Eyn liebliche hiſtoꝛiẽ von dẽ hochgelertẽ meiſter Aucidario 8 227 5 2 — 18 . 2 4 1 N 5 . ö — r ECC 5 2 N——. — 2 — .— 2 j — ͥ— — 7 1 fa fan i n ah ee 0 0. 9g 100. ban N ba 0 feu U ße fac daf a U Is büchlin hey⸗ er Lucidarius/ das ſpꝛicht zů N Nrebeſc alſo vyl als ein erleüch Juter/ jn dyſem buͤchlin findet mã a menige groſſe ler die anderen bůcheren verboꝛgen ſynd das vnderwyſervnß dyß bůchlin/ In der geſchꝛifft ſo vindẽ wir Veuch dẽ ſyn dyß bůchlins das es genãt wirt Auro gema. das bezeichnet vnß wie gůt das bůch ſey/ vnd darumb was man in anderen bůchern dunckels vñ vnuerſtentliches geſchꝛiben vindet/ das erkleret vuß meiſter Lucidarius 5 oꝛdelichen dar võ ein menſch wyßheit empfahẽ mag ei was man jn der geſchꝛifft weit můß ʒů ſamen ſůch⸗ en/ das vindet mã hie in mit wenig woꝛtẽ ſchon begriffẽ Gott der ye was vnd jm̃er iſt on end der ſy dyßes bůchs ein anfang Amẽ · Der meiſter vñ der junger redent mit ein ander der dyß kůch ſchꝛibt der iſt der frager/ der hey lig geyſt iſt der lerer der ſol vnß zů end bꝛin gen das wir die rechte warheit befinden gantz vmb alle die ding die jn den bůcheren verboꝛgẽ ynd/ deß helff vnß die ewige wyß heit die on alle arbeit die welt hat geeret vnnd vnß ie ewigeen wyßheit leret · Oer iunger fragt. Was ſollẽ 0 wir glaubẽ Der meiſter ſpꝛach/ das jngot dꝛy nã men ſynd vñ das dꝛy namẽ ein ware gotheit iſt · ¶ Der junger fragt/ wie mag ſich ein gotheit jn Dꝛey geteilen. Der meiſter ſpꝛach an der ſunnẽ iſt auch die ſchoͤne/ vñ der ſchein/ vnd die hitz/ vnd iſt doch nit mer dan ein ſun⸗ neu wo der dꝛeyer eines iſt do ſynd ſie alle dꝛey zů ſamẽ Alſo ſynd dyſe dꝛey namẽ ein ware gotheit/ vnd wo der vatter iſt/ do iſt ouch der ſun/ vnd der heylig geiſt/ vnd wo der ſun iſt/ do iſt ouch der vatter vnd der heilig geiſt Der junger fragt Seyd ſich die dꝛey namẽ nym̃er mü gen ſcheydẽ/ do der ſun die menſcheit an ſich genam nã me ſy do nit ouch der vatter vñ der heilig geiſt · Der mei ſter ſpꝛach So wir die ſunnen ſehen ſo moͤgen wir woll mercken wie es vmb die rede geton iſt/ wann die ſunnen mag nymants geteilen/ vnd trücknẽ wir vnß doch von der hitz/ vnd haben auch das liecht von dem ſchein/ vnd die wonne von der ſchoͤn vnnd ſeind doch dyße dꝛey ein ding Alſo kõmet es duch vmb dꝛy namen an der heilig en gotheit ˖ Der vatter 8 5 den ſun/ der ſun nam die menſcheit an ſich von dem heiligen geiſt ward er ar fangen · Alſo ſynd ouch die dꝛey namen an yren wercken vnderſcheiden/ vnd wurden doch nye geteylt von ein an der · Der junger fragt/ wie kõmet das/ das gott an allen ſteten iſt vnd doch an einer ſtat nit deſter mynð iſt Der meiſter ſpꝛach dz woꝛt das ich ſpꝛich dz iſt in aller men ſchen oꝛen die es von mir gehoͤꝛt haben mer das es ſich allenthalben geleich teylt/ alſo iſt auch die gotheit allent halben ewigklichen · Der iunger ſpꝛach Nun bhaſt du mich bewyſet vm̃ die dꝛey namẽ Nun beweiſ⸗ ſe mich auch von der geſchoͤpffte des hymmels vnd der erden vnd võ den dingen die gott an jnen geſchaffẽ hat · Der meiſter ſpꝛach/ von gott getüren wir nit tzů ferꝛ re⸗ den wañ die leyen kemẽ villeicht jn groſſen zweifel/ ſo ſy die tyeffen rede vernemen ye doch ſollen wir glaubẽ das gott ye was vnd jm̃er iſt on ende · Der jũger fragt/ was ott allein Ee er die welt vñ erde beſchůff· Der meiſter Pan was nie allein wã die geſchoͤpfft aller welt wz mit jm von angange · Der junger fragt/ durch was be⸗ ſchůff er die welt Ser meiſter ſprach/ jn gott ſeind dꝛey naturen/ der gewalt/ die weyßheit vnnd die groſſe gůte/ durch das beſchůff er die welt das er dar an dyße dꝛy na tnren erzeiget · Mit ſynem gewalt ſchůff er die welt/ mit ſyner weiß heit hat er ſye gezieret Mit ſy ner güte hatt er ſie beſtetiget/ vñ den mẽſchen erloͤßet · Der junger fragt Wie ſtůnd es Ee die welt ward geſchaffen · Der meiſter ſpꝛach/ do was nichtz dã ein vinſternüß die hieß Chaos wan do warent die vier element zů ſamẽ geſchepfft · Der jũger 5 7 Woͤlches warn die vier elementẽ · Der mei ſter ſpꝛach/ das was das feür/ das waſſer/ der lufft vnd die erd Der jũger fragt was geſchůff gott von aller er ſten· Der meiſter ſpꝛach/ hym̃el vnd erden/ darnach die geſchoͤpfft aller welt/ vnd zů dem letſten den menſchen · 4 8* ——.——. N. 77 N e — * den het gott alſo ſchoͤn geſchaffen das er betrogen ward —— 2—9—797—7+ 2—— 2 5 2 C ²˙·mmͥn Er iunger fraget Wie heiſt der erſt engell · Der meiſter ſpꝛach/ nathanahel/ võ dem groſſen übermůt das er geſtoſſen ward võ dem hym̃el in die abgrund der hellen · Der jũger fragt wei ter vñ ſpꝛach/ wie lang was er jn dem hymel · Der mei ſter ſpꝛach/ nit mer dañ ein halbe ſtůnd · Der junger fra get/ urch was geſchůff in gott do er wol wiſt das er ver fallen ſolt · Ser meiſter ſpꝛach/ vm̃ das das er die erwoͤl ten engel do mir erſtercket/ wañ do der teüſel ward ver/ ſtoſſen do wurden die andern engel vil feſt in der gottes liebe das ſy nit mochten gewencken von der gottes liebe Der junger fragt/ wie kam das · Der meiſter ſpꝛach/ do Lucifer vnd ac ſchafft verfielen/ do wuͤſten die en gel vmb kein hell nit/ do ſy geſahent zů woͤlchen noten der teůfel kam von der gottes krafft do foꝛchtẽ ſy die got tes krafft vnd erkantẽ dar an jn woͤlcher gnaden ſy wa/ ren vnd wie ſy gott behalten hett/ do võ ſo fingen ſie an die ſteten gottes liebe zů lobẽ · Der jũ ger fragt/ wẽ ward die hell geſchaffẽ Der meiſter ſpꝛach/ an der ſelbẽſtůnd do der teüfel gedacht das er ſich wider gott wolt ſetzẽ do ward die hell geſchaffen von gottes gewalt · Der junger fragt wie iſt die hlle · Der meiſter ſpꝛach/ die wir heiſſen die/ innern oð nidern hell die iſt an einem end deꝛ erden vnd an den ſtetten das von nebel noch von finſternüß nye kein lebentig menſch do hin kam · Der junger fragt wie iſt die hell Der meiſter ſpꝛach die hell iſt oben eng vnd vndẽ weyt/ ny mandt weyß dañ gott allein dẽ grũd fand nye kein man wañ die hůecher ſagẽ vuß das men/ nige ſel ewigklich dar in fall/ vñ findet doch nym̃er kein grund Der jũ ger fragt Liber meiſter ſag mir wie men/ 8 fc 1 fh n 0 0 hat 2 lz fe nigen namẽ hat die hell · Der melſter ſpꝛach/ zehẽ nam en hat die hell Der junger fragt Wie ſynd die genant⸗ Der meiſter ſpꝛach/ ſie heiſſeni in der heiligen geſchꝛifft Lacus moꝛtis/ das ſpꝛicht/ vnd bedeüt ein ſee des todes wañ woͤliche ſeel dar jn kõmen die kommen nym̃ er dar/ aus Sy heißt Stagnũ ignis dz bedeüt ein hytz des feü res/ wañ als die ſtein an des moͤꝛes grund nym̃er truckẽ werdẽ/ alſo erkůlent die ſelen nym̃er mer die dar jn kom/ ment ſie heiſſet Terꝛa tenebꝛoſa/ das iſt ein finſtere erd wã der weg der zů der helle geet iſt jm̃ er vol rauchs vnd geſtancks/ ſy heiſt auch teraoblinid is das bedeüt die er den der vergeſſung/ wan die ſelen die dar jn kommẽ die ſynd verl oꝛen/ vnd wirt ir voꝛ gott nymmer gedacht/ ſie heißt ouch Tar tarus das bedeüt die martter/ wañ do iſt ym̃er weinen der dugen vnd grißgramẽ der zene von froſt Sy heißt ouch Jhenne/ das bedeüt ein ewig feür/ wañ dz helliſch feüer iſt ſo ſtarck dz vnſer feüer ein ſchat gegen dem heiſzen Sie heiſʒt duch Crebus/ das bedeüt trachen/ wañ die hell iſt ool feürner trachen vnd würm die nym̃er erſterbẽ Sie heiß t ouch Baratrũ dʒ bedeüt die ſchwartz gynũg/ wañ ſie gynendt biſz au de jüngſtẽ tag wie ſie die ſelen verſchlindẽ muͤgen Sie heiſſet duch Stix das hedeüt vůftceüd do iſt ewig vnfreüd/ ſie heiſt duch Aſterõta das bedeüt gynũge/ wan do farent die teu fel vſz vnd jn/ als die funcken vſz einem ofen Buch heiſ ſet die ſelbig hell Flegetõ von einem waſſer dʒ dar durch rynnet das ſtiucket võ bech vnd võ ſchwebel vñ iſt duch alſo kalt dz es alle helliſche hitz wendet · Der jũger fragt wo iſt die oͤber helle · Der meiſter ſpꝛach/ an meniger ſtat der erden vff den hohen bergẽ vnd jn den jnſeln dy dem moͤꝛ do bꝛinnet ſchwehel vnd bech/ do werdent die ſelen jnnen gepeiniget die do võ got behalten werden ſolent . e ee ere . V g 72 5 441—. N 0 S S V——— r 5 Wonden hemmen, —— 2 8 8 Det junger fraget Wie iſt der hymell geſchaffen · Der meiſter ſpꝛach/ den hymell heiſſen die kůcher Firmantũ das bedeůt ein feſtun g/ der hym̃ell iſt alſo geſchaffẽ das er jm̃er lauffet von Oſtern biß zů Weſtern/ do entgegen lauffet die ſuñ vnd ð mon/ vñ dz geſtirn · Der jũger fra⸗ 9 wie kõmet dz/ das wir ſehen doch wol dz die ſuñ vnd er mõ võ Oſtern gegẽ weſtern lauffẽ · der meiſter ſpꝛach das kõmet võ dẽ hym̃el/ wañ der hy m̃el iſt ſo krefftig dz er die ſuñ vñ den mõ vñ das geſtirn yres gewaltes wið hyn fuͤret wie doch yr recht war das ſy zů Yſtern/ vnder gieng · Der jũger fragt/ durch was geſchůffe gott dyßes alſd · Der meiſter ſpꝛach/ durch das die hym̃eliſchen ge Hab nit zerbrãchẽ/ wan ſtrebte die ſuñ vnd ð mõ vñ z geſtirn nit wið dẽ hym̃el ſo lũff er ſo bald das er aller zer bꝛäche · Der jũ ger fragt/ wie komet das/ dz der hym̃ẽl 0 j̃er laufft · Dee meiſk er ſpꝛach/ vnð dem hym̃el iſt kein geſchoͤpfft do er auff ſtande/ wañ er iſt ſinwel vñ vil eben gewebe/ vñ hat jn gott alſo geſchaffen dz er jm̃er louffen můß/ wañ er an einer ſtat nit geſteen mag ˖ Der junger ale iſt der hymmel · Der meiſter ſpꝛach/ er hymmel iſt geſchaffen võ den vier elementen dẽ wir heiſſẽ Firmamẽtum/ vñ iſt geleych dem grünen waſſer · 2* 7 2 Der iunger frget. Mie ville ö ſynd der hymẽl · Der melſter ſpꝛach der hymel ſyn dꝛey einer iſt vo der erd hiß an · dẽ mon/ der and iſt von dem mone biß an das geſtirn/ der dꝛit iſt ob dem firma ment do gott ſelber jnnen iſt vñ ſyn lieben heyligẽ · Ser jũger fragt/ iſt in den zweyẽ hymmeln etwas geſchoͤpfft er meiſter ſpꝛach/ von der erd biß an denn mon ſynd die ü belen geiſt die heiſſend Cacodemones/ die ſynd dar zů geſetzet das ſie den meſchen pynigen biß an den jüng ſten tag/ von dem lufft nemant ſie den leib ſo ſy vnß er ſchynend/ võ dem mon biß an das geſtirn iſt der lufft al ler feürin/ dar jn ſynd die heiligen engel die ſynd dar zů geſetzt das ſie die leüt bewarend · Der junger fraget die ſunn ward an dem vierden kan eee liechtes was dan auff erden Ee die ſunn nit ſcheyn · Der meiſter ſpꝛach/ etlich meiſter ſpꝛechẽ das gott het ein vil liechtes gewülcken geſchaffen do vonn die welt erleüchtet wer · Der junger fragt wo ward Adam geſchaffen · Der meiß ſter ſpꝛach/ an der ſtatt die do heiſſet Ebꝛon do ſtarb er duch do er ward geſchaffen do füret in gott jn das Para dyß do gab er namen allen dingen die gott geſchaffẽ het Der junger fragt wo ward Eua geſchaffe · Der meiſter ſpꝛach jn dem Paradyß auß Adams rippe: 1 — p * 2 — 4 5 U 4— 1 5 7 2 ö Der iunger fragt wo iſt das Fparadyß Der meiſter ſpꝛach/ das Paradyß iſt zů oſtern jn der welt/ vnd lyget nahent by dem hymmel das es hoͤher iſt dann alle erden der welt · Der jũger fra get Seyd nůn das Paradyſz auff der erdẽ iſt warum̃/ mügen wir nit dau in kommen · Der meiſter ſpꝛach do lygt ſo groß gewild darudꝛ vnnd ſoͤlich nebel/ das nye! mant dar jn mag kommen/ dann mit gůten wercken · * Der junger fraget/ wie lang was Adam in dem Para dyſz · Der meiſter ſpꝛach nit mer dann ſyben ſtůnd · Der junger fraget/ das obſz das in dem Paradyſz wech zt/ wardt das alles durch den mẽſchen geſchaffen/ wem lol das obſz ſeidt das der menſch ward vſz geſtoſſen. Der meiſter ſpꝛach/ diſz obſz wechſzet vergebens nit/ es n teſ ſent die heiligen geiſt die jn dem Paradyſz ſindt: Der junger fragt/ die geiſt bedürffent eſſens nit dann wer do yſzt ð můſz es dauwẽ · Der meiſter ſpꝛach/ du redeſt von ſeiplichem eſzen das pfligt niemant jn dem Paradyſz/ wann als die ſelen geiſtlich ſyndt alſo iſt auch das eſſen geyſtlich· Der jũ ger fragt/ wie dawen ſie das eſſen Der meiſter ſpꝛach als das waſſer von der ſunnen trücknet alſo dãwen ſie das eſſen. Ser junger fraget/ wie hetten die menſchen gekindet oß ſle jn dem Paradyß weren be liben· Der meiſter ſpꝛach/ als man z wo hendt zůſamen legt on geluſt vñ du f ünd · Der junger fragt wie alt was Adam do er ſtarb· Ser meiſter ſpꝛach/ nen hundert vñ ꝛeißig jar do ſtarb er zů Iheruſalem vnnd ward duch do begraben vnnd jn Ebꝛon ward die ſelbig grůb mit jm erfült do er auß geſchaffen wardt Der junger fraget nůn ſag mir wie alt was Abel do jn ſyn bꝛůder Chaym erſchlůg · Der meyſter ſpꝛach/ do er dꝛeiſſig jar alt was 8 tut c fel f luft feld 1 16 n A ſiche et U fc ö eg ad fa ſch b. 10 f Woh! 1 fc N en z 0 — — do ward er erſchlagen zů da maſco · Der junger aber fraß get/ wer was dai der erſt man der die bůchſtaben fande Der meiſter ſpꝛach das was Enoch. Der jũger fraget/ wer was der erſt man der ye zel en begunde · Der meiſter ſpꝛach/ das was Johel Lamechß ſun der het ein bꝛůder der hieß Jubal der fand aller erſte muſicam vnnd was auch Tubalkaym der dꝛit bꝛůder der erſt der ye ſchmi⸗ den fand mit geſchmyde vnd mit eyſen/ die ſelbigen dꝛey bꝛůder hetten auch ein ſchweſter die fande aller erſte den liſt zů webend die hieß Hoemia · Der jũger fraget wer was der erſt künig nach ð ſinifluß · Der meiſter ſpꝛach/ das was loes ſun der warde geheiſſen · Melchyſedech/ bey des ſelben künigs zeiten do wurden die leüt geteylet in dꝛey teil von Sem kament freyen von Japhet kam ment die ritter/ von Chaim die eigen leüt · Der junger fragt nůn ſag mir võ der oꝛdnũg der welt · Der meiſter ſpꝛach/ die welt iſt alle vmb ſchloſſen vñ iſt recht ſinwel vnd beſchloſſe mit dem wendel moͤꝛe/ darin ſchwebet die erde als der dotter jn dem aye · Der junger fragt/ wo von ward die erd gefeſtyget dz ſie nit entweicht · Der meiſter ſpꝛach/ die erde hebt nichts auff wan die gottes krafft/ dã ſy ſchwebt jn der wag vnd rinnet des waſſers ſo vil dar vmb wer obnen jn den lüften wer in deücht die erd nitt bꝛeyter dañ ein pfening/ entzwerchs durch die erdẽ gend loͤcher die heiſſent dꝛacdes dar in rinnent die waſſer dar von wirt die erd geweichet · Der junget fragt/ von wan/ en kõmet der vꝛſprung Der meiſter ſpꝛach ſo das waſ⸗ ſer auß dem moͤꝛe rinnet vnder der erden jn die dꝛacões vud ſo ð dꝛaco ein end gewinet/ ſo bꝛichet dz waſſer über die erde/ vnd rynnet jm̃ er mer biß dz es wið kõmet in 93 mo ꝛe/ do võ ſpꝛechẽd alle die hůcher dz alle waſſer rynẽt wider zů de vr prũg · O erſũ ger fragt · Nun ſag mit wie e eee eee die welt ſy geteilt · Der meiſter ſpꝛach/ die welt iſt ĩ fünf teile geteilet/ ein ſtraß geet mittẽ durch die welt die iſt al ſo verbꝛẽnet võ der ſunnẽ dz dar jnnẽ kein mẽſch gewõ en mag/ die ande rn zwo ſtraſſẽ ſteend nit zů bawen das machet dz die ſunnẽ dar jnn nym̃er wol ſchynet die zwo ſtraſſe die do mittzn ſind die ſind zů bawen/ alſd ſolt du merckẽ das in diſer welt nicht mer zů bawẽ iſt dañ das dꝛit teil/ als hie voꝛ geſchꝛibẽ ſteet · Der jũger fraget/ wie iſt das dꝛit teil geterlet dz wir do bawẽ · Oer meiſter ſp rach/ die welt iſt in dꝛy teil geteilet dz ein teil heiſſet Aſta das ander heißt Eüropa/ dz dꝛit teil Affrica · der jũger fragt nun ſag mir von dem teil das do heißt Aſia · Der meiſter ſpꝛach/ dz aſia vahet an do die ſuñ auff geit/ ann dem parediß entſpꝛinget ein bꝛuñ dar vß rynnẽt die vier waller · Das ein heiſſet Phiſõ ſo es iſt in dem Paradyß wan es dar vß koͤmet ſo heißt es dañ Ulilus dz dꝛit heiſ⸗ ſet Tigris Das ſierd heiſſet Eufrates/ die zwey verwã delen yrẽ namẽ nit · Der junger fraget/ kompt dz waſſer durch dz para dyß · Der meiſter ſpꝛach/ die waſſer ſyndt vil groß kẽmenr ſy vß dẽ paradyß ſie verderbtẽ ein groſ⸗ ſen teil ð welt/ do võ ſagẽ vnß die bücher dz zwey waſſer jn dem Paradyß rinnendt vnder der erden ſo ſie dann dar vß kommen ſo bꝛechend ſie über die erden · Der iũger fragt Nun ſagmir wo entſpꝛingẽ die waſſer Ser meiſter ſpꝛach/ das do Ganges heiſſet dz entſpꝛinget in India vß einẽ berg heiſſet Oꝛtabare/ vñ rindt zů oſtern jn das wendel moͤꝛe das anð heiſſet Hilus das entſꝛingt vß eiuem berg der heiſſet Adlaß vnd fellet vaſt vff die erde do gewinnet es wen vrſpꝛũg vñ rinnet alſo durch der Moꝛẽ land vnd urch Egiptẽ land do beginnet es ſich zweiẽ biß hyn zů 1 if 10 791 U ſeth 1 fü 0 0500 uc falt be ig nun 0 n 0 ah Huf 00 Atte Talg Ieh l U f N 0 0 t ( 9 e Alexandꝛiã/ ſo fellet es jn das groß moͤꝛe Tygris vnd Eufrates die eutſpꝛingendt beide jnn Armenia vff ein em berg der heiſſet Parch oꝛata vnd rinnendt beſunder in das wendell mo ꝛe · Der junger fraget/ welches landt leidt dem Paradiß aller nechſt · Der meiſter ſpꝛach/ alſo die kůcher ſagent ſo mag niemandt jn das Paradyß kõ men dann mit gůten wercken/ wann darumb geet eyn feüryn mur die reichet byß an den hy mel/ dar vdꝛ ſteend berg vnnd gewild · Dar nach ligt ein groſſe wüſte die iſt ſo voller trachen vnd thiren dar voꝛ niemãdt mag dar durch kommen · Dar nach lygt aller nechſt India das heiſſet nach dem waſſer Indus/ das entſpꝛinget vß ein/ em berge der heiſſet Cantaſus/ das waſſer rinnet beſun der jn das rot moͤꝛe/ In das land iſt müglichen zů kom men wañ jenſydt da rinnet das wẽdell moͤꝛe jenthal bs Indus doiſt ſo groß gewilde das in vier jarꝛ darſũ urch niemant kommen mag in India in einer ynſel die heiſ ſet Capꝛophanes do rinnet das moͤꝛe alles vmb/ do lig ent zehen bürg jn/ die ſelbige jnſel iſt liber jar eben grün Der junger fag. wo von kommet das · Der meiſter ſp⸗ rach/ das landt lygt dem Paradyß aller nech ſt das ge/ witter das ſich dann hebt võ dem Paradyß das macht das landt eben grün wo die jnſeln inn ligent/ in dem ſel bigen landt ſeiut zwo jnſeln/ die ein heißt Criſa die an⸗ der Argere die jnſeln haben vil goldes vnnd ſilber/ vnd ſind jm̃er gelich grün · Da ſind auch alle jar zwen wind vnd zwen ſum̃er by den ſelben jnſeln ligend gül din berg des goldes mag niemãd gewinnen voꝛ den trachen vñ griffẽ die des goltes hütend jn India iſt ein berg ð heißt Capius/ de voꝛ hieß es dz ſpẽnig moͤꝛ zwiſchẽ dem moͤꝛ vnd dem berg do vermuret det groß künig Alexander zweier geſchlecht leüt die heiſſent Gog vnd Magog/ die E 2 felbigen leüd eſſent nichtz wann ruhe thyr vnnd menſch en fleifch/ das felb land iſt geteilt in vier vnd virzig ge/ gen/ dar inſynd manger hand leüt In dem ſelben land ſeind drey berge Der ein berg heiſt Garganus/ der an/ der Croatꝛas der dꝛit heißt Oꝛeſtras/ die bãum die dar vff waſſend die werdent fo hoch das ſy der lufft verbrent In dem ſelben land ſynd leüt die ſynd nit mer dañ zwey er elen lang die ſelb mẽſchen fechtend wider die kranch/ auch kinden ſie nit über dꝛy iar vnd werdent ſelten elter dann acht jar alt/ die ſelben leüt bawent den pfeffer der iſt weyſz ſo er wechſt die gegent iſt voller nattern/ vnnd ſo machend dann die leüt groſſen rauch/ damit vertry bent ſie die nattern/ vnd võ dem rauch verwandelt ſich der pfeffer vnd wirt ſchwartz der land ſynd dry die In/ dia heiſſend/ jn der andern India ſynd leüt die heiſſend Macroben die ſynd zwoͤlff elen lang/ die fechten wid die gruen die ſynd vdꝛnen geſchaffen als der leo vnd ha/ ent federn vnd klauen als der are/ do bey in einer geg ẽt ſynd auch leüt die heiſſend Agroti vnd Bragmani die ha bend groſſe feür bis das ſy kommẽd jn ein welt do ſie verpꝛinnet/ do by ſynd leüt die ſchlahen ir eygen voꝛder eren zů tode ſo ſy alt werdent/ vnd ſiedent ſy dan vnnd machent groß wirſchtafft fo ſie ir vatter vnd můter eſ ſent/ wer dann nit zů jnen kame den het man fůr ein üb len menſchen · Do by ſynd leüt die eſſent rohe fiſch vnnd trincken des geſaltzen moͤꝛes · In dem landt iſt einer ge ſchlecht leüt vnnd geſchoͤpffte/ den iſt die ferßen hyn für gekeret vnd die zehẽ hinderſich die ſelben leüt habẽ acht zehen an den fůßen vnd ehen finger an den hendẽ/ den ſelben leüten iſt das haubt geſchaffen als den hunden/ vnd ſynd jn die klawen krumb vnd groß/ die ſelben leüt bedecken ſich mit rauhen heüten die ſie den thyren abzy * e 3 hendt/ vnd bellent als die hund/ dar bey ſynd weiber ſo ſy nůn kind gewinnent ſo ß ynd ſie graw ſo ſy dann alt werdent ſo ſynd ſie ſchwartz vnd werdent faſt alt dar by ynd weiber die gewinnen zů einem mal fünffzehẽ kind dar by ſynd leüt die heiſſent Arckmaſphi vnd Monocn li/ vnd habẽ nit mer dann ein aug/ dar by ſynd leüt die heiſſent Cicoples/ die habend nit mer dann einen fůß/ vnd lauffent belder dann ein vogel flygen mag/ wen ſie* ſitzent ſo beſchattendt ſie ſich ſelber mit dẽ fůſſen/ dar by 4 ſynd leüt die haben kein haupt deñ ſteend die augen by 110 den achſeln/ vnd für den mund vñ für die naſen haben 144 ſie zwey loͤcher voꝛnen an der bꝛů ſt/ do by ſyn auch leüt 6 jn dem waſſer Ganges/ die fahent das obß das vß dem 1650 1 Hege flüßt die empfahen kein andere ſpeiß vñ lebent es geſchmacks von dem obs/ ſo ſie dann etwa hynfar en ſo füren ſie dann das obs mit jn/ wann ſo ſie boͤſſen geſchmack ſchmeckent ſo ſterbent ſie dann zů handt võ dem böͤſſen geſchmack g erluunger fraget Nun ſage 4 mir was meint das/ das ſo mengerley leüt iſt vff N erdtrich vnd doch einanð nichtz thůnd · Der meiſter ſp⸗ zach dz hat gott alſo geſchaffe das ſy ſynd vnð ſchei den mit waſſer vñ mit gebürg dz ſy nit ʒů ſamẽ komen · Der 14 jũger fraget/ Nun ſagt vnß dle heilig geſchꝛifft/ dz alles meſchlichs geſchlecht võ Adam vñ Eua kõmen ſy/ wie 13 ſynd ſy nůn verwãdlet · Der meiſter ſpꝛach/ Adam was 15 ein wũder weiſer man do er auß dem paradyß kam do 9 Kate er alle wurtzelẽ wol woͤlicher natur ſie warẽ/ vñ woͤ 6 Ache fraw ſy aſz dz ir geburt dau verwãdelt würde/ vñ wWialrnet ſein toͤchter dz ſy ð wurtzlen nit eſſen/ do nam es die frowẽ wund wie es vm̃ die wurtzelẽ wer die jn ð vat n 2— n ———— 3—— ⅛˙—— ..— PPP —. 2 ter derbottẽ het/ vnd aſſen all die wurtzelen/ vñ die kind die vonn den ſelben frouwen kament die verwandelten ſich nach der wurtzelen/ vnd mißrietent alſo ale ich dir voꝛ geſagt hab · Der junger fragt/ ſag mir wie die thyr genant ſind jn dem ſelben landt Der meiſter ſpꝛach/ do ſynd ſchlangen vñ lyntwürm/ die ſeint auß der maſſen ſo groſz das ſie di leüt verſchlinden/ vnnd ſyndt auch ſo ſchnell das ſie das moͤꝛe über ſchwimment · In dem ſelbẽ land iſt ein thyr das heiſt Centotrocha/ das iſt voꝛ nen geſchaffen als ein eſel/ vnd hat anch fůüß als ein roß vnd hat zwey hoͤꝛner/ vnd hat bein als ein leo/ vnd geet jm der mund biß in die oꝛen/ vnd do die zeen ſoltẽ ſteen o iſt ein gantzes bein vñ hat ein ſtimme als ein meſch In dem ſelben land iſt ein thier das heißt Calbe das iſt voꝛnen als ein eber vnnd hat tzwey oꝛen/ do iſt yeglichs oꝛe einer klaffter lang/ wenn es dann fechten ſol ſo leget es dann das ein oꝛe auff den rucken biſz ſich das ander oe verwundet/ ſo legt es dẽ das verwundet oꝛe auff den rucken vnnd fycht mit dem oꝛe/ das ſelbig thier fürcht nichts wann die ſchwartzen pfawen vnnd iſt als kůne auff dem waſſer als auff der erde/ jn dem land ſeind gel⸗ we ſtier die habent bürſten als die wilden ſchweyn den geet der mund võ einem oꝛ biſz an das ander/ ſy fechten mit jren hoͤꝛner ſie mag niemandt geſcheyden/ vnd wan die ſelben thier gefangẽ werden/ ſo mag ſie niemant ge⸗ zamen/ jn dem ſelben landt iſt ein ther das heiſſet Man ticara dem ſteet das haubt als einem menſchen vnd der ander leibe nach einem lewen vnd iſt recht plůtfar vnd hat ein ſtymme als ein natter ſo ſie wyſpelt/ das ſelbig thier iſt ſchneller den ein vogel/ vñ yſſet mẽſchen fleiſch⸗ do ſeind ouch ochſzẽ die habẽt dꝛeü hoͤꝛner/ vñ jn dẽ ſel bigẽ lãde iſt ouch ein tyr/ dz do heiſſet Mõ oceres dz iſt ge ſchaffen als ein roß vñ hat ein haupt als ein hyrß vnd hat ein hoꝛn dz iſt fier füeßlang dz iſt ſchoͤn als ein kar⸗ funckelſtein vñ ſchneidet als ein ſcharſach das ſelb thier iſt freißlichh was jm begegnet dz erſ chlecht es mit dẽ hoꝛ⸗ ren jn dẽ land ſeind würm die haben zwen arm die ſeind ſechs elen lang vñ ſeind ſo ſtarck das ſie die helffant fahẽt vñ ſie vnder das waſſer ziehend. In dẽ waſſer dz durch das ſelb lannd lauffet da ſeind Ael iñen die ſeind dꝛyſſig ſchůchlang bey dẽ ſelben land da ſeind groß ſchnecken dz die leüth 51 herbergen vß den ſchalen machen. Vß dẽ 0 ſelben land kommet der ſtein Magnes der das eyſen vff hebt vnd der ſtein Adamas. Er iunger fragt. Nun haſtu mir geſagt võ In⸗ Dia ln ſag mir võ Parthia Der meiſter ſpꝛach 0 das land Parthia raichet an das waſſer Indus vñ get an das waſſer Tigriß in dẽ land ſeind. dv xiij. gegent da iſt ein burg heißt Perſidalvß dẽ ſelben landt kom̃et der ſtein der da heiſſet Picis. Der ſelbig ſtein bꝛẽ⸗ net als ein neſſelvñ in dẽ ſelbẽ lãdt iſt ein ſtein d heiſſet Silens der wechßt vñ nym̃et ab mit dem Mon. N Raget aber der junger. Nun ſag mir võ dẽ land das da heiſſet Meſopotaniaſ das lanndt heiſſet nach zweyen waſſerng die durch das lanndt ryn⸗/ nendt. In dem lanndt iſt ein Burg die heiſſet Niniue. die ſelbig burg iſt dꝛeyer tag weide lang vnd weir in dem land ligt Babylonia die zym̃eret ein weingarter der hieß Mebꝛ ot die burg Niniue iſt fünfftzig elen dick vñ zwey hũdert elen hoch die ſelbig burg iſt fier hundert vñ ſyben tzig meilen weit dariñen ſeind hũdert oͤꝛinner burg thoꝛ. 0. dem ſelben land iſt ein gegent die heiſſet Arabia vñ abbaj dannẽ kom̃et der welrach. Da ſtet ein berg der heiſſet Oꝛeb da Moyſi die Ee vff ward gegeben. Dar nach ligt et land heiſſet Syrian dariñ ligt Wange zym̃ert Abꝛahamß geſch wey. In dem land iſt ein berg heiſſet der Lyb anus) daruß entſpꝛinget der joꝛdan. In dem land iſt Scalon vñ Jheruſalem die zym̃eret Sem Noe ſun. Darnach geet ein land das heiſſet Paleſtina da ſchwebet das tod meer das iſt ſo lautter das kein fiſch ſo klein iſt an dẽ grund der vff dẽ were in bedeücht dz er in mit ð hand langte. Jhenhalb des todten meereß ſtof ſet egyptẽ ligt ein burg die heiſſet Toba da ſant Mauri cius iñen was. An dz land ſtoſſet ein berg ð heyßt Can thaſus der raichet ein halbe an das meer. Vff dem berg ſeind weiber die heiſſent Amaſones die fechtẽ als die rit ter. Dar bey iſt ein berg der heiſſet Seres da findet mã die aller beſten ſeidẽ vñ ein wald heiſſet Hirttena dar⸗ iñen ſeind voͤgel die ſcheinẽ als das fewer) dar bey ſeind zwen berg die heiſſent Armenie daruff ſteet Noes arch. das holtz mag niemãt gewinnnẽ mit keinẽ feüwer noch mit keiner ſchlachtung da bey ligt ein gegend die da hei ſet Capadocia da ſeind pferd die gewinnent füll in von winden die füllen werdẽ dꝛey jerig da bey ligt die min⸗ der Aſia dariñen iſt Epheſios da ſant Johañes EYã geliſt raſtet dar bey ligt Nun die groͤſſer Troya vñ Li conia da rinnet ein waſſer das iſt genãt Hermus da by findet man guldin grundt da findet man Pontum das meer darm̃en da ligt ein ynſel die heißt Pontus darin nen ward Ouidius vñ ſant Clemens verſant. Diſe lãd ligend alle in Aſia das iſt das tꝛit teil der welte. Er junger fragt Nůn ſag mit von dem an) dern teyl ð welt. Der meiſter ſpꝛach das an von dem moͤꝛ durch das gebürg vñ durch fu ſciam auiam vñ dociã vnd germaniã vnd get all es bey der tunaw hin wider an das mere dar innẽ ligt Schwa dcr teik der welt heiſſet Europal das reichet ben Beyern Sachſẽ Teüringẽ Franckẽ Marck Kern . 0 0 n ait eh 1 U 0 bft n U g l te n 1 A0 1 re ten Freyfland vnd niderhalb iſt Oſterland Hungern. Behem Kriechẽ das reichet an das merelin dem iſt ein gegen die heiſt dalmacia dariñ iſt ein bꝛuñ do entzündet man die facklen das ſie hoch bꝛinent in dem land iſt vil gebirgzů aller niderſt iſt ein berg ð heiſt Olimpus des hoͤhe get vber die wolcken vñ vber halb des bergs iſt ein landt das heiſt Italia darinnen iſt Rom ee vnd Pulle do bey iſt Bꝛitanta vñ Lampartẽ dar durch rin net der pfat in das moͤꝛe do byligt Venedig die zymeret ein künig zů dem erſten der hieß Enetys an dem wilden gebürg entſpꝛinget der rein durch Francken in das moͤꝛe bey dem Rein ligen gar vil gꝛoſſer ſtett Baſel Straß⸗ burg Speyr Wurms Coln darnoch niderlandt Hy⸗ ſpanien das get biß an das wendel moͤꝛe Dar in ſint viel weiter gegent Zerekona Kartago vnd ander ſtet vil die haben alle namen von gꝛoſſen burgen die darin ligendt Hyſpania ligt vyl nahent bey dem moͤre dar zů gehoͤꝛt Bꝛitania Engellandt ybernia Canatos das holtz vß der Inſeln vᷣtreibt das eyter an woͤlches end es kõmet in dem land iſt ein gegen die heißt Scotia ob ð gegẽt wen⸗ det ſich die ſuñ do bey ligt ein gegent vñ ein jnſel alle die baum die darĩ ſeint darab felt nim̃er kein laubſaber foꝛñ an das lãdt ſtoſſet dz gefroꝛẽ moͤꝛe dz iſt ewigklichẽ kalt. 5 Er junger fragt. Nůn haſt du mir geſagt von 2 zweyẽ teiln ð welt nũ ſag mir auch võ dem dritẽ 0 teil das heiſet Africa Der meiſter ſpꝛach Africa hebt an añ dem waſſer jndus vñ reicht zů weſtern an d wendel moͤꝛe uin dem ſelbẽ teyl ſint gꝛoſſe lãdt d e heiſſent pẽtapolisqvñ keꝛethelanð gꝛoſſelãdſauch das landt bich zaſe dar in ſind zwo gꝛoß bůꝛg vñ anð ſtet genůg do bey ligt ein lãt heißt Gẽtulie vñ Inmũdia do wz Niguꝛta ein her: die leüt ĩ dem lãd eſſẽ die roß vñ rohe thier do by iſt ð moꝛẽ lãdt darby ligt ſaba danẽ wz die e von U 1 Saba die zů Salomõ kam da bey iſt ein burg heiſſer 6 Gama dariñ iſt ein bꝛuñ der iſt des tags ſo kalt vñ des 1 nachts ſo heiß das in võ kelteſdes tags vñ von hitze der fich nacht inyeman mag an rüren. Bey ð Moꝛen landt iſt tu ein wüeſte die iſt vol Naterẽ vñ Trachen an das landt l. ſtoſſet das Wenndel meer vñ das iſt alſo heiß von der 1 ſonnen das es wallet als ein waſſer jn einem keſſel in dẽ 1 ſelben wallenden ineereßligt der hoͤchſte berg der inn der für welt iſt der heiſſet Adlaß vnd raichet über den lufft deñ fe iſt der welt nit mer. c 7 Pꝛach der jũger. Nũ habt ir mir geſagi wie die f welt geteilt iſt nun ſolt ir mir ſagẽ võ den Inſe⸗ f len die in dẽ meere ſeind das vermerckt ich auch f gern wañ got hat groſſe wũder geſchaffen in den jnſeln. 1 Der meiſter ſpꝛach die erſt jnſel heiſſet Tyberis da bey 0 100 ligt Cretha darnach Kalchos iſt vol goldes da bey ligt ph Ni Delos das iſt die erſt jnnſel nach der ſint fluß die in dem ee meer gelag da bey ligt Param da dannẽ kom̃et der beſt nl : Marmel ſtein vñ edel S ardinis da dan nẽ was Sy⸗ 1; g billu geboꝛẽ da bey ligt Sycilialin der jnſelẽ iſt ein berg 1 ö heißt Ethnadaruß ſycht man bꝛinnendẽ ſchwebel fa. 70 „ ren da werdẽ die ſelen jñen gepeiniget. In dẽ meer ſeindt 1 4 zwen berg Cicilia vñ Karibdis an die ſtatt kom̃et kein 4 ſchiff es ſey dañ vᷣloꝛẽ da byligt ein jnſel da ſeind ſchmid 1 inen das ſagen die heidniſchen bücher das ſie ſchmiden uf i die doner ſtralen. wañ die inſel iſt vol fürs vnnd ſtend f die ſchmid mitten in dem feüwer. die ſchmid heißen Ci⸗ 1 coples iin der jnſel was Vulcanus der der helliſchẽ poꝛt uf ten pfleget vnſer bücher wellent das es teüffel ſyen; vnd f 1 dle ſelen darinnen peinigent da bey iſt ein jnſel die heißt 0 g Sardina darinnẽ zym̃eret künig Sardinis Herculis 0 ſun ein feſte burgſin der jnſeln würt weder natern noch 0 wolff geboꝛen in der jnſel iſt ein wurm der heißt Solifu 5 gaſder iſt ala ein ſpyñ voꝛ dem wurm mag kein menſch geneſen dariñ iſt auch ein krut welcher menſch das krut yßt der lacht ſeins vngefelles biß er ſtirbi dariñ iſt auch ein bꝛuñ welcher mẽſch des trinckt der würt geſund vñ welcher dieb ſein trinckt der beleibt an der ſtat ſteen ſo er ſtylt dar bey iſt ein jnſel die heiſſet Balgaris da wurdẽ des aller erſten ſchlangẽ gefundẽ. In der jnſel iſt nichts dañ weiſſe ſchaff vß der wollen wũrcket man die beſten pfeller da bey was ein jnſel die verſanck mit den leüthẽ miteinander die was groͤſſer dañ zehen landi darinnen iſt auch ein holtz heiſſet ebenus das erfulet nym̃er in der ſelben jnſel ſteet ein burg heißt Enedañ darm̃en grůben die philoſophi einẽ bꝛunñen der was ſechtzig elen tieff vñ was weißlich ergrabẽ das die ſunne ſchein vff dẽ grundt vff den boden. In dẽ Weñdel meer iſt ein jnſel deheißt Perdica die iſt jmmer glych grün vñ ſcchmeckt als wol vñ als ſüeß als das Paradeyß in die jnſel komẽt zů einẽ mal von vngeſchicht heilig leüth der gewandt ſchmeckt nach dem geſchmack wol fünfftzehen jar darinn mocht nie bein menſch kom̃en. wann das got den gůtten Sant Brandan darin ſendet. Lua haben wir gelagt wie diſe welt geteilet iſt vnd wie ſie geſch affen iſti weß du nun frageſt des bericht ich dich mit gots hilff der iunger fragt du haſt mir geſagt das du vonn dem Monn biß an das geſtirn alles feüry ſey vnd ob dem feüer gefroꝛen waſſer. Nun ſag mir wie das kum. Der meiſter ſpꝛach dich endarff nit wunderẽ was got mit ſeinẽ wũder thůt. vns ſagẽ die bücher das das feür kein krafft hab von jm ſelber. Ee es die feüchte ergrifft ſo wirt es erſt heiß dz ſolt du mercken bey der ſonnẽ ſo ſie ye tiefer ſcheinnt ſo ſie ye heiſſer iſti ſo ſie ye hoͤher iſt ſo ſieye kelttec ſ N Der ij — jũger fraget wie kommet das. Der meiſter ſpꝛach wir ſehen wol das der ſchnee vffdẽ hohen bergẽ lang ligt vñ in dem tal ſchier zerget. Der jũger fragt was natur hatt das waſſer. Der meiſter ſpꝛach es hat dꝛey natureſ dz iſt natabilis lauabilisvñ potabilis das bedeüt das man darin ſchwym̃et vnd mit weſchet vñ das mã es trinckt Der junger fragt wie ſteet es vmb dz moͤꝛ Der meiſter ſpꝛach das moͤꝛ verwãdelt ſein natur nach dem mon ſo der mon wechßt ſo get das moͤꝛ vß ſyben tag ſo er dañ ab⸗ nimpt felt es ſyben tag; Der iunger fragt wo von kõmet das. Der meiſter ſpꝛach yn dem moͤꝛ ſind groß berg vud gent weite loͤcher darĩſſo hebt ſich ein gewell an dẽ grunt vnd treibt das moͤr fer an den ſtadẽ der ſtreit erget in ſyb en tagen da von kom̃et das es niemañ geweren kan. Der jũger frage wo võ kom̃ent die wind Der meiſter ſpꝛach der wind ſind vier die heiſent Cardinall es võ der yeglich en kom̃en die andern zwẽ wind die heiſſent collaterales das wendel moͤꝛ wallet an vier enden an dem grund an den endẽ do das gewal zů ſam̃en ſtoſſet do wirt ein wind von dem geſto ß ſo die vier wind dan oben an dem hym̃el zů ſamen ſtoſſenſſo werden die wind zwoͤlff wind võ der groſſen krefft dan tringen in die loͤcher ſo ſtrebt der ander lufft dan her vß daruon kommen die anderen wind die teglichen by vnß ſeind. 0 Er junger fragt. wau on kõmet der erdbidẽ. Der 8 meiſter ſpꝛachſſo die wynd kom̃en in die holen er⸗ den vnd baß wider herauß fechten vnd nit mügẽ herauß bꝛechen ſo ſchüttet ſich die erd. Der junger fragt wir ſehen wol das der erdbidem wirt an etlichen ſtetten do nit loͤcher ſeind. Der meiſter ſpꝛach wo man die hoͤꝛt do iſt ym̃er waſſer ynſſo kom̃et es dick dz fich das waſſer verſtoſſet vnder der erden ſo es nit herauß bꝛechen mag. 10 e 00 a 1 ß a fa 1 lh fat fle f e 0 1e i lich 0 0 f I le 1 8 lag f f frſt pe ab 100 ſo zerſchꝛindet es vnder der erdẽ ſo mit groſſer kꝛafft das es die gegendt erwegt. Der jũger fragt wauon iſt das dz ſich die erd vff thůt. Der meiſter ſpꝛach die erde iſt als eĩ menſch geſchaffẽ die erd iſt dañ fleiſch die ſtein har ſie für das gebein die wurtzel für die adern die baum vñ kꝛant für das hare wañ den der windt kom̃et vnder die erdẽ ſo bꝛechẽ die adern vñ gewiñet ð windt ſz gꝛoſſe krafft dz er die erde von einanð zerzeret vñ ſich vff thůt. Der iunger fragt wie kõmet es vm̃ Siliciã. Der meiſter ſpꝛach Si ciadz landt iſt vnder der erdẽ ſo hol vñ ſo vol ſchwebels das es richt an meniger ſtat dasſdas feür hoͤcher bꝛiñet das kõmet do võ dz die erde mit feüer durchfüllet iſt vñ ſchlecht d helle taw durch die erde. Der jũger fragt in dẽ moͤre iſt ein ſtat do bellẽ die hund vnð dem waßer wauõ koͤmet dz. Der meiſter ſpꝛach die ſtat heißt Cilla vñ ſag en die bůecher dz moͤꝛe an ð ſelben ſtat in die helle fall ſo wirt das geſtoͤßgꝛs fer das felt yn die grůbẽ das die ſchiff leüt beduncket dz die hund bellen vnð dem waſſer. Der ja ger feagt wauõ kõmet ð froſt. Der meiſter ſpꝛach als die hitz kõmet von dem feüꝛ alſo kõmet vnß die kelte von dem waſeꝛ. wañ vnß die ſuñ nahẽt iſt ſo habẽ wiꝛ die hitz vnd wan ſy fere iſt ſo habẽ wit den froſt won dyſen dingẽ teylet ſich das jar in dem ſommer vnd in dem winter. Er jũger fragt was bedeüt das die ſuñ das win Die ſo hoch iſt vnnd des ſum̃ers ſo nider vnd die tag des winters ſo kurtz ſind vnnd des ſum̃ers ſo lang. Der meyſter ſpꝛach die welt iſt recht ſinwelſſo die ſuñ aller nyderſt iſt ſo laufft ſie recht ob vnß. ſo ſehẽ wir ſie aller lengſt dauõ ſo iſt der tag lang des winters lauf⸗ fet ſie aller oberſt an dem hym̃ekſo dunckt vnß wie ſie en tzwerchs lauff vnd ſich ſchir vnder die erden kõmen das wir ſie nit ſehẽ ſo habẽ wir dã kurtz tag. Der jũger fraget was ſpꝛicheſt du võ den leüten die do heiſſent Intipedes —————————.—— Q Q ⏑ W ᷣ—— ˙. 0 Der meiſter ſpꝛach. die erd iſt recht emboꝛ ſo ſeind die an lupedes darunder vnd haben die füeß gegen vns gekeret. 9 Der iunger fragt was hebt ſie dañ vff das ſie nit fallent 1 Der meiſter ſpꝛach die gottes krafft die die erdẽ vff hebtt l das ſie nit felt die hebt auch die leüth emboꝛ das ſie võ ð N erden nit fallẽt. Der iunger fragt wa von haben wir die nacht. Der meiſter ſpꝛachſſo die ſoñ ob der erdẽ iſt ſo ha gen wir den tag ſo ſie dañ vnder die erdẽ kommet ſo ha⸗ ben wir die nacht. Der iunger fragt wie kom̃t es das die ſonn entz werchs laufft an dẽ hymel · Der meiſter ſpꝛach der hymel iſt ſyn wel ſin dem hymel laufft die ſonn vnnd das geſtirn lauffet ir entgegen die ſtraß ſo die ſonnẽ lauf fet entz wercho ſo lauffent die ſternẽ die ſchlecht wañ lief fent ſie die rechtẽ ſtraß ſo irrtẽ ſie an einander das ſie zer⸗ 0 bꝛechen. Der iunger fragi durch was geſchůff gott diſes 1 alles alſo. Der meiſter ſpꝛach als ferre von der erden iſt* NN biß an den Mon ſdꝛey mal als ferre iſt võ der ſonnẽ biß a an das geſtirn dauon hat das geſtirn aller meiſt krafft. l 9 wann es dem hymel aller nechſt iſt was die ſonnẽ krefft fan hat die wandelt ſich nach de geſtirniſo ſeind der ſtraſſen fn zwoͤlff an dem hymel da die ſoñ jnen laufft vber jar. die d b ſtraſſen heiſſen die büecher die. xij. zeichen das ſeind die n f zwoͤlff monat. In yeglichẽ zeichen wandlet ſich die ſonn 0 4 nach dem zeichen das hat got durch vnſeren willen alſo * ö geſchaffen wann lieff die fonn in einẽ zeichen ſo verwan 10 delt ſich das iar nym̃erj ſo hetten wir jmmer ein wetter 0 8 ſummer oder wynter. 1 1 ö Er iunger fragt. Seid die ſonn nym̃er kom̃et vß 0 55 den zwoͤlff zeichẽh wie kom̃et dañ das die monet al het N 0 le iar ſo vnglych ſeind. Der meiſter ſpꝛach die. xij. l zeichen ſteent etlich hoch etlich nider ſo ſeind die Plane ⸗ 5 6 ten dar ob nach dem wandlen ſich die. xij. monat welch 1 11 er natur das geſtirn iſt das dañ aller nechſt dem zeichẽ planet der wir do heiſſen Mars ð Oenus ſo geleche iſt laufft darnach wandelt ſich der monat · Der junger fra get/ Nun ſag mir võ den planetẽ · Der meiſter ſpꝛach/ d planetẽ ſynd ſiben/ alſo mẽger tag jn der wochen iſt als vyl ſyn d auch der planetẽ/ zwen dienend vnß aller meiſt die andern fünff lauffen vnð dem geſtirne der ein heißt Saturnus/ der laufft ſo hoch an dem hymel das er kum 5 dꝛeiſſig jar ſynẽ lauff erfüllet der ander heißt Venus eñ wir auch heiſſet den abent ſtern/ der lauffet zwey jar Der jũ ger fragt · Wie kõmet das/ dz der ſelb abent ſtern duch moꝛgen ſtern iſt · Der meiſter ſpꝛach/ etlich bücher ſpꝛechẽ dz ð ſelb ſtern ein jar voꝛ der ſunnẽ lauff vñ das ander jar nach der ſunnẽ/ des jares ſo er voꝛ laufft ſo iſt er moꝛgenſtern vñ wen er nach laufft ſo iſt er abentſtern Der junger fraget/ Woͤlcher ſtern iſt abent ſtern ſo Veß nus moꝛgenſtern iſt · Der meiſter ſpꝛach/ dz iſt ð fünfft das ſy nyemãt bey einander erkennẽ mag/ etliche bücher ſpꝛechẽt/ das ð ſtern fo vnmeſſig hoch Ken jn dẽ firma mẽt/ das wir jn ſehen des moꝛgẽs voꝛ 57 70 vñ des abentß nach ð ſunnẽ Der junger fracht/ Nun ſage mir gãtz võ dẽ planetẽ · Der meiſter ſpꝛach/ der ſechßt planet heißt Mercurius. ð laufft ſibẽ jar voꝛ ð ſunnẽ/ die büch⸗ er ſagẽ vnß das enð wyßheit pfleg/ wie dʒ kom̃ das ſag ich dir hernach · Der ſibẽt planet heißt Jupiter/ ð laufft xij · iarr voꝛ der ſunnẽ/ vnd geet nach dẽ Saturno aller hoͤchſt · Der jũger fraget jn woͤlcher groͤß ſynd die plane ten · Der meiſter ſpꝛach/ die philo ſophi ſpꝛechẽt das der mon alſo hꝛeit ſey als diß gãtz erdtrich on dz moͤꝛe/ vnd on dz gewülcken bedeckt hat/ ſo iſt die ſun zwey mal als bꝛeyt als der mon jn welcher bꝛeytt die ſuñ iſt alſo bꝛeyt ſynd duch die planetẽ · Der jũger fraget · wie dunckẽ vnß dan die ſternẽ ſo ſchmal · Der meiſter ſpꝛach/ dz macht die hehe vñ ferre/ ſtünd die ſuñ als hoch als die ſternẽ ſo bedeüchtẽ ſy vnß gleiche als ſchmal als die ſternen · Der jůger fraget/ welcher natur ſynd die ſternẽ · Der meiſter ſpꝛach/ dz iſt wiſſentlich võ ð geſchꝛifft dz die ſel kõmet võ vnſerm herrẽ · Ee ſy dẽ mẽſchẽ jn gegoſſen wirt ſo iſt vnßer herr ob allẽ ſternẽ wã die ſel dã fert võ dẽ geſtirn/ welchẽ ſternẽ ſy dẽ aller neſt fertt do von gewinnet ſy die natur · Der junger fraget/ wie kommet das · Der meiſter ſpꝛach/ Etlich ſynnd kalter natur etlich warmer natur/ die ſelb natur zeücht der mẽſch võ dem geſtirn/ welcher mẽſch kalter vñ truckner natur iſt ð ſchweigt gern vñ iſt vngetreü · Welcher mẽſch iſt kalter vñ naſſer natur ð red vil vñ verz aget bald · Wer do iſt heiſſer vñ truckner na/ tur ð iſt faſt mütig vñ kün vñ hat gern vil weiber vñ iſt vnſteet von der liebe/ dar von ſpꝛechen die bücher das der ſtern den wir heiſſent Mars/ das der vꝛleges pflege „„ * 5 0 x iũger fragt. Nũ ſage der ſtern iſt heiſſer vnnd truckner natur/ der ſelb planet kommet recht zů der liebe aller beſt · 6 i 8 Ie 2 1 1 N. mir võ dẽ mõ · Der meiſter ſpꝛach · ð mõ iſt ð aller cleĩſt vnð dẽ planetẽ/ vñ laufft aller niderſt by ð erden/ da von richtet ſich all welt nach dẽ mõ · Der jũger fragt/ wie kõ/ met das · Der meiſter ſpꝛach die hymeliſche natur iſt ſo ſtarck dz ſy die yrdiſchẽ überwindet/ ouch hab ich dir ge⸗ Hie dz ð mõ alſo bꝛeit iſt als die erdẽ ſo nym̃et der mon ie krafft võ der ſunnẽ/ da võ iſt kein wunder dz ſich die welt richtet nach dẽ mõ/ wan er iſt auß dẽ vier elementẽ eſch affen · Der junger fraget/ wie kom̃et dz das der mõ 0 bald voll wirt vnnd ſo bald abnympt · Der meiſter F die planeten wurdennt geſchaffen/ do fieng er es waſſers zů vil võ ð erden da võ ſo můß 2 das waſ ———˙ẽ 2 7. — ſer vñ die erd richtẽ nach dẽ mon · Er hat auch kein liecht wã võ ð ſuñen ſo er bey ð ſunnẽ iſt ſo iſt er liecht vñ vol ſo er dan võ yr kõmet/ ſo nympt er ak vñ myndert jn jm dz liecht biß jm die ſuñen aber nahet/ dan ſo nymmet er aber zů vñ wirt vol · Der jũger fragt/ wie kom̃et dz/ das der mõ die ſelbẽ zeichẽ durch laufft vñ jm die ſunn nit ge uolgẽ mag · Der meiſter ſpꝛach die ſuñ laufft die krüm̃e vñ der ms gleich ſehlechte/ da võ die zeichen die die ſunn durch laufft jn einẽ jarr/ die durch leüfft der mon jn einẽ monat/ jn dẽ zeichen do die ſun iſt ju einem monat dar jnẽ iſt der mõ nit mer dã dꝛithalbẽ tag · Der jũger fragt was iſt dz ſchwartz jn dẽ mone · Der meiſter ſpꝛach/ alſo wie ð mon hat dz liecht võ der ſunnẽ alſo hat er ouch die hitz von der ſunnẽ do er geſchaffen ward/ do fieng er des waſſers zů vil võ der erden/ da võ wyß wie wol er enzün det wirt võ der ſuñen/ ye doch beleibt der alten kelten ein tz jn dem mone 6 an 7 1 5 ———¾¼˙ 1 122 8 f* Er iũger fragt. Was ſpꝛich ſiu hie ſo ſich der mon verwãdelet ˖ Der meiſter ſpꝛach es kõmet dick das die ſun iſt jn halb vnð der erdẽ vnd ð mon anð halb/ vñ ſteent gleich als ob ein ſchnůͤr gieng durch die erden võ der ſuñen durch dẽ mõ ſo iſt die ſuñ ſo recht krefftig dz ſy dem mon nym̃et ſynẽ ſchein dz er aller rot wirt/ wan er ſich aber verwãdelt ſo er hoch an dem hym̃ el ſteet das kõmet von gottes wunð das bedeüt manſchlacht oder ſterben in dem reich · Der junger fragt/ Was ſpꝛicheſt du von dem ſtern Cometa Der meiſter ſpꝛach Cometa ſchynet nymmer den ſo ſich das reich verwandlẽ ſol/ der ſelb ſtern Cometa ſendet dẽ ſchyn von jm als der mou/ der ſelbe ſtern laufft nit vnð andern ſternẽ/ die bücher ſagen das er ſey ein liecht das gott mit ſynem gewalt entzůndet hat jn dẽ lufft · Der jũ 65 fragt/ wie kõmet das dz wir ſternen fallen ſehen von em hymel. Der meiſter ſpꝛach/ ich hab dir geſaget das die ſtern bꝛeiter ſynd dañ alle die erden/ wie klein ſy vnß beduncken einer erſchlůg alle die welt · Es ergeet dick dz große ſtil iſt vff der erden das man meinet das große ge ſtoͤß ſeint jn den lüfften/ ſo dañ das große geſtoͤß wirt ſo myſchet ſich dan das felür vñ der lufft/ ſo den ð lufft den ſyge gewinnet an dem feür ſo ſcheyßt dã das feür ʒů tal ſo dan das feür by den ſternẽ zů tal ſcheüßt/ duncket die leüt das die ſternen zů tal ſchyſſent · er iunger fragt. wo von kõ met die vinſternus jñ de tag · Der meiſter ſpꝛach wañ der mon recht über die erde komet zwiſchen die erd vnd die ſunnen/ ſo yrret der mon die ſunnen das ſy des ſchyns nit habẽ mag ſo můß es vinſter werden · Der jũ ij 55— ſpꝛach ð gelaſt ð võ der ſunnẽ geet ð erſteckt dẽ mon das er nit geſchynẽ mag ſo můß es finſter werdẽ/ die ſelb fin ſternuß weret ſo lãg biß ſich die ſuñ võ dẽ mon geruckt wen aber die fynſter wirt jn einer gegẽt/ alſo dz ſy nit al lenthalbẽ iſt dz kom̃et da von/ dz ein wülcke võ der ſun/ nen geet das ſy nit jn dz land mag ſchynen · Der junger fragt/ wa von konet ð doner vñ das feür · Der meiſter N die vier wind auß dẽ moͤꝛe kõmen vñ obnẽ jn ẽ lüfftẽ zů ſamẽ ſtoſſen ſo wirt dz geſtoͤß ſo groß dz ſich der lufft tzerret/ ſo es ſich zů ſamẽ müſchet ſo wirt das ge ſtoͤß ſo groß dz wir es hoͤꝛẽ vff ð erden dz iſt der dõner/ ſo ſich dã ð lufft ʒerret võ dẽ feür ſo ſcheüſt dz feür ʒu tal dz ſein die dõner ſtralẽ/ ſo dã die ſtralẽ kom̃en vff die erd ſo werdẽ ſy eyſen graw/ die farb nem̃et ſie von dẽ feür do ſy durch ſchieſſent/ ſo müſchẽ ſich die übeln geiſt vnd das wind geſtoͤß vñ fürẽt dz jn woͤlches land jn gott verhen get · Der jũger fragt/ wa von koment die ſtein die do fal lent · Der meiſter ſpꝛach/ ſo vff der erdẽ große hitz iſt/ ſo iſt jn den lüfften groſſe kelt ſo hept die kelte den nebell vñ den taw mit yr jn den lufft ſo felt ð lufft vff den nebel vñ blaſet ſy der wind vnder ein ander/ was waſſers dã dar vnder iſt das můß zů ſamen gefryrẽ/ ſo dañ der wind ge liget ſo mag ð 6085 ſtein nit mer gehalten/ ſo müſſen ſie dan vil gell ichen nider fallen 1 rlunger fragt wie kõmet das dz der hagel zů ſum̃er ſchlecht vnd zů winter nit · Der meiſter ſpꝛach/ das ſum̃ers iſt die ſuñ ſo krefftig das ſy den nebel vnd die feücht mit yr fůret jn den 165 wen vnß die ſun nahet iſt/ ſo můß der hagel werden des winters ſo iſt vnß die ſunn ferr/ vnnd hatt die erd taws ger fragt/ Warr vm̃ ſchynet der monn nit · Der meiſter f füt i e le if falt 0 h Fu . fu t 1 15 O0. gift fh 00 nd b 0 11 f 0 eee a 00 fuß das ls i vil noch dan 15 ouch die ſinn ſo krefftig dz ſy die feuchte müg gehaltẽ/ da von wirt des winters kein hagel · Ser junger fragt/ wo von kõmet ð ſchne · Der meiſter ſpꝛach ſo der rauch vff geet jn den lufft ſo belybet er jn dem lufft biß er dick wirt vñ mag doch nit zů ſteinẽ gefryꝛn/ wan do iſt nit nebels vñ ſo er dan zů tal felt ſo iſt die erd alſo kalt dz der ſchne nit zergeen mag alſd kommet es ouch vmb dẽ regen wan ſich das tawe miſchet vnð den nebel vñ vnð den rauch dz mag nym̃er ʒů ſamẽ gefryꝛẽ · Der junger fragt/ wo von kõmet das/ dz es blůt regnet · Der meiſter ſpꝛach/ ſo die ſuñ etwa jn eĩ rotz moß faſt ſchinet ſo hebt ſy dẽ roten taw vff jn dẽ lufft/ ſo dz den nið fellet das wirt geſchaffen als blůt · Der junger fragt/ wo von kom̃et das/ dz es froͤſch vñ würm jn etlichẽ landẽ regnet Der meiſter ſpꝛach/ dz geſchicht nym̃er dan wo vil moͤß es iſt vñ vil roſen waſſer ſchwebet/ ſo dan die ſunn faſt dar in ſcheinet vñ ſy ð boͤſen feüchte jn wirt ſo zücht die hitz die würm ſo faſt an ſich das ſich das klein gewüm mitdð hitz jn den lufft hebet dz můß dã gechling nid val len wan der lufft mag es nit lang getragen Er iũger fraget. wolcherley hand iſt der regẽbogẽ · Der meiſter ſpꝛach/ ſo der bitz taw voꝛ ð ſunnẽ geet/ vnd ſich jn den lufft geweyelet biß er zů gewülcken wirt · ſo kõmet dick das die ſunn en tzwerchs/ dan ſchy net/ ſo wandlet ſich das gewůlck nach den vier elementen/ die grüne hatt er von dem waſſer/ das plaw nach dem lufft/ die roͤtẽ nach dẽ feüer/ die bꝛun farb nach der erden · Der junger fraget/ wie kom̃et das das die bꝛũnen des ſummers ſo kald ſeind vnd des win ters ſo warm · Der meiſter ſpꝛach/ es kõmet offt das/ das gewürm ligt vnd der erdẽ võ dẽ gewürm do das waſſer 8 —* durch rin net ſo wirt das waſſer warm vñ eyterhafft/ ſo ſücht es durch die erden das es deſter beſſer wirdt vnd iſt Der iunger fragt/ wa von iſt das moͤꝛe geſaltzen · Der meiſter ſpꝛach · do ligt es vnder der ſunnẽ vñ ſeüt von ð ſunnẽ das es handig wirt als ein ſaltz · Der jũger fraget wa von kommet der taw vñ ryffen. Der meiſter ſpꝛach ſo die hitz des tages beleypt jn dẽ tut ſo tzeücht die kelt des nachts vn der der erdẽ/ vñ reyßet der lufft vil leyße vff die erd vnd wirt dañ die kelt ſo groß vff der erdẽ/ ſo gefrüret der ta w vñ wirt zů reiffen · Ser junger fragt/ wie kõmet das das der menſchen etlich ſo kurtz ſeynd · Der meiſter ſpꝛach/ das kompt võ der natur ð weyb/ feüßt leüt gewin nent aller meiſt ſchwache kind/ wan yr große feüßte er ſtecket die materiẽ das magſtu mercken dar by/ wirt die erd ertrẽckt mit dem miſt ſo bꝛingt ſy kein frũme frucht Etwan kompt es das die leüt ſynd gutter materiẽ/ vnd über eſſen vnnd über trincken ſich · Woͤlche kind ſy des nachts gewürcken das kompt võ ſo bloͤder materiẽ das es jm̃er ſchwach můß ſyn · Der jũger fraget · wie kompt das/ das die thyr von einer materi kõmen ſynd/ vñ doch ſo vngeleich einander ſynd · Der meiſter ſpꝛach/ du haſt war die thyr ſynd alle von den vier elementẽ kom̃en/ ſy fyengen aber die materiẽ vngeleich/ die vogel fyngẽ des luffts zů vil/ da von ſchwebẽ ſy jn den lüfftẽ · Erlich fien gen des waſſers zů vil als gens vñ entẽ · Etlich fyngent es luffts zů vill die flychtig vnnd ſchnell ſynd als der haß · Etlich fyngen des feürs zů vil vnd ð erden die faſt A von der erden ſynd/ vnd zoꝛnig von dem feür als er Leo/ vñ der beer hat der erden mer dann der Leo da von iſt er treger · Etlich werdẽt zoꝛnig vnd ſchnel als ð Leopard iſt. Etlich fyn gen des waſſers vñ der erden zů vil als der eßel vnd der ochß · Nach den ſelben elementẽ I g fr 0 Hat fun fa ö wandelet ſich ein yegklichs menſch darnoch er ð elemen teen gefahet ſo hat er die ſytẽ/ vñ verwandlet ſich ð lyb an Der farbeſehen die ertzet wie ſy den leüten helffen ſollen · 9 Er iunger fragt. In wie mẽ igen tag wirt das kynd geſchaffen jn můtter lyb Der meiſter ſpꝛach/ du redeſt von gottes tugent das ſol nyemandt hoͤꝛen dan die wyſer ſeind das kindt wirt ge boꝛen von luter matery die wirt geſamelt võ allem leibe ſo hat ein yegklich frow ein kamer die heiſſet matrix die iſt rauch jnwẽdig durch das ſy yr geburt deſter baß ent halten müg/ die kamer hat jnnerhalb ſyben jnſigell die g ſynd ergrabẽ als ein müntz eyſen nach eynes menſchen 0 bilde/ da von mag kein weyb zů eynẽ mal mer gewinnẽ 117 Dan ein kind/ es kom̃ dẽ von gottes wunder ſo das kind dan wirt empfangẽ/ ſo iſt es ſyben tag milch vnd ſyben tag blůt/ jn ſyben tagẽ wallet es ſich zů ſamẽ/ jn ſyben ta gẽ ſchepffen ſich die adern/ jn ſyben tagẽ das gebeyn/ jn fünff tagen wechßt jm die haut; Alſo wirt das kind jnn viertzig tagẽ geſchaffen/ da von wer dẽ menſchen ertoͤdt der můß ſich reynigen zů dem mynſten · xl tag darnach büßt er die ſünd mit ſyben jar faſten · Der junger fragt ſo dz kind lebendig wirt wes gelebt es dan biß es geboꝛẽ wirt · Der meiſter ſpꝛach auß des wybß lebern geent zwo eng adern jn die kameren do des kynd jn lygt durch die adern rynnet weybs blůt das iſt menſtruum ſanguinis recht als ein taw von der ſunnen ſchyn das wyſſen die 7 frowen wol/ wan der frowẽ ſiechtumb erwyndet jn nach 1 dem ſo ſy des kindes ſchwanger werden 1 eriungerftaget wieiſtdes 0 menſchẽ hyꝛn geſchaffen· Der meiſter r er N menſchen hyꝛn iſt jn dꝛey kamerẽ geteylt/ die ein pfliget des weißthũbs/ die anð der ſurſichtigkeit/ die dꝛit der be ſcheidẽheit Der jũ ger fragt/ wo võ wechßt dz harr · Der meiſter ſpꝛag/ võ dẽ rauch ð vß dẽ magẽ geet/ da võ woͤl ches mẽſche kalter natur iſt dẽ wirt das harr gern lang · Der jũger fragt/ wa võ wachßent die negell · Der meiſt er ſpꝛach/ võ dẽ rauch ð auß dẽ hertzẽ geet da võ gedach/ ten die altẽ leüt dz ã die fingerlin trüge an dẽ fingern das mã die weyßthum̃ erete/ die von dẽ hertzen geet · Ser junger fragt/ wo võ grawẽ die leüt · Der meiſter ſpꝛach als die kind weyß ſynd alle die weil ſo ſy der leiplichẽ hitz nit haben alſo müſſen die alte leüt growen von ð kelten ſo jn die leiplich hytze entweichet Er iũger fragt. Nun baſtdu * mir geſagt wie alle ding geſchaffen ſynd/ NIũ ſag mir wie ſy ein end ſollen nemen · Der meiſter ſpꝛach/ die leüt ſyn ſo von ſtetẽ dingẽ geſchaffen das ſy nym̃er end nemẽ/ wen dz ſy ſich vᷣwandlend/ die ſele fert wið zů gott der ſy geſchaffen hat/ ð leyb wirt zů erdẽ biß an dẽ jün g ſten rag/ ſo kom̃et er wið zů ſeinẽ eren · Der jũger fragt/ wie kom̃et es vm̃ des menſchen end · Der meiſter ſprach als er vmb gott verdienet/ wã vnß ſagẽ die bücher/ das ein yeglich menſch hab einẽ gůtẽ engel der ſyn hüt vnd einẽ üblẽ geiſt ð aller ſyner ſůndẽ iſt wartẽ/ So ð mẽſch kom̃et an ſeyn ende hat er vmb gott icht verdienet ſo ſa⸗ melet ð gůt engel alle ſein genoſſen vñ kompt ʒů ð ſelen vñ vertreibet dẽ üblen geyſt võ den mẽſchen vnd vnder wyn det ſich ð ſelen · vñ verleßt ſy nym̃er biß ſie beſtetiget wirt zů dẽ ewigẽ freüdẽ/ iſt aber der menſch tod jn haupt hafftigen ſün dẽ ſo vnderwin det ſich der teůfel der ſelen vnd tac in die helle/ do hlibet ſy mer jnen · füt 0 I f U ga 90 0 e bac t fut bl n bl II 0. 0 0 0 1 90 0 * öl b 1 ex iunger fraget wer pyni⸗ get die ſelenñ die do geneſen ſollen · Der meiſter ſpꝛach das thůnd die teüfcl/ jn der heiligen engel bůt biß ſy lauter werdet ſo fürt er ſy jn dz paradyß · Der jũ ger fragt/ wie ſtett es vmb das gottes reich nach dem junſten tag · Der meiſter ſpꝛach/ hymel vnd erd werden alle gleich ſo iſt weder ſuñ noch mõ Roch kein and liecht wan das von gott ſchynt · Der junger fragt/ wie groͤß gnad gewyn nen die ſelbigen ſelen nach dẽ jüngſten tag Der meiſter ſpꝛach/ die ſtlen nemen den leib dan wider vnd verleicht jnn gott ſyben ere an der ſele vnd an dem leib · Sie werden ſyben mal ſchoͤn als die ſunn · Sie wer den auch ſo ſchnell als die gedãncken ſint · Sie werden auch ſo ſtarck das ein ſeel wol all diſſe welt zerbꝛech · Si werden auch ſo gefüg das kein mur nit iſt ſie faren dar durch als bald man es gedẽcken moͤcht · Sie werdẽ auch ſo lieb einander was ein ſele ere an der ander ſicht/ ſo be dunckt ſie das ſie die ere hab/ ſie hatt groſſe ere/ wan got eret ſie ſel ber vnd alle ſein engell Sie haben groſſe friſt wann ſie foͤꝛchten den tod nymmer me · zů ſollichen gna den ſollen wir all goͤn wann vnſer erb iſt in dem hymel. Dar yn helff vns gott/ der vns mu ſeinem todt erledi/ get hatt · Amen · O criöger tagt Dupaſtmich vnder wyſet wie die welt geſchaffen vnd geteilt iſt vnnd wie ſie ein end ſoll nemen · Nlůn ſag mir von der vn derwyſung des heiligen geiſts wie die heilig criſten/ heit erhaken würt/ vnnd was manig ding beteütt die wir teglich ſehen/ vñ das mã hegoͤt in ð heiligen criſten heit/ vñ wie ſie ſich enden ſollen/ vñ wie ſich 755 yeglichs 1j mẽſch des keware/ das er nit ver lür die gnad des heilgẽ geiſts vnd der heilgẽ criſtenheit · Der meiſter ſpꝛach/ u fragſt gar tieff/ ich kan dich des gar übel berichtẽ/ der hei lig geiſt iſt vnſichtiglich der die heilgẽ criſtẽheit gelernt hat/ do von was man begert in der heiligen criſtenheit/ das hat alles einen geiſtlichen ſyn vñ bez eychnung Der junger fragt/ iſt dem menſchẽ nit nütz das er ſich gůter ding verſtee · Der meiſter ſpꝛach/ weß ſich der mẽſch nitt verſt oͤt/ das het er auch nit lieb/ da von ſol ein yeglicher menſch die bezeichnũg goͤttlicher werck wiſſen da võ ge wynn et er foꝛcht vnd lieb zů allen gůten dingen · Jer junger fragt Iſt vns dz nit gůt wen wir der dꝛeyer namen eynẽ anrüffen beſunder on die andern · Der meiſter ſpꝛach/ es ſtoͤtt ge⸗ ſchꝛiben das Abꝛaham die trinitat an ſahe in dꝛeier en geln bild vnd er bettet ſie an für einen got/ da von müge wir die gotheit nit geteylen/ dan wen wir bitten die helli gen dꝛyualtigkeit/ ſo bittẽ wir den vatter/ den ſůn/ vnd den heiligen geiſt · Der junger fragt/ ſo nun ð vatter vn ð ſůn alſo hellig ſint als ð heilig geiſt/ durch wz ſpꝛicht man meer der heilig geiſt dañ der heilig vatter/ oder der heilig ſůn · Der meiſter ſpꝛach/ ich hab dir geſagt dz die dꝛey namen ſint ein warer gott iſt/ ð ſelb got iſt ein geiſt als geſchꝛibẽ ſtot/ Deus eſt ſpiritus · Das liecht ſpꝛicht Gott iſt ſel ber ein geiſt · das bedeütẽ wir das die dꝛey na men ein warer got iſt · Der jun ger fragt/ do gott dẽ todt leiden wolt/ warumb nam der ſůn die menſcheit an ſich meer dẽ der vatter oder der heilig geiſt/ des ſoltu mir vn derweiſung geben · Der meiſter ſpꝛach in des menſchen lydung warẽ die dꝛey namen/ wan es was recht das der vatter dẽ ſůn ſendet/ vnd das jm der ſůn gehoꝛſam weß 0 geh U cg e d re · Der heilig geiſt nam die mẽſcheit nitt/ wan ſo weren zwen ſůn/ einer an der gotheit/ d ander an der menſcheit Der jun ger fragt/ ſo ſich gott ſo vaſt über den meſchen erbarmet das er jnn wolt erledigen mit dem tod/ War/ umb erledigt er den teüfel nitt als woll als den menſchẽ Der meiſter ſpꝛack/ do was des teüfels ſchuld alſo groͤß das er goit ſe lber beraubt/ do er jm den menſchen nam mitt ſeinem ratt/ den er ym zů lob„ind zů eren geſchaf fen het · Auch was ſahe der teüfel von ſeinẽ übermůt das er verfyel/ vnd der menſch von ſeiner vn wiſſenheit/ das er ſich des rates nitt verſtůnd den jm der teüfel ryet · Der iunger fraget. Mo von kommet das gott den menſchen mit nicht moͤcht erledigen dan mit ſeinem tod/ wann doch kein ander rat weſen moͤcht dann das der menſch ſolt vnnd můſt von der marter erlediget werden/ nůn mocht doch got eynen engell oder eynen heiligen menſchen geſendet haben der für die menſchen gemartert wer woꝛden · Der meiſter ſpꝛach· Es iſt recht wer eyn dung kaufft das er es für ey gen hab/ wan do der mẽſch gefyel jn des teüfels gewalt mit ſeyner vngehoꝛſam woͤlcher engell oder heilig den menſchen vß des teüfels gewalt gekaufft hett/ des eygen ſolt er vonn recht ſyn/ darumb wolt gott nit das ſeyner handgethat jn nyemads gewalt wer dann yn ſeyn ſelbs gewalt · Auch mocht keyn menſch yn erledigen/ wann er was ſelbs in der gefencknüß do Adam yñ gefallen was · Auch was das die merſte ſach das gott ſelber gemartert ward das er wolt 10 Jen die groſſe lieb die er zů dem menſchen hett/ vnnd das er den teüfell ſchen den wolt/ vnnd das er den menſchen fürt ůber den engel der ynn 8 a verraten hett · Der iũger fragt. welches wʒ die erſt ſünd in ð criſtenñ heit · Der meiſter ſpꝛach ach dem als Adam gefiel/ ſo was das die erſte ſünd das Chaym ſeinen bꝛůder Abel erſchlůg/ do gott ſein opffer entpfieng · in ð neüwẽ Ee/ was die erſte ſůn d dz Ananias Sap ira ſant Peter verlaugnet des ſchatz den ſie verboꝛgen heͤttẽ/ darumb ſie den tod verſůchten · Die ander haupthafftig ſünd dz was ſymonia. do Sy mon der zauberer die gotzgabẽ vmb ſchetz kauffen wolt darumb verdamnet jn ſant Peter/ vñ ſundert in von ð criſtenheit · In der ſelken verdamnüß ſint noch alle die gotzgabẽ kauffen oder verkauffen · Der junge fragt/ wie in menyger weiß würt ſymonia begangẽ · Der meiſter ſpꝛach/ an dꝛeyer hand/ das iſt mit geben/ mit geheiſſen/ vnd mit gedingtẽ dienſt. Der jũger fragt/ woͤlche ſünd iſt groͤſſer vnder dẽ wůcherer vñ ſymoney · Der meiſter ſpꝛach/ der wůcherer iſt ein ſchlag der ſelen/ wañ do mit beraubt der men ſch ſeinẽ eben chꝛiften ſeins gůts · Auch was der wůcher lange zeit verbottẽ voꝛ Chꝛiſti geburt So iſt aber kein ſünd groͤſſer dann das der menſch gott ſel ber verkaufft/ wenn ð menſch die warheyt verſchwigt vñ das vnrecht durch müt für bꝛingt/ ſo hatt er die war heit verkaufft/ das iſt gott ſelber/ ſo hatt ſymoniam be gangen/ wann alle geiſtliche ding die in der criſtenheyt ſint/ das ſint die gaben des heiligen geiſts · Der junger fragt/ Nun ſag mir ob dem menſchen ücht nüt; ſey das er ſich der anderer verſtoͤt · Der meiſter ſpꝛach/ Was wir begeen in der criſtenheit das iſt alles bez eichenlichẽ vnnd geiſtlich/ vnnd begeent wir ſie durch das wir vns erbarmen ſollen über die geiſtlichen vnd die armen · dar umb wir ſoͤllẽ freüd haben in eyner welt/ woͤlcher mẽſch 0 10 90 U fe 1 n le fin ſich des heilig ampts verſtoͤt/ der begeet das ampt ˖ der es nit verſtoͤt/ der begeet es auch nitt · Der junger fragt/ So wer menig heilig ampt vnbegangẽ wan mauniger begeet das ampt vñ hülffet es begeen der doch die beteü tũg nit weißt · Der meiſter ſpꝛach/ würff ein edel geſtein vnder die ſchweyn/ es iſt deſter vnedler nit dz es vnſau ber ligt/ vnd mügen es doch die ſchweyn nitt genyeſſen/ wañ ſie wiſſent nit der edlen tugen die an dem ſtein ligt · alſo kompt es vmb die heilgẽ ampt/ es iſt nit deſter myn der das es der menſch begeet der es wenig verſtoͤt · Ob er es recht begoͤt/ das doch ſeltẽ werdẽ mag doch iſt es des lones verirret den er do von gewynne ob er es recht ver ſtündt · Der junger fragt/ was ſpꝛicheſt du von den die ſich der heiligen beʒeichnung nit verſteen künden · Der meiſter ſpꝛach/ ein ding iſt das der menſch nit verſteen mag · das anð das der menſch laßt durch ſein vnrůͤcheit was der menſch nit weißt/ des ſoll er fragẽ · mag er aber das nit verſteen/ ſo übe er das in gott · Wer aber võ ſein ſelb leychtfertigkeit nit lernet von den ewigen dingen/ ð würt ſchuldig wider got/ wann er ſetzt denn ſyn vff den wůcher/ den jm gott geluhen hatt · Auch mag nyemand nichs lieb haben dz er nit weißt noch erkennet · Alſo mag auch nyemand gtoſſe lieb haben zů gots dienſt der nitt weißt wie groß bezeichnung dar an iſt/ vnd iſt auch vil leicht das es der menſch nit künnen will 5 i Er iunger ſpꝛach. Ich hab wol verſtanden das es gůt iſt das ð menſch lernt da von ſolt du mich vnderweiſen was die oꝛdnung be teütet/ die wir täglichen begoͤn in ð criſtenheit · Der mei ſter ſpꝛach/ das will ich thůn durch das/ das alle die ge beſſert werdent die diß bůch hoͤꝛten · iiij Der iũger fragt durch was wurdẽ die ſyben tagzeꝛt vff geſetzt/ mettyn · pꝛym · tertz · ſext · non · veſper · vnnd complet · Der meiſter ſpꝛach/ die ſetzt Dauid in der alten Ee in der ere der ga be des heiligen geiſts/ dz wir gott da mit loben ð groſſen 9 5 ſeiner kunſt vñ ſeiner weyßheit · In der neüwẽ Ee o wurdẽ die zeyt alſo geheiligt mit dẽ groſſen wercken Jeſu Chꝛiſti/ das man ſie ye mer begeet in der heiligẽ cri ſtenheit · wan wer dar zů wirt geſetzt/ vñ der ſykẽ tagzeit nit begoͤt/ dem iſt an gottz dienſt gebꝛoſten · Der junger fragt/ durch was begoͤn wir die pꝛym zeit · Der meiſter ſpꝛach/ zů pꝛymzeit ſtund vnſer her gebunden voꝛ dem rich ter vñ ward verſpottet/ verſpyet/ vñ gehalßſchlaget · zů der ſelben zeit erſcheyn er ſeinen jungerẽ do er geſtan/ den was an dẽ geſtad/ do ſie nach viſchen fůren vff dem moͤꝛe/ durch des begeen wir die pꝛym zeit/ das wir loben 18 groſſe erbermd die er zů vns het · Der junger fragt/ urch was ſpꝛicht man den glauben zů pꝛymzeit dann zů andern tagzeiten · Der meiſter ſpꝛach/ wir haben wiß der den boͤſen veynd kein ander waffen dann den glau/ hen · Da von ſetzt Athanaſius den pſalmen/ Quicunqʒ vult ſaluus eſſe/ das man alle tag zů pꝛymzeit ſpꝛichet zů der er ſten tagzeyt/ das vnß der leydig ſeynd alle tag nit geſchedigen müge · Der junger fragt/ durch was be grent wir die tertzzeyt. Der meiſter ſpꝛach/ an der dꝛittẽ ſtund ward vnſerm herren die doͤꝛnyn kron vff geſetzt/ vnnd wardt mit ſcharffen růten vnnd geiſlen geſchla⸗ gen · In der ſelbenn ſtund kam der heilig geiſt über die zwoͤlff potten/ da von begeend wir die tertz eit · Der jun er fragt/ nun ſage mir von ſeyt · Der meiſter ſpꝛach/ an her ſechſten ſtund ward vnſer herr Jeſus chꝛiſtus an dz ͤ— FFF creütz genagelt durch vnſer erloͤſung · Der junger fragt Durch was leütet man ʒů none zeit meer zeichen dann zů andern zeiten · Der meiſter ſpꝛach/ durch die groſſen heiligkeit die zů nõ zeit iſt bezeychnet · An ð nünde ſtund verſchied vnſer herr/ vnd ward mit eym ſpere geſtochen durch ſein heilig ſeyten/ dar vß ran blůtt vnnd waſſer/ mit dem wurden wir erlediget/ mit dẽ waſſer ward vns der tauff geweyhet/ an der ſtund was das feürin ſch wert erloſchet das vns das paradyß woͤꝛete/ wann do fůr des ſchechers ſele Ee in das paradyß wann eyn ander ſele ſei ner heiligen · Der meiſter ſpꝛach/ die bücher ſagen das er des ſchechers ſele furt in das Paradyß ee er die hel zer bꝛach/ wann das het er ym gelobt das er des ſelben tags ſolt ſein bey jm in dem Paradyß · Do bꝛach er die hell des ſelben nachts/ do er des moꝛgẽs vff ſtůnd · Der jun ger fragt Durch was thet er das/ das er den ſün der des erſten fůrt in das paradyß · Der meiſter ſpꝛach/ do mit erzeiget er das er durch den ſünder gemartert ward vñ das ſich nyemandt ſeiner gůtthat ſolt berümen/ wann der ſünder als ſchier genad hatt gewunnen als der ge/ recht · Der junger fragt/ Wo von wa rd die Veſper ge ſetzt · Der meiſter ſpꝛach/ Vnder allen tagzeiten ſo be⸗ gangẽ wir die veſper mit dem aller groͤſten fleiß/ durch die groſſe bezeichnũg der groſſen werk die ð heilig Criſt begieng an der ſelben ſtund weiſet er vns ſeinen herligẽ fronleichnam vnnd ſeyn roſenfarbes blůt/ vnnd wůſch ſeinen jungeren ir füß/ jn der ſelben ſtund ward er begra ben/ jn der ſelben ſtund erſcheyn er ſeynẽ zweien jungern Luce vnd Cleophe/ ſie erkanten jun an dem bꝛech en des bꝛots · Der junger fragt/ Durch was ſingen wir die Complet. ſeyd die keyn ſtund hat in dem tag · Der mei ſter ſpꝛach/ Mitt der Complet erfüllen wir was wir in allen tagen verſumpt haben in gots dienſt/ vnd ſollen auch got beuelẽ das er vnß in ſeiner hůt hab an ð ſtund ſo ſich tag vñ nacht ſcheidt/ do bettet der heilig chꝛiſtus als faſt das er blůtigẽ ſchweiß ſchwitzt · jn ð ſeſben ſtund verkündt vns der heilig Chꝛiſtns frid hie vff erdẽ nach ſeiner vꝛſtend do er ſtund vnð ſeinẽ jungern vñ ſpꝛach Nas vobis · Der junger fragt/ du haſt mir geſagt von em tag/ nun ſag mir von der mettyn zeyt · Der meiſter ſpꝛach/ wie moͤcht die ſelbige ſtund ymmer heiliger ſein geweſen/ in der ſelben ſtund bꝛach vnſer herr die hell vñ nam dar vß ſein fründ · jn der ſelbẽ ſtund vergab vnſer her ſant Peter ſein ſchuld · Bald nach der mettyn/ ſo ſin gen wir die Laudes mettyn/ das bezeichnet vnſers her ren vꝛſtend · 8 Der iũger fragt durch was ſingen wi zů Veſper vnd zů Laudes Mettyn die zwen pſalm Magnificat vnnd Benedictus/ die vß dem heiligen ewangelio genummen ſind · Der meiſter ſpꝛach/ die andern tagzeit ſynt in ſybẽ teil geteilt · jn das angenge jn die antiphen jn das capitel · jn die reſpõs · in die verß/ vnnd in die collect · Die ſyben teil die bezeich⸗ nent die arbeit die wir leiden in diſer welt/ das ſoll ſich verandern mit der zal der ſybẽ tag in der wochen/ ſo ſin gen wir das acht teil zů der Veſper vñ zů Laudes Met tyn · do mit beteüten wir die wunne die wir hernach ſol len haben in dem gottes reich · i Derr iunger fragt Warumb ſingt man die mettyn ʒů Oſtern by dẽ tag · Der meiſter ſpꝛach/ Durch groſſe bezeychnung do gott ſein volck hie voꝛ wolt ledigen auß Egypten land do gebot 100 al a doe wil F f ir ab b hi U 0 10 f J Mile 1 10 0 fin fil hüt nit 88 u da 5 0 mißthõ hab es ſey võ hoffart od von vnküſch/ darnach er den juden das ſy ein lam̃ ſchnuten vnd yeglicher ſyn über thür zeichnet mit des lambs blůt · Des ſelbẽ nach tes do ſant vnſer herr ein engell mitt einem ſchwert/ an woͤlchem hauß er des blůts nit fand/ do erſchlůg er das aller erſt geboꝛen vnder dẽ menſchen vnd vnder dẽ vihe do er ſchlagen begund an des künigs ſůnn Antiſteß/ an woͤlchem überthür er das klůt fand do thet er keinẽ ſcha den/ alſo wurden von erſten die oſteln geſetzt Das lam̃ bezeichnet vnſerẽ herrẽ Jeſum chꝛiſtũ/ das mã die zwey über thür zeichntt/ das Fedeüt dz vnſer leib vñ vnſer ſel werdẽt betzeichnet mit ð fron marter des ſelben nachts als jn gebottẽ ward do kamẽ die judẽ nit auß ð herberg/ vñ wurden die zů Egyptẽ all erſchlagẽ/ die erſt geboꝛnẽ das bedeůt das vnſer herr des nachts die helle zerbꝛach vnd den teüffel überwand/ vñ ſyn frůnd erledigt/ des ſel ben nachtes do die leüt erſchlagen wurden do ward das Iſraheliſch volck erlediget/ vñ fůꝛen durch das rod moͤꝛ vñ lobten do erſt dẽ waren gott der ſy mit ſyner krafft er ledi get het · Da võ ſpꝛicht ſanctus Jeronymus wir ſollẽ an ð nacht kein vngemach habẽ· Da mit ſoͤllẽ wir vns ſcheidẽ von dẽ feündẽ vñ von ſynẽ huldẽ die des nachts kein genad habent/ des moꝛgẽs ſoͤllen wir mit dẽ Iſra/ heliſchen volck froͤlichen vnſeren herrẽ loben/ da mit be deüten wir das wir die ſein die mit plůt erloͤſet ſynd vñ mit ſyner marter · Der jũger fragt/ durch wz ſpꝛicht mã dz fron gebet zů mettyn voꝛ ð letzen · Der meiſter ſpꝛach durch dz das wir bebaltẽ das gotzs woꝛt das vns ð lerer voꝛ ſagt/ dar nach ſch ꝛeipt ð lerer vnnd ſpꝛicht/ Jube do mine benedicere das bedeũt das nyman on oꝛlaub pꝛedi g0n ſoll· So er die letzen enden wil ſo ſpꝛicht er Tu autẽ omine da mit begeret er genaden was er jn dẽ pꝛedigẽ 8 * * 2 n ſpꝛechenn wir Des gracias/ da mit ſagenn wir gott ge nad das er des gerůch/ das er ſyn woꝛt ſant die reſponß ſingẽ wir darnach/ da mit deütẽ wir das wir die gottes woꝛt erfüllen ſollen mit den gůten wercken/ dẽ verß den wir ſingẽ jn den reſpons/ das hedeütet das wir alles vn ſer leben richtẽ ſollen als vnß die gůten lerer lernẽt/ wañ der verß hedeüt die güͤren lerer · Der iũger raget. was bedeij ten die glocken · Der meiſter ſpꝛach/ als wir der glocken pflegẽ alſo pflagẽ ſy der hoͤꝛhoꝛn jn ð alten Ee vnd bezeichnẽt die lerer Jericho ward mit einẽ hoͤꝛhoꝛn gewunnẽ das die maur der burg nider fiel/ alſd ſol die welt überwundẽ werden mit de gottes woꝛtẽ die dye pꝛe diger ſpꝛechẽt · Der junger fragt/ nun ſag mir von dem kirchgewand was z bedeüt · Der meiſter ſpꝛach/ dz die biſchoff pflagẽt jn der altẽ ee/ dʒ was alles geferpt nach den vier elementẽ/ vnd was geſchaffen mit mengẽ wun dern die wir nun ſehen an dem hymel/ vnd voꝛnẽ an de ende was ein güldin blech /dar an was geſchꝛibẽ ein na/ me vnſers herrẽ den nyemandt erkennẽ mocht/ dar mit was er bedeütẽ das er warer ſchoͤpffer iſt des hym̃els vñ der erdẽ vnd allen creaturẽ/ das gewand das wir pflegẽ in der newẽ ee/ das bedeüt vnſern herren Jeſum Criſtũ vnd die heiligen criſtenheit. Der junger fragt · Was be deüt dz numeral · Der meiſter ſpꝛach/ Johãnes ſchꝛeipt in Apocalipſi /das er ſahe einen groſſen ſtarcken engell von hyſnel ſtey gẽ der was gewapnet mit einem weyſſen gewülcken · Der engell bezeich net vnſern herren/ das wyß gewülcke bedeüt ſanctam Mariam ſyn liebe můß ter/ die jn maget weſen gebar · Wan ð pꝛieſter das nume ral vff das haupt leget/ ſo ſol er gedẽdelen wie got durch 9 5 0 vnß geboꝛẽ ward vnd bezeichnet auch das vnßer her die gotheit decket mit der menſcheyt · Der junger fragt/ was bedeüt die albe · Der melſter ſpꝛach/ Jeronymus heißt die albe Ephet/ der alben der ſy pflagẽ in der altẽ ee die warẽ gewircket auß har das bedüt das gewand da mitt Adam was verfallen do er auß dẽ Paradyß verſtoſſen ward · Vnßer albẽ ſynd luter vñ ſchlecht das bezeichnet das wir luter ſollen weſen/ die lappe bezeichnet die lerer Das man den lappen hefftet über dẽ nack/ das hedütt das der heilig Criſt võ hymel kam/ da võ wen ſich der Buelaer mißhaltet das man jn entſetzet ſo bꝛicht mã jm ie lappen ab/ das bedüt das ſyn leben ſo gethõ iſt das er des nit wirdig iſt das er ſich gottes lere vnderwinde ſol/ der gürtel bezeichnet die ſtaͤttẽ küſche da ſich die got tes dienſtleüt mit; wingẽ ſollen · Der junger fragt/ was bedüt die ſtole vnd das ſy an den zweyen enden voꝛ den ꝛieſter nider hangt · Der meiſter ſpꝛach/ die ſtoll heiſſet mißſton das bedüt ſendung/ das hat zwo bedeütung die ein bedeütet die gehoꝛſamkeit die der heilig Criſtus ley ſtet ſynẽ vatter do er jn yn die welt ſendet · Das jn vff dẽ nack wirt gelegt/ da mit werdẽ wir ermanet das gott ſel/ ber das crütz trůge do er die marter wolt lyden/ dz jn bey den halben teilen nider hanget das bezeichnet das er võ den juden vñ von dẽ heyden die criſten geſamelt hat/ vñ bezeichnet das er võ dem gebot des vatters vnd mit dem rat des heiligẽ geiſtes die menſcheit vnd die marter an ſich nam · Die zwo faſen die ſy an jn tragen an der ſtolẽ das hedeüt das ſy zwey leben ſoͤllen richtẽ/ dz iſt geiſtlich vnd weltlich/ die ſelben faſen bezeichnen auch das ſy ge/ walt haben zů bindẽ vñ zů entbindẽ · Die faſen der ſto/ len bezeichnen die volen dung gůter werck die ſy tragen ſollẽ · Der junget fragt/ wz bedüt die caſula · Der meiſter * A N Ne * 3 2 1 PP AU:. ——— ſpꝛachxd le caſula bedũůt die heiligen die voꝛ Criſtus geß purt waren · er iunger fragt. was ſpꝛich⸗ 5 eſt du von de die on ernſt vnd mit ſpot ſteent hin der der meß. Der meiſter ſpꝛach/ Iheronymus ſpꝛicht woͤlch meuſchen vnwirdiglich meß hoͤꝛẽ die ſind genoſ ſen der die gottes ſßotten do er an dem krütz hing vnnd 5 noch mer/ wan ſie wiſſen das ſyes meiden ſollen es wyſten die judẽ nitt · Der jũger fragt/ durch was ent decken wir die altar die die trey tag/ grün doꝛnſtag/ karf frytag vñ oſter abet Der meiſter ſpꝛach/ durch das wir dar mit ermanet werden der groſſen ſchand die Criſtus leid durch vnßern willen dz er zwiſchẽ die ſchecher ward erhangẽ das man de alter mit wyn vnd mit waſſer des tages wãſchet das bedüt das vß vnßers herrẽ ſeitẽ blůt vnd waſſer ran · Der junger fragt/ was bedeũt das wir die tag ty ſo ſtil ſingẽ vnd on anfang vnd on end ſpꝛe chen · der meiſter ſpꝛach dz wir die tag tzyt alſo ſtil ſingẽ do mit bedeüten wir das ſich die ʒwoͤlff pottẽ alſo foꝛch ten das yr keiner gedoꝛſt ſpꝛechẽ das er jn ye erkeñct hett Das aber wir die tag begeent das iſt ein anfang vnnd ein end aller gůter werck · Der jun ger fraget/ ſo wir die tag tzyt ſo ſtil ſingen/ woꝛ vmb ſingẽ wir die mettin zit ſo lut Der meiſter ſpꝛach/ jn der mettin bedütẽ wir das die heiligen weiſſagen ſchyr wurdẽ erſchlagen an dẽ tag tzytẽ bedütẽ wir vnßern herren ð wart gemartert ſchwi/ gent als ein lam̃ Der jũger fragt/ war vm̃ ward vnßer Herr gemartert zn dem ſeehſten tag · Der meiſter ſpꝛach der aller erſt menſch ward geſchaffen an dem ſechſtẽ tag vnnd an dem tag viel er auch/ vnd ward das recht das er auch an dem ſelhen tag erlediget würde · e 0 nt t 5 fe rt un U ii. e ff 10 cle n per ek ale Na 10 be fat 5 lt ae E i 1 un fi nns, Er iunger fragt. durch was 0 ſungt man die meß an dem karfreytag · Der mei ſter ſpꝛach/ da mit bedeütẽ wir die groſſe vnfreid die wir dar vmb haben ſollen/ das es von vnſern fündẽ kompt das Criſtus gemarter ward · Der junger fragt/ warum̃ weyhent die pꝛiſter des tags die hoſtiẽ nit · Der meiſter ſpꝛach/ ſie bedürffẽ ſie des ſehßigen tags nit wey hen/ wann Criſtus ward des ſelbẽ tags geopffert ſynem vatter an das creütz vnd betten wir des ſel ben tags nitt biß none · do bedeüten wir das die gottes fründ nitt be⸗ dürfftẽ zů dem creütz kom̃en biß nach der non do vuſer herr verſchied/ vnd die feynd all vergiengen · do giengẽ die · xij potten vnd Joſeph võ aller erſt zů dẽ creütz · Der junger fragt/ was bedeüt das creütz · Der meiſter ſpꝛach ie vier eck an dẽ 7 bezeichnent den glaubẽ vnd die zůuerſiecht/ vnnd die ware lieb der volendung gů/ ter werck Auch bezeichnent die zwey eck das er hymmel vnd erde geziert hatt/ vnd die zwen arm das er all ding mit ſeinem gewalt vmbfangen hatt vnnd beſchloſſen · Der jnnget fragt/ was bedeüt das vnſer herr trincken hieſch/ vnnd es jm bꝛacht ward/ vnd das er nit trincken wolt · Der meiſter ſpꝛach · das bedeüt dz in die judẽ gern erfert hettẽ/ do warnet er ſie mit vntreüen das er ſie alſo verwarff · Der junger ftagt/ was bedeüt das wir des ſel ben tags gemeynlich bittẽ für die criſtenheit · Der meiſt er ſpꝛach/ do batt vnſer herr für alle die/ die do geneſẽ ſol ten · Der junger fragt · was bedeüt das/ das wir des ſelbẽ tags zů yeglichem bettẽ knüwẽ/ vñ ſo man für die judẽ bittet/ ſo knůwt mã nit · Der meiſler ſpꝛach · dar bey gedẽ ken wir yr vntrüw/ dz ſie vnſers herrẽ vᷣſpottetẽt mit irẽ knũüen an dẽ heiligẽ creütz · Der jũger fragt/ was bedeütẽ 1—— Die antiphone die wir des tags ſingen gegen dem creütz Der meiſter ſpꝛach/ ſie bedeütẽ die ſpꝛochen hebꝛeiſch kriechiſch/ vnd latiniſch · wan die waren die erſten die jn erkantẽ die ſelb red bedeütet der bꝛieff der do geſchꝛiben ward über das fron creütz/ das bedeüt dz vnſer her ſein 9 5 voꝛ den juden verbarg vñ ſie den heiden ertzoͤigt er vmbgang ð in der faſten hangt der bedeüt die mur die vns das paradeß verſperret hat/ ſo wir in nið fallen laſſen/ das bedeüt dz vns das ſelbig ſchwert vñ die mu/ ten verſchloſſen wardt võ der fron matter · Auch bedeüt der ſelbig vmbhang das dẽ judẽ alles das bedeckt was das in der altẽ ee geſchꝛibẽ was vnſers herrẽ fronlichnã das an dem grüen doꝛnſtag geweihet ward/ dz nympt man des ſelben freytags/ do von ward gemacht jn der criſtenheit/ das mã des ſelben tags kein hoſtien weyhet das wir vns in all weiß frembdẽt gegen den die den hei ligẽ Criſtum des tags opffertẽt jn fel ber zů der verdam nüß des ſelben. tags ſo wir auch vnſers herren fronleich nã nemẽ/ ſo enſingẽ noch enleſẽ wir nichtz do mit bedei tẽ wir dz fron marter voꝛ jm ſol rüffen hyn zů gott diß Oe iũger fragt Nun haſtdu * mich vnderwißen võ des heiligen ampts des kar freytages · Jũ ſoltu mich vnderweiſen des heiligẽ amp tes das wir begeen an dẽ Oſter abẽt · Der meiſter ſpꝛach der tag heißt nemlich der heilig ſamſtag/ wan an de ſel ben tag endet ſich die vnfreüd/ vñ kumpt die freüd/ das iſt das ampt voꝛ dem tauff/ von der marter/ vnd võ vn ſers herten bildung/ nach dem tauff iſt es alles võ der vꝛ tend die letzen die mã des ſelben tags lißt voꝛ dẽ tauff die ſint vß der alten ee/ das bedcüt das die altt ee ein end nam an dem tauff Der jũger fragt/ do vnſer her Jeſus de tauff an ſich nam an dem freytag/ ſo wer auch hillich N das wir den tauff des ſelbigẽ tags N e mei ſter ſpꝛach · Vnſer liber herr bedoꝛfſt keins tauffs nit wã 1 das er vns ein bildnüß gab das er vns den tauff welhet 5 durch das ſant Johannes den tauff an ſich nam jn dem g joꝛdan do er Chꝛiſtũ tauffet · durch das begeen wir Epi f e dem tauff die wir zů Oſtern begangen er iſt vnſers herren Jeſu Chꝛiſti/ der bꝛingt vns dẽ ab laß mit der gaben des heiligẽ geyſts/ den tauff begaͤt die heilig criſtenheit gemeinglich · Der junger fragt/ Was bdbeedeüt der oſterſtock den man des ſeſten tags weihet. Der meiſter ſpꝛach/ der oſterſtock bezeichnet vnſern her ren Jeſum Chꝛiſtum/ als man ſie entzündet/ ſo kündet 4 man die heiligen vꝛſtend/ ſo man den weirauch dar yn 1 ſtecket/ dz die frawen mit jren ſalben vnſern herren ſůch ten bey dem grab do er innen lebendig erſcheyn · der gef fee den mã ob dem ſtock ſingt/ der bedeüt den groſſent bob den die ſeligen ſingent die got von der hellen erloͤßt Der junger fragt/ Was bedeůt das das man den ſtock voꝛ den kindenn in den tauff ſtoßt · Der meiſter ſpꝛach/ dz liecht an dem ſtock bedeüt die krafft des heiligẽ geiſts durch das ſtoßt man den ſtock in den tauff ee man ſie eu tzündt das bedeüt das nym̃er kein menſch entpfahet die 7 des heiligen geiſts/ er wer dañ voꝛ gereyniget mit em tauff · Der junger fragt/ was bedeüt der tauff Der meiſter ſpꝛach/ der tauff bedeütt Jeſum Chꝛiſtũ/ durch das ſtoßt man den menſchen in den tauff das er ð welt ſterb/ vnnd durch das zeichet man jñ her vß das er mitt gert erſtand · Der junger fragt/ Wie kumpt das dz vns er tauff nit alſo wol erledigt von des leibs tod als von der ſelen tod · Der meiſter ſpꝛach/ mit vnſern ſünden het ten wir verdienet zwen tod des leibs vnd auch N ö e eee n Rr auch ſoꝛg dar zů hetten/ vnd das wir zůuerſicht haben hernach am jünſten tag/ ſo wir mit leyb vnd ſeel erſtend Der junger fragt/ Wenn woꝛden die zwoͤlfpotten ge taufft· Der meiſter ſpꝛach/ Wir leſen nit das die · xij · bot ten getaufft wurden von vnſerm herren/ auch bedurfftẽ ſie des tauffs nit/ wañ alle die criſtenheit die jn dẽ glau/ ben die zeit waren do vnſer her am creütz hieng die wur den getaufft mu ſeinem blůt vnnd mit dem waſſer das vß ſeiner ſeiten floß durch das leſen wir das ſant Pau/ lus ſeydt her ward getaufft/ wañ er in der criſtenheit nit en was · Auch leſen wir von den kyndlin das die all vn getaufft waren/ das en was nit/ wann ſie wurden alle in yꝛem eygenem blůt getaufft · Er iunger fragt. Bas ſagſt du vonn dem opffer das wir in der meſs thůnd · Der meiſter ſpꝛach/ Der opffer ſint zwey · das ein voll hꝛingt er für alle criſtenheit/ das iſt das fron opffer vñ bezeichnet Jeſum Chꝛiſtum · das ander volbꝛingt eyn veglichs criſten menſch für ſich ſel ber · vnd wenn wir zů der meſſen opffern/ ſo nach bilden wir Marie magdale⸗ ne/ die vnſern lieben herren ſalbt do er zů ſeiner marter vnd leiden gieng · Der junger fragt/ lun ſpꝛechenn et lich es ſey beſſer das mã armen důrfftigen geb dan das man es den pꝛieſtern opffer Der meiſter ſpꝛach Die dz ſpꝛechen die ſint dem boͤſen Judas gleich die do ſpꝛechẽ es wer beſſer het Maria magdalena die ſalbẽ verkaufft vm̃ dꝛey hundert pfennig/ vnd het das armen dürfftigẽ 5 75 wen das ſie gar vergoſſen hett vff vnſers herren aupt. Der iunger fragt/ Wen wit die almůſen geben/ ſo geben wir ſie in gottes namẽ/ welch mag dan got lie do erloßt vns gott von dem tod der ſelen/ vnd das wir IIA 05 f ſict We fe 11 i ber ſeyn vn der dem almůſen/ oð vnder dem opffer · Der meiſter ſpꝛach/ Ein yeglich ding hat ſein eygen ſatzũg/ wer dañ eins mit dem andern verſetzt der verſündt ſich ſelbs damit dz merck da bey/ wie wol du eſſens vñ trinc kens bedarffeſt/ wer dir dã eſſen für dz trinckt gibt/ ð hat dich nit bewert an beyden · doch iſt dir gebꝛoſten · Alſo iſt das auch vmb das opffer vnd vmb dz almůſen · der das opffer gibt/ ð hatt lon gegen got · ð das almůſen gibt der gewynt auch freüd in dem ewigen reich · der die aber beid thůd/ der hat deſter meer gnad gegen gott · 10 Er iũger fragt. Durch was erſtůnd vñſer herr an dem dꝛitten tag · Der mey ſter ſpꝛach/ Do mitt bezeichnet er das er ſein fründ erle⸗ digt die in der zeit waren in der alten Ee · Der junger fragt/ Durch was erſtůnd er jn der nacht · Der meiſter ſpꝛach/ Das er vns damit warnet das wir ſoꝛg habẽ zů der jun ſten vꝛſtent/ wan als vil ym wiſſen was in wel cher wil er erſtůnd in der nacht alſo vil mag yemãd wiſ ſen jn woͤlcher weil er an dem jüngſten tag kom̃en woͤll Der junger fragt/ Durch was erſtůnd er mit dem erbi f dẽ · Der meiſter ſpꝛach/ Das er do mit erzeigt wie ſtrẽg er am jün ſten tag kom̃en will · Der junger fragt/ Do vnſer hert erſtůnd an dem ſamſtag/ durch was begeen wir dann ſein vꝛſtend am ſuntag · Der meiſter ſpꝛach/ Die tag heiſſent in der alten Ee ſamſtag/ do feüren die leüt den ſybendẽ tag ſuntag · Der junger fragt/ Durch N was heiſſen wir den ſybenden tag ſuntag · Der meyſter 4 ſpꝛach/ Die ſuñ bedeüt vn ſern herren Jeſum Chꝛiſtum 1 durch das heiſſen wir den tag nach der ſunnen/ wañ in gott ſelber weyhet do— aller erſt die welt beſchůff do feyꝛt er dẽ ſunnẽ tag · des ſuntags was das 2 ch E ij Wes * 7 3— volck erledigt vß Egipten land · des ſunntags ward vn . 8— — ö ſer herr geh oꝛen · des ſunntags kamen die heiligen dꝛey kůnig mit irem opffer des ſunntags machrt er das waſ ſer zů wein · des ſunntags verfůͤcht in der teüfel des ſun tags erquickt er Lazarum von dem tod · des ſunnta gs kam er yn geritten zů Jheruſalem mit den palmen · des ſunntags erſtůnd er von dem tod ˖ des ſunntags kam der heilig geyſt zů einen jungeren · des ſunntags ward ſaut Johannes gefůrt in den hym̃el/ do ſahe er das er ge ſchꝛiben hat in Apocalipſi · des dee ſollen wir alle erſteen mit leib vnd mit ſele an dem jůnſten tag · Der iger fragt Burch was ſegnet man das weywaſſer an dem ſuntag · Der meiſter ſpꝛach/ Durch das wir vns bewaren voꝛ den boͤ ſen geiſt/ vnnd das wir vns da mit beſpꝛengen in der ere gottes leyden/ vnnd da mit nympt es vns die täglichen ſünd ab die wir in der wochen begeen · Der junger fragt durch was ward die creütz woch vff geſetzt · Der meiſter ſpꝛach/ Die ſetzt ſant Gꝛegoꝛius für den gehen tod/ des ſelben tod ſtarb ein Bapſt zů Rom der hieß Pelagius vnd bey hundert menſchen voꝛ dem moͤntag/ vnd ward der ſelbig creützgãg beſtetiget für alle nott der criſtẽheit Der junger fragt/ Durch was ſtoͤnt die heiligen tag ſo vngleich Iſtern vnnd Pfingſten · Der meiſter ſpꝛach/ Sie komment nymmer vngleich/ wan wie ſich das jar verwandlet/ alſo verwandlẽt ſich die monat nit da von legen wir die oſtern nacht den monaten mit yn quindeci ma das ſpꝛicht an dem · xv · tag des monatz/ do ward vn ſer herr gemarteret · Alſo begeen wir auch die Oſtern alle jar/ wann begien gen wir die Oſtern nit nach den mona den ſo kemen vns die oſtern als bald an dem ſreytag als an dem ſunntag · Der junger fragt/ Jun ſag mir wie es vmb die todten nach dem toͤd ſol ergoͤn · Der meiſter ſpꝛach · Als der bꝛüdigan kompt mit eyner menig ſeiner ritter ſo er ſein bꝛut entpfag/ vnd mitt geſang fůr leütet alſo thůt man mitt den reichen an jren jünſten zeitẽ der engel der ſein hüter iſt/ der kommet mit groſſem lobli⸗ chem geſang vnnd mit gůtem geſchmack/ vnnd fůrt ſie in die pfaltz des geiſtlichen paradyſso Der junge ſragt Iſt das ſelb paradyſs ein ſtatt die man begriffen mag⸗ oder wo iſt es · Der meiſter ſpꝛach/ Es iſt kein ſtatt die man mag begriffen es iſt geiſtliche heymůt der ſelẽ die des weyßtumb haben gemacht von angang do die got heit die ſele ſetzt võ antlütz ʒů antlütz · Der junger fragt Werden die ſelbigen ſelen darynn gefürt · 2— meiſter ſpꝛach/ Die gar gůt ſind/ vnd an der gůtheit volbꝛacht haben/ ſo ſie ſterßen/ werden ſie dar in gefůrt · Der jun ger fragt/ Woͤlches ſint die do volbꝛacht haben jr gůtẽ werck · Der meiſter ſpꝛach/ Die nit an den gebotten go res gnůg woͤllen haben/ vnnd die meer woͤllen thůn den iñ gott gebotten hat als die heyligen martrer/ vnnd die ſeligen münich vnnd die junfrawen die mitt ir marter vnd mit ir junckfroͤlicheit jrer reynigkeit der welt wider ſagt haben/ das ſint die gots gebott/ wann es iſt 5 ratt die den begent die bez eichent ſein reich mit erbꝛechte da geſchꝛiben ſtatt Cum dederit dilectis ſuis ſomnum das iſt ſo das ſein liebẽ entſchlaffent/ ſo gibt er jn ir erb⸗ Der junger fragt/ Woͤlches ſint die gerechten · Der met ſter ſpꝛach/ Die gottes gebott erfüllent/ ſo ſie von ð welt ſcheident/ ſo fürent ſie die engell in das jrdiſch paradyß oder in ein ſundꝛe freüd die jn got hat geſchaffen · Es iſt auch ein geſchlecht leüt der gerechtẽ die do nit volbracht int an der gůtthat/ als eitlich leüt leben mitt eynander f iij 5 1 e die doch alle zů gnad kom̃en/ vnd werden an de jüngſte tag erledigt · Soͤlich leüt die erwolt ſint/ vñ doch das ſie jr ſünd nit gar ab geweſchen haben ſo ſie ſterben/ ſo ver heugen ſie gottes engel das ſie die teůfel dar fürẽ das ſie werden gepeyuiget vnd jn nit mer getůüren gethůn/ dañ ſie verdient haben als ſie die engel heiſſent · Der junger fragt/ Wo mit werden die erlediget · Der meiſter 52 it meß frümmes vñ mit almůſen geben/ ob es die le bendig en thůnd es ſy mit den ſybenden/ etlich an den dꝛeyſſigſton/ etlich die das jarzeit begoͤn · Er iunger fragt. warumbbe geet man die dꝛey tag das iſt dẽ ſybendẽ/ den dꝛeyſ ſigſten/ vñ den jartag meer dañ die ander zeit · Der mey ſter ſpꝛach/ Die ſele hatt dꝛey begird/ ſo iſt der ſeyb von den vier elementẽ geſchaffen · ſo hegeet man den ſybendẽ dar vmb/ was die ſele gethõ hat mit dꝛeyẽ dingẽ/ vñ der leib mit den vier dingen · jn den ſyben tagen der wochen wider die ſyben gnaden des heiligen geyſts das es gott vergeſſe das jar zeit begoͤt man darum̃ das die ſunn vol bꝛingt iren laufß/ die bezeichnet gottes ſůn · ſo bedeüt der mon die criſtenheit/ ſo bezeichnent die e monat die zwoͤlffbottẽ/ ſo begeet man das jarzeit/ was d menſch wi der die ware ſuñ vnd wider der mon ð die criſten heit be deütet/ vñ wider die zwoͤlff monat die die zwoͤlffbottẽ be deüten gethon hat das es got vergeſſe · Ser junger fragt Was feürß iſt das do die ſelen jn werdent Jie meiſter ſpꝛach/ Den gůten iſt er ein erleuterung in diſer welt/ die arbeit die in die übeln machen von gewalt · et lich iſt er eyn erbitterung faſten vnnd wachen · Ettlich das ſie ir fründ verlürẽ oder ſiechtagẽ haben/ oder nach kend tag/ uach dem tod iſt groſſe hitz vnnd feür · ſolliche heynigung iſt der mynſten peyn groͤſſer dann alle mar 8 ter die man in der welt erdencken ann/ die weyl ſie in dẽ ſeür ſiut/ ſo erſcheynen jnn ettwan die en gel oder die hei ligen ynn der ere ſte ettwas gethon haben/ vnnd troͤſten 95 mitt gůten lüſtigen oder mitt gůtem geſchmack biſs as ſie zů gottes genaden kommẽt · Der junger fragt/ Wie vil ſelen komen gon hymmel · Ser meiſter ſpꝛach/ Als menig engell do dleybẽ do die añ dern gefiel · Der junger ſpꝛach/ Nun haſtu mir gnüg geſagt von diſenn ingen/ Nun ſag mir wie es vm̃ die üblen menſchen gee ſo ſie erſterben · Der meyſter ſpꝛach/ So ſie erſterben/ ſo kompt der teüffel mitt einer groſſen ſchar gar greüwlich vnnd uemmẽt dann die ſel mitt grymmen/ vnnd füren ſie dann in die hell g Er iunger fragt. Bas iſt die hell/ oder wo iſt ſie. Der meyſter ſpꝛach/ Es ſynt zwo hellen · Die ein heißt die ober hell/ die ander die vn der hell. Die oͤber hel iſt diße welt die mit meniger weiß iſt/ wann hie iſt hitz vnd froſt hunger vnd durſt/ foꝛcht vnnd ſchmacheyt· Da von ſpꝛicht Dauid · E duc de car cere Aaron. der ſpꝛicht/ Erledige meyn ſeall vonn dem tercker der in der hell en iſt · An der ſtatt iſt ſoͤllichs feür das nymmer erloͤſcht/ das iſt vnder der erden/ wan als man die todten begrebt mitt der erden/ alſo begrebt mã die ſeel in der hellẽ mit dem feür · als es ſpꝛicht von dem reichen man/ Er iſt begraben in der hellen do neün wy ſen ynnen ſint on ander wyſen · Der junger fragt/ Woͤl che weyſen ſynt das · Der meyſter ſpꝛach/ Die erſte iſt das feür das do entzindet würt flüge dz moͤꝛe das jn es moͤcht nit erloͤſchẽ/ die hitz iſtals groß gegẽ vnſerm feür als vnſer feür gegen eynem gemalten feůr an ayner mu —— p ren das do ſcheynt vnd doch nit bꝛint · Die ander weiße iſt groſſer froſt der einen feüryn berg dar ynn würff/ er můſt ʒů yß werden/ in den ſelben weyſen iſt wein en vnd grißgrãmen der zeen · In der dꝛitten weyſen ſint würm die nymmer erſterben die ſchlangen vnnd die dꝛachen leben in dem feür als der viſch in dem waſſer · Die vier de iſt ſo ſtarck das dem nyemant maſſe mag geben Die fünfft ſint die gneiſter die von dem ſchwebel farenn als von den ſchmiden die das eyſen machẽ · Des ſechßt ſint groſſe vinſternüſs die mag man griffen · Die ſybend iſt die ſchand der ſünden/ wann alle ding die ſünde offen bart/ do mag ſich nyeman verbergen · Die achte 5 eyn greü wlichs geſiecht der teüffell vnnd der dꝛachen denn i das feür zů dem mund vß fart/ vnnd ein erbermklicher růff der weinenden müͤnder der glider all mit feürẽ ban N den gebunden ſinnt · ¶ Der junger ſpꝛach/ Ach das der 17 menſch ye geboꝛen ward der ſo groſſe nott leyden můſs · N Der meiſter ſpꝛach/ Laß dyn weynen ſein/ der teüffel vñ ſeine leütt leyden die ſelbige weyſe· Der junger fraget/ Woͤlche ſeint die leüt · Der meiſter ſpꝛach/ Die übermů tigenn/ die vnkeüſchen die vngetreü wen/ die über eſſer/ f übdertrincker/ manſchleger/ leũgener/ diep/ moͤꝛder/ mey/ neidig/ ſchelter/ geytiger hůrer/ die dar an geſunden wer den die faren zů der hellen/ vnnd komment nym̃er meer dar vß · Der junger fragt Moͤgen die gůten die hoͤſen eſehen in der hellen · Der meꝛſter ſpꝛach/ Die gůten ſef Hen die boͤſen in der helle/ darũb das ir freüd deſter groͤſ ſer iſt das ſie nitt bey jnn ſint die boͤſen ſehend die gůten 1 an dẽ jüngſten tag in ir freüd/ das jnn deſter wyꝛſer ſey ö das ſie nitt by jnn ſint/ vñ nach dem jüngſten tag ſo ſeſ hen die gůten die boͤſen in jrem weſen/ vnnd ſehen die b ſen die gůten nymmer · Der junger fragt/ Bitten die gů , ,,, 2 —— — 3 r ſen/ vnnd erkent auch ten für die boͤſen · Der meyſter ſpꝛach/ Neyn wann ber tent ſie für die verdampten ſo thetent ſie wider got/ dañ ſie woͤllen nit dann als gott will Der junger fraget/ 3 woͤllcher hellen warẽ die gůten voꝛ Chꝛiſtus geburt et meyſter antwurt vnd ſpꝛach/ In deroͤb ern hellen en eyner ſtatt die da nahent was bey der nydern hellen/ o die gůten vnnd die boͤſen an ee ſehen · Der junger fragt Was weyſen hetten dle gůten · Der mey/ ſter ſpꝛach/ Sie hetten toͤ dliche vinſternůß · Der jũger fragt Erkanten ſich die fel bẽ durch eynander von dem namen oder von dem geſchlecht als ſie hie mitt jñ geweß ſen ſynt · Der meiſter ſpꝛach/ Die boͤſen etkenten die ba die gůten die ſie ſehen/ vnnd iren namen wiſſent alle als der reich man vnnd Abꝛaham vnnd Lazarus · Der junger fragt/ Bitte die ſelen für die lebendigen leüt · Der meiſter ſpꝛach/ Die gůten bit ten für die gerechten das ſie erloͤßt moͤgen werdenn von der verſů Hung dle welt · Gunner fragt. Wie bitten die ſelen. Ser meiſter antwurt vnnd ſpꝛach/ Ir begird iſt yr gebett/ was ſie begerenn das geſchicht von ſtund an/ wann was gott gethon hatt/ das bitten ſtean ders nitt. Der junger fragt/ Haben die gůtẽ auch vol freüd · Der meiſter ſpꝛach/ Anders nitt dann gleych ale wir werden geladen zů eyner würtſchafft ſo ſynt wir fro wenn aber der leychnam wider zů der ſelenn kom t/ ſo haben ſie volle freüd Der junger fraget/ Woͤllches iſt vnnſers herren huß · Der meyſter ſpꝛach Gottes ange ſiecht iſt der gůten ſelen huß dar jnn ſie freüd habenn · Der junger fraget/ Sehen die ſeien was man hie thůt · 22 9* 3* Der meyſter ſpꝛack/ Die gůten wiſſe alles das man hie thůt · Der junger fraget/ Moͤgen die ſelenn erſcheynen wem ſie woͤllen · Der meiſter ſpꝛach/ Die gůten ſelen er ſcheynen wem ſie woͤllen/ ſie ſchlaffen oder wachen · die ſe len die in den peynen ſint erſcheynen nymmer/ wann ſo ſie die engell laſſent oder erloͤßt werden/ das ſie yr freüd iren lieben eee Die aber in der rechten hellen ſyut moͤgen nyen ket das ſie yemand erſcheynen wachend oder ſchlaffend d erſcheynen/ ſo dan yemand dune/ das ſynt ſie nit/ der teüffel betrügt die leüt in yr bild das er ſie verleyte · So aber yemand warlich erſcheynet/ das kompt von ettlicher heyligenn gebett wegen · Als ſancto Martino des ſchachers ſeell erſcheynn · Oder geſchicht auch durch ettlich manung/ als ſancto Benedieto eyn ſelt erſcheyn die hett ein haupt vnnd eyn ſchwanntz als eyn eſell/ do mitt er zeyget ſie ſich/ alſo das man ſie tag vnnd nacht züg durch das feür/ vnd ſie nach dem jüng ſten tag werffen ſolt in die hitz der fynſtern hellen · Der junger fraget/ Wo von kommen die troͤm · Der mei⸗ ſter ſpꝛach/ Ettwann kommen ſie von gott durch ettli che künfftige ding/ als Joſeph getraümet/ das er ſeyner bꝛüder herr ſolt werdenn · Auch warnent ſy ettwann die leüt/ als Joſeph getraümpt das er mitt vnſerm herren och in Egypten landt · Ettwan kommen ſie von dem cüffel ſo er ettwas gůts wenden will. Als er riete den weyb Pilato in dem ſchlaff das mann Jeſum vnſern herren ſolt laſſen geen · Auch getraümpt etwann den lei den domit ſie des tags vmb geen · Von dem Endeiſt · 4 9 — 4 2 7 0 2 N e e e. 8 1 1 2 Ans 2 e . 77 K 7 bee, 9 5 3 2 2 5— e 2 2 Der iũger fraget. Leber mei ſter jch bette dich gern das du mir ſageſt von dẽ Endteriſt · Der meiſter ſpꝛach/ Der Endteriſt würt geboꝛen in der merern Babylonien von eynem boͤſenn weib/ vnnd wůrt in ſeyner můter leyb erfüllet mitt dem teůffell mitt leyb vnnd ſeell/ er würt ſich mit zauberey er zeigen/ vnd macht ym all die welt vnderthan/ die reichẽ die gewynnet er mitt groſſem gůt an ſich/ wañ er fyndet die ſchetz vnnd das gůt das do verboꝛgen iſt vnnd die armen gewynnet er mit groſſem troͤwen vnnd vnrechte vꝛteil paffẽ überwynt er mit weyß heit vñ mit vngloͤub licher red/ wann er kan all die lyſt die ye N wurde 3 .. ͤ—-!.: ,, b die münch vnd die eynſidell vnnd auch ander gute leüt 1 über windt er mit groſſen zeichen/ er heißt feür von hym mel fallen/ vnnd die todten vff ſteen das ſie ſeyn gezeüg 1700 nüß ſeyent · Alſo geſchicht das der teüffel fert in eyn ver dampten menſchen leyb/ vnnd geet vnnd redt das etlich leüt wenen do ſey ein zeichenn geſchehen · Er zymmeret die alt Jeruſalem wider/ vnnd gebeütet das man jn do anbette als vnſern Herren Jeſum Chꝛiſtum/ dañ kom/ ment die Juden von aller der welt/ vnnd entpfa hen yn mit groſſen eren · ſie werden aber dar nach alle criſten võ Enoch vnnd Hel yas pꝛedigen/ vnnd werden dar bey alle gemarteret · Enoch vnnd Helyas komment in der jugent als ſie waren d do 5 in dz Paradyß gezuckt wur den/ ſie werden beyd von dem Endtcriſt erſchlagen · dar nach regnyert er vier dhalb jar/ vnnd ſchlecht ſein gezelt an den oͤlberg/ vmb des willen das er aufecht die gůten 1 vnnd gerechten/ do würt er auch des gehen tods erſchla/ V gen mit dem gots woꝛt die tag ſynt dã alſo lãg als nůn a wenn die bücher ſpꝛechennt das ſie kurtz ſint/ das tbůnd ſie vmb das/ wann die welt nit meer geſteet dann vierd halb jar/ auch werden dann vierzig tag verloꝛẽ/ das die die der Enndteriſt betrogen hatt do zwüſchen yr ſůnd büſſent/ dar nach ſo weißt nyemandt wenn der ſunntag kommen ſoll/ do gott die Ee gab vff dem berg/ do würt ein 1955 gehoͤꝛt/ dar zů ſo ſint 17 55 geſetzt die an dem jůünſten tag die hoͤꝛner blaſennt/ das iſt vß dem luſſt ge/ macht/ vñ hat gar eingreůlich ſtym̃ übell vñ gůt erſtent als bald/ als ein augbꝛawen zů dem andern geſchlagẽ ward · Es ſynt zwẽ toͤd/ alſo ſint auch zwo vꝛſtend · Die eyn der ſelen/ die annder des leichnams/ ſo der mennſch ſündet ſo ſtirbt die ſeell/ ſo er dann die ſele erſteen will S= AY S 2 ä—— R-wmj̃,.. p=. r — —— machen/ ſo rü wet er die ſüin de/ ſo erſkeet die ſelle von dem tod der hellen/ ſo erſteent alle die ſelen an dem Oſtertag in der ſtund als gott erſtůnd So die gůten erſteend ſo zu cken ſie die eugel mit jn in den luſſt zů gott/ vnnd die gůtẽ die dan leben die werdẽ mit den todren vff gezückt ſür vnſern herꝛen/ ſie ſterben von foꝛcht/ ein yeglich mẽ⸗ ſch erſtet als ob er · xvx · jar alt 8 junger fragt/ er ſteen auch die kind die tod geboꝛen ſlůt · Det meiſter ſpꝛ⸗ ach/ Als vil es des vatters was/ das erſteet an dem vat ter/ vñ als vil es der můtter was das erſteet an der mů⸗ ter/ ſo kompt zů gericht zů mitternacht/ in der zeit als er die hell gerbrach vrind kompt als ein keiſer/ wan ſo ein keiſer entpfangen würt in einer ſtatt/ ſo fuͤret mann ym ſein kꝛon voꝛ vnd ander ſein gezyerd · Alſo kompt vnſer gerꝛ an das jüngſt gericht/ wann die engel tragẽ vor jm das creütz vñ die doͤꝛnyn kron/ vnd die geiſel/ vnd was ʒů ſeiner marter gehoͤꝛt/ ſo kommen die todten vnd die lebendigen vnſerm herꝛen engegen mit groſſen ſoꝛgen· die vier element werden betruͤbt gar mit groſſem vngef witter des feürs vnd der keltyn wañ ſie tobent wider ein ander/ das gericht hebt ſich in dem lufft/ ſo ſetzt mã die gerechten zů der gerechten handt gottes/ vñ die vngerech ten zů der gelyncken handt/ aber die gůtẽ faren zů hym mel als die adler · aber die boͤſe fallend nider als das bley Vnſer herꝛ erſcheynet den gůten in der ſchoͤne als er er ſcheyn vff dem berg ſynai/ aber er erſchein den boͤſen als er gemartert ward · Er ſitzt vff einem ſtůl ð iſt gemacht vß dem lufft/ die /d ie zwoͤlff botten ſitzen auch vff ſoͤlich/ en ſtůlen · Der jun ger fragt/ ſehent die juden gott nit an dem jüngſten tag · Der meiſteꝛ ſpꝛach/ ya l in iij 2——== c—˖C—%rꝛ—ðĩ ĩ ꝙi[ẽ:n 1 ſehen den ſie durch ſtochen hahen/ das creütz durch leuich „ tet/ ſie alle das ein yeglicher ſicht in des andern hertzel 1 vnd er kennet alles das er ye gethet · So das gericht 5 100 ſchicht/ ſo nympt der teüſel alle die ym beuolhẽ ſint vnd fuͤrt ſie in der hellen grundt/ darnoch bꝛynnet die gantz welt/ wann als die ſyntflüß fünffzehẽ claffter hoch gien gent über alles geb ürg/ alſo würt dañ das ſeür gon üb/ er alles gebürg vnnd was wandel bar iſt in der welt/ als froſt/ hitz hagel/ dondern vnd blitzen das zergeet/ vnnd würt alle die welt erleüteret als ſie yemmer ſoll ſein/ vñ wůrt ein neüwe erde vnd ein neüwer hymmel/ die ſunn vnd der mon/ die ſterñen vnd das waſſer erligen alle an jrem lauff/ vnd ſiut dann gerůwet vnd bleiden vnuer⸗ ö wandelt · der hymel würt den ſyben mal als ſchoͤn als ye ö tzünd · die ſtern wardent den erleüchtet mit eynem wunf 10 ſammen lycht/ der joꝛdan do gott jnn getaufft ward der i würt luter dann ein criſtal · vnd die erd do vn ſer herr jn e 5 nen begraben ward die würt dem paradiß gleich/ wann ſie doch begoſſen wardt mitt vnſers herren marter vnd blůt. alſo wirt ſie gezyeret mit meniger hand blůmẽ die erwoͤlten ſelen die werdent dañ ſyben mal als ſchoͤn als die ſunn/ vnnd ſint in dem alter als dann gott was do er erſtůnd von dem tod/ ſie ſint nackend vnnd ſint mitt aller gez ierd erleücht · ſie ſchemen ſich nit meer dañ ſich nũn yemandt ſchemt/ das er zwey woll ſteende augenn hett/ vr kleider ſint anders nitt wann als ſie gedyent ha ben · dar nach iſt yr leib gefarbet als die gilgen wyß ſint vnnd die roſen rot · Alſo iſt auch die mencher hand farb an jnnen/ die marterer haben einer hannd farb/ die jun frawen eyner hand/ alſo hatt yeglich ſchar eyner hannd — e P 0 r r r. 2 — 7 farb nach yrer wůrdigkeit/ ſie wollen nitt anders dann ott · ſie ſint gar geſchwynd wo ſie hin woͤllenn/ ſie würt en anders nitt dann das ſie gott anſehen/ vnnd jnn lo ben yemmer meer · Derringer frage. Lieber mei ſter/ ſag mir vol von den freü den die die ſeligen haben · Der meiſter ſpꝛach/ Sie häben ſyben geyſtlich ere an dem leib vnnd ſyben an der ſele · Sie haben an dẽ leyb ſchnelligkeit/ ſtercke/ freyheit/ wolluſt/ geſuntheitt/ vnd ewigkeit So haben ſie an der ſelen weyßheit/ frünt ſchafft/ eynhellung/ gewalt/ ſicherheit · vnd ſtetikeit · Aber ſpꝛach der meiſter zů dem jüngling Gefiel dir nitt wol ob du ſchoͤn wereſt als Abſalon/ an des leyb keinn wan del was/ vnnd hetteſt du alſd eyn ſchoͤnes har das nye/ mand vergelten moͤcht/ vnnd ob du wereſt alſoſch nell als Aſahel/ der dem vogel voꝛ lieff · vnnd ob du zů der ſchoͤne vnnd ſchnelle ſtarck wereſt als Sampſonn/ der mitt eynem kynnbacken ſeyns můdes tuſent mann er ſchlůch/ vnnd ob du alſo gewaltig wereſt als der Reiſer Auguſtus/ dem doch was alle die welt vnderthan · vnnd ob du als gar deynen willenn hetteſt als Salomon/ der alles das thet das ſeyn hertz begert · vnnd ob du allſo ge ſunt wereſt mitt den fünff würdigkeiten das du nym̃er ſiech würdeſt/ als Moyſes der nye ſiech wardt an keynẽ ſeynem glyd · vnnd ob du mitt denn ſechß dingen allſo lang lebteſt als Mathuſalem/ der neün hũdert jar lebt · vnnd ob du alſo weyſe wereſt als künig Salomon/ der alle weyßheit kund/ Vnd ob dir alle diſſe welt allſo holt wer als Dauid Jonathas was/ die lieb Wach nyemãd iiij 1 1 mynderen noch meren on gott alleyn · Vnnd ob alle die welt mitt dir als eynmütig wer als Jelius vnd Cipion vnder denen nye keyner anders begert dann das der an der wolt! Vnnd ob du alſo ſtreitbar wereſt als der groß Alexander/ der die lund Aliam/ vnnd Europam/ vnd Affricam gewaltiglichen überwand Vund ob dich alle leüt ereten als die van Egypten Joſeph ereten do ſie jñ an bettetent als ynen gott · Vnnd ob du mitt diſen din gen allſo groß freüd hetteſt als der eynen vßfürt als ein diep zů dem galgen vnnd jn will hencken/ vnnd in dem gehel ingen erloͤßt würd von dem galgen · vnd jn gewal⸗/ tigklich zů eym künig machte · Der ſůger ſpꝛach/ O wie eyn vnmeſſige ere das wer · Der meiſter ſpꝛach/ Het teſt du die fred vnnd alles das ich hie dyr voꝛ benent hab ſo wer es dir eyn beſundere freůd/ hetteſt du eyn lie⸗ ben freündt das er das alles mitt dir hett/ ſich ſo hetteſt du zwo freüden. ¶ Do ſpꝛach der junger/ Das wer ein ſunderlich genad · Der meyſter ſpꝛach/ Es wer alles ſamẽ ein üppigkeit wider der mynſtẽ freüden die ſie ha hen die in dẽ hymelreich ſint · Abſalonis ſchoͤne die wer do ain vngeſchaffenheit/ wan ir ſchoͤne die iſt ſybẽ mall als ſchoͤn als die ſunnẽ · Aſahels ſchnellikeyt wer do eyn trãgkeit/ wañ ſie ſint als ſchnel als der ſcheyn von ð ſun nen · weñ als die ſuñ vffgeet/ alſo bald ſchüßt ſie den jren ſcheyn an das gebürg · noch vil geſchwynder fart ein ſeel wenn ſie wil vd einem end der welt an das anð · Samp ſons ſterck wer do ein ſtarckheit/ wann ir ſterck iſt allſo groß/ wolten ſie die erg vnd alles erdtreich vmb keren das thet eyn yeglich ſel die zů hymel iſt wie dick ſie wolt miet eynem fůße/ Keiſer Auguſtus freyheit wer do eyn Wann n. gefencknyß/ wann die ſeligen ſelenn faren durch die mu renn/ vnnd durch alle ſchloſs gleych als vnnſer herr zů ſeynem jungeren kam mitt beſchloßner thüre nach ſey ner vꝛſtennd · f Der iunger ſpꝛach. Biſſenn die heyligen alles daͤs ein yeglich mennſch ye ge thet oder ye gedacht · Aber wie ſchenzlich die ſünnd ſey/ haſtu ſie gebeycht vnnd erweſchen mitt rüwenn/ ſo ſche meſt du dich nitt meer/ dann ob man dir ſagte was du bie voꝛ theteſt do du in der wygen lagſt/ die beicht vnnd die reüw macht das der Teüffell der ſündenn vergißt/ aber gott vnnd ſeyn heyligen wiſſenn ſie yemmer meer⸗ Der junger fraget · Sint ſie gott deſter vnheymlicher oð ſeinen heiligenn/ ſeydt man die ſünnde allwegen von ynn weiſs · Der meiſter ſpꝛach/ Sie freüwen ſich vnnd ſint jnn holt vm̃ das das ſie ſich geſuberet vnnd gerey⸗ niget haben von allenn jren ſünden/ vnnſer herr vnnd ſeine liebe heiligen ſint yr alſo fro als wir weren ob wir ſehent vnnſer lieben fründ erſteen von dem grab vnnd von dem tod · Der junger fraget/ O bitz wann würt ich ſant Peter ſehen · Do ſpꝛach der meiſter Willtu ſo magſt du jm wol gleich werdenn/ aber do begert nye man mer freüd dann er hatt/ wan begerten ſie icht meer ſo hettenn ſie nitt volle freüd/ yr freüd mag nitt groͤſſer oder mynder werden/ wann was ſelltzam eyns an dem anndern ſicht das froͤwt er ſich als hett es an ym ſelher⸗ Der junger ſpꝛach/ Lieber meiſter gott der almechtig erfull dich mitt ſeynen genaden vnnd mitt ſeinen freü/ den/ wann du haſt mich erfült mit deyner lere/ darumb ich goit ye deſter willigklicher dyenen wil/ vnnd ſeynen ... ³ A ⁰ mſm lieben heyligenn die groß freůd die yemmer würt/ Ote gelff mir das dir gedancket werd der groſſenn demütig keit die du mir erzeüget haſt · Der meiſter ſpꝛach/ Hab vergůt/ got der allmechtig ſey mit dir ewiglichen Amẽ Getruckt zů Straßbũrg von Mathis hüpf uff Als man zalt M · v · vund xi · jar · 3 N g 0 ö