Gertrud von Wyoming Oder: Die Pennsylvanische Hütte — TDTS SMPDII, im Versmass des Originals übersetzt von Dr. J. Finck. RRNRDrrSrrrrrrrrr Serlage ιm Cogramm des Gumnastums in RRRRRRR 1882. Nr. 5833. BADEN-BADEN. Hofbuchdruckerei von A. v. Hagen. 1882. n... 2 e Die meisten der beliebten Werke über die Geschichte Englands und den amerika- nischen Krieg geben einen authentischen Bericht über die Zerstörung von Wyoming in Pennsylvanien, die im Jahr 1778 in Folge eines Einfalls der Indianer stattfand. Der Schau- platz und die Begebenheiten des nachfolgenden Gedichtes stehen mit diesem Ereignis in Verbindung. Die Zeugnisse der Geschichtschreiber und Reisenden bezeichnen diese junge Kolonie einstimmig als eine der glücklichsten Stätten menschlichen Daseins sowohl hinsichtlich der gastfreien und einfachen Sitten ihrer Bewohner, als auch wegen der Schönheit des Landes und der üppigen Fruchtharkeit seines Bodens und Klimas. In böser Stunde hat die Verbindung europäischer Waffen mit indianischen dieses irdische Paradies in eine furchtbare Wüste verwandelt. Herr Isaak Weld berichtet uns, dass die Trümmer mancher Dörfer, von Kugeln durchbohrt und die Spuren von Feuersbrunst tragend, von den neuen Bewohnern noch erhalten wurden, als er im Jahre 1796 durch Amerika reiste.—(Vergl. Anmerkung ta am Ende der Dichtung.) CERTRUDE OF WVOMINC. EARNJ. . On Susquehana's side, fair Wyoming! Although the wild-flower on thy ruined wall And roofless homes, àa sad remembrance bring Of what thy gentle people did befall; Vet thou wert once the loveliest land of all That see the Atlantic wave their morn restore. Sweet land! may I thy lost delights recall, And paint thy Gertrude in her bowers of yore, Whose béauty was the love of Pennsylvania's shore! II. Delightful Wyoming! beneath thy skies, The happy shepherd swains had nought to do But feéed their flocks on greèen declivities, Or skim perchance thy lake with light canoe, From morn till evening's sweeter pastime grew, With timabrel, When beneath the forests brown, Thy lovely maidens would the dance renew; And aye those sunny mountains half-way down Would echo flageolet from some romantic town. III. Then, where of Indian hills the daylight takes His leave, how might you the flamingo see Disporting like a metèor on the lakes And playful squirrel on his nut-grown trèe: And every sound of life was full of glee, From merry mock-bird's song, or hum of men; While hearkening, fearing nought their revelry, The wild-deer arched his neck from glades, and then Unhunted, sought, his woods and wilderness again. Schön Wyoming, jetzt blüht die Blume wild Auf Trümmern dort an Susquehana's Strand, Und öde Hütten ſtehn, ein traurig Bild Von dem, was einſt dein Volk befiel und Land; Und doch warſt du der lieblichſte genannt Von all den ſonnigen Atlant'ſchen Gauen, Noch einmal laß das Glück, das dir entſchwand, Laß deiner Gertrud Bild und Heim uns ſchauen, Die Zierde einſt von Pennſylvaniens edlen Frauen! 2 O herrlich Land! in deines Himmels Schein War leicht des frohen Landmann's Werk gethan. Er hütete die Herd' am grünen Rain' Und trieb auf deinem See den leichten Kahn, Bis ihn der Abend rief zum ſchatt'gen Tann, Wo munter ſchon beim Klang des Tamburin Zum Tanze deine holden Mädchen nahn, Und oft vom Dorf zu dieſen Hügeln hin Das Echo trägt der Flöte ſüße Melodie'n. 3. Wo dann die Sonne ſchied von Indſchen Höh'n, Sahſt du auf Seen den Flamingo wohl In Zeitvertreib, wie ein Meteor ſo ſchön, Und auf dem Baum des Eichhorns Spiele toll: Aus jedem Lebenslaute Wonne quoll, War's Menſchenſtimme, war's der Droſſel! Lied, Derweilen lauſchend Wild vertrauensvoll, Gereckten Nackens in die Lichtung ſieht, Dann wieder ungeſcheucht in Wald und Wildnis 4 And scarce had Wyoming of war or crime Heard, but in transatlantic story rung, For here the exile met from éevery clime, And spoke in friendship every distant tongue: Men from the blood of warring Europe sprung, Were but divided by the running brook; And happy where no Rhenish trumpet sung, On plains no sieging mine's volcano shock, The blue-eyed German changed his sword to pruning-hock. V. Nor far some Andalusian saraband Would sound to manyua native roundelay But who is he that yet àa dearer land Remembers over hills and far away? Green Albin!? what though he no more survey Thy ships at anchor on the quiet shore, Thy pellochs“ rolling from the mountain bay, Thy lone sepulchral cairn upon the moor, And distant isles that hear the loud Corbrechtan roar!“ VI. Klas! poor Caledonia's mountaineer, That wWant's stern edict e'er, and feudal grief, Had forced him from à home he loved so dear! Vet kound he here a home, and glad relief, And plied the beverage from his own fair sheaf, That fired his Highland blood with mickle glee: And England sent her men, of men the chief, Who taught those sires of Empire yet to be, To plant the trèe of life,—to plant fair Freedom's tree! VII. Here was not mingled in the city's pomp Of life's extremes the grandeur and the gloom; Judgment awoke not here her dismal tromp, Nor sealed in blood à fellow-creature's doom, Nor mourned the captive in à living tomb. One venerable man, beloved of all, Sukficed, Where innocence was yet in bloom, To sway the strife, that seldom might befall: And Albert was their judge in patriarchal hall. 4. In Wyoming Verbrechen oder Krieg War faſt nur Sage aus der alten Welt, Wo Heimatloſe aller Zonen ſich Und aller Zungen brüderlich geſellt. Europa's kriegeriſche Stämme hält Hier nichts getrennt, als eines Baches Rain, Und glücklich, fern dem rheinſchen Schlachtenfeld Und der Belagerung Mine fern zu ſein, Tauſcht der German' um Schwert das Gartenmeſſer ein. 5. Auch klang manch Andaluſ'ſche Saraband Nicht ferne wohl zu heimſchem Ringgedicht; Wen aber feſſelt ein noch teurer Land, Das weitab über Meer und Bergen liegt? Grün Albin?, wohl verweilt ſeine Auge nicht Auf Schiffen dein am ſtillen Strand umher, Sieht nicht, wo's Meerſchwein buchtabrollend liegt, Kein Steinhaufdenkmals auf der Haide mehr, Und hört kein Brauſen vom Corbrechtſchen Strudel“ her! 6. O Caledonia, deinen Sohn vertrieb Des Mangels hart Gebot und Ueberdruß Aus ſeiner Heimat Bergen, ihm ſo lieb! Doch fand er hier ein Heim zu Frohgenuß, Braut ſich aus eigner Garb' des Trunkes Guß, Der facht zu Feuer ſeinen Hochlandmut; Und England ſchickt der Kräfte Ueberfluß, Der lehrt des künftgen Reiches Heldenblut, Zu ſä'n des Lebens Baum, der Freiheit hehres Gut. 75 Hier ward die graſſe Miſchung nicht erſchaut Von Glanz und Elend in der Städte Schoß; Kein Wahrſpruch weckte hier der Klage Laut, Mit Blut beſiegelnd ſeines Nächſten Los, Noch ſchmachtet' einer hinter Kerkerſchloß. Wo Unſchuld noch, wie hier, in Blüte ſtand, Genügt' ein würdger Mann, an Achtung groß, Den Streit zu ſchlichten, der ſich ſelten fand: Es lag der Richterſtab in Alberts Vaterhand. 9 VIII. How reéverend was the look, sereneley aged, He bore, this gentle Pennsylvanian sire, Where all but kindly fervours were àssuaged, Undimmed by weakness' shade, or turbid ire! And though, amidst the calm of thought entire, Some high and haughty features might betray & soul impetuous once,'twas earthly fire That fled composure's intellectual ray, As Etna's fires grow dim before the rising day. IX. J boast no song in magic wonders rife, But yet, oh, Nature! is there nought to prize, Familiar in thy bosom scenes of life? And dwells in daylight truth's salubrious skies No form with which the soul may sympathise? Voung, innocent, on whose sweet forehead mild The parteéd ringled shone in simplest guise, An inmate in the home of Albert smiled, Or blest his noonday walk—she was his only child. X. The rose of England bloomed on Gertrude's cheek— What though these shades had seen her birth, her sire A Briton's independence taught to seek Far western worlds; and there his household fire The light of social love did long inspire, And many a halcyon day he lived to see Unbroken but by one misfortune dire, When fate had reft his mutual heart—but she Was gone- and Gertrude climbed à widowed father's knee. XI. A loved bequest,-and I may half impart To them that féel the strong paternal tie, How like a new existence to his heart That living flower uprose benèeath his eye, Dear as she was from cherub infancy, From hours when she would round his garden play, To time when as the ripening years went by, Her lovely mind could culture well repay, And more engaging grew, from pleéasing day to day. 8. Ehrwürdgen Blicks, in Altersreife klar, Sah dieſer biedre Pennſylvanier drein, Deß Sinn der Güt' und Milde Miſchung war, Von Schwäche frei und Zornes düſtrer Pein. Und wenn auch bei Gedanken klar und rein Manch ſtolzer Zug ſich einer Seele fand, Einſt ungeſtüm—'s war irdſchen Feuers Schein, Das vor des Geiſtes Himmelsleuchte ſchwand, Wie vor der Sonne ſchwindet Aetna's Feuerbrand! —5 Nicht eine Wunderfülle beut mein Sang; Doch weilt, Natur, an deinem Buſen nicht Manch lieblich Weſen, wert der Lyra Klang? Und ſtrahlet in der Wahrheit kräftgem Licht Kein einzig Bild, das Aug' und Herz beſticht?— Jung, unſchuldvoll, der Locken Goldgewind Geſchlichtet über Stirne und Geſicht, Erheitert Alberts Heim mit Lächeln lind Ein zarter Hausgenoß,— es war ſein einzig Kind. 10. An Gertruds Wangen Englands Roſe blüht, Fiel auch auf ihre Wieg' einſt nur ihr Schein; Des Britten Freiheitsdrang den Vater zieht Zum fernen Weſten hin; am Herde ſein Zog mit der Liebe Strahl das Glück ihm ein; Und manchen Freudentag erlebt' er hier In ungetrübter Häuslichkeit, bis ein Verhängnis jach zerriß das Band;— doch ſie War fort— und Gertrud ſtieg auf eines Wittwers Knie. Wie teuer dies Vermächtnis ihm? Fürwahr, Ihr fühlet, die an Elternliebe reich, Daß ſie ein neuer Lebenstrieb ihm war, Aufblühend einer ſeltnen Blume gleich. Lieb, wie ſie in der Kindheit Feenreich Zu Stunden war, wo ſie des Spieles pflag, Bis dahin, wo der Bildung goldner Zweig Des Geiſtes ſchöne Früchte reifen mag, Ward ſie jetzt herzgewinnender von Tag zu Tag. Jmay not paint those thousand infant charms; (Unconscious fascination, undesigned!) The orison repeated in his arms, For God to bless her sire and all mankind; The book, the bosom on his knee reclined, Or how sweet fairy-lore he heéard her con, (The playmate ere the teacher of her mind:) All uncompanioned else her heart had gone Till now, in Gertrude's eyes, their ninth blue summer shone. XIII. And summer was the tide, and sweet the hour, When sire and daughter saw, with fleet descent, An Indian from his bark approach their bower, Of buskined limb, and swarthy lineament;“ The red wild feathers on his brow were blent, And bracelets bound the arm that helped to light A boy, Who séemed, as he beside him went, Of Christian vesture, and complexion bright, Led by his dusky guide, like morning brought by night. XIV. Vet pensive seemed the boy for one so young— The dimple from his polished cheek had fled; When, leaning on his forest-bow unstrung, The Oneyda warrior to the planter said, And laid his hand upon the stripling's head, „Peace be to theèe! my words this belt' approve; The paths of peace my steps have hither led:“3 This little nursling, take him to thy love, And shield the bird unfledged, since gone the parent dove. V. „Christian! Jam the foeman of thy foe; Our wampum league thy brethren did embracè:“ Upon the Michigan, three moons ago, We launched our pirogues for the bison chase, And with the Hurons planted for a space, With true and faithful hands, the olive-stalk; But snakes are in the bosoms of their race, And though they held with us a friendly talk, The hollow peace-trèe fell beneath their tomahawk! Wer möcht' die tauſendfachen Reize malen, Der Kindheit unbewußte Zaubermacht? Wer wiederholen, wie zum Himmel wallen Gebete, für den Vater dargebracht? Wie ſie, auf Vaters Knie'n des Buches Pracht, Ihn feſſelte mit eines Märchens Sinn Ehr Spielgenoß, eh' er den Lehrer macht')?— So flohen ihre Kinderjahre hin, Bis jetzt in Gertruds Aug' der neunte Sommer ſchien. 13. Schön war die Stund', als ſeiner Bark entſtiegen Die beiden einen Indianer ſah'n, Von hohem Wuchs und kräftig ſchönen Zügen,s Sich leichten Schrittes ihrer Hütte nahn. Wildbunte Federn ſeine Stirn umfahn, Ein Reif den Arm, der einen Knaben ſacht' Und ſorglich halbgetragen bringt heran, Von Farbe roſig hell, in Chriſtentracht, Der ſeinem dunkeln Führer folgt, wie Tag der Nacht. 14. Von Sorgen ſchien die junge Stirn' umzogen, Das Grübchen ſeiner glatten Wange ſchwand, Als jetzt, geſtützt auf ſeinen rauhen Bogen, Sich der Oneyde zu dem Pflanzer wandt', Und legte auf des Knaben Haupt die Hand: „Mit dir ſei Friede! meiner Worte Sinn Beſtärke dieſes Gürtels“ Friedenspfand; Nimm dieſen Neſtling hier zu Liebe hin, Als ein verwaistes Täubchen La pfleg' und ſchirme ihn!“ 15. „O Chriſt, uns beiden iſt der Feind gemein; Dein Volk umſchließt jetzt unſer Friedensband!?— Am Michigan, es mag drei Monde ſein, Daß wir der Biſonjagd uns zugewandt Und mit Huronen pflegten treuer Hand Geraume Weile den Olivenbaum; Doch ward uns bald ihr Schlangenſinn bekannt; Denn ihrer Worte Freundlichkeit war Schaum: Es fiel dem Tomahawk der hohle Friedensbaum. It was encamping on the lake's far port, A cry of Areouskis broke our sleep, Where stormed an ambushed foe thy nation's fort, And rapid, rapid whoops came o'er the deep; But long thy country's war-sign on the stèep Appeared through ghastly intervals of light, And deathfully their thunders seemed to sweéeb, Till utter darkness swallowed up the sight, As if à shower of blood had quenched the fiery fight! XVII. «It slept—it rose again—on high their tower Sprung upwards like a torch to light the skies, Then down again it rained an ember shower, And louder lamentations heard we rise: As when the evil Manitou? that dries The Ohio woods, consumes them in his ire, In vain the desolated panther flies, And howls amidst his wilderness of fire: Alas! too late, we reached and smote those Hurons dire! XVIII. RBut as the fox beneath the nobler hound, So died their warriors by our battle-brand; And from the trèee we, with her child, unbound & lonely mother of the Christian land:— Her lordthe captain of the British band— Amidst the slaughter of his soldiers lay. Scarce knew the widow our delivering hand; Upon her child she sobbed, and swooned away, Or shrieked unto the God to whom the Christians pray. XX. 8 „OQur virgins fed her with their kindly bowls Ok fever-balm and sweet sagamité: 4 But she was journeying to the land of souls, And lifted up her dying head to pray That we should bid an ancient friend convey Her orphan to his home of England's shore;— And take, she said, this token far away, To one that will remember us of yore, When he beholds the ring that Waldegrave's Julia wore. 16. Gelagert an des Sees fernem Port Im Schlaf uns Areouski'ss Ruf erklang: Ein tückſcher Feind ſtürmt' eure Feſte dort, Und Schrei auf Schrei zu uns herüberdrang. Doch eure Kriegeszeichen blieben lang Durch grauſen Zwiſchenraum von Glanz in Sicht, Und todesvoll ſchien eures Donners Gang, Bis tiefſte Dunkelheit verſchlang das Licht, Als hätt' ein Schauer von Blut gelöſcht die Flammenſchicht. Sie ſank, ſie ſtieg, und hoch vom Turme wieder Schlug leuchtend ſie zum Himmel jetzt empor; Dann fielen Feuer- und Aſchenregen nieder, Und lauter Jammer ſchlug an unſer Ohr. Wie wenn Ohio's mächtgen Wälderflor Der Manitus? verzehrt in ſeiner Wut, Der Panther plötzlich ſeinen Pfad verlor, Und heult, umringt von wilder Feuersglut: Zu ſpät, ach! traf Vernichtung der Huronen Brut. 18. Doch wie der Fuchs dem edlern Hund geſchwinde Erliegt, ſo fiel der Feind von unſrer Hand.— Vom Pfahle löſten wir ſammt ihrem Kinde Jetzt eine Mutter aus der Chriſten Land. Ihr Ehegemahl, ein Brittenführer, fand Mit ſeinen Helden dort im Kampf den Tod; Kaum merkt die Wittwe, wer gelöſt das Band, Ob ihres Kindes Haupt in ihrer Not Ward ſie beſinnungslos und ſchrie zum Chriſtengott. 19 Und unſre Jungfrau'n reichten ihr in Schalen Sagamité 10 und Balſam, der belebt; Doch eilt ihr Geiſt ſchon zu der Selgen Hallen, Als ſie ihr Haupt noch mit den Worten hebt: „Ein alter Freund, der nicht gar ferne lebt, Send' dieſe Waiſe in ſein Heimatland; Nehmt dies von mir, und mit dem Knaben gebt Als Zeichen es dem Freund, ein teures Pfand Aus alter Zeit, den Ring von Waldgrav Julia's Hand.“ RRPPRERRRRrrrr XX. And I, the eagle of my tribe, 11 have rushed With this lorn dove.“—A sage's self-command Had quelled the téears from Albert's heart that gushed; But yet his chèek—his agitated hand That showered upon the stranger of the land No common boon, in grief but ill beguiled A soul that was not wont to be unmanned; And stay,“ he cried, dear pilgrim of the wild, Preserver of my old, my boon companion's child! XXI. Child of aàa race whose name my bosom warms, On earth's remotest bounds bow welcome here! Whose mother oft, àa child, has filled these arms, Voung as thyself, and innocently dear, Whoseè grandsire was my early life's compèer. Ah, happiest home of England's happy dlime! How beautiful e'en now thy scenes appeéar, As in the noon and sunshine of my prime! How gone like yesterday these thrice ten years of time! XXII. And, Julia! when thou wert like Gertrude now, Can I forget theèe, favourite child of yore? Or thought I, in thy father's house, when thou Wert lightest hearted on his festive floor, And first of all at his hospitable door To meet and kiss me at my journey's end? But where was Iwhen Waldegrave was no more? And thou didst pale thy gentle head extend In woeés, that e'en the tribe of deserts was thy friend?“ XXIII. He said-and strained unto his heart the boy:— Far differently, the mute Oneyda took!? His calumet of peace, and cup of joy; 436 As monumental bronze unchanged his look; A soul that pity touched, but never shook; Trained from his trèee-rocked cradle“ to his bier The fierce extremes of good and ill to brook Impassivet““—fearing but the shame of fear— A stoic of the woods—a man without a tear. 20. „Und alſo flog ich, meines Stammes Aar, tt Mit dieſem Täubchen her.“ Und Albert bannt Kaum noch die Thräne, die im Quellen war; Doch ſeine Wangen— die erregte Hand, Die ſpendete dem Mann' aus fremdem Land Ein reich Geſchenk, benimmt des Druckes Laſt Nur ſchlecht der Bruſt, die ſonſt kein Leid entmannt: „Verweile, Pilger“! rief er,„ſei mein Gaſt, Der du des liebſten Freundes Kind gerettet haſt.“ 21. „Kind eines Volkes, deſſen Namen mir Den Buſen wärmt, und einer Mutter Sproß, Die ich als lieblich Kind wie oft, gleich dir Voll Unſchuld einſt in dieſe Arme ſchloß; Deß Ahne war mein frühſter Spielgenoß! O, ſüßes Heim an Englands mildem Strand! Es ſteht dein Bild vor mir, ſo friſch und groß, Wie, da ich auf des Lebens Höhe ſtand! Dem Geſtern gleich das Maß der dreißig Jahr ſchwand!“ 22. „Und Julia! als du einſt wie Gertrud heut, Kann ich vergeſſen dich, mein Wohlgefallen, Wie du erhöh't der muntern Gäſte Freud' Als heiterſte in Vaters Feſteshallen? Die mir zuerſt entgegenflog von allen, Kehrt' ich am Ziele meiner Reiſe ein? Doch ach! wo war ich, als Waldgrav gefallen, Und du dein Haupt erhobſt in Todespein, Daß gar der Wildnis Sohn muß deine Stütze ſein?“ 933 23 Er ſprach's und hob den Knaben an die Bruſt, Derweil ganz anders des Oneyden Art: 42 Der raucht die Friedenspfeif'!s in ſtiller Luſt, Ein Bild von Erz, das nur ſo vor ſich ſtarrt, Deß Seel' gerührt, doch nicht erſchüttert ward. Gewöhnt vom Schwung der Wiege! bis zur B Bahr An grimmen Gegenſatz von Sanft und Hart, Ihm nur die Furcht vor Scham ein Fürchten war, Der Thräne fremd, ein Stoiker des Walds fürwahr! 6 XNIV. Vet deem not goodness on the savage stock Ok Outalissi's heart disdained to grow; As lives the oak unwithered on the rock By storms above, and barrenness below; He scorned his own, who felt another's wWoe: And ere the wolf-skin on his back he flung, Or laced his moccasins, ts in act to go, A song of parting to the boy he sung, Who slept on Albert's couch, nor heard his friendly tongue. XXVV. „Slèep, wearied one! and in the dreaming land Shouldst thou to-morrow with thy mother meet.““ Oh! tell her spirit, that the white man's hand Hath plucked the thorns of sorrow from thy feet; While I in lonely wilderness shall greet Thy little foot-prints-or by traces know The fountain, where at noon I thought it sweet TO feèed théee with the quarry of my bow, And poured the lotus-horn,“ or slew the mountain roe. XVNVVI. Adieu! sweet scion of the rising sun! But should affliction's storms thy blossom mock Then come again-my own adopted one! And I will graft thee on a noble stock: The crocodile, the condor of the rock, 18 Shall be the pastime of thy sylvan wars; And I will teach thee, in the battle's shock, To pay with Huron blood thy father's scars, And gratulate his soul rejoicing in the stars!“ XXNVII. S0o finished he the rhyme(howe'er uncouth) That true to nature's fervid feelings ran; (And song is but the eloquence of truth) Then forth uprose that lone way-faring man; 9 But dauntless he, nor chart, nor journey's plan In woods required, whose trainèd eye was keéen As eagle of the wilderness, to scan His path, by mountain, swamp, or deep ravine, Or ken far friendly huts on good savannahs green. 24. Doch fürchte ja nicht, daß der Keim der Güte In Outaliſſi's Herzen je erſtickt; Wie ſehr der Sturm der Eiche Kron' durchwüte, Sie grünt auf ödem Felſen unverrückt: Er hemmt ſein Leid, weil ihn des Andern drückt. Und eh' er um den Fuß die Schuhe s zieht, Zum Gehn die Wolfshaut um die Schulter rückt, Singt er dem Knaben noch ein Abſchiedslied, Den er auf Albert's Bett' in Schlafes Armen ſieht. 25. „Schlaf, müdes Kind, und wenn in Traumes 16 Land Du grüßen ſollteſt deiner Mutter Geiſt, O ſag ihr, daß des weißen Mannes Hand Der Sorge Dornen deinem Fuß entreißt; Derweil mein Weg mich in die Wildnis weiſt, Und deiner Füßchen Spur der Quelle näh'rt, Wo um die Mittagſtund das Bergreh feiſt, Die Beute meines Bogens, dich genährt, Und ſich das Lotushorn t7 hat deinem Durſt geleert.“ 26. „Leb wohl, du junges Reis, im Morgenſchein! Iſt je ein Sturmwind deinem Blühen gram, Komm wieder! gleich dem eignen Sproſſen mein Will dann ich zweigen dich auf edlen Stamm! Das Krokodil is des Stroms, vom Felſenkamm Der Kondor üb' im Kriegsſpiel deinen Mut. Dich lehr' ich rächen, wenn die Stunde kam, Des Vaters Wunden mit Huronenblut, Daß ſeine Seele jauchze über Sternenglut!“ 27. So endete des Wilden rauhe Weiſe, Wie ſie dem Borne der Natur entrann, Und Sang erklingt des Wahren ſchönem Preiſe): Dann hob ſich der einſame Pilgersmann; 9 Doch furchtlos, ohne Kart' und Reiſeplan Im weiten Wald, das Auge ſcharf und fein, Wie eines Adlers— leicht erſpähen kann Er ſeinen Pfad durch Schlucht, an Sumpfes Rain, Und biegt nach Freundeshütten der Savanna ein. 18 XXVIII. Old Albert saw him from the ve Ueõy's side His pirogue launched—his pilgrimage begun Far, like the red-bird's wing he seemed to glide; Then dived, and vanished in the woodlands dun. Okt, to that spot by tender memory Won, Would Albert climb the promontory's height, lk but àa dim sail glimmered in the sun; But never more, to bless his longing sight, Was Outalissi ailed, with bark and plumage bright. —6.8— Des Alten Blicke folgen ihm vonweiten. Es ſchwamm ſein Boot— die Pilgerfahrt begann— Gleich dem Pirol ſchien es dahin zu gleiten; Taucht' in den Wald, verſchwand im Dickicht dann. Und oft auf dieſe Küſtenhöh'n ſah man Zur liebgewordnen Stelle Albert gehn, Schwebt' nur im Dämmerlicht ein ferner Kahn; Doch nimmer mehr ward unter Segelblähn Des Outaliſſi Boot und Federbuſch geſehn.— οε οοοο 4 64 4 6ERTRUDE OF WVOMINC. Ae E A valley from the river shore withdrawn Was Albert's home, two quiet woods between, Whose lofty verdure overlooked his lawn; And waters to their resting-place serene Came freshening, and reflecting all the scene: (A& mirror in the depth of flowery shelves;) So sweet a spot of éèarth, you might(ween) Have guessed some congregation of the elves, To sport by summer moons, had shaped it for themselves. II. Vet wanted not the eye far scope to muse, Nor vistas openeéd by the wandering stream; Both were at evening Allegany views, Through ridges burning in her western beam, Lake after lake interminably gleam: And past those settlers' haunts the eye might roam Where earth's unliving silence all would seem; Save where on rocks the beèaver built his dome, Or buffalo remote lowed far from human home. III. But silent not that adverse èeastern path, Which saw Aurora's hills the horizon crown; There was the river heard, in bed of wrath (& precipice of foam krom mountains browr), Like tumults heard from some far distant town; But softening in approach he left his gloom, And murmured plèeasantly, and laid him down TO kiss those èasy curving banks of bloom, That lent the windward air an exquisite perfume. Gertrud von Pyoming. Teil ll. 5 Zurückgezogen von des Fluſſes Strand Lag Alberts Heim in eines Haines Schoß, Deß Grün umragte hoch der Lichtung Rand. Ein Bächlein murmelnd zwiſchen Blum' und Moos Ihr Ruheplätzchen zu erfriſchen floß, Dem Spiegel zwiſchen Blumenrahmen gleich; Ein Fleckchen Erd', an Lieblichkeit ſo groß, Als ſei's entſtanden einſt durch Zauberſtreich Zum Spiel in Sommermonden für der Elfen Reich. 2. Doch auch dem Blicke in die Ferne bot Des Stromes offner Lauf in weiter Sicht Manch Alleganibild im Abendrot. Da ſtrahlte durch zerrißner Kämme Licht Faſt See an See in goldner Glutenſchicht; Und dort auf Räumen ruht des Auges Schein, Allwo kein Leben mehr zu blühn verſpricht, Wenn nicht an Felſen Biber bauen ein, Und fern von Menſchenwohnung wild die Büffel ſchrei'n. 8 3. Und wenn dein ſtaunend Ohr gen Oſt gelauſcht, Hin, wo Aurora's Hand die Hügel krönt, Da kam der Strom in ſeinem Grimm gerauſcht (Ein Waſſerſturz, der über Felſen dröhnt), Wie ein Getoſ' aus ferner Stadt ertönt. Doch legt ſein Grollen ſich, ſowie er naht, Und lieblich murmelnd ſich im Kuß verſöhnt Der ſanften Buchtung blütenreicher Saat, Und wandelt mit dem Oſthauch ſeinen würzgen Pfad. IV. It Seemed as if those scenes sweet influence had On Gertrudeé's soul, and kindness like their own Inspired those eyes aflectionate and glad, That seemeèed to love whate'er they loOked upon; Whether with Hebe's mirth her features shone, Or ik à sade more pleasing them o'ercast, (As if for heavenly musing meant alone;) Vet so becomingly the expression past, That each succeeding look was lovelier than the last. V. Nor gues I, was that Pennsylvanian home, With all its picturesque and balmy grace, And fields that were aà luxury to roam, Lost on the soul that looked from such à face! Enthusiast of the woods! When yèears apace Had bound thy lovely Waist With woman's zone, The sunrise path, at morn, Lsee thee trace To Hills with high magnolia overgrown, And joy to breathe the groves, romantic and alone. VI. The sunrise drew her thoughts to Europe forth, That thus apostrophised its viewless scene: „Land of my father's love, my mother's birth! The home of kindred L have never sèen! We know not other-oceèans are betweéen: Vet say! far friendly hèarts, krom whence we came, Ok us does okt remembrance intervene? My mother sure—my sire a thought may claim;— But Gertrude is to you an unregarded name. VII. „And yet, loved England! when thy name I trace In many a pilgrim's tale and poet's song, How can I choose but wish for one embrace Of them, the dear unknown, to Wwhom belong My mother's Iooks,—perhaps her likeness strong? Oh, parent! with What, reverential awe, From features of thine own related throng, An image of thy face my soul could draw! And see thèée once again whom I too shortly SaW!“ 8 Es ſchien, daß dieſer Scenen gütig Walten Die Seelenprägung Gertruds reich bedacht; Denn Lieb und Güte, wie ſie ſelbſt, entſtrahlten Dem Aug' auf alles, was ihm nahgebracht. Ob Hebe's Frohſinn auf dem Antlitz lacht, Ob nur ein Schatten mehr es ſchöner malt, Als wär's für himmliſch Sinnen nur erdacht: Jedwedes Ausdrucks Wandlung, mannigfalt, Erwuchs zu Anmut ihr mit feſſelnder Gewalt. 3. Und ſicher iſt, daß dieſes Heimes Macht An Pennſylvaniens Strand, dem wunderbaren, Und ſeine maleriſch balſamſche Pracht An Gertruds Seele nicht verloren waren. Du Schwärmerin des Waldes! noch nach Jahren, Als ſchon des Weibes Gürtel dich umwand, Mocht' ich auf Morgengängen dich gewahren, Wo die Magnolia hoch in Blüte ſtand, Dem Duft des Hain's allein und träumriſch zugewandt. 6. Und zu Europa's unſichtbarem Strand' Lenkt ihren Sinn der Sonne neu Erſtehn: „O Land, wo meiner Eltern Wiege ſtand“, Sprach ſie,„und mancher Lieben, nie geſehn! Wir blieben, ach! uns fremd, uns trennen Seen. Sagt, liebe Seelen, mir dort über'm Meer, Ob wir in gutem Angedenken ſtehn? Der Vater wohl, das Bild der Mutter hehr; Doch Gertruds Name tönt euch kalt und inhaltsleer!“ 5 „Und doch, lieb England, deines Namens Klang, Tönt er beim Dichter oder Pilgersmann, Weckt ſtets aufs neue mir des Herzens Drang, Nur einmal jene Teuren zu umfahn, Die einſt ihr Bild in meiner Mutter ſahn. O Mutter! aus den ehrfurchtvollen Zügen, Die, oft beſchrieben, mir ſich drängend nahn, Könnt' meine Seele jetzt dein Bildnis fügen, Das ihr zu früh entwand des Schickſals herbes Trügen.“ VIII. Vet deem not Gertrude sighed for foreign joy; To soothe a father's couch her only care, And keep his reverend head from all annoy: For this, methinks, her homeward steps repair, Soon as the morning wréath had bound her hair; While yet the wild deer trod in spangling dew, While boatmen carolled to the fresh-blown air, And woods à horizontal Shadow threw, And early fox appeared in momentary view. IX. Apart there was aà deèep untrodden grot, Where oft the reading hours sweet Gertrude wore; Tradition had not named its lonely spot; But here(methinks) might India's sons explore Their fathers' dust, or lift, perchance of yore, Their voice to the grèat Spirit: rocks sublime To human art a sportive semblance bore, And yellow lichens coloured all the clime, Like moonlight battlements, and towers decayed by time. But high in amphitheatre above, His arms thé everlasting aloes threw: Bréathed but an air of heaven, and all the grove As ik with instinct living spirit grew, Rolling its verdant gulfs of every hue; And now suspended was the plèeasing din, Now from a murmur faint it swelled anew, Like the first note of organ heéard within Cathedral aisles,—ere yet its ymphony begin. I It was in this lone valley she would charm The lingering noon, where flowers àa couch had strewn; Her cheèek reclining, and her snowy arm On hillock by the palm-tréèe half o'ergrown: And aye that volume on her lap is thrown, Which every heart of human mould endears; With Shakespeare's self she speaks and smiles alone, And no intruding visitation fears, To shameè the unconscious laugh, or stop her sweetest tears. Doch ſeufzt ſie nicht nach Freude in der Ferne, Die leicht dem Vater jedes Opfer bringt; Sie wehrt vom Haupt' ihm den Verdruß ſo gerne, Und darum wohl in Haſt zur Hütte ſpringt, Sobald der Blumenkranz ihr Haar umſchlingt; Derweil das Rotwild noch den Tauglanz ſieht, Der Bootsmann ſeine luſtge Weiſe ſingt, Noch das Gehölze lange Schatten zieht, Und ſcheu der Fuchs dem Blick auf früher Fährt' entflieht. 80 Abſeits lag eine tiefe Grotte dort, Die Gertrud oft zum Leſen traulich lud; Zwar zeichnet Ueberliefrung nicht den Ort; Doch deucht' er einſt wohl India's Söhnen gut, Zu forſchen, wo der Väter Staub' geruht, Und betend ihre Stimme zu erheben. Ein ſchön Naturſpiel ragt der Felſen Hut, Das graue Mooſe ringsumher beleben, Wie Turmruinen in des Mondlichts Beben. 10. Doch breitet hoch in weiten Bogenreih'n Die Aloe ihre Arme drüber hin; Sie atmet Himmelsluft, den ganzen Hain Belebte unbewußt ein hehrer Sinn: In allen Schatten wogt der Wipfel Grün; Bald mochteſt du verſtummt das Toſen wähnen, Bald wieder ſchwellend fuhr's durch Laubwerk hin, Gleich einer Orgel erſtem, leiſem Tönen, Eh' noch im Chor die vollen Harmonien dröhnen. 1I. In dieſes Thales ſtillem Zauber ſchwand Ihr manche Stund, getaucht in Blum' und Gras. Die Wange ſtützend auf die weiße Hand, Sie da in einer Palme Schatten ſaß; Im Schoße lag ein Buch geöffnet, das Jed echtes Menſchenkind bewundernd ehrt: An Shakeſpear's Geiſt daraus ſie Wonne las, Getroſt, daß ſie kein Unberufner hört, Des Lachens Luſt, der Thränen Guß nicht ſtört.— * XII. And nought within the grove was heard or seen But stock-doves'plaining through its gloom profound, Or winglet of the fairy humming bird, Like atoms of the rainbow fluttering round; When, lo! there entered to its inmost ground A vouth, the stranger of aàa distant land; He was, to wit, for eastern mountains bound; But late the equator suns his cheek had tanned, And California's gales his roving bosom fanned. XIII. A stèéed, Whose rein hung loosely o'er his arm, He led dismounted; ere his leisure pace, Amid the brown leaves, could her ear alarm, Close he had come, and worshipped for àa space Those downcast features:—she her lovely face Uplikt on one, Whose lineaments and frame Were youth and manhood's intermingled grace: Iberian seemed his boot- his robe the same, And well the Spanish plume his lofty looks bécame. XIV. For Albert's home he sought-her finger fair Has pointed where the father's mansion stood. Returning from the copse he soon was there; And soon has Gertrude hied from dark grèen wood; Nor joyless, by the converse, understood Between the man of age and pilgrim young, That gay congeniality of mood, And early liking from acquaintance sprung; Full fluently conversed their guest in England's tongue. XV. And well could he his pilgrimage of taste Unfold,-and much they loved his fervid strain, While he each fair variety retraced Ok climes, and manners, o'er the eastern main. Now happy Switzer's hills, romantic Spain.— Gay lilied fields of France,—or, more refined, The soft Ausonia's monumental reign; Nor less each rural image he designed Than all the city's pomp and home of human kind. Und aus des Haines Dämmrung hörteſt du Nur wilder Tauben Klageruf erklingen, Sahſt Elfenkolibris hier ſonder Ruh', Atomen gleich aus Iris duftgen Schwingen. Da plötzlich thät durch rauſchend Dickicht dringen Ein Jüngling— wie es ſchien, aus fernem Land. Was mocht' ihn zu des Oſtens Bergen bringen? Die Bruſt und Wange, braun von Sonnenbrand, Sind jüngſt erſt Californiens Stürmen abgewandt. 13. Ein Roß folgt loſen Zügels ſeinem Pfad, Und eh' ſein Tritt durch Laub und Gräſer ſie Noch aufgeſcheucht, war er ihr ſchon genah't; Er ſtand gefeſſelt ob der Anmut, die Auf dem geſenkten Antlitz lag; doch wie Sie auf nun blickt', ein Bild der Jugend ſtand Vor ihr, der Kraft und Schönheit Harmonie. Iberiſch ſchien ſein Schuh und ſein Gewand; Stolz ragt die Feder auf des ſpan'ſchen Hutes Rand.— 14. Nach Alberts Heim er frägt; ihr Finger ſchnelle Die Richtung wies, wo ſeine Wohnung lag; Vom Buſch ſich wendend war er raſch zur Stelle, Und bald aus Waldesgrün eilt Gertrud nach. Und aus dem Zwiegeſpräch, das jetzo pflag Der junge Pilger mit dem ältern Mann', Ein gleichgeartet heitres Weſen ſprach; Wie längſt Gewohntes mutet's Gertrud an, Zumal der Rede Fluß in Englands Zunge rann. 15. Und ſeine Wandrung wußt' er ſchön zu ſchil ldern; Gar wohl gefiel an ihm der warme Ton. Er malt in friſchen, farbenreichen Bildern, Was über'm Oſtmeer er geſehen ſchon: Des Schweizers ſtilles Glück, den ſtolzen Sohn Hiſpaniens, Frankreichs buntes Lilienfeld, Italiens kunſtgeſchmückten Herrſcherthron. 81 nicht allein der Städte Pracht und Welt, Noch mehr jed ländlich Bild den Geiſt gefeſſelt hält ** 5 8 8 XVI. Anon some wilder portraiture he draws; Of Nature's savage glories he would speak,— The loneliness of earth that overawes.— Where resting by some tomb of old Cacique, The llama-driver on Peruvia's peak, Nor living voice nor motion marks around; But storks that to the boundless forest Shriek, Or wild-cane arch high flung o'er gulf profound,2 That fluctuates When the storms of EI Dorado sound. XVII. Plèased with his guest, the good man still would ply Each earnest quèstien, and his converse court; But Gertrude, as she eyed Hhim, knew not why A strange and troubling wonder stopt her short. In England thou hast beéen,-and, by report, An orphan's name,“ quoth Albert, may'st have known. Sad talel-when latest fell our frontier fort,— One innocent—one soldier's child-alone Was spared, and brought to me, wWho loved him as my own. XVIII. Voung Henry Waldegrave! three delightful yèars These very walls his infant sports did see; But most IJ loved him when his parting tèears Alternately bedewed my child and me: His sorest parting, Gertrude, was from thee; Nor half its grief his little heart could hold: By kindred he was sent for o'er the sea, They tore him from us when but twelve years old, And scarcely for his loss have I beèeen yet consoled!“ XIX. His face the wanderer hid-but could not hide A ütear, à smile, upon his chèeek that dwell;— And speak! mysterious stranger!“ Gertrude cried, It isl—it isl—I knew-I knew him well! Tis Waldegrave's self, of Waldegrave come to tell!“ A burst of joy the father's lips declare; But Gertrude spèeechless on his bosom fell: At once his open arms embraced the pair, Was neéever group more blest, in this wide world of care. 29 16. Dann wieder zeichnet er ein ander Bild; Zur Wildheit der Natur lenkt er den Blick, Zur Einſamkeit, die uns mit Schrecken füllt: Wie bei Cazikengräbern raſtend lieg' Der Lamatreiber dort auf Peru's Piek, Und keine Seele taucht da wo empor; Nur Störche fliehn zum weiten Wald zurück, Hoch über Schluchten ſchwebt der Brücke Rohr? Und ſchwankt und wogt, bricht Eldorado's Sturm hervor. 1655 Durch jede Frage Albert jetzt verriet Sein Wohlgefallen an dem werten Gaſt, Und wie ihn Gertrud näher ſich beſieht, Schnürt ihr das Herz ein plötzlich Staunen faſt. „Du warſt in England“, ſprach er; ei, da haſt Du wohl von eines Kriegers Kind gehört, Das, als zuletzt der Kriegsſturm hier geraſt Und unſrer Grenze Feſte hat zerſtört, Allein gerettet, mir als Pflegſohn angehört?“ 18. „Jung Waldgrav, nur drei Jahre ſollt' es währen, Daß dieſer Raum ſein kindlich Spiel geſchaut; Am meiſten liebt' ich ihn, als ſeine Zähren Beim Abſchied hier mein Kind und mich betaut; Der Trennung größter Schmerz galt dir, Gertraud. Kaum faßte halb das Leid die junge Bruſt; Zwölf Jahr' alt holten ihn Verwandte traut Fort übers Meer, ſich deſſen kaum bewußt, Daß mir kein Troſt erblühe mehr für den Verluſt.“ 19 Schlecht barg des Wandrers lächelndes Geſicht Die Thräne, die auf ſeinen Wangen blinkt; „Er iſt's! er iſt's!“ rief Gertrud,„riet ich's nicht?— Wie ſeine Stimme mir vertraulich klingt! 'S iſt Waldgrav ſelbſt, der von ſich Kunde bringt!“ Ein Freuderuf von Alberts Lippen fällt, Als plötzlich Gertrud ſprachlos ihn umſchlingt, Und jetzt der Alte beid' umſchlungen hält. Nie ſah man ſo viel Glück in dieſer Sorgenwelt!— 88S8S8SS fTT—T—TçEſẽ—0—wöw-w........——.— 0 XXN. Ind will ye pardon then,“ replied the youth, Vour Waldegrave's feignèd name, and false attire? durst not in the neighbourbood, in truth, The very fortunes of your house inquire; Lest one that knew me might some tidings dire Impart, and Imy weakness all betray; For had I lost my Gertrude and my sire, Jmeant but o'er your tomabs to weep uaà day, Unknownu Imeant to weep, unknown uto pass away. XXI. „But here ye live,-ye bloom,—in each dear face, The changing hand of time Imay not blame; For there, it hath but shed more rèverend grace, And here of beauty perfecteèd the frame: And well J know your hearts are still the same They could not change ye look the very way, As when an orphan first to you I came. And have ye heard of my poor guide, IJpray; Nay, wherefore weep ye, friends, on such à joyous day?“ XXII. And art thou here? or is it but àa dream? And wilt thou, Waldegrave, wilt thou, leave us more?“ No, never! thou that yet dost lovelier seem Than aught on earththan ée'en thyself of yore— I will not part thèe from thy father's mhore; Zut we shall cherish him with mutual arms, And hand in hand again the path explore, Which every ray of young remembrance warms, While thou shalt be my own, with all thy truth and charins!“ XXIII. At morn, as if beneath a galaxy Of over-arching groves in blossoms white, Where all was odorous scent and harmony, And gladness to the héart, nerve, ear, and siglit: Therè, it, oh, gentle Love! I read aright The utterance that sealed thy sacred bond, Twas listening to these accents of delight, She hid upon his breast those eyes, beyond Expression's power to paint, all languishingly fond 3 20. „Woll't mir vergeben doch“, der Jüngling bat, Daß Waldgrav's Name falſch iſt und Gewand; Nach eurem Schickſal forſchend, in der That, Hätt' ich den Namen niemand gern genannt, Damit kein Unheilsbote mich erkannt, Wenn meine Schwäche mich verraten ſollte; Denn wenn ich dich und Gertrud nimmer fand, Nur einen Tag ich trauernd weilen wollte, Daß eurem Grab' ich unerkannte Thränen zollte. 21. „Doch lebt ihr ja und blüht, und Lob gebührt Der alles wandelnden, geſtrengen Zeit, Die hier das Alter würdiger geziert Und da der Anmut Fülle ausgeſtreut. Auch euer Herz, ich weiß es, ſchlägt noch heut, Wie damals, und derſelbe Blick hat, ach! Den armen Waiſenknaben einſt erfreut.— Und— wie's wohl meinem Führer gehen mag?— Doch, warum wein't ihr heut an dieſem Freudentag?“ 22. „Und biſt Du's wirklich, und es iſt kein Traum, Du läſſeſt, Waldgrav, uns nicht mehr allein?“ „O nein! ich wüßt' im weiten Erdenraum Kein Weib, das mir ſo teuer könnte ſein! Auch raubt' ich nie ſein Kind dem Vater dein! Wir wollen beide ihn in Liebe hegen Und Hand in Hand uns all der Wonne freu'n, Die uns Erinnrung weckt auf allen Wegen, Dieweil du ganz mein eigen biſt, mein Glück, mein Segen.“ 23. Wie unter Blütenwolken wandeln ſie Am Morgen in des Hain's gewölbtem Gang, Wo Alles Wohlgeruch und Harmonie, Und Freud durch Aug' und Ohr zum Herzen drang. Und kenn' ich recht der Sprache ſüßen Klang, Die ſiegelt zweier Herzen zarten Bund, War's, holde Liebe, deines Zaubers Sang, Der ſich in Wundern that der Lauſch'rin kund Und lieblich alſo floß von Waldgravs treuem Mund: ——— 332— XNXNVV. Flower of my life, so lovely, and so lone! Whom I would rather in this deésert meet, Scorning, and scorned by fortune's power, than own Her pomp and splendours lavished at my feet! Turn not from me thy bréath, more exquisite Than odours cast on heaven's own shrine to please Give me thy love, than luxury more sweet, And more than all the wealth that loads the breeze, When Coromandel's ships return from Indian seas.“ XXV. Then would that home admit them—happier far Than grandeur's most magnificent saloon, While, here and theére, à solitary star Flushed in the darkening firmament of June; And silence brought the soul-felt hour, full soon, Ineffable, Wwhich Imay not portray; For neèver did the hymenean moon A paradise of héearts more sacred sway, In all that slept beneath her soft voluptuous ray. 24. „O holde Blume! meines Lebens Glück! Ich wollte lieber in die Wüſte gehn, Trotz bietend einem zürnenden Geſchick, Als fern von dir in ſeiner Gunſt zu ſtehn! Nicht wende von mir deines Atems Weh'n, Den Düften gleich, die dieſe Luft durchdringen; Gieb deine Liebe mir, die höh'r ich wähn', Als alle Schätze, die mit Windes Schwingen Von Indiens Meeren Coromandels Schiffe bringen.“ 25. Dann nahm ein ſchlichtes Heim die beiden auf Zu größrem Glück, als Pracht und Fülle kennt, Derweil ſich da und dort in ſeinem Lauf Ein Sternlein zeigt am ſtillen Firmament. Und jetzo naht die ſelge Stund behend', Bei der zu weilen ſich mein Stift verſagt; Denn ſelten hat das keuſche Element Des Mondes unter Hymens heilger Macht Zu ſolchem Paradies zwei Herzen angefacht.— οσνοο GERTRUDE OF WVOMING. EARII. 1 O love! in such a wilderness as this, Where transport and security entwine, Here is the empire of thy perfect bliss, And here thou art àa god indèed divine. Here shall no forms abridge, no hours confine The views, the walks, that boundless joy inspire! Roll on, ye days of raptured influence, shine! Nor, blind with ecstasy's celestial fire Shall love behold the spark of earth-born time expire. II. Three little moons, how short! amidst the grove And pastoral savannahs they consume! While she, beside her buskined youth to rove, Delights, in fancifully wild costume, Her lovely brow to shade with Indian plume; And forth in hunter-seeming vest they fare; But not to chase the deéer in forest gloom; Tis but the breath of heèaven—-the blessed air- And interchange of hearts unknown, unseen to share. III. What though the sportive dog oft round them note, Or fawn, or wild bird bursting on the wing; Vet who in love's own presence, would devote To déath those gentle throats that wake the spring, Or writhing from the brook its victim bring? Nol—-nor let fear one little warbler rouse; But, fed by Gertrude's hand, still let them sing, Acquaintance of her path, amidst the boughs, That shade e'en now her love, and witnessed first her vows. Gertrud von Pyoming. Teil III. 1 O Liebe! hier in wilder Einſamkeit, Wo Freude ohne Sorg' und Zwang erſprießt, Hier iſt dein Reich der vollen Seligkeit, Wo du ein Gott und wahrhaft göttlich biſt! Kein Formenzwang, kein Stundenzeiger mißt Der Wandelgänge unbeſchränkte Freud; Fließt hin, ihr Wonnetage, fließt! Und Liebe, in des Glückes Trunkenheit Soll nie erlöſchen ſehn den Funken irdſcher Zeit! 2. Drei kurze Monde ſind in Haines Schatten Und der Savannah-⸗Weide raſch vollbracht, Wo ſie am Arme ihres jungen Gatten Zu ſtreifen liebte in phantaſtſcher Tracht, Mit Federn ſchattend ihrer Stirne Pracht. So ſchweiften beide oft im Jagdgewand, Doch nicht nach Rotwild in des Waldes Nacht, Nein, Luft zu ſchlürfen aus des Himmels Hand, Dem Austauſch ihrer jungen Herzen zugewandt. 8. Wenn auch der Jagdhund Vogel oder Reh Rings um ſie her aufſcheucht in muntern Sprüngen, Wer möcht' im Angeſicht der Liebe je Des Waldes Sängern das Verderben bringen, Dem muntern Fiſch im Bach des Todes Ringen? Nein! laßt nicht Furcht die Frühlingsboten ſcheuchen; Von Gertruds Hand gepflegt, laßt fort ſie ſingen, Befreundet ihren Pfaden unter Zweigen, Die ihrer Liebe ſich zu kühlen Schatten neigen. 5* 88— 8. IV. Now labyrinths, which but themselves can pierce, Methinks, conduct them to some pleasant ground, Where welcome hills shut out the universe, And pines their lawny walk encompass round; There, if àa pause delicious converse found, Twas but wäen o'er each hèeart the idèea stole, Perchance a while in joy's oblivion drowned) That come what may, while life's glad pulses roll, Indissolubly thus should soul be knit to soul. V. And in the visions of romantic youth, What years of endless bliss are vet to flow! But, mortal pleasure, what art thou in truth? The torrent's smoothness, ere it dash below! And must I change my song? and must I show, Sweet Wyoming! the day when thou wert doomed, Guiltless, to mourn thy loveliest bowers laid low! When where of yesterday à garden bloomed, Death Overspread his pall, and blackening ashes gloomed! VI. Sad was the year, by proud oppression driven, When Transatlantic Liberty arose, Not in the sunshine and the smile of heaven, But wrapt in whirlwinds, and begirt with woes, Amidst the strife of fratricidal foes; Her birth star was the light of burning plains;! Her baptism is the weight of blood that flows From kindred heartsthe blood of British veins And famine tracks her steps, and pestilential pains. VII. Vet, ere the storm of deéath had raged remote, Or siege unsèeen in heaven reflects its beams, Who now each dreadful circumstance shall note, That fills pale Gertrude's thoughts, and nightly dreams? Dismal to her the forge of battle gleams Portentous light! and music's voice is dumb; Save where the fife its shrill reveillè screams, Or midnight stréèets re-echo to the drum, That speaks of maddening strife, and bloodstained fields to come. Und wirre Pfade, die nur ſie nicht miſſen, Geleiten ſie zu friſchen Gründen hin, Wo hohe Berge rings die Welt abſchließen, Und Fichten dicht des Raſens Grün umziehn; Wenn da ihr Zwiegeſpräch zu ſtocken ſchien, War's der Gedanke, der in's Herz geſchlichen, — Bisher gehemmt nur durch der Freude Glüh'n,— So lang des Lebens warme Pulſe ſchlügen, Sollt' unauflöslich Seele ſich in Seele fügen. 5. Und wie der Jugend reiche Phantaſie Sich Bilder künftgen Glücks zu zaubern liebt, So hier; doch irdſche Freud zerrinnet wie Des Bergbachs Spiegel, der im Fall zerſtiebt!— Und muß ich wechſeln meinen Sang, betrübt, Zu zeigen, wie des Schickſals raſche Hand, Lieb Wyoming, dich dem Verderben giebt, Und, wo ein Garten jüngſt in Blüte ſtand, Heut Tod und Grauſen liegen über Aſchenbrand? 6. Schlimm war das Jahr; es hob von Joches Pein Sich transatlandtſche Freiheit, kampfbereit; Nicht unter Himmels mildem Lächeln, nein, In Sturm gehüllt, geſchürzt in Weh und Leid, Umtoſt von brudermörderiſchem Streit; Geburtſtern war ihr— Brand von Feld und Hüttent, Und ihrer Taufe war das Blut geweiht Verwandter Herzen— Ströme Bluts von Britten— Und Hungersnot und Peſtilenz folgt ihren Schritten. 7 Doch eh' im Sturm der Tod einher noch fährt, Und fern' am Himmel lodert Feuerſchein, Welch Bangen Gertruds armes Herz verzehrt Und nimmt ihr Denken all' und Träumen ein! Wie gräßlich wird der Schlachten Mordwerk ſein! Verſtummen wird Muſik, wenn nicht Die ſchrillen Pfeifen die Reveille ſchrein, Der Drommel Echo noch beim Mondeslicht Von künftger Fehd' und blutgetränkten Feldern ſpricht. ——————————jç—˖—Ʒ—— 1 VIII. It was in truth a momemtary pang3 Vet how comprising myriad shapes of woe! First when in Gertrude's ear the summions rang, A husband to the battle doomed to go! Nay meet not thou,“ she cries, thy kindred foe! But peaceful let us seek fair England's strand!“ Ah, Gertrude! thy beloveèd heart, L know, Would feel like mine, the stigmatising brand! Could I forsake the cause of Fréedom's holy band! IX. „But shame-—but flight—a recreant's name to prove, To hide in exile ignominious fears; Say, e'en if this J brooked,-the public love Thy father's bosom to his home endears: And how could I his few remaining years, My Gertrude, sever from so dear à child?“ So, day by day, her boding heéart he cheers; At last that heart to hope is half beguiled, And, pale through tears suppressed, the mournful beauty smiled. X. Night came,—-and in their lighted bower, full late, The joy of converse had endured-when, hark! Abrupt and loud à summons shook their gate; And heedless of the dog's obstreperous bark, A form has rushed amidst them from the dark, And spread his arms,-and fell upon the floor: Of aged strength his limbs réetained the mark; But delosate he looked, and famished poor, As ever shipwrecked wretch lone left on desert shore. XI. Uprisen, each wondering brow eis knit and arched: A spirit from the dead they deem him first: TOo spèeak he tries; but quivering, pale, and parched, From lips, as by some powerless dream accursed, Emotions unintelligible burst; And long his filmed eye is red and dim; At lengthi the pity-proffered cup his thirst Had half assuaged, and nerved his shuddering limb, When Albert's hand he grasped;—-but Albert knew enot him— — 39— 8. Kurz war der Schmerz, der in die Seel' ihr drang; Doch nahm er tauſenderlei Formen an, Sobald an Gertruds Ohr der Ruf erklang: Ein Gatte in des grauſen Krieges Bann! „O, kämpf' nicht gegen Brüder!“ rief ſie dann, „Laß friedlich uns nach Englands Strande ziehn!“ „Nie, Gertrud! fühlte nicht dein Herz, ſag an, Dem meinen gleich, des Schandmals Feuerglühn, Könnt' ich der Freiheit heilge Sache feige fliehn?“ „Und nähm' ich auch den Schein der Feigheit hin, Und hüllte Schande in Verbannung ein; Was würd' aus ihm, deß hoher Bürgerſinn Das Herz ihm feſſelt an die Heimat ſein? Wie möchte er der Tage Reſt allein, O Gertrud, leben, ohne dich, ſein Kind?“ So flößte Tag um Tag er Troſt ihr ein, Bis er der Hoffnung halb ihr Herz gewinnt, Und in des Lächelns holdem Strahl die Thräne rinnt. 10. Es kam die Nacht— und bis zu ſpäter Stund Saß man geſprächig noch beim Lampenſchein, Da knarrt das Thor, es bellt der wache Hund, Und, unbekümmert um ſein tolles Schrei'n, Stürzt aus dem Dunkel jetzt ein Mann herein Und reckt die Arme aus und ſinket hin: Einſt mochte Kraft in dieſen Gliedern ſein; Doch gar ſo hilflos er und elend ſchien, Wie ein Geſtrandeter allein auf öder Dün'.— Ein Bild des Schreckens, als er ſich erhebt, Gleich einem, der vom Tode auferſtanden! Er ſucht zu reden, doch die Zunge klebt Am trocknen Gaum', und wie aus Traumesbanden Sich die Gefühle ſeiner Lipp' entwanden. Und lang verſchleiert bleibt der Augen Licht. Inzwiſchen iſt ein Labetrunk zuhanden, Der bald der Glieder Fieberſchauer bricht; Jetzt faßt er Alberts Hand,— doch Albert kennt ihn nicht. 1 40 XII. And hast thou then forgot,“ he cried, forlorn, And eyed the group with half indignant air, Oh! hast thou, Christian chief, forgot the morn When I with theée the cup of peace did share? Then stately was this head, and dark this hair That now is White as Appalachia's snow; But, ift the weight of fiftèen years' despair, And age hath bowed me, and the torturing foe, Bring me my boy-and he will his deliverer know!“ XIII. It was not long, with eyes and heart of flame, Ere Henry to his loved Oneyda flew: Bless thee, my guide!“—-but backward, as heé came, The chief his old bewildeéred head withdrew, And grasped his arm, and looked and looked him through. Twas strange—-nor could the group a smile control The long, the doubtful scrutiny to view:— At last delight o'er all his features stole, It is—my own“, he cried, and clasped him to his soul. XIV. Ves! thou recall'st my pride of years, for then The bowstring of my spirit was not slack, When, spitée of woods, and floods, and ambushed men, J bore thee like the quiver on my back, Fléet as the Whirlwind hurries on the rack; Nor foeman then, nor cougar's? crouch J feared, For I was strong as mountain cataract: And dost thou not remember how we chéered, Upon the last hill top, when white men's huts appeared? XV. Then welcome be my death song, and my death! Since J have seen theèe, and again embraced.“ And longer had he spent his toil-worn breath; But with affectionate and eager haste, Was every arm outstretched around their guest, To welcome and to bless his aged head. Soon was the hospitable banquet placed; And Gertrude's lovely hands a balsam shed On wounds with fevered joy that more profusely bled. „O haſt du,“ rief getäuſcht er,„denn vergeſſen,“ Und ſah im Kreis ſich um, entrüſtet ſchier, „Den Tag, o Chriſtenhäuptling, ganz vergeſſen, Als ich den Friedensbecher trank mit dir? Wohl ragte noch mein Haupt in dunkler Zier, Die heut ſo weiß, wie Apalachia's Schnee; Wenn aber fünfzigjähr'ge Fehde für Mein Land, wenn Alter mich entſtellt, ſo geh', Bring meinen Knaben, daß er ſeinen Retter ſeh'.“— 13. Und unverweilt, mit Glut in Herz und Blick, Eilt Waldgrav auf ihn zu, begrüßt ihn laut; Doch der Oneyda fährt erſtaunt zurück, Da er den eignen Sinnen nun nicht traut; Er faßt beim Arme ihn und ſchaut— und ſchaut— Kaum wehrte man des Lachens arger Luſt, Wie er ſo prüfend ſtand im Kreiſe traut; Da endlich rief er froh und ſelbſtbewußt: Es iſt der meine, ja! und ſchloß ihn an die Bruſt.— 14. „Ja! meiner Jahre Stolz rufſt du zurücke, Wo noch des Geiſtes Sehne nicht erſchlafft, Wo ich durch Wald und Flur und Feindestücke Dich wie den Köcher trug mit flüchtgem Schaft, Leicht, wie der Wirbelwind die Wolk' entrafft. Nicht Feind, nicht Cougar? durfte feindlich nah'n, Denn wie des Bergſtroms Sturz war meine Kraft! Und denkſt du noch des lauten Jubels dann, Als wir vom letzten Berg der Weißen Hütten ſah'n?—“ 1 „Nun ſei willkommen mir mein Sterbelied, Da ich dich noch geſehen und umfaßt.“— Noch war er lange nicht des Jubelns müd'; Doch ſchon umſchlang mit liebevoller Haſt Von ihnen jeder dieſen Braven, faſt Wie einen alten, treuen Hausgenoſſen. Schon lud ein reichlich Mahl den müden Gaſt, Und Balſam ward von Gertruds Hand gegoſſen Auf Wunden, die im Freudenfieber wieder floſſen. r ꝗ—— 833.— 83——— 3 5 „ 2 —— NVI. „But this is not à time,“—-he started up, And smote his breèast with woe-denouncing hand- „This is no time to fill the joyous cup, The Mammoth comes,-the foe,—the Monster Brandt, With all his howling desolating band; Theèse eyes have seen their blade and burning pine Awake at once, and silence half your land. Red is the cup they drink; but not with wine: wake, and watch to-night, or séee no morning shine! XVII. Scorning to wield the hatchet for his bribe, Gainst Brandt himself Jwent to battle forth:“ Accursed Brandt! he left of all my tribe Nor man, nor child, nor thing of living birth: No!! not the dog, that watched my household hearth, Escaped that night of blood, upon our plains! All perished!—I alone am left on earth! To whom nor relative nor blood remains, No not a kindred drop that runs in human veins!“ XVIII. But gol—and rouse your warriors;—for, if right These old bewildered eyes could guess, by signs Of striped and starrèd banners, on yon height. Of eastern cedars, o'er the creek of pines Some fort embattled by your country shines: Deéep roars the innavigable gulf below Its squarèd rock, and palisaded lines. Go! seek the light its warlike beacons show; Wlilst Jin ambush wait for vengeance, and the foe!“ XIX. Scarce had he uttered-when Heaven's verge extreme Reverberates the bomb's descending star,.— And sounds that mingled laugh,-and shout,-and scream,— To krèeze the blood, in one discordant jar, Zung to the pealing thunderbolts of war. Whoop after whoopb with rack the ear assailed; As if unearthly fiends had burst their bar; While rapidly the marksman's shot prevailed:— And aye, as if for death, some lonely trumpet wailed. „Doch iſt's nicht Zeit!“ rief jetzt der Alte wild, Und ſchlug zum Leid die Bruſt mit eigener Hand, „Nicht Zeit, daß man den Freudenbecher füllt; Der Mamuth kommt,— der Feind,— das Monſter Brandts Mit ſeiner gräßlichen Mordbrennerband'! Dies Auge ſah ihr Schwert und Feuerſchein Im Schlaf hinmorden euer halbes Land; Rot iſt ihr Lieblingstrunk; doch iſt's nicht Wein; Wach't dieſe Nacht, ſonſt möcht' es eure letzte ſein!“ 4 „Beſtechen wollt' er meines Armes Wucht, Doch gegen ihn ich meine Waffe nahm; Da ſiegte Brandt und ließ— er ſei verflucht! Uns weder Weib noch Kind vom ganzen Stamm; Ja! nicht einmal mein treuer Hund entkam In jener blutgen Nacht auf unſrer Flur; Dahin ſind alle außer mir, o Gram! Und ausgetilgt iſt meines Blutes Spur, In Menſchenadern rinnt auch nicht ein Tropfen“ nur!“ 18. „Doch eilt, ruft eure Krieger auf zum Streit; Denn haben dieſe Augen recht geſehn An Bannerſchmuck mit Stern und Streifen heut, Jenſeits der Tannenbucht auf Cedernhöhn Sahn ſie ein Fort, von euch gerüſtet, ſtehn, Von Ouadern ſtark, mit Paliſſadenreihn, — Tief rollend dort des Golfes Wogen gehn— Auf! zeigt das Kriegsſignal im Feuerſchein! Dem Feind mein Hinterhalt, und dann die Rache mein!“ 9— Kaum war's geſagt, als unter grauſem Dröhnen Am Himmel man der Bombe Stern gewahrt, Aus Lachen, Ziſchen ein gemiſchtes Tönen, Das uns ſo gräßlich in die Ohren ſchnarrt, Daß in den Adern faſt das Blut erſtarrt. Ein wildes Kriegsgeſchrei hallt durch die Nacht, Als gelt' es eine Höllengeiſterfahrt, Und, von der Schützen Feuer überragt, Gleichſam zum Tode ladend die Trompete klagt. 6* C.CC.C ———— —. XX. Then looked they to the hills, where fire o'erhung The bandit groups, in one Vesuvian glare; Or swept, far sèen, the tower, Wwhose clock unrung, Told legible that midnight of despair. She faints,—she falters not,-the heroic fair,— As he the sword and plume in haste arrayed. One short embrace-he clasped his dearest care— But hark! what nèearer war-drum shakes the glade? Joy, joy! Columbia's friends are trampling through the shade! XXI. Then came of every race the mingled swarm, Far rung the groves and gleamed the midnight grass, With flambeau, javelin, and naked arm; As warriors wheeled their culverins of brass, Sprung from the woods, à bold athletic mass, Whom virtue fires, and liberty combines: And first the wild Moravian yagers pass, His plumed host the dark Iberian joins And Scotia's sword benèeath the Highland thistle shines. XXII. And in, the buskined hunters of the deer, TO Albert's home, with shout and cymbal throng:— Roused by their warlike pomp, and mirth, and cheer, Old Outalissi woke his battle song, And, beèeating with his war-club cadence strong, Tells how his deèep-stung indignation smarts, Of them that wrapt his house in flames, ere long, To wWhet a dagger on their stony hearts, And smile avenged ere yet his eagle spirit parts XXIII. Calm, opposite the Christian father rose, Pale on his venerable brow its rays Of martyr light the conflagration throws; One hand upon his lovely child he lays, And one the uncovered crowd to silence sways; While, though the battle flash is faster driven,.— Unawed, with eye unstartled by the blaze, He for his bleeding country prays to Heaven,.— Prays that the men of blood themselves may be forgiven. Und ſieh! Vulkaniſch hoch die Flamme ſprüht, Dort von Banditengruppen angefacht; Schon iſt die Glock' am Turme brandumglüht Und kündet dumpf von ſelbſt die Schreckensnacht. Doch Gertrud bleibt geſetzt und unverzagt, Als Heinrich jetzt legt Schwert und Helmbuſch an, Sie kurz umarmt und Troſtesworte ſagt— Doch horch! Vom Abhang Drommelſchläge nahn; Hurrah! Columbia's Freunde ziehn den Wald heran!— 21. Da kam, von jedem Volk gemiſcht, ein Schwarm; Der Hain erſchallt, es glänzt des Graſes Grün Von Fackellicht und Speer im nackten Arm; Dem Wald entſtammt, ein Hauf athletiſch kühn, Sie rüſtiglich ihr ehern Feldſtück ziehn, Durch Mut entflammt und Freiheitsſinn geeint. Erſt eilt zum Kampf der mährſche Jäger hin, Dann ſucht der braune Spanier ſeinen Feind, Und über Schottlands Schwert die Hochlanddiſtel ſcheint. 22. Und eine Schar im rauhen Jägerkleid Sucht Alberts Hof mit Ruf und Cymbelklang; Es weckt ihr Kriegsgepräng' und Munterkeit Des alten Outaliſſi Schlachtgeſang, Zu dem im Takt' er ſeine Keule ſchwang. Er kündet der Entrüſtung tiefen Schmerz Gen die ſein Haus vernichtet noch nicht lang, Und wie den Dolch ihm wetzen werd' ihr Herz Von Stein, eh' noch ſein Adlergeiſt ſtieg' himmelwärts. 23. Jedoch mit Chriſtenruh blickt Albert drein, Und auf ſein würdig Haupt ergießt der Brand Von fern ein mattes Licht wie Heilgenſchein; Jetzt legt er ſegnend auf ſein Kind die Hand, Den ehrerbietgen Gruppen zugewandt. Wenn auch des Kampfes Sturm ſchon näher weht, Der Flammen nahes Sprühn zum Aufbruch mahnt, Sein blutend Heimatland erheiſcht Gebet, Und daß für Mörder ſelbſt man um Vergebung fleht. 16 XXIV. Short time is now for gratulating speech: And yet, beloved Gertrude, ere began Thy country's flight, yon distant towers to reach, Looked not on theée the rudest partisan With brow relaxed to love? And murmurs ran, As round and round their willing ranks they drew, From beauty's sight to shield the hostile van. Grateful, on them à placid look she threw, Nor wept, but as she bade her mother's grave adieu! 3 rrrrrr —.— .————— XXV. Past was the flight, and welcome séeemed the tower, That like a giant standard-bearer frowned Defiance on the roving Indian power. Beneath, each bold and promontory mound With embrasure embossed, and armour crowned, And arrowy frieze, and wedgèd ravelin, Wove like a diadem its tracery round The lofty summit of that mountain grèeen; Here stood secure the group, and eèyed a distant scene,.— XVXVVI. A sceneè of death! wherc fires benèath the sun, And blended arms, and white pavilions glow; And for the business of destruction done Its requiem the war-horn seemed to blow: There sad spectatress of her country's woe! The lovely Gertrude, safe from présent harm, Had laid her cheek, and clasped her hands of snow On Weldegrave's shoulder, half within his arm Enclosed, that felt her heart, and hushed its wild alarm! XXVII. But short that contemplation—sad and Short The pause to bid each much-loved scene adieu! Beneath the very shadow of the fort, Where friendly swords were drawn, and banners flew; Ah! who could déem that foot of Indian crew Was near?—yet there, with lust of murderous deeds, Glèamed like à basilisk, from woods in view, The ambushed foeman's eye—-his volley speeds, And Albert-Albert-falls! the dear old father bleeds! 24. Kurz war die Zeit zum Tauſch von Freundeswort, Und doch, lieb Gertrud, eh' die Flucht begann Aus deinem Heim zum fernen Turme dort, Sah nicht auf dich der rauhſte Partiſan Mit zartem Blick, und geht Gemurmel an, Wie dich mit Sorgfalt ihre Reih'n umſchließen; „Zum Schirm der Schönheit“ gen der Feinde Nahn? Die Wackre dankt dafür mit heitrem Grüßen; Erſt bei der Mutter Grab noch Abſchiedsthränen fließen. 25. Die Flucht gelang, willkommen ſchien der Turm, Der wie ein Rieſenfahnenträger ſtund, Hohnſprechend der Indianerſchwärme Sturm. Zu Füßen ihm, um ſteiler Hügel Grund Gähnt rings durch Scharten der Kanonen Mund, Und Wälle pfeilgeformt und Ravelin' Gleich Diademen ihre Zierde rund Um dieſes Berges grünen Gipfel ziehn. Hier ſtand und ſah man auf die ferne Scene hin. 26. Des Todes Schauplatz das! wo Feuersbrünſte Bei Waffenglanz und weißen Zelten glühn, Die Kriegstrompet' in der Vernichtung Dienſte Ihr klagend Requiem zu ſingen ſchien; Da ſchaut' auf ihres Lands Verwüſtung hin Die Liebliche, für jetzt in Sicherheit; Auf Waldgrav's Schulter ruht ihr zartes Kinn, Sie halb im Arme ihm an ſeiner Seit';— Er fühlt ihr Herz und lindert ſeine Bangigkeit. 27. Doch war der Ausblick kurz, und kurzer Dauer Jed liebes Plätzchen noch einmal zu ſehen; Dicht bei dem Fort, im Schatten ſeiner Mauer, Wo Freundesſchwerter blinken, Fahnen wehen, Wer ahnte da der Wilden ſchleichend Gehen So nahe? Doch geduckt im Walde dicht Die Feinde baſiliskenäugig ſtehen; Und aus dem Hinterhalt Pfeilhagel fliegt, Und Vater Albert— ach! in ſeinem Blute liegt. PPG 5 5 ———— ——— XVXVVIII. And tranced in giddy horror Gertrude swooned; Vet, While she clasps him lifeless to her zone, Say, burst they, borrowed from her father's wound, These drops IOh, God! the life-blood is her own! And faltering, on her Waldegrave's bosom thrown Weep not, O Love!“ she cries,-to see me bleed Thee, Gertrude's sad survivor, thèee alone Heaven's peace commiserate; for scarce I heed These wounds; yet theée to leave is death, is death indeed. XXX. Clasp me a little longer on the brink Of fate! while J can feel thy dear caress: And when this heart hath ceased to beat-oh! think, And let it mitigate thy woe's excess, That thou hast beéen to me all tenderness, And friend to more than human friendship just. Oh! by that retrospect of happiness, And by the hopes of an immortal trust, God shall assuage thy pangs-when I am laid in dust! XXX. 60, Henry, go not back, when I depart, The scene thy bursting tears too deep will move, Where my dear father took theée to his heart, And Gertrude thought it ecstasy to rove With thee, as with an angel, through the grove Of peace, imagining her lot was cast In heaven; for ours was not like earthly love. And must this parting be our veéry last? No! I Shall love thee still, when death itself is past. XXXI. Half could J bear, methinks, to leave this earth,.— And thee, more loved than aught beneath the sun, If IJ had lived to smile but on the birth Of one dear pledge;—-but shall there then be none, In future timesno gentle little one, TOo clasp thy neck, and look, resembling me? Vet séems it, e'en while life's last pulses run, A sweetness in the cup of death to be, Lord of my bosom's love! to die beholding thee!“ — 49 28. Und Gertruds Sinne ſind im Schreck geſchwunden; Doch während leblos ihn ſie jetzt umſchließt, Sprich! ſind entlehnt ſie von des Vaters Wunden, Die Tropfen? Gott!'s iſt eignes Blut, das fließt! „O, weine nicht, daß du mich bluten ſiehſt,“ Rief ſie an Waldgrav's Bruſt,„dich ſchirme Gott, Mein treues Lieb, das nun allein noch iſt— Ich achte kaum hier dieſer Wunden Rot; Doch dich verlaſſen müſſen, das iſt bittrer Tod!“ 29. „O, halte mich ein wenig noch umfangen, So lang dies Herz noch dein Liebkoſen freut, Und wenn der Tod geendet hat ſein Bangen, Dann lindre der Gedanke all dein Leid, Du warſt nur Liebe mir und Zärtlichkeit Und Freundſchaft, die kein menſchlich MWaß mehr hält; O, beim Gedanken all der Seligkeit, Bei deinem Hoffen auf die beſſre Welt Wird Gott dich tröſten, wenn mein Leib in Aſche fällt.“ 30. „Geh' nicht zurück mehr, wenn mein Geiſt entrückt, Der Ort— ein Quell des Kummers würd' er ſein, Wo dich mein Vater an ſein Herz gedrückt, Und Gertrud durfte ſich des Wandelns freun Mit dir, wie einem Engel, durch den Hain Des Friedens ach! es war ein wonnig Schweben In Frühlingsliebe, nicht von irdſchem Schein! Und ſoll's für ſolche Lieb' ein Ende geben? Nein! über Tod und Grab hinaus wird ſie noch leben!“ 31. „Ich wähne, leichter wär' ich wohl geſchieden Von dieſer Erd' und dir, dem Glücke mein, Wär' unſrer Lieb ein teures Pfand beſchieden, Das mocht' in trüben Stunden Troſt dir ſein. Nun ſoll kein Ebenbild der Gertrud dein Auf Vaters Knieen, dich umhalſend, ſtehen; Doch heißt es Süßigkeit dem Tod verleihn, So lang des Lebens letzte Pulſe gehen, Dich, o Gebieter meines Herzens, anzuſehen!“— —— — — —— ——— — —.—— —— — 1 9—r—————— 85 ————C 3— 3 39 18 4 4 14 —————ç———ꝓ—”..——.— 1 50 XXXII. Hushed were his Gertrude's lips! but still their bland And beautiful expression seemed to melt With love that could not die! and still his hand She presses to the heart no more that felt. Ah, heart! where once each fond affection dwelt, And features yet that spoke aà soul more fair. Mute, gazing, agonising as he knelt.— Of them that stood encircling his despair, He heard some friendly words; but knew not what they were. XXXIII. For now, to mourn their judge and child, arrives A faithful band. With solemn rites between, Twas sung, how they were lovely in their lives, And in their deaths had not divided been. Touched by the music, and the melting scene, Was scarce one tearless eye amidst the crowd:— Stern warriors, resting on their swords, were seen To veil their eyes, as passed each much-loved shroud- While woman's softer soul in woe dissolved aloud. XXXV. Then mournfully the parting bugle bid Its farewell, o'er the grave of worth and truth; Prone to the dust, afflicted Waldegrave hid His face on earth;—-him watched, in gloomy ruth, His woodland guide: but words had none to soothe“ The grief that knew not consolation's name: Casting his Indian mantle o'er the youth, He watched, beneath its folds, each burst that came Convulsive, ague-like, across his shuddering frame! XXNXVV. And I could weep;—the Oneyda chief His descant wildly thus begun: „But that I may not stain with grief The death-song of my father's son, Or bow this head in woe! For by my wrongs, and by my wrath! TO morrow Areouski'ss breath (That fires yon heaven with storms of death), Shall light us to the foe: And we shall share, my Christian boy! The foeman's blood, the avenger's joy! 82. Und ſeiner Gertrud Lippen waren ſtill; Doch ſprach ihr Ausdruck noch, ſo ſchön und mild, Von Liebe, die nicht ſterben kann noch will; Sie drückt die Hand an's Herz, das nicht mehr fühlt, Ein Herz, ach! einſt mit Zärtlichkeit erfüllt, Und Züge, jüngſt mit ſchönſter Seel' im Bunde— Stumm, vor ſich ſtarrend, ſchmerzdurchwühlt, Hört er wohl Worte aus befreund'tem Munde, Doch, was ſie ihm bedeuten, fühlt er nicht zur Stunde. 33. Mit ernſten Weiſen nahn jetzt treue Scharen, Zu feiern ihren Richter und ſein Kind. Man ſang, wie ſie voll Lieb im Leben waren, Und auch im Tode nun vereint noch ſind. Es löſt der Töne Kraft den Schmerz gelind', Und kaum ein Auge ſieht man thränenlos; Denn, als der Lieben letzter Gang beginnt, Erweichet ſelbſt der rauhen Krieger Troß, Derweil der Frauen Seel' in lautes Weh zerfloß.— 34. Dann rief das Horn ſein traurig Lebewohl, Und ſchloß das Grab den Preis der Tugend ein, Und Waldgrav, tiefſten Jammers übervoll, Drückt das Geſicht zur Erd', es wartet ſein In düſtrem Ernſt der Freund vom Wald; allein Kein Troſteswort mag ſolchem Gram er geben, Und breitet über ihn den Mantel ſein; Doch kündet ihm der Hülle wogend Weben, Wie Schmerzenſchauer ſeinen ganzen Leib durchbeben. 35. „Ich könnte weinen,“ alſo klang Des Häuptlings wilder Liedeston; „Doch ſchänden ſeinen Todesſang Darf nimmer meines Vaters Sohn, Muß Leiden widerſtehn! Bei meiner Kränkung, meinem Groll, Der Odem Oreouski'ss, voll Der Todesſtürme, morgen ſoll Uns vor dem Feind umwehn! Dann Chriſtenknabe ſei bereit Für Feindesblut im Racheſtreit!“ * 9 XXVXVVI. But theèe, my flower, Wwhose bréath was given By milder genii o'er the deep, The sSpirits ok the white man's heaven Forbid not thèe to weep: Nor will the Christian host, Nor will thy father's spirit grieve, TO sèe theèe, on the battle's eve, Lamenting, take à mournful leave Of her who loved theèe most: She was the rainbow to thy sight! Thy sun-thy heaven—of lost delight! XNVXVVII. To-morrow let us do or die! But when the bolt of death is hurled, Ah! Wwhither then with theée to fly, Shall Outalissi roam the world? Seek we thy once-loved home? The hand is gone that cropt its flowers: Unbeard their clock repeats its hours! Cold is the hearth within their bowers! And should we thither roam, Its echoes, and its empty tread, Would sound like voices from the dead! XXVNVVIII. Or shall wWe cross yon mountains blue, Whose streams my kindred nation quaffed? And by my side, in battle true, A thousand warriors drew the shaft? Ah! there in desolation cold Theé desert serpent dwells alone, Where grass O'ergrows each mouldering bone, And stones themselves to ruin grown, Like me, are death-like old. Then seek we not their camp,—for there- The silence dwells of my despair! XXXX. But hark, the trumpIto-morrow thou In glory's fires shalt dry thy tears: E'en from the land of shadows now My father's awful ghost appears, Amidst the clouds that round us roll; He bids my soul for battle thirst He bids me dry the lastthe first The only tears that ever burst From Outalissi's soul; Because I may not stain with grief The death-song of an Indian chief!“ — 80850 353 36. „Doch dir, mein Sohn, zu dem hinieden Ein mildrer Geiſt im Schickſal ſpricht: Die Genien deines Himmels verbieten Dir ja das Weinen nicht.— Noch ſchmält das Chriſtenheer, Noch deines Vaters Geiſt beklagt, Daß dir am Abend vor der Schlacht Der Mut, von ihr zu gehn, verſagt, Die dich geliebt ſo ſehr!— Sie war die Sonne deinen Blicken, Dein Regenbogen, dein Entzücken!“ 37. „Zum Kampf denn oder Tod wir ziehn; Doch wenn die Axt den Feind gefällt, Wohin, ach! dann mit dir zu fliehn, Schweift Outaliſſi durch die Welt? Zum Heim, dir jüngſt ſo lieb? Fort iſt, die Blumen dir gepflückt, Kalt iſt der Herd, der dich beglückt, Und ungehört die Wanduhr tickt! Wenn auch die Hütt' uns blieb, Der öde Tritt, des Echos Schallen, Wie Geiſterſtimmen würd' es hallen.“ 38. „Auch das Gebirg' uns Obdach beut, Deß Bäche einſt mein Volk erquickt, Wo tauſend Krieger mir zur Seit' Der Pfeile Hagel abgedrückt. Doch da iſt's öd' und kalt.— Da hauſt die Wüſtenſchlang' allein; Das Gras wächſt über morſch Gebein, In Trümmer fällt ſogar der Stein, Gleich mir verwittert, alt! O, meiden wir den grauſen Ort, Denn mein Verzweifeln wohnet dort!“ 39. „Horch! Die Trompete! Bald, mein Freund In Ruhmesſchein dein Auge gleißt; Sogar vom Schattenland erſcheint Jetzt furchtbar meines Vaters Geiſt Dort zwiſchen Wolken helle! Er heißt mich froh zum Kampfe gehn, Heißt trocknen mich die einzge Thrän', Die man hat jemals quellen ſehn Aus Outaliſſi's Seele, Dieweil ich nie entweihen kann Das Schlachtlied eines Indſchen Clan!“ οοοο — 1 Erklärende Anmerkungen zu Gertrud von Wyoming. Anmerkung 14. Uber den Schauplatz der voranstehenden Dichtung und die derselben zu Grunde liegenden Ereignisse berichtet Baneroft in seiner„Geschichte der Amerikanischen Revolution“(übersetzt von A. Bartelg) im Wesentlichen Folgendes: Von Hügelketten begrenzt, welche drei Meilen weit zur Seite liegen, windet sich der Susquehana eine Strecke von mehr als zwanzig Meilen durch das Thal von Wyoming. Zerrissene Felsen, von Nebenflüssen durch- brochen, erheben sich im Osten, während die westlichen Abhänge üppig fruchtbar sind. Connektikut hatte diese schöne Landschaft angebaut und regierte sie als seine Grafschaft Westmoreland. Die Ansiedelungen, 1754 begonnen, wuchsen an Zahl und Wohlstand, bis ihre jährliche Steuer auf zweitausend Pfund in Connekti- kut'scher Währung stieg. Im Winter von 1776 unterstützten die Bewohner Washington mit 2 Infanterie-Com- pagnien, obschon ihre Männer alle notwendig waren, um ihre eigene Heimat zu schützen. Da sie von dem Bündnis der Engländer mit den Sechs Nationen Kenntnis hatten, errichteten sie eine Reihe von zehn Forts, wWelche als Zufluchtsorte dienen sollten.— Der Stamm der Senecas(eine der berühmten fünf Nationen, welche das Land zu beiden Seiten der grossen Seen inne hatten), hatte seine Häuptlinge und Tapferen, welche in dem Zusammenstosse mit den New- Vorker Bauern zu Oriskany flelen, noch in frischer Erinnerung. Ihr König Sucingerachton war im Kriege sowohl als im Rate der bedeutendste Mann der sämtlichen Sechs Nationen. Seine Anhänglichkeit an die Engländer ging bis zur Leidenschaft gegen den Bund zwischen Amerika und den Franzosen, gegen welche er einen unauslöschlichen Hass nährte. Durch seinen Einfluss und durch Schmeicheleien, Geschenke, Gelder und Aussichten auf Rache reizte Oberst John Butler die Seneca-Krieger, die Grenze Pennsylvaniens unt er britischer Fahne zu überschreiten. Die Bande von Wilden und Landstreichern, zwischen fünf- und siebenhundert Mann zählend, fiel am Tioga-Flusse herunter ein und verbarg sich am letzten Tage des Juni in den Wäldern oberhalb Wyoming. Am nächsten Tage kapitulierten die zwei nördlichsten Forts. Die Männer von Wyoming, Alt und Jung, mit einer regulären Compagnie, in Allem kaum mehr als dreihundert, berieten sich unter einander und sahen keine Hoff- nung auf Befreiung ihrer Familien ausser durch einen siegreichen Kampf mit einem ihnen an Zahl doppelt überlegenen und in den Wäldern weit besser als sie bewanderten Feinde. Am 3. Juli begann die geweihte Schar, geführt von Oberst Z. Butley, welcher eben aus dem Dienste der Vereinigten Staaten zurückgekehrt war, ihren Marsch stromaufwärts. Die Horde der Eindringlinge, indem sie sich stellte, als zöge sie sich zurück, legte sich in einem offenen Gehölze auf den Boden nieder. Die Landleute von Wyoming begannen zu feuern, als sie näher rückten, und standen bei der dritten Salve binnen hundert Ellen vom Hinterhalte, als die Tapfern der Senecas den Angriff begannen und sofort durch die Landstreicher unterstützt wurden. Die Senecas gaben keinen Pardon und erbeuteten in weniger als einer halben Stunde zweihundert und fünfzig Scalps, darunter jene von zwei Stabsoffizieren und sieben Hauptleuten. Die Landstreicher retteten nur das Leben von fünf ihrer Gefangenen. Auf britischer Seite wurden nur zwei Weisse getötet und acht Indianer verwundet. Am nächsten Tage kapitulierten auch die übrigen Forts, welche hauptsächlich mit Weibern uud Kindern gefüllt waren. Der lange wehklagende Zug der Uberlebenden, welche von ihren Kornfeldern, ihren Gärten, den Flammen ihrer Hütten, den unbestatteten Leichen ihrer geliebten Verteidiger flohen, retteten sich durch einen Pass zwischen den Hügeln nach den östlichen Niederlassungen. Jedes Fort und jede Wohnung wurde niedergebrannt. ) Die vier andern waren die Onondaga, Oneida, Mohawk und Cayuka, zusammen das Volk der Irokesen und Huronen darstellend.— — 55— Was die Dichtung selbst anlangt, durch welche der Dichter der Entstehung der nordamerikanischen Niederlassungen mit ihren Gefahren und Kämpfen ein Denkmal setzte, so war dieselbe s. Z. in England fast so beliebt, wie bei uns„Hermann und Dorothea“, und noch im Jahre 1857, also nahezu ein halbes Jahrhundert nach ihrem ersten Erscheinen(1809) wurde eine Prachtausgabe davon hergestellt mit fünfunddreissig höchst Künstlerisch ausgeführten Illustrationen bei G. Rudledge& Cie. in London.— Anm. 1. The mocking-bird, die Spottdrossel, hat die Gestalt der Drossel, ist aber etwas grösser; ihre Farben sind eine Mischung von schwarz, weiss und grau. Was über die Nachtigall von ihren grössten Bewunderern gesagt wird, passt in höherem Grade auf die Spottdrossel, welche im natürlichen Zustande zum Entzücken schön singt. 2. Green Albin, Schottland.— 3. Pellochs, die gälische Benennung für porpoise, Stachelschwein.— Sepulchral cairn, Steinhaufgrabmal, ein Steinhaufen von runder oder konischer Form, dergleichen die Bewohner der britischen Inseln in alter Zeit als Grabdenkmäler errichteten. Sie scheinen in Schottland noch häufig angetroffen zu werden. 4. Corbrechtan oder Corybrechtan ist ein Strudel an der Westküste von Schottland, nahe bei der Insel Jura, welcher in erstaunlicher Entfernung gehört wird. Wenn das Wetter schön, und die See an diesen malerischen Ufern ruhig ist, hört man diesen Strudel meilenweit, wie das Rollen zahlloser Wagen.— 5. Die Indianerstämme haben alle grosse Ahnlichkeit an Farbe, Gestalt ete. Sie sind alle, mit Aus- nahme der Snake Indians, von hohem, geradem Wuchs und kräftig gebaut.— 6. Die Indianer Nordamerika's begleiten jede formelle Anrede an Fremde, mit denen sie einen Ver- trag der Freundschaft schliessen, mit der Ubergabe einer Schnur oder eines Gürtels von Wampum. Dasselbe besteht aus 2zylinderförmigen, wie Perlen gefassten Muscheln, schwarz und weiss, welche bei ihnen geschätzt werden wie Gold und Silber bei uns.— 6a. Die Taube ist auch beim Indianer das Sinnbild der Sanftmut; er liebt es, sich bildlich aus- zudrücken. 7. Die Gürtel Wampums), welche bei allen Verträgen, Erklärungen und wichtigen Unterhandlungen von einer Nation an die andere übergehen, werden in den Hütten ihrer Häuptlinge sehr sorgfältig aufbewahrt und dienen nicht nur als eine Art Dokument, sondern auch als Bestandteile des öffentlichen Schatzes.— 8. Areouski, der Kriegsgott der Indianer. 9. The evil Manitou: Gleichwie die Indianer an den grossen Geist glauben, als die Quelle alles Guten, von dem nichts Böses kommen kann(Kitchi Manitou), eben so glauben sie an einen bösen Geist, dem sie grosse Macht zuschreiben, vermöge deren er die Menschheit mit Ubeln heimsucht(Mat chi Manitou).— Auch an Geister geringeren Grades mit gewissen Berufsphären glauben sie.— 10. Sagamité, ist eine Art Suppe für Kranke, fever-balm eine Arznei, das Dekokt eines Strauches, Fieberbaum genannt.— 11. The eagle of myttribe, meines Stammes Kar. Die Indianer unterscheiden sich sowohl persönlich als auch stammweise durch Namen gewisser Tiere, deren Eigenschaften wie List, Schnelligkeit, Stärke u. s. w. sie zu besitzen glauben.— 12. Ganz anders des Oneyden Art, far differently the Oneyda took... Die Indianer sind ausserordentlich kühl und überlegt und darauf bedacht, keine Bewegung des Gemütes zu verraten, was sie für unmännlich halten.— 13. Die Friedenspfeife, calumet of peace, aus einer Art weichem, rotem Stein verfertigt mit einer Röhre von Rohr oder weichem Holz, mit verschiedenen Farben bemalt und den Federn der schönsten Vögel geziert; der Gebrauch derselben ist hinlänglich bekannt.— 14. Schwung der Wiege, treerocked cradle. Die Indianermütter hängen ihre Kinder in einer eigentümlichen Art von Wiege an die Zweige der Bäume und lassen sie vom Winde schwingen oder wiegen. 14b. An grimmen Gegensatz von Gut und Schlimm, bezieht sich auf die erstaunliche Zähigkeit und Ausdauer in Ertragung von Hunger, Durst und Strapazen aller Art und auf die Leichtigkeit, mit der sie sich unter Umständen durchzuhelfen wissen.— 15. Schuhe, moccassins, Fussbekleidung der Indianer.— 16. In Traumesland, in the dreaming land. Es giebt nichts, worin diese Barbaren ihren Aber- glauben weiter treiben als in Hinsicht ihrer Träume. Sie sehen im Traum entweder ein Verlangen der Seele, das ihr von irgend einem Genius eingegeben wurde, oder einen Befehl desselben und halten es daher für religiöse Pflicht, ihnen zu gehorchen.— 17. Das Lotushorn, eine Blume wie ein Horn gestaltet, in welcher die Indianer auf ihren Zügen duroch die Einöde oft einen Trunk Tau finden. 18. Das Krokodil, das amerikanische, der Alligator. 19. Der einsame Pilgersmann, that lone Wayfaring man. Ubrigens verstehen sie es auf Birkenrinden sehr genaue Karten der Länder zu zeichnen, die sie kennen; es fehlen nur Länge- und Breite- grade, um sie vollständig zu machen.— Teil UI. 1. Der Väter Staub, their fathers' dust. Es ist Sitte der Indianerstämme, die Gräber ihrer Ahnen in den kultivierten Teilen Amerika's zu besuchen, wo sie schon über ein Jahrhundert begraben liegen.— 2. Der Brücke Rohr, the wild-eoane arch ete., die Brücken über schmale Flüsse und Schluchten in vielen Teilen des spanischen Amerika sind aus Rohr gefertigt, und werden, wie stark sie auch zum Uberschreiten derselben sind, vom Sturme hin und her bewegt, was häufig die Wirkung der malerischen Gebirgsscenen noch erhöht.— Teil Ill. 1. Feld und Hütten, burning plains, Andeutung auf die Leiden im Gefolge des ameri- kanischen Kriegs.— 2. Cougar, der amerikanische Tiger. 3. Brandt, fingirter ame des Anführers der Mohawks und anderer Wilden, welche diesen Teil von Pennsylvanien verwüsteten. Vergl. Anmerkung 1.— Übrigens gab es solch eine Persönlichkeit, nur nicht 80 schlimm, wie sie der Dichter auf falsche Berichte hin geschildert hat. Nachdem einige Zeit nach Erscheinen des Gedichtes der Sohn des Häuptlings Brandt den Dichter in England aufgesucht und von der Falschheit krüherer Gerüchte über seinen Vater überzeugt hatte, z6gerte der Dichter nicht, dem Gekränkten durch öffent⸗ liche Erklärungen Genugthuung zu geben; allein der Name blieb im Gedicht. 4. Kuch nicht ein Tropfen, not àa kindred drop of blood: Umschreibung der Ausserung eines Mingo-Häuptlings: There runs not à drop of my blood in the veins of any living creature.—(Von Anm. 4 an erheblich abgekürzte Wiedergabe der Bemerkungen des Dichters.) 5. Siehe Anmerkung J. 8. Berichtigung. S. 7, Str. 5, V. 5 lies'sein Auge, anstatt: seine Auge. S. 15, Str. 21, V. 9 1. Jahre schwand, anstatt Jahr schwand. S. 37, Str. 6, V. 2 1. transatlantsche, statt transatlandtsche F. P NN—