21 EEE— des Ernſtes und der Liebe, geſprochen am 9. Auguſt nach dem großen Drandunglück des 2. Angnſt, von A. Gräbener, Pfarrer in Königsbach. Der Ertrag iſt zum Beſten der Brandverunglückten beſtimmt. Karlsruhe. Druck von Friedrich Gutſch. 1857. Yon aller Eitelkeit fern, übergibt dieſe Worte, auf den ihm mehrfach ausgeſprochenen Wunſch, zunächſt feiner Gemeinde; zur bleibenden Erinnerung an die ſchwere Heimſuchung, die fie getroffen hat, in der Hoffnung, daß dieſe Büchtigung eine friedſame Frucht der Gerechtigkeit ſchaffen möge in Allen, die dadurch geübet ſind. Königsbach, den 19. Auguſt 1857. Gräbener, Pfarrer. Wie lieblich und freundlich tönet uns ſonſt deine Stimme entgegen, du treuer Bundesgott, mit der du uns einladeſt zu deinem großen Abendmahl und wie Wenige folgen dir! Wie erſchütternd und niederbeugend war für uns heute der Gang in dein Haus, und wie Manche, die ſonſt hier Fremdlinge und ſeltene Gäſte ſind, konnten ſich doch nicht enthalten, in die Pforten deines Heiligthums einzutreten. Das iſt die Frucht jenes ſchrecklichen Tages, der bis in die ſpäteſten Zeiten hinaus uns lebendig vor der Seele ſtehen wird, der ſo Viele heute herbeigeführet hat, die du, Herr, nur mit deines Geiſtes Kraft recht anfaſſen und bewegen, deren Herzen du nur mit heiliger Andacht erfüllen wolleſt, daß ſie nicht getrieben von eitler Neugierde, ſondern getrieben vom heiligen Geiſt hören möchten auf deinen Schreckensaber auch auf deinen Gnadenruf, nach welchem du droheſt und ſtrafeſt, aber auch verheißeſt und ſegneſt. Gib aber auch mir, deinem Knecht, das Wort mit freudigem Aufthun meines Mundes, wenn auch aus tiefbetrübter Seele, kund zu machen das Geheimniß des Evangelii, auf daß ich darin freudig handeln möge und reden, wie ſichs gebühret.(Eph. 6, 19. 20.) Amen. J Cert: Pſalm 50, 1— 3. Gott der Herr, der Mächtige, redet und rufet der Welt vom Aufgang bis zum Niedergang. Aus Zion bricht an der ſchöne Glanz Gottes. Unſer Gott kommt und ſchweiget nicht, freſſend Feuer geht vor ihm her, und um ihn her ein großes Wetter. Wo Alles, meine andächtigen Freunde, unter uns ein ſo ungewöhnliches Ausſehen gewonnen hat, wo eine gänzliche Veränderung in allen Verhältniſſen eingetreten iſt, da dürfte ich wohl auch zu einem andern Wort der Schrift greifen, als ſolches nach der kirchlichen Ordnung uns ſonſt beſtimmt geweſen wäre, ſo wichtig und lehrreich das Evangelium des heutigen Tages ſein mag. Denn dort redet der Herr von den falſchen Propheten, die man an ihren Früchten erkennen müſſe, und von denen, deren Lehre wohl rein von Irrthümern zu ſein ſcheint, die aber nicht den Willen thun ihres Vaters vom Himmel. Wer auf ſolche falſchen Geiſter traue, der habe ſein Haus auf Sand erbaut, vermöge darum auch den Stürmen dieſer Zeit nicht zu widerſtehen, und gerathe in tiefen Fall. Wohl ſind es auch oft bis daher ſolche falſche Geiſter geweſen, denen wir nachfolgten, wie ja überhaupt der natürliche Menſch mit deſto größerer Begierde etwas aufnimmt, je widerſinniger, irriger und ſeelenvergiftender es iſt, und wahrlich, wir würden das ſchwere Unglück, das uns betroffen hat, leichter ES ertragen können, wenn wir feſter in der Wahrheit ftün= den, und gegründet wären auf den geiſtlichen Fels, welcher iſt Chriſtus, der ſchon den Kindern Iſrael mitfolgete und von dem fie in der Wüſte trunken.(1. Cor. 10, 4.) Soll es darum ein anderes Wort heiliger Schrift ſein, was uns die nöthige Anleitung für dieſe heutige Feier geben ſoll, fo wollen wir doch nicht vergeſſen, vorauszuſetzen, daß nur dann dieſes heilende und ſtärkende Gnadenmittel etwas wirken kann, wenn wir haben beten gelernt: Herr, errette meine Seele von den Lügenmäulern und von den falſchen Zeugen, und Er, der Herr, wolle uns dann zeugen nach ſeinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir wären Erſtlinge ſeiner Creatur.(Jac. 1, 18.) Erſt dann ſind wir im Stande, die Worte unſeres Textes uns zu deuten, und daraus zu vernehmen einen Ruf des allmächtigen Gottes, den er ergehen läßt, einen Kuſ 1) an die geſammte Welt, 2) von ſeinem heiligen Zion her, 3) durch das freſſende Feuer, das vor ihm her gehet. So wichtig es auch ſonſt wäre, dem 1. und 2. Verſe unſeres Textes länger unſere Aufmerkſamkeit zu ſchenken, fo verlangt es wohl das Eigenthümliche unſerer Lage, daß wir ſchneller zum 3. Punkt unſerer Betrach— . tung übergehen, die der Herr ſegnen wolle zum Troſt und zur gläubigen Geduld für die von der Glut des Feuers Betroffenen, zur Erweckung helfender Liebe bei denen, die Er ſo gnadenreich verſchonet hat. Gott der Mächtige redet und rufet der Welt vom Aufgang bis zum Niedergang der Sonne, Er rufet dem, das nichts iſt, daß es werde, Er machet ſeine Diener zu Feuerflammen, Er rufet die Völker aus ihrer Trägheit und ihrem Todesſchlummer, Er ſchickt über ſie Krieg, Peſtilenz, Theurung, Er verbreitet eine Glut— hitze über die ganze Erde, daß die Gewächſe vertrocknen und die Gewäſſer verſiegen; Er läßt Bewegungen eintreten, denen keine menſchliche Macht widerſtehen kann, Er bringt durch eine kleine Kraft, die da oder dort ſich reget, oft die größten Erſchütterungen hervor, Er wirft die Völker untereinander, ſtürzt Throne um und befeſtigt andere. Wohl dem, der ſolchen Ruf Gottes, der durch die ganze Welt gehet, verſteht, und den tie— fern Gründen auch nachzuforſchen gelernt hat, wie der Herr die Geſchicke der Menſchen bis ins Kleinſte hinaus— leite, der in Allem, was geſchieht, nicht ein bloſes Gewirre von Zufälligkeiten ſindet, ſondern ein Gewebe voll unbegreiflicher Kunſt, deſſen geordnete Fäden in der Hand Eines ruhen, der da iſt der Herr Himmels und der Erde, der Gott, in dem wir leben, weben und ſind. Mag auch die Welt dieſen Ruf ihres Gottes nicht verſtehen, ſo erſchallet er nichts deſto weniger, wir wiſſen, was der Apoſtel Johannes im erſten Brief ————— — Cap. 3, 1 zum Troſt für alle Gläubigen geſchrieben hat: Welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget, daß wir Gottes Kinder ſollen heißen, darum kennet euch die Welt nicht, denn ſie kennet Ihn nicht. Und von der Welt, die, wenn Gott der Allmächtige redet, nicht höret, nichts verſtehet, haben auch wir in den Stunden des Schreckens leider! manche traurige Erfahrungen gemacht, wie ſie nur deſto boshafter und verſtockter wird; oder war es nicht der Geiſt dieſer Welt, der, ſtatt die Menſchen zur Hilfe zu treiben, in Manchen nur die Begierde zu eſſen und zu trinken erweckte, der ſie jenem fürchterlichen Feuer wie einem Schauſpiel zuſehen hieß, der Andere, ſie haben ſich bisher dem ſtrafenden Arme der Gerechtigkeit zu entziehen gewußt, bewegte, ihre Hand an fremdes Eigenthum zu legen, die Unglücklichen noch ärmer zu machen, als ſie es ſchon ſind, den Aerm— ſten das Wenige, das ſie gerettet hatten, noch vollends zu rauben. Möge einem Jeden, der ſolchen Frevel in einer Zeit begieng, wo ſogar dem Gefühlloſen das Herz brach, dieſes unrechte Gut auf ſeiner Seele brennen, möge er deſſelben nie in ſeinem Leben ſich erfreuen, möge es ihm zur Qual und Pein und zum Gericht werden, bis er hingegangen iſt und Buße gethan hat für ſeine Sünde, und Jedem das Seine erſtattet; der Unſegen, der Fluch Gottes müßte ihn ſonſt verfolgen, der vom Unglück ſeines Bruders einen gottloſen Nutzen zu ziehen geſucht hat. So gehet die Stimme des Herrn durch die ganze Welt, von Land zu Land, von Volk K zu Volk, und Er, deſſen Augen ſind wie Feuerflammen, Er hat ſich eine Zeit vorbehalten, wenn auch die Welt noch in ihrer Stumpfheit dahinlebte, wenn ſie nichts empfände, und alle Bewegungen im Reich der irdiſchen Dinge ſpurlos, ohne jeden tiefern Eindruck, vorübergiengen, wo die Worte ſeines Propheten Nahum in Erfüllung gehen ſollen: Das Erdreich bebet vor ihm, dazu der Weltkreis und Alle, die darinnen wohnen. Eine andere und doch wieder dieſelbe Stimme, nur wieder in verſchiedenem Klang und verändertem Ton iſt es, die von ſeinem heiligen Zion her erſchallt, von welcher es in unſerem Texte heißt: der ſchöne Glanz Gottes breche an von Zion. Ihr wißt, Zion war den Iſraeliten die geheiligte Stätte, der Sitz des Gottesreichs, von da aus er alles Heil und Wohlergehen ſeines Volkes und aller Völker erwartete, dort gieng die Sonne, das Licht, auf, vor dem die Schatten der Finſterniß flohen, dort hatte der Herr ſich ſelbſt einen Thron ſeiner Herrlichkeit gegründet, von welchem der Thron Davids nur ein ſchwacher Abglanz war, bis dieſes Zion ſich geiſtig wieder auferbaute, und Jeru— ſalem unſer Aller Mutter geworden iſt durch den, vor welchem her die Stimme Gottes poſaunte: ſaget der Tochter Zion: ſiehe, dein König kommt zu dir ſanft— müthig. Und der Glanz, der von dieſem neuteſtamentlichen Zion ausgehet, iſt auch ein Ruf des Allmächti— gen; wie der Aufgang der Sonne ruft zu neuem Leben und neuer Thätigkeit, wie der Fleißige mit Freuden hinauseilt an fein Geſchäft, und ſogar die ganze in Schlaf verſunkene Natur ſich überall reget, ſo, ja noch in viel höherm Grade müßte auch der Glanz von Zion die Völker hervorrufen und ihnen verkünden: ſehet, das verheißene Licht iſt angebrochen, ſtehe auf der du ſchläfſt, jo wird dich Chriſtus erleuchten, es bricht der erſehnte Tag heran, ſo laſſet uns ablegen die Werke der Finſterniß und anlegen die Waffen des Lichts, laſſet uns ehrbarlich wandeln als am Tage, auf daß der apoftoliſche Ausſpruch wahr werden möge: ihr ſeid allzumal Kinder des Lichts und Kinder des Tags, wir ſind nicht von der Nacht, noch von der Finſterniß. Und ein ſolches Zion, das einſt auf einer lieblichen Höhe erbauet war, von dem ſchon David ſang: der Berg Zion iſt wie ein ſchön Zweiglein, deß ſich das ganze Land tröſtet, ſteht auch hier unter uns aufge— richtet, hat ſich aber davon ein Glanz über Alle, die drunter wohnen, verbreitet? Viele ſchauten herauf mit Gleichgiltigkeit auf dieſe Stätte der Anbetung, Viele mit geheimem Verdruß, daß ſie dadurch nur in ihrem freien Paß geſtöret würden, und wenn der Ruf der Glocken in ſchönem Klang ertönte, ſo war das höchſtens für ſie eine Erinnerung, ihre Geſchäfte zu beſchließen, oder wieder einen Tag der Sünde neu zu beginnen. Freilich, als vor 8 Tagen, wo bereits ſchon wieder Alles zu einem Tag der Freude veranſtaltet war, freilich, als da die Töne von unten und oben zuſammenwirbelten, da wurden die Trägen aus ihrer Sicherheit aufgeſchreckt, da waren es nicht mehr ihnen gleichgiltige, ſondern fürchterliche Töne, die verkündigten, wie nahe die Gefahr ihnen ſtehe, denn der ſchöne, friedliche Glanz Gottes hatte ſich in ein freſſend Feuer verwandelt, weil unſer Gott kommt und nicht ſchweiget, in eine Glut, die Alles zu verſengen drohte. Und auch darin, ſo iſt es des Herrn Wille, ſo iſt es der Sinn Seines Wortes, das Er uns heute vorgeleget hat, erkennen wir einen Ruf des allmächtigen, heiligen und gerechten Gottes, aber auch einen Ruf Seiner erbarmenden Liebe, denn wenn die Welt taub und blind iſt, und der Glanz Zions nicht mehr die Finſterniß des natürlichen Herzens durchzubrechen vermag, ſo muß der Herr zu andern ſtärkern Mitteln greifen, und das iſt, meine Freunde, geſchehen in einer Weiſe, die uns ewig unvergeßlich bleiben ſoll, die aber auch einen unauslöſchlichen Eindruck in unſern Seelen zurücklaſſen möge. Denn wahrlich, um uns an unſere Sünden zu erinnern, und um uns für unſere Miſſethaten zu züchtigen, was hätte der Herr Aergeres thun können? Wohl dachten Viele: Er kommt nicht und ſchweiget, ſolche Gottesleugner, die frech genug ſind, die Strafen des Himmels über ſich herabzurufen, ſolche Götzendiener, denen der Bauch ihr Gott iſt, welcher Ende iſt die Verdammniß, ſie dachten nicht, heute iſt der Tag, wo nach einer reichen eingeſammelten Erndte man doch auch dem Geber aller guten Gaben mit fröhlichem Herzen danken ſollte, ſie begehrten nichts, als w ſich wieder Kräfte zu ſammeln, um deſto ungebundener ihr Leben führen zu können. Da fiel es wohl den Wenigſten ein, mit Scham und Reue der vielen Sünden zu gedenken, unter welchen der Segen der Erndte eingethan ward, des Geizes und der Habſucht, mit welcher man ſeinen Vorrath auf viele Jahre berechnete, des Haſſes und Neides, der da und dort erwachte, des Fluchens und Scheltens, mit welchem man zu größerer Haſt Menſchen und Vieh anſpornte, und ſo ließ denn der Herr über uns ein Schreckenszeichen aufgehen, dem Niemand zu wehren im Stande war, bis Er ſelbſt ihm Ziel und Maaß ſetzte. Schon war es den Meiſten bange auf dieſen Tag, wie er wohl ſich endigen möchte, ſchon hatte man ſich bei der Verunheiligung des Sabbaths, der für Manche zu einem Tag eitler Luſt und wüſten Treibens herabgeſunken war, auf Schlimmes doch in anderer Art gefaßt gemacht, und ſiehe, da ſollten alle Zubereitungen zu Schmauß und Jubel mit Schrecken zu Schanden gemacht werden, denn freſſend Feuer geht vor dem Herrn her und um ihn her ein großes Wetter. Und ich müßte ein ſtummer Hund, ein Wächter, der eingeſchlafen iſt, ſein, wenn ich nicht bezeugen wollte: wir haben eine Züchtigung verdient; wo das faule Fleiſch ſoll ausgeſchnitten werden, da kann es ohne Schmerzen nicht abgehen, und ſolches iſt geſchehen, nicht um der beſondern Sünde des Einen oder des Andern willen, ſondern wegen des allgemein ver— derbten Zuſtandes der ganzen Gemeine Gottes, auf daß ED die Werke Gottes offenbar werden. Hier gilt kein Hinweiſen auf ſonſtige Vorzüge, da ſchickt Gott nicht jedesmal ſeinen Engel, daß er den gerechten Loth aus der Zerſtörung Sodoms errette, aber je mehr wir uns vornehmen zu ſagen: es iſt Friede, es hat keine Gefahr, deſto ſchneller wird ſie das Verderben übereilen, je mehr wir uns an den betrüglichen Mammon dieſer Welt hängen, deſto näher ſtehen wir dem furchtbaren Augenblick wo es heißt: Du Narr, weß iſt es, das du geſammelt haſt? So ward uns dieſes Feuerzeichen zu einem Schreckenszeichen, aber doch auch wieder zu einem Gnadenzeichen, das ſo ſichtbar über Leib und Leben waltete, das den edeln Fürſten herbeiführte, der ſich ſelbſt von der Größe des Unglücks überzeugte und Hilfe ſpendete und Hilfe verhieß, die von allen Seiten her ſich aufmacht, Das im Namen des Herrn zu verbinden, was Er verwundet hat. Und wer iſt es denn, der hinter dem erſchreckenden Feuer ſeinen Ruf vernehmen läßt: Kehre dich wieder zu mir, du abtrünniges Iſrael, ſo will ich mich zu dir kehren; wer iſt es, der aus dieſem Feuer ein Feuer entzünden will, von dem ich nur wünſchte, es brennete ſchoön? Darum ihr trauernden Herzen, die ihr händeringend vor mir ſtandet, erhebet euch aus dem Gefühl eurer Troſtloſigkeit, vergeſſet nicht das tröſtende Wort: auch im Feuer iſt und bleibet der Herr uns nahe, und Seine Gnade kann nicht weichen, noch der Bund Seines Friedens hinfallen. Richtet euch wieder auf in eurer Noth, und wenn das — Ay— zerbrechliche Obdach eurer Hütte euch über den Häuptern zuſammenbrannte, ſo rufet hinauf zu Ihm, der euch in Jeſu Chriſto zu erhören verheißen hat: Du Gott biſt mein Schirm, du wolleſt mich vor Angſt bewahren.(Pſalm 32, 7.) Und wenn ihr fraget: wie ſoll ich mein Haus wieder gründen, ſo höret doch, wie es geſchrieben iſt(Bſalm 84, 4): Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ihr Neſt, da ſie Junge hecken, nemlich deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott; ſo gründet euch nur deſto feſter auf den ewigen Felſen unſeres Glaubens, ſo wird der Herr auch dir, wie einſt der Jungfrau Iſrael zurufen: wohlan, ich will dich wiederum bauen, daß du ſollſt gebauet heißen, gebauet auf den Grund der Apoſtel und Propheten, da Jeſus Chriſtus der Eckſtein iſt. So ruft der Herr, wie der ganzen Welt, ſo durch den Glanz, der von Zion ausgehet, und uns beſonders aus dem freſſenden Feuer zu, mag dann auch Alles in Staub und Aſche zuſammenſinken, wir tröſten uns des Wortes: Und der auf dem Stuhle ſaß, ſprach: „Siehe, ich mache Alles neu!“ Anen. 3220 Go eece