aht 1. m ein. Haran eng — 4 1 und Stolz über Straßburg Schriftleitung: Karlsruhe, Beiertheimer Allee 16. Fernruf 8280.— Unverlangte Manufkripte werden nur det Rückporto zurückgeſandt. Der Abdruck ſämtlicher Ar⸗ titel iſt nur mit beſonderer Genehmigung der Schriftleitung geſtattet.— Anzeigenannahme: Karlsruhe, Ettlinger Straße 12. Fernruf 4082. Zuſchriften nur nach Karls⸗ ruhe, Poſtfach 187. Anzeigenſchluß: Montag mittag. Das Wochenblatt erſcheint eden Samstag. Folge 26, 108. Jahrgang Verlag: Reichsnährſtand Verlags⸗Gef. m. 5. H., Zweig⸗ niederlaſſung Baden, Karlsruhe. Fernruf 4082/8. Be⸗ zugspreis monatl. 50%% frei Haus(einſchl. 8,14% Poſtzeitungsgebühr und 6 e Juſtellgebühr). Bezugs⸗ abbeſtellung muß durch den Bezieher ſchriftl beim Verlag zum Vierteljahresſchluß bis ſpät. am 20. des letzten Quar⸗ talsmonats erfolgen. Alle Zahlungen an Poſtſcheckkonto Karlsruhe Nr. 18830 od. an die Bad. Landw.⸗Bank Karlsruhe. Karlsruhe, 29. Juni 1940 Vom herrlichen, hochragenden Straßburger Münſter flattert ſchon ſeit Tagen die Kriegsflagge Groß⸗ deutſchlandͤs! Die ſchöne alte deutſche Reichsſtadt an unſerem Oberrhein, nachbarliches, weithin bäuerliches Land, iſt frei an der grandioſen Wende der Zeit, dieſes wertvolle Stück alemanniſcher Heimat, die ein Schickſalsſtrom durchfließt, ein Blut, eine Sprache, eine Kultur und eine Geſchichte verbindet! Trotz welſcher Bluturteile wurde nach ſchmerzlicher Trennung, tiefer Qual und wirt⸗ ſchaftlichen Niedergangs, der zähe und ſchwere Kampf der heimat⸗ und volkstreuen Elſäſſer mit dem glor⸗ reichſten Sieg des Führers, ſeiner Soldaten und Waffen, des ganzen deutſchen Volkes und des Großdeut⸗ chen Reiches gekrönt! III Aufn.: Der eiſerne Hammer Die Politik der Woche Ausgelöſchte Schmack Eine Woche trennt uns nun bereits vom 21. Juni 1940— aber was wir im Augenblick des Geſchehens noch gar nicht recht faſſen konnten, wird uns um ſo klarer, je mehr ſeine Früchte ſichtbar werden. Für alle Zeiten wird dieſer Taa von, Com⸗ piegne im Bewußtſein und in den Herzen aller Deutſchen fort⸗ leben als ein Tag geſchichtlicher Wende. Von ſymbolhafter Be⸗ deutung iſt es, daß dieſes Ereignis mit der Sonnenwende zu⸗ ſammenfiel. Es kann kaum genug hervorgehoben werden, welch ein kraſſer Unterſchied zwiſchen jenem 11. November 1918 und dem 21. Juni 1940 beſteht. Damals ſtand das ungeſchlagene, tapfere deutſche Heer tief in Feindesland, und dennoch hat Frankreich Deutſchland nichts an Schmach und Herabwürdi⸗ gung, an Quälerei, Schändung und maßloſer Erniedrigung erſpart, was es nur je erſinnen konnte. Marſchall Foch hat ſich ſelbſt und Frankreich entehrt, als er damals auch das Mindeſt⸗ maß an Anſtand unterließ und Compiègne zu einem Schauplatz abgefeimter Beleidigung machte. Was geſchähe wohl mit Frankreich, wenn jetzt, im Jahre 1940, das eine mi⸗ Itäriſch völlig niedergebrochene, geſchlagene franzöſiſche Armee ſieht, auf deutſcher Seite ein Charakter wie Foch zu diktieren gehabt hätte?! Ganz anders hat nun der Führer Frankreich behandelt. Wohl kamen die fran⸗ zöſiſchen Unterhändler nicht darum herum, zu erkennen, daß Frankreich für die Folgen des Compiegne von 1918 und die Folgen des Kriegsverbrechens ſeiner früheren Regierung zu tragen hat. Dadurch, daß die Waffenſtillſtandsverhandlungen im gleichen Compiegne und auch im hiſtoriſchen Wagen des Marſchall Foch ſtattfanden, wurde den Franzoſen die Erinne⸗ rung an ihre geſchichtlichen Fehler nicht erſpart. Und dennoch war der Akt des 21. Juni 1940 ſoldatiſch ritterlich, von hoher Würde getragen. Er löſcht die Schmach. die Deutſch⸗ Aiunmmmmmmmmnmummnmmmmmmnnnmmnmnnmennnnnndnuuen Darré beſichtigte eine biologiſck- dynamiſche Beiſpielswirtſchaft Berlin, 20. Juni. Reichsminiſter Reichsbauernführer Darré beſichtigte den Erbhof des Bauern Dr. Bartſch, Marienhöhe bei Bad Saarow // Mark, der nach den Metho- den der biologiſch⸗dynamiſchen Wirtſchaftsweiſe geführt wird und im Sinne eines lebensgeſetzlichen Landbaus als Beiſpielswirtſchaft zu gelten hat. Aubiummmnummmmmmamnummunanannndnnbuannndnnanaanmngunaman land in Compiegne 1918. in Verſailles und St. Germain angetan wurde, für immer aus, aber durch die Wiedergutmachung des alten Unrechts formte der Führer auch die Vorausſetzungen zum Aufbau, zur Geſtaltung eines beſſeren Europa. Wo einſt das Geſetz der Unvernunft, der Gewalt und des Haſſes geſiegt hatte, vollzog Adolf Hitler heute das Urteil der Geſchichte im Namen ſeiner im Weltkrieg gefallenen Kameraden, die damals um den Sinn ihres Opfers betrogen worden waren. Dieſes Geſetz wurde nicht wie 1918 auf einer Hintertreppe erſonnen, ſondern auf dem ehrlichen Kampfplatz ſiegreich erkämpft. Die letzten Kampftage brachten weitere glänzende Waffen⸗ erfolge unſerer Truppen zu Lande, zu Waſſer und in der Luft: die Bretagne, große Teile der Gironde mit zahlreichen, wich⸗ tigen franzöſiſchen Kriegs⸗ und Seehäfen, ferner Burgund mit der Feſte Lyon ſind in deutſcher Hand! Ein wuchtiger Vor⸗ ſtoß wurde bereits nach Südfrankreich unternommen. Nach der Kapitulation der Armeen der Maginotlinie und der Vorgeſen wurden viele Hunderttauſend Gefangene und rieſige Beute an Kriegsmaterial gemacht. Auf dem Straßburger Münſter weht die deutſche Flagge! Der Krieg wurde bereits durch begin⸗ nende, planmäßige, erfolgreiche Großangriffe unſerer Luft⸗ waffe nach England getragen! Auch die italieniſche Wehrmacht war an der Alpenfront, in Afrika, beſonders aber mit Opera⸗ tionen der Marine und Luftwaffe ſiegreich. Nach der Ueber⸗ gabe der deutſchen Waffenſtillſtandsbedingungen im Walde von Compiegne und der italieniſchen in der Nähe von Rom an Frankreich fand nach Verhandlungen die Unterzeichnung in Compiegne am 22. Juni 18.50 Uhr und bei Rom am 24. Juni 19.15 Uhr ſtatt. Der deutſchen Reichsregierung teilte dies die italieniſche Regierung am Montag um 19.35 Uhr mit! Am Dienstag, den 25. Juni, früh 1.35 Uhr wurde demgemäß zum Halt geblaſen und der Waffenſtillſtand trat oͤurch Waffenruhe an allen franzöſiſchen Fronten einſchließlich ſeiner kolonialen 5 in Kraft. Der Krieg mit Frankreich iſt durch den glorreichſten Sieg aller Zeiten, durch das Werk des Führers und ſeiner Soldaten zu Ende! Währenddeſſen hat ſich in den Reſtgebieten Frankreichs in der kurzen Zeit zwiſchen der Bitte um Waffenſtillſtand und dem Eintritt der Waffenruhe ein ungemein beſchämendes Bild abgeſpielt. Alle die Leute, die Frankreich durch ihr freventliches Verbrecherſpiel in ſeine heutige furchtbare Lage gebracht haben, die auch das furchtbare Elend der Millionen Franzoſen auf dem Gewiſſen haben, deren Heime zerſtört und die auf einer ſinnloſen Flucht ſind— alle die Leute und ihr Anhang ſuchen in angſtvoller Haſt, ohne Sinn für ihre ſchmähliche Haltung, ihr Heil in der Flu cht— natürlich, nicht ohne daß ſie Berge von Geld, Gold und Juwelen mitgehen laſſen. Obermacher Reynaud floh zu allererſt und am allerweiteſten, bis nach Amerika; ihm folgten Daladier, der am 3. Sept. 1939 die Kriegserklärung losließ, Leon Blum, der jüdiſche ehem. Miniſterpräſident der Volksfrontzeit, bis hinunter zu den kleinen Zeitungshetzern. Es fehlen auch nicht die Her⸗ ren vom Völkerbund in Genf, deren Flucht ausſieht, wie ein angebrachtes Begräbnis letzter Klaſſe für dieſe Inſtitution überhaupt. Es fehlt nicht— Ihre ehemalige Majeſtät die Kai⸗ ſerin Zita und nicht der Kammerpräſident Herriot, der aber nicht vergaß, im letzten Augenblick in Lyon, wo er Bürger⸗ meiſter war, ſeine Reichtümer von der Bank abzuheben, wobei ihm die empörten Lyoner einen recht unangenehmen Abſchied bereiteten. Es fehlte überhaupt niemand von der edlen Pluto⸗ kratenkaſte, ja nicht einmal der Oberjude Rothſchi ld aus Paris, der Chef des Pariſer Hauſes der Gelddynaſtie, die nun, nachdem auch ihr Wiener Haus länaſt zerbrochen iſt, nur noch eine einzige Säule hat, in London. Auch dieſe, ſchon geborſten, kann ſtürzen über Nacht Sie alle, in erſter Linie die vielen„Staatsmänner“, waren die denkbar ſchlechteſten Diener ihres Volkes. Ihre Flucht aber hat ſie nicht mundtot gemacht. Aus Enaland her laſſen ſie ihre Haßgeſänge weiter ertönen. Sie nennen die feige, die ihre Pflicht auch jetzt tun, und, wie der greiſe Marſchall Pétain, in Frankreich blieben, um die Suppe auszulöffeln. Sich ſelbſt aber nennen ſie mutig, die vom ſicheren Port her zum Ungehorſam gegen Pétain auffordern und die Fort ſetzung des ſinn⸗ loſen Kampfes verlangen den ſie ſelbſt aber längſt aufgegeben haben. Sie denken gar nicht daran. wie ſehr ſie durch ihre Geſinnungslumperei Frankreich ſchaden und den Aufbau einer neuen Zukunft erſchweren. Sie waren es ja, die den Franzoſen ſelbſt das Schickſal ſchuldhaft bereiteten, das ſie den Deutſchen zugedacht hatten Riefen ſie doch einſt, Deutſchland werde erſt ganz beſiegt ſein, wenn die ausgehungerten Deutſchen an engliſchen und franzö⸗ ſiſchen Gulaſchkanonen untertänig um einen Schlag Eſſen bet⸗ teln würden— und jetzt erleben es Franzoſen, daß die Deut⸗ ſchen ihre Gulaſchkanonen in Frankreich auffahren laſſen, um das grauenhafte Flüchtlingselend zu lindern. Dieſe Franzoſen, die dankbar das erſte warme Eſſen ſeit langem aus deutſcher Hand entgegennehmen, ſtaunen und ſagen verwundert:„Voila — un homme!“ Seht, es ſind Menſchen, die abſeits vom Kampf mildtätig ſogar gegen uns Franzoſen ſind, und doch waren ſie uns als Beſtien und raubgierige Blut⸗ hunde geſchildert worden! England aber genießt noch die kurze Galgenfriſt, die ihm gegeben iſt, in einer vermeintlichen Sicherheit— und es ſpottet und ſchimpft. Die Briten verſetzen, wie gewöhnlich ſo auch dem letzten geopferten Bundesgenoſſen einen Eſelsfuß⸗ tritt nach dem anderen. Die engliſchen Zeitungen ſind voll von Schmähungen gegen Frankreich— und doch ſteckt dahinter allzu ſichtbar die ſchlotternde Angſt. Churchill tobt im Rund⸗ funk gegen Pétain, und Pétain muß die„ſcherzliche Ver⸗ blüffung“ Frankreichs darüber ausſprechen, und er fügt das hinzu, was alles umfaßt:„Wir verſtehen die Angſt, die daraus ſpricht und die England heute be⸗ ſeelt. Churchill fürchtet für ſein Land die Leiden, die wir ſeit weit über einen Monat durchmachen müſſen.“ Und England ſchämt ſich nicht, in markierter Selbſtſicherheit laut zu erklären, die furchtbare Niederlage Frankreichs habe für England man⸗ ches Gute. Obendrein ſind der engliſche Rundfunk und eng⸗ liſche Zeitungen dumm genug, auf die beiden angeblich noch übriggebliebenen„mächtigen“ Bundesgenoſſen Englands hin⸗ zuweiſen, deren einer der— Koloradokäfer iſt, der in Ermangelung eines wirklichen Helfers nun ganz, ganz ſicher die deutſche Kartoffelernte vernichten und Deutſchland dann doch noch die Hungersnot bereiten würde, die die engliſche Hungerblockade vergeblich herbeizuführen ſuchte. Und der zweite Bundesgenoſſe ſoll dann noch die— R evolution in Deutſchland ſein. England hat ſchon jahrelang die Revo⸗ lution gegen Adolf Hitler angekündigt, daß es von dieſer lieb⸗ gewordenen Gewohnheit auch jetzt noch nicht laſſen kann. Man bombardiert enagliſcherſeits lieber Schulen, Kranken⸗ häuſer, Kirchen und ähnliches, und eine große Anzahl getöteter Aufn.: Pt— Reichert— Weltdild Der Führer verläßt den Wagen von Compiegne oder verletzter Zivilperſonen ſind da als trauriger„Erfolg“ zu buchen. Ein engliſcher Flieger hat aber nun auch den Bückeberg leicht beſchädigt, die Weiheſtätte des Landvolkes. Wir nehmen's hin als kleinlich⸗gehäſ⸗ ſige Anerkennung deſſen, daß es gerade das Landvolk war, das die engliſchen Aushungerungsabſichten zunichte machte. Der Bückeberg als Angriffsziel— das Landvolk nimmt 8 als Symbol! England wartet vergeblich auf einen Umſturz in Deutſch land. Mit Revolution in Europa hätte es recht geha Deun in Europa kündigt ſich auch in Kleinigkeiten eine gewal⸗ tige Umwälzung an, die England ahnungslos ſelbſt mit her⸗ beigeführt hat. Die Völker Norwegens, Hollands, Belgiens, Frankreichs haben die Engländer kennengelernt; was wunder, wenn heute in Frankreich england feindliche Kund gebungen vorkommen und der Haß gegen den Ver⸗ räter aufkeimt? In Aegypten iſt der offene Bruch mit Eng⸗ land im Ausbruch, blutige Zuſammenſtöße haben ſtattgefunden. Im ganzen Orient herrſcht gärende Aufſtandsſtimmung. Eng⸗ land hilft ſich mit einer Flucht in die Welt der Unwirklich⸗ keiten, um die einzige große Wirklichkeit nicht ſehen zu müſſen, vor der es unweigerlich ſteht: die geſchichtliche Abrechnung, die Deutſchland und Italien im Begriff ſind, mit England ab⸗ zuhalten. 8 8 . Marſchall Petain, der als neuer Miniſterpräſident Frankreichs den Waffen⸗ ſtillſtand abſchloß We Wellbild Die ſtalieniſche Candwiriſchaft Die 1936 vom Völkerbund beſchloſſenen Sanktionen gaben den Anlaß zu einer neuen tiſchen Entwicklung Italiens. Aber die Grundlagen dieſer neuen Richtung der faſchiſtiſchen Wirtſchaftspolitik reichen ſchon in die Zeit vor der Machtergreifung durch das faſchiſtiſche Re⸗ gime zurück. Als der Faſchismus die Staatsführung übernahm, galten ſeine erſten Sorgen landwirtſchaftlichen Problemen. Im Jahre 1925 wurde die Weizenſchlacht eröffnet, die das Ziel ver⸗ folgte, das italieniſche Volk von ſeinem Abhängigkeitsverhält⸗ nis vom Auslandbrotgetreide zu befreien. Durch die Weizen⸗ ſchlacht wollte man die italieniſche Landwirtſchaft in ihrer Ge⸗ ſamtheit fördern und ſie anſpornen, auf allen Gebieten Höchſt⸗ leiſtungen zu erzielen; auch wurden die urſprünglichen Wei⸗ zenwettbewerbe ſpäter auf die ganzen Betriebe unter Einſchluß ſämtlicher Kulturen ausgedehnt. Das im Jahre 1928 erlaſſene Geſetz über das Landeskulturwerk(Leage Muſſolini] bildet den Auftakt zu der gewaltigſten Arbeitsleiſtung, die die Geſchichte Italiens aufzuweiſen hat. Im Geſamtplan der Autarkie beſitzt das Landeskulturprogramm grundlegende Bedeutung, weil das Geſetz nicht nur jene Gebiete betrifft, die als eigentliche Melio⸗ rationszonen aufzufaſſen ſind, ſondern alle diefenigen Gebiete, in denen Grundverbeſſerungsarbeiten im weiteſten Sinn durch⸗ geführt werden können. Klimatiſche Verhältniſſe, geſchichtliche Entwicklung und be⸗ ſondere Veranlagung der Bevölkerung in den einzelnen Lan⸗ 75 wirtſchaftlichen 7 Mechaniſches Häufeln des Reisfeldes desteilen haben der italieniſchen Landwirtſchaft ein ſo mannig⸗ faches Ausſehen gegeben, daß man ſie zu den vielgeſtaltigſten Europas zählen kann. Die hohe Bevölkerungsdichte begünſtigt intenſive Bodennutzung. Die land⸗ und forſtwirtſchaftlich ge⸗ nutzte Fläche umfaßt 92 Prozent des Geſamtgebietes. Wenn man bedenkt, daß die reſtlichen 8 Prozent infolge ihrer natür⸗ lichen Beſchaffenheit nicht bebaubar oder wegen ihrer Verwen⸗ dung für öffentliche Anlagen der Landwirtſchaft nicht nutzbar ſind, ſo kann man mit Recht ſagen, daß es in Italien eigentlich keine unbenützten Landſtriche gibt. Hier iſt überwiegend Hü⸗ gel⸗ und Gebirgsland, nur ein Fünftel der Geſamtoberfläche des Königreiches gehört zur Ebene. Aber nicht alle Ebenen ſind ſo beſchaffen wie die Poebene und einige andere kleine Tal⸗ gebiete, wo man Bedingungen antrifft, die eine hohe landwirt⸗ ſchaftliche Betriebsintenſivität ermöglichen. In anderen Teilen des italieniſchen Flachlandes hat dagegen die Landwirtſchaft mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, hauptſächlich infolge Regenmangels oder ſchlechter Verteilung der Niederſchlags⸗ mengen, eine Erſcheinung, die dem ganzen Süden Italiens eigen iſt. Um die Charakterzüge der italieniſchen Land wirtſch aft zu verſtehen, darf nicht vergeſſen werden, daß die kruchtbaren Gegenden nicht ein Geſchenk der Natur ſind, ſondern das Er⸗ gebnis tüchtiger und zielbewußter Arbeit von Jahrhunderten. Daß Italien der„Garten Europas“ ſei, gehört in das Gebiet der Fabel, aber trotzdem ſteckt in dieſem vielgebrauchten Wort . 2—5 e Aufn.: Parey(2) 311 Nelkenplautage in San Remo ein Stück Wahrheit, nämlich inſofern, als die Anlage und Pflege eines Garten bekanntlich große Mühe und ſtarke Auf⸗ wendungen erforderlich macht. Betrachtet man im einzelnen die Zweige der Landwirt⸗ ſchaft, ſo kann man beſanders im Getreidebau feſtſtellen. daß große Unterſchiede gegenüber den übrigen europäiſchen Ländern beſtehen. Dieſe zeigen ſich hauptſächlich in dem Ver⸗ hältnis der mit Weizen beſtellten Bodenfläche zu derjenigen, die für die drei übrigen Getreidearten beſtimmt iſt. Aus ben ſtatiſtiſchen Erhebungen der europäiſchen Länder während des Zeitraumes 1933—1937 geht deutlich hervor, daß dem Weizen im Verhältnis zu ähnlichen Getreiden nirgends eine ſolche Be⸗ deutung zukommt, wie gerade in Italien. So iſt die Anbau⸗ fläche von Weizen 50mal ſo groß als die von Roggen, 25mal ſo groß als die der Gerſte und auch dem Hafer iſt nur der zehnte Teil der Weizenanbaufläche vorbehalten. In Anbetracht der fortſchreitenden Bevölkerungszunahme und des entſprechen⸗ den Weizenverbrauches war es natürlich, daß der Staat das höchſte Intereſſe dem Hauptgetreide zuwandte und die Land⸗ wirte den Weizen lieber als die anderen Getreidearten an⸗ bauten. Die beſtändige Verminderung der mit Roagen, Gerſte und Hafer beſtellten Bodenfläche ſteht deshalb im Einklang zu dem allgemeinen Fortſchritt des italieniſchen Ackerbaues und der Intenſivierung dieſer Kulturen. Der Maisbau, der ebenfalls an hervorragender Stelle ſteht, weiſt in den verſchiedenen Gebieten Italiens infolae der ſehr unterſchiedlichen Umweltverhältniſſe große Verſchiedenheit auf. Den ausgedehnteſten und ertragreichſten Maisbau trifft man in Oberitalien an, und zwar bedeckt er dort mehr als die Hälfte der angebauten Bodenfläche und liefert mehr als zwei Drittel der Erzeugung. Aber auch in Oberitalien ſind die Ver⸗ breitung und die Ergiebigkeit der Maiskultur nicht einheitlich. Der italieniſche Reis bau, der faſt ausſchließlch in der Po⸗ ebene betrieben wird, hat ſeine Geſamterzeugung in einem Zeitraum von etwa 50 Jahren auf einer faſt gleichbleibenden Anbaufläche verdreifacht. Zweifellos wäre dieſes Ergebnis ohne die großen wiſſenſchaftlichen Fortſchritte, die in den letz⸗ ten 50 Jahren auf landwirtſchaftlichem Gebiet erzielt wurden. nicht möalich geweſen. Natürliche Wärme⸗ und Feuchtigkeits⸗ verhältniſſe, wie ſie der Reis als Tropenpflanze fordert, ſind in Italien nicht vorhanden, wenn man ihn trotzdem anbaut, ſo geſchieht es, weil man im italieniſchen Tiefland künſtliche Bedingungen geſchaffen hat, die der Reiskultur angevaßt ſind. Der Futterbau hat in dieſem Land eine große Bedeu⸗ tung. Er erſtreckt ſich, wenn man die Kunſtwieſen im erſten Jahre ihrer Anlage und den Zwiſchenfruchtbau unberückſi htiat läßt, auch über 26 Prozent der Geſamtfläche oder auf 43 Pro⸗ zent der Acker⸗, Wieſen⸗ und Weidefläche. Die Futtervorräte reichen aber nicht aus, um den derzeitigen Geſamtviehbeſtand zu ernähren. Zur rationellen Fütterung des zur Deckuna des Fleiſchbedarfs der Bevölkerung notwendigen Viehs wäre eine jährliche Durchſchnittsproduktion von mindeſtens 30 Prozent Heu mehr, als die jetzige Erzeugung ausmacht. erforderlich. Die Sicherung der Fleiſchverſorgung der Bevölkeruna iſt ſomit nur durch bedeutende Erhöhung der Futterproduktion möglich, eine Aufgabe, die zwar auf große Schwieriakeiten ſtößt, aber dennoch als lösbar bezeichnet wird. Der erſte Verſuch, Zuckerrüben anzubauen, geht auf das Jahr 1811 zurück, fedoch erhielt die Zuckerrübeninduſtrie erſt um die Jahrhundertwende und beſonders aber nach der faſchiſtiſchen Machtergreifung entſcheidende Bedeutung! Da die faſchiſtiſche Regierung ihr weitblickendes Intereſſe heute mehr als je der Hebung der Ertragfähigkeit umfanareicher ſüditalie⸗ niſcher Landſtriche zuwendet, iſt nunmehr vorauszuſehen, daß dort auch die Zuckerrübe ihren richtigen Platz als eine zu Er⸗ neuerungs⸗ und Verbeſſerungszwecken beſonders geeianete Pflanze finden wird. Als Beweis für die ſchnelle und rei⸗ bunasloſe Art, mit der der Faſchismus Pläne verwirklicht, mag die Tatſache genügen, daß nach dem Willen des Duece ſchon eine Zuckerfabrik in den früheren, jetzt trockengelegten Pontiniſchen Sümpfen, errichtet wurde. Die italieniſche Hanfer zeugung iſt bemerkenswert, nicht nur wegen ihres Umfanges, ſondern auch wegen ihrer ausgezeichneten Qualität, ſo daß man den italieniſchen Hanf allgemein für den beſten unter allen europäiſchen Hanufſorten hält. Der Menge nach nimmt Italien die zweite Stelle nach Rußland unter den hanferzeugenden Ländern ein. Die Flachs⸗ erzeugung iſt, auch wenn ſie das geſteckte Ziel noch nicht erreicht hat, hier zweifellos im Fortſchritt, der einen baldigen und vollſtändigen Erfolg garantiert. Auch die Baumwoll⸗ kultur ſtellt einen nicht zu unterſchätzenden Produktions⸗ zweig beſonders der ſüditalieniſchen Landwirtſchaft dar. Alle Hülſenfrucht ſorten des gemäßigten und wärme⸗ ren Klimas ſind in der italieniſchen Landwirtſchaft vertreten. Die Bedeutung der einzelnen Arten iſt vom Geſichtspunkt ihrer Verbreitung, Ertragsfähigkeit und Verwertung ſeyr ver⸗ ſchieden, ſo daß man ſie in eine Haupt⸗ und eine Nebenaruvne einteilt. Zur erſten Gruppe gehören Acker⸗ und Gartenbohnen und Erbſen; alle übrigen Hülſenfrüchte ſind von weit gerin⸗ gerer Bedeutung. Der Olivenbau iſt in Norditalien we⸗ niger wichtig, gewinnt jedoch mehr und mehr an Bedeutung, 5 man nach Mittel⸗ und Süditalien kommt. Für weite Landſtriche bildet dort die Oelerzeugung eine Hauptquelle des wirtſchaftlichen Reichtums. Schon im Altertum ſpielten der italieniſche Wein bau und Obſt bau eine beſondere Rolle. Die wirtſchaftliche Bedeu⸗ tung des Weinbaues iſt immer noch groß, wenn auch Italien im Augenblick eine Zeit der abnehmenden Produktion durch⸗ macht. Das iſt allerdings nur eine vorüberge⸗ hende Erſcheinung, die vorwiegend der Phylloxera (Phylloxera Baſtatrix) zuzuſchreiben iſt, welche ſeit dem letzten Jahrzehnt in einigen der reichſten Weingegen den herrſcht und große Schäden anrichtet. Nach dem Niedergang des römiſchen Kaiſerreiches ging auch der Obſtbau ſtark zurück und Wälder und Weiden traten an die Stelle einſt⸗ mals blühender Obſtgärten. Erſt im Zeitalter der Renaiſſance erfuhr der Obſtbau in den ackerbautreibenden Gebieten des Landes einen gewiſſen Aufſchwung und gewann von dieſer Zeit an immer mehr an Ausdehnung. Ganz beſonders wichtig ſind jedoch die Fortſchritte, die in den letzten 50 Jahren und beſon⸗ ders ſeit Beginn der faſchiſtiſchen Aera auch auf dieſem Gebiet erzielt wurden. Mit Recht kann man heute ſagen, daß Italien wieder der große Obſtgarten Europas geworden iſt, der es zur Zeit der alten Römer geweſen war. Die induſtrielle Blu⸗ menzucht ſteht beſonders im weſtlichen Liaurien in aroßer Blüte. Faſt der ganze italieniſche Blumenbau ſteht im Frei⸗ land und deshalb halten ſich die italieniſchen Blumen länger, ſind widerſtandsfähiger und haben zugleich ſchönere Farben und vorzüglichen Duft. Die mehrmals blühende Nelke mit ihren neuzeitlichen Sorten nimmt in der italieniſchen Blumen⸗ kultur den erſten Platz ein. An zweiter Stelle ſteht die Roſe, von der man die beſten Arten für Schnittblumen aus der Gruppe der Hybriden, mehrmals blühenden Roſen, der Teeroſe und der Pernetianeroſen zieht. Seit ſeiner Machtergreifung hat der Faſchismus auch die Viehzucht in ſeinem ausgedehnten Plan zur Wiederbele⸗ bung der Landwirtſchaft erfaßt und ihren Produkten durch eine kraftvolle Wirtſchaftspolitik günſtige Marktverhältniſſe geſchaf⸗ fen. Durch die Politik der wirtſchaftlichen Selbſtändigkeit hie⸗ ten ſich der italieniſchen Viehzucht günſtige Ausſichten. Die geſteckten Ziele werden dank der großzügigen faſchiſtiſchen Werke auf dem Gebiet der Landeskultur bald erreicht werden. Die höchſtwichtige Frage der Futterproduktion geht auch ihrer Löſung entgegen, indem ein größerer Raum bei der Vertei⸗ lung der verſchiedenen Kulturen den künſtlichen Wieſen vorbe⸗ halten werden. Auch wird der herbſtliche und winterliche Zwi⸗ 8 intenſiviert ſowie die Errichtung von Silos ge⸗ ördert. 5 Alle dieſe ſeit der Machtergreifung Muſſolinis erreichten Erfolge der italieniſchen Landwirtſchaft fußen nicht zuletzt in einer großzügig ausgebauten und leiſtungsfähigen Organiſa⸗ tion. Die rechtliche Vertretung und der geſetzliche Schutz der italieniſchen Landwirtſchaft wird vom Spitzenverband der ita⸗ lieniſchen Landwirte, dem Spitzenverband der Landarbeiter und vom Berufsverband der fachlich geſchulten Landwirte ausge⸗ übt. Somit beteiliat ſich die geſamte italieniſche Land wirt⸗ ſchaft mit aroßem Verantwortungsbewußtſein und mit Eifer an dem vom Duce gewollten und verwirklichten Aufbauwerk des neuen italieniſchen Imperiums. Nuſch. Das Arbeitsbuck des Einberufenen Der Reichsarbeitsminiſter hat die Behandlung der Ar⸗ beitsbücher der zum Wehrdienſt Eingezogenen geklärt. Nach⸗ ſtehend gebe ich nähere Ausführungen des Reichsarbeitsmini⸗ ſteriums dazu bekannt: Nach§ 1 der Verordnung zur Abänderung und Ergänzung von Vorſchriften auf dem Gebiete des Arbeitsrechts vom 1. September 1939(RGBl. 1 S. 1683) wird durch die Einberu⸗ fung zum Wehrdienſt ein beſtehendes Beſchäftigungsverhält⸗ nis(Arbeits⸗, Lehrverhältnis) nicht gelöſt. Die beiderſeitigen Rechte und Pflichten ruhen nur für die Dauer der Einberu⸗ fung. Dieſer Vorſchrift, die das Gefolgſchaftsverhältnis der zum Wehrdienſt eingezogenen Gefolgſchaftsmitglieder aufrecht erhält, entſpricht es, die Einberufung eines Arbeitsbuch⸗ inhabers zum Wehrdienſt nicht gleichzeitig als Beendigung der Beſchäftigung im Sinne des§ 12 Nr. 6 Arb Vo. anzuſehen, ſondern nur als eine vorübergehende Unterbrechung inmitten des Beſchäftigungsverhältniſſes. Danach haben die Unter⸗ nehmer die Einberufung eines Arbeitsbuchinhabers zum Wehrdienſt nicht als Beendigung der Beſchäftigung im Ar⸗ beitsbuch einzutragen. Aus dem gleichen Grunde haben die Unternehmer das Arbeitsbuch dem Arbeitsbuchinhaber hei ſeiner Einberufung zum Wehrdienſt nicht nach 8 19 ArbVo. zurückzugeben, ſondern nach§ 10 Abſ. 1 ArbVo. es weiterhin ſorgfältig aufzubewahren. Da das Beſchäftigungsverhältnis der zum Wehrdienſt ein⸗ berufenen Arbeitsbuchinhaber nicht gelöſt wird, ſcheiden ſie nicht aus dem Kreiſe der Perſonen aus, die das Arbeitsbuch haben müſſen. Ihre Arbeitsbücher ſind daher nicht nach 8 26 Abſ. 1 Arb Vo. zu ſchließen. Der Erlaß des Präſidenten der Reichsanſtalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitsloſenverſiche⸗ rung vom 9. April 1937— II 5901/77— findet wegen der ver⸗ änderten Rechtslage bis auf weiteres keine Anwendung. Krummich. Der Altenheimer Bürgermeiſter macht in Gemmingen den Rückgeführten ſeiner Gemeinde Mitteilung von der bevorſtehenden Rückkehr Führerhauptquartier, 25. Juni Der Führer hat folgenden Aufruf erlaſſen: Im September 1939 entſtand durch die engliſch⸗franzöſiſche Kriegserklärung die Notwendigkeit, Teile der an der Weſtfront angrenzenden Gebiete von der deutſchen Zivilbevölkerung zu räumen. Hunderttauſende von Volksgenoſſen wurden von die⸗ ſer Maßnahme betroffen. Die Räumung ſelbſt geſchah nach einem genau vorberei⸗ teten Plan. Trotzdem mußte ſie viele Härten mit ſich bringen. Alle Betroffenen haben aber in vorbildlicher Weiſe der An⸗ forderung des Krieges genügt. Nun iſt die Stunde der Rückkehr in die heimatlichen Städte und Dörfer gekommen. Die Anweiſungen für ihren reibungs⸗ loſen Verlauf werden unmittelbar gegeben. Die Durchführung des Rücktransportes übernehmen die gleichen Inſtanzen, die die Räumung im September und Oktober des vergangenen Jahres geleitet haben. Soweit die Orte und Wohnſtätten an der Front durch das Feuer der Artillerie oder durch andere Einwirkungen des Krie⸗ ges leiden mußten, wird ihr Wiederaufbau und ihre Wieder⸗ herſtellung unverzüglich veranlaßt werden. Was dem einzelnen während ſeiner Abweſenheit an Schaden zugefügt worden iſt. wird erſetzt. Partei⸗ und Staatsbehörden ſind verantwortlich, dafür zu ſorgen, daß den Rückgeführten in kürzeſter Zeit die Hilfe zuteil wird, die zu beanſpruchen ſie berechtiat ſind. Beimatgruß an unſere Rück wanderer! Die lange feindliche Front am Rhein iſt durch die glänzend⸗ ſten Waffenſiege unſerer Wehrmacht zerſchlagen. Damit wurde die monatelang gefährdete Scholle am Rhein, wurden zahlloſe Bewohner der Rheinorte in der Lahrer Gegend auf dem Weg in ihre Heimatdörfer Aufn.: Lbſch. Schmidt(3). badiſche Dörfer wieder frei und ihr alle, die ihr dieſe mit euch verwachſene Heimatſcholle unter dem Berſten der Granaten verlaſſen mußtet, könnt nun wieder Einzug in eure Heimat halten! Wohl iſt manche eurer Wohnſtätten im herrlichen, ur⸗ alten Bauernland, in unſerer geſegneten Rheinebene und den Vorbergen unſerer Schwarzwaldͤheimat, zerſtört oder beſchä⸗ digt! Ueber große, fruchtbare Landſtriche hinweg haben Gra⸗ nattrichter tiefe Wunden in eure Aecker, Wieſen und Gärten geſchlagen. Alles in allem genommen aber ſind wir jedoch in unſerem Grenzland von jener Zerſtörung und Verwüſtung verſchont geblieben, die ſonſt ein moderner Krieg zu ſchlagen pflegt. Der Weſtwall, der eiſerne, hat gehalten und der ungeſtüme Vorwärtsdrang unſerer Soldaten durch die geniale Hand unſeres Führers Adolf Hitler gelenkt, dem teufliſchen 58 1 feindlicher Waffenwirkung ein raſches Ende ereite Ein hochbetagter Hanauer, der ſich als Rückwanderer in Eppingen befand, freut ſich, wie alle unſere Landsleute aus den Dörfern des Markgräflerlandes, des Breisgaus, des badiſchen Rieds und Hananerlandes, bis hinunter in die Raſtatter Gegend, bald wieder auf ſeinem Hof zu ſein! Heute heißt euch die geſamte Bauernſchaft Badens in der Heimat willkommen! Sie weiß euch Dank für euer tapferes und mannhaftes Verhalten in den Zeiten der Gefahr, der Trennung von Haus und Hof und vom liebgewordenen Fami⸗ lienkreis. Wie oft habt ihr unter dem Hagel der Geſchoſſe gläu⸗ big und getreu noch eure Feldarbeit verrichtet! Was verwüſtet iſt, wird bald neu und ſchöner erſtehen, dafür bürgt euch die ſieghafte Kraft der geeinten Nation, das nationalſozialiſtiſche Großdeutſchland Adolf Hitlers! Euer mannhaftes Verhalten. eure Disziplin und eure Entbehrungen, die ihr in den ſchweren Stunden des entſcheidenden Ringens auf euch nehmen mußtet⸗ gehören mit zu den Opfern an Gut und Blut auch der Heimat. die notwendig waren, um unſerer bäuerlichen Arbeit am ganzen Oberrhein in einem neuen Jahrtauſend aroßdeutſcher Geſchichte den endgültigen Frieden zu ſichern. Landesobmann Merk. 5813 Die bedauerlichen Tatſachen ſtarker Schäden durch den Win⸗ ter und den Rapsglanzkäfer auf unſeren Raps⸗ und Rübſen⸗ äckern ſind leider geeignet, bei dem einen oder anderen Prak⸗ tiker vielleicht gewiſſe Bedenken gegen die notwendige Ausweitung des Anbaues von Winterölfrüchten auszulöſen. Mancher, der ſich im Herbſt 1940 am Winterölfruchtbau beteiligen wollte, zieht nun die Stirne kraus und überlegt es ſich, ob er auf Grund der gemachten Beobachtungen in der Gemarkung einen Anbau⸗ und Lieferungs vertrag für Raps oder Rübſen beim Ortsbauernführer oder bei ſeiner örtlichen Genoſſenſchaft unterſchreiben ſoll. 0 5 Das Vorhandenſein der z. T. ſehr aut ſtehenden Winteröl⸗ fruchtäcker zeigt uns überzeugend, daß nicht allein der Wit⸗ terungsverlauf an dem Mißlingen ſo vieler Winterölfrucht⸗ äcker die Schuld trägt, ſondern bei ruhiger Ueberlegung müſ⸗ ſen wir feſtſtellen, daß in erſter Linie Fehler in der An⸗ bautechnik das Verſagen von Winterraps und Winter⸗ rübſen verurſacht haben. Denn wie wäre es ſonſt zu erklären, daß auf einer Gemarkung der größte Teil der Winterraps⸗ äcker fallierte, während andere Raps⸗ und Rübſenäcker auf der gleichen Gemarkung, oft ſogar unmittelbar neben einem um⸗ gepflügten Rapsacker liegend, eine gute Rapsernte erwarten laſſen! Damit iſt der Beweis erbracht. daß es in erſter Linie Anbaufehler geweſen ſind, welche das Verſagen von Raps oder Rübſen auslöſten. In den meiſten von mir unterſuchten Fällen, wo Raps und Rübſen umgepflügt werden mußten, war die Vorbereitung des Ackers eine ungenügende, und was von entſcheidender Bedeutung iſt. der Zeitpunkt der Saat viel zu ſpät! Alle im Verlaufe des Winters ausgewinterten Raps⸗ und Rübſenſchläge kamen zunächſt in⸗ folge zu ſpäter Saat kümmerlich und ſchwach in den ſtrengen Winter. Daß ſolche Beſtände keine Wider⸗ ſtandskraft haben konnten, wird jedem von uns klar ſein. Andere Aecker, die wohl annähernd rechtzeitig geſät und mittel⸗ gut in den Winter kamen, hatten Schnee und Kälte wohl über⸗ ſtanden, zeigten im Frühjahr bei Wiederbeginn des Wachs⸗ tums auch eine ganz zufriedenſtellende Entwicklung. blieben aber in den entſcheidenden Monaten März/ April zu lange „fitzen“ und fielen durch dieſe langſame Entwicklung im Frühjahr dem zum Teil verheerend auftretenden Raps⸗ glanzkäfer zum Opfer. Der Witterungsverlauf in den Mo⸗ naten März und April war für ein flottes Wachstum der Winterölfrüchte wenig geeignet, zuerſt das viele Schneewaſſer, dann wieder ſehr kühle Tages⸗ und Nachttemperaturen, ver⸗ ſchiedentlich erneute ſtarke Regenfälle, geringe Sonneneinſtrah⸗ lung und dadurch nur ſehr langſame Erwärmung der Luft und des Bodens! Dies alles zuſammengefaßt, konnte den an ſich durch Kälte und Schnee geſchwächten Winterölfrüch⸗ ten keine flotte Entwicklung geben. So kam es auch, daß die durch den Winter gekommenen Winterölfrüchte ſehr lange und verzettelt blühten, ſo daß der Rapsglanzkäfer die Be⸗ ſtände ſchwer ſchädigen konnte. Eine günſtige Früh⸗ jahrswitterung, die eine ſchnelle Entwicklung und vor allen Dingen ein raſches und gleichmäßiges Ab⸗ blühen ermöglicht hätte, wäre die Rettung für die meiſten gut durch den Winter gekommenen Winterölfrüchte geweſen. So aber konnte der Rapsglanzkäfer ſeinem Vernichtungswerk ungeſtört nachgehen. da ihm infolge der langſamen Entwick⸗ lung, die Blütenknoſpen nicht ſchnell genug aus den Zähnen wuchſen. Dies alles rückſchauend überlegt, ſchließt die Be⸗ weiskette, die ich darin erblicke, daß das Zuſammenwirken von techniſchen Anbaufehlern und ungünſtiger Frühjahrswitterung das Verſagen der Raps⸗ und Rübſenäcker bedingte. Winterfeſt ſind die deutſchen Hochzuchten von Raps und Rübſen unter allen Umſtänden! Denn. wenn ſie derartige Kältegrade und Schneedecken ertragen wie im Winter 1939/&̃0, noch dazu von dieſer Dauer, dann darf man nicht behaupten, daß die Zuchtſorten nicht genügend winterfeſt ſeien. Es waren andere Umſtände in unglücklicher Verket⸗ tung ihrer Vielheit, welche das Verſagen auslöſten. Um ſo mehr gilt es nun heute, die auf dem Felde heran⸗ reifende Raps⸗ und Rübſenernte mit möglichſt gerin⸗ gen Verluſten und in beſter Beſchaffenheit zu bergen. Von entſcheidender Bedeutung für eine möglichſt verluſtloſe Bergung der Winterölfrüchte iſt der richtige Zeitpunkt des Einſchnittes. Wer glaubt. Raps und Rübſen erſt in der Vollreife mähen zu müſſen, der muß ſich darüber klar ſein, daß mindeſtens die Hälfte des Ernteertrages auf dem Acker liegen bleibt. Aber auch ein zu früher Schnitt iſt verfehlt, weil dann durch ungenügende Korn⸗ ausbildung und ſehr hohem Waſſergehalt das Dreſchgut ſtark einſchrumpft und eine geringe Oelausbeute liefert. Der rich⸗ tige Zeitvunkt für das Schneiden des Rapſes und des Rübſens iſt die Braunreife! Dieſe liegt vor, wenn die Körner der unteren und mittleren Schoten braune Backen zeigen und ſich beim Reiben zwiſchen den Handballen nicht mehr zer⸗ teilen laſſen. Aber auch ſchon in dieſem Zuſtand fällt Raps 4 Rübſen leicht aus, ſo daß es notwendig iſt, die Winter⸗ hläge zur Naps⸗ u. Rübſenernte ölfrüchte nur am frühen Morgen bei taufeuchten Pflanzen oder bei ſonſt feuchtem Wetter zu mähen. Gegen 10 Uhr vormittags muß mit dem Rapsſchneiden unter allen Umſtänden aufgehört werden, weil ſonſt der Verluſt durch Ausfallen der Körner zu groß wird. Bei unſeren kleinen Flächen geſchieht das Schneiden entweder mit der Senſe oder Sichel, noch beſſer aber mit dem Grasmäher, wobei ein Anhau⸗ blech wertvolle Dienſte leiſtet. Der äußere Gleitſchuh am Meſſerbalken muß ſo hoch wie nur möglich geſtellt werden, da⸗ mit eine große Stoppel entſteht. In größeren Betrieben und bei nicht zu ſtarker Stengelbildung wird man Raps und Rüb⸗ ſen vorteilhaft mit dem Bindemäher ſchneiden. Dabei muß ebenfalls der Mähbalken hoch eingeſtellt werden. Bindetücher und Bindeapparat ſind ſoweit wie möglich aufzumachen! Die Garben ſollen klein und möglichſt locker gebunden werden. Um ein unnötiges Anſchlagen der Rapsſchoten zu vermeiden, empfiehlt es ſich, die Haſpel abzunehmen. Iſt der Raps ſehr kräftig und ſtark entwickelt, dazu noch entſprechend veräſtelt, wird auch der Binder keine befriedigende Arbeit leiſten können; dann muß der Gras mäher mit Anhaublech eingeſetzt wer⸗ den. Für ein gutes Gelingen der Ernte iſt es unerläßlich, daß der gemähte Raps und Rübſen ſo ſchnell wie mög⸗ lich— am beſten ſoſort nach dem Schnitt— in kleine Garben eingebunden und in größeren Haufen(Stiegen) aufgeſtellt wird. Sofern nicht mit dem Bindemäher gearbeitet wird, empfiehlt ſich das Einbinden in Ernteſtricke, eine Arbeit, die ſchnell vonſtatten geht, wenn ſie auf dem Acker gut organiſiert wird. Das Aufſtellen der Rapspuppen ge⸗ ſchieht am zweckmäßigſten in Rundhau fen bzw. Rund⸗ ſtiegen von 10—15 Garben, wobei ein Aufſtellen bei großer Hitze und ſtarker Sonneneinſtrahlung grundſätzlich vermieden werden muß. Man wird deshalb am früheſten Morgen mit dem Schneiden beginnen und das Einbinden ſo rechtzeitig an⸗ fangen, daß bis gegen 11 Uhr hin auch die Rundſtiegen auf⸗ geſtellt ſind. Rundſtiegen ſind in gewöhnlichen Getreidehaufen (Hocken) deswegen vorzuziehen, weil ſie einen feſten Stand haben und vom Wind nicht leicht umgeworfen werden können. Um ein Aufplatzen der Schoten zu vermeiden ſtülpt man mit guter Ausſicht auf Erfolg entweder mehrere Rapsgarben über die Rundſtiegen, oder man deckt die Haufen mit Getreideſtroh leicht ab, wodurch ein Aufplatzen der Schoten, vor allen Din⸗ gen aber auch Vogelfraß. gut vermieden wird. Beſonders ſorgfältig hat das Einfahren zu geſchehen, weil hier ſonſt noch größere Verluſte entſtehen können, wie beim unſachgemäßen Schneiden. Nur wenigen Betrieben wird es möglich ſein, die Erntewagen mit Planen auszukleiden. Verſchiedentlich habe ich feſtſtellen können, daß ſich die Bauern und Landwirte damit ausgeholfen haben. daß ſie alte Säcke, die ſonſt keinen Gebrauchswert für den Hof mehr hatten. ſorg⸗ fältig auftrennten und zu einer behelfsmäßigen Plane zu⸗ ſammennähten. Günſtig ſind, wenn Planen fehlen, Platt⸗ formwagen, wo dann allerdings offene Fugen abgedichtet ſein müſſen. Ein weiterer Schmerz wird das Aufladen des Rapſes ſein! Auch hier wird die nötige Anzahl Planen fehlen. um dieſe an den Wagen zu hängen und darauf die Garben zu kippen. Vor allen Dingen muß darauf Bedacht genommen werden, daß die Erntewagen nicht zu hoch und nicht zu feſt beladen ſind. Im Durchſchnitt genügen zwei, höchſtens drei Lagen über den Leitern. Fegt auf der Scheunentenne ausgefallene Körner ſorgfältig zuſammen und reinigt ſie gleich durch die Windfege! Muß der Raps vor Eintritt der Voll⸗ reife eingefahren werden, empfiehlt es ſich, ihn in eine mög⸗ lichſt luftige Scheune bis zum Ausreifen einzulagern. Am beſten iſt aber, ihn vom Feld weg zu dreſchen, denn jedes unnötige„In⸗die⸗Hand⸗nehmen“ bedeutet Körner⸗ verluſt. Beim Dreſchen muß man den Korb möglichſt weit ſtellen, die obere Korbhälfte mit einem Blechmantel verſehen und dieſen gut feſtſchrauben. Auch die Spritztücher müſſen in Ordnung ſein und ſo tief wie nur möalich hängen. Das Reuter⸗ oder Kurzſtrohſieb muß gegen ein Sonderſieb von 10 mm Lochung ausgetauſcht werden. Bei der Reinigung ſind 4—5 mm⸗ Fruchtſiebe einzuſetzen, das Unkrautſieb wird durch ein Blech erſetzt. Der Wind darf nur ſchwach eingeſtellt ſein, während die Geſüdeklappe hoch einzuſtellen iſt. Der Entgranner wird ausgeſchaltet. Bei den in den bäuerlichen Höfen vielfach noch gebräuchlichen Stiftendreſchern muß die Zahl der Korbzähne bis auf 1—2 Reihen vermindert werden. Nach dem Druſch muß der Rapsſamen mit den in ihm be⸗ findlichen Stengel⸗ und Schotenteilchen ſofort auf einen mög⸗ lichſt luftigen Speicher ausgeſchüttet werden. Friſch geöroſchener Raps oder Rübſen iſt höchſtens 4 em hoch aufzuſchütten! In den erſten 14 Tagen muß Raps und Rübſen trotz der dünnen Lagerung täglich min⸗ deſtens zweimal umgeſchaufelt werden. Die Rapsſchoten ſind als Viehfutter z. B. im Gemiſch mit Gärfutter wertvoll zu verwerten. Das Rapsſtroh wird zur Einſtreu benutzt, obwohl es an ſich eine ſchlechte Einſtreu darſtellt, aber man kann da⸗ durch doch manchen Bund Stroh ſparen. Dr. Meisner. Die Bedeutung der nordbadiſchen inderzucht Ihre Aufgaben in der Miſcherzeugungsſchlacht Das nordbadiſche Zuchtgebiet umfaßt die Kreisbauern⸗ ſchaften Karlsruhe, Bruchſal, Heidelberg, Mosbach und Tauber⸗ biſchofsheim mit den gleichnamigen und den weiteren Kreiſen Pforzheim, Sinsheim, Mannheim und Buchen. Der Beſtand an Rindern beträgt insgeſamt 205 000 Stück und damit über 3175 des Geſamtrinderbeſtandes der Landes- bauernſchaft. Davon ſind 105 000 Kühe, das ſind 2975 des G ſamtkuhbeſtandes des Landes. Von dieſen werden im Durch⸗— ſchnitt 655 regelmäßig zur Geſpannarbeit herangezogen, im Landkreis Bruchſal ſogar 8325. Auf die für die Rinderernäh⸗ rung in Betracht kommende Futterfläche gerechnet, hat Nord- baden die größte Viehdichte, nämlich 161 Stück auf je 100 ha; es ſteht damit um 16 Stück über dem Landesdurchſchnitt mit 145 Tieren und hat im Landkreis Sinsheim die größte Vieh⸗ dichte der Landesbauernſchaft mit 197 Stück auf 100 ha Fut⸗ terfläche. Der Beſtand von 100 000 Jungrindern bei 105000 Kühen zeigt eindeutig, daß in dieſem Gebiet viel nachgezüchtet wird. Dies wird noch deutlicher, wenn man weiß, daß die landwirt⸗ ſchaftlichen Betriebe der Stadtkreiſe Pforzheim, Karlsruhe, Hei⸗ delberg, Mannheim und Teile dieſer Landkreiſe ſich aus ver⸗ ſchiedenen Gründen nur auf die Milchproduktion verlegen, teil⸗ weiſe reine Abmelkbetriebe darſtellen oder jedenfalls kein Kalb nachziehen. Es müſſen alſo von 105 000 Kühen noch reichlich 20000 abgezogen werden, die für die Nachzucht gar nicht in Frage kommen. Von dieſen letzteren gehört die weitaus größte Zahl der ſchwarzbunten Niederungsraſſe an. Die übrigen Teile bilden ein geſchloſſenes Fleckviehzucht⸗ gebiet, in dem rund 7 der Kühe von der Herdbuchzucht er⸗ faßt ſind. Beide Gebiete haben in der Milcherzeugungsſchlacht die ernſte und hohe Aufgabe, die Bevölkerung inſonderheit die ihrer großen Städte mit Milch und Molkereiprodukten, na⸗ mentlich Milchfett, ausreichend zu verſorgen und ſo jetzt und in Zukunft die Fettfront zu verſtärken. Den Zuchtgebieten erwächſt darüber hinaus noch die weitere und höhere Pflicht, die kleinbäuerlichen Betriebe, welche aus beſonderen nahe⸗ liegenden Gründen ſich nicht ſelbſt mit guten Nutzkühen aus eigener Nachzucht verſorgen können, mit ihren Zuchtprodukten zu verſorgen. Von der Tüchtigkeit und dem Züchterfleiß der erdbuchzüchter, welche das Land außerdem mit hochwertigen Bullen mit ſicherem Leiſtungserbgut zu verſorgen haben, hängt die ſchönſte Aufgabe ab, nämlich die Leiſtungen der ganzen Landestierzucht zu heben. Dieſe Forderung an die Fleckviehzuchtgebiete, noch mehr wie bisher die Zucht zu fördern, läßt ſich ſehr wohl verein⸗ baren mit der anderen, möglichſt viel Milch mit hohem Fett⸗ gehalt der menſchlichen Ernährung zuzuführen. Wohl wird man von ihnen nicht verlangen können, daß ſie dieſelben Milchmengen abliefern wie die anderen. Denn zur Aufzucht von Kälbern zu ſpäter hochleiſtungsfähigen, ge⸗ ſunden Kühen ſind erhebliche Milchaufwendungen erforder⸗ lich, und die zu über 60 zu teilweiſe faſt täglicher, harter Ar⸗ beit verwendeten Kühe ſind an heißen Tagen und ſchlechter Witterung dadurch oft ſchon halb gemolken. Wenn aber immer wieder feſtgeſtellt werden muß, daß die Kälberaufzucht da und dort noch ſehr im Argen liegt und im Intereſſe einer beſſeren Entwicklung der Tiere als Vorbedingung für ihre ſpätere Lei⸗ ſtungsfähigkeit ſich erneut die Forderung nach ſachgemäßerer Aufzucht erhebt, ſoll damit keinem Mehrverbrauch an Milch, namentlich Vollmilch, das Wort geredet werden. Im Gegen⸗ teil! Auf Grund der Beobachtungen iſt die Ueberzeugung richtig, daß dabei noch von vielen Bauern und Landwirten un verantwortliche Verſchwendung an Milch und Milchfett ge⸗ trieben wird. Es läßt ſich heute nicht mehr verantworten und war ſchon immer eine falſche Rechnung, daß die Kälber wochenlang an der Mutter ſaugen, ſich dabei mit mehr Voll⸗ milch vollſaufen, als ihnen zuträglich und nützlich iſt, ſich ſo mit Fettpolſtern umgeben, welche ſie ſpäter beſonders durch unſachgemäße und zu ſpäte Ueberleitung zur Pflanzennahrung doch wieder verlieren. Der einſichtige Züchter tränkt ſeine Kälber von Anfang an aus dem Eimer und mißt ihnen ihren individuell ſchwankenden Bedarf zu, der beim weiblichen Kalb im Höchſtfall 8 und bei dem zur Zucht beſtimmten Bullenkalb 10 Liter im Tag nicht zu überſteigen braucht. Durch Verabrei⸗ chung der Erſtmilch des Gemelkes, die bekanntlich die fett⸗ ärmſte iſt, wird die weſentlich fettreichere Reſtmilch für die menſchliche Ernährung frei, wo ſie nützlicher und notwendiger iſt, ohne daß das Kalb in ſeiner Entwicklung leidet. Mit dieſer Aufzuchtmethode können ganz erhebliche Mengen von Milch und Milchfett eingeſpart und frei werden. Man braucht damit nicht einmal die hin und wieder angegebenen, allzu niederen Mindeſtmilchgaben für alle Fälle als Norm aufzuſtellen. Die grundſätzliche Forderung, daß alle geſunden weiblichen Kälber von guten, futterdankbaren Leiſtungskühen aufgezüchtet wer⸗ den ſollen, wird ſo möglich, ohne daß man mit de iefe⸗ rungspflicht in Konflikt kommt. Wir werden auf noch a ſehbare Zeit hinaus einen Mangel an guten Kühen haben, an deſſen Behebung alle Züchter mitzuarbeiten verpflichtet ſind. Auch die ſo notwendige Jungbullenaufzucht der Herdbuchzüch⸗ ter wird und darf dadurch keinesfalls geſtört werden. Umge⸗ kehrt müſſen alle für die Aufzucht nicht beſtimmten und nicht geeigneten Kälber im Alter von 14 Tagen geſchlachtet werden. Die weitere Kälbermaſt iſt ein Verluſtgeſchäft für den Bauern und Landwirt und ernährungswirtſchaftlich bedeutungslos. Wenn heute die Leiſtungen in vielen Betrieben und ganzen Ortsbauernſchaften nicht befriedigen, ſo liegt es meiſt nicht an den ſchlechten Leiſtungsanlagen der vorhandenen Tiere, ſon⸗ dern vielmehr an der Vernachläſſigung ihrer Auswertung durch beſſere Aufzucht, Unterbringung, Pflege und Fütterung. Es gibt leider noch zu viel Betriebe, in denen nicht nur in ſchlech⸗ ten Futterjahren, ſondern Jahr für Jahr im Spätwinter und frühen Frühjahr der„Heuſchreck“ droht, und das Stroh in den Bauch der Milchkühe geſtopft werden muß, damit ſie nicht ganz zuſammenklappen, ſtatt unter dieſen. Rin⸗ derzüchter, ſchafft für euern Viehſtall beſſere und breitere Futtergrundlagen! Es gibt der Möglichkeiten ſo viele in eurem geſegneten Frankenland, im Kraichgau und überall! Es wäre auch nicht notwendig, daß ſo viele Kühe durch die Arbeit ſo große Einbuße an Milch erleiden, wie wir es oft ſehen. Wenn Kühe ſchon angeſpannt werden müſſen, dann ſorgt wenigſtens durch gute Aufzucht, Weidegang und nicht zu frühes Decken dafür, daß es kräftige, gut entwickelte, geſunde und konſtitutionsſtarke Kühe werden. Dieſe für die Arbeit leichter, als im Stall aufgewachſene und dort in der Jugend vernachläſſigte Tiere, die Karikaturen von Fleckviehkühen ſind, mit traurigen Leidensgeſichtern, im Gewicht von noch nicht zehn Zentner Lebendgewicht, bei denen man das Euter ſuchen muß, weil ſie ſchon mit 14 Jahren gedeckt und mit 1 Jahren bereits eingeſpannt wur⸗ den. Schaut euch die Tiere des einen und anderen Nach⸗ barn dagegen an, der wohl noch Herdbuchzüchter iſt, ſeine Tiere ſo gut wie ihr anſpannt, dieſelben Vatertiere zur Zucht ver⸗ wendet, aber anſtändig aufzüchtet und füttert! Dieſen kann die Arbeit wenig anhaben; mit hellen Augen, leichtem Gang, glänzendem Haarkleid und ſtraffen Eutern kommen ſie im be⸗ quemen Kummetgeſchirr einher und bringen 3000, 4000 Kilogr. Milch und mehr und 140 und mehr Kilogramm Butter im Jahr! Warum ſtehen beſonders die Herdbuchkühe im allge⸗ meinen mit ihren Leiſtungen weit über dem allgemeinen Durchſchnitt? Weil ihre Beſitzer Verſtändnis für dieſe Fra⸗ gen haben, ſich weiter belehren laſſen und mit Liebe, Hin⸗ gebung und Freude an dem Ziel arbeiten, die Leiſtungen ihres eigenen Beſtandes und der ihrer Berufskameraden zu vervoll⸗ kommnen. Es iſt das Beſtreben des Landesverbandes badiſcher Rinderzüchter und ſeiner Geſchäftsſtelle für Nordbaden, den Hundertſatz der Herdbuchtiere von ſieben auf zunächſt zehn zu erhöhen. Die ſtändige Verbindung der Zuchtleitung mit den Herdbuchzüchtern ergibt eine zwangloſe Beeinfluſſung und För⸗ derung des Leiſtungsgedankens. Zum andern wirken vermehrte gute Beiſpiele aneifernd auf die Umgebung. Jeder gute Züch⸗ ter wird hier ſeine wertylle Mitarbeit weit beſſer und er⸗ giebiger der Allgemeinheit dienſtbar machen können, durch die Auswirkung ſeiner züchteriſchen Tätigkeit auf die breite Landestierzucht und dabei auch ſich ſelbſt am beſten helfen. Aber auch an die Betriebsführer jener Gebiete, die bisher von der züchteriſchen Arbeit anderer innerhalb und außerhalb ihres Landes lebten und dieſe Ernte ſchnitten, ohne zu ſäen, müſſen ſich heute den veränderten Verhältniſſen anpaſſen. Es war gewiß früher leichter und angenehmer und auch vertret⸗ bar, billige Nutzkühe zu kaufen, ſie mit billigem ausländiſchem Kraftfutter zu höchſtmöglicher Leiſtung zu treihen und nach kurzer Zeit mit einem geringen Weniger gegenüber dem An⸗ kaufspreis zum Schlachten zu geben. Dieſe Zeiten werden nicht ſo ſchnell wieder kommen. Auch ſie werden mehr und mehr dazu übergehen müſſen, ihre Tiere länger zu halten. dabei die nun einmal unvermeidliche Trockenzeit der Kühe in Kauf zu nehmen. Sie werden auch ſelbſt Kälber von guten Leiſtungs⸗ kühen zu Jungkühen werden laſſen müſſen. Die Frage ob jene dann nicht beſſer fahren werden, welche dazu bodenſtändiges Ausgangsmaterial, d. h. gute Fleckviehkühe benützen, als jene, welche vermeintlicher und augenblicklicher Vorteile wegen nur auf Schwarzbunt ſchwören, iſt für den Einſichtigen ſchon zu⸗ gunſten der erſteren entſchieden. Man mache nicht wieder wie früher den Fehler, wo er mangels entſprechender Erfahrungen und ungenügender wiſſenſchaftlicher Unterlagen entſchuldbar war, daß man die bodenſtändigen Viehſchläge verdrängte, ſtatt i i rbeſſern! ſie aus ſich heraus zu verbeſſ Dr. Fett 815 Pflege der Rartoffel- u. Rübenfelder Alle Hackfruchtſchläge brauchen, um einen vollen Erfolg zu bringen, ſehr ſorgfältige Pflegearbeiten, die, wie ſchon der Name beſagt, vorzugsweiſe mit Hilfe der Hacke ausgeführt werden. Ganz ohne Handhacke wird man in keinem Fall aus⸗ kommen; ſolange es aber möglich iſt mit der Hackmaſchine, dem Hackpflug oder dem Vielfachgerät zu arbeiten, ſo ſoll dies ge⸗ ſchehen. Ganz beſonders in der jetzigen Zeit, in der der ein⸗ zelne Betrieb mit Arbeitskräften nicht gerade reichlich bedacht iſt, ſind dieſe Geräte wertvollſte Helfer. 2 5 Das Hacken verfolgt mehrere Zwecke; in erſter Linie wol⸗ len wir damit erreichen, daß die Bodengare erhalten bleibt. Auch ſoll das Hacken waſſerſparend wirken. Die Waſſermengen, die als Regen auf den Boden fallen, dringen in dieſen ein und werden dort aufgeſpeichert. Dieſes Bodenwaſſer hat das Beſtreben, durch feine Kanäle wieder an die Bodenoberfläche emporzuſteigen und dort zu verdunſten; damit geht es aber den Kulturpflanzen verloren. Genau ſo wie zur Ernährung der Pflanzen Stickſtoff, Phosphorſäure und Kali notwendig ſind, iſt Waſſer erforderlich, ja unentbehrlich, denn ohne Waſſer können die Pflanzen keine Nährſtoffe aufnehmen. Iſt deshalb der Faktor Waſſer nicht in ausreichender Menge vorhanden, ſo können wir niemals mit einen vollen Ertrag rechnen. Da⸗ her haben wir dafür zu ſorgen, daß das Waſſer im Boden weitgehend erhalten bleibt und nicht nutzlos verdunſtet. Wir kennen alle den Begriff des„verkruſteten“ Bodens, in dieſem Falle iſt die Gefahr der Waſſerverdunſtung am ſtärkſten. Hier müſſen wir mit Hilfe der Hacke dieſe Kruſte brechen. Die Hacke ſchafft hier eine lockere Schicht, die vor Waſſerverluſten ſchützt; außerdem werden durch das Hacken die feinen Röhr⸗ chen im Boden, die den Aufſtieg des Waſſers ermöglichen, unterbrochen. Im Boden befinden ſich kleinſte Lebeweſen, die für das Wachstum der Pflanzen unentbehrlich ſind, ohne Bakterien⸗ leben aber iſt kein Pflanzenleben möglich. Dieſe kleinen Lebe⸗ weſen benötigen zum Leben u. a. Luft, und dies bewerkſtelligen wir mit Hilfe der Pflegearbeiten. Unter den Kulturpflanzen ſtellen die Hackfrüchte die höchſten Anſprüche, ſie brauchen für ihr Gedeihen einen ſehr„tätigen“ Boden und dieſes Tätigſein hängt von der Arbeit der kleinen Bodenlebeweſen ab. Zum dritten brauchen wir die Hackarbeit, um unſere Fel⸗ der von den läſtigen Unkräutern ſauber zu halten. Unſere Kulturpflanzen leben ja beſonders in der Jugend in einem ſtändigen Kampf mit dem Unkraut. Hier kommt es nicht ſelten vor, daß das Unkraut die Kulturpflanze überflügelt und ihr ſo das Lebensrecht ſtreitig macht. Die Unkräuter nehmen den Kulturpflanzen den Standort, das Licht und die Nährſtoffe weg, wenn wir in dieſem Kampf nicht rechtzeitig helfend ein⸗ greifen. Dieſe Hilfe müſſen wir bei den Hackfrüchten ſolange gewähren, bis ſie ſelbſt in der Lage ſind, ihr Lebensrecht zu behaupten. Dieſer Zeitpunkt iſt gekommen, wenn der Beſtand dicht geſchloſſen iſt, dann kann das Unkraut nicht mehr viel ausrichten. Gewiß, man trifft auch hier und da geſchloſſene Kartoffelbeſtände, aus denen Meldepflanzen heraus ragen, dieſe entfernt man nur durch Herausziehen. Es iſt dann aber gut, die herausgeriſſenen Pflanzen nicht zwiſchen den Kar⸗ koffelreihen liegen zu laſſen, denn dadurch wird das erneute Verbreiten dieſes Unkrautes nur gefördert. Man ſammelt die herausgeriſſenen Meldeſtücke und wirft ſie am Rande des Feldes auf einen Haufen, wo ſie ſpäter, wenn ſie trocken ge⸗ worden ſind, am beſten verbrannt werden. Wenn die Hackarbeit den richtigen Erfolg haben ſoll, darf ſie niemals bei zu naſſem Boden ausgeführt werden, ſonſt er⸗ reichen wir das Gegenteil von dem, was wir wollen. Ein zu naß gehackter Boden wird ſchollig und von einer Lockerung der oberen Schicht kann niemals die Rede ſein. Dem Unkraut iſt in dieſem Fall Gelegenheit gegeben, ſofort wieder an⸗ 5 Hacken mit dem Vielfachgerät 516 Gute Bodengare Aufn.: Lbſch. Schmidt(2) zuwachſen und ſich ſo erneut auszubreiten, darum hacken wir nur bei trockenem Boden! Wie oft wir hacken, richtet ſich ganz nach den Bodenverhältniſſen und nach der Witterung. Es iſt klar, daß ein Boden, der zur Kruſtenbildung neigt, öfter ge⸗ hackt werden muß als einer, der dieſe Erſcheinung nicht auf⸗ zuweiſen hat. In gleicher Weiſe braucht ein unkrautwüchſiger Boden mehr Hackarbeit als ein ſolcher, der verhältnismäßig frei davon iſt. Wer ſchon bei der Bodenbearbeitung ſorgfältig zu Werke gegangen iſt, hat es ſpäter mit den Pflegearbeiten leichter, womit aber nicht geſagt ſein ſoll, daß ein unkrautfreier Boden keine Hacke braucht! Daß die Hacke gut in Ordnung ſein muß, braucht eigent⸗ lich nicht erwähnt zu werden. Wir wollen darauf achten, daß das Hackenblatt ſtets gut ſcharf iſt, das erleichert die Arbeit ganz weſentlich, außerdem muß das Hackenblatt die richtige Breite haben. Zum Hacken von Rüben und Kartoffeln braucht man beiſpielsweiſe eine breitere Hacke wie für das Hacken von Getreide. Recht gut bewährt haben ſich die ſogenannten Bügelhacken, ſie haben den Vorteil, daß ſie ſehr leicht ſind und ſie hinterlaſſen die Oberfläche des Bodens in einem tadellos gekrümmelten Zuſtand. Zu den Pflegearbeiten bei den Hackfrüchten gehört auch noch deren richtige Verſorgung mit Nährſtoffen. Bei den Kartoffeln ſind die notwendigen Handelsdünger zwar längſt gegeben, wohl aber können wir hier für die Kalkver⸗ ſorgung der Böden noch etwas tun, nämlich den Kartoffeln eine Kalkgabe auf den Kopf geben. An dieſe Maßnahme, die ſich durchführen läßt, bis die Stauden etwa 15 m hoch ſind, denken leider immer noch viel zu wenige. Eine Kopfkalkung zu Kartoffeln bietet aber viele Vorteile. Sie fällt in eine ver⸗ hältnismäßig arbeitsſchwache Zeit, trägt aber weſentlich dazu bei, mit dem vielfach noch ſehr wenig befriedigenden Kalk⸗ zuſtand unſerer Böden aufzuräumen. Wir brauchen je Hektar etwa 6—10 dz gemahlenen Branntkalk, der aber nur auf trok⸗ kenem Boden und auf ebenſolchen Pflanzen ausgeſtreut wer⸗ den darf. Weiterhin iſt es dringend notwendig, daß der Kalk recht bald gut mit dem Boden vermiſcht wird. Das geſchieht am beſten mittels der Hacke, ſo daß wir hier genötigt ſind, eine Arbeit der anderen auf dem Fuß folgen zu laſſen. Die Rüben ſtellen an die Nährſtoffe, beſonders an Stick⸗ ſtoff, ſehr hohe Anſprüche. Bei den Zuckerrüben verteilen wir die Stickſtoffmenge, die insgeſamt verabreicht werden ſoll, auf oder noch beſſer auf 3 Teile. Die letzte Gabe bringen wir aus, wenn die Rüben vereinzelt ſind, und zwar in Form von Salpeter, weil dieſer die ſchnellſte Wirkung hat. Hier iſt es gut, wenn nach der Stickſtoffgabe noch die Handhacke folgt. Bei den Futterrüben kann ein Teil der Stickſtoffdünger in Form von Jauche gegeben werden, und zwar muß dieſe gut in den Reihen verteilt werden. Am beſten geſchieht dies mit dem Jauchedrill oder mit einem Breitverteiler, der ſich an jedes Jauchefaß leicht anbringen läßt. Um eine möglichſt weit⸗ gehende Ausnützung der Jauche zu erreichen. wird dieſe bald nach dem Ausbringen mit dem Boden gut vermiſcht, was am allerbeſten durch Hacken geſchieht. So laſſen ſich auch hier meh⸗ rere notwendige Arbeiten, nämlich Einbringen des Nähr⸗ ſtoffs, Vertilgung des Unkrautes und Lockerhaltung der oberen Bodenſchicht, in einem Arbeitsgang erledigen.— Was für die Futterrüben gilt, gilt in gleicher Weiſe für die Kohlrüben und Mais. Wenn der letztere auch eine Körnerfrucht iſt, ſo zählt er doch kulturmäßig zu den Hackfrüchten und muß, wenn wir von ihm gute Erträge erzielen wollen, genau ſo behandelt werden wie Kartoffeln und Rühen. Für das Gedeihen der Hackfrüchte iſt eine ausreichende Pflege der mit ihnen beſtellten Felder eine unbedingte Not⸗ wendigkeit. Die Hacke, zum richtigen Zeitpunkt angewendet, ſchafft die Vorausſetzung für die Erreichung hoher und ſicherer Ernten. Dr. Heiſer. N geſſen! Sind ſie zu ſchnell 9 ſhlaſſe Spa kübig nach Zur Erleichterung der Landarbeit 26. Merkblatt Mähen und Aufſtellen des Getreides Zeitpunkt: Zu frühe Mahd ergibt Schmacht⸗ und Kümmerkorn. Zu ſpäte— große Ausfallverluſte. Deshalb: Mähreife genau beachten! Weizen: Leicht ſtreuende Sor⸗ ten beſonders rechtzeitig mähen! Sommergerſte: kann bis zur Vollreife ſtehen bleiben. Vorſicht vor Halmbruch! Hafer: reift oft ungleichmäßig. Zwiewuchs nicht zu ſtark berückſichtigen; denn vollreifer Hafer ſtreut ſchon bei mäßigen Winden! Stoppelhöhe: Bei hohem Streuſtrohbedarf Stoppel niedrig halten! Vorſicht bei ſteinigem Boden! Bei Unter⸗ ſaaten hohe Stoppel wählen, ſonſt verzögern grüne Pflanzen⸗ teile im Stoppelende die Trocknung! Senſenmahd. Fehlen Maſchinen und muß mit der Senſe gemäht werden: Nicht gelagerte Beſtände von Weizen, Gerſte und Hafer auf Schwad mähen und ſofort binden! Mitt⸗ leren und ſchweren Roggen immer anhauen! Anmähen: Bei Maſchinenmahd die Felder zunächſt mit der Senſe anmähen! In der freien Gaſſe müſſen zwei Pferde nebeneinander gehen können. Das Anmähen iſt zeitraubend. Deshalb darauf verzichten, wenn die Maſchine auf Wegen, Wieſen oder angrenzenden unbeſtellten Feldern fahren kann. Bei Lagergetreide immer ſo anmähen, daß die Mähmaſchine einen möglichſt langen Zug gegen die Lagerrichtung hat. Aehren dürfen dabei nicht in das offene Meſſer hängen, ſon⸗ 2 müſſen gegen den Außenabteiler oder den Außenſchuh allen. Maſchinenmahd: Der Bindemäher leiſtet in der Getreideernte die beſte Hilfe. Deshalb: Alle Binder des Dorfes gemeinſchaftlich einſetzen. Am beſten arbeitet auf großen Flächen auch bei ungünſtigeren Verhältniſſen der Zapf⸗ wellenbinder hinter dem Schlepper. Auch Getreidemäher (Ableger) und Grasmäher mit Anhaublech oder Hand⸗ ablage ſind der Senſe weit überlegen. Im 24. Merkblatt zur Erleichterung der Landarbeit wurden bereits die„Vorberei⸗ tungen zur Getreideernte“ behandelt. Damit die Maſchinen während der ganzen Ernte leicht und ſtörungsfrei laufen: Schneidwerk in Ordnung halten, ins⸗ beſondere Meſſerführungen und Fingerſpitzen! Meſſer ſach⸗ gemäß ſchleifen und häufig genug auswechſeln! Bei weich⸗ halmigem Getreide(Sommergerſte) und bei Getreide mit grünem Unterwuchs(Unterſaaten oder Unkraut) ſcharfe Meſſer und gutes Schneidwerk verwenden! In den Arbeitspauſen alle Maſchinenteile gründlich ſchmieren! Dabei das Laufwerk (Haupt⸗, Vorderkarren und Außenabteilerräder) nicht ver⸗ geſſen! Beim Bindemäher: Tücher richtig ſpannen! Sind ſie zu ſtraff, erſchweren ſie die Arbeit und verſchleißen zu ſchnell. Loſe Tücher fördern ungenügend und ſtoßweiſe in den Packer. Dadurch klemmt ſich die Nadel leicht feſt. Bei Verſtopfungen im Bindeapparat zuerſt alſo immer die Nadel frei machen! Für richtige Spannung des Bindegarns in den Fadenhaltern ſorgen! Iſt ſie zu ſtraff, reißt der Faden; zu ſchlaffe Spannung führt zu Fehlbindungen. Knüpfer regel⸗ mäßig nachſehen! Stroh, Bindegarnreſte entfernen! Faden⸗ meſſer auf ſcharfen Schnitt prüfen! Abgenutzte Naſen am Knoter rechtzeitig erſetzen. Wer mit dem Knüpfer 11 genau Beſcheid weiß, rufe bei Störungen den Fachmann! Garben⸗ umfang und Sitz des Bindfadens nach dem Zuſtand des Ge⸗ treides einſtellen! Bei trockenem Wetter und unkrautfreien Beſtänden große Garben binden, um Bindegarn zu ſparen! Für die empfindliche Sommergerſte immer kleine Garben wählen! Ebenſo Getreide mit Unterſaaten behandeln! Bei Kleeunterſaat etwas näher an der Aehre binden, damit die lockeren und luftigen Stoppelenden ſchneller und beſſer trock⸗ nen! Bei ungleichen Beſtänden Bindeapparat während des Fahrens ſo einſtellen, daß etwas unter der Mitte der Garbe gebunden wird! Lagergetreide: Grasmäher mit Anhaublech oder Handablage werden mit dem Lagergetreide noch am beſten fertig. Aber auch Binder mit Aehrenhebern und zweckmäßigen Außenabteilern nehmen Lagerfrucht recht gut auf. Zapfwellen⸗ binder, Bindemäher mit Aufbaumotor und Stabbinder ſind dabei gewöhnlichen Haſpelbindern für Geſpannzug überlegen. Auch ohne Zuſatzgeräte zum Lagerfruchtmähen kann man ſich bei ſchwerem Lager helfen: Meſſerbalken möglichſt ſo tief ſtel⸗ len, daß die Binderplattform hinten hoch ſteht! Dadurch ver⸗ hindert man das läſtige Unterſchleppen von Steinen und Sand, und die abgemähten Halme werden auf der Plattform nicht nach rückwärts herausgeſchoben. Oft kann, ſtatt rundum zu fahren, nur an einer oder an zwei Seiten gemäht werden. Fährt man leer zurück, iſt von Zeit zu Zeit eine genügend breite Gaſſe zu legen, wenn nicht ſofort aufgeſtellt wird und der Binder zwiſchen den Stiegenreihen zurückfahren kann. Wird mit dem Grasmäher gearbeitet und leer zurückgefahren, muß die Gaſſe unbedingt abgeharkt werden. Aufſtellen: Auf Schwad liegendes Getreide verdirbt leicht. Deshalb: Sofort nach dem Mähen ins eigene Stroh in kleinen Garben binden und aufſtellen! Gebundenes Getreide iſt leichter und ſchneller aufzuſtellen als loſes, das mit einem Band zuſammengehalten wird. Vor dem Aufſtellen überlegen, was mit dem Feld weiter geſchehen ſoll. Plant man den An⸗ bau von Herbſtzwiſchenfrucht, Stiegenreihen möaglichſt weit auseinander(bis zu 30 m) ſtellen! Für die Zwiſchenfrucht iſt jeder Tag koſtbar. Deshalb muß die Saat ſofort hinter dem Binder in den Boden! Kleine Stiegen trocknen leichter als große. Steht das Getreide ſo ſtark, daß die breiten Stiegen⸗ reihen vom Wind nicht mehr ausreichend gefaßt werden, ſollte man Doppelreihen ſtellen. Sie ſparen beim Einfahren Zeit. Der Wagen fährt zwiſchen ihnen hindurch, kann von beiden Seiten beladen werden und braucht nur halb ſo oft vorzu⸗ rücken, wie bei einfachen Reihen. Damit er genug Platz hat, müſſen die Reihen in einem Abſtand von 4—5 m voneinander entfernt aufgeſtellt werden. Zwiſchen den Stiegenreihen mit dem Pferde⸗ oder dem großen Handrechen ſofort nachharken! Das Zuſammengeharkte zwiſchen den Stiegen auf Haufen ſetzen oder gleich einbinden! Je beſſer das Getreide aufgeſtellt wurde, um ſo ſchneller kann das Feld geräumt werden. Candswiriſckaftsprüfung im Berbſt 1940 Anmeldung bis zum 15. Juli 1940 Im September 1940 finden die Herbſt⸗Landwirtſchaftsprü⸗ fungen ſtatt. Anmeldungen haben bis 15. Juli 1940 zu erfol⸗ gen. Zur Landwirtſchaftsprüfung werden zugelaſſen: 1. Landwirtſchaftslehrlinge, die das 18. Lebensjahr voll⸗ endet und eine zweijährige Landwirtſchaftslehre bei einem von der Landesbauernſchaft anerkannten Lehrherrn abgeleiſtet haben. Der Beſuch der Landwirtſchaftsſchule kann auf die Land⸗ wirtſchaftslehre angerechnet werden, wenn die zweifährige Landarbeitslehre oder eine landwirtſchaftliche Praxis von ent⸗ ſprechender Dauer nachgewieſen werden kann. 5 2. Landwirtſchaftslehrlinge, die eine baldige Einberufung zur Wehrmacht zu erwarten haben, wenn die Lehrzeitverkür⸗ zung 7 Jahr nicht überſchreitet. Lehrlinge, die infolge freiwil⸗ liger Meldung einberufen werden, müſſen mit der Anmeldung den Freiwilligenannahmeſchein mit vorlegen. 5 3. Reichs⸗, Gau⸗ und Kreisſieger des Reichsberufswett⸗ kampfes der Gruppe Bauern, Landwirte und Landarbeiter, wenn eine mindeſtens 4jährige zuſammenhängende praktiſche Tätigkeit in der Landwirtſchaft, einſchließlich des Beſuches bei⸗ der Klaſſen einer Landwirtſchaftsſchule nachgewieſen wird. Die praktiſche Tätigkeit kann ganz im elterlichen Betrieb abgeleiſtet worden ſein. Für die Anmeldung iſt ein beſonderer Vordruck zu verwenden, der bei der Landesbauernſchaft Baden, Karls⸗ ruhe, Beiertheimer Allee 16, anzufordern iſt. Der Anmeldung ſind beizufügen: ein ausführlicher ſelbſt⸗ geſchriebener Lebenslauf, beglaubigte Zeugniſſe über die Land⸗ wirtſchaftslehre und ſonſtige landwirtſchaftliche Praxis ſowie gegebenenfalls eine vom Bürgermeiſteramt beglaubigte Be⸗ ſcheinigung über die Tätigkeit im elterlichen Betrieb; ferner, ſoweit nicht ſchon früher eingereicht, ein polizeiliches Führungs⸗ zeugnis(Leumundszeugnis), beglaubigte Abſchriften des Ab⸗ gangszeugniſſes der Volks⸗, ländl. Berufs⸗ und Landwirt⸗ ſchaftsſchule bzw. einer Mittel⸗ oder Höheren Schule, ſoweit eine ſolche beſucht wurde. Gleichzeitig mit der Anmeldung hat der Prüfling die Prüfungsgebühr von 20,—RM. auf das Poſt⸗ ſcheckkonto der Landesbauernſchaft Baden, Karlsruhe Nr. 520, unter Angabe des Buchungszeichens 3/14/8 b, einzuzahlen Die Gebühr kann bei beſonderer Bedürftigkeit, Tüchtigkeit und Würdigkeit auf Antrag erlaſſen werden. Dem Antrag iſt ein vom Bürgermeiſteramt ausgeſtelltes Vermögenszeugnis beizu⸗ legen. Das vom Lehrling zu führende Merkbuch iſt mindeſtens 10 Tage vor der Prüfung an die Landesbauernſchaft einzuret⸗ chen. Reichsberufswettkampfſieger, die kein Merkbuch geführt haben, müſſen an deſſen Stelle eine ſchriftliche Arbeit einrei⸗ chen, für die ein bei der Landesbauernſchaft erhältlicher Vor⸗ druck zu verwenden iſt. Tritt ein Prüfling nach ordnüngs⸗ gemäßer Anmeldung ohne zwingenden Grund von der Prüfung zurück, ſo gilt dieſe als nicht beſtanden. Die Prüfunasgehühr iſt verfallen. Unvollſtändige ſowie nicht rechtzeitig eingehende Zulaſſungsgeſuche werden zurückgewieſen. 37 „Der Sieger hat nichts zu befürchten. A Wie war es damals?— Erinnerung an den Waffenſtillſtand 1918 Wir Deutſche werden leicht weich, wenn wir andere im Unglück, auch im ſelbſtverſchuldeten Unglück, ſehen. Es gibt aber Augenblicke, in denen jedes falſche Mitleid Verbrechen iſt, ein ſolcher iſt da! 3. Heute erwartet Frankreich vom deutſchen Sieger Milde. Noch vor ſechs Wochen aber ſchrieb— nicht etwa irgendein Hetzblatt, ſondern das Blatt der franzöſiſchen der bis⸗ herigen franzöſiſchen Armee„France Militaire“, ein Rezept für den Frieden. Was wollte man mit Deutſchland tun, wenn man es beſiegt hatte?„Ein Vertrag? Niemals! Man disku⸗ tiert nicht mit Verbrechern! Man ſetzt ihnen das Meſſer an die Kehle!“ Wohl das Urwaldmeſſer, das zur Ausrüſtung der Schwarzen im Kampf„für Europas Ziviliſation“ gegen Deut⸗ ſche gehört. N Deutſchland hat nicht vergeſſen, wie ſie es einſt mit uns machten, wenn auch deutſche Heere immer noch weit in Frankreich ſtanden. Wir werden von ſelbſt hart, wir nehmen von ſelbſt unſer Herz jetzt ganz feſt in die Hand wenn wir die Erinnerung an damals, an jenen anderen Waffenſtillſtand, wiedererwecken. i Als am 4. Oktober 1918 die deutſche Bitte um Einleitung von Waffenſtillſtandsverhandlungen ausgeſprochen wurde, da ließ man ſich Zeit. Volle fünf Tage hatten wir zu warten, ehe man uns einer erſten Antwort würdigte. Ueber ein Monat verſtrich, ehe unſere Unterhändler damals nach Compiégne kom⸗ men durften, über ein Monat, in dem wir auf Frankreichs Seite nichts von dem Edelmut fanden, den ſie jetzt von uns er⸗ warten; über ein Monat verſtrich, es waren genau 34 Tage, ebenſo viele wie jetzt zwiſchen dem Beginn unſerer Operatio⸗ nen und dem Fall von Paris. Was aber geſchah in den drei Tagen in Compiéane? War damals der Sieger ſo großmütig, wie man es von uns heute erwartet? Nein. Man koſtete den Triumph bis zum letzten aus, man demütigte die Deutſchen ohne Sinn und Zweck, man kränkte die deutſche Ehre, wo man nur konnte. Erinnern wir uns an Einzelheiten der Ereigniſſe im Walde von Compiégne, die von wahrhaft dramatiſcher Wucht waren: Am 8. November, morgens 7 Uhr, waren die Deutſchen angekommen, nach einer Fahrt kreuz und quer durch ganz Nordfrankreich. Gegen 9 Uhr bequemte ſich der Oberkomman⸗ dierende der alliierten Armeen, Marſchall Foch, die Deutſchen zu empfangen. Es waren Erzberger, General von Winterfeldt, Kapitän zur See Vanſelow und Geſandter Graf Oberndorff. Nachdem die Vollmachten der Deutſchen geprüft und ſie förm⸗ lichſt begrüßt waren, wandte ſich Marſchall Foch an ſeinen Ge⸗ neralſtabschef Weygand, den gleichen Mann, der heute an der Spitze der völlig geſchlagenen franzöſiſchen Armeen ſteht. Foch ſagt zu ihm mit ausgeſuchter Gerinaſchätzigkeit und in kaltem, ſchneidendem Ton:„Fragen Sie die Herren, was ſie hier wün⸗ ſchen!“„Wir ſind hierher gekommen,“ ſagt Erzberger,„um die Vorſchläge der verbündeten Mächte betreffend eines Waffen⸗ ſtillſtandes zu Waſſer, zu Lande und in der Luft entgegenzuneh⸗ men.“ Vorſchläge! Er wagt,„Vorſchläge“ zu ſagen! Foch ſagt eiſig zum Dolmetſcher:„Antworten ſie dieſen Herren, daß ich ihnen Vorſchläge nicht zu machen habe.“ Und ſchon erhebt er ſich halb vom Sitz, er ſcheint die Unterhaltung abbrechen zu wollen. Als ob es in dieſer furcht⸗ baren Minute auf einen Ausdruck ankommt, auf ein Wort! Mit Mühe iſt Foch zu bewegen, anzuhören, wie Graf Obern⸗ dorff ihm auseinanderſetzt, man ſei auf Grund der Wilſon⸗ Note gekommen, um die Waffenſtillſtandsbedingungen zu er⸗ fahren! Bedingungen alſo! Darauf war es Foch ange⸗ kommen. Der Marſchall:„Sie ſind alſo gekommen, um einen Waffenſtillſtand zu erbitten! Wenn Sie darum bitten, dann bitten Sie formell!“ Er will die Deutſchen demütigen, will den Triumph aus⸗ koſten, ſich an deutſcher Schmach weiden bis zur Neige— genau wie ſpäter Clemenceau in Verſaäilles. Erſt als ſich die Deut⸗ ſchen erniedrigen und wirklich demütig bitten, läßt Foch ſeinen Generalſtabschef Weygand die Bedingungen verleſen. Wäh⸗ renddeſſen ſitzt Foch wie unbeteiligt und mit eiſiger Kälte am Tiſch. Der engliſche Admiral Wemyß tut gelanaweilt, er hat eine Poſe anſtudiert, er ſpielt mit dem Monokel. Die Deut⸗ ſchen hören die Bedingungen. Ihnen läuft es kalt den Rücken hinab. Waffenſtillſtand? Das war kein Waffenſtillſtand. Das war die Forderung auf bedͤingungsloſe Unterwerfung auf Gnade und Ungnade, kein Waffenſtillſtand, ſondern eine Kapi⸗ tulation! Man hat die furchtbarſten Bedingungen ausgeklügelt, . ſchon jetzt ſo hart wie nur irgendmöglich zu reffen. Als Weygand zu Ende iſt, bittet General Winterfeldt um Waffenruhe während der Verhandlungen. Er betont den Wunſch, weiteres ſinnloſes Blutvergießen zu vermeiden. Ohne auf die menſchlichen Beweggründe auch nur einzugehen, ver⸗ weigert das Foch. Leiſe, um es die Deutſchen nicht hören zu — 5 flüſtert er zu Weygand:„Wenn ich den Deutſchen drei Tage Ruhe laſſe, kriegt ſie kein Menſch mehr aus den Schützen⸗ gräben hinaus.“ Er war ſich alſo bewußt, daß die deutſchen Soldaten unbeſiegt waren und notfalls weiterkämpfen würden. Die Deutſchen bekommen eine Friſt von 72 Stunden. Sie müſſen entweder annehmen oder ablehnen, nichts weiter. Selbſt eine Friſtverlängerung, da die Deutſchen den Text der Bedin⸗ gungen nicht einmal nach Berlin funken dürfen, wird von Foch glatt verweigert. 34 Tage hatten ſie ſelbſt ſich Zeit gelaſſen. Jetzt ſollen die Deutſchen haſten, ſollen nicht nachdenken Als Foch gegangen iſt, verſuchen die Deutſchen zäh, doch noch einige kleine Erleichterungen zu erbitten. General Wey⸗ gand empfängt den Grafen Oberndorff. Er hört ſich an, wie der ihm erklärt, die Bedingungen ſeien undurchführbar. Er läßt ihn lange reden. Dann ſagt er leichthin:„Schreiben Sie auf, was Sie für undurchführbar halten.“ Nichts weiter. Auch General Winterfeldt verſucht noch Weygand von der Undurchführbarkeit der Bedingungen zu überzeugen. Er be⸗ ſchwört Weygand, er ſpricht zu ihm von der drohenden Gefahr linksradikaler Verſeuchung der deutſchen Heere. Das könnte dann auch auf die franzöſiſchen überſpringen. Aber Weygand antwortete nur überlegen:„Der Sieger hat nichts zu be⸗ fürchten, gar nichts!“ Dann warten die Deutſchen auf die Antwort von Berlin und vom Oberkommando in Spa. Sie wiſſen, am 11. Novem⸗ ber, 11 Uhr vormittags, läuft das Ultimatum ab. Endlich, am 10. November, 20 Uhr, trifft der Funkſpruch aus Spa ein. Ge⸗ neralfeldmarſchall von Hindenburg wünſcht Erleichterung we⸗ nigſtens bei einigen Punkten. Um 23 Uhr kommt auch das Telegramm der Reichsregierung. Die Deutſchen ſind ſo her⸗ metiſch abgeſchloſſen, daß ſie kaum wiſſen, daß inzwiſchen der Kaiſer geflohen und daß in Deutſchland Umſturz iſt. Als die Deutſchen nun in der Nacht um eine Beratung bitten, hält es Foch nicht für nötig, daran teilzunehmen. Ueber eine Stunde ringen nun die Deutſchen um eine einzige Er⸗ leichterung: Die Beendigung der Hungerblockade. Erzberger legt die mörderiſche Wirkung des Hungers auf Frauen und Kinder dar. Er nennt die Aushungerung„nicht fair“, was den engliſchen Admiral Wemyß zu der erregten, aber nicht geiſt⸗ reichen Antwort verleitet:„Nicht fair? Sie haben auch wahllos unſere Schiffe verſenkt!“— Schiffe ſind keine Lebeweſen, ſind keine verhungernden Frauen und Kinder. Außerdem war das im Krieg, jetzt ſollte der Krieg aber doch zu Ende ſein, auch für Frauen und Kinder. Endlich, am Morgen des 11. November, gegen 5 Uhr, iſt alles ziemlich ſo weit. Da tritt Foch in den Verhandlungs⸗ raum des Salonwagens:„Sind Sie immer noch nicht fertig? Wenn Sie es in einer Viertelſtunde nicht ſind, komme ich wieder und garantiere Ihnen, daß wir dann in 5 Minuten fertia ſind!“ Sagt es, dreht ſich um und geht harten Schrittes davon. a Es iſt alles zu Ende. Die Deutſchen unterſchreiben, daß die Feindͤblockade weitergehen ſoll, daß deutſche Schiffe weiter gekapert werden können, ſie unterſchreiben, daß ſofort alle Kriegsgefangenen auszuliefern ſind ohne Recht auf Gegenſei⸗ tigkeit; die deutſchen Kriegsgefangenen bleiben noch Monate, Jahre hinter Stacheldraht. Sie unterſchreiben, die Deutſchen, ſie unterſchreiben noch viel mehr, und nachher verſucht Erzher⸗ ger nun, da alles vergebens iſt, noch eine ungeſchickte theatra⸗ liſche Poſe. Er gibt eine längere Erklärung ab, die mit den Worten ſchließt:„Ein Volk von 70 Millionen leidet, aber es ſtirbt nicht.“ Ungeduldig hört man ihn an. Dann ſaat Foch: „Schon aut, ſchon gut!“ Um 5.30 Uhr morgens am 11. November 1918 iſt alles zu Ende. Abſchied ohne Handſchlag: man hat den Deutſchen in Compiégne überhaupt nicht ein einziges Mal die Hand gege⸗ ben. Und um 11 Uhr vormittags ſchweigen die Waffen. Deutſch⸗ lands Leidensweg geht weiter. Hindenburg wollen ſie als „Kriegsverbrecher“ ausgeliefert bekommen, der damals das gleiche tat wie heute Petain. Deutſchland geht nach Verſailles. Wie Compiégne kein Waffenſtillſtand war, war Verſailles kein Friede. Sie wollten weiter den Krieg, und der Krieg, den ſie verewigen wollten, glomm unterirdiſch nach. Es kniſterte nur. Bis die Schuldigen dann ſelbſt die Lohe wieder anfachten. Die Lohe, in der nun ſie ſelbſt verbrennen und büßen, hart und unerbittlich büßen müſſen. Jetzt kommt die aroße Abrechnung dafür, was ſie einem großen Kulturvolk brutal an Erniedri⸗ gung, an grauſamer Schmach, an Demütigung bis zum aller⸗ letzten angetan haben. Jahrhundertelang. Nicht nur nach dem Weltkrieg. Ein Volk von 70 Millionen ſtirbt nicht, hatte einer geſagt. Er hatte Recht und wußte doch nicht, wie ſehr. Er hatte Recht, ebenſo wie ſein Intimus Scheidemann, der mit der verdorrten Hand. Keiner wußte, wie Recht Erzberger damals hatte. Er wußte es nicht, Foch wußte es nicht, Weygand wußte es nicht. Aber heute weiß es Weygand. Und morgen wird es auch Churchill wiſſen. F. Langer 0 Sanne Roman von Norbert Bruchhbäuler Inhaber aller Rechte: Ludwig Voggenreiter Verlag Potsdam 24. Fortſetzung Sanne, die in der Stube ſaß und auf Peter wartete, hörte den Hufſchlag ſchon von weitem und ſtand auf, um die La⸗ terne anzuzünden. Sie war noch nicht bis zur Tür gelangt, da preſchte das Pferd durch die Einfahrt, überquerte in voller Karriere den Hof und hielt im nächſten Augenblick ſchon an der Tür zum Pferdeſtall. Peter ſprang ab und beruhigte das Tier, das mit zitternden Flanken daſtand. Dieſe beiden Vorfälle machten natürlich viel und lange von ſich reden. Auf Veranlaſſung des Jagdpächters wurde bei Robert Ziegler eine Hausſuchung vorgenommen, aber ohne Ergebnis. Die Folge war, daß Ziegler ſich als der zu unrecht Verdächtigte aufſpielte und in aller Oeffentlichkeit gegen Er⸗ bacher zu hetzen anfing. Nun zeigte ſich der weſensmäßige Unterſchied zwiſchen Guſtav und Peter Erbacher. Während Peter mit einer groß⸗ zügigen Handbewegung den Fall erledigt wiſſen wollte, ſetzte ſich der Alte mit der Leidenſchaft des Jägers dem Verbrecher auf die Spur. Er durchſtreifte das Revier zu jeder Tages⸗ und Nachtzeit, er vergaß Eſſen und Trinken, er lag ſtunden⸗ lang mit geſpanntem Hahn auf der Lauer, er beobachtete den roten Ziegler auf Schritt und Tritt, ja, er ließ es ſich eine Stange Geld koſten und beſtach einige gute Freunde, die ſoll⸗ ten den Ziegler betrunken machen, um vielleicht auf dieſe Weiſe hinter das Geheimnis zu kommen. Alle Anſtrengung blieb jedoch erfolglos. Robert Ziegler trank, aber er betrank ſich nicht, und einmal, als ihm die Bauern zuredeten ſagte er: „Soviel Geld hat der Erbacher gar nicht, um mich beſoffen zu machen!“ Guſtav Erbacher hörte es und rief über zwei Tiſche weg in ſeiner ſpöttiſchen Art:„Wir treffen uns ſchon noch ein⸗ mal, wo es keinen Branntwein gibt; wollen ſehen, wer dann die Zeche bezahlt!“ Einige Bauern lachten. Aber ſie ſchwiegen, als Ziegler langſam aufſtand und durch die Stube an den Tiſch Erbachers ging. Dort ſtellte er ſich breitſpurig hin, ſteckte die eine Hand in die Taſche, ballte die andere zur Fauſt und legte ſie vor Erbacher auf den Tiſch. Dann ſagte er gedehnt, mit ſcharfer Betonung:„Wenn du dieſe Fauſt in die Zähne haben willſt, brauchſt du nur zu wiederholen, was du eben geſagt haſt!“ Mit eiskaltem Haß entgegnete Erbacher, ohne eine Miene zu verziehen:„Du endeſt auch ohne mich da, wo du hin⸗ gehörſt!“ Die Fauſt zuckte auf dem Tiſch, aber ſie hob ſich nicht. Erbacher griff gewohnheitsmäßig nach ſeinem Glas und trank, als ob nichts geſchehen wäre. Ziegler trollte ſich mit einem böſen Lächeln an ſeinen Tiſch zurück. Von nun an ging Guſtav Erbacher noch verbiſſener als bisher ſeinem mühevollen und gefährlichen Handwerk nach, und als ihn gelegentlich ein guter Freund im Scherz fragte, ob er denn nicht lieber ſein Bett in den Wald mitnehmen wollte, entgegnete er: „Ich würde meinen Sarg mitnehmen an dem Tag, an dem ich wüßte, daß der andere ins Gras beißen muß!“ 15. Sanne ſah ihrer zweiten Niederkunft entgegen, diesmal mit einer leiſen Bangigkeit, für die ſie keine rechte Erklärung wußte. Sie hätte wieder wie damals, als ſie mit Cecilia ging, daſitzen und träumen mögen und heimliche Zwieſprache halten mit dem kleinen Menſchlein, das, zaghafter als Cecilia, nach ihrem Herzen langte. 8 Es wollte ihr aber nicht gelingen, wie ehedem in Ge⸗ danken die Züge des kleinen Geſichtes zu ertaſten. Es war ihr wie einem, der auf einem Schiff ſteht und eine wunderſchöne Landſchaft vorüberziehen ſieht; er möchte verweilen, er möchte den Fährmann bitten, fahr nicht ſo ſchnell, ſo Schönes be⸗ gegnet uns nie wieder! Aber der Fährmann ſchaut gerade⸗ aus, das Schiff eilt ungerührt dahin, die Landſchaft verſinkt, und das Herz füllt ſich mit wehmütiger Trauer. Sanne empfand die fortgeſetzten Aufregungen und Sorgen manchmal wie einen ſtrafwürdigen Eingriff in ihre heiligſten Rechte. Hatte ſie ſich nicht gelobt, Männerhandwerk den Män⸗ nern zu überlaſſen, über den Rand ihres Neſtes ſich nur zu beugen, um Ausſchau zu halten, ob gut oder ſchlecht Wetter am Himmel ſtehe? Ach, ſie fühlte zuweilen mit ſträubender Angſt, wie ſte ſamt ihrem Neſt auf den Wirbeln und Schnellen eines Stromes tanzte, deſſen Ufer immer weiter zurückzu⸗ weichen ſchien, ſe ſehnſüchtiger ſie die Arme dana reckte. Sie wollte ja nicht bedauert oder bemitleidet fein es zu⸗ weilen hätte ſie ſich doch gern an ein mütterliches Herz ge⸗ flüchtet und ſich von gütigen Händen ſtreicheln laſſen. Allein wohin ſie ſchaute: alle waren mit ſich beſchäftigt. So gerann aus Bitternis und Not in ihr die Erkenntnis, daß in entſcheidenden Stunden der Menſch immer auf ſich allein geſtellt iſt. „ In dieſem Bewußtſein wurde ſie auch beſtärkt, wenn ſie ſich zuweilen ganz im Stillen nach dem Maß der Erfüllung fragte, die ihr in der Ehe zuteil geworden war. Sie würde nun ihr zweites Kind bekommen, und übers Jahr das dritte, und dann das vierte und fünfte. Gewiß, ein Bauernhof braucht Kinder, ein Strom von Leben muß aus einem ſolchen Hof in das Land fließen. Das wußte ſie und das erfüllte ſie mit Stolz. Das war die erſte und vornehmſte Aufgabe, die ihr geſtellt war. Und ſie wollte viele geſunde, tüchtige Kinder großziehen. Sie ſcheute ſich nicht davor, ſie zu tragen, ſie fühlte ſich in all ihrer warmen Mütterlichkeit aufgerufen, wenn ſie an die vielen Jahre dachte, in denen ſie noch Mutter werden und nach ihrer Beſtimmung Kindern das Leben geben ſollte. Aber ging es wohl auch den anderen Frauen ſo, daß das, was ſie ſich vor der Ehe als Liebe, als tiefſte Beglückung und Erfüllung erträumt hatten, ſo weit hinter den Erwartungen zurückblieb? Stand es nicht auf den Geſichtern faſt all der Frauen, die ſie kannte, zu leſen, daß ſie im Joche der Pflicht gingen, daß ſie ihre Kinder empfingen, weil es ſo ſein mußte, weil ein härterer Wille über ihnen ſtand? War das die Ord⸗ nung der Dinge? Unter Bauersleuten beſpricht man die natürlichen Lebens⸗ vorgänge, ſoweit ſie ſich auf das Tier beziehen, mit der glei⸗ chen Selbſtverſtändlichkeit, wie man über die Ernte oder das Wetter ſpricht. Die Liebe zwiſchen Eheleuten dagegen iſt ein Bereich, der von fenſterloſen Mauern umgeben iſt. Selbſt unter ſich pflegen Mann und Frau, bei all ihrer ſonſtigen Natürlichkeit, dieſe ſpröde Scheu nicht abzulegen; ſie können es nicht, ſie würden es als Schamloſigkeit empfinden. Sanne geſtand ſich, daß ſie auf dem Wege war, gleich den anderen Bauersfrauen in ihrer Ehe nur die Pflicht der Laſt zu ſehen, während das Recht der Luſt dem Mann gehörte. Aber wenn ſich ihr Innerſtes dagegen empören wollte, weil ſie es zugleich auch als eine Art Erniedrigung empfand, ſo gebot ihr die Pflicht, daran zu denken, daß ihre erſte Auf⸗ gabe war, Mutter zu ſein und im Mutterſein ihr ganzes Glück und ihre Erfüllung zu finden. g. a. Kurz nach Neufahr ſetzte Tauwetter ein. Es tropfte von allen Dächern. Die Spatzen lärmten auf dem Hof in der Sonne. Unter dem heiteren Himmel zogen weiße Wolken wie Wattebäuſche nach Norden. Peter und Stephan hatten alle Hände voll zu tun, um die Gräben auszuheben und das Schmelzwaſſer abzuleiten, das den Wieſengrund weithin zu überſchwemmen drohte. Naß bis auf den Leib rüſteten ſie am ſpäten Nachmittag zum Heim⸗ gehen. Da ſahen ſie ein Mädchen mit fliegenden Röcken herankommen. Es war Agnes. Sie winkte ſchon von wei⸗ tem und rief etwas durch die hohlen Hände, aber der Wind trug die Worte davon. Peter ahnte nichts Gutes, er ließ die Hacke fallen und lief dem Mädchen entgegen. Sie berichtete in abgeriſſenen Sätzen. Sanne ſei auf der Treppe ausgeglitten und habe ſich weh⸗ getan, und jetzt. ſie mußte ſich unterbrechen, um Atem zu holen... die Hebamme habe kommen müſſen, und.. viel⸗ leicht ſei das Kind ſchon da. Sie fing plötzlich an zu ſchluchzen. Peter nahm ſie am Arm und zog ſie mit ſich fort.„Es wird nicht ſo ſchlimm ſein! Hat meine Frau dich nach mir geſchickt oder biſt du— 7, Nein, die... Hebamme hat geſagt, ich ſoll Euch rufen. Peter fing an zu laufen„Mach du nur langſam“, rief er zurück. 5 Agnes konnte nicht mehr Schritt halten. In einem Anfall von Schwäche blieb ſie ſtehen und weinte, bis Stephan kam, ihr beruhigend zuſprach und mit ihr ging. eter eilte in großen Sprüngen querfeldein. Die ſchmut⸗ 124 Schneereſte ſpritzten unter ſeinen Schuhen, die feuchte Ackererde hängte ſich in Klumpen daran, der Schweiß rann ihm über das Geſicht.. a Als er in die Nähe des Dorfes kam, hörte er die Kirch⸗ turmuhr ſchlagen. Ohne zu wiſſen, warum, hielt er an und zählte ſechs Schläge. Sechs Uhr, ſagte er vor ſich hin, und ein wirrer Gedanke zerrte an ſeinem Hirn, als ob dieſer Stundenſchlag eine ſchickſalhafte Bedeutung haben müßte. Atemlos gelangte er durch den Garten in den Hof. Der Hof war leer. Karo kroch verſchlafen aus der Hundehütte und wedelte ihm entgegen. In der Haustür prallte er gegen Traud, die eine Wanne mit Waſſer vor dem Leib trug. (Fortſetzung folgt) 3 Aus dem RNeichsnährſtand Köratt Sonderkörungen für Siegenböcke 1940 Die im Jahre 1940 ſtattfindenden Sonderkörungen für Ziegenböcke mit anſchließender Verſteigerung ſind auf folgende Termine feſtgeſetzt: Weiße deutſche Edelziegen Mittwoch, den 26. Juni, in Sinsheim a. E., beim Stadtpark, Dienstag, den 2. Juli, in Bruchſal, Schloßreithalle, Donnerstag, den 11. Juli, in Weinheim, Schlachthof, Donnerstag, den 18. Juli, in Mosbach, beim Feuerwehrhaus, Donnerstag, den 25. Juli, in Lahr⸗Dinglingen, Bockſtall, Mittwoch, den 7. Auguſt, in Radolfzell, Viehmarkthalle. Die Tiere werden jeweils von 6.30 Uhr ab aufgetrieben, die Sonderkörung beginnt um 7.30 Uhr. Die urſprünglich vor⸗ geſehenen Sonderkörungen mit Verſteigerungen in Lörrach, Endingen und Raſtatt werden aller Wahrſcheinlichkeit nach ausfallen müſſen. Karlsruhe, den 21. Juni 1940. Der Leiter des Köramtes: F. Engler⸗Füßlin, Landesbauernführer. Sad. Vferdeſtammbuch Zuchtbuchaufnahmen 1940 Die Zuchtbuchaufnahmen von Kaltblutſtuten für 185 Bezirksverband Unterbaden finden an folgenden Tagen att: Montag, den 1. Juli 1940: 7.15 bis 9.30 Uhr in Wiesloch, auf dem Meßplatz, 10.20 bis 11.00 Uhr in Gra⸗ ben, beim Schulhaus, 11.30 bis 12.00 Uhr in Durlach, beim Weiherhof, 14.30 bis 15.30 Uhr in Königsbach, Schul⸗ platz, 16.30 bis 17.00 Uhr in Marxzell, Mühle, 17.30 bis 18.30 Uhr in Pforzheim, Stutenſchauplatz. Dienstag, den 2. Juli 1940: 7.00 bis 8.30 Uhr in Bretten, Viehmarktplatz, 9.00 bis 11.30 Uhr in Eppin⸗ gen, Karlsplatz, 13.00 bis 16.30 Uhr in Sinsheim, Robert⸗Wagner⸗Platz, 17.00 bis 18.00 Uhr in Kirchardt, beim Hengſtſtall. Mittwoch, den 3. Juli 1940: 7.30 bis 9.00 Uhr in Heidelberg⸗ Kirchheim, Turnhalle, 9.30 bis 11.30 Uhr in Meckesheim, Adolf⸗Hitler⸗Platz. 12.00 bis 12.20 Uhr in Schönbrunn beim Rathaus, 14.00 bis 14.45 Uhr in Eber⸗ bach, auf dem Lauer, 15.30 bis 17.30 Uhr in Weisbach, beim Hengſtſtall, 17.30 bis 18.15 Uhr in Oberſcheidental, Och Wirtshaus, 19.00 bis 19.45 Uhr in Höpfingen, beim en. Donnerstag, den 4. Juli 1940: 7.00 bis 9.00 Uhr in Wertheim, Viehmarktplatz, 9.30 bis 11.00 Uhr in Tau⸗ berbiſchofsheim, Wörthwieſe, 11.30 bis 12.00 Uhr in Grünsfeld, am Bahnhof, 13.30 bis 14.45 Uhr in Box⸗ berg, Viehmarktplatz, 15.15 bis 16.00 Uhr in Eubigheim, beim Turnplatz, 16.30 bis 18.00 Uhr in Adelsheim, beim Bahnhof. 5 Donnerstag, den 11. Juli 1940: 8.00 bis 9.00 Uhr in Mosbach, Feuerwehrplatz, 9.30 bis 10.45 Uhr in Unter⸗ ſchefflen s, beim Bahnhof, 14.00 bis 16.00 Uhr in Helm⸗ ſtad t, beim Bullenſtall. Karlsruhe, den 25. Juni 1940. Weishaar, Landesfachwart. Jandesverband badiſcher Ninderzüchter In das Deutſche Rinderleiſtungsbuch ſind folgende Kühe ein⸗ getragen worden: Nr. 3677 Kuh„Lilly 1255“. Beſ.: H. Kiſtler, Richen, Kreis Sinsheim. für eine Geſamtleiſtung in 9 Jahren von 23 947 kg Milch, 3,987 Fett, 954 kg Fett und 7 Kälber. Nr. 3676, Kuh„Meta“ 1225“. Beſ.: W. Schwing III, Rumpfen, Kreis Buchen für eine Geſamtleiſtung in 8 Jahren von 17 488 kg Milch, 4,1377 Fett, 721 kg Fett und 6 Kälber. 5 Nr. 3678, Kuh„Lilli 1180“. Beſ.: A. Henle, Sulzfeld, Kreis Sinsheim, für eine Geſamtleiſtung in 9 Jahren von 24 363 kg Milch, 3,9677 Fett, 965 kg Fett und 7 Kälber. i Nr. 3679, Kuh„Ming 1066“. Beſ.: Heinr. Ullrich III, Mer⸗ chingen, Kreis Buchen, für eine Geſamtleiſtung in 9 Jahren von 17 418 kg Milch, 4,37% Fett, 761 leg Fett und 7 Kälber. Nr. 3680, Kuh„Lydia 338“. Beſ.: G. F. Seitz I, Liedolsheim, Kreis Karlsruhe, für eine Geſamtleiſtung in 10 Jahren von 25 138 kg Milch, 4,0295 Fett, 1010 kg. Fett und 7 Kälber. Nr. 3681, Kuh„Lore 579“ Beſ.: O. Schork, Wagenſchwend, Kreis Mosbach, für eine Geſamtleiſteng in 11 Jahren von 26 930 kg Milch, 3,97 Fett, 1070 kg Fett und 7 Kälber. 8²⁰ Nr. 3682, Kuh„Flora 2241“, Beſ.: E. Reichert, Fahrenbach, Kreis Mosbach, für eine Geſamtleiſtung in 8 Jahren von 18 043 kg Milch, 3,859) Fett, 694 leg Fett und 6 Kälber. Nr. 3683, Kuh„Marga 788“. Beſ.: F. Harer, Mühlhauſen, Kreis Pforzheim, für eine Geſamtleiſtung in 8 Jahren von 20 536 Kg Milch, 4,20 Fett, 862 jeg Fett und 4 Kälber. Nr. 3684, Kuh„Manda 642“. Beſ.: A. Schmidt, Eberbach⸗Neckar⸗ wimmersbach, Kreis Mosbach, für eine Geſamtleiſtung in 9 Jahren von 26 608 kg Milch, 3,9827 Fett, 1057 kg Fett und 6 Kälber Nr. 3685, Kuh„Lore 724“, Beſ.: G. Metzler, Eubigheim, Kreis Buchen, für eine Geſamtleiſtung in 9 Jahren von 23 641 kg Milch, 3,979) Fett, 938 kg Fett und 6 Kälber. Nr. 3686, Kuh„Ada 570“. Beſ.: F. Seifert, Allemühl, Kreis Mosbach, für eine Geſamtleiſtung in 10 Jahren von 30 712 kg Milch, 3,84 Fett, 1179 kg Fett und 7 Kälber. Karlsruhe, den 24. Juni 1940. Matheis, Landesfachwart. Badiſcher Landesſchweinezuchtver band Neueintragungen in das Deutſche Schweineleiſtungsbuch: Nr. 228, Sau„Linde 5833 B“. Beſitzer: Karl Wolpert, Waſſer⸗ burgerhof, über Engen(Baden). Für eine Durchſchnittsleiſtung in der Aufzucht von 5 Würfen, 10,8 lebend geborene Ferkel, 9,2 Ferkel im Alter von 4 Wochen und 72,6 kg 4⸗Wochen⸗Wurfgewicht. In der Probemaſt von 25/2 Ferkel, 2 Ferkel: 820 g Tageszun., 354,2 kg Futterverbrauch, 2 Ferkel: 700 g Tageszun., 383,5 kg Futterver⸗ brauch zur Erzielung von 100 kg Zunahme. Nr. 286, Sau„Hilkea 5071 8“. Beſitzer: Rupert Jäger, Rohr⸗ dorf, Kreis Stockach. Für eine Durchſchnittsleiſtung in der Aufzucht von 7 Würfen, 12,3 lebend geborene Ferkel, 10% Ferkel im Alter von 4 Wochen und 62,0 kg 4⸗Wochen⸗Wurfgewicht. In der Probe⸗ maſt von 2922 Ferkel, 2 Ferkel: 714 f Tageszun., 362,5 kg Futter⸗ verbrauch, 2 Ferkel: 716 g Tageszun., 380,8 kg Futterverbrauch zur Erzielung von 100 kg Zunahme. Nr. 335, Sau„Heſtia 5007 B. Beſitzer: Direktion der Straf⸗ anſtalten Bruchſal. Für eine Durchſchnittsleiſtung in der Aufzucht von 5 Würfen, 10,8 lebend geborene Ferkel, 9,0 Ferkel im Alter von 4 Wochen und 64,7 kg 4⸗Wochen⸗Wurfgewicht. In der Probe⸗ maſt von 2&2 Ferkel: 2 Ferkel: 737 g Tageszun., 374,7 kg Futter⸗ verbrauch, 2 Ferkel: 635 g Tageszun., 392,7 kg Futterverbrauch zur Erzielung von 100 kg Zunahme. Nr. 336, Sau„Laube 5871 B“. Beſitzer: Verſuchs⸗ und Lehrgut Forchheim, Kreis Karlsruhe. Für eine Durchſchnittsleiſtung in der Aufzucht von 5 Würfen, 11,4 lebend geborene Ferkel, 9,8 Ferkel im Alter von 4 Wochen und 71,6 kg 4⸗Wochen⸗Wurfgewicht. In der Probemaſt von 27/2 Ferkel: 2 Ferkel: 779 8g Tageszun., 373,5 kg Futterverbrauch, 2 Ferkel: 882 8 Tageszun., 326, 1 kg Futterverbrauch zur Erzielung von 100 kg Zunahme. Nr. 337, Sau„Klarheit 5681 B“. Beſitzer: Gräfl. Douglas'ſche Gutsverwaltung, Langenſtein, Krs. Stockach. Für eine Durch⸗ ſchnittsleiſtung in der Aufzucht von 5 Würfen, 10,8 lebend geborene Ferkel, 10,6 Ferkel im Alter von 4 Wochen und 79,3 kg 4⸗Wochen⸗ Wurfgewicht. In der Probemaſt von 22 Ferkel: 2 Ferkel: 637 g Tageszun. 368 kg Futterverbrauch, 2 Ferkel: 695 8 Tageszun., 334,2 kg Futterverbrauch zur Erzielung von 100 kg Zunahme. Karlsruhe, den 25. Juni 1940. Roth, Landesfachwart. Wochenkückenzettel für die Candfrau für die Zeit vom 30. Juni bis 6. Juli 1940 Sonntag. Mittageſſen: Einlaufſuppe, Schweinebraten, Erb⸗ ſen und Gelberüben, Kartoffeln.— Abendeſſen: Brot, But⸗ ter, Wurſt, Tee. Montag. Mittageſſen: Reſteſuppe., Kartoffelauflauf mit Fleiſchreſten, Salat.— Abendeſſen: Zwiebelſauce, Kartof⸗ feln, Salat. Dienstag. Mittageſſen: Gemüſeſuppe, Grießklöße, Kirſchen. — Abendeſſen: Kartoffelſalat mit Wurſt. Mittwoch. Mittageſſen: Haferflockenſuppe, Peterſilienkartof⸗ feln, Hackbraten.— Abendeſſen: Kartoffeln, weißer Käſe mit feingewiegtem Dürrfleiſch untermengt. Donnerstag. Mittageſſen: Bohnenſuppe, Käſeküchle, Sa⸗ 8 Abendeſſen: Kartoffel mit Wurſt gemiſcht, gebraten, Salat. Freitag. Mittageſſen: Kartoffelſuppe. Obſtkuchen(Backtag). — Abendeſſen: Niedernauer Kartoffeln, Salat. Samstag. Mittageſſen: geröſtete Grießſuppe, Kartoffelküchle se Wurſtreſten, Salat.— Abendeſſen: Brot, Butter, Koch⸗ äſe. plit 2 8 — iöfrau Blick auf den Markt Vieh, Fleiſch, Geflügel, Fiſche Die Anlieferungen an Großſchlachtvieh ſind zufriedenſtellend. An einzelnen Stellen mußten die Auftriebe ſogar gedroſſelt werden, um die zahlreich angelieferten Schweine aufnehmen zu können. Schlacht⸗ kälber werden ebenfalls zur Deckung des Bedarfs ausreichend an⸗ geboten. Die Nutzvieh⸗, Ferkel⸗ und Läufermärkte verlaufen auch weiter⸗ hin völlig uneinheitlich. In einzelnen Gebieten finden die Ferkel⸗ und Läufermärkte ſehr großes Intereſſe, ſo daß die jewei⸗ ligen Auftriebe völlig geräumt werden. In einigen anderen Ge⸗ bieten finden zwar ſehr große Auftriebe ſtatt, doch hat die Auf⸗ nahmetätigkeit recht nachgelaſſen. Die Preiſe ſind im allgemeinen etwas rückläufig, halten ſich jedoch im Durchſchnitt auf der Höhe der Vorwoche. Die Nutzviehmärkte ſind nach wie vor unbefriedigend verſorgt. Starke Nachfrage herrſcht auch weiterhin nach leiſtungs⸗ fähigen Milchkühen und nach Kalbinnen. Die Preiſe ſind durchweg gut und halten ſich auf der ſeitherigen Höhe. Bei dem verhältnis⸗ mäßig großen Bedarf an Zugtieren herrſcht infolge der kriegswirt⸗ ſchaftlich bedingten Umſtände eine ſtarke Nachfrage nach Gango Die Verſorgung mit Geflügel läßt auch weiterhin faſt alle Wünſche offen. Das Aufkommen vermag naturgemäß die auch jahreszeitlich beeinflußte Nachfrage nicht völlig zu decken, ſo daß größere Ver⸗ ſorgungslücken aufgetreten ſind. Dieſe Verknappungserſcheinung wurde jedoch nicht weiter fühlbar, da neben ausreichenden Fleiſch⸗ mengen auch Wild für die Verſorgung der Verbraucherſchaft zur Verfügung ſtand. Die Fiſchverſorgung iſt nach wie vor ausreichend. Hier iſt die Nachfrage, insbeſondere nach friſchen Seefiſchen, ſehr ſtark zurück⸗ gegangen. An einzelnen Plätzen waren an den Hauptverkaufstagen einige Ueberſtände. Hier wäre es zu begrüßen, wenn die Ver⸗ brauchsgewohnheiten etwas einheitlicher ausgerichtet würden, damit die Nachfrage nicht immer ſtoßweiſe nur zu gewiſſen Jahreszeiten in Erſcheinung tritt. Süßwaſſerfiſche ſind knapp angeliefert, doch konnte die Nachfrage befriedigt werden. Getreide, Mehl, Nährmittel, Kartoffel Am Schluſſe des alten Verſorgungsjahres ſpielen die Bewegungen auf dem Getreidemarkt keinerlei Rolle mehr. Ablieferungen folgen ſo gut wie nicht mehr, da die geringen aufkommenden Mengen nicht ins Gewicht fallen. Sämtliche Mühlenbetriebe ſind mit Mahlgut ſehr zufriedenſtellend verſorgt, ſo daß die Be⸗ und Verarbeitungs⸗ betriebe ohne Schwierigkeiten mit den erforderlichen Mehlmengen beliefert werden konnten. Dementſprechend konnte auch die Ver⸗ ſorgung der Verbraucherſchaft mit Mehl und Backwaren durchgeführt werden. Die Angebote an Nährmitteln bewegen ſich im Rahmen der Schlüſſelungen für die einzelnen Nährmittelarten. In Haferflocken ſind immer noch größere Mengen am Markt, die bei der Verbraucher- ſchaft nur zögernde Aufnahme finden. Eine Verbrauchsausweitung wäre auch weiterhin erwünſcht. Alle übrigen Nährmittel wurden im Rahmen der vorgeſehenen Zuteilungen dem Verbrauch zugeführt. Trotzdem das Verſorgungsjahr für Speiſekartoffeln nunmehr zu Ende geht, befinden ſich infolge der vorſichtigen Vorratswirtſchaft noch größere Mengen Speiſekartoffeln bei den Großverteilern auf Lager. Die Kartoffeln finden bei der Verbraucherſchaft willige Auf⸗ nahme. Neben dieſen für die Ernährung zur Verfügung ſtehenden Mengen ſind auch bereits größere Mengen ausländiſcher Früh⸗ kartoffeln auf den Märkten erſchienen. Die Aufnahme ſeitens der Verbraucherſchaft erfolgt jedoch nur zögernd, da die deutſchen Kar⸗ toffeln alter Ernte infolge ihrer guten Qualität von der Ver⸗ braucherſchaft bevorzugt werden. Milch, Molkereiprodukte, Fette Die Grünfütterung iſt nunmehr im ganzen Lande beendet und die Heuernte in vollem Gange. Dadurch ſind auch die Milchanliefe⸗ rungen etwas beeinträchtigt und haben mengenmäßig gegenüber der Vorwoche nachgegeben. Trotzdem ſind die Ablieferungen noch be⸗ trächtlich und liegen ganz erheblich über der Vergleichswoche des Vor⸗ jahres. Der Trinkmilchabſatz iſt weiterhin, ſoweit Vollmilch in Frage kommt, etwas zurückgegangen. Demgegenüber hat der Verbrauch von E-Milch leicht angezogen. Die großen Milchanlieferungen kamen in erſter Linie der Buttererzeugung zugute. Allerdings iſt die Er⸗ zeugung mengenmäßig etwas zurückgegangen, was auf die Käſe⸗ erzeugung in beſſeren Qualitäten zurückzuführen iſt. Auch dieſes Mal kamen erhebliche Buttermengen zur Einlagerung, trotzdem die Nachfrage infolge der Austauſchmöglichkeit Margarine gegen Butter weiter ſtark zugenommen hat. Auch die Nachfrage nach Käſe iſt in⸗ folge der Sonderzuteilung ſtark geſtiegen. Die Nachfrage nach Mar⸗ garine iſt zurückgegangen, während die Verbraucherwünſche nach Schmalz auch weiterhin zufriedenſtellend berückſichtigt werden konn⸗ ten. Speiſeöl iſt auch weiterhin ſehr ſtark gefragt. Den Ver⸗ braucherwünſchen konnte nicht in vollem Umfange entſprochen wer⸗ den. Im Rahmen der Zuteilung waren die Mengen jedoch aus⸗ reichend. Gemüſe, Obſt, Eier 5 Jahreszeitlich entſprechend, nehmen die Anlieferungen von Gemüſe und Obſt auf den Märkten täglich zu. Einige Gemüſearten beginnen leicht rückläufig zu werden, doch erſcheinen dafür andere Gemüſe. So ſind die angebotenen Mengen an Spinat und Rhabarber nicht mehr in der Höhe der Vorwoche am Markt, dagegen werden bedeu⸗ tende Mengen an Kopfſalat aus dem Freiland angeliefert. Wenn⸗ 8 gleich die Aufnahme durch die Verbraucherſchaft recht gut iſt, ſo waren doch in den letzten Tagen an verſchiedenen Orten größere Ueberſtände feſtzuſtellen. Kohlrabi finden in recht bedeutendem Um⸗ fange den Weg zu den Märkten und werden raſch und gerne auf⸗ genommen. Das gleiche trifft bei Frühwirſing und Frühweißkraut zu. Hier reichen die angebotenen Mengen noch nicht ganz aus, die rege Nachfrage zufriedenzuſtellen. Blumenkohl iſt ebenfalls in recht beachtſamem Umfange vertreten. Der Anteil aus deutſcher Erzeu⸗ gung dürfte ſich etwa auf die Hälfte der angelieferten Mengen be⸗ laufen. Karotten werden ſtark gefragt, doch reichen die zugeführten Mengen aus, um die Wünſche der Verbraucherſchaft zu erfüllen. Stellenweiſe waren hier geringe Ueberſtände zu verzeichnen. Neben Karotten finden Erbſen ſtarke Beachtung. Hier konnten die Ver⸗ braucherwünſche noch nicht voll befriedigt werden. Bohnen werden ebenfalls in ſteigendem Umfange angeboten, finden jedoch infolge des noch etwas hohen Preiſes nur zögernde Aufnahme. Auch die Anlieferung von roten Rüben und Salatgurken iſt in jeder Weiſe befriedigend. Recht groß iſt das Angebot an Rettichen der verſchie⸗ denen Sorten, die aber raſche Aufnahme finden. Der Obſtmarkt läßt immer mehr erkennen, daß wir uns nun der Einmachzeit recht ſchnell nähern. Das Angebot an Kirſchen war ſo günſtig, daß die ſtarke Nachfrage befriedigt werden konnte. Auch Erdbeeren werden infolge des günſtigen Wachswetters in größeren Mengen als bisher dem Markte zugeführt. Trotz reger Nachfrage waren einzelne Ueberſtände nicht mehr zu vermeiden. In den letzten Tagen werden auch Himbeeren und Johannisbeeren in größerem Umfange angeführt. Bei guten Preiſen iſt die Nachfrage rege, ſo daß die angelieferten Mengen ohne Ueberſtände Aufnahme bei der Verbraucherſchaft finden. Das Angebot an Heidelbeeren iſt noch nicht ſehr umfangreich, ſo daß die Beſtände raſch vergeben waren. Auch Zitronen ſind in ausreichender Menge vorhanden. Die Eierverſorgung hält ſich nach wie vor auf außergewöhnlicher Höhe. Die urſprünglich vorgeſehenen Zuteilungen konnten recht er⸗ heblich überſchritten werden. Es liegen Anzeichen vor, daß auch das Aufkommen aus der Eigenerzeugung in den kommenden Wochen nicht erheblich nachlaſſen wird. Die Erfaſſung iſt nach wie vor in allen Erzeugungsgebieten zufriedenſtellend. Erzeugerhöchſtpreiſe für Gemüſe und Obſt Die Erzeugerhöchſtpreiſe für Gemüſe und Obſt in Baden werden mit Wirkung vom 26. Juni 1940 wie folgt feſtgeſetzt: A. Gemüſepreiſe (Je 500 g): Spinat 10 Rpf.; Rhabarber 7 Rpf.; Kopfſalat Stück Güteklaſſe A über 300 g 7 Rpf.; Güteklaſſe A über 200 bis 300 g 5 Rpf.; unter 200 g 3 Rpf.; Kohlrabi Stück 6 Rpf.; Treibhaus⸗ und Kaſtengurken Stück Größe J über 500 g 35 Rpf.; Größe II über 350 bis 500 g 25 Rpf.; für die Abgabeſtelle Reichenau Größe III kleinere 18 Rpf. Die Gewichtsangaben gelten als ungefähre Be⸗ grenzung. Für Größen über 700 g darf der Höchſtpreis entſprechend überſchritten werden. Rettiche gebunden Güteklaſſe A Bund 8 Rpf.; Rettiche gebunden Güteklaſſe 8 Bund 5 Rpf.; Rettiche große Stück 8 Rpf.; Karotten mit Laub, gebündelt 15 Stück Pariſer große, nicht unter 20 mm Durchmeſſer, 10 Stück 14 Rpf.; Blumenkohl Größe 1 (Mindeſtdurchmeſſer 180 mm) 40 Rpf.; Blumenkohl Größe II(Min⸗ deſtdurchmeſſer 150 mm) 27 Rpf.; Blumenkohl Größe III und ge⸗ ringere 17 Rpf.; Blumenkohl beim Verkauf nach Gewicht 22 Rpf. B. Obſtpreiſe (Je 500 g): Erdbeeren Güteklaſſe A 80 Rpf.; Güteklaſſe B 20 Rpf.; Kirſchen Güteklaſſe A 23 Rpf.; Kirſchen, beſonders große, ſchöne ſchwarze Sorten(Ia Ware) 28 Rpf.; Stachelbeeren, reif 22 Rpf.; Stachelbeeren unreif 18 Rpf.; Johannisbeeren 20 Rpf.; Himbeeren 35 Rpf.; Heidelbeeren, Sammlerpreis 30 Rpf.; ab 28. Juni 1940 25 Rpf. We Erzeuger e gelten, ſoweit nichts anderes angeordnet iſt, für Waren der Güteklaſſe A. Für Waren geringerer Güteklaſſen ermäßigen ſich die Höchſtpreiſe entſprechend der Wertminderung. Zuwiderhandlungen gegen die Beſtimmungen dieſer Anordnung unterliegen den Strafbeſtimmungen der Verordnung über Strafen und Strafverfahren bei Zuwiderhandlungen gegen Preisvorſchriften vom 38. Juni 1939— RGBl. I S. 999—. Zuteilung von Futtermitteln an nichtlandwirtſchaftliche Pferde⸗ und Schweinehalter Für nichtlandwirtſchaftliche Tierhalter kommen Zur Verteilung auf Abſchnitt 8 der Futtermittelſcheine für Pferde je Pferd bis zu 210 kg. Pferdefutter für die Verſorgung der Pferde im Monat Juli 1940. Auf die Abſchnitte 6 der Futtermittelſcheine für Schweine je Schwein bis zu 25 kg Schweinefutter für die Verſorgung der Schweine in den Monaten Juli, Auguſt und September 1940.. Fortſetzung auf Seite 524 2 Noiſenrauclie. 4 Nelimt zuriscliendurtſi IR., ein natlirliclies Pfeſformumlalt gepresst uind ammia fest uur. 5²¹ Firmen, welche die Wünſche des Landkunden kennen Aan V DDD vy 77 0h. Fldnig föbele]ſ[Wauer! 8 50 L 4 N„u. Düngemittel DEIN BILLIGSTER HELFER für Licht, Wärme, bens i 8 9 Kraft im Haus und Hof ist die ELEKTRIZITAT! o S Sn oss Aus kü nft sts it das 4 Lahr(Baden) dene. e Elektrizitätswerk Mittelbaden A.⸗G. 223 Ge Geschäftsstellen Lahr und Offenburg mit allen Nahrungs- u. fienugmitteln 1 1 und durch Vermittlung unserer Kassenboten Landesproduxten U. berwandt. 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Lahr, Telefon 2927 ieee Auch für den badischen Bauersmann empfiehlt es sich, nach dem alten Sprichwort: SPA eie „ oͤpure in der Seil, So hast Du in der Noi zu handeln. Die nachstehenden Genossenschaften mit Spareinrichtung empfehlen sich zur Annahme von Spareinlagen und zur Besorgung aller Bankgeschäfte auch des Landwirts und Bauern Freiburg i. Br.: Gewerbebank e. G. m. b. H., mit Zahl- Offenburg: Vereinsbank e. G. m. b. H. stelle Todtnau Pfullendorf: Bankverein e. G. m. b. H. Gengenbach: Volksbank e. G. m. b. H. Schopfheim: Vorschußbank e. G. m. b. H. Haslach: Gewerbebank e. G. m. b. H. Stockach: Volksbank e. G. m. b. H. Hüfingen: Volksbank der Baar e. G. m. b. H. Stünlingen: Vereinsbank e. G. m. b. H. Kandern: Gewerbebank e. G. m. b. H. Tiengen: Gewerbebank e. G. m. b. H. Lahr: Gewerbebank e. G. m. b. H. Waldkirch: Vereinsbank e. G. m. b. H., mit Zahl- Löffingen: Vorschußbank e. G. m. b. H. stellen Elzach, Prechtal Glottertal Lörrach: Vorschußbank e. G. m. b. H. und Simonswald Meßkirch: Volksbank e. G. m. b. H. Waldshut- Säckingen: Volksbank e. G. m. b. H., Mülheim- Badenweiler: Volksbank e. G. m. b. H., Hauptsitz Waldshut Hauptsitz Müllheim/ Baden Zweigstelle Säckingen Zahlstellen Badenweiler und Neuenburg Zahlstelle Albbruck Oberharmersbach: Volksbank e. G. m. b. H. Wehr: Volksbank e. G. m. b. H., mit Zahlstelle Schwörstadt 52² Wochenblatt der Candesbauernſchaft Baden, Folge 26/1940 u Bauer, dein Einkaufs wegweiſer n Offenburg — 0c Bauern Bezirksſparkaſſe Offenb 5* es iſt nationale Pflicht, E 1 8 ar 0 K en urg 5 01 reſtloſe Milchablieferung an die Molkerei mit Zweigſtellen in 0 7 Durbach— Schutterwald— Winoͤſchläg 3 Ortenauer Milchzentrale mog. ic 36 ien um Offenburg/ Baden Appenweier und Arloffen — Elektromotoren D ee 7 tebn— ee 1. 3 2 2 1 725 12 25 g feu N Friedrich Streb, Menu e ae J%%VVVCAVVVAVVVVC e Gaswerkstraße 19 1227 Die kluge Hausfrau deckt Ihren Bedarf in den Edeka- Geschäften! 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Die Futtermittelſcheine ſind deshalb zwecks Abtrennung der ge⸗ nannten Abſchnitte den ſeitherigen Futtermittellieferanten einzu⸗ reichen. Ferkel⸗ und Läufermärkte Radolfzell, 19. Juni. 282 Ferkel, 6 Läufer. Ferkel bis 6 Wochen 48 bis 56 RM., über 6 Wochen 56 bis 70 RM. Läufer 70 bis 80 RM. Gut, Ueberſtand. Lörrach, 20. Juni. 35 Ferkel über 6 Wochen 50 bis 65 RM. Gut, geräumt. Raſtatt, 20. Juni. 126 Ferkel, 5 Läufer Ferkel bis 6 Wochen 60 bis 80 RM., über 6 Wochen 76 bis 125 RM., Läufer 140 RM. Sehr lebhaft, alles geräumt. Mannheim, 20. Juni. 180 Ferkel, 73 Läufer. Ferkel bis 6 Wochen 24 bis 30 RM., über 6 Wochen 40 bis 70 RM., Läufer 80 bis 92 RM. Schleppend, größerer Ueberſtand. Eberbach, 20. Juni. 23 Läufer 68 bis 84 RM. Sehr ſchleppend, großer Ueberſtand. Eppingen, 21. Juni. 100 Ferkel, 54 Läufer. Ferkel über 6 Wochen 48 bis 60 RM., Läufer 65 bis 80 RM. Gut, geringer Ueberſtand. Gernsbach, 21. Juni. 24 Läufer, 76 bis 116 RM. Sehr lebhaft, alles geräumt. Lahr, 22. Juni. 49 Ferkel über 6 Wochen 60 bis 72 RM. Sehr lebhaft alles geräumt. Bruchſal, 22. Juni. 23 Ferkel, 53 Läufer. Ferkel bis 6 Wochen 48 bis 50 RM., über 6 Wochen 50 bis 60 RM., Läufer 60 bis 86 RM. Sehr ſchleppend, großer Ueberſtand. Weinheim, 22. Juni. 71 Ferkel, 76 Läufer. Ferkel bis 6 Wochen 24 bis 48 RM., über 6 Wochen 68 bis 100 RM., Läufer 170 RM. Mittel, Ueberſtand. Engen, 24. Juni. 47 Ferkel bis 6 Wochen 58 bis 65 RM., über 6 Wochen 62 bis 70 RM. Lebhaft, geringer Ueberſtand. Haslach, 24. Juni. 228 Ferkel, bis 6 Wochen 30 bis 50 RM., über 6 Wochen 51 bis 70 RM. Sehr lebhaft, alles geräumt. Bühl, 24. Juni. 157 Ferkel über 6 Wochen 65 bis 90 RM. Sehr lehhaft, alles geräumt. Zell i. W., 24. Juni. 67 Läufer 48 bis 60 RM. Mittel, geringer Ueberſtand. Die Preiſe verſtehen ſich je Paar in Reichsmark. Hreistafel für den Monat Suli 1940 Herausgegeben von der Marktberichtſtelle Die Getreide, Heu⸗, Stroh⸗ und Schlachtviehpreiſe werden, ſolange ſie unverändert bleiben, nicht wiederholt, deshalb heutige und künftige . Veröffentlichungen aufbewahren. wei 2 mne Heu⸗ und Strohpreiſe Erzeugerfeſtpreiſe für 100 kg, frei verladen Vollbahuſtation für Baden N 8 ee In den Amtsbezirken begchlet Helke large,] Nn. Meg.) ales ene e Tauberbiſchofs heim, Buchen, Mos bach, Sins heiů m„„ R 15 17,90 22,80 10,15 Wieſenhen Ro ggen Waldshut, Neuſtadt, Villingen, Donaueſchingen, Konſtanz, Stockach, Überlingen R 18 7072 15 18.30] 23,35 10,45 f geſund, trocken 5,00—5,40 Mannheim, Heidelberg, Bruchſal, Karlsruhe, Pforzheim, Raſtatt, Bühl, Kehl, gut, geſund, trocken Offenburg, Lahr, Wolfach, Emmendingen, Freiburg, Müllheim, Lörrach, Säckingen R 19 18,50 23,60 10,50(Süßheu) 6.00—6,40 Tauberbiſchofsheim. Buchen, Stockach, überlingen, Konſtanz W116 235 22,00 30,45 10,70 A4 Te 6,80—7,20 Mosbach, Sinsheim, Villingen, Donaueſchinge n[ W17 22, 10 30,45 10.75 8 5 Weizen Mannheim, Heidelberg, Bruchſal, Karlsruhe, Pforzheim, Raſtatt, Bühl, Kehl, 75—77 Kg Luzernehen Offenburg, Lahr, Wolfach, Emmendingen, Freiburg, Müllheim, Neuſtadt, Lörrach, geſund, trocken Säckingen, Waldshut 5 8 5 8 5 W 20 22,60 30,80 11.(Eſparſette⸗ Für Pforzheim) e 5 30,45 Serradellaheu) 7,60—8,00 1— gut, geſund, trocken] 8,20—8,60 Tauberbiſchofsheim, Buchen, Mosbach 0 G7 15,90 88K 8 Kleeh Futter- Pforzbeim. Stockach, Konstanz, Heeringe s 16,20 38 8 2 8 4 l erſte Mannteim, Heidelberg, Sinsheim, Bruchſal, Karlsruhe, Raſtatt, Bühl, Kehl, 59—60 Ef 3 2 3 gate 0 8 158 7,20 7,60 9 Offenburg, Lahr, Wolfach, Emmendingen, Villingen. Freiburg, Donaueſchingen, 82. gut, geſund, tro 7.608,00 Neuſtadt, Müllheim, Lörrach, Säckingen, Waldshut 5 16,40 8 8 8„ Roggenſtroß 338883 . 8 28. Tauberbiſchofshem 8 2 H 11 1700 8s Weizenſtrs g 33 1 8 8 Futter⸗ Buchen, Mosbach, Pforzheim, Stockach, Konſtanz, Uberlinge n.[H 14 18,10 8 8 8 248 2, 803,10“ 882 KN hafer Mannheim, Heidelberg, Sinsheim, Bruchſal, Karlsruhe, Naſtatt, Bühl, Kehl, 46—48 Kg 2 8 2 2 Hafer⸗ und 3 Offenburg, Lahr, Wolfach, Emmendingen, Villingen, Freiburg, Neuſtadt, Donau ⸗ 8 Gerſtenſtroh 8 8 22 eſchingen, Müllheim, Lörrach, Säckingen, Waldshut„ ˙ H 17 18,40 ESS S E 2,70—3,00] S 2 8 &) Roggenmehl⸗Baſistyve 997; Weizenmehl⸗Baſistyve 812. ohne Roggenmehlbeimiſchung.*) Preiſe gelten nur vom 1. bis 15. Just 1940. Dienste geleistet. uns nicht erlöschen. in den Kampfen in Nordfrankreich hat der Leiter unserer Gdterinspektion Würzburg- Neumũhle Herr Diplomlandwirt Dr. Erich Brenkmann als Major der Reserve an der Spitze seines Bataillons für Führer und Vaterland den Heldentod gefunden. Wir beklagen den allzu frühen Tod dieses hochgeschätzten Mitarbeiters aufs tiefste. Herr Dr. Brenkmann war seit mehr als zwei Jahrzehnten auf wichtigen Posten innerhalb unserer Landwirtschaft tätig. Seine reichen Kenntnisse und die Kräfte seiner starken Persönlichkeſt hat er ganz den ihm gestellten Aufgaben gewidmet und uns damit wertvolle Wir werden seine Mitarbeit auf das schmerzlichste vermissen. Das dankbare Andenken an den tapferen Soldaten, vorbildlichen Landwirt und liebenswürdigen Menschen wird bel Süddeutsche Zucker-Axktiengesellschaft Vorstand, Güterdirektion und Gũterinspektion Mannheim, Waghäusel, Wdezburg, im Juni 1940 U dhe zj 1b Hag rohyeeiſ⸗ — N Anordnungen der Marklverbände Landesernährungsamt Baden Bekanntmachung des Viehwirtſchaftsverbandes Baden vom 24. Juni 1940. Betr.: Preiſe für Schlachtſchweine in der Zeit vom 29. Juni bis 16. Auguſt 1940. Nachſtehend gebe ich die auf Grund der Anordnung Nr 1/0, 14/40 und 18/0 der Hauptvereinigung der Deutſchen Viehwirtſchaft in Berlin und meinen Anordnungen Nr. 32 vom 28. Dezember 1937, Nr 32a vom 5. Januar 1938, Nr. vom 18. Märs 1939, Nr. 39 vom 7. Auguſt 1939 und Nr. 42 vom 1 s 1940 geltenden Preiſe für Schlachtſchweine je 50 kg Lebendgewicht in Reichsmark bekannt a) Marktpreiſe auf dem Mittelmarkt Lörrach: Schweine der Schlachtwertklaſſen a. b 1 und b 2 (von 120 kg und darüber) RM. 58.50 bis RM. 59.50 Schweine der Schlachtwertklaſſe e (von 90—119,5 kg) RM. 57.50 bis RM. 58.50 Schweine der Schlachtwertklaſſe d (von 80— 5 kg bis RM. 55.50 Schweine der Schlachtwertklaſſen e— f (unter 80 kg) bis RM. 53.50 Schweine der Schlachtwertklaſſen g 1 und i (fette Speckſauen und Altſchneider) Schweine der Schlachtwertklaſſen g 2 und h (andere Sauen ſowie Eber) bis RM. 55.50 b) Marktpreiſe auf den Großmärkten Karlsruhe, Freiburg und Mannheim ſowie den Mittelmärkten Heidelberg. Baden⸗Baden und Offenburg: Schweine der Schlachtwertklaſſen a, b1 und d 2 (von 120 kg und darüber) Schweine der Schlachtwertklaſſe o bis RM. 59.50 RM. 58.— bis RM. 59.— (von 90—11 kg) RM. 57.— bis RM. 58.— Schweine der Schlachtwertklaſſe d (von 80—89,5 kg) bis RM. 55.— Schweine der achtwertklaſſen e— f (unter 80 kg) bis RM. 53.— Schweine der Schlachtwertklaſſen g 1 und i (fette Speckſauen und Altſchneider) bis RM. 59.— Schweine der Schlachtwertklaſſen g 2 und h (andere Sauen ſowie Eber) bis RM. 55.— c) Preiſe außerhalb der Märkte: Preisgebiet 1(die Stadtgemeinden: Frankenthal, Ludwigshafen, Speyer, Heppenheim, Lampertheim, Viernheim, und die Landkreiſe: Franlen⸗ thal, Ludwigshafen, Mannheim, Heidelberg, Bruchſal, Karlsruhe, Raſtatt, Bühl, Kehl, Offenburg, Lahr, Wolfach, Emmendingen, Frei⸗ burg. Müllbeim. Lörrach, Säckingen und Konſtanz): Landpreiſe Empfangsortpreiſe Schweine der Schlachtwertllaſſen a, b 1 und b 2 (von 120 kg und darüber) bis RM. 55.50 bis RM. 58.— Schweine der Schlachtwertklaſſe (von 90—119,5 kg) bis RM. 54.— bis RM. 57.— Schweine der Schlachtwertklaſſe d in on 80 der bis RM. 50.50 bis RM. 54.— Schwei lachtwertklaſſen e— f 0 80 kg) bis RM. 48.50 bis RM. 52.— Schweine der Schlachtwertklaſſen g 1 und i (fette Speckſauen und Altſchneider) Schweine der Schlachtwertklaſſen g 2 und h (andere Sauen ſowie Eber) bis RM. 50.50 bis RM. 54.— Preisgebiet II(die Landkreiſe: Mosbach. Sinsheim. Villingen, Donau⸗ eſchingen und Waldshut): bis RM. 55.50 bis RM. 58.— Landpreiſe Empfangsortpreiſe Schweine der Schlachtwertklaſſen a, b 1 und b 2 (von 120 kg und darüber) bis RM. 55.— bis RM. 57.— Schweine der Schlachtwertklaſſe (von 90—1 Schweine der Se 89 bis RM. 53.50 bis RM. 56.— chtwertklaſſe d (von 80—89,5 kg) bis RM. 50.— bis RM. 53.— Schweine der Schlachtwertklaſſen e— f (unter 80 kg) bis RM. 48.— bis RM. 51.— Schweine der Schlachtwertklaſſen g 1 und i (fette Speckſauen und Altſchneider) bis RM. 55.— bis RM. 57.— Schweine der Schlachtwertklaſſen g 2 und h (andere Sauen ſowie Eber) bis RM. 50.— bis RM. 53.— Preisgebiet III(die Landkreiſe: Tauberbiſchofsheim. Buchen, Stockach und Ueberlingen): 5 Landpreiſe Empfangsortpreiſe bis RM. 56.50 Schweine der Schle (von 120 kg u Schweine der bis RM. 54.50 Schweine der Schlachtwertklaſſen e— f 8. Schweine der Srblachwerzügſlen g 1 und i e ee (andere Sauen ſowie Eber) bis RM. 49.50 bis RM. 52.50 d) Preiſe auf den Verteilungsſtellen Bruchſal, Lahr und Villingen: Schweine der Schlachtwertklaſſen a, b 1 und b 2 (von 120 kg und darüber). 58. Schweine der Schlachtwertklaſſe e 1 (von 90—119,5 kg) bis RM. 57.50 Schweine der Schlachtwertklaſſe d (von 80—89,5 kg) bis RM. 54.50 Schweine der Schlachtwertklaſſen e— f (unter 80 kg) bis RM. 52.50 Schweine der Schlachtwertklaſſen g 1 und i (fette Speckſauen und Altſchneider) bis RM. 58.50 Schweine der Schlachtwertklaſſen g 2 und h (andere Sauen ſowie Eber) bis RM. 54.50 e) Preiſe auf den Verteilungsſtellen Konſtanz und Singen: Hier gelten die Empfangsortpreiſe des Preisgebietes I. Dieſe Bekanntmachung tritt mit dem 29. Juni 1940 in Kraft. Meine Bekanntmachung vom 16. Mai 1940 tritt mit dem gleichen Zeit⸗ punkt außer Kraft. Karlsruhe, den 24. Juni 1940. Der Vorſitzende des Viehwirtſchaftsverbandes Baden: gez. Rudolph. 5 , Bekauntmachung des Viehwirtſchaftsverbandes Baden vom 24. Juni 1940. Betr.: Aenderung der Preiſe für Kälber. Die Hauptvereinigung der Deutſchen Viehwirtſchaft in Berlin hat mit ihrer Anordnung Nr. 1h vom 25. Juni 1940 angeordnet, daß die für Kälber der Schlachtwertklaſſe a feſtgeſetzten Preiſe mit Wirkung ab 1. Juli 1940 auf⸗ gehoben werden. Die bisher für meine Märkte für Kälber der Schlachtwert⸗ klaſſe b feſtgeſetzten Preiſe gelten ab obigem Zeitpunkt gemeinſam ſowohl für Kälber der Schlachtwertklaſſe a wie für Kälber der Schlachtwertklaſſe b. Damit darf auch auf den Verteilungsſtellen und auf dem Lande der nun⸗ mehr gültige Höchſtpreis von RM. 59.— je 50 kg Lebendgewicht nicht über⸗ ſchritten werden. Ich gebe hiervon Kenntnis und erſuche um Beachtung. Karlsruhe, den 24. Juni 1940. Der Vorſitzende des Viehwirtſchaftsverbandes Baden: gez. Rudolph. 7 Anordnung Nr. 49 des Viehwirtſchaftsverbandes Baden vom 25. Juni 1940. Betr.: Anrechnung verſchiedener Wurſtſorten im Gebiet des Viehwirtſchaftsverbandes Baden. Auf Grund des§ 8 der Satzungen für Viehwirtſchaftsverbände vom 5. Mär 1935 in der Faffung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1936(RN VBl. S. 233) in Verbindung mit§ 122 Abf. 2 der Anordnung Nr. 1 der Hauptvpereinigung der Deutſchen Viehwirtſchaft vom 23. Dezember 1939(RNVBl. S. 899) ordne ich mit Zuſtimmung der Hauptvereinigung der Deutſchen Viehwirtſchaft fol⸗ gendes an: 5 Im Gebiet des Viehwirtſchaftsverbandes Baden wird die einfache Grieben⸗(Blut⸗) und Leberwurſt, für die ein Kleinhandelshöchſtpreis von NM. 0,60 je 500 Gramm feſtgeſetzt iſt, zu 25 vom Hundert auf die Abſchnitte der Reichsfleiſchkarte angerechnet. a 8 2. Verſtöße gegen dieſe Anordnung werden nach den geltenden Beſtimmun⸗ gen beſtraft. 5 5 Dieſe Anordnung tritt am Tage der Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt meine Anordnung Nr. 40 vom 15. November 1939 außer Kraft. Karlsruhe, den 25. Juni 1940. Der Vorſitzende des Viehwirtſchaftsverbandes Baden: gez. Rudolph. Frage: Wie desinfiziere wirkſam und doch billig? Folge 26/1940 Antwort: Scheuern Sie die Ställe nach Entfernung von Streu und Dung regelmäßig mit einer 3% igen„Lyſol'⸗Löſung aus, ebenſo die Fußböden, Wände und Decken. Beim Kalken der Wände werden der Kalkbrühe 3—5%„Lyſol' zugeſetzt.„Lyſol vernichtet nicht nur die gefährlichen Krankheitskeime— es hat ſich auch ſeit über 50 Jahren zur Pflege der Wunden, zur Bekämpfung von Hautſchmarotzern und Ungeziefer und für die Geburtshilfe beim Tier bewährt. Regelmäßige Kon⸗ trollen durch namhafte Wiſſenſchaftler, zum Beiſpiel durch Prof. Dr. Danckwortt, Direktor des Chemiſchen. Inſtituts der Tierärztlichen Hochſchule Hannover, bürgen für gleichbleibende Wirkſamkeit und Zuverläſſigkeit. Ein Liter gebrauchsfertig Lö⸗ ſung koſtet bei Bezug größerer Packungen nur ea. 2 Pfg. Achten Sie auf die gelb ⸗ rote Ori⸗ ginal⸗Packung.„Lyſol“ gibt es von 53 Pfg. ab in Apotheken und Drogerien. SchotrkE& MAyrR AkrikN-SESEIIScHñAF T. HAM UR 39 325 Generalverſammlungen: Getreidelagerhausgen.; Elektri.= Elektrizitätsgen. Abſatzgen.; Sp. u. D. K.- Spar⸗ u. Darlehnskaſſe; L. Kr. V.= Ländl. — Tagesordnung: esa richt des Vorſt. u. Aufſichtsrates über die Prüfg. des Jahresabſchl. ſowie des Geſchäftsber. u. Prüfg. 4. Genehmig. des Jahresabſchl. haus= Lagerhausgen.: Getreide = Bäuerl. Bezugs⸗ u. L. Sp. u. V. V.= Ländl. Spar⸗ u. Vorſchußv. richt des Aufſichtsrates über die ſtattgef. geſetzl. 7. Entlaſig. des Vorſt. u. des Aufſichtsrates. Verſchmelzungsvertr. 11. Neuwahl bzw. Wiederwahl Spareinlagen bei ders. nicht überſchreiten ſollen. 13. gen. die Warenhöchſtgrenze) eingehalten werden ſollen. ſichtsratsmitgl.; 18. betr. Verlängerg. der Aufkündigungsfriſt: 8. Annahme eines neuen Statuts. 9. für ausgeſch. Feſt ſetzg, der Grenzen, welche 14. Beſchlußfaſſg, über die Einz ordng, für Vorft. u. Aufſichtsrat.— Statutenänderungen: 16, betr. Erhöhung von Geſchäft 19. betr.(S 2) Gegenſtand des Un Abkürzungen: L. E. V. G.= Landw. Ein⸗ u. Verkaufsgen.; L. B. A. V.= Landw. Bezugs⸗ u. Abſatzv.; L. K. A. V.= Landw. Konſ.⸗ u. Abſa tv. Konſ.⸗ u. Abſatzv.; L. W. G. Ländl. Wirtſchaftsgen.; Milch= Milchgen.: Mia S Milch⸗ abſatzgen.; Molkerei= Moltereigen.; Dreſch.= Dreſchgen; Eier S Eierabſatzgen.; Kreditv.; K. V.= Kredit v.; Sp. u. D. K. L. Kv.= Landw. Konſumv.; K. u. A. V. . Winzer= Winzergen.; Lager⸗ B. A. G.= Bezugs⸗ u. Abſatzgen. des Bauernv.; B. B. A. G. . Spar⸗ u. Darlehnstaſſenv.; 1. Vorlage des Jahresabſchl.(Bilanz u. Gewinn- u. Verluſtrechng.) ſowie des Geſchäftsberichts. 2. Be⸗ die Vorſchläge zur Verwendg. des Reingew. bzw. Verluſtdeckg. 3. Be⸗ 5. Verwendg. des Gewinn es. 6. Beſchlußfaſſg, über die Verluſtdeckg. Beſchlußfaſſg Vorſt.⸗ u. Auſſichtsratsmitgl. über die Verſchmelzg. mit einer and. Gen. 12. Feſtſetzg. des bet Kreditgewährg.(bei Spar⸗ u. Darlehnskaſſen an die Mitgl. u. bei Waren⸗ inzahlg. des Geſchäftsanteils. santeil u. Haftſumme. ternehmens; 20 betr.(8 3) Arierparagr. u. Veröffentlichungsorgan. 21. Ver⸗ 10. Genehmig des Geſamtbetr., welchen Anleihen der Gen. u. 15. Annahme einer Dienſtanweiſg. u. Geſchäfts⸗ 17. betr. Herabſetzg. der Zahl der Vorſt.⸗ u. Auf⸗ ſchiedenes. 22. Der Jahresabſchl. ſowie der Geſchäftsber. nebſt den Bemerkgen. des Aufſichtsrates liegt eine Woche vor der Generalverſammlg. z. Einſicht der Genoſſen auf. Samstag, den 6. Juli 1940: Grötzingen, L. E. V. G., ½9 Uhr,„Ochſen“. Der Vorſtand: Schaber, Siegriſt. Kippenhauſen, Molk., 9 Uhr,„Sternen“. ſchaft, 2. Wahl der Liquidatoren. Schluchtern, Sp. u. D. K., 9 Uhr, Vorſtand: Wörthle, Würz. Sonntag, den 7. Juli 1940: Breitnau, L. E. V. G., 6 Uhr,„Löwen“. Vorſtand: Blattmann, Wangler. Eggenſtein, L. E. V. G., 3 Uhr,„Rathaus“. Der Vorſtand: Endle, Knobloch. Graben, B. E. V. G., 3 Uhr,„Schwanen“. „Lamm T Di: 17. Lützelſachſen, L. E. B. G., 3 Uhr,„Goldener Stern“.. Der Vorſtand: Schröder, Müller. D.. 1, 2, 1 5,, 11, 21. 22. T.⸗O.: 1. Auflöſung der Genoſſen⸗ Der Vorſtand: Winkler, Eberle. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 14, 21, 22. T. O.: 15, 7, 11, 18, 18, 22 T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 17, Heraufſetzung der Zahl der Aufſichtsratsmitglieder, 21, 22. Der Vorſtand: Melder, Metzger. 1—5, 7, 11, 21, 22. Merdingen, Vorſtand: L. E. V. G., 5 Schopp, Reichenbach bei Wolfach, L. E. V. G., 5 Uhr,„Krone“. 14, 15 T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der T.⸗O.: 1—5, 7, 911, 1 Uhr,„Engel“. Merkt. Der Vorſtand: Bader, Heinzmann. Unterreute, Dreſchg., 2 Uhr,„Rößle“. T.⸗O.: 1—22. Der Vorſtand: Gerb⸗ hard, Bierer. 11, 21, 22. Der Wieſenbach, Sp. D. K., 3 Uhr,„Krone“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21. 22. Der Vor⸗ ſtand: Brox, Ohlheiſer. Wilhelmsfeld, L. B. A. V., ½3 Uhr,„Adler“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22, 0 Vorſtand: Zahn, Schmitt. er Bekanntmachungen 2. Bekanntmachung: Unſere Genoſſenſchaft hat ſich mit Beſchluß der General⸗ verſammlungen vom 14. April und 19. Mai 1940 aus Rationaliſierungsgründen aufgelöſt. Die Gläubiger werden hiermit aufgefordert, ſich eu melden. Spar⸗ u. Darlehnskaſſe e. G.m. u. 5. Heudorf i. H. toren: Kurt Block u. Gottfried Wieſſe, beide in Karlsruhe, Ettlinger Str. 53. ./ Lig.(Amt Stockach). Die Liguida⸗ Markt- und Diekanzeigen den geſtattet. Aihtung! Bauern u. Landwirte! Der Kauf von gutem Zucht⸗ und Nutzvieh iſt reine Ver⸗ trauensſache. Achten Sie daher bei der Wahl Ihres Liefe⸗ ranten auf die Bedingungen. die Ihnen bei Lieferung ge⸗ ſtellt werden. Immer wieder höre ich von meinen Kunden, daß es noch Bauern gibt, die gerne Zucht⸗ und Nutzvieh kauften, wenn ſie ſich vor dem Kauf und der Bezahlung der Tiere von der Qualität und Beſchaffenbeit derſelben überzeugen können. Ich ſtelle Ihnen in meinem heutigen Angebot die Verſand⸗ und Lieferungsbedingungen ſo, daß Sie wirklich erſt ſehen können, was Sie kaufen Es erfolgt bei mir kein Nachnahmeverſand, ſondern ich ſende die in Auftrag gegebenen Tiere genau nach Wunſch des Beſtellers 8 Tage zur Anſicht ohne Kaufzwang. Bei Nichtgefallen nehme ich ſelbige auf meine Koſten zurück. Die Bezahlung muß dann innerhalb der 8⸗Tage⸗Probefriſt erfolgen. Bei Abnahme von zwei Stück an erfolgt frachtfreie Lieferung. Der Verſand wird, der Jahreszeit entſprechend, ſachmänniſch ausgeführt. Vor dem Verſand werden die Tiere amtstierärzt⸗ lich unterſucht und gegen Maul⸗ und Klauenſeuche ſchutz⸗ geimpft. Die Beſcheinigung wird dem Frachtbrief beigefügt. Daß ich unter dieſen Bedingungen nur einwandfreie Ware gum Verſand bringen werde. wird ſich jeder Kunde vorſtel⸗ len können. Es kann daher jeder Kunde mit Ruhe und ohne Bedenken ſeinen Auftrag mir erteilen. Ich liefere die Tiere aus dem weltberühmten weſtf.⸗münſterländer Zuchtgebiet, ſchwarzbunt u. rotbunt nach Wunſch. zu folgenden Preiſen: Gute junge Zucht⸗ u. Nutzkühe, mit ſchönem, breitem, blockig. Körperbau, im Gewicht von 10—12 Ztr., hochtragend, in 2—3 Wochen zum 2. bis 4. Male kalbend, RM. 600.— bis 700.—. Aeltere Abmelkkühe, im gleichen Gewicht., ebenfalls hochtrg⸗ gend, die das 5. bis 8. Mal kalben, mit ſehr guter Milch⸗ anlage, die nach dem letzten Kalben 20—30 Liter Milch ge⸗ geben haben, RM. 550.— bis 650.—. Hochtragende Kalben, die aus nur denkbar beſten Herden ſtammen, mit aut. Milch⸗ anlage, im Gewicht von 8—10 Ztr., die in 2—3 Woch. kalben, RM. 450.— bis 550.—. Die Preiſe verſtehen ſich je nach Qualität. Beſonders ausgeſuchte Spitzentiere und ſchwerere Tiere, wie hier angegeben, liefere ich bis zu RM. 100.— teurer. Ia. Zuchtkälber der ſchwarzbunten u. rotbunten Nie⸗ derungszucht, im Alter von 2—4 Woch., RM. 50.— bis 70.—. Bullen⸗ oder Mutterkälber nach Wunſch. Käfige leihweiſe. Bei Sammelbeſtellung wird jedes Tier mit numeriert. Ohr⸗ marke gekennzeichnet und die Preiſe einzeln aufgeführt. Tiere können auch bei vorheriger Anmeldung in meiner Stallung beſichtigt werden Die täglich eingehenden Dank⸗ u. Anerken⸗ nungsſchreiben ſind der beſte Beweis meiner reellen Bedie⸗ nung. Jeder Kunde wird bei mir zufriedengeſtellt, der Name meiner eingetragenen Firma bürgt dafür Erſtes und älteſtes Zucht⸗ und Nutzviehverſandgeſchäft hieſiger Gegend Viehverſand Aug. Beckhoff, Weſterwiehe 4 i. W. 526 Nähere Auskunft hierüber ertetlen die Landesbauernſchaft Ferkel, Läufer⸗ ſchweine, tra- gende Sauen 7 7 direkt ab Züchter⸗ ſowie Zuchtvieh nan d. om dann. oldenbg., veredelt. weſtf. Raſſe, liefern wir per Nachn. z. Großhandelspreis (bei Preisſchwankungen richten wir uns hiernach) Ferkel: 6—8 Wochen 14—18 RM., 8—10 Woch. 18—22 RM., 10—12 Wochen 22—26 RM., 12—14 Wochen 26—30 RM. L376 Läuferſchweine von 80—120 Pfd. 60—65 Rpf. pro Pfund. Tragende Zuchtſauen, 170—230 Pfd., 140160 RM., extra ſchwere, ausgeſ. Zuchttiereb. 200 RM. ab hier Tiere 5 Tg. z. An⸗ ſicht ohne Kaufzwang. Nichtgef. Tiere nehmen wir innerhalb dieſ. Friſt auf unf. Koſten zurück. Sämtliche Tiere ſind amtstierärztlich unter. Gewichts⸗ verluſt geht zu Laſten des Käufers. Kiſte RM. 3.—. Verſand erfolgt täglich. Weſtfäliſcher Viehvertrieb Wettringen 4. Kreis Steinfurt i. Weſtf., Ruf 119. Stadt Radelfzell Nutzviehmarkt am Mittwoch, den 3. Juli 1940 und die Kreisbauernſchaften. Säcke reparieren mit Wekola-Leiml Eln Wunder der Haltbarkeit, Schnel- ligkeit und Billigkeit qeder Schaden in Planen, Bindetüchern, Leder, Filz- schuhen, Pantoffeln, sämtlichen Stoffarten usw. wird sofort selbst cepariert. Garantiert unlöslich und wasserfest, sonst Geld zurück. Zahl- ceiche begeisterte Dankschreiben. Dosen zu 2.50, 4.— u. 6.50 RM. Ernst Weber. Lengenchursdon Sa. 106 „Auf Grund der Anordnung über die Rege⸗ ung der Einfuhr von Nutz⸗ und Zuchtvieh in das Gebiet der Landesbauernſchaft Baden iſt die Einfuhr von ſchwarzbuntem(bw. rotbuntem, je nach Fall) Vieh nur in beſtimmte Gemein⸗ Zuwiderhandlungen ſind ſtrafbar.“ Abſatzferkel ab Züchterſtall, kreistierärztlich 5 unterſucht, Atteſt wird jed. Lieferung . beigefügt, a. d. berühmten Zuchtgebie⸗ ten Hann., Oldenbg., Weſtf. Tiere ſind langgeſtreckt, breitbuckl., glatthaarig, m. Schlappohren(männl. Tiere geſchn.), eignen ſich daher beſtens z. Zucht u. Maſt. Lieferung erfolgt prompt Achtung prima direkt zum nachſtehenden billigſten Tagespreis: L292 5—6 Woch. 14—16 RM., 6—8 Woch. 16—20 RM., 8—10 Wochen 20—24 RM., 10—12 Woch. 24—28 RM., 1214 Wochen 28—32 RM. Lieferung p. Nachn. Bei Nichtgefall. nehme ich die Tiere innerh. 10 Tg. z. voll angerechn. Preiſe ſowie der entſtand. Unkoſten kurück, daher f. d. Käufer jed. Riſiko ausgeſchl. Gewichtsverl. geht zu Laſten d. Käufers. 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H., ii Baden, Karls ruhe, r im Felde) ir de Stellvertreter: Valentin Eiſen haue Ettlinger uck: G. Braun. Gmbh. Straße 12. Karlsruhe. Karl⸗Frtedrich⸗Straße 14. Stellvertreter u. verantwortlich für den redaktionellen Geſamtinhalt: 1. V. Landw.⸗Rat Mar Stängle, Karlsruhe. Zur Zett iſt Anzeigenpreisliſte 11 und 12 gültig. Verlagsleiter: Schulze. Berlin. Folge 26/1940 Roland ——