U ie>iLC«krik-i' rvk s-virockrunQ ven oek uno ves l.cnkekrsi'^nvcL V des kalkoülcken, Le> nen-evekrS VcrdeprW^ Dez«a»pr»is: Ohne Postgebühr 20 Gold-Pfermiae pro Nummer. ''. Durch die Post bezogen im Vierteljahr 2.60 Mk. . , Druck und Verlag: „Unitas", E, m. b. H. Achern-Bü-l. Direktor : A. Oser, Bühl. — Postscheckkonto Karlsruhe Rr. 896. Fernsprecher: Bühl Gammelnr. 741, Achern 338. Berh« Schrtstleitung: Adolf Sitz»«, Hrld«U»«rg.0ha»- Am Aahnenberg 1. Anzeigen: Grundpreis: die einspaltige Mlllimeterzeiie 15 Pfgst im Reklamenteil 80 Pfennige. Bei Klage oder Konkurs wird der bewilligte Rabatt hinfällig. Für den Anzeigenteil: Franz Aachmann, Bühl. Postscheckkonto«: Kath. Lehrervrrband des Deutschen Reiches, Lanbesverein Baden. — Kath. Lehrerberein Baden, Karlsruhe. Postscheckamt Karlsruhe Rr. 248S2» Aürsorgekaffe des Kath. Lehrerbereins Baden in Karlsruhe, Postscheckkonto Nr. 401S0 Karlsruhe (Baden). Nummer S Bükl, Samstag, den 1). Zebruar 1S)2. 22. Iakrgang. Anhalt: Parteipolitische Verhetzung der Schuljugend^und deren Bekämpfung. — Junglehrer und Krankenkasse. — Rundschau. — Büchrrtisch. — Vereinskalender. —^Mitteilung. Parteipolitisäze Derkehung der Sckuljngend und^deren Bekämpfung. Von August Weber in Bochum. V. X. Die katholische Lehrerschaft im K. L. V. teilt mit der gesamten deutschen Lehrerschaft und weiten Volkskreisen die ernste Sorge über die Auswirkungen einer fortschreitenden politischen Verhetzung der Schuljugend durch radikale Parteien. Sic sieht, falls diesen zersetzenden Bestrebungen nicht auch durch gesetzliche Massnahmen entgegengewirkt wird, das aufrichtige und redliche Bemühen der Lehrerschaft, die mngen Menschen in die Grundlagen und in die Idee der heutigen Staatsform, in die Zusammenhänge wirtschaftlicher und sozialer Art, in das dem Kinde > seiner Weltanschauung nach gemäße Kulturgut frei von parteipolitischer Färbung einzuführen, um den Erfolg gebracht. Ties trifft ganz besonders zu für die Schularbeit in den Großstädten und Iudustrieorten, ivo staats- und religionsfeiud- licke Gruppen vornehmlich rührig sind, um die Jugend selbst au ft—Rührige Kinder wagt man sich heran - als klassenbe- wuhte Mitglieder ihrer Iugendgrnppen zu werben und sie schon früh zu proletarischem Denken zu erziehen, um in den Schulen durch Bildung kommunistischer Zellen die im Geiste des Artikels l,48 der Reichsverfassung zu leistende Arbeit am Kinde planmäßig zu stören, die gesamte Schuljugend mit staats- und rcligionsseindlichen Ideen zu erfüllen, sie zum inarristischen Tchulkampf aufzubctzen und zum proletarischen Kampfe überhaupt zu schulen, „Kämpfer für die proletarische Revolution" zu machen. - Die eigentliche Kindcrorganisation dieser Art ist der Iung- svartakus-Bnnd, dessen Mitglieder — Kinder im Alter von ft big 14 Jahren — Pioniere genannt werben. Der Bund erhebt von seinen Mitgliedern einen monatlichen Beitrag und verpflichtet sie zr-p, Bezug der Bundeszeitfchrift „Die Trommel". Ciuzclnc Bezirks- und Ortsgruppen geben »och besondere, meist kcktogravhierte Tchulkinder-Zeitungen heraus. Die Ortsgruppen werden durch von der KPD. bestellte Kinderleitcr oder „Helfer" betreut. Nach russischem Vorbild sind vielerorts Rrbeiterkinder- klubs aufgetan morden. Es wurden Räume gemietet und aus- grichmilckt: es wurden vroletarische Bücher gekauft, Spiele angeschafft. Man bietet turnerische Hebungen, Vorträge, pflegt bas gctneilssame Lied'ufw. So wird der Klub zu einem gern besuchten Heim für Kinder. Der eigentliche Zweck dieser Vcran- ftaltung liegt darin, die Kinder, ohne däh sie sich dessen erst recht bewußt werden, für die bolschewistische Idee zu gewinnen. Ist^ bas Ziel erreicht, so werden die Kinder unter Ablegung eines Schwures vor versammelter Gemeinde auf das Proletariat ver- ' pflichtet und in den Iung-Spartakus-Bnnd ausgenommen. i Auch die proletarischen Massenorganisationen wie die „Internationale Arbeiterbilse", die „Rote Hilfe", die „Freidenker- und Sportorganisationen" sind zum Teil dazu iibergegangeu, sich Ktndergruppen anzugliebern, die in der gleichen Weise arbeiten wie die Gruppen des Iung-Spartakus-Bundes. Die Kinder werden planmäßig iin Sinne einer materialistischen Weltanschauung bearbeitet. Sie werden politisch gegen Staat, Geseil- schaf., Wirtschaftsordnung, Religion verhetzt. Diesem Ziele dienen Kinder- und Spielnachmittage, Aufzüge und Demonstration, Ktnovorsührungen, Kasperltheater, Kinber-Theatergruppen, Anti- ivcihnachts- und Sonnenwendfeiern, Kindertage, Kinderheime, Kiichcr-Ferientrausporte, Bezirkstreffen, Wettspiel, Wettnrne» u. a. Kindergruppcn werden in Berlin durch Svrechchöre, Tragen von Transparenten, Singen von Freidenkerlicdcrn in den Dicest der Haus- und Hofpropaganba der Freidenker gegen Religion, religiöse Kultur und Kirche gestellt. Bei dieser Werbearbeit um das Kind ist der Hauptzweck, Einfluß auf die Schule und das Erziehnngswerk zu bekommen. Nach Aussage der Führer dieser Bewegung genügt es nicht, die Ruhr der Schule zu stören, es sollen die Organe der Schule zerstört werden. Man ist der Meinung, das Kind müsse unter allen Umständen politisch erzogen werden, um zum Klasseu- bcwußtsein zu kommen. So betrachten diese Kreise den Kampf um die Schule und Erziehung als ein Stück Vorarbeit für die proletarische Revolution der Zukunft. Zielbcwußtc Agitatoren betreiben zur Zeit vielerorts, besonders in Mainz, Frankfurt, Magdeburg, Berlin, Breslau, auch im rheinisch-westfälischen Industriegebiet, eine eifrige Propaganda unter der Schuljugend. Durch mit Schreibmaschine gefertigte Handzettel, die an den Schnltoreu verteilt werden, fordert man auf zitm Tchulstreik, zur Teilnahme au Massendemonstrationen der Erwachsenen, zu Kinderkundgebungen proletarischer Prägung, zur Nichtachtung der bestehenden StaatssorM und zum Eintritt in den Inng-Svartakns-Bund, der örtlich, bezirklich und staatlich eine umfassende Werbearbeit betreibt. Die einzelnen Schulgruvven des Iung-Lvartakus-Buudes bestellen Vcrtrauensschülcr, die das Material besorgen in dem Kampf gegen Schulknechtung und Schulsaizismus, gegen den Eintluß der „Pfaffen" in der Schule, für Schulspeisung, freie Lernmittel und Sowietrnßland. Durch Herausgabe besonderer, meist mit Schreibmaschine hcrgestcllter Tchulkiuderzeituiigen, wie „Die rote 'Keile 38 Badische Lehrern eituna Ne. « ' , , , >, W DW»«» »1> »>>-»', U .«»UII^., ->-lüH Anna", »Das rote Sprachrohr", »Der rote Sckmispion", wird eie Politisierung und Verhetzung der Tugend stark gefördert. Es liegt der Lehrerschaft gewiß nicht, unnötig nach gesetzlichen Maßnahmen oder nach behördlichen Verordnungen zu rufen. Sie ist der festen Ueberzeugung, daß der lebensnahe Unterricht und die pflegliche, liebevolle Erziehungsarbeit der charaktervollen Lehrerpersönlichkeit die beste Grundlage für den Erfolg der Schularbeit bietet, indes stebt sie jenen verderblichen staats- und religionsfeindlichen Einflüssen fast machtlos gegenüber. Der Kampf gegen derartige Bestrebungen ist darum lo schwierig, weil diese meist von der Lehrerschaft unbemerkt, an die Jugend berangetragen werten im Gespräche der Kinder untereinander, auf dem Schulhofe, auf der Straße nsw. Dieses Ver- traucnsschüiersristiem ist geeignet, die Autorität des Lehrers völlig zu untergraben, die Klaffengemeinschaft, das gegenseitige Vertrauen zu zerstören, ein erfolgreiches Wirken aufs stärkste za hemmen. Der „faszistische" Lehrer ist auf Schritt und Tritt, in all seinem Lehren und Tun von Spionen umgeben, von irre geleiteten jungen Menschen, die von stärkstem Mißtrauen, selbst von unversöhnlichem Haß gegen ihn erfüllt, nur dem Zwange des Gesetzes folgend, zur Schule kommen, darüber hinaus aber jegliche Gelegenheit wahrnehmen, um ihm etwas am Zeuge zu flicken. Kleinste Vorfälle werden zu Ungnnsten des Lehrers vergröbert und entstellt, in der am Scbnitore zur Verteilung kommenden Schulzeitung Largelegt. Im Anschluß an solche Veröffentlichungen ruft man zum Schulstreik auf, fordert man die Absetzung des beschuldigten Lehrers, hetzt man die Jugend durch Anschlag und Handzettel auf, sich nicht verprügeln zu lasten usw. Es liegt mir fern, jegliches Tun des Lehrers als untadclbaft hinstellen zu wollen. Auch der Lehrer ist Mensch, mit menschlichen Schwächen behaftet, das gilt auch von seiner Lehr- und Erzieberarbeit. Infolgedessen werden auch auf dem besonders angefeinüeten Gebiete, dem der körperlichen Züchtigung, hier und da Fälle Vorkommen, bei denen Art und zulässiges Maß strittig sind: sic sollen hier nicht entschuldigt werden. Die deutsche Lehrerschaft aber als Gesamtheit hat auf Grund ihrer bisherigen Tätigkeit bas unbestreitbare Neckst, Verwahrung dagegen einzulegen, daß ihr ernstliches Bemühen, der ihr anvertrauten Jugend wahrhaft Lehrer, Freund, Berater und Führer zu sein, so verkannt und mißachtet, daß ihre für ein erfolgreiches Wirken in der Schule wie in der Eltern- und Volksgemeinschaft unbedingt notwendige Vertrauensstellung durch einseitige, entstellte, aufgebauschte, durch Bebilderung karikierte, teils auch unwahre Nachrichten über Einzelvorkommniffe, insbesondere über das Tun angeblicher „Priigelhelden" oder unsozial eingestellter „reaktionärer" Lehrer — es handelt sich hier fast ausnahmslos um Berichte, bei denen die Absicht der Verhetzung allzu offensichtlich ist, — untergraben wirb. Mit welch niederträchtigen und geradezu gemeinen Mitteln bei der politischen Verhetzung der Jugend gearbeitet wird, zeigt ein Bericht aus Frankfurt a. M-, der einen von kommunistischer Seite zu Unrecht erhobenen Vorwurf des Brötchcndiebstahls eines Korrektors und seine weitere Behandlung zum Gegenstand hat. Wirb die Lehrerschaft solcher Kampfesweise hemmungslos ausgrketzt bleiben, bann besteht die Gefahr, daß sie in ihrer Widerstandskraft erlahmt. Ja, man gewinnt den Eindruck, als ob man in einem durch starke kommunistische Hetz- und Wühlarbeit besonders bedrohten Gebiete bereits anfängt, nachzulaffen, offenbar scheut man es, dauernd Gegenstand häßlichster Angriffe und Verleumdungen in der Öffentlichkeit zu sein. Außer zu diesem Spitzelbicnst, werden die Jung-Spartakus- bünbler planmäßig geschult und angeleitet, störend und hemmend in den Unterricht selbst einzugreifen. Sie stellen Fragen an den Lehrer, nicht um sich aufklären zu lassen, sondern um besten Ansicht bezw. Urteil mit eingelernten Phrasen zu kritisieren, als falsch hinzu,stellen. Ziel ist, die Autorität des Lehrers zu 'erschüttern, die aufhorchenben Mitschüler'aber für ihre marxistischen Ideen zu gewinnend . . An einzelnen Orten ist cs sogar — hier handelt es sich um die Berufsschule — zu offenen Revolten gekommen. Solche absichtliche Störungen im Unterricht werden aus Heidelberg- Bruch sal und Mannheim gemeldet. Vorfälle ähnlicher Art konchteu auderorts im Keime erstickt werben. Der infolge der kommunistischen, staats-, gesellschaftS- mtb religionsfeindlichen Propaganda sich im Schulwesen entwitkeMb« Zustand wirkt sich auch für die Elternschaft, die ihre Kinder der christlichen Schule zugeführt hat, um die Gewähr für eine Erziehung im Geiste christlicher Lebensauffassung zu Haben, un«k- träglich aus. Die deutschen Länder kennen die allgemeine BgHsz schule fast nur als Staatsschule; private Volksschulen sind meist nur un'er sehr erschwerten Umständen zugeiasten. Nach der end- tzültigen 'Durchführung des Reichs-Grundschulgesetzes wiE lhrk Zahl noch geringer sein. Für die christliche Elternschaft wird dieser Zustand erträglich bleiben, solange sie die auf den Grundsätzen des Christentums aufgebau'e Lehr- und Erzieberarbeit in der allgemeinen Volksschule niicht unterhöhlt sieht. Aber die gegenwärtig herrschenden, durch kommunistische Hetzarbeit hervorgerufenen Verhältnisse sind geeignet, in den Eltern allerstärkste Gewiffensb'benken laut werden zu lassen, die sicher nicht unbeachtet bleiben dürfen. Das Gesagte trifft sowohl für die Bekenntnisschule als auch für die sogenannte christliche Simultanschule zu, wie sie in Bäben, Nassau und Hessen besteht; selbst die Elternschaft der sogenannten weltlichen Schule muß und wird die kommunistische PropagarDa unter der Schuljugend ablehnen, wenn sie selbst nicht staats- und religionZfeindlich eingestellt ist. Daß auch die Vertreter der christlichen Kirchen laut und beachtlich ihre Stimme erhoben haben und von den Regierungen Abhilfe gegen bas gemeingefährliche Treiben erwarten, dürfte ein weiterer Beweis für die allgemein vertretene Auffassung von der Notwendigkeit staatlichen Eingriffs sein. Letzten Endes liegt es im Wesen des Staates und seiner Aufgaben selbst begründet, und im Art. 148 der Reichsverfassung ist cs gruubgelegt, daß die Regierungen des Reiches wie der Länder die Pflicht habenj alle? zu tun, damit bas in diesem Artikel bezeichnete Ziel erreicht werde, anderseits aber auch das abwehren zu helfen, was geeignet ist, das Ziel zu gefährden. Mit dem gesamten christlich und staatserhaltcnd gesinnten Volke erwartet daher die katholische Lehrerschaft, daß die Reichsregierung wie die Regierungen der Länder die Arbeit der Lehrerschaft im Dienst von Staat, Gemeinschaft und Religion durch entsprechende behördliche Maßnahmen gegen bas staats-, gesell- schafts- und rcligionsfeindliche Treiben der gekennzeichneten! Kreise unterstützen. Heute geht durch die Tagesvreste die Nachricht, baß sich am 28. Januar 1932 im Reichsministerium unter Vorsitz des Neichs- innenministers Dr. Groener eine Konferenz der Kultusminister der Länder mit der Frage der E n t p o l i t i s i eru n g der Jugend befaßt hat. Daß die Parteipolitik nicht in die Schule gehöre, sei als einmütige Ansicht durch den Herr» Reichsinnenminister ausdrücklich festgcstellt worben. Er werde es stets begrüßen, wenn die Länder entsprechend den verschiedenen Verhältnissen scharfe Maßnahmen ergreifen. Die Frag«;, ob von Reichs wegen einheitliche Grundsätze für die Entfernung der Parteipolitik aus der Schule aufzustellen se c - und für die Ausführung ein! einheitliches Verfahren oo .''scheu werden solle, müsse geprüft werden. Die Länder hätten schon jetzt die Möglichkeit, die Teilnahme von Schülern an politischen Versammlungen zu verbieten: er (der Ministers empfehle, allgemem Gebrauch davon zu machen. Aufs schärfste zu verurteilen sel die Verbreitung von Flugblättern und Zeitungen verhetzenden Nr. « 'Bad'isK e Leb.rerzei'tung Seite ^9 Inhalts unter ben Schülern. Hier müsse gegen die Urbeber und Verteiler mit aller Schärfe vorgegangen werden. Neben Matznahmen! der Abwehr waren auch positive Maßnahmen zur Entpolitisierung der Schule Gegenstand der Aussprache: als solche wurden benannt: der staatsbürgerliche Unterricht, gute Schiilerzeitungcn, Einwirkung auf die Eltcrnkreise. Dabet hat der Herr Minister die Bedeutung der unterstützenden Mitarbeit des Elternhauses besonders Hervorgeboben. Er erklärte sich auch bereit, einen Appell an die Parteien zu richten, von, der parteipolitischen Beeinflussung der Jugend Abstand zu nehmen. Die katholische Lehrerschaft nimmt von diesen Berliner Verhandlungen gern Kenntnis: es darf sestgestellt werben, datz sie bezüglich der angeregten Mahnahmen weiterhin mit der Konferenz der Kultusminister der Länder einlggebt. Auch wir würden es begrüßen, wenn das Verbot der Teilnahme von Schülern an politischen! Versammlungen und Stra- tzenbemonstrationen rücksichtslos gebandbabt würde. Mit dem Herrn/ Innenminister sind wir der Ansicht, baß den Schmutzfinken, welche in sogenannten Kinder-Schulzeitungcn Schularbeit und Ehre des Lehrerstandes in seinen einhclnen Gliedern wie im ganzen in solch gemeiner und gehässiger Weife angreifen, bas Handwerk gründlich gelegt werben mutz. Leider etablieren sich als Herausgeber dieser Machwerke mit besonderer Vorliebe Mäner (siehe Lang, Frankfurt a. M.), die sich in brenzligen Augenblicken hinter ben Schild der Abgeordneten-Jmmuni- tät zu flüchten vermögen. Wäre es niicht möglich, diesem Missbrauch einer an sich zweckhaftcn Bestimmung ein Ende zu bereiten? Überaus schwierig ist es. der in den Klubs und sonstigen Zusammenkünften betriebenen Unterminierarbett an Schulkindern beizukommen, weil sie sich unter dem Deckmantel der K'nberspeisung, der Jugenösürsorge und Jugendpflege usw. zu verbergen vermag. . — Und doch ist gerade hier die Stelle, an der die Saat vartei- und gesellschaftspolitischer und religiöser Verhetzung, von Svitzel- tum und Angeberei in die jugendlichen Herzen gestreut und von der dieses hähltche Umkraut in das Schulleben verschleppt wirb, damit es dort möglichst stark wuchere. Niemand, der es gut mit der Jugend und dem Volke meint, kann an diesen Dingen achtlos vorüberg»hen, und auch der Staat mutz sich entscheiden, ob und wie hier einzugrcifcn wäre. Zu diesen Abwehrmatznahmen wird und mutz die Lehrerschaft, wie der Herr Reichsinnenminister mit vollem Recht betont, es sich angelegen sein lasten, einerseits durch Wort und Tat. in Unterricht un!d Leben staatsbürgerliche Gesinnung, religiöses Lebe» zu pflege», anderseits Fühlung mit den Elternkreisen zu halten bezw. aufzuuehmen, um Verständnis und unterstützend: Mitarbeit zu gewinnen. Wollen wir von der Schule uns doch immer mehr besten bewußt werden, was uns aus dem Osnabrücker Verbanbstag des K. L. V. b.-D. R-, Pfingsten 1931, Dr. h. c. Anton Heimen in keinem Vorlage über „Stellung und Aufgabe des Volksschullehrers im Volk der Gegenwart" aus dem reichen Schatze seines Wissens und seiner Lebenserfahrung zu sagen hatte, setzen wir das Gehörte in die Tat um, nehmen wir untere Aufgabe im Volke auf Ehre und Gewissen, dann leisten wir gegenüber den volkszersetzenben Kräften beste Aufbauarbeit zum Segen für die uns anvertraute Jugend und unser armes, durch ein herbes Geschick ko schwer geprüfte deutsche Volk. Iuuglekrer und Krankenkasse. Auch in jungen Jahren) ist bas Leben von Krankheiten bedroht. Ein schwerer Krankheitsfall kann die wirtschaftliche Lage des Betroffenen und seiner Angehörigen ernstlich erschüttern. So I tritt also notwendig auch an unsere Junglehrer die Frage heran, ob und wo sie sich am besten gegen Krankheitskosten schützen und versichern können. Und da dürfen wir sie ohne Bedenken auf die Krankenkasse deutscher Lehrer in Dortmund-Marten aufmerksam machen. Zunächst sei einiges über diele selbst gesagt. Die K. d. L. ist eine von Lehrern gegründete und geleitete Selbsthilfeeinrichtung. In über Mäbrigem Entwicklungsgänge hat sie gezeigt, datz sie mit an der Spitze aller leistungsfähigen Krankenkassen marschiert. Etwa 2V deutsche Lehrerverbände, darunter der Katb. Lehrerverband d. D. R., schenken ihr das Vertrauen. Ueber 70 000 Versicherte haben sich in ihre Obhut gestellt. Sie hat den besonderen Vorteil, datz sie auf einer möglichst breiten Grundlage aufgebaut ist, datz alle Lehrer an Bolks- und Mittelschule des ganzen Reiches ohne Unterschied der Kon- festi n und ohne Rücksicht aus die Zugehörigkeit zu irgend einer Lehrervereinigung Mitglieder werben können. Die kleinen, räumlich und persönlich begrenzten Kassen haben durch ihre Beschränkung einen schlechten Risikenausgleich, was bei Eridrmien (etwa Grippel schon in nachteilige Erscheinung getreten ist. Die größeren Kasten! können aber Ueberschüste aus anderen Gebieten solchen bedrohten Gebieten zuwenden. Bei der K. d. L. besteht keinerlei Bindung in schul- volitilcher oder organisatorischer Hinsicht, wie es bei dem Zwangseinrichtungen verschiedener Lehrervereinigungen der Fall ist. deren schulpolitische Ansichten man erst durch die Mitgliedschaft vertreten mutz, um in die zugehörige Krankenkaste ausgenommen werden zu können. Die K. d. L. ist in schulpolitischer Hinsicht völlig neutral. Die Leistungstarife I und II der K. d. L. zeigen deutlich bas Prinzip, bei schweren, langwierige Krankheitsfällen besonders zu Helsen. Sie hat für ihre Leistungen keine Höchstsätze. Es dürfte dem Einzelnen leichter fallen, Bagatellen selbst zu zahlen, als bei schweren Krankheitsfällen sich jährlichen Höchstleistungsgrenzen gegenübergestellt zu sehen, die ihn gerade in höchster Not sich selbst überlasten. (So hat z. B. die Krankenfürsorge des Bad. Lehrervereins für Kassenleistungcn an Einzelversicherte einen Jahreshöchstsatz von 800 RM.l Ebenso wichtig ist, datz die Gesamtunterstützbngsdauer in einem Krankheitsfälle zeitlich nicht beschränkt ist. (Bei der Bad. Beamtcnkran'kenkaste ist z. B. bei Behandlung von Nerven crkrankungen in einer Klinik der Kostenersatz auf 8 Wochen beschränkt.) Bei der K. d. L. wird jede Krankesthausbebandlung zeitlich unbeschränkt vergütet. Die Leistungspslicht der K. d. L. lim allgemeinen 70 v. H. der Kosten) setzt njrch einer Wartezeit von 3 Monaten voll ein, während sonst im ersten Versicherungsiahr vielfach nur entsprechende Bruchteile der Tarifsätze gezahlt werden. Bei un. mittelbarem UebertrItt aus einer ander») Kaste fällt die Wartezeit fort. Besonders zu erwähnen ist noch ein Sterbegeld bis zu 500 RM., das einen Bestandteil der Kastenleistungen darstellt. Die Beiträge sind diesen Leistungen gegenüber als mäßig zu bezeichnen. Es wird keine Lreiwillige Krankenkaste geben, die zu diesen Beitragssätzen bessere Leisturigen gewährt, als die K. b. L. Der Einzelvcrsicherte zahlt z. B. vierteljährlich 12.— RM. weniger 2.50 RM. bad. Staatszuschutz — 9.60 RM-, gegenüber 15.— RM. in der Krankcnfürsorgr des B. L. V. In Erkenntnis der schwierigen finanziellen Lage unserer Junglehrer haben wir schon im Jahre 1928 mit der K. d. L, einen Vertrag abgeschlossen, nach dem cs uM ermöglicht wurde, unsere stellenlosen Mitglieder zu ganz geringen eigenen Leistungen gegen Krankheitskosten nach Tarif I zu versichern. Mit dem 1. Januar 1929 begann diese Einrichtung, die „Kollektiv- krankensür sorge des K. L- V-", ihre Arbeit. Nach drei- eite 40 Badische L e b r « r r e i t u » g Nr. 8 jähriger Geschäftszeit ist daher ein Ueberblick und ei» Rückblick wähl am Platze. Die Kollektiv-Versicherte» sind »ach Tarif I der K. ü. L. voll versichert: lediglich der Anspruch auf Sterbegeld ist für sie ans den Kassenleistungen gestrichen. Ter wesentliche Unterschied liegt darin, da» nicht der einzelne Versicherte, sondern der K. L. V. der Kasse gegenüber zahlungspflichtig ist. Die Beiträge werben also zu den von der Kasse festgesetzten Terminen n u r Lurch den K. L. V. und für alle Versicherte in einer Summe — also kollektiv überwiesen. Der K. L. V. seinerseits erhebt von den Kollektiv-Versicherten einen monatlichen Beitrag von 1.— RM. und hat die weitergehenden Verpflichtungen! der Kasse gegenüber übernommen. Für diese monatlichen Beiträge bestehen für die Versicherten keine festen Termine: die finanzielle Lage des Einzelnen soll nicht unberücksichtigt bleiben. Bei Notlage übernimmt der K. L. V. auch diesen Beitrag: jedoch ist hierzu ein besonderer Antrag erforderlich. Für Schulpraktikan- ten findet eine Uebernahme jedoch nicht mehr statt: sie leisten ihren Beitrag grundsätzlich selbst. Dabei ist zu beachten, daß die Zahlungen nur ans das besondere Postscheckkonto 77100 Karlsruhe der „Kollektiv-Kmnkenfürsorge des K. L. V- in Ettlingen" geleistet werben. Die den vierteljährlichen Kassenmittei langen beigelegten Zählkarten bedeuten also für unsere Kollektiv- Versicherte keine Jahlnngsausorderung. Bei direkten Zahlungen, an die Kasse in Dortmund entstehen vielmehr Doppelzählungen, die die Verrechnung erschweren und Mehrarbeit verursachen. Der Zahlungsverkehr geht also über den K. L. V.: aller übrige Schriftverkehr dagegen wird mit der Kaffe unmittelbar geführr. Anträge ans Kostenersatzforderungen halten wir vorrätig. Wenn ein Kollektiv-Versicherter einer Privatstelle übernimmt und dadurch reichsversichernngspflichtig wird, so kann die Kollektiv-Versicherung sofort unerbrochen werben: nur bitten wir i>. diesem Falle auch um entsprechende Mitteilung, damit nicht Zahlungen unnötig weiterlaufen. Nach erfolgter Anstellung als „Lehrer" (nicht als „Praktikant") scheidet der Versicherte ohne weiteren Antrag ans der Kollektiv-Krankenfürsorge des K. L. B. ans: seine Weitervec- sichernng. erfolgt von nun ab als tarifmäßiges Einzelmitglieb der Krankenkasse deutscher Lehrer. Wenn das Sterbegeld zwar auch ans den Kassenleistniigen während der Kollektiv-Versicherung gestrichen ist, so beginnt doch die dafür vorgesehene dreijährige Wartezeit schon während der Kollektivversicherung zu laufen. Die Kollektiv-Versicherung hat sich bisher gut entwickelt. Die Zahl der Versicherten stieg ständig und beträgt heute annähernd Hundert. Der Gesundheitszustand der Versicherten war ein erfreulich guter. Dennoch sind auch einzelne Fälle zu verzeichnen, in denen die Kaffenleistungen einen größeren! Betrag umfaßten und eine merkliche Hilfe darstelltcn. Möge sich die Kollektiv-Krankenfürsorge auch weiterhin segensreich auswirken. V o r b a ch. Rundsrkau. Spanien und die Allgemeine Deutsche Lehrcvzcitung. Die A. D. L.-Z. kümmert sich um gar viele Tinge. Mit besonderer Vorliebe berichtet sie über die Verfolgung der katholischen Kirche. Und da sie nun einmal neutral ist, so verteidigt sic immer die Verfassung der Länder, durch die die Kirche gerade zu leiden hat. Wir haben in der letzten Nummer über die Einstellung dieses Blattes gegenüber der Kirckenver solgnng in Mexiko berichtet. Zn Nr. 2 nimmt das Hauvtorgan des D. L.-V. wieder einmal die Verhältnisse in Spanien vor. Es mißfällt ihm, daß sich die spanischen Katholiken gegen gewisse Teile der spanischen Verfassung zur Wehr setzen. Es reoet da von „katholischer Wühlarbeit" und rechnet darunter auch das H i r t e n s ch r e i b c n der spanischen Bischöfe zum Neujahrsfeste. In diesem wurden die Gläubigen ermahnt, der bestehenden gesetzlichen Obrigkeit Gehorsam zu erweisen, aber doch auch für eine Beilegung des Konflikts zwischen Kirche und Staat auf gesetzmäßigem Wege zu kämpfen. Als eines der vornehmsten Ziele wurde die Erringung der Freiheit des Unterrichts und der Schule ausgestellt. Wenn sich nun die Bischöfe gegen die Verweltlichung und Ent- christlichung des spaMchen Schulwesens wenden und die Eltern ermahnen, an der Durchsetzung der katholischen Schulforderungcn (Wahrung der elterlichen Erziehnngsrechtes und des Rechtes der Kirche, ihre Gläubigen religiös zu erziehen) mitzuarbeiten, dan.r ist bas „kirchliche Wühlarbei t". (Wer selber den Religionsunterricht „lehrplanmäßig" verschwinden lassen wist, hat freilich kein Verständnis dafür, daß die Laisierung der Schule ein Gewaltakt gegen die gläubigen Eltern ist. Und dieser Laisierung huldigt man ja auch im D. L.-V. Betonte doch die A. D. 8,-Z. erst jüngst in Nr. 4, „daß nur der Staat Herr der Schule ist, und baß von einem Zusammenwirken von Geistlichen, Lehrern und Eltern innerhalb der Schularbeit gar keine Rede sein kann." Unter solchen Umständen kann man schog Smnpatbie haben für eine Verfassung, die die Kirche ans der Schule verbannt.) Auch die Tatsache der Unterdrückung des Jesuitenordens findet im Organ des D. L.-V. eine eigenartige Beurteilung. In ihrem Hirtenschreibcn protestierten die spanischen Bischöfe gegen die Ausweisung der Jesuiten und Len staatlichen Raub ihrer Schulen und Institute. Die A. D. L.-Z. behauptet nun, man habe bei dem Protest vergessen, „auf die Unzuträglichkeiten hinzuweisen, die durch die Jesuiten bezüglich des Ankaufs von Grund und Boden) und ihrer u n t e r r i ch t l i ch e n Tätigkeit entstanden" seien. Wir wären nun allerdings sehr begierig, von der A. D- L.-Z. zu erfahren, welcher Art denn diese „Unzuträglichkeiten" der nnterrichtlichen Tätigkeit der Jespiten gewesen sind. Sie haben eine große Zahl von Gmnnasien, wissenschaftlichen Instituten und Laboratorien. Hochschulen und Studienanistalten Ser verschiedensten Art. zwei Sternwarten, herrliche Bibliotheken, glänzend« Museen, ausgezeichnete Zeitschriften usm. unterhalten und damit dem spanischen Volke und seiner Kultur unermeßliche Dienste erwiesen. Alle diese Kultnranstaltcn sind nun mit einem Schlage durch einen unerhörten Gewaltakt der gegenwärtigen Machthaber aufgehobe^ worden. Sie sollen zwar, wie es im Dekret über die Ausweisung der spanischen Jesuiten heißt, „für Werke der Wohltätigkeit und des Unterrichts" bestimmt bleibe». Aber ,Unzn-, träglichkeitcn" wird cs zukünftig gewiß geben, schon aus dem Grunde, weil die gegenwärtige Republik nicht im enitferntestcn über die nötige Zahl von Lehrkräften verfügt, um auch nur dis Gymnasien im Gange zu erhalten, von den wissenschaftlichen Instituten ganz zu schweigen. ^ Die Aufhebung des Jesuitenordens, der sich nicht nur das katholische Leben Spaniens, sondern um dessen gesamte Kultur die größten Verdienste erworben hat. ist um so tragischer,, als die neuen Machthaber gleichzeitig Tür und Tor weit anf- getan haben für den) Einzug der — Iude n. Der gegenwärtige Unterrichtsminister Don Fernando de los Rios. ein Abkömmling der Maranen, jener Juden also, die der Vertreibung von 1492 dadurch entgangen waren, daß stc äußerlich das Christentum annahmen. äußerte sich gelegentlich seines Besuches in Svanisch-Marokko zu den Führern der dortigen jüdischen Gemeinde folgendermaßen-. „Wenn ick unter euch spaniolischen Juden weile, fühle ich mich in der Heimat. Viele Länder habe ich bereist, überall habe ich meine jüdischen Freunde. Immer hegte ick die Hoffnung, daß Spanien, einmal eine Republik geworden, das im Jahre 1492 an den Juden begairgene ttn-: Nr. ,6 Badische Le hr e r z e i t u n g Seite 41 recht wieder sutmachen und den Begriff spanisches Judentum zu -einer Realität machen, werde. Als ich noch Justtzministcr war (zu Beginn der spanischen Revolution. Schr.i, fiel mir in den Cortes die Ausgabe zu, offiziell mitzuteilen, daß die Regierung das Judenaustreibungsedikt vom Jahre 1492 für ungültig erklärt hat und Len spanischen Juden ihre Bruderhand" (! Schr.i reicht. Inden von Tetuan, vergeht die Vergangenheit! Denkt all die Zukunft! Hofft auf das liberale Spanien der Zukunft, m dem arabische, jüdische und spanische Kultur zu einer Einheit zu- sammenschmelzen werden! Vergeht nicht, Juden von Tetuan, daß ich zu euch nicht in privater Eigenschaft, als eine Einzelperson, spreche, sondern daß ich hier offiziell, im Namen der Regierung der spanischen Republik, im Namen ganz Spaniens da? Wort ergreife. Kaum vermag ich meine Freude zu schildern, unter euch Juden und Arabern zu weilen und von euch den Lohn zu empfangen für die glühenden Kämpfe und Leidens, unte- denen ich und meine Freunde die spanische Republik ins Leben gerufen habe." Man kann das spanische Volk beglückwünschen. Nun werden all die vielen „Iknzuträglichkeiteni" der Jesuiten, besonders die .bezüglich des Ankaufs von Grund und Boden" zusammen mit den Jesuiten, verschwinden. Die neuen Ankömmlinge werden sich im Lande ejprjchten und dann wird eine neue Blütezeit der spanilchen Kultur beginnen. Die Einziehung der „nWeheureu Reichtümer des Jesuitenordens" gibt dem Staat ja die nötigen Mittel an die Hand. Das Tollste, was sich die A. D. L.-Z. leistet, ist die Alldeutung, als ob es dem „ständigen Kampf (der Katholiken. Schr.i gegen die Verfassung" zuzuschreiben sei, wenn nun „wieder Priesterverfolgung und Kirchenbrünöe zu Len Alltäglichkeiten gehören." Von den f re i m a u r e r i s ch e » und kommunistischen Umtrieben in diesem unglücklichen Lande ist der A. D. L.-Z. anscheinend nichts bekannt. — Ueber die verantwortlichen Urheber des Kirchen- und Klostersturmes vom 11. Mai vorigen Jahres ist man ia nun aus authentischer Quelle unterrichtet worden. Der frühere konservative Minister Maura g.ab kürzlich in einer vielbeachteten Rede in Madrid eine Schilde- ruil», jener Vorgänge. Ihm zufolge war cs das Madrider „Ateneo" (die große Freimaurer-Organisation), von dem die Anweisungen all die Regierunasmitglieder kamen, nichts gegen die Brandstifter, zu unternehmen. Das Ersuchen, die Polizei gegen die radikal-revolutionäre» Brandstifter Vorgehen zu lasten, wurde von einem Minister abgelebtst mit der Begründung: „Alle Klöster Spaniens haben nicht den> Wert des Lebens eines einzigen Republikaners, und wenn die Zivilgarde des Königs ausrückt, reiche ich meine Demission ein" (Vgl. Angsb. Postzig. Nr. 17/(932). Als die ersten Klosterstürme aus Spanien gemeldet wurden, deutete sie die A. D. L.-Z. als F l a m m c n z c i ch e n. Was heute in Spanien und Mexiko geschieht, sinh allerdings Flammenzeichen, aber in einem ganz andere» Sinne wie bas liberale Blatt meint. Diese K i r ch e n v e r f o l g u n g e n sind laute Mahnrufe zur katholischen Aktion! Tie Vorgänge in Spanien sind nur ein kleiner Ansschnjitt aus dem gewaltige» Drama unsrer Tage, dem Kampf des Christentums mit dem Unglauben und der, Gottlosigkeit. Und dieser Kampf fordert von jedem klare Entscheidung. Tie Frontxn haben sich gebildet. Der katholische Lehrer aber sollte dort zu finden kein, wo die Banner Christi wehen. Ä. S. Nationalsozialistische Schulvlänc. Während lider die zist künftige Gestaltung der Volksschule noch kein klar- ' umrisscnes Programm der NSDAP, vorliegt, scheint die Frage der Lehre r bildung jetzt geklärt zu sein, Prof. Dr. I. Sta r k bar mit der Zustimmung Hitlers eine Denkschrift unter dem Titel „NMoualsozialismiis und Lehrerbildung" im Parteiverläg 'erscheinen lassen. Die Vorbildung soll danach nicht in pädagogischen Akademien, sondern an den bestehenden Hochschulen, und zwar in einer nur zu errichtenden „pädagogischen Fakultät" erfolgen. Zugelassen werden, wie Dr. Löpelmannj kürzlich in einer (i Werbeversammlung bei Berliner Junglehrern erklärte, nur ij Angehörige der Hitlerjugend und der S. A. »/ Gegen eine solche Auffassung äußert der rechtsgerichtete „Reichs- ^ bo:?" in Nr. 25 die größten Bedenken. Er schreibt: „Diese Forderung beschwört das Schreckgespenst einer neuen P a r t e i b u ch h e r r s ch a f t an die Wand. Und weil schon einmal die Schulfrage angeschnitten ist, würde es uns vom evangelischen Standpunkte aus doch ganz besonbes interessieren, wie der Nationalsozialismus positiv zur Konfessionsschule steht. Der führende Schulfachmann der Partei, Hauptlehrer S ch e m m-Banreutb, ist jedenfalls ein schroffer Gegner derselben und seine Stellungnahme ist bisher von der offiziellen Parteileitung ebensowenig mißbilligt worben als die a n t i ch r i st l i ch e Haltung des engsten Mitarbeiters Hitlers, Alfred Rosenbergs, der in seinem „Mythos des 20. I a h r b u nid e r t s" das Christentum von Grund auf ab ge lehnt bat. Wenn wir das offen aussprechen, so denke man doch nicht, wir seien gegen Len Nationalsozialismus voreingenommen. Wir haben schon mehr als einmal unsere großen Svmvathien zu dieser jungen nationalen Bewegung geäußert und unterer Freude über ihr nationales Wollen Ausdruck verlieben. Aber als evangelische Christen ist es über allem unsere Pflicht, Auffassungen zu bekämpfen, die mitunserein evangelischen St an dvunkte unvereinbar erscheinen. Und deswegen auch ist es u. E. unbedingt notwendig, daß in der ganzen Schulpolitik der NSDAP, eine Klärung erfolgt, die unsere Bedenken beseitigt. Das erscheint uns notwendig gerade deswegen, weil wir als nationale evangelische Christen Interesse an dieser für die nationale Freiheit kämpfenden Partei nehmen." Mit der Klärung der schulpolititchen Fragen wird man sich noch bis nach den preußischen Wahlen gedulden» müssen. Wenn dann die Nationalsozialisten mit 160 Abgeordneten in de» Landtag cingezogen sein werden, dann werden sie, wie Dr. Löpelmann erklärte, an die Verwirklichung ihres Erziehungsprogramms gehen, das bereits sertiggestellt sei, aber aus taktischen Grüu-dcn u'cht vorher veröffentlicht werben könne. Denn man könne von ihnen nicht verlangen, daß sie „nach den Spielregeln der Demokratie" ihre Trümpfe vorher aufdcckten. Nach all dem, was man bisher aus dem Munde nation-alsozialistischer Führer über die Schulfrage gehört hat, besteht wenig Hoffnung, daß die religiöse Erziehung zu ihrem Recht kommen wird. A. S. Wie evangelische Eltern die Forderung evangelischer Schulen begründen. Die Kath. Schulzeitnng für Norddcutschland veröffentlicht in ihrer Nummer 5 einen Aufruf der evangelischen Elternschaft Allensteins, der uns so bedeutsam erscheint, daß wir ihn ganz hicrhcrsetzen. . Es wird heute sehr viel von der GotiMengefahr gesprochen. Ucbcrall hören wir von der Schändung der Kirche und des Glaubens und von der Verfolgung derjenigen, die sich noch zum christlichen Glauben bekennen. Aber leider bleibt es bei weiten Kreisen der Bevölkerung bei dieser Empörung und leider — sprechen wir cs nur einmal offen ans steckt dahinter oft gar nicht die Empörung um des Christentums willen als vielmehr die Angst, daß die Gottlosen sv böse Menschen sind, daß sie dem einzelnen auch an sein kostbares Leben geben konnten. So sind (ich weite Teile unserer evangelischen Elternschaft gar nicht der Folgerungen klar, die sie alle heute angesichts der großen Gefahren, die unserem evangelischen' christlichen Glanbcn droben, zu ziehen haben. Denn was tun wir, um den evangelischen Glauben wieder zu einer so starken geistigen Mackst zu gestalten, Seite -12 Badische Lebrerzeitung Ar. S daß deren Ausstrahlung stärker ist als die AuSstrahsimgsmacht der Gattlosenpropaganda? Diese Frage stellt die deutsche evangelische Schulgemeindcbcwegung der evangelischen Elternschaft Sie ruft die Elternschaft.auf, um die Schule ihrer Kinder zu kämpfen, denn in der Schule liegt heute der Ansatzpunkt für ein Fortschreitcn der Gottlosenvrovaganda. Schulfragen sind Er- üebungsfragen. Erziehungsfragen sind Gewissensfrage». Ge- wisiensfragen sind Weltanschauungsfragen, so heißt es in einem kleine» Merkbuch des Reichsverbandes deutscher evangelischer Schulgemeinden. Praktisch handelt es sich dabei aber um drei gegensätzliche Weltanschauungen, die im Schulkampfe zusammen- stotzcn: um bas positive Christentum, den Kulturliberalismus und um Len reinen Materialismus. In der Reichsverfassung haben diese gegensätzlichen Anschauungen schulpolitisch ihren Ausdruck in den drei in Deutschland erlaubten Schulgattungen, der Bekcllntnisschule, der Gemeinschaftsschule und der weltlichen Schule, gefunden. Zu diesen Gegensätzlichkeiten muß die deutsche evangelische Schulgemeinde Stellung nehmen. Sie fordert denn auch die Bekenntnisschule als jene Schulart, die allein in der Lage ist, ein geschlossenes christlich-evangelisches Erziehungsziel zur Auswirkung zu bringen. Die Gemeinschaftsschule, die heute vom Knlturliberalismus gefordert wird, lehnt die Tchulgcmeiudebewe- gung dagegen ab, und zwar aus folgenden Gründen: der Religionsunterricht wird in der Gemeinschaftsschule nur äußerlich au den Lehrplan angehängt und kann sich darum erziehlich im Geiste der Schule nicht auswirken. Damit ist aber auch das Herz aus dem Organismus der Schule hcrausgerissen, und die Gemeinschastsschnle bedeutet die schärfste Berneinung einer einheitlichen organischen Erziebungsschule. Die Schule wird zu einer Schule der Zwiespältigkeit, in der zwei wesensverschicdcne Gedankenkreise, der weltliche und der religiöse, in der Seele des Kindes erzeugt werden, die unvermittelt nebencinandcr- liegen und die Bildung einer in sich geschlossene» Persüusichkeit verhindern. Diese Zwiespältigkeit überträgt sich auch auf den Lehrer, der durch die notwendige Rücksichtnahme auf Andersgläubige nie zu einer vollen Auswirkung seiner Persönlichkeit kommen kann und das beste, was er selber hat, damit nicht an die Kinder bcranzubringe» vermag. Ebenso sind schließlich die Schulbücher im Geiste uneinheitlich. Die Schulgcmeiiidcbcivc- gung geht in ihrer Zielsetzung aber noch weiter. Es kommt ihr darauf au, die evangelische Elternschaft enger mit dem Schicksal der Schule zu verknüpfen. Diesem Zwecke sollen die Schulgemeinde und der Schulbeirat dienen. Während die Cck'ulgemeinde eine eigciircchtliche Körperschaft sämtlicher Schulbcrechtigtcu ist, bildet der Schulbeirat das Bindeglied zwischen der Schulgemeinde und der Schule. Ihm sollen nicht nur die Elternschaft angehörc», sondern ebenso die Lehrerschaft, die R c l i g i o n s g e s e l l sch a f t e „ „nd der Staat oder die Stadtgemcindc. Durch den Schulbeirat wird auch zur Frage, wer der Hausherr der Schule sein soll. Stellung genommen. Ein absolutes Staatsrccht wird hier ebenso a bg e lc h nt wie ein absolutes Elternrecht. Fm Schulbeirat und in -er Schulgemeinde ist das Organ geschaffen, in dem Staat und Elternschaft als Hausherren zu- lammenwirken, ohne daß damit dem Staate die oberste Ver- lügungsgcwalt abgcsprochen ist. Eine besondere Stellungnahme erfordert die Lehrerausbildung. In dem oben bereits genannten Merkbuch ist dazu Stellung genommen, und cs heißt dort u. a.: Die Lehrerausbildung ist für das Reich einheitlich zu regeln. Die Allgemeinbildung muß aus einer der höheren Lehranstalten erworben werden. Die Berufsausbildung ist durch die Universität zu vermitteln. Für die religiöse und rcligionsvädagogische Berufsbildung der Lehrer und Lehrerinnen, die an Bekenntnisschulen arbeiten wollen, ist durch besondere Einrichtungen Sorge zu tragen. Daneben werden aber besondere Lehrerbildungsanstalten gefordert. In diesen sind neben den evangelischen Lehren, Grundsätzen und Bildungsgütern die Erzieberperfönlichkcitcn die Hauptsache, Menschen, die bewußt unlter der Bibel stehen. So steht vor uns das große Ziel der brutschen evangelischen Schulgemeindebrwegung. wie wir es nur in großen Umrissen zeichnen konnten. Aber es verdient die Beachtung all derjenigen, die sich um die zukünftige Gestaltung unseres nationalen Lebens Gedanken machen. Denn wir glauben, daß in diesem Programm ein großer zukunftsweisender Weg liegt, da cs Grundsätze der Gestaltung unseres kulturellen Lebens enthält, die auch national- und außenpolitisch für uns Deutsche von großer Wichtigkeit sind. Es mag diese Begründung zunächst sorr- derbar klingen und doch können wir nicht umhin, sie aufzustellen. Wir leben in einer Zeit, in der das Volkstum sich in einer Neuordnung seiner Beziehungen zum -Staate befindet, denn das Volkstum ist im Krieg erwacht und stellt seine Forderungen. Es verlangt eine Neuordnung der Zuständigkeiten im kulturellen Leben. So scheu wir, wie der Gedanke eigener kultureller Srlbsircrwaltungs-,eilen überall auftancht. Er liegt auch der evangelischen Schulgemeinbebcwegung zugrunde. Das ist ln diesem Falle zwar durch die zwiespält'ge Lage des Protestantismus und der evangelischen Kirche begründet, die bei ieder übergeordneten menschlichen Autorität völlig in die Kämpfe um den Staat hincingerisien sind und hier drohen zermalmt zu werden. Aber es findet eine Parallelität in der Auflösung des alten starren Rationalstoatsgedcnkens der Vorkriegszeit. Für ihn ist die Staatsschule das Gegebene. Aber da dieser Staatsgedankc überwunden ist, ist auch die Gcmeinschafts- oder Einheitsschule als tnpisch liberales Gedankengut überwunden, denn der deutsche Staat ist vor die Frage gestellt, wie er seine» größeren Lebensraum, das ist Mitteleuropa, neugestalten will. Hier tritt er einer Anzahl selbstbewußter Völker gegenüber, die es in ein großes förderatives Gebilde em-uordnen gilt. Und diese auhen- vositischen Notwendigkeiten machen eine U c b e r w i n d u n g der staatlichen Einheitsschule notwendig, b. h. sic machen vor allem eine Ncnvrdnnug der Zuständigkeit auf dem Gebiete der Kulturpflcge notwendig. Es ist darum natürlich, daß der Gedanke der Schulgemeinde sehr eng zusammcnkommt mit dem Gedanken der kulturellen Autonomie, wie sic unsere Ausländsdeutsche» fordern. In diesem Glcichklang der Beweggründe sehen wir das Zukunftsweisende der Schulaemcinbebewe- gimg. Die Verantwortung der Eltern wirb in ihr außerordentlich groß werden. Darum ist eine gründliche Vorbereitung dieses letzten Zieles notwendig, und darum begrüßen wir auch die Entstehung unserer Allensteiner evangelischen deutschen Schulgemeinde." Wir freuen uns aufrichtig über diese Stellungnahme zum Problem der staatlichen Einheitsschule, entspricht sie bock ganz den Anschauungen, die auch die Bad. Lehrerzeitung schon immer vertreten Kat: Einbeziehung all der erzieherisch wirksamen Krasse, wie sic im deutschen Volkstum, den gesellschaftlichen Verbänden, der Familie, der Kirche beschlossen sind. Gibt man aber diesen Kräften Einfluß auf die Gestaltung des Schulwesens, dann verschiebt sich der Schwerpunkt von de« rein unterrichtlichcn Gesichtspunkten ohne weiteres auf die Frage der weltanschaulichen Gliederung. Dieser Gedanke bat schon weite Kreise der Elternschaft ersaßt. Leider verhält sich aber noch immer ein großer Dell der Lehrerschaft, befangen vom Sckulidcal des Kulturlibc- raliSmus, vollkommen ablehnend. Erst jüngst schrieb dir A. D. L.-Z. in einer Auseinandersetzung mit dem Vorsitzenden der Katk. Schuiorganiiation: „Es muß immer wieder betont werden, daß nur der Staat Herr der Schule ist, und daß von einem Zusammenwirken von Geistlichen, Lehrern und Eltern innerhalb der Schularbeit gar Nr. 8 ^eite 4ö Badische Lehrer vitnng keine Rede lein könne. Diese Auffassung mutz heule als antiquiert gelten. Die Entwicklung liegt ganz in der Linie, wie sie vom evangelischen Lchulgemeindegedanken beschritten wird. Sie wirb das «Tchulideal des Deutschen Lebrerwereins überwinden. A. S. BSäreEM. Na dttssn Gtrlle werden fLart^tch« ua^rkmgt eing«h«ndm Mich« aage^^L. Besprechung »rsotgt nach MSgttchkrtt. Rücksendung findet unter k^nen Umständen statt. Aus dem Verla« „Ars sacra" Josef Müller, München 13. Im Rahmen der beliebten 40-Pfennig-Reihe sind folgende neuen Bändchen erschienen: Mein grober Tag. Von« Otto Theodor Müller. DiekleineAnnä. Von Doris Zacherl. In den feinen Bändchen wird das heiligmähige Leben des früh verstorbenen kleinen Guido von Fontgallend und der Anna von Guigud erzählt. Ihre grobe Liebe zum Heiland ist für die Erstkommunikanten ein leuchtendes Vorbild. , Kommet alle zu mir. Von Tbilba von Bombard. Das Büchlein will mit seinen tröstlichen Worten das sorgenschwere Leben unsrer Tage froh und reich machen Helsen. V a t c r u n s e r g e i st in der Gemeinde. Von Job. Hatzfeld. Die gemcinschaftbildende Kraft des Herrengebetes ist hier klar berausgestcllt. Einsame Stunden. Von Sophie von Bechtolsheim. Erlösung. Bon Marie von Hutten. Allcluia. Von Andreas Obenborfer. Diese beiden Büchlein wollen die rechte, glaubensfrobe Osterfreude in uns wecken. Kreuzweg der Liebe. Von P. Emmanuel Seufelbcr O. S. B. Mit den Bildern von Prof. L. Feldmann. Aus der Betrachtung dieses Kreuzweges wirb der Beter den Entschluß mitnehmen, selber den Kreuzweg der Liebe zu gehen, jener Liebe, die im leidenden Mitmenschen Christus selber leiden sieht und darum zu tätigem Opfer bereit ist. Der Sinn deines Lebens. Von Peter Max Boppcl. 8". 820 Seiten Text und 1 Titelbild in feinstem Kupfertiefdruck. Leinen Mark 3.80. Ein bisher völlig unbekannter tiefer Geist tritt in diesem Buch mit einer Fülle reicher Lebensweisheit an uns Menschen von beute heran. Es sind tiefste Tiefen, die La aufgeschürft werben: geistige Schauungen und Erkenntnisse, wie sic noch nicht oft so geformt und gestaltet wurden. Selten findet man in einem , modernes Buch so viele und gewaltige Ideen» so viele, scntenren- bafte Gedanken, dabei soviel Esprit, solch klingende Sprache beieinander. Man kann nicht viel auf einmal le^en. Das Buch verlangt L:ser, die denken und überdenken und bas Versenken m tiefe Gedanken lieben. Am schönsten und ergreifendsten sind wohl die Kapitel wie „Du und die Schönheit", „Du und Gott", „Du und das Leid". Für innerliche Seelen wird das Buch eine reiche Segens- und Frcudenauelle werden. P. Paulus Weihenberger O. S. B. Dereinskalender. Die Konferenz Odenwald tagt am Samstag, den 18. Februar, nachmittags 8 Uhr im „Rotz" in Buchen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollege» Wiederkehr-Walldürn über „Deutsche Politik nach 1871". 2. Vereins- und Standesfragen. Wer noch fehlende Münstcrsche Vierteliabrsschriftcn wünscht, wird um Mitteilung ersucht, da der Rest an die Veretnsleitung zuritckgcgeben werden soll. Mit Gruh A. Ehrmann. Konferenz Mosbach. Unsere nächste Zusammenkunft ist am «Samstag, den 27. Februar im „Schwert". Zur gemeinsamen Besprechung, an der sich mehrere Kollegen mit besonderen Beiträgen beteiligen, steht die Frage: Alkohol und Erziehung. Ich bitte um möglichst vollzählige Beteiligung. Grub Mehmer. Konferenz „Jagstgau". Es wirb gewünscht, daß die Vorträge des bochw. Herrn Psr. Berberich über „Mystik" noch vor Ostern stattfinden. Die 1. Zusammenkunft ist am 17. Febr. in Oberndorf im „Adler", die 2. im Schulhaus zu Windischbuch am 2. März. Aenderungen werden rechtzeitig bekanntgcgeben. Frd. Grub! Singler. Konferenz Heidelberg. Am Samstag, den 13. Februar, nachmittags 3^ Uhr. im Plöckschulbaus (Eingang Sanbgasse bei der Universitätsbibliothek). 1. Vortrag Dr. Ulsamer: Das Markgräflerland. 2. Verschiedenes. Ich bitte sreundlichst um rege Teilnahme. Der Vorsitzende. Bezirkskonferenz Heidelberg. Am 25. Februar, 20 h. e. t. spricht in der Aula der alten Universität Prof. Tr. Waldemar Gurian über den „Bolschewismus, seine russische Wirklichkeit und allgemeine Bedeutung." Der Redner bat sich in seinem Buch über den Bolschewismus als ausgezeichneter Kenner erwiesen. Wir machen unsere Mitglieder und Freunde auf diesen Vortrag empfehlend aufmerksam. Konferenz Karlsruhe. Unsere nächste Zusammenkunft findet am Samstag, den 20. Februar, nachmittags 3 Uhr im Kolpingshans statt. Es soll hierbei die schnlvolitische Lage besprochen werden. Pereinsfrennd und Landtagsabgevrbnietcr Berberich. Studienrat Geierbaas und Kollege Barth werden sich an der Aussprache beteiligen. Die Tagung verdient bas Interesse jedes Einz inen insbesondere der Junglehrer. Ich bitte um vollzähligen Besuch. Bordes. Konferenz Rastatt-Murgtal. Nächste Versammlung Samstag, 20. Februar, >63 Ubr in Gaggenau lzur Rose). Vortrag des Unterzeichneten über: Praktische Erfahrungen mit der Kernfibel. Wegen der Wichtigkeit des Vortrages im Hinblick auf das neu beginnende Schuljahr bitte ich um vollzähliges Erscheinen. I. Jllia. .Konferenz Achern-Bübl. Unsere nächste Konferenz findet am Samstag, den 13. Februar, nachm. 14.30 Ubr im „Ollssen" zu Bübl statt. T.-O.: 1. Geschäfts- und Kassenbericht: 2. Verschiedenes. Um zahlreiche Beteiligung bittet Schimpf. Konferenzen Lahr-Riegel. Am Samstag, den 13. Februar, nachm. 3 Ubr Tagung im „Schützen" in Herbolzheim. Gruß Streble. Konferenz Offen bürg tagt am Samstag, 20. Febr., nachmittags ^3 Ubr, im „Durbachcr Hof". Tagesordnung: „Praktische Erfahrungen mit der Kernmethode" (Rüderer). Mitglieder u. deren Angehörige, Damen des „Katb. Lebrerinncnvec- eins" sowie Freunde unserer Sache sind herzlich eingeladen. Der Vorsitzende. Bezirks-Konferenz Freiburg. Unsere nächste Zusammenkunft findet statt am Samstag, den 20. Februar, nachmittags 3 Ubr im Katb. Vereinshnus (Nebenzimmer). Tagesordnung: 1. Hockuv. Herr Repetitor Beer, Studentenseel- sorg.r spricht über: „Der Erzieher als Künstler nach den Gedanken des Reinbrandtdeutschen." 2. Austcilcn der bestellten Broschüren, Ausweise. Lehrerkalenber, Vierteljabresschrift. 3. Verschiedenes. Mit Rücksicht auf das Thema, die Person des Redners und zur Mitwirkung an der Kvnfcrenzarbeit darf dir herzliche Bitte um rege Beteiligung ausgesprochen und erwartet werden. Mit herzlichem Grub Heck. Konferenz Neustadt (Hochschwarzwald). Am Samstag, de» 13. Februar, nachm. 3 Uhr, findet im Hotel „Jägerhaus" unsere Monatsversammlung statt. Sie erhält einen besonderen Anstrich durch das Erscheinen des neuen Landcsvor- sitzenden, Herrn Gcisert-Frciburg, der uns über aktuelle Fragen des Standes, des Vereins usw. einen kl. Vortrag halten wird. Der Aussprache mit ihm, dem neuen Führer, soll die Veranstaltung hauptsächlich gewidmet sein. Damit aber auch der Reigen der geplanten Referate keine Unterbrechung erleide, wird Kollege Dcger-Neustadt im 1. Teil über das Thema „Stimmvblisiolvgie" lehrreiche und wichtige Ausführungen machen. Vollzähliges Erscheinen Ehrensache. Grub Müller. Konferenz Waldsbut. Unsre nächste Tagung findet, wie beschlossen wurde, am Samstag, den 13. Februar, nachm. 3 Uhr im Kolpinghaus in Waldsbut statt. Herr Döring wird uns einen Vortrag halten über: „Wie stellen wir uns zur Homöopathie?" Auch die Damen des Katb. Lehrerinnenvcreins sind sreundlichst eingelabcn. Gäste willkommenl Lorenz. Mitteilung. Am 18. Februar um 16.30 Uhr spricht Herr Artur K e r n-Freiburg im Rundfunk über die neue Lese- metbodc. Wir machen unsere Freunde darauf aufmerksam. Zur aek. «eatvluni»! Am 27. Februar erscheint keine Zeitung. Schrtftleitung. ÄilS lt A' a d i s ch >5 Aehr«! r c-e i tli'i^Z Mr:"6 I^olpreise für ül6 gsgbllVZi'itgkAoirbU! 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