ſprach: es werde Licht! iſt eigentlich ſo viel geſagt, als: das Fiat oder Wort würcke daglicht! mwar alfo dag in dem Chaos zerſtreuete Wunder⸗Licht der erſte Strahl oder Ausfluß a. L. ſiehe Fig. 6.§- ro. oben; nemlich©;£ und%y nicht dreyerley unterſchiedene Weſen, ſondern einerley, doch aber, was jeglicher Character andeutet, insgeſamt wieder hervor gebracht, und von dem Lichten ſchleimichten Saltz⸗Waſſer geſchieden. Daß nun dieſes Licht oder Geiſt annoch in concreto die Simmel und Geſtirne geweſen, erhellet ferner aus dem Text offen⸗ bahr, und daher war es annoch ein allgemeines Licht unſers Syſtematis, bis daß die Sapu geſchehene Scheidung der groſſen Himmels⸗Lichter am pierten Tag geſchehen war. G f a] È g Eo§.24. .24. unis TaN deidete das L nder gi nfte rniß. Hierdurch geſchi himmliſche Lebens⸗ Sicht oder Geiſt von dem eoit en Grimm- h aoia ¢ ó oder Balſam war nunmehr gaͤntzlich von de m r jer feeffende ny Ahrend en oder todtenden z ab- gefondert, und affo ber joe w D inae als eines, das das Leben hált, und das andere, das da toͤdtet, offenbaret, und beyde Schwefel gezeur sët; In und aus dem erſten Anfang beſtund Adam in feiner Se 19, Darinnen er au ch beſtehen bleiben moͤgen, daferne er nicht durch des Satans Reitz ung in bia diſche g fuf ftet gehabt hatte, wovon der erſte Theil vom O weitlauft g na pen hen. Diefes ift alfo der! rſprung dieſer irrdiſchen Exd-Kugel oder Klu welck her“an und fuͤr ſich ſelbſt durch und durch in allen ſeinen kleinſten Theilg dann Ay d. iL ift, wie oben im F.- gefagt. A oder 4 aa Guſſern Theilen, oder auf der aͤuſſern Flaͤche dieſes irrdiſchen K hi der ſaltzigen Durchwaſſerung der M yeere, dermaf p hat verſch| of A niht ai nderg, als Durch ein T ibe offer baret e mag.= da Bf wun als der jetzt beſchrie (davon unten eini meh rers nachz ufe her ohne Zerſtoͤhrung ihrer we ſentlichen hafter Chymicus mifen ſonſt Ng = í P zu denen KS zorh ab en D- Kugel durch und Du Be t⸗Theilen: ina Waſſer ni icht fo p Ea Gewalt„„ alfordag HEL $ Jeufels und ſeine Ausbruͤche wegen vorgemeld ter U lrfachen, en, öohf: hteften pat Was dieſes nige und zerſtoͤhrende Kaber bis daher in ſeiner Kraft unterhalte? muf mit Fleiß aug Dem erſten Theil vom S erlernet, und fon- der rlich Von dem Tie und Erzeugung des Schwefels. e die Sonnen⸗Strahlen in den ſchleimichten auch wie der ausgegrabene Turf, welche derlich wohlb Waſſern ein man iñ Nie gebro auc hi p eum anwachſe, abſon⸗ derlich an falie g heder brennenden Berg 9% we keim Grr nichts ders als SSit f P 7 iD einem'oemninftioe Mase poll menen Unterricht ge ner‘$ wir demjenigel ét MSEE oa im vorigen sd S: geſagt! haben; ſond PD elbi s geme ldeten. Es ift genug efer tai Der Schwefel auch (es und%, undr g hinmiecder O und 4; woraus einer, Den wird, wie und aufi was F w nah, im& geuͤbter leicht erlernet babin iee" EN Gru nd nur Eins ſind, und in Ewig⸗ keit ni cht zerſte oͤret, oder in ein Nichts zuruͤck gebracht, wohl aber nach den vol⸗ lendeten beſt mmten Zeite„wieder i n ihr allererſteres Weſen werden verwandelt werden, naD P dah. ero ihre s Nahrung aus und in fish felbften haben. Dana auch ones D Feue D srer nne f t und doch kra t oita, Di g gi ebre ona s Baal For delbare Li ebe wied UEL reh ifam a ausg st ùh Ni ma Án t fei e8 2 er alſo, ſamt ſeinem Centre s Gericht erfull 7 und alfo Dag rwieder zu ſei ge Dabe und ÈN a men foller ang gangen, ſo durch eu lich vorgebildet worden, und k ag: chaaren geworden, welches f nit ewig oder v von€ kei t gu Ewig keit benenne et oird; ieſe Revolution, eine die Ve mun ft erftaunend machende Folge ! n werde. Der Grund⸗ Sot, ge braucht Die Worte Olam Olamim, Da urch das Wort ewig, oder von? Ewigkeit zu Ewigkeit t, ge⸗ tſchet wird, heiſſet sntlich und gründlich: Jon öen Zeiten in die Zeiten, h) yero auch die L ateini ſche Dollme tſchung in ſecula ſeculorum gantz recht. Der 1— ) ¢ liche Verſtand aber ifi, pah dieſe ſchrdeklicheereichte werde beſtimmte Zei⸗ ten wahren, mit nichten aber ſo lange as GOGO TTiſt, das i mar indeme bey der unwandelbaren Allgeger nwärtigkeit GOttes keine gleich lauffende Zeit ſeyn kan; dann alle unſere Zeiten haben einen Anfang gehabt, daher ſie auch ihr Ende unwid oari rechi chhaben muſſen. Wie dann auch Olam A aii nichts anders als beſtimmte Zeiten anzeigen, we koes anderswo ſchon ausfuͤhrlich erwie⸗ & ſen, A A 180 Das Erſte Capttel. ſen, die Zeiten auch in nichts anders beſtehen, als in gewiſſen Periodis, durch den Umlauf der Geſtirne unterſchieden. 6. 27. Dieſes iſt alſo der Urſprung des elementariſchen D„deſſen Zei⸗ chen Fig. a. wie obgemeldt, davon im erſten Theil vom S auch geredet worden: dieſes Schwefels mag kein irrdiſches Geſchoͤpf in allen drey Reichen entbehren, wie allen denen, ſo in der wahren Scheide⸗Kunſt geuͤbt, bekannt ſeyn muß. “Er ift nicht der Balſam des Lebens, ſondern gleichſam der Leim, wodurch die „Cörper zuſammen gehalten werden, auch der Magnet, ſo den himmliſchen A “oder Pebens-Balfam iu der Gefchópffe Erhaltung ſtetig an ſich ziehet; NB. die Be⸗ glerigkeit oder Zuſammenziehung. Doch hievon ein mehrers, wann von dieſes WNutzen eigentlich geredet werden wird. Doch ehe wir dieſes Capitel ſchlieſſen, muͤſſen wir dem Text der Heiligen Schrift noch ferner uachgehen, betreffende den uͤbeiirrdiſchen oder himmliſchen Schwefel, als den wahren Lebens⸗Balſam al⸗ fer Creqturen: wiewohl im erſten Theil vom S allbereit ein ziemliches hievon gere⸗ 155 worden, ſo wird jedoch folgendes zu fernerer Erlaͤuterung nicht undienlich eyn. C28. Oben im 4. C. haben wir gefagt, daß es noͤthig ſeyn wuͤrde, dieſe Worte: Im Anfang ſchuf Gott Simmel und Erde, zu betrachten, abſon⸗ derlich warum ſo gleich nach den Himmeln der wuſte Erd⸗Klumpe geſetzt worden? Hier koͤnnen wir nun der gemeinen Auslegung nicht folgen, weilen dieſelbe von dem geheimen Verſtande gar zu ſehr entfernen: muͤſſen alſo die Worte: Im Anfang ſchuf GOtt die Simmel, genau betrachten; ſetzen demnach, daß durch dieſe Worte: ſchuf GOtt die Himmele, nicht anders Fan und mag ver⸗ ſtanden werden, als die Schoͤpffung aller obern Welten,(davon im dritten Theil vom& im Capitel von der Aſtrologia oder Sterndeut⸗Kunſt weitlauftig gehan delt werden ſolle,) mit ihren unterſchiedlichen Choren, Brden und Heerſchaaren, darunter auch des Lucifers und alle ſeiner Engeln Welten(unſer gegenwärtiges Sonnen⸗Syſtema) als das Centrum aller obgemeldten Welten begriffen. §. 29. Ferner muß man die genaue Aneinanderhaängung der Worte: Die Simmel und die Erde, alſo betrachten, nemlich daß zwiſchen denenſelben etwas ſonderbares geſchehen ſeyn muͤſſe,(wie im erſten Theil vom S ausfuͤhrlich erwie⸗ ſen,) welches unwiderſprechlich erweiſen die Worte der fernern Schoͤpffung der Sechs Tage⸗Wercken; und Gott ſprach: es werde ꝛc. da dann am erſten Tage das Licht,(nicht Schamajim, ſondern Or) der allgemeine Welt⸗Geiſt oder Seele, der Trieb oder Bewegung dieſes unſers Syſtematis, durchs Fiat hervorge⸗ bracht worden. Dabey die Worte gefuͤgt: Da ward aus Abend und Morgen der erſte NB. Tag Welcher Worten Auslegung im erſten Theil vom S nachzu⸗ ſehen, wie auch hieoben§. 23. wohl zu betrachten. Am andern Tage ſprach GoOtt: es werde eine Ansdaͤhnung zwiſchen den Waſſern, und fy zum nter⸗ or y itoi W Mi AEH m mi Dur N fiin! n .N o) iih A oa Mi fahi bofin wong udik D Mi onoo M hifa M | T sfelbe w p: M h D nng pils iA Fiy il iY i irt M fin. Ite! 4 D ponon ay Ami Von dem Urſprung und Erzeugung des Schwefels. 181 erſcheid zwiſchen den(oder dieſen) Waſſern, und dern(jenen) Waſſern,⸗ aß ſt zwiſchen beyderley Waſſern, aia dieſen Waſ⸗ ienieden, und jenen Waſſern droben, Gen. I. 6. Welche Waſſer im alm v. 4. alſo beſchrieben werden: Cobe ibn òu hoͤchſter Simmel, und ſer, welches NB. über dem Simmel ift.—— Gen. I. 8. UHno Gort nennte die Ausdaͤhnung Simmel: Nun fast d er erſte Vers: Im An⸗ fang ſchuf GYtt Simmel und Erde; muͤſten demnach dieſe Worte zweyfach verſta inden werden,(.) in concreto, Von der Schoͤpffung Himmels und der Er⸗ “pen uberhaupt,(2.) in abſtracto oder ins beſondere, da das Wort Schamajim „(Himmel) in zwepfachem Baftan 1D genommen rosrden muh, als erftlich DA eg 9. r die Schoͤpffung der obern und Geiſt⸗Welt uͤberhaupt at nentet und dann zwey⸗ “feng bedeutet es v. 8— aunenden Raum von unferm Luft⸗Kreyß bis an den Kreyß der Sit- Sterne parodiaa welches tuolin acht pa nehmen, D0- “smit man fi fol aban icht i Aad G der Geiſt— Welt, foaie atondoan È heil vom O: wer aber dieſes und jenes nicht zu vereinigen weiß, wird in zie mli chen Irrthum gerathen, darum dem Leſer ſeyn wird, alle 3. Zhi le mit allem Fleiß zu leſen und zu betrachten. Es wird zwar das Wort S Schamejim im 20. v. noch einmal gebraucht, insgemein aber allda uͤbel Piſcator giebts alſo: Und das Gevoͤgel fliege uͤber der Erden ben uͤber der Ausdaͤhnung des Simmels. Lutherus aber bal etſchet es viel beffer Und mit Srponn, das auf Erden unter der Veſte des Simmel fliegt. Der wahre V Zerſtand aber des Grund⸗Texts iſt dieſer: Und Gevoͤgel das auf Erde n gegen der S Slaͤche der Ausdaͤhnung der Andet(das iſt/ i ter den Himmeln in unferm Luft⸗Kreyß)fliege. Welches wir um erinnern muͤſſen, da mit ht fen min mit dem Wort Schamajim im angezogenen Di Gen. I. 20. einen vergeblichen Einwurf ſich zu machen bemuͤhe. K. 30. be toleo dufte Gcbóp ffung Schamajim ron WZorty, g. gp braucht und zu verſte ben n) zu kommen; ſo haben wir allbereit hiebevor gefagt daß Schamaſit mealles was zwiſchen unſerm Luft⸗Kreyß bis an iin Kreyg der f Ni- n Sternen iſt, m: aller ala enthaltenen Coͤrpern begreife, ja die unergr ündliche Ausdahnung al erobern G elte rean ſind die Sonnen in jed den Syſtemate „die herrlichſten a fuͤrtref lichſten E per fuͤr alen uͤbrigen: und gleich wie unſer Geiſt und Sel, durch unſern gantz on$ Leib, vegung ausgetheilt, je⸗ dennoch im Hertzen ihren eigentli chen Sitz haben; alſo iſt der allgemeine Hilt- Geiſt( das K DE die Urſache der Bey eguiigy und der Beweger ſelbſt durch das „gantze Univerlum, zu einer beſtaͤndigen Bewegung dieſer erſtaunens⸗wuͤrdigen “ Machinen au sgebreitet; in den Sonnen aber, als den Hertzen der Welten, hat derfelbe ſeinen e eigent lichen Gig und Thron» und bewegt von da aus alle andere Coͤrper und derſelhen Geſchoͤpffe, und S dieſelbe zu ihrer Vermehrung wo 23 Er⸗ Das Erſte< icht allein auf dieſer unſerer Erd⸗Kugel, ſond pern, Die von 7o na n und Fir⸗St en C nel Capitel. A e nen Janm, a sler sey naa ſen und e fich, daßd Dagi Eet gE Tacha vorgebrac te Sid Dt Ba doi meine S i belebe, bewege, herv orbringe und wachſend mache, wahr ſey, â ct Der dritte Tag der Se hoͤpffung offenbar, da die Worte alſo lauten: Ui n0 GOtt forach: es femmt ſich das Waſſer unter dem Simmel an ſondere Oerter, daß man das Trockene ſehe. Und es geſ ſchah alſo ꝛc. Und dann ferner: GOTT ſprach: es laſſe die Erde aufgehen Graß und Kraut, das ſich beſame; und o esu ne, ða ein jeglicher na ch ſeiner Art Frucht trage, und ha⸗ be Eea aamen 1 ibm ſelbſt ONPASNN, Und es geſchah alſo. Iſt alſo durch den al n Lelt⸗Gei aa!„liſche Reich, ehe dann p gea 1D Beſtirn e vorgebracht worden. Am vierten Zas ada D un 10 in dem icht; nemlich in dem allgel elben das groͤbere(diß Wort haben wir aus D Nangel eines verſtandlichern gebrauchen muͤſſen,) geſe chieden, und aus dieſem ſind alle Coͤrper unter den Waſſern uͤber den Himmeln oder Wel⸗ ten, welche Waſſer von den Weiſen Alch im, Das ift; Schar majim,(feurige Waſſer d. i. Himmel,) genann jt erden gef chaf fen worden, daD ann die Sonnen zu einem Mittel Punct Oder, Hertzen der 2 Selten; als der eigentli fai Thron oder Sig deg allgemeinen W Belt⸗Geiſtes, als woraus er ſich ſelbſten unaufhoͤrlich wie⸗ deru m erwecket, bekraf ftiget unod itr í der Wuͤrckſamk git erhe ilt wa 10 h4 No sie Der Geiſt tC t und S Seele aus den n Herken den gantzen menſchli chen Coͤrper, durch die ausgehende Wärme in d Be ewe gung und ebenerhale, geſeget worden. In di ieſen Sonnen⸗ Klumpen oder Coͤrpern coneentrirt ſich dieſer Geiſt dam it er aus die⸗ mit ſen M ittel⸗ Puncten wieder deſto kraftiger indas gange Univerfum ftr'ahlen, und alles im Seben und Bewegung erhalten moͤge. §. 32. Esmird aberam vierten Tage der C Schoͤpffung i inſonderheit gedacht, dag Das groffe Licht; die Sonne, feyi regieren den Tag, und das klei⸗ nere, nemlich der Mond, zu regieren die Nacht, desgleichen auch nia, Alles/ oi t wun ity wi T 4 paw Y v Von dem Urſprung und Erzeugung des Schwefels. 183 „was leuchtet, wirft ſeine Strahlen von ſich, es habe gleich ſein Licht aus ſich rborget. Gen. I. 16. wird der Mond ein Licht, mit dem Zuſatz das die altronot miſche Erkundigunget aber beweif i; e$ habe Der Sicht, als ſo weit er von der beſtrahlet erde und zorte des heiligen Textes nur mit Unte rſcheid zu verſtehen, ne von der Sonnen bekomme. Die he ilige Schrift id, mit flaren deutlichen Worten: Und GOtt A api 11 AM M⸗ mach oſſe Lichter, das groͤſſere Licht zu regieren den Tag, und d i regieren die Vracht, o d esgleichen auch die Sterne e. Ind fo n ein Licht zu regieren die Nacht. Die heilige Schrift ht in dergleichen an keinem Orte foke he vergrófferenð ) Der Mond Durch dies Fern⸗Glaſer angeſehen werden, vie bey helem Gonner nſchein, am hellen Mittag, 2 auf 2. bis 3000. Schritte vonu f rn den mag, daß es brenne, ob man gleich eig genelich feh en und apah Dai annoch bleibet; alf bbei eben dergeſtalt iſt auch acit= ihn a Stert afeh Ea Pi ein foldes rid jer wade n mag, dah von Der Sonnen, als dem Mittel⸗ leicht befannt, empfangen folte e verdun ickelt und unterdruckt einwerfen un fagen daß, wann Nacht an dem⸗ nen nicht an ngelehan wurde, zu⸗ eincthfac ege“e koͤn ite? Cs hat 9 aiot jändit bt esti h ; ſte w elches v nT ages stipe bia ieran a 4) ñ ti hen yfer ohi iae ali lein wi eweit dene ſel⸗ nfe a eal ben nicht zu annii en, fonden hen uns wieder atif die te peliat Genef u 1D auf dasjenige, wag wit allbereit en hierůber g ori haben: und úber i dieſese alles ift ja aller Welt? lugen⸗klar Erfahrun ben hierinn en ju ik 4 und offenbar, daß, wann der Mond ion hellem Wetter neu wird, man ſeinen gan⸗ tzen Cor per, nach feinen gangen U mkreyß„dure h eine duncke lei urige Mothe gar eigentlich unterſcheꝛden und erkennen koͤnne. Dah aber des Mot iden Corper ni icht ſtets alſo mit den? Augen erkannt werden mag, urſachet das zu ſehmende gewaltige Licht von der O. iten t alfo von uns: mit der heiligen Schrift feft gef telit, da E an un d vor fid bfe ſelbſten, ein Licht(nemlich ein ſchwaches und Sua les) ſey. 1. Cor. V. rf. Eine anii Klarheit hat die O, eine andere Klarheit hat der Y/ eine andere Klarheit haben die Sterne, dann ein&uͤbertrift den andern 184 Das Erſte Capitel. andern in der Klarheit. Hierauf fagi ae aroba gleich PDO on TA den in ihr ien Welt⸗Gei f om roh ihre Ausſtrahlung allen Corpern n mitthei⸗ fet, eben alfo wirft d rC, durch das Druͤcken u nD Treiben der O⸗Strahlen, den in ihm und durch die ausgebr pe n Welt⸗Geiſt, nicht wie die Qin ſchwefe⸗ lichter, ſondern in rSigen Oif her n Geſtalt/ als ein befeuchtendes geiſtliches Weſen, oder weiblicher Saame zur Aufſchwellung des falani ſchen Schwefels oder maͤnnlichen Saamens, zu Hervorbringung aller Geſch ſchoͤpfe, in allen drey Rei⸗ chen, durch ſeine nächtliche Strahlen wieder von ſich. Davon ein mehrers im erſten Theil vom S nachzuſehen. §. 33. Gleich hiebevor paben wir die Wuͤrckung des allgemeinen Welt⸗ Geiſtes durch die O und den(Corper gemeldet; da dann zu mercken, daß r gleich wie dieſer allgemeine Welt⸗ Seif überall n ur ein vfen affo aw hin allen nur einer⸗ ley ſey; dahero dann auch jole daß die Strahlen oder Ausſtieſſunge n fi owohl der © und G ats aud der Ynen ſchlechterdings nur einerley ſey paribre 3 Berge ftaltung aber in den Córpern nac h derfelben Çi igenſchaft verurſacht werde, als daß, wie es in der O ein Ay das ift;© merde, alfo merde es in dem C ein ſaltziges Vy fo doch in ihrem Cen tro nur einerley; dann ſonſten ohne dieſe Einſtimmung kein Geſchoͤpfe durch dieſelbe hervor gebracht werden koͤnte. leiha Bewandinip hat es auch in Anſehung dieſes Geiftes, in allen ſudlunariſchen C reaturen. Wann das Hert gals der Sitz ay A oDer A; und Das Gehirn, fo die igte ð Feucht tigkeiten verurſacht, nicht einerley Urſprungs und Weſens waren, könte der menſchliche Coͤrper nicht einen Augenblick beſtehen, oder zu feii wr Vermehrung ti n: alfo auch/ wann zwiſchen den mäͤnn⸗ und weiblichen Saamen⸗G eine Harmonie oder Ein- ſtimmigkeit, wuͤrden daraus in Crwigk eit keine Kinder gezeuget w erden moͤgen. Wobey wir noch ein wenig! beiter auszuſchweifen veranlaſſet wer an, nemlichy Gen, I. 2 6. 27. wird geleſen: Darnach ſprach GOTT: Laff et uns Menſchen machen nach D rai e nad h unſerm Gleichniß ꝛc. Und þar ibn gemacht zum Bilde feiner Vatur: Und ferner: Alfo ſchuf Gott den Menſchen nach lde, nach dem Bilde GOttes ſchuf er ibn,(Nach dem Bild und Gleichniß des Fiat, durch welches alles in den Himmelt nund auf Er⸗ erſchaffen worden:(ſiehe oben§. 19. bis 23.) NB. Hie wird das Wort Bild allein gebr uoi und das Wort Gleichniß aus gelaſſen: was nun vor ein Unter⸗ Seid zwiſchen Bild und Gleichniß? verſtehet ein jeder vernuͤnftiger Menſch ohne ſic, oder unſere fernere Auslegung; genug, daß hierdurch bedeutet wird/ daß die Bildniß ßoder Geſtalt des Menſchen dem Liat gleich gemachet worden, davon hie folgends ein meh rers. Maͤnnliches und— Geſchlechts ſchuf er fie. Dr 2T. Berg ſagt: Nach unſerm Bilde, nach unſerm Gleichniß. sim 29. Vers: Nach ſeinem Dild; nach dem Bilde Gottes, ſchuf er ihn. Da nemlich von dem Menſchen wie man ihn gaͤntz betrachtet, geredet wird/) männ⸗ HY v z = Q — (a F] EP a a ea ER an aiii igli y An U j g, Uny ON pn Wi unat Wath e e i palit enket y u fo an i gigih if ei TA pan Bon dem Lirfprung und Erzeugung des SHwefele. 185 männliches und weibliches Geſchlechts ſchuf er ſie. Nemlich, da von ihme nach der Unterſchiedlichkeit in ihme, zu ſeiner Vermehrung, geredet wird.) Aus welchen Sprüchen unwiderſprechlich erhellen will, 1) daß ein jedes Wort, Bildniß und Gleichniß, etwas beſonders ſehr nachdenckliches andeute: wovon wir den Liebhabern der Wahrheit im 22. S. allbereit genug geſagt haben. 2) Schuf er ihn; maͤnnlichen und weiblichen Geſchlechts ſchuf er ſie, aber will, daß wie! Ott Ein oder die Einheit iſt, alſo auch der erſtgeſchaffene Menſch Zin oder in einer Einheit befanden habe, welche Einheit doch alfo beſchaffen ge⸗ weſen, daß dieſelbe in einer Vermehrung ausbrechen moͤgen: darum ſagt der Text: Schuf er ihn;(den Menſchen in der eintzelen Zahl) da er aber ſagt: Schuf er ſie, ſtehet dabey, maͤnnliches und weibliches Geſchlechts, anzuzeigen, die dem Menſchen eingeſchaffene Vermehrungs⸗Kraft. Wie aber dieſe Vermehrung ge⸗ ſchehen ſollen, ehe der Menſch mit der thieriſchen Imagination durch des Teufels uj Liſt angezuͤndet, und dannenhero die Trennung der wuͤrckenden und leidenden Kraft in ihme verurſacht worden? iſt ein Geheimniß, ſo da in der Gleichniß GOt⸗ tes geſucht werden muß, in ſo weit ein GOtt ergebener Menſch durch den Geiſt Gottes in dieſer Sterblichkeit dahin gefuhret werden mag. Der allmachtige Gott iſt und bleibt die unbegreifliche Einheit, und wuͤrcket alles in und durch ſich ſelbſt; alſo haͤtte der Menſch, ehe er durch die Trennung Mann und Weib gewor⸗ den, ſich gleichfalls in ſeiner eintzeln Zahl Adam, in und durch ſich ſelbſt vermeh⸗ ren koͤnnen und moͤgen; wovon aber dieſesmal genug geſagt: ein mehrers kan der Liebhaber im erſten Theil vom S nachſuchen. §. 34. Wenden uns alſo wieder zu dem Urſprung des oberirrdiſchen und himmliſchen H, als dem wahren Lebens⸗Balſam aller Creaturen. Im erſten Theil vom Sʒiſt zwar allbereit ſehr vieles hievon geredet worden, dannoch wird folgendes dem Liebhaber zu vieler Erlaͤuterung des eiſten Tractats dienen. In ermeldtem Tractat haben wir geſagt, wie der allmachtige GOtt alles aus dem erſten Ausfluß ſeiner Majeſtaͤt erſchaffen habe, und daß dieſer Ausfluß ein geiſtliches Bunder, ſo da auch und v geweſen, nemlich anch und g. Es kan und mag aber die Furtreflichkeit und eintraͤchtige Weſenheit dieſes erſten Goͤttlichen Ausfluſſes, die menſchliche Vernunft, ohne beſondere unmittelbare Erleuchtung des Heiligen Geiſtes, in keine Wege begreifen, oder ſich ein Bild davon machen, es ſey dann im Gleichniß eines Worts. Der 148. Pfalm ſagt v. 4. Lobe ihn, du hoͤchſter Simmel! und du Waſſer! welches uͤber den Simmeln iſt. Dieſes iſt der erſte Ausfluß ſeiner glorwuͤrdigſten Majeſtat, das unermeßliche, unergruͤndliche und unerforſchliche Meer ſeiner Allmacht und Weisheit, AÆlch Majim Seigentlich das cryſtalliniſche Meer genannt,(ſiehe Fig. 6.§. 10. oben,) in welches die Goͤtt⸗ liche Majeſtät ihre ewige Guͤte unaufhoͤrlich einflieſſen laſſet, und von dannen zu allen geiſt⸗ und leiblichen Creaturen, zu derer ST und Vermehrung. yr {a er 186 Das Erſte Capitel. r Ausgang von der DreyEin ea Cin-DreCimigs Weer O, G A wmo y¥. ie Hand davon! ihr, die ihr mit groben noben Glrillen angefuͤllet fnd, indem von euren ſchmierigten Salben.„ſtinckenden A und tödrkechen Z, nicht geredet wird. Wir haben eſagt ì dieſe Æſch Majim ſeye eine eintzelne Dreyheit, welche tat eft in Der Geiſt⸗Welt, aus dem Kreyß Der Æ fch Majim bis zu dem Mittel⸗Punct aria Sonnen⸗Syttematis(das da im Anfang der Thron des Lichts, d des Sohns der Morgen-Roͤthe geweſen, nun aber der Mittel-Punct der Finſterniß geword Deny) durch die Schoͤpfung ſpecilice in ZS/ A und& offenbahr gei worden. Verſtehe dieſes als eine Gleichniß⸗Rede von unſerm bekannten O/ A und& hergenommen: wie dann dieſes von niemanden verſtanden oder erkannt werden mag, als nur von denen, welchen die wahre Schei dung des inwohnenden oe aller Coͤrper, von den$ rpern oder irroifehen Geſchoͤpfen, bekannt, oder ie da Durch den rechten Magneten,(verſtehe dieſes recht! es iſt das Enixum Uai⸗ Vertah le, nicht aber ein O Knixum, wie es die Glaß⸗ und Schmeltz⸗ Tiegel⸗Moͤrder ju mai chen sorna dieſes Leben oder Lebens⸗Balſam aller Creaturen,(auch der e der Welt · genannt,) fich zuwege bringen koͤnnen, welches fol⸗ tehen fenn wird. vorhergehendem§. haben wir geſagt, daß die Rleh Majim, oder ‘e Waſſer i uͤber den Himmeln, der erſte Ausfluß der ewigen G ottheit find, aug welchen t Diefelbe alles erſchaffen, nemlich alle in oder unter denſelben begriffene, ſowohl un als auch alle obere Welten, und derſelben eingeſchaffene Crea⸗ finen, Fig..9. 10. oben,)(dann mit den Geiſtern über den Himmeln, < als Die Sa Rere Dag al erheiligſte e Angeſicht GOttes, nemlich in ſeiner unbegreif— lichen Gegin värtigkeit feen y hat es eine gang andere Q PETTE und aus s denſelbe n, als einer uns unbegrei ichen Subtilität und Einheit in Drey, alles im Leben und Weſen erhalt. Dieſe feurige V ſind der uͤbernrdiſche und himmliſche D oder Lebens⸗Balſam, davon wir oben§. 27. zu reden erwehnt gehabt. Dieſe ertheilen ſich eoſtlich a Hen Kreyfend der Engel, dann denen obern Welten,(von den Stemſhen der Kreyß der Fix⸗ genai win und bleibet dieſer Welten Licht oder allgemeiner Welt⸗Geiſt, welcher ſich ſtets allen Welten und derſe lben Crea⸗ turen zu ihrer Erhaltung und Bermehrung einfióffiet y als der Æfch Maji m Kraft, oder Lebens⸗Balſam, nemlich, wann diefelbe erſtlich in den obern Welten, nach einer jeden Welt Weſenheit ecificiret worden/ daſſelbe Licht oder Welt⸗ Geiſt alsdann ferner, zu unfer m Sy ſtemate, des Tags durch der Sonnen, und des Nachts durch des Monden Strahlen, bis auf uns in unfere Erd⸗Kugel ſort⸗ fiefie, uw da fof nk les lebend un 5 wachfend mache. §.36. Zu E Ende des 34.§. haben tir geſagt, daß die wahren Lieb y Mago-C abbaliten und Theo ophis: Durdyden vechten M agneten ſich den ſo weit lauflig beſchriebenen geiſtlichen oder allgemeinen Lebeus⸗Balſam zuwege brin⸗ gÉ+t? yN i nn ft pii amt M xumi hjim, w pfd M begrifti fane Cw Hühmel, Abegreſ y j i W wi Ù nne W Aal Witi Quell Von dem Urſprung und Erzeugung des Schwefels. 187 gen moͤgen. Einem Natur⸗Geuͤbten iſt dieſes genug geſagt; andern ungeuͤbten aber, fo da eine Begierde zu Der geheimen Weißheit tragen, dienet zur Nachricht, daß dieſer Wunder⸗Schwefel in ſeinem erſten Weſen,(weilen uns die Alch Ma- jim uber alle unſern Begrif entfernet,) in keine Wege durch einige Kunſt oder Wiſ⸗ ſenſchaft von uns Menſchen zu erlangen ſey, ſondern nur auf die Art, wie er unſers Sylt matis Licht oder Welt⸗Geiſt, und in allen Geſchoͤpffen verborgen, und ihr Le⸗ ben und Erhaltung iſt; am allerleichteſten aber in ſeinem, ſo zu reden, unzeitigen Zuſtand, nemlich, da er die Eigenſchaft der Coͤrper noch nicht angenommen. Wo er aber alſo zu ſuchen und zu finden? ſolten wir wohl ſagen, konnen es aber die⸗ ſes mahl nicht anders andeuten, als daß es Durch einen Magneten, Knixum genannt, geſchehen muͤſſe. Wer die Kraͤfte der Begierde und Zuneigung verſtehet, wird ſich ſchon ohne eine deutlichere Anweiſung zu rathen wiſſen. Erkenne dich ſelbſt! Dem Weiſen iſt diß ſchon genug. §. 37. Ehe wir min den Schluß dieſes Capitels machen, werden wir ber Worte Gen. I. 26. Darnach ſprach Gott: Laſſet uns Menſchen machen, nach unſerm Bilde, nach unſerm Gleichniß ꝛc. Noch einmahl Erwehnung thun, nicht aber nach Schul⸗cheologiſcher Weiſe, ſondern cheoſophiſch und magiſch; nemlich von der Sigur oder Geſtalt des Menſchen, Hebräiſch Zélem genannt. Daß nun dieſe menſchliche Geſtalt nichtſchlechthin viehiſch, oder nach zierlichen Schul⸗Lerminis, Auimaliſch anzuſehen, weilen unſer verweßlicher Leib, dem Anſehen nach, viele Würckungen mit dem unvernuͤnftigen Viehe ge⸗ mein hat, ſondern iñ Engliſcher Geſtalt zu betrachten ſey; davon zureden iſt anjetzo unſer Vorhaben. Daß unſer natuͤrlicher Leib, als eine aus den greiftichen und ſichtbaren Elementen erborgte Behauſung unſers Geiſtes, Seelen und innern Ewig⸗lebenden geiſtlichen Menſchens, durch den natürlichen Todund die Verwe⸗ ſung vernichtiget, und in Ewigkeit, in der Geſtalt, Der dem Tode und der Fau⸗ lung unterworffenen elementariſchen Greiflichkeit, nicht wieder kommen werde, daran wird wohl kein vernuͤnftiger und wahrer Gottes-Gelehrter zweiffeln. St. Paulus, der Ehriſti Sinn gehabt, und uns denſelben erkläret hinterlaſſen, ſagt 1. Cor. 15, 44. Es wird geſaͤet ein natuͤrlicher Leib, und wird auferſte⸗ hen ein geiſtlicher Leib. Es iſt ein natuͤrlicher Leib, es iſt auch ein geiſtli⸗ cher Leib. v. 46. Aber das geiſtliche/ iſt nicht das erſte, ſondern das na⸗ tůrliche, darnach das geiſtliche. v. 48. Welcherley der irrdiſche iſt, fol- cherley ſind auch die irrdiſche, und welcherley der himmliſche iſt, NB. ſol⸗ cherley ſind auch die himmliſche: und NB. v. 49. Wie wir getragen haben das Bilde des irrdiſchen, alſo werden wir auch tragen das Bilde des himmliſchen. NB. v. 50. Weil Fleiſch und Blut, und alle aus denenſelben er⸗ zeugte Theile, als jenes Theologi ſchwartzer Bart,(mit welchem er wieder aufzu⸗ ſtehen vermeynte,) und andere nur zu dieſen ſinnlichen, nicht aber ins ewige Leben Aa 2 gehs- s 188 Das Erſte Capitel. gehoͤrige Theile und Gliedmaſſen nicht koͤnnen das Reich GOttes ererben; auch erbet das verweßliche lnicht das unve rwef fliche; als welches nur in das Juͤdiſche und Mahometaniſche, zur Fleiſches ⸗Luſt erſonnene Paradieß ge⸗ böret. — Sprüchen iſt klar und offe nbar, daß in unſ fever o Seel ein unfichtbarer Leib, als derſelben ei Daß der innere geiſtliche Menſch aus Dieven beſtehe, iſt aus der Schrift úbe: rall erweißlich, Menſchen, und von deſſen Seele mit Unterſcheid Hebr. 4,12. ſagt: Das Wort GOttes ꝛc. bis daß auch Gelencke und Marck. Und r. Theſſ. 5,23. — ~as Er ſelbſt aber der GOtt des Sriedens heilige euch gantz und gar, und NB. euer gantzer Ge ft famt der Seele und dem Leib, werde unſtraͤflich be⸗ wahrer auf die Zuk pufi unſers SErrn JEſu Chrifti zc. Wird alſo kein vernú tiger als nur die Poſtillen⸗Ritter, an di efer ain iuh daß nemlich C, der M ni ehrers it Defe uni aeg f 4 í Eno beftebe, jtveifelns daru m weilen ſie me atheils nichts wiſſen, als: fof hats der Herr Magifter nofter gef(gtu gek hret, Ergo. ſere Seele und d innere Menſch oder geiſtliche Leib hat feinen Urfprung aus ens Der son GoOtt unmittelbar eingeblafene Geiſt aber iſt eines mens, nemlich aus den Himmeln der Seifer über aller En⸗ dem Alch Majim, dem erſtern Goͤttlichen Au usfiuffi fer in t; ohi ne C E wſcke oder m aible Bifdune D por Dem Thron GOttes! i Ch ifto, als i in wele pem Goͤt ehen und zu erkennen ſeyn wird den 37. und 9.&.iſt unſer geiſtücher oder innere in derſelbe gleich o 2 rrdiſ t sarpe und ludah"e nach uſeren Gliedern Bildung um⸗ t nicht aik vi hometaniſch⸗ Paradieſiſc ſſen,) ſolches be⸗ weiſen die Worte Bildniß Gleichniß Gen. L 26. offenbar. Dag ferner die Engel, ja fe fbit die Cherubim und Seraphim menfehliche g Figur oder Geſtalt ha⸗ ben, zeiget die Hetli, A pt nemlich der F S r wa —— Ii — Sr en ae p: l Y * — —— OF pem b inn ak— er mit hndi che en Jüdiſhen Gleder menß y N l l Gedancken ar ngefu illten Lefer halber erinnern m ge Schrift uͤberall. Exod. XXV. 18. 19.20. wird der Cheru⸗ bim Geſtalt gedacht; Hieruͤber beſiehe Joſephum von den Juͤdiſchen Alterthuͤ⸗ mern, wie er dieſe Cherubim b beſchreibt. Ferner ſiehe Ela. VI. 2. Dan. VIL 15. IX. 21. X. 1I. 12.&K. I. 10. und in der Offenbarung faſt durchgehends. Kan alſo nicht gelaugnet werden, daß die Engliſche und in⸗und auſere menſchliche Fi⸗ gur eetris, Vintu c. biedu yf, fih, „Und yd, it Bip franga er ildi N ajut 1 fa fW pwe Jew o Vii ji Mi pih? qi Von dem Urſprung und Erzeugung des Schwefels. 189 gur nicht einerley ſeyn ſolte, es waͤre dann, daß die metaphyſicaliſche Grillenfaͤn⸗ ger mit ihren nichtigen Gruͤnden die Wahrheit uͤbertaͤuben, und behaupten wol- ten, es waͤren dieſes nur Scheine und angenommene Geſtalten der Engel geweſen, in welchen ſie denen Heiligen alſo erſchienen waͤren. Aber wie abgeſchmackt dieſe hochgelehrte non-eſlentialiſche Fratzen wider die angezogene klare Wahrheit Got⸗ tes beſtehen koͤnnen, wird ein Wahrheitliebender leichtlich begreiffen moͤgen. Alle Geſchoͤpffe begriffen unter dem Schamajim oder Eſch Majim, ſowohl geiſt⸗ als leibliche, tragen das Bild und Gleichniß des irrdiſchen und himmliſchen Adams. Die Engel als verklaͤrte geiſtliche Leiber; der Menſch aber nach dem Fall Adams, nicht allein in der leiblichen eloementariſchen Geſtalt, ſondern auch, gleich den En: geln, in gleichgeſtaltetem geiſtlichen Leibe, verknuͤpft durch die Seele mit dem von GOtt unmittelbar eingeblaſenen Geiſte, aus dem Anfang der Geiſter uͤber den Himmeln Æſch Majim, die da keine menſchlich Figuͤrlichkeit an ſich haben, in⸗ deme dieſelbe dem Anfang der Unfiguͤrlichkeit oder Ewigkeit am allernaheſten; darum auch, damit dieſer fürtrefliche Geiſt, mit dem gefallenen Menſchen(mit welchem derſelbe durch das Allmächtige Wollen GOttes in der Schoͤpffung un⸗ jertrennlich vereinigt worden,) nicht in ewigem Verderben bleiben muſte, hat Chriſtus der HErr unſer Fleiſch und Blut an ſich genommen, und in demfelben JANS den ewigen Rath Ottes, zu unſerer Erloͤſung erfuͤlet. Es muß aber allhier kein Spoͤtter mit der Frage aufgezogen kommen, nemlich: ob dann der innere Menſch der Kruͤppel, Krummen, Lahmen, der kleinen Kinder, lange oder Fur- tzen, groß oder kleinen Menſchen, gleichfalls nach derfelben Form gebildet ſeyn werde? die Antwort ſtehet Spruͤchw. Sal. XXVI. 4. Doch kan man auch den Natren vernünftig antworten, ob ſie auh weiſe werden wolten. Sagen demnach, daß wir, die wir der Herrlichkeit werden theilhaftig werden, jann auch gleich fenn werden feinem herrlichen und verklärten Leibe, nemlich IEſu Chriſti, in dem Maaß ſeiner Vollkommenheit, wir ſeyen gleich in dieſem Leben krumm lahm, klein oder groß geweſen, als welche Geſtaltniſſe nur lauter Wuͤrckungen des Geſtirns ſind, in den unordentlichen elementariſchen Miſchun⸗ gen, gewuͤrckt Durch Die Bilder der unordentlichen Begierden. S. 40. Gehen alfo weiter und fagen, Daf der Lucifer und alle feine Heer- ſchaaren vor ihrem Fall gleiche Figur gehabt haben, welche aber dieſelbe mit ihrem verlohrnen Licht gleichfalls verlohren haben; und ob gleich ein Teufel dieſem oder jenem Zauberer in menſchlicher und Engliſcher Geſtalt erſchienen,(wie dann Pau⸗ lus ſagt, daß ſich der Satan in einen Engel des Lichts verſtellen koͤnne, ſowohl der Scheinheiligkeit als der Figur nach,) ſo iſt doch jeder Zeit an ſolcher Geſtalt ein Mangel erfunden worden: ja es iſt dem Teufel nicht einmal muͤglich, weder ei⸗ nes zahmen noch graufamen wilden Thiers Geſtalt, ohne Ungeſtalt oder Vermi⸗ ſchung, an ſich zu nehmen, weilen er durch ſeinen Abfall, durch den Aa 3 te æ b S* swt 190 Das Erfe Captiei, tes auſſerordentlich und wider D Geftalt aler Geſchoͤpffe bezeichnet worden, alſo daß ſeine wahre Teufels Geſtalt oder Figur von keiner irrdiſchen Creatur angeſehen werden mag; dahero er ſich ſeinen Anhaͤngern in dieſer oder jener natuͤrlichen Ge⸗ ſtalt, wiewohl mangelhaft, zeigen muß. Seine jetzige Weſenheit beſtehet in der Unbegreiflichen Finſterniß, feurigen Kälte und kalten Feurigkeit, in abſcheu⸗ licher unertraglichen Geſtalt, von der geiſt⸗und leiblichen Natur gantz ausge⸗ ſchloſſen; wird uns in der Schrift durch die alte Shlang oder alten Drachen, vorgebildet. Doch hievon genug; wir laffen ihn in feinem erwaͤhlten Verderben, bis ſeine Zeiten erfuͤllet ſind, nemlich bis das Ende wird kommen ſeyn, daß Chriſtus der SErr das Reich GOtt, nemlich dem Vatter, uͤberantwor⸗ ten wird; wann er wird abgeſchaft haben alle Serrſchaft, alle Obrig⸗ zeit und Gewalt; dann er muß herrſchen, bis daß er alle ſeine Feinde unter ſeine Suͤſſe lege: der letzte Eeind aber, der aufgehaben wird, iſt der Tod. I. Cor. 1, 24. 26. 26.(nicht der zeitliche, ſondern Der ewige durch des Gatans Liſt eingefuͤhrte Tod,) und gaͤntzlich erfullet worden, was Offenb. 22, 3. geſagt wird: Und es wird kein Verbannetes mehr ſeyn. §. 41. Wenden ung demnach wieder ju Den Engeln und Menſchen, von welchen wir bey dieſer Gelegenheit, noch etwas von ihrer Speiſe und Nahrung erinnern wollen. Im 78. Pfalm v. 24. lieſet man: Und auf ſie hatte regnen laſſen das Man zur Speiſe, und ihnen Simmel⸗Rorn gegeben hatte. Und v. 27. Alſo daß ihrer ein jeglicher Brod der Starcken aß. Item Pſalm rof; 40. Und er ſaͤttigt ſie mit Simmel/ Brod Lutherus dollmetſchet Pſalm 78, 25. Sie aſſen Engel⸗Brod: Und B. der Weißheit im 16..20. ſtehet: Dargegen nehrteſt du dein Volck mit Engel· Speiſe, und ſandteſt « ibnen Brod bereitet vom Himmel ohne Arbeit⸗ welches vermochte aller⸗ ley Luſt zu geben, und allerley angenehmen Geſchmack ꝛc. Anzuzeigen die geiſtliche Speiſe Chriſtum JEſum, das wahre Himmel-Brod, zu Erhaltung unſers Geiſtes und Seele; und alſo folle auch unſer innerer geiſtlicher Leib/ der wah⸗ re Adam, im ewigen Leben mit der Engel⸗Speiſe geſaͤttigt und erhalten wer⸗ den. Daher ſagt der HErr Chriſtus Matth. 8, 11. Ich ſage euch, viel wers den kommen vom Aufgang und vom Niedergang, und werden mit Abra⸗ ham und mit Iſaae und Jacob im Simmelreich zu Tiſche figen. Und Luc. 13, 29, Und es werden kommen vom Aufgang und vom Niedergang, und von Mitternacht und von Mittag, die zu Tiſch ſitzen werden im Reich GOttes ꝛc. §. 42. Angezogene Spruͤche duͤrften zwar keiner Erklaͤrung bey denen, ſo bie Schrift in Einfalt des Hertzens mit bruͤnſtiger Begierde, die Weißheit und Wahrheit GOttes in derſelben gu ſuchen, durchleſen: allein die Meiſter Der Schrift, welche das Wort GOttes nach ihrer hohen Gelehrſamkeit, und ſon⸗ derlich Hadeta en d EEANN fle Ohri eindelhte teth, Ni Gii ait z niht k⸗ ) ahw A eben bati ma Dolit m 16 Aa nò ain odre aln nuguent upat ip DW hali W a vW mit AN A jeugn padu M yon gipio guile W p W m wii Von dem Urſprung und Erzeugung des Schwefels. roz derkich nach der vermeynten unverwerflichen Autoritaͤt ihrer Vorgaͤnger, dem Menſchen ſo und nicht anders(obgleich des Heiligen Geiſtes Bewegung, Licht und Trieb hiedurch beleidigt, und unkräftig erkannt werden ſolte,) zu glauben aufbuͤr⸗ den, werden uns mit der Ungeſtuͤmmigkeit ihres Anſehens anfallen, und ſchreyen: nemlich, das Reich GOttes beſtehet nicht in Effen und Trincken„Röm. 14, 17. ohnerachtet ihrer gar viele ſo fuͤrtrefliche Liebhaber von dieſer zaͤrtlichen Pftege und Maäſtung ſind, und dannenhero ſo emſig nach denen wohlaustraͤglichen fetten: Pfruͤnden und Pfarren trachten, laufen und rennen, die armen Kirch⸗Pflegen aber wohl ungeſucht laſſen; ſondern ſingen vielmehr dem Epicuro nach: Iſt, trinck und leb im Sauß, nach dem Tod iſt alles aus. Wahr iſt es, daß⸗ das Reich GOttes nicht in leiblichem Eſſen und Trincken, gleich in dieſem zeitli⸗ chen Leben, zu Erhaltung dieſes ſundlich- verderblichen Fleiſches beſtehe; daß aber auch in unferer irrdiſchen Speiſe und Tranck, gleichſam als in Vehiculis, die engli⸗ ſche Speiſe zu Stärck⸗ und Erhaltung des innern Menſchen verborgen nnd enthal⸗ ten, wird keiner leugnen koͤnnen, der das wahrhafte Licht erkannt hat. Je mehr unſere natuͤrliche Speiſe und Tranck von GOtt dem Allmachtigen mit gemeldter VY N Engels⸗Speiſe oder verborgenem Manna geſegnet, je beſtandiger, kräftiger und dauerhafter wird auch des Menſchen Geſundheit befunden, und erfuͤllet werden, was Moſes Deut. VIII. 3. ſagt: Auf daß er kund thaͤte, daß der Menſch lebe nicht vom Brod allein, ſondern von allem, das aus dem Munde des SErrn gehet, lebe der Menſch: Und was der HErr Chriſtus Matth. 4,4. dem Satan vorhaͤlt, da er ſpricht: Der Menſch lebet nicht vom Brod allein, ſondern von einem jeglichen Worte, das durch den Mund Gottes ausge⸗ het; bis ſeine von GYtt beſtimmte Tage erfuͤllet, und er der Sünden Sold em⸗ pfangen, nemlich, durch den leiblichen Tod die unflätige Huͤtte des Fleiſches, in welche Adam, durch des Lucifers entzundete Ilnagination, gekrochen, wieder abgelegt und gaͤntzlich verlaſfen habe. g. 437. Wun mågte man aber gern wiſſen wollen, worinnen dieſe engliſche Speiſe dann beſtehe? und wie derſelben Nieſſuug geſchehen werde? Hievon in un⸗ ferer Sterblichkeit zu reden, ehe wir uns ſelbſt in unſerer geiſtlichen Geſtalt geſehen und erkannt haben, iſt ohne eine ſonderbare Offenbahrung des Heiligen Geiſtes, tumalen in heiliger Schrift nichts klares und ausdruͤckliches hievon zu finden, wohl nicht moͤglich: muͤſſen uns alfo mit demjenigen Liht vergnuͤgen, fo ung bis daher vorgekeuchtet. Indeſſen iſt uns das in der Wuſten vom Himmel gefallene Manna, wodurch die Kinder Iſrael 40: Jahr geſpeiſet worden, und welches alen Geluͤſt threr lüſternen magination vergnuͤgte, ein füͤntrefliches Fuͤrbild dieſer engliſchen Speiſe, in unbegreiflicher Gottlicher Vergnuͤglichkeit. Ein mehrers ſiehe unten Cap: LH. f. 4. und ſchlieſſen alſo dieſes Capitel. Das Wade J — Das II. Capitel. Von dem Nutz und Gebrauch des himmliſchen Schwefels. $. L chwefel⸗Hoͤltzlein oder Faͤden machen zu lernen, wolle in dieſen Schriften niemand ſuchen, indem von einem gantz andern Nutz und Gebrauch ge⸗ redet werden wird, als von dieſer alten Weiber-Mechanic, und der Grind-Salbe, oder wie der von den Gold⸗diebiſchen Alchymiſten und ihren Zunft⸗Genoſſen heraus gepreßte ſo genannte Spiritus aus dem A zu machen ſey? In dem vorhergehenden Capitel iſt von zweyen Schwefeln, dem himmliſchen und irrdiſchen, geredet worden; anjetzo wollen wir von dem Gebrauch des himmli⸗ ſchen, ſo viel uns durch die Gnade GOttes davon bekannt iſt, reden. Daß der himmliſche& ſowohl, als auch der irrdiſche, die Urſache der Gerinnung, und folglich der Leiblichkeit ſeye, wird kein wahrer Natur-Kundiger leugnen koͤnnen; die wahre Scheide⸗Kunſt lehret ſolches oſſenbahr, da man nemlich die Coͤrper ohne Feuers⸗Gewalt(oder die fo genannte, zerfreſſende, Hollen-maßige Men- ſtrua, nicht ſcheidet, ſondern durch Hencker⸗maßige Marterung zerſtoͤhret,) aufloͤſet, und wieder zuruͤck bringt. §. 2. Wie bemühen und quäaͤlen ſich doch die arme Gold-gierige Sudel⸗ Koͤche nicht, ein Menſtruum zu finden, um das O und alle andere Metallen im Grund aufloͤſen zu koͤnnen, und andern Theils die fluchtigen Corper feſt zu ma⸗ hen? Ja man findet bey ihnen hieruͤber ſo viel ſeltſame wider die Natur laufende Proceſſe, von ſo ſeltſamen wider einander ſtreitenden Dingen, daß auch die Thor⸗ heit ſelbſt dergleichen nicht naͤrriſcher erfinden koͤnte, alſo, daß man mit dergleichen beſchmierten Papieren, einen gangen Winter hindurch, einer gangen Garnifon die Stube heitzen koͤnte. Ja es iſt kaum zu beſchreiben, wie vied© und D durch ſolche hölliſche Marterung nicht allein gantzlich zerſtoͤhret und durch die Camine gejagt, zum Theil auch unter dieſem Vorwand, ohne den Wunder⸗Stein des noch nicht gefundenen Zeiſichen⸗Neſts, durch ihre Diebs-Klauen unſichtbar ge⸗ macht worden. Ware ihnen die Natur bekannt, wuͤrde ihnen ihre Thorheit bald offenbahr werden, und würden ſehen, wie gar ein anderes Weſen dieſes allge⸗ meine aufloͤſende Ding ſey? auch daß daſſelbe gar kein zuſammengeſetztes, ſondern das a sp D y g 6 Syn f yht W ki o hwi N hont i Von dem Nutz und Gebrauch gaess naite 193 das allereinfachſte Aai 3 den zuſammen g eſetzt Zahlen theil if n mag: es mit die jenige 7 fo Da einen 1 n iſchen Leib ode eh a Woeſ fen auf allereinfaltigſten Einheit b eb muͤſſe, damit es allen Elementen und derſelben Theilchen in d der Zuſammenſetzung ange nehm, und affo ein jedes im erſten Blick, ar Derer aller Anfang, ohn eintzige Gewalt durchge beny und wie⸗ der in ihre unzeitig gO: ſealtoder Embryonität zuruͤck bringen koͤnne. Wir ſagen b nn in ihre erftere von GOtt ausg:gangene Einheit die⸗ £ ; ft verborgen bleibt, indem dieſe Aufloͤ⸗ er allmaͤchtige—Ott gantzlich vorbehalten hat, auf den grof n AS des Gerichts zum Urtheil, und auf die Beit, Die Efa. LXV. 17. Dez ſchreibt: Stehe! ich will einen neuen Simmel und eine neue Erde ſchaffen, alſo, daß man der vorigen í Dinge nicht mehr gedencken wird, noch ſie zu Sertzen nehmen. Und 2. Petr. 3, 13. Wir warten aber nach ſeiner Ver⸗ heiſſung eines neuen Simmels und einer neuen Erden, in welcher Gerech⸗ tigkeit wohnet. Berner Offenb. 2 1, 1. Darnach ſahe ich einen neuen Sim⸗ mel und eine neue Erde: dann der erſte Simmel und die erſte Erde war vergangen, und das Meer war nicht mehr ꝛc. wie dann dieſes Capitel ferner mit allem Siig gu betrachten. S Was wir in vorhergehendem 8 geſagt, iſt einem N atur⸗ Geuͤbten ſchon genug, einem Goldmacher aber, und ſeiner Zunft noch gar nichts geſagt: Dann roeil D diefe den Worten Chriſti, unſers Hehlondes£ ichts und Lebens, Matth. 6, 33. gerade zuwider handeln; nemlich das: Crachtet am erſten nach dem Re id GOttes und nach ſeiner Gerechtigkeit, ſo wird euch diß alles zugegeben werden; gaͤntzlich u mkehren, und erſtlich nach dem< Berganglicheny und, den Geitz zu fátti igen, nicht einmal tüchtigen Golde, eher als nach der Er⸗ kaͤnntniß G0ttes, und wie er ſich ſo herrlich in ſeinen Geſchoͤpfen offenbahret, trachten; bleiben ſie ohne alle Erkänatniß ſtockblind, und Leiter des blinden Gei⸗ tzes, bis ſie allerſeits in die Grube des zeitlichen, und, leyder! auch gar zu oft des ewigen Verderbens fallen. L. 4. Daß beyde der himmliſche und der irrdiſche ein Licht, und folglich ein Feuer, der erſtere ein erquickendes und lebendigmac hendes Sicht und A, alfen Creaturen angenehm und erfreulich, auh ihr Leben und€ rhaltung, der andere aber ein widriges Hoͤllen⸗farbiges, ſtinckendes, allẽ irrdiſche Geſchoͤpfe in eine todte Aſche zerſtoͤhtendes Eriges Licht ſeyen, wird man aus alle dem, ſo hiebevor geſagt, zur Gnuge verſtanden haben. Der erſtere iſt ein gantz einfaches Weſen, ungeachtet er A und& bezeichnet; der andere aber ein zuſammengeſetztes, ei⸗ ner Saltzigkeit, durch das rS e diſche zuſammen geron⸗ nens { 194 Das Zweyte Caypttel. nen; und peil diefe falkige ShltimgFeit aus einem groben Y ial-y beſteht fan der iurdi khe die Coͤrper zwar in die allerkleinſte Theilgen, ſowohl im naſſen, als tro⸗ ckenen Weg, angr nichten aber in gemeldten Stand S. z. aufi: hſen. Dier aus werden die Quackſalber erkennen, wie erſprießlich Der paT A Balſam und andere ſchweflichte Schmieralie n Dem meni ſhliche n Coͤrper feyn mui uffen. Was aber nun das wahre aufloͤſende Weſen vor Eigenfibaften haben muͤſſe, haben wir hie und da ſchon ziemlich weitlauftig geſagt; wobey wir aber noch erinnern muͤſſen, daß daſſelbe auf gewiffe Art, an und vor ſich ſelbſt, eine allgemeine Artzney ſeye: wir ſagen: auf gewiſſe Arts dann in ſeiner reinen unlpecificirtel Weſenheit wäre “eg warlicdh ein K, ſo unſern irrdiſchen Coͤrper gantzlich au floͤſen wuͤrde: wann es vaber ſpecificiret, und uns in der Geſtalt Aphar, des ia 45 zu Handen be “men y und in feinem eigenen falhigen Mercurial- Baſſer in ſich ſelbſt aufgeloͤſt «worden r ift eg Dag rechte Aurum AXR wornac h f ſo viele geſcuftz cty roe ſches “abe y pon fo wenigen gefchòpfet worden. Dieſes iſt epal und der Tranck, “urh welche Elias r. B. der Koͤnige 19, 6. von dem Engel geſpeiſet und getraͤncket 5 wurde/ daß er 40. Tag und 40. Näͤchte, bis zu dem Berg GOttes Horeb, ohne elementariſche Speiſe und Tranck, wandeln Fonn: en. Es iſt der Trunck 4. B. „Efdr. 14, 47. den derſelbe Eras aus dem Becher voll V, an Barbe gleich wie “A, getruncken Die Speiſe, durch welche Eh iſtus der HErr in der Wuſte 40. Tag und 40.“ Nachte in ya er iner Ber fu: chung erhalten worden; wie “er Dann des Gatans Verlac uNg y(al s welchem die Speiſe des Lichts nunmehro „gantz verborgen war,) den Spruch entgegen gehalten Deur. Viil. 3. welcher nach dem Grund⸗Text ii lautet: Der Menſch lebet nicht vom Brod allein, fondern NB. von allem, das aus dem Munde dres SErrn gehet,l ebet der Menſch ꝛc. Wobey man aber die nde Worte Deut. zugleich wohl be⸗ trachten muf, weke he alſo lauten: Dann er demuͤthigte d dich, un d lieſſe dich hungern, und ſpeiſete dich mit dem Man, davon du nichts gewuſt hat⸗ teſt, und deine Vaͤtter hatten auch nichts davon gewuſt:(ſiehe Cap. 1. §. 41. bis zu Ende dieſes Capitels.) §. 5. Es moͤgte uns aber bey dieſer Materie wohl ein naſeweiſer Spoͤtter fragen: weilen wir von diefer Sache als etwas ung fehr bekanntem redeten, ob wir dann daſſelbe haͤtten? oder, warum wir uns dergleichen nicht ſelbſt bereiteten? in⸗ dem ja in dieſer Sterblichkeit nichts fuͤrtref lichers gewuͤnſchet werden moͤgte, als dieſes Kleinod, zur Erhaltung langen Lebens und Geſundheit? Einem ſolchen ant⸗ worten wir erſtlich: Ein anders iſt wiſſen/ ein anders koͤnnen und beſitzen. Wie ein Schuhmacher ſeine Schuhe macht, far nt dazu gehoͤ rige n Materien und Werck⸗ ieugen, kan einer oridi und vollkommen wiffeny darum aber eben noch Feine Schuhe machen: Ferner kan einer gruͤndlich verſtehen, wie ein Acker durch den Pflug gepfluͤget, gedunget, Weitzen darein geſcet und geeget werden Ra auch aia o ar S N gdm; W m! 3. WN rod alni A Hnt ) lieſt Mi wot ih u. Von dem Nutz und Gebrauch des himmliſchen Schwefels. rss auch mie wr Wen, nach dem er reif geworden, durch die Sichel und Senſe abgeſchnitten oder abgemä ihet, in die Scheuer geführet, oan, gemahlen, geſauret, geknetet und zu einem Brod gebacken werden muͤſſe; da man aber weder Haus, Hof, Acker, Sh euer noch Backofen hat, und alſo alle dieſes Wiſſen nicht in dieUbung bringen kan, hindert dieſes alles doch der gruͤndlichen Wiſſen⸗ fai aft im geringſten nicht, warum wir einem ſolchen Klüglingfagen folten: warun wir dieſes oder jenes nicht viel eher ſelbſtthaͤten und mach ten, als nur davon ſchwaͤtz⸗ ten? Thor! haſt du noch nicht acht gehabt, wie Wüln decbeeke der Allmächtige GHtt ſeine Gaben austheilet? dem einen gibt er das vollkom nene W iffe: Pi andern fi chlechthir das Vermoͤgen, dieſes oder jenes zut thun, i ohne J ˖ fiche Erkänntniß und Wiſſenſchaft derer Dinge, ſo ſeinem Thun und Ge eſchäfte noͤthig. Zum& rempel ein Schuhmacher mac chet ſeine Schuhe von Leder„def⸗ ſen Bereitung ihme bekannt; weiß aber ſo wenig des Thieres(de ipon die Haut zu fein em Seder genommen) wefentlihe Eigen ſchaften, als wir anjetzo von Des Sine⸗ ſiſchen Kayſers Geheimni ſſen wiſſen. Uber das ſind wir nicht ſ. boöultie, jemanden Red und Nnti zu geben on demjenigen fo wir hierin gethan haben moͤgten, oder da GOtt Leben unde heit verleyhet, men gefonnen jind. §. 6. Es mwoͤgte aber ein folhar noch ferner fr age n: warum wir dann die Sache nicht deutlicher ſchrieben und offenbarten, damit es ein jeder verſtehen und begreiffen könte, wie? wo? und auf was Weiſe die Materie, oder beſſer, das Weſen dieſes allgemeinen au flöͤſenden Dinges(welches mir por jeko den G de Weiſen, vorher aber has E und nachhin auch den der Weiſen nennen werden,) zu bekommens auch wie es zu bereiten, damit es das ſo hochgeruhmte Aurum bo⸗ tabile werde? Gewiß, der rdre woh auslachens werth, der einem faulen Schlin⸗ gel den bereiteten Brey vorſetzen, und denn, wann er ſelbſten zu eſſen ſich nicht H muͤhen wolte, ihme denfel be noch dazu ins Maul ſtriche. Doch damit einem ſol⸗ chen in etwas auf ſeine Frage ein Genuͤgen geſchehen moͤge, wiewohl allhier der Spruch Prov. XXVI. 5. genug wäre, nemlich: Antworte dem Narren nach ſeiner Narrheit, mnf daß ß er ſich nicht důncke weiſe o: fo wollen wir doch mehr den Wahrheit⸗liebenden als ſolchen Thoren hierinnen gefallig ſeyÿn. Man betrachte demnach nur, wie die reinen Sonnen- Strahlen fich an verſchiedenen Urten in moraſtigen Fah nN und daſelbſt theils einen natuͤrlichen L, an andern aber allerhand Arten Stein- Kohlen, und wieder an andern Dr- fen einen X Turf oder Mood, zum oͤftern au$ einen guten Eiſen⸗Stein zeugen: welche velſchedenes Arten der Apon der Ta Aphar aus ÆEſch-Majim, nach der be⸗ ſondern 8 Pooificatio u, ſo teit entfernt als Rii cht unD Finſterniß, und dat nno in ihrem innerſten eben derſelbe rothe A Aphar feye. Wer nun Verſtand hat, der mercke hierauf, und auf dasjeni ige, ſo wir Aberatii erſten Theil vom© hievon geredet haben. Wer dieſe des O und deg D Würckungen verſtehet, wird auch Bb 2 leicht vi Das leicht begreiffen, was in dieſem Theilr om Cap geſahl worden; er wird h durch die Gleichheit der Sachen das Enixum, WOED man dieſee f Wunder⸗Sch wefels Alch Majim, der auch zugleich S und&, und eben das, was wir ſtets ge ſagt, ift; habha werden koͤnnen? i Nun wuͤſten wir wohl nicht; wie wir es À den emſiger nLiebhabern deut⸗ l itten fa igen könne n, dann um die Thoren bekuͤmmern wir uns nicht: was ferner die Bereitung aa langt, fo Fón te voriges Gle ichniß Lichts genug geben.| n aiaa Wir haben geſagt, daß ſich der Ound des Y Strahlen in den ſaltzig⸗moraſtigen aſſern coagulren und lieblich werden, warum aber nicht auch in hellen klaren ine letti igte Schleimigkeit in ſich haben? Warum? demſelben ich, ſo wird dir die Erkaͤnntniß von Erzeugut ig der N Netal- f 4 finer lien in dem Eingeweyde der Erden gang Flar und offenbar CuM| i Mi EaR de wa beſſer verſtehen, was wir im erſten Theil vom S;-n I.§.2 l k N folg. albereit hier von geredet haben. Dann die uns vor Augen liegende Wi a 4 gen führen und leiten uns zu den verborgenen Geheimniſſen der Jatu. Vorher im erſten Ce lhe aben wir ge faatr, daß menſchliche Kung und N Biffe nſchaft das /oder erſten 2 Aue slup Gsttlicher Majeſtaͤt, daraus dieſelbe Heillge S chrift ein Nichts genannt wird weilen es uns nd Einfaͤ akigkelt mit keinem Namen in unſer menſchlichen& t magy k ah werden koͤnnen; ſondern wie es durch den iech die Sternen⸗Ausfluſſe hie und da, und mo man y fich gezogen y oDer wie man ſonſt will, ge⸗ ſch a nd wilde Thiere mit allerley Gat- t in Gruben; das Waſſer ſchöpft ) G en mit allerley Gefe und wie ebraucht cht ehe man ein reiffes Weitz en⸗Koͤrn⸗ eubter und e abrit S S aar. weiß y` Wi ieni gen i ju ge⸗ ; Wild an gewiſſe ihn fa 18 ye nicht felten gewiſſe zu locken ſonder rn erigkeit im N A E da Bem i zu fich. Cin caleinirter$ „Mit ber alles aber die Bereitung ar verur fa cht/ als ein Wunder 2 Št h T R ſucht merder tungen ch HER o Ar beit g nniht o a aez Sp r und ems Auffaße p i peri ahl der Geheim⸗ if Wort faſſet nicht je erman, wer es foen n Fan der SR fif A aa na und sa S der Natur ser Dif $! Matth. Oy Is W zas der Do onner, KHIB, Weiſen vor Anleitung zu hohen B Betrachtungen geben? if SDan Fugen gar orgen. Sapienti fat. Durch die Gleichheit und Sym——.— mag man Abweſende, Verwundete und Krancke heilen und geneſen machen, gleich wie Von dem Nutz und Gebrauch des himmliſchen Schwefels. 197 wie durch die Widerwaͤrtigkeit oder Antipathie viel ſchaͤdliches gewuͤrckt werden kan. Doch bis hieher, und vor jetzo nicht weiter! £. 9. Wi der auf die Bereitung des vorgemeldten allgemeinen aufloͤſenden Mittels zu kommen, ſo iſt hierinnen ſchlechterdings nur ein Weg. Die Weiſen ſagen; ſolvire und coagulire; nemlich, wann man das hat, wovon vorher geredet/ und welches wir im erſten Theil vom S dem roth⸗ und weiſſen, Oriſchen und Dari- ſchen, auch maͤnn⸗ und weiblichen A in dieſem Tractat aber den uͤberirrdiſchen oder himmliſchen und wahren Lebens⸗Balſam aller Creatur genannt haben. Dieſer Hloͤſet ſich in ſeinem eigenenſaltzigen&ial⸗Waſſer, und alsdann iſt er dag wahre OPotabile.(ſiehe oben§..) Aber ach! wie rar iſt dieſer Paradieß⸗Vo⸗ gel! Dieſe Wunder⸗Artzney vermag nun alle Gebrechlichkeit und Kranckheiten unſers Lebens, bers zu ſeiner beſtimmten Zeit,(d. i. da es noch Lap. p. und Durch die Fermentation noch keine Tinctur geworden,) nemlich bis deſſen Gliedmaſſen (gleich den Raͤdern und ihren Zaͤpfgen in einer Uhr, die da abgenutzt und ſchlott rich geworden, alſo daß dieſelbe zum Stellen und Aufziehen nicht mehr tuͤchtig,) nicht mehr faͤhig, dieſen edlen Lebens⸗Balſam zu ſeiner Erhaltung und Bewe⸗ gung an ſich zu halten. L 2. Vorgemeldtes hohe Wunder⸗Geheimniß, deſſen Fuͤrtreflichkeit, Kraͤfte und Tugenden nicht genug geruͤhmt werden moͤgen, iſt ein rarer Vogel, wie wir kurtz vorher geſagt haben, und ſind deſſen nur wenige ſonderbare Heilige theilhaftig worden. Im Alten Teſtament lieſet man nur von Moſe, Elia und Esdra, und im Neuen Teſtament wiſſen wir von niemand, als von Chriſto un⸗ ſerm Heyland nach ſeiner Menſchheit in den Tagen ſeines Fleiſches zu reden; an⸗ dere nach dieſen ſind unbekannt; die ſich aber deſſen ruhmen, duͤrffen bey wahren Mago- Cabbaliſten und Theoſophis wohl keinen Glauben finden. Weilen nun $ dtes fo gar ſelten, ſind die emſige Liebhaber, durch die vor Augen liegen⸗ de Wuͤrckung der Natur, auf einen andern Weg gerathen, nemlich, ſie haben dieſes SolvV ens in demjenigen Grad genommen, dars ſchon gleichſam ein Specifica⸗ tum geworden, ein Waſſer und doch kein Y, weilen es zwar auf gewiſſe Art naß, doch aber nicht netzet, vielweniger im vſpratzelt, wie das gemeine A, ſondern ſich gar mit den Metallen ſchmeltzen und vereinigen laſſet; wie es aber eigentlich zu nen⸗ nen? wiſſen wir ſelbſten eben nicht zu ſagen, und alſo gehets auch dem Bauer und Ackers⸗Magn, obgleich es dieſer ebenfalls ſehr wohl kennet, weil es ſo allgemein, und ohne daſſelbe keine Creatur leben oder in ihrem Wachsthum befoͤrdert werden J; Daher man es wohl durch dag Gleichniß des(Hebraiſch Néter) vorſtellen moͤgte, indeme das Néter zu dem Reinigen und Waſchen der Coͤr⸗ i ` eſondere Kraft haben muß, wie aus Jer. 2, 22. erhellet, Da der Prophet ht: Wann du dich gleich mit Neter wuͤſcheſt und brauchteſt dir viel Dieſes ungenannte Weſen nun,(wiewohl es jedennoch gar zu oft Bb 3 deutlich Das Zweyte Capitel. deutlie ch. genug Pa mit dinem£ Embryon vereinigt t, oder mit und in einem ergleik pen A aufgeloͤßt, und durch das A der Natur wieder vereinigt, und zu ei⸗ nem fé hwefl Er rp then Pulver figirt oder gefot, iſt dasjenige, ſo ein wahrer Mago- Cahbaliſte und The sofophus zuwege bringen fan, und wodurch verrichtet werden mag, was demſe ben wiſſend.€s if t dieſesd das hoͤchſt te Gehe imniß in der Aetzney ⸗K ge unſt, ſo alle Kranckheiten heilet, und den Menſchen bis zu ſeinem be⸗ ſtimmten E⸗ de erhalt: ſo bald aber dieſes fir e rothe Pulver oder Stein der Weiſen mitO ferme nrirt wird, iſt derſe lbe keine Artzney mehr. Ein O botabile iſt es, da es noch in gewiſſem Grad, und loͤſet ſi⸗ h alsdann in allen Saͤfte en auf, nachdem es ge shey ifteg der nief Hein, welches d 10 rtragen kan, ern feſten 05 pen dienlich. Re erei wn INR 19 get mel dten Wborten, n, vo Fon om men begriffe Allhier aber koͤnne nhwir nic cht tati"n hin, ein ra 10. 4 A eniges zu reden vond ene, welche auf den Irrweg gerathen, und vermeynet, w{Dag meti che O nechſt i mG(man aape dber cht ver ſtehen,) das allerfeſteſte und beſtaͤndigſte We⸗ ſen, daſſelbe muſte nothm 050 as rechte a Ta mzu dem wahren hohen© Po- tabili, ja woh hpi{ gar zu ihrem Stein Der IG fen ſeyn. Allein wie weit hierin vom Ziel geſchoſſen iſt Aaa Da pani das O, durch das gewaltige irrdi⸗ ſche zerſtorende A, aus feiner Matrice oder Minera getrieben, und dadurch des all⸗ gemeinen ¥ faſt gäntzlich beraubt worden, iſt au fer allem Zweifel; indem dieſer von keinem alsf feinem eigenen A feſt gemacht und gehalten werden mag. Iſt auch lich, daß das cörperliche Z, ohne das 9 des erſten Urſprun gs/ da es an⸗ noch Eins im Dreyfachen, in ſeine er TEE gebracht werden moͤge; indeme dem O durch dieſes Wunder vy Der d urch da si cdifche A megagetriebene Y allein ter ein ſo edles und fuͤrtrefliches O Portabile werde n. S rr Das córperliche O, wannes in Dieallerfleinte T heilger o eintzig corroſiv gebracht worden, dient ſchon vielen ſchweren Gebrechen, wie allen erfahr⸗ MARIES Ariat aperi ſonderlich d denen choleriſe hen ſchwefelichten, arlenicali⸗ ſchen und alcaliſchen Gebrechen, gleich wie das auf gleiche Hrt zubereitete D allen Kranckheiten, deren Urſprung Salino“ tartariſch, ph legmatiſch, u. d. g.(wobey wir noch dieſes ſagen muͤſſen, daßd durch die Eini fral ung Der O in ein gewiſſes x⸗ daſſelbe v dahin gebracht werde, daß der Krebs und alle Fiſtul⸗Schaden gruͤndlich damit wieder e erſet zet werden kan. nmuͤglich, das Oin ſein allerer⸗ ftes Weſt fen; iah brin gen, inde! j P Menſtruis ewig unmoͤg⸗ iih, dem Ovorgem eldten jegang uer N, Eheaberd as Odurch das elemen⸗ tariſche zerſtoͤre=a coͤrperlich geworden, und noch ein Embryon iſt, mag daſſel⸗ be durch des Kunſtlers Par 1D, wiet soroemapr„durch das rechte Solvens viel leich⸗ Von dem Nutz und Gebrauch des himmliſchen Schwefels. 199 damit zu heilen, und wird dem Gold nur ein weniges an ſeinem Gewichte durch dieſe Zubereitung benommen;) dann Hitze und Kalte find die Urſachen aller Verwirrun⸗ gen und Kranckheiten unſers Leibes, nemlich Cholera und Phlegma, und wer dieſe wahre Principia gründlich beobachtet, wird in feinen Curen: nicht ungluͤcklich fah⸗ ren. Wie nnn aber das Gold und Silber ohne das allergeringſte dazu kommende zerfreſſende Weſen, ſo aufgeloͤſt werden moͤge, daß es nicht wieder zuruͤck zu brin⸗ gen? moͤgten vielleicht die armen Sudel⸗Koͤche gern wiffen wollen. Dieſes nun will ich ihnen hiemit wahehaftig, gantz deutlich, ohne verdeckte und hohe Worte vor⸗ ſchreiben und offenbahren: Erſtlich ſage ich euch, daß ihr eurer wunderbaren und ſeltſamen Oefen, nach Wütmen und Schlangen kormirten Dittilhr⸗Gefaſſen, Retorten, Kolben, Phiolen, Pelicanen, philolophiſcher Eyer, und wie die nar- riſche Dinger ſonſt alle heiſſen, vielweniger eurer ſo ſeltſam bereiteter Saltzen und Jaſſer icht şt f`t À VI.(saa aa rofog Hollen⸗ſcharfen Waſſern nicht noͤthig habt. Ein hoͤltzerner Olen,(nehmet dieſes nicht als etwas ungereimtes an,) wenige Kohlen, ein glaſerner Kolben, nebſt Helm ſt, und gemeines Brunn⸗ und Vorlage, wiewohl auch dieſes ſo hochnothig nicht iſ Quell⸗ oder Fließ⸗Waſſer, wiewohl Regen⸗ oder Schnee⸗Waſſer die beſten, unfer ð alV aber das allerbeſte, nebſt ein Pfund oder etlich philolophiſcher.duld, ſind die eintzige Dinge, fo ihr beduͤrft, und ſonſt gar nichts. Wann ihr nun dieſe Stuͤcke beyſammen habt, ſo nehmet Gold oder Silber aufs beſte lubtilitiret, daf ſelbe begieſſet in eurem Ofen aufs allerfleißigſte, bis es gantz und gar aufgeloͤſt, alsdann ziehet das Menſtruum mit dem allerlangſamſten K⸗Grad wieder davon, ſo bleibt euer Metall auf dem Grund oder im Glaß, wie ein Gummi geſtaltet, oder fica als Agtſt. in, liegen: Dieſes loſet ſich in allen Saften auf, und iſt warlich Fein geringes Geheimniß in der Artzney⸗Kunſt, nachdeme man es dazu bereitet: Was ſonſten in der geheimen Philoſophie damit zu machen? werden diejenige wiſſen, welche das ihme nothige Z, KRund, ſo da eines Urſprungs und Herkommens, ken⸗ nen. Der⸗Himmäl iſt unſer Zeuge, daß wir auch allhier eine vollkommene Wahr⸗ heit beſchrieben, dazu begreiflich und deutlich, und gar keine Ratzel gebraucht: Dieſes iſt nur noch zu erinnern, daß dieſes Ooder YPotabile ein jeder Menſch/ alt und jung, Mann, Weib und Kind, ohne alle Gelehrſamkeit und Erfahrung be⸗ reiten kan, mit dieſem Anhang, daß der allergrobſte Lmmel zu dieſer wunder- ſubtilen Verrichtung am allergeſchickteſten, tuͤchtigſten und bequemſten iſt. .12. n dem vorhergehenden 10. und 1r. S. find wir denen, ſo da gern ohne Muͤhe und Koſten das O oder Y Potabile haben moͤchten, zu Gefallen, in etwas aus dem Wege geſchritten; nun aber wollen wir den angefangenen Weg wieder verfolgen. Der Lefer erinnere fich, dag mit dem.8. die Beſchreibung des hohen O Potabilis geendet, werden auch nichts ſonderliches mehr davon erinnern. Wie aber dieſes O der rothe Staub Aphar, durch Einkochung nach den Graden bey dem der Natur werde? iſt eine hoͤhere Frage: wer aber fleiſſig acht hat, wie die Sonne 0 ESE E a Te 400 Das Zweyte Capitel. Sonne dnp in die q geworfenen Saamen durch die erf erſtlich aufſchwellen, dann in Form eines Graſes au fog$ ſtärckete⸗Hitz zu einem harten Stengel aufzieht; drittens Te Testbiaads ORNA nH i Fruͤhlings⸗ Ds macht; fe SR fipo E LOURI? ben den Saamen erweckt; auch viertens und letztens, wie ſie dieſ lit derſelbe zu ſeiner unendli H% y OM[Aiei Milisi‘ n wir, hat genug gelrnet, und roiri fo rlich zu geben wiſſen. D ser diefe Grade einfaltig aus der Natur erlergen muß, eben allo muß er fcin A und Ofen der Matur ablernen. Ein mehreks aber zu ſagen, iſt warlich unmüuglich, indem es ja mehr als zu deutlich gemeldet wo den. diſcher P und Lebens⸗Balſam, den letzten Grad zeitiget und härtet, dami A erb 3 13. E6 hat aber obbifpriebener uoerg-d noch andere, als obgemeldete Tugenden im Menſchen und den Reich der Thiere: nemlich, es ſind deſſen Wurckungen auch im muueraliſchen und Pflantzen⸗Reich unendlich und faſt unbeſchreiblich. Wrr haben allbereit im erſten Theil vom Saltz geſagt, daß, wann unſere Region durch inordentliche Jahrs⸗ Witterung oder andere Zufaͤlle, Sternen⸗Einflüͤſſe oder ſonderbare Verhängniß GOttes, die, ſes himmliſchen Lebens⸗Balſams ermangelt, alsdann bey uns allerley Mißwachs und allgemeine Kranckheiten ontſtehen: m Gegentheil aber, wann mit diefem Goͤttlichen Wunder⸗Seegen unſere-Region wohl angefúllet, tir nicht allein fuͤrtrefliche geſunde und angenehme Zeit, ſondern auch einen reichen Wachsthum in allem empfinden, Die Wahrheit deffen, was wir allhier ſagen, iſt handgreiflich zu beweiſen, durch das O: Dann wann dieſes zu einem Magneten zubereitet, und bey allen Gewaͤchſen ohne Unterſcheid gebraucht wind, wurckt daſſelbe eine erſtaun⸗ liche Vermehrung aller Pflantzen. Mercke, wir reden eben nicht ſchlechthin vom Kram⸗Salpeter, ſondern von dem O, beym Jeremig Néter genannt: iſt ein lichtes Alcali, welche Eigenſchaft ein jeder Magget haben muß, obgleich derſelbe verſchiedener Gattung; dann das Eiſen und der Magnet Stein geben auch einen ſolchen Magneten, ingleichen auch die K⸗Schlacken, Gips, Tuffſtein, u. d. g. dienen auch, doch daß alle mit einander Dre Eigen chaft eines Lelichten Alcali an ſich haben; alſo iſt der recht bereitete Kalck ein Wunder⸗Magnet, der Menſch,(die kleine Welt,) aber,(verſtehe dieſes recht!) als das concentrnte des ganhen Univerfi, uberſteigt in dieſer Kraft alle Vernunft. Seine Bereitung iſt wunderbar, indem derſelbe mit der groſſen Welt in doppelter Proportionirten Qualität und Quan- tität durch den allereinfaltigſten Weg der Natur vereinigt, und alfo das werden muf, was wir geſagt. Die 4. Staffeln ſeiner Bereitung erfordern jedesmal ein Maaß von 45. Graden: dann wie die Waͤrme in dieſem Wunder⸗Ofen der Rae tur aufſteigt; alſo muß dieſelbe auch wieder abſteigen, ſo iſt alsdann die Minera dieſes Magneten bereitet. Biſt du nun ein wahrer Scheide⸗Kuͤnſtler, ſo kanſt du dieſen Magneten wahrhaftig gar leicht bereiten, e ift genug. ferh (onë rath i eintak nM pn:(U eih MN agon Ag chhe , iet pUnK baidi wd(u i w am tt nw yy Mit y h (4 Von dein Nutz und Gebrauch des himmliſchen Schwefels. zo: L 14. Aber wiederum auf die Vegetabilien oder Pflantzen und deren Ver⸗ mehrung durch den allgemeinen Lebens⸗Balſam zu kommen, ſo wiſſe, daß ſolches durch zwey Wege geſchehen kan. Erſtlich, daß du die Erde, darinnen dein Ge⸗ waͤchs ſtehet, durch dieſen Magneten zu einer begierigen Anziehung dieſes Wun⸗ der⸗Schwefels bereiteſt. Zweytens, daß man allerley Saamen ohne Unterſcheid in dieſem aufgeloͤſten Magneten, eine ihm proportionirte Zeit, einweiche, und dann nach gaͤrtneriſcher Erfahrung ſaͤe und pflantze. Mercke, die Aufloͤſung des Magneten muß in dem aller Welt bekannten ſaͤuerlichen v, deſſen Saͤure von ei⸗ nem durchſaͤuerten fluchtigen Alcali entſtanden, geſchehen, doch in geziemender Pro⸗ portion deg Magneten gegen gemeldtes ys und weil auch die Kinder dieſes Waſſer Fennen, wåre deffen Benennung úberfúfig: Allein es iſt zu mercken, daß dieſes Gleichniß und gemeldtes 9, gleich vielen anderen von uns gefuͤhrten Reden, auf etwas hoͤhers deuten. Fleißig leſen und wieder leſen koͤnnen viele Erklaͤrungen ge⸗ ben. Die Saamen nun, wie vorgemeldt, bereitet, tragen unſaglich vielfaͤltig; wie ung Dann ein Gerſten⸗Koͤrnlein, welches wir in ein Loͤchlein, ſo wir in einen Sand⸗Stein mit einem ſpitzen Eiſen gegraben, und den Moͤrtel mit obgemeldtem Liquore befeuchtet, gepflantzet, noch denſelben Sommer etliche 40. Halme, jeden mit voller Aehre und Saamen getragen, und auch zeitig geworden, welches viele Menſchen, davon annoch viele am Leben, mit Erſtaunen angeſehen: ohne zu mel⸗ den, was ſonſten andere vertraute Freunde, denen wir dieſe Wiſſenſchaft in etwas mitgetheilet gehabt, dadurch verrichtet. Es ſind ihrer viele, Die den O, durch Kohlen geſtubet, alcaliſiren, und alſo gebrauchen; es will aber nicht allemal ge⸗ hofte Wurckung thun. Dann 1) iſt ihnen der Unterſcheid deg O nicht befannt, 2) fehlet es ihnen auch an der Erkaͤnntniß des rechten Salis Petræ(Stein⸗Oes,) 3) obgleich das Durchſaͤurungs⸗v ſo ſehr gemein und bekannt, verſtehen ſie dan⸗ noch von demſelben und der Urfache der Fermentation gar gu wenig: darum ift ih- nen auch die wahre Bereitung dieſes Magneten ſo fremde, und faſt gaͤntzlich verbor⸗ gen, dannenhero ihnen dann auch die rechte Vermehrung der Erd⸗Gewachſe ſo felten oder gar nicht gelinget. Darum lerne man mit allem Sleig das rechte Sal Petræ, das rechte Stein-Saltz, als in welchem, ſeiner Art nach, ein groſſer Unterſcheid, wie auch das rechte ſauerliche kermentations⸗Y, recht erkennen, welches alcaliſch und ſchwefelicht ſeyn muß; ſo wird uͤbrigens die Kunſt gar leicht ſeyn. Betrachte daneben fleißig, was in dieſem Tractat Cap. 1.§.32. und fong gefaͤgt worden. Und dieſes ſey alſo genug von den Erd-Gewaͤchſen, bis die Ge⸗ legenheit ein mehrers an die Hand geben wird. §. 15. Vorher im 13. S. haben wir gedacht, daf dieſer Wunder⸗ zu dem Wachsthum und Vermehrung der Mineralien gleichfalls hoͤchſtnothig: dieſes iſt allen wahren Natur⸗Kuͤndigern und im Geuͤbten genugſam bekannt; ſelbſt bezeu⸗ gen ſolches alle Metallen und Mineralien, rog und Erden, welches auch ſchon im $ Ey=i A Das Zweyte Capitel. im erſten Theil vom O; von der Erzeugung der Metallen und Mineralien, erwieſen worden: ſo bald aber denenſelben die magnetiſche Kraft, zu Anziehung die⸗ ſes Wunder⸗Y, benommen oder ſonſten entgangen, hoͤret nicht allein ihre Ver⸗ mehrung und Wachsthum auf, ſondern ſie ſterben auch durch die Verwitterung gantz und gar wieder ab; der Kuͤnſtler aber vermag einem ſolchen geringen oder ver⸗ witterten Ertz wiederum zu helfen, Damit es faͤhig werde, durch Staͤrckung ſich wieder zu vermehren. Hievon findet maͤn nun bey den Bergwercksi Kuctoren hin und wieder wohl einige Spuhr, aber ſehr wenig gruͤndiiches und Natur⸗gemaͤſſes, weilen nemlich dieſe Leute ſich wenig um die hoͤhere und erſtere Anfaͤnge der Natur bekuͤmmern, oder, da ſie fa meynen, ſie ſeyen auf dem rechten Weg, ſo iſt es oͤfters um etliche Bauren⸗Schritte verfehlet, wie leyder! die taͤgliche Practie bey ihnen erwei⸗ ſet. Allein verſtunden dieſe gute Herrn gruͤndlich, was wir im vorhergehenden 13. und 14.8. geſagt, ſie würden auf gantz andere Gedancken gerathen, ſie wuͤrden ihre gekinge Ertze durch einen gewiſſen KGrad gantz anders bereiten, und denenſelben mit dem ſauren alcaliniſch⸗ſchwefelichten Fermentirungs⸗“,(welches bey allen Berg⸗ wercken mit gang geringer Yuhe und Koſten uͤberflüſſig zu haben,) alſo zu Huͤlfe men/ damit dieſelbe in dem Ofen der Natur zu der hoͤchſten Vermehrung und kommeaheit gebracht wuͤrden: Allein weilen unfer Vorhaben nicht iſt, in die- ſem Wercke eigentlich von Bergwercken zu reden, fo werden wir auch Feinen Dut- lichern Peoteß davon einfuhren; denen aber, ſo da mehr, als nur das alte Lied auf ihrer Leher anzuſtimmen wiſſen, iſt ſchon genug geſagt. Eines Gleichniſſes von einem D- und Y⸗Ertze wollen wir nur gedencken, nemlich eines ſolchen, das da an h reich/ an Jaber arm, und mit einem Nrichten Kieß vermiſcht waͤre, ſo puche man daſſelbe trocken, nur groͤblich, wie die kleine Boͤhnlein, und vermiſche daſſelbe mit dem Z, deſſen wir ſchon hin und wieder oͤfters gedacht haben, und bringe alles in den Ofen, welchen du der Natur nach gebildet, und gib die-Grad, der Natur nach, nemlich jedesmals 27. Minuten und 34. Secunden: Dieſes alſo bereitete Ertz ubergib der Natur in ihren Ofen, und befeuchte es oft, nach der Nothdurft, mit obgemeldtem V, bis Du deinen Zweck erreichet haſt; fo wirft du dich warlich, ſo⸗ wohl wegen der Zeitigung, als Vermehrung, nicht wenig zu verwundern haben. Al⸗ lein mercke, daß du den Ofen der Natur wider das Ungemach des Wetters und Witterung wohl bewahreſt; doch ſchadet dir das Geſtirne nicht; desgleichen auch Schnee⸗ und Regen⸗VY; darum verſtehe man uns recht, dann wir allhier nicht un⸗ gereimt reden, ſondern was wir geſagt, iſt wahrhaftig, und wind dir auch nie⸗ mal fehlen, ſonderlich da du im Schmeltzen den rechten Vorſchlag zu geben weiſt. Allein wiſſe, daß ein ſolches Werck alſo eingerichtet ſeyn muſſe, damit du nicht von einer Zeit zur andern auf ſolche Zeitigung warten dürfeſt, ſondern wann es ein⸗ mal eingerichtet, du beſtaͤndig im Fortſchmeltzen bleiben koͤnneſt. Iſt dir nun mit Verfolgung und Verdruß gedienet, ſo wende dich mit dieſer Wiſſenſchaft= ein erg⸗ ——— ſletltz, Mti WN eoet MOM éni tonii vami Mai daN į aii i W W hnm hdno nik ala u. fopi young M T finnt al ih KWI ot! T i ji Kip; jer wiail" y ogi TA unii" met jw f A Wy Von dem Nutz und Gebrauch des himmliſchen Schwefels. 203 Berg⸗ und Huͤtten⸗Werck, ſo wirſt du beydes im hoͤchſten Grad erfahren muͤſſen, inbem die Bosheit, Neid und alt-hergebrachte Gewohnheit bey dieſen Leuten, ſo winig als beym Satan, zu andern iſt. L 16. Was ſonſt dieſer Wunder Pferner bey den Metallen und Minero- lien vermoͤge, iſt ſchon hieoben geſagt worden. Es vermag durch denſelben aus al⸗ len Metallen und Mineralien eine Wunder-Artzney, zu dieſen und jenen Kranck⸗ heiten inſonderheit, bereitet werden, wie ſolches erfahrnen Aertzten wohl bewuſt; und alſo von jeden ein he. herzuſetzen gar nicht noͤthig, wuͤrde uns auch von rechtſchaf⸗ fenen Leuten, derer Profeſſion es iſt, mit allem Recht, ſchr veruͤblet werden. Was das H h vermag, haben wir an uns ſelbſt erfahren, nemlich an einem fittulir⸗ ten Schaden, mit welchem wir uns laͤnger als 19. Jahr ſchleppen muͤſſen, und nicht wenige Unkoſten in ſolcher Zeit aufgewandt, his wir Gelegenheit gehabt, ge⸗ meldtes& zu verfertigen, da wir dann dieſen gefaͤhrlichen und hoͤchſtbeſchwehrli⸗ chen Schaden in goen Tagen dahin gebracht, dah die Heilung innerhalb fúnf Ta⸗ gen vollkoͤmmlich erfolget, mit nicht geringer Verwunderung erfahrner Wund⸗ Aertzten. Was das Arlenicoder Auripigment durch dieſen£ und fein eigenes gal- V in alten Krebſichten um ſich freſſenden Schaden vermag, iſt nicht zu ſagen? und gilt derer Wahn allhier gar nicht, die da meynen, daß wer gemeldten A in feinem eigenen Aigen Lal-W hatte, beduͤrfte keiner Zubereitung der Metallen und Mine⸗ ralien zu dieſer oder jener beſondern Kranckheit: aber warlich weit gefehlt! der All⸗ machtige GoOtt hat nichts vergeblich erſchaffen, ſondern daß ein jedes Geſchöopffe ſeinen beſondern Nutz haben ſolle. Wir ſehen zwar ſchon wie die Kluͤglinge die Oh⸗ ren ſpitzen, um uns in unſerer Rede zu haſchen; es ſoll aber ihrer hitzigen Begierde hierinnen fehl ſchlagen. Sie werden ſagen: worzu ſoll dann das ſo hoch geprieſene O Potabile, als welches alle Kranckheiten, ſie haben Namen wie ſie wollen, gruͤnd⸗ lich heylen ſolle? das war wohl gezielt, aber blut uͤbel getroffen. Wir muͤſſen mit Erlaubniß erſt eine Frage thun, nemlich: was verſtehet man vor ein Gold? das metall⸗oder minergliſche ſchlechthin? fo betriegt man fich- úber die Mafe heftig: Dann man muß wiſſen, daß ein jegliches Metall und Mineral ein Gold, nach ſeinem Weſen lpecificirt, in ſich habe, ingleichen auch alle andere Geſchoͤpffe in den andern zwey Reichen: Dannenhero, ob gleich unter dem Namen OPotadilis alle dieſe uberhaupt begriffen, fo iſt doch unter denenſelben inſonderheit noch ein machtiger Unterſcheid; und der dieſes noch nicht gelernet, hat den Grund der < Matur noch wenig entdeckt. Dahero dienet auch nicht ein jedes OPotabile allen und jeden Kranckheiten oder Gebrechen insgemein, ſondern es hat ein jedes ſeine {pec:ficirte Egenſchaft vor dieſe oder jene Kranckheit beſonders, und alsdann iſt es allgemein vor dieſelbe Kranckheit bey allen Menſchen; und in ſolchem Verſtand wird geſagt, daß das O botabile eine allgemeine Artzney ſey, nemlich in ſo fern das wahre Gold,(verſtehe dies aber recht,) der Allmachtige—Okt in alle Cc 2“Metalle e on a $ e e A roA eA — oA pa tia Fiia Das Zweyte Capitel. »Metalle und Mineralien vertheilet, und in denenſelben nach ihrer Eigenſchaft ſpecificirt hat. Dann ſo wenig es muͤglich, unter ſo vielen Millionen Menſchen auf dem Erdboden nur zwey zu finden, derer Fdiſche Miſchung oder Tempera⸗ ment in allem eine vollkommene Gleichheit und Gewicht haͤtte, eben alſo unmuͤg⸗ lich iſt es, daß zu einer ſo unzehlbaren Menge der Miſchung menſchlicher Leiber ohne das hohe Wunder Geheimniß, davon wir in den vorhergehen⸗ den§.&. dieſes Capitels uͤberfluͤßig gehandelt, ein ſolches Univerſal erfunden werden mag, obgleich die Weiſen viel tauſend Rieß Papier deshalben vollſchmie⸗ ren, und die Empirici mit ihren Geheimniſſen die Kehle heiſſer ſchreyen. €. 17.. Uber vorhergehenden S. wird mancher feine Zunge und Feder ſpitzen, dieſes aber wird uns ſo wenig bekuͤmmern, als die Winde, ſo anjetzo in der groſſen Tartarey ſtuͤrmen; diejenige welche die Natur im Grund erkannt, werden voll⸗ koͤmmlich hierinnen mit uns eins ſeyn, und wird derjenige mit Ruhm beſtehen, welcher vorgemeldten§. nicht allein im Wiſſen, ſondern auch im Wuͤrcken gruͤnd⸗ lich verſtehet. Ein mehrers aber von dieſer Materie zu handeln, iſt unſere Profeſſion nicht, ſondern gehoͤrt erfahrnen Aertzten: Gleichwohl koͤnnen wir nicht umhin noch dieſes zu erwehnen, nemlich: es haben viel trefliche Aertzte diefe und jene Artzney vor dieſe oder jenꝛKranckheit erfunden, welche auch gehofte Wuͤrckung wunderſam verrichtet; man hat aber angemerckt, daß eben dieſelbe Artzney, zu an⸗ dern Zeiten bey andern Menſchen in eben denſelben Kranckheiten nicht das geringſte gewuͤrckt, ja nicht ſelten gantz widrige und toͤdliche Wuͤrckung verrichtet, weil ſie allhier eine gantz andere elementariſche Miſchung, ſowohl in der groſſen als kleinen Welt, angetroffen. Die Peſtilentz, welche je und je in unterſchiedenen Welt⸗ Theilen gewuͤtet, hat dieſes, leyder! mehr als zu wohl bekraftiget; dann was hierin zu einer Zeit furtreflich gut gethan, hat gu einer andern Beit nicht Den gering- ſten Nutzen ſchaffen wollen: Warum? darum, weil ſowohl unſere Luft, als auch die menſchliche Leiber, wegen elementariſcher Miſchung gantz anders beſchaffen geweſen. §. 19. Bleibt alſo feſt geſetzt, daß derjenige, welcher den Grund der Na- tur warhaftig erkannt, und weiß den überirrdiſchen himmliſchen D oder Lebens⸗ Balſam, welcher ſein eigenes ſaltzig⸗Fialiſches Vzu ſeinem aufloͤſenden Mittel bey ſich fuhret, zu bekommen, der kan ſich rühmen, dafi er das mabre allgemeine O Potabile, und folglich auch das allgemeine, aus allen andern Geſchoͤpffen bereiten koͤnne. Jadeſſen wollen wir die Artzney⸗Spiritus, Oele, Tincturen, Se, ſamt andern preißwuͤrdigen Artzneyen hiemit gar nicht getadelt haben, und ihnen unter den dreyßigen ihren billigen Ruhm laſſen, jedennoch aber unter jene drey nicht zeh⸗ len, welhe dem luͤſternden David das Waſſer unter dem Thor zu Bethlehem ſchoͤpffen. §. 13, Bey diefer Materie haben wir annoch zu erwehnen noͤthig ma da e a e e — i ' fi M epee tunni Helin eiye Letu fng if u nwi e Diew A eh A0 ham Wi Dmg PIL A nui pubi Miti W TN q WWM G h iti TN yM ait W Von dem Nutz und Gebrauch des himmliſchen Schwefels. 205 daß das O Potabile, ob es gleich in ſeinem eigentlichen Weſen nur einerley und eben daſſelbe ift, jedennoch nach den Zufaͤllen zweyerley ſey, nemlich roth und weiß, Oriſch und Jariſch, Maͤnnʒ⸗ und Weiblich. Zu dem erſten gehoͤren Ooꝰ Q und Y Solaris, gu dem andern D 7 Dg lunar: ingkeichen auch alfe ihre ¿ugeeignete Thiere und Pflantzen. Hievon aber ins beſondere zu handeln, iſt nicht unſers thuns, ſondern gehoͤrt gelehrten Aertzten: doch wolle man gegen dieſe und vorige 16. pe 17.§§. fleißig betrachten Den rr.§. vom Anfang bis ungefehr in die Mitte. C 20. Wir haͤtten zwar noch ſehr vieles von dieſem A zu reden, weil wir aber befürchten, daf wir Dem Lefer zu weitlaͤuftig und folglich zu verdrießlich fal⸗ len wuͤrdꝛn, wollen wir denſelben gu Der Fig. 6.§. 1o. Cap. 1. gewieſen haben, um daſelbſt die geift-und leibliche Natur mit allem Fleiß gu betrachten, fo hat er gu Studieren genug, bis er dieſes Wunder⸗Alphabeth vollkoͤmmlich gelernet hat. &. 21. Eg wolle ſich auch niemand daran ſtoſſen, daß vorgemeldte Fig. 6. derjenigen im 1. Theil vom© gang entgegen zu ſeyn ſcheine; ein ſolches iſt im geringſten nicht, ſondern ein Mago-Cabbalift und Gottroeifer weiß, daf nicht ein Strichlein dem andern zu wider. Yn jenem Theil hat man dem Liebhaber ei- nen Abriß vorgeſtellt, ſo ſich zur Materie geſchickt, die man allda abhandeln wol⸗ len, und alſo ſchickt ſich dieſes ʒu der allhieſigen Materie; derhalben muß derjenige, ſo dieſes vollkoͤmmlich verſtehen will, dieſes alles nicht als etwas vor die lange weile bund gemahltes anſehen, ſondern alles mit hoͤchſtem Fleiß betrachten, ſo wird er alsdann die Eintheilung der oberen Welten, der oberhimmliſchen Geiſtern und engliſchen Heerſchaaren, ſamt dem unterſchiedlichen Stand der Seligen in der Ewigkeit deſto leichter erkennen. S. 22. Zu dem Prophet Daniel ſagt der Engel Cap. 12, 2. und viele aus denen, die in der ſtaubigen Erden ſchlafen, werden aufwachen, etliche zum ewigen Leben, etliche aber 3u ewiger Schmach und Schande..3. Die Lehrer aber werden glången wie der Glantz der Ausdehnung, und welche viel zur Gerechtigkeit gewieſen, wie die Sterne immer und ewigs lich. Und Matth. 13, 43. alsdann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vatters Reich ꝛc. Daß die Gerechten in jener Welt alſo herrlich leuchten werden, bezeuget die heilige Schrift an vielen Orten mehr: in⸗ gleichen auch, daß ein Unterſchied dieſes Lichtes, Glantzes und Herrlichkeit, ſeyn werde. Darum Chriſtus der HErr beym Joh. 14, 2. ſagt: Fn meines Vat⸗ ters Sauſe ſind viel Wohnungen: wann ihm aber nicht alſo waͤre, ſo haͤtte ichs euch geſagt, ich gehe hin euch einen Ort zu bereiten ꝛc. und was der⸗ gleichen mehr. Durch den Unterſchied der Wohnungen deutet der HErr Chri⸗ ftus zugleich auf vorgemeldte unterſchiedliche Staffeln der Herrlichkeit; Darum guch der Engel zum Daniel ſagt: daß Lehrer leuchten werden wie der"an t3 ex k mai"— Das Zweyte Capitel. der Ausdehnung, und welche viele zur Gerechtigkeit gewieſen, wie die Sterne w. Hier wird ſchon ein groſſer Unterſchied angedeutet, wie dann auch alle wahre Got⸗ tes⸗Gelehrten hierinnen eins ſind. Dieſes nun feſt geſtellet, ſo muͤſſen wir den geneigten Leſer wiederum in etwas zuruͤck weiſen, nemlich in den 37.. dieſes Theils Cap. 1. damit er durch genaue Erinnerung deſſelben, uns in dem folgen⸗ den deſto beſſer verſtehen moͤge. C 23. In gedachtem§. haben wir geſagt, daß der innere Menſch, nach dem himmliſchen Adam gebildet, engliſche Geſtalt und Weſen habe; ja daß der geiſtliche Menſch úber das einen Geiſt habe, ſo demſelben unmittelbar von G Ott eingeblaſen, aus dem Weſen der hohen Geiſter uͤber alle Welten, und alſo der Menſch vor allen andern vernünftigen Geſchoͤpffen, durch die Weißheit Gottes, aus allen Welten auf das wunderbareſte zuſammen geſetzt worden ſey, daher auch der ſelige Menſch aͤllein ein Mitburger aller dieſer Welten ſeyn wird,(wo⸗ hin auch der 7. v. Pſalm 8. zielen mag, obwohl Paulus Hebr. 2, F. 6. ſolchen auf Chriſtum allein zu deuten ſcheinet) da im Gegentheil jedes Chor oder Orden der Engel ſeinen eigenen Kreyß zur eigentlichen Beſitzung hat, dabey aber der ſee— ligen Anſchauung der Herrlichkeit Gottes, und zu ſtehen vor ſeinem allerheiligſten Angeſichte, in allem vollkommen theilhaftig iſt. Dann wie Gott der Allmaͤchti⸗ ge ein GOtt der Ordnung iſt; Alſo hat er auch ſeine geiſtliche Heerſchaaren der Geiſter und der Engel in gewiſſe Ordnungen vertheilet, und jedem ſeinen gewiſſen Ort angewieſen; und alſo beſitzen alle Schaaren der Engel nach ihren Ordnun⸗ gen Die Engel- Welten von dem Kreyg der dufan Fix⸗Sternen, oder obern Stern⸗Welten, davon im 3. Theil vom Z ausführlicher geredet werden folle, bis zu dem Himmel Schamajim; und dieſer Wunder-Himmel iſt ſchon eine Woh⸗ nung oder Welt fuͤrtreflicher hoher und herrlicher Geiſter; wir ſagen, Geiſter: Dann obgleich ein Engel ein unbeſchreiblicher ſubtiler fuͤrtreflicher uͤberall durch⸗ gehender Leib, nach dem Bild und Gleichniß Gottes, iſt, wie auch der Menſch Alfo gebildet; So iſt doch zwiſchen einem Engel und einem Geiſte aus gemeldten Himmeln und der alleroberſten Welt, als der eigentlichen Goͤttlichen Gegenwart in Chriſto, als dem Tempel der Fülle Gottes, ein groſſer Unterſcheid. §. 24. Ein Geiſt kan und mag durch nichts vorgeſtellt, oder Fein ander Gleichniß von demſelben gegeben werden, als eine ſubtile reine helle Flamme, dann gleich wie dieſe eine laͤnglich runde oder cylindriſche Geſtalt hat, ſich ausſtre⸗ cken und zuſammen ziehen mag, und dabey dennoch ihre Kraft und Wuͤrckung des Licht und Glantzes vollkoͤmmlich behaͤlt, alſo iſt es Gleichniß⸗weiſe mit einem Geiſte Heſchaffen, und koͤnnen dannenhero alle Geſtalten an ſich nehmen; und iſt dieſem Der 104. Pfalm v. 4. gar nicht zu wider, da geſagt wird; Er machet ſeine En⸗ gel su Winden und feine Diener 3u Seuer- lammen. Yn heiliger Schrift ift Dieſer vortreflichen hohen Geiſter nur einmal Erwehnung geſchehen, als aa Ezech. — == —— ar—— nan Jii, OM paal WW f Wi o d (in j y Gg A y feni fe o Ai émi mO 0 e fiS ~ p glè W? GN Von dem Nutz und Gebrauch des himmliſchen Schwefels. 207 Ezech. 1, 5. da der Prophet erſtlich der Goͤttlichen Majeſtaͤt Gegenwart gedenckt, wann er ſagt: Und einem Seuer, das ſich ſelber anzuͤndete ꝛc. und mitten aus demſelben leuchtete gleichſam die Farbe des reinſten Ertzes, v.§. Ferner werden dieſe fuͤrtrefliche Geiſter in angenommener Menſchen und Thiere Geſtalt dem Propheten gezeiget; im 13. v. aber werden dieſelbe nach ihrer we⸗ ſentlichen Geſtalt beſchrieben, alſo: Belangend die Geſtalt der Thiere, ſo waren ſie anzuſehen wie Brige Kohlen, die da brennen, und wie Fackeln ꝛc. Im 22. v. ſiechet der Prophet den herrlichen Himmel dieſer ſonderbaren hohen Geiſter, dann er ſagt: Gben aber uͤber den Thieren war es gleich geſtaltet wie eine Ausdehnung, gefaͤrbt als ein Cryſtall, ſiehe Fig. 6.€. 10. C. 1. Ferner ſiehet der Prophet auch im 26. v. den Thron der Herrlichkeit FEſu Chrifti úber der Ausdehnung dieſer hohen Thron⸗Geiſter der Goͤttlichen Majeſtaͤt, dann alſo lieſet man allda: Und uͤber der Ausdehnung, die oben uͤber ihnen war, war es ge⸗ ſtaltet, wie ein Saphir, gleich wie ein Stuhl, und auf der Geſtalt deſſel⸗ ben Stuhls ſaß einer gleich wie ein Menſch geſtaltet von oben her. V. 27. Und ich ſahe, und es war wie die Farb des reineſten Ertzes, und inwendig derſelben Sarb war es geftaltet, wie ein A um und um, von feinen Lenden úber fich: desgleichen unter fich von feinen Lenden, fabe ichs wie ein A; welches glaͤntzte um und um. V. 28. Gleich wie der Regenbogen ſiehet in einer Wolcken, wann es geregnet hat, alſo glaͤntzt es um und um. §. 2f. Es möchte aber jemand geger Dtefen S. einwenden und fagen y der Prophet nennet im 10. Cap. ausdruͤcklich die Cherubim, und dieſe waren die vor⸗ gemeldte Geiſter oder Thiere des 1. Cap. v. 3. Allein nicht zu eilig! man leſe die⸗ fes 10. Cap. mit rechtem Verſtande, ſo wird ſich dasjenige wahrhaftig finden, toag mir in vorhergehenden S. fagen wollen. Der Prophet faͤngt alſo an: Und ſiehe an der Ausdehnung⸗ welche NB. uͤber dem Haupt der Cherubim war, war es geſtaltet wie ein Saphir,(betrachte mit allem Fleitz den Abriߣ. 10. Cap. 1. Fig..) anzuſehen wie ein Thron, und er erſchien auf demſelben. Dieſes nun widerſpricht dem vorhergehenden im geringſten nicht. Was der Pro⸗ Phet ferner von den Cherubim in dieſem Capitel ſagt, iſt offenbahr von ihnen gere⸗ det, wie dieſelbe die Herrlichkeit des HErrn bey der Erſche inung im Hauſe oder Tempel begleiten: dann von dem 9. bis zum 14. v. lieſet man von den 4. Radern, dren im 1, Cap. gedacht, welche man von den Cherubinen unterſchieden findet, wie der 16. v. klarlich bezeuget, und find alſo die Rader, in welchen ein lebendi⸗ ger Geiſt, die hohen Geiſter in der obern Welt, nemlich vor und um den Thron Goͤttlicher Majeſtaͤt. §.26; Aus dem nun, was bisher geſagt worden, wird der Wahrheit⸗Lie⸗ bende den Unterſchied der Geiſter um die Göttliche Gegenwart in Chrifto und der Engel nach ihren Choren, ſattſam verſtanden haben. Es machen Heb, die ebrai⸗ Das Zweyte Capitel. Hebraͤiſche Mago-Cabbaliſten cine gantz andere Beſchreibung der Behauſung die⸗ ſer Wunder⸗Geſchoͤpfe, wie auch des Throns der Herrlichkeit GOttes, oder des Goͤttlichen Anſchauens, davon der Pfalmiſt im 16. Pf. v. 11. fagt: Súr deinem Angeſicht iſt ein Genuͤgen aller Freude: auch zeigen ſie durch ihre Sephiroth die unterſchiedliche Wuͤrckungen der Goͤttlichen Majeſtaͤt zu allen Geiſtern, Engeln und irrdiſchen Geſchöpfen: allein weil wir alle diefe ihre Geheimniſſe und wun⸗ derbare Eintheilungen, mit der Wahrheit der Heil. Schrift niemalen zuſammen reimen koͤnnen, in der That auch keinen Grund haben, weilen ſie die Offenbahrung Goͤttlicher Majeſtaͤt Fiat nicht erkennen; als haben wir uns derſelben auch gar nicht bedienen wollen. Ihre Cabbala iſt alſo beſchaffen, daß man, weiß nicht was, daraus erzwingen koͤnte; wer aber das Neue Teſtament mit dem Alten in allen Stuͤcken wohl zu vereinigen weiß, derſelbe hat Die rechte Cabbalam vollkommen erlernet, wovon an einem andern Ort ausfuͤhrlicher gehandelt werden doͤrfte. Die Juͤdiſche Cabbala iſt nichts, als ein Mißbrauch Goͤttlicher Namen, faſt in allen Stuͤcken; und dahin kan man mit allem Fug gelten laſſen die ſcharfe EEmahnung an die ſich zum Nachtmahl Bereitende in einer Evangeliſchen Kirchen, da ſie nemlich erinnert werden: Alle Sauberer und Wahrſager, die Vieh und Leute, ſamt andern Dingen ſegnen, und die ſo ſolchen Segen Glauben geben ꝛc. Dann leider! unter den ſo genannten Chriſten dieſer teufliſche Gebrauch grauſam einge⸗ riſſen, und meynen die alten Muͤttergen, ihre Zauber⸗-Gebetlein ſeyen noh fo herrlich und andaͤchtig. Der wahre Mago-Cabbaliſt und Theoſophus aber gebraucht den Namen GOttes in und durch JEſum Chriſtum, wie dorten Petrus und Johannes, Apoſt. Geſchicht 3, 6. da Petrus zu dem von Mutterleib an Lahm⸗Gebohrnen ſagte: Silber und Gold babe ich nicht: was ich aber baber das gebe ich dir im Namen JEſu Chriſti, des Nazareners: ſtehe auf und wandele! Marci am 9, 37.38. da Johannes zu Chriſto ſagte: Wir ſahen einen, der trieb Teufel aus in deinem Namen. IkKſus ſprach: ihr ſolts ihm nicht wehren, dann es iſt niemand, der ein Wunder thue in meinem Namen, und moͤge bald uͤbel von mir vreden. Was aber der HErr Chriſtus Matth. 7, 22. ſagt, nemlich: Saben wir nicht in deinem Namen Teufel aus⸗ getrieben ꝛc. ich habe euch noch nie erkannt: weichet von mir, ihr Ubel⸗ thaͤter! und ferner, was Apoſt. Geſch. 19, 13. 16. von des Juden Schevæ Soͤh⸗ nen geleſen wird, als welche Teufels⸗Banner waren, und ſich unterſtunden, in IEſu Namen Teufel auszutreiben, ſo ihnen aber blut uͤbel gelungen: ſolches nnd dergleichen gehoͤrt unter obgemeldte verdammliche Claſſe des Mißbrauchs Goͤttlichen Namens, von welcher Materie den Liebhabern etwas fuͤrtrefliches mit⸗ getheilt werden koͤnte, daferne es uns nicht allzuweit von unſerm Vorhaben fuͤhrte: muß dannenhero bis zu anderer Gelegenheit ausgeſetzet bleiben. §.27. Bis daher haben wir von den geiſtlichen Geſchoͤpfen geredet,~ vie mifiina A NNN aulin(iy HAY Ut dely Septik n nh uN W ftm mil ENI A, i fof mili uj Sonte, n ne M auian i fmd) lopis i oven Mu Patali TOU pe anfu Wie h: ipil e ipi EnO Touf a V ii W cheve Ù! goda! i tt spif fih ao ii onf i n i Von dem Nutz und Gebrauch des himmliſchen Schwefels. 209 piel eg fich der Materie nach ſchicken wollen, ingleichen auh von der Herrlichkeit, Licht und Glantz der Seeligen; wobey vielleicht einem die wunderliche Gedancken aufſteigen moͤchten, als ob ſich alsdann unter den Seeligen eine eiferſuͤchtige Em⸗ pfindlichkeit ereignen moͤgte, wegen obgemeldten Unterſchieds der Herrlichkeit? Dieſen ungereimten Grillen aber abzuhelfen, wollen wir dieſes Gleichniß vorſtel⸗ len, nemlich: Wann jemand viel hundert, ja ooo. Gefaͤſſe unterſchiedlicher Groͤſſe haͤtte, und dieſelbe insgeſamt in ein helles Flares v tauchte, damit fie alfe úber voll wuͤrden, ſo wuͤrde keines nach der Herausziehung gegen das andere ſich be⸗ ſchweren, daß nicht eins ſo voll waͤre, als das andere, ſondern ein jegliches wuͤrde nach ſeinem Maaß und Weite erkennen und bekennen muſſen, daß es üͤberfluͤſſig angefuͤllet und geſaͤttigt waͤre: Gleiche Beſchaffenheit wird es in der Seeligkeit haben; wobey wir aber nochmals erinnern muͤſſen, daß, weil Chriſtus, der Hey- land, uns in allem gleich, auſſer der Suͤnde, auch von demſelben wahr, was Pau⸗ lus 1. Cor. XV. 44. ſagt: Es iſt ein natuͤrlicher Ceib, es ift auch ein geift- licher Leib: wir dannenhero mit unſern ihm gleichfoͤrmigen geiſtlichen Leibern ſeyn werden, wo er iſt, wie er uns Joh. XIV. 3. und XVII. 24. verheiſſen bat, da er ſagt, wir ſollen ſeine Serrlichkeit ſehen ꝛc. Ob gleich die Seeligen wie vor- gemeldt, in Anſehung der Verklaͤrung und Herrlichkeit in verſchiedene Claſſen, um die majeſtaͤtiſche Herrlichkeit G Ottes werden vertheilt ſeyn; ſo wird doch dem ſeeligen Menſchen fuͤr allen Engeln und Geiſtern GOttes dieſer Vorzug bleiben, neinlich Den Erft- auch theils Nachgebohrnen, daß derſelbe eigentlich ein Einwohner des neuen Jeruſalems ſeyn werde, und alle deſſen Vorſtaͤdte und Vorhoͤfe an dem Hauſe GOttes durchwandeln, und ſich alfo uͤberall bey allen Geiſtern und Engeln an der Herrlichkeit GOttes ſaͤttigen und vergnuͤgen werde, wann da kommen wird, daß Chriſtus der HERR zu uns eingehen und mit uns zu Nacht eſſen wird, und wir mit Ihm. Offenb. XIII. 20. §. 238. Es lehret aber die geheime Cabbala IESůu Chriſti, daß bis zu dieſem herrlichen Nachtmahl und Abend-Eſſen mit JESU Chrifto fechs Staf- feln, und dieſe Gnaden⸗Tafel die ſiebende ſeyn werde, und werden ſich dieſe Staffeln der Verherrlichung der Seeligen in dem Moment der Zukunft und Erſcheinung Chriſti anfangen, nemlich von der erſten bis zu der Dritten, in der vierten werden die Seeligen mit ſitzen und richten die Heyden, Offenb. XI. 26. 27. als, zum erſten, gleich wie Adam von dem Baum des Erkänntniſ⸗ fes ꝛc. den Tod und dieſes Verwesliche an ſich gegeſſen, alſo wird auh von demy der da hat die 7. Sterne in-feiner rechten Hand, Der Da wandelt mitten unter der 7. guldenen Leuchtern, dem Menſchen wider den ewigen Tod gu efen gegeben werden von dem Baum des Lebeng, der mitten im Paradies GOttes iſt, Oſ⸗ fenb. V. 7. damit er eſſe und lebe ewiglich. Gen. III. Zum andern, wird der Erſte und der Letzte, welcher todt geweſen war, aber wieder lebendig geworden, den Menſchen croͤnen mit Den Crang Des To zum Zeichen MORS,— er⸗ 210 Das Zweyte Capitel. Uberwindung. Drittens, wird der da hat das ſcharfe zweyſchneidende Schwerd, dem Menſchen das verborgene Manna(die himmliſche Kraft) zu eſſen geben, gleichwie er im Vorbild dem Ifrael, als ihr Heerfuͤrſt, das Man zu eſſen gab, big diefelbe das verheiſſene Land einnahmen, ihme auch geben ein weiſſes Stein⸗ lein, mit einem neuen Namen beſchrieben, welchen niemand kennet, dann nur allein der, der ihn empfahet, als ein Zeichen und Siegel, daß er nunmehr in die verheiſſene Stadt GOttes, in das neue Jeruſalem gehoͤre, nemlich den Namen der ewigen Welsheit, davon vor itzo nichts mehr zu ſagen. Viertens, wird darauf erfolgen die Erthetlung des Morgenſterns,(das Zeichen und Siegel JEſu) von dem Sohn GOttes, zu weiden die Heyden mit einer eiſernen Ruthen, nemlich mit zu richten alle Voͤlcker, wann Chriſtus FEſus auf dem Stuhl ſeiner Herrlich⸗ Feit fiken wird. Zum fuͤnften, wird der, der die Geiſter GOttes hat, und die ſieben Sterne, das weiſſe Kleid anlegen, nemlich die Verklärung ertheilen, in welcher Chriſtus der HER R von Petro, Jacob und Johanne geſehen worden, Marc. IX. 2. da nemlich ſeine Kleider glaͤntzend ſehr weiß und wie der Schnee ge⸗ worden, daß ſie kein Walcker auf Erden ſo weiß machen koͤnnen. In welcher Verklaͤrung uns Chriſtus der HERR ſeinem himmliſchen Vatter vorſtellen wird, damit wir ſeine Herrlichkeit ſehen und anſchauen koͤnnen, wie Chriſtus Joh. XVII. 22. in ſeinem Gebaͤt vor ſeinem allerheiligſten Leiden gebaͤtet: Und ich habe ihnen gegeben die Serrlichkeit, die du mir gegeben haſt, auf daß ſie eines ſeyn, gleichwie wir eins ſeyn. Und v. 24. Vatter! ich begehre, daß wo ich ſeyn werde, auch die bey mir ſeyn, die du mir gegeben baft: auf daß ſie meine Serrlichkeit ſehen, die du mir gegeben haſt ꝛc. Und alſo wird uns ſechſtens, der Heilige und Wahrhaftige, der den Schluſſel Davids hat, der da aufthut, und niemand zuſchließt, der auch zuſchließt und niemand aufthut, zu Pfeilern(in dem Tempel GOttes, in dem Allerheiligſten, in wel⸗ ches er einmal durch ſein Blut, als unſer ewiger Hoherprieſter, eing gangen) in dem neuen Jeruſalem machen: als eine Bedeutung, daß wir gleich einer wohl befeſtigten Säulen ewiglich allda verbleiben und nicht mehr hinaus gehen ſollen; und wolle auf uns ſchreiben den Namen ſeines GOttes, der neuen Stadt Jeru⸗ falem, und feinen Namen, den neuen, gleichwie der Hohepriefter im Alten Te⸗ ftament auf feinem Fóniglichen Hut getragen hat die SeiligEit oes SERB, als eine Vorbildung, daß wir geiſtliche Koͤnige und Prieſter feyn olen ewiglih. Mercke, daß allhier der Name GOttes, das neue Jeruſalem und der neue Name Chriſti in gleicher Wuͤrde zur Belohnung ertheilet werden ſollen; da⸗ hero offenbahr, daß das neue Jeruſalem etwas unerſchaffenes und GOtt gleich ſeyendes ſeyn müſſe. Paulus redet von dieſem Geheimniß 2. Cor. V. 2. 3. 4. aber ſehr dunckel, indem er ſagt: Dann in dieſer Suͤtten ſeufzen wir, und haben ein Verlangen, mit unſerer Behauſung, die vom aae me iini w Alh su AE UNN egila 0 hen nahy a WA S inni felni iha$ Wd af M gio uli yi ) ) VA om V goni Vinh fien Wi o gik m Von dem Nutz und Gebrauch des hinunliſchen Schwefels. 211 mel iſt, uͤberkleidet zu werden, doch alſo, wo wir bekleidet und nicht blos werden erfunden werden; dann wir, die wir in diefer Hütten find, ſeufzen als die wir beſchwehret ſind: ſintemal wir nicht begehren entkleidet, ſondern uͤberkleidet zu werden ꝛc Weilen nun Paulus wünſchet mit der himmliſchen Behaufung, ſo das neue Jeruſalem iſt, uͤberkleidet zu werden, und das neue Jeruſalem, wie Furg vorher gemeldet, etwas unerſchaffenes iſt; ſo muß gewiß und warhaftig, der Heilige Geiſt hier⸗ unter verſtanden werden. Es ſagt aber Paulus: doch daß wir nicht blos erfun⸗ den, das iſt, daß wir zuvor Chriſtum angezogen haben; Und ſo dann erſt wer⸗ den wir dieſer Herrlichkeit theilhaftig werden. Zum ſiebenden und letzten wer⸗ den wir al o mit Abraham Iſaac und Jacob im Himmelreich zu Tiſche liegen, und mit Chriſto zu Nacht eſſen, und alſo ſeiner vollkommenen Herrlichkeit in aller Fuͤlle ewiglich theilhaftig werden, indem wir mit Chriſto auf ſeinem Stuhl ſitzen werden, gleichwie er ſich zu ſeinem Vatter auf ſeinen Stuhl ge⸗ ſetzet hat, als den vollkommenſten Grad der Herrlichkeit. Und ſo viel vor dieſes mahl, bis es zu Ausfuhrung dieſer myſtiſchen Cabbala fernere Ge⸗ legenheit giebt; indeſſen betrachte die geheime Cabbaliſtiſche Zahl auf der Fig. 6. Cap. I.§. 10. oben, und drunten Cap. VIII. in dem Schluͤſſel der Uffenbarung. §. 29. Alſo haben wir den geiſtlichen Zuſtand des Menſchen in dieſen letzten .S. in etwas betrachtet, wobey aber noch geftaget werden moͤgte; was es dann vor eine Bewandniß mit der Erſcheinung gewiſſer Menſchen nach ihrem Tode, ins⸗ gemein Geſpenſter genannt, habe? ſo dannoch von gar vielen gelaäͤugnet wird, von vielen zwar aus Unverſtand und Unerfahrenheit in Heiliger Schrift, und folg⸗ lich auch in der Natur. Von andern darum, weilen ſie dergleichen ihr lebtag nicht geſehen, welches aber eben fo viel gefagt, als: ich habe mor GOTT nod Engel gefehen; darum if wer GOTT noch Engel zc. wie dann aus dDiefem abz geſchmackten und nur bey Atheiſten ſtatt findenden Satz alles gelaͤugnet werden kan, was man nicht ſelbſt geſehen; und aus ſolchem fuͤrtreflichen Satz muß zur Laſterung des Heil. Geiſtes 2. Petr. I, 21. Moſes auſſaͤtzig geweſen ſeyn, weil er, nach dem er von dem Angeſicht der Herrlichkeit Gottes vom Berge kam, und we⸗ gen der Goͤttlichen Strahlen, ſo ihn durchſtrahlet, eine Decke uͤber ſich haͤngen muͤſſen, weilen den Glantz ſeiner Haut kein menſchliches Auge mehr ertragen konte. Und obgleich von dieſem hohen Geheimniß der Decke Moſis der Apoſtel, durch die Offenbarung IEſu Chriſti, ſehr herrlich redet, ſo muß ſolches alles dannoch ein Gotteslaſterliches Geſpoͤtte verbleiben. Die dritte Art laͤugnet ſolches aus all⸗ zugroſſer eingebildeter Gelehrſamkeit oder anderer Eitelkeit, oder wie die Franzoſen reden: en elprits forts, da doch ſie unter allen dreyen Sorten, bey ereigneten dergleichen Fall, die allerfeigeſten und verzogteſten und die erſten ſind, bey denen es Dd 2 die me Kiet Das Zweyte Capitel. die Hoſen entgelten muͤſſen; wie uns dann in Wahrheit dergleichen Exempel unterſchiedliche bekannt. Weilen aber dieſe Materie nicht in vorgemeldte Wel⸗ ten des Lichts, ſondern in dieſe unſere Welt gehoͤret, werden wir anjetzo nichts weiters davon handeln, ſondern dieſelbe bis zu anderer Gelegenheit verſpahren. 6. 30. Ehe wir aber von dieſer Materie gantz abweichen, müſſen wir noch eine kleine Erinnerung von der Juͤden Teuſel⸗Austreiben thun, durch natuͤr⸗ liche Dinge, wie bey dem Jolepho in den Juͤdiſchen Geſchichten, auch ſonſten in andern ihren Schriften zu leſen, und durch Traditiones bey ihnen zu hoͤren. Ob nun dieſes alles wahr? laſſen wir ſie behaupten: allein dieſes iſt ſowohl durch die Heil. Schrift als auch wahre Erkaͤnntniß der Natur im Licht und der Finſterniß offenbar und unwiderſprechlich, daß der Teufel an und vor ſich ſelbſt durch keine natuͤrliche elementariſche Dinge weder aus einem Beſeſſenen, noch aus einem Lan⸗ de vertrieben werden mag; ob man gleich die Zaubereyen durch natuͤrliche Dinge heylen, und magiſch dem Zauberer an den Halß bringen kan, ſo ſpottet dannoch der Teufel an und vor fich ſelbſt, als ein Ertz bhyſicus und Kenner der natuͤrlichen Dinge, aller ſolcher albernen Fratzen, indem denen Principüs der Finſterniß un⸗ moͤglich iſt, die Finſterniß zu vertreiben, dann ſonſten die Erſcheinung der Quelle des Lichts JEſus Chriſtus zu Zerſtoͤrung der Wercke des Teufels nicht noͤthig geweſen wäre. Allein daß der wahre Anfang aus dem wahren Licht, davon unſer gantzes Werck handelt, zu dem wahren Balſam bereitet, und dann recht appliciret, dieſem finſtern Hoͤllen⸗Geiſte nicht erſchroͤcklich zu wider ſeyn ſolte, ſind wir nicht in Abrede. Dann erſtlich, ſo iſt keinem Gottes⸗vergeſſenen boͤſen Men⸗ ſchen muͤglich, diefe den wabren Weiſen allein bekannte hohe Wunder⸗Artzney zu bereiten, welche dem Satan, weil dieſelbe ein Strahl des ewigen Lichts, auf das grauſamſte zu wider; und weil dieſelbe nur von GOtt Ergebenen bereitet, und mitgetheilet werden kan, und ein ſolcher bey der Appllcation ohnfchlbar den Namen JEfu úber den Beſeſſenen anruffen wuͤrde; als wünde auf ſolche Art Der Teufel gewiß weichen muͤſſen: wie uns dann noch andere Tugenden dieſes uͤber⸗ irrdiſchen und himmliſchen Y bekannt, da nemlich dieſes oder jenes Metall durch enſelben bereitet worden, indem ohne dieſen Zweig in der natürlichen oder geiſt⸗ lichen Magie, weder durch gegoſſene noch durch geſchriebene Sigilla, Pentacula oder Talismata, auch nicht das allergeringſte gewuͤrckt werden mag, wie die taͤgliche Erfahrung von ſo vielen Land⸗ und Leut⸗Betrugern lehret, und allen denen zur Nachricht dienen mag, welche aus dem Theophraſto Paracelſo und andern, ihre beſchriebene Siegel und dergleichen machen, und die Leichtglaubigen dadurch betrugen. Dann zu dergleichen Zubereitung gehoͤren zwey Wege; den einen haben wir allbereit genannt, der andere aber iſt gantz und gar geiſtlich/ ſoll aber auf dieſesmal genug davon geſagt ſeyn: das uͤbrige wird bis in den 3. Theil ver⸗ yaret bleiben, und allda in dem Capitel von der Aſtrologie und Magie nachzu⸗ ſuchen Von dem Nutz und Gebrauch des himmliſchen Schwefels. 213 ſuchen ſeyn. In dem Cap. von der Aſtrologie wird cin Liebhaber die groffe Thor⸗ heit derjenigen Stern⸗Deuter, die da zum oͤftern in ihrem Nativitaͤt⸗Stellen ſo erſchroͤcklich fehlen, ſehen koͤnnen, auch wie es nur von ungefehr geſchiehet, daß es unter hundermalen hie oder da etwa einmal zutrift, gleichwie ein A ohngefehr eme Farbe erraͤth. Womit auch dieſes Capitel geſchloſſen eyn ſolle. CaN ENA A eI aN AA NA CNH I NI RAEI RNA Das III. Capitel. Von der Natur, Nutz und Gebrauch des irrdiſchen Schwefels. $| F U Anfang des vorſtehenden Capitels haben wir allbereit geſagt⸗ daß wir in dieſem Werck den alten Weibern in ihrer Schwefel⸗Kabric kei⸗ nen Eintrag thun wollen: ſondern unſer Vorhaben zielet in dieſem, gleichwie im vorigen, auf etwas fuͤrtreflichers. Wie demnach der elementa⸗ riſche Schwefel gezeuget? iſt in dem r. Capitet deutlich genug gefagt wors den, und was allda noch fehlet, muß im erſten Theil vom S nachgeſucht wer⸗ den. Sein innerſtes Weſen iſt demnach nichts anders, als der D des Lichts, verſchloſſen in dieſen irrdiſchen, gleichwie unſere Seel und Geiſt in dieſem irrdi⸗ ſchen Leibe. Dann wie wir oben Cap. I.§. 8. geſagt, ſo iſt nichts unter dem Him mel, unter allen elementariſchen Geſchoͤpffen, in welchem nicht dieſes AÆlſch-Majim, als ihre Seele, zu finden, auch ohne daſſelbe eine dem ewigen Tode gleichende fataniſche Geſtalt an ſich haben wuͤrde. Es iſt aber dieſer Funcke dermaſſen ver⸗ iegelt und verknuͤpft, daß derſelbe faſt unmoͤglich heraus zu bringen, es ſey dann durch das obengemeldte Solvens: weil aber dieſer edle O Saame rug andern Coͤrpern, wie im vorhergehenden Capitel gezeiget worden, viel uͤberfluͤßiger und beſſer als in dieſem irrdiſchen£ gu haben, als laſſen wir dicen groben£ Dies ſerhalben fahren. S. 2. Wir haben Cap. I.§. 27. geſagt, daß dieſes irrdiſchen Y kein eintziges Geſchoͤpffe in allen 3. Reichen entbehren koͤnne, niht daf er der Bale fam ihres Lebens ſey, ſondern der Leim dadurch die elementariſche Miſchung der Corpor gebunden und zuſammen Mia toerden y wie ſolches auch den gemei⸗ Od 3 nen by— M Pga Das Dritte Capitel. nen Waſſer⸗Brennern bekannt. Dann wann man ein thieriſch oder vegetabili⸗ ſches Weſen(zu einem mineraliſchen gehoͤrt eine andere Wiſſenſchaft) diſtillirt, ſo findet ſich ein Phlegma, ein Geiſt, und flüů htiges D, bis das ſo genannte ſtinckende Dely als die Sliche Subltanz und des coͤrperlichen Weſens Zuſam⸗ menhaltung oder Verbindung, auch ubergeſtiegen, alsdann iſt die gaͤnzliche Zertrennung des coͤrperlichen Weſens geſchehen, und bleibet nichts zuruͤck, als eine ſtaubigte Aſche, ohne einige fernere Zuſammenhaltung, in welcher das Fixe G, als der innere verborgene Leib, welchen kein&zerſtoͤhren, wohl aber erhoͤhen und verklären mag. § 3. Vorhergehende letzte Worte ſind eben nicht nach gemeiner chywi⸗ ſchen Schreib⸗Art hingeſchrieben, viell icht wird es Gelegenheit geben, noch ein hren alfo mider gu dem Friſchen, und deſſen mehrers hievon zu reden. Ke Natur. Derſelbe iſt nun in ſeiner Subſtanz, weil er aus dem finſtern elemen⸗ tariſchen und einem groben ſaltzigten Jial 9 zuſammen geſetzt, ein ſchleimig⸗ es pechigtes fettes Weſen, weilen aber das in ihm concentrirte A Den meiften Theil ſeiner Sub banz ausmaßt, iſt derſelbe anstrocknender Natur; daher ihn auch die gemeine Salben⸗Koͤche mit unter ihre Gratz⸗und Grind⸗Salben miſchen und gebrauchen, nicht betrachtende, was vor hoͤchſtſchaͤdliche Zufalle ſeine Grige Saͤure dem Balſam unſers Fleiſches verurſache; und noch viel ſchaͤdlicher wird derſelbe innerlich gebraucht, daferne ſolches nicht mit der groͤſten Vorſichtigkeit geſchicht, inſonderheit, ob der Patient an den innern Haupt⸗Gliedern ſchadhaft? dann in ſolchem Fall wird ſich ſeine zerſtoͤrende Macht bald äuſſern, wie davon unzaͤhliche Exempel beygebracht werden koͤnten, daferne es die Nothdurft er⸗ forderte. Wo aber das Alcali allein die Oberhand hat, kan derſelbe, wann er durch den Kuͤnſtler von ſeiner arlenicaliſchen Eigenſchaft gereinigt und recht be⸗ reite't, gebraucht werden. Wieaber dieſe Zubereitung recht geſchehen ſoll, ſchickt fich hieher nicht; was die gemeine Chymiſche Schriften davon lehren, taugt nichts. Wer demſelben in der Sublimation auch mit einem fixeren P zu helffen weiß, kan was Gutes mit ihm verrichten. Und ſo viel von des gemeinen F Natur. L 4. Ob aber gleich dieſer irrdiſche D bey den Menſchen in⸗ und aͤuſſer⸗ lich zu gebrauchen, eben nicht viel nutzt, ſo hat denſelben doch der Allmachtige GoOtt zu unzaͤhlbarem andern Nutzen geſchaffen. Erfahrne Schmeltzer wiſſen, was ihnen der Kieß(welcher nichts anders als ein£) vor ungemeinein Nuken im Ofen ſchaffet. Durch den& ſowohl, als durch einen reinen unmetalliſchen Kieß, koͤnnen alle Metalle, ja ſelbſt das O, wieder zuruck und in einen Metalle Stein verwandelt werden, imgleichen auch alle metalliſche Ertze: wie nun die⸗ ſer Metall-Stein mit hoͤchſtem Nutz zu gebrauchen? davon koͤnten wir allein ein groſſes Buch ſchreiben. Wer aber das rechte Fermentier⸗ y Fennet, defen Farbe A teit fym ini Yi Nie oing iÉ, ii EnA abe aih einer chyn A do mi w ahd nalini yle fine l M fhn M L j u7 nah W q i! MN) it a pie ie” p Mi o mi W 0 i Bon der Natur, Nutz und Gebrauch des irrdiſchen Schwefels. v15 Farbe gelb iſt, wird ſchon auf den rechten Weg gerathen koͤnnen. Je mehr nun dieſes mit dem erſten inctalliſchen Weſen geſchwaͤngert, deſto groͤſſere Wür⸗ ckung wird der Schneltzer mit diefe: Steinen in der Gradation und Vermehrung verrichten koͤnnen. Doch muß einem in dieſem allen der Natur Wuͤrckung durch Hitze und Kelte, Feuchte und Trockne, wohl bekannt ſeyn, damit er nicht das fal⸗ ſche vor das wahre ergreife; den Unterſchied der Zeiten muß ſich einer gleichfalls wohl bekannt machen/ ingleichen, daß er Feuer und Heerd, wie auch den Ofen, der Natur nach, zuzuricht nwiſſe, ſo wird alsdann der Kuͤnſtler mit hoͤchſtem Ver⸗ gnuͤgen erfahren, was dieſen geme ne P vermag. S. f. Wie dieſer in unterſchiedlichen Graden gefunden werde, wiſſen auch die Verge Buben. Sein erfter Grad ift der gemeine A; wie derſelbe in der Kuche zum Anzunden und jum Pulvermachen, auch bey der Feuerwerckerey, ge⸗ braucht wird. Sein anderer Grad ſind alle realgaliſche Arten, davon jedoch die eine mehr, die andere weniger durch O und gehartet worden. Auripigment und das rothe Arſenicum haben ihren verſchiedenen Nutzen, ſowohl bey theils Handwerckern, als auch in AArbeiten. Dann wann von denſelben mit andern Zuſaͤtzen ein Rubin⸗rother Stein gekocht wird, wird ein rechter Kuͤnſtler mit demſelben auf die D was ſonderliches wuͤrcken. Allein, daß er wiſſe, wo er zu dieſer Verrichtung tuͤchtige Gefaffe hernehme? ihme auch die rechte Kochung be⸗ kannt ſey/ ſonſten wird er warlich in nicht geringen Schaden geſetzt werden. Bon dieſer eintraäglichen Arbeit aber Proceffe her zu ſchreiben, wuͤrde ſich uͤbel zu un⸗ ſerm Norhaben reimen. §. 6. Das Auripigment oder rothe Arſenio mit einem gewiſſen ſaltzigen Ding zu einem Stein geſchmoltzen, und dieſen wiederum mit dem Mineral. Stein des© oder D vereinigt; und tann in dem Fermentations⸗V cementrirt, wird feine Vermehrung mit hoͤchſtem Vergnugen zeigen, welche Arbeiten aber insgeſamt piele Zeit erfordern, Einem Ungeuͤbten rathen wir nicht,(inſonderheit da ihme die rechte Bereitung der Mineral. Steine nicht bekannt,) daß er ſich an dieſe Arbeit mache. Wir koͤnten von dieſer fuͤrtreflichen Wiſſenſchaft dem Liebhaber etwas ſonderliches mittheilen, daferne es ſich hieher ſchicken wolte, daneben nicht auch die Laſter⸗Zungen, und der boshaften Menſchen Undanckbarkeit befuͤrchteten; zu⸗ deme ift es eine Materie, fo zu der Metallurgie eigentlich gehoͤrig, wovon aber zu handeln, alhier unfer Vorhaben nicht iſt. S. 7. Was der P& in Reinigung des O vermag, iſt auch den Gold- ſchmieds⸗Buben bekannt, welches zwar die in vorhergehendem Cap. II. gemeldte Seife, durch Samech geſtaͤrckt, eben ſowohl und noch viel geſchwinder verrichtet; da aber das O nebſt andern Miſchungen auch D haltig, muß man dieſer Pofa A zuſetzen, ſo gehet die Arbeit ſehr ſchnell von ſtatten, und wird das O ſehr hoch Eradiret werden; von der gleichen Arbeit aber alle Handgriffe herzuſetzen, ware eine unnuͤtze EL— me Kbit . Hiig. Das Dritte Capitel. unnütze Weitlaͤuftigkeit. Es iſt ſonſten der Pz nicht allein eine Reinigung des O, ſondern auch des menſchlichen Coͤrpers; ällein vor der gemeinen Laboranten Faliſchen Tincturen und andern Schmierereyen ſey ein jeder, dem. ſeine Geſund⸗ heit und Leben lieb, treuhertzig gewarnet. Uns iſt ein leichter Weg bekannt, das zu einem rothen G aufgeloͤſte ö durch eine glaſerne Ketorte in Geſtalt einer roͤthlichen Tinctur uͤber zu treiben, ſo beydes am Geruch und Geſchmack annehm⸗ lich; daß dieſe nun eine herrliche Artzney, wird ein Vernuͤnftiger nicht in Abrede ſeyn koͤnnen. Durch bloſſe Extract: Durch Spir. Vini, ift ung gleichfalls ein Weg bekannt, aus dem ö eine uͤberaus liebliche Tinctur ſo roth als ein Blut zu bereiten. 5. 2. Was fonſten der Pin Vermehrung des Wachsthums vermag, wann ein gewiſſes Ding, Calaxa genannt, damit Siſirt wird,(wovon oben allbereit Erwehnung geſchehen) iſt faſt nicht zu ſagen. Es muß aber dieſe Be⸗ reitung recht wohl verſtanden werden, ſonſt wird man maͤchtig hierinnen verfeh⸗ len. Droben haben wir geſagt, es muͤſte ein Plichtes Alcali ſeyn, welches dieſe magnetiſche Kraft habe, woſelbſt der Liebhaber nachſehen kan, ſo wird er dieſes beſſer verſtehen. Es iſt auch der(verſtehe es aber recht) alſo zuzubereiten, daß er zu einem magnetiſchen Pflaſter, ſonderlich in giftigen Schäden, unver⸗ gleichlich dienen kan; allein mercke, daß es zwar der gemeine und auch nicht ift; der oben gemeldte rothe Stein iſt derſelbe rechte magnetiſche A, ſo dieſes zu verrichten tuͤchtig iſt. Was ſonſten gemeine Laboranten und umlaufende Marckſchreyer vor Artzneyen daraus bereiten, iſt ja leider bekannt genug, und waͤre beſſer, daß ſolchen Menſchen⸗Verderbern das Handwerck gaͤntzlich gelegt wuͤrde, ſo wuͤrde mancher Menſch noch gerettet werden koͤnnen, welcher fonſt durch ſolche Hen⸗ cker⸗maͤſſige Aertzte, entweder gar in die andere Welt geſchickt, oder doch alſo verderbt wird, daß es zu erbarmen iſt; wie uns dann ein ſolcher Dr. Anti⸗ chriſt bekannt, welcher aus einem noch ziemlich ſehenden wackern Mann einen gemacht, an ſtatt daß Chriſtus der HERR die Blinden ſehend gemacht. §. 9. Wie aus dem gemeinen A durch die Glocke ein ſo genanntes Oel oder Geiſt bereitet werde? iſt kein Geheimniß. Daß aber dieſer Geiſt, als ein hoͤchſt⸗zerfreſſendes Weſen wenig oder gar nichts nutze, ſolten die thoͤrichte O⸗ Koͤche ja wohl einmal gelernt haben, und denſelben von ihrem narriſchen Cra⸗ dir-V ausmuſtern, weilen in dem gemeinen Q der Saame des philoſophiſchen O gar zu karglich enthalten; muß alſo ein gauͤtz anders Ding ſeyn, woraus ihr arme O⸗Verderber den Geiſt oder das Hel deg a ¿ur Gradirung bereiten muͤſſet, daferne ihr das rechte Gradir⸗V bereiten wollet, damit ihr in. parti- culari etwas gewinnen moͤget, eure verhungerte, auch von Kohlen⸗Staub und Dampf ausgezehrte Leiber wiederum in etwas zu erquicken. Es hat zwar der gemine AnG SANY (wond NNN vina w a odat Widar y upuan fibe W ah niti gD: nD Hindw ii ynat A Geit,( e thill ig pi ; Cui m TE p Von der Natur, Nutz und Gebrauch des irrdiſchen Schwefels. 217 gemeine A hierinnen gleichfalls ſein Vermoͤgen; allein, wer ſolchen nicht mit rohem% im erften Grad der Fixation, und dem L des H wohl zu vereinigen mno nahmals auf D gu appliciren weiß, wird von dieſer Bruͤhe wenig Sett zu ſchoͤpfen haben, von welcher Zubereitung wir ſchon anderswo geredet; und darch ———— e eben difen Aeg mag ein geſchickter Kuünfter durch die geheime Cemerurion nicht geringen Nutzen erlangen, allein mercke, dag Diefelbe meder im Stegel, Senkora in d noch. Cement-Buchſen vertichtet werden kan, vielweniger in euren naͤrriſchen geneigt, wollen wir zu der wahren Semeuntation die rechte Species aufrichtig communiciren, wer nun eiñ dẽr Nätür nach geubter Chymicus, wird deren Gebrauch gar leicht verſtehen, doch erinnern wir, daß dieſelbe nicht alle insge⸗ ſamt und auf einmal; ſondern nur nach erfordernder Sache zu gebrauchen; kein Rec. will ſich zu unſerm Vorhaben reimen; folgen demnach die Species, als: O, D; O,% P diefe nun nah der Kunſt zubereitet und feft gemacht, find ſehr dienlich; ihr Acidum hoͤchſt ſchaͤdlich. Der Tartarus muß erhoͤht, und der Vittiol in ſeinem gewaſchen und ad rub. umgekehrt ſeyn. Ferner muß man Die fixe Oele der Sen haben, ingleichen des 8,*, 2, jedoch ohne alle zerfreſ⸗ ſende Mittel, ſondern nur durch ein gemeines und aller Welt bekanntes Men⸗ ſtruum bereitet, und letztlich und inſonderheit das bereitete Ding, davon oben Cap. III.§. 1. Hat nun der Kuͤnſtler alle dieſe Stuͤck bey der Hand, ſo kan er verſichert ſeyn, daß er in der Cementation Wunder verrichten werde: doch, wie ſchon geſagt, muß ihm die rechte Kunſt des Cementirens, nicht in Tiegeln oder Buchlen⸗ bekannt ſeyn, Inßlelchem das Mekãil/ ſo cementirt werden ſoll. Wer ſun recht verſteht, was wir von denen Specien an bis hieher geſagt haben, wird ſeine Muͤh und Koſten nicht vergeblich anwenden. Befuͤrchten aber, daß es de meiſten nicht deutlich genug geſagt ſeyn werde. Doch ſind wir verſichert, daß wir die Wahrheit, und noch dazu allzu uͤberfluͤſſig, geſagt. §. 10. Oben im 4. L haben wir in etwas Erwehnung gethan, wie der Sief(als ein im erſten Grad ligieter) im Schmeltzen nuͤtze, welches durch Kon sinon LX eichfalls E aa iyde orſe in Anſe si Den gemeinen& gleichfalls zu verrichten, indem derſelbe in Anſehung ſeiner Sig⸗Lialiſchen Subttantz im& alle Metalle ohne Unterſchied aufloͤſet, und in die kleinſte Theilgen zertheilet, gleich einem Scheid⸗Waſſer oder v Reg. und ift vor ſeinem zerfreſſenden Geiſt oder Rauch kein Metall, ja kaum das©, techt ſicher, wie ſolches die taͤgliche Erfahrung lehret; wer dannenhero bey ſolchem Schmeltzen nicht die rechte Zuſaͤtze, Feuer, Heerd und alle Handgriffe recht ge⸗ lernet, wird mit hoͤchſtem Schaden Lehrgeld genug geben muͤſſen. Daß aber P und& mit rechtmaͤſſig Eementirt, und hiernächſt beym groſſen Schmel⸗ tzen gehoͤrig gebraucht, gantz Ingemeinen Nutzen ſchaffen, iſt eben noch nicht uͤberall bekannt. Dieſe Arbeit ſchicket ſich e auf arme Erge. Der mue Ce an fi and munon baren Ofen. Redlichen Gemuͤthern, welche nicht zur Betruͤgerey$19- 221 TE 218 Das Dritte Capitel. kan deſſen durch eine Tiegel⸗Probe mit ſolchem cementrirten R und ound dem d und Yin gehoͤriger Proportion verſetzt, und mit Vitr. bedeckt, auf etliche Stunden nach der Kunſt im gehalten, mit ſeinem hoͤchſten Vergnuͤgen verſi⸗ haut maden. Doch muß demſelben der rechte Keductions⸗Fluß bekannt ſenn, fonſten wird ee Schaden an feinem Yleiden. Was aber ſonſten der& bey den Ertzen, im Roͤſten und Schmeltzen verurſache, hoͤret man leider auf allen Hut⸗ tenwercken, derohalben ſie ihre Ertze, welche ſehr kieß⸗ und ſchweflich, por dem Schmeltzen auf allerhand Art zu röſten pflegen. Was vor Schaden aber durch unverſtaͤndiges Roſten an theils Orten verurfſacht werde, empfindet der Gewercken Beutel am ſchmertzlichſten. Wuͤſten die guten Leute den& in ihren Ertzen wohl zu urtheilen,(wie er nemlich beſchaffen, und ob er git bes rohen im erſten Grad figirten L bey ſich habe, oder was ihm ſonſten vor ein Realgar anhänge?) ſie würden ihr Ertz⸗Brennen oder Roͤſten in Wahrheit anders an⸗ ſtellen, und nicht den meiſten Theil des Metalls, ſowohl im Roͤſten, als Schmel⸗ tzen, mit dem realgariſchen Y in die Luft jagen. Man findet zwar in theils Bergwercks⸗Schriften, als auch auf theils Huͤttenwercken, wie diß und jenes den Ertzen zugeſetzt werden ſolle, daran ſich vorgemeldte zerfreſſende Geiſter ab⸗ matten, und gleichſam mit ligiren ſollen; allein weilen nicht allemal die gehofte Würckung davon erfolgen will, denckt man ſolchen nicht allein gar nicht weiter nach/ ſondern man verlaßt auch wohl ſolchen Weg gaͤntzlich wieder, und fiedelt das alte$id immer fort. Was machts? die guten Leute Practiciren dergleichen Ar⸗ beiten ſchlechthin auf mechaniſche Art, oder nach Handwercks Gebrauch; ware ihnen abir Der Natur Wuͤrckung beſſer bekannt, ſie würden mit ihrem Zuſchla⸗ gen, Roͤſten und Schmeltzen de Natur beffer nachfolgen, und ſodann ein weit nuͤtzlichers, als bis daher geſchehen, leiſten. Man nehme nur ein Exempel an dem gemeinen A und g, wie Diefelb. zufſammen geſchmoltzen und nachmals Sirt ei⸗ nen ſchoͤnen Zinnober geben, und diſſes heiſſen die Chymici den& durch den ꝙ gebunden. Wit flagen aber: Iſt der K durch Den Z oder diefer Dusch Hnn gebunden? In Wahrheit, ihr guten Leute irret, indem wir eüch dürch des Eigenſchaft überfuͤhren wollen, daß der&eintzig und allein dasjenige feye, ſo den 4 gleichſam binden koͤnne; dann ihr koͤnnet in keine Wege leugnen, daß dem F ſeine brennende Art(es ſey dann, daß ihr denſelben gaͤntzlich toͤdtet und zerſtöhret) durchaus nicht zu benehmen, ihr moͤget es auch mit demſelben anfan⸗ gen, ſo naͤrriſch, als ihr wolt, es ſiy gleich durch Liren, deſtilliren, oder wie die närriſchen Dinge ſonſten alle heiſſen, ſo bleibet ihm doch feine brennend: Eigen- ſchaſt; daferne man aber denſelben mit dem& zu einem Zinnober gemacht, iſt ihme ſeine brennende und entzundende Art, ohne alle Zerſtoͤhrung und Toͤdtung ziemlich benommen, wie ſolches an dem Zinnober offenbar erſcheinet. Muſſet ihr nicht, daferne ihr anders nicht weiß ſchwartz, und ſchwartz weiß heiſſen wollet, ohne Wider⸗ ami, IA ly hy TAN lmi TU UN Von der Natur, Nutz und Gebrauch des irrdiſchen Schwefels. 219 Widerſprechen bekennen, daß ſowohl der Eden x, als auch inſonderheit dieſer jenen binde? Hieraus koͤnt ihr nun begreiffen, was wir eben ſo eigentlich allhier zu beſchreiben nicht gemeynt ſind, nemlich was ſowohl dem A alg auh wm y mangele, daß dieſelbe nicht vollkommene Metallen, und in dem Zinnober nur ei⸗ ne Geſtalt des Metalls⸗der Form nach, und nur gleichſam etwas, das ſich haͤm⸗ mern laͤſt, geworden. Noch ein anderes und deutlichers Gleichniß koͤnten wir durch das Glaß geben; allein weiter hierinnen zu gehen, wuͤrde gar zu weitlauftig fallen, darum mag es bey dem erſtern verbleiben: indeſſen kan der Liebhaber des Glaſes Zuſammenſetzung und Structur fleißig nachſinnen. $- 1r Das gemeine Queckſilber iſt noch einer gar zu groben SOwaͤßri⸗ gen Eigenſchaſt, daher Fan es auch ben bem£ nichts weiters wuͤrcken, als den⸗ ſelben zuſammen zu ziehen oder coaguliren, und feine entzuͤndende Gewalt zu verſchlieſſen. Da man aber dieſem Zinnober noch einen andern und viel edlern E zu geben, und mit demſelben zu vereinigen weiß, wie dann ſolches gar leicht geſchehen kan, fo wird man ein gekuͤnſteltes(wollen eben nicht ſagen philoſo- Phiſches) p finden, von nicht geringer Nutzbarkeit, denen, fo daſſelbe kennen. Nur daß man ſich ja nicht irre, und ſich durch der betrugeriſchen Proceß⸗Krämer Zinnober⸗Arbeiten verfuͤhren laſſe. L12. Es wolle aber niemand gedencken, als ob vorerwehnte geringe Gleichniß nur ſchlechthin vom P,&, Zinnober u. d. g. angefuͤhret waͤren, ſondern es zielet dieſes alles auf etwas hoͤhers, und wer hieraus nicht begreiffen will, wie im groͤſten Roͤſt⸗ und Schmeltzen das alte nichts nutzende Herkommen zu verbeſſern, dem wird nimmermehr geholffen werden koͤnnen: der Kieß haͤn⸗ get faſt allen Ertzen an, d. i. ein A; find aber dieſelbe nicht Picht oder kießicht, fo hangt ihnen dannoch ein andere realgariſche Art an, twie der weiß oder rothe Huͤtten⸗Rauch(Arſen.) Tutia&c. Die AErtze insgemein haben den meiſten T i e weniger; es fey Dann fehr Fieficht; Dagegen find D 1 Ža D, mhr Vialiſch. L 13z. In dem vorhergehenden r0.§. haben wir von des Wuͤrckung bey dem Ketwas erwehnet, wovon wir bey dieſer Gelegenheit noch viel nuͤtzli⸗ ches anfuͤhren koͤnten!, allein weilen es dieſes Werck gar gu weitläuftig machen wuͤrde, muͤſſen wir ſolches anjetzo ubergehen; nehmen alfo Den£ wieder in die Hand, und ſagen, daß wann man das Ound J durch denſelben auf gewiſſe Art verzundert fo Fan man Diefe fire Metallen z Durch wiederholte Urbat, Dar in bringen y dag fch ihr Staub in einem jeden Liquore aufisiet, fo eben in der Artzney nicht zu verwerffen; und iſt dieſes PNulver, daferne man kecht gearbeitet, nicht wieder zuruͤck zu bringen, weil durch die Verzunderung dieſen Metallen ihr edler Z benommen, und nur ihr Zig⸗Kichtes Weſen zuruͤck bleibt: daher auch diefe Pulver in allem flußigen Weſen ſo leicht aufzuloͤſen ſind. Was ber A Sẹ A dein Era G nE 220; Das Dritte Capitel. dem Y vor Schaden zufuͤge, iſt jederman befannt; wag aber ein gewiſſer A, welchen die Natur blos in gemeinem Y coaguliret hat, bey dem feinen O ver⸗ moͤge, und wie derſelbe das O in einem fuͤrtreflichen rothen Y verwandelt, weiß eben nicht ein jeder, wird auch nicht ein jeder dieſen wider die gemeine Grd- nung genannten Hfinden. g. r4. n vem erften Theil vom O haben wir der Kießling⸗Steine ge⸗ dacht, derſelben muͤſſen wir allhier abermalen ein wenig Erwehnung thun, doch nicht derſelben unterſchiedene Gattung beſchreiben, indeme ſolches auch unmoͤg⸗ lich. Von ihrer wunderbaren Zeugung iſt ſchon im erften Theil vom© geredet worden: alfhier wolfen mir nur derjenigen Steine Erwehnung thun, Derer man in ſehr hohen Gebuͤrgen ſehr viele anzutreffen pfleget, und oͤfters von viel tooo. allerley farbigten kleinen Steinlein zuſammen geſetzet ſind; dieſes ſehen viele 1000. Menſchen, der wenigſte Theil aber begreift deſſen Urſache. Was hin und wieder von den Auctoribus davon gemeldet wird, moͤgen wir nicht anfuͤhren. Wer die Urſache der Erden Feiſtigkeit weiß, und warum die Ziegelſteine(ob ſie gleich oͤfters von einer gantz ſchwartzen Erde gebrannt) durch das A fo fhón roth werden? wird auch die Urſache der Zuſammenbackung ſo vieler Kießlein im groben Sande, oͤfters auch in einer weißlicht laͤttigten Erden, leicht begreiffen, inſon⸗ derheit auch, warum der A vom y fo hochroth coagulirt werde? Das Seyffen⸗ ſieder Handwerck zeiget uns, wie durch eine alcaliſche Lauge alle Fettigkeit(die da im Grunde nichts dann ein lauterer A ift) zuſammen gerinnet, und eine har⸗ te Seyffe wird. Dieſer unwiderſprechliche mechaniſche Beweiß ſolte manchem ſeine grillichte Principia Phyſica ubern Hauffen werffen, und auf den Grund der Natur weiſen; allein weilen die Einbildung, ſonderlich die da von vermeynter hoher Gelehrſamkeit gezeuget worden, ein unheylbares Ubel: wie man faſt taglich an den Thoren ſiehet, welche ſich einbilden, ſie ſeyen dieſe oder jene Perſon, alſo gehet es auch den meiſten Menſchen in ihren einmal gefaſten Meynungen. Doch ſagen wir noch einmal, daß dieſes ſchlechte und geringe Gleichniß von deg Seyffen⸗Siederey ein mehrers hinter ſich habe, als mancher zu gedencken vermag. Verſtunden ihrer viele, worauf wir hiemit gedeutet haben wollen, es wuͤrde auf den Huͤtten⸗Wercken nicht ſo henckermaßig mit den armen Ertzen verfahren werden, ſondern man wuͤnde derer Zuſchlage beſſer verſtehen lernen. Aber allhier werden uns viele arme Schoͤpſe fo gleich anblacken und ſpoͤttiſch fragen: wo ſie doch alles S und Xhernehmen ſolten, um zu folge unſerer Lehr(ihrem Wahn nach) den Wlichten Ertzen dadurch zu helffen? Aber nicht ſo eilig gur Weyde, ihr armen Thierlein! der Schaffer allein weiß euch auf die noͤthige Futterung zu führen, indem nicht alles was gruͤn, euch eine gute Aetzung ift. Gleiniſſe Deu- ten zwar die Sache an, ſind aber darum nicht die Sache ſelbſt; wel her Grund⸗ ſatz bey vielen Gottes⸗Gelehrten gleichfalls hoͤchſtnoͤthig in acht zu nehmen ware. Zwi⸗ grme S A D -rca eaer e Eea = eF N MoN fn i ae ight din H f Bonder Natur, Nuh und Gebrauch des irrdiſchen Schwefels. 121 Zwiſchen dem Schatten und dem Weſen iſt ein groſſer Unterſchied. Lernet die Natur und ihre hervorgebrachte Species wohl kennen, ſo werdet ihr, wohin wir deuten, gu eurer eigenen Ehre und eures Naͤchſten Nutz, recht wohl verſtehen. §. rg. Dah fich Der gemeine A durch kein fluͤßiges Weſen leicht aufloͤſeg οellebe. laffe, weiß faſt jederman: daß man aber denſelben in einer Sange, welche Durch den Kalck aufs hochſte geſchäckt worden,(man wird ja verſtehen; wovon wir reden) leĩcht und gaͤntlich zu einem rothen Saft aufloͤſen, und hernach, durch ein gewiſſes Menſtruum, aus dieſer Aufloͤſung, eine Finctur oder Balſam ziehen koͤnne, iſt doch eben ſo gemein nicht; es ſey dann daß man die reckte Lauge, wie auch das Menſtruum, ſo ſich in keine Wege mit der Lauge vereinigen oder vermi⸗ ſchen mag, kenne; ſo dann aber iſt dieſer Balſam leicht zu bereiten; und Da man ferner denſelben zur Dicke, wie ein Honig, gebracht, und ſo dann ferner eine fluch⸗ marr eg nach Goldmacher⸗Kunſt ſonſten nennen will, duͤrfte man kein gerin⸗ ges Vergnugen von dieſer Arbeit zu hoffen haben. Was wuͤrde nun nicht der oben im II. Cap. beſchriebene himmliſche Wunder⸗^ wuͤrcken? da ein rech⸗ ter Kuͤnſtler, dem ſchlechten Wege der Natur nach, mit demfelben verfuͤhre? Allein wiſſe, daß wann du obgemeldte flüchtige Ynicht wohl zu bereiten, und nach der Kochung wieder leiblich zu machen weiſt, du deſſen lauter Schaden haben wirſt. Wer nun die Kunſt kan, der verrathe den Meiſter nicht, damit nicht beyde in Ver⸗ achtung kommen, weilen dieſe Arbeit an ſich ſelbſt ſchlecht und geringe, dannoch aber etwas groſſes hinter ſich hat, nur daß dieſe Arbeit lange Zeit und Geduld erfordert. FS. 16. Hätten wir Begierde uns durch Proceß⸗Schreiben bekannt zu ma⸗ chen, wolten wir allhier eine Arbeit mit dem B beſchreiben, wie nemlich derſelbe in einem gewiſſen Oel gantz aufzuloͤſen(ſtinckt aber hoͤllenmaͤßig) dann aus die⸗ ſem Oel, durch eine gewiſſe Lauge denſelben wiederum heraus zu ziehen, damit alle deſſen ſchleimigte ſtinckende Unreinigkeit in dem Oel zuruͤck bleibe: dann ferz- ner: wie aus dieſer Lauge durch ein edles Menſtruum eine fuͤrtrefliche Tinctur zu ziehen? Allein, wie ſchon gemeldet, ſo iſt Proceß⸗Schreiben nicht unſer thun; einem im& geuͤbten ift dannoch ſchon genug geſagt, andere aber, welche meynen, ſie haben dieſen Pfeffer auch ſchon gerochen, verſichern wir, daß ſie ohne einen ge⸗ treuen Wegweiſer ſchwerlich zu dieſem Neben-Bächlein gelangen werden, indem ein ſolches mit vielerley Namen, dannoch gantz deutlich, genannt werden mag, ob gleich nicht eben einem jeden verſtaͤndlich. §. 17. Vorher haben wir gefagt, daf der gemeine auch theils mineraliſche A, wegen ihres unleidlichen Geſtancks und zerfreſſenden Feurigkeit, vom ele⸗ mentariſchen oder hoͤlliſchen, ohne ſonderbare Bereitung und Umkehrung, denen Menſchen mehr ſchaͤdlich als nuͤtzlich ſey. In gewiſſen AArbeiten kan derſelbe viel Ee 3 nuken, 17. 5. tige D nach Der Matur Graden Darinnen Fochet oder cemenurf, Oder WI” zyr Sguro. Das Dritte Capitel. nutzen, dafern man ihn recht zu gebrauchen weiß; dagegen in andern hoͤchſt⸗ ſchaͤdlich, wie dann derſelbe der Y inſonderheit ſehr ſchädlich iſt, da man aber dieſelbe flüchtig, das iſt, zu dem naͤchſten Grad eines g% ruͤckgaͤngig gemacht, Dann fener mit% aaa. und mit Dem& vereinigt, und zu einem ſchoͤnen Zin- nober zu machen weiß, wird man etwas in der Hand haben, ſo einem nicht we⸗ nig Vergnuͤgen zeigen wird, daferne man nur dieſen Zinnober zu gebrauchen weiß. Dieſer Zinnober iſt auch bey Convulſionen der fallenden Sucht nicht in den Winckei zu werffen. In Summa, es beruhet die gantze Kunſt lediglich in der Umkehrung und Zuruͤckfuͤhrung der Dinge zu ihrem erſtern Stande: wer die⸗ ſen Weg einmal erkannt hat, toird niemals irre gehen koͤnnen. 5. 18. Daß ſonſten Der A ein faf unverweßliches Weſen ſeye, zeigen allein die gemeine Holtz-Kohlen; dann daß dieſe ein ſehr firer A, wird kein er⸗ fahrner in Abrede ſeyn können. Dag eine Holk- Kohle weder im v nod in der Erden verfaulet, ſiehet jederman täglich vor Augen; die Luft ſchadet ihr auch nicht, nur das& allein loͤſet dieſen A auf, damit ſein reines verſchloſſenes Licht wieder zu ſeinem erſten reinen Anfang kehrenkoͤnne, und nur eine Erde in welcher Das fire© enthalten y zuruͤck laſſe. Dann meil das A den g vom. fiven Saltz getrieben, hat die Kohle nicht widerſtehen und in des A Gorm bleiben koͤnnen. Einer Holtz⸗Kohlen ſchadet auch kein zerfreſſender Spiritus; durch ein gewiſſes ſehr geſchärftes Alcali aber loͤſet man dieſelbe zu cinem A rothen Saft auf: was vor ſeltzame und wunderwuͤrdige Wuͤrckung mit dieſem Saft zu ver⸗ richten, dienet nicht zu dieſem Werck. Daß der gemeine Ruß in den Schornſtei⸗ nen ein Â, wiſſen auch die Kinder; wozu er aber diene? oͤfters kaum Docto- res. Der rechte klare Spiegel⸗Ruß in einem Spir. SVolat. Ammoniaci deſtil- ürt,(man muß aber dieſen Spiritus Z Ammoniaci recht kennen, dann es war⸗ lich der gemeine nicht iſt, obgleich derſelbe ebenmaͤßig eine blutrothe Tinctur aus demſelben ziehet, und auch noch gut iſt) gibt eine blutrothe Tinctur; dieſe vol⸗ jends nach der Kunſt recht bereitet, ſo hat man eine Artzney, welche allen Magme Fiebern und anfangenden Waſſerſucht gewachſen ſeyn wird. So leicht nun ei⸗ nem dieſe Zubereitung duͤncken moͤgte, ſo verſichern wir dannoch, dah wofern ei⸗ nem der rechte Spiritus OVol. Ammon. unbekannt(der Spirit. iſt es war⸗ tih niht, wiewohl er es doch iſt) ingleichen auch wie die Linctur flüchtig zu machen, fo wird die Zubereitung gicht ſo leicht ſeyn, als man ſich einbildet. Was ferner der Ofen⸗Ruß als ein p der annoc fehe flüchtig, wie ſeine Entzuͤndung an⸗ zeiget, in Feſt⸗machung der fluͤchtigen und rauberiſchen Ertze vermoͤge? iſt eben ſo bekannt noch nicht. Kein Recept werden wiry weilen eg wider unſer Vorha⸗ ben, auch nicht hier einfuͤhren, weil wir von den Huͤtten⸗Leuten, die da nur ihre alt hergebrachte Gewohnheit lieben, nichts als Schmahen und Laͤſtern, an ſtatt des Dancks, bekommen wuͤrden. Jedennoch bleibet es warhaftig, daß der Aee ` Rug suae C Tar de p e ON Von der Natur, Nutz und Gebrauch des irrdiſchen Schwefels. 223 Ruß(welches, weil er ein â, der Den Ergen feher ſchaͤdlich, etwas ungereimtes zu ſeyn ſcheinet,) bey den fluͤchtigen Ertzen Wunder erweiſet, deſſen Urſach ein Naturgeuüͤbter leicht begreifen wird; der aber die rechte Praxin mit dem Ruß nicht verſtehet, laffe ihn ja liegen, dafern er nicht an ſtatt Nutzens, Schaden, Schande, Spott und Hohn davon tragen will. Des Camin-⸗Rußes nachſt⸗Verwandter thut das Seine bey fluͤchtigen Ertzen gleichfalls, dafern man nemlich dem einen ſo⸗ wohl, als dem andern, mit ihrer noͤthigen Mercurialität ¿u helfen weiß. Doch ge⸗ nug hievon, indem wir allhier keinen Schmeltzer abgeben wollen, doch aber noch ge⸗ dencken muͤffen, daß der gemeine Y auf gewiſſe Art das Kupfer zu vermehren ver⸗ mag, nemlich, da man, ein Viertel L und 1. Theil& gebraucht, das L alsdann mit der Helfte ds A u tein geworden, weler, nachdem derſelbe durch rechte Wiſſenſchaft erſtlich zu ſchwartz und dann ferner gar zu Kupfer gemacht, zeigen wird, daf das 2 vom& einen erklecklichen Zuwachs bekommen habe: und dieſe Arbeit kan einem Liebhaber viel dienliche Nachricht geben. .19. Oben im 13.S. haben wir von der Verzunderung des O und D gez dacht: anjetzo wollen wir nur mit wenigem des 8 gedencken. Wann man daffelbe verzundert, ſo gehet ſein verbrennlicher mit dem N/als der Urſache der vis emetic: des 8 fort, und bleibt fein güldiſcher& allein zuruck; was nun mit demfelben (ſonderlich da man in der Verzunderung ſeinen verbrennlichen Y, ſamt dem& zu klangen weiß) im&zu verrichten, wann nemlich derſelbe wiederum mit ſeinen ab⸗ geſchiedenen Theilen vereinigt, nachdem dieſelbe durch des§ eigenen Eſſig gewa⸗ ſchen, davon wollen wir anjetzo nichts gedencken, weilen der Eſſig des§ dazu er⸗ fordert wiid, Defn Bereitung nicht jedermann befannt. — S20. Es ift aber das& nicht allein mit einem edlen 5 begabt, ſondern es hat auch Das o einen fuͤrtreflichen und ziemlich fixen Y, und beſteht faſt deſſen meiſte Subllautz hierinnen,ſeines& aber iſt ſehr wenig/ vom S hat es etwas mehrers. Es iſt aber der A o fürtreflicher Cigenfchaft y fowmohl in der Argney, als in Der Alchymie. Viel Artzneyen werden aus demfelben bereitetwas es aber oͤfters vor ein elendes Geſudel, erfahren die arme Patienten mit ihrem groͤſten Ungemach; ſein Crocus ſobubilis und Tinctur ſind die beſten Artzneyen aus demſelben. Ware die Medicin unfere Profeſſion, ſo koͤnten wir den Liebhabern allhier viel curisſe Berei⸗ tungen mittheilen; die Schrift aber ſagt: Niemand greife in ein fremd Amt! der⸗ halben uberlaſſen wir ſolches denen, deren Prolelſion es iſt. Inaͤuſſerlichen Schaͤ⸗ den iſt ſein rother Zucker⸗ſuͤſſer Balſam(doch daß derſelbe keinen fremden Zuſatz habe) ein Wunder; ſeine Minera, dafern dieſelbe rein, gibt den allerbeſten Balſam. Difer Baljan Ao wird auch innerlich bereitet, das Seine mit groſſem Lob ver⸗ richten. E8 hat dag o awch noch eine wunderſame magnetiſche Kraf an fich, und kan aus demſelben ein rechter Bunder- Magnet bereitet werden; gehdret aber nicht in dieles Capitel. In groſſen Schmeltzwercken iſt ſowohl die Minera m i als G a= a 224 Das Dritte Capitel. als auch das ſchon gemachte oꝰ mit groſſem Nutzen zu gebrauchen, wiewohl annoch wenig Schmeltzer deſſen rechten Gebrauch wiſſen, daher auch mehr Schaden, als Nutzen dadurch erhalten, indem fie das"; wann ſie es als einen Zuſchlag zur Præe⸗ cipitation gebraucht/(als worinnen daſſelbe, ſo es der Natur nath gebraucht toird, ein Meiſter iſt) aus ihrem Stein nicht wieder zu ſcheiden und zu toͤdten wiſſen, in⸗ deme Ound oꝰin Anſehung ihres gar zu groſſe Liebe gegen einander tragen/ daher dann das'ohne ſonderbaren Vortheil nicht wohl von dem O zu bringen ift; von dem iſt daſſelbe gleichfalls ohne die rechte Kunſt nicht anders, als mit Scha⸗ den zu ſcheiden, weilen der weiſſe A Dy als weiblich, gar gu groffe$ egierde zu dem oa, alg maͤnnlich, trägt: mwem aber des o Buhlſchaft bekannt, und wie derſelbe mit allerley geringem Voͤlcklein ſeine Hitze zu kuͤhlen geneigt, Der Fan demſelben leicht eine Metze zufuͤhren, die denſelben nach ſeiner gewoͤhnlichen Leicht⸗ fertigkeit reitze, und in einen Hermaphroditen verwandele, damit derſelbe ein edleres Band verlaſſe: wer dieſes aber nicht recht verſteht, Der gehe des im Schmeltzen muſſig, ſonſten wird er ſich maͤchtig hinter den Ohren kratzen muͤſſen. Der ge⸗ meine£ ift ein Feind oꝰ; kommt demſelben nun ein Sig⸗Nrialiſches Weſen zu Huͤlfe, ſo ſchůtzet ihn weder feine Tapferkeit, noch Harniſch; zu der unzuͤchtigen Venus häaͤlt er ſich ſehr gern, und geht ihm dißfalls aͤrger, als dem Herculi„welcher ſeiner Geliebten zu Gefallen den Spinnrocken zur Hand genommen, und weibliche Kleider angezogen. Er o' aber verwandelt fich der Venus zu Liebe gang und gar in ihr Fleiſch und Blut/ ſobald ſie denſelben nur gereitzet, mit ihr in ihr Bad zu gehen/ und in demſelben recht zu ſchwitzen. Es ſind zwar threr viele, die da meynen/ es ſey ihnen dieſes Bad der Veneris ſehr wohl bekannt; allein ſie kennen weder deſſen rechte Quelle, noch wie dieſes Bad zu bereiten; dahero, daß an ſtatt ſie meynen, den a in ihrem Bad vollkommen ſauber zu machen, kommt der arme Ritter ſchabigt, kraͤ⸗ tzigt und ungeſtalt wieder aus ihren Haͤnden, alſo, daß wann man ihm nicht durch die allgemeine Mutter aller Dinge, in gelblichter Geſtalt wieder zu helfen weiß/ der gute o forthin nicht vie! mehr nubet. Wir wollen uns aber mit dieſem Rau⸗ ber nicht langer aufhalten, ſondern §. 2 1. Zu der Veneri ſchreiten, derer meiſte Subſtantz gleichfalls im beſteht; derſelbe iſt dermaſſen anhangiſch, daß er gar leicht mit allen Metallen air Buhl⸗ ſchaft zu bewegen. Wann der WYVeneris mit dem AP durch H vereinigt, alfo dag a von der Venere ganh entjundet und erhitzet worden, ſo iſt alsdann von dieſer vereinigten Vermiſchung etwas ſonderbares zu hoffen, wie den wahren Lieb⸗ habern der Kunſt wiſſend. Die Sophitten wiſſen auch vieles von dieſer Verbindung o und Ven. ¿u ſchwätzen; mwas fie aber vor Fruͤchte aus dieſem Concubinat er⸗ zeugen, hat ſchon mancher mit ſeinem auſſerſten Schaden erfahren. Der A Ven: iſt zu Annehmung aller Farben ſonderlich geneigt, wie ſolches den Kuͤnſtlern wiſſend: Gelb und weiß nimmt er leicht an, wie durch den Lapid. Calaminar. und bekannt. Von der Natur, Nutz und Gebrauch des irrdiſchen Schwefels. 225 befannt. Wer aber den aſtraliſchen Calaminarem und Arſenic fennet, Fan dag Kupfer gar keicht auf das allerb: Aiie gelb und weiß einkleiden, und in koͤnigl. Pracht darſtellen. Was die Minera boy Ri ſt⸗ und Schmeltzung der Ertze ver⸗ me gift vúrdig daß es beſſer, als bis a geſchehet inacht genommen merde, e wird zwar dieſes Ertz von den Schmelser n gebraucht; wie ungereimt aber gi oͤftern, davon waͤre viel zu ſagen, wann unſer Vorhaben wäre, von derglei Aan infond rheit ju handeln. Wuͤrde dieſes Ertz recht, zu rechter Zeit, und bey den rech⸗ ten Subjectis gebraucht, würde man einen gang ât wern Nuken erhalten; der auf den Bergwercken uͤbliche Miſchmaſch aber,(iweld her mehrentheils nur zufalliger Weiſe die gehofte Wuͤrckung thut) wuͤrckt mehr Schaden, als Nutzen, und ob o ches gle feich mit? Augen gefehen und mit Haͤnden gegriffen wird, ver läſſet man dennoch. die böͤſe althergebrachte Gewohnheit nicht. Der A Lſchuͤtzet im Kdie edlern Metallen, an a fto att, daß DaS u raubt, we elche dann hernachmals ſeinem kriegerif iſchen Geitz nicht leicht wieder abzunehmen ſind, es 3 můfte d dann einer dasjenige, was wir hieroben geſagt, wohl verſtanden baben. Die g iſt dem O und D dermaſſen geneigt, daß ſie nicht gar le icht wieder von einander zu ſcheiden, es ſey dann d ure) DAS D Da doch De alte ſchmutzi ige Saturnus ihr gar febr ger eigt, und allein ti: htig iſt, dieſelbe mit dem æ zu vereinigen:(es iſt aber allhier eben die Rede nicht vo:)˙ Ob es ein jeder t verftehen werde, iſt fa iſt zu zweifeln; dem ſey í í olle, ſo ſoll un 3 fold hes nicht hindern, in dieſer Mat rie noche sin klein „und ſagen, daß der F g fibon einen ziemlichen Grad be, wie dann offenbaßhr t; oi das 2 i m Schneltz en dem ſte auch aus demſelben vor allen andern Metallen das meiſte OD Durch Die rechte C ata Kunſt zu ſcheid en Í Fa rner erwe cif feinen Grad der Filoſng i von d des 5 Frialiſchen a rſt ehet dicfes re cht!)ni⸗ cht ſo leicht, als Mars, in den Fluß gebracht! werden mag 2 Dieſer Feſtigkeit ungeachtet,iſt uns ein Weg be Fannt, ba Ra be in einer gantz kurtzen it in den al lergraufamſten, d yur f ften, ſchnelleſten und unheilbar ſten Gift zu verkehren, deffen alf EN gen( nur einen Zahn damit beruͤhret) den ohnfehl baren ſchnelleſten Tod w lolche i an perfe chiedenen Gattungen zahmer und wilder Thiere A word es ſonſt kein Gift thut, f fo[i egt das getoͤdtete Aaß, ehe 24. Stunden ver⸗ fer Fermentation, alf o, daß die gantze Mafla Des Seibgei nemn Schaume Dieſes aber haben wir niht hieher geſetzt, um teufliſchen Menſchen Anlaß eſer hoͤlliſchen Wiſſenſ ſchaft nachz zuſi eleeh wir verſichert ſind, en Í ſo ſchwer, als die Kunſt O zu machen, zu finden fepn wird) ſondern mes nur deshalben! Riba wollen damit man genau betrachten mé Sge: ! ãdlich alle unverzinnte kuͤpferne Ruͤchen⸗ Gefaſſe der menſch⸗ lichen Geſundheit ſeyn ioken? und wie man ſich vor ſolchen Gefaſſen, darin zu kochen, hüten ſolle. Dahingegen alles Eiſen⸗Geraͤthe hierzu nicht allein nicht Sf! ſchädlich, ift. Das Dritte Capitel. ſchaͤdlich, ſondern vielmehr geſund und nutzlich iſt; deſſen Urſache in dem Unter⸗ ſchied ihrer Saltzen zu ſuchen. ye 2z, Madem mir nun ein Fein weniges, mie Der A Qris im Agu nk tzen, geredet, wollen wir auch noch ein weniges von deſſen inn⸗ und aͤuſſerlichen Gebrauch bey den Menſchen erwehnen; da dann mit kurtzem zu melden, daß das N, wegen ſeines ſtachlichten Rial-Bes, innerlich in allwege hoͤchſtſchadlich, wird auch vor deſſen Gebrauch ein jeder kechtſchaffener Artzt ſich zu hůten wiſſen. Wir haben geſagt, ſein ſtachlichtes Lrial-O ſey ſchadlich, wobey noch zu melden, daf eben dieſes die Urſache ſeiner grauſamen Gewalt zum Erbrechen iſt. Dieſes nun etwas deutlicher zu verſtehen, muß der Liebhaber den erſten Theil vom©; in toek- chem von des O Bigur fattfam gehandelt morden, mit allem Fleiß nachſehen, ſon⸗ ſten ihm dieſes allhier wenig nutzen wird. Dieſe Stachlichkeit, welche die Herbig⸗ keit gebiehret, iſt demſelben in keine Wege zu benehmen, es ſey dann, daß man des Nunreife Grune zeitigen, und zur beſtandigen Roͤthe bringen koͤnne; ob aber die⸗ ſes eine ſchon gemeine und bekannte Kunſt? laſſen wir dahin geſtellt ſeyn. Unſers Theils ſind wir verſichert, daß es ohne das Wunder⸗Solvens, zugleich auch Figens, davon hieoben geredet, oder deſſen nachſte Anverwandte, nicht geendet werden mag. ieſes kan, wird ſich auch ruhmen koͤnnen, ein Artzt zu ſeyn alles Ausſa⸗ Wer aber d tzes, Frantzoſen, Krätze ꝛe. Daß ein Saamen, nachdem er aufgangen, feine Gruͤne ablege, und zur vollkommenen Reife gelange, muß er nicht allein de O, ſondern auch bequeme Erde und vhaben: Auſſer Eden aber ſind die„zu unrein, und die Erde zu trocken, und nicht ſo fett, als in Eden; darum wird dieſe Erde Adamah, iene aber Erez genannt, welches wohl zu mercken; und obgleich die Erde, ſo wir anjetzt bewohnen, in der Heil. Schrift hie und da auch Adamah genannt wird, ſo geſchicht ſolches doch nach des Menſchen Fall aus Eden, nur Gleichniß⸗ weiſe, weilen des Menſchen unverganglicher Leib aus der Erden aus Eden, fein verweslicher Leib aber aus dieſer Erden, dahin er verſtoſſen worden, genommen iſt. Gen. III. 23. Es iſt nur ein Sluß in Eden, wer nun nicht zu dieſer allge⸗ meinen Haupt⸗Quelle zu gela gen vermag, der fuche ihren Abfluß Piſon, wel⸗ dyr das gantze Land Sevila befeuchtet, wo das Gold iſt, und das O deſſelben Landes iſt gut: daſelbſt iſt Bdellion und der Stein Onyx Alſo offenbahr, daß nur in Eden das rechte wahre O, woraus der Wunder⸗Stein Onyr zu bereiten,(hievon ſiehe ein mehrers.. UI. vom& Cap..) ſonſten der Stein der Weiſen genannt. Muß alſo dieſem O, dafern aus demſelben der Stein Onyr werden ſolle, das rechte Bdellion zugefugt werden, ſonſten alle Be⸗ muͤhung vergeblich ſeyn wird. 623. Die Weiſen reden fehr viel von ihrem allgemeinen L/ aber ſo dun⸗ ckel und raͤthfelhaft, daß auch ein Tityrus naͤrriſch werden moͤgte, ſolches zu erra⸗ then. Dieſer nennet denſelben ſo, ein anderer wiederum gantz anders; alſo auch der j aimi oati n, M Mii N mwi nye o j jk plt Von der Natur Nutz, und Gebrauch des irrdiſchen Schwefels. 227 der Dritte und alle uͤbrige. Moſes nennets deutlich/ nemlich Bdellionz ſagt auch wo er eintzig und allein an; zutreffen? jedennoch es ſehr wenige; Alle Menſchen die nur nicht leibli lich blind, ſehen es wohl. Z Beilen es nun ein jeder fichet auch fo deutlich mit Namen genannt, was bedarf es dann einer weitlaͤufti⸗ hreibung? Wer aber noch genauere Nachricht davon haben will, muß das roffe Woͤrterbuch der Natur aufſchlagen und unter.N. B.(S. A..) fein Stam- Bort| ſuchen, ſo wird er zugleich diejenige Worte, ſo davon abſtammen, fin⸗ den; fané er dann mit dem Stamm⸗Wort nicht zurecht kommen, werden ihm die ſtammende vergnuͤgten Nutzen ſchaffen. Die alten Perſer nennten eg Urim- Aſtha; nun lerne dieſen zuſammen geſetzten Namen recht kennen und analyſiren, ſo werde ndir fei ne 4. Haupt⸗ net ammungen auch leicht befannt werden, und wirſt ſo dann nicht nöthig haben, daß dir jemand eine deutlichere Beſchrei⸗ bung mache. §. 24. Dah der A i eine Urſache aller rothen Farbe, bedarf keines Be⸗ weiſes, daß A A Mroth heiſe od er bedeute, weiß faft ein jeder, ſo ſich nur ein we niges im Hel mgeſehen; daher AD AMAH eine rothe, das iſt, ſchwef⸗ lichte e Erde heiſſ rEr de hat GOtt der HErr den Staub(Aphar) Ra chen(Adam} on Nimmt man von die⸗ : Vocales A hinweg, und ſetzt an derſelben ſtatt i. und $ niht Aphar, fonden OPHIR. Wie Fofbar nun eweſen, kan man beym Hiob und andern Orten De 5 Hiob XXAI, 2 24. und ophiriſch Gold auf die Selſen Uns icret nicht, daß allhier Ophir Hebr. mit Aleph und Cholem ge ſch TERN on indem 5e) Den Hebräernd die Hi mnan an Verſetzung der Buchſtaben gar nicht ungewoͤhnlich: Es muß a 3 aber einer in Diefer ihrer My tica geubt ſeyn, fo wird er auch oA, was 2. Chron. II. 6. das Golo Pharvalia por Gold geweſen? Th ut man die lekte Sylbe Vajim hinweg, und fegt Das A por das P ſo heiſſets: Sahaph Aphar; Gold⸗ Staub. Woraus zu erſehen, wie koſtbar unb furerefiid ch der Menſch ini den geweſen, ehe derſelbe durch die Liſt des Teufels zur Erez oder trockenen Erde geogr Oa) welche ſonſten in keine Wege als durch die Faͤulung oder Verweſung(Hebr. Moth Tod) wieder von ihm ge⸗ chieden werden mag und wiederum(Hebr. Thom) vollkommen werde, nem⸗ lish damit ſeine erſte Unt dverweßlichkeit A phar, oder Gold⸗Staub, erſcheine und geſehen werden moͤge. 8. 2. Es wolle niemand gedencken, daß dasjenige, ſo wir von§. 22. big geſagt, eine unnutze Ar ꝛsſchweiffung ſey, durch welche man ſich nur ſehen wollen, ſondern wir verſichern vielmehr, daß nicht ein Jota geſchrieben, ſo ng 76 ern Nachdenckens beduͤrffe, wie denen wahren Mago-Cabba⸗ ott-Weiſen uͤberffuͤßig bekannt. Wer es aber nicht veͤſtehe n fan Sf a und ſe m Wort IA pE IAR i 0. wieder dahin r foh —— Das Dritte Capitel. und will, laffe es unbeſudelt ſtehen, dann dieſes alles nur den wahren Liebhabern der Weißheit, nicht aber vor wuͤtende neidiſche Saue, die da nichts als ſtincken⸗ den Schlamm zu ihrer Kuͤhlung und Ergoͤtzung lieben, geſchrieben iſt. In ob⸗ gemeldtem 22. S. haben wir geſagt: daß wer dem Kupffer nicht wiſſe ſeine Gruͤne zu zeitigen zu einer rothen Blume, in welcher der edle Gold⸗Saamen verborgen, der wolle es nur zu keiner innerlichen Artzney anwenden. Die Natur zeiget uns an allen Fruͤchten, daß dieſelbe in ihrer unzeitigen Grune ſehr ungeſund und ſchaͤdlich, da dieſelbe aber durch die Sonne, Hebr. Schemeſch,(betrachte diß Wort und was 8. 23. von den Anfangs⸗oder Stamm⸗Buchſtaben geſagt, mit allem Fleiſſe) gelb, roth, oder ſonſt nach ihrer Eigenſchaft gefaͤrbt, ſind dieſelbe nicht allein ge⸗ fund und nahrhaft, ſondern auch lieblich anzuſchauen und zu genieſſen. C 26. Sonſten iſt der gruͤne Balſam aus dem Kupffer, welcher ohne alles fremde Weſen aus dem reinſten Kupffer gemacht, ein Wunder in allen um ſich freſſenden Schaͤden, als Krebs, Fiſtel und alle dergleichen. Ob aber dieſes Wun⸗ der A fehr befannt? daran zweiffeln wir gar ſehr, vielweniger, wie dieſer gruͤne Balſam in ſeiner Roͤthe zu zeitig | l zæ s v f m zeitigen? Er bereitet fich felbſt ohne alle Kunſt und 9 fau deffen Bereitung weder Ofen, Kohlen, noch kuͤnſt⸗ MG einsiges Gefchirr ift hiegu genug/ nur dag man fich auf die Zeit reol y Diefelbe recht zu geben, und dasjenige zu meiden weih, fo die Auf⸗ loͤfung hindern koͤnne, indeme der geringſte& Grad bey dieſer Arbeit ſchäͤdlich⸗ weilen das Kupffer an ſich ſelbſt in rechtes magnetiſches Wunder K. Es ver⸗ ; ig nur die Natur in ihrer * ſtets, ſowohl it f⸗als Niederſteig y nicht gehindert wird. Es liebt nur dasjenige was alle andere Vegetabilien, Thiere und Mineralien gantz lieben und beduͤrffen, iſt daneben auch der Veneri gleich geartet, als welche zu ihrer Buhlſchaft das Licht fliehet, und die Nacht zu ihren Wercken deſto mehr liebt; die Zeit zu der Bereitung die⸗ fes Balſams iſt nur ein Viertel einer Zeit, wiewohlen dieſelbe dannoch in einer t gantzen Zeit, zu gaͤntzlicher Bereitung, begriffen: ift alfo ein Biertel einer Zeit, ſo S gleichwohl vollkoͤmmlich eine halbe Zeit ift. Mit Regen, Schnee, Fluß⸗oder an⸗ dern Waſſer bedarf man denfelben, gu Hervorſproſſung dieſer Grune s niht be gieſſen, welches wohl zu mercken, deſſen ſonſten alle andere Pflantzen bedürffen: Man muf fich auch wohl huͤten, daß man den Tiegel niemal über die Helfte an⸗ fuͤle. Hat man nun dieſes Wunder A oder grúnen Balfam alfo bereitet, fo Fan man fich mit Wahrheit eines edler Schatzes zu allen auſſerlichen Schaͤden mit al⸗ lem Recht ruͤhmen; man kan denſelben auch mit allem Fug das allergeheimeſte oder Aenſtruum nennen, und demſelben ferner nachdencken. Bis daher haben wir ſeine Bereitung deutlich genug beſchrieben, und nichts vergeſſen: ſeine Rei⸗ nigung von ſeinen Hefen verſtehet ſich von ſich ſelbſten, daferne man nur des Him⸗ mels Wuͤrckung recht verſtehet. 6. 27. Von der Natur, Nutz und Gebrauch des irrdiſchen Schwefels. 229 S. 27. Aus einer reinen Minera des Kupffers kan man durchs Diſtilliren auch einen Balſam bereiten, welcher nie heu verwerffen, man muß aber wiſſe ni die Mi- neram Vener. recht gu bereiten, dami it dieſelbe in der De tillation dieſen B Sala! m pon, fich geben koͤnne/ wie dann durch dieſen Weg aus allen Mineris eit Bal fam ju de etilliren, und dieſe kan man mit allem Füg gerecht nennet nen fich die felbe ohn alles fremde Weſen, nur allein mit Fluh-y aus Eden(dieſes abe muf mante m ſtehen, indem ſich hierinnen leicht zu betriegen) eingetraͤnck nd begoſſen worden ſind, ſo viel ihnen zu ihrer Erweichun gund Gaul ung noͤthig. Wir ſehen aber a un poraus, Dag viele úber dieſen und vorhergehenden S. die Naſe ruͤmpffen werden, deſſen wir jedoch werden fah en muͤſſen, indem wir mehr dann allzuwohl verſichert, daß dieſes alle eroii cht ſo ſchlecht hin von einem jeden verſtanden werden wird; deeſe enige aber ſo nicht auf K phi ſchen Irrwegen, ſon⸗ dern auf dem Weg der Natur gewandelt, werden die jes alles vollkommen ver⸗ ſtehen koͤnnen indeme denenſelben 1 Diefes alles mehr als zu deutlich hell und klar beſchrieben. Wer aber dieſe Oele der Metallen alfo bereitet f hat, wird nicht allein im thieriſchen ſon Dern aui a in MAEN ſchen Reich etwas ſonderbares verrichten moͤgen. S. 28. Den A der tbrigen Metallen und Mineralien wollen wir anjetzo `= p t $ f D a = ju * uͤbergehen, indem wir glaube ny daß den Wahrheitli éb: nin an vorher. ſchon genug geſagt ſeyn wird; jedennoch wollen wir das mineraliſche J i) ick zlich verlaſſen, ſondern mollen uns ein wenig zu d nD an menden y DOi 9 f eS s Mineral Gen, fonden wir wolfen iu unfe im Obje cét fe idereder n Tartarum nehmen, welches mit allem Rec ecin biliſchen und mineraliſchen Xei iches zu nennen. Daß nun en auch die Bauren. Von ſeiner ſaltzigen Subltantziſt indem dieſes ſchon an einem andern Orte geſchehen, ſon⸗ Daß der Tartarus in der Deſtillation h„wiffen alle Laboranten. Dieſes aber iſt der gehei⸗ me aoc b fang ye nicht, a e v then, wir allhier zielen; wiewohlen wer in die⸗ n Oel den guͤldiſchen& des Antimonii aufzul loͤſen, und Dı urch di Da ti vaen mit einan iD rzu vereinigen weiß, derſelbe hat not allein der D eine trefliche£ Irie Getiri ckung, ſondern auch dem auſſatz gen und unreinen© eine herrliche Artzney bereitet, abſonderlich da er dieſem verdoppelten Gel feine eigene fixe Erde oder Matridem, darinnen er gezeuget, zu zuſetzen, und alfo aug dem zweyfachen ein dreyfaches zu machen weiß. §. 29. Unſer Abſehen iſt allein auf den verborgenen— in dem O Tartari s pat We gerichtet, oder damit wir ja das Rind(wider die bisherige Gewohnheit da man p dieſes oder jenes feiner Ellentialitat gantz zuwider zu benennen pflegt) mit ſeinem ui rechten Ramen nennen, wie das H Tar tari gantz und gar in einen fluͤßigen Ff3 annehm⸗ fenes Oelv on 100 — DE Das Dritte Capitel. annehmlichen medlicinaliſchen P zu verkehren; dieſes hun wollen wir fo dent- lich, als immer moͤglich, beſchreiben; was aber hie uud da ausgelaſſen und uͤber⸗ gangen ſeyn moͤchte, muß ein Liebhaber durch die Hand Arbeit ſelbſt erkundigen: doch ſagen wir dieſes voraus, daß derjenige ſo in der B Arbeit nicht uͤber die Maſſe wohl geübt, und im Deltilliren nicht alle Vortheile vollkoͤmmlich innen hat, dieſe vortrefliche inctur in Ewigkeit nicht erhalten werde: ferner erinnern wir auch, daß wir dieſe Beſchreibung als einen Schluͤſſel von vielem vorhergehenden,-mit allem Fleiſſe, bis hieher verſparet haben, indeme das Abſehen nicht allein auf dicſe trefliche Artzney gerichtet, ſondern Damit diefe Beſchreibung ein Schluͤſſel vieler Geheimniſſe ſeyn moͤge. Schreiten demnach zu der Bereitung. Nimm den beſten Eſo viel du wilt, denſelben zerſtoſſe groͤblich, und thue ihn in eine ſteinerne Retorte und deſtillire bey offenen.. a. wirſt du aber allhier nichtrecht verfahren, ſo iſt alle fernere Arbeit gantzr nd gar umſonſt und verlohren, Die Hand- griffe davon ſind ſo weitlauftig, daß man dieſelbe nicht wohl beſchreiben kan. Die Ubung macht den Meiſter. In dieſer Dittillation bekommſt du erſtlich ein etwas geiſtliches(insgemein Pri genannt) dann kommt mit ſtärckerem das ſtinckende Gel oder-grobe A des Q, als die Urſache, daß dieſes Weſen ſteinigt geworden; treibe alſo mit gewaltigem v daß nichts mehr gehen will, dann halte noch cin paar Stunden mit gewaltigem a alfo any nah dem laffe ales erfal ten: haſt du nun recht gearbeitet, und iſt dir nichts entflogen, oDer der Recipient zerſprungen, ſo haſt du in demſelben das ſpirituoſe Yoder ſtinckende Oel, und in der Retorte ein pechſchwartzes Caput Mortuum. 4 5. 30. Nun ſcheide das Hel von dem Geiſte durch ein Separetorium, den Spir. Tectificire einmal 2. à 3. uͤber ein Theil des Capitis mortui, als daß du zu jeder Rectification ein friſchen Theil des Cap. mort. nehmeſt, alsdann ver⸗ wahre dieſen Spiritum ſehr wohl; ferner nimm alle dein ausgegluͤetes Cap. mort. und extrahir demſelben mit reinem(kan es ſeyn, mit deltillirten Y) alles Sal. Gri. Auf demſelben, ehe du was weiters damit vornimmſt, rectiticire dei⸗ nen Spir. Wri gleichfals einmal oder drey, zuletzt rectilicire denſelben eX Mg. i wornach alle Menſchen des Erderayſes am begierigſten ſind, weiſt nicht vorhero dazu zu bereiten, ſo iſt dein Bemuͤhen gaͤntzlich um⸗ ift Der Spir. Qri vollkoͤmmlich bereitet, denſelben bewahre nun⸗ S. 31. Nah diem gluͤe das S Fri wohl wieder aug, damit alkes Phlegma und Feuchtigkeit gaͤntzlich davon weiche, dann zerſtoſſe es in einem war⸗ men Moͤrſel, und thue es geſchwind in einen Glaß⸗Kolben, und gieß rectificirten Spir. Vini darauf; der Spir. Vini muß ſchon wohl rectificirt und ein Wein⸗nicht aber ein Frucht⸗Brandwein ſeyn, Iutire geſchwind Helim und"oorleg Kii gi i 5 Bou der Natur, Nuh und Gebrauch des irrdiſchen Schwefels. 231 deſtillire aus der Aſche dieſer Rectification deg Spir. Vini, repetir big iu dreyen malen, doch daß das Sal Wri allemal friſch ausgegluͤet ſeye. C32. Letztlich reinige das Sal Tartari durch die Solut. Philtr. und Coagulat. bis daſſelbe ſchneeweiß iſt. Deſſen nimm q. t. l. daffelbe thue in einen guten Schmeltz⸗Tiegel, daß derſelbe nur auf die Helfte angefuͤllet ſey, denſelben ſetze ins A, laß es wohl flieſſen, das treibe mit ſtarckem Feuer ſo lange, bis das Sal Tartari blau oder blaugruͤn erſcheint: unterdeſſen muß ein anderer den Spir. Tartari rectific. ꝗ. ſ. in einer groſſen Phiole gegen dem Feuer ermasmen Dann gieſſe das Sal Lartari in einen ziemlich warm gemachten eifernen Moͤrſel, und zer⸗ ſtoſſe es geſchwind, weilen es noch heiß, damit es nicht die allergeringſte Luft an ſich ziehe, und ſchuͤtte es alſo noch gantz warm, geſchwind in den gewaͤrmten Sp. Tartari, dann die Phiol dichte zugehalten, und ſchuͤttele es alſo lange, bis der Sp. Tartari fein O auf dft habe; alsdann ſchuͤtte geſchwind, ſo viel des vorherberei⸗ teten Spir. Vini rectificatiſſ..ſ. hinein, und ja nicht mehe, dann ſchůttele und růt⸗ tele es wohl unter einander, ſo bekommft du augenblicklich eine blutrothe berang ſaturirte Tinctur, wie ein geſtocktes Blut, und unten ſcheidet ſich ein wenig blau⸗ lichte Gallerte, ſo das uͤbrige Sal Tartari iſt, dieſes coagulire und wiege, ſo findeſt du, wie viel von dem Sale Tartari zu einem lieblichen Ā oder Tinctur geworden, da du dann befinden wirſt, daß ein ziemlicher Theil deſſelben in dieſe anneh niche Tinétur oder flüchtigen£ verfehret worden, §.33. Diefes ift nun eine twahrhafte Tinctura TFartari, nach philoſophiſcher und nicht nach gemeiner Apothecker⸗Weiſe bereitet, deren Nutzen einem Artzt ſchon befannt ſeyn wird; von ihrer Fuͤrtreflichkeit wollen wir nieko nichts fagen y ihr Gebrauch wird vor ſie ſelbſt reden. Indeſſen Fónnen wir verſichern, daß wir ehe⸗ mals vielen Preſthaften wunderbare Hulſe dadurch geleiſtet haben; In malo hy⸗ pochondr. und Verſtopfung der monatlichen Reinigung iſt ſie wunderwuͤrdig, wie auch in Aufloͤſung des Tartari,&c. .34. Aus allen andern Sen iſt uns ihre Tinctur auf gleiche Art, mutatis mutandis, zu bereiten bewuſt, nemlich ihr innerſtes heraus zu kehren, oder ihren fluͤchtigen s zu offenbahren. Die vorhergehende Beſchreibung und derſelben Practic wild einem Liebhaber vieles hierin offenbahren, dann alles zu beſchreiben unmuglich; Doch mercke, daß es mit dem Spir. aller andern Saltzen, als ein hoͤch⸗ ſtes Kcidum, eine gantz andere Beſchaffenheit, als mit dem Tartaro habe. Aller andern Saltzen Spir. muß verſuͤſſet ſeyn, fonſten iſt in Ewigkeit nichts zu hoffen, dieſes iſt durch die magnetiſche Kraft der Natur leicht zu erhalten, wie wenige aber wollen der geduldigen Natur mit Geduld nachfolgen? dahero man dann auch ſo wenig nuͤlliches verrichten ſiehet: Alles allhier Proceß⸗weiſe zu beſchreiben, iſt unſers Thuns und auch unſere Profeſſion nicht; ein Artzt weiß ſolches auch ohne unſere Beſchreibung, andern aber iſt es kein nutze. 835. Droben im 1. Cap.§. 6. haben wir geſagt, daf Fein Geruch lieblich oder t 232 Das Dritte upite. oder widerlich in der ganhen Natur gefunden toerden moge⸗ deſſen Urſpruͤnglich⸗ soit nicht in den oͤlichten Weilen eines jeden coͤrperlichen Weſens(i. e. im) beſtehe ꝛc. Den gemeinen Ge eſtanck, wann er brennet/ kennet je nan, auch weiß ein jeder, daß f ein uͤb erb liebene 8 nach dem Brande eines ſehr uͤblen und wi- derlichen Geruchs fy: imgleichen lehret die tägliche€r fahrung,? daß die durch die Deſtillarion ſtinckende Oele, als der& eines jeglich ichen We⸗ ſens, uͤber die Maaſe unlieblich und widerlich riechen, und nicht a Hein von den Pflantzen, ſondern auch von Menſchen und B iehe, iſt die einzige Urſache ihtes drigen Geruchs der Zwar ſehen wir f ſchon im Voraus/ daß wir uͤber dieſe e? orijin h durch die Hechel erden gezogen werden, ſonderlich von denen, mel- gebildetes fluͤchtiges Saltz ſole he Wunder muß; doch be⸗ kape dieſes wenig oder gar nichts, indem wir nicht aus dieſem Vorſatz um n g Zanck⸗Se chriften zu geben, ſondern berſichern vielmehr in rheit, daß von uns in Ewigkeit nichts dergleche n beantwortet werden olle; kan dannenh— ein jeder feine gelebrte$ Feder g en dieſe Arbeit ſpitzen, und ich al(svann mit feiner ausgeher ckten Weisheit auf Den gelehrten Trodelm arckt erfügen, allda es ihme an Kunden fok cher alt⸗ſchulfuͤchſiſchen Waare niemalen erman gefn wird, ſolte es auch nur der Neid oder die Mifgunft fe. Die rothe Mutze oder Hut ma ptfehler chterdings Cardinaͤle, aber d deshalben keine weiſe Leute, als nur in ſo we eit die Einbildung in dieſem Cbaracter ſteckt; der Name und Titul allein muß vor die Aih oritåt fechten. AR Bleibe demnach daben, daß die Fluͤchtigkeit der Saltzen nicht die der d des e ftar n ey, wiewohles auf TeS urfad acks, noch annehm gewiſſe Ar ahrhaf ftig wahr, in ſo fern mand ie Saltze nach ihrer aͤuſ⸗ ſerliehen seftali trachtet; winlman dieſelbe aber aufſchlieſſe en, wie wir hieoben gelehre ty ſo wird ſich das Gegenth eif unwiderſprechlich offenbaren, nemlich nach ih JELY ele Do nt ariſchen Geſta tit{ desjeni i$ igen Sal A davon der A Theil Dann jenigen d das Gehirn ubel verruͤckt ſeyn, $ mug dem? gefagt t, nicht handgreiflich erfennen wolte, nemlich, pai innerlich zuglech auch A und ð ſeye; nicht ein le drey zuglei inem Weſen. Zum Exempel: ai. ſo iſt ſolches nicht abgeſonderter aan zu inem FB i ng ngfei ii Das Sal gund Y mit begriffen ein jedes 9 rfid igleich auch die andern beyde in einem Hefer Dmed den Tartaram haben wir erwieſen, daß in einem jeden rperlichen Weſen zweyerley A verborgen y als: ein lieblicher aus dem Anfang E CY penrfo ndan * und ein ſtinckender aus dem elementariſchen ge urſtände t. Wer Scheidung vollkoͤmmlich yaent het, der kan ſich einen Meiſter ruͤhmen. iſt ſolches durch Bereitung der Tincturæ Tartari Gleichniß⸗ weiſe/ (aber Von der Natur, Nutz und Gebrauch des irrdiſchen Schwefels. 233 (aber eben nicht ſo philoſophiſch, wie es mancher gerne verlangen moͤchte,) ge⸗ meldet; wer nun von dem Vorurtheil oder Eigenduͤnckel kein blöͤdes Geſicht hat, wird ſchon ſehen, wohin man gleichſam mit Fingern gedeutet? §.37. Im vorhergehenden§. haben wir geſagt, daß aus allen Zen, gleich⸗ wie aus dem Tartaro, eine Tinctur zu bereiten ſeye; dabey wir annoch zu erin⸗ nern haben, daß die Linctur des gemeinen Saltzes die allerſchwereſte Bereitung, weilen in demſelben des Feuers oder des YKraͤfte, als die herbe Saͤure, die Ober⸗ hand hat. Dann obgleich die Bereitung dieſer Tinckur der Tinctur Tartari in allem gleich, ſo verſichern wir jedennoch, daß derjenige, ſo ſich in der Umkehrung dieſes Subjecti nicht ſonderlich geuͤbt, deſſen lieblichen fuͤſſen A niemalen offen⸗ bahren werde. Es koſtet in Wahrheit nichts, als nur dem Weg der Natur zu folgen, damit man daſſelbe ohne allen Zwang von ſeiner herben Saͤure wieder in ſeine weſentliche Suſſe umkehre. Wer die rechte Geduld braucht, wird ſeinen Zweck leicht erreichen, ſonderlich da er mit Fleiß Acht hat auf dasjenige, ſo allbe⸗ reit, dieſer Sache halber, hin und wieder geſagt worden. Erhalt er alsdann dieſe Tinctur, ſo kan er ſich eines edlen Schatzes ruͤhmen, eines rechten Lebens⸗ Balſams: dann gleichwie das gemeine Saltz in allen Kuͤchen⸗Speiſen, propor- tioturlich gebraucht, unſern Leib fuͤr der Faulung, bis auf ſeine beſtimmte Zeit erhaͤlt; alſo vielmehr mag dieſe Tinctura Zis oder O botabile des Saltzes(ein wahrer Weiſer wird ſich uber dieſes Beywort nicht aͤrgern) uns kraͤftiglich erhal⸗ ten und prælerviren. S. 32. Wird nun jemand alle dasjenige, ſo wir hin und wieder in dieſem gantzen Werck von dieſer Sache gehandelt, wohl verſtanden haben, ſo wird der⸗ ſelbe aus allen Pflantzen ihre wahre Linctur ohne alle fremde Miſchung und chy- miſche Zermarterung bereiten koͤnnen; würde auch ein Uberfluß ſeyn, ein mehrers davon zu ſagen; wenden uns demnach zu dem Thier-Reiche. §. 39. Und erſtlich zu dem Menſchen inſonderheit, als Dem Munder Ge- ſchoͤpf der gantzen Natur: doch ift unfer Vorhaben nicht, von dem Menſchen in Eden, Aphar min haadamah(Staub von der Erden) nach dem Bilde und Gleich⸗ niß Klohim(GoOttes) geſchaffen, zu reden; ſondern von dieſes Menſchen ele⸗ mentariſchen Wohnung, nemlich ſeinem Leibe nach dem Fall. Belangend nun die Subſtantz des menſchlichen Leibes, ſo hat dieſelbe keine Vergleichung mit eini⸗ ger andern Creatur, weder in der Luft, noch auf Der Erde, oder in den Waſſern; womit St. Paulus 1. Cor. XV. 39. uͤbereinſtimmt, da er ſagt: Es iſt nicht alles Fleiſch einerley Fleiſch, ſondern ein ander Fleiſch iſt der Menſchen, ein anders des Viehes, ein anders der Fiſche, ein anders der Voͤgel ꝛc. Dieſes beweiſt noch vielmehr die kuͤnſtliche Aufloͤſung des menſchlichen Leibes in feine elementariſche Anfange; indeme kein ander Fleiſch unter der Sonnen von ſo vielen A und Sal⸗ tzen zuſammen gebacken, als das menſchliche Fleiſch und Blut: alle andere Erea⸗ Gg turen AL S ——-— V— 5 j ͤUM] 234 Das Dritte Capitel. turen ſind ſchlechthin aus den Elementen oder Principiis ſecundariis proportio- nirlich nach ihrer Art zuſammen geſetzt; als die Fiſche und alles Feder⸗Vieh aus dem Element des Waſſers; alle Thiere, Viehe und Gewuͤrme aus der Erde; haben alſo eigentlich an der Finſterniß kein Antheil, als nur in ſo weit der Menſch durch feinen Sall den Fluch úber die gange Natur gebracht, die Verdammniß aber allein uͤber ſich gezogen: dannenhero der WMenfch aug denen Principiis der Finſterniß und Verdammniß ein weit mehrers, dann alle uͤbrige Creatur, an ſich hat; hergegen þat auch der Menſch in dieſer Schaale der Finſterniß, Berdammniß und Verderb⸗ nig vor allen Creaturen, das edle himmliſche Kleinod, Geiſt, Seel und Leib, uus Eden, nemlich Staub von der Erde, verſchloſſen: daher auch das Fleiſch und Blut des mit GOtt vereinigten Menſchen, durch die himmliſche Radiation viel herrlicher, fuͤrtreflicher und nutzlicher, als eines aug den brincipien der Finſter⸗ niß und nach des Satans Trieb wandelnden Menſchen iſt. Ein Gleichniß ſehen wir an dem herrlichen Glantz Moſis, da derſelbe 40. Tage und Nachte bey GOtt dem HErrn auf dem Berg Sinai geweſen, deſſen fuͤrtreflichen Glantz kein menſchlich Auge mehr erdulden konte, ob er gleich damahlen ſeine elementariſche Weſenheit noch nicht abgelegt, und gleich allen andern Menſchen Speiſe und Trancks beduͤrftig geweſen. Ferner ſehen wir auch, daß des furtreflichen Man⸗ nes GOttes Eliſa Todten⸗Gebeine annoch Wunder gewuͤrckt, und einen Verſtor⸗ benen wiederum erweckt haben, 2. B. der Koͤn. XIII. 2 f. als ein herrliches Fiubild/ daß der Tod JEſu Chriſti allen ſeelig Entſchlafenen das Leben wiederum geben werde. Dahingegen hat es eine gantz andere Beſchaffenheit mit dem Beſeffenen in der Gadarener Landſchaft Mare. V. welcher ſich nur in den ſtinckenden unreinen Grabern aufgehalten, ein abſcheuliches wuͤſtes finſteres Leben gefuhrt, und eine Behauſung einer Legion Teufeln gewefen, deſſen Fleiſch und Blut, vor der Er⸗ loͤſung durch JEſum Chriſtum, dem Leibe und der Seele eines andern Men⸗ ſchen hoͤchſtſchadlich und gefahrlich geweſen ſeyn wurde; wie ſolches allen Zaubes rern wohl bewuſt, als welche ihre Zaubereyen durch ſolche teufliſche unumialiſche Subjecta an Menſchen und Viehe ausuͤben, und in keine Wege anders, als Durch Die reine wahre Gottliche Magie, wieder geheilet werden moͤgen, wozu in⸗ ſonderheit etwas mumialiſches von gewiſſen Menſchen erfordert wird, wodurch dem Zauberer das angethane Leid wieder an den Hals gebracht werden Fan, daf folches duch Der Gatan mit aller feiner£ft nicht zu hintertreiben vermag, daferne man nur das Feuer des Gerichts und der menſchlichen Munna wohl verſtehet; welches aber ein Geheimniß/ ſo gewiſſer Urſachen halber nicht gemeldet werden kan noch wird. .40. Wie es ſich nun mit vorgemeldtem Unterſchiede, als zwiſchen ei⸗ nem GOtt⸗ergebenen und Gottloſen verhalt, ſo verhaͤlt es ſich auch zwiſchen ei⸗ neh Krancken und Geſunden; und iſt offenbahr erweislich, daß die Kranckheit, daran Bon der Natur, Nuh und Gebrauch des irrdiſchen Schwefels. 235 daran der Menſch geſtorben, dem Leichnam bis zu deſſen ſetzten Zerſtiebung anhan⸗ ge: Weilen uns aber die Ausfuͤhtung dieſes Sages jar zu weit von unſerm Vorhaben abfuhren wuͤrde, wollen wir den Liebhaber wahrer Wiſſenſchaften zu des THOM. CAMPANELLZÆ furtrelichen Trastat, Magia de ſenſu rerum, gewieſen haben, in welchem derſelbe ein vollkommenes Vergnügen dieſerhalben fin⸗ den wird. Indeſſen konnen diejenige, welchen der Gebrauch der menſchlichen Mumien bey ihren Curen ſo gelaͤufig, einen ſehr groſſen Fehler dieſer alt herge⸗ j iheit bemercken, wie nemlich durch ſolche Mumien(als welche doch ſamtlich das Leben durch Kranckheiten eingebuͤſſet) den Krancken mehr Scha⸗ den als Nutzen zugezogen werden muͤſſe, inſonderheit, wann die Mumie, in An⸗ ſehung der Kranckheit woran ſie geſtorben, mit dem Ubel des Patienten fympathi- liret; es moͤgte dann etwa ſeyn, daß die Gummi, Hartze, oder andere bey ihrer Balſamirung gebrauchte Gewuͤrtze, etwa annoch was zu wuͤrcken vermoͤgend naren; welches aber in ſolchem Fall der menſchlichen Mumia in keine Wege zuzu⸗ ſchreiben, es ware dann Sache, daß dieſelbe von einem geſunden entleibten ge⸗ nommen wäre; wie dann aus der Hirnſchaale eines ſolchen Menſchen, wider die fallende Sucht eine wunderwuͤrdige Artzuey bereitet werden mag, daferne man die Hirnſchaale ohne alle Gewalt des A, durch die Natur ſelbſt, aufzuloſen vermag, nicht aber durch der gemeinen Laboranten henckermaſigen K Zwang. Ein Magocabbaliſt wird ſchon verſtehen, wovon wir reden, und das rehte A und Yzu finden wiſſen. Imgleichen mag durch eben dieſen Weg aus denen Knochen eines ſolchen Menſchen ein Balſam bereitet werden, welcher alles Glie⸗ der⸗Schwinden vollkoͤmmlich heilet, die Nerven und Muſculn wieder oͤfnet, da⸗ mit der Archæus wiederum wuͤrcken, und die ſchwindende Muſculn mit dem Lebens⸗Balſam wieder feuchten und wachſend machen koͤnne. §. 41. Inm vorhergehenden haben wir nur ein weniges von des Menſchen Fleiſch Blut und Gebeinen, als in welchen der himmliſche Menſch beſchloſſen und gefaſſet, ſo viel zu unſerm Vorhaben dienlich, geredet; nun aber wollen wir auh von deſſen Excrementen handeln. Daß nun unter den Kxcrementen aller Erea⸗ turen keine gefunden werden, welche abſcheulicher und widerlicher, als der Men⸗ ſchen, bedarf keines Beweiſes, indem dieſes dubjectum desfalls vor ſich ſelbſt redet, und fich uͤberall verraͤth. Weilen nun in dieſem Tractat unſer Abſehen blos auf den G gerichtet, wollen wir auch ohne fernere Weitlauftigkeit uns wieder zu demſelben wenden; ſagen demnach, daß des Menſchen EKxerementa ein pur lau⸗ ter& ſind. Dieſer abſcheuliche und hoͤlliſche f in ſeiner unumgekehrten Ge⸗ ſtalt, taugt zu nichts, als zu gewiſſen Duͤngungen: da ihn aber ein erfahrner Kuͤnſtler zur Hand nimmt, und recht damit umzugehen weiß, wird er recht erſtau⸗ nende Wunder darinnen antreffen. §. 42. Wir haben ihrer viele rnt welche darinnen gearbeitet, unter 89 2 den⸗ f D sa i brachten Gewe 236 Das Dritte Capitel. denſelben aber keinen angetroffen, welcher dem Wege der Natur gefolget waͤre; daher auch wenig oder nichts erhalten haben, ſo ihrem Vorhaben genutzet haͤtte. Einige wolten gar ſchlechterdings den Stein der Weiſen draus machen; wie abſurd aber und gantz wider die Natur ſie hierinnen gehandelt, moͤgen wir allhier nicht erzehlen: jedennoch hat ihr thoͤrichtes Verfahren dann und wann zu einigen guten Artzneyen Anlaß gegeben. §. 43. Daß aber der Pin den menſchlichen Excrementis dag© úber die maſſe liebe, und das O gantz und gar des rothen Y beraube, kan ein jedet leichtlich erfahren, wann er das klein gefeilte Ounter das Caput Mort. miſchet, und das Oel etlichemahl davon uͤberziehet. Was ſonſten dieſes Subjecti phleg⸗ ma bey den erſtorbenen Pflantzen, auch ſonſt in dererſelben Vermehrung vermoͤ⸗ ge? davon koͤnten wir ein groſſes Werck ſchreiben. §. 44. Vorgemeldtes Oel, ſo das© feines rothen Ag entbloͤſet, iſt warlich eine Wunder-Artzney im Schlag und allen deſſelben Arten: es muß aber einer dieſe Bereitung wohl verſtehen. Es riecht zwar dieſes Oel auf ſolche ſchlechte Weiſe bereitet, ſehr empyreumatiſch; man bedarf aber auch vor eine Doſin nicht úber 2. bis 3, gr. vor eine erwachſene Perſon: der Geſtanck kan ihm auch gaͤntzlich benommen werden. 8 8. 4s. Wer das Phlegma von dieſer Arbeit bey allen Pflantzen wohl zu gebrauchen weiß, wird warlich Wunder würcken, inſonderheit wann in demfel⸗ ben ſein eigener Magnet aufgeloͤſt, und ſodann nach gaͤrtneriſcher Erfahrung ge⸗ braucht wird. §. 46. ABe demnach mit diefem ftincdenden A etwas rechtes gu thun gedenckt, hat zween Wege vor fich. Auf dem einen würckt die Natur lediglich alleine, ohne des Kuͤnſtlers Hand, in ihrem eigenen Ofen, kehret die Verdammniß wiederum zuruͤck, und macht aus der Finſterniß wiederum Licht, und verwandelt den hoͤlliſchen Geſtanck wieder in einen lieblichen Balſam: der Kunſtler bedarf nur in dieſem Ball, dag cr fich auf die Zeit wohl verſtehe, aweh die Grade der Hitze und Kaͤlte der Natur wohl kenne, und dann wiederum anfänge, wo die Natur aufgehöret hats ferner feinen A mit dem G und-Z(dieſen Paradieß⸗Vogel muß der Kuͤnſtler aber wohl kennen) in gehoͤriger hermetiſchen oder arithmetis ſchen Proportion vereinige; die Verbindung aber, die da ein ſolches wuͤrckt, als ein hohes Philoſophiſches Geheimniß, mug man mohl Fennen und zu gebrauchen wiffen, ſonſt iſt warlich alle Muͤhe, Koſten und Zeit verlohren: und dann mit© (daß er aber ja das rechte reine natuͤrliche kenne und nehme) fermentire und figirez und ſo dann kan er ſich gluͤcklich preiſen. §. 47. Der andere Weg erfordert einen im& wohl geuͤbten; hiezu gehoͤrt Kunſt und Geſchicklichkeit, dieſen Unflath ohne eintztgen Abgang gaͤntzlich umzu⸗ kehren, und wieder in ein liebliches Weſen zu verwandeln. Darum muf n ein wi net Mili nN Muy WOM Ani Jit, nif jepi; ' mg M i meik| M GM ii whi mé N Von der Natur, Nutz und Gebraͤuch des irrdiſchen Schwefels. 237 ſein rechtes 3 wohl koͤnnen, darinnen ſich dieſer Wuſt ſelbſt waſchen und rei⸗ nigen mug. Hioben"e ap. IX. 30. Regen⸗oder Schnee⸗Waſſer, wir aber nennen—— em ca bbaliftit ſchen Namen,(ſiehe Fig. 11.) Iſt dieſe Materie nun rechte Zeit i in dieſem Schwitzbad gelegen; fpi mache der Kunftler mit derſe lben was er will, doch nach vorhergehender Lehre. Jedes der 3. Stuͤcken, als S und find an= vor fich ſelbſt Wunder in der Artzney, ſo viel mehr aber, da dieſelbe in MT Proportion vereini igt. Der Kuͤnſtler wird in kei⸗ nem natürlichen Ding mehr Wunder ſehen als in dieſem, wann er nur in der Ar⸗ beit geſchicklich und natuͤrlich Seet. Sein Vergnuͤgen wird unbeſchreiblich ſeyn, undi ſt unmoͤglich all a erzeigende Pheenomena zu beſchreiben. Es findet ſich hier wie auch auf vorgemeldtem Wege—(man nenne es Menſtruum oder J oder wie man ſonſt will) ſo das coͤrperliche O gaͤntzlich in ein velichtes We⸗ ſen, das nicht wieder zuruͤck zu bringen, aufloͤſet, ſo vielmehr das edle O, da⸗ von anderswo geredet worden. C. 48. Der dieſes Subjecti iſt der wunderbareſte in der Natu: doch ge⸗ hoͤrt deſſen Beſchreibung nicht hieher/ indem wir allhier nur von dem A i zu ſchrei⸗ ben furhabens. Die Farben in dieſer Arbeit find wunderbar, und Die gras⸗ gruͤne(auf gewif je Art heraus gezogen und durch. uͤber deltil lire) die allerfuͤr⸗ treflichſte. Sa EA, es Ky dieſes Ding faſt unerfoſchlich: dann weilen der M. enſch Der concentrirte Mittel„Punct der gantzen Natur, indem er alle Elemen⸗ ten, und aus denſelben erſchaffene Creaturen in ſich verſchluckt, verdauet und in ſein Blut und Fleiſch P hat auch derſelbe in net oe: ſowohl in feinem Skrift h und Blut an d ega ſten/ q es ushin feinen l Zxcremeuten inſonder⸗ heit, das allermeiſte vom erſt tn A Veſen in ſich. Dieſes aber ſagen wit nicht, den Liebhaber wahrer Wiſſen ſchft ſolahehn darauf zu weiſen, indeme im 1. Theil, guch hiebevor in dieſem, von etwas gantz anders geredet worden: ſondern wir ha⸗ ben dieſer Urſachen halber ſo weitlaͤuftig von des Menſchen Mumia geredet weie fen erti be nechſt dem Sat an unter allen Creaturen allein in den ewigen Tod ver⸗ fallen, auch darinnen ewig haͤtte bleiben muͤſſen, daferne derſelbe nicht durch Den fiegreichen Tod JEſu Chrifti wiederum daraus er und von dieſem finſtern mumialiſchen Weſen abgeſchieden worden waͤre; alſo daß, nachdem derſelbe durch den zeitlichen Tod feine unflaͤtige ſtinckende A Schaale, in welcher er Durch feine f RON Imagination gekrochen, abgelegt, eriet be in ſeiner erſt⸗geſchaffe⸗ — herrlichen Geſtält, GOtt ſeinem himml iſchen Batter durch Chriftum wieder argeſtellet werden koͤnne. Wie aber dieſes eigentlich nach der H. Schrift und — das Licht der Natur, wie auch die gäntzliche Umkehrung der Aa wie⸗ derum ju dem Lichte, nach den Zeiten in die Zeiten geſchehen werde? Davon foll nun folgends gehandelt werden, wann wir den Leſer zuvor erinnert haben, daß ſich memand die Muͤhe machen wol me mehrers von uns zu wiſſen na, 99 3 als 238 Das Vierte Capitel. als wir in dieſem Capitel gemeldet haben: dann es wuͤrde in Wahrheit ein jeder feine Mühe vergeblich anwenden, weilen unſer warhafter Fuͤrſatz iſt, nicht das allergeringſte weiter zu offenbaren, als was in den vorhergehenden§. L. gemel⸗ det worden. LEIER EEE EEE VEE EEE E EEEE E EEY} Das IV. Capitel. Von des Menſchen Zuſtand nad) feinem Tode, und der Verwandlung ſeines verweßlichen Leibes, in den unverweß⸗ lichen Leib, wie er in Eden erſchaffen worden; wie auch von der Beſchaffenheit der Verdammten unverweßlichen Leiber aus dem Principio der Finſterniß. §. 1. n den vorhergehenden Capiteln hoffen wir, werde den Liebhabern mach der Rubric der Capiteln einiges Vergnuͤgen gegeben worden ſeyn. Voll⸗ Vtkommene Vergnuͤglichkeit iſt nach St. Pauli Worten 1. Cor. XIII, 9. nicht zu hoffen; alſo iſt dieſelbe auch nicht von uns zu gewarten, genug daß wir den Liebhabern dasjenige mittheilen, ſo uns die ewige Weißheit aus Gna⸗ den verliehen. Des vorhergehenden Capitels Beſchluß war von der Wiederum⸗ kehrung des elementariſchen Menſchen in dem Menſchen in Eden. Daß der Menſch aus dreyen, nemlich Geiſt, Seel und Leib, aus der hoͤchſten Geiſt⸗Welt, der Engel⸗Welt und aus Eden erſchaffen und zuſammen geſetzt, iſt in allem vor⸗ hergehenden genug erwieſen, und bedarf alſo keiner Wiederholung, wird auch wohl von niemand, als etwa einem armen Poſtillen-Ritter, welcher ein weniges von der heiligen Schrift durch den Herrn Magiſter, nicht aber vom Heiligen Geiſt erklaͤren gehoͤrt, widerſprochen werden. Hiebey aber iſt es nicht verblieben, ſon⸗ dern es hat der Menſch auch zu dieſer dreyen unſterblichen und unverweßlichen Einheit, durch ſeine vom Satan entzuͤndete Lnagination, auch dieſe elementari⸗ ſche Behauſung oder irrdiſchen Leib, nachdeme er die fuͤrtrefliche Wohnung Edens wegen ſeines Ungehorſams verlaſſen muͤſſen, dazu bekommen, und beſte⸗ het dieſer Aementariſche Leib gleichfals aus 3. nemlich x V, und dieſe Woh⸗ nung kan der innere unſterbliche Menſch in Feine Wege verlaſſen, es ſey dann, daß die Elementen, daraus dieſe Behauſung zuſammen gemiſchet, wieder von tinan e iao a a s a a a a T a e a ae et m1 u a r = Z ere y we on Ae Ete iedh ig a AN p Mi aa LIN saan tii y o Y Von des Menſchen Zuſtand nach ſeinem Tode. 239 Der geſchieden werden, und ein jegliches wiederum zu ſeinem Urſprung kehren koͤnne welches aber auf keine Weife anders zu hoffen oder geſchehen kan, als durch des irrdiſchen Leibes gaäntzliche Zerſtohrung und Verweſung, nemlich durch den zeit⸗ lichen Tod, welcher iſt der Sunden Sold, nach dem gerechten Urtheil des leben⸗ digen GOttes Gen. III. 19. Bis du wieder zur Erden werdeſt, weil du daraus genommen biſt, dann Staub biſt du, und zu Staud wirſt du wieder werden ꝛc. ausgenommen derjenigen, welche bey der Zukunft des HErrn Chriſti noch im Leben ſeyn werden; dann derſelben elementariſche Leiber werden augenblicklich durch dag im 1. Theil und vorhergehenden Capitel beſchriebene hohe Wunder⸗ Solvens AÆſch Majim aufgeloôſet und geſchieden werden; welches fonderlich zu mercken. §. 2. Dieſe Scheidung des elementariſchen Leibes durch den Tod, wird uns in etwas an den Pflantzen durch die Scheide⸗Kunſt vorgebildet, indeme daß, da man aus derſelben einem, einen reinen klaren durchdringenden Geiſt haben will, ſolches in keine andere Wege geſchehen kan, es ſey dann, daß man das Gewachs in ſciner eigenen Saftigkeit, oder da daſſelbe zu trocken, mit Zuſatz wenigen vs mit einem Ferment jahren laſſe, ſodann aber iſt durch die Deltillation obgemeldter Geiſt leicht zu erhalten. Alſo ſagt auch St. Paulus 1. Cor. XV. 36. 37. Du Narr! was Du fáeft ift fa nicht Der Leib, der toerden foll; fondern ein blog Korn, ls Waitzen oder der andern eines. Wann nun der Geiſt auf dieſe Art aus der Pflantze getrieben, ſo iſt dieſelbe getoͤdtet oder erſtorben, und gehet ſodann dag zuruͤckgebliebene, als die elementariſche Zuſammenſetzung des Coͤrpers der Pflantze, in eine Faulung, bis zu ſeiner gantzlichen Verweſung. Gleiche Beſchaffenheit bat es auch mit unſerm elementariſchen Leibe. Da ſind die Kranckheiten deffelben Fermentation oder Jahrung, wodurch der Geiſt und Seele aufgeloͤſet und abge⸗ ſchieden werden, da dann der gantze Leib ſogleich todt; und weil Geiſt und Seele als ſein Erhaltungs⸗O gewichen, ſo gehet auch ſogleich die Faͤulung und Verwe⸗ fung an, wodurch dann die gantzliche Zertrennung der Elementen geſchicht. Wer nun die Urſache der Jaͤhrung in dem menſchlichen Leibe wohl verſtehet, und in der Widerwaͤrtigkeit der Sigen Präncipien zu ſuchen, auch dieſelbe niederzuſchlagen weiß, ohne Verderbung derſelben Sigen Anfaͤngen, der kan ſich mit Recht einen Artzt ruhmen. S3. Man findet von der Urfache der Jaͤhrung fo viele und mancherley Meynung, daß es faſt nicht zu fagen. Durch das Kcidum und Alcali kan ein üemlicher Beweisthum geſchehen; will aber im Grund noch nicht hinlanglich ſeyn: daß die Minera des ö durch eine ſcharfe alcaliſche Lauge gantz und gar in einen K E£ tna: eu Ani aaf DA 7 rothen aufgeloͤſet werden koͤnne, wiſſen alle umkriechende O⸗Käfer. Daß nun in dieſer Auflöſung alle 3. Anfaͤnge des ö, als S, A und& beyſammen, kan Fein Vernünftiger leugnen. Nun iſt uns eine ſolche Lauge mit dem aufgelöͤß⸗ ten oF— 240 Das Vierte Capitel. ten 5 ben der Waͤrme in eine erſtaunende Jaͤhrung, mit unleidlichem Geſtanck, gegangen, woruͤber ſich nicht wenig verwundert haben. Wer nun verſtehet die Natur eines jeglichen R und der Alcalien, wird die Urſache dieſer Jahrung auch leichtlich begreifen; ingleichen wer die coͤrperliche Geſtalt emes jeglichen Ses er⸗ fannt, wird das Ziel am naͤchſten treffen, und wie zu zweyen, z. E. einem alcali und acido, ein gedrittes kommen muͤſſe, ſo da ihre Figur verändern, vergroͤſſern und aufſchwellen machen koͤnne; welche Bewegung oder ſtachlichte Eindringung eine Entzuͤndung, die Entzuͤndung eine voͤllige Aufſchwellung, als die Jahrung alsdann verurſacht, welche dann ſo lange anhalt, bis die Begierde des Eindrin⸗ gens und der andern Gegenſtand ermattet, und alſo eines durch das andere ge⸗ toͤdtet werde, in welchem Streit der Coͤrperlein der Geiſt alsdann nicht mehr ge⸗ halten werden mag, und entweder davon fleucht, oder durch die Dettillation aufs leichteſte davon zu treiben iſt; darum muß man ſich befleiſſen, obgemeldtes Dritte wohl kennen zu lernen, damit man des rechten Ziels nicht verfehlen moͤge. Wer da wohl begreift, was die Herbigkeit oder zuſammenziehenden Geſchmack verur⸗ fache; wird den rechten Weg ſchon treffen. i E4 Yn der Natur findet fich wuͤrcklich nur viererley Geſchmack, als: ſauer, ſuͤſſe, bitter, beiſſig, brennend oder ſtachlicht. Wiewohl dieſes wenige wer⸗ den gelten laſſen, ſo bekuͤmmert uns doch dieſes alles nicht, auch wollen wir uns mit denjenigen nicht beiſſen, welche einen jeden Geſchmack bald aus dieſem, bald aus jenem Principio herleiten, als die Suͤſſe vom§; die Saͤure vom Sꝛc. Was wuͤrckt aber de? Kommt man aber mit den Elementen oder Neben-Anfángen aufge zogen, ſo klinget es noch abgeſchmackter. Der Spaniſche Pfeffer, Sauerampfer und Wermuth wachſen auf emen Grunde und Boden, in einen Garten-Bette, haben alſo einerley Erdreich, Dungung, einerley Himmels-Gegend, und alſo auch einerley Witterung, bringen jedennoch ſo unterſchiedenen Geſchmack aus einerley Elementen hervor, was iſt nun deſſen Urſache? Da werden wir die Ant⸗ wort hoͤren muͤſſen, dieſes verurſache ihre angebohrne Kraft; was iſt aber dieſes vor ein Ding? Eine bloſſe Benennung, ohne das Weſen ſelbſt begreiflich vor⸗ zuſtellen, iſt nichts geſagt. Unterſchiedliche Saumen, die da unterſchiedliche Blu⸗ men von gantz unterſchiedenen Farben hervor bringen, dieſe haben eben an ſich ſelbſt keinen Geruch oder Geſchmack, werden zuſammen in ein Garten-Bett ge⸗ ſetzt, genieſſen einerley Witterung und Feuchtigkeit, bringen jedennoch ſo vieler⸗ ley Farben hervor, was iſt die Urſache? Antwort, wie vor, oder auch noch wohl ſeltſamer. Und alſo wuͤrde es auch klingen, wann man fragen wollte, warum ein Pfropfreiß auf einem wilden Stamm, welcher gar keine Gleichheit mit dieſes Reiſſes Geſchlecht hat, z. E. ein Apfel⸗ oder Birn⸗Reiß, auf eine Buͤche geimpft, nimmt den in der Buͤche ſchon zu ihrem Weſen digerirten-Saft an, und digerirt denſelben ferner zu ſeiner Art, damit derſelbe Aepfel oder Birn her⸗ mið purha pifal wth 0l wini yeay arih fa DG onngt farun time. ~ odan moren j7 30, Aam, í twil y We Y IVA ANANA A neg w mpe Bette alfo mug Ml⸗ ieh yok Blu⸗ TA EN Von des Menſchen Zuſtand nach ſeinem Tode. 241 hervor bringen moͤge, da doch ein ſolches Pfropfreiß kein ſolches zum Wachs⸗ thum diſponirtes Keimchen, als ein Aepfel⸗ oder Birn⸗Kern hat. Ferner, was ift die Urſach, daß aus einerley Fleiſch eines Gefluͤgels, ſo mancherley unzaͤhlbare Farben Federn hervor wachſen? Doch genug von ſolchen Fragen, deren Aufloͤ⸗ ſung ſich zwar ihrer viele einbilden, das wenigſte aber davon treffen werden. .r. Daf der A mit Dem v alle Farben erzeuge, waͤre durch viel Experimente unwiderſprechlich zu erweiſen, dafern ſolches nicht uͤberfluͤſſige Weitlauftigkeit verurſachte; ein jeder, ſo im& geuͤbt, wird mit Augen geſehen, und mit Haͤnden be⸗ griffen haben, wie durch den§ und Hä alle dieſe Farben, als ſchwartz, weiß, gelb, roth, blau, wie auch derſelben abfallende und gemiſchte Farben, gezeuget werden? auch, wie man alle dieſe Farben aus den Metallen und Mieneralien, in Anſehung ih⸗ res A und Z Fúnftlich bereiten Fònne? Mit den Saamen aber und derfelben her- por gebrachten Farben hat cs in etwas eine andere Beſchaffenheit; jedoch beſtehet alles in vorgemeldtem Anfange, nemlich, die Hlichte und Frialiſche Theile des Saamens ſind[pecificirt nach der Eigenſchaft des Saamens Coͤrperlein oder Leiblein, gleich wie ein jeder A in den Metallen und Mineralien fpecificirt ift, nemlich nach dem Stein, Erden oder Laͤtten, worinnen er, als in einer Matrice, verſchloſſen liegt, und in Anſehung deſſelben dieſe oder jene Farbe gebiehret. Alſo bringt auch der und Y% in dem Gaamen durch ihre Caus dem allgemeinen Ur- ſprung) an ſich ziehende magnetiſche Giehrigkeit, die Farbe ſeiner Blume nach ſeiner pecificirten Eigenſchaft hervor; da dann die ſalpetrichte Eigenſchaft deg Saamen-Ses dasjenige wuͤrckt, was nicht ferne von hier an ſeinem Brt geſagt worden, und alſo keiner Wiederholung bedarf. St. Paulus ſagt 1. Cör. 15, 37. 39. Und das du ſaeſt iſt nicht der Leib, der werden ſoll, ſondern ein bloß Korn, als Weitzen oder der andern eins. GOtt aber gibt ihm einen Leib, wie er will, und einem jeglichen Saamen ſeinen eigenen Leib(und alſo auch ſeine Farbe.) Wer es faſſen mag, der faſſe es. Matth. 19, 12. g. 6. Weme nun das Gehirn nicht verruͤckt oder ein verfinſtertes Geſicht hat, wird mit vorhergeſagtem, wegen der Farben, vergnuͤgt ſeyn koͤnnen; wiewohl dieſes ihrer vielen nach den Cartelianiſchen Principiis nicht ſchmecken wird. Wie dann ein gewiſſer Mathematicus, welcher uͤber die an der Sonnen 1661. den 15. Jul. ſtyl.vet. Obſervirte ſonderbare Sonnen-Roͤthe, in ſeinem Ften Satz alſo philolophiret: Es moͤgte vielleicht manchem, welcher nicht weiter nachdenckt, und die Natur un- terſucht, als was er von ſeinen Lehrmeiſtern in der Jugend vernommen, ungereimt vorkommen, wann ich feſt ſetzen ſolte, daß die Farben, welche unſer Geſicht be⸗ ruͤhren, nicht in der That in der geſehenen Sache, daher ſie kommen, ſich befin⸗ ſondern uns nur alfo ſcheinen, und deswegen nicht wuͤrckliche und weſentliche f Darauf beziehet er ſich erſtlich auf die Regen⸗Bogen⸗Farben, ſo glaſern Prilina erzeigen. 2) Auf eine glaäſerne Kugel voll L. 3) Auf Jh den Das Vierte Capitel. den Regenbogen. Fuͤhret einen Ort aus Carteſü Dioptric. P. 74. Artic. V. an: Daher iſt es nicht noͤthig, daß man unterſtelle, es flieſſe etwas Materiali⸗ ſches von denen Vorwuͤrfen zu unſern Augen, daß wir das Licht und die Farben ſehen; es iſt auch gar nichts in denſelben Vorwuͤrſen, das mit den Bildern uͤbereinkomme, welche man fich davon im Sim: machet: Gleich wie nichts aus denen Coͤrpern, auf welche ein Blinder mit ſeinem Stock ſtoͤſſet, durch den Stock zu ſeiner Sand ausflieſſet e. Meynt 4) ferner, daß ſolche Farben auch im Finſtern muͤſſen verſpuͤhret werden: Ziehet 5) das faule Holtz, ſo im Finſtern ſcheinet, deshalben an. Daß dieſes ſcheine, ſagt er, habe in der That etwas vom Licht in ſich, dahero es dann im Finſtern ſcheine, obgleich weder Sonne noch Mond leuchten; alſo, daß wann die Farben weſentlich in dem farbigten Vor⸗ wurf waͤren, wuͤrden fie ihre Macht auch im Finſtern bezeugen, obgleich dag Mit- tel nicht erleuchtet merde. Darauf ſagt er, daß die Art und Weiſe der Farben be⸗ ſtehe eintzig und allein in der Dilpolition derer Theile des ſichtbaren Gegenwurfs, nachdeme die Theilgen eines Dinges zuſammen geſetzet und dilponirt ſeyn; dann wann dieſelbe in der Ober⸗Flaͤche eines farbigen Coͤrpers alſo geſtellet ſeyn, daß ſie die Strahlen eines Lichtes oder der O in ſich laſſen und imbibiren, ſo ſcheint der Vorwurf ſchwartz, weilen keine oder wenig Strahlen in unſer Geſicht zuruͤck fallen koͤnnen; wann aber 7) de l rVorwurf alſo beſchaffen iſt, daß er theils Strahlen in llen mache, ſo ſpuͤhre man eine rothe Farbe. Diiſes will er 3) durch einen blinden Magiſter zu Koͤnigsberg, Huldericum Schonbergerum, welcher durch das Gefuhl aus der Lilpolition derer Theile eines Dinges die Farben urcheilen koͤnnen, behaupten. 9) Ingleichen durch einen Blinden, welcher durch ſeinen Stock auf der Gaſſe fuͤhlen koͤnnen, ob er Dolk, Stein, z oder y beruh⸗ ret ꝛc. Solte man aber wohl glauben koͤnnen, daß vernuͤnftige Menſchen wider die offenbahre und greifliche Wahrheit ſo ſeltſam ph loſophiren ſolten? Telangend min ſeinen 1. 2. und zten Satz, ſo wollen wir uns anjetzo mit denenſelben, als Hirn⸗ Gedichten, gar nicht aufhalten, ſonſten wir dieſe in Anſchung des Mittels, wo⸗ durch ſie alſo ſcheinen, begreiflicher und wahrhaftiger beſchreiben wolten. Seinen aten Satz wird ein Bauer uͤbern Haufen werfen, wann er ſagen wurde, nemlich auf eine glatte helfenbeinerne oder ſilberne Tafel, derer Theile uͤberall eißerley upo- ſition haben, dieſe Farben Felder⸗ oder Strich-weiſe getragen, als ſchwartz, blau, gelb, grün ze: werden nicht aufhoͤren, dasjenige im Finſtern zu bleiben, ſo die⸗ ſelbe am Tage, beym Sonnenſchein geſchienen, die Sonne hat allhier nicht hindern koͤnnen, daß auf einer ſolchen Tafel nicht vorgemeldte Unterſchiedlichkeit der Farben auch im Finſtern alſo weſentlich verbleiben; dann nach angezogenen Philoſophiſei⸗ nen Grund- igen die Tafel ja nur einerley Dilpoſition der Theile hat, alſo auch nur einerley Farbe, ſowohl bey Licht, als im Finſtern, wird zeigen muſſen. Der gute Phi- loſophus wirft ein, daß ſolches nicht ohne Licht zu erkennen, und dahero wuͤrcke ja die Erleuch⸗ Von des Menſchen Zuſtand nach ſeinem Tode. 243 Erleuchtung des Lichts nach der Diſpoſition der Theile eines ſichtbaren Vorwurfs den Unterſcheid der Farben, da doch vorher geſagt, man ſolle dieſe unterſchiedliche Farben auf ein ſolch ſichtbares Object tragen, deſſen T Fheile hberal nur einerley glei⸗ che Diſpoſition haͤtten. Was vor Dilpoſition der Theile des Vorwurfs und des Lichts iſt dann Urſache, daß verſchiedene Säͤfte aus den Pflantzen, als gruͤn, blau, roth, gelb ꝛc. gepreff fiet, ode er in andere Weiſe gezogen werden? ſind dieſe nicht tpi wefliche Barben? warlich dieſer gehoͤrte au petit maiſon nach Paris, i der es laug⸗ nen molte, indeme es ja lauter Säfte, in welchen die Diſpoſition der Theile, nach obgemeldten Pre e M T nicht ftatt haben kan, man muͤſte dann ſolche von ſpitzigen, ſtumpffen, laͤnglichten, dreyeckigten ꝛc. Theilgen, und was derg cher n rillen mehr, her leiten wollen; ſo bleiben jedennoch alle derglei⸗ chen eitele Beweiſungen nichts als Phæenomena eines philoſophi pe Gehirns. Ferner moͤchten wir einen ſolchen blinden Magiſter gerne ſehen, welcher auf einer glatten Metall⸗Tafel, unterſchiedliche Farben von Saften gemahlet, aufs lubtilſte und uͤberall gleich verrieben, und gleichfam wie eine Lackirung uͤberall ge alactet, durch das Fuͤhlen urtheilen ſolte? ja was ein Schmiermahler machet, welcher Kutſchen und aufer beklecket, moͤchte ein ſolcher blinder Magiſter endlich noch fo fo o, durch Gefuf a ifen; wiewohl noch vieles gen einzuwenden uͤbrig. Das Fuͤh⸗ fi urch ſeine n Stod ift warti ich noch abgeſchmackter; dann ob der⸗ Stein von einem Klotz wohl unterſcheiden fan, fo wird er dannoch Steins oder Klotzes Farbe nicht urtheilen koͤnnen. Moͤchten demt nar p gern, daf man uns durch ſolche Philoſophiam ſpeculativam unwider⸗ ſprechlich erwieſe, wie dann ein ſolcher ſichtbarer Vorwurf, ſo von der Son ane oder einem andern Licht nicht erleuchtet iſt, aus ſiehet? Ein weiß Tuch, deffen Bd- den von einerley weiſſen Bolle ç gef p onnen, ift und bleibt weiß ZAY und Nacht, und dieſes erkennet alle vernunftige Welt alſo, und haben alle deſſen Theile uberal nur eine u 1 einerley Diſpoſition: wann aber deſſen vierter Theil ſchwartz, der an⸗ dere roth, der dritte W und Der vierte gelb gefarbt worden; fo fan ja Feine ver⸗ nünftige Creatie té ugnen; daß ſolche Weſe onheit der 4. unterſchie dlichen Barben, fon vohl ue m Lichte, als auch in der Finſterniß, dem Tuche, deſſen Theile, wie vorgemelt dt, uͤberall nur einerley Dilpoſition haben, verbleibe. So deme aber nicht alfo, fo bitten wir, daß uns doch die Meiſter der ſpeculativen Welt⸗Weiß⸗ fcit fagen; wasd danndieſes vierfarbige Tuch im finſtern vor ein Anſehen habe? Vier Gefaͤſſe voll Brunnen⸗ oder Fluß⸗ Y, deſſen Theile uͤberall Ae wie ſolches nicht gelaugnet werden mag, da in jedem eine Saft⸗Farbe, als ſchwartz, rottz, grün, blau, geſchuͤttet, werden von der Sonnen oder einem andern Licht erleuch⸗ tet oder nir Di behalten ſowohlim Finſtern, als bey Licht die Unterſchiedlichkeit der Farben. Cin Schwamm, ein Glaß, ein Stuͤck Holtz, Sau-Buͤrſten, ein Stuͤck Metall, dieſe alle haben gar v ar i Theile, ſowohl Hh a iR 7 nE F Das Vierte Capitel. in Betrachtung Der Harte alg der Weiche; jedennoch dieſe alle roth oder ſchwartz gefaͤrbt, ſolche bleiben ſowohl bey Licht und Sonnenſchein, roth oder ſchwartz, als in einer Stockfinſterniß, gleich wie im Stall ein angebundener Eſel ein Eſel bleibt, ob man denſelben gleich ohne Licht nicht ſehen, und ſeine zarte Ohren erkennen, wohl aber ſeine Augen ſehen und erkennen kan, weil in denenſelben, wie in des angefuhrten Philoſophi ſeinem ſaulen Holtze in der That etwas iſt, ſo einen Schein von ſich giebt. Was vor ein Schluß iſt das? in dem faulen Holtz iſt in der That etwas, ſo einen Schein von ſich giebt; darum kan es im Finſtern geſehen werden; die Farben haben kein ſolches innerliches Licht, darum ſind ſie keine weſentliche Farben, ſon⸗ dern nur ein Schein⸗Weſen nach der Dilpoſition derer Theile ihres Vorwurfs. Heiſt das nicht pbhiloſophirt? Haͤtte der gute Herr Profeſſor den Unterſcheid zwi⸗ ſchen einem inweſenden Lichte, und dem finſtern Coͤrper einer Zarbe mohl betrachtet y wuͤrde er mit dem Cartelio nicht ſolch albernes Gezeug wider die Natur der Unter⸗ ſchiedlichkeit der Dinge philoſophirt haben. Man laſſe die Sonnen Strahlen durch ein glaͤſernes Priſima auf unterſchiedliche Tafeln, weiß, roth, ſchwartz, fal— len, fo werden jedennoch deſſelben erſcheinende Regen-Bogen⸗Farben die weſent— liche Farben dieſer Tafeln in keine Wege veraͤndern moͤgen. Iſt alſo ein groſſer Unterſcheid zwiſchen etwas ſcheinendes und etwas wuͤrcklich oder weſentliches ju maz chen. Es meynet aber obgedachter Profeſſor Matheſeos einen ſonderbaren Beweiß ſeines Satzes beygebracht zu haben, wann er ſagt: wann die Farben etwas weſent— liches waren, muſten dieſelbe auch alſo im finſtern ſcheinen. Solte aber ein Philo⸗ ſophus alſo raiſonniren? Wie viel und unzehlbare Dinge ſind nicht in der Natur, die da im finſtern nicht ſcheinen, ſind dieſelbe dann nun nicht eher dieſelbe Dinge, als bis ſie die O oder ein ander Licht erleuchtet? Sind das nicht Folgerungen, die da nach ſolcher mit leerem Winde angefuͤllten Philoſophie geſchloſſen werden muſſen? Ein Saft aus einem Kraut, es ſey gefarbt, wie es wolle, auf unterſchiedliche Vorwürffe, hart, weich, lucker oder dichte, getragen, wird auf allen, ungez achtet ihrer verſchiedenen Hilpolition der Theile einerley Farb behalten, die Son⸗ ne beſtrahle dieſelbe auch wie ſie wolle. Und wer wuͤrde ſich doch wohl durch die aller⸗ ſubt lſte Philoſophie des Ariſtotelis oder Carteſii bereden laſſen, daß im Frůhling die grunen Blatter eines Baums, und die Pferſing und Kirſchen-Bluͤt, nur allein am Tage, wegen der Sonnen⸗Strahlen, gruͤn, purpurfarbicht und weiß, und nicht eben daſſelbe des Nachts waͤren? Warlich man moͤgte uber ſolche ſubtile Stu⸗ dier⸗Stuben⸗Philoſophie, ohne rechte wahre Erkaͤnntniß der Urſpruͤnge natuͤrli⸗ cher Dinge, naͤrriſch werden. Doch es iſt hiemit genug erwieſen, daß die Farben ſowohl bey Tag, als auch bey Nacht, etwas weſentliches, und nicht etwas nur alſo ſcheinendes, nach der Beſchaffenheit der Theile im ſichtbaren Vorwurf, find. Was nun ferner obgedachter Herr Proleſlor von der Urſache obgemeldter Sonnen⸗Roͤthe philolophirt, ſo will ſolches faſt eben ſo wenig den Stich halten, und Danana are 4 b ng W bil oik Ki Mf vafl Gi ui MDÀ hny Ga gay dM Go A Mmi tino fhi W fin fý | f An i Von des Meuſchen Zuſtand nach ſeinem Tode. 245 und iſt wohl vor einfaͤltig zu achten, daß er unter andern in dem Wahn geſteckt, daß Das durch die groſſe Sonnen-⸗Hitze ausgeduͤnſtete viele Gebluͤte,(wie es ſcheinet, der Menſchen und des Viches,) mit dazu contribuirt habe. Zum Beweiß fuͤhrt er die Zuſammeminnung der Duͤnſte in einer Bad-Stube an, er beweiſet aber hierinnen, daß er ein ſchlechter Practicus in der Phyſie geweſen, und daf diefe Blut- Farbe eher zu belachen, als zu beantworten ſey. Haͤtte er Die von der Sonnen Hitze aufgezogene Duͤnſte nach ſeinem glaſernen Pritimate und glaͤſernen Kugel zu diſponiren gewuſt, dabeneben die Priſche Sige und Lialiſche Ausduͤnſtungen wohl gekannt, wuͤrde er von dieſer ſonderbaren Sonnen-Roͤthe Natur⸗gemaäßer philoſophirt haben; dabey wir es dann auch, Der Barben halber, lafen wollen. Gleiche Bewandniß nun hat es auch mit dem Geſchmack: dann gleich wie die Luͤ⸗ ſternheit des Volcks Iſrael in der Wuͤſten derMagnet mwar, daf ihnen dag Man- na allerley Geluͤſt, und allerley Geſchmack zu geben vermochte, Sap. XVI, 20. 2T. dann dieſe deine Stutze offenbarte deine Freundlichkeit gegen deine Rinder: und weil dieſes Brod der Begierde deffen, der hinzu kam, dienete, ward es temperirt zi einer Speiſe, die ein jeder begehrte. Eben alſo wuͤrckt die magnetiſche Begierig⸗ Feit der Principien, als Oy^ und& nach ihrer proportionirten und gemiſchten Quantitãt in jedem Coͤrper. Das S und ð aber ſind nicht allein die Urſache des Ge⸗ ſchmacks. Das S an und vor ſich ſelbſt in ſeinem einfachen Weſen Callhier reden wir nicht von dem allereinfachſten S oder allererſten Weſen) gibt keinen Magneten, und eben alſo auch der& nicht; wann dieſelbe aber nach der Kunſt lulphuriſiret ſind, ſo werden ſie alle drey ein vollkommener Magnet. Wer nun begreift, was in die⸗ fem und vorigen$. geſagt, wird auch den Urſprung und Erzeugung eines jeglichen Geſchmacks vollkommlich begreiffen koͤnnen: wie nemlich die magnetiſche Gierig⸗ Feit, Die da nach feinem Coͤrper tpecificirt, das allereinfachſte an ſich ziehet, und daſſelbe ſo gleich dem Geluͤſt, oder der magnetiſchen Kraft vergleichet, und alſo den Geſchmack in demſelben gebieret. Und dieſes fey genug hiervon, ſo viel nemlich unſerm Fuͤrhaben dienlich iſt. S- 7- Auf fons Art der innere Menſch wieder aus ſeiner Behauſung weiche, und dieſelbe verlaſſe? haben wir im vorhergehenden r. und 2. S. dieſes Eapitels ſatt⸗ ſam vernommen; wiewohl dasjenige, ſo allda ſowohl durch die Heilfge Shrift als auch Durch die Natur deutlich erwieſen, bey vielen Theologen jedennoch nicht gültig genug: wie ung Dann in unſern jungen Jahren auf unſern Reifen begegnet, da von einem gewiffen vornehmen Theologo úber den Spruch Hiob 19, 25.in feiner Sermon mit vorgetragen wurde, dag er am Juͤngſten Tag mit feinem auf dieſer Welt an ſich gehabten Fleiſch, Blut, Haut, Haar und Barte auferſtehen, und damit ing Himmelreich wandern wuͤrde; nicht bedenckende, daß der Menſch nicht einmal feinen Leib y welchen er aug Mutterleib mit ſich guf die Welt gebracht, mit fich ins Grab bringe, welches die Erfahrung nicht allein durch HH 3 den y wga T i 246 Das Vierte Capitel. den oͤftern Schweiß und ſtetige Ausduͤnſtungen, da die gantze Haut ſich gleichſam abſchälet, und durch den Auswachs vom Fleiſch gleichſam wieder erneuert wird, ſondern auch durch andere Ausgaͤnge der Natur, der menſchliche Coͤrper gleicher Veränderung unterworffen iſt. Uber das, wie viel Geblut daͤmpffet nicht taͤglich durch die ſtete Bewegung aus? ſo doch taͤglich auch wieder erſetzet wird. Dannen⸗ hero der Menſch bey ſeinem Abſterben/ unmoͤglich mehr daſſelbe Fleiſch und Blut, ſo er aus Mutterleib mitgebracht, annoch an ſich haben kan; dem ungeachtet bleiben Die guten Leute dannoch bey ihrer Vorfahren Lehrſatzen, und hierzu muß obgemeldter Spruch beym Hiob ſich mißbrauchen laſſen, welcher in der Vulgata, wie auch in der ſo genannten Dollmetſ. des Hn. Lutheri alſo lautet: Aber ich weiß, daß mein Erloͤ⸗ fer lebt, und er wird mich hernach aus der Erden auferwecken; und wer⸗ de darnach mit dieſer meiner Saut umgeben werden, und werde in meinem Sleiſch GOtt ſehen; denſelben werde ich mir ſehen, und meine Augen wer⸗ den ihn ſchauen, und kein Fremder; meine Nieren ſind verzehret in mei⸗ nem Buſen. Nach dem Grund⸗Text gibt es Pilcator alfo: Ich zwar weiß, daß mein Erloͤſer lebt, und daß er der letzte auf dem Staube ſtehen wird: und wiewohl ſie nach meiner Haut dieſes durchſtochen haben; ſo werde ich doch aus meinem Fleiſche GOtt ſehen, welchen ich mir ſehen werde, und meine Augen werden ihn ſchauen, und kein Fremder: wiewohl meine Wie⸗ ren verzehret ſind in meinem Buſen. §. 8. Nun wollen wir ſehen, ob die Meynung obgemeldten Doctoris Stich halten werde? Erſtlich muß man das Buch Hiob vom 4. Capitel bis zu Ende des 19. gar fleißig betrachten, und mit aller Aufmerckſamkeit erwegen, wie Hiob nicht allein vom Satan an ſeinem Leibe und Guͤtern, ſondern auch nachhin von ſeinen dreyen Freunden, als unnutzen Waſchern, und von eitler eingebildeter Weißheit aufgeblaſenen Plauderern/(nach dem Zeugniß des 7. v. Cap. 42.) fey geplagt und gemartert worden. Dannenhero Hiob in dieſem 19. Capitel vom erſten bis 24.0. in eine ſehr angſtliche Klage ausbricht: im 25. v. aber ſich gleichſam durch einen propheti⸗ ſchen Geiſt wieder faſſet, und ſich erfreulich wieder troͤſtet, daß ſein GOtt und Er⸗ loͤſer lebe, und daß dieſer zuletzt ſiegen, nemlich auf ſeinem Staube ſtehen, wann er den Weg aller Welt gegangen ſeyn werde; als wolte er ſagen: ob ich gleich jetzo in meiner Angſt und Anfechtung meyne, ich habe Recht wieder GOtt,(wogegen der§r. Pfalm v..bezeuget: auf daß du gerecht erfunden werdeſt, wann du redeſt, und rein erkannt werdeſt, wann du richteſt,) ſo wird deine Gerechtigkeit dannoch den Sieg behalten: und ob wohl die Kratze, Eyterbeulen, Würm und Maden, durch des Satans Angrif ſeine Haut durchſtochen und durchkrochen haͤtten, ſein Fleiſch auch, und ſeine Nieren gleichſam in ſeinem Buſen verzehret waren; ſo glau⸗ be er dannoch, GOtt ſeinen Erloͤſer, aus eben demſelben ſeinem Fleiſche, mit ſei⸗ nen leiblichen Augen geſund und friſch wieder zu ſehen, und Fein Fremder, das ift, der w inen M iiei wi i} vid; yid n yi ii des nit cinn sheit mò in iti ! Gy atii jt pon Ai mo pad y Ai pg nithi 1i f er Von des Menſchen Zuſtand nach ſeinem Tode. 247 der nicht aus der glaubigen Kinder GOttes Zahl ware, twie aus Dem 38. und 42. Capitel ſeines Buches, in der Erſcheinung GOttes, und der zweyfachen Er⸗ haltung aller ſeiner verlohrner Guͤter und Ehren, unwiderſprechlich erſcheinet. Siehe unten§. 32. .9. Dieſe vernuͤnftige, auch der heiligen Schrift gleichfoͤrmige, und alſo in keine Wege wider den Grund der wahren Religion ſtreitende Auslegung, wird kein vernuͤnftiger GOtt⸗erkennender Menſch verwerfen koͤnnen. Obgemeldte Meynung aber ſey vor hochgelahrte Meiſter der heiligen Schrift gar zu abge⸗ ſchmackt und laͤppiſch, indem kein Jota weder von dem leiblichen Tode, noch von der Auferſtehung oder Auferweckung aus der Erden, aus obgemeldten Sprüchen des Hiobs erzwungen werden mag. Bon einem Verdammten aber ift es volle koͤmmlich zu verſtehen, daß nemlich derſelbe mit eben dem Leibe, welcher in das Grab gelegt worden, auch auferſtehen werde. §. 10. Ehe wir nun ferner ſchreiten, werden wir dasjenige, ſo wir oben§.29. nur ein wenig beruhrt, allhier etwas weitlaͤuftiger auszufuͤhren uns bemühen, nemlich die Frage: Was es dann vor eine Beſchaffenheit mit der Erſcheinung ge⸗ wiſſer Menſchen nach ihrem Tode, insgemein Geſpenſter genannt, habe? Dieſes nun iſt eine der allerſeltſamſten Materien, und uͤber welche ſowohl bey Gelehrten, als auch Ungelehrten, es viel Streitens und unnuͤtzes Schwaͤtzes gibt; ja es iſt wohl in der gantzen Natur keine Sache, in deren Erzehlung mehr gelogen wird, als eben in dieſer. Viel Gelehrte leugnen aus groſſem Uberwitz ihrer hohen Gelehrſamkeit, die Erſcheinungen der Geiſter oder Geſpenſter gantz und gar; andere auch Gelehrte, geſtehen zwar dieſelbe; machen aber insgemein eine ſolche Beſchreibung von denſel⸗ ben, daß man wohl ſehen kan, woran es beyden fehlet. Von den Ungelehrten findet man gleiche Gattung, als die eine, ſo die Erſcheinung der Geſpenſter oder Geiſter gantz und gar leugnet, die andere aber, ſo es geſtehet, doch mit ſolchen Zu⸗ ſaͤtzen und alten Weiber-Mahrlein verwickelt, daß die Wahrheit unmoͤglich her⸗ aus geklaubet werden mag, weil dieſen die Lehre von den Geiſtern noch weniger, als den erſtern bekannt, und dannenhero in lauter Irrthum ſtecken. S. ri. Was nun die Erzehlungen bey den Geſchicht⸗Schreibern anbelangt, ſo wollen wir dieſelbe vor erſt auf die Seite ſetzen, und ſehen, ob uns die heilige Schrift nicht einen gewiſſen Grund zeigen wolle? Hier aber doͤrfte es mit denen Herren Theologis hauptſachlich zu beiſſen und zu zancken geben, daferne unnuͤtzes Geplauder unſerer Neigung gemaß, indem wir von den Schul⸗cheologiſchen Lehr⸗Satzen in dieſem Stuͤck faſt gantz abweichen muͤſſen. Hlein wir wiederholen die ſchon mehr als einmal gethane Verſicherung, nemlich, daß unſere Feder in Ewig⸗ keit, zu Beantwortung ſolcher ſchulfüchſiſchen Zanckerey, nicht gebraucht wer⸗ den foll. Weil wir uns aber auf die heilige Schrift gruͤnden wollen, muͤſſen wir erſtlich drey Worte aus derſelben, und derer gantz unterſchiedene Bedeutung, zu beſſe⸗ Das Vierte Capitel. beſſerer Erlaͤuterung des folgenden anfuͤhren. Erſtlich findet ſich ein Wort Gen. XXIL. 4. das heiſſet Keber, ein Grab oder Grabes⸗Soͤhle, ein Drt, dahin man einen todten Leichnam legt, welche Deutung auch von Niemand geleugnet wird.(2) Stehet Pl. XVI. 10. und XLIX. 16. ein Wort, das heiſſet Schesl, vom Stamm⸗Wort sSchaaàl, das mi bitten. Diß Wort Scheol wird gemei⸗ niglich ge dollmetſcht Graby auch wohl Hoͤlle. Wie ungereimt aber dieſe Doll⸗ metſchung ſich zum Tert fhi cke, findet ſich offenbahr, da man pie tlmnftânoe deſſel⸗ ben Gab trachtet. Daß der 16. Pfalm eine Weiſſagung von Chriſto, unſerm Eloͤſer, leugnet Nier nand. Run ſagt der Text alſo: Dann Du wirſt meine Seele nicht im Grabe verlaſſen: Du wirſt zugeben, daß dein Gut⸗ thaͤtiger die Verweſung ſehe. und alſo ſagt der 16. v. des 49. Pſalms: Uber BOr wird meine ai erloͤſen aus des Grabes Gewalt; Seis er wird mich aufnehmen, Selah. In beyden Stellen wird von der Seele, nicht aber von de m am Creutz getoͤdteten Leichnam, geredet, dann derſelbe war ins Keber ( Grab) gelegt; daſelbſt ſolte derſelbe keine Beersefu ng ſehen. So muß dann Scheòl gang et wa Ts gewefen ſeyn, wie es dann auch von allen Rabbinen nicht anders gedollmetſchet wird, als ein weiter Raum oder Ort des Behaͤlt⸗ niſſes, allda man noch bey denſelben, die darinnen aufbehalten werden/ Raths fragen koͤnne, wie beydes aus dem Siamm- Wort Schaal und dem dapon her- ſtammenden Sckeol offenbahr, und hat das Weib zu Endor,.Sam. XXVII. dirſe Kunſt vortref lich verſtanden, davon noch ferner r geredet werden doͤrfte. Die⸗ fs furi vitzige Fragen aber war von GOtt dem Allmaͤchtigen ſehr hart verbotten, wie unter andern Levit. XX. 27. Deut. XVIII. 10-12. und Eſa. VIII. 19. 20. zu ſehen.(3) Stehet Ezech. XXVL 20. ein Wort, heiß ßt Bor, eine Grube; dann afo wird ama im Grund- 3 Text geleſen: Alsdann will ich dich hinunter ſtoſ⸗ ſen mit denen, die in die Grube hinab fahren, zu dem uralten Volck: und will DANO h daß du in den unterſten Orten der Erden wohnen muſt, fi 1 den uralten Wüſteneyen, mit denen, die in die Grube hinab faͤhren ꝛc. ꝛc. In dieſem Verſtande ſagt der zr. Pſalm v. 19. am Ende: Laß die Gottloſen ſchaamroth w erden, fi Haffe, daß ſie ſchweigen muͤſſen im Grabe Wiewohl allhier das Wort Scheol gebraucht wird, und wird dannoch Bor mit Grund der oaß ch it gedollmetſchet, ein me it⸗raumiges Gefangniß, wie aus angezogenem p Dem glei! ende den Grt Ela. XXIV. 22. Flar erhellet. -i 2i Daß Schedl an 1 Bor zweh gege n einai der geſetzte O Orte bede eute, Erweiſet fer sng DRN mag David 7 Pfſalm 3% 4. faat; welches Piſcator dolmef che£: AERA! Du haft meine Serle aus dem Grabe herauf gezogen, Du baft enich lebendig gemacht, da ich ſchon unter de nen war, die in a Grube hinab fahren. Wie D awid dieſes batete war er noch im Leben, und hatte we⸗ der Keber, Scheöl noch Bor we fe tlich; ſonde rn nur im Geiſte, der Seelen nach, beruͤh⸗ oje wohl Dda gan SE O e a nn S Von des Menſchen Zuſtand nach ſeinem Tode. 249 beruͤhret: daher ſagt er auch 2. Sam. XII. 23. Nun es aber todt ift, warum ſoll ich faſten? werde ich es auch koͤnnen wieder bringen? ich werde wohl zu ibm wandeln, es wird aber nicht wieder zu mir Commen. Dag nun Scheol nicht das Grab oder den Ort bedeute, dahin der todte Leichnam geleat mird, iſt vorher erwieſen: es iſt auch ſolches in den erſten, ſowohl Juͤdiſchen, als auch Chriſt⸗ lichen Kirchen nicht geglaubet worden; ſondern dieſe unvernuͤnftige Dollmetſchung iſt aus gerechtem Haß wider das Pabſtiſche Fegfeuer entſtanden. Nun wird aber wohl niemand ſo unverſchaͤmt ſeyn, und ſagen: dieſes Kind, davon David redet, fey zum Teufel in die Hoͤlle gefahren, und alfo den Troſt-Spruch des lebendigen GOttes: Ich bin dein und deines Saamens Gott ꝛc. dadurch unkraͤftig machen wollen: wiewohlen man, leider! oͤfters noch groͤbere und abgeſchmacktere Ausle⸗ gungen findet. Jacob ſagt Gen. XXXVII. 35. Ich werde traurend hinab fahren zu meinem Sohn in Seheo/;(das Grab) daß aber Jacob nicht in die Hoͤlle und zum Teufel gefahren, bedarf keines Beweiſens. Er ſagt allhier nicht: ins Keber; und twas ift dann nun Scheòl? Und fo ſagt auch David 1. B. der Koͤn.2. zu ſeinem Sohn Salomo, daf er den Joab und Simei, den einén nicht mit Frieden, und den andern mit Hlut ins Sehed! bringen folle: Er fagt niht, daß er ſie ſolle zum Teufel ſchicken, als welche Grauſamkeit,(nemlich Rache bis in die Dolle zu uben,) einem Manne nach dem Hertzen GOttes, uͤbel angeſtanden haben wuͤrde; ſondern als Unbußfertige ſolle er ſie ins Scheol ſchicken, nicht in Bor, als welches gleichfalls eine grauſame Rachgierigkeit angedeutet haben wuͤrde. Wie⸗ derum werden Bor und Scheoͤl beym Ela. XIV. I5. mit ſonderlichem Nachdencken ge⸗ gen einander geſetzet: Ja ins Grab(Scheoͤl) wirſt du hinunter geſtoſſen werden, zur Seiten der Gruben,(Bor) wie es Piſcator gegeben: welches nach dem wahren Verſtande des Grund Textes alſo heiſſen muſte: Ja in das weite Behaͤltniß wirſt du hinunter geſtoſſen werden, zur Seiten des Gefaͤngniſſes. Dann es ſcheinet, daß dieſe Weiſſagung zu des Babyloniſchen Koͤnigs Phul Belochi gei⸗ ten(welcher Jona Buß⸗Predigt angehoͤrt, und ſich zu einer, wiewohl nicht voll⸗ kommenen Buſſe, gekehret gehabt,) geſchehen ſey; Daher auch nicht in Bor, fon- dern in Scheoͤl gefahren ſey. §. 13. Wird demugch feſt geſetzt, daß Keber nichts weiter bedeute, als den Ort, dahin ein todter Leichnam geleget toird: Scheòl aber einen Ort der Verwah⸗ rung oder des Vehaͤltniſſes, ſiehe Matth. 25, 52. 53. und 1. Petr. 37 19. 20.* item 4y 6. Pſalm 78, 19. Epheſ.4, 8. Bor aber ein Gefaͤngniß, eine Grube, Finſterniß und Dunckelheit. So iſt demnach offenbahr, daß aus Scheol die allda aufbehaltene berufen werden moͤgen, und erſcheinen koͤnnen: wo wir jedennoch er⸗ innern muͤſſen, daß im Scheoͤl unterſchiedene Staffeln oder Circul, da immer einer glucklicher, als Der andere, welches auch im Gegentheil von Bor, dem Gefaͤngniß, zu verſtehen. Wobey ferner ſehr wohl zu betrachten, daß, da Chriſtus der HErr Ji am 250 Das Vierte Capitel. am Creutz gehangen, der eine Schaͤcher ihn gebäten und geſprochen: SERR! gedencke an mich, wann Du in dein Reich wirſt kommen ſeyn; Deme dann XEfus geantwortet: Ament Feb fage dir, heute wirft du bey mir im Para⸗ dies ſeyn, Luc. 33. aber noch nicht in meinem Reich; dann daſſelbe würde er erſtlich bey ſeiner Himmelfahrt eroͤfnen, und ſeine Auserwaͤhlte in ſeinem Triumph, als Sièges- Zeichen, daſelbſt mit einfuhren. Dann daß Chriſtus der HErr nach ſeinem allerheiligſten Tod nicht uͤber aller Himmeln Himmel, zu dem Thron der Herrlichkeit aufgefahren, ſondern in Scheol geweſen, erklaͤret der Evangeliſt Joh. am 20. unwiderſprechlich. Dann da die Maria fruͤhe zum Grabe kam, und weinte, daß. ſie den Leichnam des HErrn nicht gefunden, und ihr JEſus erſchienen, und ſie gemeynet, es ſey der Gaͤrtner, und gefraget: wo er ihren HErrn hingeleget? und Chriſtus antwortete: Maria! woraus ſie alſofort Chriftum den HERRN erkannt, und ſogleich niedergefallen, Chriſtum angebaͤtet, und denſelben anruͤhren wollen; da habe Chriſtus zu ihr geſagt: ruͤhre mich nicht an, dann ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vatter; gehe aber hin zu meinen Bruͤdern, und ſag ihnen: Ich fabre n zu meinem Batter und gu eurem Vatter, zu meinem GOtt und zu aren Gtt. §.14. Aus dem nun, was bisher gefagt, wolle niemand ſchlieſſen, daß wir das Paͤbſtiſche erdichtete und auf lauter Fabeln gegruͤndete Fegfeuer behaupten wollen; mit nichten! indeme uns, GOtt Lob! ein ſolches niemalen in den Sinn gekommen, wie die Folge klaͤrlich zeigen wird. Indeſſen aber wird ein jeder hieraus erkennen, daß die erſte und aͤlteſte Chriſtliche Kirche mit Grund der Wahrheit ge⸗ glaubt, mwas wir in dem vorhergehenden 13. S. geſagt, von den Pfaffen aber um ihres eigenen Nutzens willen, nach dem Spruch Pauli Rom. 1,25. verkehret wor⸗ den. Daß aber die Erſcheinungen der Geiſter in der reinen Judiſchen und erſten Chriſtlichen Kirche geglaubet worden, wird niemand laugnen koͤnnen, welcher in dem Neuen Teſtament, ohne die von Jugend auf gewoͤhnliche Vorurtheile, be⸗ wandert ift. Chriftus der HErr ſtraft ſolchen Glauben nicht an feinen Jungern, wie zu ſehen Matth. 14. und Marc. 6. Beym Matthao lieſet man v. 25. Aber in der vierten Nacht-Wache kam JEſus zu ihnen, und wandelte auf dem Meer. v. 26. Und da Ihn die Juͤnger ſahen auf dem Meer wandeln, erſehracken ſie, und ſprachen: es iſt ein Geſpenſt; und ſchryen fuͤr Furcht. 27. Aber alsbald redet Eſus mit ihnen, und ſprach: ſeyd getroſt! Ich bins, fuͤrchtet euch nicht. v. 29. Petrus aber antwortete ihm und ſprach: SErr! biſt du cs, fo beig mich zu dir kommen auf dem Waſſer ꝛc. Bey dem Marco iſt der 49. und Fo. Vers ſaſt gleiches Inhalts. Aus dieſen Spruͤchen nun iſt unwiderſprechlich offenbahr, daß es Geſpenſter geben muͤſſe, ſonſten Chri⸗ fius der DERK diefen Wahn in feinen Jungern als alte Weiber⸗Mahrlein nicht würde ungeſtraft gelaſſen haben, als welcher auch die allergeringſte Untugenden an AR! Mm Jay Aee i tmi md RO peint WÒ t? Pi uih poid ihin: wò Y Wi aoti Sim iet ug sito rum wor⸗ rfin in be⸗ iin ber ouf yeli tdt 1J vah: W iM 1@hi n niht ndu M Von des Menſchen Zuſtand nach ſeinem Tode. 2ta an ihnen corrigirte. Hier aber ſpricht Chriſtus: Ich bins, fuͤrchtet euch nicht. Er ſaͤgt nicht etwa: pfuy! ſchaͤmt euch eurer thoͤrichten Einbildung, ſeyd nicht ſo alber und glaubt ſolchem alten Weiber⸗Geſchwaͤtz nicht! Nein; ſondern er ſpricht: Séch bing,(ich ſelbſtandig, kein Geiſt oder Geſpenſt,) N B. dann ich rede ja mit euch, daß ihr nicht furchtſam ſeyn ſolt c. Im Grund⸗Text ſteht das Wort Phantaſia; was man nun in den Schulen vor ein Ding daraus macht? darum bekuͤmmern wir uns nicht: genug daß Chriſtus der HErr ſeine Junger nicht ſtraft, als Die Da etwas glaubten, welches nicht in der Natur gegruͤndet, ſondern nur alberne Mahrlein waͤ⸗ ren. Dahero dann der Schluß urwiderſprechlich folget, daß Phantaſia etwas weſentliches ſey, obgleich keine Regul davon in Der gangen Schul⸗Philoſophie zu finden, was vor einer Subitang oder Urt dieſes Weſen ſeye? S. 1y. Nachdem wir im vorhergehenden geſagt, daß(Phantaſia) ein Ge⸗ ſpenſt, etwas weſentliches ſeye, uns ungehindert, ob die Metaphyſici eine Subſtantz oder zufalliges Ding daraus kochen; ſo gehen wir weiter und betrachten den Brt, Luc. 24, 36740. woſelbſt geſchrieben ſteht: Da ſie aber dieſes redeten, trat IEſus ſelbſten mitten unter ſie, und ſprach zu ihnen: riede fey mit euch! Sie erſchracken aber und furchten ſich: meynten ſie ſaͤhen einen Geiſt. Und er ſprach zu ihnen: was ſeyd ihr ſo erſchrocken? und warum kommen ſol⸗ che Gedancken in eure Sertzen? Sehet meine Saͤnde und Fuͤſſe, dann NB. ich bins ſelber, betaſtet mich, und NB. beſehet mich wohl, dann ein Geiſt (Pnevma) hat nicht Fleiſch und Bein, wie ihr ſehet, daß ich habe. Hie bey moͤchte jemand fragen wollen, was dann eigentlich dag ſubttantiale Weſen eines Geiſtes ſey? darauf antworten wir im Vorbeygehen ſo viel: ein Geiſt fepe cin dichtes hartes Licht, das Licht aber ein unfichtbares A; NB. ein Strahl der ewi gen Gottheit; die Bekleidung aber eines Geiſtes, nach der Figur, ein ſchweflich⸗ tes fluͤchtiges Z; und dannenhero ein Geiſt, ein unbegreifliches Wunder⸗Ge⸗ ſchoͤpffe. Wer nun dieſe Veſchreibung wohl begreift, demſelben wird awh ein groſſes Licht in allen dieſen Schriften angezuͤndet ſeyn, und ſo viel deutlicher be⸗ greiffen, was wir von dem erſten Ausfluß Goͤttlicher Majeſtät, woraus alles er⸗ ſchaffen, ſagen wollen, und welches wir eine Einheit im dreyfachen, nemlich Z, und& genannt haben. Und da er das geſagt hatte, ʒeigete er ihnen die Faͤnde und die Fuͤſſe ꝛc. Aus dieſem nun iſt abermals offenbar, daß Pnevma eben ſo wohl etwas weſentliches und ſubſtantielles als Phantaſia ſeye; ferner daß ſowohl NB. Phantaſia als auch Panevma habe das Bildnuß und Gleichniß des Menſchen, (ſiehe Cap. 1. S. 37. bis zu Ende des Capitels,) in gewiſſer Lange, Breite und Aus⸗ dehnung; alſo daß wie der Menſch bey lebendigem Leibe geſtaltet geweſen iſt, eben alſo erſcheine er auch wiederum nach ſeinem Tode. Dann ein jeder Menſck bleibt in ſeiner Geſtalt, bis er nach feiner Auferſtehung in ſeinem verklaͤrten Leibe nach dem Maaß des verklärten Leibes JEſu Chriſti erſcheine, welches gewiſſer Urſachen halber wohl zu mercken. Ji 2§. 16. Woah Das Vierte Capitel. §. 16. Ben letzt angezogenem Text aus dem Luca wird nicht ungereimt ſeyn, ein wenig Erwehnung zu thun von dem Streit beyder evangeliſchen Kir⸗ chen, da die eine der Transſubſtantiation ziemlich nahe kommt, die andere im Gegentheil auch ein wenig zu weit gehet. Da will nun die erſtere behaupten, der HeErr Chriſtus ſey durch die Allmacht ſeiner Gottheit, durch die verſchloſſene ihm eroͤfnete Thuͤr mitten unter ſeine Juͤnger getreten, und dieſes darum, da⸗ mit ihr in cum& ſub(in mit und unter) deſto beſſer behauptet werden moͤge: nicht betrachtende, daß zwiſchen einem Geiſte und einem verklaͤrten Leibe, wie Chriftus der HERR damalen hatte, der Bewegung und Würckung nach, ein ſehr groſſer Unterſchied ſeyß. Dieſes durch ein Gleichniß etwas begreiflich vorzuſtellen, ſo nehme man ein gutes S Armoniacum, und bereite daraus einen vollkommenen rectilicirten Spiritum, und aus dem zuruckgelaſſenen Z, nach der Kunſt, ein reines helles Glaß, als ein Gleichniß unſers verklarten durch⸗ ſcheinenden Leibes. In dieſes Glaß fuͤlle man feinen Spir. y doch unverſchloſſen; dieſes Glaß ſetze man alſo in ein ander Glaß oder Gefaͤß, nur ſchlechthin oben mit Papier verbunden, ſo wird man alsdann in der That befinden, daß der fluͤchtige Geiſt nach und nach verrauchen werde, ſein durchſichtiger Coͤrper aber(nemlich das Glaß) darinnen er gegoſſen war, nicht alſo durchdringen koͤnne. Dieſes Gleichniß iſt zwar von einem ſolchen Geiſte und Coͤrper genommen, die da in Vergleichung der Himmliſchen noch recht was grobes und gar zu materialiſches ſind, jedennoch wird ein erleuchtetes Auge hiedurch in das wahre Geheimniß ſehen koͤnnen. §. 17. Dah Der HErr Chtiſtus damalen ſchon einen verklarten Leib ge⸗ habt, daran wird wohl kein rechtſchaffener Theologus zweiflen, ſonſten der⸗ ſelbe(dafern ihm nicht durch ein hartnaͤckigtes Vorurtheil das Gehirn verruͤckt) durch die Spruͤche Marc. XVI, 19. Act. I, 9. ſehr ſchamroth gemacht werden wuͤrde; jedennoch ſagt Chriſtus der HERR zu ſeinen Juͤngern, da ſie in den Gedancken ſtunden, es waͤre ein Geiſt: betaſtet mich und beſehet mich wohl; dann ein Geiſt hat nicht Fleiſch und Bein, wie ihr ſehet, daß ich habe. Wor⸗ aus ja unwiderſprechlich, daß auch ein verklaͤrter Leib annoch begreiflich, und folglich auch eines gewiſſen Orts, nach ſeiner gantzen Ausdehnung und Dimen— ſion beduͤrffe: oder man muͤſte wider St. Pauli klare Worte behaupten wol⸗ len, daß Chriſtus damalen noch nicht verklaͤrt geweſen ware. Allein wie falſch auch dieſes, erklaret der Apoſtel unwiderſprechlich r. Cor. XV, 42. wohin auch qu deuten, was Chriſtus Joh. XVII, F. in ſeiner Paßions⸗Predigt ſagt. Es hätten die gute Herren nicht noͤthig, eine ſo ſeltſame Durchdringung durch die verſchloſſene Thuͤren, dem Leibe unſers Erloͤſers anzudichten, wann ſie nur den Schul⸗Staub aus ihren Augen wiſchen, und die Spruͤche beym Luc. XXIV, 16. und Joh. XXI, 4. ohne ihre gewoͤhnliche ſchabigte logicaliſche Kuͤnſte betrachten wolten, rM uý lafen; mi adti nenii Dih MM die inih jb ge mii kf) nòm n ohb Vot⸗ M mêr j woot W nad 0 T w o y, 16 hin oiei Von des Menſchen Zuſtand nach ſeinem Tode. 253 wolten, da der erſte ſagt: Aber ihre Augen wurden gehalten, daß ſie Ihn nicht erkannten. Und der ander: da ſich JIEſus am Meer Tiberias offen⸗ barte; doch wuſtens die Juͤnger nicht, daß es JEſus war. Ferner wie es dem Heil. Perro&. XIL,.10. in feinen Banden und im Gefaͤngniß er⸗ gangen? Ingleichen auch dem Heil. Paulo und Silas, Apoſt. Geſch. XVI, 26. womit dann dieſen guten Herrn ſattſam genug auf ihre menſchliche ausgekuͤn⸗ ſtelte Auslegung und Erklaͤrung geantwortet worden. §. 18. Was nun die andere Parthey, nemlich die Hn. Reformirten anbelangt, ſo zeigen dieſelbe gleichfalls, daß ſie in der Lehre von den Geiſtern noch nicht allzu⸗ wohl bewandert, ſonſten dieſelbe ihren Herrn Gegnern als mit gantz andern, der Schul⸗Theologie Waffen, nemlich derſelben Schluß⸗Reden, Diſtinctionen, De⸗ finitionen, Exceptionibus und was der Quackeleyen, ſo zu der Gelehrten unnuͤtzen Marckſchreyerey gehoͤrig, mehr ſeyn mag, antworteten. Daß der mehrere Theil der Herrn Reformirten die Erſcheinung der Geiſter und Geſpenſter laͤugnet, er⸗ weiſet klaͤrlich, daß ſie der Schrift eben ſowohl Gewalt zuzufuͤgen wiſſen, als ihr Gegentheil, und daß ſich dieſelbe von ihnen, zu Behauptung ihrer(durch menſchliche Kunſt zuſammengeſtoppelten Weißheit) wie eine waͤchſerne Naſe muß drehen und biegen laſſen: der eine Theil dichtet den Worten der Heil. Schrift zu viel und dasjenige an, ſo nach dem Geiſt und der Wahrheit in Ewigkeit nicht drinnen zu finden. Der andere Theil aber nimmt durch die gar ju febr fubtilifirte Figuren, derſelben ihre weſentliche Kraft, und dieſes verurſacht nichts als die Eigenſinnigkeit ihrer eingebildeten Weißheit, und ihrer Vorgaͤnger Anſehen und Auctoritak. Dem erſten Theil iſt in den vorhergehenden 16. 17..8. genug ges antwortet; die andern aber moͤgen indeſſen den Spruch Chriſti Joh. VI, 32. 33. und ferner Die v. als 48. bis§1. und vom f3. big jum pet. wohl betrad- ten, nicht aber wie diejenigen, ſo die Transſubſtantiation erdichtet, und ihre An⸗ haͤnger, oder die Capernaiten, die da meynten, Chriſtus der HErr rede in ge⸗ meldten Cap. von ſeinem unverklaͤrten menſchlichen Fleiſche aus der Jungfrau Maria, welches durch ſeinen Tod verwandelt werden wuͤrde, wie vorher erwie⸗ ſen worden(wobey der Spruch Joh. XVII, 5. und nun verklare mich, du Vatter! bey Dir ſelber, mit der Klarheit die ich bey Dir hatte, ehe die Welt war) dann dies waren zu grobe und unvernünftige Gedancken zur Schmach der Majeſtat JEſu Chriſti. Denenſelben auch ſolche unvernuͤnftige Gedancken gäntzlich zu benehmen, ſagt Chriſtus der HErr in obgemeldten Cap. v. 62. 63. wie wanit ibr dann ſehen werdet den Sohn des Menſchen auf⸗ fahren dahin, da er zuvor war? als wolte er ſagen, hieraus werdet ihr ja erkennen, daß ich nicht vom Eſſen dieſes meines Fleiſches zu euch rede, wann ihr ſehen werdet, daß ich die Welt wieder verlafſen und wieder da hinauf fahren werde, von wannen ich gekommen, und euch mein Fleiſch zu eurer Ji 3 eib⸗ a Mpe 254 Das Vierte Capitel. leiblichen Nieſſung nicht hienieden laſſen werde, tie Der folgende v. deutlich er⸗ Firet, Da Chriſtus ſpricht; der Geiſt iſts, der da lebendig macht: das Fleiſch nutzet nichts. Die Worte die ich zu euch rede, die find Leben, Daraus nun(und der vorgemeldten Beſchreibung eines geiſtlichen Leibes, als welcher nach ſeiner beſchrenckten Ausdehnung eines gewiſſen Orts benöthigt, und dannenher wider die Weſenheit der Selbſtſtändigkeit, aus ſeiner Einheit nicht vervielfaltigt werden mag, ſo daß derſelbe, an dieſem, und auch an einem eintzi⸗ gen Sonntage zugleich an viel 1000. gewiſſen Orken zugegen ſeyn, und gegeſſen werden koͤnne) unwiderſprechlich erhellet, daß alle dasjenige, ſo auch nur von ferne nach der Lransſubſtantiation ſchmeckt, ein eiteles erdichtetes Weſen ſey. Daf aber Chriftus der HMrr ſich unſerm Geiſt, Seel und ewigbleibenden Leib, nach ſeiner himmliſchen Menſchheit(O der ertzkaͤtzeriſchen Redens⸗Art! wird allhier geſchrien werden; warum? weil man Gottes Herrlichkeit und Majeſtaͤt in Chriſto FEſu noch nicht recht erkannt hat) warhaftig zu einer Speiſe dargebe, fagen der 32. und 33.9. Joh. VI. unwiderſprechlich, die alſo lauten: Moſes hat euch nicht das Brod vom Simmel gegeben; ſondern mein Vatter giebt euch das wahre Brod vom Simmel; dann das Brod Gottes iſt der, der aus dem Simmel herab kommen iſt, und der Welt das Leben gibt. Wie aber dieſes zugehe, bleibt uns in dieſer Sterblichkeit, als ein Goͤttliches Geheim⸗ nif verborgen, bis wir dermaleins mit Abraham, Iſaac und Jarob im Himmel⸗ reich zu Tiſche liegen werden. Indeſſen werden wir ſolches ohne die von Men⸗ ſchen erdichtete Verwandlung Brods und Weins, ſchlechthin zu glaubeg von Chri⸗ fto angewieſen, da er[oh. VI. 54. ſagt: Wer mein Fleiſch iſſet und trincket mein Blut, der hat das ewige Leben: und vorher im 47. v. Amen, Amen, ich ſage euch: wer an mich glaubet, der hat das ewige Leben; und v. 48. ách bin das Brod des Lebens. Womit wir uns nun wieder zu unſerm Vor⸗ haben wenden. §, 49. Den Unterſchied der Behaͤltniſſe des Menſchen, nach ſeinem Tode, Haben wir im vorhergehenden 10. und 11.§. erwieſen, und im 12. 13. 14.§. aus dem Neuen Teſtament, daß es warhaftig Geſpenſter oder Geiſter gebe, die den lebendigen Menſchen erſcheinen; ferner auch, daß ein verklaͤrter Leib ſeine gewiſſe Dimenſion und Ausdehnung habe, dahero nach derſelben auch eines ge⸗ wiſſen Raums oder Orts beduͤrffe, und einfolglich auch begreiſtich ſey, wie ſol⸗ ches durch den Allerheiligſten vom Tode auferſtandenen Leib IEſu Chriſti un⸗ widerſprechlich offenbar. Dieſes nun alſo feſt geſtellet: ſo ift nun Die Frage, was dann ein Geſpenſt oder Geiſt(dann dieſe allhier als einerley heiſſende Woͤrter genommen werden,) nach ſeiner dubſtanz und Weſen ſey? ferner wie dieſelbe an gewiſſen Oertern, wie auch eine gewiſſe beſtimmte Zeit, erſcheinen koͤnnen? §. 20. Dieſe Frage nun aufzuloͤſen, ſo wiſſen wir keine beſſere Büſh ung tinin kry ad Am$ tarr rÀ A He das Lebon, oh KW) jt niit meini gai uroi fon en, mib L Mahil Wg fes hat t giht w w ; Ni S jimh n Dur n Ghri rincktt Ainet )9, 48, Vors vodh i4$, u die y fn MONA viei ifti um h atw fabe m Mi. yh pung Von des Menſchen Zuſtand nach feinem Tode. 255 bung eines Geiſtes vorzuſtellen, als diejenige, ſo uns Chriſtus der HERR ſelbſt gemacht, da er zu ſeinen furchtſamen Jumgern ſagte Luc. XXIV. 39. Sehet meine Saͤnde und meine Fuͤſſe, dann ich bins ſelber, betaſtet mich und beſehet mich wohl; NB. dann ein Geiſt hat nicht Fleiſch und Beine, wie ihr ſehet, daß ich habe. Hat alſo ein Geiſt kein Fleiſch oder Beine, iſt kein zu⸗ ſammengeſetztes, ſondern ein allereinfachſtes Weſen, das mit keinem leiblichen Auge geſehen oder beteachtet werden mag(bey dieſen letzten Worten uͤbereile man fich nicht im Urtheilen, bis wir erſtlich ein mehrers geſagt haben)„ſo wenig, als ein „ verduͤnſtender Spirit. Volatil. rectif., der jedoch, ehe er ausdunſtet oder davon „ fleucht, in ſeinem Coͤrper oder ætheriſchen Vehiculo gar eigentlich betrachtet „oder geſehen werden mag.(Es muß unſer Sinn allhier wohl verſtanden wer⸗ „ den, ſonſten finden zaͤnckiſche Narren einen Zunder.) Ein Geiſt iſt verſtaͤndig, einig, ſubtil, behend, und ſchneller dann unſere Gedancken, uͤberall durchdrin⸗ gend, hell, rein, klar, unverletzlich, und leiblichen Augen an und vor ſich ſelbſt unſichtbar. Wann demnach ein Engel erſchienen, hat derſelbe aus dem Æthereo einen Leib nach ſeiner Maaß und Figur an ſich genommen, widrigenfalls er leib⸗ lichen Augen in ſeiner engliſchen Selbſtandigkeit unerträglich geweſen ſeyn wuͤrde. Gleiche Bewandtniß hat es mit der Erſcheinung der Teufeln, nicht daß dieſe gleich den Engeln aus dem reineſten Æther einen vollkommenen Leib an ſich neh⸗ men moͤgen, ſondern aus den groben elementariſchen Duͤnſten, und dazu unvoll⸗ kommen und mangelhaft, alſo, daß ein Teufel keine vollkommene menſchliche Ge⸗ ſtait an ſich nehmen kan, ſondern es iſt dieſelbe jedesmal mit Gliedmaſſen grauſamer Thiere, nach den Idéen dieſer thieriſchen Welt, vermiſcht befunden worden, weilen der Satan Durch feinen Sall, aus Dem Circul aler gift- und leiblichen Geſchoͤpfen verſtoſſen wor den, alfo, Daf er an und vor fich felbft nicht die geringſte Geſtalt eini⸗ ges himmliſchen oder irrdiſchen Geſchoͤpfs mehr an ſich hat, ſondern nach feiner teufliſchen Geſtalt und Weſenheit, als das Centrum des Zorns GOttes, und des finſtern kalten Grimm⸗vrs allen Crcaturen unertraͤglich iſt. §. zı. Mug deme nun, was bis daher gefagt, wird man die Erfcheinung der Geſpenſter(oder Geiſter) deſto leichter begreifen moͤgen, nicht daß dieſelbe gleich den Engeln einen Leib annehmen, welchen dieſelbe nach der Erſcheinung wieder verlaſſen, ſondern dieſelbe haben und behalten, gleich wie oben gemeldet, einen flüchtigen Spir. rectific. ein ætheriſches Vehiculum,(oder wie es die mit leeren Worten aufgeblaſene Schul⸗Philoſophi ſonſt zu nennen belieben moͤgten) als das Band, wodurch unfer Geiſt und Seele mit unſerm Leibe ſo feſt und auſſer dem Tode ſo unzertrennlich verknuͤpfet worden: und dieſes iſt der wahre Grund, warum ein Geſpenſt der Abgeſtorbenen von uns geſehen werden mag. Warum aber dieſelbe erſcheinen? auch oͤfters in der Kleidung, in welcher ſie in ihrem Leben gewandert? ſoll nunmehr erklaͤret werden? fe 22. ———————— i55 Das Vierte Capitel. 6. 22. Belangend nun dieſe Frage: warum Geſpenſter oder Geiſter an gewiſſen Orten und nur eine gewiſſe Zeit erſcheinen?(dann die Rede nicht iſt von ſolchen Geſpenſtern, deren das Buch der Weisheit XVII. 3. 4. 15. gedenckt; Da v. 4. alſo ſtehet: Und traurige Geſpenſter mit abſcheulichen Angeſich⸗ tern erſchienen ihnen ꝛc. v. 6. Es erſchiene ihnen aber ein felb-brennend A boll Erſchroͤckniß: da erſchrocken ſie fuͤr demſelben Geſpenſt, welches nicht mochte beſchauet werden, und hielten dasjenige, das ſie ſahen, fuͤr arger) darum iſt vorher, ehe wir dieſes erweiſen, noͤthig, von der Selbſtändig⸗ Feit des wahren Glaubens zu reden, nicht aber, wie derſelbe in den Schulen be- ſchrieben wird. Paulus beſchreibt den Glauben Hebr. XI. 1. alſo: Es iſt aber der Glaube eine Grundveſte derer Dinge, die man hoffet, und eine An⸗ ʒeigung derer Dinge, die man nicht ſiehet. Und fuͤhret Paulus viel maͤch⸗ tige Würckungen dieſes Glaubens, in dieſem gantzen Capitel an, und NB. im v. 27. ſagt er: Durch den Glauben verließ er(Moſes) Egypten, und fuͤrch⸗ tete nicht des Roͤnigs Grimm, dunn er hielte ſich feſt, als der da fabe den Unſichtbaren. v. 32. Und was ſoll ich mehr ſagen? v. 33. NB. Welche baben durch den Glauben Koͤnigreiche bezwoungen, Gerechtigkeit geuͤbt, die Verheiſſungen erlanget, der Koͤwen Kachen verſtoft..34. Des Ars Kraft aus geloͤſcht, und des Schwerds Schaͤrfe; ſind kraͤftig worden von der Schwachheit, ſind ſtarck worden im Streit, haben der Frem⸗ den Seer in die Flucht gejagt ꝛc. Iſt alſo der Glaube, nach Pauli Lehr, eine feſte Verſicherung bey dem Menſchen, desjenigen, das er nicht ſiehet oder geſehen hat; oder eine wahrhafte Einbildung(imprellio imaginationis) derjenigen Dinge, die man nicht ſiehet, als ob ſie wahrhaftig wuͤrcklich geſehen wuͤrden. Ein Blinder ſiehet mit ſeinen leiblichen Augen die Sonne nicht, gleichwohl iſt er durch ſeine Einbildungs⸗Kraft(per vim imaginativam) gaͤntzlich verſichert, daß dieſelbe den Tag erleuchte, gleich als ob er ſolches leiblich ſahe. Ein verdeckter Hohl⸗Spiegel mag der Sonnen Strahlen nicht empfangen, und wieder zuruͤck werfen, eben alfo iſt es mit unſerer Seelen und Gemuͤth beſchaffen, daß nemlich in demſelben, ſo lange der Menſch nicht alles Irrdiſche von ſich auswirft und ver⸗ bannet, der Heil. Geiſt nicht wuͤrcken, noch der Menſch ſeine lmagination wieder zuruͤck in GOtt ſtrahlen, d. i. glauben koͤnne. §. 22. Unſere Imagination iſt nichts anders, als eine Ausſtrahlung unſers Gemuͤths(nemlich des Geiſtes und der Seelen) auf dieſes oder jenes Ding, durch welche Beſtrahlung der Vorwurf nach ſeiner gantzen Subſtantz ergriffen, und unſerm Gemuͤth eingedruckt und eingeleibt wird: daher dann der Menſch eine vollkommene Verſicherung des Weſens des Vorwurfs bekommt, daß daſ⸗ ſelbe alſo und nicht anders beſchaffen: dann die Dinge, ſo da von uns geſehen, gefuͤhlt, und alſo nach dieſen Sinnlichkeiten geurtheilet werden koͤnnen, beduͤrfen keines tm iut Wi; jiġ m) A ide tfit iniy lnh fabe mA (mih NB. it fandy he den Velie gib es A8 vorm ' Svon iey in giia Jien r, fife s af eckter wić mió mw Wihkk ganit ) a rait aih A giy golf fins Von des Menſchen Zuſtand nach feinen Tode, 257 glaubens: alſo darf man nicht glauben, daß ein Eichbaum eine Bratwurſt ſeye, ob ſolches gleich der ſpitzfundigſte Schul Philolophus aus der Nuͤſt⸗Kammer ſei⸗ ner furtiefüchen Schlußmacherey erweiſen koͤnte; Dann der Unterſchied bender Vorwurfe ihrer Natur zeiget ja handgreiflich, daß es nicht wahr. §-24. Mit Dem wahren Glauden aber und De geiſtlichen Imagination unb Beſtrahlung auf die geiſtliche Dinge, hat es zwar vorgemeldte Beſchaffenheit, mit dem Unterſchied, daß die Imagination allhier auf die unſichtbaren Dinge zum oͤftern durch die ſichtbaren gleichſam geleitet und gefuͤhret wird. Daher Paulus Rom. J. 20. gar deutlich ſagt: Das, was unſichtbar an ihm iſt, das wird von Erſchaffung der Welt her an den Geſchoͤpfen gemercket und ange⸗ merckt und angeſchauet, nemlich ſeine ewige Macht und Gottheit, auf daß ſie keine Entſchuldigung haben. Ferner leiten auch die Umſtande einer Sache unſere Einbildung oder Glauben, daß man dieſes oder jenes verſichert und gewitz ſeyn, d. i. glauben koͤnne. Alſo glauben wir feſt, daß der K Mogol in Indien ein vernuͤnftiger Menſch und kein Elephant ſeyn muͤſſe, ob wir denſel⸗ ben gleich niemalen geſehen haben; darum, weil Menſchen durch Menſchen und keine unvernünftige Thiere regiert werden. Da wir dieſes nun den Umſtaͤnden nach feſt zu glauben verbunden ſind, ſo bilden wir uns zugleich daben por feine groſſe Macht, Pracht und Herrlichkeit c. Dagegen kan unſere Einbildung un⸗ muͤglich begreifen, i. e. glauben, daß die Oberfſache des groſſen Welt⸗Meers, gleich unſerer Erden, in gewaltige Koͤnigreiche, Fuͤrſtenthuͤmer und Herrſchaf⸗ ten vertheilet ſeye, von verſchiedenen Voͤlckern bewohnt, und durch maͤchtige Po⸗ tentaten beherrſchet werden; indem ja dieſes wider die Natur dieſes Elements lauft Daher der Glaube auf diejenige unſichtbaren Dinge lediglich gegruͤndet, die da wurcklich und wahrhaftig ſind, und noch ſeyn werden, nemlich, daß ſolche durch die Strahlen unſerer imagination ergriffen, und unferm Geiftund Seele ein vollkommen Bild eindrucken, daß wir an der Sache nicht den geringſten Zweifel mehr haben duͤrfen. Das heiſt dann dieſelbe feſt glauben, und alſo der Glaube nichts anders iſt, als eine feſte Ergreifung der unſichtbaren Dinge durch unſere Imagination oDer Eindruck durch eine ſtarcke Einbildung. Je mehr aber der Menſchen Imagigation mit Eitelkeit erfuͤllet und verhuͤllet, je weniger wird die⸗ ſelbe tůchtig ſeyn, in die geiſtliche Dinge zu ſtrahlen, und durch ſolche Einſtrah⸗ lung ſich in dieſelbe zu verſencken, und unzertrennlich damit vereinigen koͤnnen; dahero glaubt ein Gottloſer die gerechte Rache und das ſtrenge Gericht GVttes nicht, weil ſeine Imaginatton nur in die ſuͤndliche Eitelkeiten, als vom Teufel ge⸗ urſtaͤndet, ſtrahlet, und ſich dadurch mit dem Satan vermiſcht; dahingegen ein Frommer mit ſeiner gantzen imagination in GoOtt, als die Urquelle aller vollkom⸗ menen Frrude, Friede, Ruhe und ewigen Ergetzlichkeit der Seelen ſich verſenckt, das iſt, den allmächtigen GOtt vollkoͤmmlich goy wie er fich in feinem Wort K und grs — Z S— 258 Das Vierte Capitel. und Wercken geoffenbahret hat. Und alſo wird ein jeglicher durch die Strahlen feiner Imagination, alg durch einen Fráftigen Magneten, nadh feinem Tode, da⸗ hin gezogen, wohin er in ſeinem Leben imaginirt hat, und widerfahrt ihm da⸗ ſelbſt, was in der Offenb. Joh. XIV. 13. geſchrieben ſtehet: Dann ihre Wercke folgen ihnen nach: nemlich, es werden einem jeden ſeine im Leben gewuͤrckte Wercke im Tod, als unverwerfliche Zeugen folgen, und ihn an ſeinen verdienten Ort fuͤhren, ſamt ihme des letzten Gerichts allda zu erwarten. Es ſind die Wurckungen unſerer lmagination unerforſchlich und faſt unbegreiflich, wie ſol⸗ ches die taͤgliche Erfahrung bey ſchwangern Weibern gelehrt: dann mwas vor felt- ſame Wuͤrckungen hat nicht derer Imagination oder Einbildungs⸗Kraft, an der Frucht ihrer Leiber gewuͤrcket? da nemlich unter andern eine geſehen, daß einem Die Hand abgehauen; worauf dieſelbe ſogleich ein Kind gebohren, welchem gleich⸗ falls eine Hand, als friſch abgehauen, und noch blutende gemangelt, auch die Hand weder bey der Nachgebuhrt, noch anderm Fortgang gefunden worden;: und mwas dergleichen noch ſchroͤcklichere und unglaublichere Exempel mehr, welche alle zu erzehlen, unmoͤglich fallen wuͤrde. Wird nun gefragt: ob das Kind die Hand gehabt oder nicht? ob ſolche durch der Mutter Imagination ſtarcken Eindruck ver⸗ lohren? und wo dann ſolche hingekommen? kurtz, die Strahlung auf dieſen oder jenen Vorwurf, ſind unſers Geiſtes und Geelen Krafte, und wer dieſelbe wohl verſteht, wird in der wahren und in der falſchen oder teufliſchen Magia Wunder wuͤrcken koͤnnen. g. 25. Daß der Glaube ſowohl zum Guten, als Boͤſen, in einer kraͤftigen Ein- bildung beſtehe, erweiſet ferner, daß kein Menſch ſich eine Sache einbilden, i. e. glauben koͤnne, welche von Ewigkeit her nicht geweſen, auch in Ewigkeit nicht ſeyn fan; hingegen drúcft unfere Imagination dem Gemuͤth alſofort eine Idée von einer jeden, ſowohl in geiſt⸗ als leiblichen Dingen, wiewohl abweſenden Sache, ſo⸗ bald wir nur etwas davon vernehmen,(nemlich die da weſentlich iſt oder ſeyn kan) vollkommen und feſt ein, alſo, daß wir ſolche glauben. Dieſes nun feſt geſtellt, kehren wir wiederum zuruͤck zu der Frage: warum Geiſter oder Geſpenſter er⸗ ſcheinen? da wir dann den Leſer zuforderſt erinnern muͤſſen, deſſen, was hieroben pon Scheòl und Bor geſagt worden, nemlich, daß in jedem Orte, Circul oder Behaͤltniſſe, nemlich Staffelen der Freude oder des Traurens ſeyn, je nachdeme dieſelbe den Baͤchen Belials náher oder entfernter ſind. Betrachte mit allem Fleiß die Figur des Myſterü magni,(Fig..) als ein Schema groſſer Geheimniſſe. Fer⸗ ner muß man wohl bedencken, daß des Menſchen Hinfahrt in jene Welt nicht alſo beſchaffen, wie man ſolche in den Schulen und auf dem Catheder lehret, nemlich in die vollkommene Seeligkeit zu der Beſchaulichkeit der majeſtaͤtiſchen Herrlich⸗ keit GOttes, oder in den feurigen Pfuhl, in die Baͤche Belials. Von der Seeli⸗ gen Zuſtande und Ruhe ſagt Chriſtus der HERR Joh. NIV. 2. In at⸗ Fyrr UAY— À hDie Absteigende Barmher zigke sa Jer lieiligen Pei gon i 2 A o pes bews s £ M DESS Ag un Jay Reg od ger un)| al Sie Von des Menſchen Zuſtand nach ſeinem Tode. 259 Vatters Sauſe ſind viel Wohnungen ꝛc. Als nemlich die Vorhöͤfe des HeErrn, davon David im 84. W. ſagt:(2) Der Schooß Abraha(.) Das Paradieß.(.) Das neue Jeruſalem.(.) Der neue Himmel und die neue Erde. (.) Zion.(.) Dag Neid Gottes. Alſo verheiſt Chriſtus dem Schächer Luc. XXIIL 43. das Paradieß, da dieſer um das Reich, nemlich den letzten Grad der Seligkeit bate. Dann ob er wohl in Chriſtum imaginirte, und denſelben im Glau⸗ ben ergrif, ſo war dannoch eine ſolche Vorbereitung durch eine ernſtliche Buſſe nicht dabey, als die Gerechtigkeit Gottes erforderte, weilen er bis auf den Augen⸗ blick ſein Leben in lauter Bosheit zugebracht, wie er ſolches v. 41. bekannte, da er zu ſeinem Geſellen ſagte: dann wir empfangen was unſere Thaten wehrt ſind ꝛc. weil er aber durch eine ſtarcke Einſtrahlung ſeines Geiſtes in Chriſtum, denſelben ergrif, und glaubte, daß er der Sohn Gottes waͤre, der ſelb im Tode nicht blei⸗ ben wuͤrde, und alſo auch ihn aus demſelben fuͤhren, und fuͤr der Hoͤllen Angſt befreyen koͤnte, ſo nahm ihn auch Chriſtus zu Gnaden auf, und verſprach ihn mit ſich in das Paradieß, als den dritten Grad der Ruhe zu nehmen, als welches er bis zu ſeiner ſiegreichen Auffahrt uͤber aller Himmeln, Himmel, ſelbſt einneh⸗ men wolte. §. 26. In der 2. Ep.an die Corinth. XII, 2. ſagt St. Paulus, er ſey ent⸗ zuckt geweſen bis in den dritten Himmel, ins Paradieß. Hieraus folgt nicht, als ob nur drey Himmel oder Grade der ſeligen Ruhe waͤren: er ſagt er ſey entzuͤckt geweſen bis in den dritten Himmel, zu den uͤbrigen aber ſey er nicht gekommen, wie aug dem Tert offenbar. Jener todte Knabe aber welchen Elias wieder erweckte, und der welcher durch die todten Gebeine Elitæ wieder lebendig geworden, 2. Reg. XIII, 2 1. wie auch der von Chriſto erweckte Todte zu Nain, Luc. VII. das Toͤchterlein des Oberſten der Schule Luc. VI. und der aus den Grabe wieder geruffene Lazarus Joh. XI, ingleichen die von Petro Act. IX. erweckte Tabitha und von Paulo Act. XX. wieder lebendig gemachte Jungling Kutychüius; Dieſe alle, ſagen wir, ſind nur in dem erſten Grad der Ruhe geſtanden, in den erſten Kreyſen der Vorhoͤfe am Haufe des HErrn PL 84. und 116. indem ihre Entzuͤ⸗ cfung oder Imagination nicht weiter gereichet. Und von dieſem ſagt das Buch der Weißheit Cap. IIIL, 1. der Gerechten Seelen find in Gottes Aand,- und keine Quaal ruͤhret ſie an. Dieſe alle ſtehen in einer Ruhe, aus welcher ſie nicht anders als durch die Kraft Gottes zuruͤck in dieſe Welt, und in die Kreyſe der Finſterniß kommen moͤgen;(daher ſagt Abraham Luc. XVI, 26. zu dem rei⸗ chen Manne: und uͤber das alles, iſt zwiſchen uns und euch eine groſſe Bluft befeſtiget ꝛc) weilen ihre Imagination(nemlich der Glaube) in GOtt verſenckt geweſen, und fich mit demſelben vereinigt hatte. §. 27. Was aber anlangt diejenige, ſo nach der ſiegreichen Auferſtehung IEſu Chriſti in der Heiligen Stadt erpi fo iſt denenſelben noch viel no ta che 260 Das Vierte Capitel. ſches bey ihrem Tode angeklebt: der Seelen Angſt durch der Sünden Laſt hat ſie zwar zu Chriſto getrieben; die ſtrenge zuſammenziehende Haͤrtigkeit ihrer Imagina- tion aber, hat dieſelbe an dieſes oder jenes irrdiſche gezogen, dahero ſie in dieſem unruhigen eniin Stande die Ruhe nicht erlangen mågen, fonden find in die Vorhofe des Reichs der Finſterniß gefahren, in die Abgrunde der Erden. Diefe find es von denen Petrus r. Cap. III, 19. ſagt: In welchem(Geiſt) er auch hingegangen iſt, und gepredigt den Geiſtern, die im Gefaͤngniß ſind v. 20. Die vor Zeiten nicht gehorchten, da die Langmuͤthigkeit Got⸗ tes ein nal harrete, in den Tagen Noqͤ, da man die Arche zuruͤſtete ꝛc. Und ferner V. 6. Dann dazu iſt auch den Todten das Evangelium verkuͤn⸗ diget worden, auf daß ſie nach dem Menſchen zwar gerichtet wuͤrden am Fleiſch aber nach GOtt lebten nach dem Geiſt ꝛc.(In den Tagen Noa⸗ͤ) bey dieſen Worten muß man bedencken, daß noch eine groſſe Menge vor der Suͤnd⸗Fluth geweſen, von des Seths Nachkommen, welche nicht eben ſchlecht⸗ hin den Cainiten und ihrer Bosheit angehangen, ſondern ſich noch ziemlich zu des Noaͤ ſeiner Verſammlung gehalten, und dieſe ſind es die in den untern Orten der Erden in Furcht und Hofnung auf den Meßiam warten muͤſſen, bis er in ſeinem Tode hienieder in Scheöl in die dritte Staffel des aͤngſtlichen Harrens und Sehnens nach Chriſto im Glauben gefahren, und die Gefangene derſelben Behaͤlt⸗ niſſe dem Tod entriſſen, und nach ſeiner ſiegreichen Auferſtehung im Triumph mit in die Vorhoͤfe des HErrn, in den Schooß Abraha und ins Paradieß, ge⸗ fuͤhret hat. Wobey witr noch ein wenig weiter gehen, und denen Herrn Theo- logis und ihren Anhaͤngern antworten muͤſſen, die da von dem Zuſtande derglei⸗ hen Selen, wieder die von ung bis daher angefuͤhrte Grund⸗Wahrheiten der heiligen Schrift, alſo ſchlieſſen; daß wann ja(nach der H. Schrift Unterſtel⸗ lung) dieſe Seelen nach ihrer Reinigung zur Ruhe und Seligkeit gelangen ſol⸗ ten, ſolche Seligkeit ihnen alsdann nicht als eine Gnade, ſondern als ein Ver⸗ dienſt zugerechnet werden muͤſſe. Wohl gezielt aber uͤbel getroffen. Auſſer Chriſto und durch den Glauben an Chriſtum iſt keine Ruhe noch Seligkeit weder im Himmel noch auf Erden; dieſes bleibt einmal feft wider alle Gewalt der Hoͤl⸗ len und des Teufels. Weilen wir nun in allen unſern Schriften erwieſen has ben, daß in jenen Orten nach dieſem Leben, die Seele durch den Glauben an Chri⸗ ſtum durchbrechen, und alſo ſeines allerheiligſten Bluts und Todes theilhaftig werden muͤſſe, ſo iſt alle Seligkeit, ſie werde gleich in dieſem oder jenem Leben durch den Glauben an Chriſtum errungen, kein Verdienſt der ſundlichen Creatur, ſondern ein Gnaden⸗Geſchenck durch das allerheiligſte Leyden und Verdienſt JE⸗ ſu Chriſti, denn warhaftig der Suͤnder durch den Glauben und Buſſe zu Chriſto kommen muß, es geſchehe hier oder dort, wie wir bis daher aus Heil. Schrift erwieſen haben: ſind demnach die Worte Chriſti, Matth. r» 26, Imen, Im bis ni dien ani Ott A dm oeri tipt ieh W: gan| Wi ttt, wi gi ii in- Wi D iin. ije wih Got te de, tii HAN 0) wW et ai Cyin wi gmd halt mph ] gi 10- liie f Von des Menſchen Zuſtand nach ſeinem Tode. 162 Amen, ich ſage dir, du wirſt mit nichten von dannen heraus kommen, bis du auch den letzten Seller bezahleſt, niht dahin gu deuten, als wolten wir dadurch der verderbten y und verdammniß⸗wuͤrdigen Ereatur einigen Ver⸗ dienſt zuſchreiben; nein, in Wahrheit! ſondern wir verſtehen dieſe Worte nach dem Grunde heiliger Schriſt alſo: nemlich, daß der Suͤnder an oder in denen Orten, die von Chriſto der Kercker genannt werden, durch viel unbeſchreiblichere Angſt und Seelen⸗Noth, als er in dieſem Leben nicht auszuſtehen gehabt hatte, durch aͤngſtliches busfertiges Ringen im Glauben, wegen aller, auch. Der aller⸗ geringſten begangenen Suͤnden, zu Chriſto aus den finſtern Orten, in das Richt hindurch brechen múffe, durch Wuͤrckung des Heiligen Geiſtes. Und ift dieſes ja alsdann ſchlechterdings eine Gnade und Barmhertzigkeit des Batters in dem Verdienſte JEfu Chriſti, und keine ſchuldige Belohnung des Sunders we⸗ gen ſeiner Genugthuung, wie uns von den Herrn Ketzermachern ketzeriſcher Weiſe will aufgebuͤrdet werden. Was aber Chriſti Worte Marci III. 29. be⸗ trift, nemlich: Wer wider den Seiligen Geiſt laͤſtert, der hat keine Wers gebung ewiglich, ſondern iſt ſchuldig des ewigen Gerichtes. Soſcheinets wobl, daß unſere Widerſinnige aus denſelben ein ewiges unendliches mit GOtt gleichwaͤhrendes Gerichte aufführen koͤnnen, ſonderlich aus den Worten: der hat Feine Vergebung ewiglich. Allein wer das Ewiglich nach dem Sinn- der Schrift wohl begriffen, wird auch wohl verſtehen, daß dieſes Ewiglich ſich end⸗ tich. mit dem Reiche des Satans enden werde, wann es heiſſen wird Apoc. XXI, 3. Es wird kein Verbannetes mehr ſeyn; welches allbereit in dem vorherge⸗ genug erklaret worden, auch nach Gelegenheit noch ferner geſche⸗ en ſolle. §. 29. Nachdeme wir nun den Zuſtand des Menſchen nach ſeinem Tode/ ſo viel amietzo zu unſerm Vorhaben noͤthig, gemeldet, gehen wir weiter und ſa⸗ gens daf die Seelen der Menſchen(Geſpenſter) aus den Vorhoͤfen des finſtern Reichs(aus den untern Orten der Erden, davon Manaſſe im 12. v. ſeines Ge⸗ baͤts bittet, daß ihn GOtt fuͤr dieſen behuten wolle, wann er ſagt: Zuͤrne nicht ewiglich mit mir, alſo daß du mir Boͤſes vorbehalten wolleft, oder mich verdammen in die unterſten Gerter der Erden aus Thophet und Scheoler⸗ ſcheinen und beruffen werden moͤgen; Nemlich diejenigen, welche aus ſchroͤckli⸗ chem Geitz entweder ihr Geld und Guth vergraben oder ſonſten verſteckt; die eine verborgene Mordthat begangen, oder die ihr Hertz an dieſes oder jenes irr diſche gar zu veſt verknuͤpft, und dann bey ihrem Sterben zwar Reu und Leid, auh Daa neben eine Begierde nach der Gnade—Ottes empfinden, dennoch aber durch die Stt ahl nihrer magination, als durch einen ſtarcken Magneten, an vorgemeldte irrdiſche Leidenſchaften gehalten worden, alſo daß ihre Bufe und Glauben nicht vollkommen zu GOtt gerichtet, e fie. Dann in obgemeldte Oerter gezogen, E3 und Ers A Pa L p 262 Das Vierte Capitel. und ſo lange darinnen behalten werden, bis ſie daſelbſt in einem angſtlichen Harrn, ihre unreine Imagination voͤllig abgelegt, und durch vollkommenen Glauben an Chriſtum von dem Baum des Lebens eſſen und leben ewiglich. So lange ſie aber in dieſen Behäaͤltniſſen ſtecken, werden ſie durch den kraͤftigen Zug ihrer Imagina- tion, in welchem ſie in ihrem Sterben geſtanden, wieder auf dieſe Welt an die Orte ihrer Begierden zu erſcheinen, gezogen, und werden alsdann Geſpenſter genannt, von denen geſagt wird, daß ſie keine Ruhe im Grabe hatten; wie dann ſoches dem Dichter des bekannten Chriſtlichen Geſanges: Serclich lieb hab ich dich, O SErr ꝛc. wohl bekannt geweſen, wann er im 3. v. ſinget: Den Leib in finen Schlaf⸗Kaͤmmerlein, gar ſanft ohn einige Guaal und Pein, ruh'n bis an Juͤngſten Tage ꝛc. Nach dem nun die Imagination ihrer Begier⸗ den in ihrem Sterben geweſen, und der Zuſtand nach ihrem Tode in den unter⸗ ſten Orten den Erden ſich befindet, alſo wird auch ihre Erſcheinung beſchaffen fenn, entweder grimmig, abſcheulich, oder gantz ſtille ohn alles Ungemach, in der Kleidung, darauf ihre Begierde in ihrem Leben am meiſten gerichtet geweſen, und dieſe Erſcheinung wird alsdann ſo lange dauren, bis ſie zu dem Baum des Lebens wieder hindurch gebrochen, und die Vorhoͤfe des HErrn erreicht haben. Beſiehe die 9. Figur vom Myiterio Magno. §. 29. Nun iſt noch uͤbrig ein weniges zu melden von der Beruffung(Ci⸗ tation und Exorcifmo) der Geſpenſter, Geiſter oder abgeſtorbenen Seelen, die der Menſch durch die Zeugung vom Vatter empfangen. Wir ſagen der abge⸗ ſtorbenen Seelen, indem der von GOtt unmittelbar eingeblaſene Geiſt hiebey nicht erſcheinen kan; dann derſelbe(von denen ſo nicht zu der ewigen Verdamm⸗ niß verorbnet) wie Salomo im Prediger Cap. XI, 9. fagt: wieder zu GOrt kommt, der ihn gegeben hat: und das Buch der Weißheit Cap. XIV, 14. mel⸗ det: Ein Menſch aber toͤdtet zwar einen andern durch ſeine Bosheit: aber er kan den ausgefahrnen Geiſt nicht wieder bringen, noch die von GOtt aufgenommene Seele(von dem§. 26. geredet worden) wiederholen.(Mer⸗ cke: noch die von GOtt aufgenommene Seele, nemlich die nicht in Scheòl noh Bor gefahren iſt) Was nun dieſe Beruffung anlangt, ſo hat ſich dieſer Wife ſenſchaft, als von GOtt dem Allmachtigen aufs harteſte verboten, niemalen ein Heiliger bedienet. Finden alſo kein eintziges Exempel in heiliger Schrift, als des Weibes zu Endor 1. Sam. XXVIII. Durch welche Saul den Samuel herauf bringen lieſſe; welches jedoch, wie vorgemeldt, GOtt der HErr Lev. XX, 27. und Deut. XVIII, 10. ff. 12. ernſtlich verboten hatte. Dann alſo lieſet man Lev. XX. Aber Mann oder Weib, wann unter ihnen ein Wahrſager oder Zeichendeuter ſeyn wird; und Deut. XVIII. Es ſoll unter dir keiner gefun⸗ den werden, der ſeinen Sohn oder ſeine Tochter laͤſſet durchs&gehen oder ein Weiſſager, oder ein Tagwaͤhler, oder der auf Vogel⸗Geſchrey achte, oder ode deu Hi ger We gew fege ung hm, pent Farh mih mh gond Mng oyl fae (P ſagt nien n Wy antw \ Wort horden tolen alg y tii y unh nortin Lam, M, ma chg agin ny Luni ſhaff y) U gait umi habu, gC md. abge fibe n Ott mel ber Ort Nel⸗ wÝ Bi nam c Al barau Ñ 1p oean node gfu pode ath odet a e A AE: e a e JS a— ie p—— Von des Menſchen Zuſtand nach ſeinem Tode. 263 oder ein Fauberer, oder Beſchwoͤrer, oder Wahrſager, oder Zeichen⸗ deuter, oder der Todten fraget. In dieſen beyden Verboten findet ſich das Wort Ok, welches die Lateiniſche Uberſetzung Pytho, die Deutſche aber Wahrſa⸗ ger gibt. 1. Sam. XXVIII. 7. ſagt Saul zu ſeinen Knechten: Suchet mir ein Weib, das einen Wahrſager⸗Geiſt hat ꝛe. Was nun dieſes fuͤr ein Geiſt geweſen? ſolten wir allhier wohl erweiſen, werden es aber bis auf eine andere Ge⸗ legenheit verſpahren muͤffen: Indeſſen aber bieten wir aller Welt Trotz, daß ſie uns doch nach althergebrachtem theologiſchen Gebrauch, einen Teufel draus ma⸗ chen. Warum aber G0tt der Allmachtige diefe Wiſſenſchaft, die Verſtor⸗ bene durch einen ſolchen Of herauf zu bringen, verbotten, nemlich bey den Todten Rath fragen? ſolches werden wir gleichfalls bis zu anderer Gelegenheit verſpahren muͤſſen; jedennoch koͤnnen wir nicht umhin, alle derjenigen Meynung, oder viel⸗ mehr Wahn, zu verwerfen, welche die Welt zu bereden ſich bemuͤhen, daß der von dem Weib zu Endor herauf beruffene Samuel ein Teufel geweſen ſey. Auf den Syrach, welcher das Gegentheil geglaubt, wollen wir uns nicht beruffen, obgleich derſelbe ſagt: Der verſtorbene Samuel habe aus dem Grabe geweiſ⸗ ſaget. Wenigſtens iſt daraus erweislich, dafi die alte Juͤdiſche Kirche unſerer Herrn Theologorum Meynung nicht geheget, noch die Welt gelehret. Saul ſagt zu dem Weibe: Weiſſage mir durch den Wahrſager⸗Geiſt,(Ot) das hat niemahlen cin Rabbiner gedollmetſcht, frage mir bey dem Teufel.. Ferner ſagt Gaul: und bringe mir herauf 2c. Da nun Samuel herauf Fommen, und das Weib erſchrocken war, und Saul gefragt hatte: was ſie geſehen? habe ſie ge⸗ antwortet: ich babe geſehen(Elohim) Goͤtter herauf feigen aus der Erden. §. 30. Wer uns nun mit Beſtand der Wahrheit erweiſen kan, daß das Wort Klohim in der gantzen heiligen Schrift jemalen einem Teufel zugelegt worden, oder dem Teufel erlaubt geweſen, ſich deſſen zu gebrauchen, demſelben wollen wir alsdann nicht allein, daß dieſer Samuel ein Teufel geweſen, ſondern alles, was ihm gefaͤllig, noch dazu glauben, ſogar, daß das Weib zu Endor ein Spaniſcher Hengſt geweſen. Warum aber Samuel annoch in den allererſten und ruhigſten Vorhoͤfen der untern Welt gehauſet, iſt eine Frage, deren Beant⸗ wortung ſuche der Wahrheit⸗Liebende Deut. XVII. 12. XXI. 18-21. wie auch I. Sam. VIII. 3. 5. Ein mehrers aber hievon wird ſich vielleicht bey anderer Ge⸗ legenheit finden. 831. Nachdem nun von des Menſchen Zuſtand nach feinem Tode, fo viel iu unſerm Vorhaben noͤthig, geredet worden, wollen wir ferner auch ein weniges von der Verwandlung ſeines verweslichen Leibes in ſeinem unſpruͤnglichen unver⸗ verweslichen Leib, handeln. Von der Beſchaffenheit dieſes unverweslichen innern in Eden geſchaffenen Menſchen, iſt im 1. Theil vom S allbereit genug geredet wor⸗ den; und von der gäntzlithen Ablegung dieſer irrdiſchen Hütte befiehe den 1, 2, und Eys K #* ma iae 264 Das Vierte Capitel. And 3. S. dieſes Capitels. Daß der irrdiſche oder elementariſche Leib aus Z/ A und Ldeſtehe, erfordert bey den Verſtaͤndigen keines Beweiſes. Das Sʒiſt und bleibt das allerfeſteſte und beſtandigſte in der Aufloͤſung alles geſchaffenen Weſens, es gradiret fih im A immi hoͤher, ſchoͤner und durchſichtiger. In dieſem irrdi⸗ ſchen O if das uͤberirrdiſche himmliſche O⸗ der Staub aus der Erde, oder der in alle Ewigkeit unzerſtoͤhrliche tedy verborgen, welcher aber nicht eher erſcheinen noch offenbahret werden kan, als an dem Tag der Auferſtehung, wie ſolches Paulus 1. Cor. XV. unwiderſprechlich bezeuget, da er in dem 3 J. v. die Frage auf⸗ wirft: Es moͤgte aber jemand ſagen: wie werden die Todten auferweckt, und mnit welcherley Leibe kommen ſie? Antwort v. 36. Du Narr das du ſaͤeſt, wird nicht lebendig, es ſterbe dann. v. 37. Und das du ſaͤeſt ift ja nicht der Leib, der werden ſoll/ ſondern ein bloß Rorn ꝛc. v. 44. Es wird geſaͤet ein natůrlicher CLeib/ und wird auferwecket ein geiſtlicher Leib. Es ift ein natuͤrlicher Leib, es iſt auch ein geiſtlicher Leib. Dieſe Sonnen⸗ helle Spruͤche beduͤrfen keiner Erklarung; ſondern es iſt daraus offenbahr, daß mit unſerm natuͤrlichen verweslichen Leibe auch ein geiſtlicher unverweslicher Leib begraben y Der geiſtliche aber aus den geiſtlichen Elementen oder Anfaͤngen ge⸗ ſchaffen, allein wieder aufſtehen werde; gleichwie das in die Erde geſteckte Wai⸗ tzenkorn nicht in ſolcher Geſtalt wieder hervor kommt, ſondern einen ihm gantz un⸗ gleichen Leib hervor ſtoͤßt, wie ſein Halm, Aehr, Bluͤthe und Frucht beweiſet. Warum aber der herrliche unverwesliche Leib mit dem verweslichen ins Grab, und allda bis zu ſeiner Auferſtehung rühen muß? ſolches muß in dem erſten Menſchen Adam geſucht werden. Nemlich, weil der gantze Adam, und in dem⸗ felben alle ſeine Nachkommen(idealiter) mit Leib und Seel, folglich auch der in⸗ nere geiſtliche deib, wider GOtt geſündige, erforderte auch die uns gantz unbe⸗ greifliche Gerechtigkeit GOttes, daß dieſes gantze Geſchoͤpf der Strafe unter⸗ worfen waͤre. §32. Aller Welt iſt bewuſt, daß in einem jeglichen Saamen, nur deſ⸗ ſen allerwenigſter und ſubtilſter Theil zu der Vermehrung noͤthig; und wann die⸗ ſes Theil oder Keimchen davon genommen, der gantze uͤbrige Coͤrper des Saa⸗ mens nichts nuͤze. In dem Wachsthum begreift man ſolches noch beſſer, z. E. ein in die Erde geſteckte Bohne oder Cichel wird, ſobald die idealiſche Bohne oder ⸗Eichel durch der Sonnen Einſtrahlung fich zum Wachsthum in die Erde be⸗ geben, der gantze Leib der Bohne oder Eichel aus der> von ſich hinweg ſtoſſen, die alsdann verfault und gaͤntzlich verdirbt, daß hinfort in Ewigkeit keine Bohne oder Eichel wieder aus dieſem ausgeſtoſſenen Coͤrper werden mag. Gleicherge⸗ ſtalt iſt es mit unſerm Leibe beſchaffen, nemlich/ daß in demſelben der geiſtliche Leib ſo fubtil und verborgen, daf er von keinem leiblicheg Auge geſehen oder erkannt werden mag, bis auf die Zeit, da Chriſtus der HErrp die Sonne der Gerechtig⸗ keit, fut 1 wh wd Gh tin ſcht ghn jum hdi MÒ A ideäli Wg ah owg Ju OA ni we òin, faun wip Ven ug N kg Í Mton Winen Din bdo gi Ay Oi Uti lile fy Gefi hng Sinh Nhi tden fte A wuk weth das d ifj owi b FANN y u perth t t Wi akuy etiki, Gub aiin n dei pepi unbe mi Von des Menſchen Zuſtand nach ſeinem Tode. 265 keit, erſcheinen, und unſere geiſtliche Leiber aus dem irrdiſchen hervor gruͤnen, wachſend machen und zu vollkommener Reife durch die Verklarung bringen werde. §.33. Das© gibt an und vor fich ſelbſt, ohne Zuſatz eines Sandes, kein Glag, wie allen Denen, fo im A geúbt, mohl wiffend; je fhóner, heller und keiner nun dieſer Sand oder Kießling iſt, deſto ſchoͤner, heller, reiner und durch⸗ ſichtiger wird auch das Glas werden. In dem vorhergehenden 3 1.§. haben wir geſagt, daß das Z das beſtändigſte Principium, auch das weſentliche Vehicu- lum unſerer geiſtlichen Leiber ſey. Ein in die rgeſteckter Saame wird zwar, ſo⸗ bald ſeine idealiſche Form ſich zum Wachsthum in die Erde begeben, ausgeſtoſſen und abgeworfen; jedennoch iſt ſeine weſentliche Irrdigkeit Z, und bey dieſer idealiſchen Form des Saamens, als ein Magnet, ſein gleiches zu der Vergroͤſſe⸗ rung des aufwachſenden Coͤrpers herbey zu ziehen, verblieben. Eben alſo wird auch aus unſern irrdiſchen Leihern die Quintellenz, bey unſern geiſtlichen Leibern ewiglich verbleiben und verknuͤpft fenn. Und in dieſem Verſtande kan man mit Recht ſagen, daß wir mit dieſem unſerm Fleiſch auferſtehen, und in demſelben Gott ſchen werden: wie dann St. Paulus 1. Cor. XV. 51⸗53. dieſes Geheim⸗ niß deutlich erklaͤrt, da er ſagt: Siehe, ich ſage euch ein Geheimniß: wir werden zwar nicht alle entſchlafen, wir werden aber alle verwandelt wer⸗ den, und daſſelbe ploͤtzlich in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Po⸗ ſaunen: dann er wird poſaunen, und die Todten werden auferweckt wer⸗ den unverweslich, und NB. wir werden verwandelt werden, Dann dig Verwesliche muß anziehen die Unverweslichkeit, und diß Sterbliche muß anziehen die Unſterblichkeit. Nur muß man die allzu grobe Gedancken dieſes faulen ſtinckenden Fleiſches davon laffen: dann ein anders iſt die Coͤrperlich⸗ keit eines Weſens, ein anders deſſen Weſenheit. Dann gleich wie der Gottloſe in ſeinem naturlichen greiflichen Leibe, zu ſeiner deſto groͤſſern Marter die Qugal und Pein der Verdammniß fuͤhlen wird; alſo wird auch der Gerechte in ſeinem natuͤr⸗ lichen durch die Zukunft Chriſti von fremdem Weſen gereinigten Leibe, der ewi⸗ gen Freude theilhaftig werden. Es iſt ja dieſer elementariiſche Leib allein, wels cher zu aller weltlichen Luſt, Eitelkeit und Bosheit geneigt, und dieſelbe auszu⸗ ůben tuͤchtig und geſchickt iſt; ſolte nun dieſer ſchnoͤde Leib alſo verweſen, daß der⸗ ſelbe fernerhin zu ſeyn, ewiglich aufhoͤrte? Und dagegen das Theil, nemlich das Geiſtliche, allein ewig bleiben und leiden, welches doch ohne diefen elementari- ſchen Leib nicht geſundiget haben wuͤrde? Oder deutlicher zu ſagen: Solte die Sünde auf ewig verweſen und vergehen, und das, ſo da anfaͤnglich nicht Sunde geweſen, allein nicht verwefen, ewig bleiben und die Strafe der Verdammniß leiden? Dieſes waͤren warlich Gedancken, ſo da gerade den Göttlichen Eigen⸗ ſchaften zuwider liefen, und wurde eben ſo riab ſeyn, als: der— guelle a n 1 me Kit 266 Das Vierte Capttel. Urquelle alles Verderbens, ſoll in ſeinen Werckzeugen aufhoͤren und ewiglich nicht acher ſeyn, dagegen aber ſoll ſein Werckzeug oder der verfuͤhrte Theil, nemlich der arme Menſch, alleine bleiben und ewiglich leiden. Gleiche Bewandtniß hat es mit den Leibern der Gerechten. Dann gleichwie derſelben Leiber Gefaͤhrten ſind aller Trubſal, Verfolgung, Armuth, Elend, Creutz und Leidens; alſo erfor⸗ dert die Barmhertz gkeit und Gerechtigkeit GOttes, daß dieſelbe auch hinwis derum, nach obigem Satze dieſes§. Gefaͤhrten ſeyn und bleiben des geiſtlichen Leibes, nemlich nach der Weſenheit, nicht aber nach der Leiblichkeit aller ewigen Freude und Wonne in dem Anſchauen Goͤttlicher Majeſtät und Herrlichkeit. Und ſo viel wird genug ſeyn von der Verwandlung des verweslichen Leibes der Seeligen, in den unverweslichen Leib. Befürchten aber, daß dieſer S. nicht von einem jeden werde verſtanden werden. §. 34. Belangend aber die Beſchaffenheit der verdammten unverweslichen Leiber, aus den Principien der Finſterniß, ſo iſt ſolches allbereit in dem vorher⸗ gehenden ziemlich beruͤhret woden. Damit es aber noch deutlicher begriffen werden måge, fo hat eg awar mit der Verweſung ihrer elementariſchen Leiber eine gleiche Bewandtniß, als mit der Seeligen; doch mit dieſem Unterſcheid bey der Verwandlung oder Auferſtehung, daß gleich wie zweyerley Feuer ſind, nemlich das himmliſche und Ydiſche, da das eine wunderbar, ohne alle Gewalt von frem- den Theilen ſcheidet, reiniget, erhoͤhet und verklaret, das andere aber gewaltſam würcket und jum Scheiden der Subttantz des Coͤrpers oder des zuſammenge⸗ ſetzten Dinges gantz untuͤchtig, weilen daſſelbe aus materialſchen Anfängen oder der Finſterniß beſiehet, als mag es, wie gedacht, die matcerialiſchen Anſänge nicht zertrennen, ſondern dringet dieſelbe durch eine widrige oder peinliche Leiden⸗ ſchaft in eine ſchwartz⸗glaſichte Coͤrperlichkeit zuſammen, welche dann in Ewigkeit obne dag himmlifche Lebeng- oder Licht- A nicht wieder aufgeſchloſſen, von ihrer Zufalligkeit oder fremden Zuſatz geſchieden, erhoͤht und verklaret werden mag, ſondern der Leidenſchaft des finſtern Hoͤllen⸗ unterworfen bleibet, ſo lange dieſe Schlacke und ihre Faule eine Diſpoſition oder zum Brennen bequemen Zunder behalten, davon Eſa. XXX. 33. alſo ſagt: Dann die Grube iſt von Geſtern her zugerichtet, ja dieſelbe iſt auch den Koͤnigen bereitet; welche der Err tief und weit genug gemacht hat: und ſind Soltzhauffen, A und Holtz die Menge drinnen, der Athem des SErrn wird ſie anzundtn, wie ein Schwefel Strohm. Oder daß beyde von dem Licht-Krigen Lebens⸗V wie⸗ der in ihren Urſtand aufgeloͤſt worden. §. 35. Iſt alſo zwiſchen der Seeligen und Verdammten Leibern ein groſ⸗ ſer Unterſchied; nemlich, jene find alfo verwandelt, daß ſie von aller irrdiſchen und fleiſchlichen Leidenſchaft gaͤntzlich geſchieden zur Verklaͤrung bereitet, die Herr⸗ lichkeit des lebendigen GOttes in Chriſto JEſu ewiglich zu ſchauen. Dieſe aber mit nit ful wng me P Gi a W uit mni piid (Ni oude. wng Mif firt: durch dng fil dn den die bo Chrif dn nit wih Mg 1i Mik imi sahte coif PETTI O oN feh, altin minge a ADA e ONI ngo pm q jir pae mit Von des Menſchen Zuſtand nah feinem Tode, 267 mit ihrem Fleiſch und Beinen aus der Verderblichkeit auferweckt, und in die Un⸗ ſterblichkeit verwandelt, mit dieſen ihren finſtern elementariſchen Leibern, viel zu ungeſchickt des ſuſſen Freuden⸗ und Lebens⸗Lichtes theilhaftig zu werden; inde⸗ me ſie in demſelben ſo wenig bleiben moͤgen, als ein ſtuͤck Bley in einem klaten Waſſer ſchwimmen mag. Sind und bleiben alſo zu aller hoͤlliſchen Juaal, Pein und Schmertzen in der unbegreiflichſten Finſterniß, die da im Buch der Weißheit XVII. 14. alſo beſchrieben wird: jene nun als ſie dieſelbe Nacht(welche in der Wahrheit unertraͤglich war, und aus den Winckeln der unertraͤglichen Hoͤllen üͤber ſie kommen war) ſo lang unterworffen, bis der Hoͤllen Zeiten,(das iſt, nach menſchlichen cheologiſchen Lehrſatzen, ewiglich,) erfuͤllet ſeyn; womit dieſes Ca⸗ pitel ſein Ende erreicht haben ſolle. CENTA NANS UNH RINKE CENY DOANH I NAR NA IINU I NAR NAI Das V. Capitel. Von der Einkerckerung der alten Schlange, des Teufels oder Sataus, wie auch von der erſten Auferſtehung und dein Reiche der Heiligen. §. 1. $ Jeſes Capitel faͤngt an mit der Einkerckerung der alten Schlange des e Teufels und Satans Apoc. XX. Da dann zuforderſt zu erinnern, daß 7 allhier nicht vom Lucifer, dem Koͤnige und Herrn aller Teufel, der Ur⸗ quelle alles Verderbens geredet werden ſolle, indeme ſchon allbereit im r. Theil vom S Meldung genug von ihm gethan; ſondern von ſeinem mächtigſten Fuͤrſten, von welchem dorten die Phariſaer Matth. XII, 24. gegen Chriſtum laͤ⸗ ſterten, indem ſie ſagten: Dieſer treibt die Teufel nicht anders aus, dann durch Beelzebub den Oberſten der Teufel. St. Paulus nennet ihn Eph. II, 2. den Fuͤrſten, der Macht uͤber die Luft hat; und Cap. VI, 12. ſagt der Apo⸗ ſtel: Dann wir haben nicht einen Kampf wider Fleiſch und Blut, for dern wider die Füͤrſtenthume, wider die Obrigkeiten, wider die Serrn der Welt, die in der Finſterniß dieſer Welt herrſchen, nemlich NB. wider die boͤſen Geiſter, die in der Luft ſchweben. Von dieſem Beelzebub ſagt Chriftus Joh. XII, 31. Jetzt wird der Fuͤrſt dieſer Welt ausgeſtoſſen wer⸗ den, nemlich durch mein Leiden a und Auferſtehen werde ich ihm ſeine 2 Macht r Misir 26 Das Fuͤnfte Capitel. Macht und Gewalt, welche er bis daher in der Welt geuͤbt, zerſtoͤren, ihn bin⸗ den, und ihm ſeinen Harniſch ausziehen. Wie dann weltkuͤndig, daß ſo bald Chriſtus der Welt Heyland am Creutze verſchieden, alle heydniſche Oracula auf⸗ gehoͤrt haben;(wie dann zu Tiberii Zeiten eine Stimme von der Inſul Praxis, einem vorbey ſchiffenden Egyptier, Thamus genannt, zugeruffen: der groſſe Pan iſt tod: mit dem Befehl dieſen Tod bey dem Palodiſchen Ufer zu verkuͤndigen, ſo auch dieſer Thamus wegen einer Meerſtille an dem benannten Ufer thun muͤſſen.) Es ſind auch keine ſolche Beſeſſene, als in den Tagen Chrifti, unter den Men⸗ ſchen geſehen worden, oder doch nicht ſo viele als zu derſelben Zeit von den Evan⸗ geliſten gemeldet worden. Von dem Luͤcifer aber und ſeinen Thron⸗Engeln ſagt Jetrus in der 2. Epift. Cap. I, 4. ſondern hat ſie in die Soͤlle geſtůrtzt, und den Vetten der Sinſterniß uͤbergeben, daß ſie zum Gericht behalten wer⸗ den ꝛc. Daß nun ſolches nicht von dem Beelzebub zu verſtehen, bezeugen oban- gezogene Spruͤche unwiderſprechlich, wie auch Luc. VIII, 3r. die Teufel ſelbſten, da dieſelbe Chriſtum baten, daß er ihnen nicht gebieten moͤgte in den Abgrund zu fahren. Zum Beſchluß dieſes$. beſehe man Durch heilige Betrachtung, mwas i. EA B. der Koͤn. XIX, II. 12. 13. geſchrieben ſteht, da GOtt der HErr dem Elia auf dem Berge Horeb erſchienen, und halte dann dagegen Hiob 1, 6. H, 1 §. 2. Wird alfo vefte geſetzt, daß der Lucifer mit allen ſeinen Thron⸗En⸗ geln(nemlich die in dem urbildlichen Elemeut des AS, d. i. in Or, erſchaffen ge⸗ weſen) noch vor der Schoͤpffung dieſer fichtbaren Welt mit Ketten der Finſterniß bis auf den groſſen Tag des Gerichts gebunden, auch nicht los kommen moͤge, Beelzebub aber ſein maͤchtigſter Furſt, als ein Herrſcher des maͤchtigſten Elements, nemlich der Æ, mit allen feinen Heerſchaaren, noch nicht gaͤntzlich gebunden fey; wie hievon mit mehrern im Erſten Theil vom Snachzuſehen. Von dieſem Beel⸗ zebub nun ſagt die Offenb. Joh. Cap. XII. 2.(.) Darnach geſchahe ein Streit im Simmel, Michael(Chriſtus der HErr, da Er ſiegreich gen Himmel gez fahren; dann der Name Michael heißt auf hebraiſch: Wer iſt wie der SErr der ſtarcke GGCT? Welches von niemand als von Chriſto gefagt werden Fan: Und ſeine Engel ſtritten wider den Drachen, desgleichen der Drache ſtritte und ſeine Engel indem er ſeine oberſte Regionen nicht gerne verlaſſen wollen) v. 8. Aber ſie vermochten nichts, auch ward ihr Ort nicht mehr funden im Himmel, v. 9. Dann er ward geworffen, der groſſe Drache, dicat- te Schlange die da heiſſet der Teufel und Satanas, die den gautzen Erdkreyß verfuͤhret, dieſelbe ward geworffen auf die Erde, und feine Engel wurden mit dahin geworffen, v. 10. Und ich hoͤrte eine ſtar⸗ cke Stimme, die ſprach im Hinimel: Nun iſt das Heyl, und die Kraft und das Reich unſers GOttes worden, weil der Verklaͤger un⸗ ſerer — iett ad Gh hk TON, woh DM pa WE tuftR n mh d Jih pdi ON dal deh. ter De bisan ME ih Rury wina nhio D fiy hi WÒ N wiy oi albie Mini ji ni Vgl tret ge Ert fo: watte jit min yita aui Dhil eY oD jii gnr Von der Einkerckerung der alten Schlauge. 269 ſerer Bruͤder hinab geworffen iſt, der ſie verklagte fuͤr unſerm GoOtt Tag und Nacht. v. 11. Und ſie haben ihn uͤberwunden durch das Blut des Lammes, und durch das Wort ihres Zeugniſſes, und baben ihr Leben nicht geliebt, ſvndern ſich dargegeben bis in den Tod. v. 12. Darum freuet euch, ihr Himmel, und die darinnen wohnen; wehe denen die auf Erden wohnen, und NB. im Meer: Dann der Teufel iſt zu euch hinab kommen, und hat einen groſ⸗ fen Zorn, weil er wei, NB. dafi er wenig Zeit hat. Bis hieher iſt Johanni gezeiget worden, wie der Teufel bey der Auffahrt Chriſti ſey herunter auf Die Erde geworffen, und ſeine bis daher inne gehabte oberſte Regionen bis an unſere Luft⸗kegion, die der Text Himmel nennet, abſonderlich die Kegion, ſo da zwi⸗ ſchen dem Himmel p und den Fix⸗Sternen begriffen, gantz verlaſfen muſſen. Siche auch den Theil vom©. Cim 10.9. hòrt Johannes, daß das Heyl, Kraft und Reich, nachdem unfer Verklaͤger, Hiob I, 9. II, F. Zach. III, 1. auf die Erde geworffen, nunmehr unſers GYttes, und die Maht ſeines Geſalbten ſey, darum ſich auch v. 12. die im Himmel wohnen, freuen ſollen, uͤber die Inwohner der Er⸗ den aber, weh! geſchrien wird: weilen der Teufel zu ihnen hinab geworffen wor⸗ den. Wie er ſich dann auch grauſam genug in den erſten zehen Verſolgungen un⸗ ter den Heydniſchen Kayſern, ferner zur Zeit des Arianiſini und anderer Ertz Ketzer bis auf diefe Stunde unter dem Anti⸗Chriſt erwieſen und geraſet, weilen er weiß/ daf ihm noch wenig Zeit uͤbrig, und ſiehet Johannes im 11. v. daß er durch das Blut des Lammes, deſſen treuen Zeugen und Martyrer, zum Theil uͤberwunden, und wann vollends dazu kommen wuͤrden ihre Mit⸗Knechte und ihre Bruͤder, die noch ſolten umgebracht werden, gleich wie ſie, Apoc. VI, II. er alsdann gäntzlich beſieget werden würde. K 3. Wie der Teufel und Satanas, durch den Michael mit denen ihme entgegen gekommenen Engliſchen Heerſchaaren, nemlich Chriſtum den HErrn, da er fiegreich gen Himmel gefahren, ſey beſtritten, beſiegt und auf die Erde geworf⸗ fen, haben mir in dem vorhergehenden§. gehoͤret, wobey nochmal zu erinnern, daß unter dem Namen Teufel, Satan, Drache und alte Schlange, niemand als der Beelzebub, als ein Oberſter der Teufel in der E, mit nichten aber der don ſeinem erſten Abfall an, mit Ketten der Finſterniß gebundene Sohn der Mor- gen⸗Roͤthe, Lueifer, als ein Koͤnig und oberſter Heer aller Teufeln, mit, und& verſtanden werde. Dann dieſer, wie im vorhergehenden allbereit er⸗ wehnt, liegt vom Anfang ſeines hochmüthigen Abfalls, ehe dieſer ſichtbare Him- mel und Erde erſchaffen worden, in dem Abgrunde, in dem Lrigen Pfuhl der mit And brennet, KApoc. XX, 20. XX, 14. Von dieſem feurigen Pfuhl ſagt Eſa. XXX, 33. daß er tief und weraerig fey 20. wie dann deſſen erſtaunende Wei⸗ 3 tg — 270 Das Fünfte Capiti. te und Tiefe aus dieſer Erd⸗Kugel Cubic-Inhalt an Meilen erkannt werden mag, als welcher ſich auf 267 327f200. Cubic-Meilen belauft, nemlich auf zwey tauſend, ſechs hundert fuͤnfzig drey Millionen, zwey hundert neun und ſiebenzig tauſend und zwey hundert wuͤrflichte Meilen. Raums gez nug vor das gantze Hoͤllen⸗Heer mit allen Verdammten, zuſamt den Kreyſen der untern Grube, des untern Scheoͤl, des Thopheth, des Abgrunds, Finſter⸗ niſſe und der Tieffen. Fig. 9. Kehren alſo wieder zu der Einkerckerung Deg Satans. F. 4. Der heilige Johannes faͤhrt in der Offenbahrung Efu Chrifti XX. fort, und ſagt: Darnach ſahe ich einen Engel vom Himmel herab fah⸗ ren, der hatte den Schluͤſſel zum Abgrund, und eine groſſe Kette in ſeiner Hand, und er grif den Drachen, die alte Schlange, welche iſt der Teufel, und der Satanas, und band ihn tauſend Jahr, und warf ihn in den Abgrund, und verſchloß ihn,(womit uͤbereinſtimmt, was EA. XXIV, 21.22. fagt: Zu derſelbigen Zeit wird der HErr heimſu⸗ chen, das Heer der Hoͤhe, in der Hoͤhe, und die Koͤnige der Erden auf Erden, und ſie werden fleißig geſammlet werden, wie ein Gebunde⸗ ner, in eine Grube, und werden verſchloſſen werden im Kercker,) und verſigelt oben uͤber ihm, auf daß er nicht mehr verfuͤhrete die Hey⸗ den, bis daß vollendet wuͤrden die 1000. Jahr; dann darnach muß er aufgeloͤſet werden eine kleine Zeit. Darnach ſahe ich Stuͤhle, und ſie ſatzten ſich drauf, und ihnen ward gegeben das Gericht, und ich ſahe auch die Seelen derer, die enthauptet waren worden von wegen des Zeugniſſes JEſu, und von wegen des Worts GOttes, und de⸗ ren die nicht angebaͤtet hatten das Thier, noch ſein Bild, und nicht empfangen hatten ſein Mahlzeichen an ihre Stirn, oder auf ihre Hand; dieſe wurden wieder lebendig, und regierten mit Chriſto die zooo. Jahr lang: die übrige Todten aber wurden uicht wieder leben⸗ dig, bis daf die roco. Fahr vollendet wurden, Dih tft die erfte Auferſtehung. Seelig iſt der und heilig, der Theil hat an der erſten Auferſtehung, uͤber dieſe hat der andere Tod keine Macht; ſondern ſie werden Prieſter GOttes und Chriſti ſeyn, und werden mit ihm re⸗ gieren tanend Jahr lang ꝛc. Dieſe bis hieher aus dem Grund⸗Text ange⸗ führte Worte, haben von Anfang bis auf dieſe Stunde, viel Widerſprechens und Anfechtung erdulden muſſen, und nicht geringe Ketzerey, nach wohlhergebrach⸗ tem im oh i wenig i Endl 2 verfil fein: Serner hin | ihom MA Apoc.. MA Apoc. N teit S des, | Min í N i w t kins) Kiun? virgi DW M W ii K] haft Ra XYI Ahin m gM Him pig, it ud AG ni niht Mity NT 6, niih Nehen, Mrde n& "Jah MX fah⸗ ettek Ki i) finn, finfi mof M kt) epi imi A dió uae he⸗ ücht ihke 0 die ben⸗ h erft m (A yf ange pregno ) pod i n Von der Einkerckerung der alten Schlange. 271 tem Gebrauch, der ſo genannten ſichtbaren heiligen Kirche, verurſachet. Daher auch wir unſere Sententz ſchon im Voraus ſehen, darum wir uns aber eben ſo wenig bekummern, als um des Mahumeds Schlaf⸗Mutze. 8. s. Vorangezogene Text⸗Worte begreifen drey Stück, als(1) den Engel mit dem Schluſſel jum Abgrunde, und der Kette ju Bindung des Satans: (2) Des Teufels tauſendiahrige Gefangenſetzung, damit er die Heyden nicht mehr verfuͤhren koͤnne.(3) Die Auferſtehung der Blut⸗Zeugen IEſu Chriſti und feiner Heiligen, zu ſeinem tauſendjahrigen Reiche, im Himmel und auf Erden. Ferner bezeuget dieſer Text unwiderſprechlich, nebſt zweyerley Auferſtehungen auch zweyerley Tod. Weilen wir nun unſere Theologie nicht auf Schulen, das iſt/ von Menſchen, ſondern von dem Heiligen Geiſt gelernet haben, ſo werden uns die Herrn Ketzermacher auch entſchuldigen, daß wir allhier nicht reden„wie ſie Apoc, XI. 11. und nicht ihren zuſammen gekuͤnſtelten Lehrſatzen, ſondern dem Geiſt der Wahrheit, welcher an keine Reguln gebunden, folgen. Chriftus der HErr ſagt Apoc. I. 17. 18. Ich bin der Erſte und der Letzte, und der Lebendige. Ich war zwar todt geweſen, aber ſiehe, ich bin lebendig in alle Ewig⸗ keit, Amen. Und Nz ich habe die Schluͤſſel der Hoͤlle und des To⸗ des. Cap.2,/. Der da hat den Schluͤſſel Davids: der da aufthut, und Niemand zuſchließt; der auch zuſchlieſſet, und Nieimand aufthut. Dieſer unſer Heyland und Sieges⸗Fuͤrſt, wird bey ſeiner Zukunft zu Aufrichtung feines Reiches mit denen Heiligen, einem gewaltigen Fuͤrſten der Engel,ſeinen Schluͤſ⸗ ſel zum Abgrund, ſamt der Kette, das iſt, Macht und Gewalt geben, den Satan aus unſerer Luft⸗kegion, und von dem Erd⸗Kreiß in vorgemeldten Abgrund, zu ſeinem HBerrn und Könige, dem Lucifer, zu verſtoſſen, und oben uber ihme zu verſiegeln, das iſt, denſelben gleich dem Lucifer, mit Ketten der Finſterniß zu binden, nem⸗ lich auf tauſend Jahr, welche allhier ausdruͤcklich benennt werden: Der Prophet Efa. XXIV. ſagt, nach langer Zeit; wie dann im gantzen Alten Teſtament alle Zahlen myitiſch und geheim find, auffer mas die 70. Jahr der Babyloniſchen Ge⸗ faͤngniß, Jerem. XXV. 11. 12. XXX. 10. twie auch die 7o. Rochen Danielis be trift; und alſo derer Laͤnge, vor der Erfuͤllung nicht begreiflich geweſen. 86. Im Neuen Teſtament mangelts an dergleichen geheimen Zahlen eben⸗ falis nicht; als Apoc. XI. 2. 9. XIII. 5. 18. und wird an dieſem letzten Ort infon- derheit der Name des Thiers durch die myctiſche Zahl 666. angedeutet; weilen aber das Thier nunmehr offenbahr, ſo iſt auch deſſen Name offenbahr, und die Zahl 666. nicht mehr myltiſch oder geheim. Der Name aber des Thiers iſt Fig. 12. iu ſehen. Es iſt zwar der alte lrenæeus auf den Koͤnig Latinum gefallen, welcher im Jahr der Welt 273 3. nach unſerer Zeit⸗Rechnung, in Italien, und alſo bey nahe 473. Jahr vor Erbauung der Stadt Rom gelebt, deſſen Name Griechiſch alſo geſchrie⸗ pa= F e7 Das Fuͤnfte Capitel. geirib wid: a a e e s v s sund gkidfals 666. anzeiget; ob aber 30. 1. 300. f. 10. 50. J0. 200. dieſes ſich mit den Umſtänden der Offenbahrung reimen will, weiß heutiges Ta⸗ ges auch ein Dorf- Kúfter beffer. Es wolle aber niemand gedencken, daß dieſer Name und Zahl,(welchen wir mit allem Fleiße durch die in Fig. 12. befindliche Characteres bedeutet,) nur einem Menſchen, einer Stadt, und gewiſſen Voͤlckern zukomme, ſondern es ſind alle diejenige, die da Brandmahl in ihren Gewiſſen ha⸗ ben, und nicht in der Gemeine ſind, davon Joh. 4, 23. redet; ſondern die dem unſichtbaren Geiſt und der Wahrheit widerſtreben, und um ihres Bauchs willen nur nach dem ſichtbaren Jeruſalem, oder wohl gar nach Charizim, allwo man den Goͤttern aus den Voͤlckern zu dienen pflegt, weiſen, mit dieſem Namen und Zahl bezeichnet. Aber wider auf die 1o00. Jahr zu kommen, davon der heilige Jo⸗ hannes die Offenbahrung gehabt; ſo iſt nicht vor gantz gewiß zu ſagen, daß das herrliche Reich Chriſti mit denen aus der erſten Auferſtehung 1000. unſerer Son⸗ nen⸗Fahrf oder eine viel laͤngere Zeit beſtehen werde, die jedoch, ſo lang dieſelbe auch waͤhren moͤgten, in der ſtetigen Allgegenwaͤrtigkeit GOttes, auch nicht ein⸗ mal einen Augenblick begreifen koͤnnen, wie David im 90. Pfalm.4. fagt: Dann tauſend Jahr ſind fuͤr Dir, wie der geſtrige Tag. Und was allhier pon der Waͤhrung oder Daurung der tooo. Jahr des Reichs Chriſti geſagt wird, ein ſolches iſt auch von den 1000. Jahren der Gefangenſchaft des Satans zu ver- ſtehen. Wiewohlen wir uns hieruͤber mit Niemand zancken wollen, ſondern gerne 1000, Sonnen⸗Fahre zugeben, daferne nur die mehr dann zu helle Wahrheit dieſes tauſendjaͤhrigen Reiches unſers ſiegreichen Heylandes nicht angefochten werde. L7. Nun faͤhrt Johannes fort, und meldet die Urſache, warum der Teufel 1000. Jahr gebunden und gefangen liegen ſolle? nemlich, auf daf er nicht mehr verfuͤhre die Heyden ꝛc. Hier ſcheinets, als ob nur ſchlechterdings von denen geredet werde, die den wahren GOtt und Chriſtum, den er geſandt hat, nicht er⸗ Fennen. Aber dieſen Irrthum erkennet ein wahrer Theolophus und Theologus alſofort. Dann erſtlich macht das Wiſſen, daß ein GOtt ſey, noch lange nicht de wahren Unterſcheid zwiſchen einem Heyden und rechten wahren Chriſten: Die Teuz fel wiſſen dieſes auch, aber fuͤr ſolchem Wiſſen erzittern ſie, weil ſie wiſſen, daß GoOtt ihr erſchroͤcklicher und maͤchtiger Richter ſeyn werde. Von dieſen Menſchen, die ein ſolches Wiſſen haben, ſagt Paulus Röm. 1, 21. Darum, daß ſie Gott erkennet haben, und haben ihn doch nicht geprieſen, als GOtt, noch ihme gedancket: ſondern ſind eitel geworden in ihren Gedan⸗ cken, und ihr unverſtaͤndig Hertz iſt verfinſtert worden. v. 22. Da ſie ſich fuͤr weiſe ausgaben, ſind ſie zu Narren worden. v. 23. Dann dae ww p i nit ui 4 0: s ahit tni, jae ern gent Rahit fogle nyit Dit y niht denen ditt ologus iht N Ia W) I wi n[i ih h w f ION G n M h23» Dan Von de? Cinfercferung der alten Schlange. 273 Dann ſte haben verwandelt die Herrſ ſchkeit deunverganaltchencöot⸗ tes NB. in Bilder, die da gleichen den vergaͤnglichen Menſchen ꝛc. v. 28. Und gleichwis fi PERNO tet baben, daß GOT Tin Er⸗ kaͤnntniß behielten, a alſo hati GOTT dahin g geben in einen un⸗ Sinn, zu thun wasf ich nicht gezient: v 29. Indem ſie erfuͤllet wanen mit alle Uet igkei it,Hurerey, Schalckk wit Grib, Bosheit, e Mords, Haders, Liſts, Giftigkeit, V. 30, Ohrenblaͤſer, Verlaumder, Gottes⸗Hafſer, Freveler, Hoffaͤrtige, Ruhmraͤt bige, Erfinder boͤſer Tuͤcke, den Eltern ungehorſame, 3r. Unveruüuf a treuloſe, ſtoͤrrige, unverſoͤhnliche, unbarmhertzige; und ſchlieſſet v 31. welche wiewohl ſie Gottes Recht wiſſen, daß die olches iR, des Todes würdig(ind, thun, fie es doch nicht allein, ſondern NB. haben auch Gefallen an denen die es thun. $ Db nun dergleichen Menſchen, maly Paulus in dem vorher⸗ ſch Deh me unter den Heyden, als ſo genannten€h hriſten zu Í ae indem man leyder taͤglich unter el grauſamere S chanden und Suͤn⸗ en Heyden ſchämen. Ja es iſt ley⸗ ft ge, fo fich der meiſten Schan⸗ uti inen 5 wi fien, als fond Helden, viel ehender als treulich Golt fie! conde e fortkommen. Und eben von dieſen ſagt? Paulus Roͤm. I, 32. wel⸗ che wiewohl ſie Ge ottes cht wiſſen, daß die folch es thun, des Todes wuͤrdig find, thun fie eg Doch nicht allein fonda rn haben auch Gefallen an benen Die eg thun. Henn ferner der Go tzen-Dienſt einen Heyden macht, ſo darf man nicht zweifeln daß d der allergroͤſte Haufe unter denen ſo genam nten Chriften, niché fauter si blinde Heyden ſind; dann wie unzehlbar viele wird man nicht finden, welche d bq ihre Begierden zu Aa ſem oder jenem ierdiſchen und weltlichen Weſen viel hitziger und begieriger, als zu dem erigen GOtt gerichtet haben? nun iğ ja nach der xift alleg worguf der Menſch auſſer GOtt ſeine Begierden ge⸗ richtet, ein Goͤtzen⸗Dienſt. Darum find die Worte: auf daß er nicht mehr ver⸗ fuͤhre die⸗ Heyden, von allen menj ſchlichen Creaturen ohne Unterſchied, die auſſer Got und Chriſto, nach ihrer fleiſchlichen Begierde leben, zu verſtehen. $- 9. Auf daß er nicht mehr verfuhre die: Heyden: nemlich, damit er von der Zeit Ae die ewahre Kirche Gottes(durch ſeine A lahaͤnger, darunter anjetzo gar viele fi nd„die mit ihrer ſichtbaren Kirche roß Aufſchneidens machen) nicht mehr ver⸗ folgen und unterdruͤcken koͤnne. Dann zu den Zeiten des Reich hs Chriſti werden obgemeldter Heyden annoch e genug ſeyn, von welchen jedennoch/ ehe dann Chri⸗ Mn ſtus Er riia 174 Das Fuͤnfte Capitel. ſtus der HERR zu ſeinem Reich erſcheinen wird, ein groß Theil wird bekehret werden; wie dann Chriſtus der HERR ſelber Matth. XXIV. 14. von ſeinem Reiche ſagt, nemlich: Und es wird geprediget werden dieſes Evangelium des Keichs auf dem gantzen Erd⸗Kreyß, zu einem Zeugniß wider alle Våler, und dann wird das Ende Fommen. Paulus Róm. XI. 25. fagt: Dann ich will euch nicht verhalten, leben Brúder! diß Geheimniß(auf daß ibr nicht(tolg ſeyd) daß die Verhaͤrtung dem Iſrael nur zum Theil wi⸗ derfahren iſt, ſo kange, NB. bis die Fuͤlle der Seyden eingegangen fey, und alſo wird der gantze Iſrael ſeelig werden. Und beym Luca XXL 24. fagt Chriftus zu ſeinen Fuͤngern: Und Jeruſalem wird betreten werden von den Seyden, bis daß die Zeiten der Seyden erfuͤllet werden. Wie aber und auf was Weiſe dieſe groſſe Bekehrung ſowohl vorgemeldter allerley Arten Heyden, als auch inſonderheit der Juden geſchehen werde, kan von keiner Creatur geſagt werden/ indem die Heil. Schrift an keinem Orte einiger beſondern, ſondern nur vorgemeldter allgemeinen Bekehrung, Meldung thut. Wobey jedoch zu erin⸗ nern, daß vor der Zukunft Chriſti zu ſeinem Reiche, das Thier und die ihme an⸗ hangen, eine Verfolgung der Kirchen Chriſti uͤber den gantzen Erd⸗Kreyß erre⸗ gen werde, dergleichen zuvor nie ergangen. Siehe Dan. XII. 1. VII. 2 1. Matth. XXIV.21. Marc. XII. 19. 20. Apoc. XI. J. XIII. 7. Dieſer grauſamen und erſchroͤcklichen Verfolgung aber iſt eine beſtimmte Zeit geſetzet, wie Dan. I. 7. zu leſen/ nemlich, daß dieſelbe Eine Zeit, etliche Zeiten und die gelfte einer Zeit waͤhren wuͤrde. Apoc. XI. und XIII. wird gedacht, daß dieſelbe 42. Monden waͤhren wuͤrde, welchen Termin viel wackere Männer in 3. und ein halb Jahr begreifen wollen, nemlich ſo viel 42. Monden in Jahren betragen; daher muß es ihnen beym Daniel XII. 7. heiſſen: eine Zeit, zwo Zeiten und eine halbe Zeit. Wann man aber beweiſen kan, daß das im Grund⸗Text befindliche Wort Moadim(Dseiten) im Duali ſtehe, und nur von zwo Zeiten rede,(welches nach der Sprache Eigenſchaft nicht wohl erwieſen werden wird) ſo wollen wir es auch gerne gelten laſſen; ſonſten aber bleibt es ſchlechterdings dabey, wie es Pilcaror recht gedollmetſcht, nemlich etliche Zeiten: daß alſo die Zeit dieſer grauſamen Verfolgung, ſowohl was derſelben Anfang, als auch Lange betrift, eine geheime Zahl verbleiben,(wie§. 9. gedacht) und folglich vor der Erfuͤllung nicht erkannt werden wird. Ferner iſt bey dieſer Zukunft Chriſti zu ſeinem herrlichen Reich, die Erfuͤllung des Gleichniſſes von den 10. Jungfrauen, davon ihrer 5. klug, die andern aber thoͤricht, zu erwarten. Von welchem allem, unten bey der Rede uͤber dje Offenbahrung Eſu Chriſti, ein mehrers und ausfuͤhrlichers erfolgen ſolle. L10. Nachdeme nun Johannes gemeldet, wie der Teufel mit alle ſei⸗ nem Heer, bey dem Aufgang des Reichs JEſu Chriſti in ein 1000. jahriges Gefaͤngniß geworfen, faͤhret er fort, aufs allerkuͤrtzeſte dieſes Reich der Heiligen ju n oi keg ye M i tm MAg lë, Dan If Mai iln n GY ht onden Ma MN soit aniu a ei eNi fu Marth, er un) 7y âit ondo j Chp uhi elt, Wot nh w AtoE ana eäne fannt ý l l i W iMt e ie ihin ago i Von der Einkerckerung der alten Schlange. 2757 zu beſchreiben, da er Cap. XX, 4. alſo ſagt: darnach ſahe ich Stuͤhle(nach⸗ dem nemlich der Satan gefangen gelegt) und ſie ſatzten ſich drauf, und ihnen ward gegeben das Gericht. Und ich ſahe auch die Seelen derer die ent⸗ hauptet waren worden, von wegen des Zeugniſſes JEſu, und von wegen des Worts Gottes, und deren die nicht angebetet hatten das Thier, noch fein Bild, und nicht empfangen hatten ſein Mahlzeichen an ihre Stirn, oder auf ihre Saͤnde Dieſe wurden wieder lebendig, undregtertenmit Chriſto die oοο Jahr lang, v. 5. die uͤbrigen Todten aber wurden nicht wieder lebendig, bis daß die 1oο Jahr vollendet wurden, diß iſt die erſte Auferſtehung. v. 6. Selig iſt der und heilig, der Theil hat an der erſten Auferſtehung; uͤber dieſelbe hat der andere Tod keine Macht, ſon⸗ dern ſie werden Prieſter Gottes und Chriſti ſeyn, und werden mit ihm regieren 1000. Jahr lang. Dieſer angezogene Tert mag nun nicht wohl verftanden werden, es fen dann Dag man das 24. undas. Matth. v. Dag 13. Marci und 2r. Luc. mit allem Fleiſſe hiegegen halte. Inithem 2 4. Matth. 3. ſprechen die Jünger zu Chriſto: ſag uns, wann wird dieſes geſchehen, und wel⸗ ches wird das Zeichen ſeyn deiner Zukunft, und das Ende der Welt? daß nun allhier dreyerley Zufalle von den Jungern des HErrn gefragt werden, wird kein vernünftiger Menſch welcher nicht etwa durch einen Sccholaſtiſchen Fechter⸗Streich dieſe Frage zu unterſcheiden von einander zu zerren oder in ein⸗ ander zu packen gelernet, laͤugnen koͤnnen. Inſonderheit da Chriſtus der HEgRd eine jegliche Frage weitlaͤuftig beantwortet, dann(.) auf die Brage wann wird diß geſchehen? beſchreibt er ihnen vom 4. bis 28. v. die eigent⸗ liche Zeit der gaͤntzlichen Zerſtöͤrung Jeruſalems, und mit derſelben zugleich auch des Juͤdiſchen Gottesdienſtes und ihrer Republio nach allen Umſtänden, warnet anbey imm 3. v. daß ſich niemand alsdann ſolle be⸗ triegen laſſen und glauben, Chriſtus ſey hie oder da, in der Wuͤ⸗ ſten oder in der Cammer anzutreffen: ſondern ſeine Zukunft v. 27. werde ſeyn gleich wie der Blitz, der da ausgehet vom Aufgang und leuchtet bis zum Niedergang, als wolte er ſagen: ich werde nichd ſo ſtill und gleichſam incognito erſcheinen. &. rı. Zum andern: welches wird das Zeichen ſeyn deiner Zukunft? hierauf antwortet der HEtr Chriftus v. 29. alſo; Bald aber nach der Trangſal derſelben Tagen wird die Sonn verfinſtert werden, und der Mond wird ſeinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die go der Himmeln werden"T m 2 ert me Ket j ae S B f F KH j ii il Pi " Ma, 276 tert werden. x ngi fragte Zeiten, ſondern auch weiter hinaus bis an das Ende des Antichrkſtiſchen Reichs zu deuten, lehre die Folge, indem der HERR Chriſtus v. 30. ſagt: Und alsdann wird erſcheinen das Zeichen(nach welchem die Juͤnger fragten) des Menſchen⸗Sohns im Himmel, und alsdann werden an die Bruſt ſchlagen alle Geſchlechte auf Erden, und werden ſehen kommen den Sohn des Menſchen auf den Wolcken des Himmels, mit groſſer Kraft und Herrlichkeit. Im 29. v. verkuͤndigt Chriſtus die Zeichen, welche vor ſeiner Zukunft hergehen werden, und im 30. v. ſeine Zukunft felbſt, mit der vorhergehenden Erſcheinung des Zeichens des Sohns des Menſchen im Himmel: was aber das vor ein Zeichen ſeyn werde? wird wohl bis zu deſſen Erſcheinung gaͤntzlich verborgen bleiben. Wiewohl wir aus wohl⸗ gegruͤndeten Urſachen ſagen, es werde erſcheinen cin Samm, nemlich das Lamm Gottes, fo vor der ganh Welt Sunde geopffert worden. Es meldet aber Chriſtus ferner in dieſem v. daß Er auf den Wolcken des Simmels(als ein triumphirender Koͤnig) mit groſſer Kraft und Serrlichkeit erſcheinen wer⸗ de. Alſo ſagt auch Marcus XIII, 26. und Luc. XXI, 27. In dem 31. v. Matth. 24. verkuͤndiget der HErr Chriſtus, was bey ſeiner triumphirenden Zukunft geſchehen werde? nemlich: Er werde ſeine Engel ſenden mit einem grof⸗ ſen Hall der Poſaunen, und ſie werden verſammlen NB. ſeine Aus⸗ erwählte von den 4. Winden, von einem Ende des Himmels bis ans andere. Im 31. v. bezeuget Chriſtus, daß von der Zeit dieſer ſeiner Zukunft niemand, auch die Engel nicht, wiſſen, ſondern allein ſein Vatter. Ferner beſchreibt dver HERR bis ans Ende diefes Cap. wie Er es bey dieſer feiner Zukunft auf Erden finden werde? und faͤngt Dann mit dem 25. v. wieder an einige Gleichniſſe vom Himmelreich und der auſerſten Fin⸗ ſterniß feinen Juͤngern vorzulegen, bis zum 30. v. da ſonderlich die F. thoͤrichten Jungfrauen von der Hochzeit des Lammes ausgeſchloſſen, nicht aber in den rigen Pfuhl werden verſtoſſen werden, weilen ſie kein Bel in ihren Gefaſſen und Lampen(nemlich keinen wahren Glauben, und alſo auch keine wahre Wercke und Fruͤchte des Glaubens) gehabt, ob ſie glejch auferlich ſowohl Jungfrauen, als die Klugen geſchienen, und in ihrem Heuchel⸗Ch iſtenthum ſich feſt eingebil⸗ det, mit den Klugen zugleich in den Hochzeit⸗Saal einzugehen. §. 12, Zum dritten iſt die Frage vom Ende der Welt. Dieſe beant⸗ wortet Chriſtus der HERR im 24. Matth. vom 3 r. v. bis zu Ende, Da er alfo ſagt: Wann aber der Sohn des Menſchen kommen wird in— err⸗ akin) Myf Mit ig Gerih tin ioe Cita/ TUNN lig iwi fom groß Jig i hig ihr ern Sop. mit Ri heen nw fai Quli yout ngh pnb mafo (int yi Von der Einkerckerung der alten Schlange. 277 Herrlichkeit und alle heilige Engel mit ihm, alsdann wird er figen auf dem Stuhl finer Herrlichkeit, und es werden fuͤr Ihm NB. alle Voͤlcker verſammlet werden, und Er wird ſie von einander ſchei⸗ den, gleich als ein Hirt die Schadfe von den Boͤcken ſcheidet ꝛc. Zu denen zu der Rechten wird denn der Koͤnig ſagen: Kommet her ihrGe⸗ ſegnete meines Vatters! ererbet das Reich das euch bereitet iſt von der Zeit her, da der Welt Grund iſt geleget worden: zu denen zur Lincken aber wird Er dieſe erſchroͤckliche Worte ſprechen: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten! in das ewige Feuer, welches bereitet iſt dem Teufel und ſeinen Engeln; und ſie werden hingehen, dieſe zwar in die ewige Pein, die Gerechten aber in das ewige Leben. Womit Dann nun die 3. Fragen der Funger des HErrn klar und deutlich beantwortet worden. Nehmen alfo den Tert S. 10. von dem Reiche Chriſti wieder vor uns. §. 13. Es fagt der heilige Fohannes XX, 4. Darnach ſahe ich Stul und ſie fatzten ſich drauf, und ihnen ward gegeben das Gericht. TE dieſe auf den Stühlen zu Gericht geſeſſene geweſen? lehret uns Chriſtus ſell Matth. XIX, 28. mit dieſen Worten, da Er zu ſeinen Juͤngern ſpricht: Anmen: ich ſage euch, daß ihr die ihr mir ſeyd nachgefolgt in der Wiedergebuhrt, da der Sohn des Menſchen ſitzen wird auf dem Stuhl ſeiner Herrlichkeit, werdet auch ihr ſitzen auf 2. Stuͤhlen und richten die 12. Staͤmme Iſraels. Und Luc. XXII, 30. Und ſitzen auf Stuͤhlen und richten die 12. Staͤmme Ifraels, nebſt denen 12. aus allen Geſchlechten der Voͤlcker Deut. XXXII, g. Da alſo geleſen wird: Da der Hoͤchſte von den Voͤlckern das Land theilete, da er von einan⸗ der ſonderte die Kinder Adams, da ſetzte Er die Graͤntzen der Voͤl⸗ cker, nach der Zahl der Kinder Ifraels, welches dann nebſt dieſen 12. aus den Voͤlckern, die 24. Aelteſten ſind, Apoc. IV, 4. und folgende. Nicht aber allein die 12. Staͤmme Iſraels, ſondern gleichwie die Apoſtel das Evangelium zu verkuͤndigen zu vielen Voͤlckern gegangen, alſo werden dieſelbe auch zugleich mnit vorgemeldten 12. aus den Voͤlckern alle Voͤlcker der Erden richten. Dieſes Gericht aber wird eigentlich zwiſchen den Gerechten und Ungerechten alſo gehal⸗ ten werden, daß der Gottloſen, welche noch auf Erden uͤbrig bleiben, weilen der Satan ihr Anfuͤhrer ins Gefaͤngniß geworffen, ihre Gewalt, die Frommen fer⸗ ner zu beleidigen, gaͤntzlich abgeſprochen, und die Gerechten von den jetztgemeldten Ungerechten abgeſchieden werden, wie dann Matth. NXVV, 31. geſchrieben ſteht: Mm 3 Daß Eri 278 Das Fuͤnfte Capitel. Daß durch der Poſaunen Schall nur die Auserwaͤhlten von allen 4 Theilen der Welt(zum heiligen Lande, Ezech. XXXIV. S. am Ende) verſammlet wer⸗ den ſollen. Nach gehaltenem Gericht faͤhrt Johannes fort, und ſagt: lind ich ſahe auch die Seelen derer die enthauptet waren worden(nemlich, inihren unterſchiedlichen himmliſchen Wobhnungen, wie die Folge der Auferſtehung deut⸗ lich erklaͤrt) wegen des Zeugniſſes JEſu ꝛc. Dieſe wurden wieder lebendig, und regierten mit Chriſto die tauſend Jahr lang. Daß nun alle dieſe See⸗ len, welche Johannes geſehen, in ihren Leibern auferſtehen werden, iſt wohl un⸗ ſtreitig, danmn es ſonſt keine Auferſtehung genennt werden koͤnte; darum ſagt auch der F. v. diß iſt die erſte Auferſtehung. Aus vorgemeldtem Text ſiehet man, daß diejenigen, ſo da auferſtehen werden,(.) ſeyn werden, die Maͤrtyrer und Riut- Zeugen Chrifti; Dann(.) die das Thier und ſein Bild nicht angebaͤtet, und ſeine Maal⸗Zeichen nicht empfangen haben, nemlich, des Thiers, welches var und nicht iſt, wiewohl es doch ift Apoc. XVII, 8. Sein Bild, nicht ſeine Geſtaltz ſondern wie dorten des Nebucadnezars Bild, alſo auch hier, die da nicht angebätet haben des Thiers hoͤltzerne, eherne, ſilberne und guͤldene Bilder und ſtumme Bel⸗Goͤtzen frommer und boͤſer Menſchen, derer faſt mehr als Sternen um Himmel, indem faſt nichts erdacht werden mag, ſo da nicht einen ſolchen Goͤ⸗ tzen zum Patron habe, und auch nicht einmal von dem Heer des Thiers alle ge⸗ zehlet werden moͤgen; fuͤr welchen Bildern niederfallen alle Voͤlcker, Nationen und Zungen, wie fúr des Nebucadnezers Bild, Dan. III, 7. dieſe werden nicht auferſtehen, ſondern werden bis zum letzten allgemeinen Gericht aufbehalten werden. Die aber ſo des Thiers Bild nicht angebätet, noch einiges ſeiner Maal⸗ Zeichen angenommen haben, dieſe ſinds, ſo der erſten Auferſtehung und Chriſti 1000. Jahrigen Reiches theilhaftig werden ſollen. 5. a4. Seelig ift der und heilig, der Theil hat an der erſten Auf⸗ erſtehung: uͤber dieſe Dat der andere Tod keine Macht, ſondern fie wers den Priefter Gottes und Chriftiseyn, und werden mit ibm regieren 1009. Jahr lang. Wie aber nun(.) vorgemeldtes Gericht, und(.) twie die Zu⸗ funft Chriſti zum Reich der Heiligen Der hohen Oerter Dan. VIL, 18. gugehen werde? ingleichen(.) ob Chriſtus der HERg in ſeiner verklärten Menſchheit ſichtbar auf Erden bey den Seinigen die 1o00. Jahr uͤber zugegen ſeyn und blei⸗ ben; auch wie es(.) bey den Heiligen auf Erden zugehen werde? Iſt und bleibt bis auf die Offenbarung des Reichs unerforſchlich, indeme in dem gantzen N. T. gar nichts eigentliches davon gemeldet wird, auſſer was man uͤber n. 4. beym Vatch. XIX, 25. Marc. X, 30. in Luc. XVIII, 30. lieſet; auch daß der HERR Chriſtus nach ſeiner Menſchheit in ſeinem verklaͤrten Leibe erſcheinen werde, ſchreibt Lucas in der Apoſt. Geſch.1, 11. Genug daß dieſes 1000. Jaͤhrige Reich JEſu Chriſti, ſowohl in der Hoͤhe, als auch allhier guf Erden warhaftig erfolgen wirds — wiid; eh Rutle bn tt Mh be mr werde sond Apoc, L Å Caren i unò w abaki elii ek bandt un Sin nG alge tionen n mdt foli Pal hifi Auf⸗ wet 1009, Jit g ugil niiet m i DINN N NENN ſhtlt m olg y i Von der Einkerckerung der alten Schlange. 279 wird; wie dann ſolches dem heiligen Johanni ohne eintzige Gleichniß, figuͤrliche oder hyperboliſche Rede, auch ohne Diſtinction oder Einſchraͤnckung ꝛc. klar und deutlich gezeiget, auch uns von demſelben mit klaren deutlichen Worten beſchrie⸗ ben worden. Wobey wer dieſes noch zu erinnern vor noͤthig erachtet, nemlich, daß bey dieſer Zukunft Chriſti zu ſeinem 1oo0. jaͤhrigen Reiche, Dag Thier. nicht mehr ſeyn, ſondern daſſelbe, ſamt dem falſchen Propheten, in den feurigen Pfuhl werde geworfen werden: jedennoch wird es an Greueln auf Erden, bey denen von des Thieres Saamen, zu der Zeit dieſes Reichs, nicht ermangeln, dann Apoc. XX. 9. 10. wird der granſame Krieg, welchen der Satan nach den 1000. Jahren, da er wieder los gelaffen ſeyn wird, durch die Seinen wider dag Heer Lager Der Heiligen, erregen werde, deutlich beſchrieben; woraus Dann porge- meldtes offenbahr, nemlich, daß des Thiers Saamen bis zum letzten Gericht bleiben merde p davon unten bey der Erklarung der Offenbahrung Johannis ein mehrers folgen ſolle. DSE EN E EEN EE N EOY Das VI. Capitel. Von der Loslaſſung des Teufels aus ſeinem Kercker und deſſen letztern Verſtoſſung: Von dem letzten und groſſen Gerichte, dem andern Tode, wie auch dem Ort der Hoͤllen. 83 on der Loslaſſung des Satans aus ſeinem Kercker ſchreibt der H. Joh. , XX. 7- alfo: Und wann die 1o00, Jahre werden vollendet ſeyn, ſo wird der Satanas aufgeloͤſet werden aus ſeinem Kercker. Der Prophet Efa. redet im 24. Cap. 2r. und folgenden v. hievon alſo: Zu derſelben Zeit wird der HErr heimſuchen das Heer der Höhe, in der Dohe, nnd die Kó- nige der Erden, v. 22. und ſie werden fleißig geſammlet werden, wie ein Gebun⸗ dener, in eine Grube, und werden verſchloſſen werden im Kercker: Und nach tanger Zeit werden ſie wieder heimgeſucht werden. Ferner ſagt Joh. v. g. Und wird ausgeben,(Der Satan) zu verfuͤhren die Seyden, die in den vier Ecken der Erden ſind, den Gog und Magog, fie zu verſammlen zu einem Streit, derer Zahl iſt, wie der Sand am Meer, v.. und ſie kamen"o au grs J E ` a a ai Das Sechſte Capitel. auf die Breite der Erden, und umringten das Seerlager der Feiligen und die geliebte Stadt; aber es fiel Seuer aus dem Simmel von GOtt und ver⸗ zehrte ſie. Der Prophet Ezechiel redet im XXXVIII. Cap. da er von Gog weiſſa⸗ get, hievon weitlaͤuftiger alſo: v. 8. Nach langer Zeit ſolt du heimgeſucht wer⸗ den,(nemlich der Satan und das mit ihm gefangen liegende Heer, wie vorge⸗ meldt) dann zur letzten Zeit wirſt du kommen in das Land, das vom Schwerdt wiedergebracht..f. Und v. 22. Ich will mit ihm rechten durch Peſtilentz und pourch Blut: Und ich will regnen Platz⸗Regen und groſſe Hagel⸗Steine,& und£ nber ihn und ſeine Kriegs⸗Haufen, und uͤber die viel Volcker, die bey ihm ſeyn werden Apoc. XX10. Ulnd der Teufel der ſie verfuͤhret, ward geworffen in den Pfuhl der mit und brennet, da das Thier und der falſche Prophet war; und ſie werden gequaͤlet werden Tag und Nacht, in alle Ewigkeit..rr. Darnach ſahe ich einen weiſſen Stuhl, und einender drauf ſaß, fuͤr welches Angeſicht die xund der Himmel flohe, und ihnen ward kein Ort erfunden. v. 12. Und ich ſahe die Tod⸗ ten, beyde klein and groß, ſtehen fuͤr GOtt: und die Bücher wur⸗ den aufgethan, und ein ander Buch ward aufgethan, welches iſt das Buch des Lebens; und die Todten wurden gerichtet aus dem das ge⸗ ſchrieben iſt in den Buͤchern nach ihren Wercken..13. Dann das Meer hatte gegeben die Todten, die in ihm geweſen waren: desgleichen der Tod und das Grab hatten gegeben die Todten die in ihnen geweſen wa⸗ ren: Und fie wurdengerichtet, ein jeglicher nach ſeinen Wercken. v. 14. tnd NB. der Tod und das Grab wuͤrden geworffen in den feurigen Pfuhl: Diß iſt der andere Tod. v. 15. Nemlich ſo jemand nicht ward gefunden geſchrieben in dem Buch des Lebens, der ward geworffen in den arigen Pfuhl.(Es irren alſo diejenige, welche das Meer, den Tod und das Grab, vor nichts reelles, oder, wie wir es nach dem Grund der Wahrheit ver⸗ ſtehen, vor gewaltige beſondere Furſten der böſen Geiſter wollen paßiren laſſen: Dann de Tert faat deutlich: Dag Der Ted und das Grab ſeyen geworffen inden Arigen Pfuhl: Was nun geſtrafet wird, muß auch etwas reelles ſeyn.) FS. 2. Wann nun der Satan aus ſeiner Gefangenſchaft losgelaſſen und gleichſam wieder gantz frey geworden, wird ſein Grimm in ihm wider Chriſtum und ſein Reich zum letztenmal aufſteigen, und ſeine teufliſche Macht anwenden, Chriſti Reich zu verſtoͤhren, und dieſes ift die Zett, davon im vorhergehenden.§. geredet worden. Dannenhero wird er nicht allein die Lebendigen feines Saa⸗ Propheten Ezechiel genennt werden, Perſen, Mohren, Pu⸗ Ming, Ais hin mamy S mens, die bey dem Jut Mi gha wik bm Ver RN fond fih gof Deg den; ahn ha nn habt da ſcho werf feit, menr Crim keit ah Aoin & Jun o ihn vidlo lenin WA mi yn At (afo: inde⸗ in u itut adti wat i Gy ten/ Yyy Von der Loslaſſung des Teufels aus ſeinem Kercker. 291 Puteer, Gomer und alle ſeine Kriegs⸗Haufen, ſamt dem Hauſe Thogarma, das ift, alle Voͤlcker, Sprachen und Zungen, die das Thier und ſein Bild an⸗ gebaͤtet, und ſeine Maalzeichen angenommen haben: ſondern auch die Todten: welche ſchon in ſeiner Gewalt, NB. jedoch annoch in keine Verdammniß uͤberge⸗ ben geweſen,(welcher Unterſcheid mit allem Fleiß zu mercken, indem nicht alle Verſtorbene und in den Kerckern Behaltene, ſondern nur eine gewiſſe Art der Todten auferſtehen werden; und Apoc. XX, S. wie auch Ezech. XXXVIIII. in⸗ ſonderheit Gog und Magog genannt werden, und von denen geſagt wird, daß ſie herauf kamen auf die Breite der Erde.) Dieſe alle, ſagen wir, wird er als ein groſſes und grauſames Heer zuſammen fuͤhren, und das Heerlager der Heiligen, Die geliebte Stadt, umringen, und alles zu vertilgen, und zu verſchlingen ſu⸗ chen; dann weilen er nunmehr wieder frey gelaſſen worden, wird er meynen, ſeine erſtere Behauſung wiederum gantz einzunehmen, und GOtt gleich, gantz frey zu herrſchen. Aber es fiel von GOTT aus dem Himmel, und verzehrte ſie; nemlich ſein ſo grauſames Heer: Er aber ſelbſt, der Teufel, der fie verführt ge habt, wird alsdann in den Arigen Pfuhl zu ſeinem Koͤnige, dem Lucifer, wel⸗ cher von Anfang ſeines Falls allda gefangen gelegen, geworfen werden wohitz ſchon bey dem Aufgang des Reichs Chriſti, das Thier und der falſche Prophet verſtoſſen worden, und daſelbſt gegualet werden Tag und Naht, in alle Ewig⸗ keit, in dem Zorn⸗ und Rach⸗& des lebendigen GOttes. S. 3. Bie nun. der Lucifer, der Satan und alle ihre Heere in dieſem cfe- mentariſchen Arigen Pfuhl, als Geiſter werden gequalet werden y und Des Arg Grimm werden empfinden koͤnnen, davon ſiehe oben Cap. L-11. 12. inſonder⸗ heit aber das VII. und VIII. Cap. dieſes Tractats. Bis daher ift der Lucifer in Hofnung geſtanden, durch ſeinen maͤchtigſten Fuͤrſten, den Satan„(von den Juden Beelzebub genannt) wieder los zu kommen, nachdeme aber der Teufel auch u ihnen in den Arigen Pfuhl geworfen, und mit der erſchroͤcklichſten Finſternitz lechbofſe wird ſein Grimm gegen die Verdammte, als ſeine Mitgefangene, ſich wenden, und dieſelbe Tag und Nacht, an Leib und Seel, mit gantz unbeſchreibli⸗ cher Quaal und Marter verfolgen, alſo, daß die Verdammte nicht allein das hölli⸗ fche A und Kålte, fondern auch die Marter von den Teufeln, in abſcheülicher Graus ſamkeit empfinden werden, da die Teufel einen jeglichen in der holliſchen Ars⸗ Quaal auch durch ſeine abſcheuliche begangene Laſter unaufhoͤrlich aͤngſtigen wer⸗ den, welche Marter auf das grauſamſte vermehret werden wird durch die gaͤntz⸗ liche Beraubung alles Lichts, und Verwickelung in die unbegreifliche Finſterniß P in ſteter Erſcheinung der Teufeln in ihrer weſentlichen allerabſcheulichſten Geſtalt, auſſer aller Creatürlichkeit, ohne alle Hofnung, in auſſerſter Verzweifelung, der⸗ maleinſt aus dieſer hoͤlliſchen Pein erloͤſet zu werden. L4. Ferner ſagt Joh. v. 11. Darnach ſahe ich einen groſſen weiſſen Nn Stuhl napa 282 ward Fein Ort erfunden. fhicdene Dertery we tund der 47 bezeugen; in Ewigkeit ꝛc. in o; und Yin den Kreyß d. Und es werden Zeichen geſcheh Das Scchſte Capitel. Stuhl ꝛc. fuͤr deſſen Angeſicht die Erde und der Simmel flohe, und ihnen Wie nun dieſes eigentlich zu verſtehen, ſoll durch die heilige Schrift klarlich erwieſen werden. Da finden ſich nun in derſelben ver⸗ lche die Beſtandigkeit oder ewige Währung des Himmels als Pf. LXXIX, 69. Wie die Erde, die er gegruͤndet hat Pſ. LXXXIIX, 38. Wie der Mond ſoll er veſt bleiben in Ewigkeit und wie die treue Zeugen im Simmel, Sela. Pl. XCIII. 1. Dar⸗ um wird auch der Erdkreyß veſt ſtehen, er wird nicht bewent werden ꝛt. PECH, 26.27. Du baft voriângft die> gegründet, und die Gimmel find deiner Saͤnde Werck; Du aber bleibeſt, dieſelbe werden vergehen, Du aber bleibeſt, dieſelbe werden alleſamt veralten, wie ein Gewand, und Du wirft fie verwandeln, wie ein Zleið, und fie werden verwandelt werden, .. CIV, 5. Er hat die Erde gegruͤndet auf ihre Suͤſſe; fie wird nimmer bewegt werden. Pſ. CXIX, 90. Jer. XXXI, 35.3 Johannes aber ſagt in obangezogenem v. daß Himmel und Erde geflohen und kein Vrt vor dieſelbe gefunden ſey, welches in folgendem&. erklaͤret werden folie, wann wir erſt geſagt haben, daß in Ewigkeit nichts vergehen werde von allem deme, ſo der allmachtige GOtt geſchaffen hat, ſondern es wird nur am Tage des groſſen Gerichts, nach Dem 1000. jahrigen Reich Chriſti eine Verwandlung geſchehen; die gantzliche Veraͤnderung aber, nach den beſtimmten Zeiten, die da in heiliger Schrift Olam Olamim, die Ewigkeit, genannt werden, davon an ſeinem Ort geredet werden ſolle. Die erſte Verwandlung aber, wie jetzo gemeldt, wind ge⸗ ſchehen am Tag des groſſen Gerichts, da der Teufel, der Tod, das Grab und alle Verdammte in den Arigen Pfuhl werden geworfen werden. .s. NRemlich, es werden die Himmel der Bir- Sternen, auh des B; X und a unverrúcft bleiben, die© aber mird aug Dem Mittel Punet unſers Welt⸗ Syttematis, unter den Kreyß(ſiehe Fig. 8. den Abriß vom jungſten Gericht lit..) verſetzt werden;(mercke, daß wir des Copernici Syitemati, als bem wahre haftigſten und vernunftigſten, folgen, wie big. 7. zu ſehen)§ in den Kreyß b; L Darum ſagt Chriſtus der HErr Matth. XXIV. 29. und 35. Bald aber nach der Drangſal derſelben Tagen, wird die O verfinſtert werden, und der Ywird ſeinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erſchuttert werden. Himmel und die Erde werden vergeben, aber meine Woite werden mit nichten vergehen, Beym Marco XIII. 24. heiſſets: Aber zur ſelben Zeit, nach der Drang⸗ fal, wird die O verfinſtert werden, und der Mond wird ſeinen Schein nicht ge⸗ ben, und die Sterne des Himmels NB. werden daraus fallen, und die Krafte, Die im Himmel ſind, werden erſchuͤttert werden; und Luc. XXI, 25. 26. ſagt: an der O, Yund Sternen ꝛc. indeme das Meer item XXXIII, 25. Hebr.., 10. 11. 12. mÒ ſhlt Mari umg dmg Wg Var die€ angeo welch rauf tur fau gawin oe fih wife, dioh nn ug Wit h Mt hat ibeni Di td, nL n Du b W Worden, iwy H12, nod fei saM m i goii in poliga mart tÒ g suð y% Welt nidi wAY p 9 .29. foii yn Do p d paot Dy nitt gikt ah puer wò Bon der Loslaffung des Teufels aus kinem Kerer. 283 und die Waſſerwogen brauſen werden; dann es werden der Himmel Kraͤfte er⸗ ſchuͤttert werden. Mattheus ſagt: Die Sterne werden vom Himmel faln; Marcus aber: Die Sterne des Himmels werden daraus fallen; nemlich aus ih⸗ rem Orte, in obgemeldte Kreyſe..c. d. Darum ſagt Lucas: Es werden Zei⸗ chen geſchehen an OY&*. An den Sternen; nemlich nebſt der Ound Y, an der und§; und die Kraͤfte der Himmel werden erſchuͤttert werden, durch die Verruͤckung und Verſetzung dieſer erſchroͤcklichen Coͤrber. Zugleich auch werden die Elementen zerſtoͤrt werden, welche durch dieſe erſchroͤckliche Veraͤnderung angedeutet wird, wie aus 2. Petr. III, 10. 12. offenbar, da man alſo lieſet, an welchem die Simmel(Oꝰ2& und F) zergehen werden mit groſſem Ge⸗ raͤuſche. Die Elementen aber werden fuͤr Sitze(wegen dieſer wider die Na⸗ tur lauffenden erſtaunlichen Bewegung) zerſchmeltzen: und die g, und die Wercke die drinnen ſind, werden verbrennen: An welchem der Himmel (durch vorgemeldte grauſame Bewegung) vom 4 zergehen, und die Elementen fuͤr Hitze zerſchmeltzen werden, und wird alsdann Die s aus ihrem Kreyg in den Mittel⸗Punct E dieſes unſers OSyſtematis verſencket werden. Und dieſes iſt alſo das Fliehen der und des Simmels, welches Johannes v. 1r. geſehen, und das Erſchuͤttern der himmliſchen Kraͤſte, auch Zeichen an Ound Ster⸗ nen, und derſelben fallen aus dem Simmel, davon Chriſtus der HErr und feine Apoſtel reden. Betrachte ferner hiebey Ela. XIII, 30. XXXIV, 4. JoblII, 31. III, 15. Act. II, 20. Apoc. VI, 12. C. 6. Iſt nun eine Erd⸗Erſchutterung oder ein Erdbeben ein Zufall, da- durch die Menſchen fuͤr Furcht und Schrecken verzweiffeln mochten, ſo iſt leicht zu erachten, was vor Seelen-Angſt und Noth am Tage dieſes groſſen Gerichts die Gottloſen, durch dieſe erſchroͤckliche Bewegung vorgemeldter himmliſchen Coͤrper aus ihren Orten, und die Zerſtoͤrung der Elementen, treffen werde? Welche Zerſtoͤrung der Elementen auch denen darinn wohnenden Teufeln(ſiehe im Erſten Theile vom Z) erſchroͤcklich ſeyn wird, indem ſie ihre Behaufungen nicht mehr finden, ſondern bey den Lucifer in Arigen Pful fich werden verftoffen fehens Dagegen wird diefe den Teufeln und Verdammten ſo grauſam und erſchroͤcklich ſcheinende Bewegung an O D und Knen, auch Zerſtöͤrung der Elementen, den Frommen nicht die geringſte Furcht machen, noch einiges Schroͤcken verurſachen, ſondern uͤberall eine Freude und Vergnuͤgen erwecken, wie aus den Worten Chri⸗ ſti Matth. XXIV, 32. 33. klar erhellet, da man alſo lieſet: An dem Seigenbaum iernet ein Gleichniß, waͤnn ſein Zweig jetzt ſaftig wird, und Blaͤtter gewinnet, ſo wiſſet ihr, daß der Sommer nahe iſt⸗(als eine Zeit, auf wel⸗ che ſich alle Welt freuet) alſo auch ihr wann ihr dieſes alles ſehen werdet, ſo wiſſet, daß es nahe fuͤr der Thuͤr iſt. Wie nun der eintrettende Saft in den Feigenbaum, und Gewinnung ſeiner ey ein froͤliches Zeichen des ysa Nu 2 nahen⸗ ras— da 284 Das Sechſte Capitel. nahenden Sommers iſt; alſo werden alle dieſe den Teufeln und Verdammten ſo erſchrocklich fallende Zeichen, den Frommen nichts anders als eine froͤliche Ankuͤn⸗ digung ihrer gaͤntzlichen Erloͤſung, und Eingehung in das ewige Reich der Him⸗ meln ſeyn. S. 7. Die heilige Offenbahrung JEſu Ehriſti, ſo dem Johanni geſche⸗ hen, ſagt Cap. XXI, 12. Und ich ſahe die Todten beyde klein und groß ꝛc. v. 13. Dann das Meer hatte gegeben die Todten ꝛc. v. 14. Und der Tod und das Grab wurden geworffen in den feurigen Pfuhl; Das iſt der ander Tod v. 15. Nemlich, ſo jemand nicht ward gefunden im Buch dce Lez bens, Der ward geworffen in den Arigen Pfuhl. Im vorgemeldten 12.9. wird geſagt: Daß die Buůcher aufgethan wuͤrden: nemlich die Gewiſſen der Gott- loſen werden einem jeden in dem Augenblick alle ſeine im Leben begangene boͤſe Wercke, Worte und Gedancken vollkoͤmmlich wiederum vorſtellen, und dadurch uͤberzeugen, Daf er des Gerichte und ewigen Todes ſchuldig ſey; zugleich wird die Fnſterniß ſich in ihme offenbaren, die Scheidung von dem Licht geſchehen, und die Verſtoſſung in den lrigen Pfuhl vollbracht werden; dann der Hoͤllen Fin⸗ ſterniß, in Anſehung des Lichts, in einer erſchroͤcklichen Schwehre beſtehet, dannenhero dieſelbe auch mit der verderbten z, als dem Mitte- Punct der Fin⸗ ſterniß, ſich zu dem Mittel⸗Punct unſers O Syſtematis E. verſencken, und den erſtaunenden Raum von E. bis in den Kreyg des D einnehmen wird, und dieſes iſt alſo der Ort der Hoͤllen, die Behauſung der Teufeln und aller Verdammten, die unbegreiflichſte grauſame Finſterniß, in welchen die erſchroͤcklichſte brennen⸗ de Hitze, in gleichen Gewichte mit der unbegreiflichſten Kaͤlte herrſchet, allda fuͤr grimmigem Brand, Heulen, und fuͤr graufamer Kalte nichts dann Zahnklap⸗ pern ſeyn wird. Eine ſtete Todes⸗Quaal ohne Sterben, ein erſchroͤckliches Ge⸗ marter, von denen im Grimm verſtoſſenen raſenden und wuͤtenden Teufeln we⸗ gen gaͤntzlicher Adſckneidung von aller Goͤttlichen Barmhertzigkeit, und Verſtoſ⸗ fung von dem ſuͤſſen Freuden⸗Licht, und da ein jeglicher wegen ſeiner boͤſen Tha⸗ ten durch eben die Teufel ſo ihn zu allen Laſtern gereitzet, auf eine entſetzliche gantz unbegreifliche Art, ohne eines eintzigen Augenblicks Nachlaſſung, wird gequa⸗ let und gemartert werden. Und dieles iſt alſo die Vollſtreckung der letzten erſchroͤck⸗ lichſten dentenz oder Urtheils des Richters aller Welt Eſu Chriſti Matth. XXV, . Gehet von mir, ihr Verfluchten! in das ewige 4, welches bereitet iſt dem Teufel und ſeinen Engeln. Fur welchem Gericht und Urtheils⸗Verkuͤndigung, keine menſchliche Creatur, weder unter den Lehendigen noch den Todten, weder Hohe noch Niedrige, Arme oder Reiche, Kleine oder Groſſe, ſich wird verber⸗ gen koͤnnen; ſondern die Erſcheinung dieſes herrlichen allein Maieſtaͤtiſchen Rich⸗ ters wird einen jeden offenbaren und an das Licht vor Gericht ſtellen; allda wird auch keiner vor den andern antworten oder fuͤr Gericht ſtehen ſondern es wird der terden, vanurid pind in er h | el iiv gon nui hit f O S a a a A Von der Quaal der Verdammten. 285 der Hoͤchſte, wie der Allergeringſt⸗gewefene, ein jeglicher vor ſeine eigene Perſon, fich vor dem in ſeinem Gewiſſen verwahrten unverwerflichen Zeugen fuͤr Gericht ſtellen, und das Urtheil anhoͤren, und deſſen Vollſtreckung in eigener Perſon em⸗ pfinden und fuͤhlen muͤſſen. 835555558888 8858 80 88 8 882888875 EN Si i senes ET EY t Jı men Were ENSEN SEE re A EDENS t ER DEEE E EE BUTS BERERE LESE Be pa Das VII. Capitel. Von der Quaal der Verdammten. HKachdem einen Criminal-Gefangenen das letzte Todes⸗Urtheil geſprochen À 6 worden, wird derſelbe dem Scharfrichter uͤbergeben, daffelbe an ihm zu vollſtrecken: alſo auch nach dem allen Gottloſen am Tage des letzten Ge⸗ richts, von Chriſto JEſu dem Richter aller Lebendigen und Todten, das Urtheil wie d geſprochen ſeyn, werden dieſelbe, wie im vorigen Capitel gehoͤret wor⸗ den, den Teufeln zu aller Qugal und Marter uͤbergeben werden. Worinnen aber dieſe Zuaal und Marter eigentlich beſtehen werde? daruͤber iſt gar viel Diſputirens, und ſtehen viele in den Gedancken, daß weil der Teufel eine gantz geiſtliche Sub⸗ ftang ſeye, ſo koͤnne er von keinem materialiſchen& beleydigt werden: ingleichen wuͤrden auch die Gottloſen, weil Paulus 1. Cor. 15, 44. ſagt: Es wird geſaet ein natuͤrlicher Leib, und wird auferſtehen ein geiſtlicher Leib ꝛc. kein elementariſches& empfinden koͤnnen. Belangend nun die Meynung der erſtern; ſo haben wir allbe⸗ reit im erſten Capitel S. 12. gemeldet, auf was Art die Teufel und Gottloſe von dieſem elementariſchen, auch zugleich geiſtlichen K, von dem Athem des HErrn angezuͤndet, wie ein RStrohm, Eſa. 30, 33. werden gequaͤlt werden, welches folgendes Gleichniß noch begreiflicher vorſtellen kan; da man nemlich in eine grofe ſe Kugel eine proportionirte Menge eines hoͤchſt⸗rectificirten Spiritus thaͤte, zugleich auch ein Avon Kohlen in diefelbe machte, oder machen Fónte, fo wurde die Hike nnd Feuers Gewalt, den Spiritum in diefem Kreyß uͤberall aͤngſtigen, drucken, um⸗ treiben und von einander dahnen, jedennoch aber in Ewigkeit nicht zerſtoͤren koͤn⸗ nen, indeme die Zerſtoͤrung wider die Eigenſchaft eines Geiſtes lauft, alſo daß, fo lange das&in dieſem Kreyß Nahrung zum Brennen haben koͤnte, der darein verſchloſſene Geiſt geaͤngſtigt und gemartert ſeyn wuͤrde. 6. 2. Eben alſo auch werden die Teufel ſamt allen Verdammten in dieſem Nu 3 oroiz jai 286 Das Siebende Capitel. groſſen Kreyß der Verdammniß.k. g. h.(ſiehe das Schema vom Juͤngſten Ge⸗ richt,) durch das Hlichte Rach⸗ des Allmaͤchtigen GOttes, bis die beſtimmte Zeiten,(in der Heiligen Schrift Olam olamim, oder Ewigkeiten, genannt,) vollendet werden, unaufhoͤrlich gequaͤlet werden, nicht allein von der Hitze dieſer erſchroͤcklichen Stroͤhme, ſondern auch von dem grauſamen ſtachlichten Geruch derſelben; wie dann bekannt, daß der RDampf, als ſein centraliſches oder geiſt⸗ liches A, durch ſein Lialiſches S erhohet und ſtachlicht gemacht, den Geiſt in uns zu erſticken, nemlich aus dieſem irrdiſchen Coͤrper zu treiben vermag. Weilen nun der Satan, wie ſchon etliche mahl erwehnet, auſſer aller ordentlichen geift- und leiblichen Creatuͤrlichkeit geſchieden, und dannenhero gantz anders als alle andere Geiſter beſchaffen, alſo daß ſeine teufliſche Geſtalt und Weſen, wider dieſes, und dieſes A wider ihn ſtreiten und wuͤrcken mag/ und daher eine ſtete Leidenſchaft verurſacht, und alſo wird er auf ſolche Arty fo lange Dies A oder A an ſeiner Sub- ſtantz keinen Mangel leydet, in unbegreiflicher fange Der Zeiten,(nach dem Grundz Text: von den Zeiten in die Zeiten,) gequalet und gemartert werden. Betrachte hiebey mit allem Fleiß den 12.( Cap. 1. dieſes Theils, ſo wirſt du alles vollkoͤmm⸗ licher begreiffen moͤgen. & 3. Wir haben im vorhergehenden L geſagt, daß der Hoͤllen&ſo lange dauren werde, ſo lange deſſelben Subſtantz keine Nahrung ermangeln werde. Worin⸗ nen aber nun dieſe Nahrung beſtehe? haben wir dem Verſtaͤndigen ſchon deutlich im 26.J. Cap. 1. geſagt; wer aber daſſelbe nicht verſtanden, demſelben mag auch durch eine fernere Beſchreibung nicht geholffen werden. Wann man ein Stuͤck Ranzün⸗ det, und ſo lange brennen laͤſſet, bis ſich keine Flamme mehr erzeigen will, ſo bleibt ein klebrigt⸗ſchleimichtes Weſen zuruͤck: daferne man nun demſelben wieder zuzuſe⸗ tzen weiß, was ihm durch die Flamme entgangen, nemlich ſeine Sig⸗Lialiſche An⸗ faͤnge, ſo iſt dieſer verbrannte wieder in ſein unverbranntes erſteres Weſen ergaͤn⸗ tzet, und geſchickt, wieder, wie zuvor, zu brennen. Gleiche Bewandniß hat es mit dem hoͤlliſchen A deſſen Zeichen Fig. 2. zu ſehen, als welches durch ſeine eigene Flam⸗ me, als ſeine Zig⸗Lialiſche Theile die da aus ihrem Kreyß d. f. g. h.(ſiehe das 8Sy⸗ ſtema des Juͤngſten Gerichts,) nicht weichen koͤnnen, ſtetiglich unterhalten wird, und daher zu immerwaͤhrendem Brande bereit bleibt. Wobey das 1. 2. und 3. Capitel dieſes Theils vom A mit allem Bleif zu betrachten. §. 4. Daß in dieſer unſerer Erd⸗Kugel, nach dem Mittel⸗Punct zu, ein folches a verborgen, ift im erſten Theil vom S genug erwieſen, und bezeugen ſol⸗ ches auch die in allen vier bekannten Welt⸗Theilen brennende Berge, als gleichſam Schornſteine dieſer erſchrocklichen Eſſe, Abgrunds oder Arigen Pfuls, der da nunmehr uͤber ſechſthalb⸗tauſend Jahr unaufhoͤrlich gebrannt, und niemalen eini⸗ gen Mangel an noͤthigem Zunder oder Unterhalt gehabt hat. Gleich wie daſſeibe nun dieſe lange Zeit uͤber in ſtetem Brand durch ſich ſelbſt, nemlich durch Kya zuflieſ⸗ mdd odl glih hloa MAg nofe, nde S Jiteg E Mh akih Ay Jew 6 theilg pine y aug di Fonnen Capg, 4 oeri gihe un W: wh Ehlack, Mcdeahol «O Daf Y, genthi W N Aen o hi Atit GEET A geg Wen, i ogfiſ | Wi, Von der Quaal der Verdammten. 487 zuflieſſung(per rotationem) ſeiner Sig⸗xialiſchen Theile unterhalten worden, fo viel grimmiger und grauſamer wird alsdann dieſer H⸗Strohm oder Pfuhl unab⸗ laſſig brennen koͤnnen, wann demſelben alle Neben⸗Anfange oder Elementa bey der Erſcheinung JEſu Chriſti zum letzten allgemeinen Gericht, werden zugeworfen, und dann dieſer erſtaunendmachende Kreyß in ſeiner Oberflaͤche Durch Das obere A; ſo da Eſa. XXX. 33. der Athem des SERRI genannt wird, Æfch Majim, gleichſam mit einer unaufloͤslichen Schlacke oder Cruſte wird umgeben oder ver⸗ ſchloſſen werden, durch welche Umſchlieſſung oder Verſiegelung dieſem grimmi⸗ gen& alle Ausdaͤmpfung, welche es bis daher noch durch die brennende Berge ge noſſen, ſamt allem Schein gäntzlich wird benommen werden, daß es, wie bren⸗ nendes Pech, in einem dicken ſchwartzen Rauch verwickelt, die allererſchroͤcklichſte Finſterniß ſeyn wird, dannenhero auch, weil von dieſem Krigen Pfuhl und ſtin⸗ ckender H⸗Grube nichts mehr ausdunſten kan, ſondern dieſem alles, was von demſelben durch das Brennen aufgetrieben worden, ſtetiglich wieder zuffieſſet; gleich wie gewaltige Stroͤhme Oels in ein brennendes A, daſſelbe viel erſchroͤckli⸗ cher, grauſamer, erhitzter, ſtachlichter, und alſo viel empfindlicher als es bisher jemahls geweſen, ſeyn wird. S. s. Vorher haben wir geſagt, daß nach Verkuͤndigung des letztern Ur⸗ theils JEſu Chriſti, am Tage des groſſen Gerichts, Matth. 25,41. die Hoͤlle mit einei undurchdringlichen Schlacke oder Cruſt werde umgeben werden: Nun iſt aber aus der Lehre von den Geiſtern bekannt, daß kein Geiſt durch etwas elementariſches koͤnne oder moͤge beſchloſſen werden, ſondern uͤberall durchdringend iſt, ſiche oben Cap. 4..2 1. weilen er viel reiner und ſubtiler, als die Ælch Majim, die doch, wie vor her im erſten, auch dieſem Theile uͤberfluͤſſig erwieſen, alles eleimentariſche durch⸗ gehen, und in ihre erſtere Weſenheit aufloͤſen moͤgen: moͤgte Demnach gefragt werz den: wie dann der Teufel in dieſer Hoͤllen⸗Kugel, durch obgemeldte Cruſt oder Schlacke, als in feinem Gefaͤngniß, koͤnne und måge gehalten werden SHierauf wiederholen wir zur Antwort dasjenige, was wir ſchon etliche mal geſagt: nem⸗ lich, daß weil der Teufel durch ſeinen Abfall aus GOtt, alle creaturliche Geſtalt ſowohl der himmliſchen, als irrdiſchen Geſchoͤpfe, gantzlich verlohren, ſo iſt er im Gegentheil alfo gebildet und beſchaffen, daß demſelben in keine Wege moͤglich, ob⸗ gemeldte Riegel und Banden, vielweniger einem Verdammten mit ſeinem Leibe, zu brechen, oder durchzudringen; ſondern wird die unſerer Vernunft gantz unbegreif⸗ liche Zeiten darinnen aushalten muͤſſen, wovon das 4. Capitel des dritten Theils vom& nachzuſehen ſeyn wird. Dannenhero, weil er alsdann ſeine Wuth und Ra ſen gegen den allmachtigen GüOtt und ſeine Heilige nicht ferner wird auslaſſen koͤnnen, wird er ſich deſto grauſamer an ſeine Mitgefangene, nemlich an Die ven ihm verfuͤhrte und verdammte Menſchen machen, und ſeinen Grimm an denſelben ausuͤben. Und dieſes ſey genug von der Quaal der Teufeln. t Das Siebende Capttel. §. 6. Belangend nun die vom Satan verfuͤhrte und verdammts Menſchen, ſo iſt derſelben Quaal zum Theil aus vorhergehendem mit Schroͤcken zu erſehen, weil dieſelbe aber aus Geiſt, Seel und Leib beſtehen, wie oben Cap. J.§. 32. gezeigt worden, ſo iſt gar leicht zu begreifen, daß ihre Quaal viel grauſamer und empfind⸗ licher, als der Teufeln, ſeyn muͤſſe, indem ſie nicht allein des hoͤlliſchen P⸗Feuers Grimm, gleich den Teufeln, an ihren Seelen, ſondern auch an ihren verdammten Leibern, in unbegreiflicher Pein, als vom 4 die Hitze, und von der greiflichen Finſterniß die Kalte, empfinden und fuͤhlen werden, wie Chriſtus der HErr Matth. VUI, r2. XHI, 42. XXU, 13. XXIV, 51. und XXV, 10. item Luc. XIII, 28. ſagt: Und werden ſie in den Ofen werfen: daſelbſt wird ſeyn Seulen und Faͤhnklappen. Hierbey betrachte man mit allem Fleiß oben Cap. 4. S. 3- Und 7. Der Prophet Jeſaias redet im XXXIV, 9. 10. und.XVI, 24. von den Verdamm⸗ ten und ihrer Zuaal mit dieſen Worten: Da werden ſeine Baͤche zu Pech wer⸗ den, und ſein Staub zu A; ja fine Eroe wird zu brennendem Pech wer⸗ den, daſſelbe wird weder Tag noch Nacht verloͤſchen, ſondern ewiglich wird fkin Rauch auffahren, und fie werden Hinaus geben, und werden ſchauen die todten Coͤrper der Leute, die an mir mißhandelt haben: dann ihr Wurm wird nicht ſterben, und ihr A wird nicht verloͤſchen, und wer⸗ den allem Fleiſch ein Greuel ſeyn. Marc. IX. ſagt Chriſtus der HErr zu dreyen malen, als v. 43. 45. und 47. Da ihr Wurm nicht ſtirbet, und ihr a nicht verloͤſcht; und Apoc. XIV, II. heiſſets: Und der Rauch ihrer Quaal wird aufſteigen in alle Ewigkeit: und ſie werden keine Ruhe haben, weder Tag noch Nacht, die das Thier anbaͤten und ſein Bild; und ſo jemand das Mahlzeichen ſeines Namens annimmt: item XIX, 2. 20. Dann ihr Rauch gebet auf in alle Ewigkeit: aber das Thier ward gegriffen, und mit ihm der falſche Prophet, der die Zeichen fúr ihm gethan batte, Durch welche er verfuͤhret hat diejenigen, die das Mahlzeichen des Thiers em⸗ pfangen haben/ und die ſein Bild angebaͤtet haben: und dieſe heyde wur⸗ den lebendig in den Arigen Pfubl geworfen, der mit A und A brenner Gerner Apoc. XVII,.18, Und Diefes fey alfo genug von der Quaal der Verdammten, in welcher wir dieſelbe alſo laſſen wollen, bis wir das ſechſte Capitel des dritten Theils vom N werden erreicht haben. LRL J 8 i NaS me P, Mund nD, ani Wek⸗ jwe iglich vurden dann d wet⸗ e pidt f witÒ pedel pand nibe 4 und durch gro iy pwu hrenhet. Al iĵ Von der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. 289 Das VIII. Capitel. Die Offenbahrung IEſu Chriſti, durch welche dem heiligen Johanni in der Juſul Pathmos, alle dasjenige gezeiget worden, was der Kirchen Chriſti vom Anfange begegnet, und bis ang Ende begegnen merde- i §. r. Ir haben uns im r. Theil vom Saltz ſowohl, als in dieſem vom zum oftern auf dieſe heil ige Offenbahrung bezogen, ſo gleichfalls alch nnoch im 3. Theil 8 eſchehen wird. Damit nun dieſes gange Mago- Cabbaliſtiſche Werck, nach denen Theofophifchen Materien deſto beſſer pers ſtanden werden moͤge, haben wir in dieſem Capitel den——— zu Liebe von dieſer he eiligen Offenbahrung gantz allein reden und ausfuͤhrlich handeln wollen, doch alfo, daß wir nicht eben ein ſe des Capitel von Wort zu Wort/ ſondern uͤber⸗ haupt, miei ſerm Vorhaben ſchicken wird, durchl lauffen wollen, damit daſſelbe gleie am ein S Schluͤſſelu nſers S ganhen’ Wercks ſeyn moͤge. Wobey jedoch zu erinnern, daß dem£fe er die Kirchen⸗Hiſtorie wohl bekannt fen„oder die Rir⸗ chen⸗ und Retzer⸗Siſtorie Gottfried Po it. deffen Abbildung cer erſten Chriſten, oder andere de>e ichen g bwuͤrdige Hiſtorien betz der Hand haben muͤſſe, ſonſten ihm ſehr vieles unverſtaͤndlich vorkommen wird indeme W̃ eitläuftigkei it au vermeidet nig oder gar E angeführt haben, damit es nicht zugleich eine Kirch enS torie geworden í s fich zu unſerm Zweck nicht geſchickt igei 1 würde. Serner ift bey dieſer Offenbahrung zu mercken, in Deri ſelhen von einer Sache auf unterſe hiedliche Art geredet, und dieſelbe vor⸗ iet, auh jia fter wiederholet wird; inglei chen daß ſich in mitten dieſer H. bahem h finden, die gleichſam der erſte Anfang derſelben find; 8 sein fie ißiger Aufmercker leicht finden, wird. na 2. Daß nun dieſe O ffenbahrung Eſu Chrifti alles verkuͤndige, was der wahren Kirche, von der Auffahrt JEſu Chri fti nach{ feinem allerheilioften Ley⸗ den bis zu ſeiner Zukunft zu w nem Reih Apoc. y ferner bis zu dem allgemei⸗ nen groſſe n Ge ericht, ja bis alle Creatur wieder zur 2 Jollkommenheit und ewigen Ruhe gebracht, wiederfahren, und hinfort keine Seit mehr ſeyn werde, nach den Worten des Engels Kpoc. X, 6. daran zweifelt kein wahrer Theologus. Daß aber von ſo viel treflichen Männern in g herausgegebenen Ausleg gungen uͤber aJo dieſe ———— 290 Das Achte Capitel. diefe Heil. Offenbahrung ſo ſchroͤcklich gefehlet worden, daruͤber haͤtte man ſich billig zu verwundern, daferne man nicht eigentlich einſiehet, theils derſelben Ei⸗ fer, in ihrer eingebildeten Religion, theils ihre Vorurtheile, zum Theil auch, daß man ſich in Eigendunckel ſelbſt zu viel geheuchelt oder ſonſt die Eintheilung die⸗ ſer herrlichen Offenbahrung nicht recht betrachtet, und ſonderlich auch, daß man in allen Secten,(Religionen, wie man ſie nennet,) wegen der tooo. fahre Apoc. XX. ſo widrige Meynungen heget, und diejenige, denen der Geiſt GOttes hier⸗ innen einige Erleuchtung mitgetheilet, als boͤſe Ertzketzer bis auf dieſen Tag vers folget hat, weilen dieſe Lehre den guten Leuten wider ihre regelmaͤſſige Religions⸗ Formull zu ſtreiten ſchiene. Dieſes alles nun genau betrachtende, ſieht man gar bald, warum dieſe rechtſchaffene Leute ſo ſehr, abſonderlich in Beſtimmung der Zeiten, gefehlt haben? Alle benannte Zeiten in den Prophetiſchen Weiſſagungen find vor ihrer Erfuͤlung, verborgene Termine, welche ſich die Goͤttliche Weis⸗ heit allein vorbehalten hat, und bleiben bis auf die beſtimmte Zeit unerforſchlich, wie dann zum Daniel XII, 4. geſagt wird: Du aber, Daniel! verſchließ dieſe Worte, und verſiegle dieſes Buch bis auf die beſtimmte Zeit, ſo werden es viele durchlaufen, und wird die Erkanntniß vermehret werden; und v. 7. Dann dieſe Dinge ſind verſchloſſen und verſiegelt bis auf die beſtimmte Zeit; und wie Chri⸗ ſtus der HERR Matth. XXIV, 36. ſagt: Von demſelben Tag aber, und von der Stunde weiß Niemand, auch die Engel nicht im Himmel: ſondern allein mein Vatter: und Marc. XIII, 32. ja auch der Sohn nicht. Es ſind auch deshalben 1. Pet. I. 20. folgende Worte mit ſonderbarer Aufmerckſamkeit in dieſem Stuͤck zu betrachten, nemlich: Doch ſolt ihr fuͤrs erſte wiſſen, daß keine Weiſſagung der Schrift, eigener Auslegung unterworfen iſt. Damit wir nun mit oben gemeldten nicht gleichen Weg laufen, werden wir uns in den Schrancken des Geiſtes der Wahrheit halten, und von dem Text in keine Wege abweichen; 1. Cor. UI. Dann der Geiſt GOttes erforſchet alle Dinge, auch die Tiefen GOttes; alſo weiß auch Niemand, was in GOTiſt, dann nur der Geiſt GOttes, v. 12. auf daß wir wifen, was ung von GOTY gefchencket worden iſt, und v. 13. ſondern mit Worten, die der Heil. Geiſt lehret, und ver⸗ gleichen geiſtliches mit geiſtlichen. 8. 3. Seelig iſt der da lieſet, und ſeelig find, die da hören die Worte dieſer Weiſſagung, und bewahren, was in derſelben geſchrieben iſt: dann die Zeit iſt nahe, Apoc. I. 3. Um nun dieſe Zeit genau zu betrachten, iſt vors erſte noͤthig, die Eintheilung dieſer H. Offenbabrung JEſu Chriſti wohl einzuſehen; Dief: aber wird durch die Geſchichte ſelbſt klar und deutlich gewieſen, als Cap. I, 4. durch die 7. Gemeinen, und was ſoaſt durch die ſiebende Zahl angedeutet wird: als Cap. V. durch das Buch mit 7. Siegeln, und Cap. VIII. durch die 7. Engel; ferner Cap. X. durch die 7. Donner, und die 7. Eugel, Cap. XV. W. gird 0 Gar Mil fouy Ben wd 1a o i , + D S ih kN fÀ MIR Evan dile q yoh men Bau I ihi ud i mfe ir, fente ſihkett Kello Mohin Malih ore diles dw A torde bekchy feinem. globet ſibdus Nid er ligion jan ga ung At ungon Weige ich wie 6 dihe o pitt md je Chi nd go n alin d wý fitm i feing t wit 1 Wige ch di w héi AAAY Wort t Dain Von der Offenbahrung IJEſu Chriſti ꝛc. 291 NXV. XVI.&c. In dieſer in 7. getheilten Zeit, iſt nun begriffen, alles was der Kirchen JEſu Chriſti begegnen ſolle bis an das Ende aller Zeiten. Daß nun die 7. Gemeinen Cap. II. III. als die zu Epheſo, Smyrnen, Pergamon, Thyatira, Sardis, Philadelphia und Laodicea zu der Zeit in Aſia geweſen, und mit dem daſelbſt gemeldten Verfall behaftet geweſen, iſt aus der Hiſtorie offenbar. Uber- haupt aber werden dem Heil. Johanni hiedurch vorgebildet 7. Zeitlauften aller Gemeinen gewiſſer Zeiten, und was ſich bis ans Ende mit denſelben begeben werde. §. 4. Der Anfang wird gemacht mit dem Engel der Gemeine zu Ephefo. Dieſe Gemeine wird hochgeprieſen und geruͤhmet Cap. II, 2. mit dieſen Wor⸗ ten; Ich weiß deine Wercke ꝛc. v. z. und 4. aber ich habe etwas wider dich, nemlich daß du deine erſte Liebe verlaſſen haſt ꝛc. Berner begreift die ſer Periodus die Oefnung des erſten Siegels Cap. VI, 2. nemlich den Reuter auf dem weiſſen Pferd mit dem Bogen und der Crone, welcher ausgezo⸗ gen zu uͤberwinden, und dafi er überwinde, wie dann durch Die Vehre des Evangelii in dieſem Periodo viele uͤberwunden und glaubig morden: auch ift in dieſem Periodo erfúllet die Pofaune des erften Ængels Cap. VIII, 7. durch Die greuliche Verfolgung unter den Heydniſchen Kayſern bis auf Conſtantinum M. vorbedeutet durch die Worte: Da ward ein Hagel und Seuer, mit Blut ge- menget, und ward geworffen auf die Erde, und das dritte Theil der Baͤumen verbrannte, und alles gruͤne Kraut verbrannte; anzudeuten die Menge der Martyrer, ſowohl unter den Lehrern, als auch der gantzen Gemeine: und iſt alſo hierin begriffen die erſte Apoſtoliſche Kirche, da die reine Lehre Chrifti und ſeiner Apoſtel in vollem A Der Liebe brannte, wie aus den Geſchichten offen⸗ bar. Dann weil die grauſame Verfolgungen uͤber alle Gemeinen giengen, ſo lernte Anfechtung aufs Wort mercken, und wurde von der Apoſtoliſchen Rei⸗ nigkeit ſehr wenig gewichen, bis ohngefehr im Mittel dieſer Zeit, nemlich im U. Seculo, da die Vorſteher und Aelteſte in den Gemeinen ſich erhuben, und ſich ei⸗ nes herrſchenden Amts anmaſſeten, wie zu Alexandria nach des Marci Tod, die Aufſeher oder Biſchoͤffe nach und nach uͤber die andere Aelteſte erhoben wurden, da zuvor einer wie der ander, und alſo gleich waren. Daher dann Eiferſucht, aus dieſer Haß, und aus dem Haß Verfolgung und Lebloſigkeit entſtanden, und alſo der Anfang der nachfolgenden Geiſtlichkeit oder ſo genannten Hierarchie gezeugt wurde. Darum ſagt Chriſtus der HERR: du haſt deine erſte Liebe verlaſſen, bekehre dich; wo nicht, ſo werde ich kommen, und deinen Leuchter wegſtoſſen von ſeinem Ort; nemlich meine Gnade und Geiſt von dir nehmen. Wobey auch noch gelobet wird, daß ſie die Wercke der Nicolaiten gehaſſet haben, und dieſer Pe⸗ riodus ift in Den erften 3 12. Jahren nach Chriſti unſers HErrn Gebuhrt beori' nemlich bis zum Antritt der Regierung Conltantini M. D. i. bis in Das 312, Jahr O0 2 nach Das Achte Capitel. nach der Geburth unſers HErrn und Heylandes JEſu Chriſti, und dieſer Ter⸗ peyi minus ift gewiß und unumſtoͤßlich, indem wir die Ge burth JEſu Chriſti in das aoe Jahr der Welt 3960. wif einem gewiſſen Auctore feft fegen, wie ſolches in unſe⸗| rer Chronologie ausgefuͤhrt, und dannenher, wohl in acht zu nehme nift; megen| w der Eintheilung der Periodorum aber, da wir einem jeglie ichen 312. Jahr zuge⸗| i theilet, iſt unten Der 21.8. mit allem Bleif gu betrachten. Dann es ift zu wiffen,| daß wir dieſe Beſt ſtimmung der Zeiten gar nicht als ausgemacht ſetzen, weil wir| afi ; nicht etc nea ſagen koͤnnen, dah ein fogenannter Periodus juft 312. Yabe| thu z haben werde. Wir haben vielmehr dieſen quaſi-terminum ad quem genommen, S nicht nur vieler Weitlaͤuftigkeit vorzubengen, ſondern auch denen Liebhabern n einen Weg zu zeigen, k ſie dieſen Welt⸗Tagen aus der Heiligen Schrift dats/ ſchaͤrffer nachſinnen moͤgen, ſonderlich aus denen allbereit verlauffenen und er⸗ I Did i fuͤlleten Zeiten.| gd | i§. 5. Folgt der andere Periodus, vorgeſtel it Durch Den Engel der Gie-| KY% X meine gu Smyrnen, und erſtreckt ſich bis ins zweyte Jahr der Flucht Mahomeds,| Mo ” nemlich bis ing Jahr Chriſti 624. Dieſer Periodus begreift auch die Oefnung| Cw f des andern Siegels Cap. VI, p ingleiche n das Pof aunen Des andern Engels l i l Cap. VIII, 8. Von dem Engel der Gemeine zu Smyrnen ſagt der Text: Ich| Enf - iß deine Wercke, und deine Drangſal ꝛc. v. 10. Fuͤrchte dich fuͤr der| VIII Dinge keinem ꝛc. und ihr werdet Drangſal haben zehen Tage. Wie es nun Hha in dieſen Jahren oder Periodo mit der Kirchen befchaffen gen wefen? bezeugen die d "iii, Hiſtorien. Dann ob ſchon die zehen Heydniſche grauſame Ba folgung in dem Chil vorhergehenden Periodo Ci Die 10, Tage bedeutet) von Zeit zu Zeit, auch Meler endlich ¿u Conltantini M, Zeiten auf e nmal papata en, fo war doch der innere lhenz Zuſtand burch die Sicherheit nur eler x fto fchlimmer geworden, alſo daß ſich ſhehen die Oberſten der Gemeinden und folglich auch die Gemeinen oͤfters he ftiger un⸗ 0 y ter einande r verfolgten, als von den Heyden geſck hehen war, fon derlich in den er⸗ VILI K ſten 100. Jahren dieſes Periodi, wie dann auch in dieſem Jahrhunde t Arius, trahi i folgends A ab in Daio u Periodo Mahomed aufgeſtanden, nemlich im erſt ten und bg A dem letzten? Yahi ae Diefes P eriodi, und in d hemſe lben faſt den« gangen K itz hd Kreyß ver fuhret 3 hne Die andere Irrge sifter r Derer Die Kirchen-Hiftorie wider i gedenckt. Auch hat ſich die Cle erifey indi efer Zeit je mehr und mehr ausgebreitety y und ausgebruͤtet, und ihre abſcheuliche Heucheley Durch mehrere neue Pri ædicata, Msid Titul, Hirrſchaft und Tyranney an den Spoaren eifonnerhi tdurch Conftantini MY M. Vorſſhub, alſo daß die Drangfal diefe Zeit ſehr haiti ind ſchwehr geweſen, ia als durch alfer S irrige ehren, 3 Tyranney der Pfaffen, M ꝛord und Blut⸗Ver⸗ gieſſen, Aufruhr und allerley Verfolgung, alſo daß in dieſen Zeiten die wahre Kirche recht verſucht worden. § 6. In dem V. Jahrhundert ſahe es nicht viel beſſer aus, indem das $ 32 Vey⸗ Ter- nM niie Widi Wn un)(l Wee onid, V Ania Von der Offenbahrung IEſu Chriſti ꝛc. 293 Heydenthum annoch maͤchtig bluͤhete, ingleichen der Arianismus, und unzehlbare andere Ketzereyen. Im woltlichen Regiment und in der ſichtbaren Kirche war nichts als Krieg, Mord und Blut⸗Vergieſſen, Vermehrung des Pfaffenſtandes, und affo ein maͤchtiger Einbruch des Antichriſts. In Summa, es war nichts als Drangſal, Verfolgung, Unterdruͤckung, Gefaͤngniß und Banden, vor die wahre Glaubige uͤbrig. Das VI. Jahrhundert zeiget uns nicht viel beſſers. Dann erſtlich ſind die Juden von den Chriſten grauſamlich verfolgt,(.) das Heyden⸗ thum noch in vollem Schwang geweſen, und(.) haben Die Chriften im IV. und VI. Jahrhundert die Heydniſche Abgotterey, und Bilder⸗Dienſt faſt durchgehends in die Kirche gefuͤhrt; auch ſind die 2. Ungeheure zu Anfang des VII. Jahrhun⸗ derts, als das erſte, nemlich der Papſt oder allgemeine Biſchof durch den Kayſer⸗ Moͤrder Phocam, in der Perſon Bonifacii III. ausgebruͤtet, und dann zwey⸗ tens die hoͤlliſche Brut Mahomed, beyde zu unbeſchreiblichem Schaden der Kire che JEſu Chriſti vom Teufel erweckt worden, wie das viele durch ſie verurſa Morden und Blut⸗Vergieſſen offentlich bezeuget. Daß alſo dieſe Symboli sie| ©myrnifhe Gemeinde in diefen 312. Fahren nah dem 1o. 9. Apoc. IL genug geprufet worden ift, twie durch den Reuter auf dem rothen Pferd Cap. VI, 4. klarlich angezeiget worden, ingleichen Durch die Poſaune des andern Engels Cap. VHL, S. da durch den groffen Berg mit A brennend Der groffe Keber Arius, der Oberſte allgemeine Biſchoff als ein Tyrann der Gewiſſen, und dann der Maho⸗ med angedeutet und vorgebildet worden. Was dieſe vor Unheil in der Kirche Chriſti geſtiftet haben, wird die Kirchen⸗Hiſtorie klarlich zeigen; Daru toird it dieſer Gemeine geſagt: Sey getreu bis an den Tod, ſo will ich dir die Erone des Lebens geben. Und.1. Wer uͤberwindet, dem ſoll gantz und gar kein Leyd ge⸗ ſchehen von dem andern Tod. §- 7- Nun Fommen wir in den dritten Periodum, nemlich in Das VIL VIL. IX. bis in das X. Jahrhundert, das iſt, bis auf das Jahr JEſu Chriſti 936. vorgebildet durch den Engel der Gemeine zu Pergamon, von welchem die Offen⸗ barung Cap. II, 13. ſagt: Ich weiß deine Wereke und wo du wohneſt, nem⸗ lich da des Satans Stuhl iſt ꝛc. v. 14. Aber ich habe etliche wenige Stuͤcke wider dich ꝛc. v. 15. Alſo haſt du auch, die an der Lehre der Nicolaiten hal⸗ ten ꝛc. Dieſen Periodum deutet ferner auch an das dritte Siegel C ap. VI, 5. urh das ſchwartze Pferd ꝛc. ingleichen auch die Pofaune des zten Engels Cap. VIIL, ro. Der Text ſagt zu dem Engel dieſer Gemeine, daß er wohne, da des Satans Stuhl iſt, nemlich unter der Macht und Gewalt des Thiers ꝛr. Wie es nun damalen mit dem in⸗und aͤuſſerlichen Zuſtand der Kirchen beſchaffen geweſen, iſt in der Kir⸗ chen⸗Hiſtorie nachzuſehen. Dieſer Periodus iſt begriffen von den Zeiten des Kay⸗ ſers Heraclii bis in die Regierung des Kayſers Henrici Aucupis, in welcher es wie in den vorgemeldten, an keiner apanki gemangelt, ſo da insgeſamt durch O0 3 die Hte E je HN naaa nean TT——— 294 Das Achte Capitel. die Pfaffen angeſtiftet worden; ja es ſind dieſe Zeiten hierinnen recht grauſam ge⸗ Cap weſen, und iſtfonderlich das Antichriſtiſche Reich aufs hoͤchſte geſtiegen, durch den ng abſcheulichen Bilder⸗oder Goͤtzen⸗ Dienſt, wie ingleichen auch durch die Zuͤge ins Mò heilige Land, und ſind faſt keine Jahrhunderte zu finden, da die Wercke der Nico⸗ dul laiten offenbarer, ohne alle Scheu getrieben, da mehrere Goͤtzen⸗Opffer gefreſſen, nemlich da durch das liederliche Pfaffen⸗Geſchmeiß alles, ſo der Aberglaube ihren Yf i Kirchen, Kloͤſtern, Altären, Goͤtzen⸗Bildern und andern Quisquilien geopffert Ru ` gehabt, mit ihren Concubinen und Huren verpraſſet und verſchlungen, Zaubereyen Din H und andere Graͤuel begangen, offenbare Unzucht und Sodomiterey getrieben, ſo Ån ! viele Seten und Spaltungen unter allen Maul⸗und Heuchel⸗Chriſten in allen iii Theilen der Welt entſtanden, die Rechtglaubige uͤberall verfolgt und unterdruckt, mi alſo daß die Lehre Balaams unter den Pfaffen ohne Scheu getrieben, dadurch das Daf Thier der von GOtt geordnete Eheſtand, bey ſeinem Heer gaͤntzlich verboten, Slin hingegen der Concubinat, d. i. alfe fchándliche Durereyund Sodomiterey offent- E A $ lich erlaubt worden, daß alſo die wahre Kirche in dieſem Periodo in groſſer Truͤb⸗ m { ſal und Leyden geſtanden, dannoch aber an dem Namen Chrifti feft gehalten ii und den Glauben nicht verláugnet gehabt, ob fich gleich auch Nicolaitiſche Lieb⸗ oti 3 haber mit unter gemiſchet haben, deren Bekehrung der Geiſt erinnert, oder er wer⸗ i| 1 de wider ſie kriegen durch das Schwerdt ſeines Mundes, welches ift das leben⸗ s ! Dige Wort Gottes. Da mi U S. g. Sm vorgemeldten Tert finden fich diefe Wort: und baft meinen z MM, Glauben nicht verlaͤugnet, auch in den Tagen, in welchen Antipas mein l r : getreuer Zeuge gelebt, welcher getöͤdtet ift worden bey euch, òa der Batan Ki s ! i wohnet. Es iſt dafuͤr zu halten, daß dieſer Antipas als ein getreuer Zeuge JEſu k l entin Chrifti bey den Pergamonenfern getódtet fey; Figuͤrlich aber ſind durch dieſen Anti- pas bedeutet alle Martyrer in dieſem Periodo, fo durch das Thier und ſeinen Anhang getödtet worden. Und alſo bleiben die Worte des Textes ungemartert, und ohne ttet M Sit i alle ungereimte Auslegung. Die grauſame Kriege, Mord und Blut-Bergieffen gi a und Hungers⸗Noͤthen aber dieſer Zeit, ſind angedeutet durch das ſchwartze Pferd, Corpus uno feinen Reuter Cap. VI,-6. Daf aber gefagt wird, er ſolle das Oel und Wein Chike nicht beſchaͤdigen, bedeutet den Schutz und Erhaltung der wahren unſichtbaren Janm Kirche; die Poſaune aber des dritten Engels Cap. VIII, 10. da der Stern vom yit Himmel gefallen, bezeuget die Aufkunft des verfluchten Mahomeds, welcher durch Mieg ſeine Wermuth⸗bittere dehre den z. Theil wes Erd⸗Kreyſes úberfchwemmt, und 4, das noch ſchimmernde Licht der Morgen⸗Laͤndiſchen Kirchen faſt gantz und gar Ken toat ausgeloͤſcht. Mhen P; §. 9. Der vierte Periodus fångtan vom 12. Saht Henrici Aucupis, und we fih lauft dis in das 36. Jahr Friderici Il. Barbaroſſæ Enckels, nemlich bis ins Jahr MN À Chriſti 1248. vorgebildet durch den Engel zu Thyatira, durch das vierte Siegel. Men Cap. efung Mie j h eini Niy fref WiN o baon M i inal uéi nód gbati pofut N halin elib TANA å kbi einen s mein satan AE j Anti- MN mdo gifi Hfd aW tonu cern woni T t, M pi 4 m pig (ap. Von der Offenbahrung JEſu Chriſtt ꝛc. 295 Cap. VI. tie auch Durch die Pofaune des vierten Engels; Cap. VIII. Von dem Engel der Gemeinde zu Thyatira ſagt der Tert v. 19. Ych weiß deine Wercke und deine Liebe, und deinen Dienſt, und deinen Glauben, und deine Ge⸗ duld, und deine Wercke, und daß der Letzten mehr ſeyn, dann der Erſten, .20. Aber ich habe etliche wenige Stuͤcke wider dich, daß du das Weib Jeſabel, die da ſpricht, ſie ſey eine Prophetin, laͤſſeſt lehren, und meine Buechte verfuͤhren, daß ſie Surerey treiben, und Goͤtzen Opfer eſſen. Dier findet fich nun in der Kirchen⸗Hiſtorie der Zuſtand der Kirche nicht um ein Haar beſſer, als in dem vorhergehenden Periodo, fondern in vielen Stůcken noch viel ſchlimmer und grauſamer unter denen ſo genannten Chriſtlichen Kayſern in den Morgen- und Abend⸗Landern, nemlich nichts dann Krieg, Mord, Blut, Verfolgung und Unterdruͤckung, und dieſes allein unter dem falſchen Schein der Religion und Gottesfurcht, durch der Pfaffen Heucheley und Verblendung. In der Kirche findet man den Zuſtand in vielen noch erbärmlicher, als in dem vori gen Jahrhundert, da zu Rom unter Sergio die beruͤhmte Hure Theodora, nebſt ihren beyden Toͤchtern, die freye Herrſchaft gefuͤhrt, mit welcher Theodora dieſer gottloſe Pfaff Sergius Johannem(welcher nahdem Pabſt geworden) gezeuget. Henricus IIl. muß drey ſchiſmatiſche Paͤpſte abſetzen; Gregorius VII. der Hol⸗ len⸗Brand thut Henricum 1V. in den Bann, welches auch Henrico V. von Pa- {chali 4.(welcher gleichfalls Neben⸗Papſte gehabt) widerfahren. In dieſem Pe- riodo ift auch die Transfubitantiation oder das Goͤttermachen aufs hoͤchſte geſtie⸗ gen, und alſo die rechte Abgoͤtterey in die Kirche gefuͤhrt worden; die Gueltten und Gibellinen entſtanden/ Durch derer Partheylichkeit und der Pfaffen heimliche und offentliche Anhetzung, ſo erſchroͤcklich viel Blut vergoſſen worden; die vielerley Rit⸗ ter⸗Orden ausgebruͤtet, auch die Schul⸗Theologio, als der ſchaͤdlichſte Gift in der Kirchen, eingefuhrt: der Doctor-Titul(als gleichfalls ein Mahl⸗Zeichen des Thiers oder des Weibes Jeſabel) auf den Schulen erdacht, da man erſtlich das Corpus Juris, alg die argfte Peftileng in weltlichen Sachen, wieder aus dem Staube hervor geſucht hatte, ohne was ſonſt vor unbeſchreibliches Elend und Jammer, von den ſo viel entſtandenen neuen Pfaffen⸗Orden der ſo genannten Chri⸗ ſtenheit zugezogen worden, alſo, daß das Verderben, und die Verfuͤhrung durch die falſche Lehren der Jeſabel, der groſſen Huren, gantz unbeſchreiblich iſt. §. 10. In allen obgemeldten Truͤbſalen aber werden jedennoch der unſichtba⸗ ren wahren Kirchen Wercke, Liebe, Dienſte, Glaube und Geduld dieſes Thyati⸗ ſchen Periodi gerühmet, und daß der letzten mehr ſeyn werde, dann der Erſten, twie fich Danu auch bey genauer Unterſuchung der Kirchen⸗Hiſtorie in der That be⸗ findet, daß nemlich gegen das Ende dieſes Periodi, immer mehr und mehr getreuer Zeugen der Wahrheit aufgeſtanden ſind, und dieſelbe groͤſtentheils durch Ber- gieſſung ihres Bluts bekraftig haben: dagegen hat ſich der Pfaffen pran- S in S Ja 296 Das Achte Capitel. Thyranney, gotteslaͤſterliche Lehren, Hurerey, Simonie, Zauberey, Verfolgung oer Rechtglaubigen, auch alle andere Schanden und Laſter, aufs hoͤchſte vermehrt, und die Wercke der Nicolaiten, Goͤtzen⸗Opfer eſſen, Hurerey treiben, Davon im vorhergehenden dritten Periodo geredet worden, offentlich ohne alle Scheu ge⸗ krieben; wie dann dieſer Periodus, in Befnung des aten Siegels, durch das fahle Pferd und ſeinen Reuter, des Name der Tod, und welchem das Grab gefolgt, gar eigentlich vorgeſtellt worden; indem dieſer Maht gehabt úber das 4te Theil Der Erde, daſſelbe zu toͤdten mit dem Schwerdt, und mit Hunger, und mit dem Zod, und durch Die wilden Thiere auf Erden, nemlich durch die Pfaffen, viel grauſamer und beſtialiſcher/ als die wilden Thiere ſelbſten. §.11. Çin gleiches deutet auch Die vierte Pofaune any Cap. VIH. da nach derſelben Erthoͤnung, der dritte Theil der O, Dund denen geſchlagen, alſo, daß ihr dritter Theil verfinſtert worden, der Tag den dritten Theil nicht geſchienen, und die Nacht deſſelben gleichen, da dann durch O und Y die hohe weltliche Po⸗ tentatin in ben Morgen- und Abend-Ländern, durch die Sterne der geiſtliche Stand, Dan. XII, 3. durch Tag und Nacht aber alle andere Menſchen insge⸗ aein verſtanden werden, davon theils helle, wie der Tag, theils dunckel, wie die Nacht, ſcheinen. Weil nemlich dieſelbe durch des Thiers Verfuhrung verderbt werden ſolten, welcher ſonderbaren Verfinſterung in den folgenden Periodis der Engel gedenckt, ſo mitten durch den Himmel geflogen, nemlich durch die drey Wehen, welche er denen, die auf Erden wohnen, mit ſtarcker Stimme verkuͤndigt. C 12. Schreiten alſo zu dem zten Periodlo, durch den Sardiſchen Engel angedeutet; und hat dieſer Periodus feinen Anfang genommen A. C. 1248. und ſein Ende 15 60. nemlich von dem 36. Jahr der Regierung des Kayſers Friede- rici H. bis ins 4te Jahr Ferdinandi l. Von dieſem Engel fagt der Text: Ich weiß deine Wercke, daß òu den Namen haſt, du lebeſt, und biſt doch todt. v. 2. Sey wacker und ſtaͤrcke das uͤbrige, das ſterben will; dann ich habe deine Wercke nicht voͤllig erfunden fuͤr GOtt. So gedencke nun, was du empfangen und gehoͤret haſt, und bewahr es und bekehre dich. v. 3. So du aber nicht wachen wirſt, werde ich uͤber dich kommen, wie ein Dieb, und du wirſt gar nicht wiſſen moͤgen, um welche Stunde ich üͤber dich kommen werde. v. 4. Doch haſt du etliche wenige Namen auch zu Sarden, die ihre Kleider nicht beſudelt haben; darum werden ſie mit mir wandeln in weiſſen Kleidern, dann ſie ſinds wehrt §13. Was es nun vor eine Beſchaffenheit mit denen fo genannten Chri- ſten in Morgen⸗ und Abend⸗Land gehabt, nemlich in dieſem Periodo, ſiehet man weitlaͤuftig und uͤberfluͤſſlg in den Kirchen⸗Geſchichten. Im Morgen⸗Land gieng das Griechiſche Kayſerthum, zuſamt deſſelben Kirche, voͤllig zu Grund, und ſtiege der Mahometiſche Glaube aufs hoͤchſte. Im Abend⸗Landiſchen Reich gieng es durch Deute han WG nis nti [otvo bgr 1, Ši Mag ar MN My Woi gefal, SN çe nuly edid. M W unde ich nani i fie ni 5 ani siit ge fit gug ` ui O £ Von der Offenbahrung IEſu Chriſti ꝛc. 297 durch den Antichriſt, in Veränderung der Kayſer, recht grault Krieg und Blutvelgieſſen an keinem Ort mangelte; dabey d alt der Cl ſey und Biſchoffe, durch den Aberglauben und Nachlaſſ'gkeit der weltlichen tentaten aufs hoͤch ſte ſtiege; alſo, daß durch der Pfaffen zunehmende Gewalt, ſich auch ihre Bosheit, abgoͤttiſch r Tand, mit Reliquien, Wallfahrten, Geluͤbden, offenbah en Hurerey, Verfolgung der Rechtglaubigen durch A und Schwerd, vermehrte, alfo, Dag di Mantyrer in dieſen grauſamen Verfolgungen in der gan⸗ tzen Welt, faſt nicht zu zehlen ſind; auch haben die Pfaffen lauter Rebellionen wider die weltlichen Obrigkeiten erregt, und dergleichen. Darum heißt es im Text: Du haſt den Namen, daß du lebeſt, und biſt doch todt: indem wahrhaftig die ſogenannte ſichtbare Kirche gantz und gar im Tod lage, daher dieſelbe im an⸗ dern v. ermahnet wird, das uͤbrige(nemlich die noch wahre und kleinmuͤthig ge⸗ wordene Glaubige, ſo in dieſen Truͤbſalen gleichſam mit abſterben wollen) ju ſtarcken, wodurch zugleich auch die noch hin und wieder aufgeſtandene ſogenannte Evangeliſche Kirche unter ihren Retormatoribus, Zwinglio, Luthero, Calvino und Beza und andern, mit gemeynet wird, indeme, da das Evangelium durch dieſe Männer der Welt kaum vorgetragen und groſſen Theils angenommen morden, ſolches auch ſobald wieder in vorige⸗Heucheley, abgoͤttiſchen Gottesdienſt im auf⸗ ſerlichen Weſen u..g. verfallen. Jedoch ſagt der Tert: Dafi eg etliche wenige Namen auch zu Sarden habe ꝛc. nemlich die unter dem groſſen rohen Welt⸗Hauf⸗ fen, a dem Verborgenen ihres Hertzens, GOtt im Geiſt und in der Wahrheit anruffen. §. 14. Es wird dieſer Periodus auch vorgeſtellt, durch die Oefnung des ften Siegels Cap. Vi. da die Seelen unter dem Altar, fo da erwuͤrgt waren ꝛe das gerechte Gericht IEſu Chriſti anſchreyen ꝛe. denen aber geſagt worden, daß fie noch ruhen ſolten, bis die noch uͤbrige Zahl der Blut- Zeugen JEfu Chriſti erfüllt worden fey, Die da ſowohl in dieſem, als folgenden Periodis, noch zu ih⸗ nen kommen ſolten; wie es dann auch in dieſem Periodo in dem Antichriſtiſchen Reiche in keine Wege an ſolchen Zeugen der Wahrheit gemangelt hat. Gleichfalls deutet dieſen Periodum auch an, die Poſaune des ten Engels Cap. IX. da Jo⸗ hannes einen Stern geſehen, ſo vom Himmel gefallen war auf die Erde, welchem der Schluͤſſel zum Abgrund gegeben worden. Daß nun durch dieſen Stern die erſts Vorſteher der rechten Apoſtoliſchen Kirchen zu verſtehen, die da in den wahren Antichriſt verwandelt worden, wird Niemand leugnen, der fich auch nur ein wenig, ſowohl in der geift- als auch weltlichen Hiſtorie umgeſehen. Der Schluffel zum Abgrund iſt die Macht der Finſterniß, da der Antichriſt nach dem Spruch Pauli 1. Tim. IV, I. 2. 3. in Der Kirche alles zu Grund aus verderbt, und ſich durch die Macht des Satans an GOttes ſtatt geſetzet hat. Paulus ſpricht Der Geiſt aber ſagt deutlich, daß in den letzten iii etliche werden von dem Glau⸗ Pp ben S ———————————— 198 Das Achte Capitel.| ben abfallen, und anbangen den verfübrerifcehen Geiftern und deh Lehren| k der Teufeln; Durch Gleißnerey der Luͤgen⸗Reder, die im Gewiſſen mit Í Brandmahlen gezeichnet ſind, und verbieten NB. ehelich zu werden, und gebieten, daß man ſich enthalte der Speiſen, die GOtt geſchaffen hat, zu genieſſen mit Danckſagung, denen Glaubigen, und denen, die die Wahr⸗| H heit erkannt haben. In welchem Spruche der Antichriſt aufs deutlichſte abge⸗ de 4 mahlet und beſchrieben wird. Der Rauch aus dem Brunnen des Abgrundes, welcher die Sonne und Luft verfinſtert, iſt die abgoͤttiſche Lehr des Antichriſts,| f S voller Gräuel wider den lebendigen—Ott, durch welche ſowohl die O, als auch| m die Luft, nemlich die uͤbrige Chriſtenheit, verfinſtert und verderbt worden.| i Srg. Ferner ſagt Johannes: Aus dem Rauch kamen Seuſchrecken ꝛe. P , das iſt, aus dieſer abgoͤttiſchen Lehre find erzeugt worden die unzaͤhlbare Menge| f ); alles Pfaffen⸗Geſchmeiſſes, gleich der Menge Heuſchrecken von allerley Ge⸗| 0 b ftalt und Barben, die alleg verwuſten und verderben, wo ſie hin kommen. Im| M 3 9. 9. und 10. v. wird Die Grauſamkeit und Blutduͤrſtigkeit dieſer Heuſchrecken be⸗| i í ſchrieben, wie dann bekannt, wie viel Biſchoͤffe und Praͤlaten den Pantzer ange⸗| M legt, das Schwerd angegúrtet, und durch Beuer, Mord und Blut alleg erfúllet| ; haben. Dieſen iſt gegeben Macht, gleich den Scorpionen, nemlich die Gewiſ⸗|§ { ſen der Menſchen zu angſtigen und zu qualen, gleich wie ein Scorpion ſticht und Schmertzen verurſacht; doch aber ſollen ſie nicht beſchaͤdigen das verachtete Gras, A ki Kraut und Baume auf 7 D. i. die verachtete, unteidrucfre wahre Kirche, oder a i i die geringe arme Glieder derſelben; ſondern nur die Menſchen, die das Siegel y y Gottes nicht an ihren Stirnen haben,(deren Hertzen nicht in wahrem Glauben ſtehen) dieſelben ſollen ſie quaͤlen, aber nicht toͤdten, und ſoll dieſe Quaal nur funf awy Mognat alſo waͤhren. Diefe fünf Monate oder smal zs 8. Jage in fumma 1290, Joh F ai Fage, oder 3. Jahr, 4. und ein halben Monat find Die Zeit; von dem Tage an,| g g da Lutherus dem Verwuͤſten der Greuel, nemlich dem Ablaß, durch welchen das u i taͤgliche Opfer(wahre Buß und eintziges Vertrauen auf das Verdienſt Chriſti, M i der wahre Gottesdienſt, Joh. V, 23.) gaͤntzlich abgethan worden, angegriffen, dn wieder zuruͤck und bis auf die Zeit, da Leo X. difen Greuel des Ablaſſes, ohne An alle Schaam und Scheue, durch ſeine Creaturen verkuͤndigen, und unſagliches Geld dadurch zuſammen rauben laſſen. Dem Propheten Daniel XII, 12. aber Jef wird geſagt: Wohl dem! der da erwarten und erreichen wird tauſend dreyhun⸗ kb dert fünf und dreyßig Tage: nemlich von der Zeit der Verkuͤndigung des Ablaſ⸗ K fes durch Leonem X. bis auf die Zeit, da GOtt der HErr durch Lutherum denſel⸗ fien ben zu Boden werfen laffen, welches alles ſich durch chronologiſche Rechnung fih alfo richtig befinden wird. Es ſagt aber Johannes Apoc. III. eben auch von d Mini dieſen neuen Zuhoͤrern des wahren Evangelii: Ich weiß deine Wercke, daß du fof den Namen haſt, du lebeſt, und biſt doch todt ꝛc. wie dann allen Unpartheyiſchen WP und l ehin tmit N tA Waht⸗ toy Mnd hih, lèng EN, hew / Grady J o Sigel win ni 21190, ige AN wi Dg Mifi attin) f i W aoii 12. U00 rfu TN mukh ehou yuh 00 D ih w Von der Ofenbahrung JEü Chrifti x, 299 tnd Wahrheitliebenden bekannt, daß es von Wiederhervorblickung der Wahr⸗ heit bis auf dife unſere Zeiten von dem groͤſten Haufen heiſſet, was Chriſtus der HeErr beym Matth. XIII, 19.22. ſagt. Das ſogenannte Evangeliſche Chriſten⸗ thum bildet ſich ein, nunmehr aller Abgoͤtterey und Aberglaubens gaͤntzlich befreyet zu ſeyn: Aber weit gefehlt! indem es gar leicht zu erweiſen ſtuͤnde, daferne es nicht wide unſer Vorhaben lieffe, daß der Aberglaube, Heucheley und Abgoͤtterey in den ſogenannten Evangeliſchen Kirchen dermaſſen uͤberflüßig anzutreffen, daß man daluͤr erſchrecken muß. Wer die Wahrheit und nicht die lúgen liebt, muf freymuͤthig bekennen, daß der Antichriſt mit ſolcher Tyrannen faſt uͤberall ſich in unſere Tempel geſetzt, alſo daß man dieſe Goͤtzen, auſer unſern Kirchen⸗Grantzen gar nicht ſuchen darf, und fehlet demſelben nichts, als nur daß die proteſtirende hohe Haͤupter nicht von ſolcher Einfalt ſind, als die Groſſen vor deme im Pabſt⸗ ſtum geweſen, nemlich ſo viel kleine Pabſtlein reich und machtig, ſich ſelbſt aber bettel arm zu machen, ſo wuͤrde ſich alsdann bald aͤuſern, was unter Dem Schaf- Peltz geſteckt, und bis daher von den meiſten, durch Heucheley kaum, kaum, noch bedeckt werden koͤnnen. 8. 16.€s fáhrt aber der H. Johannes v. 6. fort, zu reden von der Wur⸗ ckung vorgemeldter Scorpion⸗Stiche oder Gewiſſens⸗Angſt, durch den Schwarm der Heuſchrecken, die da aus dem Rauch des Abgrunds entſtanden, und ſagt: Darum werden in denſelben Tagen die Menſchen den Tod ſuchen, aber ſie wer⸗ den ihn nicht finden ꝛc. Hierdurch wird angedeutet, was es vor eine Noth und Quaal feye, wann die troſtloſen Gewiſſen, die da hungern und duͤrſten nach Dem V deg Lebens, aus den Baͤchen Belials getraͤnckt werden. Im 7. bis 10. v. beſchreibt Johannes ferner das Heer vorerwehnter Heuſchrecken nach ihren Gemuͤths⸗Ei⸗ genſchaften, als: die da zu nichts anders, als nur zu Aufruhr, Krieg, Mord und Blutvergieſſen geneigt waͤren, wie dann auch ein ſolches die heilige Geiſtlichkeit von Anfang bis auf dieſe Zeiten, nach dem klaren Zeugniß der geiſt⸗und weltli⸗ chen Geſchichte, uberfluͤßig erwieſen hat. Im 11. v. beſchreibt Johannes einen Koͤnig dieſes Heuſchrecken⸗Heers, den Engel des Abgrundes, und nennet ihn auf Hebraeſch Abaddon, auf Griechiſch aber Apollyon, einen Verderber, einen Verſtoͤhrer; weil nun Johannes denſelben einen Koͤnig nennet, ſo muß er ohn⸗ fehlbar wohl der furnehmſte dieſes heiligen Heuſchrecken⸗Ordens ſeyn; weil er den- ſelben aber auch einen Engel des Abgrundes nennet, muß er in der Schule der Fin⸗ ſterniß oder des Abgrundes die Vollkommenheit in aller Liſt, Bosheit und Ver⸗ kehrung der Wahrheit in die Luͤgen, begriffen haben. Um aber nicht weitlauftig hierinnen zu ſeyn, ſo iſt folgende Zahl ſein rechter deutlicher Name: 60. 40. 20. 10. Jo0. 50. 20. I. oder nach dem Hebraiſchen Dοονν.). und iſt am Ende die⸗ ſes Periodi, oder wie andere wollen r Eor Satan ausgebruͤtet worden. ri :' p3 fuͤnf⸗ a-A w < Joo Das Achte Capitel. fünfte Poſaune ſchlieſſet Johannes mit dieſen Worten v. 12. Das eine Weh ift dahin, ſiehe= fommen no sch jwen hernach, F. i er ſechſte Periodus fangt an A. C. 1560. und endet 1972. All⸗ hier wolle ſich bieman drgern, und diefes von ung, als eine untrügliche Beſtim⸗ mung a$ gegen welche wir oben im 2.§. Diefes Cap. geredet aa) annehmen, fondern ermwegen, Daf wir diefe Eir itheilung der Periodorum aus den ver lauffenen Geſchichten genommen. Es wird uns aber dieſer Periodus vorgebildet durch den Engel i der Gemeine ju E Philadelpl hia Cap. III, 7. Ingleichen auc h burch die Bef⸗ oe ſechſten Siegels, Cap. Vl; 12 W zie auch durch der Poſaunen“ Thon Des fed gels“ Ca p. IX, I3. Diel er Periodi s iſt ſo voller Geheimniſſe, daß in Der s Jusl ng deſſelben allein viel furtrefliche Leute angeſtoſfen S und ſonderlich dieſer Urſach halber, weilen man von den Vorgaͤngern, auch von Ju⸗ gend her vorgefaßten Meynung, dasjenige nicht in ſeinem wahren Verſtande an⸗ o ohi neh aon ak welch es in dem folgenden Cap. Apoc. jedoch fo ſonnenklar ohne e Rede befe hrieben n vird. Von dieſem Engel der Philadelphi⸗ fagt$ Yohannes.3. Ich weiß deine Wercke, ſiehe ich habe lt eine offene Thuͤr ꝛc. dann du haſt eine kleine Kraft ꝛc. bis olge nden. In vorgemeldten Worten wird durch die offene Thür angedeutet, S 12: erſtlich: Daß am Ende vorigen Periodi aufgegangene Licht des Evangelii, und dann ferner Die Crfánntnig ı nD Verkündigung des herannahenden Reiches JEſu Chrifti, 1 wie auch die kleine Kraft des gar geringen: Haufleins or wahren unſiche⸗ baren Gemeinde dieſer Zeit. Daß geſagt wird: Es ſol len etliche kommen aus des Satans È Schule, die da fagen werden, fie feyen Juden und ſinds nicht, und ſol⸗ len anbaͤten zu d b; n Fuͤſſen, und ona baf Chriftus iane verachtete Gemein lieb 2c. deutet, daß die Heuchler der falf ch beruͤhmten Kunſt, die ſich ſelbſt be⸗ n fie ſeyen Die warhaftigſten und vollkomme nſten Shri iſten, ſich zu der wah⸗ en Gemeinde YEfu Chrifti verfügen, derer aufrichtiges Leben und Wandel aus Pe ucheley gleick hfa m anbeten um nur ihren Glauben zu pruͤfen, auch ihr Leben und Wa delauszufocſche, Ya fie werden duff lich alles mit machen, wie es die Kir enod de mit fi d bi ingr und die Menſchen erdacht und eingeführt haben ny ſelb yn neor 2 auch h andere lehrende, das wahre Chriſtenthum beſtehe in der a lenp grimaces, ob gleich das, Hertz nicht ein Fuͤncklein von der wahren Liebe< 3 ſti und feiner Erkaͤnnt nig g i vielweniger i eqe euͤbet h habe. Was ſonſt Ute ny Greuel vom At fang i g wohl im ge tals iwe ftli chen Stonde ssf r Beſchreibune bedarf. palge meine Vafelg gungen jederzeit erkannt Nachfragens, welche es geweſen, und welche zu Wa yir worden, n nid Zur fli y veridi fo weri den, Von der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. iu derfelben gehoͤrt haben, und noch ſeyn? obgleich aͤuſſerliches Weſen, Zwang und Heue helen ſich ebenfals mit eingeſe hlichen hat. §. 19. Es wird aber im 10. v. Cap. III. die Ee rolon dieſen Truͤb⸗ falen getroͤſtet, und ſonderlich weil fie das Wort der Gedult bewahret, ſolle ſie errettet werden aus der Stunde der Verſuchung, die da in dem Laodiceiſc riodo(eigentlich in den 42. Monden oder z. und ein halb Jahr beſtehend) úber Den gantzen Welt⸗Kreyß kommen folle; Davon wir in einem rh A uͤber das > Leyden ur 1D Sterben unſers HErrn und Heplandes IEſu Chriſti ausfuͤhrlich ge- handelt haben. Wann nemlich der Sat an den Antichriſt erre egen wird(weil er weiß, daß er wenig Zeit mehe dbrig hat) die wahre Kirche auf das allergr rauſamſte zu verfolgen, als nicht geſchehen vo ar der Creatur, wie dann ſolche Ver⸗ folgung an verſchiedenen Orten in der Offenbahrung J Johanis, auch ſonſt hin und wieder in der Schrift, verkundigt wird: Und dieſer erſe hröͤcklie a Verfolgung der wahren Gle aubigen iſt eine beſtimmte Zeit geſetzt: als Dan. XII. lieſet man erſt lich von der Verfolgut ng ſelbſt alſo: Es wird eine ſolche truͤb ſelige Zeit ſeyn⸗ als nicht geweſen ift, fint daf Leute gewefen find, bis auf dieſelbe Seit. Zur ſelbigen ⁊ Seit wird das Volck errettet werden; v. 4. Du aber Daniek verſchließ dieſe Wort, und verſtegel dieſes Buch bis auf die beſtimmte e Seit: ſo werden es viele durchlaufen, und wird die Erkaͤnntniß vermehret wer⸗ den. Daß nun dieſe Erkaͤnt na in einigen Hertzen der Kinder GOttes zu dieſer Zeit ſchon aufgegangen, iſt wahren Gliedern Chriſti nicht unbekannt, ingleichen aue pr wie dieſe Erkaͤnntniß in Durchl laufung dieſes Buchs oder Geheim nifios von Tage zu Tage v ano et bis die Erſcheinung Chriſti herein brechen wird Wir haben geſagt/ daß d fe Geheimniß nur einigen(hemlich wenige n) nohur Zeit offenbar: Gleichwie den Tagen der Zukunft Chriſti ins 5 leiſch, Luc. II. nur von einem Simeon und einer Prophetin A nna gelefe: wird, fod da auf den Troſt Iſraels gewartet haben. Alſo wird es ſich auch bey der Zukunft Chriſti ereignen/ nemlich daß in Anſehung des gre offi en rohen Welt⸗Haufens fich nur cin geringes Haäuflein finden wird, die da ihres Erloͤſers And ſeines herrlie chen Reie ches erwar⸗ ten werden. Weil aber dieſes in den ſiebenden und letzten Periodum gehoͤrt, wird Das úbrige big dahit n verſpahret bleiben. §. 20. Ym.9. Cap: XIE hòrt Dani el: Daß vorgemeldte truͤbſelige Zeit (nemti iip des banden wiblesten periodi;) nur eine Reit etliche Zeiten(moad im) und die Zeit wahren wuͤrde. Dilſes haben nun v(geift: eiche wacke⸗ re M rant ier ausgelegt, daß eine Zeit cin Sabry und moadim 2. Jahr, die Helfte einer Zeit aber ein halb Jahr, d. i. insgeſamt z. sy nd ein halb Sabr bed eute, mit welcher Erklarung deut fich über infommt, was Apoc. XI-.9. auh Xill, 5. gele- ſen wird: Als von 1260. Zagen, 3, und ein Pta it. 42. Monden. Was wir aber hiebey zu erinnern finden, iſt(.) daß ar x TET daß Moadim in ” dua- 302 Das Achte Capitel. duali gebraucht werde, und alfo nur 2. Jahr oder Zeiten bedeuten muͤſſe, indem uns nicht deucht, Dag folches mit der Hebräiſchen Sprache Eigenſchaft uͤberein⸗ komme.(.) Haben wir ſchon oben gewieſen, daß alle Zahlen in der heiligen Schrift, dis zu ihrer Erfuͤlung myltice oder geheim verbleiben, wie ſolches durch verſchiedene unwiderſprechliche Zeugniſſe zu erweiſen ſtunde. Weilen aber von der Prophezeihung Daniels bis auf die Offenbahrung XEfu Chrifti dem heiligen Cohanni gefchehen, ohngefchr 600. und etliche Jahre verfloſſen, und daher die be⸗ ſtimmte Zeit bis auf die Offenbahrung dem Johanni geſchehen, um 6. Jahrhun⸗ derte naher herbey gerückt, als dieſelbe zu Daniels Zeiten geweſen, ſo fan man gar wohl ſagen, daß die dem Daniel angedeutete Mo ed Moadim vachazi, in&poc. durch die 1260. Tage, 3. und einen halben Tag, item 42. Monden klar und deutlich erklart worden, und alſo z. und ein halb Jahr begreiffen. §. 21. Der Terminus à quo aber, oder Die Zeit Des Anfangs, mann Die fe trúbfelige Zeiten herein brechen toerden, bleibt unerforſchlich, nach dem Spruch Chriſti Matth. XXIV, 36. Marc. XIII, 32. Act. I. 7. Aus den vorhergehenden Zeichen, welche Chriſtus der HErr beym Matth. ſeinen Juͤngern vermeldet, wird folcher von den wahren Glaubigen erkannt werden. Se viel iſt vor jetzo offenbar, daß K. C. 1716. das Mittel des ſechſten Periodi geweſen, und nun bey nahe f. Jahr daruͤber verfloſſen,(daferne man 3 r2. Jahr einem Periodo zulegen will, ſo Waren die Zeiten gegenwaͤrtiger Welt in 7. Tage getheilet, jeder Tag und Nacht wieder in 24. Stunden, ſo haͤtte jede Stunde 13. Jahr: Uber welche Eintheilung wir uns aber mit Niemand zancken, ſondern eines andern, und beſſere Eintheilung uns gar gerne gefallen laſſen wollen.) Der Text ſagt Cap. III. II. Siehe ich komme bald ꝛc daher duͤrffen wir nicht gedencken, daß wir noch juſt 15 1. Jahr big gu Anfang des ſiebenden Periodi unſere Sunden und Bosheit fortzutreiben Zeit haben; Dann Chriftus der HErr ſagt Matth. XXIV, 42. Wachet, dann ibr wiſſet nicht, zu welcher Stunde euer SErr kommen wird, v. 43. Das ſolt ihr aber wiſſen ꝛc. v. 44. Darum auch ihr, ſeyd bereit ꝛc. und Matth. XXV. 13. Darum wachet: Dann ihr wiſſet weder den Tag ꝛc. Daher dann der Tag und die Stunde nicht zu wiſſen, wann in dem 7benden und letzten Periodo die Verſuchung uͤber den gantzen Welt⸗Kreyß kommen werde? Jeden⸗ noch muß hiebey zu erinnern nicht vergeſſen werden, daß, ehe das Thier ſo aus dem Meer aufſteiget, in die voͤllige Macht und Gewalt des Drachens oder des Teufels tritt, nemlich, ehe der Antichriſt ſein vollkommenes und kraftiges Man⸗ nes⸗Alter erreichet, die Menge der Heyden eingegangen, und gantz Iſrael be⸗ kehrt ſeyn muͤſſe, auch daß dieſe Bekehrung noch vor der letzten oder 7benden Zeit, nemlich vor dem Laodiceiſchen Periodo geſchehen muß, davon der folgende 20. und 21.C. zu betrachten. Ob nun wohl dem Allmachtigen GOtt dieſes groſſe Bekeh⸗ rungs⸗Werck in einer gar kurtzen Zeit zu verrichten oder zu wuͤrcken moͤglich/ ſo leh⸗ hrent Maf tn if mifen dem i aiko i dieſem fan abe in ikiga den mo einen ntig har,! Ginooh fin da ſfelndeg Due heimnt nach a g, 21, Un dus den mit der$ A Die gechwie Wda fl Mt Wg hotm, W Lofn WO Dio ho Wad DNG die Ind A i ANg 9 Honden Meg MODE i wdi a hoda I Wi) TNI wh f vil H Maht lung oinn eih yht übeg yanit Das latih. Jabe kata y ow ww au jul y Aity 10 u fi ht ti EAEE. AASE R a Von der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. 303 lehren uns doh die geift- und weltlichen Geſchichte, daß GOtt der HErr alle ſeine Wercke, nach gewiſſen Staffeln der Zeiten vollendet habe. Bey den alten Batz tern iſt feſt geglaubet worden, daß die Welt 6000. Jahr ſtehen werde, und alſo muͤſſen noch 330. Jahr uͤbrig ſeyn, bis zu dem Anfang des ybenden Periodi, inz dem wir nemlich mit einem gewiſſen Auctore nach dem Grunde der heiligen Schrift anitzo in dem 5671. Jahr der Welt, und in dem 172f. Chriſti leben, auch nach dieſem Fundament alle unſere chronologiſche Rechnungen gerichtet haben. Es Fan aber diefe groſſe Bekehrung auch wohl erſt in den legten Periodum fallen, oder in itzigem éten Periodo anfangen, undim legten oder benden erſt vollendet wer⸗ den, woruͤber wir mit Niemand ſtreiten wollen, indem es bis zu der Vollendung eine verborgene Zeit verbleibt. In einer Zeit von 50. und mehr Jahren koͤnnen ſich machtige Veraͤnderungen begeben, wie aus denen vergangenen Geſchichten offen⸗ babr. Dabiy ift ferner zu betrachten, daß uns der gantze Erd⸗Kreyß und alle ſeine Einwohner noch nicht einmal befannt, auch eben nicht vor gewig au fagen, dafi ein jeder Periodus 3 12. Jahr haben muͤſſe, indeme auch nicht alle fy mbolifche ez meinden in Apoc. gleiche Periodos gehabt haben koͤnnen, daß alſo die wahrhafte Daure einer jeden Gemeinde, bis zu gánglicher Erfuͤllung der Zeiten, ein Ge- heimniß verbleiben wird, damit Jahr, Tag und Stunde der Zukunft Chriſti, nach angezogenen Worten Matth. und Marc. gaͤntzlich verborgen bleiben. §. 22. Das Ende dieſer truͤbſeeligen Zeiten beſchreibt Johannes IX, 13. oder 21. unter der Poſaunen des ſechſten Engels alſo:(t) Habe er gehoͤrt eine Stimme aus den vier Hoͤrnern des guͤldenen Altars fuͤr GoYtt, die da zu dem éten Engel mit der Poſaune geſprochen, daß er ſolle aufloͤſen die J. Engel, gebunden an dem groſſen Waſſer⸗Strom Euphrat: Die Stimme aus den 4. Hoͤrnern des Altars find die Erwuͤrgten unter dem Altar Cap. VI, 9. aus allen Theilen Der Erden, gleichwie die 4. gebundene Engel am Euphrat, eben die 4. Engel Cap. VIL, 1. find, die da ſtehen auf den J. Ecken der Erden, welche alle Volcker der Erden(angebil⸗ det durch die 4. Winde unter dem Himmel) bis auf die beſtimmte Zeit im Zaum halten. Dieſe boͤſe Engel nun mit ihren Heerſchaaren laͤſſet der ſechſte Engel mit der Poſaune los, die da beſtimmt waren, auf die beſtimmte Stunde, und Tag, und Monat und Fahr. Daß nun hier eine gewiſſe Zahl benennet wird, iſt offen⸗ bar, und ſcheinct, daß ſolche in 396. Tagen begriffen ſeyn muſſe, in welcher Zeit Durch diefe grauſame Heere v. 16. 17. auf dem gantzen Erd⸗Kreyß durch A, Rauh und 40 v. 18. der dritte Theil der Menſchen werde getoͤdtet werden. Und dieſer Krieg geſchiehet noch vor der Laodiceiſchen oder letzten Zeit, nemlich den 42. Monden,.e aus Dem 19, 20, 21,0, Cap. IX. erhelet, und mid ein ſehr grau⸗ famer Krig fepn, fonderlich weil da ſtehet: Der Dritte Theil der Menſchen werde getodtet werden; und gehoͤret dieſes alleg in Den benden und letzten Periodum. 6,23. Wir haben in dem vorhergehenden§, geſagt: Daß $ Krieg ——x— ·¶¶-. Das Achte Capitel. Krieg Cap. IX. ein kurtzer doch grauſamer Krieg ſeyn werde, darinnen der dritte Theil der Menſchen getoͤdtet werden ſolle, v. 13. Im 20. und ar. v. aber flehet: Die uͤbrige Menſchen, die nicht getoͤdtet worden durch die Plagen, bekehrten ſich nicht, und lieffen nicht ab von den Wercken ihrer Haͤnden, daß ſie nicht anbete⸗ ten die Teufel, und die guldene, und ſilberne und eherne und ſteinerne und hoͤl⸗ tzerne Goͤtzen, welche weder ſehen noch hoͤren, noch wandeln koͤnnen, ſie bekehrten fich auch nicht 26 Der 18.8. zeiget Drey Heere an, nemlich dreyerley Art der An⸗ — tichriſtiſchen Rotten, mie daſelbſt aus den Umſtaͤnden mit mehrerm zu ſchlieſſen, und gehoͤrt dieſe Materie gleichfalls in den 7benden und letzten Periodum. L24. Nachdem wir nun in Erklarung der.erſten Periodorum der Kirche bis hieher gekommen, iſt noͤthig ehe toir weiter, und zu dem letzten Laodiceiſchen Periodo, und deſſen letzten vierthalb Jahren ruͤcken, den Spruch Pauli Róm. X1, 25. ein wenig zu betrachten, da Der poſtel alſo ſagt: Dann ich will euch nicht verhalten, lieben Bruͤder! diß Geheimniß,(auf daß ihr nicht ſtoltz ſeyd) daß die Verhaͤrtung dem Iſrael nur zum Theil widerfahren iſt, ſo lange, bis die Suͤlle der Seyden eingegangen fey, und alfo wird der gantze Iſrael ſeelig werden. Ingleichen was Luc. XXI, 24. geſchrieben ſteht: Und Je⸗ ruſalem wird betretten werden von den Seyden, bis daß die Zeiten der Seyden erfuͤllet werden. Daß nun in dieſen Spruͤchen ſowohl von der allgemei⸗ nen Bekehrung der Heyden, als auch der beſondern des gantzen Iſraels geredet wird/ kan von Niemand geleugnet werden. Es ift aber befannt; Daf Das Evangelium von Chrifto und feinem Reich noch lange niht allen Syd kuͤndigt worden. Dann ob man gleich ſagen wolte, daß durch die Schiffahrten Chriſtus allen 4. bekannten Welt⸗Theilen ware verkuͤndigt worden; ſo iſt ſolches erſtlich nicht ſo ſchlechthin anzunehmen: Dann ein anders iſt es die Art Chriſtum zu predigen, wie es ben den Heuchlern uͤblich, wodurch Niemand gebeſſert, und auf das innere wahre Chriſtenthum geführet wird; ein anders aber eine rechte Apoſtoliſche Ver⸗ kuͤndigung.(2) So iſt uns ja auch noch nicht einmal der gantze Erden⸗Kreyß bekannt: Dann erſtech koͤnnen uns noch unbekannte Voͤlcker im hoͤchſten Norden gefunden werden; wie dann auch im noͤrdlichen America und deſſen andern innern Provintzen noch gantz wilde unbekannte Voͤlcker gefunden werden;(3) Vom groſ⸗ fen Sud⸗Land(welches groͤſſer, dann eins der andern bekannten Welt⸗Theile) und ſeinen Inwohnern iſt noch nicht das allergeringſte bekanat. Solten nun alle dieſe Voͤlcker in den Augen GOttes veraͤchtlicher und verdammlicher ſeyn, als alle andere Heyden, denen er feine unergruͤndliche Liebe in Chriſto verkundige n laffen? olhe wider die Weſenheit GOttes, d. i. ſeine unwandelbare Barmhertzigkeit lauffende Gedancken, wird wohl kein vernuͤnftiger Menſch, der nicht etwa ein Sectirer, oder durch die falſche berühmte Kunſt betaubet, bey ſich hegen koͤnnen. §. 25. Iſt alſo unwiderſprechlich zu ſchlieſſen, daß das Evangelium von Chriſto — Chif gnd ni hao è wirde ji en wenig Demi ja w Ruch⸗ aber d wori Chrif Cpu NE 10 ngA Ñ rodii vrha hahh dS tirgi euwah NV. Ogen tnd all wohl hah s w HAN 46. mal irie toi) lion jtf wig mite Vlk, NUY tarot innat my i Y (p ay s r e a Von der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. 305 Chrifto und feinem Reiche, nach dem Spruch Matth. 24. v. 4. nach Apoſtoliſcher und nicht methodlſcher oder auch kaufmänniſcher Weiſe durch Schifffahrten, vor⸗ hero der gantzen Welt verkundiget werden muͤſſe. Der HERR Chriſtus ſagt: Es wird geprediget e den ER€ 75—. um des Reichs auf dem gantzen Erd⸗Kreyß, zu einem Zeug iß wider alle cker und alsdann wird das Ende kommen. Wie wenig aber die Verkun Dig Di dieſes Evangelii Des Reichs bis daher geſchehen, in⸗ dem es kaum unter denen ſogenannten Chriſten bekannt zu werden angefangen, ift ja weltkundig genug; dannenhero unwiderffrechl ich die Verkuͤndigung dieſes Reichs, nach den Borten Chrif ti er lich erfuͤlet werden muß. Wann und wie aber dieſer voͤlligie Eingang der Heyden und die Bekehrung des gantzen Ifraels vor ſich gehen und geſchehen werde? bleibt ein Geheimniß GOttes, weil uns die Schrift nichts beſonders davon eroͤfnet. Nur dieſes iſt uns aus obgemeldtem Spruch gewiß, daß die Verkundigung von dem Evangelio des Reichs(nemlich des 1000, jaͤhrigen) allen Heyden, Voͤlckern und Zungen, wie auch die Bekeh⸗ rung des gantzen Iſraels, noch vor der Zukunft Chriſti geſchehen müſſ e. C26. Iſt alſo noch das uͤbrige von dem Ende des letzten Laodiceiſchen Pe⸗ riodi mit wenigem zu ſagen. om Ob der letzte Laodiceiſche Periodus, gleich dem vorhergehenden, ein N Naah der Jahre haben, oder nur in der 3. und ein halb Jahr Zeit beſtehen, und gleich auf den ſechſten folgen werde, weil Chriſtus der HErr Matth. XXIV, 22. ſagt: Wo dieſelbe Tage nicht wuͤrden ver⸗ kuͤrtzt werden, ſo wuͤrde Fein SEND erhalten werden; aber um der Aus⸗ erwählten willen werden dieſelbe Tage verkuͤrtzt werden, oder, ob die Stunde der Verſuchung der z. und einen halben Tage in das Ende, i auch noch cher, Deg sten Periodi fallen terde? bleibt noch gur Beit unergruͤndlich.) Deſſen gantze Begebenheit aber ſiehe§.29. und folgenden. Und wird ar dieſes er⸗ klaͤrt in Der Eroͤfnung des sten Siegels s(dann des ſiebenden T egels Eroͤfnung gehoͤrt zu den 7. Poſaunen, und reicht alio das ſechſte Siegel bis an die Erſe De nung Chrifti) Cap. VI, 12. nemlich, toie eg bey. Der Zufunft Chrifti ergeben it da dann erſtlich verkündigt wird ein groß Erdbeben und dieſes wird perz muthli h auf dem gantzen Erd⸗Kreyß geſpuͤhret werden: die Sonne wird ſchwartz werden, wie ein harin Sa, und der Mond wie Blut, und follen die Sterne des Himmels auf die Erde fallen,(fiehe Joël IL, 10.31. item I, r5. auh Matth. A Marc. XII, 24.25. und Luc. XXI, 25. ferner Apoc. im 14.9. ange ogenen Cap. Und der Himmel entwiche, wie ein Buch, das eingewickelt wird: ya alle Berge und Inſuln wurden bewegt aus ihren Orten ꝛc.) Hier iſt nun wohl zu mercken, daß das qoe en der Sternen von. Himmel auf die Erde, myltiſch verſtanden werden muffe Dan obwohl der Mond uns das nachſte wae und 46. mahl kleinen, als die Erde, fo wuͤrde jedennoch deffen Herabfallen von S ecfhrócfli chen Hoͤhe, auf unſere inen ſo Ku Stoß geben, daß alles q zu a E 306 zu trümmern gehen muͤſte, geſchweige wann nach dem aͤuſſern Buchſtaben des Terts viel Sternen herunter auf die Erde fallen ſolten. Soll dannenhero durch diefen Sternen⸗Fall nichts anders, als der Abfall beruͤhmter Lehrer zur ſelben Zeit verſtanden werden. Bon den Zeichen aber an Sonn und Mond iſt allbereit vor⸗ her im 6. Cap. pom 4. big febten S. geredet morden. Indeſſen aber iſt es gewiß, daf bey Anbruch dieſes erſchroͤcklichen groſſen Tages, auch erſchroͤcklich groſſe Zeichen im Himmel(dem geſtirnten) und auf Erden geſchehen werden, nach ben Wor⸗ ten Chrifti Luc. XXI, 25.26. Und eg werden Zeichen gefchehen an Der Sonne und Mond und Sternen: und auf Erden wird den Voͤlckern bange ſeyn, und ſie wer⸗ den zagen, indem das Meer und die Waſſerwogen brauſen werden: und die Men⸗ ſchen werden verſchmachten fuͤr Furcht und Warten der Dinge, die da kommen ſol⸗ len auf den Erden⸗Kreyß: dann es werden der Himmel Kraͤfte erſchuͤttert werden. Gerner Apoc. Vl, r5. 16. 17. und die Könige auf Erden, und die Gürften und Reichen, und die Haurt⸗Leute, und alle Freyen verborgen ſich in die Kluͤfte, und in die Felſen der Berge, und ſprachen zu den Bergen und zu den Felſen Fallet auf uns, und verberget ung fúr Dem Angeſicht des, der auf dem Stuhl fikt, und fúr dem Zorn des Lamms; dann es iſt kommen der groſſe Tag ſeines Zorns; und wer kan beſtehen? C27. Vorher im 22. und 23.§. ift der 4. gebundenen Engel am Euphrat Cap. IX, 14. gedacht worden, und dabey gemeldet, daß dieſes eben diejenige ſind, davon das VII. Cap. redet. Damit nun Niemand meyne, ob haͤtten mir hierinnen einen Irrthum begangen, ſo wird, ehe wir weiter gehen, dieſerhalben noch eine kleine Erklarung allhier noͤthig ſeyn. Im VII. Cap. v. 2. Und ich ſahe einen andern Engel ꝛc. der hatte das Siegel ꝛc. und ſchrie mit ſtar⸗ cker Stuume zu den 4. Engeln, welchen gegeben war zu beſchaͤdi⸗ gen die Erde und das Meer. Und er ſprach: Beſchaͤdiget die Erde nicht, noch das Meer, noch die Baͤume,(die Erde und das Meer, d. i. alle Menſchen, als die Hohen werden durch die Erde, alle Voͤlcker aber durch das wuͤtende Meer verſtanden: der Baäͤume Auslegung aber ſuche der Lieb⸗ haber der Wahrheit Match. V. 15.) bis daß wir werden verſiegelt haben die Kuechte GOttes an ihren Stirnen, damit ſie als die§. kluge Jung⸗ frauen in der letzten Grauſamkeit des Satans und des Thiers beſtehen, und vor den§.thörichten Jungfrauen mit ihrem Brautigam und der Braut, in den Hoch⸗ it⸗Saal eingehen moͤgen. Darum wird nur Cap. VII. dieſer 4. boͤſen Engel und Gewalt gedacht; daß ſie aber ſolche nicht gebrauchen koͤnnen, ſondern e ſtarcke Stimme des Engels von der O Aufgang(nemlich von dem An⸗ geſicht GOttes) mit dem Siegel des lebendigen GOttes(nemlich mit ſonderbaren Gottke y ig ný Ret wiy Wi ido o eud t Dt fol dn. und din saf Dfi DW phit inig nwi fen ahe nts di⸗ ode ett i ii b y miN iit Engl fondem mi baro Hotkke Von der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. 307 Goͤttlichen Macht und Gewalt ausgeruͤſt) bis auf der Poſaunen Thon des ſech⸗ ſten Engels gebunden worden; wird allda Cap. IX, 13. deutlich eiklärt. S. 28. Bis daher haben wir nun die Zeiten von Chrifti Himmelfahrt, bis zu der Zukunft zu ſeinem herrlichen Reiche, durch die 7. Gemeinden Apoc. II. III. ingleichen durch die 6. Siegel Cap. VI. wie auch durch die 6. Engel mit den Po⸗ ſaunen Cap. VIII, ſo viel uns der Geiſt Gottes mitgetheilet, uͤberhaupt erklaͤret und vorgeſtellt: Ehe wir aber wiederum zu der 7benden und letzten Gemeinde, nemlich der Laodiceiſchen, und dem ſiebenden Engel Cap, XI. ſchreiten, wollen wir erſtlich die uůbrigen Capitel dieſer geheimen Offenbahrung betrachten. Da dann vor das erſte wohl zu mercken, daß dieſe hohe Offenbahrung folgende Stuͤcke in ſich begreift, als erſtlich den allgemeinen Zuſtand der Kirchen unter dem Thier und falſchen Propheten; die Sturtzung Vabels, als des Thiers feinen Gig und Thrones; wie auch(.) die Verſtoſſung des Thiers und falſchen Prophetens in den arigen Pfuhl, bey der Erſcheinung Chriſti zu ſeinem Reiche.(.) Die 1000. Jährige Verſtoſſung und Bindung des Satans(.) das rooo. Jährige Reich Chrifti mit ſeinen Heiligen(.) das letzte allgemeine Gericht.(.) Die Wieder⸗ bringung aller Creatur zu ihrer erſten Vollkommenheit, davon aber erſt in dem III. Theil vom X gehandelt werden wird. L 29. Belangend nun die erſte Abtheilung, ſo iſt von derſelben uͤberhaupt in den vorhergehenden$. S. geredet worden. Damit wir aber Dem Buche der Offenbahrung nachgehen, ſo beſchreibt Johannes in dem IV. Cap. die Herrlichkeit Des Lebendigen Gottes, wie ſolche auch EKla. VI. und Ezech J. geſehen: von den 4. Thieren, derer allda gedacht wird, ſiehe oben Cap. II.§. 24 26. Im V. Cap. ſiehet Joh. in der Hand des lebendigen Gottes, das Buch der Geheim⸗ niſſen, durch 7. Siegel(ſieben beſondere Zeiten) verſiegelt, welches niemand, ohne das Lamm das erwuͤrget worden, nemlich Chriſtus FEſus, zu oͤfnen per- mocht. Die 7. Hoͤrner und 7. Augen ſind die Jbenfaltige Gaben des Heiligen Geiſtes ausgegoſſen uͤber alles Fleiſch, Joel U, 28. Von den 24. Aeltiſten und wer dieſelbe ſind, davon iſt allbereit oben an ſeinem Ort geredet worden. Das VI und VI. Cap. find in den vorhergehenden§.§. erklart, nur iſt beym VII. Cap. 85 3. noch zu erinnern, daß allda von denen an ihren Stirnen verſiegelten Knechten Gottes geredet wird. Vom 7. bis 17. v. aber von denenſelben, da ſie ſchon in den Hochzeit⸗Saal mit dem Braͤutigam und der Braut eingegangen ſind. Das VIII. und IX. Cap. ſind hie oben auch ſchon erklaͤret worden. Bey dieſem E. haben wir ferner noch zu erinnern noͤthig erachtet, Dag Joh. dieſe Offenbahrung in ſeinem Exilio in der Inſul Patmos, dahin er durch den Wuterich Domitianum verwieſen worden, gehabt habe. Yoh. fagt Cap. L, q. und ich ward im Geiſt entzuͤckt(alſo daß er dieſe Offenbahrung nicht mit leib⸗ E lichen Augen ſondern mit ſeinem Geiſte geſehen) an des SErren Tage, woz Qq 2 durch 308 Das Achte Capttel. durch insgemein unſer Sonntag will verſtanden werden, wiewohl dieſes ein groſſer Irthum, indeme die erſten Chriſten von keinem Sonntage gewuſt, wie ſolches dey unpaſſionirten Gelehrten ſchon ausfuͤndig gemacht, auch aus Pauli Worten Sal. IV, 10. Col. II, 16. offenbar. Iſt alſo der Tag des HErrn, da⸗ von allhier der Evangeliſt redet, gantz was anders geweſen, nemlich darum des Errn Tag genannt, weilen an demſelben Chriſtus der HERR dem Joh. alle Begebenheiten von dieſem Tage an bis an das Ende aller Zeiten offenbaret hat, ſolche ſeinen Knechten zu zeigen v. 1. und daß nicht alle Menſchen ohne Unterſcheid den Verſtand dieſer Geheimniſſen finden ſolten, ſondern nur die wahren Knechte IEſu Chriſti. Im z. v. preiſet Johannes ſelig, welche da leſen, hoͤren und bewah⸗ ren wuͤrden die Worte dieſer Weiſſagung. Im 4. und F. v. wuͤnſchet er den 7. Gemeinden in Aſia(als die da zur ſelben Zeit unter 7. beſondern Biſchoͤffen oder Aufſehern geſtanden) Gnade und Friede, von dem der da iſt und der da war, und der da kommt.(rins nwa mas Yeh werde fepn Der Syeh fenn werde) und von den 7. Geiſtern, die vor ſeinem Stuhl find; und von YEfu Chrifto, wether ift der getreue Zeuge, der erſtgebohrne von den Todten, und der Fuͤrſt der Koͤnigen auf Erden ꝛc. Dieſe Gnade und Friede wuͤnſchet Johannes von dreyen, als erſt⸗ lich von Dem der Da ift ꝛc. von den ſieben Geiſtern ꝛc. und von JEſu Chriſto ꝛc. woraus offenbar, daß durch die 7. Geiſter der Heilige Geiſt in 7. ſonderbaren Goͤttlichen Wunderwürckungen zu verſtehen, indeme GOtt der Vatter durch den Der da ift, wie auch YEfus Chriftus befonders von Johanne benennt werden, inſonderheit auch Dag Johannes die Goͤttliche Gnade und Friede ſowohl von den 7. Geiſtern, als auch von dem Vatter und JEſu Chriſto wuͤnſchet, dahero, wie ge⸗ dacht, Die 7. Grifter niemand anders als Der Heilige Geiftift und fen fanin feiner ſiebenfachen Wunder⸗Kraft; im 7. v. ſagt Johannes, auf was Art Chriſtus kommen werde; im.0. aber ift ein tiefes unergruͤndliches Geheimniß verbor⸗ gen; allida fteht: Jch bin das A. und das O. der Anfang und das Ende, ſpricht oer SERR, der da ift und der da war und der da Fommt, der Allmaͤchtige. Im 4. v. findet ſich eben dieſe Redens⸗Art: der da iſt und der da war und der da kommt. Daß dieſes nun von GOtt dem Vatter zu verſtehen, iſt unwiderſprechlich aus dem Gegenſatz des s. v. zu ſehen, allwo geleſen wird: und von JEſu Chriſto. Daß aber der Name EBjeh der da iſt ꝛc. und El Schaddai der Allmachtige GOTT, wie Er ſich, der einige wahre GOTT Va ter, offenbaret, beygelegt werde, bleibt wohl ohne allen Widerſpruch: nun aber er im.v. von fich, wie offenbar; woraus dann unwider⸗ n, daß die Weſenheit Chriſti und des Heiligen Geiſtes ohne ei⸗ de ſeyn muͤſſe, gleich und eben wie der Vatter, der da iſt und vird, Ein GOtt Vatter Sohn und H. Geiſt, in einer uns en die H. Schrift keine andere, als vorgemeldte Morta Aian: Pott waller Hie cite wid: gne und? Von der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. 309 Worte von dieſer Goͤttlichen Dreyeinigkeit in dem ewigen wahren GoOtt gebraucht, wollen auch wir durchaus Feine andere gebrauchen oder fuchen noch annehmen. Hieraus aber werden diejenige ihren Irrthum erkennen, welche die ewige Gott⸗ heit Chrifti und des H. Geiſtes ſo ketzeriſch angreiffen und verwerffen. Im 11. v. wird Johanni befohlen, an die in Aſien inſonderheit berühmte Gemeinden, als gen Epheſum, Smyrnen, Pergamon, Thyatira, Sardis, Philadelphiam und Laodiceam dieſe ihm gethane Offenbahrung zu ſchreiben. Im 12. v. ſiehet Joh. 7. guͤldene Leuchter; Gerner im 13. Einen eines Menſchen Sohn gleich (Chriſtum IEſum) in ſeiner Herrlichkeit, ſo unter den 7. Leuchtern gewandelt> und 7. Sterne in feiner rechten Hand gehabt. Sym 2o. v. werden die 7. Sterne erflárt, nemlich dag es die fieben Engel oder Aufſeher von gemeldten 7. Ge⸗ meinden geweſen, und die 7. Leuchter die 7. Gemeinden ſelbſten. Im 7. v. er⸗ zehlet Joh. wie es ihm ergangen, nachdem er Chriſtum alſo geſehen, und wie er wieder geſtarcket worden, da Chriſtus die Hand auf ihn gelegt gehabt, und ge⸗ ſpughen, daß er ſich nicht fuͤrchten ſolte, dann er ſey der Erſte und der Letzte, und der Lebendige, der zwar tod geweſen, aber nun lebe in alle Ewigkeit, der auch habe die Schluͤſſel der Hoͤlle und des Todes. Im 19. v. befiehlet Chriſtus dem Joh. zu ſchreiben, beydes was da iſt und was hernach geſchehen ſolle. Aus dieſen Wor⸗ ten iſt deutlich hell und klar zu erkennen, daß Chriſtus der HERR beydes von dem damaligen Zuſtande der ſieben Aſiatiſchen Gemeinden, durch die Worte: Was da ift, als auch den zukuͤnftigen Zeiten, bis an das Ende aller Zeiten, durch die Worte: Und was hernach geſchehen ſolle, geredet habe. Belangend nun das erſtere, ſo iſt der damalige Zuſtand Der 7. Gemeinen aus dem Text klar und offenbar, als in dem II. und III. Cap. Alſo daß es desfalls keiner Anfuͤhrung be⸗ darf. Den Zuſtand und die Begebenheit der folgenden Zeiten betreffend, bis daß keine Zeit mehr ſeyn werde, ſo haben wir denſelben in den nachfolgenden§. S. den Wahrheit⸗liebenden, ſo viel uns der Geiſt Gottes hievon eroͤfnet/ mitgetheilet/ wobey allhier noch von den 7. fachen Goͤttlichen Wunder⸗Wuͤrckungen des Heil. Geiſtes, durch die 7. Geifter, Die für ſeinem Stuhl ſind, v. 4. Cap. I. porge- biloct, aufs Fúrgefte zu reden noͤthig erachtet wuͤrde, daferne wir nicht die allzu⸗ groſſe Weitlaͤuftigkeit ſcheuen muͤſten: Der begierige Liebhaber aber wird ſich hierinnen in dem II. und III. Cap, voͤllig vergnuͤgen koͤnnen. €. 20. Kommen alfo zu dem X. Cap. in melhem Yoh. Chriftum den HERRN fichet mit einem aufgethanen Büchlein in der Hand, davon er die 7, Siegel erbrochen, und es geoͤfnet,(nemlich es hat Chriſtus dem Joh. die oben gemeldte ſieben Periodos oder Zeiten erklaret) und da er/ der Engel, mit ſtar⸗ cker Stimme geſchrien, hatten ſieben Donner ihre Stimmen geredet, hierdurch werden ſieben Periodi, wir ſagen mit allem Fleiſſe nicht Zeiten, wie ſolches an finem Ort erklart werden folle) angedeutet, weiche in unſern Zeiten, die da Qq 3 durch 310 Das Achte Capitel. durch ODund Knen eingetheilet werden, gar nicht, ſondern in der unwandelba⸗ ren Allgegenwart GOttes, nach dem groſſen Gerichte begriffen. Daher aud dem Johanni geſagt wird, dieſelbe nicht zu ſchreiben, ſondern zu verſiegeln. Berz ner hoͤret Fohannes daß oben gemeldter Engel bey dem Allmachtigen Schoͤpffer aller Creaturen geſchworen, daß nach der Stimme des ſiebenden Engels, wann er wuͤrde poſaunen, keine Zeit mehr ſeyn werde, ſondern ſolle vollendet werden Dag Gez heimniß GOttes, nemlich das groſſe Gericht durch Chriſtum den Richter aller Le⸗ bendigen und Todten gehalten, das Reich des lebendigen C GOttes eroͤfnet, und die Glaubige in daſſelbe eingehen, der Teufel und alle Verdammte aber, in den Arigen Pfuhl, nemlich in den andern Tod verſtoſſen werden ſollen. Es wird aber dem Johanne in dieſem Cap. durch die Stimme aus dem Himmel befohlen, das offene Buchlein aus der Hand des Engels zu nehmen, und daſſelbe zu verſchlingen, ſo er auch gethan, da es dann ſuͤß in ſeinemMunde geweſen, aber im Bauch ge- grimmet; Hiergegen halte, was Jer. XX.7. 8. 9. und XXIII. 29. geleſen wird, fo wirſt du dieſes vollkoͤmmlich verſtehen koͤnnen. Berner mug Johannes ausem nunmehr eroͤfneten Buͤchlein wieder Voͤlcker, Heyden Sprachen und Kükige (d. i. allen Menſchen auf dem Erd-Kreyſe) weiſſagen, nemlich von den fernern Begebenheiten bis auf das groſſe und letzte Gericht, und deſſen endliche Vollen⸗ dung und Herwiederbringung aller Creaturen. Wir haben geſagt, allen Men⸗ ſchen auf dem Erd⸗Kreyß, und dieſes wird oben im 24. und 25. L. erklaͤrt. &: 31. In dem XI. Cap. wird dem Johanni klar gezeiget, was ferner in der allerletzten Zeit der 42. Monden oder 1260. Tagen vor der Zukunft Chriſti, geſchehen ſolle; dieſes aber ſiehet Johaanes aufs allerkuͤrtzeſte zuſammen gefaßt. Erſtlich wird demſelben ein Rohr oder Meßruthe gegeben, den Tempel Gottes, den Altar und die drinnen anbeten, zu meſſen, nemlich die wahre unſichtbare Kirche Gottes von dem ſichtbaren Baalitiſchen Kirchen-Gepränge abzuſondern, gleich⸗ wie etwa ein beſonderes Stuͤck gutes Feldes oder Ackers vor andern ausgemeſſen und verzaͤunet wird. Halte hiegegen Ezech. VII, 3. XLVIII,-22. den auſſern Vorhof des Tempels aber ſolle er nicht meſſen, ſondern hinaus werffen, dann er den Heyden gegeben(d. i. dem aͤuſſerlichen Antichriſtiſchen Kirchen⸗Weſen) Ezech. XLVIII, 15. und die heilige Stadt(nemlich die wahre Glaubige, als das rechte Jeruſalem oder Zion, ſiehe Luc. XXI, 24.) werden ſie zertretten 42. Monden, welches iſt die Stunde der groſſen Verſuchung Cap. III, 10. In den Tagen dieſer Drangſaalen aber, wird Chriſtus der HErr ſeine Glaubigen durch die Weiſſa⸗ gung ſeiner 2. Zeugen troͤſten und ſtaͤrcken; angethan mit Saͤcken, zu Bezeugung ihres Leides, Schmertz und Traurigkeit, uͤber den allgemeinen Verfall und grau⸗ ſame Verfolgung der wahren Glaubigen. Durch dieſe 2. Zeugen haben viel from⸗ me Manner die gange unſichtbare wahre Kirche verſtehen wollen; allein daß dieſes nicht ſeyn koͤnne, zeiget der 10. v. klar, da dieſelbe insbeſondere 2. Propheten ge⸗ nennt 4 i! VEE DAVI i tiafi letbe Wlan À AWE but hah (i 50.30 wird/ feinen MENA j Ripa q i Y Mig n M Nole M w D nein lich⸗ iN fin nA zien) lw ond f aD iiy uwy pg ffi hS mg nast Von der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. nennt werden; Dahero gewiß, daß in dieſen letzten 12 60. Tagen, zu Troſt der Glaubigen, zwey machtige Propheten oder Lehrer aufſtehen werden, ausgeruͤſte mit fonderbarer wunderwuͤr Fender Kraft, gleichwie Mofes und Elias, zu wi derſtehen dem Gott der Erden, nemlich dem Thier, Kis Die gange Erde beh Das A aus ihrem Munde ift die Geiſtes⸗ Kraft, welcher nicht widerſtanden wer den mag, gleichwie dorte n ue, XXI, 15. den Jüngern Chriſti verheiſſen ward. Dieſe werden auch Macht haben in den Tagen ihrer Weſſahung, den Hini me ef i y'erſchli effen, x es nicht regne, wie zu Zeiten Eliſaͤ,.f Reg. XVII. r. glei: hen das Bafle in Blut zu verw andeln, roie Mofe s und Aaron, Exod. VII. Sad zu ſch Pae die> mit alkriy P Si ſo oft ſie wollen, wie eben dieſer Moſes und Aaron i in Egypt n gethan, Exod. VIL- XH. §.32. Nahen 1e nun vorgemeldte 2. Propheten ihr Zeugniß werden vollen⸗ det haben fo, wird das T Th hier, das aus dem Abgrund aufſtei gen s(der Antichriſt —.— mReich) mit ihnen einen Streit halten,(ſ fie werden in die groſfe Stadt Xa gefuͤhrt, und alda dem heiligen Otlicio inquiſitionis uͤbergebel nwerden und wird i uberwinden, und wird ſie toͤdten, v. 8. und ihre Leichname werden liegen Pe pap Plan dir groſſen Stadt, die da geiſtlich heiſſet Sodoma und Egypten, das iſt: 9 50. 30. r. pde SaD, nemlich Fabel, wann aus dem erften 2 aen hgenonii wird/d. i. Lugen⸗Gedichte, da duch unſer HErr gecreutziget iſt, nemlich Chriſtus, T ſeinen glaubigen Gliedern, d. i. in den ung zaͤhlbaren Maͤrtyrern und Blut⸗Z Zeu gen, ſo allda TEDA.9. Und es werden ihre Leichname etlt che aus den Voͤlckern un id Staͤmmen(aus allen Voͤl lckern⸗ die das Thier anzubeten, nach Babel zu Wallfahrten gewohnt ſind) drey Tage und einen halben ſehen. Dieſe drey und ein halben Tag haben pief macfere Manner auf Die Drey und ein halb Jahr, nemlich aa Die Stunde der Verſuchung uͤber den gank tzen Erd⸗Kreyß, deuten wollen; ß aber dieſes nicht ſeyn koͤnne, iſt aus alle Deme, fo vorher gemeldt, zu erfehens > ndern es find diefe drey und ein halber Tag ſchlechterdings in Anſehung obge⸗ meldter 2 Proph⸗ ten zu betrachten, und koͤnnen dahero wuͤrcklich nicht mehr, als dritthalb natürliche T Tage bedeuten, nemlich, wie der Tag nach der Beil. Schrift angefangen wird, auch beny denen Gternfehern alfo brandia eT.i. von 12. Uh⸗ ren Mittags denſel lben anfangen, und eben alſo des folgend. Mit tags um 12. Uhr enden; wie dann die Schrift ſagt: Da ward es Abend(nemlich von Mit⸗ tags 12. Uhr bis 12. Uhr zu Mitternacht) da ward es auch Morgen,(von Mit⸗ ter nadt 12. Uhr bis 12. Uhr Mittags) der erftei Tag. Ur 1D Diefes ift uͤ berali wohl zu mercken. Wann man nun die drey volle Tage wegnimmt, ſo bleibt noch der halbe Tag, der zu Mittags 12. Uhr anfaͤngt, und ſich ms Mitternacht endiget: Das iſt der Punet der Vollendung, nach dem Spruch Chrift Matth. XXV, 6 Zu Mitte i aber ward ein Geſchrey, ſiehe, der Bränttham kommt, gehet aus Ihm entgegen. i wei 312 Das Achte Capitel. .33. Wann nun das Thier gemeldte zween Propheten wird getoͤdtet ha⸗ ben, wird daſſelbe ihre Leichnam nicht in Gräber, ſondern zu einem Freuden⸗ Spectacul aller Welt auf dem Plan der Stadt vor Augen liegen laffen..9. ro. Und die auf Erden wohnen, voerden fich uber ihm freuen, und Wolleben anrich⸗ ten, und einander Geſchencke ſenden; Dieweil dieſe 2. Propheten gequalt hatten diejenige, die auf Erden wohneten,(nemlich das Thier und ſein Reich.) V. r1. Aber nach vierthalb Zagen fuhr in fie Der Geiſt des Lebens von GOtt/ und ſie trat⸗ ten auf ihre Fuͤſſe, und es fiel eine groſſe Furcht uͤber die, die das ſahen. v. r2. Und ſie hoͤreten mit ſtarcker Stimme vom Himmel zu ihnen fagen: Steiget herauf! und ſie ſtiegen hinauf in den Himmel, in einer Wolcken, und es ſahen ſie ihre Feinde. Dieſes alles ſtellet die bloſſe nackte Begebenhelt ohne alle Figuͤrlichkeit, mit obge⸗ meldten beyden Zeugen vory wie fe nemlich von G Ott erweckt, und Chriſto ent⸗ gegen fahren werden, welches die Antichriſtiſche Rotte als eine Zauberey zu ihrer fernern Verſtockung anſehen wird. .34. Es faͤhret aber Joh. im 13. v. fort, und ſagt(da nemlich vorgemeldte zwey Propheten in den Himmel in die Wolcken hinauf geſtiegen:) Zu derſelben Stunde gefchah ein grof Erdbeben, und DaS ro. Theil der Stadt fel, und eg wurden umgebracht durch das Erdbeben 7000. Namen der Menſchen: Nach⸗ deme dieſe 2. Propheten oder Zeugen Chriſto dem HERRN in den Himmel entgegen gehen werden, wird angenblicklich auch das Gericht angehen, und durch das Erdbeben der zehende Theil der Stadt, nicht der einzeln Stadt, als des Thiers eigentlichen Sitz und Thron, ſondern des gantzen Landes Babel, wovon das XIII. Eſa. mit allem Fleiß zu betrachten, ſonderlich der 6⸗ 13. v. item das gange XIV. Cap. wie auch XLVII, 3. Ich will mich raͤchen, und will dir nicht begegnen, wie ein Menſch. Berner auch den 9. ro und 11.9. und folg. Dieyooo, Hamen der Menfchen aber Deuten auf cine weit gróffere Zahl, als fehlechthin 7000. wie dorten eben daſſelbe in den Worten des HErrn zu Elia auf dem Berge Horeb 1. Buch der Koͤn. XIX, 18. zu verſtehen: Und die uͤbrige erſchracken und gaben Ehre dem§T des Himmels, gleichwie dorten die Baaliten 1. B. der Kön. XVIII, 39. Der HErr iſt Gott, der HErr iſt GOtt; von denen aber ferner nicht das allergering te einer wahren Buſſe und Beſſerung gedacht wird, v. 14. Das andere Weh iſt dahin; ſiehe, das dritte Weh kommt ſchnell. S. 3f. Nun ſolte dieſes XI. Cap. vom 15. v. bis ju Ende vollends hinaus gefuͤhrt werden; allein weilen dieſes die ſiebende und letzte Poſaune begreift, da⸗ von im X. Cap. v. J. nachzuſehen: Daß in den Tagen der Stimme des ſiebenden Ene gels, wann er poſaunen wuͤrde, vollendet werden ſolte das Geheimniß GOttes, wie er daſſelbe ſeinen Knechten, den Propheten, verkuͤndiget, ſo muſſen wir das uͤbrige dieſes Capitels beruhen laſſen, bis wir erſtlich ein und anders der folgenden Capi⸗ teln auch durchlauffen haben. Kommen demnach zu dem XII. Cap. einem Capitel von tor ter o por den Det fial Si gehi Gi gid bon, gl Mul dio WN w hal na lid viel eny fit) inf fihi wi XVII tiy f wg liha NY Mih uh Dt diſch thun X Mg ND fout wi Nih j jind wg pw oudn item nitt 7000, 7000 onh ON RON, fun .14 fin fti w MN 0 iibig ni pt W Von der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. 313 von ſehr hohen Geheimniſſen; allein hievon frey zu veden iſt annoch nicht in unſe⸗ rer Macht, ſonderlich auch da die wahren Kinder GOTTESx noch nicht überall fo ausgeruͤſt, daß ſie dieſe harte Speiſe verdauen koͤnten, und wir dannenhero vor den allergrauſamſten Ketzer, ſo jemals geweſen, ausgeſchrien werden wuͤr⸗ den, ſonderlich da wir zeigen wolten, wer das Weib ſeye mit der Sonnen beklei⸗ Det, Den D unter ihren Büffen, und die Cron mit 12, Sternen auf ihrem Haupt habend? Wie wir dann auch mit Wahrheit verſichern koͤnnen, niemalen einen Buchſtaben, auch bey den erleuchteten Mannern, von dieſem hohen Geheimniß geleſen zu haben. Denen, die da mit hoͤchſtem Fleiß inacht genommen haben in H. Schrift, daf Ruach(der Heilige Geiſt) im Grund⸗Text in genere feminino geſchrieben, und ſolches heiliglich betrachten, werden hievon ein Uchtlein erblickt ha⸗ ben. v. 2. Und ſie war ſchwanger, und ſchrie, weil ſie in Kindsnoͤthen war, und gequaͤlet ward zur Geburth. Hier betrachten wir die Heil. Jungfrau Mariam, die Mutter unſers Heylandes, als ein ſonderbares heiliges Fuͤrbild eines hoͤchſt wuͤr⸗ digſten und hoͤchſten Geheimniſſes. Sie hat Chriſtum, den Ertzhirten, und in demſelben alle feine Schaflein, ſeine gantze wahre Heerde, alle wahre Glaubige von Anfang der Welt bis ans Ende, in Chriſto gebohren: Allhier erhebe der Lieb⸗ haber der ewigen Wahrheit ſein gantzes Gemuͤth in himmliſcher Betrachtung, bis nach uns einem andern erlaubet wird, von dieſem Geheimniß hell, klar und deut⸗ lich zu ſchreiben; indeſſen kan man den Spruch Luc. 1, 35. im Geiſt betrachten, vielleicht daß alsdann das Licht erſcheinet, ſo da in die verborgene Tiefe leuchtet. 836. Und es erſchien v. 3. ein ander Zeichen im Himmel, und ſiehe, da war ein groſſer rother Drach; der hatte ſieben Koͤpfe(die ſieben Geheimniſſe der Bos⸗ heit: Gaixciohxq Szeitfzyaqxibhzuo) und 10. Hoͤrner, und auf ſeinen Kopf- fen ſieben Binden. Wer dieſer Drach ſey? haben wir allbereit oben Cap. V. aus⸗ fuͤhrlich erklaͤrt: Belangend aber ſeine J. Koͤpfe, 10. Hoͤrner und 7. Binden, fð wird derſelben gantze Bedeutung dem heiligen Johanni ohne eintzige Figur in dem XVII. Cap. durch den Engel( an der groſſen Huren, die da eben das Thier Cap. XII, I. iſt, nemlich das weſentliche Bild des Drachen, welchem Thier oder groſſen Huren der Drach Cap. XIII. 4. ſeine Macht und Gewalt gegeben hat,) klar und deut⸗ lich ausgelegt, toie bey gedachtem Cap. klar gezeiget werden ſoll. Gehen alſo fort; da dann v. 4. geleſen wird: Und ſein Schwantz ſchleifete den dritten Theil der skner des Himmels, und warf ſie auf die Exden. Dieſe Worte muſſen ſowohl vor der Zukunft Chriſti ins Fleiſch, von der Kirchen Altes Teſtaments, da nemlich vor der allerheiligſten Menſchwerdung Chriſti, der Teufel eine groſſe Menge der Ju⸗ diſchen Cleriſey, wegen der Zukunft des Meſſiaͤ, in die groͤſte Blindheit und Irr⸗ thum geſtuͤrtzet hatte, ohnerachtet ihnen von dem Propheten Daniel Jahr und Tag der Zukunft des Meſſia aufs deutlichſte verkuͤndiget worden war, als auch pon der letzten Zeit des Neuen Teſtaiments werden, da nemlich in der groſ⸗ Rr ſen 314 Das Achte Capitel. ſen Stunde der Verſuchung der dritte Theil der Lehrer nicht beſtehen, ſondern abfallen werden. Und der Drache trat für das Weib, die gebahren wolte, auf daß, wann ſie gebohren hatte, er ihr Kind freſſe. Hier wollen wir abermal das groffe und hohe Geheimniß vorbey gehen, und ſagen, daß uns durch dieſe Worte angedeutet wird, daß der Teufel gleich einem grimmigen Loͤwen, welcher auf den Raub lauret, auf die Geburth Chriſti gelauret, damit er denſelben, als im Fleiſch gebohren, ſeiner Meynung nach, ſogleich verderben möchte. Da ihm aber die Macht GOttes durch die heiligen Engel im Wege ſtund, verſuchte er ſein Heyl durch Serodem den Groſſen, da dann Chriſtus der HErr fuͤr dieſem Tyrannen in Egypten weichen muſte. Wie ſehr aber der Satan durch die Geburth Chriſti ſchon geſchwaͤcht geweſen ſeyn muͤſſe, erhellet daraus,(1) daß er ſeinem ſo getreuen Werckzeug, dem Herodi, nicht einmal anzeigen koͤnnen, wann und wo Chriſtus gebohren worden?(2) wie auch deſſen Flucht in Egypten nicht.(3) Daß auch Satan ſelbſt nicht einmal gewuſt, daß Chriſtus nicht mehr im Judiſchen Lande geweſen; daher er dann den Herodem zu dem grauſamen Kinder⸗Mord gereitzet, in Hofnung„es wuͤrde Chriſtus in dieſer Menge mit erwuͤrgt und ausgetilget werden. F. 37. Und ſie gebahr(v..) einen Sohn, ein Knaͤblein, der alle Heyden ſolte weiden mit einer eiſernen Ruthen. Daß dieſes von Chriſto und ſeiner allerhei⸗ ligſten Menſchwerdung zu verſtehen, wird Niemand widerſprechen/ indem ſolches die Schrift hell und klar bezeuget. Und ihr Kind ward entruͤckt zu Gott und ſei⸗ nem Stuhl,(da nemlich Chriſtus ſein Leiden vollendet, und wieder gen Himmel ge⸗ fahren, nach dem Spruch Eſa. XI III. g. Er iſt aber aus der Angſt, und aus dem Gericht genommen; wer will ſeines Lebens Laͤnge ausreden 2) v. 6. Und das Beib flohe in die Wuſte, da ſie hat einen Ort, welcher bereitet iſt von GOtt, daß ſie daſelbſt ernahret werde tauſend zwey hundert und ſechzig Tage. Das Weib iſt allhier ein Gegenbild der himmliſchen Braut, wovon ein mehrers zu reden, ſich noch nicht thun laſſen will. Allhier bedeutet dieſelbe die allgemeine unſichtbare Kirche; die Wuſte aber, dieſe Welt; der von GOtt bereitete Ort, derſelben ſonderbaren Goͤttlichen Shug wider den Teufel und den Antichriſt; die 1260. Tage aber/ darinnen die Kirche ernaͤhret worden, nemlich wie dieſelbe in ihrer zarteſten Kind⸗ heit wider den Teufel und den Antichriſt beſchirmet worden: und dieſe ſind die halbe Woche Dan. IX, 27. in welcher das Schlacht⸗Opfer und Speiß⸗Opfer abge⸗ ſchaft worden; denn drey und ein halb Jahr thun 1267. und einen halben Tagy in welchen die Kindheit der Kirchen ernaͤhret, d. i. zum Wachsthum ſonderlich be⸗ ſchutzet und erhalten worden. Nach dieſem aber hat ſich die Verfolgung der Kir⸗ chen grauſam geauſſert/ auch taͤglich gewachſen und zugenommen, auch nicht auf⸗ hören wird, bis das beſtimmte Ende herzu komme: Müſſen dannenhero dieſe 1260. Tage zweyfach verſtanden werden, als einmal nach jetztgemeldter Auslegung, und Wi Nn di fer a fl fon M I4, Wg òm W fil a det M (n feir Von der Offenbahrung IEſu Chriſti ꝛc. 315 und dann C2.) auch von der letzten Zeit, nemlich der Stunde der Verſuchung uͤber den gaatzen Welt-⸗Kreyß, daß in derſelben, in der Wuͤſten, d. i. in dieſer Welt Die wahre Kirche dannoch erhalten und ernaͤhret werden ſolle. §. 28. Darnach geſchahe ꝛc. v. 7. Dieſer Vers muß an das Ende des vor⸗ hergehenden§. v. gehaͤnget werden, wie die Erklarung oben Cap. V. H. 2. ſolches zeigt, und alſo allhier nicht wiederholet werden darf. v. 13. Als nun der Drach fahe 2c. v. 14. Aber es wurden dem Weibe zwey Fluͤgel gegeben, wie eines grof⸗ fen Adlers, Daf fie der Schlange entfloͤhe in die Wuͤſte, an ihren Ort, damit ſie daſelbſt ernaͤhret wuͤrde, eine Zeit und zwo Zeiten und eine halbe Zeit. Dieſer 13. 14. 1f. und 16. v. iſt eine Wiederholung des vorhergehenden 6. v. welcher in vore hergehenden§. erkläret worden. Die 2. Fluͤgel wie eines groſſen Adlers, deuten den gewaltigen Shug Chrifti und feines Geiſtes in der Wuͤſten,.i. in dieſer Welt. Was im 15. und 16. v. geſagt wird, deutet ſchon auf die groͤſſere Ver⸗ folgung, durch Ketzer und maͤchtige Tyrannen, als eine hoͤlliſche Fluth, welche aber die Erde nach und nach verſchlungen, da der Hoͤllen Gewalt durch den Tod, der Ketzer und Tyrannen nemlich, dieſer Strom verſchlungen worden. Da ward der Drach zornig ꝛc. Hier wird die grauſame Verfolgung klar angedeutet (nemlich der wahren Kirchen, als den uͤbrigen von des Weibes Saamen) bis an das Ende der Welt. v. 13.. Und er ſtellete ſich an den Sand des Meers; daſelbſt ſeinen Stuhl feſt zu ſetzen, wie aus dem folgenden XIII. Cap. flar erhellet, wie dann auch das geiſtliche groſſe Babel nicht weit vom Meer, und gleichſam auf deſſen Geſtade erbauet worden. L 39. Darnach ſahe ich ein Thier Cap. XIII. ꝛc.(nachdem der Drach mit den uͤbrigen von des Weibes Saamen zu ſtreiten ſich an das Meer geſtellet hatte) aus dem Meer ſteigen, aus dem Abgrund Cap. XVII, S. d. i. von dem Satan an ſeine ſtatt erweckt. v. 15. Werden die Waſſer(Gen. I, 10. Die Verſammlung der Y) Meere genannt, Voͤlcker, Schaaren, Heyden und Sprachen, aus wel⸗ chen das Thier oder Antichriſt entſtehen und Macht uͤber dieſelbe bekommen ſolte, das hatte 7. Haͤupter und ro. Hoͤrner; und auf ſeinen Hörnern waren 10. Binden, und auf ſeinen Koͤpffen war der Name der Läſterung. Vorher im XII. Cap. wird der Drach auch beſchrieben mit 7. Koͤpffen, und 10. Hoͤrnern, und auf ſeinen Koͤpffen 7. Binden: Dahingegen allhier das Thier 10. Binden auf ſeinen Hoͤr⸗ nern hat, als 10. fache Namen der Laſterung, da doch der Drache nur 7. Na⸗ men der Laſterung trägt. Weil diß Geheimniß aber im XVII. Cap. erklaret wird, ſo wollen wir davon zu reden auch bis dahin verſpahren, damit eine Sache nicht fo oft wiederholt werden duͤrffe. Wer aber mit Fleiß auf das Geheimniß der 7. und gehen Binden fichet, wird den Mahomed und Antichriſt, als des Thiers zweyfache Geburth leicht erkennen. v. 12. Und das Thier das ich ſahe, war gleich einem Pardel, und ſeine Fuſſe als eines Bären Fuͤſſe, und fein Maul als eines hg F * 316 Das Achte Capitel. eines Loͤben Maul, dann der Drache hatte ihm gegeben ſeine Kraft und ſeinen Stuhl und groſſe Kraft. Zu der Erklaͤrung diefes v. ift dag VIL Den. ſehr noͤthig/ in melchen unter Der Geſtalt 4. grauſamer Thiere, als eines Loͤben, Baͤrn, Par⸗ dels und graͤulich ſtarcken ſchroͤcklichen Thiers mit groſſen eiſernen Zahnen dem Da⸗ niel vier Tyranneyen, oder gewaltige Reiche gezeiget werden, als ein wahres Vorbild, daß in dem Thier oder Antichriſt allein, alle Gewalt, Tyranney und Grauſamkeit, fo der Drach uͤber alle Voͤlcker, Schaaren, Heyden und Spra⸗ chen gehabt, zufammen flieſſen wuͤrden, darum das Thier auch allein beſchrieben wird, wie vorgemeldte 4. grauſame Thiere zuſammen, nemlich, daß es gleich ge⸗ weſen einem Pardel, feie Bufe als eines Barn und ſein Maul als eines Loͤwen Maul, ſeine Kraft, Stuhl und Macht aber, ſo ihm der Drach uͤbergeben, ſind das ate Thier Dan. VII. 7. 19. ꝛc. Wobey wir nicht umhin koͤnnen, zu erinnern, daß in der Auslegung dieſes VII. Cap. Dan. von vielen ein groſſer Irrthum began⸗ gen, indem ſie gemeynt, das Ite Thier bedeute die ate oder Roͤmiſche Monarchie allein, da doch der 23. v. deutlich ſagt, das ate Thier wird das Ite Reich auf Er⸗ den ſeyn, welches wird anders ſeyn(nemlich es wird aus einem Miſchmaſch aus geiſt⸗und weltlicher Macht beſtehen) dann alle dieſelbe Reiche, und wird das gan⸗ tze Land freſſen und zertretten und zermalmen. Daß nun das Thier oder Anti⸗ chriſt die hoͤchſte und gewaltigſte Monarchie, fuͤr welchem alle Koͤnige der Erden die Knie gebogen, und zum groͤſten Theil ſich annoch vor demſelben ſchmiegen, auf Erden beſeſſen, auch annoch beſitzet, bedarf gantz und gar keines Beweiſes, indem ja weltkundig, daß ſich ſeine Macht und Gewalt úber alle Theile des ç- Kreyſes erſtreckt, Koͤnige auf⸗und abſetzet, ermordet, unterdruͤckt, beraubt und ihre Reiche Tyrannen eingiebt, ſumma, alles verſchlingt, und das uͤbrige ſo in ſeinen Sodomitiſchen Clauſen nicht verſchlungen werden mag, durch ſeine grim⸗ mige Klauen zermalmet. 8. 40: In dem 24. v. beſagten Cap. werden dem Daniel die 10. Hoͤrner er⸗ klaͤrt, nemlich daß aus demſelben Reich(nemlich aus dem Roͤm. das da war, und nicht iſt, wiewohl es doch iſt, Apoc. XVII, 8. indeme das Thier daſſelbe in der That annoch, und dazu mit weit groͤſſerer Erſtreckung, auch Macht und Gewalt, als jemahlen das erſte Rom. Reich in ſeiner hoͤchſten Gewalt zu thun vermocht, beherrſchet) zehen Königreiche entſtehen wuͤrden, davon in der Folge ein mehrers gehandelt wird. Es faͤhret aber Dan. v. 24. fort, und ſagt: Nach demſelbigen wird ein anderer aufkommen, derſelbige wird anders ſeyn, dann die vorigen, und wird drey Koͤnige erniedrigen. Diefes iſt noch zukuͤnftig in dem Laodiceiſchen Ve⸗ riodo und in der Stunde der Verſuchung, die da kommen wird uͤber den gantzen Welt⸗Kreyß, wie aus dem folgenden 28. v. klar erhellet: Und es wird Worte reden wider den Hoͤchſten, und wird die Heiligen der hohen Oerter verſtoͤhren; und wird NB. meynen, er werde die Zeiten und das Recht koͤnnen aͤndern, und ſie wer⸗ wid: ifa dep geti unn Fhir Wh N N mid $ Wg bay tigt Die todli AN le del filt, Hiho z Maht Diy An fan Éf Mah wf iph iuge ims ..1 bien í Wig ——————————--ÆH̃—— Von der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. 317 werden in ſeine Hand geen werden, eine Zeit, und etliche Zeit und ein Stuͤck einer Zeit. Daß nun bis daher von dem Thier oder Antichriſt welcher in der letz⸗ ten Stun de der Verſuchung wuͤten, und ſich uͤber alles was GOtt und GOttes iſt, erheben wird geredet werde, wird kein Wahrheitliebender ar Und ſo viel vor dieſesmal von dem gr fulia$ hier aus dem Daniel. Kehren alſo wieder zu dem XI Apoc. und betrachten das Thier allda ferner. Daſſelbe nun iſt zwar von Anfang der Welt in der Kirche mit geſeſſen, unter dem Kayſer⸗Mor⸗ der Phoca aber erſtlich recht zur hoͤchſten Gewalt und auf den Stuhl des Drachen geſtiegen, und deſſen Kraft und groſſe Macht v. 13. Auch ſahe ich einen ſeiner Köͤpffe, als wärees toͤdlich verwundet ꝛc. Dieſe toͤdl fie Tunde if dem Thier dureh Die Reformation im 7 XVI. Yahrhundert jum Zheil gemacht, ift aber auch durch Den wi e eingeſchlichenen Verfall in die vorige Babyloniſche Greuel, wieder geheilet: daß aber dieſe Verwundung nur ein Vorbild einer andern und nachdruͤcklichern geweſen, lehret die Folge. L41. Der vorgemeldte v. ſagt ferner: Aber ſeine Wunde wurde geheilet; und der gani Erdboden verwunderte ſich, und folgte dem Thier nach. Weraus offen bar, daß das Thier durch eine weltliche Macht, vor den letztern 42. Monden, mac h⸗ tig unterdrůckt werden wird, wie dann am Ende des 4 r. v. geſagt wird: daß fieden Thier ein Bild machen ſolten, das die Wunde vom Schwerdt hatte re. aber feine toͤdliche Wunde ward geheilet, und der gantze Erdboden verwunderte ſich, und folg⸗ te dem Thier nach. Hier wird offenbaret, daß das Thier ſowohl durch ſeine eigene Li ift; als auch durch die Argliſtigkeit ſeiner Rotten, ſich nicht allein wiederum in die is he, ſondern auch noch in Ea S Anfehen, Macht und Herrlichkeit, als 8 je en gehabt(indeme es das Licht des Evangelii gaͤntz zlich wieder auszuloͤſchen fid mühen werde) ſet zen werde: Darum ſagt der 4. v. Und ſie beteten den Drachen an, der dem Thier die Macht gegeben hatte, und beteten das Thier an, und ſpra⸗ den: Wer iſt dem Thier glei ch? Wer kan mit ihm kriegen? von ſolcher ſeit ner Hoheit Mar chti und Gewaltſ agter.y. und es war ihm gegeben ein Maul zu reden groſſe Dinge und Läſterungen: Und e$„Ward ihm Macht gegeben zu handeln 42. Mon⸗ den lang: Der 9, V, ſagt: Wer Ohren hat zu hoͤren, der hoͤre! Nemlich, mer⸗ cfe auf dieſe erſchroͤckliche Befibreibung des Thiers und ſeiner teufliſchen Gewalt, Macht und Laͤſterung. Dann es wird laͤſtern GOtt, ſeinen Namen(Chriftum) und e, Hütte(das himmliſche Jeruſalem, ein Geſpoͤtt aller We ltgeſinnteg und kirchlichen Maul⸗ Chriften) und diejenigen die im Himmel wohnen, alle Blut⸗ jeugen und glaubige Bekenner JEſu Chriſti. St. Paulus beſchreibt dieſes grau⸗ ſame Thier 2. Thell. I, i ti. gat beurl A allwo der Lie bhaber nachfehen Fan. v. 7. Und es wardi hin gegeben zu ſtreiten mit den Heili igen(mit den wahren Glau⸗ bigen auf Erden) und ſie zu uberwinden Ai ihm auch Macht gegeben, uber ale Stimme und Sprachen und Bol cker(uͤber alle Menſchen auf d dem Erd⸗ Rr 3 kreyß) >L T enen 318 Das Achte Capitel. Kreyß) v. 3. Derowegen alle die auf Erden wohnen, beteten es an, nemlich die- jenigen, deren Namen nicht geſchrieben worden ſind, in dem Buch des Lebeng, des erwürgten Lammes, NB. von Gründung der Welt an. Im ro. v wer⸗ den die wahre Rinder Gottes gewarnet, nicht nach heutiger und vergangener Welt⸗ Weiſe, die Wahrheit durch das Schwerdt zu vertheidigen; darum ſtehet geſchrie⸗ ben: So jemand mit dem Schwerdt toͤdten wird, der mug mit dem Schwerdt ge⸗ toͤdtet werden. Hier iſt die Geduld und der Glaube der Heiligen Als durch wel⸗ che allein uͤberwunden werden muß. Im ILY. redet der Heil. Joh. alſo Dar⸗ nach ſahe ich(nemlich nach vorgemeldten Thiere, welches nunmehr die hoͤchſte Macht und Gewalt des Drachen uͤberkommen hatte) ein ander Thier aufſteigen aus der Erden, und es hatte zwey Hoͤrner, gleich wie das Lamm, aber es redete wie der Drache. Das erſte gewaltige greuliche Thier, die Kraft und Macht des Drachen iſt aus dem Meer aufgeſtiegen, anzuzeigen, daß dieſes Thier aus denen, unter dem groſſen und maͤchtigen Thier ſtehenden Rotten, als lauter irrdiſch ge⸗ ſinnten Bauch⸗Dienern, aufſtehen und einen ſonderbaren Gewalt in dem An⸗ lichriſtiſchen Reich uͤberkommen werde. Es iſt der falſche Prophet des Thiers Cap. X. NB. Der Abaddon oDer Apollyon Cap. 1X, 11. fiehe oben§. r4. DANN dieſe Rotte iſt inſonderheit in der ſtaubigten Schul⸗ Philoſophie und Theologie und allen dersleichen Sophiſtereyen und hoͤlliſchen Wiſſenſchaften, die allergelehr⸗ teſte und vollkommenſte, ſteiget auch von Tag zu Tag in dieſen heilloſen Wiſſen⸗ ſchaften hoͤher, bis die Zeit kommt, daß oben gemeldtes Thier aus der Erden (der falſche Prophet) in einer gewiſſen Perſon aus ihr gehohren werden mag. §. 42. Es wird aber dieſes Thier gus der Erden vorgebildet mit 2. Hor⸗ nern, gleich wie das Lamm(Geſetz und Evangelium) nemlich es wird durch ſeine Heucheley und Scheinheiligkeit, wie auch durch ſeine angemaßte geiſt- und welt⸗ liche Weißheit, dem Lamm auſſerlich gleichen wollen, in der That aber wird eg wie der Drache reden, wie dann ſeine teufliſche Kunſt und Gewalt durch die fol— gende v. deutlich beſchrieben wird; Dann v. 12. ſtehet: Und es uͤbte alle Macht des erſten Thiers fuͤr deſſelben Augen; Und es machte, daß die Erde und die darauf wohnen, anbeteten das erſte Thier, deſſen todliche Wunde geheilet wors den war. v. 13. Und es that groſſe Zeichen, alfo dag es auch machte A vom Him- mel fallen auf Die Erden fùr den Menſchen(Durch des Teufels Kunſt und Wiſ⸗ ſenſchaft, als worinnen dieſes Thier ſeines gleichen vor ſich nicht gehabt, auch nach ihm nicht kommen wird) v. 14. und verfuͤhrte die auf Erden wohnen, um der Zeichen willen, die ihm gegeben ſind, zu thun fur Den Augen des Thiers;, Und ſprach zu denen die auf Erden wohnen, daß ſie dem Thier ein Bild machen folten, das die Wunde vom Schwerdt hatte,) aber wieder lebendig worden war;(gleich wie Dan. III. das guldene Bild Nebucadnezars) das da angebetet wuͤrde von allen Zoͤlckern, Nationen und Zungen, ein Bild in Gleichniß des erſtern ogon iere Hie fali Thie MaS deſtz mi wnd fnd Etir Sanni ins eenid fdidh Ai wki Wild. .6. Cti unte fein liebe q Eifin fidem ONAIR dohtete Aonig ahn W dih lten Sim feine q ngi Mns km Defi kity Wol⸗ Ai Pi Hm mw 0 jiki. ſhhle ralon fiom jin Von der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. 319 Thieres aus dem Meer, v. 15. Und es ward ihme, dem Thier aus der Erden,(dem falſchen Propheten) Macht gegeben,(von dem Teufel) daß es dem Bild des Thiers einen Geiſt gebe,(einen hoͤlliſchen Geiſt oder Teufel hinein bannete) Dag des Thiers Bild aucheredete,(gleichwie die Oracula bey den vorigen altern Hey⸗ den;) und machte, daß, welche des Thiers Bild nicht wolten anbeten, getoͤdtet wurden, wie Dan. III, 20. C43. Und es verſchaffte, v. 16. bey allerley Menſchen, beyde den kleinen und den groſſen, beyde den Reichen und den Armen, beyde den Freyen und den Knechten, daß es ihnen ein Mahl⸗Zeichen gebe an ihre rechte Hand, und an ihre Stirnen. Dieſe Mahl⸗Zeichen findet man ſchon anjetzo Fmbolicè in Babel, als⸗ dann aber werden es gantz andere Zeichen ſeyn, daran man die Babyloniſche Hu⸗ ten⸗Kinder fuͤr der Freyen Kinder erkennen wird. v. 17. Und daf Niemand x. der nicht das Mahl⸗Zeichen, Namen oder Zahl des Thiers habe ꝛe. Mo daf aut- fer dieen Gezeichneten, Niemand die geringſte Freyheit haben wird, etwas zu thun oder zu laſſen, ſonderlich in geiſtlichen Dingen oder dem Kirchen⸗Commercio, welches dann den wahren Kindern GOttes eine groſſe Drangſal verurſachen wird. v. 18. Von des Thiers Namen und deſſen Erklarung ſiehe oben Cap. V. F. 6. .44. In dem XIV. Cap. Apoc. als welches nun folget, finden wir dieſe Stuͤcke: als(1) den herrlichen Zuſtand der Seeligen aus den erſten Glaubigen unter Der Zahl der 144000. derer auch Cap. VII. gedacht wird. Dieſe, weilen fie in der allererſten Kirchen y in dem erſten& der heiligen und vollkommenen Liebe gezeuget worden, werden v. 9. genannt: Erkaufte aus den Menſchen, zu Erſtlingen, GOET und dem Lamm. Von dieſen hat Joh. v. 2. 3. die herr- liche majeſtatiſche, doch den Harfen gleichende Stimme gehoͤrt, die da wie ein neu Lied(den Sterblichen annoch unbekannt, als die da nur von Menſchen ge⸗ dichtete Lieder zu ſchreyen gelernt,) geſungen, fuͤr dem Stuhl(dem Thron der Herrlichkeit GOttes) und fur den 4. Thieren(durch welche von dem Stuhl aus⸗ gehen vielerley Wunder⸗Krafte, zu allen hieroben gemeldten Welten, welche ſich in dieſer unſerer untern Welt in den 4. Elementen zu erkennen geben,) und den Elteſten. Davon ſiehe oben§13. Cap. V. K. 4/. Zum andern ſiehet Johannes v. 6. einen Engel mitten durch den Himmel fliegen, der hatte ein ewig Evangelium, Dan N, 24. Hebr. I, 12. (eine gute Botſchaft der vollkommenen Erloͤſung JEſu Chriſti, aller Creaturen in Zeit und Ewigkeit) zu verkundigen denen, die auf Erden wohnen, nemlich allen Heyden, Staͤmmen, Voͤlckern und Sprachen,(alfo, daß Niemand unter dem Himmel ausgeſchloſſen ſeyn ſolle.) Dieſer Engel ſprach, nebſt vorgemeldter Ve kuͤndigung des ewigen Evangelii, mit ſtarcker Stimme:(damit es überall ge⸗ hoͤret werden moͤge) Fuͤrchtet GOtt/ und gebet ihm die Ehre; dann die Zeit fei⸗ wg 320 Das Achte Capitel. nes Gerichts iſt kommen. Woraus offenbahr, daß noch vor dem letzten einbrechen⸗ den Gericht, die Gnaden⸗Thuͤr des lebendigen GOttes annoch offen ſtehen werde. (Dann obgleich der Engel eine zu hoffende Erloͤſung nach den Zeiten in die Zeiten durch das ewige Evangelium verkuͤndiget hatte, ſo warnet er doch vor dem ers ſchroͤcklichen Zorn⸗Gericht des lebendigen GOttes, davon im.,(auch dieſem Theil vom nachzuſehen, ſonderlich Cap. VIL) Und betet den an ꝛe. Dieſe Verkun⸗ digung wird erſtlich vollkoͤmmlich vor dem Fall Babels geſchehen, wie die Folge offenbahret, und gehoͤrt in den letzten Periodum. v. 9. Und ein anderer Engel fol⸗ gete dieſem, der ſprach: Sie iſt gefallen, Babylon, die groſſe Stadt. Dieſes iſt eine troͤſtliche Verkuͤndigung an Die Glaubigen, daß Babel gerichtet worden. Darauf folgt der dritte Engel, welcher fúr der Anbätung des Thiers warnet, (nachdem ſeine Wunde wieder geheilet, Cap. XIII,.) damit Niemand in den Ligen Pfuhl komme. v. 10. 11. Im 12. v. bezeuget der Entzel, daß zu der⸗ ſelben Zeit, Geduld und der Glaube an JEſum erfordert werde, wie auch im 10. v. Cap. XIIl. geſagt wird. Im 15. v. hoͤret Joh. eine Stimme aus dem Himmel, die zu ihm geſagt: Daß die Todten ſeelig, ſo um des HERRN willen ſterben, Lon nun an,(von dem Augenblick ihres Abſchieds) ja ſpricht der Geiſt, auf daß ſie ruhen von ihrer vielfaltigen Muͤhe und Arbeit, dann ihre Wercke folgen ihnen nach. Davon ſiehe im r. Theil vom Znach. Was nun ferner vom 14.v. bis zu Ende dieſes Capitels gemeldet wirds As daf Chriftus der HERR auf per weiſſen Wolcke erſcheinet,(einige ſind der irrigen Gedancken, daß es ein Engel in dem Vorbilde Chriſti geweſen, weil der folgende v. ſagt: Und ein ander En⸗ gel ꝛc. Es iſt aber dieſe Redens⸗Art eben dieſelbe v. K. 9. 9. und alſo von dieſem 14. v. gar ſonderlich unterſchieden, als in welchen Chriſtus perſonlich auf der weiſſen Wolcke erſchienen,) zu verkuͤndigen den groſſen Krieg, zur Verwuſtung Des Thiers und der groſſen Huren Cap. XVII, 45-48. bis dahin dieſe Erklarung verſpahret bleibt. S46. Das XV. Cap. zeiget die 7. Engel mit den letzten ſieben Plagen, welches alles in den letzten und ſiebenden beriodum gehoͤrt. Es fangt ſich aber dieſes Cap. v. z. alſo an: Darnach ſahe ich ein ander Zeichen im Himmel, das war groß und wunderſam, nemlich 7. Engel, die hatten die letzten 7. Plagen, dann durch dieſelben 7. Plagen iſt der Grimm GOttes vollendet worden. v. 2. Und ich fahe als ein glaͤſern Meer mit»gemenget, und die den Sieg behalten hatten an dem Thier und an ſeinem Bilde(nemlich baſſelbe gleichwie Sadrach Meſach und Abednego Dan, II, 1a2. nicht angebetet hatten) und ſeine Mahl⸗Zeichen, (daß ſie derſelben keines mit den Heuchlern angenommen) nemlich ſeines Namens Zahls durch welches Zeichen oder Zahl das Thier ſeine Angehöͤrige erkennen wird, gleichwie man an den Pferden findet, und daran erkennen kan, in welchem Ge⸗ ſtudt dieſelbe gefallen: Dieſelbe ſahe ich ſtehen an dem olifan Nahea orfe ,;. GOttes A prai Mo fam aud hrat úh: ge Di duk iw mad WOD Gott miy w! n fein fhi fin 6⁰ Pi tn k Ma, T EN Gurig WX Mng go Sekn Gtt At Mog (nani Dan Mie WI. Win EM niwy uug WR jD ó NA DM ndi yati Mih i onii gaid mov pafat 0ttes Von der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. 321 GOttes haben,(nemlich einen feurigen Liebes⸗Trieb durch den Heil. Geiſt, zu preiſen die Goͤttliche Majeſtat und Herrlichkeit.) v. 3. Und ſie ſungen das Lied Moſis, des Knechtes GOttes, und das Lied des Lamms,(das Lied Moſis und des Lamms, d. i. nicht menſchliche Gedichte, die oͤfters halbe Meilen und laͤnger/ auch von ſo ſeltzamen Erfindungen zuſammen geſtoppelt, daß ſolche mehr ein Miß⸗ brauch des Namens GOttes, als deſſen rechtes wahres Lob begreifen,) welches uͤber die Maſſe kurtz, und von lauter majeſtaͤtiſchen Kraft⸗Worten zuſammen geſetzt, wie folgt: Groß und wunderſam ſind deine Wercke, o HERRN! der Du bift Der almachtige GOTT: Gerecht und wahrhaftig find deine Wege, du Koͤnig der Heiligen!.4. Wer folte dich nicht fürchten, 9 HERR! und deinen Namen preiſen? Dann Du bift allein heilig: Dann alle Heyden NB. werden kommen, und werden anbeten fuͤr Dir, dann deine Urtheile ſind offenbahr worden. Und eben ſo kurtz finden ſich die Gebats⸗Formuln, um von der ewigen Gottheit etwas zu bitten; als Luc. XV. 21. Vatter! ich habe geſundigt im Him⸗ mel und fur Dir; Ich bin forthin nicht mehr wehrt, daß ich dein Sohn heiſſe: und Luc, XVIL 13. O GOTTI fey mir Sünder gnádig. Und fo viel bedarf es nur auch, eine wahre Bewegung und Cmpfindlichkeit der Seelen, und gar Feiner fo abgeſchmackter Kackel⸗Gebaͤter, als der ſich ſelbſt erzwungenen abge⸗ ſchmackten Pietiſten, welche oft in ihren Gebaten und Geſaͤngen, den allerheilig⸗ ſten Namen JEſu zu gar vielen ungereimten malen in einem Vers repetiren, GOTT aber meig, wie? und mit was vor demuͤthigſter Andacht? -47. Im 5. v. ſiehet Yoh. dag der Tempel der Hütten des Zeugniſſes im Himmel aufgethan worden, und aus dem Tempel die J. Engel, mit vorgemeld⸗ ten letzten 7. Plagen gegangen ſind, geſchmuͤckt mit groſſer Herrlichkeit, v. 6. Im 7. v. wird gemeldet, daß eines der 4. Thiere, der Durchgang des A) deg J. Engeln ſieben guͤldene Schaalen(eine Anzeigung der lautern Gerechtigkeit der Gerichte GOttes) voll des Grimmes GOttes gegeben habe ꝛc. Nach dieſem ſey Der Tempel voll Rauchs von der Herrlichkeit GYttes und von ſeiner Kraft gewor⸗ den, alſo, daß Niemand in den Tempel gehen koͤnnen, bis die 7, Plagen der 7. En- gel vollendet worden; NB. anzuzeigen, daß alsdann kein Seufzen, Schreyen und Flehen mehr, von des Thiers Gezeichneten, noch einige Vorbitte vor dieſelbe, zu Gott hindurch dringen werde, bis daf feine gerechte und heilige Gerichte vollen⸗ det worden. -48. Nun werden von Johanne in didem XVI. Cap. die tekte ſieben Plagen nach der Ordnung erzehlet, welche in der letzten Zeit ergehen follen; (nemlich in den z. und ein halb Jahren,) dann alſo ſagt der efte v. Cap. XV. Dann durch dieſelben Plagen iſt der Grimm Gottes vollendet worden; daher ſolche Plagen unwiderſprechlich in der allerletzten Zeit geſchehen werden. v. r. Cap. XVI. Die ſtarcke Stimme des Befehls aus dem Tempel an die 7, Engel iſt die Sf Stim⸗ . Das Achte Capitel. Stimme des Allmaͤchtigen. v. 2. Die Plage von dem erſten Engel, erwe kt ein döſes und arges Geſchwaͤr an den Menſchen, fo das Mahl-Zeichen Deg Thiers haben, und fein Bild anbeten. Emne Plage 7 wie dorten an den Egyptern, da der allmaͤchtige HERe ſein Volck Iſrael aus der Dienſtbarkeit zu der herrlichen Freyheit in das Land Canaan, als ein Zeichen des himmliſchen Vatterlandes, führen wolte. v. 3. Durch des andern Engels Plage wird das Meer in Blut verwandelt werden, wie das Blut eines Todten,(welches dann etwas ſonderli⸗ ches abſcheuliches ſeyn wird) davon alle Fiſche im Meer ſterben werden,(nemlich/ fiche Fig. 13.) welches dann einen erſchroͤcklichen grauſamen Geſtanck erwecken mid..a. Die Wage des dritten Engels wird- alle Fluͤſſe und Brunnen in Blut verwandeln;(wie vor) daher des Thiers Angehörige mit unſaglichem Durſt werden geplagt werden, wie dorten die Egyptier, welche uͤberall vergeblich nach Waſſer gruben. v. 5. Darauf hoͤret Johannes NB. den Engel der Waſſern pan: GERR! Du bit gerecht, der da ift und der da war und der Heilige, (mas wx ans) dag Du diefes geurtheilt haft;.6. Dann fie haben Dag Blut der Heiligen vergoſſen; darum haft Du ihnen Blut zu trincken geben, dann ſie ſind deſſen wehrt. v. 7. Und ich hoͤrte einen andern Engel aus dem Altat fagen: Ya HERR, der Du bift der alimáhtige GOTT, Owy N) Deine Gerichte find aufrichtig und gerecht..8. Nach dieſem gieſſet der ate Engel ſeine Schaale aus in die Sonne, damit die Menſchen erhitzet werden durch A, v. 7. da ſie nun alſo werden erhitzet werden, werden ſie den Namen GOttes laͤſtern, der da Macht hat úber diefe Plagen, und werden ſich nicht bekehren und ihm Pref geben, weil fie der falſche Prophet durch ſeine oben gemeldte Zeichen und Wunder verfuͤhren wird, wie dorten bey den Egyptiern Jannes und jambes thaten. v. 10. Der fte Engel wird ſeine Schaale auf den Stuhl des Thiers gieſſen, da wird dann deſſel⸗ ben Reich verfinflert werden, alſo, daß ſie fur Schmertzen ihre Zunge zerbeiſſen werden ꝛe. Durch dieſe Plage wird das Thier und ſein Anhang gleichſam am Hertzen angegriffen werden, und einen gewaltigen Stoß leiden, ſich aber dannoch nicht bekehren. v. 21. Der ſechſte Engel gieffet ſeine Schaale aus auf Den grofe auf daß be⸗ Hoy fen Fluß Euphrat; da wird deſſelben Waſſer ausgetrocknet werden, reitet wurde der Weg den Koͤnigen, die von Aufgang der Sonnen kommen. 9. 49. Die Auslegung dieſes letztgemeldten 12. v. muſſen wir etwas weit⸗ läuftiger vor uns nehmen. Und(1) ſo haben wir hieoben geſagt, daß annoch viele Hepden(ſamt dem gantzen Iſrael) vor der Zukunft Chriſti bekehret werden muͤſten; dag aber diefe alle in einem gewiſſen Welt⸗Theil in eine gewiſſe Kirde oder Gemeine verſammlet werden ſollen, ware eine Thorheit ju fagen, ſondern es wird dieſe Belehrung hie und da in allen Welt⸗Theilen geſchehen.(2) Muf man fich aus dem 2. B. der Koͤn. XVII. erinnern, daß Salmanaſſer, der Koͤnig in Aſſy⸗ rien, die 10. Stamme Ifraels gefangen hinweg gefuͤhrt, und roie von e er⸗ ahrnen fah glu Ali uni yal Mui vitn W eig ani wuni fon Tari mih Mge floe ii fe uh 9 wil feil me Mor Gih fhu big wik duro Efi, fn 1 W0, WN Ur fga uf: in Me dle — Van der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. 323 fahrnen Leuten behauptet werden will, ſo ſoll dieſer dalmanaſſer dieſelbe uͤber den Fluß(Wolga heutiges Tages genannt) in die Laͤnder(zu unſern Zeiten Calan und Aitracan benannt) geſandt haben. Von dieſen ſagt das 4. B. Elcæ XIII, 39. und folg. alſo: Daß du aber ſaheſt, wie er cin ander friedſames Volck zu ſich verſammlete, v. 40. Das ſind die 1o. Stämme, die zur Beit des Königs Olea aus ihren Landen in Gefängniß kamen, welche Salmanaſſer der Konig in Aſſy⸗ rien gefangen wegfuͤhrte, und brachte ſie uͤber den Fluß(wie oben gemeldt, die Wolga: Dann daß hier und auch folgends der Phrat nicht verſtanden werden Fany zeiget das folgende, in die Calan-und Attracaniſche Tartarey) welche hernach in ein ander Land gefuͤhrt worden ſind(wie der folgende v. erklart) v. 41. Gie aber wurden zu Rath, daß ſie die Heyden verlaſſen wolten, und hinuͤber ziehen, in ein fernes Land, da nie keine Menſchen gewohnt hätten(in die heut genannte alte Tartarey Mongal oder Mongul) v. 42. da wolten ſie die Rechte halten, die ſie in ihrem Bande nicht gehalten hatten. v. 43. Sie zogen aber hinein durch die enge Furt des Fluſſes Euphrat(uͤber den groſſen Fluß Oby, ohngefehr wo der⸗ ſelbe entſpringen mag, oder vielmehr, wo er ſich an einem Ort enge zuſammen ziehet: Drum wird geſagt: Durch die enge Furt) v. 44. Dann der Allerhoͤch⸗ ſte thaͤt fuͤr ihnen ein Zeichen, daß er die Quelle des Fluſſes verſtopfte, bis ſie hin⸗ uͤber kamen. v. 4. Da zogen ſie einen weiten Weg durchs Land, anderthalb Jahr lang(welches ſich nicht zu verwundern, indem ein ſo ferner Weg durch m wildes rauhes und oͤdes Land, mit Weib Kindern und allem ihrem Plunder, bis w ſie ihren Ruhe⸗Ort gefunden, gar gerne eine ſolche Zeit erfordert gehabt;) und ka⸗ h men in eine Gegend, die da heiſſet Arlareth(d. i. vorgemeldtes Mongal oder e Mongul, wie dann noch bis auf dieſe Zeit in gemeldter Landſchaft Horden oder H Geſchlechte anzutreffen ſeyn ſollen, welche den Namen und Sitten ihrer Iſraeliti⸗ tn ſchen Voreltern big diefe Stunde beybehalten haben) v. 46. daſelbſt wohnten ſie lo bis auf die lekte Zeit, v. 47. und wann ſie wieder von dannen kommen ſollen, A wird der Allerhöchſte des Fluſſes Quelle abermals verſtopffen, auf daß ſie her⸗ Ai durch kommen moͤgen; das iſts, daß du ein friedfertig Volck ſaheſt. Und ſo weit n Eſra. Der Prophet Yeremia reet Cap. XVIL, 13. ſqq. gar nachdencklich von die⸗ po fen 10. Stämmen, wann er alſo ſagt: Darum will ich euch von dieſem Lande werf⸗ fen, in ein Landy dag weder ihr noch eure Vatter kennen: Daſelbſt werdet ihr andern Göttern dienen Tag und Nacht, ſo lange ich euch nicht werde Gnade geben. v. 14. Darum, ſiehe es kommt die Zeit(ſpricht der HERRR) daf man nicht mehr fagen mid: So mahr de HERR lebt, Der Die Kinder Iſrael aus Egypten her⸗ auf gefuͤhret hat; v. s. fonden, fo wahr der HERR lebt, Der die Kinder Ifrael herauf gefuͤhret hat aus dem Lande der Mitternacht(nemlich aus vorge⸗ meldter Tartarey, alg dem Juͤdiſchen Lande gelegen gegen Mitternacht) und aus allen Laͤndern, dahin er ſie verſtoſſen e i Dann ich will ſie wieder bringen i 2 ihr 324 Das Achte Capitel. ihr Land, welches ich ihren Vaͤttern gegeben habe. v. 16. Siehe ich will Fiſcher auſſenden ꝛc.(die Apoſtel, das Evangelium zu verkuͤndigen) und darnach will ich Jager auſſenden ꝛc. d. i. zu der Zeit, wann ich ſie bekehren will, will ich ſolche ſenden die gleich den verſchlagenen und liſtigen Jaͤgern dieſelbe aus dieſen Wufte⸗ neyen zuſammen treiben ſollen. F. 50. Aus vorgemeldten iſt nun zu ſehen(.) welches allhier der groſſe Euphrat ſey? nemlich der Oby.(.) Wer die Koͤnige vom Aufgang ſeyn werden? nemlich die durch Salmanaſſer weggefuͤhrte 1o. Stämme Iſraels, welche alsdann ſchon an ihrem Urt zu Chriſto bekehrt ſeyn werden. Nun faͤhrt Johan⸗ nes im 13. v. fort, die uͤbrige Begebenheit bey der Plage des ſechſten Engels zu erzehlen, nemlich alſo: Und ich ſahe aus dem Maul des Drachen, und aus dem Maul des Thiers, und aus dem Maul des faſſchen Propheten, drey unrei⸗ ne Geiſter gehen, gleich den Froͤſchen, welche nichts als hoͤlliſchen Koth, Schlam und Unflath lieben: nemlich weſentliche Teufel, d. i. eingefleiſchte Teufel in gewiſſen Menſchen. v. 14. Dann es ſind Geiſter der Teufeln, die da Zeichen thun; welche ausgehen zu den Koͤnigen der Erden, und zwar des gantzen Erd⸗Krey⸗ ſes, ſie zu verſammlen in den Streit jenes groſſen Tages Gottes des Allmaͤch⸗ tigen. Cap. XVH, 14: XIX, 19. XX, 9. Im 15. v. wird die Stimme Chrifti zur Warnung alſo gehoͤrt: Siehe, ich komme wie ein Dieb; ſelig iſt der da wa⸗ chet, und bewahrt feine Kleider, dah er nicht blos wandele,(ohne wahren Glau⸗ ben und die reine Liebe YEfu Chrifti) und man feine Schande fehe. v. 16. Und ſie(die vorgemeldte z. unreine Geifter) haben ſie verſammlet an einen Ort, das da auf Hebraiſch heiſſet Harmageddon. v. 17. Gieſſet der Ibende Engel ſeine Schale in die Luft; Darauf geht eine ſtareke Stimme aus dem Tempel des Himmels von dem Stuhl(von dem Thron des Allmaͤchtigen Gottes) die da ſpricht: Es iſt geſchehen(nemlich daß vollendet werden die letzte beſtimmte Pla⸗ gen.) Darauf dann in den uͤbrigen v. die erſchroͤckliche Zeichen, die Stuͤrtzung Babels aufs kurtzeſte, ſamt der erſchroͤcklichen Plage des grauſamen Hagels erzehlet werden; weshalben die Menſchen(nemlich von des Thiers Anhang) Gtt laͤſtern werden. Alle dieſe Plagen werden die wahre Kinder Gottes in keine Wege betreffen, gleichwie die Kinder Ifrael im Lande Goſen von den Egyp⸗ tiſchen Plagen befreyt blieben. Belangend aber den gaͤntzlichen Fall Babels, wie auch die Stuͤrtzung des Thiers und ſeines falſchen Propheten, ſo wird dieſes alles in den folgenden 17. und 19. v. dem Johanni deutlicher und ausfuͤhrlicher ezeiget. r S. yr. Underftlich wird in dem XVII. Cap. demſelben das Urtheil der groſ⸗ ſen Huren gewieſen, v. 1. Kommt einer der Engeln, ſo die letzt gemeldte 7. Plagen vollendet, und ſpricht zu Johanne: Komm, ich will dir zeigen das Artheil der groſſen Huren, die da auf vielen Waſſern ſitzet(die da uber alle Voͤlcker, Spra⸗ chen oi lini ihte ine W Mi efit mit St hn WI nng Gei nif ſchm Dra Si k3 ſche trg Gy y lioni aan | Firg uni fh hinge dernd lebeng Wd fita i Wi nady hifi l hi ind i0 in (W A Mly ug ui w) (eii iy N dih i f m We hil NA Ae —— Taaa e Baa ATi a ii Von der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. 325 chen und Zungen berrſchet, indem ſie ihr Bild angebetet) dann v. 2. ſtehet ferner: Und truncken worden ſind von dem Wein ihrer Hurerey(dem graulichen Unflath ihrer teufliſchen dehre, die da wohnen auf Erden. v. 3. Und er brachte mich im Geiſt in eine Wuͤſte(die verderbte Welt, welche allhier um all ihrer Greuel willen eine Wuͤſte genannt wird) und ich ſahe ein Weib ſitzen(die Antichriſtiſche Feſabel, die da den Cananitifchen Goͤtzendienſt in die Kirche eingeführt, die Goͤtzen⸗Opffer zu eſſen gelehrt, und geiſtliche Hurerey treiben, ſamt der leiblichen, nebſt aller Sodo⸗ miterey) auf einem Scharlach⸗rothen Thier(auf den Stuͤtzen Des Thiers> Dieden Stuhl unterſtuͤtzen, tragen und erhalten, nemlich die in Scharlach gekleidet ge⸗ hen, deren Namen Fig. 14.) das war voll Namin der Laͤſterung(dann es lehret die Menſchen, daß es an Ottes ſtatt fike, hat auch das Heydenthum mit allen ſei⸗ nen Greueln wieder ins Chriſtenthum eingefuhrt, und maffet ſich alles Goͤttlichen Gewalts an) und hatte ſteben Koͤpffe, und 10. Horner; welche der Engel folgends erklart. v. 4. Und das Weib war bekleidet mit Purpur und Scharlach, und ge⸗ ſchmückt mit Golde und Edelgeſteine und Perlen(weilen dieſes Thiers Koͤniglicher Pracht und Kleidung mehr als zu weltkuͤndig, bedarf es hieruͤber keiner fernern Erklarung) und hatte einen guldenen Becher.in ihrer Hand(bedeutende, DaF Dic- ſe Jeſabel aller Welt ihre abſcheuliche Grauel unter dem äuſſerlichen Pracht und ſcheinbarſten Heiligkeit, gleichwie ein kluger Artzt ſeine widerliche Pillen ſauberlich verguldet, damit der arme Krancke ſie hinunter ſchlucken moͤge;) der mwar voller Greuel und Unreinigkeit(geiſt⸗und leiblich zu verſtehen) v. 7. Und an ihrer Stir⸗ ne hatte ſie geſchrieben den Namen Geheimniß(die geheime Zahl 666. Cap. V. £.) die groffe Stadt Babylon Flab..98, die Mutter Der Hurerey und der Greueln auf Erden. Daß aus dieſem groſſen Babel, ſowohl in vorigem Heyden⸗ als gegen⸗ wartigem verderbten Chriſtenthum, aller Goͤtzendienſt, Greuel, Schande und La⸗ ſter ihren Urſprung als von ihrer Mutter haben, iſt weltkuͤndig genug..6. Und ich ſahe das Weib truncken von dem Blut der Heiligen, nemlich von dem Blut der Zeugen JEſu(dann in keinem Reiche auf dem Erdboden iſt mehr Blut der Hei⸗ ligen vergoſſen worden, als in dieſem Reich Dan. VII,.23. und folg.) und ich verwunderte mich faſt ſehr, da ich es ſahe. S. J2. Dieſe Verwunderung wird dem Johanni folgends durch die Er⸗ klaͤrung des Engels benommen: v. 3. Das Thier, das du ſieheſt, das war, und iſt nicht(nemlich das Rom. unter den Heydniſchen Kayſern) und es wird her⸗ auf ſteigen aus dem Abgrund. Siehe oben die Erklarung des XIII. Cap. und wird hingehen ins Verderben(am Ende der 42. Monden) und es werden ſich verwun⸗ dern die auf Erden wohnen, deren Namen nicht geſchrieben ſtehen im Buch des Lebens von der Zeit an, da der Welt Grund gelegt worden iſt, wann ſie ſehen wer⸗ den das Thier, welches war, und nicht iſt,(nemlich dag erſte Heydniſche Kay⸗ ſerthum) wiewohl es doch iſt;(weil das Thier nicht allein alle Macht und Gewalt — z 7 f Der Das Achte Capitel. der vorigen Zeiten, fordern einen allgemeinen Gewalt hat, auh alle Heydniſche if Greuel wiederum in die Kirche eingefuͤhret. v. 9. Hie iſt Verſtand, der Weif heit Ch habe; die J. Koͤpffe ſind 7. Berge, auf welchen das Weib ſitzet(dieſes iſt erftlich buchſtäblich zu verſtehen von dem grofen qww oe`a welches ſieben Berge in fe ſich begreift; und(.) Myſtiſch, wie im folgenden ro. v. deutlich zu ſehen. Und mel es find 7. Könige w. weilen die gegenwaͤrtige Reiche der Welt, ſo dem Thier an- ei hangen, gegen das Ende eine groffe Aenderung leyden werden, alſo daß aus den⸗ uf H) ſelben ein eintziges maͤchtiges Reich durch die Macht des Thiers aufſtehen wird, in 1 G Š welchem nach und nach 7. Koͤnige herrſchen werden, wie die Folge zeiget, als erſt⸗ of lich fuͤnf, und wann dieſe gefallen, wird der ſechſte aufſtehen; drum ſteht ge⸗ 1 im ſchrieben: Und Der eme iſt, nemlich zu der Beit y toann die Wunde des Thiers l W i getheilet wird; der andere aber als der ſiͤbende, iſt noch nicht kommen, und wann er Md și wird kommen ſeyn, muß er eine kleine Zeit bleiben(das Thier weil es nun alle Maht Feſ í der Erden zu ſich geriſſen, wird denſelben nicht lange herrſchen laſſen) v. 11. Und Pi A oas Ehiersss da war, und'nidyt iſt, daſſelbe(ſage ich) iſt der achte, und iſt aus A : den 7.(entſtanden) da nemlich daſſelbe derer Macht und Herrſchaft an ſich ge- 3 bracht, uid-géhet hin in das Vrderben. v. Tz. Die zehen Hoͤrner aber die du tig: fi geſehen haſt, ſind zehen Könige, die das Reich noch nicht empfangen haben(die⸗ igl E h ſes zeiget, daß die erſtgemeldte eintzige Monarchie zuſamt dem Thier begriffen, be i ſich nach vorgemeldten ſieben Koͤnigen wiederum in zehen Königreiche zertheilen hig werde) aber ſie werden eine Stunde lang Macht wie Koͤnige empfangen mit dem ohy i Thierz dieſe werden aufſtehen am Ende, in allen Bilen, Sprachen und Zunz i y gen, und alſo zehen gewaltige Koͤnige der Erden ſeyn. Dieſe nennet Ezechiel XXVVIII. ymbolicè Perſer, Mohren, Puteer, dazu Gomer und alle ſeine Krie⸗ i ges⸗Haufen, und das Haus Thogarma an den Seiten gegen Mitternacht, und alle l feine Krieges- Haufen, Der Gog aber im Lande Magog, als der oberſte Fuͤrſt r in Meſech und Thubal iſt eigentlich das Thier, die groſſe Hure Jeſabel, der oberſte im geiſt⸗ und weltlichen Stande. Aber ſie werden eine Stunde lang Macht, wie H Koͤnige empfangen mit dem Thier(nemlich in der Stunde der Verſuchung, die iit da kommen wird uͤber den gantzen Welt⸗Kreyß) dieſe haben eben eine Meynung a (nemlich den Glauben und Lehre des Thiers, und werden ihre Kraft und Macht kihi dem Thier uͤbergeben(werden Des Thiers gleichſam ſeine Vice-Koͤnige ſeyn, n über die Voͤlcker wie der folgende v. klar bezeuget.) Von dieſem wunderbaren iy Reich, der groſſen Huren Jeſabel., redet der Prophet Daniel Cap. H, 40-43- a on vem Ende aber dieſes Thierifhen Reichs redet der Prophet im 44. H. alfo: Ee Aber zur Zeit dieſer Koͤnigreichen wird der GOtt des Himmels ein Königreich À aufrichten, welches in alle Ewigkeit nicht wird zerſtöret werden: Und deſſelben vsi Regierung wird keinem andern Volck verlaſſen werden. Es wird(nemlich das i s 1000. Jahrige Reich JEſu Chriſti, nach welchem die unbegreifiſche Unendlichkett i | YW an⸗ g i pa ó f pM? Mir f ka, Von der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. anfangen wird) alle dieſe Koͤnigreiche zermalmen und verſtoͤhren; und es wird in alle Ewigkeit bleiben. §. 53. Dieſe werden v. 14. mit dem Lamm ſtreiten, und das Lamm wird fie uͤberwinden,(dieſes wird am Ende der 42. Monden geſchehen, wann nun⸗ mehro die groſſe Hure verwuͤſtet werden folle Y dann es iſt ein HErr der Herrn und ein Koͤnig der Köͤnigen: Desgleichen die bey ihm ſeyn werden, nemlich die Be⸗ ruffenen und Auserwaͤhlten und Glaubigen, dei. ſowohl die Glaubige allhier auf Eroen, als Die ſchon Seelige in ihren Orten. v. 15. Ferner ſpricht Der Engel zu Johanne: Die„, die du geſehen haſt, da die Hure ſitzt ſind Voͤlcker und Schaa⸗ ren und Heyden und Sprachen; Und iſt dieſes oben allbereit erklaͤrt. v. 16. Und die 10. Hoͤrner, die du geſehen haſt auf dem Thier,(vorgemeldte zehen Koͤnige) die die Hure Kafen y und werden ſie wuͤſte machen und nackend, und werden ihr Fleiſch eſſen, und werden ſie mit A verbrennen.. v. 17. Dann Gtt bat in iht gegeben,(wann nemlich GBtt dieſer Koͤn'ge Augen oͤfnen wird, daß ſie den Betrug dieſer zauberiſchen Jeſabel erkennen werden,) daß ſie thun ſeine Meynung⸗ und daß ſie thun eine einhellige Meynung,(das iſt, ſie werden ſich nicht nach heu⸗ tiger Welt⸗Manier durch eine interelirte Alliance verbinden, bey welcher ein in beſonderes Abſehen hat, ſondern es wird ihre Meynung und Vorha⸗ eines und einerley ſeyn. Und daß ſie geben ihr Reich dem Thiery fo lange) daß vollendet werden Die Worte—Ottes. v. 19. Und das Weib, das du ge⸗ ſehen haſt, jſt die groſſe Stadt, deren Namen Fig. 1.y die das Reich hat úber die Kie auf Erden, nemlich der Antichriſt in ſeiner Vollkommenheit. Dann ob derſelbe h itzo ſchon in allen Secten zu herrſchen ſich geſetzet hat, ſo wird er dennoch zu derſelben Zeit eine gantz andere louveraine Macht und Gewalt ſeyn, wie vorgemeldt. .54. Nun kommen wir zu dem XVIII. Cap. in welchem dem. heiligen Jo⸗ panni Die Verwuſtung und der Fall Babels gantz umſtaͤndlich gezeiget wird. Im 1. v. ſiehet Joh. den Engel mit groſſer Macht ꝛc. durch deſſen Klarheit Die Erde erleuchtet worden, welcher v. 2. durch eine kraͤftige und ſtarcke Stimme den Fall der groſſen Stadt Babels verkuͤndiget ꝛc. wie daß dieſelbe nunmehr eine Behau⸗ ſung der Teufeln, und eine Behaͤltniß aller unreinen Geiſter, wie auch ein Bez haͤltniß aller unreinen und feindſeeligen Voͤgel geworden.(Siehe Eſa. XIII. und XXXIV. Cap.) Der 3. v. erzehlet die Urſachen der Verwuͤſtung Ba⸗ beig.. Ym a v. werden die Glaubigen ermahnet, ſich von Babel zu ſcheiden, damit fie nicht etwas von ihren Plagen empfahen, weilen v. F. Babels Suͤn⸗ den bis in den Himmel reichen, und GOtt an ihre ungerechte Thaten ge⸗ denckt. Der 6. und 7. v. erinnert die Glaubigen zur Rache und Vergeltung an Babel, welches alles ſich denn bey dem Fall dieſer groſſen Stadt begeben wird: So viel ſie ſich herrlich gemacht, und ihre Wolluſt getrieben hat, fo viet ſollen ſie ihr Qugal und Leyd anthuns welches anzeiget Das gerechte und Hertz g S> ç ? Lla 2 S = e a a z Das Achte Capitel. und wohl proportionirte Gericht des lebendigen GOttes. Dann ſie(die Stadt Babel) ſpricht in ihrem Hertzen: Ich ſitze als eine Koͤnigin, und werde Feine Witt- we ſeyn, und Leyde werde ich nicht ſehen. Weilen es dieſer Jeſabel bis dahin ſtets l gelungen, da fie ſich an GOttes ſtatt geſetzet, wider GOtt und alles, was GOttes M ift:.2. Darum werden ihre Plagen zugleich auf einen Tag kommen, nemlich der Tod und Leyd und Hunger: und fie wird mit A verbrannt werden,(welches N vom HERRN aus Dem Himmel gefchehen wird) dann ſtarck iſt GOtt der Y HeErr, der ſie richten wird. Vom 9. bis 19. v. beſchreibt die Stimme des im 6 R) 1. v. gemeldten Engels, die Wehklage der Liebhaber Babels von den Koͤnigen, tii die da geiſtlich mit ihr gehuret haben, wann ſie ſehen werden den Rauch von ihrem fin Brande, und Daf ihr Gericht in einer Stunde vollendet worden. Die Kauf- fian leute ſtellen allhier vor alle die übrige Glieder ihrer Geiſtlichkeit auf Erden. v. 23. pon i Die Koſtbarkeiten von Gold ꝛc. Zimmet, Rauchwerck ꝛc. der Pfaffen Pracht und ii h Herrlichkeit, ſamt dem uͤbermachten Schmuck ihrer Goͤtzen⸗Tempel Babels. Und tir X alſo bedarf dieſe Klage und gemeldte Koſtbarkeit keiner fernern Erklaͤrung. qut fi S. gs ndem 20. D. frolo der Engel uͤber ſolche gerechte Rache Ba⸗ mit A Dels, und muntert auch zugleich die Heil. Apoſtel und Propheten dazu auf, weil dit i fie GOtt an Babel gerechen habe Sym z1. 9. mird Der fchnelke Bali Babels M y Durch Den vom Engel ins Meer geworfenen Muͤhlſtein vorgebildet, und daß Babel h | eben ſo wenig mehr werde gefunden werden, als der Muͤhlſtein in dem tiefſten di i Grund des Meers werde geſehen werden. Und alſo werde auch alle Herrlichkeit fki y Babels verſchwinden; v. 22. 23. 24. weilen durch Babels Zauberey alle Voͤl⸗ fin k cker verfuhrt, auch das Blut der Propheten und aller Maͤrtyrer in ihr gefunden Gi worden. und $s. Das XIX. Cap. Apoc. fångt fich an mit cinem BrolocFen und Lob- dn, E Geſang der Heiligen und Seeligen im Himmel, uͤber das Gerichte Babels, und hlt E daß ihr Rauch nun aufgehe in alle Ewigkeit; desgleichen loben auch die 4. Thiere AgI j i und 24. Aelteſten; Und gehet ſolches herrliche Lob des allmaͤchtigen GOttes bis WÀ i zum 7. v. welcher alſo lautet: Laſſet uns freuen und frolocken, und laſſet uns abe ! ihme die Ehre geben. Dann die Hochzeit des Lammes iſt kommen, und ſein Weib Hili hat fich bereitet. Diek Hochzeit beſchreibt Chriſtus der HErr durch die Gleich⸗ M nif de s. Flugen und§. thoͤrichten Jungfrauen Matth. XXV. alſo: Alsdann Me wird das Himmelreich gleich ſeyn 1o. Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen, und fan giengen aus dem Braͤutigam und der Braut entgegen:(wie es eigentlich nach ei⸗$ nem alten Syriſchen Texte heiſſet, davon Marcus der Evangeliſte ſelbſt der Auctor i n gehalten vird.) u. 8. Und es ward ihr gegeben, dah fie fich anthate mit reinen int und koͤſtlichen glaͤntzenden Leinwand. Das koͤſtliche Leinwand aber ſind die ge⸗ Ma rechten Wercke der Heiligen. v. 9. Und er ſprach zu mir: Schreibe, ſeelig ſind,“s die zum hochzeitlichen Ahendmahl des Lammes berufen ſind. Und er ſprach zu mir: Diß ſind wahrhaftige Worte GOttes..77. fim ft Yil m i m piete ibig Mè Weih sleid d n Wi wý” T ih jig | iM mt Rih Pa P= a 3 a—— — A a—— Pinoi: u a e— Von der Offenbahrung JEſu Chriſti r, 329 S. p7. Ehe mir aber in diefem Cap. weiter gehen, muͤſſen wir ein wenig mehr von dem Gleichniß des Himmelreichs durch die zehen Jungfrauen mit ihren Lampen reden, weil dieſes Gleichniß allerdings hierher gehoͤrt. Es erforderte aber daſſelbe, weil es voll ſonderbarer Geheimniffe iſt s n eigenes Buch; welche Weitlaͤuftigkeit ſich aber nicht hieher ſchicken will; dannenhero wir uns auch der Kurtze aufs moͤglichſte befleiſſen, und nur dasienige beybringen werden, ſo unſerm Vorhaben dienlich. Sagen demnach, daß Chriſtus der HERR mit dieſem Gleichniß auf die letzte Zeit kurtz vor ſeiner Zukunft gezielet. Die Hochzeit deu⸗ tet das 1000. jahrige Reich Chriſti Cap. XX. Daß allhier fuͤnf kluge und auch fuͤnf thoͤrichte Jungfrauen beſchrieben werden, mahlet uns den allerletzten Zu⸗ ſtand der Kirchen aufs vollkommenſte ab. Und(1) daß die Helfte der Kirche von wegen obengemeldter Bekehrung Iſraels und der Heyden, alsdenn Flug, Di rechtſchaffene Glaubige und wahre Liebhaber Chriſti ſeyn werden; die Helfte aber thoͤricht, D. i. Die den guſſern Schein und der aͤuſſern Kirchen⸗Mode nach, ſo gute Glaubige ſcheinen werden, als die Klugen. Ja ſie werden ſich in der That mit jenem Phariſaer Luc. XVIII. ruhmen koͤnnen, v. 11. O Gott! ich dancke dir, Daf ich nicht bin wie andere Leute, Räuber Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieſer Zoͤllner,.i. gemeine Suͤnder. Ich faſte zweymal in der Wo⸗ che, und gebe den Zehenden von allem, mwas ich habe. Summa, man wird duſſerlich nichts, als lauter Heiligkeit in Worten und Wercken bey ihnen ſehen, fleiſſige Gebete leſen, fingen, Kirchen gehen„die von der ſichtbaren Kirche be⸗ ſtimmte Zeiten zum Abendmahl kommen, und alles, was ſonſten zu dem aͤuſſerlichen Schein⸗Weſen gehoͤrig, und was mit den ſteinernen Kirchen von den Menſchen nach und nach erfunden worden, fleiſſig mitmachen; und daher werden ſie vor allen an⸗ dern, welche in den Wercken des Fleiſches leben, die von Paulo Gal. V, 19. er⸗ zehlt werden, Jungfrauen genannt, weilen ſie ihre Lampen mit der Gerechtigkeit aus den auſſern Wercken gefullet, nicht aber mit der Gerechtigkeit aus dem Glau⸗ ben Durch die Liebe JEſu Chriſti. Wird alſo die Helfte zu der Zeit(darunter aber die rechte Antichriſtiſche Rotte nicht mit gerechnet) Rechtglaubige, die andere Helfte aber Scheinglaubige erfunden werden„die jedoch bey allem ihrem ſelbſt erwehlten Weſen, ſich es gleichfalls mit den Klugen werden angelegen ſeyn laſſen, der Hochzeit des Lamms theilhaftig zu werden. Daher ſagt Chriſtus: Die ihre Lampen nahmen; nemlich alle zehen, um zu der Hochzeit bereit zu ſeyn. §.58. Ferner ſagt der Tert: Die Thoͤrigten nahmen ihre Lampen, aber fie nahmen nicht Oel mit fich. Die Klugen aber nahmen el in ihren Gefaͤſſen, jamt ihren Lampen. Hier iſt ſonderlich zu mercken, daß die Thoͤrichte ihre Lam⸗ pen gleich den Klugen, doch ohne Oel genommen, die Klugen aber ihre Gefáffe jamt ihren Lampen und Bel; anzuzeigen, daß die Wahn⸗ und Werckglaubige (die Thoͤrigten) ſich gleich denen Klugen es werden angelegen ſeyn laſſen, mit in Tt den 330 Das Achte Capitel. den Hochzeit⸗Saal zu gehen; allein des rechten wahren innerlichen, als des wah⸗ ren Glaubens, der durch ungleißneriſche Liebe thaͤtig ift, vergeſſen fie,(mangelt ih- nen) das iſt Das rechte Oef des Geiſtes, die Weſenheit des reinen Oels, welches zu dem guͤldenen Leuchter in das Allecheiligſte gehoͤrt. Dagegen nehmen ſolches die Klugen nicht allein zu ihren Lampen, ſondern auch in ihren Gefaͤſſen, um den Ab⸗ gang ihrer Lampen zu erſetzen, damit es ihnen beym Verzuge des Braͤutigams nicht ermangele, wann es etwa in der Stunde der ſchweren Verſuchung heiſſen moͤgte: Der HErr verzeucht zu kommen. Von dieſem Glaubens Licht ſagt Chri⸗ ftus der HErr Matth. V, 26. Laſſet euer Licht leuchten fuͤr den Menſchen, daß ſie eure gute Wercke ſchen, und euren Batter, der im Himmel iſt, preiſen. v. T. Da nun der Braͤutigam verzog, ſchlummerten ſie alle, und entſchliefen. In den grauſamen Truͤbſalen der Stunde der Verſuchung uͤber den gantzen Welt⸗Kreyß, werden Kluge und Thoͤrigte ſchlummern und entſchlafen;.i. Zu ſolcher Zeit der Truͤbſal und des HErrn Verzugs, wird ſie insgeſamt eine Traͤgheit in der erſten bruͤnſtigen Liebe uͤberfallen, daß ſie Die Dadurch verſchloſſene Standhaftigkeit ihres Glaubens und Liebe nicht einmal recht fuͤhlen koͤnnen. L. 59. Ferner ſagt der 6. v. Zu Mitternacht aber ward ein Geſchrey:(von dieſer Mitternacht iſt allbereit oben geredet worden, da nemlich die Macht der Finſterniß aufs hoͤchſte gekommen, d. i. mit derſelben recht Mitternacht gewor⸗ den in ihren böͤſen Wercken. Dann ſonſten nur die Erſcheinung Chriſti in der Mitternacht, nur auf einem Welt-Theile geſchehen kan, wie aus der Bewegung unſers Sonnen⸗Syſtematis bekannt) ſiehe, der Brautigam kommt, gehet aus ihm entgegen!(dieſe Stimme gilt allen, den Thoͤrigten ſowohl, als den Klugen, Lebendigen und Todten, die Verdammten zwar bleiben an ihren Orten, desglei⸗ chen die in den Orten der Behaltniſſen ſitzen: Dieſe werden die Stimme zwar auch hoͤren, allein vor den 1000. Jahren nicht heraus kommen, ſondern in ſol⸗ cher Zeit der voͤlligen Reinigung durch den Glauben an Chriſtum erwarten muſſen, bis ſie nach und nach auch zur Ruhe kommen, damit ſie bey dem letzten groſſen Ge⸗ tichte auch mit pu der allgemeinen ewigen Seeligkeit mit eingehen moͤgen, wovon bey dem folgenden XX. Caß. ein mehrers.) v. 7. Da ſtunden dieſelbe Jungfrauen alle auf, und richteten ihre Lampen zu; Nemlich, ſie lieſſen es ſich insgeſamt sinen Ernſt ſeyn;(weil da ohne Unterſcheid ſtehet Alle) in den Hochzeit-Saal, in dag Reich Chriſti mit einzugehen. v. 3. Die Thoͤrichten aber ſprachen zu den Kluz gen: Gebt uns son eurem Oel,(nachdem ſie erſtlich inne worden, daß ihnen das allernoͤthigſte, nemlich das Oel des Geiſtes, die innere Salbung mangelt,) dann unſere Lampen verloͤſchen:(nunmehr ſehen wir erſt, was uns mangelt, und daß unſe: Meynungs⸗Glaube und Wercke nicht hinlaͤnglich ſind, Den Hochzeit⸗Saal qu erreichen, v. 7. Da antworteten die Klugen und ſprachen: Das wollen wir nicht thun, auf daß nicht irgend uns und euch nicht genug ſeye. Dieſes aber ant⸗ ; worteten ad âl mw Mi iuf gul piit q tui Von der Offenbahrung JEſit Chriſti ꝛc. 331 worten ſie gar nicht aus Neid und Mißgunſt, ſondern aus einer Klugheit der Ge⸗ rechten, und wollen damit anzeigen, daß erſtlich die Kuͤrtze der Zeit nicht leyde ſol⸗ che Theilung vorzunehmen, indeme ſie nun alle Augenblick bereit ſeyn muͤſten. Zum andern wollen ſie auch anzeigen, daß eine ſolche Theilung hernachmals weder dem einen noch dem andern Theil gnug ſeyn moͤchte. Drittens iſt auch daraus zu er⸗ Fennen die Thorheit derer, die da lehren, daß bey den Glaubigen und Heiligen uͤberfluͤßige gute Wercke zu finden, andern den Uberfluß mitzutheilen; darum ſa⸗ gen fie ferner: gehet aber vielmehr hin zu den Kraͤmern, und kaufet fuͤr euch. (Dieſes letztere ſcheinet faſt nicht unbegruͤndet ein Vorwurf zu ſeyn, indem daß ſie ſich von ihren Kaufleuten und Kramern der Heucheley und Scheinheiligkeit alſo einſchlaͤfern laſſen, und dadurch der rechten guͤtigen Waare verfehlt, als ſolten ſie auch nun hingehen, und daſelbſt ihre leere Gefaſſe und Lampen fuͤllen laſſen) dann zu derſelben Zeit, ein jeder Kraͤmer ſeiner Waare ſelbſt benoͤthigt ſeyn wird, und die anvertraute Talenta nicht mehr werden wuchern koͤnnen, indeme nun die Zeit vorhanden, daß der HErr mit ſeinen Knechten rechnen werde. €. 60. Da ſie nun(v. 10.) hingiengen zu kaufen, da kam der Braäuti⸗ gam, und welche bereit waren, giengen mit ihm hinein in den Hochzeit-Saal, und die Thuͤr ward verſchloſſen. Dieſes nun ſind rechte Donner⸗Worte, die da anzeigen, daß nach verſaͤumter Gnaden⸗Zeit, wann Chriſtus der HErr die Thuͤr ſeines Hauſes einmal verſchloſſen, kein Erhoͤren mehr bis zu andern beſtimmten Periodis(das Wort Zeit gebrauchen wir hier mit allem Fleiß nicht) ſeyn werde, ob man es ſich(gleich den thoͤrigten Jungfrauen) noch ſo ernſtlich angelegen ſeyn laſſe, mit in den Hochzeit-Saal der Hochzeit des Lamms einzugehen. v. 11. Darnach kamen auch die andere Jungfrauen und ſprachen: BErr! HErr! thue ung auf(da dieſelbe wieder zuruͤck kamen, und weder Waare noch Kramer mehr angetroffen; indeme dieſelbe ihre anvertraute Talenta ihrem rechten Herrn wieder uͤberantwortet; oder es ihnen gegangen wie jenem ſchalckhaften und fau⸗ len Knecht Matth. XXV, 30. und die Rechnung ihres damit gemachten Wu⸗ chers abgelegt.) v. 12. Er aber antwortete und ſprach: Amen, ich ſage euch, ich kenne euch nicht. Er ſaget nicht zu ihnen: Gehet hin von mir, ihr verfluchten! in das ewige Feuer, welches bereitet iſt dem Teufel und ſeinen Engeln; anzuzei⸗ gen, daß ſie zwar nicht zu den erſtgebohrnen, zu der Hochzeit des Lammes kom⸗ men, und Theil an dem Koͤniglichen Prieſterthum Gottes und Chriſti haben wer⸗ den; doch aber nach itztgemeldter Hochzeit und fuͤrtreflichem Vorzug der 1000. Jahr mit zu der allgemeinen Ruhe aller ſeligen kommen, indeſſen aber bis zu dem letzten groſſen Gericht, drauſſen vor der Thuͤr(dann von derſelben ſind ſie nicht weg gewieſen wörden) in den Staffeln ihrer Behaͤltniſſen warten ſollen, bis ſie durch ihr aͤngſtliches Harren durch den Glauben in Chriſtum und ſein allerheilig⸗ ſtes Blut gereinigt, und den letzten Heller Matth. V, 26. bezahlet haben.> Sia alfe Er k 332 Das Achte Capitel. alſo haben wir aufs kuͤrtzſte dieſes Gleichniß, nicht cheologiſch, ſondern auf geheime cabbaliſtiſche und rbeoſophiſche Art erklaͤret, damit der Liebhaber Der wahren Weißheit den Unterſchied zwiſchen den thoͤrigten Jungfrauen, ihrem Zu⸗ ſtande, als Maul⸗Chriſten, und dann der Klugen deſto genauer unterſcheiden koͤnne; wiewohlen von dem Geheimniß dieſes Gleichniſſes allein ein gantzes Buch, wie vor gemeldt, zu ſchreiben wäre. Kehren alſo wieder zu der vorha⸗ benden Apoc. C. 61. Nach dem nun Johannes obgemeldte Frolockung im Himmel er⸗ zehlet, ſagt er ferner im 10. v. Und ich fiel fur ihm zu ſeinen Fuͤſſen, ihn anzu⸗ beten; Aber er ſprach zu mir: Siehe zu, thue es nicht, dann ich bin dein Mit⸗ Knecht, und deiner Bruͤder, die das Zeugniß FEſu haben. Dann der Geiſt der Weiſſagung iſt das Zeugniß FEſu. Aus dieſem v. erſcheinet, daß es ein fuͤrtreflicher Engel aus der Zahl der hohen Thron-Engeln geweſen, und dahero von Johanne vor Chriſtum angeſehen worden, und dieſen Irrthum begangen. Ferner ſiehet Fohannes vom 11. bis 16. v. Chriſtum den HErrn, als einen triumphirenden Koͤnig aller Koͤnige, und HErrn aller Herrn, angethan mit ei⸗ nem Rock von ſeinem Allerheiligſten und aller Maͤrtyrer Blut gefaͤrbt, welches ſie um ſeines Namens willen vergoſſen: Und hoͤret daß ſein Name heiſſe das Wort Gottes, Johann. I. Im 17. und 18. v. ſiehet Johannes den Engel in der Sonnen ſtehen, welcher mit ſtarcker Stimme alle Voͤgel zur Verzehrung aller erſchlagenen des Thiers und der Koͤnige auſ Erden herzu ruft, wann ſie fireiten werden mit Dem der auf Dem Wferd fibt v. 11, Und mit feinem Heer, wie der 19.9. ſagt, welches alles kurtz und ſchnell vor der Zukunft Chriſti geſche⸗ hen wird: Und dieſes gehoͤrt auch mit zu dem Geſchrey Matth. XXV. 6. Hier⸗ auf folgt v. 20. Die gerechte Verurtheilung des Thiers, der groſſen Huren, der zauberiſchen Jeſabel, und des falſchen Propheten, der die Zeichen fuͤr ihm gethan hatte, Durch welche er verfuͤhrt hat diejenige, die das Mahl⸗Zeichen des Thiers empfangen, und die ſein Bild angebåtet haben: Und NB. diefe beyde wurden in den Arigen Pfuhl geworfen, der mit& brennet(Diefes ift- fonder- lich zu mercken, daß nur dieſe beyde allein, und fonft nicmand von Dm ertóòtéten Heer der Koͤnige auf Erden, ſo wider den Koͤnig der Koͤnige zu ſtreiten kom— mtn waren, in den Krigen Pfuhl geworffen worden) daher offenbar, daß vorge⸗ meldte erſchlagene, an andere Orte, als nemlich ins Schedl und in Bor(die Grube) und ihre Kreyſe muͤſten gewandert ſeyn. Der 21. als der letzte v. dieſes Cap. gehoͤret an den 19. v. vorhero, und alſo verſtehet fich derſelbe ohne fernere Erklarung. €, 62. Bis daher haben wir die vorhergehende Cap. Apoec, aufs kuͤrtzeſte erklart, woraus dann ein Liebhaber der Goͤttlichen Geheimniſſen zu ſeinem Ver⸗ gnuͤgen erſehen wird, in welche Zeit ein jedes Geſichte gehoͤret. Keine aA gr S T a SAT o S e n EDS c> a fii hin (ti Mi Ghri iin W W iy fi 1 nat api je t ny Wit Xô W MA4 tetin foty Ng (i wii mit Von der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. 333 Beſtimmung der Zeiten, weder Jahres, Tages noch Stunde(wie ſich deſſen viele vergeblich unterſtanden) haben wir gebraucht, dann auch ſolches keiner menſchli⸗ chen Creatur vor der beſtimmten Zeit offenbaret werden wird. Komnen demnach zu der Vollendung aller Zeiten, nemlich zu den 3. letzten Eapiteln und erftlich zu dem XX. welches wir aber allbereit oben im VI. und V. Capitel ſehr weitlauftig erklaͤret, und allo hiebey nichts weiter au erinnern haben, als daß gleich Anfangs in dieſes Capitel das vocher erklarte Geheimniß des Himmelreichs von den zehen Fungfrauen gehoͤrt. Wegen der Todten, ſo vom Anfang der Welt bis an das Reich Chriſti geſtorben, bleibt es bey der allda geſchehenen Erklarung, nemlich daß dieſelbe in Scheol und Bor und ihren Kreyſen(ſiehe kig. Myſterii Magni) groͤſten Theils bis zu dem allgemeinen groſſen Gerichte werden behalten werden; indeſſen aber werden viele gereiniget, die Vorhoͤfe des HErrnerreichen, davon allbereit oben geſagt; am letzten Gerichts-Tag aber werden die übrige erft die allgemeine Selig- Feit mit erreichen, die Verdammten aber alsdann erſt mit den Teufeln in den feu⸗ rigen Pfuhl verſtoſſen werden.(und hieher gehöͤrt das Ende des XI. Capitels v. 15. ſiehe oben pag. 310. ſ. L 63. Darnach poſaunete der ſiebende Engel, und es geſchahen ſtarcke Stimmen im Himmel, die ſprachen(nemlich von den Heiligen im Himmel ſind die Reiche Der Welt unſers HERRN und ſeines Geſalbten; darum w (Gott der alles in allem ſeyn wird 1. Corinth. XV.) regieren in alle Ewigkeit ee noer n Und die 24. Aelteſten, die fuͤr GOtt auf ihren Stuͤhlen ſaſſen, fielen auf ihr An⸗ geſichte, und beteten GOtt an und ſprachen v. 17. Wir dancken dir HErr, All⸗ machtiger GOtt ꝛc. und daf Die Heyden find zornig worden, und dein Zorn Fom- men ift: Und die Beit der Zodten dafi fie gerichtet werden: Und daß du den Lohn gebeſt deinen Knechten ꝛc. v. 13. Und der Tempel GOttes ward aufgethan im Himmel: und feine Bundes-Lade mard in feinem Tempel geſehen(die unbegreif⸗ liche Liebe und Barmhertzigkeit GOttes in Chriſto. In dem XV. Cap. Apoc. v. 28. iſt der Tempel voll Rauchs von der Herrlichkeit GUttes, und ſeiner Kraft; als daß vor Vollendung der ſieben letzten Plagen Fein Gebet und Seufzen mehr hinein dringen koͤnnen: Allhier aber iſt der Tempel wieder aufgethan, amzuzeigen, daf nach Vollendung der Gerichten GOttes„die ewig⸗waͤhrende Liebe und Barm⸗ hertzigkeit GOttes aller Creatur ewiglich offen ſtehen folke, wie durch die Bundes⸗ Lade deutlich angezeiget wird. Von dem Tempel ſtehe unten.) und es geſchahen Blitzen und Stimmen, und Donner, und Erdbeben, und ein groſſer Hagel ze. (eine Wiederholung der Zeichen ſo vor der Zukunft Chriſti hergehen werden) Ferner iſt auch aus dieſem XX. Cap. offenbar, daß in dem 1000. Jaͤhrigen Reich Chriſti mit den Heiligen auf Erden, auch noch Gottloſe genug ſeyn werden, wie dann der..9. v. klar bezeuget. Woher nun die Gottloſen zu der Zeit auf Erden kommen werden? iſt ohne Erklaͤrung leicht zu begreiffen. Wegen der Frommen St 3 aber 334 Das Achte Capitel. aber iſt es einer Nachfrage werth. Der Spruch Pauli r. Thef. IV, r7. gehértins Ende der legten Zrt vor den 1000, Johren, wann der HeErr erſcheinen wird; ſo viel aber vor itzo aus der Schrift offenbar, fo wird Jeruſalem und alle umliegende Lande, ſowohl von dem bekehrten Iſrael, als den Glaubigen aus allen Voͤlckern (Ezech. XXXVIII, II. 12.) in hoͤchſter Gluͤckſeligkeit, geiſt⸗ und leiblichem Friede und Ruhe beſeſſen, da indeſſen der ubrige groſſe Hauffe der Gottloſen gleichfals den aͤuſſerlichen Frieden in aller Fuͤlle genieſſen werden, nach dem Spruch Eſa. IL, 4. Da werden ſie ihre Schwerdter zu Karſten, und ihre Spieſſe zu Sicheln machen: Dann es wird kein Volck wider das ander ein Schwerdt aufheben, und fie werden fortnicht mehr Kriegen fernen.. Dann es werden nur die Blut⸗Zeugen FEſu, und die ſonſt im HErrn ſanft entſchlafen, auferwecket werden, und zu Der Hochzeit des Lammes eingehen, famt den y. klugen Jungfrauen(nemlich die⸗ jenigen, ſo da in der Stunde der Verſuchung den Sieg durch den wahren Glau— ben, welcher durch die Liebe thatig iſt, behalten und uͤberwunden haben) ange⸗ than mit einer ſonderbaren Kraft aus der Hoͤhe, zu einer wunderbaren Gemein⸗ ſchaft mit der allbereit triumphirenden Kirchen, in Dem obern Jeraſalem, und werden ſeyn Koͤnige und Prieſter GOttes und Chriſti, als ein Gegenbild derer die mit Ehriſto in der Hoͤhe ſind, und alſo wurcklich der Hochzeit des dammes mit theil⸗ haftig werden: Da indeſſen die 5. thoͤrigte Jungfrauen unter denen C. XIX, 19.21. gemeldeten, mit umkommen, und an ihren Orte fahren werden. Ein mehrers aber hievon zu ſagen muſſen wir anjetzo innen halten; nur iſt dieſes annoch zu mel⸗ den, daß von dem letzten Gericht an, welches oben im IV. Cap. beſchrieben, der andere Tod der letzte Feind zu herrſchen anfangt: Bon diefem fagt Paulus 1. Cor. XV, 24-28. Darnach wird das Ende ſeyn, wann er das Reich—Ott, nemlich dem Vatter, uͤberantworten wird(wann alles Gerichte vollendet worden) wann er wird abgeſchaffet haben alle Herrſchaft und alle Obrigkeit und Gewalt(nemlich im Reich der Hoͤllen, wie die Folge erweiſet) dann er muß herrſchen, bis er alle ſeine Feinde unter ſeine Fuͤſſe leges der letzte Feind aber, der aufgehoben wird, iſt der Tod(nemlich der andere Tod, da keine Hoͤlle, Verdammte und Teufel mehr ſeyn werden(hievon ſiehe ein mehrers im l. Theil vom ZS:) Dann er hat ihm alles unter ſeine Fuͤſſe gethan; wann er aber ſagt, daß es alles unterthanig gemacht ſey, ift offenbar, daß ausgenommen iſt, der ihm alles unterthaͤnig gemacht hat.(Dieſer und folgender Vers erwecken bey den Verkehrten, und ſich auf ihre Vernunft grundenden, nicht wenig Schwuͤrigkeit, wegen der Gottheit Chriſti, welche all⸗ hier zu melden und zu widerlegen ſich nicht ſchicken will, ſondern bis zu einer andern Gelegenheit verſpahrt bleiben muß.) Sagen alſo nur, daß Chriſtus der HERR ſein Mittler-Amt ſo lange fuhren werde, big durch ihn alles neu gemacht, und wieder unter ihr urſpruͤnglich Haupt gebracht, indeme durch ihn und zu ihm alles erſchaffen worden. Col. 1. Dahero muß das gantze Geſchoͤpffe, wie es in dem Urbild oder Hug \i i y léon Niy Khial éh, lelt „ud (uan ny die⸗ Hlau⸗ ange nii w Wad t theil 19,21 huts um s Dt Gor lch lich alle 57 i MO nag gek Dut anui M pdin eA n mò noktò Whi Ni en o o T— Frou ad....47. HASA DETT N Fig i3 ad C. VIII.§8. 48. l J(P, Id 8O a Fig.14. ad c.vu.$.51. YINLID FPA.GA. Tom. ILTab. IV. Aga Fio.15.C VII.53. Y w- E 69. Y% N A — Er C i Ga gy 169 W i86. Sil Mi Summa. o o e| Z >] eo Fie 12. àd. C V. S6. — | MG ACi] j | | | — hA 666. W dur G Me alke pur Di tore fai ifi wni Ms dam ih ih lich W liir Eri far In i Es Inf Darn Wih fog Sly k dieh W, ig, feh Mn: fm Wwe Sha Mig Von der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. 335 sder Archetypo geſtanden, eben wieder in dieſelbe Ordnung kommen, davon es durch den Lucifer verruͤckt worden: Als wird auch der Sohn, als Menſch aus dem Saamen des Weibes, Gen. III, r5. diefe neue Schoͤpfung GOtt dem Vatter wie⸗ Der üͤbergeben, auf daß der Vatter, ſamt dem Sohn und Heiligen Geiſt, ſey GL alles in allem. Zach. XIV,9. Und der. HErr wird Köͤnig ſeyn uͤber die gantze Y; zur ſelbigen Zeit wird der HERR nur einer ſeyn, und NB. ſein Name nur einer. Das uͤbrige von der Aufhebung des andern Todes gehoͤrt in des zten Theils letz⸗ teres Capitel. &. 64. Cs ift aber auch noch ferner bey dieſem Capitel zu erklaͤren noͤthig, was es vor eine Beſchaffenheit wegen des Lebens und Todes, ſowohl der Heiligen auf den Bergen Xfraels, Ezech. XXXVII, 8. 11. 12. als auch der Gottloſen in de⸗ nen úbrigen Orten auf der Erden haben werde? So iſt dieſes gewiß, daß zu der Zeit des Reichs Chriſti auf Erden der leibliche Tod nicht mehr herrſchen werde, wie dann auch deſſelben an keinem Urte in der Deil. Schrift mehr gedacht wird; daher ſich aller Lebendigen Alter zu der Zeit, gleichwie vor der Suͤndfluth ſehr lange, nemz lich auf 1000. Jahre,(nemlich ſo lang das Reich Chrifti bis jum allgemeinen Ge- richte ſtehen wird) erftrecfen toerde. Belangend aber die Vermehrung, ſo kan von derſelben nichts gemeldet werden, indeme in Heil. Schrift nicht ein Strich— lein davon zu finden. §. 65. In dem XXI. Capitel beſchreibt Johannes den neuen Himmel und Erden, dann der erſte Himmel und die erſte Erde war vergangen, und das Meer war nicht mehr. Von dieſen und folgenden Verſen ſind viel GOtt⸗geheiligte See⸗ len der Meynung, daß ſolches mit dem Anfang der 1000. Jahre geſchehen werde. Es erweiſet ſich aber durch den.v. offenbahr/ daß eine ſolche Meynung nicht beſte⸗ hen koͤnne. Der Text ſagt: Und ich ſahe einen neuen Himmel ꝛe. Pilcator gibt es: Darnach ſahe ich ꝛc. nach dem letzten Gerichte in dem vorhergehenden 20. Capitel beſchrieben. Einen nenen Himmel. Davon betrachte oben Den Abriß vom jung⸗ ften Gericht, fo toirft du begreifen, dag bey der Zufunft Chrifti der neue Himmel vielweniger die neue Erde, werde geſehen werden, als welche letztere erſt nach Vol⸗ lendung aller Gerichte erſcheinen wird. v. 2. Cap. XXI. Und ich Johannes ſahe die heilige Stadt, das neue Jerufalem, von Gott aus dem Himmel herab fal⸗ ren, zubereitet als eine Braut, die ihrem Manne geſchmuͤckt iſt.(Betrachte Fig. 10.) Dieſes Jeruſalem wird als die Braut des Lamms verſtanden; darum ſtehet Matth. XXV. Und giengen aus dem Braäutigam und der Braut entge⸗ gen: Davon oben allbereit ein wenig beruͤhrt worden. Ein mehrers aber von die⸗ fem groſſen Geheimniß zu ſchreiben, wollen wir andern nach uns uͤberlaſſen, denen der Geiſt eine fertigere Feder und gelehrtere Zunge mittheilen wird, damit die Herrn Ketzermacher, nach uns auch noch etwas zu verbannen und zu verdammen finden mögen. Der Weisheit Liebhaber wolle indeſſen mit heiliger Aufmerckſamkeit fol⸗ gende 336 Das Achte Capitel. gende Spruͤche betrachten, als Hiob XXVIII. 12. und folg. Spruͤchw. Sal. VIII. 22. 29. Syrach IV. XXIV, 9. Buch der Weish. VII. 25. 26. VIII, 2. Und da inſonderheit Salomon in ſeinen Spruͤchw. II. J. dieſe Braut des Lammes nen⸗ net menn, Das Wefen der Weisheit. Berner auh Offenbahr. 1, 12.. Da alfo geleſen wird: Und ich will auf ihn ſchreiben den Namen meines GOttes, und den Namen der Stadt meines GOttes, der neuen Stadt Jeruſalem, die vom Himmel herab kommt, von meinem GOtt, und meinen Namen, den neuen. Hie wird der Name Gottes, der Name des neuen Jeruſalems und der neue Name Chriſti in einer Gleichheit zu einer Belohnung geſetzet; woraus offenbahr, daß dasjenige, ſo von Chriſto in ſo hohem Grad der Gleichheit genommen wird, in und unter ſich, oder mit einander, in vollkommener Gleichheit ſeyn muͤſſe; wor⸗ aus ferner folgt, daß das neue Jeruſalem etwas Unerſchaffenes, und GOTT Gleichſeyendes ſeyn muͤſſe, nemlich, der Seilige Geiſt, die ewige Weisheit; wie aus dem XX. Capitel 9. 10. 1 r. v. offenbahr. L66. Und ich hörte(v..) eine ſtarcke Stimme aus dem Himmel, die ſprach: Siehe, die Huͤtte GOttes iſt bey den Menſchen, und er wird bey ihnen wohnen, und fie werden fein Volck ſeyn: Und Gtt ſelbſt wird bey ihnen ſeyn, als ihr GOtt. Von welchen Worten wir ein ſehr Sonderbares und Groſſes melden koͤnten, wann wir dieſes Wercks Weitlaͤuftigkeit nicht befuͤrchteten. Es wird aber allhier die Herrlichkeit der Seeligen insgemein, oder die allgemeine See ligkeit, durch die unbeſchreibliche Vergnuͤglichkeit der Goͤttlichen Gegenwart in et⸗ was abgebildet, ingleichen auch im folgenden 4. v. Und GOtt wird abwiſchen alle Thraͤnen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr ſeyn,(nemlich Der andere Tod, der letzte Feind, wird uͤber dieſe keine Macht mehr haben/) es wird auch meder Leyd, noch Geſchrey, noch Schmertzen mehr ſeyn, dann die erſte Dinge ſind ver⸗ gangen.(Siehe oben§.§. Cap.IV.) Hierauf faͤhrt Yohannes forto. s- Und der auf dem Stuhl ſaß(der ewige unwandelbare GOtt mne, Ehjeh, Vatter, Sohn und Heiliger Geiſt) ſprach: Siehe, ich mache es alles neu. Und er ſprach zu mir: Schreibe, dann dieſe Worte ſind wahrhaftig und gewiß. Dieſes: Ich mache eg alles neu, muß in Wahrheit nicht, wie bisher, verſtanden werden, nemlich, als ob es bey dem neuen Jeruſalem, der Stadt GOttes, verbleiben werde; ſondern gleichwie der neue Himmel und Erde uͤber dem neuen Jeruſalem fuͤr der Herrlichkeit GOttes im Urbild, eben alfo wird der neue Himmel und Erde im Gegenbild, nachdem der letzte Feind, der Tod, aufgehoben, in dieſem unſerm Sonnen- Sylemate ere ſcheinen. Bis dahin aber werden alle Geſtirne in ihren Regionen, wie dieſelbe auf dem Abriß des jungſten Gerichts Fig. 8. zu ſehen, verbleiben: Dann es ſteht Apoc. XIV. II. geſchrieben: Und der Rauch ihrer Quaal wird aufſteigen in alle Ewigkeit, und fie werden keine Ruhe haben Tag und Nacht: Dieſes Tag und Nacht gilt nur in Anſehung der Verdammten, wegen der annoch beſtandigen Be⸗ wegung > s i, i N M w wN i, ni bahy vid ol⸗ TE eit; Di hni E ni 3 G init ) o M e (i wf hn its t Von der Offenbahrung JIEſu Chriſti ꝛt. 337 wegung unſers Syſtematis: In den obern Welten aber leuchtet die Klarheit§Ok⸗ tes und Die Kertze des Lamms ꝛc. Wann aber dieſe Olam Olamim oder Ewigkei⸗ ten auch erfuͤllet ſind, alsdann wiro de Allmaͤchtige auch diefe Himmel und ihre ein geſchaffene Coͤrper wieder in ihren erſten Urſtand verwandeln, wie es geweſen, cbe der Lucifer mit allen feinen Heerſchaaren gefallen, und dieſe ſeine herrliche Woh⸗ nung verfinſtert und verderbet hatte. S. 67. Werner fprach er Cp..) gu mir: Es if geſchehen Cuas bis daher erz fullet werben ſollen.) Ich bin das A und O, der Anfung und das Ende. Ich will den Durſtigen geben aus dem Brunnen des lebendigen v(der Fulle des Heili⸗ gen Geiſtes) umſonſt. v. 7. Wer da uͤberwindet, der wird alles ererben, und ich werde ſein GOtt ſeyn(gleichwie die gehorſame Kinder Erben aller vätterlichen Guter ſeyn, alſo werden auch die Seeligen, als wahre Kinder GOttes, Miterben ſeyn aller Goͤttlichen Herrlichkeit in und durch Chriftum.) v. g. Den Furchtſamen aber und Unglaubigen, und Abſcheulichen und Todtſchlagern und Hurern und Zau⸗ berern und Götzendienern, und allen Lugnern, wird ihr Theil gegeben werden in dem Pfuhl, der mit A und brennet, welches iſt der andere Tod. Hieraus erhellet klarlich, daß Das neue Jeruſalem in der Hoͤhe ꝛc. nach den 1000. Jahren, vor der Aufhebung des letzten Feindes, des andern Todes, erſcheinet; und alſs die gaͤntzliche Neumachung der gantzen Creatur alsdann noch nicht geſchehen ſey, fondern das neue Jeruſalem hienieden alsdann erſt erfolgen werde. 868. Und es kam(v..) einer von den ſieben Engeln zu mir,(der Fuͤrſt der ſiebenden Ordnung doo, Tetragrammaten, ſiehe Fig. 6. oben) die da hatten die 7. Schaalen, welche voll waren von den letzten fieben Plagen: Und er redete mit mir und ſprach: Komm, ich will dir die Braut zeigen, nemlich das Weib des Lamms. v. 10. Und er fuͤhrete mich hin im Geiſt auf einen groſſen und hohen Berg(D. i entzuͤckt uͤber viel Himmel oder himmliſche Kreyſe, Cap. I, 10. gleichwie dem Apoſtel Paulo 2. Cor. XII, 2. 3. geſchehen, nicht aber uͤber die hoͤch⸗ ſten Himmels⸗Kreyſe: Dann ſonſt geſagt ſeyn wüͤrde: Auf den allerhoͤchſten Derg) und zeigte mir die groffe Stadt, das heilige Jeruſalem,(hier mercke man mit allem Fleiß/daß das heilige Jeruſalem, die vorgemeldte Braut des Lamms iſt) welche hernieder fuhr aus dem Himmel von GOtt(NB. ausgegangen von Gott dem Batter und Sohn.) v. 1l. Und ſie hatte die Rlarheit GOrttes,(allhier be⸗ trachte der Liebhaber Goͤttlicher Geheimniſſe mit allem Fleiß, was mir mit ſehr we⸗ nig Worten hieoben von der Braut des Lammes geſagt haben, ſo wird er vielleicht zu dieſer Tiefe nahen; Fiar und deutlich aber davon zu ſchreiben, oder mit jemand davon zu diſcuriren oder gar diſputiren, wird von uns aus erheblichen Urſachen in Ewigkeit nicht geſchehen: Wer es aber begreifen kan, der ſchweige, gleichwie wir, bis ihm GOtt den Mund oͤfne) dann ihr Licht war gleich dem allerreinſten Stein, dem Stein Jaſpis, der wie ein Cryſtall ai 1 D. i, tvie wir gg ar S ein H Dia⸗ 338 Das Achte Capitel. Diamant,) aus dieſem und folgenden Verſen bis auf den 2r. wollen theils arm- ſeelige betriegliche Gold⸗Kaͤfer den leichtglaubigen Geitzigen, ihre betriegeriſche Proceſſe herleiten; denen aber, da ſie ſich nicht bekehrt, oder bekehren, viel eher der Hollen⸗EY/ v. g. als der tingirende Wunder⸗Y, deſſen in dieſem Vers ge⸗ dacht wird, zu Theil wird werden. §. 69. Johannes gehet fort, die Herrlichkeit dieſer Stadt GOttes, das neue Jeruſalem, die Braut des Lammes, vom 12. bis 21. Vers zu beſchrei⸗ ben.(Beſiehe die 10. Fig. nicht mit fleiſchlichen, ſondern geiſtlichen Hemuͤths⸗ Augen.) v. 15. ſtehet: Und der mit mir redete(Chriftus der HERR, wie aug dem Gegenſatz des 17. Verſes erhellet,) hatte ein guͤlden Rohr,(Maaßſtab) daß er die Stadt meſſen ſolte, und ihre Thore und ihre Mauer. v. 16. Es liegt aber die Stadt viereckt, dann ihre Långe ift fo grog, als die Breite; und er maß die Stadt auf 12000. Stadia, welches eine unendliche Zahl andeutet, wie dann t2000, cubicè multiplicitt, 1728, 000} 000, 000, DAS iſt, tauſend, tauſend, tauſendmal tauſend, ſiebenhundert acht und zwantzig tauſend tauſendmal tauſend/ oder: tauſendmal tauſend ſiebenhundert und acht und zwantzig tauſend Millionen Cubic-Stadia producirt. Welche erſtaunende Groſſe wohl durch die Zahlen auszuſprechen, aber von unſern Sinnen und Vernunft nach ihrer eintzeln Menge⸗ zugleich, und auf einmal zu begreifen, eine gaͤntzliche Unmoͤglichkeit, anzudeuten die gantz Unbegyeiflichkeit des lebendigen GOttes, die da in ihrer Långe, Breite und Hoͤhe uͤbe all gleich, und eben das, und einerley iſt; daß dieſelbe aber allhier cubiſch und nicht dreyeckig beſchrieben, da heiſſet es: Weichet von dieſer Tiefe, damit euch nicht ein Schwindel des ewigen Verderbens ergreife. Wer einen Blick hieher zu thun Erlaubniß bekommen, wird mit uns bekennen muͤſſen, daß in dieſer Sterblichkeit deutlich hievon zu reden nicht, wohl aber die innerliche Betrach⸗ tung, erlaubt ſey, bis wir in der Unſterblichkeit die vollkommene Erkanntniß errei⸗ hen, und den Spruch Zach. XIV, g. hell, Flar und deutlich erfannt haben, un fich uns die ewige himmliſche Jungfrau der Weiesheit in ihrem herrlichſten Schmuck offenbahret hat. Indeſſen aber wole Niemand dieſen ketzeriſchen iurigen Wahn von uns ſchoͤpfen, als ob wir etwas geviertes in die Goͤttliche DreyEinig⸗ keit einfuhren wolten; indeme wir nichts wiſſen noch kennen, als den eintzigen wah⸗ ren GOtt, Vatter, Sohn und Heiligen Geiſt; ſondern es wird nur der Weis⸗ heit Liebhaber auf die Goͤttliche Wunder⸗Krafte zu mercken, gewieſen, gleichwie Sioh. Apoc. I, 4. den ſieben Gemeinden Gnade wuͤnſchet von den ſieben Geiſtern, die fin ſeinem Stuhl ſind. Wodurch kein Siebendes in die Gottheit gefuhret, ſon⸗ dern dadurch angedeutet wird, ſieben beſondere hohe Wunder⸗Wuürckungen des Heiligen Geiſtes, das iſt, der Heilige Geiſt ſelbſten; wie aus dem Wunſche des heiligen Joh. erhellet: Dann ihme, dem Joh. wohl bewuſt war, daß er den Ge⸗ meinden Feine Gnade von einer Creatur, weder im Himmel, noch auf Erden, fonz dern Í E < e SoS 5 iy o i% mi W (i Wi y i“ Von der Offenbahrung JIEſu Chriſti c. 339 Dern von der Quelle des Lebens, nemlich von GOᷓT zu wuͤnſchen verpflichtet war. §. 7o.-n dem 17. Bers folgt: uud emag die Mauer 144. Ellen nach der Maß eines Menſchen, welche Maß NB. auch der Engel hatte. Hier ſiehet man klar, daß der ſo da gemeſſen hat, Chriftus der HErr gaweſen, indem allhier im Gegenſatz eines Engels gedacht wird. Und weil in dem vorhergehenden Vers Die Linge, Breite und Hoͤhe der Stadt gemeſſen, ſo iſt offenbar, daß allhier der Nauren Dicke gemeſſen worden. Es wird geſagt: nach der Maß eines Men⸗ ſchen, welches Maß auch der Engel hatte Hier koͤnnen wir nun nicht anders, als figuͤrlich reden, um dieſes Maß dem Liebhaber vorzuſtellen: muͤſſen uns dannen⸗ hero wieder zuruͤck in das erſte Capitel zu dem 33. L. bis zu Dem 4oten wenden. Es múffen aber diefe s. 8. mit allem Steig gelefen und wohl betrachtet werden, fo wird man dasjenige, was wir alhier aufs fúrgefte davon reden wollen, zur Gnuͤge ver⸗ ſtehen koͤnnen. Daß der Menſch nach dem Bildniß und dem Gleichniß GOttes geſchaffen, wird aus Gen. I, 26. unwiderſprechlich gelehrt: Von der Gleichheit des menſchlichen Leibes im Paradieß mit dem verklaͤrten Leibe JEſu Chriſti, iſt hie⸗ bevor an ſeinem Ort geredet worden, und von der Gleichheit der engliſchen und menſchlichen Leiber,(ſiehe mit allem Fleiß oben gemeldte§.§. c..) ſo wirſt du das Mas des Menſchen, welches auch der Engel hatte, vollkommen verſtehen; Ferner auch den Unterſcheid der groſſen Stadt GYttes, und der kleinen Stadt des Men⸗ ſchen begreiffen koͤnnen, da jene cubiſch, dieſe aber nur viereckigt nach der Ober⸗ Flaͤche gemeſſen. §. 71. Im 1r. bis 14. Vers dieſes zr. Capitels wird dieſe fuͤrtrefliche herr⸗ liche und wunderwuͤrdigſte Stadt Gottes nach ihrer aͤuſſern Geſtalt oder Anſehen beſchrieben: Vom 13. bis 21. Vers aber derſelben innerliche Geſtalt. Die Stadt, ſagt er, war rein Gold, ſie war gleich dem reinen Glaß. Hier wird von keinem materialiſchen O geredet; und weil davon ſchon hin und wieder allbereit uͤberflußig geredet worden, inſonderheit im erſten Theil vom B, als muß der Liebhaber in al⸗ lem vorhergehenden nachſuchen. Es iſt das wunderzarte O⸗Glaß, die ewige Un⸗ verganglichkeit. Die Gruͤnde der Stadt aber waren gezieret mit allerley Edelge⸗ ſteinen,(Durchſtrahlungen Goͤttlicher Majeſtaͤt und Herrlichkeit,) als einen Jaſpis, der da grünlicht und durchſichtig.(.) Einem Sapphier, blau und durchſichtig.(.) Chalcedonier, goldgruͤnlicht.(.) Smaraod, ſchoͤn durch⸗ ſichtig grun.(.) Sardonich, bleich Fleiſchfaͤrbig.(.) Sardis, dunckel⸗ roth.(.) Chryſolith, lichtgruͤn.(.) Beryll, goldfarbig auf Violet.(.) Topaſier, goldfarbig ſtrahlend.(10.) Chryſopras, recht goldgrun.(11.) Hyacinth, hochgoldfarbig auf Roͤthe.(12.) Amethiſt/ purpurfarbig, braun roth.(Siehe Ezech. I, 27. 28.) Die zwoͤlf Thore aber waren zwoͤlf Perlen, (zwölfferley Strahlen des unendlichen reinen Goͤttlichen u 2 Der w T 340 Das Achte Capitel Von der Offenbahrung JEſu Chriſti ꝛc. Der Plan dieſer Stadt aber war rein Gold, als ein durchſcheinend Glaß. In dem folgenden 22. Vers wird uns ein Geheimniß gezeiget, daher der Liebhaber dieſen Vers gar ſonderlich betrachten wolle: Und ich fahe keinen Tempel drinnen, NB. dann der HErr der Allmaͤchtige GOtt iſt ihr Tempel, und das Lamm. v. 22. Da⸗ her bedarf dieſe heiligſte Wunder⸗Stadt keiner Sonnen, noch des Monden, daß ſie in ihr ſcheinen; dann die Klarheit GOttes erleuchtet ſie, und ihre Kertze iſt das Lamm. Und v. 24. Die Haufen dererjenigen, die da ſeelig werden, die wer⸗ den in ihrem Lichte wandeln, ꝛc. und wird alle Herrlichkeit der Koͤnige und Heyden, NB. in dieſe Stadt gebracht werden. v. 2 5. Und ihre Thore werden nicht verſchlof⸗ ſen werden,(anzudeuten, daß die Barmhertzigkeit GOttes in Chriſto ewig of⸗ fen ſtehe, und dannenher auch dereinſt allen Verdammten zu gute kommen werde; darum ſagt auch der Text, daß alle Herrlichkeit der Koͤnige und Heyden werde in dieſe Stadt gebracht werden,) des Tages: Dann es wird keine Nacht daſelbſt ſeyn; ſondern Goͤttliche Freude, Ruhe und Vergnuͤglichkeit, ohne allen Wech⸗ fel. v. 25. Undeg wird mit nichten hinein gehen in ſie irgend etwas das den Men⸗ ſchen gemein macht, und das Gräuel thut und Lugen: ſondern allein die geſchrie⸗ ben find in den Buch des Lebens des Lammes. Woraus nochmals erſcheinet, daß auſſer dieſer Stadt GOttes annoch Hoͤlle und Verdammte, ſamt den gefal⸗ lenen Engeln ſeyn werden, und alſo die gantze Schoͤpffung noch nicht neu gewor⸗ den, ſondern dieſelbe erſt dem Johanni in folgendem 22. Capitel aufs allerkuͤrtze⸗ ſte gezeiget wird. Weilen aber dieſe Erklaͤrung in das letzte Capitel des dritten Theils vom& gehoͤrt, als in den letzten Theil, muß der Liebhaber allda nachſu⸗ chen. Womit wir dann dieſen zweyten Theil geendet haben wollen. Belangend aber dieſes letzte Capitel uber die Apoc. ſo ſehen wir ſchon im Vor⸗ aus, daß die ſpitzfuͤndige Gelehrſamkeit ihre ſchulſtaubigte Naſe maͤchtig daran reiben wird, welches uns aber in Wahrheit mehr erfreuen, als verdrieſſen ſolle, ſehende, daß wir ſo wenig als andere, welche gleichfalls die Erkanntnif GOttes lieben, von dieſen naͤrriſchen Wuͤrmern befreyet bleiben koͤnnen; wie dann auch der Zanckſucht ſolcher elender Menſchen nicht beſſer, als durch den Spruch des weiſen Salomons Spruchw. XXVI, 4. zu antworten. Zwar ſind wir nicht in Abrede daß wir in dieſem letzten Capitel von der Offenbahrung Johannis vieles weitlauftiger haͤtten ausfuͤhren ſollen; vieles aber haben wir auch mit Fleiß uͤber⸗ gangen, oder doch nur aufs allerkuͤrtzeſte beruhret. Allein wer unfer Abſehen be⸗ greift, und wohin wir eigentlich mit dieſem Capitel gezielet haben? wird uns in allem vollkoͤmmlich entſchuldigen. Kehren uns alſo zu dem EN D E. .§. POr TSJA y -w f y i iy fab vil Wy iton fji e a 8 Y des i kè g ii RE IERE TERE A D A aE EEE EA AAE KA EA PO OKAR $ e AA Be„˙ s W Cpa DAE N e S R/S PE DR y 42 E a Re MA AKAA Oe AKAA A R R EE So A Si oA SE ÉE BA oSA TSI AFS A B A E S E OPERIS MAGO-CABBALISTICI ET THEOSOPHICI Dritter Theil, handelnd pom Mercurio. Das J Capitel. Von dem Urſprung und Erzeugung des himmliſchen und irrdiſchen Mercurü. € L llhier muß der Liebhaber gleich Anfangs erinnert werden, daß er ſich nicht befremden laſſen wolle, daß in dieſem Tractat vom I, des S und fo- oft gedacht wird, da Doch das Abfehen auf den% allein gerichtet: Die Folge dieſes Wercks wird den Liebhaber ſelbſt hieruͤber vergnuͤgen, alſo daß es desfalls keiner weitern Erklaͤrung bedarf. C2. Daß der r mit dem S und Weines Uirſprungs ſey, iſt in demerſten Theil vom S genugſam erwieſen worden. Daß in allen Geſchoͤpffen der Sige Theil der& iſt/ wird bey Natur⸗Geuͤbten keines Beweiſes bedurffen: Daß auch das G und Za in ein ſolches luftiges Weſen oder& aufzuloͤſen, muß ein wahrer Chymicus wiſſen. Es iſt aber dieſer& zweyerley, der himmliſche(x der Weiſen genannt,) und der irrdiſche, zu Deutſch: Cxueckſilber. Von des erſtern Ur⸗ ſprung und Erzeugung wollen wir den Anfang machen. §. 3. Im Anfang, da GOtt Erden erſchaffen, Gen. I. war u3 die me Kot br 342 Das Erſte Capttel. die> dde und leer, oder eine wuͤſte Ungeſtalt: Und es war finſter oben auf dem Abgrund: Und der Geiſt GOttes ſchwebte oben uͤber dem Gewaͤſſer. Wie dieſe Worte: und der Geiſt GOttes ſchwebte oben uͤber dem Gewaͤſſer, zu ver⸗ ſtehen? haben wir allbereit im andern Theil vom A Cap. 1.§. 16. und ferner, ers wieſen. Im 3. v. Gen. I. ſchuff GOtt das Cicht; wovon in den beyden erſten Theilen nachzuſehen. Dieſes Licht iſt der Nal A, davon anderswo geredet wor⸗ den. Und da GOtt ſahe, daß dieſes Licht gut war, v. 4. ſchiede er daſſelbe von der Finſterniß, auf daß durch daſſelbe der erſte Tag und Nacht gewuͤrckt wuͤrde. Tom. I. vom O Cap. V.§. S. Allhier aber koͤnnen wir nichtumhin, die Worte, und der Geiſt GOttes ſchwebte oben uͤber dem Gewaͤſſer, nochmals zu ge dencken. Wie nemlich faſt alle Theologi in Dem Irrthum ſtecken, daß es der Seilige Geiſt geweſen, welcher auf den Ven geſchwebt: Allein, wer den Ewi⸗ gen GOtt, ohne die irrmachende Schul- Terminos, nach ſeinem geoffenbarten Worte und Wercken, nemlich der Schoͤpffung, kennet, wird ſo geringe Ge⸗ dancken von dieſem ewigen unwandelbaren Lichte nicht haben. Und daferne es uns nicht zu weit von unſerm Vorhaben fuͤhrte, wolten wir allhier dasjenige vollends hinaus fuͤhren, was wir desfalls im zweyten Theil vom A ein wenig berúhret haz ben: kan aber vielleicht noch in dem Capitel von der Religion geſchehen. g. 4. Moſes ſagt ferner v. 7. Da nenner GoOtt daſſelbe Licht Tag, die Finſterniß aber nennet er Nacht ꝛc. Hier aber im 3.$. haben wir dieſes Licht genannt den Lal Y, nicht daß dieſes Licht eigentlich der L waͤre, davon zu reden unſer Vorhaben; Nein, ſondern unſer ¥ iſt ein viel leichteres Weſen, und viel hoͤ⸗ her, als dieſes Licht ſablimirt dder getrieben. Dieſes Lichts, davon anjetzo die Rede, Behaltniß oder Aufenthalt, iſt die Ausdaͤhnung, welcher der 6. v. Gen. I gedenckt/ und im 9. v. Himmel genannt wird: unfer& aber ſind die Æſch Majim, das ift; die Waſſer uͤber der Ausdaͤhnung, von welcher allbereit im erſten und zweyten Theil zur Gnuͤge geredet worden. Dieſe ſind im Urbil oder Archetypo der erſte Ausfluß von GOtt, aus welchen das gantze dyſtema Univerſi von dem UMi- maͤchtigen GOtt erſchaffen worden, nemlich die erſte Geiſt⸗Welt; wie dann auch dieſes unſer Sonnen⸗Syſtema vor dem Fall Lucifers(durch welchen Fal diez ſelbe elementariſch geworden,) gantz und gar eine ſolche Geiſt⸗Welt geweſen. Da aber Lucifer durch ſeinen Hochmuth von GOtt ſeinem Schoͤpffer gewichen, hat er ſein gantzes Syſtema mit ſich in die aͤuſſerſte Finſterniß und ewiges Verderben ge⸗ zogen, davon im erſten Theil vom S mit allem Fleiß nachzuſehen. Da nun ſei⸗ ne drey Principia EA und Y, das ift, feine Æfch Majim, alfo verderbt, und in ein Chaos oder wuͤſte Ungeſtalt verwandelt worden, ſo ſchuff Elohim(die maͤch⸗ tige Richter, ſiehe im erſten Theil Cap. J.§..) dieſe ſichtbare Welt aus dieſem ver⸗ derbten Klumpen, wie aus dem erſten Capitel Gen. offenbar, und wir im gemeld⸗ ten erſten Theil ausfuͤhrlich erkläͤret haben. Und in dieſer Schoͤpffung iſt unſer F, der kiii he Bn in dii \iie tt nin hit iM id, arth | 9i jW “iyi ten Gy g VN thy yd oig LAN ilik pi enl, jin, m ypo Wg dan i Diy ien, pny mi A mih pvt mi r% p Fio.., N D Y unel der Kufang der. a NVa n Q Y AANA HN A Ana Mi ie na Xat T iE Pwigkeil oder a, Fen ange. RAA UR} W Ua 4 Chs, n N wN kgh k tAk ad. C8 4. = a=e Y i gh gu ui ai Eip fpi itd Di Sho MU n alio aud w nig a b gii fe tar guto unir nfin Gon Woh ai Ciel hingì inich Wh f wagi Hoen Wl lolig nht Win Von dem Urſprung und Erzeugung des himmliſchen Mercurü. 343 der da auch S und A iſt,(nemlich Æſch Majim) wie allbereit in vorhergehenden Theilen uͤberfluͤſſg geſagt worden, zum hoͤchſten geſtiegen, und den auſſerſten Kreyß ſowohl unſers, als auch aller uͤbrigen§yſtematum in der unbegrecflichen Tiefe, nemlich des gantzen geſchaffenen Univerli, umfaſſet. Siehe Fig. 1. S. f. Daß der erſte Ausfluß der unbegreiflichen Gottheit, ein in ſeiner erſten Einheit uns unbegreifliches Wunder⸗S geweſen, ſo da in eben derſelben Eigenſchaft auch A und F iſt, haben wir in den vorhergehenden Theilen uͤberfluͤſ⸗ ſig erwieſen. Daß aber geſagt wird, daß GOtt die Welt aus nichts gemacht, ſo Soay in Anſehung gemeldten uns unbegreiflichen Wunder⸗Ausfluſſes geredet. Das Wort Wichts, nach ſeinen zuſammen geſetzten Buchſtaben, wie auch den Thon und Schall des Worts, begreift unſere Vernunft wohl, aber das, ſo man dadurch andeuten will, iſt unſerer Vernunft gantz unbegreiflich, findet auch weder in GOtt, noch in der Natur ſtatt. Der allmaͤchtige GOtt erfuͤllet alles, und alfo Fan auſſer GOtt nichts ſeyn, als die Goͤttliche Fuͤlle, und in GOtt ſelbſten auch nichts als GOtt: Dannenhero in keine Wege ein leerer Raum, weder in noch auffer GOtt fo wenig gu finden, oder zugegeben werden kan, als daß GOtt nicht GOtt ſeyn ſolte. Gleiche Beſchaffenheit hat es auch mit dem ſogenannten Vichte, als welches nur in den Vernunft⸗leeren Koͤpfen ausgebruͤtet, und be⸗ begriffen werden Fans jedennoch aus deſſen Lehre ſo graͤuliche Ablurditten entſprin⸗ gen. Aus vorgemeldten Grundſatzen wir nun ohne alle Scheu feſt, daß alles Geſchoͤpf, ſichtbares und unſichtbares, geiſtliches und greifliches oder elemen⸗ tariſches, aus GoOtt gegangen, nemlich aus dem uns unbegreiflichen Ausfluß, zu welchem der Begrif unſerer Vernunft nicht hoͤher ſteigen mag, bis an die V uber unſern und aller uͤbrigen Syſtematum Eſch Majim.. Daß aber dieſelbe in ihrem erſten Urſtand noch viel fuͤrtreflicher und fubtiler,(gleich. Denen Æfch Majim derer Sonnen⸗Syttematum, auſſer dem unſrigen,) ſiehet der Liebhaber Der ewigen Wahrheit in etwas in dem II. Thil pom 4 Cap. il.§.23-24- eilen ung aber dieſe Einfaͤltigkeit, als gar zu nahe an dem Punct der Ewigkeit, in dieſer Sterblichkeit gantz und gar unbegreiflich,(ſiehe Pig..) muͤffen wir der Fortrol⸗ kung dieſes Puncts(hier muß der J. Theil vom S wohl bekannt ſeyn) auf gerader Sinte bis zu den Waſſern uͤber unſerm Sonnen⸗Syttemate entgegen ſteigen, und daſelbſt mit unſerer Vernunft ſtehen bleiben. §.€. Aus denen vorhergehenden§.§. wird der Liebhaber ſamt demjenigen, was in dem I. Theil vom S geſagt worden, vollkoͤmmlich begreifen koͤnnen, was eigentlich der himmliſche uͤberirrdiſche& ſey? und wie derſelbe anfanglich in der Ur⸗Welt(Mundo archetypo) ſey gezeuget worden? wobey der Liebhaber die vorige Fig. 1. genau betrachten wolle, als wodurch ihm das uͤbrige, ſo wir alhier nicht alle geſagt haben, bekannt werden wird. Die wahren Mago-Cabbaliſten haben dieſes Weſen oder allgemeinen L/ d. i. die Materie, woraus alles erſchaffen worden A Aa e r S 344 Das Erſte Capitel. worden ift; alfo bezeichnet: g, Di. durch einen gange und halben Circul mit einem anhangenden Ereutz, oder 2. gantzen Durchſchnitten. Suchet man den wahren Urſprung dieſes Characters, ſo iſt derſelbe nichts anders, als Victriol S; deſſen Urſtand einen Circul, welches Circuls Anfang ein Punct, nemlich das A. und O. d, í Fiar. Wie nun aus einem Punct eine Linie, und aus dieſer ein Circul ente ſpringe, iſt im I. Theil vom© Cap. HI.§. 1x. deutlich gelehret worden. §.7. In vorgemeldtem I. Theil vom O haben wir gezeiget, daß das erſtere Weſen, daraus alles geſchaffen, ein O, ſo da in gleicher Eigenſchaft auch A und y gewefen, von theils Weiſen nicht unbillig ein O genannt y welchen fie alfo ge zeichnet, wie Fig. 7. 4u ſehen. Aus welchem Wunder⸗Character die 9 haracte- res aller Metallen und Mineralien entſpringen, wie im II. Theil vom A§. J. in etwas gezeiget worden, allhier aber aus gedachtem Character vollkoͤmmlich erkannt und begriffen werden mag dann alle folgende als: Oy D78% Drdy Zr ó rE) O,/ d. i. alle Alcalia, wie auch,, Y, V, ſtecken in ihme; fumma es ift nichts in der gantzen Mago⸗ Cabbala und derſelben Characteren, welches nicht in Deme ſelben zu finden ſeyn ſolte. Es wollen aber die armſeeligen Goldverderber nicht gedencken, daß wir allhier von ihrem ſchmierigten zerfreſſenden Virriol reden, aus welchem ſie ihre Linctur oder Stein der Weiſen kochen wollen. Weit gefehlt. Der Vitriol, davon wir allhier reden, iſt nur den wahren Weiſen bekannt, und hat mit dieſem irrdiſchen nicht die geringſte Gleichheit, ob er wohl anfaͤnglich eben derſelbe geweſen, aus ihme gezeuget, auch noch daſſelbe Licht, aber in Finſterniß verkehret iſt. Es iſt der Unterſchied zwiſchen dem J und oben ſtehenden Victriol der Weiſen gar zu groß, daß die arme Tropfen mit dem gemeinen& zu ihrem Zweck kommen ſolten. Darum iſt noͤthig, dieſen geheimen Wunder⸗Character erſtlich recht kennen zu lernen. C8. Gemeiniglich haben die Weiſen ſowohl den himmliſchen, als irrdi⸗ ſchen N mit dieſem eintzigen Zeichen, vorgeſtellt: Nemlich Durch einen halben und gantzen Circul mit 2. Durchſchnitten; anzuzeigen, daß er nichts anders ſey, als der faliniſch⸗rothe und weiſſe Ound). Wann aber dieſe wieder zuſammen gelegt, ſey er wieder Mercurius, nemlich das allgemeine Menltruum oder aufloͤ⸗ ſende Ding. Er gleichet ſonſt auch einem reinen x; nur daß daſſelbe nicht netzet oder naß machet, und alſo uneigentlich ein vgenannt wird; nicht wie ein Eiß welches in der Waͤrme zu einem Jwird, und netzet. Er iſt der Geiſt in allen Ges ſchoͤpfen, welche alle insgeſamt er doch ſelbſten iſt, doch nicht wieder werden mags als bis da kommt die Zeit, da es heiſſen wird, Apoc. XXI, s. Siehe, ich mahe alles neu. Es wolle aber Niemand gedencken, daß menſchliche Kunſt und Wiſ⸗ fenſchaft dahin gereichen mag, dieſen&, da er noch das einfache Alch Majim iſt, habhaft zu werden, indem er nicht anders, als durch die Ausdehnung, welche Cen. I, 8. Schamajim(Himmel) genannt, zu uns kommt. Wobey wir dieſe Aus dehnung in etwas zu erklaͤren Anlaß nehmen..9. for fon wh Mij M | wg | Mji oni Dnt wni N elitt dh M! defi duid nge gin Dy m Von dem Urſprung und Erzeugung des himmliſchen Mercuri. 345 .9. Allhier muͤſſen wir die Fig. I. wieder vor ung nehmens Da ift nun i. k. die Ausdehnung oder die Himmel v. L. und Ð. 1. m. die Ausdehnung oder Himmel Q und Y, und m. h. der Himmel oder Ausdchnungde O; Der Daber iſt e. der Erden⸗Kreyß oder Himmel, der doch úber fich und unter fih alle Himmel gur Ausdehnung oder Unterſcheid zwiſchen Majim(V) und AÆAlch Majim(Aigen Vern) hat, wie die Fig. zeiget. Da iſt nun zu wiſſen, daß dieſe Himmel oder Ausdehnung nicht einerley Weſens ſind, ſondern NB. ein jeglicher iſt ein beſonderes fluſſges Weſen, gantz unterſchieden von den andern, und ſich dannenher in keine Wege vermiſchen koͤnnen, gleichwie ein Oleum vegetab. ein O1. Q per deliqu. und ein Sp. Vini fich ſchlechthin nicht mit einander miſchen, damit eine Subſtantz daraus werde, man ſchuͤttele ſie in einem Glaſe gleich unter einander, wie man wolle, ſo werden ſie ſich doch jederzeit vollkoͤmmlich wieder von einander ſcheiden, ſo bald man ſie nur ruhig ſtehen laͤſt; Alſo, dag OL Q per deliq. unten, auf dieſem das Ol. veget., und der Sp. Vini zu oberſt ſtehen wird. Gleiche Beſchaffenheit hat es auch mit allen Himmeln oder Kreyſen, ſo⸗ wohl in unſerm-Syttemate, als allen obern unzaͤhlbaren Syſtematibus, nem⸗ lich, daß ein jeder Stern ſeinen eigenen fluͤſſigen Kreyß habe, woraus er gezeuget, und in welchem er gleichſam ſchwimmet, noch aus derſelben in einen andern Kreyß uͤber ſich oder unter ſich,(weilen dieſelbe ſeinem Weſen, nach vorgemeldtem Gleich⸗ niß, gantz zuwider) ſo lang dieſe Welt alſo ſteht, in keine Wege rucken kan, ſondern muß beſtaͤndig in der ſeinen ſchwimmen oder lauffen. Ein mehrers hievon kan vielleicht in dem Cap. von der Attrologie gemeldet werden. Weil nun der urſprungliche L von uns in dieſer Sterblichkeit gar nicht, auch wie er Aaulch Majim, nicht zu bekommen, ſondern wie er erſtlich Bdellion in Eden geworden. Der Text ſagt, daß das O deſſelben Landes gut, daſelbſt auch Bdellion, und der Stein Onyx zu finden fey. Es ift aber zu mercken, daß obgleich fch Majim ſich durch alle Kreyſe in der Ausdehnung, in Eden verſenckt, und Bdel⸗ lion wird, durch gedachte Kreyſe wegen ſeiner Einfaltigkeit, nicht verandert wer⸗ den mag, alſo, daß es nicht mehr AÆlch Majim waͤre, ſondern es iſt Bdellion eben ſowohl noch vollkoͤmmlich ÆElch Majinr, gleichwie das Queckſilber Klercurius verbleibt, ob es gleich durch eben dasjenige, das es ſelbſten iſt, eine Gerinnung erlitten. Hier haben wir nun etwas geſagt, welches einer gewiſſen Rede von eben dieſer Sache, im H. Zheil vom 4, ein groffes Licht geben; wird, und kan ſolches der Liebhaber nachſuchen. Es wolle aber Niemand gedencken, daß, ob wir gleich dieſes Bdellion in vorhergehendem§. ein v genannt, Dag wir Dag Luft- das durch gemeynt haben wollen, womit ſich viele zu martern pflegen. Nichts we⸗ nges. Darum haben wir geſagt: Es netzet nicht, es machet nicht nafy gleichwie das à auch nicht naß macht, obgleich Bdellion ein lebendiges J iſt: Drum hat es eine Gleichheit mit einem fuga doch trockenen O,(verſtehe die⸗ XE ſes 346 Das Erſte Capitel. ſes aber recht wohl!) welches von der geringſten Warme hinweg fliehet, indeme es nichte denn. fein eigenes Aiges V liebt; und alfo von demſelben allein gebun⸗ den werden mag. Schon zu viel gefagts Demnach nichts mehrers davon. Siehe „Theil Cap. III.§. 18. C10. Von dem Urſprung und Erzeugung des himmliſchen% ift dem Lieb- haber genug geſagt. Seine Kraft und Wuͤrckung ſiehet man in jedem Tagwerck der Schoͤpfung mit hoͤchſter Verwunderung; davon im folgenden Cap. ein meh⸗ rers. Schreiten alſo zu dem Urſprung und Erzeugung des irrdiſchen& oder GQueckſilbers. Siehe mit allem Fleiß 1. Theil vom O Cap. I.§. 22-25. Die⸗ ſes unſerm vorbeſchriebenen& gleichendes Metall⸗V, hat von Anfang her mehr Narren, als geſcheide Leute gemacht, nemlich unter denen nach O, und nicht nach dem Reich GOttes und ſeiner Gerechtigkeit, als der wahren Weisheit, Lachzenden. Es iſt aber dieſes metalliſche Vein rechtes Wunder⸗Geſchoͤpfe des Allmachtigen, einer wunderbaren Miſchung. Sein auſſeres Anſehen gleichet zwar dem J; Da es aber der Kuͤnſtler, ohne alle andern Zuſatz, auſſer obge⸗ meldten von der Natur coagulirten&, zu coaguliren weiß, wird derſelbe hoche roth, welches unwiderſprechlich erweiſet, daf er nichts dann ein Alichtes E fey, gleichwie er uncoagulirt ein weiß Hlichtes S iſt. Seine Aufloͤſung in ein unſchmackhaftes Waſſer(welche nicht allzubekannt) zeiget, von wannen er entſproffen, und daß er eine Aftergeburth des allgemeinen& oder des himm⸗ liſchen R ſey. In der That iſt er nichts anders, als itzt gemeldter Z in einer zare ten lettigten Matrice, Durch einen Olarifchen A, und Pnariſches O, ſo annoch beyde in ihrer rohen unzeitigen Geſtalt oder Embryonitãt im erſten Grad coagu⸗- lürt; Und weilen dieſe beyde wuͤrckende Dinge dem Grad des leidenden annoch ſehr nahe, find diefelbe dermaſſen mit einander vermiſcht, daß ſolche durch Feine Kunſt oder Wiſſenſchaft wieder geſchieden werden moͤgen, alſo, daß ein jedes io Zerſtoͤhrung wiederum in ſeine erſtere Subſtantz zuruͤck gebracht werden nne. §. 11. Vorher haben mir gefagt, daf fich der gemeine Y durch den himm- liſchen%> toie fich dDerfelbe in einem zarten weiffen Setten(oder 4 mit pu einem weiſſen£) coagulirt hat, zu einem rothen Niederſchlag coaguliren laſſe; Ge⸗ meldte Rede aber wird nicht fogleich ein jeder verſtehen, darum wir dieſelbe allhier mit Zuſatz ein paar anderer Worte wiederholet haben, damit es deſto beſſer ver⸗ ſtanden werden moͤge, wiewohl dieſes gantz deutlich an einem gewiſſen Ort Lom. II. vom A gu finden ſeyn wird. Aus der Erzeugung des gemeinen Z,(fehe auh Theil J. Cap. III.§. 18.) wie dieſelbe in vorhergehendem 8. aufs kuͤrtzeſte und deutlichſte beſchrieben, ſolten die arme Goldmacher ja erkennen, wie wenig mit dem Queckſilber in ihrem Vorhaben auszurichten; Dann weilen ſein meiſtes We⸗ ſen aus dem himmliſchen X beſteht, und dannenhero nichts leichters und pa iger Von dem Urſprung und Erzeugung des himmliſchen Mercurü. 347 tigers in der Natur gefunden werden mag, dazu unzertrennlich mit vorerwehn⸗ ten Oriſchen, und Priſchen O, in ſeiner Matrice zuſammen geronnen, gleich wie Baum⸗Oel, Butter und Schwein⸗Schmaltz unter einander zerlaſſen, nicht wieder abgeſondert werden moͤgen(coagulirt fagen wir allhier mit Fleiß nicht) fo mag er nicht das allergeringſte krdiſche leiden, und bleiben alſo alle mit ihm vorgenommene Coagulationes, Fixationes und was der Grillen mehr ſeyn, " vergeblich und umſonſt, ſondern er eilet ſo gleich wieder zu ſeinem Urſprung. Das Himmliſche&, ſein eigen urſpruͤngliches Weſen allein kan denſelben zu eime vollkommenen Feſtigkeit coaguliren. §. 12. Dah der gemeine Z feinem innerften Wefen nah O wie auh D jf ſeye,(nachdem des Kuͤnſtlers Hand mit ihm verfaͤhrt) iſt denen allein bekannt, dit ſein Ykennen, daraus er gezeuget; Und ob ſolches eben nicht hieher gehoͤrt, ſo $ muͤſſen wir doch den Tezt GenII, 8. vor ung nehmen, ob der Liebhaber gez i meldtes, und den daraus gezeugten& noch beſſer erkennen lernen moͤgte. Da lieſet man nun alſo: Es hatte auch GOtt der HErr einen Garten gepflantzet in Eden, gegen Aufgang.(ſiehe Fig..) v. 7. In die mitten dieſes Gartens 9 auch den Baum des Lebeng;(Fiat, das Wort, JEſus Chriſtus.) Des⸗ i gleichen den Baum des Erkaͤnntniſſes gutes und boͤſes;(Der freye Wille.) v. 10. Es gieng aber ein Fluß aus Eden(der Radius o..) alſo daß er den Garten waͤſſer⸗ n te(nemlich von dem Punct des erſten Anfangs 0. ergieſſet ſich der Ausfluß PY o. h. in ale IGelten, und derer eingefchaffene Creaturen(hiegegen halte mit ni einer erleuchteten Vernunft das ſechſte und letzte Tag⸗Werck der Schoͤpffung, A T. I. vom©; fo wird der Liebhaber Feine Paradoxe, toie eg fcheinen Dürfte, fonz T dern eine Erklaͤrung dieſes und jenes finden, die denſelben hoͤchlich vergnuͤgen fn À wird, und von dannen theilet er ſich, alſo daß 4. Haupt⸗Stroͤme daraus wurden D.(die 4. Thiere vor dem Stuhl Gottes, Durch welche fich Der Goͤttliche Ausflus in in alle Welten ergeuſt) ſiehe Ezech. I, 5. X. XLVIII. 32-35. und Apoc. V, 8. 9. Der Leſer muß allhier vorgemeldten Ort Tom. I. vom A mit dieſer Rede wohl zu vereinbaren wiſſen, ſonſten uns derſelbe vor einen Menſchen, der irrig wider cini einander redet, urtheilen toird. v. ır. Des einen Name ift Pifchon; Derfefbe G iſts, der da fleuſt um das gantze Land Hevila, darinnen NB. Gold iſt, welches hi von keinem der andern Fluͤſſe gefagt wird. v. 12. Und das Gold(irret euch aw nicht, ibr armfelige Gold- Ráfer! dann es Fein gemein© aus dem Ganges oder ol Indus ift, wie die Gloſſen⸗Schmierer traumen, ſondern es iſt Oaus einem weit i hoͤhern Strom oder Fluß) deſſelben Landes iſt koͤſtlich. Es iſt auch daſelbſt Bdellion w(darinnen dieſes köſtliche O anfaͤnglich gezeuget) und der NB. Edelſtein Onychel ti(welcher aus dieſem koͤſtlichen O entſpringt) Sehet da, ob wir euch auch ein W k mehrers haͤtten ſogen koͤnnen? das Bdellion, ſo nur in dem Piſon allein zu finden, ih war anfaͤnglich O, und das O in dem Bdellion, aus welchem der Stein Oaychel "E Er 2 ii PTP ²u. K8Äʃͤd—üw ˙—-E 348 Das Erſte Capitel. gezeuget. Wer nun dieſen Onyx liebt, und gerne haͤtte, der ſuche das Yaus dem Piſon, und in demſelben das O und Bduͤellion, ſo wird er ohnfehlbar ſeinen Zweck erreichen. Wer nun dieſes nicht verſtehet, der ſchelte und klage nicht uͤber uns, ſondern gebe ſich ſelbſten die Schuld; Ein wahrer Liebhaber wird ſich uͤber uns nicht beſchwehren, es waͤre dann inf dem, daß er uns beſchuldigen wolte, wir haͤtten gar zu deutlich geredet. . 13. Vorhergehender S. wird den Kiuͤglingen etwas zu raiſonniren ge⸗ ben, indeme ihr Überwitz auf die Gedancken gerathen wird, als redeten wir all⸗ hier in Erklaͤrung vorgemeldten Texts Gen. H. wider uns ſelbſt, indeme daß wir Tom. I. vom, in Erklaͤrung des ſechſten Tagewercks Cap. V. gantz anders hievon geredet haͤtten, wie im vorhergehenden L. allbereit mit wenigem erweh⸗ net worden. Allein wen die Zanckſucht nicht blind gemacht, und nur ein weni⸗ geg in Der wahren Magia und Cabbala geuͤbt, wird vollkoͤmmlich begreiffen koͤn⸗ nen, daß an keinem Ort wider einander lauffende Reden von ung gebraucht worden, ob es gleich anfaͤnglich alſo ſcheinen moͤgte, ſondern es erklaͤrt in dem einen Theil dasjenige, was in dem andern foch zu dunckel vorgetragen worden, wie ein Liebhaber der Wahrheit nach und nach leicht erkennen wird. S. 14. Weilen uns nun die H. Schrift zur groͤſten Weisheit fuͤhrt, wie aus den Worten Chriſti Joh. V, 39. offenbar, da alſo geſchrieben ſteht: Ihr forſchet die Schriften, dann ihr meynt, ihr habt das ewige Leben in denſelben: Nun aber ſinds dieſelben die von mir zeugen. Als wollen wir das II. Cap. Gen. noch einmal wieder vor uns nehmen. Da redet nun Moſes v. 4. von dem Ur⸗ ſprung des Himmels und der Erden: Yn der Helfte des s. v. aber fagt er alfo: Dann GHT hatte noch nicht Regen gegeben auf die Erde,(von Eden wird allier nicht geredet, wie aus dem folgenden v. offenbar, und eg war auch Fein Menſch geweſen, der die Erde bauete,(bis Adam aus dem Garten dahin vers ſtoſſen worden.) Allhier koͤnnen wir nicht umhin, des Regens noch weiter zu ge— dencken; nemlich, daß nicht bewieſen werden kan, daß es vor der Suͤnd-Fluth and alfo in den erften 1676. Jahren der Welt, geregnet habe, und folglich auch kein Gewoͤlcke um die Erd⸗Kugel geweſen, als welche von der uͤberfluͤßigen Feuch⸗ tigkett aus der Erden nemlich S A und%. C Ein verftándiger mache nur nichts grobes hicraus) aufgezogen worden, mit welchen aber Die Erde vor der Cind- Fluth noch nicht durchbrochen war; Dann alſo ſagt der 6. v. Aber es war ein Dampf aufgangen aus der Erde, XhB. der die gantze Erde obenher befeuchtete. Diefe letzte Worte erklaͤren die vorige im 5. v. Und es war noch kein Menſch ges weſen, der die Erde(nicht den Garten in Eden, ſondern dieſen unſern Erd⸗-Bo⸗ den) bauete. Drum ſagt der 6. v. Der die gantze Erde obenher befeuchtete; Wel⸗ ches auf Eden nicht verſtanden werden kan; Wie wir dann Tom. I. Cap. V. In Er⸗ —— > xe 2e Ss zZz ry z= tis et ey e md Rin giei Y d; W Me i$ h W f i ib vit i h Von dem Urſprung und Erzeugung des himmliſchen Mercurii. 349 Erklaͤrung der 6. Tag⸗Wercken der Schoͤpffung ſattſam erwieſen haben, mo Eden und der Garten gelegen, und auch noch iſt? L. 15. Dieſer Dampf(Ed) welcher aus der Erden aufgeſtiegen, ehe dann dieſelbe durch die Suͤnd⸗Fluth verderbt worden, iſt die alleredelſte Kraft der Him⸗ meln geweſen, davon im I. Tom. vem S nachzuſehen, durch unfer centrali- ſches oder unterirrdiſches Lin die Hoͤhe getrieben oder fublimirt, nemlich S und& in einer einfachen Wäßrichkeit, ein begieriger Magnet, in der Ei⸗ genſchaft einer Matricis von Denen obern Kraͤften aufs neue geſchwaͤngert zu werden, um die Erde mit den allerfruchtbarſten Kraͤften zu beleben, damit die⸗ ſelbe allen Gewächſen aus derſelben wieder mitgetheilt werden koͤnten: Daher ſagt ein gelehrter Mann in ſeiner kleinen Chronologie: Bis auf die Suͤnd⸗Sluth haben alle Menſchen gelebt ohne§leiſch, Fiſche, Wein ꝛc. Ihre Speiſe aber iſt geweſen, Fruͤchte der Baͤume, Kraͤuter und Wurtzeln, NB. die dann zu der Zeit ſehr gut und geſund geweſen ſind, daß ſie des Fleiſches gar nicht geachtet haben: Auch iſt das Waſſer ſehr geſund geweſen, und NB. beſſer dann itzund unſere Specereyen, und Gewuͤrtze, ehe das Erd⸗ reich durch die Suͤnd⸗Fluth verderbt worden. Ein Apffel iſt dazumal beſſer geweſen, dann NB. unſerer Apothecken drey: Drum haben ſte nicht viel Kranckheiten gehabt, und haben fo lange leben moͤgen. Hieraus er⸗ kennet man, daß dieſer Dampf einer viel edlern Eigenſchaft, als die Regen, ſo zu der Zeit der Suͤnd-Fluͤth erſtlich gezeuget worden, und nachmals uber Der Erden geblieben, geweſen ſind: Nemlich, es war dieſer Dampf ein reines Coagulum der Æſch Majim, wie ſolches, nach obigem 9.§., zu uns kommt, in Gleichniß des Queckſilbers oder Metall 9, nemlich des gemeinen&; Wel⸗ cher Dampf dann faͤhig war, ſeines gleichen, in der Luft Region um unſern Erd⸗Boden, an ſich zu ziehen, der dann wiederum von der Erden, als einer allgemeinen Matrice aller Thiere, Pflantzen und Mineralien, gantz begierig wie⸗ der in ſich gezogen worden, um alle ſeine vorgemeldte Ausgebuhrten aufs kraͤf⸗ tigſte hervor zu treiben, davon im 1. Theil vom S ein mehrers nachzuſehen, da⸗ mit das eie durch das andere deſto beſſer verſtanden werden mag. Daf aber die Regen von der Suͤnd⸗Fluth bis zu unſer Zeit von einer ſolchen kräftigen Wuͤr⸗ ckung lange nicht ſeynd, bedarf bey den Natur⸗geuͤbten gar keines Beweiſes: Denn nach dem die Brunn⸗Quellen des groſſen Abgrundes, Gen. VIL, 11., famtden Fenſtern des Himmels einmal geoͤfnet, und an ſtatt vorgemeldten in der Erden gleichſam geronnenen allgemeinen& d. i. des Dampffes, Gen. II, 6. als ein Wunder⸗-Magnet des roth⸗und weiſſen, maͤnn- und weiblichen A, nichts alg , durch das unterirrdiſche& zu der Oberflaͤche der Erden getrieben, And fers ner von der O aufgezogen wird, iſt ſolches in gar keinen Vergleich mit vorge⸗ meldten Magneten um oberwehnte Krafte(iſt kein Terminus, der etwa DE 3 Wi⸗ pa Kya 350 Das Erſte Capitel. mider die vorige Rede ſtreite, wie etwa ein Zanckſuͤchtiger aufſchnappen moͤchte) an ſich zu ziehen, und den Erd-Boden(nicht aber zu ſo kraͤftigen Ausgebuhr⸗ ten, als er vor der Suͤnd⸗Fluth gegeben) zu ſchwaͤngern. §. 16. Gn dem vorhergehenden§. haben wir erwieſen, daß es vor der Suͤnd⸗Fluth nicht auf der Erde geregnet habe, wie dann ſolches aus dem Text offenbar. Damit es aber auch annoch an fernerm Beweiß nicht ermangele, ſo ſagt GOtt der HErr Gen. IX, 13. Meinen Bogen hab ich geſetzt in die Wol⸗ cken, der ſoll zum Zeichen ſeyn des Bundes zwiſchen mir und der Erden ꝛc. Nun ift aus der Optic befannt, dag der Regenbogen ein Wiederſchein der O in dem herunterfallenden Regen iſt. Hatte es nun vor der Sund⸗Fluth geregnet gehabt, ſo hätten auch aus vorgemeldten Principüs hyſicis und. opticis Regen⸗ Bogen erſcheinen muͤſſen, und alſo ware dem Noah und ſeinen Soͤhnen der Re- gen⸗Bogen allbereit bekannt genug, und gar nichts neues und ungewoͤhnliches geweſen, und alſo haͤtte Noah GOtt dem HErrn antworten koͤnnen: Dieſen Bogen habe ich in den Tagen meines Lebens ſchon ſo oft geſehen, daß derſelbe mir gar nichts ſonderbares ift, und hatte gleich wie dorten Gideon, Judic. VI. ver⸗ ſchiedene andere Verſicherungs⸗Zeichen fordern koͤnnen. Muß alſo der Regen⸗ Bogen dem Noah etwas gantz ungewoͤhnliches und noch nie geſehenes geweſen ſeyn, daß er ſich auf dieſen von GOtt dem HErrn aufgerichteten ewigen Bund ſo feſt geſteift, und unerſchrocken, ohne einzige Beſorgung einer neuen v Stuth, die neue Welt gu bauen angefangen. Woraus dann abermal unwiderſprech⸗ lich zu ſchlieſſen, daß es vor der Suͤnd⸗Fluth nicht geregnet gehabt; Wie dann auch von Anfang der Schoͤpffung bis auf den.9. Gen. VI. Feines Regeng ge dacht wird; Sondern A. M. 1656. nemlich im ooten Jahr des Alters Noah, aln 7benden Tage, hat ſich der erſte Regen auf den Erd⸗Boden zu ergieſſen anz gefangen, und nachdem dieſer groſſe Plak- Regen nachgelaſſen, und der Erd⸗ Boden wieder trocken geworden, und nachhin Erquickungs⸗Regen gefallen, hat ſich durch ſonderbare Regierung GOttes in denenſelben der erſte Regen⸗Bo⸗ gen dem Noah bezeuget, da dann GOtt zu Noah geſprochen: Ich mache mei⸗ nen Bund mit dir, und allem Fleiſch, daß ich forthin zu ewigen Zeiten die Erde durch keine Suͤnd⸗Fluth mehr verderben will: Und dieſes Bundes will ich geden⸗ cken, ſo oft ich den Bogen in den Wolcken anſehen werde. §. 17. Daf Derallgemeine Zy Derda auh Gund Riſt, in allen Geſchöpf⸗ fen ja in dem allerſubtilſten Staublein zu finden, auch der Geiſt und Erhalter al⸗ ler Geſchoͤpffe iſt, muß allen denen, ſo in der wahren Scheide⸗Kunſt geuͤbt, nicht unbewuſt ſeyn, ſo bald auch diefe Z von einigem Coͤrper geſchieden, bleibt ein groz bes Oniſches und Priſches Weſen üͤbrig, und iſt ſodann der Coͤrper getoͤdtet, wie anders wo ſchon gemeldet und erwieſen worden. Seine Geſtalt iſt wunder⸗ bar, in allen Creaturen; durch das irrdiſche A weicht er aus allens bald RA? ald hol wal fih yon hn ga wi w übt ah (ini nn Mi whi nif W fie Q À Gi Wa Der flho md duny | ſict hof Merc fin Etuig Ml ofen di R fehen W, ug: i $ Wi wn N thy nu Dani 1 ahy ai t h Yy wi Gn aW jit wil ni iit Mty ni haty u Von dem Urſpruug und Erzeugung des himmliſchen Mercurü. 351 bald unſichtbar getrieben, daher auch ſeine Geſtalt nicht wohl zu beſchreiben, den wahren Weiſen jedennoch wohl befannt; aus diefem feinem Character Z mag der Liebhaber denſelben ſchon erkennen lernen. Es iſt derſelbe ſchon hin und wieder von uns abgemahlt, jedennoch wollen wir denſelben noch einmal mit wenigen Far⸗ ben abbilden;(wiewohlen den vorigen Abbildungen, dem erſten Anblicke nach, gantz zuwider, welches jedoch den Liebhaber nicht irren muß,) Der gantze Circul deſſelben mit einem Durchſchnitt, iſt S. Alſo iſt er A„i. e. Schwefel, nemlich der halbe Circul mit unterzogenem Burchſchnitt und anhangendem gantzen und uͤbrigen halben Durchſchnitt; zuſammengeſetzt aber: L. Woraus der Liebhaber erkennen kan, daß er bald in Lichtes Geſtalt, d. i. als ein fluͤchtiger Geiſt, dann ale ein zerſtiebendes S/ wiederum auch als ein flammender& erſcheinen muͤſſe. Wer nun dieſen Wunder⸗Phoͤnix an dieſen Federn eigentlich erkennen kan, wird auch das Garn finden und bereiten koͤnnen, womit dieſer ſo allgemeine, doch ſo ſelten recht erkannte Vogel gefangen werden mag. Denen, welche eine wahre Erkännt⸗ nif in der Natur haben, iſt er mehr dann zu deutlich beſchrieben worden: Doch muß man auch dabey die Farben ſeiner jetzt beſchriebenen Federn wohl Fennen, fon- ſten man ſich gar leicht betrugen kan. Insgemein ſind die Farben gleich den Re⸗ genbogen, als gelb, gruͤn, roth, ſich in einander verliehrende, nachdeme ſie aus dem Grund, nemlich der Weiſen, d. i. dem Licht, gegen einander ſpielen, wie aus Fig. 3. in etwas zu ſehen. Wer nun dieſes recht erkennet, wird keiner fernern Erklarung beduͤrfen. Es iſt derſelbe nicht unbillig auch der Licht- Schwefel der Natur zu nennen, als der Geiſt und Seele aller Geſchoͤpfe. Ohne denſelben iſt in der wahren Magia und geheimen Philoſophie nichts zu wuͤrcken, darum, wer denz felben fennet, und haben Fan, dem mangelt auch das Z und&der Weiſen nicht, und mag dannenhero die Kunſt gar leichtlich enden, indem ihm die beſtaͤndige Wuͤr⸗ ckung der Natur das benoͤthigte und deſſen Gradus leichtlich zeigen wird. FS. 18. Dieſes Lichts oder ¥ ift Der Lucifer bey ſeinem Fall verluſtigt worden, nicht Daf folches von ihme geſchieden oder gewichen waͤre, ſondern es iſt in ihm ver⸗ ſchloſſen, und hineingekehrt, und an deſſen ſtatt der lalino-Hriſche Geiſt oder Mercurius in ihme offenbahret worden, welcher nicht mehe úber fich feigen magy ſondern gleich Dem ¥ im A frets gu Boden fint. Dann die Creatur-Ottes in Ewigkeit nicht wieder getrennt oder geſchieden werden, wohl aber eine Verwan⸗ delung leiden kan, wie ſolches an Dem Lucifer und allen feinen gefallenen Engeln offenbahr. Dieſes Licht oder Y mag auch nicht wieder in ihme fcheinen, big durch die Revolution fein grimmigeg A(deffen Character Fig. 2. Tom. II. Tab. I. zu ſehen) in ſeinem eigenen, nemlich dem hoͤlliſchen gaͤntzlich wieder verzehret wor⸗ den, und er alsdann, nebſt allen ſeinen gefallenen Engeln, aus ſeiner abſcheulichen ungeſtalten Uncreatuͤrlichkeit, wiederum in ſeiner erſten reinen Engels⸗Geſtalt er⸗ ſcheine, Im II. Theil vom& haben wir ſchon geſagt, wie es geſchehen mag, tas der ie 352 Das Erſte Capitel. der Teufel, als ein Geiſt, durch& gequaͤlet werden moͤge, wobey wir allhier noch ferner gu erinnern noͤthig finden, daß gleichwie ein Oel oder Fettigkeit(ſo da im Grund nichts anders, als ein Ay.i. Ap ift in ein Seuer gegoſſen, der Entzuͤn⸗ dung oder Verbrennung, und alſo einer Leidenſchaft unterworfen; alſo iſt es auch mit dem Teufel und ſeinen Engeln bewandt, daß nemlich dieſelbe im Hoͤllen⸗ Ap einer Entzuͤndung, Verbrennung, und alſo einer Leidenſchaft und Quaal un⸗ terworfen ſeyn werden, und gleichwie das Y, das eingegoſſene Vel gantz unn oͤg⸗ lich in ein Nichts verkehren, wohl aber ſeine Form umkehren, die Irrdigkeit(.i. die Finſtermß) davon ſcheiden, und ſein weſentliches Elle, nemlich das unver⸗ brennliche Liht oder g davon reinigen kan, eine eben gleichmaſſige Bewandtniß wird es mit dem hoͤlliſchen K, zu Quaal der Teufel und Verdammten haben, bis dieſelbe von allen teufliſchen Unreinigkeiten und Bildungen, und auch die Teufel ſelbſten von der Finſterniß wieder zu dem Licht werden gefchieden werden. Davon in den vorhergehenden Theilen ein mehrers nachzuſuchen. 6. 19. Daß der Menſch, wie derſelbe von GOtt dem Allmaͤchtigen nach ſeinem Bild und Gleichniß in Eden geſchaffen, keinen ſolchen elementariſchen greif⸗ lichen Leib gehabt, haben wir in den vorhergehenden Theilen ſchon erwieſen; dann da der Menſch ſeinem freyen Gillen nach feinem Geluͤſt durch des Satans entzuͤn⸗ dete lmagination gebrauchte, und aus der Goͤttlichen Gelaſſenheit, in eine begie⸗ rige Eigenheit verfiele, ſogleich aber auch die greuliche thieriſche Ungeſtalt, worinn er nun unfehlbar verfallen wurde, erkannte, und ſo zu reden, nunmehr zwiſchen Himmel und Erden ſtunde, da er nemlich ſein erſtes Bild und Gleichniß Elohim verlohren, und noch keine andere wiederum empfangen, nemlich noch kein Fleiſch an ſich empfunde, weilen ihm nichts, als die Fruͤchte des Gartens Edens bewuſt waren, dieſelbe aber in ihrer Suͤſſigkeit, um ſeine erſtere Geſtalt dadurch zu naͤhren und zu erhalten, nicht mehr genieſſen konte, grif er nach den Blaͤttern der elementariſchen Suͤſſe des Feigenbaums,(nemlich der Erfuͤllung der ſuſſen Lús ſternheit) welche aber ſeine Bloͤſſe zu bedecken, nicht hinlaͤnglich waren; Darum er fich dann auch vor dem Angeſicht GOttes im Ganten verſteckt, wie der Text ſagt Gen. III, 7. Da wurden ihrer beyden Augen aufgethan, alſo, daß ſie merckten, fie waͤren nacket ꝛc. und machten ſich Umguͤrtungen;(insgemein Schurtze gedol⸗ metſcht) dieſer Umhang aber konte der verfallenen Creatur keine rechte Geſtalt wie⸗ der geben. Das Wort Chagoroth(Schuͤrtze) ſtammet her von Chagar(umgur⸗ tet.) Es kan aber Chagoroth wegen der Umſtaͤnde nicht anders dann Umhange gedolmetſchet werden; d. i. Etwas, ſo da wohl bedeckt, aber nicht recht uber- und Umkleidet; derhalben GYTT der HERg den Menſchen in ſolchem verderbten Staͤnde nicht anſehen konte, ſondern gab ihm ein Kleid oder Verhuͤllung nach ſeiner verfallenen imagination, wie aus dem 21. v. Cen. III. klarlich erſcheinet, allwo geſchrieben ſteht: Und GOTT der HERR machte dem Adam und feis nem T aae 2f-2 anrr om©ea b i ti N hi bit T iiM onim i wui jal pi i yng tigt va gl leui ungi pany W m uo pm pt pud W nit Von dem Urſprung und Erzeugung des himmliſchen Mercurü. 353 nem Weibe Roͤcke von Fellen, und bekleidete ſie; dei. Uberzog ſie mit Fleiſch um Haut,(von Fellen, d. i. mit thieriſcher Geſtalt. Dieſe Felle haben auch noch einen andern geheimen Verſtand, wie in dem VI. Cap. Tom. I. vom O an feinem Orte gemeldet worden.) Er gab ihm einen irrdiſchen Leib, weil er aus dem Garten in Eden in dieſen irrdiſchen Garten imaginirt hatte; Und weil nunmehr dieſem gro⸗ ben irrdiſchen Leibe, die gantz geiſtliche Fruͤchte des Gartens in Eden, zu Nahr⸗ und Mehrung Fleiſches und Blutes, ehe ſie ſelbſten in dieſer unſerer Erxd⸗Kugel irrdiſch geworden, nicht erſprießlich ſeyn konnten, fo verſtieß GVYtt der HErr den Mrenfchen aus Eden, in diefe Welt:(wie dann im IV. Esdr. II, 6. gelefen wird: Und brachteſt ihn in das Paradeis, das deine Rechte gepflantzet hatte, NB. ehe er auf die& kommen war) dieſen ſeinen irrdiſchen Leib allda mit Kummer zu ernaͤh⸗ ren, bis dieſe Wunder-Machina durch ihren ſtets eigenen Gebrauch entkraͤftet, der Nahrung nicht mehr faͤhig, wieder zerfallen und gaͤntzlich vergehen muͤſte, da⸗ mit ſeine erſtere Geſtalt in Eden, in der Bildniß und Gleichniß GOttes wieder erſcheinen koͤnte, welchen GOtt der HErr aus Staub aus der in Eden gebil⸗ det hatte Caus Staub aug der rothen Sà: d. i. Aus einem ſaltzig⸗ Jialiſchen Schwefel:) Aus 8, Jund X,nicht der Kohl⸗ſtaubigtenGold⸗gierigen Alchymitten Saltz, Schwefel und Queckſilber, ſondern aus demjenigen, davon in dieſem gantzen Werck die Rede iſt, und von dieſen armen Tropfen nie erkannt worden. Es iſt eines und einerley, ob es ſich gleich in Z, Y und beſtaͤndig offenbahret, ein Drey⸗Einiges aus dem Allerheiligſten Ewigen Drey-Einigen, d. i. einem verzehren⸗ den A gefloffen, aus welchem Durchs Fiat alfe Creatur in den Himmeln und unter den Himmeln geſchaffen worden. Siehe Fig. 3. Es iſt ein unzertrennliches Drey, aus einem Punct in die gantze Austheilung der Schoͤpfung gefloſſen: auſſer ihme iſt nichts, als GOtt, derowegen muß es auch nothwendig in allen Geſchoͤpfen ſeyn, weilen dieſelbe alle insgeſamt aus ihme geſchaffen worden, daher auch ewig beſtehen muͤſſen. Die Wahrheit deſſen, daß dieſes Weſen D, 0 und% in allen Gez ſchoͤpfen, ſowohl NB. weſentlich, als auch Gleichniß⸗weiſe, als ſichtbares S, A und x, findet ein rechter Scheide⸗Kuͤnſtler in allen irrdiſchen Coͤrpern; dann Da ift Feiner auf- und in dieſer Erd⸗Kugel zu finden, welcher durch die wahre Kunſt nichtiin Qy A und&(d. i. wie wir kurtz hievor geſagt haben) zuruͤck zu bringen waͤre. Wobey wir inſonderheit zu erinnern nicht umhin koͤnnen, wie daß nem⸗ lich unter allen ſublunariſchen Geſchoͤpfen, der Menſch allein am allermeiſten von dem allgemeinen L angefuͤllet, derſelbe auch dem erſten allgemeinen Urſprung am nächſten ſey. Einem wahren Weiſen wird ſchon wiſſend ſeyn, was vor unbe⸗ ſchreibliche Wunder durch denſelben zu verrichten ſeyn; wie dann von deſſen Nutz und Gebrauch allein ein gantzes groſſes Buch geſchrieben werden koͤnte. §.20. Bis daher haben wir nun den Urſprung ſowohl des allererſten himmli⸗ ſchen/ als auch irrdiſchen x deutlich genug und wird daraus zu erſehen fem Y wa P——.— 354 Das Zweyte Capitel. 3 i twas e3 22r an efen fyn múffe, fo gu der fogenannten Tinctur oder Stein der Weiſen noͤthig? In dem mineraliſchen O⸗ O und F ſteckt es warlich nicht. Könten aber die arme Tropfen aus dieſen Dreyen einen rothen H⸗beſtandigen Stein kochen, ſo koͤnten ſie aus der D und andern Metallen ihren reichlichen Un⸗ terhalt haben. EEEN EEEE EE EEEE EEEE) Das II. Capitel. Von dem Nutz und Gebrauch des himmliſchen| 1 Mercurii.| f ͧ. z b| ii En dieſem Capitel werden wir die Sache gar kurtz abhandeln, weil der Nutz| T 8 und Gebrauch des himmliſchen& groͤſtentheils im I. und II. Theil gemel⸗ det worden. Sein allgemeiner Nutz iſt, daß er in allen ſublunariſchen in Geſchoͤpfen der Geiſt und Erhalter iſt. Sobald dieſer L gewichen oder hinweg y getrieben y iſt der Coͤrper todt, wie ſich ſolches an den Vegetabilien erweiſet; denn, ſobalde von denenſelben durch die Scheide-Kunſt der L oder Spiritus abdutillirt, iſt das Vegetabile aug feiner Subitang gebracht; kan alſo ohne dieſen himmliſchen E kein Geſchoͤpfe hienieden beſtehen. Gleich itzo haben wir den Spiritum einen genannt, nicht daß wir eigentlich den urſpruͤnglichen himmliſchen dadurch ver- i ſtanden haben mollen, Dann Diefer ein gang anderer Bogel ift. Der Spiritus cines H vegetabiliſchen, animaliſchen und mineraliſchen Coͤrpers wird ein Mercurius iti i Gegenbild des himmliſchen genannt,(nemlich nach ihren phyficalifehen Principiis, i als worinnen der himmlifhe% in einem lúftigen v verborgen) und gleichwie ein hoch⸗ rectificirter Spiritus die Coͤrper in die allerkleinſten Theilgen zertheilet, nicht aber ihr erſteres Weſen zerſchmeltzet, als welche Zerſchmeltzung oder Aufloͤſung nur alleine dem himmliſchen Z moͤglich) alſo vermag der himmliſche A die Coͤrper in allen dreyen Reichen ohne allen Zwang und Gewalt, in ihr erſtes Weſen, oder unzeitige Geſtalt auczuloͤſen, wie von dem himmliſchen A an ſeinem Ort geſagt worden. C2. Aus dieſem nun koͤnnen die lophiſtiſche Alchymiſten erkennen, was ihnen ihre Menſtrua nutzen koͤnnen, durch welche die Coͤrper nicht Natur⸗maßig, ſondern Hencker⸗maͤßig zermartert und gaͤntzlich zerſtoͤhret werden; drum muß man zu dem wahren Menſtruo nichts, als dieſen Wunder⸗I, der auch O und S h er⸗| wahlen,| in (i yt nê si 005, wi ii ngoi nali Witiy M ! I wi mii fnm fit iiet Von dem Nutz und Gebrauch des himmliſchen Mercurü. 355 waͤhlen, daferne man nicht alle Muͤhe und Koſten vergeblich anwenden will. Mit was vor einem Netze aber dieſer Wunder⸗Vogel zu fangen, indeme derſelbe bald in Geſtalt eines Spiritus, bald als ein Rauch und Dampf, denn als Flores; tie- derum als Z; auch wie ein$ erſcheinet, iſt eine hoͤhere Frage. Ein erfahrner Vogelſteller iſt ſtets bemuhet, gute Lockvoͤgel von eben derſelben Art, die er zu fan⸗ gen vorhabens, bey der Hand zu haben, und auf ſeinen Heerd zu ſetzen. Aus O fan man© machen, aus B Fan man miteinem Fermento Zii Mercurium mathens gleich liebt ſeines gleichen; durch widerwaͤrtige Dinge iſt nichts zu erhalten; die ei⸗ ne Welt gibt dieſes, die andere Welt ein anders Wer dieſen x, wie er in ſei⸗ ner eigenen Minera geronnen, hat, derſelbe hat einen Magneten, wodurch er zu ſei⸗ nem Zweck gelangen, und dieſen Vogel nach eigenem Geluͤſt fangen kan; es ſey gleich, daß er denſelbeen als einen Spiritum, Rauch oder Dampf, oder als den Stein Jaſpis Apoc. XXI, II. fange. S. 3. Alle Welt wuͤnſchet langes Leben, und beſtaͤndige Geſundheit, und find viele bemuͤhet, eine Artzeney, bendes zu erhalten, zu finden; weilen man nun das O, als das dauerhafteſte und feuerbeſtaͤndigſte Weſen befunden(man muß aber das O recht kennen) hat man nicht unvernuͤnftig geurtheilet, daß aus demſel⸗ ben die alleredelſte Medicin zu obgemeldten, zu bereiten fen, wann nemlich daſſelbe in eine Potabilitaͤt gebracht wuͤrde, damit dieſer Saft oder Linctur mit unſerm Chylo, das gantze Gebluͤte durchgehen, daſſelbe reinigen, Natur⸗gemaß durch⸗ feuern, und gleichſam aufs neue beleben köͤnte. Da aber in dieſer Sache ſo oft von dem O geredet wird, find die undernunftige Gold⸗begierige Sudelkoͤche auf das Materialiſche Ogefallen, haben der Weiſen Raͤtzel und verbluͤmte Reden nach ihrem Eigendunckelund Gold⸗Begierde erklaret, und dadurch nicht allein ſich ſelbſt, ſondern auch noch viel tauſend andere vom Gold⸗Geitz Beſeſſene in zeitlich und ewiges Verderben geſturtzt. Wahr iſt es zwar, daß das Metalliſche wohlgereinigte Gold,oh⸗ ne alle corroliviſche Gewalt, Natur⸗gemaͤß ohne eintzige Zerſtoͤrung oder Tren⸗ nung ſeiner Subſtantz, zu einem Saft oder Tinctur aufgeloͤſt, eine recht hohe Wun⸗ der⸗MHedicin ſeye, und in den Gebreſten das Ihrige mit hohem Lob verrichte, dan⸗ nenhero auch nicht unbillig darnach zu trachten ſey; jedoch aber kommt es dem wah⸗ ren Auro Patabili nicht gleich, wovon im II. Theilvom HCap. II. mit allem Fleiſſe nachzuſehen, woſelbſten auch den Liebhabern§. 1r. eine warhafte Solutio Aurĩ ohne Corroſiv, durch ein Menttruum, deſſen keine lebendige Creatur entbehren kan, zu bereiten, auftichtig und vollkoͤmmlich gelehrt worden. Zwar werden ſich viele an die daſelbſt gebrauchte Redens⸗Art von dem hoͤltzernen Ofen, auch daß wir dag Menſtruum gantz deutlich und ſchlechtweg ein gemein Waſſer genannt, ſtoſſen: Allein ein Natur⸗geubter Scheide⸗Künſtler wird ſich dadurch nicht irren lafen, ſondern aus dieſem ſchlechten Ratzel die Wahrheit leicht errathen. Ein gemeines durch gemeinen L wohl alcoholiſirtes i lindert alles unnuͤtze und uͤberflußige Yy a aci- 356 Das Zweyte Capitel. acidum; und treibt durch den Schweiß allen Unrath aus; Es iſt aber vorgemeld⸗ tem in keine Wege zu vergleichen. §. 4. Daß in der hohen Philoſophie ohne den allgemeinen X nichts zu er⸗ palten, bedarf keines Beweiſes. Es ift aber diefer Z bey den Weiſen ſo ſeltzam und wunderlich beſchrieben, daß faſt mehr als ein Prophetiſcher Geiſt erfordert wird, ſolche ihre Ratzel zu errathen, da ihrer viele oͤfters wohl ſelbſt nicht einmal gewuſt haben, was ſie andeuten wollen, indeme unwiderſprechlich zu erweiſen ſtunde, daß ein groß Theil ſolcher Authoren gerade wider die Natur geſchrieben haben; Allein diejenigen, ſo einmal von der Goldmacherey eingenommen, wiſſen alles, ja die aller abgeſchmackteſten Poſſen, ſowohl zu ihrem ſelbſt eigenen, als auch anderer leichtglaubigen Betrug dermaſſen zu vereinigen, daß es ſich dennoch wohl zuſammen gereimt heiſſen muß: Und weilen wir in dieſem gantzen Werck keine ſogenannte philoſophiſche Schreib-Art fuͤhren, duͤrffen wir ung das ge- wiſſe Facit machen, daß wir von dergleichen Leuten nicht ungehechelt bleiben werden; Welches uns aber wenig bekuͤmmert ꝛc. § 5. Daß der Himmliſche§8, das allgemeine Menſtr. ſehe, weilen er zugleich S und P iſt, ſolches ift in beyden vorhergehenden Theilen mit Über⸗ fug erwieſen; Dann in feiner erften Geftalt ift er ein yy fo unfer irrdiſches We⸗ ſen nicht erleyden mag, indem es daſſelbe gaͤntzlich relolviren und auflöͤſen wuͤrde; wenn daſſelbe aber Durch des Kuͤnſtlers Hand, gleichwie ein Eyf geronnen, iſt er ein wunderbares Geheimniß in Der Medicin, und von maͤchtiger Wuͤrckung; von Natur findet er ſich nicht in ſolcher Eyſes Geſtalt, iſt aber leicht dahin zu bringen, wenn man wohl verſtanden, was im aten Theil an einem gewiſſen Ort von dem Magneten geſagt worden. Wer nun jetztgemeldten Z hat, der hat dag wahre Salino-Mercurial- Waſſer, welches zur Aufloͤſung des wahren O noͤthig, das hohe Aurum Potabile zu bereiten; Das Metall O darinnen lolvirr, wird auch tin OPotabile, aber ein ſpecificittes, gleich wie auch das Y und alle andere Metalle dergleichen geben. 6. 6. Wie ferner dieſer Univerſal· N, zu Mehr⸗Staͤrck⸗und Erhaltung unſers kebens⸗Balſams ſo höchſt noͤthig, iſt anderwerts ſchon genug geſagt; ſonderlich muß hievom im 1. Tom. mit Fleiß nachgeſehen werden. Iſt unſere Luft⸗Region deſſen proportionirlichen Gewichts beraubt, ſo haben wir die allerungeſundeſte Zeiten, Peſtilentz und andere Kranckheiten, wie auch Unfruchtbarkeiten ꝛc. zu ge⸗ warten. Da im Gegentheil unſere Luft ſattſam damit erfuͤllet, ſo haben wir die allergeſundeſte und fruchtbareſte Zeiten zu genieſſen. Denn zu ſolcher Zeit fenckt ſich dieſer Salino. Kriſche&, des Nachts mit den Strahlen der Sonnen und des Monds in unſere Erden⸗Flaͤche, und gerinnet daſelbſt auf eine wunder⸗ bare unbegreifliche Weiſe; Damit er des Tages uͤber, durch die magnetiſche Krakt der Sonnen, in Geſtalt der allerlubtileſten Sonnen⸗Staubgen wieder z ie iamnan ær z c É Oe ċana E Te Enn e x = T e a ae O z= Hon dem Nuh und Gebrauch des himmliſchen Mercurii. 357 i die Hoͤhe gezogen werden koͤnne, da er dann des Nachts, durch die Strahlen des Monds und der Sternen, mit der uͤber der Erden⸗Flaͤche ſchwebenden feuchten Luft, wiederum nieder gedruckt werden moͤge, um den Erd⸗Boden ſamt allen Gewaͤchſen in und uͤber der Erden, auf das wunderſamſte wieder erquicken be⸗ "t lebt und wachſend machen Fónnes Obgleich den gangen Sommer hindurch Fein i Regen fallen folte, wie folches die tágliche Erfahrung uͤberflußig erweiſet; Und M iſt ein Nacht⸗Thau viel kraͤftiger als ein Regen, es waͤre denn, daß der Regen m mit einem Gewitter fiele, alsdann aber hat es gleiche Bewandniß mit dem Thau; denn die Nitro-Sulphuriſche Duͤnſte, welche durch der Sonnen magnetiſche 0 Kraft in die Hoͤhe gezogen,(wozu das Auftreiben des unter⸗irrdiſchen Feuers, 0 gleich den Kohlen unter einem Deſtillir-Gefaſſe, gleichmaͤßig cooperirt) ſind ein f wunderfráftiger Magnet, dieen L an ſich zu gichen, und mit dem Regen- j Waſſer herunter auf die Erden zu ſchieſſen, die gantze Creatur wieder zu erquicken. 6. 7. Bey dieſer Materie wird den Liebhabern nicht zu wider ſeyn, von dem Blitz und Donner, und wie derſelbe erregt werde, ein weniges zu reden. Davon wird nun fehr wunderbar philofophirt; dann weilen es bey den meiſten i auf bloſen muthmaßlichen Beweiß ankommt, kan es nicht wohl anders ſeyn, (i; als daß gar ſeltſame Urſachen zu Tag gelegt werden muͤſſen. Erſtmal iſt uͤber⸗ haupt unſtreitig, daß Blitz und Donner von denen aus der Erden aufgeſtiegenen o Nitro-Sulphuriſchen Duͤnſten verurſacht werden; Nur iſt die Brage, weilen die Wolcken ein wäßriger Duft ſind, wie dann dieſe Nitroſiſche ſchwefelichte Feuchtigkeit in den Waſſern der Wolcken zu einem ſo erſchrecklichen und gewalti⸗ gen Eea entzuͤndet werde, und das erſtaunende Gedonner und Gekrache ver⸗ P urſachen moͤge? Wir bekennen gerne, daß dieſe erſchreckliche Wuͤrckung aus⸗ führlich zu erklaren etwas ſehr ſchweres iſt, daferne uns der Pholphorus nicht 4 heraus hilft: von demſelben iſt allen im 2 geúbten wohl befannt, daß man denſel⸗ ben in dreyerley Geſtalt bereiten kan, als erſtlich kommt in der Deltillation ein tg fpiritualifches y, fo bey der Nacht leuchtet,(.) Gehet in die veránderte Vor⸗ i lage darinnen y vorgeſchlagen„eine Materie úber, welche fich im y, tie die m ſchwartze Magſamen⸗oder Ruͤbſamen⸗Koͤrnlein coagulirt. Drittens gehet in den W Halß der Retorte eine ſchmierigte gelblichte Materie, und legt ſich in demſelben ziemlich feſt an. Wann nun die Arbeit verrichtet, ſchreitet man zu der erſten De⸗ 1 monitration, nemlich, man nimmt die zweyte Arbeit mit dem im J coagulit⸗ W ten Phoſphoro, verſtopft die Vorlage ein wenig, und ſetzet dieſelbe mit dem Bo⸗ gu den inwendig auf die flache Hand, und haͤlt ſie alfo lange; bis fich das 9 natür⸗ pi lich erwaͤrmet, fo wird man fehen, Daf Der gefórnte Phofphorus in dem y hin pw und wieder blitzet, welches im dunckeln recht annehmlich zu ſehen iſt; und dieſe Operation Foͤnte einem, deme der Ariftoteles oder dergleichen, nicht das Gehirn T Yy 3 ver⸗ N 358 Das Zweyte Capitel. verruͤckt, eine ziemliche guͤltige Demonſtration ſeyn, wie nemlich die Nitroſiſche ſchwefelichte Feiſtigkeit in dem V der Wolcken entzuͤndet werde. Das Butirum Phosphori aber, ſo ſich im Halß der Retorte angelegt, wird uns zu einer weit kraftigern Demonſtration dienen koͤnnen; von dieſem iſt allen denen, ſo denſelben zu bereiten wiſſen, zur Gnuge bekannt, daß derſelbe gleichſam ein unausloͤſchliches &iſt ſolches aber in keine Wege erweiſet, es ſey dann, daß man denſelben reibet, ſodann aber entzundet er ſich augenblicklich und brennet gewaltig, alſo, daß des⸗ gleichen Feuer ſchwerlich gefunden werden mag, und laſſet ſich durch kein d loͤſchen. Dieſe pkosphoriſche Eigenſchaft nun, hat vorgemeldte nitroſiſche Hlichte Feiſtig⸗ keit in den Wolcken; dann ſo lange dieſelbe in einer Wolcken allein verſperret und enthalten, mag ſich dieſelbe nicht entzuͤnden, weilen noch keine druckende oder rei⸗ bende Bewegung vorhanden. So bald aber ſolche einzelne Wolcken zuſammen ſtoſſen, oder ſich durcheinander bewegen und circuliren,(wie man bey allen Ge⸗ wittern obſerviren kan) gibt es eine ſtarcke Bewegung, und ein an einander reiben und ſtoſſen(wie man dann bey ſtarcken Donner-Wettern ſiehet, daß die Wol⸗ cken in denenſelben, unten, oben, und von allen Seiten widereinander auch um⸗ laufen und ſich weitzen) da dann diefe Hlichte Materie ſich entzundet, und nicht allein gewaltig blitzet, ſondern auch, nachdem dieſelbe eingeſperret, dieſes Feuer, gleich einem groben Geſchuͤtz, aus den holen Wolcken mit grauſamer Gewalt nie⸗ der ſchieſſet, alles was es antrift zerſchmettert, zerſchlagt, und auch wohl entzuͤn⸗ det und verzehret. §. 3. Das grauſame Geraſſel und Gedonner aber, verurſachet die gewalti⸗ ge Zerreiſſung der Wolcken, welches lange oder kurtz, ſtarck oder ſchwach gehoͤret wird, nachdeme der durch den Bruch verurſachte Knall, viel oder wenig Hoͤh⸗ len in den Wolcken antrift, gleich wie ein Buͤchſen⸗Schuß in vielen aneinander haͤngenden Thaleren viel ſtaͤrcker und laͤnger, als auf einem ebenen Gefielde gehoͤrt wird. Das harte Geknatter aber, ſo gleich auf einen eingeſchlagenen Strahl er⸗ folgt, wird auch von dem Strahl in ſeinem ſchnellen Durchbruch der Luft verurſa⸗ chet, gleichwie eine geſchoſſene Canon⸗Kugel ein faſt gleiches Geknatter im Durch⸗ ſtreichen der Luft wuͤrckt. Nachdem aber vorgemeldter Strahl herunter gefahren, und das ſchnelle Geknatter voruͤber, folgt erſtlich das Donnern in den Hoͤhlen der Bolen, alsin tiefen an, Aus dieſem nun wird ein Wahrheit⸗ und nicht Traume oder eitelen Wa vergnuͤgt ſeyn koͤnnen. Dann daß ſolche Entzuͤndung durch die Sonnen⸗Strah⸗ len gewuͤrcket werden ſolte, iſt Eitelkeit; am Tage moͤchte es gelten, aber in der Nacht, da die Sonne von uns gewichen, will es derſelben Strahlen halben den Stich nicht halten, dannenhero unſere Demonſtration beſſer gegrundet. Wobey aber die wunderbare Wuͤrckungen der einſchlagenden Strahlen annoch ein wenig zu be⸗ trachten; und erſtlich, der Strahl ſo da zerſchmettert, und nicht anzuͤndet, insge⸗ mein n⸗Liebender wegen der Urſache des Blitz und Donners nee E 2a a e a a p ET tti Aii ii in ....———— s—— Von dem Nutz und Gebrauch des himmltſchen Mercurü. 359 mein nicht unbillig der Waſſer⸗Strahl genannt; dieſer, ob er wohl von obgemeld⸗ ter nitroſiſchen Plichten Feiſtigkeit, gleich einer Kugel, ſo durch das Pulver aus einer Canon fortgetrieben wird, herunter geſchoſſen wird, ſo iſt er doch weder S noch A; ob er gleich in ſeinem erſten Urſprunge beydes iſt; ſondern er iſt ein dick⸗ lichtes& al-Y, wie durch& vulg. zu erweiſen. Nemlich, man lade ein Rohr mit Pulver und Propf, wie gebraͤuchlich; auf dieſen aber ein durch 5 geronnenes Queckſilber, und ſchieſſe alsdann nach etwas Lebendiges, ſo wird man einen ſehr wunderbaren Etlect ſehen, wie nemlich das Thier zwar getoͤdtet, die Knochen und Gebeine, wo es getroffen, zerſchmettert, jedoch Haut und Fleiſch nicht durch⸗ ſchlagen finden. Dieſe Vergleichung wird einem Vernünftigen ſchon ein Ber- gnuͤgen geben. Belangend den zundenden oder-Strahl, ſo wird uns derſelbe durch die Feuerwercke⸗Kunſt am allerbeſten demonſtrirt: dann gleichwie aus einem Rohr oder Canon ein wohl zugerichteter Feuer-Pfeil im Abſchieffen ſich entzuͤndet, und wohin er trift, alles zerſchmettert, und zugleich auch anzuͤndet; eben alſo wird die grobe nitro-Sriſche Materia, mit einer ſubtilen jungfraulichen Irrdig⸗ keit, ſo mit den Dampfen aus der Erden aufgezogen worden, durch die ſchnell⸗ wirblichte Bewegung, in den Gewittern zuſammen getrieben, und auf verſchie⸗ dene Art coagulirt, da er dann in dieſem als ein Magnet verwickelt, herunter ge⸗ ſchoſſen, ſo wunderbare Wuͤrckungen verurſacht. Daß aber ſowohl durch den einen, als andern Strahl, Wuͤrckungen geſchehen, welche den Begrif menſch⸗ licher Vernunft gantz und gar uͤberſteigen, ſo muͤſſen ſolche in einer hoͤhern afs naturlichen Urſache geſuchet werden. .o. Daß der allmaͤchtige GOtt ſeine groſſe Macht und Herrlichkeit durch Wetter, Blitz und Donner, ſonderbar beweiſe, daran wird Fein rechtglaubender Menſch zweifeln. Die heilige Schrift redet hiervon an verſchiedenen Orten ſehr herrlich und majeſtatiſch. Das XIX. ExOd. v. 16. ad 20. it.£: XVIL find deffen herrliche Zeugniffe. Daß aber auch dem Satan von GOtt oͤfters zugelaſſen wird, zu Beſtrafung der boͤſen Welt, dergleichen Wetter zu ſeinem Grimm zu gebrauchen, lehret uns das Buch Hiob I, 18. 19. item iſt das XIX. Reg. I. mit Fleiß zu betrach⸗ ten, allwo man v. 1 1. 12. alſo lieſet: Der HErr aber war nicht im Winde, aber der HCrr war nicht im Erdbeben, aber der HErr war nicht im Feuer ꝛe. Wobey annoch nach den Blitzen, ſo bey Nacht⸗Zeit bey hellem geſtirnten Himmel geſchehen, nicht unbillig zu fragen. Oben iſt allbereit geſagt, daß der nitro-Hriſche Zunder, woraus Blitz und Donner entſtehen, durch das unterirrdiſche A, bey gofre Dürre da Feine Feuchtigkeit in der Erden, ſo demſelben widerſtehen mag, uͤber ſich ge⸗ trieben, nachhin von der Sonnen vollend uͤber ſich gezogen, und durch derſelben Arige Strahlen kraͤftiglich vermehret werde. Wann nun dieſer Krige Zunder in unſerm Luft⸗Kreyß keine wäſſerige Dampfe oder Wolcken antrift, die denſel⸗ ben zuſammen treiben und einſchlieſſen koͤnnen, ſo bleibt derſelbe auf die lubtileſte Art 360 Das Zweyte Capitel. Art gleichſam in einer geiſtlichen Geſtalt in unſer Luft⸗Region hin und wieder zer⸗ theilet, deſſen grobe Theile aber werden durch ein ſchleimiges Laliſches ꝙ globulirt, und des Tages uͤber durch der Sonnen Strahlen entzuͤndet, daß dieſelbe des Nachts bey hell geſtirntem Himmel den Fix⸗Sternen gleich ſcheinen, bis ihr verzehrt, da ſie dann wieder auf die Erde fallen; und ein ſolches Meteorum heiſſet der Poͤbel Sternen⸗Schnuppen. Dieſe nitro-Sriſche entzuͤndete Kuͤgelchen ſind es, die da obgemeldte tubtile Feuer⸗Duͤnſte des Nachts entzunden, und das nächtliche Blitzen bey hellem Himmel und Wetter verurſachen, wodurch der.v. Pfalm CXXXV. verſtanden werden mag/ da geſchrieben ſteht: Er iſt es, der die Daͤmpfe herauf zeucht vom Ende der Erden, der die Blitzen zuſamt den Regen macht, der den Wind aus feinen Schågen þerfůr bringt. Und Jer. X, 13. Er zeucht die Dåmpfe auf vom Ende der Erden, Er macht die Blitzen zum Regen, und bringt den Wind herfuͤr aus ſeinen Schaͤtzen. Ingleichen Sap. XVI, 17. 19. Dann das A batte eine groͤſſere Kraft im Waſ⸗ fer, welches doch alles auslöͤſchet. Bisweilen aber brannte die Flamme aud) mitten im Wafer úber die Nachr des Seuers 4. Wie auch was Hiob XXXVVIII. 22. und 23. geleſen wird. C10. Belangend nun den Schnee, Schloſſen und Eiß, ſo mit dem Don⸗ ner⸗Wetter, auch ohne Blitz und Donner auf die Erde fallen, ſo wird derjenige, welcher durch gewiſſe Salien in der groſſen Sommer⸗Hitze, das vzu Eiß gefrie⸗ ren machen kan, deren Erzeugung leichtlich begreifen: daß aber in groſſen Hagel⸗ Steinen, auch Stuͤcken Eiß, die mit herunter zu fallen pflegen, oͤfters allerhand Figuren und Characteres geſehen werden, ſo erfordert derſelben Urſprung noch wohl ein kleines Nachfragen und Forſchen. Daß Hitze und Kälte, Schnee, Schloſ⸗ ſen und Eiß generiren, iſt bekannt; daß aber dieſe Phænomena nicht allein aus bloſem J, ſoͤndern zugleich auch aus einer ſehr lubtilen jungfraͤulichen S und einem Salino-Lal-v entſtehen, iſt Natur⸗Geuͤbten ſchon bekannt; darum be⸗ trachte man ferner mit Fleiß oben Cap. I.& 20. ſo wird e$ keiner fernern Erklaͤ⸗ rung bedoͤrfen. L11. Daß der L univerl. zu Staͤrck⸗ und Erhaltung des menſchlichen Le⸗ bens hoͤchſt noͤthig, haben wir hieoben aufs kuͤrtzeſte geſagt; Eben alſo iſt dieſer Lauch allen mineraliſchen Gewaͤchſen hochſt noͤthig, weilen dieſelbe insgeſamt von O; A und ¥ generiret werden(doch nicht von dem gemeinen.) Sobal Diefer Y einem Mineral ermangelt, fo liegt nicht allein fein ferneres Wachsthum darnieder, ſondern es muß auch verwittern und gaͤntzlich verderben, wie ſolches alles einem je⸗ den, ſo in den Metallen geuͤbt iſt, bekannt genug ſeyn wird. Daher alle Bemuͤ⸗ hung, die arme geringhaltige Metallen zu verbeſſern, gantz vergeblich, Daferne man ſolches nicht durch Anziehung des Mercurii univerſ. zu verrichten weiß; der ge⸗ meine iſts nicht; dann obſchon aus allen Metallen und Mineralien ein gemeiner R, ja F l oa eta i aa a a eee E——-[äiu ai e a n —— y wh p qud w bt viii nt D pin Dit mid iMi Am ppe tn pge m% N Von dem Nutz und Gebrauch des himmliſchen Mercurü. 361 ja aus allen Geſchoͤpfen, weilen dieſelbe insgeſamt in ein O, das iſt, zuletzt in ein reducirt werden koͤnnen, Durch Die rechte Kunſt zu bringen; ſo iſt doch ſolcher% nicht ihr erſtes Weſen, ſondern gleichſam ein Drittes vom erſten Weſen. Daß das y ein Principium fecundarium ift; haben wir genug erwiefen im J. Theil dieſes Wercks; dann in dem reinen klaren Bach⸗ und Fluß⸗V noch täglich Kießling⸗Stei⸗ ne generirt, und die ſchon gezeugte groͤſſer werden, aus welchen O, D, auch or und g extrahirt werden kan, nachdeme das» durch die idealiſche oder jung⸗ frauliche Erde beſchaffen geweſen; woraus ein Liebhaber der Wahrheit erkennen wird, Daf nicht Der gemeine&, ſondern der urſpruͤngliche allgemeine L, das wahre Principium aller Metallen und Mineralien iſt, welcher ſich in das Vverſenckt, da dann derſelbe den unterirrdiſchen Kluͤften zugefuͤhret, ſich, nachdeme er eine let⸗ tigte Matricem antrift, zu dieſem oder jenem Metall oder Mineral durch das un⸗ terirrdiſche K dilponiren laͤſſet. C. 12. Hiebey wuͤſſen wir aber erinnern, daf ob wir gleich in vorhergeher⸗ dem S. gefagt haben, Daf das gemeine OA und ¥, nicht die wahre Principia der mineraliſchen Gewaͤchſe waͤren, ſondern nur ihre dritte Principia, ſo iſt doch fol- ches in gewiſſer Maaſe zu verſtehen, nemlich, daß dieſelbe freylich, in ſo weit ſie in dem Eingeweide der Erden gerinnen, ihre wahre Principia ſeynd, vorhers aber durch die Einſenckung des S univerf. oder allererften Principii, das dait OA und Y, indem Videaliter gezeugt, dem Eingeweide der Erden(Kluͤften und Gange) zugefuͤh⸗ ret und daſelbſten in dieſer groſſen Werckſtatt, nach Qualitat der ſchon ſpecificirten jungfraͤulichen Erden, durch das unterirrdiſche K, zu O, das iſt Arlenico,(denn alle Metall⸗Saltze ſind ein Arſenicum) A und L ausgekocht, und nach derſel⸗ ben befindender Proportion und Gewichte, in dieſem oder jenem Letten, zu die⸗ ſem oder jenem Metall ooagulirt werden: dannenhero nachdeme das eine oder das andere Principium die Oberhand hat, wird das Metall ſchwer oder leichte, ſproͤder oder ſchmeidiger; als im O/ Y,N, h hat& die Oberhand, und ſind alſo ſchwerer, als die andern: im Q; a5 2t. herrſchet der A, daher fie dann auch leichter. Bep den groſſen Schmeltz⸗Feuern findet man die Wahrheit, dann da ſiehet man aus allerley Ertzen den Arlenicum, das iſt, ihr Metall⸗O, als einen dicken Rauch aufſteigen, und ſich im Ofen ſowohl, als in den Gewoͤlben,(zu Auffangung dieſes Rauchs oder Staubes) anlegen; Der£A aber brennet lichterlohe aus den ſchmeltzenden Er⸗ tzen und Metaͤllen, in Geſtalt blauer, rother, gruͤner und brauner farbigten Flam⸗ men, wie man denſelben denn auch aus§, Zinnober⸗Ertz, in rechter£- Gefale extrahiren kan. Das& aber erſcheinet in den Ertzen und Metallen nicht lebendig, weilen daſſelbe von des Ertzes oder Metalls Fettigkeit oder A coagulirt morden; Da aber das Metall durch des Feuers Gewalt in den Fluß gebracht worden,erkennet man auch ſeine& alitat. Es kan auch das§, wie vorher gemeldt, durch rechte Scheide⸗ Kunſt daraus gebracht werden, daß es auch in g Kalte ein natuͤrliches Z perbleibet. å SI j à>: 7 E a A E E A AS Bina Das Zweyte Capitel. Si13. Zu fernerem Beweis des vorhergehenden£. daß nemlich nadh Der ge meinen Gold⸗Koͤche Meynung, das waterialiſche S/ A und ¥ nicht die wahre Principia der Metallen und Mineralien find; fo betrachte man mit allem Fleiß, daß der Sand der Gold⸗fuͤhrenden Fluſſen, daraus das O einmal ſo rein, als immer moͤglich, gewaſchen worden, mit der Zeit in Luft und Wetter wiederum guͤldiſch werde, daß aus demſelben wieder, wie vor,© gewaſchen werden kan: wie ſolches im J. Theil ſchon angefuhret worden. Wo hat nun das materialiſche ©, A und geſteckt? im Sande? Solches ſtreitet wider die ſichtbare und greifliche Wahrheit, daher hat folches durch die ætheriſche Witterung, darinnen der himmliſche P, N und 8,(nemlich das allererſte Principium enthalten, ge⸗ ſchehen muſſen. Allhier koͤnten wir den Univerlal-Magneten, durch welchen die wunderbare Anziehung geſchicht, mit Fingern zeigen; weilen derſelbe aber keinen Namen hat, muͤſſen wir ſchweigen, den Liebhabern aber doch dieſes fagen, daß derſelbe allen Creaturen vor ihren Augen liegt, und nachdeme die Witterung, gar leicht geſehen und erkannt werden mag. Sapienti fat. A §.14. Mie nun das mincralifche und animalifche Reich diefen Y univerfal. nicht entbehren kan, eben ſo noͤthig iſt er auch dem vegetabiliſchen Reich; dann ſo dieſem der Thau oder Regen mangelt, als mit welchem dieſer L zur Fruchtbarkeit in die Fkommt, wird die Fkein Gewachs hervor bringen, oder die allbereits aufgewachſene ferner fort zu bringen vermoͤgend ſeyn, davon mit allem Fleiß oben Cap. I.§. 14. 15. 16. zu betrachten, ingleichem auch der Erſte Theil vom O. Auf was Art nun dieſer Wunder⸗Lzu kraͤftiger Vermehrung der Vegerabilien zu haben und anzuwenden, iſt im Andern Theil vom genug gezeiget worden. Der gemeine J liebet das Gold; iſt alſo das Gold ein kraͤftiger Magnet, den* an ſich zu giehen s mwer nun Das rechte Gold oder£ Fennet, wird diefen allge⸗ meinen L meiſterlich fangen koͤnnen: wer da weiß, daß mehr dann eine Welt, auch den Unterſcheid der Welten recht kennet, wird auch dieſe Gold⸗Minera fin⸗ den koͤnnen. Was in der einen Welt ſchwer zu erhalten, iſt in einer andern leicht zu finden. Eines guten Bergmanns Wiſſenſchaft beſteht unter andern auch dar⸗ innen, daf er die Erge wohl kenne, und zu unterſcheiden wiffe, und nicht ein verz wittertes fuͤr ein geſundes, nicht einen giftigen Kobolt vor ein reines edles Gold⸗ Ertz erwaͤhle; nach ſolcher Erkanntniß muß er auch wiſſen, ſein Erh mohl gu bes reiten, Damit er im Waſchen, Roͤſten und Schmeltzen, NB. nicht das meiſte Gold verliehre, und an deſſen Statt die giftige Unreinigkeit behalte: Hat er aber durch ſeine Kunſt und Geſchicklichkeit das wahre reine Gold, ſo da einem ſaltzigen Schwefel gleichet, erhalten, kan er ſich getroͤſten, das uͤbrige, davon hin und wieder geredet worden, leichtlich zu endigen; nemlich in allen dreyen Reichen eine ſonderbare Fruchtbarkeit und Vermehrung zu wuͤrcken; auch wird ihme ſodann das in allen Metallen ſo grauſam verſchloſſene Gold des Landes Hevila, o ea Strohm Von dem Nutz und Gebrauch des himmliſchen Mercurii. 363 Strohm Piſon umfloſſen, zuſamt dem Bdellion und dem Stein Onychel be⸗ kannt und offenbar werden. L. 15. Wann man ein Metall ſchmaͤltzt, und im Fluß einen eintzigen Tropffen gemein§9 drauf fallen laͤſſet, ſo zerſpringt alles gleich augenblicklich in viel to000. Truͤmmern, wie ſolches aller Welt bekannt iſt. Warum thut aber ſolches nicht auch ein rechter Liquor eines Alcali, ſo da vorher im A recht mohl gez floſſen, und recht ſcharf alcaliſirt worden iſt? ſondern es macht dem Metall nicht die geringſte Alteration zu dem Zerreiſſen oder Zerſchlagen, es reinigt vielmehr das Me⸗ tall im Fluß und macht es geſchmeidig, gleich auch alle Oele thun. Die Antwort wird von einem ſuper- Klugen gleich fertig ſeyn; nemlich, es verurſache ſolches das ætheriſche Waſſer. Aus gruͤndlicher Erfahrung aber wiſſen wir, daß hierdurch nicht einmal recht gezielet, noch vielweniger aber getroffen wird; dann einem jeden, welcher in der Scheid⸗Kunſt Natur⸗gemaͤß geuͤbt, muß bekannt ſeyn, daß dieſes ſo genannte durch ein Alcali angezogene Luſt⸗Waſſer, durch einen gewiſſen Handgrif toieder von dem Alcali zu ſcheiden, ſodann nachmals auf ein flieſſendes Metall ge⸗ troͤpffelt, eben den ſchlimmen Etfect wuͤrckt, als das gemeine Waſſer; was iſt dann nun die Urſache? Dann daß ſchlechthin das Luft-Waſſer gleich einem Oel auf einem Metall flieſſen und daſſelbe reinigen ſolte, haben wir, daß es nicht wahr, anitzo geſagt. Uns zweiffelt nicht, daß der mehrere Theil ſich einbilden wird, daß er ſol⸗ ches, als eine geringe bagatelle gar zu wohl wiſſe, und keiner Antwortwehrtachte. Diejenigen aber, welchen Ariſtoteles und ſeines gleichen Grillenfaͤnger nicht Das Gehirn durch eingebildete Gelehrſamkeit verruͤckt, ſondern den wahren Grund der Natur erkannt haben, werden gar gerne mit uns bekennen, daf es Feine Bagatel- len, ſondern ein tiefſinniges Geheimaiß iſt. Wer die wahre Urſach verſtehet, war⸗ um ein ſolcher alcaliſcher Saft ein im Fluß ſtehendes Metall nicht mit ſolcher Gewalt als ein gemeines Waſſer zum Zerſprengen und zerſchlagen erregt, derſelbe ſagen wir ohn Scheu, wird auch eine Erkaͤnntniß desjenigen urſpruͤnglichen allgemeinen Prin- cipii haben, davon in unſerm gantzen Werck die Rede iſt. S. 16. Daß wir aber von dieſer Sache allhier noch deutlicher ſchreiben ſolten, waͤre wohl eine Thorheit, indem ſolches einem Natur-Geuͤbten ohne unſere Be- ſchreibung bekannt genug iſt. Andern aber, die von eingebildeter Weißheit den Fiſch ſchon beym Schwantz erhaſchet zu haben glauben, ihre im Wind ausgebruͤtete philo- ſophiſche Meynung zu benehmen, waͤre eine vergebliche Bemuͤhung; indeſſen wird ein Wahrheit⸗Liebender ſeine Muhe in gruͤndlicher Erforſchung dieſes Geheimniſ⸗ ſes nicht vergeblich anwenden, indeme ihme dasjenige bekannt werden wird, wel⸗ ches wir mit keinem eigentlichen Namen zu nennen wiſſen, und es dannenhero OA und§ nennen. Aus der dritten Figur iſt es deutlich genug zu erkennen: Hig eg dann auch noch an anderen Orten auf eine andere Art bezeichnet worden. Ein Mago· Cabbaliſt wird alles gar eigentlich mit einander zu vergleichen e 33 2 mehr — — ge Das Zweyte Capitel. mehr man Worte, dadurch dieſes Weſen gantz vollkoͤmmlich und begreiftich, wie 2. und 3. macht., auszufinden bemuͤhet iſt, je dunckler und verwirrter man es nur machet. Eine ſchlechte und geringe Sache, gleichwie etwa vorgemeldter Liquor Alcali, iſt oͤfters der allerbeſte und gelehrteſte Lehrmeiſter; man mercke nur, warum das vdn dem Klcali angezogene nnd wieder davon geſchiedene Luft⸗Waſ⸗ ſer, ein im Fluß ſtehendes Metall nicht leiden mag? Da doch, da daſſelbe annoch mit dem Alcali vereiniget war, dem Metall lieb und angenehm, als ſein Urſprung, Doch aber weder das aus der Luft angezogene Waſſer, noch das Alcali gemeint. Wer es aber faſſen kan, der faſſe es. §. 17. Cin hoch rectificirter Spiritus: Vini mag fich mit Fetnem O G vereiniz gen, wie befannt iſt; da man aber dieſes O T durchs A wohl ſcharffet, nach⸗ mals in einem Keller zum Saft flieſſen lafſet, dann das angezogene Vwieder da⸗ von deſtilliret, und dann im Tiegel wieder mohl ausgluͤet, pulveriſirt, und dann wieder im Keller flieſſen laͤſſet, wie vor, und das Luft⸗Waſſer wieder Davon ab- ziehet, und alſo dieſe Arbeit zu verſchiedenen malen mit Gedult wiederholt, ſo bekommt man ein wunderbares Sal Tartari, welches ſich ziemlichen theils mit einem Spiritu Vini in der Diftillation vereiniget, und mit uberſteiget, und jemehr man den Spiritum von dieſem G Qabziehet, jemehr von demſelben, mit dem Spiritu Vini vereiniget, mit uͤberſteiget. Es muß aber einer wohl verſtehen, was wir allhier geſagt haben, indeme wir es ohne alle Ordnung gemeldet. Es ſind zwar viele Cu- rioſe bemuͤhet geweſen, das S N, mit dem Spiritu Vini zu vereinigen, ſind daz hero, weiß nicht aus was Principüs, auf den deſtillirten Eßig gefallen, und ha⸗ ben denſelben ſo lange von dem G F abgezogen, bis daffelbe Feinen Eßig mehr annehmen wollen, und derſelbe ohne Alteration wieder davon geſtiegen, alsdenn ift das© 9, ihrer Meynung nach, gur Bereinigung des Spiritus Vini recht be- reitet geweſt. Der Etlect aber hat zum oͤftern erwieſen, daß man ſich in ſeiner Meynung betrogen gehabt. Haͤtten die gute Herren den allgemeinen uncorroſivi- ſchen ſcharfſten Natur⸗Eßig gekannt, ſie wurden die Verbindung nicht im deſtillir⸗ ten Wein⸗Eßig geſucht habeu. §. 18. Wir haben im vorhergehenden Theil gemeldet, daß das rechte Ni⸗ trum den Wachsthum der Vegetabilien maͤchtig befoͤrdere, welches dieſem Wun⸗ der⸗Saltz ſchlechthin unmoͤglich zu leiſten, es ſey dann, daß es erſtlich ſelbſten recht fruchtbar gemacht worden. Man ſagt im Spruͤchwort: Wo Tauben ſind, da fliegen Tauben hinzu. Hat man das rechte wohlgedungte Niter, ſo wird auch die kraͤftige Herbeyziehung der geheimen Univerſal Dungung nicht ermangeln. Das rechte Sal petrær muß durch ein ſaures Mineral und das ſuͤſſe Natur⸗Saltz wohl be⸗ reitet und vereinigt werden, ſonſten iſt es Fein wahres reines D(das eine heift Vaxicalv, lebendiger Kalck, und das andere Lacial, i. e. Alcali) wie folches in Fig.4. vorgebildet: wann nun das C recht bereitet, ſo muß man daſſelbe durch h y” ———— e Taa ae a a £ m W N NN W Vini fw ,Cu- ) 0M | jy W ni be⸗ we Wwe iit N I muii d M phil M pib nhik fig wik cby Von dem Nutz und Gebrauch des himmliſchen Mercurk. 365 Chymiſche Kunſt mit Cazpol gaquigizi. 98. zur magnetiſchen Fruchtbarkeit di⸗ ſponiren, ſo iſt es alsdann das rechte Sal petræ, das ſolche Wunder im Wachsthum und Vermehrung der Vegetabilien verrichtet. Es ſind viele Curioſe, die den gemei⸗ nen O mit Kohlen⸗Staub verpuffen, und alſo zu vorgemeldter Vermehrung gebrau⸗ chen, es wird zwar der O in ſolcher Verpuffung alterirt; was demſelben aber in ſolcher Verpuffung entgehet, wird ihme nicht wieder erſetzet, dahero auch der gehofte Effect nicht alſo erfolgen will. Dieſes nun haben wir ſowohl hier als auch anderwerts deutlich gemeldet, daher wir ein mehrers davon zu melden, unnoͤthig achten. g. 1J Daß ein wohl rectificirter Spiritus Vini fich mit einem Oleo Tartari per deliq. oder dergleichen, nicht vermiſche, ift befannt, wie auch daß folches Oel alle Animalia, Vegetabilia und Metallen angreift, und Dero& auf eine gantz gelinde uncorroſiviſche Art extrahiret, Da Dann dieſer Extract durch Spiritum Vini gar leicht zu medicinaliſchen Lincturen gemacht werden koͤnne; daß aber der Zwerk durch ein ſchlecht gefloſſen Z Njederzeit zu erhalten, ſagen wir nicht, ſondern es muß daſſelbe durch obgedachten Natur⸗Eßig und S. V. wohl bereitet ſeyn, ſodann iſt es geſchickt einen ſolchen Alcaheſt gleichſam abzugeben, edle Medicamenta dadurch zu bereiten. Daß das Gold der allerfixeſte Y, iſt weltkundig/jedoch, wann daſſelbe durch gemeinen& wohl calcinirt und in ein rechtes Aleohol reducirt/ extrahirt unſer vor⸗ gemeldtes Oleum Q per deliq. eine fuͤrtrefliche Tinctur aus demſelben; und ha- ben wir ehemalen aus allen Metallen und glaſichten Schlacken ſonderbare Tin⸗ tturen dadurch extrahirt. Daß eine glaſichte Schlacke ein ſehr veſt verſchloſſenes Corpus, und dannenhero von keinem Corroſivo angegriffen werden mag, iſt be⸗ kannt genug, jedennoch haben wir aus Der rothen und blauen glaſichten L Schla⸗ cken durch gemeldtes Oel in wenigen Stunden die allerſchoͤnſte rothe und blaue Tin⸗ eturen extrahirt, welches zu vielen nůtzlichern Dingen Anlaß geben kan; alle Gummi und hartzigte Dinge loͤſet dieſer Liquor wunderbar auf, welches denn die allerſchoͤn⸗ ſten und angenehmſten Tinceturen gibt: ja ſelbſt die delicate und angenehme graue Am- bra wird hierdurch beffer als durch einiges anderes Menſtruum aufgeloͤſt, und zu ei⸗ ner kraͤftigen Tinctur reducirt; was wir ſonſten in Aufloͤſung der Perlen damit verrichtet, waͤre zu weitlauftig zu melden. ABer ferner Diefe Tincturen mit Spiri- tu Vini per retort. nber au treiben weiß, wird etwas ſonderbares erhalten. §. 20.. Was wir in vorhergehenden S. vom Weinſtein⸗Oel geſagt, wolle man nicht ſo ſchlechthin anfehen, ſondern der wuͤrckenden Urſache dieſes Oels ein wenig ſcharf nachſinnen, indeme das Alcali ein ſolches ſchlechthin nicht vermag, dann ſo man daſſelbe nur in gemein 9 ſolvirt, wird ſolche Solution nicht die aller⸗ geringſte Qualitat des Vorgemeldten haben, uͤber das, ſo miſcht fi diefelbe ſo gleich mit dem SP. V. und wird zuſammen ein Saliniſcher Miſchmaſch: wolte man aber das Alcali im trockenen Wege gebrauchen, und Das Metall im Feuer damit ſchmeltzen, wird man mit Schaden r Dag Die angewandte URO, i 3 Das arfaa n a a AN eN d — T amenena ee n- 366 Das Zweyte Capitel. Das Metall oder ein anders im Trockenen mit dem Alcali zuſammen gemiſcht, und mit Sp. V. digeriren laſſen, wird eben ſo wenig Nutzen bringen; wolte man dann von dem Oleo per del. Dag aug der Luft angezogene Y abziehen, und dieleg y allein gebrauchen, ſo wuͤrde man in der That befinden, daß es eben ſo viel Nutzen ſchaffen wuͤrde, als ein gemein 9, woraus dann unwiderſprechlich erfolgen muf, daß die wuͤrckende Urſach in vorgemeldtem Liquor nichts anders iſt, als unſer N, davon ſo oft und viel gemeldt. Es iſt aber hoͤchſt noͤthig, dasjenige davon wir an⸗ jetzo geredet haben, recht zu verſtehen und recht zu erkennen; zum andern muß man auch wiſſen, was man vor Netze noͤthig habe dieſen Wunder⸗Vogel zufangen? In der gantzen Natur liebt ein jedes ſeines gleichen, und ein jedes Weſen fliehet ſein Widerwaͤrtiges(welche Contrarietät die eigentliche Urſache der Bewegung aller geſchaffenen Coͤrper) die Begierde der Einigkeit(Sympathia) beſtehet in einer ma⸗ gnetiſchen Kraft, dieſe aber(nemlich die allgemeine, welche zu allem Geſchaffenen ei⸗ ne begierliche Neigung traͤgt) iſt nirgends anders, als in dem Zuſammenfluß der gantzen Creatur zu ſuchen. Wer Himmel und Erde zu vereinigen weiß, wird dieſen Magneten auch leicht finden koͤnnen, nur daß man fleißig acht habe, daß man nach verfloſſener Zeit denſelben mit Geſchicklichkeit aus ſeiner groben ungeſtalten Minera zu ſcheiden weiß, damit man nicht an ſtatt des Edelſteins Jaſpis(der da durchſichtig und hell iſt, wie ein Diamant) Kießlingſtein bekomme. 21. Aus alle dem, ſo wir bis daher von dieſem Wunder⸗L geſagt, wird man erkennen, wie unentbaͤhrlich derſelbe allen Creaturen ſey; aus dieſem erſten Ausfluſſe z, fo zugleich auch G und&, ift Durchs Fiat alle Creatur in den Him⸗ meln, Geſtirnen, auf und in der Erden, Meer, Waſſern, ja im Luft und Feuer geſchaffen worden, ſowohl die ſichtbare als unſichtbare Creaturen. Dieſer Z ift in dem Lucifer famt allen feinen gefallenen Engeln gaͤntzlich hinein gekehret, und dagegen die Strenge, Herbe und Scharffe, das iſt S und Y, in ihme of⸗ fenbaret worden, welche Den g ergriffen und gebunden, alfo dag er feiner fúr- treflichen herrlichen und ſchoͤnen Lichts⸗Geſtalt gantz und gar beraubet worden; vor ſeinem Fall war er ein ſanftes aufſteigendes Freuden-Licht, in einer wunder—⸗ baren Einheit des erſten Principii G A und%, nach feinem Ball aber ward die- ſe Einheit des Lichts im Feuer, in Geſtalt des Ses und Ag(f0 Den%¥ in fich ver- fchlungen) offenbar, alfo daf er nicht mehr ein freudiges angenehmes Licht, fon- dern in ſeiner unfoͤrmlichen Geſtalt G und A„ein die gantze irrdiſche Welt, ſamt allen ihren Geſchoͤpffen, zerſtoͤrendes finſteres geworden, auch in ſolcher Geſtalt verbleiben wird, bis dieſes grimmige Feuer nichts mehr zu ſeinem Unterhalt finden wird, und ſich ſodann in ſich ſelbſten auch verzehret hat, nemlich in ſeiner verdammten Geſtalt, damit er aus dem ungeſtalten Character Fig. 2. T. II. wiederum der CharacterFig. 1 1. wuͤrde, das iſt, ſein erſteres Principium Aund V, im Licht der Freuden. Und gleichwie in dem Teufel dieſes mercurialiſche Licht verſchloſſen und m qi h m Y K N f U NM iy Wun mý I wy, vii 1 2 thi ale My noi W wid NM tn WM Wid ai Ai mo ii Wty ui ig Hmi unt d di⸗ w ti wh y f wahi miin enum T gofo w) Hon dem Nuh und Gebrauch des hinunlifhen Mercurii. 367 und einwaͤrts gefehret worden, eben alfo wird es den Verdammten am Tage des groſſen Gerichts ergehen, nemlich, daß der Geiſt, die lebendige Seele, als Der g, bey ihnen gang einwaͤrts werde gekehret, und gleichſam verſchloſſen, dagegen S und Y(Seel und Leib) allein offenbahr werden, die haͤrtſte Marter, gleich den Teufeln, leiden zu koͤnnen, bis alle elementariſche Greiflichkeit,(aus der Suͤnde ge⸗ zeuget) ſo durch des Lucifers Fall verurſacht worden, durch das A der Hoͤllen, nach und nach gaͤntzlich verzehret, dieſes grauſame Gefaͤngniß zerſtoͤhret, und alle ſeine Gefangene wieder frey geworden, die Finſterniß gaͤntzlich verſchwunden und das ſalino-ſulphuriſche Mercurial Licht wiederum uͤberall, in der gangen Schoͤpf⸗ fung und allen Geſchoͤpfen, in ſeiner erſten urſtaͤndlichen Reinigkeit erſcheine. C22. Es moͤgte aber jemand fragen, warum dem Gefáhrten der Sonnen der Name Mercurius von den alten Aſtrologis gegeben morden? Ob nun wohl dieſe Materia in das folgende 4. Capitel gehoͤret, wollen wir jedennoch dieſe Frage, ſo viel ſich hier ſchicken will, beantworten; Erſtlich iſt zu wiſſen, daß die(Walitäten der Geſtirne, welche die lange Erfahrung beſtaͤttiget hat, den allererſten Attrono— mis unmoͤglich anders, als durch eine beſondere Offenbahrung bekannt werden mé- gen; weilen nun aus dem tiefen Alterthum annoch ſo viel zu wiſſen, daß dieſe Wiſ— ſenſchaft bey den Chaldeern ihren Anfang genommen, welche insgeſamt Heyden geweſen/ und alſo keine wahre Erkaͤnntniß des Dreyeinigen GOttes, Batter, Sohn und Heiligen Geiſtes, gehabt, dahero auch keiner unmittelbaren Erleuchtung des Heiligen Geiſtes theilhaftig ſeyn moͤgen: Iſt alſo die Frage, wannenhero ſie ſolche Offenbahrung gehabt haben? Damit wir nun in dieſer Sache etwas gruͤndlich verfahren moͤgen, muͤffen wir den Liebhaber zuruͤck in den I. Theil Cap. V. ins dritte Tagwerck weiſen, woraus ſich der Liebhaber erinnern wird, daß wir in demſelben erwieſen haben, daß der allmaͤchtige GOtt die uns ſichtbare und greifliche Ele⸗ menten, A; S Y,&, nicht leer gelaſſen, ſondern dieſelbe voller Creaturen aus dem allerſubtileſten Weſen eines jeden Elements geſchaffen habe, als die feurigen aus der Ellenz des Feuers, Feuer⸗Menſchen genannt, und alſo die uͤbrigen; die aus dem Waſſer, Waſſer⸗Menſchen, aus der Erden, Erd⸗Menſchen, und die aus der Luft, Luft⸗Menſchen genannt. Mit diefen Creaturen oder elementari- ſchen Geiſt⸗Menſchen haben die Weiſen des Alterthums umzugehen gewuſt, und ſind unter dem Namen der Geniorum den alten Weifen, als Platoni, Pythagoræ&c. bekannt geweſt, von welchen ſie die verborgenſte Geheimniſſe der Natür gelernt, als von den Feuer⸗Menſchen die Eigenſchaft und genaueſte Wiſſenſchaft des Himmels, die Wuͤrckung des Geſtirns, das eigentliche Weſen des elementariſchen Feuers, die Beſchaffenheit der Einwohner der Geſtirne oder obern Welten ꝛc. von den Luft⸗Menſchen die Natur der Luft, ihren Nutz und Gebrauch, den Ur⸗ ſprung der Luft⸗Zeichen, des Hagels, Donners, der Frucht- und Unfruchtbar⸗ keit des Gewitters, und alles, was in· und durch die Luft gewuͤrcket wird. Von den e Tal 368 Das Zweyte Capitel. den Waſſer⸗Menſchen die Natur des Meers und aller Waſſer, auch der darein ge⸗ ſchaffenen Creaturen. Von den Erd⸗Menſchen aber die Natur der Erden, und aller darinnen, auch daraus erzeugten Geſchoͤpfen; das Zunehmen, Wachsthum und Verderben der Metallen, die Verwandlung des Silbers und anderer Metallen in O, die Wuͤrckung des L,ð und aller anderer Mineralien, Vegetabilien und Ani- malien, ſo aus der Erden entſtehen, als in welchen Wiſſenſchaften diefe Soͤhne GOttes nicht allein uͤber die Maſſen weiſe und erfahren geweſt, ſondern auch ſo⸗ thane Wiſſenſchaften obgemeldte PHilolophos, und wie einige wollen den Salomo ſelbſten gelehrt haben ſollen, welches jedoch wider die Shrift z. Chron. L 10. 11. 12- ſtreitet, und eine Tradition einer alten Judiſchen Fabel iſt. Welche Kunſt aber, dieſe elementariſche Geiſt⸗Menſchen zu trequentiren, heutiges Tages ſehr rar und geheim; wie uns denn in unſern langen Jahren und vielen Reiſen nicht ein eintziger befannt geworden, welcher die Frequentation eines ſolchen Geiſtes geſtehen wol⸗ len, waͤre auch wahl unter die allergroͤſten Thorheiten zu rechnen, ſich dieſer Wiſſen⸗ ſchaft zu ruͤhmen. Ja es geſchaͤhe einem ſolchen gar recht, wenn er deßfalls den Kee tzermachern in die Haͤnde geriethe, und durch ihre Rechtsverkehrer, gleich den meiſten ſogenannten armen Hexen, zum Feuer verdammet wuͤrde. Ein mehrers aber von die⸗ fer Materie gehoͤret nicht hicher, und ſoll im 2. Capite! ausfuͤhrlicher Davan geredet werden. Der die Kunſt kan, verrathe den Meiſter nicht. Wobey jedoch zu er⸗ innern hoͤchſtnoͤthig, daß alle diejenige, ſo den GOtt Jekova, Vatter, Sohn und Heiligen Geiſt kennen, die Wege der Heyden meiden ſollen, dann alle gute Ga⸗ ben(alfo auch die Weisheit) kommen von oben herab von dem Vatter des Lichtes, Jac. l. 5. 17. Die Weisheit von GOtt durch den Heiligen Geiſt iſt die vollkom⸗ menſte, fürtreflichſte, auch der Seelen ohne Gefahr und Schaden. Sap. fat. C23. Nachdem wir in dem vorhergehenden S. in etwas erwehnt, daß die erſten Weiſen des Alterthums ihre hohe Wiſſenſchaft durch beſondern Umgang mit den elementariſchen Geiſt⸗Menſchen erlernet, ſo ſetzen wir demnach vefte daß die Attronomie, wie auch die Kraͤfte und Wuͤrckung aller Geſtirne und ihrer Himes meln, von ihnen gelernet worden, und einfolglich auch die Erkänntniß des Geſtirns B/ nemlich, das dieſer Coͤrper gleich dem Queckſilber(welches demſelben zugeeignet wird) unbeſtaͤndig und wandelbar ſey, geſchickt aller andern himmliſchen Coͤrper Eigenſchaft anzunehmen, gleich wie das Queckſilber alle ihme entgegen gehaltene Far⸗ ben(gleich einem Spiegel) annimmt. Es iſt das Geſtirn von Natur kalt und feucht an und vor ſich ſelbſt, mit Sole und Marte feurig/ gleich dem Queckſilber auſ⸗ ſerlich kalt, fliehet alles Feuer leichtlich, da doch ſein innerliches Weſen ein lauter Feuer iſt. Gleiche Eigenſchaft hat auch der Mercurius univerſalis, nemlich kalt und feucht, da er doch trocken und hitzig, ja durchgehends ein rechtes Wunder⸗ Feuer iſt, doch alles elementariſche fliehet; aus dieſen Eigenſchaften und Gleichheit des Einen mit dem Andern, ſolte man zum Theil wohl urtheilen, warum vorge⸗ E » år ndy ondé hipt houn pO hiis fon l. o ag d0 Hi M pign Ci mr faw (puat nM nih i pundit in W paut my Von dem Nutz und Gebrauch des Hinmlifhen Mercurii. 369 vorgemeldtes Geſtirn Mercurius genannt worden. Wann wir ſeine gemeldte Ei⸗ genſchaft etwas genauer betrachten, finden wir, daß, weilen er zwiſchen Sonn, Mond und Kſtehet,(wir reden allhier mit dem vernuͤnftigen Copernico) daß er erſtlich ein kraͤftiges Receptaculum unſers Mercurii ſey, zum andern, daß durch deffen gewiſſe Conttellationen(welche einem wahren Altrologo bekannt ſeyn muͤſ⸗ ſen) der urſpruͤngliche allgemeine& durch ein ihm gleichendes, gantz ungemein geſammlet werden moͤge. Und aus dieſen und andern Urſachen und Wurckungen, auch bey den menſchlichen Geburthen, haben die Alten dieſes Geſtirn Mercurium genannt; momit Dann ein Wahrheit⸗Liebender vorerſt vergnuͤgt ſeyn wolle, bis die Gelegenheit ein mehrers an die Hand gibt. Wer aber eine heilige Begierde zu der Erkaͤnntniß der Geiſter hat, lerne den GOtt fehova, wie Er fich in uns und in ſeinem Wort, wie auch in der Schoͤpfung ſelbſt offenbahret hat, wie auch die Ver⸗ ſchwiegenheit, und ſich ſelbſten und ſein Temperament erkennen, wie auch dasje⸗ nige, wofür er ſich zu huͤten, welches aus der Widerwaͤrtigkeit der Elementen zu erlernen, und letztlich auch, was ein jedes Element liebt, das iſt, ſich ſelbſten, und was ein wahrer Philoſophus am edelſten darinnen finden mag. TOENE EE EE EE E EE EEE EEE E> Das III. Capitel. Von der Natur, Nutz und Gebrauch des irrdiſchen Mercurii oder Queckſilbers. ~ e as Queckſilber an und vor ſich ſelbſt, wie es aus feiner eigenen Minera gebracht wird, iſt aͤuſſerlich kalt und trockener Natur, weilen es aus dem Vdes erſten Urſprungs durch ein Wlariſches und lunariſches S zuſammen geronnen, daß es nun nicht mehr ein netzendes, ſondern ein trockenes Vgeworden; Sein innerſtes aber iſt, wegen vorgeweldten P, und weil es aus Æſch Majim gefloſſen, ein recht wunderbares Ay welches alleg irrdiſche fliehet, und von demſelben ohne Beyſtand ſeines eigenen urſpruͤnglichen& in Ewigkeit nicht gebunden oder ßgirt werden mag, wie ſolches die armſeelige durch⸗ raucherte, von Hunger und Durſt verſchmachtete Gold⸗Koͤche taͤglich zum Scha⸗ den der Gold⸗begierigen Geitzhalſe erfahren. Gein Character iftim 1. Tom. de 3, deutlich genug beſchrieben, allda kan, ſiehe das Cap. III. Uaa S. 18. Das Dritte Capitel. .18. So lang dieſer roder Queckſilber unzertheilt gelaſſen wird/iſt er an ſich ſelbſ Fein Gift, fonden noch moht eine Artzeney; wie jum Exempel in dem Miferere bekannt; ſobald ihn aber das A ergreift, und er von demfelben als ein Rauch in unbegreifliche Globulos aufgetrieben wird, verurſachet er durch ſein Gewichte(als welches die Mernbranen und zarte Faͤſerlein der Theile beſchwert, und die ordent⸗ Kehe Circulation dadurch verhindert) ſehr boͤſe und ſchädliche Symptomnata, als Glieder⸗Laͤhme, Apoſtemen, Vomicas, Tubercula, Hecticam, und alſo vor der Zeit den Tod, wie ſolches die O hungerige Alchynuſten, am meiſten aber in den Huͤtten⸗Wercken täglich mit Schaden erfahren wird; da ér nun ferner Durch Glia ſublimirt wird, ſo wird er durch Zertheilung in die kleinſte Kuͤgelchen, mit Anhang der nunmehr ſtachlich gewordenen Saltzen(welchen er den Naͤchdruck und Gewicht giebet, um alle Theile unſers Leibes aufs ſchaͤrfſte zu durchdringen, und alle Faferlein zu durchſcheiden, daher eine ſchnelle Entzundung, und aus dieſer eine Faulung entſtehet, worauf der unfehlbare Tod erfolgen muf) ein rechter Gift, und die vorgemeldte Wuͤrckung nennet man corroſtviſch; wann aber mancher ein Corroliy eigentlich, wie auch deſſelben Art und Wuͤrckung/ deutlich beſchreiben ſolte, durfte wohl ſehr abgeſchmacktes und ungereimtes Zeug an den Tag kommen. C2. Es iſt ferner das Queckſilber ein wunderſeltſamer Magnet, welches zwar einem Naturkuͤndiger, der da ſeine Wiſſenſchaften, durch bloſes Leſen, Be⸗ S ſſe Praxin, greifung anderer Meynungen, und eigenes Crillitiren, ohne Natut⸗ger oder der im 22. 8. Cap. II. gemeldten Offenbahrung, erlernet, gar wunderlich vor⸗ kommen wird, indeſſen iſt es wahrhaftig; wie wir dann zum Exelmpel durch bloſen&/ aber nicht ſchlechthin, wie er aus Der Minera getrieben wird, ſondern wie er durch S und v dazu diſponirt worden(dieſes aber verſtehe man ja recht, und muf dieſes einmal oder etliche geſchehen ſeyn) ein Luft-Waſſer angeoogen haben, das Gewichte eines gemeinen V weit úberfteigende; und hatte die Cigenſchaft, daß wann wir daſſelbe des Nachts bey trockenem Wetter an die Luft ſetzten, nahme daſſelbe mit zunehmendem Licht in der Menge zu, mit abnehmendem Licht aber nahme daſſelbe wieder ab, bis zu ſeiner erſtmaligen Quamnat. Deme nun das ©, v, Gefchirr und A befannt, wird diefes gleichfalls alle Stunden verrichten, und mit dieſem Luft⸗V ſeltſame Wunder wurcken, auch aus diefer Operation das Quectfilber und einen Urfprung, auch deffen Natur, noch dDeurkicher begreiffen koͤnnen, als es bis daher von uns beſchrieben worden. Wiewohl daſſelbe jeden⸗ noch deutlich genug, nicht aber nach altem Herkommen, geſehehen. 6. 3. Erfahrne Chymiſten ſind hemuht geweſen, das Z gang und gar in ein v zuruͤck zu bringen, und haben folches gu vollenden gar wunda liche Wege erdacht, als zum Exempel, durch etliche hohle eiſerne Kugeln zu beyden Seiten mit Haͤlſen, ſo ſich in einander fugen, davon die letztere einen Retorten⸗Hals, die erſtere aA oben aia m$ MS W$ a hea Von der Natur, Nutz und Gebrauch des irrdiſchen Mercurü. 371 oben aus eine Roͤhre gehabt, ſo man gehebe verſtopffen koͤnnen, welche oben zum Ofen ausgegangen; In dieſe, wann das Inſtrument im Ofen recht ergluͤht ge⸗ weſen, haben ſie ein wenig Queckſilber geſchüttet, und die Roͤhre geſchwinde ver⸗ ſtopffet, da dann das L mit groſſem Krachen durch die Kugeln der Vorlage zu⸗ geeilet, und zum Theil als Vin dieſelbe geſtiegen, das uͤbrige aber in ſeiner Forma vʒ; und alſo haben ſie continuiret, bis der gaͤntzlich in vgebracht worden; und bices Z oder y haben fie als ein fonderbares Menftruum, ja als ein allgemeines, ug Mifyerftand und Unerfánntnif des rechten Z, gebrauchen wollen. Nun iſt es zwar nicht ohne, daß mit demſelben ungemeine Wuͤrckungen geſchehen moͤ⸗ gen; Wer aber dieſe muͤhſelige und febr gefahrliche, dazu auch ſehr langweilige Arbeit einmal verſucht, wird den Appetit, daſſelbe noch einmal zu machen, gantz⸗ lich verlieren. Wer Vatter und Mutter kennt, welche dieſes Queckſilber ge⸗ zeuget, wird ſolches gar leicht und mit groſſem Nutzen verrichten koͤnnen, wovon aber allbereit ſo viel geſagt worden, daß die Wiederholung einen Eckel erwecken moͤchte; darum wir es auch dabey laſſen wollen. §. 4. Uus deme nun, mwas in den vorhergehenden SS., auh fonft hin und wieder in dem gantzen Wercke, geſagt worden, toird der Liebhaber des Y Natur ſchon erkennen lernen. Es iſt aber daſſelbe in Anſehung der Dinge, daraus es ge⸗ zogen, ſehr unterſchieden und gar nicht einerley, wie viel geſchickte Manner in die⸗ ſem Irrthum ſtecken. Das&aus dem O iſt einer gantz andern Natur, als des IE und des D und dann des 5. Wer ſolche insgeſamt bereitet und gebraucht hat, wird folches mit uns geſtehen muͤſſen. Die Proceſſe ihrer Bereitung muß man bey den Auctoribus ſuchen, welche von dergleichen Arbeiten geſchrieben haz ben; In dieſem Wercke will ſich ſolches nicht ſchicken. Nur koͤnnen wir unges meldet nicht laffen, Daf das Z auso gu bereiten, weilen er deffen febr wenig; da- gegen viel©,-und nicht allzuviel Doch ziemlich fixen A hat; am allerfchwerften und muͤheſamſten iſt, auch durch einen eintzigen Augenblick verſaͤumet werden kan. Ohne das allgemeine Solvens aber, iſt der General⸗Weg ein jedes Metall in ein ¥ zuruͤck zu bringen, daß man das Metall durch Wege, die ein jeder experimentiret hat, ohne Zerftórung, in ein Alcohol reducire, dann in einen Liquorem x, Q, O præparat. Sal pur.@ y Fort. oder Spir. O& Alis, ein Paar Phiolen, und Kalck zur Hand habe, ſo kan man ſein Vorhaben erreichen: Auripigm. wird bey einem gewiſſen Metall noͤthig ſeyn, wie auch Der Z Sublim. Die Operation und Handgriffe aber ſuche man bey den Autoribus, welche hievon gehandelt haben. Es iſt aber hiebey zu erinnern, daß aus ailen Corporibus eines jeglichen Reichs ein na- turliches Lobwohl in geringer Quantitat, gezogen werden kan, wie allen wahren Chymicis bekannt, dieweilen ſich ein jedes Corpus in ein S bringen laſſet, wie ſchon im erſten Theil erwieſen worden, welches ſich die gemeine Metallurgi, zu Be⸗ hauptung ihrer ungegruͤndeten Meynung, daß nemlich das R, Y, und Z85, die Aa a 2 er⸗ 372 Das Dritte Capitel. erſtere Principia der Metallen waͤren, nicht zu Nutze machen wollen; Indem die Principia der Metallen gang ein anders, alg Der gemeine A,©, und X, ſeynd, wie vorher uͤberall erwieſen worden. L 5. Es iſt aber der L a und§, faſt der allerwunderbarſte. Der er⸗ ſtere iſt von ſolcher Feurigkeit, daß wann man denſelben in ein Schalgen auf ei⸗ nen unbeweglichen Felſen ſtellet, man jedennoch eine ſtete Bewegung an demſel⸗ ben ſpuͤren wird. Wie dann derſelbe auch, daferne er nicht ſonderlich wohl ver⸗ wahret wird, gantz und gar Davon flieget. Der g H, hat gleichfalls wunderbare Eigenſchaften, wie allen Kuͤnſtlern bekannt ſeyn wird. Es hat ſonſt das§ viel Nutzen, als daß man aus demſelben mit gemeinem& eine Zinnober⸗Farbe bereiten kan; in der Medicin aber, daferne deſſen Webung nicht gantzlich peran- dert, und aus ſeiner kuͤglichten Subſtantz in eine gleichſam langfademichte veran⸗ dert worden, taugt daſſelbe gar nicht viel, weilen des Menſchen digettiy Den A gar zu leicht lolvirt, da dann& gleichſam revivicirt, u. oben gemeldte Symptomata verurſachet. Da aber der Z mit Den— unzertrennlich vereinigt worden, wird derſelbe als ein ſonderliches ſchweißkreibendes Specificum das Geine mit Lob verz richten; Darum iſt der natuͤrliche Zinnober zur Artzney der allerbeſte und ſicherſte, wie die taͤgliche Erfahrung durch aͤuſſerſtes Verderben der Menſchen Coͤrper er⸗ weiſet. Alle ſo genannte fixe præcipitata, und was der thoͤrigten Præparationen mehr ſeynd, dadurch man die Salivationes erregt, oder Purg. S. Dulc, S. Alii, ſeynd und bleiben im Grunde nichts anders, als ein Queckſilber, wie ſolches die leichte Reduction erweiſet; nutzen dannenhero weder innerlich noch auſſerlich, eg waͤre dann in ſeiner unveranderten Geſtalt in dem Milerere, oder, daß man denſelben zu einem irreduciblen ſuſſen oͤligten Ballam verandern koͤnne, alsdann kan man ſich auch ruͤhmen, ſowohl zu innerlichen als aͤuſſerlichen Gebreſten ein Wunder⸗Me- dicament zu haben. Wer denſelben auch ſonſt aus feiner Fúglichten Subttantz zu veraͤndern weiß, kan ſchon etwas gutes damit ausrichten: wann man denſelben mit ſeinen Odiſchen Bruder durch Die D gar genau verbindet, fan ein fürtrefli- ches, gantz unſchaͤdliches, viele ſchwere Kranckheiten austreibendes, ſchweißtreibendes Mittel daraus bereitet werden; es erfordert aber Kunſt und Zeit: Der guldiſche allein kan denſelben wegen innerlicher Liebe alteriren, ſo da aber ohne das oder lunariſche© nicht gefchehen mag. §. 6. Was fur Nutzen das L in der& Arbeit ſchaffe, iſt ja leyder durch ohnzehlbare Betruͤgereyen bekannt genug, wiewohlen es dabey auch ſeinen Nu⸗ tzen hat. Daß es des YFette und Feiſtigkeit austrockene und mit demfelben ein Zinnober werde, iſt anderswo geſagt. Wer aber mit dieſem Zinnober in ſeiner Præ⸗ paration Den A H, unddie Dnoam Yaram(úber diefen Terminum wolle fich nie- mand aͤrgern; Dann genug, daß er dasjenige ſehr eigentlich ausdruckt, ſo wir in heine andere Wege ſagen wollen) mit demſelben recht zu vereinigen weiß/ Tex allam ma oii ai o i o ai tonih y, Ali, h ilb man Me- g con tmi amdi iih MT wi ami phai rp! pre: pih ni o il iih DN ho Vonder Natur, Nuh und Gebrauch des irrdiſchen Mercurii. 373 Maſſam haben, nicht ohne ſonderbaren Nutzen. Diejenige ſo den& vor ein amtei if⸗ fes O, dieſes aber vor einen reiffen Y% halten; unD dannenbero Den& zu figi- ren aa a, betriegen fi ichh) eftig. Die Natur Des Y it vorher, und ſo nit uͤberall deutlich genug beſchrieben worden. Es iſt Dag Y annach einer gar au groz ben Saltz-waͤßrigen Eigenſchaft, daß ſich feine gange Subltang fo leicht ine cin compactes© fo olte figiren laffen. Wernicht ein Meiſter des ligirten rothe n maͤnn⸗ lichen und weiſſen weiblichen durch das urſpruͤngliche Salino- 8 al, V, als des all⸗ gaon aufloͤſenden Mittels ift, wird alle feine Mühe vergeblich anwenden.-In Particulari iſt demſelben, wie oben gemeldet, noch wohletwas abzujagen, hur daf man ein erfahrner Jager und ein guter Koch pue S. 7. Der- übrige Nuk Deg% beftehet i in lauter Proceſſen, we ſche hieher zu ſchreiben unſers thuns nicht iſt, indeme auch aller Chymiſten Schriften Damit ngefuͤllet ſeynd: die uͤbrige Nutzbarkeiten aber, fo und andern allein bekannt find, ohne ale£ Handgei iffe her zu ſetzen„ware vergeblich; mit allen Umſtaͤnden aber, zu verdruͤß jli ch: Darum ſich der Liebhaber mit vorgemeldten vergnuͤgen muß. SS Vorher i iſt geſagt, daß der, ohne durch die rechte Kunſt bereitet, we⸗ der in⸗noch auſſerlich nutze, ſondern iſt ein Gift und Zerſtoͤrung unſerer Na⸗ tur, wie leider die taͤgliche Srta durch Schmieren, Raͤuchern, Saliviren, und wie die henckermaßige GCradus ſonſt nach einander alle heiſſen, lehret. Bey den Vegetabilien hat der Y in ſeiner Subttantz gar keinen Nutzen, wohl aber in ſeiner magnet tiſchen Geſtalt, vielmehr aber ſein Uhrahnherr. §. 9. Daf das p gånglich in ein zu reduciren, wird vielen bek annt fey dann es demſe n am naͤchſten verwandt, und nur dieſen Unterſcheid hat, daß das h durch ein reiners und mehre res©, als Das g hat, auch mit etwas Odiſchen A Durch-Das un- terierbifhe zu einer mehreren Haͤrte ausgekochet worden. Gein, des P; Rauch, vermag das Queckſ. in ein vol lkomme ines bju verwandelnz dieſes heiſſen nun die Phy⸗ ſici und To 5 ci eine Crftarrung Durch Des H Kalte: Uber fo weit vom Ziel ge- ſchoſſen, als der ift. Weme ds Doi G und 4 befannt, wird die Sache gantz anders begreifen, und Dieſe Coagulation Des Merc. in eiz nem hoͤhern Principio, als der ſogenannten Kaͤlte des Merc. ſuchen: wer dag Saltz und den> vom D recht zu aoan wirdden Merc. RNA und wag rechtes aus demſelben bringen koͤnnen. Daf nun beyde dás Saltz und auch der A i Feuer ſind, bedarf keines beweiſens. Was iſt dann das nun vor eine Kaͤlte im p,| die den Merc. zu einem Bley härtet? Warlich ein philoſophiſches non ens, ein lee⸗ rer Terminus, de ceteris nihil, Wer ſich erinnert, was wir an einem Orte ge⸗{p fagt haben, daß d das Queckfilber nicht anders, als durch Merc. nemlich denjeni⸗ gen, davon das erſte Capitel handelt, tigirt werden mag, derſelbe wolle anitzo| der Sache ein wenig nachdencken, vie lleicht daß ihme die Augen geoͤfnet o damit er die rechte Spur finden moͤge; pm die Sahe nicht von fo fo eher Aaa 3 Wie 374 Das Dritte Capitel. Wichtigkeit, d. i. die Coagulatio Merc. durch den Rauch, als mancher(der ſich einbildet, er hoͤre das Graß wachſen) vielleicht meynet. Dieſes aber muß man wiſſen/ daß wir vorher von keinem Chymiaſtriſchen Saltz brni, per acetum de- ſtillatum fabricatum verſtanden ſeyn wollen, fo da auch von dem Y geſagt eyn ſolle. fey K 10o. Wann man dag H mit A verzundert, und denn dicer H Afche nimmt 4. Loth, gemein Saltz und klare reine Kieſelſteine, jedes ein Loth, alleg aufs reinſte gerieben, dann in einem Tiegel im Wind⸗Ofen drey Stunden mit einander zu einem weiſſen Glaſe flieſſen laͤſſet, ſo bekommt man ein ſolches Gradir- und Figir-Glaß auf allerley Ertze, deſſen man ſich mit hoͤchſtem Nutzen zu erfreuen haben wird. Nemlich diejenigen, welche diefe Wiſſenſchaft als ein kleines Haus⸗Berg⸗Werck in der Stille zu treiben wiſſen. Es wolle aber niemand auf uns ſchelten, daß wir nicht von jeder Sache ausfuͤhrliche Proceſſe hieher ſchrei⸗ ben, indeme ſich, wie ſchon oͤfters gemeldet, ein ſolches nicht hierher ſchicket. Wer im A geùbt ift; wird es leicht begreifen. §. 1r. Daf das Antimonium dag philofophifche oder fhtvarke H genannt wird, iſt bekannt. Iſt mehr gehärtet wegen ſeines uͤberfluͤßigen A alg das D; wie ſolches die gemeine chymiſche Anatomirung erweiſet, welche wir gewiſſer Urſach halber hieher zu ſetzen, uns nicht verdrieſſen laſſen wollen. Und erſtlich def- fen A zu extrahiren: Man nehme demnach eine recht reine und gute Mineram 55 ſcheide dieſelbe von allem Berg und Unrath, alsdann aufs allerbeſt pulveriſirt, dann koche ſie in einer ſcharffen Lauge von Weinſtein⸗Saltz oder Potaſche mit ſtetem Umruͤhren, bis die Lauge gantz dunckelroth geworden, alsdann gieſſe dieſelbe gantz ſachte ab, die prærcipitir mit einem guten ſtarcken Eßig, ſo ſcheidet ſich ein ſchoͤner braun⸗xother A; denſelben ſuͤſſe aus und trockne ihn: Dieſen auf gluͤende Koh⸗ fen geftreuety brennet wie ein gemeiner£; Reibt man aber D damit, fo- wird wy gleich wie verguͤldet, dahingegen ein gemeiner A Das Ygantz ſchwartz machet. S. 12. Den IS j bereite alſo: mache 3. Pf. Regul. 5 O/ wie gebraͤuchlich, dieſen reibe zu einem ſubtilen Pulver, dieſes vertheile in 2. gläſerne Kerorten, derer Halſe ſich fein in einander ſchicken, dann nimm K und Weinſtein⸗Saltz aa. 2. Pf. dieſe reibe wohl untereinander, und laſſe es in einem Keller zu einem Oel flieſſen, deſſen gieſſe ein und ein halb Pf. in jede ketorte. Ferner gieſſe auch da⸗ zu Kqua-Fort oder Scheidwaſſer, und Spiritum Salis aa.,., bis daß es hef⸗ tig aufwallet; dann fuͤge die Retorten dichte zuſammen, und verlutir ſie geſchwin⸗ de, ſo wie es noͤthig, und ſetze ſie in warmen Sand, und erhalte ſie alfo 5. a. 6. Wochen, bis alles eine weiſſe Malla geworden; Dieſe pulveriſir, und thue etwas davon in eine glaͤſerne Retorte, und diſtillire aus dem Sand, ſo bekommſt du einen lebendigen Sü, wiewohl wenig, indem durch dieſen Weg wenig zu Das Al qi ZAIE S r = E iý M 9,2 fi H jw A ui f ws gnin jfet, a O a a a aa Bon der Natur, Nuh und Gebrauch des irrdifchen Mercurii. 375 Das Salg Snii O alfo: Nimm eine reine gute HMineram, dieſelbe reibe aufs kleinſte, und calcinir ſie, wie gewoͤhnlich, nicht allein, bis dag& niht e rauche t/ ſondern halte noch ferner eine gute Weile damit an. Da ſich aber das§ zuſammen ſintert, muſt du es ſtets wieder klein reiben, und mit diefer Cal- cinaion halte an, je langer je beffer;; wann eg genug,(fo man aug der Erfal j rung lernen muß) reib es nochmals aufs kleinſte, ſtreue es auf eine Glas⸗Tafel, in einem A ller, laß es ſtehen, bis es fich je laͤſt, alsdenn extr. demſelben mit einem ſchlechten gemeinen Brandwein alle Sa ltzigkeit(aber ja nicht mit K, wie insgemein geſchicht, als welches eine wider die Natur lauffende Wurckung iſt) und verfahre ferner damit, wie gebräuchlich, ſo bekommſt du ein genuinum J ği T gra. Seilen wir nun bis daher von dem Antimonio, als einem% Bni, in etwas aese„wird dem curioſen Leſer nicht zuwider ſeyn, eine beſondere B egebenheit mit demſelben zu erzehlen, welches zu vielem Nachdencken Gelegen⸗ beit geben kan. Nemlich, wir haben einsmals mit einem vertrauten Freunde Den Re gul. Antimonn Ocis zugleich in einer Zeit und Stunde gemacht; Unſere Wind Ofen ſtunden in einem Laboratorio an einer Wand neben einander, da ein Ofen dem andern vollkoͤmmlich gleich, auch haben wir einerley Kohl eny; und Dez ren Quanti icãt/ imgleichen einerley⸗ ntimonium;, P, und O g braucht, auch unfere t C omg ofition in quantitate zu ç gleicher Zeit und Minut ing. A ge fekt, und alfo auch gleich darinn erhalten; Jedennoch haben wir auf jedes Pf. regul. ein viertel Pf. mehr erhalten als unſer Freund. Wer nun daſſelbe Feuer 5 ath jen wird, fo wir in unjern Ofen gebraucht,(wir a beyderſeits einerley 1D DOC ch nie chi t auch e inerley Y) derſelbe wud dieſes gleichfalls verrichten koͤnnen. Es iſt dieſes Feuers an einem gewiſſen Grt im l. Tom. de£ ged dacht worden, wo man nachſuchen kan. Es ſind vielerley Entzuͤndungen in dieſer untern Welt. Die erſte Vatter des menſchlichen Geſchlechts haben ibr A, theils Durch Kieß⸗ ling- Steine, theilg durch roep an einander geriebene Stuͤcker Holtz oder Stahl und Ciſen, theils auch durch der Sonnen Strahlen angezundet, wozu in der neuen Noac chiſchen We lt noch andere Entzuͤndungen, als durch den Wetter- Strahl, auch wohl ſonderbare Motus 8 55 8 gekommen; daher muß ein Liebhaber nac chſinnen, was vor eine Entzuͤndung demſelbe n zu ſeinen vorhabenden Arbeiten vonnoͤthen ſeyh; Worauf zu mercken. 814. Ehe wir noch weiter gehen, muͤſſen wir dem Liebhaber noch eine an⸗ dere ſonderbare R Begebenheit mittheilen. Nemlich, es iſt uns ein gewiſſer Liebha⸗ ber der Chymie a ant, derſelbe hat einsmals conce nrrittenllkin mit£. v. Menz faen-S Koth vermiſcht, ferner auch den reinen Schlich einer Minera ꝰ(oder ob es Feil⸗Spane o geweſt, wiſſen wir eigentlich nicht mehr, gu was Ende aber hat er nachma! s ſelbſt nicht mehr gewuſt.) Dieſen Hafen ſetzte er in ſeinem Labora- torio, 376 Das Dritte Capitel. torio, nebſt andern Gefaͤſſen, auf das Repoſitorium, und vergiſſet endlich deſſelben. Nach ohngefehr drey Jahren aber, da er ſein Laboratorium einmal aufraͤumen und reinigen will, kommt ihm ohngefehr vorgemeldter Hafen in die Haud/ da ihme dann erſtlich ſeine Mirtur wieder beyfällt; da er nun den hoͤltzernen Spatel, mit welchem er erſtmals Die Materien unter einander geruͤhret, heraus ziehet, und den Hafen umkehrt, lauft demſelben eine ziemliche Quantitat& curr. durch die Finger, daruͤber er dann gantz erſtaunt ſtehet je. Daß nun dieſer& gar beſon⸗ ders qualificirt geweſen ſeyn müſſen, wird leichtlich begriffen werden moͤgen. &. 1g. ŒS findet fich in reichen Bergwercken ſonſten noch eine Faliſche Subſtantz, welche, ſo lange ſie von Dem untirirrdiſchen erwärmet, gleich einem gemeinen Lfluͤſſig bleibt, Khal aber dieſelbe aus ihrer Matrice flieſſet, und in die kalte Luft faͤllet, gerinnet; ſiehet faſt aus wie Butter⸗Milch, wird von den Bergleuten Gur genannt, und iſt oͤfters ein gediegenes D. Man koͤte dieſe Gur nicht unbillig Stannor, einen Metall⸗Saft, nennen. Es ſind viele in dem Wahn geſtanden, daß wann ſie dieſe Gur von einem edlen Gange haben koͤnten, ſie alsdann die ſogenannte erſte Materie haben wuͤrden, ihren Stein zu bereiten. Weme aber aus der Natur bekannt, daß dieſe Gur(Stannor) kein metalliſcher Saamen, ſondern allbereit ein vollkommenes Metall, deme nur der letzte Gradus Coagulationis erimangelt, wird vorgemeldter Einbildung lachen muͤſſen. Zu An⸗ fang nannten wir dieſe Gur eine Raliſche Subſtantz, zu verſtehen ein ſimile quid des L, ſo lange nemlich dieſelbe in ihrer Fluͤſſigkeit ſtehet; ſonſten aber iſt dieſelbe, wie jetzt gemeldet, ein vollkommenes Metall: auch irren diejenige maͤchtig ſehr, die da behaupten wollen, daß das elementariſche Waſſer in den unterirrdiſchen Gaͤn⸗ gen und Kluften erſtlich in die drey Principia 8, 4 und% verwandelt wuͤrde, die denn ferner in ihrer anfanglichen tpirituallſchen Vermiſchung einen Metall- Saft, ſonſten Stannor(von uns Gur) genannt, conſtituirten, von welchem ſie dann allgemach ihr Corpus oder gantze Subſtantz formirten, gleich wie der Regen oder andere V, nach und nach pon Der Wurtzel der Baͤume attrahiret, in ihre Subſtantz verwandelt wird, jedoch nicht immediatè, ſondern daß dieſelbe ſolches vorhero in einen zaͤhen Saft oder fluͤſſiges Viſcolum, genannt Leffas, fermen- tirten; welches aber eitele Gedancken ſind, und gar nicht Natur⸗gemaß pbiloſo⸗ Phirt heiſſet, wie in dem I. Tom. de Oflarlich gezeigt morden. g. 16. Ob nun wohl noch ein mehrers vom§ geſagt werden koͤnte, ſo hoffen wir jedennoch, daß ein Wahrheit⸗Liebender, mit deme, fo bis Daher Dapon gehandelt worden, vergnugt ſeyn werde. Denn alle dasjenige, ſo in Praxi mit dem Ngethan werden mag, allhier anzufuͤhren, liefe wider unſer Vorhaben, zuma⸗ len auch, da ſchon ſo viele erfahrne Leute weitlauftig hiervon geſchrieben haben. Dieſes melden wir noch, daß diejenige, ſo mit dem Y etwas vorzunehmen geſon⸗ nen, nicht allein auf der Sonne, ſondern auch aller anderer Planeten Stand, fleiſſig fi nii M het R Von der Natur, Nutz und Gebrauch des itrdiſchen Mercurn. 377 fleiſſig acht haben muͤſſen, welches aber ohne der wahren Altrologie Wiſſenſchaft nicht woll ſeyn kan; dannenhero wir den Liebhabern zu Gefallen, in dem folgen⸗ den Capitel, von den Principiis der wahren Altrologie, Natur⸗gemaͤß, ohne alle heydniſche, aberglaubiſche und verdammliche Subtilitäten, handeln wollen. Zum Beſchluß aber geben wir den Wahrheit⸗Liebenden Die Figuren, Num..9. 10. Tab. I. Tom. 3. zu einer Betrachtung. CNAE ENEN HAI CA AnI ENAREN Ao IUA IENA NAIEN N Das IV. Capitel. Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia, oder Sterndeut⸗Kunſt. 1. S% Dem a. Theil vom O, Cap. V.§. 30. des vierten Tagewercks haben wir 8 Den Liebhaber auf eine Anweiſung zu der wahren Aſtrologia vertroͤſtet, welchem Verſprechen wir dann in dieſem Cap. nachzukommen geſonnen. Werden aber hierinnen den Reguln der allgemeinen Altrologie eben nicht folgen koͤnnen, indem wir nicht nur eines, ſondern viel Sonnen⸗Syttemata oder Wel⸗ ten feft ſtatuiren, davon unten im 37.§. dieſes Cap. und folgenden ausfuͤhrlich geredet werden folle. Wobey der Wahrheit⸗liebende Leſer erinnert werden muß, daß dieſe Unterſtellung vieler Sonnen⸗Syttematum, im geringſten nicht wider den magiſchen Abriß der gantzen Welt im 1. heil Cap. I.§. à2. ſtreite. Wer die Wahrheit liebt, und den Grund der Natur einſchauet, wird auch dieſes und vorgemeldtes in vollkommener Ubereinſtimmung befinden. Daß wir uns aber bemuͤhen ſolten, alle wider einander zu lauffen ſcheinende Stellen dieſer un⸗ ſerer Schriften, zu eines jeden Vergnuͤgen, ausfuͤhrlich allhier zu vereinigen, iſt unſers Thuns gar nicht. Wer ſich hierinnen nicht ſelbſt uben, und bemuͤ⸗ hen will, kan daruͤber zancken, beiſſen und ſtreiten, fo lang es ihm gefaͤllig; Unſere Feder ſoll dergleichen Leuten in Ewigkeit mit keinem Buchſtaben zur Ant⸗ wort begegnen. Der Wahrheit⸗Liebende, und in der geheimen Cabbala Ge⸗ uͤbte, wird allhier ſogleich ſehen, daß alls Sonnen⸗Welten auſſer unſerm Son⸗ nen⸗Syſtem: in der Region Schamajim A. B.§. 12. Cap. I. Tom. I. zu ſuchen, alſo, daß gar nichts widriges von den Liebhabern der Wahrheit in unſern Schrif⸗ ten zu finden ſeyn ſolle. Schreiten alſo zu unſerm Vorhaben. Zuvorderſt aber müſſen wir den curioͤſen Leſer erinnern, daß wir allhier die erſte Anfaͤnge der Bbb Stern⸗ ` J 378 Das Vierte Capitel. Sterndeut⸗Kunſt nicht lehren werden, als nemlich die Zeichen der Planeten und ihre Alpecten, wie ingleichen auch des Thier⸗Kreyſes, und was ſonſten vor Kunſt⸗Woͤrter in dieſer Wiſſenſchaft gebräuchlich. Dieſes alles muß dem Lieb⸗ haber zuvor wiſſend ſeyn: Ingleichen muß er die Ab⸗ oder Eintheilung des Him⸗ nuls und: der Erden Coftnographiſch und geograpluſch verſtehen, ſonſten wuͤrden wir mit einem Laplaͤnderͥ Ethiopiſch reden; Ferner werden wir uns der gemeinen Aſtrologorum Subtilitäten in Ausrechnung der Geburth⸗Stunden und der Stellung der Sterne auch nicht gebrauchen, vielweniger die unnuͤtze aberglaubiſche fundliche heydniſche Regeln, den eiteln Vorwitz zu vergnuͤgen, lehren, ſondern nur dasjenige zeigen, was in der Natur gegruͤndet iſt. §. 2. Wir haben oben geſagt, daß die Wiſſenſchaft der Aſtrologie ihren erſtern Liebhabern entweder unmittelbar von GOT mitgetheilet, oder durch folche Geiſter, derer Tom. I. vom© Cap. V. im 3. Tag⸗Werck, und oben Cap. II.§. 22. gedacht worden, offenbahrt worden ſey. Dieſes dernnach feft ge- ſtelit, ſo wolle Niemand von uns die Urſache zu wiſſen fordern, warum h kalt, ꝙ warm und feucht ꝛc. beſchrieben werden; Dann unmuͤglich andere Urſachen, als unmittelbare Offenbahrungen, gegeben werden moͤgen; oder wir muͤſſen uns in dieſem allem auf die lange Erfahrung gruͤnden; indeme ſonſt Niemand in der Hoͤhe gewefen, der allda alles aufs genaueſte beobachtet haͤtte, daß man fich auf deſſen glaubwuͤrdige Erzehlung feſt gruͤnden koͤnte. Einmal iſt unwiderſprech⸗ lich, daß der allmaͤchtige GOTT, die unzahlbare und Erſtaunens⸗wuͤrdige Coͤr⸗ per nicht ſchlechthin zum Zierrath erſchaffen habe, daß dieſelbe nur lediglich, wie die üͤberfluſſige Lichter und Lampen in eines groſſen Herrn Pallaſt ſcheinen ſolten. Der heilige Tert Gen. I. 14. ſagt alſo: Darnach ſprach GOTT: Es werden Lichter an der Ausdehnung des Himmels, einen Unterſchied zu machen zwiſchen dem Tag und der Nacht,, und ſeyn zu Zeichen, und zu beſtimmten Zeiten, und zu Tagen und Jahren. v. 15. Sie ſeyn auch zu Lichtern an Der Ausdehnung Des Himmels, zu leuchten uͤber der Erden: Und es geſchah alſo. v. 16. Dann GOtt machte die z. groffe Lichter; Das groſſe Licht zu regieren den Tag, und das klei⸗ nere Sicht, auw regieren die Nacht, desgleichen auch die Sterne. v. 17. Und ſetzte fie an Die Ausdehnung des Himmels, gu leuchten úber die Erden s v. 18. auch zu regieren den Tag und die Nacht: Desgleichen einen Unterſcheid zu machen zwi⸗ ſchen dem Licht und der Finſterniß ꝛe. Daß nun dieſe 2. groſſe Lichter, den Tag und die Nacht nicht allein auf unſerer Kugel, ſondern auch in den andern Pla⸗ neten⸗Welten machen, hat die Erfahrung durch die Fernglaͤſer gelehret. Vor⸗ erwehnter 14. v. aber ſagt nicht allein von der Wuͤrekung, den Tag und Nacht zu machen, und zu unterſcheiden, ſondern es ſteht auch allda: Und ſeyn gu Zeichen y nemlich zu verkundigen kuͤnſtige Dinge, welche GOTT dem Menſchen offen⸗ bahren wolle; Als, Krieg, Theurung, Hunger, Peſtilentz und andere boͤſe,—55 auch a Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 379 auch gute Zufaͤlle. Es kan demnach dieſer Ort mit allem Recht zu einem Funda⸗ ment der Altrologie geleget werden, indem daß derſelbe das Continens und Con- tentum begreift: Das Continens iſt ein Zeichen, das eine figuͤrliche und zwar all⸗ gemeine Bedeutung hat; das iſt, die Ausdehnung des Himmels(Veſte genannt) indeme es von der Allmacht des Schoͤpffers zeuget, und dieſes wird weder in der heiligen Schrift, noch ſonſten wo, ein Zeichen genannt⸗ das Contentum aber⸗ n nemlich vorgemeldte Lichter des Himmels, ſind geſetzt, daß ſie ſollen Zeichen geben. g. 3. Es iſt aber ullhier unſer Vorhaben niht, die Aſtrologie zu verthei⸗ digen, als welches ſchon vorlaͤngſt ſehr gruͤndlich wider die Herrn Theologos von den Liebhabern dieſer Wiſſenſchaft geſchehen; daher wir uns auch nicht damit aufhalten wollen: Nur noch dieſes erwehnende, was Chriſtus der HErr Matth. XVI, 3. zu den Phariſäͤern und Sadducaern ſagt: Ihr Greiner! deg Himmels Geſtalt koͤnnet ihr urtheilen: Koͤnnet ihr dann nicht auch die Zeichen dieſer Zeit urtheilen? Chriſtus der HERR ſchilt ſie allhie gar nicht, daß ſie ſich auf die Zeichen des Himmels verſtanden; Sonſten er dieſe Redens⸗Art nicht gebraucht haben wirde. Bleibt alfo fety daß die Aſtrologia eine hoͤchſtloͤbliche, in der Natur gegruͤndete und erlaubte Wiſſenſchaft ſey, obgleich diejenige Theologi, wel⸗ che ſich uͤber ihre regulmaͤßige Proteſtion niemals gewagt, dieſelbe vor unzulaſ⸗ ſig und teufliſch ausſchreyen und verketzern, als welche Auctoritãt man ihnen we⸗ gen ſo lang hergebrachter Gewohnheit billig laſſen muß. Was aber Theologi ſind, welche ſolchen Zwang⸗Reguln abgeſagt, und ſich in den natuͤrlichen Wiſſen⸗ ſchaften beſſer umgeſehen, wiſſen von der Aſtrologie auch mit beſſerm Ruhm zu reden. Nun kommt alles hierauf an, daß wer ein Syſtema Genethliacum auf⸗ richten, oder fonft in Philofophicis etwas verrichten will, die Aſpecten der Pla⸗ neten verſtehe, damit er die ſchaͤdlichen meiden, die nuͤtzliche aber erwehlen koͤnne. Da haben nun die Aſtrologi ſo wohl des Alterthums, als auch noch die heutigen, den geſtirnten Himmel in XII. Theile oder Haͤuſer eingetheilt, und dieſe Einthei⸗ lung zu finden, drey Haupiwege erdacht, davon wir allhier den einen Weg in Fig. 2. zeigen wollen: Da nemlich die 4. Quadranten des Thier-Kreyſes zwiſchen dem Horizont und Meridian, jedesmal in J. gleiche Theile getheilet, und dann durch die gegeneinander ſtehende Puncten, Linien gezogen werden, daß ſolche den Horizont durchſchneiden; ſo ſind die 12. Haͤuſer gefunden. Die uͤbrige Arten fan man bey den Auctoribus ſuchen. Vorgemeldte Eintheilung laſſen wir in ſo weit gelten, da nemlich die Puncten der Durchſchneidung beyde Welt⸗Polos beruͤhren, wie wir uns dann dieſer Art gebrauchen werden, um nur eine gewiſſe Himmels⸗Gegend anzudeuten. S. 4. Nun kommt es ferner bey den Attrologis darauf an, die Anfänge der 12. Hauſer zu finden, wozu eine weitlaͤuftige und ſcharffe Rechnung mit vie⸗ len Tabellen, nach ihren Principiis, afordert wird; Welche Weitlaͤuftigkeiten D00 a und Das Vierte Capttel. und Subtilitäten unſerm Vorhaben aber allhier nichts nutzen: Derhalben wir folgenden kurtzen natuͤrlichen und leichten Weg den Liebhabern zeigen wollen. Wem aber mit vieler vergeblicher Muͤhe und Arbeit gedient, kan der Aſtrologorum Leh⸗ yen in ihren Schriften folgen. Und erſtlich dienet folgendes Schema, um ſowohl das erſtere, als auch die folgende Hauſer nach der Natur zu finden. Und iſt dieſer Tabell Gebrauch folgender. Zum Exempel: Man wolte einer Gebuhrt, ſo da 1716. den 13. Mart. um 7. Uhr 30. Nachmittag, gebohren, ihr Thema auf⸗ richten; So iſt erſtlich zu mercken, daß der Thier-Kreyß in jeder Stunde 142. durch den Meridianum lauffe, und alſo in 6. St. 909. nemlich einen Qua⸗ dranten; ſo, kommt auf eine halbe Stunde 75. 36. und auf ein Viertel⸗Stun⸗ de°. 4f. Nun gehe man mit dem 13. Mart. als der Nativitat in folgen⸗ de Tab. Ephemer. Solar. p. 3 82. u. ſuche der OGrad auf der Seite im Mart. Da findet ſich in Krea 229. 4. J. dieſe mercke man. Nun iſt bekannt, daß die Stern⸗ Deuter, nicht wie die Politici, zu Mitternacht um 12. Uhr, ſondern um 12. Uhr des Mittags ihren Tag anfangen, wie ſolches Gen. I. durch die Tage der Schoͤpffung beſtettiget wird, als da man lieſet: Da ward es Abend, da ward es auch Morgen, der erſte Tag. Muß dannenhero bey allen Gebuhrten die gegebene Zeit veraͤndert, und Hora politica in horam Aſtrologic. verwan⸗ delt werden: nemlich die Stunde von Mitternacht 12. Uhr bis den folgenden Mittag 12. Uhr, da man nemlich allemal 12. Stunden zu addirt: Die Stun⸗ Den von Mittage bis Mitternacht aber duͤrffen nicht veraͤndert werden; dann da zehl nPolitici und Aſtrologi gleich. In folgender Tab. der Saͤuſer findet ſich alles ohne Rechnung. Weil nun dieſe Gebuhrt Nachmittags 7. Uhr 30. Min. ge⸗ ſchehen, das iſt, um halb 9. Uhr Abends, da iſt die Qim VI. Haus geſtanden, wie in folgender Tab. der Saͤufer bey Lit. a. zu ſehen. Nun mache ein Speculum Aſtrolog. nach der Weiſe des vorhergehenden 3.§. wie auch in den ig. zu ſehen: Da fetze nun die Omit dem„ins VI. Haus, wie ſolche in der Tab. der Häuſer Lit. a. gefunden, und ſchreibe die uͤbrige Zeichen des Thier⸗Kreyſes, der natuͤr⸗ lichen Ordnung nach, in die Haͤuſer, wie in dem geſtochenen Schemate des Altrolog- Spiegels zu ſehen. Und da man keine Ephemerides zu dem vorgegebenen Jahr haben kan, ſuche man nur in einem gemeinen Calender der Planeten Lauf in den Zeichen,(dann wir uns allhier um den eigentlichen Grad und Minut nicht be⸗ kummern) der ift nun in dem gegebenen Jahr, wie in dem Spiegel zu ſehen. Wann nun das Speculum Aſtrol. alſo gemacht, ſo mache ferner das Schema der Alpecten, twie in Fig. zu ſehen, da alles ohne weitlauftige Beſchreibung zu verſtehen; letzlich mache auch das allgemeine ſ. Schema gener. nach ſeinen 12. Haͤu⸗ ſern, und 24. Stunden, und ſchreibe in daſſelbe nach dem Aſtrolog. Spiegel, und Schemare der Aſpecten, die Zeichen des Thier⸗Kreyſes und der Pianeten ſo iſt zu dem Judicio oder Urtheil alsdann alles bereit. Tafel W i ai whi Mie ii 2 Wý Hy, hiy ily nM žit hiz, o wad ndi oni mia fi ai i „y Wy 1m da itt it Figa. J Fig.2 ad.CIV.$ 4. MOT AR E U go T r 8 — Geb urth. Anno. W% y I| MDCCXVE M Sd n.13. Mart. N SK H Tuhr vo nachmit ao 8 h t EAE e aa or be $ u Latit: 52? T Æ i” MO RO Ta N < VIVE|XX[XLII 1.[11.10IN].|VL. s os morae" Cr Æ vlc Aln I5 xja aA xaa a ajak so alsa aA aak v xalas Æ__lAjox|O Sel aa A laa ng xGlAal lA Alak A Alok D paa Lorn i E ; L2 „NVES Cóta > g > g Fio- a5. Anno. 17 d18. A OP|ioube n mitkag. Po H| a g| š aE aA DISIA ga Up HIA HiS A Fio. i5. ad.1V..57. ə p © Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 38¹ Tafel der Haͤuſer. --Ctamen t| Diatr[minios ſdie Rach⸗ liſche der Win⸗ nd der Haͤuſer mittags⸗mittags⸗einander egenden 2h ha'entgegen Stunden]Stunden] geſetzt. der ganzen werden ſwerden£ : reducirt.] Tredueirt. SUDEN. Das Vierte Capitel. TABULA Ephemerid SOLA RTS, aufs Bahr 1716.ad`latit. 2. p`- A EP E R b b py o p e e D ON An A w N- 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Cn =O ON an Aaw R Jan, IFebr. P o Iiĝjir și 1 191t·z2 52 2 203 52 32114 53 4 2316 64 § 2416 55 62611755S 7%]18 56 8 27] 19$7 9-28]-20:§7 o 3òj:21$8 r:31|22-59l 2-32/23-59 3 33/24 S9 24 34/26+0 §63727 1 6 3628 1 737129 2 x Mart. 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H A 9 119 29 10 2110 30 11 11/11 31 {2.i2|12 32 13 12/13 33 15 1315 35 16 1316 36 17,14|17 37 18 14|18 39 r9 14|19 40 20 15120 41 2i 16|21 42 22:16|22 43 23 17|23 44 24 1724 45 2s 18j25 46 26 19|26 47 27 19]27 48 28 20/28 şo 29 2129 61 O| A 22 52 DDN Gan punn t © NB. Hieher gehoͤrt das Speculum Aſtrolog. oder der Aſtrologiſche Spiegel, item der Spiegel der Afpesten ſamt dem Schemate Generali; Welche unter Den Figuren dieſes Tomi III. zu finden ſind. .f. Da Dir a 10 j0 tgi 137 Ai 434 ig b46 737 83 i9 40 l0 4l ui 4 4j 14 44 34 4f 4h Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 383 8 5. Da iſt nun zufoͤrderſt zu wiſſen, daß alte und neue Aſtrologi denen erdichteten XII. Himmels⸗Haͤuſern oder Himmels⸗Gegenden gewiſſe Eigenſchaf⸗ ten beygelegt haben. Als in das erſte Haus haben ſie das Leben y deffen Beſtan⸗ digkeit, und was zu deſſen Weſen gehört, verwieſen. In das II. Haus, was dem Gewinn und Nahrung, Gluͤck und Wohlfahrt zugetheilet wird⸗ Ins III. die Bruͤder, Schweſtern, nahe Anverwandte und kleine Reiſen gelegt. Ins IV. den Zuſtand der Eltern, und alle unbewegliche Guͤter, auch Reichthum in und úber der Croen Im V. findet man kleine Kinder, Freunde, wolluͤſtiges Leben, gluͤcklichen Zuſtand und weitere Reiſen. Das VI. enthält die Haushaltung, Geſinde, kleines Vieh, Kranckheiten, Diebereyen. Das VII. haͤlt in ſich das Heurathen, Eheſtand, Weiber-Häͤndel, heimliche Feinde, Krieg ꝛc. Im VIII. Haus herrſcht der Tod: Da findet man Erbſchaften, Begraͤbniß, Feind⸗ ſchaft. Das IX. handelt von der Religion, Gottesdienſt, und allen geiſtlichen Haͤndeln, Gelehrſamkeit, weiten Reiſen. Im X. findet ſich Gelehrſamkeit, allerley Profeſſionen, Kuͤnſte, Wiſſenſchaften, die Beherrſchung, Regierungen, und was dazu gehoͤrig; Auch iſt dieſes Haus der Mutter und Großmutter, gleichwie das vierte dem Vatter und Voreltern gewidmet. Das XlI. zeiget ſon⸗ derbare Freunde und Freundſchaft, Ehr und Befoͤrderung, den gluͤcklichen Aus⸗ gang alles menſchlichen Thuns, frucht⸗ und unfruchtbare Zeiten an. Im XII. Haus findet man das Gefaͤngniß, boͤſen und gewaltſamen Tod, alle Feindſchaf⸗ ten, Verderb⸗ und Schaden von groſſem Viehe und Thieren; Welches alles weitlaͤuftiger bey den Auctoribus nachzuſehen, indeme wir allhier nur dasjenige, ſo unſerm Fuͤrhaben dienlich, anfuͤhren. L6. Schreiten demnach zum Judicio vorgemeldter Nativität; Dabey vor allen Dingen erſtlich zu betrachten: Ob die gebohrne Perſon die 4. erſten Jahre,(annos nutritionis) als in welchen der menſchliche Coͤrper, wegen groſſer Zaͤrtlichkeit, den allergefaͤhrlichſten Zufallen unterworfen iſt, uͤberleben werde oder nicht? Indeme es ja eine groſſe Narrethey ware, einem Gebohrnen von groſſer und langwieriger Gluckſeeligkeit prognotticiren wollen, da das Lebens⸗Ziel(ſo viel man nemlich aus dem Stand des Geſtirns zu muthmaſſen vermag) in dem allerkurtzeſten Permino beſtunde. Wie uns dann dergleichen aberwitzige Thoren genug bekannt geweſen, welche dem Gebohrnen nicht allein von ſehr laͤngem Le⸗ ben, ſondern auch von groſſer Gluͤckſeeligkeit prognoſticirt haben, da doch dieſelbe Geburthen, theils kaum etliche Tage, andere aber wenig Wochen, erlebt haben. Wie dann inſonderheit vor wenig Jahren ein ſolcher prahlichter Windfaͤnger ei⸗ nem der groͤſten Printzen dieſer Welt ein ſolches Lugen⸗Thema erigirt, da dieſer Printz kaum ein viertel⸗jaͤhriges Lebens⸗Ziel erreicht hat. Aber was hilft es! die Welt will betrogen ſeyn. Wer gern tantzt, dem iſt auch leicht gepfiffen. Man betrachte demnach folgende.Signiticatores(Bedeuter):(.) Horoſcopum, oder das a E 384 Das Vierte Capitel. das aufſteigende Zeichen im I. Haus.(.) Den N, ob derſelbe in caſu vel de- trimento,(ſiehe unten Tab.§. 16.) oder ob derſelbe mit D oder- einen Dofen Aſpect mache? Allhier ſteht Sat. und D nahe beyſa nmen, und D faft unter den Strahlen Sat.; deutet ein ſchwaches phlegmat ſches Gehirn, der fallenden Sucht unterworfen, abſonderlich da oꝛ und g mit D faſt in G.(.) Die O, als welche die Lebens⸗Kraft regiert: dieſelbe ſtunde nun bey dieſer Geburth nicht ubel; Dann obgleich im VL. Haus fo ftehet Re-doch mit Jove im æy und mit D im A5- Und da dieſes nicht geweſen waͤre, hatte die Geburth, wegen& Sar. und P aus dem I. und VII. Haus kaum wenige Tage beym Leben erhalten werden moͤgen.(4) Den Herrn der Geburth,(wie derſelbe zu ſuchen? ſiehe unten§. 46.) als welcher des Gebohrnen Leben und Gluͤck regiert.(.) Die beyden Gluͤcks⸗Planeten Jov. und Ven. Wann nun dieſe Bedeuter oder Anzeiger insgeſamt, oder der mehrere Theil, ſchwach und ungluͤcklich ſtchen ſo bedeutet ſolches groſſe Schwachheit, und we⸗ nige Lebens⸗Zeit. Stehen aber dieſelbe insgeſamt, oder der mehrere Theil, gluck⸗ lich und gut, fo bedeutet es das Gegentheil. Stehen aber dieſelbe zum Theil gluͤcklich, zum Theil aber ungluͤcklich/ ſo deutet es an,daß der Gebohrne zwar werde erhalten werden jedoch mit groſſer Beſchwerlichkeit. Weil nun Sat. bey dieſer Geburth im Alcendenten, im Haus des Lebens, und: im e. im Vi. Jup- im VIL ing D> Jml. dyu Jup- L%.-© occidentales, mie- auf Dem allgemeinen Schemate zu ſehen. Sat. und Luna oriental.: aber noch unter De Erden; So iſt Natur⸗gemaß zu ſchlieſſen, daß dieſe Geburth eines ſehr kurtzen Lebens ſeyn werde. Wie dann auch dieſelbe das zweyte Jahr nicht uͤberlebt hat. §. 7. Ferner hat die lange Erfahrung auch folgende Natur⸗gemaſſe Regul beſtaͤtkigt:.) Daf, twan:-:md D in: dieſelbe faum einen Monat leben möge.° in VI. und aſcendens uͤbel angeſehen, auch Yin IV. à C. l. 9 p und G angeſehen, deutet, daß die Mutter eine Lebens⸗gefahrliche Geburth aus⸗ geſtanden.(.) O und in cardine aliquo, in bono aſpect. T oder&/ deutet Geſundheit und langes Leben. Das Gegentheil aber, wann dieſelbe unglucklich/ als in caſu vel detrimento,(ſiehe unten§. 16.) oder in Sat. oder oꝰ oder gantz und zum Theilin derer Joder& in abfallenden Hauſern, als III. VI. VIII. und XIL Drittens, wann bey einer Tag⸗Geburth die O, und bey einer Nacht-Geburth der Y frey von allen boͤſen Alpecten ſtehen, ſo mag der Gebohrne auferzogen wers den. Wann aber 1. Dom. und das herrſchende Licht, als Oam Tage, und D des Nachts, uͤbel angeſehen werden, fo wid der Gebohrne ſchwerlich das 4te Jahr erreichen; es waͤre dann, daß Domin. Alcendentis in einem Cardine oder Eckhaus gluͤcklichſtunde.(.) Wann Ooder J mit Sar. oder oꝰ in einem Eckhauſe in ooder& ſo iſt die Geburth todt oder wenigſtens halb todt auf die Welt gekommen.(.) Wann Afcendens in termino Malefici, in Den Grángen D oder: oder eines bfen Fix-ÆKy und uͤber dieſes noch von einem andern durch O oder& angeſehen” In⸗ onder⸗ Aa Oa nae = Æ E E ea z= S m j W i Ni vM Wl Mw git Sw wa p N; H w) , W (m Von der wahren und natüuͤrlichen Aſtrologia. 385 ſonderheit auch, Da die uͤbrige loca hylechialia, als O D und X. Dom. uͤbel an⸗ geſehen werden, ſo mag der Gebohrne die annos nutritionis ni icht erfuͤllen.(.) Wann Domin. Aand: ohne alle Wuͤrde,"a auch fallend, frem d, oder auch verbrannt, abſonderlich im VIII. oder andern nig lucklichen Hauſern erfunden wird. fo m ag der Gebohrne nicht lange leben.(7. Wann Domin. Aſcend. mit h oder Oꝰ unter den O⸗Strahlen, und beyde? Lichter in VI. Dom. in caſu vel detrim. ſo iſt die Geburth todt auf die Welt gekommen, oder verathemet doch bald.(.) Lann D oder a im 1. Haus in Wurde und guten Alpect 2“ oDer Qy fo wird Der Gebohrne zwar erhalten, jedoch mit groͤſter Beſchwerlichkeit. Und gleichwie h oder o in Würde ihrer Bosheit mildern und ablegen, alfo vetliehren X oder Q viel von ihren guten Eigenſchaften, wann dieſelbe ohne alle Dignitat ſtehen.(.) Der P urſachet die groͤſte Hinderung in der Erziehung: Wann nun derſelbe in geneſi ubel ſteht, verurſacht derſelbe mehrentheils Convulſiones.(10.) Der D inka H oder oꝰ uͤbel angeſehen, deutet, daß der Gebohrne nicht lange leben werde, das Gegentheil aber, fo er Dafelbft wohl ftehet.(11.) Sol und D ing oder G, und dazu eines in O oder E H oder a, wird der Gebohrne eines Furken Lebens ſeyn. Kiria auch D im VL oder IX. ino oder e D oder oa.(12.) D im I. ohne oder A oder L, ſo wird der Gebohrne nicht lange nach der Ge burth leben. 6 3. Wann die Sonne im 1. oder II. in exaltatione oder ſonſten gluͤcklich in Oode E L oder Q, deutet langes Leben, das Gegen theif abir; wann die Sonne nicht alfo ſteht.(14.) Die Sonn in einer T age⸗Geburth in ss, Diutet langis und ein wohl temperirtes Leben.(15.) Wann der HErr der Geburth von Saturno oder Martein einig ge Wege dureh E oder<$ angefehen wirdund Dag Lumen conditionale Tages oder Nachts/ in caſu oder Detrimento, deutet ſchnallen Tod nach der Ge⸗ burth.(16.) Wann Dodroimi., Sonn oder Mondaberin Domibus caden- tibus, fo mag der Gebohrae nicht beym Leben erhalten werden.(17.) Bie big g. Planeten im I. deutet dem Gebohrnen ſchnellen Tod, ingleichen auch pong alle oder vier Planeten aif einmal in einem Seida ſtehen; wiewohl dieſe Regul ihren Abfall hat.(a3..) Bann Jupiter und Q alle beyde die Gonn oder Mond wohl anſchauen, obgleich auch Saturnus ode r Mars Dazu kommen/ doch daß dieſelbe nur das l. nicht beleidigen, fo mag der Gebohrne auferzogen werden. Wobey zu mercken, daß Saturnus dem Leben, Mars aber der Nahrung und Erhaltung zu⸗ wider iſt. Wer nun vorgemeldte Regeln cum grano falis, im Judicio wohl an⸗ zuwenden wiſſen wird, derſelbe wird ſelten fehl greiffen. Dann wie zu Anfang er⸗ wehnet worden, fo iſt dieſes die vornehmſte Oblervation bey allen Geburthen, ob nemlich dieſelbe vorgemeldte annos nutritionis uͤberleben, und auferzogen werden moͤge oder nicht? arauf folgt alsdann erſtlich die andere Frage: Wie lange neme lich ſich das Leben erſtrecken werde? Wobey zugleich obfervist werden fan: Ob die A Geburth zu Erforſchung natuͤrlicher Geheimniſſen und der Philofophie der Geifter Cee tuͤchtig ma KRt coe —— 386 Das Vierte Capitel. tuͤchtig und geſchickt ſeyn werde oder nicht? Weil dieſe Frage doch mit in l. gehoͤrt; nemlich, wann dieſelbe Lalcendentem, h aber deſcendentem habe, ſeye dieſelbe zu allen Geheimniſſen vollkommen túchtig, dag Gegentheil aber, wann D afcen- dens und X defcendens ift. Zum Erempel: Vorgemedte Geburth die hat dag Gegentheil, nemlich Sarurnum alcendentem,& aber deſcendentem. Siehe das Specul. altrolog. Daher dieſe Geburth, daferne dieſelbe lebend geblieben, zu der geheimen Philoſophie gantz untuͤchtig wuͤrde geweſen ſeyn; wohl aber zu der Zau⸗ berey geneigt: Dann daß ſolche Corutellation ein ſehr groſſes beytrage, iſt durch die Erfahrung gewiß beſtättigt. Auch wuſte ſolches die Lea, Jacobs Weib, ſchon zu ihren Zeiten, da dieſelbe Gen. XXX, II. bey der Geburth ihres erſten Sohns aus der Lulpa, ausrief: Yg, das iſt, es gehet auf Gad,(es kommt Gluͤckſeeligkeit) der Stern der Gerechtigkeit, das Geſte'rne Jovis, der bey Den Hebraͤern, wegen ſeiner ſonderbaren Gutig⸗ und Gluckſceligkeit, der gute Planet(Maſſal tof) genannt wird. Und ſie hieß ſeinen Nahmen Gad. Sonderlich ſind dieſe Geburthen zu vorgemeldten hohen Wiſſenſchaften qualificirt, welche& im L in gutem Afpećt und Conttellation haben, und daf Saturnus in IX. vom& wohl angeſehen werde: Und von dieſen kan man ſagen, daß ſie was Goͤttlichs haben. 8. Nun kommen wir zu der andern Frage, nemlich: Wie lange einer leben werde? Hierinnen findet man nun bey den Aſtrologis ſo ſeltſame und ver⸗ wirrte, auch ungegruͤndete und recht ſundliche Reguln, daß man allein ein gantz Buch davon zuſammen ſchmieren koͤnte. Einmal muß dieſes bey einem wahren Chriſten feſt geſetzt verbleiben, nemlich, daß der allmaͤchtige GOtt einem jeglichen Menſchen ein gewiſſes Lebens-Ziel bis zu dem natuͤrlichen Tod geſetzet, welches der Goͤttlichen Allmacht allein, und keiner Creatur, weder im Himmel, noch auf Erden, bewuſt, auch von Feiner Creatur auch nur ein Haar breit uͤberſchritten werden mag, daferne der Menſch nach Goͤttlichem Willen und Beruf ſein Leben fuhret; und dieſes ordentlichen Fati Ziel mag kein Sterndeuter durch Auslegung des Ge⸗ ſtirns in Ewigkeit ergrunden. Muthmaßlich fan man folches mohl aug dem Tem- perament, in fo weit Der Confluxus der Sternen hierein concurrirt, ob e$ tang oder kurtz ſeyn werde? urtheilen; aber eine gewiſſe Beſtimmung auf Jahr, Mo⸗ nat, Tag und Stunde zu ſetzen, halten wir nach den Grund⸗Reguln heiliger Schrift vor eine ſundliche und verdammliche Verwegenheit. Cine andere Bez ſchaffenheit aber hat es mit dem gewaltſamen und auſſcrordentlichen Tod.(Der natuͤrliche kommt durch allerley Kranckheiten, oder im Alter durch nunmehr erlo⸗ ſchene Lebens⸗Krafte.) Zwar iſt der gewaltſame Tod eben ſowohl, als der naturliche, der Goͤttlichen unwandelbaren Allwiſſenheit, in ihrer ſteten Allgegenwartigkeit (ſonſten Ewigkeit genannt, welchen Terminum wir aber allhier mit Stei nicht gebrauchen) bekannt, aber nicht vorſetzlich(ex propoſita voluntate) verordnet; Daran wird fein Theoſophus jemalen zweifeln. Und dieſes glauben wir, ſey ei⸗ gentlich D Ao: N En e iv a 2an Von der waͤhren und natuͤrlichen Aſttologia. 387 gentlich die ſogenannte Prædeſtination, nemlich, weil es, wie vor gemeldt, Gott in ſeiner Allwiſſenheit bekannt geweſen: Dann ein anders iſt Wiſſen, ein anders Wollen und koͤnnen. Dieſe Woͤrter aber: Zuvor verordnet und dergleichen, ſind zu hart, und laufen wider die weſendliche Guͤte und Barmhertzigkeit GOt⸗ tes: und hilft hier nichts die Anfuͤhrung der Worte Pauli Róm. IX. Dann hier redet Paulus gleichnißweiſe wider die Vernunfteleyen unſers Fleiſches uͤber die unerforſchlichen Wege GOttes, daß wann GOtt ſeiner unumſchraͤnckten All⸗ macht ſich gebrauchen wolte, was er alsdann nicht mit uns elenden Menſchen (welche er aus freyem Willen erſchaffen, und eben alſo auch wieder vernichtigen kan) machen koͤnte? Da Adam aus Eden in dieſes Irrdiſche verfiel, iſt er mit allen ſeinen Nachkommen, dem Einfluß und Regierung der Geſtirne mit ſeinem elementari⸗ ſchen Leib unterworffen worden. Wann nun der Menſch nicht nach dem Geiſte, ſondern nach dem Fleiſche, und alſo in der Feindſchaft wider 6O TT lebt, ſo bleibt er dem Trieb der Geſtirne unterworffen, und folgt lediglich derſelben Nei⸗ gung, bis an das Ziel, ſo dieſelbe ihm durch GOttes Verhangniß zu ſtecken ver⸗ mögen: Welches dann der Allmaͤchtige GYTT, nach des Menſchen eigenem Willen, alſo geſchehen lágt, damit der Menſch hiernechſt innen werde, was es ſey, GOttes oder ſeinem eigenen Willen geleben? Gleichwie es Adam im Garten Edens zu unſer aller zeitlichen und ewigen Verderben, durch ſein eigen Wollen auch erfahren hat. §. 9. Aus deme nun, was vorher geſagt, wird man leicht begreiffen koͤn⸗ nen, wie weit ein Gott⸗ergebener Menſch in Erkundigung des langen oder kurtzen Lebens gehen koͤnne, damit er nicht anſtoſſe? Und helffen hiegegen alle von Den Aſtrologis angefuͤhrte Exempel der geſchehenen Begebenheiten, zu Behauptung ihrer erdichteten und in der Natur ungegruͤndeten Reguln gar nichts: Indeme allhier gleichfals guͤltig, was man insgemein zu ſagen pflegt, nemlich, daß der Satan durch eine Wahrheit unzaͤhlbare Luͤgen verkauffe, und an den Mann brin⸗ ge. Damit wir nun dieſe gefaͤhrliche Klippen meiden, und durch den Wind der Wahrheit, den allerſicherſten Port erreichen moͤgen; ſo iſt vorerſt noͤthig, daß man in folgender Tabell den fuͤrnehmſten Anzeiger des Lebens ſuche, welchen die Araber Hylech genannt haben, nemlich den Stand der Sonneoder des Monds bey Tage oder bey Nacht. Und erſtlich der O⸗Stand in einer Tags Gebuhrt. Oim 1 I. X. XI. Haus in einem jeglichen Zeichen iſt Hylech. L VII. oder IX. in einem maͤnnlichen Zeichen. Der D in einer Tags⸗Gebuhrt. n$ I. II. III. Haus in einem jeden Zeichen heiſt Hylech. Y im IV. V. X. In den weiblichen Zeichen. Cet 2 In Das Vierte Capitel. In einer Nachts⸗Geburth. < f LX. XIL XI. Haus: in einem jeglichen Zeichen Hylech. D im t I. IH. IV. V. VI. Yn den weiblichen Zeichen. PV. VI. VII. Haus, in einem jeden Zeichen Hylech. O im< Dantan hon Dahe t E IE In maͤnnlichen Zeichen. Dieſer Hylech nun, zeiget an die Laͤnge der Lebens⸗Jahre, durch feinen Diſpoſitorem, das iſt, den HErrn der Geburth,(wie derſelbe zu ſuchen? ſiehe unten 6. 16.) nemlich alſo: Daß wann dieſer Dilpoſitor in einem Winckel oder Eckhaus (cardine) ſteht, deutet er des Hylechs groͤſſere dLebens-Fahre an, in einem folgen⸗ den Haus(ſuccedente) die mittlern, und in einem abfallenden Hauſe(cadente) die kleinere. Daſerne aber weder Sonn noch Mond in einem der vorgemeldten Haͤuſer, weder am Tage noch in der Nacht ſtuͤnde,(welches jedoch was auſſer⸗ ordentliches ſeyn wuͤrde) ſo nimmt man den Domin. Genituræ pro Hylech, und den Planeten, fo ihm in dignitate am naͤchſten, pro diſpoſitore, und verfaͤhret damit, wie vorgemeldt. Welcher Weeg uͤberhaupt auch viel ſicherer iſt, als Dag man Sonn und Mond allein pro Hylech nehmen wolte: Nemlich, daß man alle⸗ mal Domin. Genit. pro Hylech, und denjenigen, ſo ihm in Dignitaͤt der naͤchſte, pro diſpoſitore nehme. Da aber kein Planet Domin. Genit. waͤre,(NB. Sonn und Mond koͤnnen niemalen Herren der Geburth ſeyn) alsdann verfaͤhrt man mit Sonn und Mond, wie vorgemeldt. Tafel der Jahre. Groͤſſere Jahre. Mittelmaͤßige. Kleinere. DI T 433. 20. WA 73. 45i. 12, 66, 403, Ii: 120. 694. 19. 22 Ir aor epre ean z ii unio fini M iente) whi nifi n, À faini $Dh nalk hi So mmi Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 389 C 10. Wer aber mit Vorgemeldtem nicht zufrieden ſeyn will, und vergeb⸗ liche Muͤhe liebt, der ſuche ſein Vergnuͤgen in der Direction, davon er bey den Aſtrologis die Reguln zu ſuchen hat, welche aber allhier anzufuͤhren, unſerm Vor⸗ haben zuwider ſeyn wuͤrde. Schreiten alſo zu der Art der Todes nach der Inllu⸗ en⁊ der Geſtirne. Hier iſt nun inſonderheit acht zu haben auf das VI. VIII. und XII. Haus, und was vor Planeten in demſelben ſtehen?(.) Was vor Alpecten oder Strahlen in dieſe Haͤuſer fallen?(.) Auf die Herren der Zeichen in dieſen Haͤu⸗ ſern.(.) Was vor Zeichen in dieſen Haͤuſern ſtehen, Gewaltſame oder Guͤtige? (ſiehe unten§. 17.)(F. Wie Horoſcopus, deſſen Planet, wie auchDom. ſigniHo- roſcopi configurirt ſtehen.(.) Wie Saturnus und Mars mit demMond geſtaltet/ in Qoder&? oder mit demſelben in dieſe Alpecten treten? welches in den Ephemeri⸗ dibus, auch in gemeinen Calendern zu ſuchen. Gewaltſamen Tod deuten demnach an(.) wann© oder D im VII in gewaltſamen Zeichen.(.) Wann der⸗ ſelben einer mit einem gewaltſamen Fix⸗Stern(als der Natur Saturni oder Martis. Siehe unten§. 20.) bis auf sing; auch wann der HErr des J. oder VIII. mit Sonn oder Mond d.(.) Wann eines der Luminum(Lichter) von einen Malcfico beleidigt; und das andere mit Dem andern Malefico in einem gewaltfamen Zeichen oder gewaltfamen Bir-æ in v fteht.(4) Sonn oder Mond von dem ei- nen Malefico beleidigt, alfo daf der ander Maleficus zugleich mit beleidigt wird, oder in einem gewaltſamen Zeichen ſtehet, alſo daß daneben einer der Maleficorum die Sonn, Mond oder VIII. beleidigt.(.) Wann D ing u Boder alſo ſteht, daß das Zeichen zugleich im VII. und VIII. ſitzet.(.) Wann ein Maleficus im X. in ſigno malefico.(.) Der eine Maleficus in einem Cardine im O oder& eines gewaltſamen Fix⸗s, der ander aber im VIII. ſtehet.(.) Wann ein Maleficus im VIII. oder Domin. VIIIæ à malefico læſus, oder daß Domin. VIII. an ſich ſelbſt ein Maleficus, und zugleich in einem gewaltſamen Zeichen ſtehet, und eines der Lichter von dem andern Malefico beleidigt, oder in einem gewaltſamen Zeichen ſtehet.(10.) Wann Domin. Horoſcop. in VIII. in detrimento vel caſu in einem gewaltſamen Zeichen mit einem boͤſen Fir⸗Stern, und eines der Luminarium von einem Malefico beleidigt wird.(11.) Wann der HErr des I. und VIII. uberall uͤbel ſtehen. Und dieſes ſind alſo die fuͤrnehmſten Oblervationes; die uͤbrige unnuͤtze Subtilitaͤten und Weitlaͤuftigkeiten kan man bey den Auctoribus nachſuchen. Findet ſich nun Feiner Der vorgemeldten Zufaͤlle, ſo iſt ein natuͤrlicher Tod zu vermuthen. g. 11. Die Beſchaffenheit des gewaltſamen Todes wird alſo gemuth⸗ maſſet:(.) Bann H oder o im VIL. úbel ftehen, oder daſſelbe durch O oder & anſchauen, oder auch die Sonn oder Mond, alsdenn bedeutet B Erfáuffung im V, oder durch Schiffbruch. O* aber durch Eiſen, Feuer, Donnerſtrahl, Buͤchſen oder Canon-Kugel, auch toͤdliche Beſchaͤdigung von Pferden und an⸗ dern Thieren; Abſonderlich im XII. Daus.(2,) Einer Der Maleficorum im Cee 3 VIII. Das Vierte Capitel. VIII. oder andern boͤſen Orte in den feurigen Zeichen, Den Tod durch K.(.) Luft⸗Zeichen, toͤdlichen Fall von einer Hoͤhe, Erhenekung.(.) Die wäſſerige Zeichen, Erſaͤuffung.(.) Die Irrdiſche, den Tod durch Uberfallung alter Ruinen, Steine, Balcken oder dergleichen etwas.(.) Menſchliche, durch Waffen, Schwerdt.(.) Vergiftete, durch Gift, §. 12. Nun folgen noch einige andere Anmerckungen, ſo zum L Haus ge⸗ hoͤrig. Und(.) von des Gebohrnen Complexion: Davon findet man nun beyy den Aſtrologis ſo wunderſeltzame Reguln, daß ſich faſt unmoͤglich draus zu finden, und lauft faſt alles auf erdichtete Principia hinaus. Wir ſind jederzeit folgen⸗ dem natur⸗gemaͤſſem Wege gefolget. Zum Exempel nehmen wir wieder die oben erwehnte Gebuhrt(§..) vor uns, auf welche das allgemeine Schema aufge⸗ richtet worden. Da iſt nun A. die Erd⸗Kugel, und der bunct unter dem Meri- diano ift der Ort der Gebuhrt; Das übrige alles, als die XII. Hauſer/ der Pla⸗ neten Stand, die Zeichen des Thier-Kreyſes u. d. g. zeiget die Figur klarlich. Da ſtehen nun L. a. Q. ¥. im Occident oder Niedergang, und werffen ihre Radios ſchon ſehr ſchief, inſonderheit». Q. Z. find dannenhero nicht von fo ſtarcker Wuͤrckung, als wann diefelbe Orientales wáren, oder dem Meridiano nahe ſtunden, wie ſolches durch die Sonnen⸗Stralen erweißlich, dann dieſelbe am hohen Mittag durch einen Brenn-Spiegel viel ſchneller und gewaltiger ent— zunden und brennen, als da dieſelbe ſehr ſchief von Orient oder Occident Durch den Brenn-Spiegel fielen. Weilen nun vorgemeldte Planeten ſchon im VII. Haus und dem Puncto occidentali ſehr nahe, iſt auch ihre ſchrege Strahlung ad focum oder locum nativitatis ſub meridiano ſehr ſchwach und geringe. Dagegen ſtehet Lim VIII., und ſchieſſet ſeine Strahlen viel ſcharffer gegen den Ort Der Gebuhrt; Woraus natur-gemaß zu ſchlieſſen, daß die Perſon eines Jovialiſchen Gemuͤths und Complexion haͤtte werden muͤſſen, ſonderlich da X in dem Haus Q, Die jedoch etwas von a Q und I participirt haben wuͤrde. Dannenhero ihre Complexion ¿war jovialifch, doch etwas Jaͤhzornig, Luſtbarkeit liebend, und finnreich gewefen feyn wirde. Von D, Gonn und Mond, alg die dDamalen ſchon unter der Erden geſtanden(daher ihre radiation ad locum nativitatis gehin⸗ dert worden) hat dieſe Gebuhrt nichts participiren koͤnnen. Und weilen S als eine Behauſung 2 und Erhoͤhung b in Horoſcopo, deutet ſolches ſehr ſchluͤpfe— rige Begierden, inſonderheit, da h in E. a. Q. und& ſtehet; Daferne aber alle oder die meiſte Planeten uͤber der Erden ſtehen, ſo ſiehet man lediglich auf denjenigen, welcher den Ort der Gebuhrt am perpendicularſten beſtrahlet, ab⸗ ſonderlich da derſelbe in dignitate; dann in dieſem Fall hierauf, nemlich Die Digni- tat, und den Herrn der Gebuhrt, ſonderlich zu retlectiren iſt. Wer nun dieſer Natur⸗gemaͤſſen Regul alſo folgen wird, der wird ſeine Muͤhe nicht vergeblich an⸗ wenden, ſondern vergnuͤgenden Nutzen finden. §. 13. m mio fu wl Mi w gn I W | in Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 39I h) 813. Belangend ferner die Eigenſchaften und Zufaͤlle der Seelen, ſo folgt Wia man gleichfalls vorgemeldter Regul durch das allgemeine Schema, dabey man aber ng alie inſonderheit auf das erſte Haus ſehen muß. Die Planeten nun, die da zu dem Ort , WÉ der Geburth am ſchärfſten ſtrahlen, dilponiren vorgemeldte Eigenſchaften am mei⸗ ften, jedoch daf des Mondes und% Stand mit allem Fleiß betrachtet werde, alg niy welche hierinnen ein groſſes wurcken; ſonderlich muͤſſen auch die einfallende Fine mit betrachtet werden, als: 0 Fry i o,' An 1. Caput Medufæ, im 21, 2. im I. Haus: bewegt gur Graufamfeit und Gez i waltthátigteit» die fich felbft durch gewaltfamen Zod umbringen oder Urfache zu Yi gewaltſamem Tode geben. aaa: o: e.; f T 2. Plejades, im 24. L. urſachen Geilheit, Unzucht, Ehrgeitz. WRAN Poe) T Fili, 3. Oculus tauri, g. r. macht wilde, zornmuͤthige, kriegeriſche, verwirrte, finih unruhige aufruhriſche. Domin. Aſcend. bey demſelben, Moͤrder. H aber grauz mi famen Schaden. p iani Q. t,+ t a 4. Capella, 17. x, ermwectt Curiofitát in allen Dingen, dte gerne alles tifen ln wollen. Neugierig. G: o 0 R t w f. Cingulum Orionis, 17. 1. gut Geddchtnig und Geſchicklichkeit. y Vil 7 a ay: ma 6. Hercules, 18. S. hitzige, liſtige, kuͤhne Menſchen. o w 7. Cor leonis, 2f.& cum aſcendente, großmuthige, edler Sitten. y (U o j ſchen 8. Spica virginis, 19. E. getreue und aufrichtige, zu allen Kuͤnſten geſchickte. Aug Mit D aber, raube, ernfthaftes und mit Marte, ſtrenge, hartnaͤckige. ut L a m 9. Arturus, 19.=, getreue, aufrichtige, ; o 15 10. Cor Scorpii, 5. Y. räuberiſche, kühne, grauſame. S Y bi à` neni 11. Lyra, 10. J. neiget zur Muſie und Unzucht. aht i z Ya. Ea aF Ba 12. Aquila, 27. J. großmuͤthige, tapfere, unuͤberwindliche, languiniſche. ion Ein mehrers hievon ſiehe unten§. 20. X i-Da nun diefer emer imh. Hauſe ſteht, muß man inſonderheit acht haben auf die i m Eigenſchaften der Planeten und Zeichen des Zodiaci, wie auch der úbrigen Afte| l i riſmorum, als welche inegeſamt hierbey zu betrachten: und dieſes ſuche man unten. met§. 14. Gleichwie man nun in den vorgemeldten§.§. verfahren, eben alſo macht man es auch in Erkundigung des Temperaments, des Ingenii, der Leibes— í 1}; Geſtalt, 392 Das Vierte Capitel. Geſtalt, und habitudine corporis; In welchem allen man inſonderheit mit auf den oroſcopum und. Herrn der Geburch ſehen muß, wie nah oder ferne derſelbe von Dem Ort Der Geburth⸗ ſtehe? Wer ſich nun in dieſen Reguln uben wird, denſel lbe n wird ſeine Muhe nicht gereuen. Und gleichwie man nun mit den Fragen, zu d dem I. Haus gehöͤrig, verfahren, ebe n alfo macht man es auch mit den Fragen der ubri⸗ gen Haufer. Zum rempel: im L. Haus ſuchet man nach dem Gewinn, a rung, GlücÉ u mD Wol Ulfahrt; Wann nun dieſes Haus frey à maleficis radiis und daſelb bfen glückliche“ Planeten, infonderheit Z, Venus und Fix- ternen et Natur L und Veneris, oder derſelben Strahlen K oder A dahin fallen, au hi der Herr deſſelben Hauſes gluͤcklich ſtehet, und derglei chen; fo fan man urtheilen, daß der Gebohrne in alle dieſem gluͤcklich ſeyn werde. Und ſo von den uͤbrigen. §. 15. Nun kommt das uͤbrige bey den Al trologis hauptſachl ich auf die Z an, wann dieß oder jenes geſchehen ſolle? Wozud dann von ihr nen die Dire a nuns Den morden, Das ift die Menfur deg arcus ægquatoris z zwiſchen 2. Sternen oder andern Pı a Dei die zu wiſſen begehrte Sache andeuten. Weil abe er dieſes eine ſehr weit fuftige Sacheyund gleichſam ein eigenes Buch erfordert, fo iß der Liebhaber dieſer erdichteten Reguln, ſolche bey den⸗ Auctoribus nachſu denn JoH. de MoNTS RIGI0 eigene Tabulas Directionum& Profectic nebſt derſelben Gebrauch/ geſchrieben, welche von ung ing Teutſche überſetzt t w Damit wir aber dem Liebhaber einen: natuͤrl chen Weg zeigen, wodurch derſell nem Gebohrnen, jedes Jahrs Fata nach deme Einfluß der Geſtirne in etwa Ea aoe wir folgende Tabulam revolutionis annuam$ epfúgen 1 wollen: deren Verfertigung iſt nun alſo; als in obengeme otet tË jebu rth iſt! loroſcopus oder das aufſteigende Zeichen=p eines Behauſung Q. Diefes fekein dag erſte Haus, ſan iÉ der 2, und die üͤbrigen nach der Ordnung, bise auf die Jahre des Lebens⸗ ſo man dem Ge bohrnen, nach obiger Anweiſung, gefunden. Allhier haben wir dieſe Tab. bis 34.0 Jahre exrendirt, afs woetches Alter fe ten úberfchritten wird. Ferner ſchreibe in dieſe Tabell auch die Planeten, wie ſich dieſelbe der Natur nahy indem Speculo — ya Aſtrologico finden, und allhier mit eingeruͤcket ſind. Weil nun h allhier i IL Haug, und P. Q. mit ¥. im VII. in&/ deutet es, daß die Geburth das zte Jahr nicht erleben wurde„ſonderlich„da der D in den Grantzen H; wie dann dig- ſelbe auch noch in dem erften Jahr verſtorben. Hatte dieſelbe aber langer leben mågen, fo ware iM 13. 2f. 37. UND 49. Jahre Saturnus mit Venere Regens gt blieben, und haͤtte daher ſtetiglich beſchwerl ichen Zufall erregt. MoDa alfo mit den uͤbrigen. Da dann ein jedes Zahr feinen eigenen Planeten zum Regenten hat, aus welchem dann, und dem Hauſe, darinnen er ſtehet, nebſt dem r Hern der Geburth, des Menſchen Fata am allergewiſſeſten zu urtheilen find wie die fleiſſige Ubung einen jeden uͤberzeugen wird. i, 1% Citit N oloon t ior MA uth M ESEESE ES E EO— aa D AER: So EE a iaaa 4 TRE Von der wahren und natüuͤrlichen Aſtrologia. 393 Tafel der Revolution. 5i F I 3 E3. G Eaf. B 3 Lja. II.| 2. m Yl i4 OT 2, X|l 3% D 50. E2| 74. III. AP Diin g 27. PZ| 22 D P 67a A IV. p D 16 Yi Olm Air 64. 76. V. ea EAD] Sa 6f. 7. VI LAXEN PD: o I42. O 44. 66. 1 78. VII. Avy OD rm Daa Lre 67. 79. Yles a e g: Q2% 20, g 32. D 44. y f6. 68, 80. IX. UEZ ROI Api DI W és.| gi. X. 10. Di tan L 34: 0t A D$8, 70. E EA XI. 1i, A Dpi D 35. O47. X 17. 7I.| 833 | SR eala D 46. 2 48. a] eo)| y2|34 Haͤuſer.] Jahre. Jahre.][Jahre.[[Jahre.] Jahre. Jahr. Jahr. §. 16. Damit man aber Die Wuͤrckung der Dignitaͤt und Debilitaͤt oder Schwaͤche, ſo viel uns hieher noͤthig, wiſſen moͤge, haben wir dem Liebhaber hier⸗ zu folgende Tabelle mitgetheilt; aus derſelben ſiehet man nicht allein, welcher Pla⸗ net ſtaͤrcker in der Wuͤrde oder Schwache? ſondern es wird auch der Herr der Ge⸗ burth daraus erlernet, wie gus dem nachfolgenden Schemate zu ſehen. DDD Ge⸗ 394 Das Vierte Capitel. Geſchlecht(Qualitas 2 Häuſer I riplicite. t FI FIG] der Fripli-( der B der Erare Zeichen. cita-}$ į Planeten) S Planeten.|| Sar tum. S|| = V. V. III. Vei Mey. Maͤnnlich.] feurig. YI d O JOX o? SB Weiblich. lüftig. FU Zue i D|D B a Månnlih.| luftig. IOI% d. D% Y| Weiblich.| wáferig-|! 1D.n! Z laag D lp je Männlich. feurig. NOQ.n. OX æ p Weiblich. irroibhe d wg nt%{|D 2 Y i Mánnlich-, tuftig..=g d! p DXX.n. lO Weiblich. f wáferig-| m|? É PP gD 2|2 Mannlich.] feurig. a| d. O*ο% j Weiblich. p idih.| Æ jB w: DEB D py Mannlich.] luftig. s ID d. PŁ©| | Weiblich: wafferig.| XIZ n. zggDd gA HIK ETFO FIE a Caſus. 3 Schwäche. i(Debilitates) Detrim. J Peregrin.` S S 1] Triplic.`>`$ Stäͤrcke. 8 Fortitudines | Exalr, N() Dom.` J Allhier Š z——— e e` Von der wahren und natuͤrlichen Aſlologia. 395 Allhier iſt nun Mars, weilen er 9. Stäͤrcken beſitzet, unſtreitig Domin. Genit.: Weilen ihme 5 am naͤchſten in der Wuͤrde, und alſo beyde malefici gubernatores vitæ, hat die Gebuhrt wenig Leben zu hoffen gehabt, zumalen 5 und F ış. dignitates; hergegen die uͤbrige Planeten 24. debilitates, und alſs mit 9. das gute uͤberſteigen. Da aber die Gebuhrt beyde ablcillores vitæ nicht gerad wider ſich gehabt, haͤtte dieſelbe, weilen die Sonn, nach obiger Lehr 8 Hylech, und O Diſpoſitor in angulo, ein ſehr langes Leben zu hoffen gehabt; Da manaber(wie dorten geſagt) Domin. Genit. pro Hylech nehmen wollen, nemlich oo, ſo waͤre P ſein Diſpoſitor, und weil derſelbe in Angulo aſcen- dente, wuͤrde derſelbe des Martis ann. majores, nemlich 66. Sabr; der Gebuhrt zugelegt haben. 5 17. Folgen nunmehr die Eigenſchaften der Zeichen des Thier⸗ Freyſes. .) U/ m, E, und das erſte Angeſicht„‚. Zeichen der Schoͤnheit. 0 o Mittelmaͤßiger Schoͤnheit m. P. N. und à 1f. ad 30, Der Ungeſtalt. V. V. S. N. Langer Statur R; W,„. Miktelmaßiger V. S. U am. Kurtzer Statur. 5. p: X. Herrſchende Zeichen. V. Y. UH. D..N Der Unterthaͤnigkeit. K. 2r. J. H. m. Bewegliche Zeichen V. S.. p. Beſtändige§. N. m.. Gemeinſchaftliche(Bicorporea) H. mp. œ. X. Zeichen der Fruchtbarkeit. S. m. J. Mittelmaßiger Fruchtbarkeit... J. 22. 2. Der Unfruchtbarkeit. Y. 0. np. II. Zeichen der Grauſamkeit(Violenta) V. S. m. J. 22. NVicht grauſame(non violenta) oder ſanftmuͤthige, ſind alle ubrige. Zeichen der Kranckheit..Z..m. peit, X. Zeichen der Geſundheit. Die übrige. Menſchliche Zeichen. U. ur.. 22. und H. à Viehiſche Zeichen, beſtialiſche. V. V. P. N. Der kriechenden Thiere. S. m. N. ſind auch giftig. Religioſe, und aller Studien Zeichen S. V. N. Mitternächtige. V. V..D. R. W, Mittagige S, m H. P. 2. N. Aufſteigende Zeichen. S. N. nr. m.. DÖD 2 26.) Nie⸗ {vmb N $: P+ ST ot D N o oA PIET a N A EA ANDIR A ANLAN J nee PH O To Hio o b i o pk t a] x © I san$. No o NNNMNNN Daae S o E O S] Å DD 396 Das Vierte Capitel. 26.) Niederſteigende. 23. N. V. V. I. 27 Nachtliche Zeichen S. m. H. P.. N. 0, 28.) Tages⸗Zeichen V. L. I. S.., 29.) Die luͤftige Triplicität, blutreich, feucht, warm,., 30.) Die Ige— phlegmatiſch, kalt und feucht. S. m. N. 31.) Die feurige choleriſch, heiß, troen. Y... 32.) Die itrdiſche— melancholiſch, trocken, Falt. S 1 h. 33.) V. beſitzet das Haupt, Augen, Ohren, Angeſicht. 6) e. Din Haly Kehle, Genit, Gurgel., II. Die Arme, Hände, Achſeln, Schultern.; S. Die Bruſt, Lunge, Leber, Militz, Magen, Nieren. K. Hertz, Ruͤcken, Seiten, Bauch und Untertheil des Magens. o n. Denunteften Bauch, Bauh-Bell und Eingewåyde. 2. Die Lenden, Nabel, Nieren, Blaſe und Untertheil des Bauchs. C m. Die Scham, Geburths-Glieder, Ausgang der Blaſe, und den Hint. H. Die Lenden ober dem Knie. j P. Die Knie. 2. Die Waden und Unterſchenckel. J. Die Fuͤſſe, Ferſen und Fuß⸗Sohlen. 34.) Die Signa Mobilia urſachen die freyen Kuͤnſte, auch Neigung zum Ackerbau. 35.) Signa Fixa faſt eben dergleichen. 36.) Signa bicorporea, alle Wiſſenſchaften, ſo in der menſchlichen Geſellſchaft nuͤtzlich. IN 37.) Die irrdifhe und máffrige, neigen zu allen Wiſſenſchaften pur F und V ge o hoͤrig, Kraͤuter erkennen, Medicin, Schiffbau, Saltz und Bergbau, boren Schaͤtze graben, Todten-⸗Graͤber, und dergleichen. w Ni 38.) Die Bierfüßige, die Mechanicam, Wollen-Fabric, deutet gute Hirten, Ohu die mit Vieh umgehen, Baumeiſter, Steinmetzen, Bergleute ꝛe. Niih Wie nun dieſe Tabell nach Umſtaͤnden der Haͤuſer und Planeten im Judico ing, 4u gebrauchen, wird man aus vorhergehenden Reguln leicht begreiffen koͤnnen. in 0 6. 18. Der Planeten Eigenſchaften wollen wir allhier aufs kuͤrtzeſte und M À noͤthigſte auch durchgehen; fo viel nemlich zu unſerm Vorhaben noͤthig. .) H. Orientalis, Falt und feucht,|.) Q. Orientalis, warmy feucht, X Sipi Occidentalis, trocken. Occidentalis, feucht. i og 2) X, Orientalis; warm und feucht..)%. Orientalis, warm. Kei Occidentalis, feucht. Occidentalis, trocken. Die ifi .)&, Orientalis, heiß, trocken. fige Occidentalis, trocfen. ni 9 Von der wahren und natuͤrlichen Aluologia. 397 4 V. 2. H. warm und feucht, ©. in- S. N. ne. warm und trocken. S. m. H. kalt und trocken. t A. w. X. Falt und. feucht. KBis zum erſten OO, warm und feucht. Erſte Ebis UEO, tam trocken.& O bis zum andern QO, kalt und feucht. .) P. Dr. Gedultige, gutes Gedaͤchtniſſes. EKe. Mißgunſtige, Neidige. F. Dr. Weiſe, Vernuͤnftige, gerechtes Urheils. He. Reichthums⸗Begierige, Geitzige. O. Dr. Kuͤhne, Hitzige, Geſchwinde, Verſchlagene. Grauſame. O. Dr. Ehrgeitos, Ernſthafte, auch Wohlgeſittete, wie auch Uppige, Unzuchtige. dD. Dr. Sehr Vernuͤnftige, Beredte, auch wohl Unbeſtandige und Land⸗ luffer. NB.© und D find fets Dr. ¥. Dr. Gutes Ingenii, Scharfſinnige. Be. Plauderhafte, Diebiſche. L. D. Wolluſtige, zur Liebe geneigt. Be. Uppige, Unzuͤchtige. .) Wann ein Planet allein fignificator, und erſtlich: D. Fortis& bene affectus. Ernſthafte, anſehnliche, tiefſinnige, Liebhaber ver⸗ borgener heimlicher Wiſſenſchaften, Verſchwiegene, die Einſamkeit Lieben⸗ de, die niemands Rath, ſondern nur ihrem eigenen Sinn folgen, Arbeitfame, Gedultige, Karge, Herrſchſuͤchtige, die nur ihre eigene Bequemlichkeit lieben: Die ihr Verſprechen halten, ſind doch nicht allzu aufrichtig, Liebhaber des Acker⸗ baues, der Bergwercken. Lieben Koͤniglichen Stand, wohnen gern in Schloͤf⸗ ſern. Stehet aber P nicht wohl, macht er nichtswuͤrdige Menſchen, Furcht⸗ fame, Unflatige, die auf nichts achten. X. Significator fortis& bene affectus. Macht aufrichtige, andachtige, beruͤhm⸗ te,, gerechte, gutthaͤtige, annehmliche, getreue, warhafte, großmuͤthige Regenten, die nach hohen Dingen trachten, Ernfthaftey Doch mit moderation, Die ihren Geſchaften wohl vorſtehen, weiſe, ordentlich lebende, freymuͤthige, freygebige, geſchickte Menſchen. Stehet aber X& uͤbel, ſo vermiſcht er Tugend und Untugend untereinander; ſind nicht allzu aufrichtig und getreu. S. Significator fortis& bene affectus. Cenereuſe, die alle Gefahr verachten tref- DDD 3 liche 398 Das Vierte Capitel. liche Kriegs-Leute, groffe Capitaine, Hitzige, Zornmuͤthige, Waffen⸗Lie⸗ bende, die nicht gerne unterthan ſind, keinen Reichthum achtende. Stehet aber G ubel, macht er recht grauſame Menſchen, groſſe Räuber, Blutgierige, zur Zauberey geneigt, ruhmraͤthige, rachgierige, Gotteslaͤſterer; in ſumma, boͤſe Menſchen. ̃ 85 O Allein Significator, in vollkommenem guten Stande. Hitzige, großmuͤthige, weiſe, keuſche, getreue, gerechte, getreue Freunde, die warhafte Traͤume ha⸗ ben, ſehr ehrbegierig, anſchnliche, ernſthafte. Iſt O aber ſchwach, ſo wird alles Gute verderbt. ö Significator, in gluͤcklichem Stande, Schoͤne wohlgeſtalte, froͤliche, Liebhabe aller Luſtbarkeit, barmhertzige, friedliebende, zu aller Wolluſt Geneigte, Zanc und Zorn haſſende, andächtige Menſchen. L aber im Ubelſtande, macht Furchtſame, Hurer, Unzuchtige, die mit Huren alles verſchwenden. ASignificator, bene configuratus& affectus. Deutet trefliches Ingenium, die Studie liebend, gelehrig, verſchlagen, heimliche Kuͤnſte und Wiſſenſchaft For⸗ ſchende, Liſtige, Vorſichtige, welche die Kaufmannſchaft und Mathefin lie⸗ ben, auch Muſic, Mahꝛerey, und Bild⸗Hauerey.& Debilis; Inbeſtaͤndige, Tuͤckiſche, Diebiſche, Lugenhafte, Boshafte, Stammler, Kupler. D Significator, bene pofita. Verüchter, Eitele, Unbeſtaͤndige. Male poſita. Fulchtſame, nichts Nutzende, Aufwiegler/ auch wohl gar Narren und Albere. .) Bon den Planeten imd. Haus. poder o im1.0der miedenifelben in æy uidh diefelbe peregrini, fehi argwoͤhniſche Menſchen. h oder· Gꝰim I. in S5. N. m oder T. macht grauſame raͤuberiſche Menſchen. D e ¢ FJIm-erſten Haus in§. J. N. oder C. und daß d eſelbe in dignitate. Deu tet ehrbare und loͤbliche Menſchen. p oder o imd. in beweglichen Zeichen; unbeſtaͤndige Menſchen, Liebha⸗ ber des Poͤbels und ihres Weſens, und ſonderlich macht oo jaͤhzornige Menſchen. Die beſtandige Zeichen im I. deuten beſtäͤndige, bicorporea aber liſtige, ver⸗ ſchlagene Menſchen, die jedennoch die Mulic lieben. Und fo viel von den Planeten. Ihre uͤbrige Eigenſchaften aber, wer ſolche zu wiſſen verlanget, als: Gum. Edel⸗ geſteine, Metallen, Zeit zur Arbeit, Thiere, Zahlen, Menſchen, Laͤnder, Kranckheiten, Curen, menſchliche Glieder, Geruch, Geſchmack, Farben ꝛe. ſuche ſolche bey den Kuckoribus, welche hievon gehandelt haben. Ingleichen auch, was dieſer oder jener Planet in einem jeglichen Hauſe vor ſonderbare Wuͤrckung habe? Weilen aber dieſes alles unſerm Vorhaben nicht dienlich, auch meiſtentheils ungegrundete Erfindungen des heydniſchen Vorwitzes ſind, haben wir ſolches §. 19. alles mit Fleiß nicht mit beybringen wollen. f1 widd kon W ee, 0 | Ba DZ? | p Ea | hl | Joo 00 aie E — .....***«..——38 e r a a aa Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 399 6§. 19. Scchreiten alſo zu der Tabell der Alpecten der Planeten, ſowohl i was dieſelbe an Berdnderung: Der Lals auch bey den Geburthen und im geinelnen y Leben wuͤrcken. ” g In Veraͤnderung Bey menſchlichen In gemeinem Leben Y e der Luft. Geburthen. und Wandel.| W DL Die groffe Conjuntio; Yf einer. Geburth fúr; Ermeckt groffe Beránde-] iii geſchicht alle 20. Jahrftreflich, nach Umſtand rung in weltlichem Regi- einmal; wuͤrckt lang an⸗der Zeichen und Hauſes, ment, Krieg, Aufruhr, haltendes Ungeſtuͤmm,darinnen ſie geſchicht. und was darauf erfolgt. nach Anleitung der Zei⸗ chen; darinnen die o; ge⸗ ſchicht, auch des Jahrs Taugt nichtlzum Aderlaſſen m, Zeit; grauſam Unge⸗ und Ar⸗tzeneyen. i ſtuͤmm, Regen, Schnee, i lv Blitzen, Donner, da al⸗ Ni les durch einander geht: Im Winter in luͤftigen fit. Zeichen gelinde. i BG&IHeiß Wetter, Blitz, Deutet groſſe Ehre und Erregt Krieg, Streit, 4. Donner, Hagel, im Reichthum durch Recht Blutvergieſſen, Brand M Winter gelinde, nachſund Unrecht. Iſt nach fund allerley Ubel. h Beſchaffenheit der Tri-[Gelegenheit der Zeichen 7 plicitdt. auch ſehr ſchaͤdlich. 7 a. Schaͤdlich dem Aderlaſſen und Artzneyen. m Geſchicht im Jahr Verurſacht Steck⸗und Schlag⸗Fluͤſſe, nye zweymal. greift die Lebens⸗Geiſter an. y 4/; e; gttn, 5OImSommer Regen, im Schaͤdlich dem Leben, Den[oberiſchen Men⸗ Syl Water Kalte, verdrieß⸗ und Ehre, boͤs in allenſ ſchen ſchadlich und hin⸗ dt lich, neblicht, feucht mit Haͤuſern. derlich. t vielem Schnee. uh Erregt die ſchwartze Galle, hindert alle m Allle Jahr einmal. Geneſung: ein boͤſer Appect. il 2i}) i L È: W DỌ —— a D2? Verdießlich, ungeſtuͤm, In Veraͤnderung der Luft. Kalt, finſter, verdrießlich mit vielem Regen und Schnee: Im Winter Reif, Schloſſen, hartes Winter⸗Wetter. Einmal im Jahr. AI ht X í fileti windig, mehret die KALE Alle Jahr einmal. Das Vierte Capitel. Jren, Land⸗Laͤuffer. Bey menſchlichen[In gemeinem Leben Geburthen. und Wandel. Die da ehelos leben,ſind( Den Schwangern und geil und unzuͤchtig/heim⸗ Gebaͤhrenden ſchaͤdlich/ licher Suͤnde zugethan. ingleichen allen Haus⸗ Schaͤdlich nach Gele⸗ Geſchaͤften. Zanck und genheit der Haͤuſer. Streit, Boͤs Aderlaſſen und Artzueyen, ſonderlich den Weibern: Er regt kalte Iluͤſſe, Su⸗ ſten, Schnuppen, Vodagra, Stein, Milcz⸗ und Mutter⸗Plage, Reiſſen in Glie dern. e| Macht Juritten, AdyVo- Handel und Wandel er⸗ caten, deutet gutes In- ſprießlich auch allen lifti- genium, gelehrt, ge⸗gen und verſchlagenen ſchickt zu allen Kuͤnſten; Handlungen. heimlicher Unzucht zuge⸗ than, die gemeinen Hu⸗ ren nachlauffen, die aus Geitz ihr Geld verſchar⸗ Kein gut Aderlaſſen| oder Artzneyen. Ur⸗ facht Ropfweh vonſkalten Fluͤſſen, dem Gehirn ſchaͤdlich, Wahnſinnigkeit, Melancholey, fal⸗ lende Sucht, Zahn- weh, Reiſſen in Glie dern erregend. HD hatt. feucht, neblicht, regen⸗ Kommt alle Monat zweymal. Unfreundlich, kalt, Dem Leben und Augen Dem weiblichen Ge⸗ ſchaͤdlich im I. und VIII. ſchlechte, gemeinem Haus. Kurtzes Leben; Volck und Reiſenden dem Eheſtand zuwider. hinderlich. Boͤs und ſchaͤd lich Artzneyen und Ader laſſen. 3] © i p> SYY r Von der wahren und natüuͤrlichen Aſtrologia, YP Zo In Veraͤnderung der Luft. Helle, hef, mit Donner und Blitz. ei+ In zwey Jahren einmal. Bey menſchlichen Geburthen. —*ð— a ———— 401 | In gemeinem Leben und Wandel. Allen Nativiráten fuͤr⸗Gluͤcklich zu Friedens⸗ treflich deutet hohe Eh⸗OHandlungen und Ver⸗ re, gluͤcklich, ſiegreich. Boͤs Aderlaſſen, gut Kraͤnckheiten, boͤſe Durchlauf, Augen⸗ Beſtandig helle, warm und lieblich Wetter. caime im Jahr einmal. Deutet hohe Ehre, Reichthum und alle Gluͤckſeeligkeit, nach Ge⸗ legenheit der Haͤuſer. Wegen Sitze ge erregt vorgemeldte und ſoͤhnungen. | zur Seilung hitziger Geſchwaͤre/ Braͤune, Fluͤſſe. Den Solariſchen gluͤck⸗ gluͤck⸗ lich. braucht man nichts; Kranckheiten des P. Y? —— ZD Helles und liebliches aS' ge a Komt einmal im Jahr. Erregt grofin sen Sturm. ı toa Zi Begibt ſich anii| einmal.| ter kalt. Allen Geburthen ein fúr- treflicher Aſpect. In allen Curen Cing lücklicher Aſpect. Deutet herrliches Inge⸗ nium, Gluͤck, Reich- thum alle Geſchickleh⸗ eit Wird nichts gebraucht. Im Im Sommer Hellan ange⸗ Cin gi gl luͤckl icher t Ape, Allen Geſchaͤften er⸗ nehm Wetter/im Win⸗ wie vorherzgluͤcklich dem ſprießlich, doch nicht lan⸗ Cheſtand und Reifen. ge wahrend. Kommt alle Monat. Alen Artzneyen, Aderlaſſen ꝛc. gut. Wablichen ſehr gluͤcklich. gluͤcklich. Handeln Den Gelehrten und Kaufleuten in ihren Ge⸗ ſchaͤften erſprießlich. Cee PO 402 Das Vierte Capitel. g 72 0⁰ο In Veraͤnderung der Luft. FO Di; be, Bike | Donnet Feuer⸗ Zeichen r der Luft. Jahr. | Erſcheint einmal im i ProD ii en⸗Wetter, | auch wohl Platz⸗ Regen. Im ar einmal. fhri Bey menſchlichen Geburthen. Macht Fihn u herrſe rſch⸗ ſüchtig, den Augen ſehr ſchaͤdlich. Allen Artzneyen ſchaͤd Kranckheiten, boͤſe Durchlauf, Augen⸗ Macht verfil -a und unzuͤchtig. Wit D See Unge⸗2 ſtumm. Alle Jahr einmal. Heiß mit Kilig und Donner. Alle Monat einmal. haben Hurtz⸗Beſchwe⸗ rung, kurtzes Lebens. Nicht gut Artz Schwindſucht. ſchadlich. Boͤs zu allem OS Viel und groſfe Rohen juno Winde. Im Jahr zweymal. Cingi glucklicher Afpe&ti S m K eben und Ehren⸗ Sta Schaͤdlich ʒum unverſchaͤmt, Wird nichts Dem Leben und Augen’ In SrA sen und Wandel Krieg, Zanck, Streit Feuer, Brand. lich; erregt bigige Geſchwuͤr, Braͤune, Schmertzen. Allen weiblichen Ge⸗ ſchaͤften hinderlich. gebraucht. Verſchlagene/ Liſtige, zu Cine Zeit zu allen boͤſen aller Bosheit geneigt, Haͤndeln geneigt. neyen. Lungenſucht. Melancholie. Wahn⸗ ſinnigkeit. Schweſre Noth. Ropf⸗ Schmerſtzen. Gefaͤhrlich und ſchaͤdlich zum Reiſen. Artzneyen. Menſchen olariſchen erſprießlich. Artzneyen. | e Eo T —— d O%| OD 2g E- Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 403 In Veraͤnderun g der Luft. ———ů————— Regen. che mal. Regen, Windey Plage! Atp[e Kommt im Jahr etli⸗ Bey menſchlichen Geburthen. In gemeinem Leben und Wandel. In einer Tag-Geburth, gutes aen Scharf⸗ nigkeit, deutet hohe Chre: inei na Naht burth, veraͤchtliche Men⸗ ifd chen. Tan gebraucht noch Gehen allel liſtige Nach⸗ ſtellungen im Schwan⸗ ge. keine Artzney Aderlaß. Die Witterung ift nah: g Unterſchied Der Zeichen! und Triplicitáten, Monatlich einmal Dem fel Leben ſchaͤdlich; deutet daſſelbe kurtz und bós. Boͤs allen Zu hemlichen Practie quen bequemlich. Artzneyen. Groſſe Regen und Winde. Zweymal im Jahr. Deutet gutes Ingenium und Be Befoͤrderung„Mu- ficos, Máthematicos, vornehme Bedienung, geſchickte nuͤtz e Men⸗ ſchen; ſehr geil und un⸗ zuchtig, und da auch 5 mit in ,zu Sodomite⸗ rey geneigt. Boͤs allen Gelehrten und Kauf⸗ leuten eine bequeme Zeit. Artzneyen. £D Feucht, neblicht. Alle Monat einmal. Deutet Gluͤck Wohlfahrt, Gluͤck im N: Sebr gut allem — Í und IW dem gemeinen Volcke Weiber-Haͤndeln und ſehr dienlich. Artzneyen. eD) Feucht, ftürmſſch. Monatlich einmal Deutet fuͤrtrefliches In⸗ genium und Geſchick— lichkeit. Zum Artzneyen weder Gluͤck zum Neiſen, und mit Faliſchen Men⸗ ſchen umzugehen. gut noch boͤſe. Eee 2 aaaea Ase a————%r1—rV——— ———————— Das Vierte Capitel. en eta ——— EAEÄÜE——232 K D% Do —— 50 In Veraͤnderung der Luft. —— AEäüu-ꝰ2ͤL2ĩÄͤ-Äñ•łxũt5.ꝓꝑᷓ | Beſtaͤndig gut Wetter. | Inꝛo. Jahren zweymal Bey menſchlichen Geburthen. In gemeinem Leben und Wandel. Ein gluͤcklicher Aſpect, hohe Ehre, gluͤckliche Kinder-Zucht. Iſt weder gut noch Eine froͤliche, ruhige und fruchtbare Zeit. boͤs zum Artzneyen. Warm und annehm- lich, In allem gläccklich, Reichthum, wohl gefit- tet. Wird nichts Gluͤcklich zu allem Ge⸗ ſchaͤft. gebraucht. rirt. Zweymal im Jahr. Mittelmaßig tempe⸗ In allem ſehr gluͤcklich/ nur nicht im Heurathen. Taugt keinen Edlen Gemüthern er⸗ ſprießlich. Artzneyen. He p% pD Unbeſtaͤndig/ feucht. Gluͤcklich wie im vorher⸗ gehenden. Iſt keinen Artz Gelehrten und Kaufleu⸗ ten gluͤcklich, wie auch dem Weiber⸗Volck. neyen hinderlich. Alle Jahr zweymal. geſe hickt zu allen Wiſſen⸗ ſchaften. Windig/ unbeſt aͤndig. Deutet trefliches Inge- Kaufleuten und Ge⸗ nium, ſehr gluͤcklich und lehrten ſehr dienlich. Gut Artz Fneyen. Mittelmaͤßig, leydlich. i Monatlich zweymal. Gutes Ingenium, gl lück⸗ fiche Heurath, allem Ge⸗ die ni ung. i fehaft glücklich, gute a Keinen Artzneyen hinderlich. Iſt keinem Geſchafte hinderlich. Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 405 *In Veraͤnderung Bey menſchlichen In gemeinem Leben der Luft. Geburthen. und Wandel. Zo Trocken, helle, mit Bli⸗ Ein gluͤcklicher ſpect, im Friedliche erwuͤnſchte tzen. Leben und Wohlfarth, Zeit. gute Bedienung. In zwey Jahren zwey⸗ mal. Iſt keinen Artz neyen hinderlich. 20 Helle, heiß, trocken. In allem ein ſehr guter Gluͤcklich Friede und Aſpect vor den Gebohr⸗Einigkeit zu ſtiften. i langes£eben; Reich-| thum, Im Jahr zweymal. Nicht gut Artzneyen. —.—.——| l LS|Liebliches, angenehmes ı Allen Geburthen úberaus Dem Haus- Lefen! Wetter. gluͤcklich, groſſen Reiche und Weiber-Geſchaͤf⸗ ten gluͤcklich. jeit, | Alle Jahr zweymal. Gluͤckliche Weiber⸗Curen. 2 5 Stürmiſch wuͤſt Wet- Gut Gedaͤchtniß, wohl t Gelehrten und Kauf- ter, geſittet, f aei die leuten gluͤcklich. alles wol Ubegveifen.| | Zweymal im Jahr. Im 2 Ar geachtet, | ZD|Het und troen,| Glücklich dem Febon, Miem Vornehmen Heurathen und Kinder-glucklich. Zucht. Monatlich zweymal. Su alle n Artzneyen. | 7O Helle, heiß, Donner Deuter Fohe I 1 und Glucklchallem Vornch⸗ geneigt, im Winter Gluͤck, abſonderlich imi men. Froſt und Kalte. Kriegs, Weſen. Zweymal im Jahr. Wird nichte geacht. Eee 3 Das Vierte Caypitel. * A 7? Py 7D Og Og — In Veraͤnderung der Luft. Feucht, regenhaft. Jaͤhrlich zweymal. Windig, unbeſtaͤndig. Zweymal im Jahr. Gluͤckuch im Heurathen, guter Gewinn. Bey menſchlichen Geburthen. In gemeinein Leben und Wandel. ——— e Wird zum Artzneyen Deutet gutes Ingenium, Gluͤck in allem Thun/ gu⸗ te Arithmeticos. Im Artzneyen, Ader Gluͤcklich im Hausweſen und Weiber-Haͤndeln. nichts geacht. Keinem Vornehmen hin— derlich, Kaufleuten gluͤcklich. laſſen, mittelmaͤßig. Temperirt mit Donner. Monatlich zweymal. Gluͤcklich im Heurathen, gutes Ingenii, denen alleg gluͤcklich von ſtatten geht. Zum Artzneyen Hindert Fein Vorneh—⸗ men. a mittelmaͤßig. Warm und feucht. ———ů— Ein gluͤcklicher Aſpect, in allen Stuͤcken. Mittelmaͤßig zum Solariſchen Menſchen u. ihrem Thun gluͤcklich. Artzneyen. Windig, ungeſtuͤmm. Deutet groſſe Geſchick— lichkeit in allem, Mahler, Bildhauer, Mathemati- DOS., Nicht ſonderlich Zu Liſt und Betrug eine bequeme Zeit. dem Artzneyen. OD Ungeſtuͤmm nach Um⸗ Des Monats zwey⸗ mal. ſtand der Triplicitat. fahrt gluͤcklich. Dem Leben und Wohl— Dem Artzneyen In allem gluͤcklich, doch nicht lange. nicht hinderlich. 9) i l | | | hale X) e Von der wahren und natüuͤrlichen Aſtrologia. 40; #A F% Y w 3 D i pE ' pe TBO In Veraͤnderung der Luft. Feucht mit vielem Re— gen. Jaährlich zweymal. Bey menſchlichen In gemeinem Leben und Wandel. Geburthen. Gluͤckliches Ingenium] Kaufleuten ein gluͤckli⸗ und Wohlfahrt.[er Afe, Sum Argneyen nichte geacht, Ungeſtumm, feucht. Monatlich zweymal. Den Gebohrnen uͤberall Allen weiblichen Ge- gluͤcklich. ſchaͤften fuͤrtreflich. Allen Artzneyen ſonderlich gut. Erregt Winde. — Langwieriges feuchtes Wetter. Zweymal im Jahr. &In 20 Jahren einmal. Hagel Donner, B litzen. ¼ In zwey Jahren. & Einmal. Den Reiſenden ſehr Deutet trefliches Inge- Den? nium und Wohlfahrt. gluͤcklich. Wird niches) gebraucht. In allem in TIDI,| Eran Srantheitenune i fruchtbar Getter, Schaͤdlich allen Artzneyen. Dem geben und Wohl⸗ Krieg, Streſt/ peffſlen⸗ fahrt ſchädlich, erregt tzialiſche Seuchen, erregt den Stein.| die ſchwartze Gall. Allem Artzneyen ſehr ſchaͤdlich. Unbeſtaͤndig/ kalt/ wuͤft. Im Jahr zweymal. $ Einmal. Den Hugen und Wohl-⸗ Solariſchen Menſchen u. fahrt ſchadlich, boͤſen ihrem Vornehmen hin⸗ Tod. derlich; erregt Stick⸗ und Schlag⸗Fluͤſſe. Schaͤdlich vaml Artzneyen. —— aSa Das Vierte Capitel. —— ———— p% In Veraͤnderung der Luft. Kalt, wuͤſt, viel Regen und Schnee. Zweymal im Jahr. $ Einmal. Dey menſchlichen Geburthen. Hindert die Ehe, find ſchaͤndliche unzuͤchtige Huren⸗Wirthe und Kuppler. Weiber⸗Curen In gemeinem Leben und Wandel Den Weibern, Verlieb⸗ ten und Hausweſen ſchädlich, auch den Schwangern u. Woͤch⸗ nerinnen. Kalte Fluͤſſe, Miltzwehe, Podagra. ſchaͤdlich. Sturm⸗Winde, unge⸗ ſtumm Wetter. gZweymal im Jahr. § Einmal. | Dem Leben ſchaͤdlich/ ſchwaches Gedachtniß; macht Stammler. Zum Artzneyen Gelehrten und Kaufleu⸗ ten ſehr zuwider; kalte Fluſſe, Kopfwehe, Ra- ſerey, ſchwere Noth, Zahnweh. unbequem. pD eeen Zo Kalt, feucht, neblicht, Sturm-Winde. Monatlich zweymal. & Einmal. Heiß, trocken, mit Bli⸗ tzen. In zwey Jahren zweymal.£ Einmal. Schaͤdlich in allem. Schaͤdlich zur Dem Leben und Wohl⸗ fahrt ſchaͤdlich. Allem Geſchaͤft hinder⸗ lich. Artzney. Erregt Krieg Zand und Man gebraucht Xo Trocken, heiß, Blitzen. Jaͤhrlich zweymal. $ Einmal. Dem Leben und Wohl⸗ het einen Fall von einer Hoͤhe. fahrt ſehr ſchaͤdlich; dro⸗ Solariſchen und Joviali⸗ | Dem Artzneyen nicht hinderlich. Streit, hitzige Ge- ſchwuͤr, Braäune, Durchlauf, Augen⸗ Fluͤſſe. nichts. Zanck und Streit unter ſchen. X? | 1DE y Xg i el W i !— N p X% i ti o iy Xy i) Wi—. 7O W LSS He⸗ a g At g ar eevee—— t m| potel i jal In Veraͤn derung T. der Luft. Helle, warm, temp: irt, In allem Gluͤck mittel⸗ S Reinem Thun teder hin- viel Zweymal im Jahr.| & Einmal. Groſſe Sturm⸗Winde, ungeſtumm, feucht. Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 409 Bey menſchlichen Geburthen. maͤſſg; baben Kranckheiten. Im Artzneyen wird nichte drauf geacht. —————— In gemeinem Leben und Wandel. derlich noch ſchaͤdlich. Dem Ingenio ſchaͤd⸗ lich, drobet graufameg Jovial fechen und Mer- Elend, zu allen boͤſen ꝗ Zweymal im Jahr. $ Einmal. Thaten geneigt. Wird im Artzneyen en E l Helle, temperirt. OZweymal monatlich. & Einmal. Deutet hohen Chren- A in allem uüͤbrigen mittelmaͤſſig. Mittelmaͤſſig laa und Streit unter curialiſchen. nicht geacht. Dem Poͤbel und Rei⸗ ſenden ſchadlich. im Artzneyen. Sag 5; trocten mit 2 tzen. Bli- o 3weymal im ahr. & Einmal. Viele, auch Platzregen. O Zweymal im Jahr. e Einmal. INB. NB. Den Augen, L Leben und Wohlfahrt ſehr ſchaͤdlich. Zum Artzneyen Machet ſehr geil und unzuchtig. Weiber⸗ Curi en We etter. Im Jahr zweymal. § Cinal. PY: Stuͤrmiſch/ ungeſtumm Dem Leben, Augen und Roe n: bos⸗ hafte, laſterhafte. Im Artzneyen, nicht geacht. Erregt Krieg/ Aufruhr, ſchnelle Todes⸗Falle, Feuers⸗Bruͤnſten. ſchaͤdlich. Weibern und Gebah⸗ renden ſchaͤdlich, hitz'ge Fluͤſſe, Pocken, Maſern, boͤſe Geſchwuͤr. erſpricßlich. DemPobel und Reiſen i gefahrlich, auch Ge⸗ lehrten und Kaufleuten. | | Sff PP Das Vierte Capitel. In Veraͤnderung der Luft. ADi Heig 1 mit Bl iken, auch Sturm- Winde. oe Bey menſchlichen Geburthen. Den Augen gefaͤhrlich, wie auch dem gantzen und Wandel. Dem gemeinen Volck, und allen Reiſenden hin⸗ In gemeinem Leben rungen nach den Tripli- citäten. QMonatlich zweymal. & Einmal. in ihrem Leben. Allen Curen Leben. derlich. | o Monatlich zweymal. Sehr boͤs zum Artzneyen.| | E Cinmal,| ©) Ve erſchiedene Witte⸗ Haben alle Hinderung Allem Gefháfte hinder- tich. ſchaͤdlich. (geucht/ windig. Alle Monat zweymal. 8 Einmal. Deutet ungluͤcklichen€- heſtand, alle Hinderung im Hausweſen. Dem Artzneyen Allem Haus⸗ Geſchaft hinderlich. ſchaͤdlich. r D eo Wetter. $ Einmal. Alle Monat zweymal. Deutet verwirrte ver⸗ derbte Gemuͤther, ſind ungluͤcklich auf Reiſen. Allen Reiſenden hinder⸗ lich und ſchaͤdlich. Wird zum Artzneyen nicht geacht. Bey dieſer Tabell muͤſſen wir den Liebhaber erinnern, daß de rfelbe í in Derer Carne benm Judicio, jederzeit acht n muß, in welcher Triplicität der ſpect geſchicht? und ſodann nach deſſer nge 19 enſchaft im Judicio ſich tichten Was imi dieſe Tabell in Praxi dem Lieb Ka er por unfáglichen Nugen bringen wird, der dieſelbe nach unſern Reguln wird zu gebrauchen wiſſen, wollen wir Weit läuftig⸗ keit halben uͤbergehen; wie dann auch derſelben nicht ſo ausfuhrlich alhier a meldet wird, weilen dieſes laͤuftig machen wuͤrde. weitl aͤuftiger Nutz und Gebrauch alles das Werck zu weit⸗ ie Praxis aber wird den Liebhaber alles lehren. 1⁰ẽ æpùeə> epon taena rd enian Gi Hanta ei TPPA qautt e le>imn ZVE 1At tiqn Der Latitudo §. 20. Arabiſche Ramen, Latéini⸗ differ Declinatio ſche Na⸗ merid, vel tudo fio 100Meridion. men. Septentr. recta| anno| vel Septent a B 8 4 0 differ 100. anno. Addatur vel fub. trahatur Longi-| Aften- poz suig t x ee ro | Kei | | | r è r z 2 3 4 5 6 7 8 D 10 ri I2 13 14 15 16 Cing Androm, Caſſiopẽa. Cap. Meduſæ. Oculus tauri. Capella hircus. Stella polaris. Canis minor, Inferius Cap. TI. Canis major. Cor Q Cor hydræ Cauda. Q. rad. caud urf m, Spica“ý Arcturus Corone Lucide Mizar mirach. Schedar. Ras- algar. Aldebaran. Alhajoth. Ruccabah. Alhaboth. Ketph alzuman. Algomeiza. Kalbh Eleſſet Kalb Elbarich. Denneb Eleſſet, Alahcth. Elttamech. Eltzamech. Alpheta. Kalb akrab. Q P wwo oP g +0 PA 1040 PLL ELIEA 60 46 22 5 22 66 39 15 6 o 22| I2: 54 I 31 44 :` 36 22 31 52 2 57 38 26 24 18 25 |359 2 23 28 LZ NNZNNN 23 22 w a Ga A n j o pt C) N mRNA WAWwW NI A U O oD n o0~ rd PA— + o0 a P w o 34 34 2 E 15 10 34 4 12 12 28 25 34 s 3 33 30 2I 16 N NPP SPPPP P Po pASIIT N Qq a 17 Cor m 18| Cap. Herculis, 19| Cap, draconis. Ssab 0 QOQHHHETS dq d i pd a e e t N W NRN PNN SN NN CON O Ras-~ elhathi, 37|23 Ras-eẹltanin, 75| 3 8 5 i N OUN a D ae i GO a t ag 2 QO 20 -21 22 23 24 25 Lucida lyra. Lucida aquile, Cauda$ prec. Cauda cygni. Crus pegaſi Lueida caudæ ceti, Vagieth Alahor, Altail Denneb elgedi. Den eldigiagieh Scheat alpharez Denneb Elcai- tus genubi. 61 29 2 59 31 20 47 22 26 56 8 47 2CEÆ v D DEODODREY V xxXX# A W Lal — o A N Dw ZAND N NZE NZNNZN N NRL ONNNN AN 4 13 26 20 32 34 ppa rpr V DPR RNN“ Das Vierte Capitel. Damit man auch der fuͤrnehmſten Fir⸗Sterne im Judicio keinen Mangel ha⸗ be, fo haben wir deshalben vorſtehende noͤthige Tabell mit angefuͤgt, aus welcher man fecundum longitud.& latitudinem fehen Fónne, in welches Haus ein jeder Fix⸗X zu ſetzen? Und ſind dieſe allhier angefuͤhrte Fix⸗Sterne zu unſerm Vorhaben ſchon genug.. und 6. ſind die Lateiniſche und Arabiſche Namen. 7. Die Natur der Fix⸗Sterne. 3. Derfelben latitudo. S. Septentrionalis M. Meridionalis. & Die gradus longitudinis fignor. Zodiac. in welcher die Fix⸗xne ſtehen. L. Der ne aſcenſio rect. 3. Die Ditferenz, wie viel der K in 100. Jahren fortgeruͤckt. Weilen nun dieſe Tab. aufs Jahr 1668. aufgerichtet worden, und demnach bis zu gegenwartigem Jahr 50. Jahre verfloſſen, das iſt, die Helfte von 100., als muß man dieſelbe Ditterenz der Longit. Klæ zuſetzen, ſo hat man den wahren Ort des kng. 0 ift die Abweichung des Sterns entweder S. Septentr. oder M. Meri- dion und n dDerfelben Differenz in 100., dabey vorgemeldte Anmerckung in Longit. zu obſerviren.„. ob die Differenz zu addiren oder ſubtrahiren. x. Iſt die Groͤſſe des Sterns. Praxis. Wann man nun wiſſen wolte: In welches Haus in obigem Schemate Caput Meduſæœæ zu ſtehen kaͤme? ſo ſuche in vorſtehender Tab. des ns o,: ga a o’ long. Die findet fich im 21. 35. V. Die Differenz der Bortrúcfung ift 1. 37 t n n Diefes halb, ift 43.30. gu voriger gefundenen Longit. addirt facit L2, 23. 30, Q Nun ſuche man in dem Schemate, wo Y ftehet? Sindet fich im VUI. Sage alſo, daß i der x Cap. Medufæ der Natur H und X. im 22. 23. 30. im VIII. Haus ſtehet, und alfo ing D. Welches dem Leben der allergefáhrlichfte Stand und das alfer- Fúrkefte Leben bedeutet; wie fich dann folches auch in dieſer Geburth erwieſen. Und ift NB. wohl in acht u nehmen, Daf fo oft Cap. Med. Oculus Q. Lucida Caudæ Certi oder dergleichen bnifcher oder valifcher x im VIL. einem Malefico o oder$, ingleichen auch alſo im erſten Haus ſich findet, gewißlich den ſchnellen Tod, und das allerkürtzeſte Leben bedeute. Wiewohlen wann fich diefelben im 1. Haus alfo befinden, und daneben oben gemeldte Anzeiger eines langen Lebeng, fo wird der Gebohrne eines grauſamen moͤrderiſchen Gemuths, ſich ſelbſten oder andere grauz ſam zu ermorden ſehr ſchnell ſeyn; In Summaß, es ſind ſolches ſehr deſperate Men- ſchen, daferne die Bosheit vorgemeldter Geſtirne nicht durch beneficos und ihre Aſpecten gemildert werden. §. 21. Weilen auch die Planeten⸗Stunden zu allen geheimen Verrichtun— gen und Operationen zu wiſſen hoͤchſt noͤthig, als ſoll daſſelbe allhier mit Fleiß ge⸗ lehrt werden. Und(.) auf alle Poli Hoͤhe den wahren Auf⸗ und Niedergang der O auf dem Horizont(Altitudinem ortivam vel occiduam) von Dem wahren Oft- und MW fn dli thig M Stundi kben! TAI Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 413 \ und Weſt⸗Punet, twie anch de Fag- und Naht- Långe gu finden, und aus Die- , ſen endlich die Planeten⸗ Stunden, wozu dann die nachfolgende Fabell hoͤchſt noͤ⸗ W thig, dabey man die Elev. pol. loci wiſſen muß, auf welche man die Planeten⸗ n Stunden zu wiſſen verlangt:(.) auch den Grad der Sonnen, in welchem die⸗ n felbe an Dem gegebenen Tage lauft. J TABULA DECLINATIONUM, ad Declinationem. Solis Maxi- E o E H i mam Tychon. 23. 31. 30: al V Septent..© 2 Aften- H dentia. Yf= Meridion.. m Deſcen-> dentia. eri- o r rr o r 77 o 7 pr r I 9 23 57 11 51 4$ 20 25$7 29 pi, z o 47 s3 i2 i2 4i 20 3$ 9[2$ oie 3 1 11 45 12 33 21 20 49 659 27 g 4 r 35 44 z- 9 y 2r F 25 26 žni 5 I s9 37 I3 14 5 2T 12 28 ! 6 2 23 18 tG A solil vo 3 8 24 y, 7 23 y 18 H o s s? n y 7” 23 a 8 3 rI 4 14 19 372 2E 45 17 22 o 7 3 34 48 r I4 32 53 2I 52 42 21 o To 3 58 28 14 SE 59 22 I 47 20 A tI 4 22 5 L Ie oo 2% To 22 a9} l 12 4 45 9 15 29 27 e A 18 35 18 hih 13 7 9 9; r$ 47 47; 22 26 22 17 oliv 14 g 32 29 16 5$I 22 33 44 r6| nò i5 5 57 47 rst dæ 16 6 I8 59 ò f a 4r o 14 17 6 42 6 16 58 22 22 f} 14 13 ĝ,|18 7 s 6 37o e Se h a S 52 12 wd 19 7 2 0 23 4 3 11 olit 20 7 50 47 i2 o uG 3} 8 48 10 J 2¹ 8 13 26 18 4 16 4 lj 6 9 a 22$o 58 1⁄3 i hg 1} 16. 37 8 y 23 8 58 ZI 18 43; 20 23 20 21 7 Q 24 9 2o 36? 18 50 232 23 23 18 6 iht 25 g i 41 a n 5 26 10 4 38+9 19 26 23 D? çI 4 27 10 25 25 w y3 2 23 29 27 3 28 10 49 a j 19 47 7 23 30 3S 2 we 29 I: 9 2$ 20© a26 23 31 tó I A 30 11 30 43 2 nyo p 2 i 10 o nN;;; o Septentr. np Defcen-& dentia. So W Meridion. X Aſcen- 3 dentia.$ Fff 3 ———*—— ¶¶ e TE a ATA ` 414 Das Vierte Capitel. ORS : Hoͤhe§1. 6. obgemeldte Amplit. ortivam vel oc- To Nun woite man auf die Poli Hoͤhe 71. é Ampiit. c y ipi ciduam auf den 2 r. Jun. ſuchen, ſo erkundige man erſtlich den Grad der e in obiger Tab. Ephem.©. da findet fich nun o. W. Diefe o. WN 12. j auf den gegebenen Tag, inobiger Tab. Ephem.©. DA| H nuno. ſuche man nun in vorſtehender Tab. Declin. da findet fich in Lar. Dex. úber dem 5, ufoa z1, z0. nemlich die Declinatio Maxima Olis; nun ſetze es in die Regul, wie Polish folgt, und operit wie per logarith. ſinuum& tangent. gebräuchlich.(.) Sub- weli i O y4 D trahir deine Elev. pol. 5.6. à Quadrante"o T Bsh. —— Yun fhet o r i w| 38 54. Complem. Elev. rèn. o: o? n Wh IN 6 38 54 Compl. gibt ↄ0.in. tot. was Declin. max. O. 23. 31. 30. MoD DW J 96009901 MeN Wen 100000000- yie folam | 196009901 Donen 97 I Stunde 9797934' E PA E EE E E TA o e ver Q| ~ 98030ç60. dat. 39.27. nung m addiem datam 2.Jun. Die begehrte amplitudo ortivavel occidua, und alfo auf alle Zaflein; Tage und jeden Horizont. Zum Exempel, den 14. Aug. zu Halle in Sachſen, ſtun⸗ D 0 j uA i— die die Elev. Poli 51. 38. und O im 21. 36. R: da fuhe nun die zi© in lat. t g e’ z dext.aſcend. Daneben findet ſich uͤber dem ſigno in area die Declin. 14. 32. J3.(die ULILA Secund. werden allhier nicht attendirt) da ſtuͤnde nun das Ex. in Kegula, wie folgt: e vy o k tiyo gı— 38 Elev. Pa o s] e le Ogy 38—- 22 Complem.— 90.—-—= 14 32 Declin:©. mit diefen operire wie vor. TaT Auf das erſte Exempel ſuche die Tag⸗ und Racht⸗Laͤnge, ſamt der© Auf- und o p o o Riedergang ad diem 21. Jun. fub Lat, 51..Alfo: 90. fin. tot.—— 5 1. 6. elev. 409 o pol.—— 23 31 declin. O tang. tX Ch 96386473 iac — 100931812 octy o, vok 197318285 fin. 32, 38, bau addire 90. gibt 122, 38. Diefe dividire dur Von der wahren und natüuͤrlichen Aſtrologia. 4¹5 durch$. fo viet nemlich Der Zodiacus in einer Stunde durch den Meridian lauft, fac. 8 10 32. Dieſes ift nun der Sonnen Untergang um.Uhr 10 34., auf den 12. Jun. dieſe ſubtrahire von 12. Stunden; iſt ILAT 8: der Sonnen Aufgang denſelben 2 1. Jun. ſub lat. i. 6. Und eben alſo operirt man auf alle Polus- Hoͤhe eines jeden Tags. Die vorgefundene.ſt. 10. 32, find auch die halbe Zages-Lánge des 21. Jun. Diefelbe duplirt, fo findet man die gantze Tages⸗Laͤnge, f r è rr alg 16.ft. 21. 4. dieſe von 24. ſt. ſubtr. reſtirt die Nacht⸗Laͤnge.ſt.— 38. 56. Nun ſuchet man die Planeten-Stunden ferner alſo: Erſtlich ift zu wiſſen, daß der Fag und Nacht unter em Æquatore ftets gleich: Unter Den andern Parallelen aber hat es in Anſehung der Planeten⸗Stunden eine andere Beſchaffenheit; dann da ſind dieſelben Stunden entweder laͤnger oder kuͤrtzer, nach der Jahrs⸗Zeit, und muſſen demnach jedes ebenfalls in 12. gleiche Stunden vertheilt werden, welches wie folgends zu ſehen geſchiehet: Da aber vorher zu wiſſen, daß gleichwie jedem Planeten ein gewiſſer Tag zugeeignet wird, alſo faͤngt auch deſſelben Planeten⸗ Stunde den Tag an, zum Exempel, den Sonntag, da iſt die erſte Tages⸗Stunde der O, und ſo ferner, und folgen dann die uͤbrigen Planeten⸗Stunden der Ord⸗ nung nacheinander, ſowohl des Tages, als auch des Nachts, wie folgendes Tamfflein zeiget. zage Gt unde m RNa Dts ny oe I. II. IIIIV..VI. VIIVIILIX. X. XI. XII. I. II. IIIIV..VI.VIII.VIII.IXXXI. XII. OLC PXL T OFLC|ILPOLTCTHh V POLY CPLTOLY CPLTON—LYC HPL ZPO Q YACHY POLDID TO]Y CPVO% C bD LPOR SCPL TOR YCHL POLY CDY OLYE VPOLLTCH KPOLS|CHPE POS% C HYP O SCELTO g YPL PrOL] SCH% rog% DÞLPOL YC P ZLPOLlITHR L POL y DEX Nun Das Vierte Capitel. Nun wollen wir zum Exempel auf den 2 1. Jun. die Planeten⸗Stunden ſuchen, fub Elev. a. 6. Da ift nun vorher die halbe Tages-Lánge gefunden 8. ft. 10. 32. Und die gange Tage⸗Lange 16. ſt. 21. 4. Dieſe reducir zu lauter Minuten und Secunden 16.ſt. 21. 4. 60 T960 21 981 60 Da A iu 8864 mit 12. ſt. divid. Ie Oh„Hf Haͤtte alſo eine Planeten⸗Tages⸗Stunde den 21. Jun. 3 1. 49. diefe add. guden Huf 5; eo i gange der O des 2r. Jun. wie ſolche vorher gefunden, nemlich.ſt. 49. 48. fo Fome men sft rr. 17. und bis dahin reicht die erſte Planeten.Stunde; und weil den ar. Jun. ein Freytag geweſen, ſo iſt auch die erſte Stunde L und alſo fahre man forty wiehier am Rand zu ſehen. Und weilen die Altrologi, wie oben gemeldt, den Tag nach der Schrift des Mittags um 12. Uhr anfangen, ſo muß man allhier mer⸗ Stund. Planet.| G.| M.| S. cken, daß man die Planeten⸗Stun⸗ den mit Aufgang der O bis zu ihrem s7 apt Niedergang des Tages anfaͤngt, und 81 49 alſo umgekehrt, auch die Nacht, nem⸗ k o etail lich vom Niedergang der Sonnen bis pik a ig zu ihrem Aufgang. I% E]£ §. 22. Heilen man auch niht| 7 C qund ſofe⸗ ner. ftets richtige Tab. Der Laritud. aller: Or-| 4 p ten bey der Hand haben kan, und man f. Y wolte die eigentliche Elevar. Poli eines 6. Orts wiſſen, ſo obſervire man nach eiz 7. O ner accuraten OMhr durch einen Qua- dranten die-Hoͤhe im Mittags⸗Punctz 8. 7 zum Exempel, zu Branckfurt am Mayn| 87-%| iſt die-Hoͤhe den 22. Octobr. be- 10. 0' g funden 27. 48. und De-Stand, q 7 p nach den Ephemer. Solar.(ſiehe oben)— ti 1710.2 Diad a fuen) ten ahe) Mi Tab.. WME eine togige Waber beginigedi Gia M Thema Wde Whitin N Me ngentli iden, wih e Von der wahren und natuͤrlichen Aftrologia: 417 i. 10., diefe 2A fude in Tab. declin. oben; da findet ſich die Declin. 1I. J Dieſe addire der gefundenen O⸗Hoͤhe 27. 48. i 9. 38. 57. Die wahre Æquinođtials-Höhe zu Franckfurt. Wann aber die O in Signo Septentr. lauft, zum Exempel, den 27. Jun. die O⸗Hoͤhe obſervirt 61.20. und O haͤtte geſtanden im f. 53. S. ſo ſucht den E. in Tab.declin. fo findet fich in Area declin. i: 25. und diefe ſubtr. ab elev. O 62. 20. 23. 2J. 4J. 0 Dieſe ferner von 70. ſubtr. 32 54 45 38. f4. 1f. fI. fe 4f. Die wahre Elevatio Poli. §.23. Bis hicher haben wir gejeiget, toie der duffere Menfh nah der Ia: fluenz der Geſtirne(in ſo weit ſich derſelbe nicht GOtt, ſondern das Geſtirn regie⸗ ren laßt) zu urtheilen und zu erkennen ſey: Ingleichen auch die Witterung nach obi⸗ ger Tab. Aſpectuum, wobey aber annoch inſonderheit zu erinnern, daß man gleidh- falls cine genaue Erkaͤnntnuͤß der Manſionum Dnæ, wie auch Der uͤbrigen ſowohl mittaͤgigen, als mitternaͤchtigen Geſtirnen und ihrer Eigenſchaften haben múffe. Weil aber deren Beyfuͤgung dieſes Werck zu weitlaͤuftig machen wuͤrde, muß der begierige Liebhaber dieſelbe bey den Auctoribus, fo davon geſchrieben, nachſuchen. Es ſind aber dieſe Natur⸗gemaͤſſe Grund⸗Reguln der Aſtrologie nicht eben allein ein Lhema Genethliacum zu ſchmieden, hieher geſetzet worden,(wiewohlen durch dieſe Reguln das folgende deſto beſſer zu begreifen ſeyn wird) ſondern unſer Abſehen zielet hierinnen auf etwas gantz anders; nemlich, wie man aus dem Stand der IKnen die eigentliche Zeit ſeiner vorhabenden A⸗Arbeiten oder geheimen magorcabaliſti- ſchen Operationen in Converſatione Spirituum elementorum erfennen moͤge: zum Exempel, wann man nach dem allgemeinen&trachtet, oder im gemeinen Z etwas ſonderliches zu laboriren vorhaͤtte, und& ſtuͤnde zu derſelben Zeit im Qoder Ey oder e H, Dde A in occident. wuͤrde man niemalen ein gluͤckliches Ende erreichen. Gleiche Anmerckung iſt noͤthig bey dem G und allgemeinen A, wam nemlich O und Q mit a und D úbel m y und noch daju von H oder% Ggg uͤbel Das Vierte Capitel. üͤbel angeſehen wuͤrden. Gleiche Beſchaffenheit hat es auch in der Converſation mit den Geiſtern: Dann es iſt nicht allein genug, daß der Mago- Cabbaliſt und Theofophus fich heilig, rein und keuſch halte, und zu ſolchem Umgang ein abge⸗ legenes bequemes geheimes Zimmer, oder ſonſten in einem gelegenen Garten, Wal⸗ de, hierzu einen Ort habe, ſondern er muß ſich auch auf Des Himmels Geſtalt ver⸗ ſtehen. Dann weilen dieſe Geiſt⸗Menſchen aus den allerreineſten Kreyſen der Ele⸗ menten(Ellentia) geſchaffen worden, ſind dieſelbe gleich uns Menſchen dem Trieb der nen und Cigenfchaft der Planeten unterworfen: Dahero, zum Exempel, wann einer mit einem Feuer⸗Menſchen converſiren wolte, zu der Zeit und Stunde, wam© in Triplicitate&,; ṣ oder V tiefe; und von D,& oder C durch O oder H angeſehen wuͤrde, oder in mit denſelben ſtuͤnde, wuͤrde der Weiſe ſei⸗ nen Zweck nicht erreichen, ſonderlich auch, Da er der rechten Planeten⸗Stunde des Planeten, von welchem der Geiſt qualificiret, verfehlte, und uͤber das die Ope— ration an einem waͤſſerigen oder unterirrdiſchen wuͤſten unſaubern Orte vornehmen wolte. Aus dieſem wenigen wird ein wahrer Theéofophus und rechter Mago- Cabbaliſt den Grund dieſer Wiſſenſchaft, und was dazu erfordert wird, begreifen koͤnnen. Wie demnach ein ſolches bequemes Syltem zu finden, kan der emſige Liebhaber aus vorgemeldten Reguln gar leichtlich begreifen. Zum Exempel, man wollte das Syttema des Himmels den 18. Aug. 1720. des Abends um 10. Uhr wiſ⸗ ſen? Wellen man nicht aller Orten die Ephemerides Sol.& Planet. doh aber uberall Calender haben Fan, in welchen nach heutiger Practic der© Lauf grad, wie auch, in welchem Signo ein jeder Planet ftehets fo findet fich im Calender, o 0 daß O den 19. Auguſt. geſtanden im 25. 30. und Co. J. Die uͤbrigen o r'n Planeten aber ſind den 1. Aug. alſo geſtanden: Als B. 19. 17. m. X. 2. 12. 2, o, O+p 0 Q i; P. 22. S8 N. L. 22. 3. K. Y. 3. 1f. T, UND R..30. S und in dieſen Zeichen haben dieſelbe auch noch am 18. Aug. geſtanden. Nun iſt befannt, daf D ſeinen Lauf vollendet, innerhalb 29. O⸗Jahren, 15 5. Tagen, 3. Stunden, 12. 8 s Fam n’.. Min...in 1r. Fahren; 313. Zagen, 14. Stunden, 20. a. dDurchlauft in ei- A 4 a s j ias nem Fahr 6. Zeichen, 11. Grad. 16.18. Q. vollendet ihren Lauf innerhalb 224, ~ RA i; u i Eo Tagen, 16. Stunden, 40. 11. F aber in 37. Tagen, 23. Stunden, 24. 16. dd 5 i e Í: r” PRETT die O in 365. Tagen,§. ſt. 48. 45. C in 27. Tagen, 7. ſt. 43. J. und iſt ihr Motus medius, miedu W fant, f 18 Aug, Minut Bi mean Mi Spec DNAN Kre Abe Woliget wO, ingin ddi Conty ten wi dellſch å mg} Whig pe ai id ANN, pii sk Kig Ney n MA UEN hi ini h 224, pN 4 16 fotus p dlus, Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. —⏑ medius, wie allhier folgt: B taͤglich o. 2. o. .— 4. J4. y,— 31.27. OR d 2? n Q Lo. 59. 8. z] D„ꝗA ro w €. 13. 10. 3f. thut ftúndlih 32. 37. Weil nun der Planeten Stand, wie kurtz hievor gemeldt, den 1. Aug. be⸗ Fannt, fo ift auch aus dieſem ihrem bekannt gegebenen Lauf, ihr Stand auf den 18. Aug., aló den gegebenen Tag, auch zu finden,(um den eigentlichſten Grad und Minuten bekuͤmmern wir uns allhier nicht;) Weilen nun die Planeten den 18.Ang. als B in m.£.=, a und% inn.©. 2. N. und Cin J noch geſtanden, ſo mache auf die begehrte Zeiten, nemlich, auf 10. Uhr Abends den 18. Aug. 1720. das Speculum Aſtrologicum cum Speculo aſpectuum, nach der Lehr des 4.&. oben, und folgends. Erſtlich ſetze die O. in Tab. Dom. vorgemeldten§. in Die Xte Abend⸗Stunde, ſo ſtehet dieſelbe denn im V. Haus: mache nun das Schema nach voriger Lehr, wiefolghk. NB. Des CStand ſuche in der Tabell der Häuſer, gleich der O. Aus dieſem Schemate iſt offenbar, daß auf den rothen Wunder⸗YY, wei⸗ len& in dieſem Schemate(ſiehe.) Regens, und 9. Dignitates beſitzt, und O. V. auch die X. Stunde noch die Stunde des&ſeyn wird, weilen der 18. Aug. ein Sonntag, dazu O mit in&, zugleich auch im O eine gute Stunde zu arbei⸗ ten ware. Es ſteht zwar h mit O im Q, welches gar kein guter Alpect, ſon⸗ derlich da deſſen Wuͤrckung in dieſer Stunde faſt in der Mitte; uͤber das vom o⸗ und 2 kein guter Alpect dazu kommt, weilen dieſelbe peregrini; Da aber auh 5 allhier peregrinus, und ſeinen focum oder ſchaͤrfſte Radiation annoch uͤber der hat, O aber ſchon unter der Fiſt, fo mag D O hierinnen keine Hinderung verurſachen. Gleiche Bewandniß wuͤrde es auch Haben wegen des Umgangs ei⸗ nes Feuer⸗Menſchens aus der Natur der Sonnen; weilen aber in allem dieſem die Fix⸗Sterne, Cor N und Cor Hydræ, als xne der erſten Groͤſſe, von der Natur Z und o auh 5 und L, in O und& Cap: Meduſæ hierinnen eine ge⸗ fahrliche Hinderung androhen,(wie dann auf dergleichen Klas lixas maleficas eben ſo wohl und oͤfters vielmehr als auf Die Planeten zu reflectiren) waͤren beyderley Operationes gäͤntzlich zu unterlaſſen. Hieher gehoͤrt Fig. 13. §. 24. Wie aber und auf was Art zu dem Umgang vorgemeldter Geiſter zu gelangen, iſt wahren Theoſophisund Mago-Cabbaliſten bekannt. Welcher die⸗ ſelbe geheime Wiſſenſchaft beſitzt, wird dieſelbe durch pudlic Machung niemalen proſtituiren, und ſich durch die Herren T. und die ſo ihren Lehrſätzen anhangen, zum Ertz⸗Ketzer und Herenmeiſter ausſchreyen und machen laſſen. Als welches Ver⸗ G 99 2 fah⸗ ———-˖...————— n- 420 Das Vierte Capitel. fahren eines der vornehmſten Abſehen ihrer Profeſſion mit iſt. Dann weil ihre Re⸗ inond dens⸗Lehr⸗und Lebens⸗Art bey weitem nicht hinlänglich, die Verkehrten zu bekeh⸗ nit) ren, fo treibt ſie ihr herrſch⸗und zanckſuchtiger Geiſt, diejenige, ſo die Wahrheit nite erkannt und lieben, zu verfolgen, gleichwie die Phariſaͤer, Sadducer und der gan⸗ grafen tze Judiſche Rath ſich gegen die Jünger Chriſti bezeugten. Den Weg der Wahr⸗ afo du heit wiſſen ſie wohl, aber ein groſſer Theil nicht anders als ein Blinder, welcher Wig den Weg, den er gehen ſolte, auch wohl weiß, aber nicht ſehen kan, und dahe⸗ alg mit ro alle diejenige, Denen er den Weg zeigen wilt, und ihm folgen, fåmtlich mit fich Dony WO ins Verderben fuhret. Verſtuͤnden dieſe gute Herren die Worte Gen. VI, 2. 4. darne nicht nach Juͤdiſcher fabelhaften Tradition, oder der verfallenen Kirchen Gloſſen⸗ Afiggl macherey, nach dem Grunde der Wahrheit, ſie wuͤrden von dieſen Subſtantüs in⸗ Im Chara termediis, von den Griechen Dæmones, agathodæmones und cacodæmones fllhkkt genannt, gantz anders urtheilen, und viel durch dieſe Ereaturen veruͤbte Wunder⸗ aloi Wuͤrckungen, nicht wie die Phariſaͤer und Sadducaer dem Teufel zuſchreiben, hbe nien und dadurch ſo grauliche Suͤnden in den Heil. Geiſt begehen, als welche lediglich nihin (wie aus Matth. XII. Marc. III. und Luc. VIII. offenbar) in Der Låfterung der iſchlch Wurckung des Heil. Geiſtes beſtehen, die derſelbe entweder unmittelbar, oder iiin durch die Creaturen wuͤrckt. Wobey wir doch abermals alle Gottliebende treu⸗ REAN lich gewarnet haben wollen, dieſer geheimen Weisheit, megen des Teufels Lift und Welen Betrug, als welcher ſich in einen Engel des Lichts zu verſtellen weiß, muͤßig zu ge⸗ Aul hen; es waͤre dann, daß er von GOtt ſonderlich ausgeruͤſtet waͤre, und alſo den dn, i Character der Geiſter vollkommen zu unterſcheiden wuͤſte. Ubrigens aber, bleibe ſch man wegen der Seelen⸗Gefahr davon, uno folge des HErrn Chrifti Lehre Matth. în; W XVIII, 19. Joh. XIV, 26. XVI, 23. item Matth. VII, J. XXI, 22. Mare. XI. 24. nlib Suc. XI, 9. und Yoh. XIV, 13. XV, 7. 16. XVIL, 8. NB. Sjacob.1, s. 1. Joh. III, nift. 22. V, 14. So wird es dem Liebhaber der Weisheit an der Erkaͤnntniß GOttes A und der gangen Natur in keine Wege ermangeln. Was aber die oben beruͤhrte Gan K Worte Gen. VI. belangt, fo wollen wir dem Wahrheit⸗Liebenden zu Gefallen, ein My ad kleines Tractatlein, ſo vor vielen Jahren von einem recht gelehrten Manne i pin úber diefe Worte geſchrieben, und uns von einem ſehr curieuſen Freund com⸗ kes municiret worden zu Ende dieſes Wercks mit anfuͤgen, fo wie wir es dama⸗ K a len y aus Liebe zur Wahrheit, nebſt einem von uns beygefuͤgten Anhang, ih Hin zum Druck befoͤrdert, davon aber die Exemplaria nunmehr gantz abgangen ſind, e uns verſichernde, daß daſſelbe den Liebhabern der Theoſophie und Mago-Cabbala pig nicht unangenehm fenn werde. WGT §. zf. Wir haben vorher gefagt, Dafi dieSubftantiæintermediæ oder eke"tolin mentar ſche Geiſt⸗Menſchen, gleich auch wie unſer Menſch, nach den Planeten MALE unter qualificirtwårens alfo hateg, gum Exempel, unter den Erd- WMenfchen oder Gnomos k n M, des nibus Hniniſche, Nvialiſche ꝛc, welche Beſchaffenheit es gleichfalls mit denen pe i g en —— W a W Lu iy oW pib tih, a4 J, ttes fite I di anne ço- Y yan) f, bhal wl (anet om% nob p — AE Aan i PaE. A —— Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 421 den andern Elementen hat. Dannenhero der Mago-Cabbalift,(wie Furghievor ge meldt,) die Characteriſticationem der Geiſter fehr wohl verſtehen muß.(.) Da⸗ mit er fich in derſelben Beruf nicht irre.(.) Damit er nicht einen Geift aug den Kreyſen der verdammten Geiſter vor einen der vorgemeldten Geiſter anſehe, und alſo durch den Teufel betrogen werde. Dieſe Geiſt⸗Menſchen koͤnnen in keine Weg eine andere als menſchliche Geſtalt, darinnen ſie erſchaffen, an ſich nehmen, als mit welcher Geſtalt alle vernuͤnftige Creaturen in den Himmeln, und auf Er⸗ den, von dem Allmaͤchtigen GOtt nach ſeinem Bild und Gleichniß Gen.I, 26. characteriſirt worden. Mit den Teufeln aber nicht alſo: Dann ob gleich dieſelbe anfaͤnglich vor ihrem Fall eben alſo characteriſirt geweſen, ſo haben ſie jedennoch die⸗ ſen Character nach ihrem Fall gantz und gar verlohren, alſo daß alle natuͤrliche Crea- túrlichfeit an ihnen gang und gar vergangen, und daher in ihrer jegigen Geftalt das allerabſcheulichſte Weſen ſind, allen Creaturen unerleidlich; dannenhero auch die— ſelbe niemalen anders, als in allerley thieriſcher Geſtalt, dazu unvollkommen, zu erſcheinen vermoͤgen: und da es ja geſchicht, daß der Satan den geheiligten menſchlichen Qharacter an ſich nimmt, ſo iſt ihme jedennoch nicht erlaubt, denſelben in ſeiner Vollkommenheit an ſich zu nehmen, ſondern es wird an demſelben jeder⸗ zeit ein groſſes Gebrechen, entweder an den Fuͤſſen oder ſonſt obſervirt werden: Weilen er auch aus allen Kreyſen der Reinigkeit der Elementen ju deſto mehrerer Qual ſeines Hochmuths in die unreinen finſtern ſtinckenden Kreyſe verſtoſſen wor⸗ den, iſt ihm unmoͤglich einen Leib aus den Kreyſen der Reinigkeit der Elementen an ſich zu nehmen, ſondern nur aus vorgemeldten unreinen finſtern ſtinckenden Krey⸗ fen; Daher es dann geſchicht, daß er bey ſeinem Abzug einen ſo grauſamen und un⸗ erleidlichen Geſtanck hinter ſich laͤſt, auch ſein angenommener Leib wegen der gez miſchten Idèen in den Elementen jederzeit unvollkommen erſcheinet. §. 26. Aus vorgemeldten wird ein Liebhaber der geheimen Weisheit den General- Character und Unterſcheid der guten und boͤſen Geiſter begreiffen koͤnnen. Der guten Geiſter beſondern Character aber nach der Planeten Eigenſchaft deut⸗ licher und begreiflich zu beſchreiben, hat ſich noch niemalen ein wahrer Cabbaliſt un⸗ terſtanden. Die Urſache laſt ſich nicht anders als cabbaliſtice beſchreiben, wozu vor Die Ungeuͤbten eine weitlaͤuftige Beſchreibung erfordert wuͤrde, ſo ſich aber hieher ni t ſchicken will; Diejenigen aber fo hierinnen erfahren, beduͤrffen derſel⸗ ben nicht. Die Pniniſche Gnomones oder Erd⸗Geiſter erſcheinen ſchlecht, unan⸗ ſehnlich, gleichſam in einer melancholiſchen Gravitaͤt, ohne ſonderbaren Schein, nicht allzu milde und freygebig, in allem fo man von ihnen verlangt, und ihrer Ge⸗ walt unterworffen: Als verborgene Schatze, Gaͤnge und Kluͤfte in den Gebuͤr⸗ gen, und derſelben Wachsthum, ingleichen auch aller Pflantzen, und derer Zeich⸗ nung, desgleichen auch die Ertaͤnntniß ihrer obern Welt, nemlich des Ð und feines ſatellitum, ſamt derſelben Einwohner, ſamt allem andern, fo dem B gue Gge 3 geeignet Das Vierte Capitel. slh tef kom⸗ ignet wird. In den P5 Nachtſtunden erſcheinen Map e ager pas oe fangfamy und gleich wi Die AO A an Kr eyſen hienieden, fino ; ia al iefe pnifche Gnomones, ie äufferſten ihres Kreyfes vie a e Tan Sreo der Sinſterliß,> ata Ui PA geübt ſeyn, die nach erlernen; Muß dar) PE ieb⸗ k Nachbarſchaft erlernen; Ka piel den Lieb⸗ boͤſes aus þintergangen noch wird hieraus er aliy arigi ia und peaa giy ed ag e zu ſchreiben, iſt faſt Apern zu kil erlernen koͤnnen. tn mer atien Modia s Ee bat nd erlernen Fòn A PNT Magiæ be elip eriemany abarken Ta Saen Coctliebenn atip Se tonia Mania P sal cf ë Dabey wir aver enen j k í lieb ihm feiner Seelen Heyl nochmolen ernfilich warnen müſſen„daß, ſo y ann in der wabren Hr ip m— ttes, und NB, wie GOtt nach feinem Z Religion nennet, kaͤnntniß Gottes⸗ jenet feyn(fo man insgemein die Religion nennet, itet, und bedienet ſeyn ich gegruͤndet. Inglei⸗ will angebaͤtet, deln wird) vollkoͤmmlich gegruͤn Tashi nde Cap. handeln wird allen denjenigen Schriften, welche die p n: Pe mit höchſtem oe rn für Erene Toei CLAVE eny V Ai OE) citiren kehren s Als da ſind d i Ber z Geiſter zu ichnern, p"e asifat Soͤllenzwang, CULA SXLOMONIS, der Wunder⸗ Buch, HESAU ii n; Miracur- oder V. s dergleichen Teufe⸗ ren< Stern, TIa Practica, Und was derg Teufe so NECROMANTIA P w MiG 3S des Goͤttli⸗ k K mehr i Die ſolches durch oe bo seiaya Con- enen me ey der abgeſchmackteſten Cere EE , nit allerley Der abgeſch richten lehren: dieſe alle ſind ver⸗ chen Namens,! öthigen Narretheyen, verrichten lehren: dieſe alle ſint r e er dazu noͤthigen Narretheyen/ ea E n o erſtmals —— mairr Triebe zuſammen ehig te Oe a und uchte Juͤdiſchen Synagogen in der Chaldeer OMU z en verderbten Judiſchen 8Synagogen in i Chriſtenthum zur Vollkommen⸗ von den verd Freitet otii em verfallenen Chriſtenthumz n in der Welt ausgebreitet, und in bemor a die alerheiltgſte Namen Gottes, Der heit ausgebruͤtet worden. aa 1 e„ einander miſchen, geſegnete RA efr in i ren Atanon C as A Fafa 7 y eh Engeln und und was ſonſten Der unſaͤglichen x rmy AE To r fagen wir noch einmal, find Vanluhes"a lels Seiat ewig ge⸗ + Chriſt dafür zu huͤten, damit er nicht api infone richtiger Ch in mehrers, mann tii MURU AR. i Doch hievon ein mehrers, ieſes beyfuͤgende: Nem⸗ fangen werde. D 0 erden; indeſſen nur noch dieſes beyfugende: N i M. 5 ua bitka gn pa Grunde verfichert feyn muf y= er i B Der wahre Magus o ſo auch die wahre Weisheit "a deni alles vollkommene Geſchenck pe ae ena Verän⸗ gute em Vatter der Lichtern, bey welch 3 E ben herab von dem Vatter der L a 7. redet: Auch wie kommt von oben he, E u kehrung wie Jac. I, KR E R 7 ung ifty oder Beſchattung der Umkehrun Oraa e T: ge, auc o: Dann der Grift Gottes a Aaa T Da Paulus 1. Cor. II, 10. cilen von der ewigen Weisheit, DnE ie Tiefen Gottes. Darum dann, weilen vor rer Chriſt, und Die Tiefen Gottes. Haru eht; So werde der Magus ein wahrer Chriſt, un Goleč y alle Weisheit ausgeht; So werde der Mag ſuche Ahea Kh itg ſiht/ d Aden, im; fo yt: C GNI, fibo wi Wgerch Kiwa WON < M Necre wng Maod Boker ni Mu hy Mni N2 feben€ Was aue des aler eny daß feh n) 0 lies inf AT Ng, NNi tnaf Mi fh M Wihl Md afo NO ton Dig KINE Mm.( M genh Mhaol lahtende th fón t7 Kiin — wW anit mit aar ig ge ſondet Pw iait AEAN api nt Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 42 fuche alsdann die ewige Weisheit, ſo wird ihme dieſelbe reichlich und uͤberſchweng⸗ lich mitgetheilet werden, und nicht noͤthig haben, durch ſo gar groſſe Seelen-Ge— fahr, die Wiſſenſchaften von dieſen Creaturen zu erbettelen, wie die beruhmte Heyden, denen die Erleuchtung des Heil. Geiſtes unbekannt geweſen, gethan ha⸗ ben; ſondern folge der Lehr des Apoſtels Jacobi in feinem Brief I, 5. da er alfo ſagt: So aber jemand unter euch Mangel hat an Weisheit, der bitte ſie von GOTT, Der Da gibt einfáttiglich jedermann, und ruͤcket es Niemand auf, ſo wird ſie ihm gegeben werden. v.. Er bitte aber mit Glauben, und zweifle nicht: Dann wer da zweifelt, der iſt gleich einer Wellen des Meers, die vom Wind getrieben und gewebt wird. v. 7. Dann ein ſolcher Menſch halte nur nicht dafuͤr, dah er etwas von dem HErrn empfahen werde. Ein ſolcher, der da die Goͤtkliche Magie und Necromantiam unter einander mifchen wolte, war Simon, Act. VIIL 18. toie ein Berftándiger aug gedachtem Capitel deutlich erfehen wird. Und dieſes find alſo die Haupt⸗Urſachen, daß wir von der Bezeichnung und Beruffung der Geiſter nichts deutlichers und ausfuͤhrlichers haben ſchreiben wollen. Seelig iſt der und heilig, der da Theil hat an dem Lamm und der Braut. Dann úber ſol⸗ che wird weder Tod noch Teufel in Ewigkeit nicht herrſchen. §27. In dem vorhergehenden S. haben wir der Welt des H und det- ſelben Einwohner gedacht, welches uns dann Anlaß gibt, von dieſer Materie et⸗ was ausfuhrlicher zu reden. Wozu wir uns des Copernican. Syttematis, als des allernaturlichſten und wahrhafteſten, bedienen wollen. Iſt demnach zu wiſ⸗ fen, daf Fein einziger Planet welches auch von allen fogenannten Fix-nen gu ver- ſtehen) ohne Einwohner geſchaffen; dann obgleich von denſelben nichts ausdruͤck⸗ liches in heiliger Schrift gemeldet wird, auſſer deme, ſo im CXLVIII. Pf. zu leſen, ſo iſt doch aus vernuͤnftigen Gruͤnden feſt zu ſchlieſſen, daß der allmaͤchtige GOTT diefe unzáhlbare Córper nicht leer und ohne Ereaturen werde gelaſſen, und dieſelbe nur ſchlechthin zu Lichtern geſchaffen haben, daß ſie gleich den Irr⸗ wiſchen auf einem raͤumlichen Felde, in dieſer unbegreiflichen Hoͤhe, durch ein⸗ ander lauffen ſolten. Wer nicht aus den Zanck⸗Schulen erzeuget, ſondern in der Wahrheit ſeine Luſt an dem HErrn und ſeinen Wunder⸗Geſchoͤpfen hat, wird erkennen und geſtehen muſſen, daß der CXI. VIII. Pf. fehe Plar und deut- lich von dieſen Geſchoͤpfen rede, wie ſolches ſcho im 1. Theil vom O auch er- wehnet worden. Gedachter Pf. fangt ſich alſo an: Lobet oen HERRF aus dem Himmel.(ſiehe Schem. F. 8. Fom. 1. vom Cap..) Lobet Ihn in der Hoͤhe. (auf gemeldtem Schem. lit. J...) Lobet Ihn alle ſeine Engel.(ſiehe a..) Lo⸗ bet Shn alle feine Heerſchaaren. 3, Lobet Ihn Ound C. Lobet Ihn alle ihr kuchtende Rne.(nicht die ſtumme Coͤrper, welche weder ſingen, pfeifen noch orgeln können; ſondern die darinnen und darauf erſchaffene Creaturen) v. 4. Lobe Ihn du hoͤchſter Himmel u. nemlich die darinnen geſchaffene Geiſter; Und du E me Das Vierte Capitel. du Waſſer, welches uͤber dem hoͤchſten Himmel iſt.(die Æſch Majim, und die in demſelben geſchaffen iſt) Und ob nun wohl dieſe Erklarung bey einem wah⸗ ren Theoſopho und Mago- Cabbaliiten unwiderſprechlich iſt, ſo wird jedoch von den Sehul- Theologis mit vollem Halſe dagegen geſchrien werden Nemlich/ daß in eben dieſem Ñf. vom 7. bis 10. v. dieſer Auslegung widerſprochen werde; Dann da leſe man in gleichfoͤrmiger Redens⸗Art: Lobet Den HER RN von der Erde: ihr Wallfiſche und alle Abgruͤnde: Feuer, Hagel, Schnee, Rauh, Sturmwinde, Berge, Hugel, fruchtbare Baume, und alle Cedern, wilde Thiere, Vieh, Wuͤrme und gefluͤgelte Voͤgel ꝛe. Dieſe hätten ja auch keine Geſange, Orgeln noch Pfeifen? Koͤnte dannenhero nichts anders verſtanden wer⸗ den, als daß das Lob GOttes darinnen beſtuͤnde, weil ſie GOtt der HErr zu Bezeugung ſeiner Allmacht geſchaffen haͤtte, daß ſie ſeinem Willen gehorſamten, und ihren verordneten Lauf richtig und ordentlich hielten, und vollendeten. Die⸗ fes ift wohl etwas, aber bey weitem noih nicht alles geſagt. Dann, daß die unvernuͤnftige Thiere insgeſamt, indeme ſie ihrem eingepflantzten Trieb folgen; (D. i den Willen ihres Schoͤpfers ausrichten) GOtt den HErrn loben, beſte⸗ het ohne allen Widerſpruch; diejenige aber insgeſamt, welche eine Stimme ha⸗ ben, preiſen GoOtt durch ihre Stimme, nach ihrer Art, indem ihnen GOtt die Stimme deshalben gegeben, und folgen hierinnen einfaltiglich dem Willen ihres Schoͤpfers; Dahingegen der gottloſe Menſch den Lebendigen, welcher ihn vor allen andern Ereaturen ſo herrlich erſchaffen hat, durch ſeine Stimme in unzaͤhl⸗ bare Wege laͤſtert und ſchmaͤhet. Und obgleich vieler Thiere Stimmen den pere derbten menſchlichen Sinnen uͤbel lautend vorkommen, z. E. die Stimme eines Eſels, das Bruͤllen eines Loͤwen, das Geheul der Woͤlfe 2c, fo iſt es doch auf Seiten GOttes, ihres Schoͤpfers, nicht alſo beſchaffen. Sondern es gehoͤren alle dieſe wunderbare Stimmen zu der allgemeinen Harmonie der gantzen Natur, und derſelben allgemeinen Sprache, daher keine einzige derſelben hierinnen ermangeln darf: Und alfo fan man auch von allen Bäumen, Stauden und Gewaͤchſen ſagen, daß, indem ſie ihre Vermehrung durch ihre Frucht, Saamen oder Wur⸗ tzel befoͤrdern, und alſo den lebendigen Creaturen beſtandige Nahrung darreichen, loben fie den HERRN; nemlich in dieſer Vollbringung des Willens ihres Schoͤpfers, und alſo loben auch alle Berge und Huͤgel den HERRN, indem fe nenilich gum Lob ihres Schoͤpfers fo unzaͤhlbare Gewaͤchſe hervor bringen: Dieſes alles aber iſt in keine Vergleichung zu ziehen mit dem Loben, Davon im erſten bis zu Ende des 6. v. geredet wird. F. 29. Wegen Feuer, Hagel, Schnee, Rauch, Sturmwinde ꝛc. wird es keiner groſſen Auslegung beduͤrfen, indeme ja allen Voͤlckern der Erden be⸗ kannt, wie der allmächtige GOT T dieſe elementariſche Kräfte zu ſeinem Lob und Preis, die boͤſe Welt zu ſtrafen, zu gebrauchen pflege. Alſo haben"r oy Urtzeſte (umh Wt gifi Ordnung SML ot mit C Woh Chie, w fias digen tn Gi Nttoot Chrif denfelhe fhn y weng i wot al Ye gof falt ha WU no N CN toth a uditi 0 Mnf Aa i, AMG wnf Me i Suy M Gti ime Yy ndi ann — ⏑——Q ˙X. a Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 425 i kuͤrtzeſte betrachtet, worinnen das Lobet den SERRV aller vorbemeldten Ge⸗ ſchoͤpfe beſtehe? welches aber in keine Wege unſere Erklaͤrung wegen der uͤberirr⸗ W diſchen Creaturen vernichtigen mag, indeme mit allem Fleiß zu mercken, daß die⸗ d fer Pfalm in 2. Theile von dem Dichter unterfchieden worden. Von dem 1. bis ii 6. V: begreift den erſten Theil, in welchem alle uͤberirrdiſche Creaturen zum Lob w GOttes ermahnt werden; Und wird dieſer Theil mit den Worten des J. und iiy 6. v. alſo beſchloſſen: Dieſe alle ſollen loben den Namen des SERRN, i(nemlich vorgemeldte, und nicht die folgends genannte; wie aus dem Gegenſatz fein des 13. v. unwiderſprechlich offenbahr, dann als Er gebote, da wurden fie we geſchaffen, und Er hat ſie geſtellet zu ewigen Zeiten: Er hat ihnen eine Ordnung gegeben, die wird nicht vergehen. Hierauf faͤngt der andere fe Theil an, alle irrdiſche Creaturen zum Lob Des HERRN anzjumahnen; und die⸗ ſchlieſt mit dem 13. v. alſo: Dieſe alle ſollen loben den Ramen des SErrn. die Ein Wahruheit⸗liebender wird mit dieſer Erklaͤrung, als einem Strahl des ewigen Wi Lichts, vergnugt ſeyn, und mit uns des HErren Lob verkuͤndigen. wiy.29. Nachdem nun dieſes gewiß geſetzet, daß alle und jede Kneen mit Te 0% bendigen Creaturen angefuͤlet, fo toird nun die Frage folgen, mwas dann folches tdi vor Geſchoͤpfe, und wie dieſelbe qualificirt find? Hierauf eine vollfommene ib Antwort zu ertheilen, wird in dieſem Leben faſt unmuͤglich ſeyn, indem in Heil. nM Schrift nichts alg vorgemeldtes klar und deutlich davon aufgezeichnet, auch von yii denſelben noch nichts weiters bekannt, als was durch oben gemeldte Feuer⸗Men⸗ W ſchen den alten Weiſen davon offenbahrt worden, wovon jedoch zu unſern Zeiten wenig übrig geblieben; was man aber nachhin von ihnen erhalten, will ſich auch uf nicht allemahl ſo ſchlechthin ſchreiben laſſen. Dieſes bleibt einmal feft, daß alle i dieſe geiſtliche Geſchoͤpfe(wie ſchon anderswo mehr geſagt worden) menſchliche Wd Geſtalt haben, aus der allerlubtilſten Subltantz des Kreyſes ihrer Welt, gleichwie ihre Planeten oder Sternen⸗Welt, der groͤbere Theil derſelben Kreyſen ift; wor⸗ innen jedoch die Weſenheit ihrer Kreyſe concentrirt iſt, gleichwie die Farben in yy einer rothen, gruͤnen ꝛc. glaͤſernen Kugel, welche anfaͤnglich ein ohne alle garz iie ben durchſcheinendes Weſen war y bis die Barbe dazu kommen, da ſie Dann unz E durchſichtig und undurchſcheinend geworden, jedoch aber ihre Farben, wann die i O darauf ſche net, durch einen Gegenſtrahl auf ein dagegen gehaltenes weiſſes Ding wirft; Und eben alſo ſtrahlen dieſe himmliſche Corper ihre Krafte gegen yi einander, bis dieſelbe endlich auch zu unſern Planeten, nemlich zu unſerer Er⸗ den⸗Kugel kommen. Daf nun ein jeder Planet, wie auch ein jedweder aller uͤbri⸗ i gen Sternen, ſeine eigene Qualitäͤt, wie jetzt gemeldt, habe, ſo mit den andern in ni teine Wege einſtimmig, iſt durch lange und gewiſſe Erfahrung offenbahr; dann nh wann die Q jum o fommt, und mit ihm im g fteht, urfacht dip im Sommer ah(dafern nicht h oder C Hinderung machen 1) Hitze, Blitz und Donner, dage⸗ — 426 Das Vierte Capitel. gen wann die© in P/ verurſachet es Regen und kuͤhle Luft, im Winter aber mehretes die Kalte heftig, u..f. Dannenhero hat man aus der Erfahrung, daß D Falt und trocfen: Z warm und feucht: o trocten und feurig:© warm und troen: Q warm und feucht: g allerkey: C Falt und feucht; Die Erde, alg gleichfalls ein Planet, gleich dem C, Falt und feucht, und nach diefen gemeldten Temperamenten ſind auch die Geiſt⸗Menſchen der Planeten und Knen qualificirt: Alſo ſind die hniſchen eines bleichen und blaſſen Scheins, langſam beweglich/ mce- lancholiſch, gravitdtiſch, wegen ihrer unbeſchreiblichen Kaͤlte: Wie dann ein ge⸗ wiſſer curꝛoſer Auctor der Meynung, daß,wann ein Einwohner der h niſchen Welt, in der allergroͤſten Winter-Kälte zu uns kommen koͤnte, demſelben dieſe unſere Kalte eine ungewoͤhnliche Hitze ſeyn wuͤrde, welche er nicht auszuſtehen vermoͤgte, weilen p der O gar zu weit entfernt ſteht: und alſo ſind auch alle die ubrigen, ein jeder nach der Eigenſchaft der Kreyſen und der daraus erſchaffenen Welt, quali- ficirt. Daf man in dem C Berge, Thaler, Seen, Flufſe ꝛc. durch die neuli⸗ chere herrliche Fern-Glaſer oblervirt, iſt ſo bekannt, daß es allhier keiner weitlauf⸗ tigen Erweiſung bedarf. Gleiche Beſchaffenheit hat es mit allen andern himmli⸗ ſchen Coͤrpern; welche Geſtalt ihnen dann von dem Allmaͤchtigen nicht vergeblich gebildet worden, ſondern gleichwie dieſe Erd⸗Kugel mit Menſchen angefuͤllet, die da zum Preiß des lebendigen GOttes derſelben Fuͤrtreflichkeit in allen ihren Ge⸗ ſchoͤpfen betrachten und genieſſen ſollen: Eben ſolcher Urſach halber find auh alie obgemeldte Coͤrper, mit vernuͤnftigen Creaturen angefullet, wie allbereit oben aus dem CXLVIII. Pf. erwieſen worden. §.30. Aus deme nun, mas wir big daher gefagt, haben wir recht wohl ge⸗ gruͤndet, jeden Planeten eine Welt genannt, dergleichen in den Himmeln der Fix-Anen ſich annoch unzaͤhlbare finden werden, welche wegen der erſtaunenden und von unſerer Vernunft nicht zu begreifenden Hoͤhe unmuͤglich oblervirt wer⸗ den koͤnnen, von welchen Welten in folgenden$. S. ausfuͤhrlicher geredet werden ſolle. Es wird unſerer Erd⸗Kugel Diſtantz a. b.(ſiehe Fig.§. 27. oben) wie aus der Doctrina parallactica befannt, roo0000. Meilen ohngefehr von der© gerechnet woraus in etwas abzunehmen, was es vor eine unbegreifliche Hoͤhe von b. big c. und d. ſeyn muͤſſe? Um die O, als das Centrum unſers Syſtematis, wenden ſich alle Planeten, darunter auch unſere Erd⸗Kugel begriffen; Und hat ein jeder, auſſer dem a feine Begleiter, alfo hat die Sonne den Y und Q infonderheits die Erde den C, und X gier Gefáhrten, P aber derſelben fuͤnf. Weilen nun dieſe Zrabanten des Z und p, jeder ſeine gewiſſe Weite vom p5 und X hat, alſo muß auch ein jeder unwiderſprechlich ſeinen eigenen Kreyß oder fluͤſſiges Weſen, darinnen er gleichſam ſchwimmet, und umlauft, haben, daraus er concentrirt worden, folglich auch ſeine eigene Einwohner, nach derſelben Kugel und Kreyß qualificirt, daß alſo Derer Kugeln keine die Eigenſchaft der Kugel oder pun fmd hmo Grdun prdu wohn wieed p miil Chuky Conitell nd Aer oben m Ein fhtwohl Griongul fhn eg nin Gigt twiter hi f, u erdrte Mean WANUN À tiban ch d Wan inf N Ei, dy MRS aefa e Ruge Wfichene ih Cih Pt s y MA, wil I s Mg tConl] umf Y i aber Ding j W$ iD o Wi cit: mi ny dlt mi doti y in vali- wui uk mml olih nv uý oheh lgt pi den vet⸗ M SW att 3. b nih Kò jts M nd T i fi I enirilt ah pipt aw — A ATAA E Von der wahren und natüuͤrlichen Aſtrologia. 427 5 und 2 habe. Der gantzen Pniſchen und R vialiſchen Welt aber iſt das Flui- dum oder der Kreyß c. e. und e. F. in obiger Figur gemein, gleichwie g. h. der Erd und dem C;& allein hat keinen Begleiter, ſondern iſt gleichſam ein Beglei⸗ ter der Erden L und O. Dannenhero weil er heftig feurig, auch ſeine Ein⸗ wohner eines ſehr hitzigen und feurigen Temperaments ſeyn muͤſſen. Stuͤnde S, tvie er auf der Fig.§. 27. gu fehen, das ift; in*li mit C und der Erden, und daf auch p mit ihnen in o; fo wurde er groſſe Veränderung auf dem Erd⸗Boden, Krieg, Streit, Brand, Mord und Blut-Vergieſſen erwecken, ſonderlich da ſich dieſe Conſtellation im 8. oder O begábe y alfo: daf Cap. Medufæ oder Ocul. Z. mit in Der d begriffen wårens Und obgleich diefe Unmerdung eben nicht hieher ge hoͤrt, ſo iſt doch dieſelbe eben auch nicht mal à propos, indeme die Wuͤrckungen der obern Geſtirne deſto beſſer dadurch oblervirt werden moͤgen. Ein mehrers von den Einwohnern der andern Welten, auſſer unſerer Erd⸗-Kugel, zu melden, iſt nicht wohl muͤglich, indem dieſelbe mit allen dublunaribus gar ſchwehr zur Conver⸗ ſation zu bringen ſind. Wie ſchwehr es den Sterblichen, mit denen Feuer⸗Men⸗ ſchen wegen der allzuvielen Kgen Weſenheit in den Umgang zu kommen, iſt de⸗ nen Gottweiſen und Mago-Cabbaliſten am beſten bekannt; Daher wir auch nicht weiter hierein gehen wollen. §. 31. Ehe wir aber dieſes Cap. ſchlieſſen, faͤllt annoch etwas beſonders zu eroͤrtern vor; Nemlich weilen dieſe unſere Erd-Kugel, vor allen andern vor⸗ her erwehnten Welten, in Anſehung des Lagers keinen beſonderen Vorzug hat, warum doch der erſt geſchaffene Menſch Adam, und in demſelben idealiter alle erſchaffene Menſchen nach dem Fall auf dieſelbe vor allen andern Coͤrpern dieſes O Syſtematis verſtoſſen, und hieſelbſten dieſes Falles halber dem ewigen Tod, nemlich der Hoͤllen Reich, und dem Teufel ewiglich uͤbergeben worden? Auch davon in keine andere Wege errettet werden moͤgen, bis der Glantz und das Eben⸗ bild der Herrlichkeit des lebendigen Gottes, das ewige Fiat,(es werde) Chriſtus IEſus, der ohne allen Anfang einiger Zeiten eingebohrne Sohn Gottes eben dieſes gefallenen Menſchen weſendliches Fleiſch und Blut aus dieſer elementari⸗ ſchen Kugel an ſich genommen, und in demſelben der unerforſchlichen und unbe⸗ greiflichen Gerechtigkeit Gottes, der gantzen Natur Schulden bezahlt, welches allen Ereaturen unmuͤglich war? Wie nun dieſe Frage in gemeiner Theologie er⸗ klaͤrt wird, iſt einem jeden bekannt, der nach der Welt⸗Weiſe ein Chriſt gerannt ſeyn will, alſo daß wir dergleichen Auslegung hieher zu ſetzen, uͤberhaben ſeyn koͤn⸗ nen; der aber durch den Geiſt, der alle Dinge forſchet, auch die Tieffen Gottes, 1. Cor. II, 10. gefuͤhrt wird, derſelbe wird mit ſolchen regulmaͤßigen Lehren nicht allemal vergnugt ſeyn. In vorangezogener 1. Cor. II, 10. bis 13. lieſet man: Uns aber hat es GOTT offenbart Durch ſeinen Geiſt, denn der Geiſt erforſchet alle Dinge, auch die Tiefen Gottes; Dann welcher Menſch weiß was im Men⸗ Hhh a ſchen 428 Das Vierte Capitel. ſchen iſt, ohne der Geiſt des Menſchen, der in ihm iſt? Alſo weiß auch niemand, was in GOtt iſt, dann nur der Geiſt Gottes. NB. Wir aber haben nicht em⸗ pfangen den Geiſt der Welt, ſondern den Geiſt, der aus GOtt iſt, auf daß wir wiſſen koͤnnen, was uns von GOtt geſchenckt worden iſt; welches wir auch reden, nicht mit Worten, welche NB. menſchliche Weißheit lehren kan, ſon⸗ dern mit Worten, die der Heil. Geiſt lehret, und vergleichen geiſtliches mit geiſt⸗ lichem. Wir haben allbereit im I. Theil Cap. V. im ſechſten Tagwerck gezeiget, daß das Paradieß, oder nach den Worten des Hebr. Textes, der Garten in Eden, nicht auf dieſem Erd-Kreyß geweſen; welcher Ort mit dem, ſo wir im II. und dieſem III. Theil hievon geredet haben, wohl verglichen werden muß: Einem Na⸗ turgeuͤbten wird hierinn nichts widerſinniges, wie den ungeuͤbten, vorkommen. In gemeldtem J. Theil iſt gleichfalls gezeiget, wie der Menſch an ſtatt des gefalle⸗ nen Lucifers zu Beherrſchung ſeiner verderbten, und durch Elohim wieder neu gez ſchaffenen Welt, ſey erſchaffen worden; Ingleichen wie der Menſch durch die ent⸗ zuͤndete Begierde des Satans(wer allhier durch den Satan verſtanden werde? ſuche der Liebhaber Cap. V. des I. Zh. vom A) in dieſem irrdiſchen Klumpen, als das Mittel aller Planeten-Welten, das Mittel in dem Garten Edens(ein Behaͤlt⸗ niß und Gefaͤngniß des Lucifers, der Mittel⸗Punct aller Finſterniß und Region aller gefallenen Geiſter) durch Mißbrauch ſeines freyen Willens, der ſich in den Goͤttlichen Willen allein verſencken ſollen, imaginirt, d. i. auch das Boͤſe zu wiſſen, gewolt, nemlich die Frucht des lieblichen Vorwitzes der Allwiſſenheit des Guten und Boͤſen, von dem verbotenen Baum des Ekkaͤnntniſſes gutes und boͤſes, und mit demſelben zugleich die von der Gerechtigkeit Gottes darauf gefetzte Strafeldes zeitlichen und ewigen Todes genoſſen. Ferner iſt auch ſchon gezeiget worden, daß der Menſch, nachdeme auch das Princip um der Finſterniß in ihme offenbar worden, in dem reinen Licht, in welchem er anfaͤnglich in Eden geſchaffen worden, nun nicht mehr ſtehen konte, ſondern muſte bey dem Baum des Erkaͤnntniſſes des guten und boͤſen verbleiben, d. i. ward auf Die Erde verſtoſſen, welcher Baum annoch ſowohl mitten im Garten Edens iſt, als der Baum des Lebens, zu welchem doch der Weg dem Menſchen durch die Cheru- bim verſperrt worden. Wir wiſſen wohl, daß der myltiſche Baum des Lebens Chriſtus iſt; Gleichwie der Baum des Erkaͤnntniſſes gutes und boͤſes geiſt⸗ und auch leiblich iſt, oder elementariſch, alſo iſt auch der Baum des Lebens geiſtlich und leiblich. Den elementariſchen Baum des Erkänntniſſes gutes und boͤſes has ben wir kurtz hievor gemeldt. Der Geiſtliche Baum des Lebens, Chriſtus ZEſus, iſt uns in heiliger Schrift Far, hell und deutlich offenbart: Das Gegenbild aber, d. i. der erſchaffene Baum des Lebens in Eden, gleich dem Baum des Erkanntniſſes gutes und boͤſes, iſt eben nicht insgemein bekannt, wie man ſo dahin ine awhi f thum ò welen, wond manii Voki Akuſt Geg Trofi m O MEN NN inen din Ud Raw horo ga fine S den Fón ww Y Fonnt, it„dur mi Ce lech. intal 63 Gih Í Mutsun SMD At Dd Tebe kinah iy, Kni lingi Wg Cap, woare Wr y, Ma i hilt 5ö0 IDU WiN pu guti f fon mi Se aut Ede 8 det spern- goug ſt AD heſtc iei cehi oh MR mf pabil Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 429 dahin glaubt den geiftlichen Baum des Lebens zu kennen, welches man jedoch durch deſſen Nachfolge und Haltung ſeiner Gebote ſo gar ſchlecht bezeuget. S. 32. Eg wolle niemand gedencken, daß diejenige in dem tiefen After: thum darum wahnwitzig zu nennnen, daß ſie mit vielen Nachkoͤmmlingen bemuͤht ge⸗ weſen, eine Artzney der Unſterblichkeit zu finden. Von Adam her haben ſie wohl von dem Baum des Lebens hoͤren laͤuten, aber nicht zuſammen ſchlagen, wie man im gemeinen Sprichwort redet. Dann weilen die wahre Erkaͤnntniß des Vorbilds des Baums des Lebens, nemlich Chriſtus, bis auf ſeine allerheiligſte Zukunft ins Fleiſch nicht anders, als in den Figuren der Opffer und Schatten des Geſetzes bekannt, und alſo auch bas Licht Des H. Geiſſes noch nicht ſo hell und klar offenbaret war, konte die menſchliche verderbte Vernunft auch nichts von dem Gegenbild begreiffen oder verſtehen. Von der Unſterblichkeit war ihnen wohl ein Schatten uͤbergeblieben, wie dann auch ihr Geiſt und Seele in ihnen derſel ben unwiderſprechliche Zeugen waren: Allein diefes alles war nicht hinlaͤnglich, ihnen einen wahren Begrif der Unſterblichkeit, was zu derer Erhaltung noͤthig, zu machen. Sie ſahen wohl, daß GO T T der Allmaͤchtige viel Kraft in die Natur verſteckt, welche zu Erhaltung menſchlicher Geſundheit dienlich; Dannen⸗ hero geriethen ſie auf die Gedancken, daß wann ſie des allererſten Principii in ſeiner Simplicität, daraus alle dieſe unterirrdiſche Kraͤfte gefloſſen, habhaft wer⸗ den koͤnten, ſo wuͤrden ſie alsdann zu einer ſo kraͤftigen Wunder Artzney gelan- gen: Weil ihnen aber der wahre Grund der Weißheit verdeckt, und alſo nicht be⸗ kannt, daß zu dem Vorbild des Baum des Lebens durch die Decke Moſis, das iſt, durch das oeremonialiſche Geſetz, die 2. Cherubim, Tod und Leben, Fluch und Segen, gleichwie zu dem Gegenbild in Eden durch die Decke des Fleiſches gantzlich verſperret war, blieben ſie in lauter Finſterniß und Irrthum ſtecken, und konten alſo weder den einen noch den andern Weg zu ihrem Vergnuͤgen finden. S. 33. Gen. MI, 22. lieſet man: Darnach ſprach GOtt der SErr: Sehet, der Menſch iſt ja freylich geworden wie einer aus uns, indem er gutes und boͤſes erkennt: So můͤſſen wir nun zuſehen, daß er nicht ſeine Band ausſtrecke, und nehme auch von dem Baum des Lebens, und eſſe und lebe ewiglich. Belangend nun dieſen., ſo erfordert derſelbe wegen vie⸗ ler ſonderbaren Geheimniſſen, ſo darinnen verborgen, eine ſehr weitlaͤuftige Er⸗ klarung. Weilen uns aber dieſelbe von itzo vorhabendem Zweck gar zu weit ent⸗ fernen wuͤrde, jedennoch aber gewiſſer Urſachen halber in dieſem Werck eine Er⸗ klaͤrung dieſes und folgenden v. noͤthig ſeyn wird, ſind wir genoͤthigt, folgen⸗ des Cap. von der Religion zu ſchreiben, dahin dann dieſelbe und viel anders mehr verſparet bleiben muß. Aber wieder zu unſerm Vorhaben zu kommen ſo ſagt diefe v. So muͤſſen wir nun zuſehen, daß er nicht ſeine Hand ausſtrecke, und hehme auch vom Baum Des Lebens, air s und lebe ewiglich. Hieraus iſt o $ Ohh 3 ary Kd y= dm ae 430 Das Vierte Capitel. bar, daß gleichwie der Menſch feine Hand ausgeſtreckt zu dem Baum des Er⸗ kaͤnntniſſes gutes und boͤſes, und durch die Nieſſung deſſelben Fru ht, das Irr⸗ diſche, und mit demſelben den zeitlichen und ewigen Tod an ſich gebracht, derſelbe eben alſo auch zu dem andern Baum, nemlich des Lebens, mitten im Garten Edens(oom myſtiſchen Baum des Lebens reden wir jetzt nicht) ſeine Hand aus⸗ ſtrecken, und durch Nieſſung deffen Fruͤchte ewiglich leben moͤgen. Damit aber der Menſch nicht alſo in dem nun angezogenen Fleiſch und Blut unſterblich bleiben moͤgte, ſondern erſtlich nachdeme derſelbe in dieſem zeitlichen Leben die Fruͤchte des myſtiſchen Lebens⸗VBaums im Geiſt genoſſen, und durch den natur⸗ lichen Tod, die elementariſche Decke, als zur Unſterblichkeit in dem Reich Gottes gang untuͤchtig, toieder abgelegt, und im Geiſtlichen Leib wieder auferſtanden, unſterblich wuͤrde, ſo ſagt der 23. v. Derhalben verſtieß ihn GOtt der HErr aus dem Garten Eden, zu bauen die Erde, aus welcher er genommen war, nemlich dieſen irrdiſchen Planeten oder Erd⸗Kugel, derer elementariſches We⸗ ſen der Menſch im Fleiſch an ſich genommen, und im Tod allda wieder ver⸗ laſſen muß. L34. Aus vorgemeldten wird der Liebhaber der Wahrheit klar erkennen, was es vor eine Beſchaffenheit mit der alten und neuen vermeinten Unſterblichkeit habe. Daß Adam dieſelbe auch in ſeinem angenommenen Fleiſch haben koͤnnen, daferne ihm GOTT der HERR zugelaffen, feine Hand ju dem Gegenbild des Baums des Lebens auszuſtrecken, und deſſen Fruͤchte zu genieſſen, iſt aus voran⸗ gezogenen Shrift- Worten Ffar und offenbar. Damit aber weder dem Adam noch allen feinen Nachkommen, ſolche Unſterblichkeit im Fleiſch(als wodurch ſie ewiglich leibliche Teufel und Gottes⸗Feinde wuͤrden geblieben ſeyn, wie ſolches noch heutiges Tages an dem groͤſten Hauffen der Menſchen offenbar) nicht zu theil wuͤrde, verſtieß ihn GOTT von dem Baum des Lebens, zu dem Baum des Todes, dahin er gelúftet hatte, und verlegte ihm den Weg alſo, daß ihme un⸗ moͤglich in dieſem ſeinem ſchwehren, und ſich zu erheben untuͤchtigem Fleiſch zu der Unſterblichkeit zu gelangen, es fey danny daß er in dieſer oder jener Welt, die Fruͤchte des myſtiſchen Lebens⸗Baums, nemlich Chriſtum am& geopffert, Fleiſch und Blut, als die wahre Frucht vom Holtz des Lebens, die vollkommenſte Artzney der Unſterblichkeit im Geiſt genieſſe. Weil nun der Weg zu des Fleiſches Unſterblichkeit gaͤntzlich verſchloſſen, und der Baum des Lebens dazu nicht wieder zu erreichen, ſo bemuͤhe ſich der Nago. Cabbaliſtund Theoſophus um deſſen Aus⸗ fuh O A und T, davon wir in dieſen unſern Schriften bis daher gehandelt ha⸗ ben, zu Erlaͤngerung ſeines zeitlichen Lebens theilhaftig zu werden. S. JJ. Im erſten und andern Theil dieſes Wercks iſt erwieſen worden, daß der Menſch aus dreyen, nemlich Geiſt, Seel und Leib(Staub aus der Erden) beſtehe, welche leider! nunmehr in dieſe elementariſche Schale durch ſeinen eigen⸗ dti miN walo |3 wa nigdar ferden, der dae Wilten aby y Supl, hofi, Mibtih UNN Mi Zivi MwY Ng KAG M Nii u Wd VD fir oe NSIN Mory Kadin Hitung ` Did N ipfi N Dw prar yam jf jes y um W ji Belty Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 431 eigenwilligen Ungehorſam, d. i. in den leiblichen und ewigen Tod verwickelt wor⸗ den, darinnen derſelbe auch ewiglich liegen bleiben muͤſſen, daferne die unwandel⸗ bare Barmhertzigkeit GOttes nicht in Chriſto den Weg zum ewigen Leben wie⸗ der eroͤfnet haͤtte. Dann weil der Menſch ſeinen Geiſt aus der hoͤchſten Region der Geiſter, ſeine Seele aus der Engel⸗Welt, und ſeinen Leib aus Eden hatte, konte GOtt der Allmaͤchtige dieſes Wunder⸗Geſchoͤpfe, das Concretum aller Welten, nicht in den Banden der hoͤlliſchen Finſterniß und der Gewalt der Teu- feln laſſen, ſondern hatte in dem Rath ſeiner Allgegenwaͤrtigkeit,(ſonſt Ewig⸗ keit genannt) eine Erloͤſung beſtimmet. Wie erſchroͤcklich aber der Fall des Men⸗ ſchen, und die unbegreifliche Gewalt des Teufels ſeyn muſſen, welche den Men⸗ ſchen gefangen hielte, erſcheinet hieraus offenbar, daß weder in den Himmeln, noch auf der Erden kein ander Erloͤſungs⸗Mittel vorhanden war, als daß ſelbſt der ewige Sohn GoOttes des gefallenen Menſchen Fleiſch und Blut an fich nehmen, und in demſelben durch den Tod, die Schuld der menſchlichen Natur bezahlen und alſo den ewigen Tod dadurch aufheben muffen. .36. Hieraus wird ein Liebhaber der Mago-Cabbala erkennen, daß dieſer unſer Planet oder Erd⸗Kugel vor allen andern himmliſchen Coͤrpern, als welche insgeſamt, nur von einfaltigen Creaturen aus dem Weſen derſelben Kreyſe bewohnt toerden, einen ſonderbaren Vorzug habe.(.) Weil nach dem Fall Lueifers, der da ein Beherrſcher war aller dieſer erſtaunenden Kreyſen bis andie obere zenen- Welten, derſelbe mit allen ſeinen Heerſchaaren aus denſelben verſtoſſen, er ſelbſt aber, der Lucifer, mit allen ſeinen Thron⸗Engeln in den Mittelpunct dieſer irrdiſchen Kugel, als den Brunn des Abgrundes, zuſammen gepackt, verſtoſſen und verz ſchloſſen, ſeinem Stadthalter aber, dem Beelzebub,(Satkhanas) mit allen Legionen, die ubrige Klementa bis an die auſſerſte Flaͤche unſers Erd-Kreyſes(Eph. II..) zum Gefangniß von der Allmacht GOttes angewieſen worden, davon ein mehrers im 1. Theil vom S nachzuſehen.(.) Weil auch Adam der Auszug oder We⸗ ſen aller Welten,(und in demſelben idealiter alle ſeine Nachkommen) der da an ſtatt des gefall nen Lueifers alle Welten dieſes Sonnen⸗Syltematis bis an die obere Knen⸗Welten, wieder beherrſchen folte, nach feinem, durch des Teufels Neid und Mißgunſt erregten Fall, gleichfalls auf diefe Erd-Kugel verftoffen worden, auf welcher hernachmals der himmliſche Adam, Chriſtus, zu einer allgemeinen Er⸗ loͤfung, ſein allerheiligſtes Leiden vollbracht, und den Tod gelitten hat. §.37. In kurtz vorhergehenden§.§. haben wir der obern Sternen⸗Welten oͤfters gedacht, dahero dem Wahrheitliebenden nicht mißfallig ſeyn wird, wann wir vor Beſchluß dieſes Capit. die Frage: Ob mehr als eine Welt? aufs kuͤrtzeſte betrachten, dazu wir zu beſſerer Erlaͤuterung die 15. Fig. geſetzet haben, deren Erklarung folgende: A. Die Groͤſſe der halben Sonnen, deren halber Durchſchnit ein 2. Zoll gerechnet, wie ME i ig hen Has Vierte Capitel. wie dieſelbe gegen die andern Planeten beſchaffen, welches ſich aber auf einem ſo engen Raum nicht bedeuten laſſen will. Dann nah Des Uingenii Meynung ſoll der Durchſchnitt der O der Erden Durchſchnitt 30. mal uͤbertreffen, und daher, da der Durchſchnitt der Erden 1718. deutſche Meilen angegeben wird, 137. 440. oder mie andere genauer rechnen wollen, 1466 40. Meilen betragen. Weilen aber nah des Archimedis Proportion Deg Umkreyß eines Circuls ſich verhaͤlt gegen ſeinen Durchſchnitt, wie 22. gegen 7. ſo waͤre der Erden Durchſchnitt(deren Um⸗ renh ſich auf 5400. teutſche Meilen belauft) 1718. 11. Meilen, dieſe mit 80. multipl. facit 137454. z4. Meilen, und ſo viel muͤſte alsdann der O Durch⸗ ſchnitt halten, fehlen aber noch gro. Meilen, daß es vollig obige Summe der 146640. betraͤgt. B. Die Grófie des Y nah Proportion der O und Planeten. C. Die Groͤſſe der Q gleich alfo. P. Die Groͤſſe des C40. mahl kleiner, als die Erden und Q. E. Die Groͤſſe der Erden gegen der O iſt wie ein halbes Hirſen⸗Koͤrnlein gegen de Sonnen⸗Groͤſſe. Des C Circul muͤſte 1. Zoll zum halben Durchſchnitt ſeyn, wann der O halber Durchſchnitt 1. Zoll waͤre. Der Kreyß o· muͤſte nach Proportion der O, da derſelben halber Durch⸗ Da Zoll genommen, zum halben Durchſchnitt 36. Zoll bis an die aben. H. Diefer Circul müſte zum halben Durchſchnitt bis an die O 24. Zolle haben. I. Die Groͤſſe& gegen die Sonn. K L om Die Groͤſſe& gegen die Sonn. Dieſer Lagan muͤſte zum halben Durchſchnitt bis an die Sonn haben 180. Zoll. M. Circul der Satellitum oder Monden des Z big an dag Corpus X zum Durchſchnitt 19. Zoll. Bollendet feinen Lauf in 17. Tagen und Naͤchten. N. Der andere Cden⸗Circul& zum Coͤrper Jovis 8. und ein halben Zoll. Lauft um in 7. Tag und Naͤchten. O. Der dritte Coder Comes bis zum Coͤrper Jov. zum halben Durchſchnitt 4. und ein halben Zoll. Lauft um in 3. und ein halben Tag und Nächten. Der vierte Monden⸗Circul, zum halben Durchſchnitt 29. Zoll. Voll⸗ bringt ſeinen Lauf in 42. Stunden. Q. H in Proportion gegen die Sonn. R. Der erfteMonden-Circul P zum halben Durchſchnitt bis an des Pni Coͤrper 29. Zoll. Vollendet ſeinen Lauf in 79. Tagen 7. Stunden. Nota: 33 Rs 4 * W N 4o, i g iit 1 g0, dy W AA ERE EREA E A ESE AE E a o a aE EE E A E E TEE—— Von der wahren und natürlichen Aſtrologia. 433 Nota: Der Ring p ni ſtehet ſo hoch, daß er auſſer dem Schatten des Coͤrpers Hani erhaben ift.; S. Der zweyte Monden⸗Circul Pni pro ſemidiam. bis an B. 8. Zoll; Lauft um in 15. Tagen 21. Stunden. T. Der dritt. Monden⸗Circul P. pro ſemidiam. bis an P 6. und ein viertel Zoll. Dieſer vollendet ſeinen Lauf in 4. Tagen 13. Stunden. U. Der vierte Pniſche Monden-Cirxcul. Zum Semidiam. big an p 3. und ein vierte 30l. Sein Umlauf gefchicht in.. Tagen 7. Stunden. W. Der fuͤnfte Monden⸗Circul des Hai, gum halben Durchfchnitt big an 2. Zoll. Lauft um in 45. Stunden. X. Zum halben Durchſchnitt, bis zur Sonn 360. Zoll. Y. Die Weite zwiſchen dem P und unſerer Sonnen iſt 2900. mal kleiner, als der Fix⸗Sterne vom b. thut alſo roog9οοο. Zoll, woraus zu ſchlieſſen, daf kein proportionirter Abriß, auch nach dem allerkleinſten Mas⸗Stab, aufs Papier gezeichnet werden mag, da nemlich der Sonnen eine ſolche Groͤſſe gegeben werde, daß die andern Planeten und ihre Kreyſe darnach proportionirt werden moͤgen. Z. Die Fix⸗Sterne, die da lauter Sonnen ſind, und ihre eigene Planeten um ſich haben, obgleich dieſelbe wegen erſtaunender Hoͤhe von uns nicht ge⸗ ſehen werden koͤnnen, und dannenhero, gleich unſerm Syttemate, lauter Welten ſind. Hiebey mercke man, daß wann eine Kugel jeden Puls⸗ Schlag 300. Ellen fallen moͤgte, dieſelbe von dem Ybis auf dieſe Erde zu ihrem Fall 20. und mehr Tag Zeit haben muͤſte. Bon der Sonne aber bis auf die Erde 25. Jahr. Vom 7 zur Sonn oder Erde, da die⸗ ſelbe der eaer genommen wurde, 12r. Fahr: Vom Ð aber 250. Jahr. §. 38. Nunſetzen wir feſt, Daf alle von uns fo genannte Fix⸗Sterne, und alfo alle Himmel úber Dem B vor dieſer unferer gegenwartigen Welt gefchaffen worden, und diefe unſere Welt denſelben dDamalen, vor dem Sall Lucifers gleidh geweſen ſey, durch des Luciters Fall aber in eine wuͤſte Ungeſtalt(tohu vabhohu) verkehrt worden, wie allbereit verſchiedene mal zuvor geſagt. S. 39. Berner ift zu mercken, daß ein hniſches Jahr 30. unſerer Sonnen⸗ Jahre habe; Ein Jahr des 7, 11. der unſern, und etwas druber ꝛc. ſiehe oben .23. Diefes Cap. Bon den Tagenim p. hat man noch Feine gewife Oblerva- tion: Mit den Jahren haͤtte es wohl ſeine Richtigkeit, weil aber jeder Planet, ja ein jeder Stern ſeinen eigenen Umlauf um ſeine Axe hat, ſo wäre mohl nach⸗ zufragen: Wie lang ein Tag p fenn muͤſſe? Weil nun des b Bewegung und Revolution bey nahe 30. Sonnen⸗Jahr betraͤgt, fo mufte feine Bewegung auch ziemlich langſam ſeyn. Im 2 iſt ein Tag 10. unſerer Stunden, und alſofort li ein Das Vierte Capitel. ein ſtetswaͤhrendes Kequinoctium, weilen jeder Tag, alſo auch die Nacht r. Stunden; Sm a ift Zag und Nacht unſerer Zeit faſt gleich. Vom Z und 2 weiß man noch eigentlich nichts gewiffes. 6. 40. Jeder Planet oder Corper drehet ſich auf ſeiner Axe um; Alle obere Sonnen⸗Welten uͤber dem 5 machen keinen Umlauf um unſere Sonn oder un⸗ fere Welt, ſonſten dieſe erſtaunende Circul unbeſchreibliche Millionen Meilen in einem Augenblick fortrucken muſten, welches wohl nicht eben gegen die Goͤttliche Allmacht, aber wider allen Begrif der Vernunft ſtreitet; Bedarf es alſo kei⸗ ne Goͤttliche Allmacht dahin zu dichten, wo derſelben gar keine noͤthig, indem er ja ſonſten ſeine Allmacht durch die Schoͤpffung dieſer erſtaunenswurdigen Coͤr⸗ per genugſam offenbaret hat, ſondern es hat jede Fir⸗Sternen⸗Welt ihre ei⸗ gene Bewegung um ihre Sonn, wie dieſe unſere Welt; Und iſt alſo der von de Aſtronomis erdichtete Motus primus, oder erſte Bewegung, ein bloſſes Schein⸗ Weſen und apparens opticum. §. 41. L und koͤnnen eben ſo wohl als D Lund die Erde ihre Beglei⸗ ter oder Monden haben, ob dieſelbe gleich durch unſere Inſtrumenta noch eben icht erkundigt worden. Unſere Vorfahren haben von Des D und X Monden auch nichts gewuſt, alſo muß den Nachkoͤmmlingen auch noch etwas zu forſchen uͤbrig bleiben. Der Ring Pni, als ein ſonderbares Wunder Gottes, wird fo. mahl groͤſſer, als der 5, und dieſer 40. à 50. mahl groͤſſer als unſere Erd-Kugel geſchätzet. Die Lander unter denen Polis des Pni haben 1v. unſerer Sonnen⸗ Jahre Nacht, eben auch ſo viel Tag; 2 welcher 90. mahl groͤſſer, als unſere Erde, is unter feinen Polis 6. fahr lang Zug und eben fo viel Naht, nemlich nach une ern Sonnen⸗Jahren. C42. Es rechnet ein gewiſſer Auctor, daß, wann eine Kugel von den uns naͤchſten Fir⸗Sternen zu uns herunter auf die Erde fallen ſolte, dieſelbe eine Zeit yon 7000O0O. Jahren dazu haben muͤſte; woraus die erſtaunende Hoͤhe zu er⸗ kennen. Wie kan nun ein ſolcher Fix⸗& ja die allerhoͤchſte, die uns wegen ihrer Hoͤhe unſichtbar, und daher thre Entfernung nicht einmal in Zahlen begreif- fich, mit Dem fo genannten primo mobili in 24. Stunden herum lauffen? Ein fol- cher Coͤrper muſte in einer Secunde viel oοοοο. Meilen lauffen; Wozu dient es nun, ſich hierinnen auf die Allmacht Gottes zu beruffen? da dieſelbe zu unſern GoOtt⸗ und Natur⸗gemaͤſſen Grundſaͤtzen gar nicht auf ſolche Art erfordert wird, indeme ſich ja dieſelbe ſonſt überall, da es noͤthig, uͤberfluͤßig und unbegreiflich erz wieſen hat. Und was vor erſtaunende Durchſchnitte und daraus entſpringende Circul múffen nicht die allerhoͤchſte und letzte, uns in dieſem Leben gantz und gar unbekannte und unerforſchliche Fir⸗Sterne nicht machen? Und was vor eine Schnelligkeit des Laufs wůͤrde ein ſolcher nicht haben muͤſſen? Dieſes iſt ja es allem len id f fy ti kat 1 foyer, merka o(1, IME Agu hot, Ì on gi h ang nisyk DS any toring bafrafti NA nici ng Yo ipere dey bar,| Wing d Ui unh bont o Jfr Miep$ Mend a aleine wad lich NT Mafi Ml fy Cnh W Mbare W ung udh tek den n fin uii j m olden ihm [D(0, Muyl and Ft TA 1 Ilt n ni Woni S nit T t niid) ihht ringdi md g por oiii jot a Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 435 allem Begriff der Maaß einiger Bewegung, auch unſerer Gedancken ſelbſt, die jedoch unbegreiflich weit ſchneller, als der Blig find. S. 43. Nachdeme wir nun vorhergehende Saͤtze der unbegreiflichen Wei⸗ ten, nach der Vorſtellung eines lobwuͤrdigen Auctoris gleichſam zum Grund ge⸗ legt, ſchreiten wir zu der Sache ſelbſt, und ſagen: Daß mehr als eine Welt feye, ift eben in H. Schrift fo klar und deutlich nicht zu finden. Es iſt aber zu mercken, daß ſich der Allmaächtige GOtt in zwey Buchern uns geoffenbaret hat, als(.) in dem groſſen Buch der Natur oder Schoͤpffung, nach dem Spruch Pauli Roͤm. 1, 20. und dann(.) im Buch der Schrift A. und N. Teſtaments. Was uns nun GoOtt in dem einen Buche nicht, oder doch etwas dunckel offen⸗ baret, daſſelbe offenbaret er uns in dem andern klar und vollkommen. Ob uns nun gleich die H. Schrift nichts deutliches von viel Welten meldet, ſo leſen wir doch aus dem Buch der Natur, daß es in Anſehung unſers erſchroͤcklichen Son⸗ nen⸗Syſtematis, der Goͤttlichen Unerforſchlichkeit nach, nicht anders ſeyn kan, als das unzaͤhlbare Welt⸗Syſtemata mehr, als nur das unſere alleine ſeyn muͤſſen, worinnen uns die Fix Sternen, als lauter obſervirte Sonnen unwiderſprechlich bekräftigen. Ehe wir aber hierinnen weiter gehen, wollen wir erſtlich unſer eige⸗ nes Welt⸗Syſtema ein wenig betrachten. In demſelben nun iſt nach des Coper⸗ nici naturgemaſſen Principiis die Sonne das allgemeine Centrum, um welches 5 Y o die Erde mit dem D F und& herum lauffen, zugleich aber auch fich auf ihrer eigenen Axe herum drehen und wenden. Daß aber alle dieſe Kugeln, ja ſelbſt die Sonne, gleich unferer Erden; bewohnte Córper find, ift aus folgendem offen- bar. Erſtlich iſt ja aller Welt bekannt, daß die Begleiter h und T ſamt dem Ding des H in den vorigen Zeiten, bis in das abgewichene Jahrhundert, durch⸗ aus unbekannt geweſen. Warum hat nun der Allmaͤchtige GOtt dieſe F. Tra⸗ banten oder Monden des P ſamt ſeinem Licht-Kreyß oder Ring, wie auch die.n Aufwaͤrter des Werſchaffen, die doch einige 1000. Jahr gantz unbekannt ge⸗ blieben? In Wahrheit iſt von GOtt ein ſolches nicht geſchehen, daß ſeine Maje⸗ Bát und Herrlichkeit ſich an dieſen Wunder⸗Geſchoͤpffen, an und vor ſich ſelbſt nur alleine beluſtigen wollen. Dann ſo haͤtte es ja nicht bedurft, daß dieſelbe nach etlichen roοο. Jahren erſt den Menſchen waͤren offenbar und kund worden, ſondern es hat GOtt der HErr alles in uͤber und unter den Himmeln erſchaffen, daf es ſeine wunderwuͤrdige Allmacht und Herrlichkeit erkennen, ehren, loben und preiſen ſolle. Als worinnen der Creatur ſelbſt eigene hoͤchſte Vergnuͤglichkeit und Ergoͤtzlichkeit beſtehet. L44. Weilen nun der Coͤrper des P fuͤnf Trabanten ſamt dem wun⸗ derbaren Licht⸗Kreiß oder Ringe um ſich hat, ſo iſt wahrhaftig(nach der oben von uns geſchehenen Erklaͤrung des 148. Pſ. zu ſchlieſſen, daß auf und in den h und ſeiner Welt, nemlich ſeinen Comitibus, und auch demLicht⸗Ringe, von Jii 2 GOtt Das Vierte Capitel. GOtt dem Allmaͤchtigen vernuͤnftige und auch andere Creaturen geſchaffen wor⸗ den, welche dieſe pniſche Wunder⸗Welt, zu Lob und Preiß der Göͤttlichen Majeſtat als ihres Schöpffers ſtet iglich betrad oe llen. Dann wozu waͤre ſonſt die meij Geſichtern unſichtbare Machina erſchaffen worden? Gleiche Bewand⸗ nif hat- es auch in Anfehung 7 P 9) Y und C; Ja der Sonnen ſelbſten, und fan nichts unvernünftigers, auch der Ehre und des unendlichen höpffers un gereimter nachgeredet werden, als daß derſelbe dieſe erſtaunende Ei pery gleich grauſamen Wuͤf ſteneyen, óde und leer gelaſſen haben ſolte, und nur bedac ht ge oefen, unſere Erd⸗Kugel, als ein Sonnen⸗ Staäublein in dieſem all⸗ gemeinen unergrundlichen Univerſo, allein mit vernuͤnftigen und andern Creatu— ren gu bef ſetzen. S: 45. Vorher haben wir den H eine X Welt genannt, wie auch der 7 iſt, ind dieſes in? Anſehun ng ihrer Monden, als mit welchen ſie gleichſam ein eigenes 8y itema M ewachen. Belangend den P Q und 3, fo ift bis auf diefe Stunde ' ekannt, ob fie nii Dt auch Gefabrte: moder kleine Oden haben, welche diefelbe y wann es bey ihnen Na cht, erleuchten/ die da wegen ihrer Kleinigkeit und Der grauj famen Hoöhe, noch durch keinen Tubum erforſcht werden moͤgen? Und ob ſich gleich ein ſolches nicht alſo befinden ſolte, ſo hatten dieſelbe doch, gleich dem C, von den zuruͤckprallenden Sonnen⸗ Strahlen aus Dim p Z und den übrigen, wic auch unferer Erde, Lichts genug. Wiewohlen unerachtet der Obſer— vationum durch die Lubos nicht gantz gewiß x mar denmag, Dag vorermeldte Ere gar Fein Licht in und vor fich ſelbſt haben; Wovon im II. Theil vom in mehrers nachzuſehen. Dann ob man gic in den neuern Zeiten durch die groffe Tubos an den P= ten⸗Coͤrpern, Berge, Thaler, Hoͤhlen, Fluͤſſe, Seen ꝛc. oblervirt hat, we lches nicht ſeyn koͤnte, daferned die Pl laneten nicht materia- liſche dichte feſte undurchſichtige und alſo eigenes Lichts unfaͤhig waͤren; So iſt doch ein ſolches noch nicht genug, dieſelbe gantz und gar alles Lichts zu be⸗ rauben. Dann ein kleines brennendes Wachs⸗Lichtlein bey Tage von unſern Augen in pr rlicher Weite entfernt, als weit fih o von unſerer Erden befinden wird, ſo wird daſſelbe gantz unmüclich in einige Wege brennende von uns geſehen werden moͤgen, welches aber d derowegen, nicht aufhoͤret ein brennen⸗ des und leuchtendes Achtlein zu ſeyn. Gleiche Beſchaffenheit koͤnte es mit obge⸗ meldten Planeten auch haben. ltz m Sr 46. Ein faules Holtz gibt nur bey Nacht einen Schein von fich, welcher bey pi m O⸗Schein an demſelben nicht zu erkennen, jedennoch muß man geſte⸗ ben, daß dieſes Holtz dieſen Schein weſendlich in fich habes gleicher Geſtalt koͤn⸗ nen alle Planeten, darunter unſere S⸗Kugel mit begriffen, einen ſolchen inwe— ſenden Licht⸗Schein haben, welcher durch die CDen der Planeten durch einen Wie⸗ derſtrahl der O ſehr vermehrt wird. Ihr beſtandiger Umlauf, und die eige⸗ ne nitne Mnd & dneni fanden mi xô Woi 7a =»@È 3a n STR ER, S it tfen 1 fri mfi fred 5 n ni Aig i y iÀ W fu WN in A Aliy if meg de A igot jm oki) ) Neh bler- ni mp iD + i tjd- en; abe en M s pit mna o wih o jefo , nit pie (ge y Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 437 ne Bewegung aber ſamt ihrer Befeuchtung, wird lediglich allein von der ausſtru⸗ delnden Warme und Liecht der O gewuͤrckt. FS. 47. Was nun bis daher von dieſem unſerm OSyſtemate geſagt worden, eben ein folches, und noch ein mehrers wollen wir auch von den Fix⸗Sternen ver⸗ ſtanden haben. Dann daß die Fix⸗Sterne der erſten, zweyten, dritten, vier— ten ꝛc. Groͤfſe, erſchroͤckliche groſſe Coͤrper ſind, und ihr eigenes, und nicht von un- ſerer O erborgtes Licht haben, und ſelbſten Onen ſeyn muͤſſen, erſcheinet aug der, der Vernunft gantz unbegreiflichen Höͤhe, indeme die Weite zwiſchen P und den Fix⸗Sternen durch die Doctrinam Parallacticam 2900. mal weiter, als des D big gu unſerer O befunden worden. Wie weit nun die Ovon unſerer Z, und dieſe von P ſtehet, iſt aus der Aſtronomie auch bekannt; ferner auch die erſtaunen⸗ de Weite zwiſchen den Fir⸗Sternen und der O. Wie ſchwach nun der Sonnen Strahlen zu dem wuͤrcken, iſt offenbar; daraus dann ferner folgt, daß die Fix⸗ Sterne von unſerer Sonnen nicht des allergeringſten Lichts theilhaftig ſeyn koͤn— nen; daher ſie dann unwiderſprechlich ſelbſten lauter Sonnen ſeyn, und folglich eine jede, eine Welt zu regieren, gu bewegen und fruchtbar zu machen, haben muͤſte. §. 43. Dann wie ſchon zuvor geſagt, warum ſolte der Allmaͤchtige GOtt ſo grauſame, unſern Augen entfernte Coͤrper, viel groͤſſer als unſere O, erſchaf⸗ fen haben? Daferne nicht etwas ohne GOtt waͤre(dieſes verſtehe man nicht Zanck⸗ ſuchtig) ſo da diefelbe betrachten, derſelben genieſſen, und den Schoͤpffer fuͤr ſol⸗ che Herrlichkeit preiſen koͤnte und ſolte? Es kan warlich nichts Unvernuͤnftigers geſagt und geglaubt werden, auch andere zu glauben bereden wollen, als daß alle dieſe Sonnen der obern Welten leere Kugeln oder Lichtlein waͤren, unſere-Kuz gel des Nachts zu beleuchten, indeme wegen ihrer erſtaunenden Weite nichts weni⸗ gers als dieſes von ihnen zu genieſſen, wie ſolches in denen von unſerm Cunerleuch⸗ teten Naͤchten, offenbar zu erkennen. .47. Daß aber die Fix⸗xne oder Sonnen der obern Welten ſolche er⸗ ſchroͤckliche groſſe Coͤrper, iſt bey denen, ſo auch nur mit einem halb offenen Auge in die Matheſin geſehen, durch die doctr. parall. unwiderſprechlich. Da nun dem D unferer© Revier fúnf C famt dem wunderbaren Licht-Ring von der Weiß⸗ heit GOttes zugefuͤgt worden, was werden dann nicht vor wunderwuͤrdige Wel⸗ ten/ in dem weiten geſtirnten Himmel, der erſtaunenden Hoͤhe, dermaleins anzu⸗ treffen ſeyn? Solten nun dieſe alle, oͤde, leere Coͤrper, gleich den Africaniſchen Sand⸗ Wuſten ſeyn? Ey! wer wolte doch von der Unendlichkeit und unausdencklichen Tieffe ſo abgeſchmackt und unvernunftig theologiſiren und philoſophiren? S J0. Der Allmachtige GOtt iſt in ſeiner unbegreiflichen Allgegenwaͤrtig⸗ keit ſeine ſelbſt eigene uns unbegreifliche hoͤchſte Vollkommenheit und Vergnuͤg⸗ lichkeit in ſich ſelbſt geweſen, alfo daß GOtt auſſer ſich nichts zu ſolcher ſeiner Goͤtt⸗ lichen freudenreichen Herrlichkeit bedürftig geweſen. Da aber das Wohlgefal⸗ Jii 3 len — Das Vierte Capitel. fen feines Willens, ſeiner unendlichen Herrlichkeit, ein etwas(gleichſam) auſeer ſich theilhaftig machen wolte, hat er aus dem ausflieſſenden Willen feiner Majeftát nach ſeiner unendlichen Macht und Herrlichkeit, alles in, uber und unter den Him⸗ meln erſchaffen; alſo dag alle von ihm erſchaffene Creaturen, nicht allein ſeine Macht und Herrlichkeit, ſondern auch ſein zur Creatur liebendes Wohlgefallen, in alle Ewigkeit danckbarlichſt erkennen, rühmen, ehren, loben und preiſen ſolten. Weilen nun der Ausfluß des Goͤttlichen Willens durch keinen begreiflichen Thon ausgedruckt, und zu einem bedeutenden Wort zuſammen gefaßt werden mag, ſo wird geſagt, daß GOtt die Welt aus nichts erſchaffen. Die Weiſen nennen es Hyle. Wer es faſſen mag, der faſſe es! a £. g1. Daf aber cin leblofer und von allen vernünftigen und andern Crea⸗ turen leerer Coͤrper ſolches nicht thun koͤnne, iſt bey denen, welchen die Vernunft nicht verruͤckt, auſſer allem Zweiffel, dann wie ſchon erwehnt, ſo mag ja warlich nichts thoͤrigters erwehnt werden, als daß die Planeten und nen nur unfer g Punctgen zu beleuchten, erſchaffen worden, im übrigen aber von allen Creaturen ledige Coͤrper waͤren. Geſetzt es feye fo, Das wir doch nicht zugeben; mwas nuken dann diejenige Fix⸗Sterne, die da wegen ihrer unbegreiflichen Hoͤhe kein menſch⸗ lich Auge, auch nicht einmal durch die Lubos zu ſehen vermag? Sollen uns dieſe auch auf der leuchten, da uns ſolches die uns ſichtbare Sterne der erſten Groͤſſe nicht einmal vermoͤgen? Wer wolte doch ſo thoͤrigt philolophiren? Bleibt dannenhero aus der unbegreiflichen Gottheit, die da kein Maaß weder in der Laͤn⸗ ge, Breite noch Tieffe hat, ſondern in unendlicher Fuͤlle beſtehet, wie auch der er⸗ ſtaunenden Hoͤhe der Knen, und ihrer erſchroͤcklichen Groͤſſe, feſt geſtellt, daß alle die⸗ ſe ſichtbare und unſichtbare Knen lauter OQſeyn, deren jede eine eigene Welt be⸗ wegt, umtreibt und befeuchtet, welche Welten insgeſamt zum Erkaͤnntniß, auch Lob, Ehr und Preiß der Goͤttlichen Majeſtat und Herrlichkeit, mit vernuͤnftigen und andern Creaturen, nach der Eigenſchaft ihrer Weſenheit, angefuͤllet ſind. §. f2.. Nun aber wird die Frage fyn, erftlich: was vorbemeldte Welten vor eines Weſens, und ob dieſelbe unſerer Erd⸗Kugel an Dichtigkeit und Undurch⸗ ſichtigkeit gleich?(.) Was vor vernunftige und andere Creaturen dieſelbe bewoh⸗ nen.(.) Ob dieſelbe vernunftige Creaturen, gleich unſerm Stamm⸗Vatter Adam geſuͤndiget haben und gefallen ſind?(.) Und da dieſelbe gefallen waͤren, was vor eine Erloͤſung dann dieſelbe gehabt haben muſten? Belangend nun die erſte Frage, ſo will ſich dieſelbe eben ſo ſchlechthin aus der heiligen Schrift nicht auflöͤ⸗ ſen laſſen. Dieſes iſt durch die neuere Oblervationes Aſtronomicas bekannt, daf die Planeten unſers O Syttematis oder unſerer Welt, dichte Coͤrper ſind, auf wel- chen man Durch die herrliche Tubos, Berge, Thaler, Fluſſe, Seen ꝛc. oblervi- ret hat, und welche ihr Licht, durch welches wir dieſelbe bey nachtlicher Beit ſehen und erkennen koͤnnen, nicht aus ſich ſelbſt, ſondern von unſerer O haben ſollen. k prid gincinig Soh! f ne olehe natia Idd ainhan Megler Flgch allo WRA AS mig Y V Costi kih Diefelber und Va Dny ma g anwa an j Welten wil ale Wt Dheg Mung Aa n NJA = md) ndi KNS mit g Tllde, Aof N ,klchet Athicher iy M ing Ando 50 Wi mag, i W i ANT Kigh 1 nft lich F W wie uii ii aie Ahit s tit pdig t uch ig D. teh wi moh Batt Valel/ ealt| ruft iiy wi in berv it hhe pen 0⁰ y o ES e ae T a mi AE pa dim| E` Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 439 Ob aber deshalben ihr Weſen dieſer unſerer elementariſchen Kugel in der Weſenheit und Eigenſchaften gleiche? Daran haben mirzi zweiffeln wichtige Urſachen. Mo⸗ fes fpricht Deur. VI. zu dem Iſrael: Hoͤre Ifrael! der DErr unfer-Ott ift nur eineiniger GOrtt. Dieſer G Ott hat uns nur in einem Erloͤſer, ſeinem eingebohrnen Sohn JESU Chrifto feine Barmhertzigkeit verkuͤndiget und offenbaret. Die ſer, nemlich Chriſtus unſer Erloͤſer hat uns auch nur von einer Erloͤſung durch ſein llerheiligſtes Leiden und Tod, und auch nur aus einer und nicht vielen Hoͤllen, geprediget, dazu verkundigt, daß er das Gerichte allhier auf Dieser=>, als des fündlichen Menſchen eigenthuͤmlichen Behauſung, halten werde. Dazu lehret uns die Schrift, dag diefe unfere s, durch A, als eine Hlichte und ¿um A difpo- nirte Maſſa, werde zerſtöret werden, davon im II. Th. vom Aweiter nachzuſehen. Und da dieſes alles unwiderſprechlich, ſo ſchlieſſen wir, daß weil die heilige Schrift dergleichen von keinem andern Coͤrper unſers Syſtematis, als nur von unferer q- Kugel alleine redet, daß dieſelbe einer gantz andern Subſtanz und Weſens, als alle uͤbrige Planeten und Sternen ſeyn muſſe. § 53. Wolte man nun vorgemeldtes nicht gelten laſſen /ſo muͤſte dieſe Gottslaſterung erfolgen, daß der eintzige wahre GOtt nicht nur einen, ſondern vie⸗ le Soͤhne gehabt habe, durch welche er alle obengemeldte Welten(dafern man dieſelbe mit unſerer Kugel gleiches Weſens zu ſeyn behaupten wolte) aus ihrem Fall und Verderben erloͤſet gehabt hatte, oder Chriſtus der HeErr muſte unzaͤhlbar lei⸗ den, nach der Unzahlbarkeit dieſer Welten, vollbracht haben; indeme in keine We⸗ ge erweißlich gemacht werden moͤgte, daß alle dieſe in der ewigen Tieffe ſchwebende Welten insgeſamt und auf einmal durch den Fall Adams mitgefallen ſeyn ſolten; weil alle Welten der Bir-xne, wie oben ewiefn, mit unſerm O⸗Syſtemate nicht die allergeringſte Gemeinſchaft, ſondern ihre eigene Sonnen, Licht und Be- wegung haben. §. 54. Wann ferner in dieſer unſerer Welt die Planeten⸗Coͤrper 5 2 P L F und D eines gleichen Weſens mit unſerer Fr ſeyn ſolten, ſo muͤſten auch nothwendig ihre Kreyſe, in welchen dieſelbe ihren Lauf vollbringen, einerley We⸗ ſens mit unſerer§ Himmel bis an des D Kreyß ſeyn; woraus dann folgen wurde, daß weil alle dieſe Kreyſe einerley Weſens, alsdann auch nichts ſeyn wuͤr⸗ de, welches hindern koͤnte, daß nicht ein Planet in des andern Region lieffe; ja alle nicht wiederum in eine Verwirrung verfielen. Da aber kein Plaäneten⸗Coͤrper, in keine Wege aus ſeinem Kreyß weichen und wancken kan, ſo iſt ja offenbar, daß dieſelbe in einer Unterſchiedlichkeit(Widerwartigkeit) beſtehen muͤſſen, nemlich, daß ein jeder dieſer Coͤrper, wegen des Scheins, der groͤbere Theil aus ſeinem Fluido oder Kreyſe ſey. Da nun dieſes ohne Sophiſterey nicht widerſprochen wer⸗ den mag, ſo weiſet ſich ja von ſelbſt, daf Fein eintziger Planeten⸗Coͤrper mit unſe⸗ rer Erd⸗Kugel auch nur die allergeringſte Gemeinſchaft in der Qualitqͥt haben koͤnne: welches gleichfals auch von alien Sig- Ænen zu verſtehen. a ET ii Ds—— F"E` Das Vierte Capitel. g. gg. Da nun diefes von uns feſtgeſtellet wird nen ch, daß die Planeten- Coͤrper(.) unter ſich felbft in qualitate feine Gemeinſchaft aben koͤnnen, ſondern auch(.) in Anſehung der Bewegung und Wuͤrckung eines reinen und ſubtilern Weſens ſeyn muͤſſen, als unfere z- Kugel, fo folgt nothwendig, daß auch die in und auf den Planeten- Welten erſchaffene vernuͤnftige und andere Creaturen y Feine Gleichheit in der Qualität, nemlich, der einen Planeten⸗Welt mit der an⸗ dern, vielweniger mit uns auf dieſer X⸗Kugel haben koͤnnen. Ein gleiches wol⸗ fen mir audy pon allen Fix Sternen-Welten verſtanden haben; womit dann oben⸗ gemeldte Frage: Ob die Planeten und Fix Sternen⸗Welten mit unſerer KKu⸗ gel einerley Weſens in Eigenſchaften und Durchſichtigkeit waren, genug beant⸗ ~ wortet ſeyn wird. 56. In Aufloͤſung der zweyten Frage: Was dann vor vernuͤnſtige und andere Creaturen vorgemeldte Welten bewohnen? iſt gleichfalls aus der Heil. Schrift nichts aufzuweiſen. Der vernunftige Schluß aber aus dem vorher⸗ gehenden iſt dieſer: Daß, weil wir Menſchen auf dieſer Erden aus und von derf.(ben genommen, und wiederum ju dieſfer F werden muͤſſen; eben alſo auch die ver⸗ nuͤnftige, und andere Creaturen der andern Welten, aus ſolchen ihren Welt⸗Coͤr⸗ pern erſchaffen worden ſind, und dannenhero, weil ihre Welten mit unſerer Welt⸗ oder F⸗Kugel(wie vorher geſagt) nicht eines Weſens ſind, einfolglich auch ihre vernuͤnftige und andere Creaturen, nach ihrer Qualitat keine Gemeinſchaft mit ung haben koͤnnen, obgleich alle vernuͤnftige Creatũren, ſie ſeyen gleich in Den Him⸗ meln oder in allen vorgemeldten Welten, einerley Bild oder Gleichniß haben; wie ſolches im I. Theil vom ägruͤndlich erwieſen worden. 857 Drittens, ob dieſelbe vernuͤnftige Creaturen, gleich unſerm Stamm⸗Vatter Adam, geſündiget baben, und gefallen ſind? Weilen die obern Jenen⸗Welten mit unſerm O⸗Syſtemate oder Welt, wegen unbigreif— licher Entfernung keine Gemeinſchaft haben koͤnnen, ſo hat auch die Suͤnde Adams, der da an des abgefallenen Lucifers ſtatt, gu einem Beherrſcher unſers-dylte- matis geſchaffen worden, die obern Knen⸗Welten nicht zugleich mit verderben koͤn⸗ nen; und obgleich jemand einwenden moͤgte, daß gleichwie die heilige Scheift ~ nichts ausfuͤhrliches von den obern Welten gemeldet hatte, alſo koͤnte es auch wohl ſeyn, daß auch in den andern Welten die Creaturen geſundigt hatten, und gefallen waͤren, wie dann geſchrieben ſteht: Die Simmel ſind nicht rein fur dir ꝛc. und weilen die Weisheit und Allmacht GOttes unausdencklich, ſo hatte dieſelbe auch zu derer Erloͤſung in andere Wege ein Erloͤſung⸗Mittel vorſtellen koͤnnen. Daß aber dergleichen Einwurf hoͤchſt ablurc feye, ift aug der Gottheit ſelbſt zu er⸗ kennen, dann es wuͤrde aus einer ſolchen ophutiſchen Unterſtellung folgen, daß in der Gottheit eine unerforſchliche, und folglich auch unbeſchreibliche Vielfaltigkeit ſeyn muͤſſe, wogegen die Natur ſelbſt, ohne die heilige Schrift ſtreitet. Natur und me heolol wi in pon ein Ratu Mofes! Gedand gn fe den un ginn wah f Arithmet hit, wie ialen, lbt eiger mir df Mtwa anihi Chrif: dort ab Demfelh Weih y D iiiw WD tili aitan Moi Mlleten, w Rer wai fiq id fem vil yal AMS sylt miie| Z mie n UN Ah pM fonw, fa i) My N gint M m WW Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 441 und Schrift lehren uns uͤberall, daß nur ein einiger GOtt, nicht aber drey Schul⸗ theologiſche Perſonen ſind, als davon die heilige Schrift nicht ein Jota gedenckt, wie im folgenden Capitel erwieſen werden ſolle. Und alſo weiß die Schrift nur von einem GOtt, Bater, Sohn und Heiligen Geift, Jehova Elohim: Ja die Natur ſelbſt leidet in ihrer Urſtandlichkeit nichts, als eine Einheit; daher ſagt Mofes Deut. VI. Soͤre Iſrael x. ein einiger GOTT. Dann mann wir unfere Gedancken von einer Weſenheit zu der andern in die Unendlichkeit hinaus ſchwin⸗ gen, ſo muͤſſen dieſelbe doch endlich einmal ruben; nemlich in der Einheit, als in dem Punct des Anfangs der Anfange, das iſt, in der Goͤttlichen Einheit, in dem einen wahren GOtt, ſtill ſtehen und ferner zu gedencken aufhoͤren. S. s38. Aller Anfang entſpringt aus einer Einheit, wie ſolches aus der Arithmetic und Geometrie offenbahr. Die Natur zeuget nichts durch die Viel⸗ heit, wie denen allein bekannt, ſo ſie im Grund erkannt haben. Die Wuͤrckung ån allen 3. Reichen ſtellet uns ſolches taͤglich unwiderſprechlich vor Augen. Ja die ſelbſt eigene weſentliche Gottheit in ihrer Offenbahrung Deuteronom. VI. beweiſet uns, daß nur ein einiger GOtt ſey, und auſſer demſelben nichts genannt noch er⸗ dacht werden mag: Daher auch nur ein Chriſtus, und nicht viel Chriſti find, nemlich der in der ſteten Allgegenwaͤrtigkeit GOttes eingebohrne Sohn JEſus Chriſtus, durch welchen, in welchem und zu welchem alle Dinge, hienieden und dort oben in der unausdencklichen Hoͤhe, Tiefe und Breite erſchaffen worden ſind. Demſelben einigen G0 TT Vatter Sohn und Heiligen Geiſt ſey Lob, Ehr, Preiß und Herrlichkeit fuͤr und fuͤr ohn Ende. §59. Da nun dieſes aus vorhergehendem, nemlich, daß Ein und nicht Viel Gotter und Erloͤſer ſind, offenbahr, ſo folgt auch nothwendig, daß ein ſol⸗ ches Abſurdum, nemlich, gleich wie Adam in dem Garten Eoen geſundigt und ge⸗ fallen, alſo auch in allen obgemeldten Welten die vernuͤnftige Creaturen geſuͤndigt haben múffen, von fich ſelbſt hinweg fallt. Da mie dieſe unſere erſtaunende weite Welt des gefallenen Engels eigenthumliche Region geweſen, alſo hat auch der allmachtige GOtt einer jeden Der übrigen unzaͤhlbaren Aenen⸗Welten einen Be⸗ herrſcher gegeben. Was vor eine Abiiirdität wuͤrde nun felgen, wann man ſagen wolte, daß alle dieſe unzaͤhlbare Welt⸗Beherrſcher, gleichwie der Lucifer, gefallen wären; und was vor Unvollkommenheiten wurde der Teufel durch ſeine Ereaturen unter den Menſchen nicht wider die Hochgelobte Gottheit ausſpeyen? Bleibt alſo feft, dag der Fally: und das Verderben nur in dieſem unſerm Syſtemate geſchehen. Und weilen um der Sunde Adains willen nur dieſe Kugel von GoOtt ver⸗ flucht und zum Verderben verurtheilt worden, und der Tod nur allein der Sun⸗ den Sold iſt, ſo koͤnnen auch die vernuͤnftige und andere Ereaturen in und auf den Planeten, vielweniger auf den obern Mnen-Welten, keinem Sterben, Tode und Verderben unterworfen ſeyn. Siche n dieſe letztere Worte, den Abriß Kkk des Ds ET a 442 Das Vierte Capitel. des jungſten Gerichts im II. Theil vom A; in dee Auslegung uͤber Matth. XXIV, 29. C. 60. Folget viertens: Daß, wann vorerwehnte Creaturen, gleich⸗ wie Adam gefallen waͤren, was vor eine Erloͤſung dann dieſelbe gehabt haben muſſen? Di ſe Frage iſt in der vorhergehenden allbereit uͤberfluſſig beant⸗ wortet. Dann weilen offendar,(1) daß dieſe Creaturen uns in Eigenſchaften nicht gleich,(2) auch daher an Adams Fall keinen Theil haben koͤnnen, als haben die⸗ ſelbe auch fina Erloͤſung bedurft. Uber das lehret uns auch das geoffenbahrte Wort GOttes nur von einem gefallenen Engel mit ſeinen Heerſchaaren, und daß nur ſeine Welt in eine wuͤſte Ungeſtalt(thohu vabohu) verwandelt worden, und daß aus vieſer wuſten ungeſtalten Vermiſchung der allmachtige GOtt Himmel (nemlich unſere Planeten⸗Himmel) und r wieder erſchaffen habe. §. 61. Hieraus wird man nun in etwas begreifen koͤnnen, daß mehr dann eine Welt von der Allmacht GOttes geſchaffen, dieſelbe insgeſamt auch mit ver⸗ nünftigen und andern Creaturen beſetzt worden ſind. Es iſt auch dieſes, der Goͤktlichen Allmacht gemaß, zu ltatuiren, gar nichts neues; ſondern man findet hievon überall die Spuhr bey den gelehrten Altronomis. Die unbegreifliche Majeſtat und Allmacht GOttes, wie auch die Umſtande und End⸗Urſache der Ge⸗ ſchoͤpfe deingen uns, dieſes als ein⸗(Nothwendigkeit zu glauben. SL62. Hiebey moͤchte nun noch gefraget werden: Ob dann die Creatu⸗ ren aller obgemeldten Coͤl per fich; wie wir Menfchen auf diefer F vermeh⸗ ren? oder auf einmal erſchaffen worden ſind? Die vernuͤnftigſte Antwort hierauf wuͤrde wohl dieſe ſeyn; nemlich, daf der allmachtige GOtt dieſelbe insge⸗ famt und auf einmal, gleichwie die unzahlbare Legionen der Engel erſchaffen habe, weilen dieſelbe keinem Sterben, Tode oder Verderben unterworfen ſind. Wegen der Menſchen aber hat es eine andere Beſchaffenheit, wie im II. Theil vom Y nachzuſ hen. 8,63.. Es hátte gwar diefe Materie grúndlicher ausgeführt werden follen, inz ſonderheit: Ob dann auch alle gemeldte Coͤrper, gleich unſerer F⸗ Kugel, aus vier Principiis ſecundarus oder Elementen ihrem Weſen nach zuſammen geſetzt ſind? Auch, ob die vernuͤnftige und andere Creaturen dieſer Welten aus derſelben Princi⸗ piis ſecund. gebildet worden/ oder ſonſten umpliculimæ ſpecics ſind? Allein wei⸗ len dieſes eine ſehr groffe Weitlaͤuftigkeit erfordert, muß der Liebhaber mit demje⸗ nigen vorlieb.hmen, was in dieſem unſerm gantzen Werck hin und wieder davon geredet worden, nicht zweiflende, es werde zu einiger Vergnuͤgung Anlaß geben. §. 64. Oben iſt des Ringes b gedacht worden, deſſen eigentliche Be⸗ ſchreibung bey den Attronomis nachzuſuchen. Es erinnert uns aber dieſer Ring desjenigen Scheins unter dem Nord⸗Pol, insgemein der Nord Schein ge⸗ nannt, welcher, wie auch deſſen Beſchaffenheit, Bewegung und Urſachen, von den See⸗ Ghal fua WE fiit de gon un f, fo ngi \hoftm ég d ſle, N aeris, W baf die hi Daha hr Ciy finnet tann M Manke progn hrd heung ten⸗A Urtheil ſhrechlie der Gl Gonin MiS, h o Fein d in De M. Domit y W inii el⸗ W Mi ſich 0• eati mi toot nige afin ind. hil V i i ſud⸗ inch mwi woy M Hn T B (n g pmo gw Von der wahren und natuͤrlichen Aſtrologia. 443 Seefahrenden bis dato noch nicht recht erkundigt worden. Wir ſind aus Na⸗ tur⸗gemaſſen Gruͤnden der Meynung, daß ſich eben auch ein ſolcher Schein unter dem Sud⸗Pol befinde, und daß dieſe Scheine unten bey den Polis eine Gleichheit mit des D Ringe haben, welche von der Einwohnern Der Plancten, gleich wie von uns obgemeldter h⸗Ring geſeben wird, geſehen werden moͤgen. C. 65. Noch haben wir vor dem Schluß dieſes Capitels zu erinnern, daß fo uns die wahre Wuͤrckung der Fi knen oder obern Welten nach ihren Eigen⸗ ſchaften und Conſtell. mit unſern Welt-Coͤrpern, gleichwie uns die Wuͤr⸗ ckung der Conſtell. unſerer Planeten etwas bekannt iſt, ingleichen bekannt waͤre, wir in Errichtung der Them. Genethl. auch in Erforſchung mutation. aeris, wie ingleichen der menſchlichen Haͤndel recht Wunder thun wuͤrden. Dann daß dieſe obere Welten auch zu uns influiren, hat viel und lange Erfahrung bis Daher beſtaͤttigt. Da wir aber wegen ihrer erſchroͤcklichen Hoͤhe weder die⸗ ſer Coͤrper eigene noch ihre Circular- Bewegung um ihre Sonnen erforſchen koͤnnen, iſt unſer Urtheil hierinnen lauter Stuͤckwerck, wie ſonnenklar erhellet, wann man mit allem Fleiß acht hat, auf die Prognoſtica der Aſpecten unſerer Planeten, daß nemlich auf dieſelbe gantz wiederwaͤrtige Wuͤrckungen, als prognoſticirt worden, den mehrern Theil zu erfolgen pflegen, und dieſes da⸗ her, daß aus den obern Welten der FiXx- Sternen viel gewaltigere Intluentien herunter ſtrahlen, und die ſonſt ohnfehlbar erfolgende Wuͤrckungen der Plane⸗ ten⸗Alpecten gantzlich verandern: Dahero auch, wann etwa ein aſtrologiſches Urtheil eintrift, ein ſolches warlich mehr von ungefehr, als aus unwider⸗ fprechlichen Principiis getroffen: Indeme geſchehen ſeyn kan, daß eben im Punct der Gebuhrt die Conſtell. der obern Welten mit den Conttellationibus unſers Sonnen⸗Syſtematis ſympathiſirt gehabt, oder gleichſtimmig geweſen: Und da dieſes, wie itzo gedacht, ſo wenig von uns oblervirt werden kan; Als moͤgen auch keine Grund-Reguln hieruͤber gegeben werden, daher geſchicht es dann, daß in Denen gemeinen Judiciis Aftrologicis öfters ſo groͤblich gefehlet wird. Womit wir dann auch dieſes Capitel von der Aſtrologie beſchlieſſen wollen, hoffende, es werde einem aufrichtigen wahrheit⸗liebenden Leſer zu ſeinem Vergnuͤgen einigen Anlaß geben. A 5 Ri Das Das Fuͤnfte Capitel. EEEE EER ENEE R EEEE EEEE EE) e nna 0 Gihon Das V. Capitel. on afs fi Von der Religion nach dem klaren deutlichen Buchſtaben"e der heiligen Schrift, und der auf dieſelbige gegruͤn⸗ VA deten wahren Mago- Cabbala. higi nvon I,6. U . 1. ih ai Bi 5 60¹T¹r Ñ ape" fchreiten wir im Namen GOttes gu einer Sache, durch welche wir Rnbare ẹ 4 ohne Zweifel in die Cenſur der Hn. Orthodoxen verfallen werden. fung der ` Dann weilen viele ſolcher gelehrten Herren in den Gedancken ſtehen, ſie ranli fi ſeyen allein berechtiget, und geſchickt, von Theologiſchen Dingen zu lehren und digung zu ſchreiben, und daß die Prieſter im Geſetz nicht irren koͤnten; Ss packen ſie diejeni⸗ iii ge/ ſo nicht aus ihrer Zuft ſind, ſogleich an, wann ſie ſich nur blicken laſſen, wG von dergleichen Dingen zu handeln, und da wird dann alles von ihnen zum arg⸗ wifin ſten durch gezogen, getadelt, gerichtet und geurtheilet, was ſich nicht gar eben M, ihn nach ihrem Maaß⸗Stab meſſen laſſet; Und wann ſie auch wohl ſelbſt nichts dar⸗ mda innen finden koͤnnen, welches ſie als irrig und boͤſe erklaren koͤnnen, ſo iſt es ih⸗ N nen doch gemeiniglich ſchon genug, die Sache zu verwerffen, wann nur der Autor hi man nicht aus ihrem Orden, und nicht gleich ihnen recht regelmaͤßig auf denen hohen nitet doc Schulen die Kunſt gelernet, und alfda von der Fheologia reden und fehreiben nala 4u durffen, Privilegirt worden iſt. Alleine, weil aber doch ſowohl Chriſtus der KNV es Aai, 7 My l i BERR ſelbſt als auch feine Junger nicht aus dem Orden der Prieſter und ha Schriftgelehrten waren, und die wahren Lehrer und Junger JESU Chrifti oTt, nicht ſowohl auf den hohen Schulen der Welt, als in der Schule Chriſti und Mi - Aye;— Sito G feines Heiligen Geiſtes gelehret werden müſſen; So wird dann auch kein recht⸗ AN À ſchaffener erleuchteter Theologus die thoͤrigte und recht abgoͤttiſche Einbildung ia : der orthodoxiſchen Ketzermacher billigen, und verſehen wir uns auch von ſolchen Be < ein vernunftiges und Chriſti Regeln gemaſſes Urtheil; der anderen Schmä⸗ ka ‘| hen und Tadeln aber wird uns wenig bekummern; Schreiten alfo zu unſerm ia i Vorhaben. Siin . 2. Es wolle aber niemand in ünferm Vortrag einer nach theologiſcher n oudt i Gelehrſamkeit eingerichteten Schreib⸗Art gewartig ſeyn, und hoffen, daß wir e etwa den Anfang mit einer ſubtilen Beſchreibung der Religion, nach den Rez Ma i j geln in fory m, l f un ieis fet My chm Ml i Wn Bon der wahren Religion und Mago- Cabbala. 445 geln menſchlicher Kunſt und Wiſſenſchaft machen werden: Dann in dieſer Hof⸗ nung wuͤrde man ſich betriegen, indeme der Geiſt Gottes ſich ſolcher eitelen Schreyeren in keine Wege gebranchet, wie aus dem Vortrag der gangen heiligen Schrift offenbar, welchem wir dann auch hierinnen folgen, und alſo alles aufs kuͤrtzeſte und einfaltigſte nach Anweiſung der heiligen Schrift vortragen wollen. S. 3. Und weilen wir nm Erſtlich von der Religion,(nemlich dem Dienſt, den die Creatur ihrem Schoͤpffer, nach deſſen eigenen Befehl zu leiſten, ſchuldig iſt,) in dieſem Capy. zu ſchreiben, furhabens, ſo wird es hoͤchſt noͤthig ſeyn von der Erkaͤnntniß Gottes am erſten zu handeln. Paulus ſagt Hebr. XI, 6. Wer zu GOTT kommen will, der muf glauben, dag er fey zre Und in ſeinem Brief an die Roͤmer fchreibet er: Sintemal, was man von GONY wiſſen kan, iſt ihnen offenbar; Damm GOTT bhat ee ibnen offenbaret, dann was unſichtbar an ihm iſt, das wird von Erſchaf⸗ fung der Welt her an dem Geſchoͤpf angemercket und angeſchauet, nemlich ſeine ewige Macht und Gottheit, auf daß ſie keine Entſchul⸗ digung haben. Ob aber nun wohl der Menſch aus dem wunderbaren Ge ſchoͤpffe Himmels und der Erden ſamt aller Creatur, ſattſam erkennen koͤnte, daß der Schoͤpffer dieſer wunder⸗wuͤrdigen Machine, ein unendliches, ewiges, all⸗ wiſſendes, allmaͤchtiges Weſen ſeye, und dag er nothwendig nach demſelben fra⸗ gen, ihn ſuchen, und allein, als ſeinen HErrn, GOtt und Schoͤpffer, ehren und anbeten muͤſte, wann er anderſt ſelig und gluͤckſelig ſeyn wolte; und es auch gar wohl moͤglich war von einem Geſchoͤpffe zum andern ſo lange zuruck zu kehren; bis man endlich zu GOtt, as deren aller Anfang kame: So war es dem unge⸗ achtet doch ſehr ſchwer auf ſolche Weiſe zu GBtt zu kommen, und denſelben alſo zu erkennen und zu verehren, wie Er es wuͤrdig iſt, und die allerwenigſte kamen wiederum zu ihrem Urſprung, ſondern es bliebe GOtt der HErr denen meiſten Menſchen verborgen und unbekannt, bis Er ſich ihnen endlich in etwas deutlicher durch Moſen und die Propheten, und letztens gantz klarlich und vollkommen, in Chriſto IEſu feinem lieben Eingebohrnen Sohn, als dem Abglantz ſeiner Herr⸗ lichkeit und ausgedruckten Ebenbild ſeines Weſens, offenbaret hat, und ihnen ſeinen Willen zu ihrem wahren Heil und Seligkeit kund gethan. S. 4 So ift dann nun das Erſte und noͤthigſte Stuůck, davon wir all⸗ hier zu handeln haben, die Erkaͤnntniß Gottes, nemlich: Daß ein GBtt und Schoͤpffer aller Dinge ſey; Auch wer derſelbige ſey und wie Er fey? Yn dem grof- ſen Buch der Natur leſen wir zwar wohl vieles von deſſen unendlicher Unbegreif⸗ lichkeit, Weißheit und Allmacht ꝛc. durch unzehlbare Characteres, und erkennen daraus unwiderſprechlich, daß ein Etwas ſeye, ſo da ohne Anfang und Ende, und der Anfang und Urſprung aller ſeye. Wer aber dieſer GOtt Kkkz fey? tó Das Fuͤnfte Capitel. ſey? und wie Er heiſſe? Davon findet man im Buch der Natur keinen eigent⸗ lichen Character, ſondern muß ſolchen in der heiligen Schrift ſuchen; da dann die erſten Worte alſo lauten: Im Anfang ſchuf GOTL Simmel und Er⸗ den ꝛc. Heiſſet alfo der Anfaͤnger und Schoͤpffer aller Dinge: GOtt, Heb. ELOHIM. Welches die alten Cabbaliſten gedolmetſchet: Die maͤchtigen Richter. Und weil nun dieſes Wort in der mehrern Zahl ausgeſprochen wird, ſo haben ſie aus ſolchem ſowohl, als auch aus Gen. L, 26. und Cap. III. 22. allwo ebenfalls von GOTT in der mebrern Zahl gefprochen wird(indem GOTT an dem erften Ort ſpricht: Laſſet Uns ꝛc. und am andern: Sehet der Menſch iſt ja freylich worden wie einer aus uns,) nicht ohne Grund geſchloſſen, daß das Geheimniß der Gottheit, Vatter, Sohn und Seil. Geiſt, darin verbor⸗ gen liege. Sonften hat fich GOTT auch offenbaret unter dem Namen: Der HERR der Allmåchtige. Gen. XVI, 1. Wie er dann auch felbften Exod. VI, 3. zu Moſe ſagt: Ich bin zwar erſchienen dem Abraham, dem Iſaac und dem Jacob unter dem Namen des Allmaͤchtigen Gottes, aber unter meinem Namen SERR bin ich ihnen nicht befannt worden. Nun kommen wir noch su einer andern Benennung, fo fich der Almáhtige GOTT, Gen. I, 4. gegeben hat, da er genannt wird JEHOVA ELOHIM, welches gedollmetſchet wird: Der da war, der Er iſt, und ſeyn wird, d. i. die ſelbſtaͤndige Liebe und Barmhertzigkeit. S. s. Alfo haben wir dann nun aus der Schrift gehoͤret, daß das All⸗ machtige Weſen, von welchem alle Dinge geſchaffen worden, ſey und heiſſe GOTT; Wie Er aber geftaltet fn? Davon lafet fich wegen feiner Unbe greiflichkeit kein Gleichniß machen: Dann indeme alles geſchaffene aus Ihme und von Ihm iſt, alſo iſt es auch gantz unmoͤglich, daß Er von einiger Creatur be⸗ griffen werden kan oder mag; Sondern gleichwie GOtt der HERR dieſes er⸗ ſtaunens⸗wuͤrdzze groſſe Welt⸗Gebaͤude in ſich begreift und alles uͤberall erfuͤllet, alſo iſt auſſer und um daſſelbe nichts, als GOT uͤberall, ohne daß in alle Ewigkeit in dieſer grundloſen Tiefe der Gottheit einige Endigung zu finden. Iſt demnach kein Gleichniß, einiger Geſtalt in GOTT, zu geben, wie Er dann ſol⸗ ches auch ſehr hart verbotten, Exod. XX, 4. Deut. IV, 15.23. Jel XL, 18.25. Cap. XLVL 5. 5. 6. Ob aber nun ſchon GOTT der HERg nach ſeiner puren Gott⸗ heit gantz unbildlich und unbegreiflich iſt, und Er es auch hoͤchlich verbotten, daß man ihm einiges Bild oder Gleichniß mache, ſo hat doch die verderbte Ver⸗ nunft der Menſchen mit demjenigen, wie ſich GOTT ſelber in Heil. Schrift offenbaret, nicht zu frieden ſeyn wollen, ſondern haben allerhand Kunſt⸗Woͤr⸗ ter erdacht, dadurch fie GOTT befhreiben wollen, dag dadurch niht nur ein Bildniß, ſonder unzehlbare Zanck⸗Goͤtzen in den Schulen ausgebruͤtet wor⸗ Awn; He ndt to mantil: afande gitik Hewfl Drepfal we ihr nde lfchiche wet fogh Ws nid fiin gih d Meale 87 tin Ein Matth.. Maulus guden kein on 10. WÒ WAGI wd Soh min A Diy fing idat al Gen., $2. tnn,) i. Do liebe r Pe na Mih a kit, G ine die Uond Nighi nt N ) y Ah, hrig twi, „oh JIN Meri y M pabor h: Di Exod. a und einen ind guyu twi: em ni I ) Nifi tibe nuno t be $ i ileti W yi wiol 18:2) iG potn| aw| Ehi 3 wor peo ht i| sf qo uia wir Bon der Religion und Mago- Cabbala. 447 worden; Und wer ſolchen ihren Schulſtaub nicht an fatt des reinen Goldes aug dem Heiligthum annehmen wollen, der muſte ein Ketzer ſeyn, da ſie doch ſelbſt recht ketzeriſche und abgoͤttiſche Redens⸗Arten einfuͤhreten. Dann wo lieſet man in H. Schrift das in dem Verfall der Griechiſchen und Lateiniſchen Kirchen erfundene Wort, Dreyfaltigkeit, Perſon, und dergleichen, woraus die ab⸗ goͤttiſche Redens⸗Art, der drey Perſonen in der Gottheit, entſprungen? Gewißlich, wer in den erſten wahren Apoſtoliſchen Kirchen die Worte: Perſon, Dreyfaitigkeit ꝛc. gebraucht haben wuͤrde, der wuͤrde unfehlbarlich als ein Reger aus ihrer Gemeine verſtoſſen worden ſeyn. Und es wird kein vernuͤnftiger Menſch in Abrede ſeyn, daß, ſobald man von dreyen Perſonen in der Gottheit in der Un⸗ terſchiedenheit, als GOtt Vatter, GOtt Sohn, und GOtt Heiliger Geiſt re⸗ det, ſogleich ſtelle man auch der Imagiaation drey unterſchiedliche Goͤtter vor; Welches dann wider die klare Offenbahrung Goͤttlicher Majeſtat lauft, und es wird kein Verſtand des Menſchen ſo rein und lauter gefunden, der ihme nicht fo- gleich durch dieſe Redens⸗Art ſich nach der Zahl der Perſonen auch Drey, oder dreyerley Goͤtter vorſtelle, und alſo fich ein falfches Hild von GOTT mache. .7: Mofes fagt Deur. Vl g. Hoͤre Iſrael! der HERR unſer G0 TT iſt ein Einiger SERR; Welches dann auch Chriſtus der HERg jelbſt beſtaͤtiget Matth. XIX, 17. Marc. X, 18. Cap. XI, 29. Luc. XVII, 19. und Der Apoftel Paulus ſchreibet Kom. III, 30. Sintemal es ift ein Ziniger GOTT, der da gerecht machet ze. Und r. Cor: VIH, 4. ſchreibet er: So wiſſen wir nun, daß kein anderer GOtt ſey, ohne der Einige. Welches er auch noch Gal. 1, 20. und anderſtwo beſtaͤttiget. Von dieſem Einigen GOtt ſagt nun Chriſtus der HErr Matth. XXVIII, 19. daß Er fep Vatter, Sohn und Seil. Geiſt, und Johannes ſchreibet in ſeinem erſten Brief Cap. V, 7. Drey find, die da zeu- gen im Himmel, der Datter, das Wort und der eil. Geift, und diefe Drey ſind Eins. Wie man dann auch im Alten Teſtament verſchiedene Oerter findert, allwo dieſer Seiligen Drey⸗Zahl in der Cinigen Gottheit gedacht wird, als Gen. I, 26. Cap: lii, 22.23. XI, 7. Cap.XVII. JoëIIII, 2 1. Pſ. XXXIII, 6.&c. §.8. Aus deme nun, was bis daher geſagt worden, iſt wahrhaftig zu er- kennen, daß ein Ewiger unendlicher GOtt, Vatter, Sohn und Seil. Geiſt ſey. Von welchem dann Johannes ſchreibet 1. Joh. IV, 8. 16. daß er ſey die Liebe, und Chriftus der HErr ſagt Joh. IV, 24. GOtt iſt ein Geiſt; Und da- her nach Eigenſchaft eines Geiſtes die allereinfaͤltigſte Weſenheit und Einheit, folglich auch in ſeinen Eigenſchaften die hoͤchſte Vollkommenheit, in Heilig⸗ keit, Gerechtigkeit, Weisheit, Allmacht, Liebe, Guͤte und Barmhertzigkeit, ohne die allergeringſte Widerwaͤrtigkeit. Und kan alſo auch das Wollen ſeiner Allmacht in nichts anders, als in Gnade, Barmhertzigkeit, Langmuth, groſſer Gutigkeit und Treue(nach Lxod. XXXIV,.) beſtehen. Wann aber von Gott geſagt n E E aa a a ai—— . — 448 Das Fünfte Capitel. geſagt wird, daß Er Zornig, Grimmig 1. fev y geſchicht ſolches nur in Anſe⸗ hung der von den verfallenen Creaturen eingefuͤhrten Widerwartigkeit, wider die vollkommene Eigenſchaft ſeiner Majeſtäͤt. É £9. Wir haben hiebevor geſagt, daß der Einige-Ott fey Vatrer, Sohn P t und Seiliger Geiſt; alleine, was es damit eigentlich vor eine Beſchaffenheit habe, daß nemlich der Einige GOtt ſey Vatter, Sohn und Seiliger Geiſt, und zwar nicht nur nach dem Namen, fondern Fráftig wuͤrckende? koͤnnen wir nicht ſagen, weil ſolches Geheimniß unſerer Vernunft unbegreiflich, und alfo auh unbefchreiblich z und wir wiſſen nichts in der gantzen Natur, damit wir nur ein geringes Bild und Gleichniß von dieſer Sahe geben Fónnen, alg das A; Dann gleichwie daſſelbe nur ein Weſen iſt, und doch drey beſondere Eigenſchaften hat/ als das Leuchten, Waͤrmen und Brennen, und keine dieſer Eigenſchaften von demſelben kan getrennet werden, ohne daſſelbe gaͤntzlich zu zerſtoͤhren. Alſo wird GOtt der Patter genannt der Schoͤpfer durch den Sohn, der Sohn der Erloͤſer aus der Barmhertzigkeit des Batters, und der Heil. Geiſt das Licht und Erleuchtung von dem Vatter und dem Sohn. Alleine diß iſt doch nur ein uneigentliches todtes Bild, damit das Weſen der Sache, davon wir han⸗ deln, gar wenig oder nichts bedeutet werden kan; Und gluͤckſeelig ſind dieje⸗ nige, in welchen fich GOtt ſelbſt, als Vatter, Sohn und Seiliger Geiſt offenbahret hat, weil doch Niemand auſſer ſolcher Offenbahrung etwas davon verſtehen oder begreifen kan, man bilde oder rede es ihm auch ſo deutlich vor, als man immer wolle. 8. 10. Daß dann nun der Vatter, oder ſo zu ſagen, GOtt, Gott ſey, wird von Niemand gelaugnet, und daß JEſus Chriſtus der Einge⸗ bohrne Sohn Gottes mit dem Vatter und Seil. Geiſt, gantz Eins, und alſo auch der wahrhaftige GOtt und das ewige Leben ſey, iſt aus ſehr vielen Orten H. Schrift klar zu beweiſen. Dann erſtlich ſpricht Er ſelber, daß, wer Ihn ſehe, der ſehe den Vatter, weil Er im Vatter und der Patter in “Sbm fey, Joh. XIV,.10.11. und daf Ær und der Vatter Eins ſey, Joh. X, 30. und ju Jacob fagt Er, nach feinem náchtlichen Ringen mit hm: Du haft mit GOTTE und mit Menfchen gerungen, Gen. KKXU, 28.30. Zwey⸗ tens ſchreibet Johannes, daß Er, als das Wort, welches Fleiſch, oder Menſch geworden, ſey im Anfang(verſtehet im ewigen weſentlichen Anfang, der GOtt ſelber iſt, nach Apoc. L, 8. III, 44. XXI, 6. XXII, 13.) bep GOtt und GOtt ſelbſt geweſen, Joh. I,..3. und in finem erſten Brief Cap. V. J. 20. ſchrei⸗ het ery Dah Er mit dem Batter und Heil. Geif Wins fey, und daß Er ſey der wabrhaftige GOtt und das ewige Leben. Drittens ſchreibet der Apoſtel Paulus 1. Tim. HI, 16. dag GOTE fey geoffenbahret im Sleifh, nemlich in der Menſchheit JEfu Chrifti; dah GOTT in Chrifto Die Welt mit Jhm felber verſoͤh⸗ iih tig we Jim. atob Cap.} den all Jacob wh G folhor popli gelige XXVIII, tmit d f fein ohlen, von de kgl dn wo Geif j det⸗N f, DA Fomm whi mitrhej Gifun N metr g takit, Bin Mi; uÀ Chaos, tatn inAy Gdrtò ag i dit obh ni Seih nni ý Wai m haty A DOR wid 1 licht hn ‘ha dief⸗ Gih Dadi ) Wy 50tt A mò ein ver in joh. DI wi iý KON pOr fow T jie wt ſſche wii Bon der wahren Religton und Mago- Cabbala. 449 verſoͤhnet, 2. Cor. V, 19. daß in Chriſto die gantze Fuͤlle der Gottheit leibhaf⸗ tig wohne, Col. II, 9. und daf er ſey GOtt uber alles, gelobet in Ewigkeit, Roöm. IX, 5. Viertens nennet ſich der Engel, welcher dem Abraham, Ifaac und Jacob, wie auch dem Moſe in der Wuſten, erſchienen, Gen. XVII, I. XXVIIII, 13. Cap. XXXI, 13. Exod. III, G. und die Kinder Iſrael aus Egypten fuͤhrete, ſelbſt den allmaͤchtigen GOtt, ja den SErrn, den GOtt Abraham Iſaac und Jacob; und kein vernuͤnftiger Menſch wird dieſes widerſprechen, daß nemlich dieſes GOtt geweſen ſeye; und weil es nun aus 1. Cor. N..9. offenbahr, daß ſolcher Engel eben Chriſtus der SErr geweſen, ſo iſt auch dieſes ein unum⸗ ſtoͤßlicher Beweis der ewigen Gottheit JEſu Chriſti. Daf ferner auch der Seilige Geiſt wahrer GGtt von Ewigkeit, iſt aus r. Joh. V, 7. und Matth. XXVII, 19. unwiderſprechlich zu beweiſen, da nemlich Johannes ſagt: Daß er mit dem Vatter und Sohn eins ſey, und Chriſtus der HErr auch ſowohl guf feinen Namen, als auf den Namen des Batters und des Sohnes zu taufen befohlen. Und gleichwie es gewig ift, daf fo oft man in heiliger Schrift, allwo von dem Engel des SErrn geſagt wird, und demſelben der Name Jehova beygeſetzt iſt, ſolches von Chriſto JEſu, als dem Engel des Bundes, verſtan⸗ den werden muß; alſo gewiß und wahrhaftig iſt es auch, daß allemal der Heilige Grift verftanden werden muf, fo oft man findet, daß dem Wort Geiſt der Wun⸗ der⸗Namen des Dreyeinigen GOttes Jehova beygefuͤget iſt. §.11. Weil dann nun dieſer wahre Dreyeinige ewige GOtt, Vatter, Sohn und Heiliger Geiſt, ohne Anfang und Ende in ſich ſelber die allergroͤſte und voll⸗ kommenſte Freude, Vergnuglichkeit und Seeligkeit genoſſe, und wolte, dag auch Creaturen waͤren, denen er ſich in dem Ausfluß ſeiner Goͤttlichen Gute koͤnte mittheilen, und Die Ihn davor liebeten und preiſeten; So ſchuf er dann durch Chriſtum die Geiſt⸗Welt, in welcher der Sohn der Morgenroͤthe der aller⸗ herrlichſte und fuͤrtreflichſte, und gleichſam der letzte Punct diefes Goͤttlichen Dia⸗ metri oder Ausganges(nemlich unſers Sonnen⸗Syſtematis) war. Da aber Die- ſer in ſeiner ſo fuͤrtreflichen Herrlichkeit und Macht, ſich in Hochmuth wider Ott erhube/ ward er in dieſer Widerwaͤrtigkeit wider die Goͤttliche einfache Vollkom⸗ menheit, mit allen ſeinen Engeln aus dieſer ſeiner Herrlichkeit, in eine unbegreif⸗ liche Finſterniß verſtoſſen, in welche zugleich alle ſeine Himmel mit verwickelt wor⸗ Den; und ward alſo aus dem Licht eine wuͤſte finſtere Ungeſtalt, ſo von Den Alter Chaos, das iſt, ein vermiſchter Alumpen allerley Weſens, genannt worden. §. 12. Weilen nun die unwandelbare Gottheit das Wollen ihrer All⸗ macht nicht aͤndern konte, muſten die Himmel des Lucifers zum Preiß der Goͤttli⸗ Hen Herrlichkeit wieder mit andern Creaturen erfuͤllet werden; dannenhero ſchuf Gott durch Chriſtum dieſe unſere Welt, und in derſelben den Menſchen nach ſeinem Bilde, wie uns folches der Heilige r durch Moſen offenbahret haty i Dt. Alſo, 450 Das Fuͤnfte Capitel. alfo, daf diefe Menſch an ſtatt des gefallenen Lucifers dieſe Welt wiederum be⸗ herrſchen ſollen. ” rA Da aber der Satan ſahe, daß aus der finſtern Verwirrung, wie⸗ der eine ſo fuͤrtrefliche Welt, und in dieſelbe die Wunder⸗Creatur der Menſch von Gott geſchaffen wurde, und daß der Menſch an ſtatt ſeiner, zum Beherrſcher dieſer Welt wäre geſetzt worden, entzuͤndete ſich ſein Neid und Mißgunſt im Grimm wider dieſen Menſchen, und verfuͤhrete denſelben liſtiglich durch Miß⸗ brauch ſeines freyen Willens, wider das Verbott GOttes und ſeinen Willen zu handeln. Da hatte nun der Teufel, ſeiner Meynung nach, durch des Men⸗ ſchen Ungehorſam, gewonnen Spiel, zumal da er ſahe, daß er aus dem Garten Eden verſtoſſen und in dieſe Welt verbannet war, allwo er ſich auf der um ſei⸗ ner Suͤnde willen verfluchten Erde, mit Kummer nahren ſolte ſein Lebenlang, und im Schweiß ſeines Angeſichts ſein Brod eſſen ꝛc. Alleine GOtt erbarmete fich úber den Menſchen, verfluchte die Schlange fur allem Vieh auf dem Felde, und ſprach: Des Weibes Saame ſolte der Schlangen den Ropf zertret⸗ tenc. Und wolte, daß der Menſch(Adam und in ihm alle ſeine Nachkommen) wiederum nach ihrer erſten angeſchaffenen Herrlichkeit trachten, und den HErrn ihren GOtt ſuchen ſolten, ob ſie doch ihn wiederum fuͤhlen und finden moͤgten, indeme er nicht ferne von einem jeglichen ſey. Act. XVII, 27. C14. Weil dann nun GOtt der HErr die Menſchen nicht geſchaffen hat zum Zorn, Sluch und Verderben, ſondern die Seeligkeit zu beſitzen, und fein ernſter Wille war, daß der Menſch GoOtt ſeinen HErrn wieder ſuchen und finden, und in ihm leben und ſeelig ſeyn moͤgte, fo ließ er es dann auch auf ſeiner Seiten an nichts ermangeln, was zu ihrem Heyl und ewigen Wohlſeyn gereichen moͤgte, und er fuchte ſie nicht nur durch ſeinen Heiligen Geiſt von innen, ſondern auch durch die heilige Altvaͤtter und Propheten von auſſen, zu lehren, zu beſtrafen, und auf dem rechten Wege in ſeiner Wahrheit zu leiten, und zu ihm zu bringen, er ſtellete den Kindern Iſrael durch Moſen ſeine Geſetze und Rechte, datz ſie darinnen wan⸗ deln und leben ſolten, und wieſe ihnen den Weg des Lebens gleichſam von Fuß zu Fuß an: Er fuͤhrete ſie aus Egypten in die Wuſten, und ſuchte ſie damit zu lehren, wie ſie mit ihren Hertzen und Willen von der Welt ſolten ausgehen, dieſelbe mit aller ihrer Luſt und Herrlichkeit verchmahen, ſich hier fur Fremdiinge und Pilger halten und ihr himmliſches Natterland wieder ſuchen. Er ließ ſie vicle groſſe Zei⸗ chen und Wunder ſehen, und ſuchte dadurch ihren Glauben und Vertrauen in ihn zu erwecken. Er ließ ſie viele grauſame und ſchroͤcklicht Gerichte ſehen, welche die Ungehorſame, Gottloſe und Sunder troffen, und ſucht' ihnen dadurch einen recht hertzlichen Abſcheu fuͤr der Suͤnde zu erwecken, und ſie zu ſeinem Gehorſam zu brin⸗ gen. Durch die viele und mancherley Reinigungen, die er ihnen anbefohlen, ſuchte er ſie zu lehren, wie ſie ihre Hertzen durch den Glauben von aller Suͤnde und i reinigkeit * wil un liD gn feg fi nete D AnDY Mafi wd an Wg Gift tothan fit| fh Anly hebi fenh W 0 gang ftu my fh zu N tiln wn f me me t Weg WY Guide Order tf f WD fei Mep ng MA fe ſch nd de Bens y nief Nist Von der wahren Religion und Mago-Cabbala. 45m reinigkeit waſchen und reinigen ſolten; und durch die Opffer der Farren, der Wid⸗ der und der Boͤcke ꝛc. ſuchte er ſie zu lehren, wie ſie ihren alten Menſchen, als die Glieder die auf Erden ſind, toͤdten, ihr Fleiſch ſamt den Luͤſten und Begierden creu⸗ tzigen, und ſich ſelbſt GOtt zum Opffer und ſuͤſſen Geruch hingeben ſolten. Er ließ ſich eine uͤber alle Maſſen ſchoͤne und koſtbare Huͤtte von ihnen bauen, und woh⸗ nete darinnen unter ihnen, und ſuchte ſie damit zu lehren, wie ſie ſich ſelbſt mit ein⸗ ander ihme zu einer Behauſung im Geiſt ſolten erbauen, die Huͤtten der neuen Menſchheit in ihnen aufrichten, ihme ihre Hertzen einraumen, und ihn ewig in⸗ und unter ihnen wohnen und wandeln laſſen, alſo daß er ihr GOtt ſey, den ſie von ihrem gantzen Hertzen, von gantzer Seelen, von gantzem Gemuͤthe und aus allen Kraͤften, liebeten und ehrten, und ſie ſein Volck ſeyen, welches ihme in gantz un⸗ | terthaͤnigſtem Gehorſam allein leben und dienen ſolte in Heiligkeit und Gerechtig⸗ keit, ihr Lebenlang. Und kurtz: Er lieſſe es an nichts ermangeln, was zu ihrem Heyl gereichen konte, und thate ihnen unzaͤhlich viel gutes, und ſuchte dadurch ihre Liebe und Hertzen mit der gaͤntzlichen Ubergabe an ihn, zu gewinnen, alſo, dag fie wiederum gantz die Seine waͤren, und ihnen wohl gienge in Zeit und Ewigkeit. Und was er alſo von Anfang der Welt her getrieben, und durch Moſen auf eine gantz beſondere Weiſe anfieng, das trieb er auch beſtaͤndig alſo fort bis auf Chri⸗ ſtum, und thate alſo alles, was er nur zu der armen Menſchen Heyl und Wieder⸗ (ata, nM i Fehr zu ihrem Urſprung thun konte.: D fen S. 1s. Alleine, fo baD ſich nur die Menſchen auf dem, um ihrer Suͤnde pd willen von GOtt verfluchten Erdboden, in ihrem Geſchlecht begunten zu vermeh⸗ mon ren, fo vermehrete ſich auch in ihnen die Bosheit. Gie riffen fich von der Zucht mò und Strafe des Heiligen Geiſtes los, irreten immer wieder von GOtt ab, und Ne unter tauſend ward kaum einer gefunden, der nach GOtt fragete, und auf deſſen auf Wegen zu wandeln ſuchte, und ob ſie GOtt der HErr ſchon, nach dem ſie alle ite ihren Weg fuͤr ihm verderbet hatten, zu den Zeiten Nod, nach feinem gerechten Gerichte, alle miteinander, big auf Noa und feine Leute, durch die Sundfluth pi von der Erden vertilgete, und alſo der erſten gottloſen Welt damit ein Ende mach⸗ pw i te, ſo kehrten fich doch Die Nachfommen Rod wenig dder nichts Daran, und fð eme| bald ſie in ihrem Geſchlecht wiederum zunahmen, ſo nahm auch die Bosheit wieder in | ihnen zu, und ſie machtens nicht um ein Haar beffer, als es ihre Vorfahren in Der l erſten Welt gemacht Hatten, ſondern wohl noch ſchlimmer: Dann an ſtatt daß ſie | den HErrn ſhren GOtt haͤtten ſollen ſuchen, und demſelben dienen, erwahleten | ſie ſich allerley Greuel und Scheuel, ja die Bildniſſe der vergaͤnglichen Menſchen, | und der Voͤgel, und der vierfuͤßigen und kriechenden Thieren, ꝛc. zu ihren Goͤ⸗ pens opfferten und dieneten denſelben auf eine gantz entſetzliche Weiſe, alſo, daß ſie denſelben auch wohl oft ihre Soͤhne und Toͤchter durchs Feuer gehen lieſſen: und dieſes thaten nicht nur die ſogenannte wilde ſondern auch die Kinder Ifrael, At 2 de⸗ — — 452 Das Fuͤnfte Capitel. denen ſich doch GOtt fuͤr en andern Voͤlckern auf Erden auf eine gantz beſondere Weiſe geoffenbaret hatte, ja auch eben zu der Zeit, da ſich ihnen GOtt auf eine gantz beſondere Weiſe in der Wuͤſten offenbarete, und ihnen ſeine Gefetze und Rechte ſtellete, machten ſie ihnen ein guͤldenes Kalb, und dieneten des Himmels Heer, ſie nahmen die Huͤtte Molochs an, und das Geſtirn ihres Gottes kemphan, die Bilde die ſie gemacht hatten, ſie anzubaͤten. Act. VII, 42. Am. V, 25. 26. Und dieſes trieben ſie dann auch beftándia Durch alle Secula hindurch, und wann ihnen GOtt ſeine Boten ſandte, ſie daruͤber beftrafte, davon abmahnete, und zu ſei⸗ nem Dienſt anzumahnen ſuchte, ſo ſteinigten und toͤdteten ſie dieſelbe, Matth. XXIII. 14. Act. VII, 5r. 52. und lieſſen ſich durch nichts von ihrer Abgoͤtterey und boͤſen Fuͤrhaben abbringen. Die es dem Schein nach noch am beſten machten, Die heuchelten GOtt, trieben den ſogenannten aͤuſſern von G Ott durch Moſen ihnen angeordneten Gottes dienſt ſehr heftig, naheten ſich zu dem HErrn mit ihrem Mun⸗ de und ehreten ihn mit ihren Lippen, aber ihr Hertz blieb ferne vonihm, darum war es auch vergeblich, daß ſie ihm alſo dieneten; und er ſagete ihnen, daß ihme ſolches alles ein Greuel ſey, welchen er nicht haben moͤgte, und mude zu leiden ſey, ja er ſey ihren Neumonden und Sabbathen gram, ihre Opffer moͤgte er nicht riechen, das Geplerr ihrer Lieder moͤgte er nicht hoͤren, und er wolte ihnen ſolchen Koth ih⸗ rer Feyertagen ins Angeſicht ſchmeiſſen, daß er darinnen folte bekleiben bleiben ꝛc. In einem ſolchen heuchleriſchen und verderbten Zuſtand ſtunde nun eben die Juͤdi⸗ ſche Kirche, als Chriſtus der HErr ins Fleiſch kam. S. 16. Da die deit erfuͤllet war, ſandte GOtt ſeinen Sohn, in armer Knechts Geſtalt, und ſuchte den Menſchen durch deſſelben Lehre und Leben, ſei⸗ nen Willen, zu ihrem Heyl, noch weiter, aufs allerkuͤrtzeſte und deutlichſte zu offenbaren, und den Weg des Lebens anzuweiſen, und rief vom Himmel zu den Menſchen uͤber ihn aus: Sehet diß iſt mein lieber Sohn, an dem ich Wohl⸗ gefallen habe, den ſolt ihr hoͤren! §. 17. Daß Chriſtus der HErr ins Fleiſch kommen ſollen, iſt in dem Alten Teſtament an ſehr vielen Orten geweiſſaget worden. Und daß er wuͤrcklich ins Fleiſch gekommen, auf der Erden gewandelt, gelehret, und endlich gecreutziget, ge⸗ ſtorben und begraben worden, nach dreyen Tagen wieder auferſtanden und gen Himmel gefahren, davon iſt im Neuen Teſtament auf allen Blattern zu leſen, und alio unnoͤthig allhier anzufuhren, zumal ſolches auch von niemand anderſt, als ei⸗ nem offenbaren Wider⸗Chriſten geleugnet wird; Wollen derowegen nur dasje⸗ nige, was uns ſehr noͤthig und nuͤtzlich, von ſeiner Lehre und Leben, kuͤrtzlich be⸗ trachten, wobey uns dann erſtlich vorkommt ſeine heilige Empfaͤngniß, da er fich cine arme demuͤthige und keuſche Jungfrau zur Mutter erwaͤhlete. Wobey wir zu lernen haben, daß wir auch keuſche und demuͤthige Hertzen haben muͤſſen, wann er, als das Wort welches unſere Seelen felig machen Fan, in uns foll ge pflan⸗ inkt ime bohr fng itt T fa det und pilgri yif mifin: drh Toe f Mk u i Con n wo WA M n y A ig ndene lOi wh trni le M nAi W dek iniy Mifi, afg Abgzet Mugw enge 9 Mie f kOn if nii lath, H iÀ i hne Nuk oat AN j A ht thit Wi y nnee i hi vii Den hh to n R⸗ g und fò t Vi gi me Bob ifn í(e jjo Von der wahren Religion und Mago Cabbala. 453 pffantzet werden, und eine Geſtalt gewinnen. Zweytens wurde er auf der Reiſe ſeiner Eltern, in aͤuſſerſter Armuth, in einer fremden Herberge, ja ün Stall, gebohren, wodurch er uns die Verſchmähung dieſer Welt lehten wollen; Drit⸗ tens muſteer in ſeiner zarten Jugend fuͤr feinen Feinden in Egypten fliehen; wor⸗ aus wir lernen koͤnnen, daß, ſo bald uns GOtt zu ſich ziehet, und wir uns befleiſ⸗ figen, ein gottſeeliges Leben zu fuhren, wir von der Welt muͤſſen gehaſſet, genei⸗ det und verfolget werden. Viertens war faſt fein ganges Leben eine beſtaͤndige Pilgrimſchaft, woraus wir zu lernen haben, daß wir allhier nur Pilgrime und frem⸗ de Gaͤſte ſind, welche keine bleibende Staͤtte haben, und alſo die Zukunftige ſuchen muͤſſen: Ubrigens lieſfe er ſichs in feinem gantzen Leben gleichſam ſeine Speiſe ſeyn, den Willen ſeines Vatters zu thun, und ward ihm in allem gehorſam bis zum Tode, ja bis zum Tod des Creutzes; Womit er uns die Verlaͤugnung unſer ſelbſt, und Thuung des Willens GOttes in freywilligem Gehorſam, wie auch die Sanftmuth, Demuth, Gedult, und andere Goͤttliche Tugenden lehren wol⸗ len, worinnen wir ihme dann nothwendig nachfolgen muͤffen, wann wir anderſt durch ihn, als den neuen und lebendigen Weg, zu GOtt kommen wollen; dann nachdem er Durch ſeinen Gehorfam in feinem groſſen Leiden und Dulden iſt vollen⸗ det, iſt er worden, allen die ihin gehorſam ſind, eine Urſache zur ewigen Gec- ligkeit. Hebr. V, 9. §. 18. Nachdeme wir dann nun gantz kuͤrtzlich von feinem heiligen Leben ges handelt, wie uns daſſelbe zu einem Fuͤrbild gegeben iſt, daß wir ſollen nachfolgen feinen Fußſtapffen; ſo ſchreiten wir dann zu ſeiner Lehre, welche mit ſeinem heili⸗ gen Leben gantz genau überein ſtimmet. Und da kommt uns nun zuerſt vor, wie er die Menſchen zu ſich geruffen, und ihnen befohlen, daß ſie ſein Joch auf fich neh- men, und von ihm ſeine Sanftmuth und hertzliche Demuth lernen ſolten, fa mwer ihm dienen wolte, der ſolte ihm nachfolgen, und wer ihm folgen wolte, der ſolte fich ſelbſt verlaͤugnen, ſein Creutz auf ſich nehmen taͤglich, und ihme nachfolgen, und wer nicht abſagete allem das er haͤtte, koͤnte nicht fein Fuͤnger ſeyn ꝛc. Er leh⸗ rete ſte, daß ſie dem Ubel nicht folten widerſtreben, daß ſie ſolten ihre Feinde lieben, ihre Flucher fegnen, fuͤr ihre Beleidiger und Verfolger bitten, ihren Widerſachern, wann dieſelbe ihre boͤſe That reuete, willfärtig ſeyn, und ihnen ihte Behler von Hertzen vergeben; er lehrete ſie, daß ſie alle Heucheley und Scheinwercke meiden, und ihr Faſten, Allmoſen und Gebet im Verborgenen fuͤr GOtt thun, ihr Vertrauen gank auf GOtt ſetzen, und am erſten nach dem Reiche GOttes und nach ſeiner Ge⸗ techtigkeit trachten ſollten, ſo wuͤrde ihnen von dem Vatter im Himmel alles Duͤrf⸗ tige zugeworffen werden. Ja er lehrete ſie, daß ſie follten barmhertzſg ſeyn, durch die enge Pforte eingehen, und ſich fuͤr den falſchen Propheten huͤten, und dann prieſe er ſelig die geiſtlich Arme, die Leidtragende, die Sanftmüthigen, die nach der Gerechtigkeit hungerte und dürſtete, e Barmhertzige, die reines M3 ind, $ siisi Dde aema 454 Das Fuͤnfte Capitel. ſind, die Friedfertige, und die um der Gerechtigkeit oder um ſeinet willen ge⸗ ombe— verfolget wuͤrden; und troͤſtete ſie, daß ihnen im Himmel alles wohl belohnt werden ſolte. Weiter hat er ſie gelehret, daß er nicht gekommen ſey das Geſetz oder die Propheten aufzulöſen, ſondern zu erfuͤllen, und daß nicht ein Buch⸗ ſtabe noch Titul davon zergehen wuͤrde, bis dag alles geſchehe, und daß ihre Ge⸗ htiakeit beſſer ſeyn muͤſte dann der Schriftgelehrten und Phariſaͤer, ſonſt wuͤrden fenchrmdal Hunmlrächkommen x. Matth. V6... Und hierauf wieſe er fie dann von der Schale des Geſetzes zu dem Kern, und von dem Schatten zu dem Weſen uͤber, und bezeugete ihnen, daß das gantze Geſetz und die Propheten kurtz darinnen beſtunde: Daß ſie den SErrn ihren GOtt liebeten, von gantzem Sertzen, von gantzer Seelen, von gantzem Gemuͤthe, und aus allen Kraͤf⸗ ten, und ihren Naͤchſten als ſich ſelbſt, und damit ſie auch darinnen nicht irre⸗ ten, ſo ſagte er ihnen, daß alle dasjenige was ſie wolten, daß ihnen oie Leute thun ſolten, das ſolten ſie ihnen auch thun, und dieſes ſey das Geſetz und die Propheten Matth. VII. Darauf heiſt er ſie dann ihren prächtigen Tem⸗ pel abbrechen, und alſo ſolchen Dienſt, den ſie dem DErrn darinnen mit ihrem Opf⸗ fern, Singen, Bäten ꝛc. zu leiſten gedachten, aufheben, und ſagte baf die Deit ſchon jetzt ſey, daß die wahren Anbaͤter den Vatter im Geiſt und in der Wahrheit anbaten, und nicht mehr zu Jeruſalem oder an ſonſt einer gewiſſen Statte 4 dann der Hatter wolte es haben, Dag man ihn alſo anbäten ſolte; und die den Vatter anbateten, die muͤſten ihn im Geiſt und in der Wahrheit anbaͤten ꝛc. Al⸗ leine, eben damit grif er denen Tempel⸗Herren, welche ihre Nahrung vom Tem⸗ pel ſuchten/ erft recht in Die Haare y und fie machten es eben, als wie jene Gold⸗ Schmiede, welche der Diane guldene Goͤtzen-Tempel machten, und beſorgt wa⸗ ren, ihr Handwerck leide Schaden, wann der wahre GOtt und Gottesdienſt be⸗ kannt wurde: dann ſo lange Chriſtus der HErr den Tempel noch unangetaſtet lief- ſe, ja ſelbſt hinein gieng zu lehren, ſo konten ſie ihn noch wohl tragen; als er aber ſagte: Brechet dieſen Tempel ab, und ich will einen andern bauen in dreyen Zagen, niht mit Hånden gemacht; at. und darauf eine Geiſel von Stricken nahm, und ſie zum Tempel hinaus peitſchte, und ihre Wechſel⸗Tiſche uͤbern Hauffen ſchmieſſe ꝛc. da hieſſen ſie ihn einen Verfuͤhrer und Gotteslaſterer, welcher Laſter⸗ Worte wider die heilige Staͤtte geredet, und verurtheilten ihn deswegen zum To⸗ de, ja zum Tod des Creutzes, und ſpotteten ihn auch noch deswegen am Creutz, da ſie ſagten: Wie fein zerbrichſt du den Tempel Gottes in 3. Tagen x. Aus dieſem kurtzen Begrif der Lehre und des Lebens unſers Eern und Heylandes JEſu Chriſti, wird ein jeder Verſtändiger gar wohl begreiffen, worinnen die wah⸗ re Chriſtliche Religion eigentlich beſtehe? nemlich in dem Gehorſam und Thun des Willens GOttes. Dann Gehorſam iſt beſſer dann Opffer, und wer den Willen GOttes thut, der bleibet in Ewigkeit. Alleine um der Unverſtaͤndi⸗ gen yawi ulic ¢ Y gon eth gee Un Glahet Wardi Gnade Wl I tofin admi tm? iin unll wiw an fibi tuton Wate den Fin Straf: bkumm A N zur Ser Mines in i iht( MD perf MA ani Wi ah Dte dihre, Kintnab Mam NDN Wio Midah i iin nid MMi, uhſt 1y, 15 i Mihe G MANDY E wif IM$ hi nöp N tefi u dent ming MRM Rrap tine en die Gih 3e v MA het DM Hatt „M y Si Gol gf ia fibe 1 A A ÚW uie ga m3| oui M ewah mo| T aand” oM Bg| Bon der wahren Religion und Mago- Cabbala. 455 gen willen wollen wir doch von einigen Puncten noch etwas umſtaͤndlicher und deutlicher handeln, und zwar erſtlich vom Geſetz. §19. Es iſt bekannt, daß unter den ſogenannten Chriſtlichen Religionen von etlichen hundert Jahren her viel Zanckens und Streitens wegen des Geſe⸗ tzes und der guten Wercke geweſen iſt; Da dann der eine Theil geſagt und gelehret: Man koͤnte die Gebotte Gottes nicht halten, und die guten Wercke ſeyen auch zur Seeligkeit nicht noͤthig; dann man muͤſte nur aus Gnaden felig werden; Und diefe ihre Lehre ſuchten fie dann aus des Apoſtels Pauli Briefen zu beweiſen: Und damit dieſelbe allen ihren Anhaͤngern recht feſt eingepflantzet wuͤrde, ſo machten ſie ihren Schul⸗Kindern die Frage: Ob wir dann auch mit unſern guten Wercken GOttes Gebote und Geſetz erfuͤllen koͤn⸗ ten? Und gaben ihnen Darauf die Antwort in Mund: Ach nein! dann unſere guten Wercke ſind nicht vollkommen gut, dieweil wir arme Suͤnder ſind; wann wir ſchon wollen Gutes thun, ſo liegt uns doch das Boͤſe an. Roͤmer am ſiebenden Und weil ihnen dieſes in ihrer Jugend alſo gleichſam eingena⸗ turet wurde, daß die Erfuͤlluns der Gebotte GoOttes unmoͤglich, und die guten Wercke zur Seeligkeit nicht noͤthig ſeyen, und daß man doch gar wohl aus Gna⸗ den koͤnte ſeelig werden, ob man ſchon taͤglich viel ſundigte, und nur eitel Straf verdienete ꝛc. So ſuͤndigten ſie dann auch immer brag drauf los, und bekummetten ſich um nichts weniger, als um gute Wercke. Hiergegen ſtritte nun zwar wohl die andere Parthie, und lehrete: Die guten Wercke ſeyen zur Seeligkeit noͤthig, und man koͤnte und muͤſte die Gebotte halten; Al⸗ leine, in der That hielten ſie dieſelbige eben ſo wenig, als die andern, und beſtunde alſo ihr Streit nur in Worten; Und was die eine Parthie an der andern tadelte und verwarf, thate ſie doch auch immer ſelber, dann gleich toie die eine Parthie an der andern tadelte, daß ſie lehrete, man koͤnte die Gebotte nicht halten, und ſie doch auch felber nicht hielte, alſo tadelte und verwarf auch wohl dieſe der erſten ihre Lehre, daß die guten Wercke zur Seeligkeit noͤthig ſeyen; Sagten, oder lehreten aber Doch; ihre Kirchen⸗Ceremonien ſeyen zur Seeligkeit noͤthig, und baue⸗ ten alfo mit Dér einen Hand eben dasjenige wieder unter ſich auf, was ſie mit der andern doch umzureiſſen ſuchten. Damit wir aber hier vom Grund dieſer Sache reden, fo ſagt Chriſtus der HEer ſelbſt Matth. V, 17. 18. Ihr ſolt nicht waͤh⸗ nen, daß ich kommen bin, das Geſetz oder die Propheten autfzuloͤſen. Ich bin nicht kommen aufzuloͤſen, ſondern su erfüllen: Dann ich fage euch, wahrlich? bis daf Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleineſte Buchſtab, noch ein Titul vom Geſetz, bis daß es alles geſchehe. Und Joh. XIV, 15.21. fpricht€r: Liebet ibr mich, fo balter meine Gebott. Wer meine Gebotte hat und haͤlt ſie, der iſts, der mich liebet, wer mich aber liebet, der wird von meinem Vatter geliebet werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm — 456| Das Fuͤnfte Capitel. ihm offenbahren. Ja, wer mich liebet, der wird mein Wort balten, und mein Batter wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bey ihm machen. Hieraus iſt nun zu ſehen, daß der liebſte Heyland es nicht nur von ſeinen Liebhabern oder Jungern fordert, daß ſie ſein Wort und Gebotte halten ſolten, ſondern ihnen auch ſelbſt das Zeugniß gibt, daß ſie es thun wuͤrden. Und Johannes bezeuget dieſes ebenfalls in ſeinem erſten Brief, da er ſchreibet: Daran erkennen wir, daß wir GOttes Kinder lieben, wann wir GOtt lieben und ſeine Gebott halten; Dann das iſt die Liebe zu GOtt, daß wir ſeine Gebott halten; und ſeine Gebotte ſind nicht ſchwer. Und was wir bitten, werden wir von ihm nehmen, dann wir halten ſeine Gebotte, und thun, was vor ihm gefaͤllig iſt c. Weil aber nun der Apoſtel Paulus in feinem Brief an die Roͤmer und Galater fo fehr gegen diejenige eifert, welche die Leute dahin verfuͤh⸗ reten, daß ſie wolten durchs Geſetz gerecht werden; Und es doch gantz unmoͤg⸗ Gch ift Dag Ery alg ein auserwaͤhltes Ruͤſtzeug GOttes, etwas ſolte gethan oder geſchrieben haben, welches wider Chriftum und feine Lehre anliefe: So iſt dann zu unterſuchen: Von was vor einem Geſetz er an ſolchen Orten handelt⸗ da er fo febr úber deſſen Wercke eifert? Und wann wir ſolches thun, fo finden wir, dag fein Eifer mit nichten gegen Das Goͤttliche Liebes-Geſetze, ſondern gegen den ceremonialiſchen Tempel⸗Dienſt, als das Judiſche Kirchen Geſetz des Tempelgehens, der Beſchneidung, der Opfer, Saltung der Seyer⸗ tagen ꝛc. gienge, und alſo eben gegen dasjenige Schattenwerck, gegen wel⸗ ches Chriſtus der HeErr auch ſelbſt angienge, und es aufzuheben ſuchte, da er fagte/ daß die Zeit kame, und ſchon da ſey, daß man weder zu Jeruſalem noch auf dem Berge mehr den Vatter anbeten wuͤrde, dann die wahrhaftigen Anbeter wuͤrden den Vatter anbeten im Geiſt und in der Wahrheit, dann der Vatter wolte auch haben, die Ihn alſo anbeteten; Jaz Gtt ſey ein Geiſt, und die Ihn anbeten, die muͤſten Ihn im Geiſt und in der Wahrheit anbeten. Joh. 2. Und darauf ſagte Er dann auch: Brechet dieſen Tempel ab, und Ich will einen an⸗ dern bauen in dreyen Tagen; Welches Er dann von dem Geiſtlichen Tempel ſeines Leibes redete, darinnen Er ſelbſt der Prieſter und Pfleger iſt der heiligen, wahrhaftigen und himmliſchen Guͤter, davon der praͤchtige Juden⸗Tempel, wie auch die Stifts⸗Huͤtte mit allem ihrem Zugeraͤthe und Ceremonien, nur ein Schat⸗ ten und Fuͤrbild war, der Coͤrper ſelbſt aber war und iſt noch in Chriſto. Weil nun der theure Apoſtel Paulus ſahe, daß die Galater und etwa auch andere mehr, denen er Chriſtum klar fuͤr die Augen gemahlet, und ſie gelehret hatte, wie ſie GOtt im wahren neuen Weſen des Geiſtes dienen, und durch Chriſtum und ſeines Geiſtes Kraft in ihnen, das Goͤttliche Liebes⸗Geſetz erfuͤlen muͤſten, von Chriſto wieder abwichen, und ſich zu den ſchwachen und duͤrftigen Satzungen wandten, und von neuem anfiengen denſelben wiederum zu dienen, wiederum die Judi⸗ Cii iny, fuhrt Dn N wohl tife wò haleny fhin n i INE We em ting f MG mig in deri Cin Hindet M! 6 1de i OMN Nin T A teki. Wm Myn n K iN akn W, tit: nan ebott oudt N md nfi mig Òn m dell, finda 1A Gehi Soyir n y Me h ou nhia atie gha Wd \ A wy figy (y Wi Sdt WMil ond wie uman agung ndie qi Von der wahren Religion und Mago- Cabbala. 457 Juͤdiſche Sabbathen, Neu⸗Monden und Feyertage hielten, ſich beſchneiden liefs ſen ꝛc. Da entbrannte er im Eifer gegen die falſche Apoſtel, die ſie dazu ver⸗ fuhret hatten, nannte ſie Zauberer, und wuͤnſchete, daß' ſie ausgerottet wür⸗ den ꝛe. Und es waͤre alſo zu wuͤnſchen, daß unſere heutige Kirchen⸗Chriſten dieſes wohl betrachteten, ſo wuͤrden ſie erkennen, daß Paulus weit mehr uͤber ſie zu eifern hat, als úber die Galater, weil fie gang und gar von Chrifto abgewichen, und nichts mehr, alg einen leeren Schatten von ihm in ihren Kirchen⸗Ceremonien haben, und dabetz meynen gerecht und ſeelig zu werden, welches ihnen aber weit fehlen wird. NA20. Nachdeme wir dann nun klar und kuͤrtzlich gezeiget, gegen welches Ge⸗ fetz der Apoſtel ſo geeifert, und bewieſen, wie er in ſolchem Stuͤck mit Chriſto gantz eines Geiſtes und Sinnes iſt, ſo wollen wir nun weiter darthun, daß er auch in ſolchem Stuͤck, da der Heyland die Saltung ſeiner Gebotte fordert, mit ihm einig ſeye. Dann alſo ſchreibet er Roͤm. VII, 12. Das Geſetz iſt je heilig und das Gebott iſt heilig, recht und gut; Dann das dem Geſetz unmuͤglich mwar,(finte mal es durch das Fleiſch geſchwaͤcht ward) das that GOtt, und ſandte ſeinen Sohn in der Geſtalt des fuͤndlichen Fleiſches, und verdammte die Suͤnde im Fleiſch durch Sunde /auf daf die Gerechtigkeit/ vom Geſetz erfordert /in uns erfuͤllet wuͤrde, Die wir nun nicht nach dem Fleiſch wandeln, fondern nach dem Geiſt. Roͤm. VIII. .3. Und géhet alfo des Apoſtels gantzer Grund kurtz dahin, daß die Menſchen folten wahre Buſſe thun, ſich im Glauben zu dem Heyland nahen, ihr Heyl de⸗ muͤthigſt in Ihm und ſeinen Wunden ſuchen, und ſich Ihm gantz in Gehorſam ergeben, und wann ſie ſolches thaͤten, ſo würde ſie der Heyland in Wahrheit von aller Suͤnde und Ungerechtigkeit erloͤſen, thre Herben Durch den Glauben reini⸗ gen, ſie erleuchten und heiligen, und ſolche Menſchen aus ihnen machen, die aus kindlichem Liebes⸗Trieb in ſeinen Gebotten wandelten, ſeine Geſetze und Rechte hielten, darnach lebeten und thäten, und alſo als neu⸗gepflantze gute Baͤume oder neue Menſchen, durch den guten Saft und Kraft des Geiſtes Chriſti in ih⸗ nen, von Natur lauter gute Fruͤchte braͤchten, und nicht mehr ſuͤndigten. Dann ſolten wir, die da ſuchen durch Chriſtum gerecht zu werden, auch noch ſelbſt Sünder erfunden werden? So waͤre Chriſtus ein Suͤnden⸗Diener; Das ſey ferne! Gal. 2. Dann wir heben durch den Glauben das Geſetz nicht auf, ſondern wir richten es auf. Und alſo auch ihr, haltet euch dafuͤr, dag ihr der Suͤnde geſtorben ſeyd, und lebet GOtt in Chriſto JESu, unſerm HERRN. Róm. IL 31. VI, rr. n §.21. FBas dann nun fcplieglichen cie guten Werde betrift, fo find folhe freylich nicht noͤthig, um dadurch ſeelig zu werden, ſintemalen wir ſchon durch die Gnade GOttes in Chriſto ſeelig und zu neuen und gerechten Menſchen gemacht worden ſeyn muͤſſen, ehe wir einig gut Werck thun koͤnnen. Dann alles, M m m was Sim 458 Das Fuͤnfte Capitel. was nicht aus dem Glauben oder der neuen Creatur gehet, iſt Suͤnde; und ein arger Baum kan nicht gute Fruͤchte bringen, Marc. XI. Alleine, wann uns Chriftus der HERR doch in Der Wahrheit von der Suͤnde und Ungerechtigkeit erloͤſet und gerecht gemacht oder neu gebohren hat, ſo muͤſſen wir doch nothwendig die Gerech⸗ tigkeit thun, und als gute Baume gute Fruchte bringen; Dann wer aus GOtt gebohren iſt, der thut nicht Suͤnde, dann ſein Saame bleibet bey ihm, und kan nicht fůͤndigen, dann er iſt aus GOtt gebohren. Ja eben daran wird es offen⸗ bahr, welche die Rinder GOttes und die Rinder des Teufels find: Wer niht recht thut, der iſt nicht von GOtt, und wer nicht ſeinen Bruder lieb hat; wer Suͤn⸗ de thut, der ift vom Teufel; dann der Teufel ſuͤndiget von Anfang. Dazu iſt er⸗ ſchienen der Sohn GOttes, daß Er die Wercke des Teufels zerſtoͤhre. 1. 0h. 3. §. 22. Der zweyte Punct, von dem wir hier, den Unwiſſenden zum Un⸗ terricht, ein wenig handeln muͤſſen, iſt das Gebaͤt. Daf ein wahrer Chrift fo- wohl ſchuldig, als auch in der Gnaden⸗Kraft GoOttes vermoͤgend ſeye, die Ge—⸗ botte GOttes und JEſu Chriſti zu halten, iſt im vorhergehenden deutlich gezeiget worden. Dieſe Gnaden⸗Kraft aber, den Willen GoOttes zu erfuͤllen, wird von keinem Menſchen anders, als durch ein glaubiges Gebaͤt erlanget. Dann obgleich der Vatter des Lichts alle ſeine gute und vollkommene Gaben jedermann einfaltig gibt, und es Niemanden aufruͤcket, ſondern das Wollen und Vollbringen gar gerne in uns wuͤrcket; So will und kan Er ſich doch uns nicht mittheilen, wann wir nicht nach Ihm und ſeinem Heyl begierig ſind, und Ihn um ſeine Gnaden⸗ Gaben in einem glaubigen Geiſtes⸗Gebaͤt lernen anflehen. Daher hat auch Chri⸗ ftus das Gebát, nebft Dem Glauben, gleichfam jum Grund des wahren Gottes- dienſtes im neuen Bund geleget; Und wir wollen von demſelben, als einer ſehr wichtigen Sache, 7. Stuͤcke betrachten, und aus der H. Schrift beweiſen; Als; Erſtlich: Daß es Chriſtus der HErr befohlen. Zweytens, daß es geſchehen ſoll in finem Namen. Drittens, im Glauben mit einem verſoͤhnlichen Derken, Viertens, im Verborgenen. Fuͤnftens, mit wenigen Worten. Sechſtens, mit ernſtlichem Anhalten. Und ſiebendens, im Geiſt und in der Wahrheit. Das erſte Stuck betreffend, ſo ſpricht Chriſtus der HErr Matth. VII, 7. 8. Bittet, ſo wird euch gegeben, ſuchet, ſo werdet ihr finden, klopfet an, ſo wird euch auf⸗ gethan. Und Joh. XVI, 24. ſpricht er: Bittet, ſo werdet ihr nehmen, daß euere Freude vollkommen ſehy. Womit dann ſchon genug bewieſen, daß Chriſtus der Berr das Gebat befohlen; und daß es in ſeinem Namen geſchehen ſoll, bezeu⸗ get Er Joh. XV1,23. da Er fpricht: TBarlich, warlich, ich fage euch: So ihr den Vatter etwas bitten werdet in meinem Namen, ſo wird ers euch geben. It. Joh. XIV, 13. 14. Was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich thun, auf daß der Vatter geehret werde in dem Sohne. Was ihr bitten mwer det in meinem Namen, das will ich thun. Und daß es drittens im Glauben mit mtt Mar ane nd M 22. Cih Hen deda fda mhol filigi witi nS nami AN Reich Chrif Rächtz unfer N, 24 tijm’ Batt anbat MAG AT wd il fud ME anh tin dig Adib nd Ay oet Di Oru fnd in J riba 8 ne i tu Mi 00 ) Ëm ofj tnit Sin⸗ fie ohz nUi ifi tet thägtt DAN bid niaig mg Wam nadu Eht joitt nht Ilg; ok He, m at tı i h auf g ut miN ihe m i wili y may fube Mi — ea Von der wahren Religion und Mago- Cabbala. 459 mit einem gegen ſeinen Nachſten verſoͤhnenden Hertzen geſchehen ſoll, lehret er uns Marc. II. 24. 25. Da er ſpricht: Darum ſage ich euch: Alles was ihr bittet in eurem Gebat, glaubet nur daß ihrs empfangen werdet, fo wirds euch werden. Und wann ihr ſtehet und batet, ſo vergebet wo ihr etwas wider jemand habet, auf daß auch euer Vatter im Himmel euch vergebe euere Fehle ꝛc. It. Matth. XXI, 22. Alles, was ihr bittet im Gebaͤt, ſo ihr glaubet ſo werdet ihrs empfangen. Sehet auch Matth. VI, 14. 15. Von dem vierten Stuck, ſpricht Chriſtus der HeErr Matth. VI. 5. 6. Und wann du baͤteſt, ſolſt du nicht ſeyn wie die Heuchler, die da gerne ſtehen und baͤten in den Schulen, und an den Ecken auf den Gaſſen, auf daf fie von den Leuten geſehen werden. Warlich ich ſage euch, ſie haben ih⸗ ren Lohn dahin. Wann du aber baͤteſt, ſo gehe in dein Kaͤmmerlein, und ſchließ die Thuͤr zu, und bate zu deinem Vatter im Verborgenen, und dein Batter, der in das Verborgene ſiehet, wird dirs vergelten oͤffentlich. Was den fuͤnf⸗ ten Satz betrift, ſo ſpricht Chriſtus der HErr davon alſo: Matth. VI, 7. 8. Und wann ihr baͤtet, ſolt ihr nicht viel plappern wie die Heyden: Dann ſie meynen, fie werden erhoͤret wann ſie viel Worte machen; Darum ſolt ihr euch ihnen nicht gleichen. Daß ſechſtens unſer Gebaͤt ernſtlich und anhaltend feyn foll, lehret uns Chriftus der HErr Luc. XVIII, in dem Gleichniß von einer Wittwen, welche den Richter ſo lange angelaufen, bis er ſie gerettet haͤtte. Und daß nun ſiebendens unfer Gebat im Geiſt und in der Wahrheit geſchehen ſolle, lehret er uns Joh. IV, 24. da er ſpricht: Aber es kommt die Zeit und iſt ſchon jetzt, daß die warhaf⸗ tigen Anbater werden den Batter anbaten im Geiſt und in der Warheit, dann der Vatter will auch haben die ihn alſo anbaͤten. Gott iſt ein Geiſt, und die ihn anbaͤten, die muͤſſen ihn im Geiſt und in der Warheit anbaͤten. §.23. Und dieſes iſt dann alſo der wahre Grund des Gebaͤts, welchen Chriſtus der HErr ſelbſt geleget, und worauf feine Juͤnger und wahre Nachfolger beſtaͤndig gebauet haben. Alleine wie wenig dieſes heut zu Tage bekannt und getrieben wird, iſt dem lieben GOtt bekannt, und es wird unter tauſend kaum einer ge⸗ funden, welcher nur einmal weiß, was es ſey den Vatter im Geiſt und in der Wahr⸗ heit anbaten? und jederman meynt Wunder wie wohl er gebatet haͤtte, wann er etwa des Morgens und des Abends aus einem Buch ſo etwas daher geleſen oder auch úber Tiſch oder in den Kirchen ein auswendig gelerntes Gebät ohne Hertz und Andacht daher geplappert; und muß man ſich wohl auch in dieſem Stuͤck, über Die groffe Langmuth und Geduld Gottes verwundern, daß er ſolchen groſſen Greuel ſo lange traͤgt. Weil es aber doch jetzo unſer Thun nicht iſt, weitlauftig zu ſeyn, ſo laſſen wir eg ben dieſer kleinen Erinnerung bewenden, und ſchlieſſen die⸗ fen Punct mit dem Gebaͤt des SERRRN ſamt einer kurtzen Erlauterung daruͤber. § 24. Es ſpricht der liebſte Heyland Matth. VI,-13. Luc. XI, 2. 3. 4. zu M mm 2 ſeinen —— a......⁰ 460 Das Fuüͤnfte Capitel. feinen Juͤngern: Wann ihr bätet ſo ſprecht: Unſer Vatter, der du biſt in dem Simmel, womit er uns dann ſogleich anfangs von aller Creatur ab und lau⸗ terlich zu GOtt in den Himmel weiſet, daß wir pon de: ſelben allein alles ſuche And erbitten folten; und damit foldes deſto hertzlicher und vertraulicher ſeye, ſo lehret er uns, daß wir GOtt den HErren nennen ſolten: Unſern Vatter, Ges heiliget werde dein Name, nemlich von uns, in uns, und durch uns, durch ein heiliges Leben. Es komme dein Reich. Nemlich alſo, daß GOtt der HErr durch ſeinen Geiſt in aller Menſchen Hertzen und Seelen herrſche und re giere, und endlich auch das Neich auf der gantzen Erden einnehmen, und herrfche von einem Meer bis ans andere, und von dem Waſſer an bis an der Welt Ende, nach Wf. 72. Apoc. XL, 15. XII, 10. 19. 6. Dein Wille geſchehe auf Erden HiH wic in dem Simmel. Der Wille Gottes iſt unſere Heiligung, und daß ſich je⸗ derman zur Buſſe kehre und lebe, ja daß allen Menſchen geholffen werde, und ſie zur Erkanntniß der Wahrheit oder Gottes kommen, und ihn nach ſeinem Willen lieben, ehren und Ihme dienen, wie Er im Himmel von den heiligen Engeln auch geliebet, geehret und bedienet wird. Unſer taͤglich Brod gib uns heute. Un⸗ ter dem taͤglichen Brod iſt alles begriffen, was zur Unterhaltung unſers Geiſtes, Seelen und Leibes erfordert wird. Und vergib uns unſere Schulden, als auch wir vergeben unſern Schuldigern. Dieſes iſt an ſich ſelbſt klar genug und be⸗ Darf keiner Erlauterung. Und fuͤhre uns nicht in Verſuchung. So lange wir in der Welt leben, ſo ſind wir in Gefahr, von dem Teufel, der Welt und Sun⸗ de, auf alle Weiſe verſucht zu werden, und haben alfo wohl Urſache GOtt zu bit⸗ ten, daß er uns nicht in Verſuchung fuͤhre, oder wann es ihm auch wohl gefaͤllig wäre, uns zu verſuchen, doch auch Kraft gebe, ihm treu zu bleiben. Sondern erloͤſe uns vom Ubel, und zwar fuͤrnemlich von aller Sunde und Ungerechtig⸗ keit, als dem Urſprung und Übel aller Ubeln. Dann dein iſt das Reich, die Kraft, und die Serrlichkeit in Ewigkeit, Amen! Das iſt: dieweil alle Reiche deine ſind, weilen du derſelben Schoͤpffer, HErr und Erhalter biſt, ſo iſt auch allein bey dir die Kraft unſer Gebat zu erhoͤren, und unſerer Bitte uns zu gewaͤhren; und dieſe Herrlichkeit ſey bey dir in Ewigkeit! §. 27. Nadh dem Gebat kommen wir zu denen ſogenannten Sacramen⸗ ten, und derſelben wahren Beſchaffenheit. Sobald der Menſch von GOtt ab⸗ gewichen und Dere Tod und Verderben heimgefallen war, hatte auch die allge⸗ meine Liebe und Barmhertzigkeit Gottes in Chriſto, das Mittel zu ſeiner Erloͤ⸗ ſung und Herwiederbringung der gantzen Creatur beſchloſſen, und feſte geſtellt, daß des Weibes Saamen der Schlangen den Kopf zertretten ſolte. Es ſandte Dann auch endlich Gtt feinen Sohn ins Fleiſch, und machte in demſelbigen durch deſ⸗ fen Blut und Tod einen Bund mit allen Voͤlckern, welchem Bund Er dann die Tauffe und das Nachtmahl, als zwey aͤuſferliche Zeichen, deſſen was im innern vor⸗ gche d Hon DaM Daum g den Nan da glaub bet derw vorr d Gyi ht 6 Buſſeund Wurung einber aon ahde Y fi duh $26 ki u ihre fingi furgoi gu einem gung von ofiny ma wh g Í Mit un) Blut, X ebung i mhl enge Soteer Ror omms, D ir in Crd wilh i Anoy W Meyy hinin Wenden ung „Aa finni, Maker geh iir Nih gloy D) nii Sdh rò hie W òf ile NÝ W giht T mi fy Sil⸗ puit ra een hiig ole iht iis uu; mew t ab⸗ alig Gil lf; w y DAM h mile nth bhl⸗ Von der wahren Religion und Mago- Cabbala. 461 vorgehe oder vorgehen muͤſte, beyfuͤgete. Schreiten demnach zu der Taufe, da⸗ von dann der Heyland zu ſeinen Juͤngern ſagte Matth. 227 19, Mart. 16; f. Darum gehet hin und machet mir zu Juͤngern alle Voͤlcker, und Taufet ſie auf den Namen des Vatters und des Sohnes und des Seiligen Geiſtes; wer da glaubet und getauft wird, der wird ſeelig werden, wer aber nicht glau⸗ bet der wird verdammt werden Aus dieſen Wonten ſehen wir, daß der Glaube vor der Taufe hergehen muͤſſe; aus dem Glauben entſpringt die Liebe und Furcht Gottes, aus dieſer ein Abſcheu fuͤr der Suͤnde, und aus dieſem hertzliche Buſſe und Bekehrung, welche ſich ſo dann in heiligem Leben und Wandel, auch Wurckung wahrer Liebes⸗Wercke, gegen alle Menſchen offenbaret: Die nun alſo einher wandeln, ſollen getauft werden und ſonſt keine; Und dieſe haben alsdann auch die Verſicherung der Vergebung ihrer Sunden in dem Blut und Tod Chri⸗ ſti, durch den Heil. Geiſt. C 26. Als Chriſtus der HErr denen Menſchen den Rath und Willen Got⸗ tes zu ihrer Seligkeit geoffenbaret, und ihnen den Weg des Lebens ſowohl mit ſeinem Leben als auch mit ſeiner Lehre vollkoͤmmlich angewieſen hatte, fo hat er dann Furg vor ſeinem Leyden ſein allerheiligſtes Leyden und Tod, in ſeinem Nachmahl, zu einem Gedaͤchtniß eingeſetzt und hinterlaſſen. Es wird uns aber deſſen Einſe⸗ tzung von dem Evangeliſten Matthao folgender maſſen beſchrieben: Da ſie aber affen, nahm JEſus das Brod, dancket und brachs und gabs den Jungern und ſprach: Nehmet, eſſet, das iſt mein Leib. Und Er nahm auch das Trinck⸗Ge⸗ ſchirr, und dancket, gab ihnen daſſelbe und ſprach: trincket alle daraus, das iſt mein Blut, das Blut des Neuen Teſtaments, welches vergoſſen wird fuͤr viele zur Bere gebung der Suͤnde. Fragen wir nun, zu was End der liebſte Heyland das Nacht⸗ mahl eingeſetzt ꝛ So ſaget oder antwortet Er ſelbſt: Zu ſeiner Gedaͤchtniß; welche Worte der Apoſtel Paulus alſo erlaͤutert: fo oft ihr dieſes Brod eſſet, und dieſes Trinck⸗Geſchirr trincket, ſolt ihr des SErrn Tod verkuͤndigen, bis daß Er kommt. Hat alſo der liebſte Heyland ſein Nachtmahl zu dem Ende eingeſetzt, daß wir ung bey Begehung deſſelben ſeines Leydens und Sterbens um unſerer Suͤnde willen danckbarlich erinnern ſollen; womit wir dann dieſen Satz/ gleich wie auch den vorhergehenden, und die gantze Materie ſchlieſſen, ohne einige Gloſſen, weil unſere Meynung allhier nicht iſt mit jemand zu zancken oder zu ſtreiten, ſondern laſſen einem jeden ſeine Meynung und Gebrauche auf ſeine Rechnung ſtehen, und wenden ung nun zum zweyten Stuͤck unſers Cap. nemlich zur Magie. §. 27. Daf der Grund der wahren Magie ein heiliges Goͤttliches Ge⸗ heimniß, ja der wahre Glaube an GOtt und Chriſtum iſt, wollen wir, ehe wir weiter gehen, aus der heiligen Schrift beweiſen. Und zwar erſtlich ſpricht Chri⸗ ftus der HErr ſelbſt Joh. 14, 12. 13. Warlich, warlich ich ſage euch: wer an mich glaubet, der wird die Wercke auch thun die ich thue, und wird groͤſſere Mmm z3 dann 402 Das Fuͤnfte Capitel. dann dieſe thun, dann ich gehe zum Vatter. Und Matth. XVII, 20. ſpricht er: Warlich, ſo ihr Glauben habt, als ein Senf⸗Rorn, ſo moͤget ihr ſagen zu dieſem Berge: hebe dich von hinnen dorthin, ſo wird er ſich heben, und euch wird nichts unmoͤglich ſeyn. It. Marc. XVI. 17. 18. Die Zeichen aber, die da folgen werden denen die da glauben, ſind dieſe: in meinem Namen wer⸗ den ſie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertrei⸗ ben, und ſo ſie etwas toͤdliches trincken, wirds ihnen nicht ſchaden. Auf Rrancten werden fie die Hande Legen, fo wirds befier mit ihnen werden 2c. Und der HErr wuͤrckte mit ihnen(ſchreibet Mareus) und bekraftigtedas Wort durch mitfolgende Zeichen. Hieraͤus iſt nun ſchon zur Gnuͤge erwieſen, daß die wahre Goͤttliche Magie auf den wahren Glauben in den Namen Gottes und IEſu gegrundet ſey; wie nun der Name GOttes und IEſu Chriſti in rechtem Glauben buchſtablich ausgeſprochen werden mag, eben alſo mag derſelbe auch in wahrem Glauben und Vertrauen mit Buchſtaben zu dieſer oder jener Wurckung, zur Ehre Gottes und des Naͤchſten Nutz, geſchrieben werden. Es gedencke aber niemand, daf wir alles was diefer oder jener im Ramen YEfu thut, hierdurch bil⸗ ligen wolten; Nein, dann uns iſt der Mißbrauch des Namens Gottes, leider! mehr als zu viel bekannt, welches wir dann gar nicht billigen. 2 Nun folgen einige Grund⸗Saͤtze, welche cin angehende Magus wohl in acht zu nehmen hat; und zwar erſtlich muß derſelbe vor allem mit dem wahren Glauben ausgeruͤſtet ſeyn, als welchem alles unterworffen iſt, nach Matth. XVII, 20. Zweytens gehöoͤret zu der wahren Magie die Erkanntniß von Bezeich⸗ nung der natuͤr lichen Dingen, als worzu die wahre Cabbala den Schluͤſſel hat, welche wahre Cabbala aus dem Alphabeth der Natur erlernt werden muß; das K und O aber dieſes Alphabeths iſt nirgend als in Chriſto zu ſuchen, welcher ſel⸗ ber dag A und Dag O der Anfang und das Ende aller Dinge ift. Drittens muf ein wahrer Magus ein Nafareer, dag ift; ein Werlobter ſeyn, nemlich ein ſolcher Menſch, welcher in freywilliger ergebener Gelaſſenheit durch die kraftige Wuͤrckungen des Heil. Geiſtes in einem heiligen Leben und Wandel beharret. Theophraſtus Paracelſus hat das rechte Geheimniß feiner magiſchen Siegeln und dergleichen Wunderſachen verborgen, und Dadurch viele verfuͤhret. Ohne den von uns ſo oft erwehnten roth und weiſſen Schwefel iſt in dergleichen præ⸗ parationibus gar nichts, vielweniger das wahre Elect. Mag. zu erhalten: das Macro-& Microcosmiſche& wuͤrcket hierbey ein verwunderns-wuͤrdiges, doch muß hierbey auch die Intluenz der groß und kl.inen Welt als das fürnehmſte, nemilich das Geiſtliche, von dem Mago-Cabbaliſten uicht allein gruͤndlich erkannt, ſondern auch nach den Regeln der wahren Altrologie zu rechter Zeit und wohl applicirt werden. § 29. Daß die Suͤnde geiſtlich, lehret uns Chriſtus Matth. VII, 2023. und mh fth mE nea peuch nid hiertmon i Duh uno wen a ih oinfalti boteu f bidt ul o gi AB. miin mò miO WON iM A ralen fo fe diilo M jeca til find auf g gang andy Sionaturgy Hiaumlen Qul und non Cabbalilt Daf G Bir be ithe beg tudin Mindy Mu St tie City Mhen ni LINT at fl “Mn wÀ M Doiy lins Noy NO out, il Magus yit Oet Wath. eyid i hi s MG ahh wng nid jftige a, aud ne p pie m: W 3 0 ——¶ĩQ Bon der wahren Religion und Mago- Cabbala. 463 und beſtehet im Willen und Wollen, als der Begierde auſſer GOttes Willen und Wollen: Daher iſt die Erzeugung und Fortpflantzung aller Cceaturen der gantzen Natur in keine Wege ſuͤndlich, ſondern durch den Goͤttlichen Seegens⸗Aus⸗ ſpruch nicht alleine erlaubt und zulaſſeg, ſondern zu wuͤrcken ſchuldig, in ſo weit hierinnen das Wollen und der Wille nicht wider GOttes Willen und Wollen durch unordentliche Begierde ſtreitet; woraus dann folgt, daß die Subjecta aller dreyen Reichen, welche Die Natur nach dem Willen und Wollen GOttes, das iſt, einfaltiglich ohne fremde ausſchweiffende Begierlichkeit herfuͤr bringet, die aller⸗ beſte und tuchtigſte zu allen magiſchen Operationen ſeyn werden. Wobey noch dieſes zu melden, daß alle dasjenige, ſo ſchon unter des Menſchen Haͤnden geweſen, e$ fw NB. im A; V,£ Y, daſſelbe auch unter dem Fluch des Menſchen ſeufzen muſſen, und dannenhero zu unſern geheimen Operationibus untuͤchtig. Darum muß ſich der Liebhaber um ſolche Subjecta bemuͤhen, die den Fluch des Menſchen weder im A, Vy oder g nah nicht ertragen helfen. Alle Metallen und Mine⸗ ralien, fo fehon einmal durch. das irrdifche A gangen, taugen nichts, darum muͤſſen dieſelbe durch das magiſch entzundete bereitet werden. Die anuimaliſche Sub⸗ jecia, welche aus ihrer Werckſtatt ſchon in das Tag.Licht auf die Welt gekommen, ſind auf gewiſſe Art auch nicht viel nutze. Mit den Vegetabilien aber hat es eine gantz andere Beſchaffenheit. Dieſelbe muß der Mago Cabbaliſt erſtlich durch die Signaturen erkennen,(.) dieſelbe nach magiſcher Weiſe zu rechter Zeit und Stunde zu ſammlen wiſſen. Alle Waſſer taugen dem Mago-Cabbaliſten auch nicht; reine Quell- und Fluͤß⸗Waſſer ſind die beſten, ſonderlich die von Morgen gegen Abend, und von Mittag gegen Mitternacht flieſſen. Zu der Einſamkeit muß ſich der Mago- Cabbaliſt gewoͤhnen, und zu feinen Operationibus einen einſamen Ort, es ſey im Hauſe, Garten, Wald, oder Feld erwaͤhlen, da keine Unflaͤtherey und fuͤndliche Wrercfe begangen; deren Idéen unferer Luft, als dem Welt⸗Spiegel, gar zu veſte eingedruckt werden. Aller zauberiſchen Gauckeleyen mufi fich der Magus enthalten, als da ſind geweyhete Kertzen, Tauf⸗Waſſer, Schwerdter, Eirculn ꝛc. Rechte Zeit und Stunden muͤſſen ihme auch bekannt ſeyn; auſſer dem lebendigen Gtt keine Creatur mit Goͤttlicher Furcht verehren noch anhaten; der Engel Krafte und Ramen niemals zugleich mit unter die Krafte GYOttes miſchen, ſondern dieſelbe nur ſchlechthin als Diener GOttes gebrauchen, aber nicht mißbrauchen; keine unnutze, ſuͤndliche, vorwitzige Operationes vornehmen, als wordurch er ſich forthin zu dieſer hohen Wiſſenſchaft untuͤchtigsmachen würde; in allem Thun und Vornehmen muß der Magus auf die Ehre GOttes und Verherrlichung ſeines Namens, und auf ſeines Nachſten Heyl und Wohlfahrt ſehen; es iſt quch gut, wann der Magus der orientaliſchen Sprachen in etwas kundig iſt, damit er Den Verſtand dieſer oder jener Woöͤrter nachſuchen koͤnne, indeme die Überſetzungen keiner eintzigen andern Sprache den magiſchen MaR recht — s — Das Fuͤnfte Capitel. recht voͤllig ausdrucken. Die Eigenſchaften der Anümalien, Vegetabilien und Mineralien muͤſſen ihme zimlich bekannt ſeyn, imgleichen deren Einigkeit und Wi⸗ derwaͤrtigkeit; ferner muß er auch wohl berichtet ſeyn, daß eine jede Gegend unter dem Himmel in gewiſſem Begrif auſſer der allgemeinen Luft, welche die gantze Erd⸗Kugel umgiebt, nach ihren eigenen Ausduͤnſtungen eine Luft⸗Kevier in gewiſſer Hoͤhe unter der allgemeinen Luft begriffen habe; daher geſchicht es/ daß wann von dieſer Exhalation oder Unter⸗Luft eine Landſ. oder Gegend verderbt und gleichſam giftig geworden, dieſelbe uͤberall durch epidemiſche Kranckheiten ange⸗ (tect oder verderbt wird; welches der wenigſte Theil der Menſchen verſtehet, da⸗ hero auch in dergleichen peſtilentzialiſchen Kranckheiten ſo wenig Huͤlfe geſchicht. Hieraus wird auch erlernet werden, der groſſe Unterſchied der menſchlichen Ge⸗ müths⸗Neigungen; als Daf e. g. der Spanier nicht des Humeurs iſt wie der Teut⸗ ſche, und dieſer nicht wie der Frantzos, und ſo ferner. Dann dieſen Unterſchied ſchlecht⸗ hin aus dem Geſtirn herleiten wollen, iſt eine thoͤrigte lmagination der alten Aſtro- logorum auf unſere Zeit geerbet. Es muß der Magus auch von der Beherrſchung der Planeten und uͤbrigen Sternen uͤber der Menſchen Glieder wohl berichtet ſeyn. F. 30. Bey dem Schatzgraben ſoll man acht haben, daß ſolches geſchehe, wan p am Cin gutem Ilpect und Cin L. oder np. p. tauft ohne aile Cere- monie und Quackeleyen, auch moͤgen die Schatzgraͤber gar wohl dabey reden und geiſtliche Lieder ſingen. Sie ſollen alle Phantaſien aus dem Gemuͤth ſchlagen und verbannen, und da ſie den Schatz treffen, ſich vor keinen Erſcheinungen, die moͤgen fenn wie ſie wollen, entſetzen, dann ſolche ihnen kein Leyd thun koͤnnen. Es iſt aber folches ungeſtumme Gepolter, und garſtige wuͤſte Erſcheinungen ein Zeichen, daß die Enomones den Schatz nicht von ſich laffen wollen, daran fich der Magus aber nicht zu kehren, ſondern dasjenige thun, ſo ihm bekannt ſeyn muf, fo wird er fié vertreiben, und des Schatzes Meiſter werden. Und ob ſie gleich aus Neid den Schatz in ungeſtalte und ſcheußliche Dinge verſtellen, ſo hat man ſich hieran nichts zu kehren, indeme das, inſonderheit Dag Da magicè entzuͤndet, alles in ſeiner rechten Geſtalt und Weſenheit wieder offenbahren wird. FS. 31. Wenn wir droben geſagt haben, daß man ſich vor allen aberglau⸗ biſchen cacomagiſchen Quackeleyen, als hoͤchſt ſchaͤdlich, huͤten ſolle, ſo wollen wir dadurch nicht verſtanden haben, daß ein Mago- Cabbalilt ſich der geſchaffenen Crea⸗ turen und ihrer von Gtt eingeſchloſſenen Kraͤften enthalten folle, denn eben de⸗ roſelben rechte und wahre Erkaͤnntniß und Gebrauch hauptſaͤchlich zu der wahren Magie gehoͤret, auch ohne dieſelbe in allwege nichts gewuͤrcket werden mag, welches dem Theophraſto und andern wohl bekannt geweſt; alſo hat er aus wahren Grund der Natur den rothen Corallen die Kraft zugeſchrieben, daß, wenn man dieſelbe in die vier Ecken eines Hauſes oder Ackers zu rechter Zeit verborgen habe, daſelbſt der Donner, Hagel ꝛc. keinen Schaden thun koͤnne, welches auch dem Hyacinth und Sma⸗ Cng Bhſth/ MAN Fpiltites Juhu 1 den Meki mhe Ad Antipath fja bau feik wondt ettn abe tm Univer Udat Arutde die Bay WARN dhee nicht Mju dip de Ma 0 9. 433 fent g -toi woh ngen Fh finen; g RS Boy A ND un „3 My Mb ynan) aW mog ifaw ny dg 15 ae afi y DM ichts (it naw W n TO shan DU n yry į wahi e Gu AL Da n Gm — Von der wahren Religion und Mago-Cabbala. 465 Smaragd zugeeignet wid, item dem Lorbeerbaum, der Hauswurtz, Wintergrün, Beyfuß, Ingruͤn, Abbiß, Schellwurtz und weiſſer Wegwarten ꝛc. Doch aber daß ſolche zu rechter Zeit und Stunde und Intluenz gegraben worden. Der Stein Epiſtites, iſt ein roth⸗funcklender Stein, hat hierinnen auch einen ſonderbaren Ruhm, als wider alles Ungeziefer, ſchaͤdliche Witterungen und boͤſe Nebel von den Aeckern zu vertreiben, und was dergleichen Wunder⸗Wuͤrckungen der Natur mehr ſind, die man ſchlechthin durch die Schul⸗Terminos Sympatkiam und Antipathiam zu nennen pflegt. §.32. Daß das bekannte ſympathetiſche Pulver eines Abweſenden Wun⸗ dengu heilen vermag, iſt bekannt; die wahre Wuͤrckung dieſer Urſach aber ift eben noch nicht gar wohl getroffen. Was man diß falls von den Atomis beybringt, iſt etwas, aber nicht alles geſagt; da man aber eine wahre Erkaͤnntniß von dem wah⸗ ren Univerſaliſſimo hat, davon unſer gantzes Werck handelt, ſo wird man das Ziel dieſer Urſache beſſer treffen. Zugleich auch, warum die Waffen⸗Salbe einen Verwundeten, obgleich abweſend, curirt, da man nur das Inftrument, damit die Verwundung geſchehen, mit gedachter Waffen⸗Salbe gebuͤhrlich verbindet? welches auch eben ſo kraftig durch den Wagen⸗Theer geſchicht; warum er aber ſol⸗ ches nicht eher wuͤrckt, er ſey dann erſtlich durch den Motum circularem des Rades dazu dilponirt worden? iſt eine andere Frage; ſonderlich, warum der Theer ein ſolcher Magner durch das Umlauffen wird, den& univerlalem an ſich zu giehen, S. 33. Aus Diefem vorhergehenden wird nun ein Wahrheit⸗Liebender Un⸗ terrichts genug von dem Grund der wahren Goͤttlichen Magie haben; Nun ſolten wir wohl zur Praxi ſchreiten, alleine daß dieſes nicht allhier nach eines jeden Bere langen klar und deutlich geſchehen, wird uns kein vernuͤnftiger Menſch verdencken koͤnnen; genug, daß wir die wahre gruͤndliche Anleitung gezeiget haben. Das VI. Capitel. Von der Wiederumkehrung der Finſterniß in ihr anfaͤnglich erſchaffenes Licht. Je L i iob XXVIII, 3. Das Ende, welches Gott geſetzet der Finſterniß und aller Vollendung, das erforſchet er. Dieſe Worte Hiobs ſind bey dieſem vorhergehendem Capitel wohl zu erwegen. Weilen dieſe Ma⸗ terie allbereit im I. Theil de S ziemlich eoma beruͤhret worden, ſo"e ny en 466 Das Sechſte Capitel. den wir in dieſem Capitel alle fernere Weitlaͤuftigkeit vermeiden; in dem T. Theil de A haben mir aus Apoc. XX, 11-15. Das allgemeine Gerichte beſchrieben, von dieſem redet Eſa. LXVI, 24. alſo: Dann ihr Wurm wird nicht ſterben, und ihr wird nicht verloͤſchen, und werden allem Fleiſche ein Greuel ſeyn. Marc. 18,43. 45. 47. lieſet man: Daß ihr Wurm nicht ſtirbt, und ibr A nicht verlófcher. Und Efa. XXXIV, 9. 10. Da werden feine Båche zu Pech werz den, und fein Staub 3u Schwefel: Ya feine Erde wird zu brennendem Pech werden, daffelbe wird weder Tag noch Nacht verloͤſchen, ſondern ewiglich wird ſein auch auffahren. Apoc. XIV, 10. 11. ſtehet geſchrieben: Und wird gequaͤlet werden mit Seuer und Schwefel fuͤr den heiligen En⸗ geln, und fuͤr dem Lamm, und der Rauch ihrer Quaal wird aufſteigen in alle Ewigkeit und fie werden Feine Rube haben weder Tan noch Nacht, die das Thier anbäten, und ſein Bilde, und ſo jemand das Mahlzeichen ſeines Namens annimmt, XIX, 3. Dann ihr Rauch gehet auf in alle Ewigkeit. Aus allem dieſem will es dem Buchſtaben nach erſcheinen, als wuͤrde die Hoͤlle und Verdammniß ſo lange waͤhren, als GOtt GOtt ſeyn wuͤrde, das ift, unend⸗ lich; Daf aber das Wort ewig und Ewigkeit einen ſolchen Verſtand nicht habe, iſt in dem Vo'gehenden hin und wieder genugſam erwieſen worden. Ingleichen iſt im 1. Theil vom G von der Zeit und Wahrung der Höllen geredet worden, all⸗ wo man nachſuchen kan. Ein jeglicher Schmertz macht uns durch ſeine Empfind⸗ lichkeit auch die allerkurtzeſte Zeit ſehr lang, und alſo wird in Anſehung der grau⸗ famen Quaal den Verdammten es eine erſchroͤckliche lange Zeit ſeyn; und in dieſem Verſtand wird auch dieſelbe ewig genannt. Daß aber auch dieſelbe in An⸗ ſehung unſer eine gewiſſe ſehr groſſe Daurung oder ſehr lange Periodos haben werde, mag nicht gelaugnet werden. S. 2. Daf die Zeit nur in Anſehung unſerer Welt, fuͤr dem Angeſichte GoOttes ihr Maaß hat, wird kein wahrer Philoſophus läͤugnen moͤgen; daher auch, weil GOtt unendlich, und alſo von keiner Zeit begriffen werden mag, unſere Zeiten und Ewigkeit fuͤr ihm wie nichts ſeynd, nach dem XC. Pf..4. Dann taufend Fabr find vor dir wie der geftrige Tag, der vergangen. ift: ja wie eine Nacht⸗Wache. Alſo, obgleich die Zuaal den Verdammten und Teufeln unendlich zu waͤhren duͤncken wird, ſo iſt doch dieſelbe Zeit in Anſchung der Un⸗ endlichkeit GOttes nicht ſo viel, als ein Sonnen⸗Stäublein gegen dieſes gantze Univerſum zu rechnen. 83. Daß das elementariſche& alles zerſtoͤhren und letztlich in ein Glas verwandeln mag, iſt allen im& Geüͤbten bekannt: Dieſes aber kan das Sonnen⸗& unbeſchreiblich ſchneller, gewaltiger und vollkommener verrichten; noch who mhd ger foni Chardct eë find andel, wehh ns alen dnon Audi fin ahbar (fae fir Soke i MEN ud alha Welt in fenem 85 einen St Swuhl Unbeſchke GSelgen Seiten d WÒ eg bi dlees ð wAn al a Dag Mlbe iur Minh de oleo d gleich W i l ud ie liera nòm nden iow: nEn eigen acht/ ſines fett. eund mi thay feiet NIN ik pflo⸗ gial unD i ini fab i Ae nie Dann a wie ai g tl j gange new W noo Von der Wieder-⸗Umkehrung der Finſterniß. 467 noch viel ſchneller und kraͤftiger aber vermag ſolches das géttliche A. Wann dem⸗ nach das finſtere Hoͤllen⸗Feuer nach und nach alles Suͤndliche getoͤdtet(dann laͤn⸗ ger kan es nicht beſtiehen, als es dieſen unreinen Sataniſchen Schwefel, deſſen Character Fig. 2. Tom. Il. zu ſchen, zu ſeinem Unterhalt hat) und alles aus Mangel des ſundlichen ſtinckenden Schwefel-Safts, in eine finſtere todte Schlacke ver⸗ wandelt, wird das goͤttliche reine Saltz E, Aſch-Majim, dieſe im Tod liegen⸗ de Schlacke mit allen in ihr durch das Hoͤllen⸗Y getoͤdteten gefangenen, durch ei⸗ nen Kreyß nach dem andern, wiederum durchwittern, befeuchten, und alſo ſamt allen denen im Hoͤllen⸗Tode Begrabenen, in ihre erſtere Lichts-Weſenheit und Durchſichtigkeit verklaͤren, damit die darinn Behaltene im Glauben an Chriſtum ſich erheben, die obern Kreyſe durchwandelen, und ſich in die ewige Ruh und See⸗ ligkeit ſchwingen koͤnnen. Und dieſe Reinigung wird alſo fortfahren, bis alle Kreyſe, ja ſelbſt der Mittel-Punct und Urſprung oder Urſach aller Verdammniß und Verderbens, der Lucifer, gantz entbloͤſſet, nach der ewigen Erloͤſung ſeufzen, und alſo auch er, aͤls Der letzte Feind, aufgehoben, wiederum in ſeine erſtere herr⸗ liche Lichts-Geſtalt verwandelt worden, und alſo das gantze Geſchoͤpf wiederum in ſeinem erſtern Principio erſcheinen wird. §. 4. Apoc. XXII. meldet der heilige Fohannes: Darnach zeigete er mir einen Fluß lebendigen Waſſers, klar wie ein Cryſtall: Der gieng aus dem Stuhl GOttes und des Lamms. Wodurch angedeutet wird die erquickende unbeſchreibliche freudenreiche Lieblichkeit, ſoda von der goͤttlichen Majeſtaͤt zu allen Seeligen ausgehet. v. 2. Mitten aber auf dem Plan, und auf beyden Seiten des Fluſſes, ſtund Soltz des Lebens, das trug zwoͤlfferley Fruͤchte, und es brachte ſeine Fruͤchte alle und jede Monathe, und die Blaͤtter des Soltzes dieneten zur Geſundheit der Seyden Durch die zwoͤlfferley Fruͤchte werden allhier angedeutet zwoͤlfferley Staffel oder Grade der Seeligkeit oder herrli⸗ chen Vergnuͤglichkeit der Seeligen. Daß aber von den Blaͤttern gemeldet wird, daß dieſelbe zur Geſundheit der Heyden dieneten, deutet klaͤrlich an, daß die Berz dammten(welche allhier durch die Heyden bedeutet werden) zu ihrem Heyl und Seeligkeit von dem Holtz des Lebens auch etwas zu genieſſen haben follen, nemlich die Blaͤtter; anzuzeigen, daß die Erſtgebohrne der allerfuͤrtreflichſten Herrlichkeit theilhaftig werden ſollen, ſo da durch die liebliche Fruͤchte, welche ihre Sußigkeit aus dem lautern Fluß des lebendigen v/ klar wie ein Cryſtall, empfangen, nemlich aus der allervollkommenſten Reinigkeit und Lichte des Goͤttlichen Liebes-Ausfluſſes; und gleichwie die zwoͤlf Monathe eine ſtete Kevolution der Jahren ſind, und blei⸗ ben, fo lange der gegenwaͤrtige Himmel und Erden beſtehen werden, alſo werden auch die Erſtgebohrne, ſo der erſten Auferſtehung theilhaftig geworden, durch zwoͤlfferley a Vergnuͤglichkeit, ſo lange Gott un 2 uty ———————————-————U— 463 Das Sechſte Capitel. iſt, theilhaftig ſeyn und bleiben, und hierinnen einen ſonderlichen Vorzug vor de⸗ piny nen, fo erftlich nah dem allgemeinen Gerichte zu der allgemeinen Seeligkeit gelan⸗ gen werden, und auch dieſe vor den allerletzten, die da erſtlich durch die Kevolntion des hoͤlliſchen Feuers gereiniget werden muͤſſen, indeme dieſe nur die Blaͤtter von dem Holtze des Lebens genieſſen ſollen. 6. 5. Alles Elementariſche Coͤrperliche Weſen, wann es von dem irrdiſchen Feuer ergriffen wird, wird durch daſſelbe entweder zu einer Aſche verbrannt oder wun, in ein ſchlackigt Weſen verkehrt. Aſche und Schlacke können endlich durch des khea Kunſtlers Hand mit Huͤlffe des irrdiſchen&und himmliſchen d in eine Glaßigkeit M í verwandelt werden; die Aſche zwar gantz und gar in ein helles Cryſtall⸗Glaß, da⸗ ap ferne dem Kuͤnſtler der Weg bekannt, die ſogenannte ꝙ damnatam in eben dasje⸗ ' nige zu verwandeln, was in der Aſche verborgen; wozu man aber die Natur etwas o tieffer als ein gemeiner Glaßmacher eingeſehen haben muß. Es muß dem Kunſtler y zum wenigſten ein Bachlein von dem groſſen Strohm des unergruͤndlichen Meers f der ewigen Tiefe befannt ſeyn, ſonſten ihme dieſe Kunſt verborgen bleiben wird. Eine Schlacke aber in ein reines helles Glaß zu verwandeln, muß warlich hohe i Kunſt und Geſchicklichkeit angewendet werden, ſonſt wird alle Mühe vergeblich a f ſeyn. Ohne das allgemeine Solvens recht gebraucht und angewendt, wird dieſes a unmoͤglich ſeyn, nemlich das gantze Weſen der Schlacken, ohne daß ein Staͤublein i a I der Finſterniß zuruͤck bleibe, in ein ſolches gantz reines helles durchſichtiges Corpus, N Ex 8 ong oder reines helles Glaß ohne allen Mackel ju verwandeln. Dem Goͤttlichen befeuch⸗ aliy W E T fenden Sulphureo- Salio- Zal v ift Diefes aufs allerfchnellefte zu verrichten mige fangs M lich: Durch daſſelbe auch wird durchs Fiat, alles was der BerderblichFeitunterworf- Myg. ſen geweſen, am Ende des letzten Periodi, dieſes vollkoͤmmlich vollbracht, und die Kridt gantze Finſterniß aufgehoben, und alles wiederum in feine erfte Lichts- ti f ; elal verwandelt werden, wie Hiob ſolches, nach feinen eben zu Ca ta Anfang des.§. gemeldten Worten, ſehr wohl Wia r verſtanden hat. Mm d it $ T i Ar D Cium by že NOOY goby SCN alle ay Concur i Womit a Er 00 nA tW iion WaN W| MA| Whg kiget f ie A etwas antler Ming nwi, Ahk i ud| Doig iubi Opis, wf n mig A nd Die g Mi Von dem neuen Himmel nd der nenen Erden re, 469 Topar aaa aR — Das VII. Capitel. Von dem neuen Himmel und der neuen Erde dem neuen Jeruſalem, der ewigen Stadt Gottes, nach der Wieder⸗ kehr aller Creaturen, nach den Ewigen Ewigkeiten, zu der Ewi⸗ gen ſanften ſtillen Goͤttlichen Ruhe und Herrlichkeit der Seeli⸗ gen/ da es heiſſen wird: Es wird kein verbannetes mehr ſeyn. Apoc. XXII, 3. E r Es iſt ſchon in dem vorhergehenden an ſeinem Ort beruͤhret worden, daß im der Allgegenwaͤrtigkeit Gottes keine Zeit bedeutet werden mag, indeme vor ihm nichts geweſen, auch nach ihm nichts ſeyn wird, darum er fich auch Exod. III, 14. gegen Moſen nennet: Jeb bin der Ich bin. Daß alſo die Zeit nicht anders begriffen werden mag, als in Anſehung des An⸗ fangs und Endes von ber. Circular- Bewegung unſers Syſtematis, nemlich ſo lange Ound Cnach dem Göoͤttlichen Befehl, Gen. I, V. 16. 17.18. ihr Amt verrichten: werden. Wie aber nun dieſes Sylſtema bey dem allgemeinen Gerichte in Anſehung O& F werde verwandelt werden? Sift im I. Sheil vom£, Cap. VI,§ 5, geſagt worden, und daſelbſt nachzufehen; Ingleichen auch, wie das allgemeine groſſe Gericht werde gehalten und der Teufel mit allen Ver⸗ dammten zu unbeſchreiblicher Quaal werde in den feurigen Pfuhl verſtoſſen wer⸗ den, iſt auch im I. und II. Tom. nachzuſehen; Wie lange die Verdammniß be⸗ ſtehen werde, nach derer Endigung, der neue Himmel und die neue Erde„durch Chriſtum den Koͤnig der Koͤnigen aus dieſem unſerm Sonnen⸗Syſtemate werden hervor gebracht werden? wir ſagen, aus dieſem unſerm Sonnen⸗Syſtemate, in⸗ dem alle andere. Welten mit dem Verderben dieſer unſerer Welt in keine Wege eoncurrirt haben, wie in dem IV. Cap. oben von der Aftrologia§. 37. und folgen- den mit allem Fleiß nachzuſehen:(Iſt alſo der-v. Apoc. XXI. Darnach ſahe ich einen: neuen Himmel und eine neue Erde: Dann der NB. Erſte Himmel und die Erſte Erde war vergangen, und das Meer war nicht mehr ꝛc. Auch was Paulus Heb. 1. am 12. ſagt: Und wie ein Gewand wirſt du ſie in einander wickeln, ſo Non z werden i PEAREN, AEF jaa Das Siebende Capitel. werden ſie verwandelt werden: lediglich von dieſem unſerm Syſtemate zu verſtehen) wô ni Die da, nachdeme der legte Beid, Der ewige Todt(der Teufel und ſein gantzes h Reich) aufgehoben worden, I. Cor. XV, v. 26. Alsdann durchs Fiat, das ewige wder f Wort, verwandelt und neu gemacht werden wird. Wovon allber:it Cap. 7. yuh Tom. 2. vom A$. 69. etwas winiges erwehnet worden. Mer aber Dag Syite- grt wit, ma Mag. im I. Theil vom A mit diefem, was allhier gefagt wird, und mit vor⸗ Dinge fi ermeldten S. nicht zu vereinigen weiß, wird dieſes alles mehr zu ſeiner Verwirrung, ih mach als Erleuchtung leſen. nhn &. 2. FBie der Lucifer gefallen, und feine herrliche Welt, durch feine Ab⸗ moere kehrung aus dem Goͤttlichen Freuden⸗Licht, in eine wuͤſte Ungeſtalt verkehrt, und fig. dann aus dieſer finſtern wuͤſten Vermiſchung wiederum dieſes unſer Sonnen⸗ malin i Syſtema durch Elohim geſchaffen worden, ift in allem vorhergehenden uͤberflußig hynod M erwieſen worden. Wann nun Die Zeiten der Erquickung vor dem Angeſicht Wder y des HErra femmen werden, Kct. III, 17. und die verderbte und verdammte nüd abn À Creatur, durch die Gerichte der Goͤttlichen Gerechtigkeit gegangen, und dieſelbe vol⸗ toben, fendet worden ſind, ſo wird alsdann Chriſtus der Koͤnig der Ehr und Herrlichkeit, MT i dieſes gantze Syſtema wiederum in feine erfte herrliche Geſtalt, wie es vor des Luci⸗ ghin w $ fers Fall geweſen, verwandeln, und aus dieſer Erden, die neue Erde hervor brin⸗ das Kei T gen, auf welcher alsdann ſeyn wird das neue Jeruſalem, die herrliche Stadt Got⸗ nli Ç 4 tes/ im Gegenbild der Urbildlichen Stadt Gottes und neuen Jeruſalems uͤber aller wid abg ii Himmeln Himmel, gu famt Dem neuen Himmel úber dieſer neuen Erde.(wigi ii c 3 Norfreflichk GA ai; la aia UW fian§. 3. Belangend nun die HBortreflichFeit diefes neuen Himmels ſo iſt die⸗ Gati U T ſelbe aus der Beſchreibung der herrlichen Stadt Gottes Apoc. 21. vollkoͤmmlich muf fan zu ſchlieſſen: Und obgleich daſelbſten von der Archetypiſchen oder Urbildlichen linte Gi Stadt Gottes, vom 10. v. bis zu Ende, geredet wird, ſo iſt doch aus derſelben zu horia ſchlieſſen, daß der neue Himmel und die neue Erde gleichfalls fehr herrlich und ddan i fuͤrtreflich werden gemacht werden, wie aus den Worten der ſtareken Stimme eih k aus dem Himmel, die gu Fohanne gefprochen v. 3. Siehe! die Hüutte Gottes iſt hkra ben den Menſchen, und Er wird ben ihnen wohnen, und fie werden fein Volck ſeyn, EO und GOtt ſelbſten wird bey ihnen ſeyn, als ihr GOtt: wohl gegruͤndet zu ſchlieſ⸗ 80 ſen. Unter dieſem neuen Himmel und auf dieſer neuen Erde, wird kein Unter⸗ en ſcheid des Tages und der Nacht mehr ſeyn, indeme die E¹lementaoder principia io ila fecundaria niht mehr feyny fondern wieder in ihre erftere Lichtes Einheit, wie e8 AN hoi alles vor der Schoͤpffung dieſes gegenwartigen Syttematis geweſen, kehren wer⸗ MU den. Keine Nacht wird mehr ſeyn, weilen alsdann unſere Planeten⸗Welten, gleich sathi q der Sonnen, lichte Coͤrper, von der Klarheit Gottes durchleuchtet; fen werden, im Ba d Gegenbild der archetypiſchen Stadt Gottes Apoc. XXI, v. 23. Darum hoͤret der pn Heil. Johannes im 4. v. aus der ſtarcken Stimme aus dem Himmel dieſe Worte: e] Und Gott wird abwiſchen alle Thraͤnen von ihren Augen: und der Todt N wird Mn) Mig Ny ADY Syke nin tugg, nede t wÀ A rifi gelicht anme (bevol iget a ik ot hri DG paali itdi umlih pihen ponit j nd imme wif i(U Hi Wat ynei wit r We i gih An M prda pit wild Bon den neuen Himmel und der nenen Erden 2. 471 wird nicht mehr ſeyn,(nemlich der andere Zod, Dann der erfte oder leibliche Tod ſchon bey dem letzten allgemeinen Gericht aufgehoben gewefen) es wird auch weder Leyd, noch Geſchrey, noch Schmertz mehr ſeyn,(als welches alles durch Der Elementen Widerwaͤrtigkeit, und deren widerſinnige Miſchung gezeu⸗ get wird, wie ſolches aus dem folgenden zu ſchlieſſen,) nemlich: Dann die erſte Dinge find vergangen,.f. llnd der auf dem Stuhl ſaß, ſprach: Siehe, ich mache alles neu. Alſo, daß hinfuͤhro die Principia,(die Elementa) die da Schmertzen, Leyd, Truͤbſal, Bekuͤmmerniß ꝛc. verurſachen, gaͤntzlich wieder umgekehrt, neu gemacht und wieder in Licht verkehret werden follen. §a. Wann dann nunChriſtus JEſus die gantze Creatur herwieder bracht, und alles neu gemacht hat/ ſo wird alsdann erfuͤllet werden, was zu dem H. Soh. gez ſagt worden: Und es wird kein Verbanntes mehr fyn, Apoc. XXIL, 3. Di. Weder Tod, Verdammniß/ Leyd, Geſchrey noch Schmertzen, ſondern GOtt wird abwiſchen alle Thraͤnen von ihren Augen, und er wird bey ihnen wohnen, und ſie werden ſein Volck ſeyn, und GOtt ſelbſt wird bey ihnen ſeyn, als ihr GOtt. Ja alsdann wird auch erfuͤllet werden, was 1. Cor. X. geleſen wird: Darnach wird das Ende ſeyn, nemlich aller Zeiten, wann er das RNeich, GOtt, nemlich dem Vatter, uͤberantworten wird.(Wann nemlich Er, Chriſtus, die gange Creatur wiederum erneuert hat.) Dann er wird abgeſchaffet haben, alle Serrſchaft und alle Obrigkeit und Gewalt, (welches inſonderheit von der Herrſchaft, Macht und Gewalt des Todes und des Satans mit zu verſtehen, wie ſolches die folgende Verſe erklaͤren) v. 25. Dann er muß herrſchen, bis daß er alle ſeine Feinde unter ſeine Fuͤſſe lege. v. 6. Der letzte Feind aber, der aufgehoben wird, iſt der Tod;(nemlich der Tod der Verdammniß) v. 29. Wanñ aber alles ihm unterthaͤnig gemacht feyn wird, alsdann wird auch der Sohn ſelbſt unterthaͤnig gemacht worden ſeyn, dem, der ihm alles unterthanig wird gemacht haben: Auf daß Gott alles in allem ſey Wie Zach. XIV. v. 9. zů leſen. Und der SERR wird Roͤnig ſeyn auf dem gantzen Erdboden; An ſelbigem Tage wird der SERR nur ein einiger S ER ſeyn, und ſein Name nur einer. Item Deut. VI, 4. Soͤre. Iſrael! der SERRunſer Gott iſt ein einiger SERR Von welchen Worten wir wohl ein wenig ausfuhrlicher handeln ſolten Alleine hiedurch wür⸗ den wir das gange Heer der weltlichen Weisheit wider uns erwecken, und uns ſo⸗ dann aufs allergrauſamſte verketzern laſſen müſſen. Dannenhero wir lieber dieſe Spruche den Wahrheit- Liebenden zu eigener Betrachtung nach der ihnen bey⸗ wohnenden Kraft des Heil. Geiſtes uͤberlaſſen wollen, inſonderheit aber di⸗ Worte: Der 5ERR wird ſeyn ein einiger SERRund ſein Name Einer. Indeſſen aber bezeugen wir vor GBtt, daß wir vor allen Arianiſchen unD 472 Das Siebende Capitel. und Socinianiſchen Principien einen Greuel und Abſcheu haben, wie auch dieſes gantze Opus Mago-Cabbal.& Theoſoph. von uns zeugen wird: Dannoch bleibt es dabey, daß dieſe Stellen Deut. VI. 4. und Zach. XIV. 1. Cor. XV,. 24. noch von ſehr wenigen nach dem wahren Sinn des Geiſtes erkläret worden; Und wie kan es anders moͤglich ſeyn? indeme uns der allmaͤchtige GOtt nicht nach der Natury worinnen er ſich offenbahret, oder aus ohnverkehrten Worten der Schrift, ſon⸗ dern durch lauter von Menſchen inventirte leere Schul⸗Terminos gelehrt und er⸗ klaͤrt wird: Worinnen jedoch unter ihnen ſelbſten bis dieſe Stunde ein recht ketze⸗ riſches GOttes⸗läͤſterliches Gezaͤncke und Gebiß getrieben wird, welches nemlich die beſten Expreſſionen und Redens⸗Arten von GOtt ſeyn follen und muſſen. Daß ſich alſo die unbegreifliche Gottheit, Vatter, Sohn und Heil. Geiſt, der menſchlichen zu Grund aus verderbten Vernunft unterworfen ſehen muß. C. J. Nachdem nun Chriſtus JEſus, der von Ewigkeit her eingebohrne Sohn GOttes, das A(der Anfang) und das O,(oder das Ende) 1. Cor. XV. 28. alles wiederum herzu gebracht, und alſo alles durch ihn wiederum neu gemacht worden, und in ſeine erſtere urſprungliche Vollkommenheit gekehrt, und alſo kein Verbanntes mehr ſeyn wird, nemlich Hoͤlle und Tod aufgehoben,(dann fo lange dieſe noch ſind, wird noch Verbanntes ſeyn, und der letzte Feind, der andere Tod, herrſchen,) ſo wird alsdann der Stuhl GOttes und des Lamms in ihr(der herr⸗ lichen Stadt GOttes) ſeyn: Und ſeine Knechte werden ihm dienen. v. 4. Und ſie werden fein Angeſicht ſehen: Wovou David Pſ. XVI, II. ſagt: Fuͤr deinem Angeſicht iſt ein. Genuͤgen aller Freuden: Liebliches Weſen iſt zu deiner Rechten ewiglich. Dann die allerhoͤchſte und unbegreiflichſte Vergnuͤglichkeit wird dieſe ſeyn: Anzuſchauen das Angeſicht der herrlichen Majeſtat GOttes: Und ſein Name wird an ihren Stirnen ſeyn. v. 5. Und es wird keine Nacht daſelbſten ſeyn, und man wird nicht beduͤrfen einer Kertzen, oder des Lichts der Sonnen. Dann Gott der HErr wird ſie erleuchten, und ſie werden regieren in alle Ewigkeit. §. 6. Und fie werden pn in alle Ewigkeit: Wodurch eigent⸗ lich angedeutet wird, das ſeelige Vergnuͤgen alles Vergnuͤgens, ſo lange GOtt der HErr GOtt ſeyn wird, nemlich ohne eintziges Aufhoͤren. Hievon aber ei⸗ nige Beſchreibung zu machen, iſt vor Genieſſung deſſelben gantz ohnmoͤglich, wie dann geſchrieben ſtehet, daß ſolche Freude nie in keines Menſchen Hertz gekom⸗ men ꝛc. Schlieſſen alſo mit den Worten des 20. und 21. v. Apoc. XXII. alſo: Es ſpricht der dieſe Dinge bezeuget: Ja, ich komme bald, Amen. Ja, komm, SERR JKEſu! Die Gnade unſers SErrn JEſu Chriſti ſey mit euch allen, Amen. Das Gon Mec Po hm i habt, Uäht fore Wt bitt n di fh whlten, RY he fie tyg WVerlon! aE Gf 16 Qualy uhda gi vilis, un Matni najo wd af Erden nix g Si Sipe enat de Von denen uns unſichtbaren Creaturen in den Elementen, 47 3 fi CANAN ANEAN CA S R EANAN CN NGN i4 wo wo f Das VII. Capitel. Aty|; i Von denen uns unſichtbaren Creaturen in den i Clementen, mi -| Droben im z. Cap. gu Ende des 22, G. haben wit verfproden gez ' habt, von den unſichtbaren Geſchoͤpfen in den 4. Elementen dem fene Liebhaber noch etwas ſonderbares mitzutheilen, welches Ver⸗ 7 ſprechen wir dann auch durch folgendes Tractaͤtlein(ſo wit oMi vor vielen Fahren drucken laffen) halten wollen; Den Lefer e| bittende, daſſelbe ohne alle Vorurtheile durchzuleſen. t30) T$ i di ni nmaßgebliches Erwegen der Worte Moſis Gen. VI. b. 2. Und es ſahen hin die Soͤhne GOttes nach den Toͤchtern der Menſchen, daß ſie ih ſchoͤn waren, und nahmen ihnen Weiber, aus allen, die ſie er⸗ Yane wehlten. Lutherus uͤberſetzt dieſe Worte alſo: Da ſahen die Rinder GOttes m nach den Toͤchtern der Menſchen, wie ſie ſchoͤn waͤren und nahmen zu Weibern, mw i welche ſie wolten. Die Vulgata bleibt bey den Hebráifchen Worten, mit welcher die Verſion des Junii und Tremellii faſt gleich lautet. Wie auch die Griechiſche t: im Exemplari Vaticano. Im Exemplari Manuſcripto Alexandrino heift es: Att Als aber die Engel GoOttes ſahen ꝛc. Der Chaldaͤiſche Onkelos gibt es folgender ni Geſtalt: Es ſahen die Soͤhne Rafrevajah, das ifty wie Buxtorff im Lexico Rab- bin. es ausleget, die Soͤhne der Süͤrſten, vornehmen oder groſſen Serrn, nach den Toͤchtern der Menſchen. Und ſo auch das Targum Jonathan Ben di:| Ulielis, und das Targum Hieroſol. Im 4. v. aber, Da Der Nephilim(Rieſen) : Ay,| gedacht wird, haben gedachte Targumim folgendes: Es waren der Scham- A[ chafa und Ufiel vom Gimmel gefallen, und hielten fich in denfelben Tagen | auf Erden auf Die Perſiſche Überſetzung hat: Es ſahen die Engel GOttes nach ꝛc. Die Samaritaniſche: Dic Sohne der Herrſchenden Die Syriſche: Die Soͤhne GOttes ꝛc. Die Arabiſche: Es ſahen die Soͤhne der Vorneh⸗ men nach den ſchoͤnen Toͤchtern des gemeinen Poͤbels. Die gemeine Frantzoͤſiſche Di Doo Ubers ri i 474 Das Achte Capitel. t Uberſetzungen: Les fils de Dieu voyant que les filles des hommes étoient belles, als die Sôbne GOttes ſahen, daß die Toͤchter der Menſchen ſchoͤn wa⸗ ren. Die uͤbrige Europaiſche Verliones haben alle die Worte: Es ſahen die Soͤhne Gottes nach den Toͤchtern der Menſchen ꝛc. C. 2. Bey dieſem denckwurdigen Ort wird nun billig gefragt:(.) Ob durch die Soͤhne GOttes, Engel, Geiſter, oder natuͤrliche Menſchen ver⸗ ſtanden werden?(.) Ob Geiſter oder Engel ſich mit Menſchen vermiſchen, und(.) Ob dieſelbige, weil ſie keinen Saamen haben, wuͤrcklich zeugen koͤnnen? 8. 3. Die erſte Frage betreffend, ſo haben die meiſten heilige Vaͤtter un ter den Griechen dafur gehalten, daß durch die Soͤhne Gottes die heilige Engel verſtanden wuͤrden, als da ſind: Juſtinus, Clemens Alexandrinus, Euſebius, Tatianus, Athenagoras, Proclus&c. Welche, weilen ſie die Griechiſche Über⸗ ſetzung des Alten Teſtaments, und nicht den Hebraiſchen Text gebraucht, welche an ſtatt der Worte Soͤhne GOttes hat: die Engel, in die Meynung gerathen, daß diejenige, fo fich mit den Toͤchtern der Menſchen vermiſcht, zwar Engel, doch nicht Engel ohne Unterſcheid, ſondern diejenige Engel geweſen, welche Angeli vigiles Angeli præſides vel tutelares,(Schutz⸗Engel) genennet worden, und dieſer Mey⸗ nung ift auch Jolephus zugethan geweſen/ deffen Worte aus dem teutſchen Exem- plar alfo lauten: Biel Engel GOttes vermiſchten ſich mit den Weibern, und zeugten muthwillige Kinder, die ſich auf ihre Stärcke verlieſſen, weder nach Gott, noch nach der Welt fragten, und hielten ſich faſt gleich der Rieſen Thun. §.4. Philo folget dieſem nach, und ſagt expreſſe im 1. Buch von den Rieſen: Da aber die Engel GOttes die Toͤchter der Menſchen ſahen ꝛc. Er ſagt: Die Engel GOttes, nicht die Soͤhne GOttes, woraus zu ſchlieſſen, daß auch Philo ſelbſt geglaubet habe, daß die Engel Gottes ſich mit den Toͤchtern Der Menſchen vermiſcht: Und dieſe Meynung der Griechen haben unter denen Lateini⸗ ſchen Vaͤttern beybehalten Tertullianus und Lactantius, welche ttatuirt, daß die ohne alle Materie beſtehende geiſtliche Subſtantien der Engel, ſothane Vermi⸗ ſchung werckſtellig machen, und alſo ſchwaͤngern und folglich zeugen koͤnnen. .s. Wann aber fothane Afhrmation nicht zu amplectiren, ſondern gaͤntz⸗ tich ¿u verwerfen ift als hat Chryfoftomus bereits gu feiner Zeit dietelbe GOttes⸗ geachtet zu ſeyn Laſterer, welche dieſer Meynung beygepflichtet. Seine Worte lau⸗ ten Homil. 22. úber Gen. VI. alſo:„Hier muͤſſen wir Ew. L. Den wahren Ber- „ſtand der Schrift darlegen, Damit ihr denen Gotteslaſterern nicht leicht moͤ⸗ „get Gehoͤr geben; Dann ſie ſprechen, daß dieſes nicht von Menſchen, ſondern „Engeln geredet ſeye, weil dieſe Soͤhne GOttes genennet wuͤrden: Aber ſie zeigen nicht, wo Dann die Engel Soͤhne GOttes heiſſen? dann dieſes koͤnnen ſie „keinesweges aufweiſen. Die Menſchen ſind zwar Soͤhne GOttes genennt a worden, v v » Men „BAd flebet, weih D une fi ih wemi p Ghi pdn; er .lih Ein nm Ah iini kem fa Meong. Chrift‘l Meh Mis dut wedra wie dieK und fich Shift, $.€ We gugon. Vu eien generandi Wi Dori Mim de Oe elhe Materiali MY Subita Wda Durg feine indif ed Mefe ay Noaber, Milen 9 ent i A \ A JAU t Wi (den, uge KOIN Engl ebius, Ulbe fem mi ; ſcht l. , fonw gah| imn anai adeti pO Ven denen uns unſichtbaren Creaturen in den Elementen. 473 „worden, aber die Engel niemalen. In welchen Worten zwar wahr iſt, und bleibet, daf in dieſem Orte nicht Engel koͤnnen verſtanden werden; Allein der Be⸗ weiß, deſſen ſich die guten Vaͤtter bedienet, iſt unſers Erachtens allzu ſchwach: dann es ſchlieſſet Chryloſtomus folgender Geſtalt. Wenn an keinem Orte der hei⸗ ligen Schrift die Engel Soͤhne GYttes genennet werden, ſo folget auch, daß an dieſem Orte keine Engel können verſtanden werden; Nun iſt gewiß, daß in heili⸗ ger Schrift die Engel nirgends Soͤhne—Ottes, ſondern Malachim genennet werden; ergo&c. Aber die Folge iſt unrichtig, zumalen Hiob l, 6. und Cap. XI, 1. dasjenige, was Chryſoſtomus laͤugnet, deutlich gefunden wird, woſelbſt auch Soͤhne GOttes, nicht zwar nach unſerer, doch aber nach der meiſten Commentato- rum, ja ſelbſt nach des Cocceji Meynung, die Engel verſtanden werden: Ob es nun zwar fo viel vortrefliche Maͤnner theils in vorigen theils auch in unfern Zeiten geglau⸗ bet und ſtatuirt haben, ſo verwerffen wir doch dieſe einfaͤltige und uͤbel gegruͤndete Meynung gantz und gar, und dieſes wegen wichtiger Urſachen, die theils aus der Schrift, theils auch aug der Vernunft genommen ſind. Denn daß die Engel ſich mit Menſchen⸗Weibern nicht vermiſchen noch vermiſchen koͤnnen, bezeuget Chriſtus ſelbſt aufs deutlichſte Matth. XXII, 30. da er ſagt: Denn in der Auferſtehung werden ſie weder zur Ehe nehmen, noch zur Ehe gegeben werden, ſondern ſie ſind gleich wie die Engel&GOttes im Himmel. Woſelbſt Chriſtus durch die Worte freyen und ſich freyen laſſen, das ehliche Werck aufs erbarſte, und zwar nach Art der Schrift, ausgedrucket hat, welches er von denen Engeln ſchlechterdings negirt. §. 6. Zweytens lehret die geſunde Vernunft, daß weilen die Heil. Engel eines gantz geiſtlichen und immaterialiſchen Weſens ſeyn, und keinen natuͤrlichen Saamen haben, ſie ohnmoͤglich zeugen koͤnnen, maſſen dieſelbe auf den Fall, daß ſie zeugen koͤnten, entweder als immateriales, oder in ihrer eigenen Subitanz, oder Durch einen aug Denen Elementen componirten angenommenen Leib; den Actum generandi verrichten múffen. S. 7. Dah das Erfte nicht feyn koͤnne, iſt ſonnenklar: dann wie kan eine gantz geiſtliche Ellenz rem veneream præſtiren, oder ohne Saamen zeugen, zumal der Sinn des Gefuͤhls(welchen die fuͤrnehmſten Philolſophi der Erden beylegen, ohne welchen keine Generation geſchehen kan,) denen Engliſchen Geiſtern und un⸗ materialiſchen Weſenheiten ermangelt? Dannenhero wir alſo ſchlieſſen: Dieje⸗ nige Subltantz, die keine irrdiſche Soliditaͤt, kein Gefuͤhl oder Materie hat, die kan weder durch das Gefuhl empfinden, noch res venereas exerciren; Die Engel haben Feine irrdiſche Solicitat, und haben kein Gefuͤhl; ergo. S. 8- Wozu noch kommt, daß wenn die Engel ein Gefuͤhl haben ſolten, dieſelbe auch zerſtoͤrlich ſeyn muͤſten. Zumalen alle dasjenige, fo mit dieſem Sinn begabet, gantz zerfallig und zerbrechlich iſt, weilen die abwechſelnde Eigenſchaften deſſelben Vorwurfs Hitze und Kalte find. Ooo 2§. 9. —————— A———————————— 476 Das Achte Capitel. 6. 9. Was nun wider dieſe Meynung eingewendet wird, iſt folgendes: daß nemlich nach dieſer Unterſtellung der Heilige Geiſt auch nicht zur Zeugung des Leibes Chriſti hatte mitwuͤrcken können; wird aber genugſam damit beantwortet, nemlich daß die Wuͤrckung des Heiligen Geiſtes gantz wunderbar und goͤttlich, und an keine Huͤlfs⸗Mittel, Neben⸗Urſachen, oder aͤuſſerliche Sinnlichkeit gebunden, ſondern allemal wenn ſie wolle, ohne alle natuͤrliche Mittel, aus goͤttlicher All⸗ macht, agiren koͤnne, welche goͤttliche Kraft den Engeln nicht gegeben ift,-noh gegeben werden kan, weilen ſie anders nichts als die Allmacht GOttes und GOtt elbſten iſt. ai§. fu Ferner ſo koͤnnen auch Die Engel in ihrem eigenen Leib nicht zeugen, weilen ſie die allergeringſte und einfaͤltigſte Weſen und Wuͤrckungen find, die gar keine Materie und ſchweres Coͤrperliches Weſen an ſich haben, wie Chriſtus ſol⸗ ches ſelbſt bezeuget, Luc. XXIV, 39. Die Geiſter haben nicht Sleiſch und Bein, F. 11. Endlich ſo koͤnnen auch die Engel Feine corporaliſche deiber annehmen, (ſiehe im II. Theil vom S) beleben, oder durch Vermittelung derſelben zeugen, ob⸗ gleich dieſe Meynung von Valeio, Thoma Aquinate und den meiſten der ho⸗ hen Scholaſticorum approbiret wird; denn es iſt der menſchliche Saamen nichts anders, als eine Ebullition des Gebluts von Der dritten Dauung, wie die Phyſici reden, welche Ebullition in einem angenommenen Coͤrper nicht formiret werden kan. Daß aber die Engel den menſchlichen Saamen anders woher rauben, und nachgehends brauchen ſollen, iſt eine elende Phantaſie und eiteles Gedichte, zumah⸗ len die zeugende Kraft des Saamens, auſſer denen Saamen-Gefaſſen des menſch⸗ lichen Coͤrpers augenblicklich verrauchet, und untuͤchtig gemacht wird. Iſt dem⸗ nach gaͤntzlich falſch, daß durch die Soͤhne GOttes die Engel verſtanden werden, welchen Irrthum wir allhie weitlaͤuftiger widerlegen wuͤrden, wann nicht andere fuͤrtrefliche Maͤnner ſchon laͤngſt vor uns dieſes Argument tractiret haͤtten, unter welchen Pererius und Petavius die Fuͤrnehmſten ſind. g. 12. Da die Lehrer der Sytkagogen gemerckt, daß allhier den Umſtaͤnden nach, keine Engel oder zum wenigſten die heilige Engel nicht koͤnnen verſtander werden, weilen auf ſolchen Fall auch dieſe mit den Menſchen muͤſten geſt aft roer- den, gehen ſie weiter und atlurmiren ungeſcheuet, daß die boͤſen und von GO⁊TT verſtoſſene Engel mit der Menſchen Toͤchter ſich vermiſcht. Denn ſo lieſet man im Buche Onchaſin genannt, daß um die Zeit der Suͤndfluth ein boͤſer Engel Mach⸗ ſael genannt, mit des Chami Weibe gebuhlet, und mit ihr den Sihon gezeuget habe: In dem Buche Midraſch Ruth werden zwey andere Engel benamet, welche ſich gleichfalls mit den Weibern vermiſch; zu geſchweigen, daß das Targum Jeruſchal⸗ mi, twie oben berichtet morden, den Schem Chazai und Uziel zu folchen Buhlern mache, unter welchen einer Den Hyam und Chyam, die hintwiederum Den Saor und Og ſoll gezeuget haben; Uziel aber ſeye in Unbußfertigkeit verharret, und neg noch an n hut huhi N, 17 Mt, ah nds f hen desf geben Digal trieidii gyr Mé nachde Aee ndm dn Ng wohn g dny Fein Kvare ideg, Nito, fog PDE toleh W, K Kain Ai W alng niht hdt bcheg, Maloti Nmt Gy ccident, YA toit Deny N Satoi j $: W Wt W) dm, n i Loen I oA 3 fol Nin, Meh ob⸗ viy ſichts hyhi edm y MÀ il nii f dy more mi nti ande tt MI —— Von denen uns unſichtbaren Ereaturen in den Elementen. 477 noch heutiges Tages die Weiber zu aller Hoffart und Uppigkeit, inſonderheit aber ſich zu ſchmincken an. S. 13. Und dieſes iſt alſo der Wahnwitz und Thorheit des Juͤdiſchen Volcks, deſſen Glauben ſind Meynung, in dem daß ſie erzaͤhlet, auch ſogleich refutirt wird; Denn wie foldie Heil, Schrift, dag Wort der Wahrheit, die boͤ⸗ fe und unreine Engel Soͤhne GOttes nennen? Oder wie ſollen ſothane Feinde GoOttes fuͤr den HErrn treten, Job. I, 6. und des Satans als einer gantz widri⸗ gen Creatur dabey gedacht werden? Iſt alſo auch dieſe Meynung verwerflich, und ein lauteres Juͤdiſches Gedichte. §. 14. Die Meynung der Orientaliſchen Doctor. welche durch die Soͤhne Gottes die Kinder der Fuͤrſten und Gewaltigen, durch die Toͤchter der Menſchen aber, Jungfrauen vom gemeinen Volck verſtehen, moͤgen wir nicht einmal an⸗ führen, indem dieſelbe gar zu abſurd. S. 1f. Nun ift noch die dritte Mepnung übrig, welche die Welt erfuͤllet hat, auch von gelehrten und ungelehrten Theologis mit beyden Haͤnden ergriffen worden; ſie beſtehet darinnen, daß durch d: Soͤhne GYttes die Nachkom⸗ men des frommen Seths verſtanden werden. Zu dieſer Opinion haben Urſach ge⸗ geben die Schriften einiger Juden, und ſonderlich die Buͤcher eines Arabiers Pa⸗ trieidii genannt, welcher nicht wiſſend woher und aus was vor Bericht, vorgibt, daß nachdem Abel erſchlagen worden, habe der fromme Seth einen Berg, wel⸗ cher nachmals der heilige Berg genennet worden, mit ſeinen Weibern und Kin⸗ dern, zu Folge des Ihm von dem ſterbenden Adam gegebenen Teſtaments, zu be⸗ wohnen angefangen, deſſen Nachkommen ſich folgends mit einem Eyde verbun⸗ den, keine Gemeinſchaft mit denen in beygelegenem Thal(in welchem Abel erſchla⸗ gen worden) wohnenden Cairiten zu machen, und, daß die Nachkommen Sechs die Wege des HErrn gehalten, und ſich aller Gerechtigkeit und Heiligkeit befliſſen haͤtten, ſo gar daß ſie auch von gedachtem heiligen Berge die heilige Engel im Pa⸗ radiſe, welches nicht weit davon gelegen habe, Gott loben und ſingen hoͤren koͤn⸗ nen. Ihre Speyſe ſeyen die Fruͤcht von ermeldtem Berge, und denen darauf ſtehenden Bäͤumen geweſen, wovon ſie gelebet; Dahingegen ſich die Cainiten im Thale allen Schanden und Laſtern ergeben, und ſelbſt die Vaͤtter mit den Kindern vermiſcht haͤtten, woher alſo geſchehen, daß die Nachkommen Seth ihren Schwuhr gebrochen, und ſich ohne Unterſchied an die ſchoͤne Toͤchter der Cain ten gemacht, und alſo Urſach zur Sundfluth gegeben haͤtten; und dieſes iſt die Meynung des be⸗ ruhmten Gegalichæ in ſeinem Schallchelet, der meiſten Chriſten in Orient und Occident, ingleichem des gedachten Patricidii und Etanici, zweyer Araber. Da wir denn zum Beſchluß des Patr:cidii eigene Worte, wie dieſelbe vom Proclo ins Latein uberſetzt worden, allhier verteutſcht beyfugen wollen: VBoo $. 16, 478 Das Achte Capitel. 6. 16. Nach dem Tode Adams(ſagt er) ſonderte ſich das Geſchlecht Feth von den Nachkommen des verfluchten Cains ab, und nahm des Serh ſei⸗ nen erſtgebohrnen Sohn Enoch und den Kenan ſeines Sohns Sohn zu ſich/ begab fich mit feinen Weibern und Kindern auf die Spitze des Berges, wo⸗ ſelbſt Adam begraben war, Cain aber mit den Seinen blieben in dem Thal, wo Abel vorher erſchlagen worden; Es unterhielten aber die Rinder Seth alle Reinigkeit und Seiligkeit auf dieſem Berge, hoͤreten taͤglich die Engel, von denen ſie nicht weit entfernet waren, ſingen, und lobeten mit ihnen zugleich den hoͤchſten GOtt; und dieſe wurden mit ihren Weibern und Rinz dern Soͤhne GOttes genennet, trieben kein Gewerb, ſaͤeten und erndteten nicht, fondern lebten von den§ruͤchten: daher denn unter ihnen keine Miß⸗ gunſt war noch Ungerechtigkeit oder Cuͤgen. Ihr Schwuhr war; Nein, bey dem Blute Abels; ſie ſtiegen aber taͤglich auf den heiligen Berg⸗ keh⸗ reten ihr Angeſicht gegen Morgen, und beteten GOtt an, beſichtigten den Leichnam Adams, und empfiengen ſo dann den Seegen. §. 17. Als nun Seth ſterben wolte, nahm er bey dem Blute Abels ei⸗ nen Eyd von ſeinen Kindern, daß ſich niemand von ihnen von dem heiligen Berge begeben, oder geſchehen laſſen wolle, daß eines von ſeinen Kindern zu den Angehoͤrigen des verfluchten Cains uͤbergehen wolte. $. 18. Weäs nun uns hiebey betrift, laſſen wir zwar einem jeden ſeine Meynung und Gedancken frey; Allein das fey ferne von ung, daß wir des HErrn Wort nach dieſem Verſtande verſtehen ſolten; Dann erſtlich finden wir nirgend in der gangen heiligen Schrift, daf je an einem Orte, wo die Frommen den Boͤſen entgegen geſetzt werden, die fromme Soͤhne GOttes, und die gottloſen Men⸗ ſchen-Kinder genennet werden: Vielmehr begreift der Heilige Geiſt unter dem Namen Menſchen-Kinder Gute und Fromme, wie der Prophet Ezechiel ſelbſt an vielen Orten: Du Menſchen⸗Kind! genennet wird; iſt alſo nicht zu glauben, daß die Heiligkeit und Gerechtigkeit der Sethiſchen Nachkoͤmmlingſchaft, fo grog geweſen, daß ſie derwegen nicht auch Menſchen-Kinder genennet werden koͤnnen, verſtehe, wenn durch die Soͤhne GOttes Menſchen zu verſtehen ſeyen, zumal da Job, deme GOtt der HErr das Zeugniß gibt, daß ſeines gleichen nicht gewe⸗ ſen, nirgends ein Sohn GOttes, ſondern ein Vollkommener und Gerechter genennet wird. Sonſten iſt der Stylus der heiligen Schrift, daß ſie allemal, wenn die Fromme den Boͤſen entgegen geſetzt, jene Gerechte, Aufrichtige, Seilige, dieſe aber Boͤſe und Rinder Belials nennet. So forach aud Abraham zuott Gen. XVIII. 25. Es ſey ferne von dir, daß du desgleichen etwas thuſt, und toͤdteſt den Gerech⸗ ten mit dem Gottloſen: Allwo die Gerechte nicht Soͤhne GOttes, noch die Boͤ⸗ ſen Menſchen⸗Kinder, ſondern jene Gerechte, dieſe aber Gottloſe genennet wer⸗ den. In Summa: es iſt falſch, unrecht und erdichtet, daß die heilige Schrift an einem Yol imd te(0 An Am dieien L b1, 6 fung der four eh fim, 0 fhm bdo foden f M Ctrl f vemi è gank wrbort di finnen, i dolun ge Cyl Vageß niht an i Knead PHRASTO (Comte medias, Mones yy Geniorur VABILO, Anin, y Minny i f. 20, M Cot, D nu Wiin dei tn M) yi Cig w SUr ihon Auch dep f Deer lebo NIG Wi ih wy hali Seh n ibien Ri yeten Miß⸗ Tein keh⸗ igten elot vilie inden n Ain Am gmd Bij yit omt hof buy go At uml rg chtet ou t Dil ky Ga wy ye Nio pif M unt ——jUũ—H———— Von denen uns unfſichtbaren Creaturen in den Elementen. 479 einem Ort, ein gewiſſes und gerechtes Volck, Soͤhne GOttes genennet haben ſolte, ſolche Redensart ſtehet nirgends in heiliger Schrift, und kan von Nieman⸗ den erwieſen werden; Zum andern, ſo müſſen diejenige Creaturen, welche an dieſem Orte Soͤhne GOttes benennet werden, ohnſtreitig diejenige ſeyn, welche Job I, 6. XI, z. auh Soͤhne GOttes genennet werden, zumalen dieſe Benen⸗ nung der Soͤhne GOttes nur zweymal in der Schrift ſtehet, und ohne allen Zwei- fel nur einerley bedeutet; Nun aber hat kein Doctor auf Erden jemal atlirmiren koͤnnen, oder doͤrfen, daß die Worte beym Job, nemlich Soͤhne GOttes, Men⸗ ſchen bedeuten, folglich koͤnnen dieſelbe ja auch Gen. VI. nicht von Menſchen ausge⸗ ſprochen ſeyn; Drittens fragen wir alle Welt, was vor eine Gleichheit zwiſchen der Strafe und der Schuld wuͤrde geweſen ſeyn, wenn Menſchen mit Menſchen ge vermiſcht, und Kinder gezeuget, und nachmals dieſer Urſach wegen, bey nahe as gantze menſchliche Geſchlecht vertilget worden fey? Kein Goͤttliches Geſetz verbott dieſen Handel, und wird uns kein Exempel auf Erden gegeben werden koͤnnen, dadurch zu erweiſen, daß GoOtt ein Volck ſo erſchroͤcklich und allgemein darum geſtraft, daß es ein Geſetz(wo die Fabel von dem heiligen Berge, und der Engel Singen wahr ſeyn ſolte) durch ſich ſelbſt gemacht, aufgehoben und in ein Vergeß geſtellet. §. 19, Wehr Argumenta fúhren wir difmal, um Feinen Efel iu machen, nicht an, ſondern eilen nunmehr zu dem, was eigentlich nòthig und viel dienlicher zu ſeyn erachtet wird, nemlich wir perftehen mit denen Cabbaliiten, mit dem THEO- PHRASTO und dem Autore des Buchs Entretien fur les Sciences fècrettes (Comte de Gabalis, der berúhmte Abbé de Villarceau) die Subftantias inter- medias, welche die Griechen in Dæmones und Agathodæmones& Cacodæ- mones unterſchieden haben, welche ſchon vor viel 100. Sjahren unter dem Namen der Geniorum dem PLATONI, PYTHAGORÆ, CELSO, PSELLO, PROCLO, PORPHYRIO, SAMEBILIO, NOIIIo, TRIsMuROISTO, PloTNO, Frloppo und DoRNEO bekannt geweſen, welchen ſie die verborgenſte Geheimniſſe der Natur gelehret, und dieſe Maͤnner zu Welt⸗beruhmten Leuten gemacht. §. 20. Es ſind die Einwohner der elementariſchen Welt, des Feuers, der Luft, des Waſſers und der Erde, unter welchen man von den erſtern die ge⸗ naueſte Wiſſenſchaft des Himmels, die Wuͤrckung des Geſtirns, das eigentliche Weſen des elememariſchen Feuers, die Beſchaffenheit der Einwohner der Plane- ten, und viele andere herrliche Dinge mehr erlernen kan, wie wir allbereit im IV. Capitel von der Aſtrologia gefagt haben. Bonden andern aber die Natur der Luft, ihren Nutz und Gebrauch, den Urſprung der Meteoren, des Hagels, Donners, auch der Frucht⸗ und Unfruchtbarkeit des Gewitters. Von den dritten, aller im Meer lebenden Creaturen, den Namen des Bernſteins, den Nutz der Corallen, und die Erzeugung der koͤſtlichen Perlen, und was ſonſt im Meer und andern Waſſern 480 Das Achte Capitel. Waſſern lebt und wohnet. Von den vierten aber das Zunehmen, Wachsthum und Verderben der Metallen und deren Veraͤnderung, des Silbers in Gold, auch die eigentliche Kraft und Wuͤrckung des(Mercuri) Queckſilbers und des Antimonii, faſſen und erlernen kan, in welchen Dingen dieſe mit Recht ſo ge⸗ nannte Soͤhne GOttes nicht allein excelliren, ſondern auch in ſolchen Wiſſen⸗ ſchaften obgedachte unterrichtet. §. 21; Was nun ihre Figur und Weſen anbetrift, ſo beſchreibt ſie ein gewiſſer kabbi, ScHEMA ToVV genannt, nach Anleitung der Cabbaliſten, fol⸗ gender Geſtalt: Die Weiſen(ſpricht er) ſagen, daß ſie gleich ſeyn den Menſchen nach ihrer Form und Figur,(hievon ſiehe mit allem Fleiß im II. Theil vom A, was wir allda an einem Orte von der Figur und Geſtalt der Engel und Menſchen geſagt haben,) dann ſie ſind nicht ſo ſubtil, wie die Engel, auch nicht von einer ſol⸗ chen groben Compoſition, gleichwie des Menſchen Leib iſt. Ihre liebſte Verrich⸗ tung iſt, den Schoͤpfer ehren, die Menſchen lehren, mit ihnen umgehen, und fich aller Reinigkeit und Gottſeeligkeit befleiſſen: die im Agen Element beſtehen aus den allerlubtilſten Theilgen des feurigen Kreyſes und Circuls, und ſind durch die Kraft des allgemeinen Feuers organilirt, und weilen ihr Weſen mit dem menſch⸗ lichen Weſen faſt gar nicht uͤberein kommt, ſo bemuͤhen ſie ſich wenig um der Men⸗ ſchen Thun, alſo, daß den Weiſen ſchwer und muͤhſam faͤllt, ihre Geſellſchaft zu erhalten, und mit ihnen umzugehen. S. 22. Auf gleiche Art find auch die uͤbrige Creaturen aus den andern Ele⸗ menten beſchaffen, haben einen Unterſchied des Geſchlechts, freyen und laſſen ſich freyen, pflantzen ihr Geſchlecht fort per traducem, und ſind faͤhig, auch aus den Adamiſchen Menſchen⸗Kindern zu zeugen und zu generiren: Ferner haben ſie un⸗ ter fich eine wohl-eingerichtete Policey, verrichten ihr Gebaͤt zu dem allmachtigen GOTT, meiden mit allem Fleig-das, fo ihm mißfallig iſt. Allhier muͤſſen wir den Lefer erinnern y gegen vorher gemeldtes mit allem Fleiß zu halten, was wir þiernber im 1. Tom. de O Cap. V. im dritten Tagewerck und Cap. I.& IV. dieſes Tom. de& geſchrieben haben, ſo wird derſelbe zu ſeinem Vergnuͤgen alles vergleichen koͤnnen. 8. 23. Es ſind aber aus dieſem unerlaubten Eheſtand nicht allein zu Der Beit der Sundfluth(da ohne Unterſchied ſich die Menſchen zu GOttes groſſem Mißver⸗ gnuͤgen mit dieſen Creaturen vermiſcht, und alſo eine unleidentliche Vermiſchung der Geſchlechter einfuͤhrten) groſſe und gewaltige, ja beruͤhmte Leute gezeuget worden; ſondern es find auch daher alle die Goͤtter der Heyden, und alle Helden, als Achil- les, Romulus, Alexander, Hercules,&c. ja mohl gange Nationen, als die Hunni in Pannonia&c. entſproſſen. Der Philifter Gott Dagon war nichts anders, als ein Tricon. oder Meer- Mann, welches unter andern HELLADIUS ſagt: Er war ein Meuſch, fabe aber einem Fiſch gleich, welches aus ſeiner Bon ſiler§ ugehal gno Mi ahi w haben ab Ww, Cim nt 1 gin nihii f 24 bral Mg A, W vertion buin fo fn Sair ¢ hat, wi eine gei chten d Cdo(1 Dohi, diein Gy falt eing telet, ar pon Milig G has, Wie ton winy l Wen, has, frug N Wblten i primi Ere NN Ada dellchert darauf, tngin@ eA - ſchen rih lich⸗ w nag 0 di wii Mor MA nél mid jo M iit figh pwit wit 1N, ks n3 ipui mgd oDi; Achi- oed niht 4D1U$ g MiS feines Von denen uns unſichtbaren Creaturen in den Flementen. 481 feiner Saut offenbabr. Berosus aber und APoLLODoRuUs zeugen hiepon dergeſtalt, daß dieſer Dagon eines Menſchen Stimme gehabt, ſeye des Mor⸗ gens aus dem rothen Meer kommen, habe ſich nach Babylon begeben, alle Abend aber, wann die Sonne untergangen, habe er ſich wieder ins Meer gemacht, es haben aber die Menſchen von ihm allerley Kuͤnſte, ja ſelbſt die Studia und Acker⸗ bau, Einrichtung der Kirchen- und bolitiſchen Geſetze, und Civil-Art zu leben erlernet; muß alſo und kan unmuͤglich ein boͤſer Geiſt geweſen ſeyn, als pon wel chen nichts, als Arges kommen kan. §. 24, Was die Schedim,(ſo diejenige, welche weder der Cabbala, noch der Hebraiſchen Sprache recht kundig, Sadaim in numero duali, als wann ihrer nur zwey geweſen waͤren, nennen,) ingleichen die Seirim anbetrift, ſo iſt Welt⸗kuͤn⸗ dig, Daf diefe eben die Fauni, Ficarii, Satyri und dergleichen Goͤtter der Heyden find, deren Verehrung GOTT swar in feinem Worte, nicht aber deren Con- verfation verbotten. Dann auſſer dem, daß das Bort Sair mit Satyr faft gang uͤberein kommt, ſo trift auch die Deutung des Worts gaͤntzlich uͤberein, inmaf⸗ ſen Sair einen Bock, und Satyr ein Bildniß oder Figur eines Bocks bedeutet hat, weilen nemlich die thoͤrigte Heydenſchaft einer jeden Speciei dieſer Menſchen eine gewiſſe Liguram, als ein Symbolum und Bild—Ottes, beygelegt. So ehreten die Egyptier, nach des DroPOoRιSHcUH Zeugniß, die Goͤtter der Erden(welche einige Gnomones nennen) unter dem Bildniß eines hoͤrnigen Bocks. Auch wurde der Dan Mendeſius, und andere Fauni und Satyri, unter diefer Geftalt verehret. Die Philifter ehrten die Meer- Menfhen, unter der Gez ſtalt eines Fiſches, Dagon genannt: Andere haben ihnen andere Figuren vorge⸗ ſtellet, worunter auch die wahrſagende Theraphim geweſen, welche, ob dieſelbe zwar von unſern Theologis vor Teufels⸗Werck gehalten werden, dennoch die Heiligen GOttes, als Jacob und David, in ihren Haͤuſern geduldet haben. §. 25. Wir ſind mit der Judiſchen Rabbinen Meynung gar nicht eins, welche vorgeben, daß die Theraphim Häͤupter eines erſtgebohrnen Menſchen ge⸗ weſen, welche balſamiret, und nachmals mit einem Wahrſager-Geiſt verſehen worden. §. 26. Daß aber ſothane Transſiguration, Abbildung und Goͤttliche Ber ehrung, dieſen heiligen Creaturen gantz mißfaͤllig geweſen ſey, nehmen wir aus den Worten eines ſolchen Menſchen ab, welcher beym Hieronymo in vita St. Pauli, Pprimi Eremitæ, mit dem Antonio gehandelt, und geredt; allwo zu leſen, daß nach⸗ Dem gedachter heiliger Antonius in die Wuͤſte kommen, ihm ein Menſch von wun derlicher Geſtalt begegnet ſey, welcher ihm Palmen zur Zehrung gebracht, und bald darauf, als Antonius ihn gefragt, wer er waͤre? folgende Worte geredet: Ich bin ein Sterblicher, und einer von denen Einwohnern in der Wuͤſte, welche die blinde Heydenſchaft Faunos und Satyros in cubos nennet und verehret. Ich bin Pyp von E E e 48h Das Achte Capitel. von meinem Hauffen abgeſchickt, zu bitten, daß Du zu unſerm GOtt baͤteſt, von welchem wir erfahren haben, daß er zum Heyl der Welt gekommen ſey, und deſſen Schall in die gantze Welt audgegangen. Anderer Profan- Auctorum, als deg Plixvn Lib. 7. Cap. 2. des PlUrARcH in vita Sullæ, des PausAxIx in Atticis, SolNI&c. und andere unzaͤhlige Zeugniſſe moͤgen wir nicht anfuͤhren, ſondern befchlieffen diefen Difcurs mit deg Auguftini Worten Lib. r5. Cap.28. de Ci- vit. Dei: Hoc(feil. dari ejusmodi homines) negare impudentiæ videtur, Es ſcheinet eine Unverſchaͤmtheit, dieſe Geiſt-Menſchen laͤugnen wollen. §. 27. Haben alſo unſers Erachtens zur Genuͤge dargethan, wer die Kin⸗ der oder Soͤhne GOttes geweſen? ingleichen ausgefuͤhrt, ob ein Engel GOttes ſich mit Menſchen vermiſchen und generiren koͤnne? Dieſem nach kommen wir zu unſerm Zweck, und unterſuchen ferner:(.) Ob man noch heutiges Tages in die Gemeinſchaft ſothaner fuͤrtreflicher Creaturen gelangen, und dann(.) Durch was Mittel man zu ihrer Gemeinſchaft kommen, und von ihnen die verborgenſte Wercke der Natur erlangen und erlernen koͤnne? Was das erſtere anbetrift, ſo find diefe Geſchoͤpfe GOttes noch eben alſo vorhanden, und laſſen ſich noch heut zu Tage finden, als in der Erden bey den Metallen, im Waſſer und in der Luft, wie ſie zuvor gethan, zumal die philolophiſche Regul ewig wahr bleibt: Die Arten vergehen nicht; und daß ſolches wahr ſey, zeuget und lehret nicht allein die tägliche Exfahrung und Hiſtorien unſerer Zeit, ſondern es hat ſolches auch An. 1664. eine gewiſſe Perſon wohl erfahren, welche, als dieſelbe der Erfindung des Lap. Philoſophici bey ſpaͤter Nacht gantz eifrig nachgedacht, und beym PREO“! PHRKASTO und CARDANO die Beſchwoͤrungen derer Geniorum oder unter— irrdiſchen Menſchen gefunden, ſich derſelben bedienete, alſobald eine gantz weiſſe Perſon ſeine Thuͤr oͤfnen ſehen, woruͤber dieſelbe, als eine Perſon, ſo damalen nicht allzuheilig gelebt, und daher den Stachel des Gewiſſens gefuͤhlet, vor Schrecken faſt vergangen, die Flucht genommen, und alſo ihres Zwecks ver⸗ fehlet, nachmals etliche Tage kranck gelegen, und ihren uͤbel gefuͤhrten Proceß be reuet. €.28. Wiilen es alſo gantzgewiß iſt, daß dergleichen ſubtile Menſchen ge⸗ funden werden, und mit uns irrdiſchen Menſchen gerne umgehen, unterdeſſen aber unter vielen Millionen ſich kaum einer findet, der mit ihnen convertnet, ſo fragt man billig, auf was Weiſe derjenige, ſo ſich mit ihnen einlaſſen will, zu ihrer Geſellſchaft kommen koͤnne? §. 29. Bey Aufloͤſung dieſer Frage, moͤgen wir wohl zu Anfang ſagen: Non cuivis adire Corinthum. Allermaſſen nicht allein von dieſem Geſchafte, ſondern auch von allen andern Unterſuchungen der Geheimniſſen der Natur dieje— nige auszuſchlieſſen ſeyn, welche den Jovem defcendentem und hingegen Den Sa- turnum aloendentem haben; Dann daß ſolche Conſtellation ein groſſes mache, iſt bekannt, N beihmt (wil Bumwand mif of fdata dine fonder gione in À Minis pmid i3 iien Na fen doh eigenem tbatu Qg, Danit, ih: dips W gewi tsiy Ots⸗ on Hi W aes W| qnie t i hut ri De d 1664, ap HEO- unii mant ylen or g; be⸗ mg nao flagt il| 3 pon W| ow| UNA holl fatt — E N aa— Von denen uns unſichtbaren Creaturen in den Elementen. 483 befannt, und wuſte es ſchon die Lea zu ihren Zeiten Gen. XXX, 1I. welche bey der Gebuhrt ihres einen Sohns riefe: 7) N. Æe gebet anf Gad.i. der Stern der Gerechtigkeit, das Geftirn L, von den Hebráernder gute Planet genannt. §. 30. Es erfordertaber der Comte de Gabalis(iſt eben der§. 19. gemeldte beruͤhmte Abbẽ de villarceau) uͤber dieſes requiſitum perſonale, noch viererley (.J wiler, daf derjenige ſo in Converſation dieſer Geiſt Menſchen, in gleichem in Verwandlung der Metallen gluͤcklich fahren will, kein Koͤnig oder Furſt ſeyn muſſe; gleich, als ob nicht auch dieſe heilig leben koͤnten, wann ſie wolten?(.) Er⸗ fordert er Demuth, und ſchlieſſet folglich alle Hoffartige aus;()) Erfordert er eine ſonderbare Keuſchheit des Gemuͤths(hievon ſiehe, was wir im Cap. de Reli- gione in den S5. von der Magia desfalls erinnert haben) und achtets vor ein fon- derbares Laſter, ſich zu dem Weibe halten.(.) Will er ein mit Melancholey vermiſchtes Jovialiſches Gemuͤth haben. K. 31. Belangend nun das erſte, ſo iſt es zwar an dem, daß in den Ge⸗ ſchichten wenig oder gar keine Fuͤrſten und Köͤnige gefunden werden, die in die- ſem Wercke etwas nuͤtzliches ausgerichtet haͤtten. Die Urſache iſt klar; allein wei⸗ len doch das Exempel Salomonis vorhanden, welchen dannoch, nach des Joſephi eigenem Bericht, ein Knabe zu Tyrus in Aufloͤſung der verborgenſten Ratzel weit uͤbertroffen haben ſoll; Als ſchlieſſen wir die Fuͤrſten und Gewaltige in keine Wee⸗ ge aus. In den drey uͤbrigen Puncten ſind wir in gewiſſer Maaſſe auch mit ihme eins; dann was das Requiſitum der Demuth betrift, ſo erfordert Chriſtus daſ⸗ felbe in alle Weege von uns. Die Keuſchheit iſt nach unſern Regeln, in obgemel⸗ ten§S. de Magia gleichfalls nòthigs Dann nicht allein die Prieſter, ſondern auch die Weiſen und Zauberer in Egypten ſich aller Vermiſchung enthielten; Ja auf die Schrift zu kommen, ſo haben die groͤſte Maͤnner Gottes, als Elias und Eliſa, welche gar Todten auferweckt, niemalen kein Weib erkannt. Bhne Melancholey wird allhier auch wenig gluͤcklich procedirt werden; Dann weilen zu allen dieſen Handlungen, eine Sittſamkeit, Gravität, und groſſe Tiefſinnigkeit erfordert wird, als ift das Sanguiniſche und Jovialiſche Lemperament, welches zwar eine ſtetige Wuͤrckſamkeit und Luſt zum Thun erwecket, aber alles nur oben⸗ hin thut, und die Bitterkeit, ſo ein tiefes Nachſinnen mit ſich bringt, nicht aus⸗ ſtehen kan, gar nicht hinreichend. L 32. Dieſes haben die alten Heyden, abſonderlich Plato und Cicero, wohl gewuſt, unter welchen jener dieſelbige, abſonderlich den KHomerum hoch ver⸗ dammt, welcher die Goͤtter als lachende einfuͤhret: Cicero aber ſagt ausdruͤck⸗ lich: die Melancholiſchen haben etwas Goͤttliches in ſich. Ferner ſagt gedachter Abbẽ de Vllarceau Comte de Gabalis, ſeye zum Zweck zu kommen, ein ſicheres und gewiſſes Mittel, deſſen man ſich yee ſoll, wann man zur Bekanntſchaft Ppp 2 der — De 484 Das Achte Capitel. der Menſchen im Element des Feuers(welche er abſurd Salamandres, wir hinge- gen Pyranthropos nennen) kommen wolle. Man muß, ſagt er, das Element des Feuers, ſo in uns ſelbſten iſt, zum hoͤchſten reinigen, und erhoͤhen; man darf nur das allgemeine Welt-Feuer durch hole Spiegel in einer gláfernen- Kugel con- centriren, und dieſes iſt das gantze Geheimniß und Kunſtſtuck, welches die Alten ſo heiliglich verborgen gehalten, ſo ſammlet ſich in dem Globo ein ſolariſches Puk ver; dieſes wenn es von ſich ſelbſten, ohne Zuthun fremder Dinge, von ſeinen fremden Theilen aus den uͤbrigen Elementen gereinigt, und nach der Kunſt berei⸗ tet, ſo wird es in weniger Zeit vollkommen geſchickt ſeyn, das Feuer in uns zu er⸗ hoͤhen, und uns der Natur des Ls theilhaftig zu machen; So bald werden die Einwohner Des Elements des Feuers, des Arigen Kreyſes, unſere Unterthanen, und gleichſam entzuckt ſeyn, dieſe unſere Harmoniam reciprocam zu ſehen; Denn ſie haben vor uns alle Liebe, Freundſchaft und Ehrerbietung, die ſie vor ihres glei⸗ chen haben, und uns als Dem Ebenbild ihres Schoͤpffers ſchuldig ſehn. Alhier koͤnnen wir nicht umhin zu ſagen, daß der Comte de Gabalis gar ein ſchlechterPhilo- ſophus geweſen ſeyn muſſe; Er hat wohl laͤuten⸗aber nicht zuſammen ſchlagen ge⸗ hoͤrt, ſonſten er nicht ſo in den Tag hinein geſchrieben haben wuͤrde, das rothe Sonnen⸗Pulver in einer glaͤſernen holen Kugel zu concentriren, indeme warlich ein anders dazu gehoͤret, dieſen rothen maͤnnlichen Schwefel der Weiſen zu erhaſchen. Er ſagt wohletwas mit der glaͤſernen Kugel; wie es denn durch dieſen Weg geſche⸗ hen kan; allein von dem magnetiſchen Vehiculo ſagt er nichts, darum wollen wir auch ſchweigen. S. 33. Hon den Nymphen aber(welche wir Hydranthropas nennen) fchreibt er folgends: Man darf nur eine glaſerne Kugel mit Waſſer fuͤllen, und ſolche einen Monat an die Sonne ſetzen, nachmals nach den Reguln der Kunſt die Elementen ſcheiden, welches dann bey dem Waſſer ſehr leicht zu thun: Es iſt ſich zu verwundern, was dieſes vor ein kraͤftiger Magnet, die Nymphen zu ſich zu brin⸗ gen: Man darf deſſen nur etliche Monate lang nur ein gantz geringes einnehmen, ſo wird man die Nymphea hauffenweiſe zu ſich ans Ufer kommen ſehen. C. 34. Dieſe Stuͤcke laſſen wir in ihrem Wehrt; doch iſt gewiß, daß wie derjenige, welcher mit den Schlangen umgehen will, etwas gebrauchen muß, ſo ſein Gebluͤt verandert: Alſo muß auch derjenige, welcher mit dieſen Geiſt-Men⸗ ſchen eines Elements umgehen will, etwas gebrauchen, ſo ihme dasjenige beneh⸗ men, was der andere nicht vertragen kan: Wer bey Mutter Krancken und Gaſuͤch⸗ tigen Webern ift, muf des Mulcus ſich enthalten, auch deme keine Roſen brin⸗ gen, welcher gar keine vertragen kan. S. 39. lber dieſes alles ſetzen wir noch zum Supplement, als voraus, nach⸗ folgende Stuͤck, als: Es muß derjenige, welcher in der Sache glucklich fahren will, ſeyn(.) wachſam, Tag und Nacht emſig, und einer gantz 65It⸗ Yy Gottes d eins Gaili | bat 1 f wln nitt, f bie daher uf, W WWG fehi tig fde fin beton nN, alle Wio ner We Wt, fi d hegke Ø! oone,, Wo MOto Knif ih Bih nG Ondern o wd UE ny iy int IM (conr Iim $ N iiw toni MM f wit ue 4 Y WU t bet jfih n Wii i mý y faet mino g% —— ———————— Von denen uns unſichtbaren Creaturen in den Elementen. 485 Gottesfurcht,(.) in Cabbaliſticis(doch nicht der thoͤrigten Juden) erfahren, und eines unerſchrockenen Gemuͤths ſeyn;(.) mug er ihme einen von menſchlicher Geſellſchaft ferne entlegenen Ort zu ſeinen Betr achtungen erwaͤhlen, daſelbſten baten, und alsdann dieſe Geſchoͤpffe berufen. Und ſo handelten die alten Weiſen. S. 36. Uber diefes Thun wird er gar leicht den Zweck erreichen koͤnnen, welchen er ibm vorgeſetzet, und ſich zum Meiſter der Natur machen; Was uns betrift, ſo hat uns die Unruh unſers Lebens, und viel Betruͤbniß dieſer Welt bis dahero von dieſen Geheimniſſen abgehalten; mißbilligen aber gaͤntzlich den Zweck, welchen ihm Comte de Gabalis vorgeſtellet, nemlich durch oft gedachte Geiſt⸗Menſchen die Unſterblichkeit zu wege zu bringen; dieſes halten wir vor Suͤn⸗ de vor GOtt, und eine Phantaſie der Finſterniß. Unſer Zweck iſt, die Wunder Gottes zu verkundigen, das Wachſen und Abnehmen der Metallen zu erforſchen, den vielen Kranckheiten Mittel zu finden, und ſich aller Dinge alſo gebrauchen, wie fie Der Hoͤchſte erſchaffen und verordnet hat. Und gleichwie demjenigen, der ſte⸗ tig auf dem Meer lebet, des Meeres Art, Wuͤrckung und Beſchaffenheit am be⸗ ften befannt ift, alfo ift ¿u prælumiren, daß diejenige Geiſt⸗Menſchen, welche man in den Bergwercken und im Schooß der Erden findet, weit beffere Erfahrung haben, aller Pflantzen, Baͤumen und Metallen, als wir. Wir haben einen ſchweren Leib; jener Weſen iſt geiſtlich und ſehr ſubtil: in ſumma, jedes Ding hat ſeine beſondere Art, ſeinen beſondern Begrif und Natur; Dahero eines von dem andern lernen und begreiffen muß. Pſalm CIV. v. 24. C! SErr wie ſind deine Wercke ſo groß? Du haſt ſie alle weißlich ge⸗ ordnet: Die Erde iſt voll deiner Guͤte. Womit wir dann ſchlieſſen wollen; Den aufrichtigen Leſer bittende, dasje⸗ nige ſo ihm nicht ſchmeckt, unberuͤhrt vor andere zu laſſen. Gewiß iſt es, daß die⸗ fe Schrift gewiſſen Leuten, welche von langen Zeiten her gewohnt ſind, die Goͤtt⸗ liche Wahrheit ſelbſt uͤber den Leiſten ihrer Gelehrſamkeit zu ſpannen, zu zancken und Feder⸗kriegen Anlaß genug geben wird; Es ſoll ihnen aber dieſes Vergnuͤgen von Hertzen gegoͤnnet ſeyn, mit der theuren Verſicherung, daß von uns in alle Ewigkeit auch nicht ein Buchſtabe ſolcher ihrer Schmierereyen beantwortet werz den ſolle. Wir aber preiſen die ewige lebendige Gottheit, Vatter, Sohn und Heiligen Geiſt vor das Fuͤncklein ſeiner Exkanntniß und Weißheit s fo er ung Durch ſeinen Geiſt mitgetheilet, demuͤthigſt bittende, daſſelbe uns nicht allein zu erhalten, ſondern auch ſolches zu Lob und Preig feiner herrlichen Majeſtät zu mehren, bis wir vor dem Angeſicht ſeiner Herrlichkeit mit aller himmliſchen Weißheit vollkoͤmmlich erfuͤllet werden, Amen. Ppp 3 Das E is 486 Das Neunte Eapitel. Das IX. Capitel. Von der Groͤſſe, Unbildlichkeit und Unbegreiflichkeit GoOttes. bildlich und unbegreiflich ſey, ſo wollen wir ſolches allhier noch mit eiz ner Figur dem geliebten Leſer gantz klar und deutlich ſuchen fuͤr die Au⸗ gen zu ſtellen. Wir ſetzen dann nun, es ſey auf Fig. 16. A. B. unſer Welt Syſtema mit unſern Planeten⸗Himmeln und Erden, C. die Kreyſe der obern Welten, ſo insgemein die Fir⸗Sterne genannt werden. D. E. F. G. die Syſtemata der geiſtlichen Welten, H. der Himmel uͤber alle Himmel, ſo von unſerer Ver⸗ nunft begriffen werden mag, der Stuhl des lebendigen GOttes. Nun ſtelle fih jemand vor, als ob er auf dieſem äuſſerſten Kreyß aller Himmeln Himmel H. ſtun⸗ de, und wolte allda ſeine Hand ausſtrecken, ob er ſolches auch thun koͤnte oder nicht? Koͤnte er ſie nicht ausſtrecken, ſo muͤſte ſolches ein anderer Himmel J. und alfo auch noch ferner ein ſolches immer ein Himmel nach dem andern als K. L. M. und fo weiter, verhindern. Oder man muſte dieſes Ablurdiſſimum veſt ſetzen wollen, daß uͤber dem Himmel aller Himmeln H. hinaus eine immerfort waͤhrende Dichte oder Veſtigkeit anzutreffen waͤre, in welcher alsdann die Goͤttliche Majeſtaͤt ohn⸗ widerſprechlich eingeſchloſſen ſeyn muͤſte: und geſetzt dieſes fey alfor welches doh nicht erwieſen, was wuͤrde dann endlich das Ende oder das Aufhoͤren dieſer Ve⸗ ſtigkeit ſeyn; Oder da man ein unendliches Eluidum dahin fuͤgen wolte, mwas vor eine Qualitát molte man alsdann dieſem Fluido zueignen? Wolte man ferner un⸗ endliche Himmel uͤber Himmel erdichten, ſo wuͤrde es doch endlich dahin kommen muͤſſen, daß einer der allerletzte ſey, und auſſer demſelben alsdann etwas ſeyn muͤ⸗ fte, welches alle dieſe erdichtete Himmeln beſchloͤſſe und in ſich faſſete, dieſelbe re⸗ gierte und durch ſeine lebendige Bewegung erhielte: Und dahin uͤber aller Himmeln Himmel, bis zu dieſem Allerheiligſten, Wahrhaftigen, Unendlichen Etwas find unſere Gedancken gerichtet, nemlich zu dem einigen wahren GOtt, Vatter, Sohn und Heiligen Geiſt, der Urquelle alles Lebens und Weſens, von welchem alle Dinge geſchaffen, und noch im Weſen erhalten werden, in welches Tiefe, Hoͤ— he und Breite uͤberall keine Endigung zu erſinnen. Ein Ungrund, fuͤr welchem alle Vernunft erſtaunen und ſchwindelicht werden muß, welche ſich nur in etwas eine Wẽ⸗ wir droben Cap. V.§. F. geſchrieben, daß—Ott der HErr gantz un⸗ ( t inldee W Aert bgriflid 1 orden h dir di⸗ A Y gingt, fo hat femen ife or in Zahlen ſch nirgy erori Dr aly Ofnhe Pe Ail "t Msi UMS Dy KRIT Wſchchgke Sni LN T Wieg ; Rili mu mE Delu Wil y oan teman wÅ weii H, fi nte oi f Juw Mu wol i D hi if ohie Sdh W TAN w ul ymin w iii ſebe k⸗ umet Gwi Vlte/ hnali ti jb liii petons oe De 487 eine Idée dieſes Goͤttli ttlichen Ung wer vermag dein oktlichen Ungrunds vo allerheiligſtes Angeſi rzuſtellen weiß. begreiflichen Gottheit a ao DAAA D an werden wir dermaleins ſehen endig bleiben? Sn diro fú Licht deiner un⸗ in Dir die gange Gulle del gothet ari sps mieli A Fef! : heit leibhaftig wohnet.© Vatters, weil -Q ol. 2/ 9. weil OQ S KA arung der Worte Proverb. VII, 27 SY Beisheit fpri Beisheit ſpricht P baſelbſte AAR Mipan Daer bie Di ſelbſt: Da er TB. den Abgrun a er Dic Himmel zuri. at Cna Abgrund frhaben wit in o a n dnrde a rA y llich derfelbe u b haben toir in dem vorher war ich da⸗ 19 Anfang und Fei zu beſchreiben moͤglic ergehenden Capi Tiefe oder ber Uns und kein Ende glich. Der allmaͤchtige G RA DO S Unand ba Oaa A. A. A, A. Fis. 17. í máħhtig GOTT un noch EA Beit in on Maſeſtät. i bie unbvgreifishe gends endigende Goͤttlt erer Vernunft. 2 Millionen Meilen habe unergründliche gende Goͤttliche Einheit, k Allein die alles erfuͤll o Dieſer all ch auch derſelbe concipirt! eit, kan und mag von kei TEE a X erheiligfte Ab ncipirt werden Fó gvon Feinem Raum a annae Abgrund bat f in bi nte, begriffen oder gef e fte Offenbahrung Gx iat fich in die R i er gefaffet werd nr abtung GOttes aug dem Abgrund; aus di, Als., und ift di redet Alg C. F. G. zugerich 3 3 aug dieſer Off b l die T n aaa aeey pavon D Gus diefer Offenbahruns k. fir von uns Me e Himtrel der geiſtlic die Weisheit an de Tae n uns Menfchen die Fix-C er geiftlichen Hierarchier em gedachten Drt Ayp: Jite f ppp& P i 2: z Í der Saa a E famt unfern a sane men wird zu ttes, da Chriſtus ſitz Majeſtät und Herrlichkei a nen wird zu richten die Lebendi zet und herrſchet jeit, Die Rehte eigentliche V ten Die Lebendige í el, und von dannen er wieder For he Verſtand d ige und die Todter iof er wieder kom⸗ Well wirſtand der gedachien WW 1, und dieſes halten wiry fey Der Kraft&R vir allhier geſagt Worte Prov. VIII. 27. a daf Chriftus der HErr ſitze zur R Dohe ooie i eb moͤgte hierauf kontam kommen, zu RN 7 óhe von dem iebfien Dipland in einem geroiffi£ APE werden müſte, oder wie a in eigem gewiſſen an ne mnameßliche itz geſchehen wurde? Deme e durchgangen ; orten wir: Daf gleich Das Eilfte Capitel. gleich wi: aufer GOtt und Chrifto nichts Fan oder mag gefeht terden, alfo erfúllet er auch auf gewiſſe Maaſe alle ſeine Geſchoͤpfe zu ihrer Erhaltung y ohne welche Er⸗ fuͤllung und Gegenwart fie keineswegs beſtehen koͤnten. Weilen dieſes nun ein unumſtoͤßlicher Satz, ſo bedarf es keines Nachfragens wegen der Gegenwart GOt⸗ tes und FJEfu Chrifi, denn gleich wie er uͤberall und in gewiſſem Verſtand in allen Geſchoͤpfen gegenwaͤrtig iſt, alfo Fan und vermag er auch an allen Orten úber- inz und unter Dem Himmel ſeine Macht und Herrlichkeit ohne einige Bewegung von Ort und Staͤtte ſchneller denn ein Blitz erzeigen. Wie ſolches Exod. XIX, 16. 1. Reg. XIX, 11. 12. 13. und anderer Orten heiliger Schrift zu ſehen. (EEEE E EEE EEE E EN EEEE EE Das XL Capitel. Erklaͤrung der Spruͤche Cen. I. 6. 7..9. von den Waſſern uͤber der Veſte und unter der Veſte. ANen. I. 6. J. 8. 9. leſen wir: Und GOtt ſprach: Es werde eine Veſte zwiſchen den Waſſern; und die ſey ein Unterſcheid zwiſchen den Waſſern, da machte Gott die Veſte, und ſcheidete das Waſſer unter der Veſte von dem Waſſer uͤber der Veſte, und es geſchah alſo, und GOTT nennete die Veſte Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der andere Tag. Und Gott ſprach; Es ſammle ſich das Waſſer unter dem Himmel an ſondere Oerter, daß man das Trockene ſehey und es geſchahe alſo. Hier iſt nun eigentlich in acht zu nehmen und zu betrachten, daß von zweyerley gantz unterſchiedenen Waſſern geredet werde, als dem Waſſer uͤber⸗ und dem Waſſer unter dem Himmel, welcher Unterſcheid der Waſſern auf Fig. 18. gu fehen. Da nun dieſe GeneralScheidung der uͤber⸗ himmliſchen Waſſern D. und der unter-himmliſchen R. B. B. C. geſchehen, To haben Darauf die affe©. N. 2. C. G. X.& B. woraus am vierten Tage erſt die Coͤr⸗ pva 5. X. G. O. C. L.& N. geſchaffen worden, ihre Oerter eingenommen. Dann daß eine jede Sphæra der Planeten eine gewiſſe Art üͤberirdiſcher Waſſer, iſt wahr⸗ haftig und gewiß, wie oben Cap. IV. ſchon iſt gemeldet worden, t, dT Be JE af TEFEF A D Das ailn 1 woll fiet: Be 8 Su A Ni M o ttit Dan oh Weil ale Go iter Die Mih Bon fein Conden. Woburn. T Voraus dl Und ghe dk O glih y Monder l MME h Dit Wili A Yum hit Satur num CTi ein Ù hat i Sunter Von dem Mercurio der Weiſen. 489 CANARE CEN UNHAS SANARI ANARE NAI NARA ANAIARI ih Das XII. Capitel. h| Won Dem Mercurio Der Weiſen. 1 A ji Zur Erklärung der Fig. 19. t1) n Weilen uns ein alter Metfterfángerifher Raptus anfommen; ſo B wollen wir zum Beſchluß dieſes Wercks nach dieſer alten Mei⸗ ſter⸗Kunſt in gebundener Rede unſere Gedaucken denen Gold: Begierigen zu Liebe uͤber die magiſche Figur 19. mittheilen, e al, Sulphur und Mercurius, ein wunderbarer Spiritus, Wer dieſen hat, der hat genug, doch fuch man ſolchen nicht im Fluch, Der durch des Menſchen ſchweren Fall, durch diß Syſtema uͤberall, So weit es elementiſch iſt, durchwittert und durchkrochen iſt; Dann ob er gleich hierinnen auch zu finden, wie ein duͤnner Rauch, Weil alle Creatur der Erden, dhn ihn nicht mag erhalten werden; So iſt er doch ſo veſt verſchloſſen, daß es nur lauter Kinder⸗Poſſen, Die Muͤh, die man anwenden thut, ihn durch des irrdſchen Feuers Glut, Von ſeinen Banden los zu machen, dann dieſes Feur thut er verlachen. Sondern man muß durch ſeines gleichen, ihn aus dem Waſſer machen weihen; Wodurch man zwar zu ſcinem Zweck gelangt, doch iſt der beſte Weg, Daß man den erſten Urſprung ſuch, noch unvermiſchet von dem Sluch y Woraus all Creatur gezeugt, ſich wiederum dahin auch neigt. Und gehe dieſen Weg allein, betrett der andern aber kein, Ob gleich derſelben uberall zu finden, Sieben an der Zahl. Davon der Erſte wird genannt Mercurius, wie es bekannt, Hat mahr bethoͤrt, als er gelehrt, wann er zum Schornſtein gar ausfahrt, we| Und laft den armen Gold⸗Koch ſitzen, daß er fuͤr groſſer Angſt moͤgt ſchwitzen, Weil ihn Mercur ſo ſehr betrogen, und ihm all Kraft und Saft entzogen, Durch Feuer, giftgen Staub und Rauch, wie es ſein ſtetiger Gebrauch. Drum hut man ſich fuͤr ſeinem Weg, und weiche nicht vom rechten Steg. Saturnum gehe auch vorbey, und hut dich fuͤr ſeinem Geſchrey; Er iſt ein alter boͤſer Schleicher, der vielmehr machet arm, als reicher: Er hat zwar groß Gewalt und macht, drum auch ſein Bruder all veracht: Er unterſucht ſcharf und genau, all ihre Kraft: ihm ſelbſt nicht trau. ko Dii Qaq Weil Das Zwoͤlfte Capitel. Weil ſein Geitz gar zu heftig iſt, verſchluckt er all's durch feine Lifty Und laͤſſet ihre Huͤtten blos, gleich einem ſchlechten Erdenklos. Gein Bruder Sol hat nur die Macht, dager fein Kraft allein veracht. Luna, die Goͤttin, gleicher Maſſen, will ſich von ihm nicht meiſtern laſſen. Sondern ſein Bad ſie reinigt gantz, daß ſie erſcheint im hoͤchſten Glantz, Wobey Saturnus edler wird, wann er wird recht relulcitirt. Ger ihm fein fúffes Saltz kan nehmen, ingleichen ſeinen Schwefel auch, Ohn Feuers Gewalt und bófen Rauch, und diefe bende fich bequemen Nach philoſophiſchen Gebrauch, Mercurium zu ſich zu nehmen/ Der kan alsdenn vergnuͤget leben, und ſeinem Nachſten auch was geben, Daß er mit ihm vergnugt kan ſeyn, bis ſie finden den edlen Stein, Davon die Philoſophen ſchreiben, doch dieſe Kunſt ſehr heimlich treiben. Was anbelangt den Jupiter, ſo wird gerühmt ſein Schwefel ſehr; Doch weil er gar zu arm an Saltz, auch ſein Mercur hat wenig Schmaltz, So kan Saturn ihn gar nicht meiſtern, man muß ihn dann recht wohl verkleiſtern, Damit ſie beyde ſich vergleichen, und von einander nicht mehr weichen. Wer dieſe Kunſt nun recht verſteht, derſelb in keinen Mangel geht, NMars ſtiehlt und raubt nach Krieges⸗Art, ſelten von ihm jemand reich ward, Er ſchonet feine Bruͤder nicht, dahero es dann oft geſchicht, Daß er dieſelbe gantz zerſtoͤhrt, und ihre Weſen gar umkehrt, Doch ift fein. Schwefel edler Yre, und Soli ſtets verglichen ward, Inſonderheit wer ihn kan ſcheiden, gantz kuͤnſtlich ohne alles Leiden, Und mit der Veneri verbinden, der wird gewißlich ſo viel finden, Daß er vergnugt kan ſtille ſitzen, und nicht bedarf durch Arbeit ſchwitzen. Aus dieſem kan man nun erſehen, daß, wann man dieſe Weg will gehen, Reichthum zwar zu erlangen ſey, doch ſag ich dabey ohne Scheu, Daß alle dieſe Eitelkeit, nicht zu gleichen rechter Weisheit. Als Hiob wieder ward geſegnet, nachdem der HErr ihm iſt begegnet, Und ihm ſein Gut erſetzet ward, auch ſieben Soͤhn in gleicher Art, Von ihme ſind erzeuget worden, doch nicht nach ihrem Stand und Orden, Mit Namen recht genennet ſeynd, ſo ſieht man, was hierdurch gemeynt, Daf nemlich diefe ſieben Soͤhne, des Hiobs keineswegs ſo ſchoͤne, Als die drey Toͤchter, deren Namen die Schrift benennt als einen Saamen, Der zur Vermehrung nur allein, kan nutzen und bequemlich ſeyn. Dapon. die erfte Jemima, genannt, Die ander Kezia, Die dritte hieß Kexen Happuch: wer dieſe drey hat, hat genug. Es ſind zwar dieſer Toͤchter drey, doch alle diey nur einerley; Ein Vatter, von dem ſie entſproſſen, als ſie aus ſeinem Schoos gefloſſen, Geiſt, Seel und Leib man nennen muß, Sal, Sulphur und Mercurius; Gool Gind(l Wiſtd tind wo Warma Mg ma Dawah Duab Mad ihre Aidurh ATA Cr fegt ir Amn ab Mae Di bieri DMP Win Hio ter, un Aappu Ô ———— p e R Bon dem Mercurio der Weten, 491 So allen dreyen gleich gemein, darum ſind alle drey nur ein. Sind auch deshalben unzertrennlich, ihr Saame weiblich iſt auch maͤnnlich. Wiiſt du was ich allhier geſagt, kein Sorgen dich ferner mehr plagt, Und wirſt erkennen klar und rein, was doch der Weiſen Stein mag ſeyn, Wornach ſo emſig wird getrachtet, gleichwol von vielen auch verachtet: Das macht ⸗die Thorheit iſt zu groß, dieweil die Menſchen gar zu bloß, Der wahren Weißheit, und nur lieben, wordurch ſie koͤnnen Bosheit uͤben. Wer aber liebt der Wahrheit Spuhr, findt daß Sal Sulphur und Mercur, Nach ihrem Weſen einerley, ob gleich nach ihrem Namen drey. Hiedurch wird nun der Schluß gemacht: Wer Sal gulphur Mercur veracht, Derſelbe ſeinen GOtt nicht kennt, ob er ihn gleich ſo oftmals nennt, Cr liegt in Finſterniß begraben, und weiß gar nichts von GOttes Gaben; Dem aber der die Wahrheit liebt, man folgends zu betrachten gibt: o er ex Cabbaliſticis, den Schluͤſſel zu den Myſticis, Die hierinn ſind gar tief verborgen, ſo wird er alsdann ohne Sorgen, Den Weg erfennen und verftehen, wie man foll zu der Wahrheit gehen: Wozu wir wuͤnſchen Glucß und Heyl, damit ein jeder find ſein Theil. Hiob. Cap. XLII, 13. 14. 15. Und(Siob) kriegte 7. Soͤhne und; Toͤch⸗ ter, und hieß die erſte Jemima, die andere Kezia, und die dritte Keren Sappuch. Und wurden nicht ſo ſchoͤne Weiber funden in allen Landen, als die Toͤchter Siobs. Und ihr Vatter gab ihnen Erbtheil unter ihren Bruͤdern. E N D E. — a n a a e e e— a n E EIL AE A RE EE EE AIE AEE E E ER E akae R ADE Tao? AAE ye ae x merl $ IE O ARSE Lox? AENA NA Y Re 4 n BESA A S A S A S AB S A E| mmni f gut d CLAVIS OPERIS. e we tehen Das ift: Gw Gri — Grki aia 5{5 ch|| Í ee Der Haupt⸗Gchlüſſe a } des gantzen Wercks; n / Beſtehend in zehen kiguren, deren Erklaͤrung a hier angehaͤnget wird. Di Gottheit 1 Fig. L der Nan Otten En- Soph aufa fd Q' a ihe habe f J Eſt der unbegreifliche Ungrund der Goͤttlichen Majeſtät, davon kein nima AD Begriff, weder einiger Raͤumlichkeit, noch einiger Zeiten, ſondern ein i Gti e immerwährender Fortgang der Unendlichkeit, in ſtets-waͤhrender Auf⸗ t Nih fehe wallung unerſinnlicher Freudigkeit in eigenem Lichte, ohne eintzige Offenbah⸗ meite tung einiger Benennung. Daher ſagt auch Chriftus der Sohn des lebendigen Wig if Gottes Matth. XIX, 17. Marc. X, 18. Luc. XVII, 19. Niemand ift gut, dann n tert nur einer, nemlich GOtt. Da nun GOtt, und gut, uhrſpruͤnglich in der teut⸗ ohy ſchen Sprache einerley Bedeutung haben, fo hat der HErr JEfug durch dieſe te taht Worte andeuten moken, daß dieſer Ungrund der unbegreiflichen Majeſtaͤt, die intii unendliche Gutheit oder Gütigfeit, nemlih GOTT fey, das ift; Gut. Und war ächech alfo, ehe von diefem Gut oder GOTT etwas durch die Schopffung war offene innin baret worden, Fein anderer Begrif einiger Benennung diefes emen, alg Gut, U ini das iſt die weſentliche Guͤtigkeit, nemlich GO TT, wie Chriſtus der HERR E i in obangezogenen Worten geſaget hat. In dem Grunb⸗ Text heiſſet gut, Daf die DO, per Athbatich, aber wa d. i. Seele. Der Grund- Text fagt Gen. I, 7. und Wd brene fon en Muk baly Dig dan b| pok t l w D ot Git EXA t pit l Il, 7. n one| Der Haupt⸗Schluͤſſel des gangen Wercks. 493 Und er bließ ihm in ſeine Naſe einen lebendigen Odem, und der Menſch ward eine lebendige Seele.(nepheſch) Dieſe Worte lehren uns den wahren Urſprung unſerer Seelen, und wie voll⸗ kommen dieſelbe vor dem Fall Adams geweſen. Unſer Heyland ſpricht: Niemand iſt gut, dann nur einer, nemlich GOtt. Aloo iſt dieſe unbegreifliche Majeſtaͤt oder Gut, nur ein GOtt; wie dann Moſes, Deut. VI, 4. dem Iſrael bezeuget, da er ſpricht: Hoͤre Iſrael! der HErr unſer GOtt iſt ein einiger GOtt, und kei⸗ ner mehr neben ihm. IV, 35. Dieſer unſer GOtt hat weder einigen Anfang noch Ende. Er iſt von keiner Zeit beſchloſſen, ſondern alle Zeiten ſind durch die Schoͤpf⸗ fung offenbaret worden, welche ſich auch in gewiſſer Maaſſe wieder endigen wer⸗ den, wann nemlich Chriſto dem Sieges-Fuͤrſten und Richter aller Welt, alles unterthaͤnig gemacht ſeyn wird, und alsdann auch der Sohn ſelbſten wird unter- thaͤnig gemacht ſeyn dem, der ihm alles unterthanig wird gemacht haben, auf daß GOCT alles in allem ſey, 1. Cor. XV, 28. Und zur ſelbigen Zeit wird der HErr nur einer feyn, und ſein Name nur einer. Zach. XIV, 9. Fig.2. Ebjeh afther ehjeb: Jch werde ſeyn, der ich ſeyn werde. Dieſe Fig. iſt eine Betrachtung, und keine Abbildung der unendlichen Gottheit, uͤber die Worte unſers HErrn und Heylandes Makth. XXVIII, 19. der Name Gottes des Vatters des Sohnes und des Heil. Geiſtes. Von Gott ein Bild zu machen, iſt Exod. XX. 4. 5. Deut. VI, 15§. 16. 17. 18.19. V, S. ꝛc. aufs ſchaͤrfſte verboten, und geſtrafet worden. Moſes ſagt Deut. VI, 15. Dann ihr habt keine Gleichniß geſehen an dem Tage, da euch der HErr angeredet hat auf dem Berg Horeb, mitten aus dem K. v. 33. Ob ein Volck gehoͤret habe die Stimme Gottes, redende mitten aus dem A 2x..36. Und auf Erden hat er dich fehen laffen fein groffes Seuer. v. 24. Dann der HErr dein GOtt ift ein verzehrend Feuer. It. IX, 3. So ſolt du wiſſen heute, daß der HErr dein GOtt derjenige ift, der fuͤt dir hergehet, ein verzehrend Feuer ꝛc. Dieſes alles wolle ein wahrer Theoſophus heilig betrachten, ſo wird er den wahren GGTT Vat⸗ ter Sohn und Heil. Geiſt vollkoͤmmlich(ohne alles lectiriſche Geſchrey, und aug der verderbten Vernunft erdachte Delinitiones oder Beſchreibungen, in ſo weit es in dieſer Sterblichkeit zu begreiffen muͤglich) erkennen. Daß ein angezuͤnde⸗ tes Licht ein verzehrend ſey, bedarf keines weitern Beweiſes, als daß man den Finger in daſſelbe halte. Der Allmaͤchtige GOtt iſt dem Moſi im Buſch, Exod. II, in einer G⸗Flamme erſchienen(nemlich der Engel des SErrn, Chriſtus) und twie oft er von Mofe ein A genannt wird, haben wir Furg vorher angeführt. Daß die Würckung einer Flamme dreyerley iſt, nemlich leuchten, erwaͤrmen und brennen, wird kein vernuͤnftiger a laͤugnen koͤnnen, und iſt jedennoch Qaqꝗq 3 nur 494 Der Haupt⸗Schluͤſſel des gantzen Wercks. nur ein Weſen(ellentialis ſubſtantia); ſein Aufthun und Offenbaren aber dreyerley, und in alle Unendlichkeit unmoͤglich, eine dieſer Wuͤrckungen von dem Licht oder Flamme zu ſcheiden, daß es dannoch ein Licht oder Flamme ver⸗ bleibe. Aber genug, und nicht weiter! Fig. 3. Offenbarung Goͤttlicher Majeſtaͤt in Nehova Elobim. Dieſe Fig. wird der Liebhaber zum Theil ſchon in dem Opere Mago-Cabb. finden; Eine vollkommene Erklaͤrung aber davon zu geben, will fich nicht mohl thun laſſen. Der Allmaͤchtige GOtt iſt ohne Anfang und Ende in ſich ſelbſten die hoͤchſte und vollkommenſte Vergnuͤglichkeit, und auſſer ihme iſt nichts geweſen, welches derſelben einigen Zuſatz oder Vermehrung geben koͤngen: Damit aber auch etwas waͤre, das dieſer ſeiner herrlichen Freude und vollkommenſten Selig⸗ keit theilhaftig ſeyn und ewig bleiben moͤgte, gu Lob und Preiß ſeiner unbegreifli⸗ chen Majeſtat: Hat er anfaͤnglich die Geiſt⸗Welt lit. B. erſchaffen, davon in dem gangen Werck, ſo viel es ſich thun laſſen wollen, ausfuͤhrlich genug geredet wor⸗ den. Da wird nun in der Schrift geſagt, daß GOtt die Welt aus nichts er⸗ ſchaffen; Das Vichte aber in feinem eigentlichen Verſtand iſt ſo unbegreiflich und unbeſchreiblich, als die Gottheit ſelbſten; Und ift ein ſolches Nichts, wie daſſelbe in Den Schulen gelehrt wird, weder in GOtt noch auſſer GOtt zu finden. Dann vor der Schoͤpffung war nichts als GOtt uͤberall, und alſo ſonſt nichts, als Gott; Dahero alle Beſchreibungen des Wichts anders nichts ſind, dann eine erbaͤrmliche ſchulfuͤchſiſche Sophiſterey. Folget dannenhero bey einem Erleuchte⸗ ten unwiderſprechlich, daß alles Geſchoͤpffe, wie es auch nur genannt mag wer⸗ Den, von GOtt ſelbſten ausgegangen ſey; und weilen GOtt das ollervollkom⸗ menſte Guth, ſo hat es auch nicht anders ſeyn können, als daß alles Geſchoͤpffe gleichſam vollkommen gut geweſen, in ſo weit ein Theil vom gantzen deſſelben theil⸗ haftig werden koͤnnen. Drum ſagt der Text Gen. I, 31. Und ſiehe, es war alles fuͤrtreflich vollkomimen gut. Was aber dieſer allererſte Ausfluß(das fo genannte Nichts) der Goͤttlichen Majeſtat geweſen? ſolches ob es wohl dreyer⸗ ley Benennungen hat, ſo hat es doch keinen eigentlichen Namen, dadurch es be⸗ griffen werden mag; Dannenhero wird es Nichts genannt; In ſeiner abgeſon⸗ derten Subſtantz aber nennen es die Weiſen G A und ¥, ein einkiges Weſen, Ærhmajim, ein feuriges V; Siehe Lit. C. Jn dieſer Geiſt⸗Welt war nun Lucifer dir Sohn der Morgen⸗Röthe Der Mittel⸗Punct. Siehe Lit. B. der allermachtigſte Fuͤrſt, und um ihn herum, die anderu Hierarchien oder Engel⸗ Welten. Der geſtirnte Himmel aber allda, ein unbegreiflicher Raum voller Sternen⸗Welten, davon Cap. IV. im III. Theil vom N. Fig. n ei uhi jut fo W Wil war |\alter Cri fe atya rejin æ /, | CL AVIS OP. Tab.I ntofiltn klua í oi M A aen AN Mi— i dA Nid Wafer im Fiat, Gotliches aioin AANT nach) Anki Haben n alfe Wi, in Di Sihine i Nonig AN nifi ma , Vagi y j tih hfi M A N inj"À AG D| Vöhoh nfi Wlodeinf Doeken ay Cdn| Wms i M he dang ibe e Den MEG peran e a a a Der Haupt⸗Schlüſſel des gantzen Wercks. 495 Fig.4. Thohu Vabhobu(wuͤſte und leer) oder Lucifer. Es wäre dieſe Figur eben allhier nicht noͤthig geweſen, indeme ſolche ſchon im I Theil vom S zu finden;(ſiehe allda den magiſchen Abriß der gantzen Welt) allein einem Liebhaber der Geheimniffen GOttes wird dieſelbe nicht uͤberfluſſig ſeyn. In dem Vorhergehenden iſt mit wenigem gemeldet, wie dieſer gefallene Fuͤrſt ſeiner mitgefallenen Engel ſowohl, als alle andere Engel und Geiſter, aus dem allerer⸗ ften Ausfluß der Goͤttlichen Majeſtaͤt fuͤrtreflich gut und vollkommen erſchaffen geweſen. Da er ſich aber durch die Macht ſeiner Herrlichkeit erhoben,, und in feiner Welt, gleich dem allmaͤchtigen GOtt, ſeinem Schoͤpfer, auſſer und ohne GoOtt, aus eigener Macht fuͤr ſich ſelbſt herrſchen wollen, ift er aus der Einfalt des erſtern Licht-Weſens gantz verfallen, und eine greifliche doch unbeſchreibliche Finſterniß geworden. Sein Urſprung war ein Licht- Ages V; Geine Trenz nung aber von dem Goͤttlichen Lichte verkehrte ihn, ſamt allen ſeinen unzaͤhlbaren Millionen Engeln, in ein dickes Saltz Plichtes„Thohu Vabhohu, ein Chaos genannt, in welchem die Sonnen aller Geſchoͤpfe dieſes Erd-Kreyſes, ſowohl derer auf der Oberflache, als im Schoos der Erden, wie auch im Weer und allen Waſſern enthalten, verborgen und verſchloſſen waren, gebildet nach Den Idéen im Fiar. Wie aber aus dieſem dicken ſchlammigten finſtern Waſſer, durch die Gottliche Barmhertzigkeit dieſe unſere Welt oder Sonnen⸗Syſtema geſchirden und erſchaffen, und alle Geburthen des Urbildes(Archetypi) im Fiat concipirt, durch die 6. Tagewercke der Schoͤpfung offenbahr geworden? ein ſolches haben wir nach Anleitung des Textes im Gen. im I. Theil vom S ausfuͤhrlicher gemeldet; Haben alſo nur noch dieſes allhier zu wiederholen, daß nemlich durch des Lucifers Fall, in dieſer Welt, das uranfaͤngliche Licht⸗Weſen, daraus anfaͤnglich alles Geſchoͤpfe in der Geiſt⸗Welt erſchaffen, in ſeiner uranfaͤnglichen Einfalt nicht, wohl aber, wie daſſelbe in jedem Geſchoͤpfe in und auf dieſer lublunariſchen Welt nach feiner Urt und Eigenſchaft peciticirt worden, zu haben, und alſo wird es in Vergleichung eines hoͤhern Principii gleichfalls O,£ und& genannt. Wer es faſſen kan, der faffe es! Matth. XIX, 12. Wann wir nicht gewohnt waͤren, einem jeden gern ſeine Weiſe zu laſſen, ſo haͤtten wir bey dieſer Bildung des Thohu Vabhohu klat und deutlich zeigen wollen,daß Franciſ. Mercurius pon HELMONT t, Merode in feinen Gedancten úber die q. erften Cap. Gen. úber alle Maafen irrig geweſen, und ſeine Concepten pon Der Adamah, Adam, Eva, Dem Garten in Eden, Dem Baum des Lebens, und des Erkaͤnntniſſes Gutes und Boͤſes, wie auch von dem aus lauter Wuͤrmern zuſammengeſetzten menſchlichen Leibe aus Adamah, nichts dann lauter uͤbelgegruͤndete Wuͤrme ſind, und alle Concepten hierinnen wider den wahren Verſtand des Tertes lauffen. Wie dann auch ſeine Überſe⸗ tzung des Grund⸗Textes in die Sprachen, darinnen dieſes ſein Tract. gedruckt wor⸗ DEN y alat ats fe Z, ame 496 Der Haupt⸗Schluͤſſel des gantzen Wercks. den, einen recht gewaltſamen und Eckel⸗erweckenden Juͤd.ſchen Nothzwang gelitten; indeme er ſich allzu Juͤdiſch an den Hebraifimum gebunden, und die Eigenſchaften anderer Sprachen hierinnen nicht betrachtet; welches zu erweiſen, uns ein leichtes und geringes ſeyn ſolte, wann dergleichen ſich zu der Erklaͤrung dieſer Tabell ſchickte. Zwar iſt nicht zu läugnen, daß in dieſem Tractatlein DWS HELMONTH auch groffe und recht philolophiſche Geheimniſſe enthalten, wann der Auctor ſich nur nicht gar zu ſehr mit den Würmen verwirret gehabt haͤtte. Dann ob er ſich gleich auf die Erfahrung einiger erfahrnen Leute hierinnen beziehet ſo machen doch eine, oder wenig Schwalben noch Feinen Sommer. Daß man im Wein, Effigy Blut, auch wohl Fleiſch ꝛc. durch ein gutes Vergroͤſſerungs⸗Glas, kleine Wurm⸗ lein gefunden, iſt uns bekannt genug; niemalen aber haben wir durch einige Wege finden koͤnnen, daß das gantze Weſen(darinnen wir dergleichen geſehen) von dergleichen Wuͤrmlein waͤre zuſammen geſetzt geweſen, wie die wurmſtichigte atomi- ftifhe Philofophi ihre Welt aus Sonnenſtaublein zuſammen backen. Es iſt aus dieſer Leute Lehre offenbahr, daf ihnen die Urſache der Würmlein in vorgemeldten coͤrperlichen Weſen gar nicht wohl befannt geweſen, ſonſten ſie nicht fo viel wun- derliche Wuͤrme in ihrem Gehirn ausgebruͤtet, und viel wahrhafter und Natur⸗ gemaſſer zwiſchen dem Theil und dem Gantzen eines Coͤrpers einen Unterſchied ge⸗ macht haben wuͤrden. Doch wollen wir dieſesmal davon abweichen, damit un⸗ ſere ĩmagination nicht auch mit ſolchen Wuͤrmern angefuͤllet werde: Wem aber dieſe Principia Helmontii gefallen, demſelben wollen wir gar nicht zuwider geredet haben. Noch eines ſcheinet bey dieſem tiefſinnigen Auctore dem wahren Sinn der Schrift zuwider zu ſeyn, nemlich die Unendlichkeit der Himmeln, welche er zu ſtatuiren ſcheinet, wie auch unendliche Konas, oder auf einander folgende lange Zeiten;(ſonſt Ewigkeiten genannt) dieſe Grille aber iſt aus der heydniſchen Philoſophie genommen, als in welcher dieſelbe erſtmal ausgebruͤtet worden, und ift gang wider die Schrift. Apoc. X, 5. 6. heißt es: Und der Engel, den ich fabe ſtehen auf dem Meer, und auf der Eiden, hub feine Hand auf gen Himmel, und ſchwur bey dem, der da lebet in alle Ewigkeit, welcher den Himmil geſchaffen hat, und was darinnen iſt: Daß hinfort keine Zeit mehr ſeyn werde. v. 7. Sondern in den Tagen der Stimme des ſiebenden Engels, wann er poſaunen wird, ſo werde NB. vollendet werden das Geheimniß GOttes, wie er daſſelbige verkuͤndiget hat ſeinen Knechten, den Propheten. Nun lieſet man aber von der Poz faune des ſiebenden Engels XI. 15.. alſo: Es ſind die Reiche der Welt unjirs SErrn und ſeines Geſalbten worden, darum wird er regieren in alle Ewin- Ecit: Und die 24. Elteften, die fúr GOtt auf ihren Stühlen faffen, fiez len auf ihre Angeſichter, und baͤteten GOtt an, und fprachen: Wir danz cken dir, SErr/ allmaͤchtiger GCOTT! der du biſt und wareſt, und kuͤnf⸗ tig biſt, daß du haſt empfangen deine groſſe Kraft, und daf ou dich, als ein Ró dein Zorn: wne d f, md dl wabe no n ofaga wG Akb-Majir nsyltem: md ldée Didh ini fwan, Wangen W omm fophus fw haltung alg OOit Mben w pho. befir rathen, d Yie vielo Pofer ſhrrt erlig, mgen und Mfinde Pr ME Du ar Cefan Mnn EE o W Viy Wj Mi i Í A tu fidi Mlin,< ul U Sony NS e9 S kechte uha itn hite it W ONTI Autor aſh mw Siy Wi tUi n) o atomi- jiton ANU uin| Rw| MOA amitu| —— mai| r gn rim WN yunge i mifen n und ſche (i wÌ| fof ..J yogun aelig wW| tunt phi fen, W pir da nd uif oy dih al Der Haupt⸗Schluͤſſel des gantzen Wercks. 497 als ein Roͤnig erzeiget haſt, und daß die Seyden ſind zornig geworden, und dein Zorn kommen iſt, und NB. die Zeit der Todten, daß ſie gerichtet wer- den ꝛc. Welches ja unwiderſprechlich von dem juͤngſten Gerichts⸗Tage geredet ift, und alſo nach Vollendung veſſelben, kein Eon mehr ſeyn werde. Damit wir aber noch mit ein paar Worten uns wieder zu der Eig. Thohu vabhohu wen⸗ den, ſo ſagen wir aus der unzertrennlichen Zuſammenhenckung der Worte,durch wel⸗ che der Geiſt GOttes in Moſe die Schoͤpfung beſchrieben, daß obgleich die Waſſer Aſch-Majim von unſern Vrn, Majim, geſchieden, und die Himmel unſers Son⸗ nen⸗Syltematis eingenommen, dieſelbe ſich jedennoch in unſere Waſſer ergieſſen, und die Idéen aller Saamen in daſſelbe einfuͤhren, als in eine Matricem, da dann dieſelbe in dieſer Matrice in der Erden, als dem gantzen Coͤrper, verſchloſſen, coͤrper⸗ lich werden. Daß ein waͤſſeriges Licht oder Kges v(Ælch-Majim) der durchs Fiat ausgegangenen Conception in Elohim concipirt, am nächſten komme, ja daß die Formen der Idöen aller Geſchoͤpfe darinnen begriffen, wird kein wahrer Theo⸗ ſophus laugnen koͤnnen, wie auch daß EÆlſch-Majim(ein Ager SGeiſt) die Er- haltung aller Coͤrper bis zu ihrer Aufloͤſung iſt. Daß aber dieſer Plichte g ialifche Geiſt in einem Geſchoͤpfe mehr, als in dem andern zu finden, wte auch daß der⸗ ſelbe in den Geſchoͤpfen faſt unaufloͤßlich verſchloſſen, muß einem wahren Philolo⸗ pho bekannt genug ſeyn. Daher ſind auch die Liebhaber auf ſo vielerley Wege ge⸗ rathen, dieſen& univerſal. der auch univerſaler Gund S iſt, zu bekommen. Wie viele ihrer aber auf die erſchroͤcklichſten Irrwege gerathen, wird ein fleiſſiger Leſer ihrer Schriften ſchon angemerckt haben. Es iſt nichts ungereimters und fd- cherlichers, als daß ſich Leute gefunden, welche aller dieſer Autoren Principia verei⸗ nigen, und auf ein Principium reduciren wollen, da doch offenbahre wider einander lauffende Principia von ihnen gelehrt worden. Wann die Compaſs-Nadel nicht mit dem rechten hitzigen und begierigen Magneten beſtrichen, ſo wird dieſelbe die Seefahrenden ohnfehlbar ins Ungluͤck fuͤhren; Dahero vin guter Magner gleich- ſam der Grund zur Schifffahrt iſt. Hat man dieſen, ſo findet ſich die Bollole(oder das Gefaͤß) auch leicht. Die da aber ihre Schifffahrt und Fiſchfang ſchlechterdings Dem Winde und Wetter nach anzuſtellen wiſſen, kommen leicht zu ihrem Zweck, doch daß ſie auch die rechte Manlon zu treffen wiſſen, ſonſt wuͤrden ſie ſich vergeb⸗ lich zu fiſchen bemuͤhen, und ihre gantze Schifffahrt nach Colchis umſonſt ange⸗ ſtellt ſeyn. Drum wuͤrde einige Erkanntniß der Aſtronomie einem ſolchen Schiff⸗ fahrenden nicht undienlich ſeyn, damit er ſich einiger Maſſen auf die Alpecten und der Sonnen Wechſel verſtehe, und an ſtatt des Staubs von der S Hevila nichts als leeren Wind und Waſſer angetroffen habe, ohne ein eintziges Staͤublein von dem rechten Aphar, Bdellion und Onychel, daraus durch Verwechſelung der Buchſtaben das wahre Ophir wird, geſehen zu haben. Rrr Fig. 5. Dr Smem: 493 Der Haupt⸗Schluͤſſel s gantzen Wercks. Fig. 5. Das groſſe Geheimniß(Miſſterium magnum.) Dieſes erklaͤrt ſich an und vor ſich ſelbſt genug; dahero wir allhier! ticht weit- laͤuftig daruͤber ſeyn werden. Es zei iget klaͤrlich, daß weder das Obere, ja h das Untere, ohne GOttes. Kraft und D acht, das iſt, ſeinen Willen, be ſtehen kan und mag, auch wie aus Einem, ſowohl ldie obere als untere Welt er oſchaffen porden, wie durch die Staffeln der! gKeidenſch aft, aus der unteren wieder in die obe weh gelangen, und wie die Worte unſers Hey landes Joh. XIV„2. In meines Hats ters Hauſe ſind viel Wohnungen ꝛc. zu verſtehen. Ein mehrers wird der tiefſinni⸗ gen Be etrachtung des Liebhabers Goͤttlicher Geheit nniſſen uͤberlaſſen. Nur dieſes haben wir noch beyfuͤgen wollen, daß, gle leichwie die obere Welt in dem erſt⸗aus⸗ groon genen Licht⸗Weſen beſtehet, alſo auch dieſe unſere Welt oder O⸗Syſtema, uch deffen pA ites ndig en Zufft ji beſtehet und erhalten wird. Wo und wie aber dafi elbe nach feir E iee Geſtalt, am reineſten in dieſer Welt z u haben und zu finden? d dieſes t cine hoͤhere Frage: Man betrachte vorhergehende und folgende Figur en nur recht wohl, ſo wird man vielleicht den Baum mit dieſer paradieſiſchen Frucht finden. Fig. 6. Das Geheimniß der Natur. Was vorher von dem Myſterio magno geſagt worden, gilt allhier gleich⸗ ſalls, nemlich, daß ſich dieſe Figur pa Mago- Cabb. tnd e a Deutlich genug erklaͤrt und darſtellet; derohalben nichts weiters davon zu melden. Fig. 7. AA 5 d. i. Cpi Der Anfang oder di eOffenbaf hrung Elohim in Bara(der Schoͤpfung.) Vor⸗ her Eig. 4. haben wir das Thohu vabhohu ein wenig betrachtet anjetzo haben wir die Scheid- und Offenbahrung dieſes unſers O⸗Syttematis aus demſelben gleich⸗ falig cin wenig zu beſehen: Weitlauftig aber iſt davon in dem 1 Theil vom© ge- handelt worden. Zpoan feunfere Wel tg:fehaffen worden ift Figg aufs kuͤr⸗ tzeſte berichtet worde Tole wir auch noch mit wenigem melden, wie die la⸗ neten durch ihre Ei iniffein und auf dieſe unſere lublunariſche We Ito er Erd⸗Kugel wuͤrcken; da man ſich aber unſerer poi aae nden Reden wohl erinnern muf! em⸗ fich, daß dieſe unſere Gelt aug dem Th o vabhohu wieder hers orgeb: ad t, an⸗ faͤnglie ch por dem Balf Lucifers, gleich Dei im Licht beftandenen< Engel- J We Belten aus dem anfang glichen au!8Sgefloſſet len Licht⸗ Ie fen erſchaffen geweſen, auch durch diefes unnennbare Weſen, durch d den Willen GOS annoch beſtche und erhal⸗ ten werde, mit dieſem Unterſchied, daß Jeſen in dieſer unſerer Welt nicht, wie in den obern Welten, in ſeiner erſten anfanglichen Subſtanz ju haben, ſondern im Durchgang durch den Kreyß P nie cht Ns als ſpecificirt, nemlich in dem Ge⸗ ſchöpf oder Coͤrpern diefer Welt zu haben;(man mercke und verſtehe unſere Reden allhier recht wohl Jal fo ift dafi elbe zum Exempel im B gang anders, als im Ọ(peci- ficirt, 1g! $å an T a N faski 3 || Jauss E | 7 him evu dothai >S — g A a — CLAYIS OP. : $ we 1USS Elos 'mtaəĵfnqg P 7 eher ý t S TE 4yo P nə i Ne namena E— ITIO. J j | pasG ehe, FT j / 8 j earne A AA uaru 2 z% Up Geheimn N 9> J Pi Q. 10. Apoc. XXI. 5 p; CA M Ue EUU ELMU CA j Cp Å V 20.8 s ENN Ñ s| eyrothe F 2 rr. aq 4 oati ENHE AT 7 6 N n Q N +— ana ii> mmie sefl fal fen dehlli hig A A y WVS COM d Diajn DOCHION, iin onrha von Dore Minas f W, under⸗ niia Wif a wilo, Mn teton, y Oam i Uſtgethe Der Haupt⸗Schluͤſſel des gantzen Wercks. 499 ficirt, und ſo ferner: daß aber daſſelbe auch noch wohl in der dubſtanz zu haben, wie durch die Kraft GOttes aus demſelben alle Geſchlechte der Geſchoͤpffe in dieſer unſerer Welt fortgepflantzet und vermehret werden, daran iſt im geringſten nicht zu zweiffeln. Allein wo und wie es zu bekommen, iſt an einem Orte unſerer Schrif- ten deutlich genug geſagt worden, daß ſolches allhier zu wiederholen gantz unnoͤ⸗ thig. Wer dieſe Fig. 7. wohl betrachtet, wird den Weg nach Eden(ſo man das Paradieß nennet) gar leicht finden. Cen. II. 10. und folg. wird geleſen: Es gieng aber ein Fluß aus Eden, alſo daß er den Garten waͤſſerte, und NB. von dannen theilte er ſich, ſo daß 4. Haupt⸗Stroͤme daraus wurden: Des einen Name if Piſon, NB. derſelbe iſts der da flieſſet um das gantze Land Hevila, NB. Darinnen Gold iſt; und zwar das Gold NB. deſſelben Landes iſt koͤſtlich. Es iſt auch daſelbſt Bdellion, und NB. der Edelſtein Oauychel. Des andern Stroms Name ift Gihon, derſelbe iſts der da fließt um das gantze Land NB. Chus. Des dritten Stroms Name iſt Hiddekel, derſelbe iſts, der da lauft gegen Aufgang Aſſyrien. Der 4. Strom aber iſt der Phrat. Wer es faſſen mag, der faſſe es! indeme nichts deutlichers und begreiflichers geſagt werden mag. IV. EIär. III, 6. Und brach⸗ teſt ihn(den Adam) in das Paradieß, das deine Rechte gepflantzet hatte, ehe er auf die Erde kommen war. Dieſes Paradieß ſuche auf Fig. 7, ſo wirſt du auh den Gihon finden, welcher das Dürre Chus(Die troøcfene F Gen. L) umgibt, in welchen ſich zum oͤftern der edle Piſon ergießt, welcher das goldreiche Hevila um⸗ fließt, und von dem Gold⸗Staub aus dem Lande Hevila, mit in den Gihon fuͤh⸗ ret, ſamt Bdellion und dem Edelſtein Onychel. Wer nun dieſe Wunder⸗Ge⸗ heimniſſe aus dem Gihon aufzufiſchen weiß, kan ſich gluͤcklich ſchaͤtzen, indeme daß dieſes Kleinod ein Strahl oder radius purus desjenigen Licht⸗Weſens iſt, da⸗ pon vorher geredet worden, In allen Coͤrpern aber dieſer HK-Kugel iſt dieſes Wunder“⸗Licht gar zu ſparſam ausgetheilt, und mit faſt unaufloͤslichen Banden verſchloſſen, aus obgemeldtem Strom aber rein und reichlich zu fiſchen, wer nur den rechten Hamen hat, und den rechten Koͤder kennet, um dieſen edlen Fiſch in ſein Garn zu bringen. Aber hier liegt das Geheimniß verborgen. Was von Na⸗ tur mitgetheilet wird, iſt viel edler, als das, ſo man durch die Kunſt hervor bringt. Bis hieher und nicht weiter! damit einem jeden ſeine Weiſe gelaſſen werde, inde⸗ me auch niemand verlangen wird, daß man ihm den Brey koche und ins Maul ſtreiche. Kein Recept oder Proceſſe ſind in unſern Schriften zu ſuchen, ſonſten vuͤrden dieſelbe gar unvernuͤnftig den Fitul: Opus Mago· Cabbaliſticum& Theo- lophicum fuͤhren. Das Geheimniß des HErrn iſt unter denen, ſo ihn fuͤrchten. Pfalm XXV, 24. Dieſen werden unſere Schriften nicht dunckel, ſondern klar Und deutlich ſeyn; die aber drauſſen ſind, gehen uns nichts an. Fig... Sapienti Sat. Gen. I, 5. 6. Dann der HErr hatte noch nicht regnen laſſen auf Erden. Rer 2 Und 50⁰ Der Haupt Schluͤſſel des gantzen Wercks. Und ein Dampf ſtieg auf von der Erden, und befeuchtete die gantze Ober⸗ fche der Erden. Daß es vor der Suͤnd⸗Fluth nicht geregnet haben muſſe, iſt aus dieſen Worten, wie auch Sen. IX, 13. offenbar, da alſo geleſen wird: Mei⸗ nen Bogen hab ich geſetzt in die Wolcken; Der ſoll zum Zeichen ſeyn des Bundes zwiſchen mir und der Erden ꝛc. Daß nun kein Regenbogen erſcheinen mag, es regne dann, ein ſolches wird keines beweiſens beduͤrffen; Haͤtte demnach Noah und ſeine Soͤhne vor der Suͤnd⸗Fluth einen Regen⸗Bogen(Fig. G Tab. II.) geſehen gehabt, ſo hatte er dem HErrn antworten moͤgen: dieſes iſt ja nichts ungewoͤhnliches, ſondern derſelbe iſt ſchon von Anfang der Welt her genug ge⸗ ſehen worden. Welches, daß es vor der Sund⸗Fluth gar nicht geregnet, koͤnte noch ferner unwiderſprechlich durch die Sünd⸗Fluth ſelbſten erwieſen werden, da⸗ ferne daſſelbe allhier nicht allzugroſſe Weitlaͤuftigkeit verurſachen wuͤrde. Der Text ſagt: Ed, ein Dampf war ausgangen aus Arez,(der Erden) der die gantze Adamah obenher befeuchtete. Es iſt die Redens⸗Art allhier wohl zu mercken, daß geſagt wird, dieſer Dampf ſey aus Areꝛ ausgangen, und habe die gantze Adamah obenher befeuchtet. Es wird zwar von den Auslegern, beydes Arez und Adamah, Erde gedolmetſchet; der aber auch nur mit einem Auge den Grund⸗Text eingeſehen, wird den Unterſchied und ſonderbaren geheimen Ver⸗ ſtand zwiſchen Arez und Adamab leichtlich erkannt haben. Der Text ſagt Gen. II, 7. Und GOFF formierte den Menſchen von Staub aus der Erden. (Adamah).€s þeift: aug Der Adamah, undnicht: aus Der Arez. Das Wort Adamah findet man zum erſtenmal Gen. I, 25. und I, 5. Wir wollen aber den Liebhaber der Weißheit uͤber dieſe Worte Arez und Adamah in dag Opus Mago- Cabb. gewieſen haben, allwo er mehrere Erlauterung uͤber dieſelbe finden wird. Pſ. CXXXV. Er iſts, der die Dampffe herauf zeucht, vom Ende Der Erden: Der die Blitzen zuſamt dem Regen macht: Der den Wind aus ſeinen Schaͤtzen herfuͤr bringt. Jt. CXLVI, 8. Der den Himmel mit Wolden be deckt, und der Erden einen Regen zurichtet; Der Graf auf Den Bergen wach⸗ ſen macht. Hiob XXXVI, 27. Dann er zeucht uͤber ſich die Waſſer⸗Tropffen, die giefen dann einen Regen aus feinen Nebel. v. 28. Und wann die Wolcken alſo flieſſen ſo trieffen ſie auf viel Menſchen. Jerem. X, 13. Wann er donnert, ſo iſt des Waſſers die Menge am Himmel; Er zeucht die Daͤmpffe auf vom En⸗ de Der Erden, Er macht NB. die Blitzen zum Regen, und bringt den Wind herfuͤr aus ſeinen Schatzen. It. Cap. LI, 16. Doch genug hievon. Den Lieb⸗ habern Goͤttlicher Geheimniſſen und nicht des Goldes und Geitzes wollen wir all⸗ hier eine kurtze, doch deutliche Handlung von der Materie, davon in unſern Schriften durchgehends geredet worden, mittheilen. Wann man bannir dasjenige hat, wornach ſo ſehr getrachtet wird, man muf aber deffen haben-£ ſo be wahret man es in einem ſaubern bequemen Gefaß, an einem dunckeln ſau⸗ bern und luftigen Orte, daß ja nichts unreines oder einiges anderes Metall dazu Hefanck: Any np dih abet fiitmit ge niht Werat dder funghi Ak A tti Gefahr mi aug foi fomme i noh juf Wa wind s alleg n terden, aum m M man ir Copu ſts feng Min: Y dhit wi URAN UNS ejg -Dily Wt: A Vaeni Dik ophi, Vinge w hit Wi M, dey 1 r I it M. INi ye Jini aT) niti ug i dtt À M Md li gedi bde yM n W fGen Grim, Fmt n ab Opus AM yW (in n be woch⸗ yfi kén ntt mé Wi mii ye wi enat) mgt nat pnl Dal 4 — Der Haupt⸗Schluͤſſel des gantzen Wercks. 501 dazu komme, auch die Geſtirne ihre Strahlen dahin nicht ſchieſſen laſſen koͤnnen; der Menſchen Haͤnde muͤſſen es nicht beſudeln, muß auch nicht bewegt werden: Doch fan man nach ro. æ 2. darnach ſehen(doch nichts bewegen) ſo wird man finden, daß nach und nach eine Haut darauf wachſet, die endlich allerley Farben, viel ſchoͤner als der Regenbogen, an ſich nimmet, ſo ſich aber auch bald wieder verlie⸗ ret, und gruͤnlich, ja leimfarbig wird, mit greulichem Geſtanck und Auſſehen, als ob allerley unflaͤtige Materie darauf ſchwimmet; nach und nach verlieret ſich der Geſtanck: wann derſelbe nun gantz gewichen, lieblich riecht, hell und klar gewor⸗ den, und Staub aus der Erden im Grund liegt, ſo erfreue dich im. HErrn; Huͤte dich aber, daß deine Erde ja nicht durchſichtig werde; Dann nimm alle Feurig⸗ keit mit groſſer Geſchicklichkeit von der B, welche in dieſer Operation durchaus nicht bewegt werden muß, ſo findeſt du auf dem Boden die rechte wahre Adamah oder jungfrauliche Erde. Dieſelbe laß in einem bequemen glaſernen Geſchirr ohne alles trocknen, doch noch ein wenig feucht bleiben, alsdann kanſt du es ohn alle Gefahr mit den Haͤnden angreiffen, und kleine Kugeln in Groͤſſe der Erbſen dar- aus formieren; die trockne in der Luft, daß aber keine Ooder Staub dazu komme: dann verwahre ſie wohl an einem temperirten Ort, da es nicht zu trocken noch zu feucht iſt. Nun haſt du durch die Faͤulung das geheime Wunder⸗Weſen in O A und ¥ gefhicden; nemlich. in ein himmlifches gial V oder ¥ phil. und in den roth⸗und weiſſen&, in eine rothe Erden, das it Ound A. Die fes alleg nun muf durch die Coagulation und Fixation wieder beſtandig vereinigt werden. Cetera textus habet: Dann zu fernerer Beſchreibung allhier kein Raum mehr uͤbrig. Wird ſich alſo nunmehr kein Menſch beſchwehren konnen, daß man nicht aufrichtig gehandelt, alles in Wahrheit deutlich genannt, und bis zur Copularion beſchrieben, verhoffende, ein vernuͤnftiger Menſch werde nun nichts ferners von uns erfordern koͤnnen, ſonſt wuͤrden wir demſelben antworten muͤſſen: Baͤte und Arbeite! Die zwey folgende letzte iguren zeigen die gantze Arbeit und ihre Vollendung zur letzten Vollkommenheit, bilden dieſelbe vor, leh⸗ ven fie aber nicht, Dann dazu ift uns. Die H. Schrift nicht gegeben, wie anderswo von uns bezeuget worden. Poa o Dieſer Figur cheoſophiſche Erklaͤrung findet der Liebhaber in dem groſſen Werck; Die magorcabbaliſtiſche Erklaͤrung aber in dieſen Tabellen uͤberflußig dannenhero ein mehrers davon zu reden, uͤberfluͤßig ſeyn würde. PO oO. Dieſe Figur Fan aud auf zweyerley Art betrachtet werden, einmal theo⸗ ſophiſch, und dann magiſch und cabbaliſtiſch, in Anſehung der Umkehrung der Dinge zu ihrem anfanglich erſchaffenen beſtandigen Lichts⸗Glantz und Herrlich- feit. Wir zweiffeln nicht, eg werde dieſe kurtze Beſchreibung der bemeldten Fi⸗ guren, den Kluͤglingen zu crititiren genug Anlaß geben: Dann da wird es heiſ⸗ Rrr ſen, De 50² Der Haupt⸗Schlüſſel des gantzen Wercks. ſen, daß man hie und da gar zu kurtz abgebrochen, auch gar zu abſurd von einer Materie auf die andere gefallen waͤre, welche ſich(ihrem Beduͤncken nach,) gar nicht zu der vorhergehenden reimte. Wann aber dieſe gute Leute bedaͤchten, dag andere Menſchen auch Augen haben, ſo wuͤrden ſie erkennen, daß dasjenige, ſo ſie aus Unverſtand geſchehen zu ſeyn urtheilen, mit groͤſtem Fleiß geſchehen, und daß eben durch ſolche Abweichungen von einer Materie auf eine gantz andere, mehr geſagt und gezeiget worden, als ſolche methodiſch⸗ gelehrte Grillenfanger begreif⸗ fen moͤgen. Daß unſere Schreib⸗Art nicht in der Schulen ausgeheckt, und nac deroſelben Reguln eingerichtet, iſt nicht zu laugnen; Was aber mit Fleiß ge hen, muß man keiner Unwiſſenheit oder Nachlaͤßigkeit zuſchreiben. Ein and Wiſſen ein anders Koͤnnen. Diefe Weife hat ung alfo gefallen; findet auch viet eicht ihre Liebhaber. Daß viele gerne ſehen wuͤrden, daß wir auf vorhergehender pag. ein mehrers geſagt haben moͤgten, daran zweiffeln wir nicht: Anfaͤngern in der Schule der Goͤttlichen Geheimniſſe iſt es freylich wohl zu wenig; Denen aber, welche die Claſſen dieſer Schule ein wenig durchgangen, wird, ihrem eigenen Be⸗ kaͤnntniß nach, ſchon mehr als zu viel geſagt ſeyn. Hand⸗Arbeiten zu lehren iſt infe Thun nicht, glauben auch, daß in Erforſchung und Ausübung dieſer Ge- heimniſſen, der eine dieſe der andere jene Handgriffe gebraucht, und alſo koͤnte dergleichen Beſchreibung Irrthum erwecken. Die groͤſte Wiſſenſchaft beſtehet in deme, ſo pag. 150. 500. gemeldet worden: Iſt ein Liebhaber bis dahin gekom⸗ men, daß er gruͤndlich erlernet, daß das der Anfang der Erden iſt, und ihr Ende das©; als die Gebuhrt eines ſolchen Z, welches keiner Faulung mehr unz terworffen, und die Erde ihren hoͤchſten Grad erlanget, wann nemlich dieſelbe ſo hoch exaltiret, daß ſie nunmehr O geworden; So werden ihm alsdann der Weiſen Schriften zu voͤlliger Ausfuhrung ſeines Vorhabens Wege genug zeigen. Ein mehrers allhier davon zu ſchreiben, iſt unmoͤglich. Wer aus dieſem nicht ſehend wird, wird auch wohl bis ans Ende blind bleiben. In Thohu Vabhohu muß man einen Begrif vieler Geheimniſſen haben. Unſer Vorhaben iſt dahin gegangen, dem Titul nicht entgegen zu ſchreiben; Darum haben wir kein Recipe in das Werck ſetzen wollen, bekuͤmmern uns auch nicht, ob jemand von unſern Schriften urtheilte, es ſeye nichts daraus zu lernen; Liebhaber der Wahrheit und Weißheit werden ein ander Urtheil davon faͤllen. Gilt uns derhalben gleich viel, ob ſie bey den Zuͤnften vor guͤltig angenommen werden oder nicht, indeme es vor dergleichen Meiſter und Geſellen auch nicht geſchrieben wordenz dann die Weißheit dieſer Welt iſt doch Thorheit bey GOTT;.Cor.IH, 10. Und folchen werden wir auch, wann ſie dagegen ſchreiben ſolten, keine andere Antwort geben, als Prov. XXVI, 4. Womit wir dann unſere Feder endlich niederlegen, und machen dem gantzen Werck ein BoR.. E Ni 9 y wÒ A da chen. e thum yn Sriede, ſud. die/ ſheltlch f KOR hieray O Dr Qg nn inp Er atn K bi i mh nit Wife 4 ih beniti Atge de tifen mi W Beun ie ilhe fo nn Mt f iy ijn niit hoki Dhit Recipe a| PERSOS OTR TETE 7 O A C O O O O 1O: S: 0 eA Pe BA P 2 J s Die Ewige Weisheit. Das l. Capitel. Won der ewigen Weisheit, was und wer ſie eigentlich ſey? ea ſpricht der weiſe Koͤnig Salomon in ſeinen Spruͤch⸗Woͤrtern, Cap. III, 13. ꝛc. Wohl dem aro der Weisheit findet, und dem Menſchen, der Verſtand bekommt. Dann es ift be ſſer um ſie handthie⸗ ren, weder um Silber und ih r Einkommen Mi beffer, Sa Gold. Sie iſt edler, dann Perlen, und alles, was du wunſchen magſt, iſt ihr nicht zu verglei⸗ chen. Langes Leben iſt zu ihrer rechten Hand; und zu ihrer m ift Reich- thum und Ehre. Ihre Wege ſind liebliche Wege, und alle ihre Steige ſind Friede. Sie iſt ein Baum des Lebens allen, die ſie ergreiffen; Und ſeelig find die f ſie halten ꝛc. Sragen wir dann nun, twas, oder wer dann diefe Weisheit iih fe h/von welcher E Salomon ſo viel Ruͤhme ng machit? So antwortet i feloft hierauf, und ſpricht Sir. XXIV, 4. Ich bin e Wort, und ſchwebe uͤber der gangen Er de, wie die 2 Volcken⸗ Mein Gezelt ift in der Hoͤhe, und mein Stuhl in den Wolcken. Ich allein bin a lenthalben, ſo weit der Himmel iſt, und ſo tief der Abgrund iſt, a llenthalben im Meer, allenthalben auf Erden, unter allen Seuten y unter allen Heyden. Und Prov. VIIL 22. 2c. fpricht fie: Der DCrr bat mich gehabt im Anfang ſeiner Wege; Ehe er was machete, war ich da. Ich bin eingeſetzt von Ewigkeit, von Anfang vor der Erden. Da die Tiefen noch nicht waren, da war idh ſchon bereitet; Da die Brunnen noch nicht mit Waſſer quollen. Ehe dann die Berge eingeſenckt waren; Vor den Huͤgeln war ich bereitet. Er hatte Die Erde noch nicht gemacht, und was dran iſt, noch die Berge des Erdbodens. Da er die Himmel bereitete, war ich daſelbſt; Da er die Zifen mit feinem; Ziel verfaffete, da er die Wolcken droben feſtete, da er feſtigte die Brunnen der Tiefen; Da er dem Meer das Ziel ſetzete, und den Waſſern, daß k Ss E pei — ii, PEG ain E n iwf PA a— a a aaa 504 Von der ewigen Weisheit. daf fie nicht úbergehen feinen Befehls Da er den Grund Der Erden fegete, da war ich der Werckmeiſter bey ihm, und Hatte meire Luft tåglich, und ſpielete vor ihm allezeit, und fpielete auf feinem Erdboden: Und meine Luft ift bey den Menſchen⸗Kindern. Und der Meiſter des Buchs der Weisheit ſchreibet Cap. VII. 24. ꝛc. Die Weisheit iſt das allerbehendeſte, ſie fahret und gehet durch alles, ſo gar lauter iſt ſie. Dann fie ift das Hauchen der Goͤttlichen Kraft, und cin Strahl der Herrlichkeit des Allmächtigen, darum kan nichts Unreines zu ihr kommen: Dann fie ift cin Glantz des ewigen Lichts, und ein unbefleckter Spiegel der Goͤtt⸗ lichen Kraft, und cin Bild ſeiner Guͤtigkeit. Sie iſt Einig und thut doch alles, ſie bleibet, das ſie iſt, und erneuet doch alles, und fuͤr und fur gibt ſie fich in hei⸗ lige Seelen, und machet GOttes Freunde und Propheten. Dann GOrt liebet iemand, er bleibe dann bey der Weisheit. Sie gehet einher herrlicher, dann die Sonne und alle Sterne; Und gegen das Licht gerechnet, gehet ſie weit vor; Dann das Licht muf der Nacht weichen; Aber die Bosheit uͤberwaͤltiget die Weis⸗ heit nimmermehr. Sie reichet von einem Ende zum andern gewaltiglich, und regieret alles wohl ꝛc. Nun y aug diden und andern Zeugniſſen Heil. Schrift mehr erhellet es gantz klar, daß die Weisheit, von welcher allhier die Rede iſt, etwas Goͤttli⸗ ches, ja Chriſtus, der Ewige Sohn GOttes und Erſtgebohrne vor aller Crea⸗ tur, ſelber iſt, ſintemalen ihr eben dasjenige zugeſchrieben wird, was ſonſten an andern Orten Heil. Schrift, Chriſto, oder auch GYT ſelber, zugeſchrie⸗ ben wird. Dann Yoh. r. wird Chriſtus das Wort genannt, und von ihm bezeuget, daß es fey im Anfang bey GOTT gewefen, und Dag GOTT alle Dinge durch daſſelbe gemacht hätte, ꝛc. Und die Weisheit ſpricht ebenfalls von ſich, daß ſie GOttes Wort ſey, und daß ſie der HERR im Anfang ſeiner Wege gehabt haͤtte, und daß ſie bey ſeinem groſſen Schoͤpfungs⸗Werck der Werckmeiſter ſey geweſen, Prov. VIII, 22231. Im 33. Plalm ſpricht David: Der Himmel iſt durch das Wort des SERRTꝛ gemacht, und alle ſein Heer durch den Geiſt ſeines Mundes; Und Salomon ſpricht in ſeinen Spruͤchwoͤrtern Cap. III. 19.28. Der HErr hat die Erde durch Weisheit gegruͤndet, und durch feinen Rath die Simmel bereitet; durch ſeine Weisheit ſind die Tiefen zertheilet, und die Wol⸗ cken mit Thau triefend gemacht ꝛe. Jer. XXXII, a9. ſtehet von GOTT geſchrie⸗ ben, daß er ſey groß von Rath und maͤchtig von That. Und Prov. VII, 14. ſpricht die Weisheit ebenfalls von ſich: Mein iſt beyde Rath und That, ich habe Verſtand und Macht. Roͤm. XIII. 1. ſchreibet Paulus, daß keine Obrig⸗ keit ſey ohne von GOtt; und Prov. 8, 2F5. ſpricht die Weisheit: Durch mich regieren die Koͤnige; und die Rathsherren ſetzen das Recht. Durch mich herrſchen die Fuͤrſten und alle Regenten auf Erden. Pf. 139. Y gegn allein b Cioh, AI pie Weis pipih tin We (in G Kaft, un W Mi da Verf alntniß gechticbet nichfalti wohlhe Der AEN von dae ftus de ich wile komme; Bommet Stidi, Und trin wie fen IÒ luch ſahe ih alo| Daihen, W Celi d Chifu Wi lea Gonk nE a yelini eupity Ding fda habt eiſter imd neiii 19.2% ath die Wo gia Jill, Ih yat i Oby mih mih ph? Von der ewigen Weisheit. Pf. 139. und r. Reg. g. ſtehet von GOtt geſchrieben, daß er allenthalben gegenwaͤrtig ſey, und alles erfuͤlle, und Sir. 24. ſpricht die Weisheit: Ich allein bin allenthalben, ſo roeit der Himmel ift und fo tief der Abgrund ift ꝛc. Joh. XV. 6. ſpricht Chriſtus, daß er das Leben ſey, und Prov. VIII. 35. ſoricht die Weisheit: Wer mich findet, der findet das Leben Hebr. 1. ftehet von Chrifto geſchꝛieben, daß er ſey der Glantz der Serrlichkeit GOttes/ und das Ebenbild ſeines Weſens, und Sap. VII ſtehet ebenfalls von der Weisheit geſchrieben, daß ſie ſey ein Glantz des ewigen Lichts, ein unbefleckter Spiegel der Goͤttlichen Kraft, und ein Bild ſeiner Guͤtigkeit. Jeſ. XI, 2. ſtehet von Chrifto geſchrie⸗ ben, daß auf ihm ruhete der Geiſt des SErrn, der Geiſt der Weisheit und des Verſtandes der Geiſt des Raths und der Staͤrcke, der Geiſt der Eer⸗ kaͤnntniß und der Furcht. Und Sap. VII, 2. ſtehet ebenfalls von der Weisheit geſchrieben, daß in ihr ſey der Geiſt, der verſtaͤndig ſey, heilig, einig, man⸗ nichfaltig, ſcharf behend, beredt, rein, klar, ſanft, freundlich, ernſt, wohlthaͤtig leutſeelig, feſt, gewiß, ſicher ꝛc. Apoc. XXI. 5. ſpricht GOtt der HErr: Siehe, ich mache es alles neue, und Sap. VII, 27. ſtehet ebenfalls von der Weisheit geſchrieben, daß ſie alles verneue. Matth. II. 2 8. ſpricht Ehri⸗ ſtus der HERR: Rommt her zu mir alle, die ihr muͤhſeelig und beladen ſeyd, ich will euch erquicken ꝛe. und Joh. VII, 37. ſpricht er: Wen da duͤrſtet, der komme zu mir und trincke: und Sir. XXIV. 25. ſpricht die Weisheit ebenfalls: Rommet her zu mir alle, die ihr mein begehret, und ſaͤttiget euch von meinen Fruͤchten. Und Prov. IX, F. ſpricht ſie: Kommt, zehret von meinem Brod, und trinet des Weins, den ich fchencte ıc. YBoraus dann zur Genüge bez wieſen, daf die YBeisheit eben Chriftus, der Sohn GOttes ſey, wie er fich dann auch ſelber Matth. XI, 19. Luc. VII, 35. Cap. XI, 49. die Weisheit nennet; Und alſo hatte dann auch Salomon wohl hohe Urſache zu ſagen: Wohl dem Menſchen, der Weisheit findet ꝛe. Sintemahlen in ihm allein unfer Heyl, Leben und Seeligkeit geſucht und gefunden werden muß; Und o wehe dem Menſchen, der Chriſtum, die Weisheit, nicht ſuchet noch findet! dann ſolcher iſt und bleibet hoͤchſt⸗ungluͤckſeelig und verlohren, bis er ſich aufmachet und ſie von gantzem Hertzen ſuchet, und in ihr das Heyl, Leben und Seeligkeit findet. ——————————ñ— i ROTA n hiia a aaa 506 Von der ewigen Weisheit, F EEE EEREREI EIRE REN EEEE E ERER! me < o goie E í wamni i Das II. Capitel. eski : o mih à Von den Liebhabern der Weisheit, wer⸗ und wie hoͤchſt⸗ nud y gluͤckſeelig dieſelbe ſeyen. Wim H Gilom ; í Vachdem wir nun in dem vorhergehenden Cap. ſo etwas weniges, und zwar meiſt mit Spruͤchen Seil. Schrift von der Weisheit bezeuget haben, ſo Mie W wollen wir nun auf dergleichen Weife auch etwas weniges von denen tigfrit fieh j Philofophis oder Liebbabern der Weisheit melden, und zwar wer dieſelbige ſähttkket b find? wie ſie beſchaffen? und wie hoͤchſt ⸗gluͤckſeelig fie find. Und damit kteet! wir es kurtz machen, fo ſagen wir, daß ein wahrer Philofophus oder Liebhaber toit f fi der Weisheit iſt ein ſolcher Menſch, der GoOtt fuͤrchtet, die Suͤnde meidet, Aridi und von gangem Herzen dabin trachtet, den einigen wahren GOTT, ſol. E als die Urquelle alles Lebens und Weſens, recht zu erkennen, zu lieben, dern Suf Í 3u ebren, und ihme gantz unverruͤckt anzuhangen, ihm alleine zu leben feny uni T und zu dienen, in Seiligkeit und Gerechtigkeit alle Tage feines Lebens, ha Nei Und hierinnen iſt dann gegruͤndet und offenbahret alle himmliſche und irrdiſche ſhaft un Weisheit, ſo viel die Creatur in und auſſer GOTT erkennen und begreifen mag; S In welcher Erfánntmg eg dann auch Die Liebhaber Der Weisheit Durch Die Gott- dr Gii liche Gnade feher boch bringen koͤnnen. Dann aiſo ſchreibet hiervon der Meiſter tung jii des Buchs der Weisheit Cap. VIL n GOTT hat mir gegeben weislich zu redeny ſhreihen „und nach ſolcher Gabe der Weisheit recht gedencken. Dann er iſts, der auf MGs "i s Den Weg der Weisheit fuͤhret, und die Weiſen regieret, dann in feiner Hand tiim i„ find bende wir felbft und unfere Rede, Dazu alle Klugheit und Kunft in allerley Mihei » Gefhaftens Dann er hat mir gegeben gewiffe Erkanntniß alles Dinges, daß A „ich weiß, wie die IGelt gemacht ift, und die Kraft der Elementen s Der Beit wli:] „ Anfang, Ende und Mittel, wie der Tag zu- und abnimmt, wie Die Zeit Deg M „Jahrs ſich aͤndert, und wie das Jahr herum laͤuft, wie die Sterne ſtehen. a l„ Die Art der zahmen und der wilden Thiere, mie der Wind ſo ſtuͤrmet, und fpg i» was die Leute im Einne haben, mancherley Art der Pflangen, und Kraft iha ji„der Wurtzeln. Ich weiß alles, was heimlich iſt, dann die Weisheit, ſo M l» Aller Kunft Meifter ift, lehret michs. W iy A Aus welchen Worten dann ſchon genug zu verſtehen, wer ein wahrer Philo⸗ ſophus ſey? wie ſie eigentlich beſchaffen, und wie ſchr hoch ſie es in der Erkaͤnntniß bringen koͤnnen? Woraus dann auch ſchon einestheils ihre groſſe Gluckſeeligkeit ¿u ih D i bni y denon lbige Mt W heidet, OTL, lieben} i leben Jebeng, ndih nig s Gilt Wahe AN auf AN Waley T y Zut it W s hon tty Wò) D hit ——— o e AE T ˙ Bon der ewigen Weisheit, 507 zu erkennen iſt. Sintemalen es ſchon ein gar groſſes Gluͤck ift, von GOtt mit ſo groſſer Weisheit und gemiſſer Erkanntnis alles dinges begabet zu ſeyn. Alleine, wann wir noch toeiter in Betrachtung ziehen, mwas fiefelbft Prov. VIL, 17. føricht, da es heiſt: Ich liebe die mich lieben, und die mich fruͤhe ſuchen die finden mich Reichthum und Ehre iſt bey mir, warhaftig Gut und Gerechtigkeit; mei⸗ ne Frucht iſt beſſer denn Gold und fein Gold, und mein Einkommen beſſer denn aus⸗ erleſen Silber; ich wandele auf dem rechten Wege, auf der Straſſen des Rechts, daf ich wohl berathe die mich lieben, und ihre Schatze voll mache ꝛc. Item Was Salomon Sap. VIII. ſchreibet, da es heiſt: Iſt Reichthum ein Fóftlich Ding im Leben? Was iſt reicher dann die Weisheit, die alles ſchaffet? Thuts aber Klug⸗ heit? Wer iſt unter allen ein kunſtlicher Meiſter denn ſie? Hat aber jemand Gerech⸗ tigkeit lieb? Ihre Arbeit iſt eite Tugend: Denn ſie lehret Zucht, Klugheit, Ge- rechtigkeit und Staͤrcke, welche das Allernuͤtzeſte ſind im Menſchen Leben; begeh⸗ ret einer viel Dinges zu wiſſen, ſo kan ſie errathen beyde was vergangen und zukunf⸗ tig iſt, ſie verſtehet ſich auf verdeckte Worte, und weiß die Rätzel aufzuloͤſen, Zeichen und Wunder weiß ſie zuvor, und wie es zun Zeiten und Stunden ergehen ſoll. Es iſt kein Verdruß mit ihr umzugehen, noch Unluſt um ſie zu ſeyn, ſon⸗ dern Luſt und Freude. Dann welche ihre Verwandten ſind, haben ewiges We⸗ ſen, und welche ihre Freunde ſind, haben reine Wolluſt, und kommt unendli⸗ cher Reichthum durch die Arbeit ihrer Haͤnde, und Klugheit durch ihre Geſell⸗ ſchaft und Geſpraͤch, und ein guter Ruhm durch ihre Gemeinſchaft und Rede ꝛc. Ja fage ich: Wann wir dieſes und anderes mehr, welches in heiliger Schrift von der Gluͤckſeeligkeit der Liebhaber der Weisheit aufgezeichnet ſtehet, in Betrach⸗ tung ziehen, ſo finden wir, daß ſolche ſo groß iſt, daß ſie mit keiner Feder zu be⸗ ſchreiben, und wir muͤſten wohl mehr als thoͤricht ſeyn, wann wir uns nicht auch mit Salomon entſchlieſſen ſolten, dieſelbige zu lieben, zu ſuchen und alles daran zu ſetzen, damit wir nur in ihre Verwand⸗ und Bekanntſchaft kommen, und durch ſie ſelig und hoͤchſt gluͤckſelig werden moͤgten in Zeit und Ewigkeit. !ſo mercket dann ihr Albern die Witze, und ihr Thoren nehmet es zu Her⸗ ten! laſſet euere Ohren auf Weisheit acht haben, und neiget euere Hertzen mit Fleiß darzu! nehmet an ihre Zucht, lieber dann Silber, und die Lehre achtet hoͤ⸗ her dann koͤſtlich Gold. Ergebet euernq Halß unter ihr Joch, und laſſet euch zie⸗ hen; man findet ſie jetzt in der Nähe. Freuet euch der Barmhertzigkeit Gottes, und ſchamet euch ſeines Lobes nicht. Thut was euch geboten iſt, weil ihr die Zeit habt, ſo wird ers euch wohl belohnen zu ſeiner Zeit. 8 2 P D Ta Sſſ 2 — 883—————— ͤ———ꝛů——— Von der ewigen Weisheit. gpi RPG REEGEL NGE pE pRB INIBIRE TR 3 Das III. Capitel. Durch welche Mittel und Wege die Weisheit zu erlangen? Es moͤgte etwa durch die Gnade GOttes geſchehen, daß jemand bey Leſung des Vorhergehenden bewogen wuͤrde, auch nach der Weisheit zu trach⸗ ten, und deswegen fragen: Durch welche Mittel und Wege ſie am leichteſten zu uͤberkommen? Deme antworten wir mit den Worten des Apoſtels Jacobi, da er ſagt Cap. I. 5. So aber jemand unter euch Weisheit mangelt, der bitte von GOtt, der da gibt einfaͤltiglich jederman, und ruͤckts niemand auf, ſo wird ſie ihm gegeben werden. Und dieſes iſt alſo das Erſte und auch faſt das eintzige Mittel, welches ſich die Weiſen zu jeder Zeit bedienet haben, zu der Wes⸗ heit zu gelangen, laut ihrer eigenen Zeugniſſe; Denn alſo ſchreibet Syrach: Da ich noch jung war, ehe ich verfuͤhret ward, ſuchte ich die Weisheit ohne Scheu mit meinem Gebaͤt Ich hub meine Haͤnde auf gen Himmel, da ward meine See⸗ le erleuchtet durch die Weisheit ꝛe. Und Salomon ſchreibet: Darum ſo bat ich, und ward mir Klugheit gegeben, ich rief, und mir kam der Geiſt der Weisheit ꝛc. Es iſt aber hiebey wohl zu mercken, daß dieſes Gebaͤt um die Weisheit(.) kein bloſſes Mund⸗Geſchwatz ſeye, ſondern von gantzem Sertzen gehen muß; denn alſo ſchreibet Salomon Prov. II, 3. 4. hievon: So du mit Fleiß darnach ruf⸗ feſt, und darum baͤteſt, ſo du ſie ſucheſt wie Silber, und forſcheſt wie die Schaͤ⸗ tze; alsdenn wirft du die Furcht des HErrn vernehmen, und GOttes Erkaͤntniß finden; Denn der HErr gibt Weisheit, und aus ſeinem Munde kommt Erkänt⸗ niß und Verſtand ꝛce. Und Syrach ſchreibet: Ich ſtunde mit Ernſt nach ihr, mein Sertz verlanget nach ihr, ꝛc. Cap. 51. Und der Meiſter des Buchs der W isheit ſchreihet? Da ich aber erfuhr, daß ich nicht anderſt konte zuchtig ſeyn, es gbe mirs dönn GOtt, trat ich zum HErrn, und bat ihn, und ſprach von gan⸗ tzem meinem Sertzen: O GoOtt meiner Vaͤtter, und BErr aller Guͤte, der„ Du alle Dinge durch dein Wort gemacht, und den Menſchen durch deine Weis⸗„ heit bereitet haſt, daß er herrſchen ſolte über die Creatur, ſo von dir gemacht iſt,„ da ß er die Welt regieren folte mit Heiligkeit und Gerechtigkeit, und mit rechtem„ Hertzen richten. Gib mir die Weisheit die ſtets um deinen Thron iſt, und ver⸗„ wirf mich nicht aus deinen Kindern. Sende ſie herab von deinem heiligen Him⸗„ mel, und aus dem Thron deiner Herrlichkeit; Sende ſie, daß ſie bey mir fey s und mit mir arbeite, daß ich erkenne, was dir wohlgefalle: Denn ſie weiß m» es (e nDO khit du .f s bug ihre onfe nih Chriftus X hri enpfar bn itean oluban Daf ritt ten begleitet mh Gemith ng twit hi fackfig ft leug daß nitih und Chit finden fafie Belangen Aand oe biu wiffy gms Oer ieh ottoa iog Danda U gemwifin Aheng 6 tunden gel MODD denilen mi Enamat y DA gutez Kian Giy n, Mah: di Vüt n Mei N Vater, NARON anen enia wd Gii Wn tahi eiu th ean ofl ] D ui i Wik i Y Sda t t ich/ i ít(1) mf; huh AA rig int i e nt gati Wp i” it» ti.» in jii 1 {s h 1 k Von der ewigen Weisheit,$09 les und verſtehets, und laß ſie mich leiten in meinen Wercken maͤßiglich, und mich„ behuten durch ihre Herrlichkeit, ſo werden dir meine Wercke angenehm ſeyn ꝛc. ꝛc.„ Cap..s Zweytens muß ſolches Gebaͤt auch im Glauben geſchehen, wie Jaco⸗ bus ſchreibet: Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht, denn ein Zweifler dencke nicht daß er etwas vom HErrn empfangen werde; weswegen dann auch Chriſtus der HErr ſagt: Alles was ihr bittet in eurem Gebát, glaubet nur daß ihrs empfangen werdet, ſo wirds euch werden. Marc. XI, 24. Dann ohne Glau⸗ ben ifts unmóglich Gtt gefallen; dann wer gu GOTT Fommen mill der muß glauben daß er ſey, und denen die ihn ſuchen, ein Velgelter ſeyn werde. Drittens, muß ſolches Gebat mit einem recht hertzlichen Liebes⸗Verlan⸗ gen begleitet ſeyn, nemlich alſo: Daß wir uns die Weisheit in unſerm Hertzen und Gemüth vorſtellen, als einen unendlich koſtbaren Schatz, in deſſen Ermang⸗ lung wir hoͤchſt ungluͤckſeelig⸗in deſſen Beſitzung aber hoͤchſt ſeelig vergnuͤgt und gluͤckſelig ſeyn und bleiben wuͤrden, in Zeit und Ewigkeit, und deswegen unſere Liebe und Verlangen beſtaͤndig in ſie einfuͤhren, und von Hertzen dahin trachten, daß wir ihr, als dem edlen Kleinod, nach dem wir laufen, in allen unſern Tritten und Schritten, immer etwas naͤher kommen moͤgten, bis ſie ſich endlich von uns finden laͤſſet, und unſer ſehnliches Verlangen nach ihr ſtillet; dann dieſes hertzliche Verlangen der Elenden hoͤret der HErr Pf. 10, 17. Und dieſen Bittern hat der Heyland verheiſſen, daß ſie ſolten empfangen. Matth. VII, 7. Es iſt aber hier⸗ bey zu wiſſen und wohl zu mercken, daß dieſes Gebaͤt des hertzlichen Liebe-Verlan⸗ gens, oder das Verlangen, Sehnen und Stoͤhnen des Geiſtes in der Liebe(wie ich etwa ſagen moͤgte) nicht ſo wohl mit dem Munde als dem Sertzen geſchicht. Dann das auſſere Mund⸗Gebaͤt kan nicht wohl anders als an gewiſſen Orten, und zu gewiſſen Zeiten und Stunden geſchehen. Alleine dieſes innige Geiſtes⸗oder Hertzens⸗Gebät kan gar wohl an allen Brten und Enden, zu allen Zeiten und Stunden geſchehen, ob ſchon zu einer Zeit heftiger als zur andern, nachdeme et⸗ wa GOtt das Verlangen und Sehnen unſers Geiſtes reitzet und ziehet, und mir demſelben mit einer genauen Sammlung unſerer Sinnen und Gedancken in der Einſamkeit und Stille, zu ſtatten kommen; Dann die Einſamkeit und Stille iſt gar ein gutes. Huͤlfs⸗Mittel in ſich ſelbſt einzukehren, und zu dieſem innigen Hera tzens⸗ und Geiſtes⸗Gebaͤt zu kommen, weswegen dann auch der liebſte Heyland ber fohlen, daß wir, wann wir bäten wolten, in unſer Kamm erlein ſolten gehen, und die Thur zuſchlieſſen, und zu unſerm Rater im Verborgenen baͤten, ſo wuͤrde der Vater, der ins Verborgene ſehe, es uns vergelten offentlich. Wie er dann auch ſelbſt ſich oft, wann er baten wolte, auf einen Berg, in die Wuſte oder ſonſt einen enſamen Ort retirirte, und allda ſein Hertz zu Gott erhube. Welchem Exempel und Befehl des Heylandes wir auch nachkommen muſſen, wann wir anderſt zu dem wahren Geiſtes⸗Gebat, und durch dacghs zu der wahren Weisheit gelangn 3 wol⸗ e— Seaia iw, ERAN, d a ANa 510 Von der ewigen Weisheit. wollen. Dann Ott iſt ein Geiſt, und die ihn anbaͤten, die muͤſſen ihn im Geiſt und in der Wahrheit anbaͤten Joh. IV. 24. Aus demjenigen was allhier von dem Gebät gemeldet worden, iſt zwar auch wohl ſchon eines Theils zu verſtehen, was es mit Dem Suchen vor eine Bewand⸗ nig habe, welches noch als das andere Mittel zur Erlangung der Weißheit und allem Guten erfordert wird. Wie dann Gott ſelber ſpricht: Fer. XXIX, 13. So ihr mich von gantzem Sertzen ſuchen werdet, ſo will ich mich von euch finden laffen. Und die Weisheit ſpricht: Ich liebe die mich lieben, und die mich fruͤh ſuchen die finden mich. Und Chriſtus der HErr ſpricht: Suchet ſo wer⸗ der ihe finden 2c. Weil aber hieran fehe vier gelegen, fo wird es nicht undien⸗ lich ſeyn, wann wir noch etwas weiter daroon handeln. Daß das Wort Suchen ſo viel bedeutet: Daß man eine Sache die man nicht haty zu uͤberkommen trachtet, iſt jederman befannt; je edler und koſtbarer nun eine Sache iſt, und je lieber wir ſie haben, je groſſer iſt auch der Ernſt und Fleiß, den wir im Suchen anwenden; Und weil dann nun die Weisheit das aller edelſte, koſtbarſte und liebenswuͤrdigſte Gut iſt, in deſſen Ermanglung wir hoͤchſt ungluͤckſelig⸗ in deſſen Beſitzung aber hoͤchſt gluͤckſelig ſeyn und bleiben werden, in Zeit und Ewigkeit, ſo muͤſſen wir ſie dann auch nothwendig mit dem allergroͤſten Ernſt und Fleiß ſuchen; und damit nun dieſes geſchehen und unſer Ernſt und Fleiß, wie auch unſer Verlangen nach ihr deſto mehr angereitzet werden moͤgte, ſo muͤſſen wir ſie uns(.) in unſerm Hertzen und Gemüth vorſtellen, als das aller⸗ hoͤchſte und liebenswuͤrdigſte Gut(wie ſie es dann auch in der That iſt) und ſie des⸗ wegen gar ſehr theuer und werth ſchaͤtzen, wie Salomon thaͤte, da er ſchreibet: Sap. VII, 8. Ich hielte ſie theurer denn Koͤnigreiche und Fuͤrſtenthümer, und Reichthum hielte ich fuͤr nichts gegen ſie. Ich gleichete ihr keinen Edelſtein, dann alics Gold ift gegen fie wie geringer Sand, und Silber iſt wie Koth gegen ſie zu rechnen. Ich hatte ſie lieber denn geſunden und ſchönen Leib, und erwahlete ſie mir zum Licht: Denn der Glantz ſo von ihr gehet, verloͤſchet nicht ꝛc.(.) Muͤſſen wir ſie und ihre Schoͤne lieb gewinnen, ſie uns zu unſerm eintzigen Schatz und Theil erwaͤhlen, ihr unſere Liebe und ganges Herh ergeben und aufopffern, mit dem feſten Fuͤrfatz: Um ihrentwillen alles zu leiden und zu dulten.(.) Muſſen wir dann auch um ihrentwillen wuͤrcklich und in der That nicht nur der Welt mit ihrer Luſt, ſondern auch uns ſelber mit allem was wir haben und beſitzen, gantz abſagen, uns ſelbſt verlaͤugnen und nur dahin trachten, daß wir ihren Wil⸗ fen thun, uud ihr in allem recht angenehm und wohlgefaͤllig werden moͤgen, wor⸗ aus dann(.) gantz unmittelbar folget, daß wir ein heiliges tugendſames Leben fuͤhren, und durch die Goͤttliche Gnade unſer gantzes Thun und Leben alſo einrich⸗ ten, daß wir ihr, gleichſam in einem jeden Schritt und Tritt, den wir thun, in etwas naher kommen moͤgen, bis ſie ſich endlich, nachdeme ſie uns genug me un AA inge hin Dan pilta à Wer aber Munſch nid fuben, al nedd danı ii gerih MAE önchkethl Gekedienſt d Keben, mgin| onten ga in foit g dufat 1 waden:(1 Whrten Leuh Chriften, Anfa, fil NAN Betrag dann mhg MAN boihat waht unb f tht nur af A ur Erha Wy fonder Mide Ding ign MOnhaltm$ AO O wf, O MD Mattig M CE ieg ancheri AA Und oy N ſht, f ný m Wi H uh mih We mi ma baa tud gale pii i rie fi u mint gak ſiede⸗ ieit: m pant fen wii j A ni gm N mi mifi sfe mi efine ngi i 1 wi gwn| nih wi| gehtlft m Von der ewigen Weisheit, ŞIX und ihrer werth gefunden hat, von uns finden lafet; und uns begegnet als eine junge ſchoͤne Braut ihrem Braͤutigam, und ſich mit uns vereiniget in ewiger Liebe. Dann gewißlich, wer GOtt und ſeine Weisheit oder Chriſtum lieb hat, der hált auch die Gebott, wo man aber die Gebott hált, da ift ein heilig Leben gewiß. Wer aber ein heilig Leben fuͤhret, der iſt GOtt nabe, und es fuͤrchtet ein ſolcher Menſch nichts mehr, als Gott zu beleidigen, und er wuͤrde lieber tauſendmal ſterben, als ihme nur das allergeringſte mit Wiſſen und Willen zuwider thun; welches dann eben die reine Furcht des HErrn iſt, welche uns in heiliger Schrift ſo ſehr geruͤhmet und angeprieſen wird, als da es heiſt Pf. CXI, 10. Die Furcht des HErrn iſt der Weisheit Anfang, die Furcht des HErrn foͤrdert zum Leben, und mehret die Tage. Prov. X. 27. XIX, 23. Die Furcht des HeErrn iſt der rechte Gottesdienſt; Ein geſegneter Garten; Eine Crone der Weisheit; Eine Quelle des Lebens. Sir. I. ꝛc. Welche wir dann auch hiermit jedermann zum hoͤchſten angeprieſen haben wollen. Benebſt dieſem Vorgedachten koͤnnen dann nun auch zweytens gar wohl als aͤuſſerliche guͤlfs⸗Mittel zur Erlangung der Weisheit, in ſo weit ſich dieſelbe nemlich in der Exkanntnuß und Bewuͤrckung natuͤrlicher Din⸗ ge auſſert, gehalten und in der Furcht des HErrn geziemender Maſſen gebraucht werden:(.) Der Umgang und Gefpráche mit weifen, frommen, geſchickten und ge⸗ lehrten Leuten.(.) Das Leſen heiliger, frommer und weiſer Leute Buͤcher und Schriften, welche ſie andern zur Lehre und Nachſinnung geſchrieben.(.) Eine einſame, ſtille und von fremden Soigen loſe Lebens⸗Art, und in derſelben eine ge⸗ naue Betrachtung und Erforſchung der Natur und natuͤrlichen Dingen, dabey dann nach Gelegenheit auch die Hand ans Werck geleget, und diß und jenes, ſo man vorhat und zu erforſchen gedencket, auf verſchiedene Art und Weiſe muß ge⸗ macht und probirt werden; auf welche Art und Weiſe dann auch die alte Weiſen nicht nur alle nuͤtzliche Kunſte und Wiſſenſchaften in denen Handwercken und anz dern zur Erhaltung des menſchlichen Lebens ſehr noͤthige und nutzliche Dinge erfun⸗ den, ſondern auch ſogar das Hertz oder das Allerinwendigſte der Natur und na⸗ tüͤrlicher Dingen erforſchet haben; alſo, daß ihnen in der gantzen Natur faſt nichts verborgen blieben iſt, wie aus der ſchon droben angefuͤhrten und allhier nochmals wiederholten Beſchreibung des Meiſters des Buchs der Weisheit zu erſehen, da er ſchreibet Cap. VI. Gott hat mir gegeben gewiſſ; Erkaͤnntnuß alles Dinges, daß ich weiß, wie di: Welt gemacht ift und die Kraft der Elemente; Der Zeit Anfang, Ende und Mittel, wie der Tag zuz und abnimmt, wie die Zeit des Fahrs ſich an⸗ dert, wie das Jahr herum lauft; Wie die Sterne ſtehen, die Art der zahmen und der wilden Thiere, wie der Wind ſo ſturmet, und was die Leute im Sinn haben, mancherley Art der Pflantzen und Kraft der Gurken.`Yh wif alkes, was heim- lich und verborgen iſt, dann Die Weisheit, fo aller Kunſt Meiſter iſt, lehret michs. Ja ſchet, ſo weit haben es die Alten durch ihr Gebat und Cleiß in der Erkanntnuß natuͤr⸗ — — E ee a a pr Von der ewigen Weisheit, ; il ſie die K heiten und Armuth, als die ürlicher Dinge ebracht, und weil ſie die Kranckheite= nacini a; 0 dem menſchlichen Geſchlecht anhangen, auch gerne von— fben abzuwenden ſuchten, ſo forſcheten fie oi— atarra C erpa i 3 j be 7 zu finden ſeye, welches capable ware, ſolches eLo z Iyi p euif Sache, welche ſie ihren Stein, oder Aan mit welchem fie nicht mur alle Keandheiten pertrieben, i malaa Metalle in Gold oder Gilber oa r teeh ap e ürcketen, und alſo damit die Crone aller Künſte und Wiſſenſchafſ, nT reife Gottes und ſeiner Weisheit, als der Meiſterin aller Y ó` Zi in cha ten.> 4 C 4, a Pa a nun die Mittel und Wege zu der T ürtzlich angewieſ⸗ inden wir uns gedrungen, einen ſehr gefahrlichen Um kuͤrtzlich angewieſen, ſo finde ng geru iele redliche Seelen beſtrickt hg; welchem gar ſehr viele redliche und Jerweg gu entdecken/ auf ft gutwillige Seelen hören und g on gehalten werden. Dann wann oft 3 ig ee u w nre GOTT und feine WBeisheit Baa presa a E r a aas Sut in ibnen felbft in ihrem i č í aß ſie folches hohe Gut in i| 33. OaD ei und finden muͤſten, fondern gehen aus ,_ ind r ea A AE A a ay ber arlane Ceronda a COn . Fempeln un auf den Altaren, bey Menfehen und in Püchem 2c. und fush alfo den Ebendigen bey den Todten, und wollen m ea eian—— e es doch nimmermehr finden koͤnnen/ und geſchicht alſo, daß ſie nimme 1 in ihrem Kampf und d mwefentliches in fich Fommen; fonderr ae Rak WORE UNI ſolchen Dingen beſtrickt und gefangen gehalten werden, auf ermatten, und von ſolchen Dingen beſtrie t T —— Sb gar wohl zum Leben haͤtten gereichen koͤnnen, wann ſie dieſelbige 0 chet haͤtten. à A a recht gorohe i dann nun zu m,# n i erlt hi eugniß heiliger Schrift, daß Chri R. und glauben, nach dem Zeugniß heili zutreffen iſt, und ſolches nicht komme das Reich GOttes, nicht hie oder da anzutreffen iſt, und e N e EA Ceremonien und Geberden Hees;""e gon nee S i i ig in ihnen ſey, Luc.“ 1215 a iſt es; ſondern inwendig in ihnen ſey/ uc; n P fen und nee Cetechrigt eit—— piara Sonn T 7 r icht beſtehe in Worten, ſondern in der Kraft, 1, Cor, Geiſt, Rom. XIV, 17. und niot üſſen ſie ſich dann von dem aäuſſern ing innere Und dieſem zur Folge, ſo müͤſſen ſie ſich dann von de Une i' fri spa Schatten zu dem Coͤrper Weſen van/ n araapag a :; daß ſie iuſſeren Tempels, ſelbſte Te dahin trachten, daß ſie an ſtatt des aͤuſſeren Ten í +——— Gottes im Geiſt—— i< am fei se y, o a Fhri nDl: SE 7 uſſeren Worts und Lehrers, Chriſtum/ das lebendi„unD jenen Dan in fO ſelber zu hoͤren, an ſtatt der ae TeS ſtes⸗ und Feuer ⸗Taufe, und an ſtatt des aͤuſſern Abendmahls de mhle de fn I ihs 0 C, XXN pouden non aber Ann w W D mafi TENE, Ih Mt, Tt fir w gti 1t dam Whg. vigumu mong Goien he Gin tuch dieſch MEy undan rna, €t n Feino Ui H ud d miine Ae mli f de D diefe n NPihn WMM Mde fiel WORO p ſiht helch ume w Wd Mata Ann, d ungli ME fomm Ondo y uN in uÙ fmf nnim itu nw fain hab amih pf wn dM ibig nén wih 1 aunit Hih mio EA eM 3 Nit Ghi n Zut Jj% Mi p piw mow hmi Y | f f Bon der ewigen Weisheit, 5¹3 mahls des Lamms theilhaftig zu werden, und an ſtatt der äuſſern Buͤcher ſelb⸗ ften ein Buch zu werden, in welches GOtt der HERR ſein Heil. himmliſches Liebes⸗Geſetze mit lebendigen Buchſtaben des Liebefſammenden Geiſtes ſchreibet Jer. XXXI, 33. Sie koͤnnen zwar wohl die auſſerliche Dinge ſo lange und viel ge⸗ brauchen, als ſie ihnen zu dem inneren zu kommen, in etwas befoͤrderlich ſeyn koͤn⸗ nen, aber bey leibe nicht laͤnger, wann ſie nicht ein Greuel in den Augen des BeErrn werden, noch ihnen nicht ſelbſt zum Strick, Fall und Verderben gereichen ſollen. Dann gleichwie man nimmermehr an einen Ort kommen kan, wann man immer auf dem Wege an einem Stock ſtehen bleibet, Der dahin weiſet; alſo kan man auch nimmermehr zu GOtt kommen, der da im innern wohnet und ſein Reich hat, wann man immer am auſſern hangen bleibet, und ſolches Schatten⸗ Werck fuͤr das Weſen ſelbſt haͤlt. Darum mercket dieſes wohl, ihr Ubertretter! und gehet in euer Hertz, und laſſet euch von GOtt und ſeiner Weisheit ſelbſt leh⸗ ren, dann es ſtehet geſchrieben: Sie werden alle von GOtt gelehret ſeyn. Joh. VI. 435. Soll aber dieſes geſchehen, ſo muͤſſet ihr lernen ſtille ſeyn, von eurem eigenen und allem ſuͤndlichen Gewuͤrcke ruhen, und mit groſſer Aufmerekſamkeit nach der Stimme der Weisheit, und den ſanften Reg⸗und Bewegungen ihres Geiſtes zu hoͤren, und denfelbigen nuch zu folgen. Dann ob ſchon die Weisheit ihre Stimme allenthalben auf den Gaſſen und Straſſen hoͤren läſſet, fo bleibet euch dieſelbe doch unbekannt und unvernehmlich, bis ihr euch zu ihr ins innere keh⸗ ret, und an den Thuͤr⸗Poſten ihres Hauſes lauret auf das, was ſie euch ſagen und lehren will. Und es muß nothwendig alle Welt fuͤr dem HeErrn ſtille ſeynn, wann er in ſeinem heiligen Tempel lehren ſoll. Und dieſes ſind dann nun etwa die leichteſte ſicherſte und bewaͤrtheſte Mit⸗ tel, und der richtigſte Weg zu der Weisheit zu gelangen, melchen uns der HEr in feinem Licht hat laſſen bekannt werden, und durch welchen alle Weiſen ſo je⸗ mals auf der Welt gelebet haben, zu der Weisheit gekommen ſind: Will nun jemand dieſen Weg auch antreten, und dieſe Mittel gebrauchen, ſo verſichern wir ihn, daß ihn ſeine Muͤhe, die er dabey um die Weisheit hat, nicht gereuen wird⸗ dann die Weisheit iſt ſchoͤn und unvergaͤnglich, und laſſet ſich gerne ſchen von de⸗ nen Die fie licb haben, und finden von denen die ſie fuchen, jg ſie begegnet, und gibt ſich ſelbſt zu erkennen denen, die ſie gerne haben; Wer ſie gerne bald haͤtte, darf niht viet euhe, er findet fie vor feiner Thür auf ihn warten. Ja ſie gehet ſelbſt umher, und ſuchet wer ihrer werth ſey, und erſcheinet ihm gerne unter Wegen, und hat acht auf ihn, daß ſie ihm begegne. Sap. VI. Alleine, ohne die Furcht des HeErrn, den Glauben, das Gebäͤt, die Liebe und ein heiliges Leben iſt es gantz unmöͤglich in thre Verwand⸗ und Bekanntſchaft zu kommen. Dann die Weis⸗ heit kommt nicht in eine boshaſte Seele, und wohnet nicht in einem Leibe der Suͤnden unterworffen Sap. I, 4. aber fuͤt und fur gibt ſie ſich in heilige Seelen, und Ttt machet ——— a—...——ßß— 514 Von der ewigen Weisheit. i e a Naah machet Gottes Freunde und Propheten. Sap. VII, 27. indem ſie dieſelbige unter ath ihrer reinigenden Liebes⸗Zucht alſo bereitet, wie fie GOTT haben wilf, und ju Mit Min allem ſeinem guten Aint w pa nons und geſchickt ſind: welches fie dann AN tuch an alien Denen thun wolle, die dieſes leſen! e Mar Syr n Wir konten zwar wohl allhier noch vieles ſagen; Weil aber das Reich Got- a r tes nicht in Worten beſtehet, und wir uns verſichert halten, daß die Weißheit de⸗ Ayr A nen aufrichtigen, welche demjenigen was wir allhier geſagt haben, zu folgen trach⸗ i uny ten, Das úbrige fo wir etwa noch zu ſagen haͤtten, ſelbſt ſagen und ſie in ihrem in⸗ Mana 4 wendigen alles lehren wird, fo wollen wir dann Den geliebten, und aufrichtigen Y Leſer dahin verwieſen haben, mit dem hertzlichen Wunſch/ Dafi er mit jenem Flu- Mi i gen Kaufmann Matth, XI, 45. alle das feine um diefe Föftliche Perle geben, und Za m | fie zu ſeinem ewigen Eigenthum in Beſitz bekommen moͤge, zu ſeiner groͤſten l y j Freude, Erquick⸗ und Vergnuͤgung in Zeit und Ewigkeit. Ja! a 2 Amen! So geſchehe es. Amen! OUy Yit deinen Un ad Ru mein Ein Lob⸗Geſang von der Goͤttlichen Weisheit. Bad hof Bald iig Mel. Nun lob mein Seel ꝛc. Allerſchoͤnſte Liebe! Sophia meine liebe Braut! Die ſich aus reinem Triebe Mit mir verlobet und vertraut; Sey hoch von mir geprieſen Zu aller Stund und Zeit; Weil du mir haſt erwieſen So groſſe Gutigkeit, Und mich nicht haſt verlaſſen In meiner groſſen Noth, Sondern mich thaͤtſt umfaſſen, Und retten aus dem Tod. 2. Wie kan ichs doch erzehlen, Und nur mit Worten fagen an? Has òu an meiner Geelen Bor groffe Treue haft gethan; Sch lag im Tod gefangen Unter dem Sunder⸗Hauf; Du kamſt zu mir gegangen Ich war gantz voller Wunden, Voll Truͤbſal, Schmertz und Weins Und du haſt mich verbunden Mit deinem Oel und Wein. 3. Ich gieng die breite Straſſen, Und ſucht im eitlen Luſt und Ruh, Du haſt mich nicht verlaffen, Und riefſt mir gar getreulich zu: Ich ſolte wiederkehren/ Von der Verderbungs⸗Bahn, Wiewohl ich deine Lehren Gar wenig hórte an, Dieweil ich dich nicht kannte, Da du mir doch fo nah In meinem innern Lande, Du liebſte Sophia! 4. Doch wurdeſt du nicht muͤde, Und riefſt mir immer wieder zu, Nach deiner groſſen Guͤte; Du Und weckteſt mich auf; o fafi) Cne geran $ Dul Ggt wund Doch war Mf ihn ON mir d Gii, Ge Un mirho M A ma eneon Ud frag iniy ihti im fiy nyu grifi Wins fit f; Uu— ſ———— nia Du gabſt mir weder Raſt noch Ruh, Und machteſt mir gar bange Mit deiner Liebes⸗Zucht; Du warnteſt mich ſo lange Vor der verbotnen Frucht, Bis du mich haſt bewogen Durch deinen Gnaden⸗Schein, Und mich nach dir gezogen y Mit deinen Aeugelein. 5J. Du zogeſt mich zuruͤcke Vom ſündlichen Verderbungs Lauf; Du rißt entzwey die Stricke, Die mich noch wolten halten auf: Du zogeſt mich gar kraftig Mit deinem Liebes⸗Seilz Und wareſt ſtets geſchaftig Zu meiner Seelen Heil, Bald haſt du mich betruͤbet, Bald wieder hoch erfreut, So haſt du mich geuͤbet Eine geraume Zeit. 6. Du haſt mich oft gelehret, Gar wunderbare Lection, Doch war ich ſo bethoͤret, Daß ich nicht kannte deinen Thon, Der mir doch manche Zeiten, Geiſt, Seel und Leib durchdrang, Und mir bald brachte Freuden, Bald machte angſt und bang. Du wareſt mir verborgen, Und doch ſo offenbar, Daß ich an allen Morgen Nahm deiner eben wahr. 7. Du zogſt mit deinem Bande Mich immer kraͤftig hin zu dir; Wiewohl ich dich nicht kannte, Bis daß du einſt in deiner Bier Begegneteſt mir Armen, Und ſprachſt mir freundlich ein, Von der ewigen Weisheit. Mit Lieben und Erbarmen) Du wolteſt meine ſeyn, ſch ſolte dich umfaſſen, Und die beſchminckte Welt Gantz ungeliebet laſſen Mit ihrem Guth und Geld. 2. Du lieffeft mir aufgehen, Im innern, deiner Gnaden Licht, Und mich darinnen ſehen Dein wunderſchoͤnes Angeſicht, Du gabſt mir zu erkennen Dein treues Mutter⸗Hertz, Das gegen mir thaͤt brennen, Gleich einer hellen Kertz, In Flammen reiner Liebe, Und zeigeteſt mir an Was du aus reinem Triebe Hatteſt an mir gethan; 9. Du thäteſt mich umarmen, Und lieſſeſt mich in ſtiller Luſt Gantz inniglich erwarmen An deiner zarten Liebes Bruſt Du ſprachſt mit ſolchen Worten Mir alſo freundlich ein, Die hier an dieſen Orten Nicht auszuſagen ſeyn. Da haſt du mich bewogen Durch deinen ſuͤſſen Kuß, Daß ich dir nachgeflogen, Und dich nun lieben muß. 10, Dann es kan doch auf Erden In allem Land und Koͤnigreich, Niemand gefunden werden So dir an Macht und Schoͤnheit gleich, Du biſt gantz ohne Mackel, Gantz heilig, zart und rein, Und wvwie die ſchoͤnſte Fackel Sind deine Aeugelein; Stt az Und weilen du vor allen Biſt ——————[ꝓ— ⸗—Ujñꝓ p iA iebfich; fhón und rein: Solt Du mir auh gefallen z ind meine Liebſte ſeyn. 11. Drum preiß ich deine Staͤrcke, Und ruͤhme deine Pracht und Macht, Sammt deinem Liebes⸗Wercke, e du an mir auch haft verbracht, aih preiſe deine Liebe, Die du haſt gegen mir J is unverfaͤlſchten Triebe, Getragen fur ur ZT urs Ich preiſe deine Schoͤne Hnd deine Freundfichkeit Mit meinem Lob- Gethóne Gammt deiner Gütigfeit. Ts. Und weil ich mich ſo ſehne/ Seit dem du dich mir offenbahrt, Mit Di dir, meine Schoͤne! In reiner Lieb zu ſeyn gepaart, So bitt ich dich mit Thraͤnen, Du wolleſt! mid Doch nun Nach deinem Sinn gewoͤhnen, Und alles von mir thun, Worvor bu von mir flieheſt, Und mich b eee ſo, Wie du mich gerne ſieheſt, Du liebſtes 3 i 1) 13. Laß mich nicht mehr geluͤſten Nach der verbotnen Sünden⸗Frucht; Tränck mich an deinen Bruͤſten, Und halte mich in deiner Zucht; Laß mich beſtaͤndig hoͤren Was d dein holdſeeiger Mund Im innern mich thut lehren, Und mir will machen kund. Laß mich dir veſt anhangen In glaubiger Begier, 16 Won der ewigen Weisheit, Bis du in deinem Prangen wer Vermähleſt dich mit mir. aIt Heil, Preiß, Danck Lob und Ehren Sey GOtt, dem groſſen Jehova, Den eErren aller Herren, Der ihm die liebſte Sophig Von Ewigkeit erkohren Zu ſeiner lieben Braut, In ihr uns neu gebohren/ Und weil er uns bethaut Aus ihren Lebens⸗Fluͤſſen, Und uns dardurch verneut/ Dikurst So ſey er auch geprieſen ui In Zeit und Ewigkeit. i 15. Und du, O meine Schöne! Du Herrſcherin der innern Welt! Nach der ich mich fo ſehne, Sey mir nun ewig zugeſellt; Zeuch ein in deiner Crone, neor. Und ſetze dich in mir ai Zur Rechten auf den Throne y Und herrſche fuͤr und fúr, n anD Bis alle Feind erliegen, tit whig So will ich dir mit Freud ný Ni. Nach deinem Krieg und Siegen$a, Opffern im weiſſen Kleid. eund 16. Und r ich von Der Erden bi rudh In deinen guͤldnen Freuden⸗Saal ilhs y Wend aufgenommen werden Jite Lapis So will ich bey dem Hochzeit-Mahl p Dich, meinen Schatz umarmen i i Sýn reiner Liebes- Luft, deita Da will ich dann erwarmen ndih i An deiner zarten Bruſt, w Und mit den Himmels-Choͤren Nie i D Ein ſuͤſſes Gloria Wahiti Dir fingen, und dich ehren: S midni Umen, Haleluja! tih dai 4r Anhang W Lap. | Anhang. 517 TOE EEA ' Anhang ! von verſchiedenen raren Chymiſchen Manuſcriptis. L Diſcurs von dem Stein der Weiſen, welchen D. Henſing zu Gieſſen, ſeinen Demonſtrationibus chemicis publicis præmittiret hat, Menſe Nov. 1722. E p 2 nter denen Betrachtungs⸗wuͤrdigen Dingen ſind zwey, welche vor allen andern den Preiß der hoͤchſten Vortreftichkeit, den Ruhm der groͤſten Wichtigkeit, und das allgemeine Zeugniß deg gewiffeſten Nutzens ha⸗ ben, und dahero wohl werth ſind, daß ſie mit einem nie⸗wanckenden Ernſt, mit wohl geordnetem Verſtand und Bedacht, ohne eitele Phantafie geſuchet und nach Wuͤrden geruͤhmet werden. §. 2. Ich meyne erſtlich: Denjenigen Ort und Zuſtand, worinnen wie | immer und ewig wohl ſeyn: Und dann zum andern das Mittel ohne Kranck⸗ heit und Mangel in dieſer Welt zu leben Das erſte iſt ung allen unter Dem Titul des Reichs Gottes und der Seeligkeit befannt: Das ander ift zu alfen Zeiten Lapis philoſophorum, das iſt, der Stein der Weijen genennet worden. wo§. 3. Allein wann von etwas insgemein mit dem haͤrteſten Zweyſpalt gere⸗ det wird, und dag in der gróften Unordnung, mit Blindheit, ohne Verſtand, ohne rechte Mittel und Bege gefuchet wird, fo gibt es die Erfahrung, Dag eg eben dieſe zwey belobte Sachen ſind. §. 4. Dann das erſte betreffend, doͤrffen wir nur die Atheiſten, Goͤtzen⸗ Diener, Heuchler, und Secten der Religionen wohl betrachten, ſo wird die Wahrheit meines Ausſpruchs einem jeden ohne Muhe in die Haͤnde fallen, und es werden ſolches die Herrn Theologi weitlaͤuftiger zeigen koͤnnen; derowegen ich mich damit nicht aufhalten wil: Es ſoll vielmehr meine jetzige Betrachtung mit dem Lap. Ph. beſchaͤftiget ſeyn. an Ttt;$. s. 518 Anhang s. q. Ceift zwar von undencklichen Jahren her von dieſem koͤſtlichen Stein piel Schreibens geweſen, wie ſolches aus des trefflich gelchrten und erfahrnen OLAI BORRICHH Gihriften contra URSINUM, KIRCHERUM und CoN- RINGIUM Am Jag Tieget. Nahdem aber heut gu Tag das Gold und Silber, alg des Reichthums vornehmſte Materie, durch Mißbrauch und Ubermuth an un⸗ rechte Orte gebracht worden, und dahero in denen Muͤntz⸗Ockcinen zu fehlen be⸗ ginnen, folglich eine Uniwerſal Armuth eingeriſſen iſt, ſo hat die blinde Begierde nach dem Lap. auch faſt univerſal werden wollen, daher in wenig Jahren ſo viel dicentes davon gemacht worden, daf man ûůber 8: bis 10000. Buͤcher davon leſen kan. Und man ſche ſich nur ein wenig in der alten und pungen Welt um; ſo wird man finden, daß viele KayſerKoͤnige, Fuͤrſten, Edle und gemeine Leute, Gelehrte und Ungelehrte, ſo gar Handwercks Leute, Seiffenſieder und Strumpf⸗ ſtricker und ſo weiter, mit dem Lapide beſchaftiget geweſen und noch ſind. Ja es iſt die Sache ſo gemein worden, daß ſo gar die geringſten Kohlen⸗Brenner davon zu raiſonniren wiſſen. Im Gegentheif ſind auch viele Menſchen, die dieſen Lapidem vor eine lautere Ckümere und nichtiges Werck achten, daß ſie nicht nur mit allen Vernunfts⸗Gruͤnden dagegen ſtreiten, ſondern auch ſolche Leute vor Narren hal⸗ ten, die nur die Moglichkeit ſtaruiren wollen 5 daher unter andern Der Cardinal Perroxiusfagt: deplorata ſunt ingenia, quæ in inveſtiganda quadratura Circuli, perpetuo mobili,& Lapide Philoſophorum occupantur. Das ſind elende Leute, Die die quadraturam circuli, Dag perpetuum mobile und dm Stein der Weiſen ſuchen wollen. C. 6. Aber es iſt dabey curios, daß nicht wenige ſind, die ſich ſcheuen dem Lapidi beyzupflichten, derowegen die Kunſt und Kunſtler verunglimpffen, und dennoch heimlich dem Goldmachen nachſpuhren. Ein merckwuͤrdiges Exempel haben wir an dem weltgeprieſenen ſcharfſinnigen Gangler in Engeland BAcCOoNE VEnOLAMuICO, welcher hin und wieder in feinen Schriften die Chymie ſcharf o er unterdeſſen in ſeinem Haus mit groſſer Begierde die koͤſtliche Kunſt geſuchet hat. , S. 7. Cs ift aber das eine gewiffe Hiſtoria, daß vor dieſem in Franckreich die Alchymia ſcharf verboten geweſen, und dannoch hat der jetzige Kkegent, diejenigen Glieder der Koͤniglichen Societat, ſo die Chemie excoliren, ſelbſt ange⸗ halten, den beruffenen Lap. Phil. zu unterſuchen. Und wer weiß nicht, daß im Pab⸗ ſtum die Kunſt bey hoher Straf verboten iſt, und dannoch wird nirgends mehr Feuer um derſelben willen angemacht, als eben in denen Cloͤſtern. S:.. Ben fogeftalten Sachen iſt es gar bald geſchehen, daß man auf 2. Extrema fállet; da man entweder zu mild von der Sache judiciret, und in Leichtglau⸗ bigkeit geraͤth, oder man verachtet blindlings alles, und verſpottet dieſelbe wider alle Raiſon. Weilen nun ſolches einem verſtaͤndigen Menſchen ſehr uͤbel anſtehet, ſo habe habe vot Weiſehſ davon mo 939 ihre genig aflaten, deibm zy chendazu die Suche ſch mit d 6 10 fn oie a P. ſche 9. 11 tinen hé famin, daß er n Metallo die Nitu den werde, W aflito Nn Eti i aber abufi mde Ny W Orifon U impro Y Ciipor Nm), Koh Ats H: Wittthaben PA denan Kien fie Odah fuk Wy Smi feſchen r Bingi Or dung i ON Itt M Ii oN Wo A W ĵi Nutty mý Me NOM jdem italu mi ardin degun yii mÒ MM mau ny wi) onyd CONE fhf Huf wi egent, pange mdk Dami — NAAA——ꝑ———ů — Anhang. S19 habe vor gut angeſehen, vor dieſesmal von dem Welt⸗berühmten Stein der Weiſen ſo viel zu ſagen, daß meine hochgeehrte Herren: fich einen rechten Begrif davon machen und alles Unheyl vermeiden koͤnnen. S. 9. Wann ſie nun dieſe Materie wuͤrdig ſchaͤtzen, auf derſelben Vortrag ihre geneigte Attention zu wenden, ſo will vor dieſesmal kürtzlich folgende Stuck erklaͤren.(.) Was der L. P. ſey? ob deſſelben Verfertigung moͤglich, und die ihm zugeſchriebene Kraͤfte glaublich ſind?(.) Warum ſo wenig Men⸗ ſchen daʒu gelangen?(.) Die thoͤrigte und uͤbel uͤberlegte Sandlungen, ſo die Sucher des Lap. insgemein vornehmen.(.] Ob jemand zu rathen ſey, ſich mit der Runſt einzůlaſſen? S. 10. Damit wir nicht wie der Blinde von der Farbe raiſonniren, ſo muſ⸗ > eia erſtlich deutlich begreiffen, was eigentlich und im wahren Verſtand, se P. fepe? , S- ır. Wemlich es ift derſelbe ein Coͤrper, weleher durch Runſt aus einem hoͤchſtgereinigten auimirten Mercurio und einem lebendigen Gold zu⸗ ſammen geſetzt und durch ein langwieriges Feuer alſo zuſammen verbunden, daß er nimmermehr wieder zu trennen iſt, in welcher Geſtalt er die uͤbrige Merallen augenblicklich alſo zeitigen, reinigen und figiren kan, daß ſie in die Natur des reineſten Goldes erhoͤhet werden. Damit alles recht verſtan⸗ i new, will mir die Mühe nehmen, alle Puncten der Definition ins beſondere erklaren. S. 12. Erſtlich ſage ich, Der L. P. ſey ein durch Kunſt gemachter Coͤrper. Es wird zwar dieſe Kunſt heutiges Tages Chryſopœia genennet, ſolches geſchiehet aber abufive; dann wir machen kein Gold, ſpricht KEBER, ſondern wir dienen nur der Natur mit Præparirung ihrer eigenen Marerialien, daß ſie den Endzweck der groͤſten Reinigkeit vollbringen kan. Andere heiſſen die Kunſt Alchymiam, aber auch improprie, dann dieſe iſt vielmehr beſchaftiget mit Zertheilung derer natürli⸗ chen Coͤl per, und hat viele Vorwürffe und viele Endzrwecke. Hingegen werden die Grund⸗Regeln unſerer Kunſt mit Recht Philofophia Hermetica, die Kunſt ſelbſt Ars Hermetica, und diejenigen Kuͤnſtler, welche den Lap. wuͤrcklich ausgear⸗ beitet haben, werden Philofophi adepti, oder auch allein und vornemlich Philofo- phi, genannt. Und diefe haben weiter Feine Urbeit als reinigen und vereinigen. Uuh gehen ſie mit nichts anders um, als mit dem Centro deg Mercurii und Goldes. Das Productum iſt endlich ein wunderbarer Coͤrper, ein Haus des Lichts, der aller⸗ fhreſte unverbrennliche, im K leicht flußigſte Schwefel der Natur, und endlich der O Saamen, eine Medicin der Menſchen und Metallen. Diejenige/ ſo dieſen Stein geſehen ju haben vorgeben, alSFrreoerrca Garrus in feiner Reife nach der Einoͤde St. Michacl, ſagen, daß derſelbe ein bey Nacht hell leuchtender, bey Tag aber durchſichtiger blutrother Stein oder auch Pulver ſey; Andere verſichern, daß er Auhang er zugleich ſehr ſchwer von Gewicht ſeye. Daß dieſes alſo ſeyn koͤnne, erhellet aus Comm penen Stücken, woraus der Lapis zuſammen geſetzt iſt. Dann ich habe geſagt, ird in⸗ daß ſeine partes conſtituentes ſind ein hoͤchſt⸗gereinigt⸗animirter& und ein lebendi⸗ Principia ges Gold; Dieſe Dinge muͤſſen wir ein wenig genauer einſehen. ftantam §. 13. wird gedacht eines Zii. Hier iftinsgemein ju wiſſen, daß es Hafir di ein gar alter Spruch iſt: Im ð iſt alles was die Weiſen ſuchen. Weiter rufet cing Feine Der alte GEBER n feiner Conſiderat. rerum, ex quibus eſt perfectio Magiſterii Mui im C .M. Cap. VI. au: Laudetur Deus berediétus. qui creavit Mercurium,& de- d Regnu dit ei Subſtantiam& Subſtantiæ proprietates, quas non contigit ullam ex re- Matrices, bus in natura poſſidere, ut in illo poflit inveniri hæc perfectio per artificium thet: A aliguod, quod in illo invenimus in potentia propinqua. Wann wir nun in fpe- Mihohar i cie fragen, was iſt das vor ein Z und worinnen iſt derſelbe zu ſuchen und am naͤchſten So Aa i zu finden? So machen die Philoſophi in ihren Schriften ſo wunderliche Beſchrei⸗ glir oui AA bungen und ſo viele Umſchweiffe, daß man Witz und Verſtand verlieren moͤgte. fandeg wer Suchet man aber doch mit unermuͤdetem Fleiß die Concordanz und Ubereinſtim⸗ A mung derer Philoſophorum und gehet der Natur nach, ſo finden ſich folgende Wahr⸗ k il heiten, welche, um Weitlaͤuftigkeiten zu vermeiden, in kurtze Riomata einſchlieſſen tungg f will.(.) Der eine Endzweck und Wuͤrckung des 1. P. iſt die Vermehrung und Ge⸗ 4 gobi i neratio bes Goldes.(.) Alle Vermehrung und Generatio Speciei geſchiehet per Mben, A aN fpeciem fimilem: Das if gleich generiret ſeines gleichen: Alſo generiret ein Loͤw(1) Das p Mik einen Loͤwen und keinen Elephanten/ ein Menſch einen Menſchen und keinen Baren⸗ neke un * ein Ochs einen Ochſen und keinen Affen, oder eine Meerkatz; Aus Gerſten wird kein m efte Waitzen, aus Korn Fein Ruͤbſaamen.(.) Alles was fich vermehren ſoll, muf feinen e pne eigenen Saamen haben, und ein jeder Saameerfordert ſeine eigene bequeme Marri- nande fi cem, wann anders der Saame nicht ſoll verderbet werden, oder gegen die Natur der E i i Dinge falſche Producta geben. Drum iſt Fein Ackermann ſo thoͤrigt, daß er ſein Ongea Y(| Korn auf Marmar fået, oder feine Gerſte in einen ſumpfigten Pfuhl wirft, ſon⸗ iht Dhi , dern er bereitet ſeinen Acker ſorgfaͤltig und vertrauet ihm die Fruchte an. Und wer ia wuͤrde einen Ackermann vor klug halten, der Maagſaamen geſaet hat, und will A Waitzen erndten?(.) Aller Saamen, foll er anders fruchtbar werden, mug hni zuforderſt gantz und unverletzt nach ſeiner dtructur und Mixtur fenn; So Dann múk- p E: ny n iney ſen ſeine auffere und innere Theile durch gebührende Feuchtigkeit aufgelöſet und flußig pne) gemacht werden, Uber Das muf eine proportionirte Wármediefe Solution ing s bing Werck ſetzen, das iſt: Zur vollkommenen That bringen und alles bewegen. Nicht Mo n weniger muf Die Luft in rechter Maaß dazu kommen, damit die Waͤrme nicht er⸗ Sa ſticket, und die Solution und Circulation derer Saften nicht verhindert werden. A Aus dieſen Urſachen waͤchſet kein Mehl: Das Korn grunet nicht auf dem trockenen* Sm Korn⸗Boden; im Winter bluhet keine Gerſte; und unter der Erden oder in einer Antlia pnevmatica iſt keine Frucht zu hoffen.(.) Die Feuchtigkeit, ſo den iey Saa⸗ M Wi ANNA infi Wah iio mee htp: rinki Aai dfi afii ¢ Matte a aki ! 1 iw MNE wail ny Mu anmi niii ion nè n Ni ſiht t⸗ A pafon pining Í aw Giv Anhang. 521 Saamnen ernaͤhret, gibt demſelben keine abſonderliche Specification, fondern die wird in⸗ und von dem Saamen ſpecificiret, und dieſe Feuchtigkeit muß eben die Principia materialia in ſich haben, woraus der Saamen beſtehet, nemlich Sub⸗ {tantam Dlo- pinguem, Daher verderbt ein gemein O Waſſer oder S Alaun⸗ Waſſer die Gewachſe.(.) Des Regni veget. und animalis Saamen koͤnnen eines keine Frucht des andern geben. Als aus Hafer kan kein Caninchen werden: Aus dem Saamen eines Fuchſen kan kein Bier-Baum werden. Gleichwie nun das Regnum veger. und amimale, ein jedes vor ſich, ſeine beſondere Saamen, Matrices, Zeugungs- irt und Leben haben, und Feines aufer feiner Art ent- und beſtehet: Alſo iſt das keguum minerale ebenfalls vor ſich, und von jenem Him⸗ mel⸗hoch unterſchieden. Wann derowegen in dieſem Regno pon Saamen, Leben⸗ Tod, Wachsthum, Vermehrung, Rlatrice, Feuchtigkeik, Waͤrme, Luft und der⸗ gleichen geredet wird, muß dieſes alles nach der Mineralien Art und Natur ver⸗ ſtanden werden. 814. Nun die Philoſophi Hermetici ſuchen fine fecundo die Vermeh⸗ rung des Goldes. So muſſen ſie(.)einen goldiſchen Saamen baben.(2. Muß ein gebuͤhrender Liquor da ſeyn.(.) Muͤſſen ſie bequeme Matrices oder Aecker haben. Dieſe nun zu erkennen, wollen wir abermahl kurtzen Regeln nachfolgen. .) Das Gold ift ſeinen Qualitäten nach in den 3. Reichen das Geuer⸗beſtandigſte, reineſte und ſchwereſte Weſen; Seiner Subſtantz nach ift es ein aus dem reineſten und fixeſten Mercurio, Are und SaLE alſo zuſammen coagulixter Corper, dag dieſe ſeine Principia excepto tertio weder durch Kunſt noch durch die Natur von einander koͤnnen geſchieden werden. S. 1y. Bam alfo nah der Ordnung der Natur der Saamen mit der Frucht gleiches Weſens ſeyn muß, wie wir kurtz gehoͤret haben, ſo ift nach derer achten Philoſophorum Meynung wahr, daß der Saamen des Golds nicht auf dem Dornſtrauch oder im Roß⸗Kafer, das ift, nicht in verbrennlichen, fluͤchtigen, vege⸗ tabiliſch⸗ und animaliſchen, ſchweflichen arlenicaliſchen Dingen und ſo weiter, ſondern im Gold ſelbſt muſſe geſuchet werden.(.) Allein das Gold, ſobald es aus feiner Minera geſchmoltzen, iſt todt, d. i. kan vor ſich keine Beemehrung zu⸗ wege bringen, indem es nur ſo viel Feuchte in ſich hat, als zum Beſtand ſeines Weſens noͤthig iſt, eben wie wir vom Korn auf dem Boden gehoͤret haben.(.) Soll es derohalben zu einem Saamen lebendig gemacht werden, ſo muß ſeine Grund⸗Feuchtigkeit mit ſeines gleichen aufgeſchloſſen und augmemiret werden. (.) Seine Grund⸗Feuchtigkeit nun ift g, welcher son feinen Schwefel coaguli- ret und in ſteinernen Banden oder Huͤlſen verſchloſſen iſt, wie aus der erſten Regel erhellet.(.) So muf ja Das Solvens Auri auch ein ſeyn.(.) So muß dieſer R im mineraliſchen Reich geſuchet, und mit Ausſchlieſſung des vegeta- Uuu biliſchen S a a mE 4. * — Banm A a l a 522 Anhang. biliſchen und animaliſchen Reiches, ja aller Elementen, in demſelben gefunden werden. is fa g. 16. Damit wir aber in folkhem Suchen nicht auf Irrwege gerathen, ſo will abermahl aus Denen wahren Philofophis gewiffe Axiomata ziehen:(1) Unſer Solvens und unſer Waſſer(ſprechen ſie) iſt ein metalliſcher, ſchwerer, hell blinckender, die Haͤnde nicht naß machender Liquor.(.) Ferner, unſer Waſſer hat mit denen Metallen eine nahe Verwandtſchaft, deswegen vermiſchet es ſich mit ihnen genau und verläſſet ſie gar ungern.(.) Unſer Waſſer gehet nach feiner Bereitung als ein fluchtiger Spiritus gang im Feuer davon, oder bleibet gantz beſtäͤndig in demſelben.(4) Unſer Waſſer, in gebuͤhrender Maaß mit Gold und Gilber vereinigt, machet dieſelbe fluͤchtig, und wird auch eben wohl mit denen- ſelben Feuer⸗beſtaͤndig. Bann wir uns alfo in Der gangen Natur umſehen, ſo finden wir Feinen Liquorem, welcher befagte Qualitäten mehrentheils auch nur in feinem rohen Zuſtand hat, als(arrige aures Pamphile]) das allen Men⸗ ſchen bekannte Hueckſilber oder L vulgi. Allein jetzo gehet die Verwirrung recht an; indem alle den gemeinen& verwerfen, und daher etliche einen L Corpo— rum, das iſt, Metallorum, aus Gold und Silber wollen haben, andere aber aus allen Elementen fiſchen, womit viel 100000. ſind verſchwendet worden. Das heiſſet aber eine Sache aus Indien holen, welche vor unſern Fuͤſſen lieget. Da⸗ mit uns derohalben dieſe Verwirrung nichts ſchaden moͤge, will abermahl deret Philoſophorum kurtze Lehr⸗Saͤtze ausleſen.(.) Der vortrefliche Autor des Arcani Philoſophiæ Hermeticæ confirmiret des Gebers Meynung, wann er ſpricht: Wer den gemeinen§, wie er von Natur iſt und in feiner gangen Sub- anh; pro ſolvente radicali auri anſiehet, der betruͤget ſich und andere, wer abet im Gegentheil den L vulgi gantz und gar verwirft, handelt gegen die Wahr⸗ heit.(2) Wer von dem Trio ſeine reineſte Subſtantz ziehen, und demſelben von ſeinem Anſatz und Waſſerſucht befreyen kan, iſt auf dem nächſten Weeg, unſern + zu finden.(.) Wer des L angebohrnen innern Schwefel nach rechtem Gez wicht vermehren kan, der hat alsdann den wahren Schluͤſſel, das rechte Waſ⸗ ſer und Menſtruum, den A und& des Goldes von denen hart verſchloſſenen fel⸗ ſichten Schaalen abzuſondern und lebendig oder wuͤrckend zu machen. §. 17. Sehet, das iſt das theure Waſſer, welches von denen Philoſophis mit ſo mancherley Namen, zu Beſtrickung derer Thoren, beleget worden, und wel⸗ ches ich ohne Neid, offenhertzig, ſo viel ich aus mehr als 400. Buͤchern, durch unermuͤdetes Studiren und Kxperimeutiren habe erforſchen koͤnnen, droben in der Definition ein hochgereinigtes animirtes Queckſilber genennet habe. §. 18. Nun mollen wir auch das lebendige Gold betrachten. Das gez meine Gold ift, wie fchon gedacht, gang palliv und gleichfam todt: Uber das ap hat es theils angebohrne fremde Zufaͤtze, theils werden ihm von denen Kuͤnſtlern in in Denen ne natil jie Philo fie ehrn gordun poelter ren woraus X wn o tel(man giinigen (htn phi wle fih NAN pr Nant Wi Ng anim: nith geraumli Monat Philolop na D lirt i Mig hi det, Mé geſchiedes noch lang telher n dlitiafa Rity Der O fange Mftigen í Eoſcher Ñ 1 WD cine WBN Vatze dul, N cen fio f Vderlich Anhang.$23 in denen Müntz⸗ und andern Werckſtädten allerhand Dinge zugeſetzet, welche ſei⸗ ne natuͤrliche Wuͤrde und Schoͤnheit ungemein verringern. Daher verwerffen die Philofophi ¿war dag gemeine Gold, aber doch nicht das Gold felbft, fondern ſie lehren es von allem Zuſatz durch den freſſenden mineraliſchen Wolf, das§ ium, oder durch Die Quart, Solutiones und præcipitationes, cæmentationes und fo weiter reinigen und ſaͤubern; Alsdann ſehen ſie es an als die Materiam proximam, woraus der Y Philoſophorum erſt muß gemacht werden„ehe der Lapis oder wahre Gold: Same frey gemacht wird. Nemlich ſie machen mit einem Quin- tel.(man brauchet das Gold nicht pfundtweiß wie die Betruͤger vorgeben) des gereinigten und zu lubtilen Pulver gemachten Goldes mit 3. Quintel. des oben ge⸗ lehrten philoſophiſchen Rii ein allerzarteſtes Kmalgama, das iſt eine Mallam, welche ſich wie eine weiche Butter mit denen Haͤnden tractiren laͤſſet, thun dieſelbe in eine proportionirte Glaß-Phiole, welche das auſſerliche Philoſophiſche Ey ge⸗ nennet wird, und eben das nach ſeiner Art iſt und wuͤrcket, was die Schale ei⸗ nes animaliſchen Eyes thut; Alsdann ſchlieſſen ſie die Phiol oben feſt zu, damit nicht mehr Luft ein oder aus koͤnne als noͤthig iſt. Und dann geben ſie in einem geraumlichen Ofen die gebuͤhrende Wärme ohne Aufhoͤren Tag und Nacht 5. Monat lang, fo wird in der Zeit das Gold mit dem J fluͤchtig, und nach Der Philoſophorum Redens⸗Art in primam materiam gebracht. Unterdeſſen erſchei⸗ nen von der Schwaͤrtze zur Weiſſe, von der Weiſſe zur Roͤthe, ſo viele wun⸗ derbare Farben, conſẽquenter ſo viele veraͤnderte Zuſtaͤnde des zuſammen copu- lirten%ii und Goldes, daf es Die Philoſophi nicht genugſam beſchreiben koͤnnen: Bis endlich das God die Oberhand gewinnet, und den ¥ alfo mit fich verbin- det, daß Er nimmermehr durch Feine Feuer, Wafer oder Luft- Gewalt Fan ab- geſchieden werden. Jetzo ift das erfte Rad herum gedrehet, allein der Lapis iſt noch lange nicht gemacht, ſondern es iſt erſtlich der A Philoſoph. verfertiget, welcher noch nichts anders wuͤrcket, als daß er das kode Gold ferner erwecke, blut⸗ja ſaamen⸗reich machet. Dann wann man nun diefen A mit Gold ver- feket, Den g Philoí. dagu thut; und wie das erſtemal 7. bis 9. Monat kochet, ſo erlanget man endlich den ſo hochgeprieſenen Stein der Weiſen in den war- haftigen Saamen des Goldes, welcher ſich in viel oooooo. vermehren laffet. So ſehen wir dann auch den Acker an, worin dieſer Saamen geſetzet wird. § 19. Ein gemeiner Acker zu denen Vegetabilien muß genugſam Waſſer und eine fette ſaltzige luckere Erden haben, wann er ſoll kůchtig ſeyn. Und dieſes Waſſer, Fett und Saltz wird in dem Korn zu Korn, in dem Waitzen zu Waitzen, und ſo weiter; die nemliche Principia riechen in der Roſe, Nelcke, Laven⸗ dul, Narciſſe wohl und angenehm, in denen ſchwartzen Johannes⸗Beeren ſtin⸗ cfen fie, wie 1. v. Wantzen, im yolcyame, Opio, aſſa fœtida riechen ſie ebenfalls widerlich; Summa, ſo viel Saamen in der Welt ſind, ſo vielmal wird das ung Uuu z deter- —— Ae $24 determinirte Waſſer und Erde dererminiret und ſpeciticiret. Die Philofophi haben eben auf diefe Weis ihre eigene Aecker zu ihrem Gold⸗Saamen, und zwar ſind dieſe an Guͤte einander ſehr ungleich, wie ſolches bey andern gemeinen Aeckern auch zu geſchehen pfleget. Dann bald fehlet es einem an Waſſer, dem andern an Fettigkeit und Saltz, der vierte iſt zu ſandigt, der fuͤnfte zu ſteinigt und derglei⸗ chen. Es ſind aber eigentlich 6. Aecker von ſo vielerley Natur und Werth. Der erſte und vortreftichſte iſt der E. Der zweyte Dag C, Der Dritte Dag Z Der vierte das P. der fuͤnfte das 2 der ſechſte und dabey ſchlechteſte das Eyſen. §. 20. Cin jedes von diefen Metallen hat feine gewwiffe Portion der mine- raliſchen Feuchtigkeit, das iſt, des Riüü, der mineraliſchen Fettigkeit, das iſt, des metalliſchen Aris in fich, und diefe find jeho bald mit mehr, bald mit weni⸗ geren verbrennlichen, irrdiſchen und ſteinigten glaßartigten Dingen vermiſcht, und daher dependiret die Wuͤrde eines jeden metalliſchen Ackers; Deswegen muſſen auch etliche, als Zinn, Bley, Kupffer, und Eyſen gantz beſonders præ— pariret und purificiret werden, ſoll anderſt der goldiſche Saame in denenſelben gebuͤhrende Kucht bringen. 5 S- 21.. Wann nun in der fo genannten Projection dder eigentlich in. Der Ausſaͤung ein Gran von dem fermentirten und multiplicirten L. P. auf 1000. oDer 10000, Zheil gefchmolkenen Metall fållet, fo wird der Z und& deg Me- talls ein Nutriment und Vermehrung Des Saamens, und wird zu gleicher Zeit von dem Saamen lpecificiret in Die Natur des Goldes. Dieſes alles aber geſchiehet allhier in einer Geſchwindigkeit, weilen erſtlich dieſer metalliſche Saamen hoͤchſt rein, activ, und penetrant iſt.(.) Weil er keine organicam ſtructuram hat, ſondern homogenearum partium unionem.(.) Weilen alles im Feuer ge⸗ fhichet, deſſen Actiones und Operationes viel geſchwinder vor ſich gehen, als des Lufts und Waſſer; Auf eben dieſe Weiſe kan aus Silber ein Saame zubereitet werden, welcher die erzehlten Coͤrper zu ſeiner Natur bringet; Endlich iſt bey die- ſem allem zu mercken, daß der bisher explicirte Weeg, von denen Philofophis der trockene Weeg genennet wird. Sie haben zwar auch einen naſſen Weeg, allein derſelbe iſt von ihnen ſo geheim gehalten, daß kein Menſch aus ihren Schriften kan klug werden. Deswegen wollen wir uns auch mit demſelben nicht einlaſſen. Genug iſts, daß meine großgünſtige Hrn. aus vorhergehenden Bitcurs deutlich vernommen haben, was der L. P. nicht allein ſey, ſondern daß auch fo wohl ſeine Prœparation moͤglich als ſeine Kraft glaubwuͤrdig ſey. §. 22. Air fahren Derowegen fort die Urſachen zu unterſuchen, warum ſo wenig Menſchen ju dem Lapide gelangen, daß derſelbe ſo gar ein ſeltener Vogel in aller Welt iſt, da man doch meynen ſolte, die Kunſt ſey eben ſo ſchwehr nicht. Bey einer jeden Wiſſenſchaft und Kunſt, wann ſie recht grundlich ſoll erlernet werden, werden viele Umſtande erfordert(.) ein in der Kunſt erfahrner und trener Lehr⸗ hN A mi onne me ai er Seld poarte D inf- ehi menta, Y ie Beli Theorie q fuagdeeſet hin Bah fin WINGA acurat g aber, wi ceptoris MEN o eile flbi Ra l i ye in de And (hichten her find f Mioteihg M An$ Was mad Wenig Yog Der ilten[ UT { kiy g Niin È Pat ii ki i Wund Dige de Umt tra a dargli MW tiin t mine Wi ff titten mihi wegen i præ- wiu binw jf 1000, Mo Me- ihe R ohh m hoot ramh Z gY alſös bereikt bdie phis w j olei Arifi galati, TN ohl kin nmi Wl Peyi hk ſich. f ohr n) at f h ——— Anhang. 525 Lehr⸗Meiſter.(.) Eine gewiſſe Zeit(.) eine gewiſſe Diſpolition des Verſtan⸗ des und des Leibes(.) eine kluge und beſtandige Ubung(.) tuͤchtige Materialia und Inſtrumenta.(.) Ein gelegener Ort; Wo eines oder das ander von dieſen Umſtanden fehlet, Da wird Feine Kunſt erlernet, zum wenigſten wird keine Voll⸗ kommmenheit erlanget. Es will zum Exempel jemand ein Feld⸗Meſſer werden, fo muß er einen verſtandigen geuͤbten Maitre haben, der ihm zu foͤrderſt die Arten derer Felder nach ihrer einfachen Fläche, oder aus Berg Thal und Flaͤche com⸗ ponirte Diſtricte: Und dann nach ihrer Figur, da ſie entweder dreyeckicht, Quadrat, fuͤnf⸗ſechs⸗ oder mehr⸗eckicht find, erklaͤre: Der ihm alsdann die Inſtru⸗ menta, Ruthen, Quadraten, Menſulas prætorianas und dergleichen weiſe, und ihre Beſchaffenheit zum verſchiedenen Gebrauch anweiſe, und endlich nebſt der Theorie auch die Praxin zeige.(.) Muß ein Studioſus Geometriæ zur Erler⸗ nung diefer Dinge nicht nur eine Stunde, fondern genugfame Zeit widmen,(2) foll ſein Verſtand mit der Arithmetic verfehen ſeyn,(.) mufi er gute Augen im Kopf zu ſehen, und gute Fuͤſſe zu gehen haben.(.) Sind gute laſtrumenta noͤthig, daß die Meß⸗Stange nicht fram die Menſula prætoriana fein polirt und der Quadrant accurat eingetheilet ſey, ſonſt iſt alles Operiren umſonſt.(.) Was meynen ſie aber, wird aus Dem Lehrling werden, wann er mit der Inttruction ſeines Præ⸗— ceptoris zu frieden iſt und hinter dem Ofen ſitzen bleibet, muß er nicht fleißig auf das Feld gehen, und nach allen Orten deſſelben die Operationes theils ſelbſt ſehen, theils ſelbſt verrichten, Damit er wohl geuͤbet werde. §. 23. Wun laft ung diefes auf unfere Kunſt appliciren. Iſt eine Kunſt in der Belt, Die eine tiefe Erkaͤnntniß erfordert, oder die verborgene lubtile Hand⸗Griffe noͤthig hat, ſo iſt es gewiß Ars Hermetica. Aber wo find die ge- ſchickte und treue Lehr-Meiſter, die uns die ſchwehre Steine heben helffen. Bu⸗ cher ſind gnug da, allein was helffen dieſelbe: Erſtlich ſind ſie obſeur, zum andern moͤgte ich gern den Prediger, Adyvocatum, Mathematicum, Medicum ſehen, der aus denen Buͤchern allein klug und geſchickt in ſeiner geſuchten Profeſlion wird. Was machen nicht folche Aurodidacti oft vor Geſchirr, und warum haͤlt man fo wenig von ihnen. Woher kommt es unterdeſſen doch wohl, daß ſo gar keine oder ſelten lebendige Lehr⸗Meiſter inarte ermetica gu finden ſind? Ich will kurtz ie Urſach ſagen: Iſt einer ein Philofophus adeptus und laͤſſet ſichs mercken, fo iſt gleich Freyheit und Leben verlohren: Man kriegt ihn beym Kopf, und aͤng⸗ ſtet ſeine Seele mit Gold machen. Sie koͤnnen des beruͤhmten PHILALETHX Fata in ſeinem eroͤfneten Pallaſt nachleſen, ſo werden ſie ſich uber der Welt Bos⸗ heit wundern. Ja was ſoll ich ſagen, darf man doch nicht einmal die unſchul⸗ dige edle Chymie mit Verſtand und gebuͤhrender Ordnung, ſo gar in ſeinem Amt cractiren, ſo iſt Verfolgung uͤber Verfolgung da: Der Teufel rafet gleich; Goldmacher, Chymiſt, Morder, ſcharffe unſichere Artzneyen e uu 3 en —— 526 Anhang. aaa aa a remene eere o eà i x e iiaa, den täglich gegen einen ehrlichen Mann ausgeſpien. Ich kan ein Liedgen davon ſingen. Und wann ſolche Kriſcher nicht mehrentheils Idioten in arte waͤren; und wann nicht Serenillimi Befehl mir die Tractationem Chemiæ aufgeleget haͤtte, wolte ich die Stunde verfluchen, die damit ferner zubringen ſolte. Ich wolte auch faſt die Hrn. Studioſos Medicinæ vor dem Studio Chymico warnen, wann nicht die meiſte ſchon ſelbſt einen horriblen Abſcheu vor denen ſchwartzen Kohlen haͤtten, und fo Flug worden wåren, zu ſehen, daß heutiges Tages Rodomontaden mehr eintragen als alle Weisheit derer Egyptier, und das geceptSchreiben gnug ſey, einen gluͤcklichen Medlicum Practicum zu machen. Aber ad rem, ohneracht daß keine lebendige Lehr⸗Meiſter zu finden, ſo machen ſich doch die Kunſt-begierige über die Buͤcher, aber mit ſchlechtem Succels.(.) Weilen ſie Den gebuͤhrenden Verſtand nicht mit bringen. Dann ein Diſcipulus Hermetis muß zuforderſt ein guter Theologus ſeyn, daß er ſich gegen GOtt und den Nachſten alſo aufzufuͤh⸗ ren wiſſe, daß ihn der Unſeegen und Fluch nicht verfolge: So dann muf er ein ex- quiſiter Moraliſt ſeyn/ daß er ins beſondere ſeine Attecten im Zaum halten koͤnne/ damit er nicht in blinde Begierde falle. Endlich muß er ein vollkommener Phy- ficus, nach allen Theilen der NaturLehre ſeyn, der aller Coͤrper Inhalt, Art und Vermoͤgen wiſſe, damit er nicht, wie ein Irrwiſch, bald auf Gold bald auf Koth mit feiner Arbeit falle: Und dann muß er voͤlligen Verſtand und praxin in oer gangen gemeinen Chemie haben, damit er nicht mit dieſer verrichten wolle, was mit den Geheimen muß vollbracht werden. Sehet welch ein Mann der Philofophus adeptus ſeyn muſſe, und ob ein Schneiders⸗Geſell flugs ein ſolcher werden koͤnne, ob er ſich gleich mit der Chemia einläſſet: allein baſta! 8. 44. Es pflegen úber das die Dileipuli der ſo genannten Gold- Kunft die gebúhrende Zeit nicht dran ju wenden: Dann wann fie einen oder zwey Autores einmahl durchloffen, ſo ſind ſie ſchon geſchickt genug, und bilden ſich dabey ein, ſo geſchwind ſie die Kunſt gelernet, ſo eilfertig laſſe ſich auch das Gold machen, wor⸗ aus ein Ablurdum nach dem andern gebohren wird. Und ſolche Leute meſſen ihren Verſtand mit einer gar zu groſſen Ellen aus, daß ſie ſich flattiren aus Denen dunckeln Raͤtzeln, und Contradictionibus derer Philoſophorum die einige Wahr⸗ heit auszuklauben, da man doch zu thun hat, wann man aus verſtaͤndlich⸗ge⸗ ſchriebenen Buͤchern feinen Endzweck erreichen will. Von dem Mangel der Er⸗ kaͤnntniß der rechten laterie, des wahren Regiminis, wie auch von bequemen Vrt will jetzo nichts ſagen, ſondern nur gedencken/ daß die Haupt⸗Urſache der Wille Gottes iſt, welchem es gefallen hat, das Gold und Silber ohne Corruption und zwar in ſolcher Quantitaͤt zu ſchaffen, daß alle Menſchen, wann ihrer auch zehen⸗ mahl mehr leben ſolten, bis ans End der Welt genug haͤtten: Wann nur nicht bald der Geitz alles an einen Ort raffete, bald die Verſchwendung alles zerſtreuete, und endlich der Hoffart nicht viel Millionen verzehrte, und gar zu nicht machte. Wann Hann i tehni det DM dis gu oit rfig wn Ma mihe DiE mm fnd e Achymitt yaf. Wafer ſh, auh in die w fein gf hatiba n in Much wa Wii wurde nad Sael wi Mde tCrudit eig, Lany i Mt biim donea Metal he Wiin UTS i27, brige Un Fronti 8, Exa Canann W rA Ah nti MAN í öhhe ia Phy- Mitu WN ) prax qu wl Pam W m hd Autores ih Ñ 1 mii wi yg Dut Wh hg (wt pequen wg ion ui ownd patt f mýt gm Anhang. 527 Wann ich dieſes wohl betrachte, ſo komme ich auf die Gedancken, es feye ein rech- ter SchwindelGeiſt unter die Gold⸗Suchende ausgeſendet worden, welcher ſie be⸗ redet, Deute das G,Morgen das O,Übermorgen was anderſt pro materia Lapi- dis ¿u erwaͤhlen, daß ſie alſo in ihrem Suchen immer hoffen, und wann ſie am ſicherſten hoffen, am gefaͤhrlichſten in⸗von⸗ und durch die Hofnung betrogen wer⸗ den. Aber dieſes iſt das dritte Propos, welches jetzo auszufuͤhren: Diejenige, welche die Hermetiſche Kunſt gegen die Lehre der wahren Philoſophorum tracti- ren, ſind ehedem Sophiſten genennet worden, heutiges Tages aber heiſſen ſie Alchymiſten. S. 2y. Unter diefen haben ihrer etliche gemercket, daß der L kein ſchlechtes Vaſſer ſey, ſondern daf in ihm etwas groffes ſtecken muͤſſe, daher haben ſie ihn auch in die Haͤnde genommen: Und zwar haben ihn verſchiedene ſo vor ſich figiren und fein geſchwind zu Gold und Silber machen wollen. Allein der Spottvogel hat ihnen nicht nur Die Glaͤſer, ſondern auch ſtarcke eiſerne Kugeln zerſchlagen, iſt im Rauch aufgeflogen, und hat ein leeres Neſt zuruͤck gelaſſen, wann er aber et— was beſcheidener gehandelt wurde, ſo verließ er zwar ſeine flieſſende Geſtalt, und wurde nach langer Zeit ein Pulver: Allein er nahm bey der erſten Gelegenheit ſeine Fluͤgel wieder und blieb Z nach wie vor. Andere glaubeten zwar dem Wort deren Philoſophorum, daß der x in ſei⸗ ner Cruditãt und Impuritãt nichts tauge, daher ſuchten ſie ihn zu reinigen mit; Eſſig, Laugen und dergleichen; ſie vermiſcheten ihn mit O, D, X Â, hernach ſublimirten ſie ihn 10. 20. und mehrmahlen, wann ſie ihn aber wieder lebendig machten, war und blieb er ausfákig, und es war bey alle Der ſchweren Arbeit Hopfen und Maltz verlohren. §. 26. Nachdem begab ſich, daß etliche noch ſcharfſichtiger waren, erken⸗ nende, daß die Salia denen metalliſchen Dingen nicht ans Hertz griffen, und alſo auch nicht den& centraliter reinigen, vielweniger daß ſie ihm den noch fehlenden Herſetzen koͤnnen, derowegen ſind ſie auf die Metallen gefallen, haben den Z mit denenſelben vermiſchet, amalgamiret, deſtilliret, ſublimiret, gefotten und gebra⸗ ten, aber das Ende war ein Null. Als nun der F ohne allen Nutzen mit guten und mit boͤſen Worten ſo zu fagen vexiret wórden, hat man ihn verlaſſen, und ſich zu denen Metallen gewendet: Und zwar iſt lange Zeit aus©. C..L. P. ein ali~ ſches Weſen, und gar ein lauffender L geſuchet worden; aber theils vergebens, theils ohne Nutzen. §.27. Nach dem folte eg dann die Anima oder der Z Deg Goldes und Derer uͤbrigen Metallen gethan haben; Da gieng es an ein Cementiren, Calciniren, Solvi- ren/ Frontibus, Regalibus, oleo Gli; Volatiliſiren mit Spontibus Idis, urino- ſis, Extrahiren mit acetis radicatis und dergleichen; Man qualete ſich mit dem ſogenannten Purpur⸗Mantel des BAS1LII VIENTINI, daß viel 1000. 1D per- s chwen⸗ 528 Auhang. ſchwendet, und in die Luft gejaget, ja mit Ahen und Koth vermählet wor⸗ Den, ſumma: Gold und Silber ſolten von ſich trennen lafen, worin ihr Weſen beſtehet, und die andere Metallen ſolten hergeben, was ſie ſelbſt nicht haben. O Thorheit! o Ungluͤck! Aus ſolchen Narrenspoſſen ſind die Particularia und Par⸗ ticular-Proceſſe entſtanden, welche dem Laboranten ſo oft und viel eine Particu⸗ lam nach der andern aug Dem Kaſten jagen, bis ſein gantzes Hermågen in nihil univerſale verwandelt wird. ..28. Weiter, nadem die Philofophi fagen, ihr Golo und Gilber fey lebendig und nicht todt; es habe ſeinen Geiſt noch bey ſich; ſey in keinem Schmeltz⸗ Feuer geweſen, ſo ſteigen die Sophitten in die Ertzgruben, langen die Ertze aus der Tiefe, und wollen das Voͤglein Lermetis mit tauſenderley Netzen fangen, wann ſie aber mit vielen gefaͤhrlichen Arbeiten einen arlenicaliſchen Sublimat, oder cin ful- phuriſches Waſſer, oder auch ein laliniſches Pulver erhalten, ſo ſind ſie in der Hof⸗ nung ſchon reicher, als Creeſus, in der That aber armer, als Irus; Nun heiſſet es, wir ſehen wohl, die Metalla und metalliſche Ertze ſind zu hart verſchloſſen, wir muͤſ⸗ ſen ad media mineralia und ad ſalia gehen, da lieget der A und auri offen, und läſſet ſich gar leicht herausholen. Da ſolten meine hochgeehrte Heren mit Berz wunderung ſehen, wie das Arſegicum denen Laboranten die Kleider am Leibe, ja Bart und Haut zerfriſſet. Wie das 8 die Sophiſten mit Catharren, Lungen⸗ ſucht, Sutfocationibus und Schlagfluͤſſen, an ſtatt des Goldes, belohnet. Wie ihnen der iꝛẽ die Knochen zernagt. Wann der Kalck, Wißmuth, Zinck, Cobolt, Zin⸗ nober/ reden koͤnten, wuͤrden ſie nicht Wunders genug erzaͤhlen koͤnnen, wie man bald freundlich, bald grauſam mit ihnen umgehet, und wie ſie heimlich in die Leiber der Alchymiſten, wie dort der Teufel in die Saue derer Gergeſener, fahren, daß ſie haufenweis in das Meer, ich will ſagen, in das Reich der Todten lauffen; Aber was ſage ich von denen Salibus? Weilen das gemeine Küchen- Salg in dem nenſchlichen Leibe den Nutzen eines treflichen Lebens⸗Balſams haben ſoll, ſo muß es auch ad L. P. geſchickt ſeyn; weilen das O eine groſſe Kraft bey ſulphuriſchen Sachen, ſonderlich in Schieß⸗Pulver, erweiſet, ſo kan es auch das hart⸗verriegelte Schloß der Natur eroͤfnen. Weilen das D zum Farben der Tucher ſehr nutzlich iſt, ergo iſt es mit dem A und ð Solis haufig erfuͤllet? Quæ, qualis quanta Riſum teneatis amici. Aber doch werden dieſe Sachen mit allem Ernſt und Eifer tractiret. L29. Die bereits erzehlte Thorheiten ſind naͤrriſch genug, aber ſie ſind es noch nicht alle, denn es gibt noch viel ablurdere. Sie hoͤren Doch nur einmahl: Als ein gewiſſer Koͤnig in Egypten, Calid genannt, mit dem Philoſopho MoRkIENo von dem Lapide diſeurirte, und gar zu genae nach Der geheimen Præeparation des Yfragte, antwortete dieſer dem Koͤnige aus Argliſt, und weil er demſelben nicht ſo gar vor der Fauſt weg Die Erófnung der Sache abfehlagen durfte: Hæc res ex Te extrahitur. Daraifonnirten Die witzigen Sophiſten in aller Eil: Da haben wir das Neſt, Mi DN C niht s lenon hn Mat w 3ahn Main ihn Gaum abe t Dubii fola grd mat, Ñi min Wokhe wh: Qu $40 funn wenig moltes di fundeh. Vilalleng ganhe Phi Ariftotele gohe in d fie Spru tdm y l Nung Col tiv clket werd nd inen. maerialifh ME Uda Vllihen un Praxi feran dkg Ule univer venity ye ta ) ti N| NN| eſt Neſt, da noas 9 00 Iſt dedi die gůldene E Anhang hue PURNA der Menſc Eyer li i t ciemente lenf micr teget 1 tie: ſen? b BES zuſamm icrocoſin warum ſind hl$ ner Zahn k nicht son geſetzet? S iſt er Ma doch lang fi 529 | S D, 1 e IR i maf 7 OE sen 5 H, wie 2 A Ú f) Í De gefund 4 sty hen wir nic tẹ eA Dit wiy as ihm ſeyn E orden, T ngen daß n ria E Welts geweſen? f$ 4„Ar(CRA a AG Q A 2 dmi ae iiei ergoͤtzten ſolte Mai iot ooe in y Denen iy 4 17 ii y Moriene ann ni ne MiM ſolches ia. Aber w) Die guter paa oik baft nicht Dag nem Kopf zmwach⸗ wmf mént groſſen Sd wo iſt(ſpiech n Herrn je ung aug erſte Weſe ein gůlde⸗ (in ik men e Saachen, Dia In Sea der Ort dem trefli e Seea Des Gol- yi iia ron e J Y. arck e che O TN n treflichen Gur ss erre 8 hof wahr rden; abe tare? und hem Zrveifi dem M Fund refter, T.| r: Qui i ber Deg A noc Zweifel i eii Menſche„ſo et. Wwe d 8 gu n zay ARNOIL ch andere D Blut, raehan; wo di entſtehen simii i Saa 9 rdis quæri DI DE V achen Haar, Uri te Miner in' pa wenigſten arauf an it, merde E eo von dem M rina, De ENW olte es di n mwar er ni der H dam in AINON) 3 Menſch Xcre- 8 die gan yer nicht f EL W venie 4 Spruch hen A a Walt ub ſo unfſäthig, a: ae EDE AI oei lifalie gieng zt tuͤberreden, erhe wie die molte am all llezeit Mni gang na Telæ zwar anfi s7 er habe i E andern T allergeſch S aMngy ganbe Phil„darar fangs nich be die rechte n Dann er d ſcheiteſten ſe f oli Âri SGE ilofophie ei 18 wurde f icht ſo ga kerhle Mine er fatt EN fenn }| W sAn rei a ein St kurtz mi gar deutli oo in irre n$ h3 sorher in di agt, die Spec Endli ich, ſondern die d nant ſche S n die erſte A ię Species fó lich und n Effentia S: ndern die Lof Manone We Spruch kod Materie cies koͤnte d endlich ta Saliv ie Loſung y toerden; Didar, p Datele OA aidera ruch pamit hatte Die f N ehe um aaa i a A tit hatte die A Nul! e und bevor ſte IE OTD smutirt wer ar, es habe der p ZA a ſie Ac bevor daſſe das Gold den, Es wuri werden, Be oiy bar n; M oll etw Achtung/de ſelbe die ihi erftlich ir vurde auch d wann fie nide m t ciret are ſ e wir werd m roeie primam y der sbin„T fa mug m en iren jeho Di erden Den red iebene W Materiar Oſophi fo mu minirte en, ſo muß es tzo die begieri den rech ne Wur eria phi- 9 ten Materi 3 e ie begierige echtens Wunder ver am gebrac wib d inem keäſtt gleich ms ormar fpe Monia in pet behm Ohre watao m3 NES åftia z twúreE y To peacanna n pri aaia hr hof 16, ai meelte Sorn siart An E JEUG Y tzet: und e Borm in fich he geiſtliche Jun dieſes und ei am redu- Neli alfo{ ch hat chen Mef ſes geſch und ein redu a Rium Belieben y nicht allei hat, aber D Weſen geſchehen iner u> Qw Za f nund Difi t allein die Cå och alie Ar umfeher en, fo mi ndeter måM, So kA SA e Corper i alle Forme ſehen, da miſſen wir a rERa + ſchnacktſe T da e poy rinnen i< Cy{ i 5 l ied Praxi— iſch dieſe Ehi F des R EN i angebo p der Welt pee ſübſt kemne gaml fagen, die 8 t8. Etliche o phie{n k díe Trans usn Form be Men Gewolt be⸗ FoRieN iil die Erde iſt Aa eiben we Tbe asmytation berauben At be⸗ MonlEVO itle univerſali if matrix fein auf i hbheorie t 10nS en, un uverfali; a ien auf der E iest aah Form ei y unD no ration dW invenigr: ihig veni ea uterus a Erden ft, ſo alber k rm einfuͤhrer k stal nfi; Grab ndi al recipiens i y damit fie ni ommet ſie ü ran. j Í Di i< ¢% umi f or j rit fie let ſie a uidit poan Boden n derowege ma archæ 18 iufluenti te nicht ho ta pe auch: wal Monat legen di aen und ſucher us&c. inil a a fallen, 1 z wag í bekom n asi Endli eſelbe Ar£ Hen bols-fe Hda coas pe Erro` und T; PRUNEN ſie ent dlich laugen ſi n die So ariſche letti agulatur& c Spirit weles fie in npor anM a Sane ana p rony a a ſie in copia, o D oder BANA aus, ode D- und K n QUS noch wohlfeil r teuth„oder ditti Stern⸗& hr wohlfeiler eutſch S der dittilli rn⸗Strahler nie ge⸗ feiler und beffer Salpeter illien Di Strahlen etlic: eſſer in der ery oDer ei U ahlen etliche tn Der? té ein s 5 sj ri JE et Avothecke em der Am Ende dothecken hatten f. hin! aſſer⸗ hatten kauffe Waſfſer ffen koͤn K Mh| t n Xrer §.31. Auhang. L31. Andere fiſchen ſolche koͤſtliche Sachen aus der Luft, mit heftig cal- cinirten Salien und Damit la nichts ungeplagt bleibe, fo mug der Thau, Hagel, Schnee, Reif, Mertzregen⸗Waſſer, Sonnen⸗Strahlen herhalten, und den Spiritum mundi hergeben. Sie moͤgen ſich auch ſperren, wie ſie nur wollen, es hilft nichts davor/ der Artiſt machet aus dieſen Dingen Oel, Salg, Wafſſer/ Erden, leparirt, componirt, deſtillirt, caleinirt, digerirt, und wann er auf⸗ boret, fo ift er Flug, wie zuvor, und muß ſelbſt úber feine Weisheit lachen. §.32. Es ift de Sonne gerathen, daf Die Herrn Aitronomi ihre ungeheure Entfernung offenbahret haben; denn ich glaube, es wurden ſich noch Thoren in die⸗ ſelbe gewaget haben, ſonderlich wann fie gehoͤret hatten, daß die Sonn ein pur lauter flieſſendes Gold fey, twie jener Phyſicus ſtatuiret hat. Das ſind nun die Incpuæ majores; Nch fònte auch vieles von den Nugis minoribus melden, da Leute herum geten, und bald aus Kiefel- Eteinen© und C mit Profit wollen zie⸗ hen, bald arme Ertze reich machen, oder ohne Feuer und alle Gnade unzeitige zei⸗ tigen; das Granum fixum compendioſiſſime extrahiren/ und dadurch groſſen Gewinnſt verſprechen. Sed manum de Tabula. Sapienti ſat. §.33. Nun find noch 3. Fragen uͤbrig zu eroͤrten.(.) Ob man jemand rathen koͤnne, ſich mit der Arre Hermetica wuͤrcklich einzulaſſen?(.) Wie der beſchaffen ſeyn muſſe, der ein glucklicher Diteipulus dieſer Kunſt werden will? (3 Wie man einen, der die Kunſt zu wiſſen vorgibt, oder auch der ſie uns lehren toill, erkennen ſolle, ob er ein Kunſt⸗Beſitzer iſt? C334. Auf die erſte Frage antworte rorunde mit Nein. Dann ob wir gleich gewiß verſichert ſind, daß in dem& und O die wahrhaftigen Anfange des L. P. liegen, ſo ſind doch noch gar viele Schloͤſſer zu oͤfnen. Zum wenigſten verſichern uns die Philofophi, Daf die wahre Præparation des Yri von feinem eingigen in fpecie und offenbahr ſey beruͤhret worden, ja ſie verſichern, daß dieſe Præparation bey Strafe des grauſamſten Fluchs in keinen Schriften doͤrfe erofnet werden, und wann einer zu dieſer Erkänntniß kommen ſolte, muſſe es entweder durch immedla⸗ tam inſbirationem divinam, oder mediante orali revelatione& manuali de- monſtratione eines Adepti fub Sigillo ſecretiſſimi ſilentii geſchehen. Und wann man auch dieſen& Philoſophicum habe, ſo ſeyen in der Nach⸗Arbeit ratione furni externi, Valis, Compofitionis, ponderis fixi& volatilis Oris fo viele Schwuͤ⸗ rigkeiten uͤbrig, daß die meiſte in Verzweifelung gerathen, und gar felten ein oder Der andere mit dem Pontano 200mal in Gedult irren koͤnne; Und gar wenige-ben fo lang, dafi fi: mit dem Comite Lreviſano im hoͤchſten Alter dazu gelangen konten. 6 357. Wolte aber einer dieſem allen ungeacht, ſich ſelbſt ſo viel zukkauen, daß er durch kluges Nachforſchen und unermuͤdeten Fleiß den Schatz finden wolle: So bedencke er zur Antwoct auf die zte Frage, was Doorten AURELIUS AU- GOREILLVs ſaget: Wol⸗ Aa gam o y a A J A wG 93 wni iii wnaf Uthai, t) noth Milo t Kwe jl piure, Armi M fi UNM Mh s MAN i tind h Mo "Ey foi nun d MN Ini tigt mikoki we.P. sefih pignin aration M AÒ medie yali d- n wam ne furni Chu noui yf páni, puwti anol: 105 A0. g Anhang. Eoun! ihr Sterbliche! folgt dieſem hellen Licht, Das aus der Finſterniß hervorgebrochen ſcheinet: Betrettet doch hinfort die krumme Weege nicht, Worauf der Poͤbel irrt, der feſt und ſicher meynet, Die gantze Heimlichkeit von dieſer Kunſt zu wiſſen, Auf die viel tauſend ſchon vergebens ſich befliſſen. Wer geitzig oder faul, und ein Betruͤger iſt, Ein e A Sandwercksmann, ein Kraͤmer, der mit Waaren Zu thun hat, wer auch ſonſt ſein Saab und Guth verfrißt⸗ Ein armer Bauer, der oft muß zu Acker fahren, Desgleichen wer den Stein will aus Gewinnſucht fangen, Die werden alle nichts in dieſer Kunſt erlangen. Hingegen wer ſich gantz der Weißheit Zucht ergiebt, Nichts hoͤher in der Welt als ſeinen Schoͤpfſer ehret, yin mehr als Gold, ja ſelbſt mehr als den Himmel liebt, Und mit Hertz Sinn und Seel ſich gaͤntzlich zu ihm kehret, Der kan ſich gantz getroſt an dieſe Arbeit wagens Die Weißheit, der er dient, wird ihm kein Gluͤck verſagen. Womit das, wasder unvergleichliche Autor des Arcani Hermeticæ Philo- ſophiæ§. 2. 4. 5. fagty uͤbereinſtimmet, und leſens werth iſt. Endlich ſpricht Gr⸗ BER, man Fan gwar mit geringen Unfoften zur Vollendung des Magilteri gelan⸗ gen, wann man nur die Principia der Kunſt inne hat: Es ſind aber doch die Armen zu der Sache ungeſchickt, weilen ſie gar leicht aufzuhoͤren gezwungen werden. C36. Solte ſich endlich jemand vor einen Kunſt⸗Beſitzer ausgeben, ſo fra⸗ gen ſie ihn: Ob er aus dem Lio allein das gantze Magitterium verfertigen, oder wann er Gold dazu nimmt, ob er mehr als ein Quintlein oder zum allerhoͤchſten ein Loth noͤthig habe?(.) Ob er mit einem Ofen in einem verſchloſſenen Glaß, ohne daſſelbe zu fuen; noch zu bewegen, calciniren, putreliciren, fublimiren, præ- cipitiren, ſolviren, coaguliren kan? Ob die Materie im Glaß erſtlich ſchwartz oder weiß wirdꝛ und was es heiſſe: man muͤſſe erſtlich Silber machen, ehe man Gold machen koͤnne? Kan er dieſes alles præeltiren und erklaren, ſo glaubet ibm; wo nicht,, ſo iſt er ein Betruger: geſetzt aber, es hätte einer dieſes aus denen Buͤchern nachſagen gelernet, ſo gebet Achtung, ob er auch nur eines Hellers werth prærtendi⸗ ret/ ſo iſt er kein Adeptus, ſondern will entweder auf die Gefahr euers Beutels pra⸗ Cticiren, oder euch, ehe ihr es mercket, gewiß beziehen. Wer klug iſt laſſet ſich warnen. Xex 2 Ano- 532 OROROORO S TASS 328 NAs RAs GUAS GOTAS GUTAS ASZ ANONYMI Alchimiſche Fragen, Von dem UNIVERSALI PARTICULARIBUS EF 46 Aus dem Lateiniſchen überſetzt. Was iſt die Alchimie? Je iſt eine die Alchimus erfunden, und die von dem Griechiſchen Wort Archimo, das auf lateiniſch maſia heiſſet, ihren Namen be— kommen hat. 2, Was ifts fúr eine Runft, und was lehret ſie? Dieſe Kunſt lehret das Weſen der Dinge von den Excrementen abſcheiden, und durch ſie werden die Metalle zur Vollkommenbeit gebracht, da fie vorher in den Minern verdorben und unvollkommen waren. Darum iſt zu mercken, daß die Metalle, nur nahi ihrer zufaͤllgen nicht aber weſendlichen Form, von einander unz terſchieden ſind; Weshalben es auch moͤglich iſt, alle zufallige Dinge abzuſon— dern, welche nichts von metalliſchem Weſen haben. Dann zu welcher Bet, an toe chem OUrt, und mit welcher Hitze alle unvollkommene Metallen des verderbenden Is beraubet werden, durch die werden fie gleich zu Gold gemacht, Iſt alſo die wahre Alchimie eine Kunſt, die Principia, Urſachen, Eigenſchaften und en⸗ ſchgften bollfomt wadin. jal Diſes Mó Weh i WO aY fpi IMS Ry Ciel aly N Yatt mg bidin G i Ddu i yda Werf vif, OM Den die ii n) oi Íl Err ERIS AM pait véd yul puii ii Mi pud f t Anhang.$33 denſchaften aller Metallen von Grund aus zu erkennen, durch welche Kunſt die unvollkommene, vermiſchte und verdorbene in wahrhaftiges Gold verwandelt werden. 3. Wie werden die Metallen durch dieſe Kunſt zur Vollkom⸗ menheit gebracht? Dieſes zu erhalten, wird man vor allen Dingen ein ſolches Agens oder wuͤrcken⸗ des Weſen zu wege bringen muͤſſen, in welchem zugleich die ſcheidende und die figirende Kraft gefunden werde, damit es, wann mans auf unvollkommene Me⸗ talle traͤgt, die Kraft habe, ſelbige ſo lange im zu erhalten, bis alle zufaͤlli⸗ ge Dinge durch des innerlichen(nicht auſſerlichen) Ls Staͤrcke(ſintemalen es durch das aͤuſſerliche fich nicht ſo leicht ſcheiden laͤſſet) theils geſchieden und theils verzehret worden, und endlich nichts als allein das Weſen des Ooder C zuruͤck bleibe. 4. Was wird ſonſten durch dieſes wuͤrckende Ding verſtanden? Der Stein der Weiſen. 5. Was iſt der Stein der Weiſen? Eine allgemeine Tinctur, oder kuͤnſtliches O, das durch Nachahmung der Natur aus dem& der Weiſen gezeuget, uͤbervollkommen gemacht, und zum hoͤchſten Grad gekocht und digerirt worden. 6. Was iſt das vor ein Kochen oder Digeriren? Dadurch wird nur eine langſame Decoction verſtanden, vermittelſt welcher der der Weiſen erſt in ein Elixir oder roͤthlichen Saft(verſtehe O potabile) reſol- virt, und darnach durch die Agrad zum Pulver coagulirt wird, und zwar, nach dem die ſchwartze Farbe vergangen, erſtlich in die weiſſe, darnach in die gelblichte und endlich in die rothe Blut⸗Farbe, welche letzte die vollkommene Digeſtion anzeiget. 7. Was wuͤrcket dieſe Digeſtion? Wann ſie vollendet iſt, iſt der Lder Weiſen in den Stein verwandelt worden. Solviret und coaguliret man Diefen von neuem, fo wird feine tingierende Kraft immer zunehmen und ins unendliche erhoͤhet werden. Tr? 8. Sat 534 Anhang. g. Sat dann der Stein, nebit der Verwandlung noch andere Rreafte? Nach Auſſage der Weiſen macht er unter andern merckwuͤrdigern Dingen auch das Glaß geſchmeidig, daß ſichs haͤmmern laſt. 9. Iſt er nicht auch eine allgemeine Artzney, die in allen auch un⸗ heilbaren Kranckheiten ihre Wuͤrckung zeiget? Ceil er nicht nur die kraͤftigſte und unzerſtoͤrlichſte Subſtantz iſt, ſondern auch alle Kräfte des Geſtirns in fich faſſet, ſo iſt er freylich unter dem lunariſchen Globo die groͤſte allgemeine und vornehmſte Artzney, welche alle unheilbare Kranck⸗ heiten heilet. 10. Warum wurde oben nur geſagt, man muͤſſe den Stein blos aus dem machen, und iſt ketnes Ferments gedacht worden? Man muß wiſſen, daß die Fermentation im& der Weiſen gar nicht weſend⸗ lich gefunden wird, ſondern nur zufaͤlliger Weiſe; Und zwar nicht allein darum, weil er ſchon alles in ſich hat, was zur Kunſt noͤthig iſt, ſondern auch weil die Operation aus dem bloſſen L unter allen die vollkommenſte und kurtzeſte iſt. Dar⸗ um war es genug, daß an demſelben Orte nur der vornehmſten Operation, die am vollkommenſten iſt, und von keiner andern dependiret, Meldung geſchehen. 11. Wie viel Arten gibt es, durch welche er würcket, und in wel⸗ cher Wuͤrckung iſt die Fermentation? Die Weiſen haben, um ihre Operationes gluͤcklich zu vollenden, 2. Wege gefunden, einen, welchen ſie den trockenen, und den andern, den ſie den naſſen nennen. Durch den naſſen wollen ſie nichts anders anzeigen, als daß die Operation blog mit Dem& der Weiſen anzuſtellen ſeye, ohne Zuſatz eines an- dern Dinges oder Fermenti: Im trockenen aber haben ſie ein Kerment noͤthig erachtet, um die Arbeit kuͤrtzer zu machen, weil der trockene Weeg,(als in wel⸗ chem der T phil. nicht ſo geſchwind, wie im naſſen Weeg, bereitet wird) ſon⸗ ſten eine gar zu lange Zeit erfordern wuͤrde. 12. Was iſt das Ferment? Das Ferment des Phil. im trockenen Weeg iſt zweyerley; das erſte und ein⸗ fåltigfte ift© z das durch 5 gereiniget, und zum ſubtilſten Kalck gemacht morz den: Das andere, weit edlere, weil es zur Projection des Steins eine weit groͤſ⸗ ſere Kraft hat, iſt ein jeder firer und Oiſcher der vom gemeinen O ſelbſt, oder vom andern Metallen ausgezogen wird; wiewohl einige laͤugnen wollen, daß in den Metallen ein ſolcher fixer G feye. 13. Wie 13, Wie l Aiet MAG dein dein A Mealen, Jen derfel Wilo er yie fixe Č (i gebrand fabe, 27 S Das Wahrheit dikes Nah dr bem ſbeifcg: bah? w$ aueaedrud befe Dy innen onb eel Mie er i CAN Mitelbar yg ounraofin Naflik un wodt fo, Dereitung l p Mennet p roffen y iu f erme Anhang. 535 13. Wie ift diefr gúldifche A, welcher nebft dem gemeinen© auch in andern Metaͤllen gefunden wird, beſchaffen? Und was Ný ſinds vor Metallen? Hier muß man zum Voraus aus Gebro feſt ſetzen, daß die metalliſche Coͤrper r aus 2. Schwefeln beſtehen, aus einem zufalligen und feſten, und einem andern, der in dem Queckfilber verſchloſſen liegt. Der-erfier VON den auch hier allein die Mah Rede ift, findet ſich nach ſeiner genugſamen Oariſchen Erhoͤhung nur in etlichen rifin Metallen, nemlich nebſt dem gemeinen O im œ und 8; ſo daß aus einem wmi jeden derfelben diefer gúldifhe A Fan gezogen, und wann er mit dem Z der Weiſen vereinigt wird, zum Stein der Weiſen gemacht werden. Übrigens ſind P die fixe Schwefel anderer Metallen gar nicht alg ein Ferment Deg Z der WBeifen zu gebrauchen, weil fie nicht denfelben olariſchen Grad der Erhoͤhung erreicht wiin haben. WN u l i 14. Was ift der& der Weiſen? i s Das iſt dieſelbe wichtige Frage, von deren gruͤndlicher Eroͤrterung die gantze Wahrheit dieſer Wiſſenſchaft abhanget; Dann in dem verſchiedenen Verſtand p dieſes Nahmens kommen ſo viele und groſſe Contradictiones vor, daf ein fe w der, beym erſten Anblick/ genothiget wird, an dieſer wahrhaftigen Kunſt zu weifels: Wann aber die Sache ein wenig genauer erwogen wird, findet man bald, daß alle ſolche mancherley Bedeutungen, die mit verſchiedenen Worten Wy ausgedruckt werden, nur auf ein eintziges Ding abzielen: Daher wird, um naen beſſern Verſtandes willen, der Z der Weifen in diefem dreyfachen Sinn voͤllig y 0K koͤnnen und muſſen betrachtet werden; Erſtlich, wie er die entlegenſte Materie, (8 M(.) wie er die nahere und(.) die nachſte Materie des Steins iſt. Als die ent⸗ nith legenſte Materie iſt er nichts anders, als die bloſſe himmliſche Impreſſion, die un⸗ mittelbar von dem Geſtirn in der Luft geſchicht, und durch dieſelbe allenthalben j) ausgegoſſen, endlich aber von der Erde ewpfangen, und in dieſer corperlich greiflich und ſichtbar gemacht wird. Wann dieſe Wuͤrckungen der Natur voll⸗ bracht find, fo hat die Materie zwar ſchon eine coͤrperliche Form uͤberkommen; aber ſie iſt doch noch unvollkommen, und aus der entlegenſten Die nabere Materie T geworden. Wird nun dieſe ferner durch verſchiedene Operationes und Altera- peno tiones ¿u einer fo vollfommenen Form und Natur gebracht, dag fie Feiner weitern ti Bereitung bedarf, ſondern ſogleich in das philoſophiſche Ey kan geleget werden, aa i fo nennet man ſie die nächſte Materie. Weil aber nur im trockenen und nicht im ji naſſen Weeg, von der innerſten Auflöſung des© oder der fixen L, Die man jum Ferment gebrauchen wif, gehandelt wird, ſo muß auch der& der Weifen, wie| den — PRA 11 n $39 ik Joet ng. den man vor die nächſte Materie nimmt, in dem einen Weeg unter einer andern Form, als in dem andern, erhalten werden. 15. Unter welcher Geſtalt erhaͤlt man den% phil. im trockenen Ween, inter der Geſtalt eines lebendigen, lauffenden und nicht netzen⸗ Nothwendig u den Yii; zu welcher Ge ſtalt er aber aus der Materie nicht durch die Natur, ſon⸗ rhé dern durch die Kunſt gebracht wird. 16. Warum aber in der< Bel talt eines lauffenden und nicht i den Queckſilbers? anit aler à Annei! wie Eiß i MVY s fein Meuſtruum thut floͤſende und 2 md V, einer Hans gleichen 9 Natur ſeyn, und be ſtehe ſch D:' Gleich Eiß in Anſ nun 9 de 9 poa i t eh oder congelirtes t; alſo verhalt ſichs mi Ufgeloft t nur d öſten Waſſe Aen cin ocfrornes f dem% der Weiſen in Anſe⸗ hut 18 des a und der fixen A, roeli pe ı g ande ñ und ſeyn Finnen, als ein congelirtes und ausgekochtes ar Foelie s und e aN Naſſen rohes Queck⸗ ſilber. Gleichwie wir nun ſehen, daß das Eiß 51 alsbald in Waſſer und nicht in einen andern Liquorem auflo ſet, weil es unmittelbar aus di efem geworden it; alfo koͤnnen auch DaS O unD i die fixe tolariſche durch Daji be und in daſ⸗ ſelbe unmittelbar aufgeloͤſt werden, was ſie zuvor waren, und woraus ſie unmit⸗ telbar geword Di i find. Philaletha fpricht: Aus dem L hätte, ehe er y wurde, etwas anders werden koͤnnen, als ein Metall oder Mineral; Nachdem er aber Zy dder ein h auffendes und Die: Hände Mt MONE V geworde n, ſo iſt er nunmehr zu Annehmung einer mo erall- oder mineraliſchen Form beſtimmet. Dar⸗ aus erhellet, daß der Roder das Queckſilber(weil o in der That ein lauffendes und nicht naf t jachendes Viſt) di i nate Materie aller Metallen fepe; und folg jó ich allein Durch und in Daffelbe Metallen ut bar relolvirt werden muſ⸗ ſen r weil d die re in ihren 2 nf sprung thut, und die Kunſt alſo auch keinen thun muß, wann ſie jener foli ó { te ~] +L 17. Was ift der& der Weiſen zur naͤchſten Materie im naſſen Weeg? Eine doppelte ¥ ialifche Subftang Des vi und der L der Weiſen, der im tro⸗ ckenen Basi aus der nahern Materie gemacht u oorden y nemlich durch verſchiedene Bereitungen und Veraͤnderungen, die unten weiter werden beſchrieben werden. 18. Das 18, Da Will und gu wwen Wein l Oigh fat wied a nder’ ſilgende. NN Xy 20, R Cinni cum A u Wir Wed fi Odet wh =. Kiai nfof i e Dorgem Anhang. 537 18. Das gemeine L wird wohl im trockenen Weeg der Y der Weifen feyn, ein lauffendes und nicht negendes y ift? Weil es ſchon von der Natur in die Geſtalt eines Queckſilbers gebracht worden, und zum Theil wegen des Uberfluſſes, zum Theil auch wegen des Mangels, mit dem O nicht gleicher Natur gu feyn befunden wird, wird es um deswillen von allen A Weiſen billig verworffen. 19. So iſts dann& corporum? Ob gleich der& der Coͤrper nicht ſo viel des vorgemeldten uͤberfluͤſſigen Weſens hat, wie das Z, auch der Natur des O nicht zuwider iſt, inzwiſchen aber doch ſein A in der Natur verdndért worden, und er dadurch ſeine rohe Geſtalt und durch⸗ dringende Kraft verlohren hat, ſo wird auch auf thn im Wercke, wie auf den ge⸗ meinen Zy nichte geachtet. 20. Bas verftebt man unter der Cruditåt oder roben Geftalt des A? Einen nicht figirten Y, der im Grunde des& ſtecket, und von Gebro Arleni⸗ cum genannt wird; In welchem(nicht figirten A) doch Das eingige Fundament der Wurckung gantz allein beruhet; Dann wann er fix wåre, fo wuͤrde in unſerm Werck keine Wurckung ſeyn, weil er die wahre innerſte(radicalis) Wärme iſt, odery wie Phülaletha redet, Die Age Kraft zum Brennen. 21. Der& der Coͤrper, zumal der wetalliſchen, haͤngt am gemeinen O und Y, kan alſo mit denſelben unzertrennlich figirt werden, welches unter den Eigenſchaften des& der Weiſen sumi eine mit iſt. Darum ꝛc. ay Db oleih der Y der Metallen mit dem O und Ctigirt wird, ſo erhaͤlt man y aw i dadurch doch nichts weiter, als daß das O und Cim Gewichte zunehmen, welche v Eigenſchaften aber den& Phil. zu erkennen nicht hinreichen; Dann dieſer loͤſet erſt on die vorgemeldte Metallen gründlich auf, ehe er mit ihnen durch eine geheimere jw Eixation, nicht wie vorher in demeines O und C, ſondern in den Stein der DI Weiſen verwandelt wird. vu 22, Der X Phil.wird von ben Weien& der Metallen genennet; alſo wird Ae er dann der der Coͤrper ſeyn? Man anuß wiſſen, daß dieſe Wörter Coͤrper und Metallen von den Weiſen unterſchieden werden, fo daf der% Phil. gwar auh R Metallorum genennet, aber mit dem còrperlichen nicht verswechfelt werden Fan. Dieſes verſtehe man aber nur a wogen ſeines metalliſchen Urſprungs: Dann da der Y Phil in einer Queckſilber⸗ pmi| Gjdtalt(zu welder Der gemeine X Metallorum von der Natur gebracht iſt) gar jum nicht gefunden wird, ſo wird er auch vergeblich in ſolcher geſuchet. M] a o Nyy 23, Wann pD| CC.C. ²˙..... 538 Anhang. 23. Wann der Pbhil. in der Natur nicht exiſtiret, wo will man ihn dann ſuchen? Ob er gleich in der Natur nicht iſt, in Geſtalt eines Queckſilbers, ſo ift er doch in einer andern vorhanden, und kan auch durch die Kunſt endlich in ein wahres Queckſilber, das iſt, in ein lauffendes nicht naß machendes verwandelt werden, welches ſolche Tugenden beſitzet, zu denen das gemeine durch die Natur nimmer— mehr gelangen kan. 24. Wie folte aber die Runft, indem ſie der Natur nachahmet, ein Queck⸗ filber, das beffer, als das gemeine fey, aus einer Materie, die ein purer Dampf iſt, hervorbringen koͤnnen? Zu beſſerm Verſtand dieſer Frage iſt oben dargethan worden, Dag Der Y der Weiſen auf dreyerley Art zu betrachten ſeye, einmal nemlich, als Die Materia re- motiſſima, ferner, als remota, und endlich als proxima. Wann man nun die⸗ fes vorher wohl gefaſſet und betrachtet hat, ſo iſt zu wiſſen, daß ſothane Nachah— mung der Natur von der Kunſt keinesweges alſo zu verſtehen ſeye, als ob ſie in der⸗ ſelben Materia remotiſſima oder dem bloſſen Dampf, Der noch in der& ift; ge ſchehen koͤnne, vielweniger, daß ſie darinnen anzufangen ſeye; ſondern daß alle dieſe vorhergehende und den Weg gleichſam bereitende Arbeiten in der entlegenſten Materie, Der Natur allein zuſtaͤndig und moͤglich, folglich auch ihr allein zu uͤber— laſſen ſeyen; Haben demnach die Weiſen, wann ſie dem Kuͤnſtler die Nachahmung der Natur angerathen, ſolches nicht von der entlegenſten,(remotiſſima) ſondern von der naͤhern(remota) Materie verſtanden, wie ſie ſchon in ein coͤrperliches We— ſen gebracht, aber unvollkommen gelaſſen worden; Dann alſo und nicht eher iſt ſie von der Natur in den erwunſchten Stand geſetzet, in welchem ſie auch der Kunſt übergeben wird, um fie auf Der< in ein wahres Z, dag beffer, als alles natúr- liche, zu vollenden. Und weil dann nun die Wuͤrckungen der Natur nicht hinlaͤng⸗ lich ſind, daß ſie weder im trockenen noch naſſen Beeg aus der Materia remota in der Erde den L, vielweniger den Stein der Weiſen hervorbringen koͤnnen, ſon— dern nur ein Queckſilber und die gemeine Metallen; Alſo kan man mit Wahrheit ſagen, daß die Kunſt nicht allein der Natur helfen, ſondern ſie auch noch vollenden und uͤbertreffen moͤge. 27. Unter welcher Form wird die Materia remota von der Natur unmittel⸗ bar der Kunſt zur Vollendung uͤbergeben? Und wie heißt ſie ſonſten bey den Weiſen? Wann die naͤhere Materie zum erſtenmal in des Kuͤnſtlers Hand kommt, iſt ſie ein weiſſes coͤrperliches Weſen, das ſich im Waſſer aufloͤſen laͤſſet, und zu Cryſtallen wird, wie ein anderes S oder Alaun; und hat folgende 2. beſondere Eigenſchaf— ten in anfi nih wie Sh funden, tral- 16, Obe nabanti mesab ihre! MiC henticht ndaus di Welſenm finm af Wouch g und zuhl Dur Hin dnr Wini 27, Der? k Baco{ De ein oet tioni Y fien Mal My alier Min Boy MS c a Ner De EG tann fiedal ONTI Doh nidhe Miti 28. Die) aus d ie DW E d lE- idy W mk Hy nhal gunim Uthe⸗ huny oA i$ vit Suh ptit lang ota h i ahihi lenda mittit i 1 ii ninl iit Anhang. ten an ſich, wodurch fie von allem fremden O und Alaun unterſchieden wird: erſtlich iſt ſie ſchon einer metalliſchen Natur/ und glaͤntzet in ihrer Reinigkeit, wie Silber. Zweytens, wird ſie nur in den Metall⸗ und mineraliſchen Tiefen ge⸗ funden. Dieſer zwey Eigenſchaften halber wird fie auch pon Den Weiſen das Cen⸗ tral-und Metall⸗S genannt, weil ſie wuͤrcklich in derſelben Centro liegt. 26. Oben iſt geſagt worden, es ſeyen alle Metallen von der Natur aus der naͤhern Materie(Materia remota) bervor gebracht, welche ein Siſt: Ser⸗ mes aber ſpricht, daß der Himmel der Metallen Vatter ſeye, und die F, ihre urter; Item, daf fie der Wind ín feinem Bauch getragen habe; wie kan aber dieſes aufs© appliciret werden? Das Central-S der Metallen iſt eben der wahre und rechte Saamen, aus wel⸗ chem nicht allein in dem Eingeweide der ſelbſt das Queckſilber, nach der Natur, und aus dieſem alle Metallen und Mineralien, ſondern auch uͤber der der& der Veiſen und der Stein ihren Urſprung bekommen baben. Weil aber dietes O in feinem erſten Urſprung von den Sternen gezeuget, hernach in die Luft oder den Hauch getragen, und endlich von der d⸗ empfangen, in ihr coͤrperlich gemacht, und zu vollkommenen Metallen verwandelt worden; daher hat Hermes geſagt: Der Himmel ſeye der Metallen Vatter und die Erde ihre Mutter geweſen, und der Wind habe ſie in ſeinem Bauch getragen. 27. Der A und X ift, nach Gebro, die Materie aller Mineralien und fetal- len; darum wird es das obgedachte S nicht ſeyn koͤnnen? Baco loͤſet die Frage am beſten und ſchoͤnſten auf, wann er ſpricht: Es wer⸗ de ein gewiſſes Ding in der Natur gefunden, das durch Vereinigung und propor⸗ tionirte Vermiſchung eines reinen lebendigen L mit einem dergleichen£ zu einer feſten Malla congelirt ſeye; welches von andern klaͤrer entdecket, und nichts anders iſt, als erwehntes Z; dann im Metall⸗S wird der A und% gefunden, Der kleine Bauer fagt: Ob gleich in der Weiſen Schrift oft ſtehet, daß alle Metallen aus& und& geſchaffen worden, ſo ſoll mans doch niemalen von einem J oder Fauſſer dem Saamen der Metallen verſtehen; dann die Principia der Metallen find im Saamen, welcher ihr vollkommenes und unverdorbenes S iſt; und wann ſie daſſelbe in eine Doppelte Lial- Subſtanz gebracht haben, ſo nennen ſie den einen Theil deſſelben verdoppelten Weſens, und den andern Y; verftehen aber Doch nichts anders Darunter, als das O, welches in ſolche doppelte Subtlanz ge⸗ bracht worden. 29. Die Weiſen ſagen, daß alle Metallen, welche in jedem Feuer flieſſen, aus der Erden und dem Waſſer ſeyen; Folglich nicht aus 2 und g? Die Weiſen verſtehen unter Der Erde und dem Vauch das obgemeldte O, T Yyy z ie 540 Anhang. ſie nun ſagen j daß das Metall⸗ 9 ihr Vitriol feny tienen ſie einen ſolchen, der zu⸗ fammen gefebt ift aus sund V, Die mit einander digerirt und gekocht worden. In dieſer Kochung wird das ſubtile irrdiſche Weſen öligt und zu einem Es Das wwáfierige aber wird mit der fubtilen s limigt y odr ein Urſtand des Queckſil⸗ bers. Und auf ſolche Art bringet Die Natur ferner alle Metallen in der Erden her⸗ por; indem fie mit einer beftándigen Alteration, blos durch Die Hiker welche in den mineraliſchen Gebuͤrgen iſt, wuͤrcket, vermittelſt welcher dieſe Subſtantien endlich vereiniget, und aus dieſen, nachdem ſie vereiniget worden, und entweder rein oder unrein ſeynd, vollkommene oder unvollkommene Metallen erzeuget werden. 29. Die neuere Philofophi fagen, daß drey Anfaͤnge der Metallen ſind; dieſe koͤnnen aber das G und das verdoppelte Wefen nicht feyn? Man muß allerdings ſich beſcheiden, daß wann von den drey Principiis der Natur Meldung geſchicht, dieſelbe gleichermaſſen in dem Saltz ſind, und aus dem n Salh herkommen, weil dieſes doppelte Weſen aus ſelbigem nicht Fan erhalten werden y wo es nicht vorher in ſeine drey urſpruͤngliche Theile, aus welchen es unmittelbar geworden, aufgeloſet wird. 30. Wie kan man aus wahren Rutoribus buͤndig beweiſen, daß obgemeld⸗ tes O die wahre und einige Materie ſowohl des T Phil. ale auch des Steins ſeye? Nur etliche der beruͤhmteſten Autorum anzufuͤhren, ſo ſpricht erſtlich Hermes: Das Metall⸗Saltz iſt der Stein der Weiſen. Dieſes Wort Stein wird vor die materiam remotam genommen das ift, vor das G, welches auh Raimundus Lullius und Arnoldus, unter dem Namen des Steins, heiſſen, in ſeine Elementa oder Principia auflöſen, und ſagen, wann ſie von allen ihren Unreinigkeiten gereini⸗ get, und in ein Weſen vereinigt worden, fo feye der todte Leib wieder lebendig worden, und klar, weiß, glaͤntzend, wie der Mercurius. Wollen alſo dieſe beyde Lutores den% und Lapidem Phil. aug dem bloſſen Z machen. Geber ſpricht: Die na⸗ tuͤrliche Principia der Metallen ſind A und%; Daf diefe aber nichts anders alg ein in ein doppeltes Weſen gebrachtes O ſeyen, iſt oben bewieſen worden. Baſilius. Wer das Metall⸗ nicht bereiten kan, kan den L der Weiſen nicht f machen. Trevilanus: Man muf dag doppelte Y ialifche YBefen, welches, wie Bati- lus an einem andern Ort ſagt, im Saltz iſt, zu Queckſilber machen: Wie dann ſol⸗ ches auch aus dem kleinen Bauer erhellet:(Die weiſſe und rothe Lilien, oder das weiſſe Weib und der rothe Mann, desgleichen Yund§, in welchem das S verbor⸗ gen liegt:) Dann wie er ſelbſt geſtehet, fo wird daſſelbe gantz in dem metalliſchen Saltz gefunden. Hiemit ſtimmen noch folgende Aurores überein: Turb. Philol. 495. 356. Flamellus fol. 3 1. 32.49.44. Magifter Degenhardus 475. Turb. fol. 158. nthi, Mt An km N Compoln Gan Aa A nne ine De nar jur Yy Nong de Minah onganon RUD cin DAS dritte ſchnokke 32, Mani Game catur H ONS N W tthr ymi cm e jil vink od Rores Neny ig o m nii a6 i Anhang. 158.159. Flamel. fol. 152. Hiſtoricus Chimicus ſpricht: Aus dem Saltz wird Waſſer, und aus s vem Waſſe er Mercurius. Aaoi Das Queckſiloer kom ni aus einem nicht brennenden Â:” und Da er anderswo diefe Worte erklaͤret, ſchreil er: das S der Metallen iſt de A ihr niht Drennender A. Riche glus bekraͤftiget dieſes mit fol enik Das Queckſilber kommt aus einer wei Fichten Cr: ny un hellem YBaffer. Dieſes iſt wiederum aus verſchiedenen Orten. Baſilii klar, wann er ſpricht: Es habe beſagtes& auchſeinen czeiſt in ſich, welcher von Richardo Anglo; Ar nR ymun 10 Lullio ein helles Waſſer genen⸗ net wird. Der Wei A rift das Metall⸗D, welches viele A ſich hat. Anaxagoras ſagt, unſer Gold ift roth w und feuriger Natur, mit der See⸗ fe und Natur der C permi n t des Geiſtes vermiſchet, fintemalen das ganbe Compoſitum nichts anders als der& Philoſ. iſt. Moricnus: Wann nicht So dnne und Mond in einen Leib gebracht werden, iſt es unmoͤglich zu a Kunſt zu gelangen. Dieſe beyde Stuͤcke werden von andern alſo erklaͤret: Das S der Metall en if Der Mond oder das Silber der Weiſen, welches in ſei iner Tiefe den rothen und weiſſen Dampf in ſich halt/davon dererſtere ein nicht frer A, Arſenicum, Gold u nd S onne, der andere aber Hermetis Vogel, der Adler, Drachen Schwanz helles Waffer, Geift und Ygenennet wird; welche drey Theile eico der, ale das gantze Compoſitum, wiederum unter dem Namen des Y und Yii der Weiſen angedeutet werden. 31. Aus welchen Metallen muß man dann dieſes S berans stehen? Weil be der Mineralien und Metallen nicht eine geringe Schwuͤrig⸗ keit entſteh et, ſo mereke man folge nde weſentli che Requiſita: Erſtlich ſoll es von ſol⸗ ehen M retallen exrrahiret werden, in welchen ſeine weſentliche Theile, worunter 2. flůchtige ſind/ nicht zugleich it nein e fire Coagulation gegangen find. Zweyte ng fl es gnug gekocht ſeyn, und eine Scheidu ig ausſtehen koͤnnen, dadurch es in ſeine drey urſprüngliche Theile zerleget wird, welche Theilung oder Zergliederung nur zur Ausfegung der inwendigen Unreinigkeiten hilft. Drittens ſoll es ohne Abgang der Geiſter erhalten werden. Durch das erſte wird ausgeſchloſſen das ge⸗ meine Gold, weil in ihm allein alle Geiſter in die haͤrteſte und fixeſte Coagulation uͤbergangen: Durch das ate AED nh Bafilio und andern nur auf gewiffe Metal- ta und cin Minerale, nemlick h Eyſen, Kupffer und Vitriol reſtringiret. Durch das dritte werden alle Mineralien und Metallen ausgeſchloſſen, die im Feuer ge⸗ ſchmoltzen worden. 32. Kan man dann den Stein nicht aus geſchmoltzenen Metallen machen? Man muß wiſſen, daß ein Metall, das noch in der Minera, und nach fioe Saamen⸗Subttantz s PONEO und un verdorben iſt ſt, vo n Denendi rhs A gegan Nyy 3 genen ffen G⸗ W Anhang. genen Metallen unterſchieden ſeye, als welchen durch ſolches die zwey Theile der Saamen⸗Subſtantz, Geiſt und non fixum, dergeſtalt verſchwunden, und zum Theil geſchwaͤcht und deltruiret find, daf der Z Phil. und der Stein nicht mehr dar⸗ aus zu machen; und ob gleich diefe durchs-A geſchmoltzene Metalle ihr S/ A und g% noch in fich haben; fo find dig Doch nicht die Principia, welche die Weiſen ſuchen, ſondern vielmehr gewiſſer maſſen Coͤrper, die von den Metallen ſelbſt gezeuget worden, und das mineraliſche Corpus ſelbſt und das Metall immediate ausma⸗ chen. Dann die Weiſen haben nicht das gantze Metall, ſondern nur die mittlere Subſtantz gemeynt, wann ſie geſprochen: Die Principia der Metallen ſind im Saa⸗ men, welcher ihr vollkommenes und unverdorbenes, und nicht aus geſchmoltze⸗ nen Metallen, ſondern ihren Minern genommenes Saltz iſt; darum wird es von Arnoldo der volle Mond genennt, und das ohne Abgang der Spiriruum recupe- rirt worden. Dieſes iſt eines der groſſen Geheimniſſen zu Erreichung des wahren Endes. Hieraus folget nun, daß in denen durchs Schmeltz⸗noch nicht verringerten Metallen ein fixer A, geiſtlicher N und nicht fixer A gefunden werde, welche im bloffen O verborgen liegen, und mit demſelben den voͤl⸗ ligen Saamen ausmachen: Dann dieſe zwey Geiſter, in welchen allein das Seben der Metallen enthalten, fliehen im Schmeltzen von den Metallen weg, und laſſen den todten Coͤrper ʒuruͤck, welcher nicht mehr univerlaliter, ſondern nur particulariter feine Kraͤfte erweiſen kan. 33. Wie bringt man diefes© aus den Metallen? Blos und allein durch die Extraction mit dem Eßig,(ſeine Aufloͤſung iſt im Faß, wie Bafil. und andere bezeugen,) durch eine vorhergegangene conveniente Calcination, vermittelſt welcher das Metall in eine Aſche verkehrt wird, die nicht wieder zuruck zu bringen iſt: TB. Dann Baſilius ſagt: wer die Aſche nicht hat, der hat das Snicht; und wer das Metall⸗O nicht machen Fan, Fan auch den g Phil. nicht machen. Sytem andere: Alfo siehet die in dem calcinirten Coͤrper wuͤrckende Schaͤrffe des Eßigs die SSubttantz zu ſich, und mit dieſer zugleich den ſubtilen A (Sulphur intrinfecum genannt) der im Saltz verborgen liegt, in welchen beyden, © und nemlich, alle Metallen der Weiſen zu finden find. 34. Was hat diß S vor Eigenſchaften, daraus man die uns truͤgliche Wahrheit erkennen fan? Wann es im Vaufgeloͤßt wird, iſt es gruͤn; ooagulirt aber weiß, cryſtalliniſch, ſuß, und leicht auf einem Blech flieſſend, wie Wachs, und hat ſeinen lebendigma⸗ chenden Geiſt und Seele in fich: Uber Das ift auch in dieſem S, wie oben geſagt worden, ein lunariſcher Schein; daher die Weiſen ſagen, man ſoll ſolches ð nehmen, das in den Coͤrpern ein lunariſches Weſen zuruͤck laſſe; welches alfo zu verſtehen: wann nemlich diß S auf ein gluͤend kupffernes Blech gelegt wird, ſo fließt ftw n Blech vih WS f Wie Man m iny fol Estremo 4 Wr Materia MD tangy fen fomne llthtendig Dobonf mit dieg wd Vai aber wady Dek! ſuchung de WBA unter made tohe Sar vu WÒ Forthin quftum g Dra, thaler, un tillit tlg nelih aug Cn frocio tns Oel fo fange toig ſuß, bis UD Die y nne Ods Der; V Dipefti win Gof W W Me M h w Any tiho Giy oly i DON upe⸗ hren ndt W moli indt atalim alites, yiti ement je nihi ah OM Phil, Éd ine bendt Anhang. o a fließt es wie Wachs, und der Geiſt gehet davon, der Saltz⸗Leib aber bleibet auf dem Blech zuruͤck, und glaͤntzt wie Silber. Dann dieſes ſind die unfehlbare Kenn⸗ zeichen des Central-Ses, wovon die Weiſen ſo viele Buͤcher geſchrieben haben. 5. Wie verfaͤhrt man dann mit diefem erhaltenen G ferner, daß endlich der& Phil. und der Stein daraus gemacht werde? Man muf es nicht nur aus feiner natúrlichen S⸗Form in andere Geftalten verz ändern, ſondern auch in ſeine urſpruͤngliche Theile aufloͤſen, weil man von einem Extremo zum andern nicht anders, als durch ein Mittel gelangen, mithin auch von der Materia remota, das ift, vom©, zu der proxima, oder der doppelten Y ial- Subitantz, nur durch ein Mittel kommen kan, nemlich durch verſchiedene dazwi⸗ ſchen kommende Gradus der Præparation und Alteration, deren einer den andern nothwendig voraus ſetzt. 36. Welches und wie viel ſind aber derſelben? Davon haben die Weiſen mit Fleiß niemalen nach Der Ordnung gehandelt, da- mit dieſes ſo groſſe Geheimniß, das bloß in beſagter Ordnung der Bereitung und Veränderung beſtehet, jederzeit in ihren Buͤchern verborgen bliebe; Hier aber werden dieſelbe Gradus mít klaren Worten beſchrieben. Der 1, Grad der Alteration wird von Isaaco HOLLANDO Ùi? Roth⸗ machung des S genennet, und alſo zu verrichten gelehret: Man ſolle nemlich die⸗ fes Oin ein hermetiſch verſiegeltes Glas thun, und eine ſolche gelinde Waͤrme dar⸗ unter machen, daf eg nicht fiieffen Fónne, bis es erftlich eine gelbe, und endlich eine rothe Farbe bekommen, weil die Grune alsdann in die Rothe verwandelt worden, und forthin beſtaͤndig roth, und nicht fix bleibet; welches groͤſte weſentliche Re⸗ quiſitum alſo durch dieſen Grad erfuͤller worden. Der 2. 3. und 4. Grad ſind im BAs 1110 und dem kleinen Bauer genugſam enthalten, und wird durch den zweyten dieſes roth gemachte O zu einem Oel de- ſtillirt, welches Balilius den Spiritum% nennet, und wird auch alfo gemacht, Daf nemlich aus dieſem roth gemachten S ſeine Spiritus, welche zweyfach ſind, nemlich ein trockener und ein feuchter Dampf, alle beyde unter einer Miſchung in Geſtalt eines Oels beſtehen, durch die KGrad herausgezogen werden, welches Del man fo fange wieder auf die im Glas liegen bleibende Materie gieſſen und abdliſtilliren mug, bis es feinen Leib, der das fixe Ə ift, gang 3u fich gezogen habe, und die gantze Subſtantz des rothen S durch wiederholtes Diltilliren in eine Oel⸗Geſtalt gebracht worden, Der 3. Grad der Veranderung beſteht bloß in der Fäulung dieſes Oels durch die Digeſtions⸗Waͤrme, durch welche die rothe Farbe niedergeſchlagen, und ein weiſſer Saft(die rothe prorcipitirte Materie) oben ſchwimmend bleibet, der e en Enes „ Z MEAE wadii F— r 544 Anhang. ſten ein durch die Diſtillation von der Materie abzuſcheidender Spiritus und d heiſ⸗ fet; die zuruck gebliebene Materie aber muß man mit einem langſamen calcini- ren, und den gemeldten Spiritum wieder üͤbergieſſen, Daf der-a jeie tippt Sk (die ſonſten auch 8, O, und Arfenicum genannt wird) heraus ziehe, und ihn wiederum von ſeiner Seele abziehen, bis ein Oel zuruͤck bleibet, T wie eine glúende Roble kuhtt: Darnach calcinire die zuruͤck gebliebene Materie noch kanger, bis ſie zur Aſche wird, in welcher der Schatz der Weiſen werkergen liegt, nemlich das fixe Saltz, ohne welches die Kunſt nicht kan vollendet—— Dieſes muß man zuletzt durch eben denſelben Geiſt von feiner worinnen es, nach der Calcination, noch eingewickelt lag. Dieſer perti a heißt Anatomia,(die Aufloͤſung oder Zergliederung des Saltzes,) und durch ihn wird daſſelbe ſowohl von auſſer⸗ als innerlichen Kecibus gereiniget. Der 4. Grad faſſet nichts anders in ſich, als daß gemeldtes B, das durch die Anatomiam in ſeine drey naturliche Principia zertheiiet worden in eine doppelte Nial-Subſtautz verwandelt werde; deſſen Geiſt mit dem die eine, und Die Seeley Dir P oDer Arfenicum(wie ſie Geber nennet) vor ſich ſelbſt die andere ausmachet. Hier mercke man ins befondere Sleichſam im Vorbeygehen, was der kleine Bauer in dieſem Stuck erinnert, daß nem⸗ lich dieſer mit ſeinem Z vereinigte Geiſt ſogleich in eine gewiſſe Subſtanz ver⸗ wändelt werde, und zwar dergeſtalt, daß, wann man von dem u ein wenig mehr nehme, als die Proportion litte, die Materie davon dick werde, wie Butter; und wann jemand diefe Materie úber der q(aus welder im Cinge weide der Erden alle Metallen herkommen ſind) haben koͤnte, ſo werde ihm die Runſt nicht fehlen. Dy r raD der Veraͤnderung kan endlich aus den klaren Worten TREVISANI erlernet werden, da er ſpricht: Ein jeglicher muͤſſe die doppelte Lial Subſtautz in Eueckſilber verwandeln. Hier hat das Queckſilber, fo zu reden, ſeine voll⸗ kommene Natur erlanget. Im trockenen Weeg aber iſt nicht noͤthig, daß dieſe doppelte Rial-Subſtantz i elt werdeʒ ſondern da wird nur der mit feinen t umittelbar zum Stein ad album coagu— ave — ' 0O Coͤrper vereinigte Geiſt pie er ify unt zum St ib u lirt, welches die Weiſen bekraͤftigen, und ſagen: das Werck zum weiſſen werde mit drey Elementen, S, Y, und vollendet, das& aber ausgelaſſen, welches her⸗ nach mit E‘etn ad rubrum coaguliret werde. Dieſe Operation kan imn hne vorgemeldte Fermenta geſchehen, nemlich aus ˖ son getoiget worde 5 hon Do Iein ea noben gezeiget worden, daß bey den Weiſen p kuen Weeg aber muß man, nach TXEVIS4NI xiten%ial-Subitanz ein Queckfilber oder lauf⸗ ind daſſelbe mit einem von obigen Kermentis ten. Dieß ſind alſo die verſchiedene Gradus der Epa leyar Stein und& einer Ts Aana a Und anderer Ber s Gk pen U1 ernari torn fèrmenutgeny Mi mAn Dy N M j Dami Schwülſ wifin fr die vollfon Endſet geichwieg (in len mir Ehi tein E hat, Mine grine Sin die Tocke Dfe al gſicht h Hirot fe Mghen; y geheanet d Colchon gter und madet S Gh Enum inej NONE, Dag AS Met O Mè y Wen Zheil tincipia À Cwi, ( | $ cini- h NM seine ud WN WAM. hiit Gi owg dud a Wit g) o kigin a$ u anz Wi n weg he wi niy in di gii t(ein coag WN mi jW Anhang. 545 der Veraͤnderung der Weiſen, und nach welchem Grad nun das© genommen wird, nachdem hat es auch bey verſchiedenen verſchiedene Namen. 37. Mit welcherley verſchiedenen Namen wird diß Saltz, wann es nach einem oder dem andern Grad genommen wird, ins beſondere von den Weiſen genennet? Damit bey den mancherley Namen des©, als der Materie remotæ, keine Schwuͤrigkeit mehr uͤbrig bleibe, fo werden folgende Namen, die alle einen ge⸗ wiſſen Grad voraus ſetzen, ordentlich erzehlet, und zwar erſtlich diejenige, welche die vollkommene und nicht veranderte Materiam remotam betreffen; in welchem Stand ſie von den Weiſen genannt wird: Secundævum Chaos noſtrum: Dann gleichwie aus denen erſten in unſerm Secundævo Chaote vermiſchten Eigenſchaften (in welchem die vier Elementa vermiſchet, und in unfer Wafer verwandelt find) unfere Elementen oder Principia hervor Fommen; Alſo heiſſet es auch ſonſten der Stein, O,&, die Minera, in welcher die Natur ihre Wuͤrckungen angefangen bhat, Minera D; Minera;Minera aller Metallen, Magneſia, G, grúnes Ertz, der gruͤne Loͤwd, Chelidonia,& coagulatus, trocfenes und nicht lauffendes v durch Die Trockene des Is coagulirtes V, der volle Mond, Urine© und Sal petræ&c. Daß es aber auch ein vegetabiliſches und animaliſches S genannt wird, ſolches geſchicht wegen ſeiner grunen Farbe, und weil es aus Geiſt, Seele und Leib beſtehet. Hicrauf folgen die Namen, welche Den erften und andern Gradum Alterationis angehen; und zwar im erſten wird es wegen ſeiner Bereitung und erlangten Roͤthe genennet das gemeine præparirte S,& præcipitatus, Der rothe Pfenning, Mars, Colchotar, der rothe Knecht, Zinnober: Und im zweyten, weil es ein Bel oder oͤligter und zugleich rother Liquor iſt, wird eg genannt ein Z, der die Haͤnde naß machet, Spiritus&, und nach Balilio das fluſſige O, Bley der Weiſen, wegen ſeiner Schwere, weil es durch die Diltillation ſchwer in die Hohe zu treiben, ſo, daß kaum in einer Stunde ein Tropfen uͤbergeht; Desgleichen wird es auch ge⸗ nennet, das unverbrennliche Vel, Waſſer des Lebens und nicht des Weinſtocks, Vdes Metall, Ses, das Blut des rothen Mannes, Mercuriorum, in wel⸗ hem des Y% Namen durch das Wort Siorum unvollkommen, und nach einem ieden Theil particulariter genommen iſt, vor dieſelbe Theile ſelbſt, oder die Dreg Principia der Natur, welchen mit einander diefer Name Z ohne Unterſcheid beyge⸗ legt wird. Durch den Dritten Grad find folgende Namen gekommen⸗ Saltz, Schwefel, Queckſilber, Leib, Geele Geiſt, Erde, Feuer, Waſſer, Sal petræ, Gemein By Sal armoniac, Herbe,(bitter) Suͤß, Sauer, Silber, Ero Anhang. Silber Gold, Queckſilber/ Mond, Sonne, Mercurius, Der Drach mit feinem Blut und Schwantz, Diana mit ihrer rothen und weifien Taube, Der alte Wann, der zwiſchen den Bergen gehet, und zwey Blumen, nem⸗ lich, eine weiſſe und rothe, in den Haͤnden traͤgt ꝛc. Die Nahmen, die zum vierten Grad gehoͤren, ſind folgende: Nach Gebro, Arſenicum und Queckſilber; dann das S wird, wie es Braceſcus erklaͤret, Ar⸗ gentum vivum genennet, der A mit& vereiniget, Arſenicum; dann er ſagt, man muͤſſe das Arſenicum vom Xal-V ſcheiden; das Nial-V aber, und der L, oder V/ heiſſen einerley; In dieſem Grad wird eg auch noch mit andern Namen belegt: als, die doppelte Nial. Subitantz, der verdoppelte Y, die goͤldene und ſilberne Natur, Mann und Weib, A und Y; dic weiffe und rothe Lilie des Feinen Bauren; weil auch úber das in diefem ausdrücklich ftehet, daf der-n mit dem A vereiniget in eine weiſſe flußige Materie, wie Milch, verwandelt werde, fo heift eg auch bey den Weiſen die Jungfrau-Milch: weil aber, wie er ferner redet, wann von dieſem S ſeinem A mehr beygeſetzt wuͤrde, als die Proportion leidet, die Maſſa dick werden wuͤrde, wie Butter, ſo wird ſie auch genannt die leimigte Materie, butyrum Antimonii und Mons Sueviæ: Desgleichen hat auch die andere Vial-Subſtantz, weil ſie wie eine gluͤende Kohle ſcheinet, noch mehrere Namen, nemlich Carfunckel, Sonne, Licht der Welt, Glantz der Sonnen ꝛc. Im fuͤnften und letzten Grad, durch welchen dieſe gedoppelte Subſtantz in den vorigen vollkommenen, einfachen und voͤllig veraͤnderten Stand gebracht wird, hat fie nur den wahren Namen eines Bueckſilbers erhalten, da ſie erſtlich in der That ein lauffendes, und nicht netzendes, aus einem, zweyen, und Drey Theilen be⸗ reitetes V iſt; woraus klar zu ſchlieſſen, daß, obgleich der L der Weiſen einmal genennet wird, ein die Haͤnde naß machendes, und ein ander mal, ein die Haͤnde nicht naß machendes v; wieder einmal, die trockene, und das andere mal, die dligte, bald die einfache, zwey⸗ und dreyfache; bald die rothe, die weiſſe, bald die gruͤne ꝛc. Materie heiſſet, man ſich doch nichts verſchiedenes einbilben ſolle, ſondern cin einiges Subjectum oder Materie, die uns von der Natur unmittel⸗ bar gegeben wird zur ferneren Ausarbeitung; dann dieſelbe wird in ihrer Bereiz tung bald in zwey, bald in drey, bald wieder in eine Subttantz verwandelt; und kan uͤber das ſowohl in, als auſſer dem Ey, nach verſchiedenen Umſtanden der Zeit, in mancherley Farben und Formen verandert werden, ehe ſie die voͤllig? Na⸗ tur des Queckſilbers und des Lap. erlanget, nach welcher Verſchiedenheit der Be- reitung, Zeit und mancherley Farben, von den Weiſen ſo viele Namen ſind er⸗ dacht worden. 38. Gibts 3 Kí heile in tall, wie und fien feit mit a W Di finigt und an eedi Mingun Tindure Des fien AS h KinG Det Mord t(info tein dar nG u AmeSpiri C tot g cinema nicht alli af Die iiy du, l di- t MM n N hgt: tatt, s wif iti ud oey mw Jet, Ai finit eon Van cinmal Aand al, dit t MÀ mfal mitti t Hit lt; wò ndn d jM wA n Gih Auhang. 8. Gibts dann auſſer dieſem Univerſali auch Particulariaꝰ Ja; und zwar ſo viele als ein jedes geſchmoltzenes Metall annoch leibliche Theile in ſich hat: Nun beſtehet aber ein jedes, ob gleich ſchon geſchmoltzenes Me⸗ tall, wie die eörperliche Zerlegung lehret, annoch aus dem coͤrperlichen ð/ firen A und fiven S; Es gibt alſo eben ſo viele Particularia, von welchen ein jedes inſonder⸗ heit mit Nutzen ſeinen Effett haben Fan. 39. Was wuͤrcken dann die Particularia, und zwar erſtlich, des Nü, und dann duch des Gs und Les? .~ Deg Y corporalis erfte Wüúrdung ift diefe, daf er mit dem O Kalf per- einigt und figirt, eine Bermehrung(Augmentum) gibt. Die andere: daß, wann er durch Jfort. aufgeloͤſt, hernach Stirt, und durch die Calcination, Faͤu⸗ fung und Dittillation in ein Oel verwandelt worden, gleich bereit iſt zu Particular⸗ Tincturen. Die dritte, daß mit dem Oel auch der A O ausgezogen werden kan. Des firen Ses erſte Wuͤrckung iſt: dag, wann es aus einem Metall, es ſey wel⸗ ches es wolle, gezogen wird, den gemeinen in D verwandelt, ohngeachtet es ſeine Geiſter durch das Schmeltzen im K verlohren, wie in dem Univerlali gemel⸗ det worden; dann dieſes iſt nichk ablolute, ſondern nur von den vornehmſten Thei⸗ len(in ſo ferne es nemlich untuͤchtig geworden, daß der& der Weiſen und der Stein daraus zu machen) zu verſtehen. Darum muß man wiſſen, daß das Me⸗ tall⸗S durchs As Gewalt nicht ſo zerſtoͤret werden kan daß es nicht noch genug⸗ ſame Spiritus habe einzudringen. Die zweyte Wuͤrckung iſt, daß e8, nath den es roth geworden, wie im Univerfali gezeiget ift, um gemeldter Urſache willen, zu einem Oel dittillirt werden kan; und alsdann ligirt es(nach Hollandi Zeugniß) nicht allein den x, ſondern tingirt auch die Metallen in zehenfach⸗hoͤhern Grad aufs Rothe. Des fixen Schwefels Würckung iſt endlich auch dreyerley. Die erſte, daß er die Ygelb farbet(citrinat;) die andere, daß er den gemeinen&figirt, und drittens der Grund der Particular- Ticturen iſt, wie Baſil. ſagt. 333 2 Zuga⸗ Anhang. Zugabe. Aus Dreyen Eins zu machen. oder Ein deutlicher Proceß, wie aus den 3. bisher erzehlten Principiis im naſſen, als dein kuͤrtzern Weg, der Stein der Weiſen, ſowohl zum Weiſſen als Rothen zu bereiten ſeye. ann du ein Loth des aſtraliſchen oder Central-Ses, 3. Soth der Seele 4 oder des glantzenden Y, und.Loth des Geiſtes, als des Z erhalten haſt; fo nimm von deinem ¥ oder Spiritu 4. Loth und ein halbes; diefe vereinige mit deinem S in Gewicht 1. Loth; thue eg miteinander in eine herz metiſch verſchloſſene Phiole, ſo wirſt du fehen, wie die Materie im Glag oder Phiole uber einer gelinden Waͤrme eines Balnei, immer auf und needer ſteiget, und wieder gantz ſchwartz, ja endlich in 34. Tagen gantzlich zu einem ſchwartzen trocke⸗ nen Pulver wird, das auf Dem Grund liegen bleibt. Wann man dieſes ſiehet, muß man das verſtaͤrcken, und in ſelbigem Grad ſo lang damit anhalten, bis die Materie wie ein weiſſer Schnee, und glaͤntzend wie ein Silber⸗Blech wird: Iſt nun dieſes geſchehen, und die Materie noch nicht fir geworden, muß man von neuem das« vermehren, und alsdann wird die Materie wieder anfangen auf⸗und abzu⸗ ſteigen auch in der Hoͤhe des Glaſes, oder in der Mitte, behangen bleiben, und in⸗ nerhalb 33. natúrlicher Zagen den Grund nicht beruͤhren, binnen welcher Zeit, faſt bep 30. Tage lang, ſich ſo mancherley Farben zeigen werden, daß es nicht zu beſchrei⸗ ben; Endllch ſenckt ſich die Materie zu Boden, und dann iſt ſie ligirt, und ein Gran davon tingirte, nach Jopoco, Dritfehalb Loth Bin C. Alſo wild, nach Jopoco, Basizio und andern, der wahre Stein der Weiſen im naſſen Weg, zum Weiſſen bereitet. Nach dieſer Bereitung nimm die Seele oderden A, am Gewicht.Loth: Vereinige ſie mit den uͤbrigen 3 Loth des L/ und di tillire fie oft durch einen Alem- bic, bis ſie durch die Diſtillation wohl mit einander vereiniget worden. Hernach theile ſie in 7. Theile, und imbibire den Stein mit einem Theil nach dem andern, durch ſiebenmaliges imbibiren und coaguliren; Alsdann tingirt der Stein in der er⸗ flen imbibition und Qoagulation das& und h in C, und in der J ſind nach der Scheidung wiederum bey 2. Gran O gefunden worden. In der gten Imbibition aber tingirt ein Cheil 4. Theil Kupffer in O; in der pten faͤllt ſchon ein Theil auf roo. In der sten guf 1000; In der 7benden auf roοοο. Und ſo iſt der Stein auch zum rothen bereitet. GOTT allein die Ebre, HI. Aus⸗ MANI Imi | ra) ke omien wohl zu, danon, f feon; dm fahre meit pernehren kn, bieg Alembici MU vaf M uik n wächer plicir ti oner Durg ki; lhlt ooy tothe, nn Mon M Di üůte dic Oe ungli geleh CUEN Aha tung, a UIT, u sii noii Suh lin diek thtt j frnd tf mi bia d fw notn Die T ſchli⸗ TO OCO wiin goth: Alem md andei i nW bition f 1A (n j Anhang. HI. Auszug Aus dem Lateiniſchen Manuſcript: MANNA COELESTE, das himmliſche MANNA genannt. Die Bereitung des Steins. imm im Namen GHttes vom beften B( verſtehe die Philoſ. Bley⸗Mine⸗ ra) oder Erde, ſiebe und reinige ſie von aller Unreinigkeit, Wurtzeln, Stei⸗ nen, oder fonft allem fremden Weſen, das die Natur hat angefangen zu formiren, dieſen Hnum thue in einen Alembic>» Dece eg mit einem blinden Hut wohl zu, und ſetze es 40. Tage in Roßmiſt. Darnach dittillire ſeinen A dreymal davon, ſo wird der letzte alsdann der wahre philoſophiſche und mineraliſche x ſeyn; den halben Theil hebe auf zur Bereinigung, und mit der andern Helfte verz fahre weiter zur Faͤulung im Roßmiſt 40. Tag lang: Darnach ziehe deine beyde vermehrende ios heraus, und verwahre ſie, einen jeden abſonderlich, in 2. Glaͤ⸗ ſern, bis zur Zeit der Vermehrung: Darnach K S naturæ, das im Grund des Alembici uͤbrig geblieben, und thue 2mal fo ſchwer vom erſten aufgehobenen Zio dazu; verſiegels in einer Ey⸗foͤrmigen Phiol, und laß es im Roßmiſt ſtehen, bis das weiſſe Werck vollendet worden, welches innerhalb 7. Monaten gefchehen wird, in welcher Zeit es weiß wird werden: Nachgehends nimm es heraus, und multi- plicir mit deinem weiſſen§, ſo wird der Stein in kurtzer Zeit vermehret, und zu einer durchſichtigen Roͤthe getrieben werden. Die Multiplication. Be Deinen weiffen Stein, folvire ihn in deinem weiſſen X, den du hierzu auf⸗ behalten: thue ihn einen Monat lang in den Dfen, wie du in der Praxi bift ges lehret worden, in welcher Zeit dein Stein wird roth werden. Darnah Be deinen rothen Z, oder Oel, und lófe darinnen den rothen Stein auf; laß es wieder ei⸗ nen Monat ſtehen, ſo wird deine Artzney von ro. Theil bis 100. vermehrt wer⸗ den. Dieſes kanſt du 4. mal wiederholen, aber vor der ften Wiederholung hüte dich, damit du nicht dein Glaf zerbrochen findeſt, wie ichs durch mei⸗ ne ungluckliche Erfahrung gefunden habe. Ware ich alſo bey der Hand geleitet and gelehret worden, ſo wuͤrde ich nicht gefehlt haben: Viermal kanſt dòu multipli- ciren, aber mehr nicht: Alsdann iſt der Stein gut, 1. zur Geſundheit. 2. zur Ver⸗ mehrung. 3. Bereitung koſtbarer Perlen. 4. Verwandlung aller Metallen in Z curr. und 5. zur Verrichtung verſchiedener Magiſcher Dinge. —— 8g 3 Der Anhang. Der erſte Gebrauch zur Geſundheit. ebrauch des Steins nicht ge⸗ iele unter den Weiſen, die den anena e a Bietet Gran, andere mehr kos erfordert mehr Sorgfalt, wuſt haben, Gite den Tod gefunden. ane Pora Sa und an an moͤgle. Der einßjge und ſicherſte Weg/ ich einbild olgender: a Ma in allen Mienia ed Obinna Benite sapa kaeo ' Stens gran, NOSE icht aber in ſtarcken Liquoribus a b in⸗oder Frautzöſiſch E Wein, an Aqua vita a í Pinte Rhein iſche, Canariſche, Muſcaten⸗W̃᷑ auber und ſtarck iſt, ſo ale Der(Cy êy Canariſc rr f Glaß, das ſaube ch⸗ als der Spaniſche, Thue es in ein groß nemlich gantz hoch⸗ hitzige Weine ſind. Thue es twie die Arzney, nemüch ge pa hen higige 2 ind roth werden, faf frepet und bedecket ſtehen, wird der Wein geſchwind roth werd Staub befreyet u A wird der Wein 9 i ffi vier Ì age von S Darnach gieſſe B das Glaf alfo vier Ta icht eher aufloͤſen kanſt. De ‚ roth. Laß DA: Nofo ift das du nicht eh Iltzgen oder Helffenbein in oͤ tes Weſen f k 1 faubern Hoͤltzge GE A well es ein hlichtes, ruhre es mit einem faubern Do„Farbe bekommt, Wein dazu, ruͤhr is es eine ſchoͤne Gold⸗F noch eine Pinte Wein Wein zu, bis es e ae. Dann diefer ua a pet Dap eime Nte mehr PER Don DOr allar nod ije und du ſieheſt/ ire, wuͤrde dir ein Zeichen eben, en Geiſt austreiben. nn noch welche da waͤre/ deib entzunden und den Ge r Ochnet ſeve, u man oben drauf im Glaß, ch genug ausgedehnet ſey enug ſeye, kan e eine Perle erſcheinet, welches na T ien fukti wri Circul, wie wE Re k ſolch Zeichen ppa eoa Bewegung zu geſchehen mis Weiſſe an dem Filtro wie eine einer 4. nn filtrire den Iein fo wird diefes J Pom olof 7 rire den We 7 i te Dag elbſt. lieheſt,——— der Wein aber gelb werden, A l a Sa thun, und Perle hangen Da gewiſſe Zeichen, nach welchen du p s tei nA ae, Diit Diß á Fein ſo ſtarck werden wird, daß ani aby daß dieſes ein groſ⸗ ohne 1 Di„keinen Nutzen bring. e 5 von diefem Liquore— wo er zu ſchn ib in allen innerlichen inen gelinden Schwei zeheimniß ſeye. Gib ino t ieſelbe bald durch einen ge w fes Gebeimniß: el voll ein, ſo wird es Diefelbe b ch kein Erbrechen, treibt 5 purgirt sm U T—5— ſondern ſtarckt sine eftigen S RRG ME iele Jahre gedauret hat, f auch Feinen fo h die Kranckheit viele Jahre gedaure iten aber curirt fie enſchen; und wann die K; dere Kranckheiten abe f den Menſchen u indig an einander? Alle an 5: Geſchwaͤren, Gratze, Tugebeſtändig aneinanders Ale bäden, als Geſchwaren, Gı nnechalh 2. Otunden In auffenicheme ften Ort mit dem Stein ſelbſt, á tunden. A o a h dl aften Ort mit tM z innerhalb 24.© gere&c. ſchmiere den ſchadhe iG thue 9. Tage ki z tangere&c. fi P ee den, und diß hue 9. T. A i ron met muarrh marde 1 Feinem bófen welcher pi Oel i a ke e tein vo fich et, M Iio der Stein RIIE D ird ſich auch keiner zu ihm geſcllen. ihm bleiben, n iffen werden, wird fic boͤſe Geiſt nicht langer bey ihm ble Da Ane Hn gebraucht y fo Pan der bft Gzeift nicbt fing dann heh ei ann et ten nidh Corrup 9, age Menfi "NE Yi niht g lina Jechon, N wi ing iineni dan in d bereitet i wieoer; in Purger, errichten, ute ode f Phiolegh ficſſuded mene iy Hutton pienten y oth, tonion AN itoj endte g DOS; hi henag Dn arny ete Ma Made ti und holte damak nin Ay wife Şi MO, f ti My hih yi ii VAIL ni ibus, ool fi hody AN ui b ommi dh dnd Stren, n AN vem idm DA t wd p obt ngrok k e o tlellt finfi MY utie’ rakt nihh j, U p boM K pot/ Dani Anhang.. 551 dann er ift die Quinteſſenz, in welcher keine Corruption ift; und wo die Clemen- ten nicht verdorben find da Fan Fein Teufel bleiben; dann die Hoͤlle beſtehet in der Corruption der Elementen. Dieſe Artzney, wie ich vorhin geſagt habe, brauche 9. Tage, und ſalbe alle Morgen die Schlaͤfe mit dem Stein, fo maht er den Menſchen ſo leicht und friſch, als ob er fliegen koͤnte. Mercke aber wohl, daf der weiſſe Stein zu keinen andern, als lunariſchen Kranckheiten ſolle gebraucht werden. Der I. Gebrauch ift iur Multiplication. Viele haben den weiſſen und rothen Stein gemacht, die ſeine Multiplication nicht gewuſt haben. Dann der weiſſe Stein wird roth, wann man mit wem duf⸗ ſerlichen&anhaͤlt; Es gibt aber weder der rothe noch der weiſſe eine hohere Pro⸗ jection, als einestheils auf 1o. Wo du dich aber nicht wohl vorſieheſt und verwah⸗ reſt, wird dich allein der Geruch davon toͤdten koͤnnen. Willſt du nun den Stein ins Unendliche vermehren, daß er nicht mehr in einen Staub congeliret werde, fonz Dern in der Gorm eines Hels bleiben muſſe, ſo verfahre alſo: Nachdem der Z Phil. bereitet iſt,(welches innerhalb 40. Tagen geſchehen kan) muſt du ihn eben ſo wieder zur Sdulung bringen, wie du ibn gemacht haſt; und ſolches laͤſt ſich in kurtzer Zeit in einem Urin Glas oder Cucurbitula mit einem blinden Hut, wohl verrichten. In daſſelbe thue von der Materie mehr nicht, als 12. Untzen; verlu⸗ tire oder ſchlieſſe es zu mit einem Luto, den ich dich hernach lehren will;(in einer Phiole aber geht es nicht an.) Bann deine Materie nun, wie ein geſchmoltzenes oder flieſſendes Pech wird, fo nimm daş Glas heraus, und ſtell es in Den Ofen mit ge⸗ meiner Aſche; und wann es in 24. Stunden kuͤhl worden, ſo thue den blinden Hut von der Cucurbitula, ſetze einen andern drauf, und lege einen weiten Reci- pienten por. iche dich aber hiebey ja wohl fuͤr, daß dir der Dampf Feinen Scha- den thue. Ferner verlutire die Junéturen deg Huts und deg kecipienten fleißig mit folgendem Luto: Be. 1. Unge 24. Stunden lang calcinirter Eyerſchaalen; fub- uler, wie ein Mehl pulverifirter, Amaufæ 2. Untzen; und miſche es unter einander; feuchte es mit unter einander gekläppertem Eyerweiß an, und mache einen Teig draus; mit dieſem ſchmiere eine weich⸗gemachte Schweins⸗ oder Rinds⸗Blaſe, lege ſie hernach dreyfach um die ſu ncturen, und binde es wohl zu. Laß es alſo 24. Stun⸗ den darauf trocknen, und ſtelle das Glas fo tief in Die Aſche, daß ſie uͤber die putre⸗ ficirte Materie 6. Finger hoch heraus gehe: Dag Capitellum foll ſehr kalt ſeyn. Mache ein gelindes Fauer, bis du einen ſchneeweiſſen Dampf ſieheſt aufſteigen; und halte ſo lang damit an, bis kein weiſſer Rauch oder Dampf mehr aufſteige; darnach laß es 24. Stunden kalt werden, ſo wird vorgemeldter weiſſer Dampf zu einem Oil, oder dicken, ſchleimichten und vilcoſiſchen Saft werden, welches der weiſſe Liſt, zu Vermehrung des weiſſen Steins: Darnach thue den Recipienten davon, fege einen andern vor, und verlutire ihn, wie vorhin; werfe den Dkn vo W gang. ie Capelle, worinn der Sand iſt, gluͤend werde; ſo wirſt npfe oder Rauch aufſteigen ſehen, der ploͤtzlich in einen Blut⸗ t werden: Mit dieſem& halte e an, bis du ſieheſt, da Darauf wird Der Recipient p dem Rau 10 gantz dict und fi geny und zu einem Oel coaleſciren wir weſches der re t werden M 5 Ein j jed aia quor ſoll Capitello 7. maf re Cificiret werden, afes darn na kan man ihn feſt zubinden und zum Ge⸗ nem falten Drt find beyde Liquores wie ein! Saltz; aber ae Der gerit n Wirme fieſſen ſie e, wie Wachs, und find O, 4 und y, Wann der weiſſe Stein gemacht ift; ift er nicht gufi; goder flüſſig/ ſondern wie cin fubtil- geſtoſſener Sand, und verwande ft feinen a ern Coͤrper in C/ als Kupfer. Zu z. Theilen dieſes weiſſen Steins Re. ceinen Theil des weiſſe n rectifi- cirten&, in we elch⸗ em Du Doch vorher ein Drittel feines Saltzes ſolt aufgeloͤſet ha⸗ ben:Mit dieſem imbibire den t veiſſen Stein, ſo wird er den x an ſich nehmen, und wie ein. Brey werden: Darnach lutire dein“perenna 5 Glas,(dann alſo muß es zur Mu! tipli cation geſtaltet ſeyn) mit vorgemeldter m Luto; ſtelle eg ang eiſte Beut fo wird es innerhalb 40. zagen faulen, und alle Barben durchgehen; es wird weiß und fix werden, und cin Theil deffelben 100. naam Diß wiederhole mit dem andern weien Y und Gy und halte mit folkhem Feuer- Grad an y ſo wird ſeine Kraft allemal zchenfach vermehret werden; und wann du ferner damit fortfaͤhreſt, wirſt du es endlich dahin bringen, daß es zu einem weiſſen Oel werde, das bey Nacht, wie der Mond, leuchtet. Hawen aber tåft fichs nicht weiter ver mehren, weil es in keinem Glas koͤnte erhalten werden. Bur Projection mit dem w iffe en Stein nimm den roten Theil Silbers, und wirf 9 9. Sheil deg Steines drauf, halte es 24. Stunden im Fluß: Das iſt die Fermentation. Erſt⸗ fich tungi rt ver fei in Q; darnach alie metal llifche Corper; zten Den gemeinen Yy und alsdann iſt er ein Elixir der Geiſter. Wie du mit dem weiſſen Werck verfah⸗ ren haft, alfo verfahre auch mit i pem voien g und feinem O, und ſo faͤllt(.) ein Theil auf 1o., G.) Auf 100., und(.) auf roco. und fo ferner ins Unendliche; zuletzt aber wird ein rothes Oel di raug werden y welches des Nachts einen wunder⸗ baren Schein von ſich wirft. Dieſer Stein vertreibet alle boͤſe Geiſter; und ſo muf er feyn, ehe er alle Kranckß heiten heilet, und dem Menſchen eine magiſche Kraft zuwege bringt, verſchiedene Wuͤrckungen auszurichten, die ich hernach beſchreiben will. Der dritte Nut iſt III. Perlen oder Edelgeſteine zu machen. Wann du den g der Weiſen bereitet, und aus dieſem den weiſſen und rothen Everfertiget haſt, und willſt hernach aus kleinen Orientaliſchen Perlen groſſe maͤchen, gi bis pe ò $ rothen! Ko e nichts mhr au Fe teise. trúb werden, Pele he rothe ğ iſt, won mit der a = re D ` E . madhen My w daß man Gtoſſedt odere A, uni ne O le pitung D pn wÀ Vuh, de Der ganhe deM A IMhimm ani Du einn her gey e fi len afi ne mad fm iman wn I0, k Wanne ihin m DPI } Gli Uing Wy ino AlS diey Dal Útind 1 dag Yy wets Ì DN t dinlche 66 Folt te DE Dyk 5 ondan y alè eifi tie M mý K Dwy yit M nd jin fah Mi A jeton hil Gf wn i ufa 10(it Dide unider⸗ mi eN uiw yoni ) woi a————— —..——j—— Anhang. 553 machen, ſo verfahre alfo: Be. Kleine weie Perlen, und loͤſe ſie in dem weiſſen x auf, daͤnn er thut es gleich ohne Feuer. Wann ſie nun wie ein Teig geworden# daf man fie mit der Dand tractiren fan, fo Formire Perlen daraus, von welcher Groͤſſe du wilt, und druͤcke ſie in eine ſilberne polirte und mit dem weiſſen Stein oder Bel geſalbte Form: Laß ſie alſo 3. oder 4. Tag ſtehen, darnach nimm ſie her⸗ aus, und laß ſie an der Sonne austrocknen, doch daß ſie nicht allzu heiß auf ſie ſchei⸗ ne/ ſo werden ſie ſchoͤner werden, als die natuͤrliche orientaliſche. Aber zur Be⸗ reitung der Diamanten nimm weiffe Kiefel- Steine, ftoffe die duſſere Rinde daz von, und loͤſe ſie im weiſſen L auf, daß ſie zu einem Saft werden, nicht zu einem Brey, darnach thue ſie in einer wohl verlutierten Phiole in warme Aſchen, ſo wird der gantze Saft in 12. Stunden zu einem Stein coagulirt werden: Darnach ma⸗ che das æſtaͤrcker, daß das Glaß faſt gluͤend werde; laß es wieder kalt werden, und nimm es hernach heraus, ſo wirds wie ein Kieſelſtein ausſehen; weiſt du ihn aber zu ſchaͤrffen und zu poliren, oder laſſeſt es einen thun, der es weiß, ſo wirſt du einen harten Diamanten in ihm finden, der koſtbarer, als jemals ein natuͤrli⸗ cher geweſen ſeyn wird. Wilt du aber kleine natürliche Diamanten aufloͤſen, ſo werden ſie deſto beſſer werden. Die uͤbrige Steine, welche im weiſſen v fih auf- loͤſen laſſen, behalten ihre Farbe; wann du aber Rubinen oder andere rothe Stei⸗ ne machen wilt, ſo mache ſie aus dem rothen& und aus Cryſtall. Den Carfunckel Fan man machen aus rothem ¥; in welchem ein Cryſtall aufgeloͤßt iſt, und mit dem 10. Theil des rothen Oels oder Steins, twie vorher, durchs& coaguliren: Wann er darnach kunſtmaͤßig polirt wird, glaͤntzt er bey Naht úber die Maſſen ſchoͤn, mehr als die natuͤrliche. Der IV. Gebrauch ift, alle Metallen und Mineralien, die in ſich haben, in ein lauffendes lebendiges Queckſilber zuruͤck zu bringen. Gleich in der erſten Bereitung des weiſſen Steins, und nicht hernach, wann du dein Glaß aus dem Ofen nimmft, wirft du unter dem weiſſen glaͤntzenden Pul⸗ ver, ein anderes ſubtiles graues finden, das ungefehr den vierten Theil ſo ſchwehr, als die drauf liegende Materie ſeyn wird. kecipe von jedem Metall 1. Pfund; Ma⸗ che in das Metall ein Loch, als ein Gerſten⸗Korn, und thue.Gran deines grauen Pulvers darein; Lege das Metall in ein Crucibulum bey warmer Aſchen; Wann das Metall warm wird, ſo wird das drauf gelegte Pulver das Metall durchgehen und in lebendigen 8 verwandeln; Darnach wirf ihnin ein hoͤltzernes Gefaͤß voll fri⸗ ſches kaltes Waſſers, ſo wird daſſelbe die ſtaubigte Schlacken vom d abſondern: Diß Pulver iſt nichts anders, als des Steins ſeine terra damnata. Aaaa Der Anhang. Der V. Gebrauch iſt, zu einigen Magiſchen Wuͤrckungen; Deren erſte vorſtellet und abbildet Die Schoͤpffung der Welt. Ke. Regen⸗Waſſer, ungefaͤhr 30. Pfund, verwahr es in wohl verſchloſ⸗ ſenen Glaſern 40. Tag lang, ſo wird es ſtinckend werden, und die Hefen ſich zu Grund ſetzen; das Klare gieß ſittig davon in ein weit rund hoͤltzern Geſchirr; damit das Geſchirr ein dritt-Theil voll werde. Stelle es an einem geheimen Ort an die Soane zu Mittags-Zeit: Laß einen Tropffen des gebenedeyten Steins in dieſes Waſſer fallen, ſo wirſt du bald einen dicken und ſchwartzen Rauch auf der Ober⸗ Flache deſſelben ſehen, wie es in der Schöpffung war: Darnach gieſſe noch zwey andere Trösein darzu, ſo wirſt du die Scheidung des Lichts von der Finſterniß erkennen, und ſo thue na h und nach alle halbe Viertel Stunde hinein,., hernach 4. ferner 5. und endlich 6. Tropffen, hernach aber nichts mehr, ſo wirſt du auf dem Waſſer eins nach dem andern ſehen, was GOtt in 6. Tagen geſchaffen hat, wie auch die Art der Schoͤpffung und unausſprechliche Geheimniſſe. Laß es alſo ſte⸗ hen, ſo wird in einer halben Viertel Stunde darauf alles verſchwinden. Die An⸗ dere ſtellet vor Den Himmels⸗Lauf. FBe. Sieben Stuͤck Metallen, ein jedes nach den J. Planeten des Himmels; druͤcke einem jeden Metall den Character ſeines Planeten zu der Stunde ein, da er regieret; Ein jedes Stuͤck der Metallen foll fo grof ſeyn, als eine Roſenoble, des Vaber ſoll ein Viertel 3. an Gewicht ſeyn, und ihm kein Zeichen eingedruckt wer⸗ den. Darnach lege ſie in eine Schlaf-Kammer nach der Ordnung, Die fie am Himmel haben, nemlich D zu unterſt, daruͤber Z, hernach L, O,„L, B: Ver⸗ ſtopffe die Fenſter, daß die Kammer gantz finſter werde, ſchmeltze hierauf alles mit einander mitten in derſelben, und gieſſe ſieben Tropffen deines geſeegneten Steins dazu/ ſo wird alsbald eine feurige Flamme aus dem Crucibulo aufſteigen, und ſich durch die gantze Kammer ausbreiten. Fuͤrchte dich aber nicht, dann es wird dir Feinen Schaden thun, und Deine Kammer wird fo hell werden, als ob© und D drinnen ſchienen; Uber deinem Haupt wirſt du dann ſehen, wie O, Y, Planeten und Sterne am Firmament ſtehen, welche ſich dir in ihrer Ordnung und in ihrem Lauf præſentiren werden. Laß es eine Viertel Stunde ruhen, ſo wird alles ver⸗ ſchwinden. Die Dritte hilft zu Ei⸗ Gi o alein in fag gi gaolen Monat lebeſt, folte bef oand) toaheneh fhaft fon waed Inen, a die Sch Ri f Ii ter Dein Imagina NEAN halts w Chim 1t Der al weht s inlis / Me e, des fe we fk om a feo mi teini afó wid de wò) pant piho aW & * Anhang. 555 Einer guten Geſellſchaft und Bekanntſchaft mit den Weiſen. Wann du im vollen Licht den Stein vor dir trageſt uͤber unſerm Horizont, und allein im Garten geheſt, ſo nimm einen Theil des erſtern præparirten Regen⸗Waſ⸗ ſers; gieſſe nur vom weiſſen Stein ſo viel dazu, als du vorher vom rothen darzu gegoſſen; alsdann werden bald Dunſte bis zum Y aufſteigen, und wann du diß alle Monat zur rechten Zeit in Acht nimmſt, ſo wird anf demſelben Horizont, da du lebeſt, kein Weiſer ſeyn, der auch ein Beſitzer des Steins iſt, welcher dir nicht ſolte bekannt werden: Dann zur ſelbigen Zeit gehet er auch heraus, und ſiehet ſich gegen Oſten, Suͤden, Weſten und Norden um, ob er eine ſolche Wuͤrckung wahrnehme, die von einem Künſtler vollbracht wird, der gerne in ſeine Bekannt⸗ ſchaft kommen wolte; und wird dir ſo gleich auf deine Operation auf eben dieſelbe beſagte Weiſe wieder antworten: Alſo wirſt du die Beſitzer des Steins erkennen lernen. Die Vierte hilft zu Einer guten Zuſammenkunft. BVerlangeſt du der Weiſen und ihrer Mitgeſellen Zuſammenkunft, ſo ſalbe die Schlafe deines Haupts mit dem weiſſen Stein zu eben derſelben nachtlichen Zeit, und baͤte ernſtlich, daß du erfahreſt, twas es vor eine Perſon ſey? Lege un⸗ ter dein Haupt⸗Kuſſen 3. friſch abgebrochene Lorbeer⸗Blätte“, und figire deine Imagination auf ſeine Erkänntniß; ſchlaf alſo ein, wann du aufmachen, ſo erin⸗ nere dich des Geſichts der Perſon, ihres Namens und des Orts, wo ſie ſich auf⸗ halt; und wann du nicht zu ihm geheſt, wird er zu dir kommen, und meynen, das Geheimniß ſey dir vielleicht noch nicht offenbar: Die Urſache dieſer Wuͤrckung iſt der allgemeine Luft⸗Geiſt, der im Stein verſchloſſen ſolches ausrichtet. Die Weiſen, mit denen du alſo allenthalben kanſt bekannt werden, offenbaren ſich mehr unter einer armen, als reichen Geſtalt. Ehe du aber dieſe Operationes vornimmſt, muſt du den Stein neun Tage nacheinander ge⸗ brauchen, wie ich dich vorhin gelehrt habe. Ew Dne è$ Sopp aP i WA Aaaa 2 IV. Non 556 R Co) QR OANYS Kb729 CU804 CANYI TAN CANANI CuNURI QNI QNS SUAN AN Na No SA ENa CAND CYN CHN IV. Non plus ultra Veritatis, Das iſt: Eine Unterſuchung der Hermetiſchen Wiſſenſchaft; Ohne Mißgunſt Don Franciſco Sebaſtiano Fulvo Melvolodemet, Piſano, ne r,» e In einem kurtzen Buͤchlein beſchrieben, und denen Soͤh— nen der Kunſt zum Beſten jetzund zuerſt ans Licht gegeben; Damit ſie Sowohl durch die Theorie als auch durch die Praxin, unſere Schif⸗ fahrt úber Das groffe Meer der Weiſen vollenden, und am Ziel des Herculis anlánz den, ja gar ſelbſt uber die Theorical. Saulen hinkommen, und in dem Haafen des ſo lang gewuͤnſchten guͤldenen Awericæ auf dem Schifflein der Praxis gluͤcklich einlaufen koͤnnen. Vom Thau des Simmels und dem Fette der Erde, (Der Thau des Himmels ift Y, das Sett der Erde& und Salg.) Aus dem Lateiniſchen uͤberſetzt. OEE EEN EEN EEE EEE e Worrede deg Autors. W⸗ ſuchft du weiter, mein lieber Leſer? ich habe in dieſem kleinen Buͤch⸗ lein aufrichtig geſchrieben, was die alten Weiſen in ſo vielen Büchern haben zu verbergen geſucht. Hier haſt du ohne Decke ſowohl die Materie, als das Feuer, ja ſelbſt die Arbeit, welche das vornehmſte in dieſer Kunſt iſt. Verſteheſt du diß Tractatgen nicht, ſo wolleſt du meine Lehre nicht verdammen, ſondern deiner Unwiſſenheit die Schuld geben, weil keiner vor mir ein klareres Werck gemein gemacht hat. Darum ſorſche mit mehrerm Fleiß, und hitte hitte G Md A Hedel derhalbe die bloh Aey € apima gusgee “ fabtil “Einf “tinal “mi “Mani “tnu i Yun , gy N „Sum dhd N We bej Mek dny iunn Aus de, tet wid dfl} Sahig W A Sih l; Shi i niy j mindi y Anhang. bitte GOtt, daß er dein Gemüth erleuchte, ſo wirſt du erkennen, daß ih ohne Neid geſchrieben, und ohne Zweydeutigkeit alle Geheimniſſe erklaͤret habe, wel⸗ che die mißguͤnſtige Weiſen jederzeit mit fo groſſem Fleiß verheelet haben. Baͤte derhalben und arbeite; vornemlich aber, wann du erſt meinen Ginn, und nicht die bloſſe Sylben verſtehen wirſt. Sehe zu, daß du nicht betrogen werdeſt: Alle erſchaffene Dinge im mineraliſchen ſowohl als auch im vegetabiliſchen und animaliſchen Reich haben von einem und demſelben himmliſchen, auf die Erde ausgegoſſenen Geiſte ihren Urſprung: aus der Erde waͤchſet alles; dann die Er⸗ de ziehet den ætheriſchen Geiſt beſtaͤndig an, und behaͤlt ihn in ſich; dieſer wird nicht ſichtbar, es ſey dann, daß er in der Erde coͤrperlich werde: Aber damit du dieſe Wahrheit beſſer verſteheſt, ſo wiſſe, daß alle Dinge von den Elementen in der irrdiſchen Subſtantz durch die Kraft des himmliſchen Einfluſſes gewuͤrcket werden, weilen die Elemente, Waſſer, Luft und Erde,(wann ſie durch den Strahl des Einfluſſes und die Bewegung des Feuers, welches mitten in ihnen allzeit wuͤrcket, ſind geſchwaͤngert und beweget worden,) unſere Principia, Geiſt, Seele und Leib, zeugen, welche durch beſtäͤndige Decoctiones in d, Y und O coagulirt werden, um in den 3. Reichen nach ihrer Art Thiere, Pflantzen, Mi⸗ neralien und Metallen zu formiren. Weil nun die Erde ein Behaͤltniß iſt derer Saamen aller Dinge, und alle Wuͤrckungen der Elementen, als die ſubtilen Strahlen der Sonne, des Mondes, wie auch aller himmliſchen Einfluͤſſen, auffaſſet, ja weil ſie eine Mutter, Ernehrerin und Zeuge⸗ rin aller Dinge iſt; So kommt auch aus der Erde alles hervor: dann in⸗ dem ſie allzeit denen Sideriſchen Einfluſſen, und Strahlen der Sonne und deg „Mondes unterworffen iſt, wird ſie fruchtbar und geſchwaͤngert von den Kráfe ten und Wuͤrckungen der Elementen, welche ihr tubtiles Weſen in den Mittel- Punct der Erde hinein werffen; daher bringt ſie Krauter, Würmer, Thier⸗ “gery Mineralien xe. qus fich ſelbſt hervor, indem fie in ihrem Mittel⸗Punet alle „Saamen verſchloſſen hat, welche ſie durch den Archæum der Natur, nemlich durch den himmliſchen Geiſt, der ein pur lauteres Feuer iſt, kochet und lublimirt, uno das Verborgene alſo offenbar macht. W ſſe demnach, geneigter Leſer! daß in der Erden Mittel Punct die Jungfrauliche 3> verborgen feye; und dieſe iſt nichts anders, als befagte drey principia, woraus die Juͤngfraͤuli⸗ che Ybeſtehet. Du wirſt aber niemalen ein Beſitzer der Kunſt werden, wann du dieſe drey principia nicht, nach dem philolophiſchen Weg, ſcheideſt, und wieder iuſammen ſetzeſt: Und dieſes wirſt du nicht thun koͤnnen, wann du nicht eigentlich aus dem Grund faſſeſt, was dieſe drey orincipia ſeyen, die 8, A und y genenz net werden. Nicht der gemeine g, nicht der gemeine A oder Das gemeine G find dieſelbe principia, die in dem Mittel⸗Punct unſerer Materie liegen, und unſere Jungfrauliche Erde gusmachen. NB. find drey Saltze in Einem, das iſt, un⸗ Agag 3 erer 558 Anhang. ſerer Erde; Sie ſind eine Erde in drey principiis, nemlich in der Wurtzel⸗Feuch⸗ tigkeit, welche& genannt wird; in der angebohrnen(natuͤrlichen) Warme, wel⸗ Ge G heift, und in dem Central- Salk, welher beyder ihr Leib ift: Sa unfere Jungfrauliche Erde beſtehet aus allen drey principien, aus allen dreyen Saltzen, und empfaängt aus den Sonnen⸗Mond⸗und Sternen⸗Strahlen dieſe 3. princi⸗ pia in ihrem Centro, von welchen ich offentlich und ohnverblumt ſage, daß es drey Saltze ſind, nemlich Salpeter,(aber der centraliſche, nich der gemeine) Ar- moniac,(nicht das gemeine;) und das Sal alcali der Natur,(nich der Kunſt:) Das erſte iſt aus den Strahlen der Sonne und des Monds empfangen worden; Das andere durch den unſichtbaren allerfluͤchtigſten Natur⸗ und Well⸗Geiſt ge⸗ bildet,(inkormatum;) Das dritte durch die Gewalt der irrdiſchen und himmli⸗ ſchen Sonne, deren congelirter Strahl in ſeinem Centro die Magneſia iſt, welche bie andere zwey Saltze an ſich ziehet; ja dieſe drey Saltze find, wie ich geſagt ha⸗ be, nichts anders als unſere Jungfräuliche Erde, welche ſie empfängt, an ſich ziehet und behaͤlt. Darum wann du wilſt den Stein machen, ſo ſcheide, reinige und ſetze zuſammen mit unſerm Feuer, nicht mit der Hand, die reine Dinge mit reinen, die Gekochte mit Gekochten, wie SæFο Is ſagt: Weil du weiter nichts noͤthig haſt, als im Anfang die bloſſe Scheidung, in der Mitte die Reini⸗ gung, und am Ende die Zeitigung, wann die Geiſter in einer vollkommenen Ver⸗ einigung fix geworden. Damit du aber meine Lehre deſto leichter faſſeſt, ſo laſſe vor allen Dingen die alchymiſche Narretheyen fahren, als Dag calciniren, ſublimiren, diſtilliren, coho- biren, reverberiren, amalgamiren, die præcipitationes der Antimonien, tartaro- rum, tutien, Marcaſiten, Metallen, der Saltze, Thiere, Pflantzen, der Kreyde, des Honigs, Wachſes, des Thaues, des Sandes. Dann dieſe muͤhſame Sophiſtereyen verderben die Materie gantz/ und bringen das Magiſterium nicht zum Stand. Dare nach begib dich auf den ſchnurgraden Weg der Natur, und ſuche den Stein in der Sonne und im Mond, dann der Stein iſt ein in der Sonne und Mond coagulir⸗ tes Waſſer, welche beyde die Wurtzeln unſerer Materie ſind, dann ſie iſt nur aus 2. mercurialiſchen Subſtantzen zuſammen geſetzet, und wird ein zaͤhes vilcoſiſches trockenes Waſſer, daß nur durch die Kraft des metalliſchen Schwefels gewuͤrcket (actuata) wird; Daher nennet PARAcELSUs unſere Materie gar wohl ein un⸗ zeitig mineraliſches Hlectrum. So mache dann auf philoſophiſche Art mit dem A der Sonnen und& des Mondes, des himmliſchen ſowohl als des irrdiſchen, dieſes Electrum, ſo wirſt du mit Erſtaunen ſehen, NB. daß es von allem ſaltzigten tartariſchen, alauniſchen, ſalpeterigten und vitrioliſchen uͤberfluͤßigen Weſen gerei⸗ niget, weiſſer als der Schnee in ſeiner irrdiſchen klaren eryſtalliſchen Schaale her⸗ vor glaͤntze, und doch unter dieſer weiſſen glaͤntzenden, reinen und durchſichtigen Farbe eine groſſe Roͤthe verborgen habe: Endlich bringe diß Electrum, OS i mMMR fütttlit wT wd er helfettig und ipeo ten merd p! Fachtih Vaſtt bleibend j gunftig if na o Mblidh Authlb che hit Der geryi Waſſr; Ve wiede Cap qn Cil v Anf fhaft hot i fo ki BIE ogy denti Cap. A Torty Madda fiie ng Cip, Diq Wint h W wi alk rini: EN 5) Ar- uni) oru hg immi weſche yth mág winy nge mi neiti iein nn ingt di p coh: partito dyd iltera H Dl ninde agulit Rürat cofe inkt fni fnſtdeh Dide folgil ing hatt piae ipft pine Anhang. 539 himmliſchen Cörper, auf eine wunderbare Weiſe wieder in ſein Chaos, in ſein erſtes Waſſer, welches Spiritus Vini, Drachen⸗Blut, der allerſchaͤrfſte Eßig/ und der natuͤrliche Mercurius genennet wird; mit dieſem kanſt du das gantze Werck verfertigen, wann in der Congelation und Solution, Die Flores oder Ticturen und ganer ideæ des O und Cs,(aber unſerer nicht der gemeinen) aufbehal⸗ ten werden. O! gluͤckſelig iſt derjenige, der die leimigte, trockene, nicht naßmachende Feuchtigkeit bereiten kan! Dann aus derſelben haben Die Weiſen das netzende Waſſer des Lebens geſchoͤpffet, welches ohne ſeinen Leib niemalen beſtaͤndig und bleibend iſt. Was habe ich geſagt? Was meyneſt du? Wann dir das Schickſal guͤnſtig iſt, fo haft du die gange Sache innen, weil das grófte Geheimniß in die⸗ ſen 2. Waſſern beſteht, deren eines aus dem andern herkommt, weil aus zweyen leiblichen Dingen eine wefentliche Subltanz wird, aus welcher unſer lebendiges Queckſilber und unſer leimigtes trockenes Menttruale heraus gezogen wird, wel⸗ ches wir durch eine wunderbare Kunſt in ein feuchtes verwandeln; und alſo wird der gemeine Spruch wahr: Mache den durch den& in einem Faliſchen Waſſer; das iſt, bringe die Coͤrper durchs Waſſer ins Waſſer zur erſten Mate⸗ rie wieder zuruͤck, ſo haſt du die gaͤntze Kunſt. Lebe wohl! Cap. L. Von der Ruͤrtze und Gluͤckſeeligkeit der Sermetiſchen Wiſſenſchaft. In Erlernung einer mechaniſchen oder andern freyen Kunſt, findet ſich, daß die Kunſt lang und das Leben kurtz ſeye: Mber wann man die Hermetiſ. Wiſſen⸗ ſchaft hat, wird eine kurtze Kunſt und langes Leben erfordert; Bann unſer Werck ift fo leicht, dafi mans nicht glauben tourde, wann es mit flaren Worten ſolte erzehlt werden, und unfere Medicin ift fo lebendig, daß die Weiſen ein auffer⸗ ordentliches hohes Alter dadurch erreichen. Cap. II. Warum die Wiſſenſchaft ſchwehr, und warum ſie leicht ſey? Die Schrwuͤrigkeit derſelben beftehet, wie TRrevisanus fagt, in unſern Worten und dem Sinn derſelben: Die Leichtigkeit kommt her von dem Ver⸗ ſtand der Woͤrter, nach dem Sinn, nicht nach der Ausſprache, weil das Ver⸗ ſtehen nach dem Buchſtaben lauter Unwiſſenheit iſt. Cap. III. Die Materie zu erkennen, iſt ſchwehr, aber recht mit ihr umzugehen, weit ſchwehrer. Die Erkanntniß der wahren Materie, an welcher ſowohl die Natur als auch die Kunſt arbeitet, iſt recht ſchwehr zu erlangen, weil die mißguͤnſtige Weiſen die⸗ ſelbe unter denen Namen aller Dinge verborgen haben; Aber mehr als T Iſt. 560 Anhang. ift die Erkänntniß der Arbeit, welcher ſie fih bedienen, in Fracticung deſſelben Dinges, woraus die Kunſt die wahre Materie ziehet, welche die Natur in den Mineren hat. Cap. IV. Wie die Materie der Weiſen beſchaffen ſeye? Die erſte Materie der Weiſen iſt die letzte der Natur: die Kunſt langt da an, wo die Natur aufhört; Aber die Kunſt hilft, als eine Hebamme, ver Natur, wann ſie ohnwuͤrckſam bleibt, entweder aus Schuld der unſchicklichen Gebahr⸗Mutter/, oder eines zufalligen Uberfluſſes von fremden Dingen. Cap. V. Die Eintheilung der Materie. Die Materie iſt zweyerley: Eine wird die erſte, die andere die zweyte genennt, und iſt dieſelbe welche an allen Orten gefunden, und oͤffentlich um den geringſten Preiß verkauft wird; die man auch in ſeinem eigenen Hauſe umſonſt haben kan. Die erſte hat man nicht auf Erden auch nicht unter der Erden, dann ſie iſt unſer Waſſer, das iſt, unſer mineraliſcher&, der durch die kuͤnſtliche Arbeit der Wei⸗ fen von der aten Materie ausgezogen worden, die grob und ſchlecht iſt, und von den unwiſſenden ſehr gering, aber von den Weiſen gar koſtbar geachtet wird. Cap. VI. Die Beſchreibung der zweyten Materie. Dieſe bekannte Materie findet man an allen Orten, bey allen Menſchen, und en einem jeden Ding. Sie iſt ſchlecht, und wied gar oft von den Maͤgden auf die Straſſen geworffen, desgleichen ſpielen auch die Knaben auf der Gaſſen da⸗ mit. Sie wird taͤglich in überfluß auf der gantzen Flache des Erdbodens ausge- breitet; Es ift diefelbe Materie, welche Adam mit ſich ins Grab genommen; welche die Bau Leute ds Tempels Salomonis verworffen haben, ohne welche niemand leben Fan: Mit welcher alle Dinge genaͤhret werden: die wir Tag und Nacht beſtaͤndig vor Augen haben, und deren coagulirter Geiſt beſſer iſt, als die gantze Welt. Cap. VII. Was die naͤchſte Materie ſeye? Sie beſtehet aus 2. Theilen, nemlich aus 2. mercurialiſchen Weſen, die einander entgegen ſind: Dann, wann die eine warm iſt, ſo iſt die andere kalt; Iſt die eine fluͤchtig, ſo iſt die andere beſtaͤndig; Iſt die eine weich, ſo iſt die an⸗ dere hart; Iſt die eine oͤhlicht, ſo iſt die andere ſaltzigt. Doch ſind dieſe widrige Weſen unzectrennlich vereiniget, und koͤnnen allein durch einen Weiſen ohnzZer⸗ ſtoͤrung des gantzen von dem uͤberflußigen oͤhlichten Weſen, das zufaͤlliger Weiſe unter ſie gemiſchet worden, geſchieden werden. Cap. VIIL. Die Erëlårung der Materie durch SENDIVOGIUM, Die erſte Materie der Metallen ift eine Feuchtigkeit, die mit der Paaa uft luft ber die erſt hekinigt Wahlß Welt vo luſt À tuft nih der alfen unhe buf Daen Gei Deft mien if voptus in fuson d Gdn, t wadn fa kima Cap. L Tam uft nur i⸗ finean Hur inG Natur d befihriebn kKawengt Ò beriyo Perpeflat tM chem alp Kriben' Win h zi Mi y W den. i Wrin h fter Dh M Mi aM i Aii ſten fnr, Wi ii ) ot À, W ma nW wije mi nelh pmd Gok d fl jita zidtiht A Wik y, mde ii Auhang. Luft vermiſchet iſt; Dic zte Materie ift die trockene Waͤrme der Erden; aber Die erſte und andere Materie ſind nur eine, und nichts anders, als ein mit dem vereinigtes Waſſer, wie dann eben derſelbe Sendiyogius zur Beſtaättigung dieſer Wahrheit an verſchiedenen Orten folgendes ſagt: Unfere Materie liegt der gantzen Welt vor Augen, alle Menſchen leben in dem Philolophiſchen Meer; Koche die Luft, daß ſie zu Waſſer werde, und hernach kein Waſſer; Und wann du die Luft nicht kochen kanſt, fo wirft du ohne Zweifel irren: Dann ſie iſt die Materie der alten Weiſen. Die Luft zeuget die Magneſiam, der Magnet aber bringet unſre Luft zum Vorſchein: Es iſt in der Kuft eine verborgene Lebens⸗Speiſe, deren Geiſt NB. beffer ift; Dann die gange Erde; aber dieſen congelirten Geiſt oder Luft aufzulöſen koſtet rechte Arbeit und Muͤhe, weilen es nicht ſo leicht zu machen iſt, daß Waſſer und Feuer Freunde werden,(wie eben derſelbe Sencli⸗ vogius in feinem Geſpraͤch vom erinnert) weil ohne die Scheidung des Waſ⸗ fers von der Erden, und nachmals ohne Wiederausgieſſung des Waſſers auf die Erden, weder das Waſſer feurig, noch das Waſſer waſſerig(d. i. zu unſerm&) werden kan, aus welchen das Kind der zten Zeugung gebohren wird, welches von keinem Ding in der Welt an Koſtbarkeit übertroffen wird. Cab. N. Was dieſe congelirte Cuft, welche SRN DVOSius die erſte Materie der Metallen nennet, vor einen Leib annehme? Wann das verduͤnnerte Waſſer in Luft verwandelt wird, ſo kan die congelirte Luft nur in ein Aquam perpeſſam verwandelt werden; Und Aqua perpeſſa nimmt Feine andere, als Salg- und Eyß⸗Geſtalt an ſich; daher kan dieſelbe gongelirte Luft nur in Geſtalt des Eyſes oder Saltzes geſehen werden; Ein Salz aber von ſolcher Natur und Form wird von der Kurelia occulta in 4. Theatri als die Materie beſchrieben. Es iſt ein Aqua perpeſſa, das jedermann bekannt, aber von den al⸗ lerwenigſten erkannt wird nach ſeiner Koſtbarkeit, dann vor ein ſchlechtes, geringes und verworffenes Waſſer erkennet und haͤlt es die gantze Welt. Dieſes Aqua perpeſſa wird von HoRNIo in f. Theatri genennet, der allerſchärfſte ætheriſche, oder ein Mineral in ſich haltender Eſſig; Von OLıiveRrIo: Das Ding, aus wet- chem alle Dinge Nahrung und Kraft empfangen. In Via Veritatis ſtehet ge⸗ ſchrieben: Der Stein wird aus keinem anderen Ding gemacht, als allein aus dem Weſen der Naturen, aus welchem Weſen alle Dinge ihren Urſprung herhaben, und ſich hernach durch mancherley Wuͤrckungen und vieles Kochen in verſchiedene Weſen zertheilen. Sýn der Idea Des vollkommenen Magiſterii, ins. Theatri: Der der Weiſen wird aus demjenigen gezogen, wodurch alle Dinge ernaͤhret wer- den. In lecretis ſecretorum FaBRIHpag..: Dasjenige Weſen, welches die Weiſen den nicht⸗gemeinen Vitr. nennen, wird bey Aufgang der Sonne in groͤſ⸗ ſeſter Menge ausgebreitet und ſehr hauffig durch die gantze Welt zerſtreuet, ange⸗ Bb bb troffen. Anhang, troffen: Zum Befhluf hat Morrenus noh deutlicher geredet, wann er ge⸗ ſprochen: O Koͤnigi von dir nimmt man es, du biſt auch eine Minera; wie in folgendem Cap. wird bewieſen werden. Cab. X. Erklaͤrung des Spruchs MonfENI. So iſt es. Auch aus dem thieriſchen Reich wird unſere Materie genommen⸗ Wann das vegerabiliſche und mineraliſche ſeine Nahrung von derſelben empfan⸗ gen, warum nicht auch das thieriſche? Allerdings, weil eine allein die Materie der lublunariſchen Dinge ift, und alleg Weſen in ſeinen erſten Urſprung aufgeloͤſt wird. Auch eines todten Menſchen eigene Compoſition duͤnſtet in ſeiner Aufloͤ⸗ ſung voͤllig in die Luft aus, und er nimmt dieſelbe erſte Materie, aus welcher er ſuſammen geſetzt und ernaͤhret war worden, ſamt demjenigen an ſich, aus wel⸗ chem wir ſind, leben und ernaͤhrt werden. Ja der Menſch iſt nicht allein in fei⸗ ner taͤglichen Aufloͤſung, welche Durch die unempfindliche Ausdaͤmpfung geſchicht, ſondern auch nach dem Tod, eine weit heftigere und kraͤftigere Minera unſers mi⸗ neraliſchen Subjecti. Daher nicht ohne Grund geſagt wird, daß der Stein der Weiſen aus allen Dingen koͤnne gemacht werden. Cab. V. Was das Vorhaben oder Intention des Ruͤnſtlers bey dem Subjecto ſeye? Die Intention der Weiſen iſt in unſerm Werck keine andere, als die Natur des b in unſerm Subjecto zu vermehren, damit unſer Stein hoͤchſt⸗vollkommen werde, welcher durchaus ein pures Feuer ſeyn muß, auch nichts anders, als Feuer ſeyn kan. Wann Sermes von dem Untern redet, meynet er nichts anders, als das Feuer, welches wir auf dem Heerd vor Augen haben: Und wann er von Dem obern redet, verſtehet er das K, welches in den Sonnen⸗Strahlen herab kommt, und in der Sonne iſt. Nun komme ich zum Zweck. Dieſes Feuer flieht beſtaͤndig weg, friſſet, zerſtoͤhret, und nimmt alleg mit, indem es alle Dinge in Luft aufloͤſet, worinnen es von der Natnr in einen waͤſſerigen, aus congelir⸗ ter Luft und trockener Erde zuſammen geſetzten Coͤrper geſchloſſen wird; Und dieſer Leib iſt das Saltz aller Dinge, welches aus congelirtem Waſſer, durch des As Gewalt, in dem innerſten Schoos dieſes verſchloſſenen Coͤrpers zuſammen geſetzet iſt: Aber, meil das in allen Sen allzuſehr gebunden, und deſſelben geringe Quantität uͤber das mit Unreinigkeiten vermiſchet iſt, ſo bekuͤmmert ſich der Weiſe um dieſe Se nicht, ſondern gehet ſie alle vorbey, ausgenommen das Luft⸗S unſerer Lunariæ, worinnen das Feuer nicht ſo verſchloſſen liegt, welches in einem rothen Rauch erſcheinet, wann es dem Kuͤnſtler gefaͤllt; Uber mann eg ſcheinet ein rother Rauch zu werden, alsdann iſt es nicht figirt, ſondern verdorben morden; nadm; ghet; 1 Cap. d Yi dagin d Kben gih niht unt Mag elem ge ing e bnon erutſach Ran N einandet Gi ti iy Verein füchigfk Alihi hͤlche fubtilfion beveget, Diorang berbkeng Msoi 9 i Wih Tahi; AG, n auido| fer fon g Eg My| hafn, Nagi Wiio nur ein. hal mii WaN wiy de Me no hrob uer Dinge acli aii N qmimi i wiid mW wi me patoet dtli Anhang. 963 worden; welches der Zweck eines vollkommenen Kuͤnſtlers nicht iſt, dann der gehet, wie geſagt, nur dahin, daß dieſes Feuer vermehret und fgiret werde. Cap. XII Dag der Stein aus nichts als Seuer gemacht werde, und das A nur ein einiges feye, fowobl im Simmel, als auf Eroen. Das Weſen des Steins iſt nichts anders, als ein pures A; und daſſelbe A, das in den Kuͤchen brennet, im Licht ſcheinet, und am Himmel leuchtet, und das Leben gibt, iſt das wahre Weſen unſers Steins; Auch wird der Stein vom a nicht unterſchieden, als nur darinnen, daß der Stein der Weiſen, ein fixes, das elementariſche Aaber ein fluͤchtiges Feuer iſt; Wiſſe demnach lehr⸗begieri⸗ ger Juͤnger! daß die Fluͤchtigkeit oder groſſe Bewegung des Weſens des a, wann es brennet, die Verbrennung und Alteration in allen verbrennlichen Materien verurſachet; Dann alle Dinge, ausgenommen das Gold, durchdringet das Feuer nach ihren allerkleinſten Theilgen, und hebet ſie wegen ſeiner ungemein ge⸗ ſchwinden Fluͤchtigkeit in die Hoͤhe, und trennet oder ſcheidet fie im Aufheben von einander, und fuͤhret alſo das gantze mit ſich hinveg. Bann, wie im Gol und Stein, etwas fixes irrdiſches uͤberbleibet, hindert und widerſtehet es der ſtarcken Bereinigung nichts Dann, weil das ganre Weſen deſſelben Is das allerſubtilſte, fluͤchtigſte, und durchdringendſte Alcali iſt, das von dem ſubtilſten irrdiſch⸗ Alichten Volatili angezogen worden, ſo wird es durch die Gewalt des unauf⸗ hoͤrlichen Lichtes allmählich beweget und umgetrieben, welches, indem es mit dem fubtilſten Weſen des Alcali ſich vereinigen will, dieſelbe gewaltig und Heftig beweget, ob es gleich von uns nicht deutlich und eigentlich geſehen werden kan. Hieraus folget, daß, wann daſſelbe ſubtileſte Weſen fix waͤre, ſelbiges nicht verbrennen koͤnte, weil es dieſelbe Bewegung, die die Natur beweget, und wor⸗ aus die Verbrennung entſtehet, nicht haben würde. Dieſes ſubtilſte alcaliſche fixe Weſen wird nur in Metallen gefunden, in denen die Kaͤlte mit vereiniget wird; FJa das wahre lautere metalliſche Weſen iſt nichts anders, als ſelbſt die Natur des As, nemlich das congelirte ſelbſt. Der Kuͤnſtler aber muß das congelirte aufloͤſen, und das aufgeloͤſte figiren, wann er den Stein machen will, und die⸗ fer Fan auch aus nichts anders, als aus der Natur Des A gemacht werden. Es ſind 2. Elementa, Erde und V, ja es wird nur ein wahres, nemlich das J, gefunden; Anders ſind die vermiſchte Weſen des Kund der Luft be⸗ ſchaffen, mit welchen das Licht jederzeit vereiniget wird; Das Licht aber kan in kei⸗ nen Coͤrper oder Element leichter eingehen, als in das Weſen des As, und Dag Weſen des àAs ſelbſt Fan ohne das Liht nicht wuͤrcken. Da alſo nun der Stein nur ein figirtes Feuer iſt, ſo muß diß Weſen des Ls ſelbſt vor die Materie ge⸗ halten werden, und da es die Wurtzel⸗Feuchtigkeit in den Thieren und allen Din⸗ Bb bb 2 gen 564 Anhang. gen vermeßren muß/ daß beydes ſie ſelbſt erhalten, als auch die Form und das Seben in ihnen, oder Das in den vermiſchten Dingen und Coͤrpern gebundene Licht conſerviret werde; So muß man nothwendig ſchlieſſen, daß der Stein aus dem Weſen des A zu bereiten feye, indeme allein das Weſen des Feuers daffelbe Licht anziehen und behalten Fan, welches allen Dingen Geftalt und Leben gibt. Cap- XIII. Die Exkaͤnntniß der Materie iſt ohne die Runft unnuͤtz. Die Erkaͤnntniß der zten Materie iſt die Thuͤr, welche zum verſchloſſenen Pal⸗ laſt des Koͤnigs einen freyen Eingang eroͤfnet: Hernach iſt die Erkanntniß unſers K, welches die naͤchſte Materie des Steins genennet wird, ſo ein verborgenes Ge⸗ heimniß, daß ſie nur allein durch die heimliche Kunſt der allerleichteſten Practic, die aber gar ſchwehr zu erlangen, gefunden wirds Sa fie if ein Wunder der Kunſt; Dann wer die Arbeit verſtehet, begreift die gantze Wiſſenſchaft, und wer dieſel⸗ be nicht verſtehet, verlieret Zeit, Muͤhe und Koſten in Fractirung der Materie, weil die philoſophiſche Operation in der Bereitung, nur durch eine groſſe Gabe Gottes, vermittelſt langwierigen Fleiſſes, oder durch den Unterricht eines erfahr⸗ nen Meiſters kan erlernet werden: Daher kommt es, daß viele, die die Materie kennen, ſelbige nicht zu gebrauchen wiſſen. Cab. MV. Warum viele, die die Materie kennen, dieſelbe nicht zu gebrauchen wiſſen? Die Urſache dieſer Unwiſſenheit in der Kunſt⸗Arbeit, iſt blos die Verſchieden⸗ heit der Zubereitungen bey den neuen ſowohl als alten Auctoribus, die durch mancherley Wege zu dem Werck gekommen ſind. Etliche haben es mit groſſer Arbeit und langer Zeit, andere mit leichterer Muͤhe und kuͤrtzern Handgriffen er⸗ langet. Die Alten treiben ſehr auf die Aufloͤſung, die Neuen auf die Calcination, Artefius ſetzet die gantze Kunſt im Feuer; Womit Pontanus und Treviſanus ein- ſtimmen. Lullius in den Gewichten: Sendivogius in Ausziehung ſeines falis ar- moniaci, und Paracelſus betheuret, daß in der Compoſition ſeines Electri Mine- ralis das gantze Werck beſtehe. Darum irren die Schuler der Kunſt, weil ſie bey dem einen Auctore nicht eben die Dinge finden, welche ſie bey andern anmercken, und bedencken nicht; dafi ein feder Kuctor feinen eigenen Proceß habe: Daher iſt es ungeſchickt⸗ bald dieſen, bald einen andern beſtrafen, als waͤren ſie nicht einſtimmig, ſintemalen ſie durch verſchiedene Mittel einen Zweck in einer einigen Materie erhalten haben, nadh dem Italieniſchen Sprichwort: J noftri Antichi per diverfe vie fono tutti arrivati ad un’ effetto.(£s baben lang vor uns die Weiſen Alten durch viele Wege einen Zweck erhalten.) Cap. Ni akit gerabil nug Du na gy ogn De CID ukr y Ching linie mo da w y fein G WA, U die mbe univerf biii WaS dig linfa fiie, 9 Mied lidtkt al odeme À fliein ra; l A ti Yi BN, C duh eg ky, chymij Il mii Ge die, mi; it wit Ohi nili otri hii gida emo po juw Ols as Ait lis at Mine (febo nerde Wh jenti i nich mew n e ae—— + Anhang. s6f Cap- XAF Was die nåchfte Ntaterie fy? Die naͤchſte Materie iſt unſer fluchtiges Y, welches von keinem eintzigen ve⸗ getabiliſchen mineraliſchen oder animaliſchen Ding, nicht aus dem Thau, nicht aus dem Regen, nicht aus Honig, Wachs, oder Kreider nihe von Sallzen oder Metallen, ſondern allein von der jetzo beſchriebenen zten Materie heraus ge⸗ bogen wird, welche von der Erden gen Himmel ſteiget, und vom Himmel auf die Erde, durch Kraft der O und D⸗Stralen. Von dieſer 2. Materie wird unger 9 allein extrahirt, welches die naͤchſte und erſte Materie des geſegneten Steins iſt. Cap. XVI Was unſer Waſſer ſeye? Unſer Waſſer iſt der Brunn/ in welchem ſich der Koͤnig und die Koͤnigin baden, und das wahre B. M. der Weiſen. Es iſt naß und trocknet; Trocken und feuch⸗ ket. Auffer dieſem vſolten die Chymiſten ſonſt nichts fuchen; Keinen Ofen, Fein Geſchirr, kein Feuer: Dieſes v fafiet alleg in fich; was noͤthig iſt. Es iſt das Ar das Geſchirr, der Ofen, und alles. Cap. XVIIL Eintheilung des Waſſers. Unſer L wird in das erſte und andere getheilet: Das erſte nennet man, Eva; bie unbefleckte Jungfrau; den fluchtigen Theil; geiſtliche geſchwaͤngerte Beja; x univerfalem: Die andere wird genennet, das Natur⸗S', Jungfrau⸗Milch, beſtändige Feuchtigkeit, Terra Foliata,& der Weiſen, der alles in ſich faſſet, was die Weifen ſuchen. ape XVIL Von dem plüloſophiſchen Brunn, Geſchirr tnd Ofen. Unſer Brunn, Gefaß und Ofen find in unſerm. Das iſt der Ofen, Ge- ſchirr, Brunn und Verſchlieffung.(Clauſtre) In ihme, als einem klaren, hellen, kauffenden, warmen und lebendigen, wird unſer Koͤnig wider lebendig, und toͤdtet alle ſeine Feinde. Das K, welches in demſelben iſt, digerirt den ꝙ und waͤimt das Bad: Die Feuchtigkeit, welche in ihm ein Rauch it„ haͤlt die Ver⸗ ſchlieſſung und das Band in ſich; Und alſo iſt diß Waffer, welches ein uͤberaus heller, aus dem Meer geſchoͤpfter, klarer, cryſtalliniſcher, und noch nicht in feine Y ialifche Natur dureh unfere Kunſt zurück geführter Brunn iſt, Feuer, Rauch, Bad, Schloß, und Vand; Summa, es if aleg. Sn ihm, mit ihm, und durch es iſt alles, wird alles, beſtehet alles; Und alles iſt nichts anders, als un⸗ fer V y ja ohne daſſelbe iſt Eitelkeit der Eitelkciten, und alles gantz eitel im chymiſchen Wercke. Bb bbz Cap. XIX. — Q O 34 Anhang. Cap. XIX. Warum das Philoſophiſche y ein vᷣfortis genannt werde? Unſer erſtes Waſſer wird ein Scheid⸗Waſſer genannt, weil es ein Meer ⸗v, ſcharf und zerfreſſend ift: Daher fpridht SALMANAZAR: Unfer y ift ein corrofivi- ſches A, und kan auch nicht anders ſeyn, weil unſer v ein purer Geiſt, der ohne ſeinen Leib allezeit zerfreſſend iſt. Es wird auch darum y fort. genannt, weil eg netzet, und alles calciniret, ausgenommen die metalliſche Wurtzel⸗Feuchtigkeit: Und wann es nicht netzete, wuͤrde keine Aufloͤſung zu wege gebracht werden. Eine Aufloͤſung kan, wie Geber lehret, nicht allein Durch faure Spiritus, dig Ponticita- tes haben, geſchehen, und der ſaure Geiſt exiſtiret im g ohne feinen Leib mit der un⸗ elementariſchen Befeuchtung; obgleich daſſelbe Waſſer, flußig, clary rein und cryſtalliniſch iſt, netzet es doch niht, als mur auf gewiſſe Weiſe, bis daß das nicht netzende metalliſche und unſterbliche 9 mit ſeinem Leib ohne Corrolivitaͤt, ſondern vielmehr mit einer groſſen Sußigkeit, vereinigt worden. :p. XX. Won den Philoſophiſchen Seuern. Wir haben drey A, ohne welche das hermetiſche Werck nicht verrichtet wird. Das uh Fomm aus Gonne und Mond, und ift die eingebohrne War⸗ me, der Natur, toefcher in ihreminnerften Schoß congelirt iſt. Das Nicht⸗ natuͤrliche iſt, das durch die Kunſt erreget, und von dem Philoſopho aus einem trockenen in ein feuchtes verwandelt wird/ weil in dieſem A welches ein Bad heiſſet, das iſt, ein 97 die Faͤulung unſers Coͤrpers, oder unſers Adams vorgehet. Das Wieder⸗matürliche iſt unſer erſtes v, welches alles zerſtoͤret, galcinirt, zer⸗ reibt, und deſtruirt: Dann es loͤſet die Form des Steins oder ſeine eigentliche { pecificam) Figur nicht in Wolcken⸗ſondern in ein philoſophiſches v auf. Cap. XXI. Die widrigen Wuͤrckungen der Feuren. Das Wieder⸗natuͤrliche& zerſtoͤrt das Compoſitum und bringts zur Faͤu⸗ fung; Aber Das Natur- Ap welches ihm beygefekt wird, congelirt hingegen den Geit, des von Dem Wieder-natúrlichen in ein philofophifhes und nicht Wol⸗ cen- y dufgelóften feften Córpers; Yedoh wird im Wolden- y das natr- liche A, der fluͤchtige Geiſt niemalen ohne ſeinen Leib geſehen. Cap, XXII Eintheilung der Seuren durd) ARTEFIUM. ARTEFIUS theilet fie cin in Das Afchenz A; Lampen-A; und das A unfersg SBafers. Unfer y ift ein Fener, deſſen wir im gantzen Werck beduͤrffen, im Anfang, in der Mitte und am Ende. Der andern 2. beduͤrffen wir nicht, als nur zuweilen; Aber wann wir wollen frey reden, fo werden in unſerm y. ale 4e begriffen; In demſelben iſt P, der zwar nicht herrſchet, Doh Das. Bad des Koͤnigs Honigs dels/ treibet/ trofi Me M ( Diri ufak Humid fmd finden. 1 ſihthare Mitlock Wurk der du Calcina mit Dem terie in ( Dieg S mi gam! Wälchet! lation i ing in i et glid W auf ein chymity Cı Dico Siit i ifen fiiy l bon feing berigi Ales, ty We Die p l) Wi ine I fiit: in cite fiiy 1n das tity Emaii annans wid. Wir nide jain afit DM t, ii tli MA Riv mM Woh nati nig tn M q a s 50 6 gi Anhang. Koͤnigs und der Königin erwaͤrmet, als ein Pfoͤrtner: und daſſelbe& iſt nichts an⸗ ders, als dieſelbe angenehme Lampen⸗Waͤrme, welche die Materie täglich um⸗ treibet, aus welcher es nicht genommen wird, ehe und bevor dieſelbe calcinirt und trocken erſcheine, und zur Aſche werde, aus welcher ein Dampf aufſteiget, der das Aſchen⸗Feuer genennet wird. Cab. XXIII. Von der gemeinen und chymiſchen Caleination. Die gemeine Calcination iſt die Scheidung des feuchten und trockenen und eine Zerſtoͤhrung des zuſammen geſetzten; ja eine Verderbung des fluchtigen und fixen Humidi radicalis, ſo daß ein Coörper zuruck bleibet, der in eine Aſche, die ſich nicht ſchmeltzen laft> verwandelt worden: Daher gibt fie ohne Seuchtigteit Feinen Gufs fondern wird zu Glas. Die philoſophiſche Calcination iſt eine geiſtliche und un⸗ ſichtbare Ausdaͤmpfung unſeres fluͤchtigen Weſens von unſerm Coͤrper, und eine Austrocknung deſſelben Coͤrpers, mit Erhaltung; ja mit Vermehrung der fixer Wurtzel⸗Feuchtigkeit, daß ſie ihren fluͤchtigen Theil leicht wieder eintrincket, wel⸗ cher durch eine wunderbare Kunſt von dem fixen geſchieden wird. ie gemeine Calcination geſchicht mit einem gewaltigen Schmeltz⸗Kund vforti 5 aber unſere mit dem allergelindeſten E, ohne groſſe Gewalt der Flamme, damit unſere Ma⸗ terie. in Ausziehung des fluͤchtigen Is ihre Luckerigkeit oder Poroſitat behalte. Cap. XV. Von der gemeinen und chymiſchen Diſtillation. Die gemeine Dittillation iſt eine Ausziehung aller Feuchtigkeiten aus der beſten F/ mit Verſtellung des Zuſammengeſetzten, und Verderbung ſeiner beſondern Form; Von den Spagyricis wird ſie auch eine Circulation des Dampfs genannt, welcher im Grund des Kecipienten zu Waſſer wird: Die philoſophiſche Diſtil⸗ lation iſt eine Erhoͤhung des V von der S,ja eine Aufloͤſung unſers fluͤchtigen We⸗ ſens in ein V, welches kein gemeines Y, ſondern ein Geiſt iſt, der auf einem ſeiner Art gleichenden Vſitzet; und dieſe Ausziehung iſt das Geheimniß der Kunſt, weil ſte auf eine ſehr wunderbare Art, wegen ihrer Leichtigkeit, ohne einige bey den AL- chymiſten gewoͤhnliche Art zu diſtilliren, geſchicht. Cap. XV. Von der gemeinen und chymiſchen Sublimation. Die gemeine Sublimation iſt eine Aufhebung der Materie nach den Seiten des Gefaſſes,& in capite Aludelis: Aber die philoſophiſche Sublimation iſt eine Ausfegung der Unreinigkeit von der Materie, durch welche unſer einiges Ding fluchtig, edel und rein gemacht/und gleichwohl nichts fremdes zugefetzet, auch nichts von ſeinem Weſen genommen wird/ ſondern man lublimirt ſie nur und thut Dag uͤberfluͤßige und fremde weg, nicht durch eine gemeine Sublimation, welche nicht alles, was uͤberflußig/ unrein und heſicht iſt/ in die rechte Materie verwandelt, wie die philoſophiſche, vermittelſt unſers Asy thut Cap. XAVI. 4 58 Anhang. Cap. XXVI. Dah bdie Sublimation, Diſtillation, Calcination, Aufloͤſung, Saͤulung und Vereinigung allein durchs Rochen verrichtet werden. Man calcinirt niht, ohne Difilliren: Man diftilliret nicht ohne Sublimirens und lublimirt nicht ohne Solviren; man ſolvirt nicht, wann die Materie nicht zut Faulung gebracht wird; man vereinigt fie nicht, wann fie nicht gefchieden worden: Und ſo vielerley Arbeiten ſind, wana man unfer philoſophiſches& hat, nur eine, nemlich das Kochen. Koche, und laſſe dich das Kochen nicht verdrieſſen, weil allein im natuͤrlichen Kochen ſo viele Arbeiten verrichtet, und das Gold durch das bloſſe Kochen in unſerm Waſſer, wann es zum hoͤchſten Grad digeriret iſt, zuruͤck ges bracht, und ein Stein wird, Der alle gemeine 9 ꝛetallen in Gold tingiret. Cap. XVIIl. Ob das Gold, deſſen der Stein bedarf, gemein O ſey? Das gemeine O ift gang und gar ein todtes O, und hat den fruchtbarmachen⸗ den Geiſt des Lebens nicht mehr, ſondern hat ihn im Schmeltz⸗verlohren. Der⸗ ſelbe mineraliſche Geiſt, der von dem geſchmoltzenen gemeinen O geflogen, iſt dag Gold, deſſen die Weiſen beduͤrfen: Wie weit aber eines von dem andern unter⸗ ſchieden ſeye, will ih, ang Mitleiden gegen die Blindheit eines unerfahrnen Schuͤlers bewogen, nach allen Stuͤcken in folgender Gegeneinanderhaltung er⸗ oͤfnen. Cap. XXPTII. Ungleichheit des gemeinen und philoſophiſchen Goldes. Unſer Gold iſt lauter Geiſt: Das gemeine lauter Leib. Unſer Geiſt iſt des O corperliche Form: Das gemeine ift die von diefem Geift geformte Materie. Wie meit die Materie von der Geſtalt, ſo weit iſt auch das gemeine von dem philoſophi⸗ ſchen Ounterſchieden. Das gemeine macht die Natur bloß durch die Coagulation, weil ſie keine Hände hat, die Materie durch wiederholte Aufloͤſung zu ſolviren und zu ooaguliren: Das philoſophiſche O bleibt nicht in der erſten Coagulation der Natur ſtehen, ſondern wird durch unſere Kunſt hoͤher gebracht, und durch wiederholtes Aufloͤſen und Coaguliren in einen tingirenden geiſtlichen Coͤrper er⸗ hoͤhet. Das gemeine iſt dick und dichte, ein materialiſcher Theil, der unſers geiſtlichen Weſens beraubet iſt, welches es in der heftigſten Feuer⸗Marter hat fah⸗ ren laffen: Unſer O iſt dieſelbe geiſtliche Subſtanz ſelbſt, die im Qdavon fliehet. Das gemeine© endlich ift nur ein todter und ein eingiger Leib: Unferes aber ein lebendiger und doppelter; davon der eine feſt, gekocht und gereinigt; der andere roh und nicht voͤllig digerirt iſt; alſo und dergeſtalt, daß, wo die ungeſchaͤftige Natur hat aufgehoͤrt, die Kunſt anfaͤngt, und nach abgeſondertem uͤberfluͤßigen Weſen und vollbrachter Scheidung des feſten Theils von dem fluͤchtigen, der Na⸗ tur aufs neue forthilft, bis daß aus 2. Leibern unſers Oes, ein durchdringender, unſterblicher und tingirender werde. Cap. XXIX. Cap. Du ig ihn von Dan gedu ale N Voder alfo mal gfigth elbotget Datorie lichg/ mit ol Wi gekocht Cmm Ding fi i: Da Aud, À tigt dahar to ſberdig hichen D merallifg EOD De tein iy genomin MC n, J A Metly dik M ind fie| Wd Di OR wo ahu A olbes. iNO Wt oſopti laloc, folyt ylation jiné Wi enia hot f n Ait abam y ott aitt! Mü; uW ngad ' yi Auhang. Cap. XXIX. Ob der gemeine Y sur Bereitung des Steins komme? Der gemeine Z Fommt nicht in unfer Werck, es kan auch weder mit ihm noch aus ihm der Stein gemacht, oder der Z der Weiſen gezogen werden, als welcher von dem gemeinen leiblichen gantz unterſchieden, den man mit Recht einen Betruͤ⸗ ger der Alchymiſten nennen kan. Unſer Iiſt ein wahrhafter Geiſt, aus welchem alle Metalle, gleich als aus einem Saamen, heckominen; und ſelbſt der gemeine oder Queckſilber, das in den Apothecken verkauft wird, iſt ein wahrer Leib, der alſo materialiſch verblieben, weil ihm die Natur ſeinen eigenen Wuͤrcker nicht zu⸗ gefuͤget hat, ungeachtet, daß in dem gemeinen& derſelbe allgemeine Geiſt haufig verborgen iſt, den wir ſuchen; Dann eben in dem Augenblick/ da er in die leibliche Materie des Queckſilbers eingeht, wird er(pecilicirt und zu unſerm Werck un⸗ tuͤchtig, welches allein mit lebendigen geiſtlichen Metallen umgehet, und nicht mit leiblichen, welche innerlich mit unſerer allgemeinen Materie vereiniget ſind. Cap. XXX. Einwurf gegen die Materie. Wann ein jedes Ding ſeines gleichen hervor bringt, und das zum hoͤchſten Grad gekochte O ein tingirender Stein wird, ſo muß man ja den Gold⸗machenden Saamen im O ſuchen, und kan ihn nicht in einem ſo geringen und allgemeinen Ding finden, wie das VI. Cap. will; fondern allein in feinem feib, welcher das O iſt: Dann der Saame des Waitzen iſt im Waitzen, der Saame des Hundes im Hund, des Menſchen im Menſchen. Und ift des SENDIv ocr GSprud diefem nicht entgegen, Daf Dag gemeine O im Shmelg-A den Geift verlohren Habe; und daher todt ſeye; Dann wann dem alſo waͤre, ſo koͤnte das gemeine O nicht wieder lebendig gemacht werden; ſintemal ein todter Coͤrper ohne ein Wunder der Goͤtt⸗ lichen Allmacht nicht kan wieder lebendig werden; Alſo kan auch in einen entſeelten metalliſchen Leib der Geiſt nicht wieder zurück kehren; Nun kan aber doch das O wieder belebet und bis zum Stein⸗Weſen erhöͤhet werden; Darum muß der Stein im O geſucht, und unſer L von keinem andern Ding, als von dem© genommen werden. Cap. XAXI. Widerlegung obiges Einwurfs. Im O iſt des Oes Saamen, und aus den Metallen muͤſſen die Metalle wer⸗ den. Alſo ſchreyen die unerfahrne chymiſche Stuͤmpler getroſt, welche ihr Ge⸗ muͤths⸗Auge uͤber den Horizont ihres leiblichen Geſichts nicht erheben. Aber dle Metallen und Mineralien, wann ſie noch an ihrer Matrice haͤngen, haben, gegen dieſe Meynung, ihren Saamen in ſich; allein auſſer den HMinern und Matricen ſind ſie ohne Saamen, als wie zertrennte Leiber, oder Glieder, die von Thieren und Pflantzen, welche keinen Saamen haben, abgeſchnitten und geſchieden ſind, ja ſelbſt von dem Augenblick an, da der Lebens⸗Saft, der aufſteigende Lebens⸗ Cerec Geift, 570 Anhang. Geiſt, vom Gold oder andern Metallen ausgefahren/ ſind ſie nicht mehr geſchickt/ als ein Saamen Metallen hervor zu bringen, weil derſelbe von der Kunſt zu keiner andern Vollkommenheit kan gebracht werden, als zu welcher ihn die Natur ſelbſt gebracht hat; und wann ſie derohalben in dem Bley, Zinn, Gold x. daſſelbe fpe- cificirt hat, Fan fie eg nicht reiter bringen, und den Theil, der Davon geflogen, mit feinem Coͤrper nach den geringſten Homogeneitdten wieder vereinigen, weil in dem ſpecificirten Coͤrper, dem der Geiſt mangelt, kein Saame iſt, indeme alſo der Geiſt ausgedampfet, und die Form zerſtohret worden; und darum laͤßt ſich der Waitzen mit dem Gold nicht vergleichen, weil das gemeine von feiner Ma- trice abgeriſſene dichte und geſchmoltzene Gold unftuchtbar bleibet, wie ein gemah⸗ lenes und im Brod gebackenes Waitzenkörnlein. Gleichwie min das Brod keinen Waitzen mehr hervor bringt, wann es ſchon in die§ geworfen wird; alfo ift auch das geſchmoltzene Gold unfruchtbar und ohne Saamen. Derowegen ſchlieſſe ich/ daß der Gold⸗Saamen, aus welchem die allgemeine Artzney bereitet wird y nicht aus den gemeinen Metallen oder Mineralien, ſondern allein aus demjenigen Leib, welcher gantz ein metalliſcher Saamen iſt, aus welchem die Metallen und Pflan⸗ tzen geworden ſind, herzuholen feye. Cap. XXXI. Der Stein wird weder ans einer animaliſchen, noch vege- tabiliſchen Materie gemacht. Es iſt unmoͤglich, den Stein aus etwas zu machen, das der thieriſchen Natur nahe iſt, als zum Exempel, aus Blut, Fleiſch/ Beinen, oder Saamen, wann ſie nicht zur Faͤulung gebracht, und nach der Faulung zur mineraliſchen Natur des und J reducirt werden: Wann aber die thieriſche Natur von ihrer nahen Materie etwas wegwirft, als etwas der thieriſchen Natur fremdes und uͤberfluͤſ⸗ ſiges, ſo wird daffelbe Weggeworfene und Uberfluͤßige, weil es kein thieriſcher Theil iſt, gewiß, entweder ein Vegetabile oder Minerale ſeyn; Kein Vegetabile, weil es zu fehr verandert und fubtilifirt ift von der Natur/ als daß es einer vegetabi⸗ uſchen Natur ſeyn kan; dann ſeine Zuſammenſetzung muß auf dem Iſchwimmen, wann es eine vegetabiliſche hoͤltzerne oder Krauter⸗Subſtantz ware; wann es aber ein Saame waͤre oder Saamens Natur hätte, ſo wuͤrde es in der Erde hervorkeimen. Mber das waͤre es ungereimt von der Natur/ wann ſie aus einem Ding einen Saa⸗ men hervor brächte, das von der Natur des Saamens unterſchieden waͤre; dann ein jegliches zeuget ſeines gleichen. Ferner, ſo iſt daſſelbe von der thieriſchen Na⸗ tur weggeworfene fremd⸗artige Weſen entweder in der Nahrung, oder por der Nahrung weggeworfen, oder nach derſelben. Iſt es in⸗ oder vor der Nahrung weggeworfen, ſo wird es ein groͤberer Theil der Speiſe ſeyn, aus welcher die Nahrung und einfáltige Reinigung der Speiſe iſt; iſt es aber nach der Nahrung weggeworfen, ſo iſt es erſt in Die nachſte Natur eines thieriſchen Weſens u wandelt nadt Bama berer; f Princip! allein, fo wahi aber au woraus Obali dt Gwi tindi Fi Wid e À fide fi Ai Hui g Thellau den DMa auo offer und aug i daum dne Nat fübtliſtef tur diea weder di den thier fhe A a mufi Ty agitttn Celile tlah N Mita liner Onein 10 mit dt Phi hy vege noin M nam twd ahe joniil ietilpt erabile, gubi inti T yfi mE t DM n Yy pood Mahun TUR airteg inè W gandit ——...————⏑——————— r — Anhang. 571 wandelt worden, welche Blut war, und iſt darnach in der fernern Dauung und Verwandelung weggeworffen worden; entweder/ weil es ein ſubtilerer oder groͤ⸗ berer, ſaltziger oder öligter, oder fettigter Theil, oder aus beyden Theilen und Principiis geweſen: Iſt es ein groͤberer und ſaltziger Theil, ſo wird aus demſelben der Urin, der hernach abgeſondert wird; iſt es aber ein dickerer und feiſter Theil, fo wachſen aus demſelben die Naͤgel, und werden gu äuſſerſt abgeworffen; iſt es aber aus beyden Principiis zuſammen geſetzt, nemlich dem ſaltz⸗oder oͤligten, und zwar aus einem ſehr dicken, ſo werden die Fœeces oder ſtinckende Excrementa ſolvirt: Dbgleich dieſelbe vielmehr von der Speiſe/ als dem Blut herzuſchreiben; Doch weil die Speiſe ſchon in den Nahrungs⸗Saft verwandelt, worden iſt, ſo behal⸗ tèn die Fœces dieſen Ort. Iſt daſſelbe Weggeworffene ein ſubtilerer Theil, ſo wird eg durch den Schweiß ausgetrieben; Iſt es aber ein öligtes Weſen, ſo ſcheidet ſich das Fette; weil nun dieſes nicht anders, als mit der ſtärckſten Hitze in die Hoͤhe zu treiben, ſo wird es durch Beruͤhrung der kalten Luft gar leicht an die Daut getrieben, und haͤngt insgemein an derſelben. Aber wann dieſer ſubtilere Theil aus beyden Principiis dem Saltzigten und Oeligten, beſtehet, ſo werden an den Menſchen die Haare, und an Thieren die Borſten daraus gezeuget; Wor⸗ aus offenbar iſt, daß die Haare ein ſubtilerer Theil des Thiers, ein abgeſchiedenes und aus beyden Principiis, uͤberfluͤßiges Ding ſeyen; und weil es abgeſondert iſt, darum hat es nicht die Natur des Bluts oder thieriſchen Materie, ſondern die an⸗ dere Natur in dieſer letzten Sublimation behalten; Doch iſt in demſelben die aller⸗ ſubtilſte fluͤchtige ſaltzige Natur die leidende Materie, und die gar fette oͤligte Na⸗ tur die Wuͤrckende, welche dieſe Materie congeliret. Dem ungeachtet, koͤnnen weder die Haare, noch Fleiſch, Knochen, Blut, Fœces und was durch fie aug dem thieriſchen Weſen kommt, die Materie des Steins ſeyn, welche eine metalli⸗ ſche Natur, das iſt, ein Plichter Dampf ſeyn, und aus einem Coͤrper gezogen wer⸗ den muß, der ein Metall werden kan, wie in folgendem Capitel bewieſen wird. Cap. XXXVIII. Der Stein wird nur aus einer metalliſchen Materie gemacht. Waann der Stein der Weiſen, eine Gold⸗Tinctur iſt, welche alle Metallen tingirt und zu O macht, ſo kan der Stein von nichts anders, als von einem Metall⸗ Geſchlecht herkommen; weil nur ein Agens, das metalliſcher Art iſt, auf die Me⸗ tall⸗Natur wuͤrcket. Daſſelbe Agens oder wuͤrckende Ding, aus welchem allein die Metalle werden, iſt der Geiſt der metalliſchen Natur, aus welchem auch die Mineralien genäͤhret und erhalten werden; Ja, weil er keines weges von dem all⸗ gemeinen Welt⸗Geiſt unterſchieden iſt, von welchem alle Dinge ernaͤhret werden, ſo wird auch geſagt, daß er in allen Dingen ſey; Aus welchem Ding er aber von dem Philoſopho ʒu extrahiren ſey? haſt du ſchon aus dem vorher geſagten verſtan⸗ den, wann du keinen dummen Kopf haſt, indem ich die Materie klar beſchrieben habe. Ce cc 2 Die⸗ sjt Anhang. Dieſes Metall, dieſes Mineral, dieſes aquam perpeſſam haben die mißguͤnſtige Weiſen mit allem Fleiß verborgen; ich habs ohne Neid entdecket, und damit ich dir noch mehr ein Genugen thue, ſage ich dir aufrichtig, daß der Hoͤchſte vom Thau des Himmels und aus dem Fett der Erden die Artzney geſchaffen habe, und daß aus dem Thau des Himmels und dem Fett der Yder Stein der Weiſen gezogen werde. Cap. XXXIV. Was der Thau des Simmels und die Feiſtigkeit der I ſey? Der coagulirte Thau des Himmels und das Fett der Sſind 2. verſchiedene ab⸗ geſonderte Weſen, aber von einer Wurtzel. Die eine iſt das 8, die andere Die Fettigkeit der S; Beyde kommen aus der S, allwo ihre Wurtzeln gruͤnen. Beyde kommen aus der Aufloͤſung der Coͤrper und vermiſchten Dinge, welche in 2aufgeloͤßt werden, und wegen der beſtandigen Zeugungen und Nährungen aufs neue coͤrperlich gemacht, und wieder corrumpitet werden, indem ſie unauf⸗ hoͤrlich auf⸗ und niederſteigen. Eine iſt der andern entgegen, ſintemal die groͤſte Feindſchaft zwiſchen ihnen iſt, wann du ſie aber kanſt beylegen, und den Metall⸗ Durch ihren gen Geiſt anzuͤnden, ſo wirſt du glucklich ſeyn, und wid dich niemand, als GOTT allein hindern koͤnnen, Geſundheit und Reichthum pu erlangen. Caß. XXVV. Von der Settigkeit der Erden? Die Fettigkeit der Erden wird, damit ich aufrichtig rede, in den 3. Reichen mit einem verſchiedenen Namen genennet; Im thieriſchen heiſt ſie dick,(craflum,) und die Minera derſelben iſt ein Thier, ja gar der Menſch ſelbſt: Im vegetabiliſchen wird ſie genannt ein Hartz(reſina) und Oel; und die Minera dieſes Fettes iſt eine jede Pflantze. Im mineraliſchen heiſt ſie A, und derſelben Minera ſind alle Me⸗ tallen. Dieſe Fettigkeit beſtehet aus zwey Extremis, aus einem irrdiſchen feſten und einem fluͤchtigen Himmliſchen; aber zwiſchen den Extremis werden viele Stuf⸗ ſen der Eigenſchaften wahrgenommen, obgleich in einem jeden Grad allzeit die Fettigkeit einerley bleibt, welche allein das als ein Magnet auf die Jziehet; dann dieſes wuͤrde ohne dieſe Fettigkeit, die eine magnetiſche Kraft gegen daſſelbe hat, vor unſern Augen auf der F niemalen bleiben. Ich gehe weiter fort, und ſage: Die Fettigkeit wird eigentlich z genannt, nnd heit Y; ſie wird Waſſer genannt und heiſt Hartz; ſie wird Sgenannt, und heiſt æra: Dannoch iſt ſowohl im vege⸗ nbil ſchen und thieriſchen, als auch im mineraliſchen Reich die Fettigkeit der Grund aller Dinge, und in derſelben find alle Elemente, alle Principia und ale Saamen enthalten. Daher muß man wiſſen, daß es kein Akcali gebes alg aug Der Afche der verbrannten Fettigkeit: Wann dannenhero in einem verbrannten Alcali derſelbe H gefunden wird, welchen der Weiſe, zur Bereitung des Steins ſuchet, ſo folgt not hwendig, daß im Fette ein Alcali ſtecke, und im Alcali ein&, welcher oon dem Weiſen gekochet und zum Stein erhoͤhet wird. Darum muß man wahrnehmen, daß MAd ped deͤglet D uni futer ft Ay Matur afi an nh N famak M Wi C P Minz, nfang Den fer e weihl anande Hirini jinki Dag nod keiner Dure, d Cap. Cop, l Raih kn g mil T tún, he i Wget wf A Pil: Dd Mui Kah dm, pho j RAN MI y fin Ctf pede s ai D fe gnnd mvg O an i Ww aits Ag gond put W Anhang: 573 daß die Alcalia unzaͤhlich ſeyn, weil aus einem jeden E ein Alcali gemacht we den kan, und unter ſo vielen Alealien ſiehet man doch daſſelbe fire Alcali nicht, dergleichen das Gold iſt, wie es von dem Weiſen erfordert wird: Das Alcali C, D, und anderer Sen verſchwinden im Schmeltz⸗ von einem Flatu mantico in kurtzer Zeit: Das fixe Alcali aber, welches der Weiſe kennet, verſchwindet nicht in A, ja es freuet fich Drinnen und wird durch daſſelbe gereiniget, weil eg von der Natur des O iſt, als ein fixes Gold: So befleißige dich, mein Sohn, daß du erſtlich die Fettigkeit oder Erde findeſt, gus welcher daſſelbe flxe Alcali kan ausge- zogen werden, darnach, wie du daſſelbe ohne Zuſatz eines einigen Dinges in ſein erſtes Waſſer zuruck bringeſt, von welchem viele nicht meynen, daß es in un⸗ ſerm Alcali koͤnne gefunden werden, nemlich in unſerm trockenen Meer, in welchem die Weiſen nicht glaubten, daß ein Vvielweniger ein Geiſt ſeye. Cab. XXXVI. Vor der Bereitung werden zwey abſonderliche Materien erfordert. Wann du keinen unfaͤhigen Kopf haſt, ſo wirft du ſchon begriffen haben, daß man 2. Materien verſchiedenes Weſens bey der Hand haben muͤſſe, die aber im Anfang von einer Wurtzel entſproſſen, und daß dieſe Materien muͤſſen unterſchie⸗ den ſeyn, und doch nur eine Natur haben: Dann ſo die eine maͤnnlich und die ande⸗ re weiblich iſt, alsdann geſchicht eine Zeugung; Dahero, wann ſie nicht von einander geſchieden waͤren, konten ſie nicht vereiniget werden. Wann aber die Vereinigung derſelben Materien geſchehen, ſo iſt es dieſelbe Materie, der nichts zugeſetzet und nichts benommen mid, nach dem Zeugniß Zacharia, welcher ſagt, daß nach der Vereinigung kein Werck leichter ſeye als das unſere, indem man keiner andern Arbeit, als der Decoction ſolcher ſchon vereinigten Materien, be⸗ duͤrffe. Damit du aber diefe Wahrheit faſſeſt, will ich fie in denen jetzo folgen⸗ den Cap. aufrichtig und weitlaͤuftig eroͤfnen. Cap. XXXVI. Ob unfer Stein, weil ex nur einer ift, aus einem eini- gen Còrper ausgezogen werde? Nah des Trevifani Bericht brauchen wir in der Mitte und am Ende unſers gantzen Wercks nur& und K; Aber im Anfang verhaͤlt ſich die Sache anders; Dann da iſt es noch nicht unſer T. Dannenhero geſchicht alles, es feye wag es wole, bu:chs A; wann vorher Der Y der Weiſen bereitet iſt. Aber ehe unſer L ge⸗ macht wird, muß man in der erſten Bereitung 2. Coͤrper haben, zwey Queckſil⸗ ber, zwey A, gus welchen die Hitze der Sonnen und die Feuchtigkeit,(der Speichel) des Ymuß genommen werden, welche wann ſie in gehoͤriger Maſſe, durch philoſophiſche Kunſt vereinigt worden, in einer dritten Natur erſcheinen, und die unmittelbare Materie oder Steins ausmachen. Dahe Hgt Seet 3 SEN- E * 57 Anhang. SENOIVoctüs'recht: Hier komme ich wieder zu meinem Fuͤrhaben, und ſage dir die Wahrheit, mein Sohn! eins wird nicht aus einem geſchaffen, weil diß GOTT allein zutommt; Laß dir daran genuͤgen, Dag du aus zen cin Ding, pas dir núglich ift, hervorbringen Fònneft. Spruch iſt dieſem nicht zu wider, von der eintzigen Sache, welcher nichts zugeſetzt noch etwas benommen, ſondern von der das uͤberfluͤßige in der Bereitung nur geſchieden wird. Dann er verſtehet dieſes von der unmittelbaren Materie des Steins, welche weder unter noch úber der Erden gefunden wird: Dieſelbe iſt das eintzige Ding, von welcher PoxTAN“s betheuret, daß alles hefichte, alles unreine, uͤberfluͤßige Weſen, ver⸗ mittelſt unſers&, in die wahre Materie verwandelt werde. Mber des Pon- Tani A kan man von diefer eintzigen Materie nicht nehmen; Wie er ſelbſt ſpricht: Das Knimmt man anderswo her, nicht aus- Der Materie; Es wird auch mit der Materie nicht verwandelt, weil es nicht von ihr iſt: Daher res man den Schluß machen, daß gewiſſe Coͤrper gefunden werden, in welchen und L gebuͤhrlich mit einander vereiniget ſind, und von welchen ſie durch die wun⸗ derbare Kunſt des Philolophi geſchieden werden, wann er dieſelbe Coͤrper in die erſte Materie des Steins zuruͤck bringet; So nehme man dann nicht den Schwef⸗ fel allein, und den Z aleine, Danm jener ſchwaͤrtzet nur und verderbet ohne die Meiſterſchaft, aber mit derſelben, das iſt, mit dem& vollendet er das Berd. GE- BER befráftiget diefes, wann er ſagt, aus dem F allein koͤnne die Artzney nicht genommen werden, weil er aus ſich ſelbſt nicht vollkommen gemacht wird, ſon⸗ bern mit einem Zuſatz, das iſt Y, und ohne dieſen wird die Meiſterſchaft bis aufs aͤuſſerſte(ad delperationem protelatur) verzoͤgert: Darum thut man wohl digerirten Qzum&, das Werck iu verkuͤrtzen, welcher A, ohngeachtet er in eben dem ſubj. aus welchem der ð genommen wird, koͤnte gefunden werden, dan⸗ noch eine allzulange Operation erfordern, und des Kunſtlers Leben zu derſelben Pollendung nicht hinreichen wuͤrde. Waͤnn auch GRu Ex ſpricht: Wer es aus Mercurio allein machen kan, wird ein gluͤcklicher Sucher ſeyn, ſo hat ers nicht auf dieſen vom A abgeſchiedenen geredet, ſondern von unſerm gantzen Ding, das aus dieſen vereinigten Stuͤcken, und V, zuſammen geſetzt iſt,(nemlich pon dem& der Weiſen,) verſtanden. Cap. XXXVIIl. Aus spy Coͤrpern, nicht aus Einem, wird tner, Aus dem A und Z, wann fevereinigt ſind, wird die Materie des Steins, aus welcher der Y-philol extrahiret, und in welchem alles das gefunden wird, was die Weiſen ſuchen. Aus dem K allein, und aus dem Z. alein ift nichts zu unſerer Kunſt nuͤtzliches zu holen. Daher, wann GEBER fagt:-nicht aug dem bloſſen F, nicht aus dem bloſſen&; So folgt nothwendig, Daf unſere Ma⸗ utai wm S derwältt Materi in Ai fig we pgm if gine mò A fen⸗ die Wukel, STAT DA fin mit Flucht/ deutet di geſchche FLAMI fie ala in der K andern wie in P. Ca i Sn den oord Moki Kn Dt tnit fo W wih Echwan Wi Hay Mang Die hensf meik ir Schwe wie die gn So fißt w) ol ulol wi wi nâ (ouy nD N MA {GE mnit y W af b awi itet it ih M orlen gS nht Anh nok itd ih ga Wdy iit niit juW 4 ny Anhang. ORF Materie, unfer g y unfer Stein aug beyden. Naturen fol sufammen gefekt wer den. Ich ſchlieſſe demnach, daß zwey abſonderliche greifliche, und unter fich wi⸗ derwärtige Eigenſchaften habende, und doch von einer Wurtzel herkommende Materien erfordert werden: Daher iſt die eine Fialiſch, die andere Hiſch; Die eine Zig, die andere oͤlicht; Die eine Pnariſche, Die andere Olariſch; Tie eine feurig verbrennlich, und ihr inwendiges leicht von fich laſſend, und die andere hin⸗ gegen ift weiß und durchaus verbrennlich; Beyde ſind leicht zu ſchmeltzen; Die eine irrdiſch, weil ſie aus der Erden kommt, die andere himmliſch, weil ſie vom Himmel kommt; Eine iſt die untere, die andere die oberes Die eine von den Son- nen⸗ die andere von den Mond⸗Strahlen; Beyde aber ſind aus einer luͤftigen Wurtzel, und werden in der Erden gefangen. Darum if das Geficht des AR r 5T1 bedencklich, welcher fahe, daß am Ufer des Meers viele ſtunden, die Mʒaͤnn⸗ lein mit Maͤnnlein, und Weiblein mit Weiblein vermiſchen wolten, aber ohne Frucht, weil ſie ohne Zeugung Zeit und Muͤhe vergeblich anwandten. Was be⸗ deutet dieſes Geſicht anders, als daß die Zeugung aus zweyen, nicht aus einem geſchehe? Zu wahrer Erkaͤnntniß der Metallen wird noͤthig zu wiſſen ſeyn, ſpricht FLAMELLUS, Daf, wann fie noch in ihren Geftalten find> nemlich in 4 und Zy ſie alsdann zwey Formen, eine maͤnnliche und weibliche, haben, welche beyde ſie in der Kunſt mit Schlangen, nemlich einer fuͤrchterlichen gefluͤgelten, und einer andern, die zwar keine Flugel hat, aber viel fuͤrchterlicher iſt, verglichen haben, wie in Praxi der Augenſchein lehret. Cab. AAXIA. Die Praxis des Wercks in einem Kaͤtzel beſchrieben. Schneide der doppelten ſchuppichten Schlange, die ihren Kopf in rother Er⸗ den verſteckt hat, den Schwantz ab: Dieſe Schlange findeſt du in Feldern, die groſſe Feuchtigkeit haben, und auf gruͤnenden Wieſen, weil ſie ſich gern an fob chen Urten aufhalt. Wann der Schwantz von dem ſtinckenden Leib abgeſchnit⸗ ten ift, fo reif ihr auch Durch die Kraft des ſtarcken Vulcani Den Kopf ab; Dann du wirſt befinden, daß er fix iſt, und ſich vor dem Knicht fuͤrchtt. Vom Schwantz ſchneide ferner, ſo gut du immer kanſt, die Spitze ab; alsdann ſetze das Haupt ſolcher Geſtalt an den Schwantz, daß die verborgene Feuchtigkeit, wel⸗ che am Kopf iſt, mit der Feuchtigkeit des Schwantzes vereiniget heraus gehe, und die herrliche Artzney geſehen werde, weil ſie die Wurtzel⸗Feuchtigkeit iſt: Ver⸗ mehre in derſelben die[olariſche und himmliſche Kraͤfte, durch die Kraft des Schwantzes, der aus dem Firmament angezogen worden; ſo wirſt du ſehen, wie die irrdiſche Kraͤfte eine wunderbare Anziehung bekommen, daß der Schlan⸗ gen Kopf anfangt ſich autzurichten und zu leben, auch wird der offene Mund fo fraßig ſeyn, daß er ſchier auf keine Weiſe wird koͤnnen geſattiget werden, und allzeit ſeinen Schwantz, ob er gleich einer ziemlichen Groͤſſe, gan perz ſchlingen. * 576 Auhang. ſchlingen. Endlich wirſt du ſehen, daß die Schlange aus ſich ſelbſt ſchwanger werden und das fo edle Himmels⸗Kind, mannlich⸗ und weibliches Geſchlechtes, gebahren wird, welches die Koͤnige auf Erden ſuchen anzubaten; Aber weder Koͤ⸗ nig noch Kayſer haben einen Schatz, der ihm zu vergleichen waͤre. Cap. XL. Eine andere Practica. Der Ort unſerer Materie iſt eine mineraliſche Hoͤhle, oder eine ſteinichte und ſaturniniſche Minera, die dem ewigen GO TT allein gewidmet, und nur den Weiſen offenbahr iſt, ob ſie gleich nach ihrer Koſtbarkeit den Augen des Pobels unbekannt, nach ihrem ſchlechten Wehrt aber demſelben bekannt iſt. So wiſſe dann, daß die ſchwartze Raben gemeiniglich in alten Mauren: gefunden werden y und gerne dort herum fliegen; Die irrdiſche Kroͤten aber werden in leimigten Pfuͤtzen, in ſtinckenden Miſt⸗Hauffen, und in unterirrdiſchen fetten Hoͤhlen nicht ſelten angetroffen. Was mehr? Bey der Kroͤte und dem Raben, die an dem Aas freſſen, wirſt du diejenige antreffen, welche die abſcheuliche Dinge aufſuchen, ſo daß von den Weiſen nicht ungereimt behauptet wird: Wir machen aus dem groͤ⸗ ften Gift die Artzney. Es iſt fuͤrwahr wunderlich, daß aus denen vergifteten mineraliſchen Coͤrpern, die aus dem allerkaͤlteſten Chao entſpringen, der Son⸗ nen edelſter Sohn gebohren, und aus dem V dag A, aug dem Gift die Artzney, und aus dem Tod das Leben hervorgebracht werde. Mache derohalben, daß aus dem Raben ein Adler, und aus der Kroͤte ein Loͤbe komme, welches alsdann ge⸗ ſchehen wird, wann du die Fettigkeit der Erden, durch ihre eigene graduirte Bewe⸗ gung des Geiſtes von dem Thau des Himmels weiß machen kanſt, der Bauch ſoll nicht allzu rein ausgewaſchen(dilutus) werden; Bringe ihn in ein klares Y, in welchem das weiche zartliche Weiblein bis zur Weiſſe gewaſchen wird, welche nach dem rothen Mann begierig iſt, wie die Materie nach der Form; Vereinige und bereite ſie aber nackend, daß du keinen Schaden leideſt; Miſche Waſſer mit Waſ⸗ ſer, und digerirs bey heitern Wolcken. Die Hochzeit muß im Haus der Natur vollzogen, und die Vermiſchung zu verſchiedenen wiederhohlten mahlen geſchehen, damit die Vereinigung begieriger und die Empfaͤngniß deſto gewiſſer werde. Das Gefaͤß der WBeifen ift ihr vs Wir brauchen aber Deren 2. um kuͤrtzer davon zu kommen. Betrachte, mwas die Materie, bey Ausziehung der Roͤthe wegwirft; dann ſie macht einen ſehr groſſen Schaum:(ampulloſitatem) Die Abkuͤrtzung beſtehet in fleißiger Scheidung der Excrementen; Daher, wann du ſie mit einem Philoſophiſchen Sieb abſonderſt, ſo haſt du weiter nichts mehr noͤthig: Wann du erwehlt biſt, wirſt du beſſere Dinge, als dieſe ſind, verſtehen, oder ich beſſere g geben Fonnen, Cap. XLI, Nii bu will Chehel fut ha WA laſſen f belſchb Wuch! cine fe wd f fign La V wil Gatu Wafi Ramme lich ſt. fremd d dampfi bon auf Iny we olche n Und af allerley ehe duj ſehet in mut den Solis fn) Etens d (O brih À aNg, y fadt inh O wel Yanta DM deullche Mer alle Kiat h medm Poöble onii erden migen mait a i Nm gib gik it Gor Mret Mp Amge wue nýi HTMi emh ige U) “Wa a htt My woni goiit urtung pit einet , Walt g in H. yi H » N Anhang. 5 Cap. XLI. Eine andere deutlichere Praxis. Nimm von dem congelirten Thau des Himmels und dem Bett der Erde, ſo viel du willſt, reib ſie und vermiſche ihre Corper/ und lege ſie in ein wohl verſchloſſenes Ehebette:(Cameram delectationis) Und weil ſie von auſſen kalt ſind/ und keine Luſt haben, ohne die reitzende Bewegung, ſo reitze ſie durch ein maͤnnliches, daß ſie entzundet werden, und durch ihre heimliche Vermiſchung ihren Saamen laſſen moͤgen, das iſt, einen Rauch oder Ausdampfung, in welcher derſelbe Geiſt verſchloſſen iſt, Den wir ſuchen, und ſehr noͤthig haben; dieſer Geiſt, der im Bauch des Windes oder der Ausdaͤmpfung, von der Luft congelirt iſt, lauft in einem ſchr klaren Waſſer Tropfen⸗weiſe in einen wohlverſchloſſenen Recipienten, und laͤſt unſern trockenen, feiſten, und von dem Beyſchlaf geſchwacht⸗ und dur⸗ ſtigen Latonem im Grunde des Gefaſſes zuruck; Dieſen curire mit demſelben welches ein Vdes Lebens iſt, und ergaͤntze den Latonem wieder, dem der Geiſt mangelt; Laß ihn trincken ſo oft und viel, bis er durch unſer geiſtliches Waſſer geſattiget, ſichtbarlich aufſchwellet: Darnach muß er in die Schlaf⸗ Kammer gebracht werden, daß er einſchlafe, und ſeine Nahrung, weil fie meral- liſch iſt von unſerm lebendigen v, durch eine gute Digeltion verwandele; Was fremd ift, gehet alsdann als ein Schweiß heraus duͤrch die unempfindliche Aus⸗ dampfung. Du ſolt dich auch nicht wundern, wann du vielerley innerliche Far⸗ ben auf ſeinem Angeſicht durch einander erſcheinen ſieheſt, dann es kan anders nicht ſeyn, weil unſer V reinigend iſt, welches alle zufaͤllige Unreinigkeiten ausfeget, welche nicht in das wahre Weſen und in ſeine Materie koͤnnen verwandelt werden; Und alſo ſiehet man bey Austreibung der uͤberfluͤſſigen ſchleimichten Feuchtigkeit allerley unbeſtaändige Farben, die alle fluͤchtig ſind, bis auf die weiſſe: Aber, ehe du zur weiſſen gelangeſt, muft du ein groſſes Geheimniß wiſſen, und das be⸗ ſtehet in Erkaänntniß der Zeit, worin die wuͤrckliche Empfaͤngniß geſchicht: Du muſt demnach die Weiſe, wie Luna zu erkaͤlten ſeye, wiſſen, damit du die Warme Solis findeſt, welches keinem dummen Artitten gelinget, weil in dem Aufgang des Steins die Vollkommenheit des Wercks beſtehet. Wann Laton weiß geworden, fo brich Die Bücher und freue dichy dann in der weiſſen Farbe werden die Spiritus kigirt, und Lato fuͤrchtet kein ſtarckeres mehr, bis er zum aͤuſſerſten Grad ge⸗ kocht und mit einer innerlichen Roͤthe gefaͤrbet, und ſelbſt der geſegnete Stein wer⸗ de, welcher alle Metallen in O faͤrbet. Wann du demnach, aus dem, was ich geſagt habe, nichts verſtehen oder lernen kanſt, ſo biſt du vom Gluck nicht beruffen: Die Materie des Steins der Weiſen, und wie man damit verfahren ſolle, habe ich deutlicher, afs es hitte fenn follen, beſchrieben. Biſt du verſtaͤndig, ſo haft du hier alles, was du verlangeſt; biſt du aber unwiſſend, ſo werde ich vor dich nichts geſagt haben. Dd dd Zugabe. 578 Zugabe. Zugabe. Georg RIPLÆI Lied von dem neugebohrnen Chymiſchen Koͤnig. l Oa I ch will der Philoſophen Heimlichkeiten jetzt fuͤrbringen, A Und davon ein artig Lied mit erhabner Stimme ſingen, Aus erfreuetem Gemuͤth, welchs mich treibt zu ſolchen Dingen, Und ſoll in der Hoͤrenden Hertz und Sinn gar lieblich klingen. 2. Als einſt der Mercurius an den allerfernſten Enden Hochzeit hielte, da geſchachs, daß ich muſte mit vollenden Die beſtellte Gaſterey, da es hergieng mit Verſchwenden, Da erfuhr ich, was ich jetzt Neues in die Welt will ſenden. Í i 3. Ein gebohrner Koͤnig war gantz unfruchtbar und ohn Erben, Ao Hoͤchſtgeadelt und ſo ſchoͤn, daß kein Mahler koͤnte farben A Etwas fhònrs, um des Gunft månniglich ſich muß bewerben, ™ Von languiniſcher Natur, der beklagte ſein Verderben, 4. Sprechend, warum bin ich doch bey ſo machtigem Regieren, Koͤnig und der Coͤrper Haupt, und kan alle Laͤnder zieren Mit Gewaͤchs und Fruchtbarkeit, aber nicht den Namen fuͤhren Eines Vatters, der da hatt je gezeugt aus ſeinen Nieren. I 5. Zwar die Urſach mag wohl ſeyn gantz natuͤrlich und gegruͤndet, Oder angebohrner Weis ſich bey mir ein Mangel findet/ Ob wohl von Natur ich rein bin, und mich nie hab verſuͤndet, Auch ernahrt bin von dem Glantz, den die Sonn uns ſelbſt anzuͤndet. 6. Was nur aus der Erden waͤchſt, ſich von ſeinem Saamen mehret, Wie auch alles Thier⸗Geſchlecht ſich zu ſeines gleichen kehiret, Paaret und vermehret ſich, wie es die Natur gelehret, Damit junge Urt fey Da; wenn die alte wird zerſtoͤret. 7. Aber mein ſehr ſtarcker Leib iſt dermaſſen hart verſchloſſen, Daß von ſelbſt kein Saamen kan daraus werden ausgegoſſen, Daher ich unfruchtbar bin, hab des Beyſchlafs nie genoſſen, Und iſt bis auf dieſe Zeit nichts von meinem Stamm entſproſſen. t2? EO w — Sm po TA Se Ac ae CEL A Saro iA 2. Wegen 8. Wegen ſolcher Feſtigkeit meines Leibes ſtets beſtehet Meine Kraft, dieweil mir nicht Saͤftigkeit des Leibs entgehet, Durch Verduͤnſtung, ich werd gleich heiß gemacht, gebrannt, gebehet, | Ja in groͤſtem Feur ich nur werd ohn Abgang mehr erhoͤhet. 9. Meine Mutter mich daheim runden Weſens hat gezeuget, Und bin alſo von Natur zu der Rundigkeit geneiget, | Durch und durch bin ich ſo rein, daß mein Glantz gar viel betreuget, Jeder Koͤnig mit mir prangt, wenn er ſich zu Ehren zeiget. 10., Weiß demnach nunmehr gewiß, daß nicht moͤglich zu geſchehen, Daß ich ſolte fruchtbar ſeyn, wann nicht andre mir beyſtehen Denn ich alt bin und betagt, und kan mich zu nichts verſehen, Anders als daß Kinderlos alle meine Tag vergehen. 11. Meine Jugend iſt dahin, und hab weiters nichts zu hoffen, Als daß ich werd dermaleinſt von des Todes Pfeil getroffen, Doch duͤnckt mich, es ſteh die Thuͤr der Verheiſſung mir auch offen, Daß man kommen muß aufs neu aus der Mutter Leib geſchloffen. 12. Denn ich kan ſonſt anderſt nicht in das Himmelreich gelangen, Wo ich nicht zum andern mal werde zur Geburt empfangen y | Darum thut mich wiederum nach der Mutter Schos verlangen, Um regenerirt zu ſeyn, das will ich nur bald anfangen. 13. Hierzu hat die Mutter ſelbſt dieſen König angetrieben, Eilte zu empfangen bald ihn mit muͤtterlichem Lieben, | Welches groſſe Wunderwerck ſie auch wurcklich thaͤt veruͤben, | Empfieng in ſich, als ein Kind, dieſen Koͤnig unter ſieben. 14. Wunderlich war anzuſehn, wie ſo bald aus ihnen beyden Ein vermiſchtes Weſen ward weiß ausſehend faſt wie Kreiden, In das Muͤtterliche Blut thaͤt das Kind ſich gantz verkleiden, So daß hinfort nimmermehr alle beyde ſind zu ſcheiden. ay. Druif die Mutter fih begab ingin reines weiſſes Bette, Woo i Deſſen Weiſſigkeit auch ſtritt mit dem hellen Mond in Weitte, | Schloß die Kammer⸗Thur veſt zu, auf daß ſie nicht Unruh haͤtte Son den Fremden, wurde doch kranck an der einſamen Stätte. 16. Na, ſie kam in Sterbens⸗Noth, und gieng in ein heßlich Faͤulen Ihr vorhin ſo weiſſer Leib, Doch Font man nicht Hulf mittheilen, Vb ſchon ihre Noth man fah durch das Fenſter unterweilen, War ſie doch verſperrt und durft ſie auch niemand uͤbereilen. Dddd 2 17. Un⸗ Ei 5 A T Omen oe T a a e a, Zugabe. 17. Unterdeſſen muſte ſie Pfauen⸗Fleiſch zur Speis genieſſen, tnd von dem Mercurio laffen ihr Getraͤnck eingieſſen, Daß der gruͤne Loͤd, als er umbracht wurde, ließ verflieſſen, Und muſt ſo das arme Weib gleichſam im Gefaͤngniß buͤſſen. 19. Doch in dieſer Schwangerheit hat ſie dis gar fein vertragen Gantzer viertzig Wochen lang, jedoch auch nicht ohn Wehklagen, Da ſie Thraͤnen viel vergoß uͤber ihre ſchwere Plagen, So wie Milch gefloſſen ſind fuͤr ihren Gebaͤrungs⸗Tagen. 19. Gar vielfaͤrbig war die Haut anzuſehn an dieſer Frauen, Schwartz und gruͤn und Aſchengrau, und gleich einem Schwantz der Pfauen. Auch hochroth wie Blut ſo flieſt aus den Adern ſo zerhauen. Oftmals auch ſie auf und ab ſich bewegend war zu ſchauen. 20. Hundert und auch funfzig Tag in der Schwachheit ſie zubrachte, Und vergoß in dieſer Zeit Thraͤnen und viel Klagens machte, Endlich auch nach dreißigen unſer Koͤnig neu erwachte, Und in ſchoͤner Fruͤlings⸗Zeit wiederum die Welt anlachte. 21. Sein Bauch, der zum erſten war nach proportz der Leibsgliedmaſſen, Kont jetzt tauſendmal fo viel weder vormals in ſich faſſen, Wie der Anfang durch das End wird beglaubigt beſter maſſen, Deſſen Prob ſo oft man will ſich im Feur darf ſehen laſſen. 22. Ein bequemes Kaͤmmerlein war daſelbſten zugerichtet, Schoͤn getaͤfelt uͤberall, und zum glatteſten geſchlichtet, Aufgefuͤhret in die Hoͤh', auf das dichteſte gedichtet, Damit nicht von kalter Luft wuͤrd die zarte Frucht zernichtet. 23. Darum auch zu ſolchem End war ein Befelein zu gegen, Bey dem aufgemachten Bett, weil zum hoͤchſten dran gelegen, Daß mit gantz gelinder Waͤrm man moͤcht dis Gemach verpflegen, Aller Kalte abzuwehren, die der Frucht iſt gang entgegen. 24. Es war auch die Kammer⸗Thuͤr wohl mit Schloß und Band verſehen, Damit niemand unerlaubt weder ein noch aus moͤcht gehen, Das Caminloch war verwahrt, und kont keine Luft durchwehen, Damit nicht, wenn Kraft entgieng, dadurch Schaden moͤcht geſchehen. 25. Hier des Kindes Gliederlein wurden auf das neu gefaͤulet, Und zu Aſchen alles wurd und in zarten Staub zertheilet, Schwart und heßlich, und als ſichs damit ſeine Zeit verweilet, Hat des Monds und Sonnen Glantz wiederum herfuͤr geeilet. Jy W Den Bon Dis Dhi Gie Uni in sihn Zugabe. 26. Als nun Zeit war, daß das Kind werden ſolt zur Welt geboren Von der Mutter, welches fie hatt empfangen hiebevoren, Sie zum andernmal gebar ein recht Himmels⸗Kind erkohren, Einen Koͤnig ſeins Geſchlechts wiederbringend was verlohren. 27. Vorhin war der Mutter Bett zugerichtet mit vier Ecken, Aber nach gedachter Zeit thaͤt ſichs in die Runde ſtrecken, Und ward nach und nach gantz rund wie der Rand an einem Becken, Weiß und glantzig wie der Mond, und ohn Mackel oder Flecken. 28. Alſo die Vierecken⸗Form ward am Bett nun rund geſehen, Und die vormals ſchwartze Farb ſah man hell und weiß aufgehen Und hernach in kurtzem ſich in die hoͤchſte Roͤth erhoͤhen, Worin dieſer Koͤnig groß unaufhoͤrlich wird beſtehen. 29. Nunmehr G0tt hat aufgethan weit die Paradieſes Pforten, Da der Glantz des hellen Monds herrlich ſchien an allen Orten, Und fich immer mehr erhoͤht nach der Philofophen Worten, Zu dem Sonnen⸗Kreis, geziert mit rubinten guldnen Borten, 30. Dieſes Koͤnigs Wapen war der vier Elementen Zeichen, Mitten eine Jungfrau ſtund, ſo nicht hatte ihres gleichen, Weiß ⸗und rother Roſen voll abgebrochen von den Strauchen, So die Kraft der Quinteſſentz thaͤten voͤlliglich erreichen. 31. Dieſe Jungfrau iſt geziert mit den ſchoͤnſten Edelſteinen, So mit ihrem Glantz und Schein uͤberaus fuͤrtreflich ſcheinen, Auch der Weiſen eigen ſind, und gehoͤren nicht den Schweinen, Welche abzuhalten ſie ihren Garten ſtarck umzaunen. 32. In der Jungfrau Schoſe ſah man den gruͤnen Loͤwen liegen, Dem der Adler Gpeife bracht, deffen Art ift hoch zu fliegen, Von des Loͤwen Leib floß Blut, der mit Staͤrcke pflegt zu ſiegen, Dis Blut gab Mercur zum Tranck unſrer Jungfer mit Vergnugen. 33. Wunderbarlich war die Milh, welche kam aus ihren Bruͤſten j Die der Loͤwe tranck und ließ ſich nach ſolcher ſehr geluſten Sie war auch in vollem Thun einen Badſchwamm zuzuruͤſten, Um zu waſchen ihn mit Milch bey Geſundheit ihn zu friſten. 34. Sie war auch mit einer Cron unſaͤglichen Wehrts gekroͤnet, Und auf einen groſſen Thron ſehr hoch in der Luft gethroͤnet, Ihre Kleider um und um ſind mit Sternen ſchoͤn beſchoͤnet. So daß aller Weiſen Hertz ſich nach ſolcher Schoͤnheit ſehnet. Dddd; 35. Die zwoͤlf Zeichen um das Haupt ſtanden, wie auch die Planeten, Das Gewoͤlck und Tunckelheit alles fern von ihr ſich thaͤten/ Und war ſie nun gantz befreyt von den vorgedachten Noͤthen, Und ihr Koͤnig neu geborn iſt nun nimmermehr zu toͤdten. 36. Welcher uͤber alle Feind' iſt ein hochſter Triumphirer, Uber alle König auh der großmaͤchtigſte Regierer,; Mit Geſundheit und Reichthum ein vollkommen reicher Zierer Welchem aufpaßt groß und klein bis zum ſchlechſten Kuͤchenſchuͤrer. 39. Er kan Geiſt⸗ und Weltliche mit ſich ſelber reich begaben, Alle Kranck gewordene wieder zur Geſundheit laben; Wer ſolt nicht von feinem Schatz gern was in Beſitzung haben, Weil es nicht gefreſſen wird vom Roſt, Wuürmen oder Schaben. 38. Die nun gutes Willens ſind, Denen woll GOtt Gnad verleihen, Dieſer Ding theilhaft zu ſeyn, und uns alle Sund verzeihen, Laſſen dieſ und ardre Gaben ju der Glori ſein Gedeyen/ Und uns helffe daß bey ihm wir uns ewig moͤgen freuen. Erſtes p pa n i A : } Anten Ariftote Arnold Arnold Artefin Augu Aureliu Autori, Che ſchel &pr Baco,- Bafilius Bauer(t Bernhar EEN Berofis Borrich Bracek Buxtorf Campa Cartef Chy Clavin K Nt mnr a RIS GRE ERIS CNAS GRIS CRIAS GRISEA ONTAS GS B K Erſtes Regiſter der angefuͤhrten Anctorum. pollodorus. 481. Aquinas( Thomas) 476. Arcanum hermetphil.522.53 rf Ariſtæus. 575. Ariſtoteles. 529. Arnoldus de Villa Nova. 529. 540. f. Arnold(Gottfrid). 289. Artefius. 566. Auguftinus. 482. Aurelius Augurellus. 5 30. ſl Autoris Tr. vom Leiden und Sterben J. Chr. 301. Chronologia. 292. Deut- Coceejus. 475. ‘Comte de Gabalis. 121. 479. 483. Degenhardus.(Magiſter) 540. Diodorus Siculus. 481. E. Elmanicus. 477. F. Faber. 561. Fauſtens Hoͤllen⸗Zwang. 422. Flamellus. 540. ſ. 575- ſche Uberſetzung der Tabular. direct.Friederich Gallus. 6519. & profect. Regiomontani. 392. B. Baco. 539. 518. Baſilius Valentinus. 5640. ſ. 543. 548. Bauer(der Kleine) 539.ſ. 543.546. Bernhardus Treviſanus. 540. 544.559. 573. Beroſus. 481. Borrichius(Olaus) 518. Braceſcus. 546. Buxtorfius(J0h.) 473. C Campanella( Thom.) 23$. Carteſius. 242. Chryſoſtomus. 474. Clavicula Salomonis. 118. 422. G. Geber. 519.. 531.537.5 39..546.574. Gedalicha. 477. Helladius. 480. Helmontius. 495. Helwig. 529. Hermes. 5 39. ſ. Hieronymus. 481. Hiſtoricus Chymicus. 541. Hornius. 561. }. Idea perfecti magiſterii. 561. Jodocus. 548. Joſephus. 188. 2 12. 474. 482. Iſaacus Hollandus. 543. 547. is Lut- ———— e Lullius(Raimundus)$40. f Miracul- oder Wunder⸗Buch. 422. Mohrenſtern(ſchwartzer) 422. Monte Regio(Fob. de) 392. Morienus. 528. ſ. 541. ſ62. N. Necromantia practica. 422. O. Oliverius. fér. Onchaſin. 476. P. Patricidius. 477. Paracelfus( Theophr.) 212. 462. 464. 479. 58. Paufanias. 482. Pererius: 476: Perronius. 518. Das erſte Regiſter. ————— Petavius. 476. Philaletha, f25. f36. ſ Philo. 474. Plinius. 482. Plutarchus. 482. Pontanus.$74. R. Richardus Anglus. f41. R. Schem Tof. 4830. 5. Sendivogius. f f8. 560. f. f74. Solinus. 482. T: Thefaurus pro fpiritu. 422. Turba Philoſophorum. f40. V. Valeſius. 476. Via veritatis. 561. SSS SS SS De Das zwehte Regiſter der bibliſchen Sprüche. 1. Buch Moſe. 11.12. D: LIS. 4. F. 6. P. 348. ſſ. Ír. Pp. 166. 174.ſ. 180.. 14-18. p. 378.ſ. 130. F. p. 13T. 136. 1. 2. P. 2. ſſ. 19. P. 9. ſ -13. P. 105. ſſ. adi.%.f. 16. P. 183. ſſ. 20. P. 181. J. Pe10. 24. 2. P. 135. ſl 26. P. 139. 176..446.81f. Pp. 137. 5. 6. P. 493. fl. -12. P. 347. ſl. 38. pislik Boae baL LI o pai c. p 29.29,.A. 10..138- 6--9..488 3L P. 494. 18. P. 143. $: pagi H,:213: p: 178, 20-25. P. 143. ſſ. ir p. 182. 4. P. 446. M, i. p. 146, 7. 8 7. P. 352. 14. P. 146. Iy. pIo 19.-232. 21, PoE 22. P. I5 2. 429.ſ. 446. 22.23. p. 149. 23.-430. VI, 2. P. 473. fl 2. J. P. 12.I. VIl, 11,.10, IX, 13..350. XVIIL, 1..446. XXH 4; p242. XXX IL.386. XXXVIL 35..249: 2. Buch Moſe. VI, 3..446. XIX, 16-20. Pp. 359. XX, 4. f. p. 12 1. 124. 446. XXV, 18. 19. 20. P. 188. 3. Buch Mofe, XX, 27. p. 248. f. Duh Mofe VII, 3. p. 191.194. XVIII, 19. 12. p. 248. XXI, 18--21..108. 1. Duch Samuels. XXVIII. Z p. 263. t3 plori 2. B. Samuels. XII, 2 3..249. 1. B. der Koͤnige. XIX, 6..194. 11,12. P399 18. P. 312. 2. B. der Foͤnige. XIII, 2 1. p. 234. Das zweyte I, 6. P. 2. B. der Chronica. III, 6. p. 227. Siob. 18. Y. P. 379. H i ar). POG 39..237. XIX, 25. p. 246. ſſ. XXIE 24. p227. XXVIII, 3. p. 465. L IXXXVIL, 7..96. 22.23: P. 360 Pfalmen. VIIL. 7. p. 144. XVL 10. p. 248. XVIL, 10;.359. XXIV i2.-a i XXX. 4. p. 248. XXXI, 18. ibid. XLIX, 161248; LXXVII, 24. 2f..190. XC, 4..486. 272 CIV, 4. Pp. 206. CV, 40. p. 190. CXXI é. p- 6. CXXXV, 7:-360 CXLYi 4e.133. CXI.VIII. p. 423. fl. I- 4e PT3- 4. p. 18 fe Sprüche Salom, VHI 27 7.-487: Poog Prediger Salom. IXIL, 9..262. Eſaias. II. 4..334 VIII. 19. 20. 5 248. XIV, Trj- p- 2 XXIV,2 Ee ee XV 17. pP: 193a | | j w Ai, zai: Pa 79.ſ. Regiſter. JXXX,;..266.269.270, 287. Tos piia: Jeremias. T« P. 197. Z, e p. 360. XVii pn echi. J..207. P. 334.ſ p. 334.f— T% F. Al. 13. P. 207%. 22. P. 205. 26-- 28, p. 207. Erha..248 XAXA 4. D. LPR, XXXVIII,.326. ALi p. toz Daniel, Il,7..274. 40—44. P. 326 FIL..316. i.188. 9il. p. 316. p. 138. 2A PIJA Kirai. pigi KIL GE POL 2.. P: A96: ai ponl 12. P. 298. Buch der Weisheit. .23. P184. Xl rth D. 262. r7 T9 P. 360. . p- 190. 246. 21. P. 245. 4. Buch 4. Buch Eſra. III. 6. p. 35 3. 493. XIII. 39 47. P323. XV.47. P. 194. —— Matthaͤus. IV, 4. P. 191. 194. V, 26. P. 260. ſ. NI Ir P. 63. 14. na VIL 2023. Pp- 462. 2. Di ZOR) VIII, 11. p. XII, 24. P. 26 a]-28. P irod l P- 4 62. XXIV. pargi fl. 292.. 14. p- 274. 305. pfl P- 302. KXV,-13.-349--33 2 334- 41. P. 284. XXVIII, 19. p. 493.ſ Marcus. H29: p, 26t. -PLA VI. 49. 50. pP. 250. ſ— 1X, 2. p221, 77.38. P- 208. 49. P. 18. XVI. 1J. 19. p. 462. Lucas. VIII, 3 1. p. 269. XIII. 29. p. 190. XEV 34e fa Prii XNI, 24. p. 274. 304. 25..6. P. 282. XXL,£Z t1 Das zweyte Regiſter. XXIVV, 36.40. p. 25 1. 255. Johannes. Lr. p i HI, F. P. 39. VE 3 2. 33. P· 254. 54. 24. 62. f. 2. XI,- P. 267. XIV, 2..99.206..25.-. 2. P. 209. 1213. P. 46. ſ. XV TR-206. L. XX T7 prag: Apoſt. Geſchicht. i 1O, peig III. é. p. 208. VIII, 19. p. 423. XEN, 13-16 p298. AE Lo: alra prad, N. p. 387. XI, n Ps 274. 304. í KIV. 17. DIGT. l 1, Corinth. I. T0. P. 4 HI, 12—IFy. p. 63. 15. P. 183.f XV. 24-2. P. 334..A7f. 26. P. 470. 39. Pp. 233. 46. 48-50. P. 187. ſ. 49. P. 177. Fitz..6 2. Corinth. 43. P. 99. 25C.II, 12. p. 29 3F. 36.37. P. 239.264. 44. P. 187. 209. 264. Vozi d Dao XII, 2. P. 259. Epheſ. P2 VI, 12. P. 267 1. Theſſalon. IV. 19.. V, 23. P. 188. r. Timoth. IV 13 BANi E Petri. III, 19. p..60. 20. ibid. IV, 6. P 260. 2z. Petri. Mao 168. HI,.7:.39- 10. I2. P. 283. 13. P- 193. J- 32-33- 34..256. Jacob. I. f. 6. 7. P. 423. 17. P. 422. Offenbahr Joh. I, 119. p. 307. ſſ. .4..291. P. 1 w M VI, 2. p. 291. 3. P. 292.. 5..293. Í. 712. Pp. 268. ſ— 12..305. XIII. p. 3 15. ſſ. VIL:3..386. 26.27: p. 209; XII, p. 312. ſſ. 20. p. 209. XVII. p. 324. fl. XVIII. p. 327. XIX. p. 328. ſſ. XX. p. 159. 268. ſſ. a 2 A a793: VOL 7--291. I XIV..319- XXI. 335. fl. 8. P. 292. Í. 14. P. 336..2. P. 0 93. 10. Pp. 293. ſ. 12..116 4J. P. 470. ſ. 19.20. Pp. 295. 13. D258: I2» i5.-2 84 {XV:.-22a 8. D335. XVI..321. IX. p. 297. ſſ. 303. ſſ. X. p. 309. ſ. XI. 1- 15. P. 310.fl. 1519. P. 333. Tiek odete ooeoeketeky t ekgo 17. P. 159. XXII. I. p. 153. I. 2. P. 467. f. 3.:469-471. cocta chockar kaikaekockreocket sAn ceka ae CRN CENAR taS Ae ENARE SN Ye A Np Np N pE UNRI NAE Das dritte Regiſter der Materien. > Und O(Offenbar. I,.) ift GOtt Der Batter. 308. L Abendmahl mit CHriſto. (Offenb. XIII, 20.) 209. ſ. ſechs Stuffen bis zu demſelben. ibid. Einſetzung und Zweck. p. 461. Adam wann er gefallen? 15 3. 156. war maͤnnlich und weibl. Geſchlechts 138. 139.ſ. ſchon gefallen, als der Schlaf auf ihn fiel 143.£ mit einem durchſichtigen Leib er⸗ ſchaffen. 13 8. l. warum er in unſer O Syſtema, und nicht auf eine andere Welt verſtoſ⸗ ſen worden? 427. was ſein Name heiſſe? 227. ſeine Nahrung und Wohnung ge⸗ weſen? 118.. wie er auch in ſeinem angenommenen Fleiſch haͤtte koͤnnen unſterblich ſeyn? 430. Adeptus, wie der beſchaffen ſeyn ſoll, der einer werden will? 530. ſ. wie einer, der ſich davor ausgibt, zu pruͤfen? 531. Alaun in ein Kuͤchen⸗SS zu perwan- DeM. fL aus Küden- ju machen. sp feine Signatur. 99a. Alcali, fene Signatur. 90. Alchymie, ob fie jemanden zu ra⸗ then? 530. was ſie ſey u. lehre e y 32. Alteration der Materie. ihre J. Gradus beſchrieben. 743.£ Antimonium, ſeine Geburth. 28.Signa- tur. 88. wie ſein A, Yu. Ozu machen? 374. f. fein A ift eine Reinigung des O. 415. 22 Ee ee 2 in in alcaliſcher Lauge aufgeloͤſt, geht in eine Jahrung mit groſſem Geſtanck. 240. twas Dem Autori in Verferti⸗ gungdesreguli Q P pallirt? 375- Armoniacum S, ſeine Signatur. 20. Arſenicalien, ihre Geburth. 28. Arſenicum, ſeine Signatur. 88. Artzneyen, warum ſie nicht zu allen Zei⸗ ten gleiche Wuͤrckung haben? 204. Aſche, ausgelaugte todte, kan zu lauter © gemacht merden. 34. f. Aſpecten der Planeten, was ſie wuͤrcken 399.199. Aftrologia. 377. f. Von wem ſie urſtaͤnde? 367. Auferſtehung, die erſte, was ſie ſey; 278. wie wir mit dieſem unſerm Fleiſche auferſtehen ſollen? 265. Aurum potabile, iſt nicht aus gemeinem O zu machen. 355. ſ. 198. zweyerley, roth und weiß. 206. eine allgemeine Artzney. 203.f. haben Moſes, Elias, Eſra und Chri⸗ ſtus gehabt. 197. welches das wahre ſey? 132. 194. ſeine Bereitung und Wuͤrckung. 197. Autor, heilet an ſich einen 19. Jaͤhrigen fiſtulirten Schaden in 5. Tagen mit %ο Saturni. 203. hoͤret einen groſſen Theologum ab- ſurde von der Auferſtehung predi⸗ gen. 247.. ob er das Aurum potabile gehabt? 132. 194. f. warum er nicht deutlicher in Pbiloſo⸗ phicis geſchrieben? 195. Das dritte Regiſter. Autoris, Tractat vom Leid en und Ster⸗ ben JEſu Ehriſti. 30r. Chronologia. 292. Uberſetzung der Tab. direct.& prof. Regiomontani- 392. B. Balſamierung der Leichname bey den Egyptern. J6. 66. Baum des Lebens, was er P rri Der Weg zum Baum des k DIC. Des Erkaͤnntniſſes gutes und boſes. ibid. Beelzebub, wer er ſeye? 268. fein Streit mit Michael. ibid. Berge brennende, kommen von dem centraliſchen A. 178. Bergmaͤnnlein, was ſie ſeyn? 126. Bismuth., ſeine Geburth. 28. Bley, aus einem Pf.ſind bey 14. Untzen geſchieden worden. 22. ſeine Signatur. 86. f. Ertze aus demſelben zu machen. 74. Blinder, ſoll durchs Gefuͤhl die Far⸗ ben haben urtheilen koͤnnen. 242. Blig, woher er komme? 357. fl. der Naͤchtliche bey hellem Wetter, woher? 360. Blut, warum es die Iſraeliten nicht eſ⸗ fen durften? 145. Brunnen, der ſteinmachenden Ur⸗ ſprung. 47. wy Cabbala, der Juͤdiſchen Beſchaffenheit. 208. widerlegt einen Carteſianiſchen Philo⸗ fophum. 241, wie die Bahre zu lernen? ibid. Calcina- wie ein Gradieramd Figier Y auf alle toii Mie îi Chao Cher fol w! Chida Chrift tom WA Was wie soor Clayin Comp æ po W A ihe j ii Khi, bid. Wig, id. d 4 jon ao $ | H Calcination, von der gemeinen und chy miſchen$67. Das dritte Regiſter. wann es wieder hervor geſucht wor⸗ den? ibid. Cementation, wie die geheime verrichtet Creaturen, ſind von GOtt ausgefloſ⸗ werde? 217. Central- der J Alteration. 545. ſ. Metallen, hat verſchiedene Namen nach Den a Grad der fen, und muͤſſen wieder in Gott. 56.. 343. unſichtbare in den Elementen. r23.ꝗꝗ. 473. fl. ſiehe guch Geiſt⸗Mien⸗ iſt die Materie der Weiſen. 539. Ehen, nut aus 7 Q und@ ¿ur extrahi- D. ren 541. a a was ſeine Eigenſchaften ſeyen? 742. Dagon der Philiſter, was en gemwe ii toie es zu bekommen? ibid: d ferner damit zu verfahren? 543.. Chaos, feine Figur- rof. Cherubim. 207: haben menſchliche Geſtalt. 188. f wer ſie geweſen im Paradieß, und was ſie fuͤr Schwerdter ge⸗];: habt? 151. fl. Chiddekel, was er ſey? 141t. Chriſtus ſeine Gottheit bewieſen 448. ſſ. wann er gebohren? 252. war vor ſeiner Auffarth im Scheolꝰ 50. was uns ſein Leben lehren ſoll? 452. wie er durch die verſchloſſene Thur ge⸗ gangen? 252. worin fuͤrnemlich ſeine Lehre beſtan⸗ den 473.f. Clavicula Salomonis, verworffen. 518. Complexion eines Menſchen, wie ſie durch die Aſtrologie zu muth⸗ maſſen? 390. Conſtellation wuͤrcket viel bey der Ge⸗ burth eines Menſchen. 396. Coͤrper, himmliſche, wie weit ſie von einander entfernet 431. ſl. Corpus pani Die argſte Peſtilentz in Dampf((Gen: H, 6) was er geweſen u. gewuͤrcket? 131. 349. Diſtillation,gemeine und chymiſche. 67. Doétor-'itul, iſt ein Mahlzeichen des Thiers. 295. wann er aufgekommen? ibid, Donner, beweiſt die Macht Gottes 309. ſſ. Stral iſt zweyerley 359. woher er komme? 357.fl. Dreykxinigkeit Gottes bewieſen. 446.f. bleibt ein Geheimniß. 448. Sepan„in der Schrift nide zu finden. 447. E. Ecliptica, unter derſelben ift Das Meeg am geſaltzenſtein. H. 4. f. Edelgeſteine, ob ſie in S koͤnnen ver⸗ wandelt werden? 37. Eden, was und wo es geweſen? 137. fl. 140; was ſeine 4. Fluͤſſe ſeyen? 140.l. Einfluß der O C und xnen iſt nichts als O. p. 4. 5. 184. Eiſen, mit& cementixrt, nutzt viel behm weltlichen Sachen. 29. grofi en Schmeltzen 217. Ee ee 3 fan —————————— Ast Fan der gemeine A niht Teiden. 224. hat fuͤrtreffl. Eigenſchaften. 22 3. Klementa, Signatur derſelben. 167. Elohim; Bedeutung dieſes Namens 10J. ſ. 446. wird zuweilen den Menſchen beygelegt 107.4 niemalen dem Teufel. 263. Engel haben menſchliche Figur. 198. heiſſen nirgend in der Schrift Soͤhne Gottes. 124.474. fl. was ihre Speife und Nahrung? 190. fie vor Leiber annehmen, wann fie erſcheinen? 255. Erde, hat vor allen himmliſchen Coͤrpern einen Vorzug. 43r. iſt durch und durch Feuer. 166. 178. 286. ob fie(tille tehe? 282 wie viel Cubic Meilen ſie in ſich halte? 270. wie weit ſie von der Son⸗ nen entfernt? 426. Ertz, wie einem verwitterten zu helfen? 2O. Ewigkeiten, ſind beſtimte Zeitlaͤufte 179. Excrementa des Menſchen. Siehe Menſch Experiment, daß alle Waſſer Sand bey ſich fuͤhren 10. 1ꝗq. daß das Licht der Sonnen wie auch die Ausfluſſe des Tetwas weſend⸗ liches p. 1T. Daf ein fedes Trópfiein y das ganbe Schamajim in ſich habe. 14. auch die Terra Damnata ein S ſeye. 34. 35.’ von des Ses ſolar. und lunariſchen Theilen. 17. phoſphoro und deſſen Blitzen. 377. von Verwandlung des Oin B. 35.. vom butyro phoſphori. 358. von der Wuͤrckung eines aus der Flin⸗ te geſchoſſenen N. 359. von einem Gerſten-Korn, das 41. Halme getragen 20r. von Zeitig⸗ und Vermehrung des Pu. (Ertzes..202. von der Wuͤrckung des Olei P bey einem 19. Jahrigen fiſtulirten Schaden. 203. F. Fall Adams, Urſache und Beſchaffen⸗ heit, 49. Gröſſe. 431. warum GOtt der Creaturen Fall nicht gehindert? y3. f wann er geſche⸗ hen? 153. fl. 156. fl. Farben, werden alle vom£ mit dem ¥ erzeuget. 241. Fauni, was fie geweſen? 127. Fermentum, im trockenen Weg zweyer⸗ egs Feuer, iſt auch warhaftiges Y 37.. wird bey den Perfern heilig gehal- een. 64. was bep-Yrbeiten in acht zu neh- men? 417. der Weiſen, wie vielerley? 566. ſ. materialiſches, wie es verdamte Gei⸗ ſter qualen koͤnne? 172. por 5 Unterirrdiſches bewieſen. 16. bricht nur i in hohen Bergen aus. 178. wo⸗ | von es in ſeiner Kraft unterhal⸗ ten werde? 178. í Fieber. wider alle Magen⸗Fieber eine Artzney Sinfi Heiſc Sorty f o iliyi joi anit UN- 222.: Finſterniß, wie ſie in ihr anfaͤnglich er- ſchaffenes Licht werde umgekehrt werden? 465.l. Sleiſch des Menſchen, iſt aus mehr Stzen und zuſammen geſetzt, algi aller Thiere. 23 3. f. Sortpflantzung der Creaturen iſt an ſich ſelbſt unſundlich. 463. G. Gebaͤt, was es ſey und wie es geſchehen ſoll? 458. fl. 588.fl. des SErrn, kurtz erklaͤrt. 460. Geiſt, was ſein ſubſtantiales Weſen B? arnad womit er am beften gu vergleichen 2f 206. der Seilige, und das neue Jeruſalem einerley. 210. ſ. iſt wahrer GOtt. 449. des Menſchen wird nicht per tradu- cem fortgepflantzt. 12.l. 150.ſ. kan aljo auch nach Dem Tode nicht citi- ret werden. 262. Gottes, der auf den Waſſern ge⸗ ſchwebet, war nicht der Heil. Geiſt. 174. ſondern Das Fiat. 175. ſ. Geiſter, ſiehe auch Geſpenſter Warum von Beruffung derſelben der Autor nicht deuclich geſchrieben. 423. Erſ Heinung derſelben wurde in der Judiſchen und enſten Chriſtl. Kirche geglaͤubt. 250. Geiſt⸗Mienſchen, ſind unſichtbare Creaturen in den Elementen. 473-48s Das dritte Regiſter. Artzney aus Ofen⸗Ruß zu berei⸗ haben die Alten in verborgenen Kuͤn⸗ ſten und in der Aſtronomie unter⸗ richtet. 367. T. bewohnen die 4. Elementen. 113. fl. ſind nicht von gleicher Guͤte. 114.. die Quinteſſenz eines jeden Ele⸗ ments. ibid. ihre Converſation iſt nicht zu rathen. T20. 420.422. nicht leicht zu erlangen. 12.482. ff. was dazu erfordert werde? ibid. 418.482. f. offenbahrt keiner, der derſelben ge⸗ nieſſet. 419. l. Eigenſchaften, nach den Planeten. 418. 4al Figur. 12 1. Unſterblichkeit. 12 r. 124.f. Unterſchiedliche Art derer aus dem Ele⸗ ment der Erde. 126.f. a Genii Der Alten, twas fie geweſen? 367. Gerſten⸗Boͤrnlein, hat etlich 40. Hal⸗ f me getragen. 201. Geruch, worin er beftehe? 167; Fommt vom gemeinen A bey Plane tzen, Thieren und Menſchen. i ibid. 232. Geſchmack, iſt nur viererley in der Na⸗ tur. 240. ſ. war bey dem Man⸗ na verſchieden, und warum? z4r. her vom O, A und%. ibid. Geſetz iſt moͤglich zu halten. Geletzes Wercke, was ſie ſeyn? 45.f. G ſpenſter, ſind abgeſtorbene Seelen. 262.(ſiehe auch Geiſt.) welche am leichteſten erſcheinen? 117. warum viele lang an einem Ort gehen? E aii ai ——— Das dritte arg.. ihnen foll man niht flu⸗ chen. 119. was es mit ihrer Erſchei⸗ nung vor eine Bewandtniß habe? 211.. 247.1. warum fie geſehen Regiſter. was vor zum Lap. zu nehmen? s68.°. Ungleichheit Des gemeinen und philo- ſophiſchen. ibid. werden koͤnnen? 277. warum fie GOTT, Erkaͤnntniß deſſelben aus der in gewiſſen Orten, Zeiten und auch Kleidungen erſcheinen? 276. l. koͤn⸗ nen aus Thophet und Scheol be⸗ ruffen werden. 26r. ſ. Citation und Beſchwoͤrung derſelben von GOtt verboten. 262.f. Gichon, cin Sup in Eden, was sr fey? 141. Gift aus 2 bereitet, toͤdtet augenblick⸗ lich und bringt den todten Leib in z4. Stunden in eine Jáh- rung. 225. Glaube, der wahre, was er ſey? 122. 256. zum Guten und Boͤſen, beſtehet in einer kraftigen Ein⸗ bildung. 258.. Eolo, O und Sonne, find im Weſen einerley. 30. in Ozu verwandeln? 35.l. feine Signatur. 81. O potabile, ob es aus dem gemeinen© zu machen? 355.. 198. pulve- riſirtes ohne Corroſiv, dient wie⸗ der viele Gebrechen. 193.. ohne Corroſiv aufzuloͤſen, daß es nicht wieder reducirt werden kan. 199. ift das Ferment im trockenen Weeg. 134 Vermehrung deſſelben durch Kuri⸗ pigment. 215. mit Y verzundert loͤſet fih in jedem Saft auf. 219.ſ. Natur. 445. ſ. Perſonen ſind in Gott nicht. 44r. Dreyeinigkeit. 448.1. Einigkeit. 447. Groͤſſe. Unbegreiflichkeit. 496. 492. Unz bildlichkeit. 446. l. 486. 492. Offenbahrung ſeiner Maieftát durch die Schoͤpfung. 474. wird oft ein A genannt. 493. Gradir⸗Saus, beym Saltz⸗Sieden ſchädlich. 43.53.l. Gradir⸗V foll nichts vom čo A per campanam haben. 216. Graͤtze, wird ſehr gefahrlich mit&ge⸗ heilet. 214. Grube,(Hebr. Bor) was ſie in Heil. Schrift bedeute? 248. M Gur, was fie KY? 28.376. H. HELMONTIVUs widerlegt. 495. ſſ. HrLwié, was er vor die Materiam der Weiſen angegeben? 527. Seyden, ihrer Goͤtter und Helden Ur⸗ ſprung. 480. Siſtorie, von Morieno und Dem Koͤnig Calid. 528..einem Theologo, der mit ſeinem ſchwartzen Bart wieder auf zu erſtehen vermeynte. 2f. í einer Stimme, die zur Zeit des TodesChriſti ſich hoͤren laſſen. 268. von den Nachkommen Seth und Cains. 478. von erſchienenen Geiſt⸗ das lebendige, was es fey? 722. M, Menfhen, 481-1 Soͤlle/ Jah ert ihi Img Iaflue Jfa Jud ! Jung i j; fi, arertam ) f4, den Ul⸗ ngng ogoh widi „agil yit ſſnall. sh m MO Soͤlle, was ihres Materialifhen As Nahrung fey? 286. wie die Ver⸗ damte und Teufel dadurch gequaͤlt werden koͤnnen? 172. Ort derſel⸗ ben 284. Hylech der Aſtrolog. wie er zu ſuchen? 387. ſ. Jábrung, woher fie Fomme? 239.£| eruſalem das neue, beſchrieben. 469. ſl. iſt der H. Geiſt. 33 6. fl. 210. f. i Imagination, was ſie ſeye? 256. ſ. Influenz der O D und Rnen, iſt lau⸗ ter©. pP..5. 184 i Jfrael, wohin Die 1a. Stámme deffekt ben gefommen? 322.£ i Juden, wie ſie die Teufel austreiben? 212. was ſie GOtt mit dem leviti⸗ ſchen Ceremonien⸗Dienſt hat leh⸗ ren wollen? 450.£ Jungfraͤuliche Erde iſt der Triebſand. 8. fl. Kalck, Signatur des ungeloͤſchten. 89. Kobolte, was ſie ſeyn? 126. RKohlen,(gemeine Holtz⸗) ſind ein fixer 222. i koͤnnen in einen rothen Saft aufgeloͤ⸗ ſet werden. ibid. Kranckheiten ſind nur zweyerley Arten, und werden alle von Hitze und Kaͤlte. verurſacht. 68.. 199. epidemiſcher Urſprung u. Cur. 464. lunariſche, womit zu curiren? 11. haͤngen noch nach dem Tode dem Coͤrper an, bis du deſſen letzten Zer⸗ ſtiebung. 235. Das dritte Regiſter. Krebs⸗Kranckheit, wird mit dem gruͤ⸗ nen L Balſam curirt 228. Ruͤchen⸗Geſchirr, unverzinnt⸗kupffer⸗ neg der Geſundheit ſchaͤdlich 22. Rupffer, ſeine Signatur. 80. mit cemelitirt nutzt ſehr bey groſſen Schfmmeltzen. 217. durch&zu ver⸗ mehren. 223. ſeiner Mineræ Nutz im Schmeltzen. 22 5. einen Balſam aus derſelben zu machen. 229. ſei⸗ nes Is Art und Nuki A. 224. ſ. bey in⸗und aͤuſſerl. Gebrauch 226. ſ. kan in kurtzer Zeit in den grauſam⸗ ſten Gift verwandelt werden. 225. ſein gruͤner Balſam iſt gut in allen um ſich freſſenden Schaden. 228. wie er zu bereiten? 228. L. Lapis Philoſophorum, was er ſeyꝰ 533. 519. wird aug dem Y der reifen gefot. s33. maht das Glag weich. s34. warum er gine allge- meine Artzney ſey? 534. wird durch einen naſſen und trockenen We bereitet. 534. Materie deſſelben i das Central-OO der Metallen. 539. .ob er aus geſchmoltzenen Metal⸗ len gemacht werden Fónne? s41. T Proceſſe von feiner Bereitung. 748. ſ. 578.£ g75- A Multi- plication.$49. ffi. Gebrauch iur Gefundheit. yso. gur Multipli- cation. 55f. ſ. Perlen und Edelſtei⸗ ne zu machen.§52.. alle Metal⸗ len und Mineral. in& zu reduci- ren. y s3. die Schoͤpfung der Welt Sff vorzuſtellen. 754. den Himmels⸗ Lauf. ——— Das dritte Lauf. ibid. Mit den adeptis in Be⸗ kanntſchaft zu kommen. P. 557. wird nur aus& gemacht: 563. ſ. aus einer metalliſchen Materie. 770. f. Ob der gemeine J zu ſeiner Berei⸗ tung komme? 769. Ob er nur aus einem eintzigen Coͤrper genommen werde? 573.l. Von demſelben ſind bey 10ο. Bu⸗ cher zu leſen. J18. woher die allge⸗ meine. Begierde: nach. dem: Lap. f komme? ibid. Warum ſo wenige dazu gelangen? 724. ſſ. lebendige Lehr⸗Mei⸗ fter in der Kunſt ſind? 525. Leben, ob das Ende deſſelben vorher zu wiſſen? 386. f. Leib des Menſchen hat keine Verglei⸗ chung mit andern Creaturen. 233. g P der Elementariſche beſteht aus] 3. Principiis O- H238. ſ. wird durch den Tod geſchieden, und das Verweßliche in das Unverweßliche verwandelt werden. 2 28. ll. 263. f. kan nicht auferſtehen. 245. der Geiſtliche, beſtehend aus Geiſt, Seel und Leib, iſt in dem elementa⸗ riſchen verſchloſſen. 2 34. 2 64. f. der verdamten Leiber Beſchaffen⸗ heit 23 8. fl. Cevitiſche Gottes⸗Dienſt, deſſelben Zweck. 450.. Lucifer, das erſte Geſchoͤpf Gottes. 96. M. wie er gefallen? ror.. wie er Adam gefaͤllet? 142.. ſuchte im Grimm eine eigene Welt hervor⸗ „ aaa e* —— Ah z P eeoa— i PAE Regiſter. Fall mit allen ſeinen Heerſchaaren Menſchliche Geſtalt gehabt. 189.f. worinnen ſeine jetzige Weſenheit be⸗ ſtehe? 190. iſt ſchon vor Schoͤpf⸗ fung der Welt mit Ketten der Fin⸗ ſterniß gebunden worden. 268. hat in ſeinem Fall den allgemeinen L/ oder das Licht verlohren. 3 5 r. ſeine Beſchreibung u. Abbildung. 495. wie unſer O Syſtema aus ihm ge⸗ ſchieden worden? 498. fl. Luft, die allgemeine, hat viele Regio- nen in ſich. 464. behaͤlt die Formen aller menſchlichen Thaten und Worte. 115.fl. hat viel S in ſich. 5. verurſacht, daß 2. Perfonen zu'gleicher Zeit Freude oder Traurigkeit em⸗ pfinden. 116. ſ. was die Alpecten⸗ der Planeten an ihrer Verande⸗ rung wuͤrcken? 399. fl. verderbte p verurſacht viele Seuchen. s. unters irrdiſche. 15. Magia, die wahre, iſt auf den Glaubem gegruͤndet. 461.. Magus, ſeine Reguln und Eigenſchaf⸗ ten: 462.1, Manna, warum es allerley Geſchmack gehabt? 245. Marcaſiten, ihre Geburth. 28. Materie der Weiſen, wird von vielen im Menſchen geſucht. 529. ſoll der Speichel im Munde ſeyn. ibid. ſuchen andere in lettigter Erde. ibid. wie ſie auſſehe, und zubringen, 173, ſ. hat vor ſeinem 742. was fie fuͤr Eigenſchaften habe Mathe Mer Meng Fuſchcf jóni bv, jon BiM ga W ne W: ,(ettigi ie W jin W (r | i e42..f 38. ſ. kan auf dreyerley Art betrachtet werden. ibid. iſt Das Central- der Metallen 539. wie und aus welchen Me⸗ tallen ſie zu extrahiren. 541.£ Gradus der Alteration und Præparation. 543. ſſ. verſchie⸗ dene Namen. 545. l. Anweiſung des Autoris, wie mit derſelben zu verfahren? 500. ſ. wird im gemeinen& geſucht. 527. in dem des O und der Me⸗ tallen ibid. in ungeſchmoltzenen Ertzen. 528. wie ſie Paracelſus nenne? 578. Eintheilung und Beſchreibung. 560. fl. was der Zweck des Kuͤnſtlers bey derſel⸗ ben? 562.£ Erkaͤnntniß derſel⸗ ben iſt ohne die Kunſt unnuͤtz. 564. was die naͤchſte Mat. ſey? 565. iſt weder animaliſch noch vegetabiliſch. 70. Vor Berei⸗ tung des Steins werden 2. ab⸗ ſonderl. Mat. erfordert. s73. Mathematicus, der von der Sonnen⸗ Roͤthe geſchrieben, wird wider— legt. 241. fl. Meer v, iſt unter der Ecliptic am ge⸗ ſaltzenſten..J. 17. Menſch, der Aeuſſere. Seine Excre- menta, was ſie ſeyn, und nuben? 235. ſ. wie ſie ohne Abgang um⸗ zukehren? 23 6. ſ. ſeine Geſtalt/ nicht ſchlechthin viehiſch. 187. hat Lucifer- auch gehabt, Fan fie aber nun nicht mehr vollkommen annehmen. 189. fein Leib hat Fets ne Vergleichung-mit einer an- Q FIf ff Das dritte Regiſter. 2 dern Creatur. 233. ſ. wie er ihn bekommen? 238.f. feine Speiſe und Nahrung. 190. ſ. was die Aſpecten bey Menſchlichen Ge⸗ burthen wuͤrcken 399. fl. Der Innere beſtehet aus Geiſt, Seel und Leib. 188. hat ſeinen Ur⸗ ſprung aus denen Engel⸗Wel⸗ ten. ibid. iſt gleich dem irrdi⸗ ſchen gebildet. 188.189. auf was Art er ſeine Behauſung verlaſſe? 238. 245. Menſtruum. Zerfreſſendes iſt undienlich. 254. T. DaS allgemeine ift Der himwliſche Z. 358. Der Weiſen A und D. p- 195. Ift Das aller- einfachſte Ding und loͤſet das O und die Metallen gruͤndlich auf. 192.ſ. iſt eine allgemeine Artzney. 194. wie und wo es zu bekom⸗ men? 195. ſ. 237. Bereitung und Wuͤrckung deſſelben. 197. Mercurius.(ſiehe auch Queckſilber) des allgemeinen oder himmliſchen, hat der Menſch am meiſten in ſich. 353. iſt Lucifer durch ſeinen Fall verluſtig worden. 351. 366. L. wie ihn Moſes nennet? 227. deſſelben Nutz und Gebrauch. 374. 362. Erzeugung 341-343. Beſchrei⸗ bung. ibid. Bezeichnung 344 iſt der Geiſt und Erhalter aller ſub- nar. Creaturen. 3 54. ſſ. durch⸗ gehet alle Coͤrper. ibid. iſt das all- gemeine Menttruum 356. die Ur- fache gefunder Witterung 356.£ erhalt alle Mineralien. 360. iſt das Prin- Principium aller Metall⸗ und Mi⸗ neralien 360. 361. deſfelben kan das vegetabiliſche Reich nicht ent⸗ bahren. 362. aus ihme iſt alles er⸗ ſchaffen. 3 66. erzeuget mit dem alle Farben 241. Der Weiſen, was er ſey? 535. f. ein Lied des Autoris davon 489. ſ. un⸗ ter welcher Geſtalt er im trockenen Weeg erhalten merde? 536. Der Coͤrper, iſt nicht L der Wei⸗ ſen. 537. der Metallen und Coͤrper, nicht einerley 537. Des irrdiſchen Erzeugung. 346. fl. ift ein Plichtes B. ibid. eine Af⸗ ter⸗Gebuͤrth des allgemeinen.& ib. Natur, Nutz und Gebrauch deſſel⸗ ben 369-377. rounderliche Bege- benbheit, von einent%¥ currente aug! Urin und Menſchen⸗Koth. 375. f. Der Planer Y, moher er alfo genen- net werde? 367. ſeine Eigenſchaf⸗ ten. 368. Metallen, ihr Urſprung. 20. fl. We⸗ bung oder Textur. 2 1. ob das ge⸗ meine 8 und F ihre Princi- Pia? 361. koͤnnen im Schmeltzen durch einen einigen Tropfen Y zerſprengt werden. 363. ob die ge⸗ ringere haben O werden ſollen? 169. wie ſie zur Vollkommenheit gebracht werden koͤnnen? 533. ihr Central-S iſt die Materie der Weiſen. 539. ihre 3. Anfaͤnge, wie ſie zu verſtehen? 4o. aus wel⸗ chen das Metall S zu extrahiren? 41. auf welche Art? 542. des Dag dritte = o a Sae DAONNA,-AA a S aaa Regiſter. Minerakien, ihr Urſprung 20. ſl. Wachsthum und Vermeh⸗ rung zor. I. Monarchie, die vierte, wird durch das vierte Thier(Dan. VII.) nicht angedeutet:6. Mond, ober Feincigen Sicht habe? 183.f. ſeine Ausfluͤſſe ſind etwas we⸗ ſendliches 11. Motus primus der Aſtronom. iſt erdich⸗ reet ggg Mumia. 66. welcher fich die Zauberer be- ] Dienen? 234. was im medicin. Gebrauch derſelben vor ein Fehler votzugehen pflege? 235. Nacht, warum bey derſelben den Men⸗ ſchen oft eine Furcht ankom⸗ me? rip. f Nachtmahl, ſiehe Abendmahl. Nativitat, wie ſie zu ſtellen? p. 379. ſl. Nichts, ob die Welt daraus erſchaf⸗ fen? 343. 394. Nitrum. Kan zu gemeinem S gemacht werden. p. 2,51. feine Signa- tur 89. wuͤrckt groſſe Vermeh⸗ rung in den Pflantzen, wann es zu einem Magneten gemacht wird. 200. durch Kohlen geſtuͤ⸗ bet und alcaliſirt, warum es nicht gleiche Wuͤrckung uͤberall habe? 201. Nordſchein, dergleichen iſt vermuth⸗ lich auch unter dem Sud⸗Pol. 442.ſ. hat vielleicht eine Gleich⸗ heit mit dem Ringe Saturni. ib. Nymphen, was ſie ſeyn? 127. Metall⸗Ses verſchiedene Nane, 145. ſ. H e Ofen Offe Orim Paro Partie Park Phar Philo Phra Pigm Diani Gun ffe ai gna s Penty antó mat n gfi yum($ ibut “H TA 0 pni, ib 9 Ofen der Weiſen, iſt ihr V. 565. Offenbarung Johannis erklaͤrt. 299- 340. Orimasda der alten Perſer, was es ſeye? 64. Paradieß, iſt nicht auf dieſer Erde ge⸗ weſen. 428. 139.139 Particularia, wie vielerley e5 gebe, und was ſie wuͤrcken? 547. Perſonen, 3. Schul⸗Theologiſche ſind nicht in GOtt. 441. 447. Pflantzen, koͤnnen auf 2. Arten vermeh⸗ ret werden 201. Philofophus, wer ein wahrer fey? 706. Phrat und Piſon, 2. Fluͤffe in Eden, was fie fyr? rgr. Pigmæi 126. 127. Plaͤneten, ihre Eigenſchaften 396. ſl. was ſie vor ein Weſen haben? 439. ſſ. ſind lauter bewohnte Welten 423.[. 435- E wie ihre Einwohner beſchaffen? 425. Í. 440. A. ob fie ibr eigen icht haben? 436.£. was ihre Aſpecten wuͤrcken? 399. fl. Aueckſilber,(ſiehe guch Mercurius) bindet den Y in Bereitung des Zinnobers. 218.(. iſt ein wunderbarer Magnet 370. von vielen in ein Yredueirt wor- den. 370. ſ. aus allen Coͤrpern zu extrahiren 371. iſt nach Be⸗ ſchaffenheit derſelben ſehr ver⸗ ſchieden. ibid. iſt aus æ am Das dritte Regiſter. ſchwehrſten zu pr Kpariren. ih. iſt nicht der& der Weiſen.§37. Fari burch Heraud in G redu- cirt werden. 3773. fine fixe Præcipitata ſind unnuͤtz. 372. feine Signatur.. 87.£. Realgaren, ihre Geburth. 28. Kegen, iſt vor der Suͤnd⸗Flurh nicht ge⸗ weſen 348.{E Religion 444. A. Roͤſten der Ertze, durch unverſtaͤndiges geſchicht viel Schaden. 218. Ruß, der gemeine iſt ein P. 222. Spiegel⸗Ruß gibt eine rothe Tinctur, wider alle Magen⸗ Fieber. ibid. S. Sabbath, von der Sabbaths⸗Ruhe 155=163. Sacramenten, was es mit ihnen vor eine Beſchaffenheit habe? 460, Í. Salpeter, ſiehe Nitrum. Salg. Aus alen Oen cine wahre Tin- étur gu bereiten 231. Dao Gemeine, aug demfelben Fón: nen alle andere Saltze gemacht wer Den fIr. ry. ift austrøcnender Eigenfchaft 4 das Band, womit der Teufel in der Hölle gebunden wird 70. f. Das Ende und Der Anfang aller Din: ge 33. fl. durchſcheinender Form 43.ſ. guͤßig und fluͤßig, durchgehet alle Coͤrper. 44. im Meer, in der Luft ꝛc. p. 4. 5. SM? in a me Kia Saltz⸗Sohle, wie eine geringhaltige ag dritte in ſeinem innerſten ein weſendliches . Kühlend. 48. Mit dem O und der Sonne einerley Weſens. 30. gawen und zuſammen ziehenden Geſchmacks 45. wuͤrfllichter Fi- gur. 40. Il. kan ſeiner Plariſchen Theile beraubt werden. 17. Í. Nutz und Gebrauch deſſelben. 62.93. im Schmeltzen. 65. Natur deſſelben. 40-61. ſeine Säure wird durch die A; Duͤnſte des unterirrdiſchen A8 verurſacht. 32. f Signatur. 7f. ſ. 78. ſ. Tinctur iſt am ſchwehrſten gu bereiz ten. 233. Urſprung. p.-40. mie das© in OG zu verwandeln? 35. ſ. wird von der ODund Knen im Merr gezeuget. 6. l. Das fluͤchtige, iſt nicht die Urſache des widrigen Geruchs. 232. Salg ſieden. Gradier- Haͤuſer dabey ſchädl. 43. ſ. J3. l. durch einen Niederſchlag mit Vor⸗ theil zu benutzen? 53.l. Sal Tartari, twie e8 gu einen medi- cinaliſchen flußigen zu berei⸗ ten? 230. Samuel, wie er durch das Weib von „Endor beruffen worden. 107. f. Sand der goldfuͤhrenden Fluͤſſe. Aus demſelben kan immer neues O Regiſter. Satan, war ſchon durch die Geburth Chriſti ſehr geſchwaͤcht. 3 14. Saturnus. Seine Einwohner. 42 T. f. ſind ſehr kalter Natur. 446. ο ſSat. eine herrliche Artzney. 203. Satyri, was ſie ſeyn? 127. 48 L. ſ. Schamajim,(Simmel) Ausfluß deſſelben wird durch O D und allen Creaturen mitgetheilt. 4. aus demſelben ſind O D und Kerſchaffen wor⸗ den. 132. was es ſey? 181. woraus das Wort Schamajim Zuſammen geſetzet? 3. Schatz ein vergrabener, wann er den Erd⸗Geiſtern heimfalle? 118. Schatz⸗Graben, ſoll nicht durch zau⸗ beriſche Kuͤnſte geſchehen. 118. was dabey zu oblerviren? 464. Scheol, was es ſey? 248. ſſ. Schlange im Paradieß, was ſie gewe⸗ ſen? 146. ſ. Schloſſen und Eiß ꝛc. wo⸗ her? 360. Schoͤpffung dieſer gantzen Welt, nach dem Fall Lucifers. 10l. ſſ. ihre Ordnung. 3. 4. L- ſechs Tag⸗ wercke. Pp. 109-155. End- zweck. 449. wie ſie geſchehen? ibid. ſſ. Schwalben, wo ſie den Winter uͤber bleiben? 135. Schwefel. Des gemeinen. Balſam k ob er dem menſchl. Coͤrper nutze? 194. Beſchreibung. 214. erzeuget mit dem Y alle Barben. 241. gewaſchen werden. 362. Gebrauch inn⸗und aͤuſſerlich wieder die 14l. I die Graͤtze, iſt gefaͤhrlich. 214. Gradus deſſelben. 215. iſt faſt unverweßlich. 222. die eintzige Urſache alles widrigen Ge⸗ ruchs. 232, aller rothen Farbe. LAs kan in einen rothen Saft aufgeloͤſt werden. 22 T. Natur, Nutz und Gebrauch. 213.fl. Nutzt im Schmeltzen eben ſo wohl, als der Kieß. 2 17.l. Signatur deſſelben. 89. vermehret das Kupffer. 22 3. Urſprung und Erzeugung 165180. Verbrennet nicht, und behaͤlt ſein Gewicht, wann er Der guͤldiſche fixe A,- if das Fer- ment im trockenen Weeg. J34. wie er beſchaffen, und in welchen Me⸗ tallen er zu finden? 535. Des himmliſchen, Balſam, iſt dem Teufel ſehr zuwider. 21 2. Erzeugung und Urſprung. 180. ſl. Gebrauch und Nutz. 192. fl. wo er am leichteſten zuerlangen? 187. 195. Wuͤrckungen im Menſchen und Thieren.. 192-200.. in Ming ralien und Pflantzen. 200.-M durch denſelben kan aus allen Metallen und Miner, eine wunderbare Artz⸗ nen, bereitet werden. 203. 1. der menſchlichen Excrementen Das dritte Regiſter. M mit. einemi: Brenn⸗Spiegel angezundet wird. 170. Scorbut, moher? 66i o Seele, db fie durch die natuͤrliche Zeu⸗ gung fortgepflantzet werde? p. 12F. f. 150. ſ. wie ihre Eigen⸗ ſchaften und Zufaͤlle ex aftra- logicis zu muthmaſſen? 391. Seligen, werden einander ihre verſchie⸗ dene Gradus nicht mißgoͤnnen. 209. Seplliroth, was dadurch bey Ven Yuden: angezeiget wird? 208. Seraphim haben menſchliche Geſtalt 188. Sigilla, nutzen nichts ohne den himmli⸗ ſchen F. 2 12. 462. gu ihrer Bereitung gehoͤren 2. Wege. ibid. Theophraſtus hat das Geheimniß ſeiner Siegel ver⸗ borgen. 462. Signatur, des Saltzes. J.[ des Lichts: der Nacht: des Waſſers. 79. der Erde: des Feuers: der Luft. 90. des Goldes. 81. des Sil⸗ bers. 92. Kupffers. 8 3. Eiſens. 3. fl. Zinmns. 86. Bleys. 8 7. Kutimonii. 98. Arſenici. 98. Schwefels: Zinnobers: unge⸗ loͤſchten Kalcks: Nitri: Vitrioli: 89. Salis armoniaci: Alauns: Alcali: Tartari. 90. der 4. Ele⸗ menten. 167. Silber, mit Y verzundert, löſet ſich in einem jeden Liquore auf. 219.f. Vermehrung deſſelben durch Auripigm. 215. beraubt das Oſeines rothen Schwe⸗| Soͤhne Gottes,(Gen. VI.) ſind Geiſt⸗ fels. 236. Schwefel⸗Bieſſe find S und J hal— Menſchen, und keine Engel ge⸗ weſen. 474. fl. 479. fl. Sonne, iſt ein bewohnter Coͤrper. 437. £ ijr Das Dritte L ithe Nigt etwas twegendlihs. 14. 4 g. ſ. iſt mit und God in der Wurtzel einerley. 30. Sonnen⸗Roͤthe, ſo 1661, obfervi- ret worden, eines Carteſiani- ſchen Philoſophi Meynung da⸗ von, wird refutirt 435. í. Somen Strahlen, zeugen in mora⸗ ſtigen Waſſern, Stein⸗ Kohlen ꝛc. 195. ſl. Sonntag, war bey den erſten Chriſten unbekannt. 307.. 3 Speiſe, die aͤuſſerliche, nur ein Vehicu⸗ lum der geiſtl. Speiſe 191. Spiritus Vini rectificatiſſ. wie er mit 9 Uzu vereinigen? 364. T. Stein der Weiſen, ſiehe Lapis Philo- ſophorum. Steine. Was die Urſache derer Steine, die in den Gebuͤrgen zu finden, und aus viel 1000. andern klei⸗ nen farbigten Steinlein zuſam⸗ men geſetzt ſind? 220. Steinmachender Quellen Urſprung. 47. Stein⸗Kohlen. 28. T. Gattungen der- ſelben. ibid. ſl. Sterne. Erkänntniß ihrer Eigenſchaf⸗ ten iſt durch Offenbarung kund worden. 367. 378. das Fallen derſelben vom Himmel ift my- ſtiſch zu verſtehen. 305. ſl. find bewohnte Welten. 133. wie Regiſter. ſen Nutzen haben wuͤrde? 443. eine jede Stern⸗Welt hat nur einen Beherrſcher 44r.£ Fix Sterne ſind lauter Sonnen.43. wie lang eine Kugel von denſel⸗ ben an bis zu unſerer Erde zu fallen hatte? 434. Stern⸗Deut⸗Kunſt. ſ. Aſtrologia. Sternen⸗Schnuppen, was? 360. Stoͤrche, wo ſie den Winter uͤber blei⸗ ben? 137. Sublimation, Von der gemeinen und chymiſchen, 567. Sucht, die§allende. Artzneyen da⸗ wider 222. 235. Suͤnde, iſt geiſtl. 462.£. in den Heilie gen Geiſt, was ſie ſey? 420. Suͤnd⸗Fluth, vor derſelben hat man noch nicht Fleiſch gegeſſen. 349. hats nicht geregnet. 342. M. Sympathetiſchen Pulvers Wuͤrckung, und deren Urſache 465. T. Tags⸗LCaͤnge in den Planeten. 433. f. Tagwercke der Schoͤpffung. pag. 109- 155. Tartarus. Seine Signatur. 90. ſ. Ole- um Tart. vereinigt ſich nicht mit Spir. Vini rect. 365. wie ſein S mit demſelben zu vereinigen? 364. und in einen mediciniſchen ihre Einwohner beſchaffen. 425. ſ. koͤnnen nicht um die Erde laufen. 434. T. was eine voͤlli⸗ ge Wiſſenſchaft ihrer Conſtel- A gu verfehren? 230.{£ Der in | malo hypochondr. verſtopften Menſibus und Aufloͤſung des Q ye. guten Ruben fchaft. 231. Iat. und Wuͤrckungen vor groſ⸗ Tauffe, Tal Cau Ten Ter Ten Thi Die m in Tot K g, hatot f MN A n Dh tufali ologia, ? 460, uber Wi inen Un) ehen W den Hell⸗ 1? 420, ihat mon in, 34): 48. l Wiku n n4t pig. 109- gof. Ole- hnit ge micii gartinigm? dicini ok M uoyt jing (ffe 3! uf Tauffe, ſetzt den Glauben des Taͤuff⸗ lings voraus. 461. Tauſendjaͤhriges Reich, ob es rooo. unſerer O⸗Jahre waͤhren wer⸗ De? 112. 272. Temperament, in der Nativitaͤt⸗Stel⸗ fung ¿u uetheilen. 391.1. Terra damnata, fiche Afche. Teufel⸗Austreiben der Juden. 212. wer unter dieſem Namen zu verſtehen? 269.. ſind in die 4. Elementen, als Gefaͤng⸗ niſſe, eingeſchloſſen. 111. 112. toben unter den beyden Polis am meiſten. 116. von ihrer Einkerckerung. 267.[l. Los⸗ laſſung und letzten Verſtoſſung. 279. fl. Quaal in der Hoͤlle. 285—288. was ſie bey ih⸗ ren Erſcheinungen vor Leiber annehmen? ayy. wie fie von einem materialiſchen&koͤn⸗ nen gemartert werden? 172. 352. wiſſen der Menſchen Ge⸗ dancken. 119. Thier⸗Kraͤyß, ſeiner Zeichen Eigen⸗ ſchaften. 395.f. Thiere, wie fern ſie nur Antheil an der Finſterniß haben? 234. Tinctura&vera, wie zu bereitenꝰ 230. l. Tod, ob er vorher zu wiſſen? 386. fl. item,; die Art des Todes? 389. wie die Beſchaffenheit eines ge⸗ waltſamen zu muthmaſſen? 389. Traͤume, der ſchweren und greßlichen Urſache. 116. Triebſand, iſt die jungfraͤuliche Erde. 9. die Grundveſte des Erdbo⸗ Das dritte Regiſter. dens. 1r. ſſ. ein jedes Theilgen deſſelben hat den gantzen himm⸗ liſchen Saamen in ſich. 14. Turff, eine Brenn⸗Erde, wie ſie gezeu⸗ get werde? 19. u, Unſterblichkeit Adams, ihre Beſchaf⸗ fenheit. 430. Vegetabilia, haben in der erſten Welt groffe Kraft gehabt. 131.£ koͤnnen auf 2. Arten vermehret werden. 20r. Verdammte, Beſchaffenheit ihrer un⸗ verweslichen Leiber. 266.23 f. ſl. ihre Quaal. 28 5. l.{ehen mit eben denſelben Leibern wieder auf, welche ins Grab gelegt worden. 247. Vitriol, beſtehet meiſtentheils aus£, 168. iſt das Subjectum Æſch Majim nicht. ibid. kan aus ge⸗ meinem© gemacht werden. gf wie er wieder in daſſelbe zu ver⸗ wandeln. f2. W. Wachsthum, woher ein guter komme? 200. Vermehrung deſſelben durch H. 216. Waſſer, das materialiſche, iſt das erſte Element. 8. fl. fuͤhren alle Sand ben fih. 10. fl. Haben alle eine Stein⸗ und Sand ma⸗ chende Kraft. ibid. ſulſſe wer⸗ den unter der Ecliptic dick. 1r. 18. das kleinſte Troͤpflein hat das gantze Schamajim in ſich. 44. vy iſt auch wahrhaftes A G9 99 37.ſ Das dritte Regiſter. yn f nur ein Tropfe ze Wiederbringung aller Dinge. Wie ſprengt ein ſchmeltzendes Metall ſie geſchehe? 56. 1. durch ein in 100ο. Truͤmmern. 363. chymiſches Experiment erlau⸗ Waſſer, der Weiſen, was es fey? gs22. tert. 3J.. 44.ſ. in wie viel 566. Eintheilung deſſelben. 67. Zeitlauften ſie nach des Auto- iſt der Weiſen ihr Brunn, ris Rechnung werde vollendet Ofen ꝛc. 565. warum es ein v werden? 76, fort. genennt werde? 566. Waſſerſucht, die anfangende, zu curi⸗ 9, ren. 222. weeg, der naſſe und trockene. 534.[Sahl, des Thiers. p. 271. l. die der trockene beſchrieben. 52. fl. ſiebende, eine geheime, darin⸗ 724. was ſein Fermentum nen alle Zeiten der Ewigkeiten ſeye? 534. der naſſe wird von verborgen. 76. faſt alle Zah⸗ den Weiſen gar geheim gehal— len im Alten Teſtament ſind ten. faq. myít:fch: 271. auch viele im Weinſtein, ſiehe Tartarus. Neuen Teſtament. 272. fl. Weisheit, die ewige, iſt Chriſtus. Zauber-Buͤcher, benennet. 422. 503. ſſ. durch welche Mittel[Sauberer bedienen ſich gewiſſer Mu- ſie zu erlangen. 508. fl. ihrer; mien. 234. Liebhaber Beſchaffenheit und Zeit, dieſer Welt, iſt in 6. groſſe Wo⸗ Gluckſceligkeit. 506. l. was chen⸗Tage eingetheilt. 158. vor ein Irrweg in Suchung ihr Ende nicht zu beſtimmen. derſelben zu meden? fiz. í. 159.[. ob die Aſtrologi er⸗ ein Lob⸗Geſang von ihr.] forſchen koͤnnen, zu welcher anful 14. fl. Zeit dieſes oder jenes geſchehen Welt, daß mehr als eine ſey, bewieſen. ſolle? 392. von der Vollen⸗ wna 435.fl. O, D und dung und Aufhebung aller Zei⸗ nen find lauter bewohnte ten. 15F. fl. Welten. 133. Der gegenwaͤr⸗Zeugen, wer die 2. apocalyptiſche ſeyn tigen Schoͤpfung, nach Lucifers werden? 310. ſl. Fall. 0 1. fl. iſt um 6. oder 7000. Zinck, ſeine Geburth. 28. Jahre willen nicht geſchaffen. Zinn, ſeine Signatur. 86. 112. die uranfangliche. 73. Zinnober, ſeine Siguatur. 89. ein ge⸗ Wercke, des Geſetzes, was ſie ſeyn? wiſſer, der in der fallenden 456. í. Die gute, ob fie jur Sucht gut zu gebrauchen. 222. Seeligkeit noͤthig?)5. fl. Zodiacus, ſiehe Thier⸗Kraͤyß. E RD G Ahi ande fnd p Ah + | Tom. I Tas. I bindet gegen pag. | Tom. L Tas: H. a:~ ' Tom. L Tar IH:- Tom E Far. IV. Tom. i FAB V. l Tom L Tag VI | IĮ II. Ta L- | Tom- ii. Tak. IL>= 2 | Tom u Tags- Toum. iL Ta IV.— Tom. IM. Tæ. L:- | Tom.: IH. Tak H: È>- | Cavs Or. Tase L--- | Cravis Ore. Tas H,-=— | Cravıs Or. Faer. HI.:— 2. An den Leſer. Bericht wegen der Kupfer. I. An den Buchbinder. 93 94 105 167 170 258 335 343 380 494 498 498 Weil der Auctor gar oft eine Figur an verſchiedenen Orten anfuͤhret und erklaͤret, ſo ſuche man die Figuren des Erſten Theils, Num. Iweyten Theils, Num. | Dritten Theils, Num. I A A A AA 2. big rr. P bis 5I. A b 3e 2 b 7 4.;? ý 5. big 59. I 6 O I v . bis 5. 7. 0: Do . big 15. 2 2 . þig IL.%$ S > 12. bis 19. auf dem Kupfer⸗Blat bey pag. x A ok: Ses/ SV/ 100(Tm/ n l: bbg/ Sahe: Sh SA Anha k sach am hhe> iey kenaikan wak Denah ĝi nhm dh di Au ue lacing hiasdunehe E Spr a msi faile eni 10 a WD A. atA A da dan fuis Erklärung der Zeichen. Wind, Luft. S Salz. Tag. 600 Del. 9 9 Nacht. CEſſig. © Sonne, Gold. A Feuer. 0 J Mond, Silber.|& Cien, i: Waſſer. Schütz, Eiſen. t | Erde. U Binn. XX Glaz.| Q Pulver, pulveri: Eoo$ Stunde. firen, TOA Kupfer. 4| Stunde. P Ruper Wt i À E Schwefel. b. Blei, Saturn.,+