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Wir fügen nun einige Bemerkungen zu den einzelnen Ausgaben hinzu. Bei den;

Koſten und Laſten,

und zwar bei dem Miniſterium des Großherzoglichen Hauſes und der auswärtigen Angelegenheiten, kommt vor die Summe von 17,900 fl. zur Fortſetzung des angefangenen Hauptpoſtamtgebäudes in Conſtanz; daſſelbe iſt ohne Zweifel als ein Bedürfniß anzuſehen, wie Jeder, der das bisherige Poſthaus aus eigener Anſchauung kannte, zugeſtehen wird. Man hat ſchon eine Summe von 12,450 fl. für den erforderlichen Bauplatz verwendet, indem an der Hauptſtraße mehrere alte Häuſer angekauſt und bereits abgebrochen wurden. Nun iſt noch eine Summe von 35,800 fl. nöthig, um das Gebäude aufzuführen, und hievon wird für jetzt die Hälfte mit 17,900 fl. für die Bauzeit des gegenwärtigen Jahres gefordert.

Bei der Cameraldomänenverwaltung wird für das gegenwärtige halbe Jahr eine Summe von 6,932 fl. verlangt, um ein zahlreicheres Perſonal für die Arbeit der Zehentablöſung beſolden zu können, ſowohl bei der Centralſtelle, nämlich der Hofdomänenkammer, als bei einigen Domänenverwaltungen. Die Ausführung dieſer großen Maaßregel verdient alle Beförderung, und die auf dieſelbe ſich beziehenden Geſchäfte haben ſich in dem Maaße gemehrt, daß ohne ein ſtärkeres Perſonal nicht auszukommen iſt.

Es erſcheint drittens eine Summe von 60,667 fl. für Vollendung der Zollgebäude. Es iſt ſchon ein bedeutender Theil bewilligt worden, welcher aber noch nicht zugereicht hat, ſo daß für die Vollendung der im Bau begriffenen Zollgebäude noch die große Summe von 268,938 fl. 30 kr. nöthig iſt. Hievon gehen 26,270 fl. ab, weil man beſchloſſen hat, die beantragten Zollgebäude in Leopoldshafen einſtweilen nicht zu beginnen. Nach dieſem Abzug beträgt die ganze Summe 242,668 fl. 30 kr. Dieſe fol auf die beiden Budgetsjahre vertheilt werden und es kommt alſo für die erſten 6 Monate des Etatsjahres 18339* mit 60,667 fl. in Anſatz. Die Herſtellung dieſer Gebäude iſt eine nothwendige Folge des Anſchluſſes an den großen Zollverein geweſen, das Bedürfniß iſt folglich nicht zu bezweifeln, und es iſt darum die frühere Bewilligung von den Kammern ohne alles Bedenken erfolgt. Die ſtärkeren hierunter begriffenen Poſten find: 47,385 fl. für das Hauptzollamtsgebäude mit Reviſionshallen und Waarenniederlage in Kehl; ferner 32, 000 fl . für das Zollgebäude in Kadelburg; ſodann 106,291 fl. für das Dienſtgebäude des Hauptzeollamtes in Mannheim; 26,270 fl. für das Hauptſteueramt in Leopoldshafen; weitere 5, 889 fl. für das Dienſtgebäude und Lagerhaus in Lahr; endlich für die Dienſtgebäude in Conſtanz am Paradieſerthor 6,000 fl. und am Schnetzthor 7, 100 fl., endlich für das Hauptzollamtsgebäude in Stühlingen 4,560 fl.

Eigentlicher Staatsaufwand.

Unter den hieher gehörenden Ausgaben finden wir zunächſt die für das Academiegebäude beſtimmte. Dieſer Aufwand iſt am vorigen Landtage von dieſer hohen Kammer mit großer Freude bewilligt worden. Von dem noch nicht erſchöpften Theil des Credits wird für jetzt nur ein geringer Theil in Anſpruch genommen, nämlich bei dem Gebäude ſelbſt M mit 173873 fl. 28 kr. und in Bezug auf die Anſchaffung von Kunſtgegenſtänden die Hälfte der noch nicht verwendeten 9441 fl. 6 kr. mit 4720 fl. Die Ausgabe von 4000 fl. für Vollendung des Weiberzuchthauſes in Bruchſal ſoll dazu dienen, um die Zellen, in denen die Sträflinge die Nacht zubringen, durch erwärmte Luft zu heitzen, was man für zweckmäßig anſehen muß. Es iſt nothwendig, die Einrichtung noch vor dem Winter zu treffen.

Bei dem Miniſterium des Innern begegnet uns zuerſt eine Summe von 50, 000 fl. für den Irrenhausbau zu Illenau bei Achern. Es find für dieſes Gebäude bis jetzt 200 000 fl. bewilligt, aber erſt 160, 000 fl. verwendet wor den; es wären alſo noch 40,000 fl. übrig. Der Aufwand für den ganzen Bau iſt angeſchlagen auf 373,000 fl., zieht