Mm | | # 8, Tagung des Reichsverbandes Deutſcher Sanitätskolonnen und verwandter Männervereinigungen | in verbindung mit dem 60 jährigen Jubiläum des Karlsruher Männervereins vom Roten Kreuz Freiwillige Sanitätskolonne zu Karlsruhe(6aden) Seſrſchriſt MY Heilmittelversorgung deutscher Krankenkassen A. G. Berlin N 24 Johannisstraße 20/21 w Dresden A, Bernhardstraße 9 Frankfurt a. M., Gartenstraße Hamburg, Spaldingstr. 210 212 Karlsruhe i. B., Gerwigstr. 27 Magdeburg, Landwehrstraße] Beste Bezugsquelle für Verbandstoffe u. Übungsmaterial all. Art, Ver ban dtaschen, Verbandkästen, Tragbahren usw. — . ö. ö nlite eghes Museum x „— Ausführliche unverbindliche Offerten auf Wunsch Badisches Landestheater eſtſchriſt zu der 8. Tagung des Reichs nerbandes Deutſcher Banitätskolonnen und ver— wandter Hlännervereinigungen vom Roten Kreuz. IS., I9., II. u. I. Juli 1930 und zu dem Rſill jährigen Jubiläum des Karlsruher Fllännervereins vom Roten Kreuz- freiwillige Banitäts—kolonne zu Karlsruhe(Baden) Karlsruhe, Marktplat, er Karlsruher Männerverein vom Roten Kreuz freut ſich mit feiner Sanitätskolonne, einer derälteſten im Deutſchen Reich, aufrichtig im Zeichen ſeines ſechzigjährigen Jubiläums, die 8. Tagung des Reichs| verbandes Deutſcher Sanitätskolonnen und verwandter | Männervereinigungen vom Noten Kreuz hier will= kommen heißen zu dürfen. Mit dem Wunſche, daß dieſe Tagung dem Noten Kreuz zum Segen gereichen und in den weiteſten Kreiſen immer mehr Verſtändnis für die Bedeutung der menſchenfreundlichen, helfenden, rettenden Arbeit des Roten Kreuzes erwecken möge, begrüße ich alle ver— ehrten Teilnehmer der Tagung herzlichſt. | gandgerichtspräſident a. d. Dr. Dölter, Vorſitzender des Karlsruher Männervereins vom Noten Kreuz— Freiwillige Sanitätskolonne. willkommen in Karlsruhe! nter den Tagungen und Kongreſſen, die in dieſem Jahre in Karlsruhe ſtattfinden, verdient die 8. Reichs verbandstagung der Deutſchen Sanitätskolonnen beſondere Beachtung und Würdigung. In Verbindung mit der Feier des ſechzigjährigen Jubiläums des Karlsruher Männervereins vom Roten Kreuz finden ſich in den Tagen vom 18. bis 20. Juli die Delegierten der deutſchen Sanitätskolonnen aus dem ganzen Reich hier ein, und mit der badiſchen Landeshauptſtadt gebe ich meiner Freude Ausdruck, die Gäſte in den Mauern Karlsruhes begrüßen zu dürfen. Die Bedeutung, die der ſelbſtloſen und aufopfernden Zätigkeit der freiwilligen Sanitätskolonnen im Dienſte der Nächſten= liebe und im karitativen Walten zukommt, wird während der Tagung der breiteſten Öffentlichkeit wieder eindrucksvoll vor Augen geführt werden, und auch die Verdienſte, die ſich gerade der Karlsruher Männerverein vom Roten Kreuz in den langen Jahren ſeines Beſtehens in ſo vorbildlicher Weiſe erworben hat, ſollen dabei ihre volle Anerkennung finden. Ich wünſche aufrichtig, daß die ganze Veranſtaltung, der Reichs kongreß und die Feier des Jubiläums, in allen Teilen einen ſchönen, befriedigenden Verlauf nehmen, daß ſie unſerer Stadt und weiten Kreiſen darüber hinaus die uneigennützige und wertvolle Liebestätigkeit der Männer und Frauen vom Roten Kreuz erneut und eindringlich veranſchaulichen, daß ſie aber auch eine wichtige Etappe im weiteren praktiſchen und tech— niſchen Ausbau dieſer bedeutungsvollen ſozialen Errungen—ſchaft ſein möge. Im übrigen ſei die badiſche Landeshauptſtadt allen Gäſten ein angenehmer Aufenthaltsort, wo ſie nach ihren wichtigen Beratungen und Verhandlungen ſich auch der Muße und Erholung, der Geſelligkeit und Gaſtfreundſchaft hingeben können. Dr. Julius Finter, Oberbürgermeiſter. dl Was man von Karlsruhe zur Keichstagung wiſſen muß. Auskunft: Mitglieder der Kolonne Karlsruhe ſtehen zu den Hauptzügen bei Ankunft und geleiten die Ankommenden zum Empfangsbüro gegenüber der Bahnhofshalle(Auskunftsſtelle I des Verkehrsvereins). Wohnungsbüro: Ebendaſelbſt und Stephanienſtraße 74. Quartiere: Bom Wohnungsbüro Führung in die Quartiere. Autos können am Wohnungsbüro gemietet werden. Verpflegung: Standquartiere befinden ſich in beſtimmten Gaſtſtaͤtten für die Teilnehmer nach Ländern(Ländermannſchaften) eingeteilt. Jeder Teilnehmer erhält eine Standquartierkarte und kann in der ihm zugewieſenen Gaſtſtätte Mittag- und Abendeſſen erhalten.— Es wird gebeten, der Ordnung halber, nach Ankunft im Standquartier einzurücken. poſtämter: Vergleiche Karlsruher Führer Seite 27. Straßenbahn: Auskunft über die verſchiedenen Linien mit Be— ginn und Schluß der Fahrzeiten, über Fahrpreiſe mit dem Hinweis, daß Fahrſcheinhefte zu ermäßigtem Preiſe auch durch mehrere Perſonen benutzt werden können, erteilen die örtlichen Führer. Droſchken und RNutotaxameter: Halteplätze: Moninger, Marktplatz, Hauptbahnhof, Durlacher Tor, Blücherſtraße, Mühlburger Tor, Ettlinger Tor, Karlstor, Lameyplatz am Weiherhof. Am Theater nur bei Theaterſchluß. Bei Nacht nur Bahnhof und Marktplatz. Telephon⸗-Zentrale 7041 und 7042. Autotarif(unverbindlich): Taxe 1(am Tage 1 und 2 Perſonen) bis zu 500 m 60 Pfg., je weitere 250 m 10 Pfg. Taxe 2(am Tage mehr als 2 Perſonen, nachts 1 und 2 Perfonen) bis 400 m 60 Pfg., je weitere 200 m 10 Pfg.— Taxe 3(nachts mehr als 2 Perſonen) bis 2662 m 60 Pfg., je weitere 1316 m 10 Pfg.— Gepäckbeförderung bis 10 kg frei, von 10 bis 25 kg 25 Pfg. Für jede weiteren 25 kg 25 Pfg. Für Wartezeit dürfen für je 2 Minuten 10 Pfg. berechnet werden. Fahrplan: Hauptzüge(Schnellzüge und beſch Abfahrt: a) nach Frankfurt a. M. b) nach Freiburg— Baſel c) nach Offenburg— Konſtanz q) nach ö l. Perſonenzüge): | D| FD| BP Naristude.............+.« ab* 30, 62. 7. 8. 9;.. 10.85/12.22113.18 Frankfurt a M an 5.55 ö. 16.64 11. 36 13.00 14. 24/16. 51 ſ U E D B K, ab 1616 7. 17.41 119.40.. 19.46 20.08/21.09 Frankfurt a. JU... an 02 18.85 20.22 22.083 22.14 23.22 23. 32 D E|FD| BP D D| D|FFD Karlsruhe..... b JT. 00 8.05 8.16| 9.40| 9.57 12.25 15.92 15.56 Baſel Bad. B 10. 16 11.50 11.418 3 16 18.10 15.52 18.16 18.32 BP FD ö. E. F D ab 16.52 nur bis 17.50 48.00 8.40 nur bis 20.09 22.23 nur bis Baſel Bad. Bf.......... an 19. 33 Freibg. 20. 38 20. 52 21. 17 Freibg. 23.20 0.42 Freibg. 7 3 7 7 Karlsruhe.. ab 7.00 23240 K. 18.00 , an 12.20 16.. 23.16 D iD D E BP| 9 Karlsruhe.... ab 297 424 3.90. 8.20 9... , an 38.38 6. 28 8.535 16.35 1 40 183.30 D D| D| D ö,, ab 14.383 16.38 ö 1 42 23.35 HN an 16.44.. 18.04. 9.26]... 21. 401.„J11.47 HOHER EX..«DESHALB BLUTBILDE. ND Zeiteinteilung für die 8. Tagung des Keichsverbandes Deutſcher Sanitätskolonnen und verwandter Männervereinigungen vom Roten Rreuz vom 18. bis 21. Juli 1930 in Rarlsruhe. Donnerstag, den 17. Juli: Nachmittags 21% Uhr: Sitzung des Wohlfahrtsausſchuſſes, Nachmittags 2% Uhr: Sitzung des Ausſchuſſes für Technik und Verkehr, Nachmittags 31 Uhr: Sitzung des Führerbildungsaus ſchuſſes, Nachmittags 5 Uhr: Sitzung des Preſſeausſchuſſes. Sämtl. Sitzungen finden im Rotkreuzhaus, Stefanienſtr. 74, ſtatt. Die Vorſitzenden der Ausſchüſſe werden gebeten, die Mitglieder unter Beifügung der Tagesordnung auf oben angegebene Zeit beſonders einzuladen. Dieſe Sitzungen ſind geſchloſſen, es können daher Gäſte nicht daran teilnehmen. Freitag, den 18. Juli: Vormittags 9 Uhr: Sitzung des geſchäftsführenden Vorſtandes. Die Mitglieder des geſchäftsführenden Vorſtandes erhalten von Herrn Dr. Pertz noch Tagesordnung nebſt Einladung perſönlich zugeſandt. Nachmittags 3 Uhr: Sitzung des Ausſchuſſes des Reichs— verbandes, jeweils im Rotkreuzhaus, Stefanienſtr. 74. Die teilnahmeberechtigten Herren erhalten Tagesordnung und Einladung von Herrn Dr. Perg perſönlich zugeſchickt. Gäſte können nicht teilnehmen. Treffpunkt für die bereits eingetroffenen Kameraden abends von 8 Uhr an in Schrempps Coloſſeums-Gaſtſtätten, Waldſtr. 16/18— linke Seite, zweite Türe Bärenzwinger“ geſchloſſene Geſellſchaft. 7 Rheinstrandbad Rappenwört Samstag, den 19. Juli: Vormittags 9 Uhr: Mitgliederverſammlung im kleinen Saale der Feſthalle(ſiehe umſeitige Tagesordnung). Mittageſſen in verſchiedenen Gaſtſtätten Nachmittags Beſichtigungen und Rundfahrten. Abends 730 Uhr: Feſtakt zum 6O jährigen Jubiläum des Karlsruher Männervereins vom Roten Kreuz— Freiwillige Sanitätskolonne— im großen Saale der Feſthalle. Nach einer Pauſe um 9 Uhr: Begrüßungsbankett eben— daſelbſt. Sonntag, den 20. Juli: Kranzniederlegung auf dem Friedhof durch eine Abordnung des Karlsruher Vereins. Gelegenheit zum Beſuch der Gottesdienſte. Vormittags 1113 Uhr: Übung der Sanitätskolonnen am Landestheater. Mittageſſen in verſchiedenen Gaſtſtätten. Nachmittags 3 Uhr: Aufſtellung zum Zug nach dem Stadt— garten zum Feſtkonzert. Montag, den 21. Juli: Ausflüge mittels Verkehrskraftwagen nach dem Schwarzwald. Fahrt 1: Gernsbach, Murgtal, Schwarzbachtalſperre, Herren wies, Baden-Baden und zurück. Preis 6 RM. je Perſon. Fahrt 2: Dobel, Wildbad, Teinach, Liebenzell, Calw, Pforz— heim und zurück. Preis 6.65 RM. je Perſon. Fahrt 3: Murgtal, Freudenſtadt, Kniebis, Renchtal und zurück. Preis 9,50 RM. je Perſon. Bedingung: Mindeſtbelegung eines 30⸗Sitzer⸗Wagens. Die Beſtellung iſt mindeſtens 6 Wochen vorher erwünſcht, da ſonſt wenig Ausſicht vorhanden iſt, daß in der Hauptreiſezeit Wagen noch frei find, Gelegenheit zu einer Rheinfahrt nach Speyer. Kursfahrt 85 Uhr am Rheinhafen ab, Speyer an 1120 Uhr, Preis 1,90 RM. mit Ermäßigung um 20 Prozent bei mehr als 20 Teilnehmern. Rückfahrt mit der Eiſenbahn am Nachmittag über Germersheim, Graben, 2 RM. 9 Mitglieder-Derfammlung am Samstag, den 19. Juli 1930, vormittags 9 Uhr im kleinen Saale der Feſthalle. Tagesordnung: Begrüßung der Gäſte und Teilnehmer, Jahresbericht des Vorſitzenden, Niederſchrift der Tagung in Marburg,; Kaſſenbericht des Kaſſenführers und der Prüfer, Berichte a) des Wohlfahrtsausſchuſſes, b) des Preſſeausſchuſſes, c) des Führerbildungsausſchuſſes, ch des Ausſchuſſes für Verkehr und Technik, 6. Entlaſtung des geſchäftsführenden Vorſtandes, J. Wahlen a) des Vorſitzenden, b) Ergänzungswahlen, 8. Voranſchlag für 1931, 9. Vortrag über Gasſchutz, 10. Anträge. Kö DD N 10 Stadtgarten19 Restaurant empfiehlt llt erstklassige, preiswerte Küche bestsepfleste Getränke Fernrufe 334, 4098 eigene Konditorei, Kaffee Bier t KARLSRUHE Gasthaus zur Soldenen Krone“ Fernsprecher Mr. 892 Amalienstraße Nr. 16 Eigene Schlächterei S Bestbekanntes Speisehaus+ Moninger Export-Bier Saal+ Fremdenzimmer Inhaber: Karl-Gruneisen A 11 KK 12 Programm für Samstag, den 19. Juli 1930 in der Städtiſchen Feſthalle Karlsruhe abends 1 a8 Uhr Feſt⸗ Akt 1.„Hebridenouvertüre“ von Mendelsſohn, ausgeführt vom Orcheſter des Inſtrumentalvereins unter Leitung des Herrn Muſikdirektors Th. Munz. 2.„Schutzegeiſt alles Schönen“ von Mozart, Männergeſangverein Concordia und Karlsruher Männergeſangverein unter Leitung des Herrn Chordirektors Lechner. 3. Feſtanſprache des Vorſitzenden des Karlsruher Männer— vereins vom Roten Kreuz— Freiwillige Sanitätskolonne, Landgerichtspräſident i. R. Dr. Dölter. 4. Weihe und Ubergabe der von den Frauen der Mitglieder der Sanitätskolonne geſtifteten Fahne mit Weiherede des Herrn Dr. Pertz, Vorſitzenden des Reichsverbandes. 5.„Gebet für das Vaterland“ von Caſſimir, Männergeſangverein Concordia und Karlsruher Männergeſangverein unter Leitung des Herrn Chordirektors Lechner. 6. Krönungsmarſch aus„Die Folkunger“ von Kretſchmer, ausgeführt vom Orcheſter des Inſtrumentalvereins unter Leitung des Herrn Muſikdirektors Th. Munz. z 9 Uhr: Begrüßungs-Sankett unter Mitwirkung der Konzertfängerin Frau Ada Kögele und des Herrn Karl Heinz Kögele, des Geſangvereins Concordia, Leitung Herr Chordirektor Lechner, und des Karlsruher Männergeſangvereins, Leitung Herr Dirigent Karl Nagel, des Turnvereins 1846 und des Männerturnvereins Karlsruhe, ſowie des Muſikvereins Harmonie, muſikaliſche Leitung Herr Muſikdirektor 10. 11. 12, 13. Hugo Rudolph. Alter badiſcher Fanfarenmarſch, bearbeitet von Böttge, Muſikverein Harmonie. „Duvertüre zur Oper„Rienzi“ von Richard Wagner, Muſikverein Harmonie. „Begrüßungsanſprache und Grußworte von Vertretern der Sanitätskolonnen und Bereine. „a)„Fahr wohl, du goldne Sonne“ von Beethoven, b)„Einkehr“ von Zöllner, C)„Ausfahrt“ von Buck, ausgeführt von der Concordia, Leitung Herr Muſikdirektor Lechner. Altdeutſche Lieder zur Laute, Ada und Karl Heinz Kögele. Melodienſtrauß aus dem„Freiſchütz von Weber, Muſikverein Harmonie. Karlsruher Turnverein 1846, 1. Riege, Kürturnen am Barren. Hiſtoriſche Märſche von Böttge, Muſikverein Harmonie. J von 15 Minuten Unter der Roten-Kreuz=Flagge, Marſch von Novajewſki, Muſikverein Harmonie. „Zwei Dirndln“, Scherzlieder zur Laute, Ada und Karl Heinz Kögele. Karlsruher Männerturnverein, Keulenübungen. a)„Wo gen Himmel Eichen ragen“ von Heinrichs, b)„Rheinbefreiung“ von Corn, Karlsruher Männergeſangverein, Leitung Herr Dirigent Karl Nagel. Erinnerungen aus dem Milttärleben, von Hannemann, Muſik— verein Harmonie. ,, vorbehalten J 13 Am Sonntag, den 20. Juli 1930, vormittags 1 9 Uhr, Kranzniederlegung auf dem Friedhof durch eine Abordnung des Karlsruher Bereins. Gelegenheit zum Beſuch der Gottesdienſte, vergl. die Ankündigungen in den Tageszeitungen. übung der Kolonnen Karlsruhe und Mühlburg unter Mitwirkung von Helferinnen des Helferinnenbundes vom Roten Kreuz, am Landestheater, am Sonntag, den 20. Juli 1930, 11164 Uhr. Ubungsgedanke: Bei einer Vormittagsveranſtaltung bricht in dem dicht beſetzten Landestheater aus unbekanntem Anlaß eine Panik aus. Die Beſucher eilen in größter Aufregung in die Gänge, verſtopfen dieſe ſowie die Treppen und ſtürzen übereinander, wodurch Verletzungen aller Art verurſacht werden. Die Feuerwehr wird alarmiert und ruft die freiwillige Sanitätskolonne Karlsruhe herbei, die ihrerſeits die Kolonne Mühlburg zur Unterſtützung heranzieht. Mittageſſen in verſchiedenen Gaſtſtätten. deſtʒzug Am Sonntag, den 20. Juli 1930, nachmittags 3 Uhr, Auf= ſtellung aller Kolonnen in Staffeln nach Ländern getrennt in der Weſtendſtraße beim Mühlburger Tor. Abmarſch nach erfolgter Aufſtellung durch nachfolgende Straßen: Amalienſtraße, Karlſtraße, Ludwigsplatz, Waldſtraße, Kaiſerſtraße, Marktplatz, zur Feſthalle, zum Feſtkonzert im Stadtgarten. Die Kolonnen werden gebeten, auf gute Ordnung zu ſehen und den Anweiſungen der Feſtordner unbedingt Folge zu leiſten. 14 Führungen Geſichtigungen. A. Von Freitag, den 18. Juli, ab können folgende Ausſtellungen beſucht werden: 1. In der ſtädt. Aus ſtellungshalle am Feſthalleplatz: a) Kolonial- und Marineausſtellung, veranſtaltet von der Kolonialen Arbeitsgemeinſchaft Karlsruhe, b)„Deutſcher Lebenswille“, 10 Jahre Ringen um Wieder— hn aufbau und Freiheit in der deutſchen Republik, in Ber— ; bindung mit dem Badener Heimattag veranſtaltet von der Reichszentrale für Heimatdienſt, Berlin, c)„Badener im Ausland“, veranſtaltet vom Landesverband Baden des Vereins für das Deutſchtum im Ausland, d) Das„Badiſche Kunſtſchaffen“, veranſtaltet vom Reichsverband bildender Künſtler, Gau Südweſtdeutſchland. Dieſe ſämtlichen Ausſtellungen ſind zu dem ermäßigten Geſamtpreis von 50 Pfennig werktags von 10 bis 6 Uhr und am Sonntag von 11 bis 6 Uhr zugänglich. 2. In der Badiſchen Landesgewerbehalle, Karl-FriedrichStraße 17, beim Marktplatz: „Das werktätige Baden“, veranſtaltet von dem Badiſchen Landesgewerbeamt, unentgeltlich in der Zeit von 10 bis 1 Uhr und 3 bis 6 Uhr werktags, Sonntags 11 bis 1 Uhr. 3. Ebendaſelbſt Ausſtellung„Das Sanitätskolonnenweſen“, unentgeltlich von 10 bis 1 Uhr und 3 bis 6 Uhr werktags, Sonntags 11 bis 1 Uhr, veranſtaltet vom Karlsruher Männerverein vom Roten Kreuz— Freiwillige Sanitätskolonne. Die Namen der Ausſteller lauten: Heilmittelverſorgung deutſcher Krankenkaſſen A.-G., Zweigſtelle Karlsruhe. Carl Henkel, Bielefeld, Uniformen⸗, Lederwaren-Fabrik und Gerätebau. Köhler& Cie,, Heidelberg, Sanitätswagen- und Krankengerätefabrik. Louis Oppenheimer, Bruchſal, Uniformtuche. Phänomen-Werke Suftav Hiller A.⸗G., Zittau. Albert Rommeda, Bielefeld, Fabrik für Sanitätsausrüſtungen und Rettungsgeräte. Schoemperlen& Saft, Karlsruhe, Automobil-Geſellſchaft. W. Söhngen 8 Co., Wiesbaden, Verbandſtoff⸗Fabrik. Marcus Sommer, Sonneberg i. Thür., Werkſtätten für plaſtiſche Lehrmittel. 10. Steul& Co., Mannheim, Fabrikation med. Verbandſtoffe. 11. Zentraldepot vom Roten Kreuz, Neubabelsberg. ON SQ, e Or. 15 B. Das Landesmuſeum im ehemaligen Reſidenzſchloß if am Samstag, den 19. Juli, für Beſucher in größeren Gruppen mit Feſtabzeichen unentgeltlich zugänglich von 9 bis 5 Uhr. CC. Die ſtaatliche Kunfthalle, Hans⸗Thoma⸗Straße, am Samstag nachmittag zum Eintrittspreis von 20 Pfg. D. In den Stadtgarten bei der Feſthalle haben die Feſtteilnehmer mit Feſtabzeichen am 19. und 20. Juli freien Eintritt.(Muſikzuſchlag iſt zu Konzertaufführungen mit 20 Pfg. zu entrichten.) E. Das Strandbad Rappenwört iſt von morgens bis abends geöffnet und mit der elektriſchen Straßenbahn, direkten Wagen oder mit Motorboot vom Rheinhafen aus zu erreichen. Am Nachmittag des 19. Juli gewünſchte Rundfahrten mit Verkehrsauto bei genügender Beteiligung. Wegen der Ausflüge am Montag, den 21. Juli, wird auf die Zeiteinteilung verwieſen. hoepfner⸗Pilſner Deutſch⸗Porter Hervorragend und wohlbekömmlich hoepfner⸗Gräu Rarlsruhe ..— —* — \ Stadtplan von Karlsruhe ,|* Rotkreuzhaus, 4. Städt. Fefthalle Il. Verkehrsmufeum 17. Landesgewerbe| I Stephanienstr. 5. Städt. Konzerthaus 12. Ehem. Schloß halle 1. Hauptbahnhof J. Hotel Germania(Landesmufeum) 18. Ausstellungshalle 2. Stadtgarteneingang 9. Rathaus 13. Bad. Landestheater 3. Städt. Vierordtbad 10. Techn. Hochſchule 16. Hauptpoſt 17 Dr. Mantel, Generalarzt a. D. Präſident des Badiſchen Roten Kreuzes Ehrenausſchuß: Staatspräſident, Finanzminiſter Dr. Schmitt. Arnsperger, Miniſterialrat im Miniſterium des Innern. Bauer, Landtagsabgeordneter, Oberreg. Rat, Oberſtleutnant D a. D. Dr. Baur, Land⸗ und Geh. Reg. Rat. Dr. v. Beck, Geh. Hofrat, Profeſſor, Direktor des Städtiſchen Krankenhauſes. Dr.-Ing. Beck, Baurat a. D., Profeſſor und Direktor am Staatstechnikum. Bi. Redakteur, Vorſitzender des Bereins der Karlsruher reſſe. Blankenhorn, Polizeioberſt. Frau Blankenhorn, Präſidentin des Frauenzweigvereins vom Roten Kreuz. 18 Dr. Berg, Vorſitzender des Reichsverbandes Blum, ſtellv. Vorſitzender der Handwerkskammer. Broßmer, Oberreg.⸗Rat. ö Profeſſor, Direktor des Realgymnaſiums Humboldtſchule. Buzengeiger, Oberlandesgerichtspräſident. Dr. Cramer, Direktor der Kant⸗-Oberrealſchule. Frau Geh. Hofrat Dr. Doll, Präſidentin des Badiſchen Helfe rinnenbundes vom Roten Kreuz. Dürr, Direktor der Leſſingſchule. Eichler, Direktor der Badiſchen Landesturnanſtalt. Dr. Eiſenlohr, Medizinalrat. Frhr. v. Eltz⸗Rüben ach, Präſident der Reichsbahndirektion. Dr. Dr. Finter, Oberbürgermeiſter. Frau Fiſch er, Landtagsabgeordnete. Dr. Franz, Direktor der Fichteſchule und Stadtrat. Dr. Dr. Fuch s, Miniſterialdirektor. 19 Dr. Dölter, Landgerichtspräſident i. F. BVorſitzender des Männervereins— Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Hochapfel, Geh. Reg. Rat, Präſident des Badiſchen Frauen— vereins vom Roten Kreuz. Gräfin v. Horn, Generaloberin des Mutterhauſes der Schweſtern des Badiſchen Frauenvereins vom Roten Kreuz. Jung, Gendarmerieoberſt. Dr. Kander, Vorſitzender des Vereins Karlsruher Arzte. Karle, Gymnaſialdirektor. D. Keuß en, altkatholiſcher Stadtpfarrer. Kimmelmann, Stadtoberſchulrat. D. h. c. Kühlewein, Prälat. Dr. Lackemeyer, Apothekenbeſitzer, Vorſitzender der Badiſchen Apothekerkammer. Lämmlein, Präſident der Oberpoſtdirektion Karlsruhe. Dr. Ing. h. c. Leers, Miniſter a. D., Beirat des Frauenzweigvereins vom Roten Kreuz. 20 Friedrich von Weech 1903 7 Dr. Mantel, Generalarzt a. D., Präſident des Badiſchen Roten Kreuzes. Frau Neßler, Präſidentin des Badiſchen Frauenvereins vom Roten Kreuz. Nicolai, Bankdirektor, Präſident der Handelskammer. Frau Dr. Ott, Präſidentin des Helferinnenbundes vom Roten Kreuz Karlsruhe. Dr. Ott, Direktor der Goetheſchule. Dr. Paulcke, Profeſſor an der Techniſchen Hochſchule. Dr. v. Pezold, Generaloberarzt a. D. Rauſch, Präſident der Landesverſicherungsanſtalt Baden. Dr. Rehbock, Profeſſor an der Techniſchen Hochſchule, Geh. Oberbaurat. Dr. h. c. Remmele, Miniſter des Kultus und Unterrichts. Fritz Römhildt, Privatmann. Pr. Rudm ann, Landgerichtspräſtdent. Rupp, Profeſſor, Reg.⸗Rat i. R. 21 Franz Pecher+ D. Schiff, Stadtrabbiner. Dr. Schneider, Geh. Rat, Präſident des Verwaltungsgerichts= hofes. Dr. Schönig, Bezirksarzt, Medizinalrat. D. Wilh. Schulz, Dekan und Kirchenrat. D. Stumpf, Praͤlat. Ullmann, Generalmajor a. D., Präſident des Badiſchen Kriegerbundes. Vollmer, Direktor der Lehrerbildungsanſtalt. r. Wang, Intendant des Badiſchen Landestheaters. v. We ech, Oberin. Adolf Wilſer, Kaufmann. Dr. Wittemann, Miniſter des Innern. Wolf, Landeskommiſſär. Wolf ſen., Fritz, Fabrikant. D. Wurth, Kirchenpräſident. 22 Arbeits ausſchuß zur Vorbereitung für die 8. Reichs verbandstagung: a) hauptausſchuß: 1. Dr. Dölter, Vorſitzender. J. 1. Kolonnenführer Karl Maurer. 2. Materialmeiſter Wilhelm Dürr. 8. F. Michelbacher. 3. 2. Kolonnenführer E. Ehnis. 9. Regierungsrat Ott. 4. Branddirektor a. D. Heußer. 10. Facharzt Dr. Pertz. 5. Verwaltungsdirektor Lacher. 11. Kolonnenarzt Dr. v. Renz. 5. Generalarzt a. D. Dr. Mantel. 12. Med.⸗Rat Dr. Reſch. b) Sinanzausſchuß: Regierungsrat Ott. Oberrechnungsrat Retzbach. c) Empfangs- und Wohnungsausſchuß: 1. Franz Baumann. 9. Otto Kunz der Altere. 2. H. Dickemann. 10. Fritz Michelbacher. 3. Wilhelm Dürr. 11. Otto Mutſchler. 4. Friedrich Finger. 12. Ernſt Pelikan. 5. Chriſtian Frank. 13. Otto Schiel. 6. Johann Glattes. 14. Andreas Sitzler. J. Kiefer, Kolonnenführer in 15. Heinrich Volkert. Wilferdingen. 16. Paul Zoſel. 8. Joſef Kunz. d) Üübungsausſchuß: Kolonnenarzt Dr. v. Renz. Kolonnenführer Dahlinger und ö Maurer und Ehnis, Steude, Mühlburg. ier. FELSBIER ist das Bier des Kenners Dr. von Renz Rechnungsrat Maurer Kolonnenarzt Kolonnenführer vorſtand und Ausſchuß des Reichs verbandes. vorſitzend er: Facharzt Dr. Pertz, Karlsruhe 1. B., Softenſtr. 23. Stell vertretender vorſitzender: Direktionsprokuriſt O. Ham meran Frankfurt am Main, Franz⸗-LenbachStraße 41. Ehrenmitglieder: Generaloberarzt a. D. Prof. Dr. Kimmle, Berlin-Grunewald, Erbacher Straße 7. Landesdirektor v. Winterfeldt-Menkin Berlin W 10, Corneliusſtr. 4b. Geſchäfts führender vorſtand: a) Vorſitzender: Facharzt Dr. Pertz, Karlsruhe i. Bf, Sofienſtr. 23. b) Schriftführer: Santtätsrat Dr. ram er, Berlin⸗Zehlendorf, Neue Str. 5. 24 1 416 c) Kaſſenführer: Oberſtadtinſpektor i. R. Berner, Honnef(Rhein), GirardetAllee 14.; q) Rechtskundiger: Rechtsanwalt Koch, Bielefeld i. W., Obernſtr. 44. e) Kolonnenführer: Zolldirektor a. D. Sauer, Hamburg, Brahmsallee 31. f) Kolonnenarzt: Sanitätsrat Dr. Hofmann, Sonneberg i. Thüringen, Juttaſtr. 13. g) Mitglied des Wohlfahrtsausſchuſſes: Sanitätsrat Dr. Hunsdiecker, Hohenlimburg i. W., Weinhof 13. Stellvertreter: zu b) Kaufmann E. Burmeſter, Hannover, Nelkenſtr. 511. zu c) Kaufmann Fritz Krugmann, Honnef(Rhein), Linzerſtr. 3. zu d) Oberſtleutnant a. D. Koch, Stettin, Friedrich⸗Ebert-Straße 111. zu e) Reichsbahningenieur i. RB. Grüner, München, Orleansſtr. 26. zu f) Geh. Sanitätsrat Dr. Potjan, Wermelskirchen(Rhld.). zu g) Verlagsbuchhändler Trinks, Dresden-A., Serreſtr. 10. Ausſchuß. vertreter des Deutſchen Roten Kreuzes: Miniſterialdirektor a. D. Wirklicher Geheimer Ober⸗Medizinalrat Profeſſor Dr. Dietrich, Kommiſſar des Deutſchen Roten Kreuzes für das Kolonnenweſen, Berlin W 10, Corneliusſtr. 4b. Freiherr von Rotenhan, Generalſekretär, Berlin W 10, Corneliusſtr. 4b. Als Stellvertreter: Studienrat Eg er, Berlin W 10, Corneliusſtr. 4b. vertreter für: Baden: Dahlinger, Stadt-Oberſekretär, Karlsruhe i. B., Bachſtr. 71 1IL. Bayern: Grüner, Reichsbahningenieur i. R., München, Orleansſtr. 26. Raquet, R., Kreisleiter, Stadtamtmann, Kaiſerslautern, Auguſtaſtr. 20. Stoemmer, Generalleutnant a. D., Erz, München 2 NO, Ludwigſtr. 24. Brandenburg: Dr. Cramer, Sanitätsrat, Berlin⸗Zehlendorf, Neue Straße 5. Braunſchweig: Jahns, Steuerinſpektor i. R., Braunſchweig, Autorſtr. 19. 25 Hannover:. Burmeſter, Kaufmann, Hannover, Nelkenſtr. 5. y) hanſa⸗Mecklenburg: Sauer, Zolldirektor a. D., Hamburg, Brahmsallee 31. heſſen: Lotheißen, Hauptmann a. D., Darmſtadt, Dieburger Straße 52. heſſen⸗Naſſau: Hammeran, Direktionsprokuriſt, Frankfurt a. Main, Franz⸗LenbachStraße 4. Niederſchleſien: Tillack, Reichsbahnoberſekretär, Breslau, Gartenſtr. 106. Oberſchleſien: Klaß, O., Kolonnenführer, Ratibor OS., Marzellusplatz 1. Oſtpreußen: Koch, Oberlehrer, Tilſit, Magazinſtr. 17. Pommern: Koch, Oberſtleutnant a. D., Stettin, Friedrich-Ebert⸗Straße 111. Rheinland: Berner, Oberſtadtinſpektor i. R., Honnef(Rhein), Girardetallee 14. Krugmann, Kaufmann, Honnef(Rhein), Linzerſtr. 3. Dr. Potjan, Geh. Sanitätsrat, Wermelskirchen(Rhld.), Telegraphenſte. Dr. Schäfer, Erſter Bergrat, Eſſen(Ruhr), Schubertſtr. 1. Saargebiet: Dr. Kalefeld, Saarbrücken, Hohenzollernſtr. 49. Sachſen(Land): Trinks, Verlagsbuchhändler, Dresden-A., Serreſtr. 10. Sachſen(provinz): Dr. Berger, Ober⸗Reg. u. Medizinalrat, Magdeburg, Breiter Weg 2598. Riethmüller, Oberregierungsſekretär, Magdeburg-Friedrichſtadt, Turmſchanzenſtr. 6. Schleswig⸗holſtein: Dr. Kremſer, Sanitätsrat, Altona, Marktſtr. 25. 26 Thüringen: Dr. Hofmann, Sanitätsrat, Sonneberg i. Thür., Juttaſtr. 13. Schlüter, Kaufmann, Oberhof i. Thür., Prinzenſtr. 58. Weſtfalen⸗Detmold: Dr. Burgunder, Reg. Medizinalrat, Münſter i. W., Bispinghof 3. Dr. Hunsdiecker, Sanitätsrat, Hohenlimburg i. W., Weinhof 13. württemberg: Zurzeit unbeſetzt. die Genoſſenſchaften freiwilliger Krankenpfleger: Koch, Rechtsanwalt, Bielefeld i. W., Obernſtr. 44. Sono er⸗ Ausſchüſſe. A. Wohlfahrtsausſchuß: Berner, Honnef(Rhein), Vorſitzender. Dr. Berger, Magdeburg. Dr. Hunsdiecker, Hohenlimburg. Koch, Stettin. Dr. Schäfer, Eſſen. Generalarzt a. D. Dr. Schmick, Siegen i. W., Hohler Weg 1. Dr. Zimmermann, Meißen. B. Preſſeausſchuß: Dr. Cramer, Berlin⸗-Zehlendorf, Vorſitzender. Berner, Honnef(Rhein). Georg Bork, Oberſtadtinſpektor a. D., Berlin NW 6, Philippſtr. 758. Burmeſter, Hannover. Hammeran, Frankfurt(Main). Ewald Hütz, Berufsſchuldirektor, Mettmann(Rhld.), Bahnſtr. 33. Sauer, Hamburg. Trinks, Dresden. C. Sührerbildungsausſchuß: Sauer, Hamburg, Vorſitzender. Bork, Berlin. Grüner, München. Dr. Hofmann, Sonneberg. Dr. Hunsdiecker, Hohenlimburg. Oberpräparator Klaßmüller, Erlangen, Nürnberger Straße 3116. Koch, Bielefeld. Gewerbeſtudienrat Robert Mann, Meißen i. Sa., Gartenſtr. 401. 27. D. Ausſchuß für Technik und verkehr: Hammeran, Frankfurt(Main), Vorſttzender. Branddirektor Firs bach, Dortmund, Silberſtr. 20. O. Maier, Konſtanz, Neugaſſe. Krugmann, Honnef(Rhein). Fabrikdirektor Doeller, Erlangen, Bayreuther Straße 41. Klaß, Ratibor. Reichsbahnrat Bückart, Opladen, Bahnallee. vertreter im hauptvorſtand des Deutſchen Roten Kreuzes: Dr. Pertz, Stellvertreter: Dr. Cramer. vertreter im Beirat des Kommiſſars des Deutſchen Roten Kreuzes für das Kolonnenweſen: Dr. Pertz, Dr. Cramer, Hammeran, Heerdegen, Nürnberg, Nunnenbeckſtraße 47, Stellvertreter: Dr. Berger, Berner, Dr. Burgunder, Sauer. vertreter im Beirat der Abteilung II(für das Rolonnenweſen) des Preußiſchen Landesvereins vom Roten Kreuz. Dr. Cramer, Hammeran. Erste Hilfe bei Unfällen und plötzlicher Lebensgefahr Ein Leitfaden für jedermann mit mehr als 100 farbigen und schwarzen Abbildungen Herausgegeben von Sanitätsrat Dr. Loewe 16. bis 25. Tausend. Preis RM. 1.80 Verbandtechnik Anl. zum Anlegen v. Verbänden Anatomische Wandtafeln Erste Hilfe-rafeln— verbandtafeln Zur Ausbildung von Sanitätsmannschaften unentbehrlich Verlangen Sie daher vor Beginn neuer Unterrichtskurse Verzeichnisse mit Kostenanschſag C. C. Meinholcl& Söhne G. m. b. 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Er beſtellt Berichterſtatter und erforderlichenfalls Nebenberichterſtatter, deren Anträge und Leitſätze ſo zeitig einzufordern ſind, daß ſie vor der Tagung im Verbandsblatt gedruckt erſcheinen können. Er hat das Recht, an allen Kom— miſſionsſitzungen ſtimmberechtigt teilzunehmen. 8 2. Vorträge und Anträge, welche offenbar den Zielen des Roten Kreuzes fernliegen oder widerſtreben, hat der Vorſitzende— in Zweifelsfällen vorbehaltlich der endgültigen Entſcheidung des Ausſchuſſes— zurückzuweiſen. 8 3. Vor einer ordentlichen oder außerordentlichen Mitgliederverſammlung werden die Anmeldungen der ſtimmberechtigten Vertreter durch einen Ortsausſchuß unter Leitung eines Mitgliedes des geſchäftsführenden Vorſtandes (Kaſſenführers) geprüft und mit Angabe der vertretenen Stimmzahl zuſammengeſtellt. 8 4. Die Tagesordnung der öffentlichen Mitgliederverſammlung hat ſich zu erſtrecken auf: a) die Ernennung je zweier Stimmprüfer und Stimmzähler durch den Vorſitzenden, b) nötige Ergänzungen zum Jahresbericht, der vor der Tagung gedruckt vorliegen ſoll, c) die Rechnungslegung, Bericht der gewählten Rechnungsprüfer und Erz teilung der Entlaſtung, q) die Bekanntgabe wichtiger Erlaſſe und Verordnungen über das Kolonnenweſen, e) Fragen der techniſchen Ausbildung, Bekleidung und Ausrüſtung der Kolonnen, f) Organiſationsfragen,. g) beſtimmte Aufgaben der Kolonne, wie Rettungsdienſt, Krankenpflege, Desinfektion und anderes, h) Fürſorge für die Kolonnenmitglieder, wie Verſicherung gegen Unfall, Sterbekaſſenweſen, i) die rechtliche Stellung der Kolonnen uſw., k die Wahl des Ausſchuſſes, I die Wahl der neuen Rechnungsprüfer, m) die Wahl des nächſten BVerſammlungsortes. 8 5. Die Handhabung der Ordnung ſteht dem Vorſitzenden zu. Er erteilt das Wort. Ohne die Zulaſſung zum Wort darf niemand in der Verſammlung reden. Der Vorſitzende iſt berechtigt, ein Mitglied, welches die Ordnung ſtört, unter Nennung ſeines Namens zur Ordnung zu rufen und ihm, wenn eine weitere Ordnungsverletzung erfolgt, das Wort zu entziehen. 31 Wegen ungebührlichen Betragens kann ein Mitglied auf Beſchluß der Mitgliederverſammlung von der ferneren Teilnahme an der Sitzung ausgeſchloſſen werden. §z 6. Die Geſchäfte werden nach der Reihenfolge der Tagesordnung abgewickelt, doch können Abänderungen dieſer mit Zuſtimmung der Mitgliederverſammlung vorgenommen werden. § 7. Der Redeordnung wird die Anmeldung zur Rednerliſte zugrunde gelegt, welche unter Angabe des Namens und der Stellung in der Kolonne beim 1. Schriftführer ſchriftlich zu geſchehen hat. Anträge ſind ſchriftlich einzureichen. Die Redezeit ſoll beim Berichterſtatter in der Regel 20 Minuten, bei der Beſprechung 5 Minuten nicht überſteigen. Dem Antragſteller oder Berichterſtatter iſt zum Schluß der Beſprechung noch einmal das Wort zu erteilen. Die mit der Vertretung der Vorlagen des Verbandsvorſtandes beauftragten Vorſtandsmitglieder oder Berichterſtatter ſind jederzeit zum Worte zuzulaſſen. Nimmt ein Vertreter des Verbandsvorſtandes nach Schluß der Beſprechung das Wort, ſo gilt dieſe für neu eröffnet. 8 8. Nach dem jederzeit zuläſſigen Antrag auf Schluß der Beſprechung ſoll nur noch je ein Mitglied der Rednerliſte für und ein Mitglied gegen den Antrag ſprechen dürfen. Zur„Feſtſtellung“ und tatſächlichen Berichtigung“ eines Redners hat der Vorſitzende außerhalb der Reihenfolge der vorgemerkten Redner das Wort zu erteilen, zur„Geſchäftsordnung“ muß ſofort das Wort gegeben werden. Der Kommiſſar der freiwilligen Krankenpflege oder ſein Vertreter, die Vertreter des Deutſchen Roten Kreuzes, der Landes- und Provinzialvereine er= halten auf ihren Wunſch jederzeit das Wort. §z 9. Die anweſenden gewählten Vertreter derjenigen Vereinigungen, die den laufenden Jahresbeitrag vor der Verſammlung bezahlt haben, find ſtimm—berechtigt ſſiehe 8 7, Abſ. 2 der Satzung). Die Ehrengäſte und ſonſtige Eingeladene ſowie andere Teilnehmer ſind nicht ſtimmberechtigt. Die Abſtimmung geſchieht in der Regel mündlich. Auf Verlangen von wenigſtens einem Drittel der anweſenden Vertreter hat die Abſtimmung ſchriftlich durch Stimmzettel zu erfolgen. Bei Wahlen ſoll regelmäßig ſchriftliche und geheime Abſtimmung erfolgen, bei Stimmengleichheit entſcheidet das Los. Auf beſonderen Vorſchlag und wenn kein Widerſpruch erfolgt, kann auch mündlich durch Zuruf gewählt werden. §z 10. Die Verſammlungen können auf Vorſchlag des geſchäftsführenden Vorftandes und des Ausſchüſſes ſolche Perſonen, die ſich um das Kolonnen— weſen beſonders verdient gemacht haben, zu Ehrenmitgliedern des R. V. ernennen. Die Ehrenmitglieder haben in allen Verſammlungen Sitz und Stimme. 8 11. Über den Hergang der Sitzung iſt von den Schriftführern ein Berhandlungsbericht zu führen, welcher enthält: a) Tag, Ort, Eröffnungs- und Schlußzeit der Sitzung, b) Gang der Verhandlung, Angabe der Redner, kurze Inhaltsniederlegung ihrer Ausführungen, 32 c) die gefaßten Beſchlüſſe im Wortlaut, erforderli w zahlabgabe, aut, erforderlichenfalls mit Stimm) die amtlichen Mitteilungen des Vorſitzenden. Der Verhandlung sbericht wird unterzeichnet v Vorſi d Der 38 om Vo tzʒ Schi ih ö 3 fi enden und vom 8 Nach Erledig g der T Sord ſ ieß Vorſi 8 12 ch 6 gung der Tages nung chließt der orſitzende die Mitgliederverſammlung unter Bekanntgabe des Ortes der näch ten. ö Erholungsheim Marxzell, Bad. Frauenverein 33 Der Karlsruher Männerverein vom Roten Kreuz— Freiwillige Sanitätskolonne. Bon dem Vorſttzenden Dr. Dölter. ls im Juli 1870 der Ausbruch des Krieges zur unvermeid—lichen Gewißheit geworden war, erließen Mitglieder des Zentralkomitees des ſeit 1859 beſtehenden Badiſchen Frauenvereins vom Roten Kreuz mit einer Anzahl anderer patriotiſcher Männer unſerer Stadt einen Aufruf zur Gründung eines Männerhilfsvereins, der dem Frauenverein die zur Erfüllung ſeiner Wirkſamkeit zur Linderung der Nöte des Krieges, insbeſondere als internationaler Hilfsverein auf Grund der Genfer Konvention von 1864, erforderlichen männlichen Kräfte zur Verfügung ſtellen ſollte. Der Aufruf fand begeiſterten Widerhall und führte zu der Gründung des Karlsruher Männerhilfsvereins vom Roten Kreuz am 24. Juli 1870 mit einem Mitgliederbeſtand von über 400 Männern aus allen Kreiſen der Stadt. Von den um die Gründung beſonders verdienten Männern mögen Profeſſor Cathiau Dr. Doll, Dr. Emminghaus, Forſtrat von Kageneck, Oberbürgermeiſter Lauter, Profeſſor Sternberg, Geheimerat Bierordt und Archivrat von Weech hier genannt werden. Im Kriege vollbrachten Mitglieder des Vereins in aufopferungsvoller Tätigkeit Gewaltiges an Transporten Verwundeter, von Lazarettbedürfniſſen und Erfriſchungen unter den größten Anſtrengungen, insbeſondere auch in der Arbeit in den Depots und Feldlazaretten von Hagenau, Brumath, Raon, l Etappe, Gray und Dijon. In Brumath allein erreichte die Zahl der verpflegten, verwundeten und erkrankten Krieger insgeſamt die Zahl von 90 000. Mitglieder beteiligten ſich auch an den mühevollen Fahrten des badiſchen Lazarettzuges, der in 20 Fahrten etwa 5000 Berwundete den Lazaretten des Heimatgebietes zuführte. Ein beſonderes Beiſpiel treuen Ausharrens gab der Verwalter des Depots in Dijon, unſer ſpäteres langjähriges Vorſtandsmitglied Franz Pech er. Es war ihm freigeſtellt, mit den deutſchen Truppen Dijon zu verlaſſen oder bei den Verwundeten mit ſeinem Depot zu verbleiben. Er zog letzteres vor und kam dadurch mit anderen Karlsruhern und dem Lazarettperſonal in Gefangenſchaft bis hinab in die Pyrenäen. 34 im Kolonnenführer Ehnis und ſeine Helfer. X Medizinalrat Dr. Reſch im Kreis der Unterführer. In der Heimat war man mit gleicher Hingabe in der Leitung in dem vereinigten Hilfskomitee unter der anfeuernden Aegide der Großherzogin Luiſe unvergeßlichen Angedenkens wie in der Ausführung am Bahnhof unermüdlich tätig, Durch den Männerhilfs verein wurden von der Karlsruher Bahnſtation 70500 Mann mit 92500 Portionen während des Krieges 1870 71 verpflegt und zahlreiche Berwundete ſowie Kranke mittels Tragbahren oder hergerichteten Wagen in die Lazarette verbracht. In großer Zeit war der Berein den ihm geſtellten außerordentlichen Aufgaben gerecht geworden und wohlverdient war der überaus warme Dank und die Anerkennung der maßgebenden Stelle durch die Protektorin des Badiſchen Frauenvereins. Wenige Monate nach dem Friedensſchluß kam es in der Erkenntnis, daß eine planmäßige Vorbereitung in der Friedenszeit notwendig ſei, aber auch im Frieden ſich große, wichtige Aufgaben einem dem Allgemeinwohl dienenden Verein bieten könnten, am 4. Juli 1871 zur Neugründung unſeres Vereins. Den Vorſtand bildeten Archivrat v. Weech als erſter Vorſitzender, der dieſes Amt während 34 Jahren bekleidete und ſich in treuer Hingabe und nimmer ermüdendem Eifer um die weitere Entwicklung des Vereins hoch verdient gemacht hat, Profeſſor Cathiau als Schriftführer, Dr. Emminghaus, Stütz und Voit als weitere Mitglieder. Neben der Hauptaufgabe, dem freiwilligen Sanitätsdienſt in Krieg und Frieden, wurden als Zwecke des Vereins die Wahrnehmung von Intereſſen der öffentlichen Geſundheitspflege, die Förderung gemeinnütziger Tätigkeit, insbeſondere der Bolksbildung ſowie die Hilfeleiſtung bei außerordentlichen Notſtänden beſtimmt. In der Folge betätigte ſich der Berein in gemeindewirtſchaftlichen Fragen, wie der Berlegung des Schlachthauſes, Einführung einer Kanaliſation und Entwäſſerung ſowie der Errichtung eines Orts⸗Geſundheitsrates. Man ſuchte der auch damals auftretenden Wohnungsnot zu begegnen, regte die Gründung einer Baugenoſſenſchaft an und richtete in einer früheren Kriegsbaracke in der Beiertheimer Allee eine mehrere Jahre mit Erfolg betriebene öffentliche Speiſeanſtalt ein, veranſtaltete auch gemeinverſtändliche öffentliche Vorträge. Die 1874 gegründete volksbibliothek entwickelte ſich aus beſcheidenſten Anfängen dank der Zuſchüſſe namentlich ſeitens der Stadt wie des Fürſtenhauſes zu einem ſehr ſegensreich wirkenden Unternehmen mit bis zu 80 600 Bänden, das ſich vornehmlich in den weniger bemittelten Kreiſen der Bevölkerung regſter Benutzung erfreute. Am 1. Oktober 1921 ging die Bibliothek in die 36 di Welmlinger von Weſthofen Frank Ehrenkolonnenführer die alten Getreuen, Kolonne(Turnerſektion) im Jahre 1873. 37 Hand der Stadt über, welche ſolche mit der ſtädtiſchen Bolks— bücherei vereinigte. Der treuen emſigen Tätigkeit der Bibliothekarinnen Fräulein Gockel und Fräulein Hildenbrand ſoll hier mit aufrichtigem Dank gedacht werden. Die Sanitätskolonne iſt als freiwilliges Krankenträgerkorps von dem Verein im Januar 1872 auf Anregung der Gründer des Vereins mit einem Beſtand von 84 Mitgliedern ins Leben ge— rufen worden. Die Männer, die den Verein gründeten, hatten aus der Geſchichte etwas gelernt. Die Wichtigkeit einer feſten, dauernden Organiſation der freiwilligen Krankenpflege nach den Beſchlüſſen der Genfer Konvention war bei ihnen zur Uberzeugung geworden. In dieſem Sinne bildeten ſie ihre Transportkolonne als Krankenträgerkorps, der heutigen Freiwilligen Sanitätskolonne, in eine ſtändige Einrichtung um. Mit dieſer Gründung war der Grundſtein zur ſtändigen Organiſation badiſcher freiwilliger Sanitätskolonnen gelegt worden. Der Vorgang in Karlsruhe wurde auf der vortrefflichen Grundlage: der freiwilligen Unterordnung unter den militäriſchen Sanitätsdienſt, der Einteilung für den Etappenund Heimatdienſt, der guten Vereigenſchaftung der Mitglieder, der ſtraffen Ordnung, der Uniformierung mit der Einwirkung auf den Korpsgeiſt, endlich durch die Friedenstätigkeit im Rettungsdienſt vorbildlich und werbend für das ganze Land. Dr. v. Corvall und Dr. Picot erteilten den erſten Unterricht. Ihnen ſchloſſen ſich im Laufe der Jahre in ſelbſtloſer, aufopferungsvoller Hingabe namentlich an: Dr. Gutſch, Dr. Ma ntel, Dr. v. Pezold, Dr. Genter, Dr. Perg, Pr. Eiſenlohr, Dr. Reſch und Dr. v. Renz. Von dieſen gründlichſt unterrichtet und ven vortrefflichen, arbeitsfreudigen Führern, wie v. Chrismar, Löhlein, Hoffmann, Graebener, Zahn, Dr. Stroebe, v. Weſthoven, Dünkel, und nunmehr Maurer ſowie Ehnis herangebildet, hat ſich die Kolonne zu einer ſegensreichen, für die Aufgaben der Kriegskrankenpflege wie für den Rettungsdienſt gleich tüchtigen Wohlfahrtseinrichtung, welche nicht mehr zu miſſen wäre, entwickelt. Im Jahre 1910 konnte der Berein unter Teilnahme des Protektors des Badiſchen Roten Kreuzes ſowie des ganzen Großherzoglichen Hauſes, des Kaiſerlichen Kommiſſars und Inſpekteurs der freiwilligen Krankenpflege, des Bertreters des Deutſchen und Preußiſchen Zentralkomitees vom Roten Kreuz, des Territorialdelegierten, der Vertreter der ſtaatlichen und ſtädtiſchen Behörden, des verbündeten Frauenvereins und weiter Kreiſe der Bürgerſchaſt ſowie von etwa 1500 auswärtigen Kameraden, ſein 40 jähriges 38 Die Rettungsſchwimmer bei der Arbeit. Bergung in Rappenwört(Rettungsſchwimmer) 39 Stiftungsfeſt zugleich mit der Erinnerungsfeier an die große Zeit von 1870/71 mit einem erhebenden Feſtakt und einer großzügig angelegten Ubung am Weſtbahnhof begehen. Im Weltkrieg waren dem Verein außerordentlich große, in ihrer Art wie in ihrem Ausmaß nicht vorherſehbare Aufgaben geſtellt. Er bildete den Rückgrat der Transportabteilung des Ortsausſchuſſes Karlsruhe. Es mußten je eine Berwundeten⸗-Verbandund Erfriſchungsſtelle am Hauptbahnhof— vorübergehend auch am Rangierbahnhof— und am alten Bahnhof, an letzterem zugleich eine verwundeten⸗Empfangſtelle errichtet werden. Mit den Räumen am alten Bahnhof ſowie in deſſen Nähe gemieteten Räumen und einer am Hauptbahnhof errichteten Baracke wurden Unterkunftsmöglichkeiten bis zu 500 Mann geſchaffen. Arztliche Hilfe und das Anlegen von Verbänden durch Mitglieder der Kolonne und Helferinnen waren beſonders im Anfang des Krieges ſehr nötig, zumal die Züge oft ohne Arzte und ohne Sanitätsperſonal eintrafen, meiſt ohne vorherige Anmeldung in raſcher Aufeinanderfolge und auch während der Nachtzeit. Die Sanitätskolonne, welche bei Kriegsausbruch über 100 ausgebildete Mitglieder umfaßte, ſank durch Einziehung zum Kriegsdienſt und in der Etappe gewaltig herab: Bis 1. Auguſt 1916 auf 46, bis 1. Auguſt 1917 auf 17, dasſelbe Schickſal erfuhr eine ſeit Kriegsbeginn ausgebildete Hilfsmannſchaft von anfänglich 155 Mitgliedern. Die Freiwillige Feuerwehr trat mit ihrem bewährten Oberkommandanten Heuß er ſeit April 1915 in uneigenütziger, höchſt dankenswerter Weiſe in den Transportdienſt ein, außerdem eine aus älteren Schülern und jungen Leuten gebildete, in ihrem Beſtand infolge des Abgangs zum Heeresdienſt wechſelnde Jugend: kolonne ſeit November 1916, mit welcher wir ſehr gute Erfahrungen gemacht haben. Wertvoll war uns auch die Unterſtützung der Mannſchaften der Sanitätskompagnie. Da der Erfriſchungsdienſt der durchreiſenden Truppen ſowie der zahlreichen aus den Kriegsgebieten weggebrachten Perſonen auch auf dem Hauptbahnhof ſtändig weiterging, wuchſen die Anforderungen an die Verwundeten, Verband und Erfriſchungsſtellen, denen ſich aus den Kreiſen der Karlsruher Frauenwelt, insbeſondere auch in dem Helferinnenbund vom Roten Kreuz, in aufopfernder Hingabe zahlreiche Kräfte zur Verfügung geſtellt hatten, im erſten Kriegsjahr außerordentlich. Die Kolonne Mühlburg leiſtete bei den anfänglich auch auf dem Waſſerweg erfolgenden Verwundetentransporten wie bei der 40 An der Marinetrage Bergung mittels der Marinetrage 41 Erfriſchung und Übernachtung der von den Lothringer Schlachtfeldern kommenden Lazarettſchiffen wertvolle Dienſte. Beim Ausladen eines Lazarettzuges und zum Transport in die Lazarette waren durchſchnittlich tätig: 70- 80 Mitglieder der Kolonne, bis zu 40 von der Feuerwehr und 50 Soldaten der Sanitätskompagnie. An Transportmitteln ſtanden dabei 5 Kraftwagen, je 2 Straßenbahnzlige, 26 Räderbahren(fahrbare, durch zwei aneinandergekoppelte Fahrräder geſchaffene Tragen) und entſprechend Tragen zur Verfügung. Durch das einheitliche, reibungsloſe Zuſammenwirken aller Beteiligten, iſt es uns bald möglich geworden, den Abtransport fo zu geſtalten, daß ein Lazarettzug mit durchſchnittlich 200 Schwerverwundeten und 50—= 100 Gehfähigen unter möglichſter Schonung der Patienten binnen höchſtens 2 Stunden ausgeladen und in die teilweiſe recht entfernten Lazarette übergeführt werden konnte. Von Kriegsbeginn bis Ende find rund 87800 Verwundete vom alten und neuen Bahnhof in die hieſigen Lazarette verbracht worden und mehr als 40 000 Mann iſt im Bahnhof Übernachtungsmöglichkeit geboten worden. Vor ganz beſonders ſchwierige Aufgaben ſtellten uns die häufigen Fliegerangriffe— die Stadt hatte 34 zu erleiden und 180 Alarme—, fo namentlich bei dem erſten am 15. Juni 1915 und an Fronleichnam 1916, bei welchen es galt, insgeſamt 171 Tote und 330 Verletzte zu bergen. Hier tat ſich die trotz der Gefahr mit Ruhe, Beſonnenheit und Umſicht arbeitende Kraſtwagenkolonne beſonders hervor. Schließlich wurde noch den heimkehrenden Kriegsgefangenen Hilfe zuteil. Lehhaftes Intereſſe an unſerer Arbeit nahm Großherzog Friedrich mit dem ganzen Großherzoglichen Hauſe. Eine beſondere Weihe erfuhr unſere Tätigkeit durch die Anweſenheit der Großherzogin Luiſe, die trotz ihres hohen Alters es ſich nicht nehmen ließ, zu allen Tageszeiten zu den Lazarettzügen zu erſcheinen, um die verwundeten und erkrankten Krieger durch tröſtlichen Zuſpruch zu erfreuen. Auch das Großherzogspaar ſowie die Königin Viktoria von Schweden und die Prinzeſſin Max durften wir wiederholt bei der Ankunft von Lazarettzügen begrüßen. Um die Einrichtung der Berwundeten⸗Empfangſtelle am Alten Bahnhof machte ſich Profeſſor Dr. v. Beck, um die Einrichtung und Leitung der Erfriſchungsſtellen an den Bahnhöfen Profeſſor Rupp beſonders verdient. 42 Abſeilen mit der Marinetrage Transport mit der Räderbahre An beiden Bahnhöfen waren unermüdlich tätig namentlich Die Arzte: Med.-Räte Pr. Eberle und Hr. Hofmann, Dr. Dickmann, Dr. Heidingsfeld, Dr. Katzenſtein, Dr. Krauß und Med.-Rat Dr. Reſch. Die Geſamtleitung lag dem Vorſitzenden, Landgerichtsdirektor Dr. Dölter ob, der darin von dem zweiten BVorſitzenden, Bankvorſtand F. Pech er und Oberbaurat Profeſſor Dr. Rehbock, dem Vorſitzenden der Transportmittelabteilung, vertreten und unterſtützt wurde. Bei Verhinderung des militäriſch verwendeten Kolonnenführers v. Weſthoven ſtellte ſich ſeit Dezember 1914 Ehrenkolonnenführer Major d. L. Graebener bei Lazarettzügen in dankenswerter Weiſe zu Verfügung. Den laufenden Kolonnendienſt leitete im übrigen am alten Bahnhof der unermüdliche Kolonnenführerſtellvertreter Hummel, den wir bald nach Kriegsende durch den Tod verlieren mußten. Als Opfer des Weltkrieges haben wir zu beklagen: Die Kameraden Adolf Abt, Alfred Götz, Kamill Hoffmann, Albert Lumpp, Oskar Müller und Karl Rieſterer, welche den Heldentod ſtarben. In der Heimat ſtarben Heinrich Klebſattel und Fr. W. Nickel. Wir werden ihrer ſtets in Dankbarkeit gedenken. Nach Kriegsende nahm die Kolonne ihre Friedensarbeit bald energiſch wieder auf. Am 7. Juli 1920, an einem kritiſchen Tage im öffentlichen Leben unſerer Stadt, bei dem durch die Lebensmittelunruhen hervorgerufenen Eingreifen der ſtaatlichen Behörden trat der Rettungsdienft ohne weiteres in Tätigkeit und viele Kameraden gaben durch ſofortige, unaufgeforderte Geſtellung beim Depot ihrer Opferwilligkeit ein rühmliches Zeugnis. Das 50 jährige Beſtehen des Vereins wurde in ſchlichter, würdiger Weiſe im Auguſt 1920, dem Ernſt der Zeit entſprechend, mit einem Feſtakt im Rotenkreuzhauſe in Anweſenheit von Vertretern der Stadt, des Badiſchen Frauenvereins ſowie der Arzte— ſchaft gefeiert. Der Vorſitzende des Geſamtvorſtandes des Bad. Landesvereins konnte dem Jubilar die vollſte Anerkennung für die überaus ſchwierigen erfolgreichen Leiſtungen des Vereins und feiner Kolonne auf dem Gebiete des Verwundeten⸗ und Krankentransportes wie des Depotdienſtes während des Weltkrieges ausſprechen. Was der Sonderbericht des Liniendelegierten in Karlsruhe über die Schwierigkeit der Aufgaben der Transportabteilung der badiſchen Ortsausſchüſſe, welche die gut organiſierten, vorzüglich ausgerüſteten Sanitätskolonnen zu bewältigen hatten, ſowie über 44 Verkehrsunfall Zeltbau die mit unermüdlichem Eifer Tag und Nacht im Betrieb geweſenen Verband⸗ und Berwundeten-Erfriſchungsſtellen anerkennend äußerte, darf ungeſchmälert insbeſondere auch für unſere hieſigen Tätigkeitsgebiete gelten. Im Jahre 1921 riß der Tod tiefſchmerzlich empfundene Lücken in die Reihen der Borſtandsmitglieder: Am 4. Januar ſtarb in faſt vollendetem 58. Lebensjahre der einſtige langjährige Ko—lonnenführer und ſpäter im Vorſtand des Landesvereins, unſeres Vereins wie des Frauenvereins vom Roten Kreuz erfolgreich emſig tätig geweſene Dr. Stroebe und am 24. Januar der im Krieg wie im Frieden um die Sache des Roten Kreuzes hochverdiente Vorſitzende des Geſamtvorſtandes des Landesvereins General— major a. D. Limberger im Alter von 74 Jahren. Am 10. April 1921 wurde unſer allverehrtes Ehrenmitglied Bankvorſtand Franz Pecher, dem es noch vergönnt geweſen, den 75. Geburtstag und den 50. Jahrestag feiner Zugehörigkeit der mit ihm erfolgten Gründung des Vereins zu erleben, aus dem Leben abgerufen. Dieſen ausgezeichneten, vorbildlichen Männern des Roten Kreuzes wird der Berein in hoher, dankbarer Verehrung ein treues, ehrenvolles Andenken bewahren. Die Kolonne erreichte im Laufe der nächſten Jahre bald wieder ihren alten Stand: Regelmäßige Kurſe, zielbewußte Borträge der Kolonnenärzte und Unterweifungen der Führung dienen der Erwerbung und Befeſtigung ihrer Kenntniſſe und Fertigkeiten auf dem Gebiet der Ausbildung in der Erſten Hilfe und darüber hinaus auch zur Verbreitung von Kenntniſſen auf dem Gebiete der Geſundheitspflege, Sozial- und Gewerbehygiene. Seit dem Jahre 1927 find Kurſe zur Ausbildung von Rettungsſchwimmern mit dem Erfolge eingeführt, daß an 22 Kameraden der Grundſchein der Deutſchen Lebensrettungsgeſellſchaft verliehen werden konnte. Größere Ubungen an Gebäuden, im Gelände, auch am Rheinhafen, wie unvermutete Eiſenbahnalarme, prüfen die Bereitſchaft der Kolonne. Eine bewährte Alarmordnung ſichert die Raſchheit des Eingreifens der Kolonne. Mehrfach gaben Brände, ſo der große Warenhausbrand bei Knopf im Juli 1 928, der Kolonne Gelegenheit, ſich unter ſchwierigſten BVerhältniſſen hilfreich zu betätigen. Die Jahresberichte geben ein lebhaftes Bild von der Art und dem Umfang des Eingreifens der Mitglieder: Bei allen größeren BVeranſtaltungen, von Behörden des Staates, der Kirche, der Gemeinde oder von Korporationen ausgehenden, von Vereinen und ſonſtiger Art, ſtellt die Kolonne Bereitſchaftswachen. Im 46 Verkehrsunfall Helferinnen bei der Arbeit — Verfolg dieſer Tätigkeit wurden z. B. 1927 in 637 Fällen, 1928 in 1050 Fällen, 1929 in 1300 Fällen Hilfe geleiſtet, während die Geſamtzahl der Hilfeleiſtungen in der Stadt, in Arbeitsſtellen und in induſtriellen Betrieben ſowie bei Unfällen auf der Straße und im Haufe ſich 1927 auf 9500, darunter 190 ſchwerer Art, 1928 auf 6300, darunter 200 Fälle ſchwerer Art, 1929 auf 7600, darunter 115 Fälle ſchwerer Art, belief. Die Rettungsſchwimmer beteiligten ſich rege an dem allgemeinen Rettungsdienſt bei dem ſeit vorigem Jahre eröffneten Städtiſchen Strandbad Rappenwörth, Die Unfallmeldeſtelle wird fortwährend in Anſpruch genommen, ſie vermittelt Krankentransporte nach hier und auswärts, beſorgt das Ausfahren von Kranken in Fahrſtühlen und wird auch von Fußkranken, auf der Wanderſchaft befindlichen Durchreiſenden aufgeſucht. Von den dazu befähigten Mitgliedern werden Krankenpflegen und Nachtwachen bei Schwerkranken ausgeführt. Die Kolonne hat eine Stärke von 126 Mann einſchließlich Führer und Ärzten, außerdem 8 Kolonnenhelferinnen. Die Jungmannſchaft zählt 20 Mitglieder, die in die Zahl der Kolonnenſtärke nicht eingerechnet ſind. Die Kolonne hat einen beträchtlichen Stamm langjähriger, in Treue und unentwegter Mitwirkung erprobter und bewährter Ka— meraden. Es tragen das Ehrenzeichen des Badiſchen Männervereins vom Roten Kreuz: für 15— 25 Dienſtjahre 22 Mitglieder, Y). 25. 40” 23 Y), über 40 ö. 2. und zwar Franz Eckert, Tapezier, und Karl Koch, Schloſſer. Das Ehrenzeichen des Deutſchen Roten Kreuzes iſt in der Kolonne dreifach vertreten. Der Berein zählt über 700 zahlende Mitglieder, von ſeiten des Staats, der Stadt und des Kreiſes erfährt er wertvolle, anerkennende Unterſtützung. Die Vorſtandsämter wurden während Beſtehens des Vereins von folgenden Herren verwaltet: Geheimerat v. Weech, J. Vor—ſitzender bis 1905, ihm folgten: Polizeidirektor Seidenadel 1905, Oberamtmann Arnsperger Januar 1909, Landgerichtsdirektor Dr. Dölter 1910 bis Juli 1918, Bankvorſtand Pecher 1918, ſodann Major v. Weſthoven bis Ende 1921, von da verſah die Stelle des J. Vorſitzenden bis Februar 1925 Facharzt Dr. Pertz, 48 Alarm der Radfahrer Alarm der Mannſchaft für Geräte-Transport es übernahm ſodann den Vorſitz wieder Landgerichtspräſident a. D. Dr. Dölter. Das Vorſtandsmitglied Fr. Pecher führte das Amt des II. Vorſitzenden ſeit 1890 ohne Unterbrechung. Schriftführer waren die Herren: Dr. Cathiau von der Gründung bis 1900, ſodann Dr. Stroebe, Stadtbaurat Eglinger und Konſul Bielefeld. Schatzmeiſter waren: Expeditor Ebert und ſeit 1905 Reviſor und derzeitiger Rechnungsrat Maurer. Der Geſamtvorſtand beſteht zurzeit aus folgenden Herren: Dr. Dölter, Landgerichtspräſident i. R., J. Vorſitzender Facharzt Dr. Pertz, II. Vorſitzender Rechnungsrat Maurer, Schatzmeiſter F. Michelbacher, Kaufmann, Schriftführer. Weitere Mitglieder: Miniſterialrat Arnsperger Regierungsrat Ott Materialmeiſter W. Dürr Dr. v. Renz Verwaltungsſekretär Ehnis Med. ⸗Rat Dr. Reſch Branddirektor a. D. Heußer Stadtoberbaurat Seitz Generalarzt a. D. Dr. Mantel Städt. Branddirektor Dipl. Ing. Wilke. Wegen der Kolonnenärzte und Kolonnenführer wird auf die Aufzählung oben(Seite 53) und das Mitgliederverzeichnis verwieſen. Bei der Neuorganiſierung des Badiſchen Männervereins vom Roten Kreuz, welcher die bisherigen Männerhilfsvereine und ſelbſtändigen Kolonnen umfaßt, iſt unſer Verein als einheitlicher Verein, entſprechend feiner geſchichtlichen Entwicklung, dieſem Landesverein beigetreten, die Sanitätskolonne gehört dem Reichsverband Deutſcher Sanitätskolonnen und verwandter Männer— vereinigungen vom Roten Kreuz an. Die Kolonne iſt der Staatsbehörde bei öffentlichen Notſtänden zur Unterſtützung des amtlichen Sanitätsdienſtes verpflichtet. Mit der Polizei und der Feuerwehr beſteht eine Arbeitsgemeinſchaft, mit der Eiſenbahnverwaltung iſt ein Übereinkommen für Hilfeleiſtung bei Eiſenbahnunfällen abgeſchloſſen. Mit dem Zweigverein des Badiſchen Frauenvereins vom Roten Kreuz arbeitet der Verein bei gemeinſamen Anläſſen im beſten 50 | | | ] U | Einvernehmen zuſammen, ebenſo mit dem, dem Frauenverein angegliederten, Helferinnenbund vom Roten Kreuz. Möge es dem Vereine vergönnt ſein, unentwegt weiterzuſchreiten in ſelbſtloſer Tätigkeit, entrückt dem Streit der Parteien und ſonſtiger Gegenſätze, ſeine menſchenfreundlichen Aufgaben nach Kräften zu erfüllen, überall zu helfen in wahrer Nächſtenliebe, wo man ſeiner Hilfe bedarf. Im Tragſtuhl 51 CARL ROTH/ DROGERIE KARLSRUHE, Herrenstr. 26/28. Tel. 65180, 6181. Se gr. 1879 Sämtliche Artikel zur Krankenpflege, Medizin. Bäder, Mineralwasser Verbandkasten, Verbandtaschen, Haus-Apotheken Lieferant zahlreicher Krankenhäuser und Anstalten mit Verbandstoffen und Desinfektionsmitteln Karl Fuckert Karlsruhe+ Waldſtr. 46 zwiſchen Amalien⸗ u. Sofienſtr. Ruf · Nr. 3271 Papier für Büro- und Privatbedarf Geſchäftsbücher ⸗ Kontorbedarf Buchbinderei/ Druckarbeiten Gegründet 1890 Groß⸗ und Kleinverkauf Das bewährte Sraue L mn Nr. 146 nach der Vorschrift des Badischen Lendesvereins vom Roten Kreuz, Karlsruhe, liefert preisw. die Firma Louis Oppenheimer 4 Bruchsal Uniformtuche seit 1803 52 <> Freiwillige Sanitätskolonne. 2 2. 2 2 Mitgliederverzeichnis. Ehren⸗olonnnenführer: Graebener, Leop., Hofgartendirektor a. D., Major d. L. a. D. Weſthoven, H. von, Major a. D. Rolonnenführer: Maurer, Karl, Rechnungsrat Ehnis, Emil, Verwaltungsſekretär N— Rolonnenärzte: Dr. Berg, Artur, Facharzt „Dr. v. Renz, Werner, prakt. Arzt Dr. Reſch, Alfred, Medizinalrat Ehren⸗ugführer: Eckert, Franz, Tapezier Maier, CThriſtoph, Penſionär Koch, Karl, Schloſſer Zugführer: Wohlgemuth, Franz, Werkhelfer Kunz, Otto, Ober⸗Wachtmeiſter Baier, Karl, Werkmeiſter Reutlinger, Jakob, Buchbinder Zugführerſtellvertreter: Sitzler, Andreas, Lagermeiſter Schach, Theodor, Schneidermeiſter Volkert, Heinrich, Magazinier Schiel, Otto, Kupferſchmied Gruppenführer: C Braun, Adolf, Schloſſer Pelikan, Ernſt, Schriftſetzer Mutſchler, Otto, Schmied Michelbacher, Fritz, Kaufmann Glattes, Johann, Schuhmacher Kunz, Karl, Steinhauer Dürr, Wilhelm, Materialmeiſter. Finger, Friedrich, Inſtallateur Kunz, Joſef, Heizer Baumann, Franz, Schloſſer RKrankenträger: Albert, Johann, Druckereigehilfe Albach, Johann, Handelsmann Bauer, Artur, Hilfsarbeiter Binkele, Karl, Kaufmann Braun I, Karl, Konditor Braun Il, Karl, Bäcker Braun Ill, Karl, Zimmermann Braun 17, Karl, Schloſſer Bürklin, Ernſt, Schloſſer Degenhardt, Emil, Maſch.⸗Arbeiter Deiß, Karl, jr., Maſch. Arbeiter Dengler, Otto, Bauarbeiter Dickemann, Hugo, Hilfsarbeiter Edelmann, Willi, Möbelſchreiner Faber, Heinrich, Bürodiener Finger, Friedr., jr., Schriftſetzer Gmeiner, Joſef, Kraftfahrer Gogel, Richard, Tapezier 53 Götz, Wilhelm, Schloſſer Großkopf, Helmuth, Kunſtglaſer Grünwedel, Ludwig, Hilfsarbeiter Gruber, Friedrich, Friſeur Haißt, Karl, Schloſſer Hartmann, Julius, Schloſſer Hartmann, Rudolf, Kaufmann Hartnegg, Georg, Mag. ⸗Arbeiter Heil, Karl, Gießermeiſter Henkenhaf, Julius, Oberpoſtſchaffner Hohmann, Ernft, Drogiſt Hörner, Alex., Schreiner Hurrle, Wilhelm, Schloſſer Jung, Robert, Einleger Kahles, Rudolf, Dreher Kaiſer, Johann, Hausmeiſter Kircher, Alfred, Packer Klingler, Emil, Kleidermacher Knödler, Wilhelm, Hausmeiſter Krieger, Heinrich, Kaufmann Kühnle, Fritz, Taglöhner Kühnle, Karl, Krankenwärter Kuhmann, Karl, Fabrikarbeiter Kull, Richard, Schloſſer Kunz, Otto, jr., Elektrotechniker Lamm, Ludwig, Bahnarbeiter Landmeſſer, Fritz, Maſch.⸗Arbeiter Landmeſſer, Karl, Kaufmann Lehmann, Wilhelm, Schreiner Lienhardt, Heinrich, Schloſſer Lindmayer, Albert, Hilfsarbeiter Marx, Willi, Hilfsarbeiter Mattheis, Ernſt, Eiſenbahnſchaffner Matz, Karl, Schloſſer Maurer, Alfred, Malermeiſter Mees, Emil, Elektromonteur Merkel, Albert, Hilfsarbeiter Müller, Heinrich, Drechſler Müller, Wilhelm, Bäckermeiſter Noe, Otto, Heizer Roth, Emil, Hilfsarbeiter Rügner, Otto, Tapezier Ruppel, Leopold, Friſeurmeiſter Schaaf, Auguſt, Hilfsarbeiter Schach, Joſef, Schneider Schach, Wilhelm, Schneider Scheffer, Johann, Dachdecker Schehr, Wilhelm, Schneider Schiel, Adam, Schneider Schiffhauer, Karl, Maler Schlemmer, Adolf, Former Schlemmer, Hermann, Taglöhner Schmauder, Alfred, Polierer Schmidt, Albert, Schloſſer Schwall, Stefan, Bürodiener Siegel, Hermann, Schloſſer Seiler, Eugen, Maſch.-Schloſſer Single, Walter, Kaufmann Stauffert, Heinrich, Bäcker Strecker, Heinrich, Fabrikarbeiter Stößinger, Siegfried, Dipl.-Ing. Uehlein, Auguſt, Fenſterreiniger Uhl, Joſef, Schloſſer Vogel, Auguſt, Schloſſer Warth, Wilhelm, Bierbrauer Weber, Paul, Inſtallateur Weidle, Max, Techniker Wemlinger, Aug., Dreher Wenz, Ferdinand, Kernmacher Wetterer, Wilh., Straßb⸗Schaffner Zoſel, Paul, Bankbeamter Reſervemannſchaften: Brecht, Fridolin, Zeitungsverkäufer Deiß, Karl, Krankenkontrolleur Fetzner, Eduard, Schloſſer Frank, Chriſtian, Küfermeiſter Goldſchmidt, Karl, bei Sipo Heil, G. Adolf, Malermeiſter Kramer, Rudolf, Schreinermeiſter Rath, Emil, Lageriſt Weißbrod, Aug., Eiſenb.⸗Schaffner RKolonnenhelferinnen: Breitinger, Thereſe Brand, Anna Geiger, Elſa Gogel, Maria Hermann, Eliſe Jung, Irma Rettich, Anna Tramer, Emma Volkert, Hilda Freiwillige Sanitätskolonne Mühlburg. ie Freiwillige Sanitätskolonne Mühlburg iſt gegründet am J. November 1900 unter Dr. med. A. Baumſtark und Kolonnenführer Joos. Weitere Kolonnenärzte waren: Dr. Blume, Dr. L. Geiger und zurzeit Dr. H. Rettig. Weitere Kolonnenführer: Karl Weiß, Wilh. Dahlinger, Ernſt Steude, Rud. Freytag, Jakob Zaißer und zurzeit Leopold Dahlinger. Die Kolonne iſt während des Friedens unter Leitung von Dr. A. Baumſtark mit größeren Ubungen hervorgetreten: 1911: Entladeübung eines Lazarettſchiffes im Karlsruher Rheinhafen.= 1913: Abfertigung eines Lazarettzuges von 40 Waggons mit 800 Inſaffen und vollſtändiger Verpflegung innerhalb 45 Minuten vor dem Kommandierenden des XIV. A.-K. durch die übernommene Einrichtung der III. bad. Verband- und Erfriſchungsſtation. Im Weltkrieg: Sofortige Stellung eines aus eigenen Mitteln vollſtändig feldmarſchmäßig ausgerüſteten Mannſchaftszuges(15 Mann) zur Begleitung eines Hilfslazarettzuges, Kolonnenführer Wilh. Dahlinger. 21. Auguſt bis 30. September 1914: Abfertigung und Verpflegung der Inſaſſen von 12 Lazarett— ſchiffen im Karlsruher Rheinhafen, insgeſamt 1670 Mann. 24. Auguſt bis 13. Oktober 1914: Ubernahme der II. Verband- und Erfriſchungsſtation in Appenweier, Kolonnenführer Ernſt Steude. J Abgefertigt wurden: 235 Verwundeten- und Krankenzüge, 158 Einzeltransporte, 56 größere Transporte von 300 bis 500 Mann. Geſamtzahl der verpflegten Perſonen 91 212, 55 14. Oktober 1914 bis Ende 1916: Stellung der III. bad. Verband⸗ und Erfriſchungsſtation in Appenweier unter militäriſcher Leitung: Generalarzt Dr. E. Heimpel und zuletzt General-Oberarzt Dr. Rogner. Abgefertigt wurden 31 Verwundeten und Krankenzüge, 68 Züge abgeſchobener franzöſiſcher Ziviliſten und Militär— gefangener, 41 größere Transporte, 17 Einzeltransporte. Geſamtzahl der verpflegten Perſonen 73 452. 15. September bis 1. Dezember 1914: Stellung eines Begleittrupps im Karlsruher Hauptbahnhof durch 12 Kameraden unter Kolonnenführer Wilh. Dahlinger. Ausgeführte Transporte ungefähr 100. 13. Oktober bis 31. Dezember 1914: Übernahme der deutſchen Ubernahmeſtelle der in Frankreich internierten und von Frankreich über die Schweiz abgeſchobenen Deutſchen durch 10 Kameraden und 3 Helferinnen unter Kolonnenführer Xaver Marzluff in Singen. Geſamtzahl der übernommenen Schüblinge 15 000. In der Heimat: Stellung einer Erſatzkolonne zur Hilfeleiſtung bei den vielen Fliegerangriffen auf Karlsruhe und Umgebung, Kolonnenführer Rud. Freytag und Jakob Zaißer. Geſamtzahl der bei Kriegsausbruch geſtellten Kameraden: 10 Chargierte und 38 Mann. Während des Krieges weiter ausgebildet 142 Mann. Davon ſind 7 Kameraden auf dem Felde der Ehre gefallen bzw. im Dienſte der Nächſtenliebe erkrankt und geſtorben. Nach dem Kriege hat die Sanitätskolonne unter der ärzt— lichen Führung von Dr. A. Baumſtark, Dr. Blume, Dr. L. Geiger und Dr. H. Rettig ihre Tätigkeit wieder aufgenommen, zählt zurzeit 60 Aktive und 16 Helferinnen und hat durch größere abgehaltene Ubungen, 1927 und 1929 Waſſerübung im Karlsruher Rheinhafen, mit Einſatz der ausgebildeten Rettungsſchwimmer, bewieſen, daß ſie nach wie vor im Dienſte des Roten Kreuzes tätig iſt. Steu de. 56 Der Zweigverein Karlsruhe des Badiſchen Frauenvereins vom Roten Kreuz. in Zweigverein Karlsruhe beſteht erſt ſeit dem Jahre 1922. Bis dahin wurde die Tätigkeit des Frauenvereins in Karlsruhe unmittelbar vom Landesverein, insbeſondere von deſſen Abteilung V, Armenpflege und Wohltätigkeit, ausgeübt. Die Ordnung der Beziehungen des Frauenvereins zum Staat machte es erforderlich, daß die örtlichen Aufgaben in Karlsruhe künftig wie an anderen Orten von einem Zweigverein übernommen wurden. Der Zweigverein Karlsruhe erhielt eine Reihe von Tätigkeits—gebieten und einige Anſtalten vom Landesverein überwieſen, die unter die nachgenannten Abteilungen verteilt ſind: 1. Sofien- und Eliſabethenverein. Fürſorge für Hilfsbedürftige aller Stände, unter beſonderer Berückſichtigung der Kleinrentner, durch Berteilung von Lebensmitteln, durch Geld— unterſtützung bei Krankheit oder zur Erholung, durch Arbeits- und Berkaufsvermittlung und durch Hauspflege bei alten und kränklichen Frauen und bei Wöchnerinnen. 2. Jugendpflege(früher Mädchenfürſorge) Zuſammenarbeit mit dem Städt. Jugendamt(Schutz ufſichten, Vormundſchaften), Tätigkeit für das Jugendgericht, Betrieb des Erholungsheims in Marxzell. Dies immer ſehr gut beſuchte Erholungsheim, in dem erholungsbedürftige Frauen und Familien auf Koſten von Krankenkaſſen und Fürſorgeſtellen oder als Selbſtzahler Aufnahme finden, iſt durch einen freundlichen und zweckmäßigen Anbau erweitert worden, der die Unterkunft ſehr verbeſſert und außerdem ermöglicht hat, vom Frühjahr 1929 eine Haushaltungsſchule für 20 Mädchen(1 Jahr) dem Betrieb anzugliedern. 3. Friedrichsſtift, Otto⸗Sachs⸗-Straße 2. Das Heim bietet in bewährter Weiſe alleinſtehenden Damen Unterkunft und Verpflegung und iſt verbunden mit einer Haushaltungsſchule für 20 Mädchen(9 Monate). 4. Altersheim hild ahaus, Scheffelſtraße 37. Heim für 23 Kleinrentner, die aus gemeinfamer Küche Verpflegung erhalten. 5. Geſchäfts gehilfinnenheim, herrenſtraße 37. Es können etwa 50 erwerbstätige Frauen und Mädchen in zumeiſt einbettigen, freundlichen und neuhergerichteten Zimmern Unterkunft finden. 57 Am gemeinſamen Mittagstiſch nehmen auch Gäſte, die nicht im Hauſe wohnen, teil. 6. Erwerbsloſenfürſorge. Der frühere Flickverein, der ſeinerzeit über das Jahr 1922 hinaus wegen Mangels an billigen Stoffen ſeine Flickabende nicht fortſetzen konnte, wurde abgelöſt durch Nähund Flickkurſe, die in Verbindung mit dem Städt. Arbeitsamt für weibliche Erwerbsloſe abgehalten werden. Die Abteilungen 7 und 8 beſorgen die Kochſchulen Luiſenhaus, Baumeiſterſtraße 56 und Otto⸗Sachs⸗Straße l, in denen Kurſe von 2 bis 3 Monaten für je etwa 20 teils im Haufe wohnenden Mädchen, auch Abendkurſe für berufstätige Frauen und Mädchen(je 20 Abende mit etwa 12 Teilnehmerinnen) abgehalten werden und Koſttiſche eingerichtet ſind. 9. Volksküche hildahaus, Scheffelſtraße 37. Es wird Mittageſſen zu 50 Rpf.,, dicke Suppe zu 20 Rpf. und Kaffee in den Sälen der Volksküche verabreicht und auch Eſſen über die Straße abgegeben. Verſchiedene außerhalb unſeres Bereichs liegende Umſtände, wie die Anderung der Arbeitszeit in Fabriken, haben in den letzten Jahren den Beſuch der Volksküchen trotz guten und billigen Eſſens ſo gemindert, daß zunächſt die Bolksküche in der Ritterſtraße und dann auch die im Luiſenhaus aufgegeben wurden. Im Jahre 1922 und im Winter 1923 24 wurden in der Volksküche Hildahaus beſondere Mütterſpeiſungen(Zu= weiſungen durch das Arbeitsminiſterium) und eine Suppenküche von der Schweizer Hilfsaktion in Bern eingerichtet. 10. Helferinnen. Die Ausbildung von Helferinnen für Krankenpflege und für erſte Hilfe hat ſich ſeit einigen Jahren dem Frauenverein angegliedert. Die Kurſe dauern 3 Monate. 11. Die Jugendabteilung des Frauenvereins, entſtanden im Zuſammenhang mit dem Jugendbund„Weſtmark“, hat die Aufgabe, junge Mädchen mit den mannigfachen Aufgaben des Frauenvereins vertraut zu machen. Die Mädchen nähen Wäſche und Kleider für Kinder und find bei Beranſtaltungen des Vereins, 3. B. bei den Weihnachtsbeſcherungen armer bedürftiger Schulkinder und bei den Rot-Kreuz⸗Sammlungen, tätig. 12. Tuberkuloſefürſorge. Die vorbeugende und ergänzende Tuberkuloſefürſorge widmet ihre Tätigkeit beſonders dem not— leidenden Mittelſtand. 58 13. verein zur Belohnung treuer Dienſtboten. Der ſelbſtändige Berein dieſes Namens hat feine Aufgabe nach faſt 100 jährigem Beſtehen im Jahre 1928 dem Zweigverein Karlsruhe überwieſen. Dank wachſender Zahl ſeiner Mitglieder und ihrer opferbereiten Tätigkeit ſowie dank der Unterſtützung ſeitens der Stadt und vieler Bürger darf der Zweigverein Karlsruhe aus dem Rückblick auf ſein ſelbſtändiges Beſtehen die Hoffnung ſchöpfen, künftig noch immer mehr für feine alten und für neue Aufgaben leiſten zu können. Der Zweigverein hat ſich im Haufe Stefanienſtraße 74(Erdgeſchoß) eine eigene Geſchäftsſtelle(Tel. 7957) eingerichtet. Zentraldepot vom Roten Kreuz in Neubabelsberg liefert an die Organisationen v. Roten Kreuz Bekleidungs- und Ausrüstungsstücke für Sanitätskolonnen und Schwesternschaften, Krankenfahrbahren, Verbandmittel, Drucksachen und alle sonstigen zum Kolonnenbetrieb usw. erforderlichen Gegenstände Preis- und Maßlisten stehen kostenlos zur Verfügung Carl Henkel- Bielefeld Spezialfabrik sämtlicher Bedarfsartikel für Sanitätskolonnen und Feuerwehren Personalausrüstungen . Größte und älteste Firma der Branche Kataloge und Angebote zu Diensten chrempp-Printz-Bier Am besten mundets mir! Der ideale Verband Kraft’s keimfr. Kompressen Nr. 1 nach Kolonnenarzt Dr. Schüz 100 St. RM. 3.60 Kraft’s keimfr. Kompressen Nr. 2 nach Kolonnenarzt Dr. Schüz 100 St. RM. 6.40 Kraft’s keimfr. Ceka Schnellverband nach Prof. Dr. Kraft.. 100 St. RM. 13.50 Kraft's keimfr. Verbandpäckchen in Pergamentpackung... 100 St. 16.50 Kraft's keimfr. 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Wir halfen in BVolksküchen und Krippen, in Milchküchen und Horten, im Kinderſolbad und in Nähſtuben. Wir richteten Verbandmaterial für Lazarette und nähten Wäſche für das Militär, ſolange uns nicht die Pflegetätigkeit in einem Krankenhaus voll ausfüllte. Die erſten Jahre unſeres Beſtehens galten ſomit geruhſamer Friedensarbeit. Anders wurde das im Jahre 1914. Mit Kriegsbeginn traten ernſte, ſchwere Pflichten an uns heran. Wir kamen in Krankenhäuſer und Lazarette und wurden vielfach als Erſatz für die ins Feld ziehenden Schweſtern betrachtet. Ganz beſonders tüchtige Kräfte durften auch in die Etappe und einige ſogar mit Lazarettzügen fort. Faſt ausnahmslos wurde unſeren Helferinnen volles Lob geſpendet. Nach der ſchweren Kriegszeit glaubte man anfänglich, auf die Helferinnen verzichten zu können. Doch bald erwies ſich dieſer Gedanke als irrig und wir ſahen, daß es einem allgemeinen Wunſch entſprach, wenn neue Kurſe eingerichtet wurden. Biele junge Damen hegten eben doch den brennenden Wunſch, von Krankenpflege etwas zu verſtehen, um im Falle der Not ſelbſt mit Hand anlegen und Hilfe leiſten zu können. Während früher die praktiſche Tätigkeit nur 6 Wochen dauerte, wurden jetzt zum Zwecke einer gründlicheren Ausbildung 12 Wochen verlangt. Der Zugang zu den Kurſen wurde aber dadurch nicht vermindert, ſondern eher noch geſteigert, was im Hinblick auf die Nachfrage nach Helferinnen ja nur zu begrüßen iſt. Ich darf bei dieſer Gelegenheit wohl kurz erwähnen, daß im vergangenen Arbeitsjahr 18 Helferinnen in verſchiedenen Krankenhäuſern hier und auswärts tätig waren, in Sanatorien und Kliniken 6, in Privatpflegen 31. Als Sprechſtundenhilfen arbeiteten 19, in der Gemeindepflege 1, bei Kindern 6, als Nachtwachen 4, als Sozialbeamtinnen 5 und in der Ambulanz eines größeren Betriebes 1 Helferin. An WohltätigkeitsvPranſtaltungen beteiligten ſich 25 Helferinnen. 61 Seit 4 Jahren nun liegt die Ausbildung der Helferinnen nicht mehr in der Hand des Bundes, ſondern mußte laut den von Berlin kommenden Beſtimmungen vom Badiſchen Frauenverein vom Roten Kreuz übernommen werden. Dem Bund fiel nun= mehr nur die Aufgabe zu, die Helferinnen untereinander zuſammenzuhalten, für Weiterbildung durch geeignete Kurſe und Vorträge zu ſorgen und alle im Geiſte des Roten Kreuzes zu beſtärken. Ein beſonders lieber Gedanke iſt mir bei dieſem Rückblick die Erinnerung an unſer harmoniſches Zuſammenarbeiten mit der Sanitätskolonne, und ich hege den innigen Wunſch, daß wir auch in Zukunft in derſelben ſchönen Weiſe uns begegnen mögen. Wir alle, die wir zu den Fahnen des Roten Kreuzes eilen, ſind ja beſeelt von dem heißen Verlangen, helfen zu dürfen wo Hilfe nottut, ohne Anſehen der Perſon und des Standes, der konfeſſionellen oder parteilichen Einſtellung. Das iſt ja das Große am Roten Kreuz, daß es alle Schwierigkeiten überbrückt, üb er Parteien und Konfeſſionen ſteht. Wir alle wollen ja Not in Liebe verwandeln. Und der Geiſt des Roten Kreuzes iſt doch der Kriſtallifationspunkt, von dem aus eine ungeheure Kraft der ſozialen Geſinnung ausſtrahlt.„Helfende Liebe iſt ſchönſte, reinſte Liebe. Und Liebe iſt der Sinn der Erdenwelt.“ Lieſel Ott. L.RITGEN w, Karlsruhe i. B. Adlerstraße Nr. 26 Fernsprecher 448 Gegr. am 2. Jan. 1870 Spezialfabrik fürSanitäts- Holonnen- Bedarf Uniformen, auch Stoffe am Meter und Zutaten, Mützen, Halsbinden, Achselstücke, Abzeichen, Ausrüstungen aus Leder und Segeltuch, Leibriemen, Koppel, Führertaschen, Mannschaftstaschen usw. Ferner: traghare Benzinglühlichtlaternen, Zelte je der Art, Krankenautomobile usw. Referenz: Badischer Landesverein vom Roten Kreuz, Karlsruhe i. B., und viele Kolonnen Jederzeit hilfsbereit! Diese erste Forderung, die jede Sanitätskolonne an sich stellt, muß auch von ihren Hilfsgeräten— in erster Linie vom Krankentransportwagen— erfüllt werden. Der PHÄNOMEN-Krankentransportwagen— mit Preßluftkühlung— ist im strengsten Frost wie bei stärkster Hitze unverändert betriebssicher und zu jedem Augenblick startbereit! Er ist anspruchslos an Pflege und Wartung; heizbare Garage ist für ihn überflüssig.— Im Betrieb ist eraußerordentlich wirtschaftlich und an Preiswürdigkeit unübertroffen PHANOMEN PHÄNOMEN-WERKE GUSTAV HILLER A.-G., ZITTAU MERCEDES-BENZ KRANKENWAGEN Albert Rommecla Bielefeld Fabrik für Sanitätsausrüstungen Trensport- und Rettungsgeräte Das führende Haus der Branche Eigene Fabrikationsabteilungen für Uniformen, Mützen, Lederwaren, Geräte Einkleidunsen von A bis Z; In Transport= und Rettunssgeräten das Neueste und Vollkommenste WENN Bitte fordern Sie in eigenem Interesse kostenlos meine Listen und Musterstücke ein. Es Iohnt sich! Bishekige Packung = unhyglenisch! 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