eee 75 8 4 RR —— 5 * 2 5 *4 7 ARR¶..,...ͥ9ͥ ꝶο RRRR N 2222 i 38 R 8. W5 n 8 +* 6 5 zu einem Teutſchen National Denknal des entſcheidenden Sieges bey Leipzig⸗ N SDe Rr Den 2 II 6 DEN Friedriſch Weinbrenner, Großherzogli ch Badi ſchem Ober Bau⸗ Direkien. * Mit Grund⸗ und Auf: Riſſen. Karlöͤruhe, in der Buchhandlung von Gottlieb Braun DSD 0 8 38„ 8 8 K* 0 FFFP Fr FFF D. N 0 FEFErrrrrrrrrrrrrrrrr N 88 2 — 4 hνε 3 3——— zu einem k eutſcht n 9 10 E6 des Eubhrenh Dieg Wor, 1 9es beyWeipzi * I. 93* mit Orund und Aufriſſer S 4——— N 7— S vοn˙ον Vried ricl*R V Lei n br en RE 753 5 2 0 8 2 2—ů— ————*— „A 2— ——=——— (8Nνι U 4 1 Gexmania den 10. ten 8 481 Zu finden bey Golllieb Braun in Karl⸗ sruhe 4.8.U— 5 4. SoAudte, Se Ihten Befreyern, den hohen verhündeten Maͤchten fes No0 n un d vorgelegt und gewidmet von dem Verfaſſer. ‚ 838 —— 3—— S——————————p—p—p— 4 RPPr U 4* 2 H 4 We e Nss r 9 ———————— —— Durch die Großthaten der verbuͤndeten Maͤchte beſeelt wage ich den Verſuch, ihren glorreichen— zum Wohl Teutſchlands und zum allgemeinen Beſten von Europa gegen den franzoͤſiſchen Kaiſer erkaͤmpften Sieg bey Leipzig in den Tagen des 10ten, 18ten und 10ten Octobers 1815 in einem oͤffentlichen National⸗Denkmal durch die plaſtiſche Kunſt darzuſtellen, und deſſen Andenken bey der Nachwelt ſtets lebhaft zu erhalten. Ich denke mir daſſelbe in dem Umfang des Leipziger Schlachtfeldes ſelbſt, und namentlich an der heiligen Staͤtte, wo die erhabenen Monarchen und Retter der Menſch— heit: Kaiſer Franz, Kaiſer Alexander, und Koͤnig Friedrich Wilhelm von Preußen des Sieges ſich uͤberzeugten, der die blutigen Kaͤmpfe jener merkwuͤrdigen Tage kroͤnte, und wo ſie mit geruͤhrtem Herzen, in der Umgebung ihres Gefolges und ihrer Garden, kniend auf der Erde dem Gott der Heerſchaaren ihre Dankgebete zuſchickten. Dort moͤgen nach Jahrhunderten noch die gluͤcklichen, die dankbaren Enkel die Siege ihrer Vaͤter feyern, und ihrer herrlichen Folgen ſich freuen!“) Dort moͤgen ſie das heilige )Nach den neueſten Beſchreibungen des großen Sieges bey Leipzig will zwar dieſer feyerliche Akt nicht beſtätigt Andenken der großen und frommen Monarchen ehren, welche mit Gott ihr großes Werk begannen und ausfuͤhrten, und ihm, der alles lenkt und leitet, dankbar die Ehre gaben. Wenn jene glorreichen Tage, wenn jene ruͤhrenden Augenblicke ein Denkmal verdienen, welche Staͤtte waͤre geeigneter es zu tragen, welche Umgebung wuͤrdiger, dadurch ver— herrlicht zu ſeyn, als gerade die nemliche, wo die blutige Taufe der Wiedergeburt teut⸗ ſcher Freyheit geſchah, und Dankgebete maͤchtiger Herrſcher fuͤr den Sieg uͤber tyranni⸗ ſche Willkuͤhr zum Himmel emporſtiegen? Der Wuͤrde und der Natur des Gegenſtandes gemaͤß glaubte ich demſelben bey einem etwas großen Umfang nicht nur einen militaͤriſchen Charakter, nicht nur einen patrioti⸗ ſchen Zweck, ſondern auch eine religioͤſe Beſtimmung geben zu muͤſſen. Denn iſt nicht Religion die heilige, die erwaͤrmende Flamme des Heldenmuths und Vaterlandsſinnes? werden; allein das äußerliche Ceremoniell trägt hier für das Intereſſe dieſes Locals nichts bey, ſondern der Ort, auf dem die hohen Monarchen das Glück ihrer Waffen mit Dankgefühl zum Wohl für ganz Teutſch⸗ land empfanden, ſey uns unvergeßlich und erwecke noch nach Jahrhunderten alle die Gefühle, welche ſie da⸗ ſelbſt im Angeſicht ihrer ſiegreichen Völker und bey dem Untergang ihres Feindes hatten. **E ÆNNN.... — 1 .+— ˙˙⏑ ⏑V“ * * 4 IU·· Hier ſey alſo der Sammelplatz zur jaͤhrlichen Feyer eines großen teutſchen National-und Gedaͤchtniß⸗Feſtes an den Tagen des 10ten, 18ten und 10ten Octobers, hier gleichſam der National⸗Tempel der Teutſchen. Hier verſammeln ſich die abgeordneten Repraͤſentanten der Nationen, und freywillig aus der Ferne und Naͤhe, der Krieger, der teutſche Buͤr— ger, die teutſche Frau, der Greis, der Juͤngling! Hier danke man in feyerlichen Got⸗ tesdienſten dem Herrn der Heerſchaaren fuͤr den Sieg und die Freyheit! Hier freue man ſich unter zweckmaͤßigen Waffenſpielen, Taͤnzen, Mahlzeiten ꝛc. des glorreichen Sieges, der Teutſchland von fremder Gewalt und knechtiſcher Unterdruͤckung befreyte, und teut⸗ ſchen Maͤnnern ihre Selbſtſtaͤndigkeit und National-Wuͤrde wieder gab! Man nenne hier den Enkeln mit Ehrfurcht und Liebe die Namen der großen Retter, und erzaͤhle ih— nen die Thaten ihrer Vaͤter. Hier naͤhre und ſtaͤrke ſich gegenſeitig und unausloſchlich teutſcher Sinn, teutſche Tugend, teutſche Kraft, teutſche Eintracht und Liebe. Die ſchwierige Aufgabe, die ich mir machte, dieſe erhabenen Beſtimmungen auf die entſprechendſte Weiſe anzuzeigen, und in der groͤßten Einheit auf die edelſte Weiſe zu umfaſſen und darzuſtellen, glaube ich durch folgenden Entwurf befriedigend geloͤst zu haben. Erklaͤrung und Beſchreibung des Monuments nach den angelegten Zeichnungen.“) Ich denke mir ein von allen vier Seiten 200 Fuß langes und 30 Fuß hohes Carre ˖ verbuͤndete Macht, unter dem Schutz der auf den linken und rechten Seiten der Oeff⸗ in der Geſtalt einer gothiſchen Feſtung. Es mag ein militaͤriſches Carre es mag eine Zwingburg vorſtellen, und die gewaffnete fremde Oberherrſchaft andeuten, die auf dem teutſchen Gebiet ſich behaupten will. Durch die Tapferkeit der verbuͤndeten Maͤchte iſt dieſes Carre von allen vier Seiten durchbrochen(abed, ſ. Tat. 1. Grundriß des Unterbaues,) ſo daß gleichſam auf der einen Seite(à) die oͤſtreichiſche, auf der andern Seite(b) die ruſſiſche, und auf der dritten und vierten(6d) die preußiſche, ſchwediſche und uͤbrige ) In dieſen Zeichnungen, welche in zwey Grundriſſen, zwey Faſaden und einem Durchſchnitte beſtehen, ſind verſchiedene Details wegen des kleinen Maaßſtabs, und um dieſelbe nicht undeutlich zu machen, weggelaſſen. Eben ſo war ich außer Stand wegen Mangel an Lokalkenntniß, einen Situationsplan für die harmoniſche Umgebung des Ganzen zu fertigen. nungen angebrachten Viktorien mit Siegeskraͤnzen und Friedenspalmen in den Haͤnden, ſcheinen eingedrungen zu ſeyn. Zur naͤhern Bezeichnung und ſprechendern Verſinnlichung dieſer Ideen iſt das Carre ſelbſt von außen ringsum mit einem Basrelief geſchmuͤckt, welches die Niederlage der franzoͤſiſchen Armee im Ende der Leipziger Schlacht vorſtellet. Die vier Eingaͤnge haben den Charakter von Triumphbogen„und es koͤnnte noch uͤber dem erſten die Inſchrift:„der ſiegreichen oͤſtreichiſchen Armee 1815.“, auf dem zweyten:„der ſiegreichen ruſſiſchen Armee 1813.“ ꝛc. ꝛc. eingehauen ſeyn. Inwendig im Mittelpunkt dieſes Carres(e), wo ſich die vier durchbrochenen gewoͤlbten Oeffnungen durchkreuzen, ſitzt gleich einer Gefangenen die Bildſaͤule der ———.— * ——— — 8 4 „»„— von Frankreich unterjochten Germania); angeſtrahlt von dem unerwarteten Lichte, das durch die vier Oeffnungen eindringt, iſt ſie im Begriff aufzuſtehen. Mit der Linken hebt ſie ſchuͤchtern den Trauerſchleyer, der uͤber ihrem Antlitz hing, und laͤßt mit der Rechten den unter dem Schleyer verborgen gehaltenen Reichsapfel halb erſchrocken wieder als ſelbſtſtaͤndiges Weſen hervorblicken.“*) Zur analogen Bezeichnung dieſer auf einem Piedeſtal ſitzend dargeſtellten Figur, ſind an den vier Seiten deſſelben paſſende Verzie⸗ rungen in halb erhabener Arbeit angebracht, die auf die Unterdruͤckung der Kuͤnſte und Wiſſenſchaften in dieſer Zeit Bezug haben. In den Zwiſchenraͤumen des Carres chhhh) koͤnnten zu ſeiner Zeit die aufgefundenen Gebeine der Krieger dieſer Schlacht geſammelt werden. Dankbar verwahrt wuͤrden darinn hier die Ueberreſte der Vertheidiger des Va⸗ terlandes ruhen, und menſchenfreundlich vereint mit ihnen die Reſte der Feinde ſeyn. Der Tod hat jeden Haß verſoͤhnt, ſein Friede aller Fehde ein Ende gemacht. Gleich jenem Bilde, durch die vier Oeffnungen(abed) nur ſparſam beleuchtet, fuͤhren acht labyrinthartige Gaͤnge(ff) durch das Innere auf den obern Theil des Cär⸗ res.**) Hier kommt man auf eine große freye Plattform(aaaa ſ. Grundriß des *) Die Idee zu dieſer Bildſäule iſt mit ihrem Piedeſtal auf dem Titelblatte genauer gezeichnet, **) Für die Erweckung des Frohſinns gehören zwar keine unangenehmen Bilder in ein Denkmal, die dem be— treffenden Theil ſelbſt nahe gehen; allein da dieſes Monument den Stand der Wiedergeburt der teutſchen Freyheit durch die Siege vom 1bten, 18ten und 10ten October bezeichnen ſoll, ſo iſt die angegebene Vorſtel— lung von Germania kein unangenehmes, ſondern für jeden Teutſchen ein Geiſt erhebendes Bild. * SdGegen die hier angebrachten Zugänge auf den obern Theil des Monuments könnte man einwenden, daß ſolche für die feyerlichen prozeſſionsartigen Züge zu dem obern Tempel nicht ganz bequem wären; allein ich wollte dieſelben abſichtlich ſo myſteriös anlegen, weil der Weg zum Ruhm und Sieg eben ſo verborgen liegt. Tempels) heraus; der obere Kranz des Carres mit Schießſcharten verſehen(bbbb), und mit Kanonen beſetzt, bildet ihre Bruſtwehr, und ſie wird die Baſis, von welcher der Haupttheil des Monuments emporſteigt. In der Mitte naͤmlich erhebt ſich ein von allen Seiten 100 Fuß breiter, und eben ſo hoher Tempel des Ruhms und Sieges als Haupttheil des Ganzen. Das Innere deſſelben(d) hat die Geſtalt des von den hohen Maͤchten fuͤr die Aus⸗ zeichnung kriegeriſcher Tapferkeit gewaͤhlten Ehrenkreuzes, in deſſen Mitte ſteht ein Al⸗ tar(e), und auf demſelben ein Chriſtus am Kreuze, dem Sinnbild des Heiligen, dem die religioſen Gefuͤhle aller teutſchen Confeſſionen huldigen, damit ſie hier Eines ſeyen in der Verehrung, wie ſie Eins ſeyn ſollen in Vaterlandsſinn und Muth„). Aus den vier Ecken des Tempels ſteigen vier Palmbaͤume als allegoriſche Verzie⸗ rung empor, und breiten oben ihre Aeſte gleichſam zum Schutz des Altars uͤber ihn aus. An den vier Seiten oͤffnen ſich vier große Niſchen; durch die erſtere geht der Haupt⸗ eingang in den Tempel, und in den drey uͤbrigen kleinern Niſchen(Ffff) ſind die Bild⸗ niſſe der unſterblichen drey gekroͤnten Haͤupter, die Teutſchland ſeine Selbſtſtaͤndigkeit auf dieſem Schlachtfeld wieder Enmgen haben, umgeben von ihren erſten Generaͤlen und Staatsmaͤnnern, aufgeſtellet*). Außer dieſer reichhaltigen und intereſſanten Aus⸗ *) An der Stelle des Altars könnte auch die Bildſäule Germania verklärt ſtehen; allein dieſelbe würde nach mei⸗ nem Dafürhalten nicht genug dem Zwecke entſprechen, religibſe Stimmung zu wecken. **) Da ich nicht weiß, wie viele Statuen den Bildniſſen der höchſten Monarchen zur Seite geſetzt werden ſol⸗ len, ſo habe ich für dieſelben nur 4, und in allem 10 Niſchen angebracht. Dieſe Niſchen ſind jedoch noch leicht zu vermehren. Da die Bildniſſe der drey hohen Monarchen auch in das Centrum der großen Niſchen ſchmuͤckung des Tempels möͤchte derſelbe vielleicht auch noch durch mehrere, dem Feinde auf dem Schlachtfelde abgenommene Fahnen, Standarten und Waffen, als Siegeszeichen weiter zu zieren ſeyn. Fuͤr die aͤußere Geſtaltung des Tempels ſind auf den vier Seiten deſſelben zwiſchen den vier Treppen(g98), welche aus dem untern Theil des Monuments zu dem obern führen, eben ſo viele Vorhallen(αα) angebracht, in welchen die Namen aller bey den Leipziger Schlachten geweſenen Regimenter, ihrer ſaͤmmtlichen Offiziere und der aus⸗ gezeichneten gemeinen Soldaten, in marmornen oder bronzenen Tafeln eingegraben wer⸗ den koͤnnen D. Als die von den hoͤchſten gekroͤnten Haͤuptern ſſelbſt ausgeſprochene Hoffnung, daß Gott ſie uͤber den allverheerenden Feind ihrer friedliebenden Volker ſiegen laſſen werde, haben dieſe vier Hallen folgende Aufſchriften: Gott mit uns. Eintracht ſiegt. Tugend ehret. Muth bringt Lorbeeren. ganz frey in der Tempelhalle aufgeſtellt werden können, ſo wäre auch ſchon in dieſem Fall eine weitere kleine Niſche für eine Statue zu gewinnen. Die von Seiten Englands und Schwedens in die Tempelhalle aufzu— ttellenden Bildniſſe ſind vielleicht in die vordere große Niſche, in welcher der Eingang iſt, am füglichſten zu placiren, weil die gekrönten Häupter von dieſen beyden Völkerſchaften nicht mit auf dem Leipziger Schlacht— feld zugegen waren, und hier der erſte Platz durch die Thüre eingenommen wird. 5) So wie hier unter dieſen vier Hallen die Namen der Sieger aufgeſchrieben, ſo könnten auch in dem untern mit teutſchen Schildern und andern Kriegsrüſtungen verzierte Gänge, die zu der Germania und zu den laby— rinthiſchen Gängen der Treppe führen, die einzelnen Namen der in den Leipziger Schlachten gefallenen und ausgezeichneten Krieger zum Andenken ihres für die Befreyung ihres Vaterlands gegebenen Opfers einge⸗ hauen ſeyn. 9 Analog mit dieſen Jinſchriften krönt den Schluß des ganzen Tempels, der als ein militaͤriſches Monument auf den vier Ecken uͤber den Treppen mit Kriegstrophaͤen geziert iſt, eine uͤber mehreren Stufen ſtehende antike Quadriga, oder ein Triumphwagen,) in welchem die drey menſchlichen Seelentugenden, Liebe, Weisheit und Staͤrke als die hervorſtechenden Charakterzuͤge der drey hohen verbuͤndeten Monarchen, triumphirend ſizen. Eine Viktorie ſtehet ruͤckwaͤrts auf dem Triumphwagen, und haͤlt den verdienten Lorbeerkranz uͤber ihren Haͤuptern ſchwebend. Dies waͤre der Tempel und das Innere des Heiligthums, in welchem waͤhrend dieſer drey Tage oder auch nur am letzten, die Gottesdienſte nach einer zweckmaͤßigen, allen Confeſſionen zuſagenden Feyer und keiner anſtoͤßigen Liturgie gehalten wuͤrden. Auf der Plattforme, die mehrere Tauſend Men⸗ ſchen faßt, waͤre Militaͤr aufgeſtellt, oder ſie fuͤllt ſich ſelbſt mit der Menge an. Unter dem Te Deum werden die Kanonen geloͤſet. Um das ganze Leipziger Schlachtfeld uͤberſehen zu koͤnnen, iſt das Denkmal ſo ein⸗ gerichtet, daß man bis oben auf daſſelbe kommen, und daſelbſt herumgehen kann. Die Bewachung deſſelben wird verdienten Veteranen anvertraut, und dieſe Aufſicht, welche mit einer anſtaͤndigen Verſorgung belohnt werden muͤßte, wuͤrde vielleicht auch noch da— durch das Dankgefuͤhl gegen den Militaͤrſtand erheben, wenn man dieſelbe unter den Voͤl⸗ kerſchaften, die mit bey den Schlachten von Leipzig geweſen waren, mit gleichem Recht vertheilte. *) Dieſer Triumphwagen mit den Figuren könnte vielleicht von den auf dem Schlachtfeld eroberten Kanonen von Bronge gefertigt und vergoldet werden. UUNURUU Das Monument ſollte durch alle Theile ſolid, und deshalb von ſchoͤnem dauerhaftem vaterlaͤndiſchem Granit oder Marmor errichtet werden, damit es der Vergaͤnglichkeit troz⸗ zend und der ſpaͤten Nachwelt als ein heiliges Geſchenk zum Andenken dieſer fuͤr Teutſch⸗ land ſo wichtigen Tage uͤbergeben werden koͤnnte. Um der Nachwelt ein Bild der Zeit, in welcher Teutſchlands Heil errungen wurde, und ihrer Sitten und Formen zu geben, wuͤrde ich vorſchlagen, die Figuren nach der wirklichen Geſtalt, im gegenwaͤrtigen Coſtuͤme, und eben ſo die Kriegsgeraͤthe treu aus⸗ zufuͤhren. Beſonders muͤſſen die Bildniſſe der drey hohen Monarchen in carariſchem Mar⸗ mor durch die erſten Kuͤnſtler von Europa treu nach dem Leben gefertigt werden, um nicht nur ihr Andenken und ihren Ruhm, ſondern auch ihr Bild den ſpaͤtern Enkeln zu erhalten, und der Unſterblichkeit zu weihen. Auch die Basreliefs wuͤrden ihr hoͤchſtes Intereſſe gewinnen, wenn die Vorſtellung der Leipziger Schlacht, ſo viel wie moͤglich, hiſtoriſch treu gegeben wuͤrde. Um noch etwas Weniges uͤber die Koſten dieſer Unternehmung zu erwaͤhnen, und die Mittel anzugeben, wie dieſelben leicht hiezu erhalten werden koͤnnen, muß ich bemerken, daß ſich die Ausfuͤhrung zwar auf einige Millionen Thaler belaufen kann. Gegen dieſen Aufwand koͤnnte man zwar einwenden, daß dieſe Millionen im gegenwaͤrtigen Augenblick beſſer fuͤr manche, durch den Krieg verungluͤckte, Familien anzuwenden ſeyen; allein die—⸗ ſes Monument ſoll den allgemeinen vaterlaͤndiſchen Sinn erheben, und um dieſen Gemein⸗ geiſt, der allein eine Nation in ihrer Selbſtſtaͤndigkeit erhalten kann, durch alle Zeiten fortzupflanzen, muß den deutſchen Einwohnern nichts zu theuer ſeyn. — 10— Wenn ein Kaiſer Napoleon gegen 40 Millionen Livres fuͤr die Errichtung einiger Siegesmonumente, als zu einer Rheinbruͤcke bey Mainz, und zu einem Denkmal auf dem Simplon beſtimmte, durch welche bloß das Andenken ſeines eiteln Ruhms verewigt wer⸗ den konnte, ſollte die Summe von vier bis ſechs Millionen Thaler Y fuͤr ein National⸗ Monument, welches das teutſche Volk aus Dankbarkeit ſeinen Befreyern und dem Anden⸗ ken ihres großen Sieges errichten laſſen will, in Betracht kommen, zumal wenn ſie auf eine kaum fuͤhlbare Art ſich erheben ließe, ohne von einer ungluͤcklichen fremden Nation mit den Waffen in der Hand erpreßt zu werden! Napoleon hatte einen druͤckenden Impoſt auf alle Colonialwaaren gelegt, und ſich dadurch Mittel zur Fortſetzung eines Krieges verſchafft, deſſen Waffen nur gegen uns gerichtet waren. Nichts deſto weniger wurden jene theuern Artikel geſucht, abgeſetzt, und unter dem Namen des Impoſts ſchwere Contributionen freywillig bezahlt. Welcher Teutſche wuͤrde ſich beſchweren oder es druͤckend finden koͤnnen, wenn es den hohen Souveraͤnen und Fuͤrſten ſaͤmmtlicher teutſcher Staaten gefiele, nur den tauſendſten Theil jener Jahre lang freywillig an Frankreich gelieferten Abgabe ſo lange auf den auswaͤrti⸗ gen Luxusartikeln liegen zu laſſen, bis die Koſten zur Ausfuͤhrung dieſes herrlichen Werks gedeckt waͤren? Kein einzelner Menſchenfreund, keine oͤffentliche Staats- oder Stiftungs⸗ Kaſſe wuͤrde dadurch in ihren wohlthaͤtigen Ausgaben, zur Unterſtuͤtzung der Verungluͤck⸗ *) Da die mehr oder minder gute Arbeit mit dem Preis der Arbeiten und dem Werth der Materialien die Koſten eines Baues beſtimmen, ſo ſind die Ausführungskoſten nicht genau anzugeben, zuvor dieſelben nicht be⸗ ſtimmt ſind. ten und zur Heilung der Wunden des Staates, beſchraͤnkt. Aber jeder edle Teutſche wuͤrde mit Vergnuͤgen dieſes Unbedeutende, was nach ſeinem Verhaͤlt niſſe ihn traͤfe, zu dieſem Werk beytragen, das alsdann auch in dieſer Hinſecht ein gemeinſchaftliches und allen werthes Nationaleigenthum waͤre. Ich weiß zwar nicht, wie viel der tauſendſte Theil des Impoſtes jaͤhrlich betragen wuͤrde. Aber wenn man die Geſammtheit der teutſchen Nation nur auf 20 Millionen Koͤpfe, die Koſten des Monumentes mit Inbegriff einer um daſſelbe erfoͤrderlichen har⸗ moniſchen Anlage und eines angemeſſenen Dotationsfonds fuͤr die zukuͤnftig alljaͤhrlich ſtatt findenden Feyerlichkeiten, fuͤr die Aufſicht und Unterhaltung aber auf 10 Millionen Gulden ſchaͤtzte, ſo traͤfe doch jedes Individuum nur der kleine Beytrag von 30 Kreu— zern, und wenn man ſicher rechnen darf, erforderlich ſind, jaͤhrlich nur drey Kreuzer, rechnen will, doch nur ſechs Kreuzer. daß zur Ausfuͤhrung des Werkes 10 Jahre und wenn man die ganze aͤrmere Haͤlfte ab⸗ Wenn ein teutſches Land fuͤr ſchwere Opfer Schadloshaltung verdient und bedarf, ſo iſt es Sachſen. und wenn ihm irgend eine loshaltung werden koͤnnte, z weckmaͤßige reiche und wohlthaͤtige Schad⸗ ſo waͤre es die Errichtung eines ſolchen Monumentes, das Jahre lang ſo viele und vielerley Haͤnde und Unternehmer beſchaͤftigte, und Jahrhunderte lang Fremde zum Beſuch herbeyzoͤge, und fremdes Geld in Umlauf braͤchte. Carlsruhe, gedruckt in der Carl§ ??NNYC+NCEA 2EA. riedrich Macklot'ſchen Hof⸗ Buchdruckerey. RR ——— „4 GοPT MIT UNS. — 1 0 cen.— Forensd 0—— E——= aen r 2 +ee— IK——2—E¶ 3*. — TAROf Atrtir- Rr Caονr EA—.4——— EE AAfNtur 5 5„ InNs 3 — 2—— 1 bes o ⁴ οLͥ. —— ᷓ2—— — 2+ E.229(—+ N f + αα eαεεd Il 2 VI. 5 8 —— —— 2— 2 σ 2 11 20⁰ Scch, 1 4— 1 f + 4 RSN —————————-——— — N. lne, gee. cl s,ᷣ½ EEEE 22 Sueel eme, uelee, ee. I¹ie. EEee, ieu 92 c, ludler Lehe paleee Umme, e geebee. ggeee, che acch Aleme 4 eechel. E a e NN NV NX IN en U— 2— 24 3 Al. A. rbα.. Seeee d. 5 le 83 a. αν.αh]i. ο ᷑⁊,.. K. Aeabulae, E.. A. ergs Kaee eee⸗ A meel. Fs.— 2 2 v e,., a. eeeee, Ale. Alaluume. le, Sle Falle 22 Alullee. Te. Lee, Eeeelee, ̃. Semeee aunllele ee, uuleeen——— 2— Guehe he, SE ee Kuge.. S. Al, u, ee, ——— 450 22 S0s. Ichl. 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