5 6 Schriftleitung: Karlsruhe, Betertheimer Allee g Fernruf 8280.— Unverlangte Manufſkripte werden nur bet Rückporto zurückgeſandt. Der Abdruck ſämtlicher Ar⸗ tikel iſt nur mit beſonderer Genehmigung der Schriftleitung 20 geſtattet.— Anzeigenannahme: Karlsruhe, Ettlinger * 5 Straße 12. Fernruf 4082. Zuſchriften nur nach Karls⸗ ruhe. Poſtfach 187. Anzeigenſchluß: Montag mittag. 5 Das Wochenblatt erſcheint ſeden Samstag. Folge 36, 108. Jahrgang Verlag: Reichsnährſtand Verlags⸗Gel. m. b. H., Zweig⸗ niederlaſſung Baden, Karlsruhe. Fernruf 4082/88. Be ⸗ zugspreis monatl. 50%, fret Haus leinſchl. 6,14 nl Poſtzeitungsgebühr und 6 N. Huſtellgebühr). Bezugs. abbeſtellung muß durch den Bezieher ſchrift! beim Verlag zum Viertel jahresſchlu bis ſpät. am 20 des letzten Quar⸗ talsmonats erfolgen. Alle Zahlungen an Poſtſcheckkonto Karlsruhe Nr. 18830 od. an die Bad. Landw.⸗Bank Karlsruhe. Karlsruhe, 7. September 1940 Alter Ziehbrunnen an einem Bauernhaus im 8öllingen am Nuein (Bez. naſtati) 11 III Aufn.: Obſch. Schmidt Die Politik der Woche Europäiſcher Friedensaufbau Der Schiedsspruch, den in Wien die Außenminiſter des Reiches 88 tl ens gefällt haben, iſt ein beſonders eindrucks⸗ voller Beweis dafür, daß dieſes erſte Jahr des Krieges durch⸗ aus nicht nur von kriegeriſchen Ereigniſſen erfüllt war. Auch hierin zeigt ſich der große Unterſchied etwa zum Weltkrieg. Die damalige Reichsführung ließ ſich ebenſo wie auf anderen Gebieten, ſo auch auf diplomatiſchem in eine vollſtändige Ver⸗ einſamung drängen, und die große Zahl unſerer damaligen Gegner tat das ihre dazu, um das Auswärtige Amt im Grunde genommen arbeitslos zu machen. Der gegenwärtige Krieg jedoch hat ſchon von vornherein einen weſentlich anderen Cha⸗ rakter. Nachdem er uns aufgezwungen worden iſt, führt Deutſchland ihn, um Europa endlich eine Ordnung zu geben. Das Syſtem, das die„Sieger“ von damals aufgebaut hatten, ſollte nur die Unordnung und gegenſeitige Feindſchaft ver⸗ ewigen. Es war ein Friede der Gewalt, der der einen Seite Bajonette gab und der anderen Ketten auferlegte. Europa aber braucht, um ſeine großen kulturellen, politiſchen und wirtſchaftlichen Aufgaben in der Welt erfüllen zu können, einen wirklichen Frieden, braucht freundſchaftliche Zuſammen⸗ arbeit aller. Ein ſolches Europa freilich widerſpricht dem Wunſch Englands. England will im Trüben fiſchen, es muß einen gegen den anderen ausſpielen können; es baute die eigene Vorherrſchaft auf der Uneinigkeit dͤes Erdteils auf. Weil Deutſchland aber den Frieden Europas wollte, des halb erklärte England dieſem Deutſchland den Krieg, weil es ſein Herrſchaftsſyſtem bedrohte. Ordnung im„Wetterwinkel“ Das erſte Kriegsjahr hat den gewaltigen Erfolg gebracht, daß England in Europa überhaupt nichts mehr zu vermelden hat, und daß es militäriſch vollkommen aus Europa vertrieben iſt. Das Haus unſeres Kontinents iſt feindfrei, und ſo kann auch ſchon trotz des Kampfes gegen England an die Ordnung der europäiſchen Dinge gegangen werden. Schon eine große Zahl von Fragen iſt gelöſt, Kriegsgefahren und Brandneſter beſeitigt, und nun ſchritten die Achſenmächte dazu. die Verhält⸗ niſſe im alten„Wetterwinkel“ Europas, im Südoſtraum, zu regeln. Die Diktate von Trianon und Neuilly, die Ungarn und Bulgarien auferlegt waren, hatten Grenzen gezogen und Zuſtände geſchaffen, von denen auch weitſchauende Rumänen ſchon ſeit langem erkannt hatten, daß das neugeſchaf⸗ fene„Groß⸗Rumänien“ für das rumäniſche Volk ſelbſt ganz und gar keine Vorteile brachte. Rumänien war von einem wenn auch kleinen, ſo doch ſelbſtändigen Staat zum Büttel Englands und Frankreichs geworden, es mußte zur Aufrecht⸗ erhaltung ſeines unnatürlich vergrößerten Hauſes ein großes Heer unterhalten, das ſehr große Steuerkräfte verſchlang, und überdies waren in dieſem viel zu großen Haus zahlreiche fremoͤvölkiſche Untermieter. Millionen von Magyaren, Hundert⸗ tauſende von Deutſchen und Tauſende von Ruſſen, Bulgaren und Türken ſaßen in dieſem Hauſe. Wie die Weſtmächte zwi⸗ ſchen Rumänien und Rußland Beſſarabien als Zankapfel ge⸗ legt hatten, ſo entwickelte ſich jede einzelne der Volksgruppen zu einem weiteren Streitgegenſtand, weil Rumänien glaubte, es könne dieſe fremden Völker„aſſimilieren“, alſo aufſaugen, und weil ſie nicht autwillig zu Rumänen wurden, ſollte das eben mit Gewalt geſchehen. Gewiß hat Rumänien nach der Abtretung Beſſarabiens und der Nordbukowina und nach dem Wiener Schiedsſpruch große Teile ſeines Staatsgebietes verloren. Aber Rumänien iſt damit wieder Herr im eigenen Hauſe geworden, und es iſt die Feindſchaft aller ſeiner Nachbarn los. Es behält freilich trotzdem noch fremde Volksgruppen, aber nach den Beſtimmungen des Wie⸗ ner Schiedsſpruchs über ihre Behandlung werden ſie nicht mehr Zankäpfel, ſondern Brücken zu den Nachbarländern ſein. An die Stelle der Verſailler Scheinwelt iſt nun auch dort wie⸗ der die Wirklichkeit getreten. Heimkehrendes Volksdeutſchtum Deutſchland aber kämpft erſt in zweiter Linie heute für ein glückliches und friedliches Europa. Im Vordergrund ſteht bei allen Dingen das deutſche Volk. Die Sieben⸗ bürger Sachſen, die Banater Schwaben und all die vielen anderen deutſchen Volksgruppen an den Pforten des Balkans ſind ein wertvoller Beſtandteil unſeres Geſamtvolkes, daß das Reich auf dieſe überwiegend bäuerlichen Volksgenoſſen nicht verzichten und ſie ihrem Schickſal nicht überlaſſen kann. Ungarn und Rumänien haben verſprochen und unterſchrieben, daß dieſe Deutſchen von nun ab nicht mehr als zweitrangige Staatsbürger und Volksfeinde behandelt werden, ſondern daß ſie die Stellung im fremden Staate einnehmen können, die ihnen kraft ihrer hohen Kultur gebührt. Darüber hinaus iſt . der deutſchen Volkstums⸗ kräfte durch Umſiedlung dieſer deutſchen Außen⸗ poſten und Heimkehr ins Reich, das ihre Vorfahren vor zum Teil vielen Jahrhunderten verlaſſen haben, ebenfalls vorge⸗ ſehen. Dies geſchieht zur gleichen Zeit, während auch an an⸗ derer Stelle zehntauſende Deutſcher aus ihrer bisherigen Heimat ausziehen. Nachdem bereits die Baltendeutſchen, die Deutſchen aus Galizien und Innerpolen und anderen Gebieeg heimgekehrt ſind, beginnt in den nächſten Tagen die Heiy⸗ kehr der Deutſchen aus Beſſarabien und Nordbukowina. Aehnliche Volksbewegungen ſtehen e anderer Stelle noch bevor. All dies zeigt, in welchem Maße das wieder ſtark gewordene Großdeutſche Reich zum Magneten geworden iſt, der alle ſeine Söhne und Töchter aus der Fferne wieder zu ſich zieht und herzlich in die Arme ſchließt, die in früheren böſen Zeiten deutſcher Schwäche und Zerriſſenheit, Ohnmacht und Kleinſtaaterei, aus Hoffnungsloſigkeit und Raumenge hinwegſtrebten und in alle Welt hinauszogen, um draußen irgendwo ein Stück wüſten Landes in harter Arbeit zu Bauernland zu roden und um ſich herum deutſche Kultur zu verbreiten. Heute kommen alle dieſe Kinder wieder zur Mutter zurück. Während ſo Deutſchland im Verein mit Italien an die endgültige und friedliche Regelung der europäiſchen Dinge geht und ſich damit die Kräfte der Achſenmächte der ganzen Welt augenfällig zeigen, wird auch die Reihe der deutſchen Herbſtmeſſen durch die Abhaltung der Wiener Meſſe vervollſtändigt; auch in Utrecht und Preßburg finden wie im tiefſten Frieden Meſſen ſtatt. Aehnliche Veranſtaltungen fin⸗ den in dem reichen England ſchon ſeit einem Jahre nicht mehr ſtatt, und ſie könnten gar nicht ſtattfinden; einmal, weil Eng⸗ land Kriegsgebiet iſt, zum anderen, weil es wirtſchaftlich un⸗ gemein ſchwach iſt und nichts ausführen kann. Vor allem die Wiener Meſſe iſt ein weiterer Beweis der wirtſchaftlichen Stärke Großdeutſchlands, und welche Bedeutung gerade bieſer Meſſe für den nun befriedeten Südoſtraum zukommt, liegt auf der Hand. Die überaus rege Beteiligung des Auslandes an allen dieſen in jüngſter Zeit abgehaltenen Meſſen zeigt, wie ſehr das Ausland daran intereſſiert iſt, mit Deutſchland in rege Handels beziehungen du treten und ſich die deutſchen Werterzeugniſſe zu ſichern. Mit Mätzchen wollen ſie den Krieg gewinnen Wenn ſich ſo das inzwiſchen ſo weitgehend veränderte Ge⸗ ſicht Europas immer deutlicher abzeichnet, ſo zeigt eine ein⸗ zige Angabe, wie es währenddeſſen um England ſteht: Es hat in den knapp vier Wochen, vom 6. Auguſt bis 1. September, nicht weniger als 1627 Flugzeuge und faſt 200 Sperrballone verloren. Und langſam beginnen wir von drüben ganz andere Töne zu hören als bisher. In den Jahresaufſätzen zum Kriegsbeginn klingt das von überall her, was eine Zeitung ganz beſonders deutlich ausſpricht:„Großbritannien hält ſich immer noch unbeſetzt!“ Welch ein Welterfolg! Nur des⸗ halb, weil der Mann, der bisher immer mit ſeheriſcher Sicherheit den richtigen Augenblick fand, in dieſem Fal den richtigen Augenblick noch nicht für gekommen erachtete Jud Hore-Beliſha dagegen hält in ſeinem Jahresartikel zun Kriegsausbruch ſeinen damaligen Miniſterkollegen vor, wie viele Omnibuſſe ſie bisher ſchon verſäun haben. Wenn er wüßte, wieviele ſie noch verſäumen wer den! So etwa, wenn England jetzt verſucht, den Kampf gegen die deutſche Zivilbevölkerung, den es mit der verſuchten Hun⸗ gerblockade begann, durch Bombenabwürfe auf Wohnviertel ſogar der Reichshauptſtadt fortzuſetzen. Reuter wollte die deutſche Rüſtungsinduſtrie„ſyſtematiſch zerſtört“ und Reichs⸗ tag, Reichskanzlei und wer weiß was noch alles in Schutt und Aſche gelegt haben— aber in Berlin wohnen 4% Mil⸗ lionen Menſchen, die bewundernd vor den fixeſten Wiederauß bauleiſtungen ſtehen. Denn am Morgen nach den feigen M griffen ſtand alles„wieder“ völlig unverſehrt da, abgeſehen von ein paar Zivilhäuſern. England, das Hum ahl tät predigte, bombardiert Zivilhäuſer, ſchießt Rotknl flugzeuge ab und lehnt das deutſche Angebot, deutſche Rotk rel, motorboote zur Rettung ſchiffbrüchiger Flieger einzuſetzen, d Aber all die Bombenabwürfe auf Städte und Dörfer ſind 50 nichts anderes wie Mätzchen, ebenſo wie die albernen Flug zettel„an die hellen Berliner“. Mit Mätzchen aber werden keine Kriege gewonnen, ſchon gar nicht ſolche, die ja längſt ver loren ſind, und mag man ſie auch noch ſo verzweifelt forth; ſetzen verſuchen. Der Antrag, der im Südafrikaniſchen Par⸗ lament ſofortigen Friedensſchluß in dieſem„ſchon lange 5 lorenen Krieg gegen die Achſenmächte“ forderte. iſt auch nu von einer ſehr kleinen Mehrheit abgelehnt worden... 8.8, Lager wulig u de wieder löthe dete ler lic leht III zu he falt fü I f Elm beolg ſttlich belond ler de lae 0 de an 1 U each il 1 Der Sckein trügt! In einer nordfranzöſiſchen Hafenſtadt, den 22. 8. 1940. P. K.„Voila les gas de la marine...“„Das iſt die Liebe der Matroſen...“ trällerte eine nicht mehr ganz junge, dafür aber um ſo bunter bemalte Schönheit uns entgegen, als wir auf der Suche nach einer blanchiſſerie, Wäſcherei, um die Ecke einer Hafengaſſe in Le Havre bogen. Als nächſtes hing an dem Hoſenbein meines Kameraden ein etwa 8 jähriger Bödel, mit plärrender Stimme um ein paar Centimes bettelnd. Und dann machten wir erſt einmal halbe Fahrt. Einerſeits legte ſich uns die Luft, ſoweit man die Ausdünſtungen menſchlicher und tieriſcher Art uſw. überhaupt noch als ſolche anſprechen konnte, beklemmend auf unſere Lungen, andererſeits liefen wir Ge⸗ fahr, auf irgend etwas draufzutreten. Hier balgten ſich ein paar Kinder; dort hielt eine Katze Sieſta; daneben hockte an der Hauswand eine Matrone und polkte mit den Fingern zwi⸗ ſchen den Zehen. Ihr gegenüber lümmelte ein Nigger, die Zigarette zwiſchen den Lippen hängend, mit halbgeſchloſſenen Augenlidern vor ſich hindöſend. Neben ihm wuſch eine reichlich mollige Maman, ihr bebé mit einem grellbunten Umſchlagtuch auf den Rücken gebunden, Wäſche in einem Eimer. Und ihr wieder gegenüber ein„Grünkramladen“, drei, vier Gemüſe⸗ körbe auf ein paar zuſammengehauenen Latten,„maleriſch hin⸗ geſtreckt“ zwiſchen den grünen Bohnen ein Untier von Katze oder Kater. Mühſam jonglierten wir uns durch, achtgebend, nicht auf einer faulen Tomate auszurutſchen, die Beine in den letzten Ueberreſten eines ausgedienten Feudels, Scheuertuches, kadtgahaahntntnannnnnammunndennnadanadadagadgegnannbnngalnnnnanamnumadnnnnnnnmmumnun un Der neue Bauernkalender bereits erschienen! In dieſen Tagen kommt der Bauernkalender der Landes bauernſchaft Baden wieder ins Dorf! Sein noch vielſeitigerer Inhalt will und wird ihn auch in dieſem Kriegsjahr der ganzen bäuerlichen Familie unentbehrlich machen. Sicherlich ankert er immer feſter in allen euren Herzen, als traditioneller, erſehnter Künder von Heimat und Volk, aber auch als der ernſte und heitere Erzähler an der Wende unſerer großen Zeit in den Tagen der Ent⸗ ſcheidung des deutſchen Lebenskampfes! Amma zu verheoͤdern oder über eine leere Oelſardinendoſe zu ſtol⸗ pern. Dazwiſchen„Bar“ an„Bar“, meiſt mit hochklingenden ausländiſchen, beſonders amerikaniſchen Namen, Animier⸗ kneipen übelſter Art, und auberges, Abſteigen, in rauhen Mengen. Uns war der Anblick, das Leben und Treiben in einer ſolchen Gaſſe, nichts neues. In faſt allen franzöſiſchen Hafen⸗ ſtädten findet man ſie. Und ſelbſt die„Lichtſtadt“ Paris wartet in ihrem Kern mit ganzen Vierteln ſolcher und ähnlicher Straßen auf. Intereſſant iſt es immer, den erſten Eindruck zu beobachten, den dieſer Extrakt ſozialen Elends, gepaart mit ſittlicher Verkommenheit, auf einen deutſchen Menſchen, ins⸗ beſondere auf den an Zucht, Sauberkeit und Oroͤnung gewöhn⸗ ten deutſchen Soldaten macht. Ein Gemiſch von Erſtaunen und Abſcheu, von Mitleid und Verachtung iſt es, das ſich in den Geſichtern der Kameraden widerſpiegelt. Und Ausrufe der Art wie:„Und ſo etwas wollte uns Kultur beibringen!“ ſind die am häufigſten gebrauchten. * „Ceſt la guerre!“„Das iſt der Krieg!“ Mit dieſer Redens⸗ art verſucht man heute in Frankreich alles zu bemänteln und entſchuldigen, was irgendwie faul oder anrüchig iſt. Das iſt billig und bequem. Wir haben vielerorts Gelegenheit genommen, Land und Leute kennenzulernen. Wir haben uns auch nicht etwa dar⸗ auf beſchränkt, ausſchließlich die ſchwärzeſten Elendsquartiere aufzuſuchen. Wir waren in Boulogne und Cherbourg, in Breſt und Paris uſw., in grauen, licht⸗ und freudloſen Mietskaſernen, in Buden, zuſammengeſchlagen aus Brettern, Reklameſchildern und Teerpappe, denen gegenüber unſere Notſtandsbaracken aus der Syſtemzeit als komfortabel angeſprochen werden mußten. Und wir haben uns letzten Endes mit Menſchen unterhalten, auf denen ſeit Jahren der Fluch der Arbeitsloſigkeit laſtet, haben unterernährte, rachitiſche und ſkrofulöſe Kinder in Men⸗ gen geſehen. Das alles trotz eines ſiegreichen Krieges. Auch er brachte keine Geſundung, geſchweige denn Aufſtieg für die breite Maſſe. Die ſoziale Verelendung ſchritt unaufhaltſam vorwärts. Sie beſchränkte ſich auch keineswegs ausſchließlich auf die Städte. Das Land trägt gleichfalls deutlich ſichtbare Spuren des Verfalls. des Niedergangs. Die geſchminkten und gepuderten Geſichter der weiblichen Jugend in den Dörfern und Flecken, der Zuſtand eines nicht geringen Teils gerade der alten Höfe, der Bauſtil der verhältnismäßig wenigen Neu⸗ bauten, die man ſieht, das alles ſpricht für ſich. Die„Kultur der Stadt“ hat auch dem Lande ihren Stempel aufgeprägt Das Schickſal hat es anders gewollt, als die Vertreter der franzöſiſchen Plutokratie es ſich ausgedacht hatten. Tauſende und aber Tauſende deutſcher Soldaten haben heute in Frank⸗ reich Gelegenheit, ſich an Ort und Stelle von Tatſachen zu überzeugen, Vergleiche anzuſtellen ufſw. Die Zeugen einer großen geſchichtlichen Vergangenheit des franzöfiſchen Volkes, etliche gepflegte Boulevards, eine dünne Schicht gut angezoge⸗ ner Menſchen vermögen über die„Kultur“ der„grande nation“ nicht hinwegzutäuſchen. Es iſt ſchon ſo: Der Schein trügt Ju ſpat! P. K. Es war vor kurzem in Breſt, dem franzöſiſchen Wil⸗ helmshaven. Nach einem ausgedehnten Bummel durch die Straßen der Stadt, in der wieder reges Leben pulſt, gingen wir in einer Taverne vor Anker. Neben etlichen Ziviliſten waren auch einige Angehörige der franzöſiſchen, in der Demo⸗ bilmachung begriffenen Kriegsmarine vertreten. An dem ein⸗ zigen freien Tiſch, auf dem ein drehbarer Poſtkartenſtänder ſtand, nahmen wir Platz. Während wir das Nationalgetränk der franzöſiſchen Seeleute, vin blanc, weißen Bordeaux, uns zu Gemüte führten, drehten wir den Kartenſtänder und be⸗ trachteten die meiſtenteils ſehr dürftigen Wiedergaben der Straßen, Sehenswürdigkeiten uſw. von Breſt. Etwas mehr Aufmerkſamkeit nötigte uns eine Serie von Karten ab, die Einheiten der franzöſiſchen Kriegsmarine zeigte; darunter auch einige Pötte und Boote, die deutſcher Seemannsgeiſt vor ge⸗ raumer Zeit ſchon in die Gefilde Neptuns befördert hatte. In angeregter Unterhaltung begriffen, ſtand plötzlich einer der „Lords“ der franzöſiſchen Kriegsmarine an unſerem Tiſch. Haſtig den Kartenſtänder drehend, zeigte er auf einen fran⸗ zöſiſchen Zerſtörer und führte ſinngemäß aus:„Auf dieſem un⸗ vergleichlichen Boot— ſagen wir die Hälfte! Der Verf.— fuhr mein Bruder. Beim Auslaufen aus Oran ſchoß es der Tommy manövrierunfähig, und zu allem Unglück lief es noch auf eine engliſche Mine und ſoff ab. Ces cochons— ont tué ce magnifique garcon!(Dieſe Schweine haben den prächtigen Burſchen gemordet!)“. Achſelzuckend ließen wir den Haßaus⸗ bruch und weiteren Wortſchwall über uns ergehen. Wenige Augenblicke ſpäter trat ein ſous⸗officier, Unteroffizier, zu ihm mit den Worten:„Lade die Kameraden ein; zwar ſind es un⸗ ſere Feinde, doch vor unſeren Freunden möge uns der Herr für alle Zeiten bewahren!“ Kühl dankend lehnten wir ab, tranken aus und zahlten. Beim Hinausgehen aber ſagte laut einer unſerer Kameraden auf franzöſiſch:„Sie haben lange genug Zeit gehabt, es ſich zu überlegen; aber ſie haben auf die falſche Karte geſetzt.“„Ceſt vrai!“(„Das iſt wahr!“ knurrte ein an der Theke ſtehender alter franzöſiſcher Fahrensmann und ſah uns mit harten Blicken nach Kriegsberichter Kurt Wittenberg. nnen, iu, 88„ 5 45 5 5 „%% „„„ 353 2 5 Zur erfolgreichen diplomatiſchen deutſch⸗italieniſchen Befriedung des Balia raumes Aufn.: Weltbild 111 . Die Politik der Woche Europäiſcher Friedensaufbau Der Schiedsſpruch, den in Wien die Außenminiſter des Reiches und Italiens gefällt haben, iſt ein beſonders eindrucks⸗ voller Beweis dafür, daß dieſes erſte Jahr des Krieges durch⸗ aus nicht nur von kriegeriſchen Ereigniſſen erfüllt war. Auch hierin zeigt ſich der große Unterſchied etwa zum Weltkrieg. Die damalige Reichsführung ließ ſich ebenſo wie auf anderen Gebieten, ſo auch auf diplomatiſchem in eine vollſtändige Ver⸗ einſamung drängen, und die große Zahl unſerer damaligen Gegner tat das ihre dazu, um das Auswärtige Amt im Grunde genommen arbeitslos zu machen. Der gegenwärtige Krieg jedoch hat ſchon von vornherein einen weſentlich anderen Cha⸗ rakter. Nachdem er uns aufgezwungen worden iſt, führt Deutſchland ihn, um Europa endlich eine Ordnung zu geben. Das Syſtem, das die„Sieger“ von damals aufgebaut hatten, ſollte nur die Unordnung und gegenſeitige Feindſchaft ver⸗ ewigen. Es war ein Friede der Gewalt, der der einen Seite Bajonette gab und der anderen Ketten auferlegte. Europa aber braucht, um ſeine großen kulturellen, politiſchen und wirtſchaftlichen Aufgaben in der Welt erfüllen zu können, einen wirklichen Frieden, braucht freundſchaftliche Zuſammen⸗ arbeit aller. Ein ſolches Europa freilich widerſpricht dem Wunſch Englands. England will im Trüben fiſchen, es muß einen gegen den anderen ausſpielen können; es baute die eigene Vorherrſchaft auf der Uneinigkeit des Erdteils auf. Weil Deutſchland aber den Frieden Europas wollte, deshalb erklärte England dieſem Deutſchland den Krieg, weil es ſein Herrſchaftsſyſtem bedrohte. Ordnung im„Wetterwinkel“ Das erſte Kriegsjahr hat den gewaltigen Erfolg gebracht, daß England in Europa überhaupt nichts mehr zu vermelden hat, und daß es militäriſch vollkommen aus Europa vertrieben iſt. Das Haus unſeres Kontinents iſt feindfrei, und ſo kann auch ſchon trotz des Kampfes gegen England an die Ordnung der europäiſchen Dinge gegangen werden. Schon eine große Zahl von Fragen iſt gelöſt, Kriegsgefahren und Brandneſter beſeitigt, und nun ſchritten die Achſenmächte dazu. die Verhält⸗ niſſe im alten„Wetterwinkel“ Europas, im Südoſtraum, zu regeln. Die Diktate von Trianon und Neuilly, die Ungarn und Bulgarien auferlegt waren, hatten Grenzen gezogen und Zuſtände geſchaffen, von denen auch weitſchauende Rumänen ſchon ſeit langem erkannt hatten, daß das neugeſchaf⸗ fene„Groß⸗Rumänien“ für das rumäniſche Volk ſelbſt ganz und gar keine Vorteile brachte. Rumänien war von einem wenn auch kleinen, ſo doch ſelbſtändigen Staat zum Büttel Englands und Frankreichs geworden, es mußte zur Aufrecht⸗ erhaltung ſeines unnatürlich vergrößerten Hauſes ein großes Heer unterhalten, das ſehr große Steuerkräfte verſchlang, und überdies waren in dieſem viel zu großen Haus zahlreiche fremoͤvölkiſche Untermieter. Millionen von Magyaren, Hundert⸗ tauſende von Deutſchen und Tauſende von Ruſſen, Bulgaren und Türken ſaßen in dieſem Hauſe. Wie die Weſtmächte zwi⸗ ſchen Rumänien und Rußland Beſſarabien als Zankapfel ge⸗ legt hatten, ſo entwickelte ſich jede einzelne der Volksgruppen zu einem weiteren Streitgegenſtand, weil Rumänien glaubte, es könne dieſe fremden Völker„aſſimilieren“, alſo aufſaugen, und weil ſie nicht autwillig zu Rumänen wurden, ſollte das eben mit Gewalt geſchehen. Gewiß hat Rumänien nach der Abtretung Beſſarabiens und der Nordbukowina und nach dem Wiener Schiedsſpruch große Teile ſeines Staatsgebietes verloren. Aber Rumänien iſt damit wieder Herr im eigenen Hauſe geworden, und es iſt die Feind ſchaft aller ſeiner Nachbarn los. Es behält freilich trotzdem noch fremde Volksgruppen, aber nach den Beſtimmungen des Wie⸗ ner Schiedsſpruchs über ihre Behandlung werden ſie nicht mehr Zankäpfel, ſondern Brücken zu den Nachbarländern ſein. An die Stelle der Verſailler Scheinwelt iſt nun auch dort wie⸗ der die Wirklichkeit getreten. Heimkehrendes Volksdeutſchtum Deutſchland aber kämpft erſt in zweiter Linie heute für ein glückliches und friedliches Europa. Im Vordergrund ſteht bei allen Dingen das deutſche Volk. Die Sieben⸗ bürger Sachſen, die Banater Schwaben und all die vielen anderen deutſchen Volksgruppen an den Pforten des Balkans ſind ein wertvoller Beſtandteil unſeres Geſamtvolkes, daß das Reich auf dieſe überwiegend bäuerlichen Volksgenoſſen nicht verzichten und ſie ihrem Schickſal nicht überlaſſen kann. Ungarn und Rumänien haben verſprochen und unterſchrieben, daß dieſe Deutſchen von nun ab nicht mehr als zweitrangige Staatsbürger und Volksfeinde behandelt werden, ſondern daß ſie die Stellung im fremden Staate einnehmen können, die ihnen kraft ihrer hohen Kultur gebührt. Darüber hinaus iſt ee der deutſchen Volkstums⸗ 1 kräfte durch Umſiedlung dieſer deutſchen Außen⸗ poſten und Heimkehr ins Reich, das ihre Vorfahren vor zum Teil vielen Jahrhunderten verlaſſen haben, ebenfalls vorge⸗ ſehen. Dies geſchieht zur gleichen Zeit, während auch an an⸗ derer Stelle zehntauſende Deutſcher aus ihrer bisherigen Heimat ausziehen. Nachdem bereits die Baltendeutſchen, die Deutſchen aus Galizien und Innerpolen und anderen Gebieten heimgekehrt ſind, beginnt in den nächſten Tagen die Heim⸗ kehr der Deutſchen aus Beſſarabien und der Nordbukowina. Aehnliche Volksbewegungen ſtehen an anderer Stelle noch bevor. All dies zeigt, in welchem Maße das wieder ſtark gewordene Großdeutſche Reich zum Magneten geworden iſt, der alle ſeine Söhne und Töchter aus der Ferne wieder zu ſich zieht und herzlich in die Arme ſchließt, die in früheren böſen Zeiten deutſcher Schwäche und Zerriſſenheit, Ohnmacht und Kleinſtaaterei, aus Hoffnungsloſigkeit und Raumenge hinwegſtrebten und in alle Welt hinauszogen, um draußen irgendwo ein Stück wüſten Landes in harter Arbeit zu Bauernland zu roden und um ſich herum deutſche Kultur zu verbreiten. Heute kommen alle dieſe Kinder wieder zur Mutter zurück. Während ſo Deutſchland im Verein mit Italien an die endgültige und friedliche Regelung der europäiſchen Dinge geht und ſich damit die Kräfte der Achſenmächte der ganzen Welt augenfällig zeigen, wird auch die Reihe der deutſchen Herbſtmeſſen durch die Abhaltung der Wiener Meſſe vervollſtändigt; auch in Utrecht und Preßburg finden wie im tiefſten Frieden Meſſen ſtatt. Aehnliche Veranſtaltungen fin⸗ den in dem reichen England ſchon ſeit einem Jahre nicht mehr ſtatt, und ſie könnten gar nicht ſtattfinden; einmal, weil Eng⸗ land Kriegsgebiet iſt, zum anderen, weil es wirtſchaftlich un⸗ gemein ſchwach iſt und nichts ausführen kann. Vor allem die Wiener Meſſe iſt ein weiterer Beweis der wirtſchaftlichen Stärke Großdeutſchlands, und welche Bedeutung gerade dieſer Meſſe für den nun befriedeten Südoſtraum zukommt, liegt auf der Hand. Die überaus rege Beteiligung des Auslandes an allen dieſen in jüngſter Zeit abgehaltenen Meſſen zeigt, wie ſehr das Ausland daran intereſſiert iſt, mit Deutſchland in rege Handels beziehungen zu treten und ſich die deutſchen Werterzeugniſſe zu ſichern. Mit Mätzchen wollen ſie den Krieg gewinnen Wenn ſich ſo das inzwiſchen ſo weitgehend veränderte Ge⸗ ſicht Europas immer deutlicher abzeichnet, ſo zeigt eine ein⸗ zige Angabe, wie es währenddeſſen um England ſteht: Es hat in den knapp vier Wochen, vom 6. Auguſt bis 1. September, nicht weniger als 1627 Flugzeuge und faſt 200 Sperrballone verloren. Und langſam beginnen wir von drüben ganz andere Töne zu hören als bisher. In den Jahresaufſätzen zum Kriegsbeginn klingt das von überall her, was eine Zeitung ganz beſonders deutlich ausſpricht:„Großbritannien hält ſich immer noch unbeſetzt!“ Welch ein Welterfolg! Nur des⸗ halb, weil der Mann, der bisher immer mit ſeheriſcher Sicherheit den richtigen Augenblick fand, in dieſem Fall den richtigen Augenblick noch nicht für gekommen erachtete! Jud Hore⸗-Beliſha dagegen hält in ſeinem Jahresartikel zum Kriegsausbruch ſeinen damaligen Miniſterkollegen vor, wie⸗ viele Omnibuſſe ſie bisher ſchon verſäumt haben. Wenn er wüßte, wieviele ſie noch verſäumen wer⸗ den! So etwa, wenn England jetzt verſucht, den Kampf gegen die deutſche Zivilbevölkerung, den es mit der verſuchten Hun⸗ gerblockade begann, durch Bombenabwürfe auf Wohnviertel ſogar der Reichshauptſtadt fortzuſetzen. Reuter wollte die deutſche Rüſtungsinduſtrie„ſyſtematiſch zerſtört“ und Reichs⸗ tag, Reichskanzlei und wer weiß was noch alles in Schutt und Aſche gelegt haben— aber in Berlin wohnen 4% Mil⸗ lionen Menſchen, die bewundernd vor den fixeſten Wiederauf⸗ bauleiſtungen ſtehen. Denn am Morgen nach den feigen An⸗ griffen ſtand alles„wieder“ völlig unverſehrt da, abgeſehen von ein paar Zivilhäuſern. England, das Humani⸗ tät predigte, bombardiert Zivilhäuſer, ſchießt Rotkreuz⸗ flugzeuge ab und lehnt das deutſche Angebot, deutſche Rotkreuz⸗ motorboote zur Rettung ſchiffbrüchiger Flieger einzuſetzen, ab! Aber all die Bombenabwürfe auf Städte und Dörfer ſind doch nichts anderes wie Mätzchen, ebenſo wie die albernen Flug⸗ zettel„an die hellen Berliner“. Mit Mätzchen aber werden keine Kriege gewonnen, ſchon gar nicht ſolche, die ja längſt ver⸗ loren ſind, und mag man ſie auch noch ſo verzweifelt fortzu⸗ ſetzen verſuchen. Der Antrag, der im Südafrikaniſchen Par⸗ lament ſofortigen Friedensſchluß in dieſem„ſchon lange ver⸗ lorenen Krieg gegen die Achſenmächte“ forderte, iſt auch nur von einer ſehr kleinen Mehrheit abgelehnt worden... F. L. Der Sckein trügt! In einer noroͤfranzöſiſchen Hafenſtadt, den 22. 8. 1940. P. K.„Voils les gas de la marine..“„Das iſt die Liebe der Matroſen...“ trällerte eine nicht mehr ganz junge, dafür aber um ſo bunter bemalte Schönheit uns entgegen, als wir auf der Suche nach einer blanchiſſerie, Wäſcherei um die Ecke einer Hafengaſſe in Le Havre bogen. Als nächſtes hing an dem Hoſenbein meines Kameraden ein etwa jähriger Bödel, mit plärrender Stimme um ein paar Centimes bettelnd. Und dann machten wir erſt einmal halbe Fahrt. Einerſeits legte ſich uns die Luft, ſoweit man die Ausdünſtungen menſchlicher und tieriſcher Art uſw. überhaupt noch als ſolche anſprechen konnte, beklemmend auf unſere Lungen, andererſeits liefen wir Ge⸗ fahr, auf irgend etwas draufzutreten. Hier balgten ſich ein paar Kinder; dort hielt eine Katze Sieſta; daneben hockte an der Hauswand eine Matrone und polkte mit den Fingern zwi⸗ ſchen den Zehen. Ihr gegenüber lümmelte ein Nigger, die Zigarette zwiſchen den Lippen hängend, mit halbgeſchloſſenen Augenlidern vor ſich hindöſend. Neben ihm wuſch eine reichlich mollige Maman, ihr bébé mit einem grellbunten Umſchlagtuch auf den Rücken gebunden, Wäſche in einem Eimer. Und ihr wieder gegenüber ein„Grünkramlad en“, drei, vier Gemüſe⸗ körbe auf ein paar zuſammengehauenen Latten,„maleriſch hin⸗ geſtreckt“ zwiſchen den grünen Bohnen ein Untier von Katze oder Kater. Mühſam jonglierten wir uns durch, achtgebend, nicht auf einer faulen Tomate auszurutſchen, die Beine in den letzten Ueberreſten eines ausgeoͤienten Feudels, Scheuertuches, Aadadadganmamnmeennaendenndaddtadaadadadadaadataſnaddoddaddaantndtadnneandnnn tand Der neue Bauernkalender bereits erſckienen! In dieſen Tagen kommt der Bauernkalender der Laudesbauernſchaft Baden wieder ins Dorf! Sein noch vielſeitigerer Inhalt will und wird ihn auch in dieſem Kriegsjahr der ganzen bäuerlichen Familie unentbehrlich machen. Sicherlich ankert er immer feſter in allen euren Herzen, als traditioneller, erſehnter Künder von Heimat und Volk, aber auch als der ernſte und heitere Erzähler an der Wende unſerer großen Zeit in den Tagen der Ent⸗ ſcheidung des deutſchen Lebenskampfes! Laalhnemnenemnun nnn naaa eaaadagggadaadtadaganttndaatagtnaddanndadneanmntana nannte zu verheddern oder über eine leere Oelſardinendoſe zu ſtol⸗ pern. Dazwiſchen„Bar“ an„Bar“, meiſt mit hochklingenden ausländiſchen, beſonders amerikaniſchen Namen. Animier⸗ kneipen übelſter Art, und auberges, Abſteigen, in rauhen Mengen. Uns war der Anblick, das Leben und Treiben in einer ſolchen Gaſſe, nichts neues. In faſt allen franzöſiſchen Hafen⸗ ſtädten findet man ſie. Und ſelbſt die„Lichtſtadt“ Paris wartet in ihrem Kern mit ganzen Vierteln ſolcher und ähnlicher Straßen auf. Intereſſant iſt es immer, den erſten Eindruck zu beobachten, den dieſer Extrakt ſozialen Elends, gepaart mit ſittlicher Verkommenheit, auf einen deutſchen Menſchen, ins⸗ beſondere auf den an Zucht, Sauberkeit und Ordnung gewöhn⸗ ten deutſchen Soldaten macht. Ein Gemiſch von Erſtaunen und Abſcheu, von Mitleid und Verachtung iſt es, das ſich in den Geſichtern der Kameraden widerſpiegelt. Und Ausrufe der Art wie:„Und ſo etwas wollte uns Kultur beibringen!“ ſind die am häufigſten gebrauchten. * „C'eſt la guerre!“„Das iſt der Krieg!“ Mit dieſer Redens⸗ art verſucht man heute in Frankreich alles zu bemänteln und entſchuldigen, was irgendwie faul oder anrüchig iſt. Das iſt billig und bequem. Wir haben vielerorts Gelegenheit genommen, Land und Leute kennenzulernen. Wir haben uns auch nicht etwa dar⸗ auf beſchränkt, ausſchließlich die ſchwärzeſten Elendsquartiere aufzuſuchen. Wir waren in Boulogne und Cherbourg, in Breſt und Paris uſw., in grauen, licht⸗ und freudloſen Mietskaſernen, in Buden, zuſammengeſchlagen aus Brettern, Reklameſchildern und Teerpappe, denen gegenüber unſere Notſtandsbaracken aus der Syſtemzeit als komfortabel angeſprochen werden mußten. Und wir haben uns letzten Endes mit Menſchen unterhalten, auf denen ſeit Jahren der Fluch der Arbeitsloſigkeit laſtet, haben unterernährte, rachitiſche und ſkrofulöſe Kinder in Men⸗ gen geſehen. Das alles trotz eines ſiegreichen Krieges. Auch er brachte keine Geſundung, geſchweige denn Aufſtieg für die breite Maſſe. Die ſoziale Verelendung ſchritt unaufhaltſam vorwärts. Sie beſchränkte ſich auch keineswegs ausſchließlich auf die Städte. Das Land trägt gleichfalls deutlich ſichtbare Spuren des Verfalls. des Niedergangs. Die geſchminkten und gepuderten Geſichter der weiblichen Jugend in den Dörfern und Flecken, der Zuſtand eines nicht geringen Teils gerade der alten Höfe, der Bauſtil der verhältnismäßig wenigen Neu⸗ bauten, die man ſieht, das alles ſpricht für ſich. Die„Kultur der Stadt“ hat auch dem Lande ihren Stempel aufgeprägt Das Schickſal hat es anders gewollt, als die Vertreter der franzöſiſchen Plutokratie es ſich ausgedacht hatten. Tauſende und aber Tauſende deutſcher Soldaten haben heute in Frank⸗ reich Gelegenheit, ſich an Ort und Stelle von Tatſachen zu überzeugen, Vergleiche anzuſtellen uſw. Die Zeugen einer großen geſchichtlichen Vergangenheit des franzöſiſchen Volkes, etliche gepflegte Boulevards, eine dünne Schicht gut angezoge⸗ ner Menſchen vermögen über die„Kultur“ der„grande nation“ nicht hinwegzutäuſchen. Es iſt ſchon ſo: Der Schein trügt Ju ſpat! P. K. Es war vor kurzem in Breſt, dem franzöſiſchen Wil⸗ helmshaven. Nach einem ausgedehnten Bummel durch die Straßen der Stadt, in der wieder reges Leben pulſt, gingen wir in einer Taverne vor Anker. Neben etlichen Ziviliſten waren auch einige Angehörige der franzöſiſchen, in der Demo⸗ bilmachung begriffenen Kriegsmarine vertreten. An dem ein⸗ zigen freien Tiſch, auf dem ein drehbarer Poſtkartenſtänder ſtand, nahmen wir Platz. Während wir das Nationalgetränk der franzöſiſchen Seeleute, vin blanc, weißen Bordeaux, uns zu Gemüte führten, drehten wir den Kartenſtänder und be⸗ trachteten die meiſtenteils ſehr dürftigen Wiedergaben der Straßen, Sehenswürdigkeiten uſw. von Breſt. Etwas mehr Aufmerkſamkeit nötigte uns eine Serie von Karten ab, die Einheiten der franzöſiſchen Kriegsmarine zeigte; darunter auch einige Pötte und Boote, die deutſcher Seemannsgeiſt vor ge⸗ raumer Zeit ſchon in die Gefilde Neptuns befördert hatte. In angeregter Unterhaltung begriffen, ſtand plötzlich einer der „Lords“ der franzöſiſchen Kriegsmarine an unſerem Tiſch. Haſtig den Kartenſtänder drehend, zeigte er auf einen fran⸗ zöſiſchen Zerſtörer und führte ſinngemäß aus:„Auf dieſem un⸗ vergleichlichen Boot— ſagen wir die Hälfte! Der Verf.— fuhr mein Bruder. Beim Auslaufen aus Oran ſchoß es der Tommy manövrierunfähig, und zu allem Unglück lief es noch auf eine engliſche Mine und ſoff ab. Ces cochons— ont tué ce magnifique garcon!(Dieſe Schweine haben den prächtigen Burſchen gemordet!)“. Achſelzuckend ließen wir den Haßaus⸗ bruch und weiteren Wortſchwall über uns ergehen. Wenige Augenblicke ſpäter trat ein ſous⸗officier, Unteroffizier, zu ihm mit den Worten:„Lade die Kameraden ein; zwar ſind es un⸗ ſere Feinde, doch vor unſeren Freunden möge uns der Herr für alle Zeiten bewahren!“ Kühl dankend lehnten wir ab, tranken aus und zahlten. Beim Hinausgehen aber ſagte laut einer unſerer Kameraden auf franzöſiſch:„Sie haben lange genug Zeit gehabt, es ſich zu überlegen; aber ſie haben auf die falſche Karte geſetzt.“„Ceſt vrai!“(„Das iſt wahr!“) knurrte ein an der Theke ſtehender alter franzöſiſcher Fahrensmann und ſah uns mit harten Blicken nach Kriegsberichter Kurt Wittenberg. un 8 3 e ee ee. Zur erfolgreichen diplomatiſchen deutſch⸗italieniſchen Befriedung des Ballan⸗ raumes Aufn.: Weltbild 111 . Düngung der Herbſtſaaten Land volk erfülle im Endkampf deine Pflicht! Nachdem die Getreideernte des Jahres 1940 ſich nun ihrem Ende zuneigt, beſchäftigen ſich unſere Gedanken mit der Aus⸗ ſaat der Winterung. Es gilt, hier alles das zu tun, was zur Erreichung einer hohen und ſicheren Ernte im Jahr 1941 er⸗ forderlich iſt, denn nicht zuletzt hängt der Enderfolg in dieſem Ringen vom deutſchen Bauern und Landwirt ab. Ein plan⸗ mäßiges Wirtſchaften iſt zur Erreichung des geſteckten Zieles, von Acker und Grünland die beſte Leiſtung herauszuholen, grundſätzlich Vorbedingung. Wertvolle Hilfe leiſtet uns hierbei der Anbau⸗ und Düngungsplan, der eigentlich heute in keinem Betrieb mehr fehlen ſollte. In dieſen Plan tragen wir alle unſere Schläge ein, ſetzen dann die Früchte hinzu, die ſie tra⸗ gen ſollen und überlegen uns, welche Sorten wir im einzelnen anbauen wollen. Beſondere Aufmerkſamkeit wollen wir den Spalten ſchenken, die für die Düngung vorgeſehen ſind; hier heißt es, doppelt aufmerkſam ſein und alle Handelsdünger ſo einzuſetzen, daß ſie in ihrer Wirkung voll und ganz von den Kulturpflanzen ausgenutzt werden können. Das Phosphorſäureproblem . Es ſtehen uns augenblicklich nicht alle Handelsdünger in dem Maße zur Verfügung, wie wir das in normalen Zeiten gewöhnt ſind, insbeſondere trifft das für die Phosphorſäure zu. Grundfalſch iſt es, wenn wir ſagen: Wir bekommen nur 25 Prozent der Phosphorſäuremenge, die wir im Jahr 1938/9 bezogen haben, deshalb ſtreuen wir auf jeden Acker auch nur ein Viertel aus! Wer ſo denkt, ſchädigt ſich ſelber und die All⸗ gemeinheit und zeigt damit, daß er ohne Ueberlegung handelt. Die Kulturpflanzen haben ein ſehr unterſchiedliches Verlangen nach Phosphorſäure und nutzen dieſelbe auch in ganz verſchie⸗ dener Weiſe aus. So brauchen z. B. die Rüben und auch die Winterölfrüchte weſentlich mehr Phosphorſäure als der Win⸗ terroggen und leiſten auch bei einer entſprechenden Thomas⸗ mehlgabe von der Flächeneinheit bedeutend mehr als dieſer. Außerdem iſt zu berückſichtigen, daß das Wintergetreide in faſt allen Fällen nach Hackfrucht ſteht, wir können deshalb hier unbeſorgt mit der Phosphorſäure ſparſam ſein und dieſe lieber ſpäter zur Hackfrucht ausbringen. Neben dem Humusgehalt des Bodens ſpielt der Kalkzu⸗ ſtand eine ſehr wichtige Rolle. Immer wieder muß daran er⸗ innert werden, daß Stickſtoff, Phosphorſäure und Kali nie⸗ mals ihre volle Wirkung entfalten können, wenn der Kalk⸗ gehalt des Bodens nicht in Ordnung iſt. Von beſonderer Be⸗ deutung iſt dies bei den Winterölfrüchten, dann auch bei der Wintergerſte und ſchließlich auch beim Winterweizen. Dieſe drei Fruchtarten können nie richtig gedeihen, wenn der Kalk⸗ zuſtand mangelhaft iſt. Einzelheiten zur Herbſtdüngung Im einzelnen nun haben Winterraps und Winterrübſen einen großen Bedarf an Nährſtoffen. 20 kg Rapskörner und 50 kg Stroh je Ar entziehen dem Acker je Hektar etwa 100 kg reinen Stickſtoff, 60 kg reine Phosphorſäure, 100 kg Reinkali und 120 kg Kalk. Neben einer mittleren Stallmiſtgabe ſind da⸗ her 60—80 kg reiner Stickſtoff, 50 kg reine Phosphorſäure und 120 kg Reinkali zu empfehlen; das ſind je Ar 3—4 kg eines 20prozentigen Stickſtoffbüngers, 3 Kg Thomasphosphat und 2—3 kg 40prozentigen Kali. Thomasphosphat und Kaliſalz werden vor der Ausſaat in voller Höhe gegeben. Beim Stick⸗ ſtoff nehmen wir eine Teilung vor und geben im Herbſt etwa 1 kg eines 20prozentigen Stickſtoffdüngers auch dann, wenn die Stallmiſtgabe etwas reichlicher ausfallen ſollte; der Reſt folgt Ausgang des Winters, ehe das Wachstum beginnt. Im Herbſt können wir den Stickſtoff in Form von Kalkſtickſtoff, dann aber 10 Tage vor der Saat, oder als Kalkammonſalpeter ausbringen. Für die Kopfdüngung im zeitigen Frühjahr ver⸗ dient der Kalkammonſalpeter den Vorzug. Wintergerſte ſtellt an den Kulturzuſtand des Bodens ziemlich hohe Anſprüche, insbeſondere an deſſen Kalkgehalt. Auf ſaurem Boden kann mit einem Erfolg keinesfalls gerechnet werden. Eine Stallmiſtgabe iſt nicht am Platze, denn ſie ver⸗ urſacht ſehr leicht Lagerfrucht, wodurch ein Rückgang im Er⸗ trag und eine Erſchwernis der Ernte hervorgerufen wird. Die Wintergerſte beſitzt nur ein ſchwaches Bewurzelungsvermögen, ſie muß ſich aber vor Winter noch ſehr kräftig beſtocken, deshalb iſt eine ausgiebige und frühzeitige Düngung unbedingt not⸗ wendig. Phosphorſäure und Kali ſtreuen wir 8—14 Tage vor der Sagt, und zwar rechnen wir je Ar 2 ks Thomasphosphat und 27 kg 40prozentiges Kaliſalz. Am beſten werden beide Dünger zuſammen ausgeſtreut und eingeeggt. Die Düngung vor der Ausſaat iſt deswegen ſo wertvoll, weil für die Winter⸗ gerſte, wenn ſie bereits die Nährſtoffe im Boden gut verteilt vorfindet, eine ausreichende Beſtockung vor Winterbeginn ge⸗ ſichert iſt. Als Stickſtoffgabe ſind 2—3 kg eines 20prozentigen — angebracht. Ein Teil davon wird ſtets im Herbſt gegeben. Steht die Wintergerſte nach Getreide, ſo ſtreuen wir von der ganzen vorgeſehenen Gabe 7 bis, und zwar auch vor der Beſtellung. Je ſchwerer und bindiger der Boden iſt, um ſo mehr können wir an Stickſtoff ſchon im Herbſt geben, jedoch nicht mehr als die Hälfte der ganzen Gabe. Als Stickſtofform ſind Kalkſtickſtoff und Kalkammonſal⸗ peter gleich gut geeignet. Die Winterroggen⸗ und ⸗weizendüngung Nicht ganz ſo empfindlich für die Reaktion des Bodens wie die Wintergerſte iſt der Winterroggen. Er verträgt ſowohl einen Boden, der leicht ſauer iſt, als auch einen ſol⸗ chen, bei dem der Kalkgehalt etwas über normal liegt. Star⸗ ker Mangel an Kalk jedoch führt immer zu Mindererträgen. Stallmiſt kommt normalerweiſe nicht in Betracht, höchſtens für leichte, flache und humusarme Gebirgsböden, beſonders wenn Roggen auf Roggen folgt und ſtarke Auswaſchverluſte zu befürchten ſind. In ſolchen Fällen iſt es gut, wenn je Ar etwa 1,5 Doppelzentner gut verrotteter Stallmiſt mit der Stoppel in den Boden eingeſchält wird. Hierdurch wird einer ſchädigenden Bodenverdichtung im Frühjahr entgegengear⸗ beitet.— An Stickſtoff genügt im Herbſt eine ſchwache Gabe von 0,5 kg je Ar Kalkſtickſtoff oder Kalkammonſalpeter. Die Hauptmenge wird erſt im zeitigen Frühjahr als Kopfdünger geſtreut. Im allgemeinen rechnen wir beim Roggen mit einer Geſamtgabe von 2 kg 20proz. Stickſtoffdünger je Ar. Phosphorſäure und Kali werden in voller Höhe etwa 8—14 Tage vor der Saat gegeben, je Ar 1 kg Thomasmehl und 2,5 kg 40proz. Kaliſalz. Höhere Phosphorſäuregaben ſind beſonders jetzt nicht erforderlich, da der Roggen ſehr gut im⸗ ſtande iſt, die im Boden befindliche Phosphorfäure ſich nutz⸗ bar zu machen. Beim Kali iſt es nicht zu empfehlen, weniger als die oben angegebene Menge auszubringen, da ſonſt die Lagerfeſtigkeit des Halmes leidet. Der Winterweizen iſt auch in bezug auf die Reak⸗ tion des Bodens anſpruchsvoller als der Roggen. Er ver⸗ langt einen humoſen, kalkhaltigen Boden. Wo der Kalk⸗ zuſtand nicht ausreichend iſt, muß die Vorfrucht eine ent⸗ ſprechend hohe Kalkgabe erhalten. Von einer Stallmiſtdün⸗ gung iſt beim Winterweizen abzuſehen, denn ſie würde die Wüchſigkeit des Strohes erhöhen und damit Lagergefahr brin⸗ gen. Weiterhin wird beim Weizen durch Stallmiſt das Auf⸗ treten von Roſt und Fußkrankheiten ſehr begünſtigt. Das Aneignungsvermögen für die Nährſtoffe des Bodens iſt beim Winterweizen geringer wie beim Winterroggen, darum muß Weizen, ſelbſt auf beſten Böden, richtig und ausreichend mit Handelsdünger verſorgt werden. Beſonders wichtig iſt für eine ſachgemäße Ernährung des Weizens im Herbſt Kali und Phosphorſäure. Dieſe beiden Dünger ſind nicht nur Pflan⸗ zennährſtoffe, ſie haben auch die Aufgabe, die junge Saat vor Auswinterungsſchäden zu ſchützen. Hierbei leiſtet das Kali wertvolle Dienſte. Bei ausreichender Gabe vermag es den Salzgehalt in den Pflanzenzellen zu erhöhen, wodurch der Ge⸗ frierpunkt des Zellſaftes herabgeſetzt wird und ſo der Winter⸗ kälte größerer Widerſtand entgegengeſetzt werden kann. Im Verein mit der Phosphorſäure, beide rechtzeitig gegeben, er⸗ möglicht das Kali der auflaufenden Saat die Bildung kräftiger Wurzeln. Dadurch wird bei einem Auffrieren des Bodens im Frühjahr das Zerreißen der Wurzeln weitgehend verhindert. Wir geben daher Kali und Thomasmehl im Herbſt 14 Tage vor dem Säen, je Ar 1,5 kg Thomasmehl und nicht unter 2% kg 40proz. Kaliſalz. Allgemein genügt es, den Stickſtoff erſt im Frühjahr, kurz vor Erwachen der Vegetation, zu ſtreuen. Die Höhe der N.⸗Gabe richtet ſich nach Vorfrucht und Bodenart. Steht der Weizen beiſpielsweiſe nach Klee, ſo iſt Vorſicht am Platze. Nach Hafer dagegen ſind 223 kg eines 20proz. N.⸗Düngers durchaus lohnend. In vielen Fäl⸗ len, beiſpielsweiſe auf ſtark verunkrauteten Böden, wird ein Teil des Stickſtoffes ſchon im Herbſt als Kalkſtickſtoff gegeben, um das Unkraut zu vernichten. Hier iſt es notwendig, daß die 1 oder 15 kg Kalkſtickſtoff ungeölt je Ar mindeſtens 14 Tage vor der Ausſaat geſtreut werden. Die reſtliche Stick⸗ ſtoffmenge folgt dann auf den Kopf im zeitigen Frühjahr zweckmäßig in Form von Kalkammonſalpeter. Genügſamer als der Weizen iſt der Spelz. Was beim Weizen geſagt wurde, trifft für die Zeit der Düngung auch bei ihm zu, hier reichen 2 kg je Ar eines 20proz. N.⸗Düngers, 1 kg Thomasphosphat und 2 bis 2% kg 40proz. Kali. So ſehr der Erfolg des Getreidebaues von der Bearbei⸗ tung des Bodens, der richtigen Sorte, Ausſaatmenge, Aus⸗ ſaatzeit und von den Pflegemaßnahmen abhängt, kommt eben⸗ falls der richtigen Düngung auch eine maßgebende Bedeu⸗ tung zu. Dr. Seien Zur Erleichterung der Landarbeit 36. Merkblatt Berbſtbeſtellung Geſetztes Land ſchützt die Saat beſſer vor Auswinterung als ein milder Winter. Deshalb: Acker im Herbſt feſtmachen! Hierbei iſt der Untergrundpacker jeder Walze vorzuziehen. (Vgl. hiermit das 32. Merkblatt zur Erleichterung der Land⸗ arbeit,„Vorarbeiten für die Herbſtbeſtellung“). Richtig düngen! Auf das gut abgelagerte Land wird vor dem letzten Eggenſtrich zur Bereitung des Saatbettes die vorgeſehene Grundoͤüngung ausgeſtreut. Vorher Handels⸗ düngemittel miſchen, wenn die Miſchungstabelle es vorſchreibt! Da dann aber große Mengen zu ſtreuen ſind, empfiehlt ſich der Einſatz des Düngerſtreuers. Deshalb: Dünger⸗ ſtreuer jetzt für die vorgeſehenen Streumengen betriebsfertig herrichten! Je ſchlechter die Vorfrucht, deſto ſorgfältiger die Düngung. Ganz beſonders gilt das für Roggen, der ſich vor Winter beſtocken muß. Die Winterung erhält die geſamte Kali⸗ und Phosphorſäuredüngung ſchon bei der Beſtellung und bis 6 des vorgeſehenen Stickſtoffs. In dieſem Jahr gibt man Phosphorſäure in erſter Linie den Oelfrüchten (Raps, Rübſen, Lein), den Rüben und der Luzerne. Der Reſt wird auf Getreide, Kartoffeln und Futterpflanzen verteilt. Da⸗ bei ſollen Weizen und Wintergerſte nicht zu kurz kommen. Bei beiden Vorfrucht und Ergebnis der Bodenunterſuchung beſon⸗ ders beachten! Auch für die Kalkung iſt jetzt noch Zeit. Aetzkalk (10 Doppelzentner je Hektar) muß wenigſtens 8 Tage vor der Saat in den Boden. Auch hier hilft der Düngerſtreuer. Kalk⸗ mergel(20 Doppelzentner je Hektar) kann man kürzere Zeit 2 Saat ausbringen. Er wird vom Wagen aus breitge⸗ worfen. Rechtzeitig ausſäen! Bei zu früher Saat über⸗ wachſen ſich die Beſtände und werden leicht von der Fritfliege befallen. Die Gefahr des Ausfaulens und des Ausfrierens iſt dann beſonders groß. Bei zu ſpäter Saat bleiben die Beſtände RKartoffellagerung Erſt wenn die Kartoffeln richtig und zweckmäßig lagern, iſt der Erfolg der Ernte geſichert. Bei Saatkartoffeln iſt richtige Lagerung die Vorausſetzung für einen guten Ertrag im kommenden Jahr. Gut lagern, heißt vor allem froſtſicher, kühl und luftig lagern. Das iſt in Mieten meiſt beſſer und leichter zu erreichen als in Kellern Deshalb: Saatkartoffeln in Mieten, nur Verbrauchskartoffeln in die Keller bringen! .... im Keller... Vor Beainn der Kartoffelernte Lager⸗ keller gründlich lüften! Decken, Wände und Boden kalken! Iſt der Keller feucht, eignet er ſich nicht zur Kartoffellagerung. Muß er trotzdem genommen werden, ſoll man durch Schal⸗ bretter an den Wönden und durch Holzunterlagen eine direkte Berührung der Kartoffeln mit den feuchten Wänden verhin⸗ dern. Iſt es während der Kartoffelernte heiß, kommen die Knollen oft zu warm zur Einlagerung. Dann fangen ſie leicht zu faulen an. An ſolchen Tagen läßt man die Kartoffeln über Nacht im Freien ſtehen, damit ſie gut auskühlen. Erſt wenn ihre Temperatur unter 8 Grad Celſius geſunken iſt, bringt man ſie in den Keller. Vom Wagen aus wirft man die Kar⸗ toffeln auf ſchräg geſtellte Lattenroſte, auf denen ſie durch die Kellerluken rollen. So wird noch ein ganz Teil Schmutz ab⸗ geſiebt und man braucht die Kartoffeln nicht durch enge Türen und auf engen Treppen zu tragen. Mit Ausnahme der beißen Tage bleiben die Kellerfenſter jetzt Tag und Nacht offen, bis zum Beginn anhaltenden Froſtwetters. Die beſte Lagertempe⸗ ratur liegt bei Kartoffeln zwiſchen 2—4 Grad Celſius. . und in Mieten.. Der größte Teil der Kartof⸗ feln wird in Mieten gelagert, die man an möalichſt trockenen Stellen auf oͤurchläſſigem Boden anlegt. Der Mietenplatz wird etwas eigneebnet. Eine Vertiefung iſt unnötig. Auch in den Mieten iſt es wichtig, die Kartoffeln kühl zu halten. Bei einer Breite von nicht über 1,25 Meter wird die richtige Firſthöhe von etwa 90 Zentimeter erreicht. Je Meter Mietenlänge la⸗ gern dann 5—6 Doppelzentner Kartoffeln. Sind es mehr, ſteigt die Gefahr des Faulens, ſind es weniger, macht das Zudecken zuviel Arbeit. Bei mehreren nebeneinanderliegenden Mieten ſoll der Mietenabſtand 4—5 Meter betragen. Man hat dann genug Erdreich, um damit die Mieten zu bewerfen und kann auch mit dem Wagen an den Mieten entlang fahren. Es iſt beſſer, mehrere kürzere Mieten bis zu 20 Meter Länge als wenige lange Mieten anzulegen. Man verteilt ſo das Riſiko der Ueberwinterung auf eine größere Anzahl von Mieten. Außerdem laſſen ſich kurze Mieten ſchneller abfahren und ſor⸗ ſchwach und wintern zu leicht aus. Deshalb: Für die Ausſaat ſich im allgemeinen an folgende letzte Termine halten! Letzter Ausſaattermin öſtlich der Oder für Wintergerſte 15. September, für Roggen 5. Oktober; weſtlich der Oder: un⸗ günſtige, rauhe Lage: für Wintergerſte 20. September, für Roggen 15. Oktober; günſtige Lage: für Wintergerſte 30. Sep⸗ tember, für Roggen 25. Oktober. Winterweizen kann noch ſpäter als Roggen gedrillt wer⸗ den, beſonders in warmen Herbſten bis zum Winterbeginn. Dagegen ſoll er bei rauhem Klima nicht vor dem 1. Oktober und bei mildem nicht vor dem 10. Oktober zur Ausſaat ge⸗ bracht werden. 8 Saatgut beizen und nicht zu ſtark drillen! Gebeiztes Saatgut ſchützt vor Auswinterung. Vor allem iſt Roggen gegen Schneeſchimmel zu beizen. Häufig wird noch zu ſtark ausgeſät. Hiervor ſchützt die richtig abgeoͤrehte und dem⸗ entſprechend eingeſtellte Drillmaſchin e. Bei hochwertigem Saatgut mit beſter Keimfähigkeit und Unkrautfreiheit darf nicht mehr ſo ſtark wie früher gedrillt werden. Richtig bemeſ⸗ ſene Ausſaat verſchwendet kein wertvolles Brotgetreide und bil⸗ det die Vorausſetzung für gleichmäßige und geſunde Getreide⸗ beſtände. Deshalb: Bei Drillſaat folgende Aus ſaat⸗ ſtärken nicht überſchreiten: Wintergerſte 160 leg je Hektar, Reihenabſtand nicht unter 15 em; Roggen 150 kg je Hektar, Reihenabſtand nicht über 12 om; Winterweizen 180 kg je Hektar, Reihenabſtand nicht unter 15 em. Je beſfer Boden und Klima, um ſo mehr müſſen dieſe Saatmengen eingeſchränkt werden. Nur bei ſehr ſpäten Ausſaaten ſind Zuſchläge not⸗ wendig. Drilltiefe: 3—4 cm. Um eine ſtärkere Bedeckung der Körner mit Erde zu verhindern, ſind Tiefenbegrenzer zweck⸗ mäßig.— Auch Winterſaaten pflegen und Unkraut bekämpfen! Nur beſte Beſtellung ſichert im kommenden Jahr Höchſterträge! 35. Merkblatt tieren. Das Ausladen der Kartoffelwagen an den Mieten muß ſchnell gehen. Wo Kaſtenwagen mit loſen Seitenwänden üblich ſind, zieht man die Bretter hoch und kann ſo die Kar⸗ toffeln leicht vom Wagen ſtoßen. Dabei fallen auch Knollen zwiſchen die Räder. Deshalb ſollte man beim Weiterrücken erſt die Räder frei machen, damit die Kartoffeln nicht verletzt wer⸗ den. Bei feſten Kaſtenwagen geſchieht das Entladen im allge⸗ meinen durch eine Luke. Meiſt dauert das aber zu lange. Ein⸗ facher iſt es, dieſe Wagen durch Umkippen zu entleeren. Hierzu wird der Kaſten mit einer Kette am Langbaum feſtgebunden. Der Wagen fährt parallel an die Miete heran. Vor die beiden äußeren Räder ſtellt man zwei ſteile Böcke und wirft durch kurzes Anziehen der Pferde den Wagen um. Die Wagen lei⸗ den dabei kaum, wenn zwei Strohbunde, die man dahin legt, wohin die Rungen fallen, den Stoß auffangen. Luftbe⸗ reifte Plattformwagen erleichtern die Arbeit des Aufladens und fördern bei gleicher Anſpannung doppelte La⸗ ſten. Am ſchnellſten werden dieſe Wagen entladen, wenn man die Kartoffeln von ihnen ſeitlich in die Mieten herunterrut⸗ ſchen läßt. Dazu baut man ſich zwei etwa 25 Zentimeter hohe Böcke, die man vor die äußeren Räder des Wagens ſtellt. Wenn dann die Pferde langſam anziehen, ſteht der Wagen ſchräg und kann nach Oeffnen der inneren Seitenklappe ganz leicht entladen werden. Das wichtigſte beim Kartoffeleinmieten iſt eine ſtarke und trockene Strohdecke. Sie ſoll beim Auflegen mindeſtens 40 Zentimeter ſtark und aleichmäßig dicht ſein. Es iſt darauf zu achten, daß auch der Mietenfirſt genügend eingedeckt wird. Auf die Strohdecke bringt man dann ſofort eine dünne Erd⸗ ſchicht auf, die nur ſo ſtark ſein ſoll daß das Stroh nicht nom Wind weggeweht und der Regen abgehalten wird. Beim Ein⸗ mieten an ſehr warmen Tagen empfiehlt es ſich allerdings, Strohdecke und Erde erſt nach nächtlichem Auskühlen aufzu⸗ bringen. Das Offenhalten des Mietenfirſtes hat ſeine Vor⸗ teile bei feucht geernteten Kartoffeln Ein großer Nachteil iſt hierbei aber die Gefahr des Einreanens bei ſtarken Regen⸗ güſſen. So leicht bedeckt bleiben die Kartoffeln liegen, bis ihre Temperatur auf etwa 5 Grad Celſius abgeſunken iſt. Erſt dann wird die eigentliche Winterdecke aufgebracht. Sie beſteht aus einer zuſätzlich aufgebrachten etwa 10 Zentimeter dicken Erd⸗ schicht, einer Schicht von Kartoffelkraut u dal.(etma 30 Zenti⸗ meter ſtark) und einer abſchließenden rund 15 Zentimeter dicken Schicht Erde. Mit dem Zudecken der Mieten rechtzeitig begin⸗ nen, damit Froſtſchäden vermieden werden! 1135 Unſere Fettverſorgung wird heute zum größten Teil durch die heimiſche Milcherzeugung gedeckt. Durch die ſtetige Lei⸗ ſtungsſteigerung und ſtraffe Organiſation der Erzeuger⸗ betriebe, der Feſtpreiſe ſowie des gerechten Verteilungsſyſtems erhält jeder Verbraucher ſeinen Anteil. Unſer Beſtreben darf jedoch nicht nur ſein, die Produktion zu ſteigern, ſondern Hand in Hand damit muß eine Qualitätsverbeſſerung gehen. Nur aus einer einwandfrei und ſauber gewonnenen Milch kann eine wohlſchmeckende und haltbare Butter hergeſtellt werden. Ver⸗ ſchmutzte und fehlerhafte Milch iſt unappetitlich und leicht ver⸗ derblich und kann ſogar geſundͤheitsſchädlich ſein, was vor allem für Kinder und Kranke ſehr nachteilig ſein kann. Viele Milchviehhalter ſtehen leider immer noch auf dem Standpunkt, die abgelieferte Milch wird ja in der Sammelſtelle genügend gereinigt und entſprechend bearbeitet. Die neuartigſten Mol⸗ kereieinrichungen und modernſten Bearbeitungsverfahren können jedoch aus einer verſchmutzten und unzweckmäßig ge⸗ wonnenen Milch keine Qualitätsmilch machen. Kein Nahrungsmittel iſt ſo empfindlich und leicht verderb⸗ lich wie die Milch. Schon eine leichte Störung im Organis⸗ mus der Milchkuh, oder ein ſchroffer Futterwechſel, kann ſich nachteilig auf die Güte auswirken. Doch der größte Feind der Milch iſt die ſchlechte Stalluft und der Schmutz. Der Schmutz allein würde zwar keinen großen Schaden anrichten. Mit dem Schmutz kommen eine große Anzahl Kleinlebeweſen, vor allem Säurebakterien, in die Milch, die darin einen ſehr guten Nährboden finden und ſich bei der günſtigen Temperatur ungeheuer raſch vermehren. Je mehr Schmutz in die Milch ge⸗ langt, umſo ſtärker wird dies mit Säurebakterien zerſetzt, und je länger die Milch warm bleibt, umſo raſcher werden ſich dieſe ſchädlichen Kleinlebeweſen vermehren. Es iſt daher eine bekannte Tatſache, daß eine verſchmutzte Milch gerade im Som⸗ mer bereits nach einigen Stunden anſauer iſt und beim Kochen zuſammenfällt. Wenn nun eine ſolche Milch nicht einmal die Kochprobe beſteht, wie ſoll man dann daraus eine gute Butter oder Käſe herſtellen können. Wir treiben heute gerade auf dem Gebiete der Butterverſorgung eine Vorratswirtſchaft. Durch neuzeitliche Einrichtungen iſt es uns möglich, eine gute Qualitätsbutter ein ganzes Jahr einzulagern. Die Butter iſt aber nur dann ſolange haltbar, wenn ſie aus einer einwand⸗ freien Milch hergeſtellt iſt. Aus dieſem Grunde iſt eine rein⸗ liche Milchgewinnung dringend erforderlich. Hier heißt das oberſte Geſetz Sauberkeit. Kurz vor oder während dem Melken ſoll man nicht ausmiſten, ſtreuen oder gar Vieh putzen. In Milchviehſtällen, in welchen noch Pferde untergebracht werden müſſen, kann man ſehr häufig beobachten, daß dieſe während der Melkarbeit geputzt werden. Der dadurch aufgewirbelte Staub gelangt ſodann in die Milch. Aus die⸗ ſem Grunde ſollte auch während des Melkens nicht gefüttert werden. Dadurch wird ebenfalls viel Schmutz vermieden. Es ſteht feſt, daß die Tiere ohne Futter beſſer ſtehen bleiben, und daß das Melken raſcher vor ſich geht. Wenn die Kühe das Ge⸗ molkenwerden, ohne dabei zu freſſen, erſt einmal gewöhnt ſind, haben wir auch während des Melkens eine viel größere Ruhe im Stall. In gut geleiteten Milchwirtſchaften wird daher wäh⸗ rend des Melkens grundſätzlich nicht gefüttert. Dadurch wird wohl die Stallarbeit etwas länger ausgedehnt. Wenn man jedoch erſt mit vereinten Kräften melkt und dann füttert und die übrigen Arbeiten verrichtet, wird dadurch die Arbeitszeit im Stall nicht weſentlich verlängert. Wer die Milch ganz ein⸗ wandfrei gewinnen will, der treibe vor dem Melken die Kühe Zur Milchgewinnung nur blitzblanke Geräte 716 Aufn.: Lbſch. Schmidt(2) Reinliche Milchgewinnung- haltbare Produkte e Beim Melken ſaubere Kleidung auf, damit ſie Kot und Harn abſetzen, lüfte ſodann den Stall, „ Streu etwas zurecht und macht ſich dann an die Melk⸗ arbeit. Vor dem Melken muß das Euter gründlich gereinigt wer⸗ den. Hier wird immer noch der Fehler begangen, daß dies mittels Waſſer geſchieht. Trotz des Abwaſchens verbleibt in der Regel ein Teil des Schmutzes am Euter, der ſich nachher durch das Naßmelken in ſeinen feinſten Beſtandteilen auflöſt und mit in die ermolkene Milch geſchwemmt wird. Bei Beginn des Melkens ſind dann die Zitzen noch etwas ſchmutzig, nachher ſind dieſe durch das Naßmelken wunderbar ſauber. Dieſer Schmutz quillt während des Melkens in Form von grünlich⸗ gelben Tropfen durch die Finger. Die beſte Seihvorrichtung und Reinigungsanlage kann dieſen aufgelöſten Schmutz nicht aufhalten, geſchweige denn die tauſende Säureerreger, die mit dieſem Schmutz in die Milch gelangen, und ihre Haltbarkeit und Verarbeitungsfähigkeit in Frage ſtellen. Das ſind dann die Fälle, bei denen ſich trotz des beſten Seihens in der Sammel⸗ ſtelle bei der Schmutzkontrolle immer wieder Beanſtandungen ergeben. Schon aus dieſem Grunde ſollte niemals naß ge⸗ molken werden. Am beſten kann das Euter mit einem genügend großen weichen und ſauberen Euterlappen gereinigt werden. Dieſer Lappen hat jedoch den Nachteil, daß er jeden Tag gewaſchen werden muß, was leider vielfach aus Arbeitsüberhäufung nicht immer getan wird. Wird ferner das Tuch für ſämtliche Kühe nacheinander benutzt, ſo können dadurch leicht Eutererkrankun⸗ gen übertragen werden. Man müßte alſo für jede Kuh einen beſonderen Lappen zur Verfügung haben, denn es kann immer wieder paſſieren, daß ſich bei einer Kuh eine Euterentzündung einſchleicht, mit welcher dann durch den Lappen auch die übri⸗ gen Kühe angeſteckt werden können. Da der Euterlappen in der breiten Praxis nicht ſorgfältig genug angewandt wird, empfiehlt ſich ein einfacheres Verfahren, das überall leicht an⸗ zuwenden iſt. Man nimmt ſich ganz einfach eine gute Hand voll ſauberes Sommerhalmſtroh. Dasſelbe wird zu einem weichen Bauſch zuſammengedreht. Mit dieſem weichen Stroh⸗ wiſch wird dann das Euter gründlich ſaubergerieben. Dies Verfahren iſt zweckmäßig, einfach und wird in der Praxis viel eher angewendet. Wird auf dieſe Art und Weiſe das Euter tüchtig durchgerieben, dann werden wir dadurch zugleich er⸗ 2 Tr 8 „„ —— fie reichen, daß die Milch viel raſcher einſchießt, ſo daß nachher viel zügiger und flotter gemolken werden kann. Wenn das Euter allerdings einmal ganz ſtark verſchmutzt und verſchmiert iſt, dann wird man dasſelbe ausnahmsweiſe mit lauwarmem Waſſer abwaſchen müſſen. Wichtig iſt allerdings, wenn das Euter nur ab und zu abgewaſchen wird, daß dies danach ſofort trockengerieben wird, da ſich andernfalls leicht Erkältungen und Entzündungen einſtellen können. Wer bisher naß gemolken hat, dem fällt das trockene Fauſt⸗ melken in der erſten Zeit etwas ſchwer. Zur Ueberbrückung des Naß⸗ und Trockenmelkens iſt ein gutes Melkfett ſehr geeignet. Vor allem bei Arbeits⸗ und Weidekühen entſtehen an den Zitzen gern kleinere Riſſe und Schrunde, was durch die Verwendung von etwas Melkfett vermieden werden kann. Auch die Hände des Melkperſonals ſind oft hart und rauh. Durch ein leichtes Einreiben der Zitzen und Hände mit einem guten Melkfett werden dieſe weicher und geſchmeidiger, ſo daß das Tier beim Melken keinen unangenehmen Reiz empfindet, was ſich wieder günſtig auf den Milchertrag auswirkt. Vor allem kommt man jedoch durch die Verwendung von etwas Melkfett von dieſem unſauberen Naßmelken zu dem viel reinlicheren Trockenmelken. Es muß allerdings beſonders betont werden, daß nicht zu viel Fett aufgetragen wird. Die Hände und Zitzen ſind vor dem allgemeinen Melken nur ganz leicht einzureiben. Wird zu viel Fett aufgetragen, dann gleiten die Hände beim „Fauſten“ aus und der Melker kommt dadurch wieder ganz unwillkürlich zu dem nachteiligen„Strippen“ und Naßmelken. Die Zitzen dürfen auch niemals mit Schweinefett oder Butter eingerieben werden. Durch die Verwendung von Schweinefett wird die Höhe des Milchertrags bekanntlich nachteilig beein⸗ flußt. Ein gutes Melkfett ſoll geruch⸗ und geſchmacklos ſein, da ja die Milch jeden fremden Geruch und Geſchmack ſofort annimmt. Die Markenmelkfette, die ſich heute im Handel be⸗ finden, enthalten größtenteils einen Zuſatz mit einer keim⸗ tötenden Wirkung. Dadurch können erſtens nicht ſo leicht Eutererkrankungen übertragen werden und zum andern wird eine keimärmere Milch gewonnen. Bleibt dieſelbe ſtehen, ſo nimmt ſie die ſchlechten Geruch⸗ ſtoffe der Stalluft an. Durch das ſofortige Seihen werden die Schmutzteilchen die trotz aller Vorſicht doch noch in die Milch gelangen an ihrer Auflöſung gehindert. Beim Trockenmelken fallen höchſtens trockene Schmutzteile in die ermolkene Milch. Meiſtens bleiben dieſe ſogar im Milchſchaum hängen. Wird nun die Milch ſofort geſeiht, ſo kann ſich dieſer Schmutz nicht auflöſen, was ſich wiederum ſehr günſtig auf die Reinlichkeit und Haltbarkeit der Milch auswirkt. Am beſten läßt ſich die Milch mit einem Wattefilter reinigen. Ein gutes Seihtuch iſt allerdings auch nicht zu verwerfen. Dasſelbe muß fedoch ſtets ſaubergehalten werden. Die Seihtücher, wie überhaupt die geſamten Milchgeräte, müſſen nach ihrer Verwendung immer erſt kalt und dann erſt heiß geſpült werden. An einem luf⸗ 7 7 e Ort wird das Seihtuch zum Trocknen auf⸗ gehängt. Nach dem Seihen iſt die Milch ſo raſch wie möglich zu kühlen. Kommt die Milch zu einer Sammelſtelle, dann ſollte dieſe ſofort nach dem Melken und Seihen abgeliefert werden, damit dieſelbe dort gekühlt werden kann. In der warmen Milch können ſich die darin befindlichen Säureerreger unge⸗ heuer raſch vermehren. Nach dem Kühlen wird dieſe Vermeh⸗ rung unterbunden. Ferner verliert die Milch dadurch, daß ſie langſam über den Kühler rieſelt, den unangenehmen Stall⸗ geruch. Auch im Winter muß daher die Milch über den Kühler laufen, ſelbſt dann, wenn das Waſſer eingefroren iſt. Muß die Milch längere Zeit in den Kannen ſtehen, dann dürfen hierbei die Kannen nicht ganz luftdicht verſchloſſen werden, da ſonſt die Milch leicht muffig und ſtickig wird. Auf keinen Fall dürfen bei der Ablieferung Morgen⸗, Mittag⸗ oder Abend⸗ Hefe gemiſcht werden. Vielmehr iſt jedes Gemelk für ſich zu iefern. Bei der Gewinnung einer geſunden, keimarmen und wohl⸗ ſchmeckenden Milch ſpielen noch andere Vorausſetzungen eine Rolle. Reinhaltung der Ställe, gute Stalluft, größte Sauber⸗ keit des Melkperſonals und der Tiere ſichern erſt einen vollen Erfolg. Wer die aufgezeigten Hinweiſe beachtet, wird durch die Qualitätsbezahlung einen beſſeren Preis erhalten und gleichzeitig dazu beitragen, daß eine einwandfreie Milch an den Verbraucher und zur Verarbeitung kommt. Zimmer. Fütterung und pflege von ehemaligen Wehrmachtpferden In letzter Zeit wurden von der Wehrmacht in größerer Anzahl Pferde an die Landwirtſchaft und gewerbetreibende Wirtſchaft abgegeben. In dieſem Fall handelte es ſich nicht um ſogenannte D. U., ſondern um volldienſtfähige Pferde. Wenn auch das vorgeſtellte Material rein äußerlich geſehen biswei⸗ len einen arg herunter gekommenen Eindruck machte, ſo muß man ſich hierbei die Strapazen vergegenwärtigen, die von den Pferden durchgekoſtet werden mußten. Bei dem ungeſtümen Drang nach Vorwärts, wie es in dem Blitzkrieg in Polen, Holland, Belgien und Frankreich der Fall war, iſt es nicht ver⸗ wunderlich, oͤaß nur allzu oft mit„Stockhafer“ nachgeholfen werden mußte. Was iſt nun bei der Fütterung ſolcher Pferde beſonders zu beachten? Zunächſt muß jegliche Umſtellung allmählich voll⸗ zogen werden. Man hüte ſich in einigen Tagen das nachholen zu wollen, was zuvor den Reitern und Fahrern trotz beſten Willens, ihre Pfleglinge mit dem nötigen Futter zu verſorgen, nicht möglich war. Hier iſt ein allzuviel des Guten unbedingt ſchädlich. Heu und Hafer ſind anfangs nur in kleinen Ratio⸗ nen zu verabreichen. Wird Häckſel gegeben, ſo darf derſelbe wegen der Kolikgefahr nicht zu kurz geſchnitten werden. Vor⸗ ſicht iſt geboten mit Kleeheu neuer Ernte. Günſtig wirkt ſich wegen der leicht abführenden Wirkung die Verfütterung von einigen ſauberen Pferdemöhren und von Weizenkleie aus. Eine große Gefahr bedeutet abgewelktes Grünfutter, da hier⸗ nach Störungen in dem Darm entſtehen. Das gleiche kann auch nach Aufnahme von Maisſchrot eintreten. Vorſicht beim Weide⸗ laſſen, vor allem bei hohem Grasbeſtand. Bei dieſen Tieren iſt der Drang nach Grünem beſonders groß. Auch hier iſt all⸗ zuviel des Guten ſchädlich. Da das Pferd ſich auf alles Freß⸗ bare förmlich ſtürzt, iſt das Futter, um Kolikerkrankungen vorzubeugen, nur in kleinen Rationen vorzugeben. Die Fut⸗ termahlzeiten ſind nicht zu kurz zu bemeſſen. Zweckmäßig iſt es ferner, Salzleckſteine ſo anzubringen, damit die Pferde je⸗ derzeit daran lecken können. Daß nur friſches Waſſer verab⸗ reicht werden darf, und nicht abgeſtandenes, trübes und fau⸗ liges, wie man es ſo oft noch in den Waſſerfäſſern der Pferde⸗ ſtälle vorfinden kann, ſei noch erwähnt.„ Um Erkältungskrankheiten vorzubeugen, ſind die Pferde nicht in warmen Stallungen unterzubringen. Bei der jetzigen warmen Witterung iſt für eine genügende Friſchluftzufuhr Sorge zu tragen. Durch zweckmäßiges Oeffnen der Fenſter (kein Gegenzug) und durch Anbringen von Lattentüren, läßt ſich dies leicht ermöglichen. Sind die Pferde mit den Kühen in ein und demſelben Stall untergeſtellt, ſo iſt es angebracht, Fliegenfänger aufzuhängen. Die Einſtreu muß reichlich ſein. Das Anſpannen darf anfangs nicht auf den ganzen Tag ausgedehnt werden. Auch hier iſt das Indienſtſtellen allmählich vorzunehmen. Bei der Verpaſſung der Kummetgeſchirre iſt beſon⸗ derer Wert auf den richtigen Sitz zu legen, zumal die meiſten Pferde bei der Wehrmacht im Sielengeſchirr gearbeitet haben. Treten Druckſchäden auf, ſo ſind dieſelben entſprechend zu be⸗ handeln. Hierzu eignet ſich das Abwaſchen mit kaltem Waſſer, das öfters zu wiederholen iſt. Zeigt ſich das eine oder andere Pferd als nicht gerade zugfeſt, ſo darf man nicht gleich zur Peitſche greifen. Auf dieſe Weiſe wurde ſchon manches an und für ſich brauchbare Pferd für immer verdorben. Mit entſpre⸗ chender Behandlung läßt ſich viel erreichen. Sofern die Mög⸗ lichkeit beſteht, iſt in der erſten Zeit ein ruhiges, zugfeſtes Pferd beizuſpannen. Beſonderes Augenmerk iſt auf einen rich⸗ tigen Beſchlag zu legen. Der glatte Beſchlag iſt dem griffigen unbedingt vorzuziehen. Wer geſehen hat, wie im Schwarzwald die Wehrmachtpferde die ſchweren Geſchütze und Wagen berg⸗ auf ſchleppten, wird zugeben müſſen, daß man auch im Gebirge und auf Aſphaltſtraßen mit glattem Beſchlag gut fahren kann. Der griffige Beſchlag iſt unnatürlich und Tierquälerei. An⸗ läßlich der Stutbuchaufnahmen im Gebiet des Schwarzwälder Kaltblutes konnte man zur Genüge feſtſtellen, daß ſämtliche Stuten mit griffigen Eiſen beim Vorführen im Trab wie auf Stelzen gingen. Sollten die Hufe ſpröde ſein, ſo find dieſe gut zu waſchen und nach dem Trocknen mit einem geeigneten Fett innen und außen zu behandeln. Auch ſollte man bei Kaltblü⸗ tern die Feſſelhaare ſtehen laſſen und nicht ſcheeren, wie man es noch ſo oft antrifft.(Vorbeuge gegen Mauke). Ab und zu ſind die Feſſelhaare mit lauwarmem Waſſer und Seife gründ⸗ lich zu waſchen. Daß ein erfriſchendes Bad bei ſonnigem Wet⸗ ter Wunder wirkt, ſei weiter noch bemerkt. Zu verwerfen und direkt geſundheitsſchädlich iſt das hie und da noch übliche Ab⸗ ſvritzen mit kaltem Waſſerleitungswaſſer. Um an gewitter⸗ ſchwülen Tagen die Pferde vor Inſektenſtichen genügend zu ſchützen, darf das Anbringen von Ohrenkloppen, Auflegen von Netzdecken und Einpinſeln mit Bremſenöl an Bruſt, Bauch uſw. nicht unterlaſſen werden. Stuten, die zur Zucht in Frage kommen, iſt eine längere Erholungspauſe zu gönnen, bevor ſie zum Hengſt geführt werden. Feder Bauer, Landwirt und Gewerbetreibende, der jetzt Beſitzer von früheren Wehrmachtpferden iſt, hat damit auch die Verpflichtung übernommen, dieſe„Krieaskameraden“, die eine Leiſtungsprüfung ohnegleichen hinter ſich haben, aus der nur die härteſten und zäheſten als Sieger hervorgegangen ſind, ſo zu füttern, halten und pflegen, damit ihre Arbeitsleiſtung möglichſt bald auf volle Touren gebracht wird. 1 1 Wie laſſen ſich geſunde Getränke aus Obſt herſtellen? Es beſteht kein Zweifel, daß nur geſunde Getränke für Genußzwecke geeignet ſind, die auch in ihrer ſonſtigen Beſchaf⸗ fenheit keine Fehler und Mängel aufweiſen. Das Ziel, ge⸗ ſunde, haltbare Getränke aus Obſt zu erhalten, iſt bei dem heutigen Stand der Kellerwirtſchaft nicht ſchwierig, denn die ſachgemäße Anwendung des Schwefels, der Reinhefe, die Er⸗ höhung des Säuregehaltes durch Zugabe von Moſtmilchſäure bei ſäurearmen Obſtgetränken ſowie die Beachtung des recht⸗ zeitigen Abſtiches geben ſichere Gewähr, Fehler und Krank- heiten von vornherein zu verhindern. Den beſten Beweis hierfür zeigen die Erfahrungen aus der Praxis ſelbſt, denn überall da, wo die erforderlichen Maßnahmen rechtzeitig und ſachgemäß durchgeführt wurden, ſind geſunde, haltbare Ge⸗ tränke erzielt worden. 5 5 Vor allem iſt auf eine ſorgfältige und gründliche Reini⸗ gung der Fäſſer zu achten. Vielfach wird man in dieſem Jahre genötigt ſein, Fäſſer zu benutzen, die längere Zeit außer Ge⸗ brauch waren. Hierbei iſt Vorſicht geboten. Man muß leer⸗ ſtehende Fäſſer, die öfters eingebrannt wurden, vor ihrer Wiederbenutzung gründlich wäſſern, weil ſonſt die Ge⸗ tränke durch die Aufnahme reichlicher Mengen von Schwefel⸗ ſäure geſchmacklich nachteilig beeinflußt werden. Ein zu hoher Schwefelſäuregehalt iſt geſundheitsſchädlich und macht die Ge⸗ tränke un verkäuflich. Man muß daher ſolche Fäſſer gründlich wäſſern. Im allgemeinen dürfte ein Auslaugen mit Waſſer (8—10 Tage lang) genügen. Fäſſer, in denen eſſigſtichige Getränke lagerten, müſſen nach der üblichen Reinigung mit Bürſte und Waſſer entweder gründlich gedämpft oder mit einer heißen Sodalöſung behandelt werden. Auf je 100 Liter Faßraum nimmt man 10 Liter Waſſer und 200 Gramm Soda. Man ſtürzt und wälzt das Faß, damit die heiße Sodalöſung mit allen Teilen der Faßwandung in Berührung kommt, füllt das Faß mit Waſſer zu der Sodalöſung ſpund voll auf und läßt es 3 bis 4 Tage ſtehen. Hierauf entfernt man die Sodalöſung und ſpült das Faß ſolange mit Waſſer gründlich aus, bis das ab⸗ fließende Waſſer geruch⸗ und geſchmacklos iſt. Auch die Mühle, Kelter und Bütten beſürfen einer ſorgfältigen und gründlichen Reinigung. Die eiſernen Teile der Mühle und der Kelter, mit denen das Moſtgut in Berührung kommt, ſind von Roſt zu befreien, ſie ſind mit einem geruch⸗ und ge⸗ ſchmackloſen, ſäurebeſtändigen Lack zu überziehen. Eiſerne und verzinkte Gefäße ſind zur Aufnahme von Saft oder Wein ungeeignet, weil ſie von den Fruchtſäuren leicht ange⸗ griffen werden. Zinkhaltige Getränke ſind der Ge⸗ ſundheit ſchädlich. Getränke, die reichlich Eiſen enthalten, wer⸗ den nicht nur ſchwarz an der Luft, ſondern meiſt auch trüb und beſitzen einen mehr oder weniger ſtark hervortretenden Metallgeſchmack. Man achte auch darauf, daß die Faß⸗ ſchraube in Ordnung iſt, ſie darf nicht frei liegen, ſondern muß in das Holz eingelaſſen oder von Holz bedͤeckt ſein. Möglichſt wenig Zuſätze Das zu verwendende Obſt muß reif ſein. Faule, verdor⸗ bene Früchte ſind zu entfernen. Iſt das Obſt durch Erde ver⸗ unreinigt, ſo muß es gewaſchen werden, denn durch das Waſchen werden außer Schmutz auch ſchädliche Organismen entfernt. Bei der Bereitung von Obſt iſt darauf zu achten, daß eine Streckung durch Waſſerzuſatz nur dann vorgenommen werden darf, wenn eine ausreichende Zuckermenge zur Verfügung ſteht, um den Zucker⸗ bzw. Alkoholgehalt des Getränkes ge⸗ nügend zu erhöhen. Man muß ſich darüber klar ſein. daß durch den Waſſerzuſatz der Zuckergehalt und damit der Alkohol⸗ gehalt ſowie der Säuregehalt des Moſtes herabgedrückt wird. Infolgedeſſen entſtehen alkohol⸗ und ſäurearme Getränke, die leicht verderben und eſſigſtichig werden. Aus dieſem Grunde iſt vor einer Streckung des Getränkes. ohne die Möglichkeit durch Zuckerzuſatz den Alkoholgehalt zu erhöhen, zu warnen. Wird eine Streckung des Moſtes um ein Drittel des urſprüng⸗ lichen Saftes vorgenommen, ſo ſind der Miſchung von Saft und Waſſer 2 bis 3 Kilogramm Zucker je 100 Liter zur Er⸗ höhung des Alkoholgehaltes zuzuſetzen. Die vielfach verbrei⸗ tete Anſicht, zur Erzielung brauchbarer Getränke aus Obſt ſei ein Waſſerzuſatz unbedingt nötig, trifft nicht zu. Sowohl aus Aepfeln und Birnen oder aus Gemiſchen von Aepfeln und Birnen haben wir ſeit Jahren in dem Verſuchskeller der An⸗ ſtalt ohne feden Zuſatz vorzüalich haltbare Getränke hergeſtellt. Die Kelteruna des Mahlautes iſt alsbald vorzu⸗ nehmen. da, namentlich bei warmer Witterung. die Gefahr be⸗ ſteht, daß die Maiſche eſſigſtichig wird. Will man die Maiſche angären laſſen, ſo muß ſie mit einem Senkboden bedeckt wer⸗ den. Die Maiſche iſt öfters am Tage umzuſtoßen. Nach jedem Gebrauch muß die Holzkrücke ſofort gründlich abgewaſchen wer⸗ den. Durch die Anwendung des Senkbodens wird die Bildung des Treſterhutes und damit zugleich auch die Uebertragung der gefährlichen Eſſigbakterien durch die Eſſigmückchen verhin⸗ dert. Wo die erforderliche Einrichtung fehlt, iſt eine ſofor⸗ tige Kelterung des Mahlgutes unbedingt vorzuziehen. Eine Maßnahme, die bei der Bereitung von Getränken aus Obſt noch viel zu wenig Beachtung findet, iſt eine ſach⸗ gemäße Schwefelung des ſüßen Saftes. Durch die 218 Schwefelung des Saftes werden die ſchädlichen Organismen in ihrer Entwicklung gehemmt, ſo daß die guten Eigenſchaften rein gezüchteter Heferaſſen zur vollen Auswirkung gelangen. Zugleich werden aber auch Stoffe, die das Braunwerden der Getränke verurſachen, zerſtört und damit Farbe und Geſchmack günſtig beeinflußt. Durch das Schwefeln des ſüßen Saftes wird aber auch eine nachteilige Säureabnahme durch Säure⸗ 5. was bei ſäurearmen Säften von großer Be⸗ eutung iſt. Die weitere Saftbehandlung Die Schwefelung des ſüßen Saftes erfolgt zweckmäßig durch Zugabe von 10 Gramm 1 Tablette Kaliumpyroſulfit je 100 Liter. Das Kaliumpyroſulfit wird in 1 bis 2 Liter des Saftes in einem emaillierten Topf gelöſt und der Geſamt⸗ menge beigemiſcht. Zur raſchen und ſicheren Einleitung der Gärung iſt bei geſchwefelten Obſtſäften ein Zuſatz von“ bis 1 Liter vermehrter Reinhefe je 100 Liter ratſam. Fer⸗ ner muß man darauf achten, daß der Saft die erforderliche Gärtemperatur von 16 Grad Celſius beſitzt. Iſt der Saft zu kalt, ſo muß er vor der Zugabe der vermehrten Reinhefe entſprechend erwärmt werden. Soll die Reinhefe ihren Zweck erfüllen, ſo muß ſie möglichſt frühzeitig, d. h. bevor die Eigen⸗ gärung einſetzt, dem ſüßen Moſte zugefügt werden. In kalten Herbſten gibt man die Reinhefe zu dem gekelterten Safte, bei warmer Herbſtwitterung, bei der die Gärung raſcher einſetzt, dagegen ſchon zur Maiſche. Die Beſtellung der Reinhefe hat daher ſo rechtzeitig zu erfolgen, daß noch genügend Zeit zur Vermehrung der Reinhefe zur Verfügung ſteht. Bei der Vor⸗ nahme der Vermehrung der Reinhefe muß man die Gebrauchs⸗ anweiſung, die jeder Sendung beiliegt, genau beachten; dann iſt jeder Mißerfolg von vornherein ausgeſchloſſen. Die ſach⸗ gemäße Anwendung der Reinhefe bietet ſo erhebliche Vorteile, daß ihre Anwendung gerade bei der Obſt⸗ und Beerenweinberei⸗ tung dringend zu empfehlen iſt. Die Vorteile der Anwen⸗ dung ſind: Sicherheit in der Gärführung und die Erzielung geſunder, reintöniger Getränke. Maßgebend für die Entwicklung und Haltbarkeit der Ge⸗ tränke aus Obſt iſt ein ausreichender Säuregehalt. Es iſt be⸗ kannt, daß ein zu niedriger Säuregehalt der Obſtſäfte für den Gärungsverlauf, die Klärung und die Haltbarkeit der Ge⸗ tränke nachteilig iſt. Liegen ſäurearme Säfte vor, ſo muß der Säuremangel durch Säurezuſatz frühzeitig, d. h. vor der Gä⸗ rung, behoben werden. Bei Verwendung von Birnen, aber auch von Aepfeln oder Gemiſchen von Aepfeln und Birnen iſt hierauf zu achten. Nach den Erfahrungen, die vorliegen, hat ſich ein Zuſatz von Moſtmilchſäure ſowohl in geſchmacklicher wie gärtechniſcher Hinſicht aut bewährt. Die Zugabe von 4 Liter 50prozentiger Moſtmilchſäure je 100 Liter wird in den meiſten Fällen ausreichend ſein. Sofern Moſtmilchſäure nicht erhältlich iſt, kann der Man⸗ gel an Säure bei Getränken zum eigenen Ge⸗ brauch durch Zuſatz von Johannisbeerſaft bzw. Johannis⸗ beerwein behoben werden. Zu dieſem Zwecke läßt man den Johannisbeerſaft ohne Waſſerzuſatz für ſich in einem ſauberen Fäßchen oder Korbflaſche vergären. Nach beendigter Durchgärung wird der Johannisbeerwein von der Hefe ge⸗ trennt und in friſch geſchwefelte Behälter gefüllt. Nach 6 bis 8 Wochen muß der Wein nochmals unter Anwendung entſpre⸗ chender Schwefelgaben abgelaſſen werden. Auf das Spundvoll⸗ halten der Gefäße iſt auch hier beſonders zu achten. Vor dem Zuſatz des Johannisbeerweines muß man ſich aber davon überzeugen, ob der Wein noch geſund. d. h. frei von Eſſigſtich iſt. Zur Erhöhung des Säuregehaltes benötigt man für je 100 Liter Moſt etwa 10 Liter des Johannisbeerweines. Dieſer Säurezuſatz kann auch bei ſäurearmen Treſterweinen Anwen⸗ dung finden. Rechtzeitiger Abſtich wichtig Ferner iſt auf einen rechtzeitigen Abſtich zu achten. Ge⸗ tränke aus Obſt müſſen, ſobald ſie vergoren ſind und eine ge⸗ nügende Klärung eingetreten iſt, von der Hefe abgelaſſen und in ſaubere, friſch eingebrannte Fäſſer gefüllt werden. Als Ein⸗ brand iſt hierzu 1 dünne Schwefelſchnitte je Hektoliter Faß⸗ raum zu verwenden. Werden die Getränke rechtzeitig abge⸗ laſſen, ſo verlieren ſie nicht an Friſche. Im Gegenteil wird man feſtſtellen können, daß durch den rechtzeitigen Abſtich die Haltbarkeit und die Beſchaffenheit der Getränke günſtig be⸗ einflußt werden. Bleiben aber die Getränke zu lange auf der Hefe liegen oder läßt man ſie, wie es häufig geſchieht, über⸗ haupt nicht ab, ſo treten durch den in Zerſetzung übergegan⸗ genen Hefetrub recht nachteilige Folgen ein. Die große Zahl kranker Getränke iſt auf dieſe fehlerhafte Behandlung(zu ſpäter Abſtich) zurückzuführen. Deshalb iſt auf einen rechtzeitigen Abſtich und auf eine ſachgemäße Schwe⸗ felung beſonders zu achten. Schließlich iſt der Praxis zu emp⸗ fehlen, ſich in Zweifelsfällen unter Einſendung einer Probe an eine Fachanſtalt zu wenden, denn die Folgen einer falſchen Behandlung laſſen ſich nur ſchwer oder überhaupt nicht wieder gutmachen. Fiſchler. 0 71 Sanne Roman von RMorbert Pruchbhäuler Inhaber aller Rechte: Ludwig Voggenreiter Verlag Potsdam 31. Fortſetzung Nach einer Weile beſtätigte Stephan:„Ja, wer kann wiſ⸗ ſen, wozu etwas gut iſt.“ Er ſtreifte die Hoſenträger ab. „Ich will mich hinlegen“, ſagte er. nicht mehr gewohnt.“ „Ich gehe dann.“ Sie zögerte noch. Dann ſagte ſie herz⸗ lich:„Gute Nacht, Stephan!“ „Gute Nacht“, gab er ruhig zurück, ohne ſie anzuſehen. Traud ſchloß behutſam die Tür und ging in ihre Kammer. 22. Wenn früher der Wagen des Jagdpächters vom Tal her⸗ aufkommend die Höhe von Heidheim erreicht hatte und nun zwiſchen Feldern und Bäumen hindurch im gemächlichen Trab der Pferde auf die erſten der etwa vier Dutzend Häuſer zu⸗ fuhr, dann ſchien die Stille plötzlich zu lauſchen, wie am Fen⸗ ſter eine alte Frau, die vor ſich hingeträumt hat, den greiſen Kopf hebt und nach der Tür ſchaut, vor der die kleinen Schritte des Enkelkindes laut werden. Es war damals noch ein Ereignis, wenn der ſtädtiſche Beſuch kam: Heidheim lag ſo weit ab von der großen Verkehrsſtraße, daß nur ſelten ein Fremder ſich in dieſe ſtille Gegend verirrte. Höchſtens daß ein Hauſierer mit umgehängtem Warenkaſten daherkam, von wei⸗ tem ſchon die Häuſer ins Auge faſſend, in denen er für ſich ein Geſchäft erwartete; oder daß der Pech-Anton mit ſeinem Hundegefährt des Weges zog und mit eintöniger Stimme ſein „Wagenſchmier!“ ausrief; oder die Dorfmuſikanten auf dem Kirchplatz die blinkenden Inſtrumente auspackten und einen Goldregen von Tönen über die alten Häuſer blieſen. So war es noch geweſen, als Sanne auf den Erbacher Hof kam, auch noch, als Cecilia an einem klarblauen Frühlings⸗ morgen ſelbſtbewußt ihren erſten Schulweg antrat, während Michael, eine kleine Peitſche auf der Schulter, mit verſchloſ⸗ ſenem Geſicht den gleichen Weg ſchritt, unbekümmert um das lärmende kleine Volk, ernſt und geſammelt, und, als die Schmiedefrau ihn anhielt und fragte:„Wo willſt du denn mit deiner Peitſche hin?“ antwortete:„Achtgeben, daß Cecilia nichts geſchieht!“ Aber nun war im Laufe von zehn Jahren doch manches anders geworden. Die Bürgermeiſterei, die breit und ſelbſt⸗ ſicher neben der Kirche ſtand, hatte einen neuen Anſtrich er⸗ halten; der Krämer gegenüber wollte nicht zurückbleiben und hatte wenigſtens ein Ladenſchild anbringen laſſen, hellgrün mit weißen Buchſtaben; das Gaſthaus am Kirchplatz ſtreckte neuer⸗ dings an ſchmiedeeiſernem Arm eine kunſtvoll gearbeitete gol⸗ dene Trommel mit zwei gekreuzten Schlegeln auf die Straße. Vom Kirchplatz aus, wo die vom Tal kommende Haupt⸗ ſtraße ſich gabelt, konnte man faſt das ganze Dorf überſchauen: einſtöckige Häuſer mit ſpitzen Giebeln, manche noch mit ſchö⸗ nem Balkenwerk, die meiſten mit blauem Lahnſchiefer gedeckt. In ſehr ſchlechtem Zuſtand befand ſich nur die Schule. Sie war ſeit vielen Jahren erneuerungsbedürftig. Wenn Anton Obenauer den Lehrer von weitem zu Geſicht bekam, machte er einen Bogen, um nicht ewig die alten Klagen anhören zu müſſen. Bei Regen tropfte es durch die Decke, die Wände hatten handbreite Riſſe, im Winter fraß der eiſerne Ofen das Schulholz klafterweiſe, aber die Kinder, die weitweg davon ſaßen, hatten rote Naſen und ſteife Finger. Wenn die Geſund⸗ heitsbehörde Wind bekam, gab es einen Mordsſtunk. Anton Obenauer wußte das, der Gemeinderat wußte es auch. Aber es war kein Geld in der Kaſſe. Der Bau der Waſſerleitung hatte alles aufgefreſſen. Die Gemeinde hatte Schulden und ſchlechte Wege obendrein. Der alte Lehrer Leuthold war aus dem Schuldienſt ge⸗ ſchieden, nachdem er rund oͤreißig Jahre in Heidheim Schule gehalten hatte. Der Nachfolger war unverheiratet und wohnte beim Bürgermeiſter. Er war ein ſchneidiger junger Mann. Wenn auf den alten Leuthold die Rede kam. hüllte er ſich in vornehmes Schweigen. Die Kinder mußten viel mehr lernen als früher, und alles Dinge, die die Alten kaum vom Hörenſagen kannten. Früher hieß es: Rechnen, Leſen, Schrei⸗ ben. Weiter nichts. Der alte Leuthold hatte eine Handſchrift wie geſtochen. Schönſchreiben war ſein Steckenpferd. Der Neue gab nichts auf Schönſchreiben.„Schön braucht es nicht zu ſein“, pflegte er zu ſagen,„richtig muß es ſein.“ Merk⸗ würdige Auffaſſung! Früher wurde nur auf Schiefertafeln geſchrieben; jetzt mußten die Eltern alle Naslang Hefte kau⸗ fen. Neue Moden! Wozu? Die Bauern murrten, ſie ver⸗ ſtanden die Zeit nicht mehr. „Ich bin das Schaffen Der neue Lehrer hatte auch ſeine guten Seiten: der Ge⸗ ſangverein wäre ohne ihn nie wieder in die Höhe gekommen. Jetzt wurde jeden Samstagabend im Schulhaus Geſangſtunde gehalten, und wie! Beim letzten Preisſingen hatte Heidheim den zweiten Preis und den erſten Ehrenpreis geholt. Das gab Freude und Auftrieb. Lehrer Weiß war nicht ſonderlich muſikaliſch. Beim Got⸗ tesdienſt ſpielte er mehr laut als ſchön und mit Vorliebe neue und unbekannte Lieder. Meiſtens ſangen nur die Kinder mit. Vom Pfarrer ließ er ſich nichts ſagen, der mußte froh ſein, wenn er in Ruhe gelaſſen wurde. Er hätte ganz gut die Sonntagspredigt eine halbe Stunde kürzer machen können, beſonders im Sommer, wo doch die meiſten Leute vor Müdig⸗ keit einſchliefen. Sonſt war der Pfarrer ein beliebter Mann, wenigſtens im Oberdorf. Einmal hatte er den früheren Polizeidiener auf der Straße angehalten und geſagt:„Vater Borngäſſer, Ihr habt am vergangenen Sonntag in der Nachmittagskirche wie⸗ der geſchnarcht, daß es eine Art hatte. Wie alt ſeid Ihr eigentlich?“ „Dreiundſechzig, Herr Pfarrer.“ 5 „Dann will ich Euch was ſagen: mit dreiundſechzig braucht man nicht mehr in die Nachmittagskirche zu gehen. Bleibt doch daheim und ruht Euch aus!“ „Ach ja“, hatte Vater Borngäſſer gemeint,„ich habs auch ſchon probiert; aber wißt Ihr, daheim tun die Fliegen ſo arg!“ Da hatte der Pfarrer geſagt, wenn es ſo ſei, dann ſolle er nur ruhig in der Kirche ſein Schläfchen halten. In der Richtung nach Linden waren mehrere Neubauten entſtanden, einfache, noch unverputzte Ziegelbauten, in denen faſt ausſchließlich Arbeiter wohnten. Es war eine Art Sied⸗ lung, die ſich ſchon nach außen hin betont von den übrigen Bauten abhob, wie denn auch ihre Bewohner ſich keineswegs mehr als Bauern fühlten. Einer von ihnen hatte eine Wirt⸗ ſchaft e das„Deutſche Haus“, und das Geſchäft ging gut. Die Arbeiter verſtanden zu leben. Sie hatten immer Geld in der Taſche. In der Ziegelei des Erbacher wurde gut verdient. Die Schiefergrube war ein Reinfall geweſen. Peter hatte viel Geld hineingeſteckt, aber nach einem halben Jahr mußte er den Betrieb einſtellen, weil er zu teuer arbeitete. Jetzt betrieb er auf der Leinhalde die Ziegelei. Die Seele des Ge⸗ ſchäfts war Fortner. Er wohnte im„Deutſchen Haus“, war Direktor, Ziegeleiarbeiter, Fuhrmann, Kaufmann, Vertreter — alles in einer Perſon. Die eingeſeſſenen Bauern ſahen ihn lieber gehen als kommen; er hatte nicht die Art, mit ihnen umzugehen. Die Arbeiter dagegen hielten große Stücke auf ihn, und die jungen Burſchen begegneten ihm ſogar mit einer gewiſſen Ehrfurcht, weil ſie das Unberechenbare, Abenteuer⸗ liche in ihm witterten. Wenige Wochen nach dem Zuſammen⸗ ſtoß auf dem Erbacher Hof las man von einem Zweikampf mit dem Arzt Dr. Anhäuſer. Der Arzt trug eine ſchwere Verletzung davon. Seine Frau lebte ſeitdem mit dem Farmer zuſammen. Nach Heidheim wollte ſie jedoch nicht mit ihm gehen, er fuhr deshalb jeden Samstag zu ihr in die Stadt. Der Pfarrer ſprach von einem öffentlichen Aergernis, die Leute redeten und munkelten und ſagten ein ſchlimmes Ende voraus; der Farmer tat jedoch, als ob ihn das alles nichts anginge. Der Wetterhahn auf dem Kirchturmdach drehte ſich wie in alten Zeiten. Das Gold auf ſeinen Flügeln war abgeblät⸗ tert, ſein Kleid hatte der Roſt zerfreſſen. Er ſtand da, hoch über dem Erdentreiben, und ſchaute in Ruhe weit hinaus nach dem Himmelsrand. Ob die Menſchen, deren Häuſer ſich da unten wie eine müde Herde zwiſchen Bäumen und Gär⸗ ten gelagert hatten, ängſtlich fragend oder gleichgültig zu ihm hinaufſchauten, ob ſie ſich über ihn ärgerten oder luſtig machten, ihn ſtörte es nicht. Er hörte unter ſich die Turm⸗ uhr raſſeln und zum Schlag ausholen Er zählte die Stunden und Tage, er ſah die Wetter kommen und abziehen, der Re⸗ gen machte ihn naß und die Sonne trocknete ihn wieder. Er ſtand in der Zeit und ragte doch über ſie hinaus. Freud und Leid der Menſchenkinder rührte ihn nicht an. Die Wolken, die ewig wandernden, waren ſeine Freunde. Die Menſchen wollten nur wiſſen, ob ſie gut oder ſchlecht Wetter brachten. Dem Turmhahn waren ſie ein Gleichnis, das er den Menſchen deuten wollte: daß ſie gleich den Wol⸗ ken nie zur Ruhe kommen, ſondern ewig unterwegs ſein müſ⸗ ſen, weil der Wechſel das einzig Beſtändige unter dem Him⸗ mel iſt. (Fortſetzung folgt) 2 Celler, feuchte Woß. staubf Dung ookcen Bezug auch durch Genossenschaften und Baustoffhändler 1719 . Wörckenkückenzettel für die Candfrau für die Zeit vom 8.—14. September 1940 Sonntag. Mittageſſen: Nudelſuppe, Hähnchen, geoͤämpfte Kartoffeln, Endivienſalat.— Abendeſſen: Kartoffelſalat, Rühreier.. 5 Montag. Mittageſſen: Tomatenſuppe, Kartoffelküchle, Kopf⸗ ſalat, Pflaumenkompott.— Abendeſſen: Bratkartoffeln, Doſenwurſt, Gurkenſalat. 2 2 Dienstag. Mittageſſen: Gemüſeſuppe, Grünkernküchle, Bohnengemüſe, Kartoffelbrei.— Abendeſſen: Schalenkar⸗ toffeln, weißer Käſe mit verſchiedenen Kräutern, Tee. Mittwoch. Mittageſſen: Sellerieſuppe, Spätzle, Gulaſch, Apfelkompott.— Abendeſſen: Speckkartoffeln, grüner Salat. Donnerstag. Mittageſſen: Zwiebel⸗ und Peterſilienſuppe, Schweinebraten, Gelberüben, Salzkartoffeln.— Abend⸗ eſſen: Mit Ei überbackene Spätzle(Reſte), Tomatenſalat. Freitag. Mittageſſen: Geröſtete Grießſuppe, Dampfnudeln, Vanillemilch oder Kompott.— Abendeſſen: Eierſalat mit Kräutern, Bratkartofeln. 5 Sams ta g. Mittageſſen: Einlaufſuppe, gekochtes Rindfleiſch, Kartoffelgemüſe, Roterübenſalat.— Abendeſſen: Kaffee, Hefekuchen. Rezepte: Kartoffelküchle: Geriebene Kartoffeln vom Tag zuvor, 55 Pfund Mehl, 1 Taſſe Milch, darin 20 Gramm Hefe auflöſen, 3 Eier, etwas Salz. Alles gut durchſchaffen, 27—3 Stunden gehen laſſen, mit dem Löffel rausſtechen, im Fett backen. Grünkernküchlein: 250 Gramm Grünkern werden in ſchwach 1 Liter Waſſer, Grünsknochen⸗ oder Fleiſchhrühe zu einem dicken Brei gekocht, der ſich vom Topf löſen ſoll. Der in kleine Würfel geſchnittene Speck(zirka 50 Gramm) wird mit Zwiebeln und Peterſilie gedämpft, ſamt 2—3 eingeweichten, verzupften Brötchen, 1—2 Eiern und Gewürz der Maſſe zuge⸗ geben und kalt geſtellt. Man formt gleichmäßige Küchlein, wen⸗ det ſie in Weckmehl und bäckt ſie in heißem Fett ſchön braun. Blick auf den Markt Am Brotgetreidemarkt hält ſich die Umſatztätigkeit noch in verhältnismäßig engen Grenzen, da erſt ein kleiner Teil des Ernteertrages gedroſchen wurde. Die bereits zur Ablieferung kom⸗ menden Mengen werden vom Landhandel, den Lagerhäuſern und Mühlen leicht aufgenommen. Es beſteht lebhaftes Kaufintereſſe. Das Braugerſtegeſchäft iſt ebenfalls noch ruhig, da die Brauereien und Mälzereien noch eine abwartende Holtung einneh⸗ men. Die Umſätze in Induſtriegerſte und Induſtriehafer waren bei ſtarker Nachfrage der verarbeitenden Werke gleichfalls noch nicht erheblich, in Induſtriegerſte dürften dieſe ſich aber bald erhöhen, da inzwiſchen die Beſtimmung, daß Wintergerſte im Rahmen der Bereitſtellungspflicht unmittelbar der Saatgutſtelle zur Verfügung zu ſtellen war, mit ſofortiger Wirkung aufgehoben wurde. Die Mühlen wurden weiter durch Zuweiſungen der RfG. mit Mahl⸗ gut verſehen. Obgleich im ganzen Wirtſchaftsgebiet das Bild nicht ganz einheitlich iſt, liegen doch bei den Be⸗ und Verarbeitungsbetrie⸗ ben ganz erhebliche Mehlvorräte.— Die Vorräte an Nährmitteln ſind bei den Herſtellerbetrieben infolge mäßiger Nachfrage recht be⸗ deutend, weil durch die reichliche Gemüſe⸗ und Obſternte eine her⸗ vorragende Verſorgung mit Friſchkoſt möglich war. Die Vorxäte werden bei der Winterverſorgung noch eine wichtige Rolle ſpielen.— Die Lage am Futtermittelmarkt iſt immer noch unaus⸗ geglichen. Rauhfutter ſteht in guter Beſchaffenheit fernerhin reich⸗ lich zur Verfügung, wodurch auch die Wehrmachtverſorgung weiter gut geſtaltet werden konnte. Bei Futtermehl und Kleie iſt immer noch, trotz großen Bedarfes, äußerſte Sparſamkeit geboten, damit der verfügbare Anfall im Intereſſe einer größtmöglichen Zweckmäßigkeit Verwendung finden kann. Pferdemiſchfutter iſt in guter Qualität ausreichend am Markt, während nach Schweinemaſt⸗ miſchfutter immer noch große Nachfrage herrſcht. Körnermiſchfutter bleibt weiterhin begehrt, doch dürfte eine zu erwartende Zuteilung einige Erleichterung bringen. Auf den Schlachtviehmärkten und Verteilungsſtellen waren die Großviehauftriebe auch in der Berichtswoche knapp. Die Schlachtſchweineanlieferungen laſſen zur Zeit ebenfalls zu wünſchen übrig, da ſich die kürzlich zurückgeſetzten Erzeugerpreiſe noch aus⸗ wirken. Erfahrungsgemäß werden ſich die Märkte aber innerhalb kurzer Zeit wieder ausgeglichen haben. Die Verbraucherſchaft wird von dieſen Schwankungen jedoch nicht betroffen, da für ſolche vor⸗ hergeſehenen Lücken Zufuhren der Reichsſtelle zur Verfügung ſtehen. Auch in der Berichtswoche wurde der Fleiſchbedarf mit Rinder⸗ und Schweinefleiſch weitgehend aufgefüllt, ſo daß keinerlei Verſorgungs⸗ ſtörungen zu verzeichnen waren. Der Auftrieb an Schlacht⸗ kälbern war zwar knapp, doch konnte der Kalbfleiſchbedarf gedeckt werden.— Die Nutzviehmärkte zeigen auch weiterhin ein wenig befriedigendes Bild. Es beſteht zur Zeit kaum Abgabe⸗ neigung, trotzdem die Preiſe durchaus befriedigen. Milchkühe und Kalbinnen bleiben geſucht. Für Fahrkühe und Zugochſen iſt leb⸗ haftes Kaufintereſſe vorhanden, doch bleibt das Angebot nur gering. Die Ferkel⸗ und Läufer märkte ſind wenig verändert. Ein⸗ zelne Märkte ſind ſtark überfahren, während andere bei lebhafter Umſatztätigkeit aufnahmefähiger wären. Die Markttendenzen liegen deshalb auch zwiſchen„ſehr lebhaft“ und„ſchleppend“. Die Märkte der Rheinebene verlaufen bei guten Preiſen befriedigend und ſind faſt völlig geräumt. Nach Läuferſchweinen herrſcht a if allen Märk⸗ ten lebhafte Nachfrage, die auch außerhalb nicht gedeckt werden kann. Die Milchanlieferungen haben nach Beendigung der Ge⸗ treideernte wieder etwas zugenommen und liegen erheblich über der Vergleichszeit des Vorjahres. Der Verbrauch von Vollmilch hielt ſich auf der Höhe der Vorwoche, während der Abſatz von entrahmter Friſchmilch weiter zurückging. Die Buttererzeugung ent⸗ ſpricht dem Milchanfall, ſo daß neben der reibungsloſen Verſorgung, der Verbraucherſchaft in nennenswertem Umfange Einlagerungen für die Reichsſtelle erfolgen konnten. Am Käſemarkt blieb die Lage angeſpannt, da der Verbrauch während der Erntezeit auf dem Lande erheblich angeſtiegen iſt und außerdem auch in den vollbeſetz⸗ ten Kurorten des Schwarzwaldes und am Bodenſee großer Bedarf vorliegt. Die Verſorgung mit Speiſeöl vollzieht ſich im Rahmen der vorgeſehenen Rationierung. Bei Schweineſchmalz mußte in⸗ folge des Auftriebrückganges von Schlachtſchweinen auf Reſerven der Reichsſtelle zurückgegriffen werden. Der Bedarf war aber jeder⸗ zeit geſichert.— Die jahreszeitlich bedingte Rückläufigkeit in der Eiererzeugung iſt zum Stillſtand gekommen. Das beſſere Erfaſſungsergebnis mag aber auch auf den nach beendeter Haupt⸗ erntezeit geringeren Eigenverbrauch der Erzeuger zurückzuführen ſein. Die Verſorgung der Verbraucherſchaft läuft unter Zuhilfe⸗ nahme von Einfuhren ausländiſcher Friſcheier in der vorgeſehenen Weiſe weiter. Mit einer geringen Veränderung der Zuteilungen muß jedoch gerechnet werden. Schlachtgeflügel könnte in größerem Umfange abgeſetzt werden, da die Zufuhren aus den Niederlanden die ſtarke Nachfrage, beſonders in den Kurorten nicht ganz zu decken vermögen.— Für Seefiſche liegt wieder größeres Intereſſe vor. Die Zufuhren blieben etwas hinter den Vorwochen zurück, ſo daß die Anlieferunger raſch abgeſetzt wurden. Der Bedarf an Süß⸗ waſſerfiſchen überſteigt immer noch das Angebot. Größere Lieferungen könnten mühelos untergebracht werden, da die Märkte ſehr aufnahmefähig ſind. Eine beachtliche Zuteilung an Marinaden fand raſchen Abſatz. Fiſchvollkonſerven ſind ſehr begehrt. Die reiche Verſorgung der Märkte mit Gemüſe⸗ erzeugniſſen aller Art führte verſchiedentlich, beſonders bei den Kohlarten und Salatgurken, zu Ueberſtänden und Abſatzſtockun⸗ gen. Geringe Anlieferungen von Blumenkohl waren raſch vergriffen. Rotkohl aus holſteiniſchen Anbaugebieten war infolge beſonders guter Beſchaffenheit leicht abzuſetzen. Die Nachfrage nach Einlege⸗ gurken iſt immer noch rege, doch ſind die Anlieferungen weiter zu⸗ rückgegangen. Auch bei Endivienſalat wurde das Angebot ſchwächer, Praktiſche Winke Nr. 4 für den Saatenſchutz im Herbſt Vergällung des Saatgutes. Beſonders im Herbſt, ſobald die Saat im Boden iſt, kommen die Krähen oft ſcharenweiſe angeflogen und hacken die Körner wieder heraus. Aber auch Fa⸗ ſanen, Sperlinge, Hühner, Tauben u. a. haben ſchon oftmals recht bedeutenden Schaden an⸗ gerichtet, namentlich in den ſpäten Winter⸗ ausſaaten. Ein wirkſames Mittel dagegen iſt die Vergällung des Saatgutes mit Corbin. Das Corbinieren kann in einer Beiztrommel oder auch durch einfaches Umſchaufeln und Benetzen des Getreides erfolgen. Die Saat⸗ körner werden mit einer Schicht überzogen, die den Krähen und anderen Vogelarten den Geſchmack verleidet. Mangelhaftes Auflaufen. Wenn der Schnee im Frühjahr ſchmilzt, muß man oft ſehen, daß die Winterſaat auf ganze Strecken hin abgeſtorben iſt. Die Urſache iſt nicht— wie man vielfach glaubt— immer ſtrenger Froſt (wie z. B. 1939/40). Ofters entſteht der Schaden durch pilzliche Krankheiten des Saat⸗ gutes, in erſter Linie durch Fuſarien(Schnee⸗ ſchimmel). Die Fuſarien ſind auch inſofern gefährlich, als ſie bereits den Auflauf ſtark beeinträchtigen und ſpäter noch die gefürch⸗ teten Fußkrankheiten hervorrufen können. Derartige Auflaufſchäden kennt man beſon⸗ ders bei Roggen. Ebenfalls weit verbreitet und bisher nur weniger beachtet iſt dieſe Er⸗ ſcheinung aber auch bei allen anderen Ge⸗ treidearten. Der Schaden iſt manchmal ſo groß, daß nichts anderes übrig bleibt als Umpflügen und Neuausſaat. Dagegen iſt man aber gefeit, wenn man die Saat mit Abavit beizt. Selbſt⸗ verſtändlich bietet Abavit gleichzeitig Voll⸗ ſchutz auch gegen andere gefährliche Krank⸗ heiten(wie z. B. Weizenſteinbrand, Streifen⸗ krankheit der Gerſte, Roggenſtengelbrand, Haferflugbrand). Abt. Pflanzenſchutz u. Schädlingsbekämpfung Scher i n g A. G. Ber kin 12⁰ Folge 36/1940 0 während Kopfſalat immer noch ausreichend vorhanden ſſt. Die Ernte an heimiſchen Tomaten ſchreitet nur langſam vorwärts. Hier hat es bisher an Sonne und Wärme gefehlt. Ankünfte ausländiſcher Einfuhrware, italieniſcher, niederländiſcher und bulgariſcher Her⸗ kunft, meiſt zweite Handelsware konnten den Geſamtbedarf einiger⸗ maßen decken. Bei Anhalten der gegenwärtigen ſonnigen, warmen Witterung iſt aber in Kürze mit erheblichen Zufuhren deutſcher Freilandware zu rechnen. Bei grünen Bohnen zeichnet ſich das Ende der Ernte ab, während Möhren— gelbe Rüben— ausreichend zur Anlieferung kommen. Für Paprikaſchoten hat ſich das Kaufintereſſe etwas gemindert. An der überaus erfreulichen Geſamtverſorgung mit Gemüſe dürfte ſich in den nächſten Wochen kaum etwas ändern. Bei Zwiebeln waren die Zufuhren etwas geringer wie in der Vor⸗ woche, doch war die Verſorgung befriedigend. Alle badiſchen Obſtmärkte wurden in der Berichtswoche durch bedeutende Eingänge an Frühzwetſchgen, deren Ernte nunmehr zu Ende geht, beherrſcht. Auch alle übrigen Steinobſtarten waren in hinreichenden Mengen am Markt und fanden ſeitens der Ver⸗ braucherſchaft willige Aufnahme. Deutſche Pfirſiche ſind nur in ge⸗ ringem Umfange vorhanden, italieniſche Pfirſiche dagegen aus zwei⸗ ter Hand ausreichend angeboten. Aepfel waren wieder in größeren Mengen zu ſehen, Birnen ſind dagegen ſehr gefragt. Eine weitere Abwechflung brachten Ankünfte italieniſcher Weintrauben, die ſchnell vergriffen waren. Erzeugerhöchſtpreiſe für Gemüſe und Obſt Für das Gebiet der Landesbauernſchaft Baden ſind mit Wirkung vom 4. September folgende Erzeugerhöchſtpreiſe für Gemüſe und Obſt in Kraft getreten: A. Gemüſepreiſe (Je 500 g): Spinat 13 Rpf.; Kopfſalat Güteklaſſe A über 300 g Stück 6 Rpf.; Kopfſalat Güteklaſſe A über 200 bis 300 g 4 Rpf. je Stück; unter 200 g je Stück 2 Rpf.; Endivienſalat Stück 6 Rpf.; be⸗ ſonders große Köpfe(über 400 g) Stück 7 Rpf,; Kohlrabi über 8 em Durchmeſſer 5 Rpf.; über 5 bis 8 em Durchmeſſer 3 Rpf.; unter 5 em Durchmeſſer 2 Rpf.; Kaſtengurken über 500 g Stück 13 Rpf.; über 700 g Stück 16 Rpf.; über 1000 g Stück 20 Rpf.;(die Gewichts⸗ angaben gelten als ungefähre Begrenzung. Für Größen über 1250 g darf der Höchſtpreis entſprechend überſchritten werden); Ein⸗ legegurken(Eſſiggurken) 3 bis 6 em lang 18 Rpf.; 6 bis 9 em lang 8 Rpf.; Rettiche gebunden Güteklaſſe A 4 bis 5 Stück Größe 1 2,5 bis 4 em Durchmeſſer 8 Rpf. je Bund; Rettiche gebunden Güte⸗ klaſſe B 4 Rpf. je Bund; Rettiche große Stück 7 Rpf.; Karotten mit Laub, gebündelt, 15 Stück Pariſer große, nicht unter 20 mm Durch⸗ meſſer, 10 Stück, Bund 7 Rpf.; Karotten ohne Laub 4 Rpf.; Blu⸗ menkohl Größe 1(Durchmeſſer über 250 mm) 25 Rpf.; Blumenkohl Größe 11(Durchmeſſer über 180 mm) 23 Rpf.; Blumenkohl Größe III (Durchmeſſer von 100 bis 180 mm) Stück 18 Rpf.; Blumenkohl beim Verkauf nach Gewicht 15 Rpf.; Frühwirſing 4 Rpf.; Frühweißkohl 8 Rpf.; Rotkohl 6 Rpf.; Tomaten(inl.) 12 Rpf.; Buſchbohnen ohne Faden 12 Rpf.; Buſchbohnen 9 Rpf.; Prinzeßbohnen 14 Rpf.; Stan⸗ genbohnen 13 Rpf.; Stangenbohnen(Wachsbohnen) 15 Rpf.; Zwie⸗ bel 5 Rpf.; Pfifferlinge 30 Rpf. B. Obſtpreiſe (Je 500 g): Brombeeren 30 Rpf.; Edelpfirſiche Güteklaſſe 1 A ein⸗ ſchichtig in Steigen verpackt über 7 em Durchmeſſer 35 Rpf.; desgl. über 6 em Durchmeſſer 32 Rpf.; Pfirſiche Güteklaſſe A Größe 1 über 6 em Durchmeſſer 28 Rpf.; Pfirſiche Größe II über 4,5 em Durchmeſſer 22 Rpf.; Pfirſiche Größe III unter 4,5 em Durchmeſſer und Güteklaſſe B 15 Rpf.; Aepfel und Birnen nach den Kernobſt⸗ preiſen vom Jahr 1939, Fallobſt 4 Rpf.; Erntepflaumen, Wagen⸗ ſtädter und ähnliche Sorten 10 Rpf.; Mirabellen(Nancy, Metz) 20 Rpf.; Zwetſchgen(Bühler und blaue Hauszwetſchgen) 12 Rpf.; Zwetſchgen für Brennzwecke 8 Rpf.; Aprikoſen 30 Rpf. Die Erzeugerpreiſe gelten, ſoweit nichts anderes angeordnet iſt, für Waren der Güteklaſſe A. Für Waren geringerer Güteklaſſen und für unſortierte Ware ermäßigen ſich die Höchſtpreiſe entſprechend der Wertminderung, mindeſtens aber um 20 v. H. In den geſchloſſenen Anbaugebieten dürfen Breunzwetſch⸗ gen nur nach Gewicht und über die Bezirksabgabeſtelle oder deren Sammelſtelle gekauft werden. Die Erzeuger in dieſen Gebieten müſſen die Brennzwetſchgen der Bezirksabgabeſtelle oder deren Sam⸗ melſtelle anliefern. Der Handel und die Brennereien haben ihren Bedarf bei der Bezirksabgabeftelle und deren Sammelſtellen zu decken. Es iſt den Brennereien und dem Handel verboten, in dieſen Gebie⸗ ten unmittelbar vom Erzeuger zu kaufen. Verſtöße gegen die vorſtehend aufgeführten Erzeugerhöchſtpreiſe werden nach den bekannten Strafbeſtimmungen geahndet. Erzeugerfeſtpreiſe für Speiſekartoffeln Für die Zeit vom 2. bis 7. September gelten für Speiſekartoffeln folgende Erzeugerfeſtpreiſe je 50 kg netto ausſchließlich Verpackung, frachtfrei Empfangsſtation: weiße, rote, blaue Sorten 2,65 RM.; runde und lange gelbe Sorten 3,10 RM.; für die Zeit vom 9. bis 14. September gelten unter den gleichen Bedingungeg folgende Er⸗ zeugerfeſtpreiſe: weiße, rote, blaue Sorten 2,40 RM.; runde und. lange gelbe Sorten 2,80 RM. Die übrigen Beſtimmungen der Anordnung Nr. 8/0 der Haupt⸗ vereinigung der deutſchen Kartoffelwirtſchaft betr. Feſtſetzung von Erzeugerpreiſen für Speiſefrühkartoffeln vom 14. Juni 1940 bleiben unberührt. Großhandelspreiſe auf den badiſchen Wochengroßmärkten Pforzheim, 31. Aug.(Je 50 kg): Kartoffeln(gelbe) 4,10 RM.; Blumenkohl Stück 20 bis 30 Rpf.; Rotkraut 9 RM.; Weißkraut 6 RM.; Wirſing 6 bis 7 RM.; grüne Bohnen 15 RM.; gelbe Boh⸗ nen 15 RM.; gelbe Rüben 6 RM.; rote Rüben 6 RM.; Kopfſalat, Stück 5 bis 7 Rpf.; Endivienſalat Stück 6 bis 7 Rpf.; Rettich Stück 5 bis 7 Rpf.; Rettich Bund 8 bis 10 Rpf.; Sellerie 10 bis 20 Rpf.; Salatgurken Stück 10 bis 20 Rpf.; Einmachgurken 10 bis 15 RM.; Zwiebeln 9,40 RM.; Tafeläpfel 9 bis 32 RM.; Tafeläpfel(ital.) 19,40 RM.; Kochäpfel 8 RM.; Tafelbirnen 32 RM.; Trauben(ital.) 29 RM.; Zitronen 4,5 bis 5,5 Rpf.(ital.); Zwetſchgen 16 RM.; Pflaumen 12 RM.; Mirabellen 27 RM.; Pfirſiche(ital.) 27 RM. z Tomaten 15 bis 16 RM. Ferkel⸗ und Läufermärkte Haslach, 26. Aug. 359 Ferkel bis 6 Wochen 22 bis 34 RM., über 6 Wochen 35 bis 48 RM. Gut, geringer Ueberſtand. Bühl, 26. Aug. 153 Ferkel, 18 Läufer. Ferkel über 6 Wochen 56 bis 80 RM., Läufer 100 bis 120 RM. Gut, Ueberſtand. 3 Mosbach, 27. Aug. 203 Ferkel bis 6 Wochen 42 bis 55 RM., über 6 Wochen 55 bis 75 RM. Mittel, Ueberſtand. Donaueſchingen, 28. Aug. 439 Ferkel, 23 Läufer. Ferkel bis 6 Wochen 40 bis 50 RM., über 6 Wochen 52 bis 60 RM., Läufer 85 bis 130 RM. Sehr lebhaft, alles geräumt. Mannheim, 29. Aug. 80 Ferkel, 46 Läufer. Ferkel bis 6 Wochen 30 bis 40 RM., über 6 Wochen 40 bis 80 RM, Läufer 80 bis 120 RM. Schleppend, großer Ueberſtand. 5 Raſtatt, 29. Aug. 288 Ferkel, 15 Läufer. Ferkel bis 6 Wochen 42 bis 53 RM., über 6 Wochen 53 bis 107 RM., Läufer 180 bis 180 RM. Lebhaft, geringer Ueberſtand. Eppingen, 30. Aug. 100 Ferkel, 69 Läufer. Ferkel über 6 Wochen 1 55 68 RM., Läufer 75 bis 161 RM. Mittel, größerer Ueber⸗ tand. Müllheim, 30. Aug. 41 Ferkel, 20 Läufer. Ferkel bis 6 Wochen 45 bis 60 RM., über 6 Wochen 80 bis 90 RM., Läufer 90 bis 120 RM. Lebhaft, alles geräumt. Tengen, 30. Aug. 168 Ferkel bis 6 Wochen 45 bis 60 RM., über 6 Wochen 62 bis 72 RM. Lebhaft, geringer Ueberſtand. Offenburg, 31. Aug. 103 Ferkel bis 6 Wochen 40 bis 55 RM., über 6 Wochen 60 bis 75 RM. Gut, Ueberſtand. 5 g Weinheim, 31. Aug. 82 Ferkel, 54 Läufer. Ferkel bis 6 Wochen 22 bis 36 RM., Läufer 60 bis 130 RM. Mittel, größerer Ueberſtand. Bruchſal, 31. Aug. 62 Ferkel, 58 Läufer. Ferkel bis 6 Wochen 48 RM., Läufer 65 bis 70 RM. Schleppend, großer Ueberſtand. Die Preiſe verſtehen ſich je Paar in Reichsmark. Frage: Wie bewahre ich mein Vieh ohne große Koſten vor Anſteckung? Folge 36/1940 8 Antwort:. Richtige Stall⸗Desinfektion mit dem zuverläſſigen„Lyſol“ ſichert die Geſundheit Ihres Viehs, bewahrt Sie alſo vor großen Verluſten und koſtet doch nur wenige Pfennige.„Lyſol' vernichtet nicht nur die gefährlichen Krankheitskeime, es be⸗ kämpft auch Hautſchmarotzer und Ungeziefer ſowie die ſo gefürchtete Räude. Außerdem iſt es hervorragend zur Pflege der Wunden und für die Geburtshilfe beim Tier geeignet. Seit übet 50 Jahren hat ſich„Lyſol“ in der Landwirt⸗ ſchaft bewährt. Ein Liter gebrauchsfertige Lö⸗ 5— ſung koſtet bei Bezug größerer Packungen nur ca. 2 Pfennig. Achten Sie auf die gelb- rote Original- Packung.„Lyſol“ gibt es von 53 Pfennig ab in Apotheken und Drogerien. scholkk& MAYR AK TIEN- GESELLSCHAFT, HAM EURO 32 72¹ — ellzuna-Drogere Empfehle Moſtauſatz Drogerie Herm. Treiber Schwetzingen Fernruf 589 Armen, welche die Wuünſche des Landkunden kennen u. befriedigen Fritz Zöller Karl Dus berger August Fehr e Lebensmittel⸗Großhandlung Lebensmittel-Großhandlung schwetzingen Schwetzingen Schwetzingen» Tel. 215 Tel. 444 SCH WWE. Z INGER SCHMANEN GOLD das altbekannte gute Bier! Engel- Apotheke G. BL EI DORN Nachf. W. Fischer Weinheim i. B. Arzneimittel nur aus der Apotheke Id. Joest Lebensmittel- Großhandlung Weinheim(saden) die Marke der klugen Hausfrau IMKER finden alle Bienengeräte, auch Mittelwände u. Beschläge im Spezialgeschäft von G. M. Jochim Nachf. Weinheim an d. Bergstraße Hauptstraße 145 Derbrauchergenossenschalt Wolnheim o. ö. m. h.. Lebensmittel Haushaltsbedarf Futterartikel Versorgungsorganisation für mehr als 5000 Mitglieder in Orten an der Berg- straße und im Odenwald d Auf jedem Tiſche Hübner Vier Große Auswahl! Niedrige Preise! Carl Sessler/ Schwetzingen Kaufhaus Heter Kohl Weinheim a. d. B. Eier⸗, Butter⸗, Käſe⸗, Fettwaren⸗Großhandel Feruſprecher 2087 HANS HIRSCH Dhelde bäude Bezithssparkasse oͤchweßingen öffentl. mündelsichere Spar- und Kreditanstalt Annahme von oͤpareinlagen Dermoͤgensanlage/ Beralung Wer Bier trinkt hilft dem Bauer! Brauerei Ernſt Bauer Di te en Friedrich Auch , dchweßingen Weizenmehl, Roggenmehl, Weizengrieß, Mühlen nach- produkte u. andere Futtermittel M. Kleinschmitt& Co. G. m. 5. K. Schwetzingen, Schloßplatz 4 Telefon 742 Bezirkssparkasse Weinheim mit den Zweigstellen Schriesheim, Ladenburg, Ilvesheim, Heddesheim Milchvieh⸗ Verſteigerung D am Freitag. den 13. September 1940, vormittags 11 Uhr in Mannheim-⸗GSetkenheim(Reithalle) von etwa 23-30 hochtragenden Kühen u. Rindern der Oſtpreußiſchen Herdbuchgeſellſchaft E. V., Königsberg(Pr.), Händelſtr. 2(dem Reichsnährſtand angegliedert).— Alle Tiere ſind auf Grund von Blutunterſuchung frei von ſeuchenhaftem Verkalben. e Schlacht- pferde N k autt ständig pferdemetꝛgerel Arth. Müller Mannheim Schwetzinger Str. 96 Telefon 44270 pferde kauftständig Plerdemetigere Jakob Stephan Mannheim J 4a. 10. Fernspr 22605 (bei Unglücksfällen schnellste Bedienung) Bauern Reſtloſe Milchablieferung it nationale Pflicht Milchgenoſſenſchaft Ladenburg e GmbH. KO NSG FTVe N M. Bassermann& cie. Fabrik feinster Gemũse-, Obst- und Gurken- Konserven Marmeladen und Konfitüren Schwelzingen(Baden) 222² Wochenblatt der Landesbauernſchaft Baden, Folge 36/1940 . nüt E. Schick Uhrmachermeister und Optikermeister Sinsheim Bahnhofstraße Kreis Ginsheim Delschlagen Raps verarbeitet zu geschmackfreiem Speisesl(raff.) ab Monat August täglich Oelmühle Reinig Sinsheim Getreidelagerhaus Eppingen e. G. m. b. H., Eppingen Neuzeitliche Getreide- Speicheranlagen Erfassung landwirtschaftlicher Erzeugnisse Vermittlung sämtlicher Sedarfsgüter an die Landwirtschaft Eugen Kunzmann Nutz- und Z uchtvieh- handlung Sinsheim Wilhelmstraße 125 Telefon 254 Beste Verwertung von Schlachtvieh aller Art KARL WANDRES Getreide, Mehl, Futtermittel, Heu, Stroh STEINSFURT(8ADER) Fernruf Sinsheim 391 Wubelm Leospardt Lan despro dukte Steinsfurt(Baden) Fernruf Nr. 81 Sinsheim Sãamereien. Getreide Mehl. Futtermittel Obst Heu- Stroh Ganz vorteilhaft kaufen Sie bei Ohr. Kern, Sinsheim Qualitätswaren in Stoffen aller Art Wäsche, Mäntel Anzüge, Kleider u. Ihren Motor repariert un d Wi ok elt neu Johann Benz, Sinsheim Adolf-Hitler-Str. 19 Telefon 276 Bleibt heimattreu Trinkt Adler⸗Bräu! Brauerei Otto Werner Zuzenhauſen Karl Bartb Hoffenheim Tel. Sinsheim 348 Habe laufend Serkel-, Läufer- und Einſtellſchweine abzugeben Auf Wunſch Lieferung frei Haus Seit 7 Jahrzehnten sind die Kredit- Genossenschaften die zuverlässigen Helfer der Bauern und Landwirte. Darum bringt eure Spareinlagen zu den unten verzeich- neten Instituten und erledigt dort eure Geldgeschäfte. Bretten: Vereinsbank Bruchsal: Gewerbebank Mannbheim-Käfertal: Volksbank Mannheim-Feudenbheim: Volksbank Neckargemünd: Volksbank Philippsburg: Bruhrainer Volksbank Schwetzingen: Volksbank Sinsheim: Vereinsbank Weinheim: Vereinsbank Trinkt aufs neu Adlerbrän FE Adler⸗Brauerei Waibſtadt Zwingermünle Sinsheim/ Eis. inn. Otto Fschöke Gut eingerichtete unden⸗ U. Handelsmühle Ru f 248 Trinkt Wild-Bräau das gute Heimatbier aus der Brauerei Wild/ Steinsfurt Palmbräu Eppingen ſeit 1835 Aich à Helm ann, Nassig Tel. 441 Reparaturwerkstätte Elektrische Anlagen aller Art liefert sämtliche Landmaschinen und Geräte sowie alles, was der Landwirt braucht Peter Hofmann Bad Rappenau“. Landesprodukte Heu. Gteoh oh habe jederzeit forlel und Lanlerschueine abzugeben. Reelle Bedienung. Altestes Geschäft des Kreises. Iuduig Mückeshässer Schweinehandlung BAD RAP PEN AU Fernsprecher Nr. 24 Klee⸗ und Grasſamen, Wicken, Erbſen, Garten⸗ fämereien emofiehylt H. Sigmund, Mosbach Trinkt Sonnenbräu aus der Brauerei Karl Schuhmann, Eschelbronn Ausschank: Gasthaus zum goldenen Pflug Benz, Eschelbronn Gasthaus zum silbernen Hirsch Schimmer, Spechbach Gasthaus zur Pfalz Baumeister, Neidenstein Gasthaus zum Adler Ziegler, Neidenstein Gasthaus zum Löwen Flatterer, Mönchzel Hebr. Ludwig& 880 eint Schweine⸗ Gaben) Tel. 26 Haben laufend. 28. Weinferkel und Läufer- schweine abzugeben Karl Siffrins Mühle Eppingen(Baden) Tel. 234 Kunden- und Handelsmüllerei Herſtellung feinſter Roggen⸗ und Weizenmehle Wochenblatt der Tandesbauernſchaft Baden, Folge 36/1940 123 Aus dem Reichsnähr ſtand Bekanntmachungen der Candesbaueruſchaſt Baden WIEEHR RESET Röramt Sonderkörung für Bullen und Eber in Mosbach Am 13. November 1940 findet in Mosbach eine Sonder⸗ körung für Bullen(Höhenfleckvieh) und Eber ſtatt. Anmeldun⸗ gen von Jungbullen, die am Tage der Sonderkörung minde⸗ ſtens 13 Monate alt ſind, müſſen bis 1. Oktober 1940 auf dem vorgeſchriebenen Anmeldevordruck dem Tierzuchtamt Heidel⸗ berg, Leopoldſtraße 16, vorgelegt werden. Anmeldungen von Ebern, die am Tage der Sonderkörung mindeſtens 6 Monate alt ſind, müſſen bis ſpäteſtens 17. Oktober 1940 bei der Haupt⸗ geſchäftsſtelle des Bad. Landesſchweinezuchtverbandes, Karls⸗ ruhe, Beiertheimer Allee 19, vorgelegt werden. Später ein⸗ gehende Anmeldungen können keine Berückſichtigung mehr finden. Karlsruhe, den 3. September 1940. Sonderkörung für Eber in Bruchſal Am 6. November 1940 findet in Bruchſal eine Sonder⸗ körung für Eber ſtatt. Anmeldungen von Ebern, die am Tage der Sonderkörung mindeſtens 6 Monate alt ſind, müſſen bis ſpäteſtens 9. Oktober 1940 bei der Hauptgeſchäftsſtelle des Bad. Landesſchweinezuchtverbandes Karlsruhe, Beiertheimer Allee 19, vorgelegt werden. Später eingehende Anmeldungen können keine Berückſichtigung mehr finden.. Karlsruhe, den 3. September 1940. Der Leiter des Köramtes: F. Engler⸗Füßlin, Landesbauernführer. IZNN IS GNA NN- LH 2e Soll Trauma plas t gelocht seinꝰ Fassen Sie mit dem Bleisſiſt himer das Mullkissen: der Pflaslersloff ist dort unbestrichen und daher auch ohne Lochung vollkommen Aafdurchlãssig. Die Schichten des Mullkissens sind alle locker und voll saugfähig. Trauma plast braucht keine Löcher. In allen. Anollieſen umd Jrugertem in quctungen oon Is Pg an. Generalverſammlungen u. Bekanntmachungen Samstag, den 14. September 1940: Merzhauſen, Sp. u. D. K., 8 Uhr,„Hirſchen“. T.⸗O.: 1. Auflöſung der Ge⸗ noſſenſchaft. 2. Wahl der Liquidatoren. Der Vorſtand: Sumſer, Schill. Ueberlingen a. Ried, L. E. V. G., 9 Uhr,„Krone“. T.⸗O.: 1. Beſchlußfaſſung 8 Erſtellung einer Milchſammelſtelle, 18, 21. Der Vorſtand: Moſer, ndloſer. Sonntag, den 15. September 1940: Auggen, Winzerverein, ½3 Uhr,„Erbprinzen“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11. 14, 21, 22. Der Vorſtand: Behringer, Gugelmeier. Elſenz, Sp.u. D. K., 2 Uhr,„Brauerei Stather“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Benz. Mühlberger. Erzingen, Klettg. Mühlengen., 3 Uhr,„Reſt. Zimmermann“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Indlekofer, Gamp. Lahr⸗Dinglingen, Ldw. Lghs., ½3 Uhr,„Krone“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11. 21, 22. Der Vorſtand: Kopf, Vogel. Oeſtringen, L. E. V. G., 3 Uhr,„Hirſch“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 13, 14, 21, 22. Der Vorſtand: Kimling, Waas. Rauenberg bei Wiesloch, Winzer, 3 Uhr,„Löwen“. T.⸗O.: 1, 2, 4, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Fiſcher, Menges. Reichenbach bei Lahr, L. E. V. G., 3 Uhr,„Linde“. T.⸗O.: 1—22. Der Vor⸗ ſtand: Beck, Himmelsbach. Schliengen, Erſte Markgr. Winzergen., 2 Uhr,„Sonne“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21. 22. Der Vorſtand: Braun, Basler. Steinegg, L. E. V. G., 2 Uhr,„Hirſch“. T.⸗O.: 1. 2, 4, 5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Leicht, Morlock. Wertheim a. M., Eierverw., 2 Uhr,„Bad. Hof“. T.⸗O.: 1—5, 7, 11, 21, 22. Der Vorſtand: Ruff, Kirchdörfer. EIN SIUCXKHAULINRESERWLE-DUNN-SLRATEE CARL B LN. VERBANDPFLEASTERHABRIK· BON Na. Rn — Sack- tempel N Signier- Stempel-Farben i ſchnelltrocknend und unverwiſchbar. Richard Berkhan Stempelfabrik Hamburg-Wandsbeck 32 —— 00 Unter Nummer 4082 Karlsruhe iſt die Anzeigenabt. Bekanntmachungen 2. Bekanntmachung: Durch Beſchluß der Generalverſammlung vom 2. Juni 1940 iſt der Geſchäftsanteil auf RM. 30,— feſtgeſetzt worden. Die Gläubiger werden hiermit aufgefordert, ſich bei uns eu melden. Molkereigenoſſenſchaft Markdorf, Amt Ueberlingen, e. G.m.b. 5. Der Vorſtand: Mayer, Grießer. 3. Bekanntmachung: In der Generalverſammlung vom 6. April 1939 iſt die Spar⸗ und, Darlehnskaſſe e. G.m. b. H. zu Sattelbach als aufgelöſte Genoſſen⸗ e 19 0 N 1 0 Die e werden hiermit auf⸗ zu erreichen 0 gefordert, ſi ei uns zu melden. ar⸗ un reditbank e. G.m. b. H. ku Mos⸗ NH. MAUPTNER, 8ERL. 0 N bach(Baden). Der Vorſtand: Münch. Knebel.. Kostzufztitisrt 8 80——— L e fur 8 Ersatz 8 Schrotsteine 5 sind die wirtschaftlichen in eder Größe für sämtl. Schrotmühlen 11 ö 3 ö: frelburger Schmirgelwert Fritz schmlol, f Vobbiche⸗Greifer keiten i ö mit Stahlplatten DRM. 5 1. B für Acker- Kein Rutschen mehr! 90 rosse E an ummi. lultrelten 12, 15-28 eee ene, 00 0 b 905 5 r 1 luck 135.—ffl. Leichte Arbelt bel ſedem Wetter! Prospekt verlangen lohnt sich! Kettenwern Mak Többicke 5 1 Teimathe i. W. 2 E. 1 12⁴ Folge 36/1940 Schützt die lunge Vor. dem Staub b. Dreschen u. Oüngerstreuen d. meine WSfaubmas ke. RM. 1.50, Staubmaske mit rille RM. 2.— nebst 6 Ersatzfilt. — E r * — 1 e — DL 2 — 1 m 11 + 82 ruhen Markt- und Diekanzeigen den geſtattet. Milchvieh⸗ und Bullen⸗Aulfion der Oſtpr. Herdbuch⸗Geſellſchaft E. V. in Königsberg(Pr.) Nothenſtein am 25./ 26. September 1940 Verſteigerung: Mittwoch, den 25. Sept. 1940, ab 10 uhr ca. OC hochtragende Kühe und Kärſen Donnerstag, den 26. Sept. 1940, ab 10 Uhr ca. 130 deckfähige Bullen, 12 bis 24 Monate alt Verkauf gegen Barzahlung oder beſtätigte Schecks Fracht aus Oſtpreußen ermäßigt Die Oſtpreuß. Herdbuch⸗Geſellſchaft, Köntgsberg(Pr.). Händelſtraße 2, Fernſprecher 24766, beſorgt auf Wunſch Ankauf und verſendet Kataloge. Nächſte Auktion t. Köntgsberg(Pr.) am 9/10. Okt. 1940 mit ca. 600 hochtragenden Kühen und Färſen und 120 Bullen. Viele meiner Kunden, welchen ich vor vielen Jahren meine langgeſtreckten, breitbuckligen L855 Wer ſucht, Sertel der findet l 8 Anzeigenteil des (nur Oldenb. Raſſe) ſchickte, bitten mich 5 e um dieſelbe Sorte. Habe mich deshalb e entſchloſſen, Jungtiere im Alter von F Nähere Austunft hierüber ertetlen die Landesbauernſchaft und die Kreisbauernſchaften. S Gonderangebot über hoch⸗ und niedertragende Rinder(Kalben). Landwirten, die ihren Milchviehbeſtand verbeſſern wollen, biete ich mit folgendem Angebot die beſte Möglichkeit. Habe aus eigener Weidewirtſchaft eine große Anzahl hoch⸗ u. nie⸗ dertragender Rinder abzugeben, und zwar handelt es ſich hier um Rinder der ſchweren ſchwarzbunten u. rotbunten Tieflandraſſe. die alle aus ſehr guten Leiſtungsherden ſtam⸗ men, mit tiefem, blockigem Körperbau. Es koſten hochtrag. Rinder im Gewicht von 7—9 Ztr. 400—500 RM., 9—11 Ztr. 500-600 RM. Niedertragende Rinder, die mindeſtens zur Hälfte tragend ſind, ſtellen ſich etwas billiger. Ausnahme⸗ tiere, ſogenannte Spitzentiere, bis zu 100 RM. mehr. Bei Abnabme von 2 Stück an erfolgt fvachtfreie Lieferung jeder deutſchen Bahnſtation. Bei vorheriger Anmeldung können die Tiere in meinen Weiden beſichtigt werden. In Auftrag gegebene Tiere liefere ich genau nach Wunſch des Beſtellers 8 Tage zur Anſicht, ohne jeden Kaufgwang, auch ohne Nach⸗ nahme. Die in Rechnung geſtellte Kaufſumme muß während der 8 Tage Probefriſt gezahlt werden. Bei Sammelbeſtel⸗ lungen wird jedes Tier mit numerierter Ohrmarle gekenn⸗ zeichnet und die Preiſe einzeln aufgeführt. L Bitte genaue Bahnſtation angeben! Auguſt Beckhoff, Viehverſand u. Weidewirtſchaft, Weſterwiehe 4 i. Weſtf. Abſatzferkel und Läufer der ſchw. weſtf., oldenb. Edelraſſen, kerngeſund u. frohwüch⸗ ſig, die beſten zur Zucht u. Maſt, liefere wie doit L220 15—20 Pfd. 13—15 RM., 20—25 Pfd. 15—18 RM., 2530 Pfr. 18—21 RM., 30.— 40 Pfd. 21—28 Nr. Pfd. 28—36 RM. Läuferſchweine nach Gewicht billigſt! Verſand per Nachn. Gewichtsverluſt, Fracht einſchl. Käfig trägt der Beſteller. Alle Tiere ſind kreistierärztlich unterſucht. Atteſt wird dem Frachtbrief beigefügt. Garantie für leb. u. geſunde Ankunft. Viele Dankſchreiben und Nachbeſtellungen ſowie langjährige Erfahrung bürgen für reelle Bedienung. Bitte genaue Bahnſtation angeben! Ferkkkwerſand Erwin Frauen s, Halle 45 i. Weſtf. 6— 8 Wochen für 19—22 RM., 8—10 Wochen für 22—25 RM. abzugeben. Sämtl. Tiere laſſe ich für 2 den Verſand impfen und kreistierärstl. unterſuchen. Verſand geht unt. Nachn., für Verſchläge und Verpackung rechne ich pro Tier nur 50 Rpf. Ferkel, welche] der ſchw. hann., ol innerh. 14 Tg. eingehen, werden voll und gane von mir erſetzt. Bahnſtation und Adreſſe bitte deutlich ſchreiben. Peter Stuiver, Düſſeldorf, Kölner Str. 332 Tel. 29 495. N zum 3 unter v. 3. 2. 1922 der Stadt Düſeldorf ohren, kerngeſund, beſtgeeignetſten zur 15—20 Pfd. 13—1 15—18 RM., 30—40 Pfd. 21—28 28—36 RM. gewicht. transport einſchl. Kiſte trägt fige leihweiſe. Ankunft nach Empfang. Qualität u. Preis innerh. dieſ. Zeit zurück. Adreſſe und Beruf iehverſa langiährig erg— weſtf. Raſſe, breitbucklig mit lichkeit auch bunt, liefere ich unt.— nahme z. heut. Tagespreis: L300 25—30 Pfd. 1821 RM., für das Pfund Lebend⸗ Läufer von 75 Rpf. per Pfund. Der durch meinen und den Bahn⸗ entſtandene Gewichtsverluſt geht zu Laſten des Käufers. Für leb. und geſunde garantiere ich bis 8 Tage Bei Nichtgefall. bezügl. Bei Beſtellung bitte genaue Schloß⸗Holte 329 i. W. ualitäts- Neues ferkel Vohnerwachs denb. u. veredelten hervorragend für Linoleum und Parkett- 5 4 3 kußböden, Hochglanz pol. eſte Freſſer, die 4 ug portofrei Nachn.(Wachs) RM. 7.50 Maſt, nach Mög⸗ 4 1g Bohnermasse desgl. RM. 3.30 Alles in 8 bei Nichtgefallen sofort — Geld zurück. 3 0. Chemische Fabrik Dieck.* J, Glockengießerwall 251. 5 RM., RM., 40—50 Pfd. „Auf Grund der Anordnung über die Rege⸗ lung der Einfuhr von Nutz⸗ und Zuchtvieh in as Gebiet der Landesbauernſchaft Baden iſt die Einfuhr von ſchwarzbuntem(bw. rotbuntem, le nach Fall) Vieh nur in beſtimmte Gemein⸗ Zuwiderhandlungen ſind ſtrafbar.“ Stadt Donaueschingen dchweinemarkt am Samstag, 14. Sept. 1940 Abſatz- ferkel hann., oldenb. und weſtf. Raſſe, beſt⸗ geeign. z. Zucht u Maſt, zum Tagespr.: 20—25 Pfd. 14—17 RM., 25—30 Pfd. 17-21 RM., 30—40 Pfe, 21—28 RM., 40—50 Pfd. 28—34 RM. Läuferſchweine 65—70 Rpf. ab hier. 8842 Transportverluſt, Fracht und Kiſte trägt der Käufer. Kiſte bis 8 Ferkel 2 RM. Für leb. u. geſ. Ankunft gar. ich 8 Tage nach Empfang. Nichtgefall. Tiere nehme ich in dieſ. Zeit auf meine Koſten zurück. Tiere ſtammen aus ſeuchenfr. Gebiet. Tierärztliches Atteſt wird beigefügt. Kaufe direkt v. Züchter. Genaue Angabe der Bahnſtation erw. Heinr. Reinke, Eickum, Pyſt Olding⸗ hauſen, über Herford(Weſtf.). Tel. Enger(Weſtf.) 309. Abſatz- ferkel hann., oldenb. u. weſtf. Raſſe, beſt⸗ geeign. z. Zucht u. Maſt, z. Tagespr.: 20—25 Pfd. 12—16 RM., 25—30 Pfd. 16—20 RM., 30—40 Pfd. 20—26 RM., 40—50 Pfd. 26—32 RM., Läufer, 80 bis 120 Pfr., 65—70 Rpf. pro Pfund ab hier. Transport⸗Gewichtsverluſt ſowie N und Kiſte trägt der Käw⸗ fer. Kiſte b. 8 Ferkel RM. 2,.—. Für lebende und geſunde Ankunft garant. ich 8 Tg. nach Empfang. Nichtgefall. Tiere nehme ich innerhalb daeſer Zeit auf meine Koſten zurück. Tiere ſtam⸗ men aus ſeuchefreiem Gebiet. Tierärstl. Atteſt wird beigefügt. Kaufe direkt vom Züchter. 2²⁵ 1 Nen Wilhelm Freeſe, Klein⸗Aſchen 121, Herford Land 43. 60—120 Pfd. Fracht der Beſteller. Kä⸗ nehme ich die Tiere auf meine Koſten angeben. nd Knoke, Gelchlechts- Trägheit aller Tiere Preis RM. 1.27 Pharmarium 6. m. b.. Berlin- Ch. 5 liefere ſchnellſtens Ludlitätsferkel Läuferſchweine Ludleabiſſen I jede Stückeahl zu Eine willkommene Bereicherung unſeres Speiſezettels bieten beſonders in heutiger Zeit die Wildpflanzen, beginnt deren Ernte doch ſchon im deitigen Frühlahr und dauert das ganze Jahr durch an. In dieſes wieder entdeckte Gebiet der Ernährung führt uns die nachſtehende Schrift ein: Wald und Flur von Karl Peter Kern. Die Eigenarten der Wildpflanzen, bisweilen als Unkraut 7 2 folgenden Preiſen. Offeri heut 5 1 5 4520. 16.. 5 8— f——25 Pfd ſchweine, tra- 1040 N., 28-30 Pe. 19.22 U.. See gende Sauen 2040 Pfd. 2220 RM., 40—50 Pfd. e 7 teh direkt ab Züchter⸗ ſowie Zuchtvien natd cw. hann. oldenbg. veredelt. weſtf. Raſſe, liefern wir per Nachn 3. Groß handelspreis (bei Preisſchwankungen richten wir uns hiernach Ferkel · L376 15—20 Pfd. 10—14 RM., 20—30 Pfd. 14—20 RM., 30—40 Pfd. 20—26 RM., 40—50 Pfd. 26—32 RM. Läuferſchweine 65—70 Rpf. per Pfd. Tragende Zuchtſauen, 170—230 Pfd., 155—180 RM., extra ſchwere, ausge⸗ ſuchte Zuchttiere bis RM. 210.— ab hier. Tiere 5 Tg. 3 Anſicht, ohne Kaufzwang. Nichtgefall Tiere nehmen wir innerhalb dieſ. Friſt auf unſ. Ko⸗ ſten zurück. Sämtliche Tiere ſind amts⸗ tierärztl unterſucht Gewichtsverluſt geht zu Laſten des Käufers. Kiſte RM. 3.—. Verſand erfolgt täglich Weſtfäliſcher Viehvertrieb Wettringen 4, Kreis Steinfurt i. Weſtf., Ruf 119. Folge 36/1940 29—37 RM. je Stück ab Station per Nachn. Die Tiere werden möglichſt in gleich. Größe geliefert. Für ſchöne, froh⸗ wüchſige Tiere und geſunde Ankunft wird noch 14 Tg. nach Empfang garant. Bei Nichtgefall. nehme ich die Ferkel auf meine Koſten zurück. Tiere ſind größ⸗ tenteils weit u. teils geſcheckt(männl. geſchnitten). Amtlich. Geſundheitszeug⸗ nis wird dem Frachtbrief beigefügt. Verpackung wird nur zum Selbſtkoſten⸗ preis berechnet. Der Verſand erfolgt aus Kloſter⸗Oeſede, Bez. Osnabrück, od. Schloß⸗Holte i. Weſtf. Die Lieferung ſtimmt mit dem Angebot überein. Je⸗ der Empfänger erhält Kenntnis von d. Abſendung, ebenſo über eine vorteil⸗ hafte Behandlung, Fütterung uſw. nach der Ankunft. Um eine ſchnelle Liefe⸗ rung durchführen zu können. bitte ich, genaue, folgende Adreſſe anzugeben: Chr. Fortkord, Ferkelverſand, Schloß⸗Holte 4 i. W. L899 Fansnube, verächtlich abgelehnt, werden uns von ihrer begehrenswerten Gute Bilder unterſtützen den Text. Auch Zu⸗ bereitungsanweiſungen ſind nicht vergeſſen. Mit dieſem Buch wandert es ſich gut durch die Speiſekammer der Natur. 72 Seiten, 23 Abbildungen, viele Zeichnungen. Preis kartoniert RM. 1,.— und 15 Rpf. Porto. Zu beziehen durch jede Buchhandlung oder von der Reichsnährſtand Verlags Geſ. m. b. H., Zweigniederlaſſung Baden, Karlsruhe, Ettlinger Straße 12, Poſtſcheckkonto Karlsruhe Nr. 18 830 Verlangen Sie bitte koſtenlos unſer Fachbuchverzeichnis! „Kleiner Anzeiger“ gegen Voreinſendung des Betrages an die Reichsnährſtand Verlags⸗Geſ. m. b. H., Zweigniederlaſſung Baden, Karlsruhe, marken oder auf Poſtſcheckkonto 18830.— Anzeigenſchluß für„Kleine Anzeigen“ jeweils Montags. Gel, „Kleine Anzeigen“(darunter auch Hekratsanzeigen), nur einſparnig, jedoch nicht über 100 mm hoch, 10 Rpf. pro Millimeter. Grundſchrift, je Wort 5 Rpf., gebühr 50 Rpf.). eum ermäßigten Grundpreis von enheitsanzeigen von Privaten in der ervorgehobene Worte 20 Rpf.(Ziffer. Aufnahme von„Kleinen Anzeigen“ Poſtfach 187. Fernruf 4082, 4083, in Brief⸗ erfolgt nur Tiermarkt Zu verkaufen ein Rappwallach, gut im Zug u. fromm, weil überzählig. Dürrenbüchig bei Bretten, Haus Nr. 14. K762 Schlacht⸗ pferde kauft ſtändig Pferdemetzgerei peter Lutz Mhm.⸗Waldhof, Stolberger Str. 26. Telefon 51 829. 87⁴⁴ Eine vierjährige oſtfriſiſche Braun⸗ ſtute zu verkaufen. Schriesheim, Schmale Seite 14. (835 Zu verkaufen zwei mittelſchw. Pferde, ein Rotſchimmel, 14 Jahre, u. ein Raſſepferd, 15 J., beide Stuten, gut im Zug, bei Guſtav Roſer, Kleinſtein⸗ bach, Boxtalſtr. 16. 86¹ Zu verkaufen ſechs Mon. altes Fuchs⸗ hengſtfohlen ſowie ältere Kuh, neu⸗ melkend, bei Emil Kürner, St. Peter bei Freiburg(862 Zu verkaufen eine 4 oder 3 J. alte Braunſtute, beide im badiſch. Pferde⸗ ſtammbuch einge⸗ tvagen. 863 Mich. Aug. Baas, Bauer, Legelshurſt. Abgekörter Zucht hengſt, 12jähr. ka⸗ ſtriert, guter Läu⸗ fer, gut im Zug, für Straßenfuhr⸗ werk beſtens geeig⸗ net, ſowie Milch⸗ ſchweine hat abzu⸗ geben: Liedolsheim, Rob.⸗Wagner⸗Str. 1 K 777 Eine mittelſchwere Stute, braun, 14 Jahre alt, gutes Pferd, fehlerfrei, zu verkaufen. 853 Seckenheim, Zäh⸗ ringerſtr. 67. Fern⸗ ſprecher 47291. Braunſtute, 5jähr., Oldenb. Schlag, zu verkaufen. K770 Guſtav Füßler, Friedrichstal, bei Karlsruhe, Hildaſtraße 7. Ein Paar junge en, gut im Zug, bat zu verkaufen. Land wirtſchafts⸗ ſchule Auguſtenberg bei Karlsruhe⸗ Durlach. K779 Zu verlaufen einen 3% jähr. Zugochſen, etwa 12 Zentner ſchwer. 55 Hermann Kleiſer, Schollach, über Do⸗ naueſchingen⸗Land. Trächtige, ſchwere Nutz⸗ u. Arbeitskuh zu verkaufen bei Friedr. Vogelmann, Kälbertshauſen. 857 Kuh, mit dem 2. Kalb 36 Wochen trächtig, eingefah⸗ ren, bei 860 Joſef Schleicher, Jöhlingen, Bach⸗ ſtraße 12. Verkaufe 2 ſchöne, gut eingefahrene Zugochſen, 2jähr., mit aller Garantie. Eugen Fritz, Helm⸗ ſtadt(Bad.). K771 Ein Zjährig., gut eingefahrener Zug⸗ ochſe zu verkaufen. Wilh. Aug. Brecht, Michelfeld, Luiſenſtr. 30. 852 Eine junge, ſchwere Nutzkuh mit dem 3. Kalb au verk., bei Joh. Klein in Unterhof bei Wies⸗ loch. K773 Zu verkaufen ſchwere Nutzkuh mit 14 Tage altem Kuhkalb(4. Kalb). Altwiesloch, Diel⸗ heimer Str. 25. K774 Kalbin, 34 Wochen trächtig, zu verkau⸗ fen. Herm. Hell⸗ riegel, Büchenau, Hauptſtraße Nr. 30. K775 Badiſcher Landes ſchweinezuchtverband e. V. Dem Reichsnährſtand angegliedert Karlsruhe, Beiertheimer Allee 19 Von nachſtehenden Zuchten können zur Zucht weibliche Ferkel der Raſſe des deutſchen ver⸗ edelten Landſchweines, im Alter von 8 Wochen aufwärts, von guten Leiſtungsſauen abgegeben werden. Die Käufer bitten wir, ſich mit den Züchtern in Verbindung zu ſetzen. 4 Fertel U 8 Wer“ Sind ab⸗ I HFerkel eg ſſtens bis Jakob Brenn, Bötzingen, Krs. Freiburg. 6809 24.7. 40 8 69,9 ſofort Wendelin Schill, Bötzingen 9 9 6442 26. 7. 40 12 93,5 1 Auton Huber, Azenweiler, Poſt Witten⸗[ 6274 24. 7. 40 12 99,8 5 „ 6065 25. 7. 40 12 95,3 50 Wilh. Adolf, Roth, Dundenheim, Kr. Offenburg 6601 23. 7. 40 14 87,7 5 O. Schönenberger, Bad Krozingen. 6201 27. 7. 40 11 78,9 1 Peter Funk, Bronnbach. 6338 26. 7. 40 10 79,5 5 Direktion der Strafanſtalten Bruchſal. 6146 27. 7. 40 9 80,2 7 Heil⸗ und Pflegeanſtalt Wiesloch. 6309 17. 7. 40 9 61,1 Beim Ankauf von Zuchtſauen gewährt der Verband auf Antrag 10 bis 180% Zuſchuß. EINWWSSICEN Geflügel Junghühner! Abſt. v. b. Leg., 20 Rpf. mehr. 38—39er Leghüh⸗ ner 6 RM.(L463 Verſ. geg. Nachn. X. Werner j., Burgheim 182. Verkaufe 6 Hühner (weiße Leghorn), heißt: Einkochen mit Geräten narke Glöser, Seftflaschen, Gummiringe Einkochopporate, Soffge winner Brut 1939. 856 Johann Wunſch, 55 12 7 7 beute mehr Gläser und Oerete Marke 1 ver · ngt als trotz tig igerter Produłſi eliefert wer · * Haupz⸗ den kõnnen. Wir binen um Verstndnis und veffaffe vm Geduld Zu verkaufen: 2 Braunköpfe, 2 Mohrenköpfe, 4 Schwarzelſtern, 4 Rotblaßtauben. L. Lorenz, Winter⸗ ſpüren bei Stockach. 858 Kaufgeſuche Zu kaufen geſucht eine gebrauchte, je⸗ doch in betriebs⸗ fähig. Zuſtand befdl. Lanz⸗Lokomobile mit 8 Atmoſphären Druck, 7 PS, oder einen gebrauchten, freiſtehenden Hoch⸗ druck⸗Dampfkeſſel, mit 12—15 qm Heizfläche.(K780 Eugen Schädler. Gebhardsweiler, Poſt Mühlhofen. Gaatgut Zu verkaufen ein 4jähr. Rappwallach, mit aller Garant., Jowie eine trächtige Fahrkuh, markiert. Mich. Köbel, Heſſel⸗ hurſt, Poſt Kehl, Haus Nr. 12. 4783 Schöner, 4½ Jahre alter Fuchswallach umſtändehalber zu verkaufen. Jöhlingen, Bahnhofſtraße 1. Zu verkaufen ein überzähliges Pferd, Schönes Zuchtrind, 1½ jährig, eu ver⸗ kaufen. K786 Unteröwisheim, Wilhbelmſtraße 8. Eine gute Nutz⸗ u. Schaffkuh, 37 Wo⸗ chen trächtig mit 2. Kalb, zu verk. Ambros Blum, Balsfeld bei Wies⸗ loch, Kirchberg 7. 866 Aeltere Nutz⸗ und Fahrkuh(Sattel⸗ kuh) mit Kuhkalb, fehlerfrei, zu verk. Heinrich Pfeil, ut im Zug, ſowie i debenir 1.80 Kleintiere ngen a 75 Rpf., Läufer Haus Nr. 75. 849 Zu verkaufen ſchö⸗ ner, ſtarker Zug ⸗ uchſe in Kork bei Kehl, Eiſenbahn⸗ ſtraße 145.(K758 22 70 Rpf. das ½ leg oder z. Tagespreis jederzeit lieferbar. H. Fackt, Schweinevertrieb, Drebber Hannover 8. 1 U Universal 100 kg RM. 156.— 10 Kg RM. 18.— 1 kg RM. 2.40 Matador 100 kg RM. 171.— 10 Kg RM. 22. 1 kg RM. 2.80 Rudolf Hauer Samen- fachgeschäft Mannheim 8 6 Nr. 10 Maſchinen und Geräte Zu verkaufen Leip⸗ ziger Sackpflug ſo⸗ wie zwei Pferde⸗ geſchirre.(838 Adolf Müller, Münchingen, über Bonndorf (Schwarzwald). Als brauchbarſter Erntehelfer und wirtſchaftlichſte Kartoffelernte⸗ maſchine für Betriebe unter 1½ Hektar Kartof⸗ felanbaufläche haben ſich überall Noubed Rartoffel⸗ ochüttel⸗ Roder gut bewährt. Auch als Tauſchkörper für Eberhard Uni⸗ verſalgrindel und Holsgrindel paſſend zum Preiſe von 18.— bis 36.50 RM. lieferbar. Proſpekt gratis. Alleinherſteller: Joſ. Nenbeck, Raſtatt. 9278 — TTT Sofort lieferbar: Traktor⸗ Scheibenegge „Salta“ Arbeitsbreite 2,40 Meter. Anbaupflug „Gog 31“ einſcharig. L392 Sämaſchinen „Iſaria“ Strohpreſſen Handbindung. Rothenhöfer Mann K Cie., Bad Rappenan eee Zu verkaufen eine Stiftendreſchmaſch., einfache Reinigung, Kugellager. 850 Heitersheim, Haus Nr. 215. Obſtpreſſe mit vierteiligem Korb, Rauminhalt ca. 630 Liter, Voſtmühle mit Steinwalzen, für große Leiſtung hat abzugeben Rothenhöfer Mann& Cie., Bad Rappenan 2 392 Guterhaltene Fut⸗ terſchneidmaſchine, Rübenmühle, eiſerne Egge und Saat- egge zu verkaufen. Reihen, Haupt⸗ ſtraße 127. 85¹ Zu verkaufen eine komplette Moſterei⸗ einrichtung, Obſt⸗ und Traubenpreſſe, ſehr ſtark gebaut, mit ausziehbarem Korb, 60/ So em Durchm., Igelobſt⸗ mühle für Kraftbe⸗ trieb, ſehr preis⸗ wert, außerdem eine neuwertige Süßmoſteinrichtung mit Entteimungs⸗ glocke, für Dampf⸗ anſchluß, neueſte Ausführung, eben⸗ falls preisbegün⸗ ſtigt. Angeb. unter Nr. K. 772 an die Anz.⸗Abtlg. des Wochenblattes. Steigere deinen Umſatz durch Juſerieren! Schwerer Wagen mit neuen Schwing⸗ leitern ſowie Obſt⸗ preſſe mit Obſt⸗ mühle zu verkauf. Frau Alb. Schmer, Renchen, Weiden⸗ ſtraße 169. K778 Zu verkaufen: 1 Eberhardt⸗ Wendepflug, Dogas W 7, K 7 RP. Einige(729 Lanz Kartoffel⸗ roder L. K. 20 Friedrich Ziegler, Bammental Offene Stellen Immobilien Suche auf ein Gut in Nordbaden einen zuv. II. Aufſeher, der mit Leuten umgehen und Bull⸗ dog fahren kann. Offerten mit Zeug⸗ niſſen und Lohn⸗ forderung unter Nr. K. 739 an die Anz.⸗Abtlg. des Wochenblattes. Dienſtknecht geſucht. Ein junger Mann zu 2 Pferden für Landwirtſchaft ge⸗ ſucht; muß mit Pferden fahren können. K776 Franz Hafner, Leibertingen, (Amt Stockach). Heirat Heirat Ig. Erbhofbauer m. Nebenbetrieb in Un⸗ terbaden, geſund u. flotte Erſch,, ſchul⸗ denfreies Anweſen, w. die Bekanntſch. eines lb., flotten Mädels zwecks ſpä⸗ terer Heirat. Zuſchrift., möglichſt mit Lichtbild, unt. Nr. K765 an die Anz.⸗Abtlg. des Wochenblattes. Bauernſohn, 27 J. alt, 170 groß, ſucht zwecks Heirat eine nette, tüchtige Bauerntochter im Alter von 18—25 Jahren kennenzu⸗ lernen, zwecks ſpä⸗ terer Uebernahme des elterlichen Be⸗ triebes. Etwas Ver⸗ mögen erwünſcht. Ernſtgem. Zuſchr. mit Bild unt. Nr. K. 769 an die Anz.⸗ Abt. des Wochenbl. Heirat Tüchtiger Landwirt, geſund, nette Erſch., 1,76 groß, Mitte 30, Südbad., kath., mit neuem Haus, groß. Erwerbsobſt⸗ bau, bis 7000 0. Eink. jährl., wünſcht mit Ib., flott. erb⸗ geſundem Mädchen zwecks Heirat in Briefwechſel zu treten. Zuſchr. mit Bild unt. Nr. 864 an die Anz.⸗Abtlg. des Wochenblattes. b bie hat vielleich ſchon vieren das Glück ins Haus ge⸗ bracht. nämlich die Heiratsanzeige im „Wochenblatt“ Sie iſt ja ſo erfolgreich, billig und diskret Verlangen Sie An⸗ gebot in neutralem Umſchlag von der Anzeigenaßbteilung Hofgut 120 ha, zu verpach⸗ ten. Davon zirka 50 ha Acker, 30 ha Wieſe und Weide, 40 ha Schafweide. Zurzeit 200 Liter Milch täglich. Sehr gute, zum Teil faſt neue Gebäude. Reichhaltiges leben⸗ des u. totes Inven⸗ tar, braucht aber nicht unbedingt übernommen wer⸗ den. Näheres unter Nr. K. 785 an die Anz.⸗Abtlg. des Wochenblattes. Schönes Hofgut 5 km von Kirch⸗ zarten, 48 Morgen Acker und Matten und etwas Weide, baldigſt zu verpach⸗ ten. Schöne Oeko⸗ nomie⸗ und Wohn⸗ gebäude. Nur wirk⸗ lich tüchtige Land⸗ wirte und Jung⸗ bauern wollen ſich melden. Angeb. u. Nr. K. 782 an die Anz.⸗Abtlg. des Wochenblattes. Selbſtintereſſent ſucht Gut (nicht unter 70 ha) zu kaufen. Bedingung erſtklaſ⸗ ſiger Boden, darf auch ſchwer ſein, hohes Zuckerrüben⸗ kontingent u. wenig Wieſen. Kann ver⸗ pachtet ſein. Hohe Anzahlung. Zuſchr. unter Nr. K. 781 an die Anz.⸗ Abt. des Wochenbl. Verſchiedenes Ale. Damenbart entfernt mein ein⸗ faches Mittel Freya. Packg. RM. 3,50 Nachn. L852 Frau M. Poloni, Hannover 1/20. Akkordeons, Club-Modelle, Hand- und Mund- nharmonikas nur vom Fachgeschäft. Ausführl. Kata- toge kostenlos von Gebr. Obergfell, Hohner- Spezial- Musikhaus Trossingen 71. Wärttemberg iasser- sucht geschwollene zelne Jehmerzlose Entleerung mit Wassersuchtsteg, Ansehwel⸗ ung u. Magendruek welent Atem und Harz wird richtig Fro Faket Mk. 3.— Nachn. Silvana Jeg Vertrh. Augsburg 206 Folge 36/1940 FINA 77 3 erſchiedentt billig: 2%½ SCHERING A. G., Die hohen Fäulnisverluste bei der Ein- lagerung von Kartoffeln in Mieten und Kellern lassen sich durch Karsan vermei- den. Karsqn töôtet die den Kartoffeln an- haftenden Fäulniserreger ab. Geschmack, Geruch, Aussehen, Keimfähigkeit bleiben erhalten. Die Anwendung ist einfach und 5 Pfg. ſe 50 3 Kartoffeln. Ness Landwirtgchaft mik Hastwirtſchaft Wohnhaus, 12 ha Aecker und Wieſen, ohne lebendes und totes Inventar, mit Scheune, Stallungen und Remiſen, in herrlicher Lage im bad. Schwarzwalde zu verpachten. Nur tüchtige, aus der Landwirtſchaſt ſtam⸗ mende 2 sleute, die eine gute Küche zu führen imſtande find, im Verkehr mit den Gäſten freundlich und gewandt ſind und RM. 2000.— Kaution ſtellen können, * wollen ſich melden unter K. U. 13915 an, Obanex, Anzeigenmittler, Freiburg i. Br. Pana“ Abſaßferkel direkt ab Züchterſtall, treistierärztlich unterſucht. Atteſt wird jed. Lieferung beigefügt, a. d. berühmten Zuchtgebie⸗ ten Hann., Oldenbg., Weſtf Tiere ſind langgeſtreckt, breitbuckl., glatthaarig, mit Schlappohren(männl. Tiere geſchn.), eignen ſich daher beſtens z. Zucht u. Maſt. Lieferung erfolgt 1 zum nachſtehenden billigſten Tatgesprelis- 13—16 AM. 15—20 Pfd. 11—13 RM., 20—25 Pfd. 25—30 Pfr. 16—19 RM., 30—40 Pfd. 19—25 RM Läufer, 60—150 Pfd., 70—75 Rpf, pro Pfund ab hier. Lieferung per Nachn. Bei Nichtgefall. nehme ich die Tiere innerh. 10 Tg. zum voll angerechneten Preiſe ſowie d. ent⸗ Ferkelverſand B. Grönnebaum, Rietberg i. Weſtf. 2. Umſatz ſchafft Arbeit! ee der ſchw. hann., oldenb. Raſſen, ver⸗ edeltes weſtf. Landſchwein, Lur Zucht u. Maſt beſtgeeignete Tiere, kerngeſund, beſte Freſſer, im Gewicht von: L842 15—20 Pfd. 13—15 RM., 20—25 Pfd. 15—18 RM., 25—30 Pfd. 18—21 RM., 30—40 Pfd. 21—28 RM. Läufer von 80—140 Pfd. 70—75 Rpf. per Pfund. Verſand per Nachn. Ga⸗ rantie für leb. u. geſunde Ankunft 14 Tg. nach Empfang. Nichtgefall. Tiere nehme ich innerhalb dieſer Friſt auf meine Koſten zurück. Käfige zum Selbſt⸗ koſtenpreis. Sämtl. Tiere werden vor dem Verſand. amtstierärztl. unterſucht. Atteſt wird beigefügt. Landwirt und Ferkelverſand Conrad Pollmeier, Schloß ⸗ Holte 42 i. W., der ſchw. edeltes weſtf. Maſt 15—20 Pfd. 15—18 RM., 28—36 RM., wicht billigſt. der Beſteller. bang. Landſchwein, zur Zucht u. beſtgeeignete Tiere, kerngeſund, beſte Freſſer, im Gewicht von: 13—15 RM., 25—30 Pfd. 18—21 RM., 30—40 Pfd. 21—28 RM., 40—50 Pfd. Läuferſchweine nach Ge⸗ Verſ. per Nachn. Ge⸗ wichtsverluſt, Fracht einſchl. Käfig trägt Alle Tiere ſind kreistier⸗ Abſatz- Serkel oldenb. Raſſen, ver⸗ 833 20—25 Pfd. Atteſt wird dem ärztlich unterſucht. Frachtbrief beigefügt. Garantie für leb. u. geſ. Ankunft 8 Tage nach Empfang. Langjährige Fachkenntniſſe bürgen für veelle Bedienung. Bitte genaue Bahn⸗ ſtation angeben! Ferkelverſand Fritz 5 Hörſte 11, Siebert s B fur den. at ber Has ein bichtes gell, kümmre bich um Brennholz ſchnell. Emi Siebert 4(0. Aeumarkt b. Nürnberg Säcke reparieren billig, haltbar und bequem mit dem ſeit Jahren bewährten Standard ⸗Univerſal⸗ Kleber. Klebt gar. unlösbar und waſſerfeſt jed. Gewebe, ob grob od fein, Leder, Treib⸗ riemen, Planen uſw. Doſe zu RM. 1.90, 3.—, 4.—, 5.90, 12.— und 24.—. Lieferung per Nachnahme ab hier. Hunderte von Dankſchreiben von Bauern, Landwirten und ſtaatl. Behörden liegen 8. Einſicht vor. Bitte koſtenlos anfordern. Hochdruck⸗ Eimerſpritze Standard . e ſtandenen Unkoſten zurück, daher für d. Käufer jedes Riſilo 1 5 85 1 1 . ausgeſchl. Gewichtsverluſt geht z. Laſten d. Käufers. Garan⸗ ieden Ei delt 3 9 G tie f. gef. u. leb. Ankunft b. 8 Tg. nach Empfang. Ver⸗ eee 21 packung leihweiſe. Langjährige Fachkenntniſſe bürgen f. ein⸗ ſtr 15 5 e p 90 1 wandfreie, gute Bedienung. rahl, ernebelung un dicht. Abſperrung. Preis mit 5 m Schlauch 24 RM., mit 2,5 m 0 20.50 RM. b hie Mit der neuen Untverſaldiſe, die keine loſen Teile hat, läßt ſich jede Arbeit, wie Kalken u. Desinfizieren der Stallungen, Schädlingsbekämpfung an den Obſtbäu⸗ men, Sprengen Brauſen uſw., leicht vor⸗ nehmen.— Zugelaſſen für Luftſchutz.— Kein Verſtopfen der Düſe möglich beim Kalken.— 3 Jahre ſchriftliche Garantie. Lieferung ſofort. Weitere Modelle zu AM. 8. 12.-, 16.50, 28.— u. 33. Staubmaske ſchützt die Lunge vor Staub beim Dreſchen u. Dünger⸗ Ruf 123. über Halle i. Weſtf. ſtreuen Preis einſchließlich 1— Das altbekannte Berſanögeſchäß für 12 e RM. 2.— 1 Lacke, Decken, gellerwaren ung viele b hier. —— andere lanôwirtſch. Bebarfsarnfel. i hte 8858(Versand vorübergggend eingeftet). N — eumann, Enneri — ö(Oberlahnkreis) Eingeführte Vertreter geſucht Efübeerpflamen vom fſteichsnährstand anerkanntes Pflanzgut Monalserdbeeren v. alles andere Beeren- obst. Was Sie för Ihren Navsgarten gebrau- chen, lieſere ich lhnen ia bester Qualität. Verlangen Sie bine Katalog. 6s Morgen Koltur, Tleſerant staatl. Ver- suchsanstaſten. SOWIM MorkER Plantage Preußen“ Hirschfelde bereis Zittab 8a. eee Treibriemen u. Schläuche Maschmnenbedarfs- artikel aller Art Alfred Fuchs, Bere i. Brsg., Büro u. Lager: Rosa- straße b. Laden. Unterlinden 2 L 52: r Lieber Käufer, bleibe heiter, wenn die Ware heute rar; 1 8* 0 1 0 0 in der Hoackmaschine munter ruft die Werbung weiter!? einmal bin ich wieder da! Folge 36/1940 lie tert ab 50 Stüc Paul Arno Konſervendoſen und Gyſatzderkel Bruchsal, Kaiserstr. 105 Säcke reparieren It WaKOoIR-Leim! Eln Wunder der Haltbarkelt, Schnel- ligkeit und Billigkeit] Jeder Schaden in Planen, Bindetüchern, Leder, Filz- schuhen, Pantoffeln. sämtlichen Stoffarten usw. wird sofort selbst Kc gegen Nachnahme Id, Metrgereibedart repariert. Garantlert unlöslich und Haushaltungsschule Radolfzell Staatl. anerkannt. Gegründet 1883 Anstalt mit Wohnheim auf der Bodenseehalbinsel Mettnau. Halbjahres- Ganzjahreskurse. 1% Jahreskurse für staatl. gepr Kinderpflege und Haushalts- gehilfinnen. Die nächsten Kurse be- ginnen am 4. November. Gründliche, praktische und theo- retische Ausbildung in allen Zweigen der Hauswirtschaft, Kranken- und Säuglingspflege. Haushaltführung, Gartenbau, Kleinviehhaltung, Sport. — Lehrausflüge. Tagespreis(auf ſchwargbunt): 15—18 RM., 25 28—36 RM. Läuferſchweine fang. Nichtgefall fächer, die Pflichten und Be- rechtigungen durch d. Schulleit er und der hann., oldenbg. und weſtf. Raſſe, beſtgeeignet zur Zucht und Maſt, zun 15—20 Pfd. 13—15 RM., 2025 Pfd. 30—40 Pfd. 21—28 RM., 4050 Pfd. L848 70—80 Rpf. per Pfd. Preiſe ab hier. Verpackung koſtet bis 4 Ferkel 1 RM., ab 4 Stück 2 RM. Für leb. u. geſ. Ankunft garant, ich 8 Tage nach Emp⸗ nerhalb dieſer Zeit auf meine Koſten Auskunft über die Unterrichts- zurück. Tiere ſtammen aus ſeuchenfr. Gebiet. Amtstierärztl. Atteſt wird bei⸗ gefügt. Fachmänniſche Kenntniſſe bür⸗ b gen für reelle Lieferung. jon Heri Bitte genaue Bahnſtation angeben! Ferkelverſand H ch. Kleſener, Schloß⸗Holte 36 i. W. wasserfest, sonst Geld zurüek. Zahl- relche begelsterte Dankschreiben. Dosen zu RM 2.30, 3.50 und 6.20. Am 18.4. 40schrelbtu. a. Herrd. Schach- mer, Berghem(Post Böndorf O.-O.): „.. Ihr WEKOLA-Lelim hat mich wirklich Überrascht. lh hätte nle geglaubt, daß er eine solche Klebfestigkeit hat. loch kann den WEKOLA-Leim nur bestens welter N. ö empfehlen. Ernst Weber, Wunſch weiß 8 Langenchursdorf/ Sa. g Qudlitäts⸗ ferkel 30 Pfd. 18—21 RM. eue Wirtschaftsherde in feder Größe und Ausführung bei Berücksichtigung jeden Sonder- wunsches, mit und ohne Warmwasserbereitung, mit und ohne fleſzung, sehr preiswert und schnel! lieferbar(662) von 60—100 Pfd. Tiere nehme ich in⸗ A 1 Crimmfischau/ 8a. fabrik für Oefen, Herde, flelzungen Nur Schützenplatz 1-3 Ruf 2118 u. 2218 Serkel der ſchw. hannov., oldenbg. u. veredel⸗ ten weſtf. Raſſe, kerngeſ., ſeuchefret, breitbuckl., geſtreckt, beſte Freſſer, beſt⸗ geeignet kur Maſt liefere ich zum bill. Tagespr. unt. Nachnahme: 15—20 Pfd 11—13 RM., 20—25 Pfd. 13—16 RM., 25—30 Pf. 16—20 RM., 30—35 Pfd. 20—24 RM. Transportgewichtverluſt ſowie Fracht trägt der Käufer. Die Kiſte koſtet bis 8 Ferkel 2 RM. Für leb. u. geſunde Ankunft garant. ich bis 8 Tage nach Empfang. Nichtgefall Tiere nehme ich innerhalb dieſer Zeit auf meine Koſten zurück. Lieferung erfolgt direkt ab Züchterſtall, keine Marktware. Tiere ſtammen aus ſeuchefreiem Gebiet. Ferkelverſand Schlingſchröder, Coesfeld 56(Weſtfalen). 1200 von der Hans erprobte und bewährte Rezepte enthält das beliebte Kochbuch für ländliche Haushalte enbäuerin Karoline MEIN DO L- OI ETRICH Gebunden RM. 2.33 zuzüglich Porto Zu beziehen durch alle Buchhandlungen oder durch die Reichsnährſtand⸗Verlags⸗Geſ. m. b. H., Zweigniederlaſſung Baden, Karlsruhe, Ettlinger Straße 12. Poſtſcheckkonto Karlsruhe 18830 lederzeit brunnenfrisches, fuehendes Masser für landwirtsch. Betriebe, Landhäuser, Industrieanlagen und Gewerbe durch Allweiler automatische Wasserversorgungsanlagen Unsere Kolbenpumpe ist langsamlaufd., selbstansaugend, doppeltwirkend, ge- räuschlos und von unübertroffener Wirtschaftlichkeit 198 Gotthard Allweller, Pumpenfabrik A.-G. Radolfzell Bodensee) ist Fusariol! f er gegen alle ren Gefreide⸗ le Fusstiol bet sich seit sHrzehnten bewährt ung. ist Billig Wir können liefern: de mit rundem auge . 1 179 28K RM 1.53 1.85 2. Jorpedo-· Sensen, schmale beichsform 0 nge 60 70 80 m EM 4. 4.0 4. Wetzstein Siuziom-Korbid. 0.69 Woöhlmousfolle otsicher“.... 0, Schrurgel-Abziehstes, wir Hoſzbeft. 2. Aous Silizium Korbid 2.73 Schwere bebenschere l. kreissõgeblõſer ö 500 600 700 mm e 10. 14.50 22.— Sponns6ge. 2,30 Röckstrohler mit Cosche. 0.0 100 fiogelmorten on 0% . 6.— Sebogene kggenzinkea 1240 mm.„ 0,14 Gönsefuſßzschore„. 0,38 Görtnerspoten.. 3,78 Stouferbõchzen 0 Eisen · Iemperguſ 1 Deckelmm23 31 42 Lopfengew. Zoll . 0.0 0.3 045 LKobenmesser. 070 feldhocke. 800 9. 114 Kohkettenviitbel 6 7mm EN 0, 14 0,19 0.27 Knebel för Ketten 6 8 mm EM 0,07 0,10 0.14 goumsGdge 1.— Spez.-Orohtschneid. 2.50 Kolfmeißel. 250 mm 0.90 Verzinkter floschenzug 60 mm 7.70 Vorschneider for weichen Droht 160 mm.. I.— Blechschere, 10 Zoll 1.30 Chrom. Schretzagen 1000 1200 1400 mm 5% 6,60 8,60 1.— 100 Splinte sortiert 0,33 5⁰⁰ 5 2 1.— Lederschere.. 20 Schleifmoschine „Schleifteufel“. 1,60 Moment. Schraubzwingen Sponnweite 200 300 mm EN 1.6 Werkzeugco,, kabtdst. Kugel venfile.“ gevisſonsdechel Stall- Einrichtungen J. Alber, Stockach 8(aden) Wecrfa c 135(W. für Schweine. Viek und Pferde. Transportbahnen. Stalffenster. Sperlalltät: Alber-Kipptröge. Meßkirch Nulzviehmarkt Donnerstag, den 12. September 1940 uſten, Schnaufen, Y 7 Se 4 Atemnot, Hatckerz uſw. Seit 1903 viele Dankſchreiben. Ausrunft koſtenfrei durch Dr. Hansen, Retingen 7, Postf. 74 vorm. 8. Janka. Legen Magerkeit versuchen Sie die bewahrten St.-Martin-Dragees, Meist in Kurzer Zeit merkſſche Gewichts- zunahme, vollere Körperformen, frisches Aussehen; stärken Ar- 5 beitslust, Blut und Nerven. Auch 5 fürkindv. völlig unsehäd lieh. Packg. 2.50 K., Kur(Z tach] 6.50 M. Prospekt aratis Will Neumann. Berlin u 65 70. Malplaquststr 24 laut lesen und weltererzählen! Kor zschrifr SGtenografle) brieflich zu lernen ist wirklich sehr leicht. Herr Joseph Staudigl, Studienrat am Alten Gymnasium in Regensburg, schrieb am 13. 2. 38, Ich halte Ihre Unterrichts- methode für ausgezeichnet. Wenn jemand sich genau an den von Ihnen aufgestellten Ubungsplan hält, so muß er, ob er will oder nicht, ein tüchtiger Stenograph werden.“— Wir verbürgen eine Schreibfertigkeit von 120 Silben je Minute Gonst Geld zurück!) Der Kontorist Wolfgang Kleiber in Breslau 10, Einbaumstr. 4, und andere Teilnehmer erreichten laut eides stattlicher Versicherung sogar eine Schreibschnellig- keit von 150 Silben in der Minutel Mit der neuen amtlichen Deutschen Kurzschrift kann der Geübte so schnell schreiben wie ein Redner spricht!— 500 Berufe sind unter unseren begeisterten Fernschülern vertreten. Der jüngste ist 7 Jahre alt, der älteste 76. Sie lernen bequem zu Hause unter der sicheren Führung von staatlich geprüften Lehrern! Dag Arbeitstempo bestimmen Sie selbst! Alle Lehrmittel werden Ihr Eigentum! Bitte, senden Sie sofort in offenem Umschlag diese Anzeige ein(3 Pfennig Porto). An die Kurzschrift-Fernschule ran Ich helfe Ihnen weiter. Berlin-Pankow Nr. 8 8 f 15 Bitte senden Sie mir ganz umsonst und unverbindl. 5000 Wort Auskunft mit den glanz. Urteilen von Fachleuten u. Schülern! Vor- u. Zuname: Ort und Straße:........ b— Hauptſchriftleiter: Kurt Wittenberg(8. 8. im Felde), verantwortlich für den redaktionellen Geſamtinhalt: Landw.⸗Kat Max Stängle, Karlsruhe. Schriftleiter: Ernſt Sandner(bei der Wehrmacht). Mit der Hauptſchriftleitung beauftragt und Anzeigenleiter: Emil Krotz(z. Z. im Felde). Stellvertreter: Valen⸗ tin Elſenhauer, Karlsruhe. Zur Zeit iſt Anzeigenpreisliſte 11 und 12 gütig. Verlag: Reichsnährſtand Verlags⸗Gef. m. ö. H., Zweigniederlaſſung Baden, Karls⸗ Schulde, Berlin. Druck: G. Braun, GmbH., Karlsruhe, Kark⸗Friedrich⸗Straße 14. ruhe, Ettlinger Straße 12. Verlagsleiter: Roland 22 Folge 36/1940 Ech der bel