J Sνο 36 te N 4 nn o· AsfER GoboSscHMHD)T F, Ax Verlag von Ilbert Cold 8 Griebens Reise-Bit iothek. 37. Der Schwarzwald. 7. Aufl. 1890. Kleine Ausgabe. I Mk. Y 39. Warmbrunn, Landeck, Reinerz etc. 4. Aufl. 1888. 75 Pf. N Das Erzgebirge.(Neu.) 1890. 1 Mark 50 Pf. N Franzensbad, Eger und Eister. 8. Aufl. 1890. 75 Pf. A NMarienbad und Umgebungen. 7. Aufl. 1887. 1 Mark. Karlsbad und Umgebungen. 9. Aufl. 1890. 1 Mk. 50 Pf. „Teplitz und Umgebungen. 8. Aufl. 1887. 1 Mk. 50 Pf. A Oesterreich-Ungarn. 4. Aufl. 1884. Geb. 2 Mk. 50 Pf.& Der Spreewald. 3. Aufl. 1890. 80 Pf. Stockholm und Umgebungen. 1886. 1 Mark 50 Pf. Die Ostsee- u. Nordsee-Bäder. 4. Aufl. 1890. IMk. 50Pf. Ilisdroy, Swinemünde, Heringsdorf. 7. Aufl. 1890. 1 Mark 50 Pf. Kopenhagen. 11. Aufl. Grosse Ausgabe. 1 Mk. 50 Pf. Kopenhagen. 11. Aufl. Kleine Ausgabe. 15 Pf. Der Harz. 22. Aufl. 1890. Kleine Ausgabe. 80 Pf. 61. Bad Ems und das Lahnthal. 7. Aufl. 1890. 1 Mk. 20 Pf.% 52. Nürnberg und Umgebungen. 6. Aufl. 1887. 1 Mark. 35. Die Insel Rügen. 9. Aufl. 1889. 1 Mark. Freienwalde und die Märk. Schweiz. 6. Aufl. 1888. 50Pf. „Stuttgart und Umgebungen. 1888. 60 Pf. Bad Kissingen und Umgebungen. 7. Aufl. 1890. 1 Mk Nach Venedig, Mailand und Verona über den St. Gott⸗ hard, Brenner und Semmering. 4. Aufl. 1890. Ge⸗ bunden. 2 Mark 50 Pf. Hamburg. 14. Aufl. 1890. Kleine Ausgdabe. 75 Pf. Rüdesheim und der Niederwald. 1888. 1 Mark. EKleiner Hüthrer für die Rhieinreise. 8. Auflage. 1890. 1 Mark 50 Pf. Wiesbaden, Mainz und der Taunus. 1888. 80 Pf. Strassburg und Umgebungen. 3. Aufl. 1886. 75 Pf. Ober-Italien und Florenz. 3. Aufl. 1888. Geb. 4 Mk. .Nizza, Genua mit der Riviera. 1885. 2 Mark. 0 Rom, Neapel, Eiviera, Sicilien. 1883. Gebunden. 2 Mark 50 Pf. Das Riesengebirge. 7. Aufl. 1890. Kleine Ausgabe. 80 Pf. 2. Thüringen. 15. Aufl. 1889. HKleine Ausgabe. 80 Pf. 3. Eisenach, die Wartburg und Umgebungen. 2. Aufl. 1888. 60 Pf. Antwerpen und Umgebungen. 1885. 1 Mark. Verlag von Albert Goldschmidt, Berlin W., Löthenerst DIDEENEMNTNRUCNUHNNCNNNNANN ADUοUUο N Praktische Sprachführer zum Gebrauch auf der Reise. Deutsch-Schwedisch. Kart. 1 Mark. Deutsch-Italienisch. Kart. 1 Mark. Deutsch-Französisch. Kart. 1 Mark. Deutsch-Englisch. Kart. 1 Mark. Deutsch-Holländisch. Kart. 1 Mark. Deutsch-Dänisch Norwegisch). Kart. 1 Mark Deutsch-Russisch. Geb. 3 Mark. Diese kleinen, nach einem trefflich bewährten System ausgearbeitet Sprachführer können in jede Rocktasche gesteckt werden und ermöglichd die Verständigung auch Jedem, dem die betreffende Sprache fremd war. DDDR DDDDDLDLL iieeeeeeeeeeeee lανNI LRLQl ννU DÆÆοοοοοοοο e̊˖Dn ÆνUQUII Praktisches Hotel-Adressbus für die Reise. 1890. Verzeichnis der empfehlenswertesten Hotels in Mittel-Europa 16 1 Preis 60 Pfennig. Das„Praktische Hotel-Adressbuch“ bildet eine notwendige Ergänzul zu allen Reiseführern und Kursbüchern und ist für jeden, der eine grösse Reise unternimmt, ein ebenso willkommener wie unentbehrlicher Ratgeb bezüglich der Logisfrage.— Auch für geschäftliche Zwecke wird man dem alljährlioh bis auf die neuesten Daten ergänzten„Praktischen Hote Adressbuch“ stets ein billiges Adressenmaterial finden. ee DL¹DELDLDDD I N E 248 * RAICEIL2 icht— des Sehrwale E DänkliaimIAnsfind 5 58 gan Egaleln ieee, alne gondf KaiscrSlauterrcde=hE⅜¾ Pame dt 9,. Hammeee 5 46 eustadt= 8 5 0 ee 5075 9 Lagnlernelg Hilsb. oleũ Taangen brudbet. 8 Wakinsuuune grlaum. Ami-; Hærlderſbν) Sa 75 Tane Heilblonn 8 75 innunzhem, N II. 2¹¹ Leingα R elken, 45 faahen;hen 5 N Allunar. rul 5 7 iSru 7 WAA AD. Wuαε Eaeerenee, 3 B0 n Zaumgsbücdl-; 6 R Lud wiss 8 OI Iglelieime N& YNIeN— 4 ö 5 lagenau 59 W—2 aurchlgen 0, 338 Voheumn Zerterbανννιεοισι αεν Lorcn ochTe, Bischoο αν Nν. Bberg S nlun, 2 0 571˙ LI ine. S—— 8 4 8 Isslingen 2 6 4 8 5— 3 6e E Hoſ ̃ 2 0 2 E¹ Dm ee Fu. e Euaflingff2 8 2 CHαh⁰¹,Ebf² 8 Hublαι 88 8 A2 K Aldleg. 3— gehinger Ruuae + Deie e Aakrn ne 33 + 8 Slα¹αfim f men 3 r. 2 S0ln oAeldhlen, Iliabunkeig 89 g= elt e,* — Reu äingen 2* Eun& 555— 3 HYudlh Cuildori 7 Eeihlle 7¹8 NCengανhοαν] N⸗ 33883 8 +— 5 ,N Seeneritd e8E. N 8 ZlDe W HBerholaheim, 8 655 5 F ebeN. SuIne RN bitundlerdnꝙn Rensin— 5 3 2 Eurn N ο S, Rladoh.— Bothiber 5 umen lenpeun V ubee 73 55 uun. 8 Tda enee,hu. L Ereibiurg äe,, W öufIUi 6 Zngen 4 —+— 5 7 nmeet e,N Bischo Sad- 2 2 Bun Idlulleninhen,. 2 85 8 8 5 Anον 22 2 E 22 2 177 K. 5 8— 24 8 8 ih* Dalschal ER AI—. 7 20. SSHWaRIWa Praktisches Handbuch für Reisende. Siebente Auflage, neu bearbeitet von H. T. LUK S, Major a. D. Berlin, Köthenerstr. 32. Verlag von Albert 6 oIdschmidt. 1890. Karten-Beilagen. Uebersichtskärtchen vom Schwarzwald, vor dem Titel. Grolse Reisekarte vom Schwarzwald, am Schluss des Buches. Plan von Heidelberg, zwischen Seite 20 und 21. U Karte der Umgebungen von Baden-Baden, zwischen Seite 48 u. 49. Karte der Umgebungen von Wildbad, zwischen Seite 68 und 69. Plan von Stuitgart, zwischen Seite 80 und 81. Plan von Strafsburg, zwischen Seite 116 und 117. Karte der Umgebungen von Freiburg, zwischen Seite 148 und 149. Senhenswürdigkeiten, welche besondere Beachtung ver- dienen, sind durch einen Stern(5 hervorgehoben; in gleicher Weise wurden die empfehlenswertesten Hotels etc. bezeichnet. Sämtliche Anführungen, nungen in den Führern aus Griebens Reise-Bihliotheli werden vollständig kostenfrei— einzig und allein im Interesse des reisenden Publikums— gegeben. in keiner Weise käuflich, welcher Art zu erlangen. Die Führer aus Griebens Reise-Bibliothek haben sich gerade durch ihre absolute Unparteilichkeit und durch ihre vor- urteilsfreien Angaben 85 allgemeine Wereee er Die Mitteilung Berichtigungen etwaiger in dem Buche, 0 mir jederzeit willkommen nächsten Auflage in Für das allgemeine Interesse, führern aus Griebens Reise- Bibliothek in s0 reichem Maſse zuwendet, spreche ich meinen verbindlichsten Dank aus. Berlin W. Empfehlungen und Auszeich- Solche Empfehlungen sind noch durch Beeinflussung irgend- Erfahrungen auf Herausgabe der Senocken werden. man den Reise- Der Herausgeber von Griebens Reise-Bibliothek Abent Goldschmidt. Inhalts- Verzeichnis. Seite Einleitung Geschichtliches 1 Topographisches 2 Flora. J3... H bIänsbringung, Obst- und Weinbau, Viehzucht, Wohnungen 4 Schwarzwäldler 5 Reisenotizen en alsrseisensnsnsnnn. Reisezeit, Bäder, Wege„. Eisenpahnen, Dampkschifteseses Posten, Mietsfuhrwerk, Führer, Gasthäuser 9 Rgisezos C•••C• ll.... Reiserouten. 1 Heidelberg„„ Besichtigung des Waldelberged 2. Das Neckarthal 23 Heilbroun 3. Heidelberg-Karlsruhe jü2j2 aiile und Eweeburggs 90 rühebden Badenn Das Untere Nibthaklk V8 7. Das Untere Murgthal, bis Baiers70un V Kleugenstadt und Umgebung 13 Baden-Baden und Umgebung Spaziergänge und Ausflüge in 8 Umgebung von Baden-Baden Der Mummelsee und die AiornN Karlsruhe-Pforzheim Pforzheim . Pforzheim- Wildbad GBalnfahrt) 3. Bad Wildbad und Umgebung. Das Thal der Euz: Pforzheim-Mühlacker- bN banlend Stuttgart und Umgebung Stuttgart-Wildbad(Bahnfahrt) Stuttgart-Cahw(Bahnfahrt). Stuttgart-Freudenstadt- Hausach(Bahnfahr Von Schiltach nach Schramberg. . Pforzheim-Calw-Horb(Bahnfahrt) Horb-Villingen(Bahnfahrt) Horb-Tübingen Tübingen Hohenzoller fahrt) Rottweil⸗ 10 0168 gen(Babnfahrt) Immendingen-W eizen Bahnfahrt) Baden- maden Sbpenweler Olenburg GBahnfalnt) Das Bühler-Thal Das Acher-(Kappeler)-Thal. Die Ruinen des Klosters Allerheiligen Renchthalbahn: Appenweier-(aaintur0, Die Kniebisstraſse. Das Renchthal und seine Bäder Appenweier-Stralsburg i. E.(Bahnfahrt). Stralsburg i. E. und Umgebung 31. Die Schwarzwaldbahn(Offenburg 3 a. Unteres Kinzigthal Offenburg-Hausach b. Oberes Kinzigthal Hausach- Alpirsbach. C. Hausach-Triberg Balmfahrt) Inhalts-Verzeichnis. Tübingen-Sigmaringen Seite 4⁵ 62 64 6⁴ O2=2 Sο 0ο — 8 A ο ο 9⁰ O ο ◻ν οσεοο σν ο 2 8 97 99 101 402 106 108 140 110 312 . 113 316 146 122 122 125 126 Inhalts-Verzeichnis. Seite d. Triberg-Schönwald-Furtwangen(Seitentour von der Schwarzwaldbahn) 4120 e. Triberg Donaueschingen(Bahnfahrt) 430 35 Donaueschingen-Engen(Bahnfahrt) 33 f g. Engen-Singen(Bahnfahrt) 135 32. Der Hegau und Burgruine Hohentwiel 136 Burgruine Hohentwiel 4136 33. Die Gotthard-Bahn. 8 130 34. Offenburg-Freiburg i. Br.(Bahnfahrt) 140 35. Das Schutterthal 144 36. Das Elzthal. Der Kandel. 145⁵ Auf den Kandel 146 37. Freiburg i. Br. und Emgebung 147 Müunster. 150 38. Das Kalserstuülgebirge 154 39. Freiburg i. Br.-Kolmar GBahnfahrt) 1856 40. Die Höllenthalbahn(Freiburg i. Br. Neustadt) 188 Das Höllenthal. 150 Die Höllenthalbahn 160 41. Von Freiburg i. Br. auf den 11 165 Der Schauinsland 166 42. Von Freiburg i. Br. durch das Münsterthal zum zelchen 162 43. Von Freiburg i.— zum Weldberg Leleden 1¶69 41. Wege zum Feldberg 71 45. Der Feldberg 472 Viehhütten. Seebuck. Feldsee. Turm 172 46. Neustadt-Titisee-Feldberg 174 47. Neustadt-Thurner-St. Märgen St. Peter- 174 48. Neustadt- Vöbrenbach- Furtwangen 175 49. Neustadt-Donaueschingen 176 5 50. Freiburg i. Br.-Basel.(Bahnfahrt) 179 10 Basel 3 18¹ 5 51. Bad Badenweiler und 183 52. Das Weilerthal 185⁵ 53. Von Badenweiler zum Biaen Und Beieken VIII Von Badenweiler nach Bürgeln und in das Kander- 189 190 191 9 thal Leopoldsböhe. Inhalts-Verzeichnis. St. Ludwig. Die Kaiserliche Fischzuchtanstalt bei Hüningen Das Wiesenthal, abwärts bis Todtnau Die Wiesenthalbahn(Basel- Todtnau) Die Sekundärbahn Zell- Todtnau. Basel-Neuhausen. (Bahnfahrt) Schaffhausen und der Rheinfall . Neuhausen-Konstanz. (Bahnfahrt) Konstanz und Umgebung 2. Das Wehrathal Das obere Murgthal Das obere Ahrthal. St. Blasien und Umgebung Schlücht-, Schwarza- und Mettmathal Das Steinathal Das Wutachthal. Der Bodensee a. Obersee und Uperlinger See b. Untersee und Rhein (Bahnfahrt) Seite 492 195 196 200 „202 204 205 20, 3 20 212 23 215 215 eeeeee Einleitung. Geschichtliches. In den ältesten Zeiten war der Schwarz- wald ein Teil des über ganz Deutschland verbreiteten hercy- nischen Waldes. Nach Cäsars Berichten fing er an den Grenzen der Helvetier, Nemeter und Rauracer an und 20g sich längs der Donau bis zu den Grenzen der Dacier 60 Tage- märsche weit in die Länge und 9 Tagereisen weit in die Breite. Der eigentliche Schwarzwald, von den Römern Stlva Marciamd genannt, hatte im Begriff der Römer einen weit gr eren Umfang als heute. Auf der theodosianischen Reise- Kkarte ist er 93— dem Rhein und Alemannien gezeichnet, gegen Osten bis zum héutigen Ulm sich erstreckend, nördlich bis Pforzheim, welches als die Eingangspforte von„porta herciniae silvae“ seinen Namen erhalten zu haben scheint. Ob der Name Silva Marciana von Mars oder von den Marko- mannen hergeleitet wurde, ist ebensowenig zu bestimmen, als es sich genau darthun läfst, wann und von welchem Völkerstamm der Schwarzwald seine ersten Bewohner empfing. Nach Tacitus' Bericht hatten die Helvetier, ein gallisches Volk, das den Mars vorzüglich verehrte, den Landstrich zwischen dem hercynischen Walde und zwischen den Flüssen Rhein und Main im Besitz. Sie waren also die Anwohner, wenn auch nicht Einwohner dieser Waldgebirge. In den Neckargegenden und um die Quellen der Donau Wohnten die Markomannen, bis sie unter Kaiser Augustus ihre Wohnsitze nach Böhmen verlegten. So war also der Schwarzwald auch von dieser Seite verlassen, bis die Alemannen, welche die leeren Sitze der Markomannen einnahmen, vom Kaiser Trajan besiegt, in den Schlupfwinkeln des marcianischen Waldes Zuflucht suchten. Sie benutzten nun die Vorteile ihres un⸗ angreifbaren Aufenthalts und machten auf die römischen Stationen gegen Westen so häufige Ausfälle, daſs die Römer an den westlichen Eingängen des Schwarzwaldes Kastelle erbauten. Nach und nuch glückte es ihnen auch, ins Innere des marcianischen Waldes bis zur Donau vorzudringen; denn Griebens Reise-Bibl.: Schwarzwald. 7. Aufl. 1 2 am Anfang des 3. Jahrhunderts führte eine römische Héer- stralse vom Rhein über Baden durch Pforzheim zur Donau. und Claudius rühmt in seiner Lobrede auf den Kaiser Maxi- milian als dessen vorzüglichste Grofsthat, daſs er die Ale- mannen bis an die Quellen der Donau besiegte. Das frühe Dasein der Römer im Schwarzwald künden die Reste von Einleitung. Stralsen, Bauten und Bädern. Der rohe führte, liels sie ni denken. finsteren Wüsten. welche im 7., gewann. Sowohl beizogen, liche Wildnis in den allmählich sich de da Krieg zinn, welcher die cht an die Kultur Mehr als sie thaten die Hunnen zur Lichtung der Eigentlich aber waren es die Klöster, 8. und 9. Jahrh. das meiste dazu beitrugen, dals die barbarische Landgegend eine freundlichere Gestalt die Mönche verwandelten durch unermüdlichen Fleifs die schauer- Acker und Wiesen, und legten Grund zu als die K0 erhebenden Dörfern mehr aber aus öden Wüstungen fruchtbare Gefilde erwuchsen, 6o mehr verlor der Schwarzwald an äufserem Umfane man jetzt groſsen Landstrecken nicht mehr ans dals sie einst mit unter dem Namen Szlhαν hiꝗοννα, ach der Schwarzen Farbe der Tannen) begriffen waren, wie diese Berge und Wälder im Mittelalter hieſsen. Topographisches. olse Rheinebene, Breite von 22 bis 45 kin etwa 300 km von S. nach N. aus. Der Rhein durchflielst diese Ebene in vielen Krümmungen Rings um die Ebene ra, Hektare auf einem 523 kmn l1e hohe Berge auf. schen Ebene liegt 1 Buch vor unseren Augen. 9 schwundener Verga von dem wunderba seines Bestehens. nach dem Lostrennen von dem früheren Meere, war das Mainæen Tertiärbechen, wie der Tieflandbusen genannt wird, mit Salzwasser gefüllt, es der sich erst ganz allmählich zwischen Bingen Die Schichten, welche si absetzten, zeigen eine reiche Meere zlich aus Muscheln und Schnecken bestehen. Im südlichen Teile des Mainzer Beckens erhebt sich das eine isolierte Gruppe von Bergkegeln, Basalt und Trümmer- bildete. Vorzüg Kdiserstuhlgebinge, deren vulkanisches Gestein aus Dolorit, gesteinen besteht. Die Entstehung dehnt sich angen Wege. gsgeschic mit Hülfe der Die stummen ngenheit, die Verste ren Schöpfungsplan. 2 sfaun Alemannen 5. Jahrhundert und später noch von einer Fehde zur andern Jonien, Der Tieflandbusen, die 1¼ Million Geologie wie ein offenes AU8S bis ins des Schwarzwaldes die sie her- und Städten. Je Wulles bei einer west-östl. en oberrheini- hte der Zeugen längst ent⸗ inerungen, érzählen In der ersten Zeit V rar ohne Abfluſs, 9 und Bonn diesem Binnensee deren Ueberreste A, Einleitung. Den Ostrand des Mainzer Beckens bildet zum Teil der Schwarzwald, 47½“ und 490 12“ nördl. Breite und zwischen 25“ 20“ und 260 20“ tl. Länge(von Ferr Auf einer fast dreieckigen Base erhebt sich der Schwarzwald in einer süd-nördl. Ausdehnung von circa 150 km, bei 75 km Breite am Südende(Wutac hmündung— Basel) nud 30 km Breite am Nordende(Rotenfels— Pforzheimh). Der Schwarz- wald, fast parallel mit Rheinstrom und Vogesen, bleibt mit Seiner Höhenlinie von dem Kamm der Vogesen im allgemeinen 35—45 km entfernt und erhebt sich steil und plötzlich mit Scharf aufsteigenden Gehängen aus dem Mainzer Becken em- 8 Ganz anders ist des Schwarzwalds Ostseite. Hier senkt er sich allmählich gegen das Plateau, au vielen Stellen den Charakter eines Gebirges fast ganz einbülsend. Das eine tiefe Einsenkung! bildende K inzigtl hal durchbricht den Schwarz- wald in seiner ganzen Breite und teilt ihn in eine 57/l. höhere und in eine%rdl. niedere Hälfte, d. h. in den oberen und unteren Schwarzwald, wie man im Lande sel Gleich den Vogesen hat auch der Schwarzwald am südl. Ende Seine höchsten Gebirgsstöcke, deren centralen Kern die Gruppe des Feldbergs bildet.— Wie der westl. Abfall des Schwarz- waldes steil, der östl. sSanft und allmählich ist, so stürzen auch reilsend und tobend die Gewässer auf jener Seite durch enge Schluchten, grölstenteils sämtlich in der Richtung von NW., dem Rhein zu. Sanft rieselnd schlängeln sie sich da- gegen auf der östl. Seite der Donau und dem Neckar zu. Der Schwarzwald ist einer der groſsen Wasserbehälter in Deutschland. Der ganze Gebirsszaug ist fast aussc hlielslicl 1 mit Wäldern bewachsen, wodurch das Groſsherzogtum 33,4% Waldfläche oder 25% der gesamten Waldfläche Deutsel hat. Eine Wanderung durch die stillen, duftigen Thäler und über die Bergeshöhen des Schwarzwaldes mit den mächtigen, tiekdunklen Bäumen ist von hohem Genuls. Von diésen Schwarzen Tannen, welche im Sonnenlicht eine dunkelgrüne, bei Regenwetter aber beinahe eine schwarze Farbe faben. rührt der Name Schwarzwald her. Die Flora dieses Gebirges findet sich auch auf dem Jura und den Vogesen. Aus dem geologischen Bau des Schwarz- waldes geht seine ungleiche Fruchtbarkeit hervor. Die en Gipfel des Schwarzwaldes sind kahl und mit dürf⸗ tigen Gräsern bedeckt. Dann folgt weiter abwärts die Re- gion von ca. 1300 m Höhe, ähnlich der unteren Alpenregion mit der Krummkiefer und Legföhre zwischen Hochmobren des Sandsteingebiets. Hieran reihen sich schlanke Fichten- und Tannenwälder, welche die kräftigen Eichenbestände, bis fast 800 m hinaufreichend, begrenzen, und die vorherrschend 4 Einleitung. bis fast 500 m als Niederwald reichen. Die Waldwirtschaft und der damit in Verbindung stehende Holzhandel ist das Hauptgewerbe des Schwarzwaldes. Die Holzausbringung erfolgte früher hauptsächlich dadurch, daſs man das Wa der wilden Gebirgsbäche durch verschiedene Ein- richtungen anschwellen liels, wWodurch es gelang, die riesenhohen Kiefern, Fichten und Weilstannen bis in den Rhein zu flölsen. Jetzt wendet man an allen steilen Lagen des Schwarzwaldes zu diesem Zweck die sogenannten HRiesen. Schlitten, und das Seilen, auch Schlelfen mit Zugvieh an. An den steilen Gehängen ad die Waldungen mit Schlittwegen versehen, an welche das Holz getragen, geworfen oder durch sogenannte Fachriesen gebracht wWird. Diese FMehe“α sind tragbare, aus Brettern zusammengesetzte Rinnen, welche am be⸗ treflenden Orte zusammengefügt werden, um in ihnen das Holz her⸗ abrutschen zu lassen. Ist s0 das Holz an die Schlittwege gebracht, Sso beginnt das 8 6 chlitten, wozu man sich des gewöhnlichen Lauf⸗ schlittens bedient. Wo oberhalb hoher und stéiler Berghalden eine gröfsere Menge Brennholz auf einen Platz zusammengeschafft werden Kann, wird das Holz durch die sogenannten Riesen zu Thal geschafft. Derartige Riesen müssen Kes Gefälle haben und möglichst gerade angelegt werden. Am unteren Ende ist der sogenannte Auswurf, einèe aus Buchenholz gefertigte starke Pritsche, in welche eine schwere, aus Walzeisen gefertigte Wurfplatte eingelassen ist. Wenn unten das Zeichen gegeben ist, wird oben Scheit für Scheit eingeworfen; in pfeilschnellem Laufe eilt dann das Holz zu Thal und wärd unten in hohem Bogensprunge in die Luft geworfen, damit es mit verrin- gerter Wucht, gleichsam mit neuem Falle zu Boden stürze und nicht zersplittere,— ein äulserst interessantes Bild. Auf dem Rhein wer⸗ den dann die Stämme bis in die Niederlande geflöfst, deren uner- schöpfliches Holzmagazin seit Jahrhunderten der Schwarzwald ist. Seit neuerer Zeit sind in den Schwarzwaldwaldungen stralsen- ähnliche, sehr leicht fahrbare Holzabfuhrwege angelegt.— Als Neben- gewerbe ist die Kohlenschwelerei, namentlich aber die Theerschwe— jerei zu erwähnen. Der Obst- und Weinbau. Weiter abwärts beginnt in den Thälern die Region der Obst-, Kastanien- und Wallnufsbäume, an welche sich um die Mündung der Thäler die herrlichsten Rebgelände lagern. Beste Weinlagen von Norden nach Süden: Schονν οοννσ Eherstein(Eber- blut), bis Gernsbach im Murgthal aurnν˙t, Vmebeg. NertelEier (Mauerwein), enthA/, sämtlich um den westl. Fuſs des Vberg, südl. Baden-Baden, Ebersꝛbeter, Doirbach, Rammersibei- Zell(roter Zeller), —MWeingarſen, Tesenbdch, Nlifersberg, Ortenberg, A 2 hen Rench- und Kinzigthal,— Landech bei Emmendingen,— Kichlingsbergel, Achltarren, Liiingen, Breisach am Kaiserstuhlgebirge,— Sαννννιν] Meillheim, Auggen, Soſ liengen, Bellingen, Jctein, In,(die Markgräflerweine zwi⸗- — LKonstane, Mecrsbrrg, Vherlingen am schen Freiburg i. Br. und Basel, Bodensee. Die Viehzucht wird im Schwarzwald durch Einrichtung von Senne- reien immer mehr gehoben und durch regelmäfſsige Verteilung von Prämien aus Staatsmitteln besonders gefördert. Bie zienenzucht wird von einzelnen wie von Vereinen mit auſserordentlichem Interess gepflegt; der Honig des Schwarzwaldes ist ein beliebter Handels- artikel geworden. Die Wohnungen. Auf dem eigentlichen Schwarzwald sieht man weniger in Städte und Dörfer zusammengezogene Gemeinden. Die meisten bestehen aus zerstreuten Höfen und Häusern, deren Bauart von der anderwärts gewöhnlichen 0 K Wünzen Einleitung. Schr abweicht. Die Wohngemächer sind alle zu ebener Erde und mit vielen Fenstern verschen, ohne darum besonders hell zu sein, weil das weit hervorragende und tief herabhängende Dach das Licht zurückhält. Unter dem Dache führen zu den finsteren Gaden oder Schlafgemächern äulsere Gänge; unter diesen Gängen ist der Boden vor und hinter dem Hause wie eine Brücke mit Holz belegt. Auf dieser Brücke wändelt man, vom breiten Dache geschützt, zu den Ställen, zu den Milchhäusern, zum Brunnen. der keinem Hause fehlt. Gewöhnlich befinden sich 20 bis 30 Schritte vom Hofe be— Sondere Speicher zur Aufbewahrung der Wintervorräte, nicht selten auch Hofkapellen zur klanandlent mit kleinen Betglocken. Die meisten Bauern haben ihre Mahlmühlen, Schr viele auch ihre Schneidemühlen(Sägen). Der Zusammenhang der Schwarzwäldler, welche kurz- weg„die Wäldle auch„die Leute des Waldes“ genannt werden, mit der Eigentümlichkeit ihrer Heimat ist auch in Hinsicht ihres Charakters unverkennbar. Naturwüchsig wie die Berge, sind sie, im allgemeinen genommen, felsenfest in Gesinnung und Wort, ohnèe V erstellung und Schlauheit: bie⸗ dere, herzliche Leute von ungeschmückter Zutraulichkeit und liebenswürdiger Gemütlichkeit, bei allen Träumen einer reichen E inbildungskraft. welche die Felsen, Büsche, Sümpfe und Seen des dortigen Berglandes mit guten und bösen Ko- bolden bevölkert, doch aufgeweckten Sinnes für die Geschäfte der Wirklichkeit und für ein tüchtiges, praktisches Eingrei- fen derselben. Besonders ist es die Uhren- Industrie, wW elche den Kunst- und Gewerbefleils der Schwarzwäldler in der ganzen Welt bekaunt gemacht hat. Wenn auch bis in die Zeiten Rudolphs von Habsburg Spuren der Verfertigung verschiedener Holzwaren sich, auffinden Iassen, 80 beginnt doc erst mit dem 17. Jahrhundert die jetzt so hochstéehende industrie des Schwarzwaldes, welche in der Uhrenfabrikation gihfelt. Die durch Abt Paul von St. Peter 1683 angelegte Glashütte in Neu- kirch gab die Veranlassung der nac rentstandenen Uhrenfabrika- tion. Diese Glashütte ging zwar 17 wieder ein, jedoch, Ppflanzte sich die durch dieses Hüttenwerk entstandene kommerzielle Be- triebsamkeit unter den Bewohnern dieser, Gegend fort. Einzelne Leute benachbarter Gemeinden schlossen sich mit dem Er chen der Glashütte an die Glas hmelzer an und verkauften das rer- zeugte Glas im Breisgau, Elsaſfs und anderen Gegenden. In diesem Handelsverkehr liegt nicht nur der Keim der Uhrenfabrikation des Schwarzwaldes sondern auch der Anfang des jetzt so weit ausge- dehnten Glas- und Strohhuthandels. Die Glashändler schlossen unter sich einen Verein und verbanden mit den 81 nütten. Ihr Verkehr dehnte sich bald weiter au Glasträ aus der Hütte zu Neukirch brachte in den achtziger Jahren des 17 Jahrh. eine hölzerne Stundenuhr von seiner Handfungsre mit nach Hause, die er von einem böhmischen. Glashändler, gekauft hatte, Ein Schreiner von St. Märgen sah diese Uhr in. Neukirch, er mals, zir- Kelte und schnitzte, bis er ein ähnliches Werk zustande gebracht 6 Reisenotizen. hatte. Die wirkliche erste Uhr verfertigte einer namens Kreuzer. Erst der Utrechter Friede 1713 liels den neuen Erwerbszweig auf- blühen. Einfach waren die Inkunabeln der Holzuhren, zeigten nur die Stunde, und eine Wage gab die Bewegung. Die ersten Uhren machten viel Glück und wirkten auf alle Künstlertalente des Umkreises. Der Erfindungsgeist der Wäldler wufste dieser K Pr. oduktion einen neuen Reiz 2u geben. Man verfertigte ber Uhren, die, mit einem Vogel geziert, durch den Kukuksruf die Stun- den angaben. 1768 W urde die erste Spieluhr verfertigt. Von 1770—1780 erschienen schon Uhren, die acht Tage lang gingen; die erste Ta- schenuhr von Buchsbaumholz war bereits 1730 angefertigt, und 1770 ward das erste Spielwerk mit Figuren herge stellt, dem immer voll- kommenere und gr. e Werke folgt en. Dicse Uhrenindustrie, welche lange Zeit als Haus udustrie blühte und einen gewissen Wohlstand in die abg zenen Thäler trug, erreichte als zolche ihren Höhen- Punkt un Jahr 1830. ater dem gewaltsamen Umschwung, Wwelcher sich in der zweiten Hälfte unserèes Jahrhunder auf allen. Gebieten der Industrie geltend machte und die Handfertigkeit durch Maschinen ersetzte, hatte die Schwarzwaldindustrie einige Zeit au leiden, da die einzelnen Uhrmacher mit ihren immerhin bescheidenen Mitteln hierin nur schwer gleichen Schritt halten konnten. Doch ist diese K gegenw dem Schwarzwald jetzt grosse und Ieistungsfähige Etablissements der Konkurrenz auf dem Weltmarkt Vollständig gewachsen sind. Neben dieser Hauptindustrie sind noch ferner auf dem Schwarzwald zu finden: Strohflechterei, Strohhutfahrikation, Musikwerkfabrikation und Fabrikation elektro-teéchnischer Artikel. 6 Reisenotizen. 1. Reiseplan. Zweck, Zeit und Geld bedingen den Reise- plan, ohne den man auch keine Vergnügungsreise unter- nehme. Wer die Eigentümlichkeiten éines Landes kennen lernen. die Merkwürdigkeiten besichtigen, das Leben seiner Bewohner und deren Fhätigkeit beobachten, wer der Kunst oder wissenschaftlichen Zwecken. wenn auch nur im Fluge dienen will, wird gut daran thun, sich schon vor der Reise mit unserem Reischandbuch bekannt zu machen, welches ihn befähigen wird, Reisetage, Nachtquartiere, ja die Verwen— dung einzelner Stunden Vorler zu bestimmen. Denn unter- wegs sind die Augenblicke selten, in denen man mit Ruhe daran gehen kann, und wenn es geschieht, sind oft schon wichtige Partien versäumt, welche sich ohne Verlust an Geld und Zeit nicht mehr einholen lassen. Fufsreisen. Um die Schönheiten des Schwarzwaldes in behaglichem Genuſfs zu durchkosten, empfiehlt sich die Reise zu Fufs und mit wenig Reisegepäck. Häufiger Tem- beraturwechsel fordert für eine Schwarzwaldreise nicht zu starke wollene Anzüge. Fulsgänger wählen Schuhe mit stifktenbeschlagenen Doppelsohlen und niedrigen Absätzen. Die Reisetasche enthalte Hemden und Strümpfe zum 9 Volls ändig überwunden, weil auch auf Reisenotizen. Wechseln, Waschzeug, Nähzeug, Feuerzeug u.s. w. Ein Regen- schirm mit starkem Stock, ein Fernrohr, ein Kompas und eine Feldflasche mit Becher thun auf der Reise gute Dienste. Die besten Wanderstunden sind des Morgens. Ein leichtes Früh⸗ stück, dann eine Wanderung bis 11 Uhr etwa, wWo ein zweites, kompakteres Frühstück eingenommen und Rast bis etwa 3 Uur gehalten wird. Dann nach zwei, höchstens drei Stunden Wanderung ins Nachtquartier, wo die Hauptmahl- zeit eingenommen wird und nach derselben noch so viel Zeit sein mag, um sich im Orte ein wenig umzuschauen. Wer zu spät ins Nachtquartier kommt, ist der Gefahr aus- gesetzt, mangelhaft logiert und verpflegt zu werden. 3. Reisezeit für den Schwarzwald ist der hohe Sommer, Weil die Gebirgsnatur dann ihre ganze Pracht entfaltet hat. Im Hochsommer sind die Bergaussichten allerdiugs nicht selten in Nebel verhüllt, auch ist dann die Touristenflut am stärksten. Viele ziehen deshalb vor, den Blüten- und Blumen- schmuck der Gärten, Wiesen und Felder, welchen die Thäler mit ihren rauschenden Gebirgsbächen schon meistens Mitte Mai darbieten. bereits im Frühjahr aufzusuchen. Freilich haben die Kuppen der höchsten Punkte des Schwarzwaldes ihr Winterkleid im Wonnemonat selten schon abgelegt, und rauhe Winde umwehen sie; dennoch dürften diese Klimati- schen Verhältnisse dem Touristen nicht beschwerlicher sein als die Glühhitze der engen Thäler im Sommer. Aber die Thäler sind besonders wasserreich, daher entströmt dem Wald stets eine balsamische, stärkende Luft, welche bei der allge- meinen hohen Lage des Gebirges selbst in den heilsesten Sommertagen eine erquickende Frische gewährt. Die Bäder des Schwarzwaldes, meistens in geschlossenen Thälern liegend und daher hinreichend gegen kalte Luft- strömungen geschützt, gestatten, schon Mitte Mai den Kur⸗- gebrauch zu beginnen und ihn andererseits bis Mitte Okto⸗ ber auszudehnen.— Wenn aber das Laub sich herbstlich zu färben beginnt, ladet die nebelfreieste Fernsicht zum Be- steigen der Berge ein. 4. Wege. Kein deutsches Gebirge hat bessere Straſsen und Wege als der Schwarzwald, darunter Prachtanlagen. Ju sämtlichen sehenswerten Punkten, die höchsten Berg- kuppen nicht ausgenommen, können Fahrwege benutzt werden. Chausseegeld für Fuhrwerk wird im badischen Lande nicht gezahlt Die richtigen Wege sind im allgemeinen nicht 2u Verfehlen. In der folgenden Beschreibung ist diesem Punkte besondere Aufmerksamkeit und Sorgfalt gewidmet, so dals auch der weniger Geübte sich zurechtfinden wird. Bei Nebel 8 Reisenotizen ist eine Wanderung ohne Führer nur auf der Landstrafse anzuraten; Fuls- und eingeleisige Fahrwege im Walde mag man nur dann einschlagen, Wenn man genau orientiert ist, letztere sind selten Verbindungswege. 5. Eisenbahnen. Man versche sich mit einem zuver- lässigen Kursbuch. Freigepäck wird aufser dem zugelassenen Handgepäck in Baden und Württemberg nicht gewährt— Rundreisefahrkarten. Es sind zu unterscheiden: a) Zusdimmęnstellbane Rumdreisehefte, deren Fahrscheine vom Reisen- den ausgewählt und zusammengestellt werden. Dieselben sind wäh⸗ rend des ganzen Jahr verkäuflich. Gültigkeitsdauer 45 Tage, bei Rundreisen von über 2000 km 60 Tage. Kein Freigepäc Die Rund- reise muſs mindestens 600 km(im Verkehr mit der Schweiz min⸗ destens 400 Kkm) umfassen. b) Fustèe Rujj,uWeiSνnενειαHοNturten mit feststehender Reiseroute. c) Ansα] ſαε- ,lfhfEuen. 5 Auf den Hauptstationen Badens werden Anschluſs-Rückfahrkar- ten mit 45tägiger Gültigkeit nach den Schweizer Grenzstationen ausgegeben. Schlafwagen. Auf der Strecke Vranlfurt Heidelberg-hνά νͥꝗᷓ um- gekehrt kursieren in den Nachtschnellzügen Schlafwagen, für deren Benutzung besondere Zusatzbillets erfor derlich sind. Aussichtswagen. Auf der Schνε να]ά)aln, àwischen Offenburg und Singen(Neuhausen, Rheinfall) sowie auf der Holleuthulbalin, z2wischen Frelburg und Neustadt, laufen Aussichtswagen, deren Benutzung den Reisenden J. und II. Kl. gestattet teren jedoch nur gegen Zulösung einer besonderen vom Zugführer erhältlichen Aus- sichtswagenkarte zum Preise von 1 Mk. für die Schwarzwaldbahn und 80 Pi. für die Höllenthalbahn. Die Eisenbahnfahrpläne in Deutschland, mit Ausnahme von Baden, Bayern und ttemberg, geben die huttlere Ortszeit jeder tation an. Dagegen sind s gestellt die Fahrpläue in Baden nach uher Zeit, Bayern nach Münchener Zeit, Rheinbayern nach arlsruher Zeit, Württemberg nach Stuttgarter Zeit, Schweiz nach Berner Zeit. — zeigt die Uhr in: Wenn es f 12 Uhr Mittags ist in 2 8 3 E5 Berlin 1140(113411531137 1146 12 401158 1247 12 1(12 Karlsruhe i. B. 12 01154 3 12 3 Köln. 12 612 0121ʃ9 12 9 München 1147 1141 12 0 115⁵0⁰ Stralsburg. 12 3 1157 1216 12 012 6 Stuttgart 1157/ 11511210 1157/120 Dampfschiffe verkehren cheinaufw. ärts bis Mannheim; dann auf dem Rhein- und Untersee: zwischen Schaffhausen Reisenotizen. und Konstanz, und auf dem Obersee und Uberlingersee: zwischen Ludwigshafen, Konstanz und Bregrenz.— Bei Regen und groſser Hitze wähle man den ersten Patzæ(Salon), da seine Kaßüte mehr Bequemlichkeit, und sein Deck durch ein Zeltdach mehr Schatten bietet. Man löse die Fahrbillets erst dann, wenn das Boot in Sicht, da sich die Schiffe, na- mentlich bei Nebelwetter, häufig um mehrere Stunden ver— späten. Wer ohne Billet das Boot besteigt, melde sich sofort beim Kondukteéur. 7. Posten. Hineelnen Relsenden ist die Benutzung der Staatsposten, welche das Gebirge nach allen Richtungen durchkreuzen. zu empfehlen. Sie legen einschliefslich der Zeit für die Postabfertigung auf den Iwischenstationen den Kilometer in ungefähr 8 Mmnuten zurück. Fahrtaxen: 8 bis 10 Pfennig für Kilometer und Person. Wer gemietetes Fuhr- werk benutzt, ist selbstverständlich unabhängiger; für drei und mehr Personen werden sich hier die Kosten nur um ein geringes höher stellen als die Postfahrt. 8. Mietsfuhrwerk. Dies hat nach der Ortlichkeit und dem Terrain verschiedene Preise. In einem groſsen Teil der badischen Städte und Dörfer sind mit Rücltsicht auf den Reiseverkehr obrigkeitliche Taxen für das Mietsfuhrwerk eingeführt. Wo keine festen Paxen vorhanden Sind. empfiehlt es sich, den Preis für die Fahrt einschlieſslich Trinkgeld beim Mieten des Wagens genau zu accordieren und dabei frische Pferde und zuverlässige Kutscher zu bedingen. 9. Führer. Das Führerwesen bezüglich des Feldbergs, des Belchen und einiger anderen ausgezeichneten Punkte lälst kaum etwas zu wünschen übrig; an anderen Orten fehlt eine ordentliche Organisation. Man muls sich noch 2u oft mit Leuten, deren Ortskenntnis selten über einen sehr kleinen Bezirk hinausgeht, begnügen. Führer erhalten ge- Wöhnlich 3 Mk. pro Tag und dazu die Hälfte, wenn ie allein zurückkehren müssen, ohne anderen Touristen über⸗ geben zu sein. Uberhaupt empfiehlt es sich, bei der Wahl eines Führers den Wirt, von dem man weiterreist, zu Rate zu ziehen. Uber Leistung, einzuschlagende Wege und Lohn accordiere man, da bestimmte Lohnsätze nicht gebräuchlich sind, und es nur üblich ist, beim stundenweisen Gebrauch dem Führer für die Stunde 40—50 Pf. zu zahlen. 10. Gasthäuser. Sie sind im allgemeinen gut. Die Gasthäuser I. Ranges in den besuchten Bädern und in den grölseren Städten sind rücksichtlich der Verpflegung und Bedienung, aber auch der Preise denen in der Schweiz gleich. Dennoch zahlt man zuweilen in gröfseren Gasthöfen nicht 10 Reisenotizen. mehr als in kleineren; andeérerseits findet man oft in letzteren gleiche Beqnemlichkeit und Reinlichkeit(Reinlichkeit ist die besonders lobenswerte Eigenschaft aller Schwarzwald-Gast- bäuser), grölsere Aufmerksamkeit, Freundlichkeit, ja persön- liches Wohlwollen der Wirtsleute und ebenso gute Verpfle- gung bei viel mälsigeren Preisen. Darum werden wir die Reisenden an den betréffenden Orten aulser auf die palast- artigen Gebäude auch auf die kleineren Gasthäuser aufmerk- sam machen. Demjenigen, welcher sich bestimmte Sätze für seine 9 8 0 gemacht, sei empfohlen, voοο Begiehen eines Aim- mens dungendert nach dem Preise æι¼ tFragen, auch wenn es sich nur um eine Nacht handelt. In den Gasthäusern erhält man die landesübiichen Weine: Affenthaler, Durbacher, Klingelberger, Kaiserstuhler, Mark⸗ gräfler, Mauerwein, Zeller und andere. Sehr empfehlenswert sind auch die Weine auf den Rheindampfschiffen der Köln- Düsseldorfer Gesellschaft. Sämtliche Boote führen dieselben Sorten. 1I. Die Reisekosten stellen sich mit Ausnahme der groſsen Hotelpaläste in den ersten Bädern) folgendermaſsen: Zimmer mit 1 Bett von Mk. 1—3.— Frühstucht Mk. 0.60—1,50.— „½ Ohe Nein Mk. 1.50- 4,50.— Bedienunmg pro Tag Mk. 0,50.— Trinfgeld erhält dann nur der Häusknecht. (Das Abendessen wird fast überall nach der Speisekarte ein- genommen.) Viele Gasthöfe gewähren bei längerem Auf- enthalt Pensionspreise, von 4 VIk. an für Zimmer, Frühstück, Mittag- und Abendessen ohne Wein. Man kann demnach, die Kosten für Beförderungsmittel abgerechnet, mit 10 Mlc. täglich gut auskommen. Je mehr Luxus dagegen verlangt Wird, desto mehr muſs auch bezahlt werden. Wer sich immer die ersten Hotels aussucht, Wein trinken und täglich Forellen speisen will, mag pro Tag gut Mk. 20 aussetzen. Bei län rem Aufenthalt lasse man sich alle 2 bis 3 Tage die schrift- liche Rechnung geben; auch achte man auf die Richtigkeit des Summierens der einzelnen Posten. Zallung im letzten Augenblick der Abreise ist zu vermeiden, und bei bevor- stehender Abreise am frühen Morgen reguliere man die Rech- nung am Abend vorher.— Die Küche der schwarzwälder Gasthöfe excelliert durch Bachforellen, Hähnchen und Eier— Speisen. Reisepläne. Die nachfolgenden Reisepläne beanspruchen für jede Tagestour 7—8, ja bis 9 Stunden, wenn alle Entfernungen Reisepläne. zu Fuls und in einem Reiseschritt zurückgelegt werden, welcher behagliches Umschauen gestattét. Durch Benutzung von Bahnen, Posten etc. wird sich entsprechender Zeitgewinn bestimmen lassen. Die Nachtquartiere, mit einem Stern() bezeichmet, sind Solche Orte, welche ein längeres Verweilen verdienen. Von Norden. Abkürzungen: Bft. Bahnfahrt; h. u. z. hin und zurü meter; Nm. Nachmittag; St. Stunde; Stat. Eisenbahnst' Vm. Vormittag. 1. Von Heilbronn aus(4 Tage). l. T.: Bft. nach*Stutt- gart. 2. T.: Bft. nach Freudenstadt. 3. L.: Bft. nach Tri- berg. 4. T.: zu Fufs, Wagen oder mit Post 15 km nach *Fürtwangen. 5. T.: zu Fufs(4%½ St.) mit Wagen oder Post nach Neustadt, dann Bft. zur Stat.„Titisee. 6. T.: mit der Höllenthalbahn nach Freiburg i. Br. Von hier nordwärts nach Straſsburg oder Baden-Baden,— süd- wärts nach Basel. 2. Von Pforzheim aus(4 Tage). l. T.: nach Wildbad und Umgebung. 2. T.: nach Hirschau zu Fufs oder mit Wagen, 14 km; dann Bft. nach Nagold. 3. T.: Bft. nach Freudenstadt, Nm. Bft. nach Horb und*Rottweil. 4. T.: Bft. nach Singen(Hohentwiel); dann Bft. nach Neuhausen (Rheinfalh. Von hier Bft. nach Basel, oder Bft. nach Singen, dann entweder Bft. nach Konstanz, oder Bft. über Etzweilen nach Stein a. Rhein, von hier Rheinfahrt nach Konstanz. 3. Von Pforzheim aus(14 Tage). l. I.: wie in R. 2. 2. T.: durch das Enzthal zum Enzklösterle. Wildsee, Kalten- bronn, Hohlohkopf und nach Wildbad. 3. T.: durchs Enzthal aufwärts zum Enzklösterle und über Aichbe Fautschberg, Agenbach nach dinach. 4. T.: nach Zavelstein, Calw, Hir— sau. Liebenzell. Unter-Reichenbach. Weilsenstein, Pforzheim, und mit der Bahn zurück nach Calw.(Wer nicht nach Pforzheim, sondern nur die schönste Strecke im Nagoldthal bogehen will, kann schon von der Stat. Liebenzell die Rück⸗ fahrt antreten.) 5. T.: über Wildberg nach Nagold. 6. T.: über Hochdorf, Altheim, Schopfloch, Dornstetten nach Freu- denstadt. 7. T.: nach Aach, Glatten im Glattthal, Neueck, Leinstetten, Bettenhausen, Neunthausen, Hopfau(diese Tour ist wenig besucht, doch zu empfehlen) nach Sulz, und Pft. nach Horb. 8. T.: Bft. über Rottenburg nach Tübingen, und über Hechingen nach Zollern, Burg Hohenzollern und Bft. zurück nach Sulz. 9. T.: Bft. nach Rottweil und Um- gebung.(Von Oberndorf lohnende Fulstour.) 10. T.: Bft. K; km Kilo- bion; T. Tag; 4³ 2 Reisepläne. nach Spaichingen und Umgebung. Vm. zur Ruine Balden- burg, Nm. über Hausen ob Verena zur Ruine Hohenkarpfen. II. T.: Btt. von Spaichingen über Tuttlingen nach Immen- dingen, oder Bft. bis Tuttlingen, zur Ruine Hohnberg und zurück; dann per Post(die vom Bahnhof aus schon benutzt werden kann) über Mühlheim nach Beuron, zurück nach Tutt- lingen, Bft. nach Iinmendingen und nach Hngen. 12. T.: Bft. nach Singen, oder mit Wagen oder zu Fuls über Ansel- fingen nach Hohenhöven, Welschingen, nach Weiterdingen, auf den Hohenstoffeln, nach Hohenkrähen und nach Singen. 13. T.: zum Hohentwiel und nach Neuhausen. Rbeinfall bei Schaffhausen. 14. T.: von Neuhausen wie 4. T. der vor- stehenden Route. 4. Von Stuttgart aus(4 Tage). l. T. und 2. T. wie der 2. und 3. Tag der R. 1. 3. J.: Bft nach Donaueschingen. 4. T.: Bft. nach Singen, Hohentwiel; Bft. nach Konstanz. Von wWo man die Dampferfahrten auf dem Bodensee oder die Bahnfahrt nach Chur machen kann. 5. Von Baden-Baden aus(5 Tage). l. T.: Altes Schloſs, Felsen, Ebersteinburg, Engels- und Teufelskanzel; Nm. Ge- roldsauer Wasserfall und zurück nach Baden-Baden. 2. T.: Merkur, Müllenbild, Gaisbacher Fischzuchtanstalt, Lichten⸗ thal; Nm. Vburg. Neuweier, Steinbach und Bft. nach Baden- Baden. 3. T.: Ebersteinschloss, im Murgthal nach Gerns- bach; dann über Staufenberg, oder über Ober- und Unte beuern und Lichtenthal nach Baden-Baden. 4. J.: Sauers- berg, Waldeneck, Lache, Malschbach, Geroldsauer Wasserfall; Nm. Ober-Plättig, Sand, Hundseck. 5. T.: über die Wieden- felsen durch das Bühlerthal zur St. Bühl; Bft. Appenweier⸗ Stralsburg. 6. Von Baden-Baden aus(10 Tage). l. T.: Eberstein- chloss, Gernsbach; mit Wagen oder Post über Forbach nach Schönmünzach. 23 kin. 2. T.: zur Hornisgrinde. Mummelsee, über Seebach und Ottenhöfen nach*Allerheiligen. 3. T.: durchs Lierbachthal nach Oppenau, dann mit Wagen(Post) nach Griesbach und zu Fufls über den Kniebis nach*Rip- poldsau 4. T.: mit Postomnibus von Rippoldsau durchs Schapbachthal nach Wolfach, von hier Bft. über Stat. Hausach mit der Schwarzwaldbahn nach*Triberg. Wer den inter- essantésten Teil der Schwarzwaldbahn noch nicht kenut, dem empfehlen wir, am 4. Tage: statt einer Hufinfante nacht Tni- berg eine bis Sommerau æοι νενẽ““ und mit dem ndchsten Zuge nacf*Triberg æνu,½αireinen, man achte auf die köst- lichen Blicke beim Verlassen der Tunnels., 5. T.: von Tri- berg nach Furtwangen(Post) und durchs Simonswälder Thal Reisepläne. über Waldkirch. Bft. nach Denzlingen und nach Freiburg. 6. T.: von Freiburg in die Umgegend oder zum Kaiserstuhl- gebirge und zurück. 7. T.: von Ereiburg mit der Höllenthal- bahn bis zur Stat.„Pitisee. 8. T.: auf den Feldberg, 3 bis 3½ St. 9. T.: nach*St. Blasien. 10. T.: mit Post(3/ St.), oder zu Fuſs durch das Albthal nach Albbruck. Von Albbruck mit der Rheinthalbahn östl. nach Neuhausen (Rheinfall) oder westl. nach Basel, u. s. W. 7. Von Baden-Baden aus(14 Tage). l. I.: Baden-Baden und Umgebung(nach Wahl). 2. T.: Baden-Baden Eberstein- schloss, das untere Murgthal aufwärts bis Schönmünzach. 3. T.: Hornisgrinde, Mummelsee und nach“Ottenhöfen. 4. T.: „Allerheiligen. 5. T.: durch das Lierbachthal nach Ophenau und mit Wagen über den Kniebis nach Rippeldsau. 6. T.: durchs Schappenthal nach Wolfach, dann Bft. auf der Schwarz- waldbahn bis St. Georgen und zurück nach Triberg. 7. I Schönwald, Martinskapelle, Obersimonswald. 8. L.: Zweribach- Wasserfall. Plattenhof, auf den Kandel 3½ St., Absti Gummenhof, Kehrplatz, auf dem Rohr, St. Peter, 2 St.,„St. Märgen 2 St. 9. T.: Hinterstrals, Thurner 1½ St., durch das Spirzenthal(Buchenbach) zur Stat. Himmelreich 2½ St. mit der Höllenthalbahn zur Stat. Höllsteig. 10. T.: Bft. bis Hinterzarten oder Titisee und zum Feldberger Hof. II. T.: Feldbergerstraſse bis Bärenthal, Neu-, Alt-Glashütte, Aha, Schluchsee 4 St. oder*St. Blasien. 12. T.: nach Höchen- schwand(Alpenpanorama). 13. I.: Niedermühle, Stat. Alb- bruck. Bft. Neuhausen(Kheinfall). 14. T.: nach EKonstanz. Diese Routen werden sich mittels der folgenden beliebig erweitern lassen. 8. Haupttour durech den ganzen Schwarzwald(32 Tage). l. T.: Heidelberg, Karlsruhe. 2. I.: Baden-Baden. 3. und 4. T.: nach Wahl von Route 4. 5. T.: von Baden-Baden nach „Schönmünzach. 6. T.: Hornisgrinde, Mummelsee, Seebach, Ottenhöfen,„Allerheiligen. 7. T.: durchs Lierbachthal nach Oppenau, Bft nach Bühl, durch das Bühlerthal, Wiedenfelsen, Luftkurort*Sand. Wer nicht wieder zur Eisenbahn Karlsruhe-Basel will, kann als Rastorte von Sand aus die je ½ St. entfernten Luftkurorte wählen: für die Weiterreise nach Baden-Baden*Obere Plättig, für das Murg- thal Herrenwies, für die Hornisgrinde Hundseck. 8. T.: durchs Bühlerthal bis zum Unterthal, Altwindeck, Hub, Ottersweier, Bft. nach Achern. 9. T.: Bft. nach Oppe- nau, Post, Wagen(oder zu Fuſs 12 km) über Petersthal nach Griesbach, von hier: Holzwälder Höhe, Bad Rippoldsau 2 St. 10. T.: durch das Schappachthal zur Stat. Wolfach, Bft. nach *Priberg.[l. T.: Triberger Wasserfall, Kesselberg, Schön- Reisepläne. 14 wald, Furtwangen. 12. T.: Obersimonswald, Zweribach- Wasserfall, auf den Kandel und nach Obersimonswald. 13. T.: nach Bleibach, wo man die von Elzach kommende Post, (1.30 Nm.) nach Waldkirch benutzen kann, und Bft. nach Freiburg i. Br. I4. I.: Freiburg und Umgebung. 15. T.: Kaiserstuhlgebirge und nach Freiburg i. Br. 16. T.: Btt. durchs Höllenthal zur Titisee. 7. T.: zum Feldberg, Feldberger Hof. 18. T.: Todtnauer Viehhütte, Todtnauberg mit Wasserfall(nur ½ St. von Todtnau, Stat. der Eisenbahn Todtnau-Basel), Muggenbrunn, Umgendwinden, Wiedenereck, Belchen-Rasthaus. (Auf diesem Wege kann der Belchen auch von Damen erstiegen werden. Die Touren Belchen-Blauen 2½ St., oder Belchen-Schauins- land-Feldberg 6 St., oder umgekehrt, sind beliebt.) WVer nach Freiburg will: Seebuck, Baldenweger Viehhütte, Rin- ken, Fahrweg durchs Zastlerthal nac Freiburg 4 St.; Fulsgänger hlen vom Rinken den aussichtreichen Weg über die Rotèck stlerthal) 6 St. 49. T.: von Belchenhaus durch das Münsterthal nach Staufen, Post nach Stat. Krotzingen 5 km, Bft. nach Müll⸗ heim(Badenweiler). 20. T.: zum Hochblauen 2½ St., dann nach Bürgeln 2½ St. und Kandern, Post zur Stat. Schliengen ain und Bft daech Basel. 21..:. Basel, 22„ Wiesenthal Bft. zur Stat. Geschwänd(Okonomen und Freunden des Sports wird ein Besuch der groſsen Fohlenweide Gisi- boden von Interesse sein), 1 bis Geschwänd, dann Bft. nach Todtnau. 23. T.: nach Präg, zur Passhöhe, Todtmoos, mit Wagen oder Post nach Wehr. 24. I.: mit Postomnibus (der von Schopfheim über Wehr nach Breéunet geht) nach Brennet und Bft. nach Murg. Durchs obere Murgthal ins Hauensteiner Land, nach Hottingen. Zurück über Hänner, Niederhof, zur Stat. Laufenburg, oder weiter hinauf in das Murgthal über Hochschür nach Herrischried, nach Görwiel und Tiefenstein im Albthal. DDie Post, welche nachmittags von St. Blasien kommt, passiert Tiefenstein und ist um 6.15 Nm. in Stat. Albbruck. Abends nach Waldshut, Schaff⸗ hausen.) Albbruck. 25. T.: das obere Albthal aufwärts, an Hohenstein(Wäs.) vorbei nach Tiefenstein, Niedermühle. Poststat. Immeneich. Unter- und Oberkutterau, dann St. Blasien(Post von Albbruck 8,35 und 4,30 Fahrzeit 3½ St.). 26. T.: Blasiwald, Seebrugg, Schluchsce,— oder von St. Blasien im Albthal aufwärts Vorder-Menzenschwand, Eule, Oberaha, Unteraha zum Schluchsee und nach*Schluchsee. 27. T.; Seebrugg, in das Schwarzhaldenthal, Häusern, Hö- chenschwand. 28. T.: Tiefenhäusern, Bannholz, Waldkirch, galen, Leinegg, Waldshut(auch Stat. Waldshut;— oder: Amrigschwand, Witznauer Mühle, Gurtweil und nach Stat Reisepläne. kann man von Gurtweil den näheren Weg zur St. Thiengen 29. T.: von Waldshut Vm. 8,20 Bft. über Thiengen, Oberlauchringen(9,5 km) und Bft. nach Weizen, 9.46 Vm., mit Post nach Bonndorf 10,10, Ank. 12,30 Nm.; dann nach Bad Boll(¾ St.) am Wutachufer, Tour das Wutachthal aufwärts. 30. T.: Post nach Donau— eschingen(Von Bonndorf nur morgens 6 Uhr) 26 km 4 St. 31. T.: Bft. nach Singen. Hohentwiel, und Bft. nach Neu- hausen, Rheinfall. 32. T.: Bft. nach Konstanz. Von Osten. 9. Von Stuttgart aus(3 Tage). l. T.: Bft nach Hirsau, zu Wagen nach Wildbad 18 km. 2. T.: Herrenalb(16 km), Loffenau. Gernsbach(12 km) Post. 3. T.: Baden-Baden, siehe die vorstehenden Routen von Norden. 10. Von Stuttgart aus(6 Tage). I., 2. und 3. T.: wie in R. 9. 4. T.:„Baden-Baden(nach Wahl). 5. T.: Appenweier, Stralsburg. 6. T.: Stralsburg. 11. Von Stuttgart aus(6 Page) I..: die in 9 2. T.: zum Enzklösterle, und nach Kaltenbronn u. 2. 3. T.: vom Enzklösterle über 1 5 old und Baiersbronn nach Freu- denstadt. 4. T.: zu Fuls nach dem Klösterle bei Rippoldsau. nach Rippoldsau; oder Bft. nach Hausach, und Bft. über Offenburg, Appenweier nach Stralsburg;— dann kann man den 5. Und 6. Tag zur Besichtigung von Stralsburg und Umgegend benutzen. 5. T.: von Rippoldsau über den Knie- bis, nach Griesbach, Petersthal und*Oppenau. 6. T.: über Kehl nach*Straſsburg. 12. Von Tübingen aus(6 Tage). l. T.: Bft. nach Hechingen, Zoll ern(Burg Hohenzollern), Bft. nach Bahlingen, — mit Wagen(Post 12 km 1½ St.) nach Ichömberg, dann mit Wagen(Post 14 km 1½ St.) nach Rottweil. 2. T.: Bft. über Villingen nach Woenanésehingen. 3. F‚ Rnls, mit Wagen oder Post(über Hüfingen 3 km, Löffingen 17 km) nach Neustadt 29 km 0 Ste, Bft. zur Stat. Titisee. 4. T.: auf den Feldberg zum eidberger Hot: 5.: z ls: a. Weg zum Turm, beim Grübie rechts zur Baldenweger Viehhütte, zum Rinken und zur Lochrütte, dann liuks über Alpersbach zur Stat. Posthalde, oder rechts über den Eür— satz zur Stat. Hinterzarten; wählt man den letzten Weg, so kann man vom Feldberger Hof zum Feldsee gehen, den Karl-Egonsweg, welcher über die Rufenhütte auch zum Für— satz führt. Fahrweg: Menzenschwander Viehhütte, Bären— thal, Bruderhalden, Titisee. 6. T.: von Titisee, Hinterzarten oder Posthalde Bft. nach Freiburg i. Br. Reisepläne. 16 13. Mon München, Augsburg, Ulm oder Sigmaringen aus(7 Tage). I. T.: Bft. über Stockach nach Radolfszell und nach Singen(Hohentwiel). 2. T.: Bft. nach Neuhausen, Rheinfall. 3. T.: Bft. nach Basel, Mülhausen, Belfort u. 8. w., oder Btt. nach Walds shut, dann nach Höchenschwand. 4 T.: über Häusern nach Schluchsee. 5. T.: über Unteraha. Ober- aha. Eule. Vorder-, Hinter- Menzense hwand, im Menzen- schwander Thal aufv S, Menzenschwander Viehhütte, Feld- berger Hof. 6. T.: zum Seebuck, über das Grüble zum Frie- drich-Luisenturm, zurück zum Ruhepunkt über dem Feldsee, am Seebuck, und zum Hotel; dann zur Stat. Titisee. 7. T.: zu Fufs, zu Wagen oder mit der Bahn durch das Höllen— thal nach Freiburg. Von hier entweder nach Altbreisch, Neubreisach, Colmar u. s. W oder nach Offenburg, Rastatt, Karlsruhe,— oder nach Basel und über Luzern zur Gotthardbahn u. s. Von Süden. 14. Von Luzern oder Bern aus(3 Tage). l. T.: Bft. über Olten. Pratteln nach Basel. 2. T.: von Basel, Bad. Bahnhof: Bft. durch das Wiesethal nach Todtnau, dann mit Wagen: über Brandenberg, Fahl, Zeiger zum Feldberger Hof (neue Fahrstraſse) 3-3/ St., zu Fuls 4- 4½ St. 3. T.: mit Führer über die St. Wilhelmer Viehhütte, Toter Mann und Vörlinsbach nach Oberried 3 St., zur Stat. Kirchzarten 1 St., Bft. nach Freiburg. 15. Von Brunnen, Stat. der Gotthardbahn, aus(4 Tage). l. T.: über den Vierwaldstädter See nach Luzern, Bft. nach Zürich, dann Bft. über Turgi nach Waldshut und“ 2. T.: im Albthal aufwärts nach*St. Blasien(Post 3½ St. 26 km). 3. T.: über Vorder-Menzenschwand 2¼ St., Hlater. Menzenschwand 1½ St., über den Zeiger zum Feldberger 197 im ganzen 4 St. 4 T.: s. 18. Tag der R. 8, Bemerkung Absatz. 16. Von Chur oder St. Gallen aus(7 Tage). l. T.: Bft. über Konstanz nach Radolfszell und nach*Singen, Hohent- wiel. 2. T.: Bft. nach Engen oder Don- meschingen. 3. 3 Bft. nach Triberg. 4. T.: Bft. nach Wolfach, zu Fuſs oder zu Wagen durch das Wolfachthal aufwärts über Schappach nach Rippoldsau. 5. T.: über Freudenstadt(Post 17 km 2½ St.), nach*Schönmünzach(Post 22 km 3½ St.). 6. T.: nach„Gernsbach(Post 23 km 3½ St.), Ebersteinschloſs. 7. T.: nach Selbach, Ebersteinburg, Felsen, Schloſs Hohen- Baden und nach Raden Raden. 25 Reiserouten. Von Westen. Die Eisenbahnlinie Karlsruhe-Basel, welche längs der Westséeite des ganzen Schwarzwaldes hinläuft, gewährt in ihren 50 Stationen bequeme Ausgangspunkte für Schwarz- waldtouren, welche sich leicht mit den bereits angeführten Reiserouten verbinden lassen. 17. Von Stralsburg aus(3 Tage). l. T.: Bft. über Kehl, Appenweier, Oberkirch, zu Fuls bis zum Signal auf der Schauenburg, über Steig, Heidenhof, den Braunberg, den 28elsbrunnen nach=Allerheiligen; oder Bft. von Oberkirch bis Oppenau, dann durch das Lierbachthal nach Allerheiligen. 2. T.: zurück durch das Lierbachthal nach Oppenau, von Lier durch das Renchthal und über den Kniebis nach Rip- poldsau; Fulsgängern und Geéologen ist der hübsche Weg Von Allerheiligen über die Höhen zum Roſsbühl und nach Rippoldsau zu empfehlen. 3. T.: nach Freudenstadt u. s. w. 18. Von Colmar aus(3 Tage). l. T.: Neubreisach, Alt- breisach, Kaiserstuhlgebirge, Freiburg i. B. 2. T.: zu Fuls, zu Wagen oder mit der Höllenthalbahn zur Stat. Titisee. 85 53 Bft. nach Neustadt, dann(mit Post 29 km, 4½¼ éSt.h) nach Donaueschingen. 19. Mon Mülhausen im Elsafs aus(5 Tage). l. I.: Bft. nach Müllheim, zu Fuls, Wagen(Post 7 km, 1/ St.) nach Badenweiler. 2. T.: zum Hochblauen 2½ St., dann zum Belchen und Belchen-Rasthaus 4½ St. 3. I.: zum Feldberg und Feldbergerhof 6 St. 4. T.: zum*Titisee, siehe 5. P. der R. 12. 5. T.: mit der Höllenthalbahn nach Neustadt, dann mit Wagen(Post 29 km, 4½ St.) nach Donaueschingen an der Schwarzwaldbahn u. S. wW. 20. Von Mülhausen im Elsafs aus(4 Tage). l. T.: Bft. über Leopoldshöhe zur Stat. Basel, Bad. Bahnhof, Bft. nach Rheinfelden und Brennet; zu Fuls, mit W. agen(Post 6 km 5 4St.) ugeh Wehr.2 nach Vordertodtmoos(Post 17 kin 25/ St.), dann zu Fuſs über 3 8 die Breite 0 ama) und Mutters- lehn nach Blasien. 3. T.: über Schluchsee zumTitisee (Post 30 km, 1 2 St): 4. P. wie Lag 5 in R. 19. Reiserouten. 1. Heidelberg. Bahnhöfe:; a. Main-NMeckarbahnhof(Heidelberg, Frankfurt a. M.), und 150 m südlicher und parallel daneben b. der Hauptbahnhof Heidel- Griebens Reise-Bibl.: Schwarzwald. 7. Aufl. 2 18 1. Heidelberg. berg, Basel, Würzburg, Mannheim, Speyer), beide am Westende der Stadt, in Unmittelbarer Verbindung miteinander. Als Kopfstation werden die durchgehenden Wagen der Kurier- und Schnellzüge hier umgestellt, Weshalb man sich beim Jufor der Wagen die Num- mer merke. Am Ostende der Stadt: e. Bahnhof Karlsthor, erste Station der Linie Heidelberg-Würzburg, und 1600 m Neckar aufwärts: d. Bahn- hof Schlierbach für die Neckarthalbahn. Pferdebahn: Vom Hauptbahnhof durch die Hauptstr. zur Karls- thorstat., und vom Hauptbahnhof durch die Rohrbacherstr. zum Friedhof. Droschken(nur Zweispänner): Von und zu den Bahnhöfen inner- halb der Stadt und über die Brüc bis Neuenbeim und zur Kirch- 8 Pers. 50 Pf., 2 Pers. 90 Pf., 3 Pers. 1 Mk., 4 Pers. 1,20 Mk. Gepäck das ick 20 Pf. Von 11 Uhr abends bis 5 Uhr 305 5315 Prei Zeitfahrten 2 Mk. bis 2,.60 Mk. pro Stunde. Reittiere: Esel aufs Schlofs 70 Pf., zurück 50 Pf.; Schloſs und Mol- kenkur 1,40 Mk., hin und zurü 2 Mk. Kaiserliche Post: Beim Bahnhof Neubau) und Marstallstr. 6, Filiale.— Privatbriefbeförderung für Stadtbriefe.) Telegraph: Im Reichspostgebäude und im Bahnhof. Hotels. Hotel de 1 Obe, I. R., mit höchstem Komfort, unfern des Bahnhof inmitten rtenanlagen. immer von 3 Mk. an, Table d'héte 1 Uhr enthalt Arrangement. Grand Hoôtel, I. R., feines, b858 Famil jenhokel mit höchstem Komfort, in nächster der Bahnhöfe. Tctorteſtotel, I. R., mit höchstem Komfort, in de Fähe des Babhnhofes, inmitten barkähnlicherz schattiger Anlagen, nmer von 2,50 Mk. an, Tab 1e dhöte 3 Mk., Bension nach Uebereinkunft.— Hotel Prins Rar“(Ellme Altrenommiertes Haus I. R. mit allem Komfort, in nächst Nähe des Schloss mit prachtvoller Aussicht und mäſsigen. Preisen, bei längerem Aufenthalt Pension, Gmnibus am Bahnhof, Familien und Touristen empfohlen.— Hotel Schirleden, J. R., 867nübor dem Bahnhof und den Anlagen, alter Ruf, Zimmer von 2 Mk., an, Table d'hõéte 3 Mk., Pension vVon 6 Mk. an.— Hotel Darmstädter Hof(H. Krall), nur ent, Zimmer von 1,80 Mk. an Mk., Pension von 4 Mk. an, r), empfohlen.— Hotel Hlieini- öm Bahnhof entfe Table d'höte wenige Minuten 3 (incl. Licht u. Bed Selobt. VASSν,,Q QHo,(Hotel Pfei Hoy, Hauptstraſse, hübsch eingerichtetes Haus, Zimmer, von 50 Mk.— Hotel æ Adler, am Kornmar 6 ussicht(Viele Engländer).— Badischen Ho,, Hauptstraſse läftsreisende). A 115 ne. Hof,(Kuhnmünch, freundlicher W irt, der mit seinen bung macht), gemüt- fter Ausflüge in Heidelbergs Umg 13 Hotel unweit der Bahnhöfe, Hauptstraſse II. gut und- pillig, besonders Pouristen empfohlen(Weinèe eigenen Wachstums).— Bagſrischer Hof, nahe der Bahn.— Hotel auum, Heitten, altrenommiertes, architektonisch inter ntes Haus, Hauptstraſse, Zimmer von 180 Mk. an, Table dhöte 2,10 Mk gelobt. HGastff Sν silbennen ½ Haupt- straſse, einfach und gu-. bis Zzu 1,50 Mk.— Prins Madæ, Marstallstr., Zimmer von 1 35„801. Schlosshote olsartige ablissement I. R., in unvergleichlicher Lage im Sc Wleß Ark, unfern der Schloſsruine, Zimmer von 250 Mk. aufwärts, Pable dhõôte um 1 Uhr à 3,50 Mk. Nahebei das Dr. Schwe-⸗ ninger'sche Sanatorium. Restaurationen. Leers, Hauptstraſse 77; Hdbérlein, an der Anlage; Pavillon, im Stadtgarten(abends Konzerte); Vachter, am Markt; ferner im Hotel RielntSche. Hof, im Miener Hof, im hRitten, im Roten Ochisen und im Silbennen Hirscli, ämtlich in der Hauptstrafse.— Schloſsrestuuure in herrlicher Lage beim Schlosse. A 1. Heidelberg. Bier: gasseèe 1. Jengen ui. d. Bäder: Bei Sler und bei Haller, letateres mit Dampfbädern und Douchen, beide in der Plöckstr. Croſse Schiuimmanstult oberhalb der alten Brücke. Schuebummalustult an den sogenannten Bögen. Heidelberg mit 28 250 Einw., liegt überaus reizend in einer vom Schloſs- und Heiligenberg gebildeten Thalschlucht am Neckar, über den die 225 m lange Alte Brche, mit dem Standbild des Erbauers, Kurf. Karf Theodor, und der Mi- nerva geziert, und weiter unterhalb die 243 m lange Neule HBrüiclee führt; namentlich gegen Abend prächtige Blicke auf die Schlolsruine von beiden Brücken. Altdeutsche Wein- und Bierstube Zum Rodensteiner, Sand- 70hhu, Plöckstraſse. Hauptbahnhef. Goldener Romer. Vogel— Geschichtliches. Durch Pfalzgraf Otto den Hrlduchten àaus dem Hause Wittelsbach, 12 53, zur Hauptstadt der Rheinpfalz erhoben, blieb Heidelberg fast fünf Jahrhunderte Sitz der Kurfürsten, bis Kar! Plilinp im Jahre 1719 nach Mannbeim zog. Der 30jährige Krieg brachte Drangsale in reicher Fülle, die aber den Höhepunkt er- i 1dwigs XIV. Befehl„Bruler le Palatinat“, infolge- 5 chen Mordbrenner unter Bruch der, geschlossenen Kapitule 11105 11689 das Schloſs störten(Mélac) und 1693 die Stadt auf J ahre hinaus in eine menschenleere Wüste verwandelten. Seit⸗ dem 1803 Heidelberg mit der Rheinpfalz an das Groſsherzogtum zaden kam, brach auch für diese schwergeprüfte Stadt eine neue, bessere Zeit an. Die berühmte Universitätsstadt hat nur eine grölsere Stralse, 3 km lang, zwischen dem Mannheimer und dem Karlsthor. Der Schloſsberg und der höher gelegene Königs- stuhl lassen ihr kaum Rauimn, sich auszudehnen. Die Uni⸗ versität, 1000 Studenten, nach Pr rag und Wien die älteste Deutschlands, die hochberühmte, woh Ubelobte„Ruperto-Carola“ die Wiege wissenschaftlicher Bildung in Süddeèutschland, Wurde am 18. Oktober 1386 vom Kurfürsten Ruprecht I. ge- gründet. Ihre Bibliothel-(Alittwoch und Sonnabend 10—12 und 2—4 Uhr geöffnet), in eigenem Gebäude, zählt eine halbe Million gedruckter Werke und 3000 Handschriften, worunter viele mittelalterliche mit Miniaturen in deutscher Sprache. Von den anderen Sammlungen sind besonders bemerkenswert: das Archäologische Institut mit gedrucktem, belehrenden Katalog, der Botanische Garten, das Zoologische Museum und die Mineraliensammlung mit 15 000 Nummern. Besonders beachtenswert: die jetzt restaurierte Peters- leinche mit merkwürdigen Denkmälern, ältestes Gotteshaus. Die Heiligegeisthinche am Markte, die grölste der Stadt, mit Grabmälern aus dem 14. Jahrh. Die Jes⁰utenſinche, mit be- achtenswerter Kanzel, ist jetzt katholische Pfarrkirche. In den reizenden Anlagen, welche in der Nähe des RBahnhofs den neu angelegten Stadtganten mit Pavillon(abends Kon- Zert) enthalten und die halbe Stadt umziehen, ist die von * 20 1. Heidelberg. König Ludwig von Bayern gestiftete Bronzestatue des Feld- marschalls W Frede, eines geborenen Heidelbergers, aufgestellt. Eine Viertelstunde davon entfernt, gegen Rohrbach, in herr- licher Lage, befindet sich der neue Vf. Tedhof mit vielen inter- essanten Denkmälern. Besichtigung des Heidelberger Schlosses. Das alte*Heidelberger Schloſs, das Hauptziel aller Fremden, ist die grolsartigste und herrlichste Ruine in über⸗ raschend schöner Lage aut einem Bergvorsprung, der Jetten- bühel genannt, 100 m über dem Neckarspiegel. Wege zum Schlols:(Führer, überflüssig.) 1. Am bequemsten mit 95 Pferdebahn, entwed bis zum Kornmarkt, wWwo der schattige 07⁰ν beginnt, oder bis zum Viieseν]]c, kühlster Aufstieg unmittel- von der Haitestelle an. 2. Zu Fufs-oder mit Dr hke von der Eisenbahn durch die Anlagen nach der neuen Schlolsstr. Jaxe aller im Schlosse einschl. des grolsen sses: 1 Pers. 1 Mk., 2 Pers. 1,50 Mk. 3 und mehr Pers. jede 85 Herdelberger Fuſs(236 Fuder 236000 Flaschen), 1751 Ver ertigt, Schritte lang und II Schritte br eit, wird für 20 Pf. pro Person ge- 40 Pf. 13 zeigt. Altertumssunmlulsn gen im Se 8 Der Grundriſs des Schlosses bildet ein Niereck, fast parallel mit dem Neckar und so gelegen, die nördliche Seite der Stadt zugekehrt ist und auf diéser Seite auch der Burgweg mündet, auf dem vorzugsweise die Reisenden in das Schlols gelan zen. Die erste Erbauung einer Burg auf dem Jettenbühel, 0 ungeélähr die Grün- dung des Schlosses, fällt in das Jahr 1300. mtliche des Schlo allen daher in die Zeit vom 14. bis zum 17. Jahrh., und die vorzüglichsten gerade in die letzte Periode. Durch die Thoxwege der nördl. Vorwerke zum Altan, der einen schönen Uber lick über die Stadt und den Kreis- abschnitt der Ebene gewährt, in welche der Neckar ausläuft. Man sicht hier den Park von Schwetzingen und einen Teil von Mannheim deutlich. Fast in der Mitte der nördlichen Front gelangt man durch den Eingaug in den Schloſshof. Der Friedrichsbau, vom Eingang rechts gelegen, von dem Pfalzgrafen Friedrich IV. 1601 begonnen und 1607 vollendet. Die 16 vorzüglichen Porträtstatuen stellen die Repräsentau- ten des Pfälzischen Hauses(darunter drei deutsche Kaiser) bis herab zum Erbauer dar. Die Kapelle im Erdgeschoſs enthält eine Smmnuh voο ꝗS̃teindenbmdlen, aus Heidelberg und dessen Umgebung von den Römerzeiten an. Eine Treppe hoch, in 8 Sälen, befindet sich die Stid-Isch,e Kinst, und AL= tertuimersamunlu¹αꝗ¹ꝗ mit vielen das Schloſs und die Stadt Hei- delberg betreffenden interessanten Gegenständen.(Gedruckte Kataloge über beide Sammlungen.) Vor dem Friedrichsbau Eingang zum Keller mit dem Heidelberger Fafs, dabei Holzfigur Perkeos, Hofnarr des Kurfürsten Karl Philipp 6 z epn“ 5 8 5 VHudes, VHOAirefilo. Ee, Plan Een HEl 9. 60. 100 2. 2 20⁰ 30⁰ Von 1 Verlag vAlbert Goldschmidt Berlin. 2 2 29 222i 1. Heidelberg. (1720). Perkeo soll täglich mit 15 Flaschen seinen Kostbaren Durst gestillt haben.— Nach Norden und links vom Frie- drichsbau der neue Hof, 1547 erbaut, interessanter Früh⸗ renaissancebau mit offenen Arkaden in drei Stockwerken.— Unter einem rechten Winkel etwas südwestl. laufend, schlieſst sich dem neuen Hof der Otto-Heinrichs-Palast an, ein Pracht⸗ bau. Otto Heinrich, ein Fürst von grolser wissenschaftlicher Bildung und geläutertem Geschmack, liels diesen Palast 1556 aufführen. Die zwanzig groſsenteils von der Hand des be- rühmten Alexander Collins von Mecheln herrührenden Sta⸗ tuen der Facade, teils der Antike, teils dem Alten Testa- ment, teils der Symbolik der Renaissance entnommen, haben eine allegorische Bedeutung. In der Mitte das Bildnis des Erbauers mit dem pfälzischen Wappen. Hierauf folgt der Ludwigsbau,, an welchen abermals unter einem rechten Winkef die 6konomiegebäude anstolsen und mit der goti- Schen Ziehbrunmmenſiali'e endigen. Die Syenitsäulen der letz- teren rühren nach dem Zeugnis des Weltchronisten Sebastian Münster vom Palast Karls d. Gr. zu Ingelheim, wWo er sie noch selbst gesehen hatte, her. Gegenüber die Ruine des Ruprechtsbaues, vom Pfalzg rafen und deutschen König Ruprecht(1398—1410) erbaut. Zunächst dem Ruprechtsbau der alte Bau, von manchen irrtümlich Rudolfsbau genannt, mit gotischem Erker, wahrscheinlich um 1298 erbaut, deshalb der älteste der noch vorhandenen Schloſsbauten.— Das daran stolsende niedrige, längliche Gebäude ist die alte Schlols- kapelle oder das Bandhaus, 1346 erbaut und seit Einrich- tung der neuen Kapelle in den sogenannten Königssaal ver- wandelt. In Verlängerung der Seite nach der Stadt und dem Flufs(Norden) geht in der Richtung stromabwärts (Westen) der englische Bau, Anlagen des Kurfürsten Frie- drich V., 1619 errichtet. Dié Mauertrümmer werden von ur- altem Epheu umrankt. Dieses Gebäude endet im dicken Turm. Er wurde 1689 von dem französischen General Mélac gesprengt. Unter dem Turm und der Westfront der Stück-⸗ garten, einst Wall, jetzt schöne Promenade. Auf der süd- Weéstl. Ecke der kleine Ludwigsturm, ebenfalls von den Franzosen, aber bei dem zweiten Einfall 1693, zerstört. Voll. ständig erhalten ist der viereckige, schwere Wartturm auf der Südfront mit dem Hauptthor des Schlosses, 2u welchem eine Zugbrücke führt. Dieser Turm, an der Aulsenseite mit zwei Löwen und mit zwei Schildknappen ausgestattet, ist durch Mauern mit dem auf der Südostecke gelegenen runden. gesprengten Turm verbunden, er ging ebenfalls 1689 und 1693 zu Grunde. Als Ruine nimmt er sich besonders male- risch aus; von ihm ab nordöstlich der Ludwigsbau, und von 1. Heidelberg. diesem zugängig der Bibliotheksturm. Auf der nordöstl. Ecke der Clockenturm, in der ersten Hälfte des 16. Jahrh. angelegt, 1764 vom Blitz entzündet. Der Schlofsgarten mit seinen schattigen Spaziergängen und Baumgruppen, den ernicken än öcltePnnken auf Schlols, Stadt, Neckarthal und Ebene bis zu den Vogesen(iusbesondere der von Bogen getragenen durch zahllose bildliche Darstel- lungen W eltberühmten Terre) umfalst auch eine Sommmnern- 20scht(nachmittags Konzert) und wird oben von den An- lagen des Schloſshoteis und des im Jahre 1887 eröffneten grofsartigen, prachtvoll ausgestatteten Sanatoriums vo Scliabe- ungen bẽgrenzt. Vom Flaupteingang des Schlosses 20 Minuten höher liegen auf einem Bergvorsprung des Gaisberges die kaun sichtbaren Trümmer des alten Schilosses, jetut Molkenkur (Erfrischungen) mit umfassender Aussicht, Noch ½ St. höher, dem Fusswege folgend(Fahrweg/ St.), erreicht man den Königstuhl 578 m. von dessen Warte sich ein um- fassendes Landschaftsbild über Rhein- und Neckarthal, Haardt- gebirge, Odenwald, Taunus und Schwarzwald entfaltet. Worms, Mannheim, Speyer und das Strafsburger Münster erkennt man deutlich. Vom Königstuhl sehr schöner, schat- tiger Fussweg nach dem Kohlhof(Wirtschaft) und der Posseltlust, Aussichtsturm, zurück über die Drei Hicllen, Gaisbergerw, eg, Blockhaus oder Sprunghöhe.— Zum Speier- hof St., beliebte Wirtschaft am Waldrande, Fahrwege: um 400 Gaisberg, oder über den Friedhof; in der Nähe Turm auf dem Gaisberg mit schöner Aussicht.— Der Stadtwald an den Abhäungen des Königstuhls mit zahlreichen, bequemen, schattigen Fahr- und Fuſswegen. Wer den Königstuhl nicht bestei Molkenkur auf dem neuen Fahrwege westlich um den Rie- Senstein und an den Steinbrüchen vorbei zur Kanzel(20 Min.) und zum Rondell(5 Min.), zwei bprächtigen Aussichts- punkten; weiter durch die WOHsSHöiM, önach dem Bahnhof Zzu- rück(½ St.).— Schöner Ausflug(schattig) nach der Berg- schlucht des Wolfbrunnens(WIs.), 1 St. östl. vom neuen Schlosse, dem Lieblingsaufenthalt Friedrich V., am Abhauge des Königsstuhl, mit Forellenteichen. Ausflüge: Zum HelligQen Berg 1 St., vom Bahnhof am Darmstädter Hof vorbei, die neue Neckarbrücke nach Neuenbeim ansteigend zum Philosophenweg, der sich mit herrlich gelegener AesUmGation zur Phi- losophenhöhe uf halber Höhe des Hellig9en Berges hinzieht. Auf letz- terem erhebt sich jetzt ein neuer Aussichtsturm mit prächtiger Fern- sicht auf das Neckarthal und die Vogesen. Von hier entweder den Bergrücken weiter zu den Ruinen der uralten Kloster-Basilika St. Michael und steil binab nach Handschuchsliem àn der Bergstralse, oder zurück den Philosophenweg und a. durch die abstrebende Schlucht zur 0 wende sich von der 2. Das Neckarthal(Heidelberg-Heilbronn). „gasse(Kommers- und Pauklokal der Studenten) und den Neckar abwärts an der guten Wirtschaft, henhäufsel“ vorbei zur alten Brücke; b. durc h die W einberge den Schlangenweg abwär der 8 Die Rundfalirt ber beidé Necſturbrtiolen„ DoονMαeuινεA I8t HheSοrs zο εÿẽůhlen. Nach Schwetzingen Bahn 9,4 Km 20⁰ 755(Gasthö zunächst dem Hoté am Bhf.; Hauis und Feitter, 0 0 Einw. ten ist im Versailler 09 50 Jahrh. Wasserkünsten, Tempeln und Bildsiulen. Die Was von Mitte April bis Mitte Oktober lich von morger in Thätigkeit. Am Eingang des hlofsgartens links, in der D5281 tigen Tindenallee, zwischen zwei Lindenbäumen der Kaiser Friedrich- Felsen, grauer Granitblock, mit der Inschrift: „Am 31. Juli 1870 nahm hier an dieser Stelle Friedrich Wilhelm, nachmals ch III., Abschied von seiner Schwester Groſs g· se von Baden, vor seinem Auszug in den deuts französischen Krieg.“ Dar- „Errichtet von Schwetzingens Einwohnern im Juli 800 Nach Erbach s. R. II. bei Eberbach. Das Neckarthal(.Heidelberg-Heilbronn). Der Neckar entspringt im württembergischen, Schwarzwalde bei Schwenningen(697 m ü. M.), und mündet in den Rhein bei Mannbeim (99 mun ü. M.), Flulfslänge 397 km, Schiff barkei 218 Km. Zuflüs chach, Glatt, Ammer, Enz, Zaber und Elser Schlichem, ach, Steinlach, Echaz, Erms, Lauter, Filz, Ren Sulm, Kocher, Jagst und Elz. Für die sehenswerten Partieen in das Neckarthal muſs Fufswanderung oder Wagenfahrt. für die R zückreise die Be- nutzung der Bahn, von Neckar-Steinach bis Heidelberg Nachen- fahrt empfohlen werden. (Bad. Staatseisenbahn) Heidelberg-Meckarelz 50,6 km.— Neckarelz- 176 km.—(Württemb. Staatseisenbahn) lagstfeld--Heilbronn 11 km Von Heidelberg über die alte Neckarbrücke, dann das Ufer entlang, mit Aussicht auf Stadt und Schloſs, dem Wege iegelhausen folgend, an der Hirschgasse Vorbei zur Stiftsmſihlèe(Wirtshaus). Granitblöcke im Neckar. Nördl. der Stiftsmühle 8%t Veubeung, malerisch gelegen. Weiter das Ufer aufwärts zum langen Dorfe Ziegelhastsen(Adler), auch als Luftkurort besuc ut. gegenüber Stat. Schlierbach (Jeigerhiduis), beide durch eine fliegende Fähre verbunden. Wer von Ziegelhausen nicht nach dem gewerbreichen Städt- chen Schönd will, lälst sich hier übersetzen, um den Weg nach Neckargemünd auf dem interessanteren linken Ufer von Schlierbach durch den Wald zu machen. Neckargemünd(F/alz, Pens. von 3 Mk. an: Hirscli,; Pflig; Prine Kar', Anen, ½ St. entfernt der Kuimmel— 2⁴ 2. Das Neckarthal Heidelberg-Heilbronn). Hachie. Ho,, beliebter Ausflugsort, auch von Heidelberg über den Kohlhof oder Königsstuhl auf schattigen Wegen zu er⸗ reichen, mit herrlicher Aussicht auf das Neck arthal; in der Neckarstralse, in der Nähe des Gasthauses zur Pfalz, die einliandluEt ο J. H. 1 griechische Weinstube, am Einfluſs der Elsenz in den Neckar, in sehr malerischer, gegen rauhe Winde geschützter W An der evang. Kirche Ge- denktafel an den Krieg 1870/71. Hübsche Punkte nahebei: Ruinen der Burg Reichenstein, der Boclhfelsen mit Pavillon; dann der Milliaßstein, der Stadtioald; Dilsberg, Niimnmmelbachier Ho/ S. oben. Gegenüber Kleingemünd, mit der Stadt durch eine fliegende Fähre verbunden; von hier zum Felsenbergꝗ St, mit Panorama. Die Bann geht oberhalb Neckargemünd auf einer auch von Fuhrwerk benutzten Gitterbrücke auf das rechte Neckar- ufer. Neckarsteinach(Harfe, Hirsch, beide gut), am Einfluſs der Steinach, in reizender Lage, mit vier Burgen. Durch die Hauptstraſse auf den Burgweg und zur epheuumrankten. dem Publikum nicht zugänglich 1en Mlittelburg g, im mittelalterlichen Stil restauriert und von geschmackvollen Parkanlagen um- geben, welche die Burg mit der Vorderburg, W ohnung des V erwalters, verbinden; die Vorderburg mit mächtigem vier- eckigen Bergfried wird auch(als ehemal. Raubbure Land- Schiadlenbenꝗ genannt; seit dem 14. Jahrh. Ruine. W enige hundert Schritt davon die Hinterburg, Viereckiger, aus Qua- dern erbauter Luginsland(Bergfried) mit Ringmauern und Türmchen; etwa 10 Min.“ 5 Ruine Burg Schadeck, Eabenscfloʃ oder Schaodlbenmest genannt, in kühner Lage auf steilem Felsen; sie wird vom Hess. Altertumsverein er- halten.— In der Kirche zu Neéckarsteinach einige alte Glas- malereien und alte Grabdenkmäler, deren ältestes von 1369 an Ulrich Landschad, Sohn des berüchtigten Pleikart Land- schaden erinnert. Auf dem jenseitigen Ufer Ruine Dils„vom Turm weite Umschau, in dem am Fulse der Burg gelégenen gleich- namigen Dorfe Iis. 2u, Sonme. In dem nahen Dilsbenger Ho, ebenfalls Wirtschaft. Die Bahn erreicht Stat. Neckarhausen, dann Stat. und Städtchen Hirschhorn(Zum Naturalisten; Zum Lötben, Vr- HaeHlirstendelen Hof, Krone), noch von alten Schutzmauern umgeben und von dem gleichnamigen Schloſs beherrscht; unter demselben der über 300 m lange Schlolsbergtunnel. Zwischen dem Städtchen und dem oben thronenden Schlosse das ehemalige, 1803 aufgehobene Karmeliter-Kloster mit der 2. Das Neckarthal(Heidelberg-Heilbronn). Kirchenruine. Gegenüber, jenseits des Neckars, die Ers- heimer Kirche, eines der äItesten religiösen Bauwerke, mit Grabdenkmälern Derer von Hirschhorn. Hinter Hirschhorn folgt eine groſse Flufskrümmung, da- her Touristen zu Fuls am besten die Uberfahrt bei der Kirche in Hirschhorn benutzen, die jenseitige schmälere Laudzunge überschreiten und sich P Dorfe Peutersboch, wieder auf das rechte Ufer übersetzen lassen. Die Bahn geht durch den Feuerbergtunnel und erreicht Stat. Eberbach- Hotels: Leininger Hoſ,; gutes Fuhrwerk; Badisclien Hof. alle drei gut und mit Pension und zu längerem Aufenthalt geeignet; Gminen Zauum, Gartenwirtschaft m. Kegelbahn. Wirtschaften: im BH eHuiuudlo: bei Schmt mit Kegelbahn. Säder: bei Bohrmann und Deschnér.— Ge— legenheit zur V und Hochjuñdiugd. He Ludwigsbahn: Eberbach-Erbach-Darmstadt, bis Erbach(Oden- Wald)! Km, 1 St. 2,50, 1,70, 0,90 Mk. Hberbach, am Einfluſs der Itter(Bäder) in den Neckar, Hi isches Amtsstädchen mit 5000 Einw., Hammer⸗ Werke, Sägemühlen, bedeutender Weingrofshandel, Rolshaar- spinnereien, Holzhandel u. s. w. Um den Ort viele hübsche Aussichtspunkte, wie Ohinsberghöh'e mit Pavillon und Aus—- Ssicht; ferner Karlsthial, Hirschsnumg Felsenquelle), und zum Blockhaus auf dem ITtlersberg. Ausflüge: Auf den 628 m hohen Katzenbuckel 2½ St, überall Weg⸗ wWeiser, höchster Punkt des Odenwaldes, mit Aussiehtst urm, in Katzenbach(Whs. zum Löwen). Nach Erbach mit der Bahn, Ss. Ooben. über die Stationen Galnmeilile(auch hier Aufgang zum KAb2 E81 über Antons! chloſs, durch den Höllengrund nach Katzen⸗ bach), Kullba 5„immer im romantiso hen'Itter bachthal auf- Wärts, Scllollenbucl, hinter der Station der 3100 m lange Trdilien Lainnel, in dem diese Bahn ihre gröſste Höhe(350 m) erreicht. Von i Station Besuch des Krähenberges 2 2 St. entfernten 6llenbach zum Jagdse„/½ St. Die Bahn kommt zur Stat. Hetsbachl-Iů den, an der Mümlingsquelle, dann tolgt Stat. Erbach, Residenz des Grafen, von Erbacli-Hrhdcli; xSchlofs Erbach ist durch seine Sammlungen berühmt. Rundreise-Fahrkarten: Darmstadt-Erbach-Eberbach-Heidelberg- Bensheim-Darmstadt, 5 Tage 10.8, 7,3, 4,9 Mk. FTos Hinter Hberbach treten die Thalwände mehr zusammen. es folgt der Scheuerberg-Tunnel, r. Dorf Rochendu, r. auf Steilem Bergvorsprung Ruine S“oIee Raubritterburg, im 16. Jahrh. zerstört. Dorf Lindacſi, dann Stat. Jwingenberg Schiſf, Auiſter), Dörtchen mit dem Schloſs gleichen Namens. ner der schönsten Punkte des Neckarthales. Zur Being St. vom Bahnhof; sie ist Eigentum des Grofsherzogs von zaden und enthält verschiedene Sehenswürdigkeiten. Auch von hier kann man die 3350 zum Katzenbuckel machen, 2 St. Zw ingenberg gegenüber der Zibingenbengenhot, dahinter das stattliche Pfarrdorf VerHνννsα.. Die Balhn erreicht Stat. 26 2. Das Neckarthal(Heidelberg-Heilbronn). Neckargerach(Krone; Baum), in der Kirche kunstvoller Altar. Gegenüber auf steil anstrebendem Felsen Burg Minme- Heung. Die Bahn überschreitet auf hohem Damm das Seebach- thal; es folgt Tunnel durch den Binauer Hals, einer weit vor- springenden Landzunge, dann Stat. Binde mit bedeutender Bienenzucht, Dorf Diedesheim, Fluſsschwimmbad, gegenüber Ohrighieim, durch Brücke mit einander verbunden, mit uralter Kirche, darüber am Berge Schlo/s Neubung, Eigentum des en von Leiningen. Stat. Neckarelz(Familienpensionat Hing), am Ausflusse der Elz, mit interessanter, von den Tem- plern gegründeter Kirche. Auf der Eisenbahnbrücke(Ab- zweigung der Bahn nach Meckesheim) schöner Blick. Gegenüber Hochhausen mit Schlöfschen der Grafen von Helmstädt, alte Kirche mit dem Votberga-Grabdlenlemdl, ur- Ite Skulpturarbeit; nahebei die VOPh ue. Stat. Neckar- mmern mit Schoysriν“ Hornbeng, Eigentum des Freiherrn v. Gemmingen, einst Götz v. Berlichingens Lieblingsaufent- halt; Sammlung interessanter Waffen. Stat. Hassniensſieium, der Fluſfs macht eine bedeutende Krümmung, Dorf Böttingem, darüber die Michdelishdpelle, Wallfahrtsort, oben prächtige Aussicht, gegenüber Dorf Miihübach mit dem Schlosse Guten— heu9, Eigentum des Freiherrn v. Gemmingen. Die Bahn passiert Stat. Gundelsheim(Prins Kan, Löibe) mit dem hohen Schlosse Hornech, im modernen Stil auf röm. Unterbau, mit interessanter Geschichte; Gedenktafel im Schlolshof. Gegenüber Ruine Eyrenbung, von schönen An- lagen umgeben, Stammschloſs des gleichnam. Geschlechts, ist Eigentum des Herrn v. Rackwitz und zum Teil bewohnt. Dorf Heinslleim, von der Terrasse des bei der hochgelegenen Kirche befindlichen Pfarrhauses entzückende Aussicht; dem Landwirt ist die Besichtigung der landwirtschaftlichen Au- lagen des Besitzers der Ehrenburg zu empfehlen. Stat. Offendu, Dorf mit der Saline Qemenshall, die jähr- lich 100 000 Centner Salz liefert; Solbad(Böcker). Gegen- über die hess. Kreisstadt Wimpfen am Berg, Bahnstat. der Linie Meckesheim-Jagstfeld(HRitter, am Bahnhof), dabei das romantisch gelegene Mathildenbad Wimpfen am Neckar, 300 m ü. M., Solbad, Wasserheilanstalt, Luftkurort in wun- dervoller Lage, sehr gèeeignet zu längerem Aufenthalt; im Aurhiotel(J. Albrecht) gute Verpflegung, mälsige Prei“ Wimpfen im Thal und Städtchen Wimpfen am Berg gehört zur hessischen Enklave Wimpfen. Letzteres an der Stelle einer röm. Niederlassung. der starke Turm soll röm. Bauwerk sein. Beachtenswert die Hauptkirche in Wimpfen; U Este Uom deR K 2. Das Neckarthal(Heidelberg-Heilbronn). am äulseren Ringwall Reste einer kaiserlichen Pfalz(Schlacht am 6. Mai 1622). Auf dem r. Ufer Stat. Jagstfeld(Badehotel Brüuminger) mit Saline Friedrichshall, an der Mündung der Jagst. Wer zu Götzens Burg will, fährt mit der Bahn bis Stat. Mochmsihl 22 kKm/ St., dann Landstraſse und Post im Jagstthal aufwärts, 12 km Dorf und Schlols lagsthausen, seit 500 Jahren Eigentum der Familie von Berlichingen. Andenken an Götz von Berlichingen, dar- unter die eiserne Hand. Die Bahn überbrückt den Kocher, folgt Stat. Kochen- C⁰, Tabackbau, oberhalb der Eisenbahnbrücke führt eine Steinbrücke über den Kocher, gegenüber die Dörfer Uyuter- und Ober-Hiseslieim. Die Thalränder treten zurück, Ackerland, Weinberge. Stat. Neckarsulm(Prins Karl, Somme), am Einfluſs der Sulm in den Neckar, in anmutiger Lage, 3000 Einw. Wachswarenfabriken, Sägemühlen, Weinbau, Holz- handel, Flöfserei, Schiffswerfte. Bea achtenswert die Dionls- leirch'e und die Frauenhirhe. Vom Schieuernbernꝗ schöne Aus— sicht. Ausflug: durch das Sulmthal über Erlenbach zum Städtchen Neinsberꝗ(Meibertreu). Am J. Ufer das hübsche Dorf Neckar-Gartach mit dem Böllingen Hoſ, Eigentum des Heilbronner Hospitals. Von Neckarsulm geht die Staatsbahn, parallel der sogen. Salzbahn, links am groſsen und kleinen SοFιονν mit jetat Verlassenen grolsartigen Gipsbrüchen) und am artherg, rechts am Heilbronner Salzwerk(16 000 ha, 212 m tiefer Schacht, Abbau in drei Etagen), an der Heilbronner Pump- station vorbei und führt auf sehr langer Brücke in den am Westende gelegenen Bahnhof der früheren Reichsstadt Heil- bronn, jetzt die zweitgröſste Handels- und Gewerbestadt des Königreichs Württemberg. Heilbronn. Omnibus der gröſseren Hotels am Bahnhof. Post und Telegraph bei der Neckarbrücke. Gasthöfe: ESHνu˙ w, gegenüber der Post, bei der Neckarbrücke, Z. L. u. B. von 150 Mk. an, Fable dhéte um 121 2Uhr, Mk. 2,50.— Halin- Vofliotél, dem Bhf. gegenüber, Z. L. u. B. von 1,50 Mk. an; Table dhéte 12½ Uhr, Mk. 2005 HEulltenhiotel, am Markt trenommiertes He Z. 1.50—2 Mk., Table dhöte um 12½ Uhr, Mk 0.— HArone, J. 1 Mittagessen 1,20—1.50 Mlk. um 12½ Uhr. Jun RHosè(F. Menzler 2 f6 und Restaurant, Z. v. 1 Mk. an, Table dhéte Fhrtunll, sehr besucht.— Mirttembe t aelitisch, Z. von Mk an, Table 8 s HCdls. LJraube, von 0,80—1,50 Mk., Gartenwirtschaft Z. von 1 Mk. an, Mittagstisch von 0,50 Mk. an.— Stern und Touristen 2u empfehlen. 2. Das Neckarthal(Heidelberg-Heilbronm). Heilbronn, in dem fruchtbaren Neckarthal, umgeben von einem Kranz von Rebhügeln, hat 32 000 Einw. Der Ursprung der Stadt geht zur Römerzeit zurück, und der Kirchbrunnen, welcher als Heilbrunnen galt, soll schon Kaiser Karl d. Gr. bekannt gewesen sein. Zu Anfang des 13. Jahrh. erscheint der Ort als Stadt, welche 1382 reichsunmittelbar Wurde. 1519, während des Krieges des schwäbischen Bundes gegen Herzog Ulrich, sals hier Götz von Berlichingen im sogen. Götzen- turm eine kurze Zeit gefangen. Im 17. und 18. Jahrh. ver- schonten die fr anzösischen Mordbrenner auch Heilbronn nicht, welches 1803 an Württemberg kam. Rundgang. Auf dem Wege zur Stadt hat man, vom Bahnhof kommend, I. das Haupleollamt, mit dem Wilhelms- hafen davor. Eine hübsche eiserne Brücke führt in die Alt- stadt. Rechts der Brücke das alte Schlachthaus mit den Sdmmomlungen des Altertumsvereins, Funde aller Art aus und um Heilbronn. Durch die Kramstr. zum Markt, daran das Rathaus mit mächtiger Freitreppe und einer Kunstuhr von Hobrecht aus Schaffhausen. Im Saal ein Glgemälde, die Ge- rechtigkeit darstellend. Städtisches Archiv mit interessanten Handschriften. Das Weingand'sche Haus, an der linken Seite des Marktplatzes, angeblich Geburtshaus des„Käthchen von Heilbronn“; ein paar Schritte führen zur südl. gelegenen. jetzt in der Renovation begriffenen dinimzkneite, mit Hochaltar von Tillmann Riemensc hneider(F 1531) und einem sehr schönen Geläute. Durch die Sülmerstr. zur St. Nicolai- kirche, im Spitzbogenstil Ende des 14. Jahrh. erbaut; erster evangel. Gottesdienst 1525. Gegenüber das Haus, wWo Schiller 17939 4 wohnte. Wendet man sich von der Kilianskirche links die Kirchbronnenstr. entlang, so kommt man zur St. Peter und Paullleirche, im Jesuitenstil 1721 erbaut, sehens- wWertes Altarblatt und Kruzifix. Von hier zur nahen Alléee, daran die Harmone im Renaissancestil mit groſsen Sälen. Hier ist die Permanente Kunstuuusstellung des Kunstvereins. In demselben Gebäude ist auch das Theater. Die Ostseite der Harmonie begrenzt der sehr schöne Harmoniegarten, Hauptvergnügungsort. und Ausflüge: Zu empfehlen ein Besuch des neν,jàullils ebeuls, S. S. 27. Zum Wartberg, s. oben, ½ St.— Weinsberg- Weibentre 1 St. zu Pole auch mit der Bahn zu erreichen.“ Trappensee ½ St.— Jagerhaus/ St.— Schweinsberg mit Aussichtsturm/ St.— Schlols Stettenfels, Luftkurort, 2 St. Von Heilbronn geht die Bahn über die Stationen Nord- heim, Ldulſfen. Lirchileim, Besigheint, nach, Bietigheim, Knotenpunkt für die Linien Bretten-Friedrichshafen und 3. Heidelberg-Karlsruhe. Jagstfeld-Osterburken der württemberg. Staatseisenbahnen. Von hier siehe Route 14. 3. Heidelberg-Karlsruhe.(Bahnfahrt.) GBad. Staatseisenbahn) Linie Frankfurt-)Heidelberg-Basel. Heidel- berg-Karlsruhe 54, Km. Durch eine Gegend ohne landschaftliche Reize vorbei an den Stationen: Kirchheim 3.6 kin, Leimen 5,8 km, St. Lgen 7.9 km, MIdoENUIHjsloανᷣð,13 km, MieSlocu. 18,4 km, Hot- Malsch), 19 km. Mingolspieim 21,5 km, r. Kisldel, ehemal. Lust- schlols der Bischöfe von Speier;— I. Bad Amalienbad, Schwefelquelle, gute Einrichtungen;— Stat. Langenbrücken 23.7 km(Ochis, Somme,— Post nach Odenheim 10 km, Ep- pingen 15 km), 1700 Einw., Wein- und Tabaksbau. Stat. Ubstadt 27,7 km, Salzquelle, Badeanstalt, Hopfen- und Tabaks- bau. Folgt Stat. Bruchsal 32,9 km. Gasthöfe: Hotel Kellor, Nose, beide am Bahnhof; Cruiner Haof; Jum Kohf: Jum kuppen; Vum Lauib; Vuuim Ritter, in der Stadt. Restaurationen: Baſnhofrestdurau¹t; Nrofodil, altdeutsche Wein- und Bierstube, am Marktplatz, Münchener Bier. Buichisdl, mit 12 000 Einw., ehemalige Residenz der Fürst- bischöfe von Speier, von Kaiser Heinrich III. 1056 dem Bis- tum Speier geschenkt, kam 1802 an Baden. Die Stadt wurde im 30Jährigen Kriege hart bedrängt, 1676 Von den Franzosen in Brand gesteckt und 1690 zum zweiten Male eingeäschert. Das im 12. Jahrh. von den Fürstbischöfen erbaute Alte Schlo/s im Innern der Stadt ist jetzt Strafanstalt. Sehr beachtenswert: das im Jahre 1770 vollendete Neue Schloſs, „ein wunderbar erhaltenes Juwel des Rococostils“(F. Pecht), mit Fresken von Zick und feinen Stuckarbeiten. Die Schlo/s- Fenche, reich mit Marmor geschmückt. Der Schloſ/eganten lohnt einen Besuch. Auf der Anhöhe gegenüber dem Schloſs die sogen. Reseuve, ein Schlölschen der Fürstbischöfe, mit groſsem Wasserbehälter, der 1 530 000 Liter Wasser enthält, welcher Schlols und Stadt mit Wasser versieht. Von dem Bel der Reserve herrliche Aussicht nach dem Rhein, den Vogesen und der Bergstraſse bei Heidelberg. In dem Reserveschlöfschen befindet sich eine stark be— suchte Handelsschule. Die restaurierte gotische Stadtlitirche, die Petersltirchte, Wo die letzten Bischöfée ruhen, die neu erbaute Syu⁰νheͥge, das Kriegerdenſemal für 1870/71, das Becl-Denbemdl(Minister, + 1855). Auf dem Michaelsberg, bei Stat. VDuter-Grombach 38,2 km, erblickt man l. in der Höhe die Michaels-Kapelle und ober- 4. Karlsruhe und Umgebung. halb Stat. IFeingarten 41,8 km, auf einer Anhöhe, die Ruine Schimdlenstein. Stat. Durlach 49.7 km[Wagenwechsel für Reisende nach Pforzheim und Wildbad s. R. 11(Karlsbung,; Krone, Bafin— JiOiHiotel, Hotel Blume, Amndlienbad,— Dampfstrafsenbahn zwischen Durlach und Karlsruhe, alle 10 Min.), mit 7810 Einw., ehemalige Hauptstadt der Markgrafen von Baden- Durlach, 1689 Von den Franzosen bis auf fünf Häuser ein⸗ geäschert. Auf dem Schloſsplatz die Statue des Markgrafen Karl II. das neue Gνh,ͥsdum, Prachtbau aus rotem Sandstein am Eingange der Stadt. Auf dem Kirch- hof eine Kapelle zu Ehren der 14 im badischen Feldzuge 1849 gebliebenen Preuſsen. Auf den Turmberg führt seéit Mai 1888 eine Drahtseilbahn; oben zwei Hestaurants und be- rühmte Aussicht. Zur Verschönerung des Turmberges läſst die Gemeinde schöne Spaziergänge anlegen. Die Bahn nimmt westliche Richtung an und geht längs der schnurgeraden Pappelallee hin, I. die groſse Artillenie- Laserne, ehemalige Benedictinerabtei Gottesde. Der Zug er— reicht den stattlichen Bahnhof von Karlsruhe 54,1 km. 4. Karlsruhe und Umgebung. Verkehrsanstalten. Bahnhöfe: Hauptbahnhof am Eingang der Karl-, Friedrich, Kreuz-, Adller- und Kronenstraſse, und im W. der Stadt der Mühlburgerthor- bahnhof. Post: Friedrichsplatz 1, Telegraphenburea Droschken: ½ St. 1—2 Pers. 50, 3—4 Pe 3—6 Pers. 90 Pf. Für Fuhrwerk von oder zum Bahnhof, zu Bä rten, zum Hoftheater, Ein- oder Zweispänner 1 Pe 0, 2 Pe Pers. 1 Mk., 4 Pers. 1,10 Mk.; gröſseres Gepäck 20 Pf. für das Stück. Pferdebahn: Stadtlinie, in Intervallen von 6 Min. befahren; Linie zum Stadtteil Mühlburg alle 20 Min. Dampfstraſsenbahn nach Durlach, alle 20 Min., 10 Pf., an Sonn- und Festtagen 15 Pf. Gasthöfe: Hotel Germanid(J. Leers), bekanntes Haus J. R., unmit- telbar am Babhnhof, i ster Lag ir Familien zu längerem Anfenthalt 2 Lignet Pension. Hotel C(D. Jené), am Bahnhof. rhhu, Ks stratse, 55 der Nähe des Theaters, gute Küche und W. eine. Hote e(G. Jockerst), am gi loß, am Bahnhof. Geis.. 0600 85(Weilser m goldenen Adlen in der Nähe des Bahnhofs. Balnf; ösch) und Hotel dem Bahnhof gegenüber. Kotes Hais(H. Herth). in der Nähe s Botanischen Gartens, Hoftheaters und Ju LDarm- Stadter Hoſ, Ranpfen, Hötel gannt Tanmiusen mit Re Mdæ, beim Bahnhof. Vremdenpenstion, Seminarstr. 5. Ba]nOF-Restuα,ναμ]ν rautw ein), Table hõéte und einzelne Diners zu festen Preisen, EsBen à 1a Carte zu jeder Tages- Herrenstr. No. 23. 60, Zweisp. 1—2 Pers. 60, ation. Pri U8 4. Karlsruhe und Umgebung. 31 zeit, reelle Weine. Der ⸗Stadtgarten(Verbunden mit dem ehem. Tier- n), mit schönen Anlagen, See, prachtvoller Festhalle und Ne- älen, grölster Konzertsaal Deutschlands Sonntag Nm. und im Sommer Mittwoch und Freitag Abend groſse Konzerte.(Hinter dem frühern Tiergarten eine künstliche anhöhe im Entstehen, die ein grolses WAss oο enthalten und als Auus α,εv˖pνH, dienen soll. henswert. Caſe Bduler, elegantes Lokal, zum Besuch geeignet. C. IHland, im Erbprinzen. Loliengrin, Nen Alunesgeiten(darin die Log zeopold zur Treue-). Cανε Hof, mit Garten. Hleſunt. Lotleu,(Kaiserpassage), Xlapphiorn, Landsſeneèclit, Rodensternen Ispeziell Weinstube). C. Vorhaα, Tunnbidsen und Falmigdrtele. Brauereien: Scheονẽ˖§ ⁰ν,œ Moninger, mit Garten. Honfner, Vels und Kameren. Bäder: Stadtisches Denordtsbad, mit den neuesten Einrichtungen für Wasser-, Dampf- und heiſse Luftbäder. HydrotlerαοννEteschꝰ Anstalt, Korrespondierend mit jener von Schöneck am Vierwaldstädter See. Friedrichishdud, mit grolsem Schwimmbass elektrischer, Beleuchtung Zum Homiscli KASer. Frulsbäder: beim§ /un 0 aeim; Mili- Larsclletintmsolniöe; Rheinbuο in Maxau, per Eisenbahn täglich 7 mal, Min. Hoftheater: Sonntag, Dienstag, Donnerstag und Freitag Vor- stellung. mit Dame Samml ungen. Grolsherz. Sammlungsgebäude, vereinigt die HY- aind Laudeνtel mit Lesezimmer, das Ndtundlienttubinett, die geologisce, etnoαονρH çate tertumen-uun¹ MT nsmU¹ο Sonntag und NMittwoch 11-I und 2-4 Uhr unentgeltlich geöffnet. Kunsthalle(on Hübsch erbaut) und Kauustverein, Sonntag und Mitt- wWoch 11—I und 24 Uhr, letzterer auch Dienstag und Freitag 11 bis 1 Uur, ersterer unentgeltlich geöffnet. Kupferstichkabinett in der Kunsthalle, Donnerstag 11—1 Uhr. Landesgewerhehalle, täglich von 10—12 und 2—4 Uhr unentgeltlich geöffnet. Botanischer Garten, täglich aufser Sonntag und Samstag. Die Eflunzenlits˙e nhnur Montag und Freitag 10—12 und 24 U 93—6 Aulser- dem auf Meldung beim Garteninspektor. 8 Sänitlicl Sammlungen könnén aulser den angegebenen Zeiten gegen ein mälsiges Trinkgeld an den Diener besichtigt werden. Zur Orientierung: Den besten Ueberblick über die Stadt hat man vom Schloſsturm; man findet sich in der Stadt zurecht, wenn man sich die Kaiserstraſse merkt, welche die nach dem Schlols füh- renden Straſsen durchschneidet. Karlsruhie, mit 65 000 Einw., groſfsh.-badische Residenz- und Hauptstadt, Sitz der Regierung und der Kammern, des Oberlandesgerichts, des Kommandos des 14. deutschen Armee- Kkorps, liegt im Rheinthal, I. 6 St. östl. vom Rhein und 1/ St. vom Gebirge entfernt. Gegen N.-W. und N.-O. um- säumt der groſse Haardtwald die Residenz, die ihren Namen von dem Markgrafen Karl Wilhelm hat, welcher im Jahre 1715 zuerst nur ein Jagdschloſs erbaute. 8 Jagdschloſs wurde unter Grolsherzog Karl Friedrich das jeètai mhe und Umgebung. Schloſs ersetzt. In der Nähe des nhofs der Stadtgarten S. 31) mit Tierpark und die 1876/77 vom Baudirektor Durm erbaute grolse Feésthalle. Unmittelbar beim Bahnhof das Denkmal des Ministers Winter(+ 1838), von Rauch ent- worfen, gegossen von Burgscheidt, und das Kriegerdenkmal von Professor Volz. Am Eingang in die Karl Friedrich- stralse, an deren Ende der Schlofsplatz und das groſfsh. Re- sidenzschlols sich befinden, der Malschbrunnen, zu Ehren des früheren Oberbürgermeisters Malsch erichtet.(Figuren von Professor Möst, érbaut vom Oberbaurat Lang.) Weiter in derselben Stralse: der Obelisk mit des Groſsh. Karl(+ 1818) Brustbild geschmückt und der Gründung der Verfassung zu Ehren errichtet. Das Manfrdiftiche Paldis, die Lande 80E— veeεile. Die evangelische Stadtkirche am Markt, durch Weinbrenner 1807 bis 1817 an Stelle der 1717 von Markgraf Karl Wilhelm erbauten Kirche errichtet und mit Wandgemälden von Jagemann und Koopmann geschmückt; die korinthische Vorhalle und der 62 m hohe Turm sind béachtenswert. Ge— genüber das Rathaus(on Weinbrenner) mit sehenswertem Hauptsaal und Treppenhaus und der Gedenktafel für die im Kriege 1870/71 allenen Karlsruher. Die Pyramide auf dem Marktplatz bezeichnet die Grabstätte des Gründers der Stadt. Unweit des 2 Larktplat zes der Friedrichsplatz mit dem äude und dem Gebäude der ver- einigten grolsherzogl. Sammlungen; die katholische Kirche St. Stephan, mit einer 30 m weiten besitzt die Glocken und Orgel aus der Klosterkirche St. Blasien; Altar- blatt: heil. Stephanus. Gegenüber das 1310 des Fürsten von Fürstenbe und das Staatsministerium. Am Schloſs- platz das höchst gelungene Standbild des Grofsh. Karl Friedrich( 1811), von Schwanthaler. Dieser Platz wird umgeben von dem Schlosse und seinen Nebengebäuden, dem Hoftiedter, 1847 von Hübsch ausgeführt und im Giebel mit den Relieffiguren Goethe, Schiller. Lessing, Mozart, Beetho- ven, iert, mit einem Zuschauerraum für 1800 Per- Sonen. ache Lindenalleen beschatten den mit Fontänen und Blumenbeeten geschmackvoll angelegten Platz. Das Schlols ist vom Markgraf Karl Friedrich um 1754 im fran- ösischen Geschmack jener Zeit erbaut. Der Kastellan oder der Schlofsinspektor erteilt die Erlaubnis zur Besichtie Der obere Stock enthält die Prachtgemächer: Syieg Marmorsdd mit Cossinis Meridian, Tronsddl, Schloſslrince. Besuchenswert ist der Schlofsturm, im Achteck gebaut. Oben reizende Aussicht über die ganze Stadt, den Schlo garten mit dem 27 m steigenden Springbrunnen, den Wald da- hinter bis zum Rhein, zu rden“ Vogesen und dem Schwarzwald. 4. Karlsruhe und Umgebung. Im östl. Flügel der grofshi. Marstall für 120 Pferde einge- richtet; Eintritt von 12— 4 Uhr unentgeltlich gestattet. Durch die östl. und westl. Schlofsflügel gelangt man in den Schlofsgarten(ständig geöffnet); Marmorgruppe Hermann und Doxothea, Denkmal des Dichters Hebel, Figur der Vic- toria. Ostl. davon der Fasanengarten, nicht zugänglich. An den Schloſsgarten grenzt der Botanische Garten. In dem- selben befindet sich die Büste des Baudirektors Hübsch(+ 1863), von Möst, und ein Orangeriegebäude, geöffnet Montag und Freitag 11—1 und 2—4 Uhr. Hieran schlieſsen sich die Wohnung des Hofgärtners und dann die grolsen Gewächs- häuser. Wegen seines Pflanzenreichtums und seiner Einrich tungen ist dieser Botanische Garten höchst sehenswert. Be- Sond excellieren die Sammlungen der Farren, Orchideen und schönen Blattpflanzen. An den Botanischen Garten anstoſsend das neu erbaute Kunstvereinslokal und zunächst in der Linkenheimerstraſse die Kunsthalle, Sonntag und Mittwoch von 11—1 und 2 bis 1 Uhr geöffnet; für Kremde von früh 8—6 Uhr abends täg- lich. Meldung beim Kustos. Katalog mit Grundrils 65 Pf. Das monumentale Gebäude wurde von Hübsch 1836—45 im Rundbogenstil erbaut. An der äufseren Façade, über deren Broncethür in Lunetten drei weibliche Gestalten(die biblische, die historische und die romantische Kunst repräsentierend), Rafael und Michel Angelo vor einem Torso als Verehrer der Antike; darüber weibliche Figur, die Wappen von Rom und Florenz haltend. Albrecht Dürer, Holbein und Peter Vischer als Rel entanten der deutschen Kunst, darüber das deutsche Reichswappen. Oben, neben dem Balkon, die Idealfiguren der Malerei und Bildhauerei(in Marmor von Reich). I. Stockwerk: Ausstellung plastischer Werke, meist Gipsabgüsse berühmter Originale; beachtenswert: 41. Büste Schillers von Canova; 42. Victoria von Rauch; Büste Genellis und Modell des Monumentes Friedrich des Grolsen in Berlin, gleichfalls von Rauch. Unter den Vasen und Teérrakotten(im 2. Korridor) 3. die Orpheusvase aus Ruvo in Apulien, 1,4 m hoch und 2 m im Umfang; 26. die Mondkuh, Thon- ligur aus Centurbi in Sicilien.— Der Karton von Schwanthalers Argonautenzug als Fries an der Wand dieses Korridors. Auf der Treppe zum oberen Stockwerk die Büsten Rafaels und Albrecht Dürers, von Lotsch. An der Wand groſse Freske: die Ein- weihung des Freiburger Münsters, von v. Schwindt. II. Stockwerk: Gemäldegaleèrie. Eintritt, von der Treppe kommend, durch den Korridor. In der Nähe gegenüber das neue Justizgebäude(von Leonhardt und Kircher) und das Palais des Generalkommandos am Anfang der Bismarckstraſse, an deren Westende die Kunst- Griebens Reise-Bibl.: Schwarzwald. 7. Aufl. 3 5. Karlsruhe-Baden-Baden. schule und das neue Villenviertel, zunächst desselben die neue Kunstgewerbeschule, von Baudirektor Durm erbaut. Von hier die Westendstratse entlang rechts die Kdiser- allee nach dem Stadtteil Mühlburg führend; an derselben die Augenklinik und die neue Dragonerkaserne, links die Kaiser- sträfse mit architektonisch schönen Gebävden und sehens- werten Verkaufsläden, Centrum des Verkehrs. Ecke der Wald- und Kaiserstraſse die Kalserpassdge mit monumentalem Eingang und bazarartigen Läden, ziemlich am Ende der Kaiserstraſse die techmnschie Hochschuie mit sehr wertvoller Sammlung von Maschinen und Modellen, und die Dragoner- kaserne. Von der in der Nähe befindlichen Waldhornstraſse zum alten Friedhof.(Grabstätte Jung Stillings( 1817), Grab- stätte der 64 Verunglückten bei dem Theaterbrande 1847. Denkmal für die in den Gefechten 1849 gefallenen preuſsi- schen Soldaten, zu welchem König Friedrich Wilhelm IV. von Preuſsen den Entwurf gemacht.) Gegenüber(über der Ostendstralse) in dem neueren Teil des aufser Gebrauch ge— setzten Friedhofs ruhen die ca. 300 hier verstorbenen Ver- Wundeten des deutsch-französischen Krieges 1870—71. Die Ostendstraſse entlang kommt man zur Karl-Wilhelm- stralse und zum neuen Friedhof, von Baudirektor Durm gt, mit Camposanto, Leichenhaus und sehr schönen Grab- denkmälern; derselbe gehört zu den schönsten Friedhöfen Dentschlands Hier ruht Joseph Victor von Scheffel(T 1886). Seit 1870 ist eine Reihe prachtvoller Neubauten entstan- den, namentlich in den Straſsen bei der Kunstschule(Hardt- Wald-Stadtteil). Auf der rechten Seite der Durlacher Allee der neue Schlachit- aundd Viehht, erbaut vom Stadtbaumeister Strieder, mittels Strafsen- und Dampfbahn in 5 Minuten er- reichbar, mit der Neuzeit entsprechenden Einrichtungen: Gas-, Wasser-, Dampfleitung und unterirdische Entwässerung in den Landgraben, welcher überwölbt ist und bei besonderen Anlässen erleuchtet und dem Publikum geöffnet wird. Spaziergänge bieten auſser dem Schloſsgarten der Wildpark, nach Erlaubnis beim Groſsh. Forstamt, Stadtgar ten mit Festhalle, Sallen- wäldchen und der Hardtwald in einer Ausdehnung von mehreren Stunden. Beliebter Ausflugsort: Turmberg bei Durlach, mit Dampf⸗ bahn und Drahtseilbahn leicht erreichbar; hübsche Aussicht, gute Restaurationen. Karlsruhe-Baden-Baden.(Bahnfahrt.) (Bad. Staatseisenbahn) Linie: Frankfurt)- Heidelberg-Basel. Kar ruhe-Baden-Baden km. Die im Text angegebenen II0 zahlen beziehen sich auf Heidelberg. Stat. Ettlingen 61 km. 5. Karlsruhe-Baden-Baden. 35 Seitenbahn vom Bahnbof bis zur Stadt, täglich 14 Lokalzüge nach Karlsruhe und zurü nsteigehalle beim Gasthaus zum Erb- prinzen. Omnibus von da Spinnerei. Post nach Herrenalb 20 km. BafinνrREslU,HIn; Hrbprinr; Hirscſi; Gninονε Haf, beide letateren geräumige Lokale mit schattigen Gartenanlagen. Ettlingen, Städtchen mit 6110 Einw., in malerischer Lage an der Alb. Von der beéewaldeten Berghöhe Aussicht auf Stralsburg, Speyer ete. Das Schilo/s, jetat Unteroffizierschule, steht auf der Stelle, wo einst ein römisches Kastell gewesen sein soll; es wurde 1548 erbaut und 1689 durch die Franzosen niedergebrannt, 1737 renoviert. Beachtenswert: Schloſsgarten, chemalige Stiftskirche, katholisches Schullehrer-Seminar, neue evangelische Kirche. Schön angelegte Spaziergänge in den nahen Waldungen. Weiter über die Chaussee nach Rastatt, r. der Hardt- Wald. waldige Niederung l., Oberbeier und Seeæbacſt I.; Stat. Malsch 69,2 Km, Stat. MYοον⁵73,1 km, dann I. Denkmal der 1849 vor Rastatt gefallenen preuſsischen Soldaten. Stat. und Festung Rastatt 78,2 km.(Baſimliof-HReS(Uuurdunt, HNrene, Sclubert, Löibe.) Geschichtliches. Das ehemalige Dorf Rastatt, 1424 und 1689 durch Kriegshorden niedergebrannt, erbaute, der groſse Türkenbezwinger Markgraf Wilhelm Ludwig um die Mitte des 17. Jahrh. und erhob es zu einer Stadt, welche er durch ein neues Hesidensschlloſs àierte, Jetzt zum Teil Kaserne. Im Schloſs die türkischen TFrophäen des Er- bauers, Sterbezimmer des Grofsherzogs Karl, Schlafzimmer Napo- leons I., Zimmer des Friedensschlusses yom 6. Mai 1714, Sowie das Konferenzzimmer des Kongresses von 1797—1799. Auf dem Turm ver- goldete Jupiterstatue. Die Vesthuung Rastutt liegt an der Murg, Vom Bahnhof kommend, hat man die Ludwigs-Feste r., auf der äulsersten Seite I. die Leopolds-Feste. Der gröfste Teil der Stadt, welche 13 500 Einw. zählt, liegt auf dem r. Murgufer; drei eiserne und zwei steinerne Brücken verbinden diesen Stadt- teil mit dem J. Murguter. ausflüge. Nach Plittersdorf 25 km, Schiff brücke zwischen Plitt dorf und Seltz(Elsaſs), 250 m lang und 6m breit, ruht auf 36 Brüicken- schiffen.— Ueber Förch zur Hivoritè 1 St.— Nach THeaheim ä St., am nordöstl. Ende Rennbahn mit praktisch eingeric Trib wWeil hier die internationalen Rennen von Baden-Baden, die gröſsten Deutschlands, jeden Herbst abgehalten werden.— Das Murgthal aufwärts mit der Bahn ns Gernsbach, s. Route 2.. Von Gernsbach weiter im Murgthal aufwärts nach Vreudenstudt. Die Bahn wendet nach S.W., Wo die Murgthalbahn nach S.0. abzweigt, geht über die lange Murgbrücke und erreicht Stat. O00s 87,2 km. WMagenwechsel nach Baden- Baden, das nach 10 Min. im Oosthal aufwärts erreicht wird. Stat. Baden-Baden 91.4 kin, s. R. 9. 6. Das Untere Albthal. 6. Das Untere Albthal. Die Alb entspringt am nördl. steilen Abhang des Langmarts- kopfes, nahe der back.-Württemberg. Grenze; der romantische Teil ihres etwa 12 St. langen Laufes endet be Marxzell, von wo sie über Ettlingen bei Knielingen in den Rhein flieſst. Den empfehleusw, erten Ausflug in das Albthal kann man in einem Tage von Ettlingen(S. 35) aus machen, doch ist es rätlich, die Strecke bis Marxzell zu fahren. Von Ettlingen aus erreicht die Post, durch landschaftlich wenig interessante Gegend fahrend, die schön gelegene Marαεl-Miihle(Whs.), Wallfahrtskapelle. Weiter auf Wald- und Wiesenwegen in‘ St. zu den ausgedehnten Ruinen mit zwei Kirchtürmen des vom Grafen Berthold von Eberstein gegründeéten Klosters Frauenalb(Whs.).— Das Thal wird schöner; nach 10 Min. passiert man die württembergische Grenze, und nach ½ St. am Weiler Kullenmühle vorbei den zerklüfteten H ulkenstein, eine 80 m hohe Felsengruppe, die das Wieésenthal einengt. Auf einem der Felskolosse ein Pa- villon, der schöne Aussicht darbietet, und Spuren einer Schanze. Vom Pavillon führt der Weg nach 500 Schritten zur W ege- gabelung, hier l. zum Wegweiser und nach ¼ St. zu den Wegesteinen, deren einer r. nach Bernbach zeigt. Man folgt dem Fahrweg, der bald in einen Fufsweg mündet und ab- steigend führt nach Herrenalb. Kaltwasserheilanstalt von Dr. Mermagen und Dr. Denk. Hotels: Bellevue, IDIlα Fulſtenstein, æ. 2. Tlile Brunnen,. Waldhorn, viele Pe Post- und felegraphenamt. Zahlreiches Lohnfuhrwerk steht zur Verfügung. post: nach Gernsbach 12 km, Ettlingen 20 km und Neuenbürg 23 km. Herrendlb, mit 650 Einw., liegt reizend fast in der Mitte zwischen Baden-Baden und Wildbad und ist von den Balhn- stationen Ettlingen, Gernsbach und Höfen leicht erreichbar. Der Ort ist von herrlichen Tannenwaldungen eng umschlossen, welche westl. und östl. unmittelbar bis an den Ort heran- reichen. Die ehemals zum Kloster gehörigen Gebäude und zwei angebaute Straſsen bilden Herrenalb. In der Mitte der Klosterruinen die Pfarrhirche aus drei verschiedenen Bau- Perioden. Im Chor Grabdenkmäler. Erbauer des Klosters Graf Berthold v. Eberstein und seine Gemahlin Utta um 1148. Spaziergänge und Ausflüge: Ct genflegte Wege, welche auf viele Kilo- meter mit unzähligen Ruhebänken verschen sind, durchziehen nach allen Richtungen die Waldungen. Dabei jist die Mannigfaltigkeit der (Post), 3. Sonne, 3. Stern, Er P5 7. Das Untere Murgthal, bis Baiersbronn. 37 Spaziergänge eine auſserordentliche. Der Hulltenstein J, SeHιν¹ ⁵eενν MasiZenSfei II/ St. Nach Dobel 1¼ St., durch das Gaisbachthal über Aschenhütten und den Lerchenftopf&Kussicht). Oder vom Ochsen in Herrenalb die Straſse r. steil bergan, meistens durch schattigen Wald, nach Dobel(Whs.). Die Aussicht von hier ist wundervoll. Von Dobel weiter r. aufwärts, dann auf der Höhe, den Telegraphenstangen folgend, zur Brücke an der Eyach-Aulle(Wähs.), 8. auch R. 13. Ueber die Brücke geradeaus und bei der Wegegabelung I., dann dem Weg folgend bis zur dreifachen, Gabelung/ St., und auf dem mittelsten Weége weiter abwärts nach Wildbad ½ St. Von Herrenalb— für knie- teste Gänger Tagestour— zur feufelsmühie 1/ St., über Thalebiese, den Grafenweg ansteigen zur Teufelsmühle,,900 m ü. M., wildromantischer Punkt mit Schnitalftittée, Läden, Bänken, Tisch und Feuerstätte. 7. Das Untere Murgthal, bis Baiersbronn. Die 3/r entsteht aus dem Vorbach, der an der Südseite des Kniebis entspringt, dann an Freudenstadt in Württemberg vorbei⸗ flielst, und der eigentlichen Murg, die aus mehreren Quellen zwischen dem Rofsbühel und Melkereikopf zusammenflieſst, erst 6stl., dann von Baiersbronn im Württembergischen an gerade nach N. bis Gernsbach läuft, sich dort nach NW. wendet, Wo Sie 1. die Oos auf- nimmt und 6 km unter Rastatt, nach Aufnahme I1. des Sandbachs, in den Rhein fällt. Die Murg durchschlängelt eines der angenehm- sten und für den Geologen interessantesten Thäler des Schwarz- wWaldes(Granit, Gneis, Buntsandstein etc.), und vergröſsert sich nach und nach durch zuflielsende Bäche, so daſs sie zur Holzflöſserei be- nutzt wird. Bad. Staatseisenbahn Rastatt-Gernsbach 15 km. Von Rastatt(S. 35) hat die Murgthalbahn zunächst die- selbe Richtung der Hauptbahn, I. Ludwigsvorstadt, davor der Exerzierplatz, von der Murg begrenzt; man fährt am 1. Ufer der Murg entlang zur Stat. Kuppenheim 3,8 km. jenseits des Flusses Dorf Kuppenheim mit 2000 Einw., früher Hauptort des Uffgaues, 1689 von den Franzosen niederge- brannt. Das Murgthal ist hier eine Stunde breit. Ein di-⸗ rekter Weg führt vom Bahnhof üher die Murg am Ort Westl. Vorbei in 20 Min. zum grofsh. Lustschloſs Favorite, 1725 vollendet. Beachtenswert: Speisesaal, das Florentiner- das Paradezimmer, der Empfangssaal, das Schlafzimmer der Mark- gräfin, die chinesischen Zimmer u. 8. W. Liebhabern von Rokokoeinrichtungen zu empfehlen. Im 15 ha groſsen Park Einsiedelei mit der Magdalenenkapelle. Der Hausmeister im Park hält Restauration. Trinkgeld im Schlols und in der Kapelle je 50 Pf. Die Bahn folgt dem rechten Ufer aufwärts, I. Bischweier (Treffen 29. Juni 1849), r. Oberndorf, dann Stat Rothenfels 8,1 km(Zum Ochisen, Bad- und Gasthaus, Pension 5 Mk.), einer der ältesten Orte, mit 1850 Einw., bedeutender Möbel- Schreinerei und Steinhauerei. 1839 bohrte mau hier nach Steinkohlen und traf eine 160 warme NMineralquelle, die Eli- 7. Das Untere Murgthal, bis Baiersbronn. SabhetenνLe, durch den darüber liegenden Schanzenberg mit seinen schattigen Gängen höchst anmutig gelegen. Das nahe Schloſs und die Mustérlandwirtschaft 5 hören dem Fürsten von Lippe- Detmold.— Stat. Gaggenau 9.8 km(Rose, Hecht), Dorf mit 1630 Einw., Glasfabrikation, Fisenwerk und Stein- bruch. Der Fulsweg führt von der Elisabethenquelle zur Glasſluütte am I. Murgufer in 15 Min., und nach Gaggenau in 10 Min. Die Glashütte rührt von dem Okonomierat 47T0n Rindeschuuenden her, dem der Grofsherzog Karl Friedrich r. an der Strafse ein Denkmal errichten liels.— Gaggenau liegt am Fulse des Amalienberges, zu beiden Seiten der Murg. Von Gaggenau zur Ebersteinburg 1½ St., nach Selbach 1 St., von hier nach Ottendi(Löwe) ebenso weit. Die Bahn geht 8 Ottenau vorbei zur Stat. Hördten 12.5 km, Dorf mit 130 CEinw. und Sägemühlen. Bald hinter dem Orte erblickt man das freundliche Gernsbach und rechts, auf waldiger Höhe Schloſs Eberstein, und erreicht Stat. Gernsbach 15 km, kli- matischer Kurort. Kiefernadelbad Hotel F,, Krone; Joibe, bei der Brück lenswert. Privatwohnungen werden im Bureau des Kurcomités(Bleichstralſse) nachgewiesen. Bier: Wilder Manm(an der Bleichstralse, mit Garten); Eugel; Ain mermanm u. s. W. Post: nach Herrenalb 12 km; nach Forbach, Schönmünzach 23 km und nach Freudenstadt 45 Km. Lohnfuhrwerk: Tarif vorhanden; häufige Gelegenheit zu billigen Rückfahrten. talbtagstouren. Baden-Baden, à. direkt über Licliten- thaler Straſse, b. über Schloſs Eberstein.— Ueber Forbach bis nach Raumünzach.— Nach der Gaisbacher Fischkultur.— Ebersteinburg. Ueber Schlols Alt-Baden nach Baden-Baden; zurück über Lichten- thal, Gaisbacher Fischkultur.— Bad Rothenfels über Gaggenau zum Hotel Elisabethenquelle.— Nach Herrenalb. Jagestouren. Baden- Zaden, Ebersteinburg, Schloſs Alt-Baden, u. zur über Fischkultur, Mühlenbild, Schlols Eberstein. Rothenfels, Kuppenheim, Schloſs Favorite, Baden-Baden u. zur über Lichtenthal und Gaisbacher Fisch- kultur.— Forbach, Raumünzach, Schönmünzach u. z.— Jagdschloſs Kaltenbronn und der Hochlohberg über Reichenthal. prachtvoller Sommeraufenthalt; Stern; Adler, beim Rathaus, sämtlich empfeh- Gernsbach,(2730 Einw., bei der evangl. Kirche 175 m), wird schon 1219 urkundlich erwähnt, als Stadt zuerst 1272 genannt. Es war immer ein durch Handel belebter Ort und ist noch heute im Holzgeschäft bedeutend, wie auch durch Fabrikation von Tapeten, Farbenwaren, Leéder ete. Das an der Hauptstraſse gelegene Ratliaus aus dem 17. Jahrh., 1886 renoviert. Renaissancestil. gereicht der Stadt zur Zierde; freundliche Villen schmücken den Ort. Die köstliche Luft des Thales, die lieblichen Ufer der Murg, die unmittelbare Nähe der tannenbestandenen Berge sowie die gut geführten 7. Das Untere Murgthal, bis Baiersbronn. Hotels machen den Ort als trefflichen Ausgangspunkt für Ausflüge gèeeignet. Das Kurcomité lälst sich die Anlage von Promenaden, Wegweisern und Ruhebänken angelegen Sein. a. Hechites Spaziergänge und Ausflüge(8. auch oben„Lohnfuhrwer Murgelfen: Lum Bernstein B. u. 4. 5 St. Fhalect oder Sc nalb 2/ St. Lhelbaclithal 1/ St.— Nach Scherern(Pens. Hinimiermann) und Obentsroth 1½ St. ihle, oben Schutzhiitte, 3 St. Zum Steintal 1½ St., rei- hen, durch das der Weg zur Teufelsmühle führt. Die N über Scheuern zum Fleinen, mit dem Elsbethhüttchen, von da zum groſsen Felsen, mit HoctertibelbelfelSenburg und zum Dachifelsen, aurück über Heichenthul ½ Tag.— Nach Welſsenbdclt u. 2. 1 St.— Lorbach 2½ St. Kaltenbronn, Jagdschlofs, Tagestour.— Schon- nαάᷣ 5 St. u. s. W. b. Linkes Murgufer: Zum eisernen Steg. Von hier die Stralse ent- lang zum Schloſs Eberstein.— Zur 1 einige hundert Schritt Oberhalb derselben beginnt der Zicauchibeg, der über die En, 8 5 Aussicht, in 10 Min. zum Schloſs Eberstein führt,— Zum 7 Ueber den HRumpelstein, Scſioné Aussichit und Eberhſad, nach Schloſs 7 5 Stein.— Ludilug9sbruνEmi, MuillenbIud und Giαοον0˙ Ascl lkuultun(Foxellen- zucht), Parkanlagen, Restauration, Omnibusverbindung mit Baden. Nach Baden, für Fulsgänger: von der kath. Kirche, durch Uuter- Und ODertdeHfenh“ am Walde entlang aufwärts zur Höhe, auf schöner Stralse an Bergwiesen vorüber, r. die Wol/sSHu,“Vlt àaur Höhe, Wo die Wege vom Merkur und von E bersteinburg zusammentreffen, dann auf den Fuſswegen r. oder 1. 8 13 Promenadenwegen der Stadt; gute Fulsgänger brauchen 1½— Fufstour: DerStein, altes Sceſtloſs Badem und Baden 3 St.— 0 585 den Llehling9sfelsen nach IYttenau, faαοονα ανu HEHisubeHνUelle.— Zum Waldlieimerdorf. Nach dem Hebhafie.— Zum Aerkur, Binsenwasen, Aussichtsturm 1½ St. Gernsbach ist auch al usgangspunkt lehrtägige Ausflüge gut gelegen, so nach Herremilles, Hornisgirind, Miummelsëe, Allertelligen u. S. W. ILoffenda 1 St.— Her Hααν⁰ Auf dem l. Murgufer ansteigend. erreicht man in ½ St. die kleine gothische Kapelle Klingel oder Vinsteringel, von welcher Schloſs Eberstein auf guten Waldwegen in ½ St. zu erreichen ist: a. auf der früher benutzten alten Fahr- stralse, b. auf dem Zickzackwege. Am Schlofsberge wächst das sogen. Eberblut, ein geschätater Rotwein. Das Schlols liegt auf einem nach d Seiten steil abstürzenden Felsen, 310 m ii. M. Es wurde von dem Markgrafen Friedrich von Baden auf den Trümmern der früheren, 1250 erbauten Burg errichtet und verdankt seine jetz Einrichtung dem ver- storbenen Grofsherzog Leopold. Uber dem Eingange das Wappen mit Rose und Eber. Im V orhof erblickt man das Steinbild eines Ebers. Durch ein zweites Thor gelangt man in das Innere des Schlosses. Viele sehenswerte Altertümer jeder Art, vornehmlich. ein ehémal. Rittersaal. Von den en Zinnen vortreffliche Aussicht. Wer nicht zum Schlols hinaufsteigt, im Thale weiter wandert, kommt nun am Gr, afensprung Vorbéi, 20 Min. (Freske in der Trinkhalle s. Route 9), dann nach Ohentsrotl. 7. Das Untere Murgthal, bis Baiersbronn. (Blume) und in ¾ St. nach Hilpertsom(Ochs, an der Brücké). hier viele Schneidemühlen. Hinter A dem r. Ufer folgend, an der Ziegelhütte vorüber nach Reichenthal 1. St. von hier am Hochlohberg I. vorüber nach Jagdhaus Kalten- Honm(Whs. Auerhahnjagd) 1½ St., von hier zur Peufels- mühle mit Schutzhütte durch prächtigen Hochwald 2 St.— Von Kaltenbronn ins Enzthal nach Wildbad. ½ St. hinter Hilpertsau Weilsenbach(Badium, Sch); dicht am 1 Ufer der Murg auf vorspringendem Reb- hügel der Friedhof mit Kapelle; schöne Aussicht über den Ort mit der hübschen, aus rotem Sandstein erbauten Kirche. Die Scenerie wird mit jedem Schritt malerischer. Sinnige Anlage der neuen Murgthalstraſfse(mit kurzem Tunnel). bei jeder W endung neue Bilder darbietend. Nach ½ St. folgt r. (auf dem l. Ufer) das reizend gelegene Dörfe hen 4%/. Von führt ein hübscher Fufsweg am l. Ufer der Murg auf⸗ Wärts durch Wiesen, Ackerland. W einberg und an den Fels- partien Viillenhfe àm Fuls des Stielraim entlang zur Ber-— mersbacher Brücke, die aufs rechte Ufer zur Chaussee Zzu- rückführt. Wer die Tour zum ersten Male macht. bleibe auf der Chaussee. Zwischen Au und Langenbrand Papier- fabrik mit grolsen Wasserbauten. Nach ½ St. ist Langen—- Hand(Ochs). 266 m hoch, erreicht. Kurz vor demselben Granitsäule als Denkmal des 1888 hier verunglückten Arztes Dr. Kraushaar. Rechts im Vorblick 150 m Höher Bermero—- Hacl, am Fuſse des Ruhberges, im Niederblick imposante Bilder. Die Stralse geht durch einen kurzen Felsentunnel; Kastanien und Nufsbäume zieren das Thal. Beim Weite marsch r. die Felspartien: Irrstein, Hölle, Eullfelsen, I. Ten- Nelberg 535 m, dann der Rappenfels. Weiter nach Gaetsbach . Valdhorn, vom Altan gerühmte Aussicht), dann nach ½ St. Forbach. Gasthäuser: Hirsch und Lölle, bei der alten Brücke; mitten im Dorfe Stern; vor Gausbach an der Staatsstraſse Kron' und Guinen Haf,; im Oberdorf an der Straſse nach Baden Schearser Adler, in allen Fo- rellen, gute Küche, reine Weine. Fuhrwerk: im Hirsch, Stern, Krone. — Post: nach Schönmünzach und Freudenstadt. Der 348 m hoch gelegene Ort mit 1800 Einw., früher Mittelpunkt der Wildholzflöfserei, heute des Holzabtriebs mittels Achse, gilt als Glanahunkt des Murgthales, wird als Luftkurort besucht, aber doch noch nicht genug gewürdigt. Drei Brücken verbinden beide Ufer; die abke Dorfhrücfte aus 1778 ist ein Meisterstück der Holzbaukunst. In den letzten vier Jahren wurde mit einem Aufwand von 500 000 Mk., der aus einer alten Waldstiftung bestritten wurde, nach den Plänen des Baurats Villiard in Karlsruhe eine neue Kirche lier 7. Das Untere Murgthal, bis Baiersbronn. im romanischen Stil mit zwei PFürmen und sehr sehenswertem Innern erbaut, eine neue rde des Murgthales. For- bach ist ein beliebter Platz für den Angelsport, oft das Ziel für Murgthalpartien von B. Baden aus, Rückweg über Bermersbach, Gaisbach, Ober- und Unterbeuern und Lichten- thal, 3/ St. Von Forbach aus führen von der neuen Brücke zwei Straſsen nach Raumünzach und Schönmünzach: die Staatsstralse auf dem I. Ufer, die Schifferstraſse auf dem r. Ufer der Murg; die Schifferstrafse mündet durch Ueberbrückung der Murg bei Raumünzach in die Staatsstraſs Von Forbach gehen nach allen Seiten Verkehrswege durch die Wal- dungen, mit Wegweisern, Ruhebänken und Schufzhütten. Ueber Gausbach auf Latschi, mit Aussicht auf das vordèere Murgthal, Rhein- ebene, Vogesen, oben Schutzhütte mit Tischen und Bänken. Von hier in 1 St. zum Hochloli-Aulsslelitsturm und in/ St. nach Kaltenhronit, Jagdschloſs und Whs., stark von Wildbad(2½ St.) aus besucht. Ueber Bermersbach zum Fuh˙berg, und nun thalabwärts an Wieésen und Waldrand hin nach Schmalbach, Gaisbach, zur Fischzuchtan- Stalt ir 2. St., in 3 St. nach Oberbeuern und Lichtenthal und in 4 St. nach Baden-Baden,— Nach Herrenilies, Siind, Pldtti)(ins Bühler- thal und Baden-Baden) führt der Weg, welcher vom Gasthaus zur Krone unterhalb der 1. ½ St. von Forbach gelegenen MAIILFlintsltdhelle r¹ Aarid Hll, xvorbei zu der Klalim hinan geht; 1 St. ansteigend, erreicht man die Schutzhütte„424/. WegsCltEINDe§õ=5O0 m,— hier Rückblick auf Forbach, den Thonberg bei Kaltenbronn, Teufelsmühle u. s. W. Von „Kuf Wegscheiden“ den Mühlgraben entlang zum Sech“ανf, 700 mi; Wegegabelung: r. zum Herrenſhſesen See, dahinter die Felspartien des 1003 m hohen Seαννον I. am Herrenbronn vorbei, I. dlte SefnfAI, von hier bis Herremi /½ St. Hinter Forbach in 12 St. zur Höhe Holderech, von diesem Pelsenvorsprung links reizendes Bild auf das stille SolshaC. HHadileſlen, Waldlandschaften von echtem Schwarzwaldcharakter. Nach ½ St. überbrückt die Stralse die Raumünzach, welche Vorher den Schwarzbach aufgenommen hat. Eauumminede,. (Whs.), kleiner Ort mit wenig Häusern und einer Schule für die Kinder der Holzhauer, die in einzelnen Hütten im Walde wohnen. In der ganzen Waldgegend an der Raumünzach wird starke Bienenzucht betrieben. Durch das Thal der Raumünzach führt eine Fahrstraſse nach Herrenwies(3½ St.) und eine neu angelegte Stralse durch das SoſtbνοEHiuul autwärts eben dahin, 3½% St.— Empfehlenswerter Spaziergang wenigstens bis zum Wasse ILbei der Vulibriche ½% St., bis Elbérsbronn ½ St.— Raumünzach war früher im Frühli Holzschwallung besucht, da hier durch eine 46 Q. M. Wasser fe sende Anstauung die mächtigen Holzstämme in das Thal gelassen wurden. Weiter in ¾ St. zu der mit Obstbäumen bestandenen Thalerweiterung LIirschibauumoasen, dann über die württem— bergische Grenze in ½ St. zum Luftkurort Sehönmünzach, 460 m GAasſiuttte,*„ Maldhionm), an der Mündung der Schön- münzach in die Mu 7. Das Untere Murgthal, bis Baiersbronn. Ausflüge: Mit Führer) nach Scineuανεe“νεν νν‘ St., über Neιν1 / St. und über Ka]άννο hach Gompelscheuer 2 St., im Enzthal von hier nach Wildbad 3 St., 8. R. 13. Zur Hornisgrinde und zum Mummelsee R10. Von Schönmünzach über Langenbach hαά,ẽehhDm Scebach führt der Weg beim Luftkurort Wolfsbrunn, Pension und Restauration, vorbei, o der Fahrweg von Hornisgninde, resp. Vom Meummelsee, und auch der Fufsweg vom Maumméelse“ in die Landstraſse von Balersbronn nach Achern münden. Von WoIIsVIIbI nach Allerheiligen, 20 Min. abwärts bis zum Adlerwirtshaus in Sbhaeh; dann I. hinauf bis an den Wald; dann r. mit einer Biegung zu einem Fuſsweg, den man, immer süd- lich haltend, nachgeht bis nach Allerſie. 8 Weiter nach Hiiteenbdch(Whs.) ½ͤ St., I. rückwärts oben Schunανεενενν Oehs); dann im Murgthal Scανupd(Whs.), von wWo die Straſse nach LDrnagold, Gompelschenten, Enelklö. Sterle in steilen Windungen I. aufwärts führt. An derselben die fast verschwundene Ruine von Königsevartlt, 1209 als Jagdschloſs erbaut. Auf dem r. Murgufer weiter Rörα 7½½ St., Heéeselbach ½ St. und Reichenbach 2 St.(Sonne, auch Pen⸗ Sion), einst Benedictinerpriorat, Klosterkirche mit einer aus drei Kreuzgewölben bestehenden Vorhalle; 1885 feierte diese Kirche ihr 800jähriges Jubiläum. Baiersbronn, 583 m GOe“,, Hirsch, Fullren), weithin zerstreute Gemeinde im württemberg. Schwarzwaldkreis mit 6000 Einw. Vereinigung der Weilsen- und Roten Murg mit dem vom Kniebis kommenden Forbach. 20 Min. n.-W., der Rentenderq mit der Rintenmauen, wohl alte germanische Schutzwellr. Die erhöhte Lage des Ortes gewährt schöne Aussicht über seine Umgebungen. 1678 schlugen 24 Baiers- bronner 200 Franzosen in die Flucht. Ausflüge. Empfehlenswerter SpasefννEα“ im Thonbachthale auf- wärts und zu dem zwischen Thonbach und der Murg liegenden Rin- kenkopf mit der Kintenmaner, s. oben. Von hier schöner Blick. Von Baiersbronn zum KnicbisibirtsiasSo bei der Schwedenschan im Thal der Roten Murg aufw ittelthal 1 St., und dann 1. im Bösel- bachthal aufwärts 1/ St. Mit rer kann man auch einen Fuſsweg durch dichten Wald wählen, der in 1¾ St. hinführt. Von der Brücke bei der Vereinigung des Forbach mit der Murg zu den Murgquellen: im Thal der Roten Murg nach MIIteltial 1 St.(Waldhorn und Lamm), weiter aufwärts zum Schwanenwhs. ½ St. Nahebei die Ruine Lan- nenfels, schaurig romantisch im engen Steinthal, Dann nach Ober- thai 2 St.(Adler, Sonne, beide gut); überall entströmen dem Kniebis zahlreiche Bäche, die sich in die Murg ergieſsen; die umliegenden Tannenforsten haben gute Wildstände, daher Oberthal als Kufent- halt Jägern zu empfehlen;— an Wegweisern kein Mangel. Von Oberthaf geht 1. die Stralse sanft abwärts nach Buhlbach(Whs.) ½ St., mit groſser Glashütte(Champagnerflaschem, Besichtigung nach Anfrage gestatte— Von OGberthal zur Schwedenschanze 1¾ St. oder durch düstern Forst nach Allerheiligen 2 St.— Von Baiersbronn führt die neu angelegte fahrhare SdnHν8str dde mit Bänken, Waldhütten, Wegweisern zum Kirchlein zu Kniebis. Das ist der Weg zu den S0djihονννCh- Wussenflillen. Vom Obertha treten die Wände des Roten Murgthales immer mehr zusammen, die Ruhsteinstralse steigt in Serpentinen zur Höhe des Ruhsteins 8. Freudenstadt und Umgebung. 43 910 m, Luftkurort, gelobt, auf der Grenze zwischen Baden und Württemberg. Von Ruhstein den Wolfsbrunnen zum Mummelsee Hornisgrinde 2½ Vom Ruhstein bergab nach Seebach 12¼ St um MWolsun 333075 8901 Hirschi; Krone) und nach Allerheiligen(mit Führer für 1½ Mk.) 1/ St. oder nach Otten- höfen /St. Dann über Kappel zur EBisenbahnstation Achern. Die Stralse tritt aus dem Murgthal ins Forbachthal und führt längs des r. Ufers an den industriellen Etablissements von Friedrichsthal und Christophsthal vorüber in 1½ St. nach Freudenstadt. 8. Freudenstadt und Umgebung. Der vielbesuchte Höhenluftkurort Freudenstadt, Ober- amtsstadt im württemberg. Schwarzwald, mit 620 0˙ Einw.. Eisenbahnstation an der Linie Stuttgart-Offenburg, liegt 740 m ü. M., ziemlich eben auf einem Hochplateau mit Aus- sicht auf die Schwäbische Alb. Wohlgepflegte Wege, Weg⸗ weiser, Ruhebänke. Der Bahnhof liegt südöstl. von der Stadt, in der sogen. Langendlil. Ereudenstadt ist mit der enbahn von Stuttgart in 3—4 St., von Karlsruhe in 4 St., von Straſsburg in 3½ St. zu erreichen. Nach Baiersbronn 7 km; nach Schöngrund 16 km; Schön- 22 kim; Forbach 31 km; Gernsbach 44 Km.— Nach Gries- h ſiber den Kniebis 20 km; nach Petersthal 24 Km; Oppenau 382 km; Rippoldsau 17 km. Jelegraph: im Postamt auf dem Marktplatz in der Stadt, und auf dem Bahnhof. Lohnfuhrnerk: Zwei- und Einspänner sind im Schwarzwald-Hotel, in der Post, Linde, im Rö Rappen u. s. w. zu haben, aulserdem einige Lohnkutscher mit Einspänner. Gasthöfe: Schοu:bil-Holel, I. R.(E. Lutz jun.), im modernen Schwarzwaldstil, am Bahnhof gelegen, zu längerem Aufenthalt em⸗ Pfohlen; 45. Fosl(E. Lutz sen altrenommiert Lnde, auf dem Markt; Hotel Braum, an 85 niebisstralse; Wi mit Depende 10 Hd/sle: Llimm; Kronprina; Kronè u. à. Pension im Schwarz wäld-Hotel und im G. hof Post à 6 Mk. täglich, in den übrigen Gasthöfen à 4 Mk. täglich und billiger, Mittagessen im Schwarz- wald-Hotel 518 in der Post à 2 Mk bis 2,50 Mk., in den anderen Gast- höfen 1 Mk. bis 1,50 Mk. Kuch billige Privatpensionen. Im Bau be- griffen ein groſses Hotel(E. Lutz jun.) am Palmenwald. Bäder: Warme und Kiefernadelbäder Badstr. 272. Kalte Bäder in der Murg. Zeiteinteilung für einen Aufenthalt von acht 3 1. Kniebis, Ale. xanderschanze, Rofsbühl; auννp½iet über Ellbachwasserfall, Ellbach- Mittelthal, Baiersbronn, oder über-Wasserfall, u. 2 2. Schönmünzach, Schwarzenbe Huzenbacher- See u. 2.— 3. Hirschkopf Baiersbronn, Tannenfel Rinenburg iber Baiersbronn. 4 Reinerzau, Vormthal, Wittichen, Z. über Lolsburg mit der Bahn. Glatten, Neuneck, Rockesberg; 2. über Dornstekten. Viaducte. Rolsbühl, Allerheiligen, Buhlbach; 4. über Baiersbronn.— 7. Baiersbronn, Oberthal, Ruhstein, Wildsee, Mummelsee, Hornisgrinde, Langenbach, Zwickgabel, Schönmünzach, 44 8. Freudenstadt und Umgebung. Nachtquartier; zurück über Baiersbronn durchs Murgthal.— 8. Zwie⸗ selsberg, Rippoldsau, Petersthal, Griesbach, Antogast, Roſsbühl und zurück. Freudenstadt, 1599 von vertriebenen Protestanten ge- gründet, ehemals befestigt, über dem Forbachthal in hoher Lage, mit 8000 Morgen Tannenwaldungen, ist im Viereck gebaut und mit dem Bahnhof durch eine schöne, sanft an- steigende Stralse verbunden. Auf dem viereckigen, 14 Mor- gen grolsen, mit Ziergärten geschmückten Marktplatz der Sogen. acfetſiausbrunmmen, ein monumentales Bauwerk, von dem nach jeder Himmelsgegend die Hauptstraſsen führen. Die um den Marktplatz führenden Arhνẽ,ün gewähren stets trockene und schattige Promenaden. Die protestant. Kirche, 1601 bis 1608 im Renaissancestil erbaut, von Frem- den viel besucht, hat zwei Langhäuser im rechten Winkel, im Scheitel die Kanzel; beide Flügel sind einschiffig und mit einem hölzernen, reich gegliederten Netzgewölbe ge⸗ schlossen. Im Innern Taufstein aus dem 11. Jahrh., Chor- Stühle von 1448, berühmtes Christusbild, reichvergoldete Re- liefs an den Emporen und am Altar mit, 26 in Stuck aus- geführten Bildern aus der Heiligen Schrift. Malerei italieni- scher Künstler.— Der Pavillon auf dem Klenberg und das Hocſiresenhον⁰ç der neuen Wasserleitung auf demselben Wege sind sehenswert. 5 Spaziergänge: Vom Marktplatz, wo der NusifEios und die Fontdne, ist der Weg durch die Kniebisstr. gegen die Christophsau zu em- Pfehlen, wo malerischer Ausblick in das Forbachtlę mit Barenschilo/s, PDurch die Kniebisstr. am Hoclireserboir vorbei zum Buvilloù, auf dem Kienberg und über den neuen Friecdhof zurück.—Der*Leulche- Lestbe, ebener beliebter Waldspaziergang, mit Bänken, Tischen, 5 Min. von der Stadt, oberhalb des Whs. zur ChristophsSdae. Der Rodteribe⁰ im Palmenwald mit dem neuen Waldfestpla 20 Min. von der Stadt, auf schattiger Staatsstr. zu erreichen. Cristophsthdl und, Frięedrichitſial Jö St., königl. Hü benwerke, sehenswert; ehemaliger Bergbau auf Silber und Kupfererze. Auf den Dobel, den Musbacher Weg entlang bis zur Aussichtsplatte 10 Min. Aussicht auf; Schwäbische Alb und Schweizer Alpen. Durch das NVofenthüle nuum Bahnhof und Schwarz- wald-Hotel ½ St. Ausflüge. Nach Rippoldsau: Von der Wirtschaft zur Christoplisdete, gegenüber dem groſsen Steinbruch, links, abwendend auf der neuen Fahrstralse über OberætuieseIber 6 km, nach Rippoldsau 14 km, oder Kulsweg bis Oberzwieselberg 1 St., von da nach Rippoldsau/ St. Von Rippoldsau ausſer der Fahr se romantischer Fufsweg dem wilden Vimbach entlang auf den hadischen Kniebis 1 St., von da bis zum Lamum(WIS.), 20lrttemb. Nniebis 10 Min., zurück nach Fr udenstadt 2 St sehr empfehlenswerte Tour. Vom Lammkni icht: Schwäbische Alb und Schweizer Alpen) zur 4“ Min.) und von da in 1 St. auf die Zuflucht oder HSbuill em Signalgerüst herr- liche Aussicht auf den Rhein, Strafsburger Münster, Vogesen..— Ueber den Hirschltoh, Igelsberger Straſse, nach Loster Itelelienbels, oder nach Halersbrohνα und Kuf der Murgthalstraſse zurück 3/ St. Die Partie zur Hornisgrinde macht man am besten in 2 Tagen. I. Tug; Christophsthal, Barenschloſs, am Staffelgiebel erkenntlich, der 9. Baden-Baden und Umgebung. 45 Lunnenldmiier, der Willielmsiammen(Walzwerlh, Fuiedriclistlul, mit der Direktion der Hüttenwerke; hier ist auch der Konih)sliummen und der Seulsenlliqaſſmen; Weiter Dorf Baiersbronn mit Hinfenſtopf, und TliſteumαEd,, Wahrscheinlich keltische Opferstätte,— dann Heiclienbdcl. mit dem 1082 gegründeten Kloster, thalabwärts nach Röth, Schöne- grund, Huzenbach, schöner Blick r. auf Dorf Schwarzenberg, und ½St. abwärts von hier im Thale Schönm, Nachtquartier.— I. Lag: von Schönmünzach nach Zwickgabel 1 St., bis Hinterlangen- bach 1 St., bis Eckle 1 St., von hier zur Hornisgrinde 1 St., im ganzen 4. St.; zum Mfeummelsee i/ St., bis Seebach 1 St., bis Ottenhöfen J½ Sb., bis AHHLeHeiligen 2 St., im ganzen 4 St., Nachtquartier. Wer die 1 nach Kllerheiligen von F.aus machen und zurüick w ill, der fährt bis zur Wirtschaft Zucſfulclit, S. Oben, zu Fuſs nach Allerſiclligen, und über Stein- mäuerle nach Bullbacl.(Glashü) wohin der Wagen geschickt wird, und zurüc Nach Alhiν,e u¹bper Steinwald und Schömberg 4 St.; oder mit der Bahn F.-Wolfach.— Vom Vuiebis(Ochs) auf guter Fahr⸗ stralse an den Sanlfrenα,/u-W. dsSenſdlllen, vorbei nach Baiersbronn 4½ St., hübsche Partie.— Auch das im Südosten gelegene Glattthal bi einzelne höchst Sehensw erte Touren, 80 Neueneéck, Grünthal, Dor stetten, das man aber bequemer mit der Bahn erreicht. 9. Baden-Baden und Umgebung. Verkehrsanstalten. Der Bahnhof liegt im N.W. vor der Stadt, von hier gehen täglich 28 Züge zur Station Oos und ebensoviel von da nach Baden; Sonn- tags und Feiertags werden noch Züge eingelegt. Kaiserl. Postamt: Langestraſse. Telegraph: im Bahnhof und im Postgebäude; tägli früh bis' 9 Uhr abends, in der hohen Saison von 7Uhr' f nachts geöffnet. Omnibus zwischen Stadt Baden, Bahnhof und Lichtenthal, Fisch- kultur und Baden-Badenscheuern. Droschken: Iaxordnung. ½ St. 1—2 Pers. 90 Pf., 3—4 Pers. 1,50 Mk.; St. 1,40 oder 2 Mk.; ¼ St. 2 oder 3 Mk.; 1 St. 3 oder 4 Mk. Jede ertelstunde weiter kostet 50 Pf, ohne Rücksicht auf die Zahl der Personen; jede begonnene Viertelstunde wird für eine ganze ge- rechnet. Die Fahrt nach Lichtenthal wird mit 1 Mk. 40 Pl. oder 2 Personen und mit 2 Mk. 3 Oder mehr Personen gerochnet. KEür die Fahrten während der Nachtzeit, und zwar vom I1. Mai bis 31. Oktober nach 9 Uh den übrigen Monaten nach 8S Uhr abends, beträgt die Taxe, ohne Rücksicht auf die Zahl der Personen, für die erste Viertelstunde 1 Mkk. 40 Pf., für jede folgende Viertelstunde 60 Pf — Für jedes gröſsere Stück G oPäck Werden 40 Pf. vergütet; leichtes Handgepäck ist taxfrei zu befördern.— Auſserdem giebt es eine Paxe für béstimmte Fahrten u. zurück bis zur Dauer vons, 6, 10 und 14 Stun- den, welche wohl die meisten von Baden-Baden aus unternommenen Wagentouren enthält; dieselbe befindet sich in jeder Droschke. Taxe für Reitesel. Erste Stunde Mk. jede weitere Mk. 1; an- gefangene Stunden werden für voll gerechnet. Dienstmänner-Jarif. Ein 668951 mit 10 Pfund Gepäck 20 Pf.; 1 St. 40 Pf., für jede weitere ½ St. 20 Pf. 141155 Loloia-Hotel, I. R., empfehlenswertes Hotel in unmittel- barer Nähe des Kurhauses und des Friedrichsbades sowie der Pro- menade,. Zimmer von 2 Mk. an, Table d'héte um 1 Uhr 3 Mk. und um 6 Uhr 4 Mk. Pension 7 und 8 Mk.— Velssischer Hof, I. R., renom- Von 7 Uhr h bis 12 Uhr 46 9. Baden-Baden und Umgebung. miertes Hotel mit allem Komfort und Personen-Aufzug, in reizender Lage an der Promenade und in der Nähe des Kurhauses, mit Garten und Terrasse, Zimmer von 2 Mk. an. Table d'hete um 1 und un 6 Uhr 4 Mk.; in gleichem Besitz das Purh-Hotel, Fremersbergstr. 2, nahe der Lichtenthaler Allee.— Euglischer Ho,. I. R., am Eingang der Lichtenthaler Allee und gegenüber dem Kurhause, vVornehm.— Crand Hotfel Bellenuç(P. Riotte), höchstgelegenes, sehr empfehlens- wWertes Hotel I. R., in wunderschöner Lage, mitten im Park, an der Lichtenthaler Allee, aufs komfortabelste eingerichtet, B ler, Equi- pagen, grofse Veranda, vorzugsweise von Familien zu längerem Auf⸗ enthalt gewählt, Pensionspreise von 8 Mk. an.— Vranæòstscher Hof, renommiertes Hotel I. R., mit Garten, in schöner Eage,an der Pro- menade und in der Nähe des Kurhauses, empfohlen. Zimmer von 2 Mk. an, Table d'héte um 1 und um 6 Uhr, Pension das ganze Jahr. VHuro pdiscien Hoſ, I. R., gegenüber dem Kurhause, elegant, vortreff. liches Haus.— Hotel Minervd, neu, an der Lichtenthaler Allee, mit Garten und grolsem Komfort. Pension von 9 Mk. an.— Hotel Steflunte, I. R., in prächtiger Lage an der Lichtenthaler Allee, mit allem Komfort, Zimmer von 3 Mk. an, Table dhöte 4 Mk., Pension von 8 Mk. an. Badischer Hoy, Langestraſse 22, mit Garten und Bädern.— andleνe Ho,, Sophienstra 14. Hotèel z Stadt Baden, mit prächtigem Garten, unmittelbar am Ausgang des Bahn- hofes, komfortabel eingerichtetes Haus von altem Renommée; Zim- mer von 1,80 Mk. an, Table d'hôte 1 Uhr 3 Mk., 6 Uhr 4 Mk., Pen- sion nach Uebereinkunft.— Eullringen Hoß, mit herrlichem Garten, schöner Terrasse und eigenen Bädern, letztere direkt an der Quelle, renommiert, Zimmer von 2 Mk. an, Table d'hõte 3 Mk., Pension von 6 Mk. an, incl. Zimmer.— Hotel æum PeterSbaurger. Hoß, in nächster Nähe des grofsen Friedrichsbades und, gegenüber der. Neuen Promenade, mit ßbesuchter Restaur., gelobt. Zimmer von 2 Mk. an, Table d'hõte 1 Uhr 3 Mk., Pension von 6 Mk. an.— Hotel dιν huανν a LDarm- Stddter Hof,, beliebtes Familienhotel mit schöner Terrasse, in der Nähe des Kurhauses, Zimmer von 2 Mk. an, Table d'héte um 1 Uhr 3 Mk., Pension incl. Zimmer von 6,50 Mk. an.— Peters Hofel νUh BadhιEEGVñ AU Hursclt, solides, sehr empfehlenswertes Hotel mit eigenen Bädern, Hirchstr. 1, in der Nähe des Kurhauses, Zimmer von 2 Mk. an, Table dhõéte 280˙ Mk., billige Pensionspreise.— Hotel denmanid, neu, arn Ludwig Wilhelmsplatz, mit Restaurant, Table d'héte um 1 Uhr für 2,50 Mk.— Hotel Deutischler Hot, in beduemer Lage, neben der Post, renommiert, Zimmer von 1,70 Mk. an, Table Fhete um 1 Uhr zu. 2.50 Mk., Pension von 5 Mk. an.— Hotel zum Coldenen Steru, altbe- Kanntes, solides Haus, verbunden mit Restauratiop, Hauptst ralse 23, Zimmer von 2 Mk. an, Table d'héte 1 Uhr zu Mk., Pension nach Vebereinkunft.— Hotel and Pension Friedrichsbud, in der Nähe des Frie- drichsbades, Zimmer von 2 Mk. an, Table dhéte 2.50 Mk., Pension von 5 Mk. an.— o/el Stadt Straſobur9, Sophienstr. 18 mit schönem Garten und angenehmer Restauration, Zimmer von 2 Mk. an, Table d'héte 1 Uhr z2u 2.40 Mk., Pension von 5,50 Mk. an, empfohlen.— Hotel Mulller, Langestr.; Bahrischen Hof, beliebt und vielbesucht; Hotel Eiuhioru, mit Restaur., Langestr.; Stadt Paris, u. à. Israelitisches Gasthaus: Hotel Hirsch. Hera, Werderstr. Die Pre richten sich überall nach der Saison und der Lage der Zimmer. Restaurationen. Im Koοννεαionsſ aνE, Zu den drei Konigen, licher Mittagstisch à 2, k.; A. Mangiνν, Luisenstr.(mit Pension Petersbe“ν Ho,. Gernbacherstr., beliebt; Goldenen Stern, Langestr Iobt; Aldeꝭe Meinstiube, Kreuzstr.; Stadt Straſsbang, Sophienstr Jam Ritter, Gernsbacherstr., gut; Krokodih, Mühlengasse, gutes Zur Post, gutes Bier; Zum Ceist, Gernsbacherstr.; Zum Tichtenthalerstr.; Schieſsstétte, Leopoldstr. ete. 9. Baden-Baden und Umgebung. 47 Neue grolsherzogliche Badeanstalt Friedrichsbad, während des ganzen Jahres geöffneét. Musteranstalt, einzig in ihrer Art in Vollkommen- heit unck Eleganz. Wannenbad 70 Pf., Wildbad 1 Mk., Einzelbad 2 Mik., Kaltwasserbehandlung 1,50 Mk., Dampfbad 1,30 Mk., Einzeldampfbad 2 Mk., Salonbad 10 MK., Besichtiqag den Bader I Mk. SchbediScle Heilgammnastik, grolsartigste derartige Anstalt Deutsch- lands. Croſsherxogliches Lundésbdd, neu erbaut, Gernsbacherstr. Schwimmbad. zur Seite der Lichtenthaler Allee. Im grolsen Bassin kür die Saison Mk. 8,50 und 10,30, für ein Bad 50 Pf. Im kleinen Bassin für ein Bad 50 Pf.— In Kabinetten für ein Bad 70 Pf. Irinkhalle. Für auswärtige Mineralwasser ist ein besonderer Tarif aufgestellt. Das Konversationshaus, täglich geöffnet von morgens 9 bis abends 10 Uhr; die Lesekabinetts zu derselben Zeit. Kurtaxe für dias Kalenderjahr: Für eine Person 30 Mk., für eine Fa- milie von zwei Personen 40 Mk., für jedes weitere Mitglied einer FKamilie 5 Mk.— Monatstaxen: für eine Person 16 Mk., zwei Personen Mk., für jedes weitere Familienmitglied 5 Mk.— Taxe für 14 Tage: kür jede Person 8 Mk.— Taxe füir einen Tag: für jede Person 1 Mk. Kurorchester(48 Mann) konzertiert täglich vor dem Konversations- hause morgens von 7—8 Uhr(während der Saison auch jeden Mittag von 3—4 Uhr) und abends. von 8—10 Uhr.— Während' der Saison konzertieren auch oft Militärkapellen aus Karlsruhe, Rastatt und Stralsburg. Bälle und Reunions im Konversationshause, von Mai bis Ende der Saison, in den neuen Sälen wöchentlich einmal. Eintritt 2 Mlk. Kinderfeste. Iheater: von Mitte August bis Mitte, Juni Vorstellungen des Grolsh. Hoftheaters in Karlsruhe. Von Anfang Juli bis Ende August Vorstellungen anderer Theatergesellschaften. Kunsthalle, neben dem Theater. Von früh 9 bis abends 6 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen von früh 11 bis 6 Uhr abends. Eintritt 50 Pf. Permanente Ausstellung sowie Ausstellung des Rhei- nischen Kunstvereins. Lesekabinett im Konversationshause, über 200 Zeitungen und Journale. Die Schielsstätte. anmutig auf einer Vorhöhe am Eingang der Stadt, dem Bahnhof gegenüber gelegen, gestattet die Benufzung der vorhandenen Scheiben und Waffen gegen eine mälsige Vergütung. Turnhalle, neben der Schielsstätte, zur freien Benutzung des Publi- kums. Die Pferderennen, seit 1858 eingeführt, sind zur Zeit der Glanz- epoche der Saison. Die Rennbahn liegt bei dem Dorfe Iffezheim, 25St. von Baden entfernt. Die Rennen finden gewöhnlich Ende August und Oktober statt. Die jagd des Kurcomités umfasst einen Flächeninhalt von circa 20000 Morgen, meist in der Rheinebene gelegen. Erlaubniskarten sind beim Sekretariat des Kurcomités erhältlich. Fischerei: Erlaubniskarten, zum sportmäfsigen Angelfischen sind im Sekretariat des Kurcomités erhältlich. Jeiteinteilung. 1. Bei einem Aufenthalt von einem Tage: Frühzeitig auf brechen— oder zu Waägen— auf das dlte Schojs und über die Helsen zur Ruine Hbersteinburng, von hier an ngels- und Teulfelsleumeel vorbei zum Meriei, und nach Baden, oder nach Lichitenthal MDiner). Nachmittags au 48 9. Baden-Daden und Umgebung. Wagen nach dem Hbersfeinscllloſs, Neueberstein, und nach Gerhsbüch, durch das Murgthial über Ottenduit, Gaggendll, ROHHẽmfels und Auhppbenh,Eu àur Fuvonte und über Haulen- CHerstein zurück; im ganzen 12 St. 2. Aufenthalt von zwei Tagen: Fufsgänger mögen am l. T.: das dlte Schloſs, Hbersteimbung und die Fuvorite be- suchen und über Haueneberstein mit der Eisenbahn von Oos zurück. 2. T.: zum Geroldsdaer Musserfall, nachm. Merkun, Hhersteinschlo/s und nach Gernsbach. 3. Aufenthalt von vier Tagen: l. T.: Vorm.: Altes Schloſs(Frühstück) und Felsepuiie. Nachm.: Geroldsdmen MAsSeIfull, Kloster Lichitentlial Diner im Bären, Löwen oder Ludwigsbad). 2. T.: Vorm.: Mersu⁰,(au Wagen), über das Miiblenböd, und zurück über die TerfelsEꝰe(Diner in Baden). Nachm.: Veuibeier,(Souper), über Sternbhανν aurück. 3. T.: Maurgꝗthal, Eberstelmscliloſs Geſnsbacli, Rotſienfels Diner im Badhaus oder Stern zu Gernsbach, oder in Rothenfels). Vütorite. 4. T.: über Achern durch das Renchtflal nach Alleu- ſielligen, zurück durch das Kappelen Thial, und über Achern mit der Eisenbahn zurück. 4. Aufenthalt von acht Tagen: l. T.: Vorm.:: Altes Schloſs mit Helsenbnügte. Nachm.: Loster Lichitentlial und GeroldSανε s full. 2. T.: Mungthal, über das Eber- Steiner Schloſs bis Forbacù, Diner) und über Gernsbacl. Au- rück. 3. T.: Neulebeter, Rlne Mindech, über Bülll zurück. 4. T.: Vorm.: Fremersberg, Jagdhhaασ,, MAIdSCHoI. Nachm.: Hhersteinbu¹αν¾ Terifelsanee und Wol, Schluchit. 5. T.: Mer- 7570%Fr. 6. T.: über Kellers Bild durch den Kuppenheimen IIA nach Rotffienfels Diner); zurück durch das 00eteHe Mungtnal über Funorite. 7. T.;: Vburg. 8. T.: Allerhieiligen. Hundguang. Das weltberühmte Bad Baden, zum Unterschiede von gleichnamigen Badeorten Badlen-Bddlen genannt, liegt am Gosbache feils amphitheatralisch am Abhange des Battert- oder Schlofsberges und des Merkurs oder grolsen Staufen- berges, teils im Thale am Fufs dieser Berge und hat 13 000 Einw. Vorzügliches Klima. Das herrse tliche Dampfbad enthält alle Einrichtungen für gewöhnliche und russische Bäder. Den luxuriösesten Bedürfnissen entsprechend hat man das prächtige Friedrichsbad, das neue Dampfbad, 1869—1877 erbaut.(Besichtigung 1 Mk.) Das Aufsere des Baues ist in rotem und weilsem Sandstein aufgeführt und geschmückt— auſser Statuen und Reliefs— mit der Kolossal- ULMGCEBUNCEN. Sl, Gο 9 e Ibercst⸗ 7 A. Kutli cbꝰls oOchs¹,ẽ3-̃ N 487 2, e, N e 3 N2 ieee 15166505 W ee, e 9399 5 Saleubeng; 650 23— 26 f Maue e 5 f 775 eberg υπ== Bigtelrgrnd. K 8 SS... —. 2 8 8 Æ N e Weberbegh SanmelendH * 8 *X2 Erklärung: Maßstab1:50,000 — ilometer B⸗ Keleg e bcharerleMag aunlv0. rendünd andulduee— Aiuce c euhαeelne Hauser öeg , Lölenangaben Ilælern iber den Aoee — Bedeutuns der im Plane aufgefiſlirten Lahlen. Iniedrulsbad,i, 6 vanlbun 2 Aaſholtncie Rinchο? I NReulen 3 Meues Schla S Aapelle, griomiisbu ruhalle E 5 CunrerSalionshuιν Il Armgl Aindie 2 Verlag vAlbert Goldschmidt, Be-Ein- 9. Baden-Baden und Umgebung. 49 büste des jetzt regierenden Groſsherzogs Friedrich von Baden. 12 Medaillonköpfen von Männern. die Bezug zur hiesigen Therme haben, sowie von zwei Reliefbrustbildern der Kaiser Hadrian und Mare Aurel, der Gründer und Vermehrer der römischen Niederlassungen an diesem Orte. An Stelle des bisherigen Armenbades ist jetzt ein neues Frauenbad im Bau. Die 87 m lange, 12 m breite Trinkhalle ist 1839—1812 von Hübsch erbaut. 16 Säulen tragen Bogenwölbungen, Von einem Giebel überragt, dessen Feld ein wertvolles Relief des Bildhauers Reich einnimmt. Die Rückwand der Trinkhalle 2zieren 14 Gemälde aus dem Sagenkreise des Schwarzwaldes, nämlich: 1. Burkhard Keller von Iburg; bezieht sich auf Steinkr. Kreuz) unterhalb des alten Schlosses im Walde, in de Kreuzwege bei Kellers Bild) eine weiſse Frau erschien, die jeden um- brachte, der sich von ihr béthören lieſs. 2. Der Mummelsee; der Mor- Zen ruft die Nixen des Sees vom nächtlichen Tanze in ihr unterir- disches Wasserreich zurück. 3. Die Nixe des Wildsees, die„Lorelei“ des Schwarzwaldes. 4. Die Engels- und Teufelskanzel, ein Wettkampf zwi⸗ schen Engel und Teufel, von denen jeder die Menschen herbeiruft, um sie in sein Reich zu ziehen. Der Engel siegt. 5. Graf Eberstein rettet sich durch einen Sprung vom steéilen Felsen in die Murg. 6. Belagerung von Alteberstein durch Kaiser Otto. 7. Fremersberg. Dér Verirrte Markgraf Jakob wird von frommen Klausnern aufgefunden. Er erbaute spater zum Dank kür seine Rettung Kloster Fremersberg. 8. Die Geisterhochzeit zu Lauf. Vermählung eineés Jjungen Ritters mit einer Geisterbraut. Der Morgen rettet ihn. 9. Der Gasthof zu Bald- veidt. Zum Gedächtnis an einen Markgrafen, der nach kurzem Ge- brauch der Heilquellen 80 Seneésen war, dals er zum Erstar len des Wirts gar bald davonritt. 10. Felspartie hinter dem alten Schiofs, mit Scenerie nach Schillers Gedicht:„Der Alhenjdiger“. Ii. Bur, Windeck, mit dem gefangenen Bi chof von Stralsburg, wird durch eine kluge Waldfrau mitfels einer Zauberhenne gégen den Ueberfall der t. 12. Die Wasserfälle bef Allerheiligen. Ein Rabe Stralsburger geschü stiehlt einer Ligeunerin ein Kleinod, ihr zum Verderben. 13. Im alten Schlosse auf der Turmzinne er, cheint die Mutter Gottes der Mark- grätin Katharina, ihr Rettung von der Pest kündend, wenn sie ihre beiden Kinder der Kirche Weiht. 14. Im Kloster Lichtenthal rettet ein Wwunderthätiges Muttergottesbild die in der Kirche Versammelten, Jom Feinde verfolgten Nonnen. Das letzte schmale Feld über dem Eingang in den Trinksaal zeigt„die Segnungen der Heilquellen“, vom Maler Gleichauf. euz(Kellers ssen Nähe(am Hinter der Halle befindet sich der schöne Trink- und Lursaal, in dessen Mitte heilses Thermalwasser Sprudelt. Hier werden die Mineralwasser aller berühmten Heilquellen Europas verabreicht. Hinter der Trinkhalle ein Kleines Schweizerlaus, wWo Kuh- und Jiegenmilch getrunken wird. ie prächtigen Farkanlagen vor der groſsen Galerie der Trinkhalle ziert die Marmorbüste des Kaisers Wilhelm I., vom Bildhauer Kopf in Rom, 1875 aufgestellt. Der für diese Kaiserbüste verwendeéte Marmorblock soll schon vor Griebens Reise-Bibl.: Schwarzwald. 7. Aufl. 4 9. Baden-Baden und Umgebung. 1900 Jahren für den Kaiser Augustus von der Insel Paros nach Rom gesandt worden sein. Das„Konversationshaus bildet den Mittelpunkt des Badelebens, hier findet sich, namentlich des Abends, die Ge- Sellschaft zusammen, zu welcher alle Länder ihre Vertreter senden. Der ursprüngliche Bau ward 1823 begonnen und im folgenden Jahre vollendet. 1851 fand der Bau der neν, Seile statt, die noch heute die gerechte Bewunderung erregen. Den Mittelbau nimmt der 9½70/se Sdal ein, I. davor der Land- Schaftssddd, daun folgt der itaienο⁰α,ð,ͤ•ͤe Saadl, jetzt Spiel- und Rauchsalon mit Billard, an welchen der Sdlo Medecis stölst, dem der Blemensdd] folgt. Ein Doppelgemach, der Ke— NalSSuννẽ,ẽùddl, enthält ein Lesekabinett, während des ganzen Jahres geöffnet. Der Gartensdal, in Weils und Gold, mit Springbrunnen und tropischer Pflanzenprachtt. Der Saal Lud- z6ig XIV. mit kostbarem Schmuck jeder Art. Das Gemadcll. J Pompadou. Der Ball. umd Koνοννννι ά ud- e XIII. In der Sommersaison werden hier Bälle, Réunions und Konzerte gegeben. Geschmackvolle Aulagen umgeben das Konversationshaus und dehnen sich über die Ebene am I. Ufer das Oosbaches sowie über die Vorhügel des Friesen— berges aus. Vor dem Café des Konversationshauses nachm. vVon 3—4 Uhr und abends von 8—10 Uhr Konzert des aus- gezeichneten Kurorchesters. In der schattigen Kastauien- Illèe r. vom Konversationshause eine Doppelreihe eleganter Verkaufslokale. Um diesen allen erdenklichen Luxus ent- haltenden Bazar führen Trottoirs und Durchgänge, mit Glas bedeckt. Auch hier giebt sich die elegante Welt ihr Rendez- vous. Ganz in der Nähe befindet sich das neue, 1860—1862 erbaute Thleater. Im Seitengebäude des Theaters die Kunst- halle, das Lokal für eine permanente Kunstausstellung. Hinter dem Konversationshause und der Promenade auf der Höhe das im gotischen Stil erbaute Sc%%/s Solms, daneben die prächtige Pa Linnen, Weiter südl. an der Beutigstr. des Grafen Vitzthum groſse Villa im Renaissancestil. Das neue Schlols, auf einem westl Ausläufer des Bat- terts, beherrscht die Stadt Baden. 1479 von Markgraf Phi- Upp II. gegründet, 1519 zu einem Prachtgebäude ausgebaut. tand es 1680 mit der Stadt seinen Untergang. Erst 1842 erfolgte die gegenwärtige prächtige Einrichtung. Das Schloͤls birgt viele treffliche Gemälde und Kunstwerke und wird mit Bereitwilligkeit gezeigt. An die Ostseite des Schlosses stölst eine Parkanlage mit Springbrunnen und Blumengärten, mit einer prächtigen Veranda. Der dem Pu- blikum geöffnete Garten gewährt eine köstliche Aussicht 9. Baden-Baden und Umgebung. über die Stadt und die Berge im Osten und Süden. Dem Haupteingange gegenüber geht eine wohlgepflegte Allee am jenseitigen Hügelabhang entlang, an einem griech. Tempel Vorbei, darin ein Schattaengel vom Manmor, welchen der Fürst von Fürstenberg hier errichten liefs, ein ausgezeichneter Standpunkt für die Umschau. Die Stralse geht weiter durch schattigen Tannenwald, an der Schielsstättè und Turnhalle, an Vogels Baumschule und Blumengärtnerei vorbei und mündet(Teopoldstraſse) dem Bahnhof gegenüber. Die kathol. Stiftskirche soll schon im 7. Jahrh. auf den Trümmern eines röm. Tempels erbaut worden sein. Durch die Restauration von L. Lang 1878 ist dem herrlichen Tempel ein grolsartiges Ansehen gegeben. Bemerkenswert: die neuen gemalten Fenster, Hochaltar, Kanzel und Sakra- ment Shäuschen. Die Kirche bewahrt, von Bernhard J. bis zum Erlöschen des Baden-Badenschen Stammes, die Grab- mäler der fürstlichen Personen dieses Hauses, namentlich jene von Leopold Wilhelm(F 1671) und Ludwig Wilhelm, dem Türkenbesieger(T 1707), letzteres von Pigalle ohne Geschmack gearbeitet; auch einige Gemälde von G. Reni sind beachtenswert. Sonntagsgottesdienst: 6 Uhr: Frühmesse, 9¼ Uhr: Predigt, 10 Uhr: Hochamt, 11 Uhr: stille Messe, 2 Uhr: Vesper. Die altkathol. Kirche an der Gernsbacherstr. mit in- teressanten älteren Grabdenkmälern. Gottéesdienst: Sonn- und Feiertag um 10 Uhr deutsches Hochamt mit Predigt. Die evangel. Kirche, an der rechten Seite des Oos- baches, im gotischen Stil, in rotem und weilsem Sandstein aufgeführt, mit zwei Türmen. Einige gute Glasmalereien zieren die Kirche. Sonntagsgottesdienst: Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienst; nachm. 5 Uhr: Preédigt. Die Klosterkirche ist ein Bestandteil des Frauenklosters zum heiligen Grabe. Die anglikanische Kirche, hübsch gelegen zwischen dem Oosbach und der Straſse nach Lichtenthal, ist im nor- mannischen Urtypus erbaut. Die griechisch-russische Kapelle auf dem Michaels- berge mit vergoldetem Dach und Kuppel, Begräbnisort des rumänischen Prinzen Michael Stourdza(+ 1863, 17 Jahre alt), ist im Innern prachtvoll geschmückt. In der Nähe über dem Konversationshause das Schlols des Fürsten Solms im mittelalterlichen Stil. c,uinelie, für den russisch- orthodoxen Kultus, ist 1'st 1882 neu erbaut, östl. vom städtischen Krankenhaus, hart an der nach Lichtenthal führenden Straſse. 9. Baden-Baden und Umgebung. Der Bau des städtischen Krankenha gereicht der Stadt zur Zierde. Die Pflege der Kranken ist barmherzigen Schwestern anvertraut. Dirigierender Arzt: Medizinalrat Dr. Baumgärtner. Der alte Kirohiof, jetut Anlagen, an der Gernsbacherstr., liegt im Schatten hoher Bäume. Beachtenswert das steinerne Kruzifix mit der Jahreszahl 1462. von N. v. Leyden, und ein gut gearbeitetes Sandsteinstandbild des letzten Totengrä⸗ Pers, von A. Friedrich in Strafsburg. Der neue Kirchhof, am Südabhange des Annaberges, in schöner Lage, ebenfalls von prächtigen Baumkronen beschattet, enthält die Ruhe⸗ stätté der Fürstin Hohenlohe, Halbschwester der Königin von England. Die Friedhofskapelle, Rotunde, ist das letzte Werk des Baudirektors Hübsch; daneben die Leichenhalle. Spasiengange um˙md Ausfluge in die Uingebung οναùœ2d/„Baden-Baden. Baden-Baden, von allen Seiten mit üppigen Tannen- und Buchen- waldungen umgeben, bietet Gelegenheit zu den reizendsten Spazier- gängen und Ausflügen. 1. Lichtenthaler Allee. Vom Konversationshause führt die schnurgerade Lichtenthaler Allee(gegen Abend der Korso der feinen Welt). An dieser Allee liegen Villa und Garten des Internabiondlen Klubs. Auf der grolsen Wiese ist die Finrichtung zum Lotn-Tenmiesspiel ete., im Winter Schlitt- schuhbahn. Auf der 1. Seite Villen, zu denen Brücken über den Bach führen. Im Juli 1861 fand in dieser Allee das Attentat auf den König von Preulsen, den verstorbenen Kaiser Wilhelm I. von Deutschland, statt. R. auf der Höhe liegt die Leopoldshöhe. Mitten, auf der Wiese 1. steht der 1859 gesetzté Schullerstein. Beim sogenannten Alleehaus r. der Petersbrummen im dunklen Gehölz; weiter schreitet man unter Ahorn und Zitterpappeln hin, bald öffnet r. sich das Guneenbachthal, und I. über den Oosbach führt eine eiserne Fahrbrücke in die Stadt zurück. Dann kommt man am 4ʃ Ynne, Vorbei, der etwas zurückgelegen; ihm gegenüber führt eine eiserne Hängebrücke über den Bach. R. auf der Stralse nach dem Weiler Tiergarten in der Tiefe des Wiesen- grundes ein stattliches Schweizerhaus, die Molltenamstalt (Milch, Eier, Kaffee). In der Nähe der Molkenanstalt be- stehen noch mehrere Milchiaunstalten(für Milch und Kaffee) von Soſubeigert, 15 Min. weiter im Thale, auf der Höhe, von Hröhilich, und der Schiinmmo, vο Labler, ferner Café Gretſiel, viel besucht. 9. Baden-Baden und Umgebung. 53 Die breite Stralse, auf der Thalschle bei dem sogen. Alleehause beginnend, führt durch den Weiler IJerganten nach dem Fremersberg. Mehrere Wege in südl. Richtung führen zum Sauerberg. In 35 Minuten erreicht man 2. Lichtenthal(Ludioigsbad, Pension, Café-Restaurant; Gold. Kreua, mit Pension und Restaurant; Béin, mit grolsem Garten; Meiniνung auν Löiben,[L. Müller]), Lucida vallis, gewöhnlich auch Klosterbeuenmn genannt, ein Cister- ciensernonnenkloster. Irmengard, Enkelin Heinrichs des Lö- wWen., stiftete 1245 das Kloster. In einem Nebenbau ist das wohldotierte Madsenliaus, welches Georꝗ Stuls aàus Kuppen- heim, der als Baron von Ortenberg in den Adelstand ver- Setzte und zu Hyères gestorbene ehemalige Schneider und Millionär, gegründet hat. Der hinter dem Kloster befind- liche düstéere Tannenberg, der Ceicilienberg, bietet hübsche Spaziergänge und Aussichtspunkte, besonders vom Pavillon. Durch die Bemühungen des Verschönerungsvereins von Lichten- thal ist der Obersterberg Wegen seiner prächtigen Aussicht zugänglich gemacht; ein sanft ansteigender Weg führt durch die herrlichen Fannenwaldungen zum Aussichtspunkt. Im Walde laden Sitzbänke sowie eine grölsere Waldhütte zum Aufenthalt ein, schönste Aus- sicht nach dem Merkur, den Felsen, dem alten Schloſs u. s. W. 3. Die Seelach.(1 St.) Dem Cäcilienberge gegenüber, auf der Ostseite der Geroldsaue, auf einem Abhange die neue Nuirche von Lichtenthal. Hier vorbei auf breiter Straſse im weiten Halbkreis zur Höhe, Seelach genannt, wo das im Stil alter Feudalschlösser erbaute Schloſs des Grafen Chrep- towitsch weit in die Lande schaut. Prachtvolle Aussicht. Neben dem Schlosse Wirtschaft. 4. Geroldsau und der Wasserfall.(1¾ St.) Am Fufse der Seelach, beim Gasthaus 2m Lötben in Lichtenthal, ver- einigen sich zwei Waldbäche; die Oos nimmt hier den Gro— bach auf, der aus dem Geroldsauer Thal kommt. 10 Min. oberhalb des Einflusses treibt der Grobach eine Sägemühle; hier gabelt die Strafse, der Fahrweg geht längs des Gro- baches, der Weg l. ist dem Wanderer zu empfehlen. Ge- oldsdet(Hirsch) wurde 1286 von Markgraf Rudolph I. dem Kloster Lichtenthal gegeben. Man erblickt die enge Thal- Sschlucht, eingeschlossen r. durch den Lanzenkopf(Lamsen— Fels) und den mehr südl. gelegenen Urberg, I. durch den Bernickel und den Eberkopf. Am r. Ufer führt eine schöne Stralse durch die Schlucht. In dem immer enger werdenden Thale vernimmt man bald das Brausen des Wasserfalles und erreicht die Felswand, wo sich die Wassermasse in ein Granitbecken stürzt. Wenn auch nicht übermälsig grols- 9. Baden-Baden und Umgebung. artig, ist doch der Geroldsduefrt Wassenfall immer eines Be— suches wert, ½ St., mit Restauration.— Gleich hinter dem anziehenden Naturschauspiel erweitert sich das Thal, man betritt eine frische Bergwiese und erreicht jenseits derselben die Kunaenlutte. Für die, welche das Thal weiter aufwärts ersteigen wollen, diene folgendes: Vom MWasserfall in mälsiger Steigung aufwärts, 1. der Berniobel- zur Brücke ½ St., dann dem Grobach folgend, kommt man ch etwWa 500 Schritten zur Abzweigung der Fahrstraſse r., welche enfelsen herum zum Schwanenwasen führt, dann ig, dann im Hochwalde weiter am Lansenféls r., dann Il. am VHrber9, r. am Grobachhef., IL. am Fohrsood vorbei, bis r. beim Hockenden Stein dieser/ St. kürzere Weg wieder in die vom Schwane asen kommende Fahrstraſse mündet. Dann zum Oberen Plattig(7 m) 3 St., Luftkurort, auch stark von den Kurgästen in Baden-Baden frequentiert. Komfortabler Gasthof von J. Weis, Pension 5—6 Mk. täglich. Dieser Straſse weiter folgend, kommt man nach ½ St. zum viel- besuchten Luftkurort Am Sand(828 m), am Kreuzpunkt der von Bühl in das Murgthal führenden Kreisstralse, und in der zwischen Vor. feldhop,(955 m) und MfenhlisEkoR(1011 m) gelegen,. Aus- gezeichneter Ausgangspunkt für weitere Touren, wie über 8 Wie- denfelsen ins Bühlerthal, über Hundseck zur Horni 5 über Herrenwies ins Murgthal u. 8 Von dem Stralse notenpunkt beim Sand führt die Kreisstraſse östl. in ½ St. nach Herremwies(752 m), westlich an den Wieden en vorbei durch das Bühlerthal nach Bühl die Stralse nach Süden aber in ½ St. zum Luftkurort Hundseck (900 mm) 3 St. von B.-Baden, 2½ St. von Bühi. Hundseck liegt mitten in den herrlichsten T Idungen und jst die umliegen- den Höhenz Finden völlig Pension im Hotel iudeανν für F. ager von Stat. Bühl s durch das schöne Bühlerthal und die wifdromantische Gertelbachschlucht am schnell- sten zu erreichen. zhen Stat. Bühl und Oberbühlerthal(am Fuſse des Gebir- iglich dreimalige Omnibusverbindung; Wagen auf Station im Hotel selbst. Von Hundseck ersteigt man in 20 Min, den MellisHohf,(1011 m) mit 7 m hohem Aussc hautur m, von hier zum Sand ½ͤ8St. zum Oberen 1 5. Das Thal von Oberbeuern(bis zum Waldhorn 1 St.). Der Oosbach hat seine Hauptquelle am Fuſs des Ruube,gꝗes, zwischen dem Sqherrhiof und dem Tichien-Plocli. Das obere Oosthal empfiehlt sich durch seine eigenartige Naturschön- heit; am Wege liegt das Gasthaus zum Waldlhionm, de krüherer Eigentümer Wilibald Ihle sein eigenes, etwa kiertes Porträt als Wirtshausschild angebracht hat. wWeiter aufwärts verengt sich das Thal bedeutend; seitwärts, nach der Murg zu, ötfnet sich ein Seitenthal, und im Vorblick scheinen die immer mehr aneinander rückenden Felswände sich zu schlielsen; hier liegt die viel besuchte Gaisbacher Fischkultur-Anstalt mit Forellenteichen, Parkanlagen, aus- gezeichneter Restauration; Omnibus dreimal täglich. Weiter 9. Baden-Baden und Umgebung. aufwärts im Rauabachthial Gaisbach, dann die Häusergruppe Schiumalbacli, hinter der die Thalschlucht noch rauher und pittoresker wird; durch diese weiter aufsteigend, passiert man den Hermammsbrummnen und erreicht endlich beim Hochl- berg(717 m) den Kamm des Berges, der jenseits steiler nieder- gellt und nach Bermersbacl. führt, wo man unten im Murg- thal das ansehnliche Forbach erblickt. 6. Zum Müllenbild, ziemlich in der Mitte von Gerns⸗ bach und Schlofs Eberstein einerseits und von Lichtenthial und Baden andererseits. Der Weg geht von der Gaisbacher Fischkultur über Dorf Müllenbach, der Straſse folgend bis zur Strafsengabelung, zum Müllenbild, wo rechts die schöne Fahrstrafse nach Schloſs Vherstein, links nach Gernsblicht ab- geht. Von hier geht auch ein Reit- und Fahrweg links ab zum Merſeunduls. 7. Schlofs Eberstein, Neu-Eberstein(zu Fuſs 3 St., mit Wagen von Baden 1½ St.),. Vom Konversationshaus durch die Lichtenthaler Allee, am Waldhornwhs. vorbei, weiter auf der groſsen Stralse(den Weg zur Fischkultur und nach Gais bach r. lIassend) über Müllenbach, Müllenbild zum Gasthaus Schlols Eberstéin, und auf einem Zickzackwege zum Schloſs. Das Schloſs siehe K. 7 S. 39. 8. Das Murgt Schloſs Favorite, Nuppenheim, Rothenfe Gernsbdeh und zurück über Eberstel Baden-Baden Bahnfahrt über Oos, Rastatt nach Kuppenheim und zum Lustschloſs Favorite, s. R. 7 S. 37. Von Baden ist die Favorite auf der Landstraſse 2 St. entfernt; über die Drei-Eichenkapelle 1¾ St.; der schönste Weg: vom Fuſs des Schlolsberges durch den Wald nach Kuppenheim(2 St.). 9. Das kalte Schlofs Hohenbaden, überall Wegweiser. Auf Fulswegen ¾ St., zu Wagen, bequeme Fahrt, 1 St. Vom neuen Schlofs I. bergan den Fahrweg(im letzten Hause werden Esel vermietet). Nach/ St. Denſesdule des Manqelis Monperng, dahinter die Rotunde, von der man r. in den Wald abgeht, nach 10 Min. zur Sohiẽ,j.j]i⁰˙e kommt, den Fahr- weg abschneidet, nach einigen 100 Schritten, beim her— Ynen, denselben noch einmal kreuzt, dann r. ab und steiler aufsteigt, und nach 10 Min. bequemen Steigens das alte Schloſs, genannt Holienbaden, erreicht.(Réestaurant, sehr empfehlenswert; Preise nach amtlichem Tarif mäſlsig.) Eine Wohlerhaltene Ruine der alten, grofsen Burg Baden. im Nor- den der Stadt auf dem Batterthenge, der die berrlichste Aus— sicht gewährt. Die Zeit ihrer Erbauung ist ungewils. Das Gernsbach(Ausflug über C0s, Cagenduu, Ottendu, CMoοσ: 6½ St. Von 2 56 9. Baden-Baden und Umgebung. Schlols liegt 513 m ü. M. Alle Teile sind zugänglich, und Treppen und feste Geländer gestatten, überall hin ohne Führer zu wandern.— Von 1260 an war Hohenbaden die ständige Residenz der Markgrafen. Der Prachtbau, welcher gewöhn⸗ lich mit dem romantischen Namen Rittersaal bezeichnet wird, wurde von Markgraf Bernhard I. gegen Ende des 14. Jahrh. aufgeführt. Im Turme dieses Baues soll, der Sage nach, Markgraf Bernhard der Heilige geboren sein. Markgraf Christoph legte 1479 seinen Wohnsitz von der alten Burg herunter in das neue Schlols. Die Zerstörung durch die Frauzosen, 1689, versetzte das Schloſs in den jetzigen Zustand. Das Schlols hat zwei Thore, über demjenigen gegen S. ist das badische Wappen in Stein, und r. am Thore die Jahres- zahl 1231 eingehauen; das andere Thor befindet sich in ent- gegengesetzter Richtung. L. am Eingang, in dem ehemaligen Zwinger, sind die Wirtschaftsräume; néuer Speisesaal. NMit-⸗ tels einer bequemen Treppe gelangt man an der Südwestseite der Ruine auf das Rondell und auf den höchsten Punkt des- Selben, den viereckigen Turm, wo der Blick hinüber zu den Vogesen, hinab nach Karlsruhe, hinauf bis zur Hornisgrinde und von da in die weite Rheinebene schweift. 10. Ganz nahe hinter den Ruinen des alten Schlosses erheben sich die Felsen(von der Stadt 1½ St.), wilde, zer- klüftete Porphyrmassen, die einer ungeheuren Burgruine gleichen. Bald häufen sich die zerborstenen Felsblöcke über⸗ einander, wie zerfallene mächtige Mauerreste, bald steigen sie zu schwindelnder Höhe empor, oder erscheinen als ein wild durcheinander geworfenes Steingewirre. Zwei Wege führen durch dieses Felsenlabyrinth; der eine, breit und be- quem, führt r. vom alten Schlofs am Fuſse der Felsen hin, der andere direkt über ihre Gipfel. Man beachte die FVelsen- Hrliche, die Felsentreppe und den Vinstedlerpfad. 11. Ebersteinburg.(1½ St. von der Stadt, nicht mit Schlols Eberstein(S. 55) zu verwechseln). Von der Felsen- brücke führt ein Fulsweg hinunter; hier mündet ein Prome- nadenweg, den man bis zum Schlols zurück verfolgt und dann I. in den Weg nach Dorf Ebersteinburg biegt(½ St.), nun an der Teufels- und Engelskanzel vorbei(½/ St.) und nach Dorf Hhersteinbung/ St.(Krone). Von hier zur Ruine / St., gute Restauration. Ein anderer Weg führt von Hohen- baden J. herum an der Nordseite auf Waldwegen zur Eber⸗ steinburg(1 St.).— Die Lage der bersteinbung, 478 m, auf dem steilen Bergkegel ist überraschend, und der Besuch noch deshalb besonders lohnend, weil man hier eine weitere Fernsicht hat als von Hohenbaden. Die Burg soll einst die 9. Baden-Baden und Umgebung. bedeutendste Feste des Uffgaues gewesen sein. Uralter Epheu schlingt sich um das Gemäuer. Max von Schenken- dorf und Uhland erhielten dem deutschen Volk in reizenden Balladen die Legende des Schlosses, nach welcher Kaiser Otto J. die belagerte Ebersteinburg nicht einnehmen konnte, deshalb den Grafen Eberstein zu einem Turnier nach Speyer lockte, um in Abwesenheit des Ritters die Burg zu stürmen. Des Kaisers Töchterlein verriet die List beim Tanze, der Graf kam noch rechtzeitig zurück, um den feindlichen Sturm mit Glück zurückzuschlagen. Später ward der Graf Eidam des Kaisers.—— wurde das Schloſs von den Franzosen zer- stört. Vom Turm grolsartige Auussilt. 12. Die Teufelskanzel.(½ St. von der Stadt.) Hinter dem alten Friedhof, auf der alten Fahrstraſse in das Murg- thal, und neben ihr, auf der sogenannten Seriſfaendllee, führt der Weg zur Teufelskanzel. Ein dritter, in gleicher Rich- tung gellender Weg, der Turhenebeg, wurde durch den Mark- grafen Ludwig von gefangenen Türken angelegt. Dieser Weg, wie die Seufzer- oder Weidenallee, endet beim Stein- z0dldchien mit dem Lötoenbrammnen. Beim Meisenloph,, der r. steil emporragt, geht ein Waldespfad bergan. Oben auf dem Gebirgskamm, wo die Fahrstraſse hinüberführt, um jenseits in das Murgthal niederzusteigen, erhebt sich aus der Thal- schlucht ein mächtiger Felsen, ein Steinkolols; dies ist die die gegenüberliegende Felswand heifst ngels- edm. 13. Die Wolfsschlucht. In der Nähe liegt der sogen. Eselsklamm, eine wilde Thalschlucht, welche, der in Webers „Freischütz“ ähnlichen Scenerie nach, mit dem Namen„Wolfs- schlucht“ bezeichnet wird. 14. Der Merkuriusberg, 1 St. über die Teufelskanzel. Oberhalb der Teufelskanzel und r. von der Straſse von Baden nach Gernsbach leitet ein Fuſs- und Reitweg im Zickaack auf die Höhe des Grolsen Stauffenberg oder Merleuries. Der bequemste, von vielen Wegweisern bezeichnete Fuſfsweg geht über den Annaberg, im Whs. Schlüssel zum Turm. Ein an- derer Weg führt von der Ebersteinburg nach Dorf Eberstein- burg(½ St.), durch das Dorf und auf der groſsen Land- 5158 1 10 Min. vorwärts, wo 1. ein breiter Fahrweg zum Merkur abzweigt. Von hier nach Baden ¾ St., von Baden bis zu diesem Kreuzpunkt aufwärts 1¼ St. Von hier fast immer Waldweg bis zum 22 m hohen AslsSι,¼itstunm J. St., den man auf 136 Stufen ersteigt, um ein unermelsliches Panorama zu schauen; einfache Restauration. Der Groſse 58 9. Baden-Baden und Umgebung. Stauiſfenberg, 703 mü. M., führt den Namen Merfeuntusbeng oder Merſturn, weil vor undenklichen Zeiten ein in der Stadt Baden ausgegrabener Gedenkstein mit dem Bilde des Gottes Merkur auf die Höhe des Berges gebracht und dort als Grenz- stein aufgestellt wurde. Dieser Stein ist noch vorhanden, er trägt aulser dem Bilde des Merkur eine lateinische In- schrift, die übersetzt lautet:„LZu Ehren des göttlichen Kaiser- hauses dem Gotte Merkur der Handelsmann C. P. Ruso.“ Der nordwestliche Ausläufer des Merkurius, welcher bis in die Stadt hineintritt, der Aunnaberg, mit dem Hochreservoir der stadtischiem Masserleitung, trägt auf seinem höchsten Punkt die gelobte Gastwirtschaft zum Annaberg. Zwischen Annaberg und Merkur liegt das idyllische Wiesenthal Fallren- Nidld, dem die Stahlquelle des Stephanienbades entspringt. Aus dem Falkenhald führen zwei Wege zu den in einem Obsthain gelegenen Eoheliöfen. 15. Kellers Bild und Kreuz(1 St.). Auf anziehendem Waldwege zur Fahrstraſse nach dem alten Schlos anstatt bei der W egegabelung r. zum Eberbrunnen, geht man gerade- aus an einem Pavillon aus Baumrinden vorbèei zum steinernen zildstock mit dem Wappen des Geschlechts Hundbiſs von Waltram. Von hier ansteigend zum halbverwitterten goti- schen Stetneeο,jññu., woraäuf noch lesbar die Worte Burkhard Keller.“ Hier Wegeteilung in fünf Richtungen: nach dem Dorfe Balg, nach Kuppenheim, nach Bad Rothenfels, nach dem alten Schlofs und zur Ebersteinburg. 16. Scheuern und die Drei-Eichen-Kapelle(20 Min.). Anmutiger Fufsweg zur Seite der Straſse nach Oos, den man bei der Schützenhalle erreicht, durch Weinberge, die belebte Landstraſfse und Eisenbahn zur Seite, I. weiter das Rheinthal. Scheuern(Zum Anſen, Schtiſt). Bei den letzten Häusern steht die Drei-Hicſien-Rapelle. Das baufällige Heiligtum Soll durch einen neuen Tempel ersetzt werden. Von der Ka- pelle führt ein Fahrweg durch ein idyllisches Thälchen, sogen. „Herrn Pfüdels Weg“ nach dem 1½¼ St. entfernten freund- lichen Pfarrdorf Haneneberstein. Am Wege zwei Kkleine Berg- Werke auf Quarz und weilse Erde zu Töpferwaren. 17. Villa Waldschloſs und Jagdhaus(1 St.). Der Weg geht von Baden-Baden bis nach Oos-Schieueum, bei den ersten Häusern des Dorfes I. ab zur Villa Waldschlofs Eigentum des 3 von Lüdersdorf; von hier führt aufwärts ein Fuſs- durch W aldesschatten auf einen nordwestl. Vorberg des ee, wo sich in der ersten Hälfte des vor. Jahrh. Markgraf Ludwig Georg von Baden-Baden ein Jagdhaus er- 9. Baden-Baden und Umgebung. 59 bauen liels. Das Jagdlidus ist in der Form eines achteckigen Hubertuskreuzes erbaut und ist auch innen sehenswert; freie Ausschau auf die Rheinebene. Ein höchst angenehmer Weg führt von hier durch das Dörfchen Minden und an einer Höhe der Sieghalde vorüber, wo prachtvolle Aussicht über das ganze Rheinthal, vom Melibocus bis zum Kaiserstuhl. Ahnliche Aussicht gewährt der Hügel zwischen Winden und Sinzheim, auf welchem ehemals Schloſs AItenber stand, daran noch heute der Altenbungen Ho,, ein Gut, erinnert. 18. Zum Sauersberg(½ St.) von der Lichtenthaler Allee bei der Molkenkuranstalt r. aufwärts, oben sehenswertes Land- gut Ho,ß Sauersben9, von Siemens. 19. Zum Fremersberg(1 St.) vom 1883 erbauten stei- nernen Aussichtsturm gerühmte Aussicht über den Sauers- berg und zu den sogen. Lachen, überall Wegweiser. Ein hübscher Fulsweg führt über den Beutig, oder durch den Nierganten und beim ersten Selighiof r. Oben dichter Hoch- wald. Am Vorberge stand einst das Kloster Fremersberg, dessen Stelle der Grofsherzog Leopold durch ein hohes Stein- kreuz bezeichnen lieſs. Herrliche Fernsicht. Von hier zum Jagdhause 1½ St. Auf dem Fremersberg grolser Steinbruch auf Porphyr. Von dem Steinbruch am Rande des Waldes nach den sogen. Hhenufgen Höfen, hübsche Aussicht. ½/ St. von da die neu restaurierte Vilia des Maschinenwerkbesitzers mit neuem groſsen Weinberg. Von Baden über den Fremers- berg nach Steinbach(2½ St.). Vom Fremersberg in Westl. Richtung nach Gallenbachi, ein Rebdorf, und zum Städtchen Steimphrnf(8s. später). 20. Zur uralten Iburg(2½ St.). Uber den Beutig, und hinter dem Selighofe l. ab, dann quer durch eine Hochebene, abwärts durch Wald, am Klopfengraben vorbei, über eine Wiese und bergan zum Gipfel. Der bequemste Fahrweg führt über den Saueérsberg und die sogen. Lachen. Wegweiser überall. Die neue Fahrstraſse führt an der Villa Menschikoff vorbei, und vom Fuls des Berges im Zickzack bis in den Burghof, 2 St. In der Nähe der Selighöfe, Iinks vom Wege zur Vburg, der Korbmallfelses, mit schöner Aussicht; von hier Rü über den Sauerberg 1 St. Der VYberg, 517 m gschlosses YHIIg. Vielleicht zuerst einer der Signaltürme der römischen Legionen, war es später ein festes, weitläufiges Gebäude, wovon aber nur noch Ringmauern, ein Thor und ein 13 m hoher Turm Vorhanden sind, dessen Plattform eine lohnende Rundschau gestattet. Eine Restauration ist innerhalb der Ruine. Um U. M., trägt die Prümmer des zerstörten Bere 60 9. Baden-Baden und Umgebung. den Fufs des Vbergs liegen bekannte Reborte, namentlich A/fenthal. 21. Ins Bühlerthal. a. Bis zum Schwanenwasen siehe No. 4, dann von diesem 645 m hohen Punkt zwischen Trapps- halde und Fliegenhalde abwärts, an den Felsen des 403.7 m hohen Butschenberg vorbei in das Oberthal(274 m) von Bühl. — b. Vom Schwanenwasen östlich, längs der Trappshalde entlang, bis zum Hockenden Stein(S. 54), dann zum Oberen Plättig(S. 54), von dem nach W. ein kürzerer Weg an den Fohren-, Falkenfelsen und der Felsgruppe Tiergarten vorbei zu der von Bühl aufsteigenden, in das Murgthal führenden Kreisstraſse leitet, da, wo auch aus N.W. ein Feldweg von den am Fuſse des Butschenberges gelegenen Häusern von Hirschbach ebenfalls einmündet.— c. Vom oberen Plättig zum Sand(S. 54), dann abwärts, der Kreisstraſse nach W. folgend, an Ruine Bärenstein(versteckt), am Bärenfels vor- bei zu dem Wiedenfelsen(693 m), prachtvoller Aussichts- punkt, dann weiter abwärts nach Oberthal(274 m) und nach Bühl.— d. Vom Sand nach Hundseck(S. 54); auch von hier führt ein Touristenweg durch die malerischen Felsengruppen zwischen Rofsfelsen links und Wiedenfelsen rechts hindurch, aus dem Thal des Gertelbachs in das Thal des Wiedenbachs, WO er éetwas vor dem Wege a. in die Kreisstrafse mündet. Alle diese Touren erfordern hin und zurück 1 Tag. Von Bühl den Jageroeg, am Nlotaberg 17 m) entlang, zur Ruine Altioindech 1½ St. 22. Nach Herrenwies(5 St. hin, bergauf, zurück 4 St.), siehe auch No. 4.— Von B.-Baden nach Lichtenthial, auim Geroldsden Masserfall(S. 53); von hier aufwärts dem Gro- bach folgend zur Brücke ½ St., links der Bernickelfels, 577 m. Die Brücke führt zum Schwanenwasen(S. 54); man bleibt auf dem rechten Ufer des Grobachs, überschreitet den Urbach und folgt dem Wege zwischen Urberg 735 m rechts und Eberkopf 600 m links, Felspartien links. Weiter über den Neuhauserbach, dann dem Grimbach aufwärts folgend zum Kamm; zwischen Mittelfeldkopf 938 m, réechts, und Ba- dener Höhe 1004 m, links, hindurch und abwärts nach Herrenwies 752 m, Luftkurort(Oαεν]ueãwH uum, Atlenhα‘ auf dem Hochplateau des Schwarzwaldes, in rauher, wilder und unfruchtbarer Gegend, an der Kreisstralse, welche von Bühl in das Murgthal führt. 23. Von Herrenwies ins Murgthal nach Forbach 3 St. auf einsamem, aber nicht zu verfehlenden Waldwege am Fufs des Seekopfs, 1003 m, vorbei über den Secbachlhiof nach For- 28t. ort! Horn UI- 9. Baden-Baden und Umgebung. bach, Fufsweg von Forbach nach Baden-Baden 4 St. Ab- wärts auf dem 1. Ufer der Murg und nach Bermersbach 3 St. Ansteigend zur Höhe mit schöner Aussicht ins Murg- thal, dann auf waldigem Wege nach Schmalbach 1½ St., Gaisbach ½ St., über den Rehberg nach Oberbeuern/ St.. 0 auf der Landstraſse nach Lichtenthal in/ St. nach Zaden. 24. Von Forbach nach Gernsbach, s. R. 7, S. 38, in umgekehrter Reihenfolge. 25. Zum Mummelsee und zur Hornisgrinde, ein Aus- flug, der einen rüstigen Fulsgänger erfordert oder zu Wagen gemacht werden muls. Zu Fuls: Vom Kurhaus in Baden zum Geroldsauer Wasserfall 2 St., dann über die Luftkurorte Oberplättig und Sand zum Luftkur- ort Hundseck(S. 54) 3 St. Weiter nach Untersmatt 1½ St. und zur Hornisgrinde 1½ St. Zzu Wagen: Bis Herrenwies 3½ St., dann zu Fuſs mit Führer den Kirchweg entlang zum Melkereikopf 1010 m, über den ein Verbin- dungsweg nach Luftkurort Hundseck(s. oben) führt, dann weiter, Wie oben angegeben. Von FHerrenwies kann man den Wagen auch weiter benutzen über den Sand nach Hundseck 1 St., dann östl. um den PEfrimm- ackerkopf 1027 m herum, am Katharinengäſschen vorbei, die Bau- halde entlang nach Unterstmatt 1 St.;/ St. südl. zweigt r. ein Fuls- Weg zum Mummelsee und Allerheiligen àb, der in 1¼ St. zur Hor- nisgrinde führt. Ein dritter Fahrweg geht von Baden über den Schwanenwasen, Oberplättig, Sand, Hundsèck nach Unterstmatt. Hornisgrinde und Mummelsee s. R. 10. 26. Burg Windeck. Mit der Bahn nach Bu-l und zur Ruine AItiννdech. Von hier nach Veusdtæech, Luftkurort mit Haus, von Ordensschwestern gehalten, dann zur Höhe, imposante Fernsicht; Abstieg von Neusatzeck über die Kreis- Ppflegeanstalt Hub zur Bahnstation Ottersweier,— oder um- geékehrt. 27. Allerheiligen. Mit der Bahn bis Oppenau, und durch das schöne Lierbachithiul nach Allerheiligen, von hier durchs Kapplerthal nach Achern und mit der Bahn zurück, — oder umgekehrt. 28. Das Erlenbad(5 St.). Von Baden nach Oos und nach Achern. Weiter siehe R. 25. 29. Wildbad(über Herrenalb 36 km). Am bequemsten per Bahn über Oos, Karlsruhe, Pforzheim 91 Km. Der em- pfehlenswerteste Weg führt durch das Murgthal(BE.7) Ulber Selbach oder Staufenberg nach Gernsbacht 2½ oder 28/ St. Von Gernsbach bis Wildbad kosten Einspänner 20 Mk., Zwei— 62 10. Der Mummelsee und die Hornisgrinde. spänner 30 Mk, incl. Trinkgeld. Die Fahrzeit beträ änger gebrauchen 5½ St. Daher werden rüstige Fuls- denen es nicht Mühe macht, mehrere Höhen zu er- gen, anstatt im Wagen langsam bei gaufw ärts zu schleichen, das Marschieren vorziehen und Loffenau in l St., Herrenalb in 1½ St., endlich W¹νuαν,dd- in 3 St. erreichen. Von Gerns⸗ bach erreicht man bald auf bequemer Strafse die württem⸗ bergische Grenze, dann Loffenau 1 St.(Jum Stern, Adler). Hinter dem 1400 Einw. zählenden Ort mit bedeutendem Holzhandel hebt sich die Stralse mit mehreren Windungen weiter aufwärts, bis sie den höchsten Punkt, die Wasser- scheide zwischen Murg und Albthal,„das Käppele“, erreicht (½ St.). Hier umfassende Aussicht auf Loffenau, das Murg- und Rheinthal, letzteres von den blauen Linien der Vogesen umsäumt. Von hier abwärts nach Bad Herrenalb 1 St. (R. 6). Weiter über Dobel und Lyachumdihle nach Wildbad 10. Der Mummelseèe und die Hornisgrinde. Von vielen Touristen wird die Tour durch das Untere Murgthal(R. 7) aufv mit Schönmünzach(S. 41) be⸗ schlossen, um von hier nach Westen abbiegend den höchsten Punkt des nördlichen Schwarzwaldes, die Hornisgrinde, zu besteigen; für diese Partie sind in den Gasthöfen Wegekärt⸗ chen zu erhalten. Im Schönmünzachthal aufwärts; man wähle die dem r. Ufer folgende württembergische Stralse wegen trefflicher Aussichtspunkte. Bis Zioichhε’]νι St., am Zusammenfluſs der Schönmünz und des Langenbachs. Von hier dem 1. Ufer der Schönmünz folgend, kommt man in 2 St. zum Wildsee 910 m und zur Schutz e 1010 m. Der Blick auf diesen von einer zerklüfteten Bergwand amphitheatralisch einge- schlossenen, 100 m tief unten genden sagenreiche rzen See bleibt der Erinnerung eingeprägt. Von der Schutzhütte der Ab- stieg zum See nicht lohnene dagegen der zum Ruhstein reich Kten auf den Seée, dem durch Wegweiser bezeich- neten W ege folgend, sie ht man in ½ St. den t liegenden Luft- kurort Rulstein 915 m zwischen dem Alten Ste Skopf 1085 m und Vogelskopf 1050 m. Custhadus, gute Pension. Von hier nach Aller- heiligen 2 St. 8 Von Zwickgabel am r. Ufer des Langenbachs aufwärts, an 8 7 und Mattel- Langenbach vorbei nach Hinter-Langen- bach(Ms. auum, halzenνν⁰ A nhE,,wr(Lüfle), gute Weine; allen— der Auerhahnjagd 5 auch Führer zu haben). Hier wendet die Strafse zum Mummelsee Il. und führt durch den Wald in 1 St. auf das Eckle 908 m, Grenz- Blä 10. Der Mummelsee und die Hornisgrinde. 8 stein zwischen Baden und Württemberg, Schnu⁰tzſtte mit Brummen, schöne Aussicht nach Westen. Auf dieser Pals- höhe Knotenpunkt der Strafsen von Schönmünzach, Ruhstein und Seelbach(Ottenhöfen). Vom Echle führen 3 Waldwege weiter: 1. Der links weisende ist der Verbindungsweg mit der Stralse zum Ruhstein und über Seebach nach Ottenhöfen. 2. Der Weg in der Mitte führt in ¾ St. zum Mum- 9 melsèee. Der Weg rechts, der am meisten betretene, führt über den Dreiflurstenstein, mit den Hoheitszeichen von Baden 15 und Württemberg, zum Signalturm auf der Hornisgrinde 1 St. 8t Wer von der Hornisgrinde in das Bühlerthal(RK. 24), an hf0 den Rhein oder nach BBaden zurückkehren und den Mum- melsee sehen will, folgt dem 2. Weg. Hat man aber zuerst die Hornisgrinde erstiegen, was dem 2u empfehlen, der nach Süden weiter will, 80 gcht man den Weg, den man von Eckle 6. gekommen, südl. weiter, wo man den Seespiegel nach/ St. schimmern sehen wird; den See erreicht man in etwa 20 Min. Der Mummelsee(1020 m. Erfrischungen und Gelegenheit zur Nachenfahrt) hat ½ St. im Umfang und 19 m Tiefe. ünde 80 hwärzliches Wasser, durch die nahen Torff 1 Nach dunkel aussehend, nährt blofs den Salamander, nicht Fisé K Abe der Landleute verursachen die Ausdünstungen des Sees äulig Nebel und Unwetter. Oede und abgesc hieden liegt d un- heimfiche Wasser da, die verkümmerten Fohren und Tannen neigen ihre Gipfel zur Erde und sterben schon in ihrer Jugend hin. U nbe⸗ Weglich ruht bei Windstille der schwarzbeschattete W. asserspiegel, auf' welchem die gelbe Seerose(Nymphea lubea) ihre breiten, fetten Blätter entfaltet. Ohne den Steinbruch würde die schöne Umgebung des Mummelsees romantischer erscheinen. 5165 Vom Mummelsèee zurück zum Eckle, dann dem 3. Wege ö folgend in/ St. zum Dreiflinstenstein,& Sandsteinplatten mit den W. appen beider Länder, zum Signalturm auf der Horn grinde 1166 m ü. M., mit Schutzhütte(4½ St. von Schön⸗ münzach), der Signalturm ist nur mittels Leiter zu er⸗ steigen.— Gyinde bedeuten die hohen, kahlen, gleichsam Verlorenen und heimatlosen Berggipfel. Diese Kuppe wird auch e Verflinstenste oder Grenzstein genanut, wWeil hier ehemals die Grenzen von Ostéerreich, Baden, Würt⸗ ten uberg und dem Bistum Stralsburg zusammentrafen. Herr- liches Panorama: Schwarzwald, RKheinebene, Schwäbische Alb, 5 klarem Wetter die Schweizer Alpen. Sein sc 11. Karlsruhe-Pforzheim. Wer von der ins Bühlerthal, nach B.-Baden, oder in das Murgthal Will, kann den Weg an der Westseite des Humdsnuich 1081 m entlang, am groſsen und kleinen Malſin vorbei, nehmen nach Uatenstmatt(Schutzhütte) 930 m, 1 St. Wegekreuzung von sechs Wegen. Nun steil aufwärts zum Hochkopf 1040 m, prächtige Aussicht,/ St.; dann dem Fulsweg weiter folgend über den FFrimmachterhopf 1038 m ½ St., dann südl. des 967 m entlang ½ St., zum Luftkurort Hundsé Andere abwärts führende Wege: über Baiersbronn nach Freuden- stadt; nach Seebuch;— ins Kappeler Thal;— nach Saſsbuchbalden,(Voοr diesem Wege, den die Führer manchmal anraten, ist zu warnen, er var kurz, aber steil und beschwerlich), über den Hochkopf am lfelsen vorbei zur Jägerhütte, Glashütte, Lauf nach Otters- Weier;— von Unterstmatt den Markweg am Bildstöckl vorbei nach Salsbachwalden und nach Achern; von Unterstmatt am Hundsbach entlang zum Aschenplatz(WO I. W ege nach Hundseck und Herren- wies abgehen), dann am Whs.(Alte Schwallung) vorbei nach Hunds- bach, dann am r. Ufer der Raumünzach entlar an 5e und Erbersbronn, am 4% Fult und 35 Fallbrücke vorbei nach Rau- münzach(nach Norden Forbach, nach Süden Freudenstadt). 11. Karlsruhe-Pforzheim.(Bahnfahrt.) Bad. Staatseisenbahn 30,7 km. Von Karlsruhe führt die Bahn nach O. am Kirchhof l. vorbei, dann am israel. Friedhof ebenfalls I., r. Ackerbau- schule; dann geht die Bahn zur Stat. Durlach, 4,5 km, s. Seite 30. Von Durlach Bahnf. im Thale des Pfinzbaches aufwärts, an den Stat. Grötzingen 7 km, wo die Bahn über Bretten nach Heilbronn abzweigt, Berghausen 9,8 km, Söllingen (Baden) 12 km, Kleinsteinbach 14,8 km, Wilferdingen (16,9 km, Krone) vorüber, durch Wiesen und Wald im Thale des Mühlbaches zur Stat. Königsbach 19,8 km, ev. Pfarrdorf mit 2455 Einw., am Mühlbach hübsch gelegen; dann folgt Stat. Ersingen 24,2 km, und weiter aufwärts Stat. Ispringen 27,2 km. Folgt ein 950 m langer TPunnel(beim Ausgang reizendes Landschaftsbild: Pforzheim an der Mündung der drei Flufsthäler Enz, Würm und Nagold), und Bahnhof (Restauration) von Stat. und Stadt Pforzheim 30,7 km. Pforgheim. Der Bahnhof liegt auf einer Anhöhe im Norden der Stadt. Das Postumt ist in der Nähe des Bahnhofs in der Luisenstr., Wo auch das Lelegruphenumt; auch im Bahnhof werden Telegramme an- genommen. Alts 11. Karlsruhe-Pforzheim. Postommuibus nach Mühlhausen über Tiefenbronn, 18 km. Fruliriberk zu Touren in der Umgegend: bei L. Gerstenäcker, Theaterstr. 4, C. Gerstenäcker, Metzgerstr. 11, Wein, Gr. Gerber- stralse 36. Gasthöfe: Post(Nusser), Schuoarser Adler, Goldenen Adler(neben Hotel Nusser). Pfdlaer Hof, mit Garten. Ruppen und Blume, beide beim Rathause. Restaurationen: Baαννep-Restuι,ꝓQvion. Prins Kurl, Bahnhofstr. Kuta, Museumsgebäude. Bavarla. Otto Kenpels Tivoli. Efülser Hof. Hòômischien Kalser. Alter Fritsæ. Die badische Stadt Pforzheim, mit über 30 000 Einw., darunter 10 000 Württemberger, verdankt ihren Namen ihrer Lage(Pforte des Schwarzwaldes) zu beiden Seiten des Enz- flusses, der hier die Nagold aufnimmt. P. ist die erste Fa- brikstadt Badens, die Bijouterie- und Silberwarenfabriken haben Weltruf, ihre Zahl beläuft sich auf 500, wozu noch über 200 Hilfsgeschäfte kommen, die Zahl der beschäftigten Arbeiter übersteigt 10 000; der Wert der verarbeiteten Edel- metalle sowie der Steine und Perlen, ohne die Diamanten, wird auf 15 Mill. Mk., der Wert der fertigen Arbeiten auf fast 24 Mill. Mk. geschätzt. Aufserdem sind Holzhandel, Eisengiefsereien, Papierfabriken, Sägemühlen, Bierbrauereien etc. in schwunghaftem Betriebe. Die MusSerlef⁷t– ist die grolsartigste derartige Anlage des Landes; die Quellen ent- springen 11 km von der Stadt; die Quellenstuben im Gröſsel- thal(½ St. von Neuenbürg, Fahrstraſse) sind das Ziel vieler Ausflüge. Vom Hochreservoir, auf der Dillsteiner Höhe, prachtvoller Blick über die Stadt. Geschichtliches: Wahrscheinlich hat an der Stelle der heutigen Altstadt ein römisches Kastell gestanden, hier fanden sich beim Ausgraben röm. Denkmäler und Münzen. Im 6. Jahrh. kam der Platz unter fränkische Herrschaft. Vom 10. bis 12. Jahrh. waren die Grafen von Calw und die Grafen von Eberstein die Eigentümer. Dann kam P. an die Hohenstaufen, dann durch Heirat an Markgraf Hermann V. von Baden. Bei der Erbteilung 1527 fiel P. an den jüngeren Sohn, den Markgrafen Ernst I., welcher 1585 P. zur Residenz erhob. In der Schlacht bei Wimpfen am 6. Mai 1622 sollen 400 Bürger von P. unter Bürgermeister Deimling sich für ihren Markgrafen Friedrich geopfert haben. 1689 hatte auch P. von den französischen Mordbrennerbanden schwer zu leiden, zahlreiche Gebäude wurden durch Brand zerstört. P. ist Geburtsort des Humanisten Heuchlin(1455—1522), welcher hier eine Gelehrtenschule gründete. Beim Verlassen des Bahnhofs erblickt man zu beiden Seiten hübsche Anlagen. links eine groſse Linde, unter welcher Markgraf Friedrich seine treuen Pforzheimer vor der Schlacht bei Wimpfen versammelt haben soll. Vom Bahnhof rechts in der breiten Luisenstralse auf der linken Seite die Kaiserliche Post, mit prächtiger Sandsteinfassade; in der Nähe das neue MuSιgebltde mit schönen Sälen. Dem Bahnhof Griebens Reise-Bibl.: Schwarzwald. 7. Aufl. 5 66 11. Karlsruhe-Pforzheim. gegenüber das Gebäude der Obereinnelimerei— auf dem Wege dahin Blick auf Büchenbronn, den Pforzheimer Aus- sichtsturm,— und derselben gegenüber die Schlofskirche, die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt, ein Raudenkmal, dessen älteste Peile aus dem 11. 12. und 13. Jahrh. stammen; Graf Gottfried von Calw soll der Gründer sein. Der romanische Bau wurde durch Markgraf Karl I., der die Kirche 1460 zu einem Kollegiatstift erhob, dur ch den gotischen Chor Vergröfsert. Im Innern besonders die Familiengruft und die Denk- mäler der Markgrafen von BadenDurlach bemerkenswert. In der Mitte des Chors ruht auf einem grolsen Sarkophag der Stifter der Linie, Markgraf Ernst I.( 1555), undkseine Gemahlin U s von Rosen- feld. Im Chior das 8 des Markgrafen Kur I.( 1577, der Zu- erst in Baden die Reformation einführte; auch Aües Denkmal des Markgrafen Albrecht des Jüngeren von Brandenburg ist beachtens- Wert; von ihm sagt die Inschrift: Der deutsch streitbar und männ- lich Heldt, elcher um des Vaterlands deutscher Nation, Freyheit, Landt und Leut, Gut, Ehr und Blut treulich zugesetzt und gewagt hat.“ Das Standbild des Markgrafen Bernhard 1553), die Büste des Kroſsherzogs Kaurl 1811), welche Grol herzog Leopold 1833 Hier autstellen li oWie die Standbilder der Markgrafen Jaltob 590) und Ernust II.(T 1604) sind ebenfalls zu erwähnen. An der Südl. Chorwand das Henhmal der 400 Eforalicumer Biirger, welche 1622 für ihren Fürsten fielen, 1834 vom Grolsherzog Leopold errichtet. Interessant ist das Mittelfenster für Heraldiker, da es das bad. Wappen in seinen verschiedenen Veränderungen von 1250—1830 enthält.— Der Chor ist 1880 trefflich restauriert. Von der Kirche links in die Schloſsbergstraſse einbiegend, erreicht man den Marſetylatæ mit dem daran gelegenen Rat- hause, mitten auf dem Platz das Kriegerdenkmal zur Er- innerung an 1870/71, ein germanischer Krieger herkulischer Gestalt, in Bronzeguſs von Professor Moest in Karlsruhe ausgeführt. Die Südseite des Unterbaues trägt die Inschrift (L. Auerbach): „Was Ihr vollbracht in den Wettern der Schlacht, Auf einsamer. Wacht, in Not und Pein, Nicht sag's dieser. Stein, Das lebt als der deutschen Ehre Hort, Unsterblich im Buch der Geschichte, fort. Doch daſs wir in unsern Herzen tief Voll glühendem Dank es tragen, Das ist, was dem Denkmal sein W. erde rief, Das soll es mit Stolz Euch sagen.“ Der früher auf dem Marktplatz befindliche Braummen mit dem Standbild des Markgrafen Hrnst wurde vor dem Gasthof zum Goldenen Adler aufgestellt. Ganz in der Nähe, am Waisenhausplatz, die groſse Heil- und Pflegeanstalt(ca. 700 Kranke). Vom Waisen- hausplatz durch die Deimlingstraſse r. zum Lindenplats, am Zusammenflufs der Enz und der Nagold, über den Platz zur 11. Karlsruhe-Pforzheim. Kunstgewerbeschule, 1877 von der Stadt errichtet; Fach- schule für Goldschmicdekunst. Die Schmucksammlungen des bedeutenden Kunstgewerbevereins sind hier ausgestellt. Da— vor ein groſser Syringhbrunmen. Südlich von der Kunst- gewerbes mule der anmutige Stadtgarten. Vom Marktplatz durch die Deimlingstraſse, die erste Querstraſse links, an der stattlichen Vollesschule vorbei; dem Altstädter Kirchweg folgend zur Altstädter Kirche, auf römischen Mauerresten; symbolische Figuren am Portal zeigen den Sieg des Christentums über das Heidentum. Der hübsche Turm wurde 1874 erbaut. Hier liegt auch die Altstädter Brücke, wahrscheinlich, wo der einstige Ubergang der Römer- stralse war. Von hier kann man am Ostende der Karl- Friedrichstrafse vorbei, in östl. Richtung den gams alten LKirchhof, passierend. zum alten, Kirchhof gelangen. Der neue Kirchhof liegt im Norden der Stadt„auf der Schanz“, mit prächtiger Aussicht auf die Stadt, die Flufsthäler und den Schwarzwald. Von der Altstadt führt die östl. Karl-Friedrichstraſse zu dem neu erbauten städtischen Schlachithiot, eine sehenswerte Anlage. Von da in östl. Richtung gelangt man zu dem städtischen Gasöenlt. Ausflüge: Nach dem Nupferhiammer /½% St., am Einflufs der Würm in 55 g0Id(W hs.), von da zur Schonen Buche ½ St., und dann nach ensteim ½ St.— Zum Hochreservoir der städt. W asserleitung ½/ St. 1. Turm auf dem Wartberg(376 m) am 1. Enzufer/ Sb.; von hier kann man hinab nach Eutingen gebhen, Dorf an der Enz, 3 Kkm nördl. Eisenbahnstation.— Zuin Hachél und dann nach Ersingen, 7 km von Pforzheim. Bahnstation.— Ins Wiirmtfal: von P. nach dem I uuhſerlig,ẽn¹́ G. oben), dann im Thal nac, ch Würm(Löoese und dann zum Forsthaus Seehieis(419 m, Whs.),/ St. weiter fluls⸗ ärts eine Sägemühle, und von hier zur Burg uine, Liebeneck(415 m, Zum Ochisen, gelobt). Die neue Stralse nach 7 Dοα geht über Würm und Tiebenecker Sägemühle, ist die schönste W. agenpartie um Pforzheim. Oberhalb der Säge(10 Min. über der Würm) und durch Wald in südöstl. Richtung nach Hamberg(486 m), ½ St. südöstl. im Thale Schlofsruine Steinegg(400 m), Whs. im Dorf gleichen Na- mens. Weiter über die St. Wendelinskapelle 503 un nach Nerifidtsen(484 m, Adler), von wo man in 1½ St. Liebenzell, Eisenbahnstat., erreichen kann. Zum ausgedehnte Waldung zwischen Enz und Würm. Altertumstfr eunde finden hier zahlreiche uανν. Ruuineν, die meisten im Kunele,(Vonm Eutingen oder Bue kenberg bester Zugang); den Natur- kreunden werden die Wege zum Seehaus, der, Fergartenweg, der Heldenweg u. 8. W. empfohlen.— Hiefenbroum 2½ St., Geburtsort des Chronologen Gall(1785- 1828). Gotise. Kirche aus dem 15. Jahrh. mit interessantem Innern.— Nach Hlichenbronn und Grumbach, nach Stat. Weſ/senstein, von hier über die Schone Aulssichlt nach Büchen- bronn 1 von hier nach Grumbach(2½ St. von P.), Luftkurort(AÆnn und Adler).— Zum Aussichtsturm auf der Büchenbronner Höhe(630 m) 2 St., vom Bahnhof in Weiſsenstein 1½ St., vom Bahnhof in Neuen- J ‚ht. bürg 1½ St. Von dem eisernen Turm prachtvolle Runc 68 2. Pforzheim-Wildbad. Weitere Ausflüge: Nach WIldbad, Durlacl, Kurlsrelie, Calio, Horb, Well der Stadt, Muiſlacſfen, und zur berühmten Abte, Maulhronn. 12. Pforzheim-Wildbad.(Bahnfahrt.) Württemberg. Staatseisenbahn: 22,7 km. Die Kilometerzahlen der Stationen gelten von Karlsruhe ab. Von Hfoteleim mit der Erzbahn aufwärts zur Station Brötzingen 33,7 km, stattliches Pfarrdorf mit 3960 Einw., Bijouteriewarenfabrik und Thongruben. Uber die württem⸗- bergische Grenze.— Stat. Bintenfeld 36 km mit 1950 Einw., Obstbau;— Brücke, 150 m langer Tunnel, Brücke, dann Stat. Neuenbürg 41,2 km(Zur Post,— Post von N. Bhf. 2.40 Nm. nach Herrenalb 23 km 3½ St.), in anmutiger Lage am Fufse des Schlolsberges, zählt 2150 Einw. und hat rege Gewerb- thätigkeit. Hinter dem Schloſs, Sitz der Behörden, die alte Burg, auf röm. Unterbau, malerische, mit Epheu bewachsene Ruine. Ausflüge: Nach Herrenalb über Schwann, Neusatz, Rothensohl 4 St. — Ueber Schwann, Conweiler. 55 die badische Grenze), Langenalb, Maisenmühle nach Murue¹ 4½ oder denselben Weg und von der Maisenmühle über Schilberg 8011 Frutiendlb(der letzte Teil des Weges ist beschwerlich, aber mit Schönen Aussichtspunkten) 5 St.— Nach Liebenzell 3 St. über Langenbrand, beschwerlich. Die Bahn überbrückt die Enz, geht durch den Schloſs- bergtunnel und am 1. Ufer weiter aufw ärts, Eisenfurth, Säge- münle I. zwischen Bahn und Flufs, I. Holzfabrik, die gröſste des Landes. die Erlaubnis zur Besichtigung ist von den Be- sitzern in Höfen zu holen. Stat. Kothenbacù 44.9 km, Ein- mündung der Eyach, Holzfabrik, dann Stat. Höfen 47,9 km, freundliche Häusergruppen, viele Sägenühlen, bedeutender Holzhandel; eine sehr gepflegte Obstkultur liefert feines Tafelobst. Am Hengstberg r. vorbei zur Stat. Calmbachi 50,5 km((Sonme, Terrasse; Krone, Hirsch), mit 1850 Einw., groſses Dorf von städtischem Aussehen, reizend an der Ver- einigung des Calmbachs mit der groſsen und kleinen Enz gelegen, viel von den Kurgästen in Wildbad besucht. Central- punkt des Holzhandels auf dem Schwarzwald. Ausflüge: Auf den Wildbaderkopf über die Puulinenlo,of St.— Zur Eyachmühle/ St.— Auf den Schlofskopf 1½ St, mit Sitzen unter alten Tannen; erst Wildbaddoblerstraſse, dann den Cavalloweg hinauf, Prächtige Aussicht über das Enzthal.— h Wildbad(1 Sk.) führen mehreré Wege: a) den Holzabfuhrweg aufwärts, hübsche Aussichten, an den Hängen des Mleistern entlang und über den mittleren oder oberen Badweg; b) zum Pavillon mit herrlicher Aussicht auf Schloſs- kopf und Heng berg, an der Einbiegung nach Wildbad des ganz eben durch den Wald führenden W. eges, der sogen. untere Badweg, mit Sitzen; c) die alte Straſse auf demn r. Enzufer über die Mathilden- vuhe gilt als schönster Weg; d) die neue Straſse mit Trottoir auf dem I. Enzufer ist der bequemste Weg, aber nattenlos. 2NU „Aα A. EνH MaeedN. 8 ——— 8 NO.S88 e F. ⁰ Verlag v. Abert Goldschmädt Berlin. dlandAdIe,. Iunlelun Meielune,—2 AIkeiilion, 5 Llvl 2 nbugenlininen HAlitte 48 5 DÆ 13. Bad Wildbad und Umgebung. Die Bahn bleibt auf dem 1. Ufer der grolsen Enz bis zur Stat. Wildbad 53,4 km. 13. Bad Wildbad und Umgebung. Kurgäste finden nähere Angaben in dem Buche:„Die Brunnen- und Badeorte“, Verlag von Albert Goldschmidt, Berlin- Der Bahnhof am unteren Ende der Stadt ist Kopfstation; hier ist auch das felegraphenamt; während der Saison Annähme von Tele- grammen im Postbureau. im Hotel Frey. Hotels: Konigl. Bad-Hotel(E. Wetzel).—*Hotel Khimhn¹pο. Bellæe. in allen Z. von 3 kk. an; Mittagessen um 1 Uhr 3,50 Mk., um 5 Uhr 5 Mk.— iotel Freh, L. von 1½ Mk. an.— fHotel, Reim, gleiche Preise. — Hotel de WHuropè(Vormals Hötel de Russie), Z. von 1½ Mk. an.— Ross(Posthalterei).— Iamm.— Sonne.— Stern u. a.— Hose, israelitisch. Priyatwohnungen fast in allen Häusern. Droschken(Lohnfuhrwerk): Stadt- und Bhf.-Fahrten mit 10 Min. Aufenthalt: 3 und 2 Mk. je nach der Güte der Wagen und Bespan⸗ nung. Die folgenden Angaben beziehen sich der Reihe nach auf „Landauer“,„zweispännige“ und„einspännige Droschken“,, Zzum Hnæklösterle 14, 13, 9 Mk., Kleinenathal 14, 13, 9 Mk., Hofen 14, 13, 9 Mk., einschlielslich 1 St. Aufenthalt.— Nach der EuucE,jmuile 16, 14, 10 Mk., Neuenbrrg 16, 14, 10 Mk., Dobel 19, 17, 11 Mk., Herrendlb 24, 22, 14 Mk., Bad. Jdgerhdts Rultenbromm 24, 22, 14 Mk., Terndoh 24, 22, 14 Mk., mit 2 St. Aufenthalt(einschlieſslich Trinkgeld). Kurtaxe: bei einem Aufenthalt über 6 Tage 10 Mk., für Kinder von 5-—15 Jahren und Dienstboten 3 Mk. u. s. W. Unterhaltung: Konsertèe der Kurkapelle morgens 8—9 Uhr, nachm. 67 Uhr, und besonders veranstaltete Nachmittags-Konzerte. Theater: von Anfang Juni bis Ende August, auſser Donnerstag täglich. Tanz-Réunions im Konversationssaal auf Veranstaltung des Bade- Kommissars. Lesezimmer im Parterre des Hötel garni Keim. Stadt Wildbad, mit 3675 Einw., ist im Enz-Thal wild- romantisch zwischen hohen, Tannendickicht tragenden Berg- und Felswänden eingebettet. Die Enz durchläuft das Städt- chen von Süden nach Norden und teilt es in zwei Hälften, welche Stege und Brücken verbinden. Vom, Bahnhof auf der König-Karl-Straſse Sanft ansteigend aufwärts, I. eine neue städtische Brücke, dabei monumentaler Granitbloch mit dem Namen der Stralse. Weiter schreitend im Bogen, dann über die Enz zur Hauptstr. und zum Kurplatz. Der alte Fahrweg führt am Kiiſlen Brunnen, mit schattigen Garten- anlagen, vorbei, über die Enz auf stattlicher Brücke in die chemal. Vorstadt. Weiter zum länglich viereckigen Kurplatz, dem tiefer gelegten ehemal. Marktplatz, mit monumentalen Bauten, von denén das Königl. Bad-Hotel, Kurhaus mit dem sogen. Kaſffeesdadl und dem NonverSUν“νονν,u, und das grolse Badgebäude mit den vorzüglich eingerichteten Bädern den 70 13. Bad Wildbad und Umgebung. ersten Rang einnehmen. Hier sind die dem Staate(König- reich Württemberg) gehörenden, 27—30 R. warmen Thermen. Wildbad wird besonders gegen Gicht, Lähmungen, Rheuma- tismus, Neuralgie angewendet. Die Kur erstreckt sich auf den Gebrauch der Bäder, Trinkkur, Mineralwasserkuren, Milch- und Molkenkur, Enzbäder, Elektrotherapie, Massage, Heilgymnastik, Oertel'sche Terrainkuren. An der Ecke der Hauptstralse und des Postplatzes Hotel Hre. Der Lang- seite der Kirche gegenüber, in der Kirchstraſse, das Ratfiduls. Zwischen Hotel Bellevue und Hotel Klumpp erhebt sich das 1880/81 in Ziegelstein aufgeführte König-Karl-Bad, dessen Hofraum rechts und links mit Wandmalereien aus Wildbads Geschichte geschmückt ist. In der Kirchgasse am östlichen Ende der Gasthof Zum Hngel, die westl. Verlängerung dieser Stralse jenseits der Hauptstraſse bildet der Postplatz. Ueber die Enz auf der Postbrüche nur Fregsschien, Ene-Anlage, eine breite Ueberbrückung, durch geschmackvolle Garteneinrich- tung verdeckt. Schινiνui’². Hotel de VHuunope, im Schwarz- waldstil. ApoοE.νο,.t Ecke des Schulplatzes und der Pfarr- gasse, durch letztere an der Enz aufwärts, die steile Straub- bergerstralse passierend, zum Hinteren Hotel Nlumpp, I. die HKlauumpp'sche Hne-Anluge. Weiter zu einer kleinen Anlage, ehemal. Efarrgarten, mit dem Stadtyfunrhauts. Jeuseits der FLõnig- Millielms Brliche, auf Kolossal-Schrauben zur Hebung des Ueberbaues bei Hochwasser, das Asyl für arme Bad- bedürftige, das Katliarinenstit Weiter r. Hotel Bellenue, diesem enüber, der Enz entlang, die eiserne Trinkhalle, im Renaissancestil, etwa 100 m lang, bei den Anlagen, dabei die geschmackvollen Verkaufsbuden. Die königlichen An- Iagen, darin das Vaaudeville-IJheaten, beginnen mit einem am 8 42 I. Enzufer entlang führenden schattigen Doppelgange, an dessen Ende sie I. auf das r. Enzufer leiten; zwei Brücken und ein Steg überspannen den Fluls. Dem I. Enzufer fol- gend, durch eine Linden-Allee zu einem in die Enz vor- Springenden Halb-Roνe und den Badeſiduschien tür die Enzbäder, r. Wiesen, Granitfelsen, Häuschen(Vlla FHidmiten— Stein). Im Vorblick r. hochgelegener Tannen- und Laub- Wald, darüber ein Schweizerhäuschen, das ist der Karlsberg. Auf der Ebene weiter zum Rondell von Weymutskiefern, Ende der eigentlichen Anlagen; weiter Wiesenpfad zum Midhioſ,, Kaffechaus, 3 km. Nun über den Steg auf das r. Ufer der Enz mit der reizendsten Partie der ganzen An- lagen: Granitfelsen, Gebüsch, Baumgruppen, schattige Gänge, rauschendes Wasser, Lusthäuschen, Türmchen, moosige Stein- treppen, einladende Ruheplätze. Ehe man diese Partie auf dem Rückwege zur Stadt betritt, der Ralte Brummen, Garten- Lie 13. Bad Wildbad und Umgebung. Wirtschatt. Dem ebenen Fufsweg der Enz abwärts folgend. bei der zweiten Brücke ein halbkreisförmiges Gartemſiauis Hoο Natꝛunholæ, Anfang einer schattigen Kastanien-Allée. Weiter schreitend, erblickt man in der Nähe des Forstliditses, über dem Wiesengrund, die aus buntem Sandstein erbaute onglische Nunchie. Etwas weiter r. hoch gelegen die Vlla Ietze, und andere hübsche Villen. Folgt Eingang zu dem erwähnten Badehäuschen, dann die Kaffee-Martschiaft voh FHulnfk, Wo die Kur-Kapelle an Sonn- und Feiertagen nachm. musiziert. L. vor der sogen. Theaterbrücke ein Holæ-Puvillon. R. davon der Prinæs Peter-Nata mit Fontäne. Alles dieses r. lassend, auf breitem Fulswege zur neren Enethialstraſse hinauf, oben hübsche Bergwohnungen. Nachdem man das Katharinenstift passiert hat, betritt man wieder die Haupt- stralse und nach wenigen Schritten den Kurplatz. Spaziergänge; Durch die, Anlagen zum Karlsberg /½ St. Zum Fuillen Breumnen /½ St. Zum Windhof 20 Min. Zur Wolfschlucht 1 St., Saaue-α“ ½ St.(beige zusammen 2½ St.). Von der Ma jenrdilie, jenseits der Enz vom Windhof, führt ein Zic kweg durch hübschè Waldpartien r. zum SeſnονE‚˙hdν,⅜ Auf dem Karlsberg, 8. oben, I. zum Hochwiesenhof, vor demselben„Echio“. In entgegengesetzter Richtung: Hurtitunmnsrulie, Schulllerelclie, Eber- , die man vom Kurhaus über den„fünf Wegs heid“ St.— Zum Riesenstein 1/ St.— Auf den WIODACHEHHν die Pauαiνα⁰ie Zum Soldaſenbrumnnen, Waldlinittée, Wenden 2 5• heile am Gütersberg 1 St.— Ins Hollud Sentl St. uhνe⁊ 2 St.— Tuanne, Spechluil Entferntere Ausflüge: Zum wilden See(10 km; nicht 2zu verwechseln mit dem Wilden See beim Ruhstein, R. 10) führen verschiedene Wege(2z. B Rollwasser-Thal, Riesen-Tanne, Grünhü Durmäder Wald, Weilser Stein zum 8 Der See, auf der württemb.-bad, Umgebung von ernstem Charakter, S Land 900 m hoch, dess hat e nhengehalt von etwa 1½ ha und eine Tiefe von 5—6 mn. Sein Abfluls liefert' einen Zufluls der Eyach. Die Gegend wimmelt von Sagen und Märchen vom Seefräulein u. s. W. Zum Cbadischen) lagdschiofschen Kaltenbronn /1—1 St. vom See (12 km vom Wildbac Von Kaltenbronn(Restauration) zum Hoch- Iohkopf ½½ St., 980 m üi. M., hölzerner Aussichtsturm, dessen Bestei- gung zu empfehlen. Nach Calmbach, 8. R. 12(Eisenbahn-Station), auch als Promenade sehr zu empfehlen,/ St. Nach Klein-Enzhof(6 Kkm). 1 km unterhalb der Gertrædsreltè führt „fad(Wegw.) zu einer besuchenswerten Felspurtis, Vom Klein-Enzhof das Phäl abwärts nach Calmbach. Auch empfehlens- Werte kleine Partie zu Wagen. Zur Eyachmühle(guter Kaffee) 1½ St. An der Paulinenhöhe vor- bei über den Hiber9, an der Spitzhütte Vorbei ins Eyach-Thal; unter⸗ halb der Biegung der Strafse gegen das Thal führt r. Wgw. Dobel) ein ½% St. kürzendder Weg zur Mühle, Von der Eyachmühle führt ein Fahrweg in /St. aum Dorfe Dobel(,ᷓon“, WʃdH,r), von hier nach Herrenalb 1½¼888 diese Tour verlangt einen ganzen Tag.— Nach Hirschau 12 km.— Liebenzell 15 km.— Calw 15 km.— feinach und Zavelstein 15 km. 13. Bad Wildbad und Umgebung. Zum Weiler Meistern(6 km), 779 m hoch gelegener Weiler(nur gute Milch zu haben). Aussicht auf die Schwäpische Alb. Rüstige Fulsgänger finden auch lohnende Aussicht auf die Schwäbische Afb, wWenn sie den ½ St. langen Umweg von Hulſinerberg, wWo es in das kleine Enz.-Thal geht, über die Rehnnule und Viofstatt nicht scheuen. Von der Rehmühle zur Ruine Fautschberg(Faustberg, Vogtsberg), nur aus einem viereckigen Turmstumpf und etwas Gemäuér besté- hend; von hier ins kleine Enz-Thal zurück, oder umgekehrt über die Kohlplatte nach Wildbad. Nach Baden-Baden über Gernsbach; entweder über Dobel, Herren- Alb oder über das Jagdschlöfschen Kaltenbronn und Ebersteinschloſs. MWählt man den Weg üher Dobel und Herrenalb, auf dem später Porf Loſfendet passiert wird, so verdient der berühmte, 1½ St. ent⸗ ternte Kussichtspunkt eufelsmühle(950 m) besucht zu werden, der jetzt mit einer geräumigen Schutzhütte versehen ist. Das Thul den Ena. Die groſse Ens, von dem ehemal. Kloster Enz im Amte Wildbad kommend, nimmt bei Calmbach die zweite Quelle, die kleinèe Ena, auf, tritt unterhalb Neuenbürg in das badische Gebiet, wo sie bei Pforz- heim die Nagold und Würm aufnimmt, verlälst solches bald wieder unterhalb Pforzheim und flieſst bei Besigheim in den Neckar. Bei schnellem Schneeschmelzen und heftigen Regengüssen ein wildes Bergwasser, das Geschiebe, Sand, Holz mit sich fortreiſst und im Thale ablagert, ist ihr Bett in heilsen Sommern seicht und mit un- zähligen Felsblöcken bestreut. Das Enz-Thal aufwärts bis Wildbad s. R. 12., Wildbad 8R. 13. Von Wildbad auf der bequemen Chaussee im Enz-Thal aufwärts am Windhof, Sägemühle, Lautenhof, über die Guldenbrücke, am Franzosenbrunnen, Christophshof, Kälber⸗ mühle, Sprottenmühle, Kohlhäusle vorbei zum Enzklösterle 9 km(οVαõꝙννj/, zwischen grolsen Tannenwaldungen hübsch gelegenes Dorf mit 400 Einw. und 1852 erbauter Kirche. Der Name stammt von einer Kapelle, die 1145 eingeweiht, 1330 dem Kloster Herrenalb überwiesen sein soll. Eine Stunde oberhalb Enzklösterle zwei idyllische Wald-Seen, ge- nannt Kaltenbach-See und Poppel-See. Weiter im Thale auf- wärts über Fetersmüiſile nach Gompelscheuer /i St.(Lamm, hier erhält man Auskunft über den Weg zu den Seen) mit dem Enebrunmen, der sogen. Enzquelle, welche den Poppel- bach aufnimmt, dann über Poppelthal und Poppelsee-Haddls nach Urnagold 1 St., dicht dabei die Nagoldquelle, s. auch R. 19, Besenfeld/ St., an Königsο² ͥ vorüber nach Schlön- gte 1 St. und mit Wagen oder Post nach Freudenstudt, S. R. 8(Tagestour). Wer das Enz-Thal kennt, wählt zu Wagen den 2½ St. langen Weg nach Kaltenhbronm,(S. 71), hier vom Jagdschloſs (Restauration) zum Hochlohkopf und zu den Scen, H. u. Z. 1½ St., dann zum Hnelflösterle, und an Ruine FHaunitschbeng 14. Pforzheim-Mühlacker-Stuttgart. auf dem Hühnerberꝗ vorbei, über die Reſmùhle und Agenbacl. nach Teinach(R. 19) 5¾ St.(im ganzen 9¾ St. zu gehen; man benutze auf der ersten Hälfte des Weges einen Wagen). 14. Pforzheim-Mühlacker-Stuttgart.(Bahnfahrt.) Bad. Staatseisenbahn: Pforzheim-Muililachen 12,7 km. Die Kilome- terzahlen beziehen sich auf Karlsruhe. In Mühlacker: Wagenwechsel für Reisende nach Stuttgart. Württemberg. Staatseisenbahn: Miihlucher-Stuttgart 46,5 Kkm. Die Kilometerzahlen beziehen sich auf Mühlacker. Von Pforzheim führt die Bahn am I. Ufer der Enz zur Stat. Eutingen, 34.3 km; in der Kirche Grabstein des ersten evangel. Pfarrers Fleischmann(+ 1590), An der Strafse Denksteine zur Erinnerung an den Grofsherzog Karl Frie- drich und zum Gedächtnis des Krieges 1870/71. Stat. Nie- fern 36,5 km. das gleichnamige Dorf mit Papierfabrik liegt auf dem r. Enzufer, mit der VMiefernbung, 1556 von dem eifrigen Förderer der Reformation, dem Kanzler Markgraf Karls II., Martin Achtsynit(+ 1593) erbaut, jetzt Kinder- Rettungshaus. Stat. Enzberg 39,2 km, mit Stammschloſs der Freiherren von Enzberg, und Stat. Mühlacker 43,4 km (BahnſioE-HeStuEiOtnion), gegenüber am r. Enzufer Dürmenz (Whs., gutes Bier) durch Brücken und Stege mit einander verbunden. Beide Gemeinden(3050 Einw.) treiben starken Tabaksbau. Uber dem Orte auf steiler Höhe die schöne Burgreine Löffelstels, mit Anlagen und lohnender Aussicht. ½ St. vom Bahnhof. Man beachte die Steinbrüche und Fel- senkeller am I. Enzufer, die kleine Insel und den geschlän- gelten Lauf des Flusses. Weiter abwärts 1. die Kirchen- ruine. Zum Kloster Maulbronn, Bahnfahrt: Mühlacker-Haulbronn(Bruch- Sal) 6 km, Schnellzüge halten nicht in Stat. Maulbronn. Post: vom Babhnbof nach Maulbronn 3 km ½ St. Maulbronn(Xloster oder Post, guter Eilfinger; Brauierei, auch zum Uebernachten). Im ehem. Cistereienserkloster evangel. nied. theolo- gisches Seminar. Das Kloster, 1147 geg det, war bald zu solchem Reichtum(94 Ortschaften) gelangt, dals der Mönche Lebensweise die Gilen Voll, Keiner lèer, Wein her) er- Klärt; namentlich aber durch Dr. Fausts Aufenthalt, den der Teufel aus dem Klosterturm geholt, berühmt, bei der Reformation aufge- hoben und 1556 in eine Klosterschule verwandelt.— In der im To- manischen Stil erbanten*Klosterkirche mit vielen Denkmalen, dar- unter des Gründers, einem 4 m hohen Kruzifix, geschnitzten Chor- stühlen, Hochaltar, Vorhalle Paradies), Kreuzgang, Kapitelsaal, das Sommerrefektorium, das Parlatorium, Oratorium, das Winterrefek- torium, der Bibliotheksaal u. s. w. Die Fenster aller dieser Räume bildeten 6 lasmalereien, Besuch sehr zu empfehlen. Von(Heidelberg) Bruchsul nach Maulbronn(Eisenbahn 25,9 km, 1 St., 220, 145, 90 Pf.) über HerdelSſie-ιi, Goνelsfein: Zur dritten Station 74 Bretten(*Ver Joliresgeiten), anmutig gelegenes Stö idtchen, berühmt als Melungſhtions Geburtsstätte. Das Geburtshaus ziert eine Gedenktafel, und den Ort das 1861 errichtete Standbild des berühmten Reforma⸗ tors. Beachtenswert: das Amtshides, an Stelle eines chemaligen Tem- 5 das Ralhaus; der Marktbruunen mit dem Standbilde les Kurfürsten Friedrich II. von der Pfalz; die um 1119 vom Kaiser Heinrich V. erbaute St. Laurentiustirche.— Weiter zur Stat. MAννναον. S. S. 73; Post vom Bahnhof Maulbronn nach Luittlingen 5 km 0 Von Bretten führt die Landstr. nach Maulbronn zuerst zum Stä chen Huttlingen 5 km, der Sage nach Geburtsort des Dr. Faust gehörte zu Maulbronn und kam mit diesem an Württember g; weiter 6 km am Vilfinger Hof, vorbei, bekannt durch vorzügliche Crescenzꝝ seiner Rebberge, und nach Maulbronn. Von Mühlacker auf der Württemb. Staatseisenbahn zur Stat. IIllingen 5,5 km; das nahe Dorf Roſsvoadgꝗ àeichnet sich durch seinen Wein aus. Stat. Vaihingen Gersheim) 10,4 km(hrone,— Post: nach Sersheim 3 km /½ St.), mit 3600 Einw., im Enzthal am Schloſsberge, mit Acker- Obst- und Weinbau. Darüber Schlols des Grafen gl. Namens auf steiler Höhe des Schloſsberges. In dem groſsen massiven Bau eine Beschäftigungsanstalt für entlassene Sträflinge. Der Haspeltunm und der Pulvertumm sind noch von den alten Befestigungen erhalten. Stat. Grolssachsenheim 16,4 km, jenseits der Metter, Kleinsdchsenhieium gegenüber, das ansehnliche Schloſs war Sitz Derer von Sachsenheim 1100-—1560, in der Kirche ihre Gräber. Im Hathaus Glas- malereien von 1589 und 1631.— Auf der Weiterfahrt geht die Bahn auf der Ebene zwischen Enz und Metter fort und kommt nun zu dem grolsen Enzyiadukt, der in 21 Bogen von 6.z m Spannung und 31, m Höhe in zwei Etagen über⸗ einander das tiefe Enzthal überbrückt, darauf in groſser Kurve an der rauschenden Enz hin zum Bahnhof der Stat. Bietig- Nelm, 28 km, wo die Bahn nach Heilbronn(S. S. 27) abzweigt. 14. Pforzheim-Mühlacker-Stuttgart. E8 Bietigheim(Baunοe-HReSt,qadtion), am Einfluls der Metter in die Enz, 23 kin von Stuttgart, mit 4600 Einw., bextilindustrie und Weinbau. Schon zur Kömerzeit ging hier eine Heerstraſse durch, die zu den ältesten gehört. In 5. Jahrh. brannte die Burg Bietigheim ab, und nur ein Turm, wahrscheinlich aus Römerzeiten, blieb stehen. Sta- tionen TRaumm 26,3 km, Asperg 29,0 km, kleine Stadt am Fufse des 360 m hohen Berges, der die ehemal. Festung Hohenasperg, jetzt Strafanstalt, trägt. Unter den Gefangenen waren der Jude Süſs(vergl. W. Hauffs „Jud Süls), der Dichter Schubart(1777—1787), über dessen Geft agnis jetat ein Belvedere, das eine weitumfassende Umschau gewährt, Oberst Wolf, der schwache Kommandant des Hohentwiel, Und der Reichstagsabgeordnete Rösler im Jahre 1849. Nach kurzer Zeit läuft der Zug in den Bahnhof der Stat. Ludwigsburg(32,6 km) ein. 14. Pforzheim-Mühlacker-Stuttgart. Ludwigsburg(Bahinhiotel; Jum Bdren, Stuttganten Hof, Lalie; Somme), die zweite Haupt- und Residenzstadt Würt- , zählt 16 500 Einw. Die vom Herzog Eberhard Ludwäg zu Anfang des 18. Jahrh. erbaute Stadt hat sich in neuéster Zeit bedentend erweitert. Die Hauptsehenswürdig- 1 ist das stattliche*Schlofs, eines der gröfsten Deutsch- lands. 1704—1733 im späten Barokstil erbaut. Es besteht aus 2wei Reihen von Flügeln, einem Haupthof und drei kleineren Höfen, um- falst 452 Gela(Theater, Gemälde- und Familiengalerie, Ordens- kapelle, Thronsaal etc.) und hat eine reiche Kunstsammlung. Um dasselbe ziehen sich weitgedehnte, geschmackvolle Anlagen mit der 1798 errichteten miehsburg, einer künstlichen Ruine. Der Schloſs- keller beherbergt das grölste Falſs des Landes(900 hh). Auf dem Wilhelmsplatz das Marmorstandbild Schillers, welcher 1768—73 die lateinische Schule hier besuchte und 1793—94 hier wohnte. Auf dem Marktbrunnen das Stammũbild des Hereogs Eherfiard Leichoig. Das Geburtshaus von David Friedricſ, Strduſs trägt eine Gedenktafel des berühmten Schriftstellers. Ferner sind hier geboren: die Dichter J- Stimuis Lerner, Vd. Mörilte, Fr. Noller. Vor der Stadt liegt die Vll Marienebal, Eigentum des Prinzen Wilhelm von Württemberg. Der über dem Hochreservoir des neuen Was- Serwerks auf dem sogen. Eömerfuigel erbaute Aussichtsturm mit der dem Erbauer der Wasserwerke, Oberbaurat Dr. v. Ehmann, gewidmeten Tafel gewährt herrliche Aussicht auf Katzenbuckel, Hohenstaufen, Wunnenstein, Lemberg, Michelsberg, Asberg, Schlols Solitude, Ruine Hohenneuffen. Dicht vor der Stadt ist das Lustwäldchen Salon und vor demselben die Larlshiöhe und das Männerkrankenhaus; ebenfalls dicht bei der Stadt, am nördl. Ende, das königl. Jagdschloſs Fuvorite, in demselben be- rühmte Geweihsammlung; der ausgedehnte Tierpark ist eine besonders schöne Anlage. Hinter demselben, St. von der Stadt, das Seegqut Monrepos, grolse Meierei, mit reizendem Schlols am See, von Herzog Karl durch la Guepiere erbaut. Einsiedelei auf einer Teichinsel.— Ausflug nach Marbach mit der Bahn über Beihingen 11 km, zu Fuls führt eine schöne Straſse von 7 km über Neckarweihingen dahin, male- risch am Neckar gelegen. Das bescheidene Haus, in wel⸗ chem Schiller(1759) geboren wurde, ist in der alten Form hergestellt und mit Schillerreliquien reichlich ausgestattet. Nanle dabei die Schillerhöhe mit Anlagen und Fernsicht; 1876 wurde hier das cherne Standbild des Dichters, von Rau modelliert, gegossen aus Kanonen, welche Kaiser Wil- helm J. hierzu géschenkt, aufgestellt. 76 15. Stuttgart und Umgebung. Weiter führt die Bahn durch die getreidereiche Gemar- kung Kornwestheim zur Stat. Kormibes Hieim 36,1 km, schon 1090 in den Urkunden des Klosters Hiersau erwähnt. L. Stat. Zuſfenliausen 40 km(Zweigbahn: Zuffenhausen-Calw), / St. vom Bahnhof, mit 3500 Einw. Stat. Feuerbach 52.1 km(Jim Hirschi), grolses Fabrikdorf. Gleich hinter der Stat. tritt die Bahn in den 906 m langen Pragtummel. Nach dem Austritt aus dem Tunnel der hochliegende Pragfriedhof r., die Dienstwohnungen der Bahnbeamten. Llelinſiemmingen r., J. die grolse Reiterkaserne und der Warenbahnhof, dann über die breite Kronenstr. in die Bahn- hofshalle von Stuttgart, 46,5 km. 15. Stuttgart und Umgebung. Bahnhöfe. 1. Staatsbahnhof, Centralbahnhof für Züge nach allen Richtungen. 2. Zahnradbahnhof in der Kolbstr. für die Zahnradbahn nach Degerloch und Hohenheim. Pferdebahnverbindung zwischen beiden Bahnhöfen. 3. Hasenbergbahnhof, ca. ¼ St. von der Stadt. Hauptpost gegenüber dem Staatsbahnhof, Eingang Fürstenstr. 2. Ielegraph u. öffentl. Telephonanstalt. Hauptbureau in der Hauptpost. Stralsenbahn Crambahn). Centralstation: Schlolsplatz. Von da führen folgende Linien: Schloſepluts Necharstr.- Berg- Cannstadt;— Sgluſg/evle-Archiv- El. Aterstr.-Zahnradbahnhof- eslach SoſldoſvnIutt“ 8 zräßingers Heslach.— Schloſeplats- Calwerstr.-Rothebühlstr.-Schwabstr.— 0/plats-Friedrichstraſse- Kriegsbergstr.-Pr Wie aks Schlosste AInlit str.-Silberburg. Omnibus. Schονν)αiuν tt--Charlottenstr.-Olgastr.-Wilhelmsplatz, Droschken. Fahrt bis 15 Min. für 1—2 Pers. 60 Pf., 3—4 Pers. 80 Pf., 15—20 Min. 70 und 90 Pf., 30— ist in jeder Droschke. Hotels. MHarquardt, I. R., neben dem Babnhof, mit Aussicht auf den 35 Hlolsplatz und die Stadlt, Z. v. Mk. 2 an, Table d'hõte 1 Uhr Mk. 3, 5 Uhr, Mk. 4.— Hötel al, dem Bahnhof gegenüber, Z. v. Mk. 170 an, Table d'héte Mk.— Suuber Gubegg, Dorothèeenstr. 2 und 4. Z. v. Mk. 2 an, Table d'héte Mk. 2,50& 387 Hotel, dem Bahnhof gegenüber, Z. v. Mk. 2 an, Table d⸗ hote Mk. 2 Leator, Str. 50, nahe dem Bahnhof, Z. v. Mk. 1.60 an, Table dhéte Zu¹ν Hαiον’ ννiε tmbhery Büchner), EKr onprinzstr. 26 und str. 4 B., beim Bürgermuseum, Z. v. Mk. 1.50 bis Mk. 2.50.— Dier. 700 5 Friedrichsstr., beim Bahnhof, Z. v. Mk. 2 an, Table dheéte Mk. 2.— Oberpollinger, keriedricl ralse 49, nahe dem Bahnhof, Z. v. Mk. 1,40 an, Table d'héte Mk. 2,20— Zalis Hotel Post, Friedrichstr. 54, nahe dem Z. V. Mk. 1 an, Table d'hé Iik. Bertrund, Calwerstr. 7, Z. Mk. 1,50 5 8 0 d'hõte Mk. 2.— Zum goldenen Bãren aur), e 10 Mk. 1,50 an.— Zum Hersch, Z. v. Mk. 1.50 an, Pable dhoéte Mk. 2⸗— Aotel garnt æu, seαιs⁸seEe HBierhialle, Kanzleistr. Lerdelitiscli: Da9gg9inger, Ugenstr. I1, beim Marktplatz, Z. v. 2 Mk. an, Table d'hõte 2 Mk.— Lisih, Kirchstr. 9, bei der Stiftskirche. Cafés. Bechte'!(Vorm. Marquardt), am Schloſsplatz, nahe dem Hoftheater, mit Damensalon und Gärtchen. Luiserliof. Marienstr., neu, unten Bierlokal in altdeutschem Stil, im I. Stock Restaurant, 40 Min. 90 und 120 Pf. u. s. w. Ein PTarif 15. Stuttgart und Umgebung. 77 im II. Stock Café. Nesidens- Cdſ“(Wiener Café), Kanzleistr. 5. Wiener Ca“ Böhm), Königsstr. 62. C“ Central(Wiener Café), Rothebühlstr. 22. NMeues Wiener Cafe, im Königsbau. Caf,é Koni9 Karl, Schulstr. 20, nächst der Königsstr. Hamen-Cdſ“(auch für Herren), Olgastr. 35. Krug, Char- lottenstr. 8. Beutter, Ecke der Marien- und Paulinenstr. Cehrung, Schulstr. 18. Motteler, Herzogsstr. 4. Restaurants auſser den Hotels, die gleichfalls mit Restauration verbunden sind: Appengeller, Büchsenstr. 24. Bechtel am Schloſsplatz, nahe dem Hoftheater, mit Damensalon und Gärtchen. Cdſ' Germanid, Königsstr. 18. Stadtgarten. Stots, mit Garten und hübscher Aussicht, Mönchstr. 32. Gartenwirtschaften.*Stadtgarten, Schellingstr., im Sommer täglich Abendkonzerte, elektrische Beleuchtung(Eintrittskarten 50 Pf.). Lie- derfialle, Büchsenstr. 5, in der Nähe der Gewerbehalle. Textor, nahe dem Bahnhof. Tvolilkeller. Mlis Tierguten, am Herdweg. Dinkeldcher. TKolb, Kolbstr. 14, beim Zahnradbahnhof. PuuνSNW“ Ve Mellle. Englischen Garten. Stots. Sbluitsenliaus, am Kanonenweg, schöne Aussicht. Wer/senνE,iß§.§V garten, Olgastr. 92. Theater. Konigl. Hoftlienter, am Schloſsplatz. Von Mitte Juni bis Mitte August geschlossen.— Sommertlieater, im Neuner'schen Mineral- bad, Vorstadt Berg; häufig auch im Victoria-Theuten zau Cannstatt. Vergnügungslokale. DMooll- TYhedten(Singspielhalle), Karlstr. 3; im Sommer bèi günstigem Wetter im Weilsenburggarten.*Stadtgarten, Prachtvoll angelegter Garten, mit Restaurationssälen ete. Im Som- mer jeden Abend Konzert bei elektrischer Beleuchtung. Im Winter Sonntag und Mittwoch Konzert. Tageskarte 50 Pf. Veuners Garten in Berg, beim Sommertheater, im Sommer tägl. Nachmittag-Konzert. Zeittufel. Das Residenzschlols, Eintritt im Schloſshof I.; 1—3 Uhr. Trinkgeld 1 Mk., vorher Erlaubnis bei dem Hausverwalter im Phull'schen Pa- villon hinter dem Schlolſs einholen. Für die königl. Schlösser Rosen- stein, Wilhelma, Villa 8erg sind die Erlaubniskarten zur Besichtigung von der Oberhofmeister-Amtskanzlei, altes Schloſs, zu empfangen; Trinkgeld in jedem dem Hausmeister 0,75—1 Mk. Die Portiers in den Hotels verstehen am schnellsten eine Karte vom Hofmarschallamt zu besorgen. Museum der bildenden Künste, Neckarstr. 32. Unentgeltlich geöffnet die plastische und die Gemäldesammlung Sonntags 11—3 Uhr sowie Dienstags, Mittwochs und Freitags von 10—3 Uhr; die Kupferstich- sammlung vom 1. Mai bis 3l. Oktober Dienstags, Mittwochs, Donners- tags und Freitags, mit Ausnahme von Feiertagen, je von 2—4 Uhr; Katalog. Kunstgewerbeverein, permamente Aulsstellung, Königsbau, Eintritt 20 Pf. Die Anlagen, den ganzen Tag bis zu einbrechender Dunkelheit geöffnet. Der Württemberg. Kunstverein, Schellingstr. 6, beständige Ausstellung der besten Werke moderner Kunst.(Geöffnet täglich, auſser Sonn- abends, von 9—5 Uhr, Sonntags von 11—4 Uhr, an Feiertagen von 11—1 Uhr, Eintritt 40 Pf., Jahreésbeitrag für Mitglieder 10 Mk. Iiergarten von Nill, Herdweg 10, Eintritt 40 Pf., Jahresabonnement 4 Mk., Familie 8 Mk. Naturalienkabinett, Neckarstr. 6, mit reichen Sammlungen(50000 Arten in mehr als 320 000 Stücken). Unentgeltlich: 1. April bis 31. Ok- tober jeden Sonn- und Feiertag 11-—1 und 2—4 r, jeden Werktag 1112 und 2—4 Uhr; vom 1. November bis 31. März tägl. von 11—12 78 15. Stuttgart und Umgebung. und 2—3 Uhr. Für Fremde auch in den Wochentagen von 12—1 Uhr durch den Aufwärter zugänglich(Anmeldung Ar hi 35 Königl. öffentliche Bibliothek, Neckarstr. 8. Zu besichtigen mit Aus- nahme der Sonn- und Feiertage und des Sonnabend nachmitt ags von 11—12 und 3—-4 Uhr gegen Karten à 20 Pf. Der Lesesad! und der Katalogsaal, geöffnet an Werktagen aulser Sonnabend nachmittags Von 16—12 und 2—5 Uhr, unentgeltlich. Königl. Altertümersammlung im Hochparterre des Bibliothekgebäudes. Unentgeltlich 0 5 täglich, Montäg ausgenommen, von 1I1 und 2—4 Uhr; vom 1. Nov ember bis 31. März Sonnt ags von 11—1 und 2—3 Uhr, an W. 0 aulser Montags von 11—12 und 2—3. Uhr, aulser- dem auf Anmelden beim Hausverwalter;— mit, derselben ist ver- bunden die Münz- und Nedaillen- sowie die Königl. Kunst- und Altertümer⸗ Sammlung mit 17000 Münzen und Medaillen. Unentgeltlich geöffnet Sonntags von 11—1 Uhr. Auf Verlangen öffnet der Hausmeister auch zu andèren Zeiten. Permanente Kunstausstellung der Maler Herdtle und Peters Rothe- pühlstr. 1 B), an Werktagen von 9—5 Uhr, an Sonn- und Festtagen von 11—4 Uhr geöffnet, Eintritt 50 Pf., Jahresabonnement 3 Mke., Fa- milie 5 Mk. Landesgewerbemuseum, Molsterludſen den A&. Centralste. (ſeiberbe, in der Legionskaserne, mit Maschinen-, zugsammlung und Bibliothek. Geöftnet: Sonntags von 10 Uhr, Werktags 2 und 2—6 Uhr, während der Wintermonate Dienstags und von 6—8 Uhr abends, auſserdem an mehreren Abenden in der Woche bei elektrischer Beleuchtung. Lesesaal: Werktags von 8—12 und 2-6 Uhr, im Winter auch Dienstags und Freitags abends von 8—10 Uhr. Ein Neubau ist bereits von den Ständen bevw- illigt. Internationales Panorama, Tübingerstr., Eintritt 30 Pf. i Handel u 2 Stuttgart, Haupt- und Residenzstadt des Königreichs Württemberg, in einem von Weinbergen ungebenen Thale, vom Nesenbache durchflossen, hat mit den Vorstädten Berg und Heslach und dem Weiler Gablenberg rund 12 wWohner. Die Königstraſse(und ihre Verlängerungen: die Marien- und Reinsburger-Strasse), welche man vom Bahnhof links durch die Schloſs-Straſse betritt, teilt die Stadt in eine z0νι⁰,ο“ und öSHi,αν⁰‚ Hälfte; Schloſsplatz, Schloſls u. S8. W. liegen in der östlichen, Königsbau, Post, Bahnhof u. s. w. in der westlichen Hälfte. Der Schlofsplatz, mit zwei grolsen Fontänen, dazwischen die Jubildus-Sduαεeett zum Andenken an König Wilhelms 25jährige Kegierung; vor derselben, gegen den Königsbau, wird sich das Henſmal Heraog Cristopſis(regierte 1550 bis 1568) erheben. Das Schloſs, Residenz des Königs(vor dem- selben auf hohem Postament die vuαννεtembergischen Wappen- tiere, Hirsch und Löwe, aus Erz), 1746- 1807 im edelsten Renaissancestil erbaut, enthält 365 Räumlichkeiten. Die Säle zieren Deckenfresken von Guibal, Wandfresken von Gengelbauer(15 württemberg. Geschichtsbilder); hervorragend ist der weilse und der blaue Marmorsaal, durch zahlréiche Werke der bildenden Kunst geschmückt. An der westlichen 15. Stuttgart und Umgebung. 79 Ecke des Schlofsplatzes das Dannecker-Denkmal(von Kurfess), 1888 errichtet vom Verein zur Förderung der Kunst. Oest- lich vom Schlosse die Akademie, Schloſs⸗ Nebengebäude, 4 Flügel, 3 Höfe, 1738 erbaut, 1775 die hohe Karlsschule, WO Schiller, Cuvier, Koch, Dannecker, Heideloff gebildet wurden; Königl. Privat-Bibliothel, in dem Akademie-Speise- Saal; Zimmer, in welchem Schiller„die Räuber“ gedichtet; Lelbstall des Königs; Schloſsoα,νte; durch bedeckten Durch- gang anschliefsend das Königl. Reitliaus. Dem Schlosse gegenüber der im antiken Stil aufgeführte Königsbau mit Kolonade und Passage(1857- 1830 von Leins erbaut), hier die Permanente Ausstellung des Kunstgewerbe⸗ vereins. Zur Seite des Königsbaues, an der K 8- und Fürstenstraſse, steht das 18461819 im einfach röm. Stil er⸗ baute Kronprinasen-Palais.— Jenseits der Hande, die Allee an der Südseite des Schlossplatzes, das alte Schloſs, mittel- alterliche Burg, 1553— 1570 erbaut, mit einem Hof, Türnitz, schön restaurierte Schlofskapelle, im östl. Turm eine Reit⸗ treppe bis in den 2. Stock, Schneckentreppen und Galerien gegen den Hof, auf welchem Reiter-Standbild Herzogs Eberhard im Bart(von Hofer), von König Wilhelm errichtet. Auf der Ostseite des alten Schlosses Anlage mit zier- lichem Springbrunnen in der Mitte(Voraussichtlicher Stand- ort des Kaiser-Wilhelm-Denkmals). Auf dem westl. 1 zenden alten Schlofsplatz Standbild Schillers, nach Thor- waldsen, 1839 errichtet. Nicht weit davon die Markthalle auf dem Dorotheenplatz. Dem Kronprinzenpalais gegenüber, jenseits der Königsstraſse, der sogen.„Prinzenbau“(1694 bis 1710 erbaut), zur Zeit Palais der Prinzessin Katharina. PDaneben die alte Kanelei mit HofluQapothelte, auf deren Eek- türmchen, dem alten Schlols gegenüber, ein vergoldeter Mer- kur, nach der Bronzestatue von Giovanni da Bologna. Am nördl. Ende der Königsstralse, am„Königsthor“, der kgl. Marstall, Mansardengebäude mit den k9l. Wagenremisen und weitläufigen Stallungen. Oestl. von der in der Königsstr. gelegenen vratholischen, Kirehe, südl. vom Marstall, das Hoftheater, welches durch eine Galerie mit dem nördlichen Flügel des Ichlosses in Verbindung steht. Vom Schlolsplatz, unter dem sogen. Theaterbogen hin⸗- durch(T. der kgl. Privatgarten), in den Schlolsgarten, die Anlagen, die glänzendste Promenade der Stadt, 1808 ange- legt; in einer Kusdehnung von 80 ha ziehen sie sich/ St. lang bis in die Nähe von Cannstatt; sie bergen zahlreiche Kunstwerke, darunter: am oberen See die kolossale Dann⸗ ecker'sche Nymphengruippe. Oestlich vom See-Rondell der 80 15. Stuttgart und Umgebung. Botanische Garten, Teppichgärtnerei, Marmorstatuen. Durch die Platanen-Mittelallee zu der Eberliarndsgruppe, von Paul Müller, nach dem beékannten Gedicht von Just. Kerner (Preisend mit viel schönen Reden etc.“); am Ende der folgen- den Kastanien-Allee die Hylusgruppe, von Hofer(der schöne Hylas, des Herkules Liebling, wird von den Nymphen des Flusses Askanios in die Tiefe gezogen). Vor dem unteren Schloſsgarten, in den man kommt, zwei kolossale Pferde- bheindigen in Marmor, von Hofer. Hier führt die Haupt- Allee zu dem kgl. Landhaus Rosenstein, 1824 von Salucci im antiken Stil erbaut inmitten eines grolsen Parks mit Meierei. In 74 Gelassen Fresken von Gegenbaur, Friese von Weitbrecht, und zahlreiche Oelgemälde und plastische Werke. Am Nordende des Rosensteinhügels liegt die Wilhelma, als Sommer- und Winterwohnung eines reichen Orientalen 1812 bis 1851 für König Wilhelm von Zanth aufgeführt. Dem Rosenstein gegenüber die Perle der Schlösser, die kgl. Villa Berg, 1845 fl. von Leins erbaut. Die Eintrittskarten zu diesen drei Schlössern, die sich an einem Nachmittage besichtigen lassen(S. 77), erhält man auf dem Bureau des Vereins für den Fremdenverkehr, Königstr. 36. Will man vom Schloſs nicht in die Anlagen, so kann man in die Schlolsstr. und zum Bahnhof, zwischen Königsbau und Hotel Marquardt, kommen, einem der schönsten Deutsch- lands; diesem gegenüber die Post. In der Nähe das Haus des Mttemberg. Kunstvereins(S. 77). In wenigen Minuten zum sehenswerten Stadtgarten; in einem Pavillon das Gips- modell des Raubes der Proserpina von Hofer. Weiter am Kathamnimemhosphit¹? vorbei in den Herdweg und zum Tier- garten(S. 77), namentlich an Sonntagen sehr besucht. Durch den Tiergartenweg und die Hegelstr. am Schlachthiaus vorbei zum Stadtgarten zurück, um die Prachtbauten zu be- sichtigen, die sich um denselben gruppieren. Nördlich das Polytechnikum, italienischer Renaissancebau mit den Standbildern Dürers und Keplers am Portal. Südlich vom Stadt- garten die Baugewetkschule, schöner Mansardenbau in französischer Renaissance mit sehenswerten Lichthöfen. Unweit davon die grolſse Gewerbehalle, Ausstellungslokal, worin das Heport-Musterlager éinge- richtet ist, Worin 400 Industrielle des Landes eine permanente Aus- stellung unterhalten. In unmittelbarer Nähe das Realgymnasium und diesem gegenüber die neue Garnisonkirche, Backsteinbau im roman. Rundbogenstil mit Kuppel und Ecktürmen. In der nahen Büchsen- stralse, Eeke der Militärstraſse, die Liederhalle, 1875 von Leins erbaut, Festsaal 1320 qm, ausgezeichnete Akustik. Der Garten stöfst an die schöne Liederhalle-Anlage mit dem Haidlen-Denkmal Begründer des Ver- schönerungs-Vereins) sowie an das stattliche neué Schwimmbad. In der nahen Forsts se die städtische Reithalle mit Stallungen für Ca. 150 Pferde. Zwischen Schloſskasernen- und Langestraſse die neuen städtischen Schulgebäude mit besonderer Turnhalle. Westlich —C aefhfoο.⸗ 2 2 —— UHUOogpfuοðSspIõỹ9 ονννν§vον νẽν? 7* AÆ 0 N 7—4 674 7 7 II Stuudh Aud Ge 15. Stuttgart und Umgebung. 81 (Lindenstraſse 14) das Ludwigsspital„Charlottenhilfe“. Die Verlänge⸗ rung der Schloſsstraſse führt zur Veͥ Infunterte¹]ν]V in der Moltke- stralse und zur Oiqd-Heilans Von hier durch die Hasenbergstraſse zum Hasenberg(s. S. 83), oder in die Reinsburgstraſse und zum Feuersee. Vom Schlolsplatz durch die Planie, an den 1889 errich- teten Bismarck- und Moltke-Denkmälern, von Donndorf. Vorüber in die schöne, breite Neckarstr. mit dem ILIVelnis. Halast(trüher Prinzessinpalais), von Salucci erbaut, und dem Hulais des Primaen, von, Sachisen- Meimdr, von Leins erbaut. Neben dem ersteren das Königl. Haus- und Stadts-AYeux. ferner das Töonigl. Natirdliemſrabinett mit den reichen Samm- lungen(S. 77) Daneben die Tonigl. Bibliotheh,(1883 von Landauer erbaut), Prachtbau, von Gartenanlagen umgeben, mit 300 000 Bänden gedruckter Werke, woruntér 2400 Inku⸗ nabeln und 7200 Bibelbände in ca. 100 Sprachen, 3800 Hand- schriften und 5000 Dissertationen. Lateinischer Psalter aus dem 8. und 10. Jahrh.; Evangelienbuch aus dem 11. Jahrh., mehrere Chroniken u. s. w. Eintritt s. S. 78. Im Hochpar- terre die Königl. Altertiimer-Sammlunq des Staates(S. 78), höchst sehenswert. MIIMe aumn0l Mecldlllen-Sammdunꝗ(S. 78) SoWie Königl. Nunst- and Altertümer-Sammleund(S. 78). Im Souterrain das Lapidarum(unentgeltlich geöffnet Sonntags 11—1 Uhr; auf Verlangen öffnet der Hausmeister auch zu anderen Zeiten). Hinter der Bibliothek, in der Ur- banstralse, das Justizgebäude, 1880 von Landauer erbaut, auf der Attika die Kolossalgruppen der Lex und Justitia von Kopp. Weiter unten in der Neckarstr., der im neuromanischen Stil errichteten Kyl. Munse gegenüber, das Museum der bildenden Künste, Eintritt 8. S. 77. Iimn Erdgeschofs 650 Abgüsse von Antiken. Die Gemälde-Sammlung umfaſst 800 Werke, die Sammlung der Kupferstiche ete, 300 600 Fummern. Im Vorhof des Museumsgebäudes das lebensgrofse Reiter- standbild des Kö, Millielm, in vergoldéeter Bronze. Werk und Geschenk von Hofer. Am Rondell beim Neckarthor Bruimmnen-Vympnhe von Dannecker. Vom oberen Ende der Neckarstr. durch die Charlottenstr. zur Olgastr. mit der englischen Nirchie, nied- liches Muster englischer Gotik. In der Nähe ein Backstein⸗ bau, die Jαοοναle. Vom Schlols in die Königsstrafse mit ihren eleganten, sehenswerten Läden. Das grolse Gebäude r., von dem Kron⸗ Drinzenpalais durch die Kanzleistr. getrennt, ist der Sroſoe Badæun, wo im Laden des Hoflieferanten Männer das„Fremden- buréau“ eir ͤ ͤ 1. I. zur Stifts- — erichtet ist. Bei der Stifts kirche, spätgotischer Bau, 1436— 1495 erbaut. Seit 1534 Sbätg Griebens Reise-Bibl wald. 7. Aufl. 6 82 15. Stuttgart und Umgebung. protestantisch, 1841 restauriert, mit schöner Glasmalerei, Steindenkmale württemb. Grafen. Wenige Schritte südlich der Marktplatz, Mittelpunkt des alten Stuttgart, daran das Rathaus. Er ist durch die Marktstr. mit dem Leonhards platz verbunden, hier die Leonhirdslrinche, 1470—1491 spät- gotisch erbaut mit einem beachtenswerten Kalvarienberg. Zurück zur Königsstr., und dann r. in die Langstr., zu dem Hegelhutse, wWo nach der dort angebrachten Gedenktafel der Philosoph Hegel aufgewachsen ist. Diesem Hause gegenüber das Bürger-Ifuseun mit Festsaal. In der nahe gelegenen Hospitalstr. die spätgotische Hospitalkirche, 1471—1493 er- baut, 1841 restauriert, mit Danneéckers Christusmodell im Chor, und die 1859—60 im maurischen Stil erbaute S/nναçioq?e. In der Gartenstraſse abwärts gehend, erreicht man den alten Postplatz und die groſse Infanterieſtuserne. Von dieser die Rothbühlstr. zurück zur Königsstr., wo die Permanente Kunst-Ausstellung der Maler Herdtle und Peters(S. 78). Wieder in der Königsstr. angelangt, kann man das Landes- gewerbe-Museum(S. 78) besichtigen, eines der grofsartigsten Institute dieser Art in Deutschland. Bestehend aus: 1. Sammlung ausländischer und 2. Sammlung württemberg, Gewerbserzeugnisse; 3. Maschinen- und 4. Werkzeug- sammlung. Damit verbunden 5. eine Bibliothek samt Journalisticum mit reicher technischer Litteratur; ferner 6. Zeichensaal, Modell- sammlung und Modellierwerkstätte. In der nahen Tübingerstr. das Pamoramad(S. 78), von dem man, in die Böblingstr. einbiegend, zur kathol. Marien- kirche, 1872—1879 von Egle erbaut, gelangt. Edle Einfach- heit und solide Pracht sind zu schöner Harmonie vereinigt. Auf dem wohlgepflegten Fungelsbach-Hriedliof mit stilvollen Grabdenkmälern das Kriegerdenlemal, eine kranzspendende Germania. Die Silberburgstr. in westl. Richtung verfolgend. gelangt nran zur Anlage mit dem Büstendenkmal des Dichters Ed. Mörike, dann zur Silberbeirng, Sommergarten der Museums- gesellschaft. Die Silberburgstr. weiter nach Westen verfol- gend, gelangt man zum Feuersee, in welchem die auf einer Landzunge in reizender Lage erbaute Johanmmnisbirche sich spiegelt, 1866 1867 in spätgot. Stil von Leins erbaut. Un- Weit vom Feuersee das Olgastift, Johannisstr. 18, und die Bismarckstr. 8, für kranke Kinder, zwei brächtige Bauten. Von hier kann der Weg zur neuen In- etc. und zum Hasenberg, oder rückwärts in die Schlolsstralse und sodann in umgekehrter Richtung ein- geschlagen werden. Spaziergänge und Ausflüge. Nach Berg, an der Mündung des Nesen- bachs in den Neckar. Hauptstat. der Pferdebahn am Eingang des Ortes Badeort.— Stuttgarter Mineralbad von Neuner, mit Garten, Leile 16. Stuttgart-Wiläbach.— 17. Stuttgart-Cahw. 83 darin das Sommertheater. Agu⁰,F,um.— Inselbad von Leuze. Dabei die kgl. Villa, s. S. 80.— Nach Cannstatt am Neckar, mit 18000 Einw. Beliebter Kurort mit salinischen Eisenquellen. Neckarbäder. Victoriatheater.— Der Sulzerrain, felsige Anhöhe mit romantischen Anlagen; am Fuſs desselben der Kursaal nebst Brunnen und Bade- anstalt(Karl-Olga-Bad), davor das Heiterstundbild Kunν⁰ MIheUms. Im Herbst Volksfest.— Nach Heslach, sehr malerisch im engen Nesenthal. Stattliche Kirche. Angenehme Gartenwirtschaften. Be- quemste Verbindung nach allen drei Orten. Zum jägerhaus auf der Höhe des Hasenbergs, vom Aetsstehitstilrm prächtige Aussicht, reizende Anlagen, gute Restauration. In den Blumenbeeten des Dichters W. Hauff Denkmal. Entweder zu Fuls den Hasenberg aufwärts, oder mittels Fahrt auf der Gäubahn zur Hasenberg- station, die auch Panoramabahn genannt wird, weil sich dem Blick mit dem Steigen der Bahn immer neue reizende Bilder darbie ten — FHinter dem Jägerhaus führt eine breite, schöne Strafse am Sofienhrunnen vorbei durch Wald in 1½ St. zum K. Lustschlois Solitude, das den Besuchern gezeigt wird(Trinkgeld), Custhaus neben dem Schlols. Ein sehr interessanter Weg kann— nach Empfang von Karten beim Hofjägermeisteramt in der Akademie, an Werktagen 11—12 Uhr— durch den kgl. Wildpark genommen werden zur Solitude. Im Sommer Eilwagen vom Posthof Zzur Solitude.— Vom Jägerhaus kann man in andeérer Richtung in 20 Min. die Gaiseiche erreichen, beliebter Ort für Waldfeste.— An der Schlucht des„Metzgerhauses“ vorbei zum Birkenkopf, Aussicht auf die Albkette. Ferner: Gaiseiche, Bothnanger Heide, Herdweg zur Stadt;— Sophienbrunnen, Bürger- Alleèe, Heslach-Solitude-Fahrstraſse;— Heslach-Heidenklinge, wild- romantische Waldschlucht. Jägerhaus zum Schatten 1 St.(Whs.), be- liebt. Degerloch, beliebtes Ziel für Ausflüge; dahin: auf der breiten Meuen Meinstei9ge, an der Friedrichshöhe und dem Etzeldenkmal vor- über, oder auf der A/tè Meinsteihe, die am Höchst vorüberführt. Die Filder- oder Zahnradbahn geht von Stuttgart nach Degerloch in 10 Min. und weiter nach Hohenheim. Aussicht vom Degerlocher Aussichts- turm.— Der Bosper(Bosperwald) mit der Schillerhöhe, Weg: obere Olgastraſse, kl. Bosperstralse, Bosperbrünnele, Neue Weinsteige und Schillerhöhe.— Die Reinsburg mit Karlshöhe und Kaurlslinde.— Doggenburg(Whs.)— Am Ende der Veuerbachen Heide der Welſsen-o, (Whs.).— Vragſriediaotf.— Hevterbach, Eisenbahnstation.— Burghiolahor mit Restauration.— Schieſfshanul. Lhuandslôle. Gd-᷑h Gablenberg9. Wangen. Vultertunflieim.— Neckarstraſse, Eugens-Platte mit dem Euſen-Denttmal. Unweit davon die Moserstraſse, an deren Haus Nr. 14 ein Denkmal dem Patrioten J. J. Moser errichtet ist. 16. Stuttgart-Wildbad.(Bahnfahrt.) Stuttgart-Mühlacker-Pforzheim s. R. 14 in umgekehrter Reihenfolge; dann Pforzheim-Wildbad s. R. 12. 17. Stuttgart-Calw.(Bahnfahrt.) Württemberg. Staatseisenbahn: 55 km. Von Zuffenhausen ab h.eilst diese Bahn„Schwarzwaldbahn“. Bis Zuffenhausen 6,.5 km, 280 m. ü. M., s. R. 14, weiter durch den sogen. Strohgäu. wellenförmiges Fruchtland. L. waldige Höhen, Solitude und Engelberg mit Warte kommen 6 0 84 17. Stuttgart-Calw. in Sicht. Stat. Kornthal 10.2 km(Gemeinde-αάνε‘‘ 300 Einw. zählende Herrenhutergemeinde mit guten Erzieh lungs- anstalten und Pextilindustrie; hinter Kornthal I. Hei In: Dor, dahinter der Bergheimen Hoſ,, am Fufse der Solitude, näher an der Bahn Gerlingen, dann Stat. Ditzingen 14.3 kin (Adlen, Laumm), stattliches evang. Pfarrdorf an der Glems. Beachtenswert die Ffarrhirche und die kleine Spegrer- lelne duf dem Gotteésacker. Das Schlols gehört Herrn V. Münchingen.— Die Bahn überbrückt an der Heischi, dann an der Scheſfelmiilile bei Höfingen die Glems. K. auf der Höhe Höfingen, mit dem auf jihem Kalksteinfelsen er- bauten Schleglerschloſs, das Graf 1 berhard 1395 zerstörte.— Stat. Leonberg 20,9 km(Juu. Bezirksstadt am Saume des kornreichen Strohgäus, mit 2500 Einw., Geburtsstadt des Philosophen Schelling(1773). Gedenktafei am Helfershaus. Interessanter Stadtbrunnen mit dem Steinbild Herzog Chri⸗ stophs. Hier werden die weithin bekannten„Leonberger Hunde“ gezüchtet, die Zuchtanstalt ist sehenswert. Uber der Stadt der Vngelberꝗg mit Warte, 330 m,/ St. Die Rö- merstraſse überschreitend, dann an der Schiaoeizer- und Peit- miihle vorbei, über die Glems. L. Eltingen, weiter durch einen 950 m langen Einschnitt zur Stat. HRenningen 27 km, hübsches Dorf mit 2000 Einw. und bedeutenden Steinbrüchen. Sanft abfallend über drei Gitterbrücken zur Nirmbrüclee, dann Stat. Weil der Stadt 32.2 km(ÆKRrone, Löwe,; Post, — Post vom Bhf. nach Heimsſieim, 8S kmm 1¼ 8 Stadt mit 1880 Einw., verdient einen Besuch wegen ihres Kepler- Denk- mals auf dem Markte(von Kreling 1870). Hier ist auch der Geburtsort des Réformators Johanneés Brenz(1499). Unweit der Brücke steht dessen Geburtshaus. Die Mauern, Mauer- und Thortürme verraten noch heute die ehemalige wohlbe— festigte Stadt. Die romanische, 1492 umgebaute Peter- aun⁰d PaulslinchEe, 1870 von Egle restauriert, hat ein prächtiges Renaissance-Sakramentshaus und besitzt eine schöne gotischie Monstranz. Sehenswert auch die αο hrolestantischio HKirchic von Reinhardt. Im Würmthal Stat. SchHTν,, 36,1 Dorf mit alter Zehntensteuer-Scheune des Klosters Um den Hachsberg im Würmthal, durch einen Einschnitt an Ddtæingen I. vorbei, mit dem gräfl. Dillen'schen Schlols. Nachdem die Kurve um den Hacksberg durchfahren, ist man wieder ganz nahe an der Stat. Schafhausen, nur 25 m höher. Aussicht, interessante Partie. Weiter nach W., I. Ostelsſieum, dann Dämme, Einschnitte. Brücken. der ein niedriger Bergrücken, durch welchen der 784 m eForsttunnel zu der Stat. ALItMengStett 44.3 km. 510 m führt. Nun beginnt das Gefälle der Bahn. Der 572 m 18. Stuttgart-Freudenstadt-Hausach. 85 lange Hirsuuer Nunmnel, von dem fast 100 m hohen Damm, hinter der zweiten Uberbrückung des Thälerbachs, pracht- Voller Blick auf die romantischen R uinen von Hirsau. Weiter am Nagoldufer zur Stat. und Stadt Calw 55 km, 374,3 m . R 19. 18. Stuttgart-Freudenstadt-Hausach.(Bahnfahrt.) Stuttgart-Eutingen.(Württemb. Staatseisenbahn) 57,7 Von Stuttgart(Westl. Halle) geht der Zug bis zum 1. gelegenen israelitischen Friedhof, hinter welchem der grolſse Pragfriedhof. und umfährt im grolsen Bogen die Stadt. Tunnel durch den CdnHEοο beim Austritt aus dem Tunnel achte man auf das I. sich bietende Panorama der Stadt. Den Herdweg kreuzend, dann die Chaussee nach Bothnang, Soli- tude, erreicht der Zug die Stat. Hasenberg 7.8 km, auf dem Kkm. höchsten Punkte des gleichnam. Berges das Jgerhadus, eine vielbesuchte Restauration, von derselben reizende Aussicht. Weiter zur Stat. Vaiſiingen dqui, den, FHildemm 14,9 km, auf der fruchtbaren Hochebene Fildern, evang. Pfarrdorf mit 2035 Einw. Dörfchen Rof. detf den Fildiern, schöne Wald- partie mit Führer, wird gestreift, folgt Stat. Böblingen 25,2 km(IPaldſlomu, Blir), Oberamtsstadt am Rande der Platèaulandschaft Schönbuch, mit 5100 Einw., von altem Aussehen, bekannt durch den Sieg des Truchseſs im Bauernkriege 1525; 35 die Maldbunꝗ(Whs), vielbesuch— ter Bierkeller. Der alten Straſse nach Horb folgend, pas- Siert die Bahn die Stabibnen Ejſiningen 30, km, Dorf an der Würm, die überbrückt wird, östl. Schlols Mauren 12 St., Gdrtringen 45 km, Dorf in hübscher Lage, mit der Edelburg, Stat. Mufr 36.9 km, Stat. Herrenberg 40,9 km, Ober- amtsstadt mit 3100 Einw; die Stadt besitzt eine Obstbaum- schule von 25 Ar Flächeninhalt; Stat. Nebringen 45,5 km. Stat. Bondorf 50 km, evang Pfarrdorf mit 1875 Einw. und 4 beträchtlicher Viehzucht; Stat. rgenaungen 54.1 km, mit Kkathol. Pfarrkirche, 1600 Einw.; Stat. Eutingen 57,7 km, Knotenpunkt der Bahnen nach Hausach und nach Calw- Pforzheim, kathol. Pfarrdorf im Amte Horb, mit 1025 Einw., im Haupthopfenbezirk des Schwarzwaldkreises. Eutingen-Freudenstadt 29,6 kKm. Stat. Hochdorf 4.3 km. auch Stat, der Nagoldbahn. mit 1000 Einw., evang. Pfarrdorf mit sehenswerter Kirche, be- deutenden Sandsteinbrüchen, grolsen Obstplantagen. Am hochgelegenen Ober- und Unterthalheim vorbei zur Stat. Altheim 12,1 km, 1266 Einw., stattliches kathol. Pfarrdorf, 86 18. Stuttgart-Freudenstadt-Hausach. weiter Stat. Bittelbromm 16 km, dann Stat. Schopflocli 19.4 km und Stat. Dornstetten 23,9 km(Linde). Das ganz mittel- alterlich sich präsentierende, auf schmalem Bergrücken gele- gene Städtchen hat 1299 Einw. Das Glattthal. Die Glatt, linker Nebenfſuſs des unteren Neckar, entspringt ö68tl. von Baiersbronn am Schwarzwald und mündet nicht weit v Glatt in Hohenzollern. Von Dornstetten nach, Glatten 1. St., Böffingen ½ St., Unter-Iflingen/ St., mit Ueberresten einer röm. N iederlassung. Von hier in ½ St. zur Ruine Neuech; die noch vorhandenen Reste der Burg sind ein namhafter Teil einer 10 Fuls dicken, teilweise noch 35 Fuſs hohen Mauer und der tiefe Graben, der die Burg nach Westen unzugänglich machte. Unterhalb der Ruine ist noch das 4te Schloſs àu sehen; dem unteren, aus Buckelsteinen erbauten, mit Strebepfeilern ver schenen Stockwerk ist von dem jetzigen Besitzer ein zweites aufgesetzt. Weiter führt die Bahn von Dornstetten in westl. Rich- tung, kommt zum Kiuibelbach.-Viadulet bei Aach, passiert die Viadukte von Grünthal und Wittlensweiler, wendet nach SW. und erreicht Stat. Freudenstadt 29,6 km, s. R. 8 Wer das Glattthal von Freudenstadt besuchen will, kann folgen- den interessanten Weg wählen: Nach Osten von der Stadt, wo Stockenbach, E 5 und Kübelbach sich zur Glatt vereinigen, führt der Weg zu den Viadukten, die bei Wittlensweiler, Grünthal und Aach die genannten Bäche überbrücken. Der bedeutendste ist der Kübelbach-Viadukt bei Aach, zugleich am bequemsten zu er- reichen. Vom Dorfe Aach führt der W eg nach rechts ins Glattthal, über das Pfarrdorf Glatten nach Veuech, und in weiterem Verlauf nach Leinstetten, Hlutt, kathol. Pfarrdorf mit 430 Einw., und Neckur- hatsen, Einmündung der Glatt in den Neckar. Kimigthalbahn: Freudenstadt-Hausach.(Württemberg. Staatseisen- bahn) Freudenstadt-Schiltach 24,9 Kkm.(Bad. Staatseisenbahn) Schil- tach-Hausach 14,1 km. Vom Bahnhof Freudenstadt macht die Bahn einen grolsen Bogen, tritt in den Wald und erreicht Lofsburg- 5,8 kin,(Bur, Ochise, Sonne), mit prächtiger, von den Alpen begrenzter KRundschau. Unmittelbar dahinter tritt die Bahn in das Kinzigthal, dessen grüne Wissen, untrahmt von dichtbewaldeten Höhen, und die zwischen einzelnen Baum—- gruppen zerstreuten Bauernhöfe im Schwarzwaldstil höchst anziehende landschaftliche Bilder bieten. Mit einem Gefälle von 1:42 beginnt der Abstieg in das Ehlenboger Thal, in wWilaromantischer Fahrt geht's durch Tunnels, Dämme, Ein- schnitte, Viadukte(darunter der Lauterbach- VNadlilet, technisch höchst interessant); oben auf den Bergen die Bauerngehöfte, zu Fülsen der Bahn die dem Laufe der Kinzig folgende Landstraſse. Zu beiden Seiten des Thales zeigen sich die „Riesen“, durch welche das gefällte Stammholz herabgereist wird. Die Bahn wendet sich dann, der Kinzig folgend, nach 18. Stuttgart-Freudenstadt-Hausach. 87 Westen und erreicht im engen Thalkessel Städtchen und Stat. Alpirsbach 16,2 km. Alpirsbach(*Loine; Schiban; 10 Min. davon das still gelegene Krdhien- had, Sommerfrische), mit 1500 Einw., Wollspinnerei, Bierbrauerei, blühendem Holzhandel, besitzt eine grofsartige evangel. Efarrhirchè im romanischen Stil, vom Grafen Adalbert von Zollern zur eder- lassung von Mönchen erbaut, mit dem Hofgute zu Alpirsbach do- tiert und vom Papste 1101 als Abtei bestätigt, in welcher die Ge- beine des erlauchten Gründers ruhen. Von der Klosteranlage der spätgotische Kreuzgang und im südl. Flügel das Dorment mit den Zellen. Das Benedictinerkloster(1658 evangel. geworden) besaſs das sogen. Hagestolzenrecht, d. h. es beerbte alle ledigen Leibeigenen, die das 50. Jahr erreicht hatten.— Im Herbste 1885 besuchte Kaiser Friedrich III. als deutscher Kronprinz die Kirche, 2 Kkm vor Al- Pirsbach beginnt die Granitformation, und nimmt das Thal auf dem Weg nach Schenkenzell an schönheit zu. Die Bahn geht mitten durch das Städtchen, folgt dem südl. Laufe der Kinzig zum Dorfe Röthenbach(Löwe) und über- schreitet die württemberg.-badische Grenze. Durch 2wei Tunnels und zwei Viadukte erreicht die Bahn das lieblich gelegene Schenkenzell, Stat. 21,2 km, am Einfluſs der kleinen Kinzig, mit Flöfsereibetrieb. Das Seitenthal der kleinen Kinzig, das Reinerzauer Thal, ist von ganz beson- derer Schönheit. Gleich nach Verlassen des Ortes beginnt die landschaftlich schönste Strecke der Bahn, r. Ruine Schen— Feneell, Burg in malerischer Lage, I. die hohen Berge bei Schiltach im Hintergrunde. Stat. Schiltach 24.9 Km GÆHohe Vngel), in romantischer Lage am Einflufs der Schiltach, 1560 Einw., Tuchfabrik, Holzhandel, Flöfserei, hat ein altertüm- liches Aussehen, dabei die Burgtrümmer der Ritter von Schil- tach. Eine Bahnverbindung mit Schramberg durch das an schönen Felspartien reiche, vielgekrümmte Schiltachthal ist im Projekt. Von Schiltuch uudeli Schuamberg. Von Schiltach auf schöner Landstraſse durch das romantische Schiltachtnal— man muſs diesen Weg zu Fuſs machen, um alles landschaftlich Sehenswerte wahrzunehmen; das Thalgebiet gehört zum Hintern Lelingqericit— zum gewerbereichen Städtchen Schram- (Post; Lamm; Post tägl. 5mal h. u. 2z. nach Schiltach 10 km 1/ St.) in malerischer Lage, mit 4910 Einw., Strohflechterei, Stein- gutfabrikation, Uhrenindustrie, ist berühmt durch die schönen, rui- nenreichen Thäler von Lauterbach und Berneck. Ueber der Stadt Burgruine Mippenburg, 616 m, früher Schramberg genannt. ausflüge. Zur Mypenberng hin und zurück 1 St.— Zum Wasserfall an der Uhrenfabrik Geishalde 10 Min. Ueber Lauterbach und die einzelnen Häuser von Schonach nach Hornberg 3“, St.— Durch das herrliche Berneckthal Malern zu empfehlen) zu den Burgtrümmern vom Oberfalſtenstein, ½ St. vor Schramberg, Bornect, Altenbeirg und Ham- stein nach fennenbronn 2 St.(Losbe, Krone) mit neuer Kirche.— Ueber Kirnhach, Unterhardt, MAgelesees und Martinsweiler zur Brüdergemeinde Kan¹i¹“¹νο] St— Von Tennenbronn über den Brielkopf 856 m nach 88 19. Pforzheim-Calw-Horb. Lauuterhucli 1.(Buch 175 I2, Bad und Gasthaus), nach Hornberg 2½ St Nach ti0l„ und über die Bensebene nach Hornben- 2½ St.— Aus dem Berne ckthal nach Peterzell über das Hirschenwh Sſel-NbcHαν 1½ St., und Buucſtenber 1½ St.— Für alle Wege, welche von Tennenbronn eingeschlagen werden, sind Führer zu empfehlen, die man dort oder glei h von Schramberg mitnimmt. Von Schiltach ab wird das Thal breiter; die Tannen— waldungen tréten zurück, an ihre Stelle treten Eichen- und Buchenßestände. Die Bahn eilt am langgestreckten Ort uεul vorbei, St Halbmeil 5,1 km, dann folgt ein letzter Tunnel und Stat. Wolfach 9.6 km(Hotel Salmen, gegenüber der Reichspost und Halt 0115 des Postwagens Wolfach-Ri ippoldsau; eigene 43 und Forellenfischerei; ele- gantes Fuhrwerk; Pension 4½—5 Mk.;— HMiefernadelbad d Luiſftleunont 08[Frau Rudolf Nèeef Wwò. R 10 Min. vom Bahnhof, Bäder aller Art. Pension 4—4½ Mk.), mit 2000 Einw., malerisch an der Mündung der Wolkach in die Kinzig g n. Von Fremden viel besucht und zu längerem Aufenthalt geeignet. Im chem. fürstl. Fi ürstenbergischen Schlosse haben die Amtsbehörden ihren Sitz. Spaziergänge: Zur Vafobstuhelle, am I. Uter der Kinzig, nach Schil- tach zu,/ St.— Zur Holle des sogen. Spitzenfelsen Oberhalb der Stadt hin und zurück 1¼ St., höchst l0 de Aussicht in die um- liegenden drei Thäler; eine gute Str. art durch das Wolfach- und nach Teip, es verlohnt sich, diesen W zu fahren, wozu tägl Auf den Wolfsberg nach St. Roman Ausflüge. 3mal nach Walle 1½ St. und zahlr. eiche 9 Sb., Fiegelsber, /ö St., 1/ St., nach Nirnbadch 3 Es folgt Stat rnbach 10,2 km; das Kirnbachthal wird wegen seiner Reize von Malern viel besucht. zum CαEnονά 1 St.; dann Stat. Hausach 14,1 km, s. R. 31, Schwarzwald- bahn. 19. Pforzheim-Calw-Horb. Bahnfahrt.) Die Nagoldbahn Eforælieim-Horb läuft durch das untere und mitt- lere Nagoldthal und mündet im Neckarthal; sie erreicht ihren höch- sten Punkt bei Stat. Hochdorf, 510,6 m; 10 Tunnels werden durch- fahren. Württemberg. Staatseisenbahn: Pforzheim- Cale, 268 km. Pfors- Heum-Horb 70 km In Eutingen Wagenwech nach Freudenstadt. In Horb Anschlüsse nach: Immendingen, Zürich, Mailand, Genua. Die erste Stat. Brötzingen 2,9 km, 280,2 m ü. M., ist das badische Dorf gl. Namens. wWo die Bahn von Wildbald ein- mündet; durch den Brötzinger Tunnel, dann durch den Weilsenstein-Tunnel und zur Stat. Weilsenstein 5.6 km, mi den epheuumrankten, von Tannen umrauschten Trümmern der alten Burg, die viel von Pforzheim aus besucht wird. Zugang zu den Ruinen sehr bequem. Man beachte den ko— 19. Pforzheim-Calw-Horb. lossalen Viadukt im Orte Weilsenstein, durch welchen Floſs- kanal und Landstraſse kommunizieren. Es folgt der Zelgen- bergtunnel, der letzte des unteren Nagoldthales, die Land- schaft wird einförmig. Stat. Unter-Relchenbach 12.3 km, die Bahn überbrückt die Nagold und erreicht Stat. Lieber ell 18.9 Km,. zum Städtchen und Bad Liebenzell St. Das al-⸗ tertümlic Städtchen ines von Berggruppen umschlos- sen, welche mit Tannen, Buchen und Eichen bes standen sind. und gewährt mit den Ruinen der 3 Liebenæell auf dem Schlolsberg einen malerischen Anblick. Der 34 m hohe Turm, auf bequemer Treppe zu ersteigen, mit 2,3 m dicken Mauern, stammt aus dem 10. Jahrh., wenn er nicht noch älter ist. und gewährt herrliche Aussicht auf das Nagoldthal. und Oheres Bad; Oelis.) Besuchtes Bad mit berühmten war⸗ Die Annehmlichkeit der Bäder besteht darin, dals endem kochsalzhaltigen Wasser badet. man in flie Spaziergänge. Zur Beutelsteinhöhle, jenseits der Nagold an der Monakambrücke ½ St.— Ins felsenreiche Kolbachthälchen/ St.— Nach Beinb Nach Unterlengenhardt /s St. ach Mo- nakam, mit intere nter Kirche, 1 St. Zu den Sieben Eichen bei Grumbach 2 St. ach Steinegg in Würmthal 1 St. N Die Bahn führt zur Stat. Hirsau 23,5 km; zu Fuſs an der neuen Quelle, Kleimoildbæd genannt, vorbei über Vynst- mdih¹, in 1½ St. zu den Ruinen der Benedictinerabtei Hirsau oder Isean(Maldhionn, Bierbrauerei; Lamm, Scſibdum,; Röſsle), einst durch die grolse Zahl der Mönche und den veichtum seiner prächtigen Gebäude weltberühmt. Mélac Zerstörte das Kloster 1692, Epheu umschlingt die Mauerreste, und ein Teil der Zerfallenen Trümmer wird überwölbt von dem Gezweig jenes berühmten Baumes., von dem Uhland ge- sungen:„Iu Hirschau in den Trümmern, da wiegt ein UI- menbaum. c%e ist 830, die Petersſeirche 1083 erbaut. Zum der Rninen findet man den Führer rechts am Haupteingang in den Klosterhof. den zwei mäch- tige Hirsche bewachen; vom Turm der ehemaligen Kloster— kirche, mit bequemer Treppe, köstliche Aussicht. Von Hirsau bis Caly hochinteressanter Bahnbau, der enbahndamm ist der höchste in ganz Deutschland, 64 m, rölstenteils in Felsen eingesprengt. Eis die Bahnlinie Stat. Calw 26,8 km, 10 Min. vom Bahnhof(=Maldhοοi, Bad. Hof, R/sle), mit 5000 Einw., hübsch gelegen im Na- goldthale, Oberamtsstadt, umgeben von steilen, dicht bewal⸗ deten Bergwänden; bequeme Pulswege mit Ruhebänken und Gartenanlagen führen üherall zur Höhe. Schenswert ist die St. NVIIcoldusleapelle àaut der steinernen goldbri das Georgendeum, Stittung des Herrn v. Georgii, mit Hörsaal und 19. Pforzheim-Calw-Horb. 90 Volksbibliothek. Missionsgesellschaft mit grofsem Bücher- verlag.— Die Stadt, 165 34 von den Bayern, 1692 von Mélac verhéeert, ist sehr gewerbfleiſsig, besonders bedeutend ist die Woll- und Baumwollindustrie und der Holzhandel.— Nach Hirsd St.; nach Liebenæell 1½ nach Teindcſ. 17 St. Fufswanderung Calw-Teinach-Nagold. Diese Wande- rung ist durchaus zu empfehlen. Von Galw über die Haupt- brücke die Straſse aufwärts, oben links, dann rechts auf der Berglehne bis zur mehrfachen Wegeteilung, hier den mittleren Weg aufwärts zur Höhe, oben köstlicher Rückblick auf das Thal. Von hier nach Zavelstein(im ganzen) 1 St. und nach Teinach/ St. abwärts, zurück muſs man für dieses letzte Stück des Weges, weil nun ansteigend, gut ½ St. rechnen. Die Fahrstraſse führt zuerst durch das Nagoldthal aufwärts, am Tanmenech vorüber nach Kentheim, ½ St., mit einer der ältesten Kirchen Württembergs, Fundort römischer Alter- tümer; 1 St. weiter Stat. Teinach 30,4 km, dann geht der Weg rechts ins Teinachthal, mit Sagemühlen, und in diesem aufwärts in ½ St. nach Teinachi, genannt das Königl. Bad Teinach(Sadliotel zuσασ Hο, mit 300 Betten, Pens. mit Z. wöchentlich 50—80 Mk.; Hirsch,, Jum hiihlen Brummen, Villa Muhelmshöhie).— Von Teinach Bhf. Post nach Bad Teinach 4 km, ½ St. Auf dem Wege vom Bhf. nach Teinach erblickt man r. im Hintergrunde auf der Höhe die Burgruinen Zavel- Steus, bei denen das Städtchen gl. Namens liegt, beliebter Sommeraufenthalt. Ausflüge von Ieinach: Durch die prächtigen Lindenalleen zum Walde. WIhHAIShiIe. Gſdsnιν,le. Zavelstein /2 St,, evang. Städtchen mit Burgruine. Schmieh 1 St. Sommenhardt(und Stubenſelsen) ½½.-St. Ruine Waldeck und nach Bulach hin und zurück ½ Tag. Neubetlach hin und zurück ½ Tag. Ueber WIEnShiuι αιh Ineberg 1 St. Zur Wol/s- SchIluC¹νHẽĩꝗAuag St. und' nach Feinach zurück /1 St., oder über Zapelstein und Rotienbac]. zur. WOHHSScHluν,ẽ’t 1 St. Zum Zettelberg ½ St., hinter Röthenbach Fernsicht. Altensteig über NMeelr BuuA und Warth 3 St. Berneck(Whs.) ¾ St., und nach Altenstieg/ St. Hirsau/ Tag. Na- gold(Schloſsruine, alemannischer Grabhügel: der Krautbühl) ½½ Tag. Wildbad hin und zurück 1 Tag. Calmbach über Wiärsbach hin und zu- rück 1 Tag, mit Wagen ½/ Tag. Am 25. Juli Jakobifeiertag mit Volksfest, der Hahmentuns, viele Fremde. 3 7 nach Zuvelstein 1 St.; Von Teinach zu Fuſs das Nagoldthal aufwärts bis zur Herrschaftsbrücke 4 km bei der Einmündung der Teinach in die Nagold, r. die Ruinen der Raubburg Waldeck, und nach 9 km Landstraſse Wildberg(Jum Bären, gelobt), Städtchen mit 1500 Einw. auf steilem, von der Nagold hufeisenförmig umspülten Felsgrat höchst malerisch gelegen, mit Schlofs (Königl. Forstamt) und Uberresten mittelalterl. Nauern und flie! Hehre hreite etl. 20⁰09 Felst 0 ö U 19. Pforzheim-Calw-Horb. Gräben, die es einst zu einem wohlbefestigten Platz machten. Fundgrube römischer Altertümer, in der Nähe Reste einer Römerstralse. Die Stat. Wildberg liegt kurz vor Eingang in den Tunnel, welcher unter der Stadt durchführt. An der Nagold das chemal. Kloster Reuthiin, das nach dem Brande von 1824 in das Kameralamtsgebäude umgewandelt wurde. Im Nagoldthale weiter aufwärts, in 1½ St. Emmingen, und nach 1½ St. an einigen Sägemühlen vorüber zur Stat. Nagold 49,5 km, im tiefen Thale an der Nagold, die hier die Waldbach aufnimmt(Post, Hirschi, Adlen, mehrere Brauereien), Städtchen mit 3500 Einw. und ausge- breiteten Gewerbe, besonders Teppichfabriken, Tuchwebereien ete. Beachtenswert: eine sehenswerte Kirche(frühgot.) mit 2000 Sitzplätzen, drei vom König Karl gestifteten gemalten Fenstern und einem 66 m hohen Turm; ein neues Schailelen- Seminar, Rathaus mit alten Glasgemälden, vom alten Rathaus aus dem Jahre 1580 stammend; auch finden sich Spuren römi- scher Niederlassungen. Uber der Stadt, auf dem Schlofsberg, thront die Felsen- feste Hohennagold, deren Besuch sehr lohnt, h. u. Zz. 1½ St. Von der 1180 erbauten, 1646 abgetragenen Burg sind be- deutende Reste vorhanden. Durch ein gut erhaltenes Thor kommt man auf eine gröfsere Fläche, von einer bis 3,5 m hohen Mauer umgeben, es war die Vorburg und der Turnier— Platz. Eine Zugbrücke führt über den 6m tiefen Graben in die Burg. Beachtenswert: Wasserturm, Pulverturm. Wasch- küchenturm. Wenn man das Nagoldthal nach dem Abstieg weiter verfolgen will, steigt man auf der Nordseite nach Rohrdorf nieder. Ausflüge: Nach Bad Röthenbach ½ St. Nach Altensteig, im Na- goldthale aufwärts, an Hohennagold vorüber, auf der Thalstr. in 1 St. Kolirdon, Ab. und Wollhανẽmm /e St. und bis zur Mündung des Kollenbaches r. 1 St.; hier von der Chaussee aufwärts am Kollen- bach in ¼ St. Berneclt, mit neuem Schloſs und alter Burg, abwärts zur Chaussee ½ St. und wieder im Nagoldthale aufwärts in ½ St. Dorf Altensteig, in ½ St. Stadt Aitensteig mit 2400 Einw. und beträchtl. MWollspinnerei, Gerberei und Holzhandel, liegt auf dem 1. Ufer der Lagold. Weiter im oberen Nagoldthale die Simmersfelder Chau bis zur Wegegabelung, hier l. zur Nagold‘ St. und weiter am Wasser aufwärts an der Neumühle vorbei nach Hochdonf 2½ St., dureh den Ort bis zur dreifachen Wegegabelung 1 kleine St., hier I. nach Eisen- bach ½ St., und nun durch das Dorf, dann r. ½ St. nach Uunagold;— oder von Neumühle am Fluſs aufwärts, Hochdorf, dann Schernbach (1 St.) r. lassend, zur Holzflöſser- und Holzhauerkolonie Erzgrube 1/ St., und in 2 St. über Schornthal nach Urnagold, 846 m hoch, in des Ortes unmittelbarer Nähe die Nagoldquelle, s. auch R. 13 S. 72; kaum ½ St. nördl. davon und jenseits der Chaussee die Enzquelle; von Urna- gold zum Enzklésterle 2 St, Von Altensteig ins Murgthal(nach Freudensladt). Die Nagolder Landstraſse führt weiter nach Durrweiler und nach Her- zogsweiler 1½ St., nach 1½ St. Wegeteilung: Hauptstr. nach Aach ½ St. und nach Freudenst der Vicinalweg I. führt in /3 St. zur Stat. Dornstétten(S. 86). ant ist folgende Tour durchs, Glattthal nach Tübingen: Von Dornstetten in 1 St. oder von Aach in/ St. nach Hatten(Krone), weiter über Niederhofen, Böffingen nach Neueck St., Unter 8(OberAIflingen bleibt Iinks liegen) ½ St., nach Leinstetten/„Bettenhausen ½ St. und weiter abv im Glatt- Anach Hopfan /St., dann nach Glatt an dem Neckar und 1½ St. zur Eisenbahnstat. Sulz, s. R. 20. Von Sulz Bahnf. nach Uber Jelshiabsen, mit Gipsgruben, zur Stat. Gündringen 55,7 kin; allmählich ansteigend, geht es zum 1400 m langen Hochidorfen Nuinmel, bei déssen Austritt die Wasserscheéide Zwischen Nagold und Neckar erreicht ist, hier oben schöner Blick auf die Schwäbische Alb mit dem anschliefsenden He- herg. Stat. Hochdorf 59,9 km, 510,6 m ü. M. Stat. Eutingen 64.3 km. Knotenpunkt der Gäubahn Stuttgart-Freudenstadt. Nun abwärts. I. an der Bugꝗ Stauſfenberꝗ oder Hutingenthadl vorbei, das uralte Dorf Baldechingen r. lassend, durch den Mühlener Tunnel ins Neckarthal, über den Neckar und zur Stat. Horb 70 km, wo sich die obere Nec karbahn anschliefst, welche über Rottweil r. in den badischen Schwarzwald, I. in die Schweiz führt. Horb(Zum Kalser, Hun Nrone,; Kreua,; Ritten, Oberamtsstadt von mittelalterlichem Aussehen mit Mauern und Thortürmen, malerisch am linken Neckarufer gelegen. Beachtenswert: die SthVlsfeirche, Liebfraenltinche, im Rat- haussaal eiserne Ofen von 1581. Verschiedene altertümliche Häuser, wie das Garb'sche, der Hirsch bei der Liebfrauen- kirche u. a. Auf der Höhe im W. der Stadt der viereckige, 30 m hohe Schütteturm, daneben eine der heil. Ottilie ge- Weihte Wallfahrtskapelle. Die 2700 Einw. treiben schwun haften Hopfen- und Obstbau; bei der Stadt grofse Anpflan- zung von Walnüssen und eine Obstbaumschule von 1½ Morgen Umfang. St. südl. von Horb Dorf Nordstetten mit 1425 Einw. und städti- Kussehen, Geburts- und Sterbeort Berthold Auerbachs 18 Schauplatz vieler seiner„Schwarzwälder Dorf⸗ 4 schem 20. Horb-Villingen. GBahnfahrt.) Württemb. Staatseisenbahn: Horb-Toftο 43, Kkmn(Mittagessen in Horb);— Roltibell-Villingen 26,8 Km. Das Thal ist bei Horb breit und anmutig. Die Bahn kommt bei Stat. Neckarhausen 7 km(110,5 kin von Stutt- gart) auf preulfsisches Gebiet, und dann wieder auf die linke Seite des enger werdenden Thales. Folgt Stat. Sulz am Neckar 14.1 Kkm(Waldhiomm), Salzwerk und dem ältesten Stadtleinche, 15 ssant für 8 1515 Huuα’, aus Eisen Hallerde Spaziergän9e⸗ Celt, 5 üher Albeèc folgt Dorf und Stat. 25,2 Kkm(Bahnhofre malerisch am l. U. Mönchskloster: dorf mit 2825 Eipw., im ehemaligen fanteriegewehrs. amt, gewonnen, Heéraldiker; erbaut, gegossen. Zum gdilinenden 8S muodidoſten, dieht bei der Stadt; gehei Die WO cheédem die Residenz Sen. staur. Pfdl ist Fulstour von Obeérndorf 15 Es 36.6 km, und dann Stat. Rottweil 43,1 km(BaſinliofRe verbindung freie Mam(Post); Laun Bahlingen). amtsstadt, liegt auf einer Erh Primmündung. Zwar 654 m, am 2 Rottweil, Sitz eines La ndgerichts. des l.N malerisch zwischen Schwarzwald und Heub- Hochturm das Klima eine erhebliche Obstkultur. Bauwerken beachtenswert: ebung Grolse Viehmärkte. lereuælcirche, Kapellemtumm der viereckige, 54 m hoch, antikem Sitzungs Hexenprozesse Chνν Hlnclie, Hochitumm, mit berüchtigten Sehenswert sind (Töm. Mosaikbodens, Altertumsſidlle Schwerter, Ausflüge. Kirchie Zur Ait Die stammt folgen Stationen: 8 Ehien Post chem. 2* 18 N mit Iohr 9 namentlich: Realschule, die AItentumssdm, Malgen in der St. 0 W0 3 sta E und zum Olgabad /¼ St. Hunningen, Die Bahn führt zur bedeutender Einw. und Stat. TYssingen 1I, ningen 17,7 km Marktflecken mit 8 (Adlle. 5056 7I ltene 6 18 0 Dhe 1I. h FeO Hurone; Einw., 20. Horb-Villingen. Rlidα 699 mit Oberamtsstadt mit? Württembergs. mit Grabdenkmälern, dem Sulzer beliebtes Düngungsmittel. ein mit Pe avillon, und hübschen An- auf Im Aistaig 23 km, dann Stat. Ober Oberamtsstadt Klusses. Mauser, Posb, fer des 1 Dir. 300 Einw. beachte: inter- Markt; Markt Bergwerk wird Man ½St. Ruine Geroldo- Waffenfabrik Erfinder des In- der Platz vor dem Kameral- der Herzöge von Teck lag. Kottweil ist empfehlenswert. dorf 31,2 km, Reic he Neckarufers hr schöner gotischer auf röm. Mauerwerk Aussicht. im 16. der der Hofgerichli nender er wur ehalten: en Kulpturen, se aus Siégelerde, meist in der Nähe von Rottweil aus dt ½8 Jahrh. teumiunste Suuugαανν h⁰νECuh hin und zurück 1 Stat. Dei/s 1. 65 7,6 km, Schwarzwälde km. mit 5 Hinw. Loibe, bedéeutender at etwas über 500 dennoch 2 Erheblicher Ackerbau. Rottweil eine G Zur 0 nach Schwen⸗ dann Thalliduuον οοαtion, Mulden. mit Schramberg und tadt, 5005 Ober- 0 Einw., gégenüber 165 8. Heilig- Turm), die ruhende das Hatνs Jahrh. die Marktbrunnen. A%%, béei der Gemälde), in e röm. Münzen, raben. einde bildend. Saline MWIIfeI-sfUI Ueber Zummé Tag. mit 1950 Uhrenfabrikation; Scoeſilli H, groſs Uhrenindustrie, 9⁴ 21. Horb-Tübingen. Textilindustrie, Zündhölzchenfabrik und Viehzucht. Kleid- same Schwarzwälder Frauentracht. ausflüge. Zur Neckarquelle überschreitet man die Bahn und geht auf dem Wege nach Dürheim bis an die badische Grenze, kurz vor derselben r. liegt die Ursprungsquelle, ½/ St., auf einem sumpfigen, torfhaltigen Boden, die kaum 2 cm breite Quelle in steinerner Ein- fassung.— Merkwürdig ist das etwa 80 ha groſse Torfmoor, welches sich durch die enthaltenden Holzformationen auszeichnet. Wahr- scheinlich in Urzeiten ein versunkener Wald; dieses Torfmoor bildet die Wasserscheide zwischen Neckar und Donau. Zur badischen Sa- line Dürheim, an Wilhelmshall, württembergische Saline, nicht in Betrieb, vorbei zur Ludwigssaline in Dürheim, I St.(JZur Suline; Kreris: Soume; Rd/sle). Die Ludwigssaline ist groſsartig, und das mit der- selben verbundene Solbad erfreut sich eines Aufschwungs; der Preis eines Solbades von jedem Stärkegrad beträgt 50 Pf.(das billigste in Deutschland). Die Bahn überschreitet beim sogen. Zollhause die Grenze und führt auf den Bahnhof von Marbach 23.9 km zu. Die Landstraſse zwischen Schwenningen und Villingen bietet kein Interesse, deshalb die Bahnfahrt zu empfehlen. Stat. Villingen 26,8 km, s. R. 31 d. 21. Horb-Tübingen.(Bahnfahrt.) Württemb. Staats-Eisenbahn(Obere Neckar-Bahn) 31,5 km. Ueber Stat. Muſlen 3,2 km, Dörfchen, zur Stat. Eyach 7.9 km, an der Mündung des Eyachbaches in den Neckar, in hübscher Lage; r. auf tannenbewachsener Anhöhe HRuine Frondech ½ St., I. gegenüber Ru⁰u⁰),⁰ Uh.σ ν St. Folgt I. auf der Höhe das malerische Schleoſs Meitenburg, dann ein Tunnel, Brücke über den Starzelbach und Stat. Bieringen, 14.2 km. Der Neckar wird überbrückt, weiter auf dem linken Ufer zur Stat. Niedermαν⁰ο 17,4 km. Von hier jenseits des Neckars das kleine Bad Niedernau am Katzenbach, mit eisenhaltigen Quellen. Ein Römerbad und die Karlsquelle bei der Ruine Ebingen, an der Straſse nach Hechingen. Stat. Rottenburg 20.9 km(BaunſiofEHotel, Bar, Kdisen u. a.), in schöner Lage am Neckar, Oberamtsstadt, 7333 Einw., an Stelle einer römischen Niederlassung, mit Vorstadt Hyingen durch zwei Brücken verbunden, kam 1381 an Oestèerreich, 1805 an Württemberg und ist Sitz des Landes- bischofs und Domkapitels. Beachtenswert; die Kirche St. Martin, Hochaltar, Orgel; in der Vorstadt Ehingen die Kirche St. Moritz, Grabdenkmäler Derer v. Hohenberg, und die evα‘ Hirche. Der Bischoſssita, Bischofshof(ehemaliges Jesuitenkloster) genannt, mit sehenswerter Sammlung röm. Altertümer, das Rathaus aus dem 17., das Hospital aus dem 16. Jahrh., sind stattliche, alte Gebäude. Viel Hopfenbau. 21. Horb-Tübingen. Im neuen Kreisgefängnis werden die Gefangenen mit Seiden- zucht beschäftigt. Zum Heubergen und Mellenbeurgen Alls- Sichtstuum/ St., schöne Aussicht. Weiter zur Stat. Kilchberg 26,8 km, Pfarrdörfchen mit Schlofs der Familie v. Tessin, 1ſ½ St. links auf der Höhe die vielbesungene Mamlingen Kupelle mit lohnender Aus- sicht(S. 97), und zur Stat. und Stadt Tübingen 31,5 km. Der Bahnhof liegt auf dem I. Neckarufer im W. der Stadt. Post: Ecke der Neustraſse, daselbst auch Telegraph, ebenso auf dem Bahnhof. Hotels: Traube, Z. von 1 bis 1/ Mk.; Lamm: Holdener Ochisèe; Romischer Ruiser; Prins Karl; Waldhorn. Bier: Kommerell, nahe der Stiftskirche; Coſé Miller, an der Neckar- brücke; Museum, Wilhelmstraſse. Wein: bei Trautibein; Sceger(Ratskeller) u. a. Bäder: warme bei Haller, Gartenstraſse; Bade-Austult im Neckar. Sammlungen in der alten Universität auſser Sonn- und Feier- 111 täglich geöffnet; die zoologische Sammlung Donnerstag 24 Uhr. Geschichtliches: Tübingen wurde 1342 vom Grafen Ulrich von Württemberg durch Kauf erworben, blieb seitdem eine beliebte Re- sidenz der württemb. Fürsten, wodurch es bald eine hervorragende Stelle unter den Städten erreichte. Das wichtigste Jahr für das Emporblühen der Stadt war 1477, in welchem der vom Kaiser in den Herzogstand erhobene Graf Hberhurd im Bart die Universität grün- dete. Im Jahre 1519 hatte T. durch die Kriegsdrangsale des Schwä⸗ bischen Bundes ebensosehr wie 1680 von den Franzosen, die es er- oberten, zu leiden. Dem Gelehrten Osiander dankt die Stadt, daſs sie durch die Mordbrennerbanden Mélacs nicht zerstört wurde. Das Schloſs hatte Herzog Ulrich 1535 zu erbauen begonnen. An be⸗ rühmten Männern wurden hier geboren: Ladiig LDlilund 1787 und Albert Knahpg. 1796; in den Jahren 1770 und folgende lebte hier Vriedr. Holderlein; die Denkmäler dieser drei Dichter zieren die Stadt. In neuerer Zeit hat die Stadt durch Anbau neuer Straſsen ein besonders stattliches Aussehen erhalten. Tübingen, 321,6 m iüi. M., erhebt sich terrassenartig teils am Neckar, der hier die Steinlach aufnimmt, teils auf dem Schlols- und dem Oesterberge sowie an den Abhängen, hat 12 550 Einw. und ist Sitz der Karl-Eberhards-Universität mit über 1300 Studenten. Tübingen hat grolse Buch- druckereien; die Anfertigung chirurgischer Instrumente, Acker-, Obst- und Weinbau ist zu erwähnen. Gegen die engen Stralsen der Altstadt bilden die Strafsen der neuen Stadtviertel, namentlich im Ammer-Thal, einen sehr vorteil- haften Gegensatz. Vom Balimhof, hinter welchem die Infunterie-HNasenne liegt, zum Uhland-Standbild, von Kietz in Dresden, 1873 aufgestellt; an dem granitenen Sockel erzene Hochreliefs. Ueber den Mühlkanal, Il. die Platanen-Alleèe, an deren Ende Denkmal der Schriftstellerin Ottilie Mildenmuth.(g 1877). 21. Horb-Tübingen. dann über den Neckar zum MOoIIIIαν,e Duldnds., Neckarhalde 139. Die St. Georgs- oder Stiftskirche am Holzmarkt ist ein gotischer Bau aus den Jahren 1470—1483; der Chor enthält, Grabdenkmäler württembergischer Fürsten, darunter das des Stifters der Universität, GYναν Hberhiard um Bart, 1550, und einige gut konservierte G lasgem Ide. Die Orgel hat 48 Re- ter. Daneben die alte Universität mit sehenswerter Pe- trefakten-Sammlung und anderen naturwissenschaftlichen Sammlungen. Ueber den Marktplatz. um das Gasthaus zum Waldhorn herum zur Neckarhalde, mit Luαuνs Gebnuntsſidus,; und zum interessantesten Gebäude der Stadt, dem alten Schloſs Aöoben Tlibingen⸗ welches auf dem Schlofsberg über der Stadt thront, von Herzog Ulrich 1535 an Stelle der alten Pfalzgrafenburg erbaut; das Schlofsthor ist aus dem Jahre 1600 Das Schlols enthält im Flügel nach dem Neckar die ScoHseunchle, im entgegengesetzten Flügel die Luversitlits- Bibliothet, in den unteèren Räumen tiefér Brunnen, Keller, darin das groſse Hοe(286 Eimer haltend); auch wird eine alte Folterkammer nebst Femgerichtslokal ge eaeigt Hinter dem Schloſs das Schänzchen 1 sehr schöner Aussicht. 9 Die neue Universität an der Wilhelmstralse, mit Fest- aal und prächtigen Hörsälen(die Kölle'sche Gemälde-Samm- 75 ist in einem kleinen 8 untergebracht, Donnerstag von 1—3 Uhr geöffnet). In hübscher Anlage dahinter ein Obelisk mit Medaillonbild von F. Silchen( zu Tübingen 1860), Komponist vieler Volkslieder. In der Nähe: das Botamische Institut mit ausgedehntem 3 ποι]αceen, Garten der Universität, aulser Sonn- und Feiertags täglich geöffnet Von vorm. 8 bis nachm. 6 Uhr; darin 2 Hölderle in.- Denk. mul, 1881 errichtèét, Geschenk des Bildhauers Andresen aus Dresden. Die CMunurgischie Flicsstolog. Mes Institnt, dahinter Pathologisches Institut, und noch mehr zurück die Medlieimuiseh,ꝭ Huα], die Laboratonien an der Gmelinstrafse, und auf der andern Seite der Wilhehnstr. die Rοοννuunilk. Von der Augenklinik zurück längs der Wilhelmstr., zwischen Gasthaus zur Traube J. und Museum r. hindurch, durch das Lustnauer Thor, links Deltanat, rèechts Ghεs,α⁊elun, über die neue Stralse zum Mielm-Stift, Konvikt für 130 katholische rende, ehemals Ritter-Akademie, in welcher bis 1729 mehr als 30 deutsche Fürsten studierten. Dabei die NEνꝙ απ]-l. Kirche, frühgotisch, 1878 eingeweiht. Weiter zum Rathaus am Marktplatz, 1436 erbaut und 1877 nach Dollingers Plänen renoviert. Vom Marktplatz an dem Burg- ige, dem Gasthof zum Waldhorn und der Neckarhald vor- bei zum SiFt, evangelisches Seminar für 120 Studierende, Ste 21a. Hohenzollernbahn: Tübingen-Sigmaringen. 97 8 8 8 7 1537 von Herzog Ulrich gegründet, beide Anstalten haben eigene Bibliotheken. Spaziergänge: Zum Schlolsberg, zum Oesterberg(Café Senalgitte), mit der Wielands-Höhe, und der Steinberg, alle drei mit herrlicher Aus- sicht.— Zur Wurmlinger Kapelle, westl. von T., auf einer fast 500 m hohen Berg- Kulis eüber Dorf Wurmlingen, 150/ St. auf Waldwegen; oben weite Fernsicht auf den Hohenzollern u. 8. W. Die einfachi gebaute Kapelle wurde von Uhland, Schwalb, Lenau u. a. vielfach besungen. Nach Lustnau ¼ St., beliebter Sommeraufenthalt. Nach Beben- hausen 1 St., zeitw. eiliger her Sommeraufenthalt; das ehemal. Cistercienser-Kloster wurde 18731876 restauriert und zum königl. Jagdschloſs eingerichtet. Sammlung alter Waffen und KRüstungen im Sommerrefektorium; ferner Gobelins und Majolika-Sammlung sehenswert. Grölsere Ausflüge: Tübingen, Hechingen(Post), Hohenzollern (Hohenzollernburg), Lochen, Plettenberg, Rottenburg, Tübingen 1 Tag. Tübingen, Reutlingen, Urach/ Tag; weiter: Hülben, Hoheneuffen, Erkenbrechtsw eiler, Beuroner Felsen, Beuron, Nür tingen, und Bahn- fahrt nach T übingen oder Stuttgart 1 T.— ichtenstein, Nebethöhle I J. Von T. mit der Bahn nach Heultlingen, nahebei auf einem Felsen (233 m über dem Thal)*Schlofs Lichtenstein, 1812 durch den Grafen Wilhelm von Württemberg von Heit erbaut, mit Sammlungen und Pre Am Fuls die Nebelhöhle,s W. Ha i0 romantische Lage. Nur zu besichtigen mit* intrittskarte, die man in Stuttgart im Par- terre des alten Schlosses vom 15. April bis 15. Oktober gratis erhalten kann. An den beiden Pfingsttagen ist eine Besicht gung nicht ge⸗ stattet.— Dem Pomologelr sei ein Besuch des grolsen Obstmesttfen- gartens hel Mdliningen, eine Anlage von 1000 Hochstämmen, empfohlen. an Stelle der alten Feste ht vom Turm. 21a. Hohenzollernbahn: Tübingen-Sigmaringen. GBahnfahrt.) Württemb. Staats-Eisenbahn 87,5 km. Tübingen s. oben. Die Bahn zweigt kurz vor der Bade- anstalt Iinfes ab zum schönen SteinD)Y(schöner Menschen- schlag, malerische Landestracht). Stat. Dusslingen 8,15 km. 385,4 m ül. M., langes Dorf an der Steinlach, geschnitztes Balkenwerk an den Häusern; das Rathdus steht auf den Resten einer Burg. An Ofterdingen vorbei, 1. treten die Berge der Schwäl bischen Alb mehr Hervor, über die Steinlach, welche hier östl. von Mössingen ihre Quelle hat, zur Stat. Mössingen 16,1 kin, an der nördl. Seite des Varrenberges, die 2700 Einw. treiben Ackerbau und Handel mit Garten- Sämereien. L. auf einem Hügel die Belsener Kahelle, rechts Schwefelbad Sebastiamsibeller, Folgt Stat. Bodelshausen 21.3 km, 507 m ii. M., der Ort liegt höher, namentlich Kirche, Pfarr- und Schulhaus, von hier Aussicht auf die Alb, den Hohenzollern und Hohenstaufen. Die 1700 Einw. treiben er- heblichen Flachsbau, spinnen und weben. Bei der Weiter⸗ Griebens Reise-Bibl.: Schwarzwald. 7. Aufl. 5 98 21a. Hohenzollernbahn: Tübingen-Sigmaringen. fahrt r. Blick auf den Hohenzollern; sich senkend, über- Schreitet die Bahn die preufsische Grenze und kommt nach Stat. Heèchingen 24,7 kin, 497,7 mü. M. (Iinde[Post]l; Zum Rad: Lum Muise, gutes Bier; Zum Loioen; Zuum, Zollernhof;— Zweispänner zur Burg Hohenzollern 9 Mk. ohne Trinkgeld.) 5 Hechingen hat auch ein Schwefelbad; Solbäder werden von der Stettener Sole verabfolgt, desgleichen Künstliche Mineralbäder, Kiefernadelbäder u. s. w. Stadt mit 4100 Einw., am steilen Thalrand der Starzel gelegen, bis 1850 Residenz des Fürsten von Hohenzollern- Hechingen, seitdem preuſsisch. Beachtenswert: die Stadt- Virchle, beim Hochaltar Reliefplatte von Peter Lischier, dar- stellend den Grafen Eitel Friedrich II. von Hohenzollern ( 1515) und dessen Gemahlin Magdalena von Brandenburg (+ 1496); die eνp9]ll. Kirche im Spitabogenstil. Villa Hugemnid, kürstl. Schlols mit Garten und Park, 3 Min. von Hechingen. Folgt Stat. Zollern(Brielliof), 30,9 km, 547,6 meü. M.; mit dem schönen Kalsersdlon. Von dieser Station bester Aufstieg zur Burg Hohenzollern. Einsp. zur Burg 5, Zwei 7 Mk. Ohne PTrinkgeld, auf bequemer Fahrstraſse in 1 St. zu erreichen. Burg Hohenzollern, 868 mü. M., auf einem Kalkfelskegel der Alb- kette gelegen, wWurde 1850 und folgd. auf Befehl des Kön Friedrich Wilhelm IV. von Preuſsen neu erbaut bis auf die Burgkapelle. 6 hat eine stete pre che Am Eingangsthor(Adler- thor) liefst man:„Zollern, Brandenburg im Bund bauen die Burg auf festem Grund. 54. dreulsens starke Hand, Adlerthor bin ich genannt. 1854.“ Rechts neben dem Wartturm Fohnt der Kastellan, à Pers. 1 Mäk., Gesellschaft nach Verhö tnis. Rundgang: Adlerturm, Rampenturm, obéerer Thorturm;— ein Siebeneck mit 15—70 m hohen Mauern krönt den Felske I; in dem- selben erhebt sich das Schlofs in 3 Flügeln mit 5 Türmen. Im oberen Burghof 1. der Burggarten mit dem Standbild Friedrich Wilhelm IV. Rechts das Wehrhaus, Kaserne, mit guter Restaur; daneben die evang. Kapelle. L. d Michaelsturm; dabei die kathol. Kapelle. In der Mitte des Hofes die Königslinde. Inneres: Stammbaumhalle, Grafensaal, Kaiserhalle, Bischofshalle, Bibliothek (Fresken), Markgrafenturm, mit, Wohn- und Schlafzimmer des Kaisé lichaelsturm, mit den Zimmern der Kaiserin. Prachtvolle Aussicht vom Wartturm. Es folgen die Stationen Blisingen 31.2 km, ngotlatt 38.6 km, bis wohin der Hohenzollern in Sicht bleibt. Stat. Balingen 41.5 kin, 5175 m ſi. M.(IIC/e Scluοαi. Weiſsen Ochhs: Nrone, Zum Sclibefolbad), Oberamtsstadt an der Eyach, mit einem besuchten Schwefelbade; 1724 wurde diese Schwefel- quelle entdeckt. In südöstl. Richtung geht die Bahn gegen den höchsten Teil der Schwäbischen Alb. R. der Schafberg, und der Hlettenber sowie die uralte Opferstätte, der 1035 m hohe Lochienstetin, isolierter Kegel; von allen drei Höhenpunkten 1 22. Rottweil-Immendingen. 99 prachtvolle Umschau. Am Fulse des mehr nach O. liegenden kahlen, scharfen Horn Stat. Frommerm 46.5 kin, 566 m ü. M., hier beginnt die Gebirgsbahn. Stat. Lauiſen dum den Euacji 40,8 Km, r. erheben siclt der GV und der Grblesberg, I. die Schaallesbung, Aufstieg 1 St. WII6r r. der Thuerberg, I. der Heersberg. Stat. Lautlingen 53,9 km. Die Bahn erreicht die Wasserscheide(735 m) zwischen Rhein und Donau und Senkt sich im Stromgebiet der Donau zur Stat. Ebingen 59,3 km, 721 m1 ü. M. Jur. Post, Jum Hasen, Jum Anlten Jum Bären), Stadt mit 5500 Einw., an der Schmiecha; reger Gewerbfleils, e Vom Aussichtsturn, auf dem Schlolsfelsen prächtige Aussicht(Alpen), in/ St. auf neuem guten Wege zu erreichen. Weiter durch das wildromantische Eluls thal über die preulsische Grenze zur Stat. Strafsberg 65,5 km, darüber das gleichnamige Schloſ,s auf der Höhe, dann Stat. Kalseringen 69.0 km, Stat. Storæingen 73,.6 km. Die Bahn tritt in ein Felsenlabyrinth, passiert die Felsen: Drei Burgen, Hemenſeiiohie, Bettelllichie, erreicht nun eine freund- lichere Landschaft und Stat. Oberschumeοn 78,0 km, in deren Nähe beim Bahnbau 7 römische Gräber aufgedeckt wurden. Weiter durch eine Felsenspalte, zwei Tunnels in das Donau- thal. Die Felsenkulissen treten zurück, die Bahn gelangt zur Brücke über die Donau und zur Stat. Sigmaringen Ein 572 un ü. M. S. R 61 22. Rottweil-Immendingen. GBahnfahrt.) Württemb. Staatseisenbahn(Obere Donaubahn) 37,9 km. Nach Abfahrt von Rottweil(556,9 m ü. M.) wird das Neckarthal verlassen, der Fluſs überbrückt und dann das offene Primthal erreicht. Die Bahn bleibt nun in stetem Steigen, fast immer neben der Landstraſse; I. Blicke auf Schwäbische Alb und Jura, welche besonders nach dem Neckar höchst anziehende Landschaften bieten. Stat Nerfrd 6.8 kin(593,5 m), am Einfluls der von Wellendingen kom- menden Starzel in die Prim. Folgt Station und Pfarrdorf Aldingen 10,8 km; beim Stationsgebäude zeigt sich I. der lange KRücken des Heuberges mit der Dreifaltigſreitsbirohe, r. in der Ferne der abgestumpfte Kegel des Hofenlfarpfen. Auf der Weiterfahrt sicht man I. auf der Höhe das Pfarr⸗ dorf Denſeingen. Stat. Spaichingen 16,1 km, 669 m ü. M.(IAlte Post, Hraube, Neue Post), Oberamtsstadt mit 2690 Einw., am Fufse des 982 m hohen Heuberges, mit bedeutendem Gewerbfleifs. 7˙⁰ 100 22. Rottweil-Immendingen. In der Nähe die Königsheimen Höile, Tropfstein, bei dem gleichnamigen Dorfe. Ausflüge. Oreifaltigkeitsberg, Hauptpunkt des Schwäb. Jura, des Heuberqs, mit Wallfahrtskapelle(im Renaissancestil, der Turm re⸗ stauriert, Stuckaturen und Fresken im Stil des vor. Jahrhunderts, grolsartige Flachkuppel) und Melsnerhaus(Wirtschaft), St, er- Botaniker und Geogne Plattform des Kirchturms(oben groſses Fernrohrf Prö ht auf den Feldberg, die Berge des hgau, Montblanc(bei sehr hellem Wetter Berner Alpen, Tödi, Rigi, Churflrsten, Arenenberg, Säntis, Allgäuer und Bayr. Alpen.— ½ St. davon ist die Ruine W0 enbherh.— Westl. in der Badr liegen die Ruinen Holienlaorpſen, bei, Hausen ob Verena / St., Laipjſeſ. 2 St. zerstört„und Consenber) 3 St. Wer von Spaichingen über Tuttlingen bis Möhringen die Bahn nicht mehr benutzen Will, der kann von Hohenkarpfen nach Gun- ningen ½ St., nach Durchhausen/ St., nach, Thalheim 1¼ St. (Prachtvolle Waldwege) und zur Ruine Lupfen 2/ St.(ein direkter Weg führt von Durchhausen zur Ruine, aber Führer nötig), oder von Hobenkarpfen 815 dann nach Seitingen 1 St., zur Ruine Conzenberg 1½¼ und im Krainbachthal abw ärts zu Station Möhringen. Hinter Spaichingen, bei Balgſteim, Wasserscheide zwi⸗ schen(Rhein) Neckar und Donau 720 m. Auch von Balg- heim ein nicht übermäfsig bequemer Weg zur Wallf kahrts⸗ kirche auf dem Dreifaltigkeitsberge. Nun abwärts im Lau- terbachthal, I. Duirblieim, aur Stat Rietheim 21,1 km, mit imposantem Schloſls der Familie von Wiederhold. Weiter Wurmlingen 24,4 km, mit 1290 Einw., einer im ahrh gegründeten Kirche, Hauptort der Herrschaft Con- Soſloſsruine Conæenberꝙ aut dem r. Ufer des Elta- baches, 1 St. Stat. Tuttlingen 28,8 km(Hotel auπꝝ, Balinhof, Post, Baär, Hechtt, Fuhrwerk nach Beuron, Glanzpunkt des Do- nauthales, die Hotelomnibusse halten bei Ankunft der Züge auf dem ¼ St. entfernten Bahnhof), am Einflufs der Elta in die Donau, hat 8550 Einw. mit lebhafter Industrie. Be- achtenswert: die neu erbaute vathiol. Kirche, das Rathduis, die nπα MasSe,j˖U. Eine 1856 erbaute hölzerne Brücke von 7 Bogen überspannt die Donau und verbindet Stadt mit Vorstadt. Ausflũ gleichnar stolzen Feste erinnern an den Handstreich des be giebiges Feld fü 8 Durch hübsche Gartenanlagen zum Hohnberg, mit er Ruine, dicht bei der Stadt. Die Trümmer der einst umten Reiter- generals Johann von Werth, 1643.— Zur Ruine 00 ber St. Zur Ruine Hoſtenfeνσ?2˙/; St.— Zur Ruine Lunſen 3 St.— 1 eber Ludwigsthal, Königl. Hammerwerk, Neudingen, Stetten nach MIIlL Melm 2 8, ir Ruine Maria⁰ö7 St., und dann über die Donau nach Friedin gen 2 St. von Tuttlingen).— Ins Beerathal, mit sehenswerten Höhlen und Steinbrüchen, und'den Ruinen Kr(idenstein und Ffunnen- 00 an der Mündung; namentlich auch für Geologen und Geo- sten. Bis Beerentjdl, Pfarrdorf, 1¾ St.— Zum Wittnoch, Tuttlinger Höhe, 1 St., 900 m ü. M., mit Alpenpanorama.— Ueber Schlols Bronnen 96 Lupf 21a. Immendingen-Weizen. 101 nach Beuron(Zum Polilun), Glanzpunkt im Donauthal, mit dem 780 gestifteten Kloster. Die Bahn überschreitet die a0αναtembergischhadische Genne und kommt zur Stat. Möhringen 32,3 km, Amte tädtchen mit 1310 Einw., zwischen Bahn und 1. Donauufer, mit Vieh- zucht und groſsen Viehmärkten(Schafe). Im Schloâs das Amtshaus. Das Altarblatt in der Kirche beachtenswert. In der Nähe Gräberfunde. Ausflüge. Durch das xrdinbhachfH,t Aur Conzenburg 1 St., 1818 zer- stört. Weéiter über Elslingen nach Thalheim 1/ä St., von hier Ruine Lupfen/ St., oder von HFalheim nach Seilingſen 1/ St., Gununig“n 1. St., Ruine Hohenkarpfen ½ St, mit 5—6 m hohem Mauerwerk, dessen Verwüstung haupts sächlich von Schatzgräbern herrühren soll. Folgt Stat. Immendingen 37,9 kin, 657 m ii. M., Kno- tenpunkt der Schwarzwaldbahn, 8. auch R. 31e, an der Donau hübsch gelegen, 910 Einw. In der Nöhe der Straſse nach Möhringen Spuren einer uralten Niederlassung, Gräber- funde. Die beiden Schlösser sind Eigentum des Fürsten von Fürstenberg. Ausflüge: Ueber Fuune 83 zur Dachsmühle 1½ St.; über Mattenheim nach Engen 1/ 8 Lum Puttlinger gehört auch die Bergfeste Hohentwiel, S. R. 32, sowie der Hrudernof, Welche entfernt liegend ganz⸗ von badi em Gebiet umschlossen sind. Es ist die einzige Be- sitzung Württembergs im Höhgau, R. 32. 22 a. Immendingen-Weizen.(Bahnfahrt.) Die Länge der bad. Staats 8 115 51 Immendingen-Weizen be- trägt 44 km und zerfällt in zwe schiedene 8 recken: àa. Immen- dingen- Zollhaus 20 km, b. Zollhaus- 3 24 km, von denen die zweite Strécke die interessanteste ist, wie schon aus dem Umstande her⸗ vorgeht, daſs die Luftlinie dieser Strecke nur 7,5 km Länge hat. Von Stat. Immendingen(s oben) mit Anschluſs an die Schwarzwaldbahn(R. 31) bis Hinschingen benutat die Bahn die Trace der Schwarzwaldbahn, zweigt hier ab, überschreitet die Donau, um durch das ebene Kitrachthal über Haulsen, HKlrchen, Aulſingen, Liepferdingen und Riedſöscſtùngen die Stat. Blumberg-Zollhaus 20 km zu erreichen, Anfangsstation der interessanten Gebirgsstrecke. Von dieser Station sind einige Aussichtspunkte von grolser Schönheit zu erreichen. Zum Bichile Randen) mit prächtiger Fern- sicht auf die Alpen und den Bodensee.— St. Ottilien und Buðẽ¾beugstuue gehören zu den interessantesten Punkten mit herrlichstem Alpen- Panorama, und mit Ausschau über das ganze W utachthal bis zum Feldberg und Titisee, auch ist die ganze groſsartige Entw K dieser strategischen Bahn hier von einem Punkte zu übe Der Eichiberꝙ èröffnet ei ne schöne Fernsicht in die fruchtbaren G6 filde der Baar.— Vom Ja/Sbνte(dder Name rührt vyon einer Schlols- ruine her, wovon noch berreste vorhanden sind) sind die s recht abstürzenden, ca. 6 bis 8 m hohen Blumberger Wasse sichtbar. Baden-Baden-Appenweier-Offenburg. Bei dieser Station bietet der Bahnbau schon Interess durch Uberwindung bedeutender technischer Schwierigkeiten. welche das groſse Torfried bei Blum berg verursachte. Das died mulstè auf eine Tiefe von 4 5 m ausgehoben, das Material fortgeschafft und der so entstandenée Einschnitt wieder mit aus gröfserer Entfernung herbeizuschaffendem Material ausgefüllt werden. Westl. der Stat. Blumberg-Zollhaus beginnt die Bahn das Terrainniveau zu verlassen und sich bedeutend unter dasselbe zu senken; sie zieht sich in halbkreisförmiger Kurve gegen den 830 m langen Buchbergtunnel hin, dessen Nord- Portal schon ca. 15 munter dem Teèrrainniveau liegt. Beim Austritt aus dem Südportal beginnen die Kurven; die Bahn überschreitet den sogen. Biesenbachviadukt, zieht sich in südöstl. Richtung gegen Eyfenhiofon, passiert den Ort auf der östi. Seite müttels eines kleinen Viadukts, umkreist den- selben in grolsem Bogen, um auf der Westseite über einen Teil des Ortes auf dem groſsen Epfenhofer Viadukt mit eisernen sogen. Pendelpfeilern von 34 m Höhe in nord- West!l. Richtung. beinahe parallel zum ersten, höher gelege- nen Bahnkörper bis auf 60 m sich dem Südportal des Buch- ergtunnels wieder zu nähern. Von hier zieht sich die Bahn in südwestl. Richtung am Südabhange des Buchberges hin, erreicht in der Nähe der Wutach den Zweiten, 800 m langen Tunnel und kehrt nach dessen Verlassen in weitem S-förmigem Bogen bis beinahe nach Epfenhofen zurück, um hier sich wieder südwärts gegen Stat. Huetæen hin zu bewegen. Nach Abfahrt passiert die Bahn eine groſse eiserne Brücke, um in beinahe südl. Rich- tung Stat. Grimmelshofen zu erreichen. Kurz oberhalb dieses Ortes betritt dieselbe den 1800 m langen, einen voll- ständigen Kreis bildenden sogen. Spiraltunnel, wendet sich in beinahe nördl. Richtung der Wutach entlang, dem Orte Blumegg zu, überschreitét hier auf einer eisernen Brücke die Wutach, um gleich nachher den sogen. Weilerkehrtunnel zu passieren, zieht sich von da auf dem westl. Wutachufer in südl. Richtung wieder nach dem Orte Grimmelshofen zu- rück, um nun, stéts der Wutach entlang gehend, Stat. Weizen zu erreichen, wo Anschlufs an die Wutachthaibahn(R. 68). 23. Baden-Baden-Appenweier-Offenburg. (Bahnfahrt.) (Bad. Staats-Eisenbahn.) Linie:(Frankfurt) Heidelberg-Basel. 30 Baden-Baden-Offenbur 54 km. Die im Text angegebenen Kilo- meéterzahlen beziehen sich auf Heidelberg. Ien 23. Baden-Baden-Appenweier-Offenburg. 103 Bis Oos siehe R. 5. Die Bahn nähert sich den Vor- bergen des Schwarzwaldes, die alte Vhung ist deutlich zu erkennen. Stat. Sinzheim 90,1 kmn, wohlhabendes Dorf am Fulse des 545 m hohen Fremersberges. Stat. Steinbach 93,9 km(=Stern), altes Städtchen, Geburtsort Ervins, Er- bauer des Strafsburger Münsters. Auf der Bahnfahrt erblickt man I. auf einer Erhöhung eine rote Sandsteinsäule, dies ist das Denkmal Erwins, welches der Strals- burger Bildhauer Friedrich 1844 aufgestellt hat; Inschrift:„Dem Erbauer des Stralsburger Münsters, geb. zu Steinbach, gest. in Strals- burg 1318.“ usflüge von Steinach: Nach Neuweier/ St. Camm, vorzüglicher Wein). Viel besucht von Badener Gästen. An den Terrassen hinter dem Schlols wächst der berühmte Mauerwein, dessen beste Sorte in Bocksbeutel-Flaschen, wie der Würzburger, verkauft wird. Ueber Umwegen(SrA 10 Min nach Varnhalt ½ St. und nach Gallenbach 10 Min.; überall guter Wein. Nach Schwarzach 14 km, mit Resten eines alten Klostérs und der Klosterkirche. Nach Lichtenau 14 Kkmu (Seſuebναννσ das Städtchen wurde 1689 von Mélac zerstört, und was noch von der Befestigung übrig geblieben war, schleiften die Franzosen 1710. Von hier nach Greffern I/½4 St. Ueber Horrenbuch 20 Min., nach Eisenthal/ St. und Affenthal/ St., wo man es nicht unterlassen mag, den echten roten Affenthaler zu versuchen. Stat. Bühl 98,9 km(Balinlliofs-Restamration, Badlischen Hof, Kreuæ; Rabe, Hirsch, Hotel Kochi, Schutae, mehrere Brddiereten;— Post nach Büliler Ppal, Telephon-Verbindung mit den Höhenkurorten des Bühler-Thales: Samnd, Pldttig, Hundsecht und Herremoles, zweispännige Wagen bis zum Sand 14—16 Mk. einschliefslich Trinkgeld), am westlichen Abhange des Gebirges, mit 3200 Einw. Die alte Pfarrkirche ist zum Rathause im Renaissance-Stil umgebaut. Eine im Jahre 1877 vollendete neue Fathol. Pfurrſinche im gotischen Stil. Der Ort feierte 1870 ein Volksfest, als ihm von Strals- burg zwei Kanonen wieder zurückgegeben wurden, welche die Frahzosen 1796 nach Strafsburg geschleppt hatten. Ausflüge: Zu den Luftkurorten des Bü aler-Thales Sand, Plättig, Hundseck, Herrenwies, welche mit den Vorzügen ihrer Höhe und gé- schützten Lage eine gute Verpflegung zu angemessenen Preisen ver- binden.— Zu den berühmten Weinorten: Affenthal ½, St.; Eisenthal ½ St. weiter, in den bescheidenen Wirtshäusern vortrefflicher Wein. Nach Schwarzach 11 km. In das Bühler-Thal, gute Fahrstraſse: AlHCh 2b6 ο St., BuſtlertHa ½ St., die Wiedenfelsen 2 St., aum Sν Sb.; weiter kann man auf bequemem Fuſsweg über Hundseclt, HeumndShalt, und aufwärts, dem Bieberachbach folgend, am Helug9en vorbei, Zur Hornisgrinde 3—3/ St. Empfehlenswerter, Wenn man nach Bühl nicht zurückkehrt, von Sand nach Herrenwies ½ St., um dort zu über- nachten, und nach Baden oder Forbach(Murgthal), weiter.— Nach Alt-Windeck 1½ St. Kappel-Meindeck(Linde), am Fulfse des Schlosses Windeck, mit dem sehr alten Lindenbaum. In der stattlichen Kirche die Gruft der Herren von Windeck, deren Schlofsruine viel besuchter Spaziergang ist.— Weiter aufwꝛs den Jägerweg. zur sagenreichen, 396 m hohen Hfili. A¹t. νç Whs. gut); von den beiden Tiirmen ist azu besteigen, den etwas steilen Aufgang lohnt Kköstliche Aus 2 23. Baden-Baden-Appenweier-Offenburg. Wer nicht nach Bühl zurück, sondern der Bahn weiter aufwärts tolgen will, kann von hier auf einem Waldwege mit hübschen Fernsichten über den Stecfenlidlt nach Neusatzeck/ St., weiter über Kirchibiiſtl nach Neusatz(Rebstock) 1½ St., wohin auch ein direkter Weg führt. Das mit Wall und Graben umgebene Pfarrhaus war Sitz der Ritter von Windeck.— Nach Hub, wohin von .-Windeck der Weg über Naldmatt, mit Windec'schem Schlols als Pfarrhaus, führt, 12 St., Kreispflege-Anstalt. Nun zur Stat. Ottersibeen ½ St., oder durch Kastanienwäldchen über Ashiel zum Dorfe Lauf /½. St., am Fuſse der Burg Neu-Windeck ½ St. Die Aus- beschränkter als von Alt-Windeck.(Lauf-Glashütte- rinde, hin und zurück ½ Tag.) Stat. Ottersweier 101.3 km, katholisches Pfarrdorf. In der Kirche Glasgemälde: Johannes der Täufer, von Helmle. Im éhemal. Ursuliner-Kloster Rat- und Schulhaus. ½ St. entfernt Heil- und Pflege-Anstalt Hub, früher Mineralbad. 5 Zur Lindenkirche 5 Min., mit Fresken.— Nach Lauif oh Sasbach/ St., Erlenbad ½ St.(S. 61). Weiter von E 80 nach Llendu ½ St. Stat. Achern 106,6 kmn. Gasthöfe: Hote] æνν Post(Krone); Adler, in der Stadt; Baſim-of-Hotel, beim Bahnhof; sämtlich gut. Biergärten: Eugel, mit Bierhalle; Lamm; Ratsteller. Post: vom Bahnhof über Erlenbad nach Lauf 8S km; vom Bahn- hof nach Ottenhöfen 12 km. Amtliche Iaxen für Lohnfuhrwerk Islich Trinkgeld): nach Allerheiligen Zweisp. 16 Mk., Einsp. 12 Mk. u. s. W. 8 Achern an der Acher, in Lage, ist als Stütz- punkt zu den mannigfaltigsten Ausflügen zu empfehlen, 3000 Einw. In der alten St. VIIroId¹ο Hαο¹e die Zingeweide des Marschalls Turenne. 1855 wurde das Denfema, des Grofsſenαν⁸w Leopold, vom Bildhauer Friedrich in Straſsburg, auf dem Marktplatze errichtet. Achern ist ein verhältnis- mäſsig junger Ort, erst 1808 erhielt derselbe städtische Rechte, seine Messer-, Sensen-, Cichorien- und Cigarren Fabriken sind bekannt. N und Ausflüge. Auf den Hochbühl 1ſz St, Aussicht.— Nach lllenau/ St.— Nach 3 0 mit dem Iurenne⸗ Denkma St.; Rον²e, St.— Gα ̈le 1½, St.— Sehr lohnende Partie von st folgende: Mit W. agen duren das Sdishecher Thiul über Sas bachwalden zum Brihittenschiloſ Tag; nach Sasbachwalden Badiscl. Hof,; Hebstoch, Forellen, e 1 St., mit schöner Kirch. Horelienb, St., der gleich hinter dem Dörfchen r. zum Br schloſs führende Fulsweg, welcher etwa 10 Min. kiirzer als der Fe weg ist, ist nicht zu empfehlen, man folge dem Fahrweg in 1½ St. zum Brigitten- oder Hoheroder Schloſs, 770 m, hauptsächlich besuchens- wert wegen der Aussicht auf die Rheinebene von Schlettstadt bis — Weiter zur Hornisgrinde 2⅜ St., s S. 63.— ach Memprechto- „fel, I1 km, nach Neufreistett 15 km, und zur Rheinschiffbrücke. Nach allerheiligen: Kappelrodeck 1/ St., Otternhöfen 1 St., Neuhaus / St., Allerheiligen 1 St.; vom Fuls 5 Büttensteiner Fälle Fahrweg durch das Lierbachthal nach Oppenau 2/ St. 23. Baden-Baden-Appenweier-Offenburg. Stat. Renchen 113,1 kin(Bahmnſiof-Hotel, Adler,— Post iiber Rheinbischöö2/liein 13 kin nach Neufrelstatt 15 km), Städtchen mit 2600 Einw., an der Rench, Hanfbau und Vich- zucht. Am 17. August 1676 starb hier der Verfasser des Simplicissimus, Grimmelshausen, als Schultheils, daran das 1878 gesetzte Denkmal erinnert. Ausflüge. Nach Neufreistett 15 km, und zur Rheinschiff brücke. Fuſsgänger über den Kniebis benutzen die Renchthalbahn AhpEοε)i? Oppendi(18,4 km/ St.) zweckmäſsig bis Oppenau, s. S. 112. Die Landstralse nach Oppenau ist schattenlos. Auf der Weiterfahrt von Renchen I. schöne Bergland. schaften, die Rheinebene, in deren Ferne das Stralsburger Münster sichtbar wird; an Zimmern und Urloffen vorbei, ge- langt man zur Stat. Appenweier 118,8 km. 55 83555 agenwechsel nach Straſsburg s. R. 29, und nach Oppenau 8.. 26. 8 Hestduration, gelobt; Balinhof-Hotel beim Bahnhof, Thal- forellen, Durbacher Weine, Fuhrwerk. Hübscher Marktflecken mit 1610 Einw., 1,5 km östlich NVesselried(Krone), von Stralsburg viel besucht. Oestlich die Renchthalbahn, westlich die Bahn nach Straſs- 3 Die Hauptbahn kreuzt die Chaussee nach Freiburg i. Br. und kommt zur Stat. Windschläg 122,3 km. Aussteigen für den Besuch des Durbacher Thales und Schlofs Staufenberg. Weg: in 2 St. über Eberweier, Unterweiler und Hurbach zu dem noch wWohl erhaltenen, von Otto von Staufenberg, Bischof von Stralsbur 85 erbauten und in neuester Zeit von dem Grolsherzog kvoll hergestellten Schlols. MDas Schloſs wird Fremden dlich gezeigt.)— Auf Schloſs Staufenberg soll der Sage nach höne Melusine gehaust haben; ein in die Schloſswand einge- Wappen als Helmzierde eine Fischjungfrau.— In Dur- ast der stärkste Wein der Gegend(Clevner, Klingelberger. geht zum Durbacher Weine, kommt selten gerade heime liche Küche und Keller im Ritter. Anstatt nach Windschläg 2¹ kzukehren, kann man auch ins Rench-Thal zur Stat. Gber⸗ kirch(S. 111). An den Weinorten Ebersteler, Deurbach, Rammersibeier, Jell, die Il. liegen bleiben, vorbei, in wenigen Min. zur Stat. und Stadt Oflenburg 126,8 km. Wagenwechsel für Reisende, welche mit der Schwarzwaldbahn(Offen- burg⸗ Singen) weiter wollen, s. R. 31. HaſinhafEHRestuuια,U, echter Zeller- und Durbacher Woein Balin- „0Hgtel, gegenüber dem Bahnhof; Forteind, in der Stadt, L. uU von Mk. 2,50 an; Schuodren Adler Post); Fuhrwerk in den Gast-⸗ höfen. Offenburg, Städtehen mit 8050 Einw., liegt malerisch vor der Mündung des Kinzigthales, durch welches die Schwarz- wWaldbahn(R. 31) aufwärts führt. Beachtenswert: die neue 106 24. Das Bühler-Thal. cννꝗε., Kirclie im got. Stil aus rotem Sandstein mit durch- brochenem Turm; Brummen-Denhema des Naturforschers Oken (geb. zu Bohlsbach 1779[Gedenktafel am Geburtshause], St. von Offenburg); die Vathol. Nirche, mit Kruzifix von 1521 und Oelberg von 1524; Prumnen(beim Uite von 1699; auf dem Markt das Drafte-Standbiid(Verbreiters der Kartoffel in Europa, engl. Admiral, + 1596), vom Bildhauer Friedrich in Straſsburg; die Eisenbalm-Glitterbruche über die Kinzig. Die umliegenden gerühmten Reborte: Dielrbdcli, Zell, Ortenderg, Vesenbäcj, lietern sehr begehrte Weine, Haupt- handelsartikel in erster Reihe durch die Gastwirte. Hübsche Spaziergänge. Spaziergänge und Ausflüge: Zum Laulbenlindle ½j St., Aussicht auf die Stadt, die Rhéinebene und Vogesenkette;— auf die Brandeck, 695 nu, höchster Punkt der U mgegend- mit umfassender Umsicht, Weg: nach Zell, berühmter Wein, 1 kleine St., und zur Brandeck 1½ St, die man auch über Ortenberg oder Ohlsbach ersteigen kann, auch 2½ St. — Die ausreichenden Wegweiser dankt der Wanderer dem Schwarz- waldverein. Zu Wagen oder zu Fuſs Niederschopfheim nach Yi über Zunsweier, oder mit der Bahn über h%, Linde), und zum Thierstein mit der Ruine Diersburg, 1663 von den Franzosen zerstört(2 St.), jetat zum Teil wiederhergestellt; von hier aufsteigend zur Höhe des Steinfirst(608 m) 2% St., von wWo man über Ber ghaupten, oder über Bermersbachi (Kapelle und Windeckerhof) nach Cenſenbdch, im Kinzig-Thal, ge- langen kann, 11/ St.; oder von der nfirst abw ärts auf dem Wege nach Fuchsbach, bis vor den Ort(½ St.), dann bei der Wege⸗ gabelung r. nach Gehrenhof/ St., und i in derselben südl. Richtung Weiter nach Hohengeroldseck 1 St.; oder auch von der Steinfirst nach Reichenbach 1½ St., ins Schutterthal und nach Lahr ½ St.; zur Stat. gen mit der Zweigbahn in 8 Min. Ueber Schaittertuald übsche racht der Frauen) nach Altenlieinl 28/ St., ein echtes Rhein- gelände. Als Weinreise zu empfehlen: Besuch von Ortenbeng, mit schönem 151 Küfersberg, en,j], Zell- Meierbachi'(Vorzüglicher Rotwein Zur Linde), Hammerstelen(Aur Blume), Durbuch, Ehersibeier, von hier zurück, oder mit der B410 von Stat. W indschläg weiter. 24. Das Bühler-Thal. Das Bühler-Thal wird vom Bülottbach gebildet, der bei Greffern in den Rhein mündet; das 2 St. lange Thal führt von Stat. Bühl(S. 103) aufwärts nach Herrenwies, von hier kommt man in fortgesetzter östl. Richtung ins Murgthal. Gute Se, doch lohnt sich die Fulswanderung. Siehe 60 Von Bühl dem r1. Ufer des Bülottbaches folgend zum kathol. Pfarrdorf Altschweier 174 m. 1½ St., am Eingange des wein- und obstreichen Thales, mit 1155 Einw. und 24. Das Bühler-Thal. 107 schöner neuer Kirche. L./ St. Affenthal, und in gleicher Richtung, aber etwas 68tl. in der Ferne, die Vburg. R. Schloſs Xltwindeck.— Ein zweiter Weg führt aus dem südl. Ende von Bühl auf dem 1. Ufer des Bülottbaches am Kirch- hof von Kappel, Unterkrautenbach r., bei der Mattenmühle J. vorbei, wendet dann rechts, geht, den Wiesengrund be- grenzend, zu den Häusern von Oberkrautenbach und erreicht, das Südwestende von Altschweier.— Weiter in ½ St. auf dem r. Ufer an Schlamgenbach, auf dem 1. Ufer am Hammer- zꝛbee Vvorbei zum Hauptort des Thales, Bühlerthal(Bauums, Linde, im Oberthal N'olH, hübsch gelegen, doch nicht zum Ubernachten). Im Dorfe beim Gasthaus Baum I. über Liehen- bach, MNinterech 334 m, wWo r. ein Weg am Schreckstein und Beerstein vorbei, um die Dachsbaufelsen herum zum Schwanen- Wasen führt; dann über Zimmerplatæ nach Malschibachi. Hinter dem Orte, an den zerstreut liegenden Häusern vorbei, führt der Weg auf dem r. Ufer weiter, allmählich ändert sich die Landschaft ins Ernste, Grolsartige. Die Straſse teilt sich, I. zum Schaαονeνναν,ẽe νο St., dann zum Geroldsdnen IPAs- Senfall 3 St. und weiter nach Baden-Baden; r. geht es zu den Wiedenfelsen. Die durch den Wald führenden Kürzen- den Fuſfswege sind aussichtlos, daher man die starken Win⸗ dungen des Weges nicht scheuen darf. Nach 2 St. Steigens ist der schönste Punkt der Stralse erreicht. Hier macht die Stralse um einen Felsenvorsprung eine starke Krümmung nach I. Dies ist der Wiedenfelsen, 693 m ü. M., der von der Strafse aufführende Fufsweg ist jetzt auch für Damen zugänglich. Oben überraschend schöne Aussicht von den grotesken Felsen, Tiergarten, Fulltenfelsen, Holinenfelsem, r., I. der Siekenwald mit den Ro/sfelsen und Felsenpar Nickersberg, s. auch R. 9, S. 60. Die Stralse windet sich an dem Berge empor, in ¼ St. erreicht man die Stelle, wo I., etwa 70 Schritte von der Stralse, ein Rest der Burgruine Barenstein, r. gegenüber die Felsenpartie Zärenfels; in einer weiteren ½ St. ist die Höhe der Strafse zwischen Bühlerthal und Herrenwies, die Luftkurorte Sand, Plättig und Hundseck(S. 54) erstiegen. 2 St. östl. von Sand Herrenwies(HAuerhlin, Pens. 4 bis 5 Mk.(S. 60), auf rauher, von Bergkuppen umgebener Hoch- ebene, e früher wohl ein Hochsee war. Wer nicht nach Bühl Will, kann von Her- renwies in 3 St. nach Forbach, R I 8 dden zunües bis Oherthal, von wo J. ein sehr 6 Weg auf die Höhe mit malerischer Felsgruppe führt, von hier über NesSdAEνP“ul, Neusdtæ nach Hulb Stat. Ottersweier). 25. Das Acher-(Kappeler-)Thal. 25. Das Acher-(Kappeler-)Thal. Von der Acher durchflossen, welche dem Mummeélséeè(1032 m) als Seebach entspringt und nach etwa Sstündigem Laufe über Achern 160 mihrer M ünckung in den Rhein bei Lichtenau tobend aueilt, Zum Erlenbad geht man vom Bahnhof durch Achern (S. 104) auf der Chaàussee nach Sdſsbach, an dem zweiten Brückchen Wegweiser: Erlenbad, Saſsbachwalden, IAlenau, am Wege nach Illenau kurz darauf ein zweiter Wegweiser mit derselben Angabe; dieser folgend, betritt man nach(im ganzen) ½ St. die groſsartige Irrenanstalt Ienqu, am Illen- bach, mit Kirche und geschmackvollen Parkanlagen. Fried- hof mit schönen Denkmälern. Vom Hofe der Anstalt durch das äufsere Portal rechts die Hecke entlang zur Chaussee, undd dann rechts bis zum Wege nach Erlenbad, eine kleine ½ St. Hier rechts und durch die Anlagen des Illenauer Wäldchens, in welchem Ruhesitze und schöne Durchblicke auf das nahe Gebirge, nach Obersaſsbach/ St. Von hier erreicht man in/ St. Erlenbad(Badhotel), für längeren Aufenthalt zu empfehlen, das Hotel zählt zu den behaglich- sten Ruhepunkten im Schwarzwalde. Ausflüge. Nach Lauf und Neuwindeck/ St.; nach Illenau/ St.; nach Antonikapelle und Bienenbuckel/ St.; nach Salsbachwalden 1 St. mit den WasSeIfuillen( St. von Achern), ½ St. lang, sehr in- und idyllisch. Mit Wagen durch das Safsbachwalder Thal zum Brigittenschloſs 2 St.— Von Erlenbad nach Safsbach(Ochs) / St.(und von Achern). Wer das TurenneDenkmal sehen Will, geht auf der von Achern kommenden Chaussèee durch das lange Dorf und beim letzten Hause linls. Nach 5 Min. erreicht man den 12 m hohen Granitobelisk, das Tunenne-Denſemdl, welches die franzö- sische Re ung 1829 hier setzen lieſs, an der Stelle, wo das Leben des Marsc s Turenne(27. Juli 1675) auf dem Schlachtfelde endete. Von Iendu zu dem in fruchtbarer Thalmulde gelegenen Dorfe Oberachern(Is,) mit 1275 Einw., Pappdeéckel-, Bindfaden-Fabriken und Olmühlen. Vom oberen Ende des Dorfes geht r. ein guter Weg über Mösbach, und Vum àaur Chaussee Renchen-Oberkirch; am Kreuzpunkt: rechts nach Renchen, geradeaus nach Erlach, Stadelhofen und zur Stat. Zusenſiofen(S. R. 26), von wo man die Bahn rechts nach Appenweier. Iinks nach Oberkirch benutzen kann. Oder von dem am Anfang des Möskircher Weges I. abgehenden Wege über aId und Ringelbacl nach Oberhirel, 2 St. Im freundlichen Kappeler Wiesenthale aufwärts nach Kappel- rodeck 1 St. Ochs, Vrbprin Linde), mit 2600 Einw., Weinbau, Obst- und Kastanienzucht. Réchts auf dem Hügel die kleine, aus dem 11. Jahrh. stammende B)⁰ν§ Rodecle, vom gegenwärtigen Besitzer stilyvoll umgebaut, hier lohnende Aus- 75 Welt Otten 25. Das Acher-(Kappeler-)Thal. sicht über das Waldulmer-Thal und die Rheinebene. Von der Burg zieht sich ein Weg zum Blirstenstein, Granittrümmer, 1 St., mit schöner Aussicht; von hier rechts über MWaldaulim nach Oberachern 2 St., I. nach Ottenhöſen 1 St.— Am un⸗ tersten Ende von Kappelrodeck liegt der Weiler Bernhiardo- „5fe, von Wo ein Fahrweg über Otteuberg, Straubenhof und an Schönbrüch vorbei aufs Brigittenschloſs führt. 1¼ St. Weiter in 1 St. am Dörfchen Furschenbeeh, vorüber nach Ottenhöfen(Linde, Pflug, Jum Magen, bei Weber), Aus- gangspunkt für Ausflüge, besonders näch Allerheiligen, und bekannt durch den erfolgreichen Widerstand der Bewohner des Thales gegen die Franzosen 1796. Von hier nach Aller- heiligen 2¼ St., über Neufu¹s 54 St.(Erbprinz), zieht sich die nèeue schöne Stralse, schöne Rückblicke bietend, in groſsem Bogen sanft empor, während der. alte Fahrweg steil ansteigt, auf der Höhe vereinigen sich beide Wege. ½ St. vom Erb- prinz Wegweiser:„Leber Blõcherech ο Helfrdne nνν) e, von der Höhe zieht sich die Stralse in vielen Windungen abwärts nach Allerheiligen. Empfehlenswerte Fulstour: in Ottenhöken von der Kirche I., dann r. dem Fufsweg folgen. der oben l. in den Fahrweg übergeht; von hier ins Golt⸗ Schlegthablchen aum Edelframengrab und den Gottschlcigabus- Serflillen. Das Edelfrauengrab, unterhalb des Bosensteins, ist eine nicht bedeutende, wahrscheinlich durch das Wasser in den Felsen gebildete Höhle, an welche sich eine Volks- sage knüpft. Rechts aufwärts über die Blöcherech 1 St. aur Hauptstraſse. Ein empfehlenswerter Weg vom Luftkurort Ruhstein(R. 7, S. 42 sei hier angeführt: Zu dem vom Hotel sichtbaren Steinbruch, dann r. den Fufsweg zur Höhe; bei der Wegegabelung ½ St. führt der Weg rechts um den Melfereikonf, Iinks über den Melltereikop, nach Aller- heiligen, der. Weg r. ist„orzuziehen. Es folgen genügend Weg- Weiser; an einer Schutzhütte vorbei, kommt man nach 2 St. nach Allerheiligen. Ein anderer Weg führt von Ottenhöfen nach Allerheili⸗ gen zunächst nach Seebach(Jum, Wolfobmumnen; Krone, Hirsch., ½ St. und mit Führer zum Mummelsee 1¾—2 St. (Zum TPoIfhνu¹),-uuůn), dann Adleriohs. an der Chaussèee, von hier links in das Thal des vom Mummelsee kommenden 86883 bachs, aufwärts bis zum Wegweiser an der Ruhsteinstraſse ½ St., der nach Hornisgrinde und Mummelsee zeigt, von hier /—1 St. Wer von dem Mummelsee über Seebach nach Allerheili⸗ gen und zum Edelfrauengrab will, geht bei der Hagenbrüchte, %½ St. vor Ottenhöfen, links ab. Besonders anziehend ist der weitere Weg vom Edelfrauengrab aufwärts bis zur Höhe. genügende Wegweiser, 1 St., Blöcherecht, dann durch den 110 26. Renchthalbahn: Appenwéier-Oppenau. Wald auf die von Neuhaus kommende Fahrstrafse, die sich von hier nach Allerheiligen‘ St. in vielfachen Windungen hinabsenkt. Ein kürzender Treppenweg führt r. hinab. Auf der Höhe aus dem Walde tretend, erblickt man die Ruinen des Klosters Allerheiligen 667 m i. M.(Hotel Mittenmadler, Pension 6 Mk., Hotel æπιe u“ανfull, Mittenmaier; beide oft überfüllt), 10 Min. vom untersten Wasserfall an der Oppen- auer Landstraſse. Die Ruinen des Nlosters Allerheiligen. Geschichtliches: Herzogin Uta von Schauenburg gründete nach glücklicher Ehe 1191 Aflerheiligen und betrieb den Bau s0 lebhaft, sschon 1194 die Zellen mit fünf Prämonstratensermönchen be- setat werden konnten, Dem Geiste damaliger Zeit gemäfs flossen reichliche Geschenke frommer Seelen dem neuen Heiligtum zu, das bald eines der reic öster wurde. Im Kloster wurde eine Musterschule von 50 gehalten. 1657 wurde die Propstei Abtei erhoben; der fetzte Prälat, Fischer, zog nach der Säkula⸗ ation des Klostéers 1802 nach Lautenbach und starb 1821 in Ober- kirch. Die Kirchenruine ist in der Kunstgeschichte als eines der ersten Beispiele der Gotik bekannt; die Grundbauten der 1 1 räume lassen sich mit Hülfe des im Hotel befindlichen Planes folgen. Das Effektvolle dieser ausgedehnten Klosterruine wird 3 sonders durch die tiefe Lage der Bauwerke mit der dahinter hoch aufsteigenden Tannenwand gehoben. Der Abteigarten wird noch benutszt. Seitwärts der Klosterruine, die, im tiefsten Waldfrieden vom Hochgebirge eingeschlossen, einen feierlich erhabenen Eindruck macht, stürzt das Wasser des Gründenbachs in sieben Absätzen(einige über 12, einer 25 m) durch das ge- borstene Urgestein 129 m tief hinab und bildet die sogen. Sieben Bütten oder Büttenwasserfälle(Buttensc uröffen). neben welchen ein gut gepflegter Fufspfad, zum Teil in Stein gehauen, in die Tiefe(Thalschle 510 m) führt. Am Fulse ler Fälle WusSserfull-Hotel, s. oben. Weil diese Wasserfälle im Aufstieg die erhabensten Eindrücke gewähren, wird fol- gender Weg zur Besichtigung empfohlen: gegenüber dem neuen Logierl naus rechts den Fufspfad, der zur Lelisenmulie und Engelstansel führt und in ½ St. den untersten Fall er- reicht; nun aufwärts. Von Allerheiligen ins Renchthal s. R. 26 und R. 27 26. Renchthalbahn: Appenweier-Oppenau. (Bahnfahrt.) Bad. Staats-Eisenbahn 18,4 km. Von Appenweier(S. 105) führt die Bahn durch das schöne Renchthal. Stat. Zusenhofen 4 km, r. Dörfchen 26. Renchthalbahn: Appenweier-Oppenau. NVISAICH. r. schöne Blicke auf Schiloſs Stauſfenbeng, r. am höher gelegenen Maisenbiihl mit der St. Mendelins-Kapelle, Aussicht, vorbei zur Stat. Oberhinch 8,8 km. Schloſs Staufenberg( St., Eigentum des Prinzen Wilhelm von Baden; s. auch R. 23, S. 165. Oberkirch(Linde; Ochis), mit 3050 Einw., hat bedeutenden Obst- und Weinbau[Klevener-Klingelbergerl und Kirsch- Wasserhandel; bedeutende Obstmärkte. Beachtenswert: die kathol. und protestant. Kirche. ausflüge. Zur Villa von Huber, mit Garten und Belvedere 10 Min., von hier zur Schauenburg-Ruine/ St., schöne Aussicht, vom Signal, ½ St. höher, noch schöner. Oder über d⁸dh)⁰]fl.(Whs.) 1½ St. zur Kuine.— Auf den Hungerberg 1 St., Höllnof St.— Auf die Schwend, 11½ St. vom Signal; der vom Schwarzwald-Verein angelegte Weg autf die Schwend führt über Hinge!bucht(ISt. von Oberkirch).— Von der Schwend durchs Simmerbachthal nach Ottenhöfen cder Kappel- Hodech I/ oder 2 St.— Zur Ullenburg/ St., spärliche Ruinenreste, aber schöne Aussicht.— Zur Fürsteneck St., aulser der Aussicht 0¹ hübsche Umgebung.— Empfehlenswerte Partie: Hiuine Flirstenech, Wendelins-Rupelle, Matsenbuihl u. z. /½ Tag, oder von der Kapelle durch die Bottenau zum Schlosse Staufenberg ½ Tag. Zwischen Rench und Landstrafse aufwärts zur Station Lautenbach 11,9 km, mit MaLfafiuntsleunche, erbaut, 1471-1482, eines der wertvollsten Bauwerke spätgotischen Stils. Am Hochaltar groſses Gemälde: Anbetung der heil. drei Könige; sehr schöne Glasmalereien aus dem 15. Jahrh. Ausflüge. Das Nistenbachi-Lidlcllen aufwärts über Steigho, Heiden- und Braumtherg, weiter ist der Weg über den SoοE, mit den Ueber- resten der Uysuο-πεUνν““, αꝗç des ESEEννœ?en, von dem eine Inschrif berichtet:„Anno 1191 ward hier ein Esel durchgeführt, von de Huf der Quell herrührt.“ Ein Fahrweg führt vom unteren Ende des Dorfes aufwärts an den Steig vorbei, fast 1 St. weiter Nach Al heiligen 2½ St.— Auf den Schärtenkopf 1 St 6 Waldweg zur Höheè, ohne Fernsicht. Von hier abwärts über Schleſersnring und Sendelhach. nach Oberkirch 2 St., oder zu den Trümmerresten der zurgruine Neuenstein /St, Auf das, Bergle mit Uebersicht über die kleine Schweiz, durchs Hesselbucf,ler Thu aufwärts 1½ St., Rückweg über Oedsbach. Wegweiser überall genügend. Das Thal verengt sich, I. das Rüstenbachthälchen, dann Stat. Hubacker(Sulzbach) 13,8 kin auf dem 1. Renchufer, gegenüber der Mündung des Sulzbaches(Mirtshαν luun, TIAbNhẽ,, hier Wegweiser nach Sulzbach. Längs dem rauschenden Bächlein, an vielen kleinen Wasserfällen vorbei, gelangt man auf gut unterhaltener Stralse in einer kleinen ½ St. zu dem Bade Sulzbach, 78 m über der Rench, koch- Salzhaltige. 170 R. warme GQuelle; es besteht aus zwei Ge⸗ bäuden mit preiswerter Bad- und Gasthaus-Einrichtung, Pens. 5 Mk. ausflüge. Nach Allerheiligen über den Braunberg,(Aussichts- punkte). 2 St.— Zum iubackerhof(Whs.) ½ St. und zur Ruine Neuenstein, 0 zerstört, ½ St. höher, und zum Schärtenkopf, s. oben. 112 27. Die Kniebisstraſse. Das Thal wird breiter, die Bahn erreicht ihren Endpunkt. Stat. Oppenau 18.4 km. *HdstνEõ æν Pοt, Staſbad(&. Peter), Mittagessen 12½ Uhr, 2 Mk., Pension von 4 Mk. an, Forellenfischerei; Goldenern Anker(M. Roth), Z. von 1 Mk. an, F. 60 Pf., Diner 1,80 Mk., Pens. 3,50— 4 Mk.; Ziuin Ochsen(L. Hoferer), Z. von 1 Mk. an. Post: über Freiersbach 7 km, nach Petersthal 8 km, 1 St.;— über Petersthal nach Griesbach 12 km, 1%/ St. Am r. Ufer des Lierbachs, an hoher und steiler Bergwand freundlich gelegen, mit 2000 Einw. und regem gewerblichen Leben. Im Orte ansehnliche Kirche. Lebhafter Verkehr der Schwarzwaldreisenden nach Aerheiligen, in das Rench-TRdl, auf den AMniebis, in das Miudsch¹ονναάẽE, Harmersbachis, Nordrach-Ihul u. s. W., sehr geeignet zu längerem Aufenthalt für Ausflüge. Ausflüge, Zum Pavillon ½ St. mit überraschender Aussicht. Zu den Büttensteiner Fällen und nach Alterheiligen durch das schöne Lierbach-Ihal auf guter Fahrstraſse aufwärts zur Tuubeé(gutes Whs. mit billiger Pension) ½ St., und zum Steinernen Tischi 1½ St., wie die Stelle am Ausgang der Fälle genannt wird.— Nach Bad Antogast, von der kleinen Lierbachbrücke auf der r. von der Chaussee abfüh⸗ renden Fahrstraſse 1 St. Bad-H0O Georg Huber, Eigentümer. Iin reizenden Seitenthale der Rench, 480 m Ü. M. liegend, gegen Nord- und Ostwinde vollkommen geschützt. 27. Die Kniebisstraſse. Der Kniebis, der wichtigste Pals im nördl. Schwarz- Wald, ist der Gebirgsstock. der die Quellen der Rench, Wolf und verschiedener Cuellbäche der Murg entsendet; im land- läufigen Sinne wird jedoch unter Kniebis die etwa zwei Weg⸗ stunden lange Hochebene von der Rolfsbühlschanze bis zum Dorfe Kniebis verstanden. Ueber diese Hochebene zieht sich die Kniebis-(auch Knibuz-)Stralse, grofsartiges Bauwerk, von Oppenau in Windungen den Rolsbühl hinan, einer öden und sumpfigen, schnee- und sturmreichen Höhe, 977 m. mit der Wwürttemberg. Rolsbühlschanze oder Schauvabenschanae 2¼ St.(Mirtsſiaus æπε Hufluclit, auch zum Uebernachten), dabei das 1870 errichtete, 6 m hohe Aussichtsgerüst, herrliche Umschau, auch auf die Alpen. Von der„Zuflucht“ führt nach S. ein schöner Weg nach Bad Antogast 1 St.— Ferner mündet bei der Zuflucht von Allerheiligen (S. 110) ein Weg, welcher hinter der Ruine, oben vom Fahrwege r. ab und aufwärts zur Landesgrenze beim Steinmdtterle geht, Wo er mit dem Weg vom Ruhstein(S. 42), der Landesgrenze folgend, immer er. mit Aussicht auf den hohen Roιν Scllf 1056 m(Schutzhũtte) zum Stein- mäuerle hinzieht. Der Landesgrenzè Fufspfad) folgend zur Zuflucht 1½ St. Wer von Freudenstadt(S. 44) die Tour nach Allerheiligen mit Wagen macht und bis zur Zuflucht gefahren ist, dem sei empfohlen, 28. Das Renchthal und seine Bäder. 113 Von hier aus nach Allerheiligen zu Fuſs über das Steinmäuerle zu hen und den Wagen nach Buhlbach zu schicken. Der Wagen un auch bis zum Mur gbrunnen, 1 St. oberhalb Buhlbach, entgegen- fahren. Einige 100 Schritte weiter liegt die Sehwedenschanze, die im 30jährigen Kriege von den Schweden aufgeworfen sein Ssoll. Weiter zieht sich die Strafse in östl. Richtung fort bis zur Alexanderschanze, höchster Punkt des Kniebis 973 m, Wo r. die schöne Poststraſse nach Gulesbacl. hinabgeht, 1 St. hinab, 1½ St. hinauf. Die Kniebisstraſse senkt sich mälsig, in ½ St. wird das GaStha?N Lamm(933 m). Luftkur⸗ ort, Pension, erreicht, Alpenaussicht. Hier geht eine zweite tralse nach S., am westl. Fuls der Holzwälderhöhe abwärts nach Rippoldsau. Weiter erreicht man den württemberg. Ort Kniebis; von der Aléxanderschanze bis hier prächtige Ausblicke auf Schwarzwald, Schwäbische Alb, von Urach bis Spaichingen, Schloſs Hohenzollern u S. W., im Hintergrunde die Tiroler und Schweizer Alpen. Hniebis(Ochs), 2½, St. von Freudenstadt, urkundlich Nuibus genannt, mit den dürftigen Resten des oemοαν.r Benedlictinerpriorats Nniebis, zwei gut erhaltene, mit got. Malswerk gefüllte Spitzbogenfenster. Im nahen Rofsbrunnen entspringt der Vorbach(dritte Murgquelle), in dessen Wald- thale sich die Landstraſse nach Freudlenstldt 2 2 St. hinzieht, 8. R. 8, S. 44. 28. Das Renchthal und seine Bäder. Die Hench, ein reilsender Waldbach, entspringt am Kniebis, durchschlängelt die Bäder. 4αοt und Petersthal, nimmt den vom Melkereikopf kommenden Lierbach auf und setzt ihren Weg über Oppenau, Gberkirch und Renchen fort, vereinigt sich noch mit dem Inzenbach 8 Feldbach und geht, bei Memprechthofen, zwischen Lichtenau und Neufreistett, in den Rhein. Bis Oppenau s8. R. 26. Gleich hinter dem Städtchen Stralsengabelung: I. östl. die Kniebisstraſse(s. R. 27), r. südl. die Renchthalstraſse. Im Rench-Thal weiter aufwärts Töbach. (Eink) ½ St., zum LJinken Löcherberg(Pflug) 1 St., von wo r. aufwärts im Zickzack eine Straſse in 11 St. zum Helden- Sbel tührt, dabei Wgw. nach Nordrach und Oberharmersbach Im Rench-Thal 2 km weiter aufwärts, 1 kleine St., Bad Freiersbach, in anmutiger Thalerweiterung. Renommiertes Stahl-, Lithion- und Schwefelbad, 385 m ü. M., in schönster Lage des Renchthales, rings umgeben von schattigen Alleen. Stattliches neues Kurhaus von J. A4er; alle Arten Bäder und Douchen, Milch und Molken. 2-Bibl.: Schwarzwald. 7. Aufl. 8 Griebens Re 28. Das Renchthal und seine Bäder. 114 Hübsche Spaziergänge: ins Freiersbac her Thal ¾ St.; auf den Vngelsber9, Blick ins Kenchthal, ½ auf den W11 5070 ½ St.; Hermersberg 895 m, 1½ St.; Hunds 8K0 952 m, 1/ St. I 4 erreicht man auf der Poststrafse Dorf Peters- thal, 1 km Blin, Hirsch; Stalilbad), mit 650 Einw. Wegen gesunden Klimas, anmutiger Umgebung und guter Verpfle- gung von Familien als billiger Landaufenthalt besucht. 2 kil weiter Bad Petersthal, Arzt und Badbesitzer Dr. G. Kimmig, 1000 Kurgäste jähr lich. Eisen- und kräftiges Lithion-Bad, 440 m ü. M., von pr Parkanlagen und Fannenwaldungen uingeben. Mineralwe durch Dampf gel Schwimm. bäder u. s. W. Spaziergange: Ueber den Leherstonpf und zurück ½ St.; nach Dorf Hirbiersbach. I½ St.; durch das Freiersthal zur Höhe 1/ St., und durch das W. vdenAhaef, Thal nach Schuphacht 2½¼ St. N Naen Bad Antogast 1%/ St.— Nach Bad Griesbach 1 St.— Zum Glaswaldsee 1½ St.— Auf den Kniebis 2 St. tigen erbäder, nd Gas- Im Rench-Thal aufwärts über Böstenbach und Döttel- bach auf gut gehaltener Landstrafse in 1 St. nach Bad Griesbach, 505 m ü. M., altrenommiertes Stahlbad im oberen, an Naturschönheiten reichen Renchthal. Drei Stahlquellen, zwei zum Baden(Karls- und Josefsquelle), eine zum Trinken (Antoniquelle) von 8—9 R. Aulser diesen älteren kommen auch noch andere, neu erbohrte Quellen zur Verwendung, letztere mit reinen Stahlsäuerlingen. Milch- und Molken⸗ Anstalt. Ausgedehnte Tannenwaldungen in unmittelbarer Fähe. Von den 1200 Kurgästen im Jahre sind/ Damen und Kinder. Grolsartige komfortable Kurhäuser von Schildtke und Simon; Adler-Bad( K. Noc k), Bad- und Kurhaus, Z. von 1 Mk. an, Table d'höte 1 Uhre Pension. Ausflüge. Auf den Kniebis 1½— Auf die TerefelsH WusSef¹lᷓ RappenSe“,“— Zum 33**— Zum Hldi Sen. Zur Letterstätter Höhe.— Nach Rippoldsau über die Holstbälden Höſie 2 St.— Auf die Sophienruhe/ St., Jetzt oben gelichtet, daher schöner Blick bis Stralsburg.— Neuer Weg nach Allerheiligen.— Nach Antogast u. 8. W. Fufs-(Promenaden) Weg führt über die Holzwälder Höhe in 2 St. nach Rippoldsau. Die Stralse zieht sich Uinter Griesbach in vielen Windungen zur Alexanderschanze (R. 27, S. 113) an der Kniebisstraſse, die sie oberhalb des Gast- hauses zum Lamm erreicht, der Kniebisstrafse bis unterhalb des Gasthauses zum Lamm folgt und dann r. nach Rippoldsau abbiegt; in grolsen Windungen geht es hinunter(Fufsgänger können kürzen) zum Bad Rippoldsau, 565 m ü. M., grols- artig angelegtes Mineralbad, von herrlichen Waldungen um- geben. 2% Zum 8. Das Renchthal und seine Bäder. 115 YtHUο Hονοανανν αiniια νιι αuαhιEνu, oft überfüllt, feine Restau- ration. ägl. dreimal Omnibus nach Stat. Wolfach, 22 km in 2½ St., über Oberwolfach,—*Gadsthdανσ ννν Hlbsterle(Bürgermeister R. Fritsch), dem Bad-Hotel und den Kur-Anstalten zunächst ge- legenes Hotel. Hippoldsdu, in malerischer Lage im engen, von der Wolf durchbrausten Thale, am Fufse des Kniebis, mit 857 Einw., ist das besuchteste der Kniebisbäder. Das Schieſfel Denſemdl steht hoch oben am Waldessaum und ist in Form einer Ruhebank errichtet, in deren Mitte ein Denstein mit Marmortafel und Scheffels Bild. Ausflüge. Auf die Auebiehöhe àu den Schanzen 1½ St.— Zum Cuαονuhusee 1½ St. Durch das Renchthal nach Appenineier.— Zum Kdusseélstein(Kastelstein) St., zur Letterstätten Hohe, àaur Bruderhalde; zum Berlaichro zum 40 a¹ο uνν Munterber i. W.; zum Sommerberg i. O.— Nach 6 Ach. 2 St., hach Fetersthal über den Glaswaldsee 3 St., S0 dals man bei frühem Aufbruch noch gegen Abend die von Freuden- stadt kommende Post nach Oppenau benutzen kann. Wer den Glas- waldsee sehen will, bleibt in Pétersthal über Nacht.— Nach Vreuden- Stadt 2 St. Die Landstrafse durch das Wolfthal führt in J/ St. zum Klösterle(Gasthof a rnbprinsen(Klösterle) von Schmegqen- huungen, komfortabel eingerichtet, reizend gelegen), ehemaliges Benedictiner-Priorat mit einer 1826 erbauten Kirche mit hönen Fresken.(Von hier nach Freudenstadt 2 St.)— 8C Nach ¼ St. folgt links der Weiler Burbach oder Burgbach (Burben- Mis.), an der Einmündung des Burbaches. Zum 1 Pav illon auf der dahinter liegenden Granitfelsmasse hin und zurück/ St., die Aussicht nicht umfassend, aber hübsch. 12 St. weiter, beim Scebach-Myis., mündet der Abfluſs des Glaswald- oder Wildsées in den Wolf; vom Whs. zum See 14 St.(Von Rippoldsau über das Seebach-Whs. zum See und über die Bruderhalde zurück 4 St; beliebte Partie.)— Der runde Glaswaldsee oder Hdsee liegt 100 m unter dem Séebenkopf in einer Gebirgsschlucht und ist in ½ St. zu umgehen. Vom Seebach-W ns. nimmt das Thal den Namen Seſiaheεν νᷣ an, in 1 kleinen St. ist Schapbach(Ochis, Adleu, stèets Forellen) erreicht. Von hier zu den Häusern von Kaltbumm, 11½ St., durch das Kaltbrunner Thal nach Vormthial(Tinde) 1½ St. und zur Stat. Schenkenzell, an der kleinen Kinzig(8. R. 18, S. 87). Durch das Wildschap- bachthal nach Petersthal 3½ St. Die Thalränder treten mehr zusammen; über Weiler Walleée, wo das Vorder-Rankenbach- thal mündet, erreicht man in 2½ St. Ober-Wolfach(Linde), WO das Thal den Namen Wolfthal angenommen hat. III Weiteren d St. Station und Amtsstadt Wolfach[Eisenbahn- linien(Offenburg-) Hausach-Freudenstadt Stuttgart)] siehe R. 18, S. 88. 8²¾ 116 29. Appenweier-Straſsburg i. E.— 30. Stralsburg i. E. u. Umgebung. 29. Appenweier-Straſsburg i. E. GBahnfahrt.) Lothringische Eisenbahn 20,8 km. der vielen Uberschwemmungen der Kinzig, die südl. von Appeuweier von Offenburg nach Kehl flielst und hier in den Rhein mündet, geht die Stralsburger Bahn fast unausgeésetzt durch Ried und Moos. Im Vorblick markieren sich an den Vogesenlinien der Ottilienberg und mehr Inks in der Ferne der Belchen. An Nerusdmud vorei, weiter zurück Sand, zur Stat. Legelhurst 5,1 km, links das wohlhabende Dorf Milletéidt mit bedeutenden Hanf- und Tabakkulturen. dann I. Adelshöfen passierend, zur Stat. Kork 8,3 km, und über Neumdih' zur Stat. Kehl 13,6 km. Städtchen mit 2600 Eiuw., am Einfluls der Kinzig in den Rhein, die Wirtshaus- vorstadt Stralsburgs. *Sdmen; Biengurten, I. daneben; im Dorfe Kehl Post; gute Wein⸗ wirtschaft 2 Hirschen und viele andere Wirtschaften. post: von Keht(Rheinbrücke) nach Straſsburg, Straſsenbahnzüge Alle 20 Min.; von Aν Stadt) nach Straſsburg(Kleberplatz) stündlich. Weiteres sieèhe R. 30. Am 19. August 1870 liels als Antwort auf das Feuer der badischen Batterien der Kommandant von Straſsburg die Kanonen der Citadelle auf Kehl richten; der Ort stand bald in Flammen und wurde zum groſsen Teil in Trümmer gelegt. Kehl, mit reger Industrie, gewährt jetzt einen ungleich schöneren Anblick als früher. Beide Rheinufer sind durch zwei Brücken verbunden: die Rheinbrücke, 240 m lang, auf Schiffen erbaut, und die 1861 erbaute, 1870 gesprengte, 1874 wiederhergestellte Eisenbahngitterbrücke, die der Zug über⸗ schreitet und Stat. Stre alsburg-Neudorf 17,8 km, an Stelle des früheren Metzgerthor-Bahnhof, erreicht; weiter im groſsen Bogen um Straſsburg herum über die III zur Stat. Strals- burg Centraihnhnhor 20,8 km, zwischen Weilsturm- und Kronenburger Thor. 30. Stralsburg i. E. und Umgebung. Bahnhöfe: a. Centralbahmhtft am Nordwestende der Stadt. Das grolsartige Gebäude wurde 1883 dem Verkehr übergeben. In der Ein- gangshalle Fresken: Lu alten Heich und Imn metten Felch; gutes Restau- rant, vor demselben zieren hübsche Anlagen den Bahnhofsple Atz. b. Bahnhof Strafsburg-Neudorf, 2000 m von a., dient dem Verkehr nach Kchl. Omnibus der g Fahrt in die Stadt'? und Straſsenbahn. n Gasthöfe sind meist am Centralbahnhof. 50 Pf., Koffer per Stück 20Pf.— Droschken TRASSEUR — ERKLARLNG. à tel de Buns Cufm Vle,, b Zrumnpdοeν H C didß'e, Niedler“. ꝙ Holtes Hauts 84 Giole Alungse.. d Zgᷣͥhhh— CP rcieer Led: Lener 0,— CIν ν ̃,ðD0. f. Hgtel de Rluncee r ρ νονi Eotel de, Ayon, 64 Eaaiho ſαα Ceινο. Ifν αάνννuε,Eỹ2ꝗ t ZAoιε t EI.— ete. LtDU—— 044 Kk uel— PD5Xx 2 2 ⁰Y.= 1 — Nyussenbeln, Maassstab⸗1:15 000. 0 7 2 — 3 ERKLIABRUNCG. 2 * 27. Labaνο αάαναii E 26. Leademie— J. Aaag SEüben IL V. Ober-Boel Direction— J2. Hotest. Gmnatum· 3. Hotest feologꝗ. Sνιν’. 6. S ARomasA1. J. HLouls N I⁴ SeAunelle L. SIfieolard N. 2. J.Ia SSSοED S. G. Rutholicces deminan erErer . Kdlimminee, A. 44 15. Solle 46. Juatia l t 17. Biscliotlichen Nlast. 18. H 19. Halscentỹli Eectiib— I. 1 E SS αά 42. Eulinel Dinection 5 2 4l. Aaugl M½˖‚— 4 4 Aaull. Aondeuborun.—— 46. Diakomreen. 1 282 2¹. 22. Teulen Mat 2² 5 25. Parkaeb— 50. Lemneliten, Sph—'ͤ 5,. Ferirs Buuun V Pe, Zclin, Jagen Hlata RL Ueron 8 1 A 0 Verlag Albert Celdschauidk. Berlin Alcurlelhalleſildten Bulm lu, C à zι ιννꝗ]iQju ε 30. Stralsburg i. E. und Umgebung. 117 Droschken: Tarif in jeder Droschke. Die am Laſe, abends nach Anzünden der ötfentl. Straſsenlaternen; Jon 1286 Uhr morgens. Einfache Fahrt innerhalb der Umwalluné Tivoli Metzgerthorbahnhof 1—2 Pers 75 Pf., 2—4 Pers. 90 Pf. 122 Pe 1 Mk., 3—4 Pers. 1,20 Mk. 1—2 Pers. 1,50 Mk., 3—4 Pers. 1,80 Mk. Aus der Stadt nach der Srolsen Rheinbrücke(4 km) 1.2 1,50, 1,60.—2.00, 2,40—3,00 Mk. Kehler Bahnhof(5 km) 1,60 4.00— j 8 tze sind dreifach: ö„ 0 4.80 Mk. Zeitfahrten: 85 1200—I.20. 1.0—,45, 1,60.—1.90 Mk. 1 St. 160—1, 200—2.40, 240 ode f0„St. 0,350,40, 0,400,50, k. Grölseres Gepäck 20 Pf. Pro Stück. Stralsburger Stralsenbahn: Dampfbetrieb nur auſs Strecken: SkeinstraſSe- Blochiheim, BischihιHοα, 5 plute-Hiſeinburllclre, Koni⸗ Huuprecl teds, No -lbislgfen, Meiſßst HekbO 8 Sννν,ν(Centrdlbalimlioff), M HenpI nHαν)⁰α ⸗l tum- h,(vom Kleberplatz ab ist alle 7½ Min. Verbindung mit Central- hahnhof resp. Weilsturmring), Aetægerplutæ-leheumstr., Met enplatæ-Neuν Gdenstuden-Hospildlthor. Four innerhalb der Stadt 10 Pf. „Dienstmänner: Innerhalb der S bei Tage 20, bei Nacht 30 Pf., mit b nachts 45 Pf. Nachts von' 8 Uhr Dienstmann muls den Tan haben. Hauptpostamt: Am Schloſfsplatz, dem Münster gegenüber. Haupttelegraphenamt: Pariser Staden. Hotels: a) am Centralbahnhof:*Hotel Nationdl 2 Mk. an incl. S. u. L., ruhig und be uem, Fahrstuhl; Holel Pfel ebenfalls neu, mit altdeutscher W ustube;— b) in der St. 8 Faris, mit Fahrstuh ohdeher Hqof, mit Restauration u. Sommer- Zarten, viel von Offizieren und Beamten besucht; Euglischien Hoſ, Bäder Im Hause; HRotes Hdtts, I. R Menen Hoſ/; Hotel æuui HrDν Hebstoch; Hotel de Vrancè u. aà. Restaurants: Iler(Valentin) Da, Sehr empfehlenswert; Schinlut Belier; Borrer; II mit Terrasse an der groſsen Rheinbrücke, Konzerte u. à. Ga, dil Globe, Cuſfe Bauleln, beide à lt Gang mit bis 5 kg Traglast kg(mit oder ohne Wagen) 30, nachm. bis 7 Uhr Vorm.) Jeder „IJ. R., Zimmer von 0 R Voliadetscſi;* Tunnαν Hſieinluust, m Broglieplatz; C. de Id C. de ld Mesungée; C. du Commerce; C. Haetsꝛvad; C. Sl. Hlienné, Stephansplatz, u. a. Weinstube: Hrdlſf, Finkenweilerstaden, sehr beliebt. Bierhäuser(Brasseèeries taminet avernes) hat S. eine Menge. Münchener Bie testes berühmtes Bier- und höchst ge- legenes Haus(30 m) der Stadt, in der Luxhofst lse, im Mittelalter Gasthaus, in j elchem die deutschen Kaiser einkehrten, jetzt viel Lon Studenten, Offizieren, Beamten besuch Hinch¹ν RK¹nαꝗi, Brand- gasse; Nafer Neller; Piton; Ger 2¹ Alten We— marſet u. a. urger Bier verabreicht: Vaverne O]tre Vents; Stadt Puris u. à. Gänseleberpasteten: L. Heurj, Münster Sasse 14; V. Dogjen, J. G. Hiummel, u. à. Von 4 Mk. an. In den folgenden Alsdcienνν? Msh. 5; 4. Henriu, Kirch- Pasteten je nach der Grölse Bäder: Sheierbad, alter Weinmarkt; Rosenbud, Nleherbad. NuhoOlοο bad, Person, letatere beiden auch Fluſsbad; Hlieiubdiden an der Brücke nach Kehl; MagddleneHh. Stralſobung im Hlsdss, H auptstadt des Reichslandes Elsafs- Lothringen und Festung J. Ranges. 3 km vom Rhein. an III und Bréusch gelegen, hat 112600 Einw., ist der Sitz des 118 30. Stralsburg i. E. und Umgebung. kaiserlichen Statthalters und des Generalkommandos des XV. Armeéecorps. Industrie und Handel sind bedeutend und weisen Stralsburg auch in merkantiler Hinsicht einen her- vorragenden Platz an. Hübsche Ringstralse mit Baum⸗ PDflanzungen. Vom in gerader Richtung durch die Külfs- gasse, über die III, an St. Peter vorbei, über den alten Wein- markt zum VHisernen Mammplatè(Figur, der eiserne Mann, Ysern Mas, welche dem Platz den Namen gegeben) und zum Kleberplatz mit schönen Anlagen, daselbst das stattliche Gebäude des MVuSIIAHοννονπνν]’νννάjmMs mit sehenswertem Kon- zertsaal. In der Mitte dieses Platzes das Standbild des Ge- nerals der französischen Republik Kleben, der 1753 in Strals- burg geboren und 1800 in Kairo ermordet wurde. Vom Kleberplatz durch die Strafse an den Gewerbslauben zum Gutenbergplatz, früher Krautmarkt, mit Gutenbergs Denk⸗ mal; die schöne Bronzestatue des Erfinders der Buchdrucker- kunst, welcher bis zum 15. März 1434 in Straſsburg wohnte, von David d'Angers, trägt auf einem Blatt, das Gutenberg aus der Preésse zieht, die Worte:„Et la lumière fut.“ Das Gebäude zwischen dem Platz und der Schlofsgasse, das Hotel deu Commerce, jetat Handelskammer, ist das schönste Pro- fangebäude der Stadt, 1585 errichtet; von diesem vorwärts- schreitend zur Krͤmerstr., an deren Ende man den Miinster- Hlate betritt. Dies ist einer der Hauptstandpunkte für die aulsere Besichtigung des erhabenen Münsters. Das Münster ist den ganzen Tag offen. Um auf die Plattform Dachplatte mit Türmerwohnung) zu steigen, wendet man sich vom Hauptportal rechts, um die Ecke. an den Por⸗ tier; Karte bis zur Plattform 15 Pf., bis zu den Türmchen 40 Pf., bis zur Krone 2 Mk.— Wegen der astronomischen Uhr sei man gegen 12 Uhr mittags im Iumerm des Münsters. Das Straſsburger Münster, von Sandstein erbaut, ist nächst dem Kölner Dom und dem Freiburger Münster das erhabenste Denkmal der altdeutschen Baukunst; es ist 114,5 m lang und 42.6 m breit; der Turm hat eine Höhe von 142 m(Kölner Domtürme 150 m. Der Bau hatte 260 Jahre gedauert, als Erwin von Steinbach der Tur mbau über⸗ tragenwurde, zu welchem man am 25. Mai 1277 den Grundstein legte. Lavater, Voltaire, Goethe, Herder, Stolberg, Klopstock, Schlosser u. a., welche den Furm bestiegen, haben ihre Famen in die Mauern ge⸗ graben. Den schönsten Ueberblick des Münsters hat man der Vorderseite gegenüber(Kräme Dieselbe enthält die Lusslude, welche in ihrem Reichtum gotischer Skulpturen alle Kirchen der Welt übertrifft. Man sicht dort die Portale, darüber die mim Durchmesser groſse rose, welche durch ihre volle Lichtgarbe dem Innern den nsten Schmuck verleiht, eine Unmasse von Skulpturen und den Turm; an den drei vorderen Portulen die Reiterbildsäulen von Chlodwig, Dagobert, Rudolph von Habsburg, Ludwig XIV., und Bildwerké: 5 enk · 30. Stralsburg i. E. und Umgebung. 119 Sündenfall, Erlösung, sieben Werke der Barmherzigkeit, jüngstes Gericht. Kuf der südi. Seite das schöne HBOνHH, ͥvo S⁰ν, der Tochter Erwins, mit den von, ihr Verfertigten Bildsäulen der Bl. Jungfrau, der 12 Apostel und dem Urteil Salomos. Vor demselben ihr und ihres Vaters Erwin Standbild, 1840 von Kirstein gearbeitet. Auf der nördl. Seite die St. Laurentinsfpelle mit sehr schönem Portal. Im Innern des Münsters beachte man die wertvollen Glasmale- reien(meist von Kirchbeim, 14. Jahrh.), den groſsen Tavfsteiu, von 1453. die Kuνe von 1487, das u½u. Grab, die schöne Ongel von, Silber- mann und den groſsen Chor, 1877—81 mit Fresken, das jüngste Gericht darstellend, geziert, mit Hochaltar, das Denkmal des Bischofs Werner, Stitters der Kirche(Vom Bildhauer Friedrich), Grabmäler des Pred. Geiler von Kaisersberg, Erwins von Steinbach in dem kleinen Hof hinter der St. Johannèeskapelle des Münsters, und endlich die künst- liche astronomische „Uhr(1838—42 von Schwilgué hergestellt), welche sich um Mitter- nacht jedes 31. Dezember selbst reguliert. Unten zeigt ein Globus den Sternenlauf, dahinter ist einimmerwährender Kalender mit dem betreffenden Datum. Die Viertelstunden verden von einem Engel auf einer Glocke angeschlagen, Während neben ihm ein anderer jede Stunde seine Sanduhr von neuem umdreht. Die vollen Stunden werden vom Tode geschlagen, und bei jedem Viertel tritt neben ihm der Knabe, Jüngling, Mann oder Greis hervor. Der betreffende Wochentag wird durch Erscheinen der symbolischen Gottheit des Tages angegeben, und mit dem Schlage 12 kräht der Hahn oben auf der Spitzé des kleinen Turmes links. Munsterturm; nach Ersteigung von 300 Stufen Cangsam)) gelangt man auf die Plattform mit dem Wächterhäuschen. Prächtige Aussicht. Das Münster hat im Süden den Schloſspligte, daran das Schloſs, der alte Bisolliofshiot, mit der FedlSeανν. Vniversitélts- und Landesbibliotfieh, die gegenwärtig 600 000 Bände zählt, und Landesmünzsammlung; im Norden den Dompldtæ, im Westen den Miuinsterplatæ, daran das Frycue nι⁰uu¹,, Hingang vom Schloſsplatz(Modelle zum Münster; Wendeltreppe), das Kaiserl. Postgebäude und das FammeraellSdν,ο Huduis, als altertümliches Haus beachtenswert. Unmittelbar am Münster das groſse Semind, und dem Südportal des Münsters gegen⸗ über das Talserl. Loſceum. Vom Münster zur Protestamtischen, Nirche St. Thomas durch die Schlossergasse. Die Kirche ist nur gegen Karten à 40 Pf.(beim Küster. Thomasplatz 1) zu besichtigen. 5 achtenswert das Hhma des Marschalls von Saclisem, des Sohnes der Aurora von Königsmark und das Königs August des Starken von Sachsen. Das Mausoleum ist, ein Meister⸗ werk Pigals, 1777 nach 20jähriger Arbeit vollendet; ferner Grabdenkmäler von Gelehrten der Universität Stralsburg. Wie von Schöplin, Oberlin. Koch, Emmerich, alle von Oſin— nachit getertigt. In der Nähe, am Thomasstaden, das Pro- testamt.tMeolod. Semindn, weiter die Spanh“ und bei der Rabenbrücke das Kunstgewerbe-Museum mit wertvollen Sammlungen. Jenseits dieser Brücke das Gasthaus zum 120 30. Strafsburg i. E. und Umgebung. KRaben, Wo Friedrich der Grofse im Sommer 1740 gewohnt hat. Durch die Metzgerstralse zum Spitalplatz, und zur Stadthibliotpet, Dienstag, Donners tag und Freitag 2—5 um. und 7- 9 Uhr abends geöffnet.— In entgegengesetzter Rich- tung vom Thomasplatz, in der Münzgasse: Laundesſiduiyt- lasse, dann weiter Reformierte Kircſie, Schlachitiaus, Marga- vethentdsenne, St. Auelidamreſie. Die 1872 gegründete Hochschule, die Kaiser-Wilhelms- Universität, deren Aula und Hörsäle bis zum Oktober 1885 im alten Bischofshof waren. hat bis auf die medieindsche FHalhultät, deren Gebäude sich am Spitalthor befinden, nun ein ihrer Bedeutung würdiges Heim vor dem Fischerthor, im neuen, durch die Stadterweiterung geschaffenen Stadtteil er- halten. Das LUyversitätsgebéuuꝗde(Kollegienhaus) mit den dazu gehörigen Psalischien, chemischen, botemischen In- Sbiluuten, letzteres nlit grolsen Gewächshäusern und Aquarium, und am Südende des Botanischen Gartens mit der Stefmnhte, prachtvolle Staatsbauten, bilden eine kleine Stadt für sich zwischen Goeéthestr. im Norden, Sternwartstr. im Osten, Uni- Versitätsstr. im Süden und dem grofsen LDuiversitätsplatæs im Westen. Von letzterem führt eine im Bau begriffene breite Brücke und Strafse auf den nordwestl., dem Universitäts- blatz gegenüber liegenden Kaiserplatz mit dem Kaiserpalast, welcher„wie das Universitätsgebäude, die ganze W. estfront des Kaiserplatzes einnimmt; beide Prachtbauten stehen sich gegenüber mit fast parallelen Fronten. Der vom Baurat Hermann Eggert entworfene und aus Bayerfelder Sandstein erbaute Kaiserpalast ist eine Haupt- zierde Stralsburgs in architektonischer Beziehung. Durch die Eintrittshalfe gelangt man in das Haupttréppenhaus, welches von zwei Lichthöfen seitlich begrenzt wird. Zu beiden Seiten der Eintrittshalle liegen die für fürstliche Gäste bestimmten Wohnungen, während an der Nordfront die Wohnung des Kastellaus ist. Im Hauptgeschols befindet der Audienzsaal, an denselben und Wohnräume des Kaisers der Hinterfront liegen die Festsäle. An der Vorderfront und den Seitenfronten des Obergeschosses sind die Wohnungen für das Gefolge der Majestäten angebrdnet. Am sehenswertesten von den Räumen des Palastes sind das Treppenhaus, die Festsäle, die Wohnzimmer des Kaisers und der Kaiserin und die Mundküche. Besonders hervorzuheben sind die Bildhauerarbeiten an den Aulsen- seiten des Kaiserpalastes. Den Giebel der Vorhalle krönt die Figur des Friedens, und das Giebelfeld schmückt das Reichswappen, be⸗ schützt durch die Macht und das Recht. 1105 den Säulen und Pfe lern darunter befinden sich Darstellungen der Thätigkeit des Volkes Mitte der Hauptfront nördl. die Empfangs- jenigen der Kaiserin an. An 30. Stralsburg i. E. und Umgebung. in Elsafs-Lothringen. In den Giebelfeldern der Erker an den Seiten- tronten ist nördl. die Staatsweisheit und die Pflege von ritterlichen Tugenden, südl. die Wohlth keit und die Pflegze von Kunst und senschaft dargestellt. Die Hauptfront trägt die Wappen des sten Kaiserpaarés und die Städtewappen von I. agdeburg, Breslau, Frankfurt a. M., Berlin, Königsberg, Nürnberg; die Hinterfront dié Wappen des Fürsten von. Bismarck des Kr. onprinzen Friedrich Wil- helm, des Prinzen Friedrich Karl und des Grafen von Moltke(am Rundbau) und aulserdem die Städtewappen von Karlsruhe, Stutt- gart, München, Dresden, Leipzig, Braunschweig. Die Nordfront trägt die Städtewappen von Hannover, Hamburg, Premen, Kiel und die Südfront 5 von Straſsburg, Meta, NMainz und, Köln. Die Kuppel des Palastes ist von zwei in Kupfer getriebenen Herolden békrönt. Auf dem Kaiserplatz im Bau befindlich: Landesdu⁶Seẽð4ebdnude und Landesbibbiothielt. Zurück über den Broglieplatz zum Neukirchplatz mit der protestantischen Neuen Kirche, an Stelle der am 24. August 1870 eingeäscherten ehemaligen Dominikaner- kirche erbaut, der Turm wurde 1888 vollendet. Durch die Münsterstralse zum Broglieplatz mit hübschen Cafés und hervorragenden Gebäuden, von der Münstergasse r. einbie⸗ gend I. Kommadnddntuον,, Reichisbanbe, r. RAHA Generadl- Tommando, r. Statthalterpalast, ehemal. Präfektur, diesem gegenüber, die Nordostseite des Platzes schliefsend, das Theater, nach der Zerstörung 1870 prachtvoll wiederherge- stellt, und diesem gegenüber das OffiaienIν“. Vom Broglieplatz über die breite Theaterbrücke, den Kaiserplatz I. lassend, durch die breite Königstr. zum Nilko- Lausnihig und àur Akademie, dabei der alte Botanische Gar- ten mit dem 1874 von der Stadt errichteten Denkmal für die 9 gefallenen Mitbürger. In der Nähe der Akademie die NEOlCAISlο“ôund die Ta, TabafESmUmfIe Von 75 man durch die Krautenaustr. zur Wilhelmskirche auf dem Stephansplatz kommen kann. Bei der Krautenaustr. liegt auch der Zürcherplatz mit dem Hause,„¹ο der Huuclis den Enute Hredligt«, wie eine Tafel sagt. Hier befindet man sich in der Nähe des Maisenhiduses, der Aulsterlitæltusenne am Metzgerthor und des Militéirhospitals,; den Springbiunmnen auf dem Metzgerplatz dankt die Stadt dem V erschönerungs- Verein. Ostl. vom Nilitärhospital das Zeug'iaus und zwischen diesem und der St. Nikolauskaserne das Arseνα. àor welchem die Esplanade sich ausdehnt. Daran der Massentinnmm, der städtischen Wasserleitung. Hinter der Esplanade ist die Citadelle mit dem Denhema für die im letzten Kriege Ge— fallenen vom preuſs. Ingenieurcorps. Spaziergänge: Zu den Contades, zur Orangerie mit dem orientali- schen Kiosk vom Schlosse Berg, zwei schöneé städtische Parkanlagen. Bei der Orangerie der Zoologische Garten, ein Prixatunternehmen, und das Beckehiesel. Zum Fuchs àm Buckel, von der Orangerie nach Rup- 122 31. Die Schwarzwaldbahn(Offenburg-Singen). prechtsau, malerisch an der III gelegen. Zur grünen Warte, zur Fischinsel, nach 5Ostwald kann man zu Wasser kommen, Kähne sind bei der gedeckten Brücke, Ferner: nach Bischhieint 83 kin, Schillihlicim 3 km, LIkircHE-Görqfenstade 5 km. Wer sich die Pumpstation der Wasséer- leitun) am Brunnenw ansehen will, für Techniker interessant, der benutze die Straſsenbahnstrecke Metzgerplatz-Rheinstraſse. Ausflüge: Nach Kehl, s. R. 29; über Molohéim nach Barr; von Mols- heim über 4 1 Rothau, Von Mutzig nach Girbaden; das Stein- thal; zum* nach Zabern, Lützelburg, Saarburg u. s. W. Stralsenbahn: Stralsburg-Markolsheim 54.3 km 3½½ St., von Strals- burg-Niklausstaden über Rheimnau, und die Straſsenbahn: Stralsburg- Markthalle-Truchtersheim 14,9 Kkm 1 St. erleichtern den Verkehr mit diesen Orten. 31. Die Schwarzwaldbahn(Offenburg-Singen). 4. UNteres Kinzig- Ihal. Offenbung- Hauulsdcehi. Das Kinzig-Thal. Die Kinzig entspringt in dem östl. Winkel des Schwarzwaldes, Wo der Hauptrücken die Gebirges einen groſsen Halbkreis zum Kniebis beschreibt. Sie t von ihrer Quefle erst Südwärts bis zum Bade Alpirsbach, dann südwestl. nach Schiltach, wendet sich dann nordwestl. über Haslach und Gengenbach nach Offenburg bis zu ihrer Mündung. 85 Die badische Schwarzwaldbahn hat eine Länge von 149,3 km, kostete über 24 Millionen Gulden und wurde in der Zeit von 1866—1873 dem Betriebe übergeben. Die Ver⸗ längerung bis zum Bodensee giebt der Schwarzwaldbahn eine hohe Bedeutung in merkantiler Beziehung, da durch die Gotthardbahn(s. R. 33) hier die Hauptverbindung zwischen Deutschland, der Schweiz und Italien geschaffen worden ist. Sad. Staats-Eisenbahn.) Offenburg-Singen-Etzweilen. Bis Singen 149,2 km. Zollabfertigung. 8. eiles, Schweiz. Nordostbahn 14 km. ie Balin ist im Sommees dalien in Hdu¹νjðu, Hornberg, Tri- herg, Donduueschingen 2t. S. 2b. aeitii eintreffen, um gut logiert æuν ²uεrn“ ν“ Die Schwarzwaldbahn führt aus der Rheinebene von Offenburg(s. S. 105) an den Vorbergen mit den Weingeländen von Zell, Fesenbach, Käfersberg, Durbach vorbei Zzur Stat. Ortenberg 4,1 km one), mit dem Schilosse gl. Namens, nach Eisenlohrs Plänen erbaut; vom Schlofsturm schöne Aus⸗ sicht, die Erlaubnis zur Besichtigung wird gern erteilt; vom Bahnhof hin und zurück 1 St. Bedeutender Weinbau. In der Kirche Gemälde von Ellenrieder(der hl. Bartholomäus). — Hinter Ortenberg nähert sich die Babd der Kinzig, das Thal wird enger, I. Dorf Ohlsbach, dahinter im Thale auf- wärts Hinterchlsbach, gegenüber r. Berghaupten, von Stein- tirst überragt. L. Binamatte, dann Stat. Gengenbach 9,5 Km (Adller; Sonme), mit 2590 Einw., am r. Ufer der Kinzig, in- mitten einer üppig bewaldeten Bergkeétte und Hügelreihe. Die ehemal. reichsunmittelbare Stadt zeugt durch 5 Türme ench 31. Die Schwarzwaldbahn(Offenburg-Singen). 123 von mittelalterl. Befestigungskunst, an viele Stürme erinnernd, die im Lauf der Jahrhunderte über den kleinen, häufig ver- fändeten,. 1689 von den Franzosen zerstörten Platz dahin- 1 4 zogen. Beachtenswert das Ratiaus, vor demselben die Statue Kdrls P. Der vom hl. Fridolin hier gegründeten alten Benedictiner-Abtei, jetzt Präparanden-Anstalt, für das Lehrer- Seminar, soll der Ort seinen Ursprung verdanken. Ueber der Stadt das hübsch gelegene Bergkirchlein, von hier über⸗ raschende Aussicht. Spaziergänge. Bergle-Kupelle 1½ St., Rempi-Eck, Teufelskanzel, Wolfslache, Haiger: er Thal, Ziegelwald, Hüttersbach(Annafels). Vindehi, beliebter Spaziergang. Hochfoαν] Bernhardslust), mit lohnendem tspunkt, schattige Waldung 1.¼ St. Strobdc(Whs. aum Krej Ueber den Burgstall,! von der Stadt, mit Aussichts- liche Nah- und Fernsicht), nach Berghaupten, Kohlen- bergw Staufener Kopf. Durch den NolEο nach feichenbach ½ St.(Roſole); von hier auf schattigem Waldweg mit schöner Aus- auf das linke Kinzigufer, in die Rheinebene nach Ohltsbach ausflüge. Geroldsecken Schlioſs Vοο] Station Biberach 1 St.), Huine Hiersbeun) üiber Bermersbach oder Berghaupten 1½/ St.; 2ell-Hureα] oder VordrACHEr-Flial; auf die Moos, Edefmdumns⁰ονDISdidł0HI, Punkte mit überraschender Fernsicht(in 2—4 St. Fulstourem).— Nach Lalmn übers Gebirge in 3/ St.; nach Durbhagli(über Ohlsbach oder Mittelbach) 2½ St.— Mit Benutzung der Bahn werden in 1 Tage mit Rückfahrt Ausflüge ermöglicht nach SraS“lIrg, in die HRenchbäden, nach Baden, KarlSHν“? WOIfACchι, Rippoldsd, erg, St. Georſſen, Constaue, Hreibuung und Bus'l. Hinter Gengenbach Stat. Schönberg(Baden) 15 km und dann Stat. Biberach-Zell 17,9 km. Biberach(Krone, Sonmne, Blir), an der Mündung des Harmersbachs, wohlhabendes Dorf; 4 km aufwärts am Harmersbach Zell(tägl. 5 mal Post zur Stat. ½ St., nach und von Oberharmersbach tägl. 2 mal 6 km 1 St.;— Casthams æν, Hirsclien; Löbe), ehemal. Reichsstädtchen mit besuchtem Kleéebade, reizend im Tannen⸗ wWald gelegen; bedeutende Industrie. Die Lage von Zell macht es zum längeren Aufenthalt geeignet, die guten Gasthäuser bieten alle Behaglichkeit. Beachtenswert: LHafn. nehie, Hrledſioft, Ratfiaussddl, stlidtischies Spaziergänge und ausflüge Pannenwaldungen rings um die Stadt herum, Pavillons auf hervorragenden Punkten, Wegweiser gestatten angenehme Promenaden zur Genüge. Ueber Biberaoh nach Hohen- geroldseck 2 St., dessen Besuch schr zu empfehlen, da die Aussicht über das Kinzig-Thal, die Rheinebene und das Schutter-Thal Prächtig ist. Hittersad/ und Schlo/sH˙miel⁵ind geebnet und viele Ver- besserungen herbeigeführt, s. auch R. 34. Ueber die Badech nach Sohanber, 1½ St.; über Nordraαι HoHE nach Gengenbach 3 8 über rdrach in die Renchbdder 4½ St., über Flbriſt- Nordruch-Heiden- Furcllè nach Oberharmersbach 5 8 ber Oberbarmersbach nach dem Rench-, Wolf. und Kinzig-Thal 4-6 St. Von Zell im Harmersbacher Thal aufwärts zur Kirche von Unterharmersbach 1 St., nach/ St. zur 124 schönen, im 1 Vrei Sohiibelns und Zullkenbr. Dhe 31. Die Schwarzwaldbahn(Offenburg-Singen). Stil erbauten Kirche von Oberharmersbach N 16 0 Dabei 1. Heidenltirollie der Sandsteinformation des 70 95 EKreuz nach Oberwolfach 2½ St., Schör Weg. Weiter nach HRiesbacht ½„von wo der Weg r. durch das Mur baehε ν⁰,ÿ TOννuueαν, ins OhEr⁰ο’döucHeTAI und nach Wolfach? führt. Weiter aufwärts im Harme Lauigland und. Löcherberg vorbei, mit prachtvollen Rückblicken, die an Grolsartigkeit immer zunehmen, in 1¼ St. zur Paſshöhe, Wegestein beim Heildenstein, der nach Harmersbach und Pe thal zeigt. W enn man in das romantische NordrachThal hinabsteigen will, geht man den Petersthaler Weg bis zum Wegweiser 1. nach Nordrach, in 1/ St. erreicht man den Weiler Iubuit, nach Nordrach noch 11½ 2 St., hier vom gelobten Stubenwirtshaus zum Hochkopf 1 St.(Führer mitnehmen), zum Rabenwirtshaus ½ St., und über Zell nach Biberachi 2/ St. sbacher Thal an Die Bahn überbrückt hinter Biberach den Harmersbach und geht auf das Il. Ufer der Kinzig zur Station Steinach 22,7 km, Schnellzüge halten hier nicht.— Auf dem l. Kinzig- ufer— der Flufs ist hier eingedämmt, überall Häuser im Schwarzwaldstil,— zur Stat. Haslach 26.1 kin(FKreie(Post); Hotel Hurstenbergen Hoh), kleine wohlhabende Stadt aim J. Kinzigufer, wegen ihrer Lage zu längerem Aufenthalt geelgnet. Ausflüge: GalEnνν ½ St., Schänsle /, St., Sandliasenhuitte 1 St., Sclign-HfelsSent nach Hoßetettèn Drei 8 2/ St., Weiter der Lands nach h haus in der e der„ von den wenigen Resten der Ruinen loh- 88 Jeberall führen, schattige A zu. diesen Utspunkten, welche Kinzig-Thal, Schwar, Rheinebene zesen übersehen lassen. Von hier ͤ h Elzach 2 St., und mit Post nach Waldkirch 13 km 1/ 8 ch, zur Paſ Hinter Haslach links das hoch gelegene Neiler jenseits, auf dem r. Ufer der Kinzig; auf derselben Seite münden das Fischienbacli, Maldstein-, Anders-, Gehibaclh, Neutenbhach- und Einbacl-Mfidl, lauter Thaleinschnitte, die über das Thal hin- weg freundliche Bilder gewähren, während diessei 1(116 Bahn an Wald und Fels vorbeistreift, Gut Hechtsberg, Weiler Hausdch, Knentaltapellèe und Schloſsruine passiert und Stat. Hausac. 33,2 km erreicht, wo die Bahn nach Freudenstadt (RK. 18) abzweigt.— Hausach BaUIOUf. Hotel, Hirschi, Krone, Eugel), Städtehen mit 1480 Einw., die hauptsächlich Strohhutflechterei treiben. Die auf steilem Hügel befindliche Schlolsruine fiel 1643 bei Niederbrennung des Städtchens durch die Franzosen in Trümmer. Ausflüge: Zur Schlofsruine ½ St. vom Bahnhof, A ht auf das Thal der Kinzig und die oben genannten kleinen Thäle ehr anzu- raten;— umfa Ssender Umschau hat man 5 der. Min. höher legenen Ahe auf dem Kreuzberge. eber Breitenbach Hunenf⁰νρν• οον m, grolsartige Aussicht, 2 St. Dorf, Hausdel. ½ St., von hier ins Ober-Prechtthal 2 St— Lohnende Fu Hornberg 3½ St. über Am Turm/ St., Wo man das underung nach utach-Thal be- 31. Die Schwarzwaldbahn(Offenburg-Singen). 125 tritt, Syngershach ½ St., Herrembacl ½ 8 Ramsbach 2/ St., Gνͥl/ St., Steingruinνον St.(ins Ober- Pre hthaf 2½ St.), sämtlich zum Pfarrdorfe Gutachthal gehörend. Hornberg/ St.— Ins Lirnbach-A 4 St. durchs Crdfenloclht hach Reichenbach, von hier Hornberg ½ St., Malern 2u empfehlen.— Durchs Linbach- und WaMHer=Tiul nach Ober-Harmers- vhacht 3½ St. 5. Oberes Kinæig- Thul. Haelsůicli-Alpinsbdch. Bahnfahrt s. S. 88. Das obere Thal von Hausach aufwärts nimmt immer mehr den Gebirgscharakter an. Wenn man auch jetzt die Eisenbahn benutzen kann, so empfiehlt sich doch bei der Kürze der Entfernung und den landschaftlichen Reizen die Fufswanderung oder das Fahren in offenem Wagen. Von Hausach führt' die Stralse zum Polterplatz(Flofsholz-Lager) IIn Tuürm 2/ St., ehemal. Befestigung. Hier mündet links die Gutach. in deren Thal aufwärts die Schwarzwaldbahn in fast südlicher Richtung weiter geht. Von Am Turm ins Kirnbach-Thal(S. 88), nach Kirnbach(Whs.) 1½ St. und über Grafenloch nach Hornberg 2½ St. Nach Wolfach (S. 88) folgt die Stralse den Krümmungen. der Kinzig, erst nach Osten, dann nach Norden, am Schmidhof und Strals- burgerhof vorbei, über die Kinzig und durch den Thorbogen des Schlosses zum Amtsstädtchen. Von hier bis Schiltach gewährt das Thal viele interessante Landschaften Die Land- Stralse führt erst auf demer, von Halbmeil auf dem I. Ufer in östlicher Richtung nach Schiltach. Rechts die hoch ge- legene St. Jalrobshapelle, links das Thal von Lamgenbdcſt. ½ St., und Ippichen ½ St., dann r. Halbimeil, von Wolfach ½ Meile(3750 m). Auf dem 1., Ufer Gemeinde Vorder- Leſiengerichit, folgt I. das SialaννiE Thdl, r. das HuulersbCi Tyidl, i. das Heubach-Thidl, alle Thäler I. führen zu dem Pfarr- dorfe St. Romamn, und von hier I. ins Schapbachen, Thal, 1¼ St. r. Losten Maittichen, wWo alte Musikinstrumente vor- gezeigt werden. Oberhalb des Sulzbach-Thales liegt an der Landstralse der gelobte Gasthof Zum, Fflug, mit hübscher Promenade auf Eohle und den Holenste von hier auf schöner Stralse in ½ St. zum altertümlichen, von Burgruinen überragten Städtchen Schiltach(S. 87). Das Kinzig-Thal aufv liebliche Landschaftsbilder, nach Schenkenzell 87 Von Schenkenzell über Pormtha!(Tindeé) àum Kloster Wittichen 1½/ St, ehemal. Nonnenkloster, im 16. und 17. Jahrh. in den übelsten Ruf gekommen und 1789 aufgehoben. Weiter über Pfarrdorf Reinerzau, ein langer evangel. Pfarrdistrikt, lauter einzelne, vVohlhabend aus(deren Häuser im Schwarzwald-Stil), de nördli rneck heilst. Von hier r. über Schömberg, 5 Solhöfe und Vorder-Steinwald in 1/ St. zur Chaussee nach Freuden- 71¹ tei 126 31. Die Schwarzwaldbahn (Offenburg-Singen). stadt und in ½ St. nach Freudenstadt(s. R. 8). Von Schenkenzell durch das kleine Kinzig-Thal ⅛ St. zum Vormthal, dann in 1½ St. durch das Kaltbrunnerthal nach Kaltbrumm, und in 1½, St. nach SchiapbaNel. Von Schenkenzell über Röteεinu⁰bu⁴.-e,(Whs.) in 1½ St. nach Alpirsbach(S. 87). C. Hauusdeh- Triberg.(Balinifalint.) Bei Hausach tritt die Schwarzwaldbahn in das Gutach- Thal und geht in einer groſsen Kurve an dem ehemaligen Polterplatz Am Duονν S. 125) vorbei zur Stat. Gutac 36,9 km. Beim Gasthof Löten(Vergnügungsort für Hausach) kreuzt sie die Landstralse und' üßerbrückt die Gutach. Die ganze Gegend ist ein üppiger Obst- und Nuſs- baumgarten. Die Frauentracht, namentlich Sonntags, ist eigen- artig. Auf dem r. Ufer beginnt nun die Bahn anzusteigen und gewährt, Steingrin gégenüber, einen Blick auf das Städtchen Hornberg. Bald nach Steingrün folgt der 53 m lange Rehberg-Tunnel, erster von 38 Tunnels dieser Bahn, dann ein Viadukt und Stat. Hornberg 42,6 km, 360 m ü. M., in sehr geschützter Lage. Hotel und Pension æut st(W. Lehnis), durch Neubau vergrö elegante Badeeinrichtung. Hotel u¹d Pension æuE, Büiren(H. Die RVsie(Chr. Moser), 3 Min. 5 der Station, am Eingange der 8S . Pensionspreise von 3½ Mk. an. 60 m über dem Städtchen das Selilo/s-Hotel mit Bierbrauerei, sämtlich zu empfehlen. Schwimmbad für Damen und Herren. Landstrafsen-Entfernungen: Schramberg 14 kmn, Triberg 10 km, Ober-Prechtthal 12 km, Elzach 19 km, Waldkirch Bahnhof 32 km. Hornberg, Luftkurort und Sommerfrische(jährlich 6000 Fremde), mit 2150 Einw., ungemein lieblich gelegen an der Mündung des Keichenbach in die Gutach, von Tannenwäldern umgeben. Bei der Kirche Auieger-Denhmal für 1870/71. Sehenswert der 146 in lange, auf drei über 24 m hohen Sand- steinpfeilern ruhende Eisenbahnviadukt über das Reichen- bachthal. Der alte Wartturm des früheren Schlosses ist zu ersteigen, von der Zinne herrliche Aussicht über das ganze Thalgebiet. Spaziergänge und Ausflüge. Ueber dem Ort auf steilem Felsen die Schlofsruine Hornberg, wo sich der Reformator Joh. Brenz 1519—1550 im geheimen aufhielt, und in welcher Sspäter Prinzessin Juliane von W ürttemberg, vermählte Fürstin von Turn und f S, 12 Jahre in Verbannung lebte. Jetzt ist oben auf dem Schloſsberg eine grolse Bierbrauerei mit Wirtschaft, gutes Pensions-Hotel; Besuch des Schloſsberges empfehlenswert. Aussichtspunkte: 4 Senech, Mendech felsen, Althiornberg u. Ss. W. 3 lohnend ist der Fulsweg von Hornberg auf der Landstralse, welche bei Steingrün südl. abgeht, über Landiuasser nach Ober-Precht- thal 1½ St.— Nach Elzdchi denselben Weg und weiter durch Unter- 10¹⁰ (88an 127 31. Die Schwarzwaldbahn(Oflenburg-Singen). Prechtthal 4 St.— Nach Schramberg durchs Bernechthial hin und zu- rück 1 Tag(S. 87).— Sehr zu empfehlen ist die Tour über Furtwangen nach Titi-See sowie ins Höllenthal und nach Freiburg, s. Furt- wWwangen. In der nun folgenden 26 km langen Strecke über Triberg (man setze sich rechts) nach Sommerau, wo die Bahn den höchsten Punkt des Gebirges erreicht, welcher die Wasser- scheide zwischen Rhein und Donau bildet, sind 37 Tunnels zu passieren, deren kürzester 33 m, deren längster 1696 m lang ist. Sämtliche Tunnels sind über 9 km lang. Die Landstratse Hornberg-Triberd führt in 1½ St. zur Stat. Niederwasser 51,8 km, 420 m(Sonne; Röſsle), wo r. das Thal von Niedergiels mündet, mit der Felse J0I%hFendlut, Felsenprofil, einer sitzenden Gestalt ähnlich. Weiter auf⸗ Wärts bis„Am Bach“ vor Triberg heilst das Thal die Hölle. Es gehört zu den berühmtesten Partien des Schwarzwaldes, und aufser der Bahnfahrt ist hier auch die Fufswanderung zu empfehlen. Die schönsten Stellen heilsen: am Glasträger. kahlen Felsen, Steinbifshof(Kapelle hoch oben), nicht Weit von der Gremmelsbacher Thalmündung(Iinks) das Whs. zur Forelle. Von diesem durch das Gremmelsbacher Thal über Gremmelsbacù.(Rölse), ½ St. von der Landstraſse, zum 1010 m hohen Roſsberg 1¼ St., abwärts nach St. Georgen ½ St.— Von der Forelle aufwärts zur Kreuzbrücke; diese Stelle, wo der Weg von St. Georgen einmündet, heilst Aun Bach(Whs.), bald darauf erreicht die Bahn Stat. Triberg 56 km. GBaſimpiofs- Restuunation(F. Busch), Mittagstisch von 12— 1 Uhr 1 Mk. 50 Pf.) 25 Minuten zu den Wasser⸗ fällen. Triberg, 700 m ü. M., Mittelpunkt der höchst inter⸗ essanten Schwarzwaldbahn. Gasthöfe:(Kurtaxe 20 Pf. pro Tag, 1 Mk. für eine Woche, um die Kosten für die Beleuchtung des Wasserfalles zu bestreiten.) *SoE,A 0Id-Hotel(L. Bieringer). I. R., 900 m ü. M., 1½ und 5½ Uhr Table dhöte, jeden Tag elektrische Beleuchtung des Wasser- falles, Omnibus an der Bahn.*Hotel Wehrle; Jum Ochsen, 5 Min. vom Wasserfall, Bäder. Loiuen-Hotel; Hotel àn, Lension Bellevꝛe(Rotzinger); CustLν, Wassenful!(E. Duffner), 20 Min. von der Stadt, 900 m hoch, unmittelbar jüber den MWasserfällen.*Sοοον K. Moser), 10 Min. vom Wasserfall. Hotel zuπ] Engel, mit billiger Pension. Bäder mit Restauration: Schuber, mit schattigem Garten, Lokal der Museums-Gesellschaft, mit Bibliothek. CaferHestaŕ,Ejiu Hfaßf(mit Pension), am KAufgang zu den Wasserfällen; im Kellergeschols: 4/,- ſeutsche Bierstibe, Spatenbräu vom Faſs. Fension Fuchler u. a. post: nach Furtiodugen àWweimal täglich hin und zurück 15 kin 2½ St.; über Furtwangen nach Vohinenbach täglich zweimal hin und zu- rück 28 km 3 St. Das 2467 Einw. zählende Städtchen mit bedeutender In- dustrie(namentlich Uhren) ist als Luftkurort allbekannt und 28 31. Die Schwarzwaldbahn(Offenburg-Singen). 2 8 gen) besteht in der Hauptsache aus einer einzigen, schön angelegten Stralse, die nach dem grolsem Brande 1826 nèeue Häuser er- halten hat und sich fast bis zu den Wasserfällen hinzieht. Triberg hat elektrische Stralse nbeleuchtung und vorzügliches Trinkwasser. Der berühmte Wasserfall der Gutach, auch Hallhacſ. genannt, einer der schönsten Deutschlands, ist oben dicht am Städtchen. Er 8 t in einer Gesamthöhe von 163 m über Granitmassen. Täglich elektrische Beleuchtung der Wasser- fälle mittels der Reflektorlampe(3000 Keérzen- Stärke), Wöchentlich einmal bengalische Beleuchtung mit Feuerwerk. — Konzerte der Kurmusik auf dem Marktplatz oder an den Wasserfällen.— Zahlreiche, gut angelegte Waldwege führen zum Wa all und machen ihn in seiner ganzen Höhe be⸗ quem zugänglich; an drei Punkten ist dieser Fallbach über⸗ brückt, und an der obersten Brücke zeigen Wegweiser nach dem an der Furtwangerstrafse gelegenen Schönwald, nach der Triberger Wallfahrtskirche und nach der Stadt zurück. In der Gewerbehalle sind Uhren, von der kleinsten Nippuhr bis zum feinsten Sekunden-Regulator, in allen er- denklichen Arten ausgestellt, so dals wohl nirgends ein besserer Ueberblick über die Schwarzwälder Uhren-Industrie geboten ist. Die HTallfaluntslcinohe Maria in der Tann) ist ein inter- essantes Gebäude. 1696 wurde der Grundstein gelegt und 1709 der Bau vollendet. In der Kirche befindeét sich ein vom Markgrafen Ludwig von Baden 1715 gestiftetes kostbares silbernes Antipendium. Ausflüge. Die Gast llen bequeme Wagen, unter anderem m Hirsclien Bach interessante Lage, 8 St. vom Bahnhof ärts zwischen kühnen W adungen der rzwaldbahn; 50 0 1 St., Schinνͥ⁸ und weiter für ein- und mehr- Touren. Bei der Wallfahrt(W. allfahrtskapelle„Maria in der 585 955 Str 15 nach Schondae, die ins Oher-Frecſitiiul führt, 6fe nach Tanne ab.„am. Kapellenb und über 5 Ceuusclè 907 m- Sta ii Abendbele bung 1K icher Bli lie Thäler. beHg2 St 18. Fu II S. Geοαοu 28 HifE d Schdnzle3& dei Althornberg eine N im such sehr fohnend, aber mit und zurück 3 St eοneꝙοοn, von Wo nheue thal nach Se Aunberg 4 St. Wäle Abhang Thal sichtl Führer ½ Schtamberg übe über Krummschiltach und dure Zeitaufwand für Fahrt von Triber Partie: durch ten SchiuανiαI,d, Huur Ich St. Blasien 83 km nden zu empfehlen. Wald 31. Die Schwarzwaldbahn(Offenburg-Singen). C. Triberg-Schöhebͥaνναi- Fuhj,ιονͥ-%jjduen. (Seitentoumu von der Sceſlaouνανον¹¹]iͤba.-) Vom Fuls des Wasserfalls führt die Landstra groſsem Bogen nach Westen ansteigend, um die Wallfahrtskir Manid in der Jaun 7381 m in W indunge n zur Höhe, wo auch der Fufſsweg an den Wasserfällen einmündet, St., und von hier in fast südlicher Richtung nach Schönwald. Fulsgänger steigen am Wasserfall den Fulsweg aufwärts, bis zum Gasthaus zum W rfall, ½ St. von hier auf der Stralse weiter. Die ganze Gegend t aAlpine Flora. Post: von Triberg nach Kurtwangen 15 km 2½ St. Vom Gasthaus überm Wasserfall 894 m in ½¼ St. auf der Landstralse zum Gasthaus Zun, Linde, sogen. Wald- beter, Pension, dann über„Aufm Bühl, 980 m, nach Schön- W ald nSt Adler(E. Riesle), Pension 4 Mk., Wagen zu Ausfſügen. Aum Herscſien,(F. Siedle), Gelegenheit zur Foreflenfischerei, beide empfehlenswert, 1 St. von Bahnstation Triberg, ½ St. vom Wasserfall. Luftkurort, 983 m ü. M.; grolses Pfarrdorf mit bedeu- tender Uhren-Musikwerk-Fabrikation und Strohflechterei. Ausflüge. Mit Führer zur nung mit einem Rundbogenfe Kapell er Hof, Forsthaus, Wo Er hungen zu haben; hier prächtige Aussicht, die noch groſsartiger, 30 m höher, beim Signal ist; man hat r. den Rohrhardsberg, dann überblickt man nach 1. das Simons- walder Thal, über dessen Mitte im Hintergrunde der Kandel sich erhebt, und am Horizont des Feldberges Kußpe, während im Vore grund das Nonnenbach-Thal das Bild' schlielst.— Von der Martins- Fapelle, am Brigli-Rain vorüber, durch, das Griesbach-Thal ins Simonswalder Thal St., am Brigli-Rain ist die Bregquelle, und Gurch das Katzensteigthal nach Furtwangen. Auf diesem Wege beachtenswerte Kruzifixe. belle(1145 m), Holzhauerwoh- St., nahe dabei der Martins- Hinter Schönwald geht die Stralse nach aufwärts, bis man das Whs. zum Kreuz, auf der Deschech 1117 m, erreicht hat, mit grolsartiger Fernsicht auf die Tiroler und Schweizer Alpen. Von dieser Wasserscheide zwischen Rhein und Donau geht durchs 50,„ wWo ein Weg über den Kesselberg nach St. Georgen abzweigt, abwärts in 1 St. nach Furtwangen 873 m. Sonme(P. Wehrle), inmitten der Stadt gelegen;— Aum OchSιν h Grieshaber), inmitten der Stadt, mit Per sion, gut und billig. Pens. von 4 Mk. an; Fuhrwerk. Zun Bad, Gartenwirtschaft. Restaurationen: Hd./Sbe, altdeutsche Bierstube; Habe, an der alten Stralse nach Simonswald ¾ St.; Neue Helt, an der neuen Straſse nach Simonswald, ½ St. von Furtwangen. Post: nach Triberg, Neustadt, Waldkirch. FHuntibangen im Bregethal, an der Stralse von Wald- kirch nach Villingen und Donaueéschingen, hat 4000 Einw. und ist ein Hauptort der Uhren Industrie mit permanenter Griebens Reise-Bibl.: Schwarzwald. 7. Aufl. 9 130 31. Die Schwarzwaldbahn(Offenburg-Singen). Ausstellung in der Gewerbehalle; die historische Uhrensamm- lung ist ein Unikum. Die Kirche, mit Glas vemälden von A. Kreuzer, zeichnet sich durch ein schönes Geläute aus. In der Nähe Spuren einer uralten Befestigung, Heidenbühl ge- nannt. Gelegenhbeit zur Forellenfischerei. Ausflüge. Auf der mit vielen schönen Aus- sichtspunkten in 2½ St. nach Ober- die Stre mündet beim Whs. zum Engel in das Simons Thal, oder auf der neuen Staatsstrafse, einem Prachtbau, bis zum Wegweiser nach Gütenbach 1 St., hier nicht rechts, sondern, geradeaus aufe rolsen Stralse in 1 kl. Stunde nach Gütenbach(ur Hochbur9, Pension von 4½ Mk. an;— Post und Telegra h), betriebsamer Ort mit 1425 Ein- Wohnern, Uhrenfabrikation 8 Strohhutflechterei, malerisch ge- legen. Das Gütenbach-Thälchen abwärts ins WYIAννειν¼ Thial, hier hat man den Zweribach-Wasserfall, am schönsten im EE ühjahr, vor sich; von hier r. über das Whs. zum Stern nach Ober-SHοçuad 2 St. (Vom Stern nach Wildgutach(Löwe) ½ St., man kann von hie 1 St.§l. Märgen erreichen.) Oder von Gütenbach über das nach Wildgutach, Wo man gleich hinter dem Whs. zum Löwen einen prächtigen Blick auf den Aberiα,e hat, dann nach St. Märgen ie oben.— Von Furtwangen durchs Brege-Thal ne Vöhrenbach St., weiter nach Neustadt s. R. 48, nach Villingen s. R. 31 c.— Auf der Kilbenstralse bis Zur Eche(Whs.) 1 St., und hier r. auf den Brend, Bärmoos, 1175 m, mit Aussichts-Pavillon 1 St., dabei die Günthersteine St., Abstieg kann man über. den Brendhof und durch das NVunhnn- alcli-Hal in monswalder Thal nehmen 1¾ St.— Ueber Güten⸗ bach, von hie ach Neukirch 1 St., zu den Giashütten 1¼ St., und nach Waldau, Thurner und St. Märgen s. R. 47. W. d. Triberg-Dohdaueschingen.(Balinfalirt.) Beim Austritt aus dem grolsen Triberger Tunnel(820 m1.) links Blick aufs Gutachthal. Weiter Tunnels und Viadukte und Stat. Nufsbach 63.7 kin. Der letzte und gröfste Tunnel ist der 1696 m lange Soνενναẽtunnel, Welchen man in 4 Mi⸗ nuten durchfährt. Stat. Sommerau 68.7 km, Restauration, etwa halbwegs zwischen der Station und St. Georgen(Wus.). Dem Touristen ist diese Partie zu Fuſs ebensosehr wie die Fahrt zu empfehlen. Die grofse neue Poststraſse führt, in fast östl. Richtung von der Kreuzbrücke, im Nufsbachthal zum Dörfchen und Stat. VVIVobhdcſt in ½ St. hinauf. Weiter links, an Vorder- thal vorbei, hat man in ½ St. auf den Windungen der Stralse. mit Einblicken in die Tunnels der Bahn, die Hoch- fläche bei Sommeran mit 120 Einw. der zerstreuten Gemeinde Brigach erstiegen. Hier geht es sanft abfallend in ½ St. zur Stat. St. Georgen, 71.3 km(Adlen, Hirscli), in hübscher Lage an der Bri ach, mit 1875 Einw.; ehemal. 1806 autge⸗ hobene Benedictinerabtei; viele stattliche Bauten nach dem grolsen Brande 1865; reger Gewerbfleifs. Schöne neue Kirche mit einigen Figuren aus der alten Kirche. Der Bahnhof (808.8 m) liegt tiefer als der Marktflecken St. Georgen(864 m), 31. Die Schwarzwaldbahn(Offenburg-Singen). 131 zu welchem Fahr- und Fufswege hinaufführen. Auf dem besten Aussichtspunkt ein FPuuillon 899 m. Ausflüge: Zum V t., der Weg führt durch das Brigach- thal über den Scllivei Ursprung der Brigqdelt 946 m in 1/ St.; auf der westl. Seite de sberges, am Brigli-Rain, entspringt die Bre9, Wwelche sich nach 78 adigem Lauf mit der Brigach ver- einigt. Diese beiden Quellenbäche sind die Quellen der Dondi, sagt doch auch der Volksmund:„Brigach und Breg bringen die Donau zuweg.“— Zum Rolsberg 1¾ St. Nach JetEAl, erstes Kirchlein dieser Gegend, 1 St.— 15 das Unterthal nach Scνννf¶, von der MWallfahrt bei Triberg 1¼ St., dann aufwärts zur Höhe St., und Abwärts ins Elatliul, W. Orallf man in ½ St. in das Prechthal tritt, und nach 1¾ St. Oberprechithd(Whs.) erreicht. Folgt Stat. Peterzell-Königsfeld(779,4 m) km, Königsfeld ist 3545 m von der Station entfernt. Kolonie der evangel. Brüdergemeinde. Ausflüge: zur Burgruine Waldau/ St.; Ruine Burgberg und Fuchsloch(Waldsc hlucht) ½ St.; Berneckthal 2 St. Während die E von Peterzell über Mönchnboeilen nach Villingen führt, folgt die Eisenbahn dem Brigachthal, passiert Thalgemeinde Stochhꝗ, mit den spärlichen Resten der Stähelinsburg, Patrizierfamilie Villingens, und erreicht Stat. Kirnach(731 in; Zum Röôöſsle) 81,8 km. Hier mündet die Kirnach in die Brigach. Bung Hunnecl 20 Minuten aufwärts im Unterkirnachthal, von hier nach Unterſeirnach ½½ St. Gleich hinter Kirnach folgt Stat und Stadt Villingen (706,5 m) 85,9 km. Bahinν]ñe- Hestuuαution; Gasthöfe: Deutsclien RKuuser, beim Bahnhof; *Blumè PPost); Lilié; Hullte; Flaschie; Kronè(Brauerei). 28 über Unterkirnach Bhf. 4 km nach Vöhrenbach, 17 km, 2⁰ S8 an der Einmündung der Württembergischen Neckarbahn(s. R. 20), alte Zähringerstadt mit 6250 Einw. Beachtenswert: die Mfunsterfrirche mit Hauneel, der Hreuæ- gang im Biingerhospital(ehemal. F anziskanerkloster), Altes RHathiaus mit der Studtische Aliertumersdummdung, der Turm der Altstadtkirche(romanisch), mehrere alte Stadtthortürme (Romeias), s. Scheffels EKkehard; die städtischen Anlagen mit dem KMiegerdemhmdl 1870/71. Spaziergänge und Ausflüge: Zum Aussichtsturm auf der Wannenhöhe (Signal), 778 m ii. M., 30 m hoch, vom Bhf. 25 Min. Eintrittskarten und Schlüssel sind in der halbwegs zum Turme gelegenen Wirt schaft Zum FHohenzoller“ zu haben, prachtvolle Aussicht, auch Alpen vom Säntis bis zur B ümlisalp.—Jur Huuiue MWurenberg, Stat. Kirnach(Restaur. Hönninger), Huine Hirneclt, zum Lhiulstein u. 8 W.; über die württemberg. Grenze nach Schifenninbꝗ“,uν ⸗ St. und ꝝzu den Riesen- tannen;— nach Vorenbach 2½ St.; nach Huirrheim(Saline), 2 St., über den Berg ½ St. näher. 9* 132 31. Die Schwarzwaldbahn(Offenburg-Singen). Die Schwarzwaldbahn(man setze sich rechts!) gelit in ½ St. im Brigachthal abwärts zur Stat. Marbach 88,8 km. Post nach Dürrheim 5 km ½½ St., LudibigsSαn“ νν Solbdd. Folgt Stat. und Kirchdorf Klengen 91,4 km, Stat. Grüningen 94,3 km. Dörfchen liegt r. jenseits der Brigach, und Stat. Donaueschingen(692 m) 9977 km. Hote] u Solh. ανijñ. Sehiitæe(J. Buri), mit—— Familien empfohlen. Hotel Hul ν P(A. Münzer), gangsstation der Posten im Hotel; Pension. CGdsHj n Lamm 0 1. Dullenkopf). Zum Sternen CJ. Faller), in nächster Nähe des Bahnhofs und der Reichspost. Bafinh. Hotel, Schaller, Burg, Adler, J. Büren u. a. BalH Hestuurant. Ueberall gutes Bier aus der fürstl. Für stenberg. Brauerei. 10815 über Hüfingen 3 km, Löffingen 17 km nach VeStadt 29 km 4/ St.— Nach Bonndonf 26 km 4 St. Donaueschingen Luftkurort und Solbad, Hauptstadt der Baar, 678 m ü. M., in schönster geschützter Lage, mit 3625 Einw., ist seit 1723 Residenz des Fürstl. Fürstenbergischen Hauses. Die Lage inmitten sich kreuzender Kommunika- tionen und die klimatischen Verhältnisse empfehlen D. zum lüngeren Aufenthalt. Gleich beim Bahnhof das Kirsner-Denl- mal, Kammerpräsident, 1876. 5 fürstl. Schlols, das ohne Schwierigkeit von Fremden zu besichtigen ist, befinden sich geschmackvolle Sale und wertvolle Gemälde. Eine Haupt- merkwürdigkeit von D. ist die“Donauquelle. Nach alther- gebrachtem Glauben ist das hart am Kirchhügel und am fürstl. Schlols entquellende klare Wasser der Ursprung der Donau, obgleich die Entstehung dieses mächtigen Stromes den Quellbächen Brigach und Breg zugeschrieben wird. Die Donauquelle ist gesc chmackvoll von einer steinern en, durch⸗ brochenen Balustrade umgeben, deren vierecki massive Pfeiler zierliche Blumenvasen mit Blattpflanzen tragen. Dem Eingang zur Quelle gegenüber bübsche Figurengruppe von Reich, die Baar und Iie junge Donau darstellend., In die Quader der granitenen Fassung ist, eingemeifselt:„Uber dem Meer 678 m und bis zum Meer 2840 km.“ Im vortrefflich gehaltenen Schloſsganten stattliche Ge- J0̊tuu,ter, die eine besonders wertvolle Orchideensamm- lung bergen. Im Schloſsgarten wie im Park viele bèeachtens- wWerte Punkte, Wo Natur und Kunst den Wanderer fesseln. Wunderschöne Baumgruppen und eine Menge Quellen und Teiche. von zahllosen Wasservögeln belebt, gewähren dem Beschauer die anziehendsten Bilder. Die Sammlungen sind Eigentum des fürstl. Fürsten- bergischen Hauses. 1. Der HKarlsbad, 1869 vollendet, enthält die geognostische und geologische Samimling, in 2 grolsen Sälen. PFerner die ethnographische, die zoologische Sammlung 31. Die Schwarzwaldbahn(Offenburg-Singen). 133 und das Herbarium(Alpenpflanzen).“ Gemäldesammlung, 7000⁰0 Photographien. 4 5 abgüsse und Gips- modelle. 2. Die Waffensdammnlung. Die Bibliotnen, S0 000 Zände. 1000 Bände Handschriften(Nibelungenliel), 400 Bände Inkunabeln, Kupferstich- und Münzsammlung. 4. Das Archib, Urkunden, Siegel. Die vortrefflich geordnete Waffensamm- lung, in einem besondéren Gebäude, und der wohlbesetzte Marstall sind sehenswert. Spaziergänge und Ausflüge: Im fürstl. Park; nach Almendshofen ½/ St.; über den Buchberg nach Aufen ½ St., dann nach Grüningen 1 St.; nach Hüfingen/ St.; durch prächtigen Tannenwald mit néu angelegt Woegen, I. viele Ruhesitze, auf den Schellenberg.— Amalienhütte,“ Alpenaussicht, ½ St.; nach Brsenlingec, direlet 1¼ St., alte Kirche und röm. Altertümer; über Hüfingen 2 St.— Ueber Wolterdingen nach Hammereisenbacn und ins Eisenbe achthal s. R. 48.— Mit der Bahn nach Geisingen 13 km(Post), dann nach Hatsen ½ St., an der Mün- dung der Aitrach in die Donau, nun im Aitrachthal aufwärts nach roſien ½„A•xuε=νι Ste, Lienſenlingen/ St., und zum Zollhas bei Blumberg 28 S. auch R. 68; von hier kann man die st über Zoll- Natts, Station der Bahn Immendingen- Weizen, benutzen, 8 101. Von Zollhaus kann man die Post über Riedböhringen 4 km, Hü- fingen 8S km, nach Donaueschingen 3 km benutzen. Mit der Bahn 4 km nach Pfohren, mit dem sogen. ntenscliloſe, ehem. Fürstenberg. Schlols, zgrten ecken dienend. Zu Fuls über Lyolnen 1§St., den AI St., 38 Wartenberg, vulkanischer Bergkegel, mit Für enber 8 blols und Whs. 7/½St, und zur Stat. Gutmadingen ½ St., zuri mit der Bahn nach Donaueschingen. Nach Neudingen mit der Babn, zu Fuls nach Fürstenberg und nach Hiedblllrin dann auf den Eicltbeng 1½ St, Eαανẽt 1 St., zur Soliebei 1 8 en/ St., MuI- tdcH¹ι‘ 1 St. und aufwärts nach Hidle, n ih St.; am andern Tage: nach Minchingeit 1 St, Luftkurort und Mineralbad Boll 1 St., nach 19 81600 hin und rücle St., nach Bo⁰diοιν m St., Ghν,eαiuu¹nien J/St., Lenzkirch 1½ nach Kanpel aufwärts 1½ St., nach Neustadt 185 ärts 1 St. 85 3 man von Bonndorf die Abendpost be- nutzen, oder von Lenzkich nach Saig, an der alten Stralse nach dem Titisee, 1 St., und nun die halbe Höhe des Hochfirst abwärts nach Nerstudt 1 St. Dondueschingen- ngen.(Balimfalunt.) Von Donaueschingen geht die Bahn auf das r. Donau- ufer, passiert bei Stat. Pfohien 1038,5 kmn das Ried, eine Do- nauniederung, und erreicht Stat. Neudingen 106,3 km(IIIñS.) mit der sehenswerten Gruftkirche der Fürsten von Fürsten- . 1 St. davon der Fürstenberg mit dem im 30jährigen ge zerstörten Schlosse und dem Dörfchen Fuürstenberg (Rölsle), das nach dem Brande der Stadt Fürstenberg seit 1842 hier entstanden ist. Oben lohnende Aussicht. Die Bahn geht auf das linke Ufer des Flusses. Folgen: Stat. Gut- madingen 110,2 km, jenseits der Donau der MWantenber9, ein 848 m hoher Basaltkegel; dann Stat. Geisingen 113 km. Ein⸗- mündung der Aitrach, hübsche Partie über Aulfingen, im Kitrachthale aufwärts, zum Zollhause bei Blumberg 2 St., 134 31. Die Schwarzwaldbahn(Offenburg-Singen). wWo die Straſse nach Schafflausen links abzweigt, die Straſse geradeaus nach Stühlingen geht; auf der ersten erreicht man in 3 St auf Schweizer Gebiet Mörishausen, von wo der Holle HRanden, am beèsten zu besteigen ist. at. Hintschungen, 115.8 km, Stat. Immendingen 119 km, Einmündung der württembergischen Ober-Neckarbahn(s. R. 20). Immendingen(Bahnhofs-Restaurant Fullre), mit 980 Einw., der grolsen Fürstl. Fürstenberg. Maschinenfabrik, Ackerbau und Viehzucht. Die beiden Schlösser sind Eigentum des Fürsten von Fürstenberg; ½ St. davon das Hüttenwerk Bachæimmerm. Ausflüge. Ueber Rαν Hobenei uur Dachsmiilile 1½ St.; über Matten- heim nach Engen 1 St,. Die Bahn überbrückt die Donau, geht durch einen kurzen Tunnel und kommt zur Stat. Hattingen 123,7 km, es folgt noch ein zweiter längerer Tunnel, Stat. TRalmlihe 129,8 km, endlich Stat. Engen 134,6 km. Engen(„Sohme, am Bahnhof;*Stern(Post) mit Bädern; Felsen, mit Garten; Post nach Nenzingen 17 km 2½ St.) 526 m ü. M., an der Aach und am südöstlichen Rande des Jura gelegen, Amtsstädtchen, erster und bedeutendster Ort im Höhgau, mit 1775 Einw., ist von hohem Alter. Beachtens- Wert: die Martins-(Friedhof)Hirche in der Vorstadt Alινοοννν auf Resten eines aus dem 10. Jahrh. stammenden Baues, mit Grabmälern der Geschlechter Hewen und Lupfen; die FFarr— kirche, mit Portal aus dem 12. Jahrhundert, mit Gräbern der Grafen v. Pappenheim; das Spital, ehemaliges Nonnenkloster zu St. Wolfgang, mit wohlerhaltener Gruft; zwei ansehnliche VFuuolithallem, Engen eignet sich ganz besonders zum Aus⸗ gangspunkt für Partien in den Hegau. ausflüge. Zum Slettenen Schldiſsle oder Ruinè Meuhöwen; der Schlüssel zum Turm ist im Stern in Engen oder auf der Post in Geisingen zu empfangen. Weg: zu Wagen 1 St. bis zum Fuls des Berges, àu Fuſs über Altdorf, Zimmerholz St., nach Stetten und zum Turm 1 St. Der Turm, von dessen Plattform ausgedehnteste Aussicht über den Höhgau und den Bodensee, liegt auf einem 850 m hohen Bergkegel in der Mitte zwischen Engen und G ingen. An der Ostseite, nach Anselfingen, kommen Gi üche mit inteéressanten Versteinerungen Vor. Ne ch Thlml(gutes Ws. und Brauerei) 11 St.; weiter durch das K erthal über Emminge, à%% vum Se lachtfeld bei Liptingen. St.— Ins „nun ins erbuurh. Ruine, Denkmal des hier gefallenen Fürsten von Fürstenberg WasS‘ονννάνα ua- 2½½ 8 Altdorf nach Bittelbrunn 15 Thal bis zum Wasser ger Hof, und aufwärts zur Wass St. Abstieg nach Haltdr 1½ St. 2, ½ St., dabei der Scuenberg(νν ονν mit, rolsartiger Ferns Ruine Tudobund àauf röm. EU ½% St. Von hièr. Rückweg über Dornsberh 1 St. nach Aach, und nach t. e Chaussèee nach Dorf und der AdανσονεuiH Der breite Itinſien // St., der schmalere uriert, mit altem Turm. Ungen 1½,, St. Von Engen führt die groſs der höher gelegenen Stadt Aach 550 m Weg von der Kachquelle r. führt nach nach Schlols Langenstein /½4 Wohl re 135 31. Die Schwarzwaldbahn(Offenburg-Singen). 2 St. von Aach V0/unts en, weiter Beuern/ St., Hniedingen V St., 0 1 St. Nach Hohenhöwen ist der Weg von Engen mehr zu em- Pfehlen, als von der nächsten Station W elschingen. Fahrweg durch Auselfingen bis zum Höwerhof /½ St. Fulsw zur Ruine J½2 St. Fulsweg von Anselfingen durch den Wald, dann 1. zu den T brüchen, von wWo ein neu angelegter Fufsfad zur, Kuppe des Berges führt. Die Aussicht von den Ruinen bietet, mit Ausnahme. nach Norden, von ihrem 887 m hohen Standpunkt dieselben Bilder ie vom Schlölsle. Wer nicht nach Engen zurückkehren will, nimmt den Abstieg nach Welschingen. Auf den tiobenstoffeln, Fahrweg von Engen über Welschingen nach M. eIterdiuſſes(Whs.), zu Fuſs zur Höhe 4 St. Ein schattiger Pfad führt bis zum F. ulse der grölsten der Ruinen, welche den 881 mn hohen Berg auf drei B⸗ Asalthügeln krönen. Hier erblickt man eine Basaltgruppe von fast Imsts Arken, grauschwarzen Säulen. Der Hohenstoffeln mit seinen geringen KRuinen ten wird 6815 13 85 herrlichen Aussicht, wegen des nahen Hohentwiel, wenig desucht. f. Eugen-Siugen.(Salimfalint.) Die Bahnstrecke Engen-Singen führt im fruchtbaren Hegau(S. R.: an deér Gruppe altvulkanischer Berge: Hohenhöwen, M Mägdeburg, Hohenstoffeln, Hohenkrähen und Hohentw⸗ nach Singen am Fulse des letzten Berges. Ueber Neuhausen zur Stat. Welschingen 137,3 Kkin, Kath. Pfarrdorf mit 735 Einw., in der Kirche interessantes Schnitz- Werk, an dem viel älteren Kirchtum alte Steinbilder, die sich wahrscheinlich auf römischen ISisd lienst beziehen. Ausflüge. Auf den Hoſienhibiren 8. Ooben; Hoſtenstolfeln; s. Oben, nach or lingen und zur Höhe; den Abstieg kann man A100 über H 4¹7(unν Ledοids¹) uν, Stat. Thdgſlulſen, 2 St., nehmen, um auf die Staatsbahn(R. 60) zu kommen. Ins Thal von Binmingen 1½¼ St., landwirtschaftl Musteèranstalt. Stat. Mülhausen 140.8 kmn, von Wo man den Meiodeberq, 666 m hoher Basaltkegel, in/ St. ersteigen kann; die Ruine, von der Bahn deutlich sichtbar, wird auch NVeu- inttemberꝗ genannt; sie ist im 30jähr. Kriege von W. iederhold geschleift. Zur Ruine Sufen, über Ducfitnuingen 1½ und zum Hohentwiel/ St. Stat. Hohenkri ihen 143,4 kmn, am Fufse des gleichnamigen 674 m hohen Bergkegels, dem Dörfchen Schlatt gegenüber. Ausflüge, Auf den Hohenkrähen über Wies zengelände, dann steil bergan/ St. Auf dem steilsten, fast senb echit sich erhebenden Bergkegel des Höhgaus ein zer örtes Berg Gründung unbe- Kannt. Bemerkensw- ert auf der Stidseite die unterire hen Felsen- kammern unter dem erhaltenen Teil der Burg. Ein herrliches Echo hinter der Burg auf der kleinen Anhöhe beim hölzernen Kreuz. Die Fernsicht ist Wunderse hön und treffend von J. F. Sohleſfel im EIE,. 4 eschil dert. Nach Volkartshausen: Schlatt ½ St., und am Wald ent- fang nach Beuern 1 St. auf die Landstraſse nach Veortebati St.; der direkte W eg führt über die Höh urch den Wald, ½ St. Lor Volkartshausen auf die LEandstraſse 1 St. Im Orte die grolsartige Spinnerei und Web von Ten-Brink.— Rückweg über Beuern und Friedingen nach Singen. Nach Aach/ St. 136 32. Der Hegau und Burgruine Hohentwiel. Die Bahn streift den Fufs des Hohentwiel, überbrückt die Aach bei einer grolsen Spinnerei, eilt am Südende des Marktfleckens Singen vorüber und erreicht Stat. Singen 149,2 kmn(Zollabfertigung).(Krone, 10 Min. vom Bahnhof, gelobt; Adlen, auch gut; Gasthi. 2. Hlekeſiard, Hrene, Balin IiO-HRestuunration), Marktflecken mit 2150 Einw., dem gräfl. Schlosse und an der Aach gelegenen Spinnerei, besitzt an sich wenig Interessantes, es bietet aber die beste Gelegen- heit zum Besuch des Hoſlenhbel und éeignet sich treff lich zu Ausflügen in den Hegau und auf Schweizer Gebiet. Ausflüge. Zum Hohentwiel(Wwürttembergische Enklave) 1 St. Von Singen aus führt ein mäſsig an gender, von der württemberg. Ver- waltung immer in gutem Zustand erhaltener, fahrbarer Weg zum HeltentFeien Man gelangt auf demselben zuerst zu den neuen, statt- lichen Gebäuden des Llerhes, dabei Gαtαiims Limmer 1,20 Mk.; Pen- sion 4-4.50 Mk.; gute Weine). Auf der ersten Terrasse des Berges, ½ St., Führer 20 Pt. Pro Person laut Ta Von der Gasthofs-Linde auf gepflasterter Straſse aufwärts, am Hürchliqf vorbei, in etwa 20 Min. zu den unteren Werken; dann über drei hölzerne Brücken, an Stellen ehemal. Zugbrücken, über jähe Felsen zu den oberen Werken der zer- trümmerten Feste. 32. Der Hegau und Burgruine Hohentwiel. Der Landstrich des heutigen Hegau, meist in Baden (Engen-Singen R. 31f.) zwischen Bodensee, Donau und Rhein, war ein See, ehe seine eigentümlichen Bergkegel entstanden. Die äulsere Bildung der im W., N. und O. den Hegau um- schlielsenden Hochebene, die nur am Séeufer eben ausläuft, erscheint wie ein Thalboden, der einst zu den grofsen Ge— Wässern gehörte, welche ihre Spuren an den begrenzenden Bergwänden noch heute erkennbar hinterliefsen. Sowohl die Beschaffenheit des Bodens, Kies, als das Vorkommen von Haifischzähnen an den saudigen Ufern bei Ueberlingen be— weisen es. Der Hegau gehört mit seiner lieblichen Natur und seinen Ritterburgen zu den schönsten Partien des südl. Schwarz- waldes sowie der ganzen Umgebung des Bodensees. Burgruine Hohentwiel verdient vor allen übrigen Burgen und Aussichtspunkten des Hegaus einen Besuch. Geschichtliches. Zahlreiche aufgefundene Spuren röm. Nieder- lassungen berechtigen zu der bestimmten Annahme, daſs der Hohen- twiel eine röm. Befestigung gewesen, trotz des Mangels an röm. Ar- chitektur. Bestimmte Nachricht giebt erst das 9. Jahrh., Wo die beiden mächtigsten Gewalthaber Alemanniens, die Brüder Erchanger und Berthold, königl. Kammerboten, auf dem Hohentwiel in Herzogs- gewalt herrschten. Die übermütig gewordenen Kammerboten ge- 32. Der Hegau und Burgruine Hohentwiel. rieten mit dem nicht minder mächtigen Bischof Salomo von Con- stanz in Streitigkeiten, nahmen denselben gefangen und führten ihn auf die Schre J% Wo er so lange bleiben sollte, bis der Hohentwiel, der für den Prälaten als eigentliches Gefe ingnis bestimmt war, noch mehr befestigt worden War., Aber der E Bof entfloh mit Hilfe Er. changer Gemahlin, und bei neuen Kämpten fielen die Brüder in dlie Hände ihres Feindes, der beide nun auf dem Hohentwiel in das für ihn bestimmte Gefängnis seétzen liefs. Hier blieben sie bis zu ihrer Enthauptung 917, auf Befehl Köni Konrads, wegen Hochverrats. Ihre Güter erhielt ein tapferer vornehmer KAlemanne mit Namen Burkhard. Aber Erchangers Gemahlin Bertha behielt, auf Konrads Zefehl, auch nach der Euthauptung ihres Mannes den Witwensitz Hohentwiel bis zu ihrem Tode. Burkhard III., Enkel jenes Burkhard, hatte auf dem Hohentwiel ne Residenz als H 1065 von Aleman- nien, 954, und die schöne, geistreiche Hadwig, Tochter des Herzogs von Bayern, zur Gemahlin. Burkhard starb 973, und nun erhielt seine Witwe'durch Ottos Verv endung die Herrschaft über die Seeg Das Leben Hadwigs auf dem Hohentwiel, insonderheit ihr Verh zum Mönch Ekkehard, ist durch ScheHel allgemein bekannt geworden. Nach Hadwigs Tode 993 nahm Heinrich II. alle Güter, welche dem Herzog Burkhard gehört hatten, besonders was, auf dem Ber 8 (de monte Duello) w 1080 war Herzog Rudolph von Schw Besitz des Hohentwiel, von diesem kam die Burg an den Ma Berthold von Zähringen, 1096 aber fiel die F este mit dem HET2 1 Schwaben an die Hohenstaufen, von denen wahrscheinlich Rudolph die Herren von Klingenberg mit der Felsenburg belehnte. 1357 Wurde die Feste vom Graten Eberhard von W— ürttemberg f kam wieder an die Klingenberg, ging aber ihrem KRuin entgeg Nach langen Streitigkeiten mit Oesterreich kaufte Württemberg die Burg kür 12000 Gulden, dem sie noch heute gebhört. Im 30Jährigen Kriege gab Herzog Eberhard III. der Burg in Konrad Wiederhold(geb. 15 68) einen Kkommandanten. Die Feste war kaum mit Munition und Pro- viant verschen, als auch schon die Belagerungen ihren Anfang nahmen, deren vergebliche Erfolge Wiederholds Namen glor ifizierten. Am 4. Juli 1650 übergab W iederhold(F 1667) die ingfräuliche Feste, die er 15 Jahre beschützt, dem rec htmälsigen Beésitzer Eberhard von Württemberg. ODarauf berieht sich die Inschrift am Hauptportal.) Auch im bayrisc hen Erbfolgekriege mulsten die Franzosen von der Burg abzichen. Als aber àm 7. Mai 1800 General Vandamme mit 20000 Mann vor der Burg erschien, gelang es fr. schen Offizieren, die F zestung ohne Schwe reich durch bétxüge ist zu nehmen, da der schwache Kommandant, Oberst W. 0lt, schen liels. Vertrag begannen die Franzosen die SIN der Burg am 18 Oktober 1800, beendet war das Zerstörungswerk erst im März 1801. Die Offiziere des Hohentwiel, welche in die unvorsichtige Kapitula- tion durch Unterschrift gewilligt, wurden kassiert. W. Folf starb in Karlsruhe, mit der Ausarbeitung seiner Verteidigung beschäftigt. Die itls brtre Feste, das Kleinod Württembergs, war 166 Jahre nach der tapferen Verteidigung des treuen W i0derhold gefallen. Bei den unteren Werken(S. 136) angekommen, steht man vor dem ersten Eingang der ehemal. Feste, dem AeadnderthoV. Von diesem Portal führte ein unterirdischer Gang zu dem nun zerstörten Thorhause; das innere Ende dieses unterirdischen Ganges bildete das Ludlibigstlior. In geringer Entfernung kolgte ein zweites Thorhaus, bis auf das hor, das Kaulsthior, zerstört, welches jetzt den Haupt- eingang bildet. Hat man dieses Thor passiert, so befindet 138 32. Der Hegau und Burgruine Hohentwiel. man sich im Vorhof, welcher bis zu der ersten Zugbrücke auch die„untere Feéstung“ hiels. Zu den oberen Werken muls man drei Brücken überschreiten, welche die ehemal. Aung brücken ersetzen. Links von der zweiten Brücke die Shdstion, von hier blickt man über einen senkrechten 20 m in die Tiefe und hat eine sehenswerte Land- 0i mit den Burgen Staufen, Stoffeln, Mägdeberg, Höwen W. vor sich. Hinter der dritten Brücke der obere Ein- gang in die Festung mit den dazu gehörigen Gebäuden. Durch das Portal gelangt man zum Los lerbadl, welcher sich halbkreisförmig auf der Südseite herumzieht und seinen Namen nach dem Kloster haben soll, das Herzogin Hadwig hier ge- gründet. An den Klosterbau schloſs sich der sogen. Neubau an. Dem Klosterbau gegenüber stehen noch die vier Wände der Kirche, welche Wiederhold während der Kriegszeiten aufführen liets. Auf dem daran sich lehnenden Tσmm wurde ein Belvedere erbaut. Ehe man die Plattform erreicht, ge- wüährt ein geräumiges, luftiges Gemach Erholung vom Berg- steigen. Eine 3 5 Treppe führt durch eine Pallthür Zzur Plattform. Aussicht. Im N. Neuhöwen, dann im Thalein faltigkeitskirche bei Spaichingen(10 8 5 dann mehr nach r. ein langer Bergrücken, davor das Städtchen Aach mit Burgturm, die Waldßurg Là agenstein und die etwas entferntere Ne llenburg, weiter herwärts die Ruine der Homburg. Gegen O. liegt der Unter- sée, die Reichenau umflutend. Dahinté Stadt Konstanz und der Obersee. Die fernsten Punkte sind die Klause bei Bregenz und die beiden Türme von Friedrichshafen. Wie von einem Rahmen ist der Sée von den Schneebergen Tirols eingeschlossen. Zunächst sichtbar der Säntis; die ihn umgebenden Churfirsten schlielsen d. Appen- zeller Gebirge. Folgen die Glarner Alpen. Weiter r. das Berner Hochland mit Rigi und Pilatus. Dazwischen I. das Finsteraarhorn, das Schreckhorn überragend; weiter r. Mönch und Eiger, von der Jungfrau überragt. Noch mehr r. in der Ferne Vorberge des Mont- blane in der Keétte der Savoyer. Alpen. Nun aus S.W., sich mehr dem W. nähernd, die schne ien Juraketten. Ueber die weniger maleèrische Landschaft nach sich wendend, treten Belchen, Blauen, Feldberg am Horizont hervor. Alle diese Punkte auf ungefährer Ausdehnung von 80-—90 Stunden sind mit bloſsem Auge zu erkennen. hnitte am Horizont die Drei- Vom Turm wenige Schritte aufwärts zur heræoglichien, Burng. Links vom Portal war der runde Hauptturm, ein uralter Bau, welcher schon 1554 vorhanden war. Der preuſsi- sche Offizier von Knobelsdorf wurde hier 30 Jahre gefangen gehalten. Vier Jahre saſs hier Oberst Rieger, ohne Licht, ohne Stuhl. ohne Tisch. Er kam wieder zu Ehren und starb als Kommandant von Hohenasberg. 1759 schloſs sich der Kerker hinter dem deutschen Patrioten Johann Jakob Moser, er sals hier fünf lange Jahre ungehört und ungerichtet. Unter der fürstlichen Burg befinden sich ausgedehnte Felsen- gewölbe. 33. Die Gotthardbahn. Den Abstieg kann man auf dem Wege, zum Hohenstoffeln nehmen, Wo man bald die Ruinen der kleinen Burg Staufen auf dem niedrigsten Bergkegel des Hegaus erreicht. Weiter nach, V. JSt., von hier zurück nach S/ 1’ St, oder nach Gotν,]G0 R. 60, 1 St., Stat. der bad. Staatseisenbahn B4-Schife hο]Geνονάr, 5 km von Singen, 19 km von Schaff hausen, 36 km von Konstanz und 109 km von Basel. S 33. Die Gotthard-Bahn. Wer die Gotthardbahn besuchen will, dem wird von Stat. Sin! bequeme Gelegenheit über Winterthur nach Zürich geboten; siehe Griebens„Schweiz“, Verlag von A. Goldschmidt in Berlin. Auf der Gotthardbahn zirkulieren auſser eleganten Schlafwagen in den Schnellzügen auch Aussichtswagen(Wagen II. Klasse mit Seiten- galerie), von welchen aus die Aussicht àdufs bedquemste,genossen Nerz den kann. Auch stehen prachtvoll eingerichtete Sνν³ade gegen angemessene Entschädigung zur Verfügung des Publikums. Zürich-Immensee, auf der Nord-Ostbahn den Uetliberg umfahrend zur Station Altee,ε. Wν)ο· die Bahn nach Baden(Turgi-Waldshut) ab- zweigt, dann ein 502 m langer Punnel durch den Ettenberg, hinter dem die Bahn aus dem Reppisch-Thal in das Flulfsgebiet der Reuſs tritt. Folgen die Stationen Fonstetten, Hedingen, Afoltenn, Mettmenstetlen, Knonde, und Station und Städtchen Zug, mit dem hberrlichen Juger See.(Fuſsgängern ist die Wanderung am Seeufer entlang nach Arth zu empfehlen.)„Von Zug kreist die Bahn in grolser Kurve um das Nordende des Zuger Sees immer mit, der Wundervollen Aussicht J. auf den Rigi Stationen Chunm, Holltreuæ(Rotkreuz-Basel und Rotkreuz- Luzern) und immensee. Anfangs tation der Gotthardbahn, von WO man in ½ St. zu Fuls nach Vissnaclt am Nordende des Vierwald- stätter Seés gelangen kann. Eine bèésondere Hervorhebung der schönen Punkte an der Gotthardbahn dürfte schwierig sein, da während der ganzen Fahrt das Auge entweder durch die landschaftlichen Schönheiten oder durch die kühne Anlage der Bahn gefesselt wird. Immerhin dürften die Gelände von Arth und Schfiele, die Fahrt längs des UVynensees sowie von Bellinæaond über den Monte Ccnere in landschaftlicher, diejenige durch die Seſileien vo Massen, und der Biaschnd Awischen Lavorgo und Giornico) in technischer Beziehung als die Glanzpunkte bezeichnet werden. Der Gotthardtunnel hat eine Breite von 8,2 m und ist in der Mitte 6.0 m hoch. Derselbe wird zweispurig betrieben. Die Ventilation geschieht auf natürlichem Wege: die Ver- Schiedenheit der Pemperatur und des Luftdrucks auf beiden Seiten des Berges bewirkt im Tunnel einen beständigen Luftzug, der eine künstliche Ventilation überflüssig macht Die Beleuchtung geschicht durch die gewöhnlichen Laternen der Lokomotiven sowie der Kilometer-Distanzlaternen. Die Länge dieses Riesentunnels ist 14 984,19 m, fast 2 Meilen, der nördliche Eingang bei Göschenen liegt 1109 m ü. M., der 140 34. Offenburg-Freiburg i. Br. südliche Ausgang 1145 m ü. M Schnellzüge brauchen 23 bis 25 Min., gewöhnliche Personen 27 bis 29 Min. zur Durch- fahrt. Durch die Gotthard-Beféstigung hat die Bah eine Wesentlich erhöhte strategische Bedeutung erhalten. 34. Oflenburg-Freiburg i. Br. Gahnfahrt.) (Bad. Staats- 0 Linie: Frankfurt) Heidelberg-Basel. Offenbnrg-Freibu 62,9 Kkm. Die im Text angegebenen Kilo- meterzahl auf Heidelberg. Von Offenburg(S. 105) geht die Hauptbahn neben der Schwarzwaldbahn eine Strecke her, überschreitet dann die Kinzig, man achte auf den Einblick in das Kinzigthal, I. be⸗ herrschtt durch das Schlofs Ortenberg. L. Stat. Nieder-Schopf- heim 136 km, mit dem Eingang in das Diersburger Thal, Vvon wo bis zum Thierstein mit Ruuiνε Diersbuurꝗ 17 Sb von hier kann man auch den Steinfirst in 2 St. bestéigen und über Bermersbach nach Gengenbach(Schwarzwaldbahn) ge⸗ langen, ½ Tag. I Guteleutekirche, dahinter Ober-Schopf ſel, grolses Pfarrdorf mit 1350 Einw., dann Station Friesenheim 140 kin, der Ort liegt I. 1½ St. vom Bahnhof. 1. ½ St. davon die chemal. Abtei Schuttern(Mhs.), von hier schöne Partie auf den Steinfirst: nach Oberweier ½ St. und zur Höhe 1½ St— Vom Dorf Friesenheim nach Heiligen⸗ 2elI/ St., dann über Burgheim ½ St., nach Lahr ½ St. R. Hugsweier, dann Stat. Dinglingen 144.9 km. Baunmhö%He ôResturtration. Wagenwechsel für nach Lahr Reisende. Zweigbahn: Dinglingen-Lahr 4 km. 2½. St. n. W. Dinglingen, in Meissenlieim auf dem Kirchhof ruht Friederike Brion, Gosthes Jugendliebe aus Sesenheim 7 1813, reno- Vierter Denkstein. en beziehen 215 Stat Lahr 148,2 km. Die Promenade von Dillingen nach Lahr ist zu empfehlen, geschmackvolle Gartenanlagen und malerisch gelegene Villen. Lahr(Sonne, Pflug; Krone), an der Mündung des Schutter-Thales, 10 000 Einw., gehört zu den betriebsamsten und reichsten Orten des Grolsherzogtums. Beachtenswert: die Stiſ6tsſinche mit Grabdenkmälern Derer von Geroldseck; die neue ſathol. Kirche; das Rathiuus, das Kreus àuf dem 0 Sacker; Nuieger-Denſemdal für 1870/7 1; Reichsiuu¹ν·ebeνοα]s, adet durch die Sammlungen des„Hinkenden Boten“; die Oiristusftirche, von dem verstorbenen Rentier Jamm gestiftet; 1875 erbte die Stadt von demselben patriotischen Bürger dessen prächtige Villa, welche der Gemeinderat dem Fürsten Bismarck zur Verfügung stellte. Sehenswerter Park, in 141 34. Offenburg-Freiburg i. Br. welchem sich die reichhaltige, sehr wohl geordnete städtische Sammlung von Naturalien und ethnographischen Gegenständen befindet.— Ansehnliche Stadtbibliothek mit Lesezimmer. Die waldreiche, prächtige Ausblicke nach dem Rheinthal und Elsals gewährende Umgebung Lahrs ist. durch den Schwarzwald- verein in den letzten Jahren mit zahlreichen wohlgepflegten Fuls- wegen versehen worden und bietet Gelegenheit àu höchst Iohnenden Spaziergäangen und ausflügen: Auf den Seſtultterlindenben bei Burgheim ½ St.(grüner Baum), mit interessanten roten Sandsteinbrüchen. Nach Euhbach iſs St., Reichenbach ½ St.(mit Führer), durch das Gereutthal auf den Steinfirst 2¼ St., und von hier entweder zurück, oder über Bermersbach ne Gengſenbuch im Kinzig-Thal, 1/ St., oder vom Steinfirst nach Hohen-Geroldeèct über Gehrenhof 1½ St.— Jur Ruine Hohen-Geroloseck: über Kuhbach und Reichenbach auf der schönen Chaussee bis Steinbach, wo die Stralse ins Kinzig-Thal(19) abzweigt,/ St., dieser folgend bis zur Höhe des Schönbergs(Whs.) ½ St., und dann links zur Ruine St.— Durch das Schutter-Thal zum Hriſmersedel: das Schutter-Thal aufwärts bis Seelbach 1 éSt., dann über den FTrettenhof ½ St.(Wegabzweigung über den Sodhof nach Prinzbach), am Hubhof r. vorbei nach Wittelbach ½ St.(Wähs.), Schutterthal(Whs.) /½ St., Höfen ½ St., und über Dörlinbach, Hub zur Höhe bei St 1/ St., nun l. nach Schweighausen ½ und mit Führer über den Dürrenhof zum 745 m hohen Gipfel des Hühner- sedel. mit herrlicher Aussicht; oder von Steig r. nach Streitberg ½ St., und nach Ettenheim 2¾ St. oder nach Kenzingen 3 St. Stat. Kippenheim 149,3 km, Heimat des Millionärs Stulz, den der Grolsherzog wegen seiner Wohlthätigkeit zum gitter von Ortenberg erhob und ihm(+ 1832) das guls⸗- eiserne Denkmal am südl. Ende des Ortes neben der Land- stralse setzen lieſs. ½ St. südl. Städtchen und Schlols Malberg, auf einem den Sandstein durchbrechenden Basalt- kegel, nur ¼ St. entfernt von Stat. Orschweier 153,1 km. Von Orschubeien(Krone, am Bahnhof) Post nach Ettenheim, täglich 6 mal h. u. 2., 3 km ½/½ St Ettenheim(FIug, Post), altes Städtchen mit 3300 Einw. Im Hause Pfaffengasse 140 wurde Henri de Bourbon, Herzog von Enghien, auf Napoleons I. Geheils 1804 auf neutralem Boden verhaftet und später in Vincennes erschossen. Ausflüge. Kuf den Kahlenberg/ St.; abwärts kann man in der- Selben Zeit zur Eisenbahnstation Herbolzheim gelangen; die Bestei- gung dieses 315 m hohen Berges ist namentlich Botanikern und Geologen zu empfehlen. Das Münster-Thal aufwärts wandert man durch das im enger werdenden Thale gelegene Porf Münchweier (Whs.) nach St. Kandolin Bad und Gartenwirtschaft, ganz gut und nicht teuer) mit der Kirche des hier erschlagenen Heiligen gleichen Namens; ½ St. weiter aufwärts die Benedic iner-Abtei Ittenſeim- minster, ½ St. von Ettenheim; von hier in 2 St. über den Rauhenbühl zum Hühnersedel. Bei der Weiterfahrt treten r. die Vogesen deutlicher hervor, Stat. Ringspeiun, 156,3 km, Stat. Herbolzheim 159,1 Kn. Eingang in das Bleichiſial. — 8 142 34. Offenburg-Freiburg i. Br. Nach Wahenstadt/ St.; über die Bleiche nach Bleichiliein: 1 St., durch das Dorf und nach 10 Min zur Ruine Kirnburg, 432 m, /8 mit schöner Au Thal ein zweiter Weg r. nach Bad Mrnhalden 40 Min, geradeaus im Bleichthal in/ St. nach Bollbengqhot, von Wο Streitberg(S. R. 35) in 1 St. zu erreichen. Stat. Kenzingen 162,3 km(Lötbe, Post nach Sundhausen der Straſsburger Stralsenbahn. 43 km von Straſsl Grs, tägl.(einmal h. u. 2. 18 km 2½ St.), Städtchen mit 2500 Einw., an der Elz. Ueber das chemal. Cistercienserkloster Wonne⸗ thal nach Hechlin, St., nahe der Bahn, darüber Ruine Licliteneclt ½ In der Rüenne erhebt sich im Vorblick das Kaiser- stuhlgebirge; nach wenigen Minuten, während die Bahn die Elz zweimal überbrückt, kommt man zur Stat. Riegel 63 2 km, Restaurant am Bahnhof. Das gleichnamige Dorf St. von der Station liegt am Einfluſs der Dreisam(R. 40) in die Elz. Gasth. a8 KLohf; Pfan;— Post nach Endingen 6 km 2/8 St. Zur Stralsburger Stralsenbahn, s. R. 30, von Endingen über Sasbach 8km, nach Markolsheim 54 km, von Stralsburg g 15 Km) nach Eichstetten 9 km, 1½ St. Riegel ist der beste Ausgangspunkt zum Besuch des KalisersHuhgebinges(R. 38) für alle von Norden Kommenden. Besuchenswert ist der Michidelsberg mit der hoch gelegenen St. Michidelsſeapelle am Südende des Ortes, mit prächtiger Aussicht auf Klieinebene, im Vordergrunde Elz- und Dreisam- kanal. Den Dreisam-Leopoldskanal lieſs Groſsherzog Leopold zur Korrektion der Dreisam und Elz anlegen, um das Ver- sumpfen des Bodens zu verhindern. Das Henma an der grofsen Schleuse des Kanals errichteten die Gemeinden. Die Bahn läuft am r. Ufer der Elz entlang zur Station Köndringen 170,2 km, dann Stat. Emmendingen 174,1 km. Post; Adlen; Engel; Karchen, Bierbrauerei. Post: nach Eichstetten 10 km, 1/ St. Sonntags 12— 1 Uhr Konzert der Stadt-Musik auf dem Markt- und Schulplatz. Amtsstädtchen mit 2850 Einw., in fruchtbarer Lage an der Elz und dem Brettenbach. Beachtenswert: die pvotest. und die xαiiõν. Rirnche, zwei Neubauten; am Rathats die Statuen der Markgrafen Jacob III. und Karl II. Auf dem Kirchhofe ruht Goethes Schwester, Kornelia Schlosser. Der Ort hat sehr belebte Märkte. Ausflüge: Auf das Haissrsünlvehlrge(R. 38), wohin man die Post nach Eichstetten benutzen kann, ½—1 Tag.— Nach Maundingen St., und zur Rt Landéct, beim Dorf gl. Namens, ½ St., lohnende ht;— weiter nach MIAVDνi(Kronc) 1/ St., dann nach Otlo- Schutanden ½% St. und nach Streitberg 2 St.; oder im Brettenthal auf- icht bis Strafsburg. Weiter aufwärts führt im 34. Offenburg-Freiburg i. Br. 143 Wärts und über Grabhof nach Streitberg 2½ St., oder, über den Dürenhof zum Hunersedel 3¼ St.— Durch den Wald nach Theνðpmbadel. St., Cistercienser-Abtei. Ueber das Weiherschlöſschen(Whs.) zur Hochburg 1 St. grofsartige Burgruine, 255 m, von den Franzosen 1689 zerstört. Am Eingang historische Gedenktafel. Weiter geht die Bahn zwischen Brettenbach, I., und ElzZ. T., entlang, I. Ruine Hochburg(s. oben), wendet bei Station KollmarsreuE,de 178.6 km nach Süden, Wo(liinks sitzen!) die Berglandschaft immer schöner sich entfaltet; der erste hohe Zerg L. ist der Kandel, weiter der Feldberg, vor beiden der Sch]jsland oder Hrafrusten. R. im Vorblick Belchen, noch mehr r. Blauen.— Erst an Vorder-Sexau vorbei, I. dahinter an der Mündung des Brettenbachthales Lörchs, thalaufwärts Serau, wird gleich darauf die Elz überbrückt, I. zweigt die Balm nach Waldkirch ab, neben welcher hinlaufend die Haupt- bahn Stat. Denzlingen 181,2 kin erreicht. Ausgangspunkt für Partien ins Elz-, Glotter-, Simonswalder und Wildgut- ach-Thal. Zum grünen Baum:— Bad,. Staats-Visenbalih: Denzlingen-Waldkirch 7.7 km, 10 Min., bis Buchholz(Bad Suggenthal), täglich 8 Züge hin und zurück. Denelingen, von seiner/ St. langen Ausdehnung auch Langendenalingen, genannt, ist schon von weitem an seinem geschmacklosen Kirchturm zu erkennen. Der 1620 Einw. Zählende Ort, in äulserst fruchtbarer Gegend am Glotterbach, den viele Brücken und Stéeege überspannen, hat nicht unbe⸗ deutenden Weinbau. ausflüge: Auf den Kandel: im Glotterthal aufwärts 2 St. bis dahin, wWo der Weg 1. zum Berghäusle abzweigt(½ St. hinter Glotterbacd); diesen Weg verfolgend, érreicht man über den Gummenhof, bis wohin Führer zu empfehlen, die Südse des Kandel 1/ St., nur dem zu empfehlen, der die anderen Aufstiege zum Kandel schon kennt.— Ins Glotter-Thal und zurück 1 Tag führt die Straſse auf dem 1. Ufer der Glotter aufwärts. L. am Gebirge ausgedehnte Rebgelände, T. Pfarrdorf Heilioeiler, r. an der Stralse Nerltliduis, dann das stattliche Pfarrdorf Unter-Glotterthal 1½ St. und r. bei der Einmündung des Föhrenbachs der Gasthof zum Kreils, mit feurigen Weinen. L. führt ein Weg nach Bad Suggenthal Pens 4 Mk.), 1/ St.— Die Land- stralse geht auf dem r. Ufer weiter, die Thalfläche wird schmaler, bei der stattlichen Mühie ist Ober-Glottertnal exreicht, 1 St., von hier 1. ½ St. das eisenhaltige Glotter-Bad(Bad und Gasthaus, ganz behag- lich), 1/ St. von Eisenbahn-Station Waldkirch. Weiter im Thale aufwärts geht nach St. I. ein Fufsweg nach dem Berghäusle. S. oben, und gleich darauf ein zweiter von der Straſse ab, der die Strécke nach St. Peter um 1 St. kürzt, aber nicht die schönen Aus sichtspunkte der sich allmählich erhebenden Fahrstraflse gewährt. Diese zieht sich durch die immer mehr zusammentret, nden, bewal- deten Felsmassen, in vielfachen Krümmungen dem Wasser folgend, in die Höhe zur be ten Villeggiatur, der chemal, Benedictiner- Abtei St. Peter 2 St.(zurück nur 3½ St.), 8. R. 40. Zum Jundenben- ½ St, mit schöne ssicht. Von St. Peter kann man über. den Schafhof und Wolfsteig durch das Iben-Thal, gute Stralse, zur Wege- 144 35. Das Schutterthal. gabelung nach Burg und Buchenbach gleich hinter der Brücke 2¼ St. Wandern; r. nach Burg, Stat. Zarten und mit der Bahn nach Freiburg; I. über Wiesenech(I.) nach Buchenbach, schlechter Weg. Hinter Denzlingen Dorf Gaundlelfingen, mit einer neu restaurierten eονν)]el. Kirchie. besonders zu beachten: eine prachtvolle gemalte Holzdecke, neuer Altar und Kanzel, Chorbogen, gemaltes Chorfenster. Die Bahn läuft über Zeiſiringen mit 1155 Einw. und Huine des Stammschlosses des berühmten Geschlechts der Zühringer, das mit Berthold V. ausstarb, vom Dorf 1¼ St., geht an Vorstadt Herderm vorbei und erreicht r. Stat. Frei- burg 189,7 km. Freiburg, s. R. 37. 35. Das Schutterthal. Die Schutter entspringt auf dem Huihnersedel und flielst in den Rhein. Von Lali(R. 34) im Schutterthal aufwärts, an Tabak⸗ feldern und Steinbrüchen vorbei, über die Häuser und Ge- höfte von Kuhbach, Reichenbach und Steinbach 1% St., Wo I. die Kunststraſse nach Biberach abzweigt, welche über den Denkstein beim irtshiause des Schiäönbengs, 375 m, auf einem Fulswege in 35 Min. zur Ruine Hohengeroldseck(s. S. 123) führt. Im Schutterthal weiter aufwärts nach Selbach(Juum Engel), mit 900 Einw., und recht erheblicher Cigarrenfabri- kation; ehem. Franziskauerkloster; von der höher gelegenen Kirche schöner Blick in das Schutterthal. Im Thale aufwärts ½/ St. r. Dautenstein, Schloſs des Fürsten von der Leyen. Weiter zum FTrettenhof St., da- hinter geht es I. nach Prinabach, ½/ St. weiter NIttelbach. (Wus“), auch von hier führt I. ein Weg nach Prinzbach. In ½ St. ist das Pfarrdorf Schutterthal, 253 m(Krone), er— reicht. Die Gegend wird rauher, das Thal enger, von male- rischem Charakter bleibt der weitere Weg über Hößen ½ St., Dörlinbach /% St., Huν ½ St. bis zur Stralsenhöhe bei Steig ½ St., dann weiter nach Schipeighιbnn 2/½ St.(Whs.), bester Ausgangspunkt zur Besteigung des Hühnersedel, 745 m ü. M., dessen Felsenkuppe man(mit Führer) über Durenhoſ, in 1‘ St. erreichen kann, namentlich auch für Botaniker und Mineralogen interessant. Von Steig/ St. T.(Westl.) Streitberg, Knotenpunkt für die Stralsen nach Lalur, Steindach im Kinzigthal, über Reichenbach und Sexau ins Elathdl, ins Bleichthal nach Kensingen, ins Münsterthal nach Vttenheim, über Ottoschwanden nach HRiegel, s. R. 34. Uag Hadeny 36. Das Elzthal. Der Kandel. 36. Das Elzthal. Der Kandel. Die Elz entspringt im oberen Schwarzwalde, am Nordabhang des Briglirains, flielst erst nach N. und beugt sich dort um den GS aikopf(Gschassi) 1064 m hèerum, sü h dann über— und Riegel, wWo ihr 1. die Dreisam zu- It, die ihre Quelle nordöstl. vom I kasten hat, über Freiburg der Elz zugeht, und mit ihr über Kenzingen zum Rhein. „Bach E Lzach, wendet Von Denzlingen im Elzthal aufwärts mit der Bahn nach Waldkirch(s. unten). Diese Zweigbahn geht zuerst eine Strecke neben der Hauptbahn nach N. und westl. um das Maetrdclienerꝗꝗ ‚(Aussicht) herum, überbrückt dann die EIz und erreicht Stat. Buchholz 3,6 km(Jum Lörben, mit ge— lobtem Wein), kathol. Pfarrdorf mit 700 Einw. und beträcht- lichem Weinbau. Von der Stat. durch Dorf Buchholz über die Elz und nach Bad Suggenthal ½ St. MHotel umd Pension von Arthur Tritscheller- Reich) in anmutiger Gebirgslage, von prächtigen Buchen- und Tannenwäldern gegen rauhe Winde geschützt. Gelegenheit zum Fischen in der Elz; Pensions- Preéis ohne Zimmer 4 Mk. Z. von 80 Pf. an. Fuhrwerk im Hause, sehr geeignet als Ausgangspunkt zu Ausflügen. Von Suggenthal über den Adamnmshof, nach GHlotterbad 1/ St Weiter am Batzenſiciusle vorbei zur Stat. Waldkirech 7,1 km, von Suggenthal nach Waldkirch auf der am I. EIz- ufer sich hinziehenden Kunststraſfse/ St. Am Bahnhof: Arche; Rustelbur9; in der Stadt: Lotboe, Post; Gast- haus und Bierbrauerei zum Hebstoch(Gebr. Görger), gutes Bier und Weine; Beger-Seep, Bierhalle am Markt; Pension und Pflegehaus St. Margaretha(D. Gaels) unter krztlicher Kufsicht und unter Leitung barmherziger Schwestern.— Forellenfischerei und Jagd Vermitteln die Gastwirte. Post: Nach Elzach 13 km 1 St.; Furtwangen 30 km 4½ St Vöbrenbach 35 km 6 St. Taldlſeinoh, Luftkurort, freundliches Amtsstädtchen mit 3750 Einw., einer stattlichen va,iii¼ol. Ninche und einer neuern ynotest. Kirche, liegt in einer an Naturschönheiten reichen Gegend am Fulse des Kandel. Hier findet man Sonntags noch vielfach die originellen Volkstrachten der Gegend. Hinter dem Bahnhof auf dem steil abfallenden Schlolsberge Ruine Kastelburg, 516 m. zu der schön angelegte Prome- nadenwege in 20 Min. hinaufführen; lohnende Aussicht. Spaziergänge und Ausflüge: Zur Hochburg über den Ibenhof, Sexau 2/ St. Zuni Hörnleberg; nach Stollen 2/ St.(be r mit Wagem, nach Bleybach/ St.(Whs), mit Führer zur reéstaurierten Kapelle auf dem 915 m Honen Honnleher 2 St., mit schönster Fernsicht und geeignet, um die Bergformen des Kandels zu betrachten. iber den Tafelbühl(985 m) auf den Rohrhardsberg(1155 m) Griebens Reise-Bibl.: Schwarzwald. 7. Aufl. 10 36. Das Elzthal. Der Kandel. 146 2/ St., durch das lange Dorf Rohrhardsberg ins Oberprechthal 2½ St., oder abwärts zum Briglirain 2 St., und über die Martinskapelle nach Furtwangen 2½ St.— Es ist köstlich, bei hellem Wetter auf diesen Höhen umherzuwandein. Aινf den Nuundel. Je nach der Zeit und Absicht diese Partie nur als Aus- flug von Waldkirch zu machen, um hierher zurückzukehren, oder dieselbe mit anderer inteéressanter Wanderung zu ver- binden, kann man verschiedene Wege einschlagen, Adavon die am meisten benutzten sind: 1. Als nächster Weg von Waldkirch: über die sogen. Langecſt, durch den oberen Teil des Bruchihaldes, auf dem Schädelweg und zum Kandelfelsen 3 St., eine 75 m hohe zerklüftete Felspartie von imponierender Wirkung. Dann zum Gipfel. Dieser Weg ist schattig, dennoch ermüdend und ohne Aussicht. 2. Etwas weiter, aber schattige Ruheplätze und hübsche Fernsichten bietend: von der Ludwigstralse im Ort bis zum Wegweiser mit der Aufschrift:„auf den Kandel über Alters- bach“ durch den schönen Brucrhud æum Holzplatz(Schutz- hütte), von hier führt ein Weg l. zum Wasserfall am Bick- stein, der andere Weg r. durch das Altersbacher Thal zum Kandelfelsen 3¼ St., von der Ruhebank herrliche Aussicht. Folgt Kahle Höhe und dann der Gipfel ¼ St. Ein noch weiterer, aber aussichtreicher und mäſsig * Weg: über Stensbach, durch den Siensbacher Wald, dann auf dem Schindelweg dem Kandelrücken östl. folgend zum Kamdelhiof und zum Gipfel 4 St. 4. Ein die landschaftlicken Eindrücke stets steigernder Weg ist: zum Glotterhach 1 St.(s. R. 34); dann das Glot- terthal aufwärts nach St. Peter 2½ St., dann gük des Stralse ins Glotterthal zurück bis zum Foelcie ½ St., Weg- wWeiser, über den Waldenhof, eine Mühle, über die Glotter zu dem Wegweiser, der zum Kandel zeigt, und zur Höhe, wWo man zuer 80 den Kandelhof erreicht, 2l/ J½ St. Auch kann man, anstatt beim Eckle r. abzugehen, die Kunststrafse noch ¼ St. weiter verfolgen, dann dem Wege „Auf dem Rohr“ folgen, zum Kehrplatz und dann zum Gummenhiof(8. R. 34) gchen und so von der Südseite den Kandel ersteigen. Der Kandel, 1243 m, höchster Punkt des Schwarzwaldes in seinem mittlern Teil, 5O km von Waldkirch. Auf dem Gipfel Steinpαν,ν⁰uñde und Orientierumngstafel. 500 Schritt nord- östl. das Kandelliaus, Rasthaus, und dicht dabei das Bauern- 37. Freiburg i. Br. und Umgebung. 147 gehöft Kandelliof. Die Aussicht ist grolsartig, im S.W. Alpenausicht; man vergl. die Orientierungstafel. Hinab führt auch ein Weg vom Kaudelhof, auf der Höhe mälsig fallend zum Hattenſioj, am FHeidenfels vorbei zum Jweribachwasserfall 2 St.; dieser Weg ist durch den Schwarzwaldverein(Waldkirch-Emmendingen) zum Ausbau gelangt, die Strecke vom oberen zum unteren Wasserfall ist gut zu begehen. Vom Wasserfall nach Obersimonswald/ St. (Vngel, Post zwischen Furtwangen und Waldkirch). Der ZWeribach mündet in die Gutach, von wo ab der Flufs „Wilde Gutach“ heilst. Sehr schön ist der Abstieg vom Kandel durch das Itters- hacher Tnal nach Untersimonsthal(TKrone) 2½ St.; für den Weg nach St. Märgen muls man aber einen Führer haben, der zuweilen auch noch im Rasthaus oder im Kandelhof zu bekommen ist. Im Elzthal weiter aufwärts von Bleybach erreicht man Niedereoinden ½0 St., Obemoi,ie, ½ St., und nach/ St. Elzach(Zun Post,— Post nach Waldkirch 13 km 1¾ St.), Städtchen von altertümlichem Aussehen. Kirche aus dem 16. Jahrh., schön restauriert. Von hier bis zum oberen Ende von Unterpréchthal 11½ St., nach Oberprechthal ½ St., wWo I. die Landstraſse durch Steingrün(im Gutachthal) 2½ St. hinführt, durchs Hinterprechthal zur Höhe ½ St., von hier geht es durchs Oberprechthal nach Schönach 1 St. und nach Friberg 1 St. Uber Hofstetten nach Haslach im Kinzig⸗ thal 3 St 37. Freiburg i. Br. und Umgebung. Der Bahnhof liegt im W. der Stadt vor der breiten, bepflanzten Bahnhofstr. Reichspost in der Eisenbahnstr.; wWo auch das Jelegraphen- amt, schöner Neubau. Droschken. Die zum Bahndienst bestimmten Droschken haben Aufschrift„Eisenbahndienst“ und sind im Bedürfnisfalle verpflichtet, vom Bahnhofe aus vier nicht lusannmengehörende Reisende mitzu- nehmen. Einsp. ¼ St. 1—2 Pers. 50 Pf., 1 2 St. 1 Mk., 3—4 Pers. ½/ St. 90 Pf., ½ St. 1 Mk. 50 Pf.— Zweisp./ St. E 70 Pf., ½ St. I Mk. 40 Pf., 3—4 Pers. ½ St. 1 Mk., ½ St. 2 Mk. Ausführlicher Farif im Wagen. Für Fahrten zum Bahnhof und vom Bahnhof in die Stadt und die V— SOwohl. 5 Ein- und Zweispännern: 1 Pers. 50 Pf., 2 Pers. 8 20 Pf., 4 Pers. 1 Mk. 40 Pf., für jedes grölfsere 8 0l 5 Für. 1 welche in den Wintermonaten nach 8 Uhr abends und in den Sommermonaten nach 9 Uhr abends begonnen werden ist die Hälfte der gewöhnlichen Taxe mehr zu entrichten. Omnibus zwischen Bahnhof und Stadt 20 Pf. 10⸗ bung. g. 37. Freiburg i. Br. und Umge 148 Gasthöfe, beim Bahnhof: Hotel Sommer Bahnhof gegenüber, durch Umbau vergröſser dem Postamt in der Eisenbahnstr.*Hotel Treschier Bahnhof gegenüber. zum Alihirin Haof, dem *Hotel etoriu, neben ι Bfuuen, dem Beim Münster: tal gegenüber. Al sters gegenüber. Manm, Salestr. 30, in der Nähe des U *Hotel Hölirenbucl, am Südende No. artinsthor, beim Kreis- und Hof, *Nomiscſien Kuisen 120; Germαiu, Schy Herrenst. 43, in der Nähe des Münsters und des Schloſsbergs; Hirscl., Bertholdstr. 10; Linde, Unterlinden 6; Salmen, Moltkestr, 2, alle drei nicht weit vom Bahnhof. Iſarſehrdlſier Hof, Gerberau 22, altrenom- miert als Weinstube Jenne; Z., L. u. B. von 1.20 Mk. an, Mittagessen vVon ½12—2 Uhr., Gedeck Mk. 1,20; Table d'hõte ½1 Uhr 2 Mk. Vorstadt Herdern: Stadt Wien, Zähringerstr. 44, 10 Min. vom Sieges- denkmal. Zum Seſiubdnen, Stadtstr. 31, mit grolsem Garten, in beiclen gutes Bier. Vorstadt Wiehre, in der Schwarzwaldstr.: Adlen, No. Dreixoni9y, No. 25, ganz nahe dem Höllenthalbahnhof No. 24, und an der Allee zum Waldsee gelegen, Deutschen Kaiser, Güntersthalstr. nahe dem Hotel Germadmi vονẽ,l]-oSeαeller, neu, Z. von 1,50 Mk. an, Mittagstisch von 1 Mk. und höher. Zum dcist, auf dem Münsterplatz, dem Westpor- scle. No, Münsterhplatz, der Nordfront des Mün- hel, Engelstr. 3, 18 beim Mün Miden il— In der Kaiserstraſse: 148; Hν²ν Haf, No. 137, vor dem *Hreihꝛirg9en Hof, No. 130; abenthorstr. 2; SSννHiα⁰μider Ho. 5, vergrölsert; Zuum Scld KaHfeeſidis S Kον. 1770 èröffnet, Engelsgasse 5. Altdeutsche Weinstube, Pamensaldon, von 12—2 Mittagessen zu festem Preis, einzeln serviert; dazu gehört das Wein-, Bler- dinαν Speνůs„Auur alten Blerse, im Stil des 16, Jahrh. renoviert, Bertholdstr. 5, am Bursengang, eine Treppe hoch das Re- fektorium und ein Magis terkneiple ονeushallé nebst der alten Lö- 20E%οννj˖ꝑ⁊euel, 1 st dem Martinsthor, Eing⸗ ang von der Löwen- und Belfortstr.; Mittagstisch von 1,20—3 Mk. LotbenbrAerC(L. Sinnen), Ex- Portbiere, in der Gambrinushalle, s. oben; RestauνẽeL Glürtner, Bert- Boldstr., und im Loibenteller, 4 Min. vom Bahnhof; Zun, Hfauen; Bahn- 170%/, gelobt, vor und nach Knkunft der Mittagszüge Mittagsessen von 1.50 Mk. an; 6. Laber, Katharinenstr. 16; M. Miiller, Friedrichstr. 3 Adlerschilg/e, auf dem Schloſsberg, G. Dattler, 10 Min. vom Stadtgarten oder Schwabenthor, W einstubs, Kegelbahn, Terrasse, schönste Aus- sicht; Rommels Schiloſschien, auf einem Felsvor sprung des Schloſsberges. Hine, vor dem Martinsthor; Nappen, Münsterplatz 19, beides Wein- stuben. Ganter'sche Bierlofalitditen, Schifferstr.; um Lannſidusen; Huimmels einstube, Münsterplatz Joseſsſtellen, Schwabenthorstr. 2; Hestaunant Sc¹juννuννt(Heim), Gartenwirtschaft am Fuſse des Lorettoberges, 8 Min. vom Bahnhof Wiehre. Stadtiarten met Vesthalle, am Fulse des Schloſsberges; Harmomie-Hestd⁴tion, Grünwälderstr. 18, guter Mittags- tisch. Bierbrauieret auνν Wolfshölile, Schusterstr. 59. Restaurationen: Konditoreien: 00, Kaiserstr. 146, neben Hotel Föhrenbach; Otto Calls Miener el Z]⁰ Kohf, Eingang von der Nuſsmanns- und der Engelsstr.; Stauder, Eisenbahnstr. 24. Bei beschränkter Zeit gehe man vom Bahnhof durch die Eisenbahn- stralse zum Denkmal von Rotteck auf dem Rotteckplatz, denselben hin- abschreitend über den Fahnenbergplatz mit hübschem Springbrunen und r. in die Friedrichstr. und zum Wilhelmsplatz mit dem Sieges- denkmal vor der Karlskaserne. Von hier ist links mit wenigen Schritten die evangel. Kirche erreicht; r. die Kaiserstr. mit beachtens- wertem 5 und aus dieser durch die 3. oder 4. Querstr. zum *Münster, dabei Erzbischöfliches Palais und Kaufhaus, dann zur Herrenstr. GASEBUNS VON EREIEUEGi. I 4 e Nladleni4 0 104 97 3 5 U N 2 75 6 2 Wdmfhen Läidiys S6 Aaundlinqʒen O0en; 6 K 0 Immenchi W Uamtell. nSen. 50%0 Hohlend e e E 5 K 0 5 Waldkirch. V lol, ö 8 8 — 71 5 N. NVII 1 bnN J Ka⸗ Rl o0., 4 Heiculr. W Uue 3 3 — NIlo 7 Naegensteiq 35 1 6805* 4. V ahpe A WM 0 38 W S Alil U 3 0 3 15 αι N V MMfochen 60002 , ſoghlnt. K 7 We bahen De. K 88 18 4 51U6 7 L. Mfierhe 222 22 l,— T ahe. All LlesſalRl 8 VN.VdU= 1417 8 Nffen Sle, 75 ++ 8 15 2 Hint. 5 5 8 N lodtnaug Pfdl. HocfeschvIð 9 S5u Her Jeñ n Bon nlesg 8 Jord.& S* W. 8 2 * 1.300 000 Maassstab 22 Gämälge 37. Freiburg i. Br. und Umgebung. 149 und entweder links über den Karlsplatz oder durchs Schwabenthor (etwas weiter) zum Schlossberg. Freiburg, Hauptstadt des echem. Breisgau, liegt an der Dreisam; die schon von Hebel wegen ihres anmutigen Aus- schens bésungene Stadt ladet zu längerem Aufenthalt ein und eignet sich ganz besonders als Ausgangspunkt, für Par- tien in den südl. Schwarzwald. Der Sitz der Universität verleiht der Stadt ihre Wichtigkeit, 45 000 Einw., auch an⸗ sehnliche Industrie. Durch die vielen Neubauten sind die chem. Dörfer Wiehre und Herdern als Vorstädte mit F. ver- bunden. F. ist der Sitz des Vorstandes vom Schwarzwald- verein, unter Leitung des Herrn Hofrat Bellagpièl, und eines sehr thätigen Verschönèerungsvereins. Geschichtliches. Das Schlols auf dem sogen. Schloſsberge, dessen Trümmer ganz verschwunden, hatte röm. Fundamente, wWofür die Bewei in der städt. Altertümersammlung aufbewahrt werden. Eine Nachricht aus 1092 lälst annehmen, daſs Graf Berthold II. von Zähringen auf den bei der Verwüstung im 4. Jahrh. übrig geblie- benen röm. Mauerresten eine neue Befèstigung errichtete. 1120 gab Herzog Konrad dem Ort städtische Rechte. Unter Konrads Regie- rung begann der Bau des Münsters. 1219 kam F. an die Grafen von Urach, 1368 an das Haus Habsburg, und wurde später Hauptstadt im Breisgau. In den Jahren 1632—1744 hatte. F. sieben Belagerungen und Verwüstungen auszuhalten. 1806 kam F. an Baden; die Befrei- ungskri 8 Waren einquartiert 1274 Stabsoffi⸗ teroffiziere). 1827 wurde F. Sitz des E Kirchenprovinz. Besichtigung der Sammlungen: Blein-Runstrerein, Sammlung von Ge⸗ mälden und Kupferstichen, Münsterplatz 38, Sonntag und Donners: tag 11—1 Uhr.— Allertiimνο]ν]pulung, Theaterplatz 3, Sonntags und Felertags 11-—12 unentgeltlich, sonst Anmeldung beim Diener.— Andοmε α]-ẽ Auο,& eldung beim Diener, Albertsstr. 13.— J00lo- gischeο Summbeng. NteuualienHν εẽσtt), mneruονsᷣ“]-ο Sανi,“ ethoοανοu S0le Summ⏑]im Universitätsgebäude, Bertholdstr., Sonntag 11—12 unentgeltlich, sonst Anmeldung beim Diener. Vom Bahnhof durch die breite Eisenbahnstr. mit dem Reichshosteνĩe, Prachtbau im italienischen Renaissance- stil, zum Rotteck-Denkmal auf dem Rotteckplatz, vor der früheren Wohnung des Gelehrten; über den Platz zum Fahnenplatz mit hübschem Spuιννinen, durch die Merian- stralse und Rheinstrafse zur evangel. Kirche, einem alten, hochinteressanten Bau im romanischen Stil, von rotem Sand- stein, aufgeführt aus den Baustücken der Abteikirche Ten- nenbach, als diese abgebrochen wurde. Turmhöhe 85,5 m. Drei Haupteingänge führen in das Innere der Kirche, mit Gemälden von Dür ege 1813—1815 brachten wieder schwere Lasten(1814 und 18 und 651518 Gemeine und Un- rzbistums der oberrheinischen . Christi Himmelfahrt und die vier Evange- listen.— Das Hospital in der nahen Albertstraſse, ein grols- artiges Krankenhaus. Schräg gegenüber 1. in der Albertstr. die Aud4uονννν“, und der Botanische Garten.— Am Hospital und der Augenklinik vorüber und durch die Ludwigstr. bis zur 37. Fieiburg i. Br. und Umgebung. 8 8 8 Karlstr., hier Iinks der alte Friedhof. R. durch die Bern- hardstr. zum Karlsplatz, mit der RKunst. und FHesthalle, ein 1846 errichteter Bau mit einem Raum für 5000 Personen, umgeben von den geschmackvollen Anlagen des Stadtgartens. Von da zur Karlstaserne, vor welcher das grofsartige Sie- ges-Denkmal, mit dem Meédaillonporträt des Generals Werder, Führer der Badenser im Kriege 1870/71, von Moest; am nördl. Anfang der Kalserstraſse drei monumentale Brunnen, von denen einer aus dem 15. Jahrh. stammt, der. zweite ist mit dem Standbilde des Erzherzogs Albrecht von Gsterreich, des Gründers der Universität geziert, und der dritte trägt das Standbild Bertholds III. Von der Kaiserstraſse zum welt⸗ berühmten Münster, einzige im Mittelalter selbst vollendete groſse gotische Kirche. Der Baumeister ist unbekannt geblieben. Die Erbauung wird in die Jahre 1122—1152 g Der Turm, das Lang- schiff und die Westseite gehören dem 13. Jahrh. an, und der Chor, von Hans Niesenb r aus Grätz erbaut, datiert vom Jahre 1513. Das Hauptportal im untersten Stock des Turmes auf der Westseite besteht aus einer äufseren und inneren Vor- halle, von einander durch ein eisernes Gitter getrennt. In der innern Vorhalle die thörichten Jungfrauen, die freien Künste und die hl. Katharina und Margaretha; gegenüber der Bräutigam mit den klugen Jungfrauen, die hl. Ma dalena, Abrahams Opfer, Johannes der Täufer u. a. Der Turm ist bis zur Höhe des Kirchendaches ein einfacher Zau. Der Unterbau des Turmes ist viereckig, geht dann in ein Achteck über und spitzt uin eine schlanke Pyramide zu von der schönsten durchbrochenen Steinarbeit. Den 125 m 9 zer Aussicht, besteigt man vom hohen Tur m, mit groſss südlichen Seitenschiff. Unter den 13 Glocken ist die älteste von 1258, diese wiegt 104 Centner. t man im Innern der Kirche nebe n dem Por- den Türmer, der auch die inner Gesellschaften 1 M Das Münster is dienstes Besichtigung nicht Eintrittskurten erhẽ tal, Trinkgeld fü zeigt, à Pers. 50 Pf, geöffnet, während d 8 10 Uhr gro L Unnere, 104 m lang, 314 m breit, 28 m hoch, macht einen g artigen Eindruck, der durch die Lichtreflexe der Glasmalereien Steigert W. An der 1„Hauptportal. zeigt die Wand gemalt⸗ I. anfa gend im uJrdl. in 5 EORA015 neue Glasmaleèreien von Helmle, Sarko. · mit den Gebeinen alter Zähringer Herzoge und Grafen von Freiburg, 1829 aus der i Thennenbach hierher translociert. Daneben Denkstein des ⸗Vverstorbenen Erabischofs Deme Standbild des Erzbischofs Boll G 1836), in Sandstein von Friedr. sowie das Grab des Erzbischofs von Vicari 1868). In der Oelbergs- 151 37. Freiburg i. Br. und Umgebung. kapelle das hl. Abendmahl in lebensgroſsen Figuren von Sandstein (1805 von Hauser gearbeitet); 4 Kkleine Glasgemälde von Helmle aus der Leidensg lichte, nach Zeichnungen Von Dürer; darüber das Wappen des Stifters dieser Bilder, des Freiherrn von Reinach-Werth. Chor. Hochaltarbild von Hans Baldung, genannt Grün, 1516 ge- malt, das Mittelbild: Krönung der beil. Jungfrau, an den Flügeln die 12 Apostel, auf den Auſsenseiten: Verkündigung, Heimsuchung, Jeburt und Flucht nach E ten. Den kunstvollen hölzernen Auf⸗ Satz schnitzte 1888 der Schréiner Glänz, und den Bischofsstuhl 1848 der Bildhauer Glänz, dessen Sohn. An den Eingängen 1. und r. Steinfiguren von Hause die Herzöge Konrad und Rudolf, Bert- hold IfI. und IV. von Zähringen. Chorkapellen. Wunderliche Figuren von Weibern, Mönchen, Greiten und Sirenen, als Satyren aufgefalst, sind an den' Säulenknäufen am Eingang zu schauen. Die Glas- malereien in den Kapellen sind restauriert. Aſtarbilder. In der 1. Kapelle, die man vom nördl. Seitenschiff betritt, eine Anbetung aus dem 15. Jahrh., Hol hnitzerei in einer gotischen Verzierung. In der 2. Kapelle ein byzantinisches Kruzifix, das Bild des Heilands von getriebenem Silber und vergoldet. Hinter Jem Hochaltur: die Kreuzigung, ein Flügelbild von Hans Baldung, 1516 gemalt, r. der hl. Georg und Laurentius, I. der hl. Hieronymus und Johannes der Täufer, darunter Konterfei mehrerer Bauhütten- Pfleger, zur hl. Jungfrau betend.— In der 1. Kapelle r.(Universi Kapelle): die Geburt des Heilandes und Anbetung der hl. drei Könige, darunter die Familie des Stifters Oberriedt, von Hans Holbein d. J., Flügelbild, 1866 restauriert. Daneben das Porträt eines Geistlichen, in Holbeins Man Grabdenksteine alter Gelehrten(Zasius, Bahst, Jräcisten Hartung, Glareanus poeta laureatus). In. der 2. Ka- des Grà Pelle r.: Flügelbild, auf dem etwäs verdorbenen Hauptblatt, die Heiligen: Augustin, Antonius und Rochus; besser erhalten sind die Seitenbilder. In den beiden Ollerschilfen Einbauten aus dem 17. Jahrhundert. Von den Seitenaltären ist der I. beachtenswert: Anbetung der hl. Arei Könige, eine Arbeit in Holz von 1505. Im svdl. Selte F. Unter den Glasmalere ntenswert im vierten Fenster die vier Evan- gelisten nach Dürer 2 von Hlelme gemalt. Das Denkmal Bert- holds V. von Zähringen( 1218). Heilige Grabkapelle, alte wertvolle Steinfiguren und acht kleine wertvolle Glasgemälde, nach Dürer, von Helmle 1826 gemalt. Den Kirchenschatz zeigt der Küster, darunter in einem Glaskasten die Gebeine des hl. Alexander, ein silbernes Brustbild des hl. Lambertus, Schutzpatron von F., wei kostbare Monstranzen, Kelche u. s. wW. In Säkristei und Kirche laufende Brunnen. Die Kanzel ist von Jörg Kempf 1561 aus einem Stein ge- meiſselt. Durch das südl. Portal das Münster verlassend, hat man das Kauf haus vor sich, ein Sandsteinbau aus dem 15. Jahrh., Kundbogenhalle, darüber ein Altan mit halben Türmchen, an der ädulseren Wand kleine Standbilder. Dahinter der Fest- Saal, seit Kaiser Wilhelms I. Besuch„Kaisersaal“ genannt. Gleich daneben(I., wenn man das Kaufhaus Verlälst) das Frabischöfliche Palais. Nun durch die Schusterstr. am Groſsh. Paldis vorbei zum Schiaodbenthon, am Ende der Salz- Stralse. déessen Freskobild den schwäbischen Bauern vorstellt, welcher der Sage nach Freiburg kaufen wollte und deshalb sein Geld aufgeladen hatte, das aber von seiner Frau her- ausgenommen und durch Sand ersetzt worden war,— weiter 152 37. Freiburg i. Br. und Umgebung. zum Schlolsberg. Auch kann man vom Karlsplatz den Aufgang zum Schloſsberg nehmen, da beide Wege sich am Kreuz vereinigen, ½ St. Schöner und béquemer sind die durch die Privatanlagen des Rebgutes Scſiönech tührenden Fufswege, ½ St. Ein bequemer Fahrweg führt von der Vorstadt Herdern durch das Immenthal bis zum Tanonen— Hlate, mit prächtiger Aussicht. Noch umfassender ist die Aussicht vom höher gelegenen Pavillon mit der Orientie- rungsscheibe. Vom Kanonenplatz führt zum höchsten Punkt des Schlolsberges ein schattiger Fulsweg, wo eine Brücke zwei Felsen verbindet(3Zädandweiser zum Feldberg). Das Panorama ist herrlich: das Kaiserstuhlgebirge, die Vogesen, davor die Stadt mit dem Münsterturm und die lang sich dehnende Rheinebene, zu Fülsen die Vorstadt Wiehre mit der Lorettokapelle darüber, weiter J. der Erzkasten, und 1. an diesem die Massen des Feldbergs im Hintergrunde; das liebliche Dreisamthal endet das entzückende Bild, das von vielen für schöner als die Aussichten von Heidelberg oder Hohenbaden gehalten wird. Zwei früher hier befindliche keste Schlösser wurden von den Franzosen 1744 zerstört. Wer sich ein anschauliches Bild dieser ehemals sehr ausge- dehnten Bergbefestigung machen will, der besichtige in der Städt. Altertümersammlung eine sorgfältig durchgeführte Reliefdarstellung derselben. Genannte Sammlung bietet aulserdem noch vieles Interessante; ein erst neulich Pracht- voll restaurierter, bisher unbekannter Bildercyklus der Kol- marer Schule besonders erwähnenswert. Kleines Trinkgeld dem Diener. Zu den Badeanstalten geht man wieder zurück zum Schwabenthor, dann J. die Dreisamstr. entlang, die Kaiser- stralse kreuzend, am Turn- und Pompierplatz vorbei. Den 0 kann man durch die Werderstr., am Alleeganten vorbei, hier reizender Wasserfall, Gruppe von drei Kinder- gestalten, die quellen der Dreisam darstellend, zum Bahnhof nehmen. Man biegt in die Kaiserstr. ein, am Hotel Föhren- bach vorbei, durch das Martinsthor. I. am Hotel zum Römischen Kaiser vorbei, und die folgende Querstralse I. einschlagend Sertholdstr.), hat man an der Ecke der Universitäts die neue Universität, Albert-Ludwigs-Hochschule, zur Erinne- rung an ihre Stiktor; ehemal. Jesuitenkloster; daselbst eine Wertvolle ethnologische Sammlung und JNaturalienkabinett, welche durch den Pedell(Trinkgeld) geöffnet wird. Verfolgt man die Unive tstr. weiter, 80 kommt man zum Franzis- kanerplatz mit der alten Universität, 1456 vom Erzherzog Albrecht gestiftet, darin das physikalische Kabinett; vor diesen Bau das Denkmal des Berthold Schwarz, der 1340 zu Frei- 37. Freiburg i. Br. und Umgebung. 153 burg das Schiefspulver erfunden haben soll. Von diesem Denkmal kommt man in die Merianstr., rechts das Rathaus, ansehnliches Gebäude aus dem XVI. Jahrh, mit Fresken aus der Stadtgeschichte; künstliche Wendeltreppe im Innern(man Sche durch die Achse nach oben!). Im Hof hübsche Freitreppe und Galerie aus dem 16. Jahrh. Links die Martinskirche, interessantes gotisches Bauwerk, Langhaus spätgotisch, neu estauriert, moderne Glasmalereien. Durch die Schiffsgasse wieder auf den Rotteckplatz, oder die Merianstr. verfolgend, über die Schiff-, Friedrich-, Rhein-, Albertstr. jenseits der Jisenbahn zum eu Gottesuelten an der Breisacher Bahn- linie. Spaziergänge: Durch die Vorstadt Herdern zum Jd elen, 25 Min. vom Stadtgarten, beliebter Ausflugsort mit herrlicher Aus- sicht über die Stadt, Umgebung bis zu den Vogesen.— Auf den *Schlofsberg, entweder vom Stadtgarten oder vom Schwabenthor, am Hochreservoir der Wasserleitung vorbei bis zum KIο¾F¼⁵rpluts ½/ Ste, von den Restaurationen(Rommels Schlöſschen und Dattler, s. oben) Prachtvollè Aussichten. Vom Ks anonenplatz und Pavillon mit Orien- Jerunsstatel beachtenswerte Aussicht. Von der hriche auf dem rliche Rundsicht, bester Ueberblick des Dreisamthales. — 3 Waldspaziergang zum Jägerhäuschen, s. oben, 1 St., von Wo sich der Spaziéergang durch Tannenwaldungen nach der Zaliningen Hurg, der Hottechesmuꝰεν, ο MuνρSfel ROHSH/ͤ ο,n Hottertliul àus- dehnen läſst. Zum 1½ St. entfernten St. Otlilien, Wallfahrtskapelle und Restauration, neu erbaute Lokalitäten, mitten im Walde, 40 Min. vom Roſskopfturm; auch Pension.— Zum Lorettoberge mit dem neu erbauten Hildatiunm ½%½, St, am Fuſs die Restauration von Heim, s. oben; auf der Ostseite die Gedüchtnistupellèe für die in der Schlacht vom August 1614 Gefallenen. Ueber das Jägerhäuschen zum Rolskopf mit nèu erbautem Aussielitsturm aus Misen⸗ Gitterwerk, stets offen.— Zum Waldsee(HRestduralion von Eckerle,/ St. von der Stadt mitten im Walde idyllisch gelegen, vorzügliche Forellen, viel htes Lokal). Weg: durchs Schwabenthor, über die Dreisam- cke, die Schwarzwafdistralse entlang in den kühlen, in einen Park umgewandelten Wald. Nach Güntersthal Zum Kybfelsen; Hirsch), durchs Martinsthor /½ St., mit ehemal. Kloster. Wegweiser machen das Spazierengehen zu den einzelnen Punkten sehr bequem; nach St. Valentin /½ St.; zum Kybfelsen 1¾ St, von hier zum Kybbad ½ St., nach Klein-Kappel / St. und nach Freiburg 12— Nach hBad Vittenibeiler, fihern Mune- valbad, auf der Landstralse ins Höllenthal/ St., über Ebnet rechts nach Dorf und Bad Littenweiler 1 St. Zu diesen Partien kann man auch die Höllenthalbahn bis zur Stat. Littenweiler Ebnet), 5,7 km, benutzen. Ausflüge: Durch die herrlichen Weinberge von Ebringen(1644 blutige Schlacht) aufsteigend, Rückblick auf Freiburg, und dann durch die E bringer Waldungen zum Schönberger Hof, und von hier auf den für Geognosten intéressanten, 646 n hohen Schönberg, eine —— kel 0 Obferstätte, 2 St., mit herrlicher Rundschad. In St. erreicht män die Ruinen der in den Bauernkriegen zerstörten Eur Station St. Georgen /¼ St.); von hier üßer Wald und Feld in 1½ St. zum Selsenlif mit der Sechensw erten»Fischzucht-Anstalt des Herrn Alt-Oberbüre rmeisters Schuster von Freiburg. Zur, Be- sichtigung muls man sich in Freiburg melden, man bofre age seinen Wirt. Von hier über Horben ½ St. steil bergan nach Langendcſtenn 154 38. Das Kaiserstuhlgebirge. ½ St. mit berrlicher Aussicht. Von hier durch die Waldungen Illenberg und Kreuzkopf, meist Weiſstannen, zur Loretto-Rapelle 1/ St. und nach Freiburg. ins Höllenthal, s. R. 40.— Auf den Schauinsland, s. R. 41. Weitere Ausflüge: Von F. über St. Loretto, St. Ulrich, Spielweg, St. Trudpert, Staufen, Krotzingen 1 T., und mit der Bahn zurück.— Von Stat. Nirchæurten II km über Eschbach nach St. Peter und durchs Glotterthal über Denzlingen mit der Bahn zurück 1 T.— Von Stat. Him melreich. 189 km durch das Wagensteigthal nach St. Märgen, und über St. Peter und Eschbach mit der Bahn zurück 1 T.— Von Stat. Teli-Sce 29,2 km nach Schluchsee, St. Blasien und durch das Albthal. .— Mit der Höllenthalbahn bis Neustadt 34,9 Km und 38. Das Kaiserstuhlgebirge. Am südl. Teil der Rheinebene, wo sie den Namen Breis- gau führt, erhebt sich eine Berginsel, ein kleines selbstäu- diges Massengebirge(4 St. lang, 2 St. breit, 10 St. im Um⸗ kreis und mit den drei kugelförmigen Spitzen: Neum Linden, Eüicllelspitae und Nathiarindα¹νeueα)ο, der Kaiserstuhl genannt, weil das Reichsoberhaupt in alten Zeiten auf dem Gipfel dieser Berginsel zu Gericht zu sitzeu pflegte. Es ist eine malerische Gruppe von Basalt und Dolomitkegeln, unter denen der höchste, der eigentliche Kaiserstuhl, 560 m ü. M. oder 339 m über der Rheinebene liegt. Das Kaiserstuhl- gebirge nimmt in Rücksicht auf die Menge des Weins die erste Stelle unter den Weinbergen unseres Vaterlandes ein. Zum Besuch des Kaiserstuhlgebirges von Freiburg kann man die Eisenbahn benutzen. Badische Staats-Eisenbahn: Freiburg i. Br.- Altbreisach 22,5 km 40 Min. Man fahre mit einem Frühzuge oder benutze einen Wagen nach Gottenfeim(Einsp. 3½ Mk., Zweisp. 5½ Mk.), Wo die landschaftlich schöne Region dieser höchst interessanten Berg- formation beginnt. Von Gottenheim mit Omnibus oder zu Fuſs nach Ober- Schaffllausen/ St.(Bad, Krone), bereits im Gebirge. (EUs ist bequemer, bis hier oder bis nach Vogtsberg einen Wagen zu nehmen, bis an die Stelle, wWo ½ St. hinter Ober- Schäffhausen und am Fufs der Eichelspitze der Weg nach Bickenschl führt.) Am oberen Ende des ½ St. langen Dorfes r1. der Séelenberg, 333 m. ein wertvolles Rebgelände, mit Schöner Aussicht auf Freiburg. Durch das Dorf und auf dem Wege vach Vogtsberg aufwärts. Nach ½ St. erreicht man 1. den Weg. welcher von Bickensochl kommt; diese Stelle liegt noch ungefähr ½ St. von Vogtsberg; man geht auf dem Wege von Bickenschl weiter, Wo bald ein Wegweiser nach den 38. Das Kaiserstuhlgebirge 155 Neun Linden zeigt, zur Spitze(559 m) des 3/ St., von der Stat. Gottenheim 11.7 km, zu Fufs 2 Kl. St. Hier herrliche Fernsicht über das Kaiserstuhlgebirge, das Rheinthal, die Vogesen und den Schwarzwald. Nahe dabei die höchste Kuppe, der sogenannte Totenkopf, ein runder Platz mit Gemarkstein, wWo Kaiser Rudolph von Habsburg einige Male Gericht gehalten haben soll. Auf dem Gemark. stein sind die KRichtungen nach Bickenschl, Ihringen und Oberrotweil bezeichnet. Auf dem Wege nach Bichensohll kommt man nach‘; St. zu diesem Dorfe(Whs. ländlich); Fulsgänger gehen von Neus Linden in ù St. nach Station Ihringen, mit den vorzüglichsten Weinbergen(Ochs, guter Ihringer); von hier kann man die Bahn nach Alt- Breisach benutzen; kürzer ist der Weg über Lilienthial zur Stat. Wa⸗ senweiler. Sehr empfehlenswert ist es, den Besuch der Neun Linden mit dem Besuch der Katfiarinen- Kapyellèe zu verbinden, 1 Tag. Von den neun Linden geht man auf dem Bickensohler Weg zurück bis an den Vogtsberger Weg und Kkreuzt diesen, steigt jenseits dieses Hohlwegs auf einem Feldwege bis zu der schon bemerklichen Waldecke hinauf und verfolgt nun den westlich am Waldsaum sich ziehenden 115 welcher bald als Fulsweg, bald als Feldweg immer aussichtreich über den Kamm hinführt; in 1, St. ist dann die Katharinen-Kapelle, zweithöchster Punkt, 529 in, dieses Gebirges erreicht. Die nicht unansehnliche Kapelle ist verschlossen; den Schlüssel kann man in Endingen erhalten. Im Innern Altarbild mit interessanten Notizen; in der Turmstube guter Tubus, Bücher, Karten, Mineralien éte. Aber es kommt nur auf die Aus- sicht von derselben an; Blick auf das Straſsburger, Breisacher und Freiburger Münster. Wer von Freiburg nur zur Katharinenkapelle will, fährt mit der Bahn nach Riegel in 38 Min.(s. S. 142), dann mit Post nach Endingen ½ St.(Pfau), und von hier auf gutem Pro- menadenweg an der sogen. Lange neckhinauf 1½ St. Ebenso zurück und mit der Nachmittagspost nach Riegel, dann mit der Bahn nach Freiburg. Den Rückweg nach Freiburg kann man über Endingen und Stat. Riegel nehmen, oder je nach der Absicht eine der vielen Richtungen einschlagen, nach Freiburg über Schellin- gen, Vogtsburg und Eichstetten, oder nach Bahlingen(KReb- Stoch; Kr. oσνν über das Bad Silberbrummen, Heilguelle gegen Rheumatismus und Gicht(Whs.). Von Bahlingen im Norden Riegel 1 St., im Süden Eichstetten(Adler), mit neuem Gottesbaus, von hier nach Ober-Schaff hausen und Stat. Gotten- heim(s. S. 154). 39. Freiburg i. Br.— Kolmar. Zweitägige Jour: Von Freiburg vormittags bis Alt-Breisach; nach- mittags Abstecher nach Ne2 Brciblach, abends mit Kahn von der Rhein- brücke nach Sponeclt, Nachtquartier.— 2. Tag: Ichtingen, Sasbach, Ruine Limburg, K atharinenkapelle und weiter, oOder zurück auf einem der angegebenen Wege. 39. Freiburg i. Br.— Kolmar.(Bahnfahrt.) Bad. Staatseisenbahn Freiburg i. Br.-Kolmar. Ven Freiburg geht die Bahn nach N., wendet aber noch vor Vorstadt Herdern nach N.W., geht s. längs des neuen Kirchhofs entlang, am Heidenhof Vorbei, r. der Mooswald und Zähringen, zur Stat. Hastetten 7,4 kin, folgt Stat. Gotten- Nein, 11,7 km, Stat. Nsemnbeiier 14.8 km, Stat. Ihringen 17,8 km, s. RK. 38, das Kaiserstuhlgebirge. In wenigen Mi- nuten Wird die alte Stadt Alt-Breisach 22.5 km erreicht. Gasthöfe: Deutscher RKuiden;*Sulmen(Post) u. a. Bierbruterel Miillen. Bahmverbindung: täglich viermal mit Freiburg und Kolmar. Privat-Post: täglich zweimal nach Schallstadt, und über Oberrot- Weil, Burkheim nach Sasbach. Rheinbadeanstalt bei der Schiff brücke. Machen: zur Fahrt nach Ruine Sponeck(6 Mk.) und nach Ruine Limburg bei Sasbach sind nach Eintreffen des Morgen- und des Mittagzuges im Hafen zu haben. Alt-Breisdach, 190 m. mit 3300 Einw., liegt auf einem Basaltfelsen zwischen dem Schlofsberg(nördl.) und dem Eckardsberg(südl.) am Rhein; sie verdankt ihre Gründung den Römern, welche dies Kastell Mons Brisidcus nannten. Einst eine der wichtigsten Festungen, des„heiligen römischen Reichs Ruhekissen“ und auch Heutschlands Schlüssel“ ge- nannt, 1638 von Bernhard von Weimar belagert und genom- men, hatte Br. 1870 Beschädigungen durch die französischen Geschosse zu erleiden. Beachtenswert das St. Stephans- miinster, gotischer Stil aus dem 13. Jahrh.. 1878—1879 réstauriert, mit kunstvollem steinernen Lettner, einem Flügel- altar von H. Lievering aus Leyden und 2 Bildern von Dürr im Chor. Berühmt ist die Aussicht von dem mit Anlagen umgebenen Schloſfsberg, auf welchem 1874 das Denkmal des um die Rheinkorrektion verdienten Oberst Joh. Gottfried Tulla enthüllt wurde, ein 15 m hoher As5ttE,um mit dem Bronzerelief bilde Tullas und der Inschrift:„Dem Bändiger des wilden Rheins“; ferner beachtenswert der Hagen bacſitiſm, den man von der Münsterbergstr. ansteigend durchschreitet, Gefängnis des Landvog von Hagenbach, um die Mitte des 15. Jahrh. hingerichtet; in der obéren Stadt der assert mit Brunnen, dessen Tiefe der Brunnenwärter(Trinkgeld) hre 39. Freiburg i. Br.— Kolmar. 157 zeigt; die Schiſftbrüchte im Juge der Kunststraſse Alt-Neu- Bréisach, und die Eisenbalmbrüche, ein groſsartiger Bau. Ausflüge: Nach Sponeck, 218 m, mit Nachen, 8. oben; oder mit Postomnibus nach Burkheim(Jum Kre uraltes Städtchen dicht am Rhein; man gehe von hier nicht unten am Ufer, sondern den Weg vom Thor Oberhalb der Stadt, Wo die Oberrotweiler Stralse her- kommt, den Weg über die Höhe(Scheibenbuch),/ St. nach Sponeèck; die romantische Burgruine(MWhs. æν, GroſSliν Leohold, Viel be⸗ Sucht, abends Hinzufahren und dort zu übernachten, ist peliebt) liegt Ssteil auf dem Felsen über dem Rhein und bietet eine interessante Aussicht.— Oder von Burkheim über Iohtingen(Sonne) Schiff brücke: Ichtingen-Artæenliem] und SdSbae(Lum Löwen)[Schiffbrücke Sasbachi- Au”νM αα⁰ iuỹ Burgruine Limburg 1½. St., WO Berthold J. von Zäh- ringen gestorben und Rudolf von Habsburg geboren sein soll; zu- rück nach Sasbach ½ St., dann nach Königschafthausen(Lamm, guter Köchlinsberger), ehemal. Königspfalz, Amoitéern ¼ St., anmutig im Thale eingebettet, und zur Katharinenkapelle/ St. Von König- Schaffhausen nach Endingen 1 St., von hier s. oben. Die Bahn überbrückt den Rhein mit einer Gitterbrücke, — r. hübsches Bild über Altbreisach, die Schiffbrücke, den mächtigen Strom und das umliegendé Gelände. Stat. Neu- breisach 26,1 km, und gleich darauf Stat. Neubreisach, Stadt 27,2 Km. kleine Festung, von Vauban erbaut 1703, seit 1870 Wieder deutsch nach kurzer Belagerung. Stat. Suandluofen, 36 km, dann Stat. Kolmar 44.4 km. Gasthöfe: Zubel Schleissel, Z. von 250 Mlk. an; Lamm, nahe dem Bhf., gelobt: Hrel Konig9e; Hotel und Restaurant. Briesen, Z. von 2 Mk. an; Caſſ“ Brund, u. à. Kaysersberger Thalbahn; Aus Kolmar(Dreiltnenstr.) iüiber Vogesenstr., Dragonerkaserne, Schlettstädterstr., Taube, Kanalhafen, IIIbrücke, Hirsch, Rathaus(Horburg, Postagentur 40 km) nach Horburg, Ende 4.5 km, 18 bis 20 Min. 20 kg Handgepäck frei. Kolmar-Schnierlach 20 Km 1½ St. Winsen-ieimen Straſsenbdlis: Kolmar (Cafè du Chemin de fer)— Winzenheim 46 km, 20 kg Handgepäck frei. Elsdi/S-Lotſisungisclie Baulill: Kolmar-Münster 18,5 Kmn 1 St. 1,60, 1,10, 0,60 Mk. Kolman, Hauptstadt des Bezirks Oberelsaſs, an der Lauch und dem Logelbach, 27 650 Eiuw., ist eine alte Stadt, deren Irsprung in die Keltenzeit hinaufreicht, seit 1220 befestigt, Seit 1226 freie Reichsstadt, die 1632 von Frankreich eigen⸗ mächtig besetzt und genommen wurde und erst 1870 an Deutschland zurückkam. Beachtenswert: die 1380 erbaute Dotidne, die gotische St. Mantinslbrehe mit der„Madonna im Rosenhag“ von Martin Schöngauer, 4 1529; das Museum im ehemal. Pominikanerkloster Unterlinden, täglich vorm. 8S bis 12 Uhr und nachm. 2—6 Uhr gegen Trinkgeld, Sonntag und Donnerstag nachm. 2—6 Uhr frei geöffnet. In den Parkanla- gen, dem Marsfeld, die man gleich vom Bahnhof erreicht, die Statete des Admirals Brudt, Statue Rapp auf dem Unterlin- denplatz; in der Stadt das Denhmal Pfelſels. 15⁵8 40. Die Höllenthalbahn(Freiburg i. Br.— Neustadt). Von hier benutzt man die Elsaſs- Nolmar-Mlinsten(S. S. 157). um ver Partien zu machen; nach TI und von hier zur Schlucht u. s. w. Lothringer Eisenbahn mhiedene interessaute 40. Die Höllenthalbahn(Freiburg i. Br.— Neustadt). Das Höllenthdl. Zwischen Freiburg und dem 11 km östl. gelegenen Felsenthal „Hölle“, Eingang zur oberen Thalstufe, liegt das breite, liebliche, ohlbebaute und bewohnte, Yrelsiumtlial, ringsum von Bergen und Höhenzügen eingebettet, welches vor Freiburg, zwischen Schloſsberg 454 m und Bromberg 600 m, sich bis auf 1½ km verengend, westl. von der Stadt in die groſse Rheinebene tritt. Relief wie Schichten- lagerung, die Gerölle, das Vorkommen riesiger geschliffener Blöcke, die um den Titisee bis 900 m hoch gelegenen Moränen beweisen, daſs einst das Dreisamthal einen Bergsee Zebildet, früher aber noch vom Feldsee über den Titisee bis Neustadt sich ein Gletscher aus- gedehnt haben muls. Dreisam heilst„drei zusammen“, nämlich die Vereinigung der Bäche: aus dem Ibenthal Ihach, aus dem Thal der Wagensteig Wa- gensteinbdeh, und aus dem Höllenthal Fotbach. Die Schwarzwaldstraſse führt von Freiburg nach Ebnet 1 St., dann nach Zarten 1 St., von wo r. eine Stralse über Nrchiaurten, Oberried zum Feldberg und nach Todtnau führt; beim Weiterwandern auf der Landstraſse wird r. der Feld- bergturm auf einen Moment sichtbar; Bung(Stadt Branden- burg), darüber Burgruine Miesnech(589 m), 1535 von den Bauern zerstört; auf dem ganzen Wege gewähren die Ein- plicke in die Tliäler zu beiden Seiten der Straſse prächtige Landschaften. Weiter zum Himmelreich, Whs, von Zarten 1½ St., ist der Eingang in das im Gneisgebiet gelegene Höllenthal erreicht. Die Fahrstrafse durch dies 2 St. lange Felsenthal, mit einer engen Felsenschlucht„die Hölle“, wurde 1769 zu ihrer gegenw gen Breite ausgesprengt, als die unglückliche Maria Antoinette auf ihrer Reise Zur Verbin⸗ dung mit König Ludwig XVI. von Frankreich, 1770, den Schwarzwald passierte. In der Kriegsgeschichte ist dieser schauerlich schöne Eugpaſs durch General Moreaus Rückzug 1796 nach dem Treffen bei München bekannt. Zueérst eérreicht man die einzelnen Häuser des Ortes Fallkensteig, am Ende des Dorfes verengt sich das Thal immer mehr, die Straſse scheint in den zusammengeschobenen Berg- abhängen aufhören zu müssen. Der fast senkrechte Stand der Gneisschichten wie die abgebrochenen Schichtenköpfe geben der rechten Thalseite das bizarre Aussehen; Fichten Ielie, 5,9 km, nach Minsten 40. Die Höllenthalbahn(Freiburg i. Br.— Neustadt). 159 und düsterer Wachholder umgrünen das schwarze Gestein, in dessen Vertiefungen da und dort gesammeltes Wasser in langen Milchfäden zum Bache niederstäubt. Wilder und schäumender braust der Rotbach über Felsblöcke. Die Felsen laufen meist in turmartige, mit einzelnen Tannen gekrönte Spitzen aus, wovon die zwei merkwürdigsten den Namen Hirschsprung führen, Felsenpartie von erbabener Schönheit. Hier soll ein verfolgter Hirsch das Thal übersprungen haben; r. hoch oben auf einem Felsvorsprung ein stattlicher Hirsch, hübsche Staffage. L. bemerkt man auf der Höhe altes Ge— mäuer, das ist der Rest der Burgruine Falkenstein. Herzog Ernst von Schwaben und Graf Werner von Kyburg, wegen Empörung gegen Kaiser Konrad II. in die Acht erklärt, zogen, von aller Welt Verlassen, in den Schwarzwald und lebten auf ein- samem Felsenschloſs, dem Falkenstein. Sie zogen gegen jedermann aus, um nicht verhungern zu misssen. Der Bischof von Kostnitz (Konstanz), welcher das Schwabenland verwaltete, hatte den Kloster- vogt von Reichenau, Grafen Mangold, ausgesandt, die beiden Ge- ächteten zu fangen, und Mangold trieb ihnen die besten Pferde von der Weide weg. Da beschlossen die zwei Freunde, im ehrlichen Kampf zu sterben, und stürzten aus dem dunklen Wald hervor, Wo viel Kriegsvolk gegen sie herangeführt war. Voller Verzweifſung fochten sie und starben(17. August 1030) mit einander. Die Aussicht von der Burg ist sehr beschränkt. Die Trümmer stehen öde und schaudererregend; der gemeine Mann kennt sie nur unter dem Namen„Raubschloſs“. Bald hinter dem Hirschsprung verliert das Höllenthal seinen düstern Charakter, die Felswände treten zurück, das dunkle Gestein wird vielfach vom frischen Grün des Waldes unterbrochen, I. kommt die mächtige Felswand die Kadser- zodcht über Baumkronen in Sicht. Auf einem Hügelvorsprung das GHα,-(hνH,ꝭQuOum Adler(altèe Fosh), in nächster Nähe der schönsten Pannenwaldung, 10 Min. von der Ravennaschlucht und dem Hirschsprung, Nächster, hübsch ange- legter Weg nach dem Feldberg;— l. geht ein Fulsweg nach Bre tenau. ½ St. weiter das vielgelobte GSwf³ealis und Pensih x*, Luumn Stern in geschützter Lage, gegenüber der Raẽ,iuuasehluchit, an ihrer Ausmün- dung ins Höllenthal, Pable d'hôote um ½1 Uhr. Warme und kalte Bäder im Hause, Wellenbäder in der Ravennaschlucht, Vorzüglicher Ausgangspunkt für Touren in die ausgezeichnete Umgebung, nach Feldberg, Thurner, Hochwart u. s. w. Jagd und Forellenfischerei. Die neue schöne Stralse, die Höllstiege, führt vom Stern auf mächtigen Stützbauten in mehrfachen Windungen— (Fulswege kürzen, berauben aber den Wanderer der schönsten Ausblickel)— zur Höhe 890 m, die beim Gasthaus 2¼, Röſole erreicht ist. R. Blick in das uralte Seebecken der Winterhalde. L. Weg nach Breitenam /ö St., dem Luuονenr und Hinterstraſs 2½ St.;— r. nach Hinteræarten 20 Min. — Vom Kölsle geht die Landstraſse am Fuſs der Hirsch- halde entlang, am Whs. 2. Laſfete, am Mooshof vorbei, 2u der l. am Wege zerstreut liegenden Gemeinde Altenebeg. 160 40. Die Höllenthalbahn(Freiburg i. Br.— Neustadt). Auch diese ganze Strecke war einst ein Hochgebirgssee, ein weites Wasserbecken, was man an den r. von der Stralse sichtbaren langen Brüchen noch erkennen kann. Dann teilt sich die Landstraſse, I. nach Neustadt, r. nach Lenzkirch; folgt man der letzteren, so kommt bald der IItisce in Sicht. Die Höllenthalbahmn. Bad. Staatseisenbahm) Freiburg i. Br.-Neustadt 34,9 Km. In groſsem Bogen geht die Bahn am Fuſs des Loretto- berges um die Südseite von Freibu g und Vorstadt Wiehre herum zur Stat. Freiburg-Wiehre 25 km, von wo man die S. 153 angeführten Ausflüge machen Kkann. Aulserdem: Nach C¹ννtersthial ½“ St.(Hirschi; Restaur. und Pension ν νse“ Nlosterbraeν.,οονά 58 6 5 mit schönen Waldspazier- gängen, überall Wegweiser.— Nach St. Va! St.; auf den Aια 1/ St., mit den geringen Resten der einst sehr ausgedehnten Ky- burg. Zum Broinbe, Aussicht, 1½¼8 von wo man nach Litten- weiler, Waldsee, Schützenhaus Hinabs eigen kann. Weiter führt die Bahn an Gliimerhöhe und dem beliebten Maldsee(S. 153), I. vorbei; I. und 5 des Drèeisamthales die Nartuuse, dahinter der Ro/Tonf. 7 39 m. mit Aussichts- turm(s. S.), und erreicht Stat. Eirhenelde Ebnet) 5,7 km, mit Mineèralbad, Luftkurort, beliebte Sommerfrische, umgeben von reizenden Spaziergängen durch parkartige Wald- anlagen. Zum Waldsee(S. 1. nach Klenſtappel 1 St., ½ St. Auf den Schauinsland s. R. 41. Das Thal erweitert sich, r. Neuhäusel, Häusergruppe an der Mündung des Kappeler Thales, dann Stat. Kirchzarten 11,0 km(Jun, Dost, gegenüber dem Bahnhof; nèebenan Post- omnibus nach St. Peter, St. Märgen und Todtnau; Zum Lö— , beide gut), Dorf mit 850 Einw., das alte römische Ta⸗ rodunum; in der Dorfkirche Grabmal eines Ritters von Fal- kenstein. Von hier zweigt I. die Poststraſse durch des Eschbachthal ab, über Stegen, weiter aufwärts W. gw. I. in das Steierthal, hier Rück- blick, um das prachtvolle Panorama über das breite Dreisamthal zu geniefsen,— durch das gestreckte Dorf hach und über den Obeèrhof nach St. Peter 3 St. O m) Glο] Hirten), die ehemal. Bene- dictiner-Abtei, 1090 gegründet, 1806 aufgehoben, sehenswerte Kirche. Von St. Peter kann man den Rückweg durch das interessante Lben- tal über B“HhHehmen, 3 St.; oder von St. Peter durch das malerische Oberglotterthal nach dem./ St. r. von der Straſse liegenden G hal 2 St., wenn man den beim Steingruberhof Iinksab führenden, Kkür- zenden Fufsweg gegangen dann durch das nicht minder schöne Unterglotterthal zur Stat. Denalingen 2 St. Min. GHhimershöhie ½% St. Zum AMuναεεα: dann r. zum xpο) St. und zum KbfelSen 40. Die Höllenthalbahn(Freiburg i. Br.— Neustadt). 161 Hinter Stat. Kirchzarten überbrückt die Bahn den Rot- bhach, kreuzt die S. 158 u. folg. beschriebene bei dem Gasthaus Stadt Brandenburg, wWo J. der Weg in das Ibenthal(S. 160) führt; dann die 589 m hoch 046 Trümmer des Schlosses Miesenecht(S. 158); weiter über die von St. Märgen kommende Landstralse zur Stat. Himmel- reich, Falkensteig 12,9 km, r. von der Station die wenigen Häuser des W. eilers Himmelreich, 65 Einw., am Eingang in das Höllenthal(S. 158) Es hleibt empfelilenstuent, his ſuen diè Balin æι,⁰ ονν], danm uber Sνο gHν oden in offenem Wagen, die Wandenung Jortsusetsen,„mMan die Schtiön- lieiten der Landschaſt au deν νεu Strollen Bahnbd kenmnen lernen ebll! Entfernungen für Fulsgänger: bis zum Ende von Fal 1½ St., zum LorScMshI 20 Min., zum Gaasllidets ælum, Stern, — von hier wieder mit der Bahn entweder von Stat. Höllsteig 20den Stat. Hinterzarten weiter. Der Stat. Himmelreich gegenüb lündung des Wagensteig- thales mit der nach St. Märgen aufwärts führenden Straſse, die Wagensteig, Wwahrscheinlich eine aus römischer Zeit stammende Stralsenverbindung. Bis zu dem unterhalb der Burgruine gelegenen BeCανο)N] St.(um Hirschen), kath. Pfarrdorf, Eisenhammer W. erk. Weiter aufwä treten die Thalwände mehr zusammen. Nach ½ St. I. Wegw. in die Spirzen, enges Thal, durch welches man über den Hochenſiof, Wus., 13/4„ und die Schw' eighöfe 1 den Thurner 1036 m, beim Whs. in 1.1 St. kommen kann. flinter dem Whs. Aussicht! Schauinsland, St. Peter, St Märgen, Kandel u. s. W.— (Wer vom Thurner denselben Weg nicht zurück machen will, kann abwärts in 1 St. das gute Whs. Luftkurort Zum Hotlen, 1000 m ü. M., und 20 Min. östl. Breitenau, erreichen, von hier über Oedenbach zum Rölsle, Whs, in Oberhöllsteig 2 St. Dies ist bezüglich der Aussichts- punkte einer der schönsten Wege.) 8 Die Bahn läuft am rechten Ufer des Rotbachs entlang. Bald hinter Stat. Himmelreich r., tief liegend, eine Blech- schmiede;— an dem r. gelegenen gestreckten Zinken Fal- Kkensteig(Jubei Tduiben, Iwischen flimmelreich und Hirsch- Sbrung, nach beiden Kichtungen je 2 km; prachtvoller und bequemer Aufstieg zum Framensteigfelsen, Aussicht) mit Eisen- werken und Drahtfabriken, fast ½ St. lang. L. Wartturm der Burg Falkenstein(S. 159); es wird der Falltenstein tummel, 72 u¹ lang, durchfahren; darüber Ruine Falkenstein(S. 159). Hinter diesem Tunnel liegt die sehenswerteste Stelle des Höllenthales. Der Wanderer auf der tief unter dem Bahn- geleise gelegenen Landstraſse kann hier das grofsartige Cy- Klopenmauerwerk der Stützmauern betrachten, das dem Blick des mit der Bahn Reisenden entgeht. Rechts der schäumende Rotbach. Es folgt der Untere Hirschisp¹qhuu¹e, 128 m lang, nach dessen Verlassen der Hirschsprung(S. 159) pas- siert wird, dann folgt der nur 67 mn lange OberfunscHννν g- ονν,— der düstere Charakter des Thales ist gewichen, am einsamen Jdigerhν,,σ(Whs.), mit der Mündung des Laub- Griebens Reise-Bibl.: Schwarzwald. 7. Aufl. 11 162 40. Die Höllenthalbahn(Freiburg i. Br.— Neustadt). brumentobels, vorbei zur Stat. feüiüenine 18,2 km und 291 m höher als der Freiburger Bahnhof. Bei der Weiter- fahrt beginnt der Zahnra adbetrieb. Der Landstralse wie der Bahn stellt sich kurz hinter dem Straſsenwartshaus ein Felsvorsprung„die Kehre“ entgegen, welchen Rotbach wie Landstraſse umgehen, den aber die hochgelegene Bahn mit dem ca. 200 m langen Kehnetumnel durchschneidet, um fast ostwärts in das Obeère Höllenthal einzutreten und Stat. Post- halde 20,6 km zu erreichen, mit dem guten Gasthaus Zum Adler(Alte Post), s. S. 159. Von hier sehr lohnender Weg zum Feldberg 3½ St. dem Gasthaus gegenüber auf dem neu angelegten Fulsweg aufwärts, welcher bis an die Grenze des Albersbacher Gebirges führt. Dieser Fuſsweg bietet an mehreren Stellen entzückende Blicke in den hintern Peil des Höllenthales und das Gebiet der Höllensteige mit der kühnen Ravennabrücke, er verbindét am bequemsten und schönsten das Höllenthal mit der Höhe von Bistenbach. Dann: a., über den Fuirsdts 1126 m, HReUf˖ e 1080 m 2 Kl. St., über den Goldersbach 1069 m, zum Rain mariespioꝶ,(Whs.) und zur Säge 1113 m am Feldsee, hier imposantes Bild der gewaltigen Felsenufer, welche sich auf der Nordostseite in der HReinmartehaldé àu den Höhen von 1281 m, und mehr nach Westen bis zu 1315 m hinaufziehen, und um den See herum, vor dem See- buck(Aussicht) 1393,7 m erreichen. Es lohnt, den See zu umgehen, 20 Min.; dann Aufstieg über den Carl Euonste zum Feldberger H I St. b. über Lochritté 1163 m, Rinten 1195 m, Baldenibeger- Viehhirittèe 1321 m zurn Cruible 1472 m(mun zum Turm) oder über den Scehu⁰,e Auν,ͤ eld- berger, Hol, s. ohen.— Sehr empfehlenswert ist auch die Besteigung des Kaiserwachtfelsens über Neuhof/ St., mit lohnender Aussicht auf das Thal tief unten.— Weiter nach Breitendu über Neuhof 1/ St. Wer bis huer die Bulin benutæt hat, dem sei eine Wunderung in die schlucht uπσαhαù ⁰uber diée Höllsteigstralse hοnα“οn, ielche ꝛbegen ihiren henrlichen AelSSνHαͥte den Zeitverlust neichilich ersetæt. Die Bahn geht, auf 1,6 km 83 m sich hebend, zur Stat. Höllsteig 22,2 Km, südlich des Kaiserwachtfelsens und gegen- über dem tief unten gelegenen Gasthause œum Stern(S. 159), hinter diesem Landstrafse und Rotbach. Von dieser Station zum Stern niedersteigend, hat man mit dem Blick nach N.O. den bedeutendsten Kunstbau der Bahn, den Viadukt über die Ravennaschlucht(S. 159), vor sich. Durch die steinernen Pfeiler dieser Brücke sieht man nach N. in die ansteigende Ravennaschlucht. Vom Stern gehe man durch die Pfeiler des Viadukts den Pfad entlang, er führt zum Wasserfall, dann ansteigend zum Rabenndfelsen mit Kreuz; Vvon hier kann man die Höllensteige abwärts(köstliche Landschaftsbilder) zum Stern zurückkehren. Für diesen Spaziergang genügt das Ueberschlagen eines Zuges.— Wer mehr Zeit hat, kann, zum Ravennafelsen, dem Wegw. r. folgen und zur Schidnæ auf- 8 n, Aussichtspunkt mit oder die Schlucht weiter aufwär zu den Häusern von Ravenna, Bier I. auf den Xdiseribcht- felsen 1½ St., prächtiges Bild in die Thaltiefe;— oder noch weiter aufw den Weg nach Breitenau erreichen, der vom Felsle, Whs. 5 (S. 159) ansteigt. U ober das Gasthaus æuu Loinen, 20 Min. östl. Breitenau zum Tliunner 3 St. Auch vom Stern führt ein Weg zu dem oben t⸗ 40. Die Höllenthalbahn(Freiburg i. Br.— Neustadt). 163 ungegebenen Aufstieg zum Feldler über die Albersbacher Höhe, ein anderer durch das Löffelthal nach Hinteraarten in 1 St. Die auf Stat. Höllsteig folgende Bahnstrecke, mit 3.1 km 145 m uansteigend, ist ungewöhnlich reich an wundervollen Aussichten. Zuerst geht es über die Ravennaschlucht, in die man von der Brücke I. blicken oder r. unten die tief gelegenen Gebäude des Stern betrachten kann. Es folgt der 83 m lange ERννννumννẽ‘t, von dem ab die Landstraſse nörd- lich der Bahn bleibt, der FVinsterranletummel, mit 245 m der längsteé der Bahn, dann der nur 80 m lange Loſfeltnaltunnel, der letzte. Immer noch ansteigend, erreicht die Bahn die Hochebene und mit Stat. Hinterzarten 25,4 km das Eude des Zahnradbahn-Betriebes. Der gleichnamige Weiler und Luftkurort(895 m ü. M.) liegt reizend in herrl icher Waldluft, von prächtigen Tannen⸗ waldungen umgeben; seine Spaziergäuge mit ausgezeichneten Aussichtspunkten mäachen ihn zu beliebter Villeg ggiatur, auch als Ausgangspunkt für Ausflüge. Gasthöfe: Zur Iinde, gegenüber dem Bahnhof; Pension Schuiler, nahe Bahnhof und Wald; Adler, mit Dependance bei der Kirche, und Gast- fiνj,jnil HRestduratios am Bahnhof, Post und Telegraph, neu einge- richtet, gute Betten, Mittagessen 12½ Uhr, Pension 5 Mk. Ausflüge: Schönster Fahrweg auf den Feldberg 4 St. Südlich der Kirche über einige hübsch gelegene Sägen(886 mn), Kleine Kapelle, Torfhütten und an einsamem Wirtshaus vorbei nach Erienbruck 938 mn ¶Jum Schuban, chem. gräfl. Sickingen'sches Jagdschlöſschen), beliebte Sommerfrische, ½ 8 an der Bruderhalde entlang und zur Brücke, 869 m, üüber den S86585/ St.—(Von hier führt die fürstl. Fürsten- bergische Waldstraſse längs des linken Ufers des Seebachs zum Feldsee in 1½ St.)— hinter der Brücke, auf dem rechten Ufer über den Rehabühl und Vorder-Bärenthal zum Adler, Whs., 977 m, 1½ St., wWo I. der Weg nach Neu- und Alt-Glashütten, Uater-Aha und Schluch- see 2 St. abzweigt. Vom Adler geht die Str alse ansteigend an Hinter- Bärenthal 1005 m vorbei, überbrückt das Bärhaldenbächlein, Südl. Vvon der 1306 m hohen B kommend, und nördl. der Straſse bei der Kunzenmühle, 914 m, in den Seebach mündend, und erreicht bald die groſsartigen Felspartien südl. der Gaisbaumhalde und nördl. des 1310 m hohen Hochtohι, den die Stralse in grolsem Bogen umkreist und von ihrem 658tl. 1145 m hoch gelegenen Anfang der Felsengruppen in ¼ St. die westlich gelegene Jdgermalté“ 1230 m erreicht. Von hier bis Zzur Menzenschwander Viehhütte 1262 m 10 Min. und zum Leldberſſ Gusthaus 8 Min. Lohnender Fuſsweg zum Feldsee, s. auch oben, 2 St. Von der Station oder aus Dorf Hinterzarten nach Bisten, wenige Häuser, dann zum Fürsatz 1126 m, weiter wie S. 162. Dann alle bei den letzten Stationen angegebenen Ausflüge. G59 Ab Hinterzarten läuft die Bahn im breéiten, flachen Thale über Moorgrund, auf 3,8 km Länge 27 m fallend, bis zur nächsten Stat. Titisee(Lenzkirch) 29,2 km. *GHSt,ius Sn hRüren, neben dem Bahnhof und 5 Min. vom Titisee, Uhr, Post- und Telegraphen-Station, Führer und ler Zeit. Postwagen tägl. zweimal nach Schluchsee 1¹⁵ Fuhrwerk zu je 164 40. Die Höllenthalbahn(Freiburg i. Br.— Neustadt). 16 km. weiter nach St. Blasien 30 km(von hier nach Albbruck 26 Km nach Lenzkirch 9km; bei längerem Aufenthalt Pension. SeebrA!bld- Hotèl und Pensim Jädger, mit schattigem Garten und Ter- rasse am See, schön gelegen. Hotel Titises(Franz Eigler), re. nommiertes Haus am östl. Ufer des Sees, totale Ansicht des Sees und Feldberges. Seebäder, Gondelfahrt, Fischerei, Fahrgelegenheit nach allen Richtungen; alle drei zu längerem Aufenthalt Familien und Touristen zu émpfehlen. Zum Titisee senkt sich die Stralse von der Station um etwa 10 m, da der Spiegel des Sees 848 m fü. M. liegt; der Sée ist ½ St. lang, ½ St. breit und 30 m tief. Die Gutach kommt vom Feldsee(1112 m) und durchfliefst den Titisèe, sie liegt am oberen Endé 853,9 m ü. M. Diesen See sollte man nur bei klarer Luft, überhaupt bei schönem Wetter besuchen, wWo man dann ein Bild gröfster landschaftlicher Schönheit geniefst. Bei trüber Luft, bei Regenwetter, Wo um den Peldberg Nebelschleier liegen, erhält man nur ein mattes Ab- bpild dieser Perle des Schwarzwaldes. Auf den Feldberg vom Titisee: 1. Von Eiglers Hotel über den See ½ St.(zu Fufs um den See ½ länger), dann weiter aufwärts im Thal des Seebachs zum Feldsee 2 St. 2. Am nordwestlichen Ufer der sogen. Bruderhaldèe entlang nach Erlenbruck 1½¼ St., Wo der Weg von Hictersurten einmündet; dann weiter s. S. 163. 3. Von der Stelle am andern Ende des Sees, Wwo man nach der Ueberfahrt aus teigt, zum Whs. Bährenthal 1½ St.(/ St. von Neu-Glashütte); dann zum. Feld- berger Hof die nο Hulirstraſee über den Laiger,— oder wie S. 163 an- gegeben. Wenn man von Hotel Eigler der Poststraſse nach Lenzkirch am e entlang folgt, kcommt noch vor Abzweigung der alten Seestraſse Flldbergturm in Sicht. Die Bahn wendet, der Gutach, Abfluſs aus dem Titisee, folgend, nach N.O., durcheilt malerische und wohlbebaute Gegend, überbrückt die Gutach und kommt, nach einer Sen- kung von etwa 50 m, zur Endstation Neustadt 34,9 km (805 m ü. M.). CGasthof æ˙ν Adler, Hirschen; Loibe u. nach Freibu Jagd und Fischerei. Neustadt, in anmutiger Lage, mit 2600 Einw., ist einer der Hauptorte der Schwarzwalder Uhrenindustrie. Das Städt⸗ chen hat ein trefflich eingerichtetes Kranſtenſiqus mit dem Denkmal des Gründers, Dr. Winterhalder, 1886 fand die Grundsteinlegung zum Bau der evανel. Kirche statt. Es wird das jetzt vollendete Gotteshaus vorerst im Umkreise von 6 bezw. 10 Stunden die einzige evangel. Kirche sein. ausflüge: Zum Titisee mit Bahn ½ St. Die schattigen, Wohlge- Pflegten Wege des Hochfirst führen à2u Verschiedenen Punkten. Zum Pavifion 1 St. KAussicht auf Titisee, dahinter Feldberg, r. die Höhen des Höllenthals nach Saig/ St.); wWeiter zum Alpenpanorama, in der Richtung über Bonndorf ½ St. Gach Saig 10 Min.); auf den Luchsen- Post(E. Ketterer); Zun Krone(•Gẽpeizmann); Zum Postverbindungen nach Donaueschingen. Bahn atwagen in allen Gasthöfen. Gelegénheit zur felsen l. 41. Von Freiburg i. Br. auf den Schauinsland. felsen 1196 m, zum Hochſirsttunm, herrliche Aussicht in die Bargegend, in das Hegau, Alpenpanorama, höchster Punkt, des Hochfirst, 1½. St.; — nach Saig 1½¼ 85.(Ochis, Luftkurort, Pfarrdorf, schon im 11. Jahrh. urkundlich genannt, an der alten Straſse von Lenzkirch nach dem Titisee. Zum Ahorn 1 Kl. St, sehenswerter Bauernhof im Schwarz- walder Stil,— von hier über das Sd,’ 1 32 m, prächtiger A ichts- punkt, nördl. Rudenberd, nach Hirtedęelll,Eilen 1½/ St', oder von Neustadt nach Friedenweiler 2/ St.(WIIS. und Hierhrauerei, präüchtiger Luftkurort), Pfarrdorf u. s. W.; in dem ehemal. Benedictinerinnen-Kloster, fürs ché'Oekonomié-Muster-Wirtschaft. Bei dem Klosteribeilien ätte von 300 am Typhus 180 storbenen russ. Soldaten, klingen- griechisches Kreuz. Zurück über Waldhẽn auf die Poststraſ⸗ Neustadt 1½¼ St., oder auf einem Vicinalweg über Klein-Eisenbach auf die Poststralse Neustadt-Vöhrenbach.— Ins Wutachthal s. K. 68. 41. Von Freiburg i. Br. auf den Schauinsland. Wir empfehlen folgende sehr angenehme Tagestour: mit Zweispänner über Kirchzarten im Dreisamthal an dem aus dem Zastlerthal kommenden Osterbach, und nach Oberniel (S. 169), von hier auf der Todtuauer Chaussee bis zum Nol- Schrel(S. 170). Nun r. auf den guten Fahrweg bis zum Haldemtoirtsfuhν;,ĩ Wwo man den Wagen stehen lälst,— von hier zu Fuls zur Höhe des Schauinsland/ St.— Den Rückweg kann man vom Haldenwirtshaus, mit Wagen, auf der alten Todtnauer Stralse über den Gieshubel 1050 m (T. Weg nach Hofsgrund und zum Wachtfelsen, I. Weg zum Ober-Münsterthal) nach Horben nehmen, dann auf guter Fahrstraſse über Guntersthal nach Freiburg. Ju Fufs: durch den Sternwald nach Guintersthal, I St., dann der Stralse aufwärts folgend bis zum Bofinen(Wus.) 3/ St.(um für das spätere Steigen die Kräfte zu sparen, lohnt es sich, bis hier einen Zweispänner zu nehmen, 1—2 Pers. 4.60 Mk., 3— 4 Pers. 5,50 Mk., Einsp. fahren nicht). Bei der Wegegabelung oberhalb des Bohrerhofs beim Forstſiaauise r., pei der nächsten J., dann dem Wegweiser„bequemer Weg ins Schauinsland“ folgen; bleibt man aber geradeaus, 80 kommt man durch den malerischen Dissentobel, auch dieser Weg führt zum Gipfel, Wegweiser genügen, Fehlgehen nicht möglich. Da das Forsthaus 500 m hoch liegt, so sind 786 m zu ersteigen; der Gipfel kann in 2¾ St. erreicht werden. Mit der Höllenthalbahn(S. 160) zur Stat. Littemabeillen 5,7 km(S. 160), wohin man auch mit Droschke, ja weiter bis Kappel fahren kann. Die Station Littenweiler liegt auf der Nordseite der Bahn, hier aussteigen, quer über die Bahn, durch den Ort bis an die Querstralse, daran die Kirche ge- legen, hier links und neben der Bahn hin bis zum Kreèuzweg, nun r. an Siegelsbad vorbei, zum Dorf Kahpel(Kreuz) 1 St, auf den Schauinsland. 166 41. Von Freiburg i. Br. zu gehen. Bei der Kirche Wegteilung, r. geht es zum Kipp⸗ bad, I. zum Schauinsland. Man erreicht Dorf Groſs-Æορο und folgt diesem Wege weiter bis zum Herdemubintsſidus St., hier muls der W. agen zurückbleiben. Oberhalb des Wus. Fulsweg auf den Schauinsland, welcher an den Fflugfelsen vorbei zur Höhe führt, deren Gipfel in 1½ St. erreicht wird. Im ganzen von Littenweiler 3½ St. Veberall genügend Wegweiser. Der Schuauinsland oder Erzkasten, so genannt nach dem ehemals hier betrie- benem Bergbau auf Erze, erreicht eine Höhe von 1286 m. Nausthνę Duiedrichisſiòſiè ScſidetinSναiu Frau Hauhart), 1220 m auf der Westseite und 5 Min. unter der Kuppe; Post- und Telephon-Verbin- dung mit Freiburg. Das sehr empfe hlenswerte Haus ist Eigentum der Stadt F eiburg. Schöne Aussicht nach Vogesen und 11—1 den. Haldentuurtsſia αο S ά)u ⁸pduaα. W. 1147 m II. Gut eingerichtete Fremdenzimmer. Für Belcbene und Feldbe rg- 2U ouristen günstiger Punkt zum Uebernachten. ste dient besonders die neu erbaute Dependence höne 1 auch Bäder; eben- falls zu empfehlen. Den Schlüssel zur Orientierungstafel erhält man im Rasthause. Auf dem Gipfel ist eine teils liebliche, teils grolsartige Aussicht auf die Höhenzüge des Schwarzwaldes im Norden und Südosten. Südöstlich gegenüber das Felsmassiv des Feldbergs, der sich noch 208 m über den Schauinsland er- hebt(1494 m). Südlich ragt der Belchen empor, und zwischen beiden bei heiterer Luft die fernen Alpenketten von den Glärner bis zu den Berner Alpen. Im Westen schlielsen Vo- gesen und Kaiserstuhl den Blick in die Rheinebene. Rückwege: den Weg über Güntersthal und Forsthaus beim Bohrer hinunter kann man nicht fehlen; er dauert, ganz zu Fuſs, 3% bis 4 St. Durch das Kappeler-IThal. Von dem Signal zum Rast- hause abwärts, bald Wegweiser r., schöner W eg, in/ St. ist man im Thal. Hier thalabwärts weiter bis Klein-KAappel (Kreuz) 1¼ St., von wo man auch nach Freiburg 1½ St. zu gehen hat.(Bahn siehe oben.) Ein etwas weiterer, aber weniger steiler Weg führt vom Rasthaus am Luisenfelsen, Aussicht, vorbei durch den Wald, zum Teil Zickzackwege, zum Stapfleſe Is, Aussicht, und weiter bis zum J70/fHoρ Felspartie. Diesem Wege folgend, am S4Jeigetobel und eene vorbei bis zum Gasfau aulr IKyyburh in Güntersthal 2½ St. Von hier bis Freiburg 1 St. Droschken 5. R. 37, S. 147. Ein anderer Weg: vom Rasthaus zum Langenbachitobel, den Holæschléiger-Malten 960 m, weiter abwärts in das Tha! 42. Von Freiburg i. Br. durch das Münsterthal zum Belchen. 167 bis zur Hütte, welche bereits 340 m unter den Matten liegt. Von hier zum Forsthaus im Bohrerthal 1 St., nach Günters- thal 1 St., weiter s. vorstehenden Weg. Weg über den Kybfelsen: am nördl. Ende des Pflug- felsens Vorbei zur Höhe des Dissentobel, der Paſshöhe folgend zum JTaubenſeopf, Sko m, und weiter nach Norden auf dem Pfad, r. der Prangenltonf 842 m, am Kirchlingsgrund Vorbei, r. der Horbenfelsen 795 m, und nun auf den Kybfelsen 840 m(kurz vor der Höhe gehen Zickzackwege nach Osten und Westen ab, ersterer zum Kippbad, letzterer über die Hütte nach Güntersthal). 2½ St.; zum Abstieg vom Kyb- felsen kann man diese Wege, überall Wegweiser, benutzen, Aulserdem führen auch noch Pfade abwärts: nach NVenHuV“ bei Littenweiler, zur Glumershiöie, nach Kappel u. s. W. Ueber den Hundsrück: vom Rasthaus nordöstl. um das Südende des Hundsrückens herum, dessen östlicher Seite fol- gend in nordöstl. Richtung an der Kapelle, dem Rappeneckhof (960 m) vorbei nach Dietenbach 2 Kl. St.: von hier nordöstl. über den Bruggabach nach Kirchzarten(R. 40. S. 160), durch das Dorf, über die Bahn und zur Stat. 2 St. Der(S. 165) zum Schauinsland führende Fahrweg über Oberried und den Notschrei geht von dieser Stelle in östl. Richtung zum Feldberg. 42. Von Freiburg i. Br. durch das Münsterthal zum Belchen. TPagestour, wenn man auf Beobachtung des Sonnen-Unter- und Aufgangs von Belchenhause Verzichtet; freilich ist das Uebernachten im Belchenhause durchaus zu empfehlen. Ein Hauptausflug von Freiburg, mit dem Frühzug nach Lrotsingen(S. 54), Wo man den im Badischten llof bestellten Wagen am Bahnbof vorfinden muls, oder mit Postomnibus, der nach Ankunft des Zuges nach Staufen geht; hier einen Wagen nehmen. Vom Bahnhof Krotzingen die Landstralse aufwärts am r. Ufer des Neumagen zum Städtchen Staufen 5 km(978 m) (AJun Kneile, Post nach Krotzingen), mit 1920 Kinw., an der Mündung des Münsterthales. NMalerisch thront über dem freundlichen Orte die Burgruine Staufenbuurg. Ausflüge. Zur Staufenburg/ St.— Auf den St. Johannjsberng ½ St., und zum Messerschmiedefeélsen 5 Min. weiter. Vom Johannisberg zum alten Schlols(691,8 m) I. kl. St.— Zum, Sullæbunger, Bad über Scfllenfstein-I0/, durch den' schattigen Wald über Grunnern(Bad Ws.) / St., und Ballrechten ½ zur Stadt Sulzburg(Hirsch'; Rebstoch), mit 1255 Binw. den Resten dés St. Cyriac-Klosters und einem bedeuten- den Weinbau und Weinhandel. Das Bad liegt/ St. weiter auf⸗ wärts(Quelle salzhaltig, + 120 R.), wo man in ländlicher Idylle leben 42. Von Freiburg i. Br. durch das Münsterthal zum Belchen. 168 St. über Oberweiler nach denweiler.— Zum Scehibeih hön géehaltenem Wege in St.(oder von Neuenfels in ½ St.), in der Sonne gut, und Ge- legenheit zur Forellenfischerei im Klemmbach.— Zum Brudermatt- felsen u. s. W. Zurück kann man Hinter Staufen geht die Landstralse auf dem linken Ufer der Neumagen Weiter, I. oben die St. Johannis-Kapelle; die Berge treten mehr zusammen, r. Dorf Grunern am Fuls der Riester, dann Hotte Ho,i)(Whs.), von hier läuft ein Pfad nach N.-O. zu der Regelsbunꝗ 1 St.; folgt Rotte Wasen, Wo sich die beiden prachtvollen Kunststraſsen: r. durch das Unter-Münsterthal zum Sirnitz Paſs, Il. durch das Ober— Münsterthal über die Wiedener Eck, trennen. In das Unter-Münsterthal. Von Rotte Wasen(s. oben) r. in 20 Min. zum Dorf NeuαMꝗi.(Wäs.), mit Wegeverbin- dung 1. nach Maulten. Weiter thalaufwärts nach Kothucls ½ St.(mit Wagen über die Langeck zum Hochkelch und zum Belchen); dann immer ansteigend nach Mlinsterhialden 55 Min. Von hier geht die Strafsée in Windungen aufwärts nach Hinter-Heubronn 1½ St., nun r. zur Sirnitz-Höhe 1 St., mit prachtvoller Aussicht in das Rheinthal und zu den Vogesen, desgl. schöner Rückblick, Von hier über Schweighof nach Badenweiler, s. R. 53, S. 186. In das Ober-Münsterthal. Von Rotte Wasen(s. oben) J. einbiegend, geht man einem fortwährenden Wechsel der schönsten Landschaften entgegen. RHotte Muinste, 20 Nin., dann in ¼ St. St. Trudpert, Whs. am Eingang, Kloster aus dem 7. Jahrh,, 1818 aufgehoben. Weiter folgen die Gehöfte von Krummlinden, Vogel- gesang und Wolfgarten, zu beiden Seiten der Stralse ge- legen, dann Spielweg(Whs., gut zum Frühstücken) 55 Min., von Staufen 2½ St. Hier zweigt von der alten, steilen und aussichtlosen Straſse die neue, mäſsig in Windungen ansteigende Kunststralse ab, prachtvolle Aussichten lohnen hier die 1 Wanderungen, wenn auch ein Umweg von gut ½ St. ge- macht werden muſs. Ein Pavillon ist an der landschaftlich schönsten Stelle errichtet; dann hat man links den düsteren Scharfenstein(910 m) zur Seite, dessen unbedeutende Ruinen- reste auf schroffer Porphyrwand thronen. Es folgen grolſse Felspartien, prächtiger Hochwald, die höhere Thalstraſse ist erreicht. In weiterem Anstei 1½ St.(Wlis., guter Wein; hier sind Führer für den Belchen); ) Die einzelnen Häuserkomplexe im Münsterthal werden Rotten genannt. n kommt man nach Neru-O 43. Von Freiburg i. Br. zum Feldberg und Belchen. 169 in der Nähe Einmündung der alten Straſse in die neue. Nach einigen weiteren Windungen der Stralse wird die Wiedener Eek, 1080 m ü. M., in 1½ St. erreicht. Aussicht auf die Schweizer Alpen. Der bewunderungswürdige Bau dieser Kunststralse erinnert an die berühmten Alpenübergänge, sie führt von der Wiedener Eck nach Schönau im Wiesethal (R. 57) abwärts in vielen Krümmungen. Pfarrdorf Wieden „/½ St.(Whs.) St. weiter abwärts beim Wegweiser geht links ein Weg über Dongencholeden und MuggenbHuιννά ν,)ůn Feldberg, s. R. 45. Abwärts folgt die Stralse dem linken Ufer des Wiedenbaches, erreicht LDizenfeld im Wiese-Thal 1‘ St. und führt weiter an Schlönbuchen, links vorbei nach Schönau 1 St. Wege zum Belchen. a. Durch das Unter-Münsterthal ist der nächste Weg. Von Staufen mit Wagen bis Neumühl (S. 168) Zweispänner 8 Mk., von hier Fufsweg zur LNinne, trüher Whs.(Gedenktafel) 5,5 km, 1119 m; von hier erreicht man, den genügend vorhandenen Wegweisern folgend. in 50 Min. das Belchenrasthiuis, in schützender Mulde gelegen, und in 10 Min., die Belchenkuppe, s. R. 53, S. 186. b. Ueber die Wiedener Eck: Bis hier kann man bequem fahren; nun Fufsweg, im Vorblick hat man die Häuser von Obermulten, zwischen dem Heidstein 1329 m und den Hohen Tannen 1306 m führt der Pfad. In 1½ St. erreicht man die Krinne, weiter s. oben.— Rückwege s. R. 53. 43. Von Freiburg i. Br. zum Feldberg und Belchen. Mit der Höllenthalbahn(R. 40) zur Stat. Kirchzarten(S. 160). Von hier geht in südlicher Richtung die Poststraſse nach Stat. Todtnau 21 km 4½ St., zurück 3½ St. In 3ù St. Oberried(457 m), 4 kmn von Stat. Kirchzarten GOuαιννe&᷑ auun Sternenpost, Fahrgelegenheit; Hirsdli, Adllen), Dorf mit 350 Einw., an der Mündung des Zastlerthales, mit chemal. Goldbergwerkgruben. Durch das Zastlerthal zum Eeldberg. In dem felsenreichen, male- rischen Thal, am Kloster r., den zerstreuten Häusern Ortes Zastlen(Blume) vorbei 1 St. Auf dieser Strecke 1388 sfelsen, Scheibenfelsen, Adamshof, weiter am Osterbach, auf nzum. Sclge, öSt.; wWeiter auf der Fahrstralse zum Finften von Ldsblen (1195 m) 1½ St., wo der Weg aus dem Höllenthal vom Stern ein⸗ mündet; nun südl. zur Baldemebegen Vielluditts((821 m) ½½ St. Von hier zum Luisenturm über das Gruble ½ St. Ein Fulsweg geht vom Scuiioeiserlioſ,(S. oben) r. ab über den Toten Mann(1300 m) zum Feldberg. 170 43. Von Freiburg i. Br. zum Feldberg und Belchen. Man kann von Freiburg mit Wagen über 00 Zastlerthal, soweit der Weg nach der Baldemioegen Ii. 5 von da zum Lalisenturms/ St. zu Fuſs gelangen. Im Zastlerthal schickt man den Wagen in das S“/. Willielmstlial bis zum Napf, um ihn dort wieder vorzufinden. Man kann vom Turm über den Seebuch in/ St. zum Veldberger Hof gehen und dann den Rückweg zur Wilelmsthalen Veſihinittè 1/ St. antreten. Von hier bis zum Nahf a St. Beide Thäler bieten viel Interessantes. ed durch das Die Poststralse erreicht austeigend in 1¼ St. bei der Hoien Bruchee den Wegweiser, welcher J. in das St. Wil⸗ helmsthal zeigt. Durch das St. Wilhelmsthal zum Feldberg. L. in das hübsche, durch Fels- und Walddekorationen ausgezeichnete Thal einbiegend, an den zerstreuten Häusern von 8St. Wilhelm Vorbei, zur Kapelle ½½ St., Wo einst das Kloster Mariakron stand. Der hinterste Teil dieses in den Fuſs des Feldbergs tief eingeschnittenen Thales heifst„N Wenn man die letzte der vier zu passierenden Brücken erreie man auch beim aumn Nap,; hier I. den Fuſspfad in Windung bergan ½¼ St., in/ St. erreicht man am Walde Wegweiser, der r. zeigt, und in ½ St. zur S8/. Willelmer Viehihuittée, von Wo man in einer Weiteren St. zum Luisenturm aufsteigt. Zwischen diesen beiden Thälern kann man auch folgenden Weg wählen: Von Oberried auf einem interessanten Wege gleich hinter dem Orte r. von der Zastlerstraſse abgehend über die Rolshalde und rlenbachen Meitté(Whs.) zum Toten Maν 1300 m) und zum Laisenturm. (Für diese 3 St. in Anspruch nehmende, selten gemachte, aber an herrlichen Aussichten reiche Tour ist ein Führer notwendig.) , Steil und in vielen Windungen steigt die Poststraſse nach Podtnau aufwärts, am Schumclæplats 8S45 m, dann an der Sdigemuſile 927 m vorbei zur Palshöhe, dem Notsehrei, 1126 m. Denlestein, von mehreren Gemeinden als Dank für die seit Vielen Jahren erbetene Landstrafse Freiburg-Todtnau er— richtet. Von hier geht r. der 1555(alte Haldenstraſse) zum Belchen, l. zum Feldberg(R. 45) Dem Denkmal gegenüber zum 5 5 eg(l.) nach der Wilhelms- thaler Hütte. Zum Vir. vcαE•αr,.⁰] St., wohin man schon vom Schmelz- platz(s. oben) auf einem Fulswége gelangen kann, Steubenbausen/ St., mit heèerrlicher Fernsicht, besond auch auf den sogen. Napf irn Vordergrunde, und dann zur WIll. Haler Hitte(I.) ½ St., zur Todt- ν1. Huitte(T.) ½ St., Unterkunft für das Fuhrw- erk, und zum Laeltsen- t¹uπνέẽ] ½ St. Die t der bequemste Weg von F., man kann bis zur Todtndtter Vieliinitté tahren; der Weg bis zum Stubenwasen führt aber immer durch Wald und entbehrt der Aussichten. Auch kann man zur Rückkehr den veuνE,ο¹n. Fühinitee benutzen, der, von Todtnau über den Zeiger kommend, durch das Bärenthal zum Titisee geht. Vom Notschrei abwärts nach Muugg nονν.ν/m, 152 m unter der Palshöhe, Luftkurort(Adler; Grüner Baum), weiter 1. Wegweiser nach Todtnauberg ½ St.(Stern). Auf der Fahr— stralse geradeaus nach A/tersteeg ½ St.; in mehreren Win- dungen senkt sich die Strafse zur Brücke ½ St. über das Todtnauer Wasser, dem Stübenbach mit dem 100 m hohen Wasserfall, und führt in einer weiteren ½ St. nach Todtnau (8S. R. 56). 44. Wege zum Feldberg. 71 Obgleich es nicht der gewöhnliche Weg ist, kann man auch vom Feldberg aus den Belchen besuchen, und zwar: entweder durch dàs Brandenberger Thal nach Todtnau und Muggenbrunn, oder über Steubenwasen und Hirschkopf nach Muggenbrunn, dann über die Höhe nach Umgendwieden 1¼ St. und zur Wiedener Eek 1 St., weiter s. R. 42. 44. Wege zum Feldberg. Der Hauptrücken des Feldbergmassivs markiert sich von Westen nach Osten durch den Blauen, Belchen, Feldberg, Hochfirst. Die oberste Bergterrasse des Feldberges ist nach allen Seiten vielfach zerklüftet, sehr steil abfallend, und gipfelt im Nordwesten im Höchsten, 1500 m, sowie im Osten im Seehbue 1473,2 m. Von dieser obersten Bergterrasse zweigen sich, im Nordwesten beginnend, der Reihe nach, nach Osten und so fort. folgende Haupteinschnitte ab: das MWiſnhelmsthal, das Jastlertnal(geradester Weg von Freiburg), beide führen nach Oberried, das Rohiriser- oder Bdis tal, der Abfluls des Feldsee in den Titisee, das Menzen- SCνe‘ α unue das Brandenbenger, Thal. Durch diese TPhäler führen in derselben Reihenfolge folgende Wege, Sämtlich mehr oder minder gut zum Fahren, in die Höhe: 1. durch das Bruggathal aufwärts, den Eingang ins Wil⸗ helmsthal 1. lasserfd, über den Schmelzplatz zum Notschrei, dann l. über den Hirschkopf, Steubenwasen zur Wilhelms- thaler Viehhütte(s. S. 172); 2. denselben Weg bis zur Mün⸗ dung des Wilhelmsthals, hier links hinein und aufwärts zur Wilelmsthaler Viehhütte(s. S. 172); 3. über die Rofshalde und Erlenbacher Hütte(Whs., auch Nachtquartier), den Todten Mann zum Feldberger Turm(s. S 173); 4. durchs Zastlerthal zur Baldenweger Viehhütte(Whs.), S. S. 172; alle vier von Oberried kommend; 5. über Albersbach und Rinken zur Baldenweger Viehhütte(S. S. 172), von Wo ein guter Weg auf den Séebuck und den Turm führt; 6. über Flinterzarten, Erlenbruck, im Rotwasserthal aufwärts zum Feldsee, oder über Bärenthal zum Feldberger Hof, beide Wege vom Höllenthal konmend(s. S. 173); 7. vom Titisee, an der Bruderhalde entlang über Bärenthal G. 8S. 164); 8. von St. Blasien(Albthal) durch das Menzenschwander Thal zum Feldberger Hof,(s. S. 172); 9. aus dem Albthal durchs Ber- nauer FPhal über das Herzogshorn zum Feldberger Hof (8. S. 172); 10. von Todtnau durch das Brandenberger Thal kührt die meue Fahrstrafse über den Zeiger(ca. 300 m hinter der Palshöhe I. Seitenweg zum Feldberg-Hotel) und ◻ 172 45. Der Feldberg. durch das Bärenthal zum Titisee(s. S. 174); 11. von Todtnau über den Todtnauer Wasserfall und Todtnauberg, und(mit Führer) zur Todtnauer Viehhütte(s. R. 56 und 57). Aulser diesen Wegen führen noch aus allen Richtungen sogen. Jägerwege zur Höhe, zu denen aber nur mit Führer zu raten ist. 45. Der Feldberg. Viehhuitten. Seebucht. Feldsee. Tunm. Die Entstehung des Namens Feldberg deutet die noch im 13. Jahrh. übliche Schreibweise: felnere— von Fel(Spitze, keltische Be- zeichnung für Berg)— und der daneben gesetzten déeutschen Uebe setzung: Berg. Auch wurde der Feldberg früher Peſibeng, Heliberg ge- nannt, weil hier das Vich eine vortreff Iiche Weide erhält. Daher denn hier auch Alpenwirtschaft betrieben, und das Vieh der benach- barten Orte bis zum He auf diesen Hochebenen gelassen wird. Der Gebirgsstock besteht aus Gneis, die Flora bekundet über- haupt krystallinisches Gestein. Die obere Kuppe des Feldberges ist eben und baumlos und so ausgedehnt, daſs man nirgends einè volle Rundschau halten kann, deshalb wurde der Turm érbaut. Die Ab- hänge des Feldbergs sind sämtlich mit Wald bewachsen; am Süd- abhang bei der Todtnauer Viehhütte, kommt, die Buche über ihrer Vegetationsgrenze vor, sie überholt die Weilstannenregion. Die Rot- tanne reicht weit zum Gipfel hinauf und hat noch zuletzt in ihrem Gefolge Ahorn, Weiden und Vogelbeeren. Die oberste, längliche, an den Rändern vielfach zerklüftete, baumlose Bergterrasse miſst von S.O.(1260 m) nach N. W.(1320 nn0 in über 4 km, in der Breite beim Seæhu,αͥε᷑ 600 m, beim (in der Mitte zwischen Seebuck und Turm) über 1 km, beim Teurm 750 m. Die Viehhütten. Diese Hochebene, aus welcher sich die einzelnen Kuppen Seebuck, Grüble und Turm erheben, mit einem Kranz von sieben Viehhütten umgeben, welche bei fast gleichem Niveau vom Turm in der Luftlinie entfernt sind, wie folgt: im Norden in der Reihe nach Osten: Zastler Viehhütte(1262 m), 700 m entfernt; weger Viehhütte(1307 m), 1250 m; Lenzkircher Viehhütte(1295 m nördl. vom Feldberger He Menzenschwander Viehhütte(1262 m), 33 kin Südl. vom Feldberger Hof, an der Straſse über den 61 er, die von Todtnau zum TPitisce führt;— Todtnauer Viehhütte im Süden(1320 mn) S0O m, St. Withelmthaler Viehhütte(1320 m), 700 m, im Westen; And allein im N.W. weit vorgeschoben die Erlenbacher Viehhütte(1261 m), 4,5 Kkm. In den Hütten sind auch einfache Erfrischungen(Milch, Kaffee, Bier) zu haben, in der Baldenweger und Todtnauer kann man auch über- nachten, letztere sind auch für längeren Aufenthalt geeignet. In der Nähe der Viehhütten, auf dem felsigen Boden am Séebuck, im Men- zenschwander- und Zastlerthal, am oberen Rande des Feldsees, in den feuchten Schluchten zwischen der Lenzkircher Hütte und dem Feldsee wird der Botaniker reiche Beute finden. Nordöstl. vom Seebuck, südl. vom Feldsee liegt das Gasthaus Feldberger Hof(1278,8 m), höchster Luftkurort, viel besucht, Z. von 0 Ml. an, Badezimmeér, Milchkur; gute Küche, Weine und Bier. Postagentur, Telephon nach St. Blasien; zweimal täglich Personen- post von und nach Titisee. In der Hauptsaison sei man frü 1g oben, um bequeme Unterkunft zu erhalten. Das Hotel bleibt bis 185 45. Der Feldberg. 173 20. Oktober geöffnet. Pension je nach den Ansprüchen Mk. 58. Am 15. Juli 1889 fand die Einweihung der von dem Hotel-Eigentümer erbauten Kapelle statt. Vom Feldberger Hof(1278 m), wWo man den Schlüssel zum Turm, der aàuch in allen Viehhütten zu erhalten ist, mitnehmen muſs, zum Höchsten führt ein gerader Fuſsweg, welcher nach 10 Min. r. den Pfad von der Lenzkircher Vieh- hütte aufnimmt, in ½ St. zum Seebuck, einer 1450 m hohen Kuppe mit Ruheplätzen, sehr malerischer Aussicht und einem interessanten Niederblick, über eine fast 300 m steil abfallende Felswand, auf den Feldsee, das Bärenthal entlang zum Titi- Sce mit dem Hochfirst im Hintergrunde. Am südl. Abhang des Seebuck, an der sogen. Feldberg- yalde, beim Leiger, ist der Ursprung der Wiese(1234 m). Der Feldsee, den man vom hohen. nordöstl. Abhange des Seebucks in schauerlicher Tiefe erblickt, der höchstgelegene Bergsee des Schwarzwaldes, hat einen schwarzgrauen, kreis- körmigen Spiegel(3,5 ha groſs und 1112 m ü. M.), von Tannen und Föhren umrahmt. Sein Abfluls ist, der Seebach, welcher durch das Bärenthal dem Titisee zuflielst. Der See soll Lachsforellen enthalten. Die tiefe Einsamkeit der Gegend und die schauerliche Stille zeigen hier ein Stimmung er⸗ Weckendes Landschaftsbild. disjenig9ſen, elche von Stat. Postſialdè(S. 162) oder von Stat. Hinter- Zdrten(S. 163) uνν Feldses elbdundert sind, dſe vom Wegweiser Zum Sternwhs. im Hlöllenthal“ und„Zum Feldberger Hof“, dem letzten Wege folgend, ersteigt man in Zickzackpfaden, zwischen mächtigen Felsstücken und alpiner Umgebung die Höhe und erreicht das Hotel Feldberger Hof nach/ St. vom Wegweiser. Zum Höchsten mit dem Friedrich-Luisenturm. Weiter vom Séebuck in nordwestl. Richtung hinab zur Einsattelung 1420 m, Wo ein zweiter Pfad von der Lenzkircher Viehhütte mündet, 10 Min. Nun ansteigend zur zweiten Kuppe des Plateaus, dem Grüble 1473 m. ½¼ St. Vom Grüble in mehr Weéstlicher Kichtung ersteigt man in 10 Min. den Höchsten 14947 m. an den nordöstl. die Felsabhänge des Ostterraius, die südl. Einfassung des Zdsller-Loclis, bis auf 150 m heéran- treten. Auf dieser Kuppe, höchster Punkt des Grofsherzog- tums. wurde 1856 zum Andenken an die Vermählung des Grolsherzogs Friedrich mit der Prinzessin Luise von Preufsen ein steinerner Aussichtsturm erbaut, 6m im Umfang, 13 m hoch. Das Feldberg-Panorama,. Die Auus⁸αν˖ο der Mattfonm ist die grols- artigste im Schwarzwalde, nur jenigen vom Belchen, und von Höchenschwand sind annähernd damit Vergleichbar. Im S.O. erblickt man den Hochvogel zwischen dem IIler- und Lechthal, Tiroler und Vorarlberger Alpen, daran schlielsen die Schweizer Alpen mit dem Jäntis dann,die Churfirsten, der spitze Tödi, und vor ihm der Rigi, der Titlis, der Pilatus u. s. v. Nun beschaut man die Alpen des 5 Oberlandes: Finsterahorn, Schreckhörner, W. Stterhörner, weiter r. der Eiger, Mönch und die Jungfrau.(Die auf der Tisch- Platte eingravierte Mittagslinie schneidet die Mitte zwischen Jung- frau und Mönch.) W. eiter r. folgt noch eine Reihe anderer Berge, welche in ganz südwestl. Ri atung durch die des Mont- blanc geschlossen wird. Weiter. nach W.(F.) lagert, der Jura, dann folgt die V ogesenkette, die Rheinebene mit dem Kaiserstuhlgebirge, Stralsburger Münster; ganz in der D 1. den Blauen und Belchen, südl ganz nahe das Herzogshorn u. S. W. Den Schlüssel hat man, wenn man ins 9181 nicht zurückkehrt, beim Niedersteigen in einer der Vichhütten abzugeben. Wer vom Feldberg den Schluchsee besuchen w ill. geht vom Luisen- turm zur Menzenschwander Vichhütte 1 2, St., den Weg noch/ St. Jdgermuttè 1280 m, an der Straſse vom Zeiger. Hier 84041 (Wgw.„Menzenschwand-Schluchsee“) an deér Südseite des Hochkopfs 1310 In 8. 163) entlang, hoch über dem Thal der Menzen- schwander Alb, 8 ne Aus- und Niederblicke. Nach“ eblick 1,4 km) diesem Weg folgend zum*Seeblick. Auss 5 Schluchsee, Titisee, Alpenkette. ½/ St. zur dann l. den Weg- weisern folgend in 1¼ St. nach Unteraha 916,6 m(Zum Auelαον, an der Poststralse Litisee- nlue see-St. Blasien. Hier gabelt der Weg; man folge der Poststraſse, welche am See entlang und neben dem bewal- deten Wolfsgrund her in 1 St. nach Seebrugg, m, am Ende des Schluchsee. Der See liegt 910 m ü. M., ist/ St. lang, ½ St. breit und an einigen Stelllen bis 25 m tief; 5 seinen zahlreichen Fischen kommen der Hecht(ESox lucius) und die T. he(Lota communis), deren schon Plinius gedenkt, am häufigsten vor, Barsch, Karpfen, Weiſsfisch und Aale seltener. Weiter am Seèe entlang und dann 1. 10 Min. zum Luftkurort und Seebad Schluchsee(Hotel uã⁊ſ˖d FPen S]SſSternen, klimatischer Luftkurort und Seebad, neu einge- richtet, zu längerem Aufenthalt geeignet. 46. Neustadt-Titi-See- Feldberg. Von dem S. 164 genannten Pavillon mit Ruhesitzen und Aussicht, oder vom Gasthaus zum Ochsen in Saig I., oder vom Turm des Hochfirst(S. 164) r. auf der breiten alten Fahrstraſse zum Titi-See(S. 164) an seinem unteren Ende, m, wWoO die von der Balinstation TYitisce kommende tstralse über Lenzkirch und Fischbach nach Schluchsee führt, und die alte, von Saig kommende Straſse einmündet. Hier liegen die beiden vortrefflichen Gasthäuser; das Schwarz- wald-Hotel und Hotel Eigler(S. 164). Von hier zum Feldberg (S. 164). 47. Neustadt-Thurner St. Peter. Von Neustadt auf der Straſse nach Freiburg bis zum Wgw.„Langenordnach“ r. ½᷑ St. In diesem Wiesenthale aufwärts, nach Waldau 2 St., Luftkurort, gute Gelegenheit Märgen und 174 46. Neustadt-Titisee-Feldberg. 47. Neustadt-ThurnerSt. Märgen u. St. Peter. 48. Neustadt-Vöhrenbach-Furtwangen. 175 zum Forellenfischen. Weiter im Dorfe, 10 Min., erreicht man dasOfHν,s auν ννεσ W. Winterhalder), sehr empfeh- lenswert. Aussicht auf die Alpen, beliebte Sommerfrische, ½ St. entfernt das Lachenhäuschen, gerühmter Aussichts- punkt. Von Waldau Landstr. nach St. Märgen 2½ St., und zum Thurner 1 St. In 1. Kl. St. erreicht man den Hohle- graben(Whs), von wWo r. der Weg nach St. Märgen ab⸗ zweigt. Auf der grolsen Straſse(U) bleibend, kommt man in ½ St. zur Kapelle des Thurner(1036 m) und Whs. 2% Ijntener, prächtige Fernsicht r. auf den Kandel, im Vorblick auf den Schauinsland und I. auf den Hochfirst. Zurück: I) über Einsiedel, einige Höfe, ins Insthal, und dann über Schiidinende und den Schottenlio, auf die Freiburg-Donaueschinger Landstrafse nach Neustadt 2½ St.,— 2) vom Turner zur Weilstannen- höhe 1190 m,/ St.(Aussicht), und über Bogbach und durchs Jostthal nach Neustadt 2 St.,— 5) über FHalrrenberg(Whs.) 1 St., und den Hochwart 1120 m(Aussicht), nach Breitenau(I0H), höchster Punkt der St St., zum Hdſsle- Wis. auf der Höllensteige und zur Stat, HenterEdYHen, von Wo man die Bahn nach Neustadt benutzen kann,— vorbei 1/ St., und durch das schmale Thal in am Anfang des Thales) auf gutem Fahrweg zum ensteig 1/ St., der nach St. Märgen und nach [Von hier nach Breitenau 2¼ St.] 4) an den Scαοiαiαid der Spirzen(Tochenliaß, Wgw. auf der Và Buchenbach ½ St. 2 Vom Thurner nach St. Méirgen, führt die Stralse nach Hinterstruſs(Whs.) ½ St., gleich dahinter r. Weg zu den Glasſiitten, in/ St. r. Wegweiser nach Furtwangen und nach ½ St. St. Mürgen(Gasthα,ʒRãaꝛae Hirschen, L. Will- mann, 2 mal tägl. Postverbindung mit der Höllenthalbahn⸗ station Kirchzarten). Bei der Kapelle herrliche Aussicht. Die Partie von St. Märgen nach St. Peter(1ò St.) ge- hört zu den sehenswertesten des Schwarzwaldes. St. Peter und die Wege von hier durch das Tben-Ihal und das Eschh-IThαA s. S. 143 und 154. Wer von Freiburg direkt nach St. Märgen zu fahren wünscht, benutze die Höllenthal- bahn bis Hinferzarten, von da mit Privatwagen über Burg, Wo ein guter Fahrweg abgeht. 48. Neustadt-Vöhrenbach-Furtwangen. Von Neustadt führt die gute Poststraſse durch das Reĩchenbachitial nach Eisenbach(Lisenbàdlèe æi, Sbern), Mineralbad, oder auf den sogen. Höchst 1130 m(TLöꝛoe, Hirschi), Alpenpanorama, bis hier 7 kmn, r. geht der Weg nach Braunlingen, Donaueschingen; weiter am Schollach- thale vorbei nach Hammereisenbach 8 km(Hammer-WIs., Sommerfrische), am JZusammenfluſs vom Eisenbach und Urach am r. Bregufer; darüber Ruine Neufürstenberg, im Bauern- 176 49. Neustadt-Donaueschingen. kriege 1525 zerstört.[Verfolgt man l. das Urach-Thal, 8o kommt man nach 1/ St. nach Dorf Vrach, und in Weiteren 1¼ St. ansteigend zum Wirtshaus Kaltenſierben auf der Höhe, hier W. egeteilung: r. über Veuleind, J Kkl. St., und auf der Stralse weiter bis zum Wegw. auf der Poststr., der J. nach Gütenbach zeigt, 23 St., hier r. nach Furtwangen (S. 129), Il. zu den ersten Häusern von Waldau ¾ St., zur rduube ½% St.(S. 174). Von Hammereisenbach geht r. die Poststr. über Bregenbacù, 10 Min., Zindelstein 1. St., mit Ruinenresten der Burg 4/HMHuinstenberg, die Breg entlang nach Molterdingen(Kreuz) 1½ St., weiter über die Höhe nach Donaueschingen 1½ St.(S. 132). Von Hammereisenbach in 1½ St. nach Vöhrenbach(Reichisadler, mit Brauerei; Löthe; Kreue, Huiedrichshiöh˙e), freundliches Städtchen mit 1410 Einw., dessen Orchestrions in alle Weltteile versandt werden. Von hier führt die groſse Poststralse r. über Unter-Kirnach 790 m(Stadthiof, Röſsle), die Heimat von Jakob und Martin Blessing, Erfinder der Orchestrions, 8 km nach Villingen, (S. 131) 8 km, links nach Furtwangen(S. 129) 8 km. 49. Neustadt-Donaueschingen. Es können drei Wege eingeschlagen werden: A. Kürzester fahrbarer W die Poststralse 29 km. Von Neustadt auf der Poststr. im Gutachthal abwärts, J. Weg nach Friedenioeiler(S. 165), dann steigt die Straſse zu den Röthenpachen Schaneen, 950 m, geht nach Röthenbach, schon 124 m tiefer(Rö/sle; Adler), mit 1200 Einw. Folgt Löffingen 1½ St.(Lörbe[Post]; Adlen, Linde, Brauereien), mit 1155 Einw., bedeutender Landwirtschaft. St. n.-W. IPAIIPUlsluheο xlm Mitterschinee, auch Schmee- Freue genannt, dabei ein W weiter auf der Poststraſse (I. auf der Höhe ½ St. Dittispcntsem, intèressanter Ort für Uhrmacher, Holzschnitzer und Mechaniker) nach LDyadingen, Poststation 1½ St., r. von der Straſse, am Gauchach- und Mauchach-Bach, und nach Döggingen(Somnue IPost)), nach Hüfingen 13 St.(Löiꝛbe), Städtchen mit 1910 Einw., In freundlicher Lage; im fürstl. Fürstenbergischen Schlosse das Landeshospital. Reste von Römerbauten in der Nähe. Von Hüfingen über Almendshofen nach Donaueschingen(Von Löftingen 3½ St.). B. 1. Fufsweg: Von der Gutachbrücke bei Neustadt, r. auf der Vicinalstralse aufwärts nach Kappe! 1/ St., über den Aussichtspunkt die Kappeler Höhe(980 m) t Pavillon hachl, 49. Neustadt-Donaueschingen. (man erblickt den Feldberg und auch den Hohen Randen bei Schaff hausen);— auf den Hochifirst/ St. weiter. Der Weg vom Aussichtspunkt führt auch auf den Weg von Saig nach Kappel. Ein Kürzender Fufsweg führt auf dem r. Gutach- ufer über den Kaiserhiof nach Kappel. 2. Fahrweg: Auf der Donaueschinger Poststraſse/ St., Wo r. der V. icinalweg nach Kappel abgeht, hier Brücke über die Gutach, dann noch/ St. dem Gutachthal folgend, und ansteigend zur Höhe ½ St.[Bei der Brücke fand ein Ge- techt während Moreaus Rückzug 1769 statt.] Auf diesem Wege schöne Rückblicke. Kappel 890 m(Steyn), Luftkurort, freundliches Pfarrdorf mit 600 Einw., ist ein sehr alter Ort am Fuſse des Hochfir mit prä ächtiger Aussicht. Weiter nach Lenzkirch abwärts/ St. 3. Von Neustadt nach' Lenalirehi dben den Niti-See: Von Neustadt Bahnfahrt bis Stat. Liti-See, dann zum unteren Teil des Titi-Sees und zum Schwarzwald-Hotel oder zum Hotel Higlen. Von hier entweder von der sogen. alten See- Stralse links aufwärts ½ St. 7mjðñ Kneue(Albenaussicht), hier nicht I., sondern geradeaus nach Saig ½ St. und von hier über Miihilingen in 1 St. nach Lendlir oh oder von den See- Hotels(S. 163, 164) aut der neuen Staats- und Poststraſse am Südöstl. Seeufer entlang bis hinter der ersten grofsen Kehr (Umschau) a˙ιm Roten, relle[Wo r. der Weg über Falkau, Alt-Glashütte nach Schluch-See abgeht], dann über Müh⸗ gen, an Urach vorbei, nach Lenzkirch(810 m), 10 kin vom Titi-See. GAsth,ff Adler(M. Werne), Pension mit Z. von Mk. 4,50 an. Zum Milden Mann(O. Messmer). Wirtschaft aur Pfrenglemihile, mit Kegelbahn. Schwimmbad. Warme und Solbäder Dürrheimer Sole). Post: zum Titi-See, nach Neustadt, Bonndorf und Weizen, nach Schluchsee, Stat. Blasien und Al Ibbruck. li Lenaltiroli, industrieller Marktflecken mit fast 1500 Einw., in sehr hübscher Lage, berühmt durch seine Uhrenfabrikation und Strohhutflechterei. Spaziergänge und Ausflüge: Schöne Spaziergänge in den Wald- anlagen am Stogfleberg.— Zur Burgruine Urach/ St.; nach Saig(Oolis, mit Pension) 1 St.; zu den Aussichtspunkten auf den Hochfirst—7—4 bis St. weiter;— zum fiti-See, s. oben;— auf die Kappler Höhe St.; um Feldberg 3 St.;— nach falkau durch das Haslachbach- Thälchen über das Rote Kreuz 11½ St.; im Haslachbach-Thale weiter auf- rts, an Hinter- Halliuu vorbei, nach Alt-Glashütte(Looo 6%/ St., zurück Bber den*ι,“pueben See/ St., Raitebuch' ½, St., nach 1 Stz; — oder von Alt-Glashütte die Färhalde entlang zum Feldberger Hot „oder über Veu-Glushilittè 1 St. und zur fürstl. Fürstenbergischen ralse, hinter Bärenthal ½ St.,— oder auf der neuen Fahr- zum Feldberger Hof 1½¼ St.;— oder von Alt-Glashütte nach uitte 1 St., dann 1 Bärenthal(Adler) ½½ ͤSt.;— hach Schluch- see und zum Schluch- See, auf der neuen schönen Stralse über Fisch- Griebens Reise-Bibl.: Schwarzwald. 7. Aufl. 12 178 49. Neustadt-Donaueschingen. bach in 13/ St. nach Schluchsee 9 Kmn, 8. auch S. 174(Stern; Schulf; See- bäder; Fischerei und Nachenfahrten), in reizender, gesunder Lage, 10 Min, vom See, vortreff lich au längerem Aufenthalt und für Aus- flüge als Stützpunkt geeignet. Der See ist eine kleine Stunde lang, ½ St. breit, hat eine Piefe von 25 m und ziemlichen Fischreichtum, namentlich Hechte;— zurück Kann man die alte Fahrstraſse über Dr. hach, oder auch die Post benutzen, oder im Schwarza-Thal, Ab- fluls des Schluch-Sees, abwärts auf der Poststralse nach Halsern und Hönenschwand(s. R. 58 und R. 66), oder von Häusern nach St. Blasien (S. R. 65). Von Lenzkirch durch Haslachbach-Thal auf dem 1. Ufer des Wassers bis zur Schlel 4/ St., der gegenüber r. der Weg zum Kloster, Grünwald fi 3/ St. In Lenzkirch Straſsengabelung: I. über Bonndorf und Stuhlingen nach Schaffhausen, r. nach Schluch- See(9 km). Für die Strecke von Lenzkirch bis Bonndorf ist Fuhrwerk oder Post anzuraten; über GuH αο αιν) n 1½ St. nach Bonn- dorf 1 St. Gasthöfe: Zum Hirsch Post); Sonne; LKruns; Spiegel; Restaurationen und Brauereien. post: über Lenzkirch nach Neustadt 27 km 3¼ St.; nach Donau- eschingen 26 Kkm 3/ St.; nach Weizen 14 km 1/ St.; über Birken- dorf nach Thiengen 31 km 4/ St. serdem gehen auch Postwagen nach Löffingen 14,0 km und zum Titi-d Bonndorſ, betriebsamer Ort mit 1550 Einw., ist seiner hohen Lage wegen(845 m) besuchter Luftkurort und eignet sich wegen der schönen Umgebung 2u lüngerem Aufenthalt. Beachtenswert: Pfurrhirche, ehemal. gudiſl.& chlo/s, jetàt Be- zirksamt, das Rathaus, inmitten der Stadt, das Spital, mit dem Standbild des Fürstabts Martin II. als Gründer. Ausflüge: Zum Lindenbuck(905 m), mit eisernem Pavillon, Alpen- aussicht,/ St.; zur Schattenmühle 2¼ St., im Wutach-Thal;— von hier das Wutach-Thal abwärts; nach Bad Boll mit Ruine/ St., 8. R. 68; — zur Ruine Roggenbach im Steina-Thal, s. R. 67;— Post bis zum Steina-Had, dann zu Fulſs abwärts, zurück über Wittlekofen und mit der Weizener Post nach Bonndorf;— nach Seebruck über das Steina- Bad, Rothaus und Amerzfeid 16 km, s. R. 67 Weiter nach Minmchringen 1 St., Euodtingen 1 St., Mutach mile 1 St., Aselfingen/ St., Achidorf„/ St., Eisenbahnstat. Bluntberꝗ(Lollhaus) /4 St., s. R. 68, und mit der Bahn Weizen-Immendingen nach Donaueschingen. 2 + C. Für kniefeste Fuſsgänger. Fufsweg: durch das Wutachthal(R. 68) bis zur Tatach- „Mihle, mit Führer(der auch als Träger über die Wutach dienen muls). Von Neustadt auf der Poststraſse nach Donau- eschingen, bis zum Kappeler Vicinalweg ¼ St., nun rechts auf dem Vicinalweg der Gutach folgend, die überbrückt wird, an der Einmündung des Haslachbachs Vorbei, von wo ab der Fluls den Namen MIitach anninnnt. Weiter an den Ruinen Staylegg und Rduberschlöſsbe vorbei Uinge der 8 zonn- 50. Freiburg i. Br.-Basel. 179 zur Schiattenmailile(Whs.), bis hier 3½ St.— Wer im Wutachthal übernachten will, wendet sich am besten über die Dietfurtern Milile auf anmutigem Waldwege zum Luft- kurort und Mineralbad Boll(s. Route 68).— Der Weg geht weiter von der Schattenmühle an R, Thanmneg(/½½ St. von Boll) vorbei zur Mutachmihle(Erfrischungen, doch nicht zum Uebernachten), Evatingen(Hirsch). Durch das Gau- bach-Thal an der Bruderkirche vorüber nach Mundelſingen (Whs.) 1½ St., von hier I. nach Hausen vorm Wald, und über Hifingen nach Donaueschingen. 50. Freiburg i. Br.-Basel.(Bahnfahrt.) atseisenbahn) Linie:([Frankfurt-) Heidelberg-Basel. Frei- 61,8 km. Die im Text angegebenen Kilometer- zahlen beziehen sich auf Heidelberg. Nach Verlassen des Bahnhofs von Freiburg wird die 3 überbrückt, I. Vorstadt Wiehre, Blick ins Dreisam- thal, I. Abzweigung der Höllenthalbahn, I. oben die Loretto- 18 r. Blick auf den Tuniberg und das Kaiserstuhlge- birge, r. Uffhausen und gleich darauf Stat. St. Georgen Breisgau) 193,9 km; weiter l. Leutersberg, dahinter Rne Schneebung, 1 St., am Schönberg, dann Stat. Schallstadt 198.4 km, von hier über Ebringen zur Ruine Schneeburg auch 1 St. Leber Mengen nach Muumæingen 1 St, von der 573 m hoch gelegenen Kapelle auf dem Tuniberg lohnende Aussicht. Die Bahn tritt in die Rheinebene, 1 Scherzingen, J. Norsingen, r. dicht an der Bahn GPed die Kunst- stralse von Altbreisach wird rechts gekreuzt, Stat. Kro- zingen 204,3 km(Badischen Hof, am Bahnhof, Rö/sle in der Stadt; Post nach Stauifen 4 mal tägl., 5 km 3/ St.). Die Gemeinden Unter- und Ober- Krozingen haben 1500 Einw. und berühmten Obstbau. Hier ist der ingang in das Münsterthal, s. R. 42. Ausflüge: Am Eingang. in das Münsterthal Staufen, 8. R. 42. Nach Offnadingen/ St., am Möhlinsbach, mit Aussicht über die Rheinebene. . Nach Schlatt/ St., mit Wiesenbau und Viehzucht; vor beiden Dörfern ziemlich in der Mitte und von jedem ½ St. ehtfernt liegt das stattliche Pfarrdorf Biengen in der Telzendsten und fruchtbarsten Gegend des Breisgaues, trefflicher Wiesenbau und bedeutende Vieh- zucht. Beachtenswert: Altarblatt in der hoch gelegenen Kirche, bei welcher schöne Aussicht; die nahe hübsche Villa ist Eigentum des Freiherrn v. Neveu. 2 St. vor Schlatt Feldkirch mit dem Schlosse des Herrn v. und ½ St. weiter, fast dicht am Rhein, Hartheim, Filiale von erstéèrem.— Zum Kukuksbad, LDuterambringen 2/ St., ichhoten ½/ St., Ehrenstetten ½/ St., Ellingliofen, /, St., Kukuksbad St.; von hier nach Freiburg über Merzhausen 2½ St.— Nach Staufen be durchs Unter- und Obermünsterthal zum Belchen. 12³ 180 50. Freiburg i. Br.-Basel. Die Bahn nähert sich dem Rhein. r. Tluunsel, r. Eschi- Yach, I. Blick auf den Belchen, Stat. Heitersheim 210,2 km (JZun Adler, Lum Kreus,— Post tägl. 2 mal nach Sule- hurg 7 km 1 St.), Städtchen mit 1350 Einw., von Rebbergen umrahmt in freundlicher Lage; das Schloſs war bis 1806 Residenz des Herrenmeisters des Johanniterordens. Ausflüge: Von Heitersheim über Bettberg, St. Ilgen, Britzingen, Ruine Neuenfels nach Schweighof 2½ St., s. R. 52, lohnende Partie;— von H. an den weinreichen Orten Ballrechten und Lauffen und an dem Kastellberg vorbei nach Sulzburg 2 St. zu Fuls, oder mit der Post, s. oben. Hinter Heitersheim geht die Bahn an Seefelden vorbei zur Stat. Buggingen 213,3 km, von Wwo man über Dorf Buggingen, Dattingen und Britzingen, 1¼ St., zur Ruine Neuenfels in 1 St. kommen kann. TDeber Hügelheim, Zunzingen bleibt J., zur Stat. Müllheim 218,7 km, eigen fli, Badembeiler. post vom Bahnhof nach Stadt Müllheim 2 km, Badenweiler 7 km, mit Anschlufs an die ankommenden und ab enden Züge.— Gast- höfe: Hotel FPost(Grether); Zum Loien(Greif). Badhaus mit einer Quelle une dern; das nèue Schebiνν,˖, wird viel besucht, dabei Gartenwirtschaft und Brauerei; in der Nähe ein hübscher Aussichts- Punkt, Himmelreich' genannt. Der groſs Stadtwald giebt Gelegenheit zur Jagd. Die Wirte vermitteln die Erlaubnis. Miillheim ist ein wohlhabendes Städtchen, von alters her durch seinen Wein, besonders„Rechenhade bekannt, Hebels Weinparadies, das er mit dem Spruch Verherrlichte: Müllen uf der Post, Trinkt, mer net aà guete Wi Tusig Sappermost. Schlupft er nit wie Baumöl i, 2˙ Müllen uf der Post.“ Diese alte Post, welche der Dichter hier meint, liegt vom Bahnhof aus Il. an der Landstr. und dient jetzt Oekono- miezwecken.— Weinbau und Weinhandel sind die Haupt⸗ beschäftigungen der 2350 Einw.; sehenswert: Puyotestaut. LKirche, rein gotischer Bau, seit 1881; Katfol. Kirche vom Jahre 1878; Ratliaus, Neue Scſiule, Smnagoge. Nach Vögisheim ¼ St.(Mis., gut), auf schönem Waldweg zu er- reichen. Hlsdſs-Lothring. Hisenbdſin; Müllheim-Mülhausen 22,1 km. Im Westen des Bahnhofs von Müllheim liegt das Städtchen Neuen- burg, durch eine St. lange, Pappelalleèe mit Müllheim verbunden. Im Orte starb 1639 Herzog Bernhard von Weimar, der Plötzliche FTod wurde auf Vergiftung im Auftrage des Kardinals Richelieu ge- schoben. Jenseits des Rheins liegt das Dorf 20l, Wer Zeit hat, gehe über die Rheinbrücke bei Neuenburg nach Hichnodld im Elsaſs, und nach Ottmarsheim, 1½ St. weiter. Hier ist die wegen ihrer Eigen- art in allen Kunstgeschichten angeführte Kirche, ein gewölbtes Oktogon aus dem 4., nach anderen aus dem 11. Jahrh. stammend. Die Bahn geht über Stat. Bansenleim und Stat. Grunhlittèe durch den Haardtwald zur Stat. Nupoleonsinsel und Stat. Mülhausen. Vom Bahnhof Müllheim durch die Stadt Müllheim nach Viederibeilen ½ St., hier dreifache Wegeteilung: alle drei 50. Freiburg i. Br.-Basel. Wege führen nach Badenweiler, der I. ist die Poststr., welche in ½ St. nach Oberweiler führt. Von hier nach Baden- Weiler ½ St. Bad Badenweiler, s. R. 51. Von Müllheim weiter tritt die Bahn dem Gebirge näher, Stat. Auggen 221,1 km(Bar), an einem Ausläufer des Blauen; im Gemeindewalde die Hebeleiche,— die Bahn nähert sich nun dem Rbein. Stat. Schliengen 224,6 km(Zun HKrone,; Sonme, Post tägl. 2 mal nach Kandern 9 km 1/ St.), freund- licher Marktflecken mit 1350 Einw. und beträchtlichem Weinbau. Von hier ab rechts sitzen! Die Bahn erreicht den Rhein bei Stat. Bellingen, 228,2 km, folgt dem 22 m hohen rechten Ufer, oft auf dem durch Absprengen geschaffenen Wege, mit freier Kussicht auf den jenseitigen Haardtwald, über die Stat. Rhieimbeilen 231, km, Kleinltems 234,2 kin, durchfährt den 235 m langen Tunnel zur Stat Istein 237,8 km mit dem Isteiner Klotz, kolossale Felswand, senkrecht aus dem Rhein aufsteigend, welche drei Tunnels nötig machte. Auf dem Gipfel(354 m ü. M.) Fernsicht: Basel mit Umgebungen, dahinter die Alpen, jenseits das Elsaſs. Hinter Istein folgen ein 125 m, dann ein 317 m langer Tunnel, nach dem Aus- tritt grolsartiges Bild des Isteiner Klotzes. Stat. Efringen— EHirchen 239,7 km, Stat. Eimeldingen 243,6 km(Zum Ochisen) mit der Kandermündung, herrliche Aussicht, alter, wohlha- bender Ort; folgt Stat. Haltingen 245,7 km und Leopolds- höhe 248,0 km. Leopoldshöhe-St. Ludwig, s. R. 55. Weiter tritt die Bahn auf Schweizer Gebiet und erreicht Stat. Basel, Badischer Bahnhof 251,5 km, in Klein-Basel 10 Min. von der Alten Rheinbrücke. Badusel. a. Wer in Basel bleiben will, kann auf dem Bad. Bahnhof aus- steigen und zur Fahrt in die Stadt Omnibus oder Droschke benutzen; b. Wer in die Schweiz weiterreisen will, fährt mit der Verbindungs- bahn über den Rhein zum Centralbahnhof; c. wer nach Schaff hausen und Konstanz will, bleibt im Bad. Bahnhof. Droschken: Vom Bahnhof in die Stadt bis 4 Pers. 180 Ots., jedes Gepäckstück 30 Ots.; in der Stadt bis 4 Pers. 120 Cts. Omnibus:(„Tram“) in der Stadt je nach der Entfernung 10 bis 20 Ots., von einem Bahnhof zum andern 30 Cts. Hotels: Am Badischen Bahnhof: Hotel Schirieden æu]pmp Denutschie,, Hoſf, mit Restaurant, dem Bahnhof unmittelbar gegenüber, empfehlens- wertes Hotel mit mäſsigen Preisen. Baseler Hlo,(vorm. Micheh, mit grolsem Garten, etwas entfernter. Am Centralbahnhof: Schubeier Hof und Hotel Hiller, mit Garten- terrasse, beide renommierte Häuser I. Ranges. Hotel Fietorid(früher 182 50. Freiburg i. Br.-Basel. Lorens), mit Restaurant, gute Küche, empfehlenswert. Hotel St. Gott. vard, mit Café-Restaurant, neu, gut eingerichtet. Hotel Nationdl mit Caféè-Restaurant, gelobt. Hotel Hofer und llotel Jurd, kleiner. In der Stadt: Drei Könige, renommiertes Haus I. Ranges, in schöner Bage am Rhein. Hotel zun Storchen, sehr empfehlenswertes Haus mittleren Ranges, am Fischmarktplatz, unweit des Rheins (Omnibus zu allen Zügem. Bellevue und Mone, beide am Rhein. Cen- lralfaf, mit Café-Restaurant, vortreffliche Küche; Sclh, Wijder Mann, Post, alle vier im Centrum der Stadt.— Hotel gelobt, und Ses Kretis, beide in schöner Lage neben der Rheinbrücke in Klein- basel. Basel, 253 m f. M., bedeutende, reiche Handels- und Fabrikstadt mit 71 500 Einw., altbekannte Universität, liegt zu beiden Seiten des Rheins, Groſfs-Basel auf dem linken, Klein-Basel auf dem r. Ufer; beide Ufer sind durch drei Fahrbrücken verbunden. Schattige Spaziergänge und hübsche Anlagen an Stelle der früheren Stadtgräben um die Alt- stadt. Vom RBad. Bahnhof durch die Klarastralse und Greifen- gasse zur alten Rheinbrücke, 1226 erbaut, mit kleiner Ka- pelle, von der die Hexen in den Rhein gestürzt wurden. Von der Brücke hübscher Blick, Nach Ueberschreiten der alten Brücke kommt man zum Universitätsgebäude, ehemal. August A inerkloster. Daneben die St. Martinshrirche, ältestes, im gotischen Stil erbautes Gotteshaus, 0 restauriert. L. von der alten Brücke, beim Hotel Drei Könige, die Gewerbehalle, Aus-⸗ stellung der Industrie Basels, Eintritt frei. Durch die Eisen- gasse zum Fischmarkt mit dem stattlichen J chumdrletbrunmen, Von J. Sarbach 1467. Ueber die Petersgasse zur St. Peterskirche, aus dem 13. Jahrh., seit der Reformation evangelisch; über den Peters- graben zum hübschen Petersplatz und zum JLeughaus mit interessanten Rüstungen und Waffen. Den Petersgraben zum Rhein abwärts schreitend, I. das Spital und Irrenlidus. Die hier I. abgehende Straſse ist, die Hebelstralse mit dem Geburtshaus des alemannischen Dichters Hebel, geb. 1760, 4 182 Am Ende des Peters- grabens am Rhein die gltHο. Kirche. Von hier Kkann man durch die St. Johann-Vorstadt zum St. Johannthor, mittel- alterliches Bauwerk, gelangen. Vom Zeughaus aus kann auch der in der Spalenvorstadt gelegene Holbeinsbrunnen beschen werden, nach Holbein genannt, weil er die Zeich- nungen zum Bauerntanz und Dudelsackpfeifer gefertigt haben soll. Wieder von der alten Rheinbrücke anfangend: durch die isengasse zum Markt mit dem sehenswerten Rathaus, 1508 1 ———— 51. Bad Badenweiler und Umgebung. 183 erbaut. Durch die Freie Stratse zum Museum, 1849 vollen- deter Prachtbau, in welchem unten rechts die Universitäts- Bibliothek, 200 000 Bände, viele Inkunabeln und 4000 Hand- schriften; von 10 bis 12 und 2 bis 4 Uhr geöffnet. Inn Treppenhause Fresken von Böcklin. Im J. Stockwerk Aula der Universität mit 100 Porträts Baseler Gelehrten, von Sebastian Münster bis de Wette; dann die naturhistorischen Sammlungen, Sonntag 10½½— 12½ und Mittwoch 2—4, sonst gegen 1 Frank Trinkgeld geöffnet, ferner die Kunstsamm- fung, Gemäldegalerie(Holbein-Saal), Kupferstich- und Hand- zeichnungen-Sammlung. Das nahe liegende Münster, Mittwoch von 2—4 Uhr freier Eintritt, sonst gegen Trinkgeld, Anmeldung Münster- platz 12, die Hauptsehenswürdigkeit von Basel, ist aus rotem Sandstein 1010- 1019 von Kaiser Heinrich II. erbaut, beim grolsen Erdbeben 1356 zur Hälfte eingestürzt, im got. Stil restauriert. In den Nebenräumen des Münsters die Mittelalterliche Sammlung, Sonntag von 10/—12¼ͤ Uhr freier Eintritt, Sonst gegen ½ Frank. Eine Wendeltreppe führt zum ersten Stock,. WOo der Konælliumssdd mit 18 Freskofragmenten des Baseler Totentanzes von 1439. Hinter dem Münster die Pfalz, 22 m über dem Rhein, eine mit Kastanien besetzte Terrasse, und das im mittelalterl. Stil erbaute Lesegesellschafts-Gebdude. Durch die Rittergasse und den St. Albangraben l. zur Wettsteinbrücke, rechts zur S8.. Hlisabetfiſcirche, daneben die Kunsthalle mit permanenter Kunstausstellung des schweizer. Kunstvereins; Nichtmitglieder zahlen in der Woche 1 Frank, Sonntag die Hälfte. Durch die Keschenstr. über den Aeschenplatz mit Fontaine zum Botanischen Garten, und durch die breite St. Jakobstrafse zum St. Jakobs-Denkmal, zu Ehren der am 26. August 1444 gegen eine französische Uebermacht von 60 000 Mann ge- fallenen 1200 Eidgenossen. Zum Joologischen Garten, nur 10 Min. vom Central- bahnhof, Restauration. Näheres über Basel und Umgebungen siehe in Griebens Reise- Bibl.: Die Schweiz, zwei Ausgaben: 3 Mk. und 1.50 Mk. 51. Bad Badenweiler und Umgebung. Bahnhof: Meillnern,(8. S. 180); hier findet man stets Fuhrwerk nach Badenweiler, Zweispänner 5,50 Post- Verbindung: von Müllheim Bhf. nach Badenweiler 7 kin 1½ St. 90 Pf. Mk. 51. Bad Badenweiler und Umgebung. Gasthöfe: Rurhote] Röomerbad mit Vν mu’s(Gebr. Jones), I. R., in Vorzüglicher Lage, Terrasse mit prachtvoller Aussicht, Badeanstalt. Hotel Fommer, vormals Hotel Karlsruhe(Gebr. Sommer), mit Ther- malquelle, Molken- und Milchkur. Soume(Reinhard), einfach aber gut.— Hotel Lebi, israelisch, gelobt. 0 5ů5 in Badenweiler: Engler, Hrigler, Meisbruren(auch Bier- 35 Haris Brinh. Frau KMloſs, Saupe, Schundler.— Leiftuheort Hatts Budlen, 15 Min. von Badenweiler, in schöner Lage am Blauen, Wagen auf 0 zum Bahnhof.(Eigentümer W. Kaiser.) Restaurationen: im Kurhause mit ausgedehnten Räumlichkeiten; bei Hitten; Roch, auch Table d'hõte; Meisbutn er; Sonne; Saupe; Tratotibein. Privatwohnungen in groſser Anzahl, auch einzelne Zimmer. Kurhaus. Morgens und nachm. täglich, und 3 mal, wöchentlich auch abends Konzert;— öffentl. Lesekabinett.— Réunions jeden Donnerstag Abend. Bäder. In dem Prachtbassin Marmorbad) ein Bad 1½ Mk., in dem offenen Schwimmbad 1 Mk., Einzelbäder in den Hotels. Kurtaxe: 50 Pf. pro Tag; 2 Mk. pro Woche; 20 Mk. pro Saison;— in Oberweiler und Hausbaden 30 Pf. pro. Tag; 1 Mk. pro Woche; 10 Mk. pro Saison.— Tageskarten berechtigen nicht zum Besuch der d6Eunions, dafür ist extra 1 Mk. zu zahlen. Badenweiler, Pfarrdorf im Anntsbezirk Müllheim, mit 600 Einw. und jährlich über 4000 Kurgästen, liegt auf einem Bergvorsprung an den hohen Blauen gelehnt, der mit den anstolsenden Bergen hier einen Keéssel bildet.— Auf der Spitze des Bergvorsprungs ruhen die Trümmer der alten Burg Badenweiler. Sehenswert: das prächtige Marmorbad, eine Nachahmung der alten Römerbäder. Das groſse Badgebäude, im mo- dernen Renaissance-Stil, ist grolsartig ausgestattet. Das grofsherzogl. Schloſs,„Amtsllof-“ genannt, Sommerreèsidenz des Erbgroksler20gs, mit der Jahreszahl 1586 über dem Ein- gang, ist einem Umbau unterzogen worden. Die evangel. Kir che, 1784- 1785 renoviert; im Innern drei alte Grabmäler. Im Glockenhause ein Fotentame, altes Gemälde. Die kathol. Kirche, 1860 im byzantinischen Stil vollendet. Das Kur- haus, nach Eisenlohrs Plänen 1852 vollendet, von reizenden, ausgedehnten Parkanlagen umgeben. Die Nandelbalin dicht bei dem Kurhause innerhalb der Parkanlagen. Von der Nulsbaum-Allee in den Parkanlagen führen z2wei Wege, ziemlich steil, zum nördlichen Fufs der Schloſs- ruine, wWo auf grolsem, freien Platz das Belvedere(jetat eng- lische Kapelle) steht, herrlichste Aussicht nach drei Seiten. Mehrere Wege führen hinauf zur Schlofsruine. Das 1678 von den Franzosen zerstörte Schloſs ist wohl auf römischen Kastellmauern erbaut. Die Ruine hat noch 3 m dicke Mauern und schönste Aussicht auf die ganze obere Rheinebene und die Vogesenkette. 52. Das Weilerthal. 185 Zine eigenartige Zierde geben den Anlagen die höchst interessanten Ruinen der römischen Bäder. Zum Besuch bedarf man eines Führers, den man am besten bei dem Gast- hause findet.(Trinkgeld 50 Pf.) Das römische Bad hat eine Länge von 69,7 m, Breite 65,4 m. Der Altar und das Bad waren der Diana Abnoba gewidmeèt, wie die römische Aufschrift im steinernen Gestell des Altars zeigt. Spaziergänge und Ausflüge: Zur Soflennlié ½% St. Von der neuen Stralse links àbbiegend auf schattigem Waldweg zu einer Höhe mit entzückender Aussicht. Hier die sogen. blauen Steine. Von dort führt ein angenehmer Weg nach Süden in mälsiger Steigung meist durch Wald zum Alten Mauns/ St. romantische Felsenpartie, du Treppen, Brücken und Geländer überall ohne Gefahr zu betreten; nahe dabei die Schbο,fEhöhle, wahrscheinlich ein ehemal. Schacht. Von der Brücke über die Felsschlucht abwärts in ½ St. nach Haus- haden(Hotel Schloſs Hausbaden), S. S. 184.(Bis hier Kkann man auch von B. in ½¼ St. fahren.) Schöne Fernsicht von dem 550 m hohen Punkte. Der Schubergsfelsen, vom Alten Mann weiter aufwärts, ebenfalls mit prächtiger Aussicht. Von Hausbaden den Auubeg entlang nach dem AaleνH und OCelber9), und dann nach Süden auf gutem Fahrweg über Sellringen und die Heumattè àaur Alpenansicht(1 St. von B. auf dem Wege nach Bürgeln). Von Hausbaden zurück: a) über Vögisheim nach Auggen, Müllheim, b) über die Sofienruhe und den Karlstollen aum ehemal. Pochwerk Vogelbach an der Nordseèite des Blauen, zu dem auch von Hausbaden, von der Kandererstraſse I., ein Weg führt. 52. Das Weilerthal. Von Badenweiler nach Oberweiler(Pension Venedu, Oclis, mit Dependance, u. a.) ½ St., ebenfalls von Kurgästen viel besucht und wegen seiner geschützteren Lage im Weiler⸗ thal namentlich im Frühjahr und Spätherbst von Leidenden bevorzugt. Von hier geht nach Norden der Weg über die Höhe nach Britzingen(S. 186),/ St., am Wege von Müllheim nach Sulzburg(S. 186). Ehe man die Höhe(533 m) erreicht. geht r. ein Weg zur Ruine Neuenfels,/ St. Die nicht grolse Ruine ist von wohlerhaltenem Mauerwerk, die Aus- sicht gehört zu den groſsartigsten. Zurück nach Norden führt ein guter Weg nach Schweighof 1½¼ St., das man von Baden- weiler in 40 Min. auf guter Fahrstraſse mit vielen köstlichen Fernsichten erreicht, oder von Oberweiler, am r. Ufer des Klemmbaches, im allmählich sich verengenden Wiesenthal. an Sägemühlen vorbei, aufwärts nach Schweighof(427 m) 2½ St.(Hun Sonme), nur wenige Häuser, am forellenreichen Klemmbach reizend gelegen. Von hier guter Weg nach Bad Sulabeung, über die fast 700 m hohe Höhe 1/ St.— Zum Brudermattfelsen(685 m), auf dem Wege zur Ruine Neuen- fels ½ St., dann rechts ab ½ St., durch seine prächtige Aus- sicht berühmt. Ein Fahrweg führt von Schweighof über die 53. Von Badenveiler zum Blauen und Belchen. Höhen, den Fulsweg Ourchhau) vom Blauen zum Belchen kreuzend, nach Marzell 2½ St.(Von Badenweiler nach Schweighof und zurück 4 St.) Von Schweighof zum Alter- steinfelse auf dem Wege nach Marzell 1 St., dann links Wegweiser, Fufsweg 10 Min. nach dem Felsen, auf dem der Schwarzwaldverein eine Hütte errichten lieſs. Schöne Aus- sicht in das Weilerthal. Von hier Weg nach Stiihlech.— Von Oberweiler führt die Stralse in gerader Richtung nach Niederweiler(Löve), vor der Mündung des Weilerthales, welches rechts, nördl., durch Rebgelände(gute Markgräfler Sorten) bis nach Juleingen begrenzt wird. Durch diese Weinberge führt der Schützenweg auch wieder zurück auf Oberweiler zu, dann entweder geradeaus längs des Berg⸗ rückens, oder in das Dorf hinab, und aus dem Oberdorfe ab- wendend zur Schebdirze, von hier kann man durch dunklen Pannenforst zur Ruine Neuenfels, ½ St. von Oberweiler kührt eine Fahrstrafse über die Schabérze nach Britæingen, weiter über Lauifen und Sulebug nach dem Sulzburger Bade. — Von Neuenfels 1 St. Dorf Britzingen, auch Britzifon, 1 St. von Badenweiler, in einer Thalmulde, von Weinbergen umgeben, Fundort von Brakteaten, ältestes Dorf des ehemal. alten Breisgaues, mit einem Lagerbuch, Ortschronik, welches die Geschichtsereignisse des Ortes bis 1500 zurück angiebt. Von Britzingen nach MgHGA e St., nach Sulzburg ½ St. Bad Sulzburg s. R. 42./ St. von Stadt Sulzburg Lauifen mit 600 Einw. und vortreff lichem Weinbau; von hier nach Zumæingen 1 St. und nach Müllheim(S. 180) ½ St. 53. Von Badenweiler zum Blauen und Belchen. Zum Blauen. Auf guter Fahrstraſse, die gleich hinter Badenweiler von der Straſse nach Kandern links abzweigt, in 2½ St., nicht zu fehlen; angenehmer Spaziergang mit hübschen Aussichtspunkten auf Rheinebene, Vogesen und Jura. Ein Fulfsweg, Wegw. überall, geht über Hausbaden, Alte Mann, Schubergfelsen, Hohe Eich in 2 St. zur Höhe. Das Einschlagen von Richtwegen ist von nicht ganz Be- Kannten zu vermeiden.) Auch über Vogelbach führt ein Weg in 2¼ St., ein anderer von Bürgeln in 2¾ St. hinauf, doch ist dieser, wenn auch überall mit Wegw. versehen, steil. (Ein Fuhrwerk rechnet für die Partie zum Blauen 6 St., Reittiere 5 St.) Auf der Südseite der Kuppe des Blauen ist ein Cdst- und Logierſiaus eingerichtet, Beköstigung gelobt, mälsige Pensionspreise, besucht als Luftkurort.(Rüichfalint in 1½ St.) Der Gipfel des Blauen(Hochblauen, zum Unter- Bade. chen. 53. Von Badenweiler zum Blauen und Belchen. 187 schied vom Zellerblauen) liegt 1167 m ü. M. Seine höchste ein breiter, abgeflachter Rücken, zeigt hier noch üppige Vegetation. Ein über den Wald hinausr agender Aussichts- turm gewährt freien Blick über die ganze Alpenkette von den Diablerets im Waadtlande bis zum Säntis und der Roten Wand; bei hellem Wetter ist der Montblanc sichtbar, Kandel, Schauinsland, Schönberg, Freiburger Münster, Zähringen, Rheinebene, Breisach, Kaiserstuhl, Kolmar, Mühlhausen, Vo- gesen u. s. w. 1875 wurde zur direkten Verbindung mit der Belchen- Spitze ein Durchhau gemacht, derselbe führt als wohlgepflegter Fulsweg, mit genügenden Wegw. verschen, in 2 St. zum Kreualbeh, und von hier in Weitéren 2½ St. zur Belchen- Spbitze. Auf dieser fast 5 St. in Anspruch nehmenden Tour trifft man kein Whs., das nächste, der Auerlidl, aut der Sirnitz, liegt nicht weit abwärts 1. nach der grölseren Wege⸗ hälfte. Von Badenweiler über die Sirnitz zum Belchen 3., bis 4 St.— Wer vom Blauen nach Freiburg will, kann den eben genannten Fulsweg nach dem Belchen einschlagen, der übers Stzy fünrt[PWo eès r. nach Fischenberg und Wies, lI. abwärts zum Auerbahn auf der Sirnitz(½ St.) Fabgehtl. wWeiter bis Unter-Heubromm, und nun über den Kalberschicuerben, / St., mit herrlichen Aussichtspunkten, nach Bad Sellabung, 1 St., auf Waldwegen. Abkürzen kann man den Weg, wenn man über den Auerhahn geht und von hier nach dem Kal- berscheuerlen, doch mangeln diesem Wege die köstlichen Blicke dés ersteren. Zum Belchen. Ueber Schweighof ¾ St., dann den Klemmbach 8 wilde Felsenpartien aufwärts zum Sirnitz- hof(Are,ẽ)u, 1½ St.). Die hohe Sirnitz liegt 1116 m ü. M., sie bildet den 3 nach dem Heubronner Thal, dessen erste Häuser ½ St. entfernt liegen. Weiter führt die Stralse nach dem Schwarzwald und ins hintere Wiesenthal. Von dieser Stralse bei Heubronn I. abbiegend, führt ein Reitweg zum Belchen 2 St., genügende Wegw. lassen nicht fehlgehen. Als stumpfer Kegel ragt der schönste Berg des Schwarzwaldés, der Belchen, 1415⁵ m il. M., aus den ihn rings umgebenden Bergen hervor. Von seiner unfruchtbaren, spärlich mit Gras. Moos und Flechten bedeckten Kuppe sieht man weit über die umliegenden Berge. AIHenαEp 5tSiclit grolsartig. Belehemrdst. Iudbs, 5 Min. vom Gipfel, mit guter Wasserleitung versehen, gute Verpflegung, Telephon und Postablage;— die Alpen Sind bei Somnenaufgang vom Schlafzimmer aus zu sehen. Lieblich erscheint das Miinstenthal, in das man bequem in 1¼ St. gelangen kann. Der von Heubronn auf den Belchen 53. Von Badenweiler zum Blauen und Belchen. führende Weg ist bis zur Neuemibegen Nelthutte in einen schon vorhandenen Weg gelegt, von hier geht er aber über das Weidfeld der Stüſilech' bis zum 1263 m hohen Hochlelcl. mit Ruhebänken; Blick in die Tiefe und zur Belchenspitze. Es sind noch zwei Wege zu erwähnen: 1. Von der Sivnitèe über Hinter-Heubronm, Minsterhalden nach Neeumatih(S. 168), über welchen Ort der nächste Weg von Staufen(S. 167) zum Belchen führt, und wo sich die Stralsen des Ober- und Unter-Münsterthales vereinigen.— Wo diese Stralse bei Heubronn von der Sirnitzstraſse I. ab- zweigt, abwärts vom südwestl. Ausläufer des Belchen an WIUs. vorbei, durch Tannenwald(einzelne Ausschaupunkte) und über Matten in vielen Windungen durch ein enges Fel- senthal. Bis zum linksab führenden Wege über den Rammen- Bachen Hof nach Bad Stilæburgꝗ, und zàum Whs. auf der Sinnits 1 St., weiter bis Neuumdih 1/ St. 2. Von der Sirnite zum Nonnenmattweiher. Nach Hinter-Heubronn, Halden-iof 3/ St., im Thal der kleinen Wiese; von hier zum Nonnenmattweiher ½¼ St., Führer an⸗- zuraten. Ein dunkler Bergsee, am Fufse des Köhlganten 1225 m. mit einer früher schwimmenden, nun mit dem Ufer Verbundenen Torfinsel. Von Hinter-Heubronn nach Mittel- Heubromm/ St., und weiter, aber mit Führer, über den Köllgarten und den Stuchberꝗ nach Marzell 2¾ St.(Sonme, Krone), von hier kann man zum Blauen in 1½ St. Aulser diesen beiden Wegen führen verschiedene andere Von Auerhahn auf der Sirnitz nach Marzell, Mies, Tegerndui, Spdnplatæ(Wies) und nach Neuenweg 1½. St.(Whs.), dann auf der grolsen Straſse r. im Wiesenthal nach Tegernau 2¼ St.; geradeaus nach Oberböllen ½ St., von hier nach Schönau 1/ St. über NMederböllen und M'einbach, empfeh- lenswerter Weg von Badenweiler(Fuhrwerk rechnet 12 St.). Vom Belchen führen noch folgende fünf Wege nach Schönau(R. 56 und R. 57): Ueber Untermulten, Eisenbläue, die untere Stuhlsebene, Schönenberg, Entenschwand(Fahrweg vom Ochsenrank ab) 1¾ St., hin zur Spitze 2/—3 St. Vom Gipfel, Rasthaus, Hägstutz, Stuhlsebene, obere und untere, Schönenberg 1½ͤ St., aufwärts 22½ St. Nächster Fulsweg über das Weidfeld, ganz oben Wald. Vom Rasthaus über Hägstutz(oder„Kaltes Wasser“), Uutermulten, Holzinshaus, Aitern 2 St.; bequemster Aufstieg, 2½ St., in der oberen Hälfte schöner Tannenwald. Von der Spitze über das Belchenmättle, Krinne, Ober- multen(Gasthaus), steiler Fahrweg nach Untermulten, dann 54. Von Badenweiler nach Bürgeln und in das Kanderthal. 189 nach Ailem(von der Krinne ab fahrbar) 2/ St.; aufwärts 25‘—3 St. Vom Rasthaus über Hägstutz, Böllener Eck, Oberböllen, von hier ab fahrbar, Niederböllen, dann durch das Böllener Thal und über Wemnbach am Böllenbach 2½ St.; aufwärts 2/—3 St. 54. Von Badenweiler nach Bürgeln und in das Kanderthal. Nach Bürgeln. Von Badenweiler Fahrstraſse ½ St., beim Wegweiser vorbei, 10 Min. geradeaus, wieder Wegw. αν dem hBlduen, weiter 10 Min. zum Wegw. nach Biingeln, gleich darauf Wegw. 2, Blauen, und dem Weg folgend nach ½ St. zum Wegw., welcher r. nach Badenweiler, geradeaus nach Bürgeln(10 Min.) und 1. nach Käsacker zeigt; im ganzen ¾ St.— Oder auf der Fahrstralse nach Kandern, bis Sehringen/ St.; ½ St. weiter Abzweigung des Weges — 7 SUu 8 nach dem Hörnle, mit Alpenlandschaft,— und nach Bürgeln 1½(im ganzen 2¼) St., Gasthaus und Molkenkur, viel be⸗ sucht und bevorzugt zu längerem Aufenthalt. Die Aussicht ist überraschend schön: von den Gebirgen des Wiesethales im O. über den Jura, die Schweizer Alpen vom Scheerhorn bis zur Jungfrau, Basel, die weite Rheinebene zu den Vogesen.— Bürgeln, das alte Burgilon, liegt auf einem 670 m hohen Vorsprung des Blauen, am Südwest-Ende dieses Berges. Das Schlols war das Lustschloſls der Aebte und bietet prächtige Aussicht, s. oben. Im Innern Bildnisse von Maria Theresia und Franz I. etc. Das halbe Schloſs ist Gasthof, im nördl. Flügel ist die Kirche. Interessant eine Wanderung durch die Korridore mit den Bildern in den Trachten der verschie- denen Jahrhunderte. Von hier nach Badenweiler ist ein Wagen zu empfehlen. Nach Kandern. Von Bürgeln auf einem guten Fahr- wWege sanft abfallend nach Süden über die S-. Jofiummlsbreite und Sitzenhirο. nach Kandern 1 St. Von Badenweiler mit Wagen über Seyningen, Heumatt, an Obereggenen vorbei und über Sitzenkirch nach Kandern 1¼ St., s. unten. Sehr empfehlenswert ist der Weg durch das Kanderthal nach Kandern. Derselbe geht von Badenweiler nach Schebeiꝗ- 710%½, 427 m,/ St.; im Vorblick schönes Bild, besonders nach I., WOo die Felsnadeln des Bredenmattfelsen, hervortreten (um die prächtige Aussicht zu genieſsen von dem 685 m hohen Felsen, I. auf dem Wege nach Sulzburg, dann r., im ganzen ½ St.).— Von Schweighof Fahrweg r. über die Höhen, in 55. Leopoldshöhe-St. Ludwig. Windungen, zwischen der Brandech und dem Stocberg (1072 m), dabei der Ringwall, Trümmerrest einer Befestigung, 2 zur Höhe 950 m, nun in weiteren Windungen abwärts um den Ringwall und den dahinter liegenden Stockberg herum (. der Blauen, S. 186) in das Kanderthal und nach Marzell 2 St., am Zusammenfluſs der Kander und des Meisenbachs, am östl. Fufse des Blauen. Die malerische, 700 m hohe Lage des Dörfchens(Sonne) sowie die Gelegenheit zu den schönsten Ausflügen ringsum macht es zur beliebten Sommertrische. Weiter nach Kandern auf der Straſse im Kanderthal ab- wärts. Wer auf dieser Tour die alte Sausenburg besteigen will, geht von Marzell auf dem r. Ufer der Kander den Weg nach Vogelbach 1 St. Im letzten Hause des Dorfes nach Käsacker zu Schlüssel zum Turm. Aufstieg durch Wald 10 Min. Die Sausenburg, 1678 von den Franzosen zerstört, durch Restauration vor gänzlichem Verfall ge- schützt, liegt auf dem 664 m hohen Burgberge; vom Turm lohnende Aussicht. Vom Schulhause in Vogelbach Blick auf das Kanderthal, wWo das Bergwasser mit einem Gefäll von fast 300 m auf 2¾ St. (zwischen Märzell und Kandern) sehr munter in vielen Krümmungen sich hinschlängelt. Wer nicht zur Sausenburg will, wählt von Marzell den Weg längs des I. Kanderufers. Von der Burgruine führt ein Waldweg hinab in 15 Min. nach Sitzenkirch, dann schöner, schattiger Fufsweg durch den Wald(genügende Wegweiser) auf die von Malsburg nach Kandern führende Straſse ½ St., kurz vor Kandern treffen die Wege von der Burgruine und von Malsburg zusammen. Kandern(Krone: Ochis; Lötbe;— Post nach Schliengen Bhf. 9 kin 1¼ St.; nach Lörrach 16 km 2½ St.), Städtchen mit 1700 Einw., welche teils vom Feldbau, mehr aber vom Gewerbe und Handel leben. Mineralogen werden hier reiche Ausbeute finden, zahlreiche Petrefakten. ausflüge: Zum Hiraelloch oder Wolſschlkicht, Felspartien, 20 Min., ist der Besuch besonders Malern zu empfehlen; wer allein hier umher- Wandert, merke sich den Eingang, um nicht fehl zu gehen.— Nach Vogelbach, 1½ St. von Kandern.— Zur Ruine Sausenburg 1½ St., vom oberen Ende von K. bis zur Wegegabelung zur Sausenburg, auf- wärts nach Sltaenftirch 1 St. und Weéiter aufwärts durch Wald zur Ruine ½ St., oder im Kander-Thal aufwärts nach Vogelbach 11½ St., wWo man im ersten Hause den Schlüssel zu der Sausenburg ½ St. erhält. Weiter nach Marzell im Kanderthal 1¼ St.; sehr zu émpfeh- lender Weg; Kaltenbach ½ St., mit schöner Kirche, dahinter der 950 m hohe Mldsber9, gegenüber auf dem r. Kanderufer der Hexenplats. 55. Leopoldshöhe-St. Ludwig. Gahnfahrt.) Bad. Staats-Eisenbahn) Leopoldshöhe-St. Ludwig(Basel), 9,1 km. Leopoldshöhe(S. 181), 274 m ü. M., Weiler und Neben⸗ zollamt. Die Bahn geht in grolsem Bogen von NW. nach Slf. Hin 56. Das Wiesenthal, abwärts bis Todtnau. 191 SW. unterhalb der Schiffbrücke über den Rhein, zur Stat. Hüningen 3,2 kmn;— der Ort Grofs-Hüningen, im Gegen- Satz zu dem auf dem r. Ufer liegenden Klein-Hüningen, hat 1800 Einw., war einst befestigt; die Festungswerke wurden nach dem Ryswiker Frieden geschleift, 1741 wiederherge- stellt, 1815 aber vollständig geschleift. Am Eingang der Stadt das Denkmal des Generals Abbatucci. Nach diesem Ort hat die kaiserl. Fischzucht-Anstalt auf dem Terrain von Blotzheim ihren Namen.— In fast südl. Richtung läuft die Bahn weiter, kreuzt den Zufſuls zum Rhein-Khone-Kanal, dann die Landstraſse Basel-Mülhausen und kommt zur Stat. St. Ludwig(Els.) 5,6 km, letzte Station auf deutschem Ge- biet. Dann wird Stat. Basel 9,1 km(R. 50) erreicht. Die lcdiserliche Fischaucht- Anstult bei Hüningen wird am besten von Basel aus besucht. Hier sind zu billigen Preisen stets Droschken zu erhalten, was in Hüningen und St. Ludwig nicht immer der Fall ist. Entfernung von Basel 8 km. Von Hüningen (Hotel aunm Raben) aus beträgt die Entfernung etwa 6 km; von St. Ludwig(Hote] St. Lotlis, empfehlenswert) nur 5 kn Landweg. Der Be- such von St. Ludwig aus ist vorzuziehen. Die Anstalt wurde durch die französische Verwaltung im Jahre 1852 gegründet. Sie ist die älteste und bedeutendste der ganzen Welt. Während der französischen Verwaltung beschäftigte man sich vorzugsweise mit der Ausbrütung und Versendung angebrüteter Lachs- und Forelleneier und versendete hiervon alljährlich bis au 12 Millionen unentgeltlich sowohl nach Frankreich wie auch nach dem Auslande. Die deutsche Verwaltung(Herr Direktor. Haucht) übernahm die Anstalt im Jahre 1871. Der Umfang der Thätigkeit läſst sich daraus ermessen, dals schon 1873/74 für etwa 16 000 Francs Edelfischeier ver- kauft wurden. Jetzt ist der Betrieb wesentlich erweitert und er- streckt sich auf die meisten wertvollen Süfswasserfische Mittel-⸗ Europas. 56. Das Wiesenthal, abwärts bis Todtnau. Vom Feldbergturm 1494 m(s. S. 173), zur Todtnauer Viehhütte 1320 m, ½ St., dann Fahrweg nach Fahl 850 m (Adler),— oder vom Feldberger Hof 1278 m über den Kal- tenbrunmnen, àum Jeiger 1234 m Pafshöhe,/ St., wo der Ursprung der Wiese(1230 m) ist. Nun kann man dem von Todtnau heraufkommenden Fahrweg folgen, welcher bis zum HKrusisgrund am r. Ufer der Wiese an der Feldberghalde dahinläuft, dann aber, nördl. ansbiegend, um den Krusisgrund, 996 m, herumgeht und die Wiese erst wieder beim Kilenbrumnen 989 m erreicht, 2 St. (Fulsgänger können sehr kürzen, wenn sie 10 Min. hinter dem Zeiger den l. von dem Fahrweg abzweigenden Fuſsweg Wiesenthalbahn(Basel-Todtnau). folgen, welcher in ¼ St. an den Felsen 1113 m udes Klusen- walds vorbei zum Kühlenbrunnen führt.) Dem Fahrweg weiter folgend, wird der Wasserfall von Fahl und Dörfchen Fahl,(S. S. 191) erreicht. Weiter dem I. Ufer der über zahl- reiches U ein stürzenden und schäumenden Wiese, welche r. die Rotwiese aufgenommen hat, folgend nach Brandenberg 790 m(Hirsch), und an der sogen. Poche(Spuren chemal. Bergbaues) vorbei, Wo die Wiese um den 1140 m hohen yandenber) herumgeht, nach Todtnau, dem obersten Städt- chen des Wiesenthals; im ganzen 2½ St. Todtnau(s. R. 43, S. 170), Luftkurort, fast 650 m ü. M. Zum Badren(B. Hablizel); Zum Ochsen; Zumt Hi. rei Dietschis ine schmalspurige Eisenbahn là Zell, WO A Is an die Groſsh. Staatsbahn ist, wodurch Todtnau 3 05 8 ein weites Feld für alle möglichen Touren von ängerer oder kürzerer Dauer bietet; bequemste Wege zum Feldberg, Titisee, Höllenthal. n; Sonne; Braue- ft von Todtnau nach Todtna, malerisch an einer Thalerweiterung gelegen, hat 1900 Einw. und eine nicht unbedeutende Baumwollen— industrie, Bürstenfabrikation, Holzstoff- und Zunderfabrika- tion. Die vielen Neubauten erinnern an den Brand vom 19. Juli 1876, der in kurzer Zeit 88 Häuser in Asche legte. Die neue, bequeme Feldbergstrafse, im Sommer 1886 dem Verkehr übergeben, verbindet das Wiesenthal von Todtnau über den Zeiger(s. S. 191) und Bärenthal mit Neustadt und Freiburg i. Br. Ausflüge: Zum Luftkurort Todtnauberg/ St. GStern; Engel), mit dem Todtnauer Wasserfall am Laubisfelsen, welcher von dem Stüben- bächle gebildet wird, das sich in mehreren Absätzen 100 m hinab- stürzt; ½¼ St. unter Todtnauberg von der Brücke schönster Bl auf den Fall.— Vom Wasserfall zum Stübenwasen und Feldberg 2½ St. Rückweg bis Brandenberg, dann ½ St. die groſse Straſse abwärt über eine Brücke, und gleich dahinter l. am Hirschenbichfun in das Thal der Bernauer Alb zum Berngtierhoß, 924 m, am Fuſs des HorsoEherus 1417 m, dann im Bernauer Albthal bis zur groſsen Straſse nach Bernaudorf 918 m, Wo man sich auf der Straſse nach St. Blasien,(s. R. 65) befindet. R. von Bernaudorf führt die groſse 1 m, Arιf der Wacht 975 m, nach Prdg, und Stralse über die P0% A24/ 9² Weiter nach Geschwänd und Schönau 6. R. 57). 8 57. Die Wiesenthalbahn Gasel-Todtnau). Bad. Staatsbahn: Basel-Zell(Wiesenthal) 29,4 km. Weiter schmal- spurige Eisenbahn über Schνju- nach Todtnau 1 St. 7 NMin. Von Basel, Bad. Bhif, anmutige Fahrt in 10 Min. zur Stat. Riehen 5,3 km(Ochs), Stadt-Basel'sches Dorf mit 1890 Einw., Taubstummenanstalt. Ausflüge: L. von der Bahn, über die Landstralse, über den Wiese- fluls durch Dorf Weil zur Tüllinger Höhe, hin und zurück 2½ St.— herg Die Wiesenthalbahn(Basel-Todtnau). 193 Oder auf der r. Seite der Bahn über den Wenkenhof und Bettir St. zum éevangel. Missionshaus St. Krischona, welches Zöglinge!: anderen Welttellen zum Pilger- und Predigtdienste heranpiläet. Vom Turm der Anstalt lohnende Aussicht Von hier führt ein di⸗ rekter Weg zur Eisenbahnstation Grenzach, R. 58, 1 St. Die Bahn tritt über die bad. Grenze, I. auf der Höhe Oentullingen, bad. Dorf, am südwestl. Ausläufer des Käfer- holzes(410 m), prächtige Aussicht. Stat. Stetten 7.3 km (Adler), von hier ist Bahnverbindung über nach Leo- Poldsſiäſiè projektiert. Stat. Lörrach 8,8 km(MHirschi; Post nach Kandern) ist der, bedeutendste Ort des Wiesenthals, mit hervorragender Textilindustrie, 6750 Einw.; der die Stadt überragende Hlihmerberg mit hübscher Aussicht über das Vordere Wiesenthal, Jura, Vogesen und den südwestl. Teil des Schwarzwaldes soll eine Keltische Obferstätte gewesen Sein. Ausflüge: Nach Rötteln über die Säge, Thumringen, Rötterkirch und Röttenweiler zur Ruine hin und zurück 2½ Zur Tüllinger Höhe 1 St.(400 m). Nach Kundern(mit der 5⁰ S. Oben), zu Ft nach Thumringen S 05 nach Röttenweiler/ St., zur„Lucke“ Pafs- höhe(387 m) ½ St., r. nach Rümmingen ½ St.(die Post fährt I. nach Binzen und dann nach RKümmingen), hinter dem Orte überschreitet man auf der Landstraſse die Kander und erreicht, an Wittlingen und Wollbach vorbei, 1 5 auf dem 1. Ufer, dem man auch auf den Feldwegen folgen kann, Hammerstein in 1½ St.(schon auf dem Wege Hierher hat man den Blauen, R. 53, und herrliche Gebirgsbilder vor sich); nach weiteren/ St. am Fulse des Farnboden entl' ang Kandern(R. 54), durch eine Stralse mit Schliengen 1½ St., durch eine zweite mit Steinen 2½ St. verbunden. Die Umgebung ist interessant für Mineralogen. Stat. Hagen 11,3 km, Il. auf bewaldeter Höhe die Ruine des Rötllen Schilosses, Stat. Steinen 16 km, gegenüber Höll- Steiß. Die Bahn überbrückt die Wiese und kommt zur Stat. Maulburg 19,1 km, einem der ältesten Orte Badens, mit Tex- tilindustrie und Papierfabriken. Gleich hinter Maulburg öffnet sich I. das Thal der vueinen Miese, bei Langende- Ein⸗ mündung in die grolse Wiese, im Hintergrunde des Thales W. iesleth, darüber der Belchen. Bahnfahrt an Gundenmhausen und Hoſen vorbei zur Stat. Schopfheim 22,2 km(Eflug Post]; Drei Könihe,— 8 nach Tegenndt, nach Wehr und weiter nach Brenmet, R. 58), Amtsstädtchen mit 2885 Einw. Von hier soll eine Bahn über Fahrnau nach Wehr und nach Säckingen(R. 58) geplant sein. Spaziergänge von Schopfheim: Zur Hebelhöhe. vom Bahnhof am Wege nach Dossenbach, Pavillon mit der Erzbüste des alemanni- schen Dichters Joh. Pet. Hebel, geb. 1760 zu Basel, gest. 1826. An der obersten Galerie des Pavillons liest man Hebels gefühlvolles Ge- dicht:„Der Wegweiser“; alte Eichen in der Umgebung. Zum Dorf Wiechs(Krone) und auf den HoſiefHαν,,&62 ni), Wa rscheide zwischen Rhein und Wie Sbettotiunm, Sch Iim Whs.; umfassende Alpenaussicht. über Hofen 1½/ St., Lduſlend s St., Eulten- Griebens Reise-Bibl.: Schwarzwald. 7. Aufl. 13 + 194 57. Die Wiesenthalbahn(Basel-Todtnau). weiter stern ½ St.(r. zweigt nach Hausen im Wiesenthal ab, 1578 Miesleti(Whs.) ½ St.(Von hier geht 1. der Weg nach 8 teniueis 1½¼ St., die Verbindung zwischen Kandern und Stat. Steinen); von hier bis Tegernduu kann man die Post benutzen, dann aber trete man wieder die Fulswanderung an, das enge Thal der Köhlgartenwiese tührt nach Wies(Krone) in 1½ St.— Nach Wehr über Eichen ½2 St., mit dem meist trockenen, mahoch gelegenen Eichener See; von Wehr nach Husel mit der H- möhle 1½ St. und nach Wehr 1 St. Von, Schopfliehm culfinänts lolunt das Miesenthal die Wan- derung Icings den Balm, am v. Lfer der Miese. Stat. Vlilin- l 24.2 km, mit Eisenhammer und Spinnerei, Stat. Hauisen- Reitbach 26,3 km(Adlen), mit dem räterlichen Hause des alemannischen Dichters Hebel und seinem Denkmal bei der Kirche; das Haus wurde zu einem AsyI für arme Greise eingerichtet. Stat. für den Luftkurort Schweigmatt, 700 m hoch, unmittelbar am meilenweit sich ausdehnenden Tannen- wWald des„Hohen Möhr“ gelegen, mit prachtvoller Fernsicht auf Wehra-, Rhein-, Wiesenthal, Schwarzwald, Vogesen, Jura und Alpen. ÆUICν. Sehnveigmatt(Gg. Uehlin), kom- fortable Wohn- und Gesellschaftsräume; Hauls Biiſiler, Hauis Glalt. Weiter aufwärts verengt sich das Thal, die Bahn überbrückt die Wiese und kommt in ½ St. zur Stat. Zell i. W. 29.4 km(Lõioe; Krone, Scſubam,; BaſunlofERestuutration), gewerbreicher Ort mit 2655 Einw. und sehr bedeutender Tex- tilindustrie. Ausflüge: Auf den Zeller Blauen 1073 m 660 genannt zum Unter- schied vom Blauen bei Badenweiler) über Adelsberg 1½¼ St. Auf den Hohen Möhr 980 me 1 St. Die Selcm⁰νddꝗuhu⁰¹u Zell-ToitH¹,αu. Die Bahn schliefst unmittelbar an die Staatsbahn an; sie wendet sich sofort nach Verlassen des Bahnhofs dem Wiesefluls zu. Zu beiden Seiten ziehen sich prachtvolle Wiesen die Bahn entlang. Der Zug kreuzt die nach St. Blasien führende Landstrafse. An der grofsen Spinnerei von Atzenbach zur Haltestelle Atzenbach. Durch stetig wechselnde Kurven hindurch, die ein ge- Wisses Schwanken der Wagen nicht vermeiden lassen, wird Haltestelle Mambach erreicht. Bei jedem Bogen, den die Bahn beschreibt, wechselt die Aussicht. Zu den vielen Krümmungen gesellt sich eine Zweite Schwierigkeit für die Bahnfahrt, die nachhaltige rapide Steigung; denn die Maschine muls den Zug von Zell nach dem 215 m höheren Todtnau hinaufschaffen. Folgt Haltestelle Hepsclingen für die aus fünf Ortschaften bestehende Gemeinde Fröhnd. Weiter Felsen- einschnitte, dann Tunnel, die Terrainschwierigkeiten wachsen. Haltestelle Wembach, dann die grolse Spinnerei von Die Wiesenthalbahn(Basel-Todtnau). 195 Iselin& Co. In kurzer Zeit ist dann die Station Schönau i. W. erreicht(Sonme, Pens. von 4 Mk. an; Löwe; Ochs;— h mehrmalige Bahnv erbindung mit Zell und mit Todtnau), 542 m, am Fuls des Belchen im reizenden Thalkessel ge- legen, ein echt schwarzwälder Ort. Spaziergänge: Die folgenden brauchen für h. u. z. nicht über 1 St. Zur Aadrienlust und zum Pavillon auf dem Talberbelchen. Zur Galgenllalde, Waldpartie, Pavillon Methsſnitte. Zum HBuchenbrand, auch mit Pavillon. Fufsweg nach Schonenbuclien, Bierbrauerei Stieb. Zu Fiscliessers Anlabſe. Zur NIduSenbriche. Lur Matrõſslelialde. Ins Schilelſfen- Dachth Zeitaufwand h. u. z. nicht über 3 St.: Lastler Mirtshanuis. Ins Vollener Thal und über die Himshalde, Aitern und ins Wedener Thidl. Ueber Utsenfeld nach Gescheindt. Durchs Schlelffenbachtia' und über Bischmutt zaurück. Mrihlhalde, Muihlrutte, Thaundet. Grölsere JIouren: Haselberg 800 m, Alpenau Schand 2—3 St.— Lotsber9, Aitern, Aiterer Thal 2 Holaer Kreus 820 m, Holaer Ainç 3 partien), Holger Kreus über die ITttenschtand, Hof, Wembach 3 St. Gebirgstouren: Auf den Belchen, Fahrweg bis zum (1140 m), dann in ½ St. zum Belchenrasthaus, 2—3 St., 2. 1/ 8 „ Simonstndld, Vnten- 3 St. ueld, Efon(Fels- Klausenbräche 2. 2—2½ St.— Lastel- Von Schönau ist ein neuer Fulsweg über den 1 88 Holzeinshaus, Multen auf den Belchen im Bau begriffen, Welcher den bequemsten Auf den Blauen: über den 0 YᷓNonmeνj˖uutiueier, Nοαννο“ννν²α Nach Todtmoos: Fuchsiuι,h⁰]⁴, Tile Mieline, Lhrsberg9, Herremschauuααer⁰n AνUͤE⁹ltthal, St. AntonE-ανs 5½ 6 St., schönste Fahrst alse durch das romantische Ankenbachthal, z. 5—5½ St., mit Wag 1½ St. weniger. — Auf den Blölsling 1312 m, grolfsartiges Schws Ald- und Alpen- panorama, über Präg, die Wachtstralse und die Wacht(3 St. be- queme Fahrstrafse, von da schöner Fuſsweg im Zickzack zur Spitze, 1 St., 2. 3 St.). Auf den Gisiboden(Whs, groſse Viehweide, schönes Panorama) über Geschwänd, Wasserloch(3 St., 2. 2 St.). Auf das Herzogshorn (1417 m) über den Gisiboden 5 St., 2. 4 St. Auf den Feldberg, S. R. 56 S. 192. UHeber Todtndet: a. Br andenberg, Fahl, Zeiger 3½¼ͤ—4 St. zu Fuſs Eu Fahren bis F. edberger Hof 3—3½ St., 2. 2—2 b. Todtiduiten Leſihnittèe 4 St., 2. 3 St.; c. Lodtnuduberg 4%½ St, 2. St.; d. Krinne, Medener Hoeß 4½ St. 2. 3½ St. u. S. W. 5¹ 2. 5½ St. grlůble, 2 aer 4½ S. Aambach, 10 Dicht hinter Schönau folgt der Ort Schönenbuchen mit der Fabrik Köchlin. In fortwährender Steigung erreicht man Stat. Utzenfeld(Eiche; Vngel), Dort mit echten Schwarz- waldhäusern. Geeigneter Ausgangspunkt für Partien nach dem Prtigtſial, dem Bermamen und Brandenbergen Thal, im be- sonderen aber nach St. Blasien(R. 65). Von Utzenfeld führt die schöne Münsterthalstralse zum Belchen(S. R. 42). Folgt Haltestelle Schlechtnau, dann mehrere Felsen- einschnitte, dann in grolser Kurve zur Endstation Todtnau, 6 68 192). 13² sel-Neuhausen. 58. Basel-Neuhausen.(Bahnfahrt.) Bad. Staatseisenbahn) Linie: Base.-Radolfzell-Konstanz. Basel- Neuhausen 61,6 km. Jollabfertigung in Basel, Bad. Bahnh., in Waldshut, in Erzingen, in Singen, in Konstanz. Für den Besuch der vielgerühmten Thäler des südl. Schwarz- waldes dienen folgende Stationsangaben: Von Basel Bad. Bahnhof bis Brennet 27,1 km: Eingang ins Wehra- thal, s. R. 62;— bis Murg 37.9 km: Eingang ins Obere Murgthal, s. R. 63; — bis Albbruck 479 km: Eingang ins obere Albthal, s. R. 64;— bis Thiengen 61,6 km: Eingang ins Schlücht-, Schwarza- und Mettmathal, S. R. 66;— auch Eingang ins Steinathal, s. R. 67;— bis Oberlauch- ringen 65,1 km: Eingang ins Wutachthal, s. R. 68. Die Sitzpiätze rechts gewähren die beste Aussicht. Von Basel(Bad. Blif.) an der Abzweigung der Wiese- thalbahn Basel Bad. Blifi- Todinau, R. 57) l. vorbei, dem Rhein folgend, zum schroff aufsteigenden Kalksteinfels Gyens- macher Honn, jenseits des Stromeés die Häuser von Biers- feld, schöner Blick auf den, Jura, I. das Imhofschlöfsle und Stat. Grenzach 5,6 km(Lörve, Rheinlust,— Hnibienbad, erdig-salinische Glaubersalzquelle), Dorf mit 825 Einw. Nach St. Krischona(S. 193) 2/ St., ehemal. Wallfahrts- ort auf 523 m hoher Anhöhe, Bildungsanstalt der Pilger- mission mit etwa 70 Zöglingen. Vom Turm Alpenpanorama. R. auf den Ausläufern des Jura Burgruine Martenberg, weiter zurück Schiauα,jCH. Der KRhein macht einen groſsen Bogen, die Bahn geht auf der Sehne weiter zur Stat. Nlilen, 8 km. mit Gipsbrüchen, dahinter Kloster Himmelsport, Dorf und Saline Basel-Augst(die einstige Römerkolonie Augusta Rauracorum, mit Trümmern eines Amphitheaters, Wasser— leitung und Spuren eines Tempels), Stat. Herthen 11,7 km, weiter, Dörfchen arit r. streifend, aur Stat. Bei Rhein- felden 15.2 kn, neben dem Bahnhofe Gastfiass uh Solbaldl. Stat. Rheinfelden 17 km, Städtchen von mittelalter- lichem Aussehen; beide Rheinufer sind durch eine Brücke verbunden. Solbad Rheinfelden(stärkste Sole des Kontinents). Herrliche Lage am Rhein. Grolsartige Parkanlagen. Rheinbäder.— Cran⁴ud Vjotel des Salines; xSα“eênοu](C. Habich-Dielschy), Neubau am Rhein u. 8. mn. Es lassen sich von beiden Ufern die rèeizendsten Ausflüge machen: Zur öffentlichen Promenade auf dem aus dem Rhein stéil aufstei- genden Eelsen, der einst die gefürchte Bung Stein trug, jetzt mit beiden Ufern durch zwei Brücken verbunden.— Zu der Saline TMeO- dorShα ½ St., Wo vollständig gesättigte Sole emporgepumpt wird; zur WIeIdndS1AIHe% 5 Min., gegenüber der ebhemal, Johanniterkom- mende Beuggen;— zur Saline Ryhuν,ν 40 Min.; zur Eremitage ½ St., àur 58. Basel-Neuhausen. 197 Kanzel, Iohnende Aussicht; nach Magden/ St. und Maisprucli ½½ St. wWeiter, mit gelobtem Wein;— mit der Bötzbergbahn kann man bequem die Frümmer der AuUU⁸tN AHανιαοον“, Maiſilin, Muumpf u. S. W. besuchen; man fährt bis Badsel-Atihst, Whs., wo man einen Führer erhalten kann. Oberhalb Rheinfelden: Rheinstrudel, das„Gewirr“ genannt. Die Bahu utritt dicht an den Rhein und kommt zur Stat. Beuggen 18,8 km(Aunhenr), mit dem chemal. Schlosse der Deutschordenskommende, seit 1817 Schullehrerseminar und Kinderrettungsanstalt. Die Bahn passiert Dörfchen Ried- matt. dabei die Tropfsteinhöhle Tschamberlocht welche mit der Haslerhöhle in Verbindung stehen soll, s. R. 62. Unter- und Oberschwörstadt, dann Stat. Miedderscſbörstudt 23,6 km, weiter an Schlo/s Schiönuu am Rhein, mit Garten, im Turm Fresken aus dem„Trompeter von Säckingen“ Vorbei, über die Wehra, zur Stat. Brennet 27,1 km(JZum Nehirathal, am Bahnhof; Kreus,— Post 3 mal tägl. nach Wehr 6 km ¾ St.). Eingang zum Wehrathal, s. R. 62. Die Bahn wendet nach Süden, geht an Dörfchen Unter- wWallbach, jenseits des Rheins Oberwallbach, vorbei zur Stat. Säckingen 32,4 km. Jum Sbeiſnitaen(C. Broglie) freie Lage, freundliche Veranda, Fo- rellen stets vorrätig;— Hotel, Minerdl 700%%“ Solhdd, dicht peim Bahn- hof; Restauration: Zuα, Seſunνν,] Wulfisc, Bayrisches Bier; Bier- brauerei Zum KMnoh, am Rhein, Aussicht. Vortreffliche Rhein-Bade- anstalt. Säckingen, altes Amtsstädtchen, Mineral- und Solbad, mit 3850 Einw. und sehr bedeutenden industriellen Anlagen; in 8 ansehnlichen Pfarrkirche der kostbare Reliquiensarg des heil. Fridolin, Gründer des Frauenstifts Säckingen; auf einer bedeckten Brücke über den Rhein. Ueberreste alter Festungswerke. Gallusturm. Scheffels„Trompeter von Säckingen“ machté den Ort weiter bekannt. ½ St. entfernt der Schwarz- oder Säckingen- oder Scheffelsee, an einem Granitfelsen Inschrift zu Ehren Scheffels 1875; im Sommer Restaurant und Gondelfahrt. Die jenseits der Brücke ge- legene Stat. Stein der Bötzbergbahn erleichtert die Ausflüge in die Schweiz. Weiter über Obersäckingen, gegenüber am Rhein Silslen, zur Stat. Murg 37,9 km(Juni MI Ytual, Hirsoſi), Dorf mit 800 Einw., an der Mündung der forellenreichen Murg. Ein- gang in das Obere Murgtlial, 8. R. 63, jenseits des Rheins schöner Fichtenwald. Die BRn geht am r. Ufer entlang, jenseits des Rheins(r.) erblickt man Schloſs Staffelegg; Stat. Laufenburg 41,2 km(„Post, Stern). Der kleine, hübsch ge- legene Ort ist durch eine halbverdeckte Brücke mit, dem schweizerischen Grofs-Laufenburg verbunden(Aytienhotel mit 58. Basel-Neuhausen. 198 Solbad und Rheinbädern, schöne Lage; Adler, am Markt. mit Solbädern). Der Ort, mit bedeutendem Fischfang(Lachs) und Flölserei, wird von der alten Burg„Storkennest“ über- ragt. Der Rhein zwängt sich mit tobender Gewalt durch die Granitfelsblöcke und bildet je nach dem Wasserstande einen oder mehrere Wasserfälle, Strudel und Stromschnellen, der Laufen oder Rheinfall genannt. Man kann vom Eisen- bahnwagen, der kaum 50 Schritte vom Rhein entfernt ist, dies Naturschaus piel sehen. Es folgt der 400 m lange Tunnel des Friedrichsteins, dann der Güterbahnhof der Stat. Laufenburg. Man pa t die Trümmer des Hauensteiner Schlosses(I.) und erreicht Stat. AlheαẽDstein 45,6 km, dabei sehenswerter Viadukt; r. unten das kleine Städtchen Hauenstein(Zum Adler) mit einer Drahtfähre über den Rhein. Rheinüberfahrt empfeh- lenswert. Die Bahn geht über den Viadukt von Albent, das I. im Thale liegt, überbrückt die Alb, Einblick in das Fel- senthal, und erreicht Stat. Albbruck 47,9 km.(Zum, Alb- thal, L. von 2 Mk. an;— Post nach St. Blasien tägl. 2 mal 1 u. z. 26 km 35¾ St.), Eingang in das Obere Aipthal, R. 64. Albbruck mit Spuren römischer Niederlassungen lst ein sehr geeigneter Stützpunkt für Ausflüge. Zum Dorf Alb, an der Albmündung, hin und zurück ½ St.;— in das Albthal/ St., bis Tiefenstein 1½ St. Stat. Dogern 51,1 km, in einem Obsthain. R. und jen- seits des Rheins die hochgelegene Ruine Bernadu, und weiter zurück Dorf Leibstadt, eine Rheinfähre verbindet beide Ufer. Die Bahn erreicht Stat. Waldslut 55,6 km. *Hotel Blume(H. Schultz), nächst dem Bahnhof; Hotel Schiütale (Kerler-Schätzle), gegenüber der Post, komfortabel; in der Stadt: Rehstocſt, mit Gartenpavillon; Jumm; Rlieinischen Hof u. à.— Badeanstalt im Rhein;— Fuhrwerk in den Hotels;— Post nach St. 18 n tägl. h. u. 2. 23 km 4½ St. Abzweigung der Schweizerbahnen: Waldshut-Winterthur 52 km, und auf groſsartiger Rheinbrücke: Waldshut-Turgi-Zürich 45 km. Jewerbe und Handel geben dem am Fulse des Haspel gelegenen Amtsstädtchen, mit 2750 Einw., ein reges Leben; neuerdings auch als klimatischer Kurort besucht. Beachtens- wert: Stadtieinche, Kapelle beim Bahnhof und das Spotal. 5 Auf den Husbel G12 m) ⁵½ St., herrlicher Aussichts- punkt nordöstl. der Stadt, an der Chäaussee nach Höchenschwand. Kreus bei Espach ½ St. Auf den Kulvurienberg, vom Bahnhof St. Durch das Schmitzinger Thal(Chaussee nach Höchenschwand) MaldxiroHt. Nach Indlekofen und zum Haselbachw asserfall 1‘ St. u. s. W.— Ausflüge: Nach Höchenschwand. Wagen hin und zu- rück 16 Mk. ohne Trinkgeld, über Buunliols 8 km. BDie Straſse zieht sich gleich hinter W. in die Höhe, auf einer neuen Straſse am Wald- 0b% ng bal Allal, 58. Basel Neuhausen. 199 saum entlang nach Dorf Waldkirch(Zuu, Storchen); am nördl. Ende des Schmitzinger Thals steigt die Stralse weiter aufwärts, man achte 1. auf die hübschen landschaftlichen Bilder h Bannholz, W. egehälfte nach henschwand. Von, B. hübsche itenpartie ins Haselbach- thal, wer sie machen will, ½ Tag, gehe 1916 1 ACh Kranz), Haselbach- Wasserfall— Weiter von B. auf de grolsen Stralse, ké Stlicher Blick auf die Alpen, nach Tiefenhäusern(Wh), und weiter über Tοẽ am r. liegenden Heppenschil-. 4¹,/οοuν über, nach Höchenschwand Höchenschwand(Hotel Höchenscunbdν,α’. K. Maier, 1012 m ü. M., Stat. Waldshut und Titisee, stundenlange Spaziergänge durch die Tannenwaldungen; groſsartiges Alpenpanorama, vom bayr. Hochgebirge bis zum Montbfanc:—Heone und Hirsch, beide einfacher), auch Höhenschwand genannt, eignet sich als Luftkurort wie wegen seiner Umgebung zu längerem Aufenthalt. Es ist das höchste Dorf des Grolsherzogtums. mit bedeutender Strohhutflechterei. Spaziergange und Ausflüge: Zu den hanſten, im Walde 10 Min. Zum Hislocit ½ St., im Somir Eis enthaltende Höhle.— Auch das Heéidenscll,/, bèi Segalen, 1½ St., ist eines Besuches W man ver- mutet darin die Trümmer der T omburg, deren Besitzer im Jabhrh. ausstarben. Ueber das Siguỹne,ν, haaeαh Stritiberg und zurück ½ Tag. Ueber HephensCIIUfUU. thishen und Anν iundö Wieder Zurüick ½ Tag. — Die Waldwege ne St. Flasten oder nach LKuitterdiiVe Tag.- Nach St. Blasien ½ Tag Nach Seebrugg 2/ St. Dann weiter nach Rothaus an der Bonndorfer Stralse 1½ St.— Nach Brenden 2½ St.,— weiter nach Leinegg 1½ St.— Oder von Brenden nach Staufen I. St, dann nach Schwarznalden 1½ St., und auf der Neustadter Poststraſse zur 185 oder auch von Schwarzhalden nach Seebrugg und Schluchsee 1 St. weiter. Nach Gurtweil und Ruine Gutenburg ½ Tag.— Mit der Bahn zum fheinfall bei Station Ne ονν‘n(Laufen) ½ Tag.— Mit der Bahn in den Hegau 2¹ den Burgen 1 Tag. Auf der Schweizer Seite die interessanten Partien Fahirhaus, Coblens, Juræ Levigſgen, SclHUα’ Heνi bei Lelbstadt, Bad Baden, Sclinzndcht mit Burgruine Hubsburg u. S. W. 1 Tag.— Endlich die reizenden Rheinfahrten. Hinter Waldshut geht die Bahn durch den Aarberg- tunnel, vor der Einfahrt schöner Blick r., zieht sich weiter am hohen Rheinufer entlang, überbrückt die Schlücht und er- reicht Stat. 9 61 km. Eingang für das Schlücht- thal, s. R. 66(Kvrone(Post);— Post über Birkendorf 19 km nach 5 31 km tö 5¼ St.), Städtchen am Fuſs des malerischen Glockenberges(43 35 m), mit 2275 Einw., hat Spuren einer römischen Ansiedelung. Die fertig ge- stellten Stralsen durch das Schlücht-, Schwarza- und Steina⸗ thal haben hier den Verkehr sehr gehoben. Spaziergänge: Zum Vitibuck, mit hübschen Anlagen, Aussicht auf die Alpen, ehemal. E insiedelei des hl. Veit, und zurücl/ St. Zum Langenstein(Nagelfluhfelsen) am Burgerwald 2 St. õ7 Die Bahn geht an Unterlauchringen r. vorbei zur Stat. Oberlauchringen 65,1 kin, mit Bahnabzweigung nach Stüh⸗ lingen, Weizen, für die Partie ins Wutachthal(s. R. 68). 200 59. Schaff hausen und der Rheinfall. Von Obenlauchringen, r. Ruine Kuissaeuh ꝗ mit Alpenpano- rama; im Klingengrabentfial weiter zur Stat. Griefsen 71.1 lumn, dann Stat. Eraingen 75,5 km, Grenzstation. Gleich dabinter Schweizer Gebiet und Stat. NlIchingen-(Hallau) 78,9 km, I. Ober- und Unter-Hallau, berühmte Rotweinorte. Es folgt Stat. Neunkirch 81,4 km(Post), Städtchen von altertüm- lichem Aussehen, mit 1850 Einw., südl. Hinter-NVeunftiroh im Weingelände, A prächtige Waldlandschaften. Stat. Beringen 87,8 km. das Städtchen liegt nördl. dicht an der Bahn. an einem südl. Ausläufer(Untere Halde. Teufelsküche) des 956 m hohen Randen, südöstl. Grenzpfeiler des Schwarz- waäldes. Ausflüge: Nach Schleitheim 3 St., Altertumsfreunden wegen Spuren röm. Ausiedelungen zu empfehlen; von hier zur Fandenberg 1½ St., deren Trümmer 942 m hoch liegen, mit schöner Aussicht. Wer den hohen Randen besteigen will Con der Burg noch 1 St.), nimmt aus Schleitheim einen Führer mit. Oben herrliche Fernsicht.— Von Schleitheim nach Begging 1 St., Eichhof 1½¼ St., nach Fuetzen ½ St.— Ueber die Gips nühle nach Stühlingen im Wutachthal 1/ St. Stat. Neuhausen(Rheinfall), 91,6 km, 445 m ü. J) 70m ü. d. Rhein, 8. R. 59. Wer zum Rheinfall will, muls hier aussteigen; wenn eine Weiterfahrt nicht beabsichtigt wird, genügt ein Billet bis Neuhausen. — 59. Schaffhausen und der Rheinfall. Hotels. Hote!l Müller, verbunden mit Restaur., sehr empfehlens- wert; Hotel aνm Riesen und Hlicinsclien Haf, ebenfalls gut, sämtlich ge- genüber dem Bahnhof; Schtan, im Centrum der Stadt. Beim Rheinfall(%/St. von der Stadt) am r. U*Hotel Schiibeisen- of, in Wundervoller Lage, rühmlichst bekanntes, mit allem Komfort ausgestattetes Muster-otel l. Ranges, offene schöne Veranda(Speise- halfe), ächtige icht auf den Rheinfall(im Sommer allabend- lich 5 bengalische Beleuchtung), groſser Park, neue Anlagen mit stundenweiten Promenadenw egen(keine Trinkgelder, Oumibus 5 an den Bahnhöfen Schaffhausen und Neuhausen); Hotél Hellenue, prächtig gelegen, unmittelbar am Bahnhof Neuhausen und dicht am Rheinfall, altrenommier Haus mit mäſsigen Preisen(Omnibus am Bahnhof Schaff hausen, Licht und Bedienung werden nicht berechnet); Schl/schen Worth, gute Restauration(auch Logi dicht vor dem Rhein- fall, nich— In Neuhausen: Hotel Tfiemmuull und Rheinhef. Am linken U cν /˖s Lauufen, Hote! Miteig, gut, in Dachsen, ½ St. vom Fall(Omnibus). Café-Restaurant und Bier. In den genannten Hotels, am Bahnhof, und in der Stadt: Blume, Niergurten, Stratiysfeder u. a. Droschken von Schaffhausen nach dem Rheinfall: Nach Neu- hausen 1 Pers. 1 Fr. 40 Cts., 2 Pers. 2 Fres. Nach Schlöſschen Wörth 2 Fres. resp. 2,50 Fres. Nach Schlo asen 1 oder 2 Pers. 4 Fres., mit 18 zum Rhein- fall 2 Fre Dampfboot im Sommer täglich nach Konstuns in 4, zurück in 3 St. Laufen oder 1 unde Wartezeit, Rückfahrt 1 Fre 59. Schaff hausen und der Rheinfall. Schaffhausen, gewerbfleilsige Hauptstadt des gleich- namigen Kantons, am rechten Ufer des Rheins, mit ca. 13 000 meist reform. Einwohnern, ist uralt und trägt noch ihr mittel- alterliches Gepräge, obgleich freilich bei den kriegerischen Fehden mancherlei Denkmäler aus früherer Zeit zu Grunde gingen. Die Ansicht der Stadt vom gegenüber liegenden Dorfe Feuerthialen ist die günstigste. Der schönste Platz der Stadt ist der Herrendchen, die wichtigste Kirche das im Jahre 1101 vollendete Münster oder die Allerheiligen-Klosterkirche, ein fester Bau in edlem byzantin. Stil, dessen Kreuzgang bemerkenswert. Das Innere, Welches von zwölf(Apostel-) Säulen getragen wird, von denen die Judassäule gesprungen, ist verdorben. Die groſse, 1486 gegossene Glocke gab Schiller das Motto zu seinem bekannten Gedlicht. Die gotische St. Johammisſeinchie, àaus dem 12. Jahr- hundert, soll die grölste der Schweiz sein. Das alte runde Kastell Munoth auf der Höhe(aus dem 16. Jahrh.) hat bombenfeste Gewölbe und 5 m dicke Mauern. In der Stadt- und Ministerialbibliothek werden Hand- schriften des 1752 hier geborenen Geschichtsschreibers Jo- hannes von Müller aufbewahrt, dessen Büste aus karrar. Marmor(Vvon Oechslin gearbeitet) auf der Promenade Fäsen- staub. dicht vor der Stadt, au tellt ist. Auch befindet sich in der Bibliothek eine Antiquitätensammbimgꝗ, ein Natu— valienlłabinett und das Modell einer sehr kunstreichen, durch Oudinot zerstörten Rheinbrücke, eines 108 m langen Hänge⸗ wWerks, welches auf einer einzigen Säule ruhte. Intlnunneum (Kunstsammlung, Konzertsaal), und neue Mädehenscliule. Alte Malereien an den Häusern zum Kitter, zum Ochsen, zum Käfig. Grofsartige Masserberle(Turbinen und Seil— transmissionen) im Rhein. Neue Irrendanstalt auf der Breite. Aslsfluige in das Miihletia,(/ St.), àum Seclłelammtslilisle (/ St.), schönster Aussichtspunkt, zum Celberg und ins Hatlenthal, mit dem Mutterloch, einer die heil. Jungfrau dar- stellenden natürlichen Felsengruppe, ferner nach der Hoſiſluli und auf den Koſilſinst, beides Aussichtsberge, vor allem aber zum Rheinfall, jenem herrlichen, viel beschriebenen Natur- schauspiel, das man am schnellsten und besten von der Station Neullidu¹˙e νν oοer Station Dacſisen erreicht.— Von der Station Neuuhaduusç geht man durch die schönen Parkanlagen des Hotels Bellevue in 10 Minuten hinab zum Schllöſschen Wörtli (Restauration und Hauptstation für Felsen- und Rheinüber- fahrt), wo man die Totalansicht des Falles genieſst. Gegen- über stürzt der gewaltige, 100 m breéite Strom 10--25 m tief über vier Felsen hinab, seinen Staub über 30 m hoch auf⸗ 202 60. Neuhausen-Konstanz. spritzend. Man schätzt den Krafteffekt des Sturzes auf 133 000 Pferdekräfte. Der Anblick in unmittelbarer Nähe ist wegen der Wasserfülle und der malerischen Umgebung aufser- ordentlich groflsartig. Bei stiller Nacht hört man den Doumer des Kataraktes stundenweit. Den schönsten Anblick gewährt der Fall im Juni und Juli, wenn die Wassermasse von dem geschmolzenen Gebirgsschnee anschwillt, besonders bei Mond- Schein, aber auch bei der allabendlich stattfindenden elektro- bengalischen Beleuchtung.(Man übernachte möglichst in einem der beiden vorerwähnten Hotels am Rheinfall.)— In jüngster Zeit war ein Unternehmen geplant, um die Wasser- kraft des Rheinfalles Fabrikzwecken dienstbar zu machen. Dadurch würde jedoch das herrliche Naturschauspiel ver- stümmelt worden sein. Glücklicherweise ist jenes Projekt Vereitelt worden. Wer etwas inehr Zeit hat, mag folgenden höchst lohnen- den Spaziergang machen: Vom Hotel Schweizerhof oder Belle- vue durch die Parkanlagen auf breitem Wege, nicht zu ver- fehlen, nach Neuhausen und durch den Ort an den KRhein, diesen entlang bis zur grolsen Eisenbalinbrüche, über diese, zum Schlols Laufen und hinunter an den Fall, daun über- setzen nach dem Schlöfschen Wörth. Vom Schlöfschen Wörth(Camera obscura 50 Cent.) aus fahren Nachen bis an einen der mitten im Fall stehenden Felsen, welchen man auf Stufen besteigen kann, 1—2 Pers. 3 Fres., jede weitere Person 1 Eres.,— ungefährlich, sehr interessaut. Ueberfahrt nach Schlols Laufen am andern Ufer 50 Cent., zurück 80 Cent. Man setze über, um im Garten des Schlosses(bei der sogen.„Vischenæ“, Entrée J Fres.) den donnernden Katarakt in unmittelbarer Nähe zu haben. Von Schlols Laufen zu Fuls in 15 Min. oder mit Omnibus (75 Cent.) nach Station Daclisen. Dort mit der Bahn nach Huirich. Schlols Laufen, ein mittelalterlicher Bau, mit weit- läufigen Mauern, Türmchen mit Balkonen(Eintritt 1 Fres.), ist zur Besichtigung des Falls sehr geeignet. Man steige vom Schlols auf diè Fischens(einen hölzernen Vorbau) hin- ab. Der Anblick ist hier recht überraschend, wenn er auch dem Blick vom Felsen aus nachsteht. 60. Neuhausen-Konstanz.(Bahnfahrt.) Bad. Staat hausen-Konstanz: beziehen sich au isenbahn) Linie: Basel-Radolfszell-Konstanz. Neu- 7 km. Die Kilometerangaben bei den Stationen Basel(s. auch R. 58). 60. Neuhausen-Konstanz. 203 Von Neuhausen führt die Bahn durch den Tunnel unter Viula Charlottenfels, r. Blick auf den Rhein, an der Westseite der Stadt entlang zur Stat. Schaffhausen 94.4 km(S. S. 200). Hinter Schaffhausen kommt die Bahn zur Stat. Herb- lingen 98,7 kin, I. auf der Höhe Schloſs und Dorf gleichen Namens, durchschneidet ein enges Waldthal und erreicht Stat. Thayingen 103 kin, a. d. Biber, mit bedeutendem Wein⸗ bau. L. vom Dorfe geht der Weg ab über Ebringen nach Hilzingen(Hohentwiel) und nach Engen(s. R. 31e), r. das Biberthal. Folgt bad. Stat. Gottmadingen 108,5 km, das über dem Dorfé(r.) sichtbare Gebirge gehört zum Schweizer Kanton Thurgau; 1. der Stat. der Hellsberg, dann bei der Weiterfahrt im Vorblick links der Hohentwiel und die an- deren vulkanischen Kegel des Hegaus,(S. R. 32). Die Bahn überbrückt die Kach und erreicht den Bahnhof von Singen 114,1 kin(R. 31f., S. 135). Weiter r. zur Stat. Richelslij,fWn 120,8 km, dann gleich darauf am stattlichen Orte Böhringen (.) vorbei(Prächtiger Blick auf den Zeller-See mit der Insel Reichendu, mehr rechts die Bischiofshihri, mit Schlössern und Dörfern, Konstanz mit seinem Dom. hinter dem Ganzen die Schweizer Berge), und zur Stat. Radolfzell 124,3 kin(SSclliſſt, Sonne, Krone, Dampfschiffstation für die Linie Konstanz und Radolfzell-Schaffhausen). Beachtenswert die FPfansnhirclie aus dem 11. Jahrh., Ratfaus, Spital, Gefüngnis und die Häuser der Hegauer Adelsfamilien aus dem 17. Jahrh. In den See zieht sich eine ½ St. lange Landzunge, die Mettnau, Augia Metae; der Weg dahin führt an der Restauration zum Kloster Vorbei und ist sehr zu empfehlen; viele schöne, geschmack- volle Villen in reizendster Lage, darunter die Seehalde, mit Denkmal des früheren Besitzers, des Dichters Victor v. Scheffel, am 10. August 1886 errichtet. Von Radolfæell aut Dämmen am Seée entlang, r. Halb- insel Mettnau, deren Zusammenhang mit der Insel Reichenau niedriger Wasserstand bekundet, zur Station Marſffelſingen 127,4 Km, dann Stat. Allensbacſ, 133 km, schöne Aussicht r., und Ueberfahrt nach Mittelæell auf der Reichenau; r. im Vorblick Konstanz, dahinter Alpenketten, Stat. Reichenau 138,4 km, r. die Insel gl. Namens(S. R. 69), von der Station 2600 m,— bei der Weiterfahrt 1. Schloſs Hegne, bei dem ehemal. Kloster Petersſiausen wendet die Bahn scharf nach 8., I. erblickt man den Bodensèe; auf eiserner, mit Stand- bildern geschmückter Brücke wird der Rheinausfluls aus dem Bodensee überschritten und der Bahnhof von Konstanz 144,3 km erreicht. Konstanz s. R. 61. 61. Konstanz und Umgebung. 61. Konstanz und Umgebung. Der Bahnhof, zwischen der Bahnhofstraſse und dem Hafen, mit Trajektanstalt. Durch Dampfboot Verbindung mit der Arlbergbahn. Dampfschiffahrt: a. Dampfboot auf dem Untersee und Rhein, Route: Konstanz-Stein-Schaffhausen;— b. Dampfboote auf dem Bo- Route: Konstane-Hriedrichshidfen, Linduu-Breq9ens;— Route: Kon- UIUαον⁶αfen. Castnofe: Insel-Holel, auf einer Insel, im umgebauten Dominikaner- kloster, Z. und L. von 3 Mk an; gegenüber in der Vorstadt See- Sen 0 Hoß, am nördl. Seeufer, Sommerhotel mit pracht- Voller Auss Parkanlagen, Badeèanstalt, beide I. R. mit groſsen Gärten, 9 au empbfshlen; zunächst dem Bahnhof: Hotel Halm; Krone, an der Mark Hechit. am Postplatz, altes gutes H Bad. Ho, in der Hussenstraſse;, Kretuzlingerstralse, 885 Preise; Schif; Anfter. Schwimm- und Badeanstalt im See, das Bad mit Wäsche 40 Pf. Konstanz, mit 15 000 Einw. liegt am Ausfluſs des Rheins aus dem Bodensee. Das Münster ist ein Bau, der mit einer Krypta bis in das 9. Jahrh. reicht. mit meisterhaftem Holz- schnitzwerk an den Thüren des Hauptpontals(Christi Leiden) Vvon 1470, von Nikol. Lerch. Im Mittelschriſi, eine dunkle Platte, die Stelle zeigend, Wo Huſs am 6. Juli 1415 zum Flammentode verurteilt worden sein soll. Das Münster ist in Reéstauration begriffen. Auf dem südl. Münsterhof das Museum, Gesellschafts- haus mit der Trinkstube für den Gerstensdelt. Gegenüber dem Dom das Wessenberghaus, mit Gemälde- und Kupfer- stichsammlungen und städtischer Bibliothek. Durch die Wessenbergstr. zur Stephanskirche, aus dem 9. Jahrh., in den Jahren 1428 bis 1486 in jetziger Gestalt erbaut, wäh⸗ rend des Konzils Sitz des geistlichen Gerichts. Das Kauf- haus, 1388 erbaut, diente 1417 als Konklave zur Wahl von Papst Martin V. Die obere Halle, seit 1864 zu einem Fest- saal eingerichtet, ist mit herrlichen Freskken von Fr. Pecht und Fritz Schwörer geschmückt. Darüber eine reiche Samm- lung indischer Geräte und Waffen.(Eintritt eine Person ½ Mk., mehrere 1 Mk.)— Das Kanzleigebäude, in der Kanzleistrafse, Hof im Renaissancestil, Auſsenseite mit ge- schichtlichen Fresken von Wagner. Das Rosgartenmu- seum, Rosgartenstr. 5, von Mitte Mai bis Mitte Oktober von 9—12 und 2—5 Uhr geöffnet, aber stets zugänglich. 40 Pf. Funde aus der Gletscher- und Pfahlbautenzeit, Denk- male, Münzen, Siegel ete. aus der Konstanzer Geschichte. E Das Siegesdenkmal, auf der Markstätte, trägt die Namen der 1870 und 1871 im Kriege beteiligt gewesenen 62. Das Wehrathal. 205 Konstanzer. Auf dem Obermarlet belehnte König Sigismund am 18. April 1417 den Burggrafen von Nürnberg, Friedrich von Zollern, mit der Mark Brandenburg. und im jetzigen Gasthaus zum Barbarossa schloſs Friedrich I. 1183 den Frie- den mit den lombardischen Städten.— In der Hussenstraſse das Hussenhaus, mit dem Bildniſs von Hufs; hier heraus- tretend, r. das Schnetætlion, mittélalterliches Befestigungs- Werk, I. zurück auf den Markt, dann l. durch die Paradies- stralse, an der 1873 vollendeten eο)el. Kirche vorbei zum Hussenstein im Brühl, auf dem Platz. wo die Reformatoren Johanmes Haſs und Hierommis von Prad in den Flammen ihren Tod fanden. Ein riefsiger erratischer Block erinnert an die gefeierten Männer. Am HRlieinthon gewährt die Eisen- bahnbriüicke köstliche Aussicht stromab und auf den See.— Neues Oberpostdirektionsgebäude. Spaziergänge: Bei wenig Zeit ist ein Gang über die neue Anlage des Stadtgartens, vo im Sommer an schönen Abenden tägl. Konzert, und über die Rheinbrücke auf die Seeterrasse beim Konstanzer Hof zu empfehlen, sowie die Fortsetzung dieses Weges durch den Lo- vettotould nach dem Jahob.— Haultenegd, Schwimmschulen, Rheinthor und Pulverturm ½ St.— Die Schweizer Grenze ist gleich vor der Stadt.) Nach Kreuzlingen ½ St. GHotel umd Pe Helbelid, Pens. 4 Franes und höher Hibeè, gelobt).— Zum Schiloſs Gottlieben und Castel; nach Arenenberg; Weiter Cranehh,, Aussichtspunkt; Obergarsbeng und Brainegd. Ueber die Rheinbrücke am neten Hospitul vorbei zum Schonen Areus und nach Alπνν,,—¹nisdon, Lum Adler) und zur Almdnnslioe(Almannsdor- fer Höhe) mit 4usSiH⁵zdurm, nach der. Lorettobapellée, 1637 zur Erinne- rung an die Schwedenbelagerung errichtet, Restaurant auf Loretto. — AJZur Mainamu und zur Reichiendu, 8. R. 6 Tabor mit Aussichtsturm 1 St. AussictSgerlist auf dem Biren bei Lützelstetten. 62. Das Wehrathal. Die Wehra entspringt am Fufse des 1270 m hohen Hochkopfs, oberhalb Todtmoos und ergielst sich bei Brennet in den Rhein. Die Strecke von Brennet(S. 197) nach Wehr, fast 9 St., durchzieht eine gute Fahrstraſse, man kann deshalb mit Wagen von Brennet den Weg durch dieses Thal zurücklegen. Wer aber die Naturschönheiten genieſsen will, der mag nur bis Wehr fahren, dann aber die Wanderung beginnen. Im Wehrathal aufwärts nach Oeflingen ½ St., und nach Wehr 5 km(Hotel Bruggen, Post nach Bremel 6 km 5/ St.; nach Schopfheim 8 km 1¼ St.), ansehnlicher Marktflecken mit 2210 Einw., an der Mündung des Wehrathales. Ausflüge: Ruine Werrach ½ St.— Ueber Steine9i‘ 1 St., aur Ruine Bdrenfels ½ St. Vom Turm ein herrliches Panorama; er ist seit Herbst 1875 restauriert und mit Weganlagen umgeben. Zur Ruine Winterstein 2 St. Die Haslerhöhle. Durch Wehra bis zur Brücke, kurz davor Tafel mit der Bezeichnung„Marktflecken Wehr“, hier den Fulssteg r., durch das liebliche Matterthälchen in/ St. nach Hasel 206 62. Das Wehrathal. Jun Vrdmdnnleinliöhleè): der Wirt veranlaſst die Besichtigung, Eintritt 1 Pers. 1½, 2 Pers, 2 Mk. Der Eingang der Höhle liegt ungefähr auf / Ent fernung von Wehr und ½ von Hasel, das früher wahr ein- lich den Herren v. Bärenfels, deren Burgreste in der Nachbarschaft aus dem Wald emporragen, gehörte. Von Mehi nach. Todtmoos 17 km,/ St. aufwärts gegen Norden unter der H,IZVUun Baürenfels rücken die Thalwände näher aneinander im engeren Wehrathal. Diese Schlucht, deren Sohle so eng ist, daſs nur Platz ist für den rauschen- den Gebirgsbach und die teilweise in Felsen eingehauene ralse, hat ungefähr 2½ St. Länge; sie ist die groſs- artigste Felsenbildung im Schwarzwald. Die ganze Strecke bis Todtmoos-Au, 11½ km, ist von wunderbarer, eigenartiger Schönheit, namentlich bei der Brücke, dem sogen. Sommen- HMel, auch an der Brucle genannt. Weiter eine Zufluchits- jnitte in der Nähe des Horschspr uνοes und das auf schwin- delnder Felswand in malerischer Baumgruppe hoch über der Stralse gelegene Jdgerhidusqdhen. Auf dieser 2½ 3 St. langen Wanderung trifft man keine menschliche Wohnung, nur Erinnerungszeichen an Unglücksfälle, Schutzhütten für Arbeiter. Es folgt der durch Sägemühlen und Holzhandel sehr be- lebte Weiler Todtmoos-Au, auch bloſfs Au genannt(Hirscli). In dem Thale führt die prächtige Poststraſse weiter nordwärts stéets am Waldessaum an der rechten Seite der Wehra, welcher von allen Seiten kleine Bäche mit zahl- reichen Wasserstürzen zuflieſsen, an dem kleinen Orte Glas- uuitten(5½ km) vorbei nach Vordertodtmoos(Hotel un⁰d Hension Jum Adlen, Löꝛbe, L. Schmidt; Sonme), ausgedehnter Marktflecken, Hauptort der aus 12 zerstreut liegenden Wei- lern oder Zinken bestehenden Gemeinde oder Vogtei Todt- moos, auch als Luftkurort frequentiert. Die Kirche mit ihren Sehenswürdigkeiten stammt aus der Zeit der Herr- schaft der Benedictinerabtei St. Blasien, von der Todtmoos eine Zweigniederlassung war. Das grolse Pfarrhaus mit seinem schönen Réfektorium erinnert noch au die Pracht und den Kunstsinn der reichen fürstl. Abtei. Ausflüge: Nach 8S. und 8S W.: Schꝛoarsenα, ˖ ½½ St., Fetsenbach ½ St., und Wehrathal. Nach W.: über den 8 Antonipaſs nach Happacl. ., Rohmatt 2 St., Häg 2 St. Nach Herrenschudund, 1¼ St., SefbnmαEA Belehen(430 m) k„Präg, Geschwänd, Todtnan, 3½ St., Frei- b7r8 St. Nach N.: äber das Hotèe Kreus, Hoc hcopfpals, Höfle, Hmiter- todimoos: WassenfAI 2 St.; Hütte/ St.; Prestenberg /ͤ St., Alpenaus- sicht; Hochν 088 m,„„ Alhbenpanorama. Weiter Hernan 2 St., He genſionn 1851 m, Blosling9, Feldberg 5 St.— Feldbergroute mit Fführer von Ber- naudo b: Von Herrenschwand nach Präg 656 m ½ St., zur Auf der m/ St., höchster Punkt der Präà zshorn und die Berna u, nach Bernaudorf ST4188 nach Bernauhof/ St. Nun mit Führer: straſse, Blick auf das St.; I. von der groſsen 1. um das ECK 1127 m 63. Das Obere Murgthal. 207 herum auf den Brandenberger Weg nach Brandenberg und weiter, wWie in R. 56 angegeben.— Oder von Eck r. um das Hirschenkonſte 1229 m herum/ St., die Westseite des Holelsen entlang bis zur Schanze 1281 m,/ St., im Lickzack auf das Herzogshorn 1417 m 1 St., ahwärts zur Clochenfuhire 1328 m /½ St., Grafenmmatl 1360 m/ St. und zum Zeiger (S. R. 56) 1234 m ½ St.(im ganzen 5 St.).— Nach 0.: Nach Mutters- Vefien, Tbdcl 1/ St., nach St. Blasien 3 St.; über den Freiwaldpaſs nach Lochſiduαε“n, WehhA¹dοε 1/ St., Herrischried 2½ St.; über Eugelschαν, Strittmatt nach Görufαν 3½ St.; über Hottingen, ins Murgthal 6 St.— Zwischen Bernau und Präg die Straſse über die Wacht 960 m, 1½ St. — Besonders auch empfohlen Partie ins Wiesethal(R. 57) über die Antoniustapelie ½ St., Happacl 7/% St., im Angenbachthal aufwärts zum Bildstocſht ½, St.(I. geht es nach Altenstein, Dörfchen mit Burgruine); weiter nach HRohmalt.; r. auf der Höhe Hag(Whs. unten) und Mambach 2/ St. im Wiesethal. 63. Das Obere Murgthal. Die Murg(obere) entspringt bei Lochhäuser und Herrischried in einer Höhe von 950 m dem Gipfel des Oedslandes und geht bei Murg in den Rhein. Das obere Murg-Thal(unteres Murg-Thal s. R. 7), ist die lohnendste Partie von Murg(R. 58, S. 197) mit neuer Stralse nach Hottingen. Durch das Dorf, an der Kirche vorbei, und in derselben Richtung weiter bis zur Spinnerei, hier I. ½ St. Bald kommt das Hanpolinger oder Mieladingen Schlo/s in Sicht, dessen Entfernung aber doch noch/ St. beträgt. Tief im Grunde liegt die Lochnuhle(I St. von Murg); ½/ St. weiter auf der Chaussee, an einem der schönsten Aussichtspunkte, führt von der Stralse eine Treppe abwärts zum Bergwasser und über dasselbe eine Brücke zum Fuls des Burgberges, welchen man zum Theil auf Stufen ersteigt, über Brücken schreitend. In wildromantischer Umgebung befinden sich die Trümmer der 596 m ü. M. und 160 m ü. d. Murg gelegenen Harpolinger oder Wieladiner Schlols-Ruine, deren einstige Eigentümer, die Herren von Wieladingen, schon vor dem 15. Jahrh. erloschen. Mächtig steht noch heute der Thurm da, 35 m im Umfang und ungefähr gleiche Höhe. Von hier aufwärts windet sich der Fluſs durch die Felsen bis zum sogen. Strahl, ½ St.; diese ganze Strecke, ein gewundener Felsenspalt, in dessen Tiefe die Bergwasser toben, wird das Elend-Thal genannt. Man wandert die neue Stralse zwischen den wunderbarsten Felspartien hindurch Weiter, passiert einen Tunnel, erreicht in/ St. die Wiekards- mühle(702 m), bei der(l.) der Seebach mit einem 10 m hohen Wasserfall in die Murg stürzt, der Strahl oder Strahl- brusch genannt; auch an dieser Stelle führt ein Pfad zu dem Platz, Wo man die eigenartige Scenerie am besten übersehen kann. Der Kunststralse folgend, kommt man sanft anstei- 208 64. Das Obere Ahrthal. gend nach Hothingen St.(Sonne).— Wer von hier zurück- Kehren will, kann über Hänner 1¾ St., Niederhof 1 St, zur Stat. Laufenburg ½ St., und nachm. oder abends die Züge nach Waldshut benutzen. Wer weiter ins Murg-Thal hinauf will, geht über Hogschiin in 1¾ St. nach Herrischried(Whs.), 1 St. lang, von hier nach Görwiel 2 St. und nach Tiefenstein im Albthal ½ St. Die von St. Blasien abgehende Post passiert gegen 5 Uhr nachm. Tiefenstein(8. R. 64) und Erreicht Stat. Albbruck, Wo man den Zug nach Waldshut- Schaff hausen benutzen kann. 64. Das Obere Ahrthal. Die beiden Quellen, der fischreichen Alb haben ihren Ursprung auf der südl. Seite des Feldberges. Die Mensenscllibundο] Alb t ihre Quelle in der Nähe der Bärhalde, die Bernauen 4l% in der he der Bernauer Höfe, beide vereinigen sich ½ St. unterhalb Eschenberg und dem Zacherhäusle, wo der Schwarzenbach in die Bernauer Alb mündet, zur Alb, die bei Albbruck in den Rhein flieſst. Von Albbruck(R. 58, S. 198) geht eine vortreffliche, durch Felsensprengungen und 5 Tunnels geschaffene Straſse teils an der steilen Seitenwand des Thales, teils im Thale aufwärts bis St. Blasien. Die Scenerie ist grolsartig; be⸗ sonders bis Tiefenstein 1½ St. lohnt eine Fufswanderung reichlich. Wo die Straſse die höchste Stelle der von senk- rechten Felsen g bildeten Thalwand erreicht hat, liegt Hotel Hohenfels in romantisch-schöner Lo ge. Bei klarem Wetter hat man von den südl. Fenstern des Hotels den An- blick eines sehr schönen, umfassenden Alpenpanoramas. Auf einem der steilsten Felsen steht ein Pavillon, von dem man die rauschende Alb in schauerlicher Tiefe betrachten kann. Nicht minder ist der 5 h der Tenfelsbniichte àu empfehlen, auf gutem Fulsweg steigt man in wenigen Minuten hinab. Tiefenstein(Postſialte felle; gute Restauration, Forellen), reizend gelegen im Centrum mehrerer wilden Schluchten und Felsenthäler. Von hier über Meder- und Oembiu⁰ 188 St. bis zum Hoheneck 920 m, mit köstlicher Fernsicht über das Rhein-Thal und die Alpen. Von Tiefenstein erreicht man auch in /¼ St. auf guter Stralse Görwihl, hochgelegener Marktflecken mit 980 Einw., Arzt, Apotheke(Zum Bad. Ho/). In 20 Min. erreicht man auf einem Fufspfad und Steg über die Alb die Albstralse wieder und kommt dann bald zur Teufelsküche, wo das Toben des Waldstromes seinen Höhe- punkt erreicht hat; der Abstieg erfordert nur wenige Minuten. 65. St. Blasien und Umgebung. 209 Weiter Niedermühle 608 m(Sonne), hinter dem Orte führt r. ein Weg an einer Kapelle vorbei nach Brummadenn 825 m 20 Min., dann weiter an einer zweiten Kapelle vorbei über Nefenlidusern nach Höchenschwand 1 St.— Die Fels- wände treten zurück, das Thal nimmt einen einförmigen Cha- rakter an. In/ St. ist die Poststation Immeneicl(Adler) erreicht. NJach 5½ St. ist man in Uuter-Kutterau(Engel), Wo die Urbach einmündet, und nach 2 St. in diesem Thale aufwärts in Urberg; nach Ober-Kutterut/ St. wird das Thal wieder enger und nimmt die rauhe, starre Fels- natur an. Fortschreitend an den letzten Häusern von — ½ St., erreicht man nach/ St. St. Blasien, S. R. 65 65. St. Blasien und Umgebung. Postverbindungen mit den Eisenbahnstationen Albbruck und Walds- hut der Rheinthalbahn Basel-Konstanz, sowie mit Titisee der Höllen- thalbahn. Die kürzeste Linie von Freiburg aus ist die mittels der Höllen- thalbahn bis Titisee, von da mittels Post oder Wagen über Schluch- see, Häusern. Fahrzeit Freiburg-St. Blasien 6 St. 10 Min. Da je- doch die Schönheit letzterer Fahrt durch den wildromantischen Reiz des Albthales, wenigstens auf der Strecke Hohenfels-TPiefenstein, noch übertroffen wird, ist die Benutzung des einen Wegs zur Hin- fahrt, des andern zur Rückfahrt ratsam. Fahrzeit St. Blasien-Albbruck oder St. Blasien-Titisee ungefähr die gleiche: 3½ bis 3½ St. Albbruck-St. Blasien 20 Mk., Titisee- St. Blasien 22 Mk., und je 2 Mk, Trinkgeld. Hotel und Kurhaus St. Blasien, I. R., besteht aus drei Gebäuden, welche, malerisch an den Ufern der Alb gelegen, Unterkunft für etwWwa 220 Personen gewähren. Pension für un Flotel Kurhaus woh- 118 nde Gäste 5 Mk.— Für bescheidene Ansprüche: Hirsch und Krone, beide gelobt.— Ferner Kuranstalt Dr. Hdrujfe, Villd Berqmaumnm u. à. St. Blasien, chemal. reichsfürstliche Benedictinerabtei mit Kloster und Kuppelkirche, liegt in einer muldenartigen Erweiterung des schönsten der vom Feldberg nach dem Rhein auslaufenden Gebirgsthäler, des Abthales. Kleiner Markt- flecken mit nur 37 Wohnhäusern, Sitz eines Amtsgerichts, eines Bezirksarztes, einer Post- und Telegraphenstation und einer Apotheke. Eine Vvon ù St. genügt, uni die herrlichste Aussicht auf die Schwarzwaldb Belchen, Blöſs- ling u. a. 85 auf die Schneegebirge der Schweiz von den Tiroler Alpen bis zur Jungfrau zu erschlielsen. Ausflüge: 1. Tusculum-Wasserfall, 10 Min. Auf dem r. Albufer lieb- licher Waldweg ohne Steigung. In Sommer Konzerte. Von da nach 5 Schmeſze, Whs.— 2. Die Windbergwasserfälle,/ St., von da nach dem Windberghof und dem Sandboden.— 3. Cfifneiwerg, 10 Min. Schöne Aussicht aàuf St. Blasien.— 100 Fuls höher: 4. Weilsen- Griebens Reise-Bibl.: Schwarzwald. 7. Aufl. 14 66. 210 Schwarza- und Mettmathal. stein, Aussichtspunkt Nicht Weit davon: 5. Werderhöhe, ein runder Platz inmitten des— Ebenfalis in der Nähe: 6. Bitsch, eine nach dem Krieg 1870/1871 gebaute Aussichtshütte.— 7. Steinahachweg, schattiger W. aldlw. eg längs dem r. Ufer des Steinabachs. Wasser- Schlücht-, Ile. Riesenspringbrunnen.— 8. Philosophenweg, sonniger Weg mit prächtigen Blicken auf das Thal.— 9. Hamburgérweg, beim Friedhofe Abgehend. Reizender Waldweg.— 10. Bötzmättie und Küchenmeisters Wiese. 11. Blasiwälderstralse.— 12. Kohlwald mit der Buchenallee.— 13. Handboden, ½ St. Schutzhütte mit Alpenaussicht.— 14. Clausur und kusthauskopf, 50 Min.(964 m hoch).— 15. Eusthausfelsen, neu angelegter Waldweg von eigenartiger Schönheit. Schöne Aussicht.— 16. Lehen- kopf(1041 m hoch), 50 Min., mit 1886 erbautem Aus ichtsturm. Um- tassende Schwarzwaldrundsicht und Alpenaussic 17. Urberg, 1. St., mit der romantischen Bildsteinfluh und neu erschlossenen Bildstein- höhle, 1¾ St. Alpenfernsicht. Auf Hohek(1039 m hoch) schönste Alpenaussicht.— 18. Höchenschwand. 1 St. 10 Min., 1015 m hoch, mit Alpenaussicht.— 19. Wuchentank 1 St. 10 Min. ächtige Waldstraſse, immer im Walde.— 20. Mutterslehen, 1 St. 3 5 und viele ander Weitere Ausflüge: A2um Feldberg(R. 44) in/ St. nach Vordermensen- Schmand, 859 m(Adler), ½ St. weiter Hintermenaensghxpid(Mhs), der Weg folgt der Menzenschwander Alb und e cht bei der Jäger⸗ matte die vom Zeiger kommende Straſse, und den Feldberger Hof in 2 St. Für Wagen is über Häusern nach Seebrugg, Schluchsee und Unteraha zubempfehlen, dann von hier über MWindgefüll, 967 m, ½ St., am Windgefällweier I. vorbei in 25 Min. zur Wegegabelung, r. zum litisee,(S. 174) l. nach 10 Min. nach AIt-HAas- /aitte; von hier über Bärenthal weiter, S. S. 163.— Das Albthal bis Tiefenstein.— Todtmoos und das Wehrathal mit Wehr und der Erdmann, höhle.— Bernau und Todtnau.— Das Schlüchtthal mit dem Falkensteir und Schwedenfelsen.— Der Blolsling, 1311 m hoch; das Spiefshorn, 1361 m hoch; das Herzogenhorn, 1417 m hoch. 66. Schlücht-, Schwarza- und Mettmathal. gebiet der Schhtichit gehört dem Fluſsgebiet der W. 3 1. Die eigentlichen Quelladern des Schlüc htfl liegen an den W. 81555 n der Bärhalde om und des Klingelfe 1278 m. Ihre Fereinigung im Schluchses wird aber nicht Schlücht, sondern Schwarza oder Sc HWarzbach genannt, indem das aus diesem Befgseebecken abflieſsende schwarze Wasser bis zur PVilændeter Muifile, WO és sich mit dem östl. Quellarm(Aleine Soſilticht nuit Mettma) ver- einigt, den letztern Namen führt. Die Vereinigten Wa r Werden nun bis zur Mündung in die Wutach grolse Schlücht oder einfach Schlücht genannt. Stat. Waldshut(S. 198) oder Thiengen(S. 199) sind die Ausgangspunkte für den Besuch dieses Fhales. Von Thiengen zieht sich die alte Stralse nach Uehlingen zwischen dem WMocftenberg und obere% Brand hinauf nach Neuh,u⁵s 684 m. Von Thiengen auf der Landstraſse zu dem am J. Schlüchtufer vor der beédeckten Brücke gelegenen Bad Bruckhaus(380 m), Kurort mit Bädern, Whs. an der Schlte ht- brücke, wo die Stralsen von Waldshut und Gurtweil ein- münden. Nun die gedeckte Brücke auf das r. Ufer und flulsaufwärts dem Eipgang des engeren Schlüchtthales ent- gegen. Im Vorblick RνẽE Gutenberg r., I. tritt der felsige 66. Schlücht-, Schwarza- und Mettmathal. Abhang an die Straſse heran, 3 km. Von 1. kreuzt der Has- selbach mit tiefem, felsigem Bett die Stralse. Wegw. nach I. zum Hasselbach- MasSEfa im Teuifelshessel. Jenseits der Schlücht-Mühle Gutenberg(390 m) 4 km, Kunstsäge, darüber Relν teenberg(445 m), nur geringe Mauerrestée. L. Weg nach Weilheim und Dietlingen. Diesseits der Mühle, gegen⸗ über, der Schalstenfelsen, Granitfelswand. Von hier führen Fufs- und Fahrwege nach Aichen und Almeth sowie zum Berghaus Nenliuus und auf den Galgenberg. Beim Mühlgehöft führt die gute Straſse nach Weilheim ½ St. (519 m, Gasth.), Fundort römischer Altertümer. Zur Ha umtihle I/, St., nach Indleofen, Aispet und zum oberen HasselbAle- Wusserfull à/4 St. Aussichtreicher Weg nach Hochensc-¹νLAl über die Gtue(Kapelle 735 m) und VMoggensClAον?.H daSs Fohirenbgα tyal kreuzend, über Segdlen und Amrigschiubανꝙſ.— Aussichtsreicher Weg nach Dietlingen ½ St. breiter Terrasse über dem r. Ufer 2 m) auf der Schlücht(Zum Hehstocht), 10 Min. davon der Schloſbæch, uralte Um- Wallung.— Von Dietlingen über den Groſsbach, vorüber an Schnör- ringen zum Felsvorsprung mit den geringen Resten der Ruine Len ½ St., Burgfelsen genannt, 125 m über dem Schlüchtufer. Von Gutenberg auf dem r. Ufer weiter, interessante Dekoration; unterhalb des vorgestreckten Fuſses des Burg- felsens wendet die Stralse scharf um den Vorsprung herum und tritt in die kesselartige Thalerweiterung von Mtndu, bei Vereinigung der Schwarzach mit der Schlücht. L. Weg nach Schnörringen und Dietlingen; neue Schnjαν ⁰uεοανiubniclee 1881; jenseits Weg nach Leinégg, Stück der Schwarzach- thalstralse. Dann r. am Eingang ins Thal der kleinen Schlücht das(7½ km) Mühlgehöft Witznau oder Luftkurort, Witznaumühle(425 m)*Whs., Pension; über der Brücke auf dem 1. Ufer Fahrweg nach Aichen ½ St. Bei der Mühle, nur wenige Schritte im Schlüchtthal aufwärts, Abzweigung der neuen Bergstraſee“ nach Berdei, interessanter Straſsenbau, dem man bis zum Pavillon 20 NMin. folgt, hier erscheint das Schlüchtthal in seiner ganzen Schönheéit, nicht minder das Alpenpanorama. Wieder zurück und im Schlüchtthal auf— wWärts. Die Felswände rücken mehr zusammen, rv. die mäch- tige Wand des Almmnuthifelsens, r. die kolossale Schnarswand, eine Felsenwand zum Andenken an den Schwarzwaldkenner Dr. Schnars so benannt; I. die mächtige Masse des Schwe⸗ denfelsens, wie zu lesen. R. von der Straſse passiert die Schlücht den 10m langen Tunnel, ein notwendiges Bauwerk, um die Straſse ausführen zu können. Folgt die Einmündung der Mettma. Es lohnt sich, die neue Strafse neben der Mettma aufwärts etwa ½¼ St. zu gehen und dann zurückzu- kehren. Jenseits der Mettmamündung beginnen die Felsen mehr zurückzutreten; beim Mühlenweiler Medernste9g beginnt die 14* 212 67. Das Steinathal. Thalweite vor Uehlingen. 11½ km Thalkreuzung des Weges von Riedeum au den Haqnduliöfen. 12½ km l. Nie- dernsteg(594 m), I. Einmündung der neuen Straſse von Riederm vorun, Mald und Hürylingen. R. Abzweigung der Stralse nach Krenltingen im Steinathal(s. R. 67) und Löli- ningen. Schlüchtbrücke. Im breiten Becken des grünen Wiesenthals r. erblickt man die Bergterrasse von Thiengen, zum Luftkurort Uehlingen 14,9 km, 664 m(Zum*Postſiorm, bei Fischer, Pension), sehr alter Ort mit 960 Einw., am oberen Rande des 8 Thalbeckens. Postverbindung mit Bonndorf, Thiengen, Schluchsee, Néustadt, St. Blasien. Von hier über Neuhaus in 2½ St. nach Thiengen, s. oben. 67. Das Steinathal. Von Stat. Thiengen(S. 199) durchwandert ein guter Fulsgänger das Steina- oder Steinach-Thal auf der schönen Landstralse bis Bonndorf ohne Beschwerde und ohne Führer in einer starken Tagestour. Von Thiengen bis Dezeln 1½ St., 20 Nin. aufwärts I. Dorf Krenftingen(Wus.) und die Trüm- mer der Burg Krenkingen, die Rudolf von Habsburg zer- stört haben 50ll; am linken Thalrande aufwärts an Thierberg vorbei nach Kaſsbacl, ½ St., fast in Hohe mit Kren- kingen, dann nach Thalflöte ½ St., und nach Vnter-Metlingen ½ St.(Obe Mettingen(Bierbrauerei] liegt ½ St. vor und r. seitwärts auf der Höhe); weiter zur 8Si emühle 1 Kl. St., Wo I. ein Weg von Uehlingen mündeét, r. ein Weg nach Ober- Mettingen zur Höhe führt, 7½. St. ODiesen Weg kommt man von Ober⸗ Mettingen herunter ins Sleine⸗ Thal.) Weiter 1 St. aufwärts eine zweite Mühle, wo die Straſse Birkendorf,-Bett- maringen das Thal kreuzt; zu beiden Orten r. u. I. etwa 1 St. — In/ St. weiter ist Roggenbach erreicht, die anziehendste Partie des Steinathales. Die sogen. Roggenbach'schen Schlösser genbach-Weilsenburg und Steinegg liegen auf dem l. zwei Hügel, etwa 10 Min. von einander entfernt, die Uebeérreste der 1525 im Bauernkriege zerstörten Burgen. Der nahe der Steina stehende Turm heifst im Volks- mund Gν)h, der andere WeiſsenbνHjçᷓ, das Ganze wird Roggenbach genannt. Die Stein hat eine mächtige, vier- Je Warte, von dickem Buschwerk umgeben.(Von hier naclt Bonndorf 2, nach Thiengen 5 St.) Weiter im oberen Steinathal ½¼ St. 8 J. die Mündung des Hylenbachis in die Steina. DDurch das reisende Erlenbachthal führt ein Weg zur Fo—— Rofν ⁰εε ν] Q St., von herrlichen Park⸗ wegen umgeben, Besuch empfehlenswert, und in ¼ St. nach 68. Das Wutachthal. 13 8⁰ Ebnet, in der Mitte zwischen Rothaus und Bonndorf, und Südl. der Landstraſse.) R., dem Erlenbach gegenüber, führt der Weg nach IVttlefrofen ½ St., und von hier in wenigen Min. zur Landstraſse Stühlingen-Bonndorf. Der Weg, welcher gleich unterhalb des Erlenbaches I. abgeht, führt nach Ebnet, S. oben. Weiter im Thale aufwärts auf dem r. Ufer der Steina, nach 1½ St., nahe der Landstraſse Rothaus-Bonndorf, Luftkurort Steinabad(Gebr. Vogt) bei Bonndorf, 700 m ü. M., mitten im Tanmenibdlde. 68. Das Wutachthal. 5 Bad. Staatseisenbahn Oberlauchringen-Weizen 21 km.(Vom, Früh⸗ jahr 1890 ab wird die Bahnlinie Weizen-Immendingen dem Verkehr übergeben werden, s. R. 22 a.) Ein namhaftes Interesse in geologischer Beziehung erregt das Wutachthal, weil sein Flufs ursprünglich nicht zum Rhein äbflols, sondern dem Gebiete des Donaustroms angehörte. Mit der Thal⸗ benennung Wutach, welche das Thal an der Grenze des Buntsand- steins und Gneis nach Vereinigung der Gutach und Haslach erhält, beginnt auch das Erosions-Thal. Der Hauptzufluſs ist die Gutach, die ihre ersten Quellen aus dem Feldsee, nordöstl. am Feldberg, erhält. Diese flielsen als See- bach nach 1½ stündigem Laufe durch das Rotwasser an. Bärenthal (8. 164) vorbei und durch den um 160 m tiefer liegenden Titisee. Von ihrem Ursprung bis zur Mündung hat die Gutach 75 km Weg au durchmessen. Das Wutachthal aufwärts führt neben der Bahn und diese öfters kreuzend auf dem r. Ufer die Landstraſse über die Stat. Horhieim 4 km, Ofleringen, 8 km, Untereggingesn 10 km, Hberfingen 14 km nach Stühlingen 18 km(Hirsch, Adler), altes Städtchen mit 1400 Einw., anmutig auf einer Anhöhe gelegen, dabei Schloſs Hohenlupfen, mit herrlicher Fernsicht- Die Bahn überbrückt die Wutach und führt auf schweizerischem Gebiet zur Stat. Weizen 21 km, von hier Wird die Bahn nach Immendingen weiter gehen. Von Stüh⸗ lingendorf auf dem r. Ufer weiter aufwärts bis zur Wege- gabelung I. nach Bonndorf(über Weizen, Schwaningen und Wangen)/ St., weiter in Wutachthal aufwärts nach Grim- melskofen 3/ St., hier überbrückt die r. abzweigende Land- stralse nach Donaueschingen die Wutach und erreicht zu⸗- nächst Fuetzen ¼ St, Riedböhringen 2 St., und Hüfingen abermals 2 St. Von Grimmelshofen an verengt sich das Wutachthal, man geht, auf dem r. Ufer ansteigend, nach Bleumeg ½½ St.(WIs.), hier oben(689 m) köstliche Aussicht auf die Alpen. Der Ort selbst steht auf einem jähen Ab- sturz. Zur schön gelegenen Blumeggen Miihlè führt ein an- mutiger Waldweg ins Thal, hin und zurück 1 St. Von 68. Das Wutach 2¹4 Blumegg am r. Thalufer abwärts über Wiesengründe zur Wutach-Brücke bei Achdorf/ St., aufwärts am I. Ufer nach Achdorf ½½ St. Von Achdorf am I1. Ufer hin nach Aselfingen 1/ St. Wieder r. aufwärts auf dem 1. Ufer, wo der Weg fast bis zum felsigen Rande steigt, dann aber nach der Wutach- Mühle zu fällt und kurz vor derselben den Fluſs über— schreitet; bis hier 1 St.— Einmündung des Gaugach-Baches, 1. oben eine Wallfahrtskirche, die sogen. Bruderkirche. Von hier bis nach Gündelwangen ist das Thal meist sehr eng. 125—250 m tief, zwischen jäh abfallenden Steinwänden und Verwitterten Felswänden eingeschlossen. Von der MMtach- Miihle an wird das Thal so eng, dals man 20 bis 30mal auf einem Wege von vielleicht 2 das Ufer wechseln muſs. Hoch über dem Thale Ruine Thannegg(I.) 1 St., beim Hofe Thannegg, dann nach ½ St. das reizend gelegene Bad Boll, 620 m ü. M., bis 1887 Eigentum des grols- herzogl. Domänenärars und durch ne heilkräftige Mineral- quellé schon seit Jahrhunderten geschätzt. Durch den jetzigen Besitzer, Oberbürgermeister Scintster in Freil burg, sind kom- fortable Neubauten errichtet, elektrisches Lichf eingeführt, Parkanlagen mit Wasserkünsten werden abends Prachtvoll erleuchtet, so dals der Ort jetzt zu den bedeutenden Kur— orten des Schwarzwaldes gezkhlt werden muls. Rings um das Bad wildromantische Felspartien und herrliche Waldungen. Nach ½ stündigem mäſsigen Aufstieg zum Lindenbucſt mit Pavillon: grolsartiges Alpenpancramd- Bad Boll hat Postverbindung mit den Stationen Neustadt (-Höllenthalbahn), Weizen(Wutachthalbahn) und Donau- 8(Schwarzwaldbahn). Wagen besorgt die Badever- waltung; 210 des Wagens von Neustadt bis Boll(2 St.) 14 Mk. In/ St. erreicht man die Schattenmipile(Whs.). Neue Fahrwege führen nach Göschuheie/ St. und Gινεi¹ͥααννοεn St. Wer die Wutachthalschle weiter aufwärts verfolgen will, bedarf auf der nun folgenden Strecke Gündelwangen-Käuber⸗ schlöſsle-Ruine Stahlegg eines Führers zur Gutach- Brücke bei der Einmündung des Kappeler Vic ingk. Weges in die Landstraſse von Löflingen nach Neustadt, 2 St. Nach Neustadt ½ St. Von Achdorf ½ St. nach Blumberg, kleines Städtchen östl. vom Bette der Wutach, deren Thalschle hier hoch mit Schwarzwaldgeröllen erfüllt ist. Auf denselben ist Blumberg erbaut. 8 3 69. Der Bodensee. 215 Von Blumberg ½ St. auf den Eichberg mit schöner Aussicht nach S.; zum Zollhause ½ St., wo die Bahn weiter nach Immendingen gehen wird. Blumberg(Gdsthas aun, Krone). Ein künstlich zuge leiteter Bach fällt in einer schönen, aber fast unzugänglichen Kaskade über eine harte Kalkwand auf die wächtigen schwarzen Thone hernieder. Während das Wutachthal 513 m ü. M. liegt. erhebt sich Blumberg im Aitrachthal über das- Selbe bis 677 m, der Buchberg auf der Südseite des Thales (zwischen Blumberg, Zollhaus, Ottilienhof) 812 m, und der Eichberg auf der Nordseite des Thales(zwischen Blumberg, Achdorf, Eschbach) 991 m. 69. Der Bodensee. Der Bodensee liegt 394 m ü. M., hat eine Oberfläche Von 533 ha, grölste Länge von 120 km(Ludwigshafen-Bregenz), grölste Breite 30 km(Friec hshafen-Rorschach), einen Umfang von 206 km und eine Tiefe bis m. In der oberen Gegend des Sees herrschen an heiteren Tagen regelmälsige Winde wie auf den norditalienischen Seen; der gefähr- lichste Wind ist der Föhn, der Südwind des Rheinthales. Die Dampfschiffahrt auf dem Bodensee erfolgt durch 7 badische, 7 Wiürttembergische bayerische, 9. schweizerische Schiffe und Pra- jektboote, und 3 österreichische. Zollabfertigung in dem bezüglichen Aussteigehafen. d. Ohensee utłd Uebenlinger-Seèe. Ludwigshafen, Bodman, Sipplingen, Ueberlingen, Dingelsdorf, Uhl- dingen(Gber-Mainau, Meersburg, Konstanz 40 Kkm 2 St. 35 Min. Konstanz, Meersburg, Immenstaad, Friedrichshafen 27 Km 1½ St.— Weiter Langenargen, Krelsbronn, Wasserburg, Lindau 51 Kkm 3½¼ St.— Weiter Bregenz 57 Kkm 4 St. Friedrichshafen-Romanshorn 12 km /s St.— Friedrichshafen-Langen- argen-Rorschach 19 Kkm 1 St.— Lindau-Hlomanshorn 23 Km 1 St. 10 Min.— Lindau-Rorschach 17 km/ St.— Bregenz-Rorschach 50 Km. 5. Vntersee uνα ERhein. Siche auch R. 59. Konstanz, Gottlieben, Ermatingen Radolfzell), Mannenbach, Reichenau 18 km, Berlingen, eckborn, Wangen, Mam- mern, Ob aad, Stein a. Rhein 43 km, Dielsenhofen, Büsingen, Schafti- hausen 63 km 3 St. Ausflüge von Konstanz(R. 61): Zur herrlichen Iusel Mainau, Droschke 8 Mk., Boot 6 Mk. Trinkgeld einbe- griffen; Dampfschift von Konstanz 50 Min., zu Fufs auf schattigen Waldwegen in 1 St., mit Droschke in/ St. er⸗ reichbar. Auch die Dampfboote landen. Auf der zur Insel führenden zierlichen, 500 m langen, eisernen Fahrbrücke, 1865 vom Besitzer der Insel, dem Grolfsherzog Friedrich von 216 69. Der Bodensee. Baden, erbaut, Kruzifix mit Schächern von 1577. Einzelne Vartien der 426 m hoch gelegenen Insel erheben sich ter— rassenartig bis 27 m ii. d. See. Das Sculoſs, aus rotem Sand- stein, soll 1746 vollendet worden sein; vor demselben im Schlolshofe Marmorgruppe von Steinhäuser,„ei Eugel segnet die Kinden des GoHeνHP‚Wgs Fuedrichie. Ordenskirche, Treib- haus, Reitstall; Schwedenschanze und Schwedenschänzle. Sehenswerte Gartenanlagen und Oekenomie-Einrichtungen. Schöne Allee längs des gemauerten Ufers zum Bade. Nord- östl. von dem nicht fern liegenden Dörfchen Lützelstetten deckt der See die Ueberreste von Pfahlbauten. Zur Insel Reichenau, 441 m ü. M., in der Mitte des Untersees,— ein 850 m langer Damm verbindet die Ostseite der Insel mit dem festen Lande. Mit Eisenbahn in ½ St. zur Stat. Alens- hac,,(Schnellzüge halten nicht), Bootfahrt nach Mittelæell 40 Pf., Besichtigung der Insel, dann übersetzen nach Stat. Hrmatingen 40 Pf., und mit Dampfboot oder Bahn zurück. Teurer und auch weniger zu empfehlen ist die Wagenfahrt, einsp. bis Mittelzell oder Münster und zurück 8—10 Mk. Zu Fuls nach Allensbach 2¾ St. Die Insel ist etwa 6,3 km lang, 3.5 kin breit und gewährt nach allen Seiten die an- ziehendsten Aussichten. In der Mitte der Insel erhebt sich die Friedrichsſiölie, die ehemal. Hochubacht, 450 m, der höchste Punkt, am Ostende eine zweite Höhe, die kleine Burgruine Schiopfeln(Scopola), 400 m, 1382 vom Volke zerstört; die Grundmauer dürften bis zum 4. Jahrh. zurückdatieren. Vor dem Begehen der lieblichen Insel hole man in Nittelzell vom Bürgermeister den Schlüssel zu dem vom Hofrat von Seyfried errichteten Belvedere auf der Hochubdchit. Hier Ueberblick des ganzen Eilandes, wo einst die Mönche des Klosters Reichenau von 800—1250 schon Umschau hielten. Mittelzell(Zum Mohren) besitat das älteste Gotteshaus des heil. Pirmin, 816, der Turm soll aus Hattos Zeit sein. Bis 1844 Grab Kaiser Karls des Dicken, + 888, Inschrift über dem Eingang zur Sakristei, darin Reliquien und Altertümer. Niederzell am westl. Ufer, mit Kirche von 882. Durch Wiesen und Weinberge nach Oberzell am östl. Inselende, mit der architektonisch merkwürdigen Kirche. Die chemal. Hattozelle, nach ihrem Gründer(888) so genannt, hat in ihrer Krypta byzantinischen Stil; einige sehr alte Fresken. Die Kirche ist dem heil. Georg geweiht, dessen Kopf unter den Reliquien. Eine nähere Beschreibung weiterer Ausflüge geht über den Rahmen dieses Reisehandbuchs hinaus, daher nur die Hauptausflüge angegeben werden können: I. Nach Meersburg(S“,—⸗., dann nach: Hagnau, Hersberg, Kirch- berg, Glaserhäusle, Unteruldingen, Seefelden, Maurach, St. Lèonhard, ebe 69. Der Bodensèe. Ueberlingen(Badlotel), Heiligenberg, Mülhofen, Killiweiher, Killiberg, Salem(Post), Stephansfeld, Weildorf, Lampach, Leustetten, Heiligenberg GAdler),[die Birken, Freundschaftshöhle, Ruine Altheiligenberg, Heinrichsquelle, Schweizerhaus, Nagelstein], Oberhornberg(Höchste), Ueberlingen, Ludwigshafen, Melfskirch, Donauthal, Sigmäringen. 2. Nach Friedrichshafen(Heutsches Hduis). dann: Kloster Hofen, Seemoos, Manzell, Fischbach, Immenstadt, Kirberg, Berg(Ober- und 1 W Kestenbach und Greutzel), Ravensburg(Post), Tettnang, Lindau. 3. Nach Langenargen(Seebad mit Karreneinrichtung), Schloſs an Stelle der Ruinèe Montfort, Tuniswald(Jagdschloſs), Tettnang(neues Schloſs, Pfarrkirche), Ravensburg nach Norden, Wangen nach Osten. 4. Nach Lindau(Krone[Post), dann nach: Lindenhof, Hoirenberg, Allwinden, Reuti, Staig, Wasserburg, Nonnenhorn, Schlachters, Sig- marzell, Seeufer, Oberstaufen, Immenstadt, Sonshofen, Hindelang, Schattenwald, Höfen, Weiſsenbach, Reute, Hohenschwangau, Sonshofen (a. Oberstorf, Schröcken, b. Amlech). 5. Nach Bregenz(Hotel Montfort), dann nach: Klause, Gebhards- berg, Pfändlerberg, Bregenzerwald[Schröcken, Amlech, Schröcker Aelple, Stuben],(Rettungshaus-Au, Feldkirch). 6. Nach Rorschach, dann nach: St. Gallen, Zürich, Wartensee, Greifenstein, Burgstein, Rheineck 7. Nach Romanshorn, geräumigster Hafen des Bodensees, dann nach: Arbon, Rorschach, und nach Konstanz zurück, oder mit der Bahn über Rorschach nach Chur. Näheres siehe in Griebens Reisebibliothek:„Die 8. Albert Goldschmidt). chebe¹“(Berlin, —89..— ODie Zahlen geben di Aach 91. 134. 135 Aachquelle, die Achdorf 178. 214. Achern 48. 61. 104. 108. Acher-(Kappeler-) Thal 108. Adamshof 145. Adelshofen 116. Adler 163. Affenthal 60 103. Affoltern Afterstèeee Agenbach 7 Aiterer Thal 195. Aitrachthal, das 133. Alb, 95 208. ruck 198. 208 rt-Hauensté Albert-Viadukt 198. Albthal, ober Albthal, 158085 3 Aldingen 99. 216. 42. 45. Allensbach 203 5 Almannsdorf Almannshöhe Almendshofen Almuth 211. Alte Altw Amalienbad Albthal 210. Amalienber 9815 xanderschanze 44. Am Fa il 64. 113. Amoltern e Seiten an; Altenburger Hof Altenheim 106. Altenstei 5 Altenw Ahorn, der 165. Alter M Ahr-Thal 208. Altersteinfe Aichen 211. Altfürstenberg 17 pel 5 2¹¹. Alt-Glashütte 177. 210. Altheim 85. Altschweier n 3¹ 2 109. 110. Am Sand 54. 4. Am Turm 124. An der Bruck An der Steif Andersthal 124. Ankenbachthal Alphabetisches Register. MWeinsteige 83. Berneck- Althengstett 55 Althor uberg 5 195. Wo Ausführliches zu finden, ist dies durch stärkeren Druck hervorgehoben.) 114. 1115 20 Appenweier 102. 105. 110. 115. 116. Arenenberg 205. Arth 139. Artzenheim 157. Aselfingen 133. 178. 214. Asperg 71. Aspich 104. Attlisberg 199. Atzenbach 194. Au, Dorf 40. Au(Todtmoos9) 2 Auf dem Rohr 146. Auf den Brend 130. Auf der Aufen 1 Auf Wegscheiden 41. Auggen 181. Auffingen 101. E Auwald 185. Baar, die 100. Bachzimmern 134. Badeck, die 123. Baden-Baden 12. 13. 34. 5 102. 1 199. Baden- Badens Umge- Schloſs Badenweiler 180. 181. 183. 186. 189. Badwald, der 115. Bahlingen 155. Wacht 192. 206. Bährenthal 164. Baiersbronn 42. 44. 64. Baldenberg, Ruine 100. Baldenweger Vieh- hütte 162. 169. 170. 172. Zalgheim 100. Balingen 98. Bannholz 198. Zanzenheim 180. ärenfelsen, der 114. Bärenfeld, Ruine 205. 206. 107. Bärenthal 171. 177. — 177. 8 ugst 196. 197. .8 Battertber Batzenhä- 9J Babenhausen 97. 105 Beerathal, das 100. Beerenthal, Dorf 100. Bei Rheinfelden, Stat. 196. Belchen. der 143. 169. 171. 187. 195. 206. Belling en 181. 1855 kaſſene, 97. Benzebene, die 8 Berau 211. Berg, Bad 82. Berg, k²gl. Villa 77. 80. Berghaupten 123. Berghausen 64. Bergheimer Hof 84. le, das 111. -Kapelle 123. Beringen 200. Berlafe hkopf 115. B ermersbach 40. 61. Bern 16. Bernau 206. 210. Bernau, Ruir 8 Bernaudorf 192. 20 Bernauer Alb 208. Bernauerhof 192. Bernauer Thal 195. Bernaubof 206. B5 Berneck 87. 90. 91. Berneckthal 87. 1⸗ Schlok Bernhardshöfe, We 109. Bernickelfels, der 54. Bernstein, der 39. Besenfeld 72. iler Alphabetisches Register. Besigheim 28. Bettelki he, Beuern 135. Beuggen 197. Beuron 100. 101. Beutig, der 59 Fels 99. Biaschina 139. Bickensohl 155. Bieberach 123. Bieberach-Zell 123. Biengen, Dorf 179. Bieringen 94. Bietigheir 74. Bildechingen 92 Bildsteinköhle 210. Bildstock 207. Binningen 135. Binzmatte 122. Birkenfeld 68. Birkenkopf 88. Bischheim 117. Bischmatt 195. Bischofshöri 203. Bisingen 98. Bisten 163. Bittelbronn 86. 1105 der 143. 186. 193. 9⁵ Bleichheim 142. Bleichthal, das 141. Blöchereck 109. b. Wildbad Bl sling, 210. 22. der 195. 206. Blumberg 178. 214. Blumbe 101. 13 Blumegg 213. Blumegger Mühle 213. Böblingen 85. Bockfelsen, der 24. Bodelshausen 97. Bodensee, der 215. Bohrer, der 165. Boll, Bad 133. 178.179.214 — Ruine 178. Bollberghof 142. Böllinger Hof 27. Bondorf 8 Bonndorf 132. 133. Bonstetten 139. Bosenstein, der 109. Bosper, der Bottenau, die 111. Böttingen 26. Bötzmättle 210. Brand 210. Brandeck 199. Brandeck, die 108. -Zollhaus 178. Brandenberg 192. Brandenberger Thal 171. 195. Braunberg 111. Bräunlingen 133. Breg, die 15* Bregenb 01 f 176. Bregenz 201. 215. 217. Breisach, Alt- u. Neu- 156. 157. Breitenau 159. 162. 175. Bremersbach 55. Brenden 199. 197. Brend, auf den 130. Bretten 74. Brigach, die 131. Br igittenschlols 104. 108. 109. Britzikon 186. Britzingen, Dorf 186. Bromberg, der 160. das Bronnen, S Bruckha us, Bad 1400 Bruckwald, Bruderhalde 1 Bruderhof, der 101. Brudermattfelsen 185. 189. Brunegg 205. 3Zrunnadern 209. 3Zrunnen 16. Buchbergstutz 101. Buchenbach 144. 161.175 Buchenberg 88. Buchenbrand 195. Büchenbronn 67. Höhe 85 Buchholz 145. 1 n 180. 1. 103. Bublbach 45. 2100 Dorf 103. 1 Bühler Thal, das 60. 103. 106. Bulach 90. Burbach. Weiler 115. 246 Bütten 110. 220 Büttensteiner Fälle 104. 110. 112. OCäcilienberg, 115 53. Calmbach 68. 71. 90. Calvarienberg bei 1 44. 6 hristophsthal 44. Chur 16. Clausur 210. Clemenshall 26. Joble Colm Constanz 123. Conzenberg, Ruine 100. Dachfelsen, der 39. Dachsen 201. 202. Dachsmühle 134. Darmstadt 25. Dautenstein, 144. Schloſs Dätzingen 84. Degerloch 83. Degerlocher Aus- sichtsturm 83. Denkingen 99. Denzlingen 143. 145. 160. Descheck 129. Dezeln 2 Diedeésheim 26. Diersburg 106. Diers burg, Ruine 40. 12³. Dietenbach 167. Dietfurter Mühle 179. B 8 211¹. 8 Ditzingen 84. Dobel, Porf37. 62. 69. 71. Dobel, der 44. D zern 198. enburg 83. Döggingen 176. Donau, die 131. 0 122. 132. 133. 164. 176. Donauquelle 132. Pörlinbac h 144. Drei Eichen 22. 2(Schweiz) 199. 17. Di Alphabetisches Register. Drei-Eichen-Kapelle 5 Du italtigkeitsberg, 00. stenstein, der am, die 158. sam-Leopolds- 142. mthal, das 158. lingen 93. dch 178. Duchtlingen 135. Dumingen 93. Durbach 105. 106. 123. Durbacher Thal, d 105. bheim 100. Dürenhof 144. Durlach 30.5 64. 68. Dürmenz 73 Dürrheim 131 132. Dulslingen 97. Ebenunger Höfe 59. Eberbach 25. Eberbrunnen, der 55. Eberfingen 213. Eberp Adl 39. ein, Schloſs 39. nburg, Dorf rg, Ruine 5. 85 105. 106. Ebhausen 91. Ebingen 99. Ebnet 158. 160. 2138. 2T. Eic Uberg Ebringen 153. Eck, das 206 Eckbe Eckhöfe, die 58. Eckle, das 62. 63. 125. 146. Edelfrauengrab, das Edelmannskopf 123. Efringen-Kirchen, Stat. 181. Egg 134. Eggbach 175. Ehingen 94. 5 hningen 85. 26. 4 5 1168 101. 133. Eichelspitze 154. Eichen 194. Eichen-Ploch 54. 155⁵ i ae 124. 125. 118 Eisenbach, Bad 135 senthal 103. Eisesheim, Ober- und Unter- 27. Eisloch 199. K dthal 207. Zlisabethenquelle 39. Ellinghofen 179. Eltinsen 84. Elazach 124. 126. 147. Elzthal, das 131.144. 145. Emberg 90. Emichsburg, Ruine 75. Emilienbad 196. Emmendingen 142. Emmingen 134. Endingen 155. 157. Engelberg, der, bei Leonberg 84. U g + Thal 114. hwand 207. Sskanzel 31. 47. 57. Engen 134. 135. Engstlatt 98. Enkenstein 193. Entenschloſs, das 133. wand Enaberg 73. Enzbrunnen, de Enzhof, Klein- 71. Enzklösterle, Dorf 42. 69. 72. Enzthal, das 72. Enzviadukt b. Bietig- heim 174. Epfendorf 93. E tenhoßen 102. Erbach 23. 25. Eremitage b. felden 196. Rhein- Erlenbacher Vieh- Bhütte 170. 172. Erlenbad 61. 104. 108 Erlenbruck 163. 164. Ermatingen 216. Ernstmühl 89. heimer Kirche, die ngen 2⁰ 0. kasten, der 143. 166. Eschbach, Dorf 133. 160. 180. Iselsbrunnen, Ettenheim 141. 144. Ettenheimmünster 141. Ettersbacher Thal 147. Ettlingen 34. Etzweilen 1 Eulersbach- Eulfelsen 40. Eutingen 73. 8. E utingenthal hal 125. 92. „Stat. 94. ühle, die 37. 39. 71. Fahrenberg 175. dahrhaus 199. Fahrnau 194. 8 5 177 Falkenbrücke 124. — alkenfelsen 107. Falkenhald 58. K alkensteig 158. 161. Falkenstein, Burg- ruine 159. Falkenstein, gruppe 161. h(Gutach- fal“ 128. bachthal) 41. Farenkopf 124. Farrenberg, der 97. Fautschberg 72. Favorite, b. Ludwigs- burg 75. Favorite, Lustschloſs b. 55 35. 37. 48. 39. Feldberg, der 143. 162. 163. 164. 169. 172. 177. 1 195⁵ 206. 21⁰. Feldber. Hof 162. 0 ο I177 101. Feldkirch 179. Feld der 162. 163.173. Schwarz- Alphabetisches Register. Felsen, die bei Baden- Baden 47. 48. 56. nberg, der 24. nbrücke 48. 56. sengruppe b. Alt- hornßerg 128. Felsenjungfrau 127. Felsentreppe 56. Fesenbach 106. Fetzenbach 206. Feuerbach 76. 83. Feuerbacher Heide 88. Feuersee, der 82. Filderbahn, die 83. Finsterranktunnel 163. 1 bach 177, enz, die 202. herbachthal 124. insel 122. Fleischmühle, die 84. Fohrenbachtha! 211. Fohrenfelsen 107. Forbach 39. 40. 48. 60. 61. Forbachthal, das 44. Forst, der Berg- rücken) Frauenalb Freiburg i. Br. 147. 154. 156. 169. 179. 206. reiburg-Wiehre, Stat. 160. Freiersbach, 114. 55 55 sberg, der 48. 59. 35. 43. 72. 8 86. 91. 112. 113. 115. 123. 144. 158. 165. Bad 113. denweiler 165. 176. riedingen 100. 135. Friedrich-Luisenturm 169. 170. 173. Friedrichshafen 204. Friedrichshall, Saline Piledrichshöhe, die (Reichenau) 216. Friedrichsthal 44. 45. nheim 140. schwand 199. rn 99. Frondeck, Ruine 94. Fuchs am Buckel 121. Fuchswald 195. Fuetzen 102. Füllenköpfe 40. Fürsatz, der 162. 163. Furschenbach 109. Fürstenberg 133. Fürsteneck, Ruine 111. Furtwangen 127. 128. 129. 176. 6 g 83. aggenau 38. 39.48. 55. GaßKont der 85. Gähnender Stein 93. Gaimühle, Stat. 25. Gaisbach 55. 111. Gaisbacher Fischkul- tur-Anstalt 32. 54. Gaisburg 83. Gaiseiche, die 88. Gaishölle 104. SGalgenberg 211. Galgenbühl 124. Galgenhalde 195. Galfenbach 50. 103. Gärtringen 85. Gausbach 40. Gehbachthal 124. Seisingen 1 Gen Geishalde 8 Ibch 106. 122. 1323. SGerling 83 84. Ge sbach 35. 37. 38. 48. 55. 61. Geroldsau 53. Geroldsauer Wasser- 54. 60. 107. ck, Ruine 93. Geroldsecker Schlols 123. Gertrudsruhe 71. Geschwänd 195. Geutsche 128. Gieshübel, der 165. Girbaden 122. Gisiboden 195. 0 en(Ort) 130. 206. G18 ald- oder Wild- Sèée 114. 115 Glatt, Dorf 86. Glatten 86. 92. Slattthal 86. 92. SGlockenfäl SGlotterbach, Glattwasen 211. Glockenberg, der 219. 5 die 207. der 14 Glotterbad 143. 14 160. Glotterthal 143. 153. Glümershöhe, die 160. 167. 6˙ 42 ꝗ12. Gondelsheim Görwihl 207. 206 Göschweiler 214. Gottenheim 154. 155. 156 Gottesau 30. Gotthardbahn, die 139. Gotthardtunnel 139 Gottlieben, Schloſ- Gottmadingen 139. Gotts das 109. Götzens Burg 27. er 39. Grafenstaden 117. 122. Granegg 205. Grat, der 90. Greffern 103. Gremmelsbach 127. Grenzach, Dorf 196. Griesbach, Bad 113. 114. 115. Grielsen 200. Grimmelshofen 102. Grobachhof 54. Grombach, Unter 29. Grolser e. Tanne 71. Hüningen 191. ötzingen 64. Grüble 162.169. 172. 1738. Grumbach 67. Grünhütte, Stat. 180. Grüningen 1382. 133 Grünwald 178. Gumme mhof 146. Gündrin 2. Sande 1 W. angen 183. 214. Gundelsheim 26. Günden Günthe Günters Gurt twW. veil 199. 125. 126. Gutmadingen 133. Habsburg, Hachel, der 67. H Hagnauhöfe hlägth alchen, 9 Hacksber Häg 5 Hager der 84. 88956 Hagense hi Halbmeil 8 Haldenhof 18 Haldenwirtshaus 165. Hallau 200. Haltingen 181. Hamberg 67. Hamersbac 1 8 werk 107. Alphabetisches Register. Heidenschloſs bei galen 199. Se- Heidenstein, der1124 Heilbronn 11. Heitersheim 180. Heppenschwand 199. Hepschingen 194. Herblingen 203. Herholz‚ leim 141. 8 144. Herderwirtshaus 166. Hermannsbrunnen, Handschuchsheim 22. der Happach 206. 207. Hermersberg, d 41 Harmersbachthal 112. Herrenalb 36. 39. 62. 68. 69. 71. E Stauffenberg Laufenburg 197. Sachsenheim 74. 212. Ruine 199. Ruine 199. Harpolinger Schloſs 20 FHerrenbach 125. Herrenberg 85. Herrenschwand 195.206 Herrenschwanderkopf FHartheim 179. Hartmannsruhe 71. Hasel 194. 205. Haselbachthal 199. Haselberg 195. 1 FHasenberg, Stat. 88.85. FHaslach 124. Haslerhöhle Hasselbachr Haſsmersheim 26. Flattingen 134. 65 Haueneberstein 48. Hauenstein, Stadt 198. Hauenthal, 1 Hausach 86. 125. 126. Hausbaden 185. Hausen 101. 1 Hausen- Stat. Hausen vorm Wald 179 Häusern 178. Hebelhöhe bei Schopf- heim 193. .54. 208. 195. 80 0 20, er hle 211. 4 5 196. Hcsiach 83. Hesselbacher Thal 111 Hetzbach-Beerfelden, Stat. 25. Aeubachthal 125 Heuberg, der 92. 99. 100 Heuberger Aussichts- turm 95. Heubronn, Hinter- fleubronner Eck 18 Heuweier 143. Hexenküche, Fels 99. 30. Hechingen 98. Hexmatt 185. 189. Hilpertsau 40. Hilzingen 139. Himm elreich 6 Hechtsberg, Gut 124. Hecklingen 142. Hedingen 154. 15 Higtimelspor t, Kloster Hinse hingen 101. FHinter berg, Hinter-Falkau 177. Hinter-Heubronn 168 188. (Hinter-Langenbach 62 Hei Ne Isheim 73. Heidenhof 111. HFHeidenk Heidenkling Hinter- 0. Schwand 210. Hinter eunkirch 200. hützenbach- Hinterstraſs 159. 175. Hintertodtmoos 206. Hinterzarten 159. 163. 164. Hint g Hirsau 89. 90. Hirsauer Tunnel 85. Hirschau 71. Hirschen, der 128. Hirschenbückköpfle 192. Hirschenköpfſe 207. Hirschensprung, der 20⁰ Hirschgasse 22. 23. Hirschhorn Hirschkopf 44. 170. Hirschsprung(Felsen- quelle) 25. (Feld) 159. 161 Hirschsprung, Stat. 162 Hirzelloch oder Wolf⸗ schlucht 190. Hirzwald 128. Hochberg, der 55. Hochbühl, der 1 Hochburg, die 143. 145 Hochdorf 91. 92. Hochdorfer Punnel 92. Höc 95 200 hwand 198. Hochhausen 26. Hochkelch 188. Hochkopf, der 64. 123. 163. 174. 206. Hochloh-Aussichts- turm 41. Hochlohkopf, der 72. Höchst, der 175. Höchsten, der 171. 173. Hochwacht 216. Hochwart, der 175. Hochwiesenhof 71. Hockenhof 161. 175. Hof 195. Hofeck 128. Höten 68. 69. 144. 193. Höfingen 84. Hof Sauersberg 59. Hofstatt 72. Hofstetten 124. Hogschür 208. Alphabetisches Register. Hohe Brücke 170. Hohenasperg 74. Hohenbaden 55. Hoheneck 208. Hohenfſum, der 193. Honensereidseek 106. 123. 1 44 Hohenhöw en 135. Hohenkarpfen, der 99. 100. 101. Hohenkrähen 135. Hohennagold 91. Hohensc hwand 178. 210. 211. 217. Hohenstein, der 125. Hohenstoffeln, der 135. Hohen Tübingen, Schlolfs 96. 01. Bergfeste Hohentwiel 136. 203. Hohenzollernbahn 97. Hohenzollern, Burg 97. 98. Hoher Möhr 194. Hoheroder Schloſs 104. Hoher Randen 134. Hohfelsen, der 207. FHohfluh, die 201. Hobhnberg, der 100. Holdereck, Fels 41. Hölle 40. 127. Höllenthal, das 154. 158. 1 5 enthalbahn 160. 165 Hölines 111. Höllsteig 162. Höllstein 193. Höllstiege 159. Holzer Kirchweg 195. Holzaer Kreuz 195. Holzplatz(Kandel) 146. Holzschläger-Matten 166. Holzwälder Höhe 114. Hönheim 117. Horb 68. 88. 92. 94. Horben 1 Horbenfe en 167. Horburg 157. Hörchenberg 104. Hördten 38. Horheim 213. Horn, das 99. 5 g 124. SoInel 8 26. ck, Fornisgrinde 39. 42. 44. 45. 6I. 68. 104. Hörnle 189. Hörnleberg, der 145. Horrenbach 103. ——— 207. 208. Afgeness Ruine 101. Hub 104. 107. 144. Hubacker 11I. Hüfingen 133. 176. 179. Hugstatten 156. Hühnerberg 72. 193. Hühnersedel, der 141. 143. 144. Hundsbach 103. Hundseck 54. 61. 103. 107. 114. Hundsrück, der 64. Hungerberg, der 111. Hüningen, Stat. 191. Hüningen, Grols- „ alt) 18 Hürrlingen 212. Hützenbach 42. ITbach 113. 207. Ibach, der 158. Ibenthal 143. 160. 175. Ichtigen 157. Iffezheim 35. Igelbachthal 39. Ihringen 155. 156. Illenau 104. 108. IIlingen 74. IIIkirch 122. Immendingen 101. 133. 134. 64. Immeneich 209. Immensee 139. In der Spirzen 175. Indlekofen 211. Ippichen 125. Irrstein 40. Iselshausen 92. Isenegg, Ruine 211. Ispringen 64. Istein 181. Isteiner Klotz 181. Ittersberg 25. Jagdhaus b. Baden-B. 48. 58. Jägerhaus am Hirsch- sprung 161. Jägerhaus auf dem Hasenberge 83. 85. Jägerhaus bei Heil⸗ bronn 28. 518 22⁴ Jägerweg b. Jagsthausen, 8 Pelle bei n S8. Jura, Schwäbischer 99. Käfersberg 106. Kahlenberg. Kailbach B5. Kai ringen 99. stuhl, 142. 154. 9 wachtfelsen 162. Kalberbelchen 195. Kalberscheu Kaltenbach Kaltenbachsee 72. Kaltenbronn 72. nbronn, 0 191. Kaltenherberg 185 Kaltbrunn 115. Kalvarie uber g Kalvarie 1 5 g bei Waldshut 188. Kandel, Kandelfelsen 146. Kandelhof 146. 147. Kandern 189. 190. 193. Kanderthal 189. Kanzel bei 2 Kaprler Kappeler Kappel-Rodeck 108. 111 Kappel-Windeck 103. Derg, der 70. 16he 75. 8 inde 833 Karisruhe 30. 68. 128. 15 11. 185. 0 die 160. Baden-B. Schloſs der 141. Eriedr rich-Fel- der 154. erstuhlgebirge, IJen 187. 190. Jagl⸗ 10fs 39. 40. 41. 69. 71. Kaltenbrunnen, der der 143. 146. Kirnhalden, Heidelberg Alphabetisches Register. Kasselstein, der 115. Kastelburg, Ruine 145. EKe-Ittenschwand 195³5 Katharinenkapelle (Fels) 154. 155 Katzenbach 2 Katzenbuckel, der 25. Katzenkopf 63. Kayserberger Thal- Teree 162. Kellers Bildund Kreuz 48. Kentheim 90. Kenzingen 142. 144. berg g, der 128. der 44. — 123. K 1855 derg, 814ʃ Kippbad 160. Kippenheim 141. Kirc b 104. Stat. 101. 133. 28. 29. zrund, der 154. 158. 60. Kirnach 131. Kirnach, Unter- 176. Kirnbach 8§87. 88. Kirnbachthal 12 Kʒirnburg, Ruine 142. Kirneck, Burg 131. Bad 142. schbaumwasen 41. Ki Eislau 29. Klamm, die 41. Klein-Enzhof 71. Kleinenzthal 69. Kleingemünd Kleinh Kleinkappel 150. Kleinkenis 181. Kleinsachsenheim 74. Kle insteinbach 64. 89. K*3 ildl Lapelle) 30. abenthal, erbeuern 53. le, das 115. eiher 165. 60. 112. 114. Knittlingen 74. Knonau 139. Kochendorf 27. Kohlfirst 201. Köhlgarten, der 188. Kohlkopf 22. Kohlwald 210. Kollmarsreuthe 143. Kolmar 156. 157. Köndringen 142. ach 64. haff hausen EEnI8 Konstanz 203. 204. 215. Korbmattfelsen, der 59 Kork 116 Kornthal 84. Kornwestheim 76. unnel 25 Krainbachfhal, das 101 2100 Ruine 0⁰ Krenkin Dorf 2 Kreuz b. Espach 198. Kreuzlingen 205. Kreuzweg 187. Krinne 185. 196. en 167. 179. rund, der 191. Kübelbach- Viadukt 86 Küchenmeisters Wiese 210. Kuhbach 141. Kühler Brunnen 70. 191 Kukuksbad 179. Künamelbacher Hof 3. 24. E di Kupferhammer Kup penheim 37. 5. Kupbenheimer W 15 48 en, Burg, 54. enbachthal 124. achberg, Ruine Kutterau 199. Kyburg 166. Kybfe ISen 153. 160. 167. Eachen, Lachenhs Alphabetisches Register. Lahr 13 La 53 11² Liebeneck 67. 68. 71. 89. 140. 144. Jasthaus zum Lſchenbach 107. Liepferdingen 101. 133. Lierbachthal 61. 112. Lilienthal 155. 1 126. Limbach, der 44. Limburg, Ruine 157. 44. Landeck, Ruine 142. Landschadenburg, 2 Landwas Langeck 146. Langenackern 153. Lindach 2 Langenargen. Bad 217. Lindau 204. 2 Langenau 193. Lindenberg, d Langenau, die 43. Lindenbuck 1 Langenbach 62. Liptingen, 134. Langenbachthal 125. Littenweiler 153. 160. Langenbachtobel 166. 165. angenbrand 40. Lochenstein, der 98. Langenbrücken 29. Löcherberg 113. 124. Langendenzlingen 143. Loc hhausen 207. Langenfeld, der 53. 54. Lochmühle 207. Langenschiltach 88. I. 00 81 162. Langenstein, Schloſs 134. Langhard 124. Latschig 41. Lauf, Dorf 104. 108. Laufen an der Eyach 99 Laufen i. Weilerthal 101 39. 62. Löfflingen 176. Löhningen 2¹2. Lörch 143. Lorettoberg, der 155. 186. Lorettokapelle 154. 205 Laufen, Schloſs 202. Laufen, der 198. Laufenburg 197. Lolsburg-Rodt 86. Lauffen i. Neckarthal Lötzberg 195. 28 Luchsenfelsen 164. Lautenbach 111. Ludwigsbrunnen 39. Lauterbach 8. Ludwigsburg 75. Lauterbach-Viadukt Ludwigshafen 204. 215. 86. Ludwigssaline in Lautlingen 99. Dürrhelim 94. 132. Legelhurst 116. Luisenfelsen 166. Lehengericht 87. 1 5 Luisenruhe 110. Le henkopf 210. Luisenturm 169. 170 173 Leibstadt, Dorf 198.199. Leimen 29. Lorettowald 2 Lörrach 193. Lusthausfelsen 210. Leinegg 199. Lusthauskopf 210. Lenzkirch 133. 163. 177. Lustnau 97. Lenzkircher Vieh- Lützelburg 122. hütte 172. Luzern 16. Leonberg 84. Leopoldshöhe 181. 190. Mägdeberg, der 135. 193. Magden 19%. Lerchenkopf, der 37. Mählin 197. Letterstätter Höhe, Mähringen 97. zur 114. 115. Mainau 205. 215. Leuggern 199. Mainzer Becken 2. Lichtenau 103. NMairöfslehalde 195. Lichteneck, Ruine 142. Maisprach 197. Lichtenthal, Kloster Malberg 141. 47. 48. 53. 55. 60. Malsch 35 Lichtenthaler Allee 52. Malschbach 107. Lichtenstein 97 Griebens Reise-Bibl.: Schwarzwald. 7. Aufl. Marbach 75. 94. 132 Nariahilf, Ruine 100. Mariahilf, Kapelle 41. NMaria in der Tann, Kirche 128. 129. Marienlust 195. Marienruhe 71. Markelfingen 203. Markgrafeneck 126. Markolsheim 122. 157. 153. Martinskapelle bei Schönwald 128. 129. Marxzell 68. Marxzell-Mühle 36. Marzell 188. 190. Mathildenbad Wim- Pfen 26. Mathildenruhe 68. Mättle 195. Maulbronn, Abtei 68. Maulbronn, Kloster 73. Maulbronn, Stat. 74. Maulburg 193. NMauracherbe 37 Lupfen, Ruine 100. 101. Mehli kopf, der 54. Mehliskopf 54. Meisenbühl, der 111. ern, der 68. Melke eikopf, der 109. Memprechtshofen 104. Menzenschwander Alb 208. Mgneenfeh. ander Thal 1 N wander Viehhütte 172. Merkuriv 57 kur) 38 (Mer- 55. 57. [NMettingen 2125 Mettmathal 196. 210. Mettmenstetten 139. [Mettnau, die 203. Michaelskapelle bei Riegel 142. Michaelskapelle bei Böttingen 26. Michaelsberg, der 142. Mingolsbeim 29. Minneburg, Burg 26. Mittelburg, die 24. Mittel-Heubronn 18. Mittel-Langenbach 62. Mittelthal 42. Mittelzell 203. 216. Möckmühl 27. Mambach 194. 195. 207. IN 101. 15 2²6 Moldheim 122. Mönchweiler 131. Monrepos 75. Monte Cen 139. Moos, die 1 Mörishausen 134. Mösbach 108. ssingen 97. Muchenland 210. Muggard 186. Muggenbrunn 169. 170. Muggensturm 35. Mihblacker 68. 73. Mühlbach, Dorf 26. Mühlen 94. Mihlethal, das 201. Mühlhalde 195 Mihlheim 100. Miihlingen 177. Mühlrütte 195. Muhr 64. Müllenbild 39. 55. Müthausen im Elsaſs 17. 135. 180. Müllbeim 180. 183 Multen 168. Mummelsee 39. 61. 62. 63, 108. 109. Mumpf 197. Müncben 16. Münchingen 1 Mundelfingen 17 Mundingen 142. Kastell 201. 157. 158. 178. 8 Munoth, Münster V Münsterthal 168. 187. Munzingen 179. die Murg, tat. Murgthal, das 3 60. 91. 207. Mufsbach 142. Muthshüt Mutterslehen 207. Mutzig 122. 0 87. Nagold 90. 9i. Napf 170. Napolconsinsel, Stat. Nebehöhle, die 97. 42. 45. insterhalden 168. 188. 169. 210. 5 Neckarquelle 94. Alphabetisches Register. Neckarsteinach 24. selried 105. Ne eisach 156. 157. Neu-Bulach 90. Neuburg, Se hlols 26. 23. 2 Neuenbac 212 124. Neuenbu 80. Neuenbü Neuenfel. Ruine 168. 5. Neuenstein, Burgruine 111. Neuenweg 188. 195. Neuenweger Vieh- hütte 188. Neue Weins 99. eige 88. Neuhaus 210. 211 Neuhär Neubausen 67. 202. Neuhof 117. Neuhöwer Neukirch 130. 176. Neumübl 116. 168. 188. Neun Linden 154. 155. Neunkirch 200. Neunkirchen, Dorf 25. Neusand 200. 201. 168. 4. 61. Neusatzec Neusatzereck 107. 3 Neustadt 164. 174. 175. 48. 103. 98 5 5. Ale, das 44. 1en 188. dermühle 209. Niedernau 94. Niedernsteg 211. 212. Nieder-Schopf heimi40 25 der adt 197 Nieder Tie⸗ 185 Weiler ieder-Wihl 1 208. 3.92. Niederwinden 147. Nulsbach 1II. iederzell 216. ernburg, die 73. iklausstaclem 122. Nolle nW 385 der Nonnenbachthal 130 Nonnenmattweier 188. 195. Nordheim 28. Nordrach 1 Nordracher 123. 124. Nordstetten 92. Notburgahöhle, die 26. Notschrei 167. 170. 124. Thal 112. Nufringen 85 130. Nulsbachthal 128. Oberachern 108. 109. Oberbeuern 54. Oberböllen 188. Obereggenen 189 Ober Ober Ober Ober- 615556 Dorf 143. Obergyrsberg? Ober-Hammer 123 124. Oberhirsch Tunnel 161. Oberhornberg 217. Oberkirch 108. 111. Ober-Kutterau 209. Oberlauchringen 199. 213. Oberndorf 93. 124. 88. 13 158. 165. 169. 170. Ober-Schaff hausen 154 Oberschmeien 99. Obersee, der Obersimonswale l 130. Obersterberg, Oberthal 42. 107. Ober roth 39. Obertüllingen 193. Oberweier 35. Oberweiler 181. Ober-Wihl 208. Oberwinden 147. 185. Ober-Wolfach 115. 124. Alphabetisches Register. -Wolfachthal 124.] Posseltlust 22. II 216. Posthalde 162. 173. Präg 192. Pragfriedhof 88. Prägthal 195. Pragtunnei, der 76. Prangenkopf 167. Prechtthal 124. restenberg 206. Prinzbach 144. Oberzwieselberg 44. Obrigheim 26. Ochsenrank 195. Odilienberg, der 122. Oedsbach III. Oeflingen 205. Oelberg bei Baden- Weiler 185 Oelberg bei Schaff- hausen 201 Oeèsterberg, der 97. Kabenschloſs 24. Offenau 26. Radolfzell 205 Offenburg 102.105. 122. 140 KRainmarteshof 162. Otffnadingen 179. KRaitebuch 177. Otteringen 213. Rammenbacher Hof Ohlsbach 123. 188. Ohrsberger Höhe 25. Rammersweier 105. 106. Olgal. 5 Ramsbach 125. 0⁰⁸ Ramstein 87. Oppenau 61. 105 112.113. Randen, der 200. Orschweier 141. Randenburg, die 200. Ortenberg 106. 122. Rappenfels, der 40. Ostelsheim 84. Rappenschliffen 114. Ostwald 1 Ralsbach 212 Ottenau 38. 39. 48. 55. Rastatt 35. Ottenhöfen 109. 111. Räuperschisl Ottèersweier 104. Rauhenegg 2 Raumünzach 41. Ravennafelsen 162. Ottmarsheim 180. Rav ennaschlucht 159. Ottoschwanden 142. Paulinenhöhe 68. 71. P rshausen, Kloster Rebhöle, cas 39. Regelsburg, die 168. Kehmühle, die 72. 73. Reichenau, Insel 203. 2¹16 Petersmühle 72. Petersthal 114. 115. Peterzell 8. 131. Pfannenhammer, der 45. henau, Stat. 203. nenbach 42. 123. Pfannenstiel. Ruineſ00 R Pfisterwäldchen, das9g3 125. Pflugelsen 166. Reichenbach, Kloster Pfohren 133. 44. 45. Pforzheim 11. 64. 68. 73. 88. Reichenbachthal 175. frimmackerkopf Reichenbach, Unter- 89 Philosophenweg bei Reichenstein 24. Heidelberg 22. 23. Reichenthal 39. Philosophenweg bei Keinerzau 1: 87. Reinmartehalde 162. KReinsburg, die 88. Reitbach 194. 5. Rench, die 113. Renchbäder, die 123. Renchen 105. 168. Renchthal 48. 112. 113. Plattenhof 147. Plättig 41. 103. 107. Plättig, oberer 54 Plettenberg, der“ Pleutersbach, Dorf Plittersdorf 35. Poche, die 192. Poppelsèee 72. Poppelseehaus 72. Poppelthal 72. St. Blasien 210. Reinerzauer Thal, das 123. Renchthalstraſse 113. 227 Renningen 84. Retsche 128. KReuthin, Kloster 91. Reutlingen 97. Rhein 215. Rheinbischofsheim 105 Rheinfall, der 199. 201. Rheinfelden 196. Rheinweiler 181. Rickelshausen 203. Riedböhringen 133. Riedern 212. Riedöschingen 101. Riegel 142. 144. 155. Riegelsberg, der 8. Rieflen 192. Riesbach 124. 64. senstein, der 22. 71. Rietbeinn 100. Rimshalde 195. Ringelbach 108. 111. Ringsheim 141. Rinken 162. Rinkenberg, der 42. Rinkenkopf 45. Rinkenmauer 42. 45. Rinken von Zastler 169. Rippoldsau, Bad 44. 88. 114. 123. Rodeck, Burg 108. KRodterweg, der 44. Rockenau 25. Rockertfelsen, die 39. Rockertweibelfelsen- burg 39. Roggenbach, Ruine 178 Roggenbach-Weilsen- burg, Schloſs 212. Rohmatt 206. 207. Rohr, auf dem 146. Rohr auf den Fildern 85 . Rohrdorf 91. Rohrhardsberg, der 145 Rohrhof 212. Rohrsood 54. Rollwasserthal, das 71. Romanshorn 215. 217. Römerhügel 75. Römerstr Alse, die 84. Rorschach 215. 217. Rosenstein, Schloſs 77. Roſsbühlschanze 112. Rolsfelsen, die 107. Rolshalde 170, 555 53. 160. e 162. al 74. Rotbach, der 158. Alphabetisches Register. auwasen 71. Sqchloſsberg, der, bei aadeck, Burgruine Tübingen 97. L101. 211. der 68. Bad 174. Rotbuch 168. Roten Kreuz, Zum 177. hliff 112. 24. Rotes Kreuz 206. Schafberg, der 98. Röth 42. Scheiineuen 139. 200. Rothau 122. Rothaus 178. 199. Röthenbach 900. 91. Ober-154 Schluchsee, der 128. naf hausen 84. 174. 210. . AkKsburg, die 99. Schlucht, die Rothenbach, Stat. 68. hallstadt 479. Schlücht, die 2 Röthenbacher Schan- Schanz, 55 162. Schlüchtthal 196. 199. zen 176. chanze 20 Rothenfels? Rothkreuz 139. Rot-Malsch Rotte Hof 168. Rötteln 193. Rotte Münster 93. 168. Rottenburg 94. Rotte Wasen 168. Se 1 55 nmühle 178. Röttler Schloſs, Ruine 179 214. 193. 3. Rottweil 92. 93. 99. 7. 48. 55. Schänzle 124. 128. 114. 115. 126 Schapbacher Thal 1 hmalenstein, Ruine 30 P* 5 90. Schnarswand 211. zchneeburg, Ruine 153. 179. Schneekreuz 176. Sc hnie rlach 157. Rotw 355 171. Uenbach, Stat. Rudenbèe 85 10 ch 128. 131. Rufenhülle 162. Scheffei, die 133. amn Rhein, Ruhbachthal, das 55. Scheffelde 8 115. Rubhberg, der 41. 8 decfelühle die 84. Ruhstein, Kurort 42.109 Scheffelsee Ruhstein, der 62. 112. Scheibenbe Rumpelstein 39. Ruprechtsau 117. Rulsbach 128. nbachthälchen, 3152 eisgal Schönber (Bader Schönbé haus) Scherhof 5 Scheuerber e 196. 8 10 39.67. Schöne Buche 67. (+. Se önenbgen he n odtnau) bach 7. Schiltac l 86. 87. Schiltachthal, d Schiltigheim 12 Seſtinennfh 199. S00 0 thel 15. Schönwald 128. 129. Schopfeln, Ruine 216. Schopfheim 193. 6. Sand 41. 103. 107. 116. Sandboden 210. Sandhasenhütte 124. Sank bachstralse, 8 Schopfheim, Nieder die 42. von Wassen 140. Sankenbach-Wasser- 1 9 Schopfloch, Stat. 86. fälle 42. 45. mühle 178. 24. hach 104. 108. 157. Schleiffenbachthal 195. hottenhof 175. bacher Thal, das leifsteinhof 167. Schramberg 8 104. Schleitheim 200. Schrittmatt 207. Salsbachthälchen, das Schliengen 181. 85 bergsfelsen 188. 4¹ Schlierbach, Stat. Salsbachwalden 64. Schlolsberg bei Frei- Schusterfelsen 211 104. 108. burg i. Er 8 Schutterlindenberg, Sauersberg, der 53. 59. Schlolsberg bei Sers- der 141. Sausenburg, die 190. heim 74. Schutterthal 141. 144. Schünnenberg, der 134. „ Alphabetisches Register. 229 Schutterwald 106. Signal 111. 129. 165. 199. Steinberg, der bei Tü⸗ Schwabenschanze 112. Sifberbrunnen, Bad bingen 97. Schwäbische Alb 99. Steinegg, Schloſsruine Schwalbennest, Burg- 57 212. ruine 24. Silberburg, die 82. imonswald 195 Schwallung, alte 41. Singen 105. 135.„112. Schwanenwasen, der 136. 203..141. 107. Singersbach 125. Steing Schwarza, die 210. 8 Sinheim 103. Steinmäuerle 1 Schwarzach 103. Sirnitz 18. Steinthal, das Schwarzathal 196. 210. 2hof 187. Steinwäldchen das Sirnitzhöhe 168. Stetten 1 Sitzenkirch 189. Stettener. Seho Arze 186. Sohlberg, der 111. Stettenfe Schwarzenbach 206. Soldatenbrunnen 71. Stäubenwase uberg 42. Solitude, Lustschlofs St. Gallen 16. Arzhalden 199. 83. 84. St. Georgen 123. 128. Schwarzwaldbahn 105.122. Söllingen 64. 130. 179. Schwedenfelsen 211. Fommenhardt 90. Stielrain, der 40. Schwedensc 3. Sommerau 130. Stiftsberg, der 27. Schwefelhöhle 185. Sommerautunnel 130. Stittsmüßie 23. ghausen 144.„Sommerberg der 115. S5 Ilgen 29. Sonnenblick 206. Jal kobskapelle 125. Sophienbrunnen, der St. Johannisberg, der 83. 167. Sophienruhe 55. 114. St. Johannisbreite 189. 1 St. Krischona 193. 196. 8 8 80³ 25 rhof 181. 169. erkopf 37. Spaichingen 99. St. Landolin 141. 1 84. Spänplatz 188. St 1 enningen 93. 11I. 15 131. Sbeierhof Schwetzingen 23. Spielweg 108 Stockburg 131. . Spirzen, die 161 175 Stöcb Kleberg, der 177 4 1 42. 43. ell 99. bachhof 41. 60 Stahlegg, Ru. St. Peter, Abtei 148. blick, der 144. St. Antoni-Pals 195. 146 160. 175. bruck 174. 178. 199. Stäpflefels 166. Strahl 207. „der 162. 170. Staufen, Ruine 135. Itr alsberg 99. 1035 Staufen, Stadt 167. 179. Stralsburg l. E. 17. 116. 123 19 Streitberg 142. 144. 55 1 Schloſs Strittberg 199. 3855 5 44⁴¹ Strobach 123. 8881 lach, die 53. e Ruine St. Romand 88. 2 167. St. Trudpert 1 Stauffenberg, Burg 92. Stubenfelsen 90. Stauffenberg, Grolser Stübenm asen 1 58. St. Blasien 128. 178. 195. St Unleck 186. 188. 199. 207. 209. Skliſift 187. Steo 181 11 der 104. Stühlingen? 5. Steighof 111. Stuttgart 12. 15. 73. 76. Stein, Burg 196 St. Valentin 160. Stein, Stat. 197. St. Wendelinskapelle Steinbachthal, das 97. 67. 1II. Steinabachweg 210. St. Wilhelm 170. Steinabad 178. St. Wilbelmer Vieh- Steinach 124. hütte 170. Siensbach 146. Steinathal 196. 212. St. Wilhelmsthal, das Sigmaringen 16. 97. 99. Steinbach 48. 59. 103. 170. Sich-dichefür 88 230 St. Wilhelmsthaler Viehhiitte 172. Südkopf 123. Suggenthal, Bad 145. Sulgau 93. Sulz am Neckar 92. Sulzbach, Bad 35. Iil. Sulzbachthal 125. Sulzburg, Bad 167. 180. 185. 186. 187. 188. Sulzerrain, der 88. Sundhofen 157. Tabor 205. Tanneneck 90. Tannenfels, Ruine 42. Taube, die 112. Taubenkopf 167. Tegernau 188. 193. 194. I eich, das 130. Teinach, Königl. Bad 69. 71. 78. 90. Tennelberg 40. Tennenbronn 87. Teuchelesweg 44. Teufelsbrücke 208. Teufelskanzel 47. 48. +. deutelemmthle 37. 39.72. Thaleck 39. Thalhausen 93. Thalheim 101. Thalhöfe 212. Thalmühle, Stat. 134. Thalwiese 37. Thamm 14. Thannegg 133. Thannegg, Ruine 179. Thayingen 135. 203. Thennenbach 143. Theodorshall 196. Thiengen 199. 210. 212. Thierberg, der 99. Thiergrüble 195. Thiergarten, Weiler 53 Thunau 195. Thunsel 180. Thurner, der 162. 175. Tiefenbronn 67. Tiefenhäusern 199. 209. Tiefenstein 208. 210. 159. 161. 107. 183. Titisee, der 128. 154. 160. 164. 174. 177. 210. Todtmoos 195. Alphabetisches Register. Titisèe(Lenzkirch) Stat. 163. 174. 177. 209. 35 210. Fodtmoosau Todtnau 165 170. 192. 195. 196. 206. 210. 170. 192. Todtnauberg 95. Todtnauer Viehhütte 170. 172. 195. Todtnauer Wasserfall 192. Totenkopf, der 155. Toter Mann 169. 170. Trappensèe 28. Traube, die 176. Trettenhof 144. Triberg 122. 123. 127. 130. Trossingen 93. Tschamberloch 197. Iübingen 15. 92 8 Tudöburg, Ruine 134. Tüllinger Höhe 192. Unterreichenbach 89. Untersee, der 215. Veitmühle Tur 1b M801(Sas- bach) 104. Türkenweg Türkheim 158. Turm 172. Turmberg, der 30. Tusculum-Wasser tall 209. Tuttlingen 100. Ueberlingen 204. 217. Ueberlingersee 215. Ueberskopf, der 114. Uehlingen 212. Uhlandshöhe, die 8 Uhustein, der 131. Ullenburg, die 111. UIm 16. Umgendwieden 169. Umwegen 103. nadingen 176. ha 174 mbringen 179. Untereggingen 213. Unter-Eisesheim 27. Unterer Hirsch- sprungtunnel 161. thal, Dorf Untergrombach 29. Unterbamersbach Unterhéeubronn 187. Unteriflſingen 86. Unterkutterau 209. Untersimonsthal 147. Unterstaufenberg 39. Unterstmatt 64. Untertürkheim 83. Urach, Burgruine 177. Lrach, Dorf 97. 176. Urberg, der 54. 210. Urburg, Ruine 94. Urnagold 42. 72. 91. Urnersée, der 139. Utzenfeld 169. 195. Vaihingen 74. 85. Varnhalt 103. Viehlager 105. Vierfürstenstein 63. Villa Berg 77. 80. Charlottenfels V 1 à von Haber 111. Villa Marienwahl 75. Villa Waldschloſs 58. 130 Villingen 92. 94. 131. 176. Vitibuck, der 199. Vogelbach 190. Vögisheim 180. V enbach 127. 128 130. 131. 176. V 135. Völlener Thal. 195. A orderburg, die 24. Vorder. langenbach 62. Vorderleh engericht 125. Vordermenzen- schwand 210. Vorderrankachthal UlIm i. Acherthal 108. 124. Vordertodtmoos 206. Vormthal 115. MWagens Vorfeldkopf 54. Wacht, die 207 W agenstadt 142. eig, die 161. Wiagensteinbach, der W 12 174. 176. Waldburg, die 85. MWaldeck, Ruine 90. Waldhäuser 165. Unterkirnach 131. 176. W. 124. 12⁵ Alphabetisches Register. Waldheimersdorf 39. Stat. Waldhüttte 71. Waldkirch 124. 145. 198. 99. Weilsturmring, 117. Schloſs 4. 1 W. Jagd- Weiterdingen 135. Weizen 102. 183. 213. Welschingen 13 Wembach 194. 195. V Wendenstein. der 71. rderhöhe 210. I Waldmatt 104. Waldschlols, Villa 48. Ruine 205. Waldsteinthal 124. rdsmähle 207. Waldulm 108. 109. S 193. Walke 88. 115. Walldorf-Nulsloch, Stat. 28 Wangen 88. Wannenhöhe 131. Warenberg, Ruine 131. Warmbach, Dorf 196 Wartberg, der 27. 67. Wiechs Wieden, Dorf 169. W 9 Eck 169. 171. 19⁵ MWiedener. Wiedenfelsen, 103. 107. Wiehre. 195. Wieladinger Schloſs Thal 195. der 60. Wartenberg, Burg- Wielandsruhe 196. ruine 196 Wies 188. 193. 194. Wartenberg, der 133. Wiese, die 191. 194. Warth 90. Wiese, Kleine 193. Wasenweiler 156. Wieseneck 144. erbürg, Ruine Wieseneck, Ruine 161. Wiesleth 193. 194. erburgthal 134. Wiesloch 29. 194. 197. 205. Wiesneck, Burgruine W ilchingen 200. 8 Wildbacherkopt 1 Wildbad 37. 95 61. 62. 68. 69. Wi 188546 1991 68. MWildberg 90. Wilder See 71. Wildg utac h 130. Wildsberg, der 190. W 1 111 her Thal 112. W. 5 der 62. Wilferdingen 61. Wilhelma, Schloſs 77. W. ilhelmsh All, 93. 8. 84. ger. 4338 tsturm 95. UHler Meistern 72. UHerthal 185. 2 Saline Wilhel mshammer, 45. Wilhelmshöhe 90. MWilhelmsthal 171. Wilhelmsthaler Vieh- nütte 170. Willstädt 116. WI impfen 26. MWindberghof 209. Windeck 48. 61. Windeck, 7 [Windeck, Neu- 10⁴. WMWolfshöhle 22. MWolterdingen 176. MWMWurmlingen 100. Wurmlinger Kapelle 95. 97. Mürmthal, das 67. FTVburg, Zarten 158. 231 Windeckfelsen 126. äl1 2¹9, Ruine W 157. Wittelbach 144. Wittlekofen 213. 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Sridrandlinie den Schm-Al⁰/ 1 eun notes Laſſeſꝛdes Neteclb. Rastatt eoede lugangemege. 66* Sauer Auule. Er5. nmit blau, gelb en Aauie Die en dordum9InNN amis chen Jtmeg il. Matrelme Sindl mit nochelb en Rautle ten Aebenbinien, numm fin öheneg¹ Lνε dα gCν 6clngog Asenzu N 35 LHOν, ,, WI f 957 N 2 DRelSHN. O0S NaO J 3 6*— 380960 un 2 IN Alemmer. 0 6 8 E PunLer. AAC N0IA¹ N 8 5 8 B 8 755 AU 3 4 8 SEn 5— e,, 0 — J 5 3„. mi οννð B Yhlllm ge⸗.— 5 8 56 5— 8 JYU 2 785 2 lol, re 3 8 5 22 5 Oi 2 168 Nertemi 725 Vipene a e. Witz 0% 25 Y. 239 8 9 r- % m, IY Selchte⸗ e, ſün el ö ee, 5 2 K 2 e 85 Y 2 4— S8=, E 25 5 3—— 1215 C lmengse Sindellin 0 5 onn 6 5e 8 2 aintceld 0 f Ne 8 eeKeg iee, e 8„ reb 8 ieeee ˖ ̃ae F, Neen, n e, de e—— 6 e N/ blilgen f — SHfnst,— Radecf 4 7* Neu 12— 6 5515 UrN f Lmegen, 8 E. 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