Verleger: Landesbauernſchaftsverlag Baden G. m. b. H., Karlsruhe, Beiertheimer Allee 16. Fernruf 8280, nach Dienſtſchluß 8288. Anzeigengebühren und Preisnach⸗ läſſe: z. Z. iſt Preisliſte Nr. 6 gültig. Erfüllungsort: Karlsruhe. Alle Zahlungen an Poſtſcheckkonto Karls⸗ ruhe 18830 oder Bad. Landwirtſchaftsbank, Karlsruhe. Bezugspreis monatlich 50 Rpf. frei Haus. Hauptſchrift⸗ leitung: Karlsruhe, Beiertheimer Allee 16, Fernruf 8280, nach Dienſtſchluß 8289. Zuſchriften für Schriftleitung u. Verlag erbeten nach Karlsruhe, Poſtfach Nr. 187. Re⸗ daktions⸗ und Anzeigenſchluß: Dienstag mittag 12 Uhr. Das Wochenblatt erſcheint am Freitag jeder Woche. Folge 35 3. Jahrgang Karlsruhe, 30. Ernting(Auguſt) 1935 Archiv Wochenblatt Vauernhof in Ottenheim 3 7 8 1 10, in Seite 1146— Folge 35 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden 30. Ernting(Auguſt) 1935 Wochentrundſchau Nürnberg rüſtet zum Reichsparteitag, dem „Parteitag der Freiheit“. Dieſes Motto er⸗ hielt der diesjährige Parteitag im Hinblick auf die Wiedererringung der deutſchen Wehrfreiheit. In Nürnberg wird der Sinn des nationalſozia⸗ liſtiſchen Staates aufs neue gezeigt werden. Allen, die im In⸗ und Ausland die Einheit der Nation ſtören wollen, wird die Geſchloſſenheit der Partei einen unauslöſchlichen Eindruck von der Kraft der deutſchen Volksgemeinſchaft vermitteln. Nach neueren Unterſuchungen hat ſich die deutſche Ausfuhr verlagert, und zwar ſtei⸗ gerte ſie ſich nach der Ueberſee gegenüber dem Vorjahre um 13 Prozent, während ſie nach den europäiſchen Staaten um 12 Prozent geſunken iſt. Eine beſondere Vormachtſtellung auf dem Weltmarkt hat die deutſche Bekleidungsinduſtrie inne. Dieſer Entwicklung ſoll durch eine ſtarke Ausgeſtaltung der Leipziger Textilmeſſe zu einer Bekleidungsmeſſe Rechnung getragen werden. Man hofft, und dem ſoll auch die Berliner Exportmeſſe der Beklei⸗ dungswirtſchaft dienen, auf dieſe Weiſe die ausländiſchen Käu⸗ fer zum Kauf in Deutſchland ſelbſt zu bewegen. Dadurch würde die Vielſeitigkeit und Qualität der deutſchen Beklei⸗ dungsinduſtrie viel beſſer zur Wirkung kommen, als durch die Auslandsvertreter der einzelnen Bekleidungsfirmen. In Berlin fand der 11. Kongreß der inter⸗ Der Neichs⸗ parteitag 1935 Die deutſche Ausfuhr e ee nationalen Strafrechts⸗ und Gefängnis⸗ Berlin kommiſſion ſtatt. Mit rund 900 Teilnehmern, und zwar 500 aus Deutſchland und 400 aus dem Ausland, hat der Kongreß in dieſem Jahre einen außer⸗ ordentlich ſtarken Beſuch aufzuweiſen. In zahlreichen Sitzun⸗ en wurde wertvolle Arbeit geleiſtet. Mit überwiegender dehrheit bekennen ſich die Juriſten der Welt zu der Sterili⸗ ſation. Der Verlauf des Kongreſſes, ſowie der Aufenthalt in Deutſchland löſte bei den Tagungsteilnehmern lebhafte Be⸗ friedigung aus. Unmittelbar nach Abſchluß des internatio⸗ nalen Strafrechtskongreſſes begann in Berlin der internatio⸗ nale Kongreß für Bevölkerungswiſſenſchaft vom 26. Auguſt bis 30. Auguſt mit ſeiner Tagungsarbeit. Gelehrte von Ruf aben ſich aus aller Welt zuſammengefunden, um über dieſe 15 die Völker ſo ungeheuer wichtige Frage zu beraten. Die Zertreter der verſchiedenen Staaten werden hier in eingehen⸗ den Referaten die Erfahrungen und Vorſchläge ihres Landes bekanntgeben und an dem deutſchen Geſetzgebungswerk zur Verhütung des erbkranken Nachwuchſes die Auswirkungen dieſes Geſetzes in Deutſchland ſtudieren. Reichsminiſter Dr. Frick hat die Schirmherrſchaft übernommen. Auch Reichs⸗ erziehungsminiſter Ruſt wird die Teilnehmer des Kongreſſes empfangen. Bei einem Beſuch, welche Offiziere des Deutſchland Kreuzers„Königsberg“ der Stadt Warſchau und Polen abſtatteten, gab der deutſche Botſchafter von Moltke einen Empfang, an dem auch die Vertreter der polniſchen Regierung und Wehrmacht teil⸗ nahmen. Von Moltke wies dabei auf das von Marſchall Pil⸗ ſudſki und dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler be⸗ gonnenen Werk der Verſtändigung zwiſchen den beiden Na⸗ tionen hin. Die Gemeinſamkeit der Intereſſen beider Staaten haben die Grundlage zu einer Zuſammenarbeit und einem ä gegeben, der als wertvoller Faktor für die eſtigung des Friedens in Europa angeſehen werden muß. er polniſche Kriegsminiſter begrüßte die Vertreter der deut⸗ ſchen Kriegsmarine und dankte allen, die an dem deutſch⸗pol⸗ niſchen Verſtändigungswerk mitgearbeitet haben, das in glei⸗ cher Weiſe im Sinne des verſtorbenen Marſchalls Pilſudſki und des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler liege. Die Spannungen im italieniſch⸗abeſſiniſchen Konflikt drängen zwangsweiſe zu einer Ent⸗ ſcheidung, die eigentlich nur noch auf Krieg b oder Frieden lauten kann. Die verſchieden⸗ ſten Kompromißvorſchläge wurden entweder von Abeſſinien oder Italien abgelehnt. Es iſt auch unmöglich, die Intereſſen der an Abeſſinien intereſſierten Staaten mit den Wünſchen Italiens in Einklang zu bringen. Beſonders ſchwer iſt die Stellung Frankreichs, das zwiſchen der Sympathie für Italien und der Notwendigkeit guten Einvernehmens mit England, lea der Erhaltung der Autorität des Völkerbundes zu ent⸗ Krieg oder Frieden? cheiden hat. England hat ſich viel Mühe gegeben, die ſtreiten⸗ en Parteien zur friedlichen Löſung des Konfliktes zu bewegen und ſeine eigenen lebenswichtigen Intereſſen in Afrika wahr⸗ zunehmen. Alle Bemühungen ſind jedoch geſcheitert und die Entwicklungen der Zukunft ſind wohl ſchon vorbereitet. Die engliſchen Miniſter und die Bevollmächtigten der verſchiedenen Dominions haben in langen Beſprechungen hinter verſchloſſe⸗ nen Türen die Lage erörtert und ihre Entſcheidungen ge⸗ troffen. Allerdings wurde die Oeffentlichkeit davon nicht unter⸗ richtet. Aehnlich hat auch Muſſolini einen Miniſterrat in Bozen einberufen, der ſich mit der Lage beſchäftigt hat. Was dort beſprochen wurde, iſt ebenſo unbekannt. Anhaltspunkte geben jedoch die Gerüchte von engliſchen Sanktionen, von denen die Schließung des Suezkanals die wichtigſte wäre, und eine Aeußerung Muſſolinis, in der er erklärte, daß Sanktionen gleichbedeutend mit Krieg ſein werden. Wir können, ſo er⸗ klärte Muſſolini, nicht mehr zurück; die 200 000 Gewehre in Oſtafrika würden von ſelbſt losgehen. Italien wird auf der am 4. September ſtattfindenden Völkerbundsratsſitzung ſeine Stellung vor aller Welt klar legen und unter Umſtänden aus dem Völkerbund austreten. Die letzten Hoffnungen klam⸗ mern ſich nun an den Völkerbund. Inzwiſchen gehen die Truppenverſchickungen Italiens nach Oſtafrika weiter. Auch Abeſſinien beordert ſeine Truppen an die Gren⸗ zen. Ein vorläufiger Aufſchub der Feindſeligkeiten wird durch die Nachwirkungen der Regenzeit in Abeſſinien erzwungen. Wie groß die Gefahr des Krieges iſt, davon zeugen die Neger⸗ unruhen in Paris, die Sympathiekundgebungen der Araber und Mohammedaner und die Erklärung des Miniſterpräſi⸗ denten von Afrika, General Smuts, daß ein Krieg in Abeſſi⸗ nien die ſchwerwiegenſten Verwicklungen zwiſchen der ſchwar⸗ zen und weißen Raſſe nach ſich ziehen wird. Sowjetruſſiſche Generalſtabsoffiziere haben Nußlands Ziele der tſchechiſchen Armee einen Beſuch abge⸗ ſtattet. Dabei kam es zu Verbrüderungs⸗ a feierlichkeiten zwiſchen der ruſſiſchen und tſchechiſchen Armee. Der Prager Beſuch hat in Europa ſtärkſte Beachtung gefunden. Nach einer ruſſiſchen Verlautbarung wurde das tſchechiſch⸗ruſſiſche Militärbündnis„im Zeichen des Friedens“ geſchloſſen. Dem ſteht gegenüber, daß in der Tſchechoſlowakei Flugplätze für Sowjetrußland geſchaffen wer⸗ den und daß jetzt ruſſiſche Generäle bei den tſchechiſchen Ma⸗ növern anweſend ſind. Seit der Tagung der kommuniſtiſchen Internationale in Moskau iſt allenthalben eine verſtärkte Aktivität der Kommuniſten feſtzuſtellen. So wurden neuer⸗ dings bei Manövern in Amerika von einem Flugzeug, das wohl die Farben, aber nicht die Abzeichen der amerikaniſchen Luftflotte zeigte, Flugſchriften mit kommuniſtiſcher Hetzpropa⸗ anda abgeworfen. Amerika hat daraufhin einen geharniſchten roteſt nach Moskau gerichtet. Desgleichen hat der japaniſche Botſchafter für ſeine Regierung gegen die vertragswidrige Sowjetpropaganda Proteſt erhoben. Auch England und Lett⸗ land proteſtieren. Dieſe Vorkommniſſe, ſowie die Feſtſetzung Rußlands in der Tſchechoflowakei, die auf dem Balkan, in Po⸗ len und Ungarn beſondere Befürchtungen hervorgerufen haben, zeigen offen die Pläne Sowjetrußlands, die in der Durch⸗ dringung der Armeen aller Staaten mit kommuniſtiſchen Ideen und der Ausrufung der kommuniſtiſchen Weltrevolution zu ſuchen ſind. Während Amerika ſcharfe Worte und Forderungen gegenüber Sowjetrußland findet und auch die übrigen Staaten ſich energiſch gegen die unerwünſchte Beglückung mit kommu⸗ niſtiſchen Gedanken wehren, trägt Frankreich, der Freund und Bündnispartner Sowjetrußlands, ein Großteil der Verant⸗ wortung an der kommuniſtiſchen Aktivität. Vor einiger Zeit haben die däniſchen Bauernunruhen Bauern in einem impoſanten Aufmarſch der in aller Welt Regierung ihre Vorſchläge und Forderungen 5 zur Beſſerung der Lage der Landwirtſchaft überreicht. Auch in anderen Ländern iſt die Lage der Land⸗ wirtſchaft derartig, daß das Bauerntum zu der ſonſt unge⸗ wohnten Methode der Selbſthilfe in Aufmärſchen und Demon⸗ ſtrationen greift. In Griechenland ſind ernſte Unruhen bei den Korinthenbauern ausgebrochen, die einen ſolchen Umfang annahmen, daß ſelbſt das Militär außerſtande war, Ordnung zu ſchaffen. Zur Wiederherſtellung der Ordnung wurde über ganz Meſſenien das Kriegsrecht verhängt und eine Diviſion Militär und ein Torpedobootzerſtörer in das Unruhegebiet abgeſandt. Auch in Südlitauen iſt es zu Zuſammenſtößen zwiſchen demonſtrierenden Bauern und der Polizei gekommen. Durch den Milchlieferungsſtreit der litauiſchen Bauern wurde die Milchverſorgung der Stadt Kowno faſt völlig unterbunden. Als Beiſpiel für den Tiefſtand der Preiſe in Litauen für die landwirtſchaftlichen Erzeugniſſe aller Art iſt der Milchpreis von 2 Pfennig je Liter Milch anzuführen. Aehnliche Preis⸗ 3 ſind für alle landwirtſchaftlichen Erzeugniſſe feſt⸗ zuſtellen. Auch in Frankreich fanden Kundgebungen ſtatt, bei denen die Bauernfront, eine rechtsgerichtete Organiſation, die Forde⸗ rungen der Landwirtſchaft erhob. Wenn die Regierung bis zum 15. September keine Maßnahmen zum Schutze der Preiſe für die landwirtſchaftlichen Produkte ergreife, werden auch die franzöſiſchen Bauern zur Selbſthilfe greifen. 30. Ernting(Auguſt) 1935 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden Folge 35— Seite 1147 Neuadel aus Blut und Boden Reichsobmann des Reichsnährſtandes, Staatsrat Meinberg, vor der Hitlerjugend jug In der Stunde der jungen Nation ſprach der Reichsob⸗ mann des Reichsnährſtandes, Staatsrat Wilhelm Meinberg. Grundlage ſeiner Rede war die Forderung eines Neuadels aus Blut und Boden. Ausgehend von der Tatſache, daß die Entwicklung jedes Volkes von der führenden Schicht abhängig iſt, behandelte Staatsrat Meinberg in einer geſchichtlichen Be⸗ weisführung die Frage der Notwendigkeit einer blutsmäßig reinen und ſtarken Führerſchicht. Er betonte, daß das deutſche Volk noch nie verſagt hat, wenn nicht ſeine führende Schicht verſagte. Die Krankheiten im Volkskörper pflanzten ſich nicht von unten nach oben fort, ſondern umgekehrt. Dieſe Seuchen hätten immer ihren Herd in den führenden Schichten gehabt. Mit dem gänzlichen Verſagen der Führerſchicht iſt auch die Unterjochung der deutſchen Arbeiterbewegung durch den Mar⸗ xismus erklärt. Die führende Schicht des liberalen Bürgertums ſei verantwortlich für Entſtehung und Entwicklung des Marxismus, weil dieſer die geiſtige Frucht des Frei⸗ händlertums geweſen iſt. Alle menſchlichen Werte wurden lediglich als Handelswert ein⸗ geſchätzt und menſchliche Arbeit wurde als Handelsware be⸗ trachtet. Bei dieſer Einſtellung mußte die Führerſchicht gegen⸗ über den Anforderungen, die die ſtarke Induſtriealiſierung tellte, bei Löſung der ſozialpolitiſchen Aufgaben verſagen. Deshalb iſt auch die Klaſſenkampfidee als ſolche nicht deut⸗ ſchen Arbeiterhirnen entſprungen.„Ihre geiſtigen Väter ſind Ueberläufer aus dem bürgerlichen Lager, die ihre Herkunft zwar vielfach zu tarnen verſuchten, in ihrer Handlungsweiſe aber nie verleugnen konnten.“ So iſt der Marxismus in jeder Beziehung nichts anderes als die Kehrſeite des Liberalismus. Bei ſolcher Geſinnung konnten die Hätſchelkinder des Libera⸗ lismus, die Juden, entſcheidenden Einfluß gewinnen. Die Entfaltung der arteigenen Kräfte eines Volkes aber iſt abhängig vor dem Vorhandenſein einer artgemäßen Führer⸗ ſchicht, die allein befähigt iſt, der dem betreffenden Volke ein⸗ geborenen Art auf allen Gebieten zum Durchbruch zu ver⸗ helfen. Die Entfaltung der deutſchen Volkskraft ſteht und fällt mit der Herausbildung einer der deutſchen Art gemäßen Führerſchicht und die„zukunftsgeſtaltende und zukunftsſichernde Bedeutung des Nationalſozialismus beruht gerade darin, daß er dieſe Er⸗ kenntnis auf allen Lebensgebieten des deutſchen Volkes in die Tat umgeſetzt hat.“ Der deutſche Neubau iſt eine Frage von Generationen. Die Zukunft des Volkes hängt letzten Endes davon ab, ob die fähig ſein werde, nicht nur das Erbe der alten Kämpfer zu bewahren, ſondern es weiter zu entwickeln und zu geſtalten. Die deutſche Jugend muß alſo, um ihren Aufgaben gerecht zu werden, ein artbewußtes Führertum ent⸗ wickeln, wenn Deutſchland in ſeinen Bewährungsſtunden ſtark ſein ſoll. Sie habe ſich immer drei Forderungen zu vergegen⸗ wärtigen: die Forderung der Ausleſe, der Zucht und der Schulung. Die Frage der Ausleſe im nationalſozialiſtiſchen Sinne ent⸗ ſpricht nicht der, wie ſie bislang bekannt iſt, alſo einer Aus⸗ leſe nach Intelligenz. Führertum iſt eine Frage des Blutes, deshalb muß ſich die Führerausleſe in der Richtung der Aus⸗ leſe des beſten Blutes bewegen. Gebot der Führerausleſe iſt alſo die Blutausleſe, die die Rückbeſinnung auf die Urkräfte der Nation bedeutet. „Das Bewußtſein, daß es nichts koſtbareres auf dieſer Erde gibt, als die Keime edlen Blutes“, ſo führte Staatsrat Meinberg dann aus,„wurde von der Lehre des Triumphes deutſche Jugend reiner Geiſtigkeit ſo völlig verdrängt, daß man die Frage der Raſſezucht zu einem Spezialgebiet der Viehwirtſchaft degra⸗ dierte und es geradezu als menſchenunwürdig ablehnte, ihre Gebote für unſer menſchliches Sein anzuerkennen.“ Die Ab⸗ lehnung des Zuchtgedankens bedeutet auf die Dauer geſehen die Verfälſchung deutſchen Volkstums bis zur Selbſtaufgabe. „So ſind f bewußte raſſiſche Ausleſe und Zucht die unerläßlichen Vorausſetzungen für die Heranbildung einer artge⸗ mäßen Führerſchicht.“ „Das Dritte Reich iſt geſchaffen worden durch eine auf der einzelnen Leiſtung aufgebauten Führerſchicht, zuſammenge⸗ ſchmiedet durch die gewaltigſte Einzelleiſtung, die je die deutſche Geſchichte erlebt hat, durch das Werk unſeres Führers Adolf Hitler!“ Geſichert werde dies Dritte Reich, ſo betonte Staats⸗ rat Meinberg, auf die Dauer nur durch bewußte Züchtung von Führergeſchlechtern auf der Grundlage auserleſenen Blutes. So ſei echter Adel— der Neuadel aus Blut und Boden— nicht nur das Ergebnis von Ausleſe und Zucht, ſondern er müſſe ſich durch unermüdliche Leiſtung ſtets neu bewähren. Mit den Kräften, die das Land dem Volke ſtellt, ſei aber auch klar, daß die Befreiung des Bauerntums aus den kapitaliſti⸗ ſchen Feſſeln nicht Selbſtzweck geweſen ſei. N Der Bauer wurde von der quälenden Sorge um ſei⸗ nen Hof nur befreit, um auf ſeine Schultern die Ver⸗ antwortung für Volk und Staat legen zu können. Die Heranbildung dieſer Führerſchicht, die die Zukunft des Volkes überhaupt garantiere, bedinge eine artgemäße Er- ziehung, wie ſie heute in der Hitlerjugend, der SS. und SA., dem Arbeitsdienſt und dem Reichsheer beſtände. In dieſen Einrichtungen habe ſich der Staat die Schmiede der jungen Nation geſchaffen, die wieder den ganzen deutſchen Menſchen fordert.„Dieſe Gewißheit“, ſo ſchloß Staatsrat Meinberg ſeine Rede,„hat uns den Mut gegeben, ein Werk zu wagen, deſſen Vollendung des treuen Schaffens von Generationen be⸗ darf; denn wir wiſſen: wir können vergehen, in unſeren Kin⸗ dern und Enkeln von Geſchlecht zu Geſchlecht wird Deutſchland leben.“ Seite 1148— Folge 35 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden 30. Ernting(Auguſt) 1935 a2 Jahre Bauernwappen „Das ſchönſte Wappen ar Iſt der blanke Pflug i Es iſt eine bekannte Tatſache, daß der B früheren Jahrhunderten als Zeichen ſeiner Beſitzes eine Hausmarke führte, die ſich von ſchlecht vererbte und mit dem Namen des Be Hof unzertrennbar verbunden wa Dieſen lange Zeit wenig Beachtung geschenkt und beg ſie in echt materialiſtiſcher Art als bloße Ei if der Welt m grünen Feld“. auer beſonders in Sippe und ſeines Geſchlecht zu Ge⸗ ſitzers und ſeinem Zeic chen hat man gnü 8 ſich d. erklären, die aus praktiſchen Gründen gewählt 5 ſeien. Erſt mit den 5 5 Erkenntniſſen der germaniſch⸗ ein Wandel ein. Runenzeichen er⸗ te ins Leben und berer Bedeutung r das Gebiet der zum echten 5 Frühgeſchichtsforſchung trat hier Mit de 3 dieſer alten Heils⸗ und ſchloß ſich ns eine neue Welt, die hineinführ eim n unſerer Ahnen. Von ganz beſond war dieſes wiedergewonnene Wiſſen auch fü Wappenkunde, für die man nun erſt den Schlüſſel Verſtändnis gefunden hatte. Man konnte jetzt wieder zurück⸗ kehren zu den lebendigen Urſprüngen der Wappenentſtehung und ⸗ge 5 die durch den übertriebenen Formalismus der Fachleute vom ausgehenden Mittelalter bis in unſere Tage verloren gegangen waren. Von den„zünftigen Heraldikern“ wr 178 Völkerwanderung nachgewieſen werden. Dan eines Standes war, der ſich das Wappen geſ dern aus dem Volke ſelbſt ſtammte. Volk aber— und das iſt wichtig war zu dieſer Zeit gleichbede die Blütezeit der ritterlichen Wappen vom 12. bis 14. Jahrhundert gleich zeitig auch als ihre Entſtehungszeit angeſetzt. Es die Führung von Wappen bereits in den Jahrhunderten der tit war bewieſen, daß das Recht auf ein Wappen nicht etwa das Privileg irgend⸗ ſchaffen hatte, ſon⸗ kann aber heute utend mit Bauer. , a e— 8 275 5 n 8——— N n ————— 75* Dorfſtraße in Haueneberſtein Archiv Wochenblatt Der germaniſche Bauer trug als Zeichen ſeiner Frei⸗ heit und Waffenfähigkeit das von ihm geſchaffene Wappen. Man erkennt daraus, daß das Wappen in ſeiner urſprünglichen Form an ganz beſtimmte Vorausſetzungen N war. Waren dieſe einmal nicht mehr gegeben, ſo hatte das bäuer⸗ liche Wappen einen Teil. e Wertes verloren und! e in Gefahr, ganz zu verſchwinden. Dieſe Entwicklung ſetzte 8 ein, als die großen ſo⸗ zialen Umwälzungen des 9. und 10. Jahrhunderts die Stel- lung des Bauerntums grundlegend änderten. Durch die Politik der Frankenkaiſer wurde der Bauer mehr und mehr entrechtet. Er mußte, um ſein Leben friſten zu können, ſeine Freiheit aufgeben und verlor damit auch alle die Rechte, die einſtmals ſeine Lebenshaltung beſtimmt hatten Mit dem Verluſt der Freiheit ging die Führung der Wappen von der Geſamtheit der Freien auf einen eng begrenzten Kreis von Königsdienern und Miniſteria⸗ len über, die nun daraus eine Art Privileg zu ſchaf⸗ fen ſuchten. Wir ſtehen in dieſen Jahrhunderten im Anfang der Entwick⸗ lung, die die Wappenführung faſt ausſchließlich in die Hände des Adels legte. Nur vereinzelt hielten ſich hier und da im Bauerntum, ſoweit es nicht in Abhängigkeit geraten war, die alten Wappen. Die erſte Periode bäuerlicher Wappenführung war ſomit rund um das Jahr 1000 beendet. Für faſt fünf Jahrhunderte wurde die Tradition dann ohne merkliche äußere Erſcheinung fortgetragen, d. h. die bäuerlichen Wappen waren wohl vorhanden, ſie traten aber kaum jemals in Erſcheinung. Man kann alſo annehmen, daß das bäuerliche Wappen unter dieſen Umſtänden eines Tages überhaupt ganz verſchwunden wäre, wenn nicht eine ſehr ſtarke innere Bindung vorhanden geweſen wäre, die den Bauer zum Weiterführen des Wappens veranlaßte. Daß dieſes innere Verhältnis tatſächlich vorhan⸗ den war, beweiſt ein Zeugnis aus dem großen Bauernkrieg des 16. Jahrhunderts. Die erſte Regung zur Wiederbefreiung des bäuerlichen Standes geſchah unter den alten Zeichen ſeiner ein⸗ ſtigen Freiheit. Das Wappen der„aufrühreriſchen“ Bauern iſt uns auf einem alten Siegel erhalten geblieben und zeigt eine Binde⸗Rune, die aus der Hagal⸗, Tyr⸗, Man⸗ und Lagu⸗Rune zuſammen⸗ geſetzt iſt und die von berufener Seite mit den Worten„Hei⸗ liger Kampf für das Geſetz des Nährſtandes“ gedeutet wird. (Nach Wilhelm Scheuermann, Deutſche Wappenkunde 1935). Seit dieſer Zeit ſind dann noch einmal über vier Jahrhun⸗ derte vergangen, ehe die Wiederherſtellung der bäuerlichen Ehre und Freiheit vollzogen worden iſt. Die Werte, die in einem Jahrtauſend von zahlloſen Geſchlechtern ſtillſchweigend weitergetragen worden ſind, können nun wieder offen zutage treten und da anknüpfen, wo deutſches Bauerntum, frei und ſtolz, ſeine einſtige Blüte erlebt hat. Frei und ſtolz wird auch der Bauer des 20. Jahrhunderts wieder ein Wappen führen, wie es ſchon ſein Vorfahr vor 2000 Jahren getan hat. Mit der Wiedererweckung bäuerlicher Art und Sitte durch den Nationalſozialismus iſt auch die Bedeutung des Bauern⸗ tums für Sippe, Volk und Staat offenbar geworden. Der freie Bauer war der Wappenträger, der Bauer im national⸗ ſozialiſtiſchen Staat iſt der Träger beſten deutſchen Blutes, der Nährvater des Volkes und das ſtaatserhaltende Ele⸗ ment. Die Wappen ſind in ſpäterer Zeit Kennzeichen des Adels geworden. 1 deutſchen Wa dem eigentlichen Wappenträger von Anbeginn, iſt der Adel der Leiſtung geblie⸗ ben, welcher ſich aus dem Vertrauen aller Volksgenoſſen in ſeine lebensbejahende Arbeit auf der Scholle und ſeine volks⸗ erhaltende Kraft als Blutsquelle der Nation herleitet. —— 2 . Wochenblatt der Lan Es geht eine Welle der Selbſthilfe gegen die Juden durch faſt alle Länder der Erde. Die Juden ſelbſt, die ſeit langem ſich aller Mittel der öffentlichen Meinungsäußerung bemächtigt haben, ſuchen krampfhaft zu beweiſen, daß dieſe„Verfolgun⸗ gen“, wie ſie die Selbſtbeſinnung der Völker nennen, aus Neid, Haß und niederen Inſtinkten geboren ſeien. Dabei rechnen ſie damit, daß die„geneigten Leſer“ nicht mehr wiſſ 18 8 ihnen in den jüdiſchen Schmierblättern vor haben nichts weiter zu tun, als unſere Leſer uklären, ihnen iten vor Augen Tatſachen gegenwärtiger und vergangener zu fuhren. hne Intereſſe ſein, daß 1 chaft, die im Jahre en von Gotha richt Da 8 n 1 1 5 48 Fßuden befanden, wurde mit ihrer Hilfe der Aufſtand der um Grund und Boden kämpfenden Bauern unterdrückt. Wir wollen die Reihe der Aufſtände der kleinen Stadtbürger in den ſüddeutſchen Sädten, die ſich ausnahmslos gegen die Ju⸗ den richteten, nicht weiter anführen. Aber ganz weit wollen wir zurückgreifen, um den Kampf des Judentums gegen den deutſchen Bauern und ſeine Einſtellung zur heiligen Mutter Erde in ſeinen Anfängen kennen zu lernen. 911 Wie alt iſt die Judenfrage? In einer Verordnung für die Juden aus der Zeit der Merowingerkönige, alſo noch vor Karl dem Franken, heißt es: „Kein Jude wage es, einen Chriſten in Schuldknecht⸗ ſchaft zu preſſen und ihn ſo herabzuwürdigen. Nimmt ſich ein Jude ſolches heraus, ſo leiſte er nach dem Geſetze Schadenerſatz und verliere das Geborgte und das Pfand zugleich. Kein Jude wage es, Geld in ſeinem Hauſe aufzubewahren oder mit Wein, Getreide oder ſonſt etwas Handel zu treiben. Findet man dergleichen bei ihm, ſo werde ihm ſeine Habe weggenommen und er werde in den Kerker geworfen, bis er uns zur Aburteilung vorgeführt wird. Wird ein Jude eines Vergehens gegen ein chriſtliches Geſetz oder einen Chriſten überführt, ſo werde er wie ein Verwandtenmörder in einen Sack genäht und in tiefes Waſſer geworfen oder verbrannt.“ Wir ſehen, wie die alte Grundverfaſſung der deutſchen Bauern den Juden als Menſchen, als Raſſeangehörigen ab⸗ lehnt. Als beſonders gefährlich wird ihm der Handel mit den notwendigen Lebensmitteln unterſagt. Aber ſchon unter Karl dem Franken wurde dieſes Geſetz durchbrochen. Eine Reihe noch erhaltener Schutzbriefe für ein⸗ zelne Juden geben davon Zeugnis. Ein bekannter Forſcher ſchreibt:„Durch die Schutzbriefe Karls wurde die drückende Lage der Juden erleichtert, was ſie nicht ſelten zum Schaden der Chriſten ausgenutzt zu haben ſcheinen“(11) Deshalb ſetzte ſchon im Jahre 822 eine ſtarke Bewe⸗ gung gegen die Juden, die erſte autiſemitiſche Bewe⸗ gung Deutſchlands, ein. Ihr Führer war Agobard von 7 1 Lyon, ein geiſtvoller und unerſchrockener Schriftſteller mit politiſchem Weitblick. a —— Die Judenfrage in früherer Zeit Beachten wir, daß dies in einer Zeit geſchah, in der nahezu alle Einwohner Deutſchlands Bauern waren, ſo können wir recht ermeſſen, in welchem Gegenſatz Juden und Bauern ſtehen müſſen. Daß wir dieſen Gegenſatz heute nicht mehr überall empfinden, iſt der zerſetzenden Tätigkeit des Judentums in Literatur und Preſſe zuzuſchreiben. Dem Judentum ſelbſt iſt aber der Gegenſatz durchaus bewußt. Das jüdiſche Lexikon Es gibt ein„jüdiſches Lexikon“, das von Juden geſchrieben iſt und alle Fragen des Judentums behandelt. Das aus mehreren Bänden beſtehende Werk iſt an jeder großen Bib⸗ liothek zu finden. Nachdem die üblichen Verdrehungen über wirtſchaftliche Urſachen gemacht worden ſind, heißt es: Die Hauptur zwiſchen der i Juden und den and Die Juden— und nur ſie allein— ſind Vertreter des Indi⸗ vidualismus und des Kapitalismus, und haben erſt mit der Einführung dieſer Wirtſchaftsweiſe die heutige Wirtſchaft er⸗ möglicht. Wenn ein Jude nie Recht gehabt hat: hier hat er Recht! Langſam beginnt es den Völkern zu dämmern, daß der Ka⸗ pitalismus, alſo der Jude, der Untergang bedeutet. Unſere Wirtſchaft war blühend und groß, ſo lange ſie ſich auf den Bauern als die Grundlage des Volkes und Staates ſtützte. Die Einführung der kapitaliſtiſchen Ideen, der durch Juden vertretenen Geldwirtſchaft, bedeutete den lang⸗ 4 ſamen Tod des deutſchen Bauerntums. Am Ende dieſer Entwicklung ſtand der Weltkrieg, von Juden im Hintergrund als größtes„Geſchäft“ arrangiert. Und das letzte Ende wäre der ſchon prophezeite„Untergang des Abend⸗ landes“ geweſen, hätte nicht unſer Führer in letzter Minute das Volk für den Nationalſozialismus gewonnen. Der Kampf, den das Judentum gegen uns führt, iſt ein gigantiſcher End⸗ kampf um die Herrſchaft der Welt. Es geht nicht um einen einzelnen, ſondern um alles! Und jeder einzelne von uns muß mithelfen, den wahren Erbfeind zu beſiegen. Der Menſch iſt uns nicht wichtig. Wichtig aber iſt der zerſetzende, alles verzehrende, tödliche jüdiſche Geiſt! Ihm gilt der Kampf bis aufs Meſſer. H. Der Jude iſt und bleibt der typiſche Paraſit, ein Schmarotzer, der wie ein ſchädlicher Bazillus ſich immer mehr ausbreitet, ſo wie nur ein günſtiger Nährboden dazu einlädt. Die Wirkung ſeines Daſeins gleicht ebenfalls der von Schma⸗ rotzern: wo er auftritt, ſtirbt das Wirtsvolk nach kürzerer oder längerer Zeit ab. Adolf Hitler„Mein Kampf“ Seite 1150— Folge 35 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden N 30. Ernting(Auguſt) 1935 1 — Das Stoppelſchälen ſollte, wenn es feucht genug dazu iſt, möglichſt raſch beendet werden. Die Ausſaat von Raps und Wintergerſte if ren. Zur Ausſaat werden Lembkes und Janetzkis Winterre und Friedrichswerther Berg, Eckendorfer Manmmuth und Pe⸗ ragis Wintergerſte empfohlen. Das Saatgut für den Anbau von Winterweizen und Win⸗ terroggen iſt in der erſten Septemberhälfte herzurichten, da⸗ mit es bei Beginn der Ausſaat zur Hand iſt. Das gereinigte Saatgut muß gebeizt werden, darf kein ungebeiztes Saat⸗ gut in den Boden kommen! Sorgt für Futter! Nach der Oehmdernte müſſen unſere Wieſen für die Ueber⸗ winterung vorbereitet werden. Man erreicht dies durch das Ausfahren von Jauche, oder einer kleinen Gabe mit künſt⸗ lichem Stickſtoff in Form von ſchwefelſaurem Ammoniak oder Kalkſalpeter in Höhe von 0,5 bis 1 Kilogramm je Ar. Das Wachstum wird durch dieſe Düngung angeregt und die Wie⸗ ſenpflanzen können für den Winter noch die notwendigen Nährſtoffvorräte ſammeln. Wieſen, die im Spätſommer mit Stickſtoff verſorgt werden, geben im Frühjahr den früheſten Ertrag. Unſere Wieſen ſollten nach dem Oehmdſchnitt beweidet werden, um die knappen Futtervorräte zu ſtrecken. Die Beweidung wirkt ſich durch den Tritt der Tiere günſtig auf die Dichte der Grasnarbe aus. Zur Erweiterung der wirtſchaftseigenen Futterbaſis iſt die Ausſaat von Winterwick⸗ futtergemengen durchzuführen. g Die bereits geſäten Stoppelrübenäcker ſind mit der Hacke fleißig zu bearbeiten. Dabei darf die Düngung nicht ver⸗ geſſen werden. 5 Foto: Gſchwindner Der Tabak muß vor der Dachreife an geſchütztere Stellen umgehängt werden. im letzten Jahr nicht langt wird. trie und de Sämtliche Bauern und Landwirte müſſen daher in dieſem Jahr die Pflücke und Sortierung mit beſon⸗ derer Sorgfalt vornehmen. Nur ſo kann eine Standartware erzielt werden. Dies liegt auch im Intereſſe eines jeden Hopfenbauers, nachdem er ſich das ganze Jahr hindurch die erdenklichſte Mühe gab, durch ſachgemäße Düngung und richtige Schädlingsbekämpfung einen guten Ertrag zu erzielen. Auch der Trocknung muß in Zukunft mehr Beachtung geſchenkt werden als bisher. In der Sonne darf heute nirgends mehr Hopfen ge⸗ trocknet werden. Die grüne Farbe, die der Bauer wünſcht, kann nur durch Heißluftdarren oder durch Trocknen im Schatten auf den Spei⸗ chern erzielt werden. Wenn alle Bauern in den Anbau⸗ und Erntearbeiten die entſprechende Sorgfalt walten laſſen, wird es möglich ſein, den badiſchen Hopfen als„Edelhopfen“ zu guten Preiſen abzuſetzen. Wir erzeugen Qualitätstabak! Die Behandlung der bereits größtenteils vorgeernteten Grumpen und Sandblätter erfordert dieſes Jahr ganz beſon⸗ dere Sorgfalt, da dieſes edle, gut brennende Material als be⸗ ſonders wertvoll anzuſprechen iſt. Die Losblattgrumpen müſſen ſandfrei und ſauber ſortiert zur Verwiegung kommen. Die eingefädelten Grumpen, ſowie die Sandblätter, ſo weit ſie an Dachvorſprüngen, Giebeln uſw. aufgehängt wurden, müſſen umgehängt oder zuſammengehängt werden, ſobald ſie der Dachreife entgegengehen, und zwar an Stellen, wo ſie vor den nachteiligen Einflüſſen von Wind, Regen uſw. geſchützt ſind. Die Ernte des Hauptgutes wird, ſofern es ſich um Zigar⸗ rengut handelt, bei beginnender, im Schneidgutgebiet bei wei⸗ ter vorgeſchrittener Reife vorgenommen. Es iſt zu beachten, daß an einem Tag nicht mehr ab⸗ geerntet wird, als man am ſelben Tag einfädeln und auch aufhängen kann. Die Sortierung muß auf dem Felde vorgenommen werden. Es ſind die kleinen und dunklen oberen Blätter getrennt zu ernten. In Gemeinden, welchen die Genehmigung zum Ern⸗ ten von Nachtabak erteilt wird, müſſen die hierfür ſtehen⸗ bleibenden Geizen geköpft werden, um ein blattiges Material zu gewinnen. Anſere Geſpinſtpflanzen Das Flachsſtroh wird in dieſen Tagen zur Ablieferung ge⸗ langen. Die Badiſche Landwirtſchaftliche Zentralgenoſſenſchaft hat eine Flachsaufbereitungsanſtalt in Oſterburken für das geſamte Anbaugebiet Baden eingerichtet. Das Flachsſtroh ſoll ohne Samen zur Ablieferung gelangen, um dem großen Ausfall vorzubeugen, der durch die Verladung entſteht. 5 In dieſem Zuſammenhang bringen wir die ſeinerzeit beim Abſchluß der Anbauverträge überſandten Richtlinien in Er⸗ innerung, wonach Höchſtpreiſe nur dann erzielt werden kön⸗ nen, wenn wirkliche Qualitätsware zur Ablieferung gelangt. 30. Ernting(Auguſt) 1935 Wochenblatt der Laudesbauernſchaft Baden Folge 35— Seite 1151 Unter Qualitätsware verſteht man einen Flachs, der unkrautfrei, gleichmäßig gerichtet und gebündelt iſt. Die Leinſaat muß von jedem Flachsanbauer nach der Ent⸗ riffelung dem zuſtändigen Ortsbauernführer zur Weitermel⸗ dung an die Landesbauernſchaft Baden det werden. 4* Elbel ver Erſt nach Freigabe der Leinſaatmenge kann der Bauer die Leinſaat im eigenen Betriebe verwerten. Sollte ein Bauer ohne Genehmigung der Landesbauernſchaft Leinſaat verfüttern oder veräußern, dann wird mit aller Strenge nach den beſtehenden Geſetzen gegen ihn vorgegangen. Der Faſerhanf, der in dieſem Jahre in Baden angebaut wird, ſieht auch der Reife entgegen. Was die Ernte des Faſer⸗ hanfes anbetrifft, ſei auf den Artikel in der letzten Nummer des Wochenblattes der Landesbauernſchaft Baden hingewieſen. Es wird empfohlen, die Hanfſtoppeln möglichſt bald unter⸗ zupflügen. Hanf hinterläßt einen unkrautfreien Acker und iſt als eine der beſten Vorfrüchte für Weizen anzuſehen. Beim Körnermaisbau iſt in dieſem Jahr beſonders darauf zu achten, daß nicht zu früh mit der Ernte der Kolben begon⸗ nen wird. Infolge der in den meiſten Anbaugebieten ver⸗ ſpätet gefallenen Niederſchläge, entwickelten ſich die Kolben erſt ſeit Mitte Auguſt kräftig. Nur wirklich ausgereifte Kolben dürfen geerntet werden. if iſt der Körnermais in die Körner die Nagelprobe bt ſind Jil Die Zuckerrüben machen, infolge der großen Trockenheit nicht den allerbeſten Eindruck. Die ſpätgeſäten Rüben haben 3. T. die frühgeſäten, infolge der günſtigen Witterung, ein⸗ geholt. Die Schoßrüben ſind jetzt zu entfernen. Dasſelbe gilt auch für die Zichorien, wo ebenfalls die Schoßen herauszu⸗ ziehen ſind. Sparſame Futterwirtſchaft Rindvieh: In der Rindviehhaltung wird ſich die Futter⸗ baſis dadurch außerordentlich knapp geſtalten, daß durch die lang anhaltende Trockenheit in den meiſten Gegenden nicht nur die Oehmdernte mengenmäßig ſehr gering ausgefallen iſt, ſondern auch die Ausſichten für den Zwiſchenfutterbau nicht ſehr günſtig ſind. Daher iſt äußerſte Sparſamkeit jetzt ſchon in der Rind⸗ viehfütterung notwendig. Wo ſchon Rauhfutter verabreicht werden muß, können verhält⸗ nismäßig große Strohmengen dem Futter beigemiſcht werden, weil das eingebrachte diesjahrige Heu und Oehmd faſt überall von beſonderer Güte und beſonderem Nährſtoffgehalt iſt. Schweine: Die geringen Futtermengen, die die einzelnen Wirtſchaften im laufenden Jahr zur Verfügung haben, dürf⸗ ten nicht dazu verleiten, den augenblicklich vorhandenen Beſtand an Schlachtſchweinen unausgemäſtet auf den Markt zu bringen. Die vorhandenen Schweine müſſen umgehend ſchlachtreif gemacht werden. Nur ein ſchlachtreifes Schwein kann dem Bauer den gerechten Preis bringen. Für die Nachzucht von Ferkeln und Neuaufſtellung von Maſtſchweinen ſind betriebswirtſchaftliche Ge⸗ ſichtspunkte und ein genauer Futtervoranſchlag von größter Wichtigkeit. Ab 10. September beginnen die Schweineſchauen der Landes⸗ bauernſchaft Baden für freie Züchter. Die Beſchickung der Schauen wird dringend empfohlen. Auskunft erteilen die Kreisbauernführer, Bezirkstierärzte und die Bäuerlichen Werk⸗ ſchulen. Schafe: Für die Schafe müſſen jetzt die Winterſchafweiden gepachtet werden. Wo dem Schafhalter Schwierigkeiten bei der Pachtung begegnen, wende er ſich an die Landesbauernſchaft Baden, Hauptabteilung II. Die Gemeinden ſollen an dieſer Stelle nochmals darauf hingewieſen werden, daß geeignetes Gelände für Schafweiden erſchloſſen und für die Winterfütte⸗ rung der Schafe verfügbar gemacht wird. Ziegen: Für die Ziegen beginnt bereits Decken im September zucht beſonders dann angeſt nicht nur zur Nachzucht, Marktes vorgeſehen ſind. Wo in dieſem Jahre infolge der außerordentlichen Trocken⸗ heit Grünfutter nur noch in geringen Mengen zur Verfügung ſteht, werden die Feld⸗ und Gartenabfälle, z. B. Rüben⸗ und Kohlblätter, zur Ergänzung herangezogen. Auch in der Ziegen⸗ haltung ſteht ja jetzt, ſoweit die Züchter früheren Ratſchlägen gefolgt ſind, Mais zu Futterzwecken als ſehr zweckmäßiges Herbſtzwiſchengrünfutter zur Verfügung. Hühner: Die Arbeiten auf Scheiding ganz im Zeichen der im September ver⸗ Frühjahr, daher ber, muß in der Ziegen⸗ bt werden, wenn die Zicklein ſondern auch zur Belieferung des — dem Hühnerhofe ſtehen im Vorbereitungen für das mit dem Gilbhart begin⸗ nende neue Legejahr. Jetzt müſſen alle Inſtandſetzungen an den Ställen vorgenom⸗ men werden. Hierher gehört auch das gründliche Säubern, Desinfizieren und Kalken der Ställe. Ebenſo wie die ſtetig durchführende Seuchenbekämpfung durch Impfen gegen Diph⸗ teritis, Blutunterſuchung auf Weiße Ruhr und Bekämpfung der Darmparaſiten durch die Wurmkur, iſt dieſe Maßnahme die Grundbedingung für einen geſunden Beſtand. Da wir im Scheiding ſchon mit erheblichen Temperaturſchwankungen und großen Niederſchlägen zu rechnen haben, die leicht Urſache von Erkältungen werden können, iſt die vorbeugende Impfung gegen Diphteritis beſonders wichtig. Erkältete Tiere ſind viel leichter anfällig als geſunde. Von den Tieren 1934er Brut gilt es, die ſchlechten Tiere auszufangen und als Schlachtware zu verwerten. Nur die Tiere mit guter Legeleiſtung ſind es wert, über die Mauſer und Legepauſe gefüttert zu werden. Ernte und Saat im Garten Die Haupternte des Steinobſtes geht ihrem Ende ent⸗ gegen; dafür fetzen Herbſt⸗ und frühe Winterſorten des Kern⸗ obſtes mit der Ernte ein. Die Früchte ſind nach den beſtehen⸗ den„Reichseinheitsvorſchriften“ zu ſortieren und zu ver⸗ packen. Die Bäume ſind bei der Ernte zu ſchonen. Um Un⸗ * * 5„ — Bauernhöfe ſind Stätten der Volkskraft Seite 1152— Folge 35 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden 30. Ernting(Auguſt) 1935 fälle zu vermeiden, ſind die Leitern vor Gebrauch auf ihre „ Verwendungsfähigkeit hin nachzuprüfen. Die Obſtlagerräume n müſſen gereinigt, gelüftet und nach Möglichkeit desinfiziert . werden. Es iſt vorteilhaft, die Lagerräume dunkel und auf gleichmäßiger Temperatur zu halten. Das Fallobſt iſt zu terſalat, Neue Erdbeeranlagen ſind, ſoweit es noch nicht geſchehen, baldigſt anzulegen. Bei ſpäterem Anpflanzen wachſen die Pflanzen ſchwer an und wintern dann leicht aus. Im Gemüſegarten kommt die Zeit, Spinat, Feldſalat, Win⸗ ſowie Schwarzwurzeln auszuſäen. Die Spargel⸗ Foto: Pache Badens Obſt ſammeln und kann ſchon zur Moſtbereitung verwendet wer⸗ den, wie überhaupt im September die Moſtbereitung einſetzt. Die Keltergeräte müſſen, ſoweit es noch nicht geſchehen iſt, ſchnellſtens gereinigt und blanke Eiſenteile mit Kelterlack ge⸗ ſtrichen werden, ebenſo müſſen die Fäſſer zur Moſtlagerung vorbereitet werden. koniliakranke Früchte müſſen von den Bäumen entfernt, eingeſammelt und vernichtet oder eingegraben werden. Die ſofortige Verwertung wurmſtichigen Obſtes iſt angebracht, um die Verpuppung der Obſtmade zu verhüten. Foto: Pache ... geht in alle Welt anlagen ſind nochmals durchzuhacken. Durch Zuſammenbinden oder ſonſtige Maßnahmen muß jetzt das Bleichen der Endivie herbeigeführt werden. Im Blumengarten werden Stiefmütterchen und Vergiß⸗ meinnicht gepflanzt; Blumenzwiebeln werden geſteckt; bei deren Einkauf verlange man nur deutſche Ware. Beetpflanzen, 5 39 die überwintert werden ſollen, wie Pelargonien, Fuchſien u. a., werden in froſtgefährdeten Gegenden gegen Ende des Mo⸗ nats froſtſicher eingebracht. 5 Faßraum für die neue Weinernte Der Reichsbeauftragte für die Regelung des Ab⸗ ſatzes von Weinbauerzeugniſſen, Boetttner, hat fol⸗ genden Aufruf an den Weinhandel und die weinver⸗ arbeitende Induſtrie erlaſſen: Große Beſtände 1934er Weine guter und mittlerer Qua⸗ lität lagern noch in den Produktionsgebieten des weſtdeutſchen Grenzlandes. Hier eine Entlaſtung herbeizuführen, iſt eine nationale und ſoziale Pflicht mit Rückſicht auf die große ſtaatspolitiſche und wirtſchaftliche Bedeutung, die dem Winzer⸗ ſtande des weſtdeutſchen Grenzgebietes zukommt. Die Unter⸗ bringung der bevorſtehenden Weinernte iſt wegen Mangel an Faßraum in einzelnen Teilen dieſes Gebietes aufs ſchwerſte gefährdet, wenn nicht ſofort geholfen wird. Mit Zuſtimmung der Fachſchaft der deutſchen Weinverteiler und des Beirates der Schaumwein⸗, Wermut⸗ und Branntweininduſtrie rufe ich alle Weinverteiler ſowie Schaumwein⸗, Wermut⸗ und Wein⸗ „ auf, an dieſer nationalen Aufgabe mitzu⸗ arbeiten. Die zuſtändigen Gebietsbeauftragten für die Regelung des Abſatzes von Weinbauerzeugniſſen in den einzelnen Landes⸗ bauernſchaften ſind bereit, nähere Auskunft zu erteilen. eee resse. Zuchtviehverſteigerung in Furtwangen Bei der Zuchtviehverſteigerung am Mittwoch, den 21. Au⸗ guſt, in Furtwangen wären 23 Farren und 1 Kalbin aufge⸗ trieben. Alle Tiere waren vorgemuſtert, bei dieſer Vormuſte⸗ rung wurden 13 Farren zurückgewieſen, da ſie dem neuen Zuchtziel nicht entſprachen. In knapp 45 Minuten wurden 22 Farren verkauft, 1 Farren und die Kalbin konnten nicht abgeſetzt werden. Erfreulich war die Feſtſtellung, daß ſich die kaufenden Gemeinden ſchon ſehr ſtark auf den neuzuſchaffen⸗ den Typ des Vorderwälder Schlages eingeſtellt hatten. Die tiefen und breiten Tiere rückten weit an die Spitze der Be⸗ wertung. Der Nachweis der Milchleiſtung fand große Wür⸗ digung. Von den 22 Farrenmüttern konnten für 19 Leiſtungs⸗ nachweiſe erbracht werden. Im Durchſchnitt beträgt die Lei⸗ ſtung dieſer Kühe 2900 Kilo Milch mit 3,8 Prozent Fett, die Höchſtleiſtung kann mit 4061 Kilo Milch und 3,73 Fettprozent verzeichnet werden. Die Preiſe bewegten ſich von 390 RM. bis 630 RM. Der Durchſchnittserlös für einen Farren kann mit 510 RM. errechnet werden. Käufer und Verkäufer waren befriedigt über das Ergebnis, zumal bislang dieſe Durch⸗ ſchnittsverkaufsſumme nicht erzielt wurde. Die Milchlei⸗ ſtungsergebniſſe zeigen, welch hervorragende Anlagen für gute Milchleiſtungen durch dieſe Farren in die Gebiete des Vorderwälder Schlages gebracht werden. Farmer iſt, wer offne erbliche Verwurzelung ſeines Geſchlechts mit Grund und Boden ſein Land beſtellt — und in dieſer Taͤtigkeit nur eine rein wirkſchaftliche Aufgabe des Geldverdienens erblickt. Gauer iſt, wer in erblicher Jerwurzelung ſeines Geſchlechts mit rund und Boden ſein Land beſtellt — und ſeine Tätigkeit als eine Aufgabe an ſeinem Geſchlecht und an ſeinem Volke betrachtet. 30. Ernting(Auguſt) 1935 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden Folge 35— Seite 1153 Vom badiſchen Weinbau Die Trauben reifen ſchnell heran. Man findet ſchon überall vereinzelt ſüße, vollreife Trauben, die aber durch die anhal⸗ tende Trockenheit gegen letztes Jahr etwas zurück ſind. Die Beeren ſind beſonders in den ſteinic 8 Böden noch kleiner. Die Gewitterregen haben nur ſtrichweiſe die krſchnte 5 tigkeit gebracht. Im ſüdlichen und w eſtlichen Kaiſerſtuhl konnten die Niederſchläge den aus 5 Boden nicht 528 dn en. Die Ernteausſichten haben ſich dadurch ſtark verringert, leider gerade in den beſten Lagen. Viele Winzer haben ſich durch die günſtige Witterung verleiden laſſen, in der Schädlingsbekämpfung weniger intenſiv vorzugehen, und man kann daher mancher⸗ orts jetzt Peronoſporabefall feſtſtellen, und auch Sauerwurmſchäden, die vermieden werden konnten. Die Ausfälle durch 1 gehen teilweiſe bis 10 Pro⸗ zent, nur ſelten höher. Die durch den Wurm verurſachten Zer⸗ ſtörungen halten ſich etwa in den ſelben Grenzen. Von Hagelſchlägen ſind die Reben bis jetzt erfreulicherweiſe meiſt verſchont geblieben. Umfangreichere Beſchädigungen ſind in Oehningen, Tüllingen und Eſchelbach eingetreten. Die Rebarbeiten ſind beendet und die Anlagen ſind un⸗ krautfrei. Mit dem Zuſtand des Rebholzes kann man meiſt zufrieden ſein. Die Rebberge ſind die Rebhi teilweiſe ſchon geſchloſſen worden und walten ihres Amtes. Die Leſe wird vorbereitet Die Keltern werden geſtrichen, nachdem ſie gut gereinigt und die Eiſenteile mit Drahtbürſten vom Roſt befreit ſind, das Herbſtgeſchirr wird ausgebeſſert und erſetzt, die Lagerfäſſer werden gründlich nachgeſehen und wo dieſelben nicht ganz ein⸗ wandfrei ſind, mit Sodalauge gebrüht und gedämpft, Re⸗ paraturen werden ſofort vorgenommen. Es iſt zu bedenken, daß der neue Wein außerordent⸗ lich empfindlich iſt und jeden Geſchmack annimmt, des⸗ wegen iſt größte Sauberkeit und Sorgfalt am Platze. Fäſſer, in denen Kirſchen eingemaiſcht oder verdorbene Weine eingelagert waren, ſind nicht geeignet, die neuen Weine auf⸗ zunehmen. Damit die Trauben und der Moſt nicht mit Eiſen in Berührung kommen, ſollten zum Herbſten nur Holzkübel und keine Blech⸗ oder Emaillekübel, bei denen häufig das Emaille abgeſprungen iſt, verwendet werden. Die Unſitte die Trauben bei der Leſe im Weinberg mit einer„Stückhaue“ in die Herbſt⸗ bottiche einzuſtoßen, und dieſes Gerät womöglich noch in dem geleſenen Gut liegen zu laſſen, ſollte nicht mehr vorkommen. Alle Eiſenteile, die mit dem Leſegut oder dem Moſt in Be⸗ rührung kommen, müſſen mindeſtens mit ſäurefeſtem Lack ge⸗ ſtrichen ſein!. In b 858 Kelter Die Keller werden 1 inigt, geweißelt, am beſten mit der Rebſpritze; im Keller iſt für reine Luft zu ſorgen. Zum Dichten der Faßtürchen verwendet man ein reines, nicht riechendes Fett und ſorgt dafür, daß innen die Teile der Faßſchraube gut verſtrichen ſind. Spund⸗ und Zapfenlöcher werden nachgebohrt, wenn ſie nicht mehr rund ſind,. die Spunden gut abſchließen. Alte Lappen ſind zur Abdichtung von Hahnen und Spunden nicht geeignet. Zur Vergärung muß ein Gärtrichter auf das Faß aufgeſetzt werden. Bei Ver⸗ wendung eines Tuches oder Sandſäckchens, bilden ſich Schleim⸗ und Eſſigbakterien, die dann die Entwicklung des Weines un⸗ günſtig beeinfluſſen. Die wichtigſte Forderung für 2 Kellerwirt iſt, Sauber⸗ keit für alle Geräte, die mit dem Wein in Berührung kom⸗ men. Während der Leſe ſollten jeden Abend die Leſegeſchirre gründlich gereinigt werden. Das an einem Tag eingebrachte Leſegut muß ſofort abgekeltert werden, und darf nicht längere Zeit ſtehen bleiben, da ſonſt namentlich bei warmer Witterung eine Gefährdung eintritt. Winzer, verwendet die größte Sorgfalt bei der Leſe, ſonſt habt ihr i Schaden, der ſich nicht wieder gut machen läßt! Reges Leben bei den Winzergenoſſenſchaften Bei den Winzergenoſſenſchaften herrſcht eine ſehr rege Tätigkeit. Viele neue 1 ſind angeſchafft und wer⸗ den nun aufgeſchlagen, neue Keltereianlagen ſind im Bau be⸗ griffen. Die 3 Winzergenoſſenſchaften richten ihre Keller ein und Genoſſen und Facharbeiter ſind werktätig. Kein Genoſſe will zurückſtehen, wenn es gilt, den Winzerkeller herzurichten. In Oberrotweil werden die zwei großen hydrau⸗ liſchen Keltern montiert und die Mitglieder ſind in Arbeits- ſchichten eingeteilt, die unentgeltlich mithelfen. Die Lagerkeller 8 größtenteils ſchon eingerichtet. In Bahlingen und Bötzingen werden ebenfalls die Kelteranlagen aufgebaut, und zahlreiche Küfer ſind beſchäftigt, die großen Lagerfäſſer aufzu⸗ ſchlagen. Der Winzerkeller in Sasbach iſt ſchon zur Aufnahme des„Neuen“ bereit; in Waſenweiler wird mit den Arbeiten be⸗ gonnen. Die meiſten Genoſſenſchaften haben ſich neuen Faß⸗ raum zugelegt, um nicht zu Notverkäufen gezwungen zu ſein. Der ſchöne neue Winzerkeller in Bickenſohl ſchreitet rüſtig vor⸗ wärts, und es wird in zwei Schichten gearbeitet, um zeitig fertig zu werden. Die neuen Keller werden eine würdige Wohnung für den weltbekannten„Bickenſohler“ der Winzer⸗ genoſſenſchaft ſein! Die vorwärtsſtrebende Tatkraft der Kai⸗ ſerſtühler Winzer iſt ein Beiſpiel der Aufbauarbeit im neuen Reich! Trinkt Wein, eßt Trauben! Der Weinverkauf iſt für die ruhige Zeit des Ernting be⸗ friedigend, nur in der oberen Markgrafſchaft und in der Ortenau, ſowie in den Konſumweingebieten des Kaiſerſtuhls und Breisgaus, läßt derſelbe zu wünſchen übrig. Die Win⸗ zergenoſſenſchaften Kenzingen, Eichſtetten, Kiechlinsbergen und Königſchaffhauſen ſind ſtark geräumt. Die Preiſe hal en ſich gehalten gegen den Vormonat. Der Tafeltraubenmarkt in Müllheim und Staufen wird demnächſt wieder eröffnet werden. Möge die deutſche Tafel⸗ traube die gleichgute Aufnahme finden wie im letzten Jahre und die reiche Mühe des Winzers lohnen. Durch die geſamte deutſche Preſſe richten wir den Ruf an alle Volksgenoſſen: Eßt deutſche Tafeltrauben! Foto: Pache Bis kurz vor der Ernte wird im Weinberg gearbeitet Seite 1154— Folge 35 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden 30. Ernting(Auguſt) 1935 Veinigt und beizt das Saatgut Jeder Bauer und Landwirt muß bei der Ausſaat größten Wert darauf legen, nur unkrautfreies Saatgetreide auszuſäen. Das Saatgetreide muß außerdem auch frei ſein von ſchmäch⸗ igen, keimſchwachen Getreidekörnern, Bruchkörnern und ſon⸗ ſtigen Beimengungen, denn nur vollwertiges Saatgut mit voller Keimkraft kann hohe Erträge bringen. Mancherorts wird das Saatgetreide wohl auf einer Windfege oder Putz⸗ mühle gereinigt. Die Reinigung iſt jedoch völlig unzuläng⸗ N Durch Windfege und Putzmühle wird das Saatgut lediglich von groben Beimengungen befreit lich. Eine einwandfreie Saatgutbereitung kann nur auf einer Getreidereinigungsanlage erreicht werden. Dieſe Maſchinen arbeiten mit gleichförmigem Wind, mit großen Siebvorich⸗ tungen und Spezialtrieur, wodurch die Frucht ſowohl nach Kornſchwere, als Größe, Form und Beimengungen ſcharf ſor⸗ tiert wird. Selbſt aus ſtark verunkrautetem Getreide wird bei geringem Abgang ein Saatgut von 99 Prozent Reinheit er⸗ ztelt Getreidereinigungsanlagen werden zwar ſchon einige Jahre in genoſſenſchaftlichen Lagerhäuſern, in Saatzuchtwirtſchaften und in größeren Betrieben verwendet. Teilweiſe ſind dieſe An⸗ lagen auch weiteren Kreiſen zugänglich. Die Maſchinen können jedoch die großen Saatgutmengen nur in beſchränktem Um⸗ fang bewältigen, außerdem ſind die Anlagen für viele Land⸗ wirte nur be erreichbar. Um nun jedem Bauer die Mög⸗ lichkeit zu geben, ſein Saatgetreide einwandfrei zu reinigen, hat die Landesbauernſchaft in Baden neue Maßnahmen er⸗ griffen. Bereits in dieſen Tagen wandern 18 fahrbare Ge⸗ treidereinigungsanlagen von Ort zu Ort, wo ſie von Maſchinenwärtern der bäuerlichen Beratungsſtellen in Betrieb genommen werden, die nach einem feſten Arbeits⸗ plan die Getreidereinigung beim Bauern bei niedrigen Rei⸗ nigungsgebühren durchführen. Die Maſchinenwärter wurden an der Maſchine praktiſch ausgebildet, ſind alſo mit der Ma⸗ ſchine beſtens vertraut, dadurch iſt die Gewähr für richtige Ein⸗ ſtellung und Bedienung der Anlagen gegeben. Allerorts, wo eine der fahrbaren Anlagen vorfährt, und in allen Gemeinden, wo ſtationäre Anlagen vorhanden ſind, darf kein Landwirt von der Abſtand nehmen! neuzeitlichen Getreidereinigung Jede Getreidereinigungsmaſchine muß vor der Herbſt⸗ ſaat Stunde für Stunde im Betrieb ſein. Nur ſo wird der Weg beſchritten, der bei geringſten Aufwen⸗ dungen den größten Erfolg erbringt, den Erfolg für jeden einzelnen und für die Geſamtheit. Alſo: Reinigt euer Getreide mit Hilfe der fahrbaren Saatgutreinigungsanlage. Dieſe kommt auf Anforderung bei der Beratungsſtelle(Bäuerliche Werkſchule) in jedes Dorf. Das Beizen verhindert ſchwere Schäden Durch Brandkrankheiten und Schneeſchimmel hat die deutſche Landwirtſchaft jährlich einen Ausfall von 5 v. H. der Geſamternte, d. ſ. rund 20 Millionen Zentner Getreide im Werte von rund 180 Millionen RM. Da durch Beizen des Saatgutes dieſer Verluſt vermieden werden könnte, müßte man eigentlich annehmen, daß das Bei⸗ zen allgemein Eingang gefunden hätte. Im Höchſtfalle werden in Deutſchland aber nur 40 v. H. des Saatgutes gebeizt, ob⸗ wohl die Beizkoſten ſehr gering ſind. Zunächſt wird man fragen: Welche Getreidearten müſſen gebeizt werden? Am weiteſten verbreitet iſt zweifellos das Beizen des Weizens zur Bekämpfung des Steinbrandes. Nicht minder wichtig iſt aber die Beizung der drei anderen Hauptgetreidearten, Roggen, Gerſte, Hafer. Der Schneeſchim⸗ mel des Roggens verurſacht nämlich in einzelnen Gegenden ſehr große Schäden. Die Streifenkrankheit der Gerſte iſt wohl die Krankheit, die zur Zeit den größten Ausfall bei Gerſte hervorruft. Befallszahlen von 30 und mehr Prozent ſind keine Seltenheit. Am ſtärkſten wird im allgemeinen die Sommer⸗ gerſte befallen. In den letzten Jahren wird der Haferflug⸗ brand in ſtärkerem Maße beobachtet. Deshalb darf auch das Beizen des Hafers nicht verſäumt werden. Aus den durch Getreidekrankheiten feſtgeſtellten Schã⸗ den ergibt ſich mit zwingender Notwendigkeit das Beizen von Saatgut aller Getreidearten. Das gilt für die Herbſt⸗ und Frühjahrsſaat. Naß⸗ oder Trockenbeize? Es gibt verſchiedene Beizverfahren, die je nach den beſon⸗ deren Bedingungen des Betriebes Verwendung finden können. Vorausſetzung bei allen Methoden iſt die richtige Durchfüh⸗ rung. Das veraltete Benetzverfahren, bei dem das Beizmittel auf den in der Tenne aufgeſchütteten Saatguthaufen geſchüttet und dieſer dann umgerührt wird, bietet durchaus keine Sicherheit für die Abtötung der ee erſchwert aber in un⸗ getrocknetem Zuſtand des Saatgutes das Säen. Sicher, aber auch umſtändlich iſt das Tauchverfahren. Man löſt in einem Bottich die e Menge des Beiz⸗ mittels auf, nimmt den geöffneten und mit der Hand zugehal⸗ tenen Weizenſack auf die Schulter und läßt das Getreide unter ſtändigem Umrühren, in dünnem Strahl in die Beizflüſſigkeit fließen. Brandkörner und andere Verunreinigungen ſchwimmen dann auf der Oberfläche und werden abgeſchöpft. Will man die Beizflüſſigkeit wiederholt verwenden, ſo ſtellt man in den Bot⸗ tich einen mit Sackleinwand ausgeſchlagenen Kartoffelkorb. Beim Herausheben desſelben läuft die Beize ab. Mehrfache Verwendung der Beizlöſung bringt eine Verminderung der Beizwirkung mit ſich. Man ſoll infolgedeſſen die Sparſamkeit auf dieſem Gebiete nicht übertreiben. Am einfachſten iſt die Trockenbeize. Allerdings wird der Beizſtaub beim Säen mit der Hand oft ſehr läſtig empfunden. Billige Schutzmasken beheben dieſe Un⸗ 30. Ernting(Auguſt) 1935 0 3 annehmlichkeiten. Für Maſchinenſaat iſt die Trockenbeizung geradezu ideal, weil das Saatgut trocken bleibt und le icht durch die Maſchine läuft. Der Beizſtaub beizt auch die Säcke, dadurch wird eine erneute Anſteckung des Saatgutes durch den 5 ck, wie ſie bei den anderen Verfahren in der Praxis häu⸗ fig vorkommt, verhindert. Zu ſeiner Durchführung, iſt aber eine Ei nrichtung nötig, die für kleine Mengen aus einem ſog. Beiz zſack, für größere Men⸗ gen aus einer ee beſteht. Die letztere kann man ſich aus einer alten Kalkſtickſtofftrommel auch ſelbſt herſtel llen. Die Verſuchsringe erteilen hierüber gerne Auskunft. Trocken⸗ gebeiztes Getreide kann im Gegenſatz zu naßgebeiztem nach gründlicher Waſchung wieder verfüttert werden. Bei der Durchführung der Trockenbeize, die in weni⸗ gen Minuten fertig iſt, halte man ſich ſtreng an die auf den Beizmittelpackungen angegebenen Richtlinien. Die neueren Beizmittel, wie Abavit, Cereſan, Uspulun uſw., ſind alle von guter Wirkung. Kupfervitriol iſt kein Beizmittel . Dagegen muß Kupfervitriol 8 heute jede 5 unangenehmer in der Anwendung, als die chen Beizmittel, ſondern bringt bei nicht genau ein⸗ ingsverhältnis mit Waſſer ſchwere Keim⸗ ſchaden mit ſich, die zumeiſt erſt erkannt werden, wenn das Saatgut nicht oder nur unbefriedigend aufläuft. Kupfer⸗ vitriol tötet aber auch den Keimling aller verletzten Körner und ſchädigt dadurch das Saatgut in ſeiner Keimfähigkeit ganz erheblich. Beim Druſch mit einer Stiftentrommeldreſchmaſchine mit engſtehendem Rachen oder neugeſchärften Stiften iſt die Gefahr, daß die Körner verletzt werden, ſehr groß. Wenn ſolches Getreide mit Kupfervitriol gebeizt und zur Saat ver⸗ wendet wird, ſind ſchwerſte Verluſte durch ſchlechtes Aufgehen der Saat zu erwarten. Die Bauern wiſſen dies auch und be⸗ meſſen die Saatmenge von Anfang an entſprechend höher. Auf dieſe Weiſe werden große Mengen Getreide nutzlos ausgeſät und gehen anderweitiger Verwertung verloren. nem Mi 8 Hochwertiges Saatgut erhält man nur durch die Reinigungs⸗ anlage: Die Ausbildung der Maſchinenwärter Dieſe Verluſte können g vom deutſchen Pflanzenſchutzdienſ Wer das Beizen unterläßt verſtößt gegen die Grundſätze der Erzeugungsſchlacht Beizmittel vermieden werden. Bei Anwendung eines guten Beizmittels ſtatt Kupfervitriol kann oft bis 30 Proz. der bis⸗ herigen Saatmenge geſpart werden. Alſo fort mit dem als Beizmittel veralteten Kupfer⸗ vitriol! Der deutſche Bauer gebraucht nur noch neuzeitliche, bewährte Beizmittel; ſie gewähren Schutz gegen Krankheiten, verhüten Verluſte und ſteigern den Ertrag aus der deutſchen Scholle. Förderung des Flachs⸗ und Hanfbaues im Jahre 1936 Die Maßnahmen zur Förderung des Flachs⸗ und Hanf⸗ anbaues im Jahre 1935 haben zu einem beachtlichen Erfolg geführt. Die Hanfanbaufläche iſt von ca. 300 Hektar auf über 2600 Hektar geſtiegen, die Flachsanbaufläche hat ſich gegen⸗ über dem Vorjahre nahezu verdreifacht. Dadurch wird min⸗ deſtens die Hälfte des Bedarfs der deutſchen Leineninduſtrie an Flachsfaſer gedeckt. Eine weitere Steigerung der Anbau⸗ fläche für Flachs und Hanf muß jedoch unter allen Umſtänden erſtrebt und im Jahre 1936 erreicht werden. Um hierfür die wirtſchaftlichen Vorausſetzungen zu ſchaffen, hat die Reichs⸗ regierung ſchon jetzt entſchieden, daß die bisherigen Förde⸗ rungsmaßnahmen auch im Jahre 1936 fortgeführt werden. Die Landwirtſchaft wird dieſe frühzeitige Entſcheidung begrü⸗ ßen, weil ſie dadurch die Möglichkeit erhält, bei der Aufſtel⸗ lung der Beſtellungspläne für das kommende Jahr, eine er⸗ e Vermehrung des Flachs⸗ und Hanfanbaues vorzu⸗ ehen. Indem ich fur die deutſche Zukunft kämpfe, muß ich kämpfen für die deutſche Scholle und muß kaͤmpfen fur den deutschen Bauern. (Adolf Hitler, am 10. Februar 1930 in Berlin.) —ĩ— — 20 8 55 2 —— 8 10 S= 2 K unmar.. Die Regelung des Wildſchadenserſatzes nach den Beſtimmungen des Reichsjagdgeſetzes vom 3. Juli 1934 Das Vorwort zum Reichsjagdͤgeſetz bringt zum Ausdruck, daß Wild und Jagd für alle Zukunft als wertvolle deutſche Volksgüter dem deutſchen Volk erhalten bleiben, die Liebe des Deutſchen zur heimatlichen Scholle vertiefen, ſeine Lebenskraft ſtärken und ihm Erholung bringen ſollen von der Arbeit des Tages. Die Pflicht eines rechten Jägers iſt es, das Wild nicht' nur zu jagen, ſondern auch zu hegen und zu pflegen, damit ein zahlenmäßig nicht zu hoher, dafür aber artenreicher, kräf⸗ tiger und geſunder Wildſtand entſtehe und erhalten bleibe. Die Grenze der Hege muß freilich ſein die Rückſicht auf die Bedürfniſſe der Landeskultur, vor allem der Landwirtſchaft und Forſtwirtſchaft. Aus dieſem Vorwort iſt gleich erſichtlich, daß die Hege der freilebenden Tiere einer gewiſſen Beſchränkung unterworfen iſt in Hinſicht auf die Entſtehung volkswirtſchaftlich nicht unbe⸗ deutender Wildſchäden. So darf z. B. weder ein übermäßiger Wildſtand unterhalten, noch Schwarzwild in freier Wildbahn in größerem Ausmaß gehegt oder ſolches und wilde Kaninchen in die freie Wildbahn ausgeſetzt werden. Das Hegen oder Ausſetzen anderer Tierarten kann ebenſo beſchränkt oder ganz verboten werden. Wenn auch das Ziel der deutſchen Jägerſchaft iſt und ſein wird, durch eine zweckentſprechende Hege und Regelung des Wildͤſtandes etwaige Schäden nach aller Möglichkeit zu ver⸗ hüten, ſo wird es ſich doch nicht immer vermeiden laſſen, daß ſolche ab und zu auftreten werden. Für ſolche Fälle iſt es gut, wenn die Beteiligten über die nunmehr geltenden neuen Beſtimmungen„über Wildſchäden und deren Verhütung“ Beſcheid wiſſen, damit ſie ihre Maßnahmen danach treffen und dadurch vor manchem Schaden und vielen Unannehmlichkeiten bewahrt bleiben. Die nachfolgende Erläuterung der neuen Beſtimmungen über Wildſchaden und Wildſchadenserſatz und das dabei ein⸗ zuhaltende Verfahren ſoll dazu beitragen, daß nicht jeder ge⸗ ringfügige Schaden zu einem langwierigen und unter Um⸗ 8. enttäuſchenden Prozeß führt, denn dadurch, daß das ild durch die Geſetzgebung des Dritten Reiches als allge⸗ meines Volksgut anerkannt und ſeine Erhaltung ferneren Geſchlechtern in einem angemeſſenen Umfang angeſtrebt wird, hat auch der Bauer die Verpflichtung, geringfügige und über ein gewiſſes Maß nicht hinausgehende Schäden im Intereſſe der Allgemeinheit zu tragen, um ſo mehr, als er ja ander⸗ ſeits auch in den Genuß des Jagdͤpachtzinſes kommt. Foto: Bernhard Bauernwald bei Oberharmersbach Der Bauer iſt insbeſondere verpflichtet, auch ſeiner⸗ ſeits Maßnahmen zur Verhütung von Wildſchäden zu treffen. Verſäumniſſe in dieſer Hinſicht, ſowie böswillige und über⸗ triebene Forderungen werden in Zukunft eine Nichtbeachtung der Klagen auf Wildſchadensvergütungen zur Folge haben. Was iſt Wildſchaden? Das Streben des Reichsjagdgeſetzes iſt darauf gerichtet, eine Zuſammenarbeit von Jagd und Landwirtſchaft und einen Ausgleich der beiderſeitigen Belange zu finden. Wenn dieſe Zuſammenarbeit von beiden Seiten angeſtrebt, die gegnſeitigen Wünſche und Intereſſen anerkannt werden, ſo beſteht kein Zweifel, daß ſich jegliche Schwierigkeit beſeitigen und ein gutes Einvernehmen zwiſchen Landwirtſchaft und Jagd er⸗ zielen läßt. Die Frage des Wild⸗ und Jagdſchadens iſt in den 88 41—50 des Reichsjagdͤgeſetzes und der dazu erlaſſenen Aus⸗ führungs verordnung geregelt. Hiernach iſt Wildſchaden derjenige Schaden, welcher durch Schwarzwild(Wildſchweine), Rotwild(Hirſche), Damwild, Rehwild und wilde Kaninchen an Grund⸗ ſtücken, an welchen dem Eigentümer das Jagdaus⸗ übungsrecht nicht zuſteht, verurſacht wird. Die Ausdehnung des Wildſchadenserſatzes auf andere als die obengenannten Wildarten kann durch Vereinbarung zwi⸗ ſchen dem Verpächter und Pächter eines Jagdoͤbezirkes mit Zu⸗ ſtimmung des Kreisjägermeiſters erfolgen. Schaden an Grund⸗ ſtücken, auf denen die Jagd ruht oder nicht ausgeübt werden darf, wird nicht erſtattet. Gegenſtand des Wildſchadens iſt die Beſchädigung des Jagdgrundſtückes und ſeiner Beſtandteile ſowohl an ſeinen Erzeugniſſen(Früchten, Blumen, Sträuchern, Bäumen), als auch an ſeinem Boden(3. B. durch Aufwühlen). Es iſt bedeutungslos, ob die Grundſtückserzeugniſſe noch mit dem Boden verbunden oder von dieſem getrennt ſind und dann auf dem Felde liegend beſchädigt werden. Die Erſatzypflicht endet erſt, wenn die Früchte entweder„übermäßig lange“ auf dem Felde liegen gelaſſen werden oder mit der Einerntung. Als„eingeerntet“ gelten die Früchte nach Unterbringung auf dem Grundſtück, in Feldſcheunen, Mieten, Schobern und Scheunen. Zu erſetzen iſt aller Schaden, der öͤurch das im Ge⸗ ſetz und im Jagdͤpachtvertrag genannte Schadwild verurſacht wird, z. B. durch Aeſen, Verbiß, Lagern, Niedertun, Hin⸗ und Herwechſeln, Scharren, Aufwühlen des Bodens, Schälen der Bäume und Sträucher. Kein Wildſchaden iſt dagegen der Schaden, der durch Raubtiere, Strich⸗ und Zugvögel ver⸗ urſacht wird. Wer iſt erſatzpflichtig? Erſatzpflichtig ſind in einem gemeinſchaftlichen Jagd⸗ bezirk(Gemeindejagdbezirk) die Jagdgenoſſen(Grund⸗ ſtücksbeſitzer) des Jagdbezirks nach Verhältnis der Größe der beteiligten Fläche, doch kann eine ganze oder teilweiſe Haftung des Jagd pächters im Pachtvertrag vereinbart werden. Derjenige, deſſen Grund⸗ ſtück nicht bejagt werden darf, erhält keinen Erſatz und wird zu dem auf anderen Grundſtücken des Jagdbezirks entſtan⸗ denen Wildſchaden nicht herangezogen. Werden Bodenerzeugniſſe, deren voller Wert ſich erſt zur Zeit der Ernte bemeſſen läßt, vor dieſem Zeitpunkt durch Wild beſchädigt, ſo iſt der Wildſchaden in dem Umfang zu er⸗ ſetzen, wie er ſich zur Zeit der Ernte darſtellt. Bei der Feſtſetzung der Schadenshöhe iſt jedoch zu be⸗ rückſichtigeu, ob der Schaden nach den Grundſätzen einer ordentlichen Wirtſchaft durch Wiederanban im gleichen Wirtſchaftsjahre ausgeglichen werden kaun. 2 8 1 30. Ernting(Auguſt) 1935 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden Wie wird der Jagdſchaden feſtgeſtellt? Der Geſchädigte hat Anſpruch auf Erſatz des Schadens in Höhe des Reinertags, der an der Frucht ohne Beſchädigung bei der Ernte 8 u normaler zeit zu erreichen geweſen wäre.. Hierbei iſt der Zuſtand der Ackerfläche in Betracht zu ziehen, der beſtanden haben würde, wenn das Wachstum der Pflanzen nicht durch Wild geſtört wäre. Dagegen iſt etwaige Unter⸗ laffung der Pflege zu Laſten des Geſchädigten zu berückſich⸗ tigen. Von dem ermittelten Betrage iſt ein Abzug zu machen, wenn der Acker wieder beſtellt iſt, ſei es mit derſelben oder einer anderen Frucht. Hierzu iſt der Geſchädigte nach Treu und Glauben verpflichtet, wenn ſie üblich und möglich iſt und einem ordnungsmäßigen Betriebe entſpricht. Sie kann jedoch dem Geſchädigten nicht zugemutet werden, wenn das Wild die Pflänzlinge immer wieder von neuem vernichtet. Beſtellt der Geſchädigte gleichwohl der üblichen Bewirtſchaftung zuwider den Acker von neuem, ſo kann er nochmaligen Wildſchaden nicht erſetzt verlangen. Ein Anſpruch auf Erſatz von Wild⸗ ſchaden iſt nicht gegeben, wenn der Verletzte die vom Jagd⸗ ausübungsberechtigten zur Abwehr von Wildſchaden getrof⸗ fenen Maßnahmen unwirkſam macht. Der Wildſchaden, der aun Gärten, Obſtgärten, Wein⸗ bergen, Baumſchulen, Alleen, einzelſtehenden Bäumen, Forſtkulturen oder Freilandpflanzungen von Garten⸗ oder hochwertigen Handelsgewächſen angerichtet wird, iſt nicht zu erſetzen, wenn die Herſtellung von üblichen Schutzvorrichtungen unterblieben iſt, die unter gewöhnlichen Umſtänden zur Abwendung des Scha⸗ dens ausreichen, denn auch beim Wildſchadenserſatz finden die allgemeinen 8 B. über mitwirkendes Ver⸗ en d t Anwendung. Es verſtößt gegen und Glauben, wenn jemand jede Maßregel zur Abwen⸗ ng oder Minderung des Schadens unterläßt und gleichwohl ſenen Schaden erſetzt verlangt. Dasſelbe gilt nach ausdrücklicher Beſtimmung des ö 3, wenn jemand unterläßt, Schutzvorrichtungen zur Verhütung von Wildſchaden bei beſonders wertvollen Anlagen zu treffen. Da hier beſonders großer Schaden droht, muß der⸗ jenige, der hochwertige Anlagen unterhält, ſelbſt das ſeinige dazu tun, um den Schaden abzuwenden. Es würde gegen Treu und Glauben verſtoßen, wertvolle Pflanzen und Hölzer in der Nähe eines Waldes, aus dem, wie bekannt, Wild auszutreten pflegt, ungeſchützt anzupflanzen und Wildſchaden zu beanſpruchen; andererſeits kann nur ver⸗ langt werden, daß die Schutzvorrichtungen den ortsüblichen Einrichtungen entſprechen und gegen den unter gewöhnlichen Umſtänden eintretenden Schaden ſchützen. (Fortſetzung folgt.) Beihilfen für die Kleinwaldwirtſchaft Die Landesbauernſchaft Baden ſtellt auch in dieſem Haus⸗ haltsjahr bis auf Widerruf Beihilfen für Oedlandaufforſtun⸗ gen und Buſchwaldumwandlungen, ſowie Geldpreiſe für gute 5 Kultur⸗ und Jungwuchspflege zur Ver⸗ ügung. Die Beihilfen und Geldpreiſe ſind ausſchließlich für bäuer⸗ liche und ſonſtige Kleinprivatwaldbeſitzer beſtimmt und müſſen von den einzelnen Waldbeſitzern bzw. forſtlichen Ortsfach⸗ beratern bei den Kreisbauernführern, die ſie zur ſachlichen Ueberprüfung an die zuſtändigen forſtlichen Kreisfachberater weiter geben, beantragt werden. Dieſe haben die Geſuche nach Prüfung und Ergänzung an die Gaufachberater der NSDAP. für Forſtwirtſchaft zur Genehmigung vorzulegen. Im ein⸗ zelnen gelten für die Zuteilung der Beihilfen und Geldpreiſe folgende Grundſätze: 1. Beihilfen für durchgeführte Aufforſtungen von Oedland und zu landwirtſchaftlichen Zwecken ungeeignetem Weid⸗, Reut⸗ und Bergfeld werden gewährt für zuſammenhängende Flächen von mindeſtens 1 Hektar Größe oder für ein ganzes den vermeidlich gewe Grundſtück(Lagerbuchnummer). Aufforſtungszeit nach dem 1. Oktober 1834. 2. Beihilfen für Umwandlungen von Buſch⸗ und Aus⸗ ſchlagwald werden für jede Flächengröße gewährt. Umwand⸗ Ilungszeit nach dem 1. Oktober 1934. 3. Geldpreiſe werden für gute Durchforſtungen in Beſtän⸗ den bis zum Alter von rund 50 Jahren zugeteilt. Flächen⸗ größe mindeſtens 1 Hektar oder die Geſamtfläche der füngeren 5(bis 50 Jahre) eines und desſelben Waldeigen⸗ ümers. 4. Für tadelloſe gereinigte Kulturen und geläuterte Jung⸗ wuchsflächen werden ebenfalls Geldpreiſe ausgeſetzt, ſofern die gereinigte Fläche mindeſtens 1 Hektar beträgt oder ſich auf ein ganzes Grundſtück(Lagerbuchnummer) erſtreckt. 5. Jeder Antrag hat zu enthalten: a) genaue Anſchrift des Antragſtellers:. d) genaue Kennzeichnung des Antragsgegenſtandes, ob Beihilfe für 1. und 2. oder Geldpreiſe für 3. und. beantragt wird; Folge 35— Seite 1157 e) Gemarkung, Gewann und Grundſtücks: d) Flächengröße(u. U. nach Schätzung); für die betreffende Fläche und Arbeit Lagerbuchnummer des hrt wurden, t(über 60⸗jähri⸗ f ö wa t el ls wieviel Hektar. An die Gewährung von Beihilfen zu 1., 2. und 4. iſt die flichtung ſpäterer freiwilliger Pflege der Kulturen ge⸗ knüpft. Entſprechend ihren wirtſchaftlichen Verhältniſſen werden die ieee in* e eingewieſen: 3 7 D Ner Ve nicht unbedingt angebracht dringend nötig ſehr dringend 1 und 2 25 RM. 30 RM. 35 RM. 40 RM. je Hektar 3 12 RM. 12 RM. 12 RM. 12 RM. je Hektar 4 15 RM. 15 RM. 15 RM. 15 RM. je Hektar Die für die Genehmigung der Anträge zuſtändige Stelle behält ſich vor, Geſuchſteller mit größerem Beſitz ſchlagbaren Hochwaldes ohne Rückſicht auf ihre ſonſtige wirtſchaftliche Lage bei der Beihilfeerteilung niedriger einzuſtufen. Badiſcher Holzpreisbericht 1. Nadelſtammholz(Ta, Fi) I. Bodenſeegegend und Baar. Forſtbezirk: Meßkirch 473 Im, 59,9 Proz.; Pfullendorf 284 Im, 64 Proz.; Löffingen 157 Im, 62 Proz. II. Südlicher Schwarzwald. Forſtbezirk: Uehlingen 255 Im. 56,5 Proz.; Todtmoos 683 Im, 56 Proz.; Schönau i. Schw. 236 Im, 48 Proz.; Todtnau 531 Im, 51 Proz.: Schluchſee 2242 Im, 59 Proz.; Bonndorf 157 Fm, 55 Proz.; Neuſtadt 1177 Fm, 57-63 i. M. 59,2 Proz.; St. Märgen 353 Im, 55—58 i. M. 56,9 Proz.; Furtwangen 138 Im, 55 Proz. III. Nördlicher Schwarzwald. Forſtbezirk: Zell a. H. 75 Im, 59 Proz.; Gengenbach 699 Im, 60 Proz.; Bad. Peterstal 600 Fm, 61 Proz.; Bühl 303 Fm, 60 Proz. Forbach 1 185 Im, 67 Proz.; Kaltenbronn 2213 Fm, 68 Proz.; Gernsbach 1978 Fm 6366 i. M. 64,1 Proz.; Mittelberg 994 Im, 66—68 i. M. 677 Proz.; Huchenfeld 81 Fm, 65 Proz. IV. Markgräflerland. Forſtbezirk: Sulzburg 679 Im, 5160 i. M. 57,9 Proz.; Wendlingen 333 Im, 50—54 i. M. 52,9 Prozent. V. Oberes Rheintal. Forſtbezirk: Ettenheim 460 Im, 54 Proz.; Lahr 163 Im, 58 Proz. VII. Odenwald und Bauland. Forſtbezirk: Buchen 285 Im, 58—66 i. M. 60,9 Proz. Forlen und Lärchen Forſtbezirk: Kaltenbronn 151 Im, 72 Proz.; Gernsbach 90 Im, 58 Proz.; Mittelberg 200 Im, 70 Proz.; Huchenfeld 784 Im, 65 Proz. 2. Laubſtammholz Forſtbezirk: Markgräflerland, Bu, 153 Im, 60 Proz.; Nördl. Schwarzwald, Bu, 80 Im, 70 Proz.; Ei, 404 Im, 62 Proz. 3. Papierholz Aus den Forſtbezirken: Villingen und Neuſtadt 1632 Ster, 60—62 i. M. 60,7 Prozent. Holzmarktbericht Die Lage auf dem Rundholzmarkt iſt durch die alljährlich wiederkehrende ſommerliche Ruhe gekennzeichnet. Nennens⸗ werte Umſätze wurden nur in Waldgebieten mit Sommer⸗ wirtſchaft wie im Hochſchwarzwald und ſüdlichen Schwarzwald getätigt. Die Nachfrage nach Rundholz blieb im großen und ganzen ſtetig. Nur in der Bodenſeegegend und in den abſatz⸗ ungünſtig zum innerdeutſchen Markt gelegenen Teilen des ſüdlichen Schwarzwalds traten hier und dort Abſatzſtockungen auf. Die Preiſe hielten ſich ungefähr auf der Höhe der Vor⸗ monate. In der Bewertung der einzelnen Sortimente ergaben ſich keine weſentlichen Aenderungen. PPPPbPPPbPbPbGPPPPTGPGPPTGPGPGTPTPTPTPTPTPTPTPPPTPTPPTPTPTPVPTTPVPVTPVbTGVbTVbTVbTVTVſTTVTTſTTTꝓTꝓVꝓyTT—T1T—T—————W——wꝓꝓ——p—p—p Holzverkaufsſtelle beim Bad. Forſtamt Mosbach Die Holzverkaufsſtelle beim Bad. Forſtamt Mos bach nimmt mit dem 15. September 1935 ihren Geſchäftsbetrieb wieder auf. Leiter der Holzverkaufsſtelle iſt Forſtaſſeſſor Nücker. Die Geſchäftsräume befinden ſich im Rathaus Mosbach. Fernruf: 266. Die Holzverkaufsſtelle ſtellt gemäß Erlaß der Forſtabtei⸗ lung vom 11. September 1934 Nr. 32 836 ihre Dienſte dem Nichtſtaatswaldbeſitz für die Verwertung des Nutzholzes zur Verfügung. —.. pp Seite 1158— Folge 35 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden 30. Ernting(Auguſt) 1935 2 Ehrentafel für Veteranen der Arbeit Karl Rehm iſt im November 1866 zu Güttingen geboren. Seit ſeinem 16. Lebensjahr iſt er bei dem Bauern Bohl in Güttingen, alſo nunmehr 53 Jahre, tätig. Seine Liebe zur Scholle und ſeine Treue zur Familie Bohl laſſen ihn. wie auch das Bild zeigt, noch heute unermüdlich ſchaffen und wirken. Jungbäuerinnen, Ittendorf ruft! Immer wieder ſtößt man draußen bei der Landjugend⸗ arbeit auf die Auffaſſung, daß eine weltanſchauliche und poli⸗ tiſche Schulung für die männliche Landjugend wohl erforderlich, für die weibliche Jugend hingegen überflüſſig und abwegig ſei. Begründet wird dieſe Auffaſſung mit dem Hinweis dar⸗ auf, daß die ausſchließlichen Aufgaben von Jungbäuerin und Bäuerin in der Erfüllung der vielen wirtſchaftlichen Pflichten in Haus und Hof, in Küche und Keller und auf dem Felde lie⸗ gen, und daß ihr Wirkungskreis von Kochtopf, Staub Gar⸗ ten und Hühnerſtall beherrſcht und begrenzt ſei und daß Politik und Weltanſchauung dem Manne vorbehalten bleiben müßten. Trifft dieſe Auffaſſung, die von vielen Zeitgenoſſen geteilt und vertreten wird wirklich zu? Niemals! Für jeden, der als Nationalſozialiſt das Bauerntum alſo damit auch die deutſche Bäuerin als ewigen Träger des deutſchen Blutes erkennt, iſt es ſelbſtverſtändlich, daß unter den deutſchen Frauen die Landfrau im Dritten Reich eine beſondere Aufgabe und eine weittragende geſchichtliche Pflicht und Verantwortung übernommen hat. Sie ſoll das deutſche Volk der raſſiſchen Er⸗ neuerung entgegenführen. Dieſe Aufgabe kann der deutſchen Bäuerin niemand abnehmen; ſie muß von ihr allein erfüllt werden. Denn von ihr wird unſer aller Zukunft abhängen. Die Jungbäuerin, als Mutter künftiger Geſchlechter, hat einen ungeheuren Einfluß auf die ſeeliſche Geſtal⸗ tung der kommenden Generation; denn die erſten Keime für ſittliche Lebensführung, für Heimat und Volk und Vaterland, für Blut und Boden, ſie werden von der Mutter gepflanzt, Dieſe Grundlage will die Bauernſchule Ittendorf in den Lehrgängen für Jungbäuerinnen legen. Der kommende Lehrgang für Jungbäuerinnen beginnt am 17. Scheidung(September) d. J. und dauert bis 10. Neblung (November) d. J. Als Sommerlehrgang iſt der Kurs koſten⸗ los. Anmeldungen ſofort an die Landesbauernſchaft Baden, Verwaltungsamt IE— Karlsruhe, Beiertheimer Allee 16, oder an die zuſtändige Kreisbauernſchaft, oder unmittelbar an die Bauernſchule der Landesbauernſchaft Baden— Itten⸗ dorf a. B., Baden. Mitarbeiter oder Mitläufer? In unſerer Zeit, wo zum erſtenmal der Bauernſtand be⸗ wußt in den Aufbau des Staates eingegliedert, ja zu einem Grundpfeiler des Dritten Reiches gemacht wurde, ſteht der einzelne vor der entſcheidenden Frage:„Nutze ich die Mög⸗ lichkeiten, die mir geboten ſind, mitzuarbeiten am Ausbau des großen Werkes unſeres Führers, oder laſſe ich die andern arbeiten und begnüge mich, die Früchte ihrer Arbeit zu ern⸗ ten?“ Es iſt nicht Bauernart, ſich für den zweiten Teil der Frage zu entſcheiden. Dafür ſpricht die Ueberwindung der verſchiedenſten Kataſtrophen, welche das Bauerntum in den letzten Jahrzehnten zu überſtehen hatte, deutlich genug. In den Jahren des Kampfes aber iſt jedem, der offenen Blickes in der Welt ſtand, peinlich klar geworden, wie wenig er geiſtig gerüſtet iſt, wie wenig er gerade von dem, was ihm Lebens element iſt, weiß. Zwar war es nicht ſeine Schuld. Es gab weder eine Geſchichte des Bauernſtandes, noch eine Zuſammen⸗ ſtellung bäuerlicher Art, Tradition, Kunſt und Sitte. Die landwirtſchaftliche Technik wurde in ſchwer zugänglichen Fach⸗ zeitſchriften behandelt und befaßte ſich meiſt mit einzelnen Spezialfragen. Die Bauersfrau kam überhaupt zu kurz. So war es ungeheuer ſchwer, ein Geſamtbild deſſen zu bekommen, was man„Deutſches Bauerntum“ nennt. Da nun das Werk Adolf Hitlers und R. W. Darrés vor uns ſteht, iſt alles anders geworden. Der Bauer iſt nicht mehr Einz erſönlichkeit, Knecht kapitaliſtiſcher Intereſſenten, ſondern Teil eines igen Standes, Mitglied einer uralten Lebensgemeinſchaft eigenen Lebensgeſetzen und Lebens bedingungen. Der Bauer arbeitet bewußt mit am Aufbau einer neuen Welt, in deren Weſensgefüge er ſchaffender, nicht leidender Teil iſt. Um dies ganz ſein zu können, muß er dieſe Welt und die Ziele für die Zukunft genau kennen, muß aus der Vergan⸗ genheit lernen können, Fehler zu vermeiden und Ziele neu zu ſetzen. Nur ko kann eine fruchtbringende Arbeit erwachſen. Die vergangene liberaliſtiſche Zeit hat verſäumt, dem Bauern ein Bild ſeiner Welt, ſeiner Art und ſeines Standes zu geben. So muß er ſelbſt das Verſäumte heute nachholen und die Lücke ſchließen. Immer und immer wieder erhält er deshalb aus den Reden ſeiner Führer oder in Schulungs⸗ kurſen das notwendige Rüſtzeug. Wer aber hört alle Reden? Und wer kann das flüchtige Wort halten? So iſt das Bedürfnis nach einer umfaſſenden Darſtellung aller aufgewor⸗ fenen Fragen entſtanden, nach einer Geſamtdarſtellung des „Deutſchen Bauerntums“. Wer wäre da zuſtändiger als die Männer, die als Fachbearbeiter im Reichsnährſtand unſerem Reichsbauernführer beim Aufbau des Bauernſtandes helfen? Unter Mitwirkung dieſer Männer iſt jetzt ein Buch geſchaffen worden, das unter dem Titel„Deutſches Bauerntum“ alle an⸗ gezogenen Fragen in einer glänzenden Geſamtdarſtellung be⸗ handelt. Neben einem großartigen geſchichtlichen Rückblick auf die Entwicklung des Bauerntums von der Steinzeit bis auf unſere Tage iſt ein Ausblick auf die Ziele der national⸗ ſozialiſtiſchen Bauerngeſetzgebung enthalten. Alle Fragen der neuen Zeit ſind ſorgfältig und klar behandelt. Wir verweiſen z. B. auf den Abſchnitt„Rechtliche und ſoziale Stellung des deutſchen Bauern in der Gegenwart“. Auch der bäuerlichen Kultur in ihren Aeußerungen iſt ein beträchtlicher Raum gewidmet. Sowohl der Reichsbauernführer als auch ſeine Mitarbei⸗ ter in Berlin und in den Landesbauernſchaften werden dem Leſer nicht nur durch Aufſätze und Ausſprüche, ſondern auch durch ein ausgezeichnetes Bildermaterial nahe gebracht. Ueberhaupt hat der Herausgeber des Buches nicht verſäumt, überall die Darſtellung ſinngemäß und reich zu bebildern. Das Buch„Deutſches Bauerntum“, herausgegeben von Karl Schade im Verlag Enßlin& Laiblin, Reutlingen, iſt vom tabsamt des Reichsbauernführers empfohlen. Es ſoll dem Bauer ſelbſt, dem Berater, dem an führender Stelle tätigen Bauern und Landarbeiter, ein willkommenes Hilfs⸗ mittel und Rüſtzeug für ſeine ſchwere und verantwortungs⸗ volle Tätigkeit ſein. Der Preis des über 500 Seiten ſtarken Werkes beträgt nur 7,50 RM., die auch in Raten bezahlt werden können. Den Empfehlungen des Reichsbauernfüh⸗ rers, der Reichsſchrifttumsſtelle und verſchiedener großer nationalſozialiſtiſcher Zeitungen brauchen wir nichts hinzu⸗ zufügen. Das Buch gehört nicht nur in jede Schule und Dienſt⸗ ſtelle, die von Bauern beſucht wird, ſondern überhaupt in jedes Bauernhaus. 30. Ernting(Auguſt) 1935 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden Folge 35— Seite 1159 Hauptabteilung 11 Werkausbildung Landwirtſchaftliche Lehrlinge, die ſich in einem vertrags⸗ mäßigen Lehrverhältnis befinden, können während ihrer Lehr⸗ zeit die Bäuerliche Werkſchule beſuchen, falls der Lehrherr damit einverſtanden iſt. Die Genehmigung zum Beſuch der Bäuerlichen Werkſchule während der vertragsmäßigen Lehrzeit iſt in jedem Falle bei der Landesbauernſchaft nachzuſuchen. Sie wird nur erteilt, wenn der Lehrling die Bäuerliche Werkſchule von ſeiner Lehr⸗ ſtelle aus beſuchen kann, d. h. wenn er während des Schul⸗ beſuches bei ſeinem Lehrherrn in Koſt und Wohnung bleiben kann. Die Lehrzeit gilt in dieſem Falle als nicht unterbrochen, jedoch wird die Zeit des Schulbeſuches als eigentliche Lehrzeit nicht gezählt und iſt in jedem Falle nachzuholen, ſo daß bei der Anmeldung zur Werkprüfung eine ununterbrochene zwei⸗ jährige Lehrzeit nachgewieſen werden kann. Es iſt nicht angängig, daß ein Lehrling ſeine vertrags⸗ mäßige Lehrzeit unterbricht, um in den Wintermonaten von ſeiner Lehrſtelle zum Beſuch der Bäuerlichen Werkſchule fern zu bleiben. Sachverſtändige für die Begutachtung von Kartoffeln Nach den Kartoffel⸗Geſchäftsbedingungen des Reichs⸗ nährſtandes vom 20. 6. 1935(vgl. Abſchnitt XII(1) und(2), er⸗ folgt die Benennung der Sachverſtändigen für die Begutach⸗ tung von Kartoffeln von nun ab nur noch durch den Kartoffel⸗ wirtſchaftsverband, in deſſen Bereich der beanſtandete Wagen ſteht. Anträge um Namhaftmachung eines Sachverſtändigen für die Begutachtung oder Schiedsbegutachtung von Kartoffeln — auf der Abgangs⸗ wie auch auf der Empfangsſtation ſind alſo, ſoweit es ſich um Wagen handelt, die innerhalb Baden ſtehen, an den Kartoffelwirtſchaftsverband Baden, Karlsruhe, Beiertheimer⸗Allee 16, Telefon 8280, zu richten. Ankauf volljähriger Pferde für den Truppendienſt im Herbſt 1935 Ueber den Ankauf volljähriger Truppendienſtpferde im Herbſt 1935 ſind vom Reichskriegsminiſter folgende Beſtim⸗ mungen getroffen worden: 1. Zum Ankauf von warmblütigen volljährigen Reit⸗ und Zugpferden ſollen im Freiſtaat Baden die nachbezeichneten öffentlichen Märkte abgehalten werden: am 3. Oktober, 9 Uhr, Pfullendorf am 4. Oktober, 11 Uhr, Engen am 5. Oktober, 9 Uhr, Freiburg i. Br., am 7. Oktober, 11 Uhr, Offenburg, am 12. Oktober, 9 Uhr, Karlsruhe. 2. Beim Ankauf werden die Anforderungen zugrunde ge⸗ legt, die für den Remonteankauf maßgebend ſind. Da die Pferde für den ſofortigen Truppengebrauch erforderlich ſind, wird allgemein ein ſcharfer Maßſtab angelegt werden. Es werden nur warmblütige Pferde angekauft im Alter von 4% bis zu 12 Jahren und in einer Größe von 1.56 Meter bis 1,65 Meter Stockmaß(ohne Eiſen gemeſſen). Auf gute Abſtammung und Füllenſchein wird Wert gelegt. Schimmel und tragende Stuten ſind vom Ankauf aus⸗ geſchloſſen. 3. Die angekauften Pferde werden ſofort abgenommen und den Truppenteilen unmittelbar überwieſen. Die Bezah⸗ lung erfolgt gegen Quittung mittels Schecks. 4. Pferde mit Hauptmängeln, die geſetzlich den Kauf rück⸗ gängig machen, ſind vom Verkäufer gegen Erſtattung des Kaufpreiſes, der Beförderungs⸗ und ſonſtigen Koſten zurück⸗ zunehmen, desgleichen ſolche Pferde, die ſich binnen 5 Tagen nach dem Ankaufstage als Klophengſte erweiſen und Stuten, deren Trächtigkeit nachträglich feſtgeſtellt wird. Da dies häufig erſt in vorgeſchrittener Entwicklungsſtufe möglich ſein wird, muß vor dem Verkauf gedeckter Stuten gewarnt werden. Die geſetzliche Gewährfriſt wird für periodiſche Augenent⸗ zündung(innere Augenentzündung, Mondblindheit) und Rotz auf 28 Tage, für Kehlkopfpfeifen(Rohren) auf 21 Tage ver⸗ längert. Mit Rückſicht auf die durch die Zurücknahme für den Verkäufer entſtehenden Unkoſten wird empfohlen, die Pferde vor dem Verkauf beſonders auf Kehlkopfpfeifen eingehend zu unterſuchen. Zur Anzeige eines Hauptmangels eines Pferdes an den Verkäufer nach 8 485 BGB. iſt nicht nur die Remontierungs⸗ kommiſſion berechtigt, die den Kauf abgeſchloſſen hat, ſondern auch jede andere Stelle der Heeresverwaltung, alſo auch der Truppenteil, dem das Pferd überwieſen wird. 5. Verkäufer, die nicht eigene Pferde vorführen, müſſen ſich genügend ausweiſen können. 6. Der Verkäufer iſt verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue, ſtarke, rindlederne Trenſe mit glattem, ſtarkem, einfach gebrochenem Gebiß und eine neue Kopfhalfter von Leder oder Hanf mit zwei mindeſtens 2 Meter langen Stricken unentgeltlich mitzugeben. 7. Die Verkäufer werden erſucht, die Schweife der Pferde nicht übermäßig zu beſchneiden und die Schwanzrübe nicht zu verkürzen. Zuchtſchweineſchauen 1935 Bei genügender Beteiligung finden im Monat Scheiding (September) 1935 nachſtehende Schweineſchauen für freie Züch⸗ ter ſtatt: In Sinsheim: am Dienstag, den 10. Scheiding 1935, in Mosbach: am Donnerstag, den 12. Scheiding 1935, in Tauberbiſchofsheim: am Montag, den 16. Scheiding 1935, in Seckenheim: am Mittwoch, den 18. Scheiding 1935, in Bruchſal: am Mittwoch, den 25. Scheiding 1935, in Bühl: am Donnerstag, den 26. Scheiding 1935. in Haslach: am Montag, den 30. Scheiding 1935. Bei den Schweineſchauen in Sinsheim, Mosbach, Tauber⸗ biſchofsheim, Bruchſal und Bühl dürfen nur Sauen aufgetrie⸗ ben werden. Bei den Schweineſchauen in Seckenheim und Haslach ſind auch Eber zugelaſſen. Die Anmeldungen, die auf beſonderen Vordrucken zu er⸗ folgen haben, müſſen mindeſtens 10 Tage vor der Schau bei der Landesbauernſchaft Baden eingegangen ſein. Vordrucke ſind bei dem zuſtändigen Herrn Bezirkstierarzt oder unmittel⸗ bar von der Landesbauernſchaft Baden, Verwaltungsamt, Karlsruhe, Beiertheimer-Allee 16, zu beziehen. Im übrigen verweiſen wir auf unſere Bekanntmachung im Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden vom 23. Ernting (Auguſt) 1935, Folge 34, Seite 1130. Heil Hitler! Schmitt, Hauptabteilungsleiter II. Wirtſchaftsverbände Anorduung Nr. 7 betr. Regelung des Abſatzes von Kartoffeln. Auf Grund des 8 7 der Satzung der Hauptvereinigung der deutſchen Kar⸗ toffelwirtſchaft(RNRVBl. S. 253) hat die Hauptvereinigung der deutſchen Kar⸗ toffelwirtſchaft mit Zuſtimmung des Reichs⸗ und Preußiſchen Miniſters für Ernährung und Landwirtſchaft folgendes angeordnet: Die Erzeugerpreiſe für Speiſekartoffeln je Zentner betragen ab 22. Auguſt 1935 bis auf weiteres: a) für gelbe Sorten mindeſtens NN 2,70 jedoch nicht mehr als 5„55FFFFF 21 3.— b) für blaue, rote und weiße Sorten mindeſtens N 2,20 jedoch nicht mehr als Sͤĩ ðV. Die J e verſtehen ſich je Zentner waggonfret Verladeſtation oder frei Uebergabeſtelle am Erzeugungsort. Für das Gebiet der Landesbauernſchaft Baden gelten gleichfalls ab 22. Auguſt 1935 die vorgenannten Preiſe. Der Verbraucherpreis wird für das Gebiet der Landesbauernſchaft Baden auf 5 bis 5½ Pfennig je Pfund bis auf weiteres feſtgeſetzt. Dieſe Anordnung tritt mit dem 22. Auguſt 1935 in Kraft. Der Vorſitzende des Kartoffelwirtſchaftsverbandes Baden: Holdermann. Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden 30. Ernting(Auguſt) 1935 Folge 35 Bauern ee arbeiten bei unſern Inſerenten, die auch unſern Berufsſtand unterſtützen Bezirksanzeigen: Die einſpaltige Millimeterzeile 10 Pfg. 1 Normalfeld 35 mm hoch, 46 mm breit RM 7.—; Wiederholungsnachläſſe nach Tarif An die Bäuerin! Der Sonntagmittags kaffee ſoll eine verdiente Erholung ſein. Die kluge Hausfrau nimmt dazu Kaffee in den bekannten Packungen. Tau⸗ ſende wiſſen, weshalb ſie das ſo machen! Es geht nichts darüber. Bauern kaufen ihren Bedarf in land⸗ wirtſchaftl. Geräten, Haus⸗ u. Küchenartikeln ſchon immer bei g 0 Küchengeräte, Landwirt⸗ der beſtbekannten 5 . ſchaftliche Artikel Bienen⸗ Wilh. Bennetz Nachf. Gmbh. zuchtgeräte. Schuſterſtr. 14 Eiſenwaren, Haus⸗ und Gebr. Herr Freiburg 23, beim Münſter Basser Hammer DDD Das Haus der Bekleidung für Damen, Mädchen u. Kinder 1. Silos in jeder Form von F. Egenter, Bauunternehmung Frelburg Il. Br., Telefon 2386 Berechnung und Beratung kostenlos. 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So trat in allen Bezirken eine weſentliche Entlaſtung in bezug auf Liqui⸗ dität ein, ſo daß die meiſten Spar⸗ und Darlehnskaſſen einen mehr oder minder großen Abbau ihrer früheren Schuldver⸗ pflichtungen ſchon in kürzeſter Zeit vornehmen konnten. bei den Zentralkaſſen zur Be⸗ kamen nur Kreditanforderungen hebung von Liquiditätsſchwierigkeiten noch ſelten vor. Durch das gleichzeitige Anwachſen der Spareinlagenzugänge, ausgelöſt durch das erhöhte Vertrauen, waren die Dorfkaſſen in der Lage berechtigte Kreditanſprüche aus eigenen Mitteln zu befriedigen. Eine der größten Aufgaben fiel dabei den ländlichen Kreditgenoſſenſchaften in der Finanzierung der neuen Abſatzeinrichtungen zu, die im Zuge der neuen Markt⸗ ordnung errichtet wurden. So haben z. B. die Kreditgenoſſen⸗ ſchaften erhebliche Beträge zur Finanzierung der neu er⸗ richteten Molkereigenoſſenſchaften, der Organiſation der Eier⸗ wirtſchaft und auch der übrigen landwirtſchaftlichen Erzeug⸗ niſſe, insbeſondere für Wein aufgebracht. Auch wurden durch⸗ wegs die neu errichteten Flachsröſten auf genoſſenſchaftlicher Grundlage aufgebaut und mit genoſſenſchaftlichen Geldern finanziert. Ebenſo wurde die Durchführung der Marktord⸗ nung der bäuerlichen Wirtſchaft durch dieſe wirtſchaftliche Selbſthilfe erheblich unterſtützt und gefördert, wobei beſonders die Finanzierung der Weinernte 1934 gekennzeichnet iſt, zumal dieſe überreichlich ausgefallen und für den Ertrag der Winzer naturgemäß beſtimmend war. Damit iſt aber der Aufgaben⸗ bereich der Dorfkaſſen nicht begrenzt. Eine wertvolle Zuſammenarbeit wurde ſeitens der Kreditgenoſſenſchaften mit den übrigen Abſatzgenoſſen⸗ ſchaften unterhalten und zwar in der Form, daß der Zahlungsverkehr, der ſich aus der Verwertung der Erzeugniſſe ergab, über die örtlichen Kre⸗ ditgenoſſenſchaften geleitet wurde. In faſt allen Gebieten kann heute ſchon erfreulicherweiſe feſtgeſtellt werden, daß dieſe Ordnung des Zahlungsverkehrs in beträchtlichem Umfang zur Belebung, aber auch zur Stärkung des genoſſenſchaftlichen Geldgeſchäftes und damit des bäuerlichen Wirtſchaftslebens überhaupt beigetragen hat. Die Entwicklung hat gezeigt, daß beſonders durch die marktordnenden Maßnahmen in weit grö⸗ ßerem Umfange als früher die Erlöſe für die landwirtſchaft⸗ lichen Erzeugniſſe wie Eier, Milch, Rüben, Vieh und Getreide durch die genoſſenſchaftlichen Geldorganiſationen erfaßt und ſomit auf dem ſchnellſten, einfachſten und billigſten Wege dem Erzeuger wieder zugeführt worden ſind Als ein nicht unweſentlicher Erfolg dieſer Entwicklung iſt auch der Abbau der Wechſelkredite anzuſehen, deſſen reſtloſe Durchführung die Aufgabe der nüchſten Zeit ſein wird. In einigen Bezirken Deutſchlands iſt bereits eine derartige Entlaſtung eingetreten, ſo daß praktiſch die früher allgemein eingeführte Wechſelbeziehung als Kreditunterlage eingeſtellt iſt. Dieſe Tatſache läßt erkennen, daß auch von ſeiten der Kre⸗ ditgenoſſenſchaften der bäuerliche Geldverkehr in Bahnen gelenkt wird, die ſich ausſchließlich zum Nutzen des Bauern auswirken. Bei der Durchführung der Entſchuldung, die bis⸗ her auch von genoſſenſchaftlichen Zentralkaſſen als Entſchul⸗ dungsſtellen übernommen wurde, haben die Dorfkaſſen zuſätz⸗ liche eigene Mittel zur Verfügung geſtellt. Ihre Leiſtungen ſtiegen damit an die Grenze des geſetzlich Möglichen. Da die geſamte Kreditwirtſchaft unter der Auswirkung des neuen Reichsgeſetzes nunmehr in geordnete Bahnen gelenkt wird, ſind die genoſſenſchaftlichen Dorfkaſſen in der Lage, gleich den an⸗ deren Krediteinrichtungen Höchſtleiſtungen in der bäuerlichen Kreditbewirtſchaftung zu erzielen. Sind Genoſſenſchaftsanteile pfändbar? Die Frage der Pfändbarkeit von Anteilen eines Bauern an einer landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaft kann noch nicht als eindeutig geklärt angeſehen werden. Ob eine Pfändbarkeit ſolcher Anteile zuläſſig iſt oder nicht, hängt davon ab, ob der Beſitzer der Anteile ein Erbhofbauer iſt und ob die Beteiligung in der Ge⸗ noſſenſchaft in enger Verbindung mit dem Erbhof oder aus rein kaufmänniſchen Erwägungen erfolgt iſt. Die Entſcheidung dieſer Frage wird ſomit nur von Fall zu Fall möglich ſein So wird nach einem Beſchluß des Kammergerichtes vom 26. Juni 1934 die Pfändbarkeit eines Genoſſenſchaftsanteils einer ländlichen Bezugs⸗ und Abſatzgenoſſenſchaft bejaht, da dieſer Anteil als nicht zum Erbhof gehörig angeſehen wurde. Bei einer Bezugs⸗ und Abſatzgenoſſenſchaft fehlt es nach der Auslegung des Kammergerichts an der engen räumlichen und betriebswirtſchaftlichen Beziehung mit dem Erbhof, ſo wie ſie z. B. zwiſchen dieſem und einer Molkerei, einer Zuckerfabrik, einer Brennerei oder einer ähnlichen Einrichtung beſteht und von dem Erbhofgeſetz auch vorausgeſetzt wird. Infolgedeſſen kann nach Auffaſſung des Kammergerichtes die Beteiligung an einer Bezugs⸗ und Abſatzgenoſſenſchaft durch den Gläu⸗ biger des Erbhofbauern gepfändet werden. Eine Entſcheidung des Oberlandesgerichtes Stettin vom 18. Januar 1935 verneint dagegen die Pfändbarkeit des Ge⸗ ſchäftsanteiles und Geſchäftsguthabens eines Bauern bei einer landwirtſchaftlichen Bezugs⸗ und Abſatzgenoſſenſchaft. Das Oberlandesgericht geht hier davon aus, daß in Ergän⸗ zung und notwendiger Erweiterung des Erbhofgeſetzes alles, was dem Erbhof zu dienen beſtimmt iſt, ſeinen Schutz und ſeinen im Intereſſe des Bauernſtandes in der geſamten Land⸗ wirtſchaft geſchaffenen Sonderbeſtimmungen unterliegen müſſe. Weſentlich in dieſem Sinne ſei aber auch eine Betei⸗ ligung oder die Berechtigung eines Bauern an fremden Ein⸗ richtungen oder fremden Eigentum, wenn dieſe der Erhaltung und Bewirtſchaftung eines Hofes dienen. Bei der Eutſcheidung der hier in Frage ſtehenden An⸗ gelegenheit wird ſomit im einzelnen Fall eine ein⸗ gehende Unterſuchung der Satzung der Genoſſenſchaft unter Berückſichtigung ihres Aufgabenkreiſes und ihrer Einrichtungen erforderlich ſein. Die bisher gefällten Entſcheidungen über die Pfändbarkeit von Anteilen eines Bauern an eine landwirtſchaftliche Ge⸗ noſſenſchaft laſſen jedenfalls deutlich erkennen, daß hierbei ausſchließlich die Rechts⸗ und Betriebsform der Genoſſenſchaft und die unmittelbare Stellung des Bauern zu derſelben ent⸗ ſcheidend ſind. 30. Ernting(Auguſt) 1935 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden Folge 35— Seite 1163 8 * ——— Das Feſt der deutſchen Jugend, das ein Bild von der kör⸗ perlichen Leiſtungsfähigkeit des Nachwuchſes bringen ſollte, hat ein überraſchendes Ergebnis gebracht. Unſere bäuerliche Ju⸗ gend hat ſich in einer Weiſe durchgeſetzt, die beweiſt, daß die Vorausſetzungen, mit denen man an die körperliche Ausbildung der jungen ländlichen Generation heranging, richtig waren. Ueberall iſt die bäuerliche Jugend dem Ruf gefolgt und hat die planmäßige körperliche Arbeit, die Erziehung ihres Körpers zu Gelenkigkeit und zu Beherrſchtheit aufgenommen. In der kurzen Zeit iſt man auf dem flachen Lande ſchon ſo weit gekommen, daß das junge Landvolk bei dem Jugend mit Leiſtungen aufwarten konnte, die oft denen der ſtädtiſchen Jugend weit waren Feſt der überlegen Dieſe Erfolge unterſtreichen die Notwendigkeit der Leibes⸗ übungen auf dem Lande; dieſe Erfolge aber müſſen auch der Leibesübung betreibenden Jugend ein Anſporn ſein, den ein⸗ mal beſchrittenen Weg folgerichtig weiterzugehen. Welche Aufgaben das Bauerntum für die Erhaltung von Art und Raſſe innerhalb des deutſchen Volkstums vom Führer geſtellt bekommen hat, iſt heute auch dem jüngſten Hitlerjungen Erfolg zielbew oder Hitlermädchen auf dem Lande klar und zur ſtolzen Ge⸗ wißheit geworden. Aufgaben verpflichten und Erfolge inner⸗ halb eines Aufgabenkreiſes ſind Markſteine auf dem Wege zum geſetzten Ziel. Mit dem glänzenden Abſchneiden beim Feſt der deutſchen Jugend iſt der deutſchen Landjugend eine neue Verpflichtung erwachſen, die Arbeit in Zukunft verſtärkt wei⸗ terzuführen. Auch in den dörflichen Turn⸗ und Spielgemeinſchaften, in denen die neuartige Körperſchulungsarbeit zuerſt taſtend und zögernd aufgenommen wurde, iſt man jetzt in der zur Ver⸗ fügung ſtehenden Freizeit mit Feuereifer dabei, den geſtellten Anforderungen gerecht zu werden. Das muß immer wieder betont werden: Die Pflege der Leibesübungen gibt dem, der ſie be⸗ treibt, von Mal zu Mal mehr Freude und Beſchwingt⸗ heit für den Alltag mit. Die Freude am Wachſen der körperlichen Kraft und Gewandt⸗ heit iſt dazu angetan, beſtehende Hemmungen zu vertreiben und die Leiſtung in der Berufsarbeit, die ja letzten Endes der volk⸗ lichen Gemeinſchaft dient, zu erhöhen. Die nächſte Heerſchau der Jugend muß uns dem großen Ziel wieder um ein beträcht⸗ liches Stück nähergebracht haben. Von der Waſchſchüſſel zum Sprungbrett Das Schwimmen iſt ſchon ſo alt, wie die Menſchen ſelbſt. Das Beſtreben, es den Fiſchen gleich zu tun und ſich nach Be⸗ lieben in dem„naſſen Element“ zu tummeln, iſt wohl neben der vielfach vorhanden geweſenen Notwendigkeit, ſich im Waſſer Von allergrößter Bedeutung iſt beim Schwimmen die Atemtechnik. Man muß genau ſo rhythmiſch atmen, wie man die Arm⸗ und Beinbewegungen ausführt, d. h. beim Bruſtſchwimmen nach dem Stoß einatmen und bei der Vorbereitung zum nächſten die Luft aus⸗ ſtoßen. oben halten und bewegen zu können, der Urſprung des Schwimmſportes geweſen. Heute erfreut ſich dieſe Sportart allgemeiner Beliebtheit. Schwimmen und Schwimmen iſt allerdings zweierlei. Vor allen Dingen muß der Anfänger die Angſt vor dem Waſſer verlieren, er muß wiſſen, daß zwar das„Waſſer keine Balken hat“, aber dafür der menſchliche Kör⸗ per beim Einatmen um eine Wenigkeit leich⸗ ter iſt als das Waſſer.„Der tote Mann“ iſt das Beiſpiel dafür. Man legt ſich auf den Rücken ins Waſſer, es ſchauen nur die Augen und die Naſe heraus. Sowie man ausatmet, beginnt der Körper zu ſinken. Anfängern ge⸗ lingt dieſes Kunſtſtück meiſt nicht, weil ſie aus Furcht vor dem Waſſer den Kopf zu weit her⸗ ausſtecken. Um dieſe Scheu zu verlieren, übt man am beſten täglich in der Waſſerſchüſſel. Man ſteckt das Geſicht unter Waſſer und öffnet die Augen. Bald werden ſie ſich auch an den Druck gewöh⸗ nen und aus dem waſſerſcheuen Anfänger iſt eine Waſſerratte geworden. f Als nächſtes müſſen die Tempos genau ge⸗ konnt werden. Dieſe kann man in Form von Freiübungen erlernen. Die Armbewegung im Grätſchſtand, die Beinbewegungen im Genick⸗ ſtand. Erſt wenn man jede Bewegung einzeln beherrſcht, werden ſie im Waſſer zuſammen geübt. Riebicke Foto: „Um die Box⸗Weltmeiſterſchaft“ Seite 1164— Jolge 35 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden 30. Ernting(Auguſt) 1935 Wenn man das Bruſtſchwimmen beherrſcht, geht man über zum Springen, Rücken⸗ und Seitenſchwimmen und zum Kraulen. Wie bei allen Sportarten muß man dabei ver⸗ ſuchen, mit einem möglichſt geringen Kraftaufwand eine recht große Dabei muß man beachten, daß jede Bewegung, die ſich auf den Stoß hemmend auswirkt, un⸗ terbleiben muß. Bei Anfängern bemerkt man oft ein viel zu ſchnelles Tempo bei den Bewegungen. Ehe überhaupt der Schwimmſtoß voll ausgenützt iſt, beginnen ſie ſchon Vorberei⸗ tungen zum nächſten. Strecke zurückzulegen. Das Ueben an der Angel, das früher Mode war, iſt heute mehr und mehr abgekommen. Platz iſt heute der N 4h An ihren — Schwimmgürtel heit gibt und de in ſich. Die L ihnen wird friſche rei dige Anpaſſung an das beweglich. Gerade für Menſchen, die ſchwere körperliche Arbeiten verrichten müſſen, iſt der Schwimmſport von außzer⸗ ordentlicher Wichtigkeit. Gleichmäßig beanſprucht er und wirkt ſo ausgleichend und harmoni getreten, der dem Neuling eine gewiſſe Sicher⸗ durch einem An K immſport birgt viele geſundheitliche Vorteile ine Luft zugeführt. Durch die notwen⸗ Element wird der Körper elaſtiſch und ſämtliche Muskeln des Körpers auf den Organismus. Rudolf Zech. Turnen mit dem Medizinball Nicht umſonſt führt der„Medizinball“ ſeinen Namen: wer einmal mit ihm ſo richtig„gearbeitet“ hat, weiß warum. Der Medizinball iſt eine ganz kräftige, ſchwere Pille von ſieben Pfund. Man kann ihn ſelbſt aus einem Sandſackkern, Figur 1. 5 Figur 20 den man mit Lappen und Schnüren umwickelt und endlich mit einem derben Sackbezug verſieht, herſtellen. Dieſer haus⸗ gemachte„Medizinball“ iſt billig und erfüllt ſeinen Zweck ebenſo gut, wie ein teurer, glatter, lederbezogener Ball. Je drei Leute bilden immer eine Uebungsgruppe und ſtel⸗ len ſich zu einem Dreieck auf. Erſte Uebung: Der Ball iſt in der rechten Hand und wird, wie wir es beim Kugelſtoßen gelernt haben, dem Nebenmann zugeſtoßen. Aber kräftig mit Schulter und Ellbogen hinter dem Ball bleiben (Figur 1). Und der andere läßt ihn an ſeine Bruſt knallen, fängt ihn liebevoll mit ſeinen Armen auf und befördert ihn weiter zum dritten Mann. Genug! Jetzt ſtößt jeder den Ball links. Ja, auch links muß das gehen. Der Ball iſt jetzt in den Händen über dem Kopf, die Arme ſind geſtreckt, ein Fuß ſteht etwas vor dem anderen, der Ober⸗ körper wird zurückgebeugt, und nun Vorreißen des Oberkör⸗ pers und Wurf! Aber da hat doch ſchon wieder einer die Arme gebeugt. Das gibt es nicht! Wir ſollen doch bei dieſer Uebung ein ſtarkes Kreuz kriegen und ohne Einſatz der Arm⸗ kraft werfen. Nächſte Uebung: Wurf rückwärts durch die Beine. Der Werfer ſteht mit dem Rücken zum nächſten Mann ſeiner Dreierformation, ſeine Beine ſind gegrätſcht. Der Ball iſt wieder in den Händen über dem Kopf, der Oberkörper wird ſcharf nach unten gebeugt und der Ball durch die Beine be⸗ Die — n 2 SS ruht in guter Hand, 1 fördert. Die Arm ſen möglichſt weit nach hinten durch⸗ ſchwingen und geben dem Ball den letzten Antrieb(Figur Y. e mu So, und nun gleich eine Scherzübung für die Zuſchauer. Jeder verſucht den Ball ſo durch ſeine gegrätſchten Beine zu verfen, daß er über den eigenen Rücken fliegt und beim Auf⸗ richten von dem Körper gefangen wird. Laßt die anderen nur lachen, wenn ſie das gleiche verſuchen, wirſt du deinen Spaß haben. Und nun machen wir ſchnell die entgegengeſetzte Uebung. Eben war das Beugen des Oberkörpers das wichtigſte, jetzt kommt wieder möglichſte Streckung. „Zuwerfen des Balles rückwärts über den Kopf.“ erfer ſteht in Seitgrätſchſtellung 0 zeigt dem Fänger ſeite, der Ball iſt in beiden Händen. Und nun geht's los!& f l mit dem Oberkörper vorpendeln, Knie beugen, ftige Streckung mit gleichzeitigem Hochreißen der Arme (Frgur 3). Dabei muß der Ball mehr hoch als weit fliegen. Alles hinſetzen! Geſicht zum Fänger, Beine liegen gegrätſcht auf dem Boden(Grätſchſitz)z. Die Arme ſind in Hochhalte, der Medizinball iſt oben in den Händen. Rückrollen, ſo daß der 10 Der N : Figur Oberkörper mit Armen und Ball auf dem Boden liegt. Die Beine werden zugleich hochgenommen, vielleicht ſogar noch etwas nach hinten und dann ruckartig nach vorn gebracht. Da⸗ durch bekommen wir Schwung, richten den Oberkörper auf und werfen den Ball dem nächſten zu(Figur 4). Der fängt ihn und rollt mit dem Schwung des Balles gleich wieder zurück und wirft dann ſelbſt. Aber aufpaſſen! Immer die Arme ſchön geſtreckt laſſen, wenns auch ſchwer fällt. Für heute ge⸗ nug! Das nächſtemal werden wir andere Uebungen mit dem Medizinball machen. wird Deulſchland wieder kinderland 30. Ernting(Auguſt) 1935 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden Folge 35— Seite 1165 — —* 0 *.—— Preisſteigerungen grundſätzlich nicht zugelaſſen Nach dem Ablauf des Geſetzes über die Beſtellung eines Reichskommiſſars für Preisüberwachung iſt die Ausübung der Befug⸗ niſſe des Reichskommiſſars für den Geſchäftsbereich des Reichs⸗ und Preußiſchen Miniſters für Ernäh⸗ rung und Landwirtſchaft auf dieſen übergegangen. Der Reichsminiſter hat den Preisüberwachungsbehörden mitgeteilt, daß Preisſteigerungen grundſätzlich nicht zugelaſſen Dieſem Grundſatz entſprechend hat der Reichsminiſter für Ernährung und Land wirtſchaft folgende Anordnungen erlaſſen bw. den Reichsnährſtand mit dem Erlaß beauftragt und in einer am 28. Auguſt abgehaltenen Beſprechung mit den Länder regierungen, Oberpräſidenten und den Vertretern der Preis⸗ überwachungsſtellen bekanntgegeben. Die Preiſe für Schweinefleiſch, inländ. Schweineſchmalz, Rindfleiſch und Rindertalg werden grundſätzlich auf den Stand vom 31. März 1935 zurückgeführt. Ausgenommen von dieſer Regelung ſind einige wenige Fleiſchſorten, die erfahrungsgemäß für den Verbrauch der breiten Schichten des Volkes keine Rolle ſpielen, zum Beiſpiel Filet. Für Kalbfleiſch ſind die oberſten Landesbehörden und die Oberpräſidenten ermächtigt worden, im Bedarfsfalle eine entſprechende Regelung zu treffen. Ab 1. September 1935 werden die Erzeugerpreiſe für Speiſekartoffeln der diesjährigen Ernte je nach Sorte und Herkunft bis zu 50 Rpf. je Zentner niedriger feſtgeſetzt als im Vorjahr. Gleichzeitig hat der Reichsminiſter die Preisüber⸗ wachungsſtelle angewieſen, auf Grund dieſer Erzeugerpreiſe Verbraucherhöchſtpreiſe feſtzuſetzen, um zu erreichen, daß die Senkung der Erzeugerpreiſe den Verbrauchern ungemindert zugute kommt. Ebenſo werden ab 1. September 1935 Erzeugerhöchſtpreiſe für Pflanzenöle feſtgeſetzt, bei deren Ueberſchreiten das In⸗ Berkehr⸗Bringen ausgeſchloſſen iſt. Nachdem bereits für Butter und Margarine ſeit neuer Zeit durch entſprechende An⸗ oroͤnungen Preisſteigerungen ausgeſchloſſen ſind, ſind damit die Preiſe bei allen weſentlichen Speiſefetten ſtabiliſiert. Der Bodenſee⸗Berufsfiſcherausſchuß Zur Wahrung der Intereſſen der Bodenſeefiſcher wurde am 11. und 12. Mai 1935 in Meersburg der Bodenſee⸗Berufs⸗ fiſcherausſchuß, für das geſamte Bodenſeegebiet, von den Lan⸗ desbauernſchaften Bayern, Württemberg und Baden gegrün⸗ det. Als Vorſitzender wurde der Landeshauptabteilungs⸗ leiter I, Pg. Albert Roth, M. d. R., beſtimmt. Als Vertreter der Bodenſeefiſcher wurden in den Reichs⸗ nährſtand berufen: für die Landesbauernſchaft Bayern: Berufsfiſchermeiſter Stefan Bichlmaier, Waſſerburg, Lindau, für die Landesbauernſchaft Württemberg: Oberfiſchermei⸗ ſter Auguſt Jäger, Langenargen, für die Landesbauernſchaft Baden: Berufsfiſchermeiſter Clemens Deggelmann, Inſel Reichenau. Dieſe Vertreter ſind Beauftragte des Reichsnährſtandes für deſſen geſamtes Aufgabengebiet(Hauptabteilung I, II und III). Alle Berufsfiſcher und deren Organiſationen werden ge⸗ beten, ſich in allen Fragen der Bodenſee⸗Berufsf ſcherei an die Beauftragten des Bodenſee⸗Berufsfi herausſchuſſes, oder an die Geſchäftsſtelle des Bodenſee⸗Berufs iſcherausſchuſſes, Karls⸗ ruhe, Beiertheimer⸗Allee 16, z. H. d. Pg. Albert Roth, M. d. R., zu wenden. Warum Schweine⸗Zwiſchenzählung? Am 4. September 1935 wird wiederum eine Schweine⸗ zwiſchenzählung durchgeführt. Gewiß gehört es nicht zu den Annehmlichkeiten, wenn ſtatt einmal im Jahre jedes Viertel⸗ jahr vom Bauern gefordert wird, genaue Angaben über ſeinen eſtand an Schweinen zu machen, Daß dies jedoch nötig und vor allem für die Beteiligten nützlich iſt, hat wohl inzwiſchen jeder eingeſehen. Beſtimmt aber hat ein jeder die wohl⸗ tuenden Folgen verſpürt, die in einem jederzeit auskömm⸗ chen Preis zum Ausdruck kommen. Für die Durchführung der Marktordnung iſt aber laufend eine genaueſte Kenntnis der vorhandenen und zu erwartenden Beſtände an Schlacht⸗ vieh notwendig. Dies war auch der Grund, die Zählung vierteljährlich durchzuführen. Es muß immer wieder betont werden, daß es nur im Intereſſe des Bauern liegt, wenn er dieſe Angaben aufs genaueſte macht. Wenn der deutſche Bauer bedenkt, daß ſein däniſcher Kollege ſtatt viermal im Jahre alle ſechs Wochen, alſo faſt neunmal jährlich, Angaben über ſeine Beſtände machen muß, ſo mag er daraus erſehen, daß er nicht mehr nach ſeinem Schweinebeſtand gefragt wird, als unbedingt nötig iſt. Treibt Seidenbau! Der Reichsnährſtand ruft zur Aufnahme des Seidenbaues auf. Ueberall in Deutſchland ſind neue Betriebe im Ent⸗ ſtehen begriffen. Durch die intereſſante und leicht erlernbare Tätigkeit können ſich Tauſende von Volksgenoſſen eine zuſätz⸗ liche Einnahme verſchaffen. Zur Zeit ſind die Seidenbauer bei der Zucht. Da vielerortes noch Unkenntnis über dieſes Gebiet herrſcht, iſt es ſehr zu begrüßen, daß die Reichsfach⸗ gruppe Seidenbauer in Celle in verſchiedenen Betrieben eine Beſichtigungsmöglichkeit geſchaffen hat. Eine ſolche Beſichtigungsmöglichkeit bietet der Betrieb des Friedrich Ernſt, Durlach, Auerſtraße 21, auf Gemarkung Rint⸗ heim, Gewann Kuhweide(früherer Exerzierplatz). Die Zuchten ſind dort in voller Entwicklung, ſo daß jedem Intereſſenten die Beſichtigung bis September empfohlen wer⸗ den kann. Der Intereſſent erhält dort auch Aufklärung. * Baiertal Jetzt iſt es Zeit! Beſtellt Euren Bauernkalender beim örtlichen Vertrauensmann! Auguſt) 1935 —— . 8 3 1 2 15. Fortſetzung Aber das franzöſiſche Landeskommando hatte den vorneh⸗ men Prunkbau aus ſeiner Verſunkenheit zu neuem Leben er⸗ weckt. Seine an kaiſerliche Repräſentation gewöhnten Räume würden den rechten Rahmen für den glanzvollen Empfang abgeben, den man ſeiner Exzellenz, dem General Drouet, Oberſtkommandierendem der heranrückenden neuen franzöſi⸗ ſchen Armee, hier in Innsbruck zu bereiten gedachte. Dieſen Tirolern und auch den bayeriſchen Verbündeten, die ſich noch immer nicht ſo recht mit der Vormachtſtellung des großen Korſen abgefunden hatten, wollte man wieder einmal eindringlich vor Augen führen, wie turmhoch allein ſchon ein General Napoleons über ihnen allen ſtand. Und ſo war an nichts geſpart worden, um für die feſtliche Begrüßung des Generals in der Hofburg einen Luxus und eine Pracht zu entfalten, wie ſie kaum von Krönungsfeier⸗ lichkeiten übertroffen werden konnten. Die wuchtigen, kriſtal⸗ lenen Kronleuchter, die wie funkelnde Rieſentrauben von den Decken der weiten Säle herabhingen, erſtrahlten in hellſtem Lichterglanze und ihre Reflexe brachen ſich tauſendfach in den Spiegelwänden und den vergoldeten Stuckornamenten der Decken. Der rote Damaſt, mit dem die Räume verſchwen⸗ deriſch beſpannt waren, loderte dazwiſchen wie Feuer. Die Träger der Krone Oeſterreichs und die Erzherzöge, die ihnen als Staatsmänner und Feldherren im Laufe der Jahrhunderte zur Seite geſtanden, ſchauten voll ſteifer Würde oder huldvoll lächelnd aus ihren von der Patina des Alters überhauchten Goldrahmen auf eine ungewöhnliche und bunte Geſellſchaft herab. Sie hatten hier ſchon viele Geſchlechter kommen und gehen ſehen. Aber dieſes von Orden und Gold⸗ treſſen funkelnde Gewimmel franzöſiſcher und bayeriſcher Offiziere, zwiſchen denen ſich eine große Zahl ſchöner und eleganter Frauen bewegte, war geeignet, ſelbſt ihre in Oel konſervierte Ruhe und Erhabenheit zu erſchüttern. Die kunſtvoll geſchnitzten, großen Verbindungstüren zwi⸗ ſchen den ineinandergehenden Sälen ſind weit geöffnet, ſo daß das Genze wie ein einziger Raum erſcheint. In dem größten der Säle drehen ſich ſchon die Paare nach den Klängen eines Walzers, auf den ſich die franzöſiſche Militärkapelle, die hier ſpielt, ebenſo gut verſteht wie ihre Wiener Kollegen. In dem anſchließenden Saal wogt es paar⸗ und gruppenweiſe prome⸗ nierend durcheinander. Hier herrſcht ein ſtändiges Kommen und Gehen. Ordonnanzen flitzen mit wichtigen Mienen durch die Menſchenmenge. alte Kameraden feiern ein unverhofftes Wiederſehen und berichten einander von Heldentaten unter den Pyramiden Aegyptens, den Zypreſſen Italiens oder den Kiefern Preußens. Das Kampffeld ihres Herrſchers iſt ja ſo groß und reicht faſt von dem einen Ende Europas bis zum anderen! Trifft man ſich heute in Innsbruck, ſo wird man morgen vielleicht ſchon in alle Winde auseinandergeriſſen, der eine nach Rußland und der andere nach Sizilien. Wer weiß Auf den ſeidenbeſpannten Ruhebänken und Fauteuils, die die Niſchen und Ecken der Säle ausfüllen, ſitzen diejenigen der Offiziere mit ihren Damen, die eine behagliche Konverſation dem Tanzen und Promenieren vorziehen. Hier halten vor allem auch die größtenteils ſchon weißhaarigen hohen Stabs⸗ offiziere Cexele ab. In dichten Reihen umſteht man ſie denn da die meiſten von ihnen eben erſt aus Napoleons Haupt⸗ quartter eingetroffen ſind, kann man von ihnen allerlei er⸗ fahren, wovon man in der Abgeſchiedenheit der Tiroler Berge wenig zu hören bekommt. Beſonders die bayeriſchen Offiziere ſind ſehr wißbegierig. Man hat etwas von einer geheimen Beſprechung während des Hofballs geraunt, aber bis zu die⸗ ſem Abend hatten diejenigen, denen Näheres bekannt ſein r b 11 EN HHH 0nα II dn 1 N E e MNergemn Ts . von Luis Trenker konnte, nur mit einem Achſelzucken auf alle Fragen geant⸗ wortet. Ein Schimmer des Geheimnisvollen liegt alſo über dieſem rauſchenden Feſt, das ſich nach außen hin ſo harmlos⸗ heiter gibt. Hauptmann Nachbauer, ein breitſchultriger und robuſt wirkender bayeriſcher Offizier, fragt frei heraus einen der franzöſiſchen Stabsoffiziere, was es denn eigentlich mit der Geheimſitzung auf ſich habe, von der alle munkeln, aber keiner Sicheres weiß. f „Oh, mon camarade,“ antwortet mit einem liebenswür⸗ digen Lächeln der franzöſiſche Offizier,„das will ich Ihnen ſagen: Wenn die Uhr 11 zeigt, würde ich Sie ohnehin zu die⸗ ſer Beſprechung nach oben in den kleinen Saal gebeten haben. General Drouet will uns den Einmarſchplan der neuen Armee bekanntgeben.“ Während Hauptmann Nachbauer ſich dankend vor dem Oberſten verneigt, geht ein Raunen des Erſtaunens durch die Reihen der Umſtehenden. Das alſo iſt das Geheimnis! Allzu ſicher ſcheint man ſich ja im Oberkommando nicht zu fühlen, ſonſt hätte man nicht ſolche Vorſichtsmaßregeln zu ergreſſen. brauchen, um den Einmarſchplan vor unberufenen Augen und Ohren zu ſchützen. Wie ein Lauffeuer geht die Auskunft, die Hauptmann Nachbauer erhalten hat, durch die Säle und wird überall mit großem Intereſſe aufgenommen. Am meiſten aber von einem jungen, braungebrannten bayeriſchen Offizier, der ſich etwas abſeits von der Menge hält. Mit doppelter Spannung wartet man nun auf die Ankunft des Generals Drouet und ſeines Gefolges. Und ſeine Exzel⸗ lenz läßt auch nicht mehr lange auf ſich warten. 5 Ein Wink zu der Muſiktribüne hinauf, drei Stöße mit dem ſilberbeſchlagenen Stabe des Zeremonienmeiſters auf das Par⸗ kett— und die Muſik bricht unvermittelt ab. Eifrige Ge⸗ ſpräche verſtummen und alles nimmt Aufſtellung, wie es die Etikette vorſchreibt, um dem Vertreter des großen Kaiſers Referenz zu erweiſen. Mit einem Schlage fliegt die große Flügeltüre des Spiegelſaales auf, von der eine breite, teppich⸗ belegte Treppe— die rieſige Leuchter, mit armdicken Lichtern beſteckt, flankieren— zur Halle hinabführt. Die Marſeillaiſe ertönt und General Drouet ſteigt durch das Spalier der Offiziere die Treppe herauf, rechts und links mit einem leichten Kopfnicken verbindlich grüßend. Der General iſt von ungewöhnlich kleiner Statur und ſein ſchmächtiger Wuchs wird noch durch die füllige Heroinenfigur der Generalin beſonders betont. Mit ſeinem markanten, geiſt⸗ vollen Kopf gleicht er eher einem Philoſophen als einem Kriegsmann. Wer ihm in das ſtrenge, beherrſchte Geſicht, ſieht, vergißt freilich die wenig impoſante Erſcheinung des Gene⸗ rals. Solche Köpfe erblickt man nur ſelten unter den Offizie⸗ ren. Hier ſind Geiſt, Großzügigkeit und eiſerne Energie in klaren Zügen gezeichnet. Mit einem Blick überfliegt General Drouet, in der Mitte des Hauptſaales angekommen, die Verſammelten. Ein kurzes, begrüßendes Kopfnicken— dann winkt er der Muſik, und der Ball nimmt ſeinen Fortgang. So iſt es ſein Wunſch. Jedes Aufſehen ſol vermieden werden. Galant reicht er der Gene⸗ ralin den Arm, und nach ein paar Walzerrunden führt er ſie zu einer der Niſchen, wo ſeine Adjutanten ihn bereits er⸗ warten.. Wohin man in den Sälen und ihren Nebenräumen blickt, überall blitzen bunte Uniformen neben den großen Toiletten der Damen Nur vereinzelt taucht hier und da, faſt ſchüchtern, ein Frack auf, der einem der wenigen hohen Verwaltungs⸗ beamten gehört, die man zu dieſem Feſt geladen hat. Unter dieſen Frackträgern iſt auch Amtmann Riederer. c r „ 30. Ernting(Auguſt) 19³5⁵ Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden Folge 35— Seite 1167 — Er hat mit Erika heute ſeine liebe Not Iſt es das Fieber des erſten großen Balles, das in ihr ſteckt und ſie ſo fahrig, ſo zerſtreut macht? 8 „Ach laß mi doch, Vaterl, warum haſt mi denn mitgenom⸗ men“, entgegnet ſie übermütig auf alle ſeine Ermahnungen. Und gleich darauf ſchaut ſie einem vorübergehenden Offizier ſo auffällig ins Geſicht, daß dieſer ſich zu einem ſehr vertrau lichen Augenzwinkern ermutigt fühlt. Riederer iſt außer ſich, als er das ſieht. Aber ſeine C ntrüſtung nützt nur wenig. Alle Grundgeſetze der Etikette und Erziehung vergeſſend fixiert Erika jeden, der ihr in den Weg kommt. Der Amtmann iſt untröſtlich. Da iſt ihm nun die ſeltene Ehre widerfahren, als einer der wenigen Verwaltungsbeamten zu dem Militärball eingeladen zu werden, und nun gefährdet ſeine Tochter auf bedenkliche Art ſeine ohnehin nicht ganz ſichere geſellſchaftliche Poſition. i Vor Verlegenheit über das kindlich ungeſchickte Benehmen ſeiner Tochter ſteht dem geplagten Vater ſchon der Schweiß auf der Stirne, als ſich ein Retter naht. Freundlich lächelnd verneigt ſich ein bayeriſcher Hauptmann vor Erika und bittet um einen Tanz. Mit Kopf und Händen winkt ihr Riederer, die Aufforderung anzunehmen. Gott ſei Dank, Erika nickt dem Offizier, wenn auch etwas zerſtreut, zu, und ſie tanzen davon. Jetzt kann ex endlich ein wenig aufatmen, wenigſtens für die Dauer des Tanzes. Strahlend vor Freude tanzt der Offizier mit Erika über das ſpiegelglatte Parkett. Das iſt einmal ein Mädel ſo recht nach ſeinem Geſchmack, wie man ſie hier nicht alle Tage ſieht. Und Erika findet ihren Tänzer auch nicht gerade unſym⸗ pathiſch. Er ſcheint ein liebenswürdiger und harmloſer Menſch zu ſein. „Sagens, Herr Hauptmann,“ nimmt ſie die Unterhaltung wieder auf,„wie heißen's denn eigentlich, i habs net ver⸗ ſtandn!“ „Nachbauer, Hauptmann Nachbauer aus München!“ „Was, aus München ſans? J bin nämlich auch daher!“ „Ja, ſo ein Zufall, grad aus München iſt das Fräulein. Erika hilft ihm beluſtigt ein:„Erika Riederer.“ „Wunderbar! Alſo wiſſens, für den Namen Erika ſchwärm überhaupt. Und tanzu könnens, Fräulein, wie a Engerl! Grad nur ſo dahinſchwebn tuns!“ „So, das ſagens wohl zu jeder!“ „Aber gehns, Fräulein Erika, a einzigs Mal in München hab i ſo a gute Tänzerin wie Sie gtroffn. Vielleicht kennens die gar! Dös war ein Fräulein.. Na verflixt, wie hats denn geheißn? Grad hab i's noch gewußt! Die hieß doch..“ Lachend unterbricht ihn Erika: „Zerbrechens ſich Ihren Kopf net. Is ja net ſo wichtig!“ „Ja ſchauns, dös is halt meine Schwäche, daß i allweil die Namen vergiß, aber Ihren werd i mir ſelbſtverſtändlich merkn, ſo an Namen kann man ja gar net vergeßn. Aber ſagns amal, ſuchens jemand?“ Erika tut erſtaunt und ſagt mit treuherziger Miene: „Nein, warum denn? Wie kommens denn darauf?“ „Na, i dacht halt, weils immer ſo umanand ſchauen!“ J? Aber i ſchau doch garnet umanand!?“ Doch noch ehe ſie ſich darüber einig werden, ob Erika nun geſchaut hat oder nicht, iſt der Tanz zu Ende. Winkend kommt der Amtmann ſchon herangelaufen, um ſeine Tochter wieder in Empfang zu nehmen. Erika verabſchiedet ihren Tänzer, der ganz gern noch länger bei ihr geblieben wäre. So aber muß er ſich damit tröſten, daß ihm„der Nächſte“ in Ausſicht ge⸗ ſtellt wird. Wohlgefällig ſchaut Nachbauer ihr nach. Ein Kamerad tritt neben ihn und klopft ihm freundſchaftlich auf die Schulter: „Du, a feſches Madel war dös, gratuliere! Wie heißts denn?“ Nachbauer wird durch dieſe Frage ganz verwirrt. „Wie ſie heißt? Ja, wart amal! Die eit um Teufel.. wart. die heißt.. O, Herrgott ſakra, etzt hab i doch den Namen ſchon wieder vergeſſen!“ Der andere lacht ihn aus: „Nachbauer, du biſt und bleibſt doch ein Rindvieh. Ein ſo waches Gedächtnis bei ſolch einem Mädchen!“ Leroy, der jetzt zu den beiden bayeriſchen Offizieren heran⸗ tritt, macht ihrer Heiterkeit ein Ende. Seine Miene verrät einen dienſtlichen Auftrag. Halblaut ſagt der Capitaine: Es iſt jetzt gleich 11 Uhr. Ich bitte Sie punkt 11 Uhr oben im kleinen Saal bei der Geheimkonferenz zu ſein!“ Und ſchon iſt er weitergegangen. Fernerſtehenden mochte es ſcheinen, als habe er nur ein paar konventionelle Worte mit den Bayern gewechſelt. Als die zierliche Rokokouhr auf dem Kaminſims die elfte Stunde ſchlägt, iſt ein halbes Hundert bayeriſcher und fran⸗ zöſiſcher Offiziere in dem kleinen Lonferenzſaal der Hofburg verſammelt Während der letzte Schlag der Uhr verklingt, öffnet ſich eine Nebentür und General Drouet, begleitet von ſeinem Stabe und von Capitaine Leroy, betritt den Raum. Ein kurzer Gruß, dann ſetzt der General ſeine Brille auf und brei⸗ tet vor ſich, auf dem Schreibtiſch, eine große Karte aus, auf der man von weitem blaue und rote Einzeichnungen erkennt. In franzöſiſcher Sprache erläutert Drouet in ſeiner knap⸗ pen, aber klaren und überſichtlichen Art Truppenſtärke, Marſch⸗ route, Aufenthalte, Zweck und Durchführungsweiſe der aus Paris vom Kaiſer perſönlich erhaltenen Befehle. Die bayeri⸗ ſchen Offiziere verſtehen von ſeinen Ausführungen nicht viel mehr als ein paar Ortsnamen und einige militäriſche Aus⸗ drücke. Doch nachdem der General geendet hat, erhebt ſich Capi⸗ taine Leroy und wiederholt in deutſcher Sprache die Erläu⸗ terung des Aufmarſchplanes: „Seine Exzellenz wünſcht den bayeriſchen Kameraden fol⸗ gendes bekanntzugeben: „Der Einmarſch der aus Richtung Norditalien durch das Engadin heranrückenden neuen franzöſiſchen Armee findet durch das Tal von Finſtermünz ſtatt. Es iſt zu erwarten, daß die Spitze der Armee übermorgen in den erſten Morgenſtun⸗ den die Brücke von Finſtermünz paſſieren wird. Hier werden ſich die Truppen trennen. Acht Regimenter Fußtruppen mar⸗ ſchieren über Nauders und den Reſchenpaß nach dem Etſchtal. Ein Teil von ihnen wird dann durch das Puſtertal nach Kärnten weitermarſchieren. Der andere Teil der Truppen, in Stärke von elf Regimentern Fußvolk ſowie die Artillerie und Reiterei, werden den Vormarſch über Landeck direkt nach Innsbruck fortſetzen. Das ganze Inntal, das Eiſack⸗ und Etſch⸗ tal werden beſetzt, um mit unnachſichtlicher, rückſichtsloſer Strenge in Tirol Ordnung zu ſchaffen. Wir haben wohl das Land in unſerem Beſitz, wir haben es mit unſeren Waffen erobert, aber die Bevölkerung haben wir noch nicht beſiegt. Ständig und überall werden unſere Truppen von Wegelagerern, Räubern und Rebellen überfallen und es iſt höchſte Zeit, endlich dem Lande und ſeinen Bewoh⸗ nern eine Lektion zu erteilen, die ſie nicht mehr vergeſſen ſollen.“ Während Leroy dieſes ſagt, gleiten ſeine Augen über die Anweſenden hin. Plötzlich ſtockt er, ſein Blick bleibt an dem Geſicht eines fungen bayeriſchen Offiziers hängen. Einen Augenblick ſcheint es,. als wolle der Capitaine ſeine Rede unterbrechen. Verwun⸗ dert ſchaut General Drouet zu ihm auf, doch Leroy hat ſich ſchon wieder gefaßt und ſpricht weiter: „Auf allerhöchſte Anordnung unterſtehen die im Südkreis ſtationierten bayeriſchen Diviſionen von heute ab dem aus⸗ ſchließlichen Kommando Seiner Exzellenz, des Generals Drouet.— Wünſcht einer der Herren eine Frage zu ſtellen?“ Einige bayeriſche Stabsoffiziere räuſpern ſich vernehmlich. Aber das iſt auch alles. Sie ſind über dieſe neue Ankündigung nicht ſehr erfreut, doch was ſollen ſie machen? Wieder klammert ſich Leroys forſchender Blick eine Sekunde lang an das braungebrannte Geſicht des bayeriſchen Haupt⸗ manns. Dieſen ſcharfgeſchnittenen Kopf hat er doch ſchon irgendwo geſehen? a Hundert Gedanken gehen ihm durch den Kopf und eben⸗ ſoviele Geſichter läßt er im Geiſte an ſich vorbeiziehen. Alle bayeriſchen Offiziere, die er kennt. Aber dieſes braun⸗ gebrannte, markige Geſicht iſt nicht darunter. Und trotzdem muß er dieſen Menſchen ſchon irgendwo einmal geſehen haben! (Fortſetzung folgt.) Trocken- od. Neis Bei 2 e Seite 1168— Folge 35 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden 30. Ernting(Auguſt) 1935 . e I. N L. B g. E. u. V. G.— Landw. Ein⸗ und Verkaufsgeno ſenſchaftz Bezugs⸗ und Abſatz verein Konſum⸗ 8 und und gen Winzer.— Winzergenoſſenſchalt; Jager.- Lagerhausgenoſſenſchaft; Gretreide. Getreidelagerl 0 5. lehenskaſſe; L Kr. V.— Ländl. Kreditverein; Kr. V. Kreditverein; Sp.: d Darlehen Eiera bfaßgelit senschaft; Ländlicher Spar- und Vorſchußverem G. Bezugs- und Ab zenoſſenſchaft des B. A. G.- Bäue genoſſenſchaft. 2. Vorlage Verluſtrechnung des J. sabſchluſſes Bila und Gewinn- und 3 2. Bericht des Jahresabſchluſſes owie des Geſchö richtes und die chläge zur Verwendung des Reingewinnes, tdeckung; 3. Bericht des Aufſichtsr fung;— Genehmigung des Jahre ſchluſſes: 5.- Verwendung des Gewinnes; 6.- Beſchlußfaſſung über die Verluſtdeckung; 7.- Entlaſtung des 8 Annahme eines neuen atu 9. Beſch ſſung über die Verſchmelzu ing mit einer anderen Genoſſenſſchaft; 10.= Genehmigung des Verſchmel 1 teuwahl bzw. Wiederr wahl für dene Vorſtand und Aufſichtsratsmite der; 12. Herabſetzung der Zahl der Vorſtands⸗ und Aufſi ats mite ieder; Feſtſetzung des Ge amtbetrages, weld Anleihen der Genoſſenſchaft pareinlagen bei derſelben nicht überſchreiten ſ 14.- Fefſtſetzung der elche bei bitgewährung(bei Spar- und Dar⸗ lehnskaſſen an die Mitglieder und bei genoſſenſchaften die Warenhöchſtgrenze) einge werden ſollen; 15. Statutenänderungen: ung vor Geſchäftsanteil und Haft ſumme: 16 Beſchlußfaſſung über die Ei des Geſchäftsan teils 3; 17. Annahme einer Dienſtanweiſung für Vorſtand und Aufſi chtsrat; 18.- Verlängerung der Friſt zur Aufkün⸗ digung der Mitgliedſchaft: 19.- Beſchlu der Generalverſammlung zur Errichtung tates lieg eine Woche vor der Generalverſammlung llungskontos; 21. Verſchieden zur Einſicht der Genoſſen auf: 23. er vorhande An i Reſerven und Rückſtellungen l(einſch ließlic Aufwertungsfond Jahresabſchluß ſowie der Geſchäf richt nebſt den Ber Statuts an die neueſten geſetzlichen Beſtimmungen p 20.= Zuſtimmung erkungen des Aufſichts⸗ Geietz vom 20. 12. 1933.) In Nachfolge von„Fortſchrittlicher Landwirt“(Bad. landw. Geuoſſenſchaftöblatt)⸗ und„Badiſcher Bauer“ ſowie„Badiſcher Bauernſtand“ Samstag, den 7. September 1935: Heidelsheim, L. Kr. V., 5 auerei Heinrich Jäger“. T O.: 1, 2, 4, 5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: B Heidelsheim, L.? b., 9 Uh 5„Brauerei Heinrich Jäger“. TO.: 1, 2, 4, 5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtan auer, Ziegler. 3 Linkenheim, Milchgen., 79 Uhr,„Rathaus“. TO.: Neuwahl des Vorſtands, 21. Der Vorſtand: K. A. Nagel, Günther. 5 8 g Nonnenweier, A. Lahr, L. E. u. V. G., 749 Uhr,„Rathaus“. T O.: 1—8. Der Vorſtand: Furrer, Irion.. anlsheim, i. Lig., Ldw. Lagerhaus, 9 Uhr,„Mohren“. T O.: 1. Bericht der Liquida⸗ zentralgenoſſenſchaft Karls zruhe ſtattgefundenen Lagerhauſes und über den zur Zeit beſtehenden zen Liquidatoren; Vahl neuer Liquidatoren; des Lagerhauſes durch die Stadtgemeinde nacht an die Liquidatoren; 5. Verſchiedenes. toren über die mit der Bad. landw. Verhandlungen über den Verkauf d vertrag; 2. Rücktritt der ſeith hlußfaſſung zwecks Übernahr im und Erteilung der Verkaufsvol Die Liquidatoren: Fiederling, Danquart. Sonntag, den 8. September 1935: 1 1 B. A. G., i. Liq., 11 Uhr vorm.,„Cäcilienberg“. TO.:1, 2, 4, 7, 21, 22. Die Liquid Beile, Braxmaier Buchenbach, 48 Uhr vorm.,„Rathaus“. T O.: 1, 2, 4, 5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: fel. Biederbach, ½4 Uhr,„Rathaus“. T O.: 1—4, 6, 7, 11, 13, 17, 20— 22. Der Vorſtand: Maier, Wiſſer. Deiſendorf, A. Überlingen, L. E.u. V. G., 3 Uhr,„Löwen“. TO.: 1. Bekanntgabe des Gutachtens des Reviſionsverbande 2. Beſchluß über Auflöſ ſung der Genoſſenſchaft; 3. Wahl der Liquidatoren. Der Vorſtand: Reinauer, W Emmendingen, Landw. Lagerhaus, ½3 Uhr,„Rebſtock“. 1—5, 7, 11, 21, 22. Genehmigung einer Vergütung für den Aufſick srat als A fia zsentſchädigung und Zeitverluſt. Der Vorſtand: Frank, Dürr. Nimburg, L. E. u. V. G., 2 Uhr,„Krone“. TO.: 1—4, 6, 7, 1122. Der Vorſtand: Wild, Reifſteck. 5 L. E. u. V. G„Waldhorn“. T O.: 1—4, 6—8, 11, 13, 14, 16—18, 21, 22. Der Vorſtand: G g. Raithae lach, L. K. u. A. V., ½11 Uhr vorm.,„Rathaus“. T O.: 1—5, 7, 11, 19, 21, 22. Der Vorſtand: Mayer Manogg. Raithaslach, u. D. K. V., ½ 11 Uhr,„Rathaus“. T O.: 1, 2, 4, 5, 7, 11, 16, 18, 21, 22. Der Vorſte Neidhard, Brecht. Rheinsheim, S D. K., 3 Uhr,„Krone“. TO.: 1—5, 7, 11, 19, 21, 22. Der Vorſtand: Mayer, Roth rger. Rheinsheim, L V. G., 4 Uhr,„Krone“. T O.: 1—5, 7, 21, 22. Der Vorſtand: Stiſi, Rothenberger. Riedheim, A. Überlingen, 16, 17, 2122. Der Vo„Schraff. Schatthauſen, L. E. u. V. G., 2 Uhr,„Bürgerſaal“. TO. eines Zuſchuſſes zur Abivicklung der B. A. G. Schatthauf en in Liq., 21. Wipfler, Ihle. Biengen, Dreſch., 2 Uhr,„Rathaus“. mann, Kiechle. 1. V. G., 3 Uhr,„Unter Letze“. T O.: 1—5, 7, 11, 13, 14, : Beſchlußfaſſung über die Leiſtung Der Vorſtand: TO.:1—5, 7, 11, 16, 21, 22. Der Vorſtand: Bihl⸗ Mittwoch, den 11. September 1935: Diedelsheim, Sp. u. D. K., 8 Uhr,„Rathaus“. Steiger. TO.: 1—7, 21, 22. Der Vorſtand: Held, Bekanntmachungen „Bekanntmachung: Gemäß Beſchli die Haf tſumme von 500 /, auf 300 4 ſich zu melden. Lan dw. Ein heim e. G. m. b. H. Der Vorſt iß der G eralverſam herabgeſent D ng vom 3. Juni 1934 wurde ger werden aufgeforde Amt Tauberbiſchofs⸗ — and 2. Bekanntmachung: Durch die Genoſſenſchaft aufgelöſt. Die Gläubiger werden aufgef genoſſenſchaft Riegel⸗Forchheim e. G. m. b. H. i. Liqu. und Joſef Schädle. ung vom 26. Mai 1935 wurde dert, ſich zu melden. Dreſch⸗ Die Liquidatoren: Richard Müller „Bekanntmachung: Durch Beſchluß der Generalverſammlung vom 21. Juli 1935 wurde ſe e Genoſſenſchaft in eine ſolche mit beſchränkter Haftpflicht umgewandelt. Die Haft⸗ me wird auf 300& feſt tgeſetzt, der Geſchäftsanteil beträgt 50 7%. Die en. der Geſchäftsanteile beträgt 10. Die Gläubiger werden aufgefordert, ſich zu melden. Mol⸗ kereigenoſſenſchaft Bermatingen e. G. m. u. H. Der Vorſtand: Karl Haller und Karl Knecht. 3. Bekanntmachung: Laut Generalverſamm lune 28. Juli 1938 wurde unſer Geſchäftsanteil von 90,— auf 30,.— Haftſt mme von — RM. auf 300,— RM 8 Diej zer, welche Ein⸗ wen idungen gegen dieſen Beſch wollen erſpruch geltend machen. Landw. Ein⸗ und kaufsgenoſſen ſchaft Brombach, Amt Heidelberg, e. G. m. b. H 3 Der Vorſt und auter Sei b Bekanntmachung: öſung 1 ngen iſt die re For⸗ ⸗ und atoren: fer, Juli 1934 dert, ih ndw. E Liquide Vilhelm S ch a gemadß Beſchluß General⸗ Gläubiger atzverein 2 31er, Bücher⸗ Rudolf Zienken. Beſchluß der lverfammlung vom 3. 5. Juli 1932 wurde die Ger ſſe auf gelöſt. ger werden aufgefordert, ſich zu melden. B und 2„ 2 Neuenburg Amt Müll D Ernſt Kleißler, Bücherreviſor in Müllheim, und efan 5 ürge Landwirt in Neuenburg. Die Generalverſammlung vom 2. Juni 1935 hat die Auflöſung der Genoſſenſchaſt beſchloſſen. Die Gläubiger werden aufgefordert ſich zu melden Darlehenskaſſenverein e. G. m. u. H., Spöck(Badem. Die Liquidatoren gez.: Karl L. Hofheinz II gez.: Karl H. „ Karl H. Gruber Karl B. „ Max Hecht Spar⸗ und Hofheinz Hofheinz U —— — Bücherſchau „Durch beſſere Bienenweide zu beſſeren Honigerträgen.“ Das Merkbüchlein für Bienenweide von Dr. Honig, Bienen⸗ weidebeirat der Reichsfachgruppe Imker. Verlag: Reichsfach⸗ gruppe 8„Berlin SW. 11, Deſſauer Straße 23. Preis des Einzelheftes 12 Pfg., bei Sammelbeſtellungen ſtarke Ermäßi⸗ gung. Beinahe gleichzeitig mit der Venſchott⸗Rinſche'ſchen Schrift „Die Bienenweide in der Praxis“ erſchien dies kleine Heft von Dr. Honig. Der Verfaſſer iſt ſchon ſeit Jahren mit großem Eifer auf dieſem Gebiet tätig und weiß daher, wo es trotz der erfreulichen, ſchon erreichten Fortſchritte immer noch fehlt: beſonders beim einzelnen Imker. Jeder Imker ſollte dies Heft durchleſen und das Geleſene in die Tat umſetzen. Eutſcheidungen des Reichserbhofgerichtes. Herausgegeben und bearbeitet von den beamteten Mitgliedern des Gerichts⸗ hofs. Verlag Franz Vahlen, Berlin W 9. Das Reichserbhof⸗ geſetz iſt ein gänzlich neues und echt nationalſozialiſtiſches Ge⸗ ſetz. Es entſpringt der Uebung anderer höchſter Werle und dient auch der Befriedigung eines allſeits gefühlten Bedürf⸗ niſſes, wenn das Reichserbhofgericht ſeine wichtigſten Entſchei⸗ dungen veröffentlicht und damit ſeine Rechtſprechung auf dem Gebiet des Erbhofgerichts weiten Kreiſen bekannt macht. Pflügende Hand, forſchender Geiſt. Lebensbilder denkwür⸗ diger Bahnbrecher und Führer des Nährſtandes von Martin Kühner unter Mitarbeit von Herbert Morgen. Verlagsbuch⸗ handlung Paul Parey, Berlin SW 11, Hedemannſtr. 28. Preis 6 RM. Das Leben von 23 führenden Männern der letzten 150 Jahre, die durch ihre ſchöpferiſchen, aus der Arbeit auf der Scholle gewonnenen Ideen für die deutſche Landwirtſchaft und damit für das deutſche Volk beſonders Wertvolles geleiſtet haben, zieht an uns vorüber. Die intereſſanten Lebensbeſchrei⸗ bungen hervorragender Männer der deutſchen Landwirtſchaft zeigen uns nicht nur, daß die deutſche Scholle tüchtige Männer hervorgebracht hat, ondern führen ſinnfällig die Verbunden⸗ heit des deutſchen Bauerntums und der mit der deutſchen Scholle verwachſenen Menſchen mit dem geſamten deutſchen Volkstum vor Augen. Ein wertvolles Buch, das das Andenken vieler großer Männer wachhält. Reichserbhofgeſetz nebſt den im Text eingearbeiteten Durch⸗ führungsverordnungen, Verlag C. H. Beck'ſche Verlagsbuchhand⸗ lung München und Berlin. Hervorzuheben iſt die große Reich⸗ haltigkeit des Büchleins. Es enthält neben dem Reichserbhof⸗ geſetz auch die wichtigſten ergänzenden Beſtimmungen. Es i ein beſonderer Vorzug, daß die ergänzende Beſtimmung der Durchführungsverordnung jeweils gleich den einzelnen Para⸗ grapden des Geſetzes, zu denen ſie gehören, beigefügt ſind. Für Praxis und Studium wird es wer 1 Dienſte leiſten. Darf ich mir erlauben...? Das Buch der guten Lebens⸗ art von Hans Martin. Sieden Verlagshaus G. m. b. H. Stuttgart. Preis 2 RM.(Porto 30 Pfg.). Dieſes Buch gibt in flüſſiger und feſſelnder Sprache Ratſchläge über das Zuſam⸗ menleben der Menſchen untereinander. Mit vielem Alten, das überlebt iſt, wird aufgeräumt. Unſere Lebensformen dürfen nicht ſtarr unwandelbar ſein, ſondern müſſen geſtaltet 1 von wahrem Taktgefühl, das aus der Selbſtdiſziplin und d Rückſichtnahme auf unſere Volksgenoſſen entſpringt. Das Nikolausſpiel von Ilſe Berthold— Baez ynaki. 3 lag und Druck von B. G. Teubner, Leipzig und Berlin. er Zauber der Nikolauszeit ſtrahlt uns aus dieſem netten Niko⸗ . entgegen, das ſich für Veranſtaltungen gut eignen wird. 30. Ernting(Auguſt) 1935 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden Folge 35— Seite 1169 LAN EWE NH-. OR EVER MBM BAS TE—— 00 bennen weiße Leghorn, ſchwer. Schlages, rebhf. Italiener, Barnevelder, Rhodeländer u. ſchwarze Rheinländer, laufend in jeder Stückzahl abzugeben: 1½ Monate alt 2,60, 2 Mon. 3 Nn, 2½ Monate 8,40, 3 Mon. 3,80 à Stück. Aeltere Tiere auf Anfrage. Blutsfremde Zucht⸗ hähne zu gleichen Preiſen. 34er Lege⸗ dennen obiger Raſſen, flott am Legen, Stück 4 n, blutsfremde Zuchthähne 5 NM. Schwere Schlachthähnchen 1½ bis 126 Pfd. ſchwer, pro Pfd. 65 e, ſchwere Schlachthühn. pro Pfd. 60%, lebend, nüchtern gewogen. 8 Wochen alte Hähnchen zur Weitermaſt 50%% 4 Stück. Preisliſte gratis. Für geſunde, lebende Ankunft volle Garantie. Geflügelhof W. Niewöhner, Wieden⸗ brück 20, Fernruf 437. 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Mitglieder. 2914,28 Sonſtige bebaute Grundſtücke.. 44 000,— Ausſtehende Pflick hteinzahlungen Geſchäftseinrichtung. 2 250,.— a. d. Geſchäftsanteil.. 11 923,68 Beteiligungen 8 3600,.—] Spareinlagen 223 850,91 Ausſtehende Pf lichteinzahl ungen Einlagen in lfd. Rechnung„„ auf den Geſchäftsanteil 11 923,65 Aufgenommene Gelder.. 280 614,58 Feſtbefriſtete Hypotheken, Grund⸗ Hypotheken 2 79820,15 ſchulden uw. 384 241,24 R. G. H. ⸗Rückſtellung... 69803,51 Forderungen in lfd. Rechnung 135675,05 Aufwertungsfond 1187747 Wechſelbeſ tand 42 335,10 Vorerhobene Zinſen 8 217,11 Sonſtige Forderungen 65 963,55 Bürgſchafts⸗ und Avalſchulden Wertpapiere 3 29 860,.— einſchl. Verpflichtungen aus Forderung bei Banken und Bop Wechſel und Scheckbürgſchaf⸗ ſcheckamt 7 3 1951,07 771 26 049,55 Kaſſen bestand 3582,57 Reingewinn 2 311,0 Vorbezahlte Zinſen 144,99 Bürgſchafts⸗ u. Avalforderungen einſchließlich Bürgſchaftsforde⸗ rungen aus Wechſel und Scheck⸗ bürgſchaften. 26 049,55 Summe 77172722 1727, Gewinn⸗ und Verluſtrechnung: Soll:. Haben: 2 Ausgaben für Zinſen.. 47265,97 Einnahmen an Zinſn 88 553,06 Ausgaben für Proviſionen 2170,63 Einnahmen an Proviſionen 4 2839,17 Perſönliche Unkoſten 6980,92 Erträge aus Beteiligungen 153,.— Sachliche Unkoſten. 1382,16 Erträge aus Nebenbetrieben 6122,.— Seen 3 1523,32 Kursgewinn an Wertpapieren. 83,45 Sonſtige Ausgaben 8 389,90 Vorbezahlte Zinſen 144,99 Ausgaben für Nebenbetriebe 8 4661,.— Vorerhobene Zinſen 217,11 Abſchreibungen 1093,36 Reingewinn V 2211,30 7895,67 77855, mallederdewesen 5 ien e 643 Mitglieder Zugang 1934. 88 29 Mitglieder c 40 Mitglieder Stand am 31. Dezember 1934. 632 Mitglieder Kreditverein Daxlanden(Spar⸗ und Darlehnskaſſe) e. G. m. u. H. in Karlsruhe⸗Daxlanden 2508 Der Vorſtand: Julius Eſchelbacher, Jonas Speck, Heinrich Bär, Alwin Kutterer. * 2 Badischer Landes⸗öchweinezuchtverband Geſchäftsſtelle Karlsruhe(Baden), Beiertheimer Allee 18. Fernruf 8280 Wir vermitteln unentgeltlich: 2 Arena-Fihfrider Juchteber u. Juchſauen im Alter von 6 Monaten Zuchtleiſtungsprüfung im Alter von 3 Monaten aufwärts Herdbuch für das deutſche veredelte Landſchwein Herdbuch für das deutſche weiße Edelſchwein Weidegang eee eee e, Viele Dankschreiben! Herrenrad 4 29.50 Damenrad, 32.50 kullon- Herrenrad„, 83.50 Ballon- Damenrad„, 36.50 Mataleg gratis und franke! Breslau 11/13. L208 Maſtleiſtungsprüfung merh“ dualltäts- fahrräder schon für RM. 38. Liefer dir. an Private Schriftliche Garantie. Katalog gratis. E. Heinemann Lahrradbau Siele feld 47. L 290 chen pflonrenschulzcenst 5 rüft und anerkannt. nog, Spich nut, Jung er, ꝛeufusg ef, pues 2 Junſſt ol. 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Ber Kampf um die Hahrungsfreiheit geht weite er iſt erſt gewonnen, wenn alljährlich gleichmäßig gute Ernten die aus⸗ reichele Ernährung des öeutſchen Volkes aus den Erträgniſſen der deutſchen Scholle ſicherſtaen. Brum muß auch die Ernte 1936 ein voller Erfolg werden. geber kan mithelfen. Wer rechtzeitig ſchält, wer ſauber pflügt, wer das Zaatbett ſorgfältig Mrrichtet, wer einwanöfreies, gebeiztes Saatgut einer leiſtungsfähigen gorte verw det, hat viel, aber noch nicht alles für den günſtigen Ausfall der nüch⸗ ſten Ernte geln. Zu einer ſachgemäßen, die rute ſichernden Beſtellung gehört un⸗ bedingt auch ele ausgiebige Ernährung der Saat. Wer die Saat hungern läßt, muß ſpäter ſelbſt hungern. Im Rahmen öder herbſtöüngung iſt ausreichende Verſorgung . Mit Kali uri hläßlich, weil Kali die junge Saat wiöerſtanssfähig gegen die Sefahren des Winti, gegen tieriſche und pflanzliche Schädlinge macht und durch Rrãũftigung des almaͤßgegen Lager ſchũtzt. Die alidũüngung wirkt aljo nicht nur ernte⸗ verbeſſerns der Meng and Süte nach, ſondern auch ertragſichernö. Bas iſt heute doppelt wichtig! No iſt es Zeit, mit Kali zu öüngen. Burchweg gibt man die Kaliſalze— wie es al peſten iſt— vor der Saat. Iſt aber öie junge Saat ſchon im Boden, dann wirs, ie vielfache Verſuche und praktiſche Erfahrung gezeigt haben, auch noch öie Kali Up föͤüngung der ergrünenden Saat(im herbſt auf die trockenen pflanzen, im winter bei trockenem Froſt ober leichter Schneebecke gegeben) gegen Auswinterulfßg Roſt, Tager und Ernteminderung ſchützen. Dem Wintergetreisde zu ſolcher Zeit ine Kalikopföüngung zu geben, iſt entſchieden vor⸗ teilhafter, als die Kalibüngung ie zum Frühjahr hinauszuzögern. Je früher der gaat Kali zur Berfügung ſteht, to kräftiger und wiöderſtandsfähiger geht ſie in den Winter. Wo das Grünland hungert, hung auch das vieh. Wer noch im Caufe des Winters Wieſen uns Weiden ausreichend mit Mli verſorgt, ſchafft oie Borausſetzungen für die ſo notwendige eigerung öder wirt⸗ ſchaftseigenen Siweißerzeugung. Er n Kraftfutter ſparen und trotzöem mehr Vieh mit beser Teiſtung halten. So werden auch richtig gepflegte unihgsüngte Wieſen und Weiden zum wertvollen helfe im Rampf um die Uahrungs freiheit. Wo Kali fehlt, fehlt ein Ra im Uhr⸗ werk der Hatur. Wo rechtzeitig und ausreichend mit Kali gedüngt wirs, ſchafft man eine gute Grundlage fur einen vollen Erfolg der Ernte 1936 D 854 609 peo ... οσαεοqιιονεοτνιποειιε C guta end IAM 01 A r I. 1 1 10 1 8- 8˙ 2 bleig⸗ 8 855 52 non qv R e 8 I dog Si: MH Log 0 1 4 90a 0 81 65/85 941 eusazg'qn pplen 0 11510 10 11 zeigeggled) 0 190 N„les uo (11 5 I HAN A N AAM-gessieadzles „ u„e ugesogß 914 ad IIIA S zgnaglavgz onleu 8 001 zd vba aul 1 blue opties d cis gogeeat inv gig gun gz 80 an! gaſat guvg dog joigoch Sve Jaagbund a waluabovan Abs 02˙⁵ Ads O8˙e doufudg l pi guru unos og aasee 9 og-of'g 00˙9— 085 0⁰ 09˙21 ea uv openegobgogen Sv ago ſcpiu pꝙpagol T wiqssslesch( 007 90. ——ů— Jolo ble! Inv ugoocg flocplugenvg Sleacgepnvagaog a0. voa zd uc Udgeflada ohoagz 91018 Ai 00˙8 Abts Si agent schu pago Sugnsgum uonas gogo an! le „Saen inv gig d zoigsch sv an 9861 Uunonzz 88 ujeaapgelſocs an ohorcdgdondencd 18 eagle 02 6 udovgz flocplugoenvgssguvg a av usbonjog aun dag'nvig an!(g Santa god uch; Meq unc( Shachilelaet 00˙9 A III zeiqesspeaſh qe ufa pad r 2 bangeangg 8e zanlzuvas 86 uspunzg qavoynſe Banguwvc; Anlaegz pong e uchwie 500˙ 0085 28 —08˙6 2 9 0555 2 26 005 08˙9 05 28 uspn; age ug (Enie abzahnod g uzaungob ads Hanluobbang aun ⸗uskisg p αͥ·rrᷓnheh po“ nd n re nahaaj ales Luang bangeangz zan lzuvas uetpunzgz obng⸗ bdanguvch Ulaegz 86 Uf 860666 1 86˙0U˙1 66500 . 88-OP'IE(4 466 lauge upspüaT ugtpn; ignu ga uazimivogz pg um 1 0 f,! usſpn; Iams usb(olhsmusbbazg 01,„O21-O „09˙91—03˙N 791-0 55 II „079108 6 8 08:91—0˙9 91 bangeangz zanſzuvad uep ung zwönnsh danguvc umegz 9161-00 ˙6I„O91 00791 210021 91 0979 2e 91 86 91 i 5 4e uses g 9101 azung wökag aden ao uolleaqz usleig a0 ahmen 889 0 609—87 05-0 7 9 dus pesd Rus of cpi uebeqteq aun 3015 Lach ei ule aenengolun puis sjeguvc 800 Us fed cpp usgenplalleagz el ui 8 OOr 2 dheadsinvzufesjecqupggoag ae an onapugo ac ophevgaonv uz 1 8 18018 6 ute Agger! II 2995 and 0 0 ang gg 39 99 2/ 59— 90D utieguuvgq; 10 ppisvch banqreas usbumd usbulddc ushuc ſpyjan d uegurplenvuo Janes ueſpngz Ip nagz 5 Haquuog d usb qvgz 9 use ee —98 Uli 85 ind 98 ̃ 50159 and 8 quod] 8 a 005 8 ue 9 an 9 1* V uso 72 98 * uspogz uspagz 9 dn 9 81 124 a0 Ma 944 819 5 — 2 5 v qun a8 aelnpg 9 gun 128 1 1 — 650 15 Gavusprezs ui avogßz ol east) Mapueza rwe 2 Seite 1172— Folge 35 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden (Auguſt) 1935 Bericht über die badiſchen Obſterzeugermärkte vom 23. bis 29. Auguſt 1935 Aftsverband 1 72 Mads Mitgeteilt vom Garte waren die Anfuhren auf den ver⸗ In der Ber 4 ſchiedenſt 0 r kten des Landes recht reichlich. Vor herrſch ſt) die Bühler Frühzwetſche. Aber auch Nirabellen, Pfirf Birnen und Frühäpfel waren in an ſehnlichen Mengen vertreten. Beſonders ſtarke Umſätze hatten die Bezirksabgabeſtellen Bühl, Achern, Oberkirch, Weinheim und Handſchuhsheim zu verzeichnen. Auch die Märkte Ortenberg, Haslach, Lahr⸗Ding lingen, Kenzingen, Denzlingen und Staufen waren reie beſchickt. In den letzten Tagen wurden neu eröffnet die zirksabgabeſtellen Müllheim und Haltingen. Allexorts iſt Ge⸗ legenheit geboten, ſich mit den verſchiedenſten Obſtarten einzu⸗ decken. Der Verkauf wickelte ſich überall flott a Die Preiſe betrugen: Bühler Zwetſchen 7—11 RM., Mi⸗ rabellen 12—20 RM., Pfirſiche A 3ʃ 40 RM., B 20-30 RM., 2 Birnen 8—20 RM., Aepfel 8—18 RM. je 50 kg. Erzeugerfeſtpreiſe für Getreide im Auguſt je 100 Kg. in RM. ab Verladeſtation des Erzeugers Roggen: Preisgebiet R XIV 15,80, R XV 15,90, R XVIII 16,30, R XIX 16,50; Weizen: ab 16. Auguſt 1935: Preisgebiet W'h XIV 19,40, W XV 19,50, W XVI 19,60, W XVII 19,70, W XIX 20,00, W XX 20,20; Futtergerſte: Preisgebiet G VII 15,70, G VIII 16,00, G IX 16,20, G XI 16,50; Futterhafer: Schlachtgeflügelpreiſe Schlachtgeflügel, tafelfertig hergerichtet, Wochenmarkt⸗ dleinverkaufspreiſe je Pfund in Pfg. für die Zeit vom 22. bis 27. Auguſt. Ort 5 Hähnchen Hahnen Enten hühner Karlsruhe 70—80 80-100 7080— 80 50 55 Konſtanz 90-95 110— 140— 100 0 n 150-350 120—300 150-350“ 350— 40. 60— 80 90 120 80 130— 50-60 Heidelber 8 110—— 60— 70 Pforzheim 9 70-80— 110-120 5070 * Prei Maſthahn. falt. Nichtamtliche Getreidepreiſe Ulm, 24. Auguſt.(Städt. Liegenſchaftsamt.) Wir notierten folgende Preiſe für 100 Kg unter Berückſichtigung des Hekto⸗ litergewichts: Weizen 18,20 RM., Hafer 16,80—17,00 RM. Radolfzell, 21. Auguſt. Auf dem heutigen Fruchtmarkt waren aufgeführt: 214 Kg Weizen, 2581 Kg Hafer, 805 Ka Gerſte, 485 Kg Kartoffeln. Preiſe: Weizen 20 RM., Hafer 16 bis 16,50 RM., Gerſte 16,00 RM., Kartoffeln 8,50—9,00 RM. Der Handel war lebhaft. Die Auffuhr wurde ganz verkauft. Preisbericht der Deutſchen Leinenbörſe E. V., Berlin SW., für die Woche vom 12. bis 24. Auguſt 1935 Strohflachs: Es wurden gemeldet für Mengen unter 120 Ztr. mit Samen ohne Samen RM. 1,25 bis 2,25 RM. 1,00 bis 2,00 je Ztr. mittlere Qualität RM. 2,50 bis 3,13 RM. 2,50 bis 3,00 je Ztr. gute Qualität RM. 3,25 bis 3,85 RM. 3,20 bis 3,75 je Ztr. ſehr gute Qualität RM. 4,00 bis 4,50 RM. 3,80 bis 4,50 je Ztr. Ausnahmequalität RM, 4,75 bis 5,25 RM. 4,70 bis 5,50 je Itr. Es wurden gemeldet für Mengen über 120 Ztr. geringe Qualität RM. 1,60 bis 2,50 RM. 2,00 je Ztr. mittlere Qualität RM. 2,70 bis 3,50 RM. 2,80 bis 3,40 je Ztr. gute Qualität RM. 3,55 bis 4,25 RM. 3,50 bis 4,10 je Ztr. ſehr gute Qualität RM. 4,30 bis 4,85 RM. 4,25 bis 4,75 je Ztr. Ausnahmequalität RM. 4,95 bis 5,40 RM. 4,90 bis 5,50 je Ztr. Faſerflachs: Schwingflachs:“) Ausnahmequalität RM. 1,35 je kg I. Qualität RM. 1,25 bis 1,32 je kg II. Qualität RM.—, III. Qualität RM. 1,00 je kg Veredeltes Werg RM. 0,56 bis 0,80 je kg Schwingwerg RM. 0,30 bis RM. 0,40 je kg. (Preiſe ohne Reichszuſchuß) *) Die Preiſe für Schwingflachs beziehen ſich auf Flachs⸗ langfaſer jeder Art, ohne Rückſicht darauf, ob der Flachs mit 5 oder belg. Schwingſtand geſchwungen worden geringe Qualität —— Nutzviehmärkte Radolfzell, 21. Aug Dem heutigen Viehmarkt waren Kalbinnen 410 10 RM Fungr 1 D r * en 4 1 Jung. 1. Stück. verkauft Freiburg, 22. Auguſt. Auf dem heutigen Nutzviehmarkt 19 Kalbinnen, 16 Rinder. Preiſe Ochſen 280 RM., ältere Ochſen 350—500 RM., junge 2 450 ältere Kühe 160 0 RM Kalbinnen 350 00 RM., R 150 bis 20 RM herlauf mittelmäßig Verkauft de etwa die Hälfte. Von den badiſchen Schlachtviehmärkten Der Auftrieb auf den badiſchen Schlachtviehmärkten war bis auf die Schweinemärkte der Nachfrage entſprechend reich⸗ lich. Bei Großvieh machte ſich durchweg ein ſtärkerer Auftrieb gegenüber der Vorwoche Tiere beſſerer Qualität aufgetrieben. Die n reichlich kälbermärkte wurden bei etwas anziehenden Preiſen raſch geräumt. Es waren auch hier ziemlich Tiere guter Qualität angeboten. Auch in dieſer Berichtswoche machte ſich auf den Schweine⸗ märkten die allgemeine Knappheit wiederum ſtark bemerkbar. Auf den einzelnen Märkten wurden die Schweine, damit jeder Metzger einigermaßen ſeinen Bedarf decken konnte, zugeteilt, ſo daß die Schweinemärkte ſehr raſch geräumt waren Das Angebot an Großvieh wird in nächſter Zeit im Ver⸗ hältnis zur vergangenen Woche etwas ſtärker werden, wäh⸗ rend bei den Kälbern und insbeſondere bei den Schweinen das Angebot die Nachfrage nur knapp decken dürfte. Es trafen auch in dieſer Woche ſtelle Berlin an friſchem g b irkten ein, ſo daß alſo hier ſich keinerlei Knappheit bemer wieder Sendungen der Reich r machte ba An den badiſchen Schlachtviehmärkten vom 26. u. 27. Auguſt wurden zu den einzelnen Preiſen verkauft in Mark je 50 Kg. Preis S a! Preis St Pre St ck Preis Stück Prei Stück. Preis Stück Preis Stüd Karlsruhe Ochſen 40 6 Kühe 30] 2 Kälber 59 7[Schweine 45 1338 242 128 270 858 11 53¼0569 . 5 1 98 2 38 15 874 42 14 7840 1425 2 68 1557 853 7 41 2 38 124 167 456 6452 1 40 3 Bullen 37 2231 66 1155 11502 38 142 4536 220 365 3354 44 „5 36 64 3853 3 579 3* 10 4 34 2 E 83 350 Färſen[3 233 8 62 52 45 1 45 836 132 5 61 13. 42 62 1 60 37 8 Mannheim Ochſen Bullen 37] 19 22 5 39 6 69 61 5414 . 829736921 438 268 19532 44 4 2435 620 2/7 267 23525 43 5 40 1934 1918 135 168 3251 2 2 11089 23319 25833 165 4350 9 41 1836 1221 258 25 14 6446 47 34 13117 563 36 46 1 5 f 135 30 18 i 194 62 5045 2 5 1 5 29 6 Färſen 8 6115 44 1 36 11 Kühe 28 17 4 12 Kälber 60 8040 2 34 12 102717 44 1088 1459 16 5 41 526 16 43 483 258 50 15740 10 25 8 42 17075 1 57 36 Schweine 39 624 6 2772 258 394 5 38 10 23 5 4018 70 255 1755 Freiburg Ochſen] Bullen 37 11 20 1 Kälber J 55 4 Schafe 45 144211 3 1 3181 68 2 51 42 10 0 44 5 R. 42 10 40 334 4 FFF 41 14 39 14 33 5 Färſen 64 ö 13 5 38 1 40 3 16 32 1 43 3 63 25 Schi eine 35 1 38 1 1612362 64 537462 0 3. 1 Kühe 22 2 14 61 22 55 2 33 142 228 340 36 56 52 2 32 1 2 1266 5 60 0 51 4 ꝙ+ ö!. 1 5 59 8 99 10 2 24 234 1 58 ö 15 48 2 220%%„ 722 39 1 35 J 56 5 472 U K 0 30. 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Die Erfüllungsort: Karlsruhe. ruhe, Karl⸗Friedrich⸗Straße 14. Verantwortlich für die Anzeigen: Abbeſtellung muß bis ſpäteſtens 20. Abdruck: Der Abdruck ſämtlicher Ar- Emil Krotz, Karlsruhe. des laufenden Monats bei uns ein⸗ Die Durchſchnittsdruckauflage ieee Bezugsabbeſtellungen können nur durch für das 2. Kalendervierteljahr 1938 unſere Bezieher ſelbſt und nur beträgt: 65 306 Stücke. Miſchfuttermittel angeprieſen werden, wird vom Verlag und von der Landesbauernſchaft Baden weder eine Gewähr übernommen, noch ein Werturteil abgegeben. tikel iſt nur mit beſonderer Geneh⸗ migung der Schriftleitung geſtattet. Für Anzeigen, in denen Heil⸗ oder gegangen ſein. Seite 1176— Folge 35 Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden 30. Ernting(Auguſt) 1935 — Bitte ausſchneiden! Aufbewahren! Erſcheint nur einmal! ſerdebeſitzerl Anſteckende Blutarmut ce) ad Düämpfigkeit bei Pferden kann heute ohne Impfung geheilt werden. Aeltere und etwas verbrauchte Pferde werden wieder aufgefriſcht. Würmer gehen reſtlos ſamt Brut ab. Eine Kur Neef's Pferdeheil verabreicht im Futter RM. 8.—. Der Verband d. Unterbadiſchen Fleckviehgenoſſenſchaften e. J. Mannheim veranſtaltet am 12. September 1935, vormittags 10 uhr in der VNiehmarkthalle in Mosbach Siebte zuchtviehversteigerun Es kommen etwa 45 Farren, einige Kühe und Kalbinnen des Fleckvieh⸗ ſchlages, die alle durch den Tierzuchtdirektor vorgemuſtert und mit Abſtammungsnachweiſen verſehen ſind, zum Auftrieb. Günſtige Gelegenheit für Gemeinden zum Erwerb guter Zuchtfarren. Katalog erhältlich auf Beſtellung und am Eingang zur Markthalle. Die Tiere können zwiſchen 8 und 9 Uhr in der Markthalle beſichtigt werden. Von 9 bis 10 Uhr werden die Tiere der Verbandsſchau unter Erläuterungen vorgeführt. Am Vortage der Verſteigerung, alſo am Mittwoch, den 11. Septembere 1935, finden ſtatt: um 14 Uhr in der Markthalle in Mosbach eine Verbandsſchau(Farren, Kühe, Kalbinnen u. Rinder) und um 19% Uhr im Saal d. Bahnhof⸗Hotels Sauer, Mosbach eine Züchtertagung(Beſprechung des Schauergebniſſes und Vortrag des Herrn Tierzuchtdirektors Dr. Kübitz⸗ Radolfzell über Vererbung und Zuchtwahl). Auch zu dieſen Veranſtaltungen ſind die Intereſſenten höflichſt eingeladen. L467 Der Verbandspräfident: J. V.: Rothmund. Zu beziehen nur durch die SHebel- Apotheke, Lörrach/ Baden. Verlangen Sie von dem alleinigen Herſteller Guſtav Neef, Schwörſtadt/ Baden koſtenlos und unverbindlich Aufklärungsſchrift mit Erfolgsnachweiſen.(8.502 Zuchteberverſteigerung am Donnerstag, den 12. September 1935 in Mosbach(viebmarkthalle) 9208 Zuchteber, Raſſe des deutſchen veredelten Landſchweins, im Alter von 6 Monaten aufwärts. Verſteigerungsbeginn 12 Uhr. Badiſcher Landesſchweinezuchtverband Karlsruhe. Kein Durchfall mehr, daher reſtloſe Futterausnutzung, wenn Sie täglich Holzkohlenkörnung„Lorch“ beifüttern. Aufklärung mit Gutachten und Bezugsquellen⸗Nach⸗ weis koſtenlos durch die alleinigen Herſteller Eduard Schneider G. m. b. H., Frankfurk a. M., Weißfrauenſtr. 9-11 Wer will ein Fahrrad kaufen? Buschkamp Speslel RM 31. Ballon RM 39. Jedes Rod mit Gorontie. Katalog Ao uverlsssige Bindung durch den u. . d. Auslend potent Clos den Nnpfp per nn O. NN F. goαο,j 3 2 Zu. e 8 2 Verband der oberbadiſchen Zuchtgenoſſenſchaften 38. Zentralzuchtviehmarkt in Radolfzell mit Bremsnobe am 16. September 1938 ab 12 Uhr und am 17. September ab s Uhr. Sr Ae e Zufuhr: Etwa 350 reinraſſige, vorgemuſterte Zuchtbuchtiere(Farren, Kühe, Kalbinnen und Jungrinder) C. Buschkamp, Fohrrodbou 2 des oberbadiſchen Fleckviehſchlages. 2 Brack wede- Bielefeld Gute Formen- u. Leiſtungstiere. Verbandsdurchſchnitt 1933/34: 3075 kg Milch zu 3,92% Fett mit 120 kg Jahresfettmenge. Auskunft durch Verbandspräſidium Konſtanz(Bodenſee), Rheingaſſe 20. Kataloge durch Tierzuchtdirektor Radolfzell(Telefon 292). Mooren 2-7⁰ Stehende ul lſegende Hodeſſe. Für Baden t 2 f Ferner: eee ee ee eee empfehlen wir. Vereinfgte Beos ehe Mefeffeerde AG. besonders: andere fragen 10 Ackermann's. net 8 2 8 F„Jubelweizene 1 felninghaus klörungsschfiff mit N 1 I 2115 8 Anbourotscdhſägen.(V) 0⁰ gauer Alauerner 5 ostangenkäse 1 Was Wir ihnen öber wel- ang's Braun- per Poſttolli 40%, bei 30 Pfd 39./ per Pfund, 1 inge Wintergerste, back Weizen„I los Schweizerkäſe vollfett weich i. Teig 85% e e en„ass iſo Tilſiterkäſe 40 9% Fett per Pfund 70 4 8 9 Delikateßkäſe i. Staniol 40 9% Jett 65 bei Sorten usw. sagen, lat be- Ackermann's Pfd. empf. ab hier unt. Nachn. Gar. Ia. Bual. stimmt für Sle von Nutzen. Braunweizen Molkerei Geiſelharz, P. Amtzell Allgäu. Dickkopfueizen Diese Sorte wurde bis 1984 in Saden auch unter der Bezeichnung „ Hohenwettersbacher Verlangen Sie das Heftchen kostenlos und unverbindlich„Bayern könig 5 v. Huſten, Katarrh, von ons direkt oder durch Genossenschaften und Handel. eL E Atemnot, Schnaufen 7 heilbar. Seit 1902 viele Dank⸗ begrannter Oielkopf- 5 5 Lang s Braun- Ae ebenen a en . l J. 6. Pflanzenzucht 6. m. b. H., München, Türkenstr. 16 weizen, Trubilo“ Faber Radeburg 12. Bezirk Dres dem