DER ZWEITE WELTKRIEG IM BILD BAND II VON STALINGRAD BIS NÜRNBERG ’V • ©EB© MUK1EIÄ L-ir MEIN BüCffl mm DER ZWEITE WELTKRIEG IM BILD BAND II VON STALINGRAD BIS NÜRNBERG / EIN WORT- UND BILDBERICHT, HERAUSGEGEBEN VON DER BILD-AUSGABE DER EILEBRECHT CIGARETTEN- UND R A U C H T A B A K - F A B R I K E N A.-G., BADEN-BADEN -H n Die Bilder wurden dem Werk „Der zweite Weltkrieg im Bild" mit freundlicher Genehmigung des Verlages Dr. Franz Burda, Offenburg, entnommen Stalingrad - Wende des Krieges Die Trümmer der 6. Armee Von Stalingrad, der in monatelangem Ringen, erst im Angriff, dann in der Abwehr, erbittert umkämpften Stadt an der Wolga, treten sie den Marsch in die Kriegsgefangenschaft an, niedergeschlagen und abgekämpft, die Trümmer der 6. Armee. Der 31. Januar 1943, an dem Generalfeldmarschall Paulus mit der in Stalingrad eingeschlossenen 6. Armee kapitulierte, muß als der Tag angesehen werden, an dem die Wende des zweiten Weltkrieges sozusagen verbrieft wurde. >■» Serie 31 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 T.JLÜi Auf der ganzen Front zurück Die Offensive, zu der die sowjetischen Armeen mit dem Beginn des Winters 1942/43 antraten, beschränkte sich nicht darauf, das heißumstrittene Stalingrad zu entsetzen. Ihr waren weitere Ziele gesteckt; sie bezweckte, die ganze, zum Teil des Zusammenhangs entbehrende deutsche Front zwischen dem Brückenkopf bei Woronesch am Don und dem Kaukasus zum Einsturz zu bringen. — Auf mühevoll geschaufelten Wegen bewegte sich der Troß der deutschen Verbände durch die tiefverschneite Steppe. Serie 31 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 Serie 31 Der zweite Weltkrieg im Bild. Bild 3 40 Grad Kälte Während die 6. Armee in Stalingrad kämpfte, drangen sowjetische Heeresgruppen in Richtung Don und Donez vor. Italienische und ungarische Verbände wurden überrannt. Am 23. Januar ging Woronesch verloren, am 28. Januar Rostow, am 28. Februar auch Charkow. Diese Stadt wurde, unter Wiederherstellung der von den Deutschen im Winter 1941/42 gehaltenen Linie, am 15. März zurückerobert. — Die vereisten Wege bereiten größte Schwierigkeiten. Nur auf Streusand und Stoffdecken kommen die Panzer vorwärts. '1fr 4 A Serie 31 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 Partisanen Die Operationen im Gebiet des Kaukasus, als deren Endziele die Einnahme der Olfelder von Grosnyj und die Erreichung von Baku am Kaspischen Meer winkten, waren Ende Oktober 1942 nach russischen Abwehrerfolgen am Terek steckengeblieben. Durch den verschneiten Winterwald reitet eine Partisanengruppe. Schnell und beweglich, leistet sie den sowjetischen Truppen im Kleinkrieg gegen Versprengte und Nachzügler durch Überfälle auf einsam gelegene Stützpunkte und in der Aufklärung wertvolle Dienste. «‘jpi i S=i-\VC'.. ?: * Serie 31 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild S Wieder Rostow März 1943. Russische Kavallerie auf dem Vormarsch im Dongebiet unweit Rostows. Die Bevölkerung begrüßt sie freudig. Nachdem den Russen der Durchbruch südlich von Stalingrad geglückt war und starke Angriffsarmeen in Richtung Rostow vorstießen, gerieten die Verbände des Generalfeldmarschalls von Kleist in Gefahr, abgeschnitten zu werden. Der Südflügel der Kleistschen Armee trat den Rückzug auf die Kubanhalbinsel an. Serie 31 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 Gegenstoß auf Kursk Am 5. Juli 1943 traten drei deutsche Armeen zum Angriff auf den vorspringenden Frontbogen von Kursk an, im Norden aus dem Raum Orel, im Süden aus dem Raum Charkow. Unter starkem Sperrfeuer der Artillerie brachen als Spitze Gruppen von „Tiger“-Pahzern vor. Jeder kleine Geländegewinn mußte teuer bezahlt werden mit toten und verwundeten Kameraden. Am 23. Juli waren die deutschen Kräfte auf ihre Ausgangsstellungen zurückgeworfen. Kubanbrückenkopf Landungsversuch bei Noworossijsk Als im Winter 1942/43 die Gesamtlage die Zurücknahme der deutschen Verbände aus dem Kaukasusgebiet erzwang, entzog sich der Nordflügel der drohenden Isolierung durch den Abmarsch über Rostow in die Ukraine, der Südflügel ging auf die Kubanhalbinsel zurück. Bereits im Frühjahr 1943 unternahmen sowjetische Einheiten Landungsversuche bei Noworossijsk, dem Schwarze-Meer- Hafen, der die rechte Flanke des Kubanbrückenkopfes deckte. Die Versuche scheiterten. Sie kosteten wertvolles Material. Serie 32 Der iweite Weltkrieg im Bild Bild 1 Überschwemmungen im Kubandelta Während der Schlammperiode waren die Wege im Kubandelta nahezu unpassierbar. Diese Belastung wurde aber von den deutschen Truppen nicht ungern in Kauf genommen! was ihnen so Schwierigkeiten machte, gereichte ihnen auf der anderen Seite zum Vorteil: Der Kubanbrückenkopf war durch diese Geländeschwierigkeiten zu einer natürlichen Festung geworden. Für eine neue deutsche Offensive konnte dieser Brückenkopf als Sprungbrett dienen. Erst im Herbst 1943 wurde der Kubanbrückenkopf aufgegeben. — x Serie 32 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 A & 3 * Rumänen im Kubandelta Rumänische Bataillone kämpften im Kubandelta tapfer an der Seite ihrer deutschen Kameraden. Die rumänischen Soldaten zeigten sich dabei als Meister im Bau behelfsmäßiger Unterkünfte. f.VVaj». ■t-rjVj Serie 32 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 Serie 32 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 Die Meerenge von Kertsch Schon während des Rüdezuges auf das Kubandelta wurde ein Teil der deutschen Truppen zur Krim übergesetzt. Gewaltige Eisschollen behinderten den Nachschub für die Truppen im Kubanbrückenkopf. Im Frühjahr bauten dann Pioniere eine Seilbahn über die Meerenge. Bald nach ihrer Fertigstellung räumten die Truppen jedoch den Brückenkopf. hi. Serie 32 Der xweite Weltkrieg im Bild Bild 5 Rückzug Im September 1943 setzten sowjetische Luftstreitkräfte und Landungstruppen der Schwarze-Meer-Flotte zu neuen Angriffen auf Stadt und Hafen Noworossijsk an. Trotz erbitterter Gegenwehr deutscher Eliteregimenter wurde die Stadt im Häuserkampf genommen. Damit war der Brückenkopf unhaltbar geworden. Die Rückführung der Truppen auf die Krim gelang ohne große Verluste. — Pionier- Landungsboote mit aufklappbarer Verladerampe beim übersetzen über die Meerenge. - V\ j - * - ~ - -V. Serie 32 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 Die Räumung geglückt Sehr gut bewährten sich die bei der Evakuierung des Brückenkopfes eingesetzten Doppel-Siebelfähren. Eine dieser Doppelfähren abfahrbereit im Hafen von Taman, vollbeladen mit Munitionskisten und Benzinfässern. Unter dauernden Angriffen der sowjetischen Luftwaffe und der Kriegsmarine wurde die Räumung am 9. Oktober abgeschlossen. Rückzug auf der ganzen Rußlandfront „Tiger“-Panzer, die große Hoffnung Nach dem Scheitern des deutschen Gegenangriffs auf den vorspringenden Frontbogen bei Kursk nahmen die Russen die im Frühjahr abgebrochene Offensive wieder auf. Charkow ging abermals verloren, am 7. September zwang der Verlust von Stalino zur Räumung des Donez- bedcens. Die großen, auf den neuen „Tiger"-Panzer gesetzten Hoffnungen erfüllten sich nur zum Teil. Unser Bild zeigt einen von der russischen Abwehr in Brand geschossenen „Tiger" V#» -.2*' m ‘ Li . _ . . Serie 33 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 Aufgabe der Ukraine Brjansk und Smolensk mußten aufgegeben werden, später auch Djneprope- trowsk. Auch Kiew blieb nach hin und her wogenden Kämpfen im Dezember endgültig in russischer Hand. — In langer Schlange ziehen die deutschen Fahrzeugkolonnen durch die ukrainische Ebene nach Westen zurück. Serie 33 Oer zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 . ft*/' Kameradschaft Kameradschaft auch in trüben Stunden. Zurückgehende Landser suchen ihre Verwundeten auf zweirädrigem Bauernkarren in Sicherheit zu bringen. Serie 33 Oer zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 :v. 5VsS2f?'-—^ •«■»-»sä* ■• y ‘«r* . . ^ S^? *X U Serie 33 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 Freischärler Bereits am 3. Juli 1941 hatte Stalin angeordnet: „In den vom Feind besetzten Gebieten müssen Frei- sdiärlereinheiten zu Pferd und zu Fuß und Partisanengruppen aufgestellt werden. Sie haben feindliche Einheiten zu bekämpfen und überall zum Kampf aus dem Hinterhalt anzuspornen. Ihre Aufgabe besteht in der Sprengung von Brücken und der Zerstörung von Straßen. Telefon- und Telegrafenleitungen sollen von ihnen beschädigt werden." — Ein russischer Sprengtrupp an der Arbeit. Weibliche Partisanen Unser Bild zeigt eine Angehörige der 1. Ukrainischen Partisanen-Division Kowpak. Serie 33 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 5 w ViV t Serie 33 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 .. im**.** Partisanenbekämpfung Partisanen-Appell und -Schulung im weißrussischen Waldgebiet. Die Anordnungen Stalins wurden befolgt, und in der Tat machten im Verlauf des Krieges die fanatisier- ten und geschickt geleiteten Partisanengruppen der deutschen Führung viel zu schaffen. Die Folge war, daß die deutsche Abwehr mit aller Härte sich zur Wehr setzte. Die Luftwaffe im Osten Serie 34 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 Serie 34 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 Stukas über Rußland Die Zeiten, in denen die Stukas den deutschen Angriffsarmeen vorausflogen und ihnen mit ihren vernichtenden und zerschlagenden Bombenangriffen den Weg bahnten, scheinen vorüber. Jetzt decken ihre Flüge über die Schneefelder Rußlands den Rüdezug. Transporter „Gigant“ Unter den Motorflugzeugen, die dem Nachschub dienten, war das größte der sechsmotorige Transporter „Gigant“, eine Messerschmitt-Konstruktion von gewaltigen, eben „gigantischen“ Ausmaßen. — Pakgeschütze werden in den „Gigant" verladen. „Ju 87" ^ In der zweiten Hälfte des Krieges wurde das Drama der deutschen ^ Luftwaffe, an dessen Beginn der Freitod Ernst Udets im November 1941 stand, zur Tragödie. Die Verluste im Westen waren schwer ge- * wesen, der Kampf im Osten war zermürbend und aufreibend. Weder der Ausfall an geschulten Besatzungen noch der Ausfall an Material wurde genügend ausgeglichen, und zur Vielzahl der Kriegsschauplätze kam eine Vervielfachung der Aufgaben. — „Ju 87" im Kampf über Rußland. Serie 34 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 * I Serie 34 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 Lastensegler Für den Transport von Nachschub an die Front gelangten Lastensegler zum Einsatz. — Zwei Lastensegler „Go“ im Schlepp einer „Me HO“. Fliegerhorst im Norden Fliegerhorst im Kampfraum Newel. Eine Staffel „Ju87" startet. Im Vordergrund werden zwei „Me 109" zum Begleitschutz startklar gemacht. Ganz vorn Splitterschutzwand für Flugzeuge, errichtet aus Holzstämmen mit Sandfüllung. Serie 34 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 5 • ■*. , r. •'*» Sefie 34 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 „BV 141" Als das erste unsymmetrische Flugzeug der Welt kam die „BV 141“ zum Einsatz. Die deutsche Führung versprach sich sehr viel von diesem neuen Typ. Es blieb jedoch bei wenigen Versuchen. Die USA greifen ein > Die große Überraschung Seit jenem 11. Dezember 1941, an dem das Deutsche Reich und Italien den Vereinigten Staaten den Krieg erklärt hatten, waren bereits mehr als elf Monate verstrichen, als die Meldung von der am 7. November 1942 begonnenen (und am 8. November glücklich beendeten) Landung einer britisch-amerikanischen .Expeditionsarmee in verschiedenen Häfen Marokkos und Algeriens die Weltöffentlichkeit überraschte. — Farbige amerikanische Soldaten des Landungsheeres beim Lauftraining. erie 35 Der iweite Weltkrieg im Bild Bild 1 500 Transporter Es war tatsächlich geglückt, die Ansammlung von 500 Transportschiffen geheimzuhalten; so gut wie ungestört vollzog sich die Ausschiffung der unter dem Oberbefehl des Generals Eisenhower stehenden alliierten Landungstruppen. Lediglich vereinzelte vichytreue französische Einheiten leisteten Widerstand, er war bald gebrochen. — Im Gebiet von Oran leisteten französische Streitkräfte Widerstand. Im Hafen von Arzew mußten sich die Landungsschiffe einnebeln. Serie 35 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 „Kleine zweite Front“ Am 10. November 1942 teilte Franklin D. Roosevelt in Washington mit, daß bereits vierzehn Tage nach dem Überfall auf Pearl Harbour der Beschluß gefaßt worden sei, von einer Landung in Frankreich zunächst abzusehen; statt dessen werde sich eine in kleinerem Rahmen gehaltene Offensive in Nordafrika wohl noch vor Ablauf des Jahres 1942 durchführen lassen. — 8. November, Landungsboote am Strand von Fort Sidi Ferruch bei Algier. Das Fort und Algier wurden kampflos übergeben. Sp , . Sk-"*' Serie 55 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild i Serie SS Der zweite Wehkrieg im Bild Bild 4 Amerikanische Infanterie marschiert Die Landung, zu der rund 500 Transporter und 350 Kriegsfahrzeuge aufgeboten waren, wurde übrigens nur in Häfen an der westmarokkanischen und an der algerischen Küste durchgeführt; auf Landungsversuche an der tunesischen Küste wurde verziehet, da man über die Haltung der dort stationierten französischen Streitkräfte im unklaren war. Das ermöglichte der Achse den Aufbau einer Abwehrfront in Tunesien. — An Algeriens Küste weht das Sternenbanner. Infanterie marschiert landeinwärts. Serie 35 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 5 '«oK- Deutsche Panzer in Tunesien Die deutsche Heeresleitung war durch die Landung der Alliierten überrascht worden, deren Fehler, strategisch, wichtige tunesische Städte wie Tunis und Biserta nicht besetzt zu haben, sie aber schnell und entschlossen beantwortete. Schon am 9. November setzten sich im Flugzeug von Sizilien hinübergeworfene deutsche Truppen in Tunis fest. — Auf den Bergstraßen Tunesiens rücken deutsche Panzer in ihre Stellungen in der Abwehrlinie ein. J j > ■«.iässr» Serie 35 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 In der Sahara Eine der breiten Öffentlichkeit so gut wie unbekannt gebliebene Episode im nordafrikanischen Wüstenkrieg war der Erkundungsvorstoß einer motorisierten deutschen Aufklärungsabteilung tief in das Innere der Sahara. Für den Krieg in Nordafrika waren die Ergebnisse dieses Erkundungsvorstoßes, der den 23. Breitengrad kreuzte, praktisch wohl bedeutungslos. — Unser Bild zeigt zwischen den Sanddünen der Sahara eine Patrouille eingeborener Kämelreiter der Meharisten- truppe. Toulon Antwort der „Achse“ Auf die Landung der Alliierten in den französischen Kolonialgebieten Marokko und Algerien antworteten die Achsenmächte mit der am 11. November beginnenden Ausdehnung der Besetzung auch auf das bisher unbesetzte Südfrankreich. Festung und Kriegshafen Toulon sowie die dort liegende französische Flotte bleiben jedoch zunächst von dieser Maßnahme unberührt. — Toulon mit den vielen im Außenhafen, in den Hafenbecken und im Trockendock liegenden Einheiten einige Tage vor dem 27. November. Serie 36 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 ist Serie 36 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 Selbstvernichtung der französischen Flotte Der in Nordafrika zu den Alliierten übergegangene Admiral Darlan richtete an die Kommandanten der in Toulon liegenden Kriegsschiffe die Aufforderung, nach Nordafrika durchzubrechen. Angesichts der immer undurchsichtiger werdenden Lage rückten am 27. November deutsche Einheiten auch in Toulon ein. Es war zu spät: im Morgengrauen hatte der größte Teil der in Toulon liegenden französischen Kriegsschiffe sich durch Selbstvernichtung dem deutschen Zugriff entzogen. Schlachtschiff „Strasbourg“ In einer am 29. November veröffentlichten Erklärung der Vichy- Regierung wurde die Selbstzerstörung der französischen Flotte auf die Ausführung alter, noch aus der Zeit der Waffenstillstandsverhandlungen stammender Befehle zurückgeführt. Eine sie verhindernde Einschaltung höherer Stellen sei durch die Schnelligkeit des unerwarteten deutschen Vorgehens gegen Toulon unmöglich gemacht worden. — Die schwerbeschädigte „Strasbourg“ (26 500 Tonnen) nach ihrer Hebung. Serie 36 Der zweite Weltkrieg Im Bild Bild 3 November Als am 29. November um 3 Uhr morgens deutsche Flieger über dem Hafen und deutsche Panzer in den Straßen von Tou Ion erschienen, erschütterte eine Reihe von Explosionen, die erste auf dem Schlachtschiff „Strasbourg“, die Stadt Serie 36 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 Das Chaos von Toulon Unser Bild, aufgenommen am Tage der Zerstörung, zeigt das entstandene Chaos im Torpedobootshafen. Se’ie’S Der zweite Weltkrieg im Bild Bild' Casablanca Soldaten sterben, Staatsmänner halten Konferenzen ab. Am 14. Januar 1943 begannen in Casablanca die Besprechungen über die durch die Landung in Nord afrika geschaffene Lage. Hauptfiguren waren der amerikanische Präsident Frank lin D. Roosevelt und der britische Kriegspremier Winston Churchill. Frankreich war vertreten durch die Generale de Gaulle und Giraud. Auf Vorschlag Roose velts wurde die Forderung nach der be dingungslosen Kapitulation der Achsen mächte proklamiert. 9er zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 Serie 36 Der Sprung nach Sizilien — Umschwung in Italien Bereit zum Angriff In den Häfen Nordafrikas warten anglo- amerikanische Transportflotten auf den Befehl zum Auslaufen mit Kurs Sizilien. Serie 37 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 10. Juli 1943 Am 10. Juli 1943 begannen die Landungsoperationen auf Sizilien. Während demonstrative Landeversuche an der Westküste die Verteidiger täuschen sollten, führten ernstgemeinte Landungen zur Bildung von Brückenköpfen an der Südküste und Ostküste. — An der Südküste Siziliens hat die Ausladung angloameri- kanischer motorisierter Verbände begonnen. Serie 37 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 Die Landungstruppe Britische Hochländer klettern von ihrem Transporter herunter und waten durch das seichte Meer zur Küste. Die Landung der Alliierten ist sehr gut vorbereitet. Mit weit überlegenen Kräften gehen sie in Sizilien an Land. Serie 37 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 * , ■ t/ i .* eie 37 Der zweite W*ltkri«g im Bild Bild ^ .v?\ ••• k ** ; Angriffsvorbereitung Der in der Nähe von Catania gelegene Flugplatz Gerbini im Hagel angloamerikanischer Fliegerbomben, die auch die 8,8-cm-Flakge- sdiütze der deutschen Abwehr eindecken. Se.’>« Der lwelte Weltkrieg im Bild Bild 5 Serie 37 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 TV Harter Kampf Während der Widerstandswille der italienischen Streitkräfte auf Sizilien unter dem Eindruck der innerpolitischen Entwicklung in Italien stark nachließ, leisteten die zahlenmäßig schwachen deutschen Verbände zähen Widerstand. Erst am 17. August verließen die letzten deutschen Truppen die Insel über die Meerenge von Messina. — Deutscher Fallschirmjäger verbindet verwundeten Engländer. Umschwung in Italien Am 12. September 1943 begab sich eines der effektvollsten Geschehnisse des Krieges: die abenteuerliche Befreiung Mussolinis. Der gestürzte Diktator wurde im Berghotel auf dem unzugänglichen Gipfel des 2900 Meter hohen Gran Sasso in den Abruzzen unter starker Bewachung verborgen gehalten. Fallschirmtruppen holten Mussolini unter Verlust eines Drittels der eingesetzten Männer aus der Mitte der ihn bewachenden Karabinieri heraus. Landekopf Salerno Deutsche Abwehr war vorbereitet Am 9. September 1943 erfolgte unter Aufgebot von mehreren tausend Schiffen und unterstützt von Luftstreitkräften, wie sie in solchem Ausmaß zuvor niemals eingesetzt worden waren, die Landung der amerikanischen 5. Armee im Golf von Salerno, beiderseits der gleichnamigen Stadt. Die Lage der Amerikaner wurde zeitweilig kritisch; doch bereits am 16. September war infolge ihrer erdrückenden Luftüberlegenheit und des Eingreifens britischer Truppen der Kampf entschieden. — Zerschlagene Landebarke. r* r Schwere Luftangriffe So kurze Zeit die Kämpfe bei Salerno dauerten, so heftig waren sie, und alle Kampfmittel wurden eingesetzt. Unser Bild zeigt ein 8,8-cm-Flakgeschütz. Die 44 Ringe bezeugen 44 Abschüsse. Nebelwerfer Im Berggelände zwischen den Golfen von Salerno und Neapel wurden von den deutschen Truppen auch „Nebelwerfer“ mit Spezialgeschossen zur Abwehr eingesetzt. 5 Granaten werden jeweils zu gleicher Zeit abgefeuert. Serie 38 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 iV m Serie 38 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 Serie 38 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 Anzio und Nettuno SKSV*» Serie 38 Der iwalts Weltkrieg im Bild Bild 4 •3Lscp, V»* * >* - 22. Januar 1944. Die an diesem Tage bei Anzio und Nettuno gelandeten Truppen des amerikanischen Generals Clark haben den Vormarsch im Küstengebiet begonnen. Durchbruch auf Rom verhindert Eine Landung südlich von Rom, im Rük- ken der deutschen Riegelstellung, begann im Morgengrauen des 22. Januar 1944 bei Anzio und Nettuno, im Gebiet der Ponti- nischen Sümpfe, deren Trockenlegung eine deT unbestreitbaren Leistungen des faschistischen Regimes gewesen war. Die deutsche Führung paßte sich der Lage erstaunlich schnell an. Eine in Eile improvisierte Front am Südhang der Albanerberge verhinderte den Durchbruch nach Rom. — Verwundete Fallschirmjäger. Serie 38 Der iweite Weltkrieg Im Bild Bild 5 Serie 38 Der iweite Weltkrieg im Bild Bild 6 \ **■ Unhaltbar geworden Am 12. Mai endlich gelang es den gemischten Verbänden des britischen Generals Alexander, Engländern, Franzosen, einer amerikanischen Negerdivision, Polen und Badoglio-Italienem sowie einer jüdischen Brigade, beiderseits Monte Cassinos durchzubrechen. Damit war die Lage der zwischen zwei Fronten geratenen deutschen Streitkräfte im Raum von Anzio und Nettuno unhaltbar geworden. — Englischer Granatwerfer in Feuerstellung. Monte Cassino Erbittertes Ringen Vier Monate lang hielt die deutsche Abwehrfront in dem erbitterten Ringen um Cassino dem Ansturm einer sich ständig vergrößernden Übermacht stand. Im Hagel der alliierten Granaten und Fliegerbomben ging Cassino zugrunde. Als unersetzlicher Verlust für die abendländische Kultur wurde die völlige Zerstörung des berühmten Klosters empfunden, das auf dem Gipfel des eine Wegstunde östlich von Cassino steil aufragenden Berges erbaut war. — Mönche bei der Bergung von Kunstschätzen. Serie 39 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 1 1 m ■ Die Ruine der berühmten Abtei In unbegreiflicher Überschätzung der etwaigen militärischen Bedeutung des burg- ähnlichen Baues wurde das Kloster, das als Wiege des im Jahre 529 gegründeten Benediktinerordens der ganzen katholischen Christenheit teuer war, durch Angriffe alliierter Bomber vernichtet. Serie 39 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 1 r*J> 'Vjkl > V*#r • 1 Lä jjjg Vjfk. Serie 39 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 Im Trümmerfeld von Cassino Britische Soldaten bergen Verwundete auf dem Trümmerfeld von Cassino. I ; u ; h , f t; • t ! i I i. !■! 1 u Serie 3V Der iwelle Wellkrieg im Bild Bild 4 H r« Serie 3? Der zweite Weltkrieg im Bild Bild S , fr. Serie 39 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 Große Überlegenheit der Alliierten Je länger der Krieg währte, um so krasser wurde die Luftüberlegenheit der Alliierten. Zu Beginn der Kämpfe um den Landekopf bei Anzio und Nettuno war das Verhältnis der eingesetzten alliierten Flugzeuge zu denen der deutschen etwa 10:1. Die in diesen Kämpfen eingetretenen Verluste aber standen infolge der großen zahlenmäßigen Überlegenheit der alliierten Luftwaffe ungefähr 1:3 zuungunsten Deutschlands. Dennoch wurde erbittert gekämpft. — Ein zerschossener amerikanischer ,Sherman“-Panzer. Frascati Störung und Lahmlegung der rückwärtigen Verbindungen der Deutschen. Opfer dieser rücksichtslos durchgeführten Angriffe war, wie immer in diesem totalen Krieg, in erster Linie die Zivilbevölkerung. — Zerstörungen in Frascati, dem Hauptquartier Kesselrings. VUla d’Este Wenn die Angriffe auf das Hauptquartier Kesselrings noch sinnvoll erscheinen, so ist die Notwendigkeit von Angriffen auf Tivoli mit der berühmten Villa d'Este und den Ruinen des Hadrian-Palastes nicht mehr zu verstehen. ’ r .. . Die „Ewige Stadt" Alliierten um so kras- j.enheit der npfe um den lettuno war en alliierten tschen etwa m eingetre- infolge der jgenheit der r 1:3 zuun- 10 dl wurde «schossener nzer. Krieg in Rom Am 10. Juni 1940 hatte Mussolini vom Erker des römischen Palazzo Venezia aus den Eintritt Italiens in den Krieg verkündet. Am 14. August 1943 wurde, nach dem Sturz des Diktators, Rom zur „offenen Stadt" erklärt. Am 10. September rückten deutsche Besatzungstruppen in die italienische Hauptstadt ein. Im Januar 1944 begannen die Kämpfe im Raum Anzio—Net- tuno, bei denen es um den Besitz von Rom ging. — Papst Pius XII. richtet nach einem Bombenangriff Trostworte an die Bevölkerung. Serie 40 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 rückwärti- hen. Opfer ihrten An- em totalen rilbevölke- scati, dem Vor dem Petersdom Deutsches Flakgeschütz in Stellung im Borgo, dem kurz vor Kriegsbeginn zum Teil niedergerissenen Stadtviertel am linken Tiberufer. Im Hintergrund der Petersdom. Gewiß war auch Rom Ziel alliierter Fliegerangriffe gewesen, aber das Schicksal, das Warschau, Berlin, Dresden traf, blieb der Ewigen Stadt erspart. ■ ll ■ Serie 40 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 .MV*!#, ptquartier einen, so riffen auf la d'Este i-Palastes Serie 40 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 Die Engelsburg Seit dem 10. September 1943 ist Rom von deutschen Truppen besetzt. Je näher die Front rückt, um so kriegsmäßiger wird das Bild der italienischen Hauptstadt. Posten sichern wichtige Verkehrspunkte. Ein MG steht bereit, den Zugang zur Engelsburg zu schützen. Am 22. Mai 1944 traten die Deutschen den Rückzug nach Norden an. Rom erwartete den Einmarsch der Alliierten ohne große Besorgnisse. \rr> Mt&- ii Sii'lft-:- t !! 1 ! I . Serie 40 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 Des Kampfes müde Fallschirmjäger halten kurze Rast im Hof der Engelsburg. r-v-.r Serie 40 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild S Rom kampflos geräumt Es war ein Glück für die abendländische Kultur, daß ein erbitterter Kampf in den Straßen Roms vermieden worden war, der den Bauwerken und Kunstdenkmälern der Ewigen Stadt unersetzliche Verluste zugefügt haben würde. Roms Bevölkerung atmete auf, wie an jenem Tage, als die Anschläge erschienen, die die Erklärung Roms zur Citta aperta (zur .offenen Stadt“) ankündigten. / / / JL Serie 40 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 Sonntag, 4. Juni 1944 Morgens um 6 Uhr 40 standen die Panzerspitzen der 5. Armee des amerikanischen Generals Clark am Stadtrand von Rom. Beim Vorrücken in die Stadt trafen sie auf schwache deutsche Nachhuten, die den Auftrag hatten, den Abmarsch der Masse der deutschen Besatzungstruppen zu decken. — Eine motorisierte Einheit auf dem Rückzug über die Via del Impero, vorbei an den Ruinen des Forums. Id 6 Wende auf dem Atlantik idisdie in den i war, tdenk- tzliche Roms jenem n, die ;a (zur Geleitzug vor England Ein Geleitzug nähert sidi der britischen Küste. Das von einer Boeing-.Fliegenden Festung" aus aufgenommene Bild läßt den Zickzadckurs des Geleitzuges erkennen. Die Verluste, die die alliierte Handelsmarine durch U-Boote, Uberwasserstreitkräfte, Minen und Luftwaffe der Achse erlitt, beliefen sich 1939 auf 746 000 BRT, 1940 auf 3 912 000 BRT, 1941 auf 4 187 000 BRT. Das Jahr 1942 brachte mit 7 706 000 BRT ein für die Alliierten erschreckendes Versenkungsergebnis. Dann aber sank die Kurve steil ab. Serie 41 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 / * •rto’ Angriffe aus der Luft Eine dramatische, ungemein anschauliche britische Luftaufnahme. Bei Royan an der französischen Südwestküste greifen britische De-Havilland-„Moskitos" im Tiefflug deutsche Schiffe an. Die „Moskitos“ tragen ihren Namen offensichtlich zu Recht. Sie wirken in der Tat wie schwirrende Stechmücken. Serie 41 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 ' A. Verluste über Verluste Die Überlegenheit der Alliierten wurde von Tag zu Tag überwältigender. — Schwer getroffen geht ein deutscher Küstendampfer in Rauch und Flammen auf. f*'& ' Serie 41 Der zweite Weltkrieg Im Bild Bild 3 Serie 41 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 U-Boot-Jagd Ende 1942 hatte sich also der alliierte Handelsschiffsraum um rund 9 Millionen BRT vermindert. 1943 wurde durch 14,6 Millionen BRT-Neubauraum der Verlust mehr als ausgeglichen. Das Achterdeck von H. M. „Starling" ist überfüllt von geretteten Besatzungsmitgliedern eines torpedierten Frachters. Jetzt macht die .Starling" Jagd auf das deutsche U-Boot und versucht es mit dem Werfen von Wasserbomben auf das ungewisse Ziel. Serie 41 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 5 V „Admiral Hipper" Selbst der Hafen bot bald den deutschen Schiffen keine Sicherheit mehr. Unser Bild zeigt die „Admiral Hipper“ im Trok- kendodc in Kiel. Trotz der Tarnung ist der Schwere Kreuzer von britischen Fliegerbomben getroffen und schwer beschädigt worden. Serie 41 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 V 5 Das Ende der „Tirpitz“ Fast alle großen Einheiten der deutschen Kriegsmarine gingen im Verlauf des Krieges verloren. Auch das wie die „Bismarck“ erst nach Kriegsausbruch in Dienst gestellte 45 OOO-Tonnen-Schlachtschiff „Tirpitz“. Am 22. September bereits wurde die „Tirpitz“ im Altenfjord von britischen Kleinst-U-Booten angegriffen und unter Wasser schwer getroffen. Ausgebessert, erlag das Schlachtschiff am 12. November 1944 im Tromsöfjord einem Angriff britischer Bomber. — Gekentert liegt der riesige Rumpf der „Tirpitz" im Tromsöfjord. Das große U-Boot-Sterben Immer mehr U-Boote Die Erkenntnis, daß es unmöglich sein werde, die Verluste an Uberwasserstreitkräften durch Neubauten schnell auszugleichen, führte zu dem Entschluß, die deutsche Seekriegführung ganz auf den U-Boot-Krieg umzustellen. Neubauten größerer Uberwassereinheiten wurden eingestellt, dafür der Bau von U-Booten mit allen Mitteln vorwärtsgetrieben. — Der schnittige U-Boot-Bug auf der Helling. Die Tiefenruder sind gut zu sehen. Serie 42 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 £ * Stützpunkt ln Norwegen Die U-Boot-Stützpunkte erstreckten sich vom Atlantik bis zum Nordkap. — Hier der Lofjord, Stützpunkt der 25. U-Boot- Flottille. Die Kette der Bojen markiert die Netzsperre gegen feindliche U-Boote oder Torpedos. Im Vordergrund ein U-Boot-Begleitschiff mit eigenen »Aalen“ Serie 42 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 >*£»**£ deutschen rlauf des i die „Bis- i in Dienst ichiff „Tir- its wurde ran briti- iffen und n. Ausge- ff am 12. ird einem Gekentert irpitz' im Dramatischer Kampf Schon am 27. Juli 1942 hatte der damalige Befehlshaber der U-Boote, Admiral Dö- nitz, in einer Rundfunkrede gewarnt, die Möglichkeiten, die den Alliierten im Abwehrkampf gegen die U-Boote zur Verfügung stünden, nicht zu unterschätzen. Zunächst freilich schien es, als habe er zu schwarz gemalt. — Von der Bombe einer De-Havilland-„Moskito“ getroffen, ist das U-Boot wehrlos dem Hagel des Bordwaffenbeschusses preisgegeben. In wenigen Minuten wird es in den Wellen verschwunden sein. 5 ^“ <7 Serie 42 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 V; : ‘ Serie 42 Der zweite Wellkrieg im Bild Bild 4 Fahrten in den Tod Die Bordschützen einer im Küstenwachtdienst eingesetzten Short-„Sunderland“ haben eine Feuergarbe auf den Kommandoturm eines überraschend angegriffenen U-Bootes gelegt. Das Boot ist im Begriff, sich aufzurichten — der vordere Teil ist bereits im Wasser verschwunden —, in wenigen Augenblicken wird es steil in die Tiefe, in den Untergang gerissen werden. Rechts vom Boot, in Höhe des Kommandoturms, ein über Bord gesprungener Matrose. Serie 42 Der zweite Weltkrieg im Bild BildS Mißglückter Angriff Die immer wachsende Überlegenheit der alliierten Luftwaffe, der Verlust der Stützpunkte an der Atlantikküste, besonders aber die Fortschritte der Radartechnik ließen den Zusammenbruch des deutschen U-Boot-Krieges zu einer Katastrophe werden. — Beim Angriff auf einen Geleitzug ist ein U-Boot von einem amerikanischen Wachtschiff (Vordergrund rechts) versenkt worden. In den Wellen ringen etwa zwanzig Mann der Besatzung mit dem nassen Tod. Serie 42 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 Die Wellen des Meeres haben sich geschlossen Feindfahrt, das hieß für die U-Boot-Besatzungen zuletzt soviel wie Fahrt in den Tod. Von den irii Krieg verlorengegangenen deutschen U-Booten wurden nicht weniger als 726 auf Feindfahrt versenkt, 61 wurden durch Bomben in den Stützpunkten zerstört, 41 gingen durch Betriebsunfälle und dergleichen, 12 durch Minen im Heimatgebiet zugrunde. — Nur ein riesiger Oifleck steht noch eine Zeitlang an der Stelle des Untergangs eines U-Bootes und gibt Kunde von einer der zahllosen Tragödien des .Seekrieges. -i Mm Neue Waffen Kleinstboote „Biber" Auf der Suche nach neuen Angriffswaffen schlug die deutsche Seekriegsleitung den — in gewisser Hinsicht übrigens auch von der britischen Marine betretenen — Weg der Konstruktion kleinster Uber- und Unterwasser-Torpedofahrzeuge ein. — Tagsüber lag der „Biber" auf Grund, nachts tauchte er auf. Im Turm (links mit Periskop) saß der Kommandant, während der Maschinist im Motorenraum lag. Rechts und links vom Rumpf war ein Torpedo befestigt (keine Torpedorohre). £7 Serie 43 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 ~ -* mßrn m ~ i ijhfr i Iff sgenheit der Verlust der üste, beson- r Radartech- ch des deut- siner Kata- Angriff auf t von einem Vordergrund den Wellen der Besat- Ein-Mann-T orpedo Ein-Mann-Torpedoträger am Strand bei Anzio. Rechts der Trägerkörper mit der (hier abgebrochenen) Plexiglaskuppel. Unter dem Trägerkörper war (im Bilde links) der Torpedo angebracht. Vorn der Torpedokopf mit Sprengeinsatz. Der Torpedo wurde vom Träger möglichst nahe (etwa auf 200 Meter) an das Angriffsziel herangefahren und dann ausgeklinkt. Einsatz von Torpedoträgern wie von „Bibern“ galten als „Himmelfahrtskommandos“. & Serie 43 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 ben sich U-Boot-Be- ahrt in den orengegan- lrden nicht t versenkt, den Stütz- durch Be- 12 durch de. — Nur eine Zeit- angs eines einer der leges. Todesschwimmer Zwei Kleinkampfmittel der italienischen Marine mit einem bzw. zwei Mann Besatzung, die nach Erfüllung ihres Auftrages versuchen mußten, sich durch Schwimmen zu retten. Zwei Schwimmer steuerten, auf ihm reitend, ein von U-Booten ausgesetztes Kleinstfahrzeug an das Angriffsobjekt und befestigten die Haftladung unter der Wasseroberfläche. Dies glückte in den Häfen von Alexandria und Gibraltar. Die in Angriff genommene Einführung dieses Kampfmittels in der deutschen Marine kam nicht mehr zustande. 'fr-*, Serie 43 Der iweite Weltkrieg im Bild Bild 3 Serie 45 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild a Der „Schnorchel“ Seit dem Sommer 1944 fand bei deutschen U-Booten der „Schnorchel“ Verwendung, ein Luftmast, der den Dieselmotoren frische Luft zuführte, auch wenn das Boot getaucht war, und dadurch lange Fahrten unter Wasser ermöglichte. — Das Bild zeigt ein nach der Kapitulation an die Amerikaner ausgeliefertes U-Boot mit Schnorchel. : Serie Al Der zweite Weltkrieg im Bild Bi.'d 5 - 4 \ : m- ■ ‘■•V." Radar Als »Erfindung, die den zweiten Weltkrieg entschied", hat man nicht zu Unrecht Radar (abgekürzt aus Radio detec- tion and ranging) bezeichnet. Diese »Auf-} findung und Bestimmung" des Standortes von Flugzeugen und Schiffen beruhte auf & > folgendem Verfahren: Es wurde ein ganz kurzes Radiozeichen ausgesandt und die Zeit bis zum Eintreffen des „Echos“ vom Ziel gemessen. — Flakgeschütz mit Radargerät. Entfernung, Richtung und Höhe des unsichtbaren Ziels werden automatisch auf das Geschütz übertragen. Serie 45 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 'S »Strahlentod" Fuhren sie untergetaucht, so waren die U-Boote vor Radar ziemlich sicher, da die Radiowellen von dem Wasser absorbiert wurden. Aber schon kurz bevor Radar in Erscheinung trat, war es den englischen Wissenschaftlern gelungen, ein anderes System der U-Boot-Bekämpfung zu finden, den auf Ultraschallwellen beruhenden „Strahlentod“. Unverzüglich schleuderte der „Igel“ seine 24 Wasserbomben an die gemeldete Stelle. Dieppe Mehr als ein Handstreich Weit über den Rahmen eines Handstreiches hinaus ging das Unternehmen, das sich am 19. August 1942 gegen das Kanalstädtchen Dieppe richtete. Der Landeversuch, an dem Briten, Kanadier, Amerikaner und gaullistische Einheiten beteiligt waren, scheiterte nach neunstündigem Kampf. — Das Bild zeigt eindrucksvoll die technische Einrichtung der Landebarken. Serie 44 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 Tj*sa: 9 zweiten Welt- nicht zu Un- i Radio detec- :t. Diese .Aufles Standortes in beruhte auf urde ein ganz ■andt und die .Echos“ vom hütz mit Ra- tng und Höhe rden automa- irtragen. Gescheitert So sah der Strand von Dieppe nach dem Scheitern des Landungsversuches aus: ein wüstes Durcheinander von Waffen, Aus- TÜstungsgegenständen, Munitionskisten, Rettungsringen und zerschossenen und auf den Strand aufgelaufenen Landebarken und Kampffahrzeugen. Serie 44 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild a waren die lieber, da die rr absorbiert >evor Radar den engli- gen, ein an- lämpfung zu Iwellen be- Jnverzüglich 24 Wasserille. Nach neun Stunden Kampf Das Dieppe-Unternehmen wurde ein Fehlschlag; die Angreifer mußten sich unter schweren Verlusten zurückziehen. Mit zerschossenem Kampfgerät, mit Toten und Verwundeten übersät, war der Strand von Dieppe zum Schlachtfeld geworden. — Unter Aufsicht der Sieger bemühen sich Empire-Soldaten um ihre Verwundeten. Serie 44 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 <> T' Serie 44 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 &.mr< In die Gefangensdiaft Wer sich nicht an Bord der unbeschädigt gebliebenen Schiffe retten konnte, fiel, wenn er mit dem Leben davonkam, in deutsche Gefangenschaft. Gestützt, getragen oder gefahren von ihren Kameraden, verlassen die Verwundeten den Schauplatz des Kampfes. Secie 44 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 5 Die andere Seite Während die deutsche Propaganda das Unternehmen von Dieppe als einen ernstgemeinten Invasionsversuch hinstellte, dessen Scheitern die Unüberwindbarkeit der deutschen Abwehr eindeutig bewiesen habe, waren die Alliierten bemüht, die mißglückte Aktion zu bagatellisieren. — Verwundete Dieppe-Kämpfer klettern von einer Barkasse vom Strand zurück- gebradit, an Bord eines britischen Zerstörers. Serie 44 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 »Rommelspargel* Generalfeldmarschall Rommel, der im Herbst 1943 mit der Abwehr an der gesamten Atlantikfront betraut worden war, stellte starke Vernachlässigungen fest. Für seine Ansicht fand er wenig Verständnis; später gaben ihm die Ereignisse recht. .Rommelspargel" nannte die bildkräftige Landsersprache die spitzen Pfähle, die feindliche Landungsversuche im seichten Küstenwasser erschweren sollten. — Blick von den Zinnen des malerischen Bergstädchens Mont-Saint-Mi- chel über die Bucht von Saint-Malo. .§ «e 3 /u 6 Übersichtskarte zum letzten Kriegsschauplatz: Deutschland Dev K a r\ a \ Landeköpfe am 6. b.19kk abends Stoßrichtungen der Verbündeten Cherbourg LE HAVRE <->• p^Montebourg Barneville —^m^Eglise ört en Bessin Vierville Courseulles Arromanchei Lion s. Mer sie si fehl Tag waltii den lisdie sions: sah, i Troarn Lisieux Periers Bovrguebus O Caumont o , Viwers-ßoc/ge \ Q Orbes o St Pierre 3 rettevit Coutances d joThury O rrn a o Falaise Vassy o o Condä Chambois Granvi/Le Argentan oF/ers See Avranches Ecouche o Mortair o 10 V, 20 30 40 SO km • 1 1 1 -1 Die L Führu Wahl Übersichtskarte zur Landung und zu den Kämpfen in der Normandie einem nördli Alliie festig mandi rascht detru] Trepp Für < zeugt Grupp Britischer Transporter beim Ausladen von Truppen und Kriegsmaterial ritr-: Amphi men, vom norma die Ii vorbei abends deten Tag „D"- 6. Juni 1944 Die Invasion beginnt 4000 Schiffe greifen an In Berlin erklärte am 6. Juni 1944 Reichspressechef Dr. Dietrich: „Heute früh, 5 Uhr 30, sind unsere Gegner im Westen zu ihrem blutigen Opfergang, vor dem sie sich so lange gescheut haben, auf Befehl Moskaus angetreten." Am gleichen Tag Churchill im Unterhaus: „Eine gewaltige Armada von 4000 Schiffen hat den Kanal überquert." Aus allen englischen Häfen liefen die Schiffe der Invasionsflotte, der größten, die die Welt je sah, aus. - *• — h» Serie 45 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 lg igle Von 11000 Flugzeugen unterstfitzt Die Landung selbst kam für die deutsche Führung nicht unerwartet, wohl aber die Wahl der Landestellen. Man hatte mit einem Landeversuch an der Kanalküste, nördlich der Somme, gerechnet. Daß die Alliierten sich für die schwächer befestigte und verteidigte Küste der Normandie entschieden, war eine Überraschung. — Die ersten britischen Landetrupps verlassen über die ausgelegten Treppenleitern die Landungsfahrzeuge. Für die Vielseitigkeit der Ausrüstung zeugt der Motorroller der mittleren Gruppe. Serie 45 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 Amphibienautos Amphibienautos, „Enten" genannt, schwimmen, mit Gerät und Munition beladen, vom Transporter durch das Meer zur normannischen Küste. Es zeigte sich, daß die Invasion außerordentlich sorgfältig vorbereitet war. Serie 45 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 W -X* M j' i I 1 ^’ 1 1 ji» t ' HUtühl |; ;v. VI:. • i r ’ ; ^ ;..<% ;. ■■ > rjiiilül];- ; ■ ,m : ' t$ m«I w? I ■ Aim V, H ■h f^: h '4 > ;i \ ! V- r* v m toMns* 3;;?f ;*-v m i ;;1| |i v : fymm $. i; i! £ .ff gf i':!‘ re* v^ü#. - * ■ m •♦ 4 - * Serie 45 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 7® SG ^ _4&:- >■« * ^ -v;,. »'j£'-r^üi=5 Serie 45 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 5 Serie 45 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 Schnelle Anfangserfolge Auf Anhieb war den Spitzen der anglo- amerikanischen Invasionstruppen gelungen, sich an mehreren Punkten der normannischen Küste festzukrallen. Wo aber die Landetruppen einmal Fuß gefaßt hatten, da setzten unablässig die Transporterflottillen Verstärkungen an Mann und Material ab. — Eine Radfahrerabteilung geht an Land. Einige versuchen es, durch die Wellen zu fahren. Die meisten waten, ihre Räder tragend, durch das seichte Wasser zum Strand. Marinespähtrupp Ein an Land gesetzter britischer Marinespähtrupp klärt auf, ob die Zerstörung der Landehindernisse so weit vorgeschritten ist, daß die Landung größerer Einheiten riskiert werden kann. Schiff an Schiff Eine als Vorausabteilung gelandete britische Marineeinheit hat den Transportern den Weg gewiesen, die nunmehr herangekommen sind und Truppen und Kriegsmaterial ausladen. Schiff an Schiff liegt vor der Küste, immer neue Verstärkungen strömen nach. Ohne Kampf ist es hier nicht abgegangen; Sanitätssoldaten, kenntlich durch die Armbinde, bemühen sich um die Verwundeten. Landeköpfe Am Strand bei Carentan Am Abend des 6. Juni stand es bereits fest: In dem an diesem Tage entbrannten großen Kampf im Westen hatten die Alliierten die erste Runde gewonnen. Die Landung war an mehreren Stellen geglückt. Unverzüglich wurden immer größere Mengen von Kriegsfahrzeugen jeglicher Art in die Landeköpfe gepumpt. Serie 46 Der iweite Weltkrieg im Bild Bild 1 „PLUTO“ Eines der Probleme, vor die sich Eisenhower und sein Stab gestellt sahen, hieß: Sicherstellung einer ausreichenden, pünktlichen, ungehinderten Versorgung der Invasionsarmeen mit Treibstoff. Die Lösung, die man fand, erhielt den Namen „PLUTO“, nach den Anfangsbuchstaben von „Pipe-line under the ocean". — Eine der schwimmenden Riesenspulen, mit der die Unterseeleitungen der PLUTO gelegt wurden, als seien sie gewöhnliche Kabel. Serie 46 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 ■X'JfCt Serie 46 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 Ölleitungen auf dem Meeresgrund Durch sie wurde das Treiböl dorthin gepumpt, wo man es brauchte, zunächst also an die Landeköpfe an der französischen Küste. — An diesem auf dem Strand von Cherbourg liegenden Schiff endet eine der PLUTO-Leitungen. Hier wurde sie an einer Landleitung angeschlossen. Eine Idee bewährt sich Serie 46 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 Dl direkt von England Später wurde dann, je weiter die alliierten Truppen vorrückten, ein Netz von Landleitungen angeschlossen und vorgetrieben. Soweit sich auch die Front vorschob, die Ölleitungen folgten ihr; England lieferte den Treibstoff von der Insel direkt an die Truppe. Hohle Eisenkästen mit einer Wasserverdrängung bis zu 7000 Tonnen wurden herbeigeschleppt, mit Zement gefüllt und, aneinandergereiht, im seichten Wasser derart versenkt, daß sie Wellenbrecher bildeten, die Häfen mit einem Fassungsvermögen wie der Hafen von Dover umschlossen. — „Port Winston" aus der Luft aufgenommen. Man sieht die Reihen der wellenbrechenden Eisenkästen und die Vielzahl der Schiffe, das ruhige Wasser innerhalb und die bewegte See außerhalb des Hafens. Serie 46 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 '&****&' MiM 7 * 6 " Serie 46 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 5 Mittli .Port Winston* Schon auf der Konferenz in Que- beck, im August 1943, hatte Churchill sich temperamentvoll für den Plan des britischen Kapitäns Hal- lett eingesetzt, sofort alles für die mit Beginn der Invasion in Angriff zu nehmende Errichtung künstlicher Häfen vorzubereiten. — Der Sturm hat ausgetobt, „Port Winston“ hat ihn überdauert, aber die improvisierte Landungsbrücke wird man ausbessern müssen. Berlin am 20. Juli 1944 Serie 47 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 Serie 47 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild l Graf Klaus Stauffenberg Am 20. Juli 1944 erschien der Oberst im Generalstab Graf Stauffenberg zum Vortrag im Führerhauptquartier bei Rastenburg in Ostpreußen, der „Wolfs- sdianze“. Beim Verlassen des Raumes hinterließ er in der Baracke, in der Adolf Hitler mit seiner Umgebung weiterkonferierte, eine Aktenmappe, die eine Bombe mit Zeitzündung enthielt. Generalfeldmarschall von Witzleben Der von mehreren Generalen lang gehegte Plan, dem verderblichen Regime durch Beseitigung Hitlers ein gewaltsames Ende zu bereiten, hatte, je länger der Krieg dauerte, um so entschiedenere, wenn auch immer noch verworrene Formen angenommen. Mitwisser waren zahlreiche Politiker, Diplomaten, hohe Beamte, Gewerkschaftsführer und Ge'gner des Regimes. — Erwin von Witzleben als Hauptangeklagter vor dem Volksgerichtshof. Seine Züge sprechen von der Behandlung, die ihm in der Haft zuteil wurde. Der Ankläger Die Verschwörung scheiterte. Hitler übte gnadenlose Vergeltung. Wer nicht Selbstmord verübte, wie die Generalfeldmarschälle Rommel und von Kluge, erlitt den Tod durch den Strick. Die Hinrichtungen wollten kein Ende nehmen, noch wenige Tage vor dem Zusammenbruch taten die Henker ihr Werk. — Roland Freisler führte als Präsident des Volksgerichtshofes die Verhandlung unter Mißachtung der dem Richter geziemenden Würde, die Angeklagten brutal beschimpfend. Hier zeigt er Aufnahmen vom Tatort. a» • >■» Serie 47 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 "»•nM; . j J ; i'iltl't''- V , rJk ii •x Serie 47 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 Das Urteil Als Präsident des Volksgerichtshofes verkündete Roland Freisler die acht Todesurteile im ersten Verschwörerprozeß. Die Verhandlung fand in einem mit Hitlerbüste und Hakenkreuzfahne dekorierten Sitzungssaal des Berliner Kammergerichts statt. Ein halbes Jahr später, am 3. Februar 1945, wurde das Gebäude bei einem Tagesangriff amerikanischer Bomber getroffen, und Freisler fand dabei den Tod. ! I 31 » 11: :svi ’yidi Serie 47 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild S Der Stadtkommandant von Berlin Generalleutnant Paul von Haase, der wegen seiner Teilnahme an der Verschwörung zum Tode verurteilte Stadtkommandant von Berlin, während der Verhandlung. iSi Hl: «ä£a Serie 47 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 Verurteilt Der frühere Generaloberst Hoeppner vor dem Richtertisch. Auch er starb am Galgen. Die Vorbereitungen der Verschwörer hatten sich alä völlig unzureichend erwiesen. Paris im August 1944 — VI und V2 Paris vor der Aufgabe Am 17. August hatten die Amerikaner Chartres und Orleans erreicht, am 20. August standen ihre Panzerspitzen nördlich und südlich von Paris an der Seine. Am 23. August begann sich die Widerstandsbewegung in der Hauptstadt zu rühren. — Parlamentäre der Pariser Widerstandsbewegung, am Arm die Binde mit dem Aufdrude „DEFENSE PASSIVE“, melden sich an der Sperre vor dem Hauptquartier des deutschen Stadtkommandanten zur Aufnahme von Unterhandlungen. ft Serie 48 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 i Hüdekehr nach Paris Am 24. August drang die Panzerdivision des französischen Generals Ledere von Süden her in Paris ein. Es kam zu einigen Zusammenstößen, dann übergab Choltiz die Stadt und wurde gefangengenommen. Am 25. August zog General de Gaulle in Paris ein. — Vor der Oper. Eine Gruppe deutscher Soldaten zeigt die weiße Fahne und ergibt sich Soldaten Leclercs. Serie 48 Der iweite Weltkrieg im Bild Bild 2 „Kollaborateure“ In den befreiten Gebieten machte sich der so lange auf gespeicherte Volkszorn Luft. Wer als „Kollaborateur" galt, hatte Grund, besorgt zu sein. Auch Frauen, denen, vielleicht nicht mit Unrecht, schlimme Nachrede galt, kamen nicht immer ungeschoren (in des Wortes wörtlicher Bedeutung) davon. — Auf dem Bürgermeisteramt einer kleinen französischen Stadt werden die durch Kahlscheren Gebrandmarkten einem strengen Verhör unterzogen. r J 4 D: Ivi Serie 48 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 Raketengeschoß „V 2“ Gegen die „V 2" gab es keine Abwehr. Sie wurde aber zu spät und in viel zu geringer Zahl eingesetzt und konnte daher den Verlauf des Krieges nicht mehr beeinflussen. Im Gegensatz zur „VI“ war die „V 2" eine vom Heer entwickelte Waffe. — Eine „V 2" verläßt die Abschußplatte, senkrecht in die Höhe gejagt, einen gewaltigen Feuerstrahl hinter sich lassend. Am Ende der Riesenrakete die Stabilisierungsflächen. Serie 48 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 Abwehr der „VI" Eine einmalige, wahrhaft sensationelle englische Aufnahme: In den Wellen des Kanals spiegelt sich das Wagestück eines mutigen britischen Piloten wider, der mit der rechten Tragfläche seiner „Spitfire" eine „VI" antippt, um sie aus der Flugrichtung und zum Absturz zu bringen. Serie 4« Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 Zu spät... Die V-Waffen waren zu spät eingesetzt worden. Die Einsatzmöglichkeiten der fliegenden Bomben und der Raketengeschosse wurden von Tag zu Tag mehr eingeschränkt — vom 30. März 1945 an gab es keine V-Geschosse mehr über London. Der Schaden, den die V-Waffen angerichtet hatten, war trotzdem groß. — Britische Werferbatterien feuern Schwärme von Raketengeschossen gegen anfliegende „VI". Serie 48 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild S mm 1-4 - Rückzug auf den Rhein „Maquisards* Am 25. August war Avignon von den Franzosen, am 26. August Grenoble von amerikanischen Verbänden erreicht worden. Am 3. September zogen die Truppen des Generals de Lattre de Tassigny in Lyon ein. — Französische Widerstandskämpfer mit Baskenmützen und hellen Halstüchern marschieren in das befreite Lyon ein. Strafiburg fällt Genau betrachtet, war es ein kühner Handstreich, durch den der sich aus dem Verband der amerikanischen 7. Armee lösenden Panzerdivision des Generals Ledere die Einnahme Straßburgs geglückt war. Uber Zabern vorstoßend, waren die Panzer auf Straßburg gestürmt; am 23. November, 10 Uhr vormittags, drangen sie in die Stadt ein. — Deutsche Soldaten erlebten in jenen Tagen schlimme Stunden. Widerstandskämpfer führen blutende Gefangene ab; für die Bevölkerung ist es ein froh begrüßtes Schauspiel. Kampf um Holland Im Kampf um Holland war der Besitz der der Scheldemüdung vorgelagerten Inseln von größter Wichtigkeit. Vor allem mußten die Alliierten Wert darauf legen, die am Ausgang der Westerschelde gelegene Insel Walcheren auszuschalten. — Was andernorts beim Bau des Atlantikwalls versäumt sein mochte, hier war es geschaffen; Drohend blicken die Riesenrohre der Torpedobatterie aus den festen Betonbunkern auf die sich zum Meer erweiternde Mündung der Westerschelde. Serie 49 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 "dt Kampf um Aachen In den ersten Oktobertagen begann der Vormarsch der Amerikaner gegen die Rur, die an Düren und Jülich vorbei nach Norden fließt und auf holländischem Boden (als Roer) in die Maas mündet. Im Verlauf einer großen Materialschlacht wurde Aachen abgeschnürt und am 21. Oktober, stark zerstört und fast menschenleer, als erste große deutsche Stadt von den Amerikanern genommen. — Eingegrabener Infanterist in einer Abwehrstellung an der Rur. Serie 49 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 5 ■ ' /, V* • Vtfc*, Hartnäckige Abwehr Der Vorstoß Ende November blieb zunächst an der Rur stecken; bei Linnich und Jülich wurden deutsche Brückenköpfe gehalten. — Dank dieser primitiven Entwässerungsanlage wird das Schützenloch wieder .bewohnbar” gemacht. ueilenbirdien II " i Aachen] *4» Serie 49 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 Zurück an den Rhein „Tiger”-Panzer an einer Straßengabelung bei Linnich. Das 28 Kilometer südwestlich liegende Aachen ist bereits in amerikanischer Hand. i der i die nach a Bo- t. Im llacht am men- Stadt - Ein- vehr- ) zu- nnich cken- rimi- das ge- Stuttgart Bremen mm* >A 5 & i V Luftaufnahme von Kassel nach dem Angriff So sah Köln am Ende des Bombenkrieges aus >*-.-■ *»' mm f&smüsmE ■£2?5S»Ti>' ;v.# V '* ^SfSciS «*’A W-'A. C"5r '.' >v V ***- ■‘Ts^rü^’ .■* r -v>* twt^ •M— •■^VS^u Bomben auf Deutschland Überlegene alliierte Luftwafie Die starke Beanspruchung, der die Luftwaffe in der Folgezeit auf dem Balkan, in Nordafrika, vor allem aber in Rußland unterzogen wurde, brachte einen Verschleiß mit sich, der auf die Dauer schwer auszugleichen war. —. Ein einfliegender amerikanischer Bomberverband, aufgenommen durch die Fadenkreuzscheibe des Entfernungsmeßgeräts einer deutschen Flakbatterie. Serie 50 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 Schwierige Abwehr Während die deutschen Neukonstruktionen zum Teil große Mängel aufwiesen, gewann die Luftwaffe der Alliierten eine wachsende technische Überlegenheit, nicht zuletzt dank der Möglichkeiten, die Radar bot. — Auf dem Gefechtsstand einer Luftwaffenformation. Meldungen über Stand und Kurs der Feindbomber werden empfangen und weitergeleitet. Serie 50 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 yv.. V-*-, L'V/.M 3,1 mmw teil Pausenlose Angriffe Im Jahre 1942 wurden über dem Reichsgebiet 41 440 Tonnen Bomben abgeworfen, 1943 waren es 206 000 Tonnen, im Jahre 1944 wurde die ungeheuerliche Menge von 1 202 000 Tonnen erreicht, in den ersten vier Monaten des Jahres 1945 luden die alliierten Bomber noch 471 000 Tonnen über Deutschland ab. —- Ein über Deutschland fliegender viermotoriger amerikanischer „Liberator“-Bomber ist von der Abwehr getroffen worden. Serie 50 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 tcV kr-. -^>1 S&’Z-, <■*' ♦ Serie 50 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 Möhnetalsperre Ein Schlag, der in ganz England mit Befriedigung aufgenommen wurde, glückte der Royal Air Force in der Nacht vom 16. zum 17. Mai 1943. Es war der mit größter Sorgfalt lange vorbereitete und mit ebensoviel Kühnheit wie Präzision durchgeführte Angriff auf zwei der bedeutendsten Talsperren Westdeutschlands, die Edertalsperre und die Möhnetalsperre. — Unterhalb der Sperre. Ein Bild der Verwüstung. Häuser wurden von den Fluten weggerissen, nichts widerstand ihrem Anprall. Serie 50 Der zweite Weltkrieg Im Bild Bild 5 -r V * * .. ,4z . ••» " : „«* Edertalsperre Beide Sperren waren für die Elektrizitätsversorgung wichtiger Gebiete von Bedeutung, die Möhnetalsperre für das Ruhrgebiet, die Edertalsperre für weite Teile des Wesergebietes. Sowohl hier wie dort glückte es den angreifenden britischen Fliegern, mit ihren Lufttorpedos breite Breschen in die Sperrmauern der Stauseen zu reißen. — So wurde auch die Sperrmauer der Edertalsperre schwer getroffen. Zu Trauben gebündelt Hamburg brennt, dichte Rauchschleier liegen über der Stadt. Bomben bersten, und Sprengwolken steigen auf; man sieht die schwer getroffenen Anlagen der als Baustätten von U-Booten wichtigen Ho- waldtwerft in Flammen stehen. — Teils zu Trauben gebündelt, teils einzeln regnen Brandbomben aus den Schächten angloamerikanischer Flugzeuge auf Stadt und Hafengebiet. Serie 50 Der iweite Weltkrieg im Bild Bild 6 Die Zerstörung deutscher Städte Hamburg Die ersten wirklichen Großangriffe alliierter Bomber auf eine deutsche Stadt waren, nach voraufgegangenen Vorspielen, die mit dem, was nun kam, audi nicht entfernt verglichen werden konnten, jene Schläge, die in der letzten Juliwoche 1943 gegen Hamburg geführt wurden. Jetzt hatte der Luftkrieg gegen die deutschen Städte in Wahrheit begonnen. — Ein schwer getroffener Stadtteil: Hammerbrook. Serie 51 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 '-F* •e -M Serie 51 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 /: „Trümmerfrau" Kaum hatten die Sirenen das Entwarnungszeichen gegeben, so rückten die Kolonnen an, Soldaten, Arbeitsdienst, freiwillige Helfer, zu retten, wo es noch etwas zu retten gab. Am kräftigsten packten oft die Frauen zu. Es war wohl meistens die Kraft, die ihnen aus der Verzweiflung erwuchs und aus der Hoffnung, unter den Trümmern doch noch einen verschütteten Angehörigen lebend aufzufinden. Was anfangs freiwillig geschah, wurde später zur Pflicht, und am Ende stand die deutsche „Trümmerfrau". Berlin Am späten Abend des 23. August 1943 verkündeten die aufheulenden Sirenen den Beginn der Leidenszeit Berlins. Stück um Stück sank die Stadt in Schutt und Trümmer mit ihren Schlössern, ihren Museen, ihren Kirchen, ihren Regierungsgebäuden, ihren Verkehrsanlagen, ihren Geschäftsstraßen und ihren Fabriken. — In der Bombennacht des 23. August 1943. „Haus Vaterland", die weltbekannte Gaststätte am Potsdamer Platz, brennt. Serie 51 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 m I 1 i : Serie 51 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 Frankfurt „Unsere Städte werden Wiedererstehen, sdiöner als zuvor" — dieser recht dubiose Wechsel auf die Zukunft, den die Goebbels-Propaganda dem gequälten deutschen Volk als billigen Trost spendete, vermochte nicht das Entsetzen zu bannen, mit dem alle, denen die deutsche Kultur mehr bedeutete als ein leeres Schlagwort, die stolzen Zeugen mittelalterlicher deutscher Baukunst vergehen sahen. — Im März 1944 ging Frankfurts Kleinod in Flammen auf, der Römer, die Krönungsstätte des alten Deutschen Reiches. ä‘ ; 1 ‘Jiij. . ! .JK;-i. «* Serie 51 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 5 Lübeck Zu den deutschen Städten, die schon frühzeitig von Bombenangriffen schwer heimgesucht wurden, zählen Lübeck und Bremen. — Blick auf den ausgebrannten Turm der bereits im Juli 1942 zusammen mit anderen berühmten Bauwerken Lübecks vernichteten, an Kunstschätzen reichen Marienkirche. 4 ' 3 ' fl. *4 :5k FS & VsV-t Serie 51 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 • • v 4 . Essen So gründlich wurde die deutsche Rüstungsindustrie zerschlagen. Teilansicht der durch Bombenangriffe angerichteten Zerstörungen auf dem Kruppschen Werksgelände in Essen. Außer dem Schornstein ist nichts, aber auch gar nichts heilgeblieben. Zerstörung ohne Ende Auch die kleinen Städte bleiben nicht verschont Im Dezember 1944 wurde Heilbronn, die freundliche Stadt am Neckar, um deren Mauern die Erinnerung an Goethes „Götz" und Kleists „Käthchen" wob, zerstört. Die Zahl der Todesopfer war groß. Von dem prächtigen alten Rathaus blieb nichts erhalten als die Fassade mit der Freitreppe und dem breiten Altan. Serie 52 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 Serie 52 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild J Serie 52 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 Ncuk.£(S,M ^ohdom Wir leben! Der totale Krieg, der Krieg gegen Frauen und Kinder, raste über Deutschland) die Elendsbilder der Ausgebomhten gehörten zum täglichen Brot der Bewohner der großen deutschen Städte. In Furcht und Hoffnung standen ungezählte Menschen in den Tagen nach schweren Bombenangriffen vor den Portalen zerstörter Häuser. Sie waren glücklich, wenn ihnen die Kreideschrift versicherte: Wir leben, und wir sind da oder dort untergekrochen. Mainz sinkt in Trümmer „Wir werden ihre Städte ausradieren", hatte es einst geheißen: nun sah die harte Wirklichkeit ganz anders aus — es waren die deutschen Städte, die zu Ruinenfeldern wurden. — Die Mainzer Schustergasse am Morgen nach dem ersten schweren Angriff. Die engen Straßen der Altstadt sind bedeckt mit Schutt, Steinen, Eisenteilen. Im Branddunst verschwimmend, steht der alte romanische Dom über den Trümmern des „goldenen Mainz". . I , 1 J •I ' i i i I • 1 Serie 52 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 St&P 'sJ-'&'r ■ */ Bomben sind nicht wählerisch Auch gegen die Kranken ging der durchaus nicht wählerische Bom- benkrieg. Insassen eines Krankenhauses nach der Berliner Bombennacht vom 23. August 1943. Sie haben so gut wie alles verloren-, sie selbst hat man ins Freie gerettet. Da liegen sie nun; andere sitzen verzweifelt herum. Wer aber, der alten Frauen wie dieser ins gramzerrissene Gesicht sah, kann solchen Jammer je vergessen? Blindgänger Sechsunddreißig Zentner wiegt diese als Blindgänger' in eine Flakstellung nahe dem Siemens-Kabelwerk in Berlin-Gartenfeld niedergegangene Mine, die nun mit Stahltrossen und Ketten aus dem Erdreich, in das sie sich eingebohrt hat, herausgewunden wird. Serie 52 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild #.,f.« 2T Serie 52 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 Dresden Am 13. Februar 1945, kurz nach 21.30 Uhr, erschienen die ersten britischen Bomber über Dresden. In mehreren Wellen über die Stadt dahinbrausend, warfen in dieser Nacht 800 Bombenflugzeuge der RAF 650 000 Brandbomben, untermischt mit Zwei- und Vier-Ton- nen-Sprengbomben. Am Vormittag des nächsten Tages folgte ein amerikanischer Angriff mit 1350 Bombern und am 15. Februar mit 1100 Kampfflugzeugen. Die Zahl der Todesopfer machte eine ordnungsgemäße Bestattung unmöglich. — Feuersbrünste in Dresden. •tV ' * I u» m mm mmmmn to ■ * i •«RtS Jl*.»s VS»** Hannover Dortmund •i^-? ■ t . -V' \-T-W I I I V '... *1 . Aufgerissen waren die Mauern der Dome und Kirchen von Sprengbomben, geborsten die farbenprächtigen Fenster, verzehrt von den Flammen das Chorgestühl; aber auch vor umgestürzten Altären flehten verzweifelte Menschen um Erhörung ihrer Gebete dt von bete Zusammenbruch im Osten Im Zeichen des Rückzuges Nach der Katastrophe von Stalingrad war das Gesetz des Handelns im Osten an die russische Führung übergegangen. Die deutschen Armeen waren im Verlauf des Jahres 1943 weit zurückgedrängt, große Gebiete russischen Landes von der Roten Armee zurückgewonnen worden. — Durch eigene Sprengungen unbrauchbar gemachte Startbahn eines von der Luftwaffe aufgegebenen russischen Flugplatzes. Eine der Rückzugsstraßen Noch war der Zusammenhang der deutschen Front gewahrt geblieben. Unter den wuchtigen Stößen der Sowjetoffensiven des Jahres 1944 jedoch bahnte sich der deutsche Zusammenbruch im Osten an. — Sowjetische Bomber haben eine deutsche Fahrzeugkolonne zerschlagen. Die Südfront wankt Die um Weihnachten westlich von Kiew begonnene russische Offensive trieb einen 300 Kilometer tiefen Keil zwischen die deutschen Heeresgruppen Mitte und Süd. Nachdem die Russen im März Uman und Winniza genommen hatten, kam die ganze deutsche Südfront ins Wanken. — Auf der Straßenbrücke bei Golta haben Pioniere Sprengkörper bereitgestellt. Serie 53 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 -Yt Abu Serie 53 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 i I I ^Srl Serie 53 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 t \ i ü t ■; ‘ %■. Mt; : , iiL ^4 *«• ’ * ’ 3.*! ■ l i: r§£*^" ■5Ö Serie 53 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 v’ •»rifiäz jjra:* ^ Serie 53 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 ‘■■0 „T 34" Ein „T 34", der am häufigsten eingesetzte, außerordentlich kampftüchtige russische Panzer, im Straßenkampf. Bemerkenswert die Ausrüstung mit einem Baumstamm (zum Aufwuchten bei notwendig werdenden Reparaturen der Raupenketten), mit einer Stahltrosse (wenn Abschleppen nötig werden sollte) und mit einem runden Behälter für Werkzeug und kleine Ersatzteile. „Tiger“ In den Wäldern an der Mittelfront begegnen sich zwei deutsche „Tiger“-Pan- zer. Der eine fährt zurück, um seine Munition zu ergänzen, der andere rollt zu neuem Einsatz vorwärts an die in Abwehrkämpfen stehende Front. Der „Tiger“ war an allen Fronten ein gefürchteter Gegner. 25 Divisionen verloren Zu der Zeit, als durch die geglückte Invasion im Westen die „zweite Front" Wirklichkeit geworden war, begannen die Russen ihre Sommeroffensiven 1944. Ein Vorstoß gegen die Karelische Landenge führte zur Durchbrechung der finnischen Front. Im Waldgebiet zwischen Dnjepr und Beresina kam es zur Katastrophe für die umklammerte 4. und 9. Armee. — Immer wieder suchen einzelne Gruppen das Vordringen der Russen aufzuhalten. In Schützenlöchern, mit Baumstämmen verstärkt, wird der Angriff erwartet. Aufstand in Warschau überrumpelt Die Untergrundbewegung hatte in Warschau großen Umfang angenommen. Durch übertreibende Meldungen über das Vorrücken der Russen gegen die Weichsel verführt, gab ihr Leiter, der unter dem Decknamen „General Bor“ auftretende polnische Kavallerieoffizier Komo- rowski, am 1. August 1944 das Signal zum Aufstand. — Deutsche Soldaten, die bei der Überrumpelung einer Warschauer Polizeistation gefangengenommen worden sind. r, Serie 54 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 Neue Hoffnung für die Aufständischen Anfang September belebten sich die Hoffnungen der Aufständischen auf Hilfe von außen. Die Russen rückten in die am anderen Weichselufer gelegene Vorstadt Praga ein. Die Erwartung der polnischen Kämpfer aber wurde bitter enttäuscht. In allen Straßen, Gärten, Höfen der von den Aufständischen gehaltenen Warschauer Stadtviertel tobten harte Kämpfe, in denen schwere Waffen jeder Art, darunter Panzer, eingesetzt und (wie das Bild zeigt) in manchem Falle auch eingebüßt wurden. Serie 54 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 Erbitterte Kämpfe Nach Heranschaffung von Verstärkungen mit schweren Waffen stürmten die deutschen Streitkräfte in wochenlangen Kämpfen Straße um Straße der durch Beschuß und Bombardierung schwer mitgenommenen Stadtviertel. War eine durch Artilleriebeschuß oder durch Fliegerbomben in Trümmer gelegte Straße den Aufständischen von den deutschen Truppen entrissen worden, dann mußte jedes Haus und jeder Winkel von deutschen Patrouillen nach versprengten Untergrundkämpfern durchgekämmt werden. “ 1 'iN ff-« J i .V-’ i ■ ! • ^ Serie 54 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 Am Ende ihrer Kräfte Als jede Aussicht auf Hilfe von außen geschwunden und jeder weitere Widerstand sinnlos geworden war, entschlossen sich die Warschauer Aufständischen zur Einstellung des Kampfes und zur Kapitulation. Daß sie bis zum Äußersten ausgehalten hatten, bezeugt das aus polnischer Quelle stammende Bild einer Gruppe Aufständischer, die, völlig erschöpft, von Wunden und Hunger gequält, am Ende ihrer Kräfte angelangt sind. Die Kapitulation in Warschau Ein Parlamentär, der die Bitte um Aufnahme von Kapitulationsbesprechungen überbringt, wird unter dem Schutz der weißen Flagge von Polizeitruppen zum deutschen Befehlshaber geleitet. Die Freiheitskämpfer marschieren in die Gefangenschaft Am 2. Oktober 1944 machte die Kapitulation Bors dem aussichtslosen Kampf ein Ende. — Die Kapitulation ist erfolgt. Die Warschauer Kämpfer marschieren in die deutsche Kriegsgefangenschaft. Kriegsgefangen in Rußland Kahlgeschoren In den ersten Jahren des Krieges im Osten waren es die Riesenzahlen russischer Gefangener, die von dem Ausmaß der deutschen Siege zeugten, über die Anzahl der Gefangenen, die die deutsche Wehrmacht beim Rückschlag vor Moskau, bei der Kapitulation von Stalingrad und bei den großen russischen Offensiven der letzten Kriegsjahre einbüßte, ging der deutsche OKW-Beridit hinweg. — Kahlgeschoren, werden deutsche Kriegsgefangene nach der Entsetzung von Leningrad durch die Straßen der Stadt geführt. CT I 1 i n Ni-- Serie SS Der zweite Weltkrieg Im Bild Bild 1 Die Volkswut Die Bevölkerung, die Schweres hatte erdulden müssen, schrie nach Vergeltung, und die Rache traf zahllose Unschuldige. — Entbehrungen und Leiden vieler Art hatten die Bevölkerung Leningrads Jahre hindurch heimgesucht. Haß beseelt offenbar diese Leningraderin, die glaubt, ihren Gefühlen durch Anspeien deutscher Gefangener ungezügelten Ausdruck geben zu müssen. Serie 55 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 Endlose Kolonnen In langen Kolonnen marschieren die deutschen Kriegsgefangenen aus den Sommerschlachten des Jahres 1944 ins Innere Rußlands, in eine Leidenszeit, von deren Dauer sich damals wohl wenige eine Vorstellung gemacht haben, eskortiert von Rotarmisten, während Bauern und Bäuerinnen ihre Feldarbeit unterbrechen, um die Herren von gestern als die Erniedrigten von heute zu beschauen. Serie 55 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 ' .1 y^ Serie 55 Der iweil« Weltkrieg im Bild Bild 4 ^-1 Sammellager unter freiem Himmel In Sammellagern unter freiem Himmel sind viele Tausende deutscher Kriegsgefangener vorläufig zusammengetrieben worden. Mit großen Eimern sind die Essenholer im Gefangenenlager angetreten, um die Brühe in Empfang zu nehmen, die von russischen Köchen und ihren Helferinnen aus großen Kesseln ausgeteilt wird. Wo die Einlieferung und die Verteilung auf die Reviere erfolgt ist, haben sich die vom Kampf und Abmarsch erschöpften Gefangenen auf den Boden gelagert. Für sie gibt es nur noch eines: abwarten. ■■ '■t- *V/i Serie 55 Der iweite Weltkrieg Im Bild Bild 5 Audi für die Gefangenen ist der Krieg noch nicht zu Ende Uber das Dorf an der mittleren Front ist der Krieg hinweggerollt, Häuser sind in Flammen aufgegangen. Von der Brandstätte aus schauen Frauen und Kinder auf die deutschen Soldaten, die in dem soeben beendeten Gefecht gefangengenommen worden sind und nun von sowjetischen Soldaten zu den rückwärtigen Linien gebracht werden. jn ; ® iüfe ii * !JJ' /■* w l m Serie 55 Der iweite Weltkrieg Im Bild Bild 6 „Inspektion" Dem Beschauer mag diese Situation erheiternder erscheinen, als sie es für die Betroffenen ist. Sich selbst überlassen, benutzen die in einem Raum eingeschlossenen deutschen Gefangenen die kurze Zeit der Ruhe, sich und ihre Kleidungsstücke einer notwendig gewordenen Inspektion zu unterziehen. Der Kampf mit dem Ungeziefer zählte auch zu den Leiden und Kümmernissen der Gefangenschaft im Osten. Vielleicht erscheint, so betrachtet, die Sitte des Kahlgeschorenwerdens gar nicht so unpraktisch. * Zusammenbruch auf dem Balkan Bukarest empfängt die Rote Armee Im Juli 1944 war die Südfront auf die rumänische Grenze zurückgedrängt worden, im August trug eine neue sowjetische Offensive den Krieg nach Rumänien hinein. Angesichts der unhaltbar gewordenen Lage entschloß sich König Michael zum Staatsstreich, ließ Marschall Anto- nescu verhaften und berief eine neue Regierung, die Fühlung mit Sowjetrußland aufnahm. Ein daraufhin erfolgter deutscher Luftangriff auf Bukarest führte zur rumänischen Kriegserklärung an Deutschland (25. August 1944). Rückzug aus Albanien Das seit dem April 1939 mit dem Königreich Italien durch Personalunion verbundene Albanien war nach der italienischen Kapitulation von deutschen Truppen besetzt worden, die sich, unterstützt von einheimischen Freiwilligenverbänden, in dauernden Kämpfen mit Partisanen auseinanderzusetzen hatten. — Deutsche Soldaten im Felsgestein des Karst, dem idealen Kampfgelände für den mit Geschick und Ausdauer geführten Kleinkrieg der Partisaneh. Tito Zunächst wurde die Widerstandsbewegung in Jugoslawien von dem monarchisch eingestellten General Mihailo- witsch und seinen „Tschetniks“ getragen. Ihn überflügelte später der in Moskau geschulte, aus Kroatien stammende Josip Broz, der sich „Tito“ nannte. — Unser Bild: Die Jugoslawin Stana Tomaschewitsch inmitten der von ihr geführten Partisanengruppe. Ihr Make-up: hutlos, offenes Haar, kurzer Rock, Schulterriemen mit Revolver. r IB Serie 56 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 sg&SlgS V. KJSr' Serie 56 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 VAJsfcS Serie 56 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 *Y .•4 i ! ^ l' .3 i v : 'M :.-* v fcJw- u “ U- Serie 56 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 fc'-yS l/' ^ >.-n‘ '.sät * ■«', Serie 56 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 5 Serie 56 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 Aufgabe von Griechenland Audi in den Balkanländern gliederten sich patriotische Frauen in die Reihen der Partisanen ein. — Eine „gemischte" Patrouille in den Bergen in der Umgebung von Athen. Die Damen haben den Vortritt. Briten wieder auf dem Balkan November 1944. Britische Pioniere stellen eine streckenweise zerstörte Bergstraße in der Herzegowina wieder her. Bemerkenswert ist die in dem waldarmen Lande ganz ungebräuchliche Verwendung von Baumstämmen. Ungarn bricht zusammen Seit März 1944 war Ungarn von deutschen Truppen besetzt. Nach dem Abfall Rumäniens stand der Krieg an Ungarns Grenzen; im September drangen die Russen über die Karpaten in Siebenbürgen und gleichzeitig von der Walachei aus ins Banat ein. Da richtete Ungarns Reichsverweser von Horthy eine Bitte um Waffenstillstand an die Sowjetunion. — Admiral Nikolaus von Horthy, der die letzten Monate des Krieges in deutschem Gewahrsam zugebracht hatte, nach der Gefangennahme durch die Amerikaner. Vorstoß über den Rhein - Remagen Die letzte Offensive Immer wieder war der Heimat der Umschwung versprochen worden — im Dezember 1944 sah es so aus, als könne das Schicksal noch einmal aufgehalten werden. Am 16. Dezember traten zusammengeraffte Divisionen bei Trier zu einer Offensive an. Der deutsche Angriff blieb stecken. Die letzte deutsche Offensive war gescheitert, die letzten deutschen Elitedivisionen verbraucht. — Nebelöfen verhüllen amerikanische Bereitstellungen gegen den Rhein, Serie 57 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 Serie 57 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 Serie 57 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 „V , Sä.®? r + IVi' Einnahme von Köln Am 5. März rückten die ersten amerikanischen Truppen in das zerstörte, fast ganz entvölkerte Köln ein. Auf dem von Trümmern übersäten Platz vor dem stolzesten der deutschen Dome — auch ihm haben die angloamerikanischen Bomben Wunden geschlagen — ergeben sich deutsche Verteidiger den rechts und links im Bilde sichtbaren englischen und amerikanischen Soldaten. Die Brücke von Remagen Als Vortruppen der amerikanischen 1. Armee am 7. März bei Remagen eintrafen, fanden sie die wichtige Ludendorff- Brücke „zehn Minuten vor der beabsichtigten Sprengung" unbeschädigt und so gut wie unverteidigt vor. Handstreichartig nahmen sie die Brücke, warfen über sie auf das rechte Rheinufer, was an Truppen und Material herbeizuschaffen war, und hatten bereits am 8. März einen starken rechtsrheinischen Brückenkopf gebildet. Serie 57 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 ZU Spät Am 17. März, nachmittags 15.15 Uhr, stürzte die von deutschen Fliegerbomben getroffene Brüche bei Remagen ein. — Eines der Landungsboote der amerikanischen Marine, die auch auf dem Rhein eingesetzt wurden, passiert, beladen mit einem Jeep auf einer Fahrt stromaufwärts die Trümmer der zerstörten Brücke. Serie 57 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 5 T "-/-L Diesseits des Rheins Nach dem Rheinübergang wurde der Krieg mit all seinen Schrecken ins Herz Deutschlands getragen. USA-Infanteristen und Panzer dringen in das brennende Wernberg (Oberpfalz) ein. Der Widerstand an der Westfront zerbrach. Serie 57 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild i mM Das Ruhrgebiet Während die Amerikaner zwei Zangen um das Ruhrgebiet legten, rückten Panzer, durch Sandsäcke gegen die Durchbrennwirkung der Panzerfäuste geschützt, in Westfalens vom Bombenkrieg schwer gezeichneten Hauptstadt Münster ein. Das letzte Aufgebot Volkssturm Am 18. Oktober 1944 erscheinen im Straßenbild der deutschen Städte und Dörfer die Anschläge, die der Bevölkerung Kenntnis geben von dem „Führerhauptquartier, den 25. September 1944", datierten „Erlaß über die Bildung des deutschen Volkssturms!" Serie 58 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild l M Ober dk Bildung de rtmhrtien Vofcssturro 1 Noch einmal befiehlt Hitler „Ich befehle: Es ist in den Gauen des Großdeutschen Reiches aus allen waffenfähigen Männern von 16 bis 60 Jahren der deutsche Volkssturm zu bilden. Er wird den Heimatboden mit allen Waffen und Mitteln verteidigen, soweit sie dafür geeignet erscheinen..." — Panzerfaust und Panzerschreck waren die Waffen, an denen die Volkssturmmänner vornehmlich ausgebildet wurden. Panzerbekämpfung sollte eine ihrer Hauptaufgaben sein. Serie 58 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 ■egt K '■?**' „Befestigungen “ In den Grenzprovinzen wurde die Bevölkerung, soweit sie nicht unter Waffen oder in der Rüstungsindustrie stand, zu Befestigungsarbeiten gezwungen. Gräben wurden gezogen, Hindernisse und Straßensperren errichtet. Der militärische Wert dieser Verteidigungsanlagen erwies sich als gering. Frauen und Mädchen bei Schanzarbeiten. Was sie in mühevoller Arbeit mit dem Spaten schufen, vermochte das Unheil nicht aufzuhalten. Serie 58 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 5 -* r '-j&JaS?- Kinder als Soldaten Serie 58 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 4 Der totale Krieg, der die Sechzig jährigen in den Volkssturm, Frauen und Mädchen zur Rüstungsarbeit zwang, machte in seiner teuflischen Folgerichtigkeit auch vor den Kindern nicht halt. — Unter den zahllosen erschütternden Bilddokumenten des Krieges ist dieses vielleicht das ergreifendste. Wird der Sechzehnjährige jemals das erlebte Grauen und den völligen seelischen Niederbruch, der ihm ins Gesicht geschrieben ist, verwinden können? ’r-Jf V A Serie 58 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 5 Serie 58 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 ^ 9 * - A ^ Krlegsverbredien Eines der größten Verbrechen des Krieges war der Einsatz der Hitlerjugend im Kampf um Berlin. Der an Kopf und Hand verwundete HJ-Meldefahrer ist sicherlich ein vorbildlich tapferer, anständiger Junge — aber wann jemals wurden gläubiges Vertrauen und heldenhafte Opferbereitschaft einer Jugend schmählicher mißbraucht? Der Flfichtlingsstrom Während die Männer an den Fronten verbluten, wälzt sich der endlose Elendszug der aus den Ostprovinzen flüchtenden Frauen und Kinder über die Straßen, die nach Westen führen. Was mag die Mutter mit den sechs kleinen Kindern hinter sich haben, und welches Maß des Leides steht den von Haus und Heimat Verjagten noch bevor? Das Ende München am 30. April Am 30. April trafen amerikanische Truppen in München ein, von der Bevölkerung mit weißen Fahnen empfangen. Die Menschen auf dem Bild sehen in den Einrückenden offenbar die Befreier von dem Schrecken der letzten Monate; es ist unverkennbar, wie sehr sie das Ende der Kämpfe und die Erlösung von der Angst vor sinnlosen Taten aufgeputsditer Fanatiker begrüßen. Aus den letzten Tagen von Königsberg Nachdem die Russen die auf verlorenem Posten stehenden deutschen Verbände in Ostpreußen aufgerieben hatten, schritten sie zum Angriff auf Königsberg. In den Kämpfen erlitten die Stadt und ihre Bewohner schwere Verluste. Um ihre Leiden abzukürzen, entschloß sich der in Königsberg kommandierende General Lasch am 12, April zur Kapitulation. — Die Aufnahme zeigt, wie sich eine Gruppe deutscher Verteidiger in den brennenden Straßen Königsbergs den russischen Angreifern ergibt. Zusammenbruch der Westfront Der deutsche Widerstand im Westen war völlig zusammengebrochen; ganze Armeen gerieten in Gefangenschaft. Ende April meldete das Hauptquartier der alliierten Expeditionsarmeen 2,4 Millionen seit dem Beginn der Invasion gemachte Gefangene, überall im Westen wurden Massensammelplätze angelegt, auf denen — wie hier unweit von Remagen — die unübersehbaren Scharen der deutschen Kriegsgefangenen unter freiem Himmel zusammengetrieben wurden. ■lHJ' , &\ • mm Sill j:« * :i iib • £ iüsf i n. w;f| S Slfev.- L-SÜfV^ Serie 59 Der zweite Weltkrieg Mn Bild Bild 4 UnÄI ä Noch immer fallen Bomben auf Berlin Unablässig setzten die angloame- rikanisdten Bomber ihr Werk der Zerschlagung Berlins fort. Das zur täglichen Gewohnheit gewordene Bild nach einem Fliegerangriff: Ausgebombte an der Ecke Joachimstaler und Kantstraße mit den wenigen geretteten Habseligkeiten. . . Serie 59 Oer iweite Weltkrieg im Bild Bild 5 Der Todeskampf Berlins Das Leben der Menschen in der dem Tod geweihten Stadt wurde zum Martyrium. In einem von den unmittelbaren Schrecken des Kampfes gerade nicht betroffenen Stadtteil bahnen sich Zivilisten — in der überwiegenden Mehrzahl Frauen — über Trümmer den Weg zum Einholen der wenigen Lebensmittel, die es noch gibt. zi < % 11 Berlin kapituliert Berlin wurde verteidigt, Volkssturm und Hitlerjugend wurden in dem sinnlosen und darum so besonders verbrecherischen Kampf geworfen. Am 2. Mai kapitulierten die letzten Verteidiger Berlins. Auf der Ruine des Reichstagsgebäudes weht die Sowjetflagge,- in Moskau wurden 24 Siegessalven von 324 Geschützen abgefeuert. Sc • p cp Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 Von Potsdam bis Nürnberg Oie Kapitulation Am 7. Mai unterschrieb Generaloberst Jodl, morgens um 2.41 Uhr, in Reims die Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht. •— In dem Ostberliner Stadtteil Karlshorst, im Hauptquartier Marschall Schukows, vollziehen am 8. Mai als Vertreter der drei Wehrmachtsteile (von links) Generaloberst Stumpf, Generalfeldmarschall Keitel, Generaladmiral von Friedeburg die Unterschriften unter die bedingungslose Kapitulation. Serie 60 Dar zweite Weltkrieg im Bild Bild 1 Die Konferenz von Potsdam lm Schloß Cäcilienhof bei Potsdam, das einst der letzte deutsche Kronprinz sich hatte bauen lassen, tagten vom 7. Juli bis 2. August die „großen Drei"; Truman, Stalin und Churchill (an dessen Stelle am 29. Juli nach den Wahlen in England Attlee trat), in Anwesenheit ihrer Außenminister und führenden Militärs. Man traf Vereinbarungen über die zukünftige Behandlung des in vier Zonen aufgeteilten Deutschlands. V'-j 7 -T . i •ri f Serie 60 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 2 Siegestaumel in Moskau Eskortiert von Sowjetsoldaten, müssen gewaltige Blocks deutscher Kriegsgefangener durch die Straßen der Sowjethauptstadt marschieren. An der Spitze des Triumphzuges werden gefangene deutsche Generale geführt. IKin ui Sf, % (tu Serie 60 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 3 \r k : Ui »V » %r 'il b'Ai Serie «0 Dar zwaita Weltkrieg im Bild Bild * Was uns blieb „In zehn Jahren werdet ihr Deutschland nicht wiedererkennen", hatte Hitler einst ausgerufen. Diese prahlerische Prophezeiung fand eine schauerliche Erfüllung, ln der Tat: dieses Deutschland von 1945 war nicht wiederzuerkennen. Die einst so schönen und stattlichen Städte Deutschlands lagen in Trümmern. Auf den Landstraßen aber irrten Millionen von Menschen umher, vor den Bomben Geflüchtete, die nun wieder heimwärts strebten, und heimatlos Gewordene und Ausgetriebene, die nicht wußten, wohin. \fP Serie 60 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 5 Prozeß in Nürnberg In Nürnberg, der „Stadt der Reichsparteitage“, wo der Nationalsozialismus seine stolzesten Tage erlebt hatte, wurde ihm von den Siegern das kriminelle Nachspiel bereitet. Die Anklage gliedert sich in vier Hauptpunkte: Mitwirkung an der Machtergreifung des Nationalsozialismus, Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit. — Hermann Göring im Nürnberger Gerichtsgefängnis bei einer Besprechung mit seinem Verteidiger Dr. Stahmer. MV ■i "41 c Serie 60 Der zweite Weltkrieg im Bild Bild 6 Urteil und Slihne Alle vier Ankläger verlangten die Todesstrafe für sämtliche Angeklagten. Zum Tode verurteilt wurden: Göring, v. Rib- bentrop, Keitel, Kaltenbrunner, Rosenberg, Frank, Fridc, Streicher, Sauckel, JodI, Seyß-Inquart und Bormann (in Abwesenheit). — Auf der Anklagebank: Göring (stehend), Heß ist verdeckt. Es folgen v. Ribbentrop, Keitel, Kaltenbrunner, Rosenberg, Frank, Frick, Streicher, Funk, Schacht. In der zweiten Reihe: Dönitz, Raeder, von Schirach, Sauckel, Jodl, von Papen, Seyß-Inquart, Speer, von Neurath, Fritzsche. AUTOREN-VERZEICHNIS Friedrich Seering, Ullstein AG, Theo Plettenberg, Hans Schaller, Wilhelm Naujock, Jakob, Ernst Witt, Associated Press, Hans-Georg Schnitzer, Willi Mack, Edmund Dillschneider, Karl Klusmeier, Magdalena Eichhorn, Fritz Gobien, Alfons Klebba, Willi Rauchmann, Johanna Huss, Franz Dietrich, Erich Fehr, Hermann Hatesaul, Otto Diciol, Günter Bauch, Paul Satow, Siegfried Lauterwasser, Karl-Heinz Böttger, Einar Classen, Pict. Inc. Keystone, Hugo Moser, Ernst Maschinek, Franz Weixler, Dr. C. H. Jahr, Karl-Heinz Deuter, Annette Claudepierre, Kurt Dasdo, Heinz Regener, Willi Essig, Adolf Hellberg, Copress München 2, Wilhelm Walz, Gisela Kintscher, Hannes Kilian, Rudolf Veith, Wolfgang Oelbermann, Hermann Hils, Maria Hermann, Max Baum, Wolfgang Naefeld, Karl Bayer, Karl Knödler, Fotohaus Knittel, Werner Opitz, Dr. Rümmler, Kurt Neher, Otto Häuplein, Pips Plenik, Klaus Jülicher, Heinz Schröter, Dr. Max Stöpfgeshoff, Anton Müller-Engstfeld, Werner von Blon, Johannes Meeken, Ilse Büschel, Helmut Pirath, Walter Preiss, Foto Features Hecht, Dietrich Wrede, Werner Böcker, Hugo Görges, Andreas Gregoriades, Foto-Röhnert, Erich Bauer, Hamann-Mayerpress, Peter Kleu, Marcus Delfs, Albin Müller, Ernst Guenther, Johannes Wey, Robert Schwetasch, Hans Friedmann, Klaus Urbe, Fritz Hessel, Westermann, Ortrud Brauer, Hilmar Pabel, Peter Stolp, Klaus Kebe, A. M. Duisberg, Friedr. Michael Weber, G. Hartung, Oskar Haas. >v«* •*$ • < A' v- * y; |S :^l. \ 4 > 3^2:'.-V (&+»* ^ ■< «.'• • . . •W- *» o. .. „j* .*•*'-) jp «f:.^ £53»^ K % P**l-,*vRf^-> *ij ja-.*; S»t> ■jSE-^j; »§(ä*«ss8oab« ** i-nyj- >.>*c;>r.'. "I“V-Vo ^*1 Iv.'u 1 :-;X IlllllfS^J^ W&i'r'- St-isr’.-v^- I.V“. - ., :;yA.<; ^'.•n'Käv 1 ;,'v*.vV ;^n?» yr*vv k<*v£ '*;*»'v^- »|irr« Militär- Antiquariat + Buchhandlung Orden + Militaria • GmbH Stresemannstr. 149 22769 Hamburg-Altona Telefon 040/4 30 62 00 Telefax 040/4 30 62 20