An den Markgrafen Karl Friedrich von Baden zur Feyer Hoͤchſtdeſſen neun und ſechzigſten Geburtstags und des Friedens-Congreſſes zu Raſtatt. Ra AG ni 8 a an Deinem Laid, Kark Fridrih, mahem dwie Gekroͤnten Deutſchlands, machen auf Deiner Burg Den heißerſeufzten, heißerkampften Frieden mit Galliens großem Volke. Hald fnd es hundert Fahre, da Karl Wilhelm $ Helden Ludwigs Zoͤgling, verdiente, zu Seh'n, daß die Fuͤrſten Deutſchlands Frieden Machten mit Galliens ſtolzem Koͤnig Auf dieſer Burg.— Karl Friedrich, Erobrer nicht, Doch ſeines Volkes Vater, doch Deutſchlands Stolz, Verdient's, zu ſehen, wie der Kriege >—`: 4 i e Z Blutigſter, ſeit ſich die Menſchen würgen, Vom eh'rnen Feld unwillig entfleucht; wie, den Sie todt geglaubt, die Mutter den Sohn umarmt, Die BVraut den Juͤngling; wie, erweicht dem Menſchlichen Elend, ſich Freundſchaft ſchwoͤren, Unſers Fuͤrſten Herr Großvater, der, unter Ludwig von Baden, Landau belagern, die Linie bey Buͤhl vertheidigen half, u. ſ. w. Die erſt im Vortrab weckte der Morgen, und Zum Streit herbeyrief.— Badens Beherrſcher! Dich— Zwoͤlf Monde floh'n voruͤber— ſang' ich, Als Karl, der bluͤhende Held von Oeſtreich, Auf deſſen Stirne Huld ſich, und Ernſt, wie Fried Und Sieg begegnen, bruͤllenden Tod nach Kehl, Und auf des Feindes Heer Verderben Sandte; dich ſang' ich, und Badens Gluͤck, Das fuͤnfzig Jahre Deinem Gebot gehorcht, Das fuͤnfzig Jahre„Liebe des Volks“ Dich nennt. Heil Dir! Bey Dir zieht Gott, des Friedens Purpurnen Vorhang, zum Gluͤck der Welt, auf. Pecher. BLB Karlsruhe WLI 35 07160 4 031 35 07160 4 031 — ————9999——......—