1* — 22 NUE — 2 — —— E R MAN y ALILEMAS NE tädte haben wie Land— schaften eine ganz beson— dere Atmosphäre, die unmerklich aber nachhaltig quf den Besocher einwirkt. Viele unwögbare Einzelheiten bestim- men sie, e.Wa das liebenswördige Na— torell ihrer Bewohner, deren Begabong 20 echter Oastlichkeit, ihre Aufgeschlos- senheit gegenöber den Erfordernissen onserer Zeſt. Schließlich bleibt es Ge— heimnis, Warum dies so ond nicht anders ist. Freuen Wir uns also, daß Karlsrůhe 2z0 jenen glöcklichen Ge— meinwesen gehört, die sich zunehmen— der Beliebtheit bei ihren Besochern von fern und nah, qus dem Inland und Ausland erfreben. För viele ist Karlsrohe die Stadt mit der gönstigen Lage zwischen Schwyarz- Wald und Rhein, för ebensoviele ein idecler Abfenthaltsort, um einmalſrich— tig quszospannen ohne gof mannig— fache Anregongen verzichten z0 mös— sen. Der Wissenschaftler findet hier apazitäten seines Faches, der Wirt— schaftler ein Zentrum, in dem Unter— nehmen von Weltrof ihren Sitz haben. Kein Wonder, daß 2z. B. die Zahl der bedebtenden Kongresse und Tagoun— gen ständig größer wird. Ohne die Nachteile der Großstadt besitzt Karls- rohe die Vorteile einer großen Stadt. Absgedehnte Grönflächen bilden Oasen der Erholong im Herzen der City— perlen von Naturschönheiten sind schnell erreichbar, Weil sie gewisser— maßen vor der Haustör liegen. Karlsruhe, eine Stadt mit Lebensart, eine Stadt, in der man sich Wwohlföhlt, eine Stadt, die man gerne ein zweites ond drittes Mal und immer wWieder besbcht— ein ehrendes und Zzugleich verpflichtendes Urteil ihrer Oüste, die hier stets Willkommen sind. SARARBNUCKEN PANIS HEIDELBENHE LaN N STNASSBURG Karlsrohe ist von altersher Schnittponkt völkerverbin— dender Verkehrsadern zwischen Nord und Söd, West und Ost. Eisenbahnen und Abtostraßen föhren mitten in die Stadt, ein dichtes Netz von got fonktionierenden Schnellverkehrs-Nahverbindungen steht zur Verfögung. Dank dieser Lage empfiehlt sich Karlsruhe als End— und Ausgansponkt vieler lohnender Ganz- und Halb— tagsfahrten in den Schyarzwald wẽie zu den bekonnten Stätten in näherer Umgebong, die man gof seinen Fahrten gerne mitnimmt: das romantische Heidelberg, das Weltbad Baden-Baden, die altehrwördige Dom- stadt Speyer oder die sehenswerten Anlagen in Schwetzingen, Rastatt und Bruchsol mit ihren Schlössern und Särten. IIIIIIIII 111111112 Euiinnn 11111 Carlsruhe bietet sich alſtags Wie festtags seinen Güsten in einem Gewand, dess den Liebhaber des geschichtlich Gewordenen entzöckt, Wenn er dem rtonglen Stadtplan des Grönders Markgraf Carl Wilhelm nachspört. Ihm verclankt die Stadt das freffende Beiwort»fächerstadtæ. Nachfolgende Senerationen haben es dann verstanden, dem Stadtbild zwweimal den Stempel ihrer Zeit einzoprägen: Es ist der am römischen Vorbild geschoſte Klassizist Weinbrenner, einer der großen Söhne der Stadt, der sie quflockernd sozosqgen zum zweiten Male gröndet, und unsere Zeit, die dazu berufen Worde, quch in städtebqulicher Hinsicht ein schwieriges Erbe anzutreten. Das athaus, ein typischer Weinbrenner-Bqau, gehört zo den schönsten Beispielen Klassizi- stischer Baubgesinnung gqof deotschem Boden. Mitten im Herzen der Stadt erhebt sich gof dem Marktplatz die Pyramide, ein Wahr— zeichen der Stadt. Sie kennzeichnet die Stelle, quf der einst die kleine Grabkirche des Markgrafen Carl Wilhelm stand, und Worde 1823 von der dankbaren Börgerschaft zur Erinnerung an den Grönder errichtet. on den Wonden, die Krieg und Kriegsfolgen dem Stadt- piſd geschlagen haben, sind viele verheilf. Nebes Leben blöht in Karlsrohe nicht mehr qus Foinen. Allenthalben entstehen nebe Siedlungen und reizvolle Anlagen. — 2 8 eeeeeee8 2 Alter als Karlsrohe ist der Stadtteil Durlach. Sein Schloß Worde dem Markgrafen zu eng und er z0g von hier qus, um Weiter nach dem Rhein zü seinè nebe Residenz»Carols-Rohe« 20 grönden. Noch hebte findet man in Durlach mittelaſterliche Straßen— 20ge, alte Jore, Brunnen und Kirchen, die von ver— gangenen Zeiten qoflos ond doch beredt zeugen. n Karlsrohe selbst sind sie seltener geworden. Die heranwachsende Generation erfreut sich in— dessen unbeschwert und sich fröhlich tummelnd in großzögig angelegten Spielplätzen und Bädern ihres Daseins. KARLSRUHE Dit STADr DER VIEIEN MSOUICHKENTEN freut sich qof Ihren Besuch. Die Auskonftstelle des Verkehrsvereins, Rof 30085(gegenöber dem Haopt— bahnhof), informiert Sie gerne. Einsamkeit an blöhenden Vogelsang erfreuen stundenlang in völliger schen Wiesen ound jobilierendem und, Wenn man Slöck hat, edles Wild An der Nordgrenze der Stadt erstreckt sich meilen d. Hier befinden sich in aller— Weif det 5 Nähe moderne repräsentative Sportpiqtz OBveranstaltungen föhren hier tradi Vereine 2z0 mitreißenden Wettkämpfen zosammen. Die Sportfreudigkeit der Karlsroher ist Weit öber die Srenzen der Stadt bekannt. Inter- nationdle Leichtathleten machen sich hier alljähr— lich den Siegeslorbeer streitig, Läönderspiele bewei- sen immer wieder die Anzugskraft quf die Massen, wWenn König Foßball roft. Der khein, Deutschlands größter Strom, erschließt mit den Bädern der Stadt Karlsrohe, mit seinen ongezählten Alt und immer Wied Erhofong.“ derer 20 Fo ober dem Habptbahnk Spaziergänge und STATTEN DER ARBEIT mmer zqhlreicher Werden die Großbqbten, die sich duf dem Karlsroher Industriege- ände mit gönstigeg Anschluß- möglichkeiten-fqt Straße, Wdssew'eg Und Schiegs er- hebefl. Zahfsjehe Unfergeh⸗ men ondygeftriebe qller Art haben sſch Hier in den letz- ten Jahren angesiedelt und tragen dazu bei, die Lebens- bedinguongen der Stadt 20 verbessern. Industrielle Erzeugnisse aller Art, von größten Maschinen bis zu feinsten Präzisionstei— len, an lebensręttenden Arzngimitteſn his 20 allen möglichen Dingen qdes ſäg⸗ lichen Verreuchs, Hqgeff den Namen dgef, Stadf gs Ur- sprungsoft in alle Weſt. Es gibt Wohl kqum ein Ge— Werbe, das nicht in Karlsruhe vertreten ist und hier mit Erfolg arbeitet. Der Kheinhafeg ist nicht nur för Kaxlsrohe Wichtig. Mitsei⸗ nen séchs, Beckenßdentäger- häusern, Nranehondhsensti- gen großzügigeg eingesetz- tentechnischen Wosrüstongen ArGAgtf-eZUF Versgrgung eines Wesenfſſchen Jeiles yon-Söd- geutschlahd Pei. Die fort⸗ schreffefſde ENNcKlungmech seinen lqufenden Ausbabu notwendig. n n n n Jeder anständige Mensch moß einige Monate in Karlsruhe gelebt haben Dieser von Johannes Brahms öberlieferte Aussproch hat in seinem Kern heute Wieder einige Berech- tigoung. Die koltoreſlen Aufgaben einer Stadt von der Bedebtung Karlsrobhes sind för die Ausöbenden alſer Könste Verlockung und zogleich Verpflichtong 20 besonderen leistungen. Das Badische Stadts- thegter pflegt bewußt die große Tradifion der Oper und des Schabspiels, Wie sie von Felix Moffl, dem congeniqlen Wagnerinterpreten seiner Zeit, und von Sch noppschuß von der qlſjähtlich stottfndenden BombiVerſeihung + 9 Abs der Bodischen Kunsthalle Lodw/ig Devrient, dem onvergessenen Mimen, be- gröndet Wurde, Die philharmonischen Konzerte der Badischen Stadtskapelſe sind seit Jahr und Tag fast immer qusyerkqoft. GSroße Dirigenten und Meister- virtoosen rechnen es sich WMWieder zur Ehre an, mit den Karlsroher Könstlern zuü musizieren und sich dem konstverständigen Urteil des poblikums vor— 2Usfellen. Daneben stehen die qvantgardistischen Aofföhrun— gen zeitgenéssischer Autoren der»lnsel«, die Gast- spiele quswärtiger Könstler, die anregenden Vor— träge qus allen Gebieten des Geistes, die quch den Ansprochsvollen befriedigen. Phiſlhormonie Konzett in der Schydrzwaldhoſle Selbstverständlich hat quch die leichte Muse ihren Wohlverdienten Platz quf Karlsroher Böhnen, von den zchlreichen, vorbildlich eingerichteten Licht⸗ spielhäbsern ganz zü schweigen, die dem be— rechtigten Unterhalſtongsbedörfnis größerer Kreise genögen. fätfenstiller Zwiesprache mit einmaligen Meister— wWerken der bildenden Kunsf ist die internafiondl bekannte Stadtliche Kunsthalle. Vor ihren Schäötzen, aber goch in den wechselnden Ausstellungen, die öberwiegend zeitgenössischer Kunst gewidmet sind, finden sich immer Wwieder zahlreiche Besucher dqos aller Herren Länder ein. m Tondruc: Die neue Rosenzõchfung sruhe- D%e D˙ L — gei sportſichen Großyveronstoſtungen ſäßt es sich der Oberbörgermeister nicht nehmen, die Monn— schoften zo begrößen. DD enen In Karlsrohe ist eigentlich immer»etyas los«. Ober aktoelle Veranstaltungen onterrichtet Sie gerne der Verkehrsverefn Kerfsrobe e. V. direkt gegenöber dem Haoptbahnhof, Ruf 30085). Ber Verkehrsverein macht Ihnen quch bereitwillig Vorschläge, Wie Sie einen ver gnöglichen oder qoch mehr besinnlichen Abend in Karlsruhe zobringen können, oder Wo Sie die beröhmt gote badische Köche mit dem gleichfalls hochgeschätzten badischen Wein probieren können DUOeee INrrrR B/ick in die Heilmittelmesse, die internationd föhrende Ausstelſung ihrer Art. OOOOoos DDDDD n geges leben in den Geschöttsstroßen Hochhduser im Möhlhurger Feld Oo odooeooee0 — IN KARLSRUHE? Daßs sich in den Mabern der Stadt gepflegte Bars und Unter- haltongsstätten befinden, in de- nen man bis tief in die Nacht das Tanzbein schwingen kann, ist Wohl selbstverständlich. DDiII D0000000990 000000 00 Finonzminist. bei der Unterzeichnut Gröndung des Ato int Das gungesyerfassungsgericht Vertroges ꝛur verköndet ein Ufrteſ Karlsrohe In vieſen Stadtteiſen sind neue schõne Freibäder entstanden Turmbergbad D0 0 O OeOeOoeoeoooeee Auch in Karlsruhe regiert Pprinz Kurneydſ zu seiner Zeit noboooddo ddo0 0 Unsere Biſder zeigen von oben nach unten: Blick in eine Sitzung des Gemeinderots im Rathaus Karlsrohe- Das Innere des FIußbouſoboratoriums Wasserbad und Wasser- „irtschaft der Technischen Hochschuſe- Kòùnstler-Atelier in einem Hochhaus der Weststadt Die älteste Technische Hochschule Deutschlands befindet sich in Karlsrühe. Sie ist mit ihren Fakol— täten, Lehrstöhlen und Instituten eine Lehrstäfte von Weltbekannter Bedeutung. Nicht zofällig ist hier duch der Atomforschung eine besondere Pflegestäffe bereitet Worden. Hier legte der große Physiker Hertz mit seinen Stodien öber die elektromagnetischen Wellen die Grundlagen för ein nebes Zeitalter. Die Vorgängerin der TH Karlsruhe War die Polytechnische Lehranstalt, quf der sich z. B. Carl Benz— ein Karls— roher Kind!l- das Röstzeug för seine Erfindung des Verbrennungsmotorwagens erwarb. Die Karlsroher Loft hat öberhqupt die Klarheit technischen Denkens beflögelt, selbst Wenn die Zeit noch nicht reif War Wie Z. B. för die merkwördige Erfindung des badi— schen Freiherrn von Drais, qus der sich das Massen— beförderungsmittel Fahrrad entwickeln solſte. Nicht gleich alt, aber gleich bedeutend ist die Uber- ſieferung, quf die die Staqtliche Akademie der bildenden Könste in Karlsruhe zoröckblicken kann. Die badische Malerexcellenz Thoma, Könsfler Wie Wilhelm Tröbner und Kallmorgen, Leopold von Kalckreuth, Carl Hofer und viele andere große Namen— ganz abgesehen von dem meteorhaffen Auftauchen und Verschyinden des ebenso begabten Wie seinerzeit verkannten Feberbach— sind die verpflichtenden Namen, unter denen hebfe an der Akademie gelehrt und die Kunst der Gegenwart gepflegt Wird. Vielleicht interessiert es quch den qofgeschlossenen Besbcher unserer Stadt, daß der liebenswerte und großartige Kenner der menschlichen Seele, Kirchen- rat, oberster Leiter des großherzoglichen Schol- Wesens, verständiger Freund aller Musen, der Schöpfer des Schatzkästfleins und des fheinischen Hausfreundes, Johann peter Hebel, hier in Karls— rohe gewirkt hat. Seine Deutung des Alemannen— toms machte nicht halt an den Grenzen der Stadt, nicht des Landes. Von der Quelle des Stroms, Wie rechts und links vom Oberrhein War er im echten Volkstum verwWorzelt. Der Campingplatz ist geöffnet vom J. Mai bis J. Oktober ond befindetf sich in der Bannwaldallee am Köhlen Krug(Rof 50 898), Endhaltestelle der Linie 4 und Haltestelle Wichernstraße der Linie 5 der Straßenbahn. Kiosk mit Lebensmitteln usw., Wasch- ond Brausemöglichkeiten, Saskochstellen sind vor- handen. Der Pſatz ist eingezäunt und bewacht. Der Campingplatz der Stadt Carlsrohe gehört zu den schönsten der Bondesrepublik. Er ist Weitlävfig angelegt, mit allen erforderlichen Einrichtungen versehen und erfreuf sich vom Tage seiner Offnung bis zum Joresschluß einer ständig wachsenden geliebtheit. Er erstreckt sich ſängs der Alb ond liegt qußerordentlich gönstig zum Mitfelpunkt der Stadt. Cf Mes en *