~^T“ . \ v ’ " > c .■ • ;'/sv ,.• v vn .. - ' t \ v * V\ ; * K* ■«','■•■• -\. ‘-.‘VJiV'^jv f'S 'V,\ü* ,\VV*VA •■’•". V?-.t V--t-\-\ • - . -\v V''r '' ■ ••'•’•• ' ! iV > 7 , V' 1 - 1 V-W-.^K' ^'';’I^Wi,K : v\-'A’A ^ V:-.:. Cv’f’SV#»: ,x \ v ) * .1 . < di i >.’>(,■' 7 ^ t. #.Wj.i nMWh»,v . I .■> \ .VA] . ■ ' ■ •••••)•. ' f ?„<;-r&$,<;■>.? •>:"•.!-'. •..',3i',V.v«^;<;,-J((,n-.r.:- ■’ :[■ ■ >-i4«MK’V'K\t;>W« A -.Ä- .:!■ . .Ä .'•'. ‘ ', ■ V .«&.< AÖä&SÖK ?v $?fv -‘A^ £ !»1 v.«&* !■•'.■.*■> v-i i,\< L j;'{H<. v.' >", ‘H’ T ft'l'V' ^ .'- V L'.'jVA ' V'*jf ', ■,% >1 ' 5 * ; ' ä lii«iillil«l '■ ■ v;^«#||lif«l ■" ■’'t".rfiKÄ?irtgai5i BLB laben 1? Heideiber geschieht Erblindu ieresse als Kind und in u um ein Kranke um sic den, ui ganz v e sunmen «tun. Io Herrn Dr lilz-Berüi *'ie folget Üen dasj fischen b ■U '-City r f L * t ° ^ C. Xrtj r f. v.-. f. / 5 ^.] / * u STATISTIK ÜBER 345 ERBLINDUNGSFÄLLE DER BADISCHEN BLINDENANSTALT ILVESHEIM. jJ-‘ .: /• y, ! U cand. med. Blanda Hannemann aus Düren-Heidelberg. c 1 "1 T plt r Die Feier des hundertjährigen Bestehens der badischen Blindenanstalt Ilvesheim gab den Anlaß dazu, einmal die Krankengeschichten der Blinden durchzublättern, die im Laufe der Jahre in die Anstalt aufgenommen wurden. Es ist von höchstem Interesse, zu sehen, welche Erblindungsursachen der Anstalt die meisten Patienten zuführten, denn daraus ergibt sich die Einsicht in die Vermeidbarkeit all dieser Fälle oder die Prophylaxe. Einen Ueberblick darüber zu geben versucht die folgende statistische Arbeit. Es liegen ihr 345 Krankengeschichten aus der Anstalt zu Ilvesheim zugrunde, und zwar aus den Jahren 1896—1925, da seitdem der Direktor der Universitäts-Augenklinik zu Heidelberg die Fälle ständig untersuchte, und daher von 1896 ab Krankengeschichten vorliegen. Es sei ferner aus der Arbeit ersichtlich die Verteilung von Erblindungen auf die beiden Geschlechter; denn auch das ist von sozialem Interesse. Zum Schluß soll noch eine kleine Tabelle zeigen, wieviele der Kranken als Kinder unter vierzehn Jahren, also noch schulpflichtig, in die Anstalt kamen, und wieviele nach vollendetem vierzehnten Lebensjahr aufgenommen wurden, um ein Blindenhandwerk zu erlernen, und schließlich sei noch gezeigt, wieviele Kranken total amaurotisch sind und wieviele noch genügend Sehkraft haben, um sich im Raum orientieren zu können. Einige wenige Fälle konnten anamnestisch nicht genügend geklärt werden, und bei einigen anderen war die Erblindungsursache auf beiden Augen eine ganz verschiedene, so daß alle diese Fälle unter zwei besonderen Rubriken zusammengefaßt werden mußten, um der Exaktheit der Statistik keinen Einbruch zu tun. Im September 1925 erschien im „Blindenfreund“ eine Statistik von Herrn Dr. Fren, Berlin, über 84p Blinde aus der staatlichen Blindenanstalt Steglitz-Berlin, und zwar von den letzten 70 Jahren. Die Statistik umfaßt also auch, wie folgende Arbeit, nur jugendliche Blinde; es wurde darum hier im wesentlichen dasselbe Einteilungsprinzip beibehalten, um einige interessante Parallelen zwischen beiden Arbeiten ziehen zu können. A. Angeborene Blindheitsursaohen; B. Erworbene Augenkrankheiten; 1 C. Anamnestisch nicht genügend geklärte Fälle; D. Fälle mit Erblindung verschiedener Art auf beiden Augen. Einen Ueberblick über die Zahlenverhältnisse bei diesen vier Hauptgruppen und über die Verteilung von Erblindungen auf die beiden Geschlechter soll Tabelle I ergeben. Gesamtzahl ■davon cf davon s /o der Fälle kombiniert mit Ablatio retinae, und zwar war die Netzhautablösung teils von vornherein vorhanden, teils im Anschluß an eine Staroperation entstanden. Im übrigen wurden die Cataracte kompliziert durch postoperative Bulbusphthisen, oder Nachstare oder eine Chorioiditis disseminata. Den fünften Teil sämtlicher erworbener Erblindungsursachen machen die Atrophica des Nervus opticus aus und zwar spielen dabei Meningitiden genetisch die größte Rolle. Sie fanden sich bei i 3 Fällen, also in ca. 4 o°/o; viermal handelt es sich um ein Hydrocephalus, dreimal um Hirntumor (darunter ein Tumor der Hypophyse) dreimal um Papillitis, zweimal um Schädelbruch. Bei den übrigen Patienten war die Genese nicht ganz klar. Auch für die Phthisis bulbi war die Meningitis dreimal das ursächliche Moment. Der vierte Fall war genetisch nicht ganz geklärt. Bei den Verletzungen ist es von Interesse, einmal die Art der Verletzung näher ins Auge zu fassen. Es könnte das für die Prophylaxe von Bedeutung sein. Zugleich soll Tabelle III zeigen, in welchem Alter die meisten Verletzungen erfolgten. Gesamtzahl j davon cf Alter davon s Alter i. Stich-u. Schnittverletzungen 6 4 2 a) Messerstich. 3 2 13 , 12 1 9 b) Zinken einer Hacke . . . 1 1 3 — — c) Griffelstich. 1 1 77 , — — d) Kleiderhaken. 1 — — 1 10 2. Schußverletzungen. 4 3 16 , 14 , 12 1 18 3 . Explosion . 3 3 a) Handgranate. 2 2 13 , 12 — — b) Sprengkapsel.•. 1 1 11 — — 4 - Stumpfe Gewalt. 3 1 14 2 5 , iVa 5 . Splitterverletzung. 1 — — 1 4 6. Pulververbrennung . 1 1 20 — — 7. Verätzungen. 2 1 — 1 a) Kalk. 1 1 6 — — b) Sublimat. 1 — — 1 8 8. Perforierende Verletzung . . 1 1 7 — 5 Von den Verletzungen kamen also alle mit Ausnahme von dreien vor dem fünfzehnten Lebensjahr vor, ein Beweis dafür, wie sehr Kinder, namentlich männlichen Geschlechts, durch Verletzungen gefährdet sind. In dreizehn Fällen wurden dabei Augen verletzt, in den übrigen acht Fällen unterlag das andere Auge der sympathischen Ophthalmie, und zwar viermal das rechte und viermal das linke Auge. Unter Gruppe C fallen io Fälle, bei denen es sich meist um Phthisis bulbi oder um Anophthalmus nach Enukleation oder um ein Staphyloma corneae handelt, ohne daß durch die Anamnese irgend ein Anhaltspunkt für die Genese erbracht werden konnte. Bei den unter D angeführten Erblindungen handelte es sich um die verschiedenartigsten Kombinationen. Meist war das eine Auge blind infolge einer angeborenen Bulbusphthise, einer komplizierten Cataract, eines Hornhaut- leukoms, und es ging im Laufe der Jahre das zweite Auge durch eine Verletzung, eine schwere Glaskörperblutung oder eine Ablatio retinae verloren. Ein wesentlicher Zweck dieser Statistik sei, darzutun,, wieviele von den Erblindungen hätten vermieden werden können. Da sind zu nennen alte Verletzungen, also 6o/o, ein Fall von Pockenschutzimpfung und ein Teil der Fälle von Blennorrhoea neanatorum. Glücklicherweise bestehen seit einiger Zeit für manche Staaten Deutschlands, so für Baden und Preußen, gesetzliche Bestimmungen, nach denen die Hebammen unter Strafe verpflichtet sind, jeden Fall von Augenentzündung bei Neugeborenen sofort dem Kreisärzte zu melden. In der badischen Dienstanweisung für Hebammen heißt es unter $ 18: Der zuständige Bezirksarzt ist alsbald zu benachrichtigen, wenn bei einem Neugeborenen Nabelentzündung, Wundrose, Wundstarrkrampf, Augenentzündung oder Schälblasen auftreten. Und in § 20 heißt es: Bei allen in § 18 C genannten Erkrankungen der Neugeborenen ist der Beizug eines Arztes von der Hebamme dringend zu verlangen. §§ 23 : Verletzungen der Berufspflichten seitens einer Hebamme werden nach § i 34 des Polizeistrafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu i 5 o M. oder mit Haft bis zu !\ Wochen bestraft. Danach ist zu hoffen, daß Erblindungen durch Blennorrhoea neonatorum in Zukunft noch bedeutend seltener werden, zumal die Hebammen allerorts angehalten sind, bei jedem Neugeborenen die Crede-Prophylaxe anzuwenden. Wenn man ferner bedenkt, daß ein Teil der Fälle von Cataract auf Rachitis und viele der Uveaerkrankungen auf Tuberkulose beruhen, so ist auch vom Standpunkt des Augenarztes die Verbesserung der Wohnungsverhäitnisse, was Licht und Luft angeht, eine brennende Frage. Dann sei noch die Verwandtenehe erwähnt, die die meisten Fälle von Retinitis pigmentosa verschuldet. Sie zu verhindern ist daher ein schätzenswertes Ziel der Volksaufklärung. Weiterhin ist noch ein großer Teil der zu vermeidenden Erblindungen der Lues zuzuschreiben, so einige Fälle von Uveaerkrankung, 6 öd:^.. \ r-, * ii taj ' «I «P^S kcaont irditGte m&ir- i*Wft tiefe • H**4 i ae ■:• I !siom | idfRi» , “ ih* T _ d dir Fi rw Mär nie Bet» !. jeden Fi rnddei- ~ 18: Dan- etipiwt* oderJcäi- les Erb* imme A* einer fl^ nfe bis * von Opticusatrophie und Buphthalmus, die Fälle von Keratitis parenchym; und die meisten Fälle von angeborener Chorioiditis. Und wenn man alle diese Ursachen in Zukunft erfolgreich bekämpfen wird, werden sich auch die Blindenanstalten zu allgemeinem Segen ersichtlich entvölkern. Und nun soll noch eine kleine Tabelle zeigen, wieviele Blinde vor dem vierzehnten Lebensjahr in der Ilvesheimer Blindenanstalt aufgenommen wurden, um dort die Schule zu besuchen, und wieviele nach vollendetem vierzehnten Lebensjahr hinkamen, um ein Blindenhandwerk zu erlernen. Gleichzeitig soll sie einen Ueberblick geben über das Verhältnis der amaurotischen Patienten im medizinischen und sozialen Sinne zu denjenigen, die noch genügend Sehkraft haben, um sich orientieren zu können. Gesamtzahl davon Cf davon s 0/0 sämtl. Blinden 1. Erwachsene. 104 65 39 30,2 a) blind im med. Sinn . . . 20 13 7 5,8 b) blind im sozialen Sinn . . 42 21 21 12,1 c) mit Sehrest. 42 31 11 12,1 2. Kinder unter i4 Jahren . . . 241 137 104 69,9 a) blind im med. Sinn . . . 73 41 32 21,2 b) blind im sozialen Sinn . . 114 67 47 33,0 c) mit Sehrest. 54 29 25 15,7 2 /s der Anstaltsinsassen sind also Kinder unter i4 Jahren. 249 Patienten, d. h. 720/0 waren blind im sozialen Sinn, d. h. sie hatten noch Lichtschein bis zu Fingerzählen in 1 m, während die übrigen 96 Patienten noch Sehrest hatten, d. h. sie zählten Finger in mehr als 1 m. Zwei Blinde konnten mit i4 Jahren aus der Anstalt entlassen werden, weil sie so viel Sehkraft hatten, daß sie nicht auf das Erlernen eines Blindenhandwerks angewiesen waren. ,.-, ,r?'t;-^ ,-’ ' pffcfc^ : )Wf.* - ^ ••• '• ..as^'S'''?:•:- ;• ^ V ,' ;‘ r r ' - f *7ittte' : .'t,',: '-'••■. :üss ' ■ ^.'•'r 1 ■...’ •»Wf- • ’ ? •) '■ ■' BLB Karlsruhe 48 94663 8 031 mm.-;-. - pj., sm*W<- u ^ , --v fv* r^tsaue^ mm mm mm rnrnrn mrnMl mm. wmrn mm. mm mm mm mm. wm wm mm mm* mm mm j®8ü Mfö mm -orftif;■■' t\j. . V v V ms V'S'S isßäiS mm wm ; / / . ■■/ mm yjvV mt: QM \ t ; mm Y.k & 1 '* Vi •-. •/> ,i.,'i ■»„v. v r $Yvf< * ■ >f •ysi/- M©I mm Ipi BM&®. Sfr?