Nw8; jLarlsruher Freitags. r 8 WUM ZMW'MK WSW Pag. zz? Zeitung. den 29 May. 0 7. Mil Grosherroglich Badischem gnädigstem prtvilegto. Inn halt. Wien; Die Friedcnsqerüchte erhalten sich. Augsburg; Jtal. Truppen. Schwerin; Schwed. Adjutant. Berlin; Landung oer Russe» bey Danzig. Warschau; Danzig soll gestürmt werden. Paris. Landen; Expeditionen.. Embargo ans die Türk. Schiffe. Venedig; Hießige Stadt wird beseitigt. Koppenhagen; Aufforderung an de:, Kommandanten vo - Danzig. Oesterreich. Wien, vom 16 May. Die Gerüchte, daß un>'cr dos an der Friedensvcr- mitklung nicht ohne Hoffnung eines glücklichen Resultats sortarbeite, erhalte« sich. Der Kourierwechsel nach dem kais. srani. und rnss. Hauptquartier ist aus- serst lebhaft. Vorgestern qienq ein Könner von hier nach London ab, durch dessen Depeschen das engl. Ministerium dem Vernehmen nach feyerlich eingeladen ! wird, die Hand m einem allgemeinen Frieden zu bie- ' len. Die Antwort aus diese. Einladung wird Vieles ^ entscheiden. Der Curs ausAugsburg hat sich abermals gebessert, und sieht auf 2i>r. Deutschland. Augsburg, vom 24 Mai. Heute rückte das schöne spanische DragonerNegiment Alaarkien hier- ein. Mannschaft und Pferde sind ' auserlesen. ! D>e Trupvenmarsche durch Augsburg werden auch in, Monat Juny sortdauern. P r e u s s e rr. Schwerin, v-m, 17 May. ! Gestern Abend ist ein Adjutant des Baron von Essen, Gouverneur von Schwedisch - Pommern hier angekommen , und hat dem Marschall Brune eine Depesche , die Auswechlung der Gefangnen betreffend, übergeben. Die Gerüchte von dem Bruch des zwischen dem Marschall Mortier und dem Baron v. Essen gcschloß« nen Waffenstillstandes, die bey Gelegenheit der Ankunft des Königs von Schweden in Stralsund verbreitet worden, sind durchaus unqearündet. Da Se. Maj. dem Baron von Essen einen ehrenvollen Bewciß der Zufriedenheit geben wollte. die ihm sein Betrage» bey den letzten Ereignissen in Pommern verursacht hat, so ist er bey ihm abnestieaen und hat ihm den großen Schwerdtorden ertheilt. Berlin, vom 20 May. Die Russen, welche die Unmöglichkeit ein Neusahrwaffer zu setzen. Ich bi» re. Pitzendors, den 25. April 1807. Lefevre. Nachschrift. Ich habe befohlen, die Beschaffung so lange einzustellen, bis der kommandirende Adjutant Herr Ayme, Überbringer dieses Brieses, zurüchge- kommen ist. t 340 ) Die Antwort auf obige Aufforderung lautet folgen-' dermaff en: Herr Marschall: Ihr Hr. Adjutant hatte dem Offizier an der Thorwache versichert, daß der Brief, den Ew. Erz. an Mich zu senden beliebten, durchaus nicht Danzig an- gienge. Dieser Versicherung krauend , hatte derselbe ihn, trotz meines ausdrücklichen Verbots angenommen Sie, Hr. Marschall, werden meine Delikateste in diesem Punkt nicht verkennen, auch habe ich eine so hohe Meinung von Sie, daß ich mich schmeichle, daß Sie selbige schonen werden. — So ein erfahrner Krieger als Ew Erz., weiß so gut als ich , daß kein Kommandant Vorschläge in Betracht nimmt, bis daß eine Bresche in den Festungswerken ist, durch die 12 Mann neben einander aufaestellt marschiren können/ auch bin ich weit entferne zu glauben , daß es Ew Erz. Ernst ist, von einem Mann von Ehre, dessen Namen Sie Gerechtigkeit wiederfahren lassen zu wollen scheinen, eine Feigheit zu verlangen Sie wollen ich soll dieß zum Besten der Einwohner Danzigs thun, welche Sie zu Grunde richten. Diele haben nichts mehr zu verlieren und sind wie ich im Stand, ruhig den Ausgang des Kriegs abzuwarten. Alles was ich thun kann, ist, dem König-meinem Herrn Ew. Erz. Schreiben zuzusenden. Ick bin re. Danzig, den 2z. April 18-27. Kalkreuth. Koppenhagen, vom >6 May. Der Kaiser von Rußland und der König von Melissen befanden sich, Nachrichten aus Ostprcnssen vom 4 May zufolge, in Barte,istein, wo auch General Hutchinson war. TodesAnzeiqe. Carlsruhe, Es bat der göttlichen Vorsehung gefallen , unsere geliebte biedere Schwester und Schwagerinn die verwit-ibte Pfarrerinn und nachmalige erste Erzieherin der Hochfürstlichen Familie und höchstseeli- gen Durchlanchiiasten Herrn Erbprinzen, Juliana N 0 thardt acbobrne Leiblin, nach ^ vielen körperlich, n Leiden, welche der vor etwas über 2 Jahren erfolgte trübe Tod ihres einzigen Hoffnunas vollen Sobnes der im Preußisch n Staat dnrch seine ausae- zeichnete Talente in einer der glänzensten.Karriere stand, zur Folge hatte, und wozu sich eine Nervcn- Zehrnng gesclire, heutigen Donnerstag Von: ;tm. um 94 Uhr in ciucm Alter von 67 Jahr Monat, aus unsrer Mitte zu nehmen, und uns dadmeh den tiefsten Schmerz z» versezcn. Tief gebeugt, machen wir diesen Trauerfall unser,. Verwandten und der sec- lig Entschlafenen vielen Freunden unter Verbitruug aller Beileidsbezeugungen bekannt , und so Ihrer und bezviikers derer, welche ihre edle sanfte nur nctch LLohlkhuir gestrebte Seele kannten, herzlichen Theil- i-adme überzeugt, empfehle» wir uns zu fernerer Gewogenheit und Freundschaft. Karlsruhe den 28. May 1807. Katharina Sabina Schnizelin verwiltibte Hausmeisterin geb. Leiblin. Sophia Friderica geb. Leiblin mit ihrem Gatten Rcchnuugs- Nath Umrath. Schliengen. (Schulden-Liquidation.) Me die- jenigui, welche an die Fridolin Vomstcinischr Eh leu- te in Mauchen etwas zu fordern haben, sind hiemit vorgcladen, bei der aus Montag den -ten Iuny Vor-, mittags 8 Uhr angcstcliren Liquibations - »no Priori- täcs - Verhandlung mit dcn Beweis - Urkunden um so gewisser vor dem TheilungsComirnssarial im Wirihs- hauß zu Manche» sich einzufindeii, als sie im Fall des Ausbleibens zu gewärtigen haben, mit .hren Forderungen nachher zurückgcwiesen zu werden. Signatum Schliengen den io May >807. Grosherzogllch Badisches Obcramt Badenweiier allda. Schliengen. (Schuideli!>iqu,racwi,) Alle diejenigen , welche au den verstorbenen Kriedvlin Schneider zu Tanncnkirch etwas zu sordern haben, sind hiui.it vorqeladen, bei der auf den r Iuny d. I. im Wirkhs- haus zu Tannenkirch an.gestellten Liquidativns - und Priorität« Veihandlling unk den Beweiß - Urkunden um so gewisser sich cinzufindcn, als sic im Fall des Ausbleibens zn gewärtigen haben, mit ihren Forderungen nachher zukückgewicscn zu werden- Sign. Schliengen dcn 74 May 1807. Grosherzogl. Bad. Obcramt Badenweiier allda. Rasta dt. (S6>!ldkn?!«u,r«rlvn.) Alle diejenige, welche an dcn in DmiiögensUntersuchung gcrathencn Burger Nikolaus Peter von Iffezheim, etwas zu fordern haben, sollen sich auf Montag den 8k'N Iuny auf dem Rakhhauß daselbst, unter Mitbringung ihrer Beweise, bey her Lignioakion cnifinde», indcme sie sonsten nicht mehr werden gehört werden. Verordnet beym Oberamt Rastadt den 15 May 1807.