tischen ger in Gebieten, die öst- Schriftleitung: Karlsruhe Beitertheimer Allee 16. Fernruf 8280— Unverlangte Manufkripte werden nur bet Rückporto zurückgeſandt. Der Abdruck fämtlicher Ar⸗ tikel iſt nur mifſ beſonderer Genehmigung der Schriftleitung geſtattet.— Anzeigenannahme: Karlsruhe Ettlinger Straße 12. Fernruf 4082. Zuſchriften nur nach Karls⸗ ruhe. Poſtfach 187 Anzeigenſchluß: Montag mittag. Das Wochenblatt erſcheint jeden Samstag Folge 35, 110. Jahrgang Verlag: Reichsnährſtandsverlag G. m. b. H.. Zweignteder⸗ laſſung Baden Karlsruhe Fernruf 4082/88. Be dugspreis vierteljährlich 1,32 RM.(einſchl. 9 Rypf Poſtzeitungsgebühr) und 18 Rpf Zuſtellgebühr Bezugs⸗ abbeſtellung muß durch den Bezieher ſchriftl. beim Verlag zum Vierteljahresſchluß bis ſpät am 20. des letzten Quar⸗ talsmonats erfolgen. Alle Zahlungen an Poſtſcheckkonto Karlsruhe Nr. 18830 od. an die Bad Landw.⸗Bank Karlsruhe. Karlsruhe, 29. Auguſt 1942 Oſtarbeitereinſatz in der Candwiriſckaft Das Caudvolk und die Arbeitskräſte aus den altſowietichen Gebieten In der deutschen Landwirtschaft sind viele Tausende von Arbeitskräften aus dem Osten eingesetzt, woraus sich für das Landvolk schwerwiegende Probleme ergeben. Das Landvolk muß mit ihnen fertig werden, wobei seine volks- politische Bedeutung und die Erfüllung der Kriegsaufgaben keinerlei Einbuße erfahren dürfen lm besonderen sei auf Verhalten gegenüber den in großer Zahl in der Land- wirtschaft tätigen Ostarbeitern aufmerksam gemacht. Unter „Ostarbeitern“ ist nur ein bestimmter, umgrenzter Personen- kreis von Arbeits! f dem Osten zu verst Ostarbeiter sind diejen Arbeitskräfte, nicht dent scher Volkszugehörigkeit, die im Reichskommissariat Ukraine, im Generalkom- missariat Weißruthenien das ſien an dieses Gebiet und an die früheren Freistaaten Lettland und Estland an- grenzen, erfaßt und nach der Besetzung durch die deutsche Wehrmacht in das Reich einschließlich Böh⸗ men und Mähren gebracht und hier eingesetzt wurden. Als„Ostarbeiter gelten 2. B. nicht Esten. Letten. Litauer und andere Ange- Rörige der ehemaligen bal- Staaten. Um die Ostarbeiter kenntlich zu machen, sind sie verpflich- tet, auf der rechten Brust- seite eines jeden Kleidungs- stückes ein besonderes Kennzeichen deutlich sicht- bar zu tragen. Es hat die Form eines stehenden Rechteckes und enthält in weißer Schrift auf blauem Grunde das Wort„Ost“, Das Kennzeichen wird von einer 10 mm breiten. blauweißen Umrandung ab- geschlossen. Von der richtigen Behandlung der Ostarbeiter hängt es im wesentlichen ab, ob es gelingt, ihre Arbeitskraft nutzbringend auf weite Sicht gesehen, für die deutsche Land- wirtschaft und damit für die Ernährunsssicherung einzuset- zen. Wir dürfen nicht vergessen, daß diese Arbeitskräfte aus dem Osten als Arbeits freiwillige für den Einsatz im Reich angeworben wurden. Es entsteht daraus die Verpflich- tung, ihnen durch ihre Stellung und Behandlung den Unter- schied gegenüber den bolschewistischen Methoden klarzu- machen Dadurch soll die bei der Mehrzahl von ihnen be- V VI .. un weht der Wind über öte Stoppeln reits vorhandene Umstellung ihrer Gesinnung weiter geför- dert werden. 5 Streng gerecht sollen die Ostarbeiter behandelt werden, dann wird ihnen der Unterschied gegenüber der Willkür und Ausbeutung, die ihnen im Sowjetstaat zuteil wurde, erkenn- bar sein. Milde und Entgegenkommen wüfden sie nicht ver- stehen können, vielfach als Schwäche deuten und deshalb in der Arbeitsleistung nachlassen. Durch sorgfältige Einhal- tung der arbeitsrechtlichen Bestimmungen— die Löhne dürfen weder über- noch unterschritten werden— wird Arbeitswille und Ar- beitsleistung gestärkt. Wer- den die Ostarbeiter zu Disziplin und Erfüllung ihrer Arbeitspflicht ange- halten, so sind damit die wichtigsten Voraussetzun- gen zur Erhaltung des Ar- beitsfriedens in den Betrie- ben gegeben. l f Die Arbeitskräfte aus den altsowietischen Gebie- ten haben jahrzehntelang unter bolschewistischer Herrschaft gelebt. Sie ge- hören einem Feindstaat an, mit dem das deutsche Volk in einem Kampf um Sein oder Nichtsein steht. Aus diesen Tatsachen können sich für die deutsche Be- völkerung nicht unerheb⸗ liche Gefahren ergeben, die nur durch weitgehende Trennung und nach Mög- lichkeit Vermeidung jeg- licher Berührung der Ost- . 2 a arbeiter mit den deutschen Menschen über Notwendigkeit der Arbeit hinaus ausgeschal- tet werden können. Es ist daher notwendig, die freie Be- wegung der Ostarbeiter auszuschalten. Das hat zur Folge, daß sich die Ostarbeiter am Ort nicht frei bewegen dürfen, geschweige denn, daß sie sich gegenseitig über die O tgrenze 5 Aufn: emu Saegert hinaus besuchen, daß sie sich in Gaststätten treffen wie heren haupt der Besuch von Gast- und Lichtspielhäusern oder son- stigen öffentlichen Erholungs- und Vergnügungsstätten für sie nicht in Frage kommt. f E Es ist auch selbstverständlieh, daß die Arbeitskräfte aus den altsowjetischen: Gebieten nicht zu den Festen der Dorf- oder Hofgemeinschaft oder gar der Familie Zutritt haben. Sie gehören auch nicht an den gemeinsamen Tisch zu den Mahlzeiten oder in den Aufenthaltsraum deutscher Gefolg- schaftsmitglieder während der Freizeit. Es versteht sich von selbst, daß jeder engere Verkehr oder sogar intime Beziehungen zwischen den Geschlechtern ausnahmslos verboten sind. Nichts ist so sehr geeignet, das Ansehen und die Achtung vor den deutschen Menschen zu untergraben als ein Verstoß gegen diesen Grundsatz. Das deutsche Ansehen aber muß erhalten bleiben! Wenn ein Deutscher— sei es Mann oder Frau, Junge oder Mädel— diesen Grundsatz verletzt, so muß er mit den schWer- sten Strafen rechnen, und auch der Ostarbeiter bzw. die Ostarbeiterin wird für ein derartiges Vergehen an der nötigen Achtung, die er dem deutschen Volk und dem deut- schen Menschen schuldig ist, strengstens bestraft. Wir dür- fen nie vergessen, daß diese Arbeitskräfte einem Staat ange- hört haben, und unter einem Regime lebten, mit dem das deutsche Volk in härtestem Kampf steht. Sentimentalitäten sind daher durchaus nicht am Platze und würden von ihnen auch nicht verstanden, sondern im Gegenteil nur falsch aus- gelegt werden. Vorteile des Die Notwendigkeit des Oelfruchtanbaues und besonders des Rapsanbaues wird jeder Bauer, und Landwirt heute durchaus anerkennen müssen. Die Mitarbeit jedes einzelnen wird als eine Selbstverständlichkeit bezeichnet, jeder muß einfach ein Stück Winterraps anbauen, d. h., soweit dies Bo- den und Klima zulassen. Dieses„Muh“ geht von der Not- wendigkeit der Oelerzeugung und der Sicherung der Fett- versorgung aus, nicht dagegen aber von der Frage der Wirt- schaftlichkeit des Oelfruchtanbaues im einzelnen Betrieb. Die Frage der Wirtschaftlichkeit ist ebenfalls geklärt, und zwar so, daß bei mittleren Erträgen eine Rentabilität durchaus ge- geben ist. Neben der rein rechnerischen— in Geldwerten auszudrückenden Wirtschaftlichkeit— bietet der Rapsanbau noch Vorteile, die erst in den nachfolgenden Ernten bzw. in der Beschaffenheit des Bodens ihren Niederschlag finden. Jedem Raps- oder auch Rübsenanbauer bieten sich Vorteile, die hier an dieser Stelle nochmals betont werden sollen. Es ist notwendig, daß sich jeder Anbauer darüber klar wird, welche Vorteile ihm und seinem Betrieb der Oel- fruchtanbau bringt. Der Oelfruchtanbauer tut nicht etwa dem Reichsnährstand oder der Allgemeinheit einen Gefallen, er soll auch nicht etwa denken, daß er ein„Opfer“ bringt, er hat die Pflicht, im vierten Kriegsjahr die Fettversorgung sicherzustellen. Die zuständigen Behörden— so auch beson- ders der Reichskommissar für die Preisbildung— haben den Oelfruchtanbau dem Wert der Arbeit entsprechend einge- stuft, so daß jegliche Klagen seitens der Anbauer wegen Unwirtschaftlichkeit des Oelfruchtanbaues zurückgewiesen werden können. Der Raps wird in der zweiten Hälfte des August gesät, Rübsen in der ersten Septemberhälfte. Ist Klima und Boden ungünstig, d. h. rauh und kalt, muß entsprechend zeitiger gesät werden; auf leichteren Böden ist dem Rübsenanbau der Vorzug zu geben Der Rapsanbau wirkt das ganze Jahr über arbeitsverteilend. Das fängt schen bei der Bestellung an. Mit der Aussaat von Raps beginnt die neue Bestellung für das kommende Erntejahr, und zwar meistens wenige Tage nach der Erntearbeit. Als Vorfrucht eignen sich alle die- jenigen Kulturarten, die bis zum 1. August das Feld räumen. Es ist dabei ganz gleichgültig, ob das Frühkartoffeln, Futter- äcker, oder auch zeitig abgeerntete Getreideäcker sind. Wird Raps nach Frühkartoffeln angebaut, zu denen Mist gegeben wurde, kann für die Aussaat von Raps die Arbeit des Mist- fahrens gespart werden. Es kommt weniger auf die Vor- frucht an. Vielmehr ist es von Vorteil, wenn der Acker in einer guten und für den Rapsanbau geeigneten Bodenstruk- tur daliegt, wenn die Saatzeit beginnt. Der Raps liebt einen im Untergrund festen, nur in der Krumeschicht lockeren, gleichmäßigen Boden. Das Land soll gartenmäßig hergerich- tet sein, so daß die kleinen Rapssamen nieht unnötig tief höchstens 1174 em— in die Erde kommen. Raps und Rüb- sen sollten stets mit der Drillmaschine gedrillt werden. Wer Sehr Wlehtig aus unserem heutigen Inhalt: Ostarbeitereinsatz in der Landwirtschaft Vorteile des Rapsanbaues Der Einfluß der Aussaatzeit auf den Ertrag des Winterweizens und Winterroggens Trockengrünfutter für Schweine Saatgut für den Herbst Die richtige Stallüftung Es ist auch eine Selbstverständlichkeit, daß bei nötiger Zusammenarbeit mit deutschen Arbeitskräften der deutsche Arbeiter die Aufsicht und die führenden Arbeiten(als Vor- arbeiter, Kolonnenführer, Maschinenführer usw.) durchzu- führen hat. Nur Deutsche können anleiten und Weisungen erteilen, keinesfalls darf eine Unterstellung Deutscher unter Ostarbeitskräfte erfolgen. jeder Angehörige des Landvolkes muß sich selbst Rechenschaft abgeben, ob er sich im Umgang mit fremdvölkischen Arbei- tern, vor allem aber im Umgang mit den Arbeitskräften aus den Ostgebieten so verhält, wie es deutscher Art entspricht. Die bestehenden Vorschriften geben eine klare Richtlinie. Vor allem aber muß jeder Angehörige des deutschen Land- volkes wissen, daß das Landvolk nicht nur Aufgaben im Rahmen der Ernährungspolitik zu erfüllen hat, sondern auch Aufgaben von volkspolitisch größter Bedeutung. Das Land- volk darf nie vergessen, daß es Träger der völkischen Idee von Blut und Boden ist, die die Grundlage unseres agrar- politischen Programms darstellt. Rapsanbaues keine Drillmaschine besitzt, leiht sich eine solche bei seinem Nachbar, oder noch besser ist es, wenn in jedem Dorf 1—2 richtig abgedrehte Drillmaschinen für die Saat eingesetzt werden. Dann wird der Raps im Herbst einmal gehackt. Mangels Hackgeräten wird die Arbeit meistens von Hand ausgeführt werden müssen. Aber auch diese Arbeit fällt in eine Zeit, in der sonstige Hackarbeiten nicht anfallen. Das Anhäufeln von Raps im Herbst hat sich vielfach als gut, vielfach aber auch als schädlich erwiesen. Notwendig ist es nur in nassen Jahren auf feuchten Aeckern; aber auch dann nur bei trockener Witterung häufeln! Wird das Häufeln zu spät ausgeführt, so daß schon wenige Tage darauf der Win- ter einsetzt, kann es sogar schädlich sein. Berichten zufolge hat sich das N von Rapsäckern mit strohigem, fri- schem Pfe rdemist im Herbs t ut ben Fährt. Das leuchtet 1 ein, weil dadurch ein W 1 rt wird. ein Rapsacker im Reede t empfohlen, den Bestand Wit 3 155 Sense zu schröpfen ode Schafe darüber hinwegzutreiben. Das Schröpfen mit der Sense muß verworfen werden, während das Schröpfen durch einen Schafbiß stellenweise Erfolg haben kann. Gut ist dies jedoch auch nicht. Der große Nutzen beim Weiden mit Schafen entsteht nicht durch das Abfressen von Pflanzen, um diese kurz zu halten, sondern in der Festigung des Bo- dens durch den Tritt der Schafe. Wird die Schafherde zu langsam über den Acker getrieben, entstehen sogar emp- findliche Schäden, die der Pflanzenbestand niemals wieder gut machen kann. Wenn man schon Schafe über den Raps- acker treiben will, so müssen diese besser zweimal, aber ver- hältnismäßig lebhaft, getrieben werden. Raps ist eine Hackfrucht und doch kann man sich cle Handarbeit ziemlich ersparen, wenn man den Boden durch das Einsetzen eines Hackgerätes oder auch eines Unkrau striegels, unkrautfrei und locker hält. Ist im Frühjahr wirk. lich einmal ein Rapsacker ausgewintert, dann ist der Schaden längst nicht so groß, als wenn ein Acker Weizen ausgewin tert ist. Die Saatkosten für Raps sind derart gering, daß sie 5 überhaupt nicht ins Gewicht fallen. Das einzigste, was b wertet werden muß, ist der Arbeitslohn. Der Dünger ist fü eine nochmalige Saat im Frühjahr nicht verloren. Ist der Raps aber einigermaßen gut durch den Winter gekommen, dann müssen sofort durch gute Pflege und Düngung di Pflanzen zum Wachstum angeregt werden. Auch für die Früh jahrsarbeit auf dem Rapsfeld muß betont werden, daß die Hackarbeit in eine Zeit fällt, in der sonstige Hackarbei- ten nicht anfallen und meistens wenig sonstige Handarbeit vorliegt. Wer es geschickt anpackt, kann sich auch im Früh- jahr die Hackarbeit durch den Einsatz eines Unkrautstriegeliss sehr erleichtern. Die besonderen Vorteile des Rapsanbaues liegen aber in der guten Garebildung, sowie in dem bodenkulturellen Wert des Rapsanbaues überhaupt. Diese zwei Gesichtspunkte sollte kein Bauer und Landwirt übersehen oder gar miß- achten. An so manchem Acker fehlt es an der notwendigen Bodenkultur. Diese können wir gerade durch den Rapsanbau in den Boden bringen. Nur wenige unserer Kulturpflanzen bringen den Boden tatsächlich„in Kultur“ Die Mehrzahl hauptsächlieh die Getreidearten— zehren die Bodenkultur auf und sind daher als schlechte Vorfrüchte zu werten. Die gute Vorfruchtwirkung des Raps ist hauptsächlich auf die tiefe Bewurzelung, auf den Blattreichtum und auf die Eigen- schaft als Hackfruchtpflanze zurückzuführen ſeger erfah- rene Rapsanbauer wird zugestehen müssen, daß ein Weizen nach Raps gebaut, besser im Ertrag ist. als etwa ein Weizen, der nach Sommerung gebaut wurde. Nicht vergessen wollen Wir aber auch, daß durch den Rapsanbau das erste Geld der neuen Ernte im bäuerlichen Betrieb anfällt. Die Abnahme der Rapsernte ist gesichert. Jeder Land- händler und auch die Genossenschaften sind verpflichtet, die Rapsernte vom Feld weg abzunehmen, gleichgültig, welchen Feuchtigkeitsgehalt die Ernte aufweist. Jedoch werden ent- sprechend dem Feuchtigkeitsgehalt Preisabzüge, oder bei ge- ringerer Feuchtigk sogar Preiszuschläge gemacht. Für den festgesetzten Erzeu preis von 50 RM. je 100 kg wird bei Lieferungsvertrages ein Feuchtigkeitsgehalt ent zugrunde gelegt. Wer heute noch Raps ˖ vertrag anbaut, muß sich mit einem Preis von 40 R je 100 kg. zufriedengeben. Als besondere Beloh- ug werden dem Oelfruchtanbauer zirka 50 Prozent der ab- 9 ferten Menge in Oelkuchen zurückgeliefert. Er ist damit in der Lage, für seinen Viehstall hochwertiges Eiweiß futter aus eigener Scholle zu gewinnen. Deswegen ist es durchaus angebracht, daß jeder Bauer und Landwirt, der auf die Er- haltung der Leistung in seinem Viehstall Wert legt, zum Rapsanbau übergeht, um sich dadurch wirtschaftseigenes Ei- weib futter zu sichern Schlieglich soll hier noch die Rücklieferung von Speiseöl für die Selbstversorgung und die Anbauprämie erwähnt wer- den. Vielfach wird es so sein, daß die Bäuerin der treibende Teil für den Raps- oder Mohnanbau ist, weil sie für ihren Haushalt Oel braucht und dieses aus eigener Scholle haben will. Die Selbstversorgung mit Speiseöl sowie die Prämien- rücklieferung ist erst kürzlich an gleicher Stelle behandelt worden, und soll hier nicht weiter erläutert werden. Ich möchte aber nochmals darauf eingehen, wie Speiseöl erhält- lich ist. Hier gibt es grundsätzlich zwei Wege: 1. Der Oelfruchtanbauer liefert seine Ernte über Land- handel und Genossenschaft ab und läßt sich darüber eine Ab- rechnung ausstellen. Mit dieser Bescheinigung geht der Oel- fruchtanbauer zu seinem zuständigen Wirtschaftsamt(Kar- tenausgabestelle) und beantragt dort 2. B., daß er für eine Person die Selbstversorgung mit Speiseöl wünscht. Er muß dafür den Nachweis erbringen, daß er mindestens 36 kg Raps, Rübsen oder Mohn abgeliefert hat und erhält gegen Streichung einer Jahresbutter- und-fettkarte einen Bezug- schein über 12 kg Oel. Es ist darauf zu achten, daß der Hand- ler nicht etwa nur 12 Liter liefert. Dieser Bezugschein wird von jedem Spezerei- oder Kolonialwarenladen eingelöst. Vielfach wird es so sein, daß das Oel nicht vorrätig ist, dann erhält der Bezugsberechtigte zunächst etwa 1. kg, die rest- lichen 11 kg werden nach Eingang geliefert. Der Spezerei- warenlader t handelsübliches deutsches Speiseöl in ge- reinigtem Z 1 . Dieser Weg hat den Vorteil, daß gerei- nigtes Speiseöl ausgeliefert wird und der Anbauer sich die Zeit spart, zur Oelmühle zu laufen. Trotzdem hat der An- bauer Anspruch auf die Rücklieferung von Oelkuchen. 2. Der Oelfruchtanbauer geht zu seiner zuständigen Kartenausgabestelle und gibt an, daß er z. B. für eine Per- son die Selbstversorgung mit Speiseöl wünscht, und daher für dieses auf eine Jahresbutter- oder-fettkarte verzichtet. Er gibt dabei weiterhin an, daß er die Oelfrucht selbst in der näch- sten Lohnschlagmühle schlagen lassen will. Daraufhin händigt ihm die Kartenausgabestelle einen Oelschlagberechtigungs- schein über 36 kg Raps, Rübsen oder Mohn aus. Bei der durchschnittlichen Ausbeute von Oel erhält er von der Oel- mühle seine 12 kg Oel, sowie den verbleibenden Oelkuchen. Er muß dafür den Schlaglohn bezahlen. Der Oelfrucht- anbauer erhält dort nur ungereinigtes Speiseöl. Wenn dieses Oel durch eine Reinigung gereinigt werden soll, entsteht ein Verlust von zirka 10 Prozent, so daß tatsächlich nur zirka 11 kg gereinigtes Speiseöl übrig bleiben. Viele Anbauer verzichten auf das gereinigte Speiseöl, das durch den Lebensmittelhandel geliefert wird. Sie wün- schen vielmehr ihr eigenes Oel, auch wenn es den Rapsge- schmack an sich hat, im Haushalt zu besitzen. Vielfach wird angegeben, das eigene Mohnöl sei besser, es sei ja viel dick- flüssiger, das gereinigte Oel müsse verdünnt sein und der- gleichen Vorwürfe mehr werden vorgebracht. Das gereinigte Speiseöl ist nicht verdünnt, es ist nur durch den Reinigungs- prozeß leicht flüssiger geworden. Es ist richtig, daß das Mohnöl wohl unser bestes deutsches Speiseöl ist. Die Be- völkerung in der Stadt wird auch nicht gefragt, ob sie gerne Raps- oder Mohnöl oder lieber noch Olivenöl aus Südfrank- reich möchte. Ebenso muß der Oelfruchtanbauer die Kriegs- notwendigkeit einsehen und sich mit handelsüblichem, gerei- nigtem, deutschem Speiseöl zufriedengeben. Es soll allerdings versucht werden, ob für die Selbstversorgung in Zukunft nur noch gereinigtes Mohnöl zur Auslieferung kommen kar Die Selbstversorgung kann auch für* oder Mahr bean- tragt werden. Entsprechend ist dann der Nachweis zu er- bringen, daß mindestens 18 kg bzw. 9 kg Oelsaat erzeugt wurden. Der Oelfruchtanbauer muß besonders bedenken, daß ihm neben einer Selbsversorgerration an Speiseöl etwa die dop- pelte Menge an Fett zugesteht, als er in Butter- oder Schlachtfetten abgezogen bekommt und hier gegenüber den übrigen Volksgenossen bevorzugt wird. Außerdem erhält er eine Anbauprämie von einer Ablieferungsmenge über 25 kg ohne Anrechnung auf die Butter- oder Fettkarte! Diese Ver- günstigung sollte sich jeder Oelfruchtanbauer genau vor Augen halten und jetzt nochmals überprüfen, ob er nicht zur Sicherung der Volksernährung die geplante Oelfrucht- anbaufläche etwas vergrößern kann. Der Fettversorgung ist im vierten Kriegsjahr kriegsentscheidende Bedeutung beizu- messen. Deswegen wollen wir alle nach besten Kräften mit- helfen! Körner. Der Einfluß der Aussaatzeit auf den Ertrag des Winterweizens und-roggens Neben anderen Wachstumsfaktoren hängt die Sicherheit und der Ertrag beim Winterweizen viel mehr als bei dem Winterroggen von dem Zeitpunkt ab, an welchem die Aussaat erfolgt. Häufig wird in der Praxis zuerst der Win- terroggen und dann der Winterweizen in die Erde gebracht. Das ist nicht richtig. In den Gebieten östlich der Oder und auch in den Gebirsgegenden und den nördlichen Gauen Deutschlands muß die Aussaat des Winterweizens am 15. September beendet sein. Nur dann wird der Weizen auch harte Winter gut überstehen und, was ebenso wichtig ist, einen hohen Ertrag an vollwertigen Körnern bringen. Auf Vortragsreisen und bei der Besichtigung von Düngungs- und Anbauversuchen habe ich diese Behauptung im ganzen deutschen Reich immer wieder bestätigt gefunden. So kam ich einmal auf ein Gut in Westpreußen, auf welchem der neue Besitzer mit dem angebauten Winter- weiz en nicht zufrieden war. Wie ich erfuhr, war das Feld erst Mitte Oktober bestellt worden. Ich besorgte diesem Landwirt Saatgut einer für seine Gegend passenden Hoch- zucht und ordnete an, daß dieser Winterweizen in der Zeit zwischen dem 1. und 15. September in die Erde gebracht werden sollte. Bei der Besichtigung im nächsten Sommer fand ich einen zufriedenen Landwirt, der mir ein gleich- mäßig bestandenes Weizenfeld mit schweren Aehren zeigen konnte. Nur in einer Ecke des Schlages stand kümmerlicher Weizen, der zum Zeichen des Vergleichs erst im Oktober ausgesät war In der Provinz Sachsen winterte der nach Zuckerrüben erst in dem Monat Noyember bestellte Winterweizen unge fähr in jedem dritten Jahr aus, während dieselbe Winter- weizensorte, soweit sie im Oktober gedrillt war, den Winter überstand und einen vollen Ertrag lieferte. Bei der Winterroggen bestellung ist der wich- tigste Wachstumsfaktor nicht die Aussaatzeit, sondern die rechtzeitig und sachgemäß ausgeführte Saatfurche. Im Osten wird Winterroggen vielfach nach Kleegrasgemenge im zwei- ten Nutzungsjahr und nach Erbsen, Wicken oder deren Ge- menge, das teils grün gefüttert, teils reif geerntet wird, be- stellt. Der Acker mit Kleegrasgemenge erhält im Sommer eine mäßige Stallmistdüngung, wird dann geschält, geeggt usw. Zu Erbsen, Wicken und deren Gemenge ist im Winter oder Frühjahr Stalldung gegeben worden, der in der Haupt- sache von dem nachfolgenden Winterroggen ausgenutzt wer- den soll. Auch diese Aecker werden nach dem Abernten der Leguminosen geschält und erhalten später die Saatfurche zu Winterroggen. Diese Beackerungsweise ist falsch, weil der Boden keine Ruhe erhält, weil sich deswegen das Bakterien- leben nicht genügend entwickeln und die späte Saatfurche sich nicht richtig setzen kann. Ich ließ deshalb Stalldung und Kleegrasstoppel mit Vor- schälpflug in schmalen Saatfurchen einpflügen, so daß weder Stalldung noch Stoppel in die Tiefe vergraben wur- den. Die Leguminosenstoppel erhielten gleich nach dem Ab- ernten die schmale Saatfurche. Kurz vor der Winter- roggenbestellung wurde das inzwischen gewachsene Unkraut flach eingeschält. Diese zweckmäßige und einfachere Boden- bearbeitung fand sehr bald allgemeine Verbreitung. Denn die Landwirte sahen zu ihrem Erstaunen, daß diese Roggen- saaten im Herbst gleichmäßig aufgingen, im Frühjahr ein frisches, gesundes Grün zeigten und im September eine reiche Ernte an Stroh und Körnern lieferten. Zusammen- fassend sei noch einmal erwähnt: Der Winterweizen soll vor dem Winterroggen bestellt werten. Der Winterweizen ist im Norden und Osten Deutschlands vor dem 18. September, in dem übrigen Reichsgebiet möglichst bis zum 15. Oktober in die Erde zu bringen. Die Saatfurche zu Winterroggen ist frühzeitig zu geben, damit das Roggensaatgut ein gut ge- setztes, feinkrümeliges Sas'bett vorfindet. 0 Als Saatgut möchte man die Winterweizen- und Win- terroggensorte, welche von der zuständigen Landesbauern- schaft empfohlen wird und kaufe von der Roggenhoch- zucht in jedem Jahr soviel Saatgut, daß die Ernte der be- schafften Hochzucht für die ganze Winterroggenfläche des nächsten Jahres ausreicht. Selbstverständlich ist, daß man das ganze Getreidesaat- gut bei z t und daß man zu Wintergetreide im Herbst we- nige Wochen vor der Bestellung eine ausreichende Phosphor- säure- und Kalidüngung gibt, welche durch eine entspre- Zur Erleichterung der Landarbeit! chende Stickstoffdüngung im Frühjahr zu einer harmo- nischen Volldüngung vervollständigt wird. Erwähnt sei noch, daß man durch eine Kalidüngung im Herbst die Winter- festigkeit des Getreides erhöhen und durch gesteigerte Phos- phorsäuredüngung erreichen kann, daß der Roggen mit den höchsten Phosphorsäuregaben eine Woche früher reif wird als der übrige Roggen. Das ist wichtig für die Wirtschaften, welche einen ausgedehnten Roggenbau treiben. Dr. Holz k y. 35. Merkblatt Saatgut für den Berbſt Die Güte des Saatgutes bestimmt entscheidend die Höhe unserer Ernte. Die erste Arbeit für die Herbstbestellung die- ses Jahres gilt daher der Bereitstellung des notwendigen Saatgutbedarfes. Die Auswahl der für unseren Boden und unser Klima geeigneten Sorte richtet sich nach den Erfahrungen, die wir in den letzten Jahren im Dorf sammelten. Wie wichtig dabei für die Ertragssicherheit die Winterfestigkeit der Sorte ist, haben uns die vergangenen Winter gelehrt. Auch die Aus- Saatzeit müssen wir bei der Sortenwahl berücksichtigen; denn nicht jede Sorte verträgt eine späte Saat. Haben wir Zweifel über die Eignung der verschiedenen Sorten, holen wir uns Rat bei unserer Landwirtschaftsschule und Wirtschaftsbera- tungsstelle. Welche Saatgutart? Für die Getreidebestellung des Herbstes steht uns zur Verfügung. 1. Hochzucht. Sie ist in einem Vermeh- rungsbetrieb aus der sogenannten„Elite“ des Züchters, d. h. aus dessen besten Beständen der betreffenden Zuchtsorte er- wachsen. Eine Feldbesichtigung des Bestandes und die Unter- suchung an einer Samenprüfungsstelle bürgen für Sorten- echtheit, Gesundheit, Reinheit, Keimfähigkeit und Sortierung. Der Versand geschieht nur unter Plombe, zum mindesten aber mit Einlagezettel. Gemein desaat ist eine Hochzucht, die vom Ver- mehrer nur in seiner Gemeinde oder in den Nachbarorten unmittelbar an den Verbraucher verkauft werden darf. Da ein Versand nicht stattfindet, ist keine Plombe notwendig. Kosten für Sack und Fracht entfallen. Da die Auswinte- rungen des vergangenen Winters auch unsere Hochzucht- bestände betroffen haben, werden wir nicht überall im glei- chen Umfange wie sonst Hochzucht für die Getreideaussaat dieses Herbstes zukaufen können. Wir müssen uns schon jetzt darauf vorbereiten,„zugelassenes Handelssaatgut“ und „Nachbau“ mit zu verwenden. 2. Zugelassenes Handelssaatgut. Hier fin- det keine Feldbesichtigung statt, so dag Gewähr nur für Reinheit, Keimfähigkeit und Sortierung geleistet werden kann. Infor matorisch wird die Sorte genannt. Durch einen Sackanhänger mit besonderem Verschluß ist Getreide-Han- delssaatgut gekennzeichnet, doch müssen bei zeitweisem Feh- len von Metallverschlüssen Einlegezettel mit Angaben über die erfolgte Zulassung Verwendung finden. 3. Nach ba u. Um die Versorgung jedes landwirtschaft- lichen Betriebes mit Wintergetreidesaatgut auch bei schwie- rigen Transportverhältnissen auf jeden Fall sicherzustellen, ist der Verkauf von Getreide zu Saatzwecken von Bauer zu Bauer durch die Saatgutstelle erlaubt worden. Der Käufer lägt sich von seinem Ortsbauernführer eine Bescheinigung über seinen Saatgetreidebedarf ausstellen und händigt diese dem Verkaàufer aus, der ohne eine solche Bescheinigung nicht verkaufen darf. Auf diesem Schein vermerkt der Ver- käufer die Menge des von ihm verkauften Saatgutes und schickt ihn seiner Kreisbauernschaft ein. Der Tausch von Getreide zur Saat gegen Konsumgetreide ist nach wie vor zwischen landwirtschaft- lichen Betrieben gestattet Haben wir selbst eigenen Nachbau erzeugt, der noch gesund und sortenrein ist und den wir— vor allem bei dem Fremdbefruchter Roggen— nicht länger als 2—3 Jahre nach dem Hochzuchtbezug nachbauten, kön- nen wir uns damit am besten helfen. Saatgut reinigen! Hochzucht und Handelssaat ist bis auf das Beizen saat- fertig hergerichtet. Eigenen oder zugekauften Nachbau müs- sen wir jedoch noch aufbereiten, d. h. von zu leichten Kör- nern, von Bruch, Unkrautsamen, fremden Kultursamen, Spreu und Staub reinigen. Die Windfege oder der Zellen; ausleser genügen für diese Arbeit nicht. Nur ein Saatgut- bereiter— früher Saatreinigungsmaschine genannt— mit Windsichter, Siebvorgang und Zellenausleser, vermag ein- wandfreies Saatgut herzustellen. Niemand kann es heute ver- antworten. für die Saat ungeeignete Körner in den Boden zu bringen und verfaulen zu lassen, die wir für die Brotver- sorgung oder als Futter dringend benötigen. Ist in einer Ge- meinde kein Saatgutbereiter vorhanden, schaffen wir das rei- 500 nigende Saatgut gemeinschaftlich in den Nachbarort, in dem eine Anlage steht. Keimprobe ansetzen! 3ei Hochzucht und Handelssaat wird die Keimfähigkeit von einer Samenprüfungsstelle untersucht und verbürgt. a oder fremden Nachbau sollten wir vorsichts- selbst pr ii fen, um nicht Ertragsminderungen durch zu dünnen Aufga in Kauf nehmen zu müssen. Wir legen dazu 100 Körner zwiscl uchtes Fließ papier oder in mäßig feuchten Sand, lassen sie bei Zimmertemperatur stehen und zählen nach 4 T 1 agen aus. Keimen weniger als 90 Körner, ist die e entsprechend zu erhöhen, um die er- wünschte Bestandsdichte zu erhalten. Noch 5558 ist eine Triebkraftbestimmung im Blumentopf, bei der wir eine Sand- schicht von 2—3 em über die Saatprobe decken. Hierdurch erkennen wir, wie die Saat auf dem Acker auflaufen wird. Alles Saatgut beizen! Bei Winterroggen machten wir in den letzten kalten Wintern immer wieder die Beobachtung, daß Bestände aus gebeiztem Saatgut besser überwinterten. Der Pilz, der den Schneeschim mel häufiger bei Rog- gen, seltener bei Weizen hervorruft, wird durch die Beizung abgetötet und damit gelingt es uns, eine der Ursachen, die zur Auswinterung führen. zu beseitigen. Ebenso ist es not- wendig, die ertragsmi ernden Krankheiten des W E 8 t e1 3 1 21 ungebeizt geliefert.. alle drei Krankheiten sind folgende erkannt: 5 1. Naß beiz mittel: Abavit- Naßbeize„Schering“, Ceresan-Naßbeize, Fusariol- Neu Universal-Naßbeize, Germi- san-Nahgbeize. Die Anwendung der Naßbeizmittel im 2 a uc h- verfahren— Eintauchen des Saatgutes in die Beizflüssig- keit bringt den sichersten Erfolg, erfordert aber das um- ständlliche Zurücktrocknen des gebeizten Saatgutes. Bei der 3Zenetzungsbeize wird das Saatgut unter Umschaufeln mit der Beizflüssigkeit benetzt und danach eine Stunde lang mit feuchten Säcken bedeckt liegengelassen. Bei der Rur z naß beize wird nur eine geringe Menge Beizflüssigkeit mit den Körnern vermischt. FProckenbeizapparate eignen sich nur dann für dieses Verfahren, wenn sie nach Eingieben der Beizflüssigkeit auf das Getreide s0 fort in Umdrehung ver- setzt werden. Apparate. die eine Zufuhr der Beizflüssigkeit während des Drehens der Beiztrommel gestatten oder brauch- bare Apparate für fortlaufende Arbeit sind am geeignetsten. Die Konzentration der Beizflüssigkeit ist bei den verschiede- nen Verfahren jeweils anders. Deshalb beachten wir die Ge- brauchsanweisung genau. Wer das Tauch- oder das Benet- zungs verfahren anwendet, muß dies einige Tage vor der Saat Ist sie gebeizt, liegt ein Zet 3Zeizmittel amtlich an- tun, damit das Saatgut Zeit zum Zurücktrocknen hat und nicht in der Drillmaschine stopft. 2. Trockenbeiz mittel: Abavit-Neu Trockenbeize, Ceresan Universal- Trockenbeize, Universal-Trockenbeize, Germisan ringer. Wer mit Frockenbeizmitteln arbeitet, muß sich vor dem giftigen Staub durch eine Staubmaske oder ein feuchtes Tuch schützen. 5 Eigener Nachbau für das nächste Jahr. Können wir Hochzucht beziehen, bauen wir nie so an, daß wir den Nach- bau im nächsten Jahr als Saatgut für die gesamte Anbau- fläche verwenden können. Bei dem Fremdbefruchter Roggen achten wir darauf, daß in der Nähe möglichst keine stark ab- gebauten Roggenfelder liegen. Hierdurch würde die Hoch- zucht ebenfalls zum Abbau neigen. Bei den Selbstbefruch- tern Wintergerste und Winterweizen besteht diese Gefahr nicht. Wir müssen aber wissen, an welcher Stelle wir die Hochzucht aussäten, damit wir sie getrennt vom übrigen Ge- treide ernten können. Wer jetzt schon an die Beschaffung und Behandlung seines Saatgutes herangeht, ist am Tage der Aussaat gerüstet. Auskunft erteilt die zuständige Landwirtschaftsschule und Wirtschaftsbera- tungsstelle.— Herausgegeben vom Reichsnährstand und vom Reichskuratorium für Technik in der Landwirtschaft, Berlin W 9, Hermann-Göring-Straſle 2½. tel bei. Getauft. Universal- Fusariol Universal-Trockenbeize. Für dieses Verfahren ist zwar eine Trommel oder ein Trocken- beizgerät erforderlich, der Arbeitsaufwand ist dafür aber ge- . 2— 1 4 —— Daß der Schneeschi Wintergetreides, i bestreiten. Die los gegenüber, Vor nahmen von der Sorte ab. Schneeschif rdeten Gebiet zu verw. Anfällige gegen solche, Ui Zs müssen daher anfäl ere Jahre hindurch vies ben, ausgetauscht werden. Ferner ist notwendig, 6 das Getreide vor der Aussaat gebeizt wird. Diese derung müsse sicl igentlich schon erübrigen, weil Vorteil des Beizens in allen Anfäl 1 Ma C Betriel nt worden is Leider ist es aber nicht so. Kein Korn also un gebeizt in den Boden gelangen! Ob naß ode ocken gebeizt, ist dabei ziemlich gleichgülti In kleinbäuerlichen Betrieben ist der Tauchbeize der Vorzug zu geben. Die Saatgut menge spielt ebenfalls eine nicht unbedeutende Rolle. Meistens wird viel zu dicht gesät. Die große Saatdichte wird oft damit entschuldigt, daß der Aus- fall, der durch den Befall eintritt, durch den dichteren Anbau wettgemacht werden soll. In Wirklichkeit tritt aber durch 1811 ft 447* Trockengrünfutten stand ein stärkerer Befall auf. Der Roggen ht dicht, sondern die einzelne Pflanze muß kräf⸗ i Auch die Anbauzeit ist von Hierfür einen guten Rat zu geben, S0 niemand voraussagen kann, wie da Vetter nach dem Anbau sein wird. Es soll möglichst spät 1 den z chwer, da gebaut r keineswegs zu spät. Der Roggen muß t im rbst kräftig entwickeln können. Schwächlinge werden bef⸗ üen und verschwinden während des Winters. Was die Düngung betrifft, so sei man vor- sichtig mit der Stickstoffdüngung im Herbst. Allzu reicher Stickstoff erzeugt schwammiges Gewebe, welches leichter be- fallen werden kann. Besser ist eine Kopfdüngung im Früh- jahr. Zum Schluß sei vor dem allzu raschen Umpflügen be- fallener Fel der gewarnt. Mancher Landwirt kommt sofort mit dem Pfluge, wenn nach der Schneeschmelze sein Roggen nicht wie eine üppige Wiese aussieht. Wenn man aber die vorhandenen Pflanzen durch Kopfdüngung kräftigt, kann man auch bei schütterem Bestand ganz befriedigende Er- träge erzielen, da sich ja die einzelnen Pflanzen besser ent- wickeln können. Dr. Friedrich Pichler. nehaltung Eine Hilfe zur Einsparung von Futtergetreide In der Schweinefütterung suchen wir heute jede Mög- lichkeit zu erschöpfen, gehalt volles und ver dau- liches Futter zu gewinnen, um die Erzeugung auf der not- wendigen Höhe zu halten. So wurden u. a. Kartoffeln durch Rüben, Getreideschrote durch Zuckerschnitzel ersetzt. Auch das fertige Gemisch aus Kartoffeln und junger Luzerne ist als wertvolle Hilfe anzusehen, den Kohlehydrat- und Eiweiß- zu überwinden, wenn sich auch dadurch die täg- lichen Zunahme und die Umsatz geschwindigkeit gegenüber der Vorkriet verringern. Wie jetzt Dr. Hans-Georg Littmann in der„ chrift für Schweinezucht“ ausführt, bietet die künstliche Trocknung grüner Futter- pflanzen, die Zerkleinerung des Trockengutes zu Mehl (Grünmehl) und der richtige Einsatz des so gewonnenen Austauschfuttermittels die Möglichkeit, den Schweinebestand aui der gewohnten Höhe zu halten und von einer kleineren Futterflache einen höchstmöglichen Masterfolg zu e Das Grünmehl wird als eines der Mittel bezeichnet, der augenblickliche n Lage ihre Härte zu nehmen vermag. i hen Trocknung eignen sich alle Futterpflan- zen, deren Trockenmasse möglichst eiweißreich ist und auch sonst einen genügend hohen Gesamtnährstoffgehalt besitzt. Als Hauptfrüchte lassen sich trocknen: Luzerne, Kleearten, Leguminosen sowie ihre Gemenge wie auch der junge Auf- wuchs von stark gedüngten Grünlandfläachen; neben frischen Zuckerrübenblättern kommen ferner einige Zwischenfrüchte, wie Kleegemenge und Leguminosengemische, in Frage. Die Trocknung selbst erfolgt auf Darren und in Umlauf- oder Trommeltrocknern. Dabei ist darauf zu achten, daß die notwendigen Temperaturen innegehalten werden, damit nicht Verbrennungen vorkommen oder gar Brände entstehen. Zuckerfabriken und genossenschaftliche Trocknereien dürf- ten in erster Linie zur Grünmehlerzeugung berufen sein. Der Nährstoffgehalt des Fertigproduktes liegt nach Dr. Littmann bei in ſungem Zustand getrockneten Leguminosen hinsichtlich des Eiweißgehaltes doppelt so hoch wie bei Getreideschrot; die Verdaulichkeit entspricht etwa der von Haferschrot. Wird die Schnittzeit der für die Grün- mehlgewinnung bestimmten Pflanzen in die Arbeitstäler ver- legt, erwächst dem Betrieb keine wesentliche Belastung. Be- rücksichtigen wir dabei, daß 2. B. 1 ha künstlich getrocknete Luzerne mit 45 dzyha dieselbe Erntemenge, jedoch mit wesentlich höherem Eiweißgehalt wie 2 ha Getreide mit je 30 dzyha bringt, so können wir hieraus die Bedeutung der künstlichen Trocknung grüner Pflanzen für die Schweine- haltung ersehen. Noch günstiger werden natürlich die Ver- gleichswerte, wenn das Grünmehl aus Zwischenfrüchten ge- wonnen und so keine besondere Anbaufläche benötigt wird. Bei der Fütterung läßt sich das Grünmehl unter Berücksichtigung des Nährstoffgehaltes und der Verdaulich- keit recht einfach einsetzen. Die Aufnahmefähigkeit ist je- doch infolge des immerhin hohen Ballastgehaltes beschränkt. Das Futter der Saug- und Absatzferkel kann zu 10 v. H. aus Grünmehl bestehen. Säugende Zuchtsauen und Läufer von 14 bis 26 Wochen vertragen eine 30prozentige Beimengung sehr gut. Gerade Luzerne-Grünmehl ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und ein für Zuchtsauen ideales Futter. Für Mastschweine im Gewicht von 65 bis 155 kg empfiehlt Dr. Littmann 400 g Grünmehl je Tier und Tag. Seine Füt- terungserfolge waren durchaus befriedigend. Von der kleinst- möglichen Fläche erzielt, wurden durch Grünmehl wesent- liche Mengen der üblichen Eiweißfuttergabe sowie fast 40 v. H. des normalen Getreideschrotverbrauches eingespart. Es gilt heute für jeden Betriebsführer die Futterzusam- menstellungen ede die in seinem Betriebe auf kleinster Fle äche den 3 rstof kertrag und damit Nutz- 1 verdient dabei die künstliche n Fut zen und ihre Verarbeitung zu in der Schweinefütterung besondere Beachtung, zum 1 8 die in 1 Futtermittel enthaltenen Wirkstoffe 2 Gesundheitszustand der Schweine äußerst günstig beein- ussen. Aadliangautanasaamtamntutnnsgaannlndgunugammgdannannegzggnneg nada hl Für die Neuordnung des deutschen Bauerntums sowie für den seit 1933 einsetzenden Kampf, die Ernährung des Vol- kes aus der eigenen Scholle sicherzustellen, stand die grund- sätzliche Bedeutung der Gemeinschaftsnutzung von vorn- herein fest. Der Bauer, der sich anfänglich gegen den Ge- danken der Gemeinschaftsnutzung wehrte oder ihm gleich- gültig gegenüberstand, wird seine Meinung im Rahmen der allgemeinen Entwieklung längst geändert haben und keine ernsthaften Gründe mehr entgegensetzen können. Denn das deutsche Bauerntum ist, wie nirgends auf der Welt. in- zwischen zu so einer wirtschaftlichen und weltanschaulichen Geschlossenheit gelangt, daß sich niemand mehr abseits stel- len kann. ohne seinen eigenen Vorteil zu gefährden. Betreffs der Handhabung der Gemeinschaftsnutzung an sich sind bereits so reiche Erfahrungen gesammelt worden, daß die zuständigen Stellen des Reichsnährstandes jeden bis in alle Einzelheiten beraten können. In Wirklichkeit sind die Schwierigkeiten der tatsächlichen Durchführung jedoch weniger am Gegenstand selbst als an den Menschen zu suchen, die sich mitunter noch nicht so zueinander gefunden haben, wie es zu wünschen wäre. Das liegt zwar weniger an der Absicht des einzelnen, sondern an den letzten Spuren einer liberalistischen Einstellung, die hier und da noch nicht ganz beseitigt sind. Sie auszutilgen, ist ein jeder berufen; es kommt ihm selbst zugute und schmiedet den großen ge- schlossenen Block des Landvolkes fester für gegenwärtige und künftige Aufgaben. Der einzelne beginnt vielleicht am besten damit, daß er sich einmal auf seinen Nachbar besinnt. Ist das nachbarliche Verhältnis so, wie es sein soll, auf gegenseitiges Helfen, Ver- Gemeinschaftsnutzung land wirtschaftlicher Maschinen stehen und Beraten abgestellt? Oder besteht hier ein Miß. trauen oder gar eine Feindschaft, hervorgerufen vielleicht in längst vergangenen Zeiten, in dem Streit wegen der Grenze damals oder um jenes unbedachte Wort oder jener unüber- legten Tat willen, die feen eine tiefe Kluft fraßen? Deutscher Bauer, wie sehr du hier im Recht oder im Un- recht sein magst, fang an, die besondere Sendung des Land- volkes zu erkennen! Hilf mit, alte, überholte Gegensätze und allgemein menschliche Schwächen zu überbrücken! Du und dein Nachbar, ihr seid aus gleichem Blut, habt die gleichen Ziele und die gleiche Zukunft. Euch bewegen dieselben Sorgen und gemeinsame Wünsche Wenn ihr euch einig seid, dann besprecht die Möglich- keiten des gegenseitigen Aushelfens mit der einen oder an- deren Maschine, einem Gerät, eines Motors oder eines son- stigen Betriebsmittels. Dem einen Betrieb wurde seine Ma- schine vielleicht beim Handwerker nicht mehr rechtzeitig instandgesetzt, oder ist überhaupt nicht mehr instandsetzungs- fähig. In vielen Fällen kann durch gemeinschaftlichen Ein- satz der Arbeits- und Gespannkräfte die Maschinenleistung beträchtlich erhöht werden, so daß die Maschine in derselben Zeit auch in denjenigen Betrieben miteingesetzt werden kann, die sich bei der Stellung der Hilfskräfte beteiligen. Die Ma- schinen und Geräte werden in den bäuerlichen Betrieben nur wenige Stunden im lahr gebraucht und verbleiben die übrige Zeit unbenutzt in der Eeke stehend. Wenn die UVebereinkom- men durch ein volles Verständnis und durch Bereitwilligkeit getragen sind, seid ihr auf dem Wege zu einer gesunden, geraden Dorfgemeinschaft, die immer helfen wird, den ge- bührenden Erfolg zu sichern. Reinder Sommerbursg. Ist frühzeitiges Erkennen leistungsfähiger Kühe möglich? Der Wunsch, die Leistungsfähigkeit der Kühe frühzeitig zu erkennen, ist verständlich; wie sieht es aber mit den Möglichkeiten dafür aus? Pie Praxis verlangt von der For- schung leicht Rezepte. so auch in unserer Frage. Da muß einmal klargestellt werden, wie es nach unseren heutigen Erkenntnissen damit steht. Die Natur arbeitet nicht nach einer Schablone, am wenigsten bei Lebewesen. Die Viel- fältigkeit, die wir in der Natur finden, liegt im Interesse der Erhaltung der Lebewesen, aber nicht in dem des Züchters, der Ausgeglichenheit anstrebt. Somit gelten auch für unsere Haustiere nicht Gesetze, sondern Regeln, von denen es zahlreiche Ausnahmen gibt. Die Erbmasse, welche die Entwicklung der Tiere und ihr Verhalten unter wechselnden Umwelteinflüssen bestimmt, ist von Tier zu Tier verschieden, außer bei eineiigen Zwillin- gen. Um das Ergebnis einer Paarung sicher voraussagen zu können, müssen die Eltern nicht nur gleiche Erbmasse be- sitzen(zu einem„Gengtyp“ gehören), sondern auch erbrein ee d) sein. Sind sie nicht erbrein(Sheterozygot“), so haben wir infolge der Aufspaltung der verschiedenen Erb- anlagen bei der Keimzellenbildung stets verschiedene Mög- lichkeiten ihres Zusammenkommens im jungen und für des- sen spätere Entwicklung. Die für die von uns gewünschten Erbanlagen erbreiner Tiere sind sehr selten, ebenso die für die unerwünschten Anlagen erbreiner Tiere; die meisten be- sitzen eine bunte Mischung beider Anlagen und sind für beide erbunrein. Erbrein und gleich veranlagte Tiere miteinander gepaart müssen Junge ergeben, welche sich bei gleicher Umwelt wie die Eltern entwickeln und auch dasselbe leisten. Das gilt für gut wie für schlecht veranlagte Tiere, wenn sie nur erb- rein sind. Erbrein gut veranlagte Tiere mit erbrein schlecht veranlagten gepaart, geben junge mit mittlerer Entwieklung und mittlerer Leistung. Alle anderen Paarungen gleichen einem Lotteriespiel, um so mehr, je mehr Erbanlagen in Frage kommen. Die Milchleistung ist nun durch zahlreiche, prak- tisch wohl durch alle vorhandenen Erbanlagen bestimmt. Die Zahl der möglichen Zusammenstellungen dieser beim Einzeltier ist daher sehr groß. Daher gestattet ein Merk- mal am lebenden Tier nie einen sicheren Schluß auf die Lei- stung. Dazu kommt, daß die Erbanlagen nicht nur das Aus- maß der Entwicklung des Tieres bestimmen, sondern auch das Tempo der Entwicklung, die„Frühreife“ bzw. ‚Spät⸗ reife“, die es beide auch bei der Milchleistung gibt. Von rein wissenschaftlichem Standpunkte aus müssen wir dem- nach die Möglichkeit des frühzeitigen Erkennens guter Milch- kühe glatt verneinen. Trotzdem hat die Forschung nach solchen Möglichkeiten gesucht, und zwar zunächst nach Zu- sammenhängen zwischen Form und Leistung. Sie hat jedoch nicht solche finden können, die praktsich brauchbar wären, weil sich stets zuviel Ausnahmen von der gefundenen all- gemeinen Regel zeigten. Vor allem aber sind die Unter- schiede in der Form. im„Typ“ nur zwischen extrem ver- schiedenen Leistungsrichtungen, wie Milch-, Mast- oder 502 N so groß, daß man praktisch etwas damit anfangen Ann Die Höhe der ersten Kuh bietet auch keinen Leistung Denn i ch Entwicklung aueh in dieser schieden sein. Ebensowenig kann uns die Form der Kurve der ersten Laktation helfen. Diese Form bleibt zwar bei ein und demselben Tier im ganzen Leben dieselbe, aber die Höhe der Anfangs- und der Höchstleistung ist in jeder Laktation verschieden. Das Verhältnis dieser Komponenten der Kurve zueinander im Laufe der Laktationen kann bei jedem Tier unterschiedlich sein. weil sich in ihnen eben die verschiede- nen Erbanlagen ausdrücken. Zum Schluß kommen wir auf den Anfang zurück: Die Paarung erbreiner Tiere läßt das Ergebnis mit Sicherheit voraussagen, also auch die zukünftige Leistung der Nach- kommen. Es heißt jetzt nur, die erbreinen Tiere heraus- finden. Kennen wir die Höchst- und die Mindestgrenze der Leistung unter gegebenen Verhältnissen, so können wir auch eine Kuh mit genügend langer Lebensleistung einrangieren und damit ihren Erbwert genügend genau abschätzen. Für Bullen vermögen wir dasselbe mit Hilfe des Tochter- Muttervergleiches. Extrem gute und extrem schlechte Tiere können wir praktisch als erbrein betrachten, und damit haben wir, was wir brauchen, Die für die Erbwertbestimmung auf- zuwendende Arbeit ist bei Kühen nicht groß. Für Bullen wird sie von einer Zentralstelle seit kurzem in, Angriff ge- nommen Df. Frhr. von Pts Fenn Alesſumen- unu nur mit Rur eutern 1 5 dem Boden tncknen E Milchzeit- Oder jahresleistung einer 1 ihre nee heren b für e e — Beziehung bei jeder Kuh ver- 1 1 weer 3 1 1 „* 2 3 5 satz zum Querschnitt zuuzschlagen, Oeffnungen in Außenwänden sind Die richtige Stallüftung Die fortschreitende Entwicklung im landw. Bauwesen bringt von Zeit zu Zeit Aenderungen und Verbesserungen, die uns immer mehr dem Ziel entgegenbringen, den Idealzu- stand im Stallbau zu erreichen. So ist man auf Grund viel- seitiger Erfahrungen auch bei der Stallüftung zur Aufstel- lung von einheitlichen Grundlagen gekommen, die, in allen Gegenden Deutschlands durchgeprobt, eine Gewähl für die Richtigkeit der Anlage selbst bieten. Grundsätzlich ist die Tief hachtlüftung das Richtige Die Luftzuführung als Belüftung geschieht bei Holz- blakendecken im allgemeinen zwischen den Balkenfeldern, während bei Massivdecken einzelne Belüftungskanäle unter- halb der Decke anzubringen sind. In jedem Fall müssen diese Kanäle quer durch das Gebäude gehen, um tatsächlich eine Frischluftzuführung zu gewährleisten. In der Nähe der Außenwand sind die Kanäle jeweils bis zu 1,20 Meter gut gegen Wärme zu isolieren und dürfen keine Oeffnungen haben. Im allgemeinen nimmt man 5 em starke Heraklith- platten oder sonstige Leichtbauplatten, Zur Regulierung der Luftzuführung wird hier auf jeder Seite eine Drehklappe eingebaut. Zwischen den isolierten Kanälen wird nun die Frischluft indirekt durch schuppenartig übereinander ange- brachte Bretter mit dazwischenliegenden Luftschlitzen zuge- führt. Bei an die Decken unterseitig gehängten Kanälen kann der Lufteintritt auch mittels eines langen Schlitzes zwi- schen zwei Brettern erfolgen, der im Abstand von einigen Millimetern mit einer Leiste überdeckt ist. Die Summe der Querschnitte dieser Lufteintrittsöffnungen muß mindestens 50 groß sein wie die Summe der Kanalöffnungen an den bei- den Außenwänden. Dies muß sich natürlich bei jedem ein- zelnen Kanal immer wieder ausgleichen. Die richtige Lage dieser Zukunftskanäle ist über den Standplätzen bzw. Lagern der Tiere. Bei Großviehställen ist es besser, mehrere Zuluft- kanäle anzuordnen, damit die Frischluft rieselartig verteilt in den Stall eintritt. Bei Winkelbauten können diese Zuluft- kanäle auch ausnahmsweise in eine Tenne oder überdeckte Durchfahrt münden, jedoch ist hier ein bestimmter Prozent- da das Letzte keine Die Abluftschlote werden so eingebaut, daß sie möglichst zwei Stallungen zugleich entlüften, dabei ist die Lage des Schlotes in der Stallung selbst in bezug auf Futter- oder Mistgang weniger wesentlich; mehr bestimmend ist da- gegen die Lage der mittleren Dachpfette, da der Schlot mög- lichst senkrecht hoch geführt werden und mit der Ausmün- dung über den First ragen soll. Dies ist eine grundsätzliche Aenderung gegenüber den bisherigen Annahmen. Auch sol- len bei Stallungen bis zu 25 Stück Großvieh nicht mehr als ein Abluftschlot vorgesehen werden, während früher meh- rere solche an oder in den Außenwänden eingebaut wurden. Der Querschnitt der Abluftschlotè ist quadratisch anzuord- nen, da er auf diese Weise am besten zieht. Die sachgemäße Warmeisolierung von der Stalldecke aufwärts, ist für die gute und rasche Abluftführung sehr wesentlich. Der Luft- abzug im Winter geschieht durch Offenlassen des Schlotes 30 em über dem Stallboden. Zur Regulierung wird hier eine Drosselklappe eingebaut. Unter der Stalldecke unmittelbar wird ebenfalls eine Oeffnung vorgesehen, die mittels einer einfachen Rückfallklappe zur guten Sommerlüftung beiträgt, im Winter aber stets geschlossen sein muß. Bei Entlüftung von zwei Ställen in einem Schlot ist dieser bis zur Stalldecke im Verhältnis der Viehstärke der einzelnen Ställe abzutren- nen. Die Höhe des Schlotes über der Stalldecke muß min- destens gleich der doppelten Stallhöhe sein. In jedem Fall Luftaustritt 50 em über First mit einfacher Abdeckung, vor- bei am innern der mittleren Dachpfette, und zwar so, daß der Heugreifer noch durchfahren kann. Der. Querschnitt der Abluftschlote richtet sich nach der Viehzahl und der Höhe des Schlotes vom Stallgebälk an. Aus unserer Tabelle sind diese Querschnitte zu ermitteln. Drei Viertel dieses Quer- schnittes gibt die Summe der Querschnitte der Zuluftkanäle, wobei diese nicht nur einseitig, sondern zweiseitig zu rech- nen sind. Lichte Weite(mm) quadratischer Abluftschächte in Ab- hängigkeit von Tierbelegung und wirksamer Schachthöhe“ e Wirksame Schachthöhe(m) 1= oOo 4 6 8 10 12 14 2 400 350 350 6 500 450 400 400 8 600 350 500 450 450 10 650 600 350 300 500 300 12 700 650 600 350 350 550 14 750 700 650 600 600 350 16 800 750 700 650 650 600 18 850 800 750 700 700 650 20 900 850 800 750 750 700 25 900 850 800 800 750 30 1000 950 900 850 800 35 1000 950 900 900 40 1000 950 45 1000 Die angegebenen lichten Weiten genügen, um bei einem Temperatur- gefälle zwischen Stall- und Außenluft von 58 C einen Luftwechsel von 50 ma ſe CVE, und Stunde zu erzielen. Gesunde Ställe entstehen erst nach Einbau solcher Lüf- tungen; halte dich also immer an das Motto:„Lüfte deine Ställe richtig, und dein Vieh bleibt immer tüchtig!“ E. Schäffer. prämien für Anzucht von Erdbeerpflanzen Auch die Abgabe von Johannis- und Stachelbeersteckholz wird pramüert Die letzten strengen Winter haben die Obstbaumbestände Deutschlands stark gelichtet. Gleichzeitig ist der Bedarf an Obst bemerkbar gestiegen. Es gilt die dadurch entstandene Lücke in der Obstversorgung schnellstmöglich zu schließen. Der Beerenobstanbau ist hierzu besonders geeignet, da Bee- renobstneupflanzungen schnell in Ertrag kommen. Der ver- stärkten Nachfrage nach Pflanzgut können die Baumschulen jedoch zur Zeit nicht nachkommen. Deshalb ist sowohl der Erwerbsobstanbauer als auch der Selbstversorger bereits vor einiger Zeit zur Selbstanzucht von Pflanzgut aufgefordert worden. Auch wurde der Erwerbsobstanbauef gleichzeitig auf die Möglichkeit zur Abgabe von Beerenobstjungpflanzen und Johannis- und Stachelbeersteckholz hingewiesen. Diese zu- sätzliche Gewinnung von Erdbeerjungpflanzen und von Jo- hannis- und Stachelbeersteckholz stellt indessen zur Zeit eine besondere Belastung für den Obstanbauer dar, weshalb an Mitteln der Hauptvereinigung der deutschen Gartenbauwirt- schaft durch den zuständigen Landesleistungsausschuß für Gemüse- und Obstbau dem Erwerbsobstanbauer für an Baum- schulen gelieferte Erdbeerjungpflanzen und Johannis- und Stachelbeersteckholz folgende Prämien gezahlt werden: für Erdbeerjungpflanzen(pikiert= gut bewurzelt- sor- tenrein: gesund)! 4 RM. je 1000 Pflanzen bei Abgabe von 510 000 Stück; 6 RM. ſe 1000 Pflanzen bei Abgabe über 10 000 Stück; i 75 für Johannis- und Stachelbeersteckholz(etwa bleistift- stark; sortenrein; gesund): 6 RM. je 1000 Stück bei Abgabe 1 8 Stück; 10 RM. je 1000 Stück bei Abgabe über 5000 tũc Erdbeer jungpflanzen, geliefert an Versandfirmen oder direkt an Erwerbsanbauer in einer Mindestmenge von 5000 Stück je Empfänger, können gleichfalls bezuschußt werden. Besondere Vorschriften für die Sortenwahl bestehen nicht. Die Sorten sollen jedoch wenigstens für die Anbauverhält- nisse des Abgebenden von wirtschaftlichem Wert sein! Die Prämie erhält der Erzeuger nach Vorlage einer Empfangs- bestätigung oder einer Bestätigung des Ortsbauernführers oder Bürgermeisters über die erfolgte Lieferung. Die Aus- zahlung der Prämie nimmt der für den Erzeuger zuständige Landesleistungsausschuß für den Gemüse- und Obstbau vor, der die Abrechrung über die erfolgten Auszahlungen mit Be- legen über den zuständigen Gartenbauwirtschaftsverband an die Hauptvereinigung der deutschen Gartenbauwirtschaft weiterleitet. Landwirtschaftsrat O. Goetz. Berlin. Iunnmmnmnnnmmmnmnumnmmpnmnmmnmmmnunnmnmmmnmnmnnunmnnnnnmnmnnnmunpmn man Sammelt Mmohnkapfeln und liefert ſie bel den Bammeiſtellen der landwieifchaltlichen Jentralgenoſſenſmaft av. 303 r- er Ob man mit dem Zug das Land durchfährt oder strecken- weit zu Fuß wandern muß, N Wieder kann man fest- stellen, daß der Aufruf, mehr Gemüse anzubauen, nicht un- gehört verhallt ist. Große und kleine Hausgärten wetteifern mit den weitausgedehnten Gemüsefeldern, und die Augen so mancher Bäuerin leuchten voll Stolz, wenn es ihr gelungen ist, ein bis jetzt unausgenütztes Stückchen Land für sich noch nutzbar zu machen. Sie denkt aber nicht nur an die Versorgung ihres Haus- halts und des Marktes mit Frischgemüse, sie weiß, daß es ebenso notwendig ist, gesunde Vorratswirtschaft zu treiben, d. h. Obst und Gemüse für die Wintermonate haltbar zu machen. Und mehr denn je will diese Vorratshaltung plan- mägig und überlegt durchgeführt werden. Unendlich viele Anfragen zeigen, daß es immer schwieriger wird, Dosen und Gläser zu beschaffen. Wir sehen ein, daß unseren W ünsche n hier Grenzen gesetzt sind; denn zunächst gilt es die Wehr- macht zu versorgen. Eine kluge Hausfrau weiß sich immer 2u helfen; sie macht beizeiten schon ihren Voranschlag, d. h. sie überlegt, wie sie mit den vorhandenen Einmachgefäßen am besten auskommt, wie sie ihre Einteilung trifft. Sie wird aber schon ihren Anbau so lenken, daß sie durch intensivste Bearbeitung und Ausnützung des Gartens und Gemüsefeldes das ganze ſahr Frischgemüse hat. So kann man beispiels- weise jetzt noch Winterspinat, Feldsalat und evtl. Winter- rettiche, Winterzwiebel und Winterkopfsalat saen und pflanzen. Werden ferner die Möglichkeiten durch Einmieten, Sand- einschlag oder des Ueberwinterns auf freiem Land aus- genutzt, dann wird diese Art der Vorratshaltung neben der Versorgung mit Frischgemüse der Landfrau nicht nur eine fühlbare Arbeitserleichterung bringen. sondern dann fällt auch die Ueberlegung, wie verwende ich die vorhandenen Dosen. Gläser. Flaschen, Krüge und Zubindegefäße zweck- mähig, nicht mehr 80 schwer. Leider macht man aber immer wieder die Feststellung, daß durch unüberlegtes Arbeiten eine vollkommen falsche Ausnützung der vorhandenen Einmach- gefäße stattfindet, und gerade solche Frauen sind es dann, die am meisten klagen und jammern und allen Stellen. nur sich selbst nicht, die Schuld geben. Dosen und Gläser sollten vornehmlich der Konser- vierung mit Fleisch, Wurst und solcher Nahrungsgüter die- nen, deren Haltbarkeit nur durch luftdichten Verschluß mög- lich ist. Wurst muß mehr als bisher wieder in Därmen her- gestellt und Fleisch 2 werden. Zubinde gläser und Zubindetöpfe aus Stein- gut, Porzellan, Glas usw. finden Verwendung bei der Her- stellung von Gelee. Marmelade, Essigfrüchten und für die Gemüseeinsäàuerung in kleineren Mengen. Die Geleebereitung wird infolge des hohen Zuckerver- brauches mehr in den Hintergrund treten müssen. Zu Kom- Vorraiskaltung im Landkauskalt pott eignen sich ebensogut weite Glasflaschen. Für die Herstellung von Obstmark können die gebräuchlichen Weinflaschen verwendet werden. Die Früchte wer- den 10 bis 15 Minuten ohne Zucker gekocht. kochend heiß in saubere Flaschen randvoll gefüllt und die Flasche mit Gummikappen verschlossen. Beim Verbrauch im W inter kocht man das Einmachgut mit Zucker auf. Flaschen werden weiterhin verwendet bei der Her- stellung von Obstsäften, für Rhabarber, Heidelbeeren, Bohnen. Steingutkrüge mit weitem Hals eignen sich t für Kompott, vornehmlich aber für Bohnen. it 7 Pfund vorgerichtete, also gewaschene, entfädelte, ge- schnitzelte Bohnen mit einem Pfund Salz, läßt über Nacht stehen, füllt dann die Krüge und korkt zu. Das Trocknen von Obst und Gemüse wird viel zu wenig beachtet. Viele Hausfrauen schaffen sich dadurch eine wWi kommene Bereicherung ihres Küchenzettels. Das Sch dabei ist, daß das Dörrgut keine Einmachbehälter bean sprucht. Getrocknete Früchte jeder Art sind aber auch unseren Soldaten draußen eine höchst 5 0 Wi rome, Gabe Sei erwähnt das 1 n o n Gemüse Schließlich ns Diese Methode— I jeder Art. machung ist bekannt bei der Herstellung von Sauerkraut, sauren Gurken, wird oft auch bei Bohnen angewendet, weniger ist bekannt, daß sich außerdem noch viele Gemüsearten einsäuern lassen. Der Vorgang besteht darin, daß Gemüse mit Milchsäure- bakterien versetzt und unter Luftabschluß gebracht wird. Die Bakterien verarbeiten die Kohlehydrate zu Milchsäure, die konservierend wirkt und bei richtiger Aufbewahrung das Gemüse bis ins Frühjahr haltbar macht. Das selbsthergestellte Gemüse kann zu Salaten roh verarbeitet werden, oder aber sauer gekocht, oder je nach Geschmack beim Kochen ent- säuert werden. Lingesäuert wird in Holzständehen gder guttöpfen. Du eh E—— der Haus- sind letztere frei geworden und stehen fast in jedem Haushalt zur 1 Die Wirtschaftsberaterin ge n zelnen Orten praktische a in n N und Gemüseverwertung. insbesondere im Einsäuern, durch- zuführen. Die Ortsabteilungsleiterin meldet die Kurse bei der Kreisbauernschaft oder bei der für die Ortschaft zustän- digen Landwirtschaftsschule und Wirtschaftsberatungsstelle an. Wer das Einsäuern selbst ausprobieren will, kann Eicht. linien durch die Abteilung II B 2„Ländliche Frauenarbeit“ der Landesbauernschaft bekommen. Ilse Scherer. len sind an III den Sein Wie hebt man Tomaten für den Winter auf: Will man Tomaten für den Winter haltbar machen, 80 kann man die reifen Früchte genau so gut verarbeiten wie die grünen. Ganz e Tomaten in Gläsern: Reife Tomaten wäscht man zum Einmachen gründlich, befreit sie vom Stiel- ansatz und sticht sie mit einem spitzen Holzstäbchen mehr- fach an. Sodann bereitet man eine Salzlösung vor, zu der 10 g Salz auf 1 Liter Wasser gebraucht werden. In breiten Dosen oder Gläsern sterilisiert man vorsichtig 20 Minuten auf 80 Grad, damit die Tomaten nicht platzen Als Essigtomaten kann man grüne oder reife Früchte benutzen. Man sticht nach dem Säubern die Haut an, schichtet die Tomaten, mit Salz bestreut, in einen Stein- guttopf und läßt sie zwei Tage unangerührt stehen. Danach trocknet man sie · ab und legt sie wieder in den Steinguttopf unter Beifügung von Zwiebel- und Selleriescheiben. Man übergießt sie mit reinem Einmachessig, der vorher mit wenig Salz, etwas Zucker, Dill und Basilikum aufgekocht wurde. Die Töpfe müssen gut zugebunden aufgehoben werden. Vor- zügliche Suppen und Tunken lassen sich aus Tomaten brei herstellen, der darum gern eingekocht wird. Dazu werden die Tomaten zerschnitten, ohne Wasserbeigabe weich⸗ gekocht und durch ein feines Sieb gerührt. Unter ständigem Rühren muß der Brei dann dicker eingekocht werden. Ko- chend gibt man ihn in die Flaschen, die sofort geschlossen werden müssen. Tomatenmark verlangt die gleiche Zubereitung, nur muß es stärker eingekocht werden. Es kann in Gläsern oder Dosen aufbewahrt werden. Tomaten in Scheiben sollen am besten mit Kräutern zubereitet werden Man schneidet sie in fingerdicke Scheiben und kocht diese in halb Essig und halb Wasser glasig Damit sie nicht zerfallen, nimmt man sie vorsichtig mit dem Schaumlöffel heraus und schichtet sie mit Pfeff er- minzstielen, Wermutblättern und Salbei in Gläser. Die Essig- lösung wird mit Zucker gekocht, wozu man auf 1 Liter Flüssigkeit 150 g Zucker rechnet. Man gießt alles über die Scheiben und bindet die Gläser zu. Um süße grüne Lomaten als pikantes Kom- pott haltbar zu machen, übergießt man die gereinigten und angestochenen Früchte mit einer Zuckerlösung, wobei auf 1 Liter Wasser 200 g Zucker zu rechnen sind. Die Lösung wird mit Zimt und Zitronenschale aufgekocht, über die To- maten gegossen und 35 Minuten auf 100 Grad sterilisiert. Will man Tomaten marmelade herstellen, 80 koche man unreife grüne Früchte zerschnitten gar unter Zu- gabe von nur wenig Wasser. Man streicht alles durch ein Sieb. Zu 2 kg Tomaten sind* kg Zucker, etwas Fenchel oder Anis notwendig. Die auf diese Weise gewürzte Masse kocht man unter ständigem Rühren 30—40 Minuten ein und füllt sie in Gläser, die man sofort zubindet. Grüne Tomaten kann man auch mit Kürbis zusammen einkochen. Bauer, hör' zu! 36. Sendewoche vom 30. August bis 5. September 1942 Montag, den 31. August 1942: 11.485 Uhr: Aufzucht und Verwendung von Zugochsen. Lehrgespräch. Dienstag, den 1. September 1942: 11.45 Uhr Stallarbeit Lehrgespräch. Mittwoch, den 2. September 1942: 11.45 Uhr: Pflanzenschutz im Monat September Vortrag von Dr. Kotte. Vereinfachte Donnerstag, den 3. September 1942: 11.45 Uhr: Gartenarbeit im September. Lehrgespräch. Freitag, den 4. September 1942: 11.45 Uhr: Arbeitskalender für den Monat September Vortrag von Dr. Meisner. Samstag, den 5. September 1942: 11.45 Uhr: Wie muß Düngekalk gelagert werden? Lehrgespräch. Täglich 1212.05 Uhr: Erzeugungstechnische Ratschläge 1 1 E——— Ein gutes Wage die Kartoffeln mit herunterzieht- schnellen Entladen von Plattform- ist ein Brett, das mittels einer Kette abgezogen wird und Aufn.: Dr. Engelbart Hilfsmittel zum Ein einfacher und zweckmäßiger Sackheber Sollen i futtermi füllte Sack en hinaufbefördert den, dann bedient dafür zweckmäßig Dieser Getreide, man sich eines Auf- kann als von Hand be- Noch bes- ser wäre ein elektrischer Auf- zuges. Flaschenzug trieben werden. zug. Der nach oben zu zie- hende Sack wird zweck- mäßig in eine aus Schmiede- eisen gefertigte selbsttätige Klemmvorrichtung in einen sogenannten Sackheber ge- bracht. Die halbrunden Grei- fer des Sackhebers umfassen den Sack etwa in der Mitte. je schwerer dieser ist, desto mehr drücken die beiden halbrunden Greifer gegen und in den Sack hinein und halten ihn fest. Oben an den beiden kurzen Ketten befin- det sich ein Ring, an dem der Sackheber an einem Seil 11. gehängt ist. Mit der auf dem Bilde gezeigten Einrichtun Sind selbst schwerere Säcke in leichte se at Aufn.: Büchner en— eine Alterskrankheit Noch hat man nicht alle Rätsel der Krebskrankheit gelöst, auch bei dem Obstbaumkrebs lassen sich nur Vermutungen über seine Entstehung austel- len. In der Hauptsache scheint er eine Alterskrankheit zu sein. In späteren Jahren holen sich die Wurzeln des Baumes ihre Nahrung aus den weniger be— kannten Schichten des Unter- grundes, so daß der Unter- grund, neben der Anfälligkeit der betreffenden Obstsorte, für die Entstehung des Kreb- ses mit entscheidend sein muß. Ferner scheinen besonders starke Niederschläge u. große Luftfeuchtigkeit eine Rolle zu spielen. Krebs entsteht mei- stens durch Verletzungen der verschiedensten Art. z. B. durch Schnitt, Reibung oder Allerdings muß dazu eine besondere Anfallig- Frostwunden. keit des betreffenden Baumes für Krebs hinzukemmen. Es sollen also, zumal bei ungünstigen Standortsverhältnissen, nur Sorten gepflanzt werden, die sich als nicht anfällig er- wiesen haben. Neben diesen Vorbeugungsmaß nahmen gel- ten als bisweilen erfolgreiche Bekämpfungsmethoden: Aus- schneiden der Wunden und Bestreichen mit chemischen Präparaten, Verbrennen der kranken Zweige und Astteile. bäuerlichen Betrieb Die fahrbare Sackwaage 2 0 EI Aufn.: Dr. Hubmann jahr noch für Zwecke. die einzelnen Orte des Bedarfes herai 0 inn. Die zum Fahren eigerichtete Sackwaage hat folgende zusätzliche Ein- richtungen: Am hinteren Ende der Waage sind drei stärkere Flacheisen angeschraubt. Sie bilden das Lager für eine dün- nere Eisenwelle mit zwei kleineren Rädern. Vorne über der Holzplatte, auf die die Gewichte gestellt werden, ist ein An- fasser angebracht. Durch diesen Anfasser vorne und die zwei kleinen! äder hinten ist es möglich, daß die Waage von einer Person von der Stelle rückt werden kann. Man . 1* braucht 1 N wird dabei aage an r mit einer Hand anzu- Aufn.: Dr. Engelbart Täglich muß die Milch vom Kuhstall oder Melkplatz zum Milch- keller oder zur Molkerei befördert werden. Für diese Arbeit können wir uns eine praktische Milchkarre mit zwei großen Rädern bauen. Zwischen dem Räderpaar befestigen wir einen Rahmen mit zwei Handhaben auf der Achse, daran werden die Milchkannen an richtig verteilten Haken aufgehängt. So können wir eine ganze Reihe von Milchkannen mit Leichtigkeit befördern. Eine Arbeitserleichterung bei der Fütterung 5 2 Die täglich zwei- bis drei- malige Fütterung unserer land- wirtschaftlichen Nutztiere wird sehr erleichtert, wenn die ver- schiedenen Kraftfuttermittel und deren Gemische praktisch zur Hand sind. Nichts ist da geeigneter als ein kleines Holz- silo, in dem mehrere Zentner verschiedener Kraftfutter- mischungen getrennt aufbe- wahrt werden. Die Füllung der Siloabteilungen erfolgt auf einfachste Weise durch eine ten im Futterraum läßt man das Futter aus kleinen, mit Blechschiebern versehenen Holzvorbauten in einen Eimer laufen. Der Boden der Silos ist schräg, damit der Inhalt stets von selbst aus der Oeff- nung herauslaufen kann. Das Kraftfutter wird so auf die einfachste und zeitsparendste Weise auf dem Futterboden her untergebracht und in die Eimer gefüllt. Aufn.: Büchner Oeffnung im Futterboden. Un- 8 7 506 Wicktige nachrichten Backes Glückwünsche für zwei Ritterkreuzträger aus dem Landvolk Oberleutnant Eberhard Pasternack, Landwirt aus Drachenstein in Ostpreußen, und Wachtmeister Otto Bra- kat, Landarbeiter aus Liebenfelde in Ostpreußen, wurden vom Führer für ihre Tapferkeit durch Verleihung des Ritter- kreuzes des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Der mit der Führung der Geschäfte des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft beauftragte Staatssekretär Herbert Backe hat diesen beiden Soldaten als Angehörigen des deutschen Landvolkes in einem Schreiben seine aufrichtigsten Glückwünsche ausgesprochen und der Zuversicht Ausdruck gegeben, daß sie aus dem großen Ringen um Deutschlands Zukunft unversehrt zurückkehren und ihre Arbeitskraft weiterhin zum Wohle der deutschen Landwirtschaft einsetzen können. Der Landwirt Oberleutnant Pasternack erhielt die hohe Auszeichnung für besonders hervorragenden, wagemutigen Einsatz seiner Person an einer wichtigen Stelle der Ostfront. Er ist am 25. November 1914 in Wiltschien, Posen, geboren und war nach anderthalbjähriger Dienstzeit als Freiwilliger beim Heer seit 19035 als landwirtschaftlicher Eleve in der väterlichen Wirtschaft in Drachenstein und dann auf ver- schiedenen Gütern als land wirtschaftlicher Beamter tätig. Ende August 1939 als Leutnant zur Wehrmacht eingezogen, erwarb er sich bereits am 9. Tage des Polenfeldzuges das EK. II. Klasse und im Jahre 1941 das EK. I. Im September 1941 wurde er verwundet und erhielt das Infanterie-Sturm- abzeichen. a Der Landarbeiter Wachtmeister Brakat hat durch kalt- blütigen und kühnen Entschluß des öfteren bolschewistische MG.- und Schützennester mit seinem Stoßtrupp ausgehoben und vernichtet sowie eine wichtige Beobachtungsstelle der Sowjets im Handstreich genommen, wofür er vom Führer mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet worden ist. Brakat ist am 15. Januar 1916 in Forstreutershof Kreis Labiau geboren und war bis zu seiner Einberufung zur Wehrmacht am ersten Tag des Polenfeldzuges als Landarbeiter bei einem Bauern in Herzfelde Kreis Labiau beschäftigt. Schon im Polenfeldzug hat er sich als Unteroffizier ausgezeichnet; er erhielt damals als erster seiner Radfahrerschwadron das EK. II. Bei Beginn der Kämpfe im Osten erwarb er sich das EKR. I. um nun mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet zu werden. Verleihung des Siegerehrenpreises auf dem Gebiete der Ziegenzucht Anläßlich der größten und für dieses Jahr letzten bad. Absatzveransaltung für Ziegenböcke konnte Landeshaupt- abteilungsleiter Schmitt im Auftrag des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft den Siegerehrenpreis für die beste züchterische Leistung auf dem Gebiete der Ziegenzucht im Jahre 1941 Herrn Karl Dickgießer, Bruchsal, in Form eines Erzeugnisses aus den Werkstätten der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen überreichen. Herr Dickgießer hat mit seinen Zuchttieren auf Reichsnährstandsausstellungen und Landesschauen mehrfach erste und Ehrenpreise erzielt. Insbesondere aber sind seinem züchterischen Können die Er- folge im Ziegenzüchterverein Bruchsal, den er seit 21 Jahren als Vorsitzer führt und der heute an der Spitze aller ba- dischen Vereine steht, zuzuschreiben. Darüber hinaus hat sich Herr Dickgießer als Vorsitzer der Landesfachgruppe Ziegenzüchter große Verdienste für die Zucht erworben. Bewirtschaftung von Wintersaatgetreide Auf Grund der Anordnung Nr. 51/42 der Saatgutstelle vom 10. August 1942(Verkündungsblatt des Reichsnähr- standes Nr. 57 vom 15. August 1942) darf Wintersaatgetreide (Wintergerste, Winterroggen, Winterweizen), und zwar Hochzucht, anerkannter Nachbau und zugelassenes Handels- saatgut vom Letztverteiler an den Verbraucher für die Herbstaussaat 1942 nur gegen einen„Bedarfsschein“ für Wintersaatgerste, Wintersaatroggen und Wintersaatweizen abgegeben werden. Der Bedarfsschein ist von dem für den Verbraucher zu- ständigen Ortsbauernführer auszustellen und muß den vor- geschriebenen Wortlaut aufweisen. Dieser Bedarfsschein ist von dem Letztverteiler, der ihn erhält, nach der Belieferung an die Kreisbauernschaft des Verbrauchers einzusenden. Falls eine geringere Menge als in dem Bedarfsschein ange- geben ist, geliefert wird, ist dies von dem Letztverteiler mit Firmenstempel und Unterschrift zu bescheinigen Wintergerste, Winterroggen und Winterweizen, die ge- gen diesen Bedarfsschein gekauft werden, sind möglichst bei den bisherigen Lieferanten zu beziehen. Die Bedarfsscheine sind beim Ortsbauernführer zu beantragen, der die benö- tigte Anzahl bei der zuständigen Kreisbauernschaft anfordert. Hülsenfruchtanbau wichtiger denn jel Angesichts der Notwendigkeit einer vermehrten Erzeu- gung von wirtschaftseigenem Eiweißkraftfutter auch im kleinsten landwirtschaftlichen Betriebe zur Vermeidung un- serer Abhängigkeit vom Auslandkraftfutter erlangt der ver- stärkte Anbau von Hülsenfrüchten gerade in jetziger Zeit erhöhte Bedeutung. Trotz der immer wieder auftauchenden Schwierigkeiten bei ihrem Anbau muß er trotzdem gesteigert und die Anbaumethode verbessert werden. In diesen wich- tigen Fragen will das Buch von Professor Dr. Konold„An- bau von Hülsenfrüchten“, Reichsnährstandsverlag, Berlin, jedem Bauern und Landwirt ein Berater sein. In einer Ein- leitung über die Bedeutung der Hülsenfrüchte für die Land- und Volkswirtschaft weist Professor Dr. Konold auf den hohen ausschlaggebenden Wert der Hülsenfrüchte sowohl zur Grünfutter- als auch zur Körnergewinnung und nament- lich für den Zwischenfruchtfutterbau hin. Da in den Körnern wie im Stroh der Hülsenfrüchte sehr große Eiweißmengen eingelagert sind und auch ihr Fettgehalt beachtenswert ist, so ergibt sich daraus ihre hohe Bedeutung für unsere Ernäh- rung wie für die Fütterung unserer Tiere. Von größter Wich- tigkeit für jeden praktischen Bauern und Landwirt sind die weiteren Darstellungen Konölds über den Anbau der einzel- nen Hülsenfruchtarten, von denen Erbse, Platterbse, Linse, Ackerbohne, Narbonner Wicke, Saatwicke, Zottelwicke, Lu- pine, Sojabohne ausführlich behandelt werden Molke im Haushalt und im Viehstall Wenn aus der Milch das Fett in Form von Butter und das Eiweiß als Weißkäse, Topfen oder Quark abgeschieden ist, bleibt die Molke übrig. Molke ist Wasser, das außer Spu- ren von Fett und Eiweiß noch etwa 4 v. H. Milchzucker und wertvolle Nähr- und Aufbausalze enthält. Der Milch- zucker ist es, der den süßen, angenehmen Geschmack der Milch bewirkt. Aus der Molke wird z. B. der für die Er- nährung der Säuglinge so wichtige Milchzucker gewonnen. Molke ist aber auch ein altes und bewährtes Heilmittel. Heiße Molke mit Mineralwasser ist ein fast unfehlbares Mittel ge- gen Heiserkeit. Aber auch bei sonstigen schweren Erkäl⸗ tungskr⸗ i J lolke mit Mineralwasser oft und mit l B Das Schwein iſt die Sparbüchſe des Candwirts und für alles nicht marktfähige futter dankbar sers Molke verwandt wurde, hat einen angenehmen Ge- schmack und einen größeren Nährwert. Der bittere Ge— schmack vieler Gesundheitstees wird gemildert, wenn man sie mit Molke aufbrüht. Im übrigen läßt sich Molke zu Ein- brennen an Stelle von saurer Milch, zu Soßen, statt Essig, zur Herstellung von Mayonaise, von Brotaufstrich, ja sogar zur Kunsthonigherstellung verarbeiten. Was im Ffaushalt von der Molke nicht verwendet werden kann, verwende man als Viehfutter Man gebe sie in das Weichfutter des Kleinviehs, der Schweine und Kühe. Stehen sehr große Men- gen Molke zur Verfügung, kann man sie auch eindämpfen. Ein Teil des Wassers verdampft beim Kochen, so daß der Rest einen höheren Prozentsatz Milchzucker enthält. Neuregelung der Sammlung, des Handels und der Ver- arbeitung von Knochen Knochen dürfen nach einer im Deutschen Reichsanzeiger Nr. 184 vom 8. August 1942 erschienenen Anordnung des Reichsbeauftragten für Chemie, industrielle Fettversorgung, Altmaterialverwertung und Waren verschiedener Art nicht vernichtet, insbesondere nicht verfeuert werden. Gewerbliche Betriebe aller Art, in denen Knochen anfallen, haben Knochen Inhabern von Sammlermitgliedskarten der Fachgruppe Alt- und Abfallstoffe oder Inhabern von Knochenhandelsgeneh- migungen anzubieten. Wer gewerbsmäßig Knochen bei den Anfallstellen sammelt, bédarf der Sammlermitgliedskarte der Eachgruppe Alt- und Abfallstoffe. Er hat die gesammelten Knochen an Inhaber von Genehmigungen zum Knochen- handel bzw. zur Knochenbe- oder verarbeitung weiter zu veräußern. Wer darüber hinaus gewerbsmäßig Knochen zum Zwecke des Handels erwirbt, bedarf einer Knochenhandels- genehmigung. Ebenso bedarf die erwerbsmäßige Be- oder Verarbeitung von Knochen einer Genehmigung Zu Futter- und Düngemitteln dürfen in gewerblichen Betrieben anfal- lende Knochen nur nach einer bestimmten Entfettung ver- Arbeitet werden. Die Anordnung, die noch verschieèdene Aen- derungen gegenüber der alten Anordnung von 1939 bringt, gilt auch für die eingegliederten Ostgebiete und die Gebiete von Eupen. Malmedy und Moresnet. g ö 1 4 e ö 1 De, Aauerlesho und sein Schichsa Von Hans Heid Auch Höfe haben ihr man möchte fast glauben, Schicksal wie die Menschen, ja, daß es hier noch deutlicher zu sehen sei als dort, weil es nicht an die kurze Zeit eines gebunden ist, sondern sich ungehemmt über Raum erstrecken kann. Und wenn man bei den wohl einmal sagen will: Nomen est Omen!“, soviel bedeutet, als ob das Schicksal im Namen an- gel t sei, so gilt das in erhöhtem age vom Hofe. weil hier ja nicht der Name das Sc zu formen hatte, son- jahrhundertelanges den Namen gab! erleshof war mir Menschenle Zeit und Der U L 1 immer ein Beispiel dafür! Aecker, präch- Inmitten fetter am Hange eines tigen Rebberges liegt er, und. der Blick schweift vom W auf der Höhe weit ins ebene Land über die saftigen Wiesen bis zum fernen Strom. War- um er der Kätterleshof heißt? Nun, mir schien es 80, einfach wie euch! Eine Frau war der Bauer. Ihr Mann war nach kur- zer Ehe nicht mehr aus dem Weltkrieg heimge- kehrt. Sie hatte den Hof schon während des Krie- ges mit starker Hand zu führen gehabt, wollte dann nachher den beiden klei- nen Mädchen keinen neuen Vater mehr geben, sondern ihnen das Erbe ungeschmälert erhalten. Und so stand sie über zwanzig Jahre lang allein dem Hofe vor. Es war nicht immer ee das Regiment zu wahren. Da wollten Mägde auf- ig werden oder Knechte sich nichts mehr sagen lassen. Pa mußte man im Kampfe der Männer doppelt hinstehen, um sein Recht, das Recht des Hofes, zu wahren. Aber wie sie sich einst in Notzeiten selbst vor den Pflug gespannt hatte, so meisterte sie auch in den folgenden Jahren jede Schwierigkeit. Und das anfängliche Geschwätz verstummte bald, denn kein Mann konnte den Hof besser imstande halten Wie sie, die einsame Frau. ja, ein Musterhof wurde der Hof der Witwe für die ganze Umgebung. Wäre es ein Wunder., wenn das Bauerntum die stolze Frau durch„Verleihung des Hofnamens geehrt hätte? So dachte auch ich und war Alte Mühle bei Ottenhöjen sehr erstaunt, als ich erfahren mußte, daß die Frau gar nicht Katharina hieß! Und der Familienname Zimmermann konnte schließlich auch nichts mit dem Hofnamen zu tun en. W o kam jener her? 72 hab O Das Murgtal bei Gernsbaeh Aus dem Feldberiſebiet Es war wie mit allen Hofnamen: sie leben im Munde des Volkes, und niemand weiß mehr, woher sie kommen. Die ältesten Leute versicherten mir, daß der Hof immer so ge- heißen habe, also sicher schon vor dem Weltkriege, ja, schon vor der Jahrhundertwende. Und Urkunden und Kirchen- bücher kannten den Namen nicht. Aber indes ich hier nach- forschte, enthüllte sich die seltsame Geschichte des Hofs. Schon der Großvater des letzten Bauern War als junger Mann im Kriege 1870/71 gefallen. Die Witwe hatte den Hof allein weitergeführt, um ihn dem Sohn zu erhal- ten. Aber auch sie war nicht die erste selbstän- dige Bäuerin. Ein Kreuz neben dem Hause weist auf die Kriegswirren der napoleonischen Zeit hin. Und die Kirchenbücher bestätigen, daß auch da- mals ein Bauer des Hofes sein Blut fürs Vaterland gelassen hat. Offenbar führte seine Witwe allein den Hof weiter, denn sie ließ 1815 das Kreuz Zur Erinnerung an ihren Mann errichten. Ob der Hof i ener Zeit den Na- men Kaätterleshof bekom- men hat? Nun, auch jene Frau hieß nicht Katha- rina! Still und unbekannt hat sie gewirkt, hat nicht einmal ihren Namen auf dem Kreuz genannt, ist als echte Bäuerin hinter ihrem Werk zurück- gestanden. Der Mann hat sie einst als Helferin auf den Hof geholt. In selbstver- ständlicher Treue hat sie, wie ihre späteren Nachfahrinnen, sein Werk zu Ende geführt. Und die Kirchenbücher sprechen weiter. Immer wieder muß ein Bauer nach kurzer Ehe das Feld seiner irdischen Tätigkeit verlassen. Nicht immer ist es der Krieg, der seinen Tribut fordert. Seuchen, Unfälle, Krankheiten scheinen es an dieser Stelle besonders auf den jungen Bauern abgesehen zu haben. Und wie als Ausgleich für das vom Schicksal ver- hängte Unglück führt immer eine tapfere Frau die begon- nene Arbeit zu glücklichem Ende. Die größte Ueberraschung aber bietet mir die älteste Ur kunde, die auf den Hof Bezug nimmt. Es ist eine Lehens- zusammenstellung des Grundherrn der nahen Burg, die in einem großen Archiv liegt. Aus dem Jahre 1400 stammt sie. Die Lehenszinsen stehen der Reihe nach hinter den Hof- und Bauernnamen. Ist auch der Kätterleshof dabei? Aufn.: E. Saegert 4) Rheinsiederunſ bei Neuburf weier 507 Gewiß, den Namen selbst fand ich nirgends. Ich muß schon aus späteren Zeiten die Zinssumme suchen, die Menge des Hafers, der Gerste, der Hühner, und muß durch die Jahrhunderte hin vergleichen. 1830 ist der„unablösliche“ Zins abgelöst worden. Da steht die Zinssumme genau. Ich vergleiche damit den Lehensbrief von 1400. Da stehen ja die drei Hühner, drei Cappen, sechs Maß„avena“ usw. Das also ist mein Hof! Und wer bezahlt diesen Zins? Hier wird die Ueberraschung vollständig. Es ist kein Zweifel: als Name des Hofbauern ist angegeben:„Die Keuff Trine“ Nicht ein Bauer, eine Bäuerin gilt dem Lehens- herrn als Hofbesitzer, ist Träger des Lehensgutes! Und es sei gleich bemerkt: der Name stammt nicht aus dem jahre 1400; er ist älter, denn die Zusammenstellung entstand aus der Zusammenfassung älterer einzelner Lehensbriefe, die ein- fach abgeschrieben wurden. Siebenhundert Jahre schon mußte sich der Name jener Katharina Keuff im Munde der Bauern auf dem Hof vererben! Seit siebenhundert Jahren ist ein großer Hof mit dem Namen einer tapferen Frau ver- knüpft, ist bis heute der Kätterleshof geblieben! Namen sind Schicksale. Soweit sich an Hand der Bücher die Hofgeschichte verfolgen läßt, haben Frauen den Löwen- anteil an der Verwaltung, Pflege, Erweiterung des von den Vorfahren ererbten Grundes! Der Hofname ist damit gleich- zeitig zum Ehrentitel der deutschen Bauersfrau geworden. Wir stehen erschüttert vor der Wucht eines Schicksals, das die deutsche Frau durch Jahrhunderte zu meistern verstand! Wieder lodert die Kriegsfackel über dem Land. Die alte Bäuerin hat vor wenigen Jahren ihre Tochter verheiratet und dem jungen Paar den Hof übergeben. Heute steht der Bauer des Kätterleshofes in selbstver dlicher Pflichterfüllung an der Front, und, wie gewohnt, schaffen utter und Tochter auf den Aeckern. Einmal muß sich doch das Schicksal wen- den, wenn es nie den Mut der tapferen Frauen breche Und so wünschen wir, daß der junge Bauer des K rles- hofs, der heute schon stolz das Eiserne Fraun auf der Brust 4 als Ueberwinder des Schicksals nach dem Kriege in langen Friedensjahren den Hof bebauen kann, den durch e Frauenhände den Nachkommen zu erhalten Wuügten! ann. 2 N*. 1 1 Ausschneiden! Preistafel für den Monat September 1942 Aufbewahren! Herausgegeben von der Marktberichtstelle Getreidepreise Erzeugerfestpreise für 100 kg, frei verladen Vollbahnstation für Baden 1 Festpreis-JDurchschnittliches in den Kreisen gediet Hektolitergewicht RM.“ r 8— a 2 5 8. 5 19.90 aldshut eustadt illingen, Donaueschingen, onstanz, toc 40 eber ingen 5 1 8 20,30 Roggen Mannheim, Heidelberg, Bruchsal, Karlsruhe, Pforzheim, Rastatt. Bühl, Kehl. Oteaburg. 70—72 Kg Lahr. Wolfach. Emmendingen. Freiburg. Müllheim, Lörrach, Säckingen 2 3 R 19 20,50 2 Tauberbischofsheim, Buchen, Stockach, Ueberlingen, Konstang?nss? W 16 21,60 Weizen Mosbach, Sinsheim, Villingen. Donaueschingen 8„23000 W 17 75—77 kg 21.70 Mannheim, Heidelberg. Bruchsal,. Karlsruhe, Pforzheim, Rastatt. Bühl. Kehl. Offenburg, 1 Lahr, Wolfach, Emmendingen, Freiburg, Müllheim, Neustadt, Lörrark, Säckingen, Waldshut W 20 22 20 Tauberbischofsheim, Buchen, Mosbach.. G 7 16,30 Pforzheim, Stockach. Konstanz. Ueber lingen. 688 5 Futtergerste Mannheim, Heidelberg, Sinsheim, Bruchsal, Karlsruhe, Rastatt, Bühl, Kehl, Lahr, Wolfach. Emmendingen, Villingen,. urg, Donaueschingen. Neustadt Lörrach. Säckingen, Waldshut. 3 8 G 9 16,80 6 7 18, 30 Industriegerste wie bei Futtergerst e a a 8 68 kg 23 Tauberbischofsheim FV H 11 16,70 Buchen. Mosbach, Pforzheim. Stockach. Konstanz, VUederlingen 2 F H 14 17,20 Futterhafer Mannheim, Heidelberg. Sinsheim, Bruchsal, Karlsruhe, Rastatt, Bühl. Kehl, Offenburg. 46—48 kg Lahr. Wolfach. Emmendingen, e.. n n Lörrach. Säckingen, Waldshut H 17 17,50 5 H 11 17,20 Industriehafer))„„ II 14 53 kg 17.70 H 17 18,00 * einschließlich 1.— RM. Sonderzuschlag. 1 Auf die Hafer- Erzeugerpreise wird ein Umlagezuschlag von 1,50 RM. je 100 kg gezahlt.— Für Industriehafer mit einem Hektolitergewicht von mehr als 53 kg darf für jedes weitere Kilogramm über 53 ka] ein Zuschlat bis zu 0,10 RM. je 100 ke berechnet werden. Cäufer- und ferkelmärkte Radolfzell, 19. Aug. Auftrieb 125 Ferkel, 6 Läufer. Ferkel bis zu 6 Wochen kosteten 30—40 RM., über 6 Wochen 40—48 RM., Läufer 120 RM. Marktverlauf mäßig, Ueberstand. Rastatt, 20. Aug. Auftrieb 361 Ferkel. Ferkel bis zu 6 Wochen erzielten Preise von 40—60 RM., über 6 Wochen 60—180 RM. Marktverlauf sehr mäßig, Ueberstand. Mannheim, 20. Aug. Auftrieb 11 Ferkel, 29 Läufer. Für Fer- kel über 6 Wochen wurden 98—120 RM., für Läufer 157190 Reichsmark bezahlt. Marktverlauf gut, geringer Ueberstand. Lörrach, 20. Aug. Auftrieb 51 Ferkel 12 Läufer. Ferkel bis zu 6 Wochen kosteten 45—60 RM., über 6 Wochen 50—80 RM., Läufer 170—190 RM. Marktverlauf sehr mäßig, Ueberstand. Kehl, 21. Aug. Auftrieb 133 Ferkel. erzielten Preise von 40 RM., über 6 Wochen 45—65 RM. Markt- verlauf mäßig, Ueberstand. Freiburg, 22. Aug. Auftrieb 561 Ferkel, 14 Läufer. Erzielte Preise für Ferkel bis zu 6 Wochen 24—60 RM., über 6 Wochen 6270 RM., Läufer 120—220 RM. Marktverlauf gut, geringer Ueberstand. Lahr, 22. Aug. Auftrieb 27 Ferkel. kosteten 30—45 RM. Marktverlauf gut. Bühl, 24. Aug. Auftrieb 49 Ferkel, 23 Läufer. Ferkel über 6 Wochen erzielten Preise von 70110 RM., Läufer 120-170 RM. Marktverlauf gut, geringer Ueberstand. Tauberbischofsheim. Auftrieb 21 Ferkel. Erzielte Preise für Ferkel über 6 Wochen 60—80 RM. Marktverlauf mittelmäßig, Ueberstand. Haslach, 24. Aug. Auftrieb 198 Ferkel. Ferkel bis zu 6 Wochen kosteten 20—37 RM., über 6 Wochen 38—50 RM. Marktverlauf gut, geringer Ueberstand. Die Preise verstehen sich auf je Paar. 308 Ferkel bis zu 6 Wochen Ferkel bis zu 6 Wochen Stchadenfeuer durch ſchlechkt befestigten Riemenſckeibenſchutz Beim Drusch vom Erntewagen aus oder bei zu dichter Aufstellung der Dreschmaschine neben der Scheunenwand kann es vorkommen, daß vorstehende Garben gegen die Schutzverdeckung der Trommelriemenscheibe drücken. Oft sieht man, daß tiefe Rillen durch die Riemenscheibe und den Riemen in die Verdeckung eingearbeitet sind. Hierbei kann, wie bereits eingetretene Schadenfeuer beweisen, es zu 80 starker Erhitzung kommen, daß das umliegende brennbare Gut in Brand gerät. Die Schutzverdeckung der Trommel- riemenscheibe, die unbedingt als Schutz der auf den Ernte- wagen oder dem Garbenstock Arbeitenden gegen Verletzung und auch gegen Hineingeraten von Gabeln usw. erforderlich ist, muß daher so befestigt sein, daß sie nicht gegen die Rie- menscheibe oder den Riemen gedrückt werden kann. Zur Vermeidung von weiteren Schadenfeuern ist es unbedingt er- forderlich, daß die Befestigung des Schutzes an sämtlichen Dreschmaschinen nachgeprüft und notfalls sofort verbessert wird. Schonzeit für Fischottern aufgehoben Die Schonzeit für Fischottern im Jagdjahr 1942/43 wird auf Grund eines Erlasses des Reichsjägermeisters im Reichs- gesetzblatt Teil 1 Nr. 82 vom 4. August 1942 für die Zeit vom 1. September bis 28. Februar aufgehoben. Re e————— err Aus dem Reichsnährstand Bekanntmachun Landesverband badiscuher Rinderzüchter. In das Deutsche Rinderleistungsbuch sind folgende Kühe eingetragen worden: Uta 6655 60, 1 ren von: Ueberlingen, für eine Fett, 1012 kg Fett Lang, Sal 2 Milch, 4. 0 D R Mantz. Breitenbach/ Ueber- „Hertha VX. 22 U“, Bes.: Jesan 2 400 kg Milch, 4,25% Fett, 1 atleistung in 10 Jah 4219 V%, Bes.: Chr. in 14 Jahren von: Buchenberg/ Villing. (cb. 3,82) Peit, 1430 18 Achtung. NR N. Rebecka 33 733 M.. Bes.: 0 Schmid. Tannenbrunn bei 1 I V 5 2 An alle Verfrachter! Kuh Florentine 14 736 E“ stanz, für eine Gesamtleistung in 14 Ja 1717 kg Fett und 10 K Bes.: Reinhold Sättele, Duchtlingen/ Kon- n von: 43 071 kg Milch, 3,99% Fett, DIE REICHSBAHNCIBT BEBKANNT. Nr. 8403, Kuh„Dorle 21 D“, Bes.: F. F. Gutsverwaltung Donaueschingen, für eine Gesamtleistung in 9 Jahren von: 22 565 kg Milch, 4,22% Fett, 953 kg Betrifft. Entlastung der Selene Fett und 6 Kälbern. 5 840 Kuh„Liesel 21 761 D“, Bes.: Josef Gleichauf II, BehlaſDonaueschin- immer noch legen fur die Versorgung der Rüstunge werke und der Front tleistung in 11 Jahren von: 34 052 kg Milch, 3,94% Fett, 5. 8 Kälbern. dringend benötigte Güterwagen täglich Tausende von Kilometern an- Nr. 8403, Kuh„Flora 12 250 W., Bes.: Josef Wehrle, Hohentengen Jucken: notig zurück. Falsche und mangelhaſte Ausfüllung der Frachtbriefe und hof] Waldshut, für eine Gesamtleistung in 9 Jahren von: 23 139 kg Milch, 4,20 Fett, 972 kg Fett und 7 Kälbern. 13 Begleitpapiere ftihren u lrrläufſen.. Cùterbestellungen werden an Nr. 8406, Kuh„Gretel 17 526 Pf., Bes.: Otto Jung. Andelsbach b. Denkin- entfernten Produkti ten untergebracht, während eie anf näher gen Ueberlingen, für eine Gesamtleistung in 9 Jahren von: 19 976 kg Milch, Kü Vene boden 4.02% Fett, 804 hg Fett und 6 Kälbern. 9—— Nr. 8407, Kuh„Schimmel VE. 0/71“ Bes.: Engelbert Lorenz, Altheim darum: Auf joden Kilometer kommt es an! [Pförendorf) Ueberlingen, für eine Gesamtleistung in 11 Jahren von: 25 412 kg Srundsztzlich gilt heute stets die Ford g Entl die Reichsbah Milch, 4.65% Fett, 1181 kg Fett und 8 Kälbern. it allen Mitteln! Ied 100 podi 5 4 5 ichti Nr. 8408, Kuh„ Tonie 13 983 E“, Bes.: Alfred Bruderhofer, 1 Konstanz, mit allen Mitteln! Jeder nicht unbedingt kriegs- oder lebenswichtige für eine Gesamtleistung in 9 Jahren von: 23 141 ke Milch 924 kg Catertransport muſz unterbleiben Jeder Cuterwagen, der dem Kriegs- Fett und 6 Kälbern. Nr. 8409, Kuh„Karla 7626 R“, Bes.: August eine Gesamtleistung in 9 Jahren von: 2 9 und 7 Kälbern. Nr. 8410, Kuh„Lore 13 984 E“, Bes.: Anton Bruderhofer. Ebringen Konstanz, für eine Gesamtleistung in 8 Jahren von: 17 331 ke Milch, 4.20% Fett. 727 kg Fett und 5 Kälbern. Nr. 8411, Kuh„Betty 11 097 St“, Bes.: Josef Derndinger. Wiechsſ Stockach, für eine Gesamtleistuns in 12 Jahren von: 30 656 kg Milch, 3,88% Fett, 1189 kg ö Fett und 10 Kälbern. Nr. 8412, Kuh„Selma 4823 V“, Bes.; Georg Meßmer, Nordstetten/ Villingen, für eine Gesamtleistung in 9 Jahren von: 20 200 ka Milch, 3,85 Fett. 777 kg Fett und 6 Kälbern.— .. Nr. 8413, Kuh„Hulda 4827 V“, Bes.: Karl Hauser, Zollhaus, Villingen, Kreis 8 Villingen, für eine Gesamtleistung in 9 Jahren von: 19 525 kg Milch, 3.96% Fett, 773 kg Fett und 6 Kälbern. Nr. 8414, Kuh„Lenhilde 13 428 E., Bes.: Karl Maier. Kirchenhausen Donau- eschingen, für eine Gesamtleistung in 13 Jahren von: 27 588 kg Milch, 4.40% f Fett, 1214 kg Fett und 10 Kälbern. 5 Nr. 8413, Kuh„Regina 33 229 M“, Bes.: Mas für eine Gesamtleistung in 12 Jahren von: 27 Fett und 8 Kälbern. Nr. 8416, Kuh„Frieda 33 610 M“, Bes.: Rupert 1 Stockach, für eine Gesamtleistung in 10 Jahren von: Fett, 97/6 ke Fett und 7 Kälbern. Nr. 8417. Kuh„Kunigunde 34 112 M“, Bes.: Adolf Hens! lingen Stockach, für eine Gesamtleistung in 9 Jahren von: 3.80% Fett, 13790 ks Fett und 6 Kälbern. 5 Nr. 8418. Kuh„Alma 34 883 M“. Bes.: Adolf Hensler, Streckerhof b. Wornz dorfistockach, für eine Gesamtleistung in 9 Jahren von: 25 024 kg Milch, 3,83% Fett, 950 ks Fett und 6 Kälbern. 1 Nr. 8419, Kuh„Liesel 12 103 St“, Bes.: Dr. Jack, Regentsweiler b. Ludwigs- hafen Stockach, für eine( leistung in 9 Jahren von: 21 941 kg Milch, 3,91% 4 wird, hilft dem Feind. Hieran sollte jeder denken l Un- WVagenbestellung ziehen stre den nach en unumgünglich notwendigen Transporten ist etets au pra- ben, ob die nicht auf dem Wasserwege durchgeführt werden können Jede einselne Sendung spielt hier eine Rolle, denn heute heiſßt ost Räder mũssen rollen für den Sieg! instetten Stockach. 0 Fett, 1178 kg Wasser-Bicht- 324 kg Milch, anz Frick, Leibertingen Stockach, 5 kg Milch, 4,23% Fett. 1204 kg Nr. 8420. Kuh„ Nr. 8421. Kuh„Feige 33 260 M“, Bes.: Anton Löffler, Lengenfeld Stockach, für eine Gesamtleistung in 12 Jahren von: 29 927 kg Milch, 4,03% Fett, 1207 kg Fett und 8 Kälb 8. Der Leiter: gez. Matheis. tin. 1 Generalversammlungen: Abkürzungen u. Zeichenerklärungen siehe Folge 16/1942 Seite 226 Sonntag, den 6. September 1942: Diedelsheim, Sp. D. K., 18 Uhr,„Zur Rose. T.-O.: 1. 2. 4, 5, 7—9, 21. 22. Der Vorstand: Held, Steiger. Königsbach, L. E. V. G., 14 Uhr, Zum grünen Baum“. T.-O.: 1—5, 7, 8, 21, 22. Der Vorstand: Bräuer, Schöner. Zeutern, L. E. V. G., 13.30 Uhr,„Bahnhofs wirtschaft“. T.-O.: 1. 2, 4, 5, 7. 14, 15, 21, 22, Aenderung der Haftart. Der Vorstand: Diehl. Staudt. Zeutern, Kreditbank, 13 Uhr,„Bahnhof T.-O. 1. 2, 4, 5. 715, 21. 22. Der Vorstand: Hugo Knaus. J. Knaus.. Samstag den 12. September 1942: Wiesloch, Spar- u. Kreditbank, 18 Uhr, im Banklokal. T.-O.: 15. 7, 8. 21, 22. Der Vorstand: Schüttler. Kreiber. Sonntag. den 13. September 1942: Billigheim. Landw. Lagerhaus. 14 Uhr., Krone“. T.-O.; 1. 2. 4, 8. 7. 8. 21. 22. Der Vorstand: Mayerhöfer, Zimmermann. — Gerolzahn. L. E. V. G., 15 Uhr. zu Gerolzahn. T- O.: I. 2, 4. 8, 7, 8, 21. 22. Der Vorstand: Brenner. Weber. 3 am 16. März 1038 angeordnete Wirtschaftsführung über den Erbhof Mar- enhofi des Andreas Gantert in Obersimonswald ist durch die rechtskräftig ge- wordene Anordnung der Wirtschaftsüberwachung(vom 8. 7. 42) ersetzt worden Erbh.-Rolle Obersimonswald. Blatt 3). Waldkirch. 8. August 1942. Das Anerbengericht. Al A A— 4—— LE Wochenblatt der Landesbauernschait Baden, Folge 35 vom 29. 8. 1942 Klemer Anzeiger Tiermarkt 1Braunhengstiohlen schönes, 6 Monate alt, hat zu verkau- fen. Hugo Adlofi, Schutterwald. über Offenburg. Baden, Kirrlacher Str. Nr. 88. Simmentaler Kuh. gute, mit dem 4. Kalb, zu verkaufen. Heidelsheim Baden. Bahnhofstraße 40. Kalbin, großträcht., zu vk. Rittersbach, üb, Kehl. Haus 2. Erstlingskuh, 36 W. trächtig. leicht ein- gefahren, zu verk. Oestringen, 717 Haus Nr. 159 Kalbin, schöne, 36 Woch. trächt., zu vk. Oberschopfheim, Haus Nr. 153.[V25 Hinter wälder Kühe, mit drittem Kalb. Ziel September, mit viertem Kalb, Ziel Dezember. zu verkaufen, 6 Jungchühner mit Hahn, Italiener, kauft Felizian Breg- ger.„Schwanen, Bernau bei St. Blas. Nutz- und Zugkuh, ältere, gute, 38 Wo- chen trächtig, z. vk. Jechtingen a, K. Haus Nr. 7.(K 708 Zugstier. 20 Monate alt, zu verkauf.(709 Mingolsheim,. Malscher Gasse 242 Nutzkuh, gute. 2. Kalb 33 Woch. tra- gend. u. Einstellrind zu verkauf. 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AcKERMAN N& CO., Saatzucht, GU al Bach Irlbach, Dost Straßkirchen bei Straubing(Ndb.) Ausgangsort und ständige Zuchtstätte bekannter Hechzuchten suchen tüchtige Bauern und Landwirte zwecks Vermehrung von: 1. Ackermann's Braunweizen„Bayernkönig“ Ackermann's Bayernkönig ist für weniger günstige Anbauverhältnisse sehr beliebt,. Besondere Frühreife und große Anspruchslosigkeit geben dem Weizen Schädlingen, besonders der Blumenfſiege entwächst er Er verbindet Winterfestigkeit mit guter Bestockung und mit einem schönen vollen Korn, das auch bei Lager voll ausgebildet wird ernte, die er regelmäßig liefert. ist vielfach von Bedeutung.. 2. Ackermann's„Herold“ Winterweiren. Ackermann's Herold Winterweizen, standfest und guter Backweizen für schwere Böden und schwieriges Gelände, eine Kreuzung aus den altbewährten Sorten Jubel und Carsten V, wertvolle Eigenschaften er in sich vereinigt verträgt er kräftige Düngung: seine Ertragssicherheit ist bedingt durch eine Eine aute Stroh- 1941 neu zugelassen. winterhart, deren Wegen seiner Standfestigkeit Mindestaubau flächen von ha sind Be ding un 3. Bornebusch's Winterweizen„Wahrherger Ruf“. Bornebusch's Winterweizen„Wahrberger, Ruf“, ertragstreuer, winter harter und standfester Bauernweizen für mittlere Böden. Er vereinigt An- spruchslosigckeit mit gutem Ertrad in Korn und Stroh. der bei autem Be- wurzelungsvermögen die Düngung gut ausnützt und sich auch noch für weni⸗ ger gute Weizenlagen eignet Durch seine Winterhärte verträgt er auch spätere Saatzeit seine lange Keimruhe schützt vor Auswinterung 4.„ITschermak's zweireilige.intergerste“. Tschermak's zweizeilige Wintergerste nimmt im Rahmen des Winter- Lerstenbaues eine Sonderstellung dadurch ein, daß sie frühreif ist. ein gutes, volles Qualitätskorn liefert, das in Spelzen- und Eiweißgehalt den zwei- zeiligen Sommergersten sehr nahe kommt Sie ist als früh keimreif schon im September für Industries wecke verwendbar; sie beansprucht bessere Lagen und ist bei entsprechender Kultur und Düngung dann auch winterfest g, umse en de Me lung erbeten. Gen. Rd. p? 4. Hauptschriftleiter: Kurt Wittenberg(= J im Felde. Mit der Hauptschriftleftung beaultragt. Landw. Baegert, Karlsruhe Anzeigenleiter: Emil Krotz(z. Z. im Felde, Stellvertr.: Valentin Reichsnährstandsverlag G. m. b. H., Zweiguiederlassung Baden. Karlsruhe, Ettlinger Straße 12. Druck G. Braun GmbH., Karlsruhe. Karl- Friedrich-Straße 14 ld Verlagsleiter: Roland Schulze. Berlin Wochenblatt der-[ aschaft Baden, Folge 35 vom 29. 8. 1942 8¹² Eisenhauer, Karlsruhe. Landesba- dat Max Stängle, Karlsruhe. Stellvertr. Schriftleiter Werner Zur Zeit ist Anzeigenpreisliste 11 und 12 gültig. Verlag: