5 rthmErricdrirh 2 „ 2138 Hinnreicher 60 ſchmaüſeler vorſtellend wunderbahre Hoffhaltung, Der fröhlichen, zur Weißheit und Regimen⸗ ten erzogenen Jugend zur anmuthigen und nuͤtzlichen Leh⸗ re, aus den alten Poeten und Reim⸗Dichtern, wie auch inſonderheit aus der Natur⸗Kuͤndiger Bericht, von vieler zahmen und wilden Thiere Natur und Eigenſchafft In dreyen Buͤchern mit Fleiß beſchrieben, Und bey dieſer neuen Auflaß S mit einem Vollenkommenen Regiſter verſehen. Sranckfurth und Leipzig 1730. EPIGRAMMA. Wies mit der Welt⸗Lauff pflegt zu gehen, Der ſiehts allhie. Drum ließ mit Fleiß, Froſchmaͤuſeler behaͤlt den Preiß. L. G. M. L V. M. Seer gern wolt als im Spiegel ſehen, n, öJer zeiget ſich, unter dem Nahmen Froſchmaͤu⸗ ſeler, ein ſo nuͤtzlich, als Lehrreiches Buͤchlein, welches die offtere Nach⸗ frage, wegen der ſinnreichen Einrich⸗ tung, und der darunter verborgenen Moral, aus dem Staub der Vergeſſen⸗ heit heraus geriſſen. Der Aucdcor die⸗ ſes Buͤchleins wird, nach einhelliger Ausſage der Gelehrten, der ſinnreiche und zu ſeiner Zeit wohlberuͤhmte kegor der Schulen zu Magdeburg, Gabriel Rollenhagen, angegeben. Was den Innhalt, und deſſelben ſinnreiche Ein⸗ richtung betrifft, davon hat gedachter 4 2 Auctor 38(00 88 Auctor ſelbſt, in der Vorrede, ſeine Ge⸗ dancken eroͤffnet, auch zugleich die Schrifft und andre kluge Maͤnner, als ſeine Vorgaͤnger, angefuͤhret, in⸗ ſonderheit aber, daß er dem beruͤhmten Homero hierinnen nachgefolget, ange⸗ zeiget. Man enthaͤlt ſich billig, den ſo ſcharffſinnig eingerichteten Innhalt dieſes Werckleins mit vielen Lobes⸗Er⸗ hebungen anzupreiſen, weil man ver⸗ ſichert iſt, es werde fuͤr ſich ſelbſt Liebe gewinnen. Jedennoch kan man die⸗ ſes mit Beſtande der Wahrheit hinzu thun, daß es bey den Gelehrten wohl aufgenommen worden, und von den groͤſten politicis, ſo die Sache wohl ein⸗ geſehen, die herrlichſten Vorſchrifften erlanget hat. Hiervon koͤnnen zwey folgende, als deren Anſehen und Beur⸗ theilung ein ieder billigen wird, gnug ſeyn. Der hochberuͤhmte politicus, der Herr Geheimde Rath omeſaus, ruͤhmt nicht nur in ſeinen Cautelis circa Præco- gnita Juris prudentiæ ſolche . 25(98 che Einrichtung mit folgenden Worten: Hæ(ſcil. fabulæ politicæ) tutius ſcribuntur ſub ſchemate fabularum,& earum lectio maxime ad cavendas fraudulentas inſidias,& cognitionem vitæ aulicæ prodeſt; ſondern er hat auch, wenn er ſeinen Herren Auditoribus hieruͤber geleſen, inſonder⸗ heit unſern Froſchmauſeler beſtens recommendirtt. Iind eben ſo eine guͤ⸗ tige, und wahrhaffte Centur ertheilet auch der groſſe, und gelehrte Polybi⸗ ſtor, Aorhoff im Unterricht von der hoch⸗ teutſchen Sprache, und Polie, und lautet deſſen Urtheil alſo: In hoch⸗ teutſcher Sprache iſt ein Getichte von einem ſinnreichen Mann Rollenhagen, einem Recore der Schulen zu Magde⸗ burg, unter dem Nahmen des Froſch⸗ maͤuſelers geſchrieben, worin er han⸗ delt von der Froͤſche und Maͤuſe wun⸗ derlichen Hoffhaltung. Alle weltliche Haͤndel ſind hierunter vorgeſtellet, und ſtecket es voll Klugheit und aller⸗ a 3 hand hand Lehren, davon nicht nöthig, mehr zu erwehnen ꝛe. 283(0) 88 8 Dieſes 8 wird hoffe utlich guug Zeug⸗ niß von dem Werth des! oſchmdufe⸗ lers ſeyn. Es wird der geneigte Leſer dieſes ſelbſt bey wohlbe dachter Durch⸗ leſung in der That ſo finden„daß das Urtheil ſolcher vornehmen, und um die gelehrte Welt hoch⸗ verdienter Maͤnner wohl gegruͤndet, und im uͤbri⸗ gen ſich dieſe nachdenckliche Einrich⸗ tung, nebf t der darunter verborgenen herrlichen M 10 f5 ſeinem und an⸗ drer Nutz ns laſſen em⸗ pfo'ohle ſeyn. Kurtzer r — 2 ——— Kurtzer Inhalt und Lehr des Froſchmaͤuſelers. S.. man itzt der Weißheit Wort Weder von Gott noch Menſchen hort Iſt bdacht, ob jemand, was er ſolt, Von Froͤſch'n und Maͤuſen lernen wolt Geluͤckts/ ſo ſeyn es GOtt's Wolthaten, Sonſtiſts wolg meynt, uͤbel gerathen Im erſten Buch ab'r ſagt die Mauß, Wie es zugeh' in ihrem Hauß. Im andern thut der Froſch Bericht, Was in ſeinm Regiment geſchicht. Im dritten krieget Froſch und Mauß. So geht endlich das Spiel hinaus, Und lehret, wie man ſoll Hauß halten, Und Weltlich Regiment verwalten, Was rathſam ſey in Krieges⸗Noth, Und daß der Ausgang ſteh bey GOtt Wer die drey Stuͤck hieben bewegt, e Kurtzweil wohl angelegt; Hat di Wer aber nur ſuchet zu lachen, Wird dabey mehr ſchlaffen, denn wachen: Denn nie des Schreibers Meynung war, Daß er wolt lachen ohne Lahr. a 4 Cene- 33(0 8 * 8 8 Genere, Literis& Præclaris in Rempublicam meritis Nobiliſſimo viro, D. Henrico Rangovio, Regis Daniæ apud Hol.- ſatos, Schleſvicenſes& Dietmarſos Vi- cario&c. Domino ſuo I 8¹ quis me rogitet, quæ ſignificata vetuſti Nominis eſſe Tui Ranzoviane queant? Tum Randſaw fuerit margo vellittus amœ- num, Hic ubi iπνν rivulus arva rigat, Vt ſint αοα Hloci viridantia prata, Et pinguis grato gramine vivat ovis: Ft ſalient ovet iuter ouer Aries bene paſtus: Ranan ovare vocat,, Lzon ſed Ebræus ovem. Addam quod vere ſunt paſtores populorum, Quos domus Holſatis Ranzoviana parit Non tamen effugiam, quin Ranæ Ranzovia- num, Præſultent nomen, littora, prata, pecus. Immo Ranzovias Philomela ubi perſonat ar- ces, Martis fœcunda, Rana coaxat aquæ. Cur igitur metuant Henricum Ranzovianum Te Ranæ noſtræ comminus aſpicere? An — 1 23* 18 +* 38( 856 An minus ornatæ veniunt, nimiumve loqua- ces, Vt ſint tam claro turba moleſta ſeni; Conſoletur eas, quod laudatiſſimus autor Tale quid audenti Græcus Homerus erat, Qui primus Ranas docuit cum Regibus ipſis Et cum perpetua poſteritate loqui, Ille loqui docuit, Ranas, quæ nemo virorum Audet, vel multum præmeditata loqui. Vsque adeo nunc eſt odioſa profeſſio veri, Vt poſſis vero vix reperire locum. Quamvis veraci manans e pectore ſermo Omnis in hac vita ſit pia cauſa boni. Mendacesque dolos mens averſetur aperta, Non ſecus ac Satanam, Tartareosque c nes. Nam velut ingratos naſus formidat odores. Sic auris vanos odit honeſta ſonos, Teſtis es ipſe mihi quoties fucoſa loquentem Contracta facie deſpicis atque fugis. Eſt tamen& ſapiens rigidi modecatia veri, Ne veluti Cenſor vera tacenda notes. Commoda ſed quando verbis occaſio venit, Sint tempeſtivis ſeria mixta jocis. Mella velut medicus ſuccis permiſcet ama ris, Auratas aloes dat, comedit, pilulas. Ergo ſuas Ranas etiam moroſus Homerus Triſtia ridentes dicere vera doces. a 5 Id 1d ſi Teutonicæ Ranæ minus are roruudo Quam Grajæ poſſunt Italicæque loqui, Ignoſces: Quia Roma ſuas& Græcia lin- guas, Teuto peregrinas excoluiſſe ſoles, Et noſtras Ranas vultu tolerabis amico. Atque coar ntes aure favente feras. Fertur us argutos vox anſeris inter olores, Fertur ut epoto garrula virgo me Præſertim quando non inferiora coaxant, Quam Lant principibus pr æcipien- da viris. Ni fruar: ac niſi mi quoque fit mea Rana Diana. Vt non pulera, putat pulera benignus amor. Qualiscunque tamen fuerit, ſi dignus amore Eſſe tuo videor, ſi mea Rana placet. Virtutem, laudesque tuas non ſolus Apollo, Verum etiam Ranæ, Ranzoviane, ca- nent. Donec Germani teneant mea ſeripta fide- les, E celum&⁰terras ultima famma uoret 8 * U Auf Deutſch: Dem Edlen, Hochgelahrten, und ſehr wohloerdie uten Herrn H E R R N Heinrich Rantzawen, Koniglichen Daͤnnemar ckiſchen i in Holſtein, Schleßwick, und Ditmarſen Statthaltern, auff Segeberg, ꝛc Meinem Großguͤnſtigen Herrn W. 3J. G. Enn einer mich fragt ohngefehr, Heinrich von Rantzaw Edler Herr, 2 gu. 4 * Was Euers Stamms Namen bedeut, D er wohl beruͤhmt iſt weit und breit? 0 darauff ſeyn diß meit At itwort: Ran— Au bedeut't ein Au und Orth, So am Rand und Ufer gelegen, Daf ſi ch die fruchtbar Waſſer regen. Wie auch die rrechſed Sprach erkannt, Und ſolch 2 Waſſer Rantizon nannt, Auch die Auen, ſo viel Scha raff nehren, Heiſſen Ranizoa mit Ehren, Darauff der Rambock froͤlich bleckt, In voller Weide ſpringt und leckt: Denn 85(00 85 Denn in dem Ebraͤiſchen Nam Heiſt Ran Jauchzen, und Tzon ein Lamm Ich ſetz auch noch dazu mit Recht, Daß die aus Rantzawer Geſchlecht Getreu Hirten und Huͤter ſeyn Uber das Volck und Land gemein. Dem ſey alſo: So muß doch ſeyn Auch Rana ein Froſch auf Latein Darum man deuts gleich oder qver, So huͤpfft Rane allzeit vorher Fuͤr dem Namen Rand oder Au, Fuͤr dem Laͤmmlein, im Wort Rantzaw Ja wenn fuͤr der Rantzawer Saal Am Schloß ſinget die Nachtigal, Sokommt Rana mitihr'm Geſchlecht, Und qvacket auch ihr Hoferecht, Was fuͤrchtet ſich denn mein Froſch Ran, Heinrich Rantzawn zu ſprechen an? Iſt der Froſch viel zu ſchlecht geziert, Und qvacket mehr, denn ſichs gebuͤhrt? Od'r wolt ſein Hauff den alten Herren Mit ſeinem Anlauff ſehr beſchweren? So macht ihm wieder Muth und Hertz, Daß der beruͤhmt Homer im Schertz Die Froͤſch erſt lehrt reden in Ehren, Mit Koͤnigen, Fuͤrſten und Herren, Was auch der Menſch nicht gern vorbracht, Wenn er ſich lang darauf bedocht. So gar iſt die Wahrheit verhaßt, Daß ſie ſelten findt Ruh und Raſt, Obgleich alles Guts jederzeit Entſpringt von der lautern Warheit: Und 38( S Und ein redlich Hertz alſo feuch Denſelben, der betruͤglich leugt Aus einem boͤſen falſchen Mund, Als den Satan und Hoͤllſchen Hund Denn wie die Naſ ein fe aulen Stanck, So haßt das Ohr der Luͤgen Klang, Das werdet ihr ſelber geſtehen: Ihr wolt den Luͤgner nicht anſehen; Sondern ruͤmpfft und wendets Geſicht Weit ab von dem, ſo Luͤgen ſpricht. W0h hat auch Wahrheit ſein Zeit, Daß man gebr auch Beſcheidenl at/ Ur ndi nicht aufruͤck ein m guten Freund, Was noch vertraute Sachen ſeynd. Sondern wart auf Geleg enheit, „Iund aller Sachen rechte Zeit. Denn ſag man die Warheit von Hertzen, Und red vom Ernſt in Schimpff und Schertzen, Wie⸗ der Aetzt einem herben Safft ut Honig giebt eine ſuͤſſe Krafft, Piler mit Gold bekleidet fein, Die ſonſt bitter Aloe ſeyn. Darum Homer auch, der ſo viel Von ernſten Sitten ſchreiben will, Seine Froͤſch ließ Poſſen fuͤrtragen, Und mit Lachen die Warheit ſagen. Wenn diß in unſer Teutſchen Sprachen Unſer Froͤſch nicht ſd zierlich machen, So bitt ich, habt mit ihn Gedult, Es hat daran die Landart Schuld. Der Griech, und auch der Roͤmiſch Mann, Schaut, daß er kuͤnſtlich reden kan Sein 0 r 38 O YSk⸗ Sein angebol jrne Mut itterSp rach, Und haͤlt das fuͤr ein? groſſe Sach: Der Deutſch aber laͤſſet vor allen, Wasfremd iſt, ſich beſſer gefallen, Lernt fremde Sy pr Achen reden, ſchreiben, Sein Mutter⸗Sprach muß veracht ble iben Darum wird Eug ch ken Wunder ſeyn, Daß meine droͤſch in ihren Reim Ihr Mutter⸗Sprach nicht auspoliret, Artig verſetzet und manieret; Gaͤnß am 1 fek, Und die Weiber beym Wein und Bier, Koͤddern, koͤltzen, kof eenundkalte 0 Kackeln, goackeln, klappern und lallen, Plappern, pletern, plerren parlaren, Reden, ruͤhnen, ruffen und rahren, Schwaͤtzen, ſprachen, ſpraͤcken und ſchnat⸗ Ler n, Sagen, ſeggen, ſchnacken und tattern, FVornehmlich, weil ſie qvacken wollen, Was groſſe Herren wiſſen ſollen. Cen waͤre denn, daß mein Rana Mir baß gefiel, denn Diana. Wiedenn die Lieb offtach tbar haͤlt, Das ſonſt andern ſehr mißgefallt Esſey aber mein Frosch und Ran So gut, als er zum beſten kan; Wenn er nur Euch gefaͤllet ſonſt, Und Ihr mich werth acht Euer Gunſt, So ſoll der Hochgelahrten Schaar Nicht allein ruͤhmen offenbar, —— 35(% S. ——3 In ihrem Ausſchreiben und Lehr, Des von Rantzaw Tugend und Ehr, Sondern es ſoll'n in alten Tagen Auch davon meine Froͤſchlein ſagen, Solang Deutſchland ſein Sprach verſtehet, Bis daß Himmel und Erd vergehet. E. Geſtreng und Ehrenveſt Dienſtwilliger Marcus Hupffinsholtz von Maͤuſebach, der Jungen Froſch Vorſinger und Calmaͤuſer in alten Maͤſchenwigt. Im Jahr M. D. XxC den 21. Martii, als am S. Be- nedicti Tag, diß Jahr unſor Froͤſch ihr erſtes Benedi Dem eamus anſiengey 0 ———————————ů— Dem guͤnſtigen Leſer. SSx iſt, gůnſtiger xeſer,für unſers HEr⸗ 5 ren und Heylandes JEſu CHriſti Geburt ungefehr neun hundert vier⸗ tzig Jahr, um die Zeit des Propheten Elias, in Griechiſchen Landen, ein gelehrter Schul meiſter geweſen, Aomerus genannt. Der hat von den Krieges⸗ Helden lelen, Hhlſer, und andern, ſo die Stadt Troja belagert und verſtoͤret, etliche Buͤcher in ſeiner Mutter⸗ Sprach geſchrieben, welche die Griechen ſo lieb und werth gehalten, daß ſie, aus des weiſen Regenten Solonit Anordnung, dieſel⸗ ben in ihren Kirchen, auff den Feſt⸗Tagen, leſen, und daraus, gleich wie die Juden aus Moſt und den Propheten, haben predigen laſſen. Man hat auch noch nicht erfahren koͤnnen, daß nach der Heil. Schrifft ein aͤlter Buch gefunden waͤre. Und iſt die Meynung ur Alters bey allen Gelehrten blieben, da er fuͤr keinen geleheten Mann zu achten, der Hymerum nicht mu Fleiß geleſen haͤtte. Darum, als der Hoͤchgelahrte Medicus Doctor Veit Ortil von Wintheim, Griechi⸗ ſcher Sprach⸗Meiſter und Prekeſſor zu Wit⸗ tenberg, im Jahr CHriſti 1566. nach dem 65. Jahr öre EEAeee„%„ — E. ſti r⸗ 8, at 18 hr 8(0) 8R Jahr ſeines wohlverdienten Alters, unter andern das Buch, welches Homeru jungen Herren zu kurtzweiliger Lehr vorgeſchrieben und Batrachomy omachia, das iſt, der Fröſch⸗ Maͤuſe⸗Krieg genannt, anfieng in der Phi⸗ loſophen groſſein Collegio offentlich zu leſen, und den jungen Studenten eine Luſt und Begier de zur Griechiſchen Sprach, u. inſon⸗ derheit zu der gegenwaͤrtigen Lection, zu machen, unter andern ſagte: Es waͤre in dem unanſehnlichen kleinen Buch Homeri, eine ſolche Weißheit, eine ſolche Lieblichkeit, ein ſolcher Ausbund auserleſener Woͤrter, und Reden, daß ſolche ſchlechte Haͤndel in keiner Sprach ſo kuͤnſtlich, zierlich, praͤchtig und anmuthig koͤnten vorgebꝛacht werden, wenn man gleich alle Poeten in der gantzen Welt ſolte daruͤber zuſammen ſetzen. ie denn ehemahls, vor der Zeit V/arorit einer, genañt Carcinus, von den Maͤuſen, NMener aber von den Froͤſchen eine Comædiam gemacht, und hernach ein Griechiſcher tπ οοοe den Ka⸗ tzen und Maͤuſekrieg, zu unſer Zeit auch ein ander, der ſich Ceacum nennete, den Froſch⸗ Maͤuſekrieg Lateiniſch beſchrieben, aber nichts auffbracht haͤtten, das dieſem Buch gleich waͤre. Da wolten etliche freudige junge Geſel⸗ len ihrem lieben Weee Præcepto- Tl 88(09 88 88 ri eine ſonderliche Freundſchafft eꝛzeigen, und gleichſam einen ſchertzhafften Poeten Krieg anfangen, machten aus des Doctoris eigener Lection und Erklaͤrung das Buch Lateiniſch, Frantzoͤſiſch, Deutſch; damit ſich zu erzei gen, daß auch vielleicht zu dieſer Zeit Leute waͤren, die etwas lernen koͤnten, wenn man ihren Fleiß befoͤrdern, zu Ehren gebrauchen, und belohnen wolte. Daran ihme denn ein ſonderlicher groſſer Wohlgefallen geſchahe, daß er einen mit etlichen Kannen Wein, den andern mit einem Buͤchlein verehrte, und vermahnet, daß ſie alſo fortfahren wolten. Unter andern aber war ihm auch diß gegenwaͤrtige Buͤchlein zu leſen gegeben. Daß er nicht alleine, nach ſeiner gewoͤhnli chen Leutſeligkeit uͤber den Werth ruͤhmete, ſondern auch ſchrifftliche Anleitung gabe, wie man die Rathſchlaͤge von Regimenten und Kriegen, nuͤtzlich hineinbringen, und alſo eine formliche Deutſche Lection gleichſam einer Contrafactur dieſer unſer Zeit daraus machen koͤnte. Ob nun wohl diß alſobald ins Werck gerichtet worden, iſt doch das Buch, nach dem ſeligen Abſcheid vorgemeltes Herrn Doctoris Vintbemii, der bald hernach am dritten Ta⸗ ge des Jenners im Jahr 1570. ſeliglich in GoOtt Ke —— nd ieg er ch, ei ite an n, in e 7 n, e, en iß n. li 38(% 86 Gott entſchlaffen, unter der Banck beliegen blieben; als das mir damals in meiner bluͤ⸗ henden Jugend, zu fleißiger Ubung deutſcher Sprach, und Poetiſcher Kurtzweil, ausge dienet, und vorlaͤngſt mit den Kinder⸗Schu hen vertreten, auch mit den Nuͤſſen, wie man Lateiniſch redet, hingeworffen war. Inſonderheit weil die Perſonen dieſer Tragœdia ſo gar verachtet ſeyn, daß ſich Nie⸗ mand bekuͤmmert, was Froſch und Maͤuſe machen, ob ſie leben oder ſterben; und hal⸗ ten mehr von denen Kunſt⸗Gedichten, ſo von Menſchen vorgebracht werden, darum, daß man von denen entweder glaͤubt, es ſey alſo ergangen, oder gehe noch den Menſchen alſo. Und derenthalben machts dem Leſer ei⸗ ne beſondere Freude, oder ein hertzlich Mit⸗ leiden; wie§. uuut ſchreibt, daͤß er der Dido klaͤglichen Abſchied beym Vigilio nie ohne Thraͤnen geleſen, ſo er doch weiß, daß es nicht geſchehen iſt. Denn Bs erſt 300. Jahr nach der Zerſtoͤrung Trojaͤ die Stadt Tarthago zu bauen angefangen, als AÆear vor 284. Jahren geſtorben war. Und wer thut das nicht, in unſern erdichten Octav? deſſen wir uns von unſern Froͤſchen gar nicht zu vermuthen haben. So haben den⸗ noch etliche vornehme Herren, und meine gute Freunde, denen diß Buch nun etliche b 2 Jahr 33( Jahr zuvor zu leſen und zu verbeſſern ůber geben war, gemeynet, wenn es zu dieſer Zei durch oͤffentlichen Druck der Deutſchen Ju⸗ gend, die doch ſonſt immer wolt etwas neues haben, in die Hand geriethe, es ſolt etwas mehr Nutz ſchaffen, denn unſer weitberuͤhm⸗ ter Landsmann Eulenſpiegel, oder auch an⸗ dere Schandbuͤcher, der Pfaff von Kalen⸗ berg, Kaziporus, Rollwagen, ꝛc. die auch vernuͤnfftige Heyden, ſo uͤber ihr honeſte vivere viel ernſtlicher, denn wir Chriſten thun, geeiffert, ohn Ungedult nicht haͤtten anſehen moͤgen. Wie dann der weiſe Plaro darum die Poeten in ſeinem Regiment nicht leidet, daß ſie ihre und ander Leut Unzucht unverſchaͤmt beſchreiben. Dem ſey nun wie ihm wolle, ſo wiſſen gelehrte Leute, daß jeder⸗ zeit die Menſchen ihre beſondere Luſt dazu gehabt, daß ſie mit den Gleichniſſen von den unvernunfftigen Thieren, Pflantzen u. der⸗ gleichen, damit der Schoͤpffer aus ſonderl. Bedencken unſer Welthaus geſchmuͤcket, denckwuͤrdige Sachen vorbildeten. Alſo, daß auch der Patriarch Jacob hiemit ſein Te⸗ ſtament machet, und nennet den Koͤnig zu Sichem einen Ochſen, Judam einen Loͤwden, Iſaſchar einen beinern Eſel, Dan eine + Schlange auff dem Wege, u. eine Otter auf dem Steige, ſo das Pferd in die Ferſen beiſſe, Rayphchali einen ſchnellen Hirſch,Joſeph ei⸗ nen it u⸗ 48 n⸗ n⸗ N 3 en en ht ht ie r⸗ zu 7 l. te o. zu n/ ne uf ſe, ei⸗ en 38 C00 87 nen Baum, wachſend an der Qvelle, Ben⸗ jamin einen reiſſenden Wolff. Jotham ſagt auch den Buͤrgern zu Sichem ein gantz Ge⸗ ſpraͤch, wie die Baͤume dem Oel Leanum, Fei genbaum und⸗ Weinſtock ihr Koͤnigreich an⸗ gebothen, und endlich den entſtanden Dorn⸗ Buſch gewehlet haben, aus deme ein Feur gangen, und ſie alle verbrannt habe. Im 2. Buch der Koͤnige, am 14. Ca⸗ pitel, laͤſſet Joas dem Amazia, der ihme eine Feldſchlachranboth, ſagen: Der Dorn⸗ Strauch, der im Libanon iſt, ſandte zum dern im Libanon, und ließ ihm ſagen: Gib deine Tochter meinem Sohn zum Weibe. Aber das Wild im Felde Li ban⸗ on lieff uͤber den Dornenſtr auch und zutrat ihn. In den Propheten aber und Pfalm, iſt ſolcher Gleichniſſe keine Zahl: 0St heit in dem Propheten Eſaia, wie Gott uͤber ſeine ungehorſame Kinder der Flſeg en in A0 ria, und der Bienen in Eg hoten ziſchen wolle, daß ſie das Land vern vüſten, un d wie er unter den Frommen einen 2 Veinberg baue. Wiculle Renſchent irre geh en, wie die Schafe Lie zu der Zeit Meßis ein Loͤwe und Schaf ſollen mitefnander weiden. Gott ſagt auch: Die Turteltaube und die S Schwal⸗ be weiß ihre Zeit, der Storch weiß ſeine 3 Zeit, der Ochſe und Eſel kennet ſeinen Herrn, b 3 und 8 7 0) SE Ee J und Krivpen; mein Volck aber weiß nichts, kennet mich auch nicht. Die Propheceyungen Tzechielis, ja auch Danielis von den Koͤnig⸗ reichen der Welt. Item, die Offenbah⸗ rung Johannis von der Chriſtlichen Kir⸗ chen endlicher Verfolgung. Desgleichen al⸗ le andere, werden auch alſo mit unvernuͤnff⸗ tigen Thieren vorgemahlet. Was ſeyn aber des HErrn Chriſti Pre digten anders, denn mehrertheil eitel Gleich⸗ nüſſe. Er nennet Herodem einen Fuchs, Johannem eine brennende Lampe, die Juͤ⸗ den junge Kuͤchlein, ſich eine Glucke, ei⸗ nen guten Hirten, ſeine Chriſten Schafe, die falſchen Propheten Woͤlffe, ſeine Leh⸗ re eine Perle, ein Senffkorn, ein Weitzen⸗ korn, ꝛe. Voin Koͤnige Salomone leſen wir auch, daß er geredet drey tauſend Spruͤche, auch von Viehe, von Vogeln, von Gewuͤrm, von Fiſchen. Und weil Aſſaph,welchen die Ebraͤer Aeſop, das iſt, einen Weiſen nennen, ſein Capellmeiſter und Poet geweſen, und ſeine Spruͤche auffgeſchrieben, deren etliche auch den Heyden zukoimmmen, haben ſie gedichtet, es ſey einer bey dem allerreicheſten Koͤnige Orœſus, und bey dem Weiſen Hlone, gewe⸗ ſen, Hhohus genannt, der habe alle ſeine Re den mit Gleichnuͤſſen, und mit Fabuln aus⸗ geſprochen. Solche ⏑ν ⏑==== E 28(0 SE. Solche Weiſe haben auch die Heydni ſche Poeten vorgenommen, und alle ihre Lehre mit erdichteten Fabuln, von Gottern, von Geſpenſt, von Verwandelung der Men⸗ ſchen in mancherley Thier, Baͤume und andere Dinge, beſchrieben, und an den Tag gegeben. Was auch der alten Deutſchen Heyde niſche Lehr geweſen, vernimmet man aus dem wunder bahrlichen Haußmaͤhrlein, von dem verachten frommen Aſchenbroſſel, und ſeinen ſtoltzen ſpoͤttiſchen Bruͤdern. Vom albern und faulen Heintzen, vom Eyſern Heinrich, von der Alten Neidthardin, und dergleichen. Welche ohne Schrifft immer Muͤndlich auff die Nachkommen geerbet werden, und gemeiniglich dahin ſehen, daß ſie Gottesfurcht, Fleiß in Sachen, Demuth, Gedult und gute Hoffnung lehren. Denn die aller verachteſte Perſon wird gemeinig lich die allerbeſte. Ja der aͤlteſte Hiſtoricus ſelber Herodotut wird vom Cicerone Pater fa. bularum, der N aͤhrlein Vater genannt. Und man naͤhme gleich Wucididem, Livium, oder wen man wolle, von den alten Hiſtorien ſchreibern, ſo erkennet doch darin ein jeder verſtaͤndiger, daß vielleicht die Nahmen der Land undeute, und die Haͤndel an ihn ſelber mehrentheils gewiß ſeyn, aber die Umſtaͤn b4 de e de der Rathſchl aͤge und der Reden, ſo den Perſonen zugegeben werden, ſind alle von den Scribenten aus ihren eigenen Koy ffen, dazu kuͤnſtlich und weißlich er dichtet, o ohn Zweifel der U ſa ich halben, daß man die Hiſtorien mit mehr Luſt und Nutz leſen, und deſto leichter und laͤnger behalten moͤchte, wie Horatius ſagt Et prodeſſe volunt,& delectare Poëtæ. Poeten wollen Schertz verehren, Und damit etwas nuͤtzlichs lehren. Denn wie man einen woh geputzten Mann, Weib oder Pferd einen Salomon, Judith oder Bucephal, lleber in ſeiner be⸗ ſten Herrlichkeit, denn nackend im Bade odeꝛ Stalle anſchauet, und ehret; Alſo iſt die bloße Warheit nicht ſoanmuthi ig, wenn ſee nicht mit einem ſonderlichen Schmuck und 2 acht vorgebracht wird. Und horet un⸗ ere angebohrne Thorheit allzeit den ge⸗ ſchmuͤckte 1 Poſſen, und der Leichtfertigkeit lieber zu, denn ernſten Sachen. Wie man bey Fli rarchho 17 8 Abere edten Hem⸗ ſebens lieſet, daß derſelbe, als er dem Rath zu Athen eine ſchwere Sac che, die eines vorneh⸗ men Buͤrgers Gut und Blut betr aff, auffs fleißigſte vorgebracht, und gemercket, daß niemand ſeine Rede in acht haͤtte, ſey er un⸗ verſehens darauf kommen, wie zween mit ein eeeK 2 23(%0 88. einander in groſſer Hitze einen fernen Weg gewan dert, und habe der Fußgaͤnger dem Reuter ſeinen Eſelum ein Geld abgemi ie⸗ thet, und erſtlich dar rauf gerit ten, darnach bchi in ſeine n E Schatten gelegt, das doch der Herr des Eſels nicht geſtehen, ſondern den Sch atten fuͤr ſich ſelber brauchen wollen, ieweil er ihm nur den Ese und: cht den Schatten vermiethet. Darüber ſie einan⸗ der hefftig geſchlagen, un d endlich für den Richter ger⸗ üthen waͤren. Und als Demoſtbe- hie ſtille hielt, und abtreten wolte, begeh⸗ 82 der Rath, er ſolte wei iter reden, un 6 gen, was der Richter fuͤr ein Urt Heil dar Auf gefaͤllet haͤtte. Da ſet 94 moſthen in ſeiner Rede fortgefahren, und habe geſagt, ſeine Sach ſey nicht von eines Eſels Schatten/ſon⸗ dern von ihres Mitbuͤrgers hoͤchſter Wohl⸗ fahrt. Daf ſollenſie gedencken, daß ſie ein Ur⸗ theil fallen.d uydas ihnen nicht fuͤr GO tt.M ten⸗ ſ0 en und allen Nachkommen verweißlich ſey. Dilh l ichen Hiſtor ia findet man von einem Romer rihh² MHannelt, daß er die aufruͤhri ſchen Birger! mit der r Fabul von Uneinigkeit der menſchlichen Glieder zu frieden geſtellt habe. Wie. auch, Tiuch ſol 0 it fuͤ ir dieſer Z Zeit viel Fabelwerck in die& Atliche eKirche ein⸗ geſchlichen, W eit gen s„Randint, Gregorii, b 5 und 38 C0) 8 und auf dem Steine/ dergleichen Kindiſche Legenden. Inſonderheit Diſcipulis de tem- Pore. Und koͤmmt jetzt das Seculum und Zeit wieder/ daß man des Himmliſchen Maꝛ nna auch uͤberdruͤßig/ und nach Egyytiſchen Zwiebeln ut Wianobt auch luͤſtern wird/ und faſt keine Predigt hoͤren/ keine Poſtill le⸗ ſen will/ die nicht aus dem Theatro vitæ hu- manæ, Promptuatio exemplorum, und der⸗ gleichen Stuͤckwerck/ mit wunderlichen Hi⸗ ſtorien/ vieſierlichen Fabuln⸗ und uner⸗ hoͤrten Gleichniſſen/ wie ein Bettler⸗Man⸗ tel verpeltzt iſt. Ob nun wohl ſolcher ſchandlicher Miß⸗ brauch der kuͤnſtlichen Gedichte in der Re⸗ ligion nicht ruͤhmlich/ ſo iſt doch der rechte Brauch/ ſo auf Welt⸗Haͤndel ge richtet/ in keinem Wege zu ſchelten; ſonderlich/ wenn man Hiſtorien dadurch alſo vor⸗ mahlet/ daß man Wei ßheit t, Tugend und gute Sitten daraus lernet. Denn der Ur⸗ ſach halben/ haben auch di ie Alten Deut ſchen des Dieterichs von Bern/ des alten Hi ildebrandes/ Tl haten 0 erei met/ we elchen die Hiſtorien chmn krennum, das iſt/ den Held⸗Brenner nennen. Denn dde deurſhen haben d die Veteranos, und alte geuͤbte Krie ger che Ii- eit na en nd le⸗ 1u- er⸗ o er⸗ in⸗ iß⸗ ke⸗ te in / r 1d r⸗ it⸗ n n n e⸗ r 2 ger/ Helde und Aldemanns/ oder/ wie die Thuͤringer reden/ alemanns, die Hronen und den gemeinen Hauffen Hermaͤnner ge⸗ nannt. Daraus andere Sprachen/ celtas, Alemannos und Germanos gemacht/ und ſchreiben/ als Hercules ſey in Deutſchland kommen/ habe er ſich zu einer Jungfrauen Celtine, das iſt/ Heldine genant/ geſellet/ von der waͤre Herculis Sohn Celtus gebohren/ und von ihm die andern Ce. Item/ des Hertzogen zu Braunſchweig/ Heinrich des Loͤwen Hiſtorien und andere mehr/ ſind in eitel Poetiſche Gedichte verwandelt. Deſ⸗ ſen man in Welſcher und Frantzoͤſiſcher Sprach noch mehr findet/ und etwa von ſinnreichen beleſenen Leuten/ ſo in die Kloͤ⸗ ſter verſteckt/ und dennoch ungern haben muͤßig ſeyn wollen/ von der Religion aber/ und warhafften Hiſtorien aus Furcht der Tyrannen nicht ſchreiben duͤrffen/ gemacht worden. Denn wie Ariſtoteles lib. 8. cap. 3. de Re- publ. ſchreibt: Natura ipſa vias omnes quæ- runt, non ſolum negotii recte gerendi: Verum etiam otii honeſte recteque ponendi. Gute Natur iſt ſo geſinnt/ All Mittel ſuchet ſie geſchwind/ Daß 33( 8E Daß nicht allein recht werd beſtellt, Was in Amts⸗Geſchaͤfften vorfaͤllt, Sondern daß auch der mußig Stand Ehrlich und wohl werd angewandt. — Es hat auch zu unſer Zeit, unſer deutſcher Prophet, Doctor Martin Luther, ſelbſt etli⸗ e Fabuln verdeutſchet, und erklaͤret, als im fuͤnfften Jeniſchen Lomo zu befinden. Ja das gantze Politiſche Hof Regiment, und das Romiſche Pabſtthum iſt unter dem Nahmen Reinicken Fuchſes, uͤberaus weiß⸗ lich und kuͤnſtlich beſchrieben. Daſſelbige Buch aber hat ein gelehrter ſcharffſinniger, weltweiſer Sachſe gemacht, mit Nahmen NMeglaus Baumann, beym Urſprung des We⸗ ſerſtroms bürtig. Dieſer, als er bey dem Hertzoge zu Juͤlich eine Zeitlang in der Can⸗ heley, fur einen Rath und Secretarien, ge⸗ dienet, durch die Fuchsſchwaͤntzer boͤßlich hintergangen, und in Unanade gebracht ward, daß er ſich mit groſſer Gefahr von dannen an den Mecklenburgiſchen Hof be⸗ geben muſte, da er dann auch Hertzogs Ma⸗ gni Secretarius, und lieber Mann worden; hat er aus ſein ſelbſt Erfahrung den Rei⸗ nicken Fuchs, als wenn der im Hertzogthum Julich alſo ergangen waͤre, weißlich beſchrie⸗ ben, und dem Buchdrucker zu Roſtock, Lud⸗ wig 1 . cher etli⸗ im Ja ind em eiß⸗ ige jer, nen Ve⸗ em an⸗ gé⸗ lich icht on be⸗ Ma⸗ n;j iei⸗ im rie⸗ Id⸗ big 38( S8 wig Ditzen, welcher ein Oberlaͤnder von Speyer, und ein guter Reimer war, vereh⸗ ret. Derſelbige hat die Gloſſen aus andern Reim Buͤchern dazu geſetzt, und ihn da⸗ mit, im Jahr 1522. als wenns zuvor ein altes, Welſch und Frantzoͤſiſch gemacht wor⸗ den, in Druck gegeben. Und iſt diß Buch nicht allein von Gelehrten und Ungelehrten mit Fleiß geleſen, ſondern, weil der Loͤwe Rei⸗ nickens Koͤnig iſt, und ſechs Conſtantinopo- litaniſche Kaͤyſer auch den Nahmen Loͤwe ge⸗ habt, deren doch faſt in 700. Jahren keiner gelebet, ſind etliche auf die Gedancken kom⸗ mnen, es koͤnte ſich dieſe Geſchicht mit einem vornehmen Kaͤyſerlichen Holſchranßen an detnſelbigen Hofe alſo zugetragen haben; das ſich doch mit derſelbigen Zeit, Ort, Sprachen und Sachen gar nicht zuſam⸗ men reimen laͤſſet. Der Baumann aber iſt hernach zu Roſtock in S. Jacobs Kir⸗ chen ehrlich begraben, mit dieſem Epita- Phio, das ich ihm zu Ehren, und dem Reini⸗ cken Fuchs zu Lob, an dieſem Ort nicht verſchweigen wollen. 38(8. NICOLAO BAVMANNO Ducali Megapolenſium Principum Secretario, ELISABETHA Vxor, pietatis ac conjugalis amoris mo numentum poſuit Menſe Aprili, 1526. Ormio ſub lapide hoc NICLAVS BAV. MANN: honore Vulgari externo contumulatus, hu- mo. Nec mala, nec vitæ repeto bona, ſplendi- dior ſed Quam noſtra, eſt nulla littera ducta manu. Lætus læta legas, qui tranſis forte via- tor. Ex Chriſti juſtus nomine non mori- tUr Auf Sε·nn E 0 25( 8 Auf Deutſch: Nicolaus Baumannen, des Hertzog⸗ und Fuͤrſtenthums Mecklenburg Secretarien, hat Eliſabetha Seine Haußfrau, aus hertzlicher ehelicher Liebe und Treue diß Gedachtniß geſetzt im Mo⸗ nat April, Im Jahr 152 6. F NJC SLAusS BAauMANRRN halt mein Raſt Hie unter 170 Steines Laſt, Als man michl hat zu Grabe bracht Im freinden Land mit ſchlechter Pracht. Und mag von gut und boͤß ni ichts ſagen, So mir zuſtand in meinen Tagen, Ohn daß ich zu der Zeit im Land Hatt die zierlichſte Schreiber Hand. Du Wandersmann, ließ deine Zeit, In Freuden, was dein Her 15 erfreut. Jch weiß, daß der im Tod nicht iſt, Der gerecht war durch JEſum CHriſt. Wie 88( Wie aber der Reinicke§ Fi ßuchs, alſo iſt diß Buch auch geſchrieben, und gemeynet. Und zwar vo ller Fabulen N 2 Taͤhrlein, aber alſo, daß m üit denſelbigen, als in einer Comœdie, die keine läitkere, un d ſonſten, wie man ſagt, bittere Warheit, Poetiſcher Weiſe vermmummet, und in fremder Perſonen Nahmen„au den Schauplatz geführ et, und der rechte Ernſt, im Schertz und mit lachendem Munde, ausgeſpro⸗ chen, und beſchrieben wird. Nach der Lehr des weiſen Senecæ: Objurgationi ſemper aliquid blandi admiſce. Facilius enim pe- netrant verba, quæ molli vadunt via, quam aſpera. Wilt du lehren und ſtrafen fein, So meng holdſelge Red mit ein. Allzeit tieffer ins Hertze reichen Die Wort, ſo freundlich herein ſchlei⸗ chen, Denn die mit eitel ernſten Sachen Viel Drauens, Trotzens, Pochens ma⸗ chen. Und wer will einem verbieten, wie Horarius ſchreibt, daß man auch lachend die Warheit nicht ſagen ſolle. Wie er von ſei⸗ nen Satyris ſagt, und von der Poeten Fa⸗ bulen SS- eK o iſt net. ein, ner ten, cher der latz ertz ro⸗ ehr per Pe- lam lei⸗ na⸗ wie die ſei⸗ Fa⸗ llen — 38(0 S8 bulen redet, da er denen Geltzhälßen ſchreibt: Tantalus a labris ſitiens fugientia captat Flumina, quid rides? mutato nomine de te Fabula narratur: congeſtis undique ſaccis Indormis inhians. Der Tantalus im Waſſer ſtund, Und laͤchzet mit durſtigem Mund. Was lachſt du? Du biſt ſelbſt derMann, Ohn daß Kundert iſt der Nahm. Du traͤgſt die Beutel auf ein Hauffen, Bewachſt ſie, Rale nicht entlauf⸗ en, Und bleibſt doch arm bey groſſem Gut, Ißt dein Brod Mintz betruͤbtem Muth. Mag derhalben wie der Maccabaͤer Scribent wohl alſo ſchlieſſen, 2. B. Cap. 18. Haͤtte ichs lieblich gemacht, das wolte 10 gerne. Iſts aber zu geringe, ſo habe i doch gethan, ſo viel ich vermocht. Denn allezeit Wein oder Waſſer trincken, iſt nicht luſtig; ſondern zuweilen Wein, zu wei⸗ len Waſſer trincken, das iſtluſtig. Alſo iſts auch luſtig, ſo man mancherley lieſet. „Dieſen aber unſern kindiſchen Studen ten Fleiß, und darauf erfolgetes langweili⸗ ges Bedencken, bitte ich, wolleſt du dir, uͤn⸗ e iger 39(008K ſtiger Leſer, freundlich gefallen, und den verneueten Froſchmaͤuſeler zum Schimpff und Ernſt, fruchtbarlich dienen laſſen, bis daß ein ander koͤmmt, der es anders oder beſſer macht, darauf wir gerne warten wollen, und von Gott dem HErrn ihme dazu Gluͤck und Seegen, dir aber, und uns, alle zeitliche und ewige Wohl fahrt von Hertzen wuͤnſchen, Amen. Nahmen, ſo im Froſchmauſeler vorfallen. Swel die Rahmen, auch der Men EEsſchen, gemeinlich ein Omen und ſon⸗ derliche Bedeutung auf ihre Perſon ha⸗ ben; So werden allhie etlichen Thieren ihre Nahmen, entweder aus Reinicken Flichs behalten, oder nach ihrer Art und Eigenſchafft, und von ſonderlichen Beyzei⸗ chen neue gegeben, denen wir auch die⸗ ſelbigen, ſo Lameftt gemacht, beyſetzen. Denn ob gleich unſere Froͤſch keinen Kohl beiſſen, Lactuc, Lauch oder Muͤntz eſſen, laſſen wirs doch der Antiquitaͤt halben alſo bleiben, damit die Gelehrten ſehen, war⸗ um Froſch und Maͤuſe ſo oder anders ge⸗ nannt worden. Der N 7OEO1 KDH12N DDDSEO 2 Jzei⸗ die⸗ en. 001 ſen, alſo bar⸗ ge⸗ Der 38(ο S5. 22 Der Froͤſche Nahmen. Koͤnigliche Perſonen, Sehbold Baußback, der Froͤſche Koͤnig heiſſet Grie⸗ chiſch Lymnocharis Phyſignatus. Dreckpatz, Peleus des Koͤnigs Vater. Moriam, des Koͤniges Mutter. Kedarlaomar, des Koͤnigs Altvater. Marx, des Kedarlaomars Vater. Frommkind, des Koͤnigs Sohn. Qvackebruch, des Koͤniges Vatern Bruder Sohn. Fuͤrſtliche Perſonen, Krumruͤcker. Coard. Graukopff. Marqvard. Wohlgemuth. Ruͤhlinger, der Aelter. Mortz. Alte Reichs⸗Raͤthe, So mit des alten Marxen und anderer Fuͤrſten⸗ Nath u. Huͤlffe das Reichs⸗NRecht beſchrieben haben. Amor. Klunckerlekunck. Qvadroqpvor. Moravetern. Kokere. Elbmarx, ein gelehrter Qvare. Froſch, der ſich dem Kakokera. Beißkopff widerſetzet. Junge Reichs⸗Raͤthe, Koar. Ryller. Wrecke. Tryller. Uky. Kulo- Keker. Tulunck. Krieges⸗Fuͤrſten, Raͤthe und Befehlshaber, Qvadrat und Watarachs, Batrachus, ſind in des Koͤniges Leib⸗Gvarde. Gruͤnrock, Praſæus, iſt des Königs Leutenant. 2 Padde⸗ 2(% St⸗ Padderar ſonſtd Rana, O ber rſter uͤl — S ie Hofleute. Nordax, Feldmarſchalck, fuͤh aͤb. Reuter. WVaſſerfreud, Hydroc hars Sber die Knechte. Mortantz, Hauptmann uͤber die Schuͤtzen. Ruͤhlinger, der juͤnger, ſein Faͤhnrich. Marcon, der Schweitzer Hauptmann. Frogge, Engelaͤndiſcher Faͤhnrich. Taucher und Koͤdderitz, zween Kundſchaffter Herr Laubfr oſch,. 1 4 ber d rt die Schw ſter uͤber Wrer,,des Laubfroſches Altvater. Reuter und Knechte, ſo genannt werden, Abendſchreyer. Lauchfraß, Braſſophagus. Bachart. Mohrieck. Beißkoͤler, Seurolus. Muͤckenfaher. Blehbauch Muͤckenſchlucker. Bordar. Muͤntzenfraß, Calaminthig Breitfuß Nachtwacker. Dreckfroſch, Peluſius Olunx Dreckshaͤuſer, Barboro- Plumpart. eœtes. Qvacker. Dreckmann. Ruͤrendreck, Pelobares Erdfroſch, Pileon Rufflaut, Craugaſides. Fleuch die Kaͤlte Schreyhalß, Polyphem Gaͤnsfuͤſſer. Seefreud, Limoncharis Grundel. Waſſerkucker. Hellruff, Hypſiboas. Weitmaul. Kohlfr aß/C ramſo Phagus. Waͤſcher. Krebſe und Kaͤfer, ſo den Froͤſchen beyſtehen, Aſtachs, Aſtacus, Feldoberſter. Knip perdoͤlling,! Leuten ant. Rothſcheer, der§ Faͤhnrich. Granconier, der Trummelſchlaͤger. Feur⸗ 89918888689 22 8609 ute. ter. hte. n, us. thig en, eur⸗ 3 ο Feurkaͤfer, Scharnewewar, Scarabei. Feurwurm, oder Schröter/L ucanu⸗ Der Froͤſche ſtetige Feinde, Bartholt Leiſetritt, der Storch, endlich ihr Koͤnig Kruͤmling, die Schlange. Schnabbert, der Hecht. Greiffzu, der Wei he. Beiß ſkopff, die KNeerſchildkroͤt Der 2 Maͤuſe Nahmen. Koͤ nigli che Perſonen, Partec kfreſſer, Troxartes, d er Maͤuſe Koͤnig Leckmuͤlle, Lychomile, die Koͤniginne. Saͤumezeit, der erſte Sohn, den die Katze frißt. Broͤſe 15 eb, Pſicharpax, der ander Sohn, den der Froſch erſaͤufft, und damit den Krieg erreget. Schinckenklauber, Prerno troctes, des Koͤniges Vater. Tellerlecker, Lychopinax, Broͤſeldiebs Jaͤgermeiſter. Butterwecker, Jaͤgerknecht. Fuürſ ſtliche Per ſonen. Kriehs⸗Räthe und Befehlshaber, Rathhuͤlffer, des K oͤnigs Vetter Friſchblut, des Koͤnigs Leutenant Topffkriecher eene ros, der Herold Schrotkaͤß, Tyrogly⸗„ ſein Vater Vorklug, fuͤhre 3— Reuter Reißmehlſack, fuͤhret Braunſchweigiſche Hofeleut. Wurſtlieb, und Schinckenfraß, Pternophagus, fuͤh⸗ ret die Pommern, unter denen iſt der Held 8 luckbruder, u. ſein Faͤhnrich Hanß Sauffaus. riedlieb, und Rathmann„ſein Hauptmann, fuͤhren die Magdeburger. Mlchramlecker, und ſein Faͤhnrich Stoͤltzer, fuͤhren die Schweitzer 0 3 Bey⸗ 35(0 88. Beyhart, vier Maͤuſe Hercules. Brockenfraß, Meridarpax, ein maͤnnlicher Ritter. Brodfeind, Artebibulus, des Ritters Vater Stuckeldieb, Plicharpax, ein ſtarcker Gigant. Zuckermund, der Feldprediger. Andere benannte Reuter und Landsknechte, Borſchinck,Prernoglyphus Lochkriecher, Troglody- — Brodfraß, Artophagus. Schmeckebier. tes. Gutbiſchen. Springering, einFechter. Kornefraß, Sitophagus. Spuͤrbraten, Cniflodio- Kuͤcheldieb. Ctes. Leckars, und Leckſchwantz, Wuͤrſtreiffer. Lichenon, Erdmann. Zur Schiffruͤſtung gehoͤrig, Achtſeinnicht, Admiral, und General, Oberſter uͤber die Schiff. Luginsloch, Gubernator des erſten Schiffs. Schmeckebart, im andern. Riechden Wind, im dritten. Beißhardbrodim vierdten. Hindenwutz, im fuͤnfften, Stroknicker, im ſechſten. Apffelſchmack, im ſiebenden. Rindenfuchs, im achten. Schmierback, im neundten. Erbſenfex, im zehenden. Fornekuß im eilfften. Hintenler, im zwoͤlfften. Maͤuſe, derer ſonſt gedacht wird, Gutkaͤßchen, die Stadtmauß. Warnfried, die Feldmauß. Sparkruͤmlein, die Haußmutter. Meuſelmann der aͤlter Sohn. Wette⸗ 81 223 E E 1* 49 4 22 DDBDe22 182898 N te, dy- tes. ter. dio- iber ette⸗ 38( 0 SS We dtelauf„d der juͤnger Sohn. Fuͤrchteſchnee der Eydam. Der Maͤuſe ſtetige Feinde, Mannthier der Menſch. Reinick, der Fuchs, Mur⸗ Heintz, der Waldkater, ners Gevatter. Murners Vetter. Argeliſt, Reinickens Groß⸗ Muͤrner, der Haußkater. vater. Braunrock,der Wieſel. Grimbart, der Dachs, Hermelein, Braunrocks Reinickens Haußgenoß Vetter. Kneiper, der Falck. Andere Thier, ſo mit beſondern Nahmen angedeutet werden, Nobel, der Loͤwe, der Thie-Gruͤtzwuͤrſter, der Saͤu re Koͤnig. hirte. Braun, der Baͤr. Riechwetter, der Hauß⸗ Petz, Braunens Bruder. Hahn. S ſengrim, der Wolff. Kuckelruck, Riechwetters Durſteblut, ſein Vater. Großvater. Martin, der Aff Gabelſchwantz, die Hauß Vorwitz, desAffen Vater. Schwalbe. Meer aff die Meerkatz,Rei Hippocras, der Rabe nickens Frauen Schatz⸗Marcolff, der Heger. graͤber Hoffart, der Pfau. Prangert, das Pferd. Indianiſche Goldembſen, Hornung, der Hirſch. die Bergleute. Stallwaͤchter der Baur⸗Greiffe,die Kuchhaͤndeler. Hund. Guͤldenwort, der Goldkaͤ⸗ Bellart,der Hauß⸗Hund. fer, Renickens Alchy⸗ Wackerloß, ein fauler miſt. Hund. Grauroͤcklein, der Teufel. Saͤuwart, der Hirten-⸗Immen⸗Hannß, der Bie Hund nenhuͤter. Greiff und Halt, des Jaͤgers Hunde. 8A4 Ver 8(0 568 289 SE Verzeichniß Derer Buͤcher und Capitel. Das Erſte Buch. Vom Haußſtand 5 und Privat einſamen Le⸗ ben, auch von verſchmitz zter Leute Hof⸗Practicken, alles in der Maͤuſe, Katzen und Fuͤchſe Sachen vorgebildet. Pag. 1 Der Erſte Theil, Von der erſten Kundſchafftd des Maͤuſe Koͤ⸗ niges Sohns, Broͤſeldiebes, mit dem Froſch⸗Koͤ⸗ nige Baußbacken und ihrer Hofhaltunge. 4 Das l. Cap. Kurtze Summa und Innhalt des gan⸗ tzen Buchs. ibid. Das lUI. 1 von Broͤſeldiebes, des Maͤuſe⸗Koͤni⸗ ges Sohus, Kundſchafft mit dem Froſch Koͤnig. 6 Das lI. Cap Broͤſeldieb ruͤhmet ſein Geſchlecht und Weißheit. 15 Das IV. Cap. Broͤſeldieb ruͤhmet ſeine Mannheit, Stärckeund Anſehen. 20 Das V. Cap. Baußback a daß Broͤſeldieb ſein Maͤuß⸗Geſchlecht ehrlich haͤlt; und erzehlt, was ſich mit Ulyſſes Geſellſchafft bey der Circe zu⸗ getragen habe. 27 Das VI. Cap. Ulyſſes fraget ſe ine verwandelte Die⸗ ner, ob ſie wieder wollen Meuſche n werden. 28 Das VII. Cap. Ulyſſes laͤſſet ſeine Diener wieder zu Menſchen machen. 43 Das VIII. Cap. Circe begehret Ulyſſem zum Chege⸗ mahl, aber vergeblich 47 Das 1 124 2e⸗ en, o⸗ 0⸗ an⸗ vid. l⸗ 38(00 8K Das N. Cap. Broͤſeldieb ſagt, wie die Stadtmauß zur Feldmauß ſeyz zu Gaſt Reirrnnetz⸗ pag. 51 Das X. Cap. Die Feldmauß gehet in die Stadt zu Gaſte. 80 Das XI. Cap. Dond der Froͤſe che ch 69 Von der Maͤu ſe 6 efahr un 1¹ d Feinden, in ſonderheit von Mur ners der Katz ben Geſchwin⸗ digk eit. 71 Das I. C. Sroͤſel dieb klaget uͤber die Maͤuſefallen. ib. — Cap. Broͤſeldieb ſagt, u 9.5 ur ner ſey. 75 as III. Cap. Wie der 9 5 5 aus einer Wkr. Jungfee auen zur Katz wor Das IV. C. Beſchreibung des Hauß⸗Propheten. 84 Das V 5 Riechwetter ſa agt dem Mußget ente Hiſto⸗ rie von einem Ofkcial und Pfarrer. E das VI. C. Murner wirds Reinickens Gevatter, und offenbaret ihm ſeine einige Not hkunſt. 93 Das VII. C. Reinick verſpricht Mürnets einige Kunſt, und ruͤhmet ſeinen Sack voll. 97 Das l. C. Neinick betreugt Hippoeras den Ra⸗ 9, 2 9 Dasln ENen nick erwuͤrget des Hauß⸗Propheten Großvater. 105 Das X. C. Reinick bringet Petz den Baͤren mit dem „Man ithiere zu 5 f. 108 s XI. C. Reinick bringet den Petzen zum Honig⸗ baneßg er dabey erſchlagen wird. 13 Das XII. C. Reir die iet auf ſeinen Nutz und an⸗ der Leute—5 de 18 Das XIII. C. Rei nicke e berichtet, was ſeines Vaters Seele mache. 127 035 Das 28(%0 88 — A——— Das XIV C. Wie Reinicke von dem Berg⸗Emſen betrogen wird. Pag. 129 Das XV. C. Wie ein Alchymiſtiſcher Goldkaͤfer ſich bey 55 inicken bewir bet, und der Philoſophen Stein machen lehret. 138 Das XVI. C. Von mancherley Alchymiſtiſchen Gold⸗ machen, und wer ſchd eſſen gebraucht habe? 151 Das XVII. C. Wie Reinicken das Goldmachen ge rathen iſt.„159 Das XVIII. C. Der Meeraff will Reinickens Weibe Schaͤtz E Ken, 7 167 Das XIX. C. Eines Bauern und Haſelwurms Un⸗ einigkeit, von der Welt hoͤchſten Danck. 4.175 Das XX. C. Reinick hoͤret des Haſelwurms Antwort aufdes Bauer enBericht. 184 Das XXI. C. Reinick findet das Urtheil zwiſchen dem auer und dem Haſelwurm. 190 DasWell C. Reinick vertrauet des Bauern Zuſag, und bekom̃t daruͤber der Welt hoͤchſten Lohn. ⸗103 Das WIII. C.s Murners eine Kunſt iſt beſſer, denn Reinickens Sark voll. 199 Das XXIV. C. I Rurner iſt Reinickens Artzt.203 Das XXV. C. Murner betreugt die Leute mit ſeinem Todt⸗Liegen. 207 Das XXVI. C. Broͤſeldieb klaget uͤber den Wieſel und Falcken, und ruͤhmet ſeine Gedult. 2¹² Das Zweyte Buch. Von Beſtallung des Geiſtlichen und Welt⸗ lichen Regiments, in der Froͤſche Rathſchlaͤgen vorgebildet A29 Das 141229 29 ch en 3 FN e⸗ 9 2 de 38(00 Se Der Erſte Theil, Von Veraͤnderung des Regiments bey den Froͤſchen, und wie es wohl zu beſtellen ſey. p. 226 Das I. Cap. Von Veraͤnderung des Regiments bey den Froͤſchen. ibid. Das II. C. Vom Betrug der Prieſter bey den Froͤ⸗ ſchen. 3229 Das III. C. Aufruhr der Froͤſche wider ihren Prie⸗ ſter. 233 Das IV. C. Beſchreibung des Froſch⸗Prieſters.- 235 Das V. C. Krumruͤckers Rath, daß man einen ſtol⸗ tzen, unverzagten, oder auch zu ſtarcken und muthi⸗ gen Koͤnig weißlich erwehle 238 Das VI. C. Daß auch fromme Monarchen verfuͤh⸗ ret werden. 246 Der Zweyte Theil, Von des allgemeinen Poͤbels Regiment, daß es boͤß, und wenig vornehmer weiſer Herren Regiment beſſer ſey. 260 Das l. CDaß bey Koͤnigen groſſe Gefahr ſey. ib. Das II. C. Wie die Haaſen der Loͤwen ungluͤckliche Lehrmeiſter werden. 264 Das III. C. Was der Haaſe dem Koͤnige vor Rath giebt, und wie es geraͤth. 280 Das IV. C. Daß des gemeinen Poͤbels Regiment gutem Rath nicht folge.„289 Das V. C. Der Schlangen boͤſes Regiment.⸗ 295 Das VI. C. Der Vogel, inſonderheit der Nachtigal, Lerche, Storchs und Spechts Rath. 300 Das VII. CDoctor Sperlings Rath. 311 Das VIII C. Der Schwalben und EulenRath.⸗321 Das 36 0 O 1 8 Das IX. C. Der frommen und d klugen Vogel Rath wird de erworffen. pag. 32. as X. C. Die Turteltaub wird von den Affen we⸗ gen ihres guten Raths zerriſſen. 326 Das XI. C. Daß bey dem gemeinen Mannevergeb⸗ lich gute L Ord dnung gemacht wird, wo man nicht chaͤrffe nachdruͤckt. 329 Das XII. C Fees eute ſtrafen iſt gefaͤhrlich. 334 D 2 Das XIII. C. Freye Leute geben ungern zum Regi⸗ ment, Wthdeme eineh Beſtand haben 341 Das XIV. C.Gemeiner Poͤbel macht offt einen Auf⸗ lauff ohne Urſach. 347 Das XV. C. Krieg ohne Rath bringet groſſen Scha— den. 353 Das XVI. C. Graukopff lobet ein Regiment, darinn ihr wenigder allerbeſten die Oberhand haben. 358 Der Dritte Theil, NIICKSIiGe6 K Daß ein Reg iment durch einen Koͤnig am deſter bef tallt Were* 3 Das l. C. D aßma in allen Sachen auf den rechten Brauch, 5 nicht auf den Miß** Das II. C. Daß der Welt himmliſch Regiment ein 26 Könioreich ſey 365 Das III. C. Daß auch im lebendigen Leibe ein Koͤnig regiere. 37² Das IV. CDaß der Elen enten, undd er Glieder Re⸗ gimentim Leibe,ohne Ke önig unbeſtaͤndig ſey. 379 Das V. C Daß eines Koͤnigs Regiment das allerbe— ſte ſey. 35 2 386 Das VI. C. Daß man einem Koͤnig billig Tribut giebt. 390 Das 38(%0 855 —— Das VII. C. Daß auch die Bienen/ und andere T Thie⸗ re ihren Koͤnig haben. pag. 394 Der 5* Theil, Wie den Froͤſchen ihr Wahl, und inſonder⸗ heit der Biochk ig gerathen ſey. 404 Das 1. E. Die Sieben Fuͤrſten konnen der Wahl nicht einig werden. ibid. Das 1l. C. Die Froͤſche bitten GOtt um einen Koͤ⸗ nig. 409 C. Die Froͤſche verachten den Koͤnig. 4¹4 Das IV. Der Bloch wird bey den Froͤſchen verbe⸗ ten. 416 Das V.C. Der Alten Rath wird verlacht, und der Koͤnig verſtoſſen. 424 Der Fuͤnffte Theil, Von des Storchs Regiment bey den Froͤſchen 42 Das l. C. Wie der Storch der Froͤſche Koͤnig wird. ibid. Das II. C 5 der Storch das Froͤſch⸗Koͤnigreich annimmt, id anfaͤhet. 431 Das III. C. Des Storchs Land⸗Recht und 35 tion. Das IV. C. Die Froͤſche ſuchen bey den? Alten Räth⸗ und wehlen einen neuen Koͤnig. 437 Das V. C. Des alten Marxen Rath, wie man da⸗ heim das Regiment beſtellen ſoll. 439 Das VI. C. Kedarlaomar, des Maryen Sohn, wird zum Koͤnig erwehlet 446 Das VII. C. Urſprung des Koͤnigl. Stammes, bis auf den Koͤnig Bautzbacken 448 Der 285 ο S8 Der Sechſte Theil, Von des Beißkopffs? Amt und Macht. 470 Das I. C. Was von dem Beißkopff berathſchlaget worden. ibid. Das Il. C. Was mit dem Beißkopff und in der Reli⸗ Ibion fuͤr Ordnung gemächt worden.„455 Das IIl. C. Der Froͤſche Koͤnig bittet den Maͤuſe⸗ Koͤnig zu Gaſt 461¹ Das V. C. Wie Baußback Broͤſeldieben will heim⸗ fuͤhren.„463 Das V. C. Von Broͤſeldiebes klaͤgl. Abſchied.⸗465 Das Dritte Buch, VonKrieges Sachen, was dabey zu berath⸗ ſchlagen und vorzunehmen ſey in der Fröſche und taͤuſe Krieges⸗Helden vorgebildet. ⸗471 Der Erſte Theil, Wie der Maͤuſe⸗Koͤnig, mit Kriege ſeines Sohns Tod zurachen, und wie die Froͤſche ſich zu wehren, vornehmen. 482² Das l. C. Wie Broͤſeldiebes Tod offenbahret, und der Krieg berathſchlaget wird. ibid. Das II. C Der Maͤuſe⸗Koͤnig berichtet, warum er die Maͤuſe zu ſich be eruffen habe⸗ ⸗489 Das III. C. Rathhuͤlffer giebt Rath/ daß mans den Joahenn icht ſchencken ſolle. 492 Das IV. C. Was die Maͤuſe fuͤr Beyſtand werben koͤnnen. 499 Das V. C Fuͤrſt Reißmehlſack warnet fuͤr fremder Voͤlcker Beyſtand im Kriege.„503 Das VI. C. Pr angerdas Pferd ſretet mit. Hornut⸗ ge dem Hirſch.„508 Das 1 2 2 23 7 22927 50 get id. eli⸗ 455 lſe⸗ 161 im⸗ 63 165 un⸗ as 83% S88 Das VII. C. Von der Fl dermauß und Storchs Beyſtand. pag. 5I3 Das VIII. CDaßEinigkeit auch durch geringe Leute 51¹7 Das IX. C. Der Ochs und Eſel ſtuͤrmen mit ihrer G Be elſchafften m Baldhauß. F520 Das X. C Fuͤrſt Vorklug rathet, daß man alles mit wohlbedachtem Rath angreiffe, und ſich nicht uͤber⸗ eile. 4529 Das XI C. Friedlieb widerraͤth den gantzen Krieg. „534 s XII. C Milchramlecker wehlt den Krieg fuͤr Frieden, dem auch der Koͤnig beyfaͤllt. 3542 Das XIIl. C Wie den Froͤſchen der Krieg wird an⸗ geſagt, undw bas ſie dabey berathſchlagen. ⸗545 Daa, C. Qvadrat widerraͤth den Krieg. ⸗5If Das XV 6 Watarachs widerraͤth die Feldſchlacht und wehlet die Belagerung. 4§57 Das XVI. C. Mordax will, daß man eine Feld⸗ Schlacht halten ſoll.„564 Das XVII. C. Rana giebt Rath, man ſolle keinen fremden Beyſtand haben.„573³ Der Zweßte Theil, Von beyder Heer, der Maͤuſe und Froͤſche, wunderbarlichen Ru iſtung und Ordnung.⸗579 Das l. C.Von der Maͤuſe Ruͤſtung. ibid. Das ll C. Von der Maͤuſe Schlacht⸗Ordnung und Rath 4 584 Das III. CFried liebens Aufzug.„5ꝙ89 Das IV. C. Von der Maͤuſe Schiffs⸗Ruͤſtung.⸗592 Das V. C Der Froͤſche mancherley Ruͤſtung. ⸗596 Das VI. C. Der Froͤſche Schlacht-Ordnung. ⸗399 Das 6* S 2 8 51 5 0 12 EE Oe —— Das VII. C Von der Fr öſche undß Maͤuſe Kund⸗ ſchafft Pag. 602 Der Dritte Theil, Von der Maͤuſe und Froͤſche erſchrecklichen blutigen S chlacht. 60 Das J. C. Rathſchlag der Bergꝛund Waſſer⸗Geiſter Jüberd ieſen Krieg. 608 Das II. E. Der Froͤſche und Maͤuſe Fußfall, und 6 rmah nung an die Kriegsleut. 6¹⁴ Das III. C. Des Maͤuſe⸗ Koͤnigs Erbieten gegen die Fröſ che und ihren Koͤnig. 616 le Das IV C. Wie die d Froͤſche und Maͤuſe zuſammen treffen. 6¹9 Das V. C Wie dem Apffelſchmack ſeine Schiffahrt gerathen ſey. 623 Das VI. C. Wie der Maͤuſe⸗Koͤnig umringet wird. 626 Das VII. C Wie Friedlieb ſein Volck anfüͤhret und den Köͤnig erloͤſet. 63² Das VIII. C. Wie das Krieges⸗Heer von neuenſwi⸗ der einander aucht. 636 Das X. C. Wie die zwey Koͤnige mit einander zu ſtreiten kommen. 648 Das X. C. Wie die uͤbrigen Froͤſch erlediget werden. 65⁷ Das XI. C Der Krebſe Aufjug, wider die Maͤuſe. 662 Das XII. C. Von der Kaͤfer Einfall auf die fluͤchti⸗ gen Maͤuſe. 666 Das A — —— und⸗ 3. 602 chen 607 6 . Das Erſte Buch und Von dem Hauß ⸗Stande/ und Privat 0 Einſanien Leben. nd ö 66 Auch von verſchmitzter Leut Hoff⸗Pra⸗ imen cticken, alles in der Maͤuſe, Katzen, und 619 Fuͤchſe Sachen, vorgebildet. fahrt— 623 8 Y oid ESOPIſche HISTORIA 626 md Des Froſch⸗Maͤuſelers twi, Erſtes Buch. 5 10 Ehbold Bausback/ der Froͤ⸗ 648 he Roͤnig/ und ſeine Hoff⸗ den. Diener, halten an ihrem 657 See einen froͤlichen May⸗ auſe Tag/ mit allerley Kitter⸗ 662 Spiel und Rurtzweil und qchti⸗ weil Broͤſeldieb, des Maͤu⸗ 666 ſe⸗Koͤnigs Parteckenfreſ⸗ ſers, und der Koͤnigin Leckmuͤllen, einiger Sohn, aus ſeiner Jagd ohngefehr anlan⸗ get, daſelbſt in der Hitze ſeinen Durſt zu a⁸ 2 boſchen, 3(02 88 ———2——————üä0ä—bĩ—̃— loͤſchen, von ihnen erſehen, zu ihrer Ge⸗ ſellſchafft g zenothi get, dem Roͤnige und ſeinen⸗ Hoff⸗ Leuten ſtattlich empfan⸗ S. gen, auch um ſein Geſc hlecht und and gefraget wird; ruͤhmet er— Koͤniglich verkommen, und daß e zwar weiſe, äthig und ſtarck, 2 dennoch — nlaͤuſe Sallen, Katzen und Salcken zu einfaͤltig, und mit ſei iem Stand wohl zu frieden bleibe. Ve Aihes denn dem Froſch⸗Roͤnig wo bigefäͤlle und, fa9 es ſey eine ſonderliche Cugend/ daß man ſich ſeinen Beruff gefallen Iaſſe, erzehlt 960 wie Eloffes Diener das nicht habe thun koͤnnen. Darauff Broͤſeldieb ferner der Stadt⸗ und§eld⸗Maus Geſtung er zeh⸗ let. Und als der Sroſch⸗ Roͤnig aue lichen Bericht von der Maͤuſe F§einden begehret, ſagt Broͤſeldieb erſt von den betruͤglichen Maͤus Fallen, und moͤr⸗ derlichen Gifft, inſonderheit aber 5 er uͤber Murner, die Fat ze, wie er un wiſſend ehmahls der in die Klauen ge⸗ rathen waͤre, wo ihn ſeine Srau Mutter nicht verwarnet haͤtte; welche denn unter andern ihn berichtet, wie Mur⸗ ner waͤre aus einer untreuen Menſchen Bulerin zur Katzen worden, und der Sauß⸗Sahnen Riechwetter haͤtte freſſen wollen. Und ob gleich Reinick§uchs ſich von tauſend Kuͤnſten ruͤhmete, und von niemand, denn von den Berg⸗Emſen, Sirten führ⸗ S2& 889883 le Ge⸗ dnit 0 pfa tai 10 glich 0 deiſe, noch lcken wo hl dem gt, es n ſich auch, 75 r rzel fähr⸗ inden den moͤr⸗ klagt r un⸗ n ge⸗ lutter denn Mur⸗ ſchen⸗ der reſſen Fuchs und mſen, zirten —————— Sirten und Parthyth aͤndeln⸗ item, von den ˖ Ge E. liſtiſchen„ 8 ichymiftiſche Olo-Raäſer und ,C 453 0 rd we 2* 7 aus bett rogen, Un der Baͤ Auerin, wetzen der Suͤner⸗ Luſt, b— * gen waͤre: So waͤre ihm doc ier mit Verſtande, Li ſt und Runſt n Stů ken uͤberlegen. Alſo, 4 4* 1 I Daß er aus Argli keit ſich aue todt rre haͤtte. Die Lehre iſt/ daß man in gemei⸗ iet Leben und 900 ißhaltungen/ Gott⸗ fürhntg /fßtel gutthatig und fuͤr⸗ ſichtig ſeyn ſolle/ mit ſeinem Stande vorlieb nehmen/ und ſich am geringen genuͤgen laſſen; So düuͤrffe man nicht wider Gewiſſen handeln/ und groſſem Betruge und Gefaͤhrlichkeit unterworf⸗ fez ſeyn. Denn wie S. Paulus ſchreibt Timoth. 6. Es iſt ein groſſer Gewinn Gottferligke— und ein Hertz/ das ihm genuͤgen laͤſſet: Denn die reich wer⸗ den wollen/ fallen in des Teuf⸗ fels Stricke. A2 Der 4 38(00 S88 Der Erſte Theil Von der Erſten Kundſchafft des Maͤuſt Koͤniges Sohns, Broͤſeldiebes, mit dem Froſch Koͤnige Baußbacken, und ihrer Hoff⸗ haltunge. —— me,,. ... Das J. Capitel, Kurtze Summa und Inhalt des gantzen Buchs. —9 Du⸗ Hoffhalten, die Feind, und Macht, Jubalt dee Das Blutbad, und erſchrecklich Buche. Schlacht Der mannhafften Froͤſch und Maͤus⸗Helden Will ich in dieſem Buch vermelden. Wunſch GOtt verleih dazu Rath und Gnad, menz., Daß es zur Lehr und Luſt gerath. Ihr freyen SchulKuͤnſt allgemein, So der Poeten Muſæ ſeyn, Tre 7705 5 Naͤuſt Froſh off⸗ Tr⸗ 38(0 86 ——— ᷓ—— —— Tret auch herzu, und ſteht mir bey, Jaß ich, was nuͤtz und lieblich ſey, WO lich bedenck, kuͤnſtlich aufzeich, Das euch zu Ehren auch gereich: Denn weil ihr ſeyd Jungfraͤulein zart, So bleibt ihr ſtets feblcher Art, Seht nicht ernſtlich, ſaur alle Stund, Sagt offt wahr mit lachendem Mund, Damit im Schertz die gute Lehr Bey der Jugend ſchaff deſto mehr. Laſſet die auch etwas Weißheit Allhie leſen in Froͤligkeit, Und an Froͤſchen und Maͤuſen ſehen, Wie es pflegt in der Welt zu gehen. Wie kans beſſer ſeyn, denn daß Muſen Einmahl reden von den Froͤſch und Maͤuſen. Und ihr junge luſtige Knaben, Der Zu⸗ Die Luſt zu erbar Kurtzweil haben, Lenfucht. Und ſuchet gern bey allen Sachen, Daß ihr in Freuden habt zu lachen, Wollet den Reimen ohn beſchweren, Mit gutem Nachkdencken zuhoͤren oll euch ohn Zweiffel mehr Nutz ſchaffen, Denn alles Narren-Spiel der Affen. Der man auch wohl zu lachen pflegt, Obs gleich nicht viel in Beutek traͤgt. 0 Die Alten aber, die ihr Lehr Des Al⸗ Mit ernſten Pochen machen ſchwer, ters Ernſt Und keine Schertz mehr leiden wollen, Dißmahl ihr Urlaub haben ſollen, Ein wenig treten uͤberſeit, Wollen ſie hoͤren ander Zeit, A 3 Wenn Wenn uns die Naſ'n auch werden blau, Un: Bart gefaͤrbet grau, 8 7 SOd'r noch w zu guter Stund. zermuth 5 iſt nicht immer geſund 1 ickt auch wo ohl ein neuen W Helle 1 nigs Sohns Kundſchaff Froſch⸗ Koͤnig. — mit dem Des Froſch A Aſchanes mit nen Sachſen 11 it ſei 24 5§ Aus dem Hartzfelſen iſt gewachſen, Si Wa mitten in dem gruͤnen Wald Ein ſoringend Bruͤnnlein ſuͤß und kalt, Das an dem 8 herkloß e 1 nd lümelei n, Fiſch, piel Krebs und Schne⸗ cken, Das Rohr wuchs wie die Haſelſtecken, Bey Koͤ⸗ m chne⸗ n, 0 4* 3 660 855 7 B 0 N arrenkolben, Sch chilff und Weiden, Bey Kraͤut + ſchi ver zu unterſcheiden, Als o bs das S Schilff Me eer ſel lber waͤr, Dadurch Moſes fuͤhrt Gotte s Heer, Daß nicht allein die Nae Da ſang, das kla ng in Berg und Thal, Sondern der Rohrſperling und Gr raßmuſch, Und ander mehr in finſtern Buſch, Ihr Neſt und Vohn nſtadt o beſungen, Und die Stimmen gen Himmel klungen, Daß im Waſſer der Widerhall Sein Antwort gab mit SRaodenſchal. 3 dſelbſt von viele ch ytigal 2 ⁊ alten Jahren h der Herrſchafft maͤchtig waren, 6bd ck wohl gel* dacht, N. gl icher! P rd cht, Und der ſch Nieti3 Auch unterthan war ſeiner Kron. Bie nun anfieng der gruͤne May,„DerFrö⸗ Wolt der Koͤnig von Sorgen frey feger Mit ſeines Hoffes Diener al Hoff hiel gantz zen 18 in Freu den⸗Spiel halten einmahl, Und ſatzt ſich An de Beſonders hin vor der Gemein Auf ein Huͤgel mit gri inen, J oß, N, weich 90 und loß, itzen und Poley, Schatten gnug u nachten dabey, Uberwachſen ſchö Daß di die ch * ind ließ fuͤr ihm ſeine Trabanten, Und die ſeine Herrſchafft erkannten, Sich da uͤben im Ritterſpiel, Der Kurtzweil auch treiben gar viel A 4 Mit * Der Froͤ⸗ ſche Mu⸗ ſica 8 38( —— Mit Waſſer⸗treten, 09 88 unterſincken —— Mit offnem Maul, doch nicht vertrincken, Ein Muͤck in einem Sprung erwiſchen, Kuͤnſtlich ein rothe Auff graden Fuß au 5 Wuͤrmlein fiſchen, frichtig ſtehen, Und alſo einen Kampf angehen, Einander mit Tantzen und Springen, Im groſſen Vortheil uͤberwinnen. Etlich die Unterleffs auch hiengen Im See, und fin Sol fa, ut ut, ſol fa, Concordja iſt zu all gen an zu ſingen: ſol ut, en gut. Zu guter Stund ſind Alt und Jung, Concordia Kluncke Dazu qvackten im n rlekunck. aſſen Graß Etlich den unterſatzten Baß. Fuͤrwahr ein Thor derſelbe war, Der lieber ausſtund all Gefahr, Denn daß er Concordjam bewahrt, Veracht, Coard, Morr, Marx, Maravard. Die andern den zu Ans Ufer aus dem widerthaten, Waſſer traten, Damit ſie zu dem andern Singen Die Regalſtimm koͤnten einbringen, Rieffen: das hat Ryllel, Tryller, gethan gar geckſch, Koachs, Wrecke, Vky, Kekechs, Kulo, Tulunck; Das beklaget ſich Alt und Jung, Zerrten ſo mit dem Waſſerklang, Die Waldvoͤglein zum Kampff Geſang, Daß man durch Waſſ Ein Wunder Freud r u. Wald diß Krachen, enſchall hoͤrt machen. Wie en, „ ard. E en, Vie 23˙— YSe. 9 Wie Jung Geſelln zu Sommers⸗Zeit Studen, Am Waſſer und Wieſen ſuchen Freud, maine⸗ Wie auf den Schulen die Studenten Baden und tauchen gleich den Enten, Schwimmen kuͤnſtlich wie Gaͤnß und Schwanen, Fiſchen, fahren in Schiff und Kahnen, Fechten, ſchlagen Ball, ſpringens Kleid, Wiſſen von keiner Traurigkeit, Singen auch ihr velſinmge Reyen In Pfeiffen, Zithern⸗ Lauten, Geigen, Fein Kunſtreich nach der Muſen Art, Kein frölicher Volck funden ward: Alſo thaͤten die Froſchlein auch, Hielten ohn Sorg ihr Spiel und Brauch Wie ſeelig war die guͤlden Zeit, Da in der gantzen Welt die Leut Lebten in Fried und Froͤligkeit, Alſo ohn alles Hertzeleid. 563 Indem aber die Waſſer⸗e Kind der Män⸗ Alſo aufs Spiel beſtuͤrtzet ſind, Und. die Sonne von oben rab Nunmehr den kuͤrtzten Schatten gab, Aber die allergroͤſte Hitze, Stieß aus des. Himmels Mi ttel⸗Spitze, Kam aus dem Wald ein kleiner Mann, Hat ein ſchoͤn we äßes Peltzlein an, Rothe Corallen um den Halß, Ein Le eibquͤrtel verguͤldet alls, Und fuͤhrt ein Schwaͤntzlein als ein Schwerd, Trabet hereiner wie ein Pferd, A 5 Und 0 38(0ᷣK Und ging den andern allen fuͤr, Denn es folgten noch andre vier, Mit Aſcherfarben Peltzelein Solten ſeine— ſeyn; Der eilet duͤrſti zu dem See, Denn der So onnen Hitz thaͤt ihm weh Und ſprang zum Waft ſer ab vom Lehnet ſich auf die linck⸗ n Neigt das— daß ſein kleiner Bart Voll Waſſers als voll Perlen war jar ins Waſſer ſteckt Das Zün glein N ſich in die qver, Wiſchet d das Naͤ ßlein, S 0„weit es den abreiche 0 Als wenns—— Honig waͤr We— 8 mi dem Durſt wuͤrtze Wie ich gethar hab d dieſen Tag. Nun gtäub ich,x was Darius ſpricht, So wohl hab ihm geſchmecket nicht Raſſor 38 A1 VBaffer ſonſten ſein Lebelang er Flucht u loͤſchen ward geſucht. t ein Frosch von fern, Soin 7 as s ſah und hoͤr * Fuhr ab zum Koͤnig ſeinen Herrn, 95 Der Froͤ⸗2 ſche Kund⸗ Chat KUAn!“ Saget, daß aus dem Wald ins Rohr Fuͤnf Maͤnnlein waͤren gangen vor, 7 74** 38(00 II Als obs der kleinen Zwerglein waͤrn, Ihr vier nannten den fuͤnfften N Der haͤtt ein W᷑ Weſterhemddle n an, Zwar klein, aber ein ſe 2 Trug' n all 2 uͤrckiſche Knel ch Ohren als ein n ein wie der WMenſ⸗ 1 chen nicht, 88 ſie— Re 4 ͤnie ſheet G cher Sa ſtarcker +32+ achtzehen gegatiog C ſol gen an den olt er ſie en,—— ers 8 5 en ſie dus de er Nachb 6 Ankommen in lie b und— 0 er ſie zum Geſpraͤch herbitten, Waͤren bey ihm gar wohl gelitten. 8 hy il ie ſpru ngen ab zum Ses in Eil, Schoſſe en hinnaus gleichm die di 0 Ihye 1 Kund ſch AFor me* Ihren Kun haffer imn rnach f 8 Zu verrichten defohlne Soch H9 Lel bard Grünroc der fuͤnff gewahr, Neiß r ohr— eiß A Khut 4Ag iEe DoyvotlA 7 7 E2 i wohl, daß iht derſelben ſchont, . 1 1* oin FFRiit oit 9691 Un rer teinem— 5—.— E Laßt aßt! Ꝙ 58 12 38(c —...9 ¶ V—ßj—ů——......——— Dem Maͤnnlein diß ein“ Wunder war, Was doch bedeut 1 Froͤſche Schaar, Die ſo Rottenweiß— bmen U Sein Diener wolten die Fluchten ehmen Das wolt das Herrlein nicht geſtehn, Sondern zuvor den Ausgang ſehn —— Wie nun die Froͤſch ans Ufer kamen, L Froſche Aus dem Waſſer den Auftrit nahmen, und dauſe W as Herrlein muthig hinan, Sprach; Ho Gluͤck zu, mein lieber Mann, 4 Sch 0 in an euren See ankommen, Hab ein friſch Truͤncklein eingenommen, Weil ich durſtig war von der Jagd, Und haͤtt doch gern Kundſchafft gefragt, 3 Wie⸗ es doch nur ſey immermehr, Das ich euer keinen vernehm; 4 Vermeynt, ihr haͤtt ein Traurigkeit, Klac get E eyſamme n euer Leyd. Nun ſeh ch ja, ihr dißmahl Friſch und froͤl lch ankommet all, Deſſen ich mich ſamt euch erfreue, Und euer Ankut nfft gar nicht ſcheue. Kann ich euch fuͤr den Waſſer⸗ Tranck Wiedrum erzeigen einen Danck, So thu ich das ohn al Beſchwern, Will euch zu Ehren dienen gern. Danekbarkeit iſt ein 938 Tugend, Zieret das Alter und die Jugend Wen man undanckbar nennen kan, Dem haͤnget alle Laſter an. Der Gruͤnrock ſamt ſeinen Gefehrten Maͤuler und Augen weit aufſperten, Ver⸗ 3(0 81 5 zerwi underten ſich ob der Red, e das weiße Peltz Maͤnlein thaͤt, Und bach d, Herr wir ſind ankommen, n Das unſer Koͤnig gern vernommen Eur Ehrenveſte Gegenwart, Begehrt in Gnaden, wolt unbeſchwert Euch nennen, und ihr Majeſtat ichen, daß ſie itzt der ſtet mUfer wartet der Anſprach 2 4 iſt ja ein ehrli⸗ che Sach aber auch unſer Seetrunck Wohl lgeſchmeckt euren Hertzen jung, Hoͤren wir und goͤnnens euch gern, Fordern dafuͤr au 5 Verehrn, t/ De io Di nd L¹ V i. un wie di e Sonn ufft iſt gemein, Soll auch der T 191 ck des Waß ers ſeyn Daß unſre Ve oreltert n fuͤr Jahren Mit ihrem groſſen Leyd erfahrn, Nur, daß ihr ſeyd unſer Freundſchafft, 5 getreue Das Maͤnlein ſprach: Iſts, wie ihr ſagt, Daß eur Koͤnig 2 Nahmen fragt, undi nich 7 ber will reden an, So will ich mit euch zu ihm gahn. Fuͤhrt 550 nur hin zu Land mein Straß, Im Waſſer weiß ich keinen Paß, Denn ich bin des Maͤuß⸗Koͤnigs Sohn, Hab be daheim mein Scepter und Kron. Daß ihr aber ſo gar freundlich Itzt gegen mir erz Teuget euch, Ich gar zu groſſen Danck annehme, Hab dajuͤr itzt kein Gab beqvehme, Ohn inn, ien, 14 36(00968 0 ——ů——— ů hf KR Fyäkvoic Cieckala 4 hn etl Fruhreif Klrſchelein, 0 honcke ik ouch 1 Die ſchencke ich eud ingemet n. ie hab ich auf der Jagd erſtäs en, 3 Abgef allet laſſen Kern taugt an d man nicht mit 1b dau ch ſüß Erdbee A ir ein Haͤndlein vo ode di vigr K NYIAU griff er Trabant 0 weit' Taſche mit der Hand, bot ihm die Verehrung dar So bald U di 0 Froͤſ che wurden gei wahr 60 4 Die ſchoͤne rothe Farbe Beeren, Kont ſich das 1s Herrlein kaum 3 Daß ſie ihm ſeine Hand erf ſchnapter ten So geitzig ſie alle zutapten Und danckten fuͤr die M (an 1 Erboten ihre Dienſt 0 7 Weil ſie alſo die Beerlein ſe Hat ſich die Po en Frofch Kö⸗ Und dem Koͤnig ve nie gedet Daß ankaͤhm des Mauſ doͤnigs Sohn, den Mäus De K Koͤnig)Jarumb ging der Koͤnig herfuͤr entgeten.„VDiß an deſſelbe nülere Thuͤr, Daß er ihn ehrlich wolt empf fangen, Neben— hernach kah m gegangen Der Hofe⸗Diener groſſe Schaar, Des Gaſtes all zu nehmen wahr, Wie der Prieſter Jaddus verweger 17 Dem Alexander gieng entgegen. Der junge Koͤnig, als er geſehen Den Froſch⸗Koͤnig zu ihm angehen, )n, 33(& In ſeinem gruͤne ne ommerkl eid U Der Fi öch 0 die all ka ſt—. eiß die Krahen, Wenn ſie am ſpaten Abend ſahen Fer* 1 Reinicken Fuchs zu Fe llegen, Mit. einm Geſchrey herumbherfliegen, E ſich erſt woh hl etwas, R 4 MPoylas6 er gen nacht einen Verlaß 1 4 10 Iv 1 OUile 980 en gelauffen, Wie im Herbſt [)So 0IDe O ym doch an Ppre he Wagenn ja die Froͤſch untreu ſeyn wolten Er g'dacht aber, es iſt Unehr, Daß ein Köonig derzaget waͤ Du wilt hintreten ohne Scheu, Des M annsGeg nwart ſchreckt wie einden 1„ N U d brat ucht damit h1 Oſfi Geberd, Wands Alngeſicht zůchtig zur Erd Faßt mit der rechten Hand die Bruſt, ˖ no Wu Unẽ eilgei bieet wi IDuſk, Nachmahls credentzt er in dem Stand 1110 4 18 Dieſelbe ſeine recht e Hand Ge a0 ſie dem Koͤnig, der zuvor Sein Hand 500 da anbotl und ſrah, Be wilkomm'n Wber Köng lt Setz dich daher zu mir in Raſt, zumFꝛöſch Und ruh wohl aus die Mattigkeit, Koͤnis Dein' Reiſe iſt ohn Zweifel weit, Denn 10(098 Denn ſch di ch zuvor nie erkannt; Damit nahm er ihn bey der Hand, Und ſetzt ſich neben ihm ins Graß, Da das weiche Moß Polſter waß Das Maͤnlein ſich in Ehren wehrt, Setzt ſich 9 60 endlich auf die Erd, Die Diener warten auf von fern, Wolten ihr Wort anhoͤren gern, Wie auch die Froͤſchlein alleſamen Mit groſſem Drang heranher kamen, Daß fuͤr Getuͤmmel an dem Orth Niemand horet ſ ſein eigen Wort. Der Koͤnig aber gab ein Zeichen, Daß ſie ploͤtzlich all muſten weichen, Ind jederman zur Seit abgehen, Nur vier Trabanten blieben ſtehen Das III. Capitel, S e b ruͤhmet Len Geſchlecht und Weißheit. ( D⸗ fing Baußback zu reden an, ou den Und zu fragen den kleinen Mann Mauß Mein Gaſt, weil ich durch meine Leut E81 Die Kundſchafft erfuhr und Beſcheid/ Daß du in mein Reich waͤrſt* Dich keiner Feind ſchafft angenommet Oad ich mit Bedacht von der Straſſen Dich 88 zu mir einladen laſſen. Du vir— berichten recht, W̃ zus dein Ankunfft ſey, und Geſchlecht, Wer 22 EK 15 60) S. —— —— 11.——322—2—2N⏑n.9—7ꝛ +⏑iKn—9—9—.—..7˖rð*—e———————— Vater und Mutter ſey; die Wahrheit ſpuͤr dabey, richtih⸗ Sachen ſind, ind dich wuͤrdig zum Freund befind, Ich fuͤhr dich mit mir heim zu Hauß, Theil dir viel gute r Gaben aus; 5 Ꝙ FK 2 Wirtl kl un ſol, nd vermag es wol 1 bold Mmit kahmen, „ Die Froͤſc 0 in di eſem and allſamen Muͤſſen mich, als ihren andsherren, Fün und fuͤr u —— am, t erſt kam auch recht betracht eine Geſtalt, Mannheit und Macht, ans ni 8 biſt ein Herr, cht Den viel thun Koͤnigliche Ehr, Der ſein Scepter und Krone hat, Im Krieg vor Ritterliche That Du wirſten Du wileft! lir aber ſelbſt erklaͤren, Wofuͤr man dein Geſchlecht ſol ehren d, Als das Maͤnlein von Baußback hort UBeke, nen, So viel freundlicher Ehrenwort,— Wuchs ihm das Hertz im Leib ſo groß, ſeinemohe⸗ — D 4 ziter auflotß ſchlecht. ſen aß auch der Bauch weiter aufffloß. Antt Wor tet mit kurtzem Bedacht Dem Koͤnig auch in e roſſer Pracht: lecht De aß euer Lieb, aus hoher Tugendt Sich erklaͤrt gegen meine Jugend Wer 5 2 2 2 ——— „Lieb und Ehr Zu groſſem Geſche Wo deß mein Ge ſchlecht wuͤrdig war, Da erkenn ich mit Danckbarkeit, s auch zu verdienen bereit Ich dar ff ab er auff ſolche Fragen Kein zweiffelhaffte Antwort ſagen enn mein Geſellſch• hoch beſchreyt, Bey Menſchen un d bey der Gottheit e Vogel, die W5 Himmel ſchweben, Solln davon Red uͤnd Antwort geben Broͤſel, Herr Broͤſeldieb nennt man mich ſchon, kern e Bin Koͤnig Parteckfreſſers Sohn, Mein Frau Mutter Leckmuͤll auch kam Von Koͤnig Schinckenklaubers Stamm Die mich in unſerm Schloß gebahr, Welchs gar ein heimlich Maͤußloch war Und erzog mich mit guter Speiß, Feigen und Nuͤßlein, beſter weiß, Maͤuſe Heer Mauſe Heer 2 2 ich m Iber Daf Ubel Nach meinem Vater Erbe waͤr Wie uͤb'r die Maͤuß im gantzen Land Itzt herrſchet meines Vaters Hand Bröſeldie/ Daran iſt auch gar nichts gelogen, den Weil? Das Anſehn hat euch nicht betrogen, Daß ich vom Gluͤck auch muͤſte haben Beſonder ſtattlich Helden⸗ Gaben, Denn ich hab ein Propf heten-Geiſt, Denſelben brauch ich allermeiſt, Wenn ein altes Hauß will einfallen, Wander mit meinen Freunden allen Od'r wenn Gott ein Hauß ſtraffen will, Mac ch ich mich hinaus in der ſtill. tamm War ill, 2 6 enn w N 38(0o) 8855 19 8 Wie Johannes Cvangeliſt. 2 Auch that zu derſelbigen Friſt, 8 Ketzer Cerint im Bad el laͤſterlicher Speywort hat, Vo 8 der ewigen GOttes Hand, Johannes ſeine Freund ermahnt, Daß ſie mit ihm eilend a zusgiengen, Eh die Ketzer ihr Straff empfingen. Sie waren ihm gehorſam all, Und kamen ne hrlich fuͤr den Saa u. Da fiel das Hauß und Bad in Grund Strafft der Gotteslaͤſterlich N* Denn wie die Leut in Helre, Im Griechenland ein Stadt am See, Ihre Feind aus Jonier“ and Unmenſchlich zum Opffer verbrannt. Und GoOtt daſſelb wolt ſtraffen hart, Gaben wir Maͤuß uns auff die Fahrt, Fuͤnff Tag zuvor davon zu lauffen, Mit unſerm gantzen hellen Hauffen Die Buͤrger lachten dieſer Maͤhr, Als wenn es eitel Zaubrey waͤr Erd beben aber folgte drauff, Warff die Stadt uͤber einen Hauff, Verſenckt alles in Grund ſo tieff, „Dab druͤber geht beyd Meer und Schiff. Benn auch viel Krieg ſollen angehen, Und denn Gewehr in Kirchen ſtehen, D beiß ich durchs Metall entzwey, Daß ich die Menſchen warn dabey. Dar arum bin ich ſo weiß und flas Ein Loͤchlein iſt mir nicht gen mug 4 αα B— Ich Der Mauße Kuͤhnheit. Mauß im Bette⸗ ſtroh Ich m ißſte ets eins in Vorr⸗ ath haben, Wo ja das ander wuͤrd vergraben Denn das iſt eine arme Mauß, Die enur weiß zu einm Loch hinaus Das IV. Capitel, Broͤſeldieb ruͤhmet ſeine Mannheit/ Staͤrck und Anſehen. Ir K„6 0 13 nn G niſt bin ich zwar klein von Perſon, Und meiner Eltern gleicher Sohn, Ab has Hertz iſt groß und gut, Dabey ein unverzagter Muth Wie denn die Groͤß kein Hirſch mach ſtarck Man find auch manchen Helden Zwarg Daß auch offt eit ſehr kleiner Hund d Ein groß wild Schwein auffhalten kunt Man findt auch manchen Wackerloß, Der auff dem Miſtl 4 11 at Jroß 0 und foß Das groͤſt Thier iſt der Clepha U Ich k an ihn jagen aus dem Lan Ind wenn entſtehet Kr legsgefahr, Ich bleib, und weich nicht um ein Haar Sch gantz unerſchrocken lauffen, Damanſich ſchlä t und ſticht mit bHauffen Kein 9— Nan n war je ſo o groß un ſtarck Fuͤr dem ich 1 aus? 5 urcht verbarg, Ich kriech ihm nach ins Bett mit Fleiß, Gleich wie die kuͤ hnen? Floͤh und Laͤuß, Such Korn und Werm im Betteſtroh Bin mit ſeiner Unluſt ſehr froh, 685 680 heit/ on, ſtarck varg adt Iffen, 9/ 28 C(0 85 Ob er gleich ungedultig wird Mancherley ſeiner Klagen fuͤhrt, Hinter ſich ſchlaͤgt, alles umkehrt Auch nach mir ſticht mit bloſſem S chwert, Vermeynt mich damit zu erſchrecken, Und zum Schlaff friedlich ſich zu decken; So a 5 ich doch das Pochen all Nicht um einen vergebner Schnall Sondern wenn ſein Augen nicht ſehen, „Beiß ich ihn nach den groſſen Zehen, Und kneip ſeine Waden mit Macht, Daß er mit Ungedult erwacht, Und doch nicht weiß, daß ich ihn beiß 3 De 5 K oii icher ey reiß. heltl auch Dieſen wunderbaährlichen WVBauch, Sasß dio an ikr Mott 8 Daß ſie an ihrem Bett darneben eine Hand voll Weitzen geben, Daß ich ſie freundlich! ſchlaffen ließ; Aber ich acht nicht des Genieß Viel l ieber er war mir der Vortheil, Den ich durch mein Jag en ereil, Und mit meiner Arbeit erwuͤrb Ob gleich mein Feind fuͤr Wachen ſtuͤrb Damit ſie aber mich nicht ſehen, Mouß Pfl g ich mit ihm ſo umzugehen,—— 81760 Licht Zie Ulyſſes und Diomed Zu Troja bey der Nacht (Acht 90 1 alle As ſi iegh afft Bild W Als ſie heimlich zur Kirchn eit nd mich erſt bey die Lucer Die vom Feuer leicht wie e B3 —— ken darneben, and begeb nd Unt Met werden theur Die Rnuß Noch neulich begaben ſich Sachen, kämpff De„170 RK 8 CEl 5 bey mit 11 60 ache mit dem id h m m ß ſelber lach n Ochſen. Der Oe— lag muͤſſig in dem Stall 8 1 8 11 Die S u kaͤuen andermahl Und als i 0 aſelbſtar uch her tan** Schmeiſt er n vantz er nach mir mit ſeinen 300 ſpr.— Di 1groſſer fauler Troy Haſtu beym Hoͤr—. Ghun im Kopff Ein 4 Jertz im L eib, 1 Staͤr ck in Bein⸗ en, N. E H So ſetz dich k Unlich an die meinen. Ich wil H hde 0 pol rwehrn u Uilch veil Woöl erllbe 1, 1 Fyjingon mit avon bringen muu Der Ochs ſprang auff in groſſem Zorn Und ſprach: Dein Leb'n haftu de erlohrn J Ichn wil dich mi riba n'm G Den Si eg d 8 es Er Ra er—— er 8 Poltert herum von — 38( 84 S 25 aß ihm der Sch um ran aus dem Mund, Ind er kein Athem holen kunt die der Lö W5 den der Simſon fieng, Als er nach ſeiner Jungfrau gieng. idlich fiel er auf ſeine Knie, Und ſprach: Solt ich eich ſterben hie kan ich mich dein nicht erwehrn, ſch muß aus Noth dein Gnad begehrn mich loß, ich will dir zuſagen, Daß ich bey allen meinen Tagen il zufuͤgen Leid, f 0 will ihr ſchor 1en j jederzeit Keiner Mauß wi II Sie hab bey mir ihr'n freyen Gane D8e 18 * 18 — urcht weder Vieh Mant Und me an d daraus die Rechnung mach, Vie ſchlecht i⸗ ch ſch aͤtz geringe Sach. W̃ zas ſolt d der Maulw urff wider mich, Oder Eydechs verſuchen ſich? h ho ein S Schlan ige bey der Ke h ſi all todt hinquaͤl Wolt cken b nach B eUt, duUl. 5 att erſtiegen, ie Zweigelein zu biegen, mnmweg oagß(Go8 F roß Gedreck 4 Und GAfer mat Diener mein gefeilt, n bin komme en aus dem B 51 jen abe Herr der Welt ſe Nider Reg gimer Alð beſt Alk wärtig + 1 fteur, keit uͤberall, Aſel ein KS66 1 am Schad e— der 2 der 6‚ muß d das Manthier ſcheuen ant hi er eins das and öre mordt, )as man von keinem Thier ſol lſt hoͤrt, 1 Ditgß Sa àAun 7 Das 656 i Oiß vas diierbof fie it, cke und mit Liſt, Damit Niemands auff dieſer Erd, Zu ſehr ſtoltzier und ſicher werd; ab ich auch ſamt mein'm Geſchlecht, ie uns zwingen mit dem Fauſtrecht. Eun ihr nur drey i in der Welt ind, eich für E alles fuͤrck ge ſchwind Falcken And die deid 9g Kath Thun mir beyde groſſen Auffſatz, Die Fall auch mit Nothſtall, 52 Bringt in Unfall, mich offt zu Fall, Von r wele hen war zu zu ſagen, SeF — — hun Nund, Æ Uen oͤrt, — Euer 32 257 Euer Lieb halt mir 0— gut, f gend alle thut, fit laͤufftigkeit, U Beſcheid Das V. Kwirtl Baußback lobet/ daß Bröſeldieb ſein Maͤuß⸗Geſchlecht ehrlich haͤlt: Und er⸗ zehlt/ was ſich mit Lyſſes Geſell⸗ ſchafft bey 125 Circe zugetra⸗ gen ha gabe Loͤnig hatrd den kle RUN nen Mann rlaͤngeſt viel geſehen an, W t ſich der Großmuͤthigkeit, flche er Beſche enheit U 8.4 509 bins warlich erfreut — d e 0 he zu 90. iker 82 8 55 b dein und deins Geſchlechts Nah un, Allen Aueli ˖ Freund Pähr,d denn jemat 1d ſo uſt · Inſond erheit mir wohlgefal * 1. 1. 6d u kein Ql Ddern Stand Sondern deinen achteſt am beſte Ob er gle eich auch hat ſein Gebreſ 2 Oenn diß ſt eine ſeltz am Tugend, Und! vornehmlich bey jt d, B 5 Alſo, N 41¹ die 0 1 K1 1 acht e 11 Ihl zu rugen, 11 FR darin fuͤr Voͤlcker funden Da ſey ihn nen entgegen gangem, Und hab ſie holdſelig empfangen, Ein weiß und uͤberaus ſchoͤn Frau, * So d daſelbſt in der f fruchtbarn Au Ulyſſes Otener Gruß und— Auch den Willkot Dadurch ihr lug ſie Mit e Daß ſief ich anfingen zu buͤcken 2 in Schlang m Gang Die Dl „ 8 a AAton K U chloßF Joff, und Luſtgarten hatte * —— 2 Spt I* Ole Bern Dioe Kioßhl e die Kefflal 1 41 FIi Fack Cu Das dech Cury ind n och auff dieſen 2 ag ſo ohn Barmhertz igkei erftee enſchen machen A CCN„KI&N Das C urylochus bergieng auch gantz und aͤnder an der 0 Narven U erodot von alters ſchreibt hleibt vonf 10 Und ſeine Diener an ſie raͤchen. D + E D Aber m Ge Ar di ochus ni icht wolt, e Gefal hr wagen ſol iſt kam unterwegen N ekne ſtaül u1 ifft blieb unwandelbar, chus fleucht. Und ſein Diener nicht Ferner zu führen S ihm ꝛwat ε Dus ihm zwar Circe zedoch daß er zut te fragt, Ob ſie auch wolten Menſchen werden, R Wi Kon 31 EGrudo W ache wle vor, leben auff Erden Und 90 ihm d barzu re Küth, 7 MNVI. D aß er damit, nach allem Muth, 0 377 186942 7 Anrühr enund ausfragen ſoit, We en er von all Thieren wolt Sie wuͤrden ihm geben Beſcheid Ob ihn ihr Stand lieb waͤr oder lei Wem es geſtcl,dem wolt ſie gern Sein vorig Menſchen-Geſtalt gewehrt Ahe ft wandelte Diener/ bſie wieder wollen Menſchen Ulyſſes Kund⸗ ſchaffer iſt eine Mauß 2— ner/ wa Al/ De 8 antwortet, er waͤr der Held, Der vor auff Kund chafft war beſtellt . KISsey** Die er kunt meiſter ich erfahren, Wie ſeh auch verborgen waren Nu wolt er bleid n eine Mauß, jen in der Circe Hauß Lieber im Fried die Brocken eſſen, Der ſie von der Speiß koͤnt vergeſſen, Denn— ſo vi 8 en Krieges⸗Jahren, Mit C efahr auf dem Meer umfahren ß auch des Gifftes i ſt ſehr vi el, Damit man ſie toͤdt ohne Ziel Es geht alſo in dieſer Welt, Einm jedem ſeine Wei 5gefaͤlt K 5 3 i6 Sprach die Mauß, biſ 4 A 1 zch muſt bey 2 GBey allen Menſche Was ſie fuͤr Rathſchla⸗ Uns zu ſchaden Vo 3 bey der Da ich allze t n Pellen, 0 Von Ulyſſes Schiff⸗ Waͤchter ein Hahn. * 22— 0 8on Loͤwen, Baͤren, Wolffen Dern, zder gern mich hatt geſc ch1 00 f ich nur der Katzen Zaͤh Den'' u ich im Loch 00 kan 3 Des Menſchen Schiff ſind uͤberall, Auch gẽfaͤhrlicher denn d die Maͤusfall Und nur um eine Hand voll Ehr, Ein wenig Geld und anders mehr, Damit macht man ſie ſo verwent, So unſinnig, ſo gar verblendt, Daß ſie auf ſolch Stellhoͤltzlein mar uſen, 18 JfnN.* Dawider Wind und Waſſer brauſen S Iunck Faigos To; Da von auch keiner kan entlar uffen, ihrem Moict r* 1 Das nicht den Menſchen mehr betrifft (FFonnd N* R ss Denn eben ſonſt die andre Thier, Wie denn iſt widerfahren mir Wenn ich nicht waͤr ein Menſch geweſen, Ich haͤtt fuͤr Circe wohl geneſen Daruͤmb bleib ich itzt der ich bin Fahr du mit gu tter Wolfarth hin Ulyſſen 0 die Wort Gieng aus dem Saal ins Fn hinfort, Da begegnt ih. n ſchoͤner Hahn, Den ruͤl hrt er auch alſo bald an. Sagt: du biſt ja von mein Geferten, Wiltu nicht wieder ein Menſch werden? n er, ich bleib ein Hahn, Nein, Denn Und d der! Wenn ſo N 4 ee 23(ſRE. ——— n, Saß ich da allein Tag und Nacht, Da hlug, der Donner kracht, In Kaͤlt und Hitz, in groſſm Elend, Auff Gefahr; Kieß ß ich gehn die Haͤnd, So ſtuͤrtzt ich in die See hinab, Dafuͤr mir niemand etwas gab. Muſt auch offtmahls noch Hunger leiden, Auch Schlaͤg, mit Spieß und Schwerter Schneiden Hie aber hab ich gut gemach, Sitz bey den Huͤnern unterm 2 Eß aus der Jungfraun Schurtz und d Hand Und werd noch kluger Hahn e ich die Wind kan merck Zeit ein Zeichen geben fuͤr ſolche Wacht Wird dir endlich der Lohn gebracht, Daß man dich in heiß Waſſer taufft, Und die Federn gar kahl ausraufft, K Am Spieß Judas S Schweiß ſchwitzen laͤßt, So zierſtu denn das Bi Der 0 Dal n 2 wiede Wi ngs,d 166˖ 5 Im kaltem Waſſer war getau ort, Wie noch taͤglich dein Volck erſaufft Gabſtu ihn'n nicht allen Zuſag, Wenn ſie endlich am neundten Tag Das Meer wuͤrd wiederum außſpeien, nr Dundd du ſie könteſt zur Hand kriegen, Du wolteſt ſie verbrennen laſſen, Die Aſch——— maſſen, Uloſſes Koch iß eine! Sau. 4— ſie von Wuͤrmen gefreſſen werden 5du auch Ajax haſt gethan, Ode er gleich nicht w vorden e in Hahn, d auff einmahl todt, Odr all Augenblick ſchweben in Noth zſſer beſſer im Tod oder Lebe 8 1 4 mans kalt, oder warm ich 96* 5d—— begehr reſt, Das du ja liebr ein Menſche waͤreſt, 61 4 Denn daß du auff de m Miſt reiten, 2+ — 2 — Æ — — 2 Biſtu anders ten? Und ſchlug,d lt Die Sau gar ic wolt, Murrt doch endlich mit Unganult lt, W̃ ſchl ch 8 begehr. * KI lec 0K L, kunt es en recht. Hie hab ich Fried und gute Ruh, M zan traͤgt mir Tranck und Speiſe zu Und le laͤßt mich ſchlet um Im P Jaradiß kans ni eyhn. Das ſagt er her mit rofen 11 ich t, Ulyſſes ſelbſt aus Unmuth lacht, S * 2 2 2 0 2 — Un 7 zu, bein, Und 88(ο8 33 Und ſprach: dafuͤr biſt unbekand, Bleibſt ohne Troſt im Un werſtand, Liegſt! bis an die Ohren im Dreck, Und bald frißt ein ander dein Speck. Wer viel verſteht, ſagt er, und kan, Der iſt ein ho chbeſchwerter Mann rude Bey ſeinen Freunden, Stand und Amt, Die ihn wohl plagen alleſamt. Und wenn ihm andre gleich Fried laſſen, Sorgt er doch ſelbſt uͤberd die maſſen, Was geweſen, was ſey, was— Las zu fuͤrchten ſe ey fuͤr Beſchwe ynt/ der ſey klu 9/ der nicht ſchle ht ſche, Was S itzt fuͤr ſeinen Fi uͤſſen ſtehe; Sot iern auch vernuͤnfftig betracht, Was die lange Zeit kuͤi fftig bracht. Damit frißt er ſein Hertz im Leib, Weiß nicht, wo er fuͤr Unfall bleib. Der Unwiſſend hat gute Tag, Acht nicht, was man thu oder ſag, Was kommen werd, oder ausbleibn, Ob ers lang oder kurtz kan treibn, Ob er werd Herr odr Knecht genannt, Ob er ſey nah oder fern bekandt. ſein Leben fuͤr ſich allein, Laͤßt andre bleiben was ſie ſeyn. Es 17* niemand, der gern wolt, Daß dirs beſſer„denn ihm gehn ſolt, Wie e ſuͤß er auch den Troſt anſtellt, F0 chger regiert die gantze Welt Und im Tod ſind wir alle gleich, G1 uß Klein, Klug, Naͤrriſch, Arm und Reich. C Es 4 3³(0)Ste s iſt. auch S Stanck, Dreck, Ubelſtand 05 es ein Jeder an ſich befand. Einer ſetzt die Katz auff den Schooß, Dem andern auch ihr Geruch verdroß. Einer den guten Kaͤß anlacht, Der andr faͤllt dafuͤr in Ohmacht. Der Bieſem⸗Gruch auch manchen ſchreckt, Den ein Saͤudreck vom Tod erweckt. Nach Bier und Wein ſtinckt mancher Man Und ſteht ihm baß, denn Balſam an. Und! was hat ich mehr Herrligkeit, Da ich im Blut und Ingeweid Der todten Thier mußt ſchaͤndlich mehren, Und mich des Rauchs nicht kont erwehren Da ich mehr ſoff, denn ich kont ertragen, Sdeyts aus, und fuͤllt wieder den Magen Lag dazu noch begabt im Bett, Als wenn ich Leym getreten haͤtt: Denn daß ich in der kuͤhlen Pfuͤtz/ Nach der Hitz, fein weich nieder ſitz Und den Geruch gar nicht veracht, „Den manch Weib braucht in der Ohnmacht D Daß man auch Schweinen⸗Speck verzehrt Iſt den todten ohn all Beſchwerdt; Ja es iſt tr oͤſtlicher zu hoͤren, Denn daß euch F Feur oder Wuͤrm verzehren Wie die Moren ihr Todten eſſen, Hund muͤſſen den Perſer freſſen, Daß ſie nicht faulen, und die Maden In ihrem Fleiſch und Blute baden Ihr habt auch fuͤrm Tod jederzeit, So wenig, als wir/ Sicherheit, ˖ 19 L eckt, t. Mann n. hren, vehren n, Nagen macht rzehrt 5 zehren 1, 235 00 8 35 Ja hundertfaͤltig mehr Gefahr; Drum will ich nicht ſeyn, das ich war. Ulyſſes wolt nicht diſputiren, Sondern gieng auff dem Hoff ſpaziren, Nach der Circe ſchönen Luſtgarten/ 2I Auff ſein ander Diener zu warten; il eine Da flog ihm auff ſein Ruͤthlein ſchmal 8 Ein wohlſingende Nachtigal, Wuͤnſcht ihm zu ſeiner Reiſe Gluͤck, Sie wolt nicht wieder mit zuruͤck. Er fragt? biſtu der Diener mein? Waruͤm wiltu kein Menſche ſeyn? Sie antwortet: ich bin dein Singer, Und ſchlug die Laut mit meinem Finger. Nun bin ich zwar ein Vogel worden, Aber doch in der Singer Orden. Begehr dafuͤr kein Menſch zu ſeyn: Denn weil ihr euch ſoffet voll Wein, So muſt ich treten fuͤr den Tiſch, Die Laut ſchlagen, und ſingen friſch, Von Mittag durch die gantze Nacht, Und ihr gabt auff die Kunſt kein acht Sprachet von euer Suͤnd und Schand Garſtig, unflaͤtig, unverſchamt, Von Hurenhaͤndeln, Freſſin und Sauffen, Von Speyen, Scheiſſen, Schlagen, Rauffen, Ließt Knabn und Jungfrauen zuhoͤren, „Fingt an zu jauchzen, raſen, lören, Zu ruffen wie unſinnig Leut, Und gabt noch wol die beſte Beut C 2 Ein'm Ein m laͤſterlichen Sackpfeiffs⸗Narren, Der ſein Lyrum, Lerum ließ knarren; Das mich aus Hertzengrund verdroß, Daß ich Saͤuen Perlen fuͤrgoß. Der vroͤſt Schimpff der Kunſt widerfaͤhrt, Wenn ſie dem dient, ders iſt unwerth; Und hab darauff verlaͤngſt gedacht/ Wie ich mich aus dem Laͤrmen macht, Und kommen moͤcht zu den Gelehrten, So die Kunſt verſtuͤnden und ehrten Nun hat mich groͤſſer Gluͤck betroffen, Denn ich mein Lebenlang duͤrfft hoffen Ich ſitz und ſing ohn alle Sorgen, Von Abend an biß auff den Morgen. Menſchen, und Dieh hoͤren mir zu, Und laſſen mich in guter Ruh, Ja alle Baͤum in Berg und Thal Dancken mir mit dem Wiederhall. Die Speiß fleugt mir auch fuͤr den Mund, Und iſt mir Spinn und Muͤck geſund Ulyſſes ſagt: du darffſt nicht trauen, Der Raubvogel hat ſcharffe Klauen. Die Nachtigal gab zur Antwort: Das hab ich auch ehmahls gehort. Druͤm ſing ich, wenn das Laub mich deckt Wenns abfaͤllt, ſo bin ich hinweg Fuͤr eur Faͤuſt aber, und der Gaͤſte, Hatt ich gar keine ſicher Feſte; Sondern muſt offt haben Mauſſchellen, Gott behuͤt mich fuͤr ſolch Geſellen, Wol dem, der ſich mit GOtt und Ehren, Ohn groſſer Herren Dienſt kan Ae 0 u 70 ind, deckt 0 llen. en, en, 9 2 + 38(00 86 —— Ja Lligi ſt derſelbige Mann, Der Herren⸗ Gunſt entrathen kan, Darff nicht fuͤrchten ihr Ungenaden, Sondern frey lebt, und laͤßt Gott rathen; Allzeit bey Hoff und Herren leben, Ehr, Blut und Guth in Gefahr ſchweben. Der Kranch kam auch daher gegangen,„ulvoſſes Und wolt ſeinen Herren empfangen, 2 Sagt, er waͤr Trometer geweſen, Kranich. Und waͤr itzunder erſt gene eſen, Nun er ein Kran 3 geworden waͤr, Duͤrfft nicht mehr in der Krieger Heer, Da man unſchuldig Blut vergoͤß, Das ihn no och itzunder verdroͤß, Da die Pfeil wie Schnee um ihn flogen, Und ander Beut und Sold hinzogen, Lieſſen ihn n ein armen Knecht, Wie auch das gantz Pfeiffer⸗Geſchlecht. Er duͤrfft auch nicht mehr am Maſtbaum, Odr vorn auff einem engen Raum, Gegen den Wind und Waſſer blaſen, Da ihm erfro 1829 Faͤuſt und Naſen; Und ungefehr ins Baſſer gleng Elenden Tod zu Lohn empfieng Er bleib jetzund im gruͤnen Graß, Und wenn der Herbſt wuͤrd kalt und naß, Schwuͤng er ſich hoch hin in die Lufft, Naͤhm nach dem Sommerland Zuflucht, ein G'ſellen folgten auch die Straſſen, SWem n er Auffzug—— zu blaſen, Wennd die Flug⸗Ordnung waͤr gemacht, Beſtellten ſie auch die Nachtwacht, C 3 Daß 2 38 6 0 Se⸗ 38 7 ———22———————̊—äk Daß einer r wůſt we achen alein, Stehend im Fuß halten ein Stein, Wenn der entfaͤltt, daß man erfahr, Ob der Waͤchter entſchlaffen war Das andere Volck legt ſich in Ruh, Deckt ſein Haupt mit einm Fluͤgel zu, Und kaͤmen nachmahls wieder heim. Er wolt hinfort kein Menſch mehr ſeyn Der Zim⸗Darnach gieng Ulyſſes zum Teich, b nge Deſſen Waſſer war ſehr Fiſchreich, Schiid⸗ Sah am Ufer ein Schildkroͤt ſitzen, rl. Die ruͤhrt er mit ſeins Steckens Syitzen, Ob ſie etwa waͤr ſein Geſell, Dieweil ſie keine Flucht anſtell Sie ſprach: Nun gantzer zwantzig Jahr Ich dein Knecht und Schiffbauer war; Kont doch mein eigen Hauß nicht ſchauen, Kont auch kein ſtetwaͤhre nd Schiff bauen, Es lieff an den Felſen auff Stuͤcken, Odr ließ ſich vom Wetter umruͤcken, Odr verbrand auch mitten im See, Zu meinem Tod oder groſſem Weh Nun hab ich Hauß und Schiff erlangt, Das mir auf meinem Ruͤcken hangt Wenn gleich ein Rad uͤber mich gieng, Kein Schaden ich davon empfing. Ich ſchwimm auch im Waſſer und Wind, Die mir nicht mehr gefaͤhrlich ſind Daruͤm dien ich dir nimmermehr, Ich fahr im Schiff nicht uͤber See 8. 4 Ulpyſſes gieng im grünen Graß eint Zu den Roſengarten fuͤrbaß, Schlange Da 9 — IU. 60 2 60 C 7 38( 8 35 — 33——— Da kroch ein Schlange zu ihm an; Er gedacht: das iſt auch dein Mann; Und ruͤhrt ſie mit der Ruth, und ſprach Mich—— dein groß Ungemach, Daß du ſoe elend ſchleiffſt—— Wilt du nicht lieber ein Menſch ſeyn? Sie antwort: ich hab kein Beſchwer, Ein Menſch zu ſeyn ich nicht begehr S onſt ich dich wieder artzten muͤſt, Dazu hab ich jetzund nicht Luſt Ulyſſes ſprach: bey all mein Tagen tzen, Hoͤrt ich kein groͤſſer Wunder ſagen: Iſt das nicht Luſt, daß du ſtudierſt ſt, Bey Kraͤutern und Blumen ſpatzierſtꝰ Betracht eſt aller Ding Natur, 8 Der Sternen Lauff, Licht und Figur, „ Daß man dich ehrt gleich als ein Gott, ten, Dieweil man dein darff in der Noth, Daß man dir gibt, was du begehrſt, All Heimligkeiten du er faͤhrſt? Die Schlang ſagt drauff: Wenn ich ſtudier, Nas den Und die gantze Welt ausſpatzier, mißflür Wer un ich betracht Himmel und Erden,; So kan ich ſo— tnicht werden, Daß ich rechtſchaffen aus dem Grund Die aller—.— Sach verſtund Ja: wie die verachte Hauß⸗F legen, Fliegen So uns taͤglich fuͤr Augen liegen, Gebohren werd'n und ohn Verderben Im Sommer leben, im Winter ſterben Wie ihr halb Bruſt tantz ohne Bauch, Wie ſie ohn Haͤupt umfliegen auch Da E 4 Wie 40 8(009 88 Wie Laͤus und Floͤh wachſen an Thieren, Mod Weder verhungern noch erfrieren; Und Menſchen Leben, Muth und Gluͤck Faͤllt ſo urploͤtzlich hinterruͤck. Wie eine Waſſerblas im Regen, Und wie die Wetterhaͤn ſich drehen Noch viel weniger ich verſtehe, Wie nur das immermehr zugehe, Daß die hecken ſteber und Grind So ungeſunder Leber ſind, Und haͤngen es denſelben an, Die auch die beſte Leber han, Wenn ſie ihr Haut odr Kleid anruͤhren, Odr den Geruch zum Hertzen ſpuͤhren Wie eine Seuch von Sternen faͤllt, Und durchdringet die gantze Welt, Und dennoch nicht bald auff einmahl Die Menſchen beſchaͤdiget all; Sondern geh von einem zum andern, Gleich wie die frembden Bettler wandern Was ſoll ich ſag'n von andern Dingen, Die noch viel groͤſſern Zweiffel bringen Das der Altvaͤt'r beſt Artzney Den mehrern Theil unkraͤfftig ſey. Daß Kraͤuter, Saamen, Blumen, Safft, Auch haben ſo gar wenig Krafft, Daß, ob ſie wol ſchaden geſchwind, Iſt doch ihr Huͤlff ſo ſchwach und lind/ Daß niemand dadurch braͤcht zu wegen, Waͤr gleich ein Reich daran gelegen, Daß einig Haar in ſeinem Bart Davon ausblieb oder neu ward. Daß en, „ ndern en afft f 38(00 8 4¹ Daß ie den Menſchen, Bieh und Pflantzen, 32 den geringſten Feind beſchantzen. Wie viel haben die Laͤuß beſeſſen, Konig gemartert un d gefreſſ en? Welcher Artzt war, der ſeinen Hund Von den Flohen erretten kunt? Welcher Doctor hat ſeinen Gart Fuͤr den kleinſten Emſen bewahrt? Was ſchmirt er fuͤr S alb an die Wand, Daß nicht ein Spinn im Gewebe ſtand, Und ihm ſein Buch und Buͤchs beſchiß, Wenn er ſie nicht zu tode ſchmiß⸗ Wie wil er denn zum Leib und Leben Fuͤr di— ſichbahr Feinde geben? Fuͤr Schlag, Podagra, Wuͤrm und Stein, Fuͤr Gööſeach,dl unzehlich feyn, Fuͤr Miltz-Leber⸗Waſſer⸗Schwindſucht, Und was einer dem andern flucht. Das thut einm ehrbahrn Hertzen wehe, Wenns ſagen muß, daß es verſtehe/ Was die Kranckheit ſey, was ſey gut, Und weiß anders in ſeinem Muth We daß man ei inm frommen Mann In ſei ner Notch nicht h 10 ffen kan N, Die Natur thut denn d as beſt dabey, Die vielen hi lfft ohn all Artzney. Ja Salomon der Weiß genant, Salomon Der aller G'waͤchs Natur erkant, 28 Daß nicht war, nicht wird ſeines gleichen, nicdt. Kont ſelbſt nicht ſechtzig Jahr erreichen; Und lebt er gleich zwey tauſend Jahr, Als fuͤr ihm nicht erfahren war, C 5 So 42 38(088 So haͤt er doch kein Kunſt erfunden, Daß ihm die Kraͤffte nicht verſchwunden, Geſicht und Gehoͤr nicht ſchwacher u Daf Fuir Urd, Daß der Tod nicht unverſehens kaͤm, Und ihm Weißheit und Leben naͤhm So offt mir diß kam in mein Hertz; So offt vergieng all Freud und Schertz, Und ward zu eitel Traurigkeit, Davon bin ich jtzund befreyt Itzt kan ich mich wahrhafftig ruͤhmen, Daß ich ſpatzier auff eitel Blumen, Davon ich leck den Honigſafft, Der mir gibt Staͤrck und Lebens⸗Krafft, Auch gibt mir zur Wehr, und zur Mauren, DerSchreckn und Tod, die auff mich lauren. Und kommt mir gleich ein Schwachheit an, Weiß ich ein Kraut, das helffen kan; Und lieg den Winter in der Erd, Biß daß ich wieder lebend werd, Gegen den warmen, ſchöͤnen Maͤy Mich wie der Seiden⸗Wurm verneu, Und die alte Haut gar ausziehe, Wieder jung werd ohn Kunſt und Muͤhe, Ohn einig Furcht fuͤr Seuch und Tod. Des danck ich dem Ewigen GoOtt, Daß er mir halff auff dieſe weis, Und wuͤnſch dir Gluͤck zu deiner Reis gJaͤger⸗Endlich kamen vier Hund gegangen, und Fra, Und hatten zween Haaſen gefangen danten Sein Jaͤgermeiſter, und drey Trabanten lind Yun · Die ihren Herren bald erkanten. 1 de. 4 Danck der Ruͤck ſich nicht krummt, und duͤrt, N . Un ι 282 . 0 fft 7 ren, auren. an, uͤhe, n K nck 38(000 8 43 Danckten ihm, daß er ſie geſandt Zur Circe, in das Wunderland, Da ſie, nach ihrs Hertzens Begier, Jagt⸗Hund geworden alle vier. Es waͤr kein Freud, ohn in dem Wald, Darin wuͤrd man ohn Schwachheit alt, Wie ehmahls in dem Paradeiß, Das waͤr eine Himmliſche Weis. Da ſchmeckt einm, nach ein m Jaͤgerſprung, Das Eſſen, und ein friſcher Trunck. Inſonderheit, am beſten ſchmeckt, Was man ſelber erjagt, und ſchreckt. Dabey vergeß man all ſein Leyd, Und ſchlieff gern ſanfft nach der Arbeit So wolten ſie bleiben auff Erden, In Ewigkeit kein Menſchen werden, Und in der Stadt mit Narren⸗Sachen, Sich Sorg, Kranckheit und Sterben machen. Das VII. Capitel, Ulyſſes laͤſſet ſeine Diener wieder zu Menſchen machen. K Lyſſes ſprach aus groſſem Grimm: GSCEs betreugt mich denn all mein Sinn So beraubt euch der Cirees Kunſt Aller Witz, und der Menſchen Gunſt Es iſt umſonſt, daß man euch fragt, Das ſey GOtt im Himmel geklagt Und gieng damit wieder zum Schloß Bald vom Dach zu ihm abher ſchoß. Ein wunderbare Vogel⸗Rott, Ein graue Taub, war eh ſein Bot Wer Ein Des Meu⸗ D ſchen Vor⸗ theil. 44 38(0 S8E Ein Papagoy, war ſein Orator, Ein Heger, war ſein Procurator Ein weiſſe Gans, war ſein Mundſchenck, Ein Aff, ſein Schoͤſſer wohlgelenck. Ein hurtig Pferd, ſein Poſtlaqvey, Ein groſſer Baͤr, und ſtarcker Leu, Die waren von ſein Krieges⸗Helden, Und ſich gar ſehr bekuͤmmert ſtellten Ein bunte Katz, zween kleine Hund Regten den Schwantz leckter den Mul 1d/ Und legten ſich fuͤr ſein Fuͤß, Bellten, ſchnarchten, winſelten ſuͤß. Waren ſein Edel Kammer⸗Knaben, Er wolt abe ihren Dienſt nicht haben, Und ſprach: geht hin zu euern Orden, Ihr ſeyd an mir zu Schelmen worden. Ich wil mit euch nicht 4— Der Teuffel mag euch ſaͤr ch fi ihren und trieb ſie mit der Ruthen abe Alſo ward getroffen ein Knabe, Der bat: Ach Herr, hoͤr zuvor recht, Ehe du verlaͤßt dein arme Knecht. * unſern Willen iſt geſchehen, Daß wir alſo muͤſſen hergehen. Wen un du wolſt bey Circen erhalten, Daß ſie uns gaͤb unſer Geſtalten, Ew ig wir dir danckbar Eyn wolten, Auch thun, und leiden was wir ſo 18525 Des Menſchen Ane Rucht, S Stimm 3 Wott Iſt ein theurs Schatz, und edler Hor Dae durch wird Fre undſchafft erſt— Dardurch wird Frag, und Klag anbracht, Dadurch 5 1 7 ι 2 88 C(ο9 45 Dadurch gibt man auch Troſt und Nath, Davon das Hertz ſein Leben hat. Der Menſch lernet von GOtt, und Ehr, — Und giebt von Tugend gute Lehr Dazu man Kirch, Hoff, Haußſtand hat, Im Frieden wartet Gottes Gnad, Biß ſich die Seel vom Leib abſcheidt, Und lebt hernachi in Ewigkeit. Von dem allen die Thi er nichts wiſſen, Ond nur auff ihr Bauchſorg gefliſſen Darum iſt auch ihr Angeſicht Oallzel nach der Erden gericht, Ihrer Wolfahrt Grund iſt die Erd, Den Himmel halten ſie unwerth. Der Menſch erhebt ſein Haupt zu GOtt, GOtt hi ilff ihm auch aus Roth und Tod. Das iſt mir eine Wunder⸗Stimm, Sprach Ulyſſes, die ich vernimm. Wolan, ſo tret zur rechten Hand, Der mich fuͤr ſeinen Herrn erkant, Der? Menſchen Gſtalt wieder begehrt, Mit mir in ſein Vaterland faͤhrt ie traten zu der rechten all, und, en, n. 992 —— — Sie Mi t einm demuͤthigen Fußfall. Daß Ulyſſes fuͤr Freuden weint, Und ſprach: das haͤtt ich nicht gemeynt. Ihr ſeyd mein treue liebe Knecht, Ich ſorg fuͤr euch billig und recht. Ich will euch Menſcher„Sprach erſt geben, Die Menſchen⸗Geſtalt auch darne ben cht, Solt ihr allſamt wieder empfangen. rach Circe kommt auch ſchon zu uns gangen Damit en. Wort Durch 4⁵ 38(0 S8 Damit ruͤhrt er ſie mit der Ruth, Sie danckten ihm mit Hertz und Muth Und Eirce fragt: Mein lieber Gaſt, Sag an, wen du gefunden haſt, Der gern mit dir heim reiſen wolt, Den ich zum Menſchen machen ſolt? Ulyſſes ſprach: in der Gemein Sagt einer Ja, der ander Nein. Ich weiß auch nicht, wie ich ſie richt, Ob ſie mein Leut ſeyn, oder nicht? Darum bitt ich fuͤr allen Dingen, Wollſtu ſie all zuſammen bringen, Und ihnẽn ihr Geſtalt wieder geben, So kan ich ſie ausfragen eben. 8 zibt Darauff pfiff ſie in einen Ring, Dienern Der an ihrer Halßketten hieng, — Daß es durch Hauß und Wald erſchallt, wie der. Und die Thier herzu kamen bald. Und ſprach“ Nun tret auff dieſen Ort, Wer vor zum Ulyſſes gehort, Daß ich ihm ein Verehrung geb, Der er gedenck, ſo lang er leb. Sie traten zuſamm auff ein Ecken, Circe ließ ſie was ſüſſesllecken, Aus einer groſſen ſübern Schaal, Und ſcheuckt neu ein auff jedes mahl, Und ſchlug ſie mit verwandten Stecken, Da fiel auff alls ein groſſes Schrecken. Das Haupt richt ſich wiederum empor, Der Ruͤck ward gerad, wie zuvor, 5 Fuͤß traten beſtaͤndig nieder, Die Haͤnd wuchſen urploͤtzlich wieder. Die A * * Die 39(00 88 47 Die e Haar und Federn giengen abe, Der r ward ein Mann, und der ein Knabe, Wie ie ſie zuvor geweſen waren, Staͤrck er, ſchö ner, juͤnger von Jahren. Und Circe gab jedem ein Kleid, Das war einm lieb, dem andern leid Einer lache et,der ander weint, Einer war Freund, der ander Feind. Schaͤmten ſich doch zu widerſprechen, Kürchten Upffe wuͤrd es raͤchen. Allein der Koch trotziglich pocht,— Daß man ihn aus dem Dreck geſocht, genant/ it Aus einer Sau n gemacht;— Mea⸗ Daruͤber Circe ſelber lacht, Und ſprach: Seht ihr nun, lieben Kind, Woher ſch euer Elend findt? Daher, das Niemand jeder Friſt, Mit ſeinem Stand zu frieden iſt. Was Gottund die Natur uns geben, Das iſt uns nimmer gut und eben. Man muß ſtets nach einm andern gaffen, Das maͤcht die gantze dStealdifen Der Gryller it, Und bracht das Spricht gune 1s Land, Wenn man ſagt, daßd derſelb hab Gr yllen, Dem es nicht geht nach ſeinem Willen. Das VIII. Capitel, Circe begehrt Ulyſſem zum Ehege⸗ mahl/ aber vergeblich. Dusſgt Circe, und nicht bedacht, S Daß ſie es ſelbſt eben ſo macht Denn 16 25 C(0 8K —F——P Denn als ſie ihre frembde Gaͤſt Nun hat erquickt aufs allerbeſt, Daß ſie all ihres Leids vergaſſen, Und wieder eilten auff die Straſſen Mit ihren Schiffen hin nach Hauß Brach auch der Circe Hertz heraus, Den Ulyſſen ſie bat und fleht, Daß er ſein Schiffahrt gar hinlegt, Und blieb bey ihr in ihrem Schloß, Waͤr ihr Mann, Eh⸗und Hausgenoß Alles, was ſie haͤtt, waͤr ſein eigen, Sie wolt ihm Lieb und Ehr erzeigen. Beſchloſſen haͤtt ſie vor der Zeit/ Jungfrau zu ſeyn in Ewigkeit, Derhalben viel Freyr abgewandt, Ihr Ehr und Nahm bewahrt fuͤr Schand Nun haͤtt ſein Adel, Muth und That, Sein ſchoͤn Geſtalt, Weißheit und Rath, Im erſten Anblick ſie erſchreckt, Im Hertzen ein wild Feur erweckt, Wie ein Fib'r, Gifft und Peſt anbrennt, Wie der Blitz leucht von Ort zu End, Geiſt, Blut und Fleiſch entzuͤndt, bewegt, Muth, Kraͤfft, Leben zugleich erlegt, Als wenn Mauren, Gewelb und Dach Im Erdbeben auff Stuͤcken brach. Ein ſolch wild Feur haͤtt ſie durchgangen, Bekriegt, gewonnen und gefangen, Das ihr Kunſt und Kraut nicht kont zaͤhmen/ Es wolt ihr gar das Leben nehmen, Herrſchet uͤber Seel, Witz und Sinn, Sie wuͤſt ſonſt nirgends damit hin, N OIhn 32 Hertzet und kuͤfſer ath, Mit inbruͤnſtiger S Vie ein? mun ihr verl 65 Das ſie unverf chens!w jeder findt. , Ulyſſes ſhr ack v on der Red, Wuſt nicht, wie eerde n Sachen thaͤt t, Was tf K Weiler mit Danck n wolt Sprach doch zt Frau Hochgebohrn, Daß du deins Hertzens Fried verlohrn, n, Und ich deß ſolt ein Urſach ſeyn Wasviebe — fuͤr ein Waͤr mir fuͤrwahr ein groſſe Pein 8 6 Sifft ſey men, Lieb iſt lich Giff ein ſole ch gefe ahr & 4 ˙ Wen ſie recht in da Etrij Das ſie brennet durch 80950 n Wie der Donner durch S S — Ohn 10 8 0 0 U Sk⸗ N ie er rlangt, was ſie erwehlt Oder ſich ſelbſt zu Tode quaͤlt, Als mir viel lieb Hertzen geklagt, Und mein eigen Erfahrung ſagt. Denn mein Gemah Penelope, Schreyt nun zwantzig Jahr Ach und Weh!l Daß ich nicht wieder wil heimkehren, Ihr Ehlich Lieb und Treu gewaͤhren, Diei ich ihr zuſagt am Altar, Und als ich zuletzt bey ihr war: Verließ ich nun mein Weib und Kind, Mein ent, ob der gleich wenig ſind Mein allerliebſtes Vaterland, Von dem ich mich ungern abwand; So waͤr ich nicht allein untreu, Fuͤr dem jeder haͤtt ein Abſcheu, Sondern der groͤſten Narren ein, So mit ihr'mn Stand nicht friedlich ſeyn, Immer trachten nach andern Sachen, Damit ihr Elend ſchwerer machen, Das du ſelber an uns geſtrafft, Und bin deßfalls nicht unlehrhafft. Oleicdzeit Dazu bin ich nun wohlbetagt, giebt den beſten Mit Krieg und Reiſen abgeplagt, Eheltand. Ernſt, tr aurig, murriſch und verdroſſen, Mein Freud und Schertz⸗ Zeit iſt verfloſſen. Dir ziemt ein friſcher junger Held, Von allen Fuͤrſten aus serwehlt, Vernuͤnfftig, ſaag, kugendha ifft, Der dir lieb, Dienſt, und Freude ſchafft, Klagt nicht von ſeinem Weibun nd Kind, Woͤ und wenn er die wieder find. Gleich N Veh! ſen. leich 36 C0 S Gleich Mann, gleich Magd, gleich Eheſtand, Die Gleichheit iſt der Liebe Band. Fuͤr mich ſag ich von Hertzen Danck,— ztzund und all mein Lebelang. abe. Gtt vergelt dir deine Wohlthat, Und heiff uns heim durch ſeine Gnad, Helff dir auch dein Hertz uͤberwinnen, Gbyott ſey bey dir! Ich fahr von hinnen. Diß geſchach zu der Zeit und Staͤtt, Als niemand, ohn der Menſch, noch redt, Und nicht alle Thier, ſagt Baußpack, Und bleibt noch wahr auff dieſen Tag Der iſt ein weiſer gluͤcklicher Mann, Der ſich in ſeinm Stand ſchicken kan. Wer das nicht kan, der iſt elend, Und bleibt ein Narr biß an ſein End. Darum dein Red mir wohlgefaͤllt, Die alls zu GOttes Willen ſtellt. Das IX. Capitel, Broͤſeldieb ſagt/ wie die Stadtmauß zur Feldmauß ſey zu Gaſt gekommen. Sutkaß⸗ 8 Moſeldieb antwortet mit Zucht: 2 Die Maͤuß haben dis wolverſucht, det in Denn wie Gutkaͤßchen, die Stadtmauß Satt. Zur Luſt einmahl ſpatziret aus, Allhie ans Waſſer gangen kam, Das die Feldmauß Warnfried vernahm; Gieng er mit Freuden unterwegen, Zur Ehrerbietung ihm entgegen. S 2 Hieß 10 88 C0) 88 Hleßt ihn freundl ch willkommen ſeyr yhn, Bat, wolt doch zu ihm kehren ein, Zu Zum Kaͤſenbrot, und zu einm Trunck, 4 Er gonnet ſei nem He tzen jung,* Was er allen willkommen Gaͤſten Zu thun vermöcht in Lieb und beſten, Un Den nan dem Seer waͤr ſehr gefaͤhr U Alſo ſicher ſpatzieren her ſ Gutkaͤſchen die Freundſch afft ant nahn 5 Gieng mit hin zu der Eichen S tamm, N Da N der Wurtz elhäte f— hlein ſein's Lagers Staͤtt— Bald kam Warnfriedens Weib gegangen, Der nfrembden Gaſtwol, zu empfangen, Und ihre lieb* Reichten öin das Poß⸗Haͤndelein, Noͤthigteni bn zum Niederſizen;. Gutkaͤß fuͤr cht ſein Peltz zu beſch mitzen, Sah wol um ſich nach reiner Staͤtt, Ob man nicht da Stulpolſter! aͤtt, Wie er in der Stadt war a zewohnt, Das der Haußfrat 1en ſehr verhohnt, Legt hin eis Buͤndlein Widerthan, N Das glaͤn atet wie einr rother Mon, War aus dem 9 MY Noß rein ausgek lübt Nehrlich Gatkck no Und nach vielen ch v— 7 Dej ſehn zuletzt Sich d darnach; aͤrt tlich nied 8 1 8 2 Der S Sohn aus d der 9 Mutter Geheiß 8 dam koͤmt leff in die Nachbar arſchafft mit Ft leiß u Gaſt. 1 einem Schwager Fuͤre chteſchne,— Der ſeine Schweſter hat zu Eh, 8 Att igen, gen, en, 22 (9 86 73 Zu verkünden d en neuen Gaſt Er wolt auch kommen mit der Haſt; Der ſaͤumt ſich auch nicht um ein Haar, Befahl der Frau die Sac 2 gar, Und kam dem Gaſt zu Ehren a Erzeigt ſich ein willigen Setzt ſelber herz Salund Bauck, Riß dabey viel Poſſen und Schwaͤnck, De n Gaſt damit frolich zu n zache en, Etwa zu gewinnen ein Lacher Waryfried trug fuͤr ein Tiſch len glatt, 89 Gemacht von einem Schulterblat Tiſch Der todten Katzen, weiß polliert Mit Krauſemuͤntz ers rieb und ſchmiert Damit es friſch zuroͤch dem Ga Died rau 8388 eilet faſt, Legt auff ein Tiſchtuch ga ſpan neue, Ger vuck au 8 matten Flachs im Heue. Die Kinder brachten T Teller und Brodt, Von harten Kaͤſen etli ch S chrot, Rei 16, Erbſen, Bonen, 2 Weitzenaͤhren, Fuͤr den Mund erſparet zu Ehren S N die Haͤnd 11„l ltens Gebe enn der Hauswirth ſelber thaͤt, die Kinde rſprech en nach, etz ieder gemach. leg Gaſt rroͤlich fuͤr, Sprach: Ihr wolt friſch zugreiffen nur, Haußmanskoſt euch laſſen wolſchmecken, Wir wollen Honig a uch zulecken Both ihm dazu eine Nußſchal, Darin der Honig uͤberqual D.3 Der 2 * ——— Der Stadt⸗ Juncker den Honig leckt, Die Speiß ihm 105 gar nicht ſchmeckt Er fragt auch ob er nicht ve emKeß, Zur Luſt, ein kleines Bißlein aͤß? Denn daß man Kaͤß acht ung eſt ind, Haͤtt bey Geſunden keinen Grund We AAbedder Wüch, bey Kaͤß ur ndOurrcz Die Hirten bleib'n geſund, und ſtarck, Duͤrffn weder Pilln, noch Bibet r Die ſonſt die Breatenfreſſer quaͤlen Der Gaſt antwort t: Ich eß ihn wol; Doch wenn ich wil, nicht wenn ich ſol, Umſonſt ich nicht Gutkaͤßchen heiß/ Diebeſten ich am liebſten beiß Da holt der Wirth noch andern mehr, Haber und Gerſten⸗koͤrnlein her, Linſen⸗Schoͤtlein, fr iſchen Hanffſamen, Des Vorraths mancherley ohn Namen. Das gantze Hauß zu ſchaffen haͤtt, Als hielt die Maus ihr Kindelbett. Eiſt warken auff zwoſchön Jungfrauen, Ob etwas mangelt, auffzuſchauen, Giengẽ'n zu der Kuͤchen aus und ein, Es wolt ſich ihrer ſetzen kein, Bis der aͤlter Sohn Meuſelman Von ſeinerd Jagd nach Hauſe kam, Bracht ein S aͤcklein vol Haſelnüß, Der wuſch erſtlich ſein Haͤnd und Fuͤß, Hies die Funglea uen, zum Wohlſtand, Dem Gaſt an ſeiner lincken Hand Zur Mutter an die Seiten gehen. Er blieb zum Dienſtfür m Tiſche ſtehen IR * Hen. Mit V 2 38(00 Mit ſeinem Bruder Wettelauff, D Der alles halff mit tragen auff. Fuͤr⸗ allen aber ſpart ſich nicht Des Wirthes freudig Angeſicht, der Haußmutter guter Wille, allee es darreicht mildig ſtille, ach gar freundlich zu dem Gaſt: Juncker, bitt, euch gefallen laßt A muth ſo gut wirs haben, lt euch mit den Hanffkoͤrnlein la ben 0 zumen gar wohl um die Bruſt; er rJun cker h it dazu kein Luſt Dere Eyd am erzeigt ſich manhafft, n Trunck von Birckenſafft: Denn wenna anſier 18 der gruͤne Maͤy, Biſſen ſie die Birckenrind entzwey Unten am Stam ein tieffe Wund, Daraus der Safßft entſpringen kunt, ieff ins Faͤßlein von groſſen Nuͤſſen, Der war nachmahls geſund d und ſuͤſſe, Hielt Leber, Nieren, Blaſen rein, Trieb a 5 Wafſn„Gall, Sand und Stein, Heilet den faulen Mund, Grind, Wunden, Bey getruncken, und auffgebunden Noch trug man her zumdritten mahl Vielerl ley Nuͤßlein in der Schal, Non Haſeln, Buͤchen, Eichenbaͤumen, Caſtanien, Kernen von Pflaumen, Die ſ ſchle zubten die Kinder ſchoͤn rein, Zerlegten ſie det u Gaſt fein klein, Der hat ein Eckel fuͤr dem allen, Was ihm geſchah zum Wolgefallen, D 4 WMaält Wolt + 2 4 I 568 118 2 Olß el den fun 60. A da5 Del 96 1 1 IIsS S. 5 4 Daus dies 415 fbe hr, Br achten noch e i n Stud Daß ſie, als ein beſont der S S Fuͤr einen Krancken wol ten ſparen, Wien d auff die letzte Noth verwahren; ie die Provint⸗Roſen ſt ſonſt ſtehen, es anzi S 08 elbfar 0 1 Als ein reicher Baur 1 var geſtorb ben, Da er mit auff der Gaſtung war Die Wacht gehalten bey der Bahr Zu letzt trug man fuͤr ein Weintrauben, Davon ſolt auch der Juncker klauben, Und etliche teyge Holtzl birn, Die faſt wolten den Schmack verliern 8 8 55 g'ringſt und beſt, gantzen Neſt, E 1 liebſter Freund, 59 aruͤm 88 000 88 57 Darum wolt ihr nehmen verlieb. Der Wort er ſehr viel davon trieb. Der Gaſt 1 5 rt endlich gar praͤchtig: OieStabt Unſer aller GOtt iſt Allmaͤch tig, Mauß Der 1 wül verſpricht er alles kan, w a8 er nur win. das Feld⸗ Sonſt, halt ich, ſeyn der Maͤuß nicht viel, 84 ie ſolche Pracht und Herrligkeit 2++ν Dle die Stadt Der Narung h aben, dleſe Zeit, Als ich in meiner Reſidentz 5 0 nen Credentz. 5 E — 2 a8 ſelbſt t wolt anſchauen, Nit Aen Kindern und der Frauen, Whene mir die Stadt hinein woln wir erſt recht froͤlich ſeyn, Eſſen und Trincken herfuͤr langen, Das etwas ar 8 ers ſoll 1¹ herprangen, Denn dieſe arme Betteley, Und ihr meynt, daß nichts beſſers ſey. Daruͤm kommt mit, ſchaut ſelber zu Ind wollet ihr euch ſchaffen Ruh, So zieht mit 85 zu 11 21 1 un D5 Iſts 8 38(00 S88 J* nicht bequemer froͤlich leben, ole ing 5 GOtt Geſundheit geben, — aß man auch die gringe Zeit e 3 Ve Tze t in Muͤh und 2 Trauri gkeit? 8 PEANI 4* Bedenckt, W ie kurtz das Leben It, Wie be ald 8 der Tod alle frißt. und wenn ihr gleich det N Nahrung Prack Aus der Gewonheit wenig acht, Weil euch die Speiß im Bauch nicht krim⸗ met, Sondern wol ſchmeckt und wol bekoͤmmet Solt ihr doch wohl haben in acht, Was ihr zu der boͤſen Zeit macht, Wenn aus der Lufft od'r aus Unfall Kranckheit euch uͤbereilt ein mal. Wo man fuͤr euch und euer Kind, Einen Wundaund auch Leib Artzt find Und wenn ihr ihn wolt holen laſſen, So fodert er Geld uͤber ma ſen, Oder nimmt daheim ſo viel Zeit, Biß das ihr all geſtorben ſeyd Da wir in der Stadt ſolcher Leut Bey der Thuͤr viel hab'n jederzeit Wenn euch weh thaͤt Haupt oder Zahn, Was immer fangen an? Wo habei hr Freund, die zu euch gehen, In Leid und Freud en bey euch ſtehenꝰ 1 ber er dat 8iſt aler Zeit Im Flße groſſe Unſicherh heit, jieb, fuͤ es⸗ Knecht, igen Thier Geſchlecht. Dawi⸗ krim mmet Dawi⸗ — 222 38(09 8 59 Dawid er ein gering Zahl Mann „Sich in der Noth nicht ſchuͤtzen kan. Die Stadt abẽr hat vield Rh, viel Händ, Thuͤrn und Waͤchter Mauren und Waͤnd, D Daſchl aͤfft man ſicher bey d 868 Dr0enH Drum zieht mit mir, iſt euch zu rathen. Warnfried antwortet: Waͤr ein Stat, Au Die fuͤr den Tod Verſichrung haͤtt, ber das Wolten wir daſelbſt alle wohnen;— Aber der Tod wil niem and ſchonen, Und ſonderlich in euer Stadt, Ma ziel zu graben hat, Wi ieichver ehm aus dem Gelaͤut, Die Artz e9 gibt all Tag Ausbeut der junger Doctor muß haben, Ein ne eue en Kirchhoff zum begraben. Darz u hilfft auch euer Wolleben, Jeder will ſich auff Faulheit geben. Unſer Maͤſſigkeit uns gedeyet, Arbeit uns von Kranckheit befreyet, Und dverdauet all böſe S achen, Die ſonſt dem Leib viel Unluſt machen Doch! bin ich nicht ſo Ungeſchlacht Daß ich nuͤtzlich Artzney veracht. Nur ſuch ich ſie nicht vor der Thuͤr, Ich hab ſelbſt ein'n Doctor bey mir Der iſt mein lieber Schlaffgeſell, Auff den ich nechſt GOtt alles ſtell, Meit N liebes Weib„die alles kan, Wasn— bedarfffür⸗ Kind und Mann, Was ßfuͤr Diener und Vieh gehoͤrt Ihr Gr oßinutter hat ſie gelehrt, Od — 6 60 Und ihr Mutter mit allem Fleiß Daru m ſie auch d N aſſelb! f vohl we eiß, Wit„N 64 Vird ſie gecreult ichbe—4— ſtehen, Al es mit 9 Syol lle R Wagen, Freud und Leid, uſt allzeit bereit adt und Feſt im Land 8 bekriegt und werbrantt, 6„F Ea 0 Der r Wirth ber au bt, ermordt, gefangen Mio SErſtoy und W̃ 4 Fuͤrſten un id He rren gangen, 4 NN So herne gen g rieben, aß7 0 geblieben? Beyſtand„Macht! d wacht, Daßſt nicht fre 91 im Was vilfft Waͤchter, Nath, Der ſein Ha K 1 10 Uch fein J Altl Dult ber die, en im Feld Derl alb'n darff ich die Stadt nicht ſuchen, Sundmen gering Wohnung verfluchen, ie mir Großva 1 und Water ließ, Dundmſcherbl ich bewohnen hieß 0l 53 INornK D 117 8 Sondern bin dan hlbe gnüget, — * Und: mein Guth iſt Daß mans verſchlemme nicht nviel verthun, und! 123 gwerben, Iſt ein guter Weg zum Verderben. Jedoch, 182— A acht! cht, och, nig wehlen E Hßſummt 5 4 4 Ftommt von meſelber Wohl I W eiſe ningemem mit dir ziehen hinein, 5'legenheit ſelber beſchauen, So weiß ich, wem ich ſoll vertrat utternacht, Die Zeit DD n Man: ithieren wacht, krn Mit⸗ Es Gwiegen auc die Voͤgelein, nsct. 9e Die in dem Wa a und Waſſer ſeyn, Und alle le Thi er im gantzen Land, Der volle Himmel Fans Zum Hauß ſie n ka NIV 84 33 Darin Guckaͤß hen waͤr daheim Schläig Schleiſſten all beyd zum Fenſter ein 6 338(00 86 Der Haußherr aber hatt den Tag, Wie er auch ſonſt gemeinlich pflag, Mit groſſen Herren pancketiert, Gefreſſn, geſoffen, jubiliert, Und war auff dem Tiſch auffgebreit Ein rother Sammet wohlbereit, Darauff im Silber ſtunden rein Mancherley Eyerkuͤchelein. Roſinlein, Zucker, Mandelkern, Zybeben hergebracht von fern. Leck⸗Kuchen, Aepffel, Birn und Nuͤß, Caſtanien gebraten ſuͤß. Und dabey waren Becherlein Mit dem allerlieblichſten Wein. Muſcatell, Baſtard, Alekanten, Von Wuͤrtz gemacht viel ungenannten, Als den Gaͤſten war uͤberblieben, Nachdem ſie der Trunck hat vertrieben. Zu den ſprungen ſie auff die Banck, Auff gewirckter Polſter kurtz und lang Da fand Warnfried ohng fehr ein Stuͤck Vom Kuͤchlein, das hielt ihn zuruͤck. Gutkaͤßchen aber ſprach mit Freuden: Mein Gaſt, du muſt kein Mangel leiden, Die Broklein nicht von Baͤncken leſen; Was ſoll das arme Bettelweſen? Spring zu mir auff den Herren⸗Tiſch, Da iſt alles koͤſtlich und friſch, Was nur des Hertzens⸗Luſt begehrt, Ich ſchenck dir alles unbeſchwehrt. Waryfried hupfft auff die Sammet⸗Deck, Wundert ſich der koͤſtlichen Schleck, Nahm 0 Nn — 236(00 85 63 —„ ah m Zuckermandeln, und Zybeben, 85* R dis ſt,ſprach er, ein Engliſch Leben— Wi el lieb lich ſc meckt der ed le Wein/ 5 auß dimmelkans ni cht beff ſer ſeyn W*. ylich, ſprach Gutkaͤf Gmit Pracht, Darui nhab Gelimsſie gedacht, Ihr B aursleut geht in Aberwitz, 8 5 r leebet den A ſcker⸗ Sis: moͤchtet in Staͤdten mit 3 hrel n Wolluſt leben, wie wir Herren. Den un werlob bet des K uckucks f ſingen, Und der H euf ſchreckn meiſtrlch ſpr ingen? 2 Der Bauren Tantz, und Bett tler zehren? Von dem ſagt man mit allen Ehren, — er die Nach tgalt ue hoͤrt ſingen, R eh auch kein Leoparden ſpringen, Kein Welſchen Tantz, und Kauffleut eſſen, Oder hat alle 9329 Sin mn vergeſſen. Il d eß erwacht der Kauffman wieder, Der Derſichunl aͤngſt geleget nieder, + ck Dennd erſelbig war der Haußherr, unluſlig Der 1 oſſe Trunck ward ihm zuſchwer, Truack Daß er ihn muſt her wieder geben, en, Und furcht, dazu laſſen! ſein Leben Ubẽr Hertz und Haupt er Jammer klagt, Rieff ſeiner Fraun, dem Knecht und Magd. ein unge⸗ Er hoͤrt aber da gar Niemand. Ein Schreiber war im Haus bekandt, Mit dem ſpielt die Frau Hochzeitn ach, Wie offtmahls ward dabey ged acht, 1 Wenn der Haußherr waͤr todt, allein Der Schreiber ſolt ihr eigen ſeyn, ahm Weil 5 38(00 Sk⸗ ——— ————— Weil ſie doch keine Kinder haͤtt, 94g bey der vollen S au im Bett, Ode mi iſthr Faſten halten ſchwer, Wen nNer an frei Wen Oeken wär Oah dey Marl ließchen oben an, Und waͤr nur aller W Veiber Mant Solt das ni cht ſeyn ihrs Hertzens Reue Daß ſie ſo lang gewe en treue, Und nicht, bey ſolchem roſſen Guth, Ehe geſucht ihrn Woht⸗ lgemuth, Einen ſo theuren we rthen Held, Ih mu utgethei tFreun idſchafft und Gel Es wuͤrd es doch erbe Dem ihrer keins ein Heller g Endlich der Knecht eine r erwa cht/ f5 5 derr Aflaus ge antzer Macht, oeKe 7 HKRin 7 Der ſprach, wo iſt das Weib hinkon men Hat ſie der Teuffel weggenommen, Geh bald ins Hauß, ruff da und ſchau, Wod ie M 108 Floihbo kagd bleibe mit der Frau. Knecht polt ert eilend hinaus, Und fragt, ob jemand wach im 0 Uß. Das nahm die Magd ʒi 18 uͤcki Die vorn ſaß und beſchlieff die Wacht. Sprach: Die F 8 15 nicht e allzuweit, Zur Noth hin auff die Heimligkeit ie ſolt zum. Herre WEemiren. bald, cht — = Sie 1 38„* Das er berich tgleicher Geſtalt. Andog 4 70 R 3 Indeß g leng auff die Thuͤr in Ha Uß/ FroftkKordt 1 Der Schreiber fuhr heiml 5 * I ————————5ðð:.———.——— Mit ſeiner Ruͤſtung, wie ers fand, Der Paß war ihm beynah verrannt. Die Madg darauff noch warten muſt, Die Frau beklagt die kurtze Luſt, Lieff zu ihrem Herrn fuͤr das Bett, Wielklaͤglich'r denn er ſelber thaͤt, e, Wie ihr im Leib nur waͤr ſo weh, Sie wolt des Weins nicht trincken mu, Der vielleicht waͤr boͤßlich vermengt, Das er die Stuhlgaͤng ſo verlaͤngt Der Herr, wie kranck er immer war, So jammert ihm ſeins Weibs Gefahr, Sagt, daß ſie ins warm Bett ſich legt, Und durch die Kaͤlt nicht mehr erregt Er waͤr von dem verfluchten Tranck ubꝰraus matt/ und ſo hertzlich kranck, Daß er zweiffel an ſeinem Leben, Wolt darum nicht ein Heller geben. len? Da ſchrie die Frau; Ach! Zeter Mord! Knecht, lauff auff die Stub an ein Orth, Hol Eſſig, und Krafftwaſſer her, Das wird mir armen Frauen ſchwer, Daß ich die Wort ſolt hoͤren an Ach GoOtt! hilff meinem armen Mann t, Lauff Magd, und mach ein Deckel warm, ht. Lauff eilend, daß ſich GOtt erbarm. t, Da ſie nun dis Lermen ſo machten, Urnnd alle Thuͤrn im Hauſſe krachten, All Knecht und Maͤgd erwachten auch, Den noch ſehr irrt vom Wein der Rauch, Der Bot auch in die Stube kam/ Sein Eſſig und Krafftwaſſer nahm, E Ja Geld; 8 —————-—— 5a da rieſſen bey d Katz und Hund INHoſravK! Sauuntm. ſen beſtarb in dem N mne f* 4 aͤ 16 ERoRH GScror Unſern Maͤußlein und lieben Gaͤſten, n 75 0 en ver FNio Dle LeFeldman E ndlich wie uͤber 0 f0 Wiedt rum ein Stillſtand war getre Gutkaͤf Rieffe nen Gaſt mit lei Imt Daß er wieder ankaͤhm zu ihm, E5 5 — — Die angefangn Freud zu—— Warnfried fr nit tit n Hönd⸗ Varnfried fragt mit zitternden Haͤnden, s auch mehrmahl ſo begaͤb, ß dieſer Lermen ſich erheb? FGtantoon At ickt Gutkaß antwort 18 0 ich l Y. Seil es fafſt taͤglich hie geſchk ht Daßuͤr muſt dir nicht grauen laſſen eſſer praſſen li ch zu lecken, So bin ich des Praſſens nicht froh, in Frie/ Da iſt mehr Gall denn Honig bey, Deſſen bin ich daheime frey. Gott ehr mir mein arm Kaͤß und Brodt, Das bringt mir kein Schrecken zum Tod, h mit gutem Gewiſſen h meiner Arbeit genieſſen lioch Gliech —— 2 — A * III. 68 38(0 85. Ges0 in die Kuͤch, ſchmeichelt dem Koch, Der ſtuͤrtzt ihn aus zum Fenſterloch Wie er ihn alſo mit der Haſt Beyn Hinterbeinen hat gefaßt, Daß er ſchrie Zeter Mordio, Sein Nachbar fragt, wie ruffſt alſo? Wie biſtu von dem Wirth empfangen? Es iſt mir, ſprach er, ſo wohl gangen, Dafß ich fuͤr Trunckheit nicht vernommen, Zu welcher Thuͤr ich ſey auskommen So bin ich auch zu Gaſt geweſen, Danck GOtt, daß ich noch bin geneſen * er alle Sachen, Daß ich der Gaſtung noch muß lachen, Inſonderheit mich wunder thaͤt, Daß der Wirth ſelbſt geſpyen haͤtt, Was er von ſeinem Guth einfraß, Und daß die Frau ſo Schalckkranck was, Das Gutk aͤß von der Magd erfahren, Und Warnfrieden muſt offenbahren, Als er zum andern mahl ankam, Gern mit dem Baursman verlieb nahm O wenn wir Maͤuß ſolten nachſagen, Was ſeltz am Haͤndel ſich zutragen, Die wir anhoͤren, und anſehen, Es wuͤrd ſeltzam Zeitung umgehen. Jedoch wird nichts ſo klein geſponnen, Es koͤmmt noch endlich an die Sonnen, Und! wenn die Sonn den Schnee ableckt, So blickt, herfuͤr was er bedeckt. Dis hab ich nur darum erzehlt, Weil euch die Weiſe wohlgefaͤllt, Daß 91 0 2 3 ο S2 * 22— — „ Daß 38(00 88 65 De aß jeder bleib in ſeinem Stande, Er ſey in Staͤdt'n od'r auff dem Lande. So muͤſſn wir Maͤuß es GOtt befehln, Daß der Feind Liſt, Gifft, Macht/ uns quaͤlen. Das XI. Capitel, Von der Froͤſchen Feinden. JAusback ſagt: Ich hab deine Wort 2 Mit b'ſonder Wo lluſt angehort. Und ſoll euch Maͤuſen nicht gereuen, Daß ihr wollt] ſtill ſeyn, und GOtt trauen. Denn die Feind all, da du von ſagſt, Uber Falc ck, Katz und Wieſel kl agſt, Seynd unſer Feind, beyd ingemein, Baſchonen unſer durchaus kein. Denn Murners Bruder, Heintz der Kater, R nfuchs Reinharts Vat'r,und Großvater. Braunrock der Wieſel, Falck und Mard, Alles, was iſt derſelben Art, Freſſen uns Fr oschin Hungersnoth, Haben ihr viel gebiſſen todt Greiffzu der Weyhe holt uns offt Vom Ufer weg, gar unverhofft. Man ſagt auch viel von der Nachteulen, „ichts guts bedeut ihr ſchrecklich Heulen, Das wir im Werck erfahren haben, Viel ſind mit dem Traurlied begraben, Sonderlich fuͤhrt der groß Uhu Uns haͤuffis ſeinen Kindern zu 2 E 3 Dane Wle ne Hlb i 1 ede * moß mehr, öyn 1 f 60 0 1 voeuſr AUAn Wolkeſfſſagen 416 ⁴ε ½ e zUlrdgen 1611 thulr, + —— ana And 85 6.0 W SE 7 Der Andere Theil hlaßh Von der Maͤuſe Gefahr und Feinden/ Inſonderheit von Murners der Katzen Geſchwindigkeit 2— „ 4 Le* U* 1 7 + 1 4 1 9i* e re 18 5 1 le 1 0 gen„ Moeinon Eltory Hͤot Nge 1 neinen run gehort U U Q Und gle aub auch b illigi— Wort Darcaus wird euer AKeb verſte ehen, 2 unſre Fende uns nachgehen, Maythkior 8 08 LNanthier, Katzen, Wieſel, Fa D 8 Uffel Walch dot 1U 1 4 3 at af nur eins im Jah 3 latſ. mal letli 2 U rd gefangen, nuß d nlaſſen prangen 72 380 6 68 S8E ——— Was GoOtt ni cht haͤlt,d as geht zuG zrund, Wenns gleich auffe iſern Mauren ſtuͤnd; Was aber Gott auch will ernaͤh ren, Das kanje kein li ifall verzehret Wenn davon mein Wortlaͤnger— Denn ſichs wohl gebuͤhret zu Ehren, Eur Lieb mirs fuͤr gut halten wolt, Ich ſchweig jederzeit, wo ich ſolt Diennaus Ich muß aber für andern allen fallen Den Anfang machen von den Fallen Welche taͤglich auff neue Weiß Gemacht werden mit groſſem Fleiß Von den rachgierigen Mannthiern, Die auffs greuli lichſt tyranniſ ern Denn der Fallen ſind mancherley Des Giffts ſo vielfaͤltig dabey, Daß der allerw oeleer e dann Sich dafuͤr nicht wohl huͤten kan, Wie⸗ euer Lieb zuvor gemeldt, Daß Ulyſſes der Mauß erzehlt Daſtehte⸗ n ſchoͤnes Haͤuſelein, Mit Thuͤrn und Fenſtern— et fein, Als waͤrs des Prieſters Loſamet Der Speckbr aten an Bal 105 haͤngt; So bald man ab'r hinein will gehen, Sich nur ein wenig da beſehen, Schmecken, ob dem Koch auch der Braten — allerding ſey wohl gerathen, er kein Mangel hab am Schmaltz, Ober etwa zu wenig Saltz, Ob alles gar ſey, oder roh, Da wird man der Kurtzweil nicht froh, De ⏑ 380298 7³ ——P- Da lagen zu 1Fenſter und Thuͤr, Des— Kinder ſpring n herfuͤr, Ruffen: Wir habn den Feind gefangen, Wollẽn wir ihn brennen oder hangen? Ach GOtt, wir ſind gefangen arm, Da iſt niemand, der ſich erbarm. Druͤm wir weder Fenſter noch Thuͤr An unſern Haͤuſern machen fuͤr, Daß Aus⸗und Eingang offen ſtehe, Und uns ſolch Unfall nicht geſchehe. Groß Weißheit iſts, Schaden verwahren, Das er einm nicht moͤg widerfaͤhren. Groß Thorheit iſt, die Faͤuſt verbrennen, Und das Feur nicht meiden, nicht kennen, So doch der Fiſch'r Handſchuch anthate, Als ihn der Krebs geknippen hatte. Desgleichen macht der Menſch ein Bruͤck, Waſſer⸗ Und d haͤngt jenſeit von Speiß ein Stuck, lallen ie man vermeynt gar feſt zu ſtehn, Und will zur Speis hinuͤber gehn; So ſinckt die Bruͤck verratherlich, Stuͤrtzet d dat Maͤußlein unter ſich Jus Waſſer, oder Marrenkaſten, Muß den B. aten ſehr theur ausfaſten Uber das nimmt der Me enſch ein? Bret Oder ein breiten Stein zur Staͤt, Sperrt den auff mit einm Kreutzelein, Als waͤrs ein ſchoͤn Bethklaͤuſelein; Wenn denn die Maus nach dem Gebeth Dem gecreutzigten Speck zugeht, ergreifft in Andacht den Quer⸗Stecken, Will mit einm Kuß die Wunden lecken, Eß So 4—— DDοο 2 P 2 22—4 12 2 S 1232— 1— 1 . 0 5 0 3 C 8— 21H 2 * 22* f 8 K 8 2 Das II. Capitel, Broͤſe febieb ſoce/ wer Murner ſey. 2 Arbol nein Mutter from Patrot J Fachun 2 . Ahi 4 U* K. At. 41 jen, 1 1 4 Drod einfraß. umen „ 2 Broͤſe el Hloſſe ds erſte N Austf lcht en 10 Hauß ig⸗ Q r· Waͤrm und Rauch empfi eng, ohen V)e 7 Und Die Katz ſitzt in der Sonnen Der Haus bahn geht im Haus um. 76 8(6008 Und kuckt heimlich zu erſt heraus, Wie ein unbewanderte Mauß, Ob auch hie waͤr ſicher Geleit, Odr ob der Murner ſaͤß zur Seit So ſaß im Hauß im Sonnenſchein Ein ſchoͤnes weiſſes Jungfraͤulein, Sein Aeuglein glaͤntzten hell und klar, Es leckt und ſchlichte ſeine Haar, Kuͤſſet die Haͤnd, und wuſch ſich rein, 41e Uber die zarten Waͤngelein. Das Hertz im Leib verlangte mir, Daß ich nur moͤcht treten herfuͤr, Daſſelb mit adelichen Sitten, Um ſeine Lieb und Freundſchafft bitten, Kuͤſſen ihre ſchneeweiſſe Haͤnd, So haͤtt all meine Sorg ein End Es trat aber am Platz herum Im Hauß die Laͤng und in die Kruͤm Ein erſchreckliches Wunderthier, Dafßuͤr die Haut erſchuttert mir, Vom Haupt zu Fuͤß aller Geſtalt, Wie man ein Baſiliſcken mahlt, Ich dacht, ob das der Murner waͤr, Der uns Maͤuſen iſt ſo gefaͤhr? Fornen am Kopff war er geſchlacht, Wie man die boͤſen Geiſter macht, Mit einem krummen ſpitzen Schnabel, Hat Fuͤß getheilt wie ein Miſtgabel, Und ein zwey ſpitz getheilten Barth, Nach dem Mannthier greulicher Art, Und auff dem Haupt ein gluͤend Kron, Mit viel Thuͤrnen erhoben ſchon, Faͤ ten, usé Au 38(00 SK 77 —.— Aus dem Leibe giengen beyſammen Ein groſſer Hauff gelber Feurflammen, Gekruͤmmt unten und uͤber ſich, Uberaus heßlich und ſchrecklich, Damit pranget er uͤber Erd, Trat herein wie ein reiſig Pferd, VJon ſeiner Trabanten wol zehen Giengen allzeit hinter ihm ſtehen, Doch nicht ſo ſtattlich ausgema cht, Der Koͤnig fuͤhrt allein den Pracht Wie ich nun blieb im Loͤchlein ſtecken, Dem Abentheur zuſah mit Schrecken, Faͤngt er an den Boden zu ſchnabeln, Scharret mit den zween Miſtgabeln, Und rufft: Guck, guck, curit th, merck auff, Da erhub ſich ein groß Zulauff, Die Trabanten waren gar ſchnell, Zu hoͤren des Koͤnigs Befehl, Reckten auch die Koͤpff zu der ſtaͤt, Zu ſehn, was er geſchryen haͤtt, Bis der Koͤnig mit groſſem Praſſen Sprang auff die Hausthuͤr nach der Gaſſen, Und ſchlug die Arm auff beide Seit, Sperret den Rachen auff gar weit, Und rieff, man haͤts ein Meil gehoͤrt, Dieſe drey erſchrecküche Wort Ruͤck, Ruͤck ihn herauſſer beym Kragn; Als haͤtt mich der Donner geſchlagn, So ſtuͤrtzt ich zu dem Loch hinein, brt Lieff zu meinem Frau Muͤtterlein. für den Die erſchrack, und fragt, was mir waͤr, An. 95 Daß ich faſt haͤtt kein Athem mehr, Und Den Schein⸗ Freunden nicht zu⸗ trauen Vas 8 a Die 3* 51(FIIto Wuttan 4 tl jat er denn? Die Mutter ſprach, τ ich ſitzen ſah Jungfraulet 17 tzlein Artig fein, ckter Hand ern 1I gewandt, lich gebeten, von bin gt die ſch chrecklick R oinhbonsd Fon Uleblich einherſchleichen, Haändlein kuͤſſen, willkomm reie 8 aur 7Figul, 1 d die gefaͤhrliche Katzen, — Die vorn lecken, 1 hinten kratze Udas XKuß ſt geworden 1 1 Shrt a A VUhrl gute Wo Et, hal 7 RAF Hefahr fAhr, 1 0 61 Dauv Apite„, N, Wie der RNurner alls emne 0 Jungfr auen zur Katz worden hen Hel/ K Kaf D N in Wie ich 9 ho Lt hab von d —* A In meiner Jugend noch bel * Und in den Pe oeten ge leſen 8 Murner vor ein Peunſch N S 5 We 561 16 f 1 8 2 U 1 4 D 8 V 6 1 Uel 5 Iſſi forb W U E Abel un rentzu De *1* 11* illes ihr zutrug tunt, Hoffend, daß er der ſte waͤr, E 0 1Ror Hürd Lorgotogon nehr hen, Kelnelt wütbd e rgezogen me 1 7 80 3 60 V SE So uͤbergab ſie ihn untreulich⸗ Und redet von ihm gar abſcheulich Mit unverſchaͤmten Laͤſterworten Bey andern an vertrauten Orten, Sagt, daß ſte ihn hielt fuͤr ein Gauch; So that ſie— den andern auch, Denen ſie doch offt ſchwur ein Eyd, Wuͤnſcht ihr ſe Tlbſt alles Hertzeleid, Wo ſie die nicht hielt lieb und werth, Wolt auch thun„was ihr Hertz begehrt; Gedacht doch: Ja wohl, hinter ſich, Dein Geld und Guth das meyne ich Lacht t ins Faͤuſtlein derſelben Gecken, Die ſich die Wort ſo laſſen ſchmecken, Alles glaͤubten, was man nur ſagt, Das mancher Narr mi it Schaden klagt eunſe, Wie die Schlang, Empuſa genannt, fänat W. ohnt in—— icaner Land, M. e80 hoͤnem At 19 h t, Bruſt und Leib Mit zuͤc W 2 jar ten Geberd, Als waͤr ſie eines Engels werth, Die ſich in dem Gebuͤſch verſteckt, Biß an den halben Leib bedeckt, Und laͤßt ſich nicht ferner anſchauen, Ohn ſo weit ſie gleicht einer Frauen Geht einer von Jungen Geſellen Nach Haaſenkuͤrren, Vogelſtellen, Oder ledig im Wald ſpatzieren, Laͤſſet ihm die Vogel hofieren, Und trifft ohngefehr ihren Stand, Schaut ſie ihn an halb abgewandt 2 29 S D jehrt; m, klagt Lelb glein ſaͤuberlich, wegert ſick ob ſie ſich ſe 7 98 ls ob ſie wolt, und d roth aͤm, die Augen naͤhm, mhertzigkeit, Arm, mLager wendet ruſt ein Schal, dil ſich! mit ihr zi W̃ 1 0 f B I. Bald w ird ihr offne? RaAig SDis OAunn f I Begreifft ihm die Arm Uberall, Daß er muß ihr Gefangner ſeyn Der böſe Wurm beißt zu u ——* 184+ Ainnt maus dem Schwantz herbrachet Moigt NACR N 8 Netjft ſt ab Taſch Wehr, Kleie Iaynäck die t. T 4 AoWoid Oarnach die Haut, Flei ſch/ Ei ngewe d, udlich das 0 0 Endlich das Hertz,& Ge ehirn, Me arck, Be m, Fas N Das Haar bleibt uͤbrig gar allein 318 0 4 MHaetl weil der Geſell in der Noth E 86 loßb kirt d rch GOt Rok 0 ral: Beke 4 N U* U 1 1 Iit* Ut vor Zeitet Suͤder⸗See Der S K uind WMonſchen woh renen l id Peeliſchen wel unden I n Warns Hre ſo warn — Hyena rufft und 82 38(00 865 ———————ꝛůůů—ꝑA—fäc4 Wies Feur das Stroh kuͤßt, und anlacht, Biß daß es alls zu Aſchen macht; Ja. wie der Wolff, Hyena g'nannt, friet die Zu thun pflegt in dem Morenland, Hunde. Die Maus hat eines jungen Der lernt die Hund ruffen bey Namen Und locket ſie freundlich zuſammen, Frißt ſie darnach, wie d r Fuchs die Rabenz So that die Jungfrau auch den Knaben Diß trieb ſie nun ſo lang und feſt, Biß ein ſchöner Juͤngling zu letzt, Edel und Reich, ſis daz zu bracht, Daß ſie ihn zu nehmen gedacht; Die Hochzeit ward auch angefangen, Und kamen zu der Kirch gegangen Doch ließ ſie ihre Tuͤcke nicht, Es brannt ihr Hertz und An geſicht, Nach den Geſellen, die da waren, Waͤr gern zu dem Hauffen gefahren, Und ihrer noch etlich gefangen, Sie in Unkoſt bracht und Verlangen. Sie winckt ihn zwar mit Au g'n und Haͤnden, Muſt ſich doch nach der Kirck h hinwenden Ab r da ſie noch ſaß fuͤrm Altar Diß gar allein ihr Andacht w har, Sie wolt und kont an einem Mann Durchaus allein kein Gnuͤgen han. Und als der Pfarrer laß die Lehr: Der Mann ſoll! hinfort ſeyn dein Herr; Sprach ſie bey ſich: Mir g'ſchicht kein Eht Wo ich nicht auch ſein Meiſter waͤr. Da verdroß GoOtt das untreu Hertz, Und ſtraffet ſie mit boͤſen Schertz. Ein Maͤußlein kroch aus dem Altar, War anzuſehen gantz und gar, Wie 2 7 Re 8 83 cht, Wie ſie daucht, an Geberd und Fell, Geſellen Als ein uͤbraus ſchoͤner Geſell, Veflalt Fuͤr dem kunt mein Jungfrau nicht bleiben, Das Hertz wolt ihr zi im Mund austreiben. Und fuhr unſinnig zu dem Knaben, Woỹlt ihn gehertzt, gekuͤſſet haben. aben, Da war des G'ſellen Geſtalt aus, aben Und ward und war ein wahre Mauß Und mein Kaͤtherlein ward ein Katz, Aubefer Daß ſie kein Geſellen mehr fatz K*3 8 wird eine Dieſer Geſchicht ſie noche gedenckt, Katz⸗ 65e 7118 6 8 in Fan denn ſie wgend en n Maͤußlein faͤngt, e das mit allem Fleiß, Ee Koyv Motgß Sppieit damit wunderlicher Welß, Obs nicht ſey der* Geſell, u ain die Mauß verſtell Wenn ſie demnſpuͤhretaltx erlohrn, 1„ Friſſet ſie ihn mit groſſem Zorn. Wie auch Salomons Katz nicht wolt . Das“ licht mehr halten, wie ſie ſolt, inden So Udern de r Mauß nachſprang zuletzt, nden. Die M Rokolff aus dem Ermel ſetzt 8 n wenn ſie Hockh zeit machen, Katzen⸗ ihre Braut 2 Sachen, Hochꝛtit. So ſcheuen all Katzen Licht, Der Freuden-Spiel treiben ſte nicht, Sondern weinen, wie kleine Kind d, Die von der Mutt'r verſtoſſen ſind Ehr Daß man dafuͤr erſchrecken m ꝛ;oͤcht, Und noch vielmehr dabey gedaͤcht, Daß ſie ein todte Leich beweinten, Denn daß ſie eine Hochz zeit meynten 92 2 2 + 80 8(% 86 So jammert ihnen ihr Elend, Daß ihr Geſtalt ſo iſt e geſchaͤndt Und ſie, fuͤr ſchoͤne Jungfraͤulein, Vierfuͤſſig Thier geworden ſeyn ſind gen Ja ſie wollen bey Weibern ſeyn, bey den An ihrem Kleid ſich ſchmüͤcke en fein, Weibern. In ihren Maͤnteln ruhen, ſchlaffen, Wo ſie es nur je koͤnnen ſchaffen, Als ob ſie ihre re es gle ich hen! w d ren, 15 Mitge ſen ihrer El Fuͤrwit und Ut reu raffet GOtt Hie! im D und— im Tod ich in groff ſen T rauren ſteh e, in ich noch ſolche Jungfraun FuUrch 9d0 1 ihr hr zu Katz 1 erden n Bewief ſen uns mehr Trotz auff Erden Das iſt der Murner, lieder Sohn Unden ichtder Koͤnig mit der Kron Das IV. Capitel, Beſchreibung des Hauß-Propheten Her Koͤnig mit der Purpur Kron, §55 Und rothem Bart, mein lieber Sohn bunſers Wirthes Hauß-Prophet, Der bleige wie das Wetter ſteht, Und wie ie Nachtwach ſey gethan, Wie— Zeiger die Stunden gahn, Und iſt gewiß der Redligkeit, Daß er keinm Maͤußlein thut ein Leid, Ubervortheilt niemand mit Liſt, Handelt auffrichig jeder Friſt, 60 eten Sohn Daß — 2 44 8 Noyn Cöoitgs!(olo Daß er lieber den Teufſſel ſehe, NJonn Fas ieand itinee Venn daß jemand mit ihm Umgehe, Das anders redt mit Denn er meynet ins Hertz Will aber eins ſeiner Haar har Unz zucht an, Muthet ſein So ſetzt er ſich m Erhaͤlt mit ſeinem Blu D arum du ſeine Wort nich Gar recht verſteheſt auff diß! Er hat damit diß wolle ia 1* Die Glock hat abermahl Die aber um und bey Sind alle ſein Haußmuͤtterlein — Deren er ſo viel nimmt zu Ehren 2 EL le getraut zu ernel vren, W Nenſchen der Salomon Ehr me hls k im Ehſtand auch gethon, Die lehrt er fromm und haͤußlich Weſen, Die Koͤrnlein von der Erden leſen, Und ins Neſt legen: weiſſe Eyer, Davon man Luͤchlein baͤckt wie Schleyer zir gern deinen Ihr Wohlfahrt iſt auch unſer Nurner iſt aber beyden feind, Mit keinem Theil ers treulich meynt, Jat auch offt ihr Kinder genommen, 380 er ſie vermoͤcht zu bekommen; Ja er iſt voller boͤſer Liſt, Daß er die Eltern ſelber frißt, aß B E Daß F Dauß 7 Jeyl 8 Daß 80 38 0⁰⁰ S8 Daß auch der itzig Hauß-Prophet, Der noch im Hoff ſpatzieren geht, Riechwetter der muth ige Hahn, Von dem Schelm ward geklaget an, Daß er den 8 oĩ verſchulde t haͤtt, Weil er alſo die Huͤner tret, Mehr Weil er hatt, denn ſichs gebuͤhrt, Darum er ihn erwuͤrgen wuͤrd Der Prophet die Schrifft allegiert Sprach: Meiner em me tand alſo gebuͤhrt, Wie die Patriarchen zu leben, We il ich zur Tauff mich nie begeben, Oder zu einm Geſetz verbunden, W. elchs dem Manthier zum Recht erfun⸗ den, Bin auch davon, in allem Recht, Befr yet mit meinem Geſchlecht. Des9 damen von dem alten GOtt Ni ht ged dacht ward im Eh⸗Verboth. Darum der Pfarr und all Gelehrten Mir diß zu keiner Suͤnde kehrten: Sondern ſtrafften mich noch viel mehr, Wenn ich hierin nachlaͤſſig waͤr, Wie ſie* n meinen Bruder, Da er u muͤſſig lag im Luder, Auff dem Soöͤller, Weitzen⸗Hauffen, Seine Weiber ließ Mannloß lauffen, Getddtet t haben, und gebraten, Die Keuſ ſchheit wolt ihm nicht gerathen. Wenn ich aber mein Eh nicht hielt, Und waͤr nach fremden Weibern wild, Die Dle erfun⸗ α Die meinen tret aus Haß und Neid, Und nicht aus Lieb und Freundligkeit, Dazu ſie mir, als ihrem Herrn, Unterworffen ſind willig gern, Thun gern, was ich von ihnn begehr, Wenns gleich mit etwas Eiffer waͤr, Denn Sommer ſchad kein Donnerwetter, Lieb⸗Schlaͤg fallen wie Roſenblaͤtter, So haͤtteſt du wohl etwas Klag, Aber der Hauß⸗Herr die Rechtsfrag, Der unſer beyder Richter iſt, Und will nicht, daß du Huͤner frißt, Ihm vorgreiffeſt im Hauß⸗Gericht, Wie ein Raͤuber und Boͤſewicht. Der hac kein ehrlich'n Tropffen Blut, Der dem unſchuld' gen Schaden thut, Wie du gethan meinem Großvater, Der Teuffel wird noch ſein dein Bader. Wenn du mirs aber wolſt vertragen, Wolt ich dir ein fein Gleichnuͤß ſagen Das V. Capitel, Riechwetter ſagt dem Murner eine Hi⸗ ſtorie von einem Official und Pfarrer. 552 S iſt geſchehn vor alten Jahren, Dadie Froͤſch noch in Irrthum waren, Und ihr Beißkopff im gantzen Land, Verbot den Prieſter den Ehnſtand +2 F 4 Daß Des Offi⸗ 1 ſorach r Vi 8 K Statlich waͤre vero rdnet we orden, farrer Zu ſehn auff den ge Orden Da lit ſi keuf emein. Uſo muͤſt leben, Wie er* Uch ſelbſt 0 Sich des Eheſtands gar begeben 2 dun waͤr im ſchmertzlich zu erfahren, Daß diß Pfaͤfflein fuͤr zweyen Jahre Ein Bauer-Maͤgdlein zu ſich genommen, Von derſelben ein Kind bekommen Und wolten etlich noch k n, Daß ers ſolt einen Ehſta Weil er nichts geſpielt in der Still, Sondern mits Maͤgd leins Eltern Will Uur in Beyſeyn Eh hrbarer Leut Ein C Eheſtifftu ng gein nacht D9 er die in ſein He f̃. 46 2³ 2 — 2— *2322 2 Welch en zu derſel Verb oten— hr—— kei X 4+ 72 — Das Pfaͤfflein antwort zu der Sach,. Daß er hierin kein neues mach,—-i1 Weil im Geiſtlichen Recht b eſchrieben, tuna beom Ein Concubin moͤcht einer lieben, 3.— Abey Und wer das thaͤt, und blieb dabey, Zu recht eins 2* en Lebens ſey. 1 1 LI eib zur Ch nahm; alt er ſie Wbechte Am, ſeiner Pfarr wuͤrd entſetzt, sdenn betteln muͤſt zuletzt fficial ernſt ſich geberd, Sagt,d diß waͤr keins Bed enckens werth⸗ Als ein offentlich Aer ergerniß f Er muͤſt ſchampen das waͤr gewiß. ;edoch wenn er die Suͤnd wolt buͤſſen, Drey Meſſen halt'n auf bloſſen Fuͤſſen, Funfftzig Guͤl Und Jaͤl Ultch Wolt er die Sache Der Jug'ndhal Das Pfaͤfflein faßt B eklagt ſich doch ˖ Weil er wenig daͤtekEink ind e in Junckhe rr das——— Zw vackt auch noch te aͤglich, wo er koͤnnt, Er muͤſt nehmen, was man ihm goͤnnt. F 5 Und undd bat⸗ Jaͤhrlich/ fuͤl bencenftos, Noch z geben drey fe Diß zmahl aber waͤr da kein geld verſchwere⸗ 1* cht 0 7 Ließ die Wune ein* Doch daß er itzt geb zw Wole er n f. Wolkale lsn 1 ſicial brin gen her or GSrgeiolſagt- 5 Offictał ſagt: Bringt her, ο 44 Vas auch iſt unſer beyder Ehr. Das Pfaͤfflein gieng, ſagt in Anda cht, 0 0 Schaut, was de er leidig Geitzd doch macht Wie macht er die Leut ſo gar blind, Daß ſie vergeſſen, wer ſie ſind Er haͤlt ſelber wohl vier Se Ohn was ſich noch heimlich zutraͤgt Wenn er viſitirt aufdem Land, O wie haͤlt er den Jungfrau tand? Ebn wie des Pabſtes Cardinaͤl, Daß ich Janicht waͤrſ ſeine Seel Nos ch ſollie ch fuͤr mein Ehlich Leben Ihm jährli ch Zinß und Abtrag geben as teht einm Richter uͤbel an, Daß er r ſtraff ft an ein im andern Mann, Deſſene er ſich auch ſch huld ig weiß, Thut ſelbſt, was er verbeut mit Fleiß Abr es geht in der Welt ſo zu, Ein anders iſt des Schultzen Kuh. HAEOHa hlaf Maägt 2 2 ſcken, ht 38 C(00 SE 91 Niemand gedencket hinterruͤck, An ſeinen Sack voll boͤſer Tuͤck. Was andre thun, muß er beklagen, Ein unbarmhertzig Urtheil ſagen. Ich will ihm geben, daß er ſehe, Daß ich mich auff ein Schalck verſtehe. Wie er nun war zu Marckt geweſen, Dercfar⸗ Bringt er getragn zween neue Beſen, tedemof⸗ Geht damit dem Official zu, feial ein Der ſprach: Ja mein, bringeſt du nu 28 Das ſchuldig Concubinen⸗Geld, Wie zuvor iſt worden gemeldt? Ich gedacht, ſprach er, an eur Lehr, Und wolt gedencken beyder Ehr Bitt, wollet von mir armen Mann Den einen Beſen nehmen an, Daß ich den andern mir behalt, So wirds beyderſeits recht beſtallt Was ſoll mir das ſeyn fuͤr ein Ehr? Ich verſteh gar nicht dieſe Lehr. Wiltu alſo das Urtheil faͤllen, Daß man uns ſoll an Pranger ſtellen, Und denn mit Ruthen ſtreichen ab? So fahr zum Teuff'l mit deiner Gab, Sprach zornig der Official. Der Pfaff antwort zum letzten mahl Herr, meine Meynung alſo war: Kehrt fuͤr euer Thuͤr rein und klar, Wie ich fuͤr meinr zu thun bereit, So wirds rein und fein beyderſeit Fuͤr ſeiner Thuͤr kehr jeder fein, So wirds in der gantzen Stadt rein. Wer b8 ne eins a 90 ſag weiter int ſein neid empor ſein 1 1 tet kurtz Ohn dein * L rum bI k, od Ich will dich freſſen, das iſt kurtzum ffihn damit beyn— Das Blut heraus ſpritzt fri 0 150 warm wo Bellart— 8— icht diechwett'rn in Eyl erloͤſet nicht, ie Haußfrau zu Huͤlff geruffen Er waͤr mit ihm davon gelauffen. Aber er ward ſo abe dleuet, De iß ihm noch heut der That gereuet. Diß 1 r meiner Mutter ber rick yt, tut 7 7 5 7 NF nde Geſchicht 70 4 0 S& 2 e 2 8. 4. as VI. Capitel, Murner wird Reinickens Gevatter/ und offenbaret ihm ſeine einige Noth⸗ kunſt. 4K & + Zus ner iſt ſo boͤß und ſo tuͤckſch/ s 9 Als Reincken Soͤhn die jungen Fuͤchs, Reincken felbſtd arff er vexiren, U Ind mit ſeiner Schalckheit umfuͤhren Exempel weiß, ld du auch mercken mit Fleiß ck Fuchs in jungen Jahren urners Kundſchafft auch wolt erfahren S ucht er D qzu u Gel gel I eit, Als ſein We ib fruͤher SommersZeit Eine junge Tochter gebahr, Und der Soͤhn noch dazu ein Paar, Bat Murnern, daß es zur Kundſchafft Auff ſich naͤhm die Gevatterſchafft NTa Wiſto ck ndne m Das wuſte ſich Murner zu 8 N* Wien 5 ann daß in do ald ut 16 Dann daß er in dem„ald unitrieb Beg 0 ſich—25 auf die Fahrt Mae ch Reine Feſtung N Alepart, a er neben Grimb art den Dac chs, Tund andern Gaſten des Freuden-Gelacks Sich vom Abend biß Mitternacht Beym guten S chlafftrunck froͤlich macht 93 1 E 2 Am 6 6 9 ö 4 94 8¹ 6609 Am Morgen, wies anfieng zu tagen, Wolt Reinick hinaus ziehen jagen, Damit er ſpeiſet ſſeine Gaͤſt, Ihn erzeiget das liebſt und beſt — Und ſprach damit den Murner an. Murnern Ob er mit wolt zur Geſellſchafft gahn, 340 Und auch verſuchen Jaͤger⸗Gluͤck, 83— Er ſolt zum Braten habn ein Stuͤck Dazu der Murner willig war, Vermeynt, es waͤr ohn all Gefahr Wie ſie nun alſo gehen fort, Sucht Reinick viel Geſellen Wort, Fragt, weil Murner, ſo in der Stadt, Bis her ſich ſo verhalten hat, Was ſein Leben waͤr und ſein Wandel, Was er brauch fuͤr Gewerb und Hondel, Wuͤrdohn Zweiffel von den Mannthiern, dachen handthiern, Die mancher Und brauchen viel Behendigkei Gelernet hab'n Geſchwindigkeit, Heimlicher Kuͤnſt auch viel erfahren, Davon wollter ihm offenbahren. Was er meynt, was ſich leiden wolt, Von ihm er wieder fragen ſolt, Was er nur im Hertzen begehrt, Er wolt berichten unbeſchwert. Der Ka⸗ Murner antwort: Ich hab mein Leben und Unt. Nicht auff viel groſſe Sorg begeben, Sondern halt mich gern ſtill daheim, Ohn wenn mein Verwandten gemein Zu Nacht ſich an ein Ort verſammlen, Daſelbſt zu tantzen und zu ramlen, INr* Se⸗ Da kommich auch zu Zeiten hin, Sonſtie Jücz her im Hauf ſe bin —————————Uj—— Je laͤ 19r je uber bin! ich allei N, Den Trer und Glaub iſt worden klein Daß 8 mein eigen Rottgeſell, dellart mir offt geruͤckt das Fell, Und m anchs Mannthier mich nicht will riechen, So s ch mich elend verkriechen aß ich aber nich timüſſig ſaß, Und mein Brod nicht mit Suͤnden aͤß, Sondern————— Herrn zur Noth dienet und auch zu Ehrn, b ich mit Bellart die Haußwacht, luff gleichel zu halten acht, Daß erd n, Wolff, und Leuen Solanmeld en u no heiſſen abſcheuen; 4 ie gifftigen heimlichen Thier Tl )ab ic h all vor behalte en mir, S chlangen, E ideckſen, und die MWauß, Ich weiß ſie wol zu ſpuͤren aus AV,/ oſol ja die Wieſel, Maulworff und Ratzen, Schrecken fuͤr meine Zaͤhn und Tatzen Wenn auch das 5 Kanin od D lebſch me rren Kra ut ab laſe, Feinem Wes 2 1185 das zugabe ndern biß ihm die Gurgel abe zrum haͤlt mich der Haußwirth werth, mich bleiben ungefehrt. iſt mein Kunſt und anders nicht, Da he bt ihr gantz 0 n Bericht We enn ich dabey mein Weib und Kind, Die mir von GOtt beſcheret ſind, V 2 — te Freud ——— tzen, 80 Fov Jertze 1te 1 6on G hn—.0* zen mit C chn lertzen, Wa nd u ind)ach g mit Ungemach 7 Fon * bvolinn* ch rein und acht zern mit G Ikt ch dich nicht gar zu ge Söſſfrotuimt macht ſick MWotgicfF eaat Reinick fr oges We un euch Und ihr nicht N A 9 Habt ihr dawid cht Er ſagt: Ich muß bekennen das 2à den. Der warklug/ der Lauffen erdacht 5 8 Mott 9e Noth⸗ Das hat mich offt aus Noth ge bracht kunt. Die Kur——— 3 ihr, Die— ſtcht tAlter und Jugend Daß man nicht leicht Feindſchafft auffnehm⸗ Sondern ſey friedlich und bequem: Denn wer alles vermeynt zu raͤchen, Was ihm die Leut boͤſes: nachſprechen, Der lebt immer in Haß und dNed, Und iſt nimmer ohn Za nck und Streit. Wet 2 660 R KN m, Wet 38 0) S 7 O0— 28 S 9 Wer alls will fecht n, und gar nichts leidn, Hat ſein Schwert nimmer in der Scheidn, Und wird ſelbſt můd, der andere jaͤgt, S Haderthmbfd der andre ſchle gt. Haͤlt aber unſer Feind nicht ſti U, Und unſer Haar ja he aben will, Daß man nicht allein maͤnnlick hringe, So ondern vorf ſicht 19 U davon ſpr inge, Und ſi ich nicht begeb in Gefa hr, Eh denn es nutz und noͤthig war, ie ich von den Weiſen ver nommen, Ver Gefahr liebt t/ wird drin umkommen yit 8456 Srum wenn ich ſpi ur, daß meine Feind W logon ſonnd Mir etwas üͤberlegen ſeynd, So kriech ich durch ein Loch hinaus, Verſteck mich wie ein fremde Mauß, Odr ſpring hinan die Baͤum und Mauren; Kan ich daſelbſt denn auch nicht dauren, Aledenn bitt ich erſtlich um Gnad; Will die auch gar nicht finden ſtatt, So wehr ich mich ohn alle Scheue, Beiß und reiß wie ein br ruͤllet d Leue, Daß, wo ich mich nicht ſolt erwehren, Doch ſterben mag fuͤrm Feind mi t Ehren Dis VII. Capitel, Reinick veꝛſprichte Murners einige Kunſt und ruͤhmet ſeinen Sack voll R inick ſein Augen abwarts kahrt, Und ſprach aus ſpoͤttiſcher Hoffart: G War⸗ „„ee 9* 38(0) SK — Warlich G'vatter mich jammert euer, Daß ihr den Mannthiern ungeheur unt rworffen ſeyd mit Dienſtbarkeit, Habt verlohren alle Freyheit, Und laſſet euch dazu noch plagen, Von ihnen, und von Hunden, jagen, Wiſſet dawieder nichts zu macher Kein Kunſt zu brau ch en in den Sachen, Ohndaß ßihr alls auff die Flucht ſetzt, Den Feinden entſpringet zuletzt. Oaber diß vielleic cht gelernt von M aͤuſen, Von heilloſen Floͤhen und Laͤuſen, Daß ich euch nimmer zugetraut, Der Gevatterſchafft mich ſchier geraut, Darzu ich euch darum erkohren, Daß ich urtheilt bey euren Ohren, Und bey den Leuen⸗ Angeſicht, Fhren uͤrdet ſeyn ohn Weißheit nicht Wie betreugt ein offt die Perſon, Iſtnicht aus Gold, was gleiſſet ſchon; Abr ihr ſeyd ein recht alber Goͤt Wie ich aus eurem Berichtf ſhatz Bleibt derwegen billig zu Hauß, Sonſt wird Gefahr euch kommen draus Denn wer itzt wancket in der Welt, Und weit ziehen muß, uͤber Und weiß ſich nicht mit man Zu ſchicken, wie die Gelegnheit Der kommt in beſchwerliche Noth, Sold Felbo, Wird Pa ot ,ode geſchlagen todt Reinick Ourꝛ 5 RRi Fuchs ge⸗ W ie bil nu nun, Warhl zu ſpr 40 en, et mit Viel klüg jer gegen euch zu rechen. Ich acht mich viel edler zu ehren, groſſen Daß ich mich untergeb einm Herren 3 Odr in der Stadt, un d Bürger Haͤuſer, 228 Schmarotzen gieng, wie ein Tockmeuſer; Doch mag ich nicht ſo gar allein, Einſiedel, oder Kle iuſner ſeyn, Sondern in groſſer Verſamlung, Da ſich finden e Wjung, Die groſſen und die kleinen Herrn, Bir nich am— liebſten gern. Waſſer machen ni emand reich, Beſt fiſchen iſt im groſſen Teich, S Tlein“ V43I N emein Rechnung g Das Ha uptſen edler, denn die Beſſer ſey, halten zu Herrn, Da man gen r Gut,1 ind Eh cn, enn daß man ſich mit Bauren hudel, Und an ihren Miſtwagen ſudel. Wer ſich ſtets mengt unter die Kleyen, W ird auch gefreſſen von den Saͤuen. rcht ich nicht d des Monden Schei n, 8 ene! mir die S onn muß gnaͤdig ſeyn, 0 Bonn will ſeyn, 5 s Monden Schein. ch halt ich Hee n dieſe Maß, Daß ich mich nicht zu weit einlaß, Und bleiben moͤg ein freyer Mann, So fern ichs je ver ande und kan. Gedenck, man ſagt,„gra u Rock reiß nicht, Herren Gna dun nd d Huld k ni cht langun d foder dafuͤr Dunſt, So verle Antl 3 en Gunſt. 8 5 Der nehm fuͤ 5 47 9e 100 3³ 85 636—— ſp———— Och ich mich ni chtg⸗ ar abe, Daß ich ein freyen Zutrit habe Wer er von dem Feur bleibt gar zu weit, Erfriert gewiß zu Winters Zeit, Wer gar zu nah tritt, wird verbrannt, Im Mittel iſt der beſte Stand. Reinjck Bey d en, ſo die vorn ehmſten ſeyn, 8 Kan ich mich liſtig flicken ein, Schwaͤn⸗Als wenn ich ihnen d ienlich waͤr, de Sehr befl brderti hr Guth und Ehr, Wold getreulick in ihren S achen, Alles wohl helffen thun und machen, Was ſonſt ſich niemand unterfieng, Schirkeſowantterlt ch alle Ding, Daß ſie mir traun ihr Heimlichkeit, Da ſpuͤr ich bald/ wie nah, wie weit, Und komm endlich ſo hoch hinan, Daß der Koͤnig nichts ſchaffen kan, Er hab den Reincken vor gehort, Der muß geben dazu Vollwort Hoͤrt er mich nicht, ſo mach ich doch Durch ander in den Rath ein Loch, Deſſen ſich niemand haͤtt verſehen, Meynen, es ſey ohn mich geſchehen Und daß ich diß deſt beſſer kan, Bin ich friedlich gegn jedermann, R Tadel gar nichts, lob all ihr Sa gen, enn Wahrheit kan man nicht vertragen *2 cket wie ein Schweffel⸗Licht, imkanihr doch entrathen nicht. Undr— michs gleich verdreuſt im Hertzen, Und auch gar uͤbel kan ver erſchmertzen, Si * 6 le M Dat N 70 Daß 8 8 0 0 U SE 101 2 Wlcolhnelenſiun, 08 8 Wolln doch hab Weißheit Lob 8 l willd Weeautenſe chlagen, Jel doch nicht zu faſſend en Kras gen, zuͤhmen von vielen groſſen Sachen Und luͤge en, daß die Balcken kr ſchen, Wie Großſprecher und D uͤnckelgut Zu 90 off allzei tdas be ethut Sel beiß ichs doch und laß paſſier 4 ihn, hoffieren Dacz VIII. Capitel, Reinick betreugt 15 ippocras den Raben um den Kaͤß. 2 — 1 Mo 2 Woeic h neulich den Hippocras, Welch er der Raben Doctor was, Meſ terlich antrieb mit den Raͤncken, Kan ſein ohn Lachen nicht gedencken: Am gruͤnen Donnerſtag, im May, Koyl am R ie Baurin ihren Brey,—— Von neunerley Kohlkraͤuterlein, tage von S olt wiedere alle K ranckh elt ſeyt N, Ste⸗ Und nahm dazu aus Um werſtand, Kꝛdutern, Was ſie ſchoͤn gruͤn im Garten fand, nf Dieweilſt ſie in det n0 Glauben ſtun d, Tags waͤr kein Kraut ungeſund 7 In die blau Mu 11 nchsk⸗ apper 1, 8 E8 Horne N tol n8 Aſchfe arbe Le zppen, Scherlin, Wolffsmilch und Coriandern, Guͤchtruͤb, Nachtſchat, Ber aunkrant zum andern, t G 3 Al HocfFf eürl, ſo ſoleblich ſchmeckt, d— ag, vag n einen Tag diß bald vermeldt, 2 er ſich gar 11 r mitl *N 6 Lich gar ſel dig ſt tellt, Fyß§ſi 1chert Tkoft Nochelloads achen, 2 4 1 1* lt oin Muragtontea 3 Er wolt einen Purg ertranck machen, Den er fuͤr den allet Gelernt von eit Deuune ma n findt Und n zahnda⸗ ug 16 Bi n en, ſchen d 18 Das zum 25 Zu letzt ein balbe Cologuint, aiſt der E inaͤugigd Todr iel VIi Die alles austreibt, n was 8 M ſonſt all' Traͤn 14„ 0 rer 3 Die unſer Pfarrer nennt Stoc Diß alles ließ er in einm Wein Zu einen Muͤßlein ſieden fein, Und ſo die Patient neſſen, G — 7³ 068 7 6 * 5 olt davon all ihrs Le t, iſt die Natur nichtz 5a6 32 N —— * 4 4 ird es reichlich o 2 eids verge eſſe Umatt, jaß ſie genug der Kraͤffte hat, rtzney wohl zu digeriren, oyvi iren— Ope vin 72 10 —2 28 0 8 O 102 3³ S 3 ——.— Damit laß man mich nur bezaͤhmen, Ich muß ſie doch fuͤr todt annehmen Noch weiter kocht er Weitzen Kley Und macht dara us ein groſ ſen Brey, Wicke àlt d* arein das Weib mit? Fleiß, O as Gifft a Uszulo ockeni mS chweißß Wie diß alſo verordnet was, Des Na ben Ge⸗ Koͤmmt ar ich me ein Doctor Hippocras, ſchrey Reucht das toͤdtliche Gifft am Weib, ufft, was er mag, aus gantzem Leib s Cras. Meynet den Tod dißfalls. Jeder ſprach: ſchrey uͤber dein Hals ber der Kohl und Artzeney, rfuͤllten dieſe P rophece h. K volt aber vom Hauß der Rab Nicht unb elohnetf ahren ab, Und ſah auff der Hort muͤſſig lieget feiſten Kaͤß, war von der Jegen Vor vier Tagen ſchoͤn friſch gemacht, Der alten harten er nicht acht, Weil ſie zu der Blaß aus den Nieren Lendenſtein pflegen zu fuͤhren Den! mMmer auff R chnung hinweg, ch auff einen duͤrren Zweg, chtzt froͤlich mit vollem Mund, Sagt: friſche Kaͤß ſeyn wohl geſund S er Sand noch S tein, Den will ich verzehren allein. Da ich gleich war an ſelben Orth Gedacht ich: wahr iſt das Sprichwort: Benn der Rab ſchweigend eſſenkoͤnt, So waͤr niemand, ders ihm mißgoͤnnt G 4 Solt AIt — * 104 SS(o) St' —— Iu 68 4 hlzeit fri led lich halte Nu, Das muͤſt me a tauf e nd Kuͤnſtlein walten ch mein rechte Hand hervor, zu reden, und zu ſeegnen, ih ich gebratne Huͤner regnen, ODe, brach ich, ſoll ie ch ſ Fuͤr meinem End in der Welt ſtehen S 0 Lng uͤbraus edlen—— Aů geſchicht mir zu groff WON hoͤner Sammet iſt ſein u Kleid, Glei ſeer als waͤrs mit Gold bereit, Durch einen ſchwartzblauen Saphier, „Sein Stieffeln haben kein Geſchmier, natuͤrlich Corduan, Wie wohl ſteht ihm d er Schnabel an? W̃᷑ eleuchten die Augen ſo fein? Als waͤrens zween Carfunck elſtein, Sel hr muſterlich ſtarret der Schwantz, In Summ er hat all Schoͤnheit gantz Ohn Zweiffel hat auch GOtt daneben So ſchöͤn em Leib ſchoͤn Weißheit geben, Ein praͤcht ig Stimm, und zierlich Red, 8enn nur GoOtt die Genad noch thaͤt, Daß ich dieſelb anhoͤren moͤcht, Bald ein r mich auff die Meynung braͤcht. Daß ich jedermann kuͤhnlich ſagt, Der mich um neue Zeitung fragt, Diß waͤr dr e edelſt Creatur, Die jemahls auff den Winden fuhr m Raben, wie den Narren pflegt, I 11 70 Gin lles G ebluů 7+ ie ch wandt und regt, Fuͤt 72 U Fuͤt 0 S 4 2 105 Fuͤr Hoffarth wi uchs s ſein Hertz im Leib, Gedacht, damit die d Me eynung bleib, Muß es hie an der Stimm nicht feilen, deehden en Kaͤß fallen in dem Eilen, Wie er ihn ſo im Schnabel haͤtt, Unvorſichtig das Maul auffthaͤt, Und rieff mit aller Macht: Cras, Cras, Ich ſprach: ODeo gratias, Die Stimm iſt gut, der Kopffe ein Narr, Darauff nehm ich der Kaͤß ein Paar. Nahm den Kaͤß ließ den Narrenſt tehen, Mit hungrigem Bauch ſchel nachſehen, Und mir viel Boͤſes propheceyen, Es kont mir nie chtübe Ig edeyen, Weil es nur Milch und Butter war, Muf ch ich 980 6E 7 Wuͤſtie mehr wagt die Gefahr. Sopflec zich mein anzuwenden, Mees Lob⸗ſprechen die Leut zu ſchaͤnden. Das IX Capitel, Reinick erw ürget des Haukprebhern Groß⸗V 8 Iſo that ich mit dem 2 Herren Kuͤckelruͤcken mit t Nahmen, Derſelb einmahl zu Mitternacht Die Stunden ausrieff, daß es kracht, Auff 886 Stangen, da er was, Bey ſeinen liebſten Weibern ſaß. Das hoͤrt ich an, und ſprach zur Stund Aus meinem wohl beredten Mund: fuͤr ein Engel⸗ Stimm, ſen Orth vernimm? G 5 Bin Jußh Ihnen Hell, Die ich an die ——ů—ů— Bin ich ſo ſeelig nicht auff C erder n, D ab ich doch möͤcht berichtet werden, damit ſey ſo hoch begabt? Fuͤr allen Stimn nen ſie hertrabt Des Hah⸗ De er gute. Hal yn im finſtern 1S tall, nendiuhm Nicht recht kont ſehen uͤberall, Meynt es waͤr ſonſt ein e Beiſtlich N Nann, Ders a lus getr euen Hertzen gethan Antr 8 Ich bin de r.Haußp brophet, Der Wind und Wetter wohl verſte ht, 5 N zachtwach treffen eben, Dazuiſt mir die Stim dgnben. uß Denn zu Mitternacht und Y niktac Drey S tunden zuvor und h— ch, JVν nns Kanich Darnach das Haußge ſind auffſtehet, Der Kriegsman auff die Wacha he Derhalben auch mich die Heerwagen — Frieg fuͤr Knecht und Reuter tragen. zenn ich aber die Stund nicht halt, indert ſich das Wetter bald folgt auff den Sonn enſ h der S Sonn wird truͤb Wetter ſeyn, in meine Weiber laut ſchwatzen, lode ann Regenwetter herplatzen; Iſſig die Fer dern flicken, vüllein Wetter herzu ruͤcken. hein, 79 2 3 2— 8 .— SS2— 2 ˖5 2 1 2 S 22 7 3— 8— E3 ö 2 —— 2— 2 2 D 888 2 —— 22*2 0 82 2 2 +2— 1 8 e 24 32 2 ◻ν 2 8— 2 88 —2— 1. 8 2 — 106(0 S8 Und ſpottet ſeiner noch dazu, Wenn ein Prophete wäreſt du Haͤtt'ſt du— Kopff nicht hergereckt, —— liegt der Pror het. todt im Dreck amit nah ich ihn b0 y der r Br iſt, Trug— hin, da ich Gſellſchafft wuſt, Die ſich der Arbeit nicht beſchwerten, Und d n ISpheten gar e Das X. Capitel, Reinick d bringet Petz den Baͤren mit dem —— zu Kampff. 7 A ich aber vom Raben ſag, und wie ich die Huͤner hintrag, Iſtd urchaus darauff nicht gemeynt, Daß ich verzag am groͤſten Feind; Sondern * — O * Gk 109 —————— Sondern der Loͤwe, Wolff und Baͤr, Duͤrff'n mich nicht anſeh'n uͤber quer, r ich reiß ihn wieder Poſtende Daß ſe mercken, mich habs verdroſſet 5 wWi eſtern ged acht, onigmarck bracht, N Noth, raut den Tod vaͤtt ge acht, arriſch macht Rath, Raut n hat. 11 (5 Daß 94 8 AUllſff L ſch iedoy ſai*— 0 Zu jeder ſeit war Sumpff und 0 Oü eck. ruͤck die Flucht, ſtehen, hen uͤber die Seit Fleng an zu kotzen, und zu ſchneutzen, Reinick Klaͤglich zu ſtehnen und zu ſeufftzen, bat ver⸗ 8 giffte Fer⸗ Und d ſprach Ach daß ich wuͤnſchenki int, gen geſſen Daß ich leg in d er Erden Gruͤr 1d, Daß ich niemand in Schaden ſetzt, Nicht ander Thier toͤdtlich verletzt 1 5 * ⏑ 0 38(0 8 ———— ð N NI 110 IlK Hick2 Petz hieng den Kopff, und ſah mich U 6 IInd wor moin Mag ven Poni Und w er mein Aaz r. reucht oder vißt⸗ L mich/ daß daſſelb ig fi nNd, Ich zerr 156 zauf Stuͤck geſchwind, 1 a51 ihmd Auikſan Gif Eh enn e⸗ odir das Hertz — R 1 5 ocl 1181 erwi lidlich EL antz und! Sn matt, und mag nicht oechuuff die— b— en, Mas ſnltm 7 Toind nicht gohben? W 18 Oll 14¹ ian um ein Feind nicht geben: 2 1 14 en Steg, ick Geſtaͤud, n in ein d INu 1 rate Ind tratel 1 18 2N 5 E 55 * 2 111 Kior eannthier ſey Aſen 0 lauen? oſſen 5 1 r bl bey de 1 1 tmat I15 OPff 7 A U V K1 1 imb Knab n 9 Lei 41 — — — —. Hatte 1 and Moin lioſtg „mein liebes — * + hau S S 2 23 RSS 3 2 — entgegen, Ifor ing er ihn 10 Pi 48 Fl 12 38 Q(⁰o) S8. Und wie! lipp dolten, Martis Kind, Als ſie ihm Kampff both ſo geſchwin Der Oercules nahm ind ie Arm, Daß ih Peeſeht 601 Seel, und Darm; So druckt Petz de lt an die Bruſt, Daßihmenefeld Waſſr und Wuſt, Ur Dder Ruͤckgrad mitten zubrach, Dem Greiffen er alſo zuſprach, Daß i ihm die Daͤrm fuͤrm Fuͤſſen hiengen, Da hoͤt man ein er baͤrmlich ſingen Indeß waͤrd der daͤger gefaͤßt, Schoß etlich? Pfei in gri oſſer Haſt Ihm in den Pelz,Arm, Bein und Lenden; Petz zogſ ie aus mi t ſeinen Haͤnden, Und gieng zum Jaͤger auffgericht, Daß er ſein G'ſchoß kont brauchen nicht, Sondern* Petz entgegen ſchmiß, Nahm zu beyden Haͤnden den Spieß, Setzt ihm den Männlch an die Bruſt, Da war z10 ſehen ſchoͤne Luſt, Und ich haͤtt drauff verwett ein Land, Er haͤttihn udurch un id durch gerannt. Ab'r Petz faſſet den Streich gewiß, Und ſchlug den Schaßt hinweg vom Spief Daß der Jaͤger zu Bodem gieng, Und ich zu verzagen anfieng. ab'r Petz das Eiſen zog, Das ihm vom Pfeil ins Auge flog, Die Z Zung auch weit zum Halß außreckt, Und aus Zorn ſeine Finger leckt, Sprang der Jaͤger wieder auff gering, 3— Schwertes ſcharffe« Ind 2 SOο= urm; icht, Spieß Fling, Und en, KE* übkarren Reinick bringet potzen zu 55 daß er dabey wlos en ÆAHt ter deß ſchaut ich zu Ghb die IJgI 15 f Iicl Dοοbbie Wul noenduc 1 18 FY RNHAK„ Und fragt end wie es war V ˖ 57 Wile 7 G+ 2 4 hickt. nem Kampff. * 118 8 en mir nach Kehl und Mund, UIi E N Y) mit ſEll ſacht, 0 E 6 herfürbrachk erfürbracht, Unten Aineln — 38(09 88 ——— ꝗ—— Unter ein wenig darein biß, So ſchnellten die Spindeln gewiß zut, und Angeſicht Derk ont ich mich erwehren nicht; Sondern ſie flogen um mich her, Als Welihe der led ermaͤuſe waͤr. Da ich aber hin zu ihm lieff, Und mit Ernſt nach dem Spinnrad griff, Warff es mir das ins Angeſicht Dabey muſt es auch bleiben nicht, Zog aus der Erden alſobald Ein duͤrren Baum, gar bunt geſtalt, Daran hieng eine blancke Wurtz, Damit tr aff es auch mich im S Und ſatzt ihn mir ſtarck an die T Bruf Drang auff mich zu ſo w 10 und wuͤſt, W᷑̃ es nicht haͤtttroffen ein Knochen, aͤtt mirs Hertz im Leib—e.Ü kurtz, 1, 1* LT 1 8 N + Als ich den Daun Ubrach, Daß esf iel,ho fftie gewonnen Sach, Abr es ſprang wi Das brack 1 mi Als e8 w zaͤr , Æ 38(085 15 —ꝛ—ͤ—— Ei n gantz⸗ Spi innrad biß zu dem Mann, r Spindeln ein gantzen Kram. Zeit, de aß ich entgieng, 5 den Tod zu Lohn empfieng. Nun ich aber diß habe 00 Swagt, Weil du uͤber da So beweiß mir auch Danckb q arket, Oder vielmehr Barmhertzigkeit, Z6 euch das Eiſen aus meinet—. dilff, daß ß ſie recht werd den und chs abſal h ab vor L hn macht, Das bluten hatm nch ſchie r umbracht Ich gedacht, Nein, das ſind ſie nicht Mein Vater gab mir den Bericht, Lel. Es g'ſcheh dii gleiche Lieb, oder Leid, Deinm Feind trau nicht in Ewigkeit; Und Dantwortet Mein E dler Held Gebt ihr mir gleich die gantze eWelt, Woltichd doch mein gifftigen Mund Nicht hin bringe n zu euer Wund Eud ch fuͤr ſchuldige Danckbarkeit Noch machen groͤſſer Hertzeleid + 8 h was ich weiß von gut n Rath Wozu Ho⸗ 2 Fewei 5le ch Dll Il d imn der I At, nig gut iſß. Undr ath N daß iht wollt Ho nig lecken, Das iſt bewaͤhrt fuͤr Zorn und Schrecken, Laͤßt im*Ä in geliewert Blut, 905 d Bauleniſtse juch ſehr gut, So von S Aloſſen kommen und Schlaͤgen, „Auff die Wunden kan mans auch legen. Honig ſtein himmliſch Artz ney, Das macht euch ailer Schwacheit frey H2 Pel 8 15( 0 85 Pogprach, Des bin ich mit dir e ins, er Ruhm iſt zwar des H— gſeims — 805 men wir ihn aber l 2 Ich antwortet: Das i ſtu h ſchwer, Ich weiß einen Baum, iſt fe Wenn nur einer waͤr, der ihn hol. Ich kan aber kein Baum anſteigen, Kan fuͤr Schwachheit den Ruͤck nicht beugen, S onſt ich des Honigs ſo viel holt, Als ei ner immer eſſen wolt. Ick ch ve rſtund mich aufs Steigen ba ßĩ, Sagt Petz, da ich noch jünger was Nun bin ich ſchwer/ und viel zu ſchwach/ Loth zur Tuoend d macht, amit haͤlt er keinen S J er verſun chen m So bracht ich ihn zu einer Welch dies—— hatten erkoren ˖ Sitz gem macht, abracht oren Petz er⸗ J ſteigt den Honig⸗ baum. Tund Frochti num Als er—— r die B Hieng eine Keu Die all vol Nh 8 Wenn er die. 7 zen, erh *—K— 5o prallt ſie alſo fort herwieder, Und fiel ihm auff den Kopffhernieder, Lacken und dem Ohr Zum groſſen Ungluͤck widerfuhr. Die Bienen brauchten auch die Wehr, Fuͤhrter nauff ih nihr gans zes Heer, Stachen ihm Maul und Naſ voll Beulen, Achten nicht ſein Bi rummen und Heulen, Und de aper ih rer Vie lerdruͤckt, Wenn er das Haupt durch die Arm ruͤckt, S ondern, wenn ſie dazu noch rochen, Daß ihr er ſo vie warn zubrochen, Vom Zort Nſte toll uꝛ nd raſend worden 6 Wolten den Baͤre 1 gar ermorden, Fuͤr ihren Honig, Se hloß, und Stadt, Saͤmtlich blieben auff der Walſtatt. Indeß kam⸗ Immen Hanß geſ ſchlichen, zu dem beu mmen, und H honigriechen, h0 iff dem Dieb die Hand im Sack, Und nahm ſe n Holk⸗ Axt von dem Nack, Schl blug an ein he ohle Eich einmahl, Das ſeinem9 2 F Undr eff ſein? Mor rdgeſchr ey mit Schall, en vergieng Hoͤrn, und Sehen, Daß er ließ 223 und Fuͤſſe gehen, Stürtzt unbeſonnen in ein'en Pfahl, Der een is war, lang und ſchmal, Mit Fleiß unterm B aum eingegraben, Das Honigleck'n Gefahr ſolt haben, Der Riegel gieng ihm ein zur S eit, 1 Achſckaus vom Haup t nicht weit. Daſp rang hinzu d er alte Tropff, Petz wird Schlug ihm d ie Holt⸗Art in den“ Lopff, enchlagen H 3 Da 15 38(00 85 Daß er zu beyden Seiten hieng, Und das Gehirn zur Erden gieng, Die Seel fuhr mit Angſt und Truͤbſal In einem Grimm ins finſtre Thal Man ſprach: Willkomm'n, Herr Honigdieb, Nimm mit dem Wirth alſo fuͤr lieb Dirr iſt nicht viel zu gut geſchehen, Zur andern Zeit ſolls beſſer gehen Du meynſt, es wohn hie Ruſtefeil, Der nicht zu brauchen wei 8ßd die Beil, Hat Braunen nur die Kapp gezogen, DieKundſchaft hat dich ſehr betrogen Indeß kam auch der Jaͤger wieder, Spuͤrt nach dem Blut den Wald hernieder S00 wolt aber ſein nicht erwarten So ve gtackt ch dem Petz die Charten, Daß er mich ungefre ſſen laͤßt. Auffſehen iſt im Spiel das be ſt Beſſ'r iſt furchtſam Vorſichtigkeit, Denn tumkuͤhne Vermeſſenheit Das NII. Cantel Reinick dienet auff ſeinen Nutz/ und an der Leute Schaden. eh bieth mich auch bey jederman S Zum Rath und Beyſtand, wo ich kan, Nicht, daß ſie mich fuͤr ihren Knecht, Oder Spottvogel halten ſchlecht. O nein, dazu laß ichs nicht kommen, All's iſt gericht zu meinem frommen. Sie 3 — ———————— 838 C0) S8 19 Si e muͤſſen mir ſeyn unterthan. Ich b hs, der ſte regieren kan, Und mercklich bey der Naß umfuͤhren, Ja in der Haut dazu vexiren: ieb, De un ihr Hertz ſteht in dieſer Hand Feſt ter, denni in einm eiſen Band, Und wer die Hertzen weiß zu wenden Der er 155 das Spiel gar in ſein'n Haͤnden, Und gibt die Charten wie er will, Davon ſag ich andern nicht viel. Meller weil abr hab ich in acht, Wie Rei⸗ Daß meins Beutels auch werd gedacht, mar reich Und ich gr übinse K eder Darauffiſt alles al dencken, Geld ſchencken; 8 h Verehrung geben, Wollen ſie fuͤr mic ch ficherlebent Alle Wukenhanen zugleich, Müſß ſen Reinckenfuchs machen reich, Oder ihr Sachen bleiben liegen, 4 N Mfonderheit lauſe an⸗ Wo ein Reiche Oaß ers gar Als Leb 2 Woe mein ncht un Sachen brar cͤ kan, Die S Straff kan ich ausbitten aue ch. zo ich die S S e ken, Daß erin Noth ur d Tod bleib ſtecken, erſuch ich alle meine L t, Die ſehr groß und erſchrecklich iſt, H4 Was G Einrede Go! chgh⸗ wie ein Her Schobe Lſtehe 10 44 nicht Kn llAAIWuv le iecheind wollen laſſen U Izn am Tiſch, Es ſagt zwar der ſu il MA E Male queiit, male perdit 0 0 Wan'n, ßol toyynt el gewonn'n, uͤbel zerronnen, Mit from ſeyn kan ich nichts be komt nen, l ſt ein ſr 4 F 1 — 1 Es wird ſeiner ſſen Nieme mmiagzeit eſſen Yelemädt ommigtei Eſſel Aber mein Veſtun Malepaärt * Das beſitz ich ledig und frey, rum gabe, Inſe oni derhel it Kloſter WM 74 1uu8411 Veré chten Muͤn chen, und albe 90 K CNieeKAI.* 4 Ne Auch Wittwen, unmuͤndigen Waäyſen, Und denẽn, ſo warn auff weite 8 2 — — — — * rKk 4 Machbarnade dt, d — 68) 2— — ⏑ 2 W— 2 4— 4 2—— — 2 8 2 K2— — S 2 8 — 2⏑ 8 — 8 S2 2 2 22 —2— 2— ⏑w,„ 22— + S ——— 106 S— 822 2 8 12385 864 822 2 82 83 2 2— — 28 2 22— 22—ç — 22·—— 2 2 +2 2 4 3 8432 2 2 rhieß 88 33(%0K1 0 hieß ihm Schutz und Si icherheit, aß er ihm folgt ein kleine Zeit, ihm zeigt, was e er gern wolt, der ſein Kindern ſagen ſolt; ers nicht, ſo muͤ ſte er verderben, vor 8 Haͤnden ſterben, tber yſeinen Haaren, 1vonda anr fahren 4 S28 2 2 C+ — ommt in lid bite zen, die Hölle jandbieten,! ommer ſe⸗ I s auff einen jeden Trit 5ga R gα 7 — a auch aus dem ter mit. SWMoff + 5 1 Mein Abe Sprach ſch au, was ich för Da ſa K ov in oin! git ſah A 4 unim we J eiten Feld WMWand 5 Foſir hos Mähche ey ſchreck ckl lich& 8 eUr beſtellt Viel Schlang in der Die Hoͤlle. auch beyn O 4 U gebunden 1 M'ndie groſſen * E4 Drauff! Rafr rack Ll 8 * ntof Uliſet 111 H ke 1 hri 0¹ * 8 911 eue — + 9 Ler 1neuen le ch ge 125 Floͤh in der Hoͤllen 126 886(0)88 56 N— „ Darein ſaß der elende Peter roßva⸗ 14, Hl. terurgliß Ute Are f mein Groß⸗Vater, er litt dieſelbe Pein, 38 icht war darein, Sein Zaͤhn auen Schweffel 5 Nadelſpitz Zung durchrannter Viel feurige hn hinten zwackt en, Vi eine Augen hackten, iel ben biſ ſen, Undit n n boß Gewiſſen Son nd So—* G en kunt er ſich Es muſt ihm ew Nar In oſn Darne ach folgt n beſol D X Itzen waͤrn, Schwein, mmet ſeyn. und ſo viel er vernahm un hoͤrt, War ihre R ath W̃ g, und Wort: Berachtet GOtt nicht, lebens eut, Und ſtr ebet nach bGerec tigkeit Haͤtten wir das ehmahls geth So o wuͤrd es uns viel beſſer gahn, urfften nicht klager Ewig, E wig ihlange Seit ̃ n Sand⸗Berg uns vorgeſtellt, K ſſr,de enn die gantze Welt, Und ein x g'l all tauſend Jahr kaͤhm, Au emre hlonur ein Koͤrnlein naͤhm, 5 — —2 2 2— 2 2 22 2 — 22 2 *— 2 — 2 — — 2 8 2, 2 — 8 — — *—.— — + 2 — len Jqud — — ◻ — — ‚ U U 11 K. v rtze Freu 7 er und raus nher U 0 hrt er i u leine 3 * 1 weiſt! v141 46 Aß rach onner ennen, * Der Dachs kommt t die Stuben. eitz ed'rum he R eh ſc 4 ohl geh Wi 1 chs graue aut der Hoͤl⸗ Letl. n 0 1 U kam, Ni 0 M 9 wartz Ar eir 6 1 Und zuvor nicht an die Holle gedencket m, ken, 8 rat „ 5ex gGon FEy orgen! zu ſehen l iKon 85 chen werder K HZilel Und damit nichts al ders erw erwerben Ohn daß ſie fuͤr Traurigkeit ſterben, Ja ſeynd all todt, weil ſie noch leben, Daß nFreudd em. Hertzen geben Wenn man ein Latern ober n deckt, Di zur S 38 auck h abſchreckt, nin keinm Athem kan finden, So muß das Licht et Welcherch winden. Sogeht ts, wenn man auffs Gewiſſen dring Sor 5Hertz zuſammen zwi ngt, Urigkeit das Her tz el rſtickt, Id Leib und Leben erquickt ig ich diß aus dem Sinn, 1 NWonnga 4 RAKI. Uar wemin an nder ſind ſo ſchlimm, 8 2 E 8.8 — f N/ Und mich damit! woll ichon hen, 1 achen, ocht warm ſitzen, asſchweiß ſchwitzen 1185 me U d ihm, er was wen, muf gen, Unden 0 acht ten der Leute Sagen Und thue mich darzu noch um. Woichr 855 mehr darzu bekomm, Mich undd errlich nehr 8 5 mit/ odr ohn GOtt und Ehr, ey rtag halt, Wenn ich z1 ugleich arr alt, Und wenn ich das nicht braͤcht davon, Das ich koͤnt ſeyn ein freyer Mann, Im Alter mein warten und laben, Ließ ich das Weſ'n ein gut Jahr haben Wite ————— Se 6085 —— en, hwitzen N Volt 330 605 8 129 ——————— Wieick ichs aber in al 0 Ren 2 Sache N Im Fried und Kriege pfleg zum achen, Wie ich die Freund und Feind betrieg, Sie uͤberwind und oben lieg Wie ich di Fallſtrick riech und ſpuͤr, Und aus denſelben brech herfuͤr, Wie ich den Jaͤger und den Hund Mit meinem Schwantz verleiten kunt, Waͤre weitlaͤufftiger zu ſagen, Denn ſich wohl ſchickt zu unſerm Jagen. Summa, mit behenden Anſchlaͤgen Iſt mir kein Thier noch uͤberlegen Ich bin ein Mann von tauſend Kuͤnſten, Eur allerbeſtn acht ich die Minſten Ich hab davon mein Sack gar voll, Daß m 8 in der That ſpuͤren ſoll. Ein ſolche Kunſt gelehrte Hand Paſſiret— durch alle Land. Meynt nicht anders, denn eure Art Waͤr auch von Natur ſo gelahrt; So findt ſichs leider in der That, Daß es viel andern Juſtand a Daß ihr werd't mit der Alberkeit In kurtz kommen in groſſes Leid. Das XVV. Capitel, Wie Reinick von den Berg⸗Emſen betrogen wird. N Urner ſagt: Lieber, ſagt mir das, Ob in der Welt kein Thierlein Was J* Dat euch ehmals auch hat belogen, 8 zuleuren Schaden betro⸗ 85 2 * Ja ſpro GAe Re inick 7 D E hat wol fug, Indiani⸗ ſche Berg⸗ Emſen. Wer war zu allen Stunden klug? Es verſiehts der ſcharffſichtig Luchs, Man faͤngt auch ein geſcheiden Fuchs Es iſt auch keiner ſo geſchwind, Der nicht e 3 ſein Meiſter findt. Mich hat allein der Geitz gefaͤllt, Der ſor nſt verfůͤhrt d ie gantze Welt Denn als ich las, es waͤr ein Land, Fuͤr Alters India genannt, Darin ſehr groſſe Emſen waͤren, Die ſich mit eitel Gold beſchweren, Und das aus hohlen Bergen tragen; Fieng ich an jederman zu fragen, M 4 08 M ) SK Ir Wo die Loͤcher zum Gold⸗Berg giengen, Und womit ſie das Gold aufffiengen? Und ward zu letzt in Sachſer Land Mi it ſo ſchen Emſen w vol bekandt, Die aus India kommen w aren, In Teutſchen Bergen zu erfahren, Ob dari in auch waͤr Gold zu finden, 2 Das ſie ernel hrt mit ihren Kindern Sie fuͤhrten mich in ihre Gaͤnge, In die tieff, in die quehr und laͤnge, Durch die Stollen zu dem Anbruch, Daß ich zerriß Hoſen und Schuch, Und de RKopff vo ller Beulen ſtieß, Auch offtmahls einen fahren ließ; Noch kont ich da kein Gold erſehen Da ſie wieſen, daß es ſolt ſtehen; Es war ein lauter felſicht Stein, Alſo muſt ich betrogen ſeyn. Sie zeigten mir e in bunten Kieß, Das waͤr roth guͤld en Ertz gewiß, Sie brachten g ulden T Thaler Kuchen, Fragten, o ob ich Ob das nicht waͤren GOttes Gaben? Ich ſolt mei nA. intl ell daran haben zenn ich etlich K it, Und Zubuß geben, wie ich ſolt. Und d aßi chs ni cht acht fuͤr ein Bettel, Zeigten ſie mir der G'wercken Zettel, wrin waren Fuͤrſtlich Perſonen, Hertzogen Grafen, und Baronen, Cantzler,D ctores, Raͤth und Kꝛamer,(Ha Imer Kuͤrßner, S Schneid dr, Schuſter, Schmid, und * 1 Viel en auch wolt fluchen? 2 D, n W̃ Oſel 1wo Der Berg⸗ leuteVor⸗ ſchlaͤge Ruhm der Bergleut. —ͤ—ũ6U—— d'n ſtanden daneben, I— „Katten GiteeKöt Golo ehalt nz Ausbeut geben, Jios 22 Und arm Geſellen reich gemae cht/ Di 6 FN zuvor wenig dran gedack Vi el Herrnh aͤuſer gebaut in St⸗ ädter„ So noch das e groͤſt Anſeh en hatten Der Schreiber auch zu mir einlieff Mit einm gedruckten Brieff, und rieff: Soviel lbekommen, e emde Leut Au fre El men Kux x iartal Aus beut, Von jener Zech, vor dieſere Gruben, Das waͤren warlichk keine 8 Und da ich ſtutzt, und nichts drauff ſagt, Zweiffelt, ob ichs ließ, ode r Schanckter——— un nſonſt, Zum Anfang drithalb K r aus Gun nſ, Und ſchwuren bey S. G Jh ens Pfer S le waren hu ndert D haler werth Reinick So fiengen ſie mich armen AbR Kup,n Ich ſperrt gar weit auff beyde Ohren, dauer. Und fre eut mich der groff ſen Zuſagen, cht, wohlan, du wilt es wagen, hlehr ein S han ntz verlohrn, Ein blind. Huhn findt auch wohl ein Korn N 5 Und kaufft damit ein gantze Zech, Gab Zubi und Verehrung frech, Die Ausbeut aber wolt nicht kommen, Drum auch mein Weib, wenn ſie ver nommen, Das die. KurKräne ihler ſich einſtellten, Sie —— orn ie bel 38 C(0 85 Die zuſagen Ausbeut zu bringen, Und nur aus den Beuteln bedingen, Da aß n nache usbeut auf Vorrath, elt, was man hat. bſt, wie ſtehn die Sachen? Dergeꝛg⸗ 0 Boldut nd S u Sie ſpre achen: Herr, ihrſolt: bo hoffen, gung. Wil hab'n ein harten Fe lßan troffen, wir nicht gleich gewinnen, ſſers iſt ſehr vel darinnen, ir zum Stollen fuͤhren, 1 ogot Keh oi 1* 1 gen Ertz drein 1 en, HUrek daus ebet R 8 31 E 30 E ex glebt, 8 golis 8 ther, wem das geliebt I. var ol ded zu aller Zeit; Doch gebt Zubuß, w. ar der Abſcheid. Die Zechbruͤder ſahn alle ſcheel, Die Schicht— nichts, die Theil Mir meiner Gewer Daß ſie mack hten ein grot Oß C..9 guͤlden Anbruch kaͤm herbey Und gahen ein ger Ing Ausbeut, auff eine kleine Zeit, — n den Sand, ˖ en den mit voller Hand 2 warn Unver⸗ hoffte Ausbeute. ———— 134 33(O) 88. —— Leſenthn all Wardin n probiren/ Daß man daran nichts koͤnt verlieren. Darnach holten ſies vielfach e— Es kam wieder der harte Stei Es ſchnitt ſich ab der guͤlden Sand, Man muͤſt tie ffer graben ins Land, Daß ich nach ſolchen Bubenſtuͤcken, Drey T auſend Guͤlden mußt verkucken, DerGꝛeiff Und d die Greiffen wegfuͤ hren laſſen, Gelbneh. So wohnen an der Emſen Straſſen Undofft nehmen Hauß„Acker„Pferd, Der Her entlaͤufft ohn Taſch und Schwen enn ich ſie im Grund erkannt, 1 Luͤgen fand, De ſſtemen Held mmef innah men, Und nimmermehr zur Arbeit kamen Ode er br aue 5 ren Fin antz daneben; Fuͤt Hoffnung will ich nichts mehr geben, Fuen Wee e auch fuͤr all Schmeltzhuͤtten Sachen, Sachen. Der ich mit S h aden pflegt zu lachen, und ſie Huͤt dich⸗Haͤndel zu nennen; Ein ander lern ſie auch erkennen. Denn als ich in die Huͤtt offt kam, Zuletzt ihr Latein recht vernahm, 2 agt n all Pochwerck: Bauſt du hie Kur, So geht dein Geld in dux, in dux. Die Baͤlg rieffen auch vor dem Ofen. Hie gilts hrauſſr, aus Hauß ur und Hoffen unter⸗ Es mag wol ſeyn/ daß es wahrſ. ey, lhen um. Daß ehmahl Vortheil war dabey, Wger Wenn man Kur baut, Huͤtten verlegt, Deig⸗Ait. Sich der Zubuß, und Sorg erwegt, Ehmals, 392 222 ſchwent mals/ W 0 8 5 ——— Ch. mals, ſag ich vor alten Jahren, A Alsd die Berg reich, die eeut fromm waren, Die Meiſter, Knappen, Steiger, Treiber, Die viel Nehn ler, wenig Einſc chreiber Odr die auch itzund ſeyn alſo, Daß der ihrer Treu noch wird froh, Der ſie nothduͤrfftig kan ernehren, Ohn ſeiner Haupt⸗Nahrung Beſchweren, 1 E Selbe er zuſchaut— glesgeher, Und nicht au ff remden Fuͤſſen ſtehet. Abr da die Vogel yn geflogen, 9 ar ausgeſogen, Die nichts, denn Betrus g gelernet haben, Die allen d den'n Unglt üͤck auffbauen, Soil nen am be ſten vertrauen. Da es ihn'n geht, wie der Hund ſagt, Der Hund Da ihm einer begegn tund fragt,— Wie er den Braten haben kunt gekaufft Den er hertrug in ſeinem Mund Er muͤſt mit dem Koch ſehr wol ſtehen Ja, ſprach der Hund, das Auff mei 5 Ruͤcken bey dem S Den ich nicht kont weg— ge antz mir— Koch geriſſen Boſſen, — Weil eru Mit hei— ſſer mich begoſſen, Und ſo el lich verbrannt, So bat d diß ein beſcht niſſen End 3 4 So 15 S4(00 85 Partiten 8 kit'n 7— So geh tsl Pe rtit'n und Kauf ffmanns S achen, Leut un Die haben alle gar gut machen, vorſichti⸗ 1 es ge gefähr⸗So olan— lchel Reute ö ſchwei gen, liche Kauf⸗¶Die ihnen Geld und Waaren leihen; 2938 Sot Wbal* einer ſich bedacht, Das erſe chrecklich 8. hrey ausbracht, Er wolt nicht laͤnger hinfort borgen; Wird alle Freudz ab8 ind S orgen, Da wachet auff die gantz e Welt, Jederman rufft K auffmant„gib Geld, Da bringt der Teuffel aus der Welt Ein Schutz-Brieff mit der Quinquene Da wird der Fleiſchmann Stahl und Eiſen, Da will man ihm die Guͤter weiſen, Darin doch gar nichts iſt zu finden, Ob mangkleich viel will laſſen ſchwinden, „ M 3 4 4* Biß alte t t zu Grunde giengen Was un⸗So ſchimpffl + De er ſtatlich n Kauffherrn etlich Paar, te ſeyn. Sonderlich d die vom Diener⸗Orden, „ Ju gar ſchleunig gnad Junckherr word es die von Eltern gut und Erbe Lernten und warten ihr Gewerbe, Fuͤr chtig kaufften, richtig zahlten, Daß Glaub und Abſchied nicht erkalten, Billig verkaufften und mit Fug, Zwar zum Gewinn, doch ohn Betrug, Niemand borgten, ohn wohlbckand ten, Schuld zeitig und inſtaͤndig mahnten, Wſt brauchten Augen, Mund, und Feder, Dieweil es galt ihr eigen Leder, K 11 7 10umn lch pürtzein all neun — S „ Ttel — Sparten zuſammen, doch mit Ehren. Lieſſen ihr'n Nachbarn auch ſich nehret ern die hatt'n ohn Guth den Mut alen auch, wie noch mancher thut, „geborgt waͤr ale eigen ö uͤſſe n ſteige en, Weinzech gehen, winnen, den uind Kaſten rinnen s bahr, dig War, — 22 2„ Tiy(ick tag FUr ſich ta⸗ vert „im Spiel ge ma un ſchlaffene geh Anen⸗ rg gen früͤl aufffrehet, Fauffleut wolt ihm düchte, geben„ Troſ. 5 das bey ſeinem Lek —— 4614 2 KK, itig neu Schuh kauf 1 44 1 nd Kind zum Land e C 11 1 Or 1 E mag 0 5 7 Wi ill, zu hoch und viel, Daß ma Mit arm'r L0 1 38(00) 88 52 138 —— Ubermaͤſſig Koſt, Bau und Prang⸗ Was gar zu hoch iſt, ſteht nicht lang. Der das erſt ſagt, hats gut gemeynt, Das fremd Geld ſey Bidermans Feind und wer eilet zu ſeinm Verderb, r borge Geld, und kauff ein Erb Das hab ich in mein' n jungen Jahren Mit Schaden muͤſſen auch erfahren 7 + 7 Das XV. Capitel, Wie ein Alchymiſtiſcher Goldkaͤfer ſich bey Reinicken bewirbt/ und der Philoſophen Stein machen lehret. HerrSuͤl⸗ F655 hwe, Berg kaum abe geſtanden, deuwort u fern aus fremden Landen kahm ge wird 2 4 einem Und galel hns ner Lufft geſt Sben Und zu mir in mein Sck chloß gezogen Alchpmift Der Goldt kaͤfer, Herr& huͤldenwort, Und berichtet mich alſo fort, Wie er vor etlich dreyſſig Jahr Zu Venedig ein Goldſchmid war, Hernach aber ein Mi dünch geworden, Getrete n in den Bettel⸗Orden, Und da von einem alten Frater 8 Der e hmals geweſen ei n Tater, So viel gelernet und erfahren Neben andern Particularen, Und der Natur Wunder⸗Secreten, Darum ihn die Aertzt offtmahls baͤten, Daß ell —— 33(0865 135 Daß er nun aus den Muͤntzen allen, Und aus allerley Art M etallen, Mit ſeinen Kuͤnſten machen wolt Wahrhafftig und beſtaͤndig Gold. Und als ich ih m zur Prob anbot Vor nehm⸗ Des reinen Queckſilbers vier Loth,— Zog er ein Glaͤßlein aus der 2 Mauen, der Alchy⸗ Und ſprach: Ihr ſollt ſelber zuſchauen. miſten. Seht, das iſt ein braun Puͤlverlein, Genannt der Philoſophen Stein, Und bey den M War ein roth Glaß, da hielt ichs fuͤr Deſſe en thu ich ein— ug dran, Als a auff ein r Neſſrf liegen kan, Und ſetz es in ein'm J Ceſt; zum Feur, Ich bin mit mei inſt nicht theur Das waͤhret ſo eink leit„Wel, Das Queckſilber verſc chwand in Eil, Ein lauter Gold goß er daher, Als wenns ein? zortugaleſer waͤr, Und ſprach: diß hat ſeinen Beſcheid, Nehn iet ein Hammer, ſchlagets breit, Bri ngt r 32* S pl· ießgle 15 Weinf tein z zum Feur, Pro au f,mein Abentheur, ch will griſch G„—— Das kein 5 eur ewig ſoll verzehren Denn diß Pulver iſt nicht gemein, Was der Es iſt der Philoſophen Stein,— Die oberſt Seel aller Metallen, Oein Die alles, was iſt abgefallen 3 Von Goldes Art in unrein Weſen, Ausfeget, als ein Engliſch Beſen Daß 1 Der hundert Jal rberechnenkan, M00 Wten wi⸗ der 0 * 4 1 Darinn unfer 2 I 1 9 Aller erſt wolt; z1 34 7 7 Ne 1* ked Iſtu ſpe noch Ut! erj · 22 824 5 auf. 450 tdamit ein Reiß in Stamm 55 5oin Cre ANAcho 22 ken Treatur kont m chen, Io„EBEA AN Die kan der Pl S 6 N LrC 8 14 Alchymi⸗ ter, daß er kommen, friſche Ein⸗ 32 —7 0 mal en Muͤnch vernommen, — Mein ceinl ¹un, —— Sel neund 7 5 Wun 2 * ö l nicht wo 1 f e dem 0 An nac 16 Aß ont, le m 2 2 — i. jern er1 ch Nu Was er ve achenf 10 0 16 borgt 1 1 hr re Hrock — miſche s v GHe J6 aypü miſche VBorfſfer waren, ĩh1 rffe A 1 K Uicht Ir * 90 * hKunſt! oldk 2 142 338(00 S6 — Der in der Erd; Jedoch waͤr es verwunderns werth, Daß Gold ſo le ſchtlich wuͤrd gemacht, Und war dennoch ſo hoch geacht, Ja, daß ſich der ſo wenig fuͤnden, Di ealſo bald Gold machen kuͤnten? Ich meynt, wie GOttes Sohn allein Das Waſſer könt machen zu Wein, Und der Schoͤp ffer all'r Creatur Schafft und vandelt in der Natur; Alſo; waͤr e 5 Got 2 Allme acht, Daß dieerd Gold od'r Silber bracht, und we r Engeln und Menſchen Kind'n Die Kunſt unmüglich zu erfind'n, Es geſchaͤhe denn durch falſche Farben, Daß man Korn verſteckt in Strohgarben, Oder ein Geiſt d die eZubuß bracht, Der ſein ergebne Leut reich— Wie der Crocodill Thraͤnen wein Wenn er einen zu freſſen WeN So thaͤt er auch erbaͤrmlich klagen, Und von viel groſſem Ungluͤck ſagen, Daß er die Reiſ gethan umſunſt, Und fuͤnd weder Vater noch Kunſt Bath, ich ſolt die Kunſt nicht verſchwei gen, Ich ſolt ſie wohl belohnet kreigen, Er wolt mir wieder offenbahren Alles, was er ſonſt mehr erfahren. Denn Gold waͤre zwar leicht gemacht, Vortheil muͤſt aber ſeyn erdacht, Den ben, hwei Den 222 33( 8 143 Den fuͤnden wenig in der Welt, „Obihm gleich ſehr wuͤrd nachgeſtellt. arum der Alchymiſten Rutk fftmahls ni chehätk d as eytel Brod, Wẽ̃ eil ſie auffwend et alles gar, Was man ihr gaͤb, od r ſonſt ihr war, Hoffet immer ar iffs woh hlgeraten, Und arbeitet auff eitel Schaden Denn wie ſich fand die Kunſt einmahl, Kunſt⸗ Daß man Glaß feſt macht als Metall, Beinde Riß ſie Kaͤyſer Tiber'us weg, Zerbrach, und warff alles in Dreck, Darin, und mit ſolches zugier Daß man das Gold nicht acht gering Alſo nahm Diocletian Sich eben ſolcher Haͤndel an, Und verbrannt in Egypten Land Alle Kunſt⸗Buͤcher, die er fand, Daß die Egypter nicht Gold machten/ Kr ieg wider die Roͤmer auffbrachten F end Kaͤyſer und Paͤl bſt zugleich Die Kunſt verboten in dem Reich, und elten die Meiſter g fangen So iſt Kunſt und Vorthel el entgangen, Ohn was dein Vater davon wuſt, Das haͤtt ich noch zu lernen Luſt Ich ſchwur ihm noch ein theuren Eyd,— Ich wuͤſt davon keinen Beſcheid dey ge⸗ Goͤnnt er mir aber ſeine Kunſt,—— Ich wolt ſie nicht lerner numſunſt, Alchymi⸗ S ondern ihn als ein V Ater ehren, 8 Bey mir beha Uten, ſchi uͤtzen, nehren All 144 ———..—.3.2———.—.—N...3—39.9.9.— E';UF- —— All mein Haab und Guth mit ihm theilen, V Es ſo oͤt an Danckba keit nicht feilen Er antwort: Daß ich Gold kan machen, V Sind nur heimlich verborgne Sachen, und nehme nicht die gantze Welt, B Daß den Furſten w ird an gemeldt, Die mich bald: vermauren, V Trauren, Daf aß ic ih ne Und mi Eln een auf oldarbeit. D Beuth ſich ſelbſt umbracht, N nichtz zu thun gedacht, Wieer ind erſel lben Gefahr Churfuͤrſten Auguſto war Und Thurnheuſer leber wolt reiſen, VY Denn ſein erſt Meiſterſtuͤck beweiſen. Wer ſein Herr ſelbſt kan bleibẽ'n allein, D Der ſoll keins andern Diener ſeyn Drum das damit ſo ein Geſtalt, W Daß ie meine Kunſt heimlich halt, Hätte a1 u0 mein Prob wollen ſparen, W Wenn ich eurs Vaters Tod erfahren. So weigert er ſich trefflich ſehr, Un Ich bat immer je laͤng'r je mehr, Und wolt ihn des erlaſſen nicht, Ale Biß er mich von der Sach bericht, Suniſen Und ſprach: Daß ihr mein Willen ſpuͤrt, W mancher⸗ Red ich, wie einem Freund gebuͤrt, 1eng 518. Sonſt koͤnnt ich von Planeten ſagen, Au Wie Braut und Braͤutgam ſich verte. Le mnm, W Wie t, ertra Wie 33 C 88 145 Wie die Nacht kommt, die Raben fliegen, damit ſie Der Thau faͤllt, wenn ſie ſchlaffen liegen. dreKunſ wunder⸗ Wenn der De ollmond ſch eint uͤber Nacht, barlich Die genroͤth die Sonn anbracht; machen. W᷑̃ ie Mercurius iſt ſo wild, Wie man Paſſion mit ihm ſpielt; Wie man im Pferd⸗ 2 Balſii iſchen Mache n muß, ſpeiſen, und ausfiſchen, Und gar verbrennen, d daßder Stein Davon uͤberbleibet allein. Wle die Schlang ihren Schwantz einfraß, 65 jell ſich ver Hn ſch und Haas Vom rothen Mann, und gruͤnen Leuen, Narrentantz, und Lufft Ge baͤuen, Von dem Kunſtweiſen Himmel-⸗Spiegel, Wie man die Stern reymet zum Diegel, Daß ſie aus dem Mercur entſpringen, Nach dem Monn, Sonnenſchein anbringen; Wie alles aus dem Circkel gehet, Wie die Dreyfaltigkeit beſtehet; Wie alle Kunſt der Alchymey Im E Ey fein abe gebild et ſey; Und Ji piter des Adlers( Ey Aus leinen n— chooß. rffet elitzwey, Als er den Roßmiſt hinauß ſchnellt, Damit der Kaͤfer d dem Ey ſtellt Wie man das Ey machet zum Kalck, Aus dem weiſſe n ein Waſſer walck, Aus. dem Dotter ein Oel gewinne, — Damit Goad ſchafft nach ſeinem Sinne, Wie man die Form und Farb vom Golde Fein meiſterlich abſcheiden ſolte, K Daß 146 38() S8E. ———-— Daß ein S Schneeweiſſes Silber bleibe, Als die Seel abf— et vom Leibe; Und wenn man denn des Goldes Seel, Einem andern Mete all befehl, Daß aus demſelben werden ſolt Auch alſobald pur lauter Gold Kaͤm aber zum Metall der Leib, Daß es Silber werd und auch bleib. Wie Pythagoras ehemals lehrt: Wenn ein Seel beym Eſel einkehrt, So bekaͤm er Menſchen Verſtand, Als man an Pferd, und Hunden fand Wenn aber auch des Eſels Art Am Menſchen Leib geſchmieret ward, So bekaͤm er Eſels Geſtalt, Ob er gleich ſeine Seel behalt, Als Lucio iſt widerfahren, Und Lucianus ſchreibt fuͤr Jahren 2. dieſem allen ſag ich nicht, Es ſind Poetiſche Gedicht, Da ami t die Alten dieſe Kunſt Verdunckelt haben, aus Abgunſt. näundee, Wißt das, wenn etwas ſoll auffgehen, Alchbomi⸗ So muß man ſeinen Saamen ſaͤen, ſierev. Ihm Speiſe ſchaffn und warme Zeit, Biß zu ſeiner Vollkommenheit. In gmein aber im Waſſer und Erden Aller Ding Saamen funden werden, Durch Wuͤrckung der Lufft, Waͤrm und Ster⸗ nen, Die alles erregen von fernen, 833(0 Se⸗ 147 Daß die Kraͤuter, Thier und Metallen, Daraus wachſen, und heraus fallen, Eh' denn ſie eingen Saamen gaben, Das will der Schoͤpffer alſo haben. Jedoch iſt auch Weißheit und Kunſt Dabey nicht todt, und gar umſunſt; Sie lehrt, wie man den Saamen findet, Und in ſeiner Mutter verbindet; Wie man ihm Speiß, und Waͤrme gibt, Biß daß er traͤgt, was uns geliebt; Sie nimmt Aſch, Saltz, Sand, Huͤnermiſt, Laͤſſets auffgehren als ein Miſt, Und ſchmeltzt daraus ein ſchoͤnes Glaß, Dem kein Edelgeſtein gleich was; Aus ein'm Kieß ſie Laſur erwarbe, Aus ſchwartzem Bley, weiß, gelb roth⸗farbe, Aus Felſen Ertz, Bild, und Gebaͤu, Zur Buͤrger Troſt, zur Feind abſcheu, Auch Saltz, und Oel, Waſſer und Wein, Aus Metall, Kraͤutern, Stein und Bein. Sie nimmt ein kleinen Kern zum Saamen, Macht draus ein groſſen Birnbaum ſtam⸗ men; Und will der Winter nicht geſtehen, Daß man die Zweig ſoll bluͤhen ſehen, So ſetzt ſie die ins warm daheim, Und laͤſſet ſie ausbluͤhen fein. Alſo wenn kein Gluckhenn da iſt, Legt ſie die Ey'r in warmen Miſt, Und heckt die Kuͤchlein dennoch aus, Wie im Egyptiſchen Backhauß. K 2 Wenn — 2 4 148 33 ο B8 Wenn man nun Gold will wachſen laſſen, Braucht man hie der maſſen? Und laͤſſt des Goldes Saamen fallen, n allerley Ertz und Metallen, Häfftdas mit Feuer bald zu recht, Was ſonſt die Natur langſam braͤcht W8. Phulo: Wie man aber den Saamen finde, fophen Iſt zu erforſchen ſehr geſchwinde: Stein ma⸗ Dent wie der Kern iſt in der Schalen, Das WNehl wird aus de Kleyn gemahlen, Das Ey a Us dem ene, en tſpr ngt; Alſo Gold Goldesſaamen br ingt hoch muß die Schal gebrochen ſeyn, Will man den Saamen haben rein; Daß pſich ein andr Geſtalt anfang, Iſt noth der erſten Untergang. Nör daß die erſt Materie bleibe, D U no Darau ſen nei ö SDas Holt V. 3 6. Cys Farbe Luavseoth, Cit Oiel 10 Ceöb Fdtbe, Re rog M ˖ Wenn ſein erftes 2 Vef en Le rbe Das gſchicht hie auff ma ncherley weiß, Man reinigt Queckf ſilber mit Fleiß, Und wiegt ſein zchnmal Jſo vie dar, Als ſonſt des feinſten Goldes war, Und thr its zuſamm in ſte iner n5 Nagen, Der die Fe urflan umen kan vertragen, Darin kochts lane gſam, nicht geſchwind, Biß daß ſich keit 32 ſilber findt, und das Gold am viertzigſten Tage Da wie ein Kohlſchwartz Pulder lage Das Pulver wird nun diſtilliert Mit groſſem Feur, wis ſichs gebuͤhrt, be, 38 C0o) 88 149 Daß man ein Feuchtigkeit gewinnt, Die wieder zu dem Pulver rinnt. Jedoch wenn ſie iſt abgefloſſen, Siebenmahl wied'r wird auffge egoſſen, Se 0 wirds ſchön Silbe er-we iß ge! nach t, Nach hundert ach t und achtzig Nacht, on dar an wird es gelb und roth, Sie ſich die Mor genroͤth erboth, Daß Salomon ſelbſt hiezu lacht, 55N ieſen 3 en S— drauff macht Die E Kön herfür 10 ht wi ie der Mon, 18— RAARIUA 166 K7 n¹ ane 01 t wie die So A Da ennoch laffer Biß daß es ſein Carbi inckelfarb de Am zwey und viertz—— Tag erwarbe, Und ward der Philoſophen Stein, Der zu dem Werck wird beſſer ſeyn, SPel in man das Geſchirr; 3¹ übrechen mag, Nach zwey hund'rt und zwey und ſieb'n⸗ tzig Tag, Nach welcher Zahl und Zeit, auff Erden, Die Menſchen Kind'r gebohren werden, Und zehnmahl ſo viet Golds da zehlt, Als der Stein fuͤr ſich einmahl haͤlt, Laͤßt ihn damit drey Tag ſtarck brennen, So wird man ſein Farben nicht kennen, Wie das Kind anders wird gefunden, Wenns in ſein Windlein iſt gewunden. K 3 Und 10(00 85 ——ů— Sesols Und wenn denn auch davon zuletzt ſopbenßNur ein Loth wird ins Feur geſetzt Steins. Mit drithalb hundert Loth Metall, So wirds lauter Gold allzumahl. Ja wenns muͤglich waͤr, daß das Meer Eitel geſchmoltzen Metall waͤr, Man koͤnt daſſelb mit dieſen Sachen, Zu eit'l Arabiſchen Gold machen, Wie Victril, wenn er mit Gruͤnſpahn In Schuſter Dinten wird gethan, Ein gluͤend Stahl zu Kupffer macht, Wie Kupffer wird zum Feur gebracht, Und mit Galmey alſo verſetzt, Daß draus gut Meſſing wird zuletzt, Gefaͤrbet wie ein guͤlden Ring, Wenn er trinckt Goßlariſchen Zing; Da doch Meffing ſolcher Figur Auch in Cypern waͤchſt von Natur Wie ich denn Meſſing, wenn ich wollt, Auch machen wolt zu lauter Gold Slaub dor Denn weil jed Ding zu ſeiner Zeit Feneni, Strebt nach ſeiner Vollkommenheit, So will auch all Metall Gold ſeyn, Kan ſich aber nicht machen rein, Weil ihm Krafft und Hitz daran fehlt, Die ihm alſo wird zugetheilt. So berichtet der Guͤldenwort, Und fuhr in der Red weiter fort Das —— Das XVI. Capitel, Ven mancherley Alchymiſtiſchen Gold⸗ machen/ und wer ſich deſſen ge⸗ 8 braucht habe? Iß iſt die Hauptkunſt gar allein, Daneben noch viel ander ſeyn, So auch Silber und Gold erreichen/ Aber dieſer nichts zu vergleichen, Als daß man kuͤnſtlich finden kan, Was die Ertz, Silber und Gold han, Und den gewinnen, oder ſcheiden, Oder zu knap thun allen beyden. Denn als in Sieilia war Archimedes, ſeynd itzt viel Jahr, Fragt ſein Koͤnig von ihm Bericht, Ob lauter Gold waͤr oder nicht, Die Kron, ſo erſt gemachet neu, Oder wie viel Silber dabey? Da gedacht der Sinnreiche Mann, Wie er die Sach wollt greiffen an, Und wuſt auff keinen Orth zu ſetzen, Wenn er die Kron nicht ſollt verletzen Als er aber zum Bad daher In Sorgen ankam ungefehr, Nackend in die Wannen ſich legt, Zuſah', wie das Waſſer ſich regt, Und ſo viel immer hoͤher gieng, Als er ſich zu ſencken anfieng, K 4 Biß Biß es zuletzt auch Ubergoß, Und aus der Wan un auffs Pflaſt or floß; Daf fiel ihm ein der Fragen Griff, Daß er fuͤr Freud zur Wie er aus Mutter Leib gewunden, Rieff uͤber laut: gefund'n, gefunden Und tracht hernach mit allem Fleiß Den Sachen nach auff ſolche Weiß Das ſilber“ Nahm S Silbr und Gold gleich viel zumahl, Iſt in glei⸗ Abe 1 cher ſchwe⸗ Und macht aus eim jeden ein Ba ll, 1¹ 9⁰ Lei Rl Daß er fäh', wie in gleicher Schwer groß als Das Gold kleiner denn Sülber er waͤr. das Gold. Darnach bracht er zen Becher dar Einer gleich wie der ander war, Ließ jeden n ein'r Schuͤſſel ſt ahn, Goß 2 Vaſſer drein biß oben an, Und ſenckt hernach die Kug el nein, An jed er ſittig fein, Wug das Waſſer ſo heraus floß, Und rechnet denn den Überſchoß, Wie das Silber mehr auspreßt, nn ſonſt das Goldwaſſer geweſt, und* zuletzt, ſo viel da wuͤrd Die Kron ausdring'n mit ihrer Buͤrd Dun eue Mehr Waſſers, denn ihr Gold Göwicht ſolt, gröͤſſe faſt So viel Silber waͤr bey dem Gold 8*„ Das Silber ward auch ſo probiert, als das Und ob es Gobd haͤtt ausgeſpuͤrt: Silber. Wenn mans ins freyer Lufft er ſt wug, Darnach die Wag ins Waſſer ſchlug, Und verſuchts, wie es da zugieng, Ob auch der Balck gleich trechtig h 6 Denn 708 7 un 82 2 33( S88 185 Denn ſo viel die Zung gieng die quer, So viel das Silber ſchwerer waͤr Im Waſſer, denn vor auff dem Land, So viel man darein Goldes fand/ — Das iſt des Archimedes Ku nſt, Die kein Menſch kunt ausdencken ſunſt. N nun Silber, und Gold daran, Sold und in Waſſer bey de Silber Ein Waſſer beyde ſcheiden kan, ſcbeiben. Daß es das Silber heraus zwingt, Oder beydes auff Stuͤcken dringt, Und das Gold wie Aſch liegt am Grund, Das Silber klar als Waſſer ſtund. Das Feur nimmt auch d das Silber hin, Und laͤſſet das Gold zum Gewinn Sind ſie aber heimlich verſtackt, Im feſten Ertz zuſamm'n gepackt, So laͤ ßt man das Er 5 ſchmeltzen frey, Und wirfft darein ei n ſchwartzes Bley, Das hat Silber und Gold ſo lieb, Daß es das ſtielt gleich wie ein Dieb. Und wenn denn beydes worden ein, Ertz und Bley ſo hart als ein Stei So legt mal n auff d le& olln ein S tuck. So bald als dem erhitzt der Ruͤck, So fleuſt d d8 Bley h— Iſſer bahr, Bringt Gold und Silber mit ſich dar. Und laͤßt das Ertz da ſtehn verwuͤſt, Als Werck, darin— in Honig iſt. Hinwieder muß das Bley hinfli ee Kan bey Silber und Gold nicht liege Wenn man ihm heiß klar Feur 1 Silber und Gold rein brennen laͤßt. K 5 Es Lullers Kunſt Sold zu vermeh⸗ ven 54 88(0) 88 Es laͤſſet auch der alte Luller Ein Wunder heimlicher Kunſtbuler Das man in Saltz gelaͤutert fein Und klein getrieben Zie⸗ galten, Schi cht weiß rein Goldblechlein begrabe, Und in ein Krug verf ſcmieret habe Als— Glaſer ihr Wapen p pflegen Die ſie mit ſchwartz und 44— anle egen, Daß es im Kohlfeur gluͤend ſtehe, Vier und zwantzig Stund roth ausſehe Alsdenn hat es des Feuers ſatt, Und iſt kommen zum rechten Grad Man muß ab'r auch Silber daſtellen, Recht fein gebrennt auff der Capellen Und jedes Loth in zehn Blech ſchichte n, Und in voriges Saltz verſchlichten, Auch in n dergleiche n feſt vermauren Fuͤnff Stunden laſſen gluͤend dauren, Dann kalt ausnehmen, we ſchen, reiben, So lang es grau od'r ſchwartz will bleiben Nachmals fün ff Stundꝰn wieder einſetzen, Von neuen brennen, waſchen, wetzen, Und das ſo offt, biß daß es ſ ſchein So weiß als Schnee und Lilgen fein. Denn es— ſein Recht ausgeſtanden, Bleibt erloͤſet von ſeinen Banden. Alsde enn wiegt man die Blechlein abe, Daß man gleich Gold und Silber habe, Wirfft ein Silberblech zu dem Gold, „Der kt beydes zu mit ſchwartzen Schmolt, Setzt das Gold alſo in die Gluth, Daß es werd und bleib eine Fluth, 7 0 7 252 hen. 38 C0) 8K 15 In einm Geſchirr mit einer Deck, Da man ein Leymen J Pflock einſteckt. und nachmahls den auff jeder feit, Wenn Tag und Nacht vergangen iſt, Ein neu Silbern Blech werff Das wird des Goldes Speiſe ſeyn, Und ſich in Gold verwandeln gar. Wenn nur das Gold bleibt fluͤſſig klar, Biß daß die Blech all ſeyn verzehrt Das Gold faſt haͤlt zwei fachen Werth. Sonſt man auch andern Proeeß uͤbt, Dem Gold fuͤr Silber Kupffer gibt. Jedoch ſolt man zu allen S gchen, Alchvmi⸗ l 0 4 ſtifehe Den Herd gleich wie ein Schuͤſſel machen, Heud⸗ HBerd. Daß er das Gold gewi iß auffieng. Wenn derSchmeltztopff auff Stuͤcken gieng. Solche Kunſt und dergleichen Sachen So viel Alchymiſten arm machen, Die ſprech'n, der Kunſt ſey niemand werth, Er hab denn Hauß und Hoff verzehrt. Gold ſuchen in mindern, und mehren, Der Metall Wẽ Veſen nicht verkehren, Wllls Muͤh und Koſten nicht belohnen Ich acht ihrer nicht um ein Bohnen Ich weiß die rechte Griff und Weiß/ ch 194˙¹ Mein Goldmachen behaͤlt den Preiß Mein Kunſt beſchreibt Ovidius, Das die Wenn die Sonne, genannt Pacebus,— Ihr Pfeil ſcheuſt in Python den Drachen, Reichen Geſundheit, Fried und Freud zu machen. aunten Das Baptiſt Mantuan erklaͤrt, geweſen/ Und durch ein Nebel kennen lehrt—è 2 Wenn 37 e 55 38 0%85 Jaſon. Wenn ſaſon mit Feur⸗Ochſen pfluͤgt, Bricht den Acker, biß er ſich fuͤgt, N GKUiten NeAKi Und in ſich nimmt die Drachen Zaͤhn, neu Kriegs⸗Helden entſtehn, — 4 4 E— Die erſchrecklich ſeyn, e wirfft den Stein, 8 ++ 1 1**— 0. Denn ſchlagen ſie einander todt, 11802** FENAA Ie AHas Und Jaſon kommt aus aller Noth, A 0 RNAGAU 8[n l Fuͤhr et davon das gülden ließ, 1 L lol ehrete ihm diß Hereules Wie Hereules die Aepffel holt, Spo waren aus pur lauter Gold, Aus der Helperiden Luſt⸗Garten, Schlug den Drachen, ſo ihr ſolt Wenn auch Rneas bricht im Wald Etlich Myſtel wie Gold geſtalt TAKR 1ti: 9 0* Fahr L damit In d 0 Hoͤll hinab 7 Warten ingt aH Eine do, So wird Pluto s iſt, Reichthum Soin 18daer Herr likt in8 NMührt Sein gnadger Herr, giöt Ehr und Ruhm Als die Sibylla ihm bewaͤhrt, Und der Virgilius uns lehrt. Ja das Retzel; Wo Blum'n auffgehen, Daran der Koͤnig Namen ſtehen, Iſt nichts, denn mein Himmliſcher Stein, Der macht Silber und Gold gemein Das wenig Gelehrten verſtehn, Beym hellen Licht im finſtern gehn Der war der wunderbare Ring, Giges Den Giges vom Todten empfieng, Im niedrgeſuncknen finſtern Schacht; Wenn er den fuͤr die Bauren bracht, Und Æ 35 C0) 88 157 ——2 Und etwa den Stein nach der Hand U0 er die Finger einwerts wand, So ward er von Niemand geſehen; Li ieß er den aber auswerts ſtehen, So ſah und kant ihn jed erman, Bi ß er ein Koͤnigreich bekam Der hat Gunſt, der ſein Guth al isſpendet, 8 rHaß, 80 Niemand was zuwendet. Zelchs alles deutet Arabs Geber „Eikine Morienus, Heber, luch Lullus Mullus, 1 1 Theopt lraſt In der Gernklugen Himmel Raſt. Denn wer kein re cht'r Phin oſophus iſt, Von Sort, Natur, und Kunſt geruͤſt, Und durch Er fahrung wolge— iet den rechten Grund erfaͤhrt, Weiß nicht, was geringſt Wort bedeut, „Berreuge ſich 0 lbſt und ander Leut. Darum ſchr eibt der Philoſophus, 1· Und Poet Palingenius, Gott woll die Kunſt nur offenbaren U Denen, ſo Philoſophen waren Die Kunſt braucht Noah u in der Archen, Moyſes/ Und die nachfolgend Patriarchen. Salomon M.* Tyhrus/ Der toyſes und der Salomon, Sido. Inſonderheit Tyrus, Sidon, Die Silber wie Sand ſammlen laſſen, IUnd das Gold 7 wie Koth auff der Gaſſen. Dadurch ward auch reich und bekandt In Deutſchen und in andern Land Marggraff Hans, daß ſein Barbaram Nicht allein der in Pommern nahm, Sondern ◻ 155 38 C0o9 8R4 Sondern die andr Eliſabeth, Ein ertzogn von Mantua haͤtt, Die drit in 2 annemarck. verreiſttf War eine Koͤnigin gepreiſet, 8 Ob er gleich die Chur nic ht erwarbe, Weil er vor ſeinem Vater ſtarbe, 0 Den Kaͤyſer Si amul d hielt ſo werth, Daß er ihm Brandent urg verehrt Die Stadt Venedi 8 wird dergleich, Von ſolchen Kuͤnſten trefflich reich, Da auch der Munch die Kunſt geſtolen, Die ſie halten heimlich verholen; Und wuͤſten ſie,daß wirs auch koͤnten, 3 n gern goͤnten, Wort, N Aittr apbtmaypd Auſt ermord Ein Tonne Golds ſie de Der ihn'n bericht die froͤlick Daß er uns mit der z0 Wenn nun dein Vater ſelbſt da w aͤr, unſt ge So wuͤrds nicht halb ſo lang und ſchwer, 25 igen Vielleicht koͤnt man aus gringen Sachen 8 WeR Dieſen edlen Elixier macher 8 Daß man nicht mehr Koſten duͤrfft dulden, 0 Der nn etwa auff ein Rheinſchen Gulden, Wie ich wol eh'mals habenſe agen, 8 Und uͤber mein Kunſt hoͤren klagen Wie der Mohr ein andern braucht, 4 Der gruͤn iſt und gelbli ch verraucht, Oder hat ein Waſſer G eſt ult, u Macht fei dennoch kalt Denn die Natur iſt wi mderl. ch, E Jeder hat ſein Kunſt ſonderlich, Nachdem ſie GOtt ihm offenbart, Ohn Gott kein Kunſt erfunden ward. Das as 8 U08 5 Das XVII. Capit el Wie Reinicken das Goldmachen gera⸗ then iſt. . ich, ſprach Reinick, die Kunſt und— Al⸗ ymiſten 16 Wort Hoffnung/ „Sabs er mit an ſchauet und hort, Rechnunz W ard mir das Hertz ſo groß im Leib, undazulage Als wenn ich waͤr ein ſchwanger Weib. Nur Koͤnigr eich und Fuͤrſtent thum, Warn mein Gedancken und mein Ruhm, Die warn zum Kauff odr Krieg nicht ſchwer, Ich wolt kein'm Herren dienen mehr. Meit Freund auch wolt ich all ergoͤtzen, Solten auff mich ihr Hoffnune 3 ſ. etzen, — 4 Kt aſſon Nan S85 nicht laſſen der Well!'erdrieſſe en, e wuͤrden mein reichlich genieſſen Das ich in froͤlichen Gelagen Ihn allen pflag troͤſtlich zu ſagen Weil ich nun ſelber Geld und Gold So viel machen koͤnt, als ich wolt Dar rum nahm ich von Weib und Kind Und allen, die mir verw andt ſind, Was ich von reinem Gold bekam, Bey vier tauſend Guͤlden zuſamm, Und macht mein Rechnung, daß damit Erjagt wuͤrden ai if, einem Ritt, Sechtzig mahl hundert tauſend ander, Als ehmals der groß Alexander Auff 50 25(986. Auff ſeines Freunds Begraͤbniß wand, Als Cæſar zu Rom Barſchafft fand, Als David ließ dem Salomon Damit man kaufft eins Koͤnigs Kron. Ich baut auch fuͤr mein Schloß heraus Ein muſterlich Diſtillier⸗Hauß, Einſatz Und ſchafft darein allen Vorrath, Mitende Den man zu ſolchen Sachen hat. *Der Muͤnch ſich auch großmuͤthig ſtellt, Verſchmiert im Krug etwas vom Geld, Ließ mich und mein Weib mit zuſchauen; Und daß wir nicht ſolten mißtrauen, Muſten wir beyd der Buͤchſen Mund Worl verſiegeln viereckt und rund, Damit mans nicht von ander ſetzt, Dir Siegel wuͤrden denn verletzt Wolleben Alſo bracht er das Gold zum Feur, —— A aber war kein S chleck zu theur⸗ 9 1 1. MI 8 6 Nilpyprvo 0 1 244 Wiloprel 4 2l to nnt 18er, Das er gern aß, gern tranck und leckt, Wir kaufftens und gabens ihm frey, Daß er kein Fleiß ſparet dabey Wir muſten auch wol leiden das, Wenn er bey unſer Tochter ſaß, Und ſonſt verborgen Haͤndel fuͤhrt, Die zu ſagen ſich nicht gebuͤrt Was auch mein Weib ihm hat gethan, Da ſchreibet Lucas nicht viel von. Sufatz zu Binn, daß der zehend Monath kam, beut deg. Und er die Buͤchs zum Feur ausnahm, Alchomi Zeigt uns auch unſer Siegel gantz, ſten. Der Goldes Rubin Farben Glantz, 335(00 SE 161 —----APPK-JiÄ..Xĩ Und ſprach: Nun mangeln nur drey Tag, Daß man gewonnen ruffen mag. Der Rubin wog bey nah vier Pfund, Drey tauſend Guͤlden war der Grund, Damit er drey Tag ſchmeltzen ſolt, Biß daß er ſich verlöͤr im Gold Ich rieff dazu das fromme Lamm, Unſern Pfarrer, Bellin Herman, Daß er nun ſelbſt anſchauen ſolt, Was er zuvor nicht glaͤuben wolt, Wenn er mir meinen Alchymiſten Immer ſchalt fuͤr ein boͤſen Chriſten, Dem ich nicht ſolt zu viel vertrauen, Oder es wuͤrd mich endlich reuen Er muſt ſprechen Segn und Gebeth, Ob ers gleich druͤber ungern thaͤt Der Meiſter fiel ſelbſt auff die Knie, Sagt, ſein Kunſt haͤtt gefehlet nie, Gott wuͤrd ihn dißmahl auch nicht laſſen. Daraus muſt ich ein Hertze faſſen, Satzt mich bey meinem Weib zum Feur, Ausgauh Sah mit an die groß Abentheur, 8˙ Daß der Krug auff Stuͤcken zuſprang, N Mein Weib beſtuͤrtzt zur Erden ſanck, Ich erſchrack, als ob einfiel das Hauß, Der Pfarrer lieff zur Thuͤr hinaus, Und unſer Schatz fiel in den Grund. O wehe! rieff der Muͤnch zur Stund, Was moͤgen fuͤr Sternen regieren, Daß wir ein Koͤnigreich verlieren? Was ſolt ich thun, was ſolt ich machen? Ich mußt aus Zorn der Thorheit lachen, L Daß * 8 J— 162 30 8 8 E 7— 4 —— Daß ich zuvor ein Salomon war, Und itzt ein Bettler er und ein Narr Wederho⸗ Als⸗ aber das Schrecken und Zorn —— Sich wieder ein wenig verlohrn, lige Arbeit Fragt ich den Muͤnch: Was wolln wir nun der Alchy⸗ 888 miſten. Zu den 332 Sachen thun? Er ſprach: Seyd ihr nur unerſchrocken, Ich will 3 auffklaubn die Brocken, Und das Werck von neuen anfangen, Es iſt mir nie ſo uͤbel gangen Ichl bin, Gott Lob, derſelbe Mann, Der tauſendfach einbringen kan Er ſchwur auch manchen ſchweren Eyd, Es ſolt ihm werden ewig leid, Er wolt Gott's Angeſicht nick men Wenn ich ihm nicht duͤrfft kuͤhnlich trauen So muͤſt ich noch z eh'n Mond zuſehen, Aber es wie zuvor geſchehen Der Al⸗ Darauff er ſich bekl ſeht chymiſten letzte Aus⸗ Es waͤr auch in der Alten? flucht. Daß man es nach den Sternen macht Das haͤtt er zuvor nicht bedacht Denn wie die Leib waͤrn ohne Leben, S ihn die Seelen nicht Macht geben o waͤren krafftloß alle Ding, Wenns Himmels-Licht, und Lauff ver gleng Niem and muͤſt auch kommen dabey, Der mit Unzucht umgangen ſey Die 1.S chmeltztoͤpff muͤſten auch ſo halten, Daß ſie die Hitz nicht koͤnt zerſpalten Und — 783 19 ver Und ——..9.9 9. ́—9—3—9 +—H— und 8425 das Feur nicht jederzeit Beyn Toͤp offen lag, gleich ſtarck und weit, W un die Kolen nicht einer Art, Nichts guts denn aus der Arbeit ward. Was ſolt ich thun ich armer Mann,—1 Ich hat das Spi iel g zefangen an, fragt die Und den Muͤnch auff den Halß geladen, 83 1 Und bekommen den Schimpff zum Scha⸗ ne gluͤckli⸗ den che Stun⸗ de Es wolt doch nicht helffen viel Fuchen, Ich muſt daran das letz koerfuchen⸗ W̃᷑ de der Spieler nicht eh abließ, Bis ihms der ledig hieß Der Hund muß nach dem Schatten gaffen ihm das Fleiſch faͤllt aus der Laffen Und ſinckt im tieffen See zu Grunde, Ve aͤſt i ihnen ichſehn mit ledi gm Munde Und ſchickt damit hin in Welſchland Zue n'm Cuido Bonat genannt, Der ſchrieb mir Tag, Stunden, Minut, Wenn es waͤr Anzufange n gut: Als zu Mittag und bald hernach, Wenns ins Widers, odr Leun Gemach Im Mertzn, odr Erndt, die helle Sonn Gluͤcklich anblickt den halben Mon, Oder aus einm Zweyleibge n Zeichen Daß kein boͤß Aſpect ſie err eichen; Wenn Jupter, Venus, Mars daneben Ihm be eyſpringen, gut Zeugniß geben. 30. ließ auch niemand dazu gehen, dr auch nicht von ferne zuſehen, *3232 Ohn 164 38(% 88. Ohn den Muͤnch allein, und den Knaben, Ich kam ſelbſt nicht, wolt ers gleich haben, Alchb⸗ Und kaufft ein Buͤchs von feſtem Eiſen Büche. Darinn ſolt er die Kunſt beweiſen. Ich ließ auch Ziegl und Eiſenſtein Und viel Hammerſchlag reiben klein, Und. mit E yerweiß wohl durchkneten, Damit die Buͤchs feſt zu verleten, Ich wand an Kohln auch allen Fleiß, Ließ ihm mit dem Feur ſeine weiß Kuvun, Als aber diß war alls geſchehen, G888— wir mit Verlangen zuſehen, Da kam uns an ein groſſer Grauß, Die Buͤchs fuhr hoch zum Schorſtein aus, Und verfiel in den tieffen See. Ich f pr ach: Der Teuffel wag es meh, Es iſt Geld ut d Ar beit verlohrn, Und gieng davon im groſſem Zorn Heimliche Indeß nahm der Münch ſeinen Raub, Neiter, Und macht ſich damit aus dem Staub, ſtück un Handgriff Als h haͤtt ihn ein böoͤß Geiſt gefuͤhrt, Mulſeteb. Ich hab ihn auch nirgend geſpuͤhrt; Sein Knaben aber ließ ich fangen, Der berichtet, wie es war gangen, Und was er für Handgriff g, gewuͤſt, GoOtt 909 daß ers am Galgen buͤſt. Wie er des Leims brauc t zweyerley, n brech er leicht entzwey, Den. andern ſchmiert er letzlich an, enn das Geſchirr ſolt ledig ſtahn ⏑ R 28 2 — n, ſtein 38 C0o9 8 165 Wie er mit feſtem Kitt die Segel All abgedruckt haͤtt von dem Diegel, Und das Gold heimlich ausgefuͤhrt, Auri pigment darein verſchmiert, Das ſich oben an Toͤpffen haͤne gt, Und die Rubin⸗Geſtalt empfaͤngt, Zuletzt Queckſilbr und anders viel, — die Buͤchſen zerſpr engt ohn Ziel. Lie er ein Pfriem haͤtt, der waͤr hohl, Zur Seit mit Wachs verſchmieret wol, Daraus zur kleinen Prob und Reſt, Ein Goldpulver ablieff ins 5 Wie er Gold in Schwefel verpackt Wie ers im Queckſilbe verſtackt, Das aus ſein'm Ermel G zold drin lage, Wenn man ſichs am wen'gſten verſahe. Odr macht aus Gold ſchwartz Hammer⸗ ſchlag, Sagt: es waͤr Orientaliſch Lack, Odr auch ein hohl Kollen herbracht, Ins Feur fee⸗ ſagt, er haͤtts gemacht. Wie er die Guͤlden fuͤhrt ins Bad, Ließ ſie au 4*5 witzen etlich Grad Und gab ihn Queckſilber Gewicht, Daß man den Betrug mercketnicht. Von dieſen und dergleichen Sachen Wolt er Queckſilber⸗Waſſer machen, Das alle Metallen purgiert, Und Gold od'r Silber daraus wuͤrd. Ja wie er Gold aufnehm von Fremden, Als wolt ers auff ſein Schmeltzwerck wen den, L 3 Ver 6.* A 166 0 8 6608 Sk⸗ 9 Verſchwendts, vergebs, mit ſolchen Wort en Solchs Drecks find man an allen Orten Wer ſeine Weißheit haͤtt und Kunſt, Acht weder Geld noch Herren-Gunſt, Das ſolt ihm ein Anſehen machen, Und Vertrauen auff ſeine Sachen Und der S chelmſtuͤt cken mancherley, Gericht't auff eit'l Betruͤgerey, Daß ihm ein'n Groſchen trag der Scherff, Die Bratwurſt ein Speckſeit abwerff Er hat auch, wenn ſein Knab ihn fragt, Warum er Meineyd ſchwuͤr? geſagt Kinder ſoll man mit Zucker ſtellen, Die Alten mit Eydſchwuͤren faͤllen. Ebren⸗ Alſo haͤtt er ſehr viel belogen, Ainn⸗ Verfuͤhrt, beſtohlen, und betrogen, ſien. So ihre Koͤpff elendig hiengen, Fuͤr groſſer Armuth b ln gi Blieben ſie aber etwas b Aertzt waͤren oder Seiffenſieder, Odr ſich derſelben Kunſt befliſſen, Und ander Leut wiedrum beſchiſſen, Ihr wenig Apothecker worden Erwehlten ihren rechten Orden Denn dazu ſolt man Alchymiſten Wie ſie denn ohn das ſehr wol n Daß bey der Apothekerey Die Kunſt ſehr hoch zu loben ſey Was gei⸗ So mace ich Gold, GOtt ſeys geklagt, elno Und werd von meinem Weib geplagt, macht. We n ſie! nir ſagt von G — * Dadurch ihr Guͤlden Aſc chen worden en Vonn meinem S alomonis So chi fH„ n Darin mein Geld nach India lieff, Daß Lapis Philoſo phic End lich ſey Spitt—9.— 18 Nrgel dem, der? Nl bringt zu Kauff, Daß er im Schweffel⸗Rauch erſauff, r flucht Das XVIII. Capitel, Der Mercraff will Reinickens Weibe Schaͤtze graben —. b* 8 0 IRats redli 8 Po tsha abr auch re 8 anbrant: GS825 4 1 2 Denn als ich: reiſet uͤber Land, gꝛaͤber An⸗ Kommt zu mein n Weib ein fremd Meeraff, ſolaͤnze. ingethan wie ein re iſend f Ffaß, Zot L4 Mit Chryſtal⸗ len ſeher. 165 28(0) SE Mit Beutel, Mant'!'l, und breitem Hut, Vertroͤſt ſie auch auff groſſes Gut, Das in mein'm Keller ſey vergraben, Waͤr ihr beſchert, ſie ſolt es haben Und zeigt ihr damit ein Chryſtall, Daraus man diß erkennet all, enn man ſie legt auff ein Gemaͤhld, War in ein Circkel rund geſtellt, it Iſchros, Hothios, Hagiot Hieß die Nacht-Lampen Salomon, Und laß dar zeben im Latein, Gold, Silber, und all Schaͤtz ſind mein, Aller Volcker Hoffnung wirdkommen, Alsdenn wird der Schatz ausgenommen. Das er alles gelernet hatte Von Grau Roͤcklein auff dem Gluͤcks⸗Rade Denn als ihr zwoͤlff im Dorff umtraten, W̃ — 92 Ji 9e0 Am Chriſt-Abend ein Zehrung k aten, Und auff drey Tag empfi Darum betruͤbt zum Dorff ausgiengen; Waͤr fuͤrm Wald zu ihm g ſchlichen an Im Grau Rock ein klein alter Mann, Geſagt: wenn ſie ihm folgen wolten, All heimlich Schaͤtz ſie finden ſolten, Nur daß ſie! in der Mitternacht, Von eilf fn biß d der Morgen erwacht Mit ihm auff dem Gluͤcks⸗Rad umfuͤhren, Der Zwoͤlfft aber wuͤrd ſich verlieren, Die andern ohn alle Gefahr Im Reichthum leben all ihr Jahr Er'/das Grauroͤcklein, wuſt die Runſt, Worlt ihm die mittheilen aus Gunſt. Nach 72 N, ach — Ä— Nach mancherley Fragen und S S Sagen, War geſchloſſen, ſie woltens wagen, Ihr einer wolt viel lieber ſterben, Denn daß ſie all ſolten verderben, Elend verachte Bettler ſeyn, Wie bey Kriegsleuten waͤr gemein, Die koͤnnten nicht alle gleich werben, Einer muß leb'n, der ander ſterben Dar auff ſie Grauroͤcklein zuletzt Auff ein ſehr weit groß Rad geſetzt, Das oben in den Luͤfften ſchwebt, WMNach der Breit wie ein Wolcken webt, Und oben Feur, unten ein Fluth, Als ſeh man in die Hoͤllen-Gluth, Auff mancher Wauſam Geſicht, Sie zu erſchrecken auffgericht Er haͤtt auch mi t! der lincken Hand, Das Nad l lincks umtrieben am Rand, Denn och d duͤrfft keiner kein Wort ſprechen, Oder er wolt ihm den Halß brechen. Endlich 50 er einen genommen, Ihr'r eilff waͤrn mit der Kunſt heimkommen, Wed ed er g geſetzt an ihrem Orth, Davon log er viel Wunderwort. So man doch ſonſt kein Gluͤcks⸗Rad weiß, Was des — er zwoͤlff Thier und Haͤuſer Kreys, Nadenza⸗ ÜUber Erd, Meer, und Thier gebogen, bel bedeu⸗ Und aheit lincks herum gezogen te. Ein Hauß den Tod und Hoͤll bedeut, Die andern gut od'r Mittel-Leut, W die Sonn ihren Lauff drein haͤlt, Das Jahr, Gluͤck und Ungluͤck beſtellt, 95 Neben MVoſßen do eden vden Sö K 8 f Wied ht der eibt, — Ihn inan be Gctte( Gloiket E ern man bey G—Ott hält, und bleibt das weiß, heiml ch Schaͤtz verſtehet, imlt ch S ach en 9 het, thum cken ken, icht brennen, er Pfaff wird Geſypenſt bey dem chatz⸗ e graben erz rr, ſicht 111 gt, 4 K4 Nacht erfahren, wWaren, Jaaß, tlein laß, Ning, Darinn kein Geſpenſt zu ihm gieng, er vo»Fyir 1 Dafjuͤr — 8 X — — 6 N 62 6 — afuͤr 38 0 0 K 1JI Æ —— i;...... Dafuͤr er ſich auch duͤckkt ins Meyt it Niemand ſeh, daß er da ſaß. Denn als nach ſeinem Spruch 100 Schwur Der Scha itz ſo hoch zu Tage fuhr Daß ihn die Kanninchen ausgruben, Mit einer Eck den Kaſten huben, Auch eins mit Fuͤſſen darauff ſprang, Daß der Haaß hoͤrt der Guͤlden Klang; Bracht ein Loͤdo ein Gabel getragen, Als wolt er den Haaſen erſchlagen, Varff ſie dort nieder auff die E 150 Satz t ſich, das Geft cht zum Haaſenkehrt Bald ein Baͤr noch ein e f Wa Rodon 0 VBode U Se 90 d Haajn zure Mialg 4 K R 6Iu Ein 3 zt ſich auch her fand, Trat dem Haaſen fornins 9. igeſicht Trat dem aaſen ſorn ins Angeſicht, Ein dicke Stang gar hoch auffricht. Darnach Noy 98 N 5 bel arnach der Low ſein Ga ſatzt Bey dem 5 ins Land, daß es platzt, d 9 8 2 Das— and un aſen umher goſſen, KI 552 ſei 1 39 ge lernet haͤtt, Der Schatz⸗ graͤber n Rat rNoth, in daß er eilend ſprang davon Rief laut, miterz aͤrmlichem Thon O du lieber Himmliſcher Vater, die drey Lolkater chatz bald verſchwunden, Bewahr m ich fi Darau ff Wadr! hr S Und her rnach nie wieder gefunden. Darum muſt der, der Sai en, Nur heimlich bet'n und ſonſt ſti ll ſchweigen Ir Darr nach: weil Gold Gold an ſich zog, Ein Silber das ander bewog, Dandgꝛiff. Ein Edelg ſtein zum andern faͤllet, Alraun beym Schatz⸗ graden. Denn gleich zu gleich ſich genug g'ſellet, Muͤſ Gold Sülber, Edelgeſtein Fuͤr allen Dingen dabey ſeyn, Inſon derheit da as Paten⸗ Gelef Das den Kindern waͤ igeſtellt; Ein Weſterhemd ſich gez ziemt Darin man die Tauffkinder nimmt Mein Weib alles getreulich holt, Was er dazu nur haben wolt. Da legt er ſein Allraun und Kraut, Sie legt die Kleinod in die Raut, Bedeckt ſie mit dem Weſterhemd Nun, ſprach er, kein Schimpff da fuͤrnehmt, Und betet mit mir in Andacht, Der Schatz wird ankommen mit Macht Mein Weib von gantzem Hertzen bat, GoOtt woll ihr nur Geld geben ſatt, Er ſolt ihr das gewiß vertrauen, Sie wolt ein Jungfraun⸗Kloſter bauen. C doth, n 7 eigen ehmt, acht en 838 0 0 81 173 Er aber vo If̃ hu t ſeinen Spruch, Und ſprach, mit Auffweiſen auffs Tuch: Elli, Kelli, Kuhkelbrio, I, Fix, Lux, Lix, Guck, geldrio. Der Wort macht er gar mancherley, Und ſchreib der Creutz ſehr viel dabey. Als das Gebeth auch war vollbracht, Zog er das Altar-Tuch mit Macht, Als zoͤg er an ein mn ſchweren Wagen, Doch nur zum Poſſu, wie ich will ſagen, Ob es nicht willig folgen wolt/ Und ſprach: Es fodert noch mehr Gold Es iſt noch etwas in dem Hauß Das muß man auch„bringen heraus. Die Frau ſchlet unig wied r bi ingieng, Und laß zuſammen etlich Ring, Die i ihr vertraute Freun de 9 zaben, Ihr Gedaͤchtniß dabey zu haben, Die muſt ſie auch ſelber verſtecken Unter des Altar⸗Tuchs vier Ecken, Und nun beten zum 88 hl So wuͤrd ſich der Schatz finden all. Das Tuch wolt aber noch ni ichtweichen, Man muſt de Kkei nod mehr 3 en Da ſprach mein Weib: Es iſt alls d Was in meiner S S 0. Ohn was die Kinder trag'n am Halß Er ſprach: Geht hin und bringet alls, Es wird bezahlet tauſend facht, Ihr kriegt mehr Geld, denn ihr gedacht. Das bracht ſie auch, legts oben auff, Damit erfuͤllet ward der Hauff, Und ——————— Und betet noch zum dritten mahl, MHOVY NAA 13 2 1 Aber das Tuch klebt noch am Saal — 1 S 1 59 1* oy oy(S ItbKAnat NaYνα Da ſt 0 2 er Schatz hangt daran, wurtz der 8 9 f Itik 4 4 Magt Schatz⸗ Es haͤlt ihn abr ein Teuffels Mann graͤber. Den muß ich mit ein'r Wurtzl abtreiben Ihr wolt allhie ein w enig bleiben, Ich laß bey euch Mantel und Hut, Hol. di 4 Wur, ſie K ſehr t von allen Dingen, Gieß u müſſen dafur auffſprit n gen, Sie ſtel t unter der nechſten Otch In einem Sprung ich die erreich, JIm Augenblick ich wieder ko mm. Damiit ſprang der Meeraff davon Mein'm Weib ward bey dem' Beten bang, raben Dieweil der Paf ausblieb ſo lang, Legt t auffd 15 Wẽ zeſterhemd die Hand, 0 n ſie. ihr Kleinod auch da fand, Aber ſie fand nichts bn Dle Pe ſt, Di 1 7 Oie ſie zuletzt aufflegen muſt, Und mancherley wunderlich Kraut Es war dem n Hund die Wurſt vertraut, Aff he att alles 325 ſackt, — ſich damit davon gepackt D as Pfaffenkl ei 8180. Pfand gelaſſen S Han 0 kam mein Weib auch zu maſſen So wurden wir dabey gebracht, Daß nun eines d es andern lacht, Daß wir nach dem Schatten geſchnappt, u nd ein and er das? Fleiſch ertappt Was Il ich k lagen? hin iſt hin, Sonſt waͤr ich reicher, denn ich bin. 7 7 — 10, Ut, 7 Mit 8(39S. Se 27 St⸗ 1757 Mit Schaden muſt ich werden klug. So giengs, als mich der Geiſt betrug Das XIX. Capitel, Eines Bauren und Haſelwurms Unei— nigkeit/ von der Welt hoͤchſten Danck SPEveer dieſem Raub der Bergemſen, W Gialdr⸗ h Des Goldk⸗ fers, und Die 7 allererſchrecklic Meines L Lebens Gefahr Dazu mich die Hunerſucht andrer Bremſen ſte war F 01 he es und E d f5 Aii EII. Und 0 Und Qr km Akillgelt machht 5 aug U Denn als auff einem Mittag Sicher im kuͤhlen Schatten le ag, Hört le e die Waldvogel ſt* Und ihre Stimm'n zuſammen klungen, F Trat zu mir an ein alter Bauer, Und der liſtig gifftige Lauer, 1ld 7 W Haſt Der Haſelwur irm, und ſch blich daher, 1— Als wenns ein groſſer P'eer⸗Aal waͤr urms Ald 1welin Jroſſe ceer⸗Aal waͤr, Seſtalt Mit einem harten Sp pitzen Schnabel, Mit He chts 5Zal ihn, und Gifft Zungen Gabel, Oben fahlſchwartz, unte Sah dem leib he afften Teuffel gleie Baten, ich wolt mich nicht beſck N, Hoͤren, wie ſie ihr S ach erklaͤren, Und denn ihre Unrichtigke Scheiden nach Recht u und Billigkeit 175 38(9 88 Des Bau⸗Und als ich dis ſo ließ geſchehen, Blieben ſie beyd gegen mir ſtehen, Haſel: Und der Baur ſprach: Mein Widerpart, wurm Die Schlang, lag vor gefangen hart Im hohlen Felß, darinn ſie kroch, Und deckt ein groſſer Stein das Loch, Den ein Gott hat gewaͤltzet fuͤr, Als ſie vor ihm kroch in die Thuͤr Da ſie nun drey Tag da geraſt, „Getraurt, geduͤrſtet und gfaf, Da ſie die Zung kaum regen kunt, So heiß und duͤrr war ihr der Mund, Und ich die Straß fuͤruͤber gieng, Hertzlich zu klagen ſie anfieng FVon ihrem Durſt und Todes⸗Noth, Ich wolt mich erbarmen durch GOtt, Und erretten ihr armes Leben, Den hoͤchſten Lohn wolt ſie mir geben, So die gantze Welt jeder Friſt Dem geb, dem ſie Danck ſchuldig iſt, Und ſchwur ein theuren Eyd dabey, Daß ihr Wort nicht erlogen ſey. Ich armer Mann wolt Danck erjagen, Waltzt den Stein ab ohn weiter Fragen, Und fodert den verdienten Sold Den ſie mir alſo geben wolt, Daß ſie mich tödt, und auff mir ſaͤß, Mein Hertz fuͤr Leckerbißlein aͤß Als ich das nicht kont recht erkennen, Und ſolt ein n andern Richter nennen/ Des. Hun⸗Kamen wir 5 eim magern Hund, Der fuͤr Alter kaum kriechen kunt, Welteohn Saß 0 t/ jen, 38 0 6+ U Sk 177 S a5 voller Floͤh und voller Flegen/ Den funden wir am Wegel iegen *. er anhoͤrt unſer Zwieſpalt, Sprach: Mit der Schlangen ich es halt Denn dafuͤr/ daß ich muthig war/ Fuͤr meine Herrn, wagt alle Gefahr War ihr Beyſtand in allen Sachen, Halffihnen ſtreiten, ja agen, wachen, Werdi ich im Alter gar verlaſſ ſſen, Muß Hungers ſterben auff der Straſſen Den Bericht ſchalt ich fuͤr unwahr, 0 Beil ſein Herr nicht zugegen war, Der ſchaͤrffſt Eſſig vom beſten Wein Der groͤſt Freund ſoll der groͤſt Feind ſeyn, Wenn ſie verderbt und boͤſe werden: So gehts auch mit der Hund Beſchwerden, Dogal alte Hund d offt ſelbſt verſchulden, Daß man ſie laͤnger nicht kan dulden, Wenn ſie wuͤten und um ſich beiſſen, Git t ander beſchmeiſſen; Daß auch der, den ſie gar nicht wunden, Mit einer——— ie Haut nur ſchrunden, Als haͤtt ihn ein Dor nheck gefetzt, Des wuͤ⸗ „Ein Schram ins Angeſicht geſetzt,——3 Sonſtſch geſund und witzig ſpuͤrt, Bis. Nach viertzig Tag erſt raſend wird 8 8 zandern aber in neun Tagen, Daß ſie nur bellen und nichts ſagen, Beiß eiſſen um ſich, meynen dabey, Daß alle Welt voll Waſſer ſey, Darin ſie ſtracks werden verſauffen, Im Harn auch Huͤndlein von ihn'n lauffen, M Daß 38(085 Daß meins Wiſſens an keinem Ort Ein gifftiger Thier iſt gehoͤrt, Das hab ich an mir ſelbſt vor Jahren Und an meinem Brud er erfahren, Er war nur in ein Bein gebiſſen, „Gedruckt, 0 eſeuffrt nicht durchgeriſſen, Darut nwa rd die Gefahr veracht, Biß daß, erſtlich nach viertzig Nacht, Er anfieng ins tunckel zugehen, Was naß war, wolt er nicht anſehen, ie gar heiſcher: Der boͤſe Geiſt tzt drein, der Hund mich aber beiſt; aſet nd, fiel offt in Ohnmacht,. Ichlieff nicht, ſondern ſchwaͤrmt Tag u Bellt wie ein Hund, wolt alle beiſſen, Se chlagen zukrat tzen, und zerreiſſen, Biß er verdurſt, verſchmacht, verdarrt, Und alsrͤher ihn der Schlag,erſtarrt M ch aber hat de Hund verwundt De arum riet h und halff, u D8* m uſtich die weiſen imn— ſen, 7 2 7◻ 2 8 7 e— 38(98 75 Davon mu ini mit warmen W Wein All Tag« 5 off'l voll trine cken ein, Biß viertzi ig Tag waren vorbey, 5⁰ bliebt ich„Gott Lob lendlich frey, Wie denn ander gleicher Geſtalt, So das Krebs⸗Pulver truncken bald Mein Bruder muſt fuͤr allzumahlen, Leider! elendigl ch bezahlen Dem Vieh gab'n ſie Silber, und Rinden, Dieſich an den Waldwurtzeln finden, * D ie wilden ri echend en Dorn⸗d Roſen Soltẽn ſie von der Gefahr erloͤſen, A¹ die“ N bwur oder Knoblauch, 7 e* 1 Den ſie mit Eſſig rieben auch, WMijit 1 iobt Honig mengtn, legten und ſchmierten, wes des Hundes Zaͤhn beruͤhrten, nuſt auch, wenns war, Durchs Waſſer gehnd as gantze Jahr. Man ſagt: weilihenoch ſeyd gar jung, Sitz euch ein Wurm unter der Zung, Denn ſolt man auch; zeitig ausſchneiden, So duͤrfft ihr das Wuüten nicht leiden, Oder die hoͤch ſt Sehnader gantz Oben ausziehen aus dem Schwantz; Vielmehr ſolt man eu 0 gar erſchlagen, Denn warten, biß ihr uns wolt plagen. Darnacher ein Pferd, Nes nfee⸗ Da 5 der Hunger ſo hatt' verzehrt,—.‚ Daß man all Knochen konte zehlen, der Welt Das ſolt fuͤr uns ein Urthei faͤllen. 2 Das antwort auch: Die Schlang hat Recht, Das bezeuget mein gantz Geſchlecht, 3 In Des Pfer⸗ des Ruhm Ae 3³ 6 8 Inſonderheit ich armer Held, Ich ward fuͤr alle Pferd erwehlt, Und dem Marſtaller untergeben, Der mich ſolt unterrichten eben, Daß ich lernt traben, wenden, ſtutzen, Springen, lauffen, die Feinde trutzen, Ja uͤber Schlagbaͤum, Graben, Mauren Satzt ich hinuͤber ohne Trauren, Uber lieff auch all mein' Geſellen, Kont im Stechen Roß und Mann faͤllen Ich war im Krieg auch unverzagt, Ob man gleich floh, oder nachjagt, Mein'n Junckherrn wolt ich nicht verlaſſen, Fuͤhrt ihn ohn Schaden alle Straſſen, Wie Bucephal den Alexander, Und mir nachgethan hat kein ander, D er Hoffnung, wenn ich meine Jugend nwendet a uff Ardeit und Tugend, S0 ird im Alter Ehr erjaget Und mich ne 5 mit guten en8 agen Mein Junckherr wuͤrd des Dienſt sgedencken, Zur Danckbarkeit das Futter ſchencker 09 ſag'n: Es iſt des Futters werth, Graurt war auch ehmahls ein gut Pferd Wa as ſoll man ſag'n, was ſoll man klagen, Danckbarkeit iſt lang todt geſchlagen Niem Wohlverdienſt wiſſen, Jedern muß ein klein Fehl verdrieſſen, Ein Laſter wi rdſo h och geſcholten, Daß keine Jugend wird vergolten, Weil bey dem ſelbſt, der andre ſchilt, Weder Recht, Ehr noch Tugend gilt Daoun Vem 72 2 * Denn 33( St 10 Denn als d die Kuge n nieder floſſen, Die mir in Bruſt und Halß geſchoſſen, Und die Sehnen fiengen zu druͤcken, Daß ich mit einem Fuß gieng tuͤcken, Und zum rennen undienlich ward, Muſt ich, nach der Baur-Maͤhren Art, Mit ſchleppen den Pflug, Eg und Wagen, R d wenig geſpeiſt, viel geſchlagen, iß das der Schirmeiſter auch klagt, Ich waͤr gantz und gar abgejagt, Dienet zu der Arbeit uchtmehr. 4N noch mein Lohn und Ehr sward mir aber ſo bezahlt Daßi 0 an der n Me N ck feil geſt Ult Ut d5 geka ufft ward von einem Francken, Der ſ Ilt mir rvorme 1Verdi enſt dancken, Sdalct kt mir auch. d. a8 G01. er barm Es war Winter, S Denmen kalt warm, Regen, Schnee, Hag ITag oder Nacht, Das nahm der Franck wenig in q acht; Er tri eb wichin ſei n FKarret nUm, Ub'r Berg und Thal, die qver und kruͤm, Und fucht nicht nur uͤberaus greulich Dersott Sol ndern G zottslaͤſterlie ch e abſcheulich,—— N on S eelen, T eufel m, E len enten, Gebet Von Leiden, Wunden, S acramer nten, erdd lug darzu mein ſchwaches Haͤupt, Daß ich dutz— ard und betaͤubt, arzu an beyde Auge n blind, ll Staͤre Krafft zugleich verſchwind So wa rd ich r echtſchaffen; gele Yrt, Daß, wer ſich mit Huren ernehrt, WMW E Und 1 ( — Und mit Karren im Land umfaͤhrt, Dem 0 Wh d Ungluͤck beſchehrt Biß ich mit dem 80 mren einmahl ÜUbẽ'r und uͤber abſtuͤrtzt ins Thal, Da er mein denn hat go Und laͤſt die n wilder n Thier mich fi keſſen Wo ich nicht noch vor Das iſt nune ememn Gewerb 1 64A Und iſt niemand der nach mirfrag U d5 Reini ckden Flie—— Das gich doch nicht von ihm begehrt 1 in nmer neu Hungrig eka imen, Die ihr Maͤuler nach voͤller nahmen; De rThochſt kohniſt Undanckbarkeit, Das erfahr ich mit Hertzeleid. Das Urt t ich billig ſchelten Undkt Nur erjchlteſe ſe eit lle Mſſethet Es darff kein Raunen Je edler Pferd,ſraͤrger L aune en Wie offt hat es den Zaum zerriſſen, Sein Herrn getrer'n, ge ſchlagn, gebiſſ Wie off wohl iſt es worden ſtaͤndig, d r iſt gelauffen gar unbaͤndig, be es waͤre raſend toll 7 Dafuͤr man ihm noch dancken ſoll O nein, Geſell, Lern auch das recht: Untreu ſein eigen Herren ſchlaͤgt Als 8 9 48 38(0) 88 183 5 29 4 Hen ſtm jeynt auch jeder zeit, irmährn haben wenig Leid, t, da aß ihrs moͤ chtet verſu ichen, harffſt du dein Stand nicht verflu cher n Weit anders aber iſt mein Sach, Ich that der Schlang kein Ungemach, dern erloͤſt ſie e 1 da von gegenw aͤrtige em 2 Dajuͤr will ſie mich nicht v erlaffen, Sondern morden auff freyer Straſſen 15, daß ſie geben wolt Widr den Mir d Biß er warr ſoſtarck K und ſogtoß, Daß allen Nachbarn es verdroß, Die nn lieſſen ferne wegfuͤhren zn die Wuͤſte en zun wilden Thieren; Als aber nach etlichen Jahren „ Der Menſch wolt durch die Gegend fahren, und D el nRaͤuber r⸗Rott ihn anlieff Daj er fuͤr Angſt ſehr ſchrey und rieff n? Da kannt der Drach ſeins Nehrers O imm, Lieff eilend hinzu in einm Grimm, Rieß ihr etlich auff kleine Stuͤck, Trieb die andern mit Macht zuruͤck, Errettet ſo denſelben Mann, Der ihn ehmahls hatt' guts gethan Ihr M4 Sie R0— 4 A. 184 3³ 0 818 —————Ujüͤä——— Sie weiß auch, was der wilde Leue Hat bewieſen fuͤr Da nck und Treue, Dem Hertzog von 8 unſchweig genannt, Als er mit ſeinem Schwerdt und Hand Ihm den Lindwurm halff uͤberwinnen, Darauff ſolt ſie jtzt ſich beſinnen Und mii auch D Danckbarkeit beweien N Die koͤnt man ihr zu Ehren preiſen Ihr Richter ſeyd nicht Ehren werth S chl gt euch mit eurem eignen S chwer 1 Iſtsr echt, Danck mit Undanck vergelten, So muͤßt ihr eur Herren nicht ſchelten; Iſt euch ab'r unrecht uͤbergangen, Wie lobt ihr den Undanck der Schlangen Darum Herr Reinick, weiſer Herr, Nehmt von uns an das Amt und Ehr, SIPIKs6 Unſor 286 Seyd Richter in unſer Zu zeſpalt, SKätot unott l U HUhel mie Ut: iſchul d für Gewalt XV 24 K 164 U Fn 51* 42 Wil tè nichts geb n, daß ſie nicht ſchade Das wird GOtt vergelten mit Gnade Wir haben uns alſo vertragen, Wir wollen thun, was ihr werd ſagen Das XX. Capitel, Reinick hoͤrt des Haſelwurms Antwort auff des Bauren Bericht (Khlad ſah einen um andern an, Ound antwortet zulczt dem Mann Ungern ich mich des u ntet rlieng, 17 1101 7 14* 3+ Was mich und mein Stand nicht angieng, 69 60 60 — 2 ort 38 0 E 185 Weil aberg jroß Gofahr d rauff ſtehet Bepderſet ts Leib, Ehr, Guth, angehet, So muß ich hoͤren beyde Parth, Darnach bleibt das Recht ungeſpart. Denn wenn ehmahls einer dem andern Warende⸗ 4¹ Ler Verklagt beym gro ſſen Alexandern, behaͤlt dem So hielt er das eine Ohr zu, Beklagten 4 2 das eine Und wenn man fragt, warum ers thu? Oore. So antwort er: damit das Ohr Auch des Beklagten Antwort hoͤr, So bewahr ichs ihm unbethort, Jedes Parth wird billt ggehort Darum ſoll die Schlang zuvor ſagen, Ob ſie nichts hab wider dein Klagen, ⏑( Nocht und irchoil Varnach: Recht und Urtheil ſind, RNR Entſcheid die Partheyen geſchw bind Haſelwurm mich ſcharff anſahe, Und ſprach: Ich ſag auff dieſe Klage, Daß ich dem Klaͤger„dieſen Mann, Hab einen theuren Eyd gethan, Wenn er mir wuͤrd retten mein Leben Den hoͤchſten Lohn wolt ich iht Damit die Welt alle Wohlthat thar l 72 IauKs 4 Ihren Freunden bezahlet hat. Das aber rK& laͤge nicht gefaͤllt, as Ui.— ſepd er Lohn der Welt wenns gleich waͤr, ſo ſer 8 unrecht, haß man ſo lohn ein'm frommen Knecht Das laß ich ihm gar nicht gut ſeyn, Und bleib bey dieſer Red allein: Es ſey gleich krumm, ſchlecht, oder recht, 282888 E Fio Solef 4 Die Welt lohnt alſo ihrem Knecht, W— 9 5 D aru m N K Roenackt Fochakur acht, dbewahrt, 5Raub und Guth, it ſein'm Schn ckh err fuͤr das ſein, 1111 56 1* XAAN 9 Ufke 0 eUker 1 U I e Alle el 1 0 in Pf rtner Amt! fort ni chtei Bohn, 8 nimmer Lohn Das nun erfahr ich armer Royin d KIs. 4 Werin die Stub ſcheißt, undd Sind Fond N Oind beybeins Lohns 4 5 Des alten Der ander klagt Zeit Baumei⸗ Haäͤtte keiner g 18 ſlers Lohn. EW 4 S4 K6 5 164 0 loß dUffzubauen, ſtuͤck und Bild zu hauen an des Fuͤrſt M V 916 uAn 4 8 0 E 1 0 + — Ni Di 0 —————— ——————————— 328 2 323 — 82 Er&Ke f— 22 ö 8 8 12—— 12—— 18——— 3S2— 8 2— 22 7 2 8— 122 51 5 8——— 2 2——4—— 7— „ s— S — 8r 4 1J 84 8 22 2 2 2 2 28 2 28 5— S r==A —— 2—7— 2 B8 282833— 2 8 2 2 S 2 E2—— K2 2 Re— 77 fN——2— 2 Fe 1— 5 ³³ 2 7— 2 22 0232 8 7— 8 I ESSSE2 2 2 22 88 8 2 ⏑ 2—— 5 5 8 — 2 2 3„„ 8 E—— S.— V2—— E ⏑=—12 2 8S 602 EL= e 38—2 2 ◻ Q˙⏑ 22 *— N 2 25• ⏑⏑ ⏑— ˙•3 2 8— RSSSOeSS=S SE2= 5 833 2 ==˙˙2. 2 2— 2 92 2 2 22 Sσσ 8 2 3232. 2 SRSSES 8 S2 S2 Æασ 23 S E ᷓ 2 22 2— SSSSE EE 2 SA2AS222 2+— ‚ 22 E 2— 2 2 2 8 2 S2 SS8 S8 2 2 S2 — errn 2 N. 2 2 2 23& 2—* 888— 2◻·· ᷑e2 8 8888— 2 + 2 + — ˙—— 2= 8— 2 2— 2 E 2 2 5 2— 2 ——— 3 8 22 E— 6—— 4 1 2 10 Ct 2 2 — ö— 8 C 4 f ——— ——— 222— — 2— Sondern auch die Heil'gen Propheten, * 11 und Eng lbe ſt 0 I Der Welt das he 0 1 „Der 2 thaten, uUn *— Aue ch v Lei tſſel zu GOttb ten Kriegten nichts mehr zu Lohn, a pott Gefaͤngniß und ſchmähligen od; rum wer nich Dr 8 108ar We ene — 1 zu keinem Amt und Ehren * Daru mman ratt Uund lehren, NI OKelsi Atk nd Darin man A beit Guth und! 1 Fuͤr ander Leut Wolfarth ſollg ge ben Er. NIſ waͤr* n ein Pfarr Nun uͤber mehr als funfftzig Jahr, Haͤtt faſt getau fft all di enoch le Ihn S⸗ N7 nent, und Weiber geben, 382 71010* 7 7 Sie geleh et oſt,—— Allen gett Fleiß ang andt Daß ſie einig, und Chriſtlich lebten Und allzeit nach dem Himmel ſtrebten Ja in Sterbens⸗Noͤthen, und Pe ſten, Und viel abſcheulichen Gebreſten, Wenn die Eltern ihr Kinder lieſ A Die M aͤnner ihr Weiber verſtieſſen War ich, ſagt er, getreu allein, Tag und Nacht muſt ich bey— nſeyn, S f Sie artzten, troſtet n und bekle Iget Icrt In Offtſ elbſt zu Gre a ſingen, und tragen, Auch Weib und Kind dabey Run muß ich mich ſo mu! ein junger verwegn E 0 Aniotneregfatt tacot ins J Anmemelr katt ſ. el! 1Raſt, 22 38(098 189 ——— ꝓ wů.— 1 ch muß fuͤr Kirch Hauß, Brod und Lohn Fuͤruͤbergehn mit Spott und Hohn, Darum daß meine Haͤnde beben, ich den Kelch kan nimmer geben er dient, bähdaßer wird unwerth, Dem iſt Undanck zum Lohn beſchert De 980öä iſt ſeiner Diener“ ohn/ Der bezahl uns im Hin unels Thron Diß dritt Urth eil ſ auff ein mahl Des 85 Manns E Einred um allzumahl Das vierdt ich an mit elb ſt erfahr, Denn weil ich ſo leutſelig war Dem Wa Daß 0 — 2 * S 0 h verſetzt Haͤtt ick dt gebiſſen, So wuͤrd ich ſein fr iedlich genieſſen. Darum hoffich, euer Weißheit, Die geruͤh met wird weit und breit FJleN das Urtheil 16 Wird nun das Urthen aiſd — 8 aß icd* 18 Daß ich toͤdten magd or ſHatugne enn das er ſagt von a Das in der W Velt trifft bHerrr und Knecht Das werdet ihr aue h ſelbſt nicht brechen, Und darnach eue r Urt theil ſprechen 8 2 — C 6 2— 22 — f 2 38 22 S2 D 2 8 2—— 2 2 2 4. 2— 5 2 S — 2—8— 1.. 8 2 8 2 8 2 2—— — 22 2 2 ö— S2E 2 2 2— 22 S 22 2 2— S——— 2 1. 2 2. S 2 2 2* 22 2 8 2 2 2 E—. 2—.— 2 8 8 232 2—— O SSS2 8 2— 2 2 22 8 58 198 SS2: 8— 4—— 2— 12 C68 5— 20— 2 NI ⏑ EE 2 2——— 4 2* 7 2 2 + — 1*— 4— 2 S. 3 2 1 K 83 *&„⸗— 2— 2 2— 2— E 2 2—— 8 8 7 2——. 33—— 1222— 2— S= S2 8*— 2 2 987 60 2 2 2 828 E285 0 240 8 5 85 2 4 ο— 2 .— 8 . D 7 Na 8 1* um Erloͤſet mich nur von der Schlangen Ich ſagt: laß dich nur nicht verlangen, Bring ich die Schlangi ns Lochh inein, Soleg! bald wieder fuͤr den Stein, Denſolt du ba ld das Urtheil horen, 2 arm Tropff ſolt den Schelmen roͤren 80Pprach zur Schlang; Zum Loch hinſchleich, Eur Ber ichtf iſt gar ſehr ungleich, Drumkani ich d Wue il nicht ſprechen, Ich ſeh denn den Orth der Gebrechen, Die umſtaͤnd veraͤndern das Recht, Wenn ich die ſeh, wird alles ſchlecht, Nach der Umſtaͤnd Gelege nheit, Geb ich ein richtigen decheid. Reinicken So kamen wir zum holen Stein, miſben Die Schlang kroch von ihr ſelbſt hinein, dem Bau⸗ Spr ach. So lag ich hinter der Thuͤr. BDeBan waltz et den Ste in bald fuͤr gen Ich aber fragt: liegt auch der& Stein Eben alſo, wie er ſoll ſeyn? Ja, ſprach die Schlang, alſo iſts gangen, So erbaͤrmlich lag ich gefangen Darauff ſchloß ich nun alſo fort, Dieweil ich ſehe That und Orth, Und ſprach darauff das Recht zuletzt: Nun ihr in vorgen S Stand geſetzt, S o der Mann will, laf g er dich loß, So dukanſt, ihm das Hertz abſtoß. Der Baur fuͤr Freuden hoch auffſprang, Dem Urtheil ich von Hertzen danck, Sprach er; die Schlang flucht aber ſehr, Daß ſie wieder hin kommen waͤr, + Nenſe He Cios Ierhoi ſies U rthei 8 ib Und Ich ti öſt ſi e mitk lchel Meir Recht ſie Fuüngilk Tunbimlign nan ſelbe leide, Das man andern vor recht beſcheide. Reinick vertrauet des Bauren Zuſag/ nd bekommt daruͤber der Welt sHaf höchſten Lohn ferN A0 Ves wir nun abgiengen ins Feld, K Y 52 104 518 § Daß ich empfieng mein Urtheil⸗Geld, ti Bauren: In der Stadt Ein Baur Knecht aufgeborget hat, So doch ſein Hoffmeyer gewollt, Daß er es baar bezahlen ſolt Mit dem Geld, das er haͤtt empfangen Von ihm, als er zur Stadt war gangen Als nun der Kauffmann dieſen Knecht Vor de m Richter beſtallt zu Recht, Vertroͤ ſt den Kne cht ſein Advocat, Er mach ihn loß durch ſeinen Rath, Wenn: er ſein m Weib ein Peltz verehr, Jund ihm die Helfft vom Geld gewaͤhr Der Knecht vorhieß ohn alls Bedencken, Das Geld und Peltz 6 willig zu ſchencken, N Wenn ———— ů ů—— 25— Benn nur dem Rathf olget That Jarauf Advocat, Wenn ſcheer kommen, 9 cerſ Ja wenn er ihn ſelhfm ernf ſtͤch ch fragt, Solt er nichts an kworten Das Recht ihme Daru nals der Kauffman geklagt Von den Sachen, wie vor geſagt, Der Richter auch den Knecht anredt, Daß er darauff ſein Antwort thaͤt. Antwort er: Bleh, und gar nichts mehr, Indeß trat der Procrator her, Bat, daß er guͤnſtig werd gehort, Er wolt reden des Knechtes Wort, Weil ihm ſein Meyr zu uvor bericht, Daß er ſtumm waͤr, und redet nicht, Drum ſolt der Klaͤgerf Beweiſen nach ſeiner A Oder der Nichter 8 dieſen Kne cht uU Inſch uldi 19 gerkenne mmit NRe decht er Kauffmann ſagt: 5 warn allein, Wer ſoll d jenn 1 nſer Seuge ſeyn 7 Der Knecht ſagf elbſt, obs anders ſey D No OaIAe 2 SKſtal 6 Der Knecht ſag Blel und blieb dabey W.2 r Dem Richter daurt des Bauren Noth, Ganndem Wuch Wucherer gern den Spott, Und nach vielen? Reden erkannt, 53 Ine Der KI echt w uͤrd wideir 3 Techt gemaht 1 Derhalbe n ſpi lch de: 7 8 Deine Recht Sa ſchafft hat, Schaff — — O) S8. Schaff nun, daß auch werd zugeſtellt Mein m Weib der Peltz, und mir das Geld, Was ſagſt du darzu? Er ſprach: Bleh „Hey! das thut mir im Hertzen weh, ach ſein Meiſter, biſt du ſo thum, u meynf ſt, du ſolt gar bleiben ſtumm? d frey heraus, wir ſind allein; 0 rantwort't weder Ja noch Nein, Sondern ſagt: Bleh. Daß der Procrater Endlich ſah wie ein wilder Kater, und ſtieß den Knecht hin fuͤr das Hauß, So blieb beyd Peltz, und Guͤlden aus We un du mit mir woltſt auch ſo thun S ageſt mir viel von Hahn und Huhn, N als u ürd nichts daraus, denn Bleh, Relnecken Wie e ich mich fuͤrcht, daß es geſcheh: Augs. Oder uͤbergebſt mi ich d den Hunden, D Die mir die Haut riſſen voll Wunden, Oder n lich gar brachten ums Leben, So haͤtt ich boͤſen Rath gegeben. Mein Hertz iſt ſchwer, und ohne Freud Kuͤnfftig Ungluͤck ahnd ein'm allzeit Wenn du mir! volſtei n Schelm verehren So wolt ich lieb'r wieder umkehren Er an tWortet: Mei n lieber He ru, 0 Ich beweiß euch Treu, Lieb und Ehr, Und geb euch meine Huͤner all, Ich hab auch einen feſten Stall, Darin ſolt ihr euch heimlich ſetzen. it Sokan euch mein Hund nicht verletzen, Da. will ich euch die Huͤner reichen, So koͤnt ihr bleiben oder weichen. chaff N 2 3 Se 24 e 50 nich auch hin auff den& „ FiKt„AIun Jer war dicht wie ein(dUu ll Er t die Thuͤt auch fl gig 31 aß mir niemand zufuͤgt Unruh A Fackt auck ſolſeſr. hioſſrkein Votl ſch acht auch ſelbſt, hie iſt kein h9eoth Beder z0 mGef ingniß noch zum To Wird umu die Hune t brin 1 So Win b⸗ 1 wegſpringen Die Bauer Frau heiſ⸗ ſet ihren Mann der Mann ſein Weibea willkomn SDauaberl Peadt ein Schnitt ihnen Brod, undr Sie ſprach aber: Nun ſer 2 —7 Wie ſie unter den Huͤ Daß ſie damit floͤgen * In aller hundert tauſer 8 U lang ſatt * U Ich Moalt dich Woll bich ge Bedarffſt du hinfort N Er antwortet: O liebe Gr Zu gutem Gluͤck— nicht 5 5AGgtt, daß du mich Danck 88 tt, daß du mich wi He Und ich entkommen aus d ** euen pftag, men, U ſpaͤt; ieder haſt, elR aſt oth, jent at mich der Fuche ch errett, Dafuͤr ich ihm die Zuſaͤg that, 2323 en, aͤhr auff ihres ines Fr ge⸗ · eh vigkei 2 — 2 8 2 2 2 1 ꝗb ick 5 r h N 2 17 1 leng u 9 E 37 lemp 1 1 I em Willen davon giene all —* 7— 198 38(60) 8 86 9 Diege bich ihm und halt me in Beſſr iſt mein Henn, denn ich ermordt Das Weib bald ein Waß chbleuel nahm, D Und biß ihre Zaͤhne zu Lief, und ſchlug zu mir gifft Ich faſſet ſie auch bey ein'm Bein, Und wolt das Fleiſch nicht laſſen gehen, So lang ich lſch en Di Sie ſchlug aber jele ens r jemel Und in mein linckes Aug ſo ſehr, Daß mir vergiengal⸗ mein Geſicht, Und ich die Thuͤr kunt fin den nicht, Ja daß ich ohnmaͤchtig verſchwand, 0 Verlohr mein Leben und Verſtand, Daß ich nicht weiß iß,— s ferner gangen, Und was hu empfangen, S Ohn daß ichh ynung macht, N jich gar ums ben bracht, Und df ßgeworffenh Dai ich die Nacht gelegen bin, — Biß ein Hund kam und zwackt mich hart ſeiner Dadurch ich wieder lebend we ard, — Gri Nnachd em Hund in blinder weiß, bendig. Daß er aus Furcht verließ die Speiß * lag im Miſt, W it Brey M Nerckt am Himmel und U zen G'ſchret 2 Daß e8 ſchon war nach J— Mitte ernacht 7 Darum ich mich nicht lang bedacht, N Sondern als mein Sinn ſich erholten, Y Und meine Fuͤß mich tragen wolten, Und Die doch ſehr kalt waren und bebten, Und gar langſam wiedrum aufflebten, 33(0) Sk⸗ 199 ... Danckt ich GOtt, daß der Teuffelin Fuͤr Zorn nicht we ukommen in Sinn, 61 vielleicht mein Pel tz goͤlt mehr Dreyer, enn ſonſt ihr Huͤhn, und Mandel Eyer; ch! vieder heim, ſo gut ich kunt, Nein Weib waͤrmt das Aug mit dem Mund, Druckt es wiederum an ſeine S Statt, Das mir aus der maſſen weh that Is G'ſicht dran aber w Uvs rgehen, Doch muß ich mit dem einen ſeh ch mehr, denn ich wol kan erl So bin ich zum Huͤnermarck gangen hab ich leyd'r nichts me J 1 Unda Och hn K 1 — L I V 1 r tein 1 ſnot, 4 LAl 1 5 8 Folf 6alßhoyneoun unde h wolt E albern ſeyn, Wie die Gaͤnß, Huͤner, und die Schwein, Oder n. wie ihr ſeyd gleicher maſſen, wolt mich ehr auffhencken laſſen 2 VVII R 4 Das XXIII. Capitel, Murners eine Kunſt iſt beſſer/ denn Reincken Sacke voll. Hüurne erndas. Hertz im Leibe kracht, Daßer ſoſchimpfflich ward veracht, 5 d gieng den gantzen Weg und murrt, Wie ein Cordubans Koller kurrt 23 Reinick N und Mut ner jag n etn we iß Bauer +7 1 N yr 9 N* U 4 VNIn 87 eenach kin beu, 32 eſten werde or Pygton I Her Okal A 0 imt 99 daß es nicht gilff. 811 1 Lel Hail, + 2 U 165 Al 8 Und ſtutzte Nle pffe zu* Die Jaͤger ſuchtenſ Und lieffen ſchnell Ä 6 A 10 7 ber die Hun N Umringten ſie— ˖ Murnern gedaucht zu r⸗ daum, Rurner Die Hund auch viel zu frech angehen, D denoett. Denn daß ſie ſolt n den Kampff beſtehen, Hunden Und fuhr in Eyl den Baum hinan, B Das war die Kunſt, die er nur kan V eIu o gantz. Por elg * eol 1n¹U n 17 üge El F vVolk, 1 1 * bſt nich VI 3 1 * 1 1 5 0 mit il 6* 5 R1 af S uISſof en zu diel, ihr zw 'eſicht; er, under? — 1 ht, 6 M 7 He ns 1 L 19 Auch Ttol 1 9 r n * 11 o warn ihm auc nehmet a ur ein 1„ eine vo K 2 4 * X2. 202 3 0 Ge 23 D Es f flieget eur Haa U uͤberall, S ie werden euch rupffen gar kahl Reinicken Reinick'n ward die Naf abgebiſſen, 1 Und der Knebelbart weggeriſſen, Daß man ſeine ſ ꝛiſe Zaͤhn, Als ob er lacht, alle kunt ſehn Hul Ibd och nach Mi rner auf den Mund Ob er gleich gar nicht reden kunt, Daß er ſich des erbarmen ſolt/ Daß er ſeiner noch ſpotten wolt Er ſeufftzet auch von Her tzen G drund, Und mum melt das mit halben Mund Otreuer Fre und, ein ſeltzam Gaſt, Wer dich findet, halte dich faſt Jone eynt, du waͤrſt ein Eichen Aſt, t du ka Ume in Linden B aſt. ſprach: Gevatter, der Sachen 5 n ſehr unfreundlich Schertzen fder ein' Hund hinweg, De von Augen wuͤſch den Drec Und ſ0 ne Wunden ließ verbinden, der and'r wolt Re inicken gar ſchinden, Und Dfa ßt ihn hinten an dem Halß, Druͤckt ihn hart an Boden nachmahls, Da aß ihm der Athen! ar entgieng, Und er zu Seelzagen anfieng, Sein Augen auch heßlic verwandt, Damit er doch kein Licht mehr kant, Sondern die Sonn alſo anſahe, Als wuͤrd ſie eitel ſchwartz und graue Das Das 38(00 88 203 Das jammert? Murnern gar zuſehr,— ſe Kunt dem Spiel nicht; zuſehen mehr, Keinicken Sprang wie ein Luchs im Augenblick von dem Den Stallwaͤchter auf ſeinen Ruͤck, 3 eng ſich at n mit den Hi nter⸗Klauen, Fieng mit den foͤrdern an zu hauen In die Ohren grimmig zu beiſſen, Die Augẽn zu kratzen und zu reiſſen, Daß er erſchrack von Naͤgeln ſcharff, Und wie ein Aff ſich uͤberwarff, Rieff Kain an mit aller? Macht, Und lieff halb blind ſo aus der Schlacht Das XXIV. Capitel, Murner iſt Reinickens Artzt. S nun Murner wieder ankam, War Reinie k gar ein krancker Mann, Lag und blutet gleichwie ein Schwein, Kunte nicht treten auff ein Bein, Fiel noch dazu offt in Ohnmacht Murner auff Rath und Huͤlffedacht Wie er ihn brächt aufſſer ne Bein, Daß er nur wieder hinck dlel hein Und hielt fur die Obamacht geſund Ihm ein wilden Kuͤrbß an den Mund. Das Blutaber⸗ ſo die Hund lieſſen Allda aus ihren Wunden flieſſen, Vermengt er mit wilden Knoblauch, Und gabs Reinicken zu lecken auch. — Rorte Ein! 1 0 mn E90 I ADeretei U Meure iſt 11. 1 1 Nel, ES 1 ſeboch liick Auch nicht ſo ſchwartzgruͤn am geſchick, Sandoyi nt ſel GRaAe Sonderng lied we iß, 8* ruͤngelblick ſchmahl, W— 8.—+ int roth Anaga aus dba Er rah rune iglich truͤnck vi onts 14 J08 5 Er konts a ber im Holtz nicht finden⸗ t er ihn ſo verbinden, II and Kocokl'n Ginoi VoIi Das ander befehl'n ſeinem Weib, FJio K ſrellt Para 11 Loißs Ebeſtellt var auffſe nen Leib Wund⸗ Wurtzel i⸗ 2 2 3822 3328 S8 232 2 82 Sι — 2 22 chehen eſe f 8 2 6 222 7 eEK 206 38 6 0 SE AARA. Davon hab bich ir in jungen Tagen Die ſchoͤn Hiſtoria hoͤren ſagen: Die Maͤußlein lieffen um die Wette, Da ein Loͤm hielt ſein Ruheſtaͤtte, Und als er eins im Zort ergrieff, „Da Wunverſehens auff ihn lieff, Bath es, Er wolt ihms Leben ſchencken, Danckbarlich Suit es das gedencken, Weedruml hertzlich um ihn verſchulden Der Loͤwe ſprach: Ich muß es duld Wei du wilt mein Wolthaͤter ſeyn, Wenn du groß wirſt, nun biſt zu klein. Hernach hoͤrt es den Loͤwen bruͤllen, Gedacht, es gieng nicht zu mit Willen, Sucht, und fand ihn an Baͤumen hangen, Mi uit Haͤnden, Fuͤſſn, un d Hals gefangen, Netz geme ach t von ſtarcken Stricken, 3* Rickt nt ontyoniFo Daraus er ſich nicht kont entruͤcken, NN f 7 . I KK 1 RAunr van 4nA Wile ſehr er ſich auch y O, rang, drang, Biß, rieß, ſtieß zog, reckt, ſtreckt und ſprang; Die Strick dadurch ſich mehr verworren, All Kunſt und Staͤrck ihr Krafft ver ren, Daß ihm der Ruͤck anfieng zu kalten, Kont wed er forn noch hinten halten, Muſt ſein Hoffnung und L 3 Leben Aus Zweiffel i in die Se chantze geben. Da ſprach das Män ßlein: Edler Leue, Nun ſpuͤhrt eurs kleinſten Freundes Treue Der kan auch retten aus den Noͤthen; Darauff zerbiß es den Haupt⸗Knoten, Damit M eue amut n ringeſt Die leimern e ſteiner un Feſte Laßt unver achte 2* man, Ihrn wuͤſt nicht, vas ein ander Fan: tann offt ſehr 387 ring, 2 875 4 auff be und gehmen So verſtuͤrtzt, daß ihr euch moͤgt ſchaͤmen, Hatt wandern ſollen euer Straſſen, Und dem Bauren ſein Huͤner laſſen Wer gern beſchaͤdget ander Leute, Bekommt zuletzt auch gleiche Beut S0 5 9 ken zu kli 4 0 Juu Till Spottetf g⸗ 11 10 Und 9 Kam auch U Gaſt nicht 11 hin Aus Das XXV. Capitel, Murner betreugt die Maͤuſe mit ſeinem Todt⸗liegen. h noch thun Voricht 94 h noch thun HOericht, Maͤuſe 9 Sprach mein' Mutter, von dem Boͤſ Pfingſ Oche eins mu 6 wicht Es geſchah an eineme Pfingſtage Daß unſer Wohnung oͤdelage, Und kein Manthier mehr war daheim, Hielten am Tantzplaͤtz ihr Gemein 2⏑, eeͤ S 5² ο ε ο 8 I— 2 8 2 1— 2 — 4 175— —— 22 8— 4— 2— 0 8 2 222 — 2— * 2 +2 — 25 6— 0 2 S„ 2 — 2 232 2 22 2 2— 2 8 SS O 2 44 2.— 82˖ — R— 27— 2 700— 222 4 7¹ I 2 E. n— CE 2 8 8 87— 8 2 2—— — 8 2 2 2 2— 2 2 2 8— E— 7— 42 7 8—— 7— N 2˙ S 2 32 — 9 2 8 — 2 2=3 2 232 2 —4—— + 2 2 12 2 12— 2 2 2 4— L —— + 2◻ 8— 2 2 — S 8S2822 5 2—2 — 2 8 2 2— 22 822— 82 2 2 S288, S 2 2 20 10— 2— — 8 Et 7 C 6 I1U8 ſtund ind b. 235(0 S a09 Da lieffen wir weg allgemein, Er fiel herunter auff die Stein, Wie ſie ihm die Klauen abzogen, Die er in das Holtz eingebogen, Daß wir meynten, der loſe Tropff Haͤtt zerfallen das Ghirn im K opff, So viel kont die Boßheit erleiden, Dami ſie moͤcht ihr'n Willen treiben. Wir wolten all zuſpringen bald/ Der Trau nicht viel ſchrie: Halt ein, halt Man ſoll nicht ſingen, GOtt gedanckt⸗ Man hab denn vor den Sieg erlangt Seht, daß nicht ſey ein Bubenſtuͤck, Ihr wiſſet nicht des Murners Tuͤck, Er ſitz et offt zu Mitternacht, Als ob er ſchlieff, da er doch wacht/ Er haſcht all Maͤußlein, die ſich ruͤhren, Vielleicht will er uns auch verfuͤhren Denn daß er hieng ſo ungebunden/ Unberwundet, und ungeſchunden, Iſt bedencklich, ſag ich fuͤrwahr: Mir ſtehn zu Berg all meine Haar Sein Feind ſoll man nimmermehr trauen, Es wolt ein m̃ denn hernach gerauen Denn Art laͤſſet von der Art nicht, Der Speck will von der Schwarten nicht. Die Katze laͤßt ihr mauſen nicht, Haben mich mein Eltern bericht Und wie in uns nach Mondesſchein Die Lebern groß ſeyn oder klein, So ſind des Murners Augen auch, Damiit er uns ſucht ſeinem Bauch. O Laßt 2¹⁰ 60 N S85 Laßt uns nehmen ei 11 mgen Strick, Ihm ſchleuffen an die Kehl und G'nick, An den Enden von ferne weit, Auff gleichen Theil ſtehen bey Seit, Und zuruͤcken mit gantzer Gewalt, An Pfaͤhlen werd der Strick geſchnallt, So kan er mehr entlauffen nicht, So haben wir den Boͤſewicht gantkrid Das lachten wir gar hoͤhniſch aus verlacht. Und tratt herzu der Seitenpauß, Erfahren in der Artzeney, Fuͤhlt, ob ihm waͤr das G'nick entzwey, Ob der Pulß auch noch ſich bewegt, Sprach: Hoh, da iſt nichts, dasſ ſich regt Traunichtvielen verd droß der S Spott, — ach: wie iſts ein Ding, lieber GOtt, Daß ſich die Narr'n nehrelet laſſen! Und nahm damit zu Loch ſein Straſſen, Sein Kinder alle, klein und groß, 8 Muſten mit, ob ſies gleich verdroß Kictſer Wir ab ergiengen all herum denunfall Um Murnern in die Quer und K Der geſtraͤckt auff dem Ruͤcken lage, Als waͤr er todt, dem Spiel zuſahe Und wie uns vergangen das Grauen, Kunten wir nicht gnugſam anſchauen Sein Haͤnd und Fuͤſſe wie Luchsklauen, Sein Maul, damit er fiegt zu mauen, Und ſeine Teuffeiſſhe; Zaͤhn, Wie ſcharff Fiſchgraͤten anzuſehn. Es ſtarret ihm der Knebelbart, Nach der grimmigen oͤwen Art, Krum, Und D S NA3 2 Lef 3 S S Deit H Ach U S D Der! Un Nad Das Ack Wer! —— g· t, Und Und an der Erde lagd der Schw wantz Als ei El e Schlanc g geſtrecket gant 9/ ieſt Thi⸗ r Hercules bezwang, Tbier Vor nsöwminen Heyß hinten Schlang, 8 ie alten Chimæram hieſſe 5 ders kont man daraus nichts ſchlieſſen. arum giengen wir umher prangen In der Proee Cloria und Halleluj⸗ Daß unſer Feind tobdt lag allda. ie Jung⸗Geſellen ſprungen auch Dem geſtrackten Thier uͤbern Bauch: u Di 8 0 6 * c*˙ au en ſul iqen den Hra 16 Dl Jungfrau gen dben Krant id hielten e einen Rin Fo 3 18 12 Vt Das inwoendia 2⏑ voll Fein Uber alles fuͤhrten Wilt her Eltern Die Kinder zur froͤlichen Maͤhr, verfüdren Keſſen ſie mit Luſt all beſehn Des Murnerse erſchr⸗ ackliche Zaͤhn. Dein Herr Vater, d das GOtts er b Arim, Hub deinen Brud er auff der Arm, Ach leider! Es warkurtze Freud, „Dein ſchoͤnſter Brud Er S aͤumeze Der wolt der Katz die Zung aus reiſſen, Und mit ſeinen Zaͤhnen zerbeiſſen, Das war ein Fuͤncklein ſeiner Tugend; Ach wie tumkuͤhn iſt doch die J Jugend. Ier was geſchah ſchrecklich Ding, Der 2 Nurner fu ihr auff ſo gering, Die Katz Aswenn er waͤr ein Panquethier, 8— Faßt ihn insz Maul, und andre vier, bend; 8 2 Biß * X 2¹² 38(0 Se⸗ 2 ———A—EæÜæ⁰wu ——————— Bi50 grauſamlich alls darnieder/ Dajß ihr funfftzig nicht kamen wiedec, Und mehr denn hundert waren wund; Wenn ich gedenck der boͤſen Stund, So will mein Hertz im Leib zerbrechen, Daß ich mich nicht an ihm magraͤchen Der allerliebſte Bruder dein, Und auch vier deiner Schweſterlein, Bliebe en da auff der Wahlſtadt liegen; So kan ein'n Sicherheit betriegen Alſo bekam uns der Pfingſttantz, Keine Freud iſt auff Erden gantz, Die Freud wird verſaltzen mit Leyd Honig wird mit Gallen bereit, Und iſt kei um Diag ſicher zu trauen, Fuͤr todte Leich'n muß uns auch grauen, Daß ſie nicht wieder lebend werden, Und uns zuſetzen mit Beſchwerden Und diß war unter andern mehr Meiner lieben Frau Mutter Lehr Das XXVI. Capitel, Broͤſeldieb klaget uͤber den Wieſel und Falcken/ und ruͤhmet ſeine Gedult. 8 S. S hat zwar bey der alten Zeit Des Falcken Flug groß Gluͤck bedeut, Und wer einen Wieſel erblickt, Propheceyt daraus ein Ungluͤck; Mich aber bringen ſie in Noth, Deuten mir beyd Gefahr und Tod. 7 und llt. deut, 4 IgK. 38(0 86 25 Der Wieſel iſt gar ju geſcheid,* Wi, Daß er auch veraͤndert ſein Kleid, Aine Damit man ſich nicht ſcheuen ſoll, Und ihm durchaus vertrauen wol In der Ju gend traͤgt er ſchöͤn braun, Nach ſeiner wunderlichen Laun, Darnach vermengt ein Jahr mit Fleiß, Aufs Alter wird er gar gelbweiß Daß auch das Hermelein, ſein Vetter, Nicht geputzt iſt ſchöner und glaͤtter. Kroͤch der Schalck in ein Zobels Balg, So bieibt er doch darinn ein Schaͤlck Der Wolff veraͤnd rt nur die Haar, Der untreu' Sinn bleibt immerdar Er ſte ecktſo voller boͤſer Liſt Wen ch meyn, daß er nirgend iſt, So. lauſe chte r heimlich an ein'm Orth, VWartet da auff ſein Raub und Mord, Und wo er ſonſt niemand erreicht, Ins Loch er uns ſchelmiſch nachſchleicht, Fuͤhrt d en Wirth und Wirthin gefangen, Kan er ſie mit dem Maul erlangen, Darum der Baurs Mann ſeiner ſchont, Den er doch auch mit Undanck lohnt, Wenn er der Kuh das Eyter beiſt, Der Baurd den Poſſn ihm wieder reiſt, Und zeucht ihm aus das bunte Kleid, Bindets auff die verwundte Seit; Vie man Scorpion⸗Oel auffbindt, Da ein m der S corpion verwund, Und ddes. Hunds Haar legt auff den Riß, Den er aus Zorn ein'm andern biß, O 3 Davon 43 24 38 8 EE Davon der S Schaden wieder h ellt, So wird as Ab dat recht getheilt, So ſchadet meiſt der boͤſe Rath .— n, der ihn gegebe en hat Denn wer ein'n 5 n Fallſtrick legt, Sich ſelbſt darin zu fangen pflegt Luon, ſs Knei Win er Fe alck iſt ſehr geſchwind, Enauffä⸗ Wenn wir am all rſicherſten ſind, 150 ſeyn. Halten unſere Taͤntz am Feſt, Aus de Luff er ſi ch nieder laͤßt, Wie der boͤß Geiſt, ſo greifft er an, Fuͤhrt hi nweg, was er faſſen kan Dieſem verfluchten boͤſen Brauch Folgen ſein Ohm und Schwaͤger auch, Habie cht, Sper rber, Eulen und Weyhen, Freſſen von Maͤuſen, wen ſie kreigen Allein der Adler uns nichts thut, 6 at das 1 11 ar 0 0 U Q¹ ſen M zuth Solche Fe eind, Elend und Beſchwerden Haben wir Maͤuß auff dieſer Erden, Leyder! ſo groß, und ſo geſchwind, Daß man ſchme erlich ein Thierlein findt, Dem beydes die Lufft, und die Erd, So viUel ſchaͤd dlicher Feind ernehrt Aber wir koͤnnen nichts dagegen, Seynd uns mit Mannheit uͤberlegen Der Mäu⸗ Wir hielten zwar offtmahls Reichs⸗Tag, Kosbied. Und bedachten manchen Rathſchlag, Bis daß rathſam ward angeſehen, Weil ihn'n niemand mag widerſtehen, Solt jeder ſich fleißig bewahren Auff dem Nothfall die Flucht nicht ſparen, Das Dde — 791 . 38 U0888 0 Das wir auch wohl nehmen in acht, Ein gut Mann hats Lauffen erdacht Daß aber diß fortgienge baß, Murner uns nicht verlegt den Paß, Solt man der Katz, und ihr'n Geſellen, in Halßband anlegen von Schellen, Daß wir ſie hoͤren eink'er treten, Wie der Juͤden Hohprieſter thaͤten, Un E un s denn h lten beſter weiß Der Rathſchlag der— Preiß, Denlobten die⸗ Jungen und Alten, Nach d demſolt ſiche in feder halten Aber wie es ans J n gieng Vom nRach zur A t h anf D nand ins Werckſſtellen, 8 en aͤngen die Schellen t ſein Maut, ö od ein jedem billig graut. t Snochimpergen Sland, errettet GOttes Hand, ickt! uns wider die Katz ein Mann, der ihr W51 Schelln anhaͤngen kan en Amiff! —ꝗ— blichen Di igen/ Uns nicht mit Sorg ums Leben bringen Davon hab ich ehmahls geleſen, Demonax Es eit fr 0 WM. ewe* Philoſo⸗ Der ſer* 7 krerge Poen,; phus troͤ⸗ er um ſeinen verſtorbnen Sohn ſtet einen Nicht mehr anſchauen wolt die Sonn, 8 Vaäter S ond ernk kr roch mein finſter rE ck 7 Satzt ſich nieder in Staub und Dreck, O 4 Als Als wenn er gar verzweiffeln wolt; Dem war ein Hochgelahrter hold, Und troͤſt ihn, daß er ſich nicht quaͤhle, Er koͤnt ihm ſeines Sohnes Seele Durch ſeine Kunſt herwieder bringen, Mit gar ſchlechten geringen Dingen, Wenn er ihm nur drey Nahmen ſagt Der Leut, ſo nie waͤren geplagt, So nie Ungluͤck und Leyd erfahren, Sondern allzeit in Freuden waren Der Vater gedacht hin und her, —.— Und ſprach: Das ſolt mir ſeyn zu ſchwer, Wo findt man einen in der Welt, Dem nichts wiederwaͤrtigs zufaͤllt? Da ſprach zu ihm der Hochgelehrt, Wie ſeyd ihr denn ſo gar verkehrt? Daß ihr etwas beſſers begehrt, Denn ſonſt die gantze Welt erfaͤhrt? Ihr muͤſt ſelber auch endlich ſterben, Und mit uns alleſamt verderben, Es ſey euch gleich lieb oder leid, Es geb Freud oder Traurigkeit. Darum laßt ab von ſolchen Sachen, Die kein Weißheit kan anders machen, Laſſt 72 729 ◻ B 3(60) 88 2¹⁰ Laſſt Laſſt ruhen, die zu Bett ſeyn gangen, Biß die Ordnung an euch wird langen. Wolt ihr euch aber hoch bewerben, So lebt ſo, daß ihr wohl Dieſen Rath halt ich Ehren wer Brdel⸗ Leid guts, und boͤß, wies 8 28 Es haͤlts doch GOtt ſo ingemein, ungluͤc. Daß bey einm Gluͤck zwey Ungluͤck ſeyn, Bey einem Nutz zweyerley Schad, Gedoppelt Straff auf eintzel Gnad, Von wegen unſer groſſen Suͤnd, Die mehr als tauſendfaͤltig ſind. Darzu weiß der Narr kein Geſchick, Tobt wie ein raſend Hund am Strick, Trauret undkl aget Nacht und Tag, Um das, was er nicht aͤndern mag, Und macht ſein Creutz noch eins ſo ſchwer, Denns ſonſt wol an ihm ſelber waͤr. Aber der Weiſe ſich nicht ſperrt, Sein eigne Wund nicht weiter zerrt, Wendet das beſt herfuͤr am Kleid, Verhehlet, wie er kan, ſein Leid Deckt zu, we aser nicht hellenkan, Das hab ich auch bißher gethan Wer 278 38(0) 88 — ͤ—— Wer im Unfall faßt ein gut Hertz, Empfindt nicht halb ſein's Leidens Schmertz Das Hertz aber iſt das allerbeſt, Das ſich allzeit auff GOtt verlaͤßt, Auff GOtt hoffen nimmer gereuet, Wer Gott vertraut, hat wol gebauet Wer auff GOtt hoffet hie auff Erden, A 28 Wird nimmermehr zu Schanden werden Alſo beſchloß Herr Broͤſeldieb, Und ſprach: Das iſts, das euer Lieb n Wiſſen wolten von unſern Sachen, 9 Kuͤrtzer hab ichs nicht koͤnnen machen, Und hoff es ſey mir ohn Gefaͤhr— Eur Lieb ſey mein gnaͤdiger Herr— Daßs mertz en Jab SE(6) Sk⸗ 215 Das Andre Buch PN zon Beſtallung des Geiſtlichen und Welkli⸗ chen Regiments/ in der Fröſch Rathſchlaͤgen vorgebildet ——.9.f—...————.9.9——————.—— Erbers. XVI Des Menſhen Hertz ſchlaͤget ſei⸗ nen Weg an/ aber der HERn allein gibt/ daß er fort gehe. Inhalt des andern Buchs genannt Froſch⸗Maͤuſeler. 6 Olgendes 188 g Gedicht I Iasrie Iſt g ar bedaͤc Jzugericht, Daß man kan b was Menſck mancherle Wie ſie g er n nach ihrem Ko; pffn len, Daß Regiment beſtellt ſeyn ſe ten; Wie ſie die Obrigkeit verſ ſprechen, D Der boͤſen Untugend herrechne en, Der Frommen Tugend gar verge ſſen, Den Nutz mi t eitel Schaden m eſſen, Und geht d och nicht nach ih rem Rath, Sondern wies GOt tt geordnet hat. 2²⁰ 88(0 SK ——Lj—— 2—— Und wenns gleich GOtt auch hläßt geſch ehen, Und gar nach ihrem Willen gehen, So geraͤth es doch nicht ſolcher Art, Wie es zuvor gemeynet ward. GOtt und Weißheit machts gar allein, Daß Regiment beſtaͤndig ſeyn Es pflegt aber alſo zu gehen, Daß groſſe Veraͤndrung geſchehen, Wenn Kirchen⸗Lehr veraͤndert wird, Ob ſichs gleich wol oder nicht gebůhrt Wie man ſonſt ſpricht: In GOttes Nahmn Fange ſich alles boͤſes an. Dieweil man aber Herren Kinder Nicht ſoll erziehen wie die Rinder, Sondern noch jung dazu gewoͤhnen, 2 Daß ſie Oie Re ument nnen, Lernen wied er Leut Urthe eil gehen, III So alles a dig anſehen, 914 N 8 8 Nicht bedencken der S ad en Grund, C N WMoſtoyp sMNund W̃ à8 davon ſagt der Weiſen Mund, Und wollend och nichts ernſtlchs leſen, Es deucht ſie ein langweilig Weſen. o iſt an den Kindiſchen Tand So viel Muͤh und Arbeit gewandt, Daß man draus Spielweis ſolte ſehen, Wie der Welt Reich und Rathſchlaͤg ge⸗ hen, Und wie ſie auch billig gehn ſolten, Obs junge Herren leſen wolten, Und etwas nuͤtzlichs daraus faſſen, Tugend lieben, Untugend haſſen 94 4 98 1 ge⸗ nn 38(0 8 2²¹ Denn diß iß iſt des Reimdichters Ziel, aß er zwar Fabeln ſchreiben will, und damit eine Kurtzweil machen, Der man in Freuden hab zu lachen, Ab'r dennoch lehrn, was lieb und werth, Und gut iſt zum Leben auff Erd, Gott geb hiezu auch ſeine Gnade, Daß wohlgemeynet wohl gerathe. KSOblſche EHISTORIA Des Froſch⸗Maͤuſelers. Zweytes Buch. m ʒweyten Buch ſagt der Froſch⸗ Koͤnig Baußback des Maͤuſe⸗ BKoͤnigs Sohne Broͤſeldieben, von ſeinem Koͤnigreich, was es damit fuͤr einen Zuſtand habe: Daß ſie anfaͤnglich ihren Altern/u nd keinem Koͤnige ſeyn un terworffen geweſen. Als abe die Welt boͤſer 3 ihr P rieſter Beißke opff 11 ſich fuͤr einen Koͤnig auffgeworffen, und ſie um Freyheit, Guͤter und Seel bringen wol len, darůber ihm der Elbmarx aus GoOt⸗ tee Wort widerſpt ochen: Haben ſie, aus Noth, von Beſtallung der Regierung im Weltlichen Regiment einen Reichs⸗ und Rathstag halten muͤſſen. Damahls 5 2²² 88(0) 85 2N Damahls ſey Fuͤrſt Kr umruckers Be⸗ dencken geweſen, mai ſolte keinen Roͤnig wehlen, dieweil die Koͤnige gemeiniglich auff Pracht und Tyranney fielen. Es waͤre beſſer, daß man zu Wiederbrin Kanelund örb aung don ger§reyheit den Beißkopff der Weltlichen ⸗ errſchafft ent⸗ ſetze, und ein jeder Suͤrſt, Graff, und Herr, nach ſeinem eigen em Recht und Willkuͤhr regierete; daß aue 5 eine jede Stadt und Dorff ſe ine eigene Obri igkeit wehlete, und ſie auff dem Nothfall alle mit geſammter Sand den§einden widerſtuͤnden. Art des Regiments die Griechen Demo⸗ cratiam, das iſt, Allemanns Regiment nen nen Fuͤrſt Graukopff will auch zu keinem Roͤnige rathen. hohe allgemeine Obrigkeit ſeyn ſolle, laͤſſet er ſich nicht g gefallen. Darum, daß der ge meine Mann ſich ſelbſt nicht regieren 8 rathen koͤnne, viel weniger gutem Katl folge. Es ſey beſſer, daß man etliche we⸗ nige der allerweiſeſten Maͤnner erwehle, und ihnen das allgemeine Regiment des Candes vertrau. Von denen ſey mehr Raths und Suͤ lffe zu hoffen, wenig Un⸗ richtigkeit und Tyranney zu befuͤrchten. Dieſe§orm des Reg giments nennen die Griechen AreeNb das iſt, der beſten Maͤnner Retziment. derhalben keine 1 àg aber Fuͤrſt Oe Ell m 7* 2 O 223 Fuͤrſt Wo hlgemu halt be yden Wi⸗ —8 art, beweiſet, daßl 0 5 ſe y, wenn man einen Koͤnig habe. Welches die Griechen Monarchiam, das iſt, eines N annes Regi⸗ ment nennen. Und als dieſer Rath von al⸗ len Reichs⸗Staͤnden fuͤr den beſten geach tet wird, und man ſich der Wahl nicht vergleichen kan, bitten die Froͤſche ſaͤmt⸗ lich GGtt um einen Koͤnig. Verachten aber dennoch den Bloch, den ihnen Gott erſtlich zum K 8 verordnet Da⸗ rauff ſchickt GOtt il en Storch zum Koͤnig, fuͤr dem ſie auffs Cand nicht treten duͤrffen, und derwegen endlich im n See ih ren eigenen Koͤi en 1 nd deuBei kopff in die offenbare Suder⸗See verw el ſen Nach dieſer Beredung ſetzt der Froſch⸗ R sMaͤuſe⸗Roͤniges So hu auffd en Ruͤcken, will ihn mit ſich in ſein Sck Hhloß zu Gaſt fuͤhren. Weil er aber unterwegens fuͤr die zng, ſo ihnen begegnet, ſich ins Wa taucht U— nſe Rönittes 11 Udiger Sobn SohfEg Rohictzes Aiie UlOigel SHhnlOanſelto El ſauffen, im See ſterben und umkommen 5 Dis iſt das zweyte Buch Die Daß ger gemeiniglich auff veraͤnderte Religion und alte Land⸗ ordnung/ auch Ver aͤnderung der Regi⸗ menten erfolget/ wie Plato ſagt: Muta. ta Muſica, mutatur Reſpublica. Und daß 224 38(00 88 daß in der Religion das beſte ſey, Die Lehrer bleiben bey der Heiligenoͤttlichen Schrifft/ und enthalten ſich der Weltli⸗ chen Obrigkeit und Gewalt. Denn die⸗ ſe Lehr und Gebot gibt unſer Heyland IJEſus CHriſtus ſelbſt ſeinen Juͤngern/ da ſie zanckten/ wer unter ihnen nechſt dem HErrnChriſto der fuͤrnehmſte ſeyn ſolle. Da ſpricht er: Luc. 22. Marc 15. Matth. ꝛ0. Die weltlichen Koͤnige herr⸗ ſchen/ und die Gewaltigen heiſſet man gnaͤdige Herren. Ihr aber nicht alſo. In dem Welllichen Regiment aber ſey das beſte/ daß maneinen Koͤnia habe. Denn wie Salomon ſagt/ Proverb. 28. Propter peccata terræ multi ſunt Prin cipes ejus. Der nicht nach ſeinem Muth⸗ willen/ ſondern nach beſchriebenen Rech⸗ te regiere. Wie GOtt ſelbſt den Iſraelill⸗ ſchen Regenten befohlen hat/ Deut.. und Joſua 1. Cap. Laß das Buch dieſes Geſetzes nicht von deinem Munde kom—⸗ men. Sondern betrachte es Tag und Nacht/ auff daß du halteſt und thuſt al⸗ ler Dinge nach dem/ das drinnen geſchrie ben ſtehet. Alsdenn wird dir gelingen in allem/ das du thuſt/ und wirſt weiß⸗ lich regieren koͤnnen. Und Die chen ltli⸗ die⸗ and rn/ chſt ſeyn 40 err⸗ nan . aber abe. 28. 1In uth⸗ ech⸗ elili⸗ „ ieſes om⸗ und t al⸗ rie- igen eih⸗ Und 38 Co) SE 225 Und inſonderheit/ daß man ſo wohl die ſchlechten/ einfaͤltigen/ ſtillen/ als die geſtrengen/ kriegeriſchen Koͤnige fuͤr GO TTes Ordnung ehre/ liebe und fuͤrchte. Und endlich/ daß Freundſchafft in groſſer Gefahr/ auch bey groſſen Her⸗ ren ſelten beſtaͤndig bleibet. GOTT allein in der groͤßte HErr/ und der groͤßte beſtaͤndigſte Freund. Davon ſagt der 146. Pfalm: Verlaſſet euch nicht auff Fuͤrſten/ ſie ſind Menſchen/ die koͤnnen ja nicht helffen. Denn des MenſchenGeiſt muß davon/ und er muß wieder zur Er⸗ den werden. Alsdenn ſeynd verlohren alle Anſchlaͤge. Wohl dem/ deß Huͤlffe der GO T Jacob iſt; deß Hoffnung auff dem HErrn ſeinen GOtt ſtehet/ der Himmel/ Erden/ Meer und alles/ was drinnen iſt/ gemacht hat. Der Glaube haͤlt ewig⸗ lich 220 38 C0) Se4 Der Erſte Theil Veraͤnderung des Regiments bey den Froͤſchen/ und wie es wohl zu be⸗ ſtellen ſey. Von Veraͤnderung des Regiments beh den Froͤſchen Geboan Baußback fieng darnach an 2 Loyvickton do 1* 8 tion und Sν] Zu berichten dem kleinen Mann, 3 D esmaͤchtgen Maͤuſe K oͤnigs Sohn, Buchs. Was die gantze Froſch Nation Zuvor gehabt fuͤr Policey, Da ſie noch lebten Herren frey, Und Und 0 E ——————— 2———— Und wie nachmahl die e wWil lden Kind 9„ 10 8 Undd Pfaffn Geſind, Ihnet ſo vield er runq mac chten, Daß ſie nach einem Koͤnig trach ten, allen Froͤſchenf oolcgebiethen; Und wie ihre Koͤnig geriethen Davon wollen wir nachmahls ſchreiben, Ihr Muſen wollet bey mir blaben, Und ferner ausfuͤhren die Sach Koͤnig Baußback bede achtig ſt ſprach Dieweil du 8 von deinem Stand Alles ſo rund und recht bekannt Will ich dir 3 n meinem Reich Etwas beſonders trauen gleich Das du mit dir magſt heime tragen, Und: Iach vielen Je ahren nachſage 1¹ luch ſelbſt bedencken in dein m Reich, Wenn dir widerfahr et dergleich; Denn ob ſchon neu wird die Perſon, Iſt doch nichts neus unter der Sonn Dasz zuvor auch nicht waͤr geſchehen, Die aͤnd elbb eib'n, die Leut vergehe Wir Froͤſch fuͤr etlich tauſend J Kein'm Koͤnig unterworffen waren ebten gar frey nach unſerm Will War aber E in Had 1 zu ſtillel S die V aͤter drein, Hand'lten zum Fried en Die Jui— auch den aͤltſten Herrn Gel horſam warn w ilig Und gert Allſammt aber hielten wir werth, Und ehrten ohn allen Beſchwerd 9 85 7 +L? 228 35 62029 SE unſem Prieſter un d Landpropheten/ Der uns lehret, wie man ſoll beten, GoOtt heilig ehren, redlich werben, Ehrbarlich leben, ſelig ſterben. Wie ehmahls Melchiſedech that Zu Salem in ſeiner Erb⸗Stadt, Den auch die groſſen Patriarchen Ehrten, als einem Welt⸗Monarchen 2 Nichts bleibt beſtaͤndig ind der Welt, Was man vor bauet, itzt zerfaͤllt, Was gut war, thut den groͤſten Schaden, Da vor Land war, muß man itzt waden, Ju§ S umm: Es will alles Berg unter, Daß, wer es ſieht, den nimmts groß Wunder Die T Tugend hat auch kein Beſtand, Aendert ſich, wie man wendt ein Hand So giengs auch unſerm Regiment, Es lieff endlich zum boͤſen End, Es kamen nach Laͤnge der Zeit Gottloſe muthwillige Leut, Die Eltern und Prieſter verachten, Alles nach ihrem Willen machten, Ermordten jedern mit Gewalt, Der ihm nicht wolt gehorchen bald. Es kamen auch hernach gegangen, Dieſen zur Straff, die Waſſerſchlangen, Mit groſſem Ha uffen in den Teich, Die ſie und uns fraſſen zugleich. So kamen wir all in Gefahr, Und ward an uns der Reimen war Um eines boͤſen Buben Schand, Wird oft geſtrafft ein gantzes Land. Das 11 J7 38 Sk⸗ 229 Das II. Copitel Vom Betrug der Prieſter bey den Froͤſchen. W. ze ich nun hab zuvor geſagt, Woher . Über unſern Prieſter geklag,——7 o gieng es taͤgli ch in der T That, geworden Dawider war kein Huͤlff noch Rath Denn was wir von der Feinde Hand, 1 LauGed und Guͤthern auff dem Land, Mit Noth vet rtheidigt h⸗ itten all, under Das nahm er zu ſich, auff den Fall, Dune zu rathen it de en S ache n, Ein Frieden uͤberall——— Wider den Feind und alle J Uns vertreten, die S eibepGotkk Und war doch mehr denn halb erlogen. Wer leichtlich glaͤubt, wird leicht betrogen enn wenn der Feind uns haͤtt bezwungen, Und all Beſchwerung auffgedrungen, uns uͤbler nicht berauben, U faff that di urch Aberglauben r Wolff die 4 1 beten lehrt, 3 verzehrt, der Uns ſe ber etn üben, uns ſchuͤt zenſ ſolt bey dem Glaubet Und das er diß vermoͤgt deſt ehr, Erdkröͤt⸗ Nahme er zu ſich des Beyſtands mehr. lein reg⸗ Es war ein Sommer heiß und trucken, Hinmel Daß man wenig gebraucht der Bruͤcken, 05 P 3 De en, De 8 Sondern Die Wei ber zu Sa lern in Franck⸗ reich brin gen Kroͤ ten zur Mißge⸗ burt Ordens⸗ leut bey den Froͤ⸗ ſchen 009 88 t tdurch d Teich und Pfuͤtzen, Vaſſer ſich weg nuͤtzen, Hrere taub und Sand, lum den andern kannt Da luchkn wir;„daß nicht regnen wolt; Ser Suͤdwind weht mehr, denn er ſolt, + 22 Bra auch mit ſich ein groſſen Goß, Daß jeder Grund mit Waſſer floß Sirh ſten fröͤl lich auff das Land, nd u ſpatzieren im feuchten San So werden wir allda gewahr Eine uͤberaus groſſe Schaar 93 artzen Kroͤtlein hin und wieder 8 waͤren ſie geregnet nieder, Als wenn ſie neu gebohren waͤrn Von den K inddetter n zu Salern; wolten unſer Bruͤde er ſey n, Dazu ſprachen wu Weil ſte ktruügen ſchwart K apben, Und fuͤr der Bruſtb efleckte Lappen, Nicht huͤpfften, ſondern langſam giengen, Die Naſen nach der Erden hiengen, Od7d r Hoͤcker machten auff den Ruͤcken, Mit ihrem 3 55 chen Duͤcken, Welches bedeutet Heucheley, Und ein vergifftes Hertz dabey Aber unſer Beißkopff fiene gan: Das ſind allſamt l hel lige Mann, Von GoOtt vom Himmelabgeſchickt, Wol mir, daß ich ſie hab erblickt, Sie ſollen der Kirchen vorſtehen, Mit auff meins GOttes Schaͤflein ſehen, — g901 2 38 8. — EPPPPr zen, Sollen: nit mir le ſe àn und beten, „In e ein Geiſtlichen Orden treten. o ward ein neu Kriegs⸗Volck auffbrac cht, Das uns pluͤ indert bey T Tag und Nacht Die groſſen Kroͤten, di 129rob quarcken, k, Wurd'n Cardinal und Patriarchen, Dene n man eh das Leben nahm, enn was ihr ein ins Maul bekam Die Mittel⸗lautſchreyer Cartheuſer, Grau Barfußmuͤnch der klein Drecks An Und d Noch bre Des Beiß⸗ Veyich mein Loßenlan opffs all⸗ Der ich mein Lebenlang gedenck, gemeine Yfiick Gut 8 IYt 8119 2 Auch Kundſchafft durch das gantze Reich, Kund⸗ * 0 t. Kein Koͤnig that je deſſen gleich, ſchaff Was nur rauff ſeinem Bett Sein'm Weib ins Ohr vertrauet haͤtt, Kont ererfahren Jei kſo verot dne et wat 1 Foyn 0 N aß evet jach ſeinem Befehl, Bey aͤuſſerſtem Verluſt der Seel Viermahl muſt erzehlen im Jahr 485 Wort, Werck, und Gedancken gar Fiel denn nur fuͤr ein Woͤrtelein D asſei n'm Thun wolt zuwider ſeyn. So folgt der Bann, war da kein Geld So iſt bezwung'n die gantze Wel 1 P4 38((84 Des Beiß⸗Der Bann aber war ein Geboth, Bal Daß der Ver bant nt nicht kaͤm zu GoOtt, Des Teuffels waͤr ſein Leib und Seel; Drum ſolt man auff der Muͤnch Befehl, Seine Geſellſchafft ewig meiden, Oder ein gleich Verdamniß leiden, ller Ehr ſolt man ihn entſetz en, Fur einen Ketzr und Schelmen ſchaͤtzen, Im Tod begraben als ein Hund Solch Urtheil ſprach des Beißkopffs Mund, ſchonet weder groß noch klein, Jeder mußt des gewaͤrtig ſeyn, Ja auch der maͤchtigſt Edelmann, Dem ſich jeder macht unterthan, Muſt fůͤrd er Kirch⸗Thuͤr ſich ausſtrecken, Staub ſein Angeſicht hinſtecken, Den? Beißkopff demuͤthig anbethen, Und ſich laſſen mit Fuͤſſen treten; Wie der Beißkopff ihm da zuletzt Den Fuß trotzig in Nacken ſetzt, Sprach er: an Natt'rn und Baſiliſcken Wirſtu deine Fußſohlen wiſchen, Du wirſt zertreten ohne Scheuen Die Drachen und die jungen Leuen So war Beißkopff Gottfuͤrchtig, guͤtig, Und ward gottloß und uͤbermuͤthig. 9 A Fuidenieus Und Bardaroſ. Das 7 ◻ι 2 79 — 72 A 7 002 R 2 22 7 Das III. Capitel, Auffruhr der Froͤſche wider ihren Prieſter. B ß Elbmarxn, einem muthgen Froſch, Der Elb⸗ 8 5 Der Frevel gar zu ſehrr berdroß,——4 —2 derſprick Daß man ihm abſagt ewigẽ's Leben, dem Beiſ⸗ Wo er nicht Geld koͤnt darum geben Topf:. Gaͤb er aber nur wenig Geld, „Sowär das Urtheil ſchon gefaͤllt, Daß nicht allein er ohn Beſchweren, ie in der Hoͤllen waͤren, Aus ſeiner Freundſchafft alleſamt, 51 des Fegfeuers Flamm verdammt, 55 eh denn ein Aug auffblickt, egn Himmel werden auffgeruͤckt. —— Beißkopff an GOttes Statt, Waocen gab darzu Mandat, as kont der Marx gar nicht vertragen, Er ſolt und muſt die Wahrheit ſagen, Und ſucht herfuͤr aus Habacues, So heiſt der Nahm eins alter—.— er Grecht wird ſeines Glaubens leber Dgehedee n Geld darum—. Beißkopff voll Zorn rieff gar ſehr/ D as Buch waͤr alt und guͤlt nicht mehr, W7 lt den armen Froſch haben todt. R Der E lbmarx klaget ſeine Noth Allen, die waren in dem Land; Da erhub ſich Auffruhr zur Hand⸗ P5 Man 6 888 2 234 38(98 Der Eſel M an ſagt Beißkopff der haͤtt geſehen, uulbeen Wie der Eſel waͤr blieben ſtehen, Da man dem Bild Verehrung thate, Das er im Sattel ſtehen hatte, Vermeynt er waͤr derſelbig Mann, Den anbeten muſt jederman Aber der Treiber wolt ihn lehren, Es gͤſchaͤh nicht ihm, ſond'rn G—Ott zu Ehren, Schlug drauff und ſagt: Horch mein Geſell, Du biſt nicht GOtt, ſondern Eſel Al'vof Nun wolt er weg'n der Religion —— Nicht allein brauchen Schwert und Kron brauchen. Und ſich als G—Ott laſſen anbeten, Sondern uns gar mit Fuͤſſen treten, Da er doch war ein Waſſerthier, Irrdiſch, ſterblich, eben wie wir Und da er gar nicht leiden wolt, Daß manihm davon ſagen ſolk, Er wolt bannen, und das Schwert zuͤcken, a wolt ſich niemand le iſſen druͤcken Niemand wolt den Pfaffen das Schwe rt Zum Koͤnigrei ich laſf ſen auff Erd ſolt mit heilig'r Zung regieren, Mit GOttes Wort ſein Amt ausfuͤhren Was waͤre wider GOttes Wort, Was zum Prieſteramt nicht gehoͤrt, Daß ſolt er laſſen ſtehn und liegen, Niemand mit falſcher Lehr betriegen Ihren weltlichen Oberherren, Wo dolten ſie aber ſaͤmtlich ehren, Wi eſichs sgeb buͤhret allermaſſen, hr Guth, Leib und Blut bey ihm laſſen 8§7648 U 85 Duv SE 13 ———äͤͤ —— Das IV. Capitel, Beſchreibung des Froſch⸗Prieſters. Danmed du aber merckeſt recht Beißkopfs V Unſers Beißkopffs Wunder⸗Geſchlecht,— — So 0 wiß, daß er von unſer Art 7* Nicht, wie ein Froſch, gebohren ward Sein Vater iſt der leidge Geitz, Sein Mutler die alt Superſteitz, Sind Geſpenſt in dem Welſchen Meer, Vot 23 iſt er entf ſpr ungen her, Ein wunderſchre klich Abentheur W un geheur, W᷑̃ Ard N, Waͤlden,“ N Be rgen, Von Polte und den Zwergen, Heimlich mit Manthiers Blut und Schweiß Geſpeiſet, Tyranniſcher weiß. Darum er denn iſtroth geſtalt, Wie man den Pabſt zu Rom abmahlt Ohn daß der Halß wird etwas grau, Und die. Und die Naß iſt gantz dunckel⸗blau. N M5 nes eel S 9 ild in den Waſſe Gleich wie der Strauß Eiſen zerbeiſt, Woher die Sa fyigbt 3 14 4 Mr 9 So ſrißt er alles, was da gleiſt, Urlefter Beißkopff Dile mit ihrem Haͤuſelein, und Pay Die Perl mit ihrem Klaͤuſelein, pen heiſ⸗ f— ſen. Die Fiſch und Froͤſchlein allg emein, Verdauet beyde He oltz und Stein, rt doch: mur die“— Iber Kin nb back, Dadurch geht alles, wie ein Sack, Den u man nimmer vermag zu Ifuͤlen, Gaͤb man gleich das Mehl mit der Muͤhlen Darum er offt in unſerm Land Beißkopff und Papper wird genannt, Und ſein Fleiſch iſt ſo ſuͤß und werth, Wers einmahl ſchmeckt, ſein mehr begehrt, Hilfft manchem verhungerten Herrn, Den ſonſt die Schwindſucht wolt ver zehrn, Waͤchſt aber wieder ohn Verzicht, Ein kleines Windeln brt ihn nicht — Fuͤrd er Bruſt hat er ein Altar, kleid. Lie Aaronis Bruſtlatz war, Ae verhaͤrtet wie ein Stein, Obs Hertz wird vielleicht auch ſo ſeyn Sein Mantel iſt ein Hoͤrnin Napp, Sein's Ordens ſond derliche Kapp Um und um gezieret mit Schilden, Wie man die Wapen pflegt zu bilden, Sind von der groſſen Fuͤrſten Pracht Wunderbarlich zuſamm'n gemacht Darunter liegt er gantz verborgen, Veracht't alle Gefahr ohn Sorgen, Und ob er gleich ungewiß ſtehet, Zu beyden Seiten lut mpen gehet, So ſtreckt er ſich doch aus ſehr weit, Wenn er ſpuͤhrt ſeine Sicherheit, Reißet und beiſt alles hernieder, Was er nur acht, ihm ſey zuwide Wo aberkoͤmmt ein Wiederſtand, Kreucht er unter das Schild zur Hand, Und len nd 75 IEe 52 38 60 SR 37 Und läſt! nur rwedlich auf ſich ſpringen, Weil es ihm keinen Schad'n mag bringen. Es iſt auch kein ſo ſtarcker Mann, Wie Beiß⸗ Kein Mannthier, das ihn heben kan;—+ Doch iſt ein Liſt, die ihn noch kraͤnckt, wird Und ſeine groſſe Staͤrcke faͤngt, Wenn er ſiher ſchlaͤfft in der Sonn, Daß ſein feuchter Schild duͤrrt davon, o laͤßt ſich der nicht tauchen nieder, Und in das Meer verſtecken wieder Au 5 N, um ſcheuet er Sonn und Licht, Läßt ſcch daran betreten nicht Wenn man ihn auch an Ruͤcken ſtreckt, 4 Daß ihn kein Schildlein mehr bedeckt SSe 4 46 + Schüul lOß zapr eln laßt, 8 2 So iſt gewonnen ſeine Feſt, Fy iſt q hlagen! ind gefangen Er eſchlagen und jefangen, Man mag ihn bre aten oder hangen. Sonſt iſt er muthig und verwegen, Von ſehr ſcharffſinnigen Anſchlaͤgen, Hat lang ſtudiert auf hohen Schulen, Haͤlt kein'n Ehſtand, hat heimlich Buhlen, Legt ſeine Ey'r in fremde Neſt, Des 5 Kuckucks Weiß iſt ihm die b'eſt Sein Kunſt lehrt er auch die S childbadden, So im Gebruͤch und Teichen waden, Kleiner ſeyn und ſchlechter Geſtalt, Nicht hab'n ſo viel Staͤrck und Gewalt, Aber einerley Glaub und Leben, Den hat er Fuͤrſtenthum gegeben, Daß ſie bey ihm maͤchtig umtreten, Faͤlſchlich fuͤr ihren GOtt anbeten. Fuͤr 238 38 S& Fuͤr aller S Staͤnd d Vater erkanten, Den allerheil' gſten Pe pa nannten Dajuͤr gan er ihn ſeinen Nahmen, Und hieß ſie Beißkoͤpff alleſammen Warum Sokam alles Waſſer und Land man Beiß. Unter des geitzgen Beißkopffs Hand, kopff alles zeigen Deißtropſſs Hant unterge⸗ Daß man aber ohne Verdrieß ben dat. Alles, was er wolt, nehmen ließ, Und ſo mildiglich ſpickt den Dr aten Iſt wohlgemeynt, uͤbel ge athen Wi 1 wolten Gottes Lob vet ermehren Fiengen den J Teuffel an zu ehren Wir wolten reich und ſeelig werden, Verlohren Guth und Seel auff Erden, Wolten frey' Leute bleiben ſchlecht, Wurden unwiſſend eigne Knecht. Wie denn offtmahls der beſte Rath Den allerſchl mi mſter n Ausgang hat, Daß man mit Schaden iger wird, Das war der Unfal, der uns irrt. Das V. Capitel, Krumruͤckers Rath/ daß man einen ſtoltzen verzagten/ ſoder auch zu ſtar⸗ cken und muthigen Koͤnig weiß⸗ lich erwehle. snun dis L ermen u ¹ A ifflauffen +I Geſtillet war im g roſſet Hauffen, Hielten Rath die vornehmſten Herren Auff der gantzen Gemein Begehren, Wie in das 00 ment beſtelt, frot umed ut in dieſer Welt In Fried ur erbarkeit ſ ich naͤhrten, Und ihrer ð Feinde ſich erwehrten, a kam herfuͤr mancher Anſchlag, D ß ich nicht all gedencken mag, ll nur ſagen von dreyen Alten, )eren Rath iſt wol zu behalten ert yherr Der erſt Krumruͤcker, ein Frer Von hundert ſeinen Ahnen her Fieng an ſein Haͤupt empor zu lencken, A. Sagt diß fuͤr ſein rathſam Bedencket Gut waͤr es, meine liebe Herren 8 Be hweren, N racht leben moͤchten, Nicht ſchaͤdliche Veraͤndrung ſuchten, Das ar leicht waͤre geſchehen, Wenns ſolt nach unſerm Willen gehen, Und nicht einander ohn& Uns unterworffen ſeiner Ruthen Und gantz zu Leibeigen gemacht, Der uns noch dazu ſpott und lacht lls ſey: Unmnhenenekeeche geſchehen len De azu iſt mein 1Wen ung und Rath, Ob gleich der Beißkopff kein Rec Und auch nicht haben ſoll am Reich Zure gieren einm Koͤniggleick S o acht ichs doch nie cht gut zu ſeyl n,; Fur uns und uUnſet Land gemein Wie Die Voͤ⸗ gel web⸗ len den Pfauen zum Koͤ⸗ nige. 24e 28(⁰¼ſ86 ä—————— +— Daß wir ein Koͤnig wolten wehlen Ihm alles Regiment befehlen, Daß er uͤber uns Unterthan, Alle Gewalt und Macht ſolt han, Seines Gefallens thun und laſſen, Wie Beißkopff auch gethan der maſſen, Wei les gar leichtlich kan geſchehen, Daß wir uns in der N Fahl verſeh Ein'n Narren fuͤr eii in Weise n nenne Ein Wuͤttrich fuͤr Friedrich b ckenne n Die Vogel wolten gleiches falls Ein Koͤnig haben auch ehmals, Da gab ſich an Hoffarth, der Pfau, Prang herein wie ein Hochzeit-Frau, Ließ als ein Rad ſtehen den Schwantz, Beſchauen ſeiner Spiegel Glantz, Erſchrecklich rauſchen 1 Federn, Wie das Waſſer in den Wildbaͤdern, Strecket ſein Haͤupt gr oömüch. gdar, Welchs allbereit gekroͤnet war Die Vogel mit Zitker n zuſahen, Wuſten darwieder nichts zu ſagen, Denn ſolche wunderbar Schoͤnheit Ward geſehen an keinem Kleid. Weil ihn nun GOtt ſelbſt haͤtt gekroͤnt, Billig man ihm das Reich auch goͤnnt, Billig ehret den jederman, Dem GoOtt ehrliche Gaben gan; Dem Gott gab Tugend, Kunſt, Anſehen Bey dem ſoll jeder gehn und ſtehen, Sein'n Mangel und Schwachheit erkennen, Und der Herr iſt, ein Herrn nennen, * Mis Bis endlich ein ſpoͤttiſcher 0 M karcolſſ U eL J Jdger, dazu kam, B 1 90 àn Schnabl, und Fuͤß Beſah am Pfauen Ob er auch beiſſen kunt die Nuͤß, Was er redet, wie er geberd't, Ob er auch waͤr der Ehren werth? Sprach: Auserwehl lter ſchoͤner pfou, Wennil r ſeyn ſolt eins Koͤnigs Frau, ere Wün ſt ich kein ſchoͤnere zu wehlen, Der man ſolchen Stand moͤcht befehlen Abe zum Koͤnig und zum Herren, Unſers Reichs allerhöchſten E hren Wei ßjich nicht, ob ihr dienen werd Wie ſehr ihr auch die Federn ſpet Denn wenn ihr nur wolt gehen prangen, Und alles auff das Anſehn hangen, So werden ſich Fuchsſchwaͤntzer finden,— Mit Liſt euch all eur Guth abſchinden, Fuchs⸗ Als wenns billig Verehrung waͤren, Lomn iet Darum ihr euch nicht ſollt beſchweren 2 Und wenn euch die ſo kahl gepfluͤckt * am Wöäcg Daß ihr kein Feder habt Juͤck So wolt ihr denn die Unterthanen 11.u 6 K IA4i 1 uUm Steur und Ehren⸗heothdurßft mahn 2 Mit meiner od'r eins andern Feder Wied'r rum beſpicken euer Leder, Euch behaͤngen mit Edelgeſtein, Demant, Rubin, Carfunckelein, Die ſind ſehr edel, ſchoͤn und klar, Aus India bezahlet baar, , Es ſind Seuffzer, Blutstropffen,“ H 1 TLoId Thraͤnen, Die arme Leut von Hert tzen ſehnen, O Den 3 542 8e SE DO ——————— Den'nman das Brodt zum Mund auszwingt, Mit Schatzen, Pfaͤnden, Kercker dringt. Damit der Hoffart und Fuͤrwitz Nun wie ein Pfau beſpiegelt ſitz Daß der ſich aufbleh und ausbrei yn Perlen und im Purpur⸗Kleid, Wiſke viel huꝛ dert tauſend Schnecken Ihr Hauß, Blut und Leben darſtrecken, Oö ſie Jl leich gar! nſchuldig ſeyn, Des wehrloſen Guthi ſtgemein Jaer deuchtde en Sterbkittel ab Dem todten Seidenwurm im Grabe, Welchen er ſelber hat gemacht, R braucht ihn zu Naͤrriſcher Pracht Da es doch iſt ein alt Geſetz, Daß man? die Todten nicht verletzt Das alber Schaf muß auch Haar laſſen, Und ohne Woffachn auf der Straßen; Die Woll es auch ſein'm Herren goͤnnt Wenns nur die Haut behaltenkönt Der Ade⸗Den Voͤgeln bald dieſelbe Wahl ler wird I 1 der Vogel 3 Auf dieſe Redg All, Kuͤnig. Daß ſie den Adeler erw Alles in ſeine Ge ewalt ſtellten. Derſelbge f 15 tzw var kei ie Pracht, Blieb ber Spart auch 9 mm'ẽn viel Geld und Gut, Wied'rſtund dem Saied mit hohem Muth; Aber ſeine unterth me Le Waren ſeiner weniger freut, re Noth und Klagen E* 107 Artet ſein We dewerck und Jagen, it en, 5 7 V 0 X 1A . 7 42 ngt/ ith; Fieng 33 0 O Ste⸗ 243 Fieng Caninchen, Ha iſen und Reh, Und ſonſt viel ander Wildpret mehr, Als waͤr er um ein groſſes Geld Fuͤr ein'n Jaͤgermeiſter beſtellt, Oder mit Nebucadnezar Verdammt zu der Beſtien Schaar, Und nicht geſetz tzum Landes⸗Herrn, Seine Leut zu regiern mit Ehrn, Zu befoͤrdern Gericht und Recht, Zu ſchuͤtzen den Herren und Knecht Wenn auch iemands um gar geri ng zhmzu viel fuͤr den Augen gieng, Oder heimli ch angeben ward Als gfieli ihm ni cht des Koͤnigs Art, So nahm er ihm dazu kein Zei eit Daß er fordert der Sach? Beſcheid, Sondern fuhr auf in groſſem Zorn, Als haͤtt er Sinn und Witz verlohrn, Oder waͤr bey deskeaftern Nacht In trunckner T Weiß ohng'faͤhr erwacht, Undrißu nd biß alles auf Stuͤcken, Daß fuͤr ih une mand durfft aufduͤcke rließ auch gar kein Vorbitt gelten, 8 JNi⸗ tzlick ſio diß auch anſtollto Wie hertzlich ſie die auch anſtellten Denn wie die Nachtigall ihn fand, Der Adler Daß er bey ihrem Neſtlein ſtand,— N io. o Ich Gugdor. Dat die er wolte doch aus Gnad en, galn Kin⸗ rn unſchuldig'n Kindern nicht ſchaden,—28 Oder GoOtt wuͤrde Richter ſeyn Er ſprach⸗ Was ſoll mein Lo ohn denn ſeyn, Wenn ich ihnen mein Gnad zuſag? Ach, ſprach ſie, alls, wasi ch vermag. Q— E 1 Der Nach⸗ tigallen Geſang Deſſeni kat Die Mutter ſang mit bittern Schmertzen, Aber kuͤnſtlich, von gantzen Hertzen Daß ich nur muß elende ſeyn, Fuͤr Frei dle iden traurige Pein, Klggichdir,GOr, in meiner Noth, Behuͤt mein Kinder fi rdem Tod! Mein Hertzer Vater, Pandion, War ein Koͤnig und Koͤnige 8 ohn Hoavolick KoE n⸗Land herrlich bekandt, OHltb 1 1 d Athen genannt, mit Nahmen, ar Im Grieche Seine S tadt E chweſter, Progne Jat ein'n Koͤnig von Martis Saamen, De er Tereus! 7 mein 3 6 Mei ne Sch 8 1*— 6 8 Der Tereus ſolt füͤ* allen D A e Mich zu meiner Schweſter hinbringen Als ſie begehrt, und er ihr ſchwoͤrt Und ich hertzlich wolt ſeyn gewaͤhrt Er ſagt ihr aber, daß im M Neer Ich gſtorben und verdorben waͤr, Daͤß er nicht meynt/ doch böß zlich greint, 0 Mein Schweſter unausſprechlich weint Als aber ihn der Teuffel blendt, Daß er mich ſchelmiſch zwang und ſchaͤndt, Und ich all Tag fuͤhrt Jammerklag, Draut auch ernſtlich mit der Nachſag War das zuletzt die Morgengabe, Daß er mir ſchnit die Zunge abe, D arzu ich ward ge fane zen hart, Und acht Jahr im Wald⸗Schloß verwahrt Wol —————AUä ũQꝗàv᷑2—Cœm; Wol ſagt man recht, daß Noth bricht Eiſen, Mein Elend kont m ich unte erweiſen, A hich die Sach im S Schleyer mach, itt mein Schweſter um Rath und Rach + Diekam zu mi ,wWi e8 Faſtnacht war 7 Fuͤhrt mich, wie ſie vermummet gar, ** 4 1— 41 4 1 11 7 zhren Sohn ſchlacht, zur Speiſe macht, Insd 1Cst N Und dem Koͤnig zue Der Koͤnig fragt: Wo ble ohn, Sie ſprach: Er iſt der Schweſter Lohn, Du Ehrvergeſſ'n haſt ihn gefreſſen, Schau, der Kopff hat auff ihn geſeſſen 8 donig ſie und mich anſahe, 70 91 II me alle be oden. 0 Met ein! Schweſter ein Hauß⸗Sch Von ihrem Sohn den Blt utfl Ich Phi lomel ein Nachtigal, Klag meine Noth Bergen und Thal Tereus ward mit gekroͤnten Kopff, Und krumme en Schwert, ein Widehopff wa übe e wird, leck fuͤhrt Seit Art! t laͤßt, thut in ſein Neſt Fragt W.„wo iſt mein Sohn geweſt St o muß ich bauen mein Elend, Bis daß es GOttmi t Gnaden wendt Der K Inia 17 nofr indoylojr DVer Konig nur me n Kinderlein, Und mich verſchon mit ſchwerer Pein Ich will zi 1Gdttthun nein Gebeth, Fuͤr e r Koͤnmiglich Majeſtaͤt, Daß er gebe„daß ſie ang leb, Und in Wohlfarth und Freuden ſchweb O 65 Rerentt So war der Nachtigaln Geſang, der Nach⸗ Das lieblich doch erbaͤrmlich klang Geſunn. Da ſprach der Adler alſo fort: Am G'ſ z taugt weder Weiß noch Wort, Es fuͤllt die Ohre n/ nichtd en Magen, Dem nuß ich ſein Speiß nicht verſagen; Kanſtu beten ſo bitt fuͤr dich, Darffſt dich nicht bekuͤmmern um mich Und fraß die Kinder ohne dauren, Ließ die elende Mutter trauren. Fuͤr der grauſamen Tyranney/ Iſt nunmehr auch kein Voͤ oglein frey Daß ſie noch biß auff dieſen Tag AuUber ihre Wahl halte n Klag, e auffdi eſe Thorheit kamen, en Tyrann'n zum Koͤnig nahmen. Das fuͤrcht ich unendkene Sal Un is auch ſo ge hn mit di ieſer Wahl Das VI. Capitel, Daß auch fromme Monarchen verfuͤh⸗ ret werden. Lhoe wenns gleich auch zu wuͤnſchen waͤr, Dasd doch geſch Daß wir den al lerfroͤmmſten Herrn Erwehleten, und ehrten gern; Sol Hlelbedabey doch d die Gefahr, De aß ich der auch veraͤndert gar, Daß auff der hoͤchſten E hren Spitz Der Schwind l ihn fuͤhrt in? Aber witz, * S Und ort, Und Se(o See 247 Und aus dem al beſten Wein Der ſhärſſtee Sſie wuͤrd deſchn Denn wo will manden finden wol, Der ſich gar nicht verwandeln ſol, Wenn er thun kan alls, was er wil, Wenn des Ehrnbiethe nsöiſt ſo biel, Dasſe ederman ihn gleich anbet, Der Fuchsſchwaͤntzer ihn all's beredt, 2 Der aͤſterer je den verklagt, Das boͤſeſt von dem froͤmſten ſagt? Wie denn ſolchs iſt ein b'ſonder Fluch, Wie mans mit Herren auch verſuch, Sie wo ir ein weiſen M nr Rehabe⸗ Sgwollen, fure— 11 ams Hoff⸗ Affen ur d Narren bey ſich han Rathe. Sie lieben Reinckens Fuchs⸗Geſchlecht, 1. Reg.r3. Nattern und Schlangen ſeyn ihr Knecht Da aben vergeſſ'n ſie guter Art, d lern ꝛenthöͤrichte Hoffarth, Fa aſſene in wilden wuͤſten Muth, Halten niemand ein Wort zu gut, 8 5 man ſie ſittig in E hren, ie höͤrens mit groſſem Beſchweren, Daß man den Ruhm nicht hoͤher treibt, ondern alſo im Mittel bleibt. Treibt man des ruͤhmens aber mehr, So verd reuſt ſie es noch ſo ſehr, Alse ob man ihn fuchsſchwaͤntzen wolt Allerſeits iſt Undanck der Sold. Wenn fieal lſo gewohnet ſind, Schaͤ nden ſie unſer Weib und Kind, Reiſſen an ſich unſer Armuth, Hoch zu ſetzen ihr Geld und Guth, N r 4 Als 2 10 248 38 0 S Als wenns des andes S chatz ſolt ſeyn, Darnach ziehens die Erben heim, Laſſen uns den ledigen Sack, Da man a Was man kriegen mag und erkratzen, Dem Hungrigen vom Maul abſchwatzen Da man vom Schaf die Woll ſolt ſchern, Nocht. Haut und Fleiſch zugleich abzerrn. Un 1¹5 th un diß auchd Ule Herren n icht, Ihr Rath und Schreibr es wol verricht Dem man V erhöͤr, Abſcheid, Befehl, Mit Dienſt, Gaben un d Corruptel, Uber geſatzten Lohn und Steur, Ub'r viel auffwarten, viel zu theur Abkauffen muß und hoch vergelten, Ohn Geld wird ihn geholffen ſelten Biß der Arm wird ihr Unterthan, — Mann llzeit von neu'n einpack, Und der Hoffdien'r ein reicher Und denn alſo ſein Gaſt anſpricht Erſoll ſchlemmen und trauren nicht, eZahlung woll er bey den finden, Soil hre Schuh mit Baſte binden Herodes Und diß waͤr noch zu achten ſchlech Regiment Wenn ſie nicht ohn Verhoͤr und Recht Ihres Gefallens morden lieſſen, Oder ins Gefaͤngniß verſtieſſen, Oder verjagten aus dem Land, Die man vor Gott unſchuldig fand Und hilfft dawider gar kein Kla agen, Ihr Antwort iſt, die ſie drauff ſagen gaßd ie Raben ruffen ihr Kraſſen, Und die Froͤſch koachſen im naſſen, Di Jaß — Laß Ploſe Buben S potter ſeyn, Laß ihn'n das ihr, wart du das dein, aß ſie nur klagen, wasſi ewollen, Muͤſſen doch leid den, wasf ſie ſollen; Wie die« Hi rten die S Haften ſchlachten, 0 Und ihres Bleckens wenig ach ten. Drumſtel tini ihres Siegele Schi ld Alſo! eit 2 Wie man das bln de Gläck— Und der thoͤrichten Lieb Geſtalt, Mit verbundnen Augen und Ohren, Daß ſie nicht ſehen ſol noch hoͤren, Ob die Wagrecht gebrauchet w erd Ob den Schuldigen treff das S Sondern ſoll frech in Har uuffen ſch Die Unterthan muͤſſens wol tragen Und obs gleich ſo viel ſolrbeen Daß der Richter zu allen Seiten Gericht unde Recht ſoll laſſen gehen, „Gab, Gunſt und Perſon nicht anſeher o brauchen ſies d och uͤber quer, Ihr Muthwi lli iſt tihr Rat ch und“ ahr eedth Ulidseil Der Leue N auch vorzeiten wird der Thiere Koͤnig Mab K§hen hochgobohren Nobel, den“— HhOch gebe hrel Den man fuͤr all en a andern, Thieren B illig muß laſſen das Lob fuͤhren/ NAS er Det f* Daß er D moeh fr eur 6000 erſchont, Den Trotz mit allem Ernſte lohnt. Und 5 Und wie groſſen Zorn er auch hat So greifft er bald wieder zu Gnad, Daun ie m n ſas gt: Je edler Art, Je leichter Zorn gefunden ward, e gr*— Werbar rer Muth, Je weniger Schad ſein Zorn thut; Der Löwe Dennoch ließ er ſich mit ſein m Geitzen Relulken, Durch Reinick Fuchs ſo weit anreitzen, Fuchs Daß er ſein Raͤthe und Baronen 2— Mit Ungnad nicht wolte verſchonen, gle inſchuldig waͤren; C Je 1 N Ob ſie gleich garr Nahm hefangen den Wolff und Baͤren, Ließ dem Baͤr abziehen ein Laſch, Dem Fuchs zu einer Pil ilgrams⸗T Lalch Und dem Wolß fund ſeiner Haußfrauet Jedern eit———— Die Reini ck anzoͤg auf der Reiß, nach Rom gieng Wallen weiß Reinick wuͤrd mit groſſer Treue igen ein n reichen Schatz, m2 2 Dere gam gri n Platz, Darinner doch ſehr we betrogen, 3igie 28 Sü is Worte w wen erl logen, 3— jach in ſe chrlurge er Zeit, Ge unden in Wahrhe eit. Das 5he Uffa br We eder Wo Iff 5 Sie muſte Und, wie: Agef Kna Noch Hohn und Spott zum Schaden haben. den 33 C008 251 Dißc lles uͤbertrifft noch weit Von un⸗ + noͤthigeu Der Koͤnige Unſinnigkeit, 0 We in ſie ihre! Nachbarn verachten, N Bey Tag und Nacht nur darauftrachten, Wie ſie ein Krieg m ogen anſpinnen, Audret berziehn und gewinnen. Fahen damit ein Lermen an, Den kein Menſch wieder ſtillen kan, Wie ſich leicht findt ein ſchlimmer Geck, Der ein Auflauff im Land erweck, Aber d en Fried kan niemand machen, Sor rath denn Gott ſe lber zum Sachen Und was Krieg fuͤr J, Kein Creatur ausſprechen wird. Da gehts, wie man zuf ſagen pflegt, Daß ſichs gemeinli ch ſo zutraͤgt, We nn Derrenſichrauffnunddretez⸗ Muͤſſen die Baur'n ihr Haar darſtrecken. muß des Herrn hitzigen Muth, WKühl n ſeiner armen Leute Blut, Es muß auch zahlen Kindes⸗Kind 0 39 IKYR Un Die nach piel hun dert! Jahr n ſind, Was o Uff ſi lch Hände egangen Dieoͤn'ge naͤrriſch angefat gen. Wie noch die Mohr. hwaͤrtz ausſehen, Woher bie Daß ſie viel Hitz—— Als Phaeton der Sonnen Wagen auſſeben Am Himmelfuͤhret——— en, Und ließ auſſn Weg lauffen die Pferd Daß ſi ich das un ter toben kel hrt, as6„ias KCaAU Daß die Sonn hinab fiel ins Land Daß Erdboden und Waſſer brannt, 7 Und Und ihn ſelbſt der Donner erſchlug, Daß er fuhr ſo gar ungefug, Wolt nach der Welt— 1U nt ſtreben, Und wuſt ihm kein Geſchick Daß jeder Diß alles bringet mich ſt o weit 4 Gemein— ihr eiſgen Dafß ich ni chtr ath zu dieſer Zeit, —i De aß wir uns ſetzen einen Herren wehle und babe/ wird Uns und den Unſern zum Beſck hweren geruͤbmet. So viel ich aber weiß und kan, Seh ich vielmehr fuͤr rathſam at Daß wir wied'rum ne hmen zur Hand Unſer Freyheit uhralten Stand, Darein unſer lieben ee Gebohren und erzogen waren, Alſo, daß ein jedes Geſch lecht geben Beh alt und habf en Recht. C in—.— Stand, D Fleck und Stadt ewohl NIAKEICUNNAe tenheR ter und Rath, thu uUnd laß, w und ſe ſeine Leut zieh mit zu Rath, Ohn ihr Vollwort ni That Dennich laß aus alte Sikte“ Von Manthier ich das auch berichten, Staͤdt Retziment Daß nicht allei wild Leut im Feld Ni Aimmebeen Sondernd ze Bulre Den robgl So die Gen Vornehm Und denn ihnen Stuͤckweiß erklaͤren, Was fil 2 achen vorhanden waͤren, itig ſolt rathſchlagen, Bedencken ſagen; da auff nicht ſchlieſſen, ihres Gefallens gieſſen, enn die gantz Gemein, kteynune einig ſe yn. Und nicht unbillig, wenn ſie all Das C Bluͤck tri fte oder der Un fall, Nachdem ſies treffen oder nicht, Daß man Bü So iſts recht, daß manf ſe berich t, der Buͤr⸗ ger Rath V— auff ih re Noth ſde ach hoͤren Daß ſehen ſolle 85 en ſolt und Dorff ſoll anſchla gen, Ohn den, der Hauß und Hoff drein hat, Weiß was ſein G'winn ſey, oder Schad? wolt dem Leib beſſer vorſtehen, einen Wes beſſer ſehn und gehen? Ohn ſein Augen und ſeine Fuͤß, D mit den ſaur und ſuͤß S 0 Iim n 1 Noͤthig ſeyn viel huͤlff liche Haͤnd L Viel Unkoſten, Geld und Gefahr, Aus vieln Beuteln gut zehren war Wer wolt ſein Geld und Guth hingeben, Wer wolt wagen ſein Kind und Leben? —— er nicht wuͤſt warum? wozu das oder ein anders thu? Obs 4 38 2 Sk⸗ ˙a — ſein ſey, oders g'meine Beſt? dr ob er fremde Tauben maͤſt? — raͤth abr, was hilfft ſolcher Mann, Der verleurt weder H un noch Hahn? zenn gleich alles ſtuͤnd er Gluth, Doch iſt e— und gut. Daß ein⸗ Wok kein Rath iſt und kein Auffſehen, Kaltige keute oſt Da muß das Volck zu Boden gehen; den beſten Wo aber viel Rathgeber ſind, 3 Da geht es wohl zu und geſchwind, Vie Augn ſe hn mehr, denn eins allein, Was einr nicht wuͤſt, weiß die Gemein Auch der einfaͤltig alber Mann, Der weder ſchreib'n noch leſen kan: Offt—9— ch chten Rath, Der ſehr nuͤtz war, viel zutes that. FVielmehr thuns Kauffn nd Handwercks Leut, So in der Ju⸗ gend wandern weit, In fremden Landen ind ſehen Was wi cacl, ut Viel mehr t hut uler, Becker, Fleiſcher, Weinſch enck en und⸗ Weinhecker, So wiſſen, was die S St tadt bedar Wer wohl faͤhrt oder gar Warurf Wieall's güt, Wo man nehmn oder geben mag Sie ſind die Leut, die all ernaͤhren, Man kan ihrer gar nicht entbehren Sind ſie gleich nicht machtig undrei ich, Und den edlen Gucht lechten gleich, Auch noch da; zu junger von. Jahren, Denn ſonſt die alten n Herren waren n 11 8 8 9 5 Eit 38(00 Se⸗ 275 Ein arm Kind und ein junger Mann, Der weiß iſt und wohl rathen kan, Zu jeder Zeit viel beſſer war, Oenn ein reicher und alter Narr, N Denn eins Koͤnig, de nichts verſtand Nicht weiß, wie ſteht um ſein Land, Es waͤr del un Wa80 are Jugend, Es ehrt denn keinen ſeine Tugend Es waͤr de 3 nen Mann ſchaͤnd, 4 wendt vlidi, n— Daß er ſein Zeit auf Arbeitr Mit ſeinem Fleiß 220 rchenen, Ni cht wi.— ger ſeyt 8 Bill eſſ⸗ n ſein w orben Brod 0 ihm gleich weder G1 ick noch Tod Und der allein ſey Ehren werth, Der alt iſt, der fremd Gu Und ſonſt nich ts1 mehr zu— 545 1— 1 Denn ſe E Wie der Maule t 85 viel p Daß ſein Groß⸗Eltern Pferde waren: Und die Hefen mach'n groß Geſt jrey, ſtlich Wein drauff g'weſel em led'gen Beutol ve ein led gen Beutel Ehr, Leut Daß aber Anſchlaͤge offt weiß weile N laͤßt an Iich gera Das Waſſr wol ubr die! Köͤrbe gehen, Wlen. So wirds doch endlich noch gemacht, zu au MNRaſcſieiu 5 55 Beſſer, denn jemand erſt gedacht GCe„ W DVenn GoOtt Ole RN. erheé AE, — Dem Vermeſſenheit nicht gefaͤllt, ³ +— 255 38( S86 38(0) 88 ———— Der haſſet all ſpitzige Fund, ſ. of fftmahls der Thoren Vormund, as was naͤrriſch war angefangen, Dofft n zum beſt'n iſt hinaus gangen; Wie Athen die beruͤhmte Stadt Allzeit zunahm durch naͤrrſchen Rath Was ab'r ſoll eitel Weißheit ſeyn, Was einer ſich ruͤhmet allein, Er wuͤſts, er wolts tapffer ausfuͤhren, Man ſolt an der Sach nichts verlieren, Sondern noch Preiß und Ehr einlegen, Und einſammlen Gluͤck, Wolfarth, Se gen, Das wolt nirgend fort, und blieb ſtecken, Daß einer dafuͤr muſt erſchrecken, Damit GOtt allein hab die Ehr, Sich der S ach ruͤhme keit ner. mehr Rath/ daß Drum muß auch der gemeine Mann, — In ſolchem Rath ſein Stimme han gieren ſoll. Das wolten wir in unſern Sachen, Auch alſo rathen, ſchlieſſen, machen, Da wir ohn Koͤnig, und ohn Herren, Unſer ſelbſt allzeit maͤchtig waͤren, Daß hoher und niedriger Stand Zugleich mit anſchlagen die Hand, Zuglei ch mit rathen, und mit geben, Zugloich mit ſterben, oder leben Und denn alſo im gantzen Reich Ein Bruder ſey dem andern gleich, Genieß der hertzlieben Freyheit, Seiner Arbeit auch werd erfreut, E (9⁰% 38 0 998 S Sein Kindlein zieh in guter Lehr, Mit aller Zucht zu GOttes Ehr, Und ſich nicht fuͤrcht, daß man ohn Recht Ihn plag, wie ei nLeibeigen Knecht, Aberotz ſein We üb, Geld; Der Teuffel bracht ſol chs in die Welt Aber von GOtt iſt Freyheits⸗ Recht gar vergonnt unſerm Geſchlecht, Daß er auch ſe einen eigner Mannen, Da ſie wied'r aus Egypten kamen, un— Voͤlcker ſolten ſchlagen, der aus 0 verjagen, J0erhe t verboten hat, Solten uns nicht zufuͤgen Schad; Und wenn ſi e Fi ſche eſſen gleich Aus dem Jordan, S See oder Teich, Solten ſie doch uns Froͤſch nicht ſchmecken, * er wolt ſie mit Straffen ſchrecken. Verflucht ſey nun die Dienſtbarkeit, Hochgelobt die edle Freyheit, Die iſt um kein Geld zu verkauffen, Nach der ſolt man zur We i Drum der Stieg itz dem Knab ben ſag Der ihn mit vielen Seufftzen fragt, Warum er ſich von ihn gewandt? So—— aß aus ſeiner Hand, Und ihm nie wiederfuhr ein Leid: Es iſt nichts beſſer, denn Freyheit. Der Wolffruͤhmt auch des Hundes Gluͤck, 8 einen feiſten und glatten Ruͤck, Da er ſich kaum ernehren kuͤnt, Sein Ruͤckgrad wie ein Kerbholtz ſtuͤnd. R Die Juͤden duͤrffen keine Froͤſch eſ⸗ ſeh. Des Stie⸗ Lelitzen Frepheit. Des Ket⸗ ten: Hun⸗ des Glůck. Als 4 0 C R— N— * 8 4 3 E 8— —— ———— 2 8 D Æο ρει 8 2—— 1 2 2 — 8 2— 2 6 5 1— 2 8— —* 8*— —— N e— 2 8— 2 2 7— — 2 7* 7 f ö— 2 3D2 8 222 22— S2 S 22 2 4 2— 2292 8883— 2 2 2E2 8—* —— 2 2 5 2 1 4 2 2 2— 24 SCQ OISCE 22— 2 22— 4 —— 4 7 + 4 A N * Heuſchre⸗ — — t gleichem Y min hl — — den thut. 0 d 1 1 IH 4 n¹ 1 alo II WVöotk alh) dencken ut M6 260 35 0 0 S Der Zweyte Theil Von des allgemeinen Pö bels Regiment, daß es boͤß, und wemg vornehmer weiſer Herren Regiment beſſer ſey. Das IJ. Capitel, Daß bey Koͤnigen groſſe Gefahr ſey. Arauf ſagt Graukopff: Ich halts auch, Es ſey ein gefaͤhrlicher Brauch, Einem allein das Regiment Zu uͤbergeben in die Haͤnd, All unſer Wohlfarth, Guth und Blut, Setzen auf eines Ubermuth; Daß eines Narren fauler Wind Uns all todt blaß mit We eib und Kind, So. bald ihn reitzt der tolle Sinn, Daß er uns opffern will dahin. Und wir das alſo leiden ſollen, Als unvernuͤnfftge Waſſer⸗Wellen, Alse ein duͤrres Blatt in dem Wald, Das im Wetter vom Baum hinfaͤllt. Nein zwar, das laß man nicht einfuͤhren „Bey lebendigen klugen Thieren. Denn wie guͤtig der Loͤw auch iſt, So braucht er auch ſein Mord'n und Liſt Und 9 3. (O S. 26 U1 d kans niet nand ſo gar! recht machen, DerLöwen Er findt ein Unrecht in der Sachen. K Poi Er ſaget zwar den Thieren zu, tig. 0 Sie ſolten bleib'n in guter Ruh, und Er wolt keinem an ſeinem Leben ren Einerley Schaden laſſen geben; Das er auch that ein g'raume Zeit, Biß ihm vertrauetend die Leut, Meynten, esd 8 niemandt trauren, Ihr Koͤnig hielt feſt wie ein Mauren. Aber er hielt, was ihm gefiel hr Schoß endlich weit über das Ziel Beyde mit Gewalt und mit Liſt auch, Wie denn zu Hoff gebraͤuchlich iſt r fordert etlich in g eheim Beſonders zu ſeinm G'mach hinein, Als wolt er ihnen etwas klagen, Von hoch vertrauten Sachen fragen; Und fieng denn, nach vielen Umſtaͤnden, Sich auff dieſen Vorſchl ag zu wenden, Daß 95—— ren Bericht, Ob ihm der Athem ſtuͤncke nicht enn W0 er etwa zu einm Thier Seinen Mund naͤher reckt herfuͤr, So erſchreckt ſich daſſelbe ſehr, Wolt ſein Athem nicht riechen mehr Welche nun einfaͤltig und ſchlecht Sagten, er ſtuͤnck, das waͤre recht; Die ſchalt er, als loſſe Meutmacher, Seine Neider und Wiederſacher. Welche das Wiederſpiel denn hielten, Und aus Furcht das Placebo ſpielten un R 3 Sagten 2 7 0 or uhße 4 7 SD= A 1 und Spot —— Die ab 1 1 11 Sora prad 60 A 2 Schmeck id F Schmeck ich doch weder Meund noch Sup U pen, eo K 1 118 K Ss. 1 18 v8Na 1 10 1 Is8 eu 1 1 6 IIe N, 56 vIu ger m, So ſprach der Will er denn ar Und dem Reini celn, ſpre Pühe ab ich vorlängſt gern ge uer Majeſtaͤt So lieblich, ſo herr bD Hel Daß mans nicht beſſer finden ſoll Aus * 7 10 ogs E Au 1 iba „Iton 264 38(0 8K ——U—ÜñA4ü“;— Sagten: Der Koͤnig ſoll wohl trauen, Sich gar nirgends fuͤr laſſen grauen, Es ſey nichts, denn ein Mattigkeit, Die ſich verlier in kurtzer Zeit, Wenn man ſein wol mit Eſſen wart, Nur fuͤr den Appetit nichts ſpart, Nur daß auch Ihre Majeſtaͤt Bedaͤcht, wo ſie ein Luſt zu haͤt Ja, ſagt der Koͤnig: es moͤcht ſeyn, Der Appetit mach ihm die Pein, Affen⸗Fleiſch hab ich nie gekoſt, Darum haͤtt ich dazu wol Luſt, Darnach waͤſſert mir faſt der Mund, Wenn es mir nur waͤre geſund Ja, ſprach'n die Aertzt: Es hat viel K rafft Der arm Martin ward hergebracht, Und jaͤmmerlich auff Stuͤck zerriſſen, — 4 4 4. E 4 Gantz gefreſſen fuͤr Leckerbiſſen Das II. Capitel, Wie die Haaſen der Loͤwen unglücklicht Lehrmeiſter werden. Lſo giengs dem gelehrten Haaſen, 8 Wie wir beym Ariſtotel laſen: Denn als derſelb in ſeinem Land Erſtlich lernet der Schrifft Verſtand N Daß er Lateiniſch, Griechiſch laß, Und beyder Sprachen kuͤndig was, Wuſt N u 7 —— he W. WVV !. Wuſt auch, wie man ſolt diſpi Und von Saͤchen ziemlich pe hohe Schulen auch, der Gelehrten Brauch, richten ihre Zugend Ott, von Re echt, von Ehr und Tu gend 238= —ç—ę—ò 0 — — — — 2 viel alte Geſchicht, Poeten kuͤnſtlich Gedie t, mer ckt d araus je Lanz ger je mehr, Glei ichniß, Exemp Spr ruͤch und Lehr, all Sach beſſer verſtund de avon zierlich reden kunt. R 5 Endlich 2 ιτν . — 2˖ 2 2 2 Ir —— 2 —1 S 2 C S — — Itf UAl le 2 8 S== NV 5 etagt„ b wo er St ente 2 8 De 1 2 863 — N ede 1 ſtellen nn rMa rHaaſe De ſei⸗ ktun⸗ chul⸗ mus nensß dene Recht thun JAlle 268 380008 ——e— Darnach lernt ich viel frem de Die Zu dem lernt ich J Welche 80 lcker d Und we lch ih ren Muthwillen ſpie Er dlich lernt i ich d ι¹ι Alles ausrechnen clavo niſch, un t⸗Sprache or indi in der r Wurtz zuſammen ſt 76 olf Wel ebre ch, Gr ichi ſch ch d all die daruͤber hielten, E Natur kennen, 17 er 1un8 ¹ er AAe nennen 7 All Stein, Baͤut n, Kraͤt ,meſſen, gief Sine gen, ſpr ringen, fechten! Un nd was ein Das hab ich Kunſt— Sein Vetter ſagt den Unge⸗ Deins 11 gleichet — 10¹ zumßeind. Dul haſt deinm K Was iſt aber de Wozu dienets? Geb auch der Baur ein Der Student antwortet Geb man viel Ein Scheffel Perln und E t Gſell wiſſe oß ſche r Nutz da S Sag mir de Geld des Und ſetzt die ſchoͤnſte Jun Ein Ho and voll Graß ihr baf 5 Und ihre ſtinckende Kuͤh⸗M Wie man auch ſonſts giebt Wozu ſollen d de rKuh Muf ſſen, 18— 4 und ſchieſſen oen ſoll, UnN glernt md kan es wol K. iſt groß Wu be—— 1 IAN 199, ouynth 885 ſcaten 9 e ſeyn n entſproſſen oſſen Tugend und e Wie man das in der elten telken NNo ◻ Ut 4 en, eh yn ſen, cht, K uh, „ (0) S 269 We dem Hahnen der Demant, Den er ohngefehr liegen fand, ls er den Miſt. umſucht und ſcharrt, Ein We eitzenkorn ihm nuͤtzer ward So 1 zum Bauren nicht geſtellt, Wie ihm der G'lehrten Kunſt gefaͤllt, Wie 1e 01 auch die Sonn darnach nicht fragt, Was von—— der Blinde ſagt: em Se eh'nden iſt damit gedient, Kunſt bey Ve ernunfft ihr Gunſt gewinnt. Der Vetter aber weiter weſſert, Ur d ſprach: Was ſeyd ihrs denn gebeſſert nd wozu dient Koſt und Arbeit, Die ihr auffwandt die lange Z 0 Is ihr nun wolt fer net berichten, nidbe Ei dient — avon ſag nmetwas vernim Schiff von weitem koͤmmt Vierdt meynt, er verſteh gar viel, 7 d kuckt doch durch ein falſche Brii A18 wenn + ſchaut zum finſtern Kram, Weiß doch nicht, was guts iſt daran. For Det —(— man ſonſt die in Daß meines Stande uret aß me Dertz Peil edt So In en ble 117 hro We eich 3 H. infiel Darnach kan ich mei Artz ten, troͤſten, zul 0 In aller Noth bey ihn u Ihr Guth und Blut Auch meinen Verwand Wenn ihnen ſolt ein Ja den Koͤnig und e, Land K an ic ch d d—— mit mei Mit m meiner 9 ded So fer n GOlt d zu glel 2 De: Welt⸗ Dr Auff 109 t der Vettr Kinder 1 6„Denn ſonderli⸗ d ni cb kt5,1 enn ande 8 denen„wie ſichs gebuͤhrt, arkeit ig K unſt habt ihr ſtudiert — N E S Und 27 33˙( 6 59 Sk Und wenn ihr gleich kein Herr wolt ſeyn, Waͤrs nicht beſſer, ihr ſaͤßt allein? Wie ein blöd unbekandter Haas, Im finſtern Buſch beym gruͤnen Graß, Ohn Gefahr Leibes und der Seelen, Schaut zu, wie ander Leut ſich qvaͤlen Mir hat allzeit der Spruch gefallen: Jeder für ſich, Gott fuͤr uns allen Ruſene D Dem Studenten die grobe Poſſen ruͤhmlich. Seines“ Vettern heimlich v verdrofſ ſen, Die Lauß lieff ihm uͤber die Leber, Daß er ihm fraget wie ein Weber, Wolt doch ſein ien Freunden andeuten, Er waͤr nicht ungeſtuͤm beyn Leuten Koͤnt verhorchen, andern nachgeben, Ob ſie es nicht getroffen eben. Weil er ehmals, vor allen Dingen, Auch gelernt ſeinen Unmuth zwingen. Der iſt ein großmuͤtiger Mann, Der ſeinen Muth ſelbſ ſ brechen kan Der Mann ein groͤſſer Werck ausricht, Denn der, ſo Thor und Maurenbricht Die Mannheit kan nicht hoͤher kommen/ Ohn daßf iieſelbſt ſ ich uͤbernommen; Und ſprach: Mein Verter, bedenckt da Im Himm'l und Erdn kein Dinglein wat So gut iſt, und bleibts guter Art, Das nicht eins andern Diener ward . + Denn das iſt jedes Guter n Weiß, gut iſt. Es ſucht ein n, dem es guts beweiß, Wied das Boͤß ſt icht, dems ſchaden mag, Mit dem es ſtreit, ohn all'n Vertrag Darum 3 — 1 91 9n Nſehe 0 1 Elie 5 1Dingen Dα 9— 22 3 S8 22Æ * 2 ———— —— ⏑ 2 QS225˙iCÜn— —29n2 2 2 22 2˖ — 2— ——— 22 4 988 2. 2 ν — 1 20— 7 1 H 46 4K4 iſer Leben. n Ut + Lel alt rh 0 U 2 — α + Her ſey. — f 11 1 Ju lodr wenig 91 sthatz rum 4 luch die“ Soe rtz trag Es geht in der Es ſey denn ein Und der groͤſt K jerr und Fr⸗ jerr muß ſelber Will ers im Hauſe ſ ffen recht. Die Frau muß ſelber ſeyn die Magd, Wi— im Hauſe ſchaffen Rath wſcchaſſel Was nir⸗ 1 gend zu Niun 16 dieneht.Niemand dient ſich nur dienen laͤßt, ö unwerth. Als ein unfruchtbar Sand und S tein, * Dem wedr Reg n hilfft, noch S 2 7 2** n 57 K„ Als Waſſer mit Gifft zugericht, Můͤſſig⸗ ganges Straff 1 dnuns U Or 4 114 ſis gen * A4l genan 11 610 11 z I 1 ¹ 11 uͤſſig verzehr WMI 4 n Yeunbd * h 1 ch! Biß ſic n laſſen, ge tra Oß Atis 91 eihl K h zum S uſtn ſie F 0 7 A hl n, 90 erhöoͤrt * * aAn! Nun erth R L * ſie 5 iten, wer en A — 140 gut WI 1 * 1 E w Woſ —— 7* 5 ö 8 2 2 (1 ü 8.5 6 — S28 etzen, 1* Lell (67 Eeedt + — wird ſo grau O verhaßtzt — Uln lelni e 5588„ 32 Daß er wa N ſtel benn ayvlgt ein O on ind gefreſſer gehalten er beſt St Der d beſt S 4 ro Tachtor +4 1 Der beſte Fechter geſchm Fio Flnaßte i ch fangen l ie ruun 5 0 1geint N 1 0 N Sol man darum die Kunf ſ d 4 1415 A 7 51 Lel eiß und Muhe drauſſ w 1 Sch 4 S man darum zu Schiſſen Yt f. der etlich verſuncken war Sr den 0 ſt wohrn ◻n tan ven id9 nicht wehrn gen, IAIs„ Holden onf Haß er v jelden hat erſchlagen 2„ 5 4 Soll man kein Braut zum EChſtanden 5 aß ihr viel in der 95 Nein, warlich das Findt bey G—Ott und Darum h Den Solt er aue Erwehlt 16„ L19 1un Fryotf ch ſl fuͤr D So hab ich doch mich Daß ich mit GOtt un Zu Ehren dienen kan und wil, Es* mir wand od Es bring G'fa Es 9 ath zi N werd rfromm iſt, für iche der Sich 5 Dr eud 0 rer 00 1 7 Heburth ſt R waͤr boͤſer Rath, N Vel nicht ja⸗ Vel ben, n? Tugend kein Statt. das Schwein kein Herren, ig w i1 niemand n das Bettelbre ienſtbarkeit den 8 od; deß befliſſen, d gutem Gewiſſen er viel, i 0 1 d'r Tra herh helt, 1 1 Urigkeit nichts gehalten He ten, 2 174 die Zuverſicht, ig meinem Bericht, Kn K O· eU Ran red auen Frieb unt thu recht, laß GOtt wal kr, nött — 1N doch gar balo, Ft do — — 2 2ε 2 2 22 2 jad⸗ ˖ 82 2 8 — 2 — 2 2 — 22 — 8 en —2˖ꝛ 2— —— — 2 9. 2 — 2 2 8 2 24185 oDr Leld 0 b en wal⸗ 110 öm Kon bei Der Haa⸗ ſe wird bey Hoff geꝛuͤhmet ———— 183 7 egenheit, ˖rechte Fett,. Thuͤr ins Hauß cht wen nig aus — Und D 5 0 1 Umpei Mitf feud nM zuſter (Ufte Gehts alles hin i Fah, eim aber ein Dahe L Ihr Ge wohl 4 81 28 — 1— 25 5 18 22 22=— 688992 —— 2 S 2 S — πÜ 2 leng er zu mit e 1 4 Rath 1el . A 7 0 ſetzt, h n ſie 5 * neb 8 gang 28 38(0 St —2 4— RR Daßd du uns davon dein S 8 Gr rund dlick E rklaͤreſt ohn öſchwantz, Das wollẽn wir in 6 Inaden erkennen, + 4 4 V* Und wenn dus ktriffft, unſern Rath nen Deg bga, Der Student hat — Erholt tſich doc Regiment. Auff des Koͤtr igs gnaͤdige R Stand ſ Bo dem Und ſprach: Daß Eur Maj ſt Gnaͤdigſt mei Und ferner g goͤnnen An nd E Wo ich derſelben faͤhig waͤr, Int terthaͤt ug ſt ich de 8 Mich ein ſchuld Gnig Konie 11 AKr nicht ohn, es wird gelehrt, 2 4(10% 13 4 Das Cuer Majeſtaät begehrt, e. chre Wie man wol und loͤblich reg Es iſt die Kunſt, f ſo ich ſtudier. Dieweil aber das Regiment Dem Koͤnig ſelbſt laͤufft in die Haͤnd, Und aus 6 rfahrung iſt bekandt, Wie Rath und Th at wird angewandt, Waͤr zu lang, daß ich, wie man ſolt, Alle Umſtaͤnd erzehlen wolt Das muß ich davon ſagen, Daß 115 H ch jelehr II —Iuf H 9 vie9!t Es ſey intſch und ni Uſch Und! ———— ¶?˙1k' er ſey billig und recht, der G'rechtigkeit Knecht, als ſeine Mann, und Recht ſey unterthan jeſetz aber iſt, halten ſoll jeder Friſt, ieſem f ſhlechte n kurtzen Reim Begriffen einfaͤltig und fein Was du von andern ungern haſt, Damit thu niemand 3—. Wenn nun jeder haͤlt ſelber Rath, Was ſein Hertz gern od r ungern hat, NAt + 17 1 188 L viß unſer Gedancken ſine +. Sl„% Somind ß man ht fahre zu geſchwind, — SchWachsß ver Sonbdern U er chwachh E it v ſo hon, Und die Tugend mit Danckbe lohn, Die Laſter ſtraff mit Gerechtigkeit, Nicht mit Gewalt, aus Zorn und Neid. Derhalben ſolt die Obrigkeit Vornemlich brauch'n Gelindigkeit, Gegn Arm und Reich, gegn alle Mann, cht ſind unterthan der Ehren werth Arlflote⸗ der lis Brieff lerdlibet lehl an den 0 5— 7 174 K 1 Daß er taͤglich bey ſich bedaͤcht, 222 . 5U. 1 A 5 eyan⸗ GoOtt gaͤb ihm nicht olch Macht und der. * 2 Recht, Daß er ſeinen Muthwillen buͤſt, Und alles thaͤt, was s ihm geluͤſt; Sandaen 866„ Ney Ir Sondern va er ſolt jederman Jetce itdn 1 AIeune Guts thun u d getreulick vorſtahn, 28 2 2 2.2 8 8 22 2 2 2 2— — S38ο * 8 8 b 7 W 4— 4 —— 2— 2— —— ‚ 2 0 2 ——— 4 2—— S8 U— 4 4 R— 22 W.— 1 4 2*.ꝗ— + * 7— ++—— 0—— 0 7 8 —————— 1 2— 4 Sr——. 52— 7 288 SS2 2 22 2 2 25 2 Æ 1—— 4 7—* 8˙ 1ε 33 2 SÆ 2 K —2⏑ Q+2 ◻= ⏑ 8— 14— 23 18 83E— 7 2— 8 122 2 2 2„ 1 3— 2 12* 8 2 2 8 XV. 3 2 Q ο*— 8- K. ueg8. E* SSSAL2 2 2 2 2 882 PE 2 8 5 32⏑ 8 22 S 3 7— 5 N 2„ r 2—2 8— E 2 2— — 5„ 28 4 — 2 2 28 8 2 8 3 — 2 0 Q+. SE2 9 0— S= 2 18602 2 4 2=22 ——— 4 4* 2 τ⏑ 2 — 7—ε⏑w——— 7—— — +2 2 1 —*—— +— 3—— 0 2 8 ö 8 2 2 E f 8 2 E —„— 7 3 2 8 ⏑ · 2 2 7— 2 — 5 J. 10 7 K— 2 1 4 0 1— 4* 60 8 0 0— . 1 U 1— S Des Loͤ⸗ wen Ty⸗ ranniſcher 256 38 Cο un wo man keine Gottesfurcht, 3 Glauben, kein Scham und Zucht Ke 0 Recht und Gerechtigkeit fand, Da hat kein? Reich, kein' Macht Beſt Wedchl Beſtand 74 3 3 Pait Odgegen die G'erechtt Idkeit Macht einem Reich 5 eſtaͤ eit, Daß es kein Ul fal ſtuͤrtze 1 ka Wohlthat 4.75 auch jed erman, Daß mandern Ko. nig nicht nachſtellt, Sondern fuͤr ſeinen Vater halt. Fuͤrcht nun der g K0 oͤnig niemand mehr, Und hat alle in a al Macht und Ehr, Wird er d doch, wie er angefangen, Und jetzt mit mir ſe lber umgangen, Nicht mit Zort ſondern Gnad regieren, Mit gleich um Recht die Straff ausfuh Anofun 239 ren, Den Frommen Recht und Frieden ſchaffen, N ach? Bi lligk keit die Bo oſen ſtraffen, Kei nm ümenhen, ewalt zufuͤgen, Sich und ſein Herrn laſſen begnuͤgen An d dem, was GOtt verordnet At verordnet hat, An Fruͤchten, S aamen und Sallat, Und was wir den Feinden abjagn So hat kein Unterthan; zu klagt. Sonſt koͤnnens die Hert 1 10 laſſen, Den ſie fuͤr chten, mi n ſie haſſen, Und Gott wird zahl'n mit er rnſtem Muth, Auch das unſcholdig Der Student wolt n Der Loͤw fiel ihm aus Haaſen-Blut 28 7* Du wilt uns mach n en Grauen, Dalck u. 0 Ratbs Be⸗ ahn und* Klauen, ſolvung. Rus inſe rt deine rum da, daß wir— the n ageen 1„ Do 3 1 18 Der nic 15 han. r Geſchlecht * r Knecht N 1 tlackey, ma 1 U — R 1 8 5 17* + 5¹ Utu bi U und we Bu U ſche I U 1 tuty, I.—** Aofun el DD0 8 ly 11 Let Ditr ſou** 2 88—* 1 Der Koͤnig ſelbſt, ſeyn u interthan. — 1 Us man f Au fff ke ehen, unt W und—⏑ K hen, e at that n einen Fußfe Abre er zutratt, zerrieß ſie all, Warum l die Haa⸗ ſen verfol⸗ get wer⸗ den. ü Si ch fan ge nl Und thun doch keinen Darum ſie gar verzaget in 2 Stun Und hit ———.—— 2 er 6 194 6 A¹ „ Lll/ N 1 m den F Das 3 e 8 0 2 288 22 — R ·˖˖R˖EDrrrr.... Das IV. Capite Daß des gemeinen Poͤbels— gutem Rath nicht t folge. il alſo gefaͤllt, Reich deſten ſeyn, Wenn mit regier die gantz Semei n, Und Jederman nach ſein'm Gefa llet Zu thun und laſſen hat in allen, 2 Zum Richter, wen er will erwehlt Wiedr abſetzt, wer ihm nicht aͤllt Und laͤſt ihm gar nicht unterſagen Willen rren Das uͤnckens, noch Bon n beſten Reich, der beſt Bericht, Sondern wahrhaffte Dienſtbarkeit, An ſeattd er vermeynten Freyheit: Denn ob wol an der alten Welt 6 Uns die Freyheit ſehr wol gefaͤllt Da die Leut fromm und witzig waren, Wuſten mit Vernunfft wol zu fah So hats doch itzt zu unſer Zeit Gar viel ein and'r Gelegenheit, Da die Boßheit nimmt uͤberhand, Der Muthwill zu vinget alle Land, Und nunmehr iſt dazu gekommen, Daß Auffruhr auch iſt vorgenommen, Sein Gefallens Neurung zu machen, Kein Freyheit dient zu ſolchen Sachen. A Ooin 2 Kem Kein Nath iſts, daß gemeine Leut, Ohne Furcht hoher Obrickeit, S Hlechenachi ihrem Gutduͤncken leben, „Selbſtd da s Recht, wie ſie wollen, geben Unbedach⸗Denn obs gleich das Anſehen hat, dergegen⸗ Sie wuͤrden wehlen ihren Rath, ten Der mit Wei ßheit und Recht regieret, Dem ſie gehorch'n, wie ſichs gebuͤhret: So bezeuget doch offt und viel Di abfung das Wiederſpiel Denn ob ſie gleich offtmahls gern wolten Vorſteher wehle n, wie ſie ſolten, So koͤnnen ſie doch uͤberall Nicht freywill Iſthreite zur Wahl, Weil ſie unbedachte Hoffart Mit groben Stoltz ſo wohl verwahrt, 108 Daß jedermann in der Gemei n 85 Dameng it, er ſo ihr Koͤnig ſeyn. Drum w lNeer nand ſein ſelbſt vergeſſen, 8 2 7 Oder an dern den Hohn zun jeſſen N Als ob er waͤr ihr Wẽ iderpa rt, aß ſein ni cht uͤbel werd gewart nach ſo iſt in ſolcheme Hauffen, Da Heintz und Kuntz zuſammen lauffen, Selten ſo viel Witz und Verſtand Daß man Kluge,f 3 9— kaunt, Und d aß nicht Wen tumpen, Zu ſich erwehlen ihre Kumpen; und offt die beſten bleiben ſitzen, Die ſchlimmſte · ſtellt man an die Spitzen Oder vermengts, daß man nicht weiß, DWelcher Koch Nabe Kellner heiß 8 8(7 98 6 Und * GOtt geb, wie es der al 50 5ö0 Da mahln zween harte Muͤhlenſtein (Uul Selten ihr Korn wol klein u nd rein Selte n der Wa gen ar ich fo rtkam/ Da einr vorn ſpannt, der and'r hint'n an Wies ſelbſt gieng den kluger Mannthieren, D a ſie wolten Regiment fuͤhren, )arin gantz frey allerley Knaben olten zu thun und rathen haben Da nun der erſte Nathſchlag war, e tadt bemauret gar, Und was mat daz brauch fuͤr Ding imit d de R Stein, Oer itreter zu Thon und Leym, Der Zimmermann zu Bret und Stecken, her Schuſt'r wolt ſein Leder hinrecken, Lein-und Wollweb'r ihr Gewand, Wie man Gezel t br raucht auff dem Land. er S chneide r cleß d dis at auch 9 eſche hen, 0 all auff br racht, Daß die Windmuͤhl inden oben, Unten ihr Schwein⸗Staͤll und Back⸗Ofen; Die Fleiſcher fragtn ungeſtuͤm Wenn ihr frey Plaͤtz wolt graben um, Vo ſollen unſer Ochſen weyden? De skoͤnnen wir, ut d w oll'ns cht leiden, Woit ihr die Ochſen helffen freſſen, Solt ihr der Weyd auch nicht vergeſſen; T 2 Di Dle *. — 2= Eigennuͤ⸗ tzige/ un⸗ richtige Rath ſchlaͤge 2 0 NRIo oIn AI Die Dier brauer dD Lrieſſene N 4 4 M n⸗und Trebern⸗ Wall, tan ſchuͤtt ein Kohl II 8 . laſſen wir 8 ouſt Graud 4 2 e Veil ſie nicht dient t zur Sei fund Waſch Ddiel Wozzu ſeyn Trel 8280 dHe fen!: „Wennſi te Wer en zUr ſaurene LuUtz und Aſch, ie Weinhecker ſchryen: Die Feſt DWir rd von Weintreſt'n auffs allerbeſt, Die kan der Wind ſo nicht verwehen, Ein ſole ch)eł Wall bleibt ewig ſt ehen Der Glaſer ſprach: O nein, o nein, Ich kan damit nicht einig ſeyn Denn wo die Schwein den 5.— aufffreſſen/ So wird meiner Kunſt gar vergeſſenz Man ſoll die 3— g alſo ba len, Daß man dadurch die Feind kan ſchauen, Alten g gaben zum Wenn der von K 1 8„ 1 E 11 3686 14 Der ſie kan und beviefeh hat, So geht es woöhl in 16 SfAN So geht es wohl in unſer Stadt, 70 701 8 0 rtheil 0 9 4 6 Scgndo 81 n waãd er *1 ein 2 3 88322 S2322 22 SSSI SU tadt Ste 2 5 0— 8 — 2 80 7 Ut — + 2 2 — 10 1 Inſonderheit beyn ſchwartzen An den Hartziſchen Francken Mauren Eigennutz verderbt alle Rechte, Alln Rath, Geſellſchafft und Geſchlech te, —*„Hauß⸗Regiment bey Fremden ſchaͤndt. v henn ſie Fleiſch ſchmeck, vantz ſo lang beiſt und leckt, 8 ſte—— ſich ſelbſt, verzehrt Soſß hlaͤgt Eig'nnutz ſein ei gen Schwerd. enn gleich einer drunter iſt, Der, was zu thun iſt, ſehr wuͤſt, Sparet f fuͤr ſich auch keinen Fleiß, S onderner aͤth das beſt/ das er weiß Ja der ſichs blutſaur werden le 47— 4 4 8 Daß er fordert das gmeine Mſe Getimngc Als Krumkuck ge6 Zet Haäk N 4* 4 4 K1 Bißweil'n findt Kolgart auch wol Rath. Es waͤr auch gar ein Wunder De Das wie man ſagt, nicht recht zugieng, Wenn das gantze Schuͤtzen-Gelag Fuͤrſichtig ſchoͤß den gantzen Tag, Und dennoch keiner traͤff das Blat; So findt auch: nancher guten Rath, Er findt ab'r niemand, der in hort, Verdient nichts, denn undanckbar Wort, Der groͤſte Hauff, der nichts verſtand, Regierts und machts nach ſein er Hand, Und ſolt gleich drum dieſelbe Stund Die Stadt und Land gehen zu Grund, Spre⸗ — 72 22 7* ˖ Wir wollens haben ſchlecht, n Es ſey denn gle eich krumm oder recht, Warum aber, wiſſen ſie nicht, chlech S e wollens han, ſo richt. Darnach, wenn der Schad iſt geſcheh en, fah'n ſie an ſa uer zuſehen, geſchwind, offen iſt das Kind. die Se chaf todt gebiß verd Wollen ſie erſt den Wie denn Narren nie ö Eh denn der Schad hernacher ſchli Aα api 6I Das V. Capitel, 6 f Der Schlangen boͤſes Regiment. 4* ith(Ues ſich ehmahls fuͤr alten Tagen § Auch mit der Schlang hat zugetra g/ gen, ohnet in ein'm holen Stein er an ein'n gruͤnen Hayn, rt aus und ein viel Jahr, eil ſie ſtill und vorſichtig war, Ja alle Thier fuͤrchten ſie hoch, ort, Lieſſen ihr Fried in ihrem Loch, Biß endlich ſich der Schwar itz beſchwert, Der 85 Er wuͤrd an ſeinem Recht gefaͤhrt, Schwantz 10, Das wolt er nicht laͤr* ge fahrt will voran Das wolt er nicht laͤnger nachgeben, gehen d, Dabey auffſetzen Leib und Leben: Shro— 1 Iyyn P X 4 Denl ——4 4—— 5 6— e e 8 S8 2 2 E +, S— —— —* 2 E 2 2 2 4 2 S *— ——— 8⏑i N 6—2— U 8 2— 3E 2 S— 2 22 2 —— 118 8 132 —*5 „*— S ααάι?? 2 7 297 — A—ů——— 1„ acher —— efuͤhrt, ernehrt, 178 18 HOtt mn& 1 L 7 hie U UUur * cdt Ul U E atur * 8 gt — 1 C at Lügt, Ff gotyr hl gef o Ni ſtein 2 Der§8Jan I. S— Don gehet Denſt A Berg un/ Daß er bal ter. Und pulwuͤrm ſind Und darum nach Ged duncken gieng, — en und Daß maͤnchen Stoß er— empfieng, Schleifft auch unb—2 tzig herein Das Haupt durch— und ſcharffe 3 Stein, D Daß ihn zu ſchwin deln ſehr anfieng, hoͤren und——— Rnd vergieng, Und obs gleich rieff: Halt ein, halt ein, Odr meins Lebent— rd nimmer ſeyn; S U kehrt ſich doch der S chwantz Nn cht dran, Gedacht Istgeh ich vornen an, Du muſt nun auch zu Lohn empfangen, 50 e du mit mir vork bl iſt Umgan. zen, Und lieff, wie die raſenden Pferd —. wed 560 Den weder Zaum noch Peitſchen wehrt Damit ſtuͤrtz tel ſie ab ins Thal N * A0 Dadurch gieng ein Fah wegſe hr ſchmahl, Mitt Lieffe geſenckten Wager— ſen, Da wolt der Schwantz ſein Kunſt beweiſen, Un Dalz lend daruͤber ſtreichen, Eh d enn ihn das R dad koͤnt erreichen, Es wolt abẽr nicht folgen der Trab Alſo Berg auff, wie vor Berg ab, Son⸗ — ſind harffe FA 2 E SE 2959 Sond'rn wenn er ſich aus einer hub, S oſt uͤrtzt er in die ander Grub, Bis das Wagen⸗Rad in die quer Uber die Schlang gieng mitten her Und der Leib kriegt ein Riß ſehr groß, Sein Eingeweid auch all vergoß, Der Schwantz ſich aber hin und her e Rang und wandin die Laͤng und Quer, füßlt ſeine + Sprang fertig auff, und legt f 8 wieder, Tborheit rckelt, und ſtreckt ſich hoch und nieder, Wie die Aalfi ß und Sat—4 Wenn man ſie faͤngt und geuſt auffs! Kon t ſich a ücht m 5Haupt, 2 Recht wieder erlaubt, iſerm Loch aus Noth, ornig id erſchrocken, dan Don dder Rocke n, ließ auff di 7 97 Das Haupt muß frem⸗ der Thor het ent⸗ gelten lick Was nüuͤtzts, daß ich mein Fleiß anwend, Nun iche gReſch aͤndt bin und ER De en Karn brinatm Den Kar Rokülg n ſo ſchl Aus ders Als man ihnl le hret Du weiſt,! l — 6 N 7 Ef U 6 8 55 — 2— ——— 2 S S 2 22 22— f— ö 8 9— 2=2=++ S — 2—* 2 2 1288— 2— 12838 23— 2 4—4 KK—*2— 7 4—— 7 2 2— 2—⏑ S [S328 2——— 2 D= 8 SSSS— 2 SSS2 1882 ˙ S S=2 ◻— 2 88 4 89 2=5 S= S532 RSE 82= 2—— S88 — S S 2 88 82 32?2 22 Oe DesS HEEE◻?2 2—— 292 8 * 2 2 2 2 2* 2—— 8 S 22 2˖ 12SSS S⏑— 2 SS8 22 18 2=— 2— 7= ⏑ + 2= 8— S——— 4—— S22 2 2=⏑] TI— 58 2 8S E SSSSSSA + S2 2 2 2 E 2 E[SSA 2—— 8 2 85 [SSOe8 83 2 f 1SS82882282 2 25 L 88 2* 2 4 2 12 2 82 2 σ— 83— 32 2 8 2 7 2— 3+ν.2 22= S55 ö 82+— 9—= 2 32 —.—— 1** 135 K. 2 2— 4 8—— 82 3223 4. N D 5 0— 388 2 2 2— 7— —— 8 S — 7 Kte 70 25 . C E 8 4 rachten, nt f öIVo Ebe n 80 ht zefangen, 160K(ANn 11 jehangen 18 1 ſſel 1 0 +4 + 9 lie ort, 33 ſchlag gel er An nan n G 5 2 nd weiſe e Wort 11 ¹ 2 tach tigaln Ratb JerN 4 —.— D mir ſo Iu8 10 4 Steller U erreicht E * and 18 — Wunrt tn lit ſeinem beſch Hey! waͤr es de ch ein Dapß einer wolt ein Moͤrder ſeyn An ſolch unſchuldgen Voͤgelein, Laß ſein Stimmlein nur immer klingen, GOtt zu El hren, uns s zur Luſt ſingen Daher wir das Ver bel dr We un wu das M Rannthier ſehen grabet Daß wir hinfli ehen, ſehr nmi t zi Ob ſich ein Wuͤrmlein herfuͤr thu N Etwa dienlich zu unſer S peiß; Wenn das M Lannthier merckt ſolche Weiß, Mit Ma dn es bald ein Grub auffſt Die Und wen ie wie gei in Me ei 3 ein wol olwarten wolt erſ Wenn ihr mir rnun auch das nachthaͤt, 5 nach Gewiß wen ig zu fuͤrchten haͤtt Der Ler⸗ Die L erch tim imet t mit: uͤb erein El 7 chenRath. Sprach: Warl lich, das ſolt billig ſeyn, GSttiſt de rHErr, wir ſeine Knecht, Wer ihm⸗ gehorcht, der dienet recht, Den wil ich p reiſ'n in meinem Leben, Jederman gute Exe empel geben, und Niemands zufugen ei nLeid, Hoff zu bleiben in Fr ed und Freud, 60 650 2 5 2 87 ES8 2 f Q 18 268 —. 303 Wie ichd enn Ge— auch erfahr, Wos der Ein jeder Ba nir guͤnſtig war,—— Daruim„daß 0 Gleb ſein Geſell, Mein G'ẽ'ſang zu GOtt und ihm anſtell, Bald wenn an faͤngt der harte Mon, — Undf röli ch ſcheint die liebe Sonn, Nun ſeyd mit mir erfreut, Geb ihm Miſt 0 n im Der und Stadt, roſt noch uͤbertraͤget, — 1 1 0 walbenk dehe die S hwalben herwehet EirPR ennde fug ktirtar gieng, m Saat Dzu ſpat Herfuͤr brach, und ſichs ließ anſehen, s wuͤrd auff ein Theurung ausgehen, gend zum Himmelan, hut, man ſolt GOttrathen lan, etłeuc t Haußwirth, rrer kam mit ge Ackerleut trauric Habt ihr niemahls gehort C i. troͤſtlich Wort 5Ottes tracht, cht und ſee lig macht, berffen d arneben, rff——— ben Jo H0 Crren Rath⸗ ſchlag des Bauren von ſeine: Ernd Eur Vater, der im Himmel wohnt/ Der ſein Geſchoͤpff liebt und verſchont, Üreichüch ernaͤhrt, dem ſe iß beſchert; Rorig der nicht Weit beſſor a W̃ eEr! rnicht veit beſſer wär, R 11 10 iel der ſchoͤnſt ſten Vogel Wie iſt eur G laub ſoſch vach und klein? Der HErr CHri rtzlich gern wolt, Daß ihr die Unde el ichd des tröſtena gemein 9 ir Le che n die Bauren lehrn, 2 11 naen6G 46 4„ Und ſingen GOtt zu Lob und Ehrn 8 in Cugend 2 Zu dem wir uns in Tugend 8 Wie uns ſelbſt, unſern ben, Daß, obgleich jeder ſeil l SE nſt vertheid vringen, 91 Gibt er er E Seeſer Lehrts bete en, mit ſingen,* Alſo wir unf ſerGeſchchrforthr ingen. ,, S Und ob ich gleich lieb all Baurs⸗Leut, Fi So brauch ichd och 8 Denn als die nechſt Ernd wolt Sagt ich, die Kind'r ſolten zuſehen, S und zuhoͤren Fleiß, Wenn ich auszog und holt ihn Speiß, 5 40 F35αν 1 7 Vel Ackermann ſagt Ul Daß wir zeitlich r zald ſich das gat 8434 88 2 Igt, der Baur Agt, Aurhal 722 1 H 0 Der S ohn ihrn Freut U ägen + asß'or inerndten wolt, Daßelde ——— 1 οb Darü — FuinRoyſchyg Je h ſprach: Sitzt unerſchro 50 Aiß doyr Ts„. 17 5 Freund Des andern Tags wolt Den Baurn„daß ihn ſei 1 koͤmt, L Iteſſ 11 daß der e Ihun 1 Befe Ahl, da Ihn bch d U 86 N J 1 Daßert NKache — * bis M rgehtagt So werdel ß Wunder ſehen, Vie amd Rachbarn angehen. it fragten ſie R dericht, Oo ſie no ch ſolt ten wandern nicht? N 1* NRoi Ku SDenobel Bat 9 ſagte aus groſſem Zorn 8 wMärn fremder Huülcpye uidbatintt 8 Verguiff verl Zu warnen, beſchuͤtzen uUnd eud gereichen 844 Noy nack te lKAe 24 Des der noch zur ſelben Zeit Storchs Rath Ließ dis auch wolgefg 4.*— Spraäͤch: 9tan von ſingen ni üicht ſagen, Müß üͤber meinen Schnabel klagen, D„&wN 31 8* Der Vogelſingt Zzu aller Friſt, Wie ihm der Schnab'lgewachſen iſt; Aber mein em GHe dien ich ge rn, Leiſt ihm Gehorſam ohn Beſchwern Wir Stoͤrch haben noch dieſen Brauch In unſerm G ſetz beſchrieben aue Storch Daß die jungen Stoͤrch ihre Alten neEltern. In allen Ehr'n und Wuͤrden haltei nd wenn ſie nicht mehr koͤnnen fliegen 1 ——+ WaSAKAA 1 14 N u8 Vio öH lieage! Fuͤr Schwachheit im Neſt bleiben liegen, Ihnen ihr Danckbarkeit 5 1* A1K MaꝗAI 4 4 7 Fuͤr ihre Wolthat wieder ſpeiſen Storch Wir ehren l. als unſer Vaͤte Mebet Alle Hat Hauß⸗ Miethe. Nicht alleind en acht'n wir nicht der Ehren werth u ihm wolten einkehrr helffen we denn in England nicht 2 Veil ſie uns die Ki nder genommen Über E vand; Fdald voͤgele IN Alr f Woln. Hurer und Ehbrecher ſeyn So bald ich komm gezogen her Bere I Ior 18 f Hd N Uber 2 erg und hal„Land Un Me Raͤum ich aus m Neſt und Hauß Was unſauber iſt, fleiſſig au Erſetz, und ſt mit rm,/ weich und loß, Daf umt mein Chgemahl, S putzt fſind ÜUberall Denn wie die Iſra 3 thaten, nn ſie nach ihrem Tempel traten, aß ſie nicht reiſeten 3 95 Erſt Maͤnner, darnach Weiber kamen 2 1* 11 Ston 10 So koͤmmt arerſt am neundten Tage in m Gelage Je * io ovKlie 1taos A044α Wen m ch erblick unter weget Doft K48 nahft':! N Nein Chgemahl zu me 4043 wen entgegen, zu Hauß, Bis daß ſie ſelbſt zeucht mit; Feld ich wie ein Hauß Mutter anſtellt Was ſie bedarff und mag fuͤr Speiß Üben U J — KFinwWogf nde wuns zu en U el — 3— 7 2 Zog alle Federn aus dem Fluͤgel, Band mich den Kindern an ein Zuͤge O weh des Vogels Hertzeleid So in der Kinder Haͤnd Dazu ruͤckt er mir a Ulzeit fuͤr Nun mach am Korb ein Affter Thiet Undfri ß mehr Kaͤß, du bunter Specht, — ey d afuͤ ir meiner Kit der Knecht Ich hat vor offtmahls höͤren ſagen Kaͤß eſſen waͤr nicht wohl zu tragen, Er mach den Stein und Lenden-Schmertzen; Ich mer yn, er vertrieb mir das ſchertzen Was ſolt ich thun, ich armer Mann Wie ich endlich des Stricks abkahm Su icht ich Wuͤrmlein und allerley, D D a5 ich nur war des 2 B 8 17 leine V S085 Wi Wiof Wweberi Aeenl Daß ich davon flog in den Wald; Komm ihnnicht— er dergeſtalt Dari un acht ich, das ſey das beſt, 2 Daas Wgden5 as ſeine laͤßt, Nimmt vorlieb, wie uns GOtt ernaͤhrt, Ob er viel, od'r wenig beſchert Er hat jedem noch ſo viel geben, Daß wir alle bis dah er leben, Ja kein Rab iſt Hungers geſtorben, Ob gleich ſein G ſang nicht viel erworben Wol t ihr folgen, ich goͤnns euch gern, Sonſt ſetzt ihr; 3555 ſelbſt in Beſchwern, Ein; reiner Mund, und reine Hand, Paſſiret frey durc ch alle Land. 4(5 J us 8 * 1 17 huhmgeber N. 9¹ nt wWarl 3 S 2 4 32 —— + 8 nobraut, 5 8 M leſſen, l 2 lls 00 + + 4 183 2 unde Junde ri 1und und enſchen M Ind die 1 FHeu, 8 —. Wa 1 Vat 1, 11440 Moſt — mi Heit — 314 2* S Sor S oh NMantwor io ſſra* Indt +3 Der Sohn antwort Wle Wet in es den S S kte ein hat in dD er Hand Soy 170 + N Oder zeucht ihn aus ſeiner A Iſch a muß man fli El laglichn mit! eibe ſonderlich Gemerck Spuͤr ich an einem dicken Strau h, Daß ſich heraus windet der Rauch Feur darunter waͤr, dem Geleit nicht mehr, f IViintoyſe AlKane brunter begr. Der ander Y Sohn wohnt im⸗ Gaſthoſe beymReu⸗ terkager.. uldee DJerrn und Frauel gherrn und Reuter, Fuhrleut, Kaͤrner, Landsknecht, Freybeuter, Sah S ah zu, Die ſied den He aber ſcht wungen, Wasdt e Gluck aß mit ihren Jungen, Und fand d daſeloſt. auch meine Speiß, Diß gedaucht mich ein gute Weiß. D ater ſprach: Die Speiß iſt frey, Aber viel groß Gefahr dabey Den groſſen Herrn, und ſchöͤ oͤnen Frauen, vercks Soll man gern dienen, wenig trauen, Vielweniger ihrem Geſnd Was Reuterburſch und Fuhrleut ſind Die Fuhrleut wolln die Peitſchen ſchwing Die Reuter mit Die Jungen die Strohg Sp rberu BI en, 1¹ Ceuf⸗ Rer ting klingen NaIE6 MaAn I AAKt HA BVaß man ſein G eſchlecht im Schnee ſo laagt Piuagte, i 4 1˖ Dazühe Wen ſie ein S JOltz, 4 14 7 8 10 Darauff liegt ein hol Eiſen Boltz 2606 7 Wann ſie das ſetzen an den Mund, Eh denn man ſich umf Ahit So b lietes mitein m Donnerſchlag, r, Und, wer getroffen war, der lag, uter, 3 Sah 0 7 2 6 +2— 6 8 72 + 7 55 2 6 4 4— .— 8 S U 2—— 2 —— 8—2— 5 24 2 2 1 U +— 2 2 8 8* 3 8 2 X S S5 21— 7—— — 2 2 — 2—s 2 5 2 6 8— R— 2 282 2 4 J. — K 4— 22 2 27 626 72—— 1 3— 28 7 7— 317 K Kag h beſo Fli rlic 8 7 —— 5 1 2 9 8 1— U +—3 ö 4 123 6 7 — 7 0 nz 3e Uelr, Joy liſrigon ꝰ 0 11 7 Der liſtigen Fuchs Baͤlg auch kamen Noch zi U O0 zufſammen Der vier⸗Endlie n Vate ſahe, e Sohn Mijs ich der 1f Armen lage wohnet LVilei 2 L Aemenlage, K 1— 44 1811 I in der Wie ſie mich in den Federn mauſet, Kirch. RaAAI 1 Attto gihe Wag ſüwolbe, einer? n VNi6 8 1 ch F0 Ihr ißr daß! ind den Wi nd * 1 Ich wa ¹¹ D a8 All lerk le. t Kind D arumk ont ich mie ich nicht erl Ind!: 18 Ufft s Fliegene eben, Stcüͤnt 2 tzt alſo in uUnter 3 JE.Iu Daß ichn icht todt fiel tmich Wunder, Und blieb beſitzen in dem Schrecke Unverſehns auff der Ca Amꝰe Morgen, als der 25 8 herk am, Der Pfar rer ſein S D ſo hefft 2 afin ich ſo he f. Ar aß. ich U eſtuͤr 31 NRis Kn Ois aß ich von RN Nn0 ˙15 RN'rt' ſchoͤne recht + elmon vornahm, uͤſt G un 111 onn 1 ‚D* Un 1 U jex ſeyn, noy V* 1 1 N ARton anten 386 C0) SK 32¹ — Natoen or Dis w haren meines Vatern Red, Doetoer Fornthät Sperlin⸗ Ji r ſeinen K Dern K Dle el zuf eil en Kindernthaät. ges tath Wenn ichn Un hie auchr then wolt, Das jed der GOtt vertrauen ſolt, Seins Beruffs wartn, nehmen in acht, Womit das Mannthier ihm nachtracht, Sich nicht ohn Noth, und offenbar Unvorſichtig ſtuͤrtzn in Gefahr, Und folgen wolte meinem Rath, Es ſolt mehr frommen thun, denn Schad. Nir hat es Gi it und Eh r gebracht, W im Doctor gemacht Das VIII. Capitel, Der Schwalben und Eulen Rath. h ruͤhmt das Schwaͤlblein Gabel⸗ ſch wantz 37 9 —— Sagt: Das ge aͤllt mir ir gar und gantz. Nochſt890 t iſt die beſte Klugheit, Wohlb lb U dacht 1 V Ol ſicht Ue E eit, Und wenn w r gebrauchen wollen Die Pferd aat nicht vie cb ad ſolle ¹ W öi U beſorgen iſts, daß Der Menſck 7 dat dey n cht b e S SNI335 opNoncg Ratb/ wie ndern mehr Liſt und Raͤ ck erdenck, R Sodde hr E man voll Damit er uns in Tod verſ Garn und Wee ich dann neulich an ein m n Ort Nen ſtei⸗ Ni cken. Von einer alten Vettel hort, De aß ſie d en Rathſchle lag haͤtt bedacht, Wenn aus dem Leuͤn wird Flachs gemacht, 2 Und Aus Faden Stricklein, Netz und 2 Koͤnt n ſie uns Voͤgel mit den Fiſchen, Saͤmmtlich in einem Ruͤck erwiſchen 18 Aden, Seht, was erdenckt ein alte b, Daß ja der Reim warhafftig bleib: Wasd der S Teufel nicht mage rticht en, 1 Das muß ein altes Es iſt auch ihr D er Le in ge 8 Wei 5 9 ſäht 610 gbe Habs auch treuhertzig angezeigt, Abe er man ſpotte t mein die Zeit 1 1 Der Sperling, und ich, gruben weg/ So viel wir konten, aus dem Dreck Aber eins eintzeln Mannes Hand Iſt gar zu ſchwacher Widerſtand Nun iſt er zaͤrtlich aufgegar igen, egdl AHör F Rfat FIHAI Hat Alle᷑erſt zwey! Olatt empfangen ſſet euch Warnen. tu Laſſet euch warnen, thut; mSack Rottet ihn aus, weil er irrſch wach Eh denn er waͤchſt und Saam'n bekoͤ immt, Eh denn er alle Welt einnimmt * Wenn das Fuͤncklein erſt! herfuͤr blickt, Ein Finger es gar leicht erſ ſtickt enns aber die Flammen erhebt nvethinderth eruͤ mer rſchwebt, o laͤßt es ſick en ein, Floͤß e Aei ch herdur ch beyde Ab und Rhein 1 Ren Flachs und Garn dra 8 Us werd en, Od'reu'r Woh aus auf Erden Werd tihr verachten gute Lehr So wird euch Reue eiſſen ſehr Laßt U Ole 4 don—— ⏑ 5 D 7 Der gleichen Rath der Kautz auch gabe, ien Rath⸗ en 0 en, Der* ſich v om Uh u ſondert a be, 3300 zen Vogeln ſich geſellt, — 2 7 ich bey der Minerva gemeldt Dis nach der + dn Griechen Lahr Grie Eine Goͤttin der Weißheit war, Darum er hieß di e Vogel Eul, Sprach: Es it nun ein gute Weil, 0 nich aus ein'm Propheten Geiſt Luch am Eichbaum den Miſtel we ißt, Vie er von Krammet⸗Vogel kaͤm, Wennihr Geſchmeiß die Rind einnaͤhm Bat, daß ſie auf die Erd ſolckh f˖ Und nicht die odlen B 2 8 don N 96 JöS hek 1groſſem& id W Ip Witl dazu that en, Niong 6 on 2 eJungen Spröͤf en, Damit ſie nicht mit ihren Buͤrden Zu unſerm Schade norpfer wuͤrden. A FRſfr or dahor 65— Es galt nichts. Nun waͤchſt erd le Und ſitzt gantz voll ſch K Aus welcher dicken zehen le Vogler wWerde 116 1 4 Uns 8 damit alleſa umt. zu fangen Wenn wwir darinn klebend behange Und: viel gewiſſer muͤſſen bleiben, 1 Denn wenn ſie Ruth'n mit Pech bekleiben; Laßt uns noch vorkommen den Sachen, Uns alle ſaͤmmtlich daran Die Beer'n ſamt den Zweiglein abfreſſen, Sokan unsd der ke 77 Der 6 ..00000000 V Vas wolln wirſ ſel*— 15 wild, Daß bey une s kein Rath hilfft noch gilt bolbpeit. Den halt ich fuͤ ein weiſen Mann, en, Der ihm ſelber wohlrathen kan; Der iſt auch ſeines Lobes werth, Der gutem Rath fol Igt unbeſchwert Wer aber ſelber wuſt kein'n Rath, Auch nach der 2 Weiſen Lel hr nicht tha Der war und blieb ein to Narr, 7 mo bliebe Bracht ſichi Und andre it Gefahr Das IX. Capitel, Der frommen und klugen Vogel Rath wird verworffen. * 4— 2 Je Eul wolt noch mehr davon ſagen, So erhub ſich ein Murr' n und Klagen, IIin ndlich ein marð K 3 Un wlch ein mordltch Geſchrey Schle ag at den S chelm n die Haͤlß entzwey, des Poͤbels Dle uns wollen die Frephe ider di Mit OeIHA 15 er die Mit Arb eit nach ihr'm 2 Weiſen. Mis 35 lr ſt d frey, und ſind nien Y18 * U un ſer Alld aͤter ARee Und die Lauren wolten im 5 Ihrs Gefallens zur Arbeit dringen, Sollen graben, und Baͤum übrechen; W̃ ir woll ns an ihr'mFleiſch und Blut raͤchen Dami it ſtuͤrmten ſ le z0 iht nnein, Warffen den Sand, Staub, Dreck und S Stein, Stießen m it Schnaͤbeln,? Bruſt und Klauen, Schlugen mit Fluͤgeln Mann und Frauen, S 2 12 3 agen bey, en, Uen, Daß 38 Co) S Daß keiner bleiben kont am Platz Fuͤr ihrem muthwilligen Tratz. Die Nachtigall und Lerch allein, Wele ebne blick ch und fein, Wurden von Sangvogeln erbeten, Weil ſie ſonſt kein 1e N keiſter ha aͤtten. De* Dieweil ſie nun der Vogel halb Spuͤrten, daß niemand mehr wolt hoͤre Aller guter Rath war verlohren, wohlmeynenden wuͤrd'n geſchaͤnd Nur Schelm und Boͤſewicht genennt t Ja von den ihren mehr gefaͤhrt Denn ſie ihr Todfeind ſelbſt beſchwert Die ſchwuren all in Companer Daß einer bey dem andern ſey Nahmen Zuflucht zun Menſchen⸗Kinden, Hoff fend, mehr Redlichkeit zu finden, Ohn; zu Theb in Boͤotia, Und Bezien in Thracia, Die Schwalb ihr Neſtlein nimmer bauet, Fuͤr den Oertern ihr immer grauet Theba hat Krieg ohn nAnterlaß⸗ Zu Bitz Tereus ſein'n Sohn auffraß Wie der Storch meidet Engelland, Fuͤrcht der Kaufleut diebiſche Hand, Deßgleichen auch die Eule thaͤt, Wehlt auf den Kirchen ihre Staͤtt, Dagſiemi t hoͤchſt ſchmert lichen Trauren, Der Vogel 2 Thorheit moͤcht betauren, Ihre Horas im finſtern leſen, r Storch aber, Sz— ng und Schwalb, Wolt beyn Vogeln am Licht nicht weſen, So 5 32⁰ 35 Sk⸗ 6 8 143 4 AJCol So haͤltl ſies noch in aller Welt, Ohn daß ihr Candia nicht gefaͤllt, PVeiſih 8 Warheit veracht Weil ihr Warheit veracht, 11 Iu Il n hat erdacht Aber es gleng o, wle ge Igt, Was vor gelacht, ward nach beklagt, 0 7 4 Dadus Klage n hilfft den Te Ol en nicht 6˖ N. Hune Drum wenn die Vogel un 1 2 de Cule Die Eul noch ſehen kommen her neakble⸗ So fliegen ſie mit Hauffen zu, Und machen ihr gar viel nr ih, Als haͤtt ſie den Menſchen geklagt, Wie ſie von Vogeln waͤr verjagt, rum die ͤKun ſt offenbahrt, * nerfunden ward Sondern g ind beiſt, wen ſie kan Und geht alſo faſt unſerm Kautz Nach der Hiſtoriglei ꝛiches lauts, I ichſ 14111 8* 80 K Die ſich bey lunſer⸗ Vaͤte rLe ben, Mit der T Taub, und Affen b begeben. D 4 N* 8 Das X. Capitel, Die Turteltaub wird von den Affen we⸗ gen ihres guten Raths zerriſſen. S geſchah im Herbſt, da vom Nord Der Wind kuͤhl uͤb'r die Stoppeln ſtoßt, ufle 228 28 S * t Und 23( 88. 317 Und nach der warmen Ernd gar bald— Sein Vortrab ſchickt der Winter kalt, te.— Schloſſen, Hageln, Krachen, nd die Baͤum mit Geſchrey zuubrack hen, daßb Nachtim finſtern Thal Die Affen ſuchten uͤberall, 6e n ſicher Staͤtlein finden/ Dare ein ſie ſich verbergen kuͤnten; Krochen endlich all in ein'n Raum, Unter ein holen Eichenbaum, aſelbſt bis auff den Tag zu lauſchen Lieſſen den Wind fuͤruͤber rauſchen Als aber einer vo n den Ein wenig weich Mooß! UF muru 1Warm Mi u . Hauffen dl barmeunt Ungefeh klein Wuͤrm ſind ligeſehlre 1 1 Wul 1* 9 Nas im Fin 5 umn ſtern, bey der Nacht⸗ Zeit Dur* 518 Wie ein Fuͤncklein ſchien in der Heid, Und rieff, Erhab ein Feu'r vernommen; Die Affen all geſprungen kommen, Blaſen alle mit vollem Mund, viel ein jeder bla— Etlie G0 ſen auch duͤrre Blaͤtter, mit Feu* zu machen im W̃ etker teltaub ſaß an dem Stamm, ziedie nun das Weſen vernahm, e auch zu den Affen hin, Rieff ude la uter S Stimm, — 2 2 Wur em und gar ken deur, rein 4 Das blaſen kaͤm niemand zur Steur. lb X 4 Aber 01 8 heln Es w 80 Se⸗ Aber da war keiner, der hort Der Tucteltaub' rathſame Wort, Sie waren kalt, und ſuchten Waͤrm, Das war die Summ im gantzen Lerm, Daß keiner ſich abdringen ließ, Einer den andern tratt u nd ſtieß, Daß ſie auch noch zuſammen ſatzten, Feindlich ſich biſſen und zukratzten. Deß wundert ſi ch died Taub gar ſehr, Und— n noch zu vielmehr, Und ob gleich einer von den Alten Ihr rieth, ſie ſolt nur ſtille halten, Das Affen⸗Volck hoͤrt keinen Rath Eh denn es—— zu Schad Wolt doch der T teltauben T reue Die Warheit d den ohne S ch eue, Und ſchrie, und riefft bis einer kam, Der ſie aus Zorn beym Kragen nahm, Zu ihrem gr oſſenlingelück Und zerriß ſie auff kleine Stuͤck. — — Hieran jeder zu lernen hat, Schaden Daß guter Rath find ſelten ſtatt, guter Aaty Den gleich die all rweiſ ſeſten geben, Es ſtehe drauff Guth, Ehr und Leben, Wo Herr Omnis mit ſeinen Leuten Alles mag ſein's Gefallens deuten, Und Niemand fuͤrchtet uͤberall, Wie es gerath in ſolchem Fall. 2 ———j1iꝑ ** Das Xl. Capitel, Daß bey dem gemeinen Manne ver⸗— geblich gute Ordn nung g emachtwird/ wo man nicht mit der Schaͤrf⸗ fe nachdrückt. Raukopff ſagt weit r von der ba G* Ihr9 Regimentu nnuͤtz wolt ſeyn Nick tallend arut 3 5 e all Kein Rath verſtuͤnden im Nothfall, Viel wenger folgten weiſen Leuten, Die wohlriethen zu allen zeiten Als an den Vogeln wol zu ſel U dbe y denAffen iſt geſchehen; Sondern daß ſie auch kein Statut, Oder Geſetz Kel gut, Darnach ſie alle leben wolten, Wie ſie mit Fleiß billig thun ſolten. Denn ohn Geſetz iſt die Gemein Wie ein Leib ohn Sehnen und Bei Sie meynen, weil beyd Arm und Reich Der Natur nach einandergleich, All zugleich von des Leimen Art, Davonder erſt geſchaffen ward, Und niemand in der Freyheit ſtand, Den andern fuͤr ein Herrn erkant, Auch keiner dem gebiethen kan, Der durchaus iſt ſein glei cher Mann, Es wolt d 45 auch ein Eſel ſagen, Wie der ander den Sack ſolt tragen. 5 So 0 . 14 330 38 o) SE 35 N 7 So ſtehts in ihrem Wohlgefallen, Daß ſie in den Gebothen allen Halten, was ihnen wohlgelieb, Sie ſeyn derhalb'n—55 Schelm noch Und wenn gleich diß etli ichen Leuten Nicht ge efaͤllt, die es uͤbel deuten, Und etwa Amts wegen drum ſprechen, Sie n ollen eiffern. w oller ns raͤchen; S okef ret der trotz tzige J M mu S ich doch gantz und gar nick U k vell Und di le Straff nicht Weil der N achdru ernach 0 Die Und heßeihm,wies dei Schafen gieng, vojlt enl — a ihr Gemein ei n Glock auffh leng 5lo —2 Anel men 19 8 Weiden daum, Kleppel. Fuͤr einel Raum, Die H und das& Al iuter Ihnen ſaͤmtlich zum Mio ſ„ohn N. le behyn od Nachzuleben auffs al Weilsb eſſer waͤr/ daß ſie Unterm Dach des olffen warten aus Undim Nothfall mit hellem Hauffer Ihnen zum Schutz kaͤmen gelauffen, n 38 C0%0 SK. 33• Denn daß ihrer zween, oder drey, Im Froſt und Regen blieb'n dabey, Die dem Wolff doch waͤren zu ſchwach; So ward vertragen alle Sach. N enun die Zund ware en dahin, Weil der Hund Sich hoͤren ließ der 2 Woölfe Stimm, ſchlaff/ Dami 80 ihr Geſellen rieffen,—— Und— n zu del Schafen einlieffen, Schaft. Speumee en die Schaf hin zu der Glock, Ind werheit der groß Rambock, Ut 5 gen, was ſie immer Welldle Wölftd ie Laͤmmer rausſuchten, Undf ie davon trugen ins Holl Mordte auch ma)ełmann ſtoltz, Oder fuͤhrt Am Morgen kam'n die Hund gegangen, Zu ſchauen, was die Schaͤflein machten, 2 sLautens nicht gedachten, Und ſo ſicher ſie ſoleſenſchlaffn, edeut ein Wunder⸗Fried den Schafen. Aberd die Schaf waren voll Zorn, DieSchef Daß ſie ihre Kinder verlohrn, 38 Sprac hen 3 eyffe rigen Zancken, Hunde, Der Teuf l ſolt der r Nichthaltung dancken, Daß ſie gut huͤlffen machen, Und ſelbſt niche nachſetzter achen, Siel haͤtt nge laͤut die gantz Nacht, Aber ausblieben war die„Wacht, Sie und ihre Kinder geſchaͤndt, Von Hunden kaͤm all ihr Elend. Die Hund ſagten: ſie wolten ſchwoͤren Bey ihren allerhöchſten E hren, 255 332 33 09 8 8 Daß ſie davon gewuſt kein Wort Auch keine rley Laͤuten geho haf gar ungedultig ſpr achen Hi rt ihr denn ni cht die W eide krachet Und daß uns auch der Strick zerriß, Dauns der Wolfffo g grimmig b iß? Die Hund antworten: Der Beſcheid War nur von dem Glocken-Gelaͤut, Uuẽud ni icht vom Stri ckund Weiden krachen, Was dienet das zu unſern Sachen? Zanck waͤhret eine gute Weil, 2 De EU Daß Rec kechnten wolt beyde Theil Endlich lieff hin der Kuͤſter Hund, Sp derrt ſein Au gen auff und den Mun Sahe die Glock von unten an, Und ſprach: Da⸗ s ſolt mich Wunder han, ◻ — ßich 8 Gele aut haͤtt verſchlaffen 7 N oͤlff laſſen wachen beyn Schafen: Aber mich duͤnck Glo Fnicht tuͤgt Iſt auch ein K Llepr el, der ſie ſchlaͤgt? Was iſtde Klæx pelfuͤr ein Thier Sü r Rambock, das ſage mir; Iſt es der Kobbe olt, oder Mahr, Du ſiehſt die Glock ja offenbahr Indeß wolten die Hunde all Auch verſuchen der Glocken Schall, Und funden, daß ſie ledig hieng, Und ohne Kleppel ſtille gieng. Wol, ſprach Kuͤſters Hund, ſagt der Aff Wie ein alber Thier iſts ums Schaf, Wolt ihr uns Hunden Ordnung deuten, Und regieren mit Glockenlaͤuten, Und II en Ut Fase 5 8 Miate Blielweiline Vins NMator Cs gehteuch, wie Afſſ Mee artms Vater, Urwitzen dem gu Uen? Pater, Auff ſeinem Weidewerck auch gieng, Da er mit dem Bogen anfieng Zu ſchieſſen und zu fantaſiren, Wie er geſehn bey den Mannthieren — 1— 4 Die Schild⸗Kraͤh hat ihr Spottgeklapf Sch 3 N Schry ihn an: Sch vahl⸗Afſ Von chen H N Nadt ASE Und brac S4 +2 )Dor Paß uumOrsgb Zielt vonder Naß zur Kraͤh hinan, III 8 Kin oino on Die Kraͤh in einem Zuy erſchieſſen isg Rdis R KV Daß die andern ihr Spo rmeynt, der Boltzen wuͤrd abgahn, 4 1 1 Hatte die Kraͤh vor nicht gelach 2e 2 Weil ſie am af Undſpprach e es groſſen Gecken, Der mich mit Schieſſen will erſchrecken, Und draͤuet mit ein':n ſolchen Be Der mit keiner Sehn iſt bezoger O lieber lern von einer Krahen Die Lehr, die ich dir itzt will ſagen Kein Vorwitz des Affen Armbruft iſt ohne Seune. DieSchaf koͤnnen keinen Kleppel in die Glo⸗ cken bin⸗ den. Er uſter Re genten Be ſchwe⸗ rung. 334 38 Co) SE ——..———————9§ç+— Kein Boltzen fleugt vom Bogen recht, Wo nicht die S enn hernacher ſchlaͤgt Dab brach Martin aus Ungedult Den Bogen auff Stuͤck nohn ſein Schuld So gehts euch albern Schafen auch, Ohn Kleppel hat die Glock kein Brauch. W̃᷑̃ as ſolten die Schaf⸗ aber machen? Sie muſten abſtehn von den Sachen, Ihr gute Ordnung laſſen fallen, Weil keins war unter ihnen allen, Das einen Kleppel wuſt zu finden, Id'r indie Glocken anz ubinden. Alſo ſprach Graukopff, iſts ein Ding, All G eſetz acht man gering, Wen cht der Knittel war beym Hund Der ih n j Fo lge P 5 nkunt. cher dringt, I. Æd Freye Leute ſtrafen iſt gefäͤhrlich. §S An findet zwar auch ſolchen Mann, 2 I Der Muthwilln nicht anſehen kan, Undaunmt ſich fuͤr mit ernſtem Muth, Er wolts nicht laſſen gehn fuͤr gut, Daß ein jeder loſe r— feſell Verachte ſeines Amts Befehl, Bo zen ſo zeichnen, Wolle dermahls ein Es ſollt and'rn zum Abſcheu gereichen Aber ſo bald ers ſetzt ins Werck Und will verſuchen ſeine St caͤrck; So braucht der Schalck ar ich ſeine T Tuͤck, uld Damit er aus der Straf entruͤck, 1 Und klagt bey ſei nen Rott geſellen, Wied ie Regenten ihm nachſtellen Ihn an ſein'm Leben, Guth und Ehren, Unbillger weiſe zu beſchweren, in rech Sachnuift nicht gelten, D r R noch ſchelten, bey ihm ſtehen, 5 n auchſe gehen . Od'rkoͤmmten och n wol Iga um ſein Leben Wie es denn gieng Saͤuwart dem Hi Der ſich hierein nicht t ſchicke n kunt: n, 1 4 Es waren in der E Welchee Akene er der Saͤuhirt und Abendse einfuͤhrt, fuͤr den zolf— Hoͤrten, acht beſatzt ant b'ſondern Oerten bet Grüßtß Morge 8 Us⸗ 14 Saͤuwart 2 2 S, e 90 Die Saͤu wollenden Die Tyranney thaͤt allen weh, Sauwarr gehorſam ſeyn. Sonde rn allfein bey ſat mmen blieben, Gab er ihm mit der Peitſch ein e Wn Gruͤtwuͤ ſter aber hielt die Weiß, Und verhütet mi t allem Fleiß Daßd ie Saͤun icht von a der trieben, Und wo o eins irgend abwerte gieng, Oder warff mit Knütteln und Steinen Daß ſie hinckten an Fuͤß und Beinen. Sagten zu, ſie wolten nicht mehr Von ihrem allgemeinen Hauffen Ein'n Fußtritt in den Wald entlauffen, Wenn er ihnen nur ohn Verd E Ihr eigen Weiß und Willen ließ, Den ſie mit guten Recht und Ehren Vond wohnet waͤrer Jue gend auff 9e Oohnet waren 5 Wenn nur Saͤuwart ihnen blieb, Der ſie ein ind—— aust. eb, Dem wolten ſie von H ge Gehorſaml leiſten ol ſch ern, Lieb'r ſeinem Bell vfolgen mit t Denn Peitſch⸗Schlaͤge und? Sie waͤren nicht knech tiſe Die ohne Sch laͤge nicht Wi e die Eſel und Rüleres Ohn Schlaͤge ſonſt ni chts mach en recht, S zondern ſo gar Edel gebe boh ren, Daß aller Zwang bey ihn verlohren, Wo ſie nicht ſelbſt für ſich auch wolten Freywillg thun alls, was ſie ſolten. Indem ſie denn den alten Saͤuen, Ihr'n Vorfahren folgten mit Treuen, Daß 1 K U 7 7 — 2 5 Saun erlangen Frey⸗ Die ihre heit. agen, tvertragen. 3 T ch 0 0 0 0 h auff de Re h daneben, en ſtatt geben, her zween 2 1 uwarts J 111 haue 0 1 m 4 8 0 80 vVe 2 2 — — ε 5 wird Ober Aufſeher 2 2— — 2 8 2 L S⏑ + 2 22 S= S.2 4*2 — 222 ——— 2=—=+ EE FEER— S S S.22 2 D. 5 222 2 S,2 2 822 2 —— ◻+ — 2 28287 — 8—22 — 11 8 —. VE2 F—— S2 22 S◻? SSA —— 2— 1 S ˙8e2 —— 48 2— 2— — 32 181 ufffeher! I 4Al —4 „ 1 ie euen W᷑ cht mi U R. As. 338 38 060 Sk⸗ —— Wenn er ſie ausfuͤ führt! in die Weid So ſprang er in Fr 28 acht m * JCQIAIIUN* dem Walbd herwieder hal l„ Und gieng darnach bey ihn ſpatz Wo olt aber ei ns ſich w o verliet el Un 18 bas w 3 Uistyoton Ane waꝗ vei eben QUstre Leii: 0— U Oder ſprang auff, drauet dem Hafen, Wie er ge ewohnet bey den Schafen Es hatten auch erſt lich* Saue 212 B5 daß ſie d a5 wurden 15 ohn, der den Da achten ſies nicht um ein Bohn, Auffſeher. Thaten alls, was ihn n wolgefiel, Und ſchritten weit uͤber das Ziel S agt denn der Hund etwas dawider, So legten ſie ſich de er Bis an die Ohren in den Di Sagten, er komm, iſt er Er iſt ein verzagter Boͤßwicht, Er belt wol, aber beiſſet nicht Sädu N 1 waese Dem Hund that der Trotz hefftig wehe, .5 Sagt: Wenn ich de m 5 piel mehr zuſehe, aulne nicht ein Ernſt brai 1 der Sachen, e2 o werden ſies noe be— nachen — Denn wir ſeynd dalle ſo ge 5 Je froͤmmer Vater, je aärger Kind, Je„ Aett, je fauler Wund, * 1 5 1 Je ſck hechte Jägr, je ſch ummer Hut nd. Wenn 11 —1 7 uſehe, en Went 2 RI N. urcht ich, daß ß mirs den Bauch auffreiß, Oder mit der Zaͤh n krummen Schrotten Die Struͤmpff herab zieh bis zum Knotten jch muß mit einm kleinen verſuchen, Erſt mit Vermahnen, denn mit Fluchen: N 8 K N K4 Wills denn nicht, ſo iſts alles ſchlecht, * 1 2 7 4 AKK +(. E Ich wils ſtrafen nach g'ſtrengem Recht Alsbald ſah er ein Fercklein ſtehen, Und weit hinter den andern gehen Er lieff, und ſprach Herch. mein Geſell, ſch werde dir růcken ein Fell, werd t ungeho ſam ſtnicht mit vornen an Uyrt, und glioß Kyacks ſtohon murrt, und blieb ſtracks ſtehen, h nach ihm nicht umſehen, Sondern da nach leinem Vorhaben or ein Erda Zuvor fel ausgraben Dem Hund verdroß die Sicherheit, oß d Schand und Hertz eleid, Flucht ihm viel Daß auch das Fercklein aus U umuth OesFerck⸗ Antwort? Schau, was der Teuffel thut 38 J448— 3 or⸗ Wilt du dein Zorn an mir auswetzen tung Und mir allein die Buß auffſetzen? Und ſiehſt, daß alle groſſe Saͤue, Was ſie wo ollen, thun ohne S ſche Ue Du ha ſt, gleich wie der Habicht pflegt, Der Adler, Rabn, und Weih vertraͤgt Dieweil ſie ihm zu hoch geſeſſen, 050 die unſchuldig Taube freſſen. Das ſolt wol ſeyn, wie man ſonſt ſagt, Uber ungleiches Urtheil klagt, Y 2 Die 4 38(0) S88 Die kleinen Dieb die muͤf ſen h angen, Die groſſn mit guͤldnen Ketten prangen Wo d er Zaun am niedrigſten iſt, Steigt man uͤber zu jeder Friſt. Sall. Der Saͤ as nicht verſchmertzen, Es war ein Stich in ſeinem Hertzen, Daß ihm das allerkleinſte Schwein Herf ſagen dor fft E in ſolck jen Rei m, Und faßt es zornig bey dem Ruͤcken, Fuͤr den Muthwill n etwas zu druͤcken Das Ferckle n aber rieff: Currt it, OMach mich von dieſem Moͤrder quit Damars ein Rauſchen wie ein Wund a Donner-Wetter unter ſind: Da⸗ kamen uͤber einem Hauffen Die Saͤu mit groſſem Zorn gelauffen, Fragten, was ſeyn ſolt die Gewalt? 32 Er kont nicht mtworten ſo Id vate, Als ſie ih nfiengen zu ruͤcken Süunate Ale e b eleuder Und zerriſſen auff kleinen S 83 Tod. So nahm des Reg iment 10 In kurtzer Zeit ein ſchr 85 ch End Da aber Grüßzwürſter ank kam, Und die eſen Auffruhr da vernahm, Da aß ſie den Auffſeher ermordt, Sein Leib 6˙ noc ch fraſſen an dem Ort; Sprach er im Zorn, mit groſſem Klagen: Ich hab offtmal hl das hoͤren ſagen, Kein beſſer Recht koͤnt man beſcheiden, Ohn daß der Schalck ſelber muͤſt leiden, Was er einm andern hat gethan, Daß gleich Arbeit hab gleichen Lohn. 33(ο S88. 34¹ ha b eurn Auff feher geſchaͤndt, etoͤdt, gefreſſe en, gar Es ſoll nimmer werden vergeſſet —— Man ſoll euch tödt n, und wi dderft eſſen Ct zu Fauff, 1Ut 1¹0 Zu lauß, dAue, Trieb ſie damit an Bald ward ein Auf Jeder ka zufft und ſte Ich ſe Belohnet ihnen die Untreue rden noch die Saͤu geſchlacht, Das hat Muthwill zu wege bracht U ine S Freye Leute geben ungern zum Regi⸗ ment,— umt kans keinen Be⸗ nd haben. Fin dt man ſe lten e emnen, ders wagt, Und die Übelthaͤter will ſtrafen, Man laͤßt die Gerechtigkeit ſchlafen, Das Schwerdt und Ruthen liegen ſtill Jederman thut, was er nur will Niemand tracht zum gemeinen Beſten, Ein jeder ſchaut zu ſeinen Neſten, Niemand will geben Schoß und Rent, 855 Erhaltung der Regiment, is daß es gar zu druͤmmern geht, n elend Verwuͤſtung entſteht. Kein Reich auff fErden hat Beſtand, Es werde, wie es woll, genannt, G nns nun alſo geht, wie geſagt, J 2 Da Der:Glle⸗ der Unei⸗ nigkett mit dem Magen. a geht zu Grund all Pol Und kan und mag nicht bleiben frey Als dem Leib ehmahls iſt gegangen 1 Ward 30 10 D wein Aufruhr ward angefangen Von andern Gliedern insgemein L +2 den Mas Agen ge allein. H, D15 esfür E S Sorg würd grau und dkre nck; Die Augen ſich gar ſehr verwachten, Die Haͤnd und Fuͤß viel Arbeit machten, Rur darum, daß ſie ihrem Magen (4g — f 4 4 Se ſull̃en bis zum Kragen, IFPNold Fadk SWIIN Welcher doch, wie e Uler cht, n fe Gar muͤßig laͤg, un d. huͤl fihn un nicht, Wie ein alte Brack hinterm Ofen, Ja wie ein Maſt⸗Schwe n hinterm Kofen, Danckt ihn nicht eins fuͤr die Unruh, Daß ſie ihm alles truͤgen zu, Daß ſie Mit tr agen, klei en Er ſey noch ſo grob Daß er offt ausſpey alles gar, Vas ſie ihm aus Hreunvſchaſt gegeben/ Als wolt er ſie bringen: ums zeben Darur— ſte ſc lieſſet Dem fa ulen Scheimen zuein m.Haß, 22 59˖ * achten, S 242 3³ SE 343 — Wie man ſagt, auf fdergleichens Fall: Jeder fuͤr ſich, GOtt fuͤr uns all Ein jedes Glied ſolt ſein ſelbſt pflegen, Den Magenlaſſe en Hi ffloß legen, Damit er in dem Werck befuͤnd Daß ſein Wolfahrt t bey andern ſtünd Under ohn ihnen muͤf bt0 erderben, Scäe chan dlicht n Armuth Hune gers ſterben ſöm uſt das Me auln uͤndli ch antr agen, R ut groſſem Ernſt dem Magen ſagen; Die; Fuͤß ſtampfften die Haͤnde drauten D ie Augen tro ziglich aAusſchauten, Der Kopff winckte, die Ohren ſaußten Di ſöche ſchnaubten und braußten en hat keine Ohren, m von nichts hoͤren, Sondern da er verdaut ſein Laſt, Ein gantzen Tag dazu gefaſt, Daß er doch war gar ungewohnt, Wundert er ſich, daß man ihm nicht lohnt Fuͤr ſeine Kuͤchenmeiſter-Kunſt, We elcher er ug 3* umſonſt, d fieng darauf ſehr an zu murren, Durch den ledigen Bauch zu kurre Und als er damit nichts erzwar 19, Macht er dem Hertzgruͤblein ſehr bang, Kroch zuſammen, hub ſeit ſen Grund Mit Schleim und Gall zum Magenmund, Daß aus dem Maul Anaſt Waſſer rann, Und dem Haupt der Schwindel ankahm Er Aacht auch grobmit manchem Guͤltz, Daß ſie wuͤrden ſo arge Filtz, Y 4 J — 11 1 286 1 r 4 9 4 4 2 8 E ————— Ih rem? Bruder nichts wolten geb'n 17 Der ihnen doch erhielt das! bn Die Glie⸗Aber ſie ſpotteten dazu, 4 Syorachen: Ja lieber, murreſt du? Magens. Und bloͤ chſtauc wie ei 8 che und ud, Wilt uns Onein Laß ſel vas berben kans Wir wollen dir nicht mehr zugeben, Daß du fuͤhreſt ein muͤßig Leben Es heibt⸗ wer nicht arbeiten will, Der laß das Brodt auch liegen ſtill Was auf 833 Was ſolt machen 8 taube Mag ger erfol⸗ Es warte andern Te ꝗ 9t. Und da keil eiß e erfolget wolt, Wie hart er auch fordert den Sold, 2 2 Kr och in neinander wie ein S chnie Lecket den Speichel aus dem Mun So lang er den noch haben kun Wie aber der auch war FJund nichts im Reſt, das ihn ernaͤhrt, 1* Da ward der Schlund gar heiß 55 95 Gehnet und ſchluckt nach Raben Der Mund kunt die Zung gen, Von Duͤrre wolt die Sprach ſich legen Die Naf ward ſpitz, die Augen tief, Ihn'n daucht, daß der Boden umlief; Das Haupt war voller Bitterkeit, Kont zum Schlaf nicht treffen die Zeit; 6 2 2 2 1 6 2 — — Ordnung * 2 5 2 +— — ο 2 ö 2 5 8 DD 2— . 1 4 2 ⏑ — 2 ¹ 2 83 2 8 f 838888 S 2 28 2 22?•³ 22 2— 1 2— 2 S* 58 —— 2— S— 2— 2 = E= 2— 8 22— 2=—— 5 28 S 2 22 2 —22 E222— 2 S== 8 832 82 S3 OSSSS=E23 92——2 5 2 2 2 2 3 2 2 12 4 1 E 2 8 5 3 2 2 8 2 2 22 1 ein Glied dem an⸗ dern dies die. + — S 2 2— 22— 2 25 2— 22 2 888 SS 2 ⏑ σ 22z 22 —2 S— 22—— 8 Sο ◻ 22 —= S 2222 Æ’ 2 83 8 REI 222•˙˙ ⏑w 2 22 7— 42. — — 2 — 44 8 Cσ — 2 7 — D — 22 2—6% 882 —2 8 2 S2 2 23 —2ρ◻= Sg 2 —— 2 288 — — 2 Fuͤhrten zun 51 1 1161084* 7 1 17 4 2 eit machen kein Wort ie Adern wo Enn icht dulden 6 man ſie darum ſolt beſ CEk chulden, f Klagten uͤber Karaheit! bV Noſzoy el Leber, Die ein Filtz worden aus ein'm Geber, Ihnen kein Troͤpfflein 8 its mehr goͤnt, Wer ihr mit G'walt was nehmer 1koͤnt Ja wohl, ſagt die Leber, iſt ſts! wal r, m ke ahle K U pff Fra Ufft t man keit N Haar, aß ihr mir abpocht, 8 7 1 Doy M ε enn d gen uns nicht füͤrk ochtꝰ Wol hl kochen e ant et der Magen, — Will man doch nich ts zur Kichen tragen; Der Mund ver läßt mick chgantz und gar, Mißgoͤnnt mir auch das Waſſer klar, ˖ 4 1 4 Das mag er mir auch nicht eingieſſen, FEN RV zn Ga. 2 on doch alle Brun lel n KK WaesN 4 64 1 1 Der Mund zuletzt mit Unge Sprach: Es waͤr nicht allein ſein Schuld, Haude Sondern die Glieder haͤtten all und ande Diß alſo o geſ ſchloſſen einmahl, Glieder. v Sie wolten d eni Me gen nichts geber So lang er ſo wolt muͤßig leben. Da recht, ſprach die Vernunfft, da recht, So ſoll den Herrn trotzen der Knecht. Der Magen iſts, der all ernehrt; Wenn ihr euch denn zum Dienſt beſchwert, So leidet dafuͤr euer Straf, Sterbet, wie die thoͤrichten Schaf. Sie waren auch des Zanc s nicht froh, Der Leib ward ſchwach und ſtarb alſo: Denn 8 K. 5 83— Denn da ſie glei alls wolten geben, ort Kont ers nicht nehm'n, ko nt nicht mehr leben Speiß und Artzney hat ihre Zeit, Wer die verſaͤumt, ſelten g dedert Se eht, ſprach Graukopff, mein' lieben Herr So gehts, went die Leut ſich beſchwer ere Der Obrigkeit zun 13 Zu reichen ihr huͤlffliche Haͤnd Vie denn in dem gemeinen Haufen ar, Freyer Leut offt pflegt vorzul lauffen. — Negi ment , 8 1 D 455„Kapitel en; offt einen Auf⸗ yſach Keach. ert, nn 345 338 Co9 85 Sprach Grar ukopff Aber zu der Sei, Wenn die Sachen lauffen Und man ein'n Krieg auch ſol So gehts erſt, daß man ſich mag ſchaͤmen Denn, wenn die unerfahrt In Fried ſitzen geraume Zeit, So thun ſie, wie der Eſel th D 1 18 Da er zu viel des F AkFt Hhall, Und wolte tantzen auf de yß, Und brach n mit der Unweiß Und wie die l le Das Feur Laſſen ſich auch! Biß ſie die H aran verbre Esrk lcht dem unerfah rnen Mann Der Kri eg ſo ſuͤß, als Honig an; Er meynet/ Krieg ſey eine Sach, Die alle Knecht zu Herren mack Dile le Rhe 19J. ren ma SYAI uhyyn H Fr MWaG IN Kyf DBarinn man mwasman I Bis er das Widerſpiel erfaͤ Und koͤmmt ein Anfaͤnger de her, Sie folgen ihm ohn' all Beſchwer, Und machen ein ſo groß Lerm ar Als 5 gantze Welt verg Wiſſen doch ſe 0 Obs der Muͤ r nicht, Ob auch gefaͤhrlie ſeyndle Sach. en, Ob mans ohn Krieg koͤnt richtig machen Wie denn gebuͤhrt ein'm weiſen Mann, Daß er verſucht alls, wa 8 er ke an 5 denn er mit der Fauſt drein ſe nd d all G efahr aufs aͤuſſerſt w 7 K 1 N 8 8 86 7 8 9 J 8. Unter den Mannthieren ſinde Cauen, Die ſich auch 8 Keob 28 0 le E ith⸗ Wt Wind, 1und Regel begoß, Wie die Sonn a de em einen Ort Fruͤh Morgens gieng herau ort, Am Abend fiel wieder herunte D illig gedaucht ein Wund er, Meynten auch recht nach ihrer Weiß, C nchts, denn ein Tage⸗Reiſ, jſie kaͤmen an das End, ſich Himmel und Erden wendt, iüäme hinter den Wald 5onne ſi ch 5 erloͤl öhr ſo bald Nach ihrer einem T Sie wolt en 2 2 Wie ſie aber gie Noch vor en Auffgang anſiengen, Und in dem Wald am Abend ſpaͤt Kamen zu einer raumen Staͤtt, Wurde en— gew hre in d em 3— 0 erſtellt, —.— N Back Vom Ber⸗ ge der Ri⸗ ſen aushe⸗ cken wol⸗ te. Die unbe⸗ wanderte Bauren meynen der Berg ſev ſchwanger 5⁰ 85(% 85 Daß auch d ie Sonn an einer Sich verkroch, als hinter der Deck, Desgleichen ſie vor nie geſehen, blieben aus Se chrecken beſtehen, und lieffen zu letzt hit in zu Hauß, Machten ein Land⸗Ge ſchr eh dare Jus, 1e 2 2 aßd der Erd boden ſch wanger waͤr; Da griff die gantz Gemei in zur Wehr, Und wer ein Miſtgabel kot nt tragen, Oder mit einem Flegel ſchlae gen, Der kahm mit einem Feldgeſchrey Durch den Wald gezogen herbey Die Weiber aber, und die Kind, Und ander wehrloß Hau ßgeſind, Hielten daheim Gebet und Klage gen, Als wolten ſie fuͤr Leid verzagen: Denn ſolt man der Erden ni wehren, Ell Und ſie ohn Hinderniß W. e denn geſchehn fuͤr alke en Jahren, Als ſte ehma Us beri ch htet waren, Wuͤrd ohn 3 Zweiff en ins Land Ein ut füberwindlich igant, Der mit dem Kopff die Walcken reich, Der 4880 Macht aus Furcht entweich, Der alles Vieh und Menſchen fraͤß, Und ihr Land ga, alle ein beſaß, Wie die Hunnen e groſſe Leut, Gethan haͤken vor die 15 30 t, Welcher Tochter 2 Baur, Pferd und Wag Haͤtte im Schur I5ti uch—— getr— Ihrer Mutter fuͤr Wuͤ ium gezeigt, Damit ſie ſpielen wolt zi 1 1 Fr reud. Dem — Agen Dem 3 4109 2 35¹ L Dem muͤſt man bey der Zeit vorkommen, Eh denn es uͤber ha ind genommen 1 74 U Hle a 5 Alſo belagert'n ſie den Berg, Und warten auff das Wunderwerck Es ward aber der kluͤgſ Ohn g6 feh 1 ſonderlich gewahr, aß der Berg hat ein Rißlein ſchmal em Ort unten im Thal Vom Regen⸗Waſſer ausgeſtoſf Wenn das von oben abw darts ſtoß t; meynten ſie, wuͤrde geſchwind igſte Narr afuͤr wurd 8 Die de H eld 7 — — 2 — — — 2 2 — — — n ſolten halten 15 Vacht, Jaß ſichs nicht anders woraus macht wenns denn kaͤm mit einem Lauff, Der Krie⸗ Solten ſie tapffer dreſchen drauff arriſcht So koͤnt man das mit Saltz einmachen, Rechnunt Gegen dem Feur duͤrren— backen, Und in den Kirchthurm die Mirackel Setzen zu einm Wunder⸗ Spect Die Namen verzeick hner d.— Welch ihm haͤtten gute gegeben Ein Naͤrri⸗ ſcher naͤrr iſche Einfaͤll. „ſaßt ſein Hewehr feſt, nuſt, und ſtrich den Bart, Reuſpert, ruͤltzt, brummt nach Baͤren R 8665 ſa Stkampßft mit den Fuͤſſen als ein Pferd, Der Hande war Ruͤh wohl werth Etli ichen entſiel aue th Me ynten, die 25 ſich G zefa 0 r jqd Wolten ſie eylend ſprin Und die erſt Wie ſi e nun alle ſtille ſ. — Muth bat Und etwas rauſcht in roes Schrunden Als wenn ein Eydechs 10 ben Im Kraut duͤrre Baumblaͤ Oder von einer alten Wand Bey der Nacht —9— ohnig klerſchreckt Als ob ein Gſpenſt dahindenſteck Entfiel ihn'n be aldd er groſſe Muth, Die Haa ar kribelten unt term Hut, Die Kaͤlt uͤber den Leib a luffruͤckt, Daß ſich die Zung am Gaum men d druͤckt Die Hoſen anſiengen zu ſtincken, Die Bein; zu zittern und zu hincken, Als haͤtter ſie die kalte Seich, Daß ſie ſahen erſchreckli ich bleie Und allen ein Grauen ankam, Einer ſahe den andern an, Ob er wolt lauffen oder ſtehen, Es wuͤrd nun an ein Treffen gehen, 5 0. S2 — 12 IN (0) Se 353 ——.2 Wunderſpiel ſich machen, 2 NKN2388 Es wuͤrd das Jeder ſolt acht haben der Sachen, 23 Jetzt druͤng der groß Gigant heraus Ausgaug + Da lieff herfuͤr ein' kleine Mauß—* rö Der ſie all anfiengen zu lachen, erth. Und wuſten davon nichts zu machen, Ohn daß ſie wieder zu Hauß kehrten, Und die Geſchicht ihr Kinder lehrten, Sprachen: Der Berg wolt Rieſen hecken, Und bracht ein Maͤußlein fuͤr die Gecken Solcher Krieg werden viel gefuͤhrt, VVo der gemein Poͤbel regiert, Und nicht zuvor die Sach betracht Inden, Eh denn er bl Lermen macht 88 linden V naͤrriſch anfangt, denn ſ CMIA I Was man k Millig oin närriſck 18 57 1 Billig ein naͤrriſch End erlangt Das XV. Capitel, Krieg ohne Rath bringet groſſen Schaden. kt, JVug man ab'r GoOtt dancken ſoll Y Wenn der Handel geraͤth ſo wol, Daß man ſeiner noch lachen kan, Und darff zum Spott kein Schaden han. Wenn aber beyde Land und Leut, Mit ſolchem unbedachten Streit, In Jammer und Noth wird geſetzt, So wird das Lachen theur zu letzt. 35⁴ 38 Ske⸗ 5 S chaden für alten Jahren ie Ppgi neuſer auch wol erfahren Die Pog⸗ 8 796 aber Pygi meuſerlein, molen Manthiers Art, kleine deutelein, den Her⸗Da kein's groͤſſer und laͤnger wird, cules im Gchlaf Denn das Kapskraut ſein Haupt aufffuͤhrt, ermorden. Wie dieſelben auff ihrer Jagt Mit vielen Umſtaͤnden erfragt, Daß Hercules der Sieghafft Held, Genannt Heyland der gantzen Welt, In ihre Land auch waͤr ankommen, Und daß er kein Gefahr vernommen, Sich untern Baum te in Ruh, Und ſchlieff nach viel gehabter Muͤh; Bedachten ſie, weil dieſer Mann Allein den Ruhm und Ehr wolt han, Daß er all Wunder⸗Thier wolt daͤmpffen, Die wider alle Menſchen kaͤmpffen, Die ſonſten Niemand koͤnt vertreiben, So wuͤrd er ſie nichtl laſſen bleiben; Und kamen damit hergezogen * ihren Spieſſen und mit Bogen, Etlich Tauſend der kleinen Mann, Wie Heuſchrecken Gewohnheit han, Hercles zu toͤdt'n mit Liſtigkeit, Weil er da ſchlieff in Sicherheit. In jedern Ermel ziehen recht Sechs Faͤhnlein auserwehlter Knecht, Zwchmahl ſoviel in Buſen fahren, In Struͤmpffen bey die tauſend waren, Die andern krochen in das Haar, Beſatzten ihn ſo gantz und gar Noch ihrt. 38(00 8 35 Noch kamen ihr gelauffen mehr Derer Zwerglein ein gantzes Heer, Die machten ſich an ſeine Keul, Die weg zu waltzen in der Eil, Damit Hercles die nicht ergrieff, Und den erſchlug,* nicht entlieff. Als nun ihr oberſter Hauptmann Der Pys⸗ Mit einem Pfeſfen zeiget an, Angrif Daß man jetzt ſolt den Angriff thun, und Tot. —— groſſen Rieſen toͤdten nun, ie auch den Kampff muthig angiengen, Zu ſtechen und ſchlagen anfiengen Mit ein'm Wunder; geſe chrey und Kecken Erwachet Hercules mit Schrecken, Wuſt aus den Flöhen nichts zu machen Die zus 10 ich auch rieffen und ſtachen; Wie er ſich aber recht beſann, Und die kleinen Maͤnnlein vernahm, Die von der Keul mit groſſen Hauffen Fuͤr Schrecken anfiengen zu lauffen, Macht er den Gaͤſten kurtze Freud⸗ Strich nur mit der Hand uͤbers Kleid Und ſie todt aus den Mauen, Welches erbaͤrmlich anzuſchauen, Daß ſie, wie Blutduͤrſtige Muͤcken, Sich lieſſen ſo elend erdruͤcken He keules auch lachende ſprach: Iſt das nicht eine Wunder⸗Sach — Daß ihr wehrloſe Zw ergelein Kicht koͤnt in Ruh und Frieden ſeyn, Fihrt euch ſelbſt in elende Noth, Erwehlet fuͤrs Leben den Tod, 2 Meynt, — 3506 38 C0) 88 ————— Meynt, daß der Adl r Muͤcken faͤhet, Und Hercules ſich 5 euch ſchlaͤget; Nimmermehr er daſſelbe thut, Es iſt ihm viel zu groß der Muth Wenn ihr aber euren Muthwillen Und Fuͤrwitz an mir wollt erfuͤllen, So nehmet dis hin zur Ausbeut, Und ſeyd kluͤger zur andern Zeit. Ich ſeh, ihr habt ehmals gehort, Wie man im Krieg die Leut ermordt, Wißt ihm aber kein G ſtalt zu geben, So muß alſo euchs gehen eben, Die Meer⸗ Wie es der Meerkatz zen auch gleng, 89 Da ſie das Zimm—.— anfieng ſpalten. Zog aus dem geſpaltnen Holtz ein Keil, Wied'r einzuſchlagen mit dem Beil, Wie denn zuvor der Zimmerman In ihrem Beyſeyn hat gethan, Und blieb in der Klufft ſo behangen, Ward unverſehns am Schwantz gefan gen. So kamen der kleinen Pygmeuſer, Sehr wenig wieder in ihe Haͤuſer, Und lehrt ſie erſchrecklicher Schad, Daß man kein Krieg anf— fah ohn Rath/ Wie der gemeine Poͤbel flegt, Der viel Lermen ohn Noth erregt, Und den Anfang nimmer betracht, Odr gnug zuvor ſich geruͤſt macht; Sondern, wie das Affen-⸗Volck that, Von einem Stadt Bau ſchloß ein Rath, 888 Und gefan ith, 35 Und hat doch weder Art noch Sege, Damit ſie das braͤchten zu wege So. machen ſies mit ihren Kriegen, Fahens bald an, laſſens bald lieg Und wenn gleich auch die Noth 221 ringt, Frevpolck Jederman zur Gegenwehr zwingt,— So 0 fol gen ſie doch keinem? Nath, Niemand auch das Anſehen hat De ß ſie ihm wolten zu Gefallen, Gute Ordnung halten in allen, Wider den Feind bedaͤchtig ziehen Od'r im Nothfall fuͤrſichtig flieher Es edoltert all's uͤber einen Hauffel W e ſich die Baurn in Zechen Und geht, als wenn die Elb und Rhein Die flieſ⸗ Mit den Bruͤcken nicht friedlich ſeyn, Erkeirgen Daß ſie Man in und Vieh uͤberlieſſen, mit den Ohne u wate„ſchwimmen und flieſſen, Bruͤcken. Dad durch il ih Al iſehn ward veracht, Ein W en als waͤrs auff Erdn, gemacht, Und rieffen al Acke er⸗Pfuͤtzen 3„u Dälfö ihre Feinde zu trotzen, 8 hen au ch wWle g 7 5 Mann, o Eiß ein gantzen Kuͤraß an, Stuͤrmten damit trotzig die Bruͤcken, Und riſſen ihren Damt n us⸗ tuͤcken, aß ſich der Strom zu Seit auslendet, Und von der rechten Straß abwendet Auch viel davon im Acker bleibt, Da man ſtinckende Saͤu hintreibt; Da mancher Fiſch in trauren ſteht, Bis ihm Waſſer und Weyd vergeht, Al 323 H Æ 8 358 3(0) St An der Sonnen Hitz wird vergeſſer Endlich auch von Kraͤhene beſpen Das heiſt unordentlich Krieg fuͤhren, Sein Vate— d und Leut verlieren Wie jener Baur ſein Hauß anbrant, Da er den Fliegen die Staͤtt nicht gadt, Und wolt ſie mit Strohflamn nen jagen, Ward mit ſeinm eignen Schwerdt geſchla Ein Macht ohn Ra Zudruͤckt ſich ſelbſ Das NI Capitel, Graukopff lobet ein Regiment/ dariniht venig der allerbeſten die Ober⸗ 8 hand haben. Arun ſprach Graukopff, rath ich nicht, Wie denn nach der laͤng iſt bericht, Daß wir alſo den Koͤnig meiden, Vund keinen O berher ren leiden, Daß uͤberall der g'meine Mann Solt ſein frey thun und laſſen han Oder es wird uns auch geſchehen/ Wie es den Fiſchen pflegt zu gehen, Die ſich aus der Pfann wollen ſchwingen, Und damit in das Feur abſpringen, Wie jener wolt der Truͤpff entgehen, Und kam im Platzregen zu ſtehen Viel nuͤtzer iſt die Mittel⸗ Straß, Daß man kein'm Tyrannen zulaß ο 38(0) 8 359 Die übermaͤſſige! Freyheit, Auch nicht verfuͤhr gemeine Leut Weil die Tyrannen zu weit gehen, Und gemeine Leut nichts verſtehen, Nur mit der Thuͤr fallen ins Hauß, Welchs beydes uͤbel geht hinaus. Sondern daß man den Mittel⸗Stand eſchle Mit Fleiß durchſucht im gantzen Land, ner ſollen Daraus die allrbeſten erwehl, regieren ‚ Ihnen das Regiment befehl, So viel man dazu tuͤchtig acht Und geb ihnen ein gleiche Macht Daß eines ohn des andern Rath lnd Vollwort nicht zu g'bieten hat niht Und alles, was man ſchließ im Reich 7 In all'r Nahm geſcheh zugleich Das iſt mein Kath auff dieſem Fall, Hoffihrſ ſolt mir beyfallen all: icht, D nd das iſt je gewißlich wahr,— l, Die Urſach iſt ohmall Gefahr, beſten Daß ja die allerbeſten Leut—.8 Das beſt' rathen zu aller Zeit, Daß fromme Erbare Regenten Der Bobßheit ſteur'n an allen Enden, Daß Girechtigkeit den Platz behalt, Da die Gerechten hab'n Gewalt 15 Denn wie einer geartet iſt, So redt und thut er jeder Friſt, Und wies die Herren ſtellen an, So folgen auch die Unterthan, Die e Reuter folgn der Oberſt'n Sitten, Bleich wie ſie nach der Trommet ritten 3 4 Dieweil 2 36⁰ 38 08ʃ ieweil aber kein 1Weiſer War es koͤnnt treffen immerda Und nicht einmahl etwas wäſeng, Damitt er ein Thorheit begieng, Daß ihm etwa mangel Balicht t, Od'r kan den Ausgang treffen ni cht, Darauff er ſein Rechnung gemacht, Das Ube! geraͤtl was wohl beda icht, Oder daß ihn ſein Her derfehrt Wenn der Affect die Witz regiert, Und nachmahls ſag, wenns ihm geraut Das haͤtt ich warlich nicht getraut; Wie denn kein weiſer Kopff geweſen, Den nicht der Narr haͤtt uͤberleſet So dient dazu auch dieſer Rath, Der ſolch Mittel d)awieder hat, Daß man einem das Regiment Nicht allein ſtellet in die Haͤnd, Sondern von auserleſnen Mannen Setzet eine Anzahl beyſammen, Daß ander ſtets zu wiederſtehen, Denen, die zu weit wollen gehen, Sie in guter Ordnung behalten, Laſſen ſich nicht vonander ſpalten, Oder der groͤſte Hauff denn ſchleuſt, Obs gleich ihr wenigen verdreuſt. Denn vermuthlich iſt dis das beſt, Was ihm die Meng gefallen laͤßt Unter den allerbeſten Ler uten, Ob gleich wenig fehlen zu e iten Weil zwey Augen mehr ſehn, denn eins Daß ſich im Fried trenne ihr keins, nd 38(0 Sk. 561 Und auch in Wiederwertigkeit, Wider den Feind theilen den Streit, Daß einer hie, der ander dort, Sene verhuͤt an allem Ort, Ander d aheim im Regiment Ihm auch reichen huͤlffliche Haͤnd, Und alſo auch in dieſen Sachen Viel Haͤnd ein leichte Arbeit machen, Die einr allein nicht mag erheben; Kein beſſern Ra 0 weiß ich zu geben Und daß ein ſolche Policey Fuͤr andern all die beſte ſey, unde uͤber alle hoch zu preiſen, Darff man nicht weitlaͤufftig ben eiſen, Dieweil GOtt ſelbſt in— Welt Dis fuͤr die beſte Ordnung haͤlt: Denn als GOtt von 8 Elementen Auch wolt eins ſetzen zum Regenten Unter den unterſten Naturen, Vorzuſtehen uns Creaturen, Bedacht er zu derſelben Zeit, In ſeiner hoͤheſten Weißheit, Es waͤr nicht gut, daß eins allein Mehr als ander ſolt maͤchtig ſeyn, D 00 Feur wuͤrd alles verbrennen, s Waſſe ſer alles uͤberrennen, Erd ale gantz unterdruͤcke n. „Der Wind alles reiſſen auff Stuͤcken. Darum ſolten ſie in dem Reich, —.— em andern ſeyn gar gleich, Daß die Erd koͤnt den Winden wehren, Das VBaſſ r des Feursflammen verzehren, 35 Dennoch D8 ee 1*5 3 O ———— Dennoch die Lufft mit ihrem Odem Das Waſſer truͤg ſamt dem Erdboden. Und die drey Wind und Nahrung geben, Das Feur alles waͤrmte zum Leben, Alſo getreu Bruͤderſchafft ſpielter Aller D ing ihr Weſen erhielte n. Wie 2 die( Erfahrung ge ben hat Daß— noch bleibet GOt ttes Rath und d muß bleiben biß auff die Stund, Bis 51 mmel und Erd gehn zu Grund Wenn wir nun, als wir billig ſollen, Dieſem Exempel folgen wo llen, So wehlen wir an ſtatt der Erd Welcher Ernſt man haͤlt Ehrer werth, Die ſo feſt auff die Tugend halten, 2 was geruͤhmt ward bey den Alten, ian die Sonn eh' zuruͤck braͤcht, Wen das man ſie bereden moͤcht iſſer freundliche Leut, Die man er Von welchen d 7 1 nt zu keiner ell Kunſt wird geehrt N * Fin 771 4 Die alle Ding; um beſten k kehrt; An ſtatt des Feurs Mannl Denen kein 2 Die nachdruͤ icken mit ernſten Strafen, Wenn ſonſt kein Mittel will Rath ſchaffen⸗ Fuͤr Lufft aber, und kuͤhlen Wind, Die wo ohlberedte Maͤ mer ſind, Die nicht allein den Rath er⸗ qvicken, Alle Se achen zur Eintracht ſchicken, Als wenn die Som mer Windlein wehen, Lieblich Kaͤlt in der Hitz erregen, 2 Son 9 081 8 739 7 5 42 4 6 N eK on 38(00 S8 363 Sondern koͤnnen die gantz Gemein Auch bereden freundlich und fein, Daß ſie gutwillig ohn Beſchwern, Ihren Regenten folgen gern, Oder den Krieg mit Macht anlauffen, Der Redner regieret den Hauffen Wie dis alles ſolcher geſtalt Je allen Thiern wird vorgemahlt, Das Haupt iſt auf Tugend befliſſen, Und drauet mit boͤſem Gewiſſen, Das Hertz iſt barmhertzig und mild, Der Gall und Leber Hetz ſehr wild, Die Lung und Zunge wohl beredt, Alſo ihr Regiment beſteht Drum rathe ich, man folge nur Gott, und dem Geſetz der Natur, Erwehle weiſe fromme Leut, Die wohl regiern, und lange Zeit Der Dritte Theil Daß ein Regiment durch ei⸗ nen Koͤnig am beſten beſtallt werde. Das J. Capitel, Daß man in allen Sachen auff den rech⸗ ten Brauch/ und nicht auffden Mß⸗ brauch ſehen folle. D deitte Froſch, Fuͤrſt Wolgemuth, Hielt der Bedencken keins fuͤr gut, Rieth — * + — 929 ———— 2 und gar 5 RSNAUAA und gar das Wiederſpiel, 850 hoß auch nicht ſehr weit uͤbers Ziel, Es hoͤrt ihn auch gern Jederman, Denn ſein Thun ſtund ihm ta pffer an Obgleich die andern zween von Jahren Noch wol ein gut Theil aͤlter war Und fieng an zu reden mit Fleiß Von der Sachen folgende weiß Liebe Herren, ihr habt erfahren Mancherley Ding vor alten Jahren, Drum hab ich von unſern Rath ſchlagen Euch vielerley Red hoͤren ſagen, Die mir all ſaͤmtlich wo ogefallen, Und will nur kurtz von denen allen Mein einfaͤltig Meynung erklaͤren, Dieweil ſolchs die Herren begehren, or ungezweiffelt'n Zuverſi 5 DDel Aigezideiſſt U 5 ich Es werd die Herrn beſchweren nicht 4 0 14 4* Denn ſo manch Kopff, ſo mancher inn, So mancher Mund, ſo e Stimm, Allein vernuͤnfftige Weißhei Bedenckt in all'n den 805 cher Dahin ich denn mein Red auch ſet Daß jeder ſie, wie er wil,ſch ätz, Daraus das nuͤtzlichſte erwehl, Das Regiment auffs beſt b eſtell Ich leſ' in den alten Geſchichten, Jarnach neu Leut ſich billig richten Rls Kyguto Dos Taonhbots Als Prometheus, des Japhets Sohn, Das Feur herab bracht von der Sonn 1 0 Mit groſſer Muͤh und viel Gefal Und ließ es herfuͤr leuchten kla 70 7 olt W Ee. 38 00 2 365 ———————— Wolt zufe len ein wilder Mann, Und die ſchoͤne leuchtende Flamm Auffs allerholdſeeligſte gruͤſſen Aus Lieb und— hertzen und kuͤſſen; Aber Prometheus ihn weg triebe, Und rieth, daß er zuruͤcke bliebe, Od'r es zuͤndet an Haar und Bart, Und bließ ihm auf am Kinn die Schwart Wie auch der wüde Mannl befand, D aß ihm? Maul und Naſen verbrannt, Und flucht darum dem Prometheus Allerl ey Ungluͤck, 95 ag und Beuß, Daß er die boͤſe Aſt rdacht, Solchs ſchöͤn 1 1beld den Menſchen bracht Aber Prometheus lehret fein, Daß im Feur kein Ubel kont ſeyn, Wenn man deſſelben, wie man ſolt, Mit Vernunfft wol gebrauchen wolt, Sondern unzehlich Nutzbarkeit, Beyde zur N Rothdurfft und zur Freud: Wenn man mit ſeines Lichtes Schein Durch alles finſter ſeh hinein, Die Hitz auch Waͤrm und Speiß bereit, Fordert alle Kunſt und Arbeit. Mir kamen gleich im Sinn die Wort, Da ich euer Reden anhort Vom Übelſtand der Policey, Bey welcher ſtets zu fuͤrchten ſey So viel Ungluͤck, ſo wenig frommen, Wenn ein Mißbrauch dazu ſolt kommen. Denn ob man wol in allen Sachen Allzeit ſoll ein Vergleichung machen, 366(0 S88. Was gut odr boͤß waͤr zu bedencken, Wen ſichs zur Linck odr Recht ſolt lencken, Daß man deſt' eh das beſt koͤnt ſehen, Wenn gut und boͤß beynander ſtehen. Was du thun wilt, thu mit Bedacht, Und den Ausgang zuvor betracht. Dennoch ſoll man auch den Mißbrauch, „Dicht auffmutzen ſo wild und rauch Daß man des rechtn Gebrauchs vergeß, Odẽr ihn gar zu wenig zumeß, Denn es bleibt jeder Ordnung ſchlecht, Man thu ihr auch ihr eigen Recht, Wie ſie gemeynt ward von den allen, Die ſie ihnen! aſſen gefallen, So ſind ſie alle nuͤtz und gut, Wer ſie 3 e ſehr uͤbel thut, Wenn ieder lebet in Freyheit, Und die gantze Gemein allzeit Mit gemeinem Rath alles macht, Es iſt ſehr gut, und wohl bedacht. Viel Land und Staͤdt daſſelbe thaten, Und iſt ihnen ſehr wohl gerathen, Daß bey ihnen Tugend und Lehr, Faſt allein fandihr n Schutz und Ehr Wenn auch wenig der beſten Mann Des Regiments ſich nehmen an, Und alles mit Vernunfft regieren, Es muß jeder den Vortheil ſpuͤren So lang Rom, die beruͤhmte Stadt, Auf dieſe Weiß auch rieth und that, War Thun und Laſſen wohl beſtellt, Sie ward maͤchtig der gantzen Welt. Alſo en, 38(08 367 Alſo auch, wenn ein K5 doͤnig waͤr Uber andꝰre allein ein Herr, Und ſie regieret recht und wohl, Billig das jeder ruͤhmen ſoll Aber, wenn dieſe all ſeyn gut, Und keines von ihn uͤbel thut, So laß ich mir unter den allen Das Koͤnigreich beſſer gefallen, Und hoff euch allen zu beweiſen, Daß man diß fuͤr andern ſoll preiſen Daß der Weit Himmeliſch Regiment ein Koͤnigreich ſey. Donn. un das Graukopff hat angezogen 85 Von Element'n, iſt nicht erlogen, Es wi ll G—Ott nicht, daß eins regier, Sondern gefaͤlligen Stand fuͤhr Daß er aber die Element'n, Uns allen 66 et zu Regenten, Will ſie fuͤr Z Welt⸗ Her rren anſeh)hen, Kan ich auff“ die Weiß nicht verſtehen, Weil ichs von Sterneweiſen Leuten Gar viel anders hab hoͤren deuten Ich halt ſie mehr fuͤr Unterſaſſen, Die ander ſich regieren laſſen, Und darum ihre ſondre Gaben Alſo fein unterſchieden haben, Wa as eins dem andern dienen kan, Nit gefaͤlliger Huͤlff beyſtahn 368 SE ö E St Der an GoOtt ir dieſer groſſen Welt Die 0 Sewohnheit ſonder elich haͤlt, Daß was dem einen Theil gebriſt, Gar reichlich an ein ·̃ andern iſt, Damit eins duͤrff des andern Hand, Der ander auch gern leiſt Beyſtand; Wie der Blinde den Lahmen trug, Sich beyd' alſo nahrten mit Fug und ſo fein aͤn einander blieben, Selber ſich nicht jagten und trieben, Wie an Elementen zu ſehen, Die darum enträchtig beſtehen, Und ſich nach GOttes Gewalt richten Seyn Unterthan des Himmels Lich 4 Wenn man ſpuͤren kan* erlich, Daß der wand'lbar Mond wunderlich Über die Cannt her Die& hr dem Mo nd billig ge buͤhrt, Wenn er zunimmt ſo waͤchſets all, Wenn er abnimmt, wirds duͤrr und ſchmal, Wenn er von dem Umkreiß der Erd Sich wendet nach dem Mittag wert, So ſteigt geg'n Weſt das Wenn erabgeht, ſo ſchwindets nied Er macht Blitz, Donner, Regen, Wind Wie ein Haußmutter im Geſind; Jedoch kan er in dieſen allen Nichts machen nach ſeinem Gefallen, Sondern muß noch ſeine Mitherren, Die ſechs Planeten, dienſtlich ehren, Inſonderheit die ſchoͤne Sonn, Der ſie alle ſind unterthan, — 38 E Weil ſie mit ihres Lichtes Glantz Allein den Himmel fuͤllet gantz, N ach der richten ſie ihren Gang Fuͤr ſich, zuruͤck, kurtz oder lang. ——— 6 5 MWIAVUAAUAHKIun aN So MWMos 0 Der Morgenſtern und der Mercur zn ihrem Circul, der nicht weicht, 1 Sondern nah um die Sonn herſtreicht, Als die geheime Kammer⸗ So bey dem Koͤnig halter Daß die Sonn zu— 55 W mmen, Treten ſie gar weit aus dem Weg, Und raͤumen ihr all Weg und Steg, Folgen hernach mit zum Geleit, Nehmen mit Stillſtand den Abſcheid, Und gehn zuruͤck in ihren Thron, Bis gegen uͤber ſteht die Sont Der ſie wieder ihr' Ehr erzeigen, S ich inig fuͤ ir ſie nei Agen, Und zum tieffſten ſich nieder laſſen, Machen ſich Ven auf die Heerſtraßen, A 2 Da 11 W76 A(ec 6 . + 4 4 O — ¼———— 5 10* Oa ihn die Sonn entgegenkaͤm, Und von ihnen das G'leit annaͤhm, 1A 1* 161 Sich durch ihr Gebie K ließ l hm fuͤhren, — Sie wollen oͤffnen Thor und Thuͤre Bis ſie wied'rum traben vorn an, Fuhren ihren Konig hinan, ewges Regiment, A G&4 2418066909 zon ohlbon S0 weit das unſer Augen ſehen, —— iſt, das wir nicht verſtehen Die an⸗Da eben ſind andern Stern, dern 911 Sternen, A auren, Buͤrger und Junckherrn, Als Q W 0 0 oder Geehrte, Als Unwiſſend oder Gelehrte, ie Donn Funcrton And Nenas Wie denn funffz hu ſind ſchon und groß, MN35 1Aul„ MRfanotonchags- Bey nah an der Planeten Maß; Fuͤnff und viertzig der naͤchſten Da immer eine kleiner war Denn andere ſind zu Bis fedun Geſicht gar entgehen at d Des Him Jedoch hat diß Stern-Regiment niels Fuh: mann 2 Damit nicht ſe in vollkommei nEnd, Sondern es iſt uͤber die Stern'n Regent geſetzt hoch und fern, er ſie, und die Planeten all, Herum fuͤhret zu einem mahl, Vom * 00 SE hin zum Abend, Ingee trabend. Damit in vier und zwantzig Stunder Nicht allein das oberſt kaͤm unten, Sondern die gantz Kugel ſich wend, Und bey dem Anfang nehm ihr End Und das ohn aller Unurſtand, Wie ſolchs geordnet GOttes Hand Denn GOtt iſt uͤber all ein HErr, GoOtt allein gebuͤhret die Ehr, Daß er regiere gar allein, ö Ihm muß alles gehorſam ſeyr Seinen gantz allmaͤchtigen Willen Muͤſſen all Creatur'n erfuͤllen. le Der Kirchne L ſe in Uhr— So regiert GOtt die gantze Welt, Der Himmel geht, wie ers will 10 2 72 — S 2 Sein Wirckung iſt ihm unterthan Er thut freywillig, was er will, Und greifft, ſo offt er will, ins Spiel Was er erhaͤlt, das bleibt beſtehen, Was er nicht haͤlt, das muß vergehen 5 GOkt iſt Der al hoͤheſtRe⸗ geit om Aa 2 Das —i˙ S Intt 4 Lübpitt 57 „„%Oeofko oit 6 en Leibe ein Ko Te. ——— E 2. 2 0 — 22 — K 1 83J 4 e eeeee. 65 10 U 1 328(0 0f3858 37³ — 3—— ls woll n aber wir Waſſer Rai Koͤ Forſchen des Himmel öke Ko 8369 N0 en des Hit 1 ime ls Heimlichkeit„ In uns ſe bſte n muß 22 Wie wir an ein'm K Der See⸗ Denn in der Kindheit 2 ich kant l6n Regi⸗ Ein 8 ment iſt l kle m Mann thie AIL—— Mo⸗ D flag ſei n Sck narchia Allhie an Un Nac 6 MVakt 111 Fragot Ke der Kräuter 1 fragen Und denn von Weiß ezu ſagen Und wie wir ſaſſ'n in unſer Ruh, Und hoͤrten ſtillſcht nd mit 4 Famit nickt Hiir michlt Uns ngen U Da ſpra Ein'm In 1 n Upl 9 Das Regiment weißlich beſtellt; * 1 zm Hertzen wohnet ſeit iahl, Haußhaltung uͤberall, *428 + ßedoch dem Koͤnig ihre M̃ 4 Ruf ochechen, Im Be auch Kü che en und U Eun —— den Leib naͤhr'n ode muß alles ordentl ich gehe Wie wir in n Regimenten ſehen ſtlich hat tGBltt verordnet fein, Hie füuff Daß fuͤnf hurtige Diener ſeyn, Sinne Welche zu Hoff einbring'n Bericht,—— Was ſonſt auch auſſerhalb geſchicht, Fund⸗ ſchaffer Az Deren 28 Sg 4 NIOO LAt 4 W Deren jeder hat ſeine Mann, Die ihm all' Sachen zeigen an Der erſt Hoffdiener iſts Geſicht Nimmt von den Augen all'n Bericht, De wer aber das 8 zeh ees Ql der Ade Vus 9 Be ſtel lt auff Jeder Seit ein Ol Der dritt das Riechen in der J Der vierdt der Schmack der igen was, Der fuͤnfft ſeinem Fuͤhlen vertraut, Un wohnet in der gantzen Haut Die fuͤ en ihr Poſtbrieff aus Hinter der Stirn ins Koͤnigs — 2 Æ Aur ge⸗ Daſe bſt der allgeme in Verſtand meine Die Brieff beſonders nimmt zur Hand, n Goß. Als des Koͤnigreichs Groß⸗Cantzler, Cautzier. Und laͤſſet gehen, was iſt ſchwer Iſt aber an der Sach gelegen, Daß man ſie ferner ſoll bewegen, So warten auff zwey edle Knaben, —— Kami merſchreiber Aemter haben, Die Ge⸗ Gedanck en, ſo iſt ihr Nahm, i,— heiſt Witz, der 8 Wahn Schrei⸗ Witz merckt mit Fl leiß, was d geſchicht, Wölt. Und was ihm der Ce mtler beric cht Lieſet den Brieff, und denckt ihmen ach Ob gut ſey/ oder boͤß die Sach Ob ſie Sinnen ſey beqvem, Ode r etwa unangenehm, und haͤt durchaus nichts fuͤr Wahrheit, Es zeugs denn die Erfahrenheit. Der Wahn aber will kluͤger ſeyn, Fantaſiret kuͤnſtlich und fein, Was 4 R Was ferner daraus zu eden Das der Wiz; zuvor hat geſehen, Wa 8 man in unbe—.— en Sachen — cken m ach en it d as Geſicht, n nicht, ge ſagt, dt nicht weiter fragt Wenn in Keller 501 mt Und kan im finſter Und der Cantzler d So gle Jubts Witz u Mahn 7 gle Wahn aber laͤſts dabey nicht bleiben, So ondern muß auch mab 49 und ſchreiben, f 1 El 5 Nn* 0 1 MWie 5 — w un, oder uns geſchehe F„ 7 Ft nicht Jon FAu L Witz oſſt nicht wiſſen kan, Obetwa heitf ſey daran, Odr ſey ſchlecht ein lauter Gedicht, Davon ſonſt kein Sinn gab Bericht d &s. 14 14 7 KU3 4 Wenn auch das Haupt Schwachheit be kommt, 18 651 Mack: 106 zitz ſein'n Abſchied nimmt gioyt dio Sachon glertk Ole adchel“, 0 muß man ſe nei horheit lach ind* 1830 Alſo ſind ſie wohl unterſcheiden, Aber doch einig in den beyden, Daß ſie dem Hertzen offenl baren, Was ſie erdacht oder erfahren, Sagn auch ihr Gutduͤncken dabey, Ob es nuͤtz, oder ſchaͤdlich ſey (Ian D 23 Ae 5 — 1—ů—— Des Her⸗ R tzens Be Darauf das Hertz ſich bal k, 2 Aa— wegung Alls Blut und Lufft im Leib bewegt n mag ben Und wenn ihm was guts wiederfaͤhret, anzenehm Geg'nwaͤl 110 Oodi f˖ kläͤr oder zuwi⸗ thut f der iſt Sbod thut ſich Da 9 M orger F0 thau f 55 Will,! D I Ffi All Als der leußt ſichs, und will weie Aller chen, ingt Der cglie DemHer der Mit⸗ Fſt ft 9 9 leiden. un* Ddti T e* Das Ge⸗ Nol zeichnen dieſe E J all daͤchtniß oder Me⸗ In des nigs Memorial, N41 moria. Mit Bild zuchſtaben; rffen haben, mgroſſiret, et Und nack niniret Verleſchet dar aus mi r Das ander bleibt in 0 wigk 4 Ver⸗Wenn nun diß— S iſt geſchehen Aml. Muß die Vern Als des Koͤnigs— Was die Schriff 5 2 ing hat, Ob ſie nur red von Lehr und Kunſ Od'r von Ra th, That, Feindſchafft und Gut ſt: Da⸗ 1 8— S 2 4911 2 I und - Da 5 838 S 377 N + K Damit ſie aber auch nicht fehl/ Das Ungewiß fuͤs Gewiß ß erwehl, Hat ihr der Koͤnig ein Maaß geben, NioN. Die Bilder zu viſren eben, Eine Triangel recht Wenae, Vom beſten Gold kuͤnſtlich geweckt, Wie die Werckleut mit Wincke leiſen beiter onſt un weiſen, 85 0 en irt ſie die G0 Daßf ſie eni. 5 ehr jlich waͤr, cen hr Urtheil, Irth dens auch mit allem Heil N 8 5 Verküͤndie gens dem Hertzen all. Denn ſchleuſt der Hoffmeiſter, der Wille, DerWille Ob er fort wollt in Hef. o NIun meilter DVer Wernunſſt folgn der de 1, Einen Ernſt brauchen oder ſck Bic Datß ütloht dor 10 Ois daß zuletzt der König koͤn mt, ients annimmt. nuͤth, oder Mens, wie ers nant, Der See⸗ ir des Menſchen Seel erkannt: len Lcht. in wie die Sonn— t die Sternen, von fernem, So ſetzt Mens der Wernunff ſein Licht, Darnach ſie die Abmeſſ ſfung richt, A a 5 Lehret Und f D)er Wie Gott die Seel ar ol ic Folgt Vernunfft, G'dancken, Will und Hertz bert 5 So ma icht ſie V 1 Boll guter Bebahe Das! we ar d 0 Alſo regiert die Seel den Leib, Mohar⸗ So iſt auff Erd ind bey St n, lentba: Ben den naͤchſt den fernet ben Von der Welt Anfat s zum End, Durchaus kein ander Regiment, Denn da Mag durcha ins Gef GoOtt ingemein, darnach die der S H ge borch eEin Ob0 gleich 2iKas Iw ſch eSRN- 72 1 38 0Q0) 0 SE 37 ————— Das IV. Capitel S55 der Elen lenten, und der Glieder egiment im Leibe, ohne Konig unbeſtaͤnd dig ſey. Weénn. aber nur die Elementen Der Ele⸗ Ble oben ſ len der Welt Regenten, Ohn Furcht einiger Oberherren,— So wuͤrd ihr Fri 05 nicht lange waͤhren, Eins wuͤrd das andere e verjagen; 5 denn*— hoͤren ſagen dem in 1 meumn kunu Das Feuer hat zu jeder Zei Mit Brand gemacht viel arme Leut; Der Vind erſa uffee vi iel Schiff und Gut, uf * n Der C Seben zl ittert und bebt, 1* Fri ſßt und erſtickt alles, was lebt. Daher die Reim ihn Cerber nennen, . ir ein Hoͤ I0 n erkennen 6 Verz zehr N eyn Landen waͤr Vom Meer biß hindet India. Mi»denn derxaloich* 1 8 benn dergleichen auch geſchie cht, Des Wil⸗ Sine K. Wo der Will der Seelnf folget nicht, lens und au Ott zur Erd d des Her⸗ Zeucht ſich von GOtt zur Erd herab, tzens unge⸗ Vom Licht zur Fin ſterniß ins Grab berſam. A 8 — 7 H Allens fuͤr §901 ithe 12 KNte 4A müthe Wornung! chts geben, W 4. r, 8 17 S9I 18 Nach Seel und Gemuͤth gar nichtt U Ulchle So n dern F 8— ne ſol Igt der Sinn Lu ler 111 Au Hek, Srummt von örn und Rachagieriak vomtSetn une Rachgierigkeit, Treibt die unga zin laß ei 141 Iſroyn 8 2 W Ung zu laſtern und ſchanden, N* 57 0 mikt Nort frec llich mit den Handen, Æ A. 7 bundt 1vn⁊1ᷓ Aln echt, Des Ge⸗ wiſſens Gericht. 0 ſchlecht, 150 LI icht, i6 geſchicht, nt, Ulſamt — U uneinſg⸗ keit unter Weiſen Regenten⸗ giment, Eo NeE chen, — 2 2 2 — 22 2 28 — 2 ——— 2 2 — 29 E 2 2 2 22 2 2 2+ 2 3 2 2 2 2 22 8 2 2 2 3 2 8 2 — 0 4 * t SEe Yt, , ff iben au 1 ble N Be 1Oe eitol 1 el Un + — 185( SK. *„ Kft 848 SIiA C Ja er wolt, daß die fuͤr ihm waren MVi⸗ Nichts gewuſt haͤtten,! Ichts kfabten n, guts gerathen: me 5 er allein h aͤtt Ruhm und Ehr Er waͤr klug, getreu, und gerecht, Se in Rath allein all Wohlfa hrt 0 raͤcht Gelindig⸗ Der G nde laͤßt alles gel keit, W8il ſtil ll ſeyn, und— Spiel zuſehen Die gl impff ſeyn, ſuchel n mit Nachgeben, Lieg'n laſſen, was er! nicht t kan heben Gedenckt, das ſey der beſte R Rath, Der bey ſein'n Buͤrg zern findet ſtatt Was ſie nicht wolln, daß geb er z6, Sein · m Vaterland zu Lieb und Ruh Denn wie er ſein'n Vater ni cht ſchle lag, Wenn 5 nach gutem Rath nicht frag. Woll er auch, wegen reck Sachen, Sein'm terland keit Gedenckt, es ſey ihm Swey klu⸗ Was zwey kluge Ziegengeiß thaten zeiegen. Denn, wie ein ſah die Wolt zu ihr uͤbers N Auf einem langen ſchma Die and'r begegnt a L8 ſtehen, gehen, kea leg, Iir hlet uf! halbem Weg, Daß ſie im Mittel mit den Fuͤſſen, Mit Stirn und Horn zuſammen ſti eſſen, Und gar nicht kot ten ferner kommen, 11 * Haͤtt⸗ n gern ihrn Gang zuruͤck genommen, Sich auf der Hind erfuͤſſe Stand, Gleichwie ein Circke—— umwandt, Wenn nich 3* r ſoit —— . — 1 *+ — 7 e50 7809 1 m Ha * + Men ſe 11 14 2 30— 2— —— — —— — 2— —— 2 f— 2 —— —— 2——2 2E2— S 52 2 2 382— 22 S2 2 — 10— 5 3 S 8— 1 S2 ⏑e— 182„+E 2— 2 2— A OSOS 888 S828 Ä82 ——2222 2 2—— KSK( 8——ÆÆ⏑ 2— E Æ== 22 2 SS— S. S= 25 SS Q 2 2 —. ⏑ 22 D2 — 5 2˖ 2 E 2 2 2 2— 2 22S 2 2 E 2—2 s *2— —.2— 12—— 6— 8 388 22 SSSC 2 0 0 8 3 6 22 8 —— S 2S 2 2 2 2 2=˙852 SS S SS 8 8 S ‚= E 2 88 —— — 2 2 8— — 2 2. —— 2 8 2 8 2 88282 2 2 2 S2 1 5 2 2 +᷑⏑σ eDe 2 22 2= 2 ⏑ 2 2— 2?wi 2 2 2-n EREE *—2 2 ⏑ —— 2 — Wohlre⸗ denheit. Biß ſtuͤrtzen in So reißt und wirfft er alles Was er me ynt, d as ihm ſey und ſ ucht mit Dienſt, ſt, Des allgemeinen Voͤlc Will mit der Meng ſeinen Feind ſchrecken, Seins Gefallens in den Sack ſtecken Bis daß man auffdringet die Leut Zu oͤffentlichem Krieg und Streit, Und einer die andern verdruͤckt, Zu ſich allein die Herrſchafft ruͤckt, Und denn anricht ein K oͤnigreich, Sonſt iſt kein Rath, der ſie vergleich Mannes Und wenn gleich auch durch GOttes Gnad vorneh⸗ Feſt bleibt der Weiſen Reich und Rath, — Muß doch eine yn unter allen, der Wei⸗ Dem die andern thun zu gefallen, ſen Kegi⸗ Was ſein Bedencken iſt und Will, ment. F uͤr Dem jeder folgt in Krie Es gelt zum Leben oder Er ſey ð Fuͤrſt, Adel, Od 1 rein ander, dem ſchwe Anſ ſe hn* We er Und kn Blei da 8 dermann ſtill, Jes⸗N Noth, Tod zer, Rath, Anſehen hat, und Rom, weiß und fromm tes s Gabe, der zeucht ſchal abe, ng und Geboth Ka andern Spott, Waͤrens IDdey, 8 90 nad 0/ 28(02 86 385 5 Waͤren 10 ſo 0 billiche Sachen, Die ke ke in Engel koͤnt beſſer machen Ebei n alſo pfleg 58 auch 3u gahn, Uneinig Wo mit! egleret Alle⸗ Ma nn,——.9— irbt Al⸗ Und 9 Ueich viel gilt eins jed en! Rath, lem nnes Im Reich, das ſehr viel! Fuͤrſten hat, Regiment Dako Hhen viel Koͤch ſelten gut, Die Boßheit faſſet groſſen Muth, Verme ynet frey hindurch zu kommen Mit allem, das ſie lommen, Nicht mit Neid, und dem Laͤſter⸗Mund, Sondern mit Freundſch afft, und mit Bund D Den ſie mit ihren Rottgeſellen dorn uim Schadon An Wern zu + K. Aven 8e len Und thun es, was ihn'n gelüſt, 8 Raͤumen weg, das ihn wieder iſ Da iſt zuletzt kein Mi Nttel drein, Sol das 9 it ſicher ſeyn, Und nicht zur Morder⸗ Gruben werden, Oder ſonſt kommen in Beſchwerden, Denn daß komm ein Nimrodiſch Mann, Der die Auffruͤhrer zwit chenkan, Den die Gemein billig will ehr rn, Ihm folgen als ihrem Schutzherrn, Wies den Maͤuſen gieng ſolcher g'ſtalt, „In Duͤringen, Hartz, und Schwartz Wald, Als ſie die Jungherrn wolten ſchlagen, Alle Fuͤrſten zum Land ausjagen; Den Froͤſchen in Diethmarſer Land, Als Zweyſpalt ſie verblendt und trannt, So nimmt denn auch ſolch Regimen Mit einem Koͤnigreich ſein End. 2 R(SIG Bb Das N Cayitel Das V. CLapitel, Daß eines Koͤnigs Regiment das al lerbeſte ſey AArum ſag ich gantz wolbedacht, —Wann maons auffs allerbeſte macht, Es iſt nicht gut, daß viel regieren, Die Kron ſol einer Giein fül ren, Dem GyOtt ſelber und weiſe Leut —*— die hohe Obrigte t/ Der immer bleib, deß Regiment N cht nehm mit jedem Jahr ſein End, Daß er wieder muß treten abe, Eh denn er recht gelernet habe, erſ ſoll vorſtehen den Sachen, nd denn die folgend'n anders machen, s er zuvor wol angefangen, er laſſens ſe 8 ch hinhangen, er! nicht auf Vieh, Aecker und Handel, 935 chte ſei in Borne ym'n, Thun und Wandel Beym Regiment unfleißig wach, Als emne remde Neb El S ach, Der nicht ſeh' auff ſein Mitgeſellen, Daß ſie alles ohn ihn beſtellen, Woll'n aber nicht machen recht, So ſey er auch niemands Nothknecht onẽ ern d ders ſelbſt nehm in die Hand, Tracht Tag und Nacht, bis er Rath fand Dieweil des Reichs Schaden und Frommen * Der nicht beneid eins andern Ehr, e 5 N Weiler doch bleibt der oberſt Herr, Sot yhm vornehmlich auch wuͤrd heimkommen E4 587 ———— erlr tracht, iac + Edel Ime 8 n, t* d kan, L uch 3 2 anfang, ch er Foͤrderung erlang C d nach Stand und 6 ib im Miſthauffen begrabe 4 de andern: werd veracht, jraben, 10 18 manck El igen f faul ma cht 0*11 4 Fromm ſeyn u iſtreich ohne Danck W f IV E tverdre Un das gleich 1 Der Feind aber ſein beſtes thut, um L 9 ei bu. nd Gut er Herr r ſoll lden Beſterf f ſagen ß er keins Koͤnigs Kron ſoll tragen ern ſe iner Lehr wol abwarten, Wie gebühr Geiſtlichen Gel ahrten, Er ſoll beſt telln im Land ur nd S tadt * Haupt und Amt eut, Rick yter und Rath Und ſtraffen, d ie, 43 7 Amt verwalten Nicht, wie ſichs gebuͤhrt, treulich halten Und verſaͤh denn er gleich ein Ding, Daß nicht alles, wie es ſolt, gieng, So muß man auch haben Gedult, Weilkeiner lebet ohne Sch uld, Weil niemand je ſo gar recht thut, Das jederman hielt werth und gut; All gnug iſts, wenn man das mag ſpuͤren, Daß er allzeit will recht regieren, Und auch gemeinlich alſo thut, Ob er gleich nicht macht alles gut, Und wies dem Kluͤgling will gefallen, Der ſelbſt der ſchlimmſt iſt unter allen Denn mancher ſchaut das Spiel mit an Verlacht und ſpottet jedermann, Daß ſie nur wenig Kegel ſchieſſen; Wenn ſie ihm einen Wurff zulieſſen, All neun wolt er auff einmahl faͤllen; Soll ers aber ſelbſt ins Werck ſtellen, So wirfft er fern vom gantzen Platz, Und macht keinen neuen Aufſſatz. Man gedenck, GOtt hab auch ſein Urſach, Warum er nicht bald Aenderung mach 2 Offt (50 — 7 4 Offt W(09 8 389 t Raum laß der Herren Muthwillen, Biß er will ſtuͤrtzen oder ſtillen: Denn GoOtt ſetzt Koͤnig ein und abe, Es iſt Gottes Straff, oder Gabe jedoch thaͤt man nicht unbedacht, Wenn man ein ſolc che Ordnung macht, Daß der Koͤnig auff ff ſe einem Er yd, We un er ar* aͤhm die Obrigkeit, muͤ ſt das gantze Reich, 5 ö00 und Niedrige zugleich Frey zu laſſen und zu beſchuͤtzen, Wider aller Parte eien Truͤtzen, Bey der l heilgel Relig yn, Recht, u d Gerechtigl aß er ſelber auch gedaͤcht, . 3 beſch ſriebn en Recht, keinen Hauptkr leg anzufangen, Nach keiner Neurung zu verlangen, Ohn Vorwiſſen, und mit Belieben, Der vornehmſten Reichsfuͤrſten ſieben, 8 Diet ihm 21 Macht einzureden haͤtten, Auf den N othfall bey ihm zu treten, Bid'r die Tyr annen zu befehlen, Si e zu entſetz'n, andre zu wehlen So wuͤrden wir nach allen Willen, Ordnung Unſe drepfach Bedencken erfullen AI Denn erſtlich blieb zu jeder Zeit Junſer er allerliebſte Freyheit, Die durchaus kein Ordnung annaͤhm, Ohn die vom gantzen Reich herkaͤm. Es wuͤrde auch das Regiment, Geſtellt in wenig Fuͤrſten Haͤnd, Bb3 Die 5 ια— 4 70 — E 4 * 4— 2 2 2 21— * K 2 8* 2 2 — 2 8 S Hof⸗Die⸗ AV jorſam trieb zu G'l er ges des Koͤni⸗ N 8 2 —— — 2 2— S— 2S88— S?= S2̈ 5 S 88 2 2 — 2 2 2⏑ ⏑— 5 2 —4 S2*— 83— 6 24— ——1—*— 42 — S2EE* 1 ◻+⏑E 2— E 2— 22 151 2— 2 2 2S2 7 — 4 386— +E e —. 8—— 2 8— 7 2 8 2—— 2 2 — ⏑E 2 2 — 2 2 2—— ⏑- 28 2 —4 2*—— 2— 2 E= 2 1 — SS— 3838 8 —— — 2◻ε 4 25— — 4 2 2 2 1 8 ä 8 2 — Æ AÆÆ— 22 5= EÆ— 22 — 5 2—— 1 2— 8 7 8 8 —— 2 2 3 2 — 7—3 —ͤ 2 82*= 2 2 22— 72 6 SC2 C +— — — 25( 85 und waͤre ſein Haupt nicht viel bieder Denn ſeine Fuͤß und alle Glieder Er muß auch 020 der Dorgan⸗ Laſt Habe en ſein Kurtzweil, Ruh und Raſt, Jagten Mitf; Federſpiel Hetzen und des Koͤ⸗ niges. Die nicht allein der Kuͤch Die Straſſn von Woͤlffen, Baͤrn, und Leuen Von Raͤubern und Moͤrdern befreyen, Dem Hofgeſind die Faulheit wehren, Und Krieges Arbeit dulden lehren; Sondern frommen dem gautzen Leib, Dafſ er froͤlich ſein Arbeit treib, Lange ſtarck bleib und wohl g eſte Und werde ohne Kranckheit a alt Sie vertreibt auch manchen Unmuth Der ſonſt die Sach nicht machet gut Darum Ja gen, das ſein M bhaͤlt, Geruͤhmet ward von aller Welt Pancket Desgleichen will der Koͤnig auch 82 Haben ſein'n Koͤniglichen Brauch, Wann er nichts ſparen kan zu Ehren, In Geſellſchafft bey andern Herren, M 48 ſchenck und gebuͤhrlicher Pracht, Dadurch offt Freun dſchafft wird gemacht, Wid'rwill verſoͤhnet, Fried er halten, Als Salomon that bey Alten. Da ſonſt der Herren Krieg und Acht Mehr auffrißt hundert tauſe ndfach, Und der Unterthan'n Gut und Blut Verrathen wuͤrd, das weher thut Der Pfennig iſt wohl ausgegeben, Jagen, zutragen, ◻ 61 Dajuͤr erkaufft ward Fried und Leben 38(0%0, Zu udem allen muß nicht allein 88 393 Tribut/ ſo 2 dem Koͤ⸗ Ein ſtattliche Beſoldung ſeyn, nige 4 Sondern beſonder Ubermaß, 828 Darauf man ſich zur Noth verlaß. Und d da man auch zugreiffen kan, — man ein'n Krieg muß fangen an Uen Es muß da ſe yn, es git auch gleich, Es dazu Arm oder 29 Reich. Man n weiß doch woh 15 daß arme Leut Jas wenigſt geben jed erzeit, Nächtst auf Vorrath wenden, W.I as ſieh 0 ben, oh n Nu itz verſchwenden, Die Scha Eres Der R mi is Bad Und darzt Leib und Sonderlich bü im Mitte Jo ſſen geneußt das Dej eußt das gatr Wie man ſo nſt aus dem 2 Dauß, Eß hat nicht Die Mitteln beyd, Quat kerſplprich t: Linck giebt nicht, Muͤſſen das beſte ch un de ht, gebe Daß ſein—— Gut iſt hinwes TEr ſitzet da im. Dem armen Mann iſt nichts verd rben, Hat noch wohl Beſolor ing 3 Und braucht nun ſein Hand und Handel, amit hat er Wechſe ſel und Wan Ddel, Zu B d 5 Sein Der Bie⸗ nen Koͤ⸗ nigreich. 16 241— Ind gemeine Leut ſo beklägen N J 4⏑ 51 Sme e Fliegen und Müuck Deue Die uns mit Honig⸗machen die Sie wollen nicht ohn Herren leben 2 — S 2— — + 2 +⏑ S 22 — 2 87 5 2 5— 2 93 V 6 — — . — 60 +- — C2 22 6 1 Wenn au ch der Koͤnig zeucht 514 7— Und ſe nen Feinden ins A Den 5 Jornuͤſſen, Weſpen, C und ihm nicht di umen, Kirſchen klau Jonig tragen, die Huner jagen, Ja auch ſe Mio Jang⸗ jen, he Den Honig aus ihrn Leibe reiſſen Wenn er derſelben Staͤd ebele⸗ gt, 0 IaAHKA en, und Sein Gyzelt fuͤr ihr Feſtung aufſchlaͤgt, Ss gibt er rzwar Rath und Be efehl, Wie man beyd Streit und Sturm anſtell, Ruͤckt auch perſoͤnlich an den Stand, Da er den Feind zum naͤchſten fand, Das beren 116 N k nicht! ge, Daß er ihn mit der Fauſt ſolt ſchlagen, und ſe eine Die allerbe „ Cer e * Die To und algemach re reil— chts un ſaubers geſpuͤret wird, ch zeucht er— t Triun iph ein det ewoht nt die Feſtung fuͤr die ſein, Wie David mit den Staͤdten thate, b onnen hatte 6 2 lau ſtell, 38(0 8 397 Solch'n Au uszug nimmt der Koͤnig für, Wenn die Holderbluͤt kreucht h erfuͤr, d im Dorff rufft der Widewohl Pfingſten iſt da, Baur, dein Bier hol; Benn Feld und Wald voll Blumen ſtehen, Die Kr 81 t ihr Pror Rant ſehen, Und muß oh ndas jedes Bienlein, Und Vor acht Tag beſpeiſet ſeyn, d9 3 eg nbey Froſt und Hungersnoth, 2 oeh eit, und gewiſſer Tod. er Perſer Ordnung haͤlt Daß kens Kon ug auszeu cht zu Feid Ros 9 1 Lan denn or 5a Des Bie In fremde Land, eh denn er he U nen Koͤ⸗ Einen geſetzt an e Staätt nigs Ord⸗ Alſo der Koͤnig ſein nung bey 2 8 6 3 17 ſeinen zm Aus t ohn Haupt verlaͤßt, Kindern. Sondern erwehlt den juͤn⸗ ſten Sohn, Daß er bewahr Scepter und Kron, Die andern ab'r mit ihren Leuten hm nachfolgen zu ihren Zeiten, *. yhr eigen Haus und Nahrung werben, Und nicht beym Hauffen Hungers ſterben Hu na'l iſt uͤber 5* all andre Noth Der ſchwerſt' und erbaͤrmlichſte Tod Wenn denn die Bothſchafft angekommen, Die all's in Auge nſchein genommen, Das Wetter, Straß, Nachtlager, Feind Und wo ſie zu wohnen gemeynt, Vo n allen bringen gute Maͤhr, Selbſt fuͤr d en Koͤnig ziehen her, So bricht er endlich geg Mittage, Wenn ihn die Sonn' freund dlich anſahe, Mit Bienen morden die an⸗ dern Koͤ⸗ nige/ daſ einer al⸗ Iein blei be 66„ chen der an dre Und. nimmt jed Das er zuvor drey Mit Lermenblaſen a Es iſt—— und iheer Leut Volck baut ſein er juͤngſt re et ie Unterthan, 38 ‚ 99 3 Schloß/ d v0 7 V Ater W ſie aber gar nicht weichen tdem Erb⸗Koͤnig ſich vergleick r allein das Regiment Nur haben unter ihre Haͤnd, So klagts der Erb⸗Koͤnig den Staͤnden, daß„ ath Wifthk Fas 4 Bitt, daß ſie Rath, Muth, Fauſt dran wet den, uffblaſen Lermen, brummen und ſchwermer Herrn und Hauß uͤhrer hinaus, all, Warum U Ute Herr etliche N5 188 W̃ KA* Bienen VII AKin 4 10 89 flöck nicht un Fluͤgl oder Hand ſchwaͤr⸗ vaͤr, oder verlahmt, n. taͤnd kein junge Herrn C en den Alten bey Ehrn Und wenn das junge Volck ſich bruͤſt 19 116 nl fa at ein End Koͤnig meht he aben, Wachs, noch Honig waben, —— ziehen Ziehen kein Kind, halten kein Wacht, Sind unter ihrer Feinde Macht, Biß ſie all werden aus gezehr t, Sterben von Hut jer ſt und S 0 Scht werdt Wie den Leib das Gewuͤrm auffißt, Wenn Seel, odr Haͤupt entworden iſt Ale die Hunnen Deutſchland verzehrten eder Haͤupt noch Haut ſich weh rten ilf ſie 1 ren König haber en, tigkeir/ Sind ſie muthig, weh ehaffte Knaben, wider die Daß, wenn ankoͤmmt der Feinde Hauffen, Feinde Wil ihren Sit mit S turm anlauffen, dr die Mannthier, und wilde Baͤren, Ihren Honig wollen* Sie nicht erſchrecken fuͤr den Mann, Sondern ſetzen muthig hi nan Bienen Doch ö w 2— 4 we Großmuͤ⸗ 18 nd we Mit ihre em gan tzen hellen Hauff ſen, Daß de Fe ndſ ind lich muß entlauffen Es waͤr denn, daß er Feur einſchoͤß, Bittern Raucd in ihr Augen goͤß, Daß ſie den! Feind nicht koͤnten ſeher U, Odr ließ ſie im Waſſer vergehen, Wie Pharao im rothen Merr, So waͤr verlohrn die Gegenwehr Bienen Sonſt haben ſie ſo groſſen Muth, — um Achten ihre Freyheit fuͤr gut, —— Daß ſie zu GoOtt allſammt hintraten, elUnd ihn gantz unterthaͤnig baten, Weil ſie niemand thaͤten ein Leid, Und dennoch ihre ſaur Arbeit Ihnen ſo boͤßlich wuͤrd genommen, Er wolt ihnen zum Beyſtand kommen, Einel E 5 708 —————.———— It A0* veUl Throlnlen ÆI — —— 2 222 2 858 8 — — 22 —2 RE 2 — 22 8 — 2 ⏑ 2 SDe 4— 0„ 4. — K˖ 2 2 2 * 88 1462 9 402 4 e NA 0 N DBaß ſie thre N, Im Muͤßig üg freſſen 10 S ich mit der andern Arbeit nehren, Und das gemeine Gut verzehren; Wie beyn Perſen die weiſen Magen Diß an Cambyſen durfften wagen Wee der Beiskopff auch bey uns that, Daruͤber wir itzt halten Rath Bienen Dan üt nun die Gefaͤhrligkeit brwun, Ihrem Koͤnig nicht bring ein Leid, melů. So haben ſie auch dieſe Weiß, Daß wenn, nach der Jun ckern Abreis Die Geiſtlichen ſich unterfangen, Uber den Koͤnig her zu prangen, Und ihm auch trachten nach der Kronen Bey? Muͤßiggang Laſter gewohnen, Gottloß und ſchaͤndlich halten Hauß, — 0 MWfiodopim troſboy hinaqus S e wiederum treiben hinaus Alſo beſchuͤtzen ſie ihr Reich Den ſe ſehr klugen Mannthieren gleich Wie auch die Kornfreſſigen Ratzen, r toben alle Katzen, Obgleich ſ ſe Ihren Koͤnig und Herren haben, Dem ſie Schatzung und Ehre gaben, Darum daß ſein Geruch und Wort, Sie heilſam hielt am ſichern Ort 83 Dieſer Urſachen halben al, ſchleut. Schhließ ich nochmahls in dieſem Fall, Daß uns das allerbeſte ſey, Wir ſaͤſſen nicht ſo Vogelfrey, ieſſene auch nicht wenig regieren, Eine uneinig Herrſchafft fuͤhren; Se 62 79 Son 838 O SE 5 So f UnC Ules alſo b be tellt lel 2 Daß wir einn frommen Koͤnig wehlten Daß, wie GOtt im Himmel allein Uber alles ein HErr muß ſeyn, Und wie der neundte Himmels Kreiß Die Sternen fuͤhrt nach GOtts Geheiß, Gleichwie die Sonn zwingt die Planeten, aß ſie ihr zum Dienſt einher treten, V zie der Mond die vier Element Allein bewegt, als ein Regent, Wie im Haupt unſer weiſe Seel All Glieder 1fäteri n ihr'm Befehl, Wie all witzige Cre⸗ atur 8895 2 R R. ſtet— c ͤ uamſbe N qe deyen Ei ins und unſer Leut Fried und Einigkeit; Das if iſt mei n n Rath⸗ ihr Ehrenveſten, GoOtt geb, daß wir folgen den beſten. Als dieſer Rath auch nach der Laͤnge Beſchlutz Erzehlet war mit einm Gepraͤnge, loldbe. Fieng an die gantze Froͤſch⸗Gemein Zu ruffen: Ja wohl, das ſoll ſeyn. Wir wollen einen Koͤnig wehlen, Und ihm das Regiment befehlen Das allrbeſt iſt ein Koͤnigre ꝛich, Ihm iſt keine Policey gleich; Das wolle en wir haben un d halten So rieffen die Jungen und Alten Das war im Rath der End Abſcheid, Jeder fuhr heim mit groſſer Freud Cc 2 Der heil Wie den Fröoſchen ihre Wahl, und inſonderheit der Bloch⸗Koͤ nig gerathen ſey. Das J. nür⸗ 4 5 81 Nuͤ 7 oͤn r N Die Sieben Fur eini nnen d Wahl nicht e.en. H Err Wokre beſtuͤrtzet ſaß, Und ſein Maul weit offen vergaß 0 36 8lN 14*5 U Der Vierde Fbor all dioſe Uber all dieſe Wund Der red 6 Fnig Ba f Die König GBauß back alſo thaͤt RNer— J 8 Wuft doch 5 dDor K 71 Oder 1 0 re — m hoplof NI 6 1 S0 ancherley wolt U N Und heim nachſagen ſeinen R 40 Spr ich doch zuletztals in einn CK N Wohl lmag ich nachfolgen it 2 aß Euer Lieb mit gro m 7 118 f—N1 8 Scepter Alnt Kron A vorben hat,; 4168 11 8 AK uUnd hatts g geglaͤubet nimmermehr, rr 8 Daß ſo zu bedencken waͤr Naoſral In Beſtallun ng der Regiment Iſis ich Iyt Fus Als ich gehoͤrt von Ort zu End 186 W0o U FE3 An as Werd ich ge dene ken me Tag, Das wird nun immer ſe yn mei n Sag, Und 5 iſt ohn Zweiffel etn R 8 8417 4 D ich die Haͤndel ſo ver Mit eurem auffruͤhriſcher 16 fihy un 1 Daß ihr zum onig ſei Snf N4 KRAcE II AH Koͤnig Baußba t gab atſo ioinn dees Dem Broöſfeldieb dieſe A * 0 4 XIi!l 5 rach: Davon will ich nur e dieſe Sachen ſind vertragen zahl Denn diß hat ſich alles begeben, Wie lauge Bey meines Herrn Groß-Vaters Lebe fene Ge Dem ich erſt f f s dritte Glied W̃ 2 me Wort 4 0 1) auffg eng, Und es f U kac fieng, 1ein, Daß ſie alle beyſ. amt Und * Im atke e e Rath⸗ Im Circkel, in die quer und lang chlag der Heſch Uel Ille JNVeaga nD 8 n0 ſieben OBVeſchauel auule Weg unt Ane Fürten. Ob er was fuͤnd nach ſe r,Ä Das fuͤr ſein Kinder waͤr; So ward auch allerley be Manch ſpitzfuͤndiger Rathſch Und eins hie, und ein and gebracht aus manchem Ort es„Narcol ffen gieng, Der kein Baum fand, dran er gern hieng; So war kein Froſch ſo klug und fromm, Dem ſie wolten trauen die Kron, Und uͤber ſich zum Herren machen, Der Freyheit Lieb verdarb die S achen. Die Freyheit war all ih Freyheit⸗Verluſt w unwand elb be ſtun nd It Koyrand In alle El athgeber Herfuͤr Aber wie Fo 5 S ag, ar ſchwer re Klag, Æ dIach JeL Od Daß man ein Koͤnig haben wolt Wer nur verſtin nd, wer es ſeyn ſolt Voꝛſchlag Der erſt Fuͤrſt wolt denſelben haben, Der mit Weißh eit haͤtt s6 ſche ön Ga ben, Dann ohn Weißheit kein Reich beſtand, Weißheit macht ein gluͤckliche Hand, Der ander ließ ihm baß gefallen + lleß l —— Volckreicheſten unter allen, der Noth ruͤſtig und bald De 15 Feind widerſtuͤnd mit Gewalt UAli 2 Der dritte den Geringſten wolt, Daß er der gelindſte ſeyn ſolt Luaß e Mio Sig VIVI* f Wie die Moren Weiber erklaͤren, 2 5 5 8 + Daß ſie nicht tyranniſch regieren vierdte die gantz Gemein Solt ſagen, K dni g ſolt ſeyn? Der fuͤnfft, es ſoltk das Looß ergehen Zwiſchen den ſi ieben Fuͤrſten ſtehen So haͤtt ſich keiner zu ber Ließ die Kron gern ein echſte hielt auf das Nan ſolt die Geiſter darum fragen Der ſiebende den Ke ampff ausboth, We⸗ leben blieb,den wehlet GOtt Alſo wanckt alles hin und her, Wie ein S chifl lein im weiten Mee De is we ber ndo W ne Hoyy 2 8§ 8 10 8 L ˖ Spiele Fydlich mar 1 u 68 Iinck Schluß Enole 1 l 1 Oezaälick von der 2 n 81 4 Wah Das 30 die qver und laͤng, Wahl. Die Gl ckvl on allen ſo g egoſſen, 181 18 Undm mit gemeinem Ra h beſe chloſſen, Man ſolt ſich nicht mehrd damit qvaͤlen, Itt(Ki.— NNEIAHT(KACILII Sondern G kt ſchlecht d Wah befehlen, Daß er ſchick in die See hine Ven er wolt, der ſolt der K Und darum ſolt man bitten uch, Nach der weiſen inthiere Brauch Die nichts in allen Sochen thaͤter Sie fiengen den nvor an zub Darumn ihr Reich in dieſel Welt, Zum al llerbe ſt Denn wie GOttf it f E dt gem ertttesd: 1 A Hal 2 —2 2 —— 7 — 0 2— E 2 2 — e..— 2 + MNR„ K Bis ihr Hertzog Ut d, was ſie th Da haͤtt man gehoͤrt eit Das die gantze Gemeil ꝛ0 2 Daß erfuͤllet Waſſer: un Und bis an den Himmel erſchallt Als wenn im Herbſt die Hagelſtein Aus den Wolc ken fallen herein, Und auf die Schindel— 8 klecken So ward da ein kracken un Sie bat'n um e ei— freunmen Rer, Nicht! nit einerley„Stimm und Leß Der Fro⸗ Ob die Meynt ung gleich einig war 6l. Die G' erten rieffen hellund klar Jehu, Lonu, T hen, Eth Maͤleck, Gibbor, Schaddick, Vezad, Deck Gib ein Koͤnig unſerm Geſchlecht, Der ſral•n 1 hafft. und 1 4 ſeh, gill 1 L, Ulld e IIts And 1 Ickto mit FSaron Dile ande ern brachten mit barein Ebraͤiſch, Gries hiſch, und Latein, Und nannten vielfaͤl Der en ſie woltet 2 Kachs, K N Koker 6 erachs Kacke, Kicke, Kackokera, Mortz, Maraqvard, Marx, Morqueters Qvoard, Mohrard, Quadrock, A Ihr viel rieffen auch laut empor Telle, Relel, Trillil, Relil, Vinu, Culotu, Loculil, Utrunck, Corunck, Klunckerlekunck, D C aß der Koͤnig kaͤm ſtarck und jung. 6 6 S 4¹ Diß hoͤrt mit 5f Frau Nachtigall,—— Und ob ſie gleich die Nahmen all dencken Nicht kont vernehmen offenbahr, von des Verſtand ſie 35 die Meynung klar, Wabl Oah ſe um einen Koͤnig baten; Daß ſie ihn gern haͤtt widerrathen Dieweil aber damahls ihr Wort Gantz und gar nicht ward angehort, ff ſie doch, was ſie ufenkunt, Zu Nacht und air orgenſtund Ky bbus, Dat oid, Davi Vedod, Kitzeach Urth, Zi kod, hromm war De eben Leut C 0 Gef t, ck S ht alſo ergeht Der Kuckuck bracht auch ſein Kuckhu, Und lacht ihr im fuſter rn dazu, Iſt euch zu wohl in eurem Dreck, Ihr N chen Heck 383 Drat rnſtiglich dich S di hr mißlich, ˖ Reuel ht auch ich 5 Gebet die dritte Zeichen 8 Nun erlanget mit ihl— Wetters. Lie Spieß und Ruther 1„0 2 6 7—— een 1 F 7 Pee 2 νσ 2(6— 8 822 2 S==•—2 S—— 53 7— 2 5 7 2— + SO 7 Ꝙ 0 S 42 —— 2 ————— 2— E 2 3— 8 2 — 2 2—f— 5 5 8——— 5 8 2 8 8 5— 2 E. S 28 2 2 5 228—. — 2 E 5 28 2 8 2 3S8 8 8 2 ⏑ S2S83 EeEs 22 7 2·S8 88 ε⏑ Qꝗ A 2 S 2 2 N 5866 4 e* 22˖ + 2 285 7 58755928888 8 +E 2852 2 2— FF 22 SSOYSSS82— 2— 2*— 2 Æ 2 2 5 82 8 28 8— 8 ů2 3*— 8 3 2 2 2 2 SSD S 2 W 3222— 2 2 es 3 2 „ 2 2= 8—— 2— 7—4— 22 SISR 2 3 2 8 2 5— 2— 2 S SS 22 222— 2 88 RKS 2 2— ε 12 3— SSSSS 38 322 3 3868 — 7 22w]—— 2— 4 3= De— 2 n S2 12 Q YY S E 2 2 222⏑ 22 S S E 22 8 2= —1 2 8—— Q8 S —— ε——— 2 45— — 2 22 3 2 SÆ- 2 2— 2 7.— 2 2• 2 2 2 22 7 2 22 2—⏑— 2 7 2 2 22— 2 — 2—— 0—*3⸗ QS& S881.ö 882988 0 2—— 8 —— 2— 5 —55—— Cο + O— Der Zei⸗ chen Be⸗ deutung. — 8 e 7 M . AackK NVN E,. SoFOHKA Kack§8, Kodchs, 15 Uko, 9, De lecLee ſchw Denn es ſtund mehlich auf ein Und kam hernach an ſo geſchwind, Daß die Baͤume brachen im Sauſe All Geknetter, d nicht anders ließ anſehen, Als wolt Himmel und vergehen, Daß auch kein Froſch behielt ſein Stand, DeꝛBloch wird den Froͤſchen zum Koͤ⸗ nig ge⸗ ſchickt⸗ ſich zu ſchnellen, ken ſo hoch aufſtieſſe en Hi mi mel gieſſen, ge gut oſſer e Elepl 5* 4¹4 38 C00) SE Und damte ward auch allzuhand Ꝙ h— Im Bind und Wetter Stilleſtand, Und folget 1 drauf ei N Regen Goß, Daß B rg—— Thal v voll Waſſe ſer floß, S4 2 gantz Gemei n der K onig ſeyn, der und Pracht 6 3 OUl un me 0 mi —1 A Reich waͤr*— Das III. Capitel, Die Froͤſche verachten den Koͤnig. Ꝙ Je nun diß Erſchrecken und Sorge 8 n yret bis auf den Morget Daß Wi 1710 und Waſſer ſtille ward * 2 10 7 Fio NMöal 0 Die Voͤgle in ſangen mancher Art, ENio Mat FK Süüch J4l Fi Die Morgenroͤth auch brach herfuͤr, U* 11 f Chyr 1t el L Oe— Lle Thuürl, 7 4 2 8 4 8 Da ſte 00 jerau 8 fi ihrt ih ren Wagen, So bald es nur anfieng zu tagen, Da floß etwas de als ein 2 Bloch, Hatte in jedem Arm ein Loch, Und an dem Hals e in—— Mund, War an dem Leib dick, grau und rund, Als wenn es waͤr ein Weinfaß groß, Ohn alle Kleider nackt und bloß, Ohn Kron, ohn Scepter, und ohn Zier Wie ein unbekandt Wunderthier, Und durfft niemand treten hinan, Den neuen Koͤnig ſprechen an, Schau 7 ,— 2.2 *E 2 1J. 2 9. 9 2 —— ⏑ ¹2 72. — 2 855 4¹ Schauten das WWunderturvor fern, Ob ſtegleich auch hinfuͤhren gern. Etlich zogen ein wenig fort, loß, Kehrtn doch 8— ld wieder an ihr'n Ort Andre unterm Waſſer hinſchlichen, Und bald W zuruͤck abwichen, Als wenn ein Kind ve erſucht das Licht, ht. Und darff das Feur doch greiffen nicht. Furcht draͤuet allze*— Gefahr, 8 n ſonſt am Hand 0 er war Biß endlich ein ſehr junger Degen mue dez n So muthig ward, und ſo verw egen, +2 nig. Daß er ſein Leben wolt t dran wagen, wird. gen, Ochoß vom U 1 nd L h1 groſſer Eyl, Und wie er jetzund hinzu kahm, Sein. Dutlein er zuͤchtig. abnahm, Zutn dritten mahl ſittig ſich neigt, Sein Haͤndlein aus dem Waſſer beugt, Und mit einm Kuß dem Koͤnig bot, Zu verdienen das Botenbrot, Daß er allein zu erſt waͤr kommen, Und den Koͤnig haͤtt angenommen Aber da war nichts das ſich reget, Oder ein Aederlein bewe get as Wdarauf ſagt boß oder gut; „Das macht dem Froͤſchlein einen Muth Daß es mit ſeinen Haͤnde en auch Dem Koͤnig griff an ſei nen Bauch, 1— ich gar ſaß oben auff, d rieff: Jeder ſicher« Inlauff, D — 8 N Schau Ih 4 8 2e Düy lichen 7 4 8 31 Ul ſt euch mid LU D ſt ein B f L eEetliOldbdct ile Der a zsa hinan die 7 Ral 5. d zog hinant E U Occ?) D BlochKoͤ⸗ 5 13 nig wird eilch Wie ſie Ddo U ammlet wal R 4*— 4 2 veracht. Und l auff dem O hupfft Auff dem Dloch he U Iu 4 u tfon dos avt 0 Yſpotte Led QAtkl reil De . 0 8 3 luch ein Fr ſchrecken Und ſolt U U In * In deder wolt auff dem Kon 9 81 7 . Udo,i 4 1dd St 1do, O 1Köt 18 I„ anck 846 8306 7 der Danck, den GOtt bekam, 5 4 +α4 X. Oloch die Herrſchaſſt q 9 1+ 61 LI/ W̃ 2— vöſchen roſchen NI l 0 I/ 2 0 Nr G 2 Fof gar ret gal RaIu 7 echen 9 kten 876 U Alten Irt zu halten 0 ecken auad aunt m,/ m hen 1 Loch 5 1 7 5* enn dieſer war in ſe 3 8 0 2 45 D O ——— 33——— mer Jugen D Ein Prieſter, Ehrwuͤrdig von Tugend Dem Elbmarxen gar nah verwandt, Und ſchrieb viel Brieff in fremde Land, Er braucht im 4 die Artzney, Die e er auch ha t gelernt d dabey 5 . Der ſprach: Ihr lieben jungen Held, Desoar⸗ 5 xen Ver⸗ Khmals no der ItEo Vo 1 Ehmals noch in der alten Welt, Raabeg zn meiner Jugend war mein Wort Beyn Altvaͤtern ſehr 3 gehort; So hoͤrt nun auch etwas Beſcheid, Nun ich alt bin, und ihr jung ſeyd Denn wenn die alten Hunde bellen Billig die jung'n at k N AIt VO 2 ku 8§ 8 ime Fat ic waält das zohb AB e ms wolt baf big geben, De M 1 542 + Was wir bedacht unſe rm Muth; Sot dern was uns iſt nuͤtz und gut: Denn GoOtt weiß es auch nur allein, Wa is uns werde zum beſten ſeyn. Dieweil wir denn auff dieſe Weiß Auch gebethen mit allem Fleiß, Gott wolt uns einen Koͤnig geben, (FIIuutntor Mi TyioNa IK. Darunter wir in Frieden leben, Und er aus ſeiner rechten Hand Uns den Bloch zum Koͤnig geſandt So ſollen wir ihn nicht verachten, Sondern den Nutz zuvor betrachten Ich bin von den Alten gelahrt,*— Der Eſchenb hab dieſe 2 ſchen enbaum hab dieſe Art, Kꝛafft wi⸗ Daß keine Schlang unter ihn bleib, derz dle Der chhi Schlan⸗ Der Schatten ſie auch hinweg treib, gen Do Ja „daß wir im Kalten NM nt t Netz en fiſche et unterm Eyß, A 1i Und ut iſere ein beym Bein*— n Werffen ihn widers Eiß mit Mac ht, Daß ein'in das Hertz im Lei ibe kracht Wann der Koͤnig unſ'rn Wied erpart, 1 Vlaaet ſd 5* So uns plaget ſo lang und hart, 0 14 W uns KKeyinge MPVafl So uns! get u Noth und Tod, Iio b tig Schlangon Rokt 2 Sdd Lott 8 3*— — 111 W I Ohn unſern 2 8 0 r 15 Kovt R 1 Aus der Seekann rtreiben gar, C 5 W inm HHlo wenn wir in ſe um holel Non S„ kE&Ano Den Sommer koͤnnen FJos Vint Des ers ſich Ohn L daß er uns nich ‚ 7* K A Frommen kan er uns mannigf 2 2 — Es ſey beym Feind, ſei n Werden w ir GOtt, und il n ncht Arr Uns uber den Koͤnig beſchweren, — 36(0) S& 4¹̊ So wird die Straff erfolgen bald, Undancks Wolfarth ward ſelten alt. Der Eſ'lklagt auch GOtt fruͤh und ſpaͤt, Denn Eſel 5 K verlanget Daß er kein eigen He errenk haͤtt, mach ctlan Und da ihn GOtt zum erſtenmahl Herrn. Einr alten Gaͤrtnerin b be efahl, Gieng er taͤglich mit ihr in G arten, Weydet, dieweil er mußt auffwarten, Bis ſie ihr Blumen, Wurtzeln, Kraut, Geſammlet und ihm auffgebaut, Darnach trug ers am Marckt zu Kauff, Denn ward von Kindern ein Zulauff, Die mit dem Eſel w volten ſchwatzen, Ihn fuͤhren, reiten, ſtrie fatzen, Uud brachten ihm Haber und Pammel, 8 h inZitot Wio oin Daß er ſich maͤſtet wie ein Hammel, Die Kinder abwe uff mit Unfug, In einem Sprung umlieff, und ſchlug, und rufft denn ſein Hü mit Macht, Das ſein der gantze Marckt wol lacht; Und wenn er kam vomꝰ M arckt herwieder, Legt er ſich ſanfft in die Streu nieder, Das Weib gab ihm beſonder Futter, Ja auch geroͤſtet Brodt mit Butter, Trug ihm fuͤr einen friſchen Brunn, Und nannt ihn ihren lieben Sohn. C5 Nel ſchach ab'r nach etlich n Tagen, Der Eſel Daß der Eſ'l wiedr anfing zu klagen, verſpriebt W᷑§Sle o ry lelme Wir⸗ Vie er ſo ein loſen Herrn haͤtte, thin. Dem ſonſt kein Thier die 8 Lin.„ſcheußlichs Weib, Die nick hts ſchons haͤtt am gantz en Leib, S Dd 2 Wie Wie Kuhchn aͤntz ſo hiengen die Haar, NN 0 PI 9 Die Augen waͤren gar unklar, 0 cb Die Ohrer örten auch nicht ebe n, Der Kopff hoͤrt nimmer auff mit beben, ie rotzig Naſ' und Augen entn; Die Zaͤhn kein Rindlein beiſſen kuͤnten Und roͤchen von Zimmet ſo ſuͤß, Als des Miſtbauren faule Fuͤß; Sie waͤr auch bleich, gelb, raͤuchrig, ruſtig, Schwartz, grau, fahl, blau, und gar unluſtig, Geruntzelt, verſchrumpelt, verdarrt, Der Ruͤcken ie Haͤnd verhart, Die Z Jieen lumpten wie eFleck, Die Achſeln ſtuͤnden 9i ein Drec Der Ba wuch voll Falt'n und eingeluncken Sei in Unterthan waͤr gar verſuncke en, Dies 5 in vom Knie biß auff die Sohl Pf ck, 1 Gleich rund und dick wie ein Bruͤckpfal Mäackoſnd. 6 82 EaK. A41Æ Wackelnd, hinckend, als ob ſie tantz, Oder fechten wolt um ein Krantz, 7 1 2—— Dazu bekleckt, und ſo beſchiſſen, Leinſaamen koͤnt darauff erſpr iſſen; —— Summa,, ſie waͤr ſo ungeſtalt, Wie man den Kroden Teuffel mahlt; 4 ruͤe 3— 90 arſtig Kleider und Kragen, Koͤnt nichts, denn fartzen, huſten, klagen uber d ie junge böſe Welt, Daß ſie einloͤſet wenig Geld, Wenig ſchlieff, daß die Floͤh ſie quaͤlten; Sie ſeicht und ſchiß in Toͤpff und Gelten, Daraus ſie nachmals ſoͤff und kocht Das waͤr, die ihn regiert und pocht, Die 7 W279 79 — 38 Co St 42¹ Die ihm auffle, was ſie! nur wolt, Das er ihr denn heimtragen ſolt; Und. muͤſt auch keiden, daß der Sand, er ſich offtmals an Ruͤben fand, Ihm bll eb an ſeinem Haar beklebem, Odr daß die Muͤcken um ihn ſchweben, Und fuͤhren ihm an ſeinen Mund, Wenn er muͤßig im Garten ſtund Das Weib gaͤb ihm nichts fuͤr den Spi ott, Denn Kohl, Haber, Gerſten und Brod, ang Rockenſtr oh⸗ und taͤglich Heu, Das waͤr ſein Speiß Lager und Streu Das koͤnt er hinfort nimme G Ot t wolt il R Noiß ſcheiden Enen W Der wuͤrd war des tenſts ren Darauf kam aus GOttes Anregen Ein Ziegelſtreicher 1 interwegen, Den ſah der Eſel froͤli ch an, Ein Zieg⸗ Gedacht, das iſte ein tapffer Mann, bes—— Wenn er dein Herr und Treiber waͤr, Herr n. So kaͤhmſt du erſt zu Gluͤck und Ehr B ¹ fragt er das Weib„obſie wolt, Daß er den Eſel ha ben ſolt, e ene baar bezahlen gern, Sein Tochter dient ihr ohn beſchwern Mit Grab ben, Wieten, Kraͤuter tragen, Solt allest thun, was ſie wuͤrd ſagen. Das Weib ſprach, ich laß woh geſchehen, Er will nach meiner Hand nicht gehen, Er wird zu muthwillig und wild, Er muße in n haben, der ihn ſtillt Dd 3 Der 950 Der Eſel wird ein Serber⸗ Knecht. + 8 ( 0 1 S Jer Ziegler antwort: Als ich ſag, Er hat bey 2 ag Der kan ich ihm bey mir nicht pflegen Der Fuͤrwitz ſoll ſich gar bald legen Der Eſelhoͤrt das ohn Verdruß, Was man gern ißt, das ſchmecket ſuͤß, Undkri egt alſo einen Herrn an, Der hieng ihm zwey Seit Koͤrbe an, Ließ ihn tragen Leim, Stein und Sand, Ziegel, Kalck, Kohlen, Aſch und Brand, Dierieb n, und br anteni hm ſein Haut, avon er ſich denn ſchwert und kraut, Daß man ſein—— aran ſahe, Wie das Gedaͤrm im Leibe lage aß auch Diſt'lund Stroh allein Schlief ſelter n/ und auf Kalck und Stein, 12 I FE 1 * f 9 Tranck aus einer ſtinckenden Pfuͤtz, Nio4 5 0 1 K Die u h6von Kald,a Grütz, Kss nick l n Fluchen hört ufauler S S chelt J, wilt f du nicht fort Daß dichd die Hund und Rabenfreſſen, Soll ich d di ch mit ein'm Knuͤtte me ſſen? Darauf ward er uͤbel geſ ſchlage N/ dard Da ſieng er an noch m Und GOtt zu bitten um Verze ihen, Um einen andern Herra zu ſchreyen GoOtt ließ dis auch alſo geſ 3 Und, wie er gebeten, ergehen; Der Ziegelſtreicher both ihn feil, Daß er ein'm Gerber ward zu Theit, Liederlich! um der halben Werth, Wi ie ein alte abgetriebet Pfe erd S1 s Al 6 60 ls er nun ward ein 6 Berb'r Geſel Und hin zum Waſſer trug die Fell, Und denn zum Gerbhauß in den Kalck, — Beißlaug, und in die Walck, ih mi tzu, wie mani ihm thate, Bie man ſie ſchabte, pocht und trate; as heiſt, ſprach er, ſein Witz verliehren, Ein'n Herren haſſ'n, den Da Sheiſtve—— A—— 2 32 8 4 tver S Andoe atf iicknack Son T4 — Erlli piagktdpie alid nach beim 2 080 Mit ſcl* 4 2 Mit ſchlagen, Des erbarm ſich GOtt * f 0 vachMWayr 50 er2 lzu, ſprach Marx der Alt, 3 aß es uns nicht geh dergeſtalt, ben muͤſſen, une„ er kritt mit Fuſſen raufrißt f Ky FAl ehr Keis Dem Eſel gereuet ſeiner Thorheit. Marxrens Warnung —— Das V. Capitel, Der Alten Rath wird verlacht, und der Koͤnig verſtoſſen. Doe Froͤſch verwunderten ſich ſehr, 2 Warum der Alten— dis waͤr, Und wolt der groͤſte Hauff faſt ſchlieſſen, Solt es 8 gles ich etlichen verd rieſſen Man n ſolt dem Bloch nicht ſo verfluchen, Sondern ein zeitlang ihn verſuchen, Wolt ſein Reg ment denn nicht beſtehen, So waͤr nicht viel daran verſehen, Zur Beſſrung waͤr noch allzeit Rath, So fern man blieb in GOttes Gnad, Gotts Gnad ſolt man zu keiner Zeit — yiſchla f 1it danckharkFo D 1 Im Undan Fbarkeit K FSiß oinord Indeyrn 1 Wie di ß emner dem andern ſagt Und um ſein Stimm und Meynung fragt Aufrubt Springt auf den Bloch der muthig Mann, KAüng Koar, und faͤht zu reden an: Raben Vaͤter, lieb alte Herren, Das glaub ich wohl bey meinen Ehren, Daß die Alten gern angehort Ehmahls des jungen Marxen Wort, Da ihin das Hertz im Leib noch lebt, Und all ſein Muth nach Ehren ſtrebt Nun er ab'r ſchwach iſt, und Berſag Daß ein rauſchend Blaͤtlein i yn jagt, Lieber muͤßig ſitzt an der Thuͤr, Denn daß er Spieß und Harniſch fuͤhr, Lieber —— und 38 ber 38(00 SK. 42 gbern mit ſeiner Alten koſet, Denn daß er ſich zu wandern hoſet Nun oollen all wir junge Mann Sein Furcht und Schwachheit nehmen an, Wie albre Eſel bleiben heim, Fuͤr all Neurung erſchrocken ſeyn, Mit kre e— in ein hohlen Bloch, Lieber bedenckt es beſſer doch. De er Mant 1975900 th, der Jung arbeit, Der wend aufs Gebet ſei ne Zeit. Wir muͤſſen einen Koͤnig haben, Der anfuͤhr unſre junge Knaben, Bey dem wir Mann in Ehren ſeyn 1 De ns F 10 Gemein Und ritterlich den Feind beſtehe, Auch ſelbſt forn an der Spit tzen gehe, zuſt afen 5 iſt faul, hn hab im Maul, Und greiff fdenwedll ch 40 ie Hauben, Die Ehr und Recht ſetzen auf Schrauben Ham n wo kein Straf iſt, iſt kein Ehr, Und wo kein Ehr, da iſt kein Lehr, Und wo kein Lehr, da iſt kein Recht, 6 Der Herr gilt wen'ger, denn der Knecht, 91 Bis d 45— geht— h ei— Hauffen, Gleie wie die S 5au z3u Thor einlauffen. 8 ſagt ich„der iſt E* Nart, Der ei un— an war Und wenn gleich GOtt ſein Vater waͤr, So beweiß ich ihm doch kei nEhr, Sondern, wenn ihr mir helffen wolt, Gar bald ihr Wund er ſehen ſolt, Sd N 2 ſſen zum Ufer ans Land, Baur in Ofenſt ckt, Denn daß man braucht Witz und Weißheit, Iſt fur GOtt ickbar Veelleic cht will er uns ſ o probi ren, Der Ob wir ein Klotz wollen hofieren. Bloch ⸗ Son aͤrriſch hoffi ch, iſt niemand, Alſ Koͤnig 9— wird ver⸗— t mir haͤlt, ſchlag an die Hand ktoſſen. D ernachd em Bloch ſich wendt, Und Dat 1 und ſtreckt daran ſein beyde Haͤnd, Der gantze He zuf dergleichen that, Wi Jed er rieff: Das iſt guter Rath, 6 Laß Koax reden, der meynts gut Wi Ein Bau⸗ Der Marx hat weder Witz noch Muth 8 Rinmt Damit fuhr der Bloch hin Ju Land, und ſich des Da ihne armer tand, 8 Bloch⸗ Ume Koͤnigs Der legt ihn auf ein Schlitten fein Und an Und ſchley vet ihn gem ſam heim 8 Wie er ihn aber bey ſein Hauß W̃ Geſetzt und rein geputzet aus, 8 Daß ß er trucken ward an der S onn, W̃ Und nachmahls gebraucht fuͤr ein Tonn, 1 Oder Multe daraus zu machen, Multe dd 11 8W42 In Kusß„F Ain Und was man ſonſt bedarff zun Sachen; Da kamen zwey Koͤnig und Herren Die Im⸗ 0 4 138 A1 en Kß. Aus In melandden Bloch zu Ehren, dige beſn⸗Mit etli— K Wteen chen den Bloch ollen ſeyr 8 eue N zann, Gutt heit, Gut (8 427 Gut, Blut und Leben bey ihm laſſen, Wo jemand ferner ſolcher maßen, Ihn wuͤrd ſchi mpffli ch laſſen an itaſten, kaſten. ig dar, ch en, 9ef 1 5 d Loſament zube ine Haͤnd, hohen& yd, 4* 4 N 11 Und mehrten ſich von Daß der Hoffall voll Bienenlag, d der Mann darausl 10 oſet Geld, 181 Un ar wohl beſtellt 420 38(ο St Der Fuͤnffte Theil Von des Storchs Regiment bey den Froͤſchen. Das J. Capitel, Wie der Storch 885 Froͤſche Koͤnig wird. M⸗ nun die Froͤſche angeſehen, ν Was ihrem Koͤnig war geſchehen, zunge Daß ihn der Baur hat weggebracht, Leute ver⸗¶Da ward erſt der Marx hoch veracht, Aden.dꝛ Mit dem Beyſtand der alten Herren, inoy Wolk ihy seinon miohr ohyor Keiner wolt ihr nen mehr ehren Koar der war der beſte Mann, Dem hieng nunmehr ein jeder an, Der hieß die Gemein ziehn nach Haus, Und einmahl wieder ſchlaffen aus, So bald die Moͤrgenroͤth anbraͤch, Wolten ſie halten neu Geſpraͤch Verſuchen, was fuͤr Rath gefaͤllt, Wie das Koͤnigreich werd beſtellt GoOtt aber hatt an dieſem allen Gantz und gar durchaus kein Gefallen Sott ſchi⸗Und ſchloß, er wolt ihn einen ſtellen, grbſeden Wurden ſie die Wahl auf ihn faͤllen, den Er ſolt ihn die Hauben ſo ruͤcken, Storch. Daß ſie ſich muͤſten fuͤr ihm buͤcken Der S ᷓ 5 G Se6 S2 — 2 — 2 — 2· 22 2 Df 9 2 85 S Son Ol Der. W Sont (0 2 Sk⸗ 42⁰ Der Narr käm dochſt onſt nicht; zum u Wit⸗ Ehdaßer ſi ch am S chaden ſchmitz. Drum a als vergi eng die finſter Nacht, Die Morgenröth den Tag anbracht, Die Froͤſch auch all beyſammen waren, Des Koaxen Rath zu erfahren, Sahen ſie einen ſtoltzenMann Dererle⸗ An dem Ufer ſpatzieren gahn, liche Ge⸗ Und eine Schlang gering bezwingen, ſtalt Im Ang riff toͤdten und verſch lüngen: War als eit halb Came el geſtalt, Etwas kleiner ſchön aut zoemaßlt, Sein Angeſicht ſchoͤn weiß und rei Sein At igen wie Carfunck Nund ſchoͤn rot§ die Kornroſen, n trug er fuͤr Hoſen, iß Kleid war ſchwartz gezieret, inti thort Glantz auspolieret, rtet n nit S chlangenblut, gnoten Harniſch und Hut, Anſc Hanl. ich praͤchtig und großmuͤthig, Aber dabey leutſelig, guͤtig, Anzuſehn der gantzen Gemein Die Fröͤ⸗ Jeder rieff Der ſoll Koͤnig ſeyn, ſche ere⸗ Wenn er das Reich will ne àhmen an, 88 So haben wir den rechten Mann; 846 So murrt und quackt beyd groß und klein, ln. Obgl gleich die Alten ſprachen Nein Der Koax ſich ſelber entſetzt, Wolt doch nicht gern bleiben der letzt, Eondern zog mit hin zu dem Mann, Sprach ihn iyr aller wegen an Gnad U H err, das gantze F1 oͤſch Geſchlecht Snad AN 1 Aſonls Vermeynt es hab geſchloſſ.* Daß ihr Wahrheit foͤrder Fleiß, oitonor 166 Weil euer Kleid iſt ſchw rtz und weiß, ihr liebet t Bel ihr ſchoͤn roth darneben ſeyd, U auch ſanf ndlind, 5 Hhr m2 geſck hwind, Sondern gemach er gehet, 3 neig Weiſ hlanſtehet; Wetterhan, 8 onder rn Geabeundee gli ich ſtahn, 1 keiner S ch lang exſc hreckt, NVI 1 Wie weit ſie U ngausſtreckt, Und ihre gifftge Zaͤhne drauet Dajuͤr uns Froͤ ſchent hefftig grauet, Mit einem Griff iſt ſie geſchl Und muß hin⸗ bdurch.— Kragen, Und all ihr Tyranney bezahlen, lagen* io Gonn 516 Feo Die ſie uns beweiſtee ftermahlen — 5 N Darum als wir die Helden⸗That S.utt, KAHKonin untoerme Sd tlich ſahen in unfſerm Rath, ein rKoͤnig ſeyn. Jas oh veiffel GOtt hat vorſehen, Dennohn G0ttk⸗ in doch nichts geſchehen ch gan beiderh — yt ehen 28(0ſ88 3 — Ihr wollet annehmen die Ehr, Und ſeyn der Fröͤſch Koͤnig und Herr, Sie fuͤr der Schlangen Macht erhalten, Frieden und Recht be y ihn verwalten. Nichts ſoll an uns werden geſpuͤhrt, Ohn was ein'm Unterthan gebuͤhrt, Wir woll n euch ſeyn getreu und hold, Alles thui n, was ihr haben wolt, Und wuͤrd der Feind ſich was anma ſſen, Wol ln wir Gut und Blut bey euch laſſe Ihe Fuoſche ſagt ihr all Ja darzu, ß ich diß nach eurm Willen thu? Sie 5 ten: Ja, Jo, Ja, Jo, 4 Wir habens befol Vivat Rer, vivat vat, Rex, Rex ö S 2 Er ſoll ſeyn unſer Rex und Ler So rieff der gantze Hauff mit Sch all, nel Wid erh all, ' zhuͤtten die Haͤmmer in Puffen machen und Gedaͤmmer, aß einem Ohrn und Hirnbetaͤubt, Sie rieffen mehr, das niemand glaͤubt Die Alten aber ſaſſen fern, e iß Spiel g ar ungern, Sprachen nur: Ach und Weh uns Armen, ſic der Thorheit erbe armen. Das II. Capitel, Wie der d Storch das Froſch Klnigreich annimmt, und anfaͤhet Herneu Koͤnig ſelber erſchrac Ge dacht,! Was iſt das fuͤr ein Tag f Daß ff „ 11 Cl Li S22 D Des Storchs Bed en⸗ cken was das Koͤ⸗ nigreich betrifft. 43² 38 C0 S88 Daß dir ſolch Wunder widerfaͤhrt⸗ Die Sach iſt wol Bedenckens werth Wie ſie aber all worden ſtill, Anhoͤren wolten, was er will, Spricht er: Ihr Herrn, ihr lieben Leut, Neh met euch zum Bedencken Zeit: 2* nn vor gethan und nach be mrach t, Jat man ichen i groß deid ge bracht Die eWarl heit und Ger ech kic keit L, A Auch S anfftmuth ut nd Beſtaͤndi gkeit, ab ich zwar allzeit hoch gehalten, Ich laß die Schlangen auch nicht walten, Sondern erwuͤrg ſie ohne Gnad, Wie mir denn GOtt befohlen hat, Daß ich mit ihnen ſtreiten ſoll; Zum Koͤnig ab'r dien ich nicht wol, Weil ich allein na ch9 Recht re gier, 2 — ouet 60 7 1 U Ein er geſtt Re ne ni fuͤhr aicht woltes TTel Uile eann, Dos nickt GK'rokn u4d Kon Fan Der nie ht uͤb'rſehn, nachgeb nkan; — Gar zu ſcharff gar ba ald Scharten bracht, Hart ſchn eutzen blutig Naſen macht Und ihr, wie ich micht d5 duͤnc en laß, Seyd erwachſen zum freyen Paß, Und thut gern, was euch! vohlgefät, Es ſey im Waſſer oder Feld. Darum bleibt frey, wie ihr itzt 885 N Oder ſchwert mir zuvor ein Eyd Daß ihr, was ich gebieten werd Alles wolt halten unbeſchwert, Wer es nicht haͤlt, der ſol U lausſtehen, Was er an der Schlangen geſehen, — 5 N ten, / 38 U(00 88 433 Wolt ihr euch b dencken, ſo zieht hin, Bleibt ihr abẽr feſt auff eurem Sinn Daß ich euer Koͤnig ſeyn ſoll, So verſteht ihr die Meynung wol Ein jeder bleib auff ſeinem Stand, Oer 2 Storch Und heb empor die rechte Hand, Dalr den Und ſchwer alſo: Gott, höͤr es an, Fröſchen R den Eyd Ich wehl zum Koͤnig dieſen Mann, fuͤr. Daß ich ihm nechſt Gott, Ehr und Recht, Wie gebuͤhrt einem treuen Knecht, Unterthaͤnigſt will ghorſam ſeyn, Oder erwarten Todes⸗Pein. Bald ſchwur den Eyd die gantz Gemein, Herren und Knecht, beyd groß und klein; Der Mann ſey unſer Rer und Ler, Vivat Rex, vivat, vat Rex, Rer; As wenn die Ent'n bey Hauffen baden, Mit ihr m gequetſch den Regen laden. Das III. Capitel, Des Storchs Land⸗Recht und Execution Ls das Geſchrey auch war geſtillt, Y Undjedes Hertz in Freuden ſpielt, Daß ſie ſo ſchönen Koͤnig hatten, Auch immer naͤher zu ihm traten Aus dem Waſſer hin auff das Graß, Und einer auff dem andern ſaß, zie die Embſen zuſammen lauffen Und ſich draͤngen in einen Hauffen, Ee Sprach N Ek ‚ ο⏑] ‚ eeeeee Strafe der Uber⸗ treter ſtation ſeyn, ten, 11 0 hyvon ee lg r, her lWe n, en Reien nenan, beten, LI D 1 20 Erzell mndf In 1 orffund Vre U mick N nichtv — — icht h 3n ie im Graf 0 me hr ſe hr 7 1 U às der Sachen war noch ug der Koͤn erzurnt 1 U — FIarnit Varun Ui +;j Sk⸗ 5 38(0%08 —— N—2˖A-APä——.———-—ů— Und als ſie zu ihm drungen ein, Und griffen ihm an ſeine Bein, Mit Bitt, er woll ſein Ordnung brechen, Und die Alten nur gar erſtechenz Trat der Koͤnig zuruͤck hinab, Und ſprach im Zorn: Ich werd knip knap, Wo man mein Ordnung haͤlt fuͤr Spott, Damit knip er den Koax todt, Darzu noch uͤber funffzehn ander, Verſchlang ſie alle nach einander Solch Lohn bekam, der GOtt veracht, Und auch der Alten Rath verlacht Des Ks⸗ Er zog auch eilend aus der Seit 105. Zðwo ſtarcke Fluͤgel lang und breit, Und fuhr damit uͤber die See, Die Froͤſch rieſſen: Oweh uns, weh! Nun muͤſſen wir allſamt vergehen, Wer kan und mag uns nun beyſtehen? Der Koͤnẽg iſt vom Teuffel beſeſſen, Er wird uns all ſchlagen und freſſen Ohaͤtten wir noch unſern Bloch! Damit kroch ein jeder zu Loch, Und durfft keiner in dreyen Tagen Etwas reden oder was fragen, Und wenn gleich einer kuckt herfuͤr, Muß er doch wagen ebentheur, Daß der Koͤnig am Ulfer gieng, Und ihn mit dem Schnabel empfieng. Die Schlangen furchten auch den Tod, Krochen zu uns in ihrer Noth, Und fraſſen den Wirth und die Seinen, So wurden zweyfach unſer Peinen: Denn deng 28(o) SK 437 Denn wer Koͤnig Bloch nicht will leiden, Dem iſt der Storch zur Straff beſcheiden. Das IV. Capitel, Die Froͤſche ſtichen bey den Alten Rath, und wehlen einen neuen Koͤnig. .A Insmahls, als es ſehr finſter war, Und man beſorget kein Gefahr, Dergaub⸗ i der Laubfroſch Wrer auff ein m Blat, Jucſd An einem Rohr, war hoch und glat, 8 Rieff, daß in der See weit erſchallt, Die Froͤſch krochen herfuͤr gar bald Meynten, es wuͤrd nun ſicher ſeyn, Weil der Laubfroſch avetſchet ſo fein Und als ſie all zuſammen kamen, Und ihren Koͤnig nicht vernahmen. Fiengen ſie an ihr Leid zu klagen, Und um ein guten Rath zu fragen, Wie mans doch immer machen ſolt Mit ihrem Koͤnig, Herr Barthold Leiſentritt, dem groſſen Tyrannen, Der Koay fraß ſamt ſeinen Mannen. O kluger Marx! OMorx, Coard, Quadrock, Amor, Marquard, Morard, Was gabt ihr uns ein guten Rath, Koaxy uns gar betrogen hat. Okommt durch GOtt, und rath mit ein, Was in der Noth das Beſt will ſeyn. G Die Alten hielt'n an ihrem Orth, 3 Und höͤrten die betruͤbte Wort, wieder in Ee 3 Und 8 38 0 5 2 * S den an⸗ K F K GSI1 HNon dern Froͤ⸗ A 0 Ne A 1 Autn 1162 11— 9 11 5 ſchen 3u 128 1¹ nel N 4 Dle zudboekte Pol K as& Haroichn K Goοοαitl Dadas KXKohnigkeich! Ulſch vett 15 Alten um Rath wi der den Storch 5 Dind N lie 0½f 5deben Herren, lieben Kinder, Vygece Doy alf 32u hry 18 0 Sprach der alt Mearx, ihlr ſeyd nicht Sondern von der P. Denen heimlich w ird ſlenbah yrt, in und Regen, 440 38(0) Se⸗ Und wenn er gleich hoͤrt guten Rath, Dennoch nicht folget mit der That. Was ſoll man rathen oder thaten, Da alle Sachen ſeyn verrathen? Der Es iſt nun euer Will geſchehen, FuSteong, Und damit leider! viel verſehen: nicht win⸗ Denn daß nun jemand zwingen wolt * Euren neuen Koͤnig Barthold, Iſt nur von vergeblichen Dingen, Dieweil kein Schlang ihn mag bezwingen; Er nimmt und fuͤhrt ſie all daher, Als wenns der Teufel ſelber waͤr. Er ſteht auch nicht ab von dem Amt, Weil ihr ihm geſchwor'n alleſamt. Und iſt kein Zweif l, GOtt hats gewollt, Daß er eur Thorheit ſtrafen ſolt. Es iſt dennoch nicht all's verlohren, Wenn ihr nur guten Rath wolt hoͤren. Lae dem Ich hab eurn Koͤnig angeſehen, Suben. Er kan wohl an dem Ufer gehen, Und etwas in das Waſſer waten, So weit die Stiefeln ſeyn gerathen, Nicht ſchwimmen und tauchen geſchwind⸗ Weil ſeine Fuͤß ohn Ruder ſind Darum regieret er im Land, Und auswendig die See am Rand, Die Tief aber bleibt uns allein, Darein koͤnnen wir ſicher ſeyn, Auch wohl im Rohr, fuͤr ſeinem Schlagen, Das Waſſer kan ihn gar nicht tragen Es bleibt uns auch die Nacht allein, Er ſchlaͤfft und mag nicht bey uns ſeyn. 38 C(0) 8 4⁴¹ Iſt derhalben mein Rath und Lehr: Werg narret hat, der narr nicht mehr, Erzuͤrn GOtt nicht, folg gutem Rath, So koͤmmt er nicht in groſſen Schad. Darnach weil ihr den Storch erkohren, ngen; Und ihm ein hohen Eyd geſchworen, Eod ſol So halt den Eyd, und ſein Gebot, An. Wer den Eyd bricht, der laͤſtert GOtt, Und GoOtt ſtrafft es an Kindes⸗Kind, Das ſich in der Erfahrung findt, Inſonderheit, weil ſein Gebot Nicht iſt wider Natur und GoOtt. Denn ob es wohl ſehr geht zu Hertzen, Wenn man ſein Freyheit ſoll verſchmertzen, Nicht thun, als man zuvor gewohnt, Mit deibes⸗Straf nicht ſeyn verſchont; Soſoll man doch nicht widerſtreben, Wenn man die Freyheit hat vergeben. Wenn man einmahl geſchworen hat, Zu halten des Koͤnigs Mandat, Sein Recht hat man vergeben ſchlecht, Wie man ſpricht: Willkuͤhr bricht Land⸗ Recht. Unterdeß, weil der Storch geſtatt, Daß ihr euch ſelbſt regiert mit Rath, Daß wir fortan in unſer See 2 Unordentlich nicht leben mehr, ment 1 Und daruͤber von Jahr zu Jahr, ſorieben Immer kommen in mehr Gefahr, Kecht. So erwehle man weiſe Leut, Die anfahen, morgen und heut Ee 5 Auf⸗ 1944 1 mrecht war, — oreche an verl A Ddy U U 6 + ——— — — — — 2 7 — — — 0 4 — 2 — S= — 22 — 2 —— 2S8282 SSSSE — ε2 2 7— SSAK SS.82353 SSOS8& — —— E — 2— — 88 ⏑˖ 33(00086 Sonen So— ſer Rellgion und Recht bienen. rnen, und koͤnnen im Geſchlecht R— 85 ſprechen, oder falſcher Lehr Warheit ſetzen zur Gegenwehr. Und ſeyn gleich bey ihm wen'ger Gaben, Denn man zu der Schul-Kunſt muß hobe Iſts Doch anug d aß ſie den Anfang Offt behalten ihr Lebelang, Mi Beten, Latein, guten Sitten, Daß ſie ihr Recht und Straferlitten, Dabey gewohnt je laͤng'r je mehr⸗ Daß man Obrigkeit billig ehr, Seewuch⸗Darnach muß man auch Waͤchter ſetzen, felen Wider alle, ſo uns verletzen, Die uns warnen fuͤr allen Schaden, „IUnd nicht Verraͤther heimlich laden, Daß ihr, ie Koͤnig koͤmmt her, jchet von dem Land ins Meer Endl ich weil es unmoͤglich iſt, Daß man Fried habz 113 riſt, Weilunter uns auch ſel bſt viel! eben, Die nach Unruh und Hader ſtreben: Iu Fü So muß man Krieges Ordnung machen, Nun ld. Richtig beſtelln, nach allen Sachen⸗ zum Krie-Nach Aemtern befehl, Mann und Pferd ue rülen. Was jedem fuͤr Beſoldung werd, Wer zuerſt, und zuletzt auf ſey, Wie man dem Feind auch komme bey Wie man dem Scorch ſelbſt wehren ſoll, Wenn er wider Recht handeln wolt. Und was anders, oder dem gleich, Noͤthig wuͤrd mehr erkannt im Reich. 2 38 C0) St 445⁵ Das Regiment war wohlgemacht, Das beym Frieden den Krieg bedacht. Wenn denn jeder ſein Amt verwalt, Der Koͤnig ſchuͤtzt das Recht der Alt, n, Die gemein mit Arbeit ſich naͤhren, zuß ſebe Und wir allſamt Gottof urchtig waͤren, Wuͤrd GoOtt mit uns zu frieden ſeyn, Wohlfart geben der gantzen G'mein, Jeder im Fried und Freuden leben. ten Gott woll Rath und That dazu geben. Dasiſt mein Bedencken und Rath, ſlelg Den Ruͤhlinger gefodert hat. feinen ctzen. Woltihr folgen, es ſteht euch frey, Ratd, Wolt ihr nicht, ſo iſts gar nicht neu, Daß ihr verachtet guten Rath, n, Und trauret nach naͤrriſcher That. , Quad/ quad, ſprecht ihr, wenn ihr was habt, deer. Wenns weg iſt, ſo wars hoch begaht. Venn der Beſem gar iſt verkehrt, So ruͤhmt ihr ihn ſtets Ehrenwerth, Was euch GOtt gab, iſt nie bedacht, n: Was er euch nahm, ward hoch geacht. chen Die Alten ſtimmten uͤberein: Marxen 0 Diß ſoll auch unſer Meynung ſeyn. Ratb Dio FedcR. 8 wird an⸗ ferd. Die Froͤſch rieffen auch uͤberlaut: genom⸗ O wer Marr haͤtt zuvor getraut,— Marx, Marx, Marx iſt der rechte Mann, migrelc beh Wir nehmen Marxn zum Koͤnig an. beſordert. ſolt, Der weiß das Recht, der weiß Gellmpff, olt. Mit Gott und Recht iſts ihm kein Schimpff. ch. * Marxn J-*3 22+EE 2 S 2 22 18 2 2 0 Se S 2— 23— — ——2 8— — S.— e——* — 5 2 —— e22——— 2 88—— 2 389838 33*— 2822 82— 5— — 2——— —2 2 3 22— — 8— 22 SS 4 S 7 2 S αι ν 4— 22 3 5 S 5 2 De ö 5— 1 82„ — 8 2 +282 — — 0* 2 E— + 2———* 7 8 2 S28 ⏑ 2 4 ⏑ 2 2 275=— 6—* 22 8 7—0˙ S 2=˙ 2• •— 8 22 2 S S ———— 2 5 23 KA 2 1. SS 23 — 2——9— —— 2 5 S 2 8 8 3⏑EL— 3 S De2 S82 +3r'CS 2 +— 26 S2 .— 8 833 2 2 —— 4 4 7 2— K — E— 9 2 1 2 8 28 SE 82 — 28 2 88 22 2 445 —————— — aghi Daß: bds g 10 da ſie 8 enn daß * Re er e FRdo — 1 1 — nun66889 dß venn F n Alten, —— en de 9 n b euch ge WM3 ‚⏑, en, gehdtte Ba! kn LI el t be⸗ Rech 4— 1 . ſchrieben Gugro e,Quare, Kokre — 8 E E 22 5 8 22222 88383 8 25 22 K82 ιhn2 2⏑ 8 88— 88 2 833 2 2— —— 2 2 eES DDe— S⸗— 12 Kedarlas mar wird nig 7 K Koͤ h 1 — — 2 2— ——.— +. — 5 1 4⁴⁸ 38 000 85 Wie ſie mir denn haben befohlen, Daß ichs alſo vermelden ſollen. Wer wider dieſen Abſcheid thut, Dem ſoll es koſten Gut und Blut, Er ſoll am Land im Elend leben, Der Storch ſoll ihm die Lohnung geben. Seyd ihr der Meynung, ſprecht allſamen Mit ausgeſtreckter Hand: Ja, Amen. Der Hauffe der rieff: Ja, Jo, Amen, Wir ſagen Ja in GOttes Nahmen. Das VII. Capitel, Urſprung des Koͤniglichen Stammet biß auff den Koͤnig Baußbacken. Deͤ⸗ Koͤnig Kedarlaomar 87 Fuͤr vielen Jahr'n mein Anherr war, Daß ich bin ſeins Sohns Kindes Kind; Sonſt aber man in Buͤchern findt, Wie ich ſelber auch hab geleſen, Der Marr ſey vor ein Menſch geweſen, Geboren in groſſem Geſchlecht, So man die Qvaͤder nennetrecht: Denn wie Latona bat ein Trunck Fuͤr ſich und fuͤr ihr Kindlein jung, Ruͤhrten ſie allen Dreck empor, Daß Waſſer ſein Klarheit verlohr, Welchs die Latona ſo verdroß, Daß ſie den Fluch uͤber ſie goß, Sie ſolt'n ewig im Waſſer bleiben, Darein ihren Muthwillen treiben. So mes . ar, 38 C(0) S8⸗ 445 Sowi den ſie zu Froͤſch gemacht, D — 8 der Schr ifft ſonſt wird gedacht. arum iſt des Matxen Geſchlecht Ve rſtand ig auff Weißheit und Recht, Und zu dem Koͤnigreich erwehlt, Wiewohls keiner erblich behaͤlt, Sondern daß die Fuͤrſten all Sieben, Welchen ſie des Geſchlechts belieben, Ihres Gefallens frey erwehlen, Und ihm das Koͤnigreich befehlen. Es iſt auch vielfaͤltig bedacht, Weil man weder durch Liſt noch Macht Sich des Storchen Macht kont entnehmen, Ihm auch weder en tgehen, noch zaͤhmen, Daß man ſeinen Tod bitten ſolt, Ob der Sohn beſſer werden wolt, — nicht koͤnt blutgierig ſeyn, Weil er haͤtt ſchwartzen Mund und Bein, Wel il er nur kleine Wuͤrmlein ſchluckt, Und der Froͤſch keinen unterdruckt. Gott hört es auch/ der Alte ſtarb, Der junge 83 ſein Stät erwarb, G08566 Der Koͤnig auch ſelbſt zu ihm trat, Sohn Und um gnaͤdig Regierung bat,—.— Das er zuſagt, wenn man nur thaͤt. ſein Va⸗ Was ſein Vater gebothen haͤtt. ter. Ach! wie offt wird Hoffnung betrogen, Wie offt hat Wer weiß gar gelogen? Schnabel und Bein wurden bald roth, Er biß mehr, denn ſein Vater, todt, Er bracht auch alle Bruͤder mit, Und lehret ſie denſelben Schnitt, Di Ff Die le eLzogen all ſo viel Kim Nasetramda Daß wir amLe 8 * ANiſi auch, nach unſer Vaͤter“ Kein rother Froſch, ohn groß Beſchwer, Im Auſtmonat das Maul auffthut, Es ſey am Land odr in der Fluth, Bis daß die Stoͤrch all ſindr 1168 in oin Andor JL. Und in ein ander Welt gezogen Sanſtioim Soonach Friedurnd Frend Sonſt iſt im See noch Fried und Freud GyoOtt b'huͤt ferner fuͤr allem Leid P 1 K'yv aher unſor l Es koöͤmmt aber daher unſer Klag, Die wir fuͤhren bey Nacht und Tag Daß Koax, und der Kechs, Barthold, Den Storch, zum Koͤnig haben wolt, Und wie gaͤckiſch wir thaten dran, Daß wir Marxen und ſeine Mann So uns Recht und Gericht beſchrieben, dicht wolten als die Vaͤter lieben Denn wenn man ſchuldig Straff muß tragen, So pflegt man ſein Thorheit zu klagen Der Sechſte Theil Von des Beißkopffs Alt und Macht. Das IJ. Capitel, Was von dem Beißkopff berathſchla get worden. Me s nun des Koͤnigreiches Grund Geleget war, ſo gut man kunt, Wẽ̃ arè 1 hla zar U 1. 33 2 38(00 88 451 2........ 8 ner manchfaͤltig bedacht man von unſerm Beißkopffmacht? volten, er ſolt geneſen, or geweſen leib'n, wie er zuv n ſeine Land Fuͤrſten Hand, gel nommen, und Gut, bekommen, irtigt hat, 911 Kon in Auge b 11 81 1 24 durch falſchen Rath 1b Hhabe 7 4 + 8* 4t 00 ßzbrauch Abſe)aſſen ſolt, 3 aber r nicht zerruͤtten zind nicht mit dem Bad ausſchuͤtten. Worund . man deß man nichts gewiß draus machen Beißkopff n ſo viel Urſachen. nicht ab⸗ IN ſchaffen ſach war Aberglaub, koͤnte. 1 1 4 EFN ihrer viel macht blind und taub, Die erſie Urſach iſt nten, Beißkopff waͤr GOttes Mann, Aber⸗ N emand ſolt ſich vergreiffen dran, glaube ind wenn er gleich ein Jrrthum haͤtte, Waͤr nicht Rath, R man ihm einre nalte Gewoh nheit ind Recht, Solt man nicht a bſch haffen ſo ſchle cht, Ob ſie auch gleich nicht, wie ſie ſolt, Undi man ſie gern verbeſſern wolt. Darum auch ſagt ein heilger Mann: So groſſe Suͤnd waͤr nicht daran, 0 daß man den Goͤtzen Opffer bracht, Als wenn man Uneinigkeit macht; lend Dru 1g bracht allzeit 2 Gefahr, Denn ſonſt in der Gewohnheit war. Ff 912 5te Oke Aend⸗ ö 5² 38 Se⸗ Aendrung machet Unfried und Streit, Und greifft gemeiniglich zu weit, Des Beißkopffs Lehr waͤr von viel Jahren, Die Alten auch nicht Narren waren, Der alte Glaub waͤr je der beſt, Den ſolt man allzeit halten feſt; Und was wolt das geben fuͤr Lermen, Wenn jzeder wolt was eignes ſchwaͤrmen, Und geiſtlich ſeyn ohn alle Orden, Die aus der Noth geſtifftet worden Damit man kont den falſchen Lehren Jederzeit fein ordentlich wehren; Dazu man auch muſt Guͤter haben, Die fromme Leut GOtt willig gaben, Wer ſie ihm naͤhm, dem wuͤrd es gehen, Wie man an Aoler haͤtt geſehen, Da er vom Altar nahm das beſt, Und fuͤhrts ſein'nJungen in ſein Neſt, Wuſtnicht, daß ein Kohl daran hieng, Davon gar bald das Neſt angieng, Und mehrt die Flammeu von den Winden, Verbrant den Vater mit den Kinden Wer geiſtlich Guͤter macht gemein, Wird, eh er meynt, ein Bettler ſeyn Die ander Die ander Urſach war herkommen d. Von dem Ernſt und Eifer der Frommen, bigen Ei⸗ Die ſich hielten von Suͤnden rein, Lr Schloſſen aus des Himmels Gemein Alle, ſo unter Beißkopfflebten, Bey irrenden Schafen umſchwebten, Man ſolt ſie alle verdammt nennen, Wie auch Beißkopff alls wolt perbrennen/ Als 7 Se — 38(0) S 453 — V—.3—333333—333————32—33—ÜQ——— Als Elias ehmals auch meynt, GoOtt wird nicht finden ſeinen Freund Im Land, da man Kaͤlber anbet, Dem Baal Goͤttlich Ehr anthaͤt Da ſonſt andre gaben Bericht, Es waͤr GOttes geheim Gericht, Obni nicht ſein Geiſt ein Hertz anruͤhrt, Da taͤglich wuͤrd ſein Wort gefuͤhrt, Wenn gleich der recht Verſtand noch ſchlieff D Doch kein Muth will mit unterlieff, Wie ehmahls unter Ph hariſaͤern, Eſſaͤern, und auch Sadducaͤern. Unter ein'm Hauffen boͤſer Leut Etlich durch CHriſtum ſind erfreut, Des Worts Schuͤl'r muͤſt man unterſcheiden, Von allen unberichten Heyden, nicht ſo geſchwind Urtheil ſprechen, Den Bogen im Spannen zubrechen iedritt urdach war Eigennus, 823 Lenn er hofft von dem Beißkopff Schutz, Eigen⸗ Volt ſeiner Gnad und Wohlthat leben, nus Joft, er wuͤrd ihm was groſſes geben; Der ander wolt es alſobald „Zu ſich auch reiſſen mit Gewalt, „Zur Kirchen Nutz gar geſtehen, ˙ Solt Boden gehen Od'r wolt tden Nußſern ſelbereſſen, Den G'lehrten die Schnauben zumeſſen Inſonderheit daſſelbig thaͤten Die Fuͤrſten, ſo die Schwindſucht haͤtten *5 Aus unmaͤßigen Zehr erlangt, 916 Die ihren Kindern noch anhangt. Ffz Dar en, Die Vierd⸗FIoavνauν ontſrand mit groſſem Streit te Urſach Daradaut RNeftant taröoſſe k, LeE Urſu Uneinig⸗ Urſe U keil Feit— 1 Leik E f memöcht grauet Te )Afft 5 fVaon 3u Al ragelt oyNR iydſick wmihm ſckKlagon Del 8 lhtopff würd ſich zu hm ſchlagen, Verrathen alle Heimlichkeit, Ainkähr N Soo aarmwe Einfuͤhren in den See gar weit So wär denn vollend alls verlohren DOos waͤr denn vollend ahs erlohren, D rKoͤnig ſelbſt, den wir erkohren Die letzte nnſt, die ich Weiß Urſach iſt s. des Beiß 8 Offer Fleiß kopffs So Moißtl Fleiß und.. f Liſt Angewandt hat nun Zeitlang; qiton *3 die Region; nder vertreten 1 Il 36 Duß A Man ul Fns unbt Nor DVer * 50 0 9 1. 6 10 eEn, ———— 9 U J 4 38 0 α 45 Und muͤſſen esd daht in verſtehen, We a8 SOtt nicht will, das muß nicht gehen er Teufel bleibt mit ſein'm Geſchlecht, R.. + RN Bis auff das letzt Gericht und Recht Das II. Capitel, Was mit dem Beißkopff und in der Religion fuͤr Ordnung gemacht worden. σ En 8 dlich aber zun Sachen that S Fuͤrſt Mortz, und folgt dem weiſen Ra De es Mannthiers das ich v genann n Weiſenb erg ſein S Hhle El fa Am W Schafft, daß durch Bitt und Ernſtd Da W0 Des Beißkopffs Freund und Feind beyſam 5 Und ließ ihnen ſaͤmtlich anz lick K0 Auch zugleich aus ührlicht bezeuge Daß er Elbmarx nicht un recht ſagt, Wenn er uͤber den Beißkopffklagt Dafß der Man nennt u inbillig GOttes Mann, 20 ib, Der GOttes Wort nicht leiden kan⸗ Lehr nicht Unbillig nennt man alte Lehr, 3* Die wid GoOtt neu erfunden waͤr. Der Qvellbrunn ſelbſt iſt rein und ſchoͤn, Jeweit'r das Waſgrſe 2 davon, ge mehr es annimmt Dreck und San Von fremden Zufläſſen! 1 18 Land D U Ff 4 Ulſo 456 8 C(09 Alſo iſt SOttes Wort ar uch gut, Wenn inan nichts draus, oder zuthut. Wenn mans aber nach Laͤng der Zeit Auch meiſtert und ausdehnet weit, Sein eigen Fuͤrwitz haͤnget dran, Wie denn der Beißkopff hat gethan, So iſts nicht alles lauter klar, Was der groͤſt' Hauff achtet fuͤr wahr. Es iſt nicht alles gut und reine, Das andꝰr, od'r ich, hertzlich gut meyne Mi ch duͤnckt, ich wehn, ich meyn, ich halt, Thut offt der Warheit groß Gewalt. Gideon meynt auch GOtt zu Ehren Zu opffern ſein Wort zu lehren, In dem Leibrock den er g zemt acht Vom Raub(ſo warze uſammen bracht, Als er, durch“ Goͤttlich en 89 1035 Die fremde Feind ſchlug aus dem Land. Wie auch Saul meynt beſſer zu ſeyn, Der Feinde Oe chſen opffern fein, Denn ſie mit ihrem Stall ver rbr ennen; Soctes r wolts nicht fuͤr? R decht erkennen, Dieweil hierinn ein jeder tha Was ihm GOtt nicht be ſollen hatte Und ſprach: Vergeblich ſie mich ehren Mit Menſchen⸗Satzungen und Lehren Darauf ſoll man vornehmlich ſehen, Was mit der Warheit kan beſtehen, Und was ein Luͤgen iſt und Tand, Daß wir fuͤr Gott nicht b'ſtehn mit Schand. Denn 72 28 Se — DDV * 22 38( 88 45⁷ Denn was Gott ordnet, das iſt gut, Alter A⸗ Nicht, was der Aberglaube thut,—— Oder was man boͤßlich iſt gewohnt, digt nicht Boͤß Gewohnheit endlich böß lohnt Wer auch auf GOttes Wegen gehet, Geiftli⸗ Der hat ein Orden, der beſtehet, cher Or⸗ den Der! laͤſt vom Boͤſen, folgt dem Guten, Solt ihm auch gleich der Kopff drum bluten Denn Fried ohn Warheit iſt ein Gifft, Das nichts, denn Gottes⸗Laͤſtrung,ſtifft, Und die Seelen zur Hoͤllen fuͤhrt, Das zu gedulden nicht gebuͤhrt. Was man auch GOtt giebt und verehrt,— 2 Das bleibet billig unverkehrt, Was aber gottloß Boͤſewicht Uns abſtehlen durch ihr Gedicht, Als wenn es GOtt gegeben waͤr, Und brauchens ſelbſt zu ihrer Ehr, Zur Pr acht, zur Unzucht, Sauffen, Freſſen, Zu der'n Schutz, die ihrn Eyd vergeſſen, Und dem Koͤnig zu widerſtrebe n„ „ Ihres eigen Muthwillens leben; Daß man das, ſag ich, ihnen laß Und noch mehr zugeb uͤber das, JIſt GOtt ſo groſſer Wohlgefall, Als wenn man auch den Dieben all, Was ſie geſtohl'n, behalten ließ, Junddochd azu mehr ſtehlen hieß. Da ſolls hin, da es her iſt kommen, mit Der ſolls haben, dems iſt genommen, Wie GoOtt, und die Natur gebeut, Und Zachaͤus Exempeldeut, denn Ff 5 72 + — SCeSe 8S S 2 6 10 ö 8 1 8 1 89 — 1 2 — 1— ◻— SS S2 2 i 82 88 8 S‚ * SSSO 22 2 58 SS22SS8 —2= 2 2 E= AA2 8 8 2 N— — ⏑⏑— XNX-X&2 2 28222 S 82 8 2 8222— S 8 2 2 A 2 2 2 S S28 K SDο 2 2 A2s 6 —222— 2 2 2 SSE2 E 2 2—— 28 2 Ä 7 3 2 S 2˖ 2— S 2 2—— 2— 2++ 2 2 r —f 8 R— 7 822 2 2 2 2 2 2—— 8— SE= E 2—— SQAQK=— 83 SSe 2 8 2 2 2800 7 ——„— 8 5 — —„ AÆ 8 0 S& 459 Ake 1 imt Beißk L ht nimn Foll der bimmt, hohen O⸗ hn wehr brigkeit ihr Amt ce auszehr laſſen Er bleib im S uͤde 8 Und ahr um beyd Bey denen, die von GOtt! cht wiſſen, Sonn und 5 Beyſtand begruͤſſen Laß unſern Koͤn ten und Herren, 9 Mit Kron 8 8 und Schwerd gewehren Aeuſſerlich Zuch 6— Leib und Gut, nO Die Seel aber u 2i 85„Lol[gtben d Noſßo Iu hellg lauben und Leben; O1 wol lel n witr* QAuch nlem Bon 85 Beißkopffs wingen. 2 Sσ oln Er ble b, vle er 3z zUubor gewoh ul, . 0 00) K Belbkoyff D Daß der? Beißkopff und ſeine Rott 9 Ihres Gefallens beiſſen todt, dalben Die es mit ihm nicht halten wollen Nlemand Sondern das beyd Theil frey ſeyn ſollen zefabren. Wer von GOtt iſt, der hoͤrt fein Wort, Wer nicht, der fahr zum Teufel fort Weltlich ab'r ſollen beyde Theil Ehrlich, friedlich, leben dieweil, Und Beißkopff im Suͤder⸗See laſſen, Was ſeine Vorfahren beſaſſen, Bis Gott erweckt ein Helden⸗Mann, Der ihn maͤchtig bezwingen kan, Rettn von ſeiner Luͤgen die Welt, Warheit zu letzt den Platz behaͤlt Diß iſt nun auch alſo geſchehen, Und bleibt bis auf den Tag beſtehen, Mit unſers Koͤnigs guten Willen, Ob man Beißkopff gleich nicht kan ſtillen GyOtt wird ihm ſeinen Lohn wohl machen, Dem befehlen wir alle Sachen Daß war der Abſchied dazumahl, Dem fielen bey die andern all, Ol n daß B Zeißkopff v¹ el proteſtiret Mit Liſt und Gewalt practiciret, Daß er den Beſcheid macht zu nicht/ Sein Thun und Laſſ ner dahin richt; So haͤlt doch wider ſeinen Trutz GoOtt der HErr ſeinem Haͤufflein Schutz, ht bey unſ⸗ Obrickeit, hin ſey Lob, Danck in Ewigkeit len Ut/ Das III. Capitel, Der Froͤſche-Koͤnig bittet den Maͤuſe Koͤnig zu Gaſt. K Ieſo hab ich dir nun geſagt Alles, was du mich haſt gefragt Damit du aber in der That Anſchaueſt meine Majeſtaͤt, Auch wie die Hiſtorien all Gemahlet ſeyn in meinem Saal, Und was ſonſt hernach iſt geſchehen, Gar wunderbarlich anzuſehen So fahr mit mir in meinen Thron, Du ſolt ſeyn als mein lieber Sohn, Ich will dich begaben und ehren, Als wohl geziemt ein ñ ſolchem Herren Damit du auch haſt kein Gefahr, Will ich dich ſelber fuͤhren dar, Und gantz frey ſicherlich geleiten, Auf meinem Ruͤcken ſolt du reiten Weedie Europa unverletzt Vom Jupiter ward uͤb'rgeſetzt Mehr ich mich nicht erbiethen kan, Geg'neinem unbekannten Mann Beo⸗ ldieb antwort: Ich bin erfreut, Vebſel⸗ Daß ich erlebt hab dieſe Zeit, Raenkt fit Daßdi e gluͤckliche Stund iſt kommen, den Be⸗ In der Eur Lieb mich angenommen nicht. Inſeͤcht hr herrliche K undſchafft, Jain ihr großmaͤchtig Freundſch afft, en eny en wag A d weiß, U 11 u D e8 Krebe 5 Ul. d III ch Leie chim C Geroͤhr, meynt/ Bienen„, 1 und feiſt Gemoͤhr, daß die Davon ihr ren zehrt, Sind bey meinem Geſchlecht unwerth die Menſchen gern ſchmecken, DerqRaͤu⸗ n dreigebacken Wecken, ſe Lecker⸗ in m rSchwaden geme angt, düben. Ein Stuͤck Schincken in Rauch geh⸗ aͤngt, berlem um wei ſſe N Hembd 0, K Milch! U berſchwe emmt ibt unvergeſſen, oſt moͤchte n eſſen, ochſe 75 zum Wohlleb ſt, Bereiten un d zu eſſ—— M lit Zucker, Rofit in, Würt Davon habich allze it das mein t ich, wird niemand rathen, D Daß ich mit Gẽfahr ſuch ander Braten, Oderd aß ich mein junges Leben Um der gantzen Welt Schatz ſolt geben So w arff er die Gaſtung gar weit, Jas Boͤß ahnt uns zuvor allzeit A4 INV/ 1 8 Dus IV. Capitel Wie 233 Broͤſeldieb will heimfuͤhren. B.s ck antwort: Mein lieber Gaſt, Y Von Leibes⸗Vorrath ruͤhmſtu faſt, bey uns viel wen'ger Noth, ſer und Erd geben uns Brod, 1b ral N2 Waf Broͤſel⸗ ———— 4⁵⁴ 88 C(o) S6 R Allerley Speiß muß uns vorſtehen, Die warlich wohl iſt zu beſehen, Weil GOtt uns hat die Macht gegeben, Daß wir im naſſn und trucknen leben, Daß wir auff Erden gehn und lecken, Odr tieff im Waſſer uns verſtecken. Du haſt aber zuvor geſagt, Du waͤrſt behertzt und unverzagt, Nun merck ich, es mangelt am Muth, Das iſt an ein'm Koͤnig nicht gut: Trau nur und ſetz dich auff den Ruͤck, Und fuͤrcht gar nicht, daß es mich druͤck, Ich bring dich heim ohn all Gefahr, Retz dir auch nicht ein einges Haar, Wilt du ab'r nicht, ſo mag es ſeyn, Wo kein Hertziſt, da koͤmmts nicht ein. Py 8* Nrb ſele,d Broͤſeldieb verhohnten die Wort, 0 r0 1 dabey bracht Schickt ſich zur Reiſe. Und ſprach: Wohlan, fahr immer fort, Am Hertzen muß kein Mangel ſeyn, Der Muth iſt groß, der Mann iſt klein. Wenn nur die eure meine Mann Auch zugleich fuͤhren mit hinan. Warum das nicht? Ihr vier Trabanten, Fuͤhret ſie mit als Freund⸗-Verwanden, Sprach der Koͤnig, und wolt ſich buͤcken, Broͤſeldieb ſprang ihm auff den Ruͤcken/ Schlug um den Halß ſein beyde Haͤnd, Und jeden Fuß auff beyde Lend, Und ſprach: Ey nun das walt GOtt, Amen, Gar bald ſie in das Waſſer kamen, Fuhren vom Land fröͤlich dahin; Wie das die Froͤſchlein wurden inn, Schickt Derh lle Hauſſ zog hinten nach, Wie man den Alexande er ſah Zu 2 Babylon mit ſeinem Heer ziehn mi it Prachtu nd E Ehr, n, Pfer den und Ruͤſtwagen, Als er darum hatte geſchlagen Wie der VBen diger Schiff prangten, Als ſie vom Tuͤrck'n den Sieg erlangten. Das V. Capitel, Von Broͤſeldiebes klaͤglichem Abſchied. Mets M kanne *ν Roſeldieb ſah mit Freuden an, Wieumberfuhre en ſo viel Mann, Iffonderheit nah bey dem Land, Dahin Eu ſtets d ie Aus gen walr ndt, Es war ihm auch ſelbſt ſolche Luſt, Davon er zuvor nie gew uſt, So lieblich ſuͤß, ſo ſaufft und fein, Als wolt er davon ſchlafen ein, Und 555 elt ihn der Waſſer⸗Tantz zom Haupt im Nacken biß zum Schwantz, Gleichwie zwey Kinder ſich geba hren, Wenn ſie aufwipp'n und niederfahren, Gg Mit hligen maͤchtig ſtoltz „iadð Fayty wind ſort We aſſe rdruͤckt E Schiff⸗ Dan un ſeine * Der Schwantz bezeichnet auch die Straß/ Und ſchleif Als obs! ns Steurholtz waͤr. Ja da er kein Land ke ut 50 ſehen, Und Waſſer uͤberꝛ Daka m Reuel, doch lel Er klagt, er flucht, er weint, er bet, Er raͤufft in Ung'dult Haar und Barth, Fuͤr Schrecken auch ſein Hertz erſtarrt, 6 Ke8 7 11- 836 IIKt 7 Santen yve aß er nicht wuſt, wo aus noch ein, rechnend hor heit nicht zumeſſen, gehandelt ſo vergeſſen, kern Lieb nicht bedacht, ſich in Hertzleid gebracht, fahr ſich begeben; rbareie bringen ſein Leben er allerfroͤmmſte ſeyn, wel bau'n und opffern drein. das Waſſer empor, Und erfuͤllet ihm jedes Ohr, — 8 2 2 Daß er ſeinen Kopff ſchwengt und haͤngt, Als ein der die Enten faͤngt, !: G. 88 C0) 88 467 Ogeter, Morior, Seine Klage. Waſſer geht mir bis it ns Ohr; tt nicht M uqvard Rollenhagen eargt raffen Ludwig wolt tragen, krbe ey Nacht in der Stadt, So von P. rimsla ihr'n Nahmen hat; Und der Herr ſprach ohn Unterlaß, Wie er ihm auff den Achſeln ſaß: Steh feſt mein Mann, es wird ſonſt arg, Du traͤgſt die Brandenburger Marck; Er trug ihn ſicher, leiß und wohl, Wie man ſein'n Herren tragen ſoll, Daß es der Pommer ni erfuͤhr Der belagert hat Thor und Thuͤr, Bis der Marg graff die Leut ermahnt, den Feind austrieb aus dem Landz at auch nicht derſelb Schiffmann, De den Cæſar ſolt fuͤhren an, — ſprach: Nur muthig eil, fuͤhrſt des Cælars Glüͤck und Heyl; Sol hat auch Jup'ter nicht getragen, In Och hſen Gſtalt, wie man will ſagen, We it uͤber Meeri in& reter⸗Land, Die Jun unfrau E uropa genannt, As du untreuer Froſch mich traͤgſt, Und mich halb todt ins Waſſer legſt. Der Froſch ihn wieder troͤſten wolt, Fuhr oben her, gleichw ie er ſolt, Es waͤhrt aber der Ti oſt nicht lang Die Wal⸗ Asce S. 1 ſer Denn ein erſchrecklich Waſſer⸗ Schl ang Schlange ließ ſich da nah bey ihnen ſehen, h Ihr Haupt und Halß erhoben ſtehen, ſche. G 9 2 Ihr 468 öhr Au Daß Ihr. 8 Und wolt urploͤtzlich in ſie fahren, Undd Dajßuͤr ſie all erſtarret waren, Ki Als wenn Bll tz und Donner zugleie Wie Erleucht, und ſchlagt auf einen S detch. So bald auch Baußback ſie anſicht, I. Wi olterd des Kampffs erwarten nicht, Daß Od'r zugeſa iqt eFreundſchafft halt en, Er Sie muſt jetzt in der Noth erkalten; Sondern that zu Augen und Mund, Wie Und fuhr mit ſeinem Volck zu Grund A Die auch die vier Maͤußlein mit nahmen, Jedo So mit B rofeldi eb erſt ankamen M Bröͤſel⸗ Da ſolt man erſt groß Elend ſehen 8 neae. Uber den Bröſeldi be Wol ſer Er fiel üb ir Seel B Stuͤt N N Icrentalld erduch: Offtmahls er auch zu Boden gieng, 18E 438˙8 E5 1 Wr Und kam wied'rum herfuͤr gering, — +2 W 824 Maſſo ior Spieh das Walſel Und ſoſſ es wieder, Ig! Vonner„KIenodo— Wennerauf fuühr rhernieder, * INAVCISCAKA 7 141 8 8 Daß ihm der Schaum lag um den Mund Naß agleNäßlo 7 P V Und! die Naß all voll Blaͤßlein ſtund Nun 2 38 EA 4* Des Tods kont er ſick eeee J Dio naſſon 1 8 Die na en Haar ihn gar beſchweren und. — l Haͤnd und Fuͤß w vurdenla 0—9% ———— —— äꝛᷓ keich.(— Der Athem wolt ihm auch entgehen 1 Und das Hertz in dem Leib erſticken Kunt nahrlich ei ein wenig aufblicken, Wie ein Licht, das der dicke Schwad Im finſtern Berg umgeben hat, Daß es kein freye Lufft kan finden, Zittern muß ver ſchwind 2 Wi eiſt Leben ſo li ieb, O GL Ikk, Wie bitter iſt der leidig Tod! Broͤſel gdoch nahm er in ſolchem deid 838 ASic 8 Ab⸗ Mit dieſen ue ein Abſchei ſcheld. held du wirſt GOtt nicht en en auff öback, daß dumich laͤſt uuffen Stuͤrtz mich in die groſſ ſe Noth, Von deinem L in ſchweren Tod Solſt du mich auff dem Land beſtehen Es ſo ltdir A in Leben gehen, Es waͤr mit Fechten oder Ringen, Mit Lauffen, oder gleich mit Springen Nun haſt du mich zu dieſer Friſt —. Waſſer brachtd durch falſche Liſt, nd meine liebe Eltern beyd Geſetzt ins aͤuſſerſt Hertzeleid. U Daj Gg3 GoOtt — 8 7 see 470 35 60 8 2 ——————-——- GoOtt hat ein Aug, das alles ſicht, 33 Und alle Boßheit ernſtlich richt, Es wird die Straf dir werden ſchwer, Koͤmmt uͤber dich der Maͤuſe Herr, Kr Und bringt dich, und dein Leut in Noth. ſch. Mit dieſen Worten war er todt, Das Leben fuhr im Zorn und Grimm, Mit aͤngſtlichem Seuffzen, dahin. E R D E Des Zweyten Buchs. l 8 74 73— ( 0 0 E 4 ˖* —————— Das Dritte Buch Krieges Sacen, was abey zu berath ſchlagen, und vorzunehmen ſey in der Froͤſche und Mat iſe Kri eges 9 el den* 2 8 0 El Proverb. XX — Anſe hlige beſtehen, wenn man ſie mit? Ratl h fuͤl re et, und Krieg ſoll man mit Vernunfft fuͤhren. Ihalt t des dritten B uchs genannt Froſch⸗Maͤuſeler FX.., 4 8 l Menſchen, ſo geſchaffen ſind, 9* Halten allei nkl ug ihre Kind, Die ander Thier in dieſer Welt S Sonſt j⸗ jeder unvernuͤnfftig haͤlt Dennoch der Beſtien Art dißiſt, Daß keine ihres gleichen frißt; Kein oͤw, Baͤr, Wolff, Luchs, Fuchs je was, der Loͤwn, Baͤrn, Wolff,Luͤchs, Fuͤchſe fraß, 8 Kein Adler, Rab, Krah und Schauffaus, Hackt dem andern die Augen aus; Und 8 — W̃ Con Kel 9 Der Schauffaus mu el Mäuſe 4 1 17 Und darff uimmer ko ins Licht, All Voͤgel ſeyn widr ihn gericht. Alſo all Thier zu Felde liegen, Jedoch ihr Geſchlecht nicht bekriegen Viel billiger der Menſch das thaͤt, Wenn er kein Suͤnd im Hertzen haͤtt, an che gef e Hu che anders machen, Und 38(008 7³ Und bis in Tod r lgen wollen D araus die Kind en ſollen, Wie Krieg di rch Guti und Bl Ut here gehe, Und das Et d in 88 tt's Haͤnden ſtehe, Kein Vorthel iſt bey krign und ſtreiten, GoOtt verleih Friedn zu unſern Zeiten 14 rrrrer RHoh* 50 Wlche 1 HIS + ORIA ſſen T. n, an den Froͤſchen mit gewa 19* 2 chen wolle Das laͤſſet ſie ch Suͤrſt Rathhůlffer wol gefalle en, ſagt ſein Bed n von fremder ſ. Süuͤlff und Beyſtande, ſol chen ſolle. SuͤrſtReißmelſack aber warnet fuͤr frem⸗ den Beyſtande, meynet ſie, wollen allein den§roͤſchen ſtarkk Bangſe eyn, wofern man einig bleibe, eilend ʒur Gachen thue, und die Froͤſch unverſehens uͤberfalle. Suͤrſt Vorklug lobet den Rath. Jedoch daß man ſich nicht unbedaͤchtig uͤbereile. Dieſen dreyen widerſetzt ſich Fried lieb, und widerraͤth den gantzen Woe und Gg; Wel an dazu gebrau⸗ —— — 474 3³ Ceoe S 2 —— We Lel Hhen 8 och ein junger verw degenet Mile chramlecker verlacht, und dem der ſe inem Vor nehmen beſ caͤtigzet. vot bey Darinn Suͤr ſt Quadrath auch fuͤr gut und 8 ſiehet, daß man ſich ohne Krieg— AVIV Uauſe N vertlleiche. Ph atarachs aber meynet, ſie ſol 9 attern, denn zur oſſenen Ser §eldſchlacht ſen laſſen Re Dawider doch Suͤrſt Mordachs die wei 393 1 ti—— r achtet, wenn man ſolt önte. Das aber Förſt Kas⸗ genant Padde 1i ran, ihm ni Ht gefallen laͤſſet, ſondern hof⸗ Er fet, die Sroͤſch ſollen fuͤr ſich ſelbſt allein den then n Rathſchlag ruͤſten ſich hat auffen, beſtellen ihre Ordnung viel und z ziehen zu u Waſſer und zu Lande ſo et⸗ Leb ſchrecklich ge ge en einander, daß die Geiſter wel in Bergen und W aſſern, item die Enat noe im Fimmel daruͤber ihre Kathſchlaͤge! ha ſtes ten. Und haben erſt die Froͤſche/ herng 0 un die—.— die Überhand. Biß endlich in etzer e 56 F A SOA d e Kriegeer mit einem Donner er⸗= den ſchreckt, und die Kre— der See her fur brin gt. den Froͤſchen zum Beyſtande Dadt Maͤuſe verjagt/, und die delde Un ſchlac cht letzt cetrennet und geendiget noe wird. Diß iſt das dritte und letzte Buch daß Wir Wir leſen a aber bey m& ice—.— der beruͤhmte Krieges⸗Fuͤrſt Hannibal von Carthago, in der Stadt Epheſus bey dem Konig e An tiocho war, und ihn die Hoff⸗ Juncker in die Schule fuͤhre⸗ ten, hab ein Gelehrter, wolberedter Philoſophus Phorn m io 3 als einem Kriegsmann, zue ehren, etlic Stunden lang eine ſtatliche kunſtliche Rede oder I gethan, wie man weißliche und gluͤckliche Kriege führen ſolte. Da nun dieſes Mannes Verſtan und Kunſt alle ruͤh zeten und fragten, wie er iht n gefiel E: Gaber zur“* jntwo ut: Er haͤtte viel alte g Zarren geſehen, aber 21 groͤbere Stuͤck en geſchwaͤrmet haͤtte, denn dieſer Pho rmio; der wolte viel von Kriegen ſagen, und w ar ſein Lebelang nie ins Feld gekom men, hoͤtte weder Gezelt, noch Schlacht Ordnung, noch Feind je geſehen, oder das gering⸗ ſte Amt Aaldeßinetz Ler rwaltet. Denn r Weißheit und Anſchlaͤge wolten in keinem Handel wen iger eintreffen, denn im Krieg. Solche Narren ſind— ſere Froͤſch und Maͤuſe auch. Wollen aber den⸗ 8 junge Leute im Schert tz berichten, daß offtmals aus ſchlechter, unbedach⸗ ter, 4 88(60 S ter, auch wohl unverſchuld eter Urſach moß Ungli uͤck entſteht. Dawond eroe ſagr: Eho quam levibus pereunt in- entia Daß Krieg wohl zu be⸗ dencke n ſey dieweil er beyden Par⸗ teyen groſſen gefaͤhrlichen Schaden zu füget, und vielmahls alſo geraͤth, als anfaͤ— niemand war in den Sinn Eön in Darum daß alle Regi nent im + Haͤndel in GOttes Hand ſte 10 en, der ſelbige kan den fliehenden Fliegen ziſchen, daß ſie kommen, und nicht beſchmeiſſen; er kan auch den un finnigen Leuten aller ſeiner Ereaturen ein Gebiß ins* 7 legen/ Und ein lch Ziel ſel 8 ſie nicht koͤnnen ſolch ub Hreitet Derowegen, wenn in dieſem Buch 8 ſchrieben! wird, daß GOtt E Herechtig keit lieb ha etenFruere echtigkeit zeit glich ſtrafe, auch an denen, chuldige Haſen ermorden; Daß ie Frs ſch um einen Konig bitten/ und die Mauß in ihrer letzten Noth den Fſroͤſchen vropheceyet, 60TT 1 werde ihre Unſe huld rachen. Fenm, we enn ſie beyd derſeits fuͤr der Schlacht einen Fuf⸗ fall thun, und Sr: nS Sieg n Fot 2 0 6 93 4 3 rſach Poet t In- 1be⸗ Par⸗ n zu⸗ 7 als inn Neg ˖ d ſte nden und un Uren ein nnen Buch chtig Feit nen, Daß und den erd in ſie Fuß⸗ Rruf rch einen 3³ 0 8⸗ 47⁷ ———9——99—.8— ſeinen Enge l, der au ich durck Bileams Eel red et, den böſen Geiſtern, und mit Donner den Maͤuſen wehret: Soll der verni infftige Leſer allezeit bedencken, daß me an zwar Froſche, Maͤuſe, Haſen, und andere Thiere nennet, aber denno ch⸗ wie Daniel und Johannes in ihren Of fenbahr ungen(alenbaben Menſchen darunter mahlet und meynet. Denn J0 b. am 39. Capit. Suan⸗ wer bereitet den! Miben. die zeiſe, wenn U ine Junge n zu Otkt ruffen/ Und fliegen irre, wenn ſi enichts d 1 zu eſ ſſen haben. Und David im 148. und: 47. Pſal. at· itwortet: GO gebe de m Viehe ſein Futter, auch 93 jungen Raben, die ihn anruffen, aller lebendigen Ereaturen ihre Augen w har⸗ ten auff, Ihn, und Er gebe ihnen S 5 vei ſer zu ſeiner⸗ Zeit. Wie Gotte ch dem Tij FTänn iſch en Phar 4O Frof ſt 0 E 7„Läniſe Ungeziff er, Heuſchrecken, id in der K and die Mau ale fi ſon derlich unuͤberwindlich Kriegs⸗ Volck nfuͤhret. G S1. ſchlaͤgt auch bey den gtrrnn lle erſte Geburt an Men ſchen und am Viehe; aber bey allen—— ern Ifrael muß nicht ein Hund mit ſeiner Zungen lippern. Und derſel AÆt. mmehr, ſo in dieſem De verden G3 Ve S. Paulus He ehret, 1. Corinth. 9. da er ſagt: Im Ge⸗ ab. ſetz du ſolt dem Ze Oet bit den, der Te do lt fuͤr dies Ichſen? an Oder ſaget ers nicht allerding um un⸗ me ſert willen? denn es iſt ja um un. ſch ſert willen geſch n. Alſo iſ auch Ai alles, was in Buͤcher n von der Un Froſche intd N Hebet d ihrer le! +5 —2 38 —. rettung geſchrieben Ab„nie icht in die onderheit o on ihnen, ſondern ei von den Menſchen zu verſtehen, de⸗ che Gebet GOtt Kt Allinacht gi — — 2L— 8 „. 2 2 2 K Feh Atck er 1 eſem Buüch der N As rtige Tand des Ho⸗ arin die Froͤſche welcher der n wie V Virgi⸗ A yrer Baal, das iſt, ein er He err, der Griechen 96 vof heos uind Tagatæon, das. iſt ein Lebend dig er, Se und das 5 liſchen Deus, der uI Oellt hochſt 6 Gut ſem den lus Ge⸗ em der en? un⸗ un⸗ uch der rer 38 Sk 4˙9 Deu ſche en Sachſe en, Theut. Doͤget und Gad, das iſt w oh gewiß wahr, der Latei ner Mars, Eſaiæ 65. Cap. und aller Heyden ob—.— Himmliſcher Regent, aber der Jud zu des H Same n riſti Zeiten, Beelzebüb und Oberſter der Teuffel war, um Huͤlff und eyſtand —0 n. Ji el uinfr aget, ipiters 2 900 5 ßheit Sie wol + Ji 1 5 4 er We i — unem Theil Beyſtand leiſten. Denn die Maͤuſe hatt ten an i ihrem Bilde im Tempe ldend laſeuddie voll Le⸗ cher gebiſſen, ſie doch mit groſſem Fleiß und Kuln ſtſelbſt genehrt, und kon⸗ ſie die Seid edem Kramer, der ſie taͤg⸗ ich mahnete, noch nicht bezahlen. Sie haͤtten auch das Oel aus den Lampen ausgeleckt. Die Froͤſch aber haͤtten ſie ehemals, als ſie aus dem Krieg gekom⸗ nen und m ude geweſen, mit ihrem Quacken am Schlaff geirret. Darnach wendete der W ars der GOtt des Krie⸗ ges für, wenn den Maͤuſen ſolt geweh⸗ ret werden, wär— alle Gotter zligleich zu ſchwach, w enn Jupiter nicht den Donnerkeil—— wolte, damit er ehe⸗ 88 8 chemahls die Giganten bezwungen Katr7o dieſe el iberation n und Göttliche Jur ſorge für ſe ne e Creatur gantz und gur auf 9 und dſa Deus magna curat, parva negligit, tnimmt ſich e BOtt OStdie geringit Eelſt on geri 9 D iſ ede en von Gott Le macht die f0 11 inter al llas und Mur tis 9 ka 1 eſte en, ſind wiſſentlich uͤberga I, dat nit man allerſeitz Gottsfuschtt„Kund nicht Gottloſt he Leut darunter verſtehe, und die lieben Ki 9279— Han del fuͤrgeſchrieben werden, vo on GOtig Sachen nicht leichtferti gzu reden und zu halten gewohnen. In ſonderheit aber daß die 3 Anruffi ing/ Erhalti ing/ Schutz, und C rrettung in giothen 7 nicht dem Teuffel, oder den Creaturen, mit Gotteslaͤ Erlicheen Geſpott, ſon dern dem HErrn Zebgoth, das ſt, dem Köonige und Herſcher, ja den 4 R Schoͤpffer, Erhalter und Regenten al lek ngen eben Für gar igit, an, . 50tt 9 E Nar⸗ itlic pſeiti tloft tehe, Haͤn Ottes und rheit Ung, hen, II. en, iſt, dem en al ler ſoy 38 600 88 481¹ ler Creaturen, der kleinen ſo wohl als der groſſen, wie er ſich in ſeinem wahr⸗ hafften ewigen Wort offenbahret hat, gegeben werde. Davon das Buch der Weißheit am U. Cap. alſo redet: HErr, du lie⸗ beſt alles, was da iſt, und haſſeſt nichts, was du gemacht haſt. Denn du haſt freylich nichts bereitet, da du Haß zu haͤtteſt. Wie kan etwas bleiben, wenn du nicht wo olteſt? Oder wie konte“ T 0 alten werd n, das du nicht beruffen haͤtteſt? Du ſchoneſt aber al⸗ ler, denn, ſie ſind dein, HErr, du Lieb⸗ haber des Lebe ns, daher auch David Pgal m 148. von den unvernünfftit en Thieren fodert, daß ſie GS TT loben und preiſen ſollen, da er ſpricht: Lo⸗ bet den HErren auff Erden, ihr Wal⸗ fiſche, und alle Tieffen, 2 Thier, und al⸗ les Vieh, Gewuͤrm und Voͤgel. Und iſt demnach nicht unbillig, daß auch unſere Froͤſche und nicht den Teuffel, ſondern den wahren GOtt loben. Dem ſey Lob und Ehr in al⸗ le Ewigkeit, Amen. Hh Der Der Erſte Theil Wie der Mauſe Konig, mit Kriege ſeines Sohns Tod zu rä chen, und wie die Froͤſche ſich zu wehren, vornehmen. Das J. Capitel, Wie Broͤſeldiebes Tod offenbahret, und der Krieg berathſchlaget wird. 5 Maston(Kyotkon1 8i5 Der Si⸗ Doe Poeten ſchreiben uns diß 25* Fuͤr wahrhafftig und gantz gewiß/ 28(U 85. 483 Daß fuͤr etliche tauſend Jahren Groſſe Rieſen auff Erden waren, Titanes genannt und Giganten, Die GOtt fuͤr keinen HErrn erkanten, Wolten ſeinen Donner nicht hoͤren, Vielmehr den Himmel gar zerſtoͤren GoOtt mit Gewalt daraus vertreiben, Er ſolt fuͤr ihrer Macht nicht bleiben. Trugen alſo ins Teuffels Nahmen Groſſe Felſen und Berg zuſammen, Hoch in die Wolcken auffgeſetzt, Daß ſie mit Heeres Krafft zuletzt Wolten zu dem Himmel eindringen, Und ihr Vornehmen gar vollbringen, Biß GOtt ſie nicht mehr toben ließ, Mit Blitz und Donner alles zerſchmiß Daß Berg und Mann auff Stücken gehen Als noch an Brocken iſt zu ſehen, Und aller hohen Klippen Spitzen, Die voll alter Steinwacken ſitzen. Prpoſt Mit ſolchem Hochmuth, Trotz, und Pracht, lon und Hat auch der Maͤuß und Froͤſche Macht E. Wider ein ander Krieg gefuͤhrt, Buch⸗ Mehr gewuͤtet, denn wohl gebuͤhrt Daß auch GS TT. ſelbſt den Ungeheu⸗ ren Vollen mit ſeiner Allmacht ſteuren. Das werd ich nun ferner beſchreiben, Wer verzagt iſt, darff hie nicht bleiben enn unterdeß die Froͤſch gemein All ſaͤmtlich ietzt wolten auffſeyn, Hh 2 Hat Der Jaͤ⸗ germeiſter ſchauet ſeines Herren Tod mit an 38 S e Hat ſeines Herrn Zuſtand vernommen f Mald anko Und war ſpaͤt aus dem Wald ankommen, Der Jaͤgermeiſter Te Kerles Fer Und ſein Geſell der Butterwecker Brachten auch mit ſich ihre Mann Di e ſchautend das Elend mu an Wie e ihr Herr nahm ſeinen Abſcheid Und war ihnenr von Hertzen leid Daß ſie ihn nicht konten erretten Mit ſchw ummen oder Waſſertreten Sie lieffen zwar um an dem Rand, Beſahens Waſſer und das Land Als wenn ein Gluckhenn ſich erſchr eckt Die junge Entlein hat geheckt, Und will zu ihn ins Waſſer lauffen, Aus Furcht, daß ſie wuͤrden erſauffen; RNI oy 26 +&˖· 18 Verſuchtens mit ſchwimmen und waten Es wolt il nkein? Anſchlag gerathen, D zaſſer drang ihn durch den Mund Daß ſie als S Stenn ſuncken zu Grund, Derum— zen ſie ean zu zagen Rieffen ihm,d R5 9985 er ſ Gottes gnaͤdiger H def Noch mehrſtuchte—4 allen Ird bichen, Wolten ſie beiſſen, kratzen, dreſchen, Daß ſie ihren K daig ermordt, Das war ihr Klag, Fluch und Drauwort So kam heim das Jamt— Daß Broͤſeldieb erſoffen ſey Sie fuͤhrten auch ein Froſch gefangen, Der bericht, wie es waͤr zugangen: Den De 22 7 * Jenn K 38(O) 86 485 Damn wie derſeld aus groſſen Schrecken, ſwafft der Sich fuͤr der Schlang auch wolt verſte⸗Maus CPEO cken, Und aus dem Waſſe rkroch ins Graß Verlegten ſie ihm bald den Paß, Und ergriffen ihm bey der Hand, 1 n wand 18 3 nuſt mit ihn w undern zu Land Des Hoffe Der Kd nig aber und ſein Gemahl, Betrüb⸗ uiß ie Hoffdiener und Buͤrger all, elchrackenerſt bon Hertzen Grund 2 ſie nie emand bedeuren kunt, Als ob der Feind ihr Schloß und Staͤdte Erſtiegen und gewonnen haͤtte + Die Koͤnigin inſonderheit Kont nicht gnug beklagen ihr Lei Daß ihr einiger Erb im Reich, Welcher ſchoͤn, und dem niemand gleich, Der klug, mannhafft, und wolerfahren, Und der in den bluͤhenden Jahren, Elend im Waſſer waͤr geſtorben, Da die Seel mit dem Leib verdorben Und. waͤr noch das hoch zu beklagen, S man ihn nicht zu Grab ſolt tragen, Sondern mitten im See vergeſſen, und Froſch und Schlangen laſſen freſſen D Das klagt ſie ſehnlich Reich und Armen, Jeder wo Leids erbarmen, Seeriſihr Kleider, Haar und Haͤnd, Lieff mit der Stirn wider die Waͤnd, Fiel auff die Erd/fiel auff ihr Bette, Sucht Einſamkeit und finſter Staͤtte, 2 Hhz Kahm 486 38(00 85 ———— E—+/ Kahm doch unſinnig wieder her, Rief: We às macht ihr nun immermehr? Wie hab'n wir das verſchuldt bey GOtt, Daß wir kommen in ſolche? N othi Seyn wir die Suͤnder gar allein? Hats nicht muͤgen ein ander ſeyn SVon unſern⸗ Baurn und armen euten? Nun ſeh ich, was mein Traͤum bedeuten Achl daß mein Sohn nie waͤr gebohren, So haͤtt ich ihn nicht ſo verlohren. Nun ſſt er hin, nun iſt er todt, Das zahl den Froͤſch'n, du g'rechter GOtt, Mit ewigen Holliſchen Flammen! So kam'n Hertzleid und R113 uſammen. Nuugnb. Der Vater abrmacht nicht viel Wort, Sondern ſand Bothen alſofort Hin durch fein gantzes Koͤnigreich, Daß all wehrhafftig Maͤuß zugleich Ankommen ſo tn und ſich beſprechen, Wie man die Ubelthat ſolt raͤchen. Er wolt den Froͤſchen das nicht ſchencken, Sondern bezahln, ſie ſolt'ns gedencken. Lultge. Die Poſtrreiſet auch eilend foet, Bis daß ſie kam an alle Ort, So dem Maͤuß⸗Koͤnigreich verwandt, Und in der Na chbarſchafft bekannt. Durch Europam inſonderheit, Denn andre woh nten gar zu weit. Drauf fiengen die Maͤuß an zu wandern, Aus Welſchland, Spanien, Franckreich, Flandern, Aus 9 2 5 188 22 72 6 60 75 — 0 Tag und bey Nacht zuſammen hlich viel Maͤußmaͤnner kamen, dam uthürm g roß Wunder nahm,— W̃᷑ Naͤußzug kam? urs roſſe 2 Vermeynten, es wuͤrd ihr en Leuten Feur, Waſſ rodr Erdbeben bedeuten, Dajuͤr die— wolten entlauffen, Nicht mit brennen, ſinck'n od'r erſauffen. Und vergi engen wenig Monat, Bis alle e Maͤuß kamen zur Statt; Der Koͤnig ab'r und Surſ ſten wolten, Woher der e Daß ſie zwey Tag ausruhen ſolter Eſſen, trincken und froͤlich ſeyn, Darnach wuͤrd man halten Gemein f Iü0 itten———— Esfar Das ge⸗ 2 meineGe⸗ 80 das gemein Gert uchte heit, 05 von Ein u N Lodor eſem Ein Iẽm Vo ogel, hat im Leder Autuge. So w ohl ein nuemd Ohr, als Feder; Die h detm an alle 38 Krachen⸗ · Das chlaͤft nimmer, haͤlt allzeit Wacht, Fleucht um und um bey Tag und Nacht, Und lauſchet alle Wine el aus, Horcht ins Land/ in die Stadt und Haus, Nimmt an, was es ausforſchen kan, Sey Warheit, oder Luͤgen dran, Und ruffts aus in— Hanten Welt; Jedoch es ſich erſt furchtſam ſtellt, Hh 4 Druckt Druckt und duckt ſich heimlich zuſammen, Und will gar nicht haben den Nahmen Je mehr man aber von hmſagt, f Wo es herkomm, was es ſey, fragt? Wie denn viel Leu kde— gefliſſen, Daß ſie des G eruüchts Haͤnd el vDiſſe n5 Je ehr, und mehr es ſich ausreckt, Urplotzlich von eina Das Hausee bis in die Wolcken richt, Und tritt ohn Scheu herfuͤr ans Licht, Wander t ſchne ell durch all' Land daher Mit ſeiner 0 nder⸗ neuen Maͤhr. Und laͤſſet ſich von— 94 agen, Biß all' Welt weiß von ihm zuſagen Fuͤr ihm Land Stud t,Dor ff ſich erſchrecken, Ihr Hertz zur Furcht odr Freud erwecken lich Biderleut Sich is Zeit Ffts UFR ſagen, Beruͤcht könt billig klag ücht zum Buben ma cht, Wer ab'r eing gut Gew ſſen hat, Unſchul dig iſt der Ubelthat, Dennoch Boͤß von ſich reden hoͤrt, Lacht im Hertzen der Laͤſterwort, Gedenckt; Man huͤt ſich fuͤr der That, Der Läſterl uͤgen wird wohl Rath; Es muß doch hie gelaͤſtert ſeyn, Der ſonſt von allen Laſtern rein; Was haͤtt der Teuffel mit ſein Leuten In dieſer Welt ſonſt zu arbeiten 67 El A 2 782 ⏑ 3³ 00 St 4³⁹ Enn gut Gewiſſn und chrlichs Leben Wird nochz zuletzt in Ehren ſchw eben. Doch iſts ein Schatz, wenn g'rechte That Auch beym Geruͤcht gutZeugniß hat, ẽin gut Gewiſſen iſt bey G O Itt, en nuͤtz und noth. m öchen en kommen, Gute dah n be ey N Mens⸗ Zuerwar ten d Obviellete mch behielt geit En Schwer d das ander in die Scheid Das! II. Capitel, Der Maͤuſe⸗ Koͤnig berichtet, warum er die Maͤuſe zu ſich beruffen habe. 1— 7 GY. s nun anbrach benanter Tag, N Yund die Sonn noch am Morgen lag, Sah man a nkommen manchen Mann, Jund fuͤr des Koͤnigs? Richtſt uhl ſtan, D Datzu die Fuͤrſten naͤher traten, Darnach ſie Land und Leute hatten, Biß der Koͤnig ſelbſt herfuͤr gieng, Und alſo an zu reden fieng: Der Dieweil ihr Herr nund d lieben Leut, Maͤuſe⸗ Wiſſet, warum ihr kommen ſeyd, Koͤnis 185 O9h 5 ſpricht die Miuſt an 38 66 Sod arff es der Umſchweiff nicht viel, Meins Unfalls iſt wed'r Maß noch Ziel, Run nir mein allerliebſte Kind, Alle Soͤhne, umkommen ſind Den erſtgebohenen jungen Mann Der Wieſel aus der Wie g hinnahm: Den andern, daß es GOtt erbarm, Murner mir ſelbſt von dem Arm; tten todtet der Unfal verfluchten Maͤuſefall Den vierdt'n, der allein uͤb rig war, Un d erſt erreicht der Jugend Jahr, Den einigen Erben im Reich, Der mir gar aͤhnlich war und gleich, Den*—ů das elend Weib, rliebten, denn das Hertz im Leib, en war geneigt, dim aucl viel El hr El zeigt, hat der Froſch⸗Koͤnig Baußback 8 3 See gefuͤhrt auf ſeinem Nack, )erli lich erſaͤufft, ermordt; We r hatje ſolch S chelmſtuͤck: gehort? 0* 1 Nun iſt zwar ein allein der Schmertz, rnehmlich der Mutter Hertz, r Kinder ſind all todt; chand aber der H ohnu Spott Serachtung„Muthwill und Frrdel nd kuͤnfftige Greuel, nde uch allzugleich, 8 oͤnigreich. MRas ſolle; ſor PVachhbarnſaget Was ſollen unſer Nachbarn ſagen, Daß Baußback diß hat duͤrffen wagen, Und 2 180 8.0 Und 3³(098 491 Und unſ'r Anſehn Gewalt und Macht Darin ſo gar ſchimpfflich ver a acht⸗ 7 Was wolln di öſch wohl ferner treiben, Wenn wrr diß alſo laſſen bleiben? Wem will ſein Wel b, Tochter und Sohn Hinfort ſicher zum 0 r gohn Weil ſie meins S tver ſchont haben, Und auch ſeiner hnen Knaben. Sie werden ſie ins Waſſer t tragen Wie man von den Nixen will ſe Ja ſie w erden ſich unterſtehen, Auch mit Fuͤſſen uͤb'r uns zu gehen. Und warlich, wenn mein lieber Sohn, Mein und eur Reputati on, Und die Gefahr, ſo darauf ſtehet, Euch nicht zu G muͤth und Hertzen gehet, Wenn ihr nicht wolt mitleidig ſeyn, So ſeyd ihr die Stein. Dutziger, denn Eſel und Rinder, Unbarmhertzig r/ denn Katz'n und Kinder. Ich ſpuͤr aber aus eurem Haufen, 5 Und denen, die noc ch mehr zulauffen, Daß euch dieſe moͤrdriſche That In keinem Weg gefallen hat, Daß ich denn in Gnaden erkenn, Und iſt mir troͤſtlich anzuſehn. Wil auch meinen Rath kurtz ausſprechen: Ich will mich an den Froͤſchen raͤchen, Daß ihn de er Mord nicht komm zu Lur, Sie ſoll'ns bezahln mit Leib und Blut, Und hoff, ihr ſteht treulich bey mir Wie man aber die Sach nehm für, 492 — D& Daß bald und gluͤcklich geh von ſtatten, Wollen die Fuͤrſten mit einrathen Mein Hertzkein T roſt noch Fried erwirbt, Eh Baußback von den Haͤnden ſtirbt Damit zuckt er die Fauſt und Schwerdt Sie rief'nEr iſt nichts beſſers werth, Er ſolt mit all den Seinen ſterben, Wir wolln ſie ſchlagen und verderben, Daß keiner mehr bleib in der Welt, Wir thun, was dem Koͤnig gefaͤllt So rief n ſie all in groſſem Zorn, Und gruntzten wie die wilden Mohrn, Wie die Dolen zu Felde fliegen, Wenn ſie im Herbſt auf Daͤchern liegen; Wie im Sturmwind die Waſſerwellen, Sich mit ein ̃ rauſchn ans Ufer ſchnellen; Biſſen die Zaͤhn, ſtuͤrtzten die Spieß, Ein jeder ſich beduͤncken ließ, Er wolt die Froͤſch allein erſchlagen, Od aus der gantzen Welt verjagen Das III. Capitel, Rathhuͤlffer giebt Rath, daß manz den Froͤſchen nicht ſchencken ſolle SQeEn Fuͤrſten vornehmlich die Red σ Aus Zorn im Hertzen wehe thaͤt, Und riethen all in dieſen Sachen, Man ſolt den Froͤſchen ein Tantz machen, Da Duß 70— U 38( S 455³ Daß ihnen das Huofen vergieng, Und ſie nicht lachten dieſer Ding Inſonderheit waren ihr vier, Die ihr Bedencken brachten fuͤr. Der erſt des Koͤnigs Vetter war, Hat Krieg gefuͤhret nun viel Jahr An ſich gebracht viel Gut und Land, Rorchlt⸗ Und war Fuͤrſt Rathhuͤlffer genannt folerdt. Der ſprach: Herr Koͤnig, esiſt chwer Daß eur M j ſtaͤt kein Söhn hat mehr So das Konigreich von uns erben, Di eweil wir Alten muͤſſen ſterben Darum wir billi 9d eſen Mord en; An Froͤſchen raͤch'n, das darff nicht Wort Mich wunde rtaber uͤber maſſen n5 Daß der Held ſich bereden laſſen Und demHeylloſen Froſch vertrauet, Welchs il m haider 88rl0 Man ſo llſich huͤten fruͤh und ſpat Fuͤr die, ſo GOtt gezeichnet hat. Die Froͤſche hab'n der Ze ichen viel, Wenn man ſich warnen laſſen will Ni cht allein am Leib und Geſich t, lans Ihr Laͤſter⸗Hertz iſtl bund verſtricht Dasl ernt ich an ein m Abend Tantz Abend⸗ Da wir hielten den Firle efantz, fäbskterrt Und die Froſch aus der Nachbarſe chafft Lermen A bet'n hatten zur Geſellſchafft Da hielt ſich Blehbauch ſehr vern neſſen, Soff ſich noch voll uͤber dem Eſſen, Und wolt immer dem S See Am Reihen zu Trotz ſpringen ein 6 45⁴ 338(0) —————— Schmeckwein hielt es ihm zwar zu gut, Sagt Leber,daß ihes nin imer thut, Odr wir werden nicht Freunde bleiben, Ihr muͤſt eurn Spott mit mir nicht treiben. Aber der Muthwill war zu groß, Er ſprang ihm vor mit einem Stoß, Daß Jungfr⸗ * ItuNKin Sckyock I. er Und ihr im Schreck entfuhr der Odem, ase„EWoin NAs Gort 6 2 QAvol Schmec wein das Hertz entbr ann t, Als wenns mitten in Flammen ſtand, Biß die Zaͤhn, zogs Meſſer d d 38 Gab ihm zur Seiten einen! Schni kt/ Daß Lung und Leber heraus qvall, Und er todt hinfiel in d en Saal Da ſolt man haben Spiel geſehen, Die Maͤuß und Froͤſch zuſammen gehen/ Ub'r Todt und Lebendige klagen, Einander ſchelten, rauffen, ſchlagen, iber ſchreyen, raren, Als we Ilte Jf˖ der Haut fahren Davon itzund nicht iſt zu ſagen, Sie brachten mir Blehbauch getragen, Ich ſolt ihm be eſpreck hen das Bluͤt, Rathen, was waͤr zu ma hen gut? 60 8 Aber er war und bleb fr⸗ cks todt, Ich erſah de PVothk Ich er aber 1be Moth, ß ſein Hertz zwar ſehr war verwundt, Ab'r auch von ſchwartz Flecklein ſo bunt/ Als ich funden an keinem Thier Mein Ve Ke 4 r, Daß aller Froͤſche Hertz ſo waͤren, Und wolt mich deſſen Urſach lehr I Agbota A 66 Denn — n. denn 282 gSe 33( 88 45 * Denn ie die Goͤttinne Laton, Woher Von Angeſicht und Sitten ſchoͤn, 1 00 Dem Jupiter gebohren wol Hertzen Fraͤulein Diana und Apoll, baben. Und in Lycia, da ſie was, Mit ihm im Wald verborgen ſaß, Damit ſie Juno nicht umbraͤcht, Die nicht kont, noch wolt d ulden ſchlecht Ihres Gemahls Jupiters Kinder, Der ihrer ze iget deſto mi nder; Treibt ſie en dlich der groſſe Dorſt, Ni Wien Fuchs der Hunger/aus dem Forſ Daß ſie mit ihren Kindern gieng, Ja ſie einen Lab btrunck empfieng und kam damit an einen Teich, Dadrohr und Weider 1wuchſen gleich⸗ Und da die Bauren die Umkrochen wie ein wi de Ganß/ Rohr zu ſammlen zu ihren Dachen, Und klein Bandweidlein⸗Koͤrb zu machen, Zum Vieh Futter, zum Miſt Riedgraß, Daßihr ervielen Werck da was: Wie nun die ſahen, daß Laton Ihr Toͤchterlein und kleinen Sohn An dem Ufer danieder legt, Auffn Knien ſaß, die Hand bewegt, Als wolt ſie—— Graben, Uad ihr Hertz mit dem Waſſer laben, Weil die Hitz K 5 1 und ſie beſchwert Matt gemacht und 90 ntz au Sgez ehrt PViog*. Rieffe ndie Bauren: Weib ha meln 95 Idr es ſoll d 6; N Odr esſ ſoll dein l le gter Trun ck ſeyn. 496 Neidiſche Ach! ſprach ſie, laßt euch doch erbarn 0 len Bauru in Die klein S1 U Lieva. eahm 1it U f 0 Welchs!k ‚ L Und von ſich ſtreckten beyde Haͤ Die haben nichts, d ruft Zur Lebens⸗Noth und nicht zur Luſt io 146 Kih J Die laßt mich ihn mit W fuͤll 8 G Inofmir doch mikt— NVQIn Honnetm roch! l 2 Uen, ( Das G bſt n * Und das euch kein Sondern gnug aus der 9 2 22 N54 Wvell her Ich will kein Finger waſchen rein, Ich will kein Staͤublein werffen drein, 7 U 8 5 4 4 Nur die duͤrr—— naf 0 U kts Diß hal uten, S Sie ſprangen nein zu beyden Seiten, Wolten den N llen recht buͤßen, D 8 Nor 6 6 8 1 Ruͤ zrten den nit Haͤndn und Fuͤf ſen, — 41 8 Daß aller Unflath uͤberſchwamm 65 84 1 F luchte ndarzu noch e m Te ratena Daruͤber ward die Frau entruͤf verflucht Dafß ihr vergieng N die Bau⸗ 5 R.MMoll ern OSpt ach: W l von bittern Haß und Neid Ihr mich laͤſtert zu mein Alt Al. So geb— da Fuͤ N OiN.a Meid, alle Ir alle 2 2 (0) S. 497 Und zum boͤſen Zungen, Die nichts, denn Laͤſterwort a 11 50 en Ihre chelme ien un⸗ See bleiben muͤf Sitzen im ſa Ul len Koth und Niſt, Und. ohne? Baſſ er ni lIch cht koͤnt leben, So habt ihr Straff all g nug gegeben. Bald: var D Ver Be Uren Laͤſte ⸗ Hertz Die Bau⸗ Gezeichnet, als F Fleckleit n mit Schmertz, ern wer⸗ Die Zung abgeriſſen vom Gaumen, N5. röe Blieb an der Back bekleben kaumen, Die Haut blieb buntfarbiger Art, Wie die an Kleidern funden ward, Welch die Lapper haͤu ſer gepletzt Mit mancherley Flickwere mide tzt Die Bein wie Fuͤß an Gaͤnß und Enten, Eidechſen Klauen an den Haͤnden. Undwie ſe ſich; uruͤck gebeugt, Der Fraun das weite Maul gezeigt, Sol wuchs der Kopff da an den Rumpff, Und der Halß verlohr ſich in Strumpff, Das Maul aber blieb Gufbeſberrt, „Wie ſies zuvor aus Spott gezerrt. Da ſich alſo ſahen die Gecken, Muſt einẽr fuͤr den andern erſchrecken, Taucht ſichi ins Waſſer, daß die Kap Oben hin ſchwamm, gleichwie ein Nap, Und fuhren aus Furcht doch herauf, Nahmen zu dem Hut ihren Lauf, Als wolten ſie ungern ertrincken, Wieder zu ihrer Arbeit hincken; Aber ſie wurden viel zu klein, Und zu ſchwach auf de m Gaͤnſe⸗Bein, J 1 Kon⸗ Das Laͤ⸗ ſtermaul wird ge⸗ ſtrafft ———— ——— Konten vom Waſſer auch nicht ſeyn, Das bracht ihn Zorn und groſſe Pein, Und da ſie noch im ſelben Grimm Laͤſtern wolten, und ſchelten ſchlimm, Die Sprach aber verkehrt vermarckten Fuͤr groſſer Qvadheit ſie herqvarckteg, Schalten Bordax ein Mohren⸗Geck, Daß er nicht geweſen ſo keck, Und mit Vater Koax im Schrecken Das Weibin der Pfuͤtz koͤnnt erſtecken; So waͤren ſie nimmer gefaͤhrt, Blieben von dem Fluch unbeſchwert, Nun waͤrs zum qvad gar aus, all aus, Marcktaͤnder kaͤmen nicht zu Hauß. Wie denn geſchach, ſie blieben Froͤſch, Behielten ihr Zungengedroͤſch. Diß iſt denckwuͤrdig, lieben Herrn, Hab es darum erzehlet gern, Daß man anſeh, wie von Anfang Die Froͤſch verlohren ihren Gang, Ihrs Neids und Laͤſtermauls entgolten, Damti ſie auch die Goͤtter ſcholten An ihnen iſt das Spruͤchwort wahr, Das oſſtermahls braucht unſer Pfarr Der ſeinen abweſenden Freund, Laͤſtert und ſchaͤndet, wie ein Feind, Der ſeinen Freund verthaͤdigt nicht, Wenn ein ander ihm uͤbel ſpricht, Der tichtet, was nie iſt geſchehen, Schweigt nicht, was er heimlich geſehen, Oder was ihm war hoch vertrauet; Fuͤr ſolchem Mann ein'm billig grauet, 2 Fuͤr den huͤt ſich ein redlich Hertz. Diß iſt, ſag ich, an Fröͤſchen wahr, Gott wird ſie noch vertilgen gar, Und ſonderlich wird er ihn'n zahlen, Daß ſie uns Maͤußthier allzumahlen, Und unſern Koͤnẽ'g geſchaͤndet haben⸗, Ertraͤnckt ein ſolchen treuen K naben, Das wollen wir mit ernſtem Muth Raͤchen an ihrem Gut und Blut. 3 Das IV. Capitel, Was die Maͤuß fuͤr Beyſtand wer⸗ ben koͤnnen. Er iſt mit Schelmen-Farb geſchwaͤrtzt, Fa0 man ſich nicht uͤbereil, OerMuͤu⸗ NEsiſt wohl geſagt: Eil mit Weil. ſe Ver⸗ Laßt uns zuvor um ein Beyſtand— Abſchicken in der Ratzen Land, Welche recht ſtarcke Rieſen ſeyn, Ihr drey wuͤrgen ein feiſtes Schwein Und wenn ſie gleich muͤſſen vorweichen, Koͤnnen ſie den Feind ſo beſchmeichen, Daß alles verfault, was ſie ruͤhren, In unſerm G ſchlecht ſie den Preiß fuͤhren. Desgleichen faſt die Waſſermaͤuß, Waſſer⸗ Die am Waſſer hab'n ihr Gehaͤuß. Wuub. Dazu ſind noch die Haßelmaͤuß Mit ihren bveiten Schwaͤntzlein greiß, Sal Gemuſtert wie die Eichhoͤrnlein, t. Sollen gern unſer Beyſtand ſeyn J1 2 Fuͤr Hurmel⸗ thier/ Hamſter Fleder⸗ Maͤuſe. Spitz⸗ Maͤuſe u ihr Bifft. 0( 88 ——————————9— Fuͤ rall a Dasſſcha uff, melthier, Und Hamſter der Korn-eich Baron, Des gantze Nauß⸗ Geſchlech tes Kron Niemat d war, der es ihm nachthut, Er hat ein'n rechten Loͤben⸗Muth, Uin 1 greifft zu, wie ein wilder Baͤr, Er nimmt dem Mannthier ſeine Wehr, Dr ringt ihm at beyde Spieß und Schwerd, Dem Reuter wundet er ſein Pferd, Daß er fuͤr ihm: icht blei benkan, Muß ihm das Feld behalten lan, Darum er wohl mit Ehren traͤgt Sein Kleid mit R untwerek wohlbelegt, Wie ein Churfuͤrſt, und Bannerherr, Wir goͤnnen ihm billigd die Ehr, ffen ihn ziehen fornen an, D Ratzen ſollen nachher gahn 2 ndlich wollen wir folge drauf, Und der Haſelmaͤuß heller Hauff Die Waſſermaͤuß ſoll'n ins Waſſer ſpringen ind die Feldfluͤchtigen umbringen, ledermaͤuß von oben rein Koönnen zufuͤh ren groſſe! Stei n, Und auf den Feind in aller Eil *333 die Donnerkeil en wir ſetze àn ins Graß 8 15ſied Fröſch tod ebeiſen bald, So warten auf den Hinterhalt, Odꝛruns ſonſt anſtifften Gefahr; Denn ihre Biß ſo gifftig war, Daß Daß ſie die Katz zwar faͤngt und ſchlaͤgt I ur„ 8 ich d fuͤr ihrn Raub ſie mit ſich traͤgt Ab ebe yme tEn neccet noc Legt er! it Eßjiga di rnicht: mit Eßig die Sonff der Knohig Oel ffroder Knobl * vinek I Trinckt Wermuth was vom Gi Hat Gott wegen der ſſen Schaar dvertri⸗ Eben gar, Die ihre Stack nicht vertragen Konten, und ließen ſich verjage S pitzmaͤl uſe B friſch dgab viel Ehr u res D Koͤnigre fi 0 — Kriegs⸗Oberſten zugleich Ncht finden konten Huͤlff noch 0 Rath Wider der aAKIUN&N. Ꝙσ Wider der Mo Hrel Frevel-That, Denn ihrer in Egyptenland Babe ert Tauſend kam'n jerannt, Mordten, beraubten Land und Leut, Eilten hinweg mit groſſer Beut Daß nicht ſi olt nack jagen Sie wieder pluͤndern und erſchlagen, W᷑ zurffen ſie Schlangen hinter ſich, Die mit ihrem gifftigen Stich Die E Egypter; zuruͤck abtrieben, Und ſie bey dem Raub ſicher blieben; Da ſey Moſes zum Koͤnig kommen, Hab den Krieg gar auf ſich genommen, Und ein groß Menge Stoͤrch gefangen, Hung grig gefuͤhret zu den Schlangen, Daß ſie die fraßen und verjugen, Darnach ſein Leut die Mohren ſch lugen, Alle Gefangne ledig machten, Mit ihm9 Raub und Ruhm davon brachten. Volten die Menſch en ſich ni cht ſchaͤmen, Die Stoͤrch fuͤr Kriegesleut annehmen, Warum wol ten wir ſie nicht bitten, it uns die Froͤſch beſtritten, nicht lang bedencken, ö Froß ſch bhenihree Schnaͤbelſ Henhes angeht, ſo iſts gemacht, —.— onnen die Schlacht, W᷑ — Die e Froͤſch Daj uͤberbleibt wed'r Haut noch Haar und wo ja etlich bleiben ſolten, Die ſich in See verkriechen wolten/ S0r owollen wir ihn untergraben, Daß ſie kein Waſſer darein haben, Son C00 8K 905 Sondern im trocken liegen blet ben, ane ſie bald vertreiben Dar um nur immer fri ſch d Aran, Ich will nicht ſeyn der letzte Mann * Das V. Capitel, Fuͤrſt Reißmehlſack warnet fuͤr frem der Voͤlcker Beyſtand im Kriege. R N Ach dieſem fieng zu reden an Ein wohlve erſuchter Kriegesmann De⸗ Cofftmal hls war dabey geweſen, Da man ſtaͤupt mi t dem Elſen Beſen, Var auch vielmahls gar hart verwundt Wie mans an Narben ſpuͤhren kunt, Trug jederʒeit ei in Buch ime Buſen, Oder in den Welſchen Spitzhoſen, Und war Graͤntzverwahrer das mahl, Gutes Anſehens uͤberall, Fuͤrſt Reißmehlſack gar wohl genannt, Dielt ſe in Spieß in der rechten Hand, Und faßt mit der lincken den Degen, Von Hertzen M uth war er verwegen FürſtRatht huͤlffer redet gar wohl, Sprach er, wenn ich aber auch ſoll Bedencken, was uns nutz moͤcht ſeyn, So deucht michs beſt, wir bleib'n allein, Laden zu uns nicht ſol che Gaͤſt, Die uns biſſen aus unſerm Neſt. Ji 4 Wenn Iawmürd ſichds⸗ Dawuülro ſichod Denn ſolcher Krieg, wie er vorſchlaͤgt, Der Unkoſten zuvi iel austraͤgt, — 2 5 C 4 oyt G618 Solch'r Krier zum An Ha kungfordee„Dedd⸗ 1 Zumu For Ge das mit gutem Fug: tGluͤck darbey, ngleich Pa uthey, rck'n regieren alle Sachen, Und uͤbervortheilen den Schwachen, Wo Beur gefaͤllt, da ſeyn ſie friſch, Wo Schlaͤg gefall n, da a flieh'n ſie riſch aſſen andre fein im Sti 00 Wolt des jemand beſ⸗ ren ſich, 2 S oricht uſteinen Aufle Den man offtm ahls nicht zwingen kan, Drauen das Feld gar zu verlaſſen Oder wohlzun Feind hin zu paſſen Und g'rathen ſolch ungleiche Ding, Wie es mit zweeir sSgcfon atona Toͤpffen gieng, Einer war Ertz Der Eh⸗ Der ander ſch hle chter d⸗—— Stunden am Ufer alleb Topff fah⸗ Sich umzuſehen kurtze— Bis ihre Schiffleut wieder kaͤhmen, Sie in ihre G rſam naͤhn jen, Da ergoß ſich, uͤbe rVermuthe n, Ein groß Waſſer mit ſeinen Fluthen, Erhub die Toͤpff, und fuͤhrt ſie hin er irrden Topff ſah aus gar ſchlimm, Furcht ſich, er wuͤrd ans Ufer ſtoſſen, Er wuͤrd erſaͤufft, und voll ge egoff ſen, Bat de rw egen de nEhren⸗ Topff Wo olt ihm helffer ö halten der mKO pff, 8 2 8. 2 aß er ſo nicht duͤrfft untergehn, Er wolt ihm wiederum beyſtehn. 2 8 Der Ehren⸗Topff ſagt: Warum nicht? Ich will mich zu dir halten dichtz Und ſtreckt damit ein Fuͤßlein her, Welchs des an ern Topffs Handgriff waͤr: Wie aber der 1e EL be 1 Daß er ſich 448 Doch zu leicht in? Ruͤckt ihn die Ind ließ ihn mit eit „Auf dene Ehrnet Dawar der arm Verm—— D oͤpff, „Sotten ſick zu ihrs& Der—.—— den E Daß er im Wald —(0 8E ——3————— dizene Undeine ſchöne Tochter Eichban⸗ Darumf ſchick er zu— und bate, geiche Daß er die gaͤb ſein'm Sohn zum Schwaͤ⸗ Und daß ſie im Thal bey ihm bleibe; gerſchafft · Der Eichbaum wolt die Wohnung ſehen, Alle Wald thier kamen mit gehen; Eh ab'r 5 frag t, wer ihn gebeten? Wanꝛ Vater und Sohn gar vertreten, Und lernten auch mit groſſem Schaden, Ungleic Freundſche afft ſey nicht zu rathen; Darauf die Diſteln nunmehr ſehen, Lieb'r allein, denn beyn Baͤumen Eben Denn, wenn gleich all's geraͤth zum Beſte Gewinnts doch den Ausgang zum letzten, Daß, welcher den andern vermag, 8 teckt und verkaufft ihn bald in E Sack, Daß der Schwaͤcher muß haben Sche ad, Od'rdem Starckend enen auf Gnad Wies den Taub'n und Habichten gieng, 69t Wiedas Pferdſein Reuter empfieng, Enheben Denn wie ich in dem Aſaph laß, den Ha⸗ Salomonis Singer was, dicht zum 186 Schutz, Wolten die Tauben nicht m ehr dulden, berrn. Daß die Weihen, ohn all's Verſchulden, So fein Alich ihnen ſtellte n nach, Wolten mit Krieg ſchlichten die Sach; Dieweil ſie aber von Natur Waren furchtſame Creatur, Und zwar mit Fluͤgeln konten ſchlagen, Det nAngriff doch nicht durfften wagen/ So muſten ſie ein' n and dern wehlen, Ium des Oberſten Amt befehlen, Der E *ν 5 5 7 7 2 Der 2 33(0) 88 50⁰ Der zu regieren wuſt das Werck, Dem nichts mangelt an Muth und Staͤrck: Denn beſſer ſey der Hirſchen Heer, Welcher Hertzog ein Loͤwe waͤr, Denn ein Kriegsvolck von eiteln deuen, Die ein Hirſch fuͤhrt mit Furcht u. Scheuen: Dazu ward der Habicht beſtellt, Ihm allein befohlen das Feld, Daß er den Krieg ſolt gantz regieren, Die Tauben widern Feind anfuͤhren. Selber mit ſtoßen, reiſſen, beiſſen, Aufder Weyhen Haufe zuſchmeiſſen. Ob nun gleich der Habicht ankam, Die Beſtallung willig annahm; Gedacht er doch, ſolt ich den Weyhen Zum Krieger und Moͤrder gedeyen, Das gaͤb mir viel gröſſer Gefahr, Und nutzet mir nicht um ein Haar, Weil ihr Klauen ſind ſcharff als Graten, Und das Fleiſch nicht wohl taugt zu braten. Ich muß meine Haut ſelber ſpahren, Und nicht zu gar geſchwinde fahren, Als ob ich auf Gelegenheit Noch wartet, bis zu rechter Zeit, Die B'ſoldung wird doch wohl fort gehenz Sein Vortheil muß ein jeder ſehen. Wie er alſo ins Taub'nhauß kam, Und ſein Gelegenheit vernahm, Da griff er nach den feiſten Jungen, Schwang mit derſelben Blut die Zungen, Sagt doch, er waͤr ihnen nicht gram, Ohn daß ſie winſeln nach der Amm, 3 —+ 2 2 2 12 ◻ υ⏑ 2 — — — 2 2 2 2 E — hen muſt, 11 ffw el 1 1ck cc nit det 44 B 505 —— —— 7 FAloick Neicht, U )aß niemand⸗ 2 2 Und das Das ſa hun 1¹ Biß au groJ ne Zuno 97 16fio Gäbs 1 t 8* pitz t die Ohren, klopfft mit dem S 0 want Naſ', ſchickt ſich zum Schnaubt mit der Na — der Hi rſch Hori lung, 8 * 1 5+ An* f 0 Als obs ihm waͤr zum Spott gefſ ſchehn, Rituntk Jochmuth nicht or⸗ De er Hirſch*— mit glei hem L auff, War doch noch leichter auf den Beinen, Denn vor der Pranger wolt vermeynen, Sprang ihm fuͤr, bot ſein Haͤupt und Horn, Wojltſchlecht ſaͤttigen ſeinen Zorn Praugerfuͤrchtet d der Hoͤrner Spitzen, Wolt die Feibel nicht laſſen ritzen, Flucht dem Hirſch, den groſſe n Chriſtoffel, Schlug hinten aus mit ſein in Pantoffel, Traff doch wenig, denn der Hornung War zu fer tig hinweg im Sprung, 9 t hernach mit aller Macht Is Pferd, daß ſein Hirnſchedel kracht, Bisd b0sPfer d muſt die Weyd verlaſſen, Nehmen zu dem Mannthier ſein Straſſen, iſt, Klagt 7¹ 5⁰ 38(88 +2 Klage ihmd die Sach, bat ihn um Rath, ſucht Zu⸗ Erbot ſich mit Danck zur Wohlthat laant dev Denn wennd das Mannthier ohn Beſchwere en, Mann⸗ Zu Rettung ſeines Guts und Ehren, tbiere. Auff ihn wolt ſitzen mit ein'm Spieß, So wolt ers tragen gar gewiß, Daß es den Hirſch erſtechen koͤnt, Das Wildpret es ihm gerne goͤnnt Das Mannthier ſagt es zu, zu wagen, Aber es waͤr nicht gnus am tragen, Es g'hoͤrt dazu Zaum und Gebiß, Daß es den Le auff regiert gewiß Denn in Kriegen ſey alls verlo hren, Wenn zuſamm'n gerathen zwey Thoren, Da einer hie will ruͤcken fort, Der ander an ein andern Ort. Es muß einer ſeyn, der regieret, Und wie er will, die and ern fuͤhret, Dem auch die andern folger Sonſt muß mat n Gluͤcku id Siegs entbehrn. Der Vorſchlag Prangern ſchr verdochtz Damit er ſich ab'r raͤchen mocht/ So gẽdacht er, ich will alles wagen, Wird nur mein Feind, der Hirſch, erſchlagen, Kan mich der Arb beit nicht gereuen, Ein Kriegsmann muß Gefahr nicht ſcheuen. Das Mannthier legt ihm an den Zaum, Daß von dem Maul abfiel der Schaum, Und macht an ſeinen Schuh ein Dorn, Weil noch nicht erfunden die Sporn, Nahm auch ſein Bogen, Schwerd und Spieß, Das Pferd willig aufſitzen ließ, 1 nd 6 Ab Un 2—— N, hrn. gen, len. hieß, Und 38 0 0) Sk⸗ 511 und lieff damit dem Hrrſch en zu, Der ſtund beym Waſſer in der Ruh, Beſah ſeiner Hoͤrner Geſtalt, Der Wie in ein m Spiegel abgemahlt, Hirſch Und ſprach bey ſich ſelber alſo: Nun bin ich doch von Hertzen froh, duͤſſe Daß mir GOtt aus beſonder Gnad So ſtattlich Hoͤrner geben hat, Damit ichdas Pfe rduͤberwonn ien, vonr Allein behalten Wieß und Bronnen Und wenn ihrer g waͤren zehen, Ich wolt nicht aus dem Wege geher Ich wolt mi ch fuͤr Harn nich t ſcheuen, Haͤtten ſie zum B eyſte ſtand den⸗ euen Schand iſts nur, daß il ör, meine Beine, So zart ſeyd, ſo ſe Hhmal, ſchebach und kleine, Daf ſich mcheuer ſchaͤmen muß, Wau, ich anſeh die ePferde Fuͤß, ig euch mir zum Spott auff der Straſſen, Ahpweltenl hauen laſſen. So ſagt er, Beſorgt kein Gefahr; So bald er aber ward gewahr, Daß ſein Feind um Huͤlff hat geworben Beſſer geflohen, denn ge ſtorben, Sprach er. Und lieff eilend und ba Vom Waſeer hi lab inden ABlld ld, —wꝛ⁊˖ͤ,— Ween in Haaß ſpringet fuͤr den Hund, Der nach ihm ſchnappet mit dem Mund. Aber das Mannthier ſchoß in Eil De Ihm durch den Ruͤcken etlich Pfeil, Hirſch und das Roß ſetzt tapffer hernach, wird ge⸗ Zu raͤchen ſein erlitten Schmach, ſcoben Bis * Ur d bat den Das Pferd ſpra en du auch we AS 9ꝗ Dei ner Damit + Dem H Da ſagt das Pferd Nimm ihn nun hin, d Du muſt den Hir auch. Holtz fuhr Und N 8 um ch n Stoltz und gro oltſt an mir 8 Mannthier ſeinen Spi eß rſch im renn't I 1 N ern ſehr, ne och vielt hs Geſtraͤuch, Haut ſtreich, 1 hieng imen Zinck; 1 lehr, onen n,„ichwuß belohnen n Muthwillen, erfuͤllen 1 + durchs Hertzeſ tieß. GoOtt ſey gedanckt, Daß ich meinen Will und⸗ meinen Feinden ſo vergolten, Die mich auſſm Lan — n hab erlangt, d verjagen wolten. mein Mannthier, Vier 7 ich aus ſein Kleid ab Das We il all E8 Keibet So Ilt auch umzieh'n! gefangen. Damit ich Mehlb h d en z D iſt ſehr w oh igekachel, m 711 zu N ü U hel lehr zu leid V. den Zaum, nach meinem Raum. Iunthktor nat nuthier ſagt: 8 5muß nicht ſeyn, ir tragen heim, — 8 Ibr aten 7 ffen die Muͤhl, bekomm die Fuͤll, Zum mGbratens Kuchen back, und Brod, Davon goͤnn ichd Inſonderheit wo du mein dir auchd Die S chrot, Sa iſt Auff dich auch anheim reiten laͤßt. Das D —— 84 8 8 (079 88 573 ——————— ⁰=— Das Pferd hielt ſich gar ungeſtuͤm, Warff ſich die Quer und in die Kruͤm, Wolt den Zaum im Maul gar zerbeiſſen, Und mit Gewalt ſich hinweg reiſſen, Oder den Reuter gar abſetzen⸗ Nicht mehr leiden das Dornen⸗etzen. Aber das Mannthier nahm ſein Schwerd, nen Und ſchlug ſo gri mmig auff das Pferd, Sti ieß es mit ſeinem Stacheldorn, Daß es aus Schreck die Sprach verlohrn, Und aus ſeiner lieben Freyheit ß. Komm'n in ewige Dienſtbarkeit. Neidhart, Eigennutz, Kind'ſcher Rath, Verrieth auch Rom die maͤchtig Stadt Das heiſſet eyffern, und ſich raͤchen Durchs Feindes Hertz ſich ſelbſt erſtechen; Das heiſt auff maͤchtig Huͤlff⸗Geſellen Sein Vertrauen und Wohlfarth ſtellen. Daß wir die Gfahr wolten ausſtehen, Kan ich gar nicht fuͤr gut anſehen. 10 Das VII. Capitel, Von der Fledermauß und Storchs Beyſtand. 1* ſonderheit laß man zu Hauß 8 NdDie Lichtſcheuende Iledermauß: wird zum Denn als die Vogel mit den Thieren 3. Auch pflegten ihre Krieg zu fuͤhren, Wann die Maͤußh atten Uberhand, So kam ſie bald zu ihn n geranntz Das Kk Sah Sah ſie aber die Vogel ſiegen, So wolt ſie unter ihnen fliegen MWenn man ſie darum ſetzt zur Red Sagt ſie, daß ſies vorſichtig thaͤt, Ein Wandersmann ſein Kleid verkehrt, Wie das W'᷑ etter und der Wind lehrt; Wile be Bis kein Parthey ſie ledenwolt Daß ſie am Tag umfliegen ſolt Als der nicht ſey zu trauen mehr, Weil ſie zum S chelm gemachet waͤr Der Der Spitzmauß iſt auch nicht zu trauen, . S ie kam einmahl zu meiner Frauen, tiger 810 Warb ſich mit guten Worten ein, Mein d Frau wolt ihr auch freundlich ſeyn, Both ihr zu einem Kuß den Mund, Abr ſie biß ihr die Naſe wund, Daß mein Frau achtet ohn Gefahr Dieweil die Spitzmauß ſchwanger war Und das vielle icht aus Fuͤrwitz thate, Endlich ſie den Tod davon hatte Und zwar olche Freund dbe n egehr ich nicht, Die ſich freu'n, wenn mi mir Leid geſchicht ᷓ. 1 Die mich noch ſelbern niederdruͤcken, Mi.AK- 318 1 Richt helffen, wenn mirs nicht will gluͤcken K 0C 2NOIFöIucfa 8 1 Der Das Beden ken müß ich auch ſagen, Storc* nFan n Will fragen— Elher Wenn man von den Stoͤrchen will fragen; Mäuſe. Denn Weitzmaͤulcher Mann, Pflag in der Scheun ſein Hauß zu han 1d Mannthier Weil aber die Katz ut Fraß und ſchlug ſeiner Kinder vier, Wolt er unter des Storches Neſt 2 Suchen ſeine Wohnung und Feſt. Indem Del yndem * Der Storch abr ſprach Biſtu der Mann Fuͤr de omi Rimmorſchl 17 VUI emn nminimet ſchl ſfen ka 1 f z Sondern kre Uchf beißt all 1* 168 J„ 11 0 17 In meinem Bett die Qver Krum, Tüng ir KGocal Thuſt mir in meine mMauß Gewalt; 8Oft ei Das hat dir GOtt einmahl bezahlt. Schuldigen finden, „Unddem Vie elfraß das Maul verbinden! ch will dichs auch 1 genieſſen. Dam it fraß er ihn auff ein Bißen Der ſprech ihn an, der rn will ſterben, Ich Wi ll d le Sachl b ey ih meni ch t werben. Uber d as, wenn alles iſt ſchlecht, Wiekan 6 50t Der Eſel wird Der Beyſtand ſich gehalten recht, des Fuch⸗ undder Feind alſo iſt geſchlagen,— 8 2 Jaß me in von r Beut ſoll umfragen, Lehrer. So will der Starck haben allein, Was man uſolt theilen ingemein, Und geht alſo, wie man will ſagen, der r wolten jagen Der Fuche 8, der Eſel, und der Leue, Auff gleiche Beut, Gefahr und Treue, Kt 32 Und + Jaß mit einar 6 338(09 85 Und da ſie vie el zuſam men bracht, Gab der Loͤw dem Eſel die Macht, Daß er den Raub austheilen ſolt, Wies billig ſich gebuͤhren wolt Der Eſel legt drey gleiche Hauffen, Und ſprach: Man laß das Looß nun lauffen, Wers erſt odr ander wird ertappen, Gleich Bruͤder tragen gleiche Kappen. D er Lower⸗ eor immt, und griff zur Stund Den Eſel bey der Naſ' und Mund, Zwang die mit ſeinem Maul zuſamm, Daß kein Luͤfftlein her auſſer kam, Bis er auch endlich gar erſtickt, Die Haut er ihm vom Kopff abruͤckt Daß er war allenthalben bloß De as Blut hefftig herunter floß, 1ih uſolie 0 nfuͤr todt, tZor Fuchs übes Derdngekteks in wenig nahm, r alles 8 zuſal mm, Und ſprach: Dasg ehoͤrt euer Staͤrck, Ihr habt angefange n das Werck, Und die groͤſte Arbeit gethon Dem Arbeiter gebuͤhrt ſein Lohn, Wie die heilig Schrifft ſelber ſpricht, Darnut0 looſens nicht Der Loͤw lacht den Fuchs freundlich an, Und ſprach: Du allerliebſter Mann, Deine Theilung iſt lobens werth, Lieber, wer macht dich ſo gelehrt? Der Dodcor in der rothen Muͤtzen Als er fuͤr euch muſt niederſitzen, —— 2 7 G G 38(60) 88 r- Sagt der Fuchs. Es iſt kein Thorheit, Daß uns klug macht eins andern Leid Darum halt ich, man ſeh wohl zu, Daß unſer Beyſtand nicht ſo thu ffen, Das VIII. Capitel Daß Einigkeit auch durch geringe Leute viel ausrichte. 1 Juletzt ab'r, wenn ich recht betracht MVUnſer ſelbſt eigne groſſe Macht, Und wie der gringſte aus dem Hauffen Ein in Elephant pflegt zu entl. auffen Hab'n wir Mannthier mbiſen todt, Ihrer gantze Land voll verjagt; Und wollen jetzt ſeyn ſo verzagt. Dadi ie Philiſter GOttes Laden Der: Den Juͤden nahm n, zu ihrem Schaden, Paer Hiel lt nicht GOtt ein die ſtarcke Hand, Jund ſchickte uns inihre Land, Daß wir den Acker und die Scheur Pluͤndern muſten zur Abentheur Als wir noch thun, wenn fremde Gaͤſt Machen werden ein ledig Neſt, Das Vieh wegtreib'n, die Baurn erſchlagen, Die Jungherrn in die Staͤdte jag'n, So koͤmmt der Hamſter, Ratz, Feldmauß, Zu den Bauren in Scheun und Hauß, Steigt hohe Tre epp'n und Boden an, Des ſich verwundert jederman Sagt Kk3 Warum Pharao⸗ nis Plag Bienen Einigkeit virn II tköl Hr 8 Konigs riin Mauß haͤlt in Egr Griechlſchen Uderſchriff K Kotfyt Ol 90 rißft Nrttt oir Uarzue + 11 ftoane Eyſen u nicht die Froͤſch wehr 1gon8 igelie tenle *— Aeder tam l Schild ſolten leben, ck widerſtreben. 1 Jand mui Hand and nen ſchnell Nn numen, nicht wohl bekommen, Croja weiſen; 2 III Al — 38(C0 8K 5˙9 Ameiſen Werh alt die klei n'n Ameiſen werth, Die ſo elend kriechen auf Erd N eoch jagt uns all ihr E Ci inigkeit, Wir laſſ'n ihn hren S tand ohn Streit Was ſind die Laͤuß verachte Thier, Mit einem Schnall ſchlaͤgt man ihr vier, Noch war ſo erſch reckle ch ihr Heer Daß de r C Egqypter Zar ubere er Koͤnig frey haben bekannt, Gottes Hand Laͤuſe. Dem Daß durch ſie ſtreite Sie haben auch mit ihren Mannen, Erwurget gr auſame yhrannen, Die keinen Leuen fuͤrchten ſolten, Und GOtt im Himmel pochen wolten Als Hevodem von Aſcalon, Jund Antipas ſein gleichen Sohn, Die vor Gottes Sohn und die Seinen Aus der Welt zuver ilgen meynen Antioch'n, der die Juͤden plagt, Honr—— der Prediger verjagt, Als er der Wenden Koͤnig war, Kaͤyſr Neno lph ſtand dieſelb Gefahr, Meren Kirch ihr Guͤter nahm, n. Der Roͤmer Sylla ſo umkam A0 Tyrannen mit ihrn Geſellen, Die zu lang waͤrn hie zu erzehlen Ein entzel Flieg den Pabſt umbracht, Der ſich zu Gottes Vormund macht, Kein Volck iſt ſo ſchlecht in der Welt, Wenn ſichs fe in an einander haͤlt In Bruͤderliche er Einigkeit, Hat wol in ach tdie G'legenheit, Wet Weiß Fliege Weißlich Krieg fi het, und eilt geſchwind, Das ſeinen Feind Mchener rwindt Es wolt denn GOtt das G ucht geben, de Nont Soy 6 Denn wider GOtt iſt en icht zu ſtreben Das IX. Capitel, Der Ochs und Eſel ſtuͤrmen mit ihre Geſellſchafft ein Waldhauß. S lag ein Schenckhauß vor dem Holtz, Darein wohnet ein Kruͤger ſtoltz, War ein Reuter⸗Raͤuber geweſen, FJav lach u1 ch önckon or leſe Darnach zu einm S encken ebleſen, Das bey den Jungherrn, wie ihr wiſt, Der Re 93 2 Uter beſt Be ſoldund iſt, Der meynt, weil er kein Nachbarn haͤtte, mand, was er thaͤte, L. 8 Trieb ſ ord, Daß es GOtt en dlich ſah und hort, Und ließ den S lm, mit Hurn ur 1d Buben, und Hofeſtuben, ——*„ B litz und Feur verbrennen, So lernt er G—Ottes Eyfer kennen 0 U SIJotmo Kouv öinhor.8 Dieweil aber keiner uͤlff th at, 1 SKorhltol Ni In? 4 Und Uberblteb al llein di E Staͤtt 7 Im Holt nach dem Schrecken zuſammen Se echs elend Haußgenoſſen kamen, D er L chs, Eſel, Hund, Katz und Hahn, Die Gans war auch nehrlich entgahn Die eſ⸗ lb ihr groſſe Noth beklagten, Dief A MII( vf N Wie tel zent 0 mimen war en, fragten, d. Wosſie ie nach den 33 Sachen, Nun hinfort wolten ferner machen, ben, Daß ſie nicht— Wolff und Baͤr, ˖ All wilde Thier waͤrn ihn gefehr Da ch der Hund, er haͤtt gehort Des Hun⸗ Von zren Gaͤſten offt die Wort: des Rath. Als man— zaͤhlt und ihret Eh denn& Ch riſtu 8 6 Und die Mannthier bo Sey ihrer Diener g oltz, Unſers Geſchlechts, Pfer „„Sch af, Gaͤnß, Huͤner, wir Hund gemein, Mit Hauffen von ihnen g Seyn in den Wald und gezogen nns aber allen ſo g fiel , olt er ſie ſaͤmtlich alſobald Zu einem Hauß bringen im Wald, Das Zimmerleute bauten faſt, Hielten darinn ihr Kuͤch und Raſt, 4 uben, Als ſie ehmals zu Winters⸗Zeiten jm Holtz die Stadt⸗Gebaͤud bereiten nen, Herne ach waͤr ſein Herr da geweſen, Wenn er die Kauffleut uͤber leſen, Ihr Geld, und Waar zur Straff genommen, Daß ſie nicht bloß vom Jahrmarckt kommen, en Sammt, und S eyden mi tt ſeinn Geſellen, Aus sgerheiltnachd der langer 1Ellen. „ Es haͤtt Nothdurfft zu allen Dingen Was die Frebeuter lieſſen bri ingen, Ut— ritten hernach wider heim, Lieſſens ein halb Jahr ledig ſeyn. Wet Kk 5 Kaͤm im Zeit, kaͤm Rath, und ferner That, Sie w— eus wagn, auf Gotts berath Zogen darauf hin für das Hauß, ell a al er niemand kat i heraus, ir fe r4 verſch loſſe ſe en war Blieben ſie in gleicher Gefahr, Und halff nicht, daß der Hund umgieng, Die Naſ' fuͤr alle Rißlein hieng Und roch/ wer da verborgen lage, Und die Katz nach den Fenſtern ſahe Des Och⸗Bis der Ochs ſprach: Was ſoll diß Weſen, ſeu Rath ö5 — Thuͤ jcher ſchelt, gemeldt, auch Lermen blaſen; D leckt auch ſe N Mund und Naſen, Ich ſpring friſch mit hinan, beiß, wie ein Jaͤgermann Ganß, Hahn,t varn ſch wac chu ¹ dkle m/ W zolten doch nicht die Letzten ſeyn, Sondern zugleich vorn auf Fder Spitzen Den Feind mit Tatzn* abeln ritzen Hauß⸗ Bald warff der Ochs fe ſein Schwantz empor, Sturm. Scharrt mit den Klauen das Ft ißſpor, 7 Inaußen f 0 Adeund— Se chnaubt un d ſch narec rcht Mil 11 Naſ ſet und Mund, Bleckt die Zaͤhn, wie ein zornger Hund⸗ Verſucht— e Hoͤrner an einm Baum, Sprang mit ein·m Bruͤllen auff den d 28 * — Iſen, lein/ itzen + und, um Det Der Eſel ſperrt weit auff den Rachen, 2 3³ 52³ ——AWà3ìZ— Ließ ſein Hik ſchreckl NI herkrachen. Der Hund ball und die Katz murmauet, 1— 4 70in—0 Cuülio Schle d von dem Zulaufſen, Hauß Über ein Hauffet es Einwohr hren 114K 1 7 3 1 40 * lang lachten Sor ndern zur 3 kerpfort igt: Ich bleib bey dir, gefaͤllt auch mir. Die Katz ſagt: Ich ſitz auf dem Herd, Ob mir ein Maͤußlein waͤr beſchert, ö Das nach der Speiß Geruch ankaͤhm, Und ich fuͤr meine Speiß annehm; Ich ſitz ohn das gern in der Waͤrm, Ob ich gleich auch bißweil umſchwaͤrm Der Hund ſa 0 35 bleib an der Thuͤr, Zu ſchauen, wer wandert dafuͤr; 524 38( SE Wenn ich ein Haͤslein ſo erwiſch, Ich bring es der Katzen zu Tiſch Die Ganß ſagt: Ich bleib hintr der Thuͤr, So kriech ich, wenn ich will, herfuͤr, Und ſuch mein Futter in dem Graß, Ich ſchlaff auch leiſer, denn ein Haſ, Und halt mit groſſer Sorge Wacht, Es ſey bey Tag oder bey Nacht Der Hahn ſagt: Fuͤr des Fuchſes Liſt Auf dem Balcken mein Schlaffſtaͤt iſt, Da mich doch niemand muͤßig findt, Ich ruff die Stund aus, und die Wind, Ich meld auch alle fremde Gaͤſte⸗ Jeder verwalt das Sein auffs beſte Indeß erholten ſich die Thier, Die ſanſt fuͤr Schrecken ſtorben ſchier, a ſie aus ihrem Hauß entſprungen, Die Alten ſuchten ihre Jungen Der Mann das Weib, das Weib den Mann, Bis einer zu dem andern kam. Da hielten ſie Rath ingemein, Was doch das Poſaunen moͤcht ſeyn, Das Feldgeſchrey und grauſam Prangen, 2 ueiv 5 Damit der Haußſturm waͤr angangen? Ob Geſpenſt oder Mannthier kommen, Wider ſie den Krieg vorgenommen? Es gieng zwar, wie man ſagt vor Jahren, Und ſie nun auch muſten erfahren: Wenn ein Schrecken koͤmmt unverſehens, So gilt es fliehens und nicht ſtehens; Wenn ein Schrecken befaͤllt die Held, So fleucht Muth und Mann aus dem Feld, Wie DD 38(08 525 Wie muthig er zuvor auch war, So iſt er denn verzaget gar; Dennoch waͤr es im gantzen Land, Ihnen nachzuſagen ein Schand, Daß ſie waͤrn großmaͤchtige Herren, Low'n, Leoparden, Woͤlff, und Baͤren, Wuͤſten nicht, wer ſie heimgeſucht, Aus ihrer Wohnung ansgepocht Und ward fuͤr rathſam angeſehen, Der Wolff ſolt bey Nacht ſchleichen gehen, Ins Hauß horchen, gruͤndlich erfahren, Was ihre Feind fuͤr Leute waren, Weil er gewandert wie ein Hund, Obesdelk Und derhalben viel Sprachen kunt 83 Als er ab'r kam am Morgen wieder, ſchafft. Und ſich fuͤr Schrecken leget nieder, Kamen ſie all zu ihn angehen, Und haͤuffig um ihn herum ſtehen, un⸗ Fragten wie er die Sach geworben? Er ſprach: Ich bin bey nah geſtorben, So freundlich ward ich da empfangen, Ich war zur Unzeit ausgegangen ‚ Sie ſpielten aber ſo mit mir/ Daß ich nun glaͤub, es ſind Mannthier, Oder ja Feldteuffel mit unter, Mir widerfuhr nie groͤſſer Wunder. Ich kam dahin um Mitternacht, Da jeder ſchlieff und niemand wacht, Allein der Hund lag fuͤr dem Thor, Des Hun⸗ Reckt ſeine Ohren hoch empor, LSlf. Und bellt, als wolt er thoͤricht werden, 618—— el0/ Fiel mich an mit rauhen Geberden, Wie⸗ Daß d 6u Und ſprang da Vermeyntt Der Kuͤch'n Und blieb fuͤ Her Ka⸗ tzen Ge⸗ genwehr. VDes Och⸗ ſen Ge⸗ f„ Hüth genwehr. J. 3u u blaſen blaſen, daſen, Als! en Neaſen, Faßtn 8¹ LHitet 1 Gab mir dam Und Warf aFamid 4 akam ich Des C Eſels Der; Pplul Gegen⸗ 1 wehr obianſche Stiefelwiſcher, den Lermen⸗Unfug tzbuͤrſt einſchlug, vritſchholtz waͤr, iß und leider ſchwer, Stallenechtfi el hernieder, nich mit der Gabel wieder, Und igen, Une 38(0) Sk 52⁵ ———— Und warff mich uͤber ſich he runter, Daß ich leben blieb, hatt mich Wunder Ich lag da mehr denn hal Bat um Gnad bans Aber ſie lieſſ'n mi ir kei ie Rul ſſen auff mich zu, Bißi abe— erholt, Und nach dem Thor hinlauffen wolt, Da war der ein Waͤchter erwacht, Rieff vom oͤller mit aller Macht: Wacht, wacht, wacht auf, wacht auf, wacht auf, Ich g'dacht Lauff: O mein Kerle lauff . Traten mit, F D Der Poſauner bließ«e ach DesEſels Ei ilt hinten nach e Abblaſen. Als ich aber die Th uͤr einnahm, Und mit groſſer Gefa hrentkam, Der Saß der Reirſchmi id hinter der Thuͤr, 8 Grieff mit der gluͤenden Z Zang herfuͤr In meinen Schmant Boz es gleich ziſcht ——— entwiſcht, Faßt mich noch der Hund bey dem Ohr Des Hun⸗ Daß ich lieber, denns Hau— 3 Haͤ tter Det Dart 0 viß er den m erhaſcht gewiß, Den mird die eSt trohgabel al lsriß, Ich haͤtt da mi ͤſſe auf der Straſſen „Be eym Eingeweid mein Leben laſſen ch zwei f lauch nicht, we enn wir nicht lauffen, Eswi d folgen der helle Hau ffen, Und nuthn mmtlich allhie er ernerden, ie ich verſtund an ihren Worten ſ9 ——————-.8 Schreden Die Red bracht allen ein ſolch Schrecken, s. Daßjeder lieff ſich zu verſtecken,, Und die Haußleute ohn Anſprach, Bey einander hatten gemach S Hrecken S? ts, wennmal macht 8 — Feinds verſicht, nihm zujagt, in s wird und verzagt Eit Tblo od Hertz und beſtuürtzter Muth In en Fehlgriff thut, Wẽ̃ t ſtets draut mehr Gefahr, im Handel ſelber war, Wie hey der finſtern Nacht Ein rauſchend Blat ei Gre auen macht, Daß wir meynen es ſey ein Natter, Sprechen Behuͤt, Himmli ſcher Vater! Vielmehr ſolt von eins Eſels raren nüber fahren. Seſchwin⸗Darum laßt uns nur einig ſeyn, digkeit Und ohn Verzug ruͤcken hinein, dienet.„Nach dem, wie Alexander ſagt, ium Krie- edth Als ihn ein fremder Konig fragt, Wie er in ſolcher rkurtzer Zeit Welt bezwungen weit und breit? Daß ich nichts wolt bis Morgen ſpahren, und friſch bin fort gefahren Laßt uns nun auch zu dieſen Sachen, Uns ſhleng ruͤſten und auffmachen, Feind unverſehns uͤbereilen; So wird— S ieg gar nicht feil en. Wo wir aber in dieſen Sachen, Noch lange woll'n ein Anſtand machen, eeod 66 5 6 2 No M I o0 — en, cht, ihr, cht, Nater!- 2 X 2 P Vater Oads X&. Capite Fuͤrſt—— rathet, daß man alles mit lbedachtem Rath angreiffe nd ſich nicht uͤbereile. — Geneenren war ein weiſer? Nann, Wenlg Bracht ſein Bed 3 n a an verſuchte FoFörſro Krieger it? Die 15 8 den wo ohl und rec che, ſind beſſer/ en, ir wollens ſtr affen das iſt ſchlecht, den 88 5 unveꝛſuch⸗ ahren Wẽ᷑̃ 18 di le Fröſchuns haben gethan, ter Hauf Wir duͤrffen auch keinf fremd de Mann, n Wenn wir unter un ig ſeyn, So wird alles gerathen fein. 1 Es ſind auch keſſer! lig Leut, 8 DOie unerſchroc n zum Streit, pen/ —7 22 3—— ER 1 S5 85& G 5 E2 — — 8 S 0*—— —— 58 — 82 8— — 4 8 2E2E SS DSSS S 22 2 32 2 S S2— 2 S3SSSSeR* 2— S22 SC2 8 5 8 U — 2* 2 5— P7 282 2 ——— duc dern ler und ſein— So wilt du ſie bezahlet Den Eſel verrathen die Ohren. Und ber, ſchaut diß Eb entheur, akömmther mſer Cun ian, 'wen⸗Peltz a angethan. r Cuman in der Haſt, Be ey ſeinen langen Ohren faßt, ihm die Loͤvdenhaut abe, Wel groſſe r Schlaͤg ihm dazu gabe, Und jeder ſpo ttde es armen Gecken, Daß er den Eſel nicht k Ließ die Ohren o oben ausragen, — lt doch ein Lͤwenhaut antragen. Krum iſ ſts 8 cht gar ſicher Rath, Elle mit Daß man Luſt zu dem ſchrecken hat; Weſle Rathſamer u6—ꝗ— eil mit Weil, Daß man ſich auch nicht uͤbereil, Wie der Hund auch bald jungen wolt, — Weil er zu r Hochzeit ge hen ſolt, feff Lu2 Und Ruft e mne Komm 1 11 1 S2 ——— zur Welt, n fohl TChat, Was id haben bedencken 4 im Kriege naben ſehel jehen ich Sach σ 7 rickNalcFhHaf NavnvIel Wie man friſch Volck hab im Vorrath E, 2 N AleAsgHIU** 74t Wenns erſt nicht wolt gehen von ſtatt, In ti Hoc!e 6 an ſich verlieff im vor theil, die Ordnuna vern fin 6 L 4 AMA velrneut 8 me II F Bder Har F N 1 8 17 Schiff 1* Hf 4 SWill 9 D1 dichten, oͤnt anrichten ihren pflegen; rauff +. E re k Inſon — —— — ˖— in an RNas 7 Inſonderheit will ſeyn das beſt, * Vertrauen uns anſagen; nicht blinden Lermen mach Ge verdn unverwarnter S he faͤhrt We U¹ 1 Her Sac Wer Krieg ohn Auunſde fuͤhren will, Der vinnt ni cht viel. rWen dt vi ela diß— Sollen wir auch weiter und mehr RINIGCFCan Uuner AHoy KKAA Dedencken unſer all MiAu RH 8 PVi zoimli 111 Nicht heimlich J1 ſhel J b örd nfallen, Sondern daß man zuvor drey Tag ach Krieges-Gebrauch, abſag, rſach undder Orth vermeldt, Wo man ihr warten woll im Feld Und wenn ſie nicht all 0 ankommen, Alsdenn werd weiter fuͤrgenommen, Was Rath und die Zeit geben wird, Und was ſich zun Sachen gebuͤrt an thut, das thu man mit Rath nicht Reuelkomm nach der That Das wird ſelt'n oder nimmer gi We sman hn Rach und Maſſe thut. h und That, nicht mehr, J im gantzen. Heer, 0 N ſoyn„3• Der zu beſſern dran, Der ret al iff, laß ſe hn, was er k nſon SNSvAl IIAE Was der alt Friedlieb ſagen will un Kard AltsWanf 7 1f enn ſo war die—* A dauß genannt, FonMWzucbonl SWal E Den qMraufſei lieb und wohl bekandt. Wie 70 — 7 — 2 — —— 5 ſchu * 0 —— — 2 2 2 8 —— 2 2 2 Dο Æ 3 — 28 ◻ 2⏑ — 8 2 2 — S— 2— — Q 222 S 2 28 2 28 — 2 22 2 — 2 2—ο=— 7 2 2 2 —— R 2*+ — 22 — 0 —— —— 7 2 2 1 — 7 2 2 —— Na — — f˖ b E K 1 1 kt, Und denn? 5 4„ — ne X&U U Del lachet Ut 6 1 8 5* AI le Ni wä manſammlet vi 1 106 Vit 6 1 Se Har Schwerd; Daß der Feind auch desgleichen thät, Zoͤg'n geg'n einander auff ein'r Staͤtt. Was mehr ꝛfragt er. Der Fuͤrſt antwort: 10 f WMaäsr8 ꝗ hebt ſich an ein grauſam Mord, 3 Fauſend werd oyſchlage — Lauſend werden erſchiag 16 4 ch muß man halb todt!: gen 6 Vayyr. wWas ſit 82 haden tragen Alles zu Wenn ich nun auch hie geb den Rath, verſuchen— ehe man Den eh ein veat kriege Man ſoll nicht ſo ſcck Die Sackh — berd; 2 N 86 6 S 42 2 3370 ——— Noit W it M f N 0 Weil 1 E Ohn des lich h Uk ö *— Saondern nipo ondern zuvot 0 KAIA 5FIA2 FE S tir 85 Ußba bekl. Stan⸗ Stea 0 Jich Und zur Strafſ ford 6 glie 8— 4 rd den ſich manh Wacht U ht, uff ihn hielt mit guter Acht 8 Kes R ie Froͤſch nach den Muͤcken fiſchen, eunmbver Fagtihne rinaen gefa NMNaum wall 1 wonun ͤ wiril 7 f 11 ner U Foy K 5 1 an, 1 1 Nie Inktepfhan hes U Die Unterthan, R 38 urdazu leihen .— 2 Rint! POlut 55 10 Ver 5e 1 L echt 2S. SS ⏑—2 — 1— ————— 1 2 — Viel mehr, daß man den ſe bſt ur Cameel verlangt Hoͤrner. Biene bit⸗ tet einen an nic derachten Er 50 18 N0 à nicht U W Ud abrſe 1 e chefeoi Far Wu bl II8L 571 Zehn Jahr führt die G: ehl, 5ahyt rteil dle Eor ein FgZos Daes 40*1 5 Floſe SI.IE Sie kamen— FR 46* uger 4 — drachen, wollbrad ht; Lue inſer? Macht, f U — ——2 3ĩ3—— 1* 2— N 0 7 1 RKod und 3 Be V7 U Frag obes uns nuß ſei — Und gKwirde⸗ KR 6 Nongr 8 Und ob wu dadurch werden frey IE KRtS Ku ü nicht oe ehn, Nonun Wenn * o * 111 0 Ind muüfte G ⸗ 2 aF n— Als vene — a Iathnét 5 uaun, Da ſic Fommü nudem 6 Al U — 10 + 8 4 3 R Verl Leli HeC 1 zufäaüufei!— 0 1ur FPounn Rit 118596 lat 11 5„ Undt zu dem Aaß zulauf 11 8 We aKdK Kt Und brachten ſi Soffen ſich erſt am Waſſer todt 6 AüieeAKre Obs uns auch nicht koͤnnt wiederfahren W Haſe Wie den Fahren, N 9 ſe N Jie 3 zrthen aar A◻ daum um 1 2 terſtahn* II We enden U WMWoil der R Weild 1 188 8 MV34 111 Und daraus ſeine Nahrung putzt, N AN e K Wenn der kein Waſſer haben kan, Fiſch gotl Oratſiſch getl 1 an, Sandoyne ch Os ndern au N Wenn wir⸗ MaNA Was er uns h⸗ We enn nun Iun 1 196 Iille Wenn er ſich gar: Idd Sein Sohnd vonigs 8. rochte ren aͤh m, W 3— rihn d denn n guts wuͤt nſchen wolten Dobwe as wirihm guts wuͤnſchen ſolten. Das iſt J Beißheit, daß man nicht ſehe, Was einem fuͤr den Fuͤſſen ſtehe, Sot ondern wask uͤnfftig iſt hern 1 ch, Was fuͤr Ausg angf folg in der S 2 ich Dens Krieg ſoll man alleit nanfangen, Warum Krieg ge⸗ Frieden zu ſchuͤtz'n, od'r zu angen, fubret Noht, d daß man ohne all Urſack wird Sich und andern Unruhe mach Andern alles thut zu verdrieß, Viel unſchuldiges lut vergieß, Eh R nn wir friedlich dulden wo lten, aß ander bey uns—— ſolten, Das wid r GOtt iſt Natur, und Ehr, Und uns gelinget nimmermehr. —.— — 2— 0 8 0 3— 7*⸗(„„— 2 8 2 8 S— 82 22 0 222—SS S2 8— e2 2— 8 2 7— 4 S 8— ⏑ ν 2 s K J.* J 1 2 2 2388& 2. 8 S28 82838 — I 233 2— 2 2+ 28 3& 8— 2 2 S 232 —22 5—— — 2 2 4— 2—— 12 — 3 8 4 2 3 8— 5 8 A v—— 8832 3*2 ö 8 8383 2**=———— 8 2 7 2== 2 8 2·•—— 2 2. 8 2 2 3—— 7 8 1 2 23 Z5 28. 82 ——— 2 2 „ — + 8 4 — . Deln A8 R N0 3 getreten, erkant haͤtten, auffbli ieß, Der Soht Denn ihr vi iY N5 Eh hr des Sipmüiyd I 4 ehr boſes ant die Tauben Vom Geyr und Hund ſich jagen laſſen, Nimmer zur Gegenwehr ſichſtelle n, Damit ſie woͤllen, klein, ſicher ſeyn. lecht— n, eicht zu jagenz rſt E jew wal, 32 f IP. 8— ach zUr ander Sett. Drum ble ibt der Schlangen freyer Paß, Den? Aal fr ißt man o h yn Unt erlaß. us diß denddeſlen That, üun naße n mit Schlaͤgen N2 J derf— J43 — ⏑+[ W2?9———— Froſch blaͤſet ſich auf. Allzu furchtſant dienet nicht Milch⸗ ramle⸗ ckers Rath Ver 82 9 844 4 W 14 31 Se ——————— Vort Fioſte: 1iun 15 1 AÆI El Iin ccheln, 0 N eln zubrechen, f 1 18 U u K ˖ U Syan 0 Vran, 1 7 F A)e 1df N ecken, 1 1* gnicht zu lecken Röcahr 10 56 gon Far Wagen dar, land M mNannt ch ſterben Fried erwerben, en Mann, 9 1889 1** R. Die Muth und mBuſem an Alte Narren thun nichts zur Sachen, Die ſich vergebl ich Sorgen machen Wo die V ogel denn blieben all ¹ W̃᷑ der Himmel herunter fall. Sol Furck net nicht zum Streit, Zum Boten iſt ſie baß bereit Darum ſoll Alten beten, W teln af f N Nath treten, Und die Jungen Helden arbeiten, Nit lauffen, rer d mit ßbtreiten Bis ſie auch Ehr it erlangen, Damit im Alter einher prangen mich tapffer wehren, ſoll uns den Sieg beſcheren. Fuͤr mich will ick Hoff, Gs Ott Nauv G6 4 133 Denkönig Der Koͤnig ſah den alten Mann Mit ſtarrnden Augen grimmig an, zums 8. D echid does ates und ſprach: Du fuͤrchtſt der alten Haut, Fa 51C 3 5 61 1 Di* Es waͤr Thorheit, daß man dir traut, Bleib 8 8 b 0 8 2. 838(0) 888 545 Bleib immer heim und bet dieweil. Wer meiner Gnad will haben Theil, Der mache ſich in groſſer Haſt Mit ſeiner beſten Wehr gefaßt, und find ſich Morg'n am Muſter⸗Platz; Das ſey euch ein Mandat geſatzt, Da wolll'n wir die Aemter beſtellen, Und was Noth iſt, ferner befehlen. * er Izg⸗ Und du Trommeter und Herold—— Mit vier Reutern abreuten ſolt den Frb⸗ Zum See, da der Baußback Hof haͤlt,—. Und ihm ſagen im freyen Feld: Wenn der dritt Tag anbrechen wird, Daß man die Sonn am Aufgang ſpuͤrt, So woll'n wir an derſelben Statt, Da er mein Sohn verrathen hat, Ihm mannlich liefern ein Feld⸗Schlacht, Dazu ſoll er kurtz ſeyn bedacht. Gott Lob, das iſt recht, rief die Schaar, Wir wollen ihm bezahlen baar, Daß er des Koͤnigs Sohn ermordt. Damit gieng jeder an ſein Ort, Und hatt' ſonſt nichts anders zu ſprechen, Ohn wie er ſich wolt ruſt n und raͤchen. Das XIIͤI. Capitel, Wie den Froͤſchen der Krieg wird an⸗ geſagt, und was ſie dabey berath⸗ chlagen. Je ſechs Perſonen zogen fort, Nach des Koͤnigs Befehl und Wort, Mm Und 168 iKen 4 AKuu W34Ia Und mit ihm auch viel hundert Mann, 3 En 1„ U Wunderten ſich uͤber die Sach — Oarum diß blaſen 0 aſr oyWWoa igſt erwegt Uegl rachen, N + n, Uüna 4 nung nicht, N KRtSIvuI chlaächt gericht en ſeiner Cron Seebold Baußback 0 Duußf 41 V 6 od geſt Urtzt vom Nack I(ſfett at, Aus falſcher Liſt und boͤſem Rath Das wollẽn ſie raͤchen mit der Hand, ꝛuten und Land itten ag ſpuͤ uͤrt, tauf geher wird, S 2 38 0 88 6 9 Se 54 ——*— kreit, 11881 7 Und lue uin lauffen — in 5hRBiithad Oll NſU olch Dlutbad, 97+ 1 keiner verſchi hat Foit JPVoif eit die Weiber lieffen ein'm Euu an dern, ſchryen, riefen n, die See vom Feur 181 d all's zu verb eemehanferg ie klagten ihrer Maͤnner Tod, Und daßkei n Huͤlff w 0 in der No oth, Druckten die Kinder an ihr Hertz, Es war ihn mit dems K rieg kein Schertz Ver Koͤnig ab'r berief ſo fort Die Maͤnn'r aufe n beſonder Ort Stellet die Fuͤrſten, Grafen„Herren, Neben ihn ordentlich zum Ehren, Und ſprach Ihr Herrn und lieben Leut, f + 7 * hr ſo unmut 9 Wieſ th Und ſeht mich ſo unfreundlich an, Als wenn ie 8 ſchuldig daran, Und Whatt Urſack zu gegeben„ Daß die M auß 83— ngen ſolch Leben; ollen Mm 2 Des A E 0 8— 7 8 9 ν 7 0 9 888 — 8—„'b Des Koͤni igs Sohn kam u ungebeten Zu mir her ans Ufer getreten, War Schne eweiß, und gezieret fein, Klug g'nug/ aber vom Leibe klein ——4 Man ſagt/ d daß eine weiſſe Mauß Aberzlau · Veraͤnder und banlbd a8 Hauß, den. Daß weiß Elſtern, ein weiß Sperling, Ein neu'n Herrn oder Keonehelteenn 8 Und nicht, wie unſer Alten dachten, Ein froͤlich Zeichen mit ſich brachten. Wie denn ſelten, was ſeltzam war, Ohn B'deutung iſt, und ohn Gefahr, Wol 51 mags wahr ſeyn. Weil mir jetzunder Die weiße Mauß macht auch ſolch Wunder, Dieſel bwie ihr wißt, zu mir kam, Wie ich ihn auch ehrlich annahm, Da wir in Fre eud beyſammen waren, Und wolt mit uͤbers Waſſer fahren, Ob er gle ichd die Schwimmkunſt nicht wuͤſt, Wie die Zugendvormi tzig iſt. Ich widerrieths ihm erſtl lich ſehr, Darnach ab'r that ich ihm die Ehr, Gonnt ihm auf meinem“ eib die Staͤtt, Daß ich mein'm eigen Kind d nicht thaͤt, Und fuͤhrt ihn ſicher auf und nieder, Ich ſah ihn aber gar nicht wieder, Als wir das Schrecken erſt empfiengen, Der Waſſer-Schlang im Grund entgien gen. Denn er ließ Haͤnd und Fuͤß entgehen, Und blieb im Ses allein beſtehen, 791 2 3 8 er ider, eglen Da 38 C0o) St⸗ 545 —— Da er ſich doch aufs allerbeſt, Solt haben angehalten feſt, Bis daß ich ihn fein braͤcht herfuͤr An meines Schloſſes Ober⸗Thuͤr, Inſonderheit, weil er ſich preißt, Daß er haͤtt ein Propheten⸗Geiſt Hat ihn druͤber die Schlang gefreſſen, 3 Odẽ'r hat ers Mauloffen vergeſſen, Schaden Und des Waſſers zu viel geſoffen, Daß ihm der Tod das Hertz getroffen, Iſt ohn mein Wiſſen und Willen geſchehen, Ich hab davon gar nichts geſehen, Wie ihr ſelber auch werdet ſagen, Wie herrlich ich ihn hab getragen Nun ſeh ich, mancher hat das Gluͤck, Truͤg er ſeinen Feind auf dem Ruͤck Bis hin nach Rom ein'n weiten Gang, So verdient er doch keinen Danck, Wenn er ihn mit ein'm Wort verletzt, Od'r am Thor unſanfft niederſetzt: So gehts mir, das undanckbar G'ſind Sich jetzt mit Laͤſterworten findt, Will mich fuͤr euch allen verhöhnen, Mein Wohlthat mit Schlaͤgen belohnen⸗ Das wird GOtt ſtraff'n an ihrem Blut, Wie er denn damit erſtlich thut, Daß er ſie macht ſo toll und blind, Daß ſie des Friedens muͤde ſind, Und nach Schlaͤgen Verlangen haben, Sind das nicht unſinnige Knaben. Wenn ſtraffen will die GOttes Hand, So nimmt ſie ein m Witz und Verſtand⸗ Mm 3 Daß Vermah⸗Sie lauffen uns er f nung zur 11 N4. nunszu 5 Und fordern uns zum wehr Und ich hab ider fo wird zen J ni* 116 dari rabſtur An 5ihnen auck Gh l W W 9 In 1 rtrinckhen Pes Kö⸗ For ycad* Der Urſe halbn q d Ul 8 5*4 Fonnib 0 W ihr, N Out, folget mir, 8 So wollen wi kommei 9 182— e armen Thoren A1K [Iangon Ghron W̃ Aligeli Phren, 05 + § Oe N üthoe icken 5 N aufhencken, d daran gedencken 7 e r 3³(0) 88 551 Schloß bauen, und Thurm darneben, Aueit Nah hmen zu den Waſſerloͤwen, Daß wir daſelbſt die Maͤuß umbracht K 0 LND Mit Loͤwen Muth, und Lebens Krafft Das XIV. Capitel, Qvadrat wiederraͤth den Krieg. Wꝛ rum das nicht? ſprach jederman, Wir wollen bey dem Koͤnig ſtahn, onW InMNRoganN N S4 Und denen Mäuſen Brandwein ſchencken, ede ncken. K inde skind ſoll daran g Ohn Fuͤrſt Quc N Racht ſich dawider erſt beſchwer Wiederrieth allen Krieg! Und redet auf folgende Weiß: Gnaͤdigſter Koͤn'g, Eur Majeſtaͤt Halt mirs zu gut, daß ich auch red. Ich kannt ein Froſch, war jung un Eur Maj ſtaͤt Vaters Brudern Sohn Herr Qvackebruch, der hat ein Strauß Mit Nußbeiſſer, der boͤſen Mauß, Wolt olt ſich garn icht; zu friede ngeben, Er wolt der Mauß nehmen ihr Leben, Daß ſie von einem Hafelblatt Ihm auf ſein Haupt geſchmeiſſet ha Daͤs Spiel hat Weih Greiffm in ach 15 Macht bal ld ein End aus ihrer Schlacht, Erhaſcht ſie all beyd bey dem Kragen, Wie ſie da auf einander lagen, Ein Mm4 Fuͤhrt — 33222—— Fuͤhrt ſie in dr! Lufft, bi iß ſie entzwey, S chlang ſie ein, wie ein weiſſes Ey Was die Wie? wenn es uns jetzt auch ſo gieng, — Esiſt gar ein gefaͤhrlich Ding, daben. Daß wir mit Maͤuſen wollen kriegen, Die allzeit bey den Mannthiern liegen, Und lernen von ihn alle Liſt/ Davon ihr noch gar wenig wißt Sie haben auch ſcharff Zaͤhn und Klauen, Koͤnnen ſehr beiſſen, und hart krauen, Es wird ſeyn ein gefaͤhrlich Ringen, Soll'n wir einen ins Waſſer bringen. Esit auch nicht zu aller Zeit Gut Gluͤck bey argliſtigem Streit, Dadurch man will ein gantz Geſchlecht Toͤdten, oder machen zu Knecht. Der zu Ein— iegt in Weſt Sachſen⸗Land, Hameln An De Leſer„Hameln genannt, Sinoria. Daſelbſtkont man die groſſen Ratzen Weder durch Gifft oder durch Katzen Vertreiben, darum ward bedacht, Wie ein Kunſt wuͤrd zu Weg gebracht, Dadurch man ſie all koͤnte taͤuffen, In dem Waſſerſtrom gar erſaͤuffen, Biß ſich auch fand ein Wundermann, Mit bunten Kleidern angethan, Der pfiff d die Maͤuß zuſammen all, Erſaͤufft ſie im Strohm auf einmahl. Da⸗ man aber nicht gar wolt zahlen, Was ihm war zugeſagt vormahlen Wie hart er auch den Rath beſprach, Der Stadt dra wetſen dorn und Rach.. 991 en, Uen, , 38 C00 885 53 Daß er heimlich fuͤr der Gemein Nur auf dem Dorff kont ſicher ſeyn, Und eben um dieſelbe Zeit Johann und Paul feyrten die Leut, Derhalben in der Kirchen ſaſſen, War der Mann wieder auf der Ga oſen Und fuͤhrt mich ſich hinaus geſ⸗ chwin Hundert und d dreyßig liebe Kind, Die ſeiner Pfeiff folgten die Stund, „Durchden Koͤpffenberg,in den Grund Der als Waſſer von ander floß, Und uͤber ſie alſammt zuſchloß Die aber noch zu ſpaͤt ankamen/ Und di ſchreckl ich Wunder vernahmen Woe eihr Geſt ſpiel gi engen zue 8 d, Daß man ihr keins mehr ſehen kunt, Bieben beſtehn im Hinterhalt, Die Eltern lieff'n und gruden bald, Weinten, rieffen, fluchten, und betten, Ihr Kinder ſie gern wieder hatten, Sundn aber nichts auch bis auff heut, Ohn viel ſchrecklicher Hertzeleid, Denn Bethel, wo uͤb'r viertzig Kind Det Kin⸗ „Vonden Baren zuriſſen ſind, ſoött wird Als ſie Eliſa Kahl⸗Kopff nannten, Zeßtafft. Welihr Elterndie wieder fand den; Und lernten mit ſehnl ichem Kl lagen, Amder n Leuten das Spruͤchwort ſagen: Wer Geld zu rechte er Zeit veracht, Foatofft groſſen Gewinn einbracht. Diß geſchah/ als die Zahl lim Jahr, Zwolff hundert vier und d achtzig war. Mm 3 Seht 2 7— 2 82—— 128——— 12 2 8 22 122.2 ++ „ö„„ 3 7* 4 2 2— — 7 K — 5 K 5— 4 ◻=+ε 2 8 ffeS 86 12 2— 2 888. 22e 1 + 2 881 2 *— E 2 EIS&AA 2 *— 18* 8 55 9lo Nory Alle Verwe ſpricht: Ef udenmah nch RIG Jauchzer weiß im ner n, nnt, 1 4 10 * * d Flammen Ur 1ul kaͤuß ge — 6 28 57„ 338 SE Er laͤßt ſich fuͤhr en uͤbers Mwe er, Sie ſchwimme nnachmit groſſem Heer; Er ſteigt auf den Thurm Krotzwitzka, Sein Weib und Kind findt er alda, Die Maͤuß ſteigen mit Hauffen nach, Durch Fenſter, Thuͤren, und Gemach, Freſſe ſſen ihn, ſein Weib, und zwey Soͤhn, Sein Reich, ſein Freud wird Spott und Hohn. Darum wenn Gottuns ſtraffen wolt, An ſchwimmen es nicht mangeln ſolt WPer vor ergangen Ding betr acht, Und e egenwaͤrt ges hat in acht, Draus zukuͤnfftigs er meſſen kan, Den halt ich fuͤr ein weiſen Mann. Auadrats Waͤr es auch nicht ein guter Rath/ ckt zum Maͤuſen ein Legat, Ließu er Unſchu vor erklähren, Eh denn man greiffet zuden Wehren, Baͤt um ein Frieden und Vertrag, Schickt auch Geſchenck, das viel vermag; Dem bell'nden Hund verehr man Brod, So hat man vor ſein m Zornkein Noth, Denn der Krieg, wie er ſich auch wendt So nimmt er mit Schaden EnEud. Beſſr iſt Fried mit Beſchwerligkeit, Denn Krieg mit eitl Gerechtigkeit. 3—— h⸗ At und 7 nag; IVLVV NIIIIIN Das XV. Capitel, Watarachs widerraͤth dieFeld Schlacht und wehlet die Belaͤgerung. Gi Watarachs auch dazu ſprach: N Ecs iſt ein hoch bedencklich Sach, Daß wir wiſſend, und zuſehend, Etuͤrtzen ſollen in ſolch Elend, Wegen ſolcher ſchlechten Urſachen, Das ohn Zweif lunſre Suͤnden machen, Die GOtt endlich zuſammen raffen, Uns ohn Barmhertzigkeit wird ſtrafen Und hab offtmahls daran gedacht, Wies jedermann ſo ſeltzam macht, Wir lebẽn in aller Sicherheit, Verachtung GOttes, Haß, und Neid, Unterdruͤcken, morden, und freſſen Alle, ſo uns zu nah geſeſſen, An Bienen, Muͤcken, Wuͤrm, und Fiſchen, Daran wir ſchier die Fuͤſſe wiſchen, Und ihr keins hatt ein ander Suͤnd, Ohn daß es ſich nicht wehren kunt. Der Staͤrckſt hat allenthalben recht, Der Schwaͤchſt iſt ein geplagter Knecht, Ver oben ſitzt, der laͤßt ſich gruͤſſen, Und tritt die Unterſten mit Fuͤſſen; Wie die Vogel, ſo oben ſitzen, Die im Baur ſeyn ſchaͤndlich beſchmitzen. Der Ehſtand iſt auch gar unwerth, Unzucht Waſſer und Land unehrt, S e In It on eAIagsosvockt E4¹ Nο Denn wegn der Ungerechtigkeit WW 5 5Itt 1 aun Bringt! tt ein Reich auf guter Leut (Fas MVNynd Kr U 9 A war, X, 1* 1 Otßel ο * + 7 ihrn Cra ꝛ'n geriſſen, 8 Ju ¹ Tob,* N 7 4 30 kſcher Pfeil abfuhr zu GOtt, —* 1 nt znſte jer 1 N Ind L (Bfiobhtof Cviol* 0 Giebel 8 chrieben ſt and: 4 1 1 Ke Me ie Ai n, und ihr Wort ſe WI 8 hielten 8 5 24nN od'f AKuail De andfried'n untreulich ſpielten, Y u I5. Kinder Ritter worden, Inahmton Küinahorr den Ind ch annahmen Jungherrn Ordel,, Und 1— 8 yrlich Frau'nſchmuck trugen, ½u Fankt'n 1 2511 0 501 raubt'n, und Leut erſchluge) Ja 2 —— ˖+wwñ l le de U ut. Wo der Krieg erſt wird angenomt Krieg iſt das allergroͤſt Elend, ar, Das all ermordt, betruͤbt, od r ſchaͤndt. Darum achtt ch,es waͤr wohl noth Wotor⸗ ſen, Daß wir uns verſoͤhnten mi it GOtt, Kalh. Ales, was unrecht iſt, abthaͤten, Ott, Um Gr nade, Rath, und Be eyſtand beten. Es waͤr⸗ auch rathſam, nuͤ Itz und gut, Daßmaneber Geo, geb denn Blut, ort. Wie Fuͤrſt Quadr⸗ Awethlch bericht. Jur freyen Feld⸗Schlacht rath ich! icht: en, Denn ohnd das, Daß die Mäuß llzeit Beyd den Munnchternlernenden Steet, Orden, Und wir durch 83 Fried, und Ruhe, „ Derlernet h hab wie man ihm thue; hlugeh/ Ja jeder fuͤrcht ſein Weib und Kind, 8 Daß—— 5 4 * Wenn 560 7 0 8 S 1 Wenn erfi ir den Feind fallen ſolt, er lieber davon ſeyn wolt. Sot hat au chd mehr Muth und M acht, Mehr Re 0 und Nachdruck in der Schlacht er anfaͤht, und anſagt den Tod, Denn der ſi wehren muß aus Noth. Mar nſch hla 10 di 10 Feldſchlacht zeitig Abe, Weil man dazu kein Urſach habe; Kans aber ja nicht anders ſeyn, Sie wollen zu uns ſtuͤrmen ein, So werdẽ'n ſie uns nicht thun ſehr weh/ Wenn wir bleiben in unſer See, Und laſſen ſie am Ufer warten, Da wolln wirs ihn ſo ſeltzam karten, Daß wir all bleiben ungefaͤhrt, Daß ihr keiner erfreuet werd: Denn wenns mangelt an Rath und Geld, Und Proviant nicht mehr zufaͤllt, —— und kalte Wind Ihndurch die— Dais lein rinnt, So wird ihr Muth bald werden klein, Iund werden ſcc ſlber feind ſeyn, D Dat ʒſolch er Lerm iſt angefangen, Dadurch ſie nichts, denn Schimpfferlangl und uns ſelbſt anbieten Vertrag, Oder heimlich kriechen in Sack: Denn wer en Der ruhet auch ſelber nicht viel. ttlerweil wollen wir nie cht ſchlaffen, „Sor ndern ihn Arbeit gar gnug ſchaffen⸗ Wie ſiche⸗ Inſond'rheit wenn ſie ſorgloß leben, re Krieger— übereilet Ncht t acht auff ihre Schantzen geben, werden., ie Orut n 6 8 4 We nun der U chlacht, CWAꝗ 1080 * hre N als ehmahls die J lſche nWMWallot Urſchen Wallen Aliam eingefalle FuFeäktle * GSSkädt oigas. kadt einhatten, faule Kl naben NMſa GaA Als ſie ſich des wenig verſahen. 1 Inee 7 Und Ats Stegsfuürften Wem nicht efällt ſolch clacge Vermeynt SDeet 6—5 Der leſ' wie aus der 8 So vonder Junge Held leub ins Feld, Feinden, als zum Faſtnachten, en/ Ein u 16 erboßti Aame nſchantz brachter n, chneel blutfaͤrbig mahlten, Jefat ng 0 ſich ſt ſtallten, Nn Di en, lus verkreibt die Wal⸗ len. ie 12 e S * Ur 0 H D Di Koͤ — f +*+ fffeh — 2 8 — 2— ——— 2§ 9 KEN*— 8 S 5 8 2 1 2——— 2 2— 2 2 5 ö 2— 2—E 2 2 2 2 2— 2—— S S 2 S2 S382 2 232 2 2 2S2 8 5 2 2 8 — 222 22 2 2—2 2— 8 2 22 3 SSS= Z2 238928 S2 2? 28 8 2 e2 . S SF 2— 2 8 2— 3 2 SEE22(4— 0— 2 82—— 2 8* 3——— 2 S οQ S ²—— 8 3 — S= Y Se2—— Q N 2 S SS 2 4 5 N SEESS8OS2222 2 eeSen2 2 O—— 2SSS 222S 2 8 5— 222 222. 2˖ 22 8 .332 2 —2 2 2 2 2 2 +— 0—— 5 S S2 2—— 2 2 12 Ä2*— 2 12 ◻τ⏑⏑ 2— 1 2 3 2 32 1222 332=— ⏑ 2 22= 2 5 2 2— — 8 2 2 2 8 1— 1— 2— 12— 8— 22 128˙2 Se38 382— 12 E8 R 85 2 ÆÆ?— 1 22- K— 82 A8SKr— 83 G 2— — 2 7 *(8 2 — 1 1* 2 S.2 2 2+ —— 2 3 2 1 tieffeh V Solch Warnung ſoll man allen g So fuͤr ihren Feind— 25 leben Des wolle n wir uns auch 5ei Naͤl iſe n mal ichen? Wenn ſie ruhen und ſicher ſeyn, Ploͤtzlich erhaſchen bey einm Und hit iab fuͤ in den& Brund, Bis il hu das W̃ aſſer geht! ¹ 1Mun d. Noch vielmehr das zun Sach en thaͤte, Juadas Wenn wir MaͤußKön · gs geheime Raͤthe Sehel Heimlich ko nnten mit Geld beſtechen, luns. Daß die Maͤuß nichts machen, nichts ſpre⸗ chen, Darauf ſie nicht waͤren gefliſſen, Daß wirs von Stund ankoͤnten wiſſen. Drum, als ein alter Kriegsmann Alexanders Vat'r redet an, Koͤnig Philippen, und ihm ſagt, Daß er ſein Volck vergeblich wagt Andie eFeſtung ſo nicht im Land, Sond rn auf ein in hohen Felſen ſtand, Da Qauch kein Wagen hinauf gieng; Der Koͤnig zu lachen al ffieng, Fragt, obs ein'm E ſel fehlen ſolt, Der ſchwer beladen waͤr mit Gold? Die Kunſt hat manchen frommen Herrn 9 Gebracht um Leut, Land, Stand und Ehrn. Alſo man den gottſeelgen Pater, Des Elbmarxen getreuen Vater, Verkaufft hat, betr ogen, verfuͤhrt, Gefang n, geſchaͤndt, und degradirt, Lne 4 AI n al n ane 1 hren Feind 1 20 h„ gey rt, N 1 1 1 hel twort r An 5* Ole Iim tlch L *— — — — —5 2 7 422 — n8 reinfennd chd Auchee 1 * 5 mnl Hal Q51 1u 10 ten 116 569 keſſe * wogat wegf * dt Brod 8 A r˖nNn 8 derl Woſlo 51 piichot Ki füdcheren L In donn! IIn iee mim en Veiei 7 — 8 — 2 2 622 — S 72 2 0 2 —— — — S 2 8 — 2— * Jylon HIII W le im Ger & er⸗ wird ſchlagen. 2 82 E 222 22 ◻ εσον 2++ —— 2⏑ S— 8 — 22 28 22 — 82 ——— in borg H U — 68 H U 0 ch 1W4 1n aue * 826 5 mag ge VI Vaßihl ( nal 5 f Thytuv! * 1 U l E 283 chuͤtzen genannt, 12 2 17 A: eu e 4 1 eutſck 5 Koͤnig in Perſia wird von de n Sey⸗ E 3 — erlegt, 50 itt, Hitot! hereiteche K 8³ N 2 56⁷ ——-——-—— ffffff........ ohy f vPI An Brod dt, Gebra end, ſtar GTem We ¹ 6 Iaar W, Dazu fallen die Perſer ein, o TFraouven Ruüren, tmu ihren auren, avonkt agt, Haff ten Hand oll, In Gumer* voll— ͥlut da ſtand, und ſ pricht auch dazu alſ o fort Di ieſe 1 egifftige Wort: ich hat geduͤrſt nach Menſchen lut, Sauf ſein muſa Ut, kuͤhl deinen Mut Die Roͤmer wolten auch Deutſchla Di U Auin 6 —— Herminli Wina N 4 * vin ütiter ne 7 Hiſtoria Derwäcßthe Kaͤſer Auguſt, Schickt hin in der Weſt⸗Sachſen kand Einen, Quintil Varus ge àannt, Mit drey Roͤmiſchen Legionen, Solts Kind in der W Wiegnis cht verſchonen. Da fand ſich ein muthi iger M̃ ann, 5 Ein junger Sachß, Hertzog Herrmann, War im ſi ſieb'n und zwantzigſten Jahr, Trug ein lang, gelb und krauße Haar, Einen Schild und zweyſchneid ig Schwerdt, Sprang gleiches Fuſſes ar ifſein I. ferd Ga Eloß am Haupt, am Halß und Bruſt, Das war der alten Sachſe en Luſt, Wie wir noch ihre Bilder ſehen Alſo freudig gemahlet ſtehen Der bracht ſeine Sachſen zuſammen, Und als die Roͤmer weit herkamen, An Nn 4 Ihr 2 S Se Eet e 6e ů eeeeee L 0 — — 8— „ 1*ö 12 2— 5 5 2 2 2 II 2— 8 3. 2 84 2* — 7 —— . ö 223 —— 5 1K 2 888„ 5— 2= 32 —* 4 0 5 U * 5 2 U . 8 0 — 3 4 4 4 S— 8 Hyft NR * helb ieh, m Ver⸗ 39 kuͤtheres, W εσεο οο ν2 ο⏑t S ,⏑t, g CdCeSOοο 2 S O C ö 2 ◻ 5— 2 Cσ 2 + 2——— 2 —.—— 2 ——— 7— 2 — 2 Æ —— ◻ 22 — 2— 2 2 2 + R„ 2— — 2 2— 2—2 4 75 2 7 288 — s — +* 8 8288 — ◻ 2 — e2 S —. E 8 22 „— 2 2— 22 1 N 12— U—— 18— 132 2 2 122 2— 4 + N——— 12222— 22 322 2 2 25 —— E 2— 3838886 8 AAK 2S 5 1881889988* 2 2 — 1— 1 2 + A . Et* 55 2 2 S 32 2 2 222 8 822 2 σ 6¹ 0 2 57¹ f ina 18 Waſſer fein Au * ſio oſnSytncke EiliTruüllet zusve Wie, we nn ſien Fis un us Sonderlich wenns! S 3 all er 2 Als die Maͤrckiſche Froͤſc erfahrn Wen in ſie behaͤnge n im Fiſch garn Gie ſind dazu auch viel zu g'ſchwind Daß ſie ſaͤſſen im Reg'n und Wẽ— Sie koͤnnen ſich kuͤnſtli ch vergraben, Daß ſie Waͤrm und Sicherheit haben. Darum rath ichman geb nicht nach, Ut? Daß der! Feind um uns S Schant zen mach, Und bey uns wohn mitten im Land, Zu unſer Gfahr und ewger Schand, Sond dern man ruͤck zu ihm heraus Zu Feld fuͤr des Maͤuß⸗Koͤnigs Hauß, So findet jeder muthger Held Sein Beſoldung taͤglich im Feld; So eſſen wir der Feinde Brod/ Und unſer Land koͤmmt nicht in Noth, Der Kꝛaen Kunß. Netz wider die Froͤſch. Belage⸗ rung nicht zu rathen. Unſr Jut. f U U 619 NOrelf o neK 113 ll 2 9 2 — 832 1 5 0 — — 5 H88 „a vVaß! Pi * * 98 Nanaſß 0 — 15 Herrn d lich ger ig un cht widerſtreben, bey unſerm Kon AK Aſprach: 1 1 PNath Nathn 1l n 16 Fio 1e7 et as nund 1v018 eUre Foyfr Ur 8 Wẽĩ lber frißet, 8 ſe 1 1 lß, Krebs, u . Ve 8 R„2 50 Untreu? O ndf ſi cht, ſewie 8 nicht. V olcke — er maͤchtie M V 8 reßen * einen f die Kl Jer 8 5 7 1 E Der Krieger muß auch wohl zuſehen, Daß die, ſo bey ihm e Von Hertzen ſeine Freunde ſeyn, Sonſt wird er bloß ſtehen allein. Es iſt aber der Fi Kron, Eil gkeit in Re eligion, Der Glaub ſchmeltzt zu ſammen d die Hertzen, Es ſey im Ernſt, oder im Schertzen. Weil wir nun mit ffs Geſind Der Religion nick Wie duͤrf fen wir ihn ien, ſernS leg* ihr'n B 1¹ bauen 7 Und! ni cht ſor rgen, daſ aß ſie uns haſſen, Dem Feind untreulich uͤberlaſſen, Dieweil ſie uns nur Ketzer nennen, Und noch frey oͤffentlich bekennen, Es ſey ihr in G'' wiſſet 1 fr ey g zeſtellt, Daß es den Ketz en haͤ Koͤntn ſie uns all im Loͤf Sie wuͤrd'n kein Zobe Jaunter ihn! n man ſehr vie Die mit einander uneins ſind; Drum hat jedẽr ein beſonder Damit man ſeh den Ohnd arein ſtimmn ſie uͤ Daßi hr Bei ßkopff ſol Koni gſeyn. Man ſas gt, die Hund haͤttens gewagt, Und ehmahls den W vn G1a ne U Wo lfeengc, Sie c09 jge ſ01 nalet mit ſolchen Hauffen, Daßd die Wẽ oͤlff all u wolten ent lauffen, Bis ein Alter den Berg angieng, Von ßfern die Hund zu ſehn anfieng, tzen, A 6 em Ith, och h wiünt N2 WVenn ſie enin Der 2 iſt R ander weiß, Der dritt blai h getheilt mit Fleiß, Der grau, der fahl, und der geſtricht, Ir Einer traͤgt Schul Einer iſt kahl geſchoren gar, Am andern iſt kein ehrlich Haa Die Erfahrung auch ze euge nßdit,, Daß ſie kein in Fuͤrſten blieben hol Schmierten ihm mit Honig das N mall faul, Haben Dre eck darein, das ſtinck gen ſich doch zum ſtaͤrckſten Theil, nde Nerund zappein dieweil. an ſaß ſieſ mnla nd wir führen ider Krieg allein; Schluß, n * GN 4 daß ſie al⸗ Was w wolter nwir rverzagter ſeyn, lein ſich Geringer achten unſer Gemein,— 9. 5 i— 0 Denn die Feldfluͤchtigen Heuſch b A Einigkeit Yel wird ge U Han etn rühmet umon 2 zein Bater, d er vernommen, Daß ſein Sterbſtuͤndlein wolt ankommg 181 Rof Pfeil nahm, als er Soͤhn haͤtte, ν uvsBetto r Lee, 4 1 7 7 8 Gab jed'm ein nPfeil in ſeine Hand Als jeder ſeinen leicht zubrach, * wohl bey Gut und Ehr H1 38( Halt ihr aber z weytr 0 Einer will hie, der and Keiner will den ande So ſey Monr Ame oun( Wenn auch eut et beyſammen, SAsaun thoilo 116 Hüuot avon thet Ausnhahmen, bet iht bracht nſt wird ſo n Hau 7 U 0 5 den e Wie einm ter— mir auch hr, Pferd der nn S Sch wanz einen bSeng zel„„ mimeh, t e/ auszurũ⸗ e, ich ſolt faſſen den vantz, en. auf einmahl ausruͤcken gantz; ht, das zu thun nicht vermocht ht, Fras t, wie, wenn ichs alſo verſucht, ich allzeit naͤhm wenig Haar, Bis ich ſie auszög alle gar? Antwort mein Vater: Lieber Sohn, Wilt du nicht behalten ein Bohn Von allem, was ich dir verlaß, So regier dich auch glei cher Maß, Mach ein Stuͤck nach dem andern loß, So wirſt du endlich arm und bloß, Deins gleichen Spott, deins Standes Schand d, Ein Fluch und Greul im gantzen Land. Die Lehr gab der Vaterd en Soͤhnen, Den er wolt Guts rathen und goͤnnen. Des Freundes Re thiſt GOttes Stimm, q Den? Rath vot idem“ Vater annimm. 4 CeEKv H= Oo Ihr N hr Soͤhn bedenckt auch dieſe Lehr, Das iſt mein R dath, eur Nutz und Ehr Dar rum, prach9 Rana, ſag ich das, Einigke eit je d g beſt e was, Beydes im Fried en, und im Krieg, Behaͤlt die Einigkeit den Sieg. Wenn wir unter uns einig bleiben, So oͤllen die Feind uns nicht vertreiben. 1 — * Daß man Jedoch iſt auch Vorſichtigkeit tüchtend In Sachen gut zu aller Zeit, Land Wir muͤſſen unſer Gluͤck und Heyl nehe. Nicht ſetzen aus allem Vortheil, Ruͤcken in ein unbekandt Land, Da wir bald werden gar berannt, Und in der Noth von neuen Knaben, Weder? Beyſtand noch Zuflucht haben Wir wollen folg'n demſelben Rath, Den der Koͤnig erſt geben hat, Und am Ufer der Feind erwarten, Sie tapffer klopffen auf die Schwarten, Oder in unſerm See ertraͤncken, Daß Kindes Kind daran gedencken, Nur daß man ſchleunig darzu thu, Und all le Nothdurfftrichte zu, Ruͤſtung und Wehr, Aemter befehl, Wie man die Ordnung auch anſtell, Wer ʒzu erſt ſoll der Angriff wagen, So wollen wir in kurtzen Tagen, Ob GOtt will, Preiß un 5 Ehr einlegen, Mein Faͤuſte will ich tapffer regen, Bis ich erfahr, wie mich getraͤumt, Daß unſer Koͤnig die Mauß zaͤumt. Und 2 9 59 0 Und Und in in das Waſſer u mit ihr rannt, So 65 ard geloſch tihr Zornes Brand. Der Koͤnig ſprach: Das iſt ein Mann, Der rathen, und auch ſchluͤſſen kan. Da bleibt es bey. Nun hoͤret zu: Schluß Wenn der Tag anbricht Morgen fruͤn, Falade. So komm jeder hie wieder her, Geruͤſt mit ſeiner beſten Wehr, Und— art denn ferner r Beſcheid, orauf, und wenn er ſey bereit. Dan it fuhren ſie froͤlich abe, Und war da kein ſo ſchlimmer Knabe, Der nicht anfieng praͤchtig zu ſagen, Wie viel er wolt der Maͤuß erſchlagen. Wie er nur waͤr ſo under zagt, Darauf ward die Ruͤſtung gew. agt. Der Ander Theil. Von beyder Heer, der Maͤu⸗ ſe und Froͤſche, wunberbar lichen Ruͤſtung und Orden. Das J. Capitel, Von der Maͤuſe Ruͤſtung. Gögude der Krieges⸗ Rath gehalten Von den Jungen und von den Alten, — 88 2e Oo 2 Tien⸗ 42 Eee 58 38 9 O —— 8 8(on enma N Den lus friſchen en machten, * 8 N 1 FTSioa Ichf Atkrachktot UAno 34dl cdꝗacht zubrachten, 4 7 Bruft Ohr, Ha Ihr Schilde war'n aus Horn gebiſſen, De Jon ei N Spieſſe Sturm⸗ Zu bauben * Maͤuſe⸗ Roß —*. Se 7 foin oi⸗ N 5 Uünd MNoch Damit ſein eigen Weiß und Recht, IA, 7 Nack ſeu d Brauch, Un I f 4 5 Davol nach mahl l8 ſolgen Alch Det 581 Des Koͤ niges Ruͤ⸗ Kung Dafuͤr den Maͤuſen graut. 1 7* 1 5 m oyvert ſtatt war? u Trt, geſperrt, e aren abe hnitten, WMitt EMeikt en, St 5 14 angen,“ ie ein Chr U emnem Fed er des 7575 6 vorffs Schr u10 n unternehet; irtzen er ſich auch anfieng Sürtel Mit einer n 17 Guͤrtel Ring, choͤner Gloͤc kle in hiengen, konte neil I er kli ngen, ter andas Halsband, des war gew andt, ſtein und Perlen, hofſaͤrtgen Mannthier Kerlen, e arten Koͤnigs Kinden Fuͤr Armring pflagen anzubinden; in Großvater hatt es erworben, Als des Kaͤyſers Sohn war 9 Webeeſ nd die Mutter daſſelb Halsband Aus Zorn hin warff unter die Wand, Der Oo 3 Da S S 8 — 58² Da ein A G5 Fosſi Be feſti n, Und L donN 56 Mit toctor Mloe Radeln mit Stefften, Dami t ſenirgend' weichen kunt, io„I ot viind Ole war do old formm et rund, Witf lc 8.* Stral Mit zwölßf 0 de en 0 5 Strahlen, abzt umahlen; Ja hren, kommen, ten vo m 800P. W les dachſeußt wWür Dieweil es doch ſonſt wuͤrd en tfuͤ N— 35 V Von andern, den es nicht ge buͤhrt NI o A&Karat 551 7 dte er alſo wat at ngekteidt, zer das S chwerdt an ſeine Seit, War ein zu Federmeſſer, Fidel Und auch nirger d zu finden beſſer, Das Hefft von weißem. Helffenbein, we ars abgebiſſen klein, Daß es ich waͤr, und beqdem, e Wenn b eJat Iot — 4 Die Scheid de war der 35 2 RNoin⸗ Wie der Bein Harnif 1 ein ge bogen Aber nach der Klingf Mit Gold md Se eiden 5 3ꝗ—— *A Von Jun⸗ ofran Uen, die ihren Lieben Geruchbluͤmle in ierlich drrin ſhiebem Ja auch Zeddel darinnen ſtecken, S* 11 FOoO Der Knaben Neb damit zu wecken, 791 A ſetzt, en; men ard⸗ 2 33(88 583 Das ward allhi egebraucht zum Streit, Alles aͤndert ſich mit der Zeit. Zu dem er an den Arm zu linck Schild. Von Ertz gemachten Schild aufhieng, Am Rand die Maͤuß die Katz anbinden, Sie erbaͤrmlich und klaͤglich ſchinden In der Mitt ſtund ein Fledermauß,— Breitet Flugel und Klauen aus, Reichs Hatt drey Koͤpff und ein Katze aſchwant, Wappen. Die Farb war ſchwar t die Ohren glantz, Welchs der Maͤuſe Reichs⸗Wappen war, Und ſolt bedeuten 38§— Es waͤr der Maͤuß hia, Europ, Afric und Aſie Ihr U Regim ent in Fit iſterni 65 Ihr letztes End der Katzen Biß, Ihr beſter Rath die wacker n Ohren, Wer der nicht braucht, der waͤr verlohren. Es ſtund ein Reimlein auch dabey, Bedeut die Katzen⸗Schinderen. Ein kleinen Feind laß unve eracht, Denn wenndu ſchlaͤffſt, ſo haͤlt er Wacht. Mit dieſer Ruͤſtung, Schild und Schwerdt Sprang er gleichs F Fuſſes auf ſein Pferd, Und nahm den Spieß von ſein'm Trabant, Großmuͤthig in die rechte Hand, Womarffn Pferd kuͤnſtlich herum, Zur Nacheeen incken, qver und krumm. Und ſprach: Das walt der liebe GOtt, Helff mir 5 mein's Sohnes Tod. Sein Pferd ab'r war ſtarck und geſchwind, Wie man di Ackermaͤuſe findt, O o 4 Nicht Die Muͤhl⸗ Wauß i — töni⸗ 48 es Pferd. — 5 mo, ͤs Bucepl So dem Koͤnig zogen 333 H atten ſich nicht minder geruͤſt, So gut als jeder kunt und wuſt, 6 Ar 8 Hioſ aun Kon Kalhfon hloihoe . Turtz halben bletben Von d W6 er Maͤuſe Schlacht⸗ Ordnung ncht häit Rath und Orden, Er im Kriegn Iſt mehr itheils geſchlagen wor⸗ den, Darum ward hie fleißig bedacht, Wie man mit Rath die Ordnu ν Droi NI. D e8 Vole Es verſchont allen! VB0 Den Feind abdruͤngein der El, 8 ig macht, theil Daß 2 ng en, Wol⸗ Daß 38 C(0o) S8 585 — Daß auch dem Koͤnig und der Fahn Den Eydleiſtet ein jedermann. Derh alben weilzi wo Or beſ cloſſel n. Man koͤnt den Froͤſchen reißen Poſſen, mnm vom Berge nieder jagt, 2 an ſie wagt, tden Vortrab haben, muthigen Schweitzer K Knaben, ktman Dio Nand⸗ 10 vie vanos Knecht, VI Ulem Recht: Koͤnig zu Ehren, 438 a1„ 1g91 Des Friedlieben Rath helffen wehren. — Darum Mit ſeinen hild, Helpart, und Deger Der Knecht Ruͤſtung war auch dergleichen, Sie Volten de 0 Herr Stoͤ L 8. Ha pt⸗Faͤhnlein fuͤhrt, Und ſchwangs herum, wie ſichs gebuͤhrt; Es war aber im gruͤnen Feld Ein Mil üͤbel*'en geſtellt, Und daruͤber drey w eiſſe Kaß⸗ I en eins reichen 2 + Mit ei 74 + Mit ein m ſeltzame Ha Akuſt. 2: zu, ſo ſck Afrong K rgeh'nd Muͤl hn vor geh no Meu 050 er Seit hat ma Hie ein weiß, dor kein lten Ruh. wartzes ſchweben, Auch ar nde 5 mehr—ä— untg eſtr 38 me hlt ſonſt mit alter Geſ hicht, Daß— reiner zum Wapen traͤgt Zwey Stellhoͤltzlein Kreutzweiß gelegt, Und darunter zwey Zies Der Reim: In hoc Be 6 16 Keiß 1CeS. a J Das 887 38 886 84 5* Die ſich um ein Geldtaſche zogen 1164 4 3 will haben hie auf Erden, zu/eh die Haͤnd g anier lieſſen die auch mit obzußiegen, Cik, 0 17 * A I NZutauctthro Vro N Ab une Zulauff, h¹ Pfeil, lbſt ohn maſſen en fraſſen, r 8 8 Kt eses nö, Ratb 1 * J 0 5 8 U EE, * 11 17 Miet Dadßt 41 7 ns ̃ on Anritt Aies 11iidn mben Antrite, Sio N DSonn maächtjalich angri Feind denn maäachtiguch alnigti wgullt Füörk * V 1 10 Vorklug. orklüe 2 en Kron, 1 7 16 Fledet mauß, Brun⸗ Der! ſchwiget runſchwigiſche Hoſeleut, Die warn oertroͤſt auf reiche Beut, klug⸗ on, 82 SE 587 meil Reſß⸗ * mehlſack. Fuͤrſch 1 0, Auſr. und 1 ſt, und ein Nann, der Fahn f iten Trunck Wagt mancher Sprung. Her hog Würſtleb war Nachtrab, Wuͤrſtlieb Fu hrt die Pomt mern zur Seiten ab. ˖7 Fuͤrſt Sch chinckenfraſſens Bey ſtand, vielen andern ungenannt, chlus ckbruder der kuͤhnen Mauß, ihrem Faͤhnrich dem Sauffaus Jerr Moſtwein mit ſeinen Knaben, ahen ſo freundlich wie die ** NRos 8 4 Ihr Wapenn var ein Bircken Mey er, 1 1 in Schi OSchl D er 5* eim aber: Lenl Was3 hirſch, was Hnl e? Man ehr die S Sau mit ihrem Kinde. Deutſchen hielten ſich zur Recht, u Lincken Fr antzoͤſiſche⸗ Knecht, Frantzo⸗ ilgen warn im Faͤhnelein, in Hahn und dieſer Reim: ng prangen froͤlich herein, Lilg am Waſſ'r, der Mann beym Wein. mli ch gieng ein groſſer Mann „den Poukſel„ornoe er ben Ve ütſchen vort Eaie, ißha iuß He 18 Beißhart 189 uUun 1e8 der Mar 56ο 97 ein Rieſe. DOrum ickh ſeiner un 1 Wne vergeß, Sein Sturmhaub war ein Hirf 0 Geſal, 5 Die er denn zuvor mit Gew KYRNFO 831 zviſſyol chroter ve udem Kopff zeriß N, Ein in S Fa SZol Das G'hirn inwendig ausgebiſſen, * Stöckel⸗ dieb der Rieſe. 2 8 —— Ind die Hör„ Dar K E rln ralts 1 7 e vſchyockl Foymaſſor 1 eAte O0 naſſen, 8 1 Hſſu fenga + 1411 +4 ei CIl Herml W 1 S7 7 loin Denk e u ſchl—4 Weleim, 4in 1 ich au Oleich als eili en Saul. 0*. ¹** 7* 33 I II 1 1 1(Aultt Elittit ell⸗ KI Oſch allein erſchldgen Rie 1 vosd F 54 19 1 U dgen 7 N 0 N eEfe 1 85„Novun onit„4 EbetuK Ue Lehgeſt. Und den zum Harniſch angethan, 8 Tuuſruüum Böido Sſral Der Kopfſ muſt zum Voden aus tahn, K 0 882 NS 6 Die Hand durch beyde S FJaß RdieSMN nfol St ſenl War nicht allein an& ſchnell, Sondern ſo ſtarck in beyden Händen, er ſich brach durch alle Waͤnde, tuͤbern Hals nbogen Ein rauches S Ohr angezogen, Sg Dio S lüintonn N Daßbies Ulitell eU Heng, Und faſt bis auf die Verſen gieng, 2 don Aubtein& Und auf dem Haupt ein Se N 6 U ter dem Hals verbu den ſein, N(oſch als dor wilde Mann Ah)e Oaietchatverunt Dealim, it bioſſer Faujt den Feino deſtehe ——— 21 Zue * VJuUl * A U 8 a Alr * 2 8 — — itht veih, Derl Hiu⸗ terhalt. Als an Kappen kragend NaYY& 1 ſch 1 Der Reim Um ſchoͤn MWaii— 4 KS 7 Mein Hertz im Schertz wag zuſend Mann, in Als Poyres Als XKerxes undi (Jamit 8D ganbe off 11 1 1** 11¹9 Cap pit el, edliebe ens Aufzug. e Ordnung wan beſtellt, auch auf, gezogen ins Feld 0 Furſt d iedlieb mit Nahn nen, Magdeburger Sa chſen Stammen, Und ließ ſich beym Koͤn geit inw werben, Er wolt mit ſiegen, oder ſt lelben, Und wartet nur auf ſein Befehl, Wo er ſolt haben ſeine Stell. Der Koͤnig antw— im Zorn: Friedlieb zieh hin zum kalten Born, Da iſt Fried, ab erhieiſt Streit, So bleibt er fuͤr Gefahr befreyt Der Geſandte verſtund cht, Und br racht Fr iedliebe nzum R B ᷑Zericht, 8 7 E. 500(((0o) 88 ——— Fa R E Es ware diß des Ke nigs Will 7 ESie'n RNas KAI 1* Beym kaltẽ'n Born ſolt er halten ſtill. Damit zog Friedlieb hinten weg, Vach deskalten Borns ſchmalen Ste Nach vVes kaiten Bor rns ſeh N jaler Steg, De nun oh o0 HBoß 2 L leß am Ufer ein C Doß/ — 2 Dar aus die Qvell zum See hinfloß NI 10 Er hat aber drey Reuter-Fahnen, Und zehn Faͤhnlein! Landsknecht beyſammen, Fio Hon ſein ei U f * le von ein eigen in terthat nen A NDio 7 Jan Waren die allerbeſte 1H ien, In viele en Kriegen wohlver ͤcht, Obgleich keiner Potzmarter ſu ucht. Dennd dulden, Daß ſie emit GOtteslaͤſtrung ſchulten Friedlie⸗ Die Reuter fuͤhrten Spieß und Schwerd, 3 5hr Bo gen hiengen an dem Pferd, Oie Kocher hinte n and dem Ruͤck, as kont er gar nicht er Haupt⸗ Das Schild am lincken Arm zuruͤck. Fahn. Ein rothe Burg war ihr Haupt⸗Fahn, Darauf ſah man erhoben ſtahn gfrau in eu 1X 185 n N 4Au 0 oho Bluͤmlein Je laͤnger je lieber, N gen m inchem ein heimlich Fieber. Der ward mit Buchſtab'n auch bedeut. — umdie eſe Meid iſt all Arbeit. Flbultin. Der Knech tHaupt⸗Faͤhnlein war ein Roßß Im weiſſel n Feld geſetzet bloß, Mit ein'm beſondern Reim-E zedicht: Wer Roſen bricht, die Finger ſticht. Ihr Ruͤſtung kurtz und lang je Spieß, Ein Kurd, ſo durch die Scheiden fles/ Al 9 M 2 2 — — Ge ummen, Ihr vi el fuͤhr U ind Bogen, Davon. Kugeln! ind Boltzenf flogen. Etlich /ge nannt die Unverfehrten, Tuuge en ein. 7 neben den Schwerden, Ode er ein ſchat e Zimmera It, 3 Feldzei⸗ Kuͤnſtlich muſtert mit bunten Wachs, Wen⸗ Damit man auch an allem End Seine Krieger fuͤr andern ke nnt, Bey finſter Nacht inſonder rheit, Wenn di eerreicht der ſpaͤte Streit, Fuͤrſt Friedlieb inſonderh Daß jeder ein Hemd fuͤhren ſolt Über die Ruͤſtung nerh un Daß ſie all wuͤrden weiſſe Mann Als ſie nun alſo einher zogen, Friedlie⸗ Und ſich von den andern abwogen, +2I Muſten ſie, als die albern Thoren, gelacht⸗ Gar einfaͤltig Geſpoͤtt anhoͤren. Einer rieff: Sieh/die Jungfrau⸗Knecht Sind nur; um Tantz und Bet gerecht. Der ander lachet der Manier, Daß vieli hr angebohrn Pitſchier Haͤtten hinten ins Hemd⸗ edruͤckt, Und fuͤhrtens zierlichauf dem Ruͤck. dritten rieff'n: Weicht ab, 0 üch W Eur Fuͤrſt zieht, da er Frieden h Daerkein Na agel trett in Fuß, Weit tgnuodavon iſt gut fuͤrn Schuß. Friedlieb anew bortet nicht ein Wort, Zog ordentlich an ſeinen Ort, Die Gedacht: Ihr ſolt erfahren recht, Ob wir Maͤgdlei n ſeyn oder Knecht. 59² 33(0 8 Das IV. Capitel, Von der Maͤuſe Schiffs⸗Ruͤſtung. S N SHꝛch dieſer Ruͤſtung ward bedacht, 99 Wie man es auf dem Nothfall macht, Wenn etwa ein ins Waſſer kaͤhm, Daß ſie da nicht ihr Ende naͤhm. Nemlich, daß die, ſo war'ngebohrn In Laſt⸗See⸗Schiffen bey dem Korn, Des Schiffs Gewohnheit und der See, Was dazu gehoͤrt, gelernt meh, Die ſolten in Schiffen aufwarten, Zuſehn, wie ſich die Haͤndel karten, em,. — 38(0 S 33 Und in der Noth mit. Huͤlff er ſc heinen, Damit der Froͤſ ſch ertraͤncken keine. Des waren ſie will ig bereit/ 1 9 Machten zwoͤlff Se chiff in kurtzerZ Zeit, Schiffe. Von weiten langens Kuͤrbſen Schnitten, Nach dere aͤng getheilet zur Mitten, Und Ifel in meiſterlich ausgehauen, Das wie ein Schiff war anzuſchauen, Als? Lacianus auch fuͤr Jahren Sah auf dem Meer um Streit anfahren. In jedes ſtiegen dreyßig Mann, Hatten Piecken und Buͤchſen an, Ruͤſtung 8 E derSchiff⸗ Und Rauten-Craͤntz auff ihrem Haar, leute. Das gut fuͤr das 10517ů5 war, Darvon ihr nachmahls hoͤren werd, Fuͤhrten Bart'n und Beil, keine Schwerd, Von Lampen Glaͤßlein abgeknickt, Und in ein Hoͤltzlein eingeſtickt. Ihr Ruder waren breit Hoͤltzlein, Die ſie mit Speck genommen heim Aus den Maͤußfallen, zum Verdrieß, Die Kruͤcken lange Vogelſpieß, Aus Schindelholtz glatt abgeſchnitten, Daihr eSoͤhn daheun aufritten. Fuͤr Steurhoͤltzer waren recht friſch Harte Schwaͤntz vom gebratnen Fiſch. Die Segel waren Facilet, Fuͤr Leilach g'brauchtim Wochenbett, Die ſie von langer Zeit geſpahrt, Den Maͤgdlein entruckt und verwahrt. Sonſt hatten ſie geladen ſchwer Ellich viel 05 Stein zur Wehr, Pp Und 88 6 18 Und ſchwartz Gifftpulver von Bene Bereitet nach der Tarter Weiß Den Froͤſch n zu werffen ins L eeſich bt, Daß ſie nimmer mehr ſehen nicht; Dazu hatten ſie Diſt elkeule n, Den Froͤſch en zu ſchlagen viel Beulen, Und D bornen⸗Stecken!l lang— rund, Damit die Froͤſch zu kratzen wund. Acht ſein Ihr Gubernator, Achtſeinnicht, Sobn/ Wuſte gar viel alter Geſchicht, zor. Von Schiffkriegen, Freybeuterey, N0 arofftma hls geweſen dabey, Da man einander auf dem Nacken, Mit Handbeilen pfleget zu hacken, Und. frech zů ſtuͤrtzen üͤber Bort, Davon ſprach er ſehr groſſe 1 uber das erſt Schiff hat Befehl Lug ins Der Luginsloch, war etwas ſchehl 88. Dos nder fuͤhret Schmeckebarth, U iſcher Art, 3 iner Gebuhrt Juͤd Sebme⸗ Oei tebarth. Ans Haar und B artl h uͤberall ſchwartz/ 3 Und we PR chiffleute Wundartzt. ech den D— W 8 1 + b t R 100 1 18 WWind. as dritt re er Ue Sdeneen Einwunder ſeltz ben muthig Kind, Kont untertauchen bis zum Grund, Wie ein Fiſch und wilder Seehund⸗ We nn man ein Groſchen ins Waſſer warff Fand er ihn wieder, ſah ſo ſcharff. Seiß bart Das vi erd dtBeißhar tbrod d wohlgemuth, Vrod. 2 allen Dingen gut, Er kont wohl ſteuren und wohl fahren, att es gelernt von jungen Jahren. — 259+*ðCBQ33333388ͤͤͤͤͤͤ·ᷣ varff, M 38 0 0 2 595 Mit dem fuͤnfften kam Hindermutz, 5. Durfft einem Wolff biethen ein Trutz Hinder⸗ Und frey ſpringen ins Angeſicht, Ein kleiner Rauch der biß ihn nicht. Strohknicker, der ſeltſam Compan,— 3 K hge Sichl, Strohkni⸗ Muſte das ſechſte Schifflein han, cket. Kein Strohdach war geklecktſo feſt, Er macht darinn ſein Maͤuſe⸗Neſt. Der Apffelſchmack der ſiebend w ar, Aeyffel⸗ Hat auf dem Haupekein redlich Haar, ſchmack. Der Wind hat ſie all hingenommen, Nach dem er war aus Franckreich kom⸗ men, Von ſeiner liebſten Frau Madon; Ein ſolch Arbeit giebt ſolchen Lohn: Sonſt ward er nicht leichtlich verjagt, Und von Hertzen gantz unverzagt. Nach dem folget der Rindenfuchs, 8. Fuͤhrt ein bunt Peltzlein wie ein Luchs, Rinde Denn wie ihn betreuffet der Speck, fuche⸗ Varen gewachſen weiße Fleck. Und denn Schmierback, und Erbſenfer, Der Fornekuß, und Hintenlex. Die fuhren mit einander abe Gar ſchleunig und im vollen Trabe, Sechs Schiff voran, und ſechs hernach, Der Gubernator wohl zuſah, Und ließ derhalb im Mittel gahn Sein Indianiſch Nuͤſſenkahn, arinn hat er vier ſtarck Bootsknecht, Die konten den Kahn fuͤhren recht. Pp 2 Sie 58 4 N— 8 N 1 I‚ Sie machten aber ke Il Daß die Froͤſch nichts merckten dabey, rn ruͤckten am Ufer do Un 2 1oe U nalilinſel deimlich verbo n ein'm Ort Heimlick U gen ane Noch hatten ſie ferner bedacht, Un Schrecken macht Fdom Tꝰ* dem Feind ein So bald die Schiſſ-Schl Daß mmangegenu al, Und am See aufrichtet vie Stangen, Aue 4 8 KIE 1 R 6 Vief ran weiße Tuce rhangen, 8 0 D• Un dem Sind herum her chweben, EL 6 Sie Wi 8 N Ur, FIIt — tnur wüſt, 8 U 1 D Uerf mhren,*— 0 W̃ Froͤſch geſinnet waren. Wozud und V Canitel Ods V. Capitel, Der Der Froͤſche mancherley Ruͤſtung, Desc hn ahmen ihr Sach in acht, — V„ ſch nahlmmen NFauͤſten ſich auch mit aller Macht, Nit Schilff ſie ihre Bein bekleidten, D Von Seeblumen Harniſch bereiten, 1 Ihr Schad war ein rundes Seeblatt, Oan Ihr Spieß ein Bintz, die ein Spitz hat, 8 2 Ih cht ng. „ 33 C(00 85 555 Ihr Helm ein buntes Schneckenhauß. Alſo putzten ſie ſich heraus, Undd iß fuͤr den gemeinen Mann; Der Hel⸗ Die aber u volten fornen dra m,— Und machen, daß Del N Maͤuſen g1 28 Trugen ein Fiſch⸗od'r S ch0 langen⸗Haut, Groſſe Keulen von Baſſernuͤſſen, Da wolten ſie di Maͤuß miegiſen Auch ihr viel h Alten aus Fiſchgraͤten olikbo⸗ gen kuͤnſtlich kr 5 gereten, amit ſchoſſen ſie ſcharffe Spitzen, 5o den Fiſchen am Ruͤcken ſitzen ie brachen auch fein in der Mitt De Muſ⸗ cheln auf laͤngliche Schn itt, ie ein zweyſchneidig Glaßg Das wurden ſcharff gleiſſende Schwerdt, In einer Rohrn urtzel verwahrt, War ein beſo nder Scheiden⸗ Art. Darnach waren ſie gar geſchwind, Nahmen, ſo 33. ſeyn blind, Und ſatzten denn auf ihren Kahn Der Hofe⸗ Ein feinen hurtigen. Hoffmann, leut. Der ſeine Stang wohl wuſt zu fuͤhren, Ri tterlich ſein Pferd zu regieren. Fuͤr allen ſah Koͤnig Baußback— Alſo, daß man fuͤr ihm erſchrack, fung. Daß den Froͤſchen fuͤr ihm ſelbſt graut, Er trug ein gruͤn Eydechſen Haut, Die hieng von ſeinm—— biß zur Erd, Iund war fuͤr Schöͤß und Stich bewehrt, Darauf er ein Schlangen Cron fuͤhrt, War fuͤr den Fall auch oft probirt; Pp 3 Am 4 2 E E — *¹ II 2 Der Schild u. Wapen. 508 33 0 8⁰ A al haͤtt er ein terein Perlen. Kragen, n Perlen⸗Guͤrtel um den Magen, ein E 2 Schwerdvonei ner Perlen⸗Mutter Ineineml angen Schnecken futter 8 er Schlld ein gant e Perlen Schaal, Der man allzeitf ind zwey zu mahl. Darinn wasn kuͤnſtlich ausgegraben, Und mit Farben erl⸗ ch ghah Ein Bibet, der ſich ſehen lie Als waͤr er zugleich Hu nd Froſch, Fiſch, Weil ſeine forder Fuß und Mund Sich arten nach der Katz und Hund, Die hinter Froſchfuͤß und der Schwantz Sich Froſch und Fiſch vergleichen gantz. Durch dleſe ſes Bild wird angedeut Die Wunder⸗Natur der Froſchleut, Die beyd zu Waſſer und zu Land Mit ſchwimm nund huͤpffen ſind bekandt, uUnd* doch!: cht ſtumn Iſi nd wie die Fiſch, Sondern ruffen und bellen friſch Am Rand laß man Concordia. Ein Haupt, ein Hertz, drey Thiria. Man ʒzog ihm auch dafuͤr ſein Roß, Schoͤn bekleidet mit guͤlden Moß, Voꝛ On Wiederthan, und Venus Haar, Das voll kleiner Schneck haͤußlein war, le ein Pantzer zuſamm gedreht, Und rauſcht, wenn ſich das Pferd bewegt, Darauf ſich Koͤnig Baußback ſatzt, nd that drey Lufftſpruͤng in dem Platz, Nahm ſeinen langen Bintzen⸗Spieß, Den er ſein Herold tragen ließ, 8• N. ————— Syrach: 38 Co) S8. 505 Sprach: Wenn ich den Maͤußkoig haͤtt, Und er mich gleich um GOtts Will baͤt, Wolt ich ihn mit dem Spieß durchſtechen, Und die Spitz im Hertzen abbrechen. Desgleich'n ſagten die andern Herren, Sie wolten ſich all Mannlich wehren. Das VI. Capitel, Der Froͤſche Schlacht Ordming⸗ JeEs Koͤnigs Rath ward auch bedacht, Und die Schlacht⸗Ordnung ſo gemacht, Saß in der Mitt die leichten Knaben Soltẽ'n ihren Stand und Angriff haben. Zur Seiten ab r die ſchwer geruͤſten, So die Maͤuß zu beringen wuͤſten. Hauptmann Mohrtantz ſolt fornen an Mit drey Faͤhnlein zum Angriff ſtahn, Die alle Bogenſchuͤtzen waren, Und im Steinwerffen wohlerfahren, Aus Holland und Seeland ankommen, Als ſie den neuen Krieg vernommen. Das Hauptfaͤhnlein war ein Seeblatt/ Drey Heringskoͤpff das Wapen hat, Mit dem Reim: Wilt Ehr davon tragen⸗ So muſt du den Kopff daran wagen. Damit trat Ruͤlinger herfuͤr, Und war der andern Ehr und Zier. Dem folgten in der Mitt die Schuͤtzen, DieSteinwerffer zur Seit herſtuͤrtzten, Py 4 Mit .— 600 8(0 9 ee Mit d Befehl,daß den Lerman Fuͤ Die Steinn verffer erſt fiengen an, Den Feind lockten aus dem Vortheil, Fuͤ Schätzen Darnach die Schuͤtzen in der Eyl, 2 efehl So bald die Feit nd0 d wolten anlauffen, Ih— E 11 316 4 K— Gliedweiß abſchoſſen in den Haufen, 8 Und die forn ſtunden, nieverfielen, Unẽ Sich an des Feinder Nachtrab machen, De n allen Sachen, J 77 eregteren, Oherſt Ne Ran mit“ den Friſi ſchen Hof⸗ Ut ͤ leut en. 8 erd ein jeder ſaß zu Roß, 334—*— Lang Spieß fuͤhrten 1 ielten ſch wunder S Da ſie im Graben wuſch die Gelten, Darein ſie ſonſt die Milch hinſtellten; Das Wapen eins Nothkäͤfferle in, Lur e Der Reim: Fleuchſt nicht, ſo biſt du mein Zur! incken Hand zog 760 daher Der F ma Hal ſoinen K oo 2 7 eldt Arf ſchalck n mit ſeinem Heer, 2 — ſt (0 88 60¹ euters Knaben, raus Schwaben, ˖ DHa ummer, Bey dem ſie mit ihr'm Buhlen ſaß: Das Wapen ein roth Regenwurm, rl tden Sturn U gt Fahn Blutfahn Ge emah lt v on mroöthe U nM nu. 20 9s 8 Darnach ruͤckt der Koͤnig herber Auffzug. Mit ſeiner ſtarcken Leib⸗Guardey, Darur nter vie el Se 91 eitzer aufwarten, Mit L 2 degen und 7 Die fuͤhrt Mar con ein tapfft frer Me nn. Ein huͤbſcher Höptzgen R Auch war da mit Keulen beſtellt Au s Ditmarſen manch ſtarck Darnac h mit Gurkelbeil ind Kruͤc So wohnen an der E Endl lich di Engelläͤndſch 2 Mit ihren Wattn Mi khrem Faͤhnt rick 0 Der fuͤhrt ſie aus dem Schfffaufs Land, Das D. ewaſſer mocht icht leck 0 Es wolt ihm gar zi Iſaltz Bis man die oberſte Hag ˖ luch fuͤr dem Koͤnig ſah Lingt ilden Haut von ein jer Schlang Darein ſah man ein Wapen ha ngen, Pp 5 Drey 33(0 —— —————äT— Drey gelbe Waſſerlilgen fein Imb lau enFeld, mit dieſem Reim: Wer dieſe Blumen friſch wi Uſehen, Der muß darnach ins Waſſer gehen. Der& oͤnig auch bewahret ward Von dem Fuͤrſt Watarchs und Quadrat, Ol So aus der Marck, Caſſuben, Wenden, Ne Und von des Havellan des Enden cViel Reuter und viel Knecht mitbr drachten, ⸗ Und den Soniggroßmil hig machten, Fuͤhrten ei mne gelb Marcoi mit W 0 ape N, Mit dreyen ſchwartzen Krdten Q uappen. Ein I Rei M Wir ſterb en nicdk ht un ſonſt, Mangelt dir Gunſt ſo brauch dein Kunſt. Zuletzt nach allen kam gelauffen Mancherley Vo ick mit groſ ſen Hauffen, Aus Brabant,. H0 land„Polen, Reuſſen, Aus Lieffland Churland, und aus Preuſſeh, Die olte len pieß und G0 beln brauchen, Maͤuß—— Waſſer tauchen, Bi ß ſie aun wuͤrden 5 racht, 8 DR5 So⸗ 9 der 5r öſch Ord nung g gemacht. 22⏑ Das VII. Capitel, Von der Froͤſche und Maͤuſe Kundſchafft. W̃᷑ 5 Je ſie halten alſo am Raum, Kamen zwey Laubfroͤſch von dun Baum, 59 282994 2 drat, en. mſt. n, n„ euſſen, 1 t. ſe n den 300 28(0) SE. 604 Zeigten an, daß zur Linck am See Ein ſonder üchs weiß Kriegsvolck ſteh, Ob es Freund oder Feinde ſeyn, Waͤr zuvor zu erkunden fein. Darauff Fuͤrſt Quadrat von Stund d an Herunter ſchickt zwe yklugen Mann, Taucher und Koͤ dderitz mit Nahmen, Die unterm Waſſer dahin kan ien, Da Friedlieb mit den Seinen wa cht, Und ſein Sach hielt in guter Acht. Als nun Friedliebens Wacht geſehen Die Froͤſchlein aus dem Waſſer gehen, Im langen Graß hei imlich herſchleichen, Will ſie nicht fuͤr ihnen entweichen; Sondern ruckt ſich 85 unters Grat, Undverläufftihn iden Waſſerpaß, Greifft ſie auch endlich allebe d. Fr iedlieb erfaͤhrt vor n ihn Beſcheid Wie die Froͤſch ihr Ordnung gemacht, Wie ſie zuf ſiegen ſeyn bedacht. Lßt auch alles dem Koͤnig ſagen, Daß er ſich nicht ſo bald ſoll wagen, Deoflchtgei en Froͤſchen zur Nachja gt, Daß er rnichtwerd in Noth gebra icht. Der Koͤnig antwortet mit Spott: 1 Friedlie⸗ Wenn nun geg nwaͤrtig iſt die Noth, deus Sowillichſei in Bedencken fragen,—— Er darff nicht unnuͤtz Sorge tragen. acht. Das ließ Friedlieb auch ſo ge ſchehen, Gedacht, wie er weißlich wolt ſehen, Daß er den Froͤſchen Abbr uch thaͤt, Und das Maͤußvolck aus Noth err ett Darum — 60 8 Se 4 2 S —— aeum or Ddi Nundſeh Foy 1lL Darum er die Kundſchaffer mehr 2 — 4 390 91860 IAin7 111 Ließ fragen, une 10 — Bis er von ihnen allen 8 t˖ 8 Die Froͤ! D ſche wol. ien am Die enicht, Berge Der ame N ehn 19 — ürel“ Denn darar 49 0 Deimidbetn Ae ſoſſyo R geſeſſen, 4 el Feurflammen, Zu Volck beyſammen — Iyrton Lrleil Hellparten en, 13 Se nn behalten a em Rücken, 3 „es scFon 6* Dor Weind ur Lincken gen den Wind, f 5 Daß aß * 14 1 1** 4 il— Trabe Den Y cht gern 1 1, 5 7 4l Durffte Verg angehen, Auſd„ JY 6 1 onv Wanckten derhe Wher, Zu warten, ſten waͤr. MRiæ Nðat der M 116 Kostand Bis daß der zat 8 kon gabgeſandt, Des — An die S cezun er Froͤſch meter ein Edlen nd Maͤuskoͤ⸗ e II nigs Wer⸗ Knaben, bung an dieFroſch genommen, er Ranzionen? nn w ie r wolt, ſo ſolt es ſeyn, Die Wahl wolt er ihmr aͤumen ein Die Froͤſch rieffen: Hie iſt kein Gnad, Den Tod jed'r zu gewarten hat, Er waͤr geſchlag'n e oder e zefangen, ¹ 5 XNon erſauffen oder hangen gilts wiedrum alſo, der Knab, und ward hertzlich froh, erat ift von iht Undf ſeinem Koͤnig l bra Der ſprach In ei ¹ paa rSrtt Mit v Worten laß ich mi 15 nicht ſcheuen, Der am meiſten poe dt, derſelb kroch Gemeinlich zum erſten zu Loch. 605 35(08 Err 3— + ⏑——————e˖¶èe˖ ũ. DerdfeDamit ward des Sta nben imer mehr, rücken. Als wer nns ein dicker Nebel waͤr, Und zog ein jeder Haufen fort, Cr vehlet zu der E chlacht den Ort; Gleichwie der Roͤmer Pompejus, Und ſein Schweher der Julius Ehmahls auch gegen ander rannten, Damit die gantze Welt umwandten. ie Froͤſch ruͤckten vom Waſſer her, ls wenns der Moſes ſelber waͤr, von neuen, auf GoOtts Befehl, Durc fuͤhrt das Volck Iſrael. Da Mann, Weib, Kinder, Veh, mit lief fen, Wunderlich durch einander rieffen; Lermen So me chte nſie e ein Lermen auch, RSMoor der Froͤ⸗ W R raͤh en 0˖ alt te nd en? Br auch, ſche. 0 W ſie im Herbf Abend ſpat, en Dächern wehlen die ie Staͤtt, Daß jede ſitzt bey ihrem Mann, Den ſt ſie an der Stimm kennen kan, d5'oſſem Gẽſchrey und Krachen es halben ſprachen. ien zen gar ſtill, id machten des Lermens nicht viel, Rauſchten nur heimlich mit den Wehren, Gleichwie die wachſende Korn⸗Aehren, Venn ſiede r Wi hernieder ſchlaͤgt, Und die Strohhalm wieder aufregt, Velchs! ſchin ſolchen Anblick faͤllt, Als wenn da lebt das gantze Feld. 19 8 Cl 8 01 Denn Denn wo man die Augen hinwandt, Da lebt und bebt das gantze Land, Daß auch Vogel, ſo ungefaͤhr Di.Boger Am ſelben Ort zogen daher, u. Dafuͤr ſich entſatzten dermaſſen, Daß ſie ihr Reiſ' muſten verlaſſen, Und aus dem naͤchſten Wald mit Grauen Dieſem Wunder⸗Handel zuſchauen. Der Dritte Theil. Von der Maͤuſe und Froͤſche lef erſchrecklichen blutigen Schlacht. enn Zitte als ein baufallig Aband, ν 0 Went ger ODor merwektet aufſt ehen, Oder Laſtwag'n fuͤruͤber gehen, Darum, daß lermet uͤberall Das Fr oſch⸗und Maͤußvolck ohne Zahl, Funden ſich auf dem Berg beyſammen Berg- Æ V lel kleiner Maͤnnleit n ohnes Nahmen, maͤnnlein In weiſſen Hembdlein, ſpitzgen Kappen, Als man gewohnt an den Bergknappen, 1 kam aus der See at Woßo mooeeb geflogen, aufgezogen Waſſerni⸗D Waſſernixin wo 961 ſt Alt, in 8333 V Senus mahlt, gantz, en Crautz; ſiehſt du 2 12 Wofuͤ Wilt dr deinen Ma uſen beyſtehen, muß ich zu den Froͤſchen gehen. Von Ur⸗ Heintz antwortet Ungert ich ſehe, ſachen des Daß ſolch grof itſtuͤr e en geſchehe, Krieges. Nrn Kab ich nun etlick. DSDrum! hab ich nun etliche Nac Ein groß Kriegsgepolter gemacht, Hab zei⸗ Hab 38(0 Sk⸗ 6⁰⁸ Hab auch gezeigt viel Abentheur, Mit hinfallendem Licht und Feur, Mit Blut, ſo in des Koͤnigs Saal Aus einem todten Hirſchhorn qvall, Ob ſie wolten ſich ſchrecken laſſen, Keinen Krieg anfahen dermaſſen; Aber ich hab vorlaͤngſt geſehen Diß Ungluͤck in den Sternen ſtehen, Bin auch von den Engeln bericht, Daß es durch Verhaͤngniß geſchicht: Und was GOtt ſchloß in ſeinem Rath, Dawider hat kein Weißheit ſtatt. Es folgt auch niemand guter Lehr, Ob man ihn warnet noch ſo ſehr, Man muß gehn laſſen, wie es gehet, Bis daß das unterſt oben ſtehet, Und die Suͤnd ihr Straff hat empfangen, Dajuͤr ſie laͤngſt iſt ſicher gangen. Mich deucht aber diß nicht gar fein, Daß aus deiner Nixen Gemein Iyr viel ſich brauchen zu den Sachen, Und dieſen Aufflauff helffen machen: Denn daß der Froſch die Mauß erſaͤufft, Und Jedermann zum Krieg zulaͤufft, Ass wenn ſie waͤren raſend toll, Das koͤnt ihr Nixen ſchaffen wohl; Und wenn ihr davon nicht wolt laſſen/ Sondern euch der Schlacht auch anmaſſen/ So wollen wir uns auch nicht ſpahren, Ihr ſolt ein Widerſtand erfahren. Ich bin ohn das den Froͤſchen gramm/ Und ſaͤß ihn laͤngſt gern auf demKamm, Qgq Daß 6¹⁰(0 S8E Daß ſie mich offt machen be ekandt, Wenn ich heimlich umſchleich im Land; Und der Menſch nicht in Ruh kan bleiben, Weil ſie des Quackens ſo viel tre iben. . Die Nixin gab d darauf Beſcheid Daß mir diß auch ſey hertzlich leid, Hab ich damit er rklaͤhren wollen, Daß,/ da die Mauß erſauffen ſollen, Nun etlich Nacht das Waſſer brandt, Das Zeicheni ſtnicht unbekandt Mein Jungfrauen ſeuffzten auch tieff, Als wenn eins aus dem Waſſer rieff, Damit zu deuten, daß Gefahr Und groß E Elend verhanden war. Groſſe Ich hab auch nach Matthias Tag, Woaſfer. Als Berg, Thal, Feld, voll Schnee noch lag, Ur ddas iß all 2 Waſſer belegt, ſolches T Tar uwetter erregt, 0 en iſt zuvor geſchehen, dreyßig Jahren nicht geſehen. 0 S chneeberg li effen mit einm Wunder, Bey Tag und Nacht ſchrecklich Berg unter, Riſſen Felſen, Klauſen mit abe, Die Baͤum kamen auch in ein'm Trabe, Stieſſen Haͤuſer, Scheunen und Stall Ubẽr einen Hauffen in dem Fall; Weil auch gefrohren war das Land, Das Waſſer nirgend T Durchbruch fand, Lieff aus dem Wald, Acker, und Auen, Von groſſem Wind, Regen, und Tauen, Als⸗ 3u 2 yoch ter/ 38(0) 8 61 Zu Qvellen, Seen, Teichen, Fluͤſſen, Zuſammen mit ſo groſſen Guͤſſen, Daß die Eyßſchollen in einm Krachen Allenthalbn ſich erhobn und brachen, Steg und Bruͤcken auf Stuͤcken riſſen, Zaun, Wall, Wand, und Haͤuſer zerſchmif ſen, Daß ſich Fiſch in den Kirchen funden, Und all' Keller voll Waſſer ſtunden, Daß die Leut auf dem Boden ſaſſen, Mit Zittern das Jammer⸗Brod aſſen. Der Fuchs und Wolff auch auf den Weiden Mikt Kraͤhn und Weyh'n hatten zu ſtreiten, Das Vieh mit ſein'm Hirten hinſchwamm, Und todt zu fremden Voͤlckern kam, Als ſolt ein neue Suͤndfluth werden, Und alles erſauffen auf Erden. Damit warnte ich Jedermann, Sein Sachen wohl in Acht zu han: Denn fremd Waſſer fremd Voͤlcker bringen, Mit den gefaͤhrlich iſt zu ringen. Daß aber meine Unterthan Hate Das Ungluͤck helffen ſtifften an, Anlifter. Mag wohl ſeyn, weil die Jung Froͤſch⸗Knaben Selbſt Luſt zu ihrem Schaden haben. Verꝛé gerne tantzt, dem pfeifft man bald, Den Will gen geſchicht kein Gewalt. Ich weiß auch wohl, daß keine Mauß Zu dem Krieg zoͤg ins Feld hinaus, Wenn nicht ein Geiſt ſie fuͤhrt hinan, Das dein Volck auch meiſterlich kan. Qq 2 Und 6¹ 0(00 S 8 K————.— Und we nn ich wolt me ine Luſt buͤſſen, 2 olt mich der Arbei— cht verdrie eſſen, Daß ich die Maͤuß ins Waſſer ſchmiß, Und keine unerſaͤuff etk eß, Darum, daß ſie meinen Froͤſchleuten Ihrs Koͤnigs Tod ſo uͤbel deuten „Diew eil ich aber gern vernommen, Daß ihr ihn nicht wolt zu Huͤlff kommen, So laß ich meine Frot ſch auch bleiben, Sie moͤgens ihrs Gefallens treiben, Mig Ittit 3 91 0Ols 8G Ott! 18 Ale lund Maß 2 90 öEof lrihlſetzel Und ſteuretil ren Reid d und Haß, Wir möchten, u bert ihren Sachen, Uns ſelbſt Ungelegenheit machen, Oder ſtaͤrcker Geiſter erwecken, Die uns unfreundlich wuͤrden ſchrecken Aus dieſer Wohnung gar verjagen/ Oder durch GS ltes Eyfer pl agen, Wir wollen lieber beyderſeit Von hinten zuſchauen dem Streit. Das ſagte ſie, die andern all Folgten ihr gern in dieſem Fall, Und ſatzten ſich auch alſo fort, Unſichtiglich an ihren Orth. Das II. Capitel, Der Feoche und Maͤuſe Fußfall, und. Ermahnung an die Krieges⸗ Leut. l Yuld dkamen der Herolden zween, L.oeſſen erſt die Blutfahnen ſehen 7814 EE 5] 2 2 29 6 und Die 38(0 988 6¹⁶ —— Die Muͤcken kahmen auch gezogen Uber beyde Hauffen geflogen, Hatten groſſe Poſaunen all, Und blieſen drein mit groſſem Schall; Das Wetter ſchlug auch tapffer drein Mit dem Donner und Blitzes Schein, Welchs gar ein boͤſes Zeichen war, Und den Kriegern deut groß Gefahr. Wie ſie aber waren ſo nahe/ Daß ein Hauff den andern erſahe, That'n ein Fußfall die Maͤuß gemein, Daß GOtt ja wolt ihr Beyſtand ſeyn! Darauf ſie denn Herr Zuckermund, Ihr Prieſter, wohlvertroͤſten kunt, Derhalben er auch ſelber ritt Mit ſeinem Schimmel in ſein Glied, Damit er nicht wurde verklagt, Und ausgeruffen als verjagt. Der Koͤnig in eigner Per ſon Fuͤhrt auf der Sturmhaubẽn ſeine Cron, Und ſprengt mit ſeinem Hengſt hinan, Redet den hellen Hauffen an: Lieben Held, lieben Krieges⸗Leut, Eur Treu wolt ihr bedencken heut, Den Feind angreiff'n wie tapffer Mann, Der Sieg uns gwiß nicht fehlen kan. GoOtt meins Sohns Mord bezahlen ſoll, Weil ſie die Straff verdienet wohl. Habt nun wohl acht auf euer Sach/ Ruͤcket mir fein nach allgemach, Bis daß mir dem Feind ſo nah ſeyn, Als einer wirfft mit einem Stein, Qq 3 Denn 2 6ta 38(00 85 Denn ſetzt hernach mit aller Macht, Mit ein'm Feldgeſchrey, daß es kracht, Denn ſenckt zu erſt die Spitz zum Stich, Denn hebt die Bogen uͤber ſich, Schieſt doch nicht eh, denn ihr moͤgt ſehen Die gelben Ring in Augen ſtehen. Gebt euch n icht—5 halt feſt zuſammen, Laßt 21• Seit nicht uͤbermannen, Doch da die Schi uͤtzen fein ſich theilen, Zuſe n, daßſie der Feind nicht fehlen; So wollen wir vom Berg hinaben, Mit gutem Vortheil runtertraben, M dit d dem ge eW altig en Zulauf ffen Nicht allein trennen ihren Hauffen, Wie ein S turn wind im dicken Wald Mit groſf emKr rachen einher ſchallt; Sondern launt fe. ar erſch W80 II NlAàA wit 12 ecke Daßmim ſchlag m eili m S ktecken, IKGIIi K 1 181 Ich will euch ſelbſt fuͤhren die Straſſe en, Und Leib und Leben be—.— laſſen, Auch nach 8 18 Sieg zu Herren machen, 3— hil eit der G'rechten Sachen. Sie rieffe— Wir folgen gern, Wo ollen uns wie die Helden wehrn. Ser Froͤ⸗ Die Froͤſch thaͤten dergleichen auch, fal.*Strreckten ſich auf den kalten Bauch, Baten, weil die Maͤuß aus Hoffart, Und boͤſer teuffeliſcher Art, Sie ohn ihr Schuld wolten Wie vom Koͤnig berichtet word Wolt er als ein gerechter GOtt, Ihr Unſchuld behuͤten fuͤrm Tod, Seine heine 38(6 S86. 6¹5 Seine Creatur nicht verlaſſen, Sond ern die Raͤuber auf der Straſſen, Die diebſchen Maͤuß ſchrecken und jagen, Daß ſie die all moͤchten erſchlagen. Ihr Pfarrer troͤſt ſie unter Wegen, Sprach ihnen Abſoluz und Seegen Von einem hohen Baum am Rand, Dabey ſie austraten aufs Land, Mit Gottesfurcht wars ihm kein Schertz, Hat allein ein rein weißes Hertz Herr Laubfroſch mit ſein m gruͤnen Kleide Kroch hernach in ein hohle Weide, Oarein wolt er die Horas leſen, Bey Schlaͤgen daucht ihm nicht gut Weſen Der Koͤnig ab'r, Baußback genannt, Mit Gruͤnrock ſeinem Leutenant, Und den Befehlichshabern mehr, Zog herum bey dem gantzen Heer⸗ Sprach auch die Krieger tapffer an.—— Friſch auf, ſprach er, Ihr lieben Mann,—44 0 faſſet einen Helden⸗M uth,— U„ Nun ſoll'n all Sachen werden gu Ich hab Kundſchafft, daß unſer Fend Gaͤntzlich und gar alſo gemeynt, Daß ſie vorne wollen einrennen, Und alſo unſer Ordnung trennen; Dar rauf habt nun gar gute Acht, Daß ihrs, wie ichs befohlen, macht, Sie fein locket zu unſer See, Da ſoll ihn werden bang und weh Wir wollen ihn das Bad bereiten, Daß ſie nicht Luſt habn mehr zu ſtr eiten Qq 4 Bleibt 616 38(0 S 4 ————— i8 Bleibt aber ſtill an eurem Ort, Und ruͤcket nicht ein Fuͤßlein fort, Wendt euch auch nicht gegen den Wind, Daher die Sonnenſtrahlen ſind, Sonſt faͤllt Pfeil und Staub auf euch dar, Eur Geſicht wird geblendet gar; Sondern bleibt, wie ihr itzund ſeyd, Theilet euch nun fein in die Breit, und ſchlaget weidlich in den Hauffen, Daß der Schelme n 8 entlauffen; A0h will da zu der lincken Hand Nit meiner Gvarde balt en Stand, Damtich euch fein mas entſetzen, Meinẽ'n Spieß der D auß im Ruͤcken wetzen Sie ziehn da gleich zu uns heran, Nun haltet euch wie tapffre Mann, Keiner ſoll bleiben unbegabt, Der ſich am Feind nur weidlich wagt. Sie rieffen: Jo, Jeck, Jick, Jack, Ja, Darum ſind wir jtzt alle da. Das III. Capitel, Des Maͤuſe Koͤ onigs Erbieten gegen die Froͤſche und ihren Konig. N NBem jenun alſo in wenig Stunden Die Hauffen ſich geg'n ander funden, Und jtzt wolten zuſammen gehen, Wolt jeder ſeinen Mann beſtehen, Stampfft mit den Fuͤſſn, faͤuſt die Haͤnd, Und ſeinen Feind veracht und ſchaͤndt, en. die Als 238(00 88 61 Als wenn zwey Ochſen ſich erboſſen, Ungeſtuͤm auf einander ſtoſſen, Doch vor mit grimmigem Geſicht Da ſtehn gegẽn einander gericht, Die Erd ſcharren, die Hoͤrner wetzen, Den Schwantz mit einem Brumm aufſetzen, Meſſen zu, wer erſt wird anfangen, Wie ſie den Feind wollen empfangen. Da ſchickt der Maͤuß Koͤnig heran, Und ließ den Froͤſchen zeigen an, Durch Friſchblut ſeinen Leutenant, Der mit Trommeten kam gerannt: Er haͤtt mit allen Froͤſch⸗Geſchlechten Weder zu rechten noch zu fechten, Ihr Koͤnig allein an dem Ort Seinen lieben Sohn haͤtt ermordt, Wenn der ſeinen Sohn wiederſtellt, Als ſein Ranzion und Loͤßgeld, Daß der wied'rum auch ſterben muͤſt, So waͤr die Miſſethat gebuͤßt. Waͤr ihm das auch ſo nicht gelegen, So waͤr der MaͤußKoͤnig zugegen, Wolt einen Kampff mit ihm drum halten f Man ſolt ſie allein laſſen walten, Was wolt ein Freund den andern ſpießen Ohn Noth unſchuldig Blut vergieſſen. Ob dieſe Red gleich etlich achten, Daß ſie billig waͤr zu betrachten, Sorieff doch unſinnig der Hauff: Der Feb⸗ Immer fort, fort, nun renn, nun lauff, ſche Wuͤ⸗ Wirff, ſchlag, und ſtich den Schelmen todt, den Daß er bekomm Verraͤther Brod. Qq 5 Nun 6¹8 38 800 Se⸗ Nun ſie verzagte Boͤßwicht ſeyn Waͤren gern ungeſchlagen heim, Da wollen ſie in unſern Sachen Auch Meuterey und Auflauff machen, Mit— erey die Zeit verkuͤrtzen; Daß er muß Halß und Bein abſtuͤrtzer Dami kfee gſich der Lermen an/ Jeder ſchoß und warff auf den Mann, Daß er mit Noth entrinnen kunt, Und ſich zu ſeinemKoͤnig fund. Der a auch ergrimmt und ließ aufblaſen: Die Feind thaten auch gleicher maſſen, Und griffen alſo beyde Heer Wit groſſem Getuͤmmel zur Wehr e Maͤuß pfiffen und ziſchten all, 8 Froͤſch wack, aveck/qvickten mit Schal, n Ruck, Rit und Zul auff raffen Schuͤtz wund Reuter zu⸗ Hauff. Schoßen, ſtieſſen, ſtach'n, ſch hlugen, rungen/ Daß Stang'n und Schwerd gen Himmel ſprungen f War ſo erſchrecklich anzuſchauen, Als da Simſonfieng an zu trauen Gott von neuen, mit ſeinen Sich andie Jauptſeulen zu lenden, Darauf d der 3 Heyden Tempel raſt, Ru cktſie zuf ſamt men in der Haſt⸗ Maut ven, T Dach, Zi immer, und Stein, oͤnig, Fuͤr rſten, Herr en, Gemein, M kein m Gepraß, und Mord Geſchrey, Ub rein'n Haußfen ſtuͤrtzten entzwey⸗ N 48 chal, mmel 5 *7 Daß 88(00 8R 6¹̊ Daß Überwind'r und Uberwunden Zugleich lagen oben und unten, Und Staub, ſamt Stein in die Lufft prallt So war das erſt T reffen geſtalt. Das IV. Capitel, Wie die Froͤſche und Maͤuſe zuſam⸗ men treffen. X* 3 2 Ls·ſich der Lerm alſo anfieng, Das Kriegsvolck friſch zuſam̃en gieng, Gleich wenn das Eyß mit einem Knall In groſſem Sturm birſt uͤberall Und mit einm Gepraſſel durchbricht, Da man ſichs am wengſten verſicht, So war Mohrtantz und ſeine Mann 2332 Mit Stein und Pfeilen tapffer dran, Ariff. Warffen von ſich, ſchleuderten, ſchoſſen, Es ſiel ſo dick als Hagelſchloſſen, Und kam mancher Mauß auff den Ruͤcken, Daß ſie die Naſ ins Graß muſt buͤcken. Das Spanſche Weißfaͤhnlein macht auch Der Spa⸗ Den Froͤſchen einen böſen Rauch Eabalel⸗ Mit ſeinen ſtarcken Katzenbogen, Davon geſchwinde Boltzen flogen Aber das ſchwartz Faͤhnlein blieb aus, Das koſtet manche ſtoltze Mauß: Denn es hielt zwiſchen Pferd und Berg, Stieg gegen der lincken auff die Zwerg, Und kont nicht brauchen ſein Geſchoß, Welchs Milchramleckern ſehr verdroß, ieff: Halt die Schild all uͤberwert, Daß euch nicht das Geſchoß gefehrt. W 9 —— 6²⁰ 35 0 es N Se Eilt muthig auff den Feind hinein, Sonſt wir allſamt verrathen ſeyn. Damit lieff er zum Feind hinan, Stolter Faͤhnrich Stoltzer, de er ku hne Mann, 3 Setzt mit den Doppel⸗Soͤldnern: nach, Und hoffet gar gewonnen S Sach Inſonderheit weil ſie die Se chuͤtzen Da funden auff der Erden ſitzen, Und ihr Armbruſt von neuen ſpannen, Die konten ſie bald uͤbermannen, Stachen in ſie, wie in die Hund, Eh ſich einer auffrichten kunt. We das M'ohet tautz erſt ward gewahr, Sprach er: Nun hats keine Gefahr, Wir find den, das wir han geſucht, Wend teuch, und nehmt zur See die Flucht. — Frö, Damitt thelten ich die H offleut, Schein⸗ Padran, und N Rordax zu der Seit, flucht DieS chuͤtzen flohen nach der See, Das bracht den Maͤuſen roſſes Weh: Denn Milchramlecker kriegt ein Muth/ Dieweil der Anfang war ſo gut, und drang zum Froͤſchen hefftig ein, Wie auff die Hund ein zornig S Schwein. cNorklug folgt auch in groſſer Eil, und acht es fuͤr beſonder Heyl, Dagz die Fr öſch ſobald die Flucht gaͤben, Daß die Hoͤffleut zogen darneben, Als wenn ſie zun Seiten auslieffen, Und zukeiner Gegenwehr griffen. Als abr die Froͤſch kam'n an die See, Gefiel ihnen die Flucht nicht meh, Sondern 79 2 2232 ht. dern 38 Co08 62¹ Sondern wichen zur lincken Hand, Hinter den Berg ins ſicher Land, Und lieſſen der Maͤuß hellen Hauffen Vom Ufer bis ans Waſſer lauffen; Da empfieng ſie der Hinterhalt, Daß ihn das Hertz im Leib erkalt, Rieffen: Ihr Kuhmelcker willkommen, Eur almtunft habn wir gern vernommen, Nun trett mit Freuden in das Bad, Darnach euch lang geſchwitzet hat. Eurs Koͤnigs Sohn wundert ſich ſehr, Daß ihr nicht kamt zu ſeiner Ehr, Halfft ihn beſingen und begraben, Darauff wir laͤngſt gewartet haben Und ſtachen damit auff ſie loß, Gaben ihn auch viel Kr ruͤcken⸗Stoß, Und hackten mit ihren Handbarten Ihnen erſchrecklich durch die Schwarten. Und ob ſie gleich ſich gar verwegen Wehrten mit Helparten und Degen, Gieng esil hnen doch, wie dem Hirſch, Der mit den Hunden kaͤmpffet friſch, Earerr doch unverſehens ins Netz, Das ihm derd Jag er heimlich ſetzt Denn zu beyden Seiten der! Feind Es mit ihnen getreulich meynt, Von hinten zu ſie hoch beſchwert Ihr ſelbſt eigen Hoffleut und Pferd, Fuͤr Augen hatten ſie die See; Das thaͤt dem Milchramlecker weh, Verſucht, ob er zur lincken Hand, Dadurch die Froſch⸗Schuͤtzen gerannt. Nicht 62³ 35( Se ———.—— + 2.* Nicht n achfolge n könt und durchbrechen, Fieng an grimmig umf ich zu ſtechen, Undſteßmtf ines Degens Kno opff Dem Mohrtantz hin ten auff den Kopff, — Daß er ſich ſtrecket ind en Sand; Leutenant Solchs ſah Mohrtantzens Leutenant, fehit · Und ſtach ihn wieder nach der Kehlen, Vermeynt, es ſolt der Stich nicht fehlen; Ab'r Milchramlecker brach ihn bald Mit ſeinem Schilde mit Gewalt, Und hieb den Froſch hin durch die Stirn, „Daß er verſchuͤtt Leben und Hirn. Da lieffen die Froͤſch mit den Beylen, Als die Vogel nach der Nacht Eulen, Warffen und ſchlugen auff den Mann, Bis er ein Hieb im Ruͤck'n bekam, Daraus ihm Lung und Leber aͤvall, Und gab ſein Leben auff im Fall, Lag im Staub mit wehrloſen Haͤnden So muſt der groſſe Muth ſich enden Viel ander Maͤuß blieben auch todt, Oder kamen in Waſſ ſers⸗Noth, Daß ſichs nicht an ders anſehn ließ, Die Froͤſch haͤtten den Sieg gewiß Darum etlich ſchon rieffen da Quack, quock aut uck, queck, quictoria. Den Faͤhnrich Stoltzern mit dem Drang Unla Der Nachdruck in das Waſſer zwang, Da ihn der Doppelſoldner kein, Zum S Schutz diel kont behülffl ich ſeyn. Die Froͤſch ab'r griffen tapffer an, Tappten nach dem Faͤhnlein und Mann, Det 2309 88 6³35 —— NXKXE᷑EꝑↄƷaͤͤĩ———ů——— k—k᷑kͥͤ6r— Der ſich noch wehret wie ein Held, Und damit er wuͤrde gefaͤllt, Warff n ſie ihms Angeſicht voll Koth; Wie er nun ſah die groſſe Noth, Wand er ſich in ſein Faͤhulein gut, Zu ſterben wie ein treues Blut Groſſe tapffer ruͤhmliche Thaten Allzeit groß' Gefahr bey ſich hatten Das V. Capitel, Wie dem Ayffelſchmack ſeine Schiff⸗ farth gerathen ſey. deß kam Apffelſchmackd daher N. ſeinem Schiff, zur Gegenwehr, Fuͤr ern gar geſchwind gefahren, VDie noch der Zuverſicht nicht waren, Daß ſie die Noth fodert ſo bald, Blieben alſo im Hinterhalt, Hatten nur Apffelſchmack voran Verordnet, als ein klugen Mann, Kundſchafft zu holen aller Sachen, Wie ſich der Anfang wuͤrde machen. Wie der nun zeitig ward gewahr Das Unheil, daß der Mʒauſe⸗Schaar Mit. Hauffen in das Waſſer plumpt, Eilend er ihn zu Huͤlff kumt, Gibt doch Verloſung andern Schiffen, Daß ſie auch bald hernacher lieffen, Mit einem Faͤhnlein, das ſehr hoch Oben am Maſtbaum umher flog, Zum 6²4 88(0 S85 Zum Faͤhnrich aber eilt er riſch, Der floß da, wie ein Wunder⸗Fiſch, Bey den Maͤuſen im groſſen Hauffen, Und kont den Froͤſchen nicht entlauffen, Die alle wolten auf ihm liegen, Wie auf dem Honig⸗Topff die Fliegen Wie aber die Froͤſch ungefehr Das ſeltzam Schiff ſehn kommen her, Mit ſeinem Segel, und den Craͤntzen, Die Schiffleut mit den langen Schwaͤntzen, Der ſie vor waren ungewohnt, Wenn man Fiſch fieng, und ihrer ſchont; Da lieſſen ſie den Faͤhnrich liegen, Und begaben ſich auf das fliehen, Meynten, es waͤr ein wilder Drach Den Froͤſchen erſchienen zur Rach Das war den Maͤuſen ein Vortheil, Apffelſchmack fieng in groſſer Eil Mit einem Haken den Faͤhnrich, Ruͤckt ihn bald in das Schiff zu ſich, Sein Beyſtand war auch fleißig dran, Zog die Maͤuß beyn Schwaͤntzen hinan, und daß keine uͤber die Diel, Wegen der Laſt, ins Waſſer fiel, Hielt ein die ander bey dem Schwantz, Wie bey der Hand am Ringel Tantz. Indem kam Wufffſtreiffer gegangen, Fieng das Faͤhnlein auf bey der Stangen, Das er auf dem Schifffliegen ließ, Den Froͤſchen allen zum Verdrieß, Bis Scoͤltzer auswarff ſeinen Tranck, Daran er war gar koͤdtlich kranck, 7 79 38 Co) St⸗ 625 n, gen, Und noch dazu verwundet hart, Doch war niemand der ſeiner wart, Odr Zitwer in die Naſen riebe, Ihm damit die Ohnmacht vertriebe, Denn in ſolchem Lermen und Noth, Kaͤmpfft jeder wider ſeinen Tod. Es war auch da wed'r Raſt noch Ruh, Alles laͤndet dem Faͤhnlein zu, Was noch im See behielt das Leben, Ein jeder verhieß viel zu geben, Wo Apffelſchmack ihn nehmen wuͤrd; Damit wuchs dem Schifflein die Buͤrd, Und zu der Zeit hiengen daran Noch uͤber die dreyhundert Mann f Die wolten zu ihm all hinein; Die im Schiff lieſſens nicht gut ſeyn, Sagten, man koͤnt ſo viel nicht laden, Daß die Schiffleut muͤſten mit baden, Baten um GOtts willn, daß ſie blieben„ Bis ander Schiff heran her trieben, Sich nicht mit ihn zugleich ermorden; Aber man glaͤubt hie keenen Worten. Die andern Schiff eilt'n ungeheur,. Abr eh ſie ihn kamen zu ſteur/ 14 So gieng der Apffelſchmack zu Grund. det zu Das Schifflein nicht mehr tragen kunt, Orunde, Da erhub ſich ein Jammr Geheul, Fluchten dem Achtſeinnicht viel Beul, Daß er ſie alſo ließ ertrincken, Mit Schiff und allem Heyl verſincken. Da ſchwamm das Kraͤnßlein und der Mann, Das Faͤhnlein auch fornen daran, Rr Die Die Froͤſche ber nahme ns in acht, J Und ſprungen wiede r zu mit Macht, Das Fahnlemm wieder hin uͤcken, 2 5 Die ſchwimmenden unterzudruͤcken, Wie es in Kriegen pflegt zu gehen, 1 4 1 8 4 * 71 3* Das Ungluͤck hinterm Gluͤck zu ſtehen Ger winn und Verluſt, Freud und Trauren, Sind ſehr nah verwandte Nachbauren, 4 Regieren ein Wers nicht leiden kan, der mag wandern— 6 D (AI2 7 Das 1. Capitel, Wie der Maͤuß⸗Konig umringet A wird. 8 aͤl 16⁰ Vortrab zn die See wi ird ge ſtu irtzet ab, A dri iget, umbringet, D Nahmen die Froͤſchi 1 groſſer E Lil Ihr en vor ben Vor hei il, D . AnoPobe, Padran und ſeine Hofeleut ran ſetzen Stutzten fe f das Fel d gar weit, IIĨ II Knig. Daß ſie die Maͤuß vom Berg abbrachten⸗ HK Mordachs ein freyen Paß auf machten, D Den die S S ch uͤtzen vom Bergenpfiengen, . Weil ſe tim Thal umgiengen: D Dem 90 818 hen die Feind Sorgen, eutern zu geg'n Morgen. Indeß 6 33(ο 6²7 Indeß koͤmmt auf der lincken Hand Der Mordax trotziglich gerannt, Wie ſehr auch des ſchwartz'n Faͤhnleins Schuͤ tzen, Berg unter auf ſein Mann, abſpruͤtzen; Und wendet ſich mit ſeinen Leuten, Padran geg'nihm zur andern Seiten, Bis ſie den Maͤuß⸗Koͤnig umringen, Und mit Gewalt zu ihm eindringen, Ob ſie den koͤnten da erſchlagen, Odẽr in die See zu Grabe tragen; Dawaemenn Froͤſch hertzlich froh, Daß es nach ihr'm Wunſch gieng alſo, Als wenn die Hund ein wilden Baͤren Umringen und gar weidlich zerren, Der zuvor hieng oben am Baum, Jund nicht herunter wolt am Raum; Alſo ſatzten ſie auf ihm zu, Und lieſſen ihn gar wenig Ruh. Daraus entſtund von des Volcks Menge Ein ſo erbaͤrmlich groß Gedraͤnge, Daß der Koͤnig und ſeine Schaaren Ihrer durchaus nicht maͤchtig waren, Und nun von ihrer keinem mehr Geſchehen konte Ge genwehr Denn Vorklug ſtritt am See davorn, Die Deutſchen hatt'n den Koͤn'g verlohrn, Denn mit Gewalt von hinten nach Die Fröͤſch an den ſein n uͤbten Rach, Stachen zornig auf die Maͤuß Knaben, Und wolten kein Erbarmen haben Rr 2 Reiß 6 28 3 S E — * —... 9—99+——..9.9+%—.—œ᷑........———ͤĩCjĩCĩC—n Reißmehlſack ſchrie wohl grimmiglich Ihr lieben Deutſchen hoͤr ret mich, Wendet euch, aber trennt euch nicht, Behalt Ordnung und gute Schicht, Wir koͤnnen ferner nimmer fort. Aber da war niemand, der hort, und er kont ſelber nicht heraus. Wie—. da manche Hoſen Mauß; Wie manche wuͤnſcht von Hertzengrund, Daßf ſie daheim friſch und geſund Wiedrum ſitzen moͤcht in ihr Neſt, Sie wolt ſag'n: Ich bin da gerweif, In Krieg, da komm ich nimme ermehr, Und zuͤrnt der Köͤnig noch ſo ſehr. Viel rieffen: Ach! mein Muͤtterlein, Wuͤſteſt du deines Sohnes Pein, „öocKf Du deſt blutig Thraͤnen weinen; O wer geblieben waͤr daheimen: GStt troͤſt mein Buln die ſchoͤne Mauß, Wenn ich nicht wieder komm zu Hauß ſehr ſtarck und jung von Jahren, ch vor die all'rmuthigſten waren, Froͤſch adtäe wolten freſſen, Hatten ihres Muths gar vergeſſen, Starrten, wie————— tzen, Wolten den Konig nicht entſetzen. Es waͤr Mordax auch gard durchbrochen, E8 Und haͤtt den Maͤußkoͤnig erſtochen, * Wenn nicht das Deutſch Fußvolck mit Macht Ihr Regiment dawider bracht, Undil yn da widerſtanden hatten, —— Wie die Frantzoſ'n Padran auch thaten; IN zacht n; In⸗ +. SK 05 4 00 S6 62⁰ Inſonderheit Mordax aufhielt, 88. Daß Schluckbruder ful hr ſo gar wild, Kampff⸗ Und—— Roß ein Bein abſchlug, flck. Dadurch es bekam ſeinen Und mit dem Reuter fiel hernieder. Und ob Mordanx gleich bald herwieder Geſatzt ward auf ein ander Roß, Hielt ihn doch auf derſelbe Poß, Und macht, daß er kein'm andern flucht, Auchkeinen, als Schluc kbrudern, ſucht, er ſein da nicht⸗ kunt, 79W——ꝗ— let hin durch die Stund, Mit ſeinem muthigen Beyſtand, Da er Mordaxens Fahnen fand, Ober d5 Eſelpen ein ergriff, Und dem jeder nachritt und lieff, Und ſo der Koͤnig koͤnt loß werden. Aus dem Angſt⸗Gedraͤng und Beſchwerden. Sein Faͤhnrich war auch friſch daran, Das koſtet manchen Helden⸗Mann: Eur⸗ Denn als man hoͤrt ein groß Geſchrey, rich Daß der Hauptmann geſchlagen ſey, Und S chluckbruder die Fahn begehrt, Hatt ſich der Froͤſch Hertz bald verkehrt, — ich: Mordar ſelbſt waͤr ankommen, —— mei is angenommen. ich Sauffauſen rannt, 001 hieb ih m ab dietechte Hand, Daß ſein Faͤhnlein zu Boden gieng, Das er*— Lincken auffieng, Und hielts mannlich wieder empor, Keanef Ob er gl leich die ein Hand verlohr 5 Gebulein. Rr 3 Die ——— 2 I5D ie 3 ppel⸗Soldner nahm'ns in acht cb ue gen um ſich mit alle Daß bey dem Mordax viel Fr Abfielen als gemeine Ki Inſonderheit die muthig He Nuͤckenfahr Ich will der Und ihn die Koͤpffe Daß ihn Seh'n und§ ehe, Dieweil ich mit e. Bald ihn Fuͤrſt N i Und ſich mit ſeinem Rennſpieß ſchickt, Spricht: Find ſchdich⸗ dule oſer Mann? Sieh, das ſolt du zum Trinckgeld han: Hofft ihnd ur ch zu renne * chli gihm dAus en Spie 5 Halt, meins nun wieder gilt; jmeinn it d em S S Schwe erd dt, 40 — 0 9 — 5 * 1 Wber der Schild war feſt und hart, Daß er gar nichts verwundet ward, Sondern das S öchwerdt auf Stuͤcken ſprang. Mordax ſaͤumet auch ſich nicht lang Und war mit ſein'm Sebelherfuͤrz Auf daß er ihn damit nicht ruͤhr, Fuhr Schluckbruder in groſſere Den Mordax an,e olechmren eil, Oin auf das R doß, faß ßtihm die 8 00 885 Inde em ſti irtzt das Roßmd den Und wirfft ſie zugleich mith Daß ſie da aufeinander lagen, » 1 17 4* C Als wenn der Luchs in ſeinem Jagen Dem Hirſche ſpringet unter es Horn Und ſchlaͤgt ihn in die Haut die Sporn, Bis er ihm die Kehlen abbeiſt, Und ſo erſuckt zu Boden ſchmeiſt. Morday ſtieß ihm auf ſeinen Kopff. So viel er kunt, den Sebel⸗ Knopff, Bis er ſeins Stoß⸗ Degens gede acht, Setzt ihm den in die Seit mit M acht, Den Schluckbrudr nicht lang ſtecken ließ, d'rn Mordax durch die Gurgel ſtieß deß wuͤtet zu beyden Seiten, Was dabey war voni ihren Leuten, Daß ihrer viel am ſelben Ort Zugleich mit ihn wurden mor dt, Als wenn der Wind ein Baum ui mreißt, Der ein andern mit nieder ſchmeiſt, Daß ſie beyd nicht allein verderben, Sondern vieljur ngN achbarn mit ſterben. Rr 4 Das 632 38(0o) Sk —3.9+PC+«⁵—A;.·oͤĩ—ͤ—ſ5 Das VII. Capitel, Wie Friedlieb ſein Volck anfuͤhret und 8 den Koͤnig erloͤſet. Grone eb ab'r hatt' vorlaͤngſt tim Feld 9 Auf hohen Baͤumen Wack beſtellt, Und kamen von des Koͤnigs Hauf Ihrer; gar viel zu ihm gela Die E Padd eran mit ſei ner Nicht gar hat um ihr Leben bracht. Es kamen auch vier Schiff gele auffen, Und brachten den verlohrnen Hauffen, Darin das Waſſer war geſtuͤrtz k, Mit S uͤbel abgewuͤrtzt, Berichten, wi edie S Sach bewandt, Dor 11 II was Noͤ 1 he bi U 9975 ig ſtar nd 7 ANSSAIgaIn 5 4 ˖ Und daß all Hoffnung waͤr verlohrn. Da ſprach Fi tedl dlieb im groffel Zor n So gehts, wenn man im Krieg veracht Guten Rath,— ſchafft, fleißig Wacht. Wolan, zu warten nicht gebuͤhrt, Bis der Koͤnig 15 ſelbſt citirt, Wir muͤſſen uns auch laſſen ſehen, Als treu Unt rthanen bey ihm ſtehen, In dieſer Noth bey ihm umtreten, Und, ob GOtt will, daraus erretten. Friedlie⸗ Folgt mir getroſt dem Ufer nach, ſchl. Be/ Und habt wohl in acht euer Sach, Laßt euch nicht von einander trennen, Laßt euch nicht ins Waſſer abrennen; Son⸗ 8(0˙⁰ SK 633 Sondern treibt die Froͤſch hin aufs Land, So kommen ſie in unſer Hand, Ich will ein ſolchen? Anf ang machen, Hertz im Leibe krachen; Füuf Fahnlenaberſole n ſtehen, Und auf der Sachen Fortgang ſehen, Daß ich nicht von den loſen Poſſen Hinterruͤcklich n werde beſchloffen, So ondern frey aus und ein mag kommen Rathmann,, haſtu di ie Sach vernommen? Re ath mann, ſein Hauptmann, gab Antwort Ich folg getroſt, zieht immer fort Soͤzogen au fdie weiſſe Mann, Die andern S chißßke nn auch heran, d lieſſen die Seg el ſich ſehen, blieben ſtehen. Alsnun dle röd dch 9162 W ˖ der ſahen, Daß— 150 ſe Leut ſich nahen, Beyde zu Waſſer und zu Land, Das Her 5 ich in dem Leibumwand. Aber Friedliebens zwoͤlff Heertr ummen Me acht en gar ein erſchre eckl ich Brummen, und vier und zwantzig Feldklareten, Fieng'n an gewalt ig zu trommeten, Das weit in die See uͤberall Macht einde ppelten Wjederhall, und fielein zuderrecht ten Hand, Da ſich das Waſſer ſatzt ans Land/ Und da der allgemeine Hauff Unerfahrner Froͤſch wartet auf, Daß man die Maͤuß ins Waff ſer ſtieß; Dasb bracht den Froͤſchen groß Verdrieß, Rr 5 Daß 22 0 2 Sl Aidbddt Aret Oe N emne FIr lbe Mann, angen, ihn hangen mie zum Rris gge kam, Geſpenſt, bedeut; en, ſich ſelbſt, 1 U ut ſchlage en die) Fröſch hwiet L Nohrpeitſcher in di hud ſich ein Mord⸗Geſch Hrey; hierbey + W5 die beſten Mann, kFat n, mgran ſer lieffen, aus den Schiffel, geblendt en ht, 23(ο) St⸗ 635 ——..9..——— Fri le ꝛdl U eb bvern nahm gar bald die S S Sach f Fyjedlieh Und eilt den Fluͤchtiger h ernach, ſchlaͤgt die Und ſtach darinn als in die Schwein, Wadbal Bis er das Ufer machet rein/ Die Froͤſch ſchrecklich den Ber g antriebe, Ind ein w eiter Raum umih n bliebe. Da fandeer unters Nann und Roßen U So die Froͤſch ſchlug n und önrderſhoßen, Vorklugen liegen an der Erd, Vorklug Der war befallen mit de ſindet ſich Und rie eff Er wolt ſich armenz wieder Die Trabanten na eyn Armen, Zo nihnh erfuͤr mit zerſpalt, Dasd anckt er hertzlic Friedlieben, Und hincket hin zi im Di halt, Dahin er war begleit In dieſeme Lermen und Auflauffen Der Könit Bekam der Koͤnig und ſein Hauffen wird er⸗ Nun wiederum ein freyel Paß, lſet. Dieweili luck, jegeben Drauf zog e Mann A 0 8 ſer hinan, Undd 15 N0 E Sach Wernnſen inem? Regii nent Sich wiederfand, und herum wendt Fuͤr⸗ 636 Fuͤrnehmlich die S 0 tzer Allzu Friedliebens Hinterhalt ſtützen, Und ihre S tation da nehm⸗ Bos ſeneuen Befehlekamen 2— Wie das die Froͤſch Herre nge ſel hen, peuen: Unde o ndas 43 ibre Ord Wehlten ſie an 882 D e vor de u dorMitt ohfelt S 3 In del Mitt behieit S icherheit, Nau yſtůnden/ erlangen kuͤnten verzagt/ Und lieff, auch da ihn niemand jagt SAKGnO 5 4 So war der Otr t in kurtzer Zeit, Aufn ander Weiß wiedrum verner It Das VIII. Capitel, Wie das Krieges Heer don neuen wie der einander aufzeucht. ANN Ki 4 Jrsm jun die Sonn auch gieng hinab, §8 Der B. zerg ein lane zeu Schatten gab/ De 8 W ind zwi ſchen Weſt und Nord Jelaͤng'r ircker wehetffort, Wandſich Fuuſtd riedlieb gar geſchwind Wie der jurůck von So onn und Wind, Und U U — Ind 380 O 0 Sk⸗ 63 37 — ⏑˖⏑q.;WQ—. ue ſch wang ſein. dnung in die Krumm, Aſſer gegen die; Froͤſch her um, und Dzogſtr auf den Padderan, Der wiederum hielt fornen an. Indeß kam auch der 5 interhalt Heran, wie Friedlieb hatt beſtallt, Eitel Jungenun d friſche Kunden, ie den Frö ſhenihe Wehr wohl gunten. und denn die Spanſch' Ar aft erer, Die— er und? Bo harüthre, Die eſoltendi eFroͤſch zur Seit anrenner Verſu Wbün Ordnung zu— Darnach ſolten drey? Faͤhnlein ſtehen Bey der See, am Ufer zu ſehen, Wenn ein Froſch ſein Friedſtaͤtte ſucht, Und nach dem Waſſer naͤhm die Flucht, Sie den mannlich konten erhaſchen, Eins geben mit der Cordilaſchen; Er wolt von fern ſein Sach anfangen, An ihn verſuchen Schwerdt und Stangen, Bis der Koͤnig auch kommen wuͤrd All Reg' ment ordentlich anfuͤhrt. Wie das s Mohrta utzens Leutenant Vom hohen Berg ſah und erkant, Bracht er die Schuͤtzen mancherley Auch hinter den Froͤſchen herbey a gieng alles von neuen an, Daß fielen beyde Roß und Mann, Da lag ein Froſch, und hie ein Mauß, Das groß Geſchrey klang uͤberaus, Daß alles in d den Luffter kracht, Als poltert der Donner mit Macht, zom J —.— 988 2 Das ͤ——— Friedlie⸗ u bens neu⸗ 8 i5 erAngriff Daß er den Schud muſt fallen tan, ange Auß den Feind hinein, die Netz ein wildes Schwein, 6 i n Gaß, ſch Ou denung zertrennt, Den Krie gbraͤcht zum gewuͤnſchten End, Und ſchli 181 indeß, wen er bekam, Dieſen gar todt, den andern lahm, 1 Gruͤndeln ſtache rdas Hertz entzwey, Und weil Bachart hielt nahd abey, Ihn aus dem Stich entruͤcken wolt, Denn er war ihm voꝛr n Hertzen hold/ O ſpi ißt er 2 Ba char ts rechte Han d, Daß ſie Gruͤnd ln auf der Bruſt beſtand. Es kam aue ch an ein Edler S Swäbe, Ein ſchoͤner wohlberedter Knabe. Springer genannt/ war gern da abey, Wie man 3 ſt Ailten Meuter ey⸗ 8 S0 Oe 6 I. Jie 2 U DD d. (0) S 835 Und legt damit die Stangen ein, Ihn durchzurennen wie ein Schwein. Friedlieb ſprach: Du,mein Schwaben⸗Kind, Brauch nur die Fauſt, und ſpahr den Wind, Und gab ihm mit dem Schwerd ein S trich, Daß er halb todt zur Erden wich. Dergleichen that er Muͤckenſchluckern, Gaͤnßfuͤſſern, Tauchern, Waſſerkuckern Und andern ohne Zahlund Nahmen, Wie ſie ihm unter Augen kamen, Und macht ſeinen Maͤuſen die Bahn, Als ob man ſeh Berg untergahn Einen ſehr ſchweren Muͤhlenſtein, Uber die Kraͤuter groß und klein, Alls uͤberſtoſſen, niederreiſſen, Gewaltig in einm Druck zerſchmeiſſen. Darauf kam denn auch der Rathmann, Rath⸗ Hielt mit ſeinem Volck tapffer an, Zuffmun Folgt dem Friedlieben auf dem Fuß, Und brachtden Froͤſchen boͤſen Gruß. 105 3 Und da Watrachs ihm wolt begegnen, Wata⸗ Und mit einem Fauſtkolben ſeegnen,—+ Setzt er ihm ſein Schwerd in die Seit, Eröſch⸗. Daß er ſich kruͤmmet wie ein Weid, Fiel in ſeiner Trabanten Hand, Fuͤr todt, von ſeinem Roß aufs Land; aruͤbr die Fröſch ergrimmten mehr, Stellten ſich hart zur Gegenwehr, Volten raͤchen ihrs Fuͤrſten Tod, Guͤlt es gleich die aͤuſſerſte Noth. Der ſtarck Froſch Hellruff wohlgenannt, Hellruff. Mauß veckars durch die Leber rannt, Dieweil 2 — 8. 640 ———————————————— Dieweil er bey der 8 00928 E Maͤuſe S chaa r Mit for nen an d U er Spit en war, Und ſprack Kan h: Da lieg, du loſe eN ſtu nicht heim ble eiben zu Hauß? Wilt uns bringen eins Mummenſe chantz, So fiedelt man dir ſolchen Tantz. Er fiel zuruͤck in St Macht ſein weiß. Hembd Kb Bald traff Hellr uf n ein Pfeil Daß er ſtuͤrtzt, als ſchluͤg ihn d taub hinein Und blieb uhrploͤtzlich ſelber todt, Nauß, an Kopff, er Tropff, Dem eins andern Tod war ein Spott, Daß er ab'r auch nicht blieb allein, Lag er Dreckfroſchen auf ein'm Bein, kochkrle⸗Das Lochkriecher ward ſchleunig inn, 8 cher Schoß ſeinen 8 2 nach Dreckfroſch hin Daß in der Eyl die gantze Stang 2 Ihm durch de Fruſtk nochen hindrang, Und er kam in die le ote Noth, 2 Die Seel fuhr hin, und er blieb todt. Topffkrie⸗ Top ffkriecher war auch gar geſchwind u cher Und hieb Beißkoͤler nach dem Grind, Daß die Sturmhaub poltert herunter. 2 Beißkoler Beißkd ler ſagt: Das haͤtt mich Wunder, Wenn ich das annehm fuͤr ein Schertz; Ui Erſtach Topffkriechers edles Hertz, Brodfraß Der Held Brodfraß aber ſtach auch D D den, F Als er ihm den Bruſtboden traff. Wie Herr Seefreud ſah, was geſchach, Sein's Freundes ſchweres Ungemach, roſch Schr eyhalſen durch den Bauch Daß er ſich unt rwarff wie ein Aff, Daß 1 hin, 9/ nder, Bauch, ——..— Daß Sck jaͤmmerlich Schreyhalß ſo gantz de lt hinter ſich, mehr haͤtt ſei Die er in Maͤuſen ſtecken ließ; Ergriff er einen Muͤhlen⸗S tein, Und lieff zu Brodfraſſen hinein Warff ihm den mitten auf den Ha Halß, Daß fuͤr ſein Aug'n verfinſtert alls. Mauß Leckſchwantz bald ein blancken Spieß veck⸗ Ihm wieder nach der Seiten ſtie„, 4 8 Und fehlet auch nicht um ein Haar, Sondern durchſtach ſein Leber gar. Dafuͤr erſchrack von Hertzen Grund Der Kohlfraß, ward bleich um den Mund, Kohlfrat⸗ Die Flucht hin zu dem Waſſer gabe, Und ſprang wieder vom Ufer abe; Aber der Leckſchwantz eilt ihm nach, Macht ihm von hinten zu die Sach, Daß er ſich ſtreckt auf ſeinem Bauch, Der Odem der entgieng ihm auch, Und ſein ſchöͤn Purpurfarbes Blut Rann zugleich in die Waſſerfluth, Das Feiſt aber und Eingeweid Qvall da mit Hauffen aus der Seit, Und blieb ſo liegen in der Noth Am ſelben ufer gar fuͤr todt. Da auch viel ſein'r Geſellen lagen Erſtoch'n, erſchoßen, und erſchlagen, Unter den Schrotkaͤß mauſen gieng, Perlen zu ſuchn und guͤlden Ring, is der Seefroſch uͤber ihn kam, Setfroſch Und ihm ſein Leb'n und Z affen nahm. 8 Gut⸗ Gutbi⸗ ſchen 2 8 * des ͤ gnug, Und ſtach ihn inlich durch den Ruͤ 1355 D Daß er todt muſt ndase Jraß buͤcken Undriß in Eyl der itel weg, Et Lieff damit uͤbe Steg, 5* 1 0 KnKl +4 24 Unter el Dornbuſch geſchwind, F. 48 Zu chauen, wase er fuͤr? Beut find; biß„er riß mit allem Fleiß, D 4 Bis er das Beutlein gar zerreiß Meynen und hoffe n troͤſtet wohl, W Geraͤth doch ſelten, wie es ſoll Es war drein Jungfraun Pergamen, Fi⸗ Von einem ungebohrnen Schwein, Beſchrieben mit wunderſe eltzamen Bi Characteren, Zeichen und Nahmen, Als Halli Tetragrammaton Procarz Muſtel, Sall 838 0 Dabey auch n och gefi unden wa De 18 4 N Nöoyt* Orand, Widerthar„Elenhart, U ückle und Brodt, Als cklein Kaͤß un 0 Mitkleine n Stu 1 II K Auch ein Knoͤchlein von einer Kroͤt, 1 J Kin Auge KWarkor 10 Fůů 8 8 e von der ſchwartzen Katzen, Fut 8 0 0 r Schwantz von einer: Natzen,— ger S Ja zie Großmutter einbund, W Damit er nicht wuͤrde verwundt Auch E (09 8 643 Auch nicht bezaubert irgend mit; Ab'r auf dißmahl halffs ihm gar nit. Weitmaul ab'r erſchrack aus der maſſen, Ulnd kont ſein groſſen Zorn nicht laſſen, Daß ihm die gut Hoffnung gefehlet, Und er zum Schatz die Kohl'n erwehlet: Kam in dem blinden Grimm gelauffen, Zur Seit hin an der Maͤuſe Hauffen, Die hieſſen ihn willkommen fein, Stachen, als auf ein Wildes⸗Schwein 5 Einer durch ſeinen lincken Arm, Der ander in Bauch zum Maſtdarm. Er aber griff gar grimmiglich Mit beyden Faͤuſten umme ſich, Daß er in Armen gar umfieng Denjungen Fechter Springering, Springe⸗ Welchen der Poß hefftig verdroß, rius. Und wolt ſich wiedrum wircken loß, Fieng an ihn ins Geſicht zu ſchmeiſſen Zu tretn, zu kratzen, und zu beiſſen, Bis Weitmaul auch herumher tappt, Den Springring bey dem Kopff erſchnappt, Und bis zur Achſel gar einſchlingt, Sich ſelbſt und ihn ums Leben bringt: Denn beyd erſtickten ſie alſo, Und lagen zum Spectackel do, Als ein Wunderthier mit acht Fuͤſſen, Die Froͤſch und Maͤuß zuſammen ſtieſſen. Fuͤr den Maͤuſen auch einher gieng Der ſtarcke Pommer Bohr den Schinck, Sal olt den Froöͤſchen mit ſeiner Keulen 6 Gleich klopffen ihre Augen⸗Beulen. Ss 2 Wie Mäutzen⸗ ſraß. Waſſer⸗ freud 64 2 28. Wie den erb lickt der Ree fraß, So gern am gruͤne 12 lnger 8e Da war es ihm kein Schimpff h Schertz Gang“ gar entfiel ihm das Daß er den Schild, und auch den Spieß, Fuͤr Noſſ m Schrecken bleiben ließ, und wagt hin in die See ein Sprung, Verkroch ſich ſchnell in tieffen Grund Des muſten andre ſechs entgelten, 0 Die ſich zur Wehr muthig anſtellten, Und wolten Bol ncken emp ſangen 0 Mit ihren laͤngen Bintzen⸗Stangen, Als Ruͤrendreck Plumpartut id Quacker/ 8 Abendſc chreyer, Waͤſche er, Nachtwacker, Denſelbigen warff er verwegen, U Seine Keul in die Spieß entgegen, Darauff er ſie noch trat, und ſchlug 9 Bißs jener bekam ſein Gefug Fuͤrſt Waſſerfreud der trug auch Haß D Zum maͤchtgen Fuͤrſten Sch inckenfraß, Und weil er lang mit ihm gerungen, 3 MitSch werd un dStang auff ihn gedrungen, Auch ſo manck h Kampffſtück vorgenommen, R Daß ſie Me von ihrn Pferden kommen, Dennoch ihn konnt verwunden nicht, D Dieweild er rHarniſch war ſo dicht, Warff er ein Stein mit groſſer Macht O Ihm an den Hals hin, daß es kracht, Do 8 G'hirn und Blut vorn aus der Naſen Le dinab floſſen, faͤrbten die Raſen; D Stein ri ihrt auch den Kornefraß, Ur Daß er ſeines Eydes vergaß, Und J. jen, Und 38(0) Se 645 Und hincket davon uͤb r macht, Mit gro ſem S Es war auch ein ſel Ein Froſch, Herr Des eck Pflag den? Froͤſchen! ihr T Und vor zuſingentl hr r Reye n; Zu den nkam in 6 SuU Ql der& gegd bmer Bell,aut Nann Drecks⸗ haͤuſer. r T lleker: mit der E Stangen, t er ihn zu todte ſtach, Daß d achti hun die Augen l brach; S ob erſah G40, Herg, un nd Tantz, In einem Augenblickd die Schantz. Marx L auchfraß d drang auch ſtarck here Ergrei ff Spuh yrbraten bey einm Bein und faßt ihn nachmahls bey den Gr ind, Erſaͤufft ihn im Waſſer geſchwind. Olunx ſchlug nach dem Zuckermund, Die Naſ' mit einem Stecken wund, Daß die Blutstropffen heraus drangen, Und in dem Barth blieben behangen. Zuckermund ward das 5 G'ſicht zu kurtz, Bis er vom Roß heraber ſtuͤrtzt, Rieff laut, und zeiget da ſein Buch Gewunden in ein Altar⸗T Tuch, Daß er ein heilger Prieſter u aͤr, Man wolt doch ſchonen ſeiner Ehr Olunx ſprach: Waͤrſtu beym Altar, So bliebeſt du ohn all Gef fahr, Lehrteſt die Maͤuß beten daheim; Weil du ab'r wil t ei nKri ie 900 er ſeyn Und uns mit Sck hlaͤgen abſolviren, So muß ich dich auch degradiren, Ss 3 Und amt Da 646 38(088 Und auf ſolch Abſolut on Geben dein'n gebuhrlichet Lohn; Und ſchlug damit ein ſtarcken Steeich, FVermeynet ihn zu toͤdten gleich. Abr Zuckermund be ſann ſich viſch, Entſprang dem Olunx wie ein Fiſch, Undl ieff Feld ein ſo gar verzagt, Als haͤtt ihn der Teuffel gejagt, Daß er vorm Altar fiel zu Boden, Und hatte faſt mehr keinen Oden, Erholt ſich doch, ab'r mit Beſchwerd, Und ſetzt ſich auf des Prieſters Pferd, Behielt das Buch und Tuch zur Beut, Und ruͤckt damit uͤber die Seit Der Stuͤckeldieb der ſah diß an, Und ward den Froͤſchen hefftig gram, uUnd verdroß ihn ſehr aus der Maſſen, Wolt es nicht ungerochen laſſen, Dajß ſie ſo viel ſeiner Geſellen Solt enſo nach einander faͤllenz Und ſchmiß Dreckmannen ins Gefreß, Daß er niederfiel aufs Geſaͤß, Faßt auch die Stang in ge oſſer Eil, Dr Gab erſt Dreckmann beſcheiden 2 Theil, Schoß hernach— froſck grimmiglich, Daß Veib und Leben ſpaltet ſich, Und er da fuͤr ihm niederſanck, Die SeeluſHellch na bſchwang. Der Mohrieck hat diß wohline acht, Und wirfft ein Hand voll Dreck mit Mach Dem Stuͤckeldieb ins Angeſicht, Daß er bey nah mehr ſahe nicht. —— 2—7—3 ¶ 9¶—.— 83 acht Da S8 64 Da ward ererſtli 0 recht entruͤſt, Und faßt ein Stein, we as groß und wuͤſt, Gleich wie er an d em der Bauren Mahlſtein zu ſe n pflage, Do⸗ nitwarffer zu Mohr iecken, Und zerbrach ihm das rechte te Bein, Daß er nimmer kont halten Stand, Sondern zuruͤckſſürt⸗ in den Sand, Und mit ihm ſeiner Nachbarẽn drey; Da erhub ſich ein groß Ge eſchrey, Ihrer Pbieleg tſprungen aus S Schrecken Ihr er viel warffen Stein und Stecken, Wie ein Hagel von allen Enden. Er vertraut ſei in Harni ſch und Haͤnden, Und riß hindurch ohn alle Scheue, Wie durch die Hund ein junger Leue, Faßt auch den Breitfuß bey ein'm Bein N Und ſchlug damit zum andern ein, Daß ihn die Daͤrm an Koͤpffen hiengen, Als wenn ſie durch Reiff wolten ſpringen, Bis die Froͤſche von hinten lieffen, Und ihn bey dem Schweiß zohr ergriffen, Und DRuffl aut mit der füuroer Stang So mannlich von forn auf ihn drang, Wer ang Spieß bald d gantz und gar. dem Bauch mit verdecket war, und er mit der ſtarcken Fauſt Den S Spieß auch wiedrum zog heraus, Da folgt hernach das Eing jeweid, Zerſtreut ſich auf d er Erden breit, Daß er dafuͤr nicht mehr kont gehen, Sondern blieb unverzaget ſtehen, Ss 4 Schlug Schug; u Boden, wen e B daß er auch ſei n Gei* I crrt CMNaiß 1 Was f ilfft die Starc ck Was l hilfft Weißheit? 9)¹ 42+ 14 3844 Der Tod ſieget zu aller Zeit. Das IX. il ſo waͤhret dieſer Streit, nd des Koͤnigs Volck auch anzeucht, Kommt Friedlieb der mannliche Held, Aus dem Hauffen ins freye Feld Mit tauſend ſeiner beſter n Mannen, e Haͤlt an mit Bitten und Vermahnen, Die — —j— Die 38(0) Se 649 Die Schuͤtzen wolten zuſamm halten, Bis die Froͤſch alld das Bluth bezal hlten, Daß ſie zuvor vergoſſen hatten, Und was ſie an den Koͤnig thaten. So ſagt er auch zu ſeinen Leuten, Daß ſie all wolten mannlich ſtreiten, Dieweil die Froͤſch waͤren verzagt, So wuͤrden ſie bald gar verjagt. 184 3* 6* 7 Als er alſo das Volck vermal 1 Und um die Froͤſch zur Seit umrannt, Daß ihrer keiner kont e ntlauffen, Erb lil kt der Koͤnig in dem Hauffen Baußbacken, der ſein Sohn kt Und damit dieſe ſen Kri eg ver Und rieff zu dem Gvarden⸗Hauptmann: Brich hindurch ßbacken an, Daß mit meiner Fauſt werd gerochen, 0 as er an meinem Sohn verbrochen. A 1850 Avernomme n Jedermann, Sard fuͤr dem Koͤnig die Hauptfahn Nae ch K0 önig Bauß öbacket gewandt, In der Froͤſch Heer zurer echten Ha ind. Und ob wohl der doͤnigb macht, Wie er ſich heimlich darvo Wie ihm denn ſeine ze Helden rie „Daß er entwich des Koönigs 5o fand er dazu keinen Weg, Friedlieb verlegtihm Weg und Steg, Ohn daß etlich verzagte Nann „Mit Noth fl henr den WBerg hinan, Davot dax entwich zuvor, Und ſein Leben im Thal verlohr Ss 5 Denen * 1 1 opfyänckt )nmel nt, 10 1815 2 65 38—— S Des Rie⸗ Denen Dder Rieß d doch auch nachſti eg, 2 Eren. Vom Berg runterſtuͤrtzt, wen er kriegt, Oder mit ſeiner Keul zerſchmiß, 9 Wer ſich am Wege finden ließ iel auch, wenn ſie die Hoͤrner ſahen 3 E erſchrecklich oben igen, 0. Men ten, daße Tel fel waͤr, E en io eif ˖ Die 1 4 N U X— R Oie Bie-Ill mn Die Il nen kom Und ſucht der ſic k, men zum FTindt er im? Buſch aus ut hicht Ur Streit. 0 Neun Bienkoͤrb von Stroh zugeri icht, So der Baursmann auf einem Bret, Am hang zur Sonn Heſtellet hatt, N4 Dazu fuͤhret er ſeine Knaben, * V 0 Die mu D Bret unter graben, ¹ LAl eben angen zu beben, Un D ie Koͤrb anf Und endlich ſich all auf einmahl 3 1 10 Zu den Fröͤſchen waltzen ins Thal, Un — — — 5 Die K 5* 1 1dbein Als ſaͤ manGerſten Garben ringen, Oder Glocken zum Thurm ausſpringen,* Daß all iyr Vorrath heraus ſch 6/ nd Honig umher floß. M 18 en⸗Konig entbrannten, Und ihre Ut erthane erma hnten, R 1* — en, ſtochen Mi Trßſc 3* Froſch Heer, Daß Daß 38 C(o) 88. 651 —————————ñů——rV᷑k—:. Daß die Froͤſch rarten, rieffen, pfiffen, Erſchrocken durch einander lieffen, Wie die Saͤu im Feld zu thun pflegen, Im Blitz, Donner, Hagel und Regen, Inſonderheit ſie ihren Roſſen Riſſen gar erſchreckliche Poſſen, Stachen ihn'n Maul und Naſ voll Beulen, Lieſſen ſie rennen, ſpringen, heulen, Treten, ſchlagen, zappeln und zagen, Bis ſie fuͤr todt danieder lagen, Ihre Reuter ſelber erdruͤckten, Odꝛr aus Furcht in die Koͤrbe ruͤckten, Und wurden da erſt recht empfange n, Als wie im Storchs⸗Neſt die Hauß⸗Schlan gen, Bey tauſend nahmen ſo ihr End, Od r wurden gelaͤhmt und geblendt, Viel Maͤuß g'riethen auch mit ins G'lach, Und wuſten nicht, wie ihn'n geſchach, Und wie die Bienen dazu kaͤmen, Daß ſie ihres Kriegs ſich annaͤhmen. Und weil die Bienen gar vermeſſen Ihr Spieß dem Feind im Leib vergeſſen, Daran ihr eigen Maſtdarm hieng, Und mit dem Eingeweid ausgieng, Mit ſeiner Nadel folgt der Faden, Wie Sanet Eraſmus kam zu Schaden: Blieben die all todt auf der Staͤtt/ So nicht zu ruͤck flogen aufs Bret. Mitler weil immer naͤher kamen Beyder Koͤnig Helden zuſammen, kaͤußkoͤnig Den Fro chkonig zur naͤchſt All ſein G eblut in das ſten Hand, Daß er Fuͤſſen N N f 7 uGrin 8 und oſſem Grimm, 90 R4 90 7 niypanng gethat u miguugge than zi Ich bin ein en antworten kan, 7 2* 8 6 65 J ε 2 ſchuldig Blut, ſir auch darft den Tod draͤt fich, ſoll dich 15 bald gereuen, ner Unſchuld gedencken, enten Lohn einſchencken hre Roß ermannten, grit nmie iglich ich zuf ſammen rannten, nn ein Tuͤrck, und Deutſch'r, ohn ſpre⸗ chen, Zuſammen ſprengen, Copy brech hen, Und beyderfeits viel tauſend! Mann 4 516 KRvo Das S piel mit Schrecker ſe Len an. t ſeine Bauß back verhofft, mi Den N Mal 5=König hohl zu A Ehe denn er mit ſeiner ruͤhrt; Es uͤberwug gaber die Buͤrd, ken lief Par teckfreſſer ab rnoch mehr entbrannt, Und rannt auf Baußbacken gar wilde Er verſatzt aber mit dem Schilde, 5 Davon in einem Hun die Stang B außbackeni in die Achſel ſprang, Die Part teckk eſſer hengen ließ, Undergriffden Sebel gewiß, Wolt St⸗ den ſetzen in den Nack, i ind gar ſehr erſchrack, chen beyde ein, s ſoll nimmermehr ſeyn; Arm und Wehr. Parteckfreſſ'r ſprach: Wo kommſtu her? Baußback rieff laut: Ach ſchon! Ach ſchon! Es iſt mein eingebohrner Sohn, Ich will fuͤr ihn thun, was ich ch ſoll. Parteckfreſſ ſagt: 8⁰ th at es wohl. * Nun ſeh ich, daß er noch will pralen Mit! mei nes 618 o0 all en, Diserd da fuͤhrt a an ſeiner B ru ſt, Das ſoll ihm ſeyn ein kurtz e Luſt, Damit wand er ſich uͤber Orth, Und gab ihm einenStreich ſo fort, Daß der Kopff auf der Achſel hieng, Under todt hin zur Erden gieng, tun et ſo empor, Als wenn am R 5runnz zerreißt ein Rohr, Undd das Waſſer be rauſſer dringt, der ſtarck aus dem Felſen ſpringt. macht Bauß backen ſo ein Schrecken, Das ſein Arm ſtarrten! Stecken, Und er ſein Fuͤß ſelber ni Sheandene, K, und B Blut und Waͤr mdrangz dem Hertzen, Zu Terle ichten den bittern S 00 mertzen. Daa b'r der Koͤnig nach ih mſtrich, Und das Pferdt kra f„da er entwich, Daß ſich das Pferd davon entruͤſt, Sprang, rieff, undſ ſchlug um ſich gar wüͤſt Stuͤrtzt en vie ein ht Alf chkfüi lt )me R5 ———— n, ſt, uͤtzt 38 6( 8 655 Stürt 2 auf back auch plotzlch vom Pferd, Die ſchwere S tang zog ihn zur Erd, Froͤſch rieffet weh und ach! wonnen Sach. Grünrock entſetzt den Koͤ⸗ nio nd zeitig waͤr zu n War ein Holtz aus der Poggenwiſch, Der brack Yl herfuͤrt tap offer und riſch, Wid r K0l ig Parkeckfreſ fer5 Hern K n lig halten wir beſſer, orach er, Daß du ihn ſolt er mordten, Und rannt auf ihn mit dieſen 2 Worten Der Schild a aber war gut und hart Dafß er nicht durch en ward Sondern daß Gruͤnrocks ſcharffer S Spießß, Sein Spitz ob'n im Rand hangen ließ, Und zʒum Ernſt nicht mehr dienſtlich war, Das Gruͤnrock bracht T odes⸗Gefahr. Abr mi il traten heran Der Do vack 1e Ma Froſchg Des Ba außbac decigekche Mann,—— ogen die Spi ießſtang aus der Wund, Rieb n ihm mit friſcher Erd rd den Mund, Bepprachen d as Blut mit vier Nahmen, J Jeſod Saddam, Kearetz, Amen; Satzten ihn auf ein ander Pferd 6 And brachten ihn mit groſſ'm Beſchwerd, Ein unbekandten Weg zur See, Das that den Koͤnig hefftig weh, Daß ihm ſein d Feind ſo war entgangen, Und ob er gleich verlohr die Stangen, Gσ 2 38(8 So braucht er dochd en S. ebel werth, Und da er ſich an ihm wolt raͤchen, erieth ih mder Hieb an der Bruſt, Daß der Magen mit—— Aus dem Leib haͤuffig heraus qvall, Und auf der Erd ver jottelt ll. Und als Gruͤnrock des Koͤnigs Fuß αι Hoyvavicthut„' Novd 5 Im Fall ergriff mit ein'm Verdruß, GIAHK NA 58 Hieb der Koͤnig ihm gar behend In emnem Streich hab beyde S0 muſt der muthig Held ſein 2Fwaähte Fuͤr ſeines Konigs Wohlf So kam ſein edle Der gantz'n Froͤſch Damit die Lebendi Jel werl del n, viel Lebendigen ſterben. Des sgleichen die Trabanten all, Kamen daſelbſten auch zu Fall, Undvi el tauſend mannhafſter Held Der Nahmen lang wuͤrden zu melden. Doch giengesſod wer erſt gewann, Der ward zuletzt ein armer Mann; Di—— aͤuß behielten Uberhand, 8 Froſ chblut floß uͤb'r allee dand; Mauß ab'r auch mit unterlagen, D Da hoͤrt man ein jaͤmmerlich Klagen, Dem mang''lt ein Aug, dem Hand und Bein, lag gefang'n in Daͤrmen drein, Viel waren in der Mitt entzwey, Und das Elend war mancherley, ———— chlug erſt den Grunrock von demꝙferd, es Koͤnigs Roß auch wolt erſtechen, 70α= S 9 029 dein, Und 33(0) SE 657 Und war doch weder End noch Maß, Man ſchlug die Froͤſch je mehrje baß/ Dieweil ihr Koͤnig war entritten, Und ſie verzagt ohn Ordnung ſtritten. NX.* Das X. Capitel, Wie die uͤbrigen Froͤſch erlediget 5 werden. S war aber ein kuͤhner Held, Fuͤr allen Mʒaͤuſen auserwehlt, Des frommen Brodfeinds lieber Sohn, Wie der Simſon muthig, und ſchoͤn, Der Mannhafft Ritter Brockenfraß, Der allen Maͤuſen ſehr lieb was, Darum, daß unter allen Knaben, So von Maͤuſen ihr'n Adel haben, Keiner ſo lang und ſo verwogen Allen Kriegen war nachgezogen, Und in gar mancher groſſen Schlacht Bewieſen hat ſein Muth und Macht; Der trat allein hin an das Meer/ Und hub ſein Haͤupt gar hoch empor Schwur uͤberlaubt ein theuren Eyd, Er wolt den Fröͤſchen thun groß Leid, Und ſie da alleſamt ermorden, So viel ihr je ein Kaulpatz worden, Darum, als der Koͤnig nicht wolt, Daß man den Froͤſchn nachjagen ſolt, Und ſein uͤbrige Maͤuſe⸗Schaar Ohn Noth ſetzen in mehr Gefahr, Weil beſſer waͤr ein Freund erhalten, Denn tauſend Feind auf Stuͤcken ſpalten, Tt Und 658 38 C% K —. Ind des Königs So ohn d dl ie Gewalt „Sel ber hat mit ſein'm Blut bezal hlt, Der Vater auch ſo viel bekommen, Daß er blutig'n Abſchied genommen, Serdemm nur dieſelben erlegen, Die ſich zur Wehr ſtellten verwegen, Diean dern aber lauffen laſſen; Rieff er den Koͤnig uͤbermaſſen, Er woit in gar gewonnen Sachen Sein Ehr und Preiß vollkommen machen, Die; Froͤſch Sche lmen zu Grund ausrotten, So duͤrffen ſie des Sohns nicht ſpotten, Er wolt ſein Leben dabeylaſſen, Und ſein Blut ausſpreng n auf die Gaſſen, Oder ihnen den Paß verlegen Und alles, was ſich wuͤrde regen R Fuͤr ſich gaͤntzlich allein erſchlagen, Wenn niemand wolt nach Ehren fragen; Der Rieß ſolt ſie Bergt unter ſtuͤ rtzen, Er wolt ſie denn im Tl hal abwuͤrtzen, Daß ihn':*— Hertz im Leibe bebet, Und das Gehirn am Pflaſter klebet. Und er haͤtts Weil er ſo ſtarck und maͤchtig war, Und andre Mäuß nicht hoͤren wolten, „Daß ſie den Steg verlauffen ſolten, ern von neuen darauf ſchmiſſen, blutig Spieß in die Froͤſch ſtieſſen, Wenn nicht GOtt ſelbſt ſein maͤchtge Hand Wider die Maͤuß haͤtte gewandt, Und ſich der Froͤſch erbarmen laſſen, Die bedraͤngt wurden ohne maſſen. 8 enn nd denn 38(o) SE 65 Denn Gott ſprach zu ſein in Hoffgeſind, Zu den Engeln, die bey ihm ſind: Lieben Kinder, ich muß euch ſagen, Was ſich Wunder⸗Sachen zutragen Auf dem Erdboden in der Welt, Was Satan fuͤr ein Spiel anſtellt, Dahaben die untreuen Geiſt, So man Bergmaͤnn und Nixen heißt, Die Froͤſch und kleine Mʒaͤuß aufbracht, Daß ſie mit groſſer Krieges⸗Macht Zuſammen lauffen, huͤpffen, reuten, Mit Spießen, Schwertern, Bogen ſtreiten, Wie ſonſt der Menſch ſein Leben wagt, Wenn ihn ſein Suͤnd und Thorheit plagt; Und iſt der Lerm ſo weit gebracht, Daß nun obſiegt der Mʒaͤuſe Macht, Und die Froͤſch gar austilgen wird, Das ſich in keinem Weg gebuͤhrt: Denn ob ich wohl, da ichs geſehen, Dis zum Anfang ſo ließ geſchehen N Damit ihr Vorwitz beyderſeits Geſtrafet wuͤrd zu rechter Zeit, Und ihrer nicht wurden zuviel, Den Menſchen beſchwer'n ohne Ziel; Daß auch der Menſch ein Beyſpiel haͤtte Wenn er nicht zeitig Buſſe thaͤte, So wird es ihm dergleichen gehen, Krieg, und Blutvergieſſen entſtehen, Wie Rabẽn ihr Kind'r im Neſt zerreiſſen, Wenn ich mit der Peſt will drein ſchmeiſſen, Wie die Toll'n ihren Reichstag halten, Wenn naͤrriſch Rathſchlaͤg ſollen walten, Tt 2 Und 285 U 8 Und fremd Vogel fliegen ins Land, Wenn fremde Feind kommen gerannt. So bin ich doch mein' m Geſchoͤpff nicht gram, Ich nehm mich ihrer aller an, Ich laß mich ihrer all erbarmen, Der gre oſſen, klei jen, reichen, armen; Und wenn all Teuffe laus d er Hoͤllen Ein Sperling vom Dach wolten faͤllen, Soll ll ihn'n der Anſchlag nicht gelingen, Sie ſollens nicht zu wege bringen, Wem ich dazu nicht Vollwort gebe, Sondern will, daß er laͤnger lebe: Denn ich bin GOtt und keiner mehr, Alles ich ſchaff, ſchuͤtz, und ernehr Darum willichs nicht laͤnger leiden Daß die Geſpenſt i ihr Augen weiden An meinet Cre aturen T od, Ich will ſie erretten aus Noth. Sagt nur, wen ubraucht ich zu den Sachen, Wer kan ſchleunig den Frieden machen? Ein Engel ſah den and ern an, Und ſprachen all vor einen Mann: HErr Gott, wir ſind zu aller Zeit Dir zu dienen, willig bereit, Send und befehl, wie dirs gefaͤllt, Wenn du wilt, ſo iſt alls beſtellt. Du laͤſſeſt deine Suͤndfluth lauffen, All Creaturn auf Erd'n erſauffen, Du wirffſt deinen Donner und Blitz, Verbrennſt der Sodomiter Sitz, Du laͤßt Moſen ſei n Stab ausrecken, Schickſt Froͤſch,Laͤuß, Wantzen u. Heuſchte⸗ Und cken, U 79 J m, ſchre⸗ Und 33( O N S 661 —— Und andre Plagen mancher Hand, Uber Pharao und Egyptenland. Moſes betet, ſo ſind ſie frey, Dem Volck Iſrael ſtehſt du bey; Du ſendeſt durch die Lufft ein Sterben, Laͤſt Davids Unterthan verderben; Du erſchuͤtteſt die Erd im Grimm, Daß Hiercho Maur'n fallen um. D erklaͤr uns deinen Willen, Wir wolln ihn Angeſichts erfuͤllen. Wol an, ſprach GOtt, Mein Raphael, Erſchreck die vöͤſen Geiſter ſchnell, Schaff den Froͤſchen Huͤlff aus der See. Er antwort: HErr, dein Will geſcheh: Und fiel in einem Augenblick—.— Den Polter⸗Geiſtern auf den Ruͤck, die böſen Als ein groß erſchrecklicher Wind, Geiller. Daß ſie verſtoben ſo geſchwind/ Wie Feur in Buͤchſen⸗Pulver faͤllt, Ploͤtzlich anzuͤndet und zerſchnellt. Darnach ſtand er im See dieweil, Bis GOtt abſchoß ſein Donnerpfeil, Donner⸗ Der ließ ein ſchwartze Wolck aufſtehen, Eadte di Und den Wind von Mittag angehen, Mauſe. ehe aß es kracht, Bewegt auch den Himmel mit Macht, 3 56 warff er den Donnerſtein, Wickelt ihn mit Blitz ſchrecklich ein, Der flog graufam abe ſeiner Hand Hinab zu der Wahlſtatt aufs Land, Daß Froͤſch und Maͤuß erſchreckten ſich/ Stuͤrtzten hinterruͤckj jaͤmmerlich, Tt 3 Blie 662 33( Sk⸗ Blieben todt von dem Sch wefelſtanck, Der durch ihr G'hirn und Hertz zedrang, Den Odem nahm, und ſie erſtickt, Daß blau Feur aus dem Halß aufblickt. Erſchrecklich iſt GO tes Gericht; Dennoch halff das noch alles liche, Die Maͤuß w olten immer nachjagen, Bis die Froͤſch all waͤren er ſchla gen. Abrr was hilfft Will, was hilfft Arbeit, W̃ zenn GOtt zu wider iſt der Streit? 1 2 V Das XI. Capitel, Der Krebſe Aufzug wider die Maͤuſe. 0 Ve Skamen aus der See Grund her N J5 Auf gezo 09 jen lan g˖ am und d ſchwer, 7 Daß ſich beyd Froͤſch und Maͤ iuß perwundet, Noch and re Kaͤmpffer noch vi iel hundert, 4 Te auſend geharnſchter Kri iegesleut, 2 Di le hat kten gantze beinern Haͤu t, Zuſamm geſetzt von S che alen hart, viih Nach Muſcheln und Schildkroͤten Art, Wie ein Rhinoceros geſtalt, Wie man den Hoͤrnen Siegfri ed mahlt, Ller Sehr ſtarck Ruͤcken, wie ein n Ambos, 188140 1 Vewahrt wid er Stich und Geſchoß,— V Hah⸗ und Achſeln ſteiff, dick und breit, 2 Von rothen Poͤcklein glaͤntzend weit, K Ein getheil Die At lt Haupt mi E pitzen, en forn an der Bruſt ſitzen,* 8 ng, lickt. Und 5 38(00 S8⸗ 663 ——— Und auf Staͤblein erhoben ſtehen, Daß ſie weit konten um ſich ſehen, Zujeder Seit ein ſcharffer Zahn, Wie ſonſt die Elephanten han, Und noch drey ander tieff in Magen, Ein wohlverwahrte Bruſt und Kragen, Krumm Haͤnd, acht Fuͤß, unt'n am Bauch her, Giengen all ungleich uͤber qver, Hinten mit Bog'n, und forn mit Scheeren, Damit ſie den Feind ſich erwehren, Und wenn auch gleich zur boͤſen Stund Ihr Harniſch irgend wird verwundt, Daß er undienlich iſt zur Wehr, So legẽn ſie den ab ohnBeſchwer, Wie eine Schlang ihr Haut auszeucht, Geg nden Sommer ihr Kleid verneut, Wie der Vogel ſein Federn mauſet, Der Hirſch und Reh ſein Hoͤrner krauſet, Wenn die alten ſind abgefallen, Und die neuen ſich herfuͤr ballen. N 822 K Ja, daß ich gröſſer Wunder ſaʒ,— Dergleichꝰn ich nie höͤrt all mein Tag, Krieges⸗ Wenn ihnen beyde Arm und Bein leuten Von Veib gar abgehauen ſeyn, Wachſen ſie wieder jederzeit; Kein Thier hat dieſe Herrlichkeit, Ohn was des Hercules Geſchichten Von dem Drachen aus Lerna dichten Wenn ſie auch irg'nd im finſtern gehen, Weder Sonn, noch des Monds Licht ſehen Haben ſie lange runde Stecken, Wie ſonſt Hörner die Wuͤrm u Schnecken, Æt 4 Sind 654 38(0) 88 Sind forn an der Stirnen geſeſſen, Damit ſie ihren Weg abmeſſen, Und gewiß mercken, was ſie wollen, Dafß ihre Haͤnd ergreiffen ſollen, Reden aber nichts ſonderlich, Und greiffen unerſchrock' n um ſich, Daß ſie fuͤrcht aller Menſchen Hand, Werden die Krebs Herren genannt. Ihr Feld⸗Oberſter war Aſtachs, Schoͤn roth als Fuͤrſtlich Siegelwachs, Sein Leutenant Knipperdoͤlling, Hat ein blauen Helm wie ein Finck, Der Faͤhnrich aber hieß Rothſcheer. Wer kan nennen das gantze Heer? Das Faͤhnlein ragt weit oben aus, Darein ſtand ein geſchunden Mauß, Zween Krebs zu jeder Seit dran ſaſſen, Die ſie gleich ungebraten fraſſen. Der Reim war auch unten zuletzt Mit groſſen Buchſtaben geſetzt: Ins andern Ohr das ſchneiden thut, Als goͤlts einen alten Filtzhut. Inſonderheit zog fornen an Ihr Trummelſchlaͤg'r ein Wunder⸗Mann, 6 öchrecklicher an Geberd und Gang, Denn ein Kroͤt, Eydechs, Drach u.Schlang, 2 War ohn ein Krebsſchwantz wie ein Taſch, Wie eine Spinn und Pulverflaſch, Schwartzbraun gepockelt mannigfalt, Ihr mehr waren auch ſo geſtalt, Nannten ſich die Granconier, Prangten ſtattlich mit ihrer Wehr, Warn ———H! n, 38(00 Æ 665 ö„„—.— Warn mit Aſtachs auſſ'm Meer ankommen, Ihr Reiſ'ins ſuͤß Waſſer genommen, Sich zu den Seekrebſen geſchlagen, Krachten rein, wie die Keſſelwagen, Wie der Reißigen Vortrab raſſelt, Wie Donner und Hagel herpraſſelt, Und bracht'n den Maͤuſ'n ein Mummenſchantz, HerKreb⸗ Knipffen ihn'n abHäͤnd, Fuͤß und Schwantz, ſeungrif. Faßten ſie bey der Kehl und Bruſt, Daß hinten ausdrang Lufft und Wuſt, Die Seel auch folget mit Gefahr, Weil forn die Thuͤr verſperret war. Und ob gleich die Maͤuß unverzagt Gedachten, es muß ſeyn gewagt, Daß ihr nicht entlauffet mit Schande, Oder hie all todt liegt im Sande, Stachen und ſchlugen mit den Wehren, Als wenn ſie toll und raſend waͤren; Doch wie die Spieß all beugten ſich, Konten die Krebs verwunden nicht, Da kam ſie ein groß Schrecken an, Dan jeder ſah, wie er entrann. Ob gleich noch etlich widerſtunden Den Krebshelden, ſo gut ſie kunten, Ihnen friſch in die Augen dreſchten, Und ihr vielen das G'ſicht ausloͤſchten, Daß ihnen die ſpitzige Naſen Nieder hiengen wie alte Faſen; Gedachten, ſolten ſie nichts werben, Wolten ſie doch mit Ehren ſterben, Wie offt der gantz verzagte Mann Den Feind groſſen Schaden gethan. Der ſchruch uerbe iten, it Verzweiffelern ſollſtreiten 0 4* Das XII. Capitel, Von der Kaͤfer Einfall auf di eflücht en Maͤuſe. 55, 8 S hatten aber am Eichbaum 2 8 Eigenommen ein groſſen ˙ Ein Feurt wurm viel Mayn⸗und R Beyn Sachſen genannt S charnew evert, ngen ne hmen, ſie gern in die obcherkroc hen, Darein die Maͤuß hielten Sechzwochen Und darein nichts brachten, nichts machten, Ohn daß ſie die Haußleut ver lachten, neiſten und bemurten, in mit Undanck davon ſchnurten. der Winter nun war derfloſſen, Und die Be kum ihre Blunten ſche 9 berhalben als 0 n ward bekand bey den Muulen ſtand, oſſen Erſchracken ſie ſo gantz und gar, Daß ihns Fllege n ag a Undſuchtenin der Rinden Spalten, Wo ſie konten ſie S5 eimlich halten Nun aber ſich das Spiel umwand, Und die M W wurden uͤbermannt, boherrn geſchreckt, geſchlagen, 1242 2 i 38(86 667 Mit ihrem Muth und klugen Sinnen, Der Maͤuß⸗Heer helffen uͤberwinnen. Denn kein Wackerloß, und Vernimm, Kein Baurkoͤter war je ſo ſchlimm, Wenn das Pferd lag im tieffen Graben, Sein Maul voll wolt er davon haben: Dedt Hhe Keine Mauß war ſo blöd und lahm, Wenn ſie des Loͤben Tod vernahm, Sie ſorang ihm muthig in den Bart. Alſo war auch der Kaͤfer Art: Denn der groſſe ſchwartze Haußboͤrner Schwang die Fluͤgel, ſtaͤrckt ſeine Hoͤrner, Und ſprach: Mein allerliebſter Vetter, Hoͤrt ihr das Ruffen und Geknett er, Damit die Maͤuß ihr Flucht angehen, M Nun ſie uns hie verſammlet ſehen, Nun ſie ſehen mein Hoͤrner ſcheinen, Und ohn Zweifel nicht anders meynen, Denn daj ihr all ſeyd meiner Art, Darum ihr keiner unſer wart. Daß auch die Krebs, die lahme Tropffen, Die nicht habn ein ehrlich'n Bluts⸗Tropffen In ihrem Leib, in ung und Leber, Die wackeln gehn, wie die Leinweber, Wie der Organiſten Calcanten, Und die alte faule Bachanten, Dennoch ſich duͤrffen unterſtehen, Dan fluͤchtgen Maͤuſen nachzugehen, Und zu pochen mit ihrem K rachen, Deſſen man ja billig mag lachen. Wenn ihr nun waͤrt als ich, verwegen, Wir wolten Preiß und Ehr einlegen, 7 Un⸗ 6(6 oesg 668 3³ ‚ St unſer Schild wie ein Buch auf fheben, Dem Windi ie Fluͤgel Blaͤtter geben, Die Hoͤrner und Fuͤß von uns ſtrecken, Mir 5 F5rum̃n und Sum̃n die rülcksbrecke, 3 + C. Auf die fluͤchtigen Schelmen ſitze In ſie d rucken der Horner S Spit 4 Odr an ihn n wetz'nd die ſch arffen Zaͤhn, Es ſolt hn hoͤr'n, und ſeh'n vergehn, Sie ſollen ſich ge fangen geben⸗ Oder nicht heim b oringen ihr Leben, um, daß ſie ihr Zaͤhn uns weiſen, Oder auch wohlfre eventlich beiſſen, SVenn wir in ihre Loͤcher kommen, Den Winter ein wenig drein brommen Zeit iſts, daß ihr euch nun ermannt, Der Si ieg ſteht gar in unſer Hand, bin der Meiſter und der Mann, Der euch tapffer anfuͤhren kan, Mein Hoͤrner ſollen die Bahn br echen, Daß jeder mag, Gewonnen, ſprechen. Die Kaͤler ſ prach'n: Wir wollns mit wagen, Die Maͤuß rollen, jagen, und ſchlagen, Beiſſen, reiſf ſſen, ſchoͤnden, und blenden, Mit Hoͤrnern, Zaͤhnen, Fuͤſſ'n, u. Haͤnd Bis ſieal lſamt werden erſtochen, So habẽn wir uns tapffer ger dochen A u) Der 3 fielen ſie auf die M aͤuß Wolten ihn recht ſuchen n die Laͤuß, Inſonder heit ſchoß der Feurwurm Auf den Erdmann mit einem Sturm, Macht mit den! Fluͤg'ln ein groß Gebrum, 2 kach n85 Tummelt ſie ch mit ihm um und um, 41 41 10 U, Als 38(69 S⸗ 665 Als wenn ein unerfahrnes Kind Mit ſeiner N Nuͤhl laͤufft widern Wind, Und ſich gar ft ech und mannlich ſtel lit, Bis daß es Maul und Naſ' zerfaͤllt. Die Krebs aber ſehr Wunder nahm, Was ßfuͤr ein neu Kriegsvolck ankam, Wuſten nicht, ob ſie waren Freunde, Oder beyſtehn wolten dem Feinde; Als ſie aber ihnen zuſahen, Daß ſie feſt auf den M aͤuſen lagen, An ſie ſetzten ihr Zaͤhn und Zungen, Und die vielfaͤltig Fluͤgel ſchwungen, Stie eſſ'n und biſſen gleichwie die Emſen, Die Raupen, und die Maden bremſen, Und damit doch nichts anders ſchaffen, Ohn daß ſie ritten wie die Affen; Spricht der Aſtachs den Feurwurm an: Woher koͤmmſt du, mein Wundermann? Wer hat dich zu dem Kampff gebeten? Wer heiſt den Hahn die Huͤner treten? Der Feurwurm brummt und macht ſich krauß, Und ſprach: Es iſt die ſchelmſche Mauß Nun lange Zeit mein Feind geweſen, Darum ſolln die Maͤuß nicht geneſen; Ich will ſie all allein erſchlagen, Ihr dürfftihnn nicht alſo nachjagen. Ihr werdet ihn'n doch nicht anſiegen, Weilihr wedrr ſtoſſen koͤnt noch fliegen, Wie ich und meine Rottgeſellen, Wenn wir unſer Macht brauchen wollen. Weicht ihr ab'r nicht, ſo muͤſt ihr g'warten, Daß wirs euch wie den Maͤuſen karten. Der war ein Freund, der warnt zuvorn/ Eh denn allr Vortheil war verlohrn Der 67⁰ 38(609 88 D Der eAſte achs ſo hefftig ergrimmt, Daß er ſein Harniſchn Handſchuch nimmt, Begreifft den Feurwurm mit der Mauß, Druͤckt ihm Gehirn und Hertz heraus, Dag auch der Miſt hinten ausdrang/ Dem Aſtachs ins Ge ſichte ſprang, Als wenn en n9 druͤckte Kirſch ihrn S teln Ein me andern ſcher uſt zum G'ſicht hinein. Der? Aſtachs ſeine Ar Igen putzt, Und das Kaͤfer-Geſchmeiß auswuſcht. Und ſprach: Woliſt das S prich 1 Das ich an mir redlich erfahr Wer ſich mi t Unflath ſchlaͤ Igt un dtreckt, Gwinn odr verlier, er wird befleckt. Schau da, ob dugteich Hoͤrner haſt, So haͤlt mein Handſchi uch auch noch faſt, Und kan deinen Trotz und Muthwillen, Wenn duLi iſtd haſt, wohl ſtillen, Dich lehr'n, daß ſtoltzerMuth und Zorn Ohn Macht und Nachdruck iſt verlohrn. So gieng es auch der Kaͤfer Heer Bekam Spott und Schaden fuͤr Ehr. Wer ander Meiſter meiſtern will, Haͤlt mit kluͤg ln weder Maß noch Ziel, Wer andern nicht will Frieden laſſn, Koͤmmt zum ſchlagen noch wol zu maſſn, Und macht er ſich gleich ſehr beſchiſſn, Er wird gebiſſn, geſchmiſſn, zerriſſn. Dieweil ab'r indeß die Krebs⸗Herren Aus der See immer ſich vermehren, Und grauſamlich die Mʒaͤuß erm orden, Die nun ſtritten ohne Rath und Orden/ Und die Kraͤhn mit groſſem Geſchrey, Geyer und Weyhen mancherley, Haͤuf⸗ t, 38() 288 671 Haͤuffig in der Luf ft umher her flogen/ Und wie ein o.WWkenauffezog en, Kam aln n Maͤuſen ein Schrecken an, en laͤnger nicht beſtahn, Sondern warffnihr r Wehr aus der Hand; Nah men di e Flu icht in ihre Land, Bis nh ie, die ander da kroch ſt groſſen Zittern in ihr Loch. Dee Schwanen fiengen auch die Schiff, Daß ihnen keine Me— f Sondern von ihn gefreſſen wa 45 die ſchon⸗ waren am Aus sſahrt, Die lieſſen ihre Schifflein ſtahn n, 18 lieſſen all zu Feld hinan lllein Friedlieb zeitig gedacht, Friedlle, Nun ſtreit ich nicht wid'r GOttes Macht, ug. Verſammlet eilend ſeine Leut, Und Froͤſch, ſo er bekam zur Beut, Fuͤhrt ſie mit heim in ſeine Land, Daſe lbſt durch GOttes Wunder Hand, Froͤſch Baden, Eutzen Menſchen worden, Haben der Geubſcher Bauren Orden, Bauen zur Clauß der Maͤgde Straſſen, Leben beym Sck—— cken gern im Naſſen, Wie auch der Schullenburger Eutzer, Sind unver rzagte Kannenſchneutzer Die auch des Friedlieben Rathman, Fuͤr ſich, fuͤr ſein Ausbeut bekam, Und in der Brandenburger Marcken, Alle ihr Elend ließ bequarcken, Kamn im Bernauſchen Wald zurecht, Worden Eutzd orffer Rule Da ſie noch bey ein m tieffen S Qvarcken und——— 0 A Auch * 672 3 8888 2 * W + 4 ——— Y—2——— FU++———..8.9.——+.+.—+— Auch mit Geyrn, Y Naͤuſen, S chlangen, Hechten, Taͤdglich haben all gnug zu fechten. Die aber todt waren und wund, Und man in Eyl nicht tragen kunt, Die blieben auf der Wahlſtatt all, Der Froͤſch und Maͤuß ein groſſe Zahl. Doch wurden viel begraben auch, Durch den Halß in ein warmen Bauch. Denn Heintz und Reinick, Jung und Alt, 9 Kamen am Abend aus dem Wald, Al Mit ihren Freunden und Geſinde, Wieſeln, Mardern, Weibe* Kinde, F Auch das Schwein, Dachs, Igl und Iltiſch, Ae Im Ses der Hecht und andre Fiſch, 8 Hielten ein koſtlich Herrenmahl, Ad Und fraſſen die Erſchlagnen all. Was aber uͤberblieb in Eil, Ward Weihen, Rabnund Kraͤhn zu Theil. So ward des Tags der Krieg vollnbracht, Ar Die Sonn gieng unter, und ward Nacht. 8 So fahl, ſo ſchal, ſo kahl gehts aus, Ae Wenn ſich der Froſch raufft mit der Mauß, Ae Aller Welt Rath,Macht, Trotz und Streit Af Iſtlauter Tand und Eitelkeit. Macht doch Mord Armuth, Hertzeleid, 0 GoOtt helff und troͤſt in Ewigkeit! Al Amen. SALOHTOVV. Vanitas Vanitatum,& Omnia 91 Vanitas. E Regi⸗ —— iil. 0 i 4 rmen demſelben pag. 492 Pfaffen 229 hilfft den 917—5 Nl hſchuldig tnicht 457 von alter e J48 Iof 233 der Maͤuſe Schiff⸗Gubernator 394 deſſen 597 rennet ſein? Neſt 4%2 wird der Vogel König 242 grauſan und laͤſſet gar keine Vorbitte gelten 243 ſang und wuͤrget ihre Kinder 246 ch t dend 214. Deſſen Urſprung im teutſchen Wappen 99 Advocat, wie er einen Schuldner befreyet und belohnet wor⸗ den 193 ſq Aenderung, iſt 8 yrlich 45. ſonderlich in der Religion 452 A nmißfalle 39 heſſalia, wird verjagt 140 1Lowen 262 ſg. wird von demſelben gefreſ⸗ reiſſet die Turtelt aube wegen ihres guten Raths ibruſt ohne Sehne 333 Affen wollen eine Stadt 356 ſa. nicken ein 38 140 Ihr re Kunſt wunderbarlich Neiſterſtuͤck 139 Hoffnung, 8 Wohlleben,ibid Zuſatz Buͤchſe 164 nochmahlige Arbeit 162 enſtand 166 Alchymiſten, eine mancherley machen 144 Rechnung und Zuſ und erſte Ausb letzte Ausf U 1 Ehrer Alchymiſterey, der Alten 1J ihr Fundament 146 heimliche Handgriffe 164. End und Ausqang, ibid. geringe Koſten 158 Al Un 58 7 4 8 7 7 7 H 6 Vertrager Sch bt zer rd 11. 11 2 E f P in 1 0 U U U 1. 7 f rſch der Gröͤſſ Gold und 1 ffyund NM Ott und die 10 6 4 424 0 uren ˖ N n iment 7 bitler Wei egiment 584 H⸗0 znlter* lot us»„inen polter rzehlet von ſeinem kh 5618 Sieh 1 N annthier, ibi Siehe unten P 8 232 ſein Weib die Fliegen verbren⸗ Be 9 Be ich de f 1 A 0 Vdl ſey Tliche eneh ö 0 ocht am gruͤnen Di Le Ule NNI U 1** 1 con et 4 J ſe 1 6 4 1 1 VI) ei Lel 4 1 0 Aſſer K 7 ten II 1 J Kakrot Be Olche eu51 Offenbahret 1 ſch det He 1 M FPfa& Uytr 7 * 1 7 U* zUte 7 2 7 Si Bann neine Kündſchafft 7 KH. alle 838 2 will das Schwer en arum ihm all Unter 237 über ihn wird u den Froͤſchen fwafkwade 1190 4ſeine L hre Fleiß un ud gkeit ihr L gsfäͤl 12 460 574 Belag ung, wenn man E=N te, was ſie ol k J Was in ſol 2 digu ng wegen det zut Bergmaͤnnlein bereden ſich mit den Nixen wegen des Fro Maͤuſe⸗Krieges Beſe cheide nheit iſt ruͤhml — 66 5 ſg. Groß ** ˖ Foft 1 5 5 4 ö hab inen Koͤnig, unde 5 22. hgierig— tödte 8 del 11 Hlen ſon ler 8 Buyt fraß, eit A 8 Brocke ˖ N ˖ 8 dri deſſen nοαν Whlſteit ct& jet einem Muͤhlſtein 5 U 1 + 1oolgei 4 Br Orll ucht 75 Gedult 8 Gaſtung ab 462 bereuet ſeine 3 affer, ibid. Klage 467 letz LA 469 wie ſolcher offenbah Atworden— Ge— eit, dult 40² kine letz bah⸗ 484 run⸗ 30 283 rerwecker des Mauſe Jaͤgermeiſters Gefehrte 484 * N ngt Hör ne Ohren 39 er ſein V on Feinden befreyet 561 231 8 eslaͤſterung geſtraft 19 Lrſch) D. Dachs, iſt Reinickens Mutter Diener 12r ſa. 1c der 1 23 Und aus derſel De iſt lei t verſcherßt 640 — Vverſche S 1 7 1 Demong 8 Diebe, der Itt traue Ott traue 64 Dreckmann Kir Dreckmann, w 4 7 46 her, Wiſſlit 1 0* 1 n baa. 35 5 yn pag. 271 * vt 0 1 ö 8 3 U verſtellet 0 1 Htet f wWer Opff N 505 Fa ο den Viſtein Eigenni 1 473 N— 493 Cile! 6„ 6 82 Cinfät 1 0 9 Eini 9„ Cinic Weu ter hat U Überwunden 1 Eiſengrimm in der 124 I 4— 4 1 6 7 3 4 K nten Tei 09 ber C U 0 U Uhren dieſei⸗ S Siäle ESeſellen 80 En N rec 279 299 0 — 66⁰0 Fel in eoe 229 ld. 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Maͤgde-Wache 6 Magen wird im Hunger ungedultig 343; von den andern Glie rn verſpottet 344 nthier, was es ſey 24. I10 Iff der Haͤger, tadelt den Pfau 241 earcolfus findet keinen Baum, daran man ihn haͤngen ſoll 406 reon fuͤhrt die Schweitzer F 6 6 Camillus vertreibet die Walen 561 raf Ludewig wird 0 eUker getragen 467 is⸗Mann. Siehe? Marx, der alte Froſch, iſt ein 448 wart iet bey der Koͤnigs⸗Wahl 433 vern koͤnig nicht zu verachten 47 ſein Rath beſtellen 439 ſaq. wird zum Koͤni reich begehrt 445 Maul Eſ ſel ruͤhmet ſeit 257 Maus kaͤmpffe etmit de n Ochſen 22 erſchrickt fuͤrdem Haußhahn ngen Geſellen Geſtalt 82 ſg. errettet einen Löͤ⸗ wen aus dem Netz 206 wird vom Storch gefreſſen ziß ihre Kuͤhnheit 20 Mannheit 2 des Ulyſſes Kundſchaffer iſt in eine Maus R 28 Maͤuſe, haben 71 ſind Widerwaͤrtigkeit unterworf ö entwe ichen bey Krvezehenden Ungluͤck 18 verkuͤndigen n und Krieg 19 beſchweren die Menſchen auch im 6 tragen brennend Licht weg 22 erfahren heimliche ſeltzame Haͤndel 68 ihre groſſe Menge wird nicht vertilgetzr froh locken uber r Murners vermeynten Tod 2u. Ihr Ehren Tiſch 5z gemeine Speiſe, ibid. Leckerbißlein 463 Pfingſt⸗Feſt 207 Reiche Abſchied wegen der Katze 214 verw uͤſten Land und Staͤdte vis freſſen einen Pohlniſchen Koͤnig J55 Erlangen Kundſchafft von ihres Koͤnigs Sohns Tode 484 ſg. werden zum Kriege verſchrieben 486 verſammlen ſich, ibid. ſg. Was ihr Zug bedeute 487 ruhen aus, ib. veranſtalten ihre Schlacht Orönung 584 ſaq ſuchen Vortheil 604. halten einen ſtillen Feldzug 605 was ſie fuͤr Beyſtand we rbe n koͤnnen 499 ſag bitten GOtt fußfaͤllig um Beyſtand Eiz ihre Haupt⸗Fahne 585 gerathen bey Verfolgung der Froͤſche in Noth 6u die ins v Waſſer 77 hat eines ju Se 6* A 1 aun * Hal k 1 U K 16 1 0 2 197 1 ter— mfe der Philiſte 7 erden von Kre 4 Siehe oben Bröſeldieb 24 ſind mancherley, deren Unter n F4 176 Frauen Schaͤtze graben 167 306 Streit 293 ymiſten 139 Neynung von der Natur und Koͤnigreich hen Leibe 373 ſag. der auf 472 deren Zuſtand und Qval Nenſchen Vorzug fuͤr den Thie⸗ 44 no, das Gemuͤthe* Meuſelmann bringt H n, reiben einat Inuͤſſe von der Jagt 4 Milchramlecker erwehlet den Krieg fuͤr den Frieden J42 ſein Rath J4: fuͤhret die Schweitzer 3ͤ§ vermahnet in der Schlacht 619 wird erſchlagen 6²² Mittelſtraß iſt am ſicherſten 358 f Miß⸗ N. ι brauch iſt in allen Dingen ſchaͤdlich pag. 365 ſqq. 8 t 61 N l1 2571 9 vehret ſich tapf 646 dogenſchuͤtzen forn Maͤu unt eine Schein⸗ 622 ſein Leutnant fehlt ibid. Moh Mol Mohrt antz, wird bey den Fri an geordnet 599 27 erden 246 gziment 378 nt 368 Mordax, der;! ſche Feldmarſchall, rathet eine Schlacht zu hal⸗ ten 864 ſqq fül U le“ hen bol ſetzt mit Paderan an den Maͤuſe⸗Konig 626 kaͤmpffet mit Schluckbrudern 30 ſq. Moſes, wie er die Schlangen vertilget 50r ſq̃. 90 587 M. 129 Mi 2 9 584 Muf 274 ſaq. Murmelthier 5700 Murner, wer er ſey 7y deſſen Boßheit dy Liſt 209 klagt Riechwet⸗ ter den Haußhahn an 86 kan von dieſem nicht die Wahrheit hoö⸗ ren und will ihn freſſen 9· wird von Reinicken zu Gevattern gebeten qz vou dieſen verachtet 97. 199 ſeine einige Noth⸗Kunſt iſt die Flucht 96 entgehet den Bauer Hunden auf einen Baum 200 errettet Reinicken 203 iſt deſſen Artzt 203 ſq. ſtraft ſeine Vermeſſenheit 205 ſtellt ſich todt und haͤngt am Haken 208 wird wieder lebendig und frißt die vorwitzigen Maͤuſe au. S. Katze. Muſen ſind froͤlicher Art 55 5 2. Nachbarn deren Beyſtand 2 57² Nacht⸗Eulen, derſelben Heulen bedeutet nichts gutes 66 Nachtigal bitet bey dem Adler fuͤr ihre Jungen 243 erzehlet in 10 remn klöglichen doch kunſtlichen Geſange ihr Schickſal 244 ſg. Ihr Rath und Kunſt wider alleAbgunſt zo1Bedencken vou der Froͤſche Koͤnigs Wahl Au in ſolche iſt des Ulyſſes Lauteniſt verwandelt 8 35 Nachtigaln⸗Steller 8 301 Narr, deſſen Rath und Meyllung vom Kriege 536 Kx 2 Naͤrriſche roi RNab Par PDas I 4 496 Nagel 7 Vogel 3 geröhmet 2 Natk hen S ſein Rath bey Su⸗ Waldhauß 5ꝛ0 ſqq 2 8 n 6457 lfft nichts 29 ſqq 2357 6²⁶ Innſchafft 1 wu Ae 1 le — 10 dient Ell Nter i liert ſeine Frey heit und iuß mit dem Jaͤ icken curirt zu werden d erſchl agen 7 einem Koͤn ige zn trachte N nichts* En 234 wie ein Sperling in * ohne et 317 hm einen 3 He henckt: klaget uͤber der Welt U 17K n 179 Rühm 180 Un ſch 5o8 ſq. ſucht Zuflucht —.—— 29223232 2˙ „* N den ven ten 34 g in 317 uen Un⸗ 7N Un⸗ ſucht leibt 512 77 27¹ — 89 liſter 2 4 3 S. 33 SE 1 1 N Hhil ſter, werden durch MRäuſe heimgeſucht pag. 717 1 Bürckung 139 70 W güten Re 7 ſqq. err eget reich worden 229 woher ſie Beißkopff und Dapen heiſſ Proc die Hauß⸗Schwalbe 47 Promel heus brine get d Fe Uer vom Hi mel 36 Pygmer Her bekriegen den Herculemz 4—8625 aͤmmerlich lödtet Qvackebruch, Hiſtoria von deſſen Uneinigkeit und Streit mit der Maus 571 Qvader, von ſolchen kommen die Froͤſche her 448 Qvadmanns, verwehren der Latona ei nen Trunck Waſſer 495 werden in Froͤſche verwandelt 497 Qvadi at, widerraͤth den Krieg JJl ſaq. ſein Vor ſchlag; dIiſt in des Froſch⸗Koͤnigs Leib⸗Garde 602 ſchickt auf Kund ſchafft 603 Nabe„de ſſe 4 11 6 R* 11** Heſchrey 103 nummt einen Kaſen, ibid. wird von Reinicken b 104 ſq Rar k ziehet die Glocke weiß nicht, was der Kleppel in derſelben ſey 332 Rana, widerraͤth fremden Beyſtand 573 deſſen Ruͤſtung und Fahne 60⁰ MI N M jael 3ꝗ Die 0 ſen 0 ſoll vor⸗ alten werden 8zz der Al wird verl acht 10. der klugen Vogel ver worffen 324 —— HRSlcfor.8 on Goſe 0 Rathhuͤlffer, deſſen Geſchlecht U at zu be riegen 0 ibid ſqq. G unr 88 3 ee Aufzug 639 639 48 Wahl 407 ff. juren von ſeiner der Berg;und Waſſer ieg 608 ſaq Ithehis E Rat ſchle 74 alberne 11 1 5 in„ tan nich„or ve 277 eigeunuͤtzige taugen nicht 291 N 499 des 5Spe 376 füé. hrieben 447 Hmern 1 ſo herden verfuͤhretꝛ 18 50 ihrlich zemeinen he Leute ungern W. ande h nd haben 1* ether Renl 0 decht noͤthig 44 etracht des Koͤnigs w ei es einigenAutori⸗ Welt iſte ein We 74⁷ chen mit Beißkopff 455 ſaa⸗ vergeſſen J8 Einigkei 0 nick ſuch meiniet, ſud 8 tiehfem tder hmet ſeinen d bittet ihn zu G rrachtet deſſen n Murne zehe 90 verkaufft ben Hippocras um ei ſq. will den Hahn kuͤf machet den ſtaͤrck⸗ ſten Thieren Poſſen 109. klagt gegen den Baͤr, daß er vergiffte Fei⸗ rmit gu oſſen De nen Kaͤſ „„ * R f den Dachs in die Höl le geqo aͤlet 26 warum 7 1 Tur R νEαε kin Kur⸗Bauer 32 Feigen ge le 23 ſein Groß? er nicht an die! ein Alchymiſt 14 nung 1 rde die Bauer Uetheil ihiut ahnt ſoe n Urthein 192 ihm ahnt ſein Unaluͤck 1 r auet em Geleit zu Lof reene 4„Medol tugtuid et dem Gelei zubi 56 empfangt der Weit 8 36„Hr FKaan K hoͤc ſten Lohn 8. erh olt f ſich von humacht, ibid. jagt und Klac wuͤrgt des Hal mKampff mit der Baum! nupffen 2 129 ſein? Weib w Beyſtand im Kriege 5 jer 887 kömmt ins Gedraͤnge Reuter Ruacht, eines lang gedienten Lohn Richter ſoll nccheſe lber thun, wa as er ſtrafet 12 20 Riechden Wind„S chiff C af tain,kan unter on einem rtau hen vor deren Geburth vider die röſche 670 en bunten Peltz 597 achfe 8 er ſchla gen ſeiner Leute 590 ſq. der Schiffleut Froͤſche 596 der Froſch der des Froſch⸗Koͤnigs RE a der Frieſtſchen der Schwaben und anderer pag. 601 ſq . 1 4 N b 61 * 8 Rf4 Fdey den Taßd 1 U Ucht wider den Tots 4 62 1* 1* E 1 le 97 f b 32 — 44 Sau Sauwarten)0r erlangen i erreiſſen ihren Aufſfeher 340 Da 341 K Sa eſſen Pff Eit 629 urnern N 21I · Ober⸗Aufſeher 337 ſein Rath⸗ Erecution 338 ſg. wird zerriſſen und ge⸗ 34⁰ giebt guten Rath 328 machet klug 51⸗ 949 ruffen 30 in die Schatz⸗Graͤber deren Vorſchlaͤge ſg. Heiligthum 170 Handgr ſel ˖ brauchen Alraun 172 ihr Spruch 173 verlangen Springwurtz 174 hinterlaſſen ſchlech iſt nicht zu trauen 78 dat zehangen werden 7 eſchwaͤrtzt ſey 498 ſa⸗ eäͤuſefallen im Kriege aus die Maͤuſe ausgeruͤſtet 593 fkande gnicht Fo He15 des 0 kan den Eſchenbaum nicht leiden 417 in det Hölle E4A des lyſſes Leib-Arßzt iſt in he verwandelt 20 lobt ihren 2t Ulyſſes Leib⸗Artzt iſt he verwandelt 39 lobt ihren Zu ſtand — Schluck G 8⁰ — 90 6079 57 GacGe 60 8 Schluckbr den Mordaxr 629 wird ins 2 pag. 6z30 Schmec f⸗Capitain und Wund Artzt 5904 Schmec chs Vermeſſenheit 497 Sch meltzhůtten S ae hen 134 Schmierback, der Maͤuſe e fCapitain 597 Schrecken rathet die Flucht Sꝛ4 macht verzagt 32s die Feinde zu ſchrecken iſt nicht allemahl rathſam 537 Schrotkaͤß wird uͤb ng der Todten erſchlagen 641 Schulen, worzu ſie die enen 43 ſa Schul⸗Kunſt, deren Nutz 269 Schuͤtzen, wie ſie ſic er Schlacht⸗Ordn. zu verhalten 600. 614 Se chwabe kaͤr edl fieben 638 Schwaͤmme aͤuſen 74 Schwalbe, deꝛer ſag. waꝛum zu denMenſchen gezogen 325 Scht autz, der will voran gehen 295 gehet Berg un ter 298 fuͤhlet ſeine Thorheit 259 hat Recht ͤberle y 300 wie dem Pferde au Uszurücken 977 Schwerd,der Hroſche 507 des Maͤuſe⸗Koͤnigs 682 939 halſens Tod an Brodfraß 640 wird von 64¹ 0 a gt Scht rotkaͤſen ibid. Regiment iſt eine Monarchia 37z ihr Licht 377 hiſten 93 ob abs Uſtech S. Froſch⸗Koͤnig. 3094 lagen und ruiniret 761 105 280 0 46 noch eins ſo groß als das 275 igreich 368 ſq öffer in die Maͤuſe 6¹9 53 bid. wird gefangen ibid einer Geburth, Aufer ziehung, 3u ſag. Rath zu warum er zu den 325 18 öſch 6 8 ſag. Siehe Gutkaͤßchen Tat 0 lung eigennützige und wunder 0 Sterbende weif E 1 Sterne, was ſie im himt 1 5 agen 47⁰0 3 4 3 ſchen Regiment pre RNE Sternſeher wird um gluͤckliche Stunde zum Goldmachen ge To ul 63 ft ſrag 7 7 3* en 903 Tör 8 1 277 Tra + oppel⸗Soͤldnern Tra 622² F7 22 Tr d. giebt Hauß 58wird von den ſeine herrliche Reich 43ꝛ wie er derỹr bid. haͤlt zieht zun? ncken vom Koͤ 31 *1 ht, ibid. Gte zegen die Fröſche hin 8 er Vater 440 ver 8 Ra verden tan 45 ilget die Schle IunNel Soeleetenter t handeln 442. der Übertreter igkeit 1 er, ſondern aus Liebe zur Gerech 4 1 2 Wänkher 92 tanber 520. 521 Vat 1 2 1 + Strohknicker, der Möͤ Schiffctttain 606 Ben U nicker, der Maͤ chiſſ⸗Capitain 95 Ven Studenten, deren Kllitzweil Reiſen 266 der gelehrten Kunſt 267 Stuͤckel 922 88 38(0 88 Stuͤckeldieb, ein Maͤuſe Rieſe 588 erſchlaͤgt etliche Froͤſche 646 nach tapfferm Streitbuͤßt er das Leben ein. pag. 643 Sturm⸗W̃ 4¹ Sturm⸗Windes Zeichen 4¹ Suͤnden verurſachen Krieges⸗N 557 Syrenen, derſelben Liſt und Mord 21 dle er koͤnne n nichts und i ien 388 n K 1 hmen der 10— 524 kei frißt ſ II* 6622 Thr onen bey den 401 KTancrr. W3 W Mird Gan R Topffkriecher, der Mäuſe Herold 346 wird von Beißkoͤler er⸗ ſtochen 640 471 Toͤpffe, eherne und irrden fahren zu Waſſer 50 Trabanten des Ulyſſes ſind Hunde 4² 3 unichtviel warnet die andern Maͤuſe 209 ribut wird bill llig dem Koͤnige gegeben 390 ſag. wer ſolchen be zahle 393 Troja, wird d eingenommen bey Sicherheit 366 mit Liſt 576 Trojaniſch Pferd 308 Trommeter des Ulyſſes iſt ein Krauich 37 Troſt in Leyd Tugend iſt gefaͤhrlich aber unverzagt 3 Turba Philoſophorum— Turteltaube/ derſelben guter Rath zꝛ/ wird deswegen von Aß fen zerriſſen 328 Tyranney 246.248 V. U. Vater, ſterbender vermahnet ſeine Soͤhne zur Einigkeit 576 Veuedig, wodurch reich worden 178 42 zermef Iine u lltti U +. 8 beren Amt im Jee(8 eenſchlichen 6 2 m 9 ö D vey narchi Ul zeſellſchaf erl t 2 ſei 4¹ 8 ˖ n Hahn 5 6 Aut en cachtigal 1 Ueter ein K un e Schildkröt Leib⸗Artzt ein rmei d Traban unde 42 U deſf an Dien erwantd wor 2 de wird ve einem gebeten N U n⸗Ge Ilt* 7 ſtalt berf d von der Ci eliebt und 1 1 u ab 49 ſaq 2 nimmt ihr Abf 51 99V Undanck, daruͤber kla 549 iſt der Welt! 2 hn geſaa N.. 11 E 4.— 4 U keit den Beißkopff, 454 iſt im Kriege hoͤchſt * 1 Il veiſen Regentel verdirbt Alle II cht 19 171 J* · A, RI 4 1 N Un Ue 7 U 0 R 33 Unverfehrt tun 69 8 en au 214 von andern verſto 6 1 iim der le nachfl ſel chet zarum der Cule nachſtie 4 don Jet th ibid. gq wehlen den zum Koͤni fl e bedeuten Krieg 660 ſehen d oſche un 907 Und Mäuſe Str 1*—** 8 2 1 U Une ſchwal 8 1 0 wied 1 6 8 411 Alle 58 e. Urſachen, des Kri warum der Beif Fkopf nicht abzuſchaffen pag. 451. ſq W * tel, deren R n der Froͤſche Koͤnigs⸗Wahl 4¹¹ W᷑ b en 444 W᷑̃ g i de Reg Vorf hlaͤge de Froſch⸗ u einer Koͤl 406 1 beſchloſſen worden 407 8 Wahn, deſſen Verrichtung im 7 Italien, und werden in Sicherheit geſchla F61 ren geſtuͤrmet rthet Gurkaͤcchen J ſaq. iſt Hau Siehe Fel Jal krieget mit den n 357 groſſe 6 10 Int 0 4 Schinckenfraß 644 zaffe den ſich mit den Bergmaͤnnlein uͤber den Fro ſe Krieg 608 ſqq. Waf 69 en Il Waf 1 eauſe 499 Waſſer⸗Nixin 6⁰⁸ Wa n 467 Waſſer⸗Zeichen vor dem Kriee 6¹⁰ Wate derraͤth die Feld⸗Schlacht zy/ vermahnet zur Ver mit Gott FJo deſſen Aufzug und Wapen 602 Lod erreget die F 639 deſſen Nutzen 6 eib, bekoͤmmt Hundes⸗Geſtalt si ein altes erdencket den Flachs und e U zarn zu Retzen 3ꝛ1 ſq. heßliches wird von Eſel beſchrieben 419. ſq Weiber ſchret Ankuͤndigung des Krieges 54 Weißheit, loͤbl ˖ t aufs kuͤnfftige Far der Welt⸗ Kinder 269. Weiſe Leute ſind voll Unruhe 33 Weiſſe Maͤuf tern, Sperlinge, was ſie bedeuten ſollen 548 Welt, derſelben hoͤchſter Lohn iſt Undanck 185 ſqq. ihr Regi ment 22 8 A 2 88 ————ů———— ment iſt einem Koͤnigreiche gleich 367 ſqq. woher das Un⸗ in ſolcher entſtehe 5 1 et hen 1 1 Guff fin Spi bis I In- 88190 3581 e. Weitzt Oorn in die Zaͤhne und wird 8 0 24 1 1** Willder Cl 367 iſt Menſchlichen Lei 8 deſſen Amt in 74 NKrt 67 r E zemuth, deſſe ſqq. Schluß 402 edenheit, wier re 384 zerdienſt iſt Gef uUnterworffen 277 het 1 Gluͤck 278 0 irchtet ſich zunde, ſo an Farbe und G ‚ 8 8 4 38 läßt inen Knochen aus des HKettet füͤr des Ketten die Hunde ſchlafen 33 Eſtalt un⸗ n Halſe zie DUe fei 1 Aus er 8 wird 56 4. jagt worden, und wird auf der t Ubel empfan en 9827 qq 3 cht 271 411 wie ſolches ausgeleget wor⸗ 1 412 Iq. aunkoͤnig wird nieman Zeichen eines Sturn der Ziegen, zwo klug 382 Ziegler wird des E els Herr 4² mn E it 383 Geiſtlicher reutet mit in die Schlacht⸗ n Olunx geſchlagen 6457 fAd 2 E 0 58 9 2 E 83˙— ⏑¹¹ +⏑