.-. ■•••• -"*f • *TdJt.&. -9 Çr *S*i ^.««v ^ Ist---« yW», 'AiX :i. «æ >«<* ;«x v ): „Rut in these dayes (although some learned Princes may take delight in them) yet vniuersally it is not so. For as well Poets as Poesie are despised, and the name become, of honorable infamous, subiect to scorne and derision, and rather a reproch than a prayse to any that vseth it.“ ') Puttenham, Arte of English Poesie. 1589. Arber’s Reprints vol. VII 18t>9, S. 33. 5. Sabbie’s Pans Pipe. 39 5. Francis Sabbie. Im Jahre 1595 erschienen drei Eklogen von Francis Sabbie unter dem Titel: Pans Pipe, Three Pastorall Eglogues, in English Hexameter. With Other Poetical Verses delightfull For the further delight of the Reader, the Printer hath annexed hereunto the delectable Poeme of the Fisher-mans Tale. Imprinted at London by Richard Jhones, at the signe of the Rose and Crowne, neere to S. Andrewes Church in Holborne. 1595. Sabbie ist weit mehr als seine Vorgänger von den lateinischen Mustern abhängig. Besonders stark ist die Anlehnung an Mantuan, an den in jeder der drei Eklogen Anklänge nachzuweisen sind. Auch in der Form zeigt sich die Einwirkung der lateinischen Vorbilder, da Sabbie’s Eklogen in Hexametern (gelegentlich mit Einmischung von Distichen, Sap- phischen Strophen etc.) geschrieben sind. Auf den Inhalt der einzelnen Eklogen näher eiuzugehen, ist nicht nötig, da Sommer in seinem Buch über die englische Hirtendichtung 1 ) eine ausführliche Analyse gegeben hat. Es sei hier nur auf das Verhältnis Sabbie’s zu Mantuan' 2 ) hingewiesen. Die erste Ekloge besteht aus einem Zwiegespräch zwischen den Hirten Tyterus und Thirsis, in dessen Verlaufe der erstere die Geschichte seiner Werbung um Phillida erzählt. Das Mädchen hatte ihn zuerst abgewiesen und darüber war Tyterus in tiefe Schwermut verfallen. Endlich bemerkt der Vater seinen Kummer. I'lien to me forthwith he came, he charg'd me with it, he praid me, To disclose my mind, and he would do what he could do : Then contest I my loue, tis (said I) Phillida father, Philida, Damons daughter it is, whose loue thus I burne in, Be content, my father said, her loue will I sue for. Vgl. damit Mantuan, S. 144 (Ekloge I): ') Sommer a. a. 0. S. 55—til. 2 ) Die Eklogen Mantuans sind citiert nach der Sammlung: En habes lector Bvcolicorvm avtores XXXVIII. qvotqvot uidelicet ä Vergilij aetate ad nostra usque tempora, eo poematis genere usos, seduld inquirentes nancisci in praesentia licuit: Farrago qvidem Eclogarum CLVI. mira cfim elegautia tum uarietate referta etc. Basileae [151(1]. 40 I. Die Eklogendichtung. Vt pater aducrtit, mitem se prsebuit ultra Consuetum: quod & ipse suos expertus, amorum Sciret onus, blandoque loquens humaniter ore: Die, inquit, die Fauste, quid hoc quod poctore uoluis? Infelix puer, h*c facies testatur amorem. Die mihi, ne pudeat curas aperire parenti. Vt facilem pater affectum prse se tulit, ultro Rem confessus, opem petij: promisit. In der zweiten Ekloge erzählt Meliboeus seinem Freunde Dämon die Liebesgeschichte seiner Tochter Alinda. Dieselbe liebte den Schäfer Faustus, aber erst nachdem die Liebe der beiden durch eine siebenjährige Trennung auf die Probe gestellt worden sei. habe Faustus seine treue Alinda heimfuhren dürfen. Die Erzählung wird veranlasst durch die Frage Damon’s, wie es denn komme, dass Meliboeus seine Tochter einem Städter gegeben habe. Danton sucht diesen Vorwurf dadurch zu entkräftigen. dass er erzählt. Faustus sei gar kein Städter, er habe nur in der Stadt seine Prüfungsjahre durchgemacht. Das Motiv des Gegensatzes zwischen Stadt- und Landbewohner und der Abneigung der Hirten gegen die ersteren ist schon bei Mantuan ein beliebtes (vgl. Mantuan, Ekloge 2, 3, 6). Sabbie hat es von ihm entlehnt. Die dritte Ekloge zeigt den engsten Anschluss an Mantuan. Sie besteht aus einem Wechselgesang zwischen drei Hirten, von denen jeder ein Lied singen soll, während Faustus, der vierte, die Entscheidung zu treffen hat, wer am besten gesungen habe. Diese Wechselgesänge, bei denen es sich auch oft um einen vorher festgesetzten Preis handelte, waren schon von Theokrit in die bukolische Dichtung eingeführt worden (vgl. Theokrit Id. 5, 6, 8, 9). Auch Vergil hatte sie in seinen Eklogen angewendet (dritte, fünfte, siebente, achte). Das Lied nun, welches der Hirte Dämon zum Besten giebt, ist eine fast wörtliche Uebertragung eines Teiles der siebenten Ekloge Mantuan’s, „Pollux“ Uberschrieben. Der Hirte AIplius erzählt darin die Geschichte von der Erschaffung des Hirtenstandes und von dessen hoher Bedeutung. Auch Barclay hat diese Erzählung in einer seiner Eklogen (der fünften: vom Städter und vom Landmann) verwendet. 1 ) ') lieber das Verhältnis Barclay’s zu Mantuan in dieser Ekloge vgl. Reissert a. a. 0. S. 16 und 17. 5. Sabbie’s Pans Pipe. 41 Damon beginnt: When Ioue first broken had the Chaos ancient. And things at variance had set at vnity: When first each element, fire, aire, and water, And earth vnmooueable were placed as you see: A plow-man then he made, he made a sheep-feeder, The plow-man he made of stonie progenie, Rebelling to the plough, like to the fiinty field, Hard-hearted, full of hate: The noble sheepfeeder He made of a milde and lowlie progenie, Gentle, and very meeke, like a sheep innocent, Oft times he to the Gods sacrifice offered, One while he gaue a Lambe, one while a tidy ealfe, Since that time sillie swaines and noble sheepfeeders Haue bene much visited and loued of the gods. Vgl. dazu Mantuan a. a. 0. S. 185 (Ekloge VII): Vt dixere patres, faciens primordia rerum (Magna canam, nobis qu* quondam tradidit Vmber) Instituit deus agricolas, pecorisqite magistros: Primus agri cultor rudis, immansuetus & asper, Qualis humus seguis, lapidosa, rebellis aratro. Ast ouium primus pastor, mitissima proles Instar ouis, qua: bile caret, qua: lacte redundat, Mitis erat, nullis unquam pastoribus asper. De grege ssepe suo sacrum ponebat ad aras. Nunc oue, nunc pingui uitula faciebat, & agno Sa'pius, & magno diuos ambibat honore. (S. I SO.) Sic profecit apud superos, sic numina flexit, Yt fuerit primo mundi naseentis ab ortu Tempus ad hoc, cselo pecoris gratissima cura. Sabine zählt nun ala hervorragende Vertreter des Hirtenstandes auf: Abraham — Lot — Paris — David — Moses — die Hirten, die Christus nach dessen Geburt begrtissen. Angels brought (men afirm) to busie sheepfeeders, In fields of Bethlehem newes of a Sauiour, Before Magicians and noble Emperours, Th’ infant laid in a crib, Ioues mightie progenie, Mankinds ioy, life, and health cuntrie swains viewed. Vgl. damit Mantuan, S. 186: Cmlestes animi Christo ad praesepia nato, In caulis cccinere deum pastoribus ortum. Et noua diuini partus miracula docti 42 I. Die Eklogendichtung. Pastures, primi natum uidere Tonantem. Et sua pastores infans regnator Olympi ; Ante magos regesqwe dedit cunabula seire. Der dritte Hirte, Thestilis, trägt eine Ode auf die Königin Elisabeth vor. Obwohl Sabbie sich auch hier ganz in den I klassischen Vorbildern befangen zeigt, indem zur Verherrlichung ; der Königin die römische Mythologie herangezogen wird, geht j doch ein warmer Patriotismus durch das Gedicht. Der Jubel I des englischen Volkes über die Befreiung der aus Spanien und Korn drohenden Gefahr klingt durch das exotische Metrum (sapphische Strophen) und die konventionellen Redensarten, mit denen die Königin gepriesen wird, lebhaft durch. 1 0 from what Seil las she preserued hath, From Spanish armies Ioue hath her protected, Thy force 0 Romish Prelate, and wiles hath she Wiselie detected. Her realme in quiet many yeares she ruled, Her subiectes saftie verie much regarding, Punishing rebels, she reformeth vices, Vertue rewarding. The plow-man may now reap his haruest in ioy, Each man may boldly lead a quiet life here; We shepheards may sit with our heard in field, and Merilie pipe here. A Phoenix rare she is on earth amongst vs, A mother vs her people she doth nourish: Let vs all therefore, with one heart, pray Ioue that Long she may flourish. Es erübrigt noch einiger Eklogen zu gedenken, die kurz vor Elisabeth’s Tode veröffentlicht wurden. Sie sind enthalten in der im Jahre 1602 erschienenen Gedichtsammlung „A Poetical Rhapsodie“.') Der Herausgeber derselben, Francis Davison, der Sohn jenes unglücklichen Sekretärs Elisabeth’s, hat unter anderen Gedichten auch eine Ekloge zu der Sammlung beige- trageu. Zwei weitere sind „A. W.“ und „Ignoto“ unterzeichnet. Keines von diesen Gedichten bietet irgend etwas bemerkenswertes. Die von Davison verfasste Ekloge (Bullen I, 48—58) enthält die Klage eines Jünglings und ist im engsten Anschluss an das von Spenser und Drayton gegebene Muster geschrieben. ’) A Poetical Rhapsody edited by Collier in Seven Poetical Miscellanies. Bd. VII. 1867. Neueste Ausgabe: Davison’s Poetical Rhapsody, edited by A. H. Bullen. London 1890/91. 2 Bände. 6. Chettle’s Englandes Mourning Garment.. 43 Das Gedicht von A. \V. 1 ) (ib. I, 63—71) ist eine Elegie auf den Tod Sir Philip Sidney’s und die „Ignoto“ Unterzeichnete Ekloge (ib. I, 72—76) behandelt die unglückliche Liebe eines Hirten. B. Die Eklogendichtung von 1603—1625. Seit der Thronbesteigung Jakobs I. zeigt die Eklogendichtung einen wesentlich veränderten Charakter. Die gehobene, von patriotischer Begeisterung getragene Stimmung des englischen Volkes war verrauscht. Der Geist der Renaissance hatte einer mehr nüchternen, puritanischen Auffassung Platz gemacht und die beginnenden religiösen Wirren warfen bereits ihre Schatten voraus. Diese Veränderung ist auch in der Eklogendichtung wahrnehmbar; auch hier bricht sich eine mehr verstandesmässige Art Bahn. Nicht mehr der Preis der siegreichen Königin, nicht mehr die Verherrlichung Spensers und Sidney's kommen in den Eklogen zur Darstellung, sondern es werden vorwiegend politische und religiöse Fragen behandelt. 6. Henry Chettle. Im ersten Regierungsjahre Jakobs I. wurde eine Ekloge veröffentlicht, welche der Trauer um den Tod der Königin Ausdruck gehen, zugleich aber den neuen Herrscher preisen sollte. ‘La Reine est morte: vive le Roü’ wäre ein kürzerer Titel gewesen als der folgende: Englandes Mourning Garment: Worne here by plaine Shepheardes; in memorie of their sacred Mistresse, Elizabeth, Queene of Vertue while shee liued, and Theame of Sorrow, being dead. To whicli is added the true manner of her Emperiall Funerall. After whicli foloweth the Shepheards Spring-Song, for entertaineuient of King James our most potent Soueraigne. Dedicated to all that loued the deceased Queene, and honor the lining King. Non Verbis sed Virtute. Printed at London by V. S. for Thomas Millington, and are to he sold at his shop vuder saint Peters Church in Cornhil. 2 ) Der Name des Autors figuriert als lien: Chetle am Fuss von fol. F 3 verso. ‘) Ueber die noch nicht zur Befriedigung gelungene Deutung der Initialen A. W. vgl. Bullen, Introduction, S. LXVII — LXXVII. *) Ueber die 3 Ausgaben des Buches im gleichen Jahre 1003 vgl. DNB, unter Chettle, vol. X, S. 209, Spalte 2. 44 I. Pie Eklogendichtnng. Nur der Eingang dos Buches, der in die Form der dialogischen Ekloge gekleidet ist, sowie der Spring Song am Schluss, ausserdem noch 2 Einschiebsel, sind in Versen; die Hauptmasse des Buches ist in Prosa, und hat die Verherrlichung der Königin Elisabeth zum Gegenstand. Die Schäfer Collin | und Thenot sprechen über die Trauer, die sie befallen hat; Collin fällt vor Schmerz in Ohnmacht: Nymphen und andere Schäfer versammeln sich um Collin und Thenot, und der erstere erzählt dann, nachdem er sich erholt hat, in begeisterter Weise von den Tugenden und der Herrlichkeit der Schäferin Eliza. Der Hauptteil des Chettleschen Werkes berührt angenehm durch i die grosse Wärme des Tones, in der der Verfasser von der 1 dahingegangenen Königin spricht; viele charakteristische Anekdoten werden v on ihr erzählt, von ihrer Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Gelehrsamkeit, Geistesgegenwart und Unerschrockenheit > (auch eitel war sie nicht; sie sah nie in einen Spiegel! — fol. E 2 | recto). Überhaupt ist es interessant, dieses Urteil eines Zeit- > genossen Uber den vielumstrittenen Charakter der Königin un- ! mittelbar nach ihrem Dahinscheiden zu hören und zu beobachten, wie Chettle sich in seinem Kopf so manches auf politischem und besonders religiösem Gebiet, was nicht gauz eben war, zurechtzulegen sucht. Auch ist, wie bekannt, unter die Prosa ein Gedicht eingestreut — sehr an Shelley’s Adonais erinnernd — in dem Chettle die grossen Dichter der Zeit zur Totenklage aufruft: Daniel, Warner, Chapman, Jonson, und nach ihm ‘siluer tonged Melicert’: dieser — Shakspere — solle Eliza’s ‘Rape, done by that Tar quin, Death’ besingen. Den Schluss dieses Teiles bildet ‘The Funerall Song be- tweene Collin and Thenot; Dryope and Chloris, vpon the death of the sacred Virgin Elizabeth’, und nachdem wir noch eine Beschreibung des Trauerzuges beim Begräbnis der Elisabeth bekommen haben (auf 4 Seiten mit doppelten Spalten), kommen lustigere Töne: ‘The Shepheards Spring Song, in gratulation of the royall, happy, and flourishing Entrance, to the Maiestie of England, by the most potent and prudent Soueraigne, Janies King of England. France and Ireland. Collin fordert in demselben alle seine Genossen auf, den König, der Einheit und Frieden in das Reich gebracht habe, nach Gebühr zu preisen: 7. Fairfax’ Eklogen. 45 Now from the Orchades to the Cornish lies, From thence to Cambria, and the Hyberiau shore, The sound of Ciuill warre is heard no more; Each Countenance is garnished with smiles, All in one liynine with sweet contentment sing, The praise and power of James their onely King. Our onely King, one lie, one Soueraigne; 0 long-desired, and perfected good! By him the heate of wrath, and boyling blood, Is mildely quencht; and Enuie counted vaine, One King, one people, blessed vnitie, That ties such mightie Nations to agree. He comes in pompe; so should a King appeare, Gods Deputie should set the world at gaze; Yet his niilde lookes driue vs from all amaze, Clap hands for ioy, our Soueraigne draweth neere, Sing Id, Id, shepheards dance and sing, Expresse all ioy, in welcoming our King. 7. Edward Fairfax. Ebenfalls im Jahre 1603 entstanden Eklogen, welche kirchliche und politische Verhältnisse behandeln. Zwei der erhaltenen tragen einen religiös-satirischen Charakter, während die dritte, die wir wohl berechtigt sind ebenfalls Fairfax zuzuschreiben, zu jenen patriotischen Eklogen gehört, welche Englands Machtstellung zur Zeit von Königin Elisabeth feierten. Der Verfasser derselben war Edward Fairfax, der aus einer seit Jahrhunderten in Yorkshire ansässigen Familie stammte. Sein Geburtsjahr ist unbekannt. Er verbrachte sein Leben in stiller Zurückgezogenheit auf seinem Besitzthum Newhall in Yorkshire und starb dort in hohem Alter im Jahre 1635. Berühmt wurde er durch sein im Jahre 1600 veröffentlichtes Werk: „Godfrey of Bullogne“, der ersten vollständigen Ueber- setzung von Tasso’s Gerusalemme Liberata. Ausser diesem Werke, das die Höhe der damaligen Bildung voraussetzt, schrieb er noch ein merkwürdiges Buch „Daunonologia“'), das ihn aufs tiefste in dem Aberglauben seiner Zeit befangen zeigt. ‘) Herausgegeben von K, M. Milnes (Lord Houghton) fur die Philo- biblon Society, Band V der Miscellanies, 1858—59, und neuerdings in dem 40 I. Die Eklogendichtung. Von seinen Eklogen erhielt die Welt zuerst Kunde durch Mrs. Cooper, welche eine derselben in ihrer Muses Library 1 ) veröffentlichte. Sie schreibt Uber dieselben (S. 344): „Mr. Fairfax, beside the Translation of Godfrey of Bulloigne, wrote the I History of Edward the Black Prince 2 ) and certain witty Eclogues, which are yet in Manuscript, tho’ by the Indulgence . of the Family (from whom I had likewise the Honour of these ! Memoirs) I am permitted to oblige the World with a Specimen j of their Beauties.“ Und weiter S. 363: „The Eclogues, above 1 quoted, are in Number Twelve; all of them wrote after the Accession of King James to the Throne of England, on important Subjects, relating to the Manners, Characters, and In- j cidents of the Times he lived in“. Das wenige, was wir ausser diesen Notizen Uber Fairfax’ Eklogen wissen, ist enthalten in einem Briefe, welchen Brian Fairfax im Jahre 1704 an Bischof Atterbury schrieb und in den folgende Nachricht Uber die Eklogen, von des Dichters eigenem | Sohne William herrührend, eingeschoben ist: 3 ) „These bucolics were written in the first year of the reign of King James, and, from their finishing, they lay neglected ten years in my father’s study, until Lodo wie, the late noble Duke of Richmond and Lenox desired a sight of them, which made the author to transcribe them for his Grace’s use. That copy was seen and approved by many learned men; and that reverend divine Dr. Field, now bishop of Hereford, wrote verses upon it; and these following were written by Wilson, Scotobritannus:.But the book itself and the Bishop’s encomium perished in the fire, when the Banquetting-house at Whitehall was burnt, and with it part of the Duke’s lodgings where the book was; but with my father's help, 1 recovered them out of his loose papers.“ Neun der Eklogen sind jedoch verloren gegangen und nur Buch: Daemonologia: A Discourse on Witchcraft as it was acted in the family of Mr. Edward Fairfax, of Fuyston, in the county of York, in the year 1621; along with the only Two Eclogues of the same author known to be in existence. With a biographical Introduction, and notes topographical & illustrative by William Grainge. Harrogate, 1882. ’) The Muses Library; or a Series of English Poetry, from the Saxons, to the reign of King Charles II. Vol. I. London 1737. ! -) Das Manuscript wurde durch eine Feuersbrunst zerstört. j 3 ) Siehe The Epistolary Correspondence .... of the Eight Eeverend Francis Atterbury, D. D. Lord Bishop of Rochester. London, printed by and for J. Nichols, 1783—90, vol. Ill, S. 258 f. { 7. Fairfax’ Eklogen. 47 drei derselben bis auf unsere Zeit gekommen. Ueber ihre Tendenz giebt uns Mrs. Cooper in dem Vorwort zu der von ihr abgedruckten Ekloge weitere Auskunft. „They are pointed with many fine Strokes of Satire; dignify’d with wholsome Lessons of Morality, and Policy, to those of the highest Rank; and some modest Hints even to Majesty it self . . . .and the Learning they contain, is so various, and extensive, that, according to the Evidence of his Son, (who has written large Annotations on each) No Man’s Reading, beside his own, was sufficient to explain his References effectually.“ 1 ) Die in Mrs. Cooper’s „Muses Library“ abgedruckte Ekloge hat dort die Ueberschrift: Eclogue the Fourth. Eglon and Alexis. — Sie ist in fünftaktigen Versen mit der Reimstellung ababcc geschrieben. Der Hirte Alexis befragt seinen Freund Eglon über die Ursache seines Kummers. Nach einigem Sträuben offenbart sich ihm dieser. Ich hatte ein wunderschönes Lamm, das ich zärtlich liebte. Eines Tages entfloh es mir und wurde vom Fuchs, der sich in ein Ziegenfell gehüllt hatte, eingefangen. Seit er es berührt hat, siecht jedoch mein Lamm dahin und alle meine Bemühungen, es wieder herzustellen, sind vergeblich gewesen. Grainge 2 ) meint, der Sinn der Allegorie sei „a perversion to the creed of a cruel and corrupt church“. Fairfax mag diese Ekloge in Anlehnung an Spenser’s fünfte Ekloge geschrieben haben, ln der dort eingelegten Fabel von Ziege und Fuchs sollte nach E. K.’s Commentar der letztere die falschen und treulosen Papisten bedeuten. Ob Fairfax jedoch den Gegensatz zwischen den Puritanern und der Staatskirche oder zwischen Katholiken und Protestanten darstellen wollte, ist nicht zu enträthseln. Die zweite uns erhaltene Ekloge wurde in einem Manuscript gefunden, das von Thomas, drittem Lord Fairfax, geschrieben ist. Der Band befindet sich jetzt in der Bodleiana. 3 ) Die Ekloge besteht aus einem Wechselgesang zwischen den Hirten Hermes und Lykaon; ihre metrische Form sind ') S. 363. 2 ) a. a. 0. S. 166. 3 ) Grainge’s Ausgabe S. 181—89. Nach Bullen (DNB. vol. XVIII) ist eine der Eklogen (wol die obige) abgedruckt in den ‘Philobiblon Miscellanies’, vol XII. Der betreffende Band ist mir leider nicht zugänglich gewesen. 48 I. Die Eklogendichtung. •heroic couplets', lieber seine Absicht klärt uns der Verfasser durch sein Argument einigermassen auf. Lycaon his false church extends Through all the world with pomp and pride; Hermes the Church of Christ commends, And to her spouse brings home his bride. Die beiden Hirten besingen nun ihre Geliebten, Lykaon seine Flora und Hermes seine Psyche in einem Wechselgesang allegorischen Inhaltes, in welchem oft deutliche Anlehnung an die Bildersprache der Apokalypse wahrnehmbar ist. Dass auch hier wieder der Kampf zwischen zwei Glaubensbekenntnissen dargestellt werden soll, ist klar. Allein wir bleiben int Zweifel darüber, ob unter der „false church“ die heidnische Religion oder die katholische Kirche, unter der „church of Christ“ die christliche Religion überhaupt oder das puritanische Glaubensbekenntnis zu verstehen sei. Zur Veranschaulichung von Fairfax’ allegorischem Stil seien zwei Strophen des Wechselgesanges gegeben. llcrmes: Psyche to supper called the weak and poor, . The sick, the lazer from the rich man’s door, And at her board set them with lords and kings. Her holy steward wine and wafers brings; They eat and drink by faith, and thirst no more, Except some guests fore-charg‘d with Flora’s store Sit there, and spider-like, from roses new Draw poison, where the bee sucks honey dew. Lycaon: The royal town where Flora hath her seat Stands on seven hills, well peopled, pleasant, great; Rich in all blessings, all delights that can Be given by fortune or be wished by man, Quirinus the large and Dorad the serene, Her handmaides be. iSlie is the world’s sole queen. Joy in her streets, life in her temples wide, And dead and lost is all the world beside. Weiter hat A. H. Bullen (im DNB) auf eine Ekloge im Ms. Add. 11748 (nicht 11473), fol. 5 u. 6, aufmerksam gemacht, die er geneigt ist, unserem Fairfax zuzuschreiben. In der That 7. Fairfax’ Eklogen. 49 dürfte darüber kaum ein Zweifel bestehen. Der betreffende Hand enthält eine ‘Collection of poetical pieces written by or relating to members of the Fairfax family, curious lampoons, etc., with some pieces of a later date’. Die Ekloge, mit der Uebersehrift: ‘Eeloga Octava [.] Ida and Opilio' stimmt überdies im ganzen Ton und besonders auch in dem grossen Aufwand von Gelehrsamkeit auf das genauste mit den zwei anderen überein; das Metrum ist dem der vierten Ekloge gleich (sechs- zeilige Strophen ababcc; fiinftaktige Verse). Das gereimte ‘Argument’ der Ekloge lautet: ‘Opilio skornes the dayes of ould, And boasts the wealth of prsesent times: Rekons what sailors brought home gould, Or found new trades in vnknowne Climes’. Die Ekloge selbst beginnt mit kurzem Hinweis auf den anbrechenden Morgen. Ida und Opilio rüsten sich zu schäfer- lichem Sang und überlegen, welches Thema ihres Liedes wohl am würdigsten wäre. Opilio schlägt vor, von Rufus Tod, oder Monfort’s Verrat, oder Warwick’s Kämpfen zu singen, oder noch lieber von den Schäfern der jüngstvergangenen Zeit, die so viele neue Länder und Meere entdeckt haben; denn: (Str. 6): ‘How is this age with wealth and wisdome blest? How poore and simple were the elder times? That wanted all the gould found in the west, And thought the world not wonned in three climes, And he that of Antipodes durst tell Was teann’d an Herctick, aDd damn’d to hell’. Ida. erhebt Einsprache und zitiert klassische Beispiele zum Beweis, dass auch die Alten gar wohl wussten, was Reichtum war. Auch mit ihren geographischen Kenntnissen sei es nicht so schlecht bestellt gewesen. (Str. 13): ‘Nor did there knowledge with cape vincent end, Plato can tell thee of Atlantis land, The place where Salomon for gould did send Is by the Parian gulfe, Eudoxus fand The point Speranza, and those men of Inde Metellus saw, the Norwest streit did find’. Allein Opilio entgegnet, dass trotzdem die Alten keine richtige Vorstellung von der Gestalt der Erde gehabt hätten; erst mit Columbus beginne die Umwälzung unsres geographischen Wissens. 50 I. Die Eklogendichtung. (S,tr. 17): But wise Columbus wist the world was round, That night was but earths shade, that the sun beame His midnight light bestowed on some ground, Not all on waues, and fishes in the streame, 1 And of the globe hee knew the sea possesst But the seaventh part, firme land was all the rest. Und diese Kenntnis haben die grossen Seefahrer mehr und mehr erweitert, besonders die englischen, und hier beginnt der schönste Teil der Ekloge, ein Preislied auf die grossen Seehelden Englands. Obenan steht Drake, ‘Grand pilot of the world’, ‘he that on this ball of sea and laud, Did three long years in ioyfull tryvmph ride’... (Str. 22): Great Amurath did to his pictures bend, And at his name Home did an earthquake feelc, Spaines Jennet proud he did to stable send, Which stampt. to powder with his brazen heele The worlds hälfe conquer’d globe, but now surpriz'd The stall houlds him whom scant the world suffiz'd'. Der nächstfolgende, ‘his fellow, rivall of his honour', ist offen- ‘ bar Frobisher (Fairfax’ nächster Landsmann); dann kommt John Davies; dann offenbar Sir Humphrey Gilbert: (Str. 2(i): And hee the shores and creekes of newfound Land Who lett to farme, and fished all the banke, Lost his delight vpon an vnknowne sand, And lost himselfe, when his light frigot sänke, And yet some say that from the Ocean maine He will returne when Arthur conics againe. Mit der nächsten Strophe (27) über die ersten Erforscher Russlands bricht das Gedicht unten am Fuss der Seite ab; es ist also offenbar nur unvollständig überliefert. Man kann nur wünschen, dass ein günstiges Geschick auch den Rest der Eklogen des grossen Uebersetzers Tasso’s zu Tag fördern möge; inhaltlich gehören die erhaltenen gewiss zum Originellsten, was unsere Zeit in diesem Genre geleistet hat. 8. George Buc. Im Jahre 1605 erschien, in die Form einer Ekloge gekleidet, ein merkwürdiges Gedicht, das die Verherrlichung Jakobs 1. zum Zwecke hat. Der Verfasser desselben war George Buc und sein Titel lautet wie folgt: AAN12 110AY- YTK't'AYüS. An Eclog treating of Crownes, and of Garlandes. 8. Buc's Daphnis Polystephanos. 51 and to whom of right they appertaine. Addressed, and consecrated to the Kings Maiestie. By G. B. Knight. At London. Printed by G. Eld for Thomas Adams. 1605.') In dem Gedicht soll die Abstammung Jakobs von Heinrich II., dem ersten Plantagenet, nachgewiesen werden. Eingekleidet ist dasselbe in die Form eines Gespräches zwischen Dametas „a Woodman“ und Silenus „the Prophet of the Shepheards“. Uametas kommt zu Silenus und fragt ihn, warum unter allen Pflanzen gerade der Ginster etwas besonders majestätisches habe. Silenus antwortet, derselbe sei einst von Pan geweiht worden, der zugleich bestimmt habe, wer aus seinen Zweigen geflochtene Kränze tragen dürfe. Den schönsten Kranz habe Apollo seinem geliebten Daphnis zuerteilt. Der folgende Teil des Gedichtes enthält dann die Aufzählung der Ahnen des Königs. Die Ekloge berührt unangenehm durch den schmeichlerischen Ton, in dem sie gehalten ist; poetischen Wert besitzt sie absolut nicht. 2 ) Als Probe möge hier Strophe 31 folgen: sie zeigt, dass sich über Richard III. auch schon zu Shaksperes Zeit günstigere Stimmen hören Hessen, nach der durch und durch parteiischen Schwarzmalerei lancastrischer Geschichtsschreiber und ihrer Kopisten: Two Richards more succeed, the one a Prince, Whose goodly presence men to woonder moued, And was as bountifull as any since. Fame hath been sharp to th’ other, yet bicause All accusations of him are not proued: And hee built Churches, and made good law’s, And all men held him wise, and valiant, Who may deny him then his Genest plante? Sir George Buc’s Vorfahren standen in der Schlacht bei Bosworth Field auf Richards Seite, und wurden nach ihrem unglücklichen Ausgang fast all ihrer Besitzungen beraubt. 3 ) *) Die zweite Auflage erschien 1635, s. Bullen im Diet, of Nat. Biogr. vol. III. S. 170 sqq. 2 ) Das Metrum ist eigentümlich: achtzeilige Strophen mit der Reimstellung abacbcdd (fiinftaktige Verse). 3 ) Buc hat auch eine 1 History of the life and Reign of Richard the Third’, in 5 Büchern, geschrieben, die in ihrer Darstellung Richard's III. ganz die oben ersichtliche Tendenz verfolgt. 4 * 52 I. Die Eklogendichtung. 9. Browne, Wither, Brooke, Davies. In den nun folgenden neun Jahren wurden keine Eklogen veröffentlicht. Erst im Jahre 1614 erschien wieder ein Cyklus von solchen und durch ihn werden wir in einen neuen Kreis von Dichtern eingeführt, welcher die Tradition der älteren Generation von Eklogendichtern übernommen hatte. Es sind dies William Browne, George Wither, Christopher Brooke und John Davies. Browne, von dessen Leben noch später ausführlicher zu handeln sein wird, war damals ein ganz junger Mann, hatte jedoch schon den ersten Teil seines grossen Epos, Britannia’s Pastorals, geschrieben. Wither (geboren 1590, gestorben 1667), einer der fruchtbarsten Schriftsteller jener Zeit, war zwei Jahre jünger als sein Freund. Brooke (gestorben im J. 1628) war wie die beiden anderen damals ein angehender Schriftsteller. Alle drei gehörten dem litterarischen Kreise an, der sich aus Mitgliedern der Inns of Court zusammensetzte. Der angesehenste in diesem Kreise war augenscheinlich William Browne. Unter dem Namen Willy kommt er in fünf der Eklogen des zu besprechenden Cyklus vor, von denen drei direkt zu seinem Lobe geschrieben sind. Davies scheint dem Kreise ferner gestanden zu haben. Die Sammlung heisst: The Shepheards Pipe. London, Printed by N. 0. for George Norton. 1614.’) Das Bändchen enthält zunächst sieben Eklogen von William Browne. Dann folgt eine besondere Abteilung, welche überschrieben ist: Other Eglogves: By Mr. Brooke, Mr. Wither, and Mr. Davies. London. Printed by N. 0. for G. Norton. 1614. Dieser Teil enthält je eine Ekloge von den 3 im Titel genannten Dichtern; doch folgt darauf, mit besonderem Titel, noch einmal eine Ekloge von Wither: Another Eclogve: By Mr. George Wither. Dedicated to his truely louing and worthy friend, Mr. W. Browne. London, I Printed for George Norton. 1614. Endlich steht auf dem letzten Blatt noch ein lyrisches Gedichtchen, ‘To his Melisa’, das sich als eine Nachahmung von Moschus’'!&’pQJi; dQanhrjä und eines Epigramms des Meleager giebt ‘) The Shepheards Pipe wurde 1620 unter den Werken Wither’s noch einmal abgedruckt. !). The Shepheards Pipe. 53 Da sechs der Gedichte inhaltlich zusammengehöreu, so wird es sich der Uebersichtlichkeit halber empfehlen, die Ek- logen in zwei Gruppen zu trennen, anstatt sie in derjenigen Reihenfolge zu behandeln, welche in der Shepheard’s Pipe eingehalten ist. Wir dürfen diese sechs Gedichte (zwei von Browne, zwei von Wither, eins von Brooke und eins von Davies) geradezu als Freundschaftseklogen bezeichnen, denn sie führen uns in den Bund der vier Männer ein, die einander unter ihren Hirten- namen besingen. Es sind zunächst die beiden Eklogen zu betrachten, die William Browne zum Verfasser haben. Die erste Ekloge ist ein Gespräch zwischen Roget (Wither) und Willy (Browne). Wither hatte im Jahre 1613 einen Band Satiren unter dem Titel: „Abuses Stript and Whipt“ veröffentlicht und war in Folge dessen eine Zeitlang in der Marshalsea gefangen gehalten worden. Browne sucht seinen Freund zu trösten, der darüber klagt, dass man die Wahrheit nicht mehr laut verkünden dürfe. Das Gedicht beginnt mit der höchst anmutigen Schilderung eines Frühlingsmorgens, wie sich überhaupt Browne’s Eklogen durch äusserst reizvolle Naturschilderungen auszeichnen. Die anzuführende Stelle möge zugleich das Versmass veranschaulichen. Willie. Roget, droope not, see the spring Is the earth enamelling, And the birds on euery Tree Greete this morne with melody: Hearke, how yonder Throstle chants it, And her mate as proudly vants it; All the trees are quaintly tyred With greene buds, of all desired; And the Hauthorne euery day, Spreads some little shew of May. Willie fordert nun Roget auf, den Frühling mit einem Liede zu begrüssen. Roget. Ah Willie, Willy, why should I, Sound my notes of iollity? 54 I. Die Eklogendichtung. Since no sooner can I play Any pleasing Roundelay, But some one or other still ’Gins to descant on my Quill; And will say, by this, he me Meaneth in his Minstraisie. If I chance to name an Asse In my song, it comes to passe, One or other sure will take it As his proper name, and make it Fit to tell his nature too. Auf erneutes Ansuchen seines Freundes entschliesst sich jedoch Roget etwas zu singen, was er vor langer Zeit von einem „skilfull aged Sire“ gehört habe. Die Geschichte, welche er nun vorträgt, ist Occleve’s Gedicht von Jonathas und Felli- cula, 1 ) dessen Quelle bekanntlich die Erzählung: Godfridus a Wise Emperoure, in den Gesta Romanorum ist. Sir Frederic Madden bemerkt in seiner Ausgabe derselben zu dieser Geschichte 2 ): „This story has been borrowed by Occleve, who has framed a Poem on it (accompanied by a prose Moralisation) which with some ommissions was published by William Browne in his „Shepheards Pipe“ 1614. Ich habe die beiden Texte verglichen und kann von den „omissions“, die Madden erwähnt, nichts entdecken. Das einzige, was Browne weggelassen hat, ist Occleve’s prose moralisation am Schluss. Das von Browne in seine Ekloge aufgenommene Gedicht stimmt mit Occleve’s Text Wort für Wort überein. Willie bewundert die Erzählung ausserordentlich und frägt nach dem Verfasser derselben. Browne nimmt hier Gelegenheit, Occleve enthusiastisches Lob zu spenden, das er Roget in den Mund legt. Unter anderem sagt er von ihm, der Dichter sei Schüler von Tityrus gewesen: Tityrus the brauest Swaine Euer liued on the plaine, ’) Oceleve’s Works. I. The Minor Poems. Early English Text Society. Extra Series, vol. 61, edited by Furnivall. lieber Jonathas and FeUicula vergleiche Foreword S. 24. 2 ) The Old English Versions of the Gesta Romanorum. Edited by Sir Frederic Madden. Printed for the Roxburghe Club. London 1S38, S. 516. 9. The Shepheards Pipe. And with all the skill he had Did instruct this willing lad. ln der Sprache der Bukolik lebte also der Name Tityrus, den Spenser einst für Chaucer gebraucht hatte, damals noch fort. Am Schluss der Ekloge giebt Browne seine Quelle noch genauer an. „Thomas Occleeve, one of the priuy Seale, composed first this tale, and was neuer till now imprinted. As this shall please, I may he drawne to publish the rest of his workes, being all perfect in my hands. Hee wrote in Chaveers time.“ Die nächste Ekloge Browne’s, die wir betrachten wollen, ist die 5. in der Reihe, und ist überschrieben: To his ingenious friend Mr. Christopher Brooke. Willie fordert darin Cuttie (Brooke) auf, erhabenere Gegenstände als bis jetzt geschehen zu besingen. Der Morgen ist angebrochen, die Hirten holen die Schafe aus dem Stall und treiben sie auf die Weide, desgleichen thun Willie und Cuttie. Sie danken Pan für seinen gnädigen Schutz und setzen sich dann unter einem Weissdornbusch nieder. Willie. Cease, Cvtty: cease, to feed these simple Flockes, And for a Trumpet change thine Oaten-reeds; O're-looke the vallies as aspiring rockes, And rather march in steele, then shepheards weeds. Beleeue me, Cvtty! for heroicke deeds Thy verse is fit; not for the lines of Swaines. Cuttie. Willy, to follow sheepe I ne’re shall scorne; Much lesse to follow any Deity; Who ’gainst the Sun (though weakned by the morae) Would vie with lookes, needeth an Eagles eye. I dare not search the hidden mistery Of tragicke Scenes; nor in a buskin'd stile Through death and horror march, nor their height fly Whose pens were fed with blood of this faire Ile. It shall content me, on these happy downes To sing the strife for garlands, not for crownes. Willie sucht seinen Freund zu überreden und dieser verspricht ihm endlich, er wolle versuchen, seiner Muse einen höheren Schwung zu geben. Der Mittag ist indessen herangekommen 56 I. Die Eklogendichtung. und die Hirten suchen den Schatten des nahe gelegenen Wäldchens auf. Diese Ekloge ist wohl die poetische Darstellung einer wirklich zwischen den beiden Freunden stattgefundenen Unterredung. Wir sind umsomehr berechtigt dies anzunehmen, als Brooke in der That den Rat seines Freundes befolgt zu haben scheint. Noch im Jahre 1614 erschien ein Trauerspiel: The Ghost of Richard III., dessen Verfasser sich C. B. unterzeichnet. Es ist jetzt als erwiesen anzusehen, dass dasselbe aus der Feder Christopher Brooke’s stammt und wir haben wohl in dieser Tragödie die dem Freunde versprochenen „higher strains“ zu sehen. 1 ) Im Anschluss an diese Ekloge ist diejenige zu betrachten, welche Brooke nun seinerseits zum Preise seines Freundes Browne schrieb. Cuttie. Willy well met, now whiles thy flockes do feed So dangerlesse, and free from any feare; Lay by thy Hooke, and take thy pleasant Reed, And with thy melody reblesse mine eare. Willy antwortet, Cuttie übertreffe ihn so sehr in seinem Gesang, dass er vor ihm sein Lied nicht ertönen lassen könne. Um ihn zu widerlegen, stimmt Brooke ein Lied zum Lobe seines Freundes an. Er vergleicht ihn mit einem braunen Schwan, der dahinziehe „through the winding streames of Albion“ und prophezeit ihm mit begeisterten Worten die Unsterblichkeit. .sweete Willy then proceede And in eternall merite fame thy Reede. Pan to thy fleeced numbers giue increase And Pales to thy loue-thoughts giue true peace. Let faire Feronia (goddesse of the woods! , Preserue thy yong Plants, multiply thy buds. 2 ) Betrachten wir weiter die einzeln gedruckte Ekloge von ’) Cf. über Ch. Brooke auch Diet. of. Nat. Biogr., vol. VI, S. 419. 2 ) Die Ekloge ist auch abgedruckt in Brooke's gesammelten Werken: Miscellanies of the Fuller Worthies’ Library. The complete Poems of Christopher Brooke for the first time collected and edited, with Memorial- Introduction and Notes. By Alex. B. Grosart. Printed for private circulation. 1872. 9. The Shepheards Pipe. 57 G. Wither, die letzte der ganzen Sammlung. Sie enthält ein Gespräch zwischen Browne und Wither, das wieder auf persönliche Erlebnisse des ersteren zurückzuführen ist. Willie will seine Pastorais nicht weitersingen, weil er sich von dem Tadel, den diese erfahren haben, bedrückt fühlt. Roget verweist ihm seinen Kleinmut und erinnert ihn an die Macht der Poesie. Obgleich er selbst im Gefängnis sei und die Felder und Wiesen vermisse, tröste sie ihn doch. Willy solle sich deshalb nicht von der Missgunst der Menschen beeinflussen lassen, sondern beenden, was er begonnen habe. Die folgenden Zeilen mögen um ihrer poetischen Schönheit willen hier einen Platz finden. She doth tell me where to borrow Comfort in the mid’st of sorrow; Makes the desolatest place To her presence be a grace. In my former dayes of blisse, Her diuine thoughts taught me this, That from euery thing I saw, I could some inuention draw: And raise pleasure to her hight, Through the meanest obiects sight, By the murmur of a spring, Or the least leaues rustling. By a Dazie whose leaues spred Shut when Tytan goes to bed, Or a shady bush or tree, She could more infuse in me, Then all Natures beauties can, In some other wiser man. Die fünfte Ekloge, in welcher Browne auftritt (die 10. der Sammlung), ist überschrieben: „An Eclogue between yong Willy the singer of his natiue Pastorals, and old Wernocke his friend“. Unterzeichnet ist sie mit Io. Dauies. Sie behandelt dasselbe Thema wie die vorhergehende, Browne's Kummer über die Kritik, welche sein Werk erfahren hat. Das Gedicht bietet inhaltlich nichts bemerkenswertes, die Form ist schwerfällig und ungelenk. Am meisten interessiert das Gedicht noch durch seine Sprache; Davies streut 58 I. Die Eklogendichtung. nämlich eine Ueberfülle von archaischen (besondere nördlichen) Wörtern und Formen ein. 1 ) Die sechste und letzte der Freundschaftseklogen (die 9. der ganzen Reihe) ist wieder von George Wither verfasst. Er scheint sie geschrieben zu haben, um sich wegen der Veröffentlichung seiner Satiren zu rechtfertigen. Welcher seiner Freunde sich unter dem Namen des hier auftretenden Alexis verbirgt, ist nicht zu ermitteln. Wither, der sich hier Thirsis nennt, trifft Alexis und fordert ihn auf, sich mit ihm unter den schattigen Bäumen niederzulassen, da er ihn gerne näher kennen lernen möchte. Alexis antwortet, Thirsis’ Name sei ihm wohl bekannt. Alexis. Did’st thou not then in dolefull Sonnets mone, 2 ) When the beloued of great Pan was gone, And at the wedding of faire Thame and Rhyne, 3 ) Sing of their glories to thy Valentine? I know it and I must confesse that long In one thing I did doe thy nature wrong; For till I markt the aime thy Satyrs had, I thought them ouerbold and Thirsis mad. But since I did more neerely on thee looke, I soone perceiu’d that I had all niistooke; I saw that of a Cynieke thou madst show Where since I find that thou wert nothing so, And that of many thou much blame hadst got When as thy Innocence deseru’d it not. Thirsis fordert nun Alexis auf, ein Dichter zu werden und schliesst mit einem Lobe Browne’s und Brooke’s, das hier noch seinen Platz finden möge. ') Die Ekloge ist wiedergedruckt in The Complete Works of John Davies of Hereford, heransg. v. A. B. Grosart 1878, vol. II, m. S. 19—21. a ) Prince Henries Obseqvies Or Movrnfull Elegies vpon his Death. By George Wither. 1612. 3 ) Epithalamia: or Nvptiall Poems vpon the most Blessed and Happie Mariage betweene the High and Mightie Prince Frederick the fifth, Count Palatine of the Rhein, Duke of Bauier &c. And the most Vertvovs, Graeiovs and Thrice Excellent Princesse, Elizabeth, Sole Daughter to our dread Soueraigne, James by the grace of God King of Great Britaine &c. Celebrated at White-Hall the fourteenth of Februarie, 1612. Written by George Wither. At London. Imprinted for Edwart Marehant. 1612. 9. The Shepheards Pipe. 59 Enough kinde Pastor: But oh! yonder see Two Shepheards walking on the lay-banke be, Cuttie and Willie, that so dearly loue, Who are repairing vnto yonder groue: Let’s follow them: for neuer brauer Swaines Made musicke to their fiockes vpon these plaines, They are more worthy, and can better tell What rare contents do with a Poet dwell. Then whiles our sheep the short sweet grasse do shere, And till the long shade of the hilles appeare, Weele heare them sing: for though the one be young, Neuer was any that more sweetly sung. Wir haben von den sieben Eklogen William Browne’s, die in the Shepheard’s Pipe enthalten sind, bisher nur die beiden betrachtet, welche das Verhältnis zu seinen Freunden darstellen. Es sind nun die anderen fünf anzuschliessen, welche die verschiedenartigsten Themata behandeln. Zweite Ekloge. 1 ) Die Hirten Willie und Joekie klagen, dass ein Schweinehirt sich in ihre Gesellschaft eingeschlichen habe. Was will er hier bei uns, sagt Willie: Why kept hee not among the Fennes > Or in the Copses by, Or in the Woods, and braky glennes, Where Hawes and Acornes lye? Sie beschliessen endlich ihn fortzujagen. Wir haben uns wohl unter dem verachteten Schweinehirten irgend eine Persönlichkeit zu denken, die sich unberufener Weise in den Freundeskreis eindrängen wollte. Dies geht auch aus den Worten Jockie’s hervor, der dafür stimmt ihn zu vertreiben. And sure I thinke wee might preuaile By some Satyricke reed. ln der dritten Ekloge wird das Unglück eines alten Hirten beklagt, der, einst sehr reich, in die bitterste Armut geraten ist. Es ist die Frage aufgeworfen worden, ob Browne vielleicht unter diesem alten Neddy Spenser verstanden habe, dessen enthusiastischer Bewunderer er ja bekanntlich war. Die Annahme ist aber doch wohl abzuweisen, da Brooke von Neddy als noch lebend spricht und ihn als aged sire bezeichnet. >) Die beiden Freundschaftseklogen haben die Zahlen eins und fünf. 60 I. Die Eklogendichtung. Die Handlung ist höchst einfach. Die Hirten Piers und Thomalin sehen Neddy kommen und Thomalin erzählt dem Freunde auf dessen Befragen, wie ungetreue Diener den alten Mann um seine ganze Habe gebracht hätten. Die Ekloge beginnt mit einer Schilderung des Morgens, die um ihrer poetischen Schönheit willen hier angeführt sei. Piers. Thomalin ’tis not too late, For the Turtle and her mate Sitten yet in nest: And the Thrustie hath not been Gath’ring worms yet on the green But attends her rest. Not a bird hath taught her yong, Nor her mornings lesson sung In the shady groue: But the Nightingale in darke Singing, woke the mounting Larke: She records her loue. Not the Sun hath with his beames Guilded yet our christall streames Rising from the Sea, Mists do crowne the mountaines tops, And each pretty mirtle drops, Tis but newly day. Die poetisch wertvollste und zugleich interessanteste Ekloge ist die vierte, welche dadurch noch ein besonderes litterar- geschichtliches Interesse erhält, dass sie Milton die Anregung zur Abfassung seines Eycidas gegeben hat. Milton war ein enthusiastischer Bewunderer Browne's; es ist noch ein Exemplar der Britannia’s Pastorals des letzteren vorhanden, welches Milton mit Randbemerkungen versehen hat. Die Ekloge beginnt mit folgendem Argument: In this the Author bewailes the death of one whom he shadoweth vnder the name of Philarete, compounded of the Greek words ) Exemplar im Brit. M. in der Grenville Collection (G. 11205); Neudruck vom Jahre 1877, Boston, Lincolnshire, Printed by Robert Roberts (auch mit den Zusätzen der 2. Ausgabe). -) Zwei Exemplare im Brit. Museum: C. 12. e. 9, und 239. d. 9. 64 I. Die Eklogendichtung. willen!) ein Duell zu fechten, w r o er verräterisch angefallen wird und beinahe um sein Leben kommt. Seine Geliebte aber sucht sich unterdessen einen andern aus und der gute Dorvcles hat natürlich zum Schaden noch den Spott. ‘There doth he goe, Who on a time, as I enformed am, Would lose his Lasse before he lost his Ram.’ Die 3. Geschichte erzählt Dymnus von seiner Palmira. Diese ist verhältnismässig lustig zu lesen, insofern sie von einem ungewöhnlich naiven Liebhaber Kunde giebt. Es möge hier das ‘Argument’ folgen, das ihr Brathwaite selbst vorgesetzt hat: Dymnus with long looking dim, Loues the wench that lotheth him; Price nor praier may not perswade To infringe the vow she made; Hauing meant to liue and die Vesta’s virgin votarie. Yet at last she seem es to yeeld To her loue-sick Swaine the field, So that he will vndertake Three yeares silence for her sake: Which hard Pennance he receaues, And performes the taske she craues. But while he restraines his tongue, Shee pretends the time’s too long: Wherefore she doth entertaine In her breast another Swaine. Dymnus hauing heard of this, Hies to th’ place where th’ marriage is, Purposing to make a breach By dumbe signes, though want of speech: But alas they all command him Silence, cause none widerstand him. Thus he suffers double wrong, Losse of wench, and losse of tongue, For till three yeares were expir’d, He nere spoke what he desir’d, All which time consum’d in dolour, He displayes her iii her colour; And concluding, wisheth no man Lose his tongue to gaine a woman. Die 1. Ekloge der 2. Trias (also die 4. in der Gesamtreihe) enthält Cory don’s Tale. Die schöne Celia hat viele Freier, unter denen sie Corydon für sich auswählt; ihr Vater schliesst sic 10. Brathwaite's Shepherds’ Tales. 65 jedoch von ihren Freiern ab; sie entflieht, um ihren Corydon aufzusuchen, fällt aber in die Hand einer Räuberbande, unter der sie schliesslich einen Mann aussuchen muss. Die 2. Ekloge des 2. Teiles giebt die Geschichte von Sap- phus: schon führt er seine Braut zum Altar; da entdeckt Mevus ihre Schande und die Heirat wird eingestellt. In der letzten Ekloge erzählt endlich Linus von seinem Hauskreuz, der Lesbia, ihrem Modehang und ihrer Untreue, worauf die Schäfer darin übereinstimmen, dass Linus vom grössten Kreuz betroffen wurde; denn er hat dasselbe jetzt noch zu tragen, während die andern alle frei sind. Zum Schluss tritt ein neues Schäferpaar auf, Mopsus und Marina, ‘singing a Nuptiall hymne in the way to the Bridalf. Endlich ist noch zu erwähnen, dass sich an diese ‘Shepherds Tales’ noch Abteilung (d) der Sammlung anschliesst, ‘Omphale or the Inconstant Shepheardesse’, insofern sie eine Art Ausführung der 5. Ekloge sein soll. Dieses Gedicht ist lang und langweilig: der Dichter beklagt am Anfang die Untreue seiner Geliebten Omphale, die sich Oloris zugewendet hat; am Schluss wünscht er sich Glück, dass er die Liebe zu dieser unbeständigen Schäferin gänzlich überwunden hat. Es seien zum Schluss dieses Abschnittes noch einige Dichter erwähnt, deren Dichtungen auf dem Gebiete der Hirtenpoesie nicht auf die Nachwelt gekommen sind. Wir wissen von dem Vorhandensein dieser Dichtungen nur durch die Zeugnisse der Zeitgenossen und späterer Berichterstatter. Im Jahre 1583 wurde in die Register der Stationers' Company 1 ) ein Buch eingetragen: The sweete sobbes and amorous Complaintes of Shepardes and Nymphes by Ant. Munday. Das Werk scheint verloren gegangen zu sein, dass es jedoch von den Zeitgenossen gekannt und geschätzt wurde, erhellt aus Webbe’s Worten, der darin „the most exquisite vein of a witty political head“ 2 3 ) fand. Ritson :t ) und Drake 1 ) erwähnen beide das Werk, ohne jedoch Angaben über den Inhalt desselben zu machen. ') Arber, Stat. Reg. V, 19 f. 2 ) Webbe: A discourse of English Poetrie, Arber’s Repr. No. 20, S. 35. 3 ) Ritson: Bibliographia Poetica. London 1812, S. 282. *) Drake, Shakespeare and His Times. London 1817, I, S. 093. 66 I. Die Eklogendichtung. 10. Brathwaite’s Shepherds’ Tales. Stephen Gosson, der Verfasser der School of Abuse, wird ebenfalls als Pastoraldichter genannt. Leider sind auch seine Gedichte dieser Gattung nicht auf uns gekommen. Wood erzählt in den Athenae Oxonienses:’) Gosson went to London, where he was noted for his admirable penning of pastorals. Wood fügt hinzu, dass er selbst die „pastorals“ nicht gesehen habe. Ein zweites Zeugnis findet sich in der Palladis Tamia von Meres 2 ): As Theocrit in Greeke, Virgil and Mantuan in Latine, Sanazar in Italian and the author of Amyntae Gaudia and Walsingham's Meliboeus are the best for pastorall: so amongst us the best in this kind are kSir Ph. Sidney, master Challener, Spencer, Stephen Gosson, Abraham Fraunce and Barnfield“. Der hier genannte Chaloner wird auch von Putten- ham in der Arte of Poesie als hervorragender Pastoraldichter erwähnt. Puttenham erteilt den höchsten Preis „for Eglogue and pastorall Poesie, Sir Philip Sydney and Maister Challenner, and that other Gentleman who wrate the late shepheardes Callender.“ 3 ) Ritson 4 ) wirft die Frage auf, ob damit nicht Sir Thomas Chaloner gemeint sein könne, der im Jahre 1579 ein Werk veröffentlichte: De illustrium quorundam encomiis miscellanea. Wie dem auch sein möge, unter dem Namen Chaloner sind uns keine Hirtengedichte überliefert. Endlich sei noch einer von G. Puttenham verfassten Ekloge gedacht, welche der Verfasser selbst in seiner Arte of English Poesie erwähnt: 5 ) „Also in nur Eglogue intituled Elpine, which we made being but eightene yeares old, to king Edward the sixt a Prince of great hope. Die bisherige Untersuchung hat ergeben, dass in England in den Jahren 1590—1621 eine ausserordentlich starke Produktion von Eklogen zu verzeichnen ist. Um jedoch ein abschliessendes Bild der Hirtendichtung jener Periode zu gewinnen, müssen wir auch die anderen Zweige der bukolischen Dichtung einer Betrachtung unterziehen. *) Ath. Oxon. ed. Bliss I. S. 675. 2 ) Palladis Tamia ed. in Haslewood's Essays S. 155. 3 ) Arte of Poesie — Arbers Repr. No. 15, S. 77. 4 ) Ritson a. a. 0. S. 155. 5 ) a. a. 0. S. 180. L "***i*tk" Lebenslauf. Ich, Katharina Windscheid, wurde geboren zu München am 28. August 1859 als Tochter des Professors der Rechte, Dr. Bernhard Windscheid. Meine erste Schulbildung erhielt ich in München und späterhin in Heidelberg. Als nieiii Vater im Jahre 1874 einem Rufe an die Universität Leipzig folgte, besuchte ich dort noch 1 1 />2 Jahre die städtische höhere Mädchenschule. Im Jahre 1881 siedelten wir für einige Zeit nach Berlin über. Dort besuchte ich die Kurse des Victoria-Lyceums und bestand 1882 das Examen für französische und englische Sprache. Um weitere Studien in englischer Sprache und Litteratur zu machen, zog ich im Jahre 1885 nach London und bereitete mich, von dort zurückgekehrt, auf das deutsche Lehrerinnenexamen vor, das ich 1887 in Dresden ablegte. Von 1886 — 94 war ich als Lehrerin an der Teichmannschen höheren Mädchenschule in Leipzig thätig. Seit 1890 besuchte ich, von den Docenten gütigst als Hospitantin zugelassen, an der Universität Leipzig die Vorlesungen über romanische und germanische Philologie. Meine Lehrer waren die Herren Professoren Wlilker, Sievers, Birch-Hirschfeld. Settegast; die Herren Privatdocenten Dr. Flügel und Dr. Holz. Allen diesen Herren, besonders aber Herrn Professor Dr. Schick in Heidelberg, der mich durch Revision der Texte und Lesen von Korrekturen in der liebenswürdigsten Weise unterstützt hat, sei an dieser Stelle mein herzlichster Dank ausgesprochen. 20 06862 6 031 v>rS-r •W^ \ »rr.