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Verhandlungen der zweiten Kammer. Vierundv
rung überwieſen wird. Dieſes iſt hauptſächlich der Grund, warum ich wiederholt den Antrag ſtelle, dieſe Petition zur geeigneten Berückſichtignng zu überweiſen.
Kuenzer: Weil ſich doch einmal über den Ausdruck „geeignete“ und„möglichſte“ Berückſichtigung geſtritten wird, ſo geſtehe ich, daß, ehe ich mich für die Anſicht des Abg. Schaaff ausſprechen könnte, mid) vielmehr für die Anſicht des Abg. Weizel ausſprechen müßte. Laſſen wir lieber beide Beiwoͤrter weg, und überweifen die Pez tition gur Berückſichtigung; denn die geeignete Berückſich— tigung im Sinne des Abg. Schaaff iſt auch keine Be⸗ rückſichtigung.
Bader : Ich will nur bemerken, daß es ſelbſt in der Abſicht der Petitions-Commiſſion lag, gerade dieſe Petition zur geeigneten Berückſichtigung an das hohe Staats⸗ miniſterium zu überweiſen.
Der Antrag des Abg. Schaaff:
Dieſe Petition zur geeigneten Berückſichtigung dem Großh.
Staatsminiſterium zu überweiſen. wird angenommen.
Kuenzer erſtattet ferner mündlich Bericht:
6) über die Eingabe der Gemeinderäthe von Erz in- gen, Riedern, MWeisweil, Rehberg, Dber- eggingen, Betmaringen, Birfendorf, Endermettingen, Untermettingen, Unter— eggingen, Degernau, Bonndorf und Of— teringen, die Anlegung einer Poſt- und Com⸗ merzialſtraße durch das Wutachthal in kürzeſter Rich— tung nach Egliſau und Zürich betreffend.
Die trafe, von welder hier die Mede it, wäre eine gang neu zu erbauende Strafe, und wirde die wirflidhe Strafe bei Dfteringen, im Yezirfgamt Stühlingen , verlaf fen und úber die Nauenthaler Mühle über Crzingen und Riedern gehen, und fid) dort wieder mit der neuen Staats- frape verbinden; fie würde ungefähr eine Strede von 3 Stunden einnehmen, Die Beranlaffung zu diefer Petition gab die neu errichtete Straße über Riedern nach Je— ſtetten und über Egliſau nach Zürich , zugleich der dahin errichtete Poſteurs, welcher von hier über Freiburg , Bonn — dorf und Stühlingen nach Egliſau und Zürich täglich) ab- geht. So wie die Sache jetzt ſteht, muß der Poſtwagen
ierzigſte öffentliche Sitzung vom 15. Februar 1842. 311
von Stühlingen das Wutachthal abwärts fahren bis nach Oberlauchringen und von dort wieder aufwärts, um auf die Straße nach Riedern, Egliſau und Zürich zu kommen, während durch dieſe projectirte neue Straße dieſer Um— weg ganz abgeſchnitten, und dadurch eine Strecke von etwa 334 Stunden Wegs gewonnen würde. Da man die Wichtigkeit des Straßenzugs überhaupt ſchon anerkannt hat, durch den Bau der neuen Straße nach Egliſau und Zürich , Jeſtetten und Schaffhauſen , ſo wird man es auch für wichtig genug halten, das Project der Petenten in Er— wägung zu ziehen. Die Petenten zeigen ferner nach, wie mittelſt dieſer neuen Straße dem Bedürfniſſe der ganzen dortigen Gegend abgeholfen würde. Sie verpflichten ſich überdieß und haben es in einer Beilage zur Petition ge— than, bei dem Neubau Materialbeiträge unentgeldlich zu liefern.
Das Gewicht dieſer Gründe anerkennend, bringt Ihnen Ihre Commiſſion hier wieder in Antrag, dieſe Petition Großherzogl. Staatsminiſterium zur mög lichſten Berückſichtigung zu empfehlen.
© haaff trägt darauf an, diefe Petition zur gee ig- neten Berückſichtigung Großherzogl. Staatsminiſterium zu überweiſen.
Regenauer unterſtützt dieſen Antrag, worauf der— ſelbe von der Kammerangenommen wird.
Kuenzer erſtattet hierauf Bericht:
7) über die Eingabe der Gemeinderäthe und vieler Bür⸗ ger von Schiltach und Lehngericht, Amtsbe⸗ zirk Hornberg , um Erweiterung, beziehungsweiſe Herſtellung der Straße von Wolfach über Schiltach nach Schramberg , Aufnahme dieſer Straße in den Straßenverband und Errichtung eines Eilwagen— curſes.
Der mündlich erſtattete Bericht lautet:
Die genannte Straße iſt diejenige, welche bei von der Kinzigthalſtraße abgeht, ſich uͤber Wolfach und Schiltach zieht, und durch das Schiltachthal in die wür— temberiſche Stadt Schramberg führt. Die bisherige Straße nach Schramberg geht von Hauſach über Hornberg nach Schramberg . Die Petenten führen an, wie zum Vortheil ihrer Petition ſchon die ganze Lage und der gegenwaͤrtige