Page

f cad

ON a a N

XXI. Oeffentl. Sitzung v. W. April 18285. 59

ſprochen. Was den Antrag des Abg. Engeßer betreffe, ſo unterſtuͤtze er ihn von Herzen aus einem Stand- punkte, der noch nicht herausgehoben worden ſey. Die Zeit gebe uns Beweiſe genug, wie ſehr das Stu dium der katholiſchen Theologen zuruͤckbleibe,. Werde nicht bei dem erſten Anfange des Studiums, werde nicht in den untern Schulen der Grund gelegt, ſo werde den Hoch ſchulen eine große Laſt zugewoaͤlzt· In den untern Schulen muͤſſe die Maſſe der Zuhoͤrer ge⸗ zogen, Ddort muͤſſe die Liebe fuͤr den geiſtlichen Stand zuerſt entzuͤndet werden; je mehr wir Anſtalten haͤt⸗ ten, die dieſes heilige Feuer naͤhren, deſto wohlthaͤtiger fey eg;

Bur kꝛ Wenn er mit Vergnuͤgen den Antrag deg Abg. Roßhirt unterſtuͤtze, ſo unterſtuͤtze er mit dem naͤm⸗ lichen Vergnuͤgen den des Abg. Engeßer.

Die Hochſchulen haben hohen Werth fuͤr das Inn und Ausland, ſie bilden uns die Maͤnner, die an der Spitze des Staats und der Kirche ſtehen muͤſſen, um ſie zu leiten und ſte zu zieren. Aber die Mittelſchulen ha⸗ ben einen eben ſo hohen Werth; denn von dieſen gehe gleichſam die ganze Civiliſation des Vaterlands aus, alle Staͤnde nehmen daran Antheil, und beſonders der vom Abg. Roßhirt angefuͤhrte Grund hinſichtlich der Theologen, ſey ſehr wahr. Er unterſtuͤtze alſo den An trag des Abg. Engeßer, aber man muͤſſe dabei nicht mur Donaueſchingen und Conſtanz im Auge haben, ſondern auch beſonders das Freiburger und Offenburger Gymna⸗ ſtum, dieſe muͤſſen auch noch in die Reihe derjenigen aufgenommen werden, welche einer Unterſtuͤtzung be⸗ dürfen,

Eng eßern Darin muͤſſe er widerſprechen, wenn diefe V500 RE nodi weiter ausgedehnt werden ſollen