eeeee, ee e,eeeeeeeeeeeeeeee A erster Stelle unter den allermodernsten Erscheinungen der Gegenwatt, einer A an umwälzenden Erfindungen und Entdeckungen gewiß nicht armen Zeit, steht der Jonfilm. In seinen ersten Anfangen auf Edison und das Jahr 1889 zurückgehend, hat er doch erst seit etwVWa 2Wei Jahren die technische Vollendung erfahren, die es ihm ermöglicht, auf* N die Menschheit in ihrer ganzen Breite und Masse so zu wirken, wie es heute der Fall ist. Gerade die Sprache, der lebendigste Ausdruck und das eigentliche Vorrecht des Menschen, War dem bis- herigen stummen Film versagt. Was hier die jetzt mögliche Verwendung des Tones an Bereicherung ge- bracht hat, darüber einem modernen Publikum etwas 2u sagen, erübrigt sich. Aber nicht nur als Bringer ästhetisch-künstlerischen Genusses ist der Tonfilm zu bewerten. Als Berichterstatter aletuellster Ereignisse stellt er alle seither übliche Berichterstattung weit in den Schatten. Was sich vor ein paer Tagen an irgend einem Ortt unserer Erde zugetragen hat, erleben wir sehend und hõrend mit, in jeder Einzelheit und in der pulsierenden Lebensfülle eines vor uns sich abspielenden Ereignisses. Die führenden Männer der Gegenwart, uns bisher nur in der Einseitigkeit ihrer àuheren Erscheinung bekannt, sie treten hier vor uns hin und beginnen 2u sprechen. Wir hören die individuellen Eigenheiten ihrer Stimme und ihrer Diktion, Wir hören ihr Lachen und das ganze Orchester der sie umschwirrenden Gerͤusche des Tages,- zugleich mit dem lebendigen Bild.- In diesem»zugleich« lag eine der größgten technischen Schwierigkeiten des Tonfilmes. Wir hatten seit langem den stummen Film als Ubermittler des bewegten Bildes, wir hatten ebenso das Grammo- phon als Wiedergabe alles Hörbaren. Der Tonfilm faßt diese beiden zusammen in vollendeter zeitlicher Ubereinstimmung. Diese nennt der Techniker»Synchronismus«.— ZWei Arten der Tonfilmtechnik unterscheidet man: den Nadelton und den Lichtton. Der Nadelton ist der Effekt einer tönenden Grammophonplatte, die„synchron« mit dem Filmbild abläuſt, also die Während der Film- aufnahme hörbaren Geräusche und Töne gleichzeitig übermittelt. Die Auswechslung der Grammophonplatte geschieht auf mechanischem Wieéege. Wir haben hier demnach zwei Wirkungsquellen nebeneinander: Grammophonplatte und Filmstreifen. Der Lichtton hingegen verlegt die toneeugende Quelle bei der Vorführung auf den Filmstreifen. Das zu lösende Problem lautete hier folgendermaßen: Wie kann ich die Wirkeung des Tones, die Schallwelle, in eine Lichtquelle vewan- deln, die sich auf dem Filmstreifen markiert, und wie kann dieses gtephische Bild wieder in eine hörbare Schallwelle umgesetzt werden? Die Lösung ist folgende: Die durch den Ton entstehenden Schallyellen Werden von dem vor dem Schauspieler oder dem Orchester stehenden Mikerophon aufgefangen und in elełtrische Stromwellen umgewandelt. Dieser so entstehende Sprechstrom wirkt nun auf eine Lichtquelle und veröndert diese. Die Spur dieser Verönderung der gleichzeitig auf den Film wirkenden Lichtquelle ergibt auf dem Filmstreifen eine dieser Veränderung genau entsprechende graphische Aufzeichnung. Der Ton wird also zugleich mit dem Bild photographiert. Bei der Vorführung im Kinotheater wieder— holt sich dieser Vorgang in umgekehrter Reihenfolge. Durch die Hineinbeziehung des Tones in den Film hat sich die künstlerische Leistung des Schauspielers erheblich vergröhgert. Eine Tonfilm— aufnahme stellt alle Beteiligten vor wesentlich grögere Aufgaben als die Aufnahme eines stummen Filmes. Der Umstand, daß jeder Ton und jedes Gerͤusch von dem feinhörigen Mikrophon erfaßt und sofort als Lichteindrudé dem laufenden Filmband mitgeteilt wird, macht völlige Ruhe während der Aufnahme zur Pllicht. Mit der Megaphon-bewaffneten Kommandostimme des Regisseurs ist es endgültig zu Ende. Auch das so beliebte Wiedetholen ein und desselben szenischen Vorgenges, obis es klappt«æ, muß der erheblich gesteigerten Kosten Wegen in der Regel unterbleiben. Dafür wird vor der eigentlichen Aufnahme um so fleigiger geprobt. Die Abstimmung der einzelnen akustischen Eindrücke auf einander ist eine Spezialkunst geworden, die außer künstlerischem Verstöndnis ein ganz besonders fein organisiertes Tonfilm-Ohr verlangt. Auch der szenische Aufbau innerhalb der Filmhandlung untersteht ganz anderen dramaturgischen Gesetzen als im stummen Film. War bisher die Möglichkeit des Szenenwechsels eine tatsächlich unbegrenzte, so verlangt der im Tonſilm wieder zu seinem Recht kommende Dialog eine gewisse Stetigkeit von Zeit und Ort. Das tönende Bild ist als Gesamteindruck zu stark, um beliebig abgebrochen und nach Zwischenschel- tung lormal andersattiger Szenen einfach wieder aufgenommen zu werden. Was dann freilich durch diese oſt sehr schwere künstlerische und technische Arbeit erreicht wird,- Wie das Bild des Lebens in künstlerischer Sublimierung und Konzentration sich uns dann offenbart, ist ein Resultat, das den Zuschauer wie den Filmschaffenden aufs innigste erfreut und befriedigt. Wer sich als moderner Mensch fühlt, wer mitschafft am sausenden Webstuhl unserer Zeit, wer aàn den Erfolg der gigantischen Anstrengungen der heutigen Menschheit glaubt, der wird im Tonfilm eines der schönsten Arbeitsresultate erblicken, aus denen sich das Bild unserer Gegenwartskultur zusammensetzt. Die Hauptdorsteller aus dem Film der Deutschen Universs „Die große Sehnsucht« Obere beihe: Franz Lederer Wialther Pilla Theodor Loos Camilla Horn Frite: Nasp Walter Janssen Von links nach rechts: Untere beibe: Paul Heidemann Charlotte Suss Bett) Amann Olga Tschechowẽẽ Maris Paudler Jack Trevor Die Jonfilmserie enthält 168 Originalphotos von Künstlern und Künstlerinnen aus bekannten Jonfilmen. Inhaltsverzeichnis des Albums siehe letzte Seite. 9 D 14. * —— —4 2 HRRVEVY UND WILLV FRHTSCH MRRLFENF DIFETRICH CN GFRTONFHHM„OFER SLRGFE ENGEL“ 4 MRRLFENF DIETRICHIN HOLILVWOOD GRETIRN GRRBO MIT PRRTNER NOR HM R SHFRRER BRIGITTE HFLAN FPE HELM MIHT PRRTNER A. 4 1* + * K 2 LGIS TRFENKER:„DER S0OHN DFR WFISSFEN BFERGFE“ WFERNER FGdFTTERER 8 G 0 STRV FROFHILIICH Grets Garbo- Conrad Nagel DEM TONFIIM„DER GREIFERO EVELIVN HOLIT SZENENBILDER AGdS DFEM GFRTONFILN „DAS FLGTFNKONZFRT VON SRNSS0dC 1G0 SVHM LIANRNF HARAID LIEN DEVERS SZENENBILDER AdS DEM GFRATONFILM„LIEBLINGADER G6TTER“ FRITZ KORTNER UND DIE HFFRRE„DREVFGS“ Einlage:„Das Flötenkonzert von Sanssouci“ Bild Nr 117 17 14 17 117 17 17 7 11 17 147 11 117 17 117 17 17 17 17 17 17 17 17 17 11 17 17 17 17 117 17 17 17 141 17 17 17 117 141 17 17 17 17 14 17 17 11 17 17 17 17 17 17 117 711 711 433 439-444 442-444 445-4500 BHieD 17 RNcccc. 54 Rer 17 Re s* WIEAR Bni 1 Ferc 17 3 Bildter ven Liene EH..... 18 Bilder ense SyÄMNmMmy 18 Bilger ven Lien Deyeerr. 19 eee 20 EFhh 20 „ r 20 48 r· 20 55· Siie H 20 . 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