Schriftleitung: Karlsruhe, Beiertheimer Allee 16. Fernruf 8280.— Unverlangte Manuſkripte werden nur bet Rückporto zurückgeſandt. Der Abdruck ſämtlicher Ar⸗ tikel iſt nur mit beſonderer Genehmigung der Schriftleitung geſtattet.— Anzeigenannahme: Karlsruhe, Ettlinger Straße 12. Fernruf 4082 Zuſchriften nur nach Karls⸗ ruhe. Poſtfach 187. Anzeigenſchluß: Montag mittag. Das Wochenblatt erſcheint ſeden Samstag. Folge 18, 108. Jahrgang Verlag: Reichsnährſtand Verlags⸗Gef. m. 5. H., Zweig⸗ niederlaſſung Baden, Karlsruhe. Fernruf 4082/33. Be⸗ zugspreis monatl. 50% frei Haus(einſchl. 6,14% Poſtzeitungsgebühr und 6 e Zuſtellgebuhr). Bezugs⸗ abbeſtellung muß durch den Bezieher ſchriftl. beim Verlag zum Vierteljahresſchluß bis ſpät. am 20. des letzten Quar⸗ talsmonats erfolgen. Alle Zahlungen an Poſtſcheckkonto Karlsruhe Nr. 18830 od. an die Bad. Landw.⸗Bank Karlsruhe. Karlsruhe, 4. Mai 1940 Aufn.: PK⸗Jütte(Weltbild). Unſere Soldaten helfen den Bauern bei der frühfahrsbeſtellung Appell zur Mmilckerzeugungsſchlacht! Was iſt in der Praxis zu tun? Von Bauer Dr. Zweigle r, Vorſitzender des Milchleiſtungsausſchuſſes beim Reichsminiſter für Ernährung und Landwirtſchaft Im Abwehrkampf gegen die engliſche Fettblockade hat der Reichsbauernführer zur Milcherzeugungsſchlacht aufgerufen und alle in der Milchwirtſchaft vorhandenen Kräfte zur Exrei⸗ chung dieſes Zieles: Mehrerzeugung von 2 Milliarden Kilo⸗ gramm Milch oder 80 000 Tonnen Butter jährlich, eingeſetzt. So ſteht der wichtigſte Beitrag des deutſchen Bauern zur er⸗ folgreichen Beendigung dieſes Krieges noch bevor. Dieſe große Aufgabe erfüllt uns Bauern mit Stolz. Ungebeugt und aufrecht werden wir auch in dieſem neuen Abſchnitt der Kriegserzeu⸗ gungsſchlacht den Hof erhalten und die Ernährung ſichern. Um einen ſchnellen Erfolg zu erzielen, hat ſich der Reichs⸗ bauernführer entſchloſſen, für die Durchführung der Milch⸗ erzeugungsſchlacht einen neuen Weg zu gehen und Milchlei⸗ ſtungsausſchüſſe zu bilden. In dieſen Ausſchüſſen ſind alle die⸗ jenigen Wirkſchaftsgruppen und Stellen eingeſchloſſen die ſich direkt oder indirekt mit der Erzeugung, Erfaſſung, Ablieferung, Verwertung und Verteilung befaſſen. Nicht durch enaherzige, bürokratiſche Auffaſſung oder durch lange theoretiſche Erwä⸗ gungen ſoll in dieſen Milchleiſtungsausſchüſſen gearbeitet wer⸗ den. Im gegenſeitig en Erfahrungsaustauſch und in engſter Fühlungnahme mit unſeren Bauern und Landwirten müſſen alle die Wege beſchritten, Maßnahmen und Anordnungen getroffen wer⸗ den, die möglichſt ſchnelle und durchſchlagende Erfolge erzielen! Im Rahmen der Marktordnung wurde ein immer größe⸗ rer Anteil des Milchanfalles über die Molkereien geleitet. Die gegebene Milch⸗ und Rahmablieferungspflicht, die Beſchrän⸗ kung des Trinkmilchverbrauches und andere Maßnahmen brach⸗ ten eine Steigerung der Butterer zeugung um ein Drittel und damit eine verſtärkte Vorratshaltung. Trotz dieſer Erfolge iſt eine weitere Steigerung der Butter⸗ produktion, durch die am ſicherſten der Fettblockade begegnet werden kann, notwendig und auch möglich. Die Einſparung des Vollmilchverbrauches im eigenen Haushalt und der eigenen Wirtſchaft muß zu einem Soforterfolg führen durch: Einſparung von Vollmilch beim Kochen und Backen im landwirtſchaftlichen Haushalt, 5 Einſparungs möglichkeiten im Stall bei der Jungvieh⸗ und Bullenaufzucht, frühzeitige Abgabe der Schlachtkälber, e der Leiſtungsabſtammung bei der Auf⸗ zucht, Erhöhung der Lebensdauer der Milchkühe und vermehrte Zulaſſung der Kühe in Abmelkwirtſchaften, richtige Ausleſung und Ausmerzung der Tiere, Ablieferung der ſettreicheren Milch uſw. Die Vorausſetzung für eine Leiſtungsſteigerung, alſo Mehrerzeugung, wird vor allem mit einer zweckmäßigeren Fütterung erreicht. Die Zufuhr von Oelkuchen und ſonſtigen Futtermitteln wird in nächſter Zeit nicht reichlicher werden. Deshalb verſtärkter Ausbau der wirtſchaftseigenen Futter⸗ grundlage mit dem Grundſatz der Fütterung nach Lei⸗ ſtung! Der Großbetrieb, der ſeine Futterbaſis beſſer erwei⸗ tern und vielſeitiger geſtalten kann, muß und wird zu einer vermehrten Milchtierhaltung übergehen. Perſönliche Haltung, Disziplin, Willen und Können jedes Betriebsleiters bringen hier die Vorausſetzung für den angeſtrebten Erfolg. Zucht⸗ und Milchwirtſchaft werden für einander arbeiten. Sie kennen keine Gegenſätze. Die Auswertungen des Zahlen⸗ materials der Milchleiſtungsprüfungen im Vergleich zur tat⸗ ſächlichen Ablieferung bei der Molkerei ergeben die praktiſchen Unterlagen für die Betreuung unſerer landwirtſchaftlichen Be⸗ triebe. Die Melkerarbeit wird eine beſondere Bewertung erfah⸗ ren müſſen. Der Melker muß ſich in der Zukunft durch ſeine perſönliche Haltung und ſeine Leiſtung die Achtung und das Vertrauen des Bauern wieder erwerben. Er iſt der beſte Kamerad des Züch⸗ ters. Er muß dazu beitragen, daß die Melkerarbeit hochauali⸗ fiziert bewertet wird und die Erlernung und Ausübung die⸗ ſes Berufes für jeden geeigneten jungen Menſchen Zielſetzung ſeines Lebens ſein kann. Die Molkerei iſt im Rahmen dieſes Programms nie Selbſt⸗ zweck, ſondern nur Mittel zum Zweck. Der Molkerei⸗ leiter hat die Pflicht, neben der Herſtellung einwandfreier Milcherzeugniſſe zur Erzielung höchſtmöglicher Preiſe mit ſei⸗ nen Milchlieferanten eine Baſis gegenſeitigen Vertrauens her⸗ zuſtellen. In perſönlicher Fühlungnahme, in Be⸗ ratung und Aufklärung können Schwierigkeiten überbrückt und eine geſteigerte Lieferfreudigkeit erreicht werden. Erſchließung des Milcheinzugsgebietes unter einer zweckmäßigen Organi⸗ ſatiun des Milchtransportes bei ſparſamſtem Verbrauch der Treibſtoffe, Bereitſtellung und Pflege der Milchtransportkan⸗ 345 einwandfreie Rückgabe der Magermilch in ſüßem oder dickſaurem Zuſtande, Ueberwachung der Milchqualität, Siche⸗ rung einer ordnungsgemäßen Milchbe⸗ und Verarbeitung in dem Beſtreben, die Molkerei in Anbetracht der zu erwartenden größeren Milchmengen in techniſcher Beziehung auf den Höchſt⸗ ſtand zu bringen, ſind mit die vordringlichen Aufgaben, die dem Betriebsleiter durch Einſchaltung der Molkereien in die Milch⸗ leiſtungsausſchüſſe erwachſen. Nach 7 Monaten Krieg iſt der deutſche Bauer mit dem „Appell zur Milcherzeugungsſchlacht“ aufgefor⸗ dert worden, alles zu tun, was in ſeinen Kräften ſteht, um die Fettverſorgung des deutſchen Volkes in einem möglichſt gro⸗ ßem Umfange ſicherzuſtellen. Es ſoll dabei keineswegs ver⸗ ſchwiegen werden, daß mit der Größe dieſer Aufgaben und der Leiſtungen auch die Schwierigkeiten wachſen werden. Die Er⸗ höhung der Milchpreiſe gibt als erſtes die Vorausſetzung für die von dem Bauern mehr geforderte intenſive Arbeitsleiſtung⸗ Der Reichsnährſtand mit all ſeinen Gliederungen wird in großzügigem Einſatz alle vorhandenen Kräfte mo⸗ biliſieren und der Landwirtſchaft zur Ver⸗ fügung ſtellen. l Der deutſche Bauer aber wird dieſe Aufgabe, getragen von Diſziplin und Gemeinſchaftsbewußtſein, wiederum auf ſich nehmen als Beitrag zur ſiegreichen Beendigung des Kampfes und als Dank für das vom Führer für Volk und Bauerntum Geſchaffene! 5 Die Politik der Woche Der Tatbetweis Norwegen, Englands Erſatz für Polen.— Die neuen deutſchen Dokumentenfunde entlarven 7 8 verbrecheriſches Doppel⸗ pie Als die Kriegshetzer von London und Paris ihren Ver⸗ nichtungskrieg gegen Deutſchland vom Zaune brachen, da ſchien nach ihren ganzen Vorbereitungen auch dieſer Krieg wieder ſo ablaufen zu ſollen, wie man ſich das in London nach den Erfahrungen früherer Kriege gedacht hatte. Die geltungs⸗ bedürftige und großmäulige Herrſchaftsſchicht des ehemaligen Polen ſchien die Gewähr dafür zu geben, daß ſich das polniſche Volk im Dienſte Londons aufopfern und damit zumindeſt Deutſchland ſo lange hinhalten und ſchwächen würde, bis das franzöſiſche Volk als die zweite Garnitur eingreifen und Deutſchland den Gnadenſtoß verſetzen konnte, bis dann als der Sieger unter den Siegern England auf dem Plan erſcheinen konnte, um, ohne auch nur einen Tropfen eigenen Blutes geopfert zu haben, den Rahm dieſes Sieges abzuſchöpfen, den Polen und Frankreich ihm wieder einmal errungen hatte. Nur daß die Geſchichte ganz anders ablief. Hatte man damit gerechnet, daß die Polen Deutſchland ein Jahr auf⸗ halten könnten, ſo erwies ſich ſchon nach den erſten Tagen des deutſchen Feldzuges in Polen, daß England ſehr falſch unter⸗ richtet war. Nach 18 Tagen war das polniſche Drama zu Ende und die engliſche Kriegsrechnung hatte durch die unvergleich⸗ lichen deutſchen Waffentaten im Oſten einen ſehr unſchönen dicken Strich abbekommen. Aber auch bezüglich der zweiten Garnitur erwies ſich England als falſch unterrichtet. Der Weſtwall, von dem man„ganz genau wußte“, daß er beim erſten Regen in ſich zuſammenſinken würde, ganz zu ſchweigen von einem franzöſiſchen Angriff, erwies ſich doch als ſehr un⸗ angenehm dauerhaft. Die Kriegsmaſchine ſchien damit auf einem toten Punkt angelangt, der um ſo unangenehmer wurde, als ſich die deutſche Flugwaffe auch als etwas heraus⸗ ſtellte, worüber man nur ſehr ungenau unterrichtet geweſen war. Sie und die deutſchen U-Boote fügten der„unbeſieg⸗ lichen“ engliſchen Flotte einen furchtbaren Schlag nach dem anderen zu, und überdies geriet durch den Handelskrieg die lebensnotwendige Zufuhr nach England in eine immer ſchwie⸗ rigere Lage. und das bedeutete für England eine furchtbare Gefahr, da es ja nicht im entfernteſten in der Lage iſt, ſich ſelbſt zu ernähren. 8 Alſo ſuchte man krampfhaft nach irgend einem Erſatz für Polen. Die Phraſe, die engliſche Flotte beherrſche die Meere, erwies ſich als längſt überholt, ſo daß die Meere nicht als Kriegsſchauplatz in Frage kamen. Woher aber nun raſch einen Kriegsſchauplatz bekommen? Der Konflikt zwiſchen Ruß⸗ land und Finnland gab einen Hinweis. Wie früh man ſchon auf den ſcheinbar ſo ſchlauen Gedanken gekommen wax, dieſen Konflikt für die eigenen Ziele und Zwecke auszunutzen, das zeigen die wenigen ausgewählten Dokumente, die in dem 4. deütſchen Weißbuch zuſammengefaßt ſind und vom Reichs⸗ o S SSS 71 re l Luubwirhz, Neuregelung der Hausſchlachtungen Die Beſtimmungen über die Hausſchlachtungen haben noch nicht überall, d. h. bei allen, die es angeht, feſten Fuß gefaßt und zumindeſt gilt es noch, verſchiedene Zweifel zu beheben. Klar dürfte vor allem ſein, daß die Genehmigung die Vorausſetzung für jede Hausſchlachtung überhaupt iſt. Dar⸗ über haben wir bereits im Wochenblatt Folge 49/1939 ein⸗ gehend berichtet. Unklarheit ſcheint dagegen noch vielfach dar⸗ über zu herrſchen, was unter„ſelbſt gehalten und gefüttert“ zu verſtehen iſt. Die Genehmigung zu einer Hausſchlachtung wird nur dann erteilt, wenn der Antragſteller(Selbſtverſor⸗ ger) eine angemeſſene Zeit hindurch Schweine, Rinder, Kälber oder Schafe gehalten und gefüttert hat. Schweine müſ⸗ ſen mindeſtens drei Monate vom Antragſtel⸗ ler gehalten und gefüttert worden ſein; dabei iſt beſonders zu beachten, daß die Haltung und Fütterung im eigenen Stall erfolgt ſein muß. Wo Zweifel beſtehen, kann die für die Ausſtellung des Genehmigungsbeſcheides zu⸗ ſtändige Kartenausgabeſtelle eine Beſcheinigung des Orts⸗ bauernführers über die Dauer der Haltung und Fütterung verlangen. Darüber hinaus dürfen nichtlandwirtſchaftliche Selbſtverſorger Hausſchlachtungen nur dann vornehmen, wenn ſie bereits in der Hausſchlachtungszeit des Vorjahres Haus⸗ ſchlachtungen in entſprechendem Umfang durchgeführt haben. Ausnahmen bedürfen der Zuſtimmung des zuſtändigen Er⸗ nährungsamtes, Abteilung A. Die Zuſtimmung wird grund⸗ ſätzlich dann gegeben, wenn die Tiere im weſentlichen mit Futtermitteln gefüttert wurden, die dem Antragſteller ohne Zukauf zur Verfügung ſtanden. Als ſolche Futtermittel ſind auch diefſenigen anzuſehen, die als Entgelt für geleiſtete Ar⸗ beit in der Landwirtſchaft erworben wurden. Darüber hinaus⸗ gehende Ausnahmegenehmigungen ſind ſchon im Hinblick auf die notwendige Sicherung der Futtermittelverſorgung unmög⸗ lich und entſprechende Anträge zwecklos, auch bei Vorliegen noch ſo einleuchtender Billigkeitsgründe. Futterabgabe feder Art(Kraftfutter, Kartoffeln, Küchenabfälle uſw.) an andere Perſonen, die Schweine, Rinder, Kälber oder Schafe ſelbſt halten und füttern, begründen alſo z. B. für den Abgebenden keinen Anſpruch auf Genehmigung einer Hausſchlachtung der mit dieſen Futtermitteln gefütterten Tiere. Wenn alſo beiſpielsweiſe der in der Stadt lebende Sohn eines Tierhalters ſich mit eigenen Futtermitteln vom Vater ein Schwein mäſten läßt, dann beſteht für den Städter noch lange kein Anſpruch darauf, eine Hausſchlachtung vorzu⸗ nehmen, ſchon deshalb nicht, weil der Städter das Tier nicht ſelbſt gehalten und gefüttert hat. Lediglich Antragſtellern, die in der Binnenſchiffahrt beſchäftigt ſind kann mit Rückſicht auf die Eigenart ihrer Tätigkeit die Genehmigung zu einer Haus⸗ ſchlachtung auch dann erteilt werden, wenn ſie die zur Schlach⸗ tung beſtimmten Tiere nicht ſelbſt gehalten und gefüttert haben. Vorausſetzung iſt jedoch auch in einem ſolchen Falle, daß Hausſchlachtungen in entſprechendem Umfang bereits in der Hausſchlachtungszeit des Vorfahres vorgenommen wur⸗ den, es ſei denn, daß der Antragſteller den Beruf eines Bin⸗ nenſchiffers erſt ſpäter ergriffen hat. Wenn ein zu ſchlachten⸗ des Schwein auf Grund der im Frühjahr 1939 in den Berg⸗ baugebieten durchgeführten Ferkelverbilligungsaktion einge⸗ ſtellt worden iſt, dann iſt es nicht erforderlich, daß der An⸗ tragſteller bereits in der Hausſchlachtungszeit 1938/9 in ent⸗ ſprechendem Umfang Hausſchlachtungen vorgenommen hat. Rückgeführte aus den Grenzgebieten erhalten für die Dauer des Krieges die Genehmigung zur Hausſchlachtung unabhän⸗ gig von den bekannten geforderten Vorausſetzungen, wenn ſie an ihrem neuen Aufenthaltsort als landwirtſchaftliche Ar⸗ beitskräfte tätig ſind. Auch die Feſtſtellung des Schlachtgewichtes bedarf einer nochmaligen Erläuterung, da hierin Gefahren liegen, die im allgemeinen zu wenig beachtet werden. Die Feſtſtellung des Schlachtgewichtes der hausgeſchlachteten Tiere geſchieht durch die Fleiſchbeſchautierärzte oder Fleiſchbeſchauer. Der Schlachtende ſelbſt muß die Vorausſetzungen für die Feſt⸗ ſtellung des Schlachtgewichtes ſchaffen.(Bereitſtellung der Waage, des Perſonals.) Der Fleiſchbeſchauer hat ledialich die Aufgabe, das auf der Waage feſtgeſtellte Schlachtaewicht abzu⸗ leſen und in den Genehmigungsbeſcheid einzutragen. Grund⸗ ſatz für fede Hausſchlachtung muß ſein: Jeder Schlachtende muß in der Lage ſein, auf einer eigenen oder anderwärts be⸗ ſchafften Waage das Schlachtgewicht einwandfrei feſtzuſtellen. Wer nicht rechtzeitig für die Erfüllung dieſer Vorausſetzung ſorgt, ſetzt ſich u. U. der Gefahr aus, daß ihm von ſeiten der Genehmigungsſtelle die Hausſchlachtung verſagt wird, ſofern nicht ganz beſondere ſtichhaltige Gründe vorhanden ſind. Im letzteren Falle wird dafür geſorgt werden, daß am Tage der Schlachtung zwei beamtete Perſonen(Amtsvorſteher, Bürger⸗ meiſter, Polizeibeamter uſw.) das Schlachtgewicht durch Schät⸗ zung ermitteln. Ueber das Ergebnis der Schätzung wird ein Vermerk aufgenommen, der von den mit der Schätzung beauf⸗ tragten Perſonen unterſchriftlich beglaubigt wird. „Auf Gaſtwirtſchaften mit eingerichtetem Fleiſcherei⸗ betrieb ſowie Fleiſchereien und Gaſtwirtſchaften, die ſelbſt Tiere mäſten oder mit einem landwirtſchaftlichen Betrieb ver⸗ bunden ſind, finden die Beſtimmungen für Hausſchlachtungen grundſätzlich keine Anwendung. Solche Schlachtungen ſind als gewerbliche zu betrachten. Verpflichtet ſich eine Gaſtwirtſchaft jedoch der Kartenausgabeſtelle gegenüber, ausſchließlich nur für die Verſorgung der eigenen Haushaltung zu ſchlachten, dann ſind Ausnahmen zuläſſig. Es beſteht auch die Möglichkeit, daß Selbſtverſorger⸗ haushalte zu klein ſind, d. h. aus zu wenig Perſonen ſich zu⸗ ſammenſetzen. Hier würde die Selbſtverſorgung häufig ſo lange gehen, daß die Gefahr des Verderbs der Ware nicht von der Hand zu weiſen iſt. In ſolchen Fällen kann das zuſtändige Ernährungsamt, Abteilung A, die Genehmigung zum Ver⸗ kauf von Friſchfleiſch erteilen. Ein Verkauf darf fedoch nur an Fleiſchereibetriebe ooͤer Selbſtverſorgerbetriebe erfolgen unter der Bedingung, daß der Abgebende den Nachweis über die verkauften Mengen erbringt und die genauen Anſchriften der Bezieher angibt. Eine Notſchlachtung iſt nur dann gegeben, wenn zu befürchten iſt, daß das Tier bis zur Ankunft des zuständigen Beſchauers verenden oder das Fleiſch durch Verſchlimmerung des krankhaften Zuſtandes weſentlich an Wert verlieren würde oder wenn das Tier infolge eines Unglücksfalles ſofort getö⸗ tet werden muß und dies durch tierärztliche Beſcheinigung be⸗ ſtätigt wird. In dieſem Falle kann unter Beachtung der gege⸗ benen Beſtimmungen die Genehmigung zur Hausſchlachtung ohne Rückſicht auf die Zeit erteilt werden, während welcher der Antragſteller das zu ſchlachtende Tier gehalten und gefüt⸗ tert hat. Auch Notſchlachtungen können auf die Selbſtverſor⸗ gung angerechnet werden, falls der Schlachtende, insbeſondere der landwirtſchaftliche Erzeuger, nicht den Verkauf des aus der Notſchlachtung anfallenden Fleiſches vorzieht. Notſchlach⸗ tungen müſſen vom Fleiſchbeſchauer unverzüglich der Karten⸗ ausgabeſtelle gemeldet werden und die Genehmigung iſt durch den Schlachtenden nachträglich noch einzuholen. Bei Genehmi⸗ gung erfolgt die Anrechnung des als tauglich anerkannten Fleiſches und Fettes nach Abzug der üblichen 15 Prozent, wie bei einer normalen Hausſchlachtung. Entgegen der bisher gel⸗ tenden Beſtimmungen, wonach nur das als tauglich feſtgeſtellte Fleiſch oder Fett angerechnet wird, iſt nunmehr, da Freibank⸗ fleiſch ebenfalls der öffentlichen Bewirtſchaftung unterliegt, auch das bei der Fleiſchbeſchau für bedingt tauglich oder min⸗ derwertig erklärte Fleiſch mindeſtens mit 50 Prozent des feſt⸗ geſtellten Gewichts anzurechnen. Abſchließend iſt noch die beſonders wichtige Tatſache feſtzu⸗ halten, daß die Ablöſung des Schlachtlohnes bei Hausſchlach⸗ tungen durch Naturallieferungen verboten iſt. 5 5 ü blein. Ankaufsbeihilfen für weibliche Ziegenlämmer Durch die Ziegen werden vielfach Futtermittel für die Fett⸗ erzeugung nutzbar gemacht, die ſonſt unverwertet bleiben. Um nun eine Vermehrung und weitgehende Leiſtungsſteigerung der Ziegenhaltung und damit die Verwertung von bisher unverwertbaren Futterſtoffen zu erreichen, werden zum An⸗ kauf von weiblichen Ziegenlämmern anerkann⸗ ter Raſſen Ankaufsbeihilfen gewährt. Die An⸗ kaufsbeihilfen ſollen dort gegeben werden, wo die ſachgemäße Haltung und Pflege der Ziegen gewährleiſtet iſt. Voraus⸗ ſetzung für die Gewährung einer Beihilfe iſt das Vorhanden⸗ ſein eines einwandfreien Stalles und der notwendigen Futtergrundlage. Die Ankaufsbeihilfen werden nur für weibliche Ziegenlämmer gewährt, welche die Junavieh⸗ nummer eines Ziegenherdbuches tragen. Solange der Bedarf aus Herdͤbuchtieren nicht gedeckt werden kann, iſt auch die Nach⸗ zucht von Hilfsheroͤbuchtieren zugelaſſen. In Ausnahmefällen kann auch die Nachzucht von anderen Muttertieren zugelaſſen werden, die dem Zuchtziel entſprechen. Der einzelne Züchter oder Halter ſoll die Ankaufsbeihilfe in der Regel nur für ein weibliches Ziegenlamm erhalten. Die Höhe der Ankaufs⸗ beihilfe richtet ſich nach dem Alter des weiblichen Ziegenlam⸗ mes und nach dem Ankaufspreis. Sie beträgt im Altreich 30 v. H. des Ankaufspreiſes eines Ziegenlammes, jedoch darf ſie bei vier Wochen alten Lämmern 5 RM., bei ſechs Wochen alten Lämmern 7 RM., bei acht Wochen alten Lämmern 9 RM. nicht überſteigen. Dieſe Höchſtſätze erhöhen ſich bei be⸗ ſonders leiſtungsfähigen Müttern bei einer Leiſtung von 901 bis 1000 Kilogramm Milch um 1,25 RM., üher 1000 Kilogramm Milch um 2.50 RM. je Lamm, ohne Rückſicht auf das Alter; 30 v. H. des Ankaufspreiſes dürfen nicht überſchritten werden. Vorausſetzung für die Gewährung einer Ankaufsbeihilfe iſt ferner die Vorlage einer oroͤnungsmäßig ausgeſtellten Ver⸗ kaufsbeſcheinigung mit dem Geburtsdatum des Tieres.. Die Anträge auf Bewilligung von Ankaufsbeihilfen ſind unter Vorlage der Verkaufsbeſcheinigung vom Käufer bei der Landesbauernſchaft in Karlsruhe, Beiertheimer Allee 16, ein⸗ zureichen. Die Auszahlung der Ankaufsbeihilfe erfolgt durch die Landesbauernſchaft, die über die Anträge entſcheidet. Gemeinſchaftlicher Maſchineneinſatz Die Landmaſchinen dürfen heute nicht ungenutzt herumſtehen! „Hilf dir ſelbſt und verlaß dich nicht auf andere!“ Dieſer für den Bauern typiſche Leitſatz, ſo geſund und verſtändlich er an und für ſich iſt, muß für Kriegszeiten über Bord geworfen werden. Es geht nicht an, jedem einzelnen zu überlaſſen. wie er mit den derzeitig auftretenden Schwierigkeiten in ſeinem Be⸗ trieb ſo recht und ſchlecht oder auch gar nicht fertig wird. Kriegszeit ſchweißt zuſammen! In einer Front muß die Dorfgemeinſchaft in gegenſeitiger Hilfe überall dort einſprin⸗ gen, wo die anfallende Arbeitslaſt des Einzelhofes nicht mehr bewältigt werden kann, um auch im Jahre 1940 eine Vollernte hinzuſtellen. Wie unſere Wehrmacht durch die gegenſeitige Waf⸗ fenhilfe— Heer, Luftwaffe und Marine— beiſpielloſe Erfolge gerade auch in neueſter Zeit errungen hat, muß auf dem Er⸗ nährungsſektor in einer Arbeitsgemeinſchaft auf dem Dorfe alles getan werden, um unſeren Gegnern mit ihren Blockadeabſichten eine Schlappe beizubringen, die ihre Pläne über den Hau⸗ fen wirft. 5 Die beſten Waffen zur Ueberwindung der Arbeitsſchwie⸗ rigkeiten auf dem Lande ſind die vorhandenen Maſchinen und Geräte. Die ſtarke Beſetzung der deutſchen Landwirtſchaft ge⸗ rade in den letzen Jahren mit Maſchinen muß jetzt zu ihrer vollen Auswirkung gebracht werden. Es gilt die vielen Ma⸗ ſchinen, die ſich im Einzelbeſitz befinden, gemeinſchaftlich ſo ein⸗ zuſetzen, daß ſie auch den Betrieben zur Verfügung ſtehen, die bisher noch nicht in der Lage waren, mit Maſchinen zu arbei⸗ ten und die heute durch Entzug von menſchlichen und tieriſchen Arbeitskräften beſondere Schwie⸗ rigkeiten haben. Das ſind in erſter Linie die kleineren Betriebe. Wie viele Mähbinder ſtecken heute in der Landwirt⸗ ſchaft, die nur für ein paar Tage in der Ernte im Einzel⸗ betrieb zum Einſatz gelangen? Wieviel Schlepper könnten durch Doppelſchichten und Einſchaltung von Nachtarbeit noch herangezogen werden, um die anfallenden Arbeiten für die tie⸗ riſche Zugkräfte heute nicht mehr vorhanden ſind, leicht zu be⸗ wältigen? Wieviel leichter ließe ſich die Kartoffelernte ſchaffen, wenn auf ſämtlichen Kartoffelfeldern der Dorfflur der Kar⸗ toffelroder eingeſetzt würde, wobei ſich die Einzelbetriebe durch Geſtellung von Geſpannen für den Roder und für die Abfuhr der Kartoffeln durch gegenſeitige Aushilfe mit Arbeits⸗ kräften zum Aufleſen der gerodeten Kartoffeln aushelfen müß⸗ ten. Wie dankbar wäre manche Bauersfrau, deren Mann bei der Waffe ſteht, wenn ihr nicht nur mit Rat durch den Nach⸗ barbetrieb oder ſonſt oͤurch einen geeigneten Betriebsleiter des Dorfes an die Hand gegangen würde, ſondern auch in der Tat ein Arbeitseinſatz des Dorfes organiſiert würde, der die Möglichkeit gibt, rechtzeitig mit den anfallenden Arbeiten fertig zu werden? Von der richtigen und rechtzeitigen Organi⸗ ſation einer derartigen, gegenſeitigen, freiwilligen Aushilfe wird in den kommenden Monaten der Erfolg der Erzeugungs⸗ ſchlacht weitgehendſt abhängen. Wenn die geſtellte Aufgabe klappen ſoll, muß ſchon recht⸗ zeitig mit der Planung begonnen werden. Es iſt wichtig, heute ſchon die Betriebe feſtzulegen, die einer beſonderen Hilfe bedürfen, einen Ueberblick darüber zu gewinnen, welche Ma⸗ ſchinen für den gemeinſchaftlichen Einſatz herangezogen werden können, feſtzuſtellen, wie der Zuſtand der Maſchinen'ſt, ob ge⸗ nügend Bedienungsleute vorhanden ſind, ob dieſe gegebenen⸗ falls noch angelernt werden müſſen und ob die Sicherſtellung der erforderlichen Betriebsmittel gewährleiſtet iſt. Je früher und je energiſcher an dieſe Aufgabe herangegangen wird, um ſo reibungsloſer muß in Zeiten der Arbeitsſpitzen der Einſatz klappen. Dem Gedanken der Gemeinſchaftshilfe entſprechend, ſoll für den Einſatz einfacher Maſchinen und Geräte im allgemei⸗ nen eine Abgeltung der Leiſtung nicht in bar erfolgen, ſon⸗ dern durch gegenſeitige Aushilfe, oͤurch Geſtellung von Arbeits⸗ kräften oder Geſpannen. Aus dem gemeinſchaftlichen Maſchineneinſatz ſoll kein Geſchäft gemacht werden. Um für diejenigen Fälle, in denen eine Abgeltung der geleiſteten Arbeit in bar erfolgen muß, wie das beiſpiels⸗ weiſe zumeiſt beim Schlepper der Fall ſein wird, ſind von dem Reichs nährſtand ſchon im vergangenen Herbſt Richtſätze für die verſchiedenſten Maſchinen und Geräte. die gemeinſchaftlich eingeſetzt werden können, den Außenſtellen bekanntgegeben worden. Dieſe Richtſätze ſind ſo errechnet, daß die entſtehen⸗ den Selbſtkoſten einſchließlich Abſchreibung und Verzinſung der Maſchine gut gedeckt werden. Ein Vergleich dieſer Sätze mit denen, wie ſie durch gewerbliche Lohnunternehmer genom⸗ men werden müſſen, iſt nicht zuläſſig; den gewerblichen Lohn⸗ unternehmern muß ein gerechter Verdienſt zugeſtanden werden. Von allen Maſchinen, deren gemeinſchaftlicher Einſatz in Frage kommt, ſpielt der Schlepper die wichtigſte Rolle. Er verfügt über die größten Leiſtungsreſerven und gibt ſo die . auch Arbeiten, die ſtark im Rückſtand geblieben ſind, kurzfriſtig zu erledigen. Sein Einſatz wird nicht nur für Feldarbeiten in Frage kommen, ſondern vor allen Dingen auch für Transportarbeiten in Verbindung mit mehreren hintereinandergehängten gummibereiften Wagen. Wieviel Arbeit kann erſpart werden, wenn der Schlepper in der Hack⸗ fruchternte die Abfuhr der Kartoffeln oder Zuckerüben nach einem beſtimmt feſtgelegten Fahrplan für den Ort übernimmt? Es iſt dafür Sorge getroffen, daß für den gemeinſchaftlichen Schleppereinſatz bevorzugt genügend Treibſtoff zur Verfügung geſtellt wird. Ueberall dort, wo es ſich aus militäriſchen Ge⸗ ſichtspunkten ermöglichen läßt, kann der Schlepper bei Nacht⸗ arbeit auch mit der erforderlichen Beleuchtung arbeiten. Schon im vergangenen Herbſt hat ſich gezeigt, welche Erfolge gerade auf dem Gebiete des gemeinſchaftlichen Schleppereinſatzes er⸗ zielt werden können. Der Schlepper iſt der Tank für die Erzeugungsſchlacht! Um genügend Schlepperfüh⸗ rer mit der erforderlichen Ausbildung bereitzuſtellen, haben die Landesbauernſchaften während der Wintermonate in ver⸗ ſtärktem Umfange Schlepperlehrgänge durchgeführt. Vielfach haben ſich für dieſe Aufgabe auch Unternehmen der Induſtrie, des Landmaſchinenhandels und der Genoſſenſchaften in dan⸗ kenswerter Weiſe zur Verfügung geſtellt. Die Deulakraft hat mit beſtem Erfolg im vergangenen Herbſt neben ihrer Haupt⸗ ſtelle in Berlin⸗Wartenberg fünf Zweigſtellen im Lande ein⸗ gerichtet, die einen außerordentlich guten Beſuch aufzuweiſen hatten. Beim Einſatz der Gemeinſchaftsmaſchinen ſpielt die tech⸗ niſche Ueberwachung eine vordringliche Rolle. Erſatz⸗ teile müſſen rechtzeitig bereitgehalten werden. Die Obleute für den Maſchineneinſatz werden ein Hauptaugenmerk auf die techniſche Betreuung der Maſchinen legen müſſen. Der Be⸗ vollmächtigte für die Maſchinenproduktion hat in engſter Zu⸗ ſammenarbeit mit dem Reichsnährſtand auf Grund eines Son⸗ derauftrages des Generalfeldmarſchalls Hermann Göring Schritte eingeleitet, um die Sicherſtellung der Inſtandſetzungs⸗ werkſtätten auf dem Lande zur zweckentſprechenden Durchfüh⸗ rung der anfallenden Inſtandſetzungen zu gewährleiſten. Auf den gemeinſchaftlichen Einſatz des Mähbinders und der Kartoffelerntemaſchine war oben ſchon hingewieſen wor⸗ den. Neben dieſen beſonders wichtigen Maſchinengruppen läßt ſich eine Unzahl weiterer Maſchinen und Geräte durchaus ge⸗ meinſchaftlich verwenden. Hingewieſen ſei u. a. auf die Drill⸗ maſchine, Netzegge, Hackmaſchine, den Grasmäher, Heuwer⸗ bungsgeräte, Geräte für die Wieſenpflege, Hederichſpritze, Obſt⸗ baumſpritze, Rübenerntegeräte, Silohäckſler, Dreſchmaſchine, Rübenſchneider, fahrbare Jauchepumpe, Höhenförderer uſw. Es gibt faſt keine Maſchine, die ſich bei einigermaßen gutem Willen nicht gemeinſchaftlich auf dem Lande verwenden ließe. Dämpfkolonnen, Saatgutreinigungsanlagen und Beizapparate haben ſich als typiſche Gemeinſchaftsmaſchinen auf breiter Grundlage durchgeſetzt. Für die Neuanſchaffung von Elektromotoren auf dem Lande in beſonders dringenden Fällen ſind beſondere Maßnahmen getroffen. Auf Veranlaſſung des Reichsnähr⸗ ſtandes iſt auch hierbei geſorgt, daß von dieſen Elektromotoren. die neu in die Landwirtſchaft, auch während der Kriegszeit, gebracht werden, ein beſtimmter Prozentſatz als Gemein⸗ ſchafts⸗, Leih⸗ oder Mietmotoren eingeſetzt wird Der Elektro⸗ motor(auch ein vorhandener) läßt ſich leicht auf eine Trage oder Schleppe aufbauen, ſo daß er vielerorts eingeſetzt wer⸗ den kann. Vergeſſen ſei in dieſem Zuſammenhang auch nicht die Waſchmaſchine, die dem ländlichen Haushalt eine große Arbeitsentlaſtung bringen kann. Der Gedanke der Gemein⸗ ſchaftswaſchmaſchine hat ſich auf der ganzen Linie durchgeſetzt. Wo eine neue Waſchmaſchine heute nicht geliefert werden kann, wird es notwendig. Wege zu ſuchen, die im ländlichen Haus⸗ halt vorhandenen Waſchmaſchinen gemeinſchaftlich einzuſetzen. Der Reichsnährſtand hat ſchon vor Kriegsbeginn mit allen Mitteln des ihm zur Verfügung ſtehenden Werbeapparates für den Gedanken des gemeinſchaftlichen Maſchineneinſatzes mit beſtem Erfolg geworben. Die Beihilfe mittel, die das Reich zur Anſchaffung neuer Maſchinen und Geräte zur Verfügung geſtellt hat, ſind in ihrer Vergebung durch die feſt⸗ gelegten Richtlinien bewußt ſo geſteuert worden, daß der ge⸗ meinſchaftliche Maſchineneinſatz in den Vordergrund geſtellt wurde. Auf dieſe Weiſe ſind überall erfolgbringende Beiſpiele geſchaffen, die ſich heute in ſtarkem Maße auswirken werden. Der Krieg iſt in allen Dingen ein guter Lehrmeiſter! Er wird auch für den gemeinſchaftlichen Maſchineneinſatz, der heute bei den Schwierigkeiten in der Lieferung neuer Land⸗ maſchinen beſonders wichtig iſt, den nötigen Antrieb geben. Gemeinnutz geht vor Eigennutz! Es gilt, einen nationalſozialiſtiſchen Gedanken zur Wirklichkeit werden zu laſſen! Fr. Abel. —— ſat Treibt jetzt Pflanzen⸗ und Vorratsſchutz! Der Pflanzen⸗ und Vorratsſchutz, der gegen jegliche Ver⸗ luſte am Ertrag unſerer Aecker und Gärten ankämpft, muß im Kriege mit größtem Nachdruck eingeſetzt werden, denn die Schädlinge, die den Ertrag unſerer Aecker und Gärten ver⸗ mindern, ſind Verbündete unſerer Feinde. Es iſt nicht zu leugnen, daß die Durchführung von Pflan⸗ zenſchutzmaßnahmen nicht immer leicht iſt. Jeder Bauer, Land⸗ wirt, Obſtzüchter und Gärtner muß daher mit Ueberlegung und Energie an die zur Zeit wichtigſten Pflanzenſchutzmaß⸗ nahmen herangehen. 5 Die Bekämpfung der Feldmäuſe, eine kriegs⸗ notwendige Frühjahrsarbeit im Pflanzenſchutz, muß in allen Gemeinden, die erfahrungsgemäß oft unter Mäuſeplagen zu leiden haben, noch vor Eintritt der warmen Witterung durch⸗ geführt werden. Es iſt nicht ſo, daß der ſtrenge Winter und das reichliche Schmelzwaſſer der großen Schneemaſſen die Mäuſegefahr vollſtändig beſeitigt hätten. Man muſtere nur einmal die Kleeſchläge, die Wieſen am Südhang von Hügeln und die Straßenböſchungen und Dämme in der Gemarkung! Dort wird man noch große Mengen von bewohnten Maus⸗ gängen finden. Von dem Stamm von Mäuſen, der ſich durch den Winter gerettet hat, kann bei günſtiger Sommerwitterung ſehr ſchnell wieder eine Maſſenvermehrung einſetzen; dieſe gilt es zu verhindern. Die Mäuſebekämpfung muß in den gefähr⸗ deten Gemeinden alljährlich als Gemeinſchaftsarbeit durchgeführt werden. Sie erfolgt durch Auslegen von Phos⸗ phor⸗Giftgetreide. Zum Auslegen ſind Legeröhren oder Lege⸗ flinten zu benutzen. Es wird mit Kolonnen gearbeitet, die unter Leitung eines verantwortlichen Mannes ſämtliche von Mäuſen bewohnten Flächen der Gemarkung mit Giftgetreide belegen. Die Koſten für das Bekämpfungsmittel betragen je Hektar nur etwa 60 Pfennig; zu der Arbeit können Frauen und größere Kinder herangezogen werden. Die zuſtändigen Pflanzenſchutzämter geben nähere Weiſungen über die Durch⸗ führung der Arbeit. wo es erforderlich iſt, kann die Verwal⸗ tungsbehörde auf Grund des Pflanzenſchutzgeſetzes eine poli⸗ zeiliche Verordnung erlaſſen, die die gemeinſame Mäuſe⸗ bekämpfung vorſchreibt. Unkraut⸗ und Schädlingsbekämpfung Wichtig iſt ferner die Unkrautbekämpfung, insbe⸗ ſondere die Hederichbekämpfung. Jeder tüchtige Bauer und Landwirt weiß, daß die Verunkrautung den Ertrag des Ackers ſtark herabdrückt, vor allem leidet unſer Sommergetreide ſtark unter dem Hederich und Ackerſenf, der im Gebiet der ſchweren Kalk⸗ und Mergelböden immer noch maſſenhaft auf⸗ tritt. Die chemiſche Bekämpfung des Hederich hat ſich in den letzten Jahren immer mehr eingeführt, und ſie ſollte auch im Kriege nicht unterbrochen werden. Ein Gemiſch von 4 Doppel⸗ zentner Hederichkainit und 1 Doppelzentner ungeöltem Kalk⸗ ſtickſtoff reicht zur Behandlung von einem Hektar Getreide⸗ fläche aus. Man ſtreut die Miſchung ſehr früh am Morgen eines klaren Tages auf die taufeuchten Pflanzen. Der rich⸗ tige Zeitpunkt iſt der, wenn die jungen Hederichpflanzen zwei bis vier Laubblätter zeigen.— Mit Spritzmitteln iſt man nicht ſo eng an die Witterung und den Zeitpunkt gebun⸗ den wie beim Streuverfahren. Zum Spritzen löſt man 25 bis 28 Kilogramm Eiſenvitriol in 100 Liter Waſſer, indem man es über Nacht in einem Sack dicht unter der Waſſeroberfläche einhängt. Auf den Hektar benötigt man 600 bis 800 Liter die⸗ ſer Löſung. Genügend Spritzgeräte ſind vor allen Dingen in den Gebieten vorhanden, wo die Kartoffelkäferabwehr durch⸗ geführt wird. Unſere Zuckerrübenanbaufläche wurde erweitert; wir wol⸗ len Höchſterträge erzielen, daher müſſen wir den Rüben⸗ ſchäd lingen entgegentreten. Zur Bekämpfung der Herz⸗ und Trockenfäule beſtellt man bei ſeiner Lieferſirma Borax. Man benötigt auf den Hektar 15 Kilogramm; Borax wird mit dem Kaltſalz zuſammen ausgeſtreut, nachdem man ihn mit dieſem ſorgfältig und gleichmäßig vermiſcht hat. Das iſt nur bei ſolchen Feldſtücken ſparſam nötig, die von der Herz⸗ und Trockenfäule gefährdet ſind. Ein wichtiger tieriſcher Schädling iſt der Rübenaas⸗ käfer. Bald nach dem Auflaufen der Rüben erſcheinen die Käfer und ihre ſchwarzen Larven und freſſen oft in wenigen Tagen die Felder kahl. Die Bekämpfung des Rübenaaskäfers iſt an ſich leicht. Durch Spritzen mit Kalkarſenat— 400 Gramm auf 100 Liter Waſſer— werden die Rübenpflänzchen vor dem Fraß geſchützt. Notwendig iſt nur, daß das Spritzmittel und ein leiſtungsfähiges Spritzgerät bereitgeſtellt iſt, um ſchlag⸗ artig mit der Bekämpfung beginnen zu können, und daß man auf das erſte Auftreten des Käfers ſorgfältig achtet. Auch bei der Spritzung der Rübenſchläge können die pferdefahrbaren Spritzen des Kartoffelkäferabwehrdienſtes herangezogen wer⸗ den; dieſer iſt rechtzeitig zu benachrichtigen. Kleinere Rüben⸗ felder können auch mit einem Arſenſtäubemittel behandelt werden, wobei man einen Rückenſchwefler oder behelfsweiſe Gazebeutel, die an einer Stange aufgehängt ſind, benutzt. „Auf dem Kornſpeicher achte man beim Eintritt warmer Witterung auf den Kornkäfer. Befallenes Getreide iſt zwar unter den Verhältniſſen des kleinbäuerlichen Betriebes meiſt nicht zu entſeuchen,'s muß möglichſt bald verbraucht werden. Wohl aber gelingt es, den vor der neuen Ernte ent⸗ leerten Speicher vom Kornkäfer zu befreien, indem man nach gründlicher Säuberung Boden, Wände und Decken mit einem Kornkäferbekämpfungsmittel beſpritzt. Wer jetzt im Frühjahr eine Verſeuchung durch den Kornkäfer feſtſtellt, wende ſich an ſein Pflanzenſchutzamt und erfrage dort Rat und Auskunft. Im Obſt⸗ und Gemüſeban Im Gemüſebau haben wir im Mai mit zwei Großſchäd⸗ lingen zu rechnen. dem Erdfloh und der Kohlfliege. Die bekannten Fraßſchäden der Erdflöhe ſind beſonders bei ſonnigem, trockenem Wetter zu erwarten. Wiederholtes Hacken wirkt dem Erdflohſchaden entgegen. Im Garten iſt fleißig zu gießen. Eine direkte Bekämpfung iſt durch Stäuben mit einem derrishaltigen Mittel möglich. Die Kohlfliege, deren Maden die Wurzeln der Pflanzen abfreſſen und dieſe ſo zum Abſter⸗ ben bringen, wird durch Begießen der Pflanzen mit ſchwacher Obſtbaumkarbolineumbrühe bekämpft. Man gießt einige Tage nach dem Auspflanzen und wieder⸗ holt die Behandlung nach 10 bis 12 Tagen. Man verwendet eine Brühe, die auf 10 Liter Waſſer 30 Gramm Obſtbaum⸗ karbolineum enthält. Ein Liter reicht für 15 bis 20 Pflanzen. Die Eier und jungen Larven an den Wurzeln werden durch dieſe Behandlung abgetötet. Für große Flächen benutzt man rückentragbare Gießgeräte; aus alten Weinbergſpritzen kann man ſie ſich behelfsmäßig herſtellen. Sehr wichtig iſt die Durchführung der notwendigen Schäd⸗ lingsbekämpfungsmaßnahmen im Obſtbau. Das lang⸗ anhaltende Winterwetter hat wohl oft die Winterſpritzung der Obſtbäume unmöglich gemacht. Dies Verſäumnis iſt nicht gar ſo ſchlimm, wenn nur die Vorblüteſpritzung und die Nach⸗ blüteſpritzungen ſorgfältig durchgeführt werden. Durch ſie be⸗ kämpfen wir alle freſſenden und ſaugenden Schädlinge, und wir ſchützen vor allem die Früchte vor Schorfbefall. Wir müſſen Verluſte durch den Schorfpilz unbedingt vermeiden, denn wir brauchen geſundes, haltbares Lagerobſt! Bei der Wahl der Spritzbrühe beachte man die bewährten Methoden und Ratſchläge des Pflanzenſchutzamtes oder des zuſtändigen Obſtbaubeamten. Mehr denn je müſſen in heutiger Zeit die Pflanzen⸗ ſchutz maßnahmen als Gemeinſchaftsarbeit durchgeführt werden, die bewirkt, daß im Dorfe Felder und Obſtgärten vor Schäden geſchützt werden. Es iſt Aufgabe und Pflicht aller derjenigen, die im Pflanzenſchutz erfahren ſind, zur Sicherung der landwirtſchaftlichen Erzeugung auf dieſem Teilgebiet ihre Kenntniſſe der Allgemeinheit tatkräftig und überlegt zur Verfügung zu ſtellen! Dr. Kotte. Unkrũüuter entzishen dem Bo- den mehr als das dunpelte un lühr- N. ſtuffen als Kultur- a ꝓflan 3en Jomum boerniahfat das linlimisi 34¹ Neben einer zweckmäßigen und ausreichenden Fütterung iſt vor allem die Haltung und Pflege unſerer Milchkühe von entſcheidendem Einfluß auf deren Leiſtungsfähiakeit. Nur in einwandfreien und geſunden Ställen ſowie bei auter Pflege können die Tiere geſund bleiben und ihre Leiſtungsanlage voll entfalten. Geſundheit iſt die erſte Vorausſetzung für jede Leiſtung und vor allem für jede Dauerleiſtung, wie wir ſie von unſeren Milchkühen beſonders in der gegenwärtigen Zeit verlangen müſſen. Welche Anforderungen müſſen wir nun an den Milchviehſtall ſtellen? 5 Der Stall muß ausreichend groß, im Winter warm, im Sommer kühl, trocken, aut belichtet, aut gelüftet und immer ſauber ſein. Nach Möglichkeit ſollen andere Tiere, wie Pferde, Schweine und vor allem Federvieh nicht im gleichen Stall untergebracht werden. Leider erfüllen nun eine große Anzahl unſerer Stallungen dieſe Forderungen nicht, da die Anlage der Stallungen meiſt veraltet iſt und unzweckmäßiges Bau⸗ material verwendet wird. Wir können jedoch durch einfache und billige Mittel hier manches verheſſern. Zunächſt gilt es für genügend Licht zu ſorgen. Nur ein heller Stall kann ſauber gehalten werden, außerdem iſt das Sonnenlicht der größte Feind der ſchädlichen Bakterien. Eine ausreichende Belichtung erreichen wir durch eine Vergröße⸗ rung der vorhandenen Fenſter und dadurch, daß die vorhan⸗ denen Fenſter auch tatſächlich ſauber und in Ordnung gehal⸗ ten werden und nicht wegen zerbrochenen Fenſterſcheiben mit Säcken oder Strohwiſchen verſtopft ſind. Die Fenſterfläche ſoll zirka 7 Prozent der Stallbodenfläche betragen. Mit der Vergrößerung der Fenſter iſt auch eine beſſere Lüftung möglich. Dieſe wird noch dadurch gefördert, daß die Stalltüren aus zwei Teilen beſtehen, ſo daß die obere Tür geöffnet wer⸗ den kann, wodurch Zugluft, die für die Tiere ſchädlich iſt, von dieſen abgehalten wird. Die günſtigſte Temperatur im Kuhſtall beträgt 15 Grad Celſius. Zur dauernden Kontrolle der Stalltemperatur iſt ein Thermometer im Stall anzubrin⸗ gen. Der Stand⸗ und Liegeplatz der Tiere muß warm und trocken ſein. Er muß daher aus einem Material beſtehen, das die Wärme ſchlecht leitet. Beton iſt ungeeignet. Die Jauche⸗ rinne muß waſſerundurchläſſig ſein und ein genügendes Ge⸗ fälle haben, damit die Jauche möglichſt ſchnell aus dem Stall geleitet wird. Futtergang und Krippe müſſen aut zu reinigen ſein. Zweimal im Jahre ſollte der Stall einer gründlichen Reinigung und Desinfektion unterzogen und mit einem neuen Kalkmilchanſtrich verſehen werden. Im Sommer ſind die Tiere vor der Fliegenplage durch Aufhängen von Fliegenfängern und durch einen blauen Waſſerfarbenanſtrich der Fenſter zu ſchützen. Pflege der Tiere: Hier gilt der Grundſatz: Sei den Tieren Freund und Helfer, nicht ihr Peini⸗ ger! Vor allem muß in dem Stall größtmöglichſte Ruhe herr⸗ ſchen. Man ſchreie die Tiere nicht an und ſchlage ſie nie. Mit den einzelnen Stallarbeiten, vor allem dem Füttern und Mel⸗ ken, ſoll täglich zu derſelben Stunde begonnen werden. Der anfallende Dung iſt täglich zweimal zu entfernen, wobei auch das Stroh und die Futterreſte unter den Vorderfüßen nicht vergeſſen werden dürfen; dieſe zieht man auf den hinteren Teil des Standes zurück. Man ſorge ſtets für reichliche Ein⸗ ſtreu, wodurch auch das Sauberhalten der Tiere er⸗ leichtert wird. Wenn die Tiere gezwungen ſind, ſich infolge ungenügender Streu dauernd in den eigenen Dung zu legen, ſo bilden ſich an den Hinterkeulen die bekannten Kotkruſten, welche immer ein Zeichen dafür ſind. daß die Pflege der Tiere in dem betreffenden Stall ſehr zu wünſchen übrig läßt. Von beſonderer Wichtigkeit für die Geſundheit und Lei⸗ ſtunasfähiakeit der Tiere iſt das tägliche Putzen. Es iſt nicht Bei Arbeitskühen ſollte man die Kummetanſpannung bevorzugen 848 In ſolchen Ställen können keine geſunde, leiſtungsfähige Tiere gedeihen Aufn.: Schmidt(3) Blick in gut eingerichteten Kuhſtall eines Schwarzwaldbetriebes nur erforderlich wegen des ordentlichen und ſauberen Aus⸗ ſehens der Tiere, ſondern auch wegen der dauernden Offenhal⸗ tung der Poren und damit der Förderung der Hautatmung und Blutzirkulation. Zum Putzen iſt ein nicht zu ſcharfer Striegel und eine Kardätſche zu benutzen. Leicht verletzliche Stellen wie Kopf, Euter, Scheide dürfen nicht mit dem Strie⸗ gel bearbeitet werden. Wichtig iſt auch das tägliche Putzen un⸗ ter der Anbindekette, um das Einwachſen derſelben— vor allem bei Vieh, das dauernd im Stall ſteht— zu verhindern. Ein beſonderes Kapitel, dem immer noch zu wenig Be⸗ achtung geſchenkt wird, iſt die Klauenpflege. Es muß geradezu als Tierquälerei bezeichnet werden, wenn man bei einem Tier, das das ganze Jahr im Stall ſteht, die Klauen⸗ pflege vernachläſſigt. Genau, wie man ſich bei den Tieren, die zur Arbeitsleiſtung herangezogen werden, um eine ordent⸗ liche Klauenpflege kümmern muß, damit die Tiere überhaupt laufen können, ſo iſt dies auch bei den Tieren, die immer im Stall ſtehen müſſen, notwendig. Tieren, deren Klauenpflege vernachläſſigt wird, gehen auch in der Leiſtung zurück. Es iſt daher erforderlich, mindeſtens zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbſt, die Klauenpfleqe nach dem All⸗ gäuer Verfahren von einem hierzu beſonders ausge⸗ bildeten Schmied oder Klauenſchneider durchführen zu laſſen. In den Betrieben, in welchen die Milchkühe auch zur Ar⸗ beitsleiſtung herangezogen werden, ſorge man vor allem für aut paſſende und zweckmäßige Geſchirre und dafür, daß die Arbeitsnutzung vernünftig erfolgt. Es darf nicht ſo ſein, daß immer dieſelben Tiere, weil ſie beſonders aut gehen, alle Arbeit allein ſchaffen müſſen, während die anderen im Stall ſtehen. Bei gleichmäßiger Verwendung aller Tiere zur Arbeit iſt der Ausfall an Milchleiſtung nur gering, allerdings muß auch in der Fütterung die Arbeitsleiſtung entſprechend berück⸗ ſichtigt werden. Leichte, nicht zu lange anhaltende Arbeit för⸗ dert die Geſundheit und damit die Leiſtungsfähiakeit der Tiere infolge der Bewegung in der friſchen Luft. Wo irgend mög⸗ lich, ſollte daher auch den Tieren, die nicht zur Arbeit verwen⸗ det werden, während des Sommers Gelegenheit zum Weid e⸗ gang oder Auslauf gegeben werden. Bei der Fütterung der Tiere vermeide man jeden ſchroffen Futterwechſel, weiterhin verdorbene, verſchimmelte und gefrorene Futtermittel, ferner erhitztes oder abgewelktes Grünfutter. Für friſches Tränkwaſſer iſt ſtets zu ſorgen. Richtige füttern er Rühle Beſſere Futterausnützung durch richtige Futtereinteilung Zur Sicherung einer ausreichenden Fettverſorgung iſt die Erhaltung der Leiſtungs fähigkeit unſerer Milch⸗ kühe erſte Vorausſetzung. Um dies zu erreichen, muß das vorhandene Futter ſo eingeſetzt werden, daß es beſtmöglichſt ausgenutzt wird. Nicht alle Futtermittel ſind hinſichtlich ihrer Wirkung auf die Milchleiſtung gleichwertig. Hier kommt es in erſter Linie auf den Gehalt an Nährſtoffen und insbeſondere auf das Eiweiß an, da dieſes zur Milcherzeu⸗ gung unbedingt benötigt wird. Für die Milchviehfütterung kommen in erſter Linie in Frage: Im Sommer: Junges Grünfutter, Weide. Im Winter: Gutes Wieſenheu und Oehmd, Luzerne und Kleehen, Sommerhalmſtroh, Runkel⸗ rüben, Silofutter. Es darf unter den gegebenen Verhältniſſen nicht geduldet werden, daß die eiweißreichen Kleeheuarten, wie es vielfach üblich iſt, hauptſächlich an die Pferde verfüttert werden. Wir benötigen jedes zur Verfügung ſtehende Gramm Eiweiß im Milchviehſtall. Aber auch die einzelnen Kühe dürfen nicht alle das gleiche Futter erhalten. Es iſt unbedingt nach Lei⸗ ſtung zu füttern, da ſonſt Futter verſchwendung getrie⸗ ben wird. 8 Die bisherige Art der gleichen Futterverteilung ohne Rück⸗ ſicht auf die Leiſtung muß durch die Fütterung nach Lei⸗ ſtung erſetzt werden, d. h. die Kühe mit den beſſeren Lei⸗ ſtungen erhalten auch mehr und das beſſere Futter. Dies läßt ſich ohne große Mehrarbeit erreichen, wenn man bei der Heuernte ſchon darauf achtet, daß das beſſere Heu und vor allem die Kleehenarten, ſo aufbewahrt werden, daß man jeder⸗ zeit daran kann. Die Saftfuttermittel, wie Rüben und Silo⸗ futter, laſſen ſich ohne jede Mühe nach Leiſtung verteilen. Es muß daher angeſtrebt werden, daß möglichſt viel und gutes Saftfutter, vor allem Gärfutter, zur Verfügung ſteht. Wo kein Behälter vorhanden iſt, läßt ſich überſchüſſiges Futter in . Silos unter Verwendung von Silopapier her⸗ ellen. Natſchläge zur ſachgemäßen Fütterung 1. Beiſpiel: 5 Milchkühe, hiervon geben zwei täglich 15 bis 20 Kilogramm Milch, drei unter 10 Kilogramm Milch. An Futter ſtehen dem Betrieb laut Futtervoranſchlag für die fünf Milchkühe je Tag zur Verfügung: 30 Kilogramm gutes Wieſenheu, 15 Kilogramm Luzerneheu, 10 Kilogramm Futter⸗ ſtroh, 75 Kilogramm Rüben, 75 Kilogramm Silofutter 6 Mais, Rotklee). Wird dieſes Futter nun gleichmäßig unter alle Kühe verteilt, ſo erhält eine Kuh 6 Kilogramm Wieſenheu. 2 Kilogramm Luzerneheu, 3 Kilogramm Stroh, 15 Kilogramm Rüben und 15 Kilogramm Silofutter. Dieſe Fütterung reicht aus zur Erzeugung von zirka 10 Kilogramm Milch. Die Kühe, die mehr als 10 Kilogramm Milch geben, erhalten zu wenig und können daher ihre Leiſtung nicht lange anhalten, diejenigen, die unter 10 Kilogramm Milch geben, erhalten zuviel und bringen dafür keinen Nutzen. Bei der Fütterung nach Leiſtung ergibt ſich fol⸗ gendes Bild: Das Futter wird in zwei verſchiedene Rationen verteilt. Die zwei Kühe mit höherer Leiſtung erhalten je Tier und Tag 6 Kilogramm Wieſenheu. 5 Kilogramm Luzerneheu, 1 Kilogramm Stroh, 20 Kilogramm Rüben und 20 Kilogramm Silofutter. Dies reicht für zirka 17 Kilogramm Milch. Die drei Kühe mit niedriger Leiſtung erhalten je Tier und Tag 6 Kilogramm Wieſenheu, kein Luzerneheu, 4 Kilogramm Stroh. 12 Kilogramm Rüben und 12 Kilogramm Silofutter. Dies reicht für zirka 6 Kilogramm Milch. Das Beiſpiel zeigt ohne weiteres, daß das vorhandene Futter weit beſſer ausgenutzt wird, wenn es nach Leiſtung verteilt wird. Die Tiere mit höherer Leiſtung als 17 Kilo⸗ gramm bedürfen einer Zugabe von Kraftfutter, da ſie ſonſt die hohe Leiſtung nicht lange anhalten können. Auch hier gilt der Grundſatz: Das Kraftfutter da einſetzen, wo es den beſten Nutzen bringt. Es wäre verkehrt, einer leiſtungs⸗ fähigen Kuh kein Kraftfutter zu geben, weil hierdurch ihre Leiſtungsfähigkeit nicht voll ausgenutzt werden würde und die Kuh in ihrer Leiſtung bald zurückgeht. 2. Beiſpiel: Vier Kühe, hiervon ſteht eine trocken, zwei haben Leiſtungen von 6 bis 8 Kilogramm Milch, und eine hat eine Leiſtung von 15 Kilogramm Milch. An Futter ſteht laut Futtervoranſchlag für die vier Milchkühe je Tag zur Ver⸗ fügung: 24 Kilogramm Wieſenheu gut, 16 Kilogramm Wie⸗ ſenheu gering, 8 Kilogramm Oehmd gut, 10 Kilogramm Futter⸗ ſtroh, 80 Kilogramm Rüben. Bei gleicher Verteilung dieſer Futtermittel erhält eine Kuh: 6 Kilogramm gutes Wieſenhen, 4 Kilogramm geringes Wieſenheu, 2 Kilogramm Oehmd, 2 Kilogramm Futterſtroh, 20 Kilogramm Rüben. Dieſe Ration würde für eine Leiſtung von zirka 9 bis 10 Kilogramm Milch ausreichen. Die Kühe mit niedriger Leiſtung und die trockenſtehende Kuh erhalten zu viel, die Kuh mit 15 Kilogramm Milch zu wenig Futter. Sie müßte bei dieſer gleichen Verteilung des Futters eine erhebliche Kraftfuttergabe erhalten. während bei der Füt⸗ terung nach Leiſtung eine weſentlich geringere Kraftfuttergabe ausreichend iſt wie nachfolgende Aufſtellung zeigt. Bei Fütterung nach Leiſtung erfolgt die Futter⸗ verteilung wie folgt: Die Kuh mit 15 Kilogramm erhält je Tag 8 Kilogramm gutes Wieſenheu, 5 Kilogramm Oehmd, 1 Kilogramm Futterſtroh, 35 Kilogramm Rüben. Dieſe Füt⸗ terung reicht für zirka 13 Kilogramm Milch.— Die übrigen Kühe erhalten je Tier und Tag 5 Kilogramm gutes Wieſen⸗ heu, 5 Kilogramm geringes Wieſenheu, 1 Kilogramm Oehmd, 2 Kilogramm Futterſtroh, 15 Kilogramm Rüben. Dieſe Füt⸗ terung reicht für zirka 6 bis 7 Kilogramm Milch. Wie ſoll das Kraftfutter gegeben werden? Entſcheidend für die volle Ausnützung des verabreichten Kraftfutters iſt ſeine Verabreichung in der richtigen Form und in der richtigen Reihenfolge innerhalb der Fukterration, Kraftfutter muß grundſätzlich in trockener Form verab⸗ reicht werden. Hierdurch wird es weit beſſer gekaut, einge⸗ ſpeichelt und verdaut. Bei Verabreichung des Kraftfutters in Form von Tränken iſt ſeine Ausnutzung weſentlich geringer. In der Reihenfolge der einzelnen verabreichten Futtermittel bei einer Mahlzeit muß das Kraftfutter grundſätzlich an erſter Stelle ſtehen. Das Kraftfutter ſoll in den leeren Magen des Tieres kommen. Dadurch ſtehen die geſamten Magen⸗ und Verdauungsſäfte zu ſeiner Verdauung und Ausnützung zur Verfügung. Wird das Kraftfutter zwiſchen den übrigen Futter⸗ mitteln gegeben oder gar mit dieſen gemiſcht, ſo wird es lange nicht ſo gut ausgenutzt. An Kraftfuttermitteln für das Milchvieh kommen in Frage: Gerſten⸗ und Haferſchrot ſowie Kleie aus der eige⸗ nen Wirtſchaft. Dieſe Kraftfuttermittel eignen ſich be⸗ ſonders in ſolchen Fällen. wo das vorhandene wirtſchafts eigene Rauh⸗ und Saftfutter von guter Qualität iſt. An zuzu⸗ kaufenden Kraftfuttermitteln ſteht zur Zeit eine fertige Miſchung. Amid⸗Oel kuchen miſchfutter zur Verfügung. Es eignet ſich nur zur Milchviehfütterung. Seine Zuſammenſetzung iſt ſo gewählt, daß für etwa 3 bis 4 Kilo⸗ aramm Milch 1 Kilogramm Amidfutter benötigt wird. Das würde alſo in dem erſten vorerwähnten Beiſpiel bedeuten, daß eine Kuh mit einer Leiſtung von 20 Kilogramm 1 Kilo⸗ gramm Amidfutter erhalten müßte. In dem zweiten Beiſpiel müßte die Kuh mit 15 Kilogramm Milch etwa 74 Kilogramm Amidfutter erhalten. Bei Verabreichung des Amidfutters iſt mit kleinen Gaben zu beginnen, damit ſich die Tiere daran gewöhnen. Die Feſtſtellung der im einzelnen zu verabreichen⸗ den Kraftfuttermenge iſt anhand einer Futterberechnung zu treffen. In allen Fragen der Milchviehfütterung erteilen die Kontrollaſſiſtenten, Leiſtungsinſpektoren, Tierzuchtämter und Wirtſchaftsberater Auskunft. Trockenſtehende Kühe erhalten in der Zeit von vier bis fünf Wochen vor dem Abkalben bis etwa acht Tage vor dem Abkalben ein Vorbereitungsfutter, beſtehend aus Gerſtenſchrot und Weizenkleie und Beimengung von etwas Futterkalk. Man beginnt mit einer Tagesgabe von 5 Kilo⸗ gramm und ſteigert dieſe Gabe bis zu 2 Kilogramm. Dieſes Vorbereitungsfutter danken die Tiere mit einer weit beſſeren Anfangsleiſtung, die ſie auch weſentlich länger durchhalten. Richtige Grünfütterung Auch während der Grünfütterung iſt eine richtige Ein⸗ teilung des vorhandenen Futters für deſſen richtige Aus⸗ nützung maßgebend. Vor allem darf der Uebergang von der Winterfütterung zur Grünfütterung nicht zu plötzlich erfolgen. Die Tiere müſſen ſich langſam an das Grünfutter gewöhnen, da ſonſt Verdauungsſtörungen und Leiſtungsverluſte eintreten. Das junge Grünfutter iſt ſehr eiweißreich, es darf daher nicht allein verfüttert werden, da ſonſt eine Eiweißverſchwendung eintreten würde. Es muß daher. beſonders in der erſten Zeit der Grünfütterung vor Verabreichung des Grünfutters etwas Rauhfutter gegeben werden. Je größer und je jünger die verabreichte Grünfutter⸗ maſſe iſt. deſto dringlicher iſt es, ſolche Rauhfuttergaben zu⸗ ſätzlich zu verabreichen. Kraftfuttergaben erübrigen ſich ganz beſonders in der Anfangszeit der Grünfütterung. Mit dem Aelterwerden des Grünfutters nimmt deſſen Gehalt an Ei⸗ Wunnersche Bitumenwerke 8 m b. H Unna U. Bezug auch durch Genossenschaften und Baustoffhändler 5 3⁴9 weiß ab. Es muß daher nach Möglichkeit dafür geſorgt wer⸗ den, daß für das Milchvieh, und hier wieder in erſter Linie für die Leiſtungskühe, immer möglichſt junges, noch nicht verholztes Grünfutter zur Verfügung ſteht. Das ältere Grünfutter erhalten die Kühe mit niedriger Leiſtung, das ältere Jungvieh und die Pferde. Vorausſetzung für eine gute und reſtloſe Ausnutzung des Grünfutters iſt auch, daß es in immer möglichſt friſchem Zuſtand zur Verfügung ge⸗ langt. Dieſe Forderung wird reſtlos bei der idealſten Art der Grünfütterung, dem Weideg ang, erfüllt. Hierbei werden die Tiere außerdem noch in ihrer Geſundheit und Leiſtungs⸗ fähigkeit gefördert, und es wird ſehr viel Arbeit geſpart. Zur reſtloſen Ausnutzung der Weide iſt jedoch ebenfalls eine Lei⸗ ſtungsfütterung notwendig. Dies wird dadurch erreicht, daß nicht alle Tiere auf bieſelbe Weidekoppel gebracht werden, ſon⸗ dern zunächſt in Kühe und Jungvieh zu trennen ſind. Die Milchkühe werden ebenfalls wieder in zwei oder drei Abtei⸗ lungen, je nach Leiſtung, untergeteilt. Die Abteilung mit der beſten Leiſtung weidet nun grundſätzlich vorweg, ſo daß ihr das beſte Futter zur Verfügung ſteht. Bei ſehr junger Weide gilt hinſichtlich der Rauhſutterzugaben das gleiche wie bei der Stallgrünfütterung. Es folgen dann nach kurzer Zeit, je nach Größe der Weidekoppel, die Abteilungen mit geringerer Lei⸗ ſtung, während das Jungvieh und gegebenenfalls die Fohlen zum Schluß folgen. Hierdurch iſt eine reſtloſe Ausnutzung des Weidefutters ſichergeſtellt. Vorausſetzung für die Durch⸗ führung dieſer Weidetechnik iſt natürlich, daß die Weide in nicht zu große Koppeln untergeteilt iſt. Futterplanung in der Milchviehfütterung Erſte Vorausſetzung für die Erzielung und Erhaltung einer guten Milchleiſtung iſt eine zweckmäßige Fütterung. Vor allem ſind häufige Schwankungen in der Menge und Qualität des verabreichten Futters zu vermeiden, da nichts ſo nachtei⸗ lig auf die Milchleiſtung einwirkt, wie ein häufiger Wechſel des Futters. Um einen häufigen Wechſel in der Fütterung zu vermeiden, iſt es notwendig, die Fütterung nach einem gewiſ⸗ ſen Plan durchzuführen. Es iſt nun erforderlich, für die Som⸗ mer⸗ und Winterfütterung je einen getrennten Futter⸗ plan bzw. Futtervoranſchlag aufzuſtellen. Grundſätzlich gilt ſowohl für die Sommer⸗ als auch für die Winterfütterung, daß der vorhandene Viehbeſtand und die Futter⸗ fläche miteinander in Einklang ſtehen. Das heißt, daß dafür geſorgt werden muß, für ſämtliche Tiere ausreichend Futter zur Verfügung zu ſtellen. Die leiſtungsfähigſten Kühe können ihre Leiſtungsanlage nicht entfalten, wenn ſie halb durch den Winter gehungert werden müſſen. Es ſoll alſo nicht mehr Vieh gehalten werden, als mit dee m vorhandenen Futter ausreichend gefüttert werden kan n. Vor allem ſind Tiere, die in ihrer Leiſtung nicht befriedigen, abzuſchaffen, da ſie den anderen leiſtungs⸗ fähigen Tieren nur das Futter wegfreſſen und keinen Ertrag bringen. Grundſätzlich muß jedoch eine möglichſt weitgehende Aus⸗ nützung der vorhandenen Futterfläche durch Ackerfutter⸗ und Zwiſchenfruchtfutterbau und insbeſondere durch beſſere Düngung und Pflege der Wieſen angeſtrebt wer⸗ den, ſo daß die Möglichkeit beſteht, möglichſt viel leiſtungsfähige Kühe zu halten und richtig zu füttern. Insbeſondere in den Wieſen, deren Düngung und Pflege bisher im allgemeinen ſtark vernachläſſigt wurde, liegen noch erhebliche Leiſtungs⸗ reſerven brach. Eine flächenmäßige Vergrößerung der Futter⸗ Durch das Freßgitter kann der Futtergang vom Stall abgeſchloſſen werden, 1 0 ſich vor jeder Fütterung eine zuverläſſige Reinigung der Krippe und es Futterganges durchführen läßt. Ebenſo iſt Leiſtungsfütterung möglich 350 Kulturarten dringend benötigt werden. Wenn dieſe Grund⸗ forderung, daß Futterfläche und Viehzahl miteinander über⸗ einſtimmen, erfüllt iſt, bietet die Aufſtellung des eigentlichen Futterplanes keine beſonderen Schwierigkeiten mehr. Sommerfutterplan: Hier iſt vor allem dafür Sorge zu tragen, daß durch richtige Wahl der Ausſaatzeiten und der Futterpflanzen immer möglichſt junges Grünfutter in Verſenkter, mit Leihſchalung gebauter Gärfutterbehälter für Grünfutter nebſt angebautem Kartoffelgärbehälter. Man beachte die außerordentlich günſtige Raumausnutzung. Aufn.: Schmidt anbaufläche darf jedoch nicht erfolgen, da auch die anderen ausreichender Menge zur Verfügung ſteht, da vor allem im jungen Grünfutter das für die Milchleiſtung notwendige Ei⸗ weiß enthalten iſt. Es iſt daher notwendig, daß gerade die Tiere mit hohen Leiſtungen immer junges Grünfutter erhal⸗ ten, während Tiere mit niedrigeren Leiſtungen ſowie das Jungvieh und die Pferde älteres Grünfutter erhalten können. Winterfutterplan: Die Planung für die Winterfütterung muß ſchon im Sommer bei der Heuernte beginnen. Das Heu muß nach Möglichkeit nach Art und Qualität getrennt gelagert werden, ſo daß man jederzeit während der Winter⸗ fütterung die einzelnen Heuſorten erreichen kann. Außerdem iſt gleich bei der Ernte die Menge der einzelnen geernteten Futtermittel feſtzuſtellen. Der eigentliche Winterfutterplan iſt⸗; bei Beginn der Winterfütterung aufzuſtellen. Hierzu muß folgendes bekannt ſein: Zeitdauer der Winterfütterung, Menge des vorhandenen Futters, Anzahl der zu füttern⸗ den Tiere und Höhe der verlangten Leiſtung. An Hand dieſer Feſtſtellungen läßt ſich nun unſchwer er⸗ rechnen, welche Futtermenge auf einen Futtertag entfällt und ob die Tiere damit ausreichend gefüttert werden können. Zeigt ſich, daß das Futter nicht ausreicht, ſo iſt das eine oder andere leiſtungsſchwache Tier auszumerzen. Lieber nur drei Kühe halten und dieſe richtig und ausreichend füttern, als vier, die nur durchgehungert werden können. Der Ertrag von den drei gut gefütterten Kühen iſt beſtimmt beſſer als der von den vier ſchlecht gefütterten. Bei Aufſtellung des Winterfutterplanes darf nicht zu knapp gerechnet werden, da das Grünfutter we⸗ ſentlich ſpäter anfallen kann, als man urſprünglich angenom⸗ men hat; außerdem können während der Grünfütterung fut⸗ terknappe Zeiten eintreten, während welcher eine Reſerve an Rauhfutter vorhanden ſein muß. Bel ond 0 Kälberaufzucht mit ſparſamen Vollmilchgaben Unſere Ernährungslage und vor allem die Notwendigkeit, während des Krieges die Fettverſorgung unſeres Volkes ſicher⸗ zuſtellen, zwingt uns nicht nur, die Leiſtung unſerer Milch⸗ kühe mit allen zu Gebote ſtehenden Mitteln zu ſteigern, ſon⸗ dern auch zu einer weitgehenden Einſparung an Voll⸗ milch in der Kälberaufzucht. Es muß als Verbrechen an der Volksernährung bezeichnet werden, wenn unter den heutigen Verhältniſſen unſinnig hohe Vollmilchgaben an Käl⸗ ber und vor allem an Bullenkälber verabreicht werden, be⸗ ſonders wenn derartig hohe Gaben noch während einer viel zu langen Zeit gegeben werden. Selbſtverſtändlich müſſen die Tiere, die für eine ordnungsgemäße Jugendentwicklung not⸗ wendigen Vollmilchmengen erhalten, denn eine ordnungs⸗ gemäße Ernährung in der Jugend iſt erſte Vorausſetzung für die ſpätere Leiſtungsfähigkeit des Tieres. a Neben einer mengenmäßigen Einſparung beim einzelnen Tier muß aber auch eine Einſparung an Vollmilch dadurch erreicht werden, daß nur ſolche Kälber zur Aufzucht kom⸗ men, die es auf Grund ihrer Abſtammung hinſichtlich Lei⸗ ſtungsfähigkeit und Futterdankbarkeit ver⸗ dienen. Es dauert meiſt viel zu lange, bis ſich der Züchter darüber ſchlüſſig iſt, ob er ein Tier aufziehen oder ſchlachten laſſen will. Dies iſt beſonders bei Bullenkälbern der Fall. Gerade hierdurch wird der Vollmilchverbrauch, da es ſich um ganz junge Tiere handelt, erheblich vergrößert. Es iſt daher ein raſcher und frühzeitiger Entſchluß über die Verwendung jedes angefallenen Kalbes erfor⸗ derlich, um ſo eine möglichſt frühzeitige Abſtoßung der Schlacht⸗ kälber und damit eine erhebliche Einſparung an Vollmilch zu erzielen. Kränkliche Kälber, die nur mit allen möglichen Künſten hochgebracht werden können, ſind grundſätzlich, ohne Rückſicht auf ihre Abſtammung, abzuſchlachten. Kälber, die tum Schlachten vorgeſehen ſind, ſoll man ſpäteſtens im Alter von 14 Tagen abſetzen. Beſonders nachteilig hinſichtlich der Einſparung von Voll⸗ milch wirkt ſich das immer noch weitverbreitete Saugen⸗ lIaſſen der Kälber aus. Hierdurch wird nicht nur die Leiſtung des Muttertieres ungünſtig beeinflußt, ſondern auch der Verbrauch an Vollmilch, da das Kalb hierbei meiſt zu viel Milch erhält. Es muß daher gerade unter den heutigen Verhältniſſen unter allen Umſtänden angeſtrebt werden, daß kein Kalb mehr an der Kuh ſaugt, ſondern vom erſten Tag aus dem Eimer getränkt wird. Bei entſprechender Pünktlichkeit und Sauberkeit und vor allem bei richtiger Temperierung(38 Grad Celſius) der verabreichten Milch, wer⸗ den beim Tränken aus dem Eimer günſtigere Ergebniſſe in der Kälberaufzucht erzielt, als beim Saugenlaſſen an der Kuh. Darüber hinaus wird eine erhebliche Menge an Vollmilch zum Nutzen des Züchters und der Allgemeinheit eingeſpart und die Kuh bringt eine beſſere Leiſtung. Zur Kräftigung der Geſundheit der Kälber iſt es unerläßlich, daß ſich dieſe ſchon von früheſter Jugend an viel im Freien bewegen können. Eine Kälberkoppel oder wenigſtens ein Kälberauslauf ſollte daher in jedem Betrieb, der Kälber aufziehen will, vorhanden ſein. Auch im Stall ſind die Tiere nicht in einer dunklen Ecke anzubinden, ſondern in hellen lüftigen Laufſtällen zu halten. „Bei der Kälberfütterung iſt grundſätzlich die reine Vollmilchaufzucht zu vermeiden. Von einer beſtimmten Zeit Grumdſätze der 5 Manche Abfälle aus Küche und Garten können für die Ernährung der Ziege verwendet werden. Die Ziege liebt ſogar ein derartiges Futter, da es abwechflungsreich iſt. Allein für die vollſtändige Ernährung reichen doch die Abfälle in den ſeltenſten Fällen aus, ſchon deshalb nicht, weil ihr Anfall nicht regelmäßig iſt. Der Ziegenhalter muß ſich auf andere Weiſe noch Futter beſchaffen können, denn ſeine Tiere ſollen reichlich ernährt werden, da nur dann hohe Milcherträge zu erwarten ſind. Ein Zukauf von Futter ſoll ſich höchſtens auf die Kraftfuttermittel erſtrecken, die für Höchſtleiſtungen er⸗ forderlich ſind, ſowie auf Leckſalz und Kalk. Im übrigen muß jede Ziegen haltung auf wirtſchaftseigener Futtergrundlage aufgebaut ſein; die letzte Möglichkeit, Futter zu gewinnen, muß der Ziegenhalter deshalb aus⸗ nützen. Dabei iſt das Gras von Wegrändern und Rainen, das ſonſt doch oft verloren ginge, eine billige Futterquelle, die die Wirtſchaftlichkeit der Ziegenhaltung nur erhöhen kann. Auch durch Laubgewinnung, ſowohl Baumlaub wie Brom⸗ beerblätter und ausgebrochenes Reblaub, kann man zu bil⸗ ligem Futter kommen. Die meiſten Ziegenhalter beſitzen aber einige Aecker als Eigentum oder Pachtland, auf denen ſie Eins oder Luzerne, Rüben und Kartoffeln zu bauen gewohnt ab iſt ein Teil der Vollmilch durch Mager mil 1 Die verabreichte Magermilch iſt(vor allem im Winter ehen falls auf zirka 38 Grad Celſius zu erwärmen. Im Sommer iſt bei Magermilchverabreichung ſtreng darauf zu achten, daß die Magermilch nicht angeſäuert iſt. Es empfiehlt ſich, zur Verhütung von Verdauungsſtörungen im Sommer die Magermilch immer in dickfauerem Zuſtand zu verfüttern, da hierdurch keine Verdauungsſtörungen eintreten. Zu dieſem Zweck iſt die Magermilch in einem Holzgefäß, in welchem noch ein Reſt dickſaurer Magermilch vorhanden iſt, aufzubewahren. So wird die Milch in kurzer Zeit dickſauer und kann ohne Gefahr an Kälber von über 6 Wochen ver⸗ füttert werden. „Für ein weibliches Höhenfleckviehkalb ſind etwa folgende Milchmengen zu verabreichen: 1. Abſchnitt(nur Vollmilch) 2. Abſchnitt(Voll⸗ u. Magermil Alter Vollmilch! Gaben 5 0 Alter Vollmilch! Magermilch! 1. Tag 171 5 36. Tag 87 2 2 274 5 87 8 1 8 3 3 88 7⁴ 1⁴ 8 37 3 39.„ 7 2 8 4 3 40. 67 27 6 4 3 1 6 3 77 5 3 42.„ 575 35⁴ 8. 571 3 43.„ 5 4 8 6 3 44.„ 47 45 10 67 3 45.„ 4 5 11. 7 3 46.„ 37 575. 133 77 3 47. 3 6 13. 8 3 48.„ 25 67 14 87 3 49. 2 7 45.„ 9 3 5 17 75⁶ 16. bis ein⸗, 1 8 ſchl. 35. Tag 9 3 52. 2 87⁴ 8 53. bis einſchl. 56. Tag 9 I. Abſchnitt insgeſamt in 35 Tagen 9.—11. Woche 9 261% Liter Vollmilch. 12. 7 II. Abſchnitt= 767 Liter Vollmilch 12 5 422% Liter Magermilch. 14. 3 5. 2 Es ergibt ſich alſo ein Geſamtbedarf von rund 340 Liter Vollmilch und 420 Liter Magermilch. Bullenkälber, die als Zuchtbullen auserſehen ſind, benötigen zirka 500 Liter Voll⸗ milch und 400 Liter Magermilch. Von der vierten Woche an iſt dem Kalb etwas Kraft⸗ futter und gutes Wieſenheu zu verabreichen. Das Kraftfutter beſteht aus Haferſchrot, Weizenkleie und nach Mög⸗ lichkeit aus Leinmehl. Die Kraftfuttergabe iſt mit dem Ab⸗ brechen der Vollmilch zu ſteigern, ſie beträgt am Schluß des erſten Lebensjahres etwa 17 Kilogramm je Tag. Das Kraft⸗ futter iſt grund ſätzlichtrocken zu geben. Häckſel dürfen nicht verabreicht werden. Bis zum Alter von einem Jahr gibt man den Tieren nur ſoviel Waſſer, als ſie brauchen, nicht ſoviel als ſie ſaufen. Im erſten halben Jahr iſt den Kälbern im Stall kein Grünfutter zu verabreichen. Wenn ſie Weidegelegenheit haben, muß trotzdem Heu und Kraftfutter, wenigſtens bis zu einem Alter von“ Jahren und Magermilch bis zur 15. Woche, verabreicht werden. Jiegenfülterung Zur wirtſchaftlicheren Ausnützung dieſer Flächen gehört nun der Zwiſchenfruchtbau. So kann z. B. nach Win⸗ tergetreide bis Mitte Auguſt Landsberger Gemenge geſät werden, das anfangs Mai ſchnittreif iſt, ſo daß gleich darauf Kartoffeln oder Rüben gepflanzt werden können. Ende Juli geſät, können Sonnenblumen, Futterrübſen ſogar noch für das gleiche Jahr gute Erträge an Grünfutter erbringen. Im September geſäter Futterroggen iſt zeitig im Frühjahr nutz⸗ bar, ſo daß anſchließend auf dem gleichen Feld noch Grün⸗ mais geerntet werden kann, dem dann Wintergetreide folgt. Auch die Einſaat von Futtermöhren Ende Februar in Roggen oder im März in Mohn iſt möglich und zu empfehlen, da Futtermöhren bei der Winterfütterung eine gute Beigabe zu den Runkelrüben darſtellen. Auch Markſtammkohl, im Juli gepflanzt, liefert, da er im Winter das einzige Grünfutter darſtellt, eine beliebte Beigabe. Die erwähnten Möglichkeiten für einen intenſiveren Futterbau laſſen erkennen, daß auch der Ziegenhalter einen Wirtſchaftsplan aufſtellen muß, der insbeſondere auf den Futterbedarf im Winter abzuſtimmen iſt. Man geht hier⸗ bei davon aus, daß 1,5 bis 2,5 Kilogramm Heu und 2 bis 3 Kilogramm Rüben je Tag und Ziege die Grundlage 7 Winterfütterung 1 Die übrigen Futtermittel ſind als eifutter zu betrachten. 0 5 e ſebr wichtiges Beifutter, das bisher keine Erwäh⸗ nung fand, iſt das Gärfutter. Gerade beim Zwiſchenfruchtbau fallen oft in kurzer Zeit große Grünfuttermaſſen an, die nicht ſofort verwertet werden können. Hier dient ein Kleinſilo als gute Sparbüchſe für den Winter. In der Regel genügen gewöhnliche Betonringe von 60 bis 80 Zentimeter Durchmeſſer, wie ſie ſonſt bei der Kanaliſation verwendet wer⸗ den. Aus Beton wird ein Boden eingefügt und das ganze innere mit Silolack geſtrichen. Selbſtverſtändlich ſind auch gemauerte Silos mit innen abgerundeten Ecken, die weniger Raum beanſpruchen, zu empfehlen. 8 Es handelt ſich nun nicht nur darum, mengenmäßig ge⸗ nügend Futter beizuſchaffen, das Futter ſoll auch möglichſt * 5 gehaltvoll ſein. Alles Grünfutter muß zeitig gemäht werden, da es ſonſt ſtrohig wird und an wertvollen Nähr⸗ ſtoffen verliert. Das gilt felbſtverſtändlich auch bei der Heu⸗ bereitung. Bei letzterer iſt noch beſonders darauf zu achten, daß öfteres Wenden vermieden wird, da dabei die nährſtoffreichſten Teile, die Blätter, von den Stengeln ab⸗ brechen und verlorengehen. Die verſchiedenen Heugerüſte zum Trocknen leiſten insbeſondere bei unſicherer Witterung ſehr gute Dienſte. Regelmäßige und ausreichende Fütterung, verbunden mit guter Haltung und Pflege, ſichern dem Ziegenhalter reichlichen Ertrag. Nicht nur ſein Trinkmilchbedarf wird ſichergeſtellt, der Ziegenhalter wird vielmehr auch in die Lage verſetzt, den Fettbedarf ſeines Haushaltes durch Verbutterung der Ziegenmilch zu decken. pflege der Tabakpflanzen im Anzuchtbeet Anläßlich einer in den letzten Tagen vorgenommenen Fahrt in das Tabakanbaugebiet wurden u. a. auch die Tabak⸗ anzuchtbeete einer genaueren Kontrolle unterzogen. Es muß feſtgeſtellt werden, daß ſich unſere Pflanzer bei der Anlage der Beete außerordentlich große Mühe gemacht haben, um ſchon die Vorausſetzungen zu ſchaffen, die für die Anzucht not⸗ wendig ſind. Durch die bereits ſchon einige Jahre herrſchende ungünſtige Witterung während der Anzuchtzeit wurden all die Maßnahmen erforderlich, um den Setzlingmangel zu beſeitigen und zur gegebenen Zeit auch wirklich gutes Pflanzmaterial zu beſitzen. So wurden richtige Wärmbeete nach den vom Landesverband badiſcher Tabakbauvereine ſchon ſeit Jahren angelegten Muſterbeete angefertigt. Infolge der Verknap⸗ pung von Oelpapier hat der Verband bereits im Jahre 1939 mit der Vermittlung von Glasfenſtern begonnen. Es konnten in den beiden Jahren bereits 25 000 Fenſter für 37.000 Quadratmeter Anzuchtfläche vermittelt werden. Die bereits aufgelaufene Saat ſteht ſehr ordentlich. Der größte Teil des ausgeſäten Samens wurde durch den Landesverband geliefert und zeigte eine gute Keimfähigkeit. i Gerade um dieſe Zeit, wenn die Pflänzchen etwa vier Blättchen getrieben haben, iſt eine außerordentlich ſorgfältige Behandlung am Platze. So hört man da und dort:„Die Pflanzen werden gelb, ſie gehen ein, ſie wachſen nicht, bleiben ſtehen, die Schnecken richten verheerenden Schaden an uſw.“ Nun, was mag wohl hier die Urſache ſein? Zum größten Teil liegt der Fehler im allzuhäu⸗ figen Gießen, beſonders bei kühler Witterung. Die Beet⸗ erde iſt zu naß, es kann nicht genügend Luft, d. h. Sauerſtoff aufgenommen werden, die Wurzel der Pflanze wird braun, das Wachstum hört auf und die Blättchen werden gelb. Wird keine Abhilfe geſchaffen, ſo tritt Wurzelfäule ein. Darum vorſichtig beim Gießen, nur wenn äußerſt notwendig. Es iſt noch lange nicht geſagt, wenn eine dünne Oberſchicht Erde etwas trocken iſt, daß nun ſchon wieder gegoſſen werden muß. Die untere Schicht iſt jedoch naß genug, ſo daß die Feuchtigkeit noch ausreicht. Zu öfteres Gießen, beſonders mit kaltem Waſſer, ſchreckt die Pflanzen ab und verdrängt die Beetwärme. Der günſtigſte Zeitpunkt des Gießens iſt der Spätnachmittag, damit nachher die abgedeckten Beete noch genügend mit Warm⸗ luft verſorgt werden. Eine weitere Maßnahme zur Geſunderhaltung der Pflan⸗ zen iſt das Lüften. Das gilt beſonders für Beete, die mit Glasfenſtern abgedeckt ſind. Die über Nacht angeſammelte warme und verbrauchte Luft muß raus! An ſonnigen Tagen ſind die Fenſter bereits vormittags bis gegen Abend, bei be⸗ .„%% i eee 5 e 5 Dieſes Tabakpflanzen⸗Anzuchtbeet war mit einem guten Oelpapier bedeckt (23% Lichtdurchläſſigkeit). Die Verwendung von Glasfenſter hätte allerdings beſſere Erfolge gebracht. Aufn.: Schot decktem Wetter nur drei bis vier Stunden auf der windabge⸗ kehrten Seite, etwa 5 bis 7 Zentimeter, aufzuſtellen. Sind die Pflanzen etwas größer und iſt eine längere Schönwetter⸗ periode vorauszuſehen, ſo erſcheint es ratſam, das Glas mit etwas Lehmbrühe zu ſchattieren, damit Verbrennungen der Pflanzen vermieden werden. Warum Lehmbrühe und nicht Kalk? Der Lehm läßt ſich gegenüber Kalk wieder ſehr leicht abwaſchen und erfüllt denſelben Zweck. Die Beetfäule tritt aber vor allem da ſehr bald auf, wo zu dicht geſät wurde. Nach den bis jetzt gemachten Er⸗ fahrungen genügt“ Gramm Samen pro Quadratmeter voll⸗ auf, um einen richtigen Pflanzenbeſtand zu erhalten. Stehen nun einmal zu viel Pflanzen im Beet, ſo iſt eine Lichtung dringend notwendig. Man verfertigt mit einem Stück Holz und einigen Nägeln einen Kamm und kämmt das Beet durch; oder zieht beim Jäten gleich die überſchüſſigen Pflanzen aus. Es beſteht ſehr oft die Meinung, wenn Beetfäule oder ſon⸗ ſtiges Ungeziefer die Pflänzchen befällt, daß der Beſtand eben dicht ſein muß, damit auch nachher noch etwas vorhanden iſt. Dieſe Meinung iſt irrig, da Krankheiten und auch tieriſche Schädlinge nur ſtellenweiſe ſauberen Tiſch machen. Zu dichte Saat ergibt ferner ſchwache Pflanzen, beſonders die. welche zuerſt ausgepflanzt werden. Hat der betreffende Pflanzer ſein Grundſtück fertig geſetzt, ſo fallen erſt nachher die ſtockhaften Setzlinge an. Macht ſich die Beetfäule beſonders nach längerer Regen⸗ periode und in ſchlecht abgedeckten Käſten doch bemerkbar, ſo kann dieſe durch Anwendung eines kupferhaltigen Mittels eingedämmt werden. Es iſt ratſam, einige Tage nach Auflaufen der Saat, wöchentlich einmal entweder mit „Cuſarſen“ oder„Cuſiſa“ zu ſtäuben, oder mit Kupferkalk⸗ brühe zu ſpritzen.„Vorbeugen iſt beſſer als heilen!“ Gehen die Pflanzen im Wachstum nicht vorwärts, ſo iſt ſehr wahrſcheinlich zur Anlage des Beetes keine geeignete Beeterde verwendet worden. Bei richtig hergeſtellter Kom⸗ poſterde genügen die darin vorhandenen Nährſtoffmengen vollauf, um kräftige Pflanzen zu erhalten. Muß nun bei ſtillſtehenden Beſtänden etwas nachgeholfen werden, ſo kann wöchentlich einmal mit Harnſtoff— in Waſſer aufgelöſt— gegoſſen werden. Auf eine Gießkanne Waſſer wird ein ſchwa⸗ cher Eßlöffel Harnſtoff gerechnet. Die Pflanzen ſind anſchlie⸗ ßend mit reinem Waſſer abzugießen. Dieſe Düngung wird ebenfalls am Spätnachmittag verabreicht. Es iſt jedoch nicht zu empfehlen, die Setzlinge künſtlich ſtark zu treiben, da ſolche auf dem Felde an Widerſtandskraft verlieren. Hält die Ackerſchnecke ihren Einzug in den Frühbeet⸗ kaſten, ſo richtet dieſelbe großen Schaden an und das Beet iſt bald kahl.„Cuſarſen“, das wie bereits vorher erwähnt, für pilzliche Krankheiten vorbeugend wirkt, wird auch den kleinen Schnecken ein jähes Ende bereiten. Die Anwendung muß jedoch mindeſtens zweimal in der Woche erfolgen. Wird mit „Cuſarſen“ bei ſtarker Schneckenplage nicht der gewünſchte Er⸗ folg erzielt, ſo iſt das etwa zwei Jahre im Tabakbau be⸗ kannte Kötermittel„Peco⸗Schneckentod“ anzuwenden.„Peco“ wird im Kaſten ausgelegt und hat eine derartig große An⸗ ziehung, daß es unbedingt von Schnecken gefreſſen wird. So⸗ fern„Peco“ in Ihrer Nähe nicht zu erhalten iſt, wollen Sie dasſelbe über den Landesverband beſtellen. Weitere unliebſame tieriſche Schädlinge ſind der Maul⸗ wurf und die Werre(Maulwurfsgrille). Erſterer wird am beſten durch Fangen frühmorgens oder abends unſchädli gemacht. Die Werre kann durch Fangen in eingegrabene Blech⸗ gefäße oder Blumentöpfe beſeitigt werden. Ferner durch Aus⸗ legen eines Giftes„Rumetan⸗Reis oder ⸗Weizen“ in die Laufgänge. In den Gärten iſt vor allem nach deren Neſtern zu fahnden, da ein Pärchen ſehr viele Junge zur Welt bringt. Wie bereits anfangs berichtet, muß auch nach Anlage und Anſaat des Beetes ſehr viel Sorgfalt verwendet werden, um am Ende ſatzreife Pflanzen zu haben. Denn wenn man be⸗ denkt, wieviel Mühe und Arbeit geleiſtet werden muß, bis ein Anzuchtbeet ſaatfertig hergerichtet iſt, ſo muß alles daran, geſetzt werden, daß der Erfolg nicht ausbleibt. Scho ber⸗ 3 2 N 2 2 Den Nutzen eines gutgeschärften Werkzeugs kennt jeder fortschrittliche Landwirt. Er benutzt daher stets die . Eingetr. Warenzeichen) Nur wenn sie als Schutzmarke guf dem Holxgriff dieses Etikett trögl, ist sie die echte Cor hborundum- Feile Nr. 87 diese Schärffeile ist hervorragend geelgnet zum Schärfen ond Schleifen von Mähmaschinen- Messern, Fufterschneide- maschinen-Messern, Sensen, Sicheln, Axten, Sperten, Schaufeln, Hacken, Pflugschoren, Handwerkszeugen und Messern aller Art. Abuch im Haushalt und Garten ist sie sehr nutzbringend zu gebrauchen; sie Wird auch in 2 Körnungen hergestellt und trägt dann die Nr. 75. Hören wir, wie der praktische Landwirt öber die Carborundum- Feile urteilt: Selt längerer Zeit benutze ich in meiner Landwirtschaft die Carborundum- Feile Nr. 57 Wie auch einen Corborundum- Sensenwetzs fein. lch bin mit der Feile Nr. 57 sehr zufrieden und benutze zie Uberall da, Wo auch sonst eine Stahlfeile oder ein Schleifstein ge- braucht wird. lch kann mit der Feile nicht nur die Höckselmesser und die Axte scharfmachen, sondern ich schörfe vor allem auch die Mähmesser vom Grasmäher damit. Vor allem finde ich, daſs des Stumpf- werden der feile Nr. 57 ausgeschlossen Ist, Vs meines Erachtens einen großen Vorteil darstellt. lch habe die Feile fast töglich gebraucht, aber die Abnutzung ist außerordentlich gering. lst die Carborundum- Feile durch feuchten Rost, Ol oder dergl. verschmiert, 30 wasche ich sie einfach ab, wodurch sie wieder wie neu wird. Durch die großen Verwendungsmög- lichkeiten, die die Carborundum-Feile wie auch der Carborundum-Sensen- wetzstein haben, kann ich diese beiden Schörfwerkzeuge nur bestens empfehlen. ſch bin schon verschie- dentlich gefragt worden, woher man die Carborundum-Feile und den Corborundum- Sensenwetzstein, die den härtesten Stahl angreifen, be- xiehen kann. lch bin davon Uberzeugt, daß leder Landwirt eine solche Carborundum- Feile und den Carborundum-Sensen- wetzstein mit Vorteil verwendet, denn durch ihren Gebrauch spart man sehr viel Zeit und vor allem Geld. Karl Körtner, Bauer. Rehme b. Bod Oeynhausen, den 8. Juli 1939. CARBORUNDUM- ERZEUGNISSE sind bei jedem Händler zu beziehen. Wo nicht erhältlich, geben wir die nächste Bezugsquelle an. 8/0302 Abenden Carlorũndum- etgateiu loben, Menn Sie ihn benutzen Eingetr. Warenzeichen) folgende Vorzüge hat er aufzuweisen: Er schärft trocken und naß gleich gut, Er gibt schnell eine gleichmäßige Schneide, Er nutzt sich nur Wenig beim Gebrauch ab, Er schärft alle Werkzeuge gleich gut, und zwar Sensen, Sicheln, Pflüge, Rxte, Messer, Schaufeln uswW.— Jeder unserer Carborundum-Sensensteine trägt das in der nebenstehenden Abbildung gezeigte geschötzte Etikett. kin praktisches Schärf werkzeug ist der Carborunduim.—Scliüefet Ne Eingetr. Warenzelch Er ist för alle Garten- und Haushaltzwecke sehr gut geeignet und durch seinen Gebrauch kann man schnittfähig halten: Spaten, Hecken, Rasenmäher, Sicheln, Gartenscheren, Axte, Beile, Küchenmesser usw. för rostfreie und alle anderen Schneidwaren eignet sich hervorragend der Carborundũm-iiescer aper Man gebraucht ihn Wie eine Schärffeile und erlangt mit ihm im Augenblick eins scharfe, glatte Schneide, auc wird die Politur nicht beschädigt. S SS= daten, Rxde, 133 guet dd Seidenbau iſt kriegswichtng Die Maßnahmen zur Förderung des Seidenbaues Der Seidenbau, welchem in den letzten Jahren aus wehr⸗ wirtſchaftlichen Gründen eine ſtarke Beachtung geſchenkt wurde, hat heute kriegswichtige Aufgaben zu erfüllen. Durch die Ein⸗ gliederung in den Vierjahresplan wurde ſeine Durchführung nach einem beſonderen Aufbauprogramm gefördert. Zunächſt galt es, die Futtergrundlage für den Seiden⸗ bau zu ſchaffen, die zur Erzeugung der im Programm feſt⸗ gelegten Seidenmengen notwendig iſt. Da als einziges Futter für die Seidenraupe das Laub der Maulbeere in Frage kommt, war die Schaffung von ausgedehnten Maulbeeranlagen erforderlich. Man ließ ſich von dem Gedanken leiten, die Maulbeere als Heckenpflanze anzulegen, um das erforderliche Gelände nicht der Volksernährung zu entziehen. Alle geländebeſitzenden Stellen der öffentlichen Hand, Reichs⸗ ſtellen und Behörden, wurden durch entſprechende Verord— nungen und Erlaſſe angewieſen, den erſten Schritt zur Förde⸗ rung des Seidenbaues zu tun. So wurden durch die Städte und Gemeinden an Sport⸗ und Spielplätzen, Schießſtänden, Schwimmbädern, an Böſchungen, Schulgärten, Friedhöfen u. a. Maulbeeren als Abgrenzung oder Einfaſſung angelegt. Eine Verordnung des Reichsarbeitsminiſters ſah im Benehmen mit dem Reichsheimſtättenamt und dem Deutſchen Siedlerbund die Einfaſſung der Siedlungen und Siedlergärten mit Maul⸗ beeren vor, um gerade den Siedlern, welche mit der Kleintier⸗ zucht und haltung beſonders verwachſen ſind, die Möglichkeit zur Aufnahme des Seidenbaues als zuſätzliche Ein⸗ nahmequellle zu geben. Außerdem wurden Maulbeeren angelegt durch Heil⸗ und Pflegeanſtalten, Reichsbahn, Stra⸗ ßen⸗ und Kanalbauverwaltungen, Strafanſtalten, Arbeits⸗ dienſtlager, Domänen und Forſten und nicht zuletzt durch die Schulen, welche durch einen weiteren Erlaß des Reichs⸗ erziehungsminiſters eine beſondere Aufgabe hinſichtlich des Seidenbaues erhalten haben. Danach hat jede Schule die Aufgabe, 500 bis 1000 Pflanzen anzulegen, die Pflege der in den Gemeinden angelegten Pflanzungen zu übernehmen und den Seidenbau in praktiſchen Schulzuchten durchzuführen, um ſo ſchon in der Jugend den Seidenbaugedanken zu verankern und für denſelben in der Bevölkerung zu werben. An mehr als 20000 Schulen im ganzen Reich wurden bereits im letzten Jahre Maulbeeren angepflanzt. Beihilfen zur Anlage von Maulbeerhecken Auch an militäriſchem Gelände, an Flugplätzen, wurden bereits Maulbeeren angelegt und werden künftig an Stelle unwirtſchaftlicher Hecken nur noch Maulbeeren Verwendung finden, um ſo allerorts Futtergrundlagen zu ſchaffen, welche ſpäter jedem Intereſſenten zur Verfügung geſtellt werden kön⸗ nen. Auch privaten Grundſtücksbeſitzern iſt das Anlegen von Maulbeerhecken empfohlen und durch Bereitſtellung von Beihilfen von ſeiten der Landesbauernſchaft erleich⸗ tert worden. Wer die Seidenraupenzucht wirtſchaftlich betreiben will, ſollte wenigſtens über 1000 ausgewachſene Sträucher verfügen. Bei Anlage von Hecken benötigt man hierfür eine Strecke von 250 bis 500 Meter. Je laufender Meter werden bei ein⸗ reihiger Hecke zwei, bei doppelreihiger Hecke vier Pflanzen be⸗ nötigt. Der Bezug der Pflanzen erfolgt durch Vermittlung der Reichs fachgruppe Seidenbauer e. V., Berlin W 50, Neue Ans bacherſtr. 9. Der Preis für 1000 zweijährige Pflanzen beträgt je nach Größe 25 bis 60 RM. Hierzu kann auf An⸗ trag bei der Landesbauernſchaft eine Beihilfe von 15 RM. je 1000 Pflanzen gezahlt werden, für private Intereſſenten mit eigenem Grund und Boden bei Abnahme von 500 bis 2000 Stück, für Siedlungsträger und Kleingartenvereine von 2000 Stück aufwärts. Durch Ausnutzung der oben erwähnten Mög⸗ lichkeiten werden heute auf bisher ungenutztem Gelände Werte und Rohſtoffe geſchaffen, die wehrwirtſchaftlich von großer Bedeutung ſind. „Mit vier bis fünf Jahren wird die Maulbeere voll ertrags⸗ fähig und bietet die Möglichkeit, größere Mengen Brut aus⸗ zulegen. Bevor man mit der eigenen Zucht beginnt, ſollte man ſich in den eigens hierzu eingerichteten Beiſpiels⸗ betrieben die erforderlichen Kenntniſſe in einem ſechs⸗ tägigen Lehrgang aneignen, um dann die eigenen Zuchten er⸗ folgreich durchführen zu können. Dieſe Kurſe, welche jedes Jahr in den Monaten Juli⸗Auguſt durchgeführt werden, ſind für die Teilnehmer koſtenlos. Im Bedarfsfalle gewährt die Reichsfachgruppe Seidenbauer Beihilfen in Höhe von 3 RM. pro Tag, wenn Uebernachtung erforderlich iſt. Die Zuchtzeit erſtreckt ſich auf die Monate Juni bis Auguſt und iſt ſpäteſtens Anfang September beendet. Wäh⸗ rend dieſer Zeit iſt es möglich, in Staffelzuchten 50 bis 60 Gramm Seidenſpinnerbrut aufzuziehen. Die Aufzucht von 15 bis 20 Gramm in einer Staffel iſt von ein bis zwei Per⸗ ſonen gut durchführbar, dieſe Tätigkeit ſelbſt ſetzt nicht unbe⸗ er in noch weitere Volkskreiſe Eingang finden möge. dingt männliche Arbeitskraft voraus, ſondern kann ebenſo gur von Frauen und größeren Kindern ausgeführt werden. Auch ältere Perſonen, Rentner, Invaliden, Kriegsbeſchädigte, pen⸗ ſionierte Beamte und Volksgenoſſen, welche in den Sommer⸗ monaten über die erforderliche freie Zeit verfügen, finden im Seidenbau eine intereſſante und lohnende Beſchäftigung. Im Gegenſatz zu den Seidenbaubeſtrebungen früherer Jahre ſah die Reichsfachgruppe ihre erſte Aufgabe in der Schaffung einer Grundlage, auf welcher der Seidenbau auch in Deutſchland bodenſtändig werden konnte. Durch einen Er⸗ laß des Reichsminiſters für Ernährung und Landwirtſchaft vom 8. Juli 1935 wurde verfügt, daß die Brutgewinnung im Reich nur durch die Nachzuchtanſtalt etzt Mitteldeutſche Spinnhütte) und durch die Reichsfachgruppe erfolgen kann, ferner daß zum Ankauf der Kokons im Reich nur die Mittel⸗ deutſche Spinnhütte in Celle(Hannover) berechtigt iſt und die Kokonpreiſe ausſchließlich vom Reichsminiſter für Ernäh⸗ rung und Landwirtſchaft feſtgeſetzt werden. Dieſe betragen für die Kokons: Sonderklaſſe je Kilogramm Trockengewicht 12,.— RM. I. Klaſſe je Kilogramm Trockengewicht 9,30 RM. II. Klaſſe je Kilogramm Trockengewicht 5,10 RM. III. Klaſſe(Abfall) je Kilogramm Trockengewicht 1,50 RM. Bei Durchſchnittsleiſtungen iſt es möglich, daß der Züch⸗ ter in der kurzen Zeit von einem Vierteljahr 200 bis 250 RM. verdienen kann. Durch beſonders ſachgemäße Behandlung läßt ſich der Ertrag noch ſteigern. Im Vergleich zu anderen Erzeugniſſen aus der Landwirtſchaft und der bis zum Verkauf angewandten Arbeit muß man ſagen, daß es ſich hier um ein angemeſſenes Kaufgeld handelt, das zu erhöhen der Züchter jederzeit in der Lage iſt. Die für die Zucht notwendigen Geräte kann ſich der Set⸗ denbauer leicht aus Holz und Draht ſelbſt herſtellen; der geld⸗ liche Aufwand iſt gering und richtet ſich nach der Menge der zur Auslage kommenden Brut. Als Zuchtraum werden verfügbare Räume benutzt, welche luftig, trocken und gegen das Dach verſchalt ſein müſſen, wie leerſtehende Zimmer oder Bodenräume. Ställe, Werk⸗ ſtätten, Garagen oder Kellerräume ſind wegen der hohen Luft⸗ feuchtigkeit ungeeignet. Nach Möglichkeit iſt der Bau von be⸗ ſonderen Räumen zu vermeiden, da die Räumlichkeiten nur einige Wochen für die Zucht benutzt werden und dann für andere Zwecke wieder zur Verfügung ſtehen.. Um alle Züchter und Intereſſenten laufend unterrichten und betreuen zu können, iſt es notwendig, daß ſie als Mit⸗ glieder der Reichs fachgruppe Seiden bauer an⸗ geſchloſſen ſind. Für den geringen Jahresbeitrag von 3 RM. erhalten ſie die Monatsfachſchrift„Der Seidenbauer mit Klein⸗ tierhof“, die laufend Wiſſenswertes für die einzelnen Monate bringt. Weiter wird die Seidenſpinnerbrut in jeder Menge koſtenlos zur Verfügung geſtellt, ferner iſt die Abnahme der Erzeugniſſe den Züchtern geſichert und außerdem haben ſie Beratung und Unterſtützung während der Zuchtzeit durch den bei den Landesbauernſchaften eingerichteten Beratungs⸗ dienſt, der auch zu jeder Auskunft bereitwilligſt zur Ver⸗ fügung ſteht. 8 Für Volksgenoſſen in Stadt und Land, welche Zeit, Luſt und Liebe zur Kleintierzucht haben, iſt die Aufnahme des Seidenbaues immer wieder Freude, Nutzen und Verpflichtung und kann dieſen nur mit dem Wunſch empfohlen werden, daß Daum. Aus dem Reichsnährſtand Bekanntmachungen der Landesbauernſchaßt Baden Köramt Sonderkörung für Zullen in Mosbach Am 26. Juni 1940 findet in Mosbach eine Sonderkörung für Bullen(Höhenfleckvieh) ſtatt. Anmeldungen von Junabul⸗ len, die am Tage der Sonderkörung mindeſtens 13 Monate alt ſind, müſſen bis 10. Mai 1940 auf dem vorgeſchriebenen Anmeldevordruck dem Tierzuchtamt Heidelberg, Leopoldſtraße 16, vorgelegt werden. Später eingehende Anmeldungen können keine Berückſichtigung mehr finden. Karlsruhe, den 29. April 1940. Der Leiter des Köramtes: N F. Engler⸗Füßlin, Landesbauernführer. 333 Für die deutſche Landfrau: Aubeitseinteilung und Arbeitserleichterung Wenn heute an eine Bauersfrau bedeutend mehr Anforde⸗ rungen geſtellt werden, als es zu anderen Zeiten der Fall iſt, ſo iſt es wichtig, daß ſie es verſteht, ſich den Arbeitstag, den Haushalt einzuteilen. Nur der Haushalt wird vorbildlich und produktiv ſein, der eine genaue Arbeitseinteilung auf⸗ weiſt. Es iſt klar, daß man nicht alle Arbeiten täglich zur alei⸗ chen Stunde erledigen kann, aber wenn ein ungefährer Ar⸗ beitsplan für jeden Tag beſteht, laſſen ſich auch die unvorher⸗ geſehenen Arbeiten beſſer erledigen. Planmäßiakeit iſt alles!. Die Tagesarbeit könnte man ſich in drei Gruppen einteilen, und zwar: 1. die täglich gleichmäßig wiederkehrenden Arbeiten, 2. die Arbeiten, die täglich andere ſein können, wie Waſchen, Schlachten, Großreinmachen, Garten⸗ und Feldarbeit, 3. das Wäſcheausbeſſern und Schneidern. Hat man ſich eine genaue Ueberſicht über die Hausarbeit verſchafft, dann geht man zur Arbeitsplanung über. Zuerſt wird man die Wohnung ſäubern. damit dieſe Arbeiten nicht den ganzen Vormittag noch vor uns liegen und man ſich dann ausgiebiger den anderen Arbeiten zuwenden kann. Eine der größten Hauptbedingungen iſt es auch, daß alle Geräte ihren einmal beſtimmten Platz behalten, denn die Zeit, die mit Suchen verloren geht, iſt niemals einzu⸗ holen. Neben der Arbeitseinteilung nehmen die Maſchinen und Geräte zur Arbeitserleichterung eine wichtige Stelle ein, wenn tatſächlich noch genügend Zeit bleiben ſoll, um die durch die Kriegszeit bedingten vermehrten Arbeiten zu erledi⸗ gen. Wo es angängig iſt, wird man ſchon eine Gemeinſchafts⸗ waſchanlage beſitzen. Gelegentliche Vorarbeiten helfen Zeit ſparen; ſo wird man die gebrauchte ſchmutzige Wäſche ſofort ſortieren, um dieſe Ar⸗ beiten beim Waſchtag nicht mehr zu haben. Mindeſtens 12 Stunden muß die Wäſche eingeweicht werden, damit der Schmutz ſich langſam löſen kann und die Wäſche geſchont wird. Eine Wringmaſchine oder Schleuder erleichtert beim Waſchen und Spülen die Arbeit bedeutend. Manche Hausfrau wird den Wunſch ſchon in die Tat umgeſetzt haben und ſich einen Schlauch vom Waſſerhahnen zur Wanne angeſchafft haben, um ſo durch den Wegfall des unnötigen Waſſertragens Zeit zu gewinnen, Ein überſichtliches Einräumen der ſauberen Wäſche in den Wäſcheſchrank geſtattet auch, daß einmal jemand anderes Wäſche herausgeben kann, wenn die Hausfrau durch andere Arbeiten daran verhindert iſt. Wieviel Helfer im Haushalt, die zur Zeiterſparnis mithelfen, kann man ſich ſchon für wenig Geld anſchaffen! Ich denke an Reibe⸗ und Schälmaſchinen, Ge⸗ müſehobel und dergleichen.. i Als eine praktiſche Gedächtnisſtütze hat ſich ein kleinen Block an der Innenſeite des Küchenſchranks erwieſen. Wenn im Haushalt etwas fehlt, ſo wird es hier ſofort angeſchrieben, und wenn eingekauft wird, braucht man nicht erſt lange nach⸗ zudenken, was mitgebracht werden ſollte. 5 Heißes Spülwaſſer erleichtert das Aufwaſchen ſehr. Gute Schüſſeltücher, Aufnehmer, Bürſten und Beſen verwenden heißt nicht verſchwenderiſch ſein; aber dieſe Helfer verlangen auch ihre Pflege, ſollen ſie lange gebrauchsfähig ſein. Tücher und Abwaſchbürſten nach Gebrauch zum Trocknen aufhängen, ebenſo die Beſen aufhängen, damit die Borſten geſchont wer⸗ den, das iſt für jede Hausfrau eine Selbſtverſtändlichkeit. Ein Tiſch in der Mitte der Küche erſpart manchen Weg. und ebenſo unentbehrlich iſt eine Lampe über dem Herd. 1 In den Wintermonaten hat man Zeit gehabt, den über⸗ ſichtlichen Gartenplan auszuarbeiten, damit dieſe Arbeit uns ſpäter kein Kopfzerbrechen mehr macht und die Ausſaat glatt erledigt wird. Wenn jede Woche einmal der Naſen mit der Raſenmähmaſchine gemäht wird, dann iſt die Arbeit nicht ſo anſtrengend, als wenn das Gras zu lang geworden iſt und da⸗ durch beim Mähen doppelte Arbeitskraft vergeudet wird. So manche Arbeit läßt ſich ſchneller und leichter erledigen, wenn man ſie nur richtig einzuteilen vermag und dafür auch Maſchinen und Geräte verwendet, die für die Haus⸗ und Bauersfrauen hergeſtellt wurden, damit für andere Arbeiten Zeit geſchafft wird, zumal heute auf den Schultern der Frauen ungeheure Laſten ruhen, die aber nur bei richtiger Arbeits⸗ einteilung gemeiſtert werden können. Ortsabtlt. E. v. Seht. Jetzt an das Ein motten denken! Nun iſt endlich die Zeit wieder da, wo man die dicken Winterkleider ablegen und die Sommerſachen aus dem Schrank holen kann. Die Garten⸗ und Feldarbeiten nehmen zwar viel Zeit in Anſpruch, aber zwiſchendurch findet ſich ſchon noch ein Tag, an dem die Hausfrau ihre Winterkleider reinigen und einmotten kann. Dieſe Arbeit iſt gerade jetzt im Krieg beſonders wichtig, denn durch eine richtige Behandlung und Pflege der Wollſachen können wir uns vor großem Schaden bewahren und unſere Kleider viele Jahre hindurch gut er⸗ halten. Großer Schaden kann durch Motten, Schmutz und Staub bei den guten Wollſtoffen und Strickſachen angerichtet werden! In einer Kammer oder einem Zimmer ſteht beſtimmt ein Schrank, der wenig benötigt wird, in dem man während des Sommers die Winterſachen aufheben kann. Oder es iſt auch ein größerer Holzkoffer, eine Truhe oder eine Kommode mit Schubladen frei, in die man die kleineren Stücke legen kann. Zunächſt wird alſo einmal alles leergemacht. um nachher die friſch gereinigten Sachen darin unterzubringen. Dann wird mit friſchem Waſſer gründlich ausgewaſchen. Bei den Schrän⸗ ken muß man beſondͤ ers die Ecken gut auswiſchen, denn hier ſetzt ſich gerne Staub und Schmutz feſt. Die Türen oder Schub⸗ laden bleiben lange offen, ſo daß ſie gut in der Luft austrock⸗ nen können. Dann legt man die Fächer mit friſchem Zeitungs⸗ papier aus; dasſelbe iſt ein guter Mottenſchutz und ein ein⸗ faches Mittel, daß jede Familie zu Hauſe hat. Iſt nun alles ſo vorbereitet, ſo kann mit dem eigentlichen Kleiderreini⸗ nen begonnen werden. „Am beſten arbeitet man auf einem großen Tiſch, da hier die großen Kleidungsſtücke gut ausgebreitet aufgelegt werden können. Zunächſt wird jedes Stück einmal gründlich ausge⸗ bürſtet, entweder im Hof oder unterm offenen Fenſter. Be⸗ ſonders zu beachten ſind dabei die Nähte, die Taſchen, und die Umſchläge an Herrenhoſen, denn an dieſen Stellen ſetzt ſich am meiſten Staub feſt, und das ſind auch die beliebten Plätze für Mottenneſter. Zur genauen Kontrolle wird jetzt Stück für Stück auf dem Tiſch nach Flecken oder irgendwelchen Schäden durchgeſehen. Kleinere Schäden beſſert man am beſten gleich aus. Ganz ſchmutzige Kleider wäſcht man am beſten in einer lauwarmen Panamalauge und trocknet ſie auf einem 5 hängend, bis man ſie wieder dämpfen und bügeln kann. Zum Entfernen von Flecken nimmt man zunächſt einmal lauwarmes Waſſer. Die meiſten Flecken gehen ſchon mit einem ſauberen Tuch und Waſſer weg. Sind es aber Fett⸗ flecken, ſo nimmt man Benzin oder irgend ein käufliches Fleck⸗ mittel, wie„Specktrol“ oder„Fleckfibs“ zur Hilfe. Die fleckige Stelle wird mit einem ſauberen Tuch unterlegt, dann ein Läppchen mit etwas Fleckmittel befeuchtet und damit die Stelle gleichmäßig abgerieben, bis der Fleck trocken iſt, damit es keine Ränder gibt. Speckige Kragen oder glän⸗ zende Hoſenböden bei Herrenanzügen reibt man mit etwas Salmiakwaſſer ab(auf 1 Liter Waſſer 1 Eßlöffel Sal⸗ miakgeiſt). Etwas Eſſig im Waſſer friſcht auch wieder auf. Deshalb kann man auch das ganze Kleidungsſtück mit Eſſig⸗ waſſer durchbürſten. Iſt nun alles gründlich gereinigt, ſo wer⸗ den die einzelnen Stücke auf Kleiderbügel an einem luftigen Ort zum vollſtändigen Austrocknen und Auslüften aufgehängt, aber nicht in die Sonne, da die Farbe der dunklen Sachen ſehr darunter leidet. Strickſachen, wie Weſten, Pullover, Kinderjäckchen uſw. haben meiſtens eine gründliche Reinigung nötig, deshalb wird man ſie am beſten ganz waſchen. Zum trocknen nicht aufhängen, da ſich die Sachen verziehen und ihre Form ver⸗ lieren, ſondern an einem luftigen Ort auf einem Tuch der Form nach ausbreiten. Hat man Pelze dabei, ſo werden dieſe mit einer weichen Bürſte gut durchgebürſtet und auch längere Zeit gelüftet. Sind alle Kleidungsſtücke wieder ſchön ſauber und friſch, ſo kann mit dem eigentlichen Ein motten begonnen werden. Die Mäntel und Kleider werden wieder in den ſauberen Schrank gehängt, die geſtrickten kleineren Sachen ſchlägt man in Zeitungspapier ein, oder man legt ſie lagenweiſe mit Zei⸗ tungen in die Schubladen oder Koffer. Pelze und Hüte wer⸗ den am beſten in einen leinenen Ueberzug geſteckt ooͤer in ein Leinentuch eingeſchlagen und oben in den Schrank gelegt. Zei⸗ tungspapier und Leinen bilden einen guten Mottenſchutz, auch getrocknete Waldmeiſter oder die verſchiedenſten käuflichen Mittel werden vielfach verwendet. Die Hausfrau, die die Winterkleider der ganzen Familie ſo pflegt und aufhebt, kann den Sommer hindurch ohne Sorgen ſein, denn im kommenden Winter kann ſie die warmen Sachen wieder ſauber und unbeſchädigt herausnehmen. Elfriede Gamber. . Deutſches Blut floß unter fremden Fahnen Einſt für andere, heute und künftig für Deutſchland Wenn es auch im erſten Augenblick vermeſſen und unbe⸗ ſcheiden klingt, zu behaupten, daß Deutſchland die beſten Sol⸗ daten der Welt beſitzt, ſo läßt ſich das doch in einer Form nach⸗ weiſen, die ebenſo intereſſant wie notwendig iſt. Wie wenige Deutſche wiſſen um die unendliche Tragik des Einſatzes deut⸗ ſcher Kräfte gegen andere Deutſche zum Wohl einer fremden Macht. Gerade aber im jetzigen Krieg wollen wir erkennen, was es zu bedeuten hat, daß zum erſtenmal in der deutſchen Geſchichte nicht mehr Deutſche gegen Deutſche geſtellt werden und daß zum erſtenmal der Feind nicht gegen Teile des Deutſchtums zu kämpfen hat, ſondern gegen das geſamte Deutſchland angehen muß. Erſtmals in der Kriegsgeſchichte feh⸗ len unſeren Feinden deutſche Soldaten zum Kampf gegen uns. Wohin wir uns auch in der Geſchichte umſehen— überall fin⸗ den wir es beſtätigt, daß gerade Deutſche als Soldaten, Feld⸗ herren wie Staatsmänner, die Größe Frankreichs als auch Englands mitbegründet haben; und zu ſehr vielen Zeiten iſt erkennbar, daß die Weltgeſchichte einen anderen Lauf gegangen wäre, hätten nicht Deutſche unter fremden Fahnen für fremde Herren und Mächte gekämpft und ihnen den Sieg erſtritten. Gewaltige Ströme deutſchen Bluts ſind für fremde Völker, ja oft gegen das deutſche Volk ſelbſt gefloſſen, weil die Deut⸗ ſchen ſich erſt ſo ſpät zu einem Volk zuſammengefunden haben. Erſt die feſte Volksgemeinſchaft, die der Führer ſchuf und die jetzt und in Zukunft jede deutſche Kraft ausſchließlich in den Dienſt des deutſchen Volkes ſtellt, läßt ermeſſen, welche un⸗ überſehbare Ueberlegenheit wir heute gegenüber den Feinden haben, die erſtmals ohne deutſche Soldaten gegen uns ange⸗ treten ſind. Das Aprilheft der„Schulungsbriefe“ enthält einen ausführlichen und in ſehr viele Einzelheiten dieſer deutſchen Beteiligung an fremden Unternehmungen hineinleuchtenden Aufſatz von F. H. Woweries, wenn auch die ungeheure Fülle dieſes deutſchen Geſchehens natürlich zu vielfältig iſt, als daß dieſer Aufſatz auf Vollſtändigkeit Anſpruch erheben könnte. Denn zu viele deutſcher Soldatentaten unter fremder Fahne ſind verſchollen und vergeſſen, nichts kündet mehr von 1 und dem furchtbaren Verluſt oft wertvollſten deutſchen utes. Kaum jemals hat jemand deutlicher ausgeſprochen, was die Verwendung deutſcher Truppen zum Nachteil Deutſchlands ſelbſt bedeutete, als der franzöſiſche Kriegsminiſter Herzog von Choiſeul⸗Amboiſe:„Der im Ausland geworbene Soldat beſitzt doppelten Wert, weil er unſerem Staat nützt und dem Gegner Deutſchland entzogen wird.“ Es iſt bezeichnend, daß das berühmteſte Regiment Frankreichs im 17. Jahrhundert überhaupt die„Royal Allemands“ hieß, die Deutſchen des Königs von Frankreich, aufgeſtellt 1644 von Joſias von Rantzau, der übrigens auch einer der vielen Deutſchen war, die Marſchälle von Frankreich geworden ſind. Einer der berühmteſten Heerführer, die Frankreich überhaupt beſaß, war der Deutſche Herzog Bernhard von Wei⸗ mar, der erſt Heerführer Guſtar Adolfs war, nach deſſen Tode jedoch mit 6000 Reitern und 12000 Mann Infanterie(alſo 18 000 Deutſchen) in Frankreichs Dienſte trat. Er eroberte das Elſaß und den Breisgau zwar für ſich, aber als er ſtarb, nahm Frankreich die beiden Länder in Beſitz, da ſie ja durch Bern⸗ hards„franzöſiſche“ Truppen erobert waren. Zur Schlacht bei Roßbach, mit der Friedrich der Große das lähmende geiſtige Uebergewicht Frankreichs zu Fall brachte, ſchrieb Treitſchke:„Auch hier kämpften die auf ſeiten der Fran⸗ zoſen ſtehenden deutſchen Truppen, von ihren Fürſten gezwun⸗ gen, verbittert gegen Friedrich, der ſie auf Deutſchland wieder ſtolz ſein ließ!“ Beſonders Napoleon ließ viele deutſche Soldaten für ſich kämpfen, ſo etwa die 1804 aufgeſtellte Hannoverſche Legion und das Regiment Weſt⸗ falen(1805). Bayern, Baden, Württemberg und Heſſen ſtell⸗ ten von 1805, Sachſen von 1806 an bis nach der Schlacht bei Leipzig Napoleon ganz erhebliche Truppenkontingente. Dieſe fochten auf allen Kriegsſchauplätzen und erlitten die ſchwerſten Verluſte, da ſie zur Schonung der franzöſiſchen Soldaten ſtets rückſichts los an erſter und gefähr⸗ lichſter Stelle eingeſetzt wurden. Und in der Schlacht von Po⸗ lozk kämpfte der Deutſche Wrede in franzöſiſchem Dienſt gegen den Deutſchen Wittgenſtein in ruſſiſchem Dienſt! Daß bayeriſche Soldaten die Hauptmacht Frankreichs im Kampf gegen den Freiheitskampf Tirols unter Andreas Hofer ſtellten, iſt be⸗ kannt. Mit einem„franzöſiſchen“ Heer von 400 000 Mann zog Napoleon 1812 nach Rußland. Davon waren aber nur 130 000 Franzoſen, während 200 000 Mann, die Hälfte der Ar⸗ mee alſo, aus Deutſchen beſtand. Und am 26. Juni 1813 erklärte Napoleon zyniſch gegenüber Metternich:„Die Fran⸗ zoſen können ſich nicht über mich beklagen. Um ſie zu ſcho⸗ nen, habe ich die Deutſchen geopfert. Ich habe in dem Feldzug 300 000 Mann geopfert, aber es waren nicht 30 000 Franzoſen darunter!“ Im 17. Jahrhundert begann bei einzelnen deutſchen Für⸗ ſten der Brauch, ihre Landeskinder zu rein perſönlichem N zen gegen Bezahlung an fremde Staaten zu verkaufen. Wenn man dieſe Handlungen der Fürſten„aus ihrer Zeit heraus“ beurteilen will, dann ſind am beſten die Urteile Friedrichs des Großen anzuführen, der mehrfach ſchrieb von der„Gier eini⸗ ger deutſcher Fürſten, die Unterthanen verkaufen, wie man Vieh verkauft, das man an die Schlachtbank führt, die mit dem Blut ihrer Unterthanen einen ſchmachvollen Handel treiben.“ Er ſcheute ſich auch nicht, ſeinen eigenen Großvater Friedrich III. wegen des gleichen Fehlers aufs ſchärfſte anzugreifen. Wer war der erſte, der Deutſche verkaufte und vermietete? Bern⸗ hard von Gallen, Biſchof von Münſter, der 1665 bis 1677 ſeine Truppen nacheinander gegen Bezahlung an England, Frank⸗ reich, den Kaiſer, Spanien und Dänemark„vermietete“. Auch der Aufbau der engliſchen Seefahrt wäre ohne die deutſche Hilfe gar nicht möglich geweſen. Immer wieder haben auch Deutſche für England geblutet und gekämpft, ſo wie jetzt Franzoſen und Polen für England bluten, während ſich andere Völker gewitzter zeigen. Aber ſelbſt damit iſt das Kapitel deut⸗ ſchen Blutvergießens unter fremden Fahnen und für fremde Intereſſen, ja gegen Deutſchland ſelber, noch längſt nicht ab⸗ geſchloſſen. Eine Fülle anderer Ereigniſſe ließe ſich noch an⸗ ſchließen, wo Deutſche etwa die Selbſtändigkeit der Vereinigten Staaten gegen das britiſche Weltreich entſcheidend miterkämpf⸗ ten, wo Deutſche in Spanien, in Portugal, in Griechenland, in Rußland, in Aſien, in Südamerika und wer weiß wo noch überall kämpften. Der Bericht über dieſes deutſche Soldaten⸗ kämpfen und ⸗ſterben iſt damit nicht zu Ende, wohl aber iſt jetzt dieſes ſelbſt abgeſchloſſen. Das erbitterndͤſte und furcht⸗ barſte Kapitel deutſcher Geſchichte iſt zu Ende. Mögen auch Hekatomben deutſchen Blutes— nicht zuletzt infolge der Enge des deutſchen Lebensraumes— in aller Welt und für aller Herren Länder gefloſſen ſein— dies iſt jetzt ein für allemal vorüber. Hatten einſt Fremde, ja Feinde den Nutzen davon— heute und künftig kämpfen Deutſche nur noch einzig und allein für Deutſchland!l! 1 Wockenkückenzettel für die Candfrau für die Zeit vom 5.—11. Mai 1940 Sonntag. Mittag: Schwammklößleſuppe(Fleiſchbrühe vom Samstag), Schweinebraten(Doſen), Gelberübengemüſe, Salzkartoffeln.— Abend: Kalter Braten, Butter, Brot. Montag. Mittag: Gelberübenſuppe(Reſtverwertung), Grieß⸗ ſchnitten, Salat oder Kompott.— Abend: Bauernfrühſtück. Dienstag. Mittag: Zwiebelſuppe, Bohneneintopfk.— Abend: Gebratene Blutwurſt, Kartoffeln. Mittwoch. Mittag: Reisſuppe, Weiskrautgulaſch“n*, Salz⸗ kartoffeln, Fleiſchküchle.— Abend: Kalte Fleiſchküchle, Kartoffelſalat. Donnerstag. Mittag: Sellerieſuppe, Gulaſch(Doſen), Kar⸗ toffeln.— Abend: Lauchkartoffeln kun, Salat. Freitag. Mittag: Grünkernſuppe, Dampfnudeln, Kompott. — Abend: Käſe, Schalenkartoffeln, Schnittlauchkäſe. Samstag. Mittag: Spätzleſuppe mit Siedfleiſcheinlage.— Abend: Zwiebelfleiſch mit Kartoffeln. Rezeptangabe * Bohneneintopf: 4 kg weiße Bohnen, 200 Gramm Speck, 1 kg Kartoffeln. Zwiebel und Speck leicht ausbraten, die über Nacht eingeweichten Bohnen dazugeben und wenn dieſe halbgar ſind, gibt man die würflig geſchnittenen Kartof⸗ feln darunter und kocht es zuſammen gar. Immer reichlich Brühe nachfüllen. e Weißkrautgulaſch: 1,5 ks Weißkraut, ein Eßlöf⸗ fel Fett, 3 Eßlöffel Mehl, Abkochwaſſer, nach Belieben Küm⸗ mel. Das grob zerteilte Kraut halb gar kochen. Weißen Beiguß herſtellen und mit dem Kümmel darin fertig kochen. kek Lauchkartoffeln: In Streifen geſchnittenen Lauch in Fett dämpfen und in Scheiben geſchnittene gekochte oder rohe Kartoffeln dazugeben, mit entrahmter Friſchmilch übergießen und im Backofen aufziehen laſſen. Beratung und Auskunft erteilt die Abteilung Hauswirtſchaft der Landes⸗ bauernſchaft Baden in Karlsruhe, Beiertheimer Allee 16. 2 wie Herzklopfen, Atemnot, Schwindelanſälle, Arterien⸗ er leiden verkalkung, Waſſerſucht, Angſtgefühl ſtellt der Arzt feſt. Schon vielen hat der bewährte Toledol-Herzſaft die gewünſchte Beſſerung und Stärkung des Herzens gebracht. Warum quälen Sie i i ö rl. Sie ofort koſ Auf⸗ ſich noch damit? Packung 2.10 RM. in Apotheken. Verl. Sie ofort koſtenlos 1 klärungsvorſchrift von Dr Rentſchler& Co., Laupheim W 62, Württemberg. 355 Sanne Roman von Rorbert PBruchbäuler Inhaber aller Rechte: Ludwig Voggenreiter Verlag Potsdam 16. Fortſetzung Sanne ſchluckte den aufſteigenden Groll hinunter. Sie be⸗ trachtete das ſonnverbrannte Geſicht des Mannes, den abge⸗ wandten Blick, die trotzig aufgeworfenen Lippen, die unge⸗ wohnte Falte über der Naſe, und auf einmal wußte ſie, was ihn ſo ſtörriſch machte. 5 2. „Siehſt du“, ſagte ſie mit ſpöttiſchem Ernſt,„ſo iſt das: Cecilia hat mich und Agnes, und ich habe Agnes und Cecilia und Gott weiß wen noch, und...“ 5 „. dann kann ich ja abkommen!“ ſagte er und ſtand zornig auf. g f 4 3. „Peter!“ Sie zog ihn auf den Bettrand zurück.„Sieh mich mal an! Du und Cecilia, ihr ſeid mir doch das Liebſte auf der Welt. Muß ich das erſt ſagen?“. „Die ganze Zeit haſt du.. ich bin mir vorgekommen wie in die Ecke geſtellt. Helfen kann man nichts, da iſt man zu tap⸗ pig dazu, reden darf man nichts, das machen die Weiber um dich herum, nicht mal laut auftreten darf man, aleich wird man vorwurfsvoll angeguckt wie ein Staats verbrecher“ „Und doch ſehe und höre ich niemand lieber kommen als dich.“„Im Ernſt?“ Er war wieder verſöhnt.. „Willſt du nun nicht auch deine Tochter mal betrachten?“ „Na, wenn's ſein muß Er ſtand auf und beugte ſich über die Wiege. Sanne ſchaute ihm lächelnd zu. „Nichts zu ſehen als Backen und Fäuſte!“ brummelte er. „Und was für Backen! Und was für Haare! Die ſieht ja aus ... richtig wie ein Menſch!— Aha, ſie hat etwas gemerkt!— Plärren, was?— Nein, aber das Geſicht verziehen! Wie kann man nur! Immer hübſch freundlich, wenn ich mit dir rede!— Gut ſo, mit den Fäuſten weißt du auch ſchon umzugehen. Kein Fehler! Lern das nur beizeit!— Ach ſo, du meinſt, die ſind etwas zum Eſſen?“ Er richtete ſich auf:„Sanne, ich glaube, die hat Hunger. Soll ich die Agnes rufen?“ Sanne lachte.„Zu trinken gibt's erſt in einer Stunde.“ „Du Rabenmutter, iſt das dein Ernſt?“ „Ja, immer ſchön in der Ordnung!“ Peter beugte ſich wieder über die Wiege.„Hörſt du, Ce⸗ eilia, was da geſagt wird? Eine ſchöne Mama haben wir uns da angelacht! Aber wart nur, wenn wir zwei mal groß ſind! Kannſt du mich nicht wenigſtens mal angucken? Nein?— Auch gut. Dann brauch ich mich auch nicht zu bedanken. Auf Wieder⸗ ſehen, Fräulein Erbacher... Du, Sanne, ſo ein Molch ver⸗ trägt doch ſchon was?“ „Wie meinſt du das?“ „Wenn man ſie mal anpackt.“ Agnes kam mit einer Taſſe Milch. „Stell die Milch hin“, ſagte Sanne,„und hol mir die Kleine!“ Ages ſchob die Decke weg, hob behutſam das kleine Bündel heraus und legte es der Mutter in die Arme. „Wie das ſo geht!“ ſagte Peter verwundert.„Wenn ihr nur nichts zerbrecht!— Darf ich jetzt auch..?“ Er kam ganz nahe an das Bett und ließ keinen Blick von ſeiner Tochter, die weinerlich das Geſicht verzog. Sanne legte ſie ihm auf die Arme. Stolz und beglückt ſtand er da und wagte ſich nicht zu rühren, ſchaute nur und ſchaute auf das kleine Geſicht und die kleinen Fäuſtchen und die ſchwarzen Haare, und plötzlich hob er das Bündel in die Höhe und küßte ſeine Tochter und ſtrahlte dabei über das ganze Geſicht. Gleich fing die Kleine an zu ſchreien, und Peter gab ſie ſchleunigſt der Mutter zurück. 9. Als Sanne nach acht Tagen Bett und Stube verließ, be⸗ gann in Stines Leben der letzte große Feiertag. Sie hatte ge⸗ bangt und gebetet um eine glückliche Niederkunft der jungen Frau. Gott hatte ihr Beten erhört: aus Cecilias rätſeltiefen Augen ſchaute die Seele ihres kleinen Engels ſie an und hob ſich wie ein funkelnder Stern in ihr wunderliches altes Herz. Und im Lichte dieſes Sternes verblaßten die grauſamen Feuer⸗ funken, erloſch der blutrote Schein, verſank das Grauen der Erinnerung. Ihr Kind war weit fort geweſen— jetzt war es zurückgekehrt, um bei der Mutter zu ſein. Gott ſei gelobt! Wie das müde flatternde Herz ſich noch einmal belebte! Wie die vom Weinen halb erblindeten Augen noch einmal zu glänzen begannen, wenn ſie ſich in den Augen des Kindes ſpiegeln durften! Es war faſt des Glückes zuviel Die Altbäuerin hatte es nicht über ſich gebracht, den Fuß in die Kammer zu ſetzen, in der ihr Enkelkind geboren war. Auch ihre Augen hungerten nach einem heilenden Licht, aber ihr Herz lag vergraben in Nacht und Bitternis. Niemand kann ſagen, wer in dem Herzen der alten Maad den erlöſenden Gedanken weckte: Wer wird den Stein wea⸗ wälzen von der Tür.. 336 Cecilia zählte noch nicht oͤrei Wochen. Stine war zu ihrer Wartung allein im Hauſe geblieben, die anderen waren auf dem Felde. Da hörte ſie unten die Kammertür gehen. Die Alt⸗ bäuerin ſchlurfte durch die Stube, ging über den Hof, kam zu⸗ rück und ſchlurfte wieder in die Kammer. Da war es, daß die Händchen des Kindes ſich rührten, daß die dunkel ſchimmernden Augen zu ſprechen begannen, und Stine verſtand ihre Sprache...„Komm, wir wollen den Stein wegwälzen“ Sie hob das Kind aus der Wiege, ſchlug vorſichtig ihre Schürze um ſein Köpfchen und trug es hinunter. Trug es wie ein Licht in die verdunkelte Kammer zu der alten Bäuerin und ſchlug den Vorhang zurück und ſtand da mit wunderlich verklärten Augen und ſagte:„Es will zu dir kommen, es will den Stein wegwälzen. Im Kind iſt Gott, Mararet!“ Und das Wunder geſchah: das ſtarre Geſicht der alten Frau neigte ſich über das Enkelkind und zerbarſt wie eine Eisdecke im brauſenden Frühling. Träne auf Träne quoll empor aus vereiſten Tiefen und floß über im erlöſenden Glanz der Kin⸗ deraugen. * Tags darauf berichtete Traud, daß die Altbäuerin nicht aufſtehen könne. Man ließ den Arzt kommen. Die Unter⸗ ſuchung dauerte nicht lange. Der Befund lautete: allgemeiner Kräfteverfall. „Der Frau fehlt eigentlich nichts“, ſagte der Arzt beim Hinausgehen zu Sanne,„aber es iſt wie mit einer Lampe. die plötzlich nicht mehr brennen will, und wenn man nachſchaut, findet man, daß es dem Docht an Oel fehlt. Das Oel iſt auf eine rätſelhafte Weiſe verſchwunden und die Flamme löſcht aus. Wie geſagt, zehn Tage iſt das Höchſte— bei größter Ruhe und Vermeidung jeglicher Aufregung. Andernfalls kann es auch früher zu Ende gehen.“ Der Arzt verabſchiedete ſich, nachdem er Sanne Glück zu ihrem guten Ausſehen gewünſcht und verſprochen hatte, in den nächſten Tagen noch einmal vorzuſprechen. Sanne ging in die Kammer. Die Kranke lag tief in den geblümten Kiſſen. Das Geſicht ſah wachsbleich, eingefallen aus dem dunklen Kopftuch hervor, ſeine Linien gemahnten an eine ſchartige Meſſerklinge. Die Hände fuhren wie ſuchend auf der Bettdecke hin und her. Sie hatte die Augen geſchloſſen. Der Atem ging ſchwer und ſtoßweiſe. „Iſt er fort?“„Ja. Mutter!“ Ein Zucken flog wie Wetterleuchten über das Geſicht. Die Augenlider öffneten ſich ein Spältchen und ſchloſſen ſich wieder. „Kann ich Euch behilflich ſein? Habt Ihr einen Wunſch?“ Nur die ſuchenden Hände auf der Decke ſchienen zu ant⸗ worten. Sanne wartete geduldig. Ein Fuhrwerk knarrte drau⸗ ßen vorüber. Die Weckeruhr auf dem Nachtſchränkchen zerfeilte die Stille mit eintöniger Betriebſamkeit. In dieſe Stille ſprach die Kranke mit tonloſer Stimme: „Dein Kind war bei mir.“ Wieder die ſuchenden Hände. Dann, nach langer Pauſe, während die Hände ruhten:„Sage ihm... ſpäter. wenn es dich verſteht... ſeine Großmutter habe Frieden gemacht mit Gott und den Menſchen, weil.... ſeine Hände ſie gesegnet haben. Sage ihm auch, daß ich allen verziehen habe, wie ich hoffe, daß mir verziehen wird...“ „Mutter!“ Sanne legte ihre Hand auf die Hände der Bäuerin und erſchrak, weil ſie eiskalt waren.„Ihr habt wenig Gutes gehabt guf der Welt „Einer war aut... das iſt lange her und dann dein Kind.“ „Wir ſind Euch alle gut.... Peter und ich, und Stine und Agnes und Gregor.“ Die Kranke öffnete die Augen. Der Blick taſtete über die Decke, ſchien durch die Wand hindurch in eine weite, uferloſe Ferne zu gehen. „So jung wie du war ich. So glücklich wie du wollte ich ſein. Nicht auf das Glück kommt es an, ſondern auf das Tra⸗ gen. Auf jeder Schulter liegt ein Kreuz, leicht oder ſchwer. Ich weiß heute, das meine wäre nicht mein Verhängnis geworden. hätte ich dran ſterben können.. Sage deinem Kind, man muß tragen und barmherzig ſein. Alles andere ſieht Gott nicht an.“ Die Worte ſanken zum Flüſtern herab, ſchließlich bewegten ſich die Lipven ohne Laut. Sie hatte vergeſſen, daß ſie mit je⸗ mand ſprach. 1 Im Hof hielt der Jagdwagen. Guſtav Erbacher war im Begriff einzuſteigen. „Was tut ſich da drinnen?“ Er deutete über die Achſel nach dem Kammerfenſter. Sanne erwiderte:„Es ſteht ſehr ſchlecht. Ich wollte Euch bitten, den Pfarrer zu rufen.“ Der Alte ſchlug eine Lache auf. „Weil der verrückte Doktor ſich was einbildet? Die wiſſen alle nichts. Ich kenne das alte Fegefeuer beſſer! Hüh, Brau⸗ ner!“ Das Pferd zog an. Der Wagen rollte aus dem Tor. Gregor ſtand in der Stalltür und ſah dem Wagen nach. Sanne aging zu ihm. Sie ſah ſeine Fäuſte geballt. Auf dem be⸗ haarten Geſicht kämpften Schmerz und Groll.„Ihr habt ge⸗ hört, wie es ſteht?“ „Seinetwegen kann eines ſterben und verderben!“ antwor⸗ tete er verbiſſen.„Daß ein Menſch ſich nicht ſchämt!“ Sucher herrſc en. „Peter muß ins Pfarrhaus gehen „Iſt es wirklich ſo weit?“ „Es kann ſchnell gehen. Sie weiß es ſelbſt.“ „Daß es ſo über Nacht gekommen iſt!— Die Stine geht herum und weisſagt wie eine Hellſichtige.“ „Sie hat den Einfall gehabt, ihr das Kind zu bringen. Seit der Stunde iſt die Mutter wie verwandelt. Sie hat Frieden gemacht!“ i „Sagt ſie das ſelbſt?“ „Sie ſpricht von nichts anderem.“ Gregor legte unwillkürlich die Hände vor der Bruſt zu⸗ ſammen.„Dafür ſei Gott gelobt!“ ſagte er. Und nach einer Weile, mit nachdenklichem Nicken:„Das ärmſte Geſchöpf und die ſchwächſten Hände hat Er ausgewählt, um ein großes Wun⸗ der zu tun!“. Beider Augen aingen den gleichen Weg.. blieben auf dem verhängten Kammerfenſter haften. Sanne ſaate:„Sie ſprach von einem, der aut zu ihr war... vor langer Zeit. Ich möchte wiſſen, wen ſie gemeint hat.“ Hätte ſie in dieſem Augenblick das Geſicht des Knechtes geſehen, ſo würde ſie überraſcht geweſen ſein. Schreck und Freude, Zorn und Trauer ſtanden faſt gleichzeitig darauf zu leſen.„Davon hat ſie geſprochen?“ Er ſah Sanne nicht an. Sie antwortete:„Es war wohl das einzige Glück, das ihr im Leben begegnet iſt. Aber es muß ein großes Glück geweſen ſein, daß es heute noch in ihr nachklingt.“ „Das wird wohl ſo ſein“, meinte Gregor mit ſeltſam ver⸗ wandelter Stimme, während er langſam, den Blick an der Erde, an Sanne vorüber nach dem Schuppen aging. In den folgenden Tagen— die Kranke ſchien ſchmerzlos und friedlich hinüberzuſchlummern— lag eine wunderliche Unraſt über dem Gehaben des alten Knechtes. Er ſprach nicht, er rührte kaum an Speiſe und Trank, er trieb ſich unſtet auf dem Hofe umher, hielt oft mitten in einer nutzloſen Beſchäf⸗ tigung inne und ſchien zu lauſchen, als wartete er darauf, daß er gerufen würde. Das Leben ging jetzt leiſe auf dem Erbacher Hof. Eine Sterbende lag im Haus. Sie hatte durch Jahre und Jahrzehnte laut und mißtönig befohlen, gehadert, geſtraft, und ein miß⸗ töniges Echo hatte ihr geantwortet. Jeder war ihr aus dem Wege gegangen, wo er konnte. Niemand hatte ihr aufrichtig gehorcht. Jetzt war ſie ſtumm. Selbſt ihre Hände hatten das Suchen aufgegeben und lagen ruhig auf der Decke. Aber jetzt herrſchte ſie zum erſtenmal, und alle beugten ſich ihrem ſtum⸗ men Befehl. Sanne wachte Nacht für Nacht bei ihr. Sie kam eine Woche lang nicht aus den Kleidern. Es gab ſich wie von ſelbſt, daß nicht mehr die Magd, ſondern die Frau den Platz bei der ſter⸗ benden Bäuerin einnahm. Margret widerſprach nicht. Wenn ihre Augen dem geräuſch⸗ loſen, umſichtigen Tun der Schwiegertochter folgten, wenn ſie ſich von ihr ſtützen, umbetten oder ſonſt eine Handreichung tun ließ, dann war ein Schimmer von Zufriedenheit auf ihrem Geſicht. Einmal griff ſie nach der Hand der jungen Frau und ſagte:„Du trägſt mir nichts nach, Sanne.. du haſt aute Hände.“ Und ein andermal:„Gott lohne dirs! Du haſt dich um mich nicht geſchont.“ Peter kam mehrmals am Tage herein und ſtand ſtill am Fußende des Bettes. Guſtav Erbacher war wie das leibhaftige ſchlechte Gewiſ⸗ ſen. Von Zeit zu Zeit ging er an das Bett und ließ eine un⸗ paſſende Bemerkung fallen. Er ſagte:„Kopf hoch! Bald kannſt du wieder das Zepter ſchwingen!“ Oder:„Wenn ich ſo jung wäre wie du, wollt ich den Kopf nicht hängen laſſen!“ Margret tat, als hörte ſie ihn nicht. Er ſchritt geräuſchvoll durch die Stube, ſchaute auf die Straße, ging in die Nebenſtube, 8 in ſeinem Schreibtiſch oder ließ den Hund Kunſtſtücke achen. „Wir kommen alle mal an die Reihe“, ſagte er zu Gregor, der nachdenklich an ihm vorüberaing. Gregor ſchaute ihn nicht an. Er murmelte nur im Weitergehen:„Die zuerſt an die Reihe kommen, ſind gewöhnlich nicht die ſchlechteſten!“ Stephan ging ſtill ſeiner Arbeit nach. Es war etwas wie dankbares Staunen in ihm. Er hatte nur Augen für Traud, die mit verweintem Geſicht einherging. Für ihn war ſie doch der beſte und mitfühlendſte Menſch! Sie ſchalt nicht, ſie ſprach nicht böſe auf die junge Frau, ſie hatte keinen Blick mehr für den Schmied, der ſich ab und zu einen Gang auf den Hof machte. Sie war in ehrlicher Trauer um die alte Bäuerin. die ſich in ihrer Einſamkeit und Verbitterung ihrer, der keines⸗ wegs vorbildlichen Magd, bedient hatte, um einen Gefährten im Leid zu haben, einen Menſchen, der ſo wie ſie ſelber vor vollen Schüſſeln darbte. Die alte Stine teilte ſich mit Agnes in die Wartung des Kindes. Sie hatte, von unſichtbarer Hand geleitet, das Licht in die Kammer des Todes getragen, und der Tod war geflohen. Das Sterben, das nun eingeſetzt hatte, war nur der Aufgang zum Leben, war ſelber ſchon ein Stück Leben, das nicht mehr ſterben konnte weil es von der Hand des Kindes kam, und im Kind iſt Gott! Ihre Senduna war vollbracht, der Reſt ihres Lebens gehörte dem Kinde, das ihr wunderlicher Sinn mehr und mehr als das eigene anſprach und vergötterte. (Jortſetzung folgt Eine bewährte 7 Es gibt Kaffee ⸗Erſatz und Kaffee⸗Zuſat. Beide unterſcheiden ſich voneinander, aber beide gehören zu einem guten Kaffeegetränk. Gerade ihre unterſchiedliche Art ergibt bei richtiger Ab. ſtimmung den vollen Wohlgeſchmack. Zum Kaffee ⸗Erſatz gehören z. B. Kornkaffee und Malzkaffee; als Kaffee ⸗Zuſatz empfiehlt ſich der bewährte öhlen Franck Kaffee ⸗uſatz der durch ſeinen hohen Gehalt an Inulin, Frucht⸗ zucker, Karamel und Aromaſtoffen ein beſonders gehaltvolles und ergiebiges Kaffeegetrank er⸗ möglicht. Doch iſt es wichtig, ſchon beim Einkauf die Abſchnitte der Lebensmittelkarten richtig in Kaffee⸗ Erſatz und Mühlen Franck Kaffee⸗Zuſat einzu⸗ teilen. 357 Blick auf den Markt Die Getreideablieferung wickelt ſich langſam ab. In der geregelten Verſorgung der Mühlen mit Brotgetreide iſt eine Aenderung nicht zu verzeichnen. Hafer und Gerſte waren lebhaft gefragt. Die Mehl⸗ verſorgung verlief wie ſeither ohne Störungen und war ſowohl hin⸗ ſichtlich der Verarbeitungsbetriebe, als auch im Hinblick auf die letzten Verbraucher geſichert. Auch die Nährmittelverſorgung iſt durchaus befriedigend verlaufen. Der Futtermittelmarkt unterlag weiterhin reger Nachfrage. Pferde⸗ miſchfutter und Schweinemaſtmiſchfutter ſtanden genügend zur Ver⸗ fügung. Auch Malzkeime konnten in kleineren Mengen freigegeben und dem Verbrauch zugeführt werden. Durch eine ausreichende Vor⸗ ratshaltung der Wehrmacht war es möglich, bei Heu und Stroh die ſonſtigen Bedarfsträger beſſer als ſeither in die Verteilung eingu⸗ ſchalten. Im Rahmen der Speiſekartoffelverſorgung hat ſich gegen die Vor⸗ woche nichts weſentlich geändert, wenn auch weiterhin eine Beſſerung der Marktlage unverkennbar iſt. Aus Bayern und Mitteldeutſchland ſind laufend Zufuhren im Anrollen, ſo daß ſich der Markt mehr und mehr einer gewiſſen Ausgeglichenheit nähern wird. Bei Induſtrie⸗ und Futterkartoffeln haben die Umſätze noch keine größere Bedeutung erlangt. Dagegen iſt eine Belebung des Pflanzkartoffelgeſchäftes auch weiterhin bemerkbar. Obſt, Gemüſe, Eier Die Vorräte an Aepfeln gehen langſam zur Neige. Während die Ankünfte an Apfelſinen nachgelaſſen haben, ſind Zitronen immer noch in ausreichenden Mengen am Markt. Friſchgemüſe ſind zwar der Auswahl nach reichlicher zu haben, aber mengenmäßig konnten die Kaufwünſche noch nicht in vollem Um⸗ fange befriedigt werden. Es ſteht jedoch außer Frage, daß in kurzer Zeit ziemlich alle Anforderungen erfüllt werden können. Neben den immer noch verfügbaren Wintergemüſen ſpielen die verſchiedenen Salate jetzt die erſte Rolle. Auch Spargeln und Rhabarber wurden bereits dem Markt zugeleitet. Durch die fortſchreitende Eigenproduktion an Eiern weiſt die Verſorgungslage eine ganz erhebliche Entſpannung auf, die ſich in erfreulichen Zuteilungen an die Verbraucher auswirkt. Milch, Molkereiprodukte, Fett In der Milchanlieferung muß in der gegenwärtigen Zeit infolge der Frühjahrsbeſtellung und der vermehrten Heranziehung der Kühe zu Geſpanndienſten mit kleineren Schwankungen gerechnet werden. Trotzdem liegt der Milchanfall aber über den Mengen der gleichen Zeit des Vorjahres. Während der Verzehr von Vollmilch in der Be⸗ richtswoche etwas zurückgegangen iſt, hat ſich der Verbrauch von ent⸗ rahmter Friſchmilch in etwa gleichem Umfang gehoben. Die Butter⸗ erzeugung hat ungefähr den Stand der Vorwoche gehalten und die Verſorgung iſt im Rahmen der Zuteilung ſtörungsfrei verlaufen. Bei Margarine, Schmalz und Speiſeöl ließ ſich die Verſorgung zu⸗ friedenſtellend geſtalten. Der Käſemarkt war wie ſeither ausgeglichen. Vieh, Fleiſch, Geflügel, Fiſche Die Auftriebe zu den Schweinemärkten haben ſich in den letzten Tagen wieder etwas verſtärkt, doch die Preiſe zeigten einen leichten Rückgang. Ebenfalls beſſer beſchickt waren die Nutzviehmärkte. Hier haben die Preiſe für Ochſen ihre Höhe gehalten. Dagegen liegen die Preiſe für Milchkühe teilweiſe etwas hoch. Durch ausreichende Zutriebe zu den Schlachtviehmärkten hat ſich an der geſicherten Fleiſchverſorgung nichts geändert. Die Qualität des aufgetriebenen Großviehs hat ſich verbeſſert. Auch Schlacht⸗ ſchweine wurden ausreichend angeliefert, wogegen der Kälberauftrieb nachgelaſſen hat. Die Zufuhren an Schlachtgeflügel ſind jahreszeitlich bedingt eng begrenzt geweſen. Für die Pfingſtfeiertage wird jedoch mit einer Erhöhung gerechnet. Befriedigende Seefiſchmengen, vor allem Kabeljau und Sarz⸗ heringe, haben eine erfreuliche Verſorgung vor allem der größeren Verbraucherplätze ermöglicht. Auch Räucherwaren, wie Seelachs und Bücklinge, waren am Markt. Anders war es mit Süßwaſſerfiſchen, deren Anlieferung immer noch unter den durch die infolge Hochwaſſer begrenzten Fangmöglichkeiten zu leiden hatten. Die Verbraucherhöchſtpreiſe für Speiſekartoffeln für den Monat Mai 1940 Der Verbraucherhöchſtpreis für Speiſekartoffeln in Baden wird für den Monat Mai 1940 wie folgt feſtgeſetzt: A. In den Gemeinden, in denen die Speiſekartoffelverſorgung überwiegend durch Verteiler erfolgt: Bei Großabgabe zur Eintellerung bei Zufuhr durch bei Zufuhr durch d. Bei die Groß⸗Emp⸗ Groß⸗(Empfangs)⸗ Kleinabgabe für ab Lager od. Eiſenbahn⸗ Kartoffelſorten] wagen des ab Groß⸗ fangs)⸗verteiler verteiler oder den Groß⸗ markt frei Keller Kleinverteiler (Empfangs⸗ des Klein⸗ frei Keller des verteilers verteilers Verbrauchers 5 kg für 50 kg für 50 Kg für 50 kg für 50 Kg RM. RM. RM. RM. Rpf. Weiße, rote und blaue Sorten 3,40 3,45 3,50 3Ä,70 43 Gelbe Sorten. 3,70 3,75 3,80 4.00 46 Für die Städte Mannheim und Karlsruhe erhöhen ſich die vor⸗ ſtehenden Sätze für je 50 kg um 5 Rpf. Verkauft der Erzeuger unmittelbar an den Verbraucher, ſo dür⸗ fen die Erzeugerhöchſtpreiſe bei weißen, roten und blauen Sorten von 2,90 RM. für 50 kg und bei gelben Sorten von 3,20 RM. für 50 kg nicht überſchritten werden. Für Lieferung frei Keller des Verbrauchers darf für Anfuhr, Abladen und Einbringen in den Keller ein Zuſchlag zu den Erzeugerhöchſtpreiſen von höchſtens 70 Rpf. für 50 kg gefordert werden. B. In den Gemeinden, in denen die Verbraucher überwiegend vom Erzeuger beliefert werden: Bei Großabgabe zur Einkellerung Bei bei Abgabe ab bei Zufuhr durch den Kleinabgab e Kartoffelſorten 5 Lager oder Erzeuger oder Ver⸗ für Erzeuger Eiſenbahnwagen teiler frei Keller zeug des Verteilers des Derbrauchers 5 kg für 50 Kg fur 50 kg für 50 kg b NM. AM. RM. pf. Weiße, rote und blaue Sorten 2.90 3,10 3,25 39 Gelbe Sorten 3,20 3,40 3,55 42 Die Entſcheidung darüber, welcher Gruppe eine Gemeinde zuzu⸗ teilen iſt, trifft das Bezirksamt(Polizeipräſidium, Polizeidirektion). Im Zweifelsfalle entſcheidet die Preisbildungsſtelle im Benehmen mit dem Kartoffelwirtſchaftsverband. Der für gelbe Speiſekartoffeln feſtgeſetzte Verbraucherhöchſtpreis darf bei der Sorte„Juli(Nieren)“ und„Kuppinger“ um eine Reichsmark je 50 kg und bei den Sorten„Frühe Hörnchen“ und „Tannenzapfen(Rote Mäuſe)“ um zwei Reichsmark je 50 kg über⸗ ſchritten werden; die Abgabe in Mengen unter 50 kg an Verbrau⸗ cher iſt nicht preisgebunden. Beim Verkauf im Kleinhandel ſind dieſe preisbegünſtigten Sor⸗ ten deutlich zu kennzeichnen. Für Verſandverteiler wird der Zuſchlag auf die Erzeugerhöchſt⸗ preiſe auf 0,20 RM. für 50 kg feſtgeſetzt; er darf weder über⸗ noch unterſchritten werden. Der Zuſchlag iſt in den Verbraucherhöchſt⸗ preiſen enthalten. Leidet Braugerſte unter Hederich- gekämpfung? Braugerſte darf keinen hohen Eiweißgehalt haben. Deshalb iſt bei der Wahl des He⸗ derichbekämpfungsmittels Vorſicht gebo⸗ ten. Braugerſtenanbauer nehmer, weil ſie Qualitätsgerſte erzielen müſſen, zur He⸗ derichbekämpfung gern das Spezialmittel Raphanit; denn durch Raphanit wird der Eiweißgehalt der Braugerſte nicht erhöht. Aber das iſt noch nicht der einzige Vor⸗ teil des Spritzverfahrens mit Raphanit. Das Wichtigſte iſt, daß man mit Raphanit trotz ſchlechter Witterung und trotz Leute⸗ mangel den Hederich bekämpfen kann. Die 358 meiſten Bekämpfungsmittel ſind nur wirk⸗ ſam, ſolange der Hederich fung iſt. alſo praktiſch nur wenige Tage. Da wird die Zeit oft ſehr knapp. Es braucht z. B. wäh⸗ rend dieſer kurzen Friſt nur zu regnen, oder es ſind nicht genug Leute da, um ſchnell die viele Arbeit zu ſchaffen, dann unterbleibt die Bekämpfung, und das Er⸗ gebnis ſind die vielen hederichverſeuchten Fluren. Das erlebt man immer wieder. Wenn man aber 4 oder 5 oder ſogar 6 Wochen Zeit für die Bekämpfung hat (alſo mindeſtens 3 Wochen mehr) und wenn man dann noch von morgens bis abends arbeiten kann, wie dies bei Raphanit der Fall iſt, dann zwingt es jeder. Zwiſchendurch findet ſich ſchon einmal ſoviel Zeit; denn man kann ſich ja die Arbeit viel beſſer einteilen. Ferner iſt es wichtig, daß Raphanit nicht düngt. Eine Düngung würde nämlich zu der Zeit, in der man den Hederich mit Raphanit bekämpft, gar nicht mehr voll ausgenützt. Raphanit verurſacht weder Bodenverſäuerung und Verkruſtung noch Zwiewuchs und Lagerfrucht. Die Tatſache, daß ſo viele landwirtſchaftliche Klein⸗ und Großbetriebe ſich alljährlich auf das Ra⸗ phanit⸗Spritzverfahren einſtellen, zeigt, daß dieſes Verfahren heutzutage auch ſchwierigen Verhältniſſen gerecht wird. Großhandelspreiſe auf den badiſchen Wochengroßmärkten Heidelberg, 26. April.(Je 50 kg). Kartoffeln(gelbe) 3,90 RM.; Weißkraut(holl.) 7 RM.; Spinat 15.20 RM.; gelbe Rüben 10 bis 11 RM.; rote Rüben 8 RM.; Kohlrabi Stück 30 Rpf.; Schwarz⸗ wurzel(holl.) 25 M.; Rhabarber 16—18 RM.; Kopfſalat(inl.) 25 bis 35 RM.;(holl.) 16—18 RM.; Lattichſalat 60—80 RM.; Feldſalat 4060 RM.; Kreſſenſalat 50 RM.; Rettich Stück 15—20 Rpf.; Bund 4050 Rpf.; Radieschen Bund 18 Rpf.; Sellerie 25—80 RM.; Salat⸗ gurken Stück 50—70 Rpf.; Spargel 1. Sorte 90—100 RM.; 2. Sorte 70—80 RM.; 3. Sorte 50—60 RM.; Zwiebeln(inl.) 8—10 RM.; (holl.) 9—11 RM.; Tafeläpfel(inl.) 30—40 RM.;(ital.) 30-35 RM.; Zitronen(ital.) Stück 3—8,5 Rpf. Mannheim, 27. April.(Je 50 Eg). Kartoffeln(gelbe) 3,75 RM.; Blumenkohl(ital.) je Steige 4,30—4,80 RM.; Rotkraut 12—12,50 RM.; Spinat 20—24 RM., gelbe Rüben(ausl.) 11—14 RM.; rote Rüben 10 RM.; Rhabarber 20—25 RM.; Kopfſalat Stück 30—35 Rpf.;(holl.) 16—18 Rpf.; Lattichſalat 30—40 RM.; Feldſalat 40—50 RM.; Kreſſenſalat 20—30 RM.; Rettich Stück 45 Rpf.; Radieschen Bund 15—20 Rpf.; Sellerie 35 RM.; Salatgurken Stück 1—1,20 RM.; Spargel 1. Sorte 90 RM.; 2. Sorte 70—72 RM.; 3. Sorte 56 RM.; Zwiebeln 9—10 RM.; Tafeläpfel 35—40 RM.; Kochäpfel 22— 25 RM.; Zitronen je Kiſte 910,50 RM. Pforzheim, 27. April.(Je 50 kg). Kartoffeln(gelbe 3,70 RM.; (weiße) 3,40 RM.; Blumenkohl(ital.) Stück 27 Rpf.; Spinat 28 RM.; Schwarzwurzel(holl.) 16 RM.; Rhabarber 20 RM.; Kopfſalat(inl.) Stück 28—30 Rpf.;(holl.) 14—15 Rpf.; Lattichſalat 80 RM.; Feld⸗ ſalat und Kreſſenſalat 60 RM.; Rettich Stück 15 Rpf.; Bund 35 Rpf.; Radieschen Bund 15 Rpf.; Spargel 1. Sorte 90 RM.; 2. Sorte 79 RM.; 3. Sorte 68 RM.; Zwiebeln(ausl.) 9—10 RM.; Tafeläpfel 23 bis 30 RM.; Zitronen(ital.) Stück 3 Rpf. Nutzvieh⸗, Ferkel⸗ und Läufermärkte Mosbach, 23. April. 243 Ferkel bis 6 Wochen 45—65 RM.; 6 Wochen 70—90 M. Lebhaft. Donaueſchingen, 24. April. 552 Ferkel, 32 Läufer, 103 Nutztiere. Ferkel 4860 RM.; Läufer 80—130 RM.; Ochſen 480760 RM.; Scklacktviekpreile über Kühe 480—590 RM.; Kalbinnen 510690 RM.; Rinder 210 bis 320 RM. Lebhaft. Hardheim, 25. April. 204 Ferkel bis 6 Wochen 4055 RM., über 6 Wochen 60—95 RM. Gut. Mannheim, 25. April. 355 Ferkel, 46 Läufer. erkel über 6 Wo⸗ chen 54— 96 RM.; Läufer 96138 NM. Lelaft N i Raſtatt, 25. April. 184 Ferkel, 8 Läufer. Ferkel bis 6 Wochen 51—75 RM.; über 6 Wochen 60—90 RM.; Läufer 120184 RM. Lebhaft. Tauberbiſchofsheim, 25. April. 27 Ferkel, 6 Läufer. Ferkel über 6 Wochen 70-90 RM.; Läufer 115—125 RM Mittel. Tengen, 25. April. 122 Ferkel bis 6 Wochen 38—46 RM.; über 6 Wochen 50—65 RM. Schleppend. Eppingen, 26. April. 190 Ferkel, 90 Läufer. Ferkel über 6 Wochen 60—72 RM.; Läufer 80—120 RM. Lebhaft. Heitersheim, 26. April. 80 Ferkel, 41 Läufer. Ferkel bis 6 Wo⸗ chen 45—60 RM.; über 6 Wochen 60-80 RM.; Läufer 90-140 RM. Lebhaft. Bruchſal, 27. April. Läufer 80—92 RM. Mäßig. Lahr, 27. April. 117 Ferkel über 6 Wochen 50 Offenburg, 25. April. Lebhaft. Die Preiſe für Ferkel und Läufer verſtehen ſich je Paar. Aenne W. Nußhag: Erſte Hilfe bei Krankheiten und Unfällen im Viehſtall. 1939. 89 Seiten. Reichsnährſtand Verlags⸗Geſ. m. b. H., Berlin. Preis 1,65 RM. Großer Schaden im Viehſtall kann vermieden werden durch ſachgemäße, früh⸗ zeitige Behandlung erkrankter Tiere. Verſtändnis für das Erkennen der Krank⸗ heiten und die Beurteilung, ob ein Arzt zuzuziehen iſt oder die Heilung ſelbſt durchgeführt werden kann, iſt die Vorausſetzung für den Erfolg. Hterin ein Ratgeber zu ſein, bat ſich der Verfaſſer zur Aufgabe gemacht. In leicht ver⸗ ſtändlicher und überſichtlicher Form ſind die Kennzeichen der Krankheiten und die Merkmale der Verletzungen herausgeſtellt und die Maßnahmen zur Hei⸗ lung dargelegt. Falls ein Arzt zuzuziehen iſt, wird bewußt nur auf das hingewieſen, was bis zum Eingreifen des Fachmannes getan werden muß. Wer weiß, welche Werte durch falſche Behandlung von Krankheiten im Viehſtall vergeudet werden, kann nur wünſchen, daß jeder Tierhalter dieſe Arbeit kennt und ſie im Bedarfsfalle zu Rate zieht Wilhelm Hönig. 21 Ferkel, 96 Läufer. Ferkel 70—76 RM.; 0 ö 70 RM. Geräumt. 258 Ferkel bis zu 6 Wochen 45—60 RM. auf den Großmärkte! Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, den Mittelmärkten auf den Verteilungs⸗ ſtellen. ſowie außerhalb der Märkte und Verteilungsſtellen in Reichsmark je 50 kg Lebendgewicht Die Getreide-, Heu⸗, Stroh⸗ und Schlachtviehpreiſe werden, ſolange ſie unverändert bleiben, nicht wiederholt, deshalb heutige und künftige Veröffentlichungen aufbewahren. I. Festgesetzte Preise. A. Die feſtgeſetzten Marktpreiſe für Rinder Kälber, Schafe und Schweine betragen: 8 Ochſen Bullen Kühe Färſen 5 a b 0 d a b 2 ö a b 0 0 d a b 2 d Mannheim 43,5-46,5 39,5-42,5 29,5-37.5 bis 29.0 4,544.5 37,5•40,5 27.5„5 bis 27,0[41,5-44, 536,540, 5 25,534, 5 bis 25,0[4 2,5-45,538,5-41,5 28,536, 5 bis 28,0 Karlsruhe 43,5-46,5 39,5-42,5 29,5-37,5 bis 29,0[4 1,5-44,5 37.5-40,527,5-35,5 bis 27,0[41,5-44.5,36,5-40,5 34,5 bis 25,0 J42,5-45,538,5-41,528,5-36,5 bis 28,0 Freiburg(43.5-46,5 39,5-42,5 29.537,50 bis 29,0 4 1,5-44,5 37.540 527,5-35,5 bis 27,0 41, 5-44,5 36.5-40,5025.5-34,5 bis 25,0[4 2,5-45,538.5-41,5 28,536 5 bis 28,0 Mitte märkte 8 f 7 5 3 Heidelber B.⸗Badens 43,5 39,5 29,5 bis 41,5 37,5 27,5 bis 41,5 36.5 25,5 bis 4255 38,5 28,5 bis Lörrach bis bis bi 29,0 bis bis bis 27,0 bis bis bis 250 bis bis bis 28,5 Pforzheim 46,5 42,5 37.5 5 44,5 40,5 35,5 5 44,5 40,5 34,5 5 45,5 41.5 36,5 Offenburg ö ö bis 28,0 Kälber Lämmer Hammel In Hammel Schafe Schweine vom 2. 1. bis 24. 5. 1940 2 EBIFFEFEFFCCCCC0 bund 5 8 a EB CCCC1T0T1 0 d e bis f gg 1 u. ig 2 u. h Mannheim 60,0 53,0 4½ bis 46,0 46,0 46,0 bis 39,0 31 57g 53,5-54,5 bis 51.5 bis 49.5 bis 55.5 bis 51,5 Karlsruhe bis bis bis 40 bis bis bis 42,0 bis bis 300 53,5 54,5 bis 51,5 bis 49,5 bis 55,5 bis 51,5 Freiburg 65,0 59,0 50,0 49,0 49,0 49,0„„„5 54.5-55,5 53,5-54,5 bis 51,5 bis 49,5 bis 55,5 bis 51,5 Mitte märkte FFT 5 Heidelberg 5 54,5 55,5 54,5-55,5.53,5-54,50 bis 51,5 bis 49,5 bis 55,5 bis 51,5 B. Baden 60,0 53,0 41,0 bis 46,0 46,0 46,0 bis 39,0 310 bis 54.5-55.554,5-55,5 53,5-54.5 bis 51,5 bis 49,5 bis 55,5 bis 51,5 Lörrach bis bis bis 40.0 bis bis bis 420 bis bis 30,0 55,5-56,055,5-56,0 55,556,054, 0-55, bis 52,0 bis 50,0 bis 56,0 bis 52,0 Pforzheim] 65,0 59,0 50,0 49,0 49,0 49,0 l 42,0 38,0 J54.0-55,0054,0-55,054,0-55,053,0-54,0 bis 51,0 bis 49,0 bis 55,0 bis 51,0 Offenburg ö 54,5-55,5 54,555,554, 555,5 53,5-54,50 bis 51,5 bis 49.5 bis 55,5 bis 51,5 B. Die feſtgeſetzten Höchſtpreiſe für Rinder und Schweine auf den Verteilungsſtellen 5 155 Hals b. 8 e 111 betragen in RM. je 50 ks Lebeudgewicht: ſtellen betragen in RM. je 50 kg Lebendgewicht: zer g8⸗ S ine(vom? is 24. 5. ö Ochſen[ Buller Kühe Färſen 5 Ochſen] Bullen] Kühe Färſen Schweine vom 2. 1. bis 24. 5. 1940 J. 2 e e ſtellen 4 1 51 53 8 ö e bis glu. 1g 2 u. h Prelsgebiet 23 2322 2.5 22 22 8 a a 5 3 33 S e Bruchſal ſbis 45, eis 48, Jois 43, 5Jbis 44, öois 55,0 bis 55,0ſbis 55,0 bis 54,0 bis 51,0ſbpis 49, 0 bis 55,0 bis 51,0 83 55% 3 5[ 4 8 Lahr bis 45, 5 bis 43,0 ois 4. 5ſois 44, 50bis 55,0 bis 55,0 bis 55,0 bis 54,0 bis 51,0 ſbis 49,0 bis 55,0ſbis 51,0 J 5 5 Villingen bis 45,5[bis 43,5 bis 43,5 bis 44, 50bis 55,0 bis 55,0 bis 55,0 bis 54,0 bis 51, 0ſbis 49,0 bis 55,0 bis 51,0 1(43,045,040 43.½½% 8 12,0 44, Singen bis 45,5 bis 43,5[bis 43, 50bis 44, 5[bis 54,5 bis 54,5 bis 54,5 bis 53,5 bis 50,5 bis 48,5ſbis 54,5 bis 50,5 1 44% 44,5 41% 4275 4% 5 42,0 130 Konſtanz bis 45.5fbis 43.5Jbis 43. 5Jois 44, 5Jbis 54.5 bis 54.5 bis 54.5 bis 53,5 bis 50,5 bis 48,5 bis 54,5 bis 50,5 III 42,5 44.0[40,5 42,0 40,5 42,0 41,5 43,0 Zu Abteilung C. Folgende Kreiſe gehören zum Preisgebiet 1: Die Stadtgemeinden Frankenthal, Ludwigshafen, Speyer, Heppenheim, Lampertheim, Viern⸗ heim, und die Landkreiſe Frankenthal, Ludwigshafen, Mannheim, Heidelberg, Bruchſal, Karlsruhe, Raſtatt, Bühl. Kehl, Offenburg, Lahr, Wolfach, Emmendingen, Freiburg, Müllheim, Lörrach. Säckingen und Konſtanz. kreiſe Tauberbiſchofsheim, Buchen, Stockach und Ueberlingen. 11: Die Landkreiſe Mosbach, Sinsheim, Villingen, Donaueſchingen und Waldshut. III: Die Land ⸗ Die feſtgeſetzten Höchſtpreiſe für Schweine außerhalb der Märkte und Verteilungsſtellen betragen in RM. je 50 kg Lebendgewicht: a(v. 150 k. b 1 v. 135 bis 5 2 120 bis 1 8 1 8 1 1 un ni(eite Sauen g 2 u. n(andere Im 10d darüber 149.5 15 1845 15 e 90 bis 119,5 kg d 80 bis 89,5 kg e bis f unter 80 kg 9 d 1 Eauen und Eder Preisgebiet] Land⸗] Empf. Land- Empf. Land- Empf. Land] Empf. Land Empf.: Fand:] Empf.: Land⸗ Enpf. Land- 1 55 preis Ortpreis preis Ortpreis preis Ortpreis preis Ortpreis preis Ortpreis preis Ortpreis preis Ortpreis preis Ortpre 1 ſ bis 52.— bis 54.50 bis 52,— bis 54,50 ſ bis 51,50 bis 54,50 f bis 50,50 bis 53,50 bis 47,—föbis 50,50 bis 45,— bis 48,50 bis 52,— bis 54,50 bis 47,— bis 50,50 11 bis 51.50 bis 53,50 bis 51.50 bis 53,50 bis 51,— bis 53,50 bis 50,— bis 52,50 bis 46,50 bis 49,50 bis 44,50 bis 47,50 bis 51.50 bis 53,50 bis 46,50 bis 3 III bis 51.— bis 53.— bis 51, bis 53— bis 50,50 bis 53.— bis 49.50 bis 52,.— bis 46,— bis 49.— bis 44.— bis 47.— bis 51— bis 53,— bis 46,— bis 49.— Sandkretſe: Frankenthal, burg, Müllheim, Lörrach, Säckingen und Konſtanz. II: Die Land ireiſe: Tauberbiſchofsheim, Buchen, Stockach und Ueberlingen. Folgende Kreiſe gehören zum Preisgebiet 1: Die Stadtgemeinden Frankenthal, Ludwigshafen, Speyer, Heppenheim, Lampertheim, 4 Ludwigshafen, Mannheim Heidelberg, Bruchfal, Karlsruhe, Raſtatt. Bühl, Kehl, Offenburg, Lahr, Wolfach, Freiſe Mos bach, Sinsheim, Villingen, Donaueſchingen und Waldshut. Viernheim, und die Emmendingen, Frei⸗ III: Die Land ⸗ 359 Abkürzungen: L. E. V. G. Landw. Ein⸗ u. Verkaufsgen.; L. B. A. V.= Landw. Bezugs⸗ u. Abſatzv.; L. K. A. V. Landw. Konſ.⸗ u. Abſa tzv.; L. Kv. Landw. Konſumv.; K. u. A. V. enera ver amm u 0 Konſ.⸗ u. Abſatzv.; L. W. G.= Ländl. Wirtſchaftsgen.; Milch= Milchgen.: Mia S Milch⸗ abſatzgen.: Molkerei= Molkereigen.; Dreſch.— Dreſchgen.; Winzer= Winzergen.; Lager⸗ haus= Lagerhausgen.: Getreide= Getreidelagerhausgen.; Ele — Bäuerl. Bezugs⸗ u. Abſatzgen Sp. u. D. K.— Spar⸗ u. Darlehnskaſſe: L. Kr. V R N 2 2 5 5 8 ing: 1. Vorlage des Jahresabſchl e en e eee N 55 1 5 des Geſchäftsber. u. die Vorſchläge zur Verwendg. des Reingew. bzw. Verluſtdeckg. 3. Be⸗ richt des Vorſt u Auſſichtsrates über die Prüfg. des Jabresabſchl richt des Aufſichtsrates über die ſtattgef geſetzl Prüfg. 4. Genehmig. des Jahresabſchl 7. E 3 2 8 8 8 me eines neuen Statuts. 9, 7. Entlaſtg des Vorſt. u. des Aufſichtsrates Annahme Aufſichtsratsmitgl 13 Feſt ſetzg. der Grenzen, welche bei Kreditgewährg(bei Spar⸗ u. Darlehnskaſſen an die Mitgl. u. bet Waren⸗ halten werden ſollen 14. Beſchlußfaſſg über die Einzahlg des Geſchäftsanteils. 15 Annahme einer Dienſtanweiſg. u. Geſchäfts⸗ Aufſichtsrat.— Statutenänderungen: 16, betr Erhöhung von Geſchäftsanteil u. Haftſumme 17. betr. Herabſetzg der Zahl der Vorſt.⸗ u. Auf⸗ 5 and des Unternehmens: 20 betr.(8 3) Arierparagr. u Veröffentlichungsorgan. 21. Ver⸗ kgen. des Aufſichts rates ltegt eine Woche vor der Generalverſammlg. z. Einſicht der Genoſſen auf. Verſchmelzungsvertr 11. Neuwahl bzw. Wiederwahl für ausgeſch. Vorſt.⸗ u. Spareinlagen bei der nicht überſchreiten ſollen gen die Warenhöchſtgrenze) einge ordng für Vorſt. u ſichtsratsmitgl.: 18. betr Verlängerg. der Aufkündigungsfriſt; 19. betr.(§ 2) Gegenſt ſchiedenes 22. Der Jahresabſchl ſowie der Geſchäftsber. nebſt den Bemer Samstag, den 11. Mai 1940: Babſtadt, Sp. D. K., 729 Uhr,„Rathaus“. T.⸗O.: 1. 2. 4. 5. 7, 11. 21, 24 Der Vorſtand: Detterer, Zwickel. Edingen, L. E. V. G., 789 lihr,„Schloßwirtſchaft“. T.⸗O.: 1—5. 7. 11, 21. 24. Der Vorſtand: Koch, Herbold. Mühlhauſen bet Wiesloch, Sp. D.., 9 uhr„Sonne“. T.-O.: 11, 21. Der Vorſtand: Reiß. Müller. Nonnenweier, Milch. 9 Uhr.„Rathaus“. T.⸗O.: 1-5, 7. 11, 21. 22. Der Vorſtand: Leppert. Ziegler. Sonntag, den 12. Mai 1940: Wittenſchwand, Milch, 3 Uhr,„Engel“ in Urberg. T.⸗O.: 1—5, 7. 11, 21. 2. Der Vorſtand: Eckert, Kaiſer. Montag, den 13. Mai 1940: . L. E. V. G., 11 Uhr,„Schullokal“. T.⸗O.: 1. 2, 4, 5. 7. 11, 21, 2. er Vorſtand: Fiſcher, Iſele. Adelhauſen, Käferei, 1 Uhr,„Adler“. T.⸗O.: 1—8, 7. 11. 21. 22. Der Vos ſtand: Kähny, Hohler. Adelhauſen, L. E. V. G., 9 Uhr,„Dinkelbergerhof“. T.⸗O.: 1—5. 7. 11. 21. 24. Der Vorftand: Rütſchle II, Rüſch. Altenſchwand, L. E. V. G., 2 Ühr,„Hirſchen“. T.⸗O.: 1—5, 7. 11, 14. 21. 24 Der Vorſtand: Vogt, Baumgartner. Deggenhauſen, Molkerei, 8 Uhr abends. Sternen“. T.⸗O.: 1. 2. 4. k. 1. 11. 21, 22. Der Vorſtand: Roßknecht. Reichle. Köndringen, Milch, 2 Uhr,„Rebstock“. T.⸗O.: 1—8, 7. 11. 14, 21, 23. Dor Vorſtand: Kühnle, Schwaab. Köndringen, Sp. D. K., 3 Uhr,„Rebstock“. T.⸗O.: 1—5. 7, 11. 18. 21. 24. Der Vorſtand: Peter, Blum. Lindelbach, Sp. D. K., 1 Uhr,„Rathaus“. T.⸗O.: 1. 2. 4. 8. 7. 11. 21. 24 Der Vorſtand: Dries, Diehm. Oberbränd, L. E. V. G., 4 Uhr,„Falken“ in Oberbränd. T.⸗O.: 14. 6. 1. 11. 21, 22. Der Vorſtand: Beha. Nobs. Oberuhldingen, Milch. 2 Uhr,„Hecht“ in Seefelden. T.⸗O.: 1—8, 7. 11. 1. 22. Der Vorſtand: Ley, Nipp. Schlageten, Milch, 4 uhr,„Engel“ in Unterkutteran. T.⸗O.: 1—22. Der Vorſtand: Jehle, Schlegel. Schweighauſen, Sp. D. K., 3 Uhr,„Sonne“. T.⸗O.: 1—22. Der Vorſtaud: Weber. Offenburger Uiſſigheim, Milch, 3 Uhr,„Rathaus“. T.⸗O.: 1—8, 7. 11. 21, 22. Der Vor ſtand: Liebler. Baumann. Waltershofen, Sp. D. K., 12 Uhr.„Schulſaar“. T.⸗O.: 1—8. 7. 11, 21. 2. Der Vorſtand: Ehrat II. Hodapp I. Zunzingen, L. E. V. G., 8 Uhr,„Rathaus“. T.⸗O.: 1—5, 7. 11. 21, 22. Der Vorſtand: Eckerlin. Ehret. Donnerstag, den 16. Mai 1940: Donaueſchingen, Sp. Kr. B., 5 Uhr,„Geſchäftslorar“. T.⸗O.: 1.. 4. B. 7. 11, 21, 22. Der Vorftand: Ballweg, Winkler. ktrt.= Elektrizitätsgen.; Eier= Eilerabſatzgen.: B. A. G.— Bezugs⸗ u. Abſatzgen. des Bauernv.: B. B. A. G. = Ländl. Kreditv.; K. BV.= Kreditv.; Sp.u. D. K. V.= Spar⸗ u. Darlehnskaſſenv.: (Bilanz u Gewinn⸗ u Verluſtrechng.) ſowie des Geſchäftsberichts. 2. Be⸗ 5. Verwendg. des Gewinn es 6. Beſchlußfaſſg, über die Verluſtdeckg. Beſchlußfaſſg über die Verſchmelzg. mit einer and Gen 10. Genehmig. des 12. Feſtſetzg des Geſamtbetr., welchen Anleihen der Gen. u. Honſtetten, L. E. V. G., 49 Uhr,„Reſtauration“. T.⸗O.: 1—5, 7. 11. 21, 22. Der Vorſtand: Braun, Schafhäutle. Samstag, den 18. Mai 1940: Bruchſal, Sp. Kr. B., 8 Uhr,„Wolf“. T.⸗O.: 1. 2, 4. 5, 7. 11. 12. 21, 22. Der Vorſtand: Hammer, Zimmermann. Doſſenheim, Sp. D. K. V., ½9 Uhr,„Hirſch“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11. 18, 17. 21, 22. Der Vorſtand: Mühlbauer, Ruland. Freiburg i. Br., Milcherzeuger, 10 Uhr vorm.,„Ganter“. T.⸗O.: 1. 2, 7. 11. 21. 22. Der Vorſtand: Straub, Schwenninger. Rheinweiler, L. K. A. V., 9 Uhr,„Rathaus“. T.⸗O.: 1, 2, 4. 5, 7. 21. 22. Der Vorſtand: Doſenbach, Bächlin. Rohrbach bei Sinsheim, Sp. D. K., 9 Uhr,„Rathaus“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11. 21, 22. Der Vorſtand: Storck, Eiermann. Sonntag, den 19. Mai 1940: Eſchelbronn, Sp. D. K., 3 Uhr,„Sonne“. T.⸗O.: 1. 2. 4, 5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Geiß, Stier. Ottenhöfen, Milch, 11 ubr,„Kreuz“. T.⸗O.: 1—5, 7. 11, 21. 22. Der Vorſtand: Bluſt, Oſter. Ottenhöfen, L. E. V. G., 12 Uhr.„Kreuz“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11. 21, 22. Der Vorſtand: Schneider, Bluſt. Bekanntmachungen 1. Bekanntmachung: Die Landw. Ein⸗ und Verkaufsgenoſſenſchaft Meß⸗ kirch, e. G.m.b. H. in Meßkirch, hat ſich als auflöſende Genoſſenſchaft mit uns verſchmolzen. Die Gläubiger werden aufgefordert, ſich zu melden. Spar⸗ und Kreditbank, e. G. m. b. H., Meßkirch. Der Vorſtand: Fröhlich u. Veit. 2. Bekanntmachung: Die Genoſſenſchaft wurde in der Generalverſammlung vom 11. Februar 1940 aufgelöſt. Die Gläubiger werden hiermit aufgefordert, ſich bei den unterzeichneten Liquidatoren zu melden. Spar⸗ und Darlehns⸗ kaſſe e. G.m. u. H. Buchenbach, Amt Freiburg i. Brsg. in Liquidation. Die Li⸗ quidatoren: Kurt Block und Gottfried Wieſſe, beide Sachbearbeiter in Karls⸗ ruhe, Ettlinger Straße 53. 2. Bekanntmachung: Die Genoſſenſchaft iſt in den Generalverſammlungen vom 11. Junt und 8. Juli 1939 aufgelöſt worden. Die Gläubiger werden auf⸗ gefordert, ſich bei uns zu melden. Milchgenoſſenſchaft Rippberg, Amt Bu⸗ . Die Liquidatoren: Otto Leſter. Heinrich Kern. beide in ppberg. 3. Bekanntmachung: Gemäß 8 80 des Gen.⸗Geſ. wurde durch Beſchluß des Amtsgerichts Stockach vom 4. März 1940 die Genoſſenſchaft aufgelöſt. Die Gläu⸗ biger werden hiermit aufgefordert, ſich zu melden Svpar⸗ und Darlehnskaſfe e. G.m. u. H zu Mühlingen, Amt Stockach. Die Liquidatoren: Joſef Meßmer jung. Schloffermeiſter, Johann Wegmann, Landwirt,. Richard Mayer. Bürgermeiſter. ſämtliche in Müblingen. Anordnungen der Marktverbände Landesernährungsamt Baden Anordnung Nr. 10/0 des Milch⸗ und Fettwirtſchaftsverbandes Baden Betr.: Ausgleichsabgaben für Vollmilch und entrahmte Trink⸗ milch ab Hof baw. ab Sammelſtelle. Auf Grund der Verordnung über den Zuſammenſchluß der deutſchen Mulch⸗ und Fettwirtſchaft vom 29. Juli 1938(RG Bl. I Seite 959), ſowie der Ver⸗ ordnung zur vorläufigen Sicherſtellung des lebenswichtigen Bedarfen des deutſchen Volkes vom 27. Auguft 1939(RG Bl. 1 Seite 1498), wird mit Zu⸗ ſtimmung der zuſtändigen Stellen folgendes angeordnet: 815 Der Milch⸗ und Fettwirtſchaftsverband Baden verzichtet bis auf weiteres auf die Erhebung der angeordneten Ausgleichsabgaben für die mit beſonderer Genehmigung(Ab⸗Hof⸗Verkaufsgenehmigung) noch direkt vom Erzeuger an den Verbraucher abgeſetzte Trinkmilch(Vollmilch für die Bezugsberechtigten nach den jeweils geltenden Beſtimmungen) und für entrahmte Trinkmilch in Höhe von 1,5 Rpf. je Liter. 8 2. Die vom Milch⸗ und Fettwirtſchaftsverband Baden ab 15. September 1939 gemäß meiner Anordnung Nr. 1 ausgeſtellten Ab⸗Hof⸗Verkaufsgenehmigungen behalten bis auf weiteres ihre Gültigkeit. Es iſt Aufgabe des Vorſtandes der Genoſſenſchaft, Sammelſtelle oder Rahmſtation, im Benehmen mit der Orts⸗ behörde böw. Ortspolizeibehörde und dem Ortsbauernführer, den Ab⸗Hof⸗ Verkauf zu überwachen. Etwaige neue Anträge oder ungültig ewordene Genehmigungen ſind dem MF WV. Baden vorzulegen. Die Abrechnungsunter⸗ lagen Einzugsliſten und ſonſtige Belege verbleiben zunächſt bet den Ein⸗ zugsſtellen. 5 8 3. „Die bisherige Form der Erhebung der Ausgleichsabgaben für die von den örtlichen Sammelſtellen und Rahmſtationen unmittelbar an Verbraucher oder über den Händler abgeſetzte Trinkmilch(Vollmilch für die Bezugsberechtigten nach den jeweils geltenden Beſtimmungen), ſowie für die entrahmte Trinkx⸗ milch in Höhe von 0,1 Rpf. je Liter wird aufgehoben. Anweiſung über die 7 9 und Weiſe der Erhebung iſt in Vorbereitung und wird noch bekannt⸗ 8 4. Die bisher zum Zweck der Erfaſſung der Ausgleichsabgaben an den MS WI. zu erſtattenden Berichte kommen in Wegfall. 360 8 5. Dieſe Anordnung tritt mit Wirkung vom 1. Apr 1940 in Kraft. Eut⸗ gegenſtehende Beſtimmungen treten mit Erlaß dieſer Anordnung außer Kraſt. Karlsruhe, den 1. April 1940. Milch- und Fettwirtſchaftsverband Baden. Der Vorſitzende: gez. Maver Anordnung Nr. 11/40 des Milch⸗ und Fettwirtſchaftsverbandes Baden Betr.: Verwaltungs koſtenbeitrag, hier Beitragserhebung auf entrahmte Friſchmilch. Die in meiner Anordnung Nr. 4 vom 6. November 1939 angeordnete Art und Weiſe der Erhebung von Verwaltungskoſtenbeiträgen für dite entrahmte Friſchmilch wird mit Wirkung vom 1. April 1940 aufgehoben. Eine Neuregelung des Veitragsweſens iſt in Vorbereitung und wird nüch⸗ ſtens bekanntgegeben. Karlsruhe, den 1. April 1940. Milch- und Fettwirtſchaftsverband Baden. Der Vorſitzende: gez. Maver. versuchen Sie die bewähftes St.-Martin- Dragees. Meist ia kurzer Zeit merkſſche Gewichts- zunahme, vellere Körperformen, frisches Aussehen; stärken Ar- beitslust, Blut und Nerven. Auch l fürkKkindervölligunsehädlieh. Packg. 2.50 M., Kur(fach) 6.50 M. Prospekt gratis Will Neumann, Berlin N 65/70, Maplagueistr. 24 Draht für Weide zä une frachttrel jeder Station Draht-Bremer, Rostock 36 5 8 F H. HAUPTNER BE BL UN NW COS EN STRASSE 53 kostenfrei LTete 84270 Folge 18710 Firmen, welche die Wünſche des Landkunden kennen Lee U ener rr rr penner Freiburg i. Br. ddmereien/ aalen Sanzenſchuß Hanomag-Diesel-Bauemschepper 20 8 Anlasser Riemenscheibe Mähbalken bis 24 km/ wierradbremse/ Verdeck ROLF BAUER Ceneraftertrsfeng Freiburg/ Arsg., Fritz-Geiges- Str. 3, b. Römerhof, Fernruf 2172 Heuuufzuge m. automatischer Entleerung Erntemaschinen Saxonia-Drillmaschinen Saxonia- Vielfachgerät Sefa le mit 5 Diesel-Motor auf Wagen lauchepumpen für Hand- und Kraftbetrieb sofort lieferbar Bautz& Fella- Gras- u. Bindermäher sowie Heuaufzüge erhalten Sie am besten und vorteil- haftesten beim Fachmann mit großer, gut eingerichteter Reparaturwerkstatt Landwirtschaftl. Maschinen Gebr. Ueltzhöffer Wolfenweiller Hauptstr. 58 Tel. Schallstadt 59 Genen, echte Mailänder Wetzſteine sowie alle Geräte für die Landwirtschaft u. den Garten 1 von N. Fischer Elektro-Installateur u. Schlosser Siberach(Baden) Gebrüder Herr Tiroler Laden Freiburg i. Br., Schusterstr. 14 Robert Waibel(vorm. A. Waibel& Sohn) Landmaschinen Gengenbach Telefon 218 In Wangon Wielfachgeräte bügeln 1 Maschinen in einer: l Pflanzlochgerät, Zudecker, Nack u. Häufler Wilnelm Bader(lasehlnen-Raden, e Friedrichstraße 57, Telefon 4563 nsn.-Rufgabe iſt: „Das volk geſund und ſtark zu machen, damit . es leine kebensaufgabe erfüllen kann, das iſt auch Deine eigene Sache! Werde ns0.- Mitglied! nach Ksrußie luommes, e Hung 6 1 dann mussen Sie auoh wieder uns zeotd dete in eie 8 8 5 8 1 0 besuchen.*MNir bedienen Sie gut 1 unt wir haben steis Auswahl! Geqſnei ron& His I2 iu und I. 19 Chir „ Wochenblatt der Landes bauernſchaft Baden, Folge 18/1940 36¹ 3 Bilanz per 31. Dezember 1939. Aktiva: RM. Kaſſenbeſtand und. auf Reichsbankgiro⸗ un Poſtſcheckkonto 11 613,56 Beſtandswechſel 15 632,81 Wertpapiere 83 742,03 Bankguthaben 286 356,85 Schuldner: a) in laufender Rechnung 183 531.37 b) feſtbefriſtete Darlehen 162 555,77 346 087,14 Beteiligungen 1 1 000.— Grundſtücke und Gebäude 17 786,.— Geſchäftsausſtattung 1.— Aufwertungsſchuldner 862,40 Summe der Aktiva: 763 081,79 Paſſiva: RM. Einlagen in laufender Rechnung. 62 335,33 Spareinlagen 635 198,10 Geſchäftsguthaben: a) der verbleibenden Mitglieder 38 658,58 b) der ausſchei⸗ denden Mit⸗ glieder 2 581,12 41 239,70 Geſetzliche Reſerve 19 219,70 Wertbcerichtigungspoſten 8 500. Rechnungsabgrenzung 92,71 Reingewinn 1939 3 159,57 Summe der Paſſiva: 763 081,79 Gewinn⸗ und Verluſtrechnung. Aufwendungen: RM. Ausgaben für Zinſen und Proviſionen 21 874,52 Perſönliche und ſachliche Unkoſten 7 778,85 Geſetzliche ſoziale Abgaben 279,27 Steuern 594,68 Abſchreibung(auf An⸗ lagen 214 Gewinn pro 1939 3 159,57 Summe der Aufwendungen: 33 900,89 Erträge: RM. Einnahmen aus Zinſen und Proviſionen 33 855,89 Erträge aus Beteiligungen 45,.— Summe der Erträge: 33 900,89 Mitgliederbewegung: Anfang 1939: 256, Zugang 16, Ab⸗ gang 8, Ende 1939: 264 Mitglieder. Kreditkaſſe Bräunlingen e. G.m. u. H. gez. Hofacker, Hermann Ewald, Johann Ewald. A. Würth. Holzschutz mit cal Carbolineum grius 0rd 1 Sparen u. mithelfen! Lassen Sie nicht wertvolles Material umkommen und werfen Ihren alten Grasmäher nicht zum alten Eisen. Ihren alten Balken in Schneidflott- Patent-Balken umgebaut bringt Ihnen eme Maschine mit leichterem Gang, besseren Schnitt, weniger Schleifarbeit und kein Ver- stopfen. Alle diese Vorzüge bestätigen tausende zufriedene Kunden. Für den ersten Schnitt können keine Messer mehr umgebaut werden. Sorgen Sie für den Umbau zum zweiten Schnitt. Friedr. Aug. Kirsch, -andmaschinen, Meckesheim/ Sd. 362 Krämermarkt Messkirch CCC b damit verbunden Vieh- u. Schweinemarkt am Donnerstag, 9. Mai 1940 Stadt Donaueschingen — ä.———— chweinemarkt am Samstag, 11. Mai 40 Säcke reparleren mit Wekola-Leiml Eln Wunder der Haltbarkeit, Schnel- ligkeit und Billigkeit! deder Schaden in Planen, Bindetuchern, Leder, Filz- schuhen, Pantoffeln, sämtlichen Stoffarten usw. wird sofort selbst repariert. Garantiert unlöslich und Wasserfest, sonst Geld zurück. Zahl- reiche begeisterte Dankschreiben. Dosen zu 2.50, 4.— u. 6.50 RM. Ernst Weber, Lengenchursdort/Sa. 106 Abſatz- Serkel hann., oldbg. u. weſtf. Raſſe, beſtge⸗ eign. z. Zucht u. Maſt z. Tagespreis: 25—30 Pfd. 25—29 RM., 30—40 Pfd. 29—38 RM., 40—50 Pfd. 38—43 RM., 50—60 Pfd. 43—48 RM. Läufer, 80 bis 100 Pfd., 70 Rpf. pro Pfd. ab hier. Transportverluſt ſowie Fracht und Kiſte trägt der Käufer. Kiſte bis 8 Ferkel 2 RM. Für leb. u. geſ. An⸗ kunft garant. ich 8 Tg. nach Empf. Nichtgefallende Tiere nehme ich inner⸗ halb dieſ. Zeit a meine Koſten zurück.. Tiere ſtammen aus ſeuchefreiem Ge⸗ biet. Tierärstl. Atteſt wird beigefügt. Kaufe direkt vom Züchter. L636 Karl Linneweber, Weſterenger 1, über Herford. Fe leben ſänber Arlerienverkalkune ernhalten. Empfehle Kur mit Blatterün Wagner Arieriosal Packung 1.50, 3.40 RM in Apofh., Prog., Reformh., sonst Probe. Prosp. von Apofh. Wagner, Leipzig 05/52 EEE Treibriemen u. Schläuche —— Unter Nummer Maschmenbedarfs- a 0 8 2 artikel aller Art Karlsruhe iſt Alfred Fuchs, die Anzeigenabt. Freiburg i. Brsg., Büro u. Lager: Rosa- zu erreichen. straße ö. Laden: Unterlinden 2 L 52. .—˙1¹ wu In der Reichsnährſtand Verlags⸗ geſellſchaft m. b. H., Zweignieder⸗ laſſung Baden, Karlsruhe, erſcheint auch die Monatsſchrift Badiſcher Obſt⸗ und Gartenbau Jeder obſtbautreibende Bauer und Land wirt, der dieſes wich⸗ tige und intereſſante Fachblatt noch nicht bezieht, verlange ſo⸗ fort koſtenloſe Zuſtellung einer Probenummer vom Verlag. Markt⸗ und Viehanzeigen „Auf Grund der Anordnung Über die Regelung der Einfuhr von Nutz⸗ und Zuchtvieh in das Gebiet der Landesbauernſchaft Baden iſt die Einfuhr von ſchwarzbuntem(bw. rotbuntem, ie meinden geſtattet. und di- Kretsbauernſchaften. nach Fall) Vieh nur in beſtimmte Ge⸗ Nihere Auskunft hierüber erteilen die Landesbauernſchaft Zuwiderhandlungen ſind ſtrafbar.“ 0 Anme Landesverband badͤiſcher Rinderzüchter uur zumelden. verboten. heimer Allee 19, erhältlich. = in Freiburg anmelden. nenne 12. Juchtbich versteigerung in Meßbirch in der Viehmarkthalle am Donnerstag, den 16. Mai 1940 vormittags 10 Uhr Die Sonderkörung findet am Tage vorher, am Mittwoch, den 15. Mai 1940, um 13 Uhr ſtatt. Auftrieb etwa 100 Bullen, 1 Rühe und Kalbinnen des Höhenfleckviehſchlages Gemeinden und ſonſtige Kaufliebhaber werden aufgefordert, den Bedarf an Zuchtbullen ſofort bei der Hauptgeſchäftsſtelle des Landesver⸗ bandes badiſcher Rinderzüchter, Karlsruhe, Beiertheimer Allee 19, an⸗ Perſonen aus dem Sperr⸗ und Beobachtungsgebiet iſt der Zutritt Es wird empfohlen, einen Perſonalausweis mitzubringen. Verſteigerungs⸗Verzeichniſſe ſind des Landesverbandes badiſcher Rinderzüchter. Kaufliebhaber, die einen abgekörten Bullen zur Verwendung eines Zugochſens erwerben wollen, müſſen den Bedarf beim Tierzuchtamt Mumu bei der Hauptgeſchäftsſtelle Karlsruhe, Beiert⸗ mmm Habe extra zur Zucht ausgeſuchte Jungſauen, in ca. 3—5 Woch. ferkelnd, zum Preiſe von 140.— bis 150.— RM. Schwere, ausgeſuchte Zuchtſauen von 150.— bis 175.— RM.. und Spitzen⸗ tiere bis 200.— RM. abzugeben. Reichsgekörte Eber auf Anfrage. L618 A lſazferlel d. ſchwer, veredelt weſtf. Raſſe, kern⸗ geſund, breitbuckl.. m. Schlappohren. beſte Freſſer, die beſtgeeign. z. Maſt, liefere ich unter Nachnahme z. Tages⸗ preis: 20—25 Pfd 22—27 RM., 25—30 Pfd. 27—31 RM., 30—40 Pfd. 31—39 RM., 40—50 Pfd. 39—46 RM. Läufer, 80—100 Pfd., 70—75 Rpf. pro Pfund ab bier Tiere ſind glatthaarig, breitbuckl., langgeſtreckt und beſte Futterverwerter. Bahntransportgewichtsverluſt, Fracht, Kiſte trägt der Beſteller. Für leb. u. geſ. Ankunft garant. ich bis 8 Tg. nach Empfang. Nichtgef. Tiere nehme ich innerhalb dieſ Friſt auf meine Koſten zurück. Tiere ſtammen aus ſeuche⸗ freiem Gebiet. Kaufe direkt v. Züchter. Heinrich Buſchmann, Dreyen 100, Kreis Herford. Ferkel, Läufer⸗ ſchweine, tra⸗ gende Sauen 2 zan direk' ab Züchter⸗ ſowie Zuchtviel ſtall, d. ſchw. hann., oldbg. vered. weſtf. Raſſe lief. wir o. Nachn. z. Großhandelspreiſen(bei Preis⸗ ſchwankungen richten wir uns hiernach) Ferkel: 6—8 Wochen 20—30 RM., 8 bis 10 Wochen 30—34 RM., 10—12 Woch. 34—38 RM., 12—14 Woch. 38—45 RM., Läuferſchweine von 80—120 Pfd. 60 bis 75 Rpf. pro Pfund. Tragende Zucht⸗ ſauen, 170—230 Pfd., 140—160 RM., extra ſchwere, ausgeſuchte Zuchttiere bis 200 RM. Preiſe ab hier. Tiere 5 Tage z. An⸗ ſicht ohne Kaufzwang. Nichtgef. Tiere nehmen wir innerh. dieſ. Friſt auf unſere Koſten zurück Sämtliche Tiere ſind gegen Maul⸗ u. Klauenſeuche ſchutz⸗ geimpft. Gewichtsverluſt geht z. Laſten des Käufers. Kiſte RM. 3.—. Verſand erfolgt täglich Weſtfäliſcher Viehvertrieb Wettringen 4, Kreis Steinfurt i. Weſtf. Ruf 119. E Abſaßferkel der ſchw. hann., oldbg. u. veredelten weſtf. Raſſe, kerngeſ., ſeuchenfr. breit⸗ buckl. geſtreckt, beſte Freſſer, beſtgeeign. 3. Maſt, liefere ich 3. bill. Tagespr. unt. Nachnahme. L581 15—20 Pfd. 17—21 RM., 20—25 Pfd. 21—25 RM., 25—30 Pfd. 25—30 RM., 30—35 Pfd. 30—35 RM. ab hier. Transportgewichtsverluſt ſowie Fracht trägt der Käufer. Die Kiſte koſtet bis 8 Ferkel 2 RM. Für leb. u. geſunde Ankunft garant. ich bis 8 Tg. nach Empfang. Nichtgef. Tiere nehme ich innerh. dieſ Zeit auf meine Koſten zurück. Lieferung erf. direkt ab Züch⸗ terſtall, keine Marktware. Tiere ſtam⸗ men aus feuchefreiem Gebiet. Ferkelverſand Schlingſchröder, Cvesfeld 56(Weſtfalen). E Jungſchweine aus den berühmten Zuchtgebieten Han⸗ nover und Weſtfalen, liefere laufend zum billigſten Preis, von 2 Stück an aufwärts. Offeriere heute zum feſten Preis wie folgt: L487 15—20 Pfd. 18—22 RM., 20—25 Pfd. 22—26 RM., 25—30 Pfd. 26—30 RM. je Stück per Nachnahme. Preisberechnung ſtimmt mit mei⸗ nem Angebot überein Entſtehender Gewichtsverluſt durch den Transport geht zu Laſten des Empfängers, dieſer iſt jedoch ſehr gering. Tiere ſind größ⸗ tenteils weiß und teils geſcheckt, glatt⸗ haarig, breitbucklig, langgeſtreckt und beſte Futterverwerter; männliche ge⸗ ſchnitbten. Garantie für frohwüchſige Tiere ſowie leb. u. geſ. Ankunft 14 Tg. nach Empfang. Amtliches Geſundheits⸗ zeugnis wird jeder Sendung beigefügt. Bet Nichtgefall. nehme dieſe auf meine Koſten u. Gefahr per Nachn. zurück. Etwas größere Poſten werden wurf⸗ weiſe verpackt. Viele Nachbeſtellungen meiner Kunden beweiſen eine reelle Geſchäftsführung. Verpackung f. Ferkel bis 8 Stück 2 RM. Empfänger erhält Nachricht von der Abſendung, ebenſo üb. Fütterung und Behandlung nach der Ankunft. Fr. Ww. Fortkord, Schloß Holte 285 d. (Weſtf.). Folge 18/1940 J 1 fi „ad lt Ain Teltin dublin . 81 Ae but E „Kleine Anzeigen“(darunter auch Heiratsanzeigen), nur einſpalti ledoc nicht über 100 mm hoch, zum ermäßigten e 10 Pfg. pro Millimeter. Gelegenheitsanzeigen von Privaten in der Grundſchrift, je Wort 5 Pfg., hervorgehobene Worte 20 Pfg.(Ziffer⸗ gebühr 50 Pfg.) Aufnhame von„Kleinen Anzeigen“ erfolgt nur „Kleiner Anzeiger“ gegen Voreinſendung des Bet rages an die Reichsnährſtand⸗Verlags⸗G. m. b. H., Zweig niederlaſſung Baden, Karlsruhe, Poſtfach 187. Fernruf 4082, 4083. in Briefmarken od. auf Poſtſcheckkonto 18880.— Anzeigenſchluß für„Kleine Anzeigen“ jeweils Montags. 3 d Zuchtrind, 1 7 Derag; Badiſcher Landesſchweinezuchtverband e. V. 5 Ulmer Summibereme e N Dem Reichsnährſtand angegliedert Karlsruhe, VBeiertheimer Allee 19 55 Sun tal Sildaſtenge 19. 1 15— 5 3 können zur Zucht weibliche Ferkel der Raſſe des deutſchen ver⸗ 1 0 ge n 0 8 8 edelten Landſchweines, im Alter von 8 Wochen aufwärts, von guten Leiſtungsſauen abgegeben en mit 32 Abbh. 1 werden. Die Käufer bitten wir, ſich mit den Züchtern in Verbindung zu ſetzen.(Brabanter)„„ j Einen 8 Mon. alten 25 3 und 8071 Sate en N ſen(Vorder⸗ 0 2 erun- Zenit 7 N ee Ferte! Anzahl 28 Tage⸗ Sind ab⸗ Sage ere as 5 Schledtech 25 5 9 8 älder 0 fge⸗] Wurf⸗ 8 * Alfred Kammerer, Name des Züchters e geboren Vage 1 1 1 Friedr. Aug. Kirſch. Kreißbachbauer⸗ am: Ferkel e ſttens bis ydandmaſchinen. Nußbach bei Tri⸗ 8 Meckesheim Baden. fi 7 berg. 472 ——— Aug. Schmider, Mühlenbach⸗Grubhof, aaa ferde Ein 10 Mon. altes Poſt Mühlenbach. 46190 20 3. 40 9 65,2 ſofort aaa 5 Rind verkaufen. i 2 1 2 maren Wagsburſe A. geb r 800 5 Argern Sie 1 ei r Lu 8—. 459 Spo e eee n 5610 18.3. 40 10 62,9 f f e be 2 ut i nen Pag Hermann Sohn, Frieſenheim, Kr. Lahr 6191 24. 3. 40 12 80,0 5 810 nc 7 Tabletten, Tee, Aus⸗ ehm. ⸗Waldhof, sir kaufen 5 Ferdi f 1 N w 8 züge gegen vielerlei Stolberger Str 26. gewüöünte, ont, F 5 6183 17 3.400 63,2 aeg niet fr e Telefon 51 829. gängige(434 5 8 5 2 ſchienen iſt. Das 2 od 44 Zug⸗ Beim Ankauf von Zuchtſauen gewährt der Verband auf Antrag 10 bis 15% Zuſchuß. bu 5 0 1 7 2 aß Sie den Tex 5 d entweder zu ſpät,] Arteriendertalkung 7 0 9 in Apothelen oder bei Hfer e 9 ch en 2 eg sehr.] Ju verkaufen Ul e ee 6 h 88 2 e——— 1 7 Huſten 5 8 S Dashätie Sofort zu ver⸗ eee e 3 Ae* Schnaufen. Katarrh. Gewicht 28 bis braun od. ſchwars. zit de 98 55 5 kaufen: das Geld mit ein⸗ een, Aſthma, Kurs ⸗ 32 Zentner e ee 1 ft ſenden atmigtett. n 5 5 blaſſen⸗Täubin, Eggenſtein. Moltke⸗ ni 1 gebr. Drehſtrom⸗ en Uustunk tolentre. Stangebete an., chnet, der u. 220 Ba, Fabri. ff A Erziehungsheim 6 3 gedacht. e 1 e „ 8 1 er, rieftauben⸗] Heu, 0 1 Apotheker, Schloß Flehingen. Tauber. Angebote Dickrüben gegen 1420 Umdreh.,— 5 Buchholz. nebft Preis an Brennholz hat um⸗ daß ich jo ſchnel mit Anlaſſer u. Immobilien (Sachſen). Eine Nuß u. Fahr Albert Schweizer, n—— einen Käufer ge⸗ e 5 F kuh. 39 Wochen Bernau(Gade! 8 9 100. funden hätte, ſagte 1 n. 8 7885 47 2 ger, 5 5 Vieh- 25 12 arten, Bad„„ 35 Dallenpreſſe 2 1 05 imtt f 1 ir 12 8 5 Imperator, gutem Boden und 8 8 Gewichtstabenle WWblinger Str. 2. überktieg.. Hüpner. Vaujgeſuche 3 5 8 8 280 5660 m Gebäuden Nähe die Weltmarke mit Maßband. Gude Nuß und 905 e att ſeine Kalbin Kanalmaße, Ge⸗ Stadt. Angeb. unt. aus Trossingen In 1 Minute leſen iffrub. Wo- n porto. Nachn, Großhotel im Rhein⸗[ zum Verkauf aus. wicht 2600 kg, Nr. K. 376 an die der Stadt der Schaffkuh. 30 Hoppe,(2522 Sie das Lebendge⸗ Br 7 8 land iſt laufd. Ab⸗ ſchrieb. In Zukunft mit Bremſe, in Anz.⸗Abtlg. des 2 1 wicht ub. Mit Hand- 5 2 nehmer zum beſt⸗ kommen 56s 1155 betriebsfertigem Wochenblattes. 5 Hand-fHlarmonikas buch f. d. Viehhan ⸗ mil Tages pr von 8 Zuſtande I equeme Raten del zuf N, 2.50 Khaki Campbell, 5— Kleinanzeigen nur RM. 1750.— Verſchiedenes zahlg., Umtausch, eg. Nachn. Hübner. die beſte Legeente, Frühgemüſe noch in das 20 Bunde geglüh⸗ Probelſieferung. L leintiere Sage e, Gurk wacenelone bn, Tube te keene 5 4 2 Zuchtſtamm, E rren 5 5 zum Tagespreis. atalog, kostenſos ————— c(agsenten 80 Rpf., 1 Alalanan aan 1. gebr. Lanz⸗ 8. 6 Monate altes Tg. alt 1 RM. DTV„ 0 1 Zu verkaufen ein Mutterſchwein, zur Rechtzeitige Vor⸗ Kartoffeln 1 f. lieb. Oberglel 3 bier Mon. altes Zucht geeignet, F Bremſe, Spreu⸗ ES nete Trossingen 7, Württ. Rind, gute Raſſe. preiswert zu, ver⸗. Kieſel, Düſſeldorf e etreidemäher bläſer, Fabri- Lande s N 1. Werbach Tauber Hindenburgwall 34. 1 255 888725 Baden, Adolf⸗Hit⸗ tersbach, Haupt⸗(Daden) 451 857 breite, wenig gebr. NM. 450.— der⸗Str. 43. K488 2 5 Zu verkaufen: 3 e 1 gebr., garantiert 8 5 2890 Kücken. Maſchinen Afdert Berg, Brel. beteiebsfahiae 3 JJ zen. B bet dez Welger Motor⸗ Mehrere ledige 7 kaufen. Aſſamſtadt, angefüttert, ge⸗ und Geräte Delmühle preſſe I., 8. Nr. 207. 473 funde, kee 3 Nr. 30 831, mit 8 JJ ũ/ 8 5 Bremſe u. Kurz⸗ 6 E Ee 75 Milch⸗ Geflügel born u. rebhuhnf. 3 zu Zu verkaufen ein ſtroh⸗Elevator. 9 8 e vertreibungsmittet!! ttaliener, das ertaufen einen Gummifederbrücken⸗ NM. 500.— die die Winterschule absolviert eibungsmitte Kücken! Stück zu 1,20 K., wenig gebrauchten wagen, 60 Zentner a Hab d 88 t gros 15 Bali 1 Leif h womöglich ſelbſt Trommel⸗Heuwen. Tragkraft, und ein Zuſchriften an e „Balſero Leiſtungsgucht. abholen, am lieb⸗ der. Ernſt Hilpert, Schwadenrechen Phil. Ullrich, Ver⸗Autsbetrieben tätig waren für weiße Leghorn u. 5 Bernau i. Baden 1 kaufsbü 8 —(gel. geſch.) f. Kube, rebhubnf. Italiener,] ſten an einen Ab⸗„j sofort gesucht. 1 3 4 Cintgaskügen ven 1 e—— 5 2 e Bewerbungen mit Lebenslauf u. r uten. In 8 L or 6 Rpf., gühnerzuchtanſta S 1 1 zug. hr⸗ 5= 5 4 5 8 Nat 3 5 5— 8.25. 1 10 5 81711540 315 1 8 5 dorf bei Meßkirch. 5— 5 Zeugnisabschrift. sind æu richten an f ö 8(Baden). 30165.—ĩê7:ʃſ— utſcher Land⸗„ f 3 8 Apotheker p. Brandt ä—— 1111 b Einſpännerwagen, e ee J Hechthausen 4 ſand ab 20 Stück. Wochenblatt⸗ ſucht zu kaufen 30 Ztr. Tragkraft, Bergen e(Baden in ag häuse 1 nieder-Elbe Geflügelhof Ermel, A. Steidle, Lip⸗ zu verkaufen. 475 Roonſtr. 5. L447 2 Stü⸗ 5 Karlsruhe⸗Kniel. Anzeigen bringen pertsreute, über Rheinhauſen, 1— 1 L22 tmmer Erfolg! Ueberlingen. 477] Hauptſtraße 43. 5 Folge 18/1940 beſtimmt. De ſeine chisnuuitroile Man ſchlägt das Eigelb mit dem Vaſſer ſchaumig( einem Schneebeſen) und gibt nach und nach 2) des Zuckers mit dem Vanillinzucker dazu. Danach ſchlägt man ſo lange, bis eine krem- attige Iaſſe entſtanden iſt. Das kiweifſ wird zu ſteifem Schnee geſchlagen. Dann gibt man unter ſtändigem Schlagen nack und nack den Heſt des Zuckers dazu. Der Schnee muff ſo feſt ſein. daf ein Schnitt mit einem ſnieſſer ſichtbar bleibt. Et wird auf den kigelbkrem egeben. Datüber wird das mit Soſſenpulber und„Backin“ gemiſchte ſehl geſiebt. Ilan zient alles borſichtig unter den kigelbkrem. ber teig wird etwa em dick auf ein gefettetes. mit Papier belegtes Backblech gestrichen. Damit er an der offenen Seite des Bleches nicht auslaufen kann, knifft man das Papier unmittelbar vor dem Teig zur Falte, ſo daſſ ein Rand entſteht. 8 Back zeil: etwa 12 Minuten bei ſtarker fiitze. Hach dem Backen wird der Biskuit ſofort auf ein mit Zucker beſtreutes Papier geſtüczt und das Backpapier vorſichtig aber ſchnell abgezogen. Der Biskuit wird ſofort gleich und von der kürzeren Seite her aufgerollt. Man beſtäubt die Rolle mit Puderzucker. Dieſes Nezep Bitte aus ſchnei gachnuluęr. Haclin a 75 „ eig: 2 kiet. 3 kftlöffel aſſer. 100 f Zucker. 1 Päck⸗ dien Dr. Oetker Vanillinzucker, 90 g Weizenmehl. 1 Päckchen am beſten mit Dr. Oetker Soſſenpulber Uanille-Geſchmack, 381 geſtrichener Teelöffel] Dt. Oetker Backin“. Füllung: 250 f fflarmelade. Zum Beſtäuben: Etwas Puderzucker. mäſfig mit Marmelade beſtrichen t iſt für geübtere fiausfrauen den! Schleppereinsatz in der Heuernte Der DEERING Zzupfwellengrasmäher mit direktem Antrieb vom Motor des DEERING Schleppers f-I2-G 5 leistet mehr 5 normale Gesponnmäher Einfach zu bedienen Leicht an- und abzubauen bkEutrscnhEsERZEUGNISs 0„Heureka“-Sensen-— Bengelmaschine f FCC In wenigen Minuten dengeln Sie 5 E N 8 E 90 jede Sense einfach und sauber. Spezlalmarke„Torpedd“, gute deutsch. Wertarbelt RIM. 20.— p. Nachn. ab Elterlein. schmale Relchslorm 60 65 70 75 0 em Prospekt kostenlos. inlttl. Blattbr. 60 mni H. 4.— 4. ib 4,30 4.50 4,70 4 balbprelte Relehstorm Baldige Liaterung msguch. mill Mah zönn fi. 230 504. 5 W. Flemming, Eiſenwerk 5 Elterlein- O, Nr. 85 /8a. f— f Fruch-Leldende Dus Patent⸗S Aeg Danzeiſen wurde 1930 prämiiert und erhielt 1931 die Goldene Medaille für hervorragende Verdienſte auf dem Gebiete der operationsloſen Bruchheilung 3 Patente. Aerztlich glänzend begutachtet. Wetzstein aus Sili- Runde Saateggen- 1 zinken von 9 Rpf. an Weber Betonwaschheszel 1 Spitze Eggenzinken zium-Karbid 65 Rpf. In den letzten 10 Jahren wurden weit über 50 000 Apparate verkauft Zeugnis! Ich bin heute 77 Jahre alt. Im 74. Jahre zeigte ſich bei mir ein rechtsſeitiger Leistenbruch. Im 18 e 05 und billig. Preis-] J fir Hoisbelken vergangenen Jahre erſchien noch ein linksſeitiger Lei⸗ ists kostenlos auo 55 von 20 Rpf. an n e ſtenbruch, der über fauſtgroß wurde. Am 6. Mai 1939 25 8 5 e pe erhielt ich von Herrn Danzeiſen ſein Patent zugeſandt. ee e ee. 851 wandte es an, mit dem Erfolge, daß ich heute . s. 5 wieder, trotz meines Alters, ein geſunder Menſch bin, Räucherschränke, B je Stück RN. 20,— denn meine beiden ſchweren Brüche ſind ſpurlos ver⸗ Kochbackherde Schraube RM. 1. Versand Nachn. ſchwunden. Deshalb ſage ich meinen Dank in der Oeffentlichkeit. Aholming b. Plattling, Nob., 13. 7. aver Hackl, Bägermeiſter. Ich bin zu ſprechen in: Radolfzell: Hotel Schiff, am Montag, 6. Mai, 8—1 Ubr. Singen a. H.: Hegauſtr. 24/1(bei Götz), am Mon⸗ tag, 6. Mai, 3—7 Uhr Waldshut: Wlh.⸗Guſtloff⸗Str. 19 part., am Dienstag, 7. Mai, 11—7½5 Uhr. Villingen: Gartenſtr. 6/1, am Mittwoch, 8. Mai, 8—10 Uhr. Rottweil a. N.: Stadtgrabenſtr. 3 part.(bei Emmin⸗ ger), am Mittwoch. 8. Mai, 1—5 Uhr. Tübingen: Gaſthaus z. Bahnhof. am Donnerstag, 9. Mai, 24—7, und Freitag, 10. Mai. 8% Uhr. Heilbronn a. N.: Hotel Kronprinz, am Mittwoch, 15. Mai, abends ½6 bis 7 Uhr, und Donnerstag, 16. Mai. 8—11 Ubr. Verlangen Sie Gratisbroſchüre mit ärztlichen Gut⸗ achten und Dankſchreiben Geheilter. Weiſen Sie min⸗ 0 Nachahmungen zurück. Jede Beratung oſtenlos. Für alle Arten Brüche(auch f. Frauen u. Kinder). Hateni⸗Syſtem Danzeiſen Joſef Thalmaier, Lindau(Bodenſee), Linggſtraße 1 Anton Weber, Ettlingen i. B. Vertfalſa 6 Werkzeugeo., Hagen 138/ W. mit GSthneikentod l uon der) ½— 19 auf den Quadratmeter 1 115-Paket 3,60 RM., 2% kg Hand- tuchsäckchen 10.50 RM. 5 kg Hand- tuchsäckchen 20.— RM. Zu haben in allen Fachgeschäften oder durch die Herstellerfirma: Llanzlt-fesellschaft Pfeifter& o., Horchhelm 2 Senn.“ tahrbat, Fugelvenzile, gevistonsdecke N Preiswerte Stadt Radolfzell Wer ſwabt, 2 kreistierärstl 0 cht 5 5 es im Anzeigenteil des Nußviehmarkt, den Ha Sid. Wei. Aiede Itch tea 2E kein Gtch Id am Mittwoch, den 8. Mai 1940] find' anggeſtrect, breitbuckl.,, glatt⸗ A 8 2 1 N 175 nbsduvertrsge N Ine berräte 3. t t 2E auffreſſen, hagrig, m. Schlappohren, eignen ſich daher beſtens z. Zucht u. Maſt. Liefe⸗ denn ich biete Ihnen ſchon ſeit 10 Jahren *** Säcke 12e Arleren 2732 RM., 3040 Pfd. 32—39 RM., akuten Krankheit raſchperenden läßt, 40—50 Pfd. 39—48 RM. schließt ab Viele Dankſchreiben. Anſchädlich für Men. Lieferung per Nachnahme. Bei Nicht⸗ ſehhen und RZaustiere. Offen in Zaus und 1575; 2,30; 3,30. Jahrelang wirkſam. E. A. Müller, Kirchheim⸗Teck 63 seit Jahren bewährten 10 Tg. z. voll anger. Preiſe ſowie der Standard-Universal-Kleber] bei ggnfer es dite ansgeſchloſſen 3 Klebt garantiert unlösbar u. wasserfest adi edel aden n . grob oder 8 Leder, bee dene 555 957 e nnn reibriemen, Planen usw. ose zu 8 Tg. nach Empfang. Verpackung 5 kaufen Huſten, Schnaufen RM. 3.—. 1 5 7.20 per Nachn. frei Haus Wied billigſt berechnet. Beſtellen Sie Schweinehaare immer Pfe rd S. 28 11803 viel E. Neumann, Bannerod-AMederrobbaeh] bitte, bet nair Wein grötztes NeſtrebenSebr Knupter, uim/ boa Dantſchreiben. Ausruf. tente durch * 7 7 iſt, jeden Kunden zufriedenzuſtellen. F Ju), Meier zu Verl, Avenwedde⸗ Telefon 2131 Zugelassene grophändier) 2 n W eee vorm. 8. Janke. I Bodenwert Aktiengeſellſchaft Hauptſchriftleiter: Kurt Wittenberg(3. Z. im Felde). Stellvertreter und perantworllich 1 5 5. N h für den redaktionellen Ge amtinhalt: Schriftleiter Ernſt Sandner. „ Anzeigenleiter: Emi Kr ot(3. Z. im Felde), Stellvertreter: Valentin Eiſenhauer, Karlsruhe. Zur 0 iſt Anzeigenpreisliſte 11 und 12 gültig. rlag: Reichsnährſtand Verlags⸗Geſ. m. b. H., Zweigniederlaſſung Baden, Karls ruhe, Ettlinger Straße 12. Verlagsleiter: Roland Schulse, Berlin. 5 Druck: G. Braun, GmbH., Karlsruhe, Karl⸗Friedrich⸗Straße 14. 364 Folge 18/1940 rung erfolgt prompt z. nachſtehenden 2 billigſten Tagespreiſen: L504 mein ſicher wirkendes„Müllers flüſſiges 20—25 Pfd. 22—27 RM., 25—30 155 H Radikal“ an, das alle Ratten an einer billig, haltbar und bequem mit dem gefallen nehme ich die Tiere innerh. Aug. Völker, Hamburg I Stau aus zulegen. Packungen zu Rm. 1,253 ech