Schriftleitung: Karlsruhe, Veiertheimer Allee 16. Fernruf 8280.— Unverlangte Manufkripte werden nur bei Rückporto zurückgeſandt. Der Abdruck ſämtlicher Ar⸗ tikel iſt nur mit beſonderer Genehmigung der Schriftleitung geſtattet.— Anzeigenannahme: Karlsruhe, Ettlinger Straße 12. Fernruf 4082. Zuſchriften nur nach Karls⸗ ruhe, Poſtfach 187. Anzeigenſchluß: Montag mittag. Das Wochenblatt erſcheint jeden Samstag. Folge 8, 108. Jahrgang Verlag: Reichs nährſtand Verlags⸗Geſ. m. b. H., Zweig⸗ niederlaſſung Baden, Karlsruhe. Fernruf 4082/83. Be⸗ dzugspreis monatl. 50% frei Haus(einſchl. 6,14 Nn Poſtzeitungsgebühr und 6. Luſtellgebühr). Bezugs⸗ abbeſtellung muß durch den Bezieher ſchriftl. beim Verlag zum Vierteljahresſchluß bis ſpät. am 20. des letzten Quar⸗ talsmonats erfolgen. Alle Zahlungen an Poſtſcheckkonto Karlsruhe Nr. 18830 od. an die Bad. Landw.⸗Bank Karlsruhe. Karlsruhe, 24. Februar 1940 Görings Appell an das Landvolk Steigert die Erträge— ſichert die Ernährung! Generalfeldmarſchall Göring ſprach am Donnerstag, den 15. Februar, über alle deutſchen Sender zum deutſchen Land⸗ volk über die Aufgaben der Landwirtſchaft bei der Frühjahrs⸗ beſtellung und über damit zuſammenhängende Fragen der Volksernährung. Er würdigte zunächſt die außerordentlichen Leiſtungen, die die deutſche Landwirtſchaft ſeit 1933 unter na⸗ tionalſozialiſtiſcher Staatsführung und dank vorbildlicher, weit⸗ ſchauender Bauernpolitik mit ſtändig wachſenden Erfolgen vollbracht hat. Er gedachte dabei der Schwere des land⸗ wirtſchaftlichen Berufes und insbeſondere der hohen Verdienſte, die ſich die deut⸗ ſche Landfrau in entbeh⸗ rungsreicher Arbeit gerade jetzt im Kriege erworben „Hunderttauſende von Bauern, Landwirten, land⸗ wirtſchaftlichen Betriebs⸗ führern und Arbeitern“, ſo führte der Generalfeldmar⸗ ſchall aus,„ſind bei Kriegs⸗ ausbruch zu den Fahnen geeilt. Wie konnte das auch anders ſein. Denn nach beſter deutſcher Tradition iſt ein guter Bauer auch immer ein tap⸗ ferer Soldat geweſen. Die zurückbleibenden Män⸗ ner mußten doppelt und dreifach arbeiten. Viele deutſche Landfrauen haben den Bauern und manchen Landarbeiter erſetzen müſ⸗ ſen. Ich habe mich ſelbſt davon überzeugt, wie ſchwer es die Bauernfrau gerade in dieſen Monaten des Krieges gehabt hat. oft ganz allein geſtellt, ohne jede Hilfe, mußte ſie Vieh, mußte ſie Stall, Haushalt und alles verſorgen, oft am Zuſammenbrechen. Ich habe Frauen geſehen, die ſchon das kommende Kind unter dem Herzen trugen und trotzdem keine Stunde von der Arbeit befreit werden konnten. Ich habe eine tiefe Hochachtung und ein I ur und ganz erfüllen. Der bdeuſche Bauer iſt gerüte Das geſamte deutſche Landvolk wird auch im Jahre 1940 ſeine Pflicht voll heißes Dankgefühl ganz beſonders den Landfrauen gegenüber in dieſen Wochen und Mongten bekommen. Wen n Deutſch⸗ land ſolche Frauen hat, dann kann und wird Deutſchland niemals untergehen. Und trotz all dieſer Sorgen muß ich immer wieder aufs neue euch bitten: Deutſche Landfrauen, haltet aus! Es iſt unmöglich, alle Bauern zurückzuſchicken; es iſt unmög⸗ lich, euch allen eure Männer wieder zurückzuſchicken zur Ar⸗ beit; und doch darf der Hof nicht verſagen, muß er genau ſo, als wenn der Bauer daheim wäre, alles liefern, was die deutſche Ernährung braucht. Und wenn es dann ſehr ſchwer wird, dann müſſen eben rechts und links die Nach⸗ barn zuſammen⸗ ſtehen. Hier wende ich mich ganz beſonders an die Bauernführer, wende mich aber auch draußen auf dem Land an die Orts⸗ gruppenleiter und an die Bürgermeiſter. Das Schick⸗ ſal des einzelnen iſt auch euer Schickſal. Ihr dürft nicht achtlos an dieſem Schickſal vorbeigehen. Ihr müßt euch darum beküm⸗ mern. müßt helfen, gerade dort, wo der Bauer, wo der Mann fehlt, wo keine Knechte mehr vorhanden ſind. Dort muß eure Für⸗ ſorge einſetzen, dort müßt ihr Hilfskräfte heranſchaf⸗ fen und hinbringen, und wenn der Nachbarhof beſ⸗ ſer geſtellt iſt, der Bauer zu Hauſe iſt, vielleicht auch dieſer oder jener Knecht, dann denke er nicht nur an ſeinen eigenen Hof, ſon⸗ die rn ann eile er d ur Hilfe, dann helfe 2 Ettner Bauern; frau, die alleinſteht. Aber noch eine Hilfe kann mobiliſiert werden: Es iſt die deutſche Ju⸗ gend. Sie packt gerne zu, (Aufn.: Linden⸗Verlag) wenn ſie dazu aufgerufen — ird. Und manche Stunde in dieſer Arbeit, in dieſer Hilfe für Hof und Stall iſt weit beſſer angelegt als totes Wiſſen. Eine ſolche OHule des harten Lebens wird ſich auf unſere Ju⸗ gend ſtärker auswirken als alle andere Art der Schulung ſonſt. Ich hoffe und glaube, daß ſich dieſer ſtarke Appell, den ich mit ganzem Herzen an alle richte, nicht ungehört verhallt. Zu⸗ ſammenhalt in dieſer ſchweren Zeit i ſt ent⸗ eidend.“.. 5 Der Generalfeldmarſchall wies dann darauf hin, wie die⸗ ſer zähe Fleiß des Bauern dem deutſchen Volke auf den ent⸗ scheidenden Ernährungsgebieten, wie Getreide, Fett und Fleiſch Reſerven geſchaffen hat, die jetzt im Kriege dem deut⸗ ſchen Volksgenoſſen die Sicherheit ſeiner Ernährung gewähr⸗ leiſten. Während dieſe Reſerven in Silos ſicher wie in Pan⸗ zerſchränken untergebracht ſind, ruhen Englands Zufuhren — denn Vorräte haben ſie ja gar keine— dank des kühnen Angriffsgeiſtes unſerer Bomber und U-Boote„ſicher auf dem Grunde des Meeres. Deine Aufgabe, deutſches Landvolk „Aber, ſo wichtig auch die Vorräte ſind“, ſo führte der Feldmarſchall aus.„für die weitere Kriegsführung ſich allein auf ſie zu verlaſſen, wäre kurzſichtig und würde ſich eines Tages rächen, ſo reichlich die Beſtände auch an ſich ſein mögen. Weit wichtiger als aufgeſpeicherte Vorräte in den Silos, Lagerhäuſern und Kühlräumen iſt die laufende Erzeugung, ſind Aus ſaat und Ernte. Was an Kräften in dieſem deutſchen Boden ſteckt, muß heraus, koſte es, was es wolle. Hier liegt deine Aufgabe, deutſches Landvolk! Sie iſt groß, größer als alles, was du bisher vollbracht haſt. Aber ſie muß gelöſt werden. Das verlangt der Führer von euch, das ver⸗ kangt die Dankbarkeit, die ihr ihm ſchuldet. Das erwartet aber auch das ganze deutſche Volk von euch. Und das ſeid ihr ſchließlich der kämpfenden Front da draußen vor dem Feinde ſchuldig. Sie ſchützt mit dem Schwerte die Heimat, ſie bewahrt auch euern Hof, euren Herd, eure Wieſen und Aecker vor Krieg und Verderb. Dankt den Soldaten mit raſtloſer Arbeit und größter Pflichterfüllung. Auf euren Schultern, Bauern und Landwirte, Landfrauen und Landarbeiter, ruht heute doppelte Verantwor⸗ tung. Setzt all eure Kräfte ein. Zeigt, was ihr zu leiſten vermögt. Der Weg, der vor euch liegt, iſt gewiß unendlich mühſelig und ſchwer. Aber nicht allein von euch wird in der Heimat das äußerſte an Fleiß und Mühe verlangt. Blickt doch auf die deutſchen Induſtriereviere, erinnert euch der Stätten, wo der deutſche Bergmann ſein ſchweres Tagewerk weit unter der Erde in Mühſal und ſchlechter Luft verrichtet, wo Männer von früh bis ſpät im Lärm der großen Induſtriebetriebe unter Anſpannung aller Nerven und Muskeln ſchaffen und wirken, ununterbrochen Tag und Nacht in zwei und drei Schichten. Sie alle ſind eure Kameraden und reichen euch in herzlicher Kampf⸗ und Arbeitsverbundenheit die Hände.“ Der Generalfeloͤmarſchall gibt dann eine Ueberſicht über die Maßnahmen der Staatsführung, die der Stei⸗ gerung der Produktion dienen ſollen. Neben der notwendigen Geſtellung von Arbeitskräften, der Freiſtellung der Betriebs⸗ führer und Fachkräfte, ſoweit es die militäriſchen Belange er⸗ lauben, werden Zugkräfte— Pferde und Trecker Saatgut und Düngemittel ausreichend zur Verfügung geſtellt werden. Dieſe Maßnahmen ſollen beſonders der Intenſivierung der Produktion dienen. „Die Parole für die Erzeugungsſchlacht dieſes Jahres lau⸗ tet: Jeder Hektar muß ausgenutzt werden. Alles iſt auf Höchſt⸗ erträge einzuſtellen. Wer extenſive Wirtſchaft betreibt, ver⸗ fündigt ſich am deutſchen Volk. Fauür die Beſtellung hat euch der Reichsbauernführer be⸗ reits die notwendigen Richtlinien gegeben. Das wichtigſte da⸗ bei iſt die Ausweitung des Oelfruchtanbaues. Zwar haben wir Oel⸗ und Margarinereſerven, die für zwei Jahre reichen mögen, aber wir müſſen in die Zukunft ſchauen. Die Anbaufläche für Oelfrüchte muß in dieſem Jahr auf min⸗ deſtens 200 000 Hektar gebracht werden. Zu verſtärken iſt ferner der Hackfruchtanbau. Ich verlange von jedem Betrieb, daß er während des Krieges 10 bis 15 v. H. mehr Hackfrüchte als im letzten Jahr anbaut. Dabei iſt neben der Zuckerrübe der Anbau der Kartoffel und vor allem der Früh⸗ kartoffel ganz beſonders zu pflegen.“ Der Generalfeld⸗ marſchall behandelte dann beſonders eingehend die wichtige Frage der Fettverſorgung. und die hierbei entſcheidende 8 Milchwirtſchaft. Dazu führte er u. a. folgen⸗ Die Vorausſetzung für eine geſteigerte Produktion iſt da „Die Milchwirtſchaft bedarf ganz beſonderer Sorgfalt. Ich habe dieſe Frage mit eurem Bauernführer reiflich durchge⸗ ſprochen. Wir ſind uns dabei klar geworden, welche Voraus⸗ ſetzungen geſchaffen werden müſſen, damit auch hier das äußerſte erzeugt werden kann. Ich habe mich deshalb ent⸗ ſchloſſen, die von euch mit Berechtigung vorgeſchlagene Maß⸗ nahme durchzuführen, nämlich die Milchpreiserhöhung dort wo ſie unbedingt notwendig iſt. Vom 11. März 1940 an ſoll für die Vollmilch— aber nur für die Vollmilch, nicht für die 3—, die an die Molkereien geliefert wird, ein um zwei Pfennig erhöhter Preis je Liter ausbezahlt werden. Dem⸗ entſprechend erhöht ſich der Butterpreis um 20 Reichspfennig je Pfund. Unverändert bleiben jedoch der Preis für Mager⸗ milch und Quarg. Ich habe dieſen neuen Milch⸗ und Butter⸗ preis genehmigt, damit ihr jetzt die Milch⸗ und But⸗ terproduktion ſteigern könnt. Eine ſolche Steige⸗ rung ſetzt bekanntlich eine Verſtärkung der Futtermittelerzeu⸗ gung voraus, Mehrerzeugung von Futter aber erfordert mehr Arbeit, ſo z. B. beſſere Düngung und Pflege der Wieſen und Weiden. Notwendig iſt es, den Z w iſchenfruchtbau aus⸗ zudehnen, um ſo in Zukunft dort, wo bisher nur eine Ernte im Jahr erzielt wurde, zwei, oder wenigſtens in zwei Jahren drei Ernten zu erreichen. Für dieſen Mehraufwand bei der Futtermittelverſorgung ſoll die Erhöhung der Milch⸗ und Butterpreiſe den notwendigen Ausgleich bieten. Das iſt der Zweck dieſer Maßn a h me. Sorgt dafür, daß ſie aus⸗ genutzt werden. Gerade von den großen Betrieben verlange ich, daß ſie genau ſo wie der Bauernhof die Milchwirtſchaft als einen der wichtigſten Zweige ihres Betriebes anſehen. Ich werde in Zukunft mir vom Reichsbauernführer melden laſſen, wie gerade in den größeren Betrieben in dieſer Richtung Fort⸗ ſchritte erzielt worden ſind. In vielen Großbetrieben iſt die Zahl der Kühe viel zu gering. Man hat den Milchviehbeſtand verringert, um Schlachtvieh zu mäſten. Wir brauchen aber zur Streckung der Rationierung an Margarinerohſtoffen zuerſt Fett in Form von Butter. Sparſamkeit beim Eigenverbrauch von Milch! Fett iſt in dieſem Falle wichtiger als Fleiſch. Fleiſch hin⸗ gegen liefert in erſter Linie das Schwein. Außerdem erwarte ich von euch, daß ihr beim Eigenverbrauch von Milch ſehr ſparſam ſeid. Gerade von euch, dem Land⸗ volk, muß ich dieſe Sparſamkeit bei der Milch verlangen. Je mehr Milch ihr im eigenen Betrieb erſpart, um ſo beſſer iſt die Fettverſorgung des deutſchen Volkes gewährleiſtet. Ich weiß. wie hart eure Arbeit iſt, wie ſehr ihr der Witterung aus⸗ geſetzt ſeid, wie oft ihr viele Stunden auf dem Lande mehr arbeiten müßt. Ich kenne auch das Sprichwort: Man ſoll dem Ochſen, der da driſcht, nicht das Maul verbinden. Und wir wollen durchaus nicht in den Fehler des Weltkrieges ver⸗ fallen, wo endlich Futterrationen für eure Pferde gegeben wur⸗ den, die unter keinen Umſtänden ausreichen konnten, ſo daß infolge geringerer Leiſtung der Pferde zwangsläufig die Er⸗ zeugung zurückging. Aber gerade auf dem Gebiete der von England propagierten Fettblockade müßt ihr beweiſen, daß die zwei Pfennig Zulage von euch nicht als ein Geſchenk aufgefaßt wird. Rund drei Milliarden Liter Vollmilch wer⸗ den von dem ſelbſterzeugenden Bauern, Landwirtſchaftsarbei⸗ ter uſw. auch ſelbſt verbraucht. Beinahe ebenſoviele Liter wer⸗ den zur Aufzucht der Kälber benutzt. Dieſe Milch aber iſt der Rohſtoff für die unentbehrliche Butter. Die Butter und Mar⸗ garine iſt aber, wie das engliſche Wort Fettblockade euch zeigt, heute das Entſcheidende. Ich erwarte deshalb von euch gerade hier äußerſte Sparſamkeit. Unerſchütterliche Fettfront zerſchlägt Fettblockade Ihr, die ihr alle einen Garten habt. die ihr euch daher in Kartoffeln. Obſt und Gemüſe nicht nur ab und zu, ſondern für lange Zeit verſorgen könnt, müßt die Fettfront ſo unerſchütterlich machen, wie ihr ſeinerzeit die Getreide⸗ front unerſchütterlich gemacht habt. Denkt daran, daß jede Milliarde Liter Vollmilch 40 000 Tonnen Butter bringt. Unſere Einfuhr war jährlich 80 000 bis 90 000 Tonnen. Zwei Milliar⸗ den Liter Milch in der Eigenverſorgung, im Landwirtſchafts⸗ haushalt und bei der Kälberaufzucht geſpart, würden praktiſch ſoviel erbringen wie die friedensmäßige Einfuhr betragen hat. Dabei verweiſe ich noch darauf, daß ihr den Erſatz für die Voll⸗ milch, die Magermilch, in einem viel friſcheren und beſſeren Zuſtand zur Verfügung habt, neben der Buttermilch. Ge. rade die Erſparnis von zwei Milliarden Liter Vollmilch erwarte ich als Gegenleiſtung der Preis erhöhung. Wird ſie nicht erzielt, ſo iſt dieſe Preis⸗ erhöhung fehl am Platze geweſen, und ich werde keinen Augenblick zögern, ſie ebenſo raſch wieder rück⸗ gängig zu machen, wie ſie eingeführt wurde. Es liegt an dir allein, Landvolk, zu beweiſen, ob die von dir geforderte Maßnahme richtig geweſen iſt. Aber wer da glaubt, daß er, wenn er zwei Kühe hat, eine Kuh abſchlachten kann, weil er mit der anderen Kuh bei den erhöhten Preiſen genau ſo gut dran iſt, der verſündigt ſich am Volke, der iſt ein Betrüger. Preiserhöhung verpflichtet zu höchſter Produktiousſteigerung Wenn ich dieſe Preiserhöhung auf mich genommen habe, ſo habe ich es getan, im blinden Vertrauen auf das deutſche Landvolk, und ich bin überzeugt, daß ihr mich in dieſem Ver⸗ trauen nicht enttäuſchen werdet. Die Preiserhöhung, ſo be⸗ tone ich noch einmal, iſt alſo kein Geſchenk für euch auf Koſten der Verbraucher, ſie ſoll euch, ich unterſtreiche das noch einmal, eine ſichere Plattform für die weitere Entwicklung der deut⸗ ſchen Milchwirtſchaft, alſo der deutſchen Fettwirtſchaft geben. Sie bedeutet demnach für dich, deutſcher Bauer, eine Ver⸗ pflichtung. —— Getre tuſſi dent Auch in der Verbraucherſchaft darf die Preiserhöhung nicht falſch verſtanden werden. Wir verlaſſen mit dieſer Maß⸗ nahme keineswegs den feſten, zielſicheren Kurs unſerer ſtabilen Lohn⸗ und Preispolitik. Der Verbraucher wird nicht unbillig belaſtet. Jedem deutſchen Verbraucher ſteht alſo die gleiche Fettmenge zur Verfügung, er wird aber in genau feſtgelegten Grenzen wählen können, ob er bei ſeiner Ration mehr Butter oder mehr Margarine haben will.“ Hermann Göring erläuterte dann an einigen Beiſpielen, daß auch keine Erhöhung der Lebenshaltung eintritt, da jeder Minderbemittelte durch den Umtauſch von Butter in Mar⸗ garine die Preiserhöhung von ſich abwenden kann, ja daß er auch eine weitere Erſparnis erzielen kann. Die Fettmenge jedenfalls bleibt trotzdem für alle die gleiche. Der Generalfeldmarſchall fuhr dann fort:„Ich bin der Meinung, daß es weit ſozialer iſt, für die Ernährung des ge⸗ ſamten Volkes und das Durchhalten des Volkes ſo zu ſorgen, daß, gleichgültig, wie lange dieſer Krieg dauern möge, jahrein, jahraus der deutſche Volksgenoſſe ſein ihm zuſtehendes Quan⸗ tum Fett, ſei es in Butter, ſei es in Margarine, bekommen kann. Auf dieſe Weiſe iſt alles getan worden, um die ganze Aktion als ſoziale Maßnahme durchzuführen. Das deutſche Volk weiß aus den Erfahrungen der letzten Jahre: nicht das iſt ſozial, was den bequemen Erforderniſſen des Tages ent⸗ ſpricht, ſondern ſozial iſt nur das, was dem ganzen Volke für die Zukunft dienlich iſt. Es iſt beſſer, ich erhöhe den Butterpreis und ſchaffe damit eine für die Dauer des Krieges ausreichende Fettverſorgung, als daß ich den Preis unangetaſtet laſſe und dadurch die Fettration ſchmälere. Erfolgreich kann nur ſein, wer auf lange Sicht rechnet und dabei ſein Handeln nicht von den Tagesereigniſſen beſtimmen läßt, die auf der Oberfläche treiben, ſondern gründlich und gewiſſenhaft prüft und wirkt. Dies gilt vor allem für die Land wirtſchaft, die mit unabänderlichen Naturgeſchehen zu tun hat und an den ewigen Wechſel von Saat und Ernte gebunden iſt.“ Allſeitig wurde dankbar begrüßt— obwohl ſich dieſe Rede ſpeziell an das deutſche Landvolk wandte— daß der Feldmar⸗ ſchall in ſeiner geraden und offenen Art auch die Frage der Kohlenverſorgung behandelte. Seine Ausführungen über dieſe Frage ſchloß er mit dem eindeutigen Verſprechen, daß alles, was überhaupt menſchenmöglich ſei, gegen die Gewalt der Na⸗ tur zu tun, werde geſchehen. Am Schluß ſeiner Rede wandte ſich der Feldmarſchall wieder an die Landwirtſchaft mit einer Verpflichtung, die jeder Bauer und Landwirt, jede Landfrau und jeder Landarbeiter freudig aufnehmen wird: Deutſchland vertraut auf dein Verantwortungsbewußtſein „So geht nun an die Arbeit, ſobald der Froſt aufgehört hat. Vergeßt niemals, daß von der Sorgfalt und dem Um⸗ fang der Frühjahrsbeſtellung der Ertrag der Herbſternte ent⸗ ſcheidend abhängt. Täuſche du, deutſcher Bauer, nicht das Vertrauen all der deutſchen Volksgenoſſen, denen du das täg⸗ liche Brot zu ſchaffen haſt. Denn der deutſche Volksgenoſſe glaubt an dich und vertraut auf deine Arbeitskraft und dein Verantwortungsbewußtſein. Seine Leiſtung baut auf deiner Leiſtung auf. Sorgt alle dafür, daß die Größe der Zeit auch ein großes Geſchlecht findet. Nur wer ſich für eine hohe Aufgabe mit der ganzen Kraft ſeiner Perſon einſetzt, verdient dies Leben und hat teil an der Frei⸗ heit und der Ehre ſeines Volkes. Ihr kennt jetzt das Ziel. Der Weg iſt euch vorgezeichnet. Jetzt marſchiert! Je feſter wir alle zuſammenhalten, je ent⸗ ſchloſſener wir zur Tat ſchreiten, deſto eher wird der Sieg unſer ſein. Ich gebe die Parole aus für die Erzeugungsſchlacht 1940: Jetzt erſt recht! Unſer der Sieg! Heil unſerm Führer!“ Getreidezüge rollen nach Deutſchland. An verſchiedenen Stellen der deutſch⸗ ruſſiſchen Intereſſengrenze werden Getreidetransporte von Rußland nach Deutſchland verladen. Aufn.: Weltbild(2) 9 1 e e— 2 Auf Wacht an Deutſchlands Küſten. Unſer Bild zeigt ein Horchgerät in den Dünen, das Fliegergeräuſch ſchon auf weite Entfernungen feſtſtellt. England führt Seeräuberkrieg England beherrſcht die Meere nicht mehr. Es weiß aber auch, daß es den Krieg militäriſch nicht mehr gewinnen kann. Selbſt die Hungerblockade iſt ausſichtslos, da ſie an der über⸗ menſchlichen Arbeit des Landvolkes zerbricht. Das neue große Wirtſchaftsabkommen mit Sowjetrußland tut da noch ein üb⸗ riges. In der Wut über dieſe Fehlſchläge legt London ſeine Maske ab und zeigt ſein wahres Geſicht. Es ſchleicht in neu⸗ trales Gebiet ein und führt dort, ungeſtört von deutſchen Streitkräften, ſeinen brutalſten Seeräuberkrieg. Nicht genug mit dem Raub der deutſchen Dampfer„Wakama“ an der braſilianiſchen Küſte und„Altmark“ ſogar mitten in Norwegen, hat England dieſen Neutralitätsbrüchen noch eine offene Verhöhnung der Menſchheit und Unmenſch⸗ lichkeit hinzugefügt, die in der Weltgeſchichte nichts Aehnliches hat, es ſeien denn engliſche Handlungen. Rückſichtslos wurden die wehrloſen Seeleute beider unbewaffneter Dampfer mit Maſchinengewehren in neutralem Gebiet ermordet. Die britiſche Admiralität hat ſich zu dieſem Meuchelmord nicht nur bekannt, ſie erklärte nicht nur zyniſch, ſie habe ſie befohlen, ſondern Churchill richtete an die Verbrecher des Kriegsſchiffes „Coſſak“ ſogar ein Glückwunſchtelegramm! Damit 5 ſich England ſelbſt aus der Reihe der anſtändigen Völ⸗ er aus. England erteilte damit aber auch den Neutralen, die es angeht, eine Quittung für ihr bisheriges Verhalten. Die vie⸗ len Gewaltakte und Rechtsbrüche Englands, angefangen mit der Hungerblockade, ſind von den meiſten Neutralen wider⸗ ſpruchslos hingenommen worden. Das ermutigte England zu immer weiteren Eingriffen in neutrale Hoheits⸗ rechte, und auch dieſe wurden meiſt ſtillſchweigend geduldet. Man gab der eigenen Neutralität einen doppelten Boden, in⸗ dem man ſie zwar amtlich betonte, in der Oeffentlichkeit aber eine unverſchämte und lügenhafte Hetze gegen Deutſchland zu⸗ ließ. Den engliſchen Maßnahmen hatte man zugeſtimmt, aber man zetert hinterher darüber, daß die deutſche Seekriegfüh⸗ rung aus dieſen Maßnahmen die Folgerungen ziehen muß. Um unſauberer Profite willen hilft man Eng⸗ land, indem man die eigene Schiffstonnage den Briten hilfs⸗ bereit zur Verfügung ſtellt und ſogar in engliſchen Geleit⸗ zügen fahren läßt; an den Folgen dieſes Handelns ſoll Deutſchland ſchuld ſein. Man liegt aber ſo, wie man ſich bet⸗ tet. Der Vorfall„Altmark“ zeigt, was man von England zu gewärtigen hat. So ſieht Englands„Schutz für die kleinen Staaten“ aus. Die Welt ſteht vor einem beiſpielloſen Ver⸗ brechen. Das deutſche Volk aber bereitet ſich auf die Antwort vor. Es vergißt die Gemordeten von der„Wakama“ und der „Altmark“ nie, aber auf dieſen Mord folat Strafe, auf dieſe Schuld Sühne! Die Verantwortlichen, an der Spitze Cham⸗ berlain und Churchill, werden ſie zu tragen haben. Die Ge⸗ meuchelten ſind ja damit nur ebenſo Märtyrer für Deutſch⸗ land geworden, wie die ermordeten Deutſchen in Polen, deren Zahl jetzt ſchon 60 000 überſteigt. Deutſchland ſtrafft ſeine Kräfte jetzt nur noch mehr. Der Appell, den Hermann Göring an das Landvolk und darüber hinaus an die Volksgemeinſchaft überhaupt gerichtet hat, bekommt ſo ein noch viel ſchwereres Gewicht, als er an ſich ſchon hatte. Denn wenn es bisher noch ein Deutſcher nicht begriffen haben ſollte, daß dieſer Krieg nicht gegen Adolf Hitler und den National⸗ ſozialismus geht, ſondern gegen das geſamte deutſche Volk, das man ausrotten und vernichten will, dann hat er's jetzt beſtimmt begriffen. Die Gemeuchelten, ob die in Polen oder die auf dieſen beiden Schiffen, ſind Blut von unſerem Blut. Auch ſie ſind wie die Soldaten an der Front für Deutſchland geſtorben. F. 0 Flankenſicherung der Ernährung durch den Gartenbau Von Johann Boettuer, Reichsfachwart für Gartenbau, Vorſitzender der Hauptvereinigung der Deutſchen Gartenbauwirtſchaft Die ſchweren Jahre des Weltkrieges haben uns allen, die wir noch die Leiden dieſer Notzeit mitgemacht haben, mit bru⸗ taler Gewalt und mit unvergeßlicher Wucht zum Bewußtſein gebracht, wie gefährlich es iſt, in der Nahrungsverſorgung vom Ausland abhängig zu ſein. Der Reichsbauernführer R. Walther Darré und ſeine verantwortlichen Mitarbeiter haben deshalb, ſowie mit dem Sieg des Nationalſozialismus die Grundlagen dafür zu Gebote ſtanden, unſere Ernährungswirt⸗ ſchaft in den politiſchen Lebenskampf unſeres Volkes eingeordnet. Das Ziel dieſer Arbeit war, im Bereich der Ernährung das Leben des Volkes unabhängig zu machen von allen äußeren Einflüſſen und politiſchen Zufällig⸗ keiten. Die nationalſozialiſtiſche Ernährungswirtſchaft wurde derart aufgebaut, daß ſie auf alle Fälle und notfalls auch ohne ausländiſche Lieferungen die politiſche Führung im Kriege nicht zu beeinfluſſen braucht. In dieſem Krieg nun wird ſich zeigen, ob wir— insgeſamt geſehen— unſere Aufgabe erfüllt haben. Die Pflichten, die ſich heute vor uns allen auftürmen, kön⸗ nen nur einen Sinn haben, dürfen nur einem einzigen Ziel dienen: dem Sieg. Alles richtet ſich nur nach dieſem Gedan⸗ ken aus und unſer Alltag, jedes einzelnen Kleinarbeit iſt heute mehr denn je als ein tragender Stein in dem Lebensbau un⸗ ſeres Volkes zu werten. Menſch und Boden heißen die tragenden Säulen dieſes Le⸗ bensbaues. Sind beide geſund und leiſtungsfähig und geſellt ſich zu ihnen die Arbeit, ſo muß auch, beſonders bei vermehrtem Einſatz von Willen und Können unſerer Erzeuger die Kriegs⸗ ernährung geſichert ſein. Hauptmittel der Ernährungsſicherung iſt die Produktions⸗ ausweitung. Sie muß im weſentlichen durch die Intenſivierung erreicht werden. Der Wert der Intenſivkulturen, denen bereits im Frieden eine hervorragende Bedeutung zukam. ſteigt im Kriege naturgemäß noch ganz erheblich. Vor allem iſt es der Gartenbau, der jeweils den Schlußſtein in der Intenſitätsfolge der landwirtſchaft⸗ lichen Kulturarten darſtellt. Die Tatſache. daß ſich der Gemüſeverbrauch ſeit Kriegsbeginn im Reichsdurchſchnitt um etwa die dreifache und in einzelnen Gegenden um die zehnfache Menge erhöht hat, zwingt zur Ausweitung dieſer Kulturen. Dies aber kann nur durch gemeinſame Arbeit des Gartenbaues und der Landwirtſchaft gelingen. In der allgemeinen Ernährung werden etwa auftretende Lücken auf alle Fälle ausgefüllt. Eiweiß⸗ und Kohlehydrate können durch Getreide und Kartoffeln bereitgeſtellt werden, an denen wir bekanntlich eine reiche Ernte hatten. Die notwen⸗ digen Lebensſtoffe und die natürlichen biologiſchen Salze und Säuren ſind jedoch nur durch entſprechende Mengen von Ge⸗ müſe und Obſt bereitzuſtellen. Den Gartenbauerzeugniſſen fällt alſo— neben der ergänzenden, ſättigenden Füllmenge für die tägliche Koſt— in gleich wichtigem Umfang die Aufgabe zu, die unentbehrlichen Vitamine zu ſpenden, deren Einfluß auf die Geſunderhaltung allſeits anerkannt iſt. Im Gemüſe und Obſtbau haben wir vor allem das Mittel, unſere Ernährungswirt⸗ ſchaft ſtets im Gleichgewicht und damit in Ord⸗ nung zu halten. Solange wir mit Obſt und Gemüſe Hun⸗ ger ſtillen und Lücken bei anderen Nahrungsgütern ausgleichen können, wird man auf dieſe Stütze nicht verzichten können. Die Ausweitung des Obſtbaues und die dadurch erreich⸗ bare Steigerung der Ernten iſt eine Aufgabe auf lange Sicht und wird daher auch jetzt auf Jahre hinaus geplant und durch⸗ geführt. Mit Hilfe des Gemüſebaues iſt aber eine ſofort wir⸗ kende und durchſchlagende Erleichterung im Ernährungshaus⸗ halt zu erreichen. Gemüſe iſt als Einjahrskultur ſchnell einzu⸗ ſchalten. In erſter Linie muß der Anbau bei den Arten ausgedehnt werden die ertragsſicher u nd lagerfähig ſind oder zu Trockengemüſe ver⸗ arbeitetwerden können. Zur Steigerung der Gemüſe⸗ erzeugung iſt es ferner beſonders zweckmäßig, ſolche Gemüſe zu wählen, die als Nachfrucht, z. B nach Raps, Frühkartoffeln und Wintergerſte angebaut werden können. Vor allem in land⸗ wirtſchaftlichen und bäuerlichen Betrieben können ſo zuſätzliche Erntemengen erzielt werden. ohne daß dadurch unde⸗ dingt neues Land in Anſpruch genommen 3 u werden braucht. Es ſei nochmals betont, daß Gemüſe bei richtiger Behandlung einen weſentlich höheren Flächenertrag an Nährwerten erbringen kann. als alle anderen landwirtſchaft⸗ lichen Erzeugniſſe. Soll der Gemüſebau in landwirtſchaftlichen Betrieben weiter ausgedehnt oder neu aufgenommen werden, ſo müſſen einige wichtige Vorausſetzungen erfüllt ſein. Die Perſon des Betriebsführers muß durch ihre Kenntnis die Gewähr da⸗ für bieten, daß kein wertvoller Boden vergeudet, ſondern jede Fläche wirkungsvoll ausgenutzt wird. Nur ſolche Flächen ſind dem Gemüsebau zuzuführen. die nach Bodenart und örtlichen e e e 1 5 erwarten laſſen und vor it der Bereitſtellung der notwend Skra * auen, 9 digen Arbeitskräfte Der Abſatz wird in geſchloſſenen Anbaugebieten durch die 3 der Marktordnung ohne weiteres gegeben ſein. Wo dies nicht der Fall iſt, muß auch dieſe Frage vor der Anbauausweitung eingehend geprüft werden. Dabei iſt ganz beſonders die Unterbringungsmöglichkeit der Ernteſpitzen zu erforſchen, denn es liegt auf der Hand, daß ein Verderb irgendwelcher Erntemengen gegenwärtig un⸗ tragbar iſt. Die rein mengenmäßige Ernteausweitung beim Gemüſe iſt jedoch noch nicht entſcheidend, weſentlich iſt vielmehr, daß dabei ein Nahrungsgut erzeugt wird, das für den Haushalt, die Geſundheit und den Geſchmack vollwertig ſein muß. Die Verbrauchshinlenkung zu einem vermehrten Obſt⸗ und Gemüſeverzehr darf erſt recht im Krieg nicht durch Gemüſelieferungen zerſchlagen werden, die vielleicht in Menge und Ausſehen befriedigen, aber in der Qualität ſo min⸗ derwertig ſind. daß ſie den Genuß vergrämen und damit das Gegenteil des erwünſchten Zieles herbeiführen. Insbeſondere wird die Gefahr durch die Anwendung von rohen Fäkalien und Jauche. durch übermäßige und ein⸗ ſeitig angewandte Handelsdüngergaben ſowie durch die Dün⸗ gung mit nicht ordnungsgemäß vorbereitetem Stallmiſt herauf⸗ beſchworen. Hierauf iſt alſo beſonders zu achten. Entſcheidend für eine geordnete Verſorgung iſt immer eine reiche, hoch⸗ wertige Ernte der heimiſchen Scholle. Neben der Erzeugungsſicherung iſt es die Vorrats⸗ wirtſchaft, die die Flantenſicherung der Ernährung darſtellt und zu beiden geſellt ſich als ein maßgebender Faktor unſere Marktordnung. Sie gibt ſelbſt bei witterungsbedingten Ernteausfällen jedem Volksgenoſſen die Gewähr, daß er ſei⸗ nen gerechten Anteil an der Produktion erhält und dokumen⸗ tiert damit gerade im Krieg ihre maßgebliche Rolle bei der Ernährungsſicherung. Da die Marktordnung eine unſerem Volk arteigene Wirtſchaftsart darſtellt, wird ſie ſich auch in ſchwerſten Schickſalsſtunden bewähren. Vergeſſen wir nie, daß der Krieg auch durch die innere Haltung der deutſchen Menſchen gewonnen wird, die hier in der Heimat ihre Aufgaben und Pflichten zu erfüllen haben. Währſicherung und Nahrungsfreiheit vereint ſind unüberwind⸗ lich. Gärtner und Bauern, für unſere Arbeit iſt die Stunde der Bewährung gekommen! Imker, ſchaut nach euern Bienenvölkern! Die ſtrenge Kälte dieſes Winters braucht den Bienenvöl⸗ kern nicht zum Verhängnis zu werden. Nur ungenügend mit Futter verſorgte Völker ooͤer ganz ſchwache Völker werden den Frühling beſtimmt nicht erleben; kräftige Völker dagegen, die mit reichlich Winterfutter und warmer Verpackung ver⸗ ſorgt wurden, gehen auch in ganz kalten Wintern nicht zu⸗ grunde, wenn nicht ungünſtige Umſtände dazu kommen. Ungünſtig war dieſes Jahr weniger die Kälte an ſich als der lange Zeitraum ohne Gelegenheit zum Ausflug, etwa von Mitte November bis zur erſten Februarwoche. Bei ſolchen Reinigungsausflügen entleeren die Bienen ihre in⸗ zwiſchen reichlich angefüllte Kotblaſe; es verlaſſen aber auch viele altersſchwache Bienen den Stock, um draußen zu ver⸗ enden. Die inzwiſchen im Stock abgeſtorbenen Bienen werden von den andern herausgeſchafft. Wo beides monatelang nicht möglich iſt, ſammeln ſich naturgemäß viel tote Bienen am Bo⸗ den der Beuten an. Das haben viele Imker in den letzten Ta⸗ gen ſchon beobachtet. Es ſind oft gar nicht mehr Tote als in andern Jahren, es ſcheinen nur mehr zu ſein, weil ſie eben nicht wie ſonſt an einzelnen Flugtagen in kleineren Mengen hinausgeſchafft wurden. Bei ſtärkeren Völkern gibt es ja auch mehr Tote. Man braucht alſo deshalb nicht aleich zu erſchrecken. Doch muß man ſich eine große Gefahr vor Augen halten: Durch viele toten Bienen kann nämlich das Flugloch ver⸗ ſtopft werden; das führt dann in kurzer Zeit zum Eingehen des ganzen Volkes, denn die Bienen brauchen auch im Win⸗ ter viel Luft. So werden gerade in dieſen Wochen und Mo⸗ naten manche Bienenvölker eingehen, die noch ſehr kräftig waren und reichlich Futter hatten, wenn der Imker nicht auf⸗ paßt. Jetzt gilt es, das Flugloch zu beobachten, die toten Bie⸗ nen vom Kaſtenboden zu entfernen(durch Herausziehen der Einlagen, wo ſolche vorhanden, ſonſt mit Reinigungskrücke oder einer ſtarken Feder), dabei beſonders die Fluglochgegend innen von Bienen frei zu machen. Wenn das Wetter ein Oeffnen der Beuten nicht erlaubt, kann man auch von außen mit einem Drahthaken die Bienen aus der Fluglochgege rd entfernen. Es muß eben vor allen Dingen genügend Luft hin⸗ einkommen. Wenn Bienenvölker eingehen, ohne daß eine ſolche Erſtickung in Betracht kommt, da muß der Imker immer beden⸗ ken, daß neben Weiſelloſigkeit, Ruhr und andern Gründen, auch eine Bienenſeuche die Urſache ſein kann, beſonders die Milbenſeuche oder die Noſemaſeuche. In ſolchen Fällen, d. h. alſo von eingegangenen oder auch von ſehr ſchwach ge⸗ wordenen Völkern, muß ſofort eine Streichholzſchachtel mit toten Bienen gefüllt und zur Unterſuchung an das Inſtitut für Bienenkunde, Freiburg i. Br., geſchickt werden. 1 N Um ungen Bearbel Sach, Uichiie Dabei! wertoolf Pieſe 1 fonnen! Das folgen,! kann. 7 kleinen gebteite ſchwen zu vera dern sel von ben vorheno jeht gu Auch au f ide u: n pölfern! Düngungsfragen zur pr Um aus unſeren Aeckern und Grünlandflächen die Lei⸗ ſtungen herauszuholen, die wir für die Ernährung des deut⸗ ſchen Volkes brauchen, iſt es notwendig, daß neben einer guten Bearbeitung des Bodens, der Verwendung von geeignetem Saatgut und einer ausreichenden Unkrautbekämpfung für eine richtige Verſorgung mit Nährſtoffen Sorge getragen wird. Dabei müſſen wir zuerſt an die wirtſchaftseigenen Dünger, Stallmiſt und Jauche, denken. In den Wintermonaten kommt es darauf an, daß gerade der Stallmiſt ordentlich ge⸗ pflegt wird. Es kann nicht genug davon geredet werden, welch große Mengen an wertvoller Humusſubſtanz und auch an Nährſtoffen für die Pflanzen verlorengehen, wenn der Stallmiſt als notwendiges Uebel betrachtet wird und nicht alle Tage auf der Düngerſtätte ordnungsmäßig aufgeſetzt und, wo es nötig iſt, feſtgetreten wird! Nur ſo bekommen wir einen hochwertigen, gleichmäßig verrotteten Stallmiſt, in dem alle wertvollen Nährſtoffe enthalten ſind, die draußen auf Feld und Wieſe ihre volle Wirkung auf Boden und Pflanzen entfalten können! Das Ausfahren von Stallmiſt ſoll nur dann er⸗ folgen, wenn das Einpflügen ſofort vorgenommen werden kann. Wir müſſen mit der alten Unſitte aufräumen, daß die kleinen Miſthaufen wochenlang auf dem Feld liegen, bis ſie gebreitet und eingepflügt werden. Dabei wird eine Ver⸗ ſchwendung an Nährſtoffen getrieben, die keinesfalls zu verantworten iſt! Genau ſo falſch iſt es, den Miſt auf den Schnee zu fahren und zu breiten. Bei der Schneeſchmelze werden dann die wertvollſten Stoffe von den abfließenden Schmelzmaſſen fortgeführt; zurück bleibt nur für Boden und Pflanzen wertloſes, ausgelaugtes Stroh. In vielen Fällen find wir jedoch gezwungen, den Stallmiſt ſchon jetzt vom Hof wegzufahren, weil die Düngerſtätte viel zu klein iſt. Dann fahren wir den Miſt aber nicht auf dem Acker breit aus, ſon⸗ dern ſetzen am Rand desſelben einen ſauberen Miſtſtapel, von dem aus dann das Breitfahren, wenn es ſoweit iſt, leicht vorgenommen werden kann. Auf dieſe Weiſe können wir ſchon jetzt aute Vorarbeit für die kommenden Wochen leiſten. Auch auf die Wieſen und Weiden gehört der Stallmiſt erſt, wenn die Pflanzenwelt kurz vor dem Erwachen ſteht; zu die⸗ ſem Zeitpunkt iſt die volle Ausnutzung der Nährſtoffe gewähr⸗ leiſtet.— In erſter Linie gehört der Stallmiſt auf die Schläge, die Hackfrüchte tragen ſollen. Je mehr dieſe Früchte da⸗ von erhalten, um ſo beſſer iſt es. denn ſie nützen den Stall⸗ miſt am günſtigſten aus. Zu Getreide gehört kein Miſt; Ausnahmen bilden hier lediglich die flachgründigen Gebirgsböden, die ſehr ſtarke Humuszehrer ſind. Auch von der Jauche darf in dieſem Jahr kein Tropfen ungenutzt davonlaufen; eine genügend große Jauchengrube, die vollkommen dicht iſt, ſollte eigentlich überall vorhanden ſein. Wo das nicht der Fall iſt, müſſen wir Vorkehrungen tref⸗ fen, öͤaß kein Regen⸗ oder Schneewaſſer in die Grube läuft und die Grube vorzeitig füllt. Wenn die Gruben ſehr voll ſind, ſo können wir bei offenem Wetter die Jauche ſehr vor⸗ teilhaft zum Ueberfahren der Winterzwiſchenfrüchtefelder ver⸗ wenden. Die Hauptanwendungszeit iſt und bleibt aber das Frühfahr. Hier erhalten dann Wieſen und Weiden eine Jauchedüngung, um von ihnen ſchnell und viel Futter zu bekommen. Allerdings heißt es dabei aufpaſſen, damit nicht immer Jahr für Jahr die gleichen Wieſen oder Weidekoppeln mit Jauche überfahren werden! Sonſt tritt das Gegenteil von dem Gewollten ein: An Stelle der guten und wertvollen Gräſer machen ſich Unkräuter, wie Bärenklau und Kerbel, breit, die alles andere als hohen Futterwert haben! Hier muß alſo plan voll abgewechſelt werden zwi⸗ ſchen Handelsdüngern und wirtſchaftseigenen Düngern. 5 Empfehlenswert iſt es, wenn man die Grünlandflächen in drei Teile einteilt. Auf den erſten Teil geben wir Stallmiſt, nach dem erſten Schnitt je Ar 1,5 Kilogramm Kalk⸗ ſalpeter, um einen guten zweiten Schnitt zu erhalten. Das zweite Drittel erhält eine Volldüngung von Stickſtoff, Phos⸗ phorſäure und Kaliſalz, außerdem noch Kalk, der auf dem Grünland ebenſowenig wie auf dem Ackerland vergeſſen wer⸗ den darf. Unter Berückſichtigung der augenblicklichen Verhält⸗ niſſe geben wir an Handelsdüngern 1,5 bis 2 Kilogramm Kalk⸗ ſtickſtoff oder Kalkammonſalpeter, 1 höchſtens 1,5 Kilogramm Thomasmehl und 2 bis 2,5 Kilogramm 40prozentiges Kaliſalz. Die Kalkgabe beträgt 8 bis 10 Kilogramm Branntkalk oder Löſchkalk. Auch hier empfiehlt es ſich, nach dem erſten Schnitt noch 1,5 Kilogramm Kalkſalpeter auszuſtreuen. Das letzte Drittel erhält eine reichliche Jauchedüngung. Wenn es ſich ermöglichen läßt, geben wir noch 1 Kilogramm Thomasmehl je Ar, aber nicht etwa mit der Jauche zuſammen! Eine Gabe von 2 oder 2,5 Kilogramm 40prozentigem Kali iſt außerdem durchaus am Platze.— Sehr gut wird die Jauche noch von den Rüben verwertet. Beſonders nach dem Verziehen der klei⸗ nen Rübenpflanzen iſt die Wirkung ſehr gut. Notwendig iſt 5 ein ordentliches Einarbeiten der Jauche in den afahrsſaal „In den langen Wintermonaten konnte ſich jeder Betriebs⸗ leiter ausrechnen, welche Mengen an Handelsdüngern, insbe⸗ ſondere Phosphorſäure, ihm für das Anbaufahr 1940 zur Ver⸗ fügung ſtehen. Um dieſe richtig und wirkungsvoll einzuſetzen, iſt die Aufſtellung eines Anbau⸗ und Düngungs⸗ planes ſehr zweckmäßig. Eigentlich ſollte dieſer Plan ſchon längſt fertig ſein, doch iſt es für die Aufſtellung desſelben noch nicht zu ſpät. Weſentlich iſt es, daß die einzelnen Pflanzen⸗ arten ſo in die Fruchtfolge eingereiht werden, daß ſie nach einer ihnen beſonders zuſagenden Vorfrucht ſtehen. Auf dieſe Art können wir bedeutend beſſere Leiſtungen erreichen, als wenn wir z. B. bei ſchlecht ſtehendem Getreide mit einer nochmaligen Handelsdüngergabe nachhelfen wollen. Beſonders der Sommerweizen verlangt eine gute Vorfrucht, wenn er Höchſterträge bringen ſoll. Am günſtigſten iſt ein Feld, das im letzten Jahr Hackfrucht getragen hat; auch Klee iſt eine durchaus günſtige Vorfrucht, nur müſſen wir dann, um der Gefahr des Lagerns zu begegnen, eine recht ſtandhafte Sorte auswählen. Für den Anbau von Rüben nehmen wir ſolche Schläge, bei denen möglichſt ſchon vor Winter eine ſtarke Stallmiſtgabe untergepflügt wurde. Wo dies nicht möglich war, fahren wir jetzt im Frühjahr den Miſt zuerſt auf die für Rüben beſtimmten Felder und pflügen dieſe zuerſt, damit der Boden noch genügend Zeit zum Abſetzen hat.— Die Kartof⸗ fel iſt im Hinblick auf die Vorfrucht nicht ſo anſpruchs voll. Allerdings iſt eines Vorbedingung für hohe Kartoffelerträge, die wir heute unbedingt brauchen, und das iſt ein geſunder, trockener Acker.— Für den Flachs halten wir einen geſunden Fran bereit, der gut in alter Kraft ſteht und frei von Un⸗ raut iſt. Anfänglich mochte es ſchwierig erſcheinen, die Handels⸗ dünger richtig einzuſetzen. Bei richtiger Ueber⸗ legung können wir jedoch die zur Verfügung ſtehenden Dün⸗ germengen ſo einteilen, daß jede Fruchtart ihrer Leiſtung nach entſprechend verſorgt wird. Kali und Kalk ſtehen in unbegrenzter Menge zur Verfügung, beim Stickſtoff iſt die Kürzung nur ganz gering⸗ fügig, lediglich bei der Phosphorſäure müſſen wir uns mit geringeren Mengen behelfen als ſonſt. Es wäre aber grundfalſch, wenn wir nun den phos⸗ phorſäurehaltigen Dünger ſo zu allen Früchten verteilen würden, daß überall nur die Hälfte der vorjährigen Menge hinkommen würde! Das wäre ein Trugſchluß, und wir wür⸗ den damit das Gegenteil von dem erreichen, was wir eigent⸗ lich wollen. Wir wiſſen, daß die Kulturpflanzen die Phosphor⸗ ſäure ganz verſchieden in Anſpruch nehmen und auch aus⸗ nutzen. Am anſpruchvollſten ſind hier wie bei allen Nähr⸗ ſtoffen die Hackfrüchte, voran Zuckerrüben und Futter⸗ rüben, dann in geringerem Maße die Kohlrüben und ſchließ⸗ lich auch die Kartoffeln. Neben einer reichlichen Stallmiſtgabe ſollen die Rüben mindeſtens noch 2 Kilogramm je Ar Thomas⸗ mehl oder Superphosphat haben, wenn möglich noch etwas mehr. Zu Kartoffeln reichen neben Stallmiſt 1 bis 1,5 Kilo⸗ gramm Thomasmehl aus.— Es folgen dann die Acker⸗ futterſchläge, die Rotklee, Luzerne oder Kleegrasgemiſche tragen. Für hohe und ſichere Ernten geben wir 2 bis 3 Kilo⸗ gram Thomasmehl oder Superphosphat.— An dritter Stelle kommt der Körnermais, der neben Stallmiſt und Jauche noch 2 Kilogramm Thomasmehl oder Superphosphat braucht. — Nun kommen wir zu den Halmfrüchten. Hier müſſen wir mit der Phosphorſäure etwas ſparſamer ſein und kön⸗ nen es ſehr wohl verantworten, wenn wir nur 1, höchſtens 1,5 Kilogramm phosphorſäurehaltigen Dünger geben. Aller⸗ dings iſt, insbeſondere für Weizen und Gerſte, Vorausſetzung, daß der Kalkzuſtand der Böden vollkommen in Ordnung iſt. Wenn unſer Phosphorſäurevorrat es dann noch zuläßt, kön⸗ nen wir auch den Wieſen und Weiden etwas davon zu⸗ kommen laſſen; wie wir dies am beſten machen, haben wir Annan nnta nada engnmeanatannenminamtamumnenmnaunnaenmnaeg An unſere Leſer! Die durch den harten Winter eingetretenen Verkehrs⸗ ſchwierigkeiten machen es den Verlagen zur Pflicht, ihrerſeits auf die notwendige Lebensmittel⸗ und Kohlenverſorgung der Bevölkerung Rückſicht zu nehmen. Der Abtransport von Pa⸗ pier unterliegt daher vorübergehend unvermeidlichen Be⸗ schränkungen und Verzögerungen. Die Leſer werden gebeten, dieſen Umſtänden Rechnung zu tragen und ihre Gründe zu würdigen. Wir werden uns nach allen Kräften bemühen, ſie ſchnellſtens zu überwinden. Infolge der allgemeinen Trans portſchwierigkeiten und durch den eingeſchränkten Zugverkehr, ſind leider gegenwärtig vielfach unliebſame Verzögerungen in der Wochenblattzuſtel⸗ lung nicht zu vermeiden. Wir bitten um Verſtändnis von ſeiten unſeres Leſerkreiſes. Schriftleitung und Verlag des e 14 —— ſchon weiter oben angedeutet.— Eine ſolche Einteilung der Phosphorſäure iſt unbedingt erforderlich, denn ſie muß unter allen Umſtänden ſo eingeſetzt werden, daß ihre höchſtmögliche Ausnutzung gewährleiſtet iſt. 5 1 Wie ſchon geſagt, ſtehen uns Kali und Kalk in unbeſchränk⸗ ter Menge zur Verfügung, und beim Stickſtoff erhalten wir für dieſes Düngerjahr faſt genau ſo viel wie im Düngerjahr 1938/39. Darum iſt es notwendig, daß wir Kali und K alk in voller Menge verwenden. Es gibt im Boden noch eine ganze Reihe von Phosphorſäureverbindungen, die ſo, wie ſie ſich dort finden, für die Pflanzen nicht verwertbar ſind. Geben wir Kalk und Kali in genügender Menge, ſo bringen wir die„trägen“ Phosphorſäureverbindungen in Bewegung und machen ſie für die Pflanzenernährung nutzbar. Außerdem verbeſſern wir durch den Kalk das Gefüge des Bodens und tragen damit zur Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit bei. Eine ausreichende Verſorgung mit Stickſtoff, Kali und Kalk regt das Wachstum der Pflanzen außerordentlich an; ſie entwickeln ein ſtarkes Wurzelnetz, mit deſſen Hilfe ſie ſich auch die Phos⸗ phorſäuremengen nutzbar machen können, die ſich in tiefen Bodenſchichten befinden.— 5 f 5 Wir ſehen, daß es trotz der Herabſetzung im Bezug einiger Handelsdünger Mittel und Wege gibt. die Ernährung un⸗ ſeres Volkes aus eigener Scholle ſicherzuſtellen. Das, was uns an Handelsdüngern weniger zur Verfügung ſteht, müſſen wir durch beſſere Fruchtfolgen, gute Boden⸗ bearbeitung, ſtärkeren Einfatz des wirtſchafts⸗ eigenen Düngers und insbeſondere durch z weckmäßigere Anwendung der Handelsdün⸗ ger ausgleichen. Wo ein Wille iſt, iſt auch ein Weg. Trotz mancher Schwierigkeiten, die ſich uns in den Weg ſtel⸗ len, wollen und können wir es beweiſen, daß der deutſche Bauer und Landwirt die ihm geſtellte große Aufgabe voll und ganz meiſtert Dr. Heiſer. Mohnanbau Der Mohn iſt eine der älteſten, aber auch der beliebteſten Oelfrüchte im bäuerlichen und beſonders im kleinbäuerlichen Betrieb. In verſchiedenen Ländern wird Mohn angebaut, nur nicht überall zu dem gleichen Zweck. Im Fernen Oſten wird das Opium aus Mohn gewonnen. In den europäiſchen Län⸗ dern wird er hauptſächlich zur Oelge winnung gebaut. Uns iſt mit dem Mohnanbau noch eine gute Möglichkeit gegeben, die Fettlücke zu ſchlie⸗ ßen. Bei der bevorſtehenden Frühfahrsbeſtellung wird ſo mancher Bauer auch den Mohnanbau berückſichtigen. Viele werden noch mehr Aecker zu beſtellen haben als ſonſt in an⸗ deren Jahren. Noch weiß keiner, wie ſeine Winterſaaten die⸗ ſen außergewöhnlich harten und langen Winter überſtehen. Alle dieſe Aecker gilt es noch zu beſtellen, ſo daß wohl auch ein Stück Land für Mohnanbau frei ſein wird. Freilich ſoll der Mohn nicht nur Lückenbüßer ſein. Jedoch geben viele kleine Flächen auch ein Viel. Die alten Mohnanbauer haben ja ohnehin wieder ein Stück für den Mohn gerechnet. Die andern ſollten auch etwas Mohn anbauen und wenn es nur ſo wenige Ar ſind, daß er gerade ſeinen eigenen Oelver⸗ brauch damit decken kann. Er entlaſtet auch damit den Oel⸗ und Fettmarkt, da jedem Selbſtverſorger eine gewiſſe Menge ſeines Butter⸗ oder ſeines Fettbezugſcheines entzogen wird. Der Anbauer wird aber ſo viel Oel als Rücklieferung erhal⸗ ten, daß er ruhig auf den Butter⸗ oder Fettbezuaſchein von einem Familienmitglied verzichten kann. Die Oelmenge wird ſicherlich ſo feſtgeſetzt, daß ein beſonderer Anreiz für den Oel⸗ fruchtanbau beſteht. Die Verhandlungen ſind gerade im Gange. Darüber hinaus ſteht dem Ablieferer von Oelfrüchten in Ba⸗ den der ſeiner abgelieferten Menge entſprechende Oelkuchen als beſonders hochwertiges und wertvolles Futter zur Fütte⸗ rung zur Verfügung. Feder Mohnanbauer hat ſomit allerhand Vorteile. a Bei der Auswahl des Feldes können wir uns davon lei⸗ ten laſſen, daß wir nehmen, was gerade noch unbeſtellt iſt. Geeignet ſind alle lehmigen Sand⸗ und ſandige bis gute Lehm⸗ böden, die nicht ausgeſprochen kalt ſind. Naſſe, kalte und ſtark bindige Lettenböden mit zu hohem Grundwaſſerſtand ſind nicht geeignet. Auf Moorböden kann Mohn angebaut werden, jedoch iſt oft die Standfeſtigkeit mangelhaft. Beſonders geeignet ſind warme. möglichſt windſtille Südhänge. Iſt der Mohn regel⸗ recht in der Fruchtfolge aufgenommen, ſo ſtellt man ihn zwi⸗ ſchen Getreide: das Land wird im Herbſt mit gut verrottetem Stallmiſt gedüngt und gepflüagt. Noch beſſer freilich wächſt Mohn nach mit Stallmiſt abgedüngter Hackfrucht. Der beſon⸗ dere Vorteil liegt in der leichteren Unkrautbekämpfung. Wird der Mohn in größerem Ausmaß nur in dieſem Jahr in einem bäuerlichen Betrieb angebaut, ſollten ſolche Aecker bevorzugt werden, die im vergangenen Jahr Hackfrucht getragen haben. Wenn aus Zeitmangel die Pfluafurche nicht mehr im Herbſt ausgeführt werden konnte, ſo darf jetzt nicht zu tief gepflügt werden. Der Boden ſoll aut abgeſetzt ſein. Eventuell muß mit einer Walze nachgeholfen werden. Die Düngung wird ſich in dieſem Frühjahr ſehr nach den vorhandenen und greifbaren Mengen richten müſſen. Auf 142 jeden Fall iſt in jedem Betrieb genügend Jauche da. Der Acker kann vor dem Herrichten einmal gründlich mit Jauche über⸗ fahren werden, aber nicht öfter. Auf ſauren Böden muß Aetz⸗ kalk geſtreut werden, Der Mohn liebt neutrale bis alkaliſche Bodenreaktion. An Phosphorſäure kann nur ſo viel ge⸗ geben werden, wie für den Bauern greifbar iſt. Dagegen wird ausreichend Kali und beſonders Stickſto ff vorhanden ſein. Kali und Stickſtoff ſind die Grundpfeiler für das Gelingen des Oelfruchtanbaues. Eine Kaligabe von 4 kg je Ar vor der Saat iſt durchaus wirtſchaft⸗ lich. Der Stickſtoff wird möglichſt als Kalkammonſalpeter kurz vor der Beſtellung verabreicht, und zwar auch etwa 4 kg je Ar. Die Erfahrung hat gezeigt, daß Stickſtoffaaben bis zu 100 kg Reinſtickſtoff je Hektar vom Mohn gut ausgewertet werden. Sobald der Acker genügend abgetrocknet iſt, wird geſchleppt und geeggt; nach 10 Tagen ein weiterer Eggenſtrich, mit dem gleichzeitig Phosphorſäure und Kali untergearbeitet wird. Das Saatbeet ſoll„garten mäßig“ hergerichtet werden. Ende März, ſpäteſtens Anfang April, wird der Mohn geſät. Den Vorzug genießt dabei wieder die Saat mit der Drill⸗ maſchin e. Die Reihenentfernung wird auf 30 em eingeſtellt, die benötigte Saatmenge von 5 kg je Hektar wird etwa mit der doppelten Menge feinkörnigem, geſiebtem Sand vermiſcht und die Maſchine entſprechend eingeſtellt. Beim Kleinanbau iſt es vorteilhafter, eine Hand⸗ ſämaſchine zu benutzen. Iſt dieſe ſo einſtellbar, daß nicht mehr als 50 Gramm Saataut je Ar fallen, kann die Sand⸗ beimiſchung weggelaſſen werden. Nur in den Fällen, wo keine Möglichkeit der Verwendung einer Sämaſchine beſteht, muß Breitſaat angewendet werden. Die Saatmenge kann dann etwas größer bemeſſen werden. Der Nachteil einer Breitſaat iſt jedem Bauern und Landwirt bekannt. Die Unkrautbekämp⸗ fung macht derart viel Arbeit, daß wir alle Möglichkeiten er⸗ wägen ſollten, nicht zur Breitſaat zu greifen. Ein Erſatz dafür kann im kleinſten Anbau auch das Eindrücken von Reihen mit Rechenſtiel und danach folgender Handausſaat ſein. Bei der Feinkörniakeit des Saatgutes muß unbedingt dar⸗ auf geachtet werden, daß das Saataut nicht tiefer als 11 em in die Erde kommt. Iſt der Boden zu locker, muß vorher gewalzt werden. Die Saat wird mit der leichteſten, im Betrieb vorhandenen Eage abgeeggt. Folgt gleich nach der Ausſaat Regen, kann man ſich dieſe Arbeit erſparen. Viele Mohnanbauer wenden auch andere Reihenentfernungen an. Einige nur 25 em, da dann das Unkraut nicht ſo hochkommen kann. Andere dagegen 35 em, weil die Ausbildung der Mohn⸗ köpfe beſſer iſt, wenn genügend Luft und Sonne in die Reihe kommt. Der Mohn gedeiht ſehr aut mit Zwiſchenfrüchten. Beſonders eignen ſich dazu Gras zur Samengewinnung, Möh⸗ ren und Kümmel. Die Reihenentfernung wird dann auf 40 m eingeſtellt und jeweils dazwiſchen eine Reihe Gras bzw. Möh⸗ ren oder Kümmel geſät. Die Pflegemaßnahmen werden dann naturgemäß ſchwieriger. Der zweijährige Kümmel gedeiht unter dem Mohn recht gut; die Mohnerträge ſinken deshalb nicht ab. Im kommenden Jahr ſpart man dann die Beſtel⸗ lungsarbeit und hat eine volle Kümmelernte zu erwarten. Sobald die Mohnreihen ſichtbar ſind, muß erſtmals ge⸗ hackt werden. Vor der zweiten Hacke vereinzelt man die Reihe, ſo daß nur alle 10—15 em die ſchönſte und kräftiaſte Pflanze ſtehen bleibt. Bei einer Reihenweite von 30—35 em 8 So ſoll ein gut gepflegter Mohn beſtand ausſehen. (Aufn.: Schmidt) bäßt man alle 10 em eine Pflanze ſtehen, bei geringerer Rei⸗ henweite alle 15 em. Das Ziel iſt, daß bei der Ernte Mohn⸗ kopf an Mohnkopf ſteht. Zu dichte Mohnbeſtände ent⸗ wickeln nur kleine Kapſeln! Bei dem Vereinzeln iſt auch die Mohnſorte zu berückſichtigen. Der„Weihenſtepha⸗ ner Peragis Schließmohn“ bildet kleinere Kapſeln mit graublauen Körnern, meiſtens mehrere an einer Pflanze. Der„Mahndorfer Viktoria Schließmohn“ bildet ſchöne, große Kapſeln mit blauen Samen und kann etwas weiter geſtellt werden. Von den beiden genannten Mohnſorten iſt genügend Hochzuchtſaatgut vorhanden und wird von der Badiſchen landwirtſchaftlichen Zentralgenoſſenſchaft und den Landhändlern geführt. Der Mohnbeſtand muß dann noch ſo oft gehackt bzw. zum mindeſten das große Unkraut heraus⸗ gezogen werden, bis der Mohn das Unkraut überwachſen hat. Die Hacke muß flach angeſetzt werden, um die nur flach un⸗ ter dem Erdboden liegende Wurzel nicht zu beſchädigen. Auf⸗ häufeln bringt daher meiſtens Ertragsausfall. Auf Wild⸗ be⸗ ſonders Kaninchenfraß, iſt beſonders dann zu achten, wenn die Pflanzen ſehr klein ſind. Wenn der Mohn rechtzeitig noch im März geſät werden konnte, tritt die Reife Ende Auguſt ein. Das Stroh ſtirbt ab, in den Kapſeln hört man beim Bewegen den Samen ra⸗ ſcheln. Dann kann geerntet werden. Jedoch iſt ein ſofortiges Ernten nicht unbedingt nötig, da der Samen bei unſeren Schließmohnſorten nicht ausfallen kann. Meiſen und Spatzen können aber zu ſofortiger Ernte zwingen. Bei eintretender Reife finden ſie ſich oft in Scharen ein. Hier ſei auch der Schüttmohn erwähnt, dem man nachſagt. er ſei ertragreicher als Schließmohn. Beweiſe liegen dafür nicht vor. Der Schließmohn genießt heute den Vorzug, da der Schüttmohn bei etwas ſtärkerem Wind bei eintretender Reife die Samen aus der Kapſel herausſchüttet. Schüttmohn muß ſtets mit der Hand geerntet und 2—3mal durchgegangen werden. Zur Ernte nimmt man Sichel, Senſe oder auch eine Mähmaſchine. Im Großanbau kann ſelbſt der Binder einge⸗ ſetzt werden. Der Mohn wird in kleine Garben zuſammenge⸗ bunden und wie Getreide aufgeſtellt. Nach 8—10tägiger Trock⸗ nung kann eingefahren werden. Nach Möalichkeit wird vom Felde weg entſamt. Bei größeren Flächen verwendet man eine Stiften⸗Dreſchmaſchine. Auch eine Dreſchmaſchine mit Schlagleiſten geht, man muß nur die nichtentſamten Kapſeln ein zweites Mal einlegen. Im kleinen Anbau ſchneidet man die Kapſeln oben auf und ſchüttet den Samen aus. Die Kap⸗ ſeln werden dann geſammelt und wenn ſie geſund, trocken, ſchimmel⸗ und geruchfrei ſind, werden ſie von der Badiſchen landwirtſchaftlichen Zentralgenoſſenſchaft Karlsruhe, Lauter⸗ beraſtraße 3, im Auftrag einer chemiſchen Fabrik für 4 RM. je 100 kg aufgekauft. Für beſonders zeitig abgelieferte Mohn⸗ kapſeln werden 5 RM. je 100 ka bezahlt. Der Mohnanbauer hat dadurch noch einen kleinen Nebenverdienſt und hilft für mediziniſche Zwecke Opium gewinnen. Das Sagataut wird ent⸗ weder direkt nach Reinigung an eine Oelmühle verkauft oder bei Ueberlagerung als Saataut ungereinigt auf dem Boden flach gelagert. Das Saataut muß oft umgeſchaufelt werden. Die Oelmühlen ſind angewieſen, jede angebotene Menge Oelſagten aufzunehmen. Der feſtgeſetzte Preis für Mohnſaat beträgt je 100 kg 80 MM. Bei einer durchſchnittlichen Erntemenge von 10—12 dz je Hektar iſt dem Bauern ein guter Verdienſt ſicher. Geſchickte Mobnanbauer können auch 20 dz ernten. Bei der Paroleausgabe für die Kriegserzeuaunagsſchlacht wies unſer Generalfeldmarſchall Göring ausdrücklich auf die Notwendiakeit der Ausdehnung der Oelfruchtanbaufläche hin. Der Mohnanbau aibt uns dazu eine Möalichkeit, ſchon in die⸗ ſem Jahre die Oelfruchternte zu ſteigern. Mohnſaatgut iſt ausreichend vorhanden, ſo daß kein Hinderungsgrund beſteht, dieſem Ruf nicht zu folgen. Körner. 0 * Wockenkückenzetzel für die Candfrau für die Zeit vom 25. Februar bis 2. März 1940 Sonntag. Mittageſſen: Hühnerkraftbrühe, Huhn in weißer Sauce, Spätzle.— Abendeſſen: Schwartenmagen, Brot, Butter, Deutſcher Tee. Montag. Mittageſſen: Suppe vom Sonntag, Gelberüben⸗ gemüſe mit Kartoffeln.— Abendeſſen: Gebratene Spätzle (Reſte vom Sonntaa), Salat. Dienstag. Mittageſſen: Gemüſeſuppe, Grießſchnitten, Dörr⸗ obſt.— Abendeſſen: Bratkartoffeln, weißer Käſe. Mittwoch. Mittageſſen: Zwiebelſuppe, Sauerkraut, Leber⸗ und Blutwurſt, Kartoffelbrei.— Abendeſſen: Ueberbackene Grießſchnitten, Apfelbrei. Donnerstag. Mittageſſen: Gerſtenſuppe, Bohnengemüſe Ständer), Salzkartoffeln.— Abendeſſen: Sauerkraut⸗ auflauf. Freitag. Mittageſſen: Gebrannte Mehlſuppe. Dampfnudeln, Kompott.— Abendeſſen: Bratkartoffeln, Krautſalat. Samstag. Mittageſſen: Einlaufſuppe, Rindfleiſch, Kartof⸗ felblättchen(ſauer), Rotrübenſalat. (Auskunft und Beratung erteilt die Abteilung Hauswirt⸗ ſchaft der Landesbauernſchaft Baden, in Karlsruhe, Beiert⸗ heimer Allee 16.) Rebſchutzfragen im Winter Nach der ungewöhnlichen Kälte der vergangenen Wochen iſt es zunächſt wichtig, über die Auswirkungen des Froſtes Klarheit zu gewinnen, um danach den zweckmäßigſten Reb⸗ ſchnitt vorzunehmen. Da ſich das augenblickliche Bild, das in manchen Lagen und bei einigen Sorten ſehr unerfreulich iſt, noch bis Ende des Winters verſchieben kann, dürfte es in vielen Fällen ratſam ſein, fetzt noch keinen endgültigen Schnitt vorzunehmen, ſondern vorerſt Vorarbeiten zu treffen, was z. B. durch Löſen der Bänder, Putzen der Ruten u. a. geſchehen kann. Zu gegebener Zeit werden auch an dieſer Stelle die Weinbauinſpektoren für ihren Dienſtbezirk zutref⸗ fende Richtlinien für den diesjährigen Schnitt bekanntgeben, was beſonders für die Arbeitskräfte wünſchenswert ſein wird, die in dieſem Jahr vielleicht zum erſtenmal mit dieſer wich⸗ tigen Aufgabe betraut werden müſſen. Die Kriegsverhältniſſe erfordern noch mehr als ſonſt, daß eine vernünftige Arbeits verteilung getroffen wird. Für die Schädlingsbekämpfung, die im Sommer den Winzer am meiſten belaſtet, kann in der arbeitsärmeren Win⸗ terzeit wichtige Vorarbeit geleiſtet werden. Zuerſt handelt es ſich darum, die Bekämpfungsgeräte in Ordnung zu bringen. Um Unglücksfällen durch Platzen von Hoch⸗ druckſpritzen vorzubeugen, ſind dieſe Geräte einer Druckprü⸗ fung zu unterwerfen. Dabei geht man folgendermaßen vor: Der Behälter wird auf den Kopf geſtellt und nach dem Heraus⸗ nehmen des Ventilkorbes ganz mit Waſſer gefüllt. Dann wird die Spritze wieder verſchloſſen und durch Zupumpen von Waſ⸗ ſer auf einen Druck von etwa 15 Atmoſphären gebracht. An ſchadhaften Stellen tritt oͤann Waſſer aus, ohne daß eine Ex⸗ ploſion erfolgen kann. Wer mit dieſer Arbeit nicht vertraut iſt, gibt ſeine Geräte jetzt dem Fachmann zur Ueber⸗ prüfung. Erſatzteile wie Dichtungen, Kugeln, Schläuche u. a. beſchafft man ſich am beſten ebenfalls ſchon jetzt. Später ver⸗ urſacht ihr Fehlen viel Aerger und Zeitverluſt. Auch die Spritzköpfe überprüft man und erſetzt ſie notfalls durch neue; denn bei zu weiten Düſen wird nutzlos zu viel Brühe gebraucht. Auch an die Beſchaffung der Bekämpfungs⸗ mittel iſt jetzt zu denken. Soweit man Handelspräparate nimmt, kauft man nur„amtlich geprüfte und anerkannte Mit⸗ tel“. Ein Verzeichnis dieſer Artikel wird demnächſt an jeder Tafel des Rebſchutzdienſtes zum Aushang kommen. Schon heute ſei darauf hingewieſen, daß uns für dieſes Jahr ein arſenfreies Mittel gegen Heu⸗ und Sauer⸗ wurm zur Verfügung ſtehen wird, das als Fraßgift und in gleicher Weiſe wie die Arſenpräparate angewendet wird. Das neue Mittel(„Niroſan“) ſtellt keinen Erſatz im üblen Sinne des Wortes dar, ſondern es iſt ein neuartiges Präparat, das ſich in allen Verſuchen den Arſenmitteln gleichwertig, zum Teil überlegen gezeigt hat. Soweit Rebfeinde im Winter einer Bekämpfung zugäng⸗ lich ſind, muß man die Vorteile einer Winterbehandlung möc lichſt ausnützen. Dies gilt insbeſondere für die Bekämp⸗ fung der Schildläuſe und der Kräuſelmilbe. Bei⸗ den Schädlingen wird in unſerem Gebiet vielfach noch nicht die Beachtung geſchenkt, die ſie auf Grund der Schäden, die ſie richten, verdienen. ie Kräuſelmilbe ſollte auch deshalb in erſter Linie im Winter bekämpft werden, weil ſie kurz nach dem Aus⸗ trieb die ſchlimmſten Schäden anrichtet. Die Milben, die mit bloßem Auge nicht geſehen werden können, ſitzen im Winter an der Uebergangsſtelle vom alten zum einjährigen Holz unter der Rinde und in der Wolle der Knoſpen. Mit dem Austrieb wandern ſie auf die Unterſeite der Blättchen und ſtechen dort das Gewebe an. Die Blattfläche wird dadurch buckelig und verkrümmt; oft iſt ſie löffelartig aufwärts gebogen. Bei ſchwerem Befall bleiben die Triebe klein, kurzkontig. Oft trei⸗ ben die. Beiaugen aus, ſo daß der Stock beſenartig ausſieht. Die Geſcheinbildung unterbleibt entweder ganz oder es kommt zur Entwicklung nur unvollkommener Trauben. Im Sommer iſt Kräuſelmilbenbefall an den bleichen, ſternförmigen Stich⸗ ſtellen auf den Blättern zu erkennen. Die Blätter zerreißen auch ſehr leicht und ſind oft ganz zerſchlitzt.. Zur Bekämpfung nimmt man Sol bar, das mit Waſſer 3⸗ bis 5prozentig nach der auf der Packung angegebenen Vor⸗ ſchrift angemacht wird, oder Schwefelkalkbrühe 20pro⸗ zentig.(Die käufliche Schwefelkalkbrühe wird mit der vier⸗ fachen Menge Waſſer verdünnt.) Die Behandlung führt man durch Spritzen oder Pinſeln an einem trockenen Tag durch. Dabei müſſen die 6 bis 8 unterſten Augen der einjährigen Triebe und die Uebergangsſtelle zum mehrjährigen Holz völlig benetzt werden. Schildläuſe trifft man beſonders häufig in älteren oder ſchlecht gepflegten Anlagen. Bei uns ſpielt die„kleine Rebenſchildlaus“ die Hauptrolle. Sie überwintert als Jung⸗ laus, iſt etwa 1 Millimeter lang und ſieht wie ein braunrotes Schüppchen aus. Man findet ſie meiſt in großer Zahl am zwei⸗ jährigen Holz oder am unterſten Teil der einjährigen Triebe. Die größeren Schilder, die von abageſtorbenen Altläuſen ſtam⸗ men, ſind für die Bekämpfung ſelbſt belanglos, ſie geben aber einen Hinweis auf das Vorhandenſein des Schädlings. Die Bekämpfung muß vor dem Schwellen der Knol⸗ 143 Zur Erleichterung der Landarbeit 8. Merkblatt Fer die Laudfran Kartoffelſorlieren ſo früh wie möglich Warum? Weil die Zeit für ein gründliches Verleſen der Kartoffeln dann zu knapp wird, wenn die Feldarbe erſt be⸗ gonnen hat; und weil wir mit unſeren Kartoffelvorräten in dieſem Jahre beſonders haus halten müſſen. Der Bedarf, an Speisekartoffeln iſt größer als in den Vorjahren. Der Bedarf an Saatkartoffeln ſollte da, wo wir oder die Nachbarn um letzten Jahr geſunde Kartoffeln geerntet haben, aus dieſen Erträgen vorſoralich ſichergeſtellt werden. Wir ſind daun gegen vielleicht auftretende Lieferungsſchwierigkeiten ge⸗ wappnet. 5 1 5 Wann? Sobald es das Wetter erlaubt, beginnen wir mit dem Kartoffelverleſen. Kartoffeln, die nur im eigengn Be⸗ trieb verwertet werden ſollen, können ſchon bei minus 2 Grad Celſius aus der Miete ſortiert werden, wenn ſie ſofort wieder in ein froſtſicheres Lager kommen. Zuerſt werden die Mieten geöffnet, die nur ſchlecht zugedeckt werden konnten und die be⸗ ſonders unter dem Froſt litten. Danach kommen die Mieten an die Reihe, deren Kartoffeln naß und ſchmutzig eingemietet werden mußten. Zuletzt ſind die Mieten dran, in denen die Knollen aller Borausſicht nach ohne große Verluste lagerten. Welche Sorten? Wir verleſen die Kartoffeln nach Saat⸗, Speiſe⸗ und Futterkartoffeln. Erfrorene Knollen dämpfen wir ſofort und ſäuern ſie ein. Deshalb noch heute: den rechtzei⸗ ligen Einſatz der Dämpfkolonne vorbereiten, das notwendige Brennmaterial herbeiſchaffen und behelfsmäßige Erdgruben herrichten, wenn andere Behälter dafür nicht frei ſind. Faule Knollen wandern auf den Kompoſthaufen. 5 Wie? Beim Handſortieren nicht in gebückter Hal⸗ tung aus dem großen Haufen ſortieren. Dos dauert zu lange. Ein hölzerner Verleſetiſch erleichtert und beſchlennigt dieſe Arbeit.(Eine ausgehobene Tür oder ein Rahmen mit dichtem Drahtgeflecht auf zwei Böcken reicht zur Not hierfür aus.) Sortiermaſchinen arbeiten ſchneller und leichter. Die Sortierſiebe flicken wir, wenn notwendig, aus oder erſetzen ſie durch neue. Beſonders kommt es auf richtige Siebauswahl an. Für langfallende Sorten— größere Maſchenweite wählen als für runde. Sonſt wird der Abgang zu groß. Haben wir die Lager der Maſchine gründlich gefänbert und geſchmiert, läuft ſie leichter. Der Trommelſortierer kann dann nur genau ſortieren, wenn nicht zuviel Kartoffeln auf einmal in ihn eingeſchüttet werden. Bei Flachſortieren paſſen wir die Drehaeſchwindigkeit den Kartoffeln an: Bei länalichen Knollen halten wir die Siebgeſchwindigkeit niedrig, damit ſie leichter durch die Maſchen fallen; bei runden Kartoffeln er⸗ höhen wir die Geſchwindiakeit, damit ſie nicht ſtopfen. An Ver⸗ leſebändern ſortieren wir am ſchnellſten und genaueſten. Naß⸗ faule Kartoffeln leſen wir, wenn möglich, vor dem Sortieren aus, ſonſt werden die Knollen in der Maſchine unanſehnlich und ſtecken ſich gegenſeitig an. Wohin? Sortierte Saat und Speiſekartof⸗ feln lagern wir in„Frühfahrsmieten“ oder beſſer in der Scheune ein.(Die„Frühfahrsmiete“ wird 155 Meter breit auf froſtfreiem Boden angelegt, mit friſchem, trockenem Stroh ab⸗ gedeckt und ſchwach mit Erde beworfen. In der Scheune ſchüt⸗ zen wir die Kartoffeln dadurch vor Froſt. daß wir an den Wänden Strohballen aufſtellen und eine dichte Schicht Lang⸗ ſtroh oben auflegen. Futter kartoffeln dämpfen wir am beſten ſofort und ſäuern ſie ein. Sonſt lagern wir ſie in der Scheune. niemals aber im Keller. e r k rk rr krbrc r crrrd rb rr debec dH 2 ven erfolgen, etwa von Mitte Februar bis Ende März. Man nimmt dazu Obſtbaumkarbolineum, und zwar des Mittel⸗ öltyps 6prozentig, des Schweröltups Aprozentig und„Obſt⸗ baumkarbolineum emulgiert“ 6prozentig. Die Brühe wird entweder verſpritzt oder mit einem ſteifborſtigen Pinſel auf⸗ getragen. Vor der Behandlung muß aber das alte Holz von der Borke geſäubert werden, damit man die Schlupfwinkel der Läufe erreicht, Auch Riſſe, Schnittwunden und Aſtwinkel dürfen bei der Behandlung nicht überſehen wer⸗ den. Die Spritzen müſſen nach Gebrauch von Obſtbaum⸗ karbolineum ebenſo wie nach Anwendung von Schwefelkalk⸗ brühe gut gereinigt werden. Mehr noch als ſonſt müſſen die diesjährigen Bekämpfungs⸗ maßnahmen auf die örtlichen Verhältniſſe abgeſtimmt werden: denn wir können uns eine unnütze Verausgabung von Geld und Arbeitskraft durch eine überflüſſige Spritzung ebenſowenig leiſten mie einen Ertragsausfall infolge einer nicht rechtzeitig durchgeführten oder verſänmten Behandlung. Hierzu ſind ge⸗ wiſſe Beobachtungen an Ort und Stelle erforderlich. die von den Vertrauensmännern des Rebſchukdienſtes vorgenommen werden. Dieſen kommt außerdem die Aufgabe zu, durch Bei⸗ ſpiel und Rat denen beizuſtehen, die in dieſem Jahr zum erſtenmal die Bekämpfungsarbeiten in ihrem Betrieb leiten oder durchführen müſſen. Es liegt daher im Intereſſe jeder Weinbaugemeinde, daß für etwa einberufene Reb⸗ ichutz warte Erſatzmänner aufgeſtellt und zur Teilnahme an den demnächſt ſt⸗ttfindenden Schulungen und 5 beordert werden. Dr. Wilhelm, Freiburg i. Br. S8 Die Kräuterecke im Banerngarien In den alten Bauerngärten, dem Gärten umſerer Gruß mütter, war ſtets eine K räuterecke zu finden. Mit wiel Liebe und Sorgfalt haben die Frauen früherer eiten dieſe Kränut⸗ lein gepflegt und betreut und mamche leichte Krankheit munde durch ihre Hei kung gelindert. In ſpäterer Zeit trat durch die Einfuhr von fremdländiſchen Gem mn dans Krämterbeet in den Hintergrund und mur wenige Bäuerinnen wiſſem moch 0 zkräutern und ihrer rwendumc im Küche 5 tit verb je daran Gewürze zn Einful wieſen, iſt E ten den l ten iſt es üblich, den im Hausgarten heranzuziehen. Wen 2 8 2. 7 0 2 = 2 2 8 E 8 Acker verlegt wi nicht nur Platz für ein Kräuterbeet gewo äber hinaus kann auch in erhöhtem Maße werden. Was ſoll nun alles in einem Kräuterb Alle Gewürz kräuter, die in b S 1 verwendet w ilkränter, ei leichten Erkran Wir unterſcheiden ei ährige und mehrjährige Pflanzen. Erſtere können leicht aus Samen gezogen wer⸗ durch Teilung vermehrt. Bei der Neu⸗ ezieht man die mehrfährigen Pflan⸗ rn dar⸗ Gem gebaut et gepflanzt wer⸗ iche und haupt⸗ 1 ferner ſowohl der anlage des zen aus einer Gö Die gebräuchlichſten einjährigen Krä bäuerlichen Bedarf ſind: Boretſch, joran, Kerbel, Kreſſe, Bohnenkraut, Peterſilie und immel(Gzwei⸗ jährig). Der Samen hierzu iſt nicht teuer, genügt eine Kleinpackung von feder Sorte. An mehrjährigen Kräu⸗ tern kommen fü ie Kräuterecke in Frage: Beifuß, Eſtragon, Liebſtock. Zitronenmeli Pfefferminze, Pimpinelle, Ros⸗ marin, Thumian. W̃ ei und Eine Pflanze koſtet ungefähr 10—15 U größeren Bedarf in Gewürz⸗ und Heilpflanzen kann die nbaufläche natürlich entſprechend geſteige»den. Es genügen je 2—3 Pflanzen für das Kränterbeet, ſo de für die ganze Anlage eine Fläche von 10—15 Quadratmeter vollauf genügen gürften. Wenn die Bäuerin erſt im Laufe des Jahres die Güte und Würze der eignen Erzeuaniſſe erkannt hat. wird ſie ſicher bald ihre Kräuterecke erheblich erweitern. Es empfiehlt ſich, am Anfang nur wenig Kräuter an die Speiſen zu nehmen, um ſo nach und nach die Hausgenoſſen daran zu gewöhnen. Sehr bald wird keiner mehr auf den guten, würzigen Geſchmack an Gemüſen und Salaten verzichten wollen und ſomit wird die Kräuterecke für die Bänerin unentbeßrlich. Bei der Haus⸗ ſchlachtung iſt es möglich, ohne Zukauf von ausländiſchen Gewürzen auszukommen, wenn eine Kräuterecke im Garten vorhanden iſt. Statt Pfeſſer wird mit Bohnenkraut gewürzt, für Nelken iſt Baſilikum ein guter Erſatz. Sachgemäße Trocknuna iſt ſelbſtverſtänd wendiakeit. Die meiſten Gewürzpflanzen w Blüte geerntet. eine Ausnahme bilden: ymian. Beifuß, Wermut und Mſop. Es wird bei gutem, trockenem Wetter ge⸗ ſchnitten. Die Kräuter werden dann ausgebreitet im Schalten getrocknet, bei größeren Mengen benutzt man am beſten Hor⸗ den, die ja in den meiſten erlichen Haushaltungen zum Trocknen von Obſt vorfanden ſind. Es iſt falſch. die Kräuter wochenlang in dicken Bündeln an der Hauswand hängen zn laſſen;: ſie trocknen nicht richtig durch, werden ſtaubig und da⸗ durch minderwertig. Eine einfache Trockenvorrichtung kann man ſich ſelber herſtellen, indem man ein Stück Stoff(alte Salzſäcke u. dal.) a r Latten nagelt und mit Draht in der Mitte des Rau i aufhänat. Der Speicher der trocken und luftig ſein ſoll, iſt der beſte Trockenplatz. Werden die Kränter durch die Nähe einer ſtark befahrenen Straße ſehr ſtaubiga, ſo werden ſie vor dem Schnitt mit Waſſer überbrauſt und erſt nach dem vollſtändigen Trocknen geſchnitten. Es iſt falſch, die Kräuter nach dem Schneiden zu waſchen, da hier⸗ durch das Aroma verloren geht. Die fertig getrockneten Kräu⸗ ter werden in einem Mörſer oder zwiſchen den Händen zer⸗ rieben und in Zellophantüten oder Gläſern im Vorratsraum aufbewahrt. Rutb. ter für den U, Baſilikum, Mor lich eine Not⸗ vor der + r Sanne Roman von Norbert Pruchhäuler N Inhaber aller Rechte: Ludwig Voggenreiter Verlag Potsdam 6. Fortſetzung Nun lagen Schleier und Brautkranz wohlverwahrt in der eichenen Truhe. Die ſpäte Sonne zögerte neugierig über den Leinwandballen, Bettüchern und Wäſcheſtücken, die noch keinen Platz gefunden hatten, ſtreichelte die hochgetürmten Ehebetten, glitt über den weißgeſcheuerten Fußboden und umſpielte zärt⸗ lich, das goldbraune Haar der jungen Bäuerin, die mit Hilfe der Altmagd einräumte und ordnete. Sanne ließ unter der Arbeit, und während Stine mit ihrer Kinderſtimme redſelig erzählte, die Augen über die Fachwerk⸗ wände und die niedrige Decke mit dem gebogenen Tragbalken gleiten, über die Fenſter mit den bleigefaßten Scheiben, über die blankgewetzten Bettpfoſten, über das handgeſchnitzte Kru⸗ zifixr, und ſie empfand bei aller Beſchwingtheit des Schaffens das verhaltene Schweigen dieſes altehrwürdigen Raumes, aus dem ſeit hundertundfünfzig Jahren das Leben des Hofes ge⸗ wachſen war— ein Strom von Leben, der nun auch durch ihr Herz flutete, ſegnend und fordernd zugleich. Zuweilen kamen die Worte der alten Magd nur wie von weitem auf ſie zu und weckten Gedanken, Bilder und Vor⸗ ſtellungen, wohl auch eine leiſe Ahnung oder Beklemmung. Aber es blieb alles wie in Nebel gehüllt, fern und unwirklich, weil das alte Weiblein ſelbſt ſchon allzuſehr der Wirklichkeit entrückt war, um Erlebtes von Geträumtem zu trennen. Es war eine wunderliche Welt, die ſich Stine in ihrem Kopf gebaut hatte, eine Welt, in der ſich wohl nur ein Kind ganz zurechtfinden konnte. Sie erzählte aus dem Hundertſten ins Tauſendſte. Sie ſprach davon, wie ſie als vierzehnjährige Waiſe auf den Hof kam, noch zu den Zeiten, da der Großvater ſelig ein junger Mann war. O, was für ein Mann, der Großvater! Ein guter Mann, gerecht vor Gott, und ein Beiſpiel für die Mitmen⸗ ſchen. Hat auch auf Stine große Stücke gehalten, wunder was für große Stücke! Großmutter war früh geſtorben! Da iſt der Bauer gekommen und hat geſagt, Stine, hat er geſagt, jetzt mußt du den Kindern Mutter ſein; ich kann mich auf dich ver⸗ laſſen.— Ob er ſich hat verlaſſen können! Eher das Leben hätte Stine gegeben, als ihr heiliges Amt vernachläſſigen mö⸗ gen. Die junge Frau wird es ſelbſt noch erfahren, daß kein heiligeres und ſchöneres Amt iſt auf der Welt, als Kindern Mutter zu ſein. Sie treten wohl jung der Mutter auf den Schoß und ſpäter oft genug auch auf das Herz, aber die Trä⸗ nen einer Mutter fügt der Herrgott als Sterne an ſeinen Him⸗ mel, daß ſie den Kindern noch leuchten, wenn kein Licht ſonſt mehr über ihnen wacht! Stine ſetzte ſich verſchnaufend auf den äußerſten Rand der Truhe. Ihr Atem ging kurz und pfeifend, der zahnloſe Mund ſtand offen. Unzählige Falten und Fältchen zeichneten das pergamentene Geſicht. Plötzlich kam in ihre Augen der Aus⸗ druck von Angſt und Schrecken. Wie gebannt ſtarrte ſie durch das offene Hoffenſter nach der Scheune hinüber. Da ſank ge⸗ rade über dem breiten Dach die Sonne als roter Ball gegen Weſten. Stine ſchlug haſtig ein Kreuz, ſtand auf und machte ſich mit zittrigen Händen zu ſchaffen. Sanne ſchaute ihr verwundernd zu, zweifelnd, ob ſie eine Frage ſtellen ſollte. Die Magd kam ihr zuvor, ſie redete ver⸗ worren und dunkel von einem blutroten Schein über dem Scheunendach, von Feuerfunken und Brand, und dann holte ſie Bild um Bild eines ſchweren Erlebniſſes aus der Erinne⸗ rung herauf und fügte unbeholfen eins zum anderen Ein Sommertag war's, zur Heumachenszeit. Alle Leute in den Wieſen, Stine allein daheim, um das Nachteſſen be⸗ müht und um das Vieh. Nein, daß ſie es richtig ſagt, es war noch jemand daheim: ihr Kind, ihr Johannes.„O, Frau, ihr werft keinen Stein auf die alte Stine; wir waren alle jung, und ein bißchen Glück will jeder haben. Das Kind war ein herziger blonder Engel. Drüben im alten Geſindehaus, wo jetzt der Stall iſt. laa es in ſeiner kleinen Wiege und ſchlief und hatte das Däumchen im Mund... War da nicht plötzlich ein fernes Donnern in der Luft? O. Frau, ihr ahnt es nicht, heute noch zittert mir die Seele, wenn ein Gewitter ſich an⸗ zeigt; heute noch, nach faſt ſechszig Jahren! . Nun hört, wie es geſchah! Kommt der Michel mit den Pferden, um den zweiten Wagen zu holen und ſagt: Stine, du mußt mitkommen, es eilt, das Wetter ſteht über dem Grund. Gott und alle Heiligen! Schwarz ſeh ich es über dem Grund hängen. Ich renne auf den Boden, ſtehe an der Wiege und ſehe, wie das Kind ſchläft, befehle es in den Schutz der heiligen Engel und will ihm noch einen Kuß auf die Backe geben. Da denke ich, tu es nicht, es könnte aufwachen. Stine! ruft der Knecht. Ich ſpringe hinunter. Der Wagen raſt dahin. Das Wetter ſteht ſenkrecht über uns. Eilt, eilt, daß wir das Heu trocken unter Dach bringen! Es wird Nacht mit einem Mal.— Und dann: ein Blitz und Schlag, als ob die Welt ver⸗ ſinken ſollte. Wie gelähmt ſtehe ich, unfähig mich zu rühren, und weiß nur eins: das Kind! Und renne, fliege ins Dorf, in den Hof. Die Scheune breunt, das Geſindehaus brennt. Flammen und Krachen! Ich ſtürze die Treppe hinauf. Die Stube brennt. Die Wiege.. ein glühender Balken iſt dar⸗ über geſtürzt, ich werfe ihn beiſeite, greife nach dem Kind, es iſt tot, erſtickt O, Frau!“ 5 Ihre Stimme wurde ganz leiſe, als ob ſie fürchtete, je⸗ mand im Schlaf zu ſtören. „Aber wißt Ihr, Frau, er iſt ja nicht tot, mein kleiner Johannes, Gott hat ihn zu ſich genommen und ihm einen Stern in die Hand gegeben, daß er mir einmal den Weg zei⸗ gen kann, wenn ich zu ihm fahre durch die lange Nacht.“ Danach dröſelte ſie eine Zeitlang ſtill vor ſich hin, und dann ſprach ſie wieder vom Hof und von den Menſchen, die ſie gekannt hatte, und am liebſten ſprach ſie von den Toten. Auf einmal ſagte ſie:„Gelt, Frau, ich darf Euch einmal mitnehmen auf den Kirchhof und Euch ſein Grab zeigen?“ „Ja, das dürft Ihr, Stine, und ich gehe gern mit Euch.“ * Beim Nachteſſen war die ganze Familie bis auf den alten Erbacher, der gegen Abend noch einmal mit Flinte und Hund fortgegangen war, um den Tiſch in der großen Stube verſam⸗ melt. Es gab Pellkartoffeln und geſtockte Milch. Rechts von dem leeren Hochſitz ſaß die alte Frau Margret, neben ihr Sanne, ihr gegenüber Peter und Gregor, weiter unten Traud, die Stallmagd, Agnes, das Küchenmädchen, und die alte Stine. Am unteren Kopfende pflegte der Fuhrknecht Stephan Platz zu nehmen. Es war ſchon dämmrig in dem Raum, denn die Spalier⸗ obſtbäume vor den Hoffenſtern verſperrten dem ſpärlichen Ta⸗ gesſchimmer den Eingang. Es wagte aber niemand, die Petro⸗ leumlampe anzuzünden, ehe nicht die alte Frau den Auftrag gegeben hatte. Sanne langte gleich den anderen in die Schüſſel, ſchälte eine ſchöne mehlige Kartoffel und ſchob ſie der Schwiegermut⸗ ter hin. Auch mit der zweiten machte ſie es ſo. Ohne den Blick zu wenden, ſchob Frau Magret ihr die Kartoffeln wieder zu⸗ rück. Peter ſah es und bekam einen roten Kopf. Die anderen hatten nichts bemerkt. Sie ſaßen müde und hungrig über den Tiſch gelehnt und löffelten aus den irdenen Schüſſeln. Nur die ſchwarzäugige Traud ließ von Zeit zu Zeit den Blick lau⸗ ernd und in ſtiller Bosheit zu dem oberen Tiſchende wandern. „Es hat lange gedauert“, ließ ſich Margret nach einer Weile mit ſpitzer Stimme vernehmen,„bis du mit dem Ein⸗ räumen zu Rande gekommen biſt.“ Sanne merkte, ohne aufzuſehen, wie alle nach ihr ſahen, und verfärbte ſich. „Wenn eine junge Frau ſich Zeit läßt, dann hat die Faul⸗ heit im Haus einen Freibrief.“ Man hörte eine Zeitlang nur die Löffel klappern. „Du brauchſt dir auch von Stine nicht die Anſprache hal⸗ ten zu laſſen. Die ſoll ſich lieber um ihre Arbeit kümmern.“ „Von der hat man neuerdings überhaupt keine Hilfe mehr, warf Traud dazwiſchen. Da brauſte Peter auf, nannte Traud ein freches Schand⸗ maul und ſagte, ſie hätten alle ſeine Frau als Herrin im Hauſe zu achten. Darauf Frau Margret:„Das Befehlen mußt du erſt ler⸗ nen. Und eine fremde Perſon braucht nicht am dritten Tage ſchon zu erfahren, wieviel du noch lernen mußt.“ Sanne hätte in den Boden kriechen mögen vor Scham. Sie legte den Löffel hin, ſchob den Stuhl zurück und ſtand auf. Margret ſagte:„Bei uns iſt es Sitte, daß alle ſitzenblei⸗ ben, bis das Tiſchgebet geſprochen iſt.“ „Ich bin ſatt“, ſagte Sanne. Sie ſchob den Stuhl an ſeinen Platz und ging in die Küche. Sie lehnte die Stirn an das Fenſterkreuz und hatte Mühe, das Weinen zu unterdrücken. Am nächſten Morgen war ſie mit den Erſten auf. Peter drehte ſich noch einmal auf die andere Seite und verſprach, gleich nachzukommen. (Fortſetzung folgt) Je gewiſſenhafter wir die Zähne abends reinigen, deſto nachhaltiger iſt der Erfolg der Zahnpflege. Aus dem Reichsnährſtand Bekanntmachungen der Caudesbaueruſckaſt Baden Kdramt Die Hauptkörungen 1940 für Bullen, Eber und Ziegenböcke Die Hauptkörungen für Bullen, Eber und Ziegenböcke werden in dieſem Jahr in den Monaten März, April und Mai im Bereich des Köramtes bei der Landesbauernſchaft Baden abgehalten. Mit der Durchführung der Hauptkörungen ſind die Tierzuchtämter Radolfzell. Neuſtadt, Freiburg und Heidelberg beauftragt. Mit Rückſicht auf den Mangel an Transportmit⸗ teln ſind die Einzugsgebiete zu den einzelnen Körorten ver⸗ kleinert, ſo daß die Möglichkeit beſteht, die Vatertiere zu Fuß oder mit dem Fuhrwerk zu den Hauptkörungen zu bringen. Sämtliche zur Zucht benutzten Bullen, Eber und Ziegenböcke, alſo auch ſolche, die ſich in Privatbeſitz befinden und nicht öffentlich zur Zucht aufgeſtellt ſind, müſſen bei den Haupt⸗ körungen vorgeführt werden, da auf Grund des Reichstier⸗ zuchtgeſetzes nur noch Vatertiere zum Decken ver⸗ wendet werden dürfen, welche gekört ſind. Sämtliche Vatertiere ſind rechtzeitig vor Beginn der Haupt⸗ körungen beim zuſtändigen Tierzuchtamt anzumelden. Ent⸗ ſprechende Anmeldevordrucke gehen dem Bürgermeiſter zu. Für die ordnungsgemäße Anmeldung aller Vatertiere inner⸗ halb einer Gemeinde iſt der Bürgermeiſter verantwortlich. Ausgenommen von der Vorführungspflicht ſind: 1. Vatertiere, die mit übertragbaren Krankheiten behaftet ſind und ſolche aus Gehöften, aus denen zur Verhütung des Verſchleppens von Tierſeuchen auf Grund veterinärpolizei⸗ licher Beſtimmungen die Ausfuhr verboten iſt. Können aus dieſem Grunde Vatertiere nicht vorgeführt werden, ſo iſt ſpä⸗ teſtens am Tag vor der Hauptkörung dem zuſtändigen Tier⸗ zuchtamt Mitteilung zu machen. Sofern ein Vatertier infolge einer anderen Krankheit als der erwähnten nicht vorgeführt werden kann, iſt dem Tierzuchtamt oder der rkommiſſion am Tag der Körung eine tierärztliche Beſcheinigung vorzu⸗ legen. 2. Vatertiere, die bei der Hauptkörung 1939 eine befriſtete Deckerlaubnis bis zum 1. Februar. 1. März oder 1. April 1940 erhielten. 3. Vatertiere, die drei Monate vor einer Hauptkörung an⸗ läßlich einer Sonderkörung gekört und gekauft wurden. 4. Junge Vatertiere, die in den nächſten neun Monaten auf Grund einer Sonderkörung zum Verkauf vorgeführt wer⸗ n. 5. Vatertiere aus Sperr⸗ oder Beobachtungsgebieten. Bei den Hauptkörungen haben die Bürgermeiſter und Ortsbauernführer auf Grund der Beſtimmungen des§ 4(11) der Erſten Verordnung zur Förderung der Tierzucht vom 26. Mai 1936(RGBl. J S. 470) anweſend zu ſein. Hierbei ſind die amtlichen Körbücher, die Abſtammungsnachweiſe und die Deckblocks ſowie die Wiegeſcheine von der letzten Gewichtsfeſt⸗ ſtellung ſämtlicher angemeldeten Vatertiere mitzubringen. Sämtliche Vatertiere ſind am Tag vor der Hauptkörung noch⸗ mals zu wiegen und dieſe Gewichte bei der Hauptkörung eben⸗ falls vorzulegen. Die Vatertiere werden anläßlich der Hauptkörung öffent⸗ lich beurteilt. Das Körergebnis wird ſofort bekanntgegeben und in das Körbuch an Ort und Stelle eingetragen. Eine nochmalige ſchriftliche Mitteilung der Körergebniſſe wird nicht zugeſtellt. Das Urteil der Körkommiſſion iſt endgültig. Die Tiere werden entweder angekört bis zur KH. 1941, oder be⸗ friſtet angekört(Termin wird jeweils bekanntgegeben), oder nicht angekört bzw. abgekört. Die Deckerlaubnis wird für folgende Zuchtklaſſen erteilt: 1. Zuchtklaſſe 41 für Vatertiere, die öffentlich zum Decken aufgeſtellt ſind. 2. Zuchtklaſſe A für Vater⸗ tiere im Privatbeſitz, die zum Decken fremder Tiere zur Ver⸗ fügung geſtellt werden. 3. Zuchtklaſſe B für Vatertiere, die ausſchließlich zum Decken der eigenen Tiere eines Vater⸗ tierhalters benutzt werden. Für Vatertiere, welche die Deck⸗ erlaubnis für die Zuchtklaſſe A1 oder A erhalten, wird der amtliche Deckblock vom Tierzuchtamt gegen Empfangs⸗ beſcheinigung zur Verfügung geſtellt. 5 l Für alle bei einer Hauptkörung aufgetriebenen Vatertiere ſind Geſundheitszeugniſſe beizubringen, die frühe⸗ ſtens zwei Tage vor der Veranſtaltung ausgeſtellt ſein müſſen. Perſonen. die in Sperr⸗ oder Beobachtungsgebieten wohnen, iſt der Beſuch der Hauptkörungen nicht erlaubt. Bei der Vor⸗ führung zur Hauptkörung müſſen alle Bullen mit Naſen⸗ ringen verſehen ſein. Die Vorführung hat an einem Leit⸗ ſtock zu erfolgen, der mit dem Naſenring feſt(ohne Zwiſchen⸗ glieder) verbunden iſt. Die Körgebühren werden bei der Hauptkörung ſo⸗ fort eingezogen, ſie betragen bei Bullen 4 RM., ſofern der Bulle das erſtemal vorgeſtellt wird 6 RM.; bei Ebern 2 RM. ſofern der Eber das erſtemal vorgeſtellt wird 3,50 RM.; 13 Ziegenböcken 75 Rpf., ſofern der Ziegenbock das . erſtemal vorgeſtellt wird 1,25 RM. In dieſen Gebühren iſt ſowohl die Haftpflicht⸗ als auch die Tierverſicherung einge⸗ ſchloſſen. Auf Grund der Hauptkörung eintretende Schäden ſind deshalb ſofort an das zuſtändige Tierzuchtamt zu melden. Bei Nichtbeachtung bzw. Zuwiderhandlungen gegen die Anordnungen des Köramtes, insbeſondere auch hinſichtlich der Beſtimmungen über die Benutzung des amtlichen Deckblocks, kann eine Geldſtrafe bis zu 10 000 RM. für jeden Fall der Zuwiderhandlung erhoben werden. Karlsruhe, den 20. Februar 1940. Heſchaffung von Sugochſen Zur Beſeitigung des Mangels an Spanntieren iſt beab⸗ ſichtigt, die anläßlich der Sonderkörungen des Köramtes Ba⸗ den nicht gekörten Jungbullen(Alter 13—15 Monate) den Bauern und Landwirten als Spanntiere zur Verfügung zu ſtellen. Bauern und Landwirte, die beabſichtigen, derartige Tiere anzukaufen, müſſen ihren Bedarf jeweils ſpäteſtens 8 Tage vor den einzelnen Sonderkörungen bzw. Verſteigerun⸗ gen, ihrem zuſtändigen Tierzuchtamt(Heidelberg, Leopold⸗ ſtraße 16; Freiburg, Schlageterſtraße 1820; Neuſtadt i. Schw., Hauptſtraße 25; Radolfzell, Friedrich⸗-Werber⸗Straße 20) an⸗ zeigen und bei der Sonderkörung zum Ankauf anweſend ſein. Der Verkauf der Tiere erfolgt zu dem jeweils gültigen Schlachtpreis gegen Barzahlung. Die Käufer der Tiere ſind verpflichtet, die Jungbullen kaſtrieren zu laſſen. Die Kaſtra⸗ tionsbeſcheinigung iſt ſpäteſtens bis 4 Wochen nach dem An⸗ kauf an das Tierzuchtamt, in deſſen Gebiet der Verkauf er⸗ folgte, einzuſenden. Es wird darauf hingewieſen, daß Jungbullen, die in der nächſten Zeit angekauft werden, noch vor Beginn der Früh⸗ jahrsarbeiten eingewöhnt werden können und für leichtere Arbeiten zur Verfügung ſtehen. Es empfiehlt ſich daher, den etwaigen Bedarf bei den nächſten Sonderkörungen zu decken. Die nächſten Sonderkörungen finden ſtatt: Am 13. März 1940 in Neuſtadt und am 27. März in Radolfzell. Karlsruhe, den 16. Februar 1940. Sonderkörung für Bullen in Eberbach Am 17. April 1940 findet in Eberbach eine Sonderkörung für Bullen(Höhenfleckvieh) ſtatt. Anmeldungen von Jung⸗ bullen, die am Tage der Sonderkörung mindeſtens 13 Monate alt ſind, müſſen bis 10. März 1940 auf dem vorgeſchriebenen Anmeldevordruck dem Tierzuchtamt Heidelberg, Leopoldſtr. 16, vorgelegt werden. Später eingehende Anmeldungen können keine Berückſichtigung mehr finden. Karlsruhe, den 16. Februar 1940. Sonderkörung für Bullen in Schönau Am 9. Mai 1940 findet in Schönau eine Sonderkörung für Bullen(Hinterwälder) ſtatt. Anmeldungen von Jung⸗ bullen, die am Sonderkörung mindeſtens 13 Mo⸗ nate alt ſind, müſſen bis 1. April 1940 auf dem vorgeſchriebe⸗ nen Anmeldevordruck dem Tierzuchtamt Neuſtadt i. Schw., Hauptſtr. 25, vorgelegt werden. Später einsehende Anmeldun⸗ gen können keine Berückſichtigung mehr finden. Karlsruhe, den 16. Februar 1940. Der Leiter des Köramtes: F. Engler⸗Füßlin, Landesbauernführer. Reichsverband Deutſcher Schafzüchter e. V. Ablieferung von Wolle durch Schafhaltungsvereine oder Genoſſenſchaften Infolge der ſehr ſchwierig werdenden Transportverhält⸗ niſſe für Säcke und Schafwolle iſt es notwendig, auch bei Schaf⸗ haltungsvereinen, Genoſſenſchaften oder ſonſtigen Korporatio⸗ nen den Verſand des Packmaterials und der Wolle nach Mög⸗ lichkeit zu vereinfachen. Es iſt daher nicht mehr ſtatthaft. daß einzelne Mitglieder der Genoſſenſchaften für ſich ihre Wolle einliefern. Das geſamte Wollaufkommen der Genoſſenſchaft muß gemeinſchaftlich an die Sammelſtellen der Reichswollver⸗ wertung zur Ablieferung gelangen. gez. Freiherr von Gumppenberg. 2 — 2 2 2 Weg mit alten Hühnern! Man findet mitunter in den Geflügelſtällen 5—6jährige Hühner, und auch ſonſt werden die Regeln der Tierzucht nicht immer beachtet. Es iſt aber dringend notwendig, Hennen nach dem dritten Jahre zu ſchlachten, weil dann die Legetätigkeit abnimmt. Ueberdies iſt es auch notwendig, von Zeit zu Zeit friſche, nicht blutsverwandte Hähne zur Vermeidung der Dege⸗ neration einzuſtellen. 4 wie Herzklopfen, Atemnot, Schwindelanfälle. Arterien⸗ erzlei en verkalkung. Waſſerſucht. Anaſtgefühl ſtellt der Arzt feſt. Schon vielen bat der bewährte Toledol⸗Herzſaft die gewunſchte Beſſerung und Stärkung des Herzens gebracht Warum auälen Sie ſich noch damit? Packung 2.10 RM. in Apotheken. Verl. Sie ſofort koſtenlos Auf⸗ klärungsvorſchrift von Dr. Rentſchler& Co., Laupheim W 62, Württemberg Blick auf den Markt Die neuen Schneefälle in der vergangenen Woche haben ſich weiterhin nachteilig auf die Getreideablieferung ausgewirkt. Trotz⸗ dem konnte die Verſorgung der Mühlenbetriebe ziemlich befriedigend geſtaltet werden. Das Kaufintereſſe für Roggen und Weizen hielt an. An Braugerſte ſind die Umſätze kaum nennenswert geblieben. Der Induſtriegetreidemarkt ſtand im Zeichen des Bedarfs. Hafer und Rauhfutter wurden faſt reſtlos an die Wehrmacht abgeliefert. Die Mehlverſorgung lief in normalen Bahnen. Auf dem Miſch⸗ futtermittelgebiet konnte der Bedarf in zufriedenſtellender Weiſe ge⸗ deckt werden. Darüber hinausgehende Futtermittelſorten waren be⸗ gehrt. Trotz neuen Kälteeinbruchs und trotz Transportſchwierig⸗ keiten durch die Beſchaffenheit der verſchneiten Straßen, iſt die Milch⸗ anlieferung weiter geſtiegen. Damit iſt auch die fortlaufende Er⸗ höhung der Buttererzeugung aufs engſte verknüpft. Der Verbrauch an Trinkmlich und entrahmter Friſchmilch blieb normal. Käſe unter⸗ lag ſtarken Anforderungen, die nicht reſtlos erfüllt werden konnten. Die Schlachtviehmärkte und Viehverteilungsſtellen waren weiterhin gut verſorgt, ſo daß in der geregelten Fleiſchverſorgung keine Stockung eingetreten iſt. Bedingt durch die Wetterlage blieben die Zufuhren zu den Ferkel⸗ und Läufermärkten etwas hinter der Vor⸗ woche zurück. Auf dem Kartoffelmarkt iſt eine grundlegende Wand⸗ lung nicht eingetreten, da der Kälterückfall trotz Anwendung aller Vorſichtsmaßnahmen die Verladungen von Speiſekartoffeln außer⸗ ordentlich erſchwerte. In der Fiſchverſorgung war eine rückläufige Bewegung feſtzuſtellen, da Zufuhren von Seefiſchen infolge eng⸗ begrenzter Anlandungen nicht erfolgen konnten. Beim Obſt ſpielten wie ſeither Aepfel die erſte Rolle. Auch Birnen ſtanden in beſchei⸗ denem Rahmen zur Verfügung, daneben waren teilweiſe auch Wal⸗ nüſſe anzutreffen. Die Zufuhren an Apfelſinen ſind gegen die Vor⸗ woche gleichgeblieben. Zitronen waren wieder ausreichend verfüg⸗ bar. An der Lage auf dem Gemüſemarkt hat ſich nichts weſentlich geändert Die verſchiedenen Kohlarten ſind an erſter Stelle zu nen⸗ nen. Wie bisher, waren in teilweiſe nicht ganz ausreichenden Men⸗ gen Karotten, Rote und Weiße Rüben ſowie Sellerie greifbar. Auch Bodenkohlraben, Blumenkohl, Endivienſalat und Kreſſe ſtanden in beſchränktem Maße zur Befriedigung der Kaufwünſche bereit. Alle Erzeugniſſe wurden gerne aufgenommen. Die Ankünfte an Eiern hatten ebenfalls unter dem Froſtwetter zu leiden, doch geſtaltete ſich die Verſorgung befriedigend. Großhandelspreiſe auf den badiſchen Wochengroßmärkten Freiburg i. Br., 15. Febr.(Je 50 kg). Kartoffeln(gelbe) 8,50 RM.; Kartoffeln(weiße und blaue) 3,20 RM.; Blumenkohl(ital.) 11 RM.; Rotkraut(dän.) 7,75 RM.; Rotkraut(inl.) 8,22 RM.; Weißkraut (inl.) 6,15 RM.; Weißkraut(dän.) 7,50 RM.; Wirſing(inl. und dän.) 7,50 RM.; Gelbe Rüben 6,90 RM.; Weiße Rüben 5—6 RM.; Feld⸗ ſalat 100 RM.; Zwiebeln 8,30 RM.; Tafeläpfel 33 RM.; Kochäpfel ieee 1 5 7 905 Apfelſinen(ital.) 14,68 RM.; Zitronen(ital.) Stück 5 is 6 Rpf. Karlsruhe, 16. Febr.(Je 50 kg). Kartoffeln(gelbe) 3,55 RM.; Rotkraut 7,75—8,08 RM.; Weißkraut 6,256,385 RM.; Blumenkohl (ital.) Stück 19—23 Rpf.; Karotten 6—8 RM.; Rote Rüben 7 RM.; Endivienſalat(ital.) Stück 7—14 Rpf.; Kreſſenſalat 110 RM.; Sel⸗ lerie 30 RM.; Zwiebeln 8,40 8,50 RM.; Tafeläpfel 20—81 50 R M.; Kochäpfel 16,50—19,90 RM.; Apfelſinen(ital.) 16,70—17 RM.; Zi⸗ tronen(ital.) Stück 2,5 bis 3 Rbf f Mannheim, 17. Febr.(Je 50 kg). Kartoffeln(gelbe) 3,50 bis 8,60 RM.; Blumenkohl(ital.) 18 Stück 44,50 RM.; Rotkraut(holl.) 8.—9 RM.; Weißkraut(holl.) 7.50 RM.; Wirſing(holl.) 9 RM.; Gelbe Rüben 8—9 RM.; Rote Rüben 8—9 RM.; Weiße Rüben 7 RM.; Bodenkohlraben 4—5 RM.; Endivienſalat(ital.) 18 bis 3 Stück 2,70—3 RM.; Kreſſenſalat 100120 RM.; Sellerie 35—40 RM.; Zwiebeln 8—9 RM.; Tafeläpfel(inl.) 2540 RM.; Tafel⸗ äpfel(ital.) 20—30 RM.; Tafelbirnen 25 RM.; Nüſſe 48 RM.; Apfelſinen(ital.) 17—19 RM.; Zitronen(ital.) Stück 8—10 Rpf. Nutzvieh⸗, Ferkel⸗ und Läufermärkte Grünsfeld, 14. Febr. Ferkel über 6 Wochen 60—75 RM., Läufer 85 RM. Marktverlauf: lebhaft, Ueberſtand. Ueberlingen, 14. Febr. Ferkel über 6 Wochen 3850 RM. Markt⸗ verlauf: geräumt. Mannheim, 15. Febr. Ferkel über 6 Wochen 36—68 RM. Läufer 80110 RM. Marktverlauf: mäßig, Ueberſtand. Lörrach, 16. Febr. Ferkel über 6 Wochen 50—70 RM. Marktver⸗ lauf: gut, Ueberſtand. Müllheim, 16. Febr. Ferkel über 6 Wochen 45 RM. Läufer 70 RM. Marktverlauf: ſchleppend, Ueberſtand. Freiburg i. Br., 17. Febr. Ferkel bis 6 Wochen 26—30 RM., über 6 Wochen 30—40 RM. Läufer 70—80 RM. Marktverlauf: geräumt. Offenburg, 17. Febr. Ferkel bis 6 Wochen 30—40 RM., über 6 Wochen 40—50 RM. Marktverlauf: gut, geringer Ueberſtand. Weinheim, 17. Febr. Läufer 40—96 RM. Marktverlauf: gut, Ueberſtand. Würzburg, 17. Febr. Ferkel(ſchwache) 30—40 RM., mittlere 42 bis 54 RM., ſchwerſte 5665 RM. Läufer 90120 RM. Markt⸗ verlauf: ſchleppend, Ueberſtand. Säue 19. Febr. Ferkel über 6 Wochen 58—74 RM. Marktverlauf: geräumt. Haslach i. K., 19. Febr. Ferkel über 6 Wochen 24—38 RM. Läu⸗ fer 40 RM. Marktverlauf: gut, Ueberſtand. Markdorf, 19. Febr. Ferkel über 6 Wochen 30—50 RM. Markt⸗ verlauf: mittelmäßig, Ueberſtand. Meßkirch, 19. Febr. Ferkel über 6 Wochen 30—40 RM. Markt⸗ verlauf: mittelmäßig, Ueberſtand. Pfullendorf, 19. Febr. Ferkel über 6 Wochen 40—68 RM. Markt⸗ verlauf: geräumt. Kalbinnen 280—370 RM. und 472600 RM. Jungrinder 160-260 RM. Marktverlauf: mäßig, Ueberſtand. (Die Preiſe für Ferkel und Läufer verſtehen ſich je Paar.) Das neue Buck Mentzel und v. Leugerkes landwirtſchaftlicher Hilfs⸗ und Schreib⸗Kalender. 1940, II. Teil. Verlag Paul Parey, Berlin. Preis 3,30 RM. Der Hilfs⸗ und Schreiblalender von Mentzel und v. Lengerkes erſcheint im 93. Jahrgang. Während der I. Teil ausſchließlich als Taſchenkalender aufgemacht iſt, enthält der II. Teil aktuelle Fachartitel und ein umfangreiches Adreßbuch für alle landwirtſchaftl. Behörden im Deutſchen Reich Der Reichsnährſtand iſt dabei ausgiebig berücksichtigt, wie auch die Anſchriften der Genoſſenſchaften, Vereinigungen und Geſellſchaften im Dienſt der Landwirtſchaft aufgeführt und behandelt ſind. Auch die Heeresfachſchule, die Bauernſchule und die Neu⸗ bildung deutſchen Bauerntums ſind darin in ihrer ganzen Struktur beſprochen. Die Fachartikel ſtellen einen wertvoller Beitrag über wichtige Fragen aus der praktiſchen Landwirtſchaft dar, und die Abhandlung über die wichtigſten Steuern des Landwirts verdienen Beachtung. Dr. Meisner. „Kalender der Leipziger Bienenzeitung 1940“, Verlag: Leipziger Bienenzeitung, Leipzig. Preis 90 Rpf. Der vom Verlag der Leſpziger Bienenzeitung in handlichem Taſchenformat herausgegebene Kalender iſt auch im neuen Jahrgang fehr gut gelungen. Außer den Tabellen für alle wichtigen Aufzeichnungen enthält er gut durch⸗ gearbeitete monatliche Anweiſungen, und im Bienenwirtſchaftlichen Rakgeber viel Wiſſenswertes für einen Imker. Endlich gibt er eine Ueberſicht über die Reichsorganiſation und die Landesfachgruppen Imker und ein vollſtändiges Ver⸗ zeichnis der anerkannten Belegſtellen im ganzen Reich. Der Kalender wird jedem Imker gute Dienſte leiſten. J. Mader. Imkers Jahrbuch und Taſchenkalender 1940. Verlag: Fritz Pfenningstorff, Berlin. Preis 75 Rpf. Wie in den früheren Jahrgängen wird dem Imter ein gutes Taſchenbuch mit allen erforderlichen Tabellen und Monatsanweiſungen geboten Daneben enthält der Kalender Beiträge der bedeutendſten Männer der Bienenzucht. Der Kalender iſt für jeden Imker ein wertvolles Gebrauchs⸗ und Nachſchlagewerk. Dr. jur. Jof, Müllenbuſch: Nom Recht der ernährungswirt⸗ ſchaftlichen Marktordnung leinſchließlich Kriegsernährungs wirt⸗ ſchaft). 1940. 88 Seiten. Reichsnährſtand Verlags⸗Geſ. m. b. H., Berlin. Preis kart. 85 Rpf. Die Schrift von Müllenbuſch iſt jetzt in der 2. Auflage erſchienen und be⸗ handelt bereits die Kriegsernährungswirtſchaft in ihren Grundzügen. Nach einem Ueberblick über die Organiſation der Kriegsernährungswirtſchaft werden die auf den einzelnen Wirtſchaftsgebieten zur öffentlichen Bewirtſchaftung der zandwirtſchaftlichen Erzeugniſſe getroffenen Maßnabmen dargeſtellt. In einem Anhang iſt ein Verzeichnis der Landesernäbrungsämter abgedruckt, aus dem die Bezirke, die Leiter und Anſchriften erſichtlich ſind. Tem Werk Müllen⸗ buſch s kommt gerade im Hinblick auf die Behandlung des Rechtes der Kriegs⸗ ernährungswirtſchaft eine außerordentliche Bedeutung zu Es läßt in ein⸗ drucksvoller Weiſe erkennen, daß die Marktordnung des Reichsnährſtandes von bornherein auch auf die Reichsverteidigung ausgerichtet war, ſo daß ſie ohne beſondere Schwierigkeiten zu der ſtrafferen„Marktordnung im Kriege“ aus⸗ gebaut werden konnte. Ameis. Walther Geyer: Landjugend lernt wieder imkern. 1939. 62 Seiten. Leipziger Bienenzeitung. Leipzig. Preis—.30 RM. Der Rückgang der Bauernimkerei im Laufe der letzten Jahrzehnte hat auf dem Gebiet des Obſtbaues, ſowie im Fett⸗ und Oelpflanzenanbau zu ernſten Problemen geführt. Heute muß es unſere Aufgabe ſein, in weiteſten Kreiſen der geſamten Landjugend das Verſtändnis für die bäuerliche Imkerei zu wecken. Dieſelbe muß im organiſchen Aufbau des Bauernhofes allmählich wie⸗ der den ihr gebührenden Platz einnehmen. weil die Biene für den Weiter⸗ beſtand unſeres Obſtbaues und beſonders der Fett⸗ und Oelpflanzen unerſetz⸗ lich iſt. Der Verfaſſer obiger Schrift verſtand es, in knappen, leichtver⸗ ſtändlichen und eindringlichen Ausführungen die Bedeutung der Bauern⸗ imkerei aufzuzeigen. Darüber hinaus gibt das Büchlein, trotz ſeines geringen Umfanges, in erſchöpfender und anſchaulſcher Form Aufſchluß über Pflege und Haltung der Bienenvölker. Rieggerdt. Limbach⸗Boshart: Der Anbau von Heil⸗, Duft⸗ und Ge⸗ würzpflanzen. 1939. 125 Seiten. Reichsnährſtand Verlags⸗Geſ. m. b. H., Berlin. Preis 2,50 RM. In der neu vorliegenden 2. Auflage ſind zufätzlich all die Erfahrungen, die in den letzten Jahren geſammelt werden konnten, verwertet. Die beiden Verfaſſer ſind gute deutſche Fachleute auf dieſem Gebiet. Dr. Limbach berichtet über die Organiſatien des Heil⸗ und Gewürgpflanzenanbaues, über Anbau, Pflege, Kultur und Erntemaßnahmen ſowie über die Möglichkeit der natürlichen und künſtlichen Trocknung, während der Regierungsrat 1 Kl Dr. Boshart von der Bayeriſchen Landesanſtalt für Pflanzenbau und Pflanzenſchutz in München ſeine in jahrelangem Anbau geſammelten praktiſchen Erfahrungen niedergelegt hat. Jeder Bauer kann ſich getroſt an ſeine Anweiſungen halten und wird dabei kaum Fehlſchläge bekommen. Selbſtverſtändlich muß dann auf die Er⸗ fahrung, die jeder ſelbſt ſammeln muß, jeder die gegebenen Kulturanweifungen für ſeine Boden⸗ und Kliwalage umformen. Von jeder Pflanzenart werden außerdem die Erntemöglichkeiten beſchrieben. Zugleich ſind die feſtgeſetzten Er⸗ zeugerpreiſe veröffentlicht, ſo daß ſich jeder ein Bild über die Verdienſtmög⸗ lichkeit mit dem Anbau von Gewürzpflanzen machen kann. Dieſe Schrift iſt fo umfaſſend für den bäuerlichen Gebrauch, daß man ſie gut als Nachſchlagewert verwenden kann. Hans Körner. Snell⸗Geyer: Die Kartoffelſorten der Reichsſortenliſte. 1939. 89 Seiten. Verlag Paul Parey, Berlin. Preis 1.40 RM. Die ſtarle Nachfrage nach dieſem Heft, von dem die erſte Ausgabe im Jahre 1936 erſchien, machte es notwendig, im Jahre 1939 eine vierte Auflage heraus⸗ zugeben. Obwohl das Sortenbild der Reichs ſortenliſte erfreulicherweiſe im Ge⸗ genſatz zu früheren Zeiten keine große Veränderung aufweiſt Das Heft. ent⸗ hält eine genaue Sortenbeſchreibung über Knollenmerkmale, Staudenmerkmale und wirtſchaftliche Eigenſchaften aller im Deutſchen Reich zum Anbau zugelaf⸗ ſenen Kartoffelſorten, ſo daz nicht nur der Hof⸗ und Wirtſchaſ'sberater, ſon⸗ dern auch der Bauer und Landwirt jederzeit ſich über die Eigenſchaften und Leiſtungsmöglichkeiten der deutſchen Kartoffelſorten unterrichten kann. Eine Züch⸗ terliſte vervollſtändigt dieſes ſehr wertvolle Büchlein das ſowohl bei den Hol⸗ und Wirtſchaftsberatern, wie auch draußen in der großen Praxis nicht fehlen ſollte. Dr. Meisner 14¹ Abfürsungen: L. E. B. 8. ſchaft; U. B. A. B.= Landw. B = Landw. Ein⸗ u. Verkaufsgenoſſem s- und Abſatzverein, x.. A. B. 2 8= Landw. Konſum⸗ und Abſatzverein: L. Kb. Landw. Konſum⸗ mm Un en verein, K. u. A. B.= Konum⸗ und Ablazverein;. W. G.= Ländl. 1 a Wirtſchafisgenoſſenſchaft⸗ Milch— Muchgenoſſenſchaft; Mia 5— Milchablaßgenoſſenſchaft; Molkere Moltereige noſſenſqaftz ogenoffenſchan; Winzer Winzergenofſenſchaft; Lagerhaus Lagerbau Sgenoflenſchaft: Getreide= Getreidelagerhausgenoſſenſchaft leliri.= Eleltri⸗ 5 chaft Eier= Eterabiatzgenoſſenſchaft; B. A. G.= Deszugs⸗ und ügenoſſenſchaft des Bauernver B. B. A. G. Bäuerliche Bezugs- u. Abſatz⸗ genoſſenſe Sp u. T. K.= Spar- und Dartehnstaſſe; V. Kr. B.= Ländl. Kreduverei; K. B. Kreduve rem. Sp. u. T. K. V.— Spar- und Darlehnsfaſſenvereinz L. Sp. u. B. B= Ländlichen Spar- und Vorſchußverein— agesoid nung 1. Vorlage des Jahresabſchluſſes(Buans und Gewinn- u Berluſtrechnung) owe tes über die Prüfung des Jahresabſchiuſſes. ſowie des Geſchäftsk und die Vorſchiäge zur des Geſchäftsberichts 2 Bericht des Vorſtaudes und Aufſichtsra Verwendung des Reingewinnes, bw. Verluſtdedung ſes 5. Verwendung des Gewinnes 6. Beſchlußfaſſung über die Statuts.„ Beſchlußfafſung über die Verschmelzung mu einer anderen derwahl für ausgeſchiedene Vorhands- und Aufſichtsratsmitgnieder 12. derselben nicht überſchreuten ſollen genoſſenſchaften die Warenhoöchſtgrenze) eingehalten werden ollen 14. Beſchlußſaſſung Slatutien änderungen: 16. beir Erhöhung Verlängerung der Aufkündungsfriſt; 19. 22. Der Jahresabſchluß. ſowie der Genoſſen auf. anweiung und Geichäftsordnung für Vorſtand und Aufſichtsrat.— 17 betr. Herabsetzung der Zahl der Vorſtands- und Aufſichtsratsmiuglieder 18 ketr mens; 20. beit.(5 3) Arter paragraph und Veröffentlichungsorgan 21 Verſchiedenes. des Auffichtsrates liegt eine Woche vor der Generalverſammlung zur Einſicht der Samstag, den 2. März 1940 Bad Dürrheim, L. B. A. V., 8 Uhr,„Strandfaffee“. T.⸗O.: 1—5, 7. 11,, 22 Der Vorſtand- Hirt II., Wehinger. Balzenbach, Milchabſ., 8 Uhr,„Rücker“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Schwöbel, Walter. Bleichheim, Sp. D. K., ½3 Uhr,„Vetter am Bach“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11—15, 21, 22. Der Vorſtand: Glatz. Ochsner. Bötzingen, L. B. A. B., 8 Uhr,„Linde. T.⸗O.: 1—7, 11, 21, 22. Der Vor⸗ ſtand: Meier, Jenne. Edingen, Sp. D. K., 8 Uhr,„Friedrichshof. T.⸗O.: 15, 7, 11. 21, 22. Der Vorſtand: Oswald, Koch. Eichſtetten, Milch, 8 Uhr,„Ochſen!. T.⸗O.: 1, 2, 4. 5. 7. 11, 21, 22. Der Vorſtand: Walz, Berger. Gengenbach, L. E. B. G., 8 Uhr,„Salmen“. T.⸗O.: 1—5, 7. 8. 11. 21. 22. Der Vorſtand: Faller, Bruder. Großſachſen, Milch, 8 Uhr,„Lamm“. T. O.: 1—5, 7. 11, 21, 22. Der Vor⸗ ſtand: Mayer, Treuſch. Kadelburg, L. K. B., 8 Uhr,„Löwen“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 15, 21, 22. Der Vorſtand: Hermann, Bercher. Kippenhauſen, Molt., ½ 8 Uhr,„Sternen“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 19, 21, 22. Der Vorſtand: Winkler, Brodmann. Kippenhauſen, L. E. V. G., 8 Uhr,„Sternen“. T.⸗O.: 1—5, 7. 11, 21, 22. Der Vorſtand: Röhrenbach, Winkler. Konſtanz⸗Wollmatingen, Milch, 3 Uhr,„Löwen“. T.⸗O.: 1, 2, 4. 5, 7, 11. 21, 22. Der Vorstand: Schroff, Stadelhofer Leopoldshafen, L. E. V. G. 8 Uhr,„Löwen T.⸗O.: 1, 2, 4—7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Hauf, Schreiber. Lintenheim, L. K A. V., ½8 Uhr,„Grüner Baum“. T.⸗O.: 1—5, 7. 11, 21, 22. Der Vorſtand: Beſſerer, Johs. St. Ilgen, Sp. D K., ½9 Uhr,„Nathaus T.⸗O.: 1—5, 7. 11, 21, 22. Der Vorſtand: Kölmel, Stumpf. Stebbach, Milchabſ., 8 Uhr,„Nathaus“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der Vor⸗ ſtand: W. Liebenſtein I., Schlauch. Stetten bei Engen, L. E. B. G., 8 Uhr,„Sonne“. T.⸗O.: 1. 2, 4. 5, 7, 11, 21, 22 Ter Vorſtand: Hogg, Heizmann. Wahlwies, Sp. D. K., 8 Uhr„Frieden. T.⸗O.: 1—5, 7. 11, 15, 21, 22. Der Vorſtand: Schatz, Ellenſohn. Waldkirch i. Br., L. E. V. G., 2 Uhr,„Bayer⸗Sepple'. T.⸗O.: 1—5, 7. 11, 21, 22. Der Vorſtand: Nopper, Seyfried. S g, den 3. März 1940 Alfeld, Milch, 3 Uhr,„Rathaus“. T.⸗O.: 1, 2, 4, 5. 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Großkinsty, Fähndrich. Altheim bei Ueberlingen, L. E. B. G., ½3 Uhr,„Löwen“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 14, 1722. Ter Vorſtand: Michel, Lorenz. Arlen, L. E. B. G., ½3 Uhr,„Gems. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der Vor⸗ ſtand: Röſch, Harder. Arlen, Milch, 4 Uhr,„Gems“. T.⸗O.: 1—5, 7. 11, 21, 22. Der Vorſtand: R. Harder, A. Harder. Baden⸗Lichtental, L. E. B. G., ½11 Uhr,„Grüner Baum“. T.⸗O.: 1, 2, 4, 5, 7. 11, 21, 22. Der Vorſtand: Zeiger, Groß. Bettmaringen, F. E. B. G., ½3 Uhr,„Hirſchen“. T.⸗O.: 1, 2, 4. 5, 7. 11, 21. 22. Der Vorſtand: H. Kaiſer II., Heer. Biſchoffingen, Sp. D. K., 3 Uhr,„Engel. T.⸗O.: 1—5, 7, 11. 15, 21, 22. Der Vorſtand: Schmidlin, Wiedemann. Brühl, L. E. V. G., ½3 Uhr,„Pflug. T.⸗O.: 1—5, 711, 13—15, 17—19. 21. 22. Der Vorſtand: Brucker, Hemmerich. Dauchingen, L. E. B. G., 2 Uhr,„Rathaus“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11. 21. 22. Der Vorſtand: Schneider, Steiner Dauchingen, Milch, ½3 Uhr,„Rathaus“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21. 22. Der Vorſtand. Schneider, Steiner. Dandenzell, T. E. B. G., 2 Uhr,„Rathaus“. T.⸗O.: 1—5, 7. 11, 21, 22. Der Vorſtand: Reinmuth. Leibfried. Denkingen, L. E. V. G., 2 Uhr,„Löwen“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 15. 21, 22. Der Vorſtand: Fetſcher, Reſtle. Diersburg, L. E. B. G., ½3 Uhr,„Hirſch“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11. 21, 22. Der Vorſtand: Kälble, Wälde. Diersburg, Sp. D. K., ½3 Ühr,„Badiſcher Hof. T.⸗O.: 1. 2, 4, 5, 7. 11. 12, 14, 21, 22. Der Vorſtand: Lubr, Moſer. Donebach, L. E VB. G., 2 Uhr,„Rathaus. T.⸗O.: 1. 2, 4, 5..,„ Der Vorſtand: Hallt, Brenneis. Durmersheim, L. W. G., 2 Uhr,„Bahnhofreſtauration“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11. 21, 22. Der Vorſtand: Heck. Baſtian. Engen i. H., Milch ½3 Uhr,„Felſen“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der Vor⸗ ſtand: Maus, Trunz. Erfeld, L. E. B. G., 3 Uhr,„Nitter“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 14, 21. 22. Der Vor⸗ ſtand: Baumann. Haas. Eſch bach bei Waldshut, L. E. B. G., 2 Uhr,„Ochſen“. T.⸗O.: 1, 2, 4, 7, 11, 21. Eschen 7 N Ebner. Widmer. elbach, Sp D. K, ½ Uhr.„Rathaus“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11. 22. 2 Sntebtunc. Bult 55 ir. ue 71„„ friedingen, lch, 8 Uhr,„Löwen“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 14, 21, 22. 7 Vorſtand Fendrich Neidhart.. Fürſtenberg, L. E. BG, 8 Uhr.„Rößle“. T.⸗O. 1—5, 7, 11. 1617. 2022. Der Vorſtand: Gut, Frank. 5 Fürſtenberg, L. Kr V., ½9 Uhr,„Rößle“. T.⸗O.: 1—5, 7. 11, 21, 22. Der 8 8 Frank. 5 en, L. E. V. G 2 Uhr,„Hannesli“. T.⸗O.: 5 Ger, Hoppe k., Scherer. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der Vor aiberg, Sp. D. K., ½2 Uhr,„Roſe“. T.⸗O.: a Vorſtand: Fifinger, Kick 5%%% Gaienhofen, Mol., ½8 Uhr,„Badischen Hof“„O.: 0 Der Vorſtand: Köpfler, Weiß. F3F32 8 Grießen, Kornh. Klettgau, 2 Uhr,„Bahnhofwirt 1„O.: 4 21. 22. Der Vorſtand: Freß, 5 een e eee e e e eckfeld, L. E. B. G., 2 Uhr,„Ochſen“. T.⸗O.: 1* Vorſtand: Sauer, Hönninger., 14 * 3. Berich des Auſſichtsratesiber die ſtatigefundene geſetzliche Prüfung. 4. Veriuſideckung Genoſſenſchaft 10. Gene Feſtſetzung des Geſamtbett 13. Feſiſetzung der Grenzen, weiche bei Kredugewährung(bei uigung des Jahresabſchluf⸗ 8. Annahme emese neuen 11 Neuwahl ow. Wie⸗ und Spareinlagen bei ieder und bei Waren⸗ nnahme einer Tienſt⸗ nell und Hafüumme; nſtand des Unterneh⸗ den Bemerkungen Vorſtandes und des Auſſich migung des Verſchmeizungs 5, welchen Anleihen der ar⸗ und Tarlehnsta über die Einzahlung des Geſo Entlaſtung de Heddesheim, Molk., ½3 Uhr,„Goldnen Ochſen“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 14, 16 bis 22. Der Vorſtand: Zeilinger, Rolli. Heinsgenzell, Sp. D.., 2 Uhrz.„malhaus. T.⸗O.: 1, 2, 4, 5, 7, 11. 21, 22. Der Vorstand: Eichhorn 41., Geiſt. Höpfingen, V. E. B. G., ½3 Uhr,„Linde“. T.⸗O.: 1. 2, 4, 5, 7, 11, 21, 22. Der Worſtand: A. Schell, K. Scheu. Immennaao, Winzerver., 1 Uhr,„Krone“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Dickreltber, Langenſtein. Impfingen, t., ½3 Uyr,„Stern“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Bunoſchuh, Fiederlein. Iitlingen, Milch, 2 Uhr,„ Schulhaus“. T.⸗O.: 1—4, 6, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Bernhard, mann. Kirchyofen, L. E. V. G., 2 Uhr,„Hirſchen“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Stiefvater, Schweitzer. Kleineicholzheim, Milch, 1 uhr,„Rathaus“. T.⸗O.: 1—4, 6, 7. 11, 21, 22. Der Vorſtand: Vogel, Hotel. Ladenburg, L. E. B. G., 2 Uhr,„Pfals“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der Vor⸗ ſtand: Laclert, huhmacher. Langenſteinbach, L. E. B. G., 2 Uhr,„Traube“. T.⸗O.: 1, 2, 4, 5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Bauchert, Ried. Leuſtetten, L. E. V. G., ½2 Uhr,„Löwen“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 14, 21, 22. Der Vorſtand: Baumann. Boſch. Liel, Milch, 8 Uhr,„Krone“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand⸗ Brombacher, Ranft. Liggeringen, Milch, ½3 Uhr,„Kranz“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11. 21, 22. Der Vor⸗ ſtand: Hügle, Schroff. Malsburg, Molf., 2 Uhr,„Kreuz“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der Vor⸗ ſtand: Brombacher, Gutmann. Mühlhauſen bei och, L. E. V. G., 3 Uhr,„Bahnhof. T.⸗O.: 1—7, 11, 21, 22. Der Vorſta K. Sauer III., Reiß. Neuenburg a. Rh., L. E. V. G., 1 Uhr,„Adler“. T.⸗O.: 1, 2, 4, 5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſta wig, Grozinger. Neunſtetten, Milch, Uhr,„Linde“. T.⸗O.: 1, 2, 4, 5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Fahrbach IV., Dörner. Nöggenſchwiel, L. E. V. G., 3 Uhr,„Kranz“. T.⸗O.: 1, 2, 4, 5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Villinger, Ebner. Oberrotweil a. K., Sp. D. K., ½3 Uhr,„Bahnhof“. T.⸗O.: 1—5. 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Friedrich, Bercher. Deus bach, Sp. D. K., 3 Uhr,„Adler“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der Vor⸗ ſtand Hodapp, Riegelsberger Detigheim, L. E. V. G. 1 Uhr,„Hirſch“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der Vor⸗ ſtand: Kühn, Kaiſer. Orſingen, Sp. D. K., 8 Uhr,„Hecht“. T.⸗O.: 1, 2, 4. 5, 7, 11. 21, 22. Der Vorſtand: Gaißer, Stärk Ortenberg, Winzer, Uhr,„Brauerei Harter“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 19, 21 22. Der Vorſtand: Kiefer, Wunſch. 3 Plittersdorf, S 3 Uhr,„Kreuz“. 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Das Milchgeſchäft wird daher künftig von uns betrieben. Die Gläubiger werden aufgefordert, ſich det uns zu melden. Landw. Ein⸗ u. Verkaufsgenoſſenſchaft Blaſiwald. Amt Neuſtadt, e. G. m. b. 5. Der Vorſtand: Leo Glückler, Joſef Mayer. K., 8 Uhr,„Schloß“. T.⸗O.: 1. 2, 4, 5, 7, 11, Menges, Felhauer. N dau in des dunn denz Molt Müde dunter * Firmen, welche die Wünſche des Landkunden kennen . 22 ĩ1ĩ5ͤ60.—ñ]ĩL¾2 DDr Gare ädt. Sparkaſſe, Villingen/ gelesen 2624 Schuhe die aufs Land paſſen, preiswert im öchuhhaus Sch tvald Cörrach. Turmſtraße Pelgwaren Hüte, Miutgen Binder, Irrach Adolf-Hitler-Straße 195 Georg Tischleder Textilwaren aller Art Kaufhaus zum Turm, Lörrach (Baden) Alle Landmaldhinen u. 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