TOO E SpE Ow

T U Rp e C N

IX. Oeffentl. Sitzung v. W. Maͤrz 1825. 419

dere Entſchaͤdigungen mit eingerechnet wurden, von welchen im Badiſchen als einer ſchon lange abgethanen Sache keine Rede mehr ſeyn kann.

Ich habe mich daruͤber bei den Verhandlungen im Jahr 1823 umſtaͤndlich und zugleich den Wunſch ge aͤußert, daß fuͤr eine ſo beſchwerliche Unterſuchung Criterien, nach welchen ſie anzulegen und fortzuſetzen ſeyen, angegeben werden moͤgen, damit nicht mit gro fen Koften neue Zweifel und Anſtaͤnde erkauft wer⸗ den; allein darauf wollte man nicht eingehen. Die Regierung mufte alfo, um diefe wichtige Angelegen beit niht auf halbem Wege liegen zu laſſen, die analytiſche und ſyntetiſche Beſchwerlichkeiten mit ih ren eigenen Kraͤften zu uͤberwinden ſuchen.

Der weſentliche Gehalt der den Kreisdirectorien

daruͤber ertheilten Inſtructionen beſtand in folgenden Momenten: 1) Die Ausgaben in drei Reihen zu ſtellen; in Eine, welche die unverkennbaren Staudesausgaben, naͤmlich fuͤr Reichs-, Kreis- und Landesbeduaͤrfniſfe ent haͤlt; in Eine, welche eben ſo unverkennbare Ausga ben fuͤr Gemeindsbeduͤrfniſſe, insbeſondere auch fuͤr Kriegsleiſtungen; und endlich in Eine, welche die Ru briken, die ſowohl fuͤr Gemeinds- als Standeſsausga⸗ ben gehalten werden koͤnnen, z. B, ZSinszahlungen, Beſoldungen, Reiſekoſten, Botenloͤhne, Renumeratio nen, Abgaͤnge und Nachlaͤſſe enthalte.

2) Den unverkennbaren zwei erſten Kathegorien eine verhaͤltnißmaͤßige Quote der fuͤr beide paſfenden beizuſchlagen.

3) Ruͤckſichtlich der zu uͤbernehmenden Procente folgende Thatſachen genau zu erheben und in Anſchlag zu bringen:

a) Welcher Kreismatriculanſchlag in dieſer Land⸗ ſchaft ganz unverhaͤltnißmaͤßig zu hoch und in einer andern ganz unverhaͤltnißmaͤßig zu nieder war.

b) Welche Landſchaften ihre Beduͤrfniſſe mehr durch Umlagen und deren ſtrenge Beitreibung, als durch Kapitalaufnahmen beſtritten haben;

0) welche Landſchaften vorzuͤglich auf beſchraͤnktes Eigenthum reduciri find; d) wie ſich der Schuldenſtand der einzelnen Ge⸗ TUIN