Rro. 99. Karlsruher Mittwochs i 7 Pag. 47z. Zeitung. den i8 August. 8 4. Mit Hschfürstl. Markgräflich-Badischem gnädigstem Privilegio. Aus Italien, vom 28 Jul. Das Gerücht erhält sich noch immer, daß die In- si Sardinien an eine andre Macht ausgelauscht wcr- tm soll. Der Turtner Hof, der unter den größten Händeln, und stärksten Unruhen Europens immerzu Mn Nutzen meisterlich herauszukabäliren wußte, findet die Abtrettung eines schönen fruchtbaren und wohl- zilrgenen Landstrichs nützlicher und besser, als eine Meinte, schlecht angebaute Insel, deren ganzer Ertrag fast blos in der Ehre besteht, daß der König den Mmn davon führt und weiche blos einem Monarchen, brr sich unter die Reihe der Seemächte hinauffchwin- ze„ lvlü, mit der Zeit von sehr ansehnlichem Nutzen Mc» könnte. Der König von Sardinien darf sich Mr dergleichen Gedanken nicht beygrhen lassen, mithin H die Insel für ihn sehr entbehrlich. Ob die Verträ- z, darüber aber schon lang fertig gewesen scyn sollen, « man versichern will, ist ungewiß und die ganze Schichte hängt noch von näherer Belehrung der Zu- kch ab» Aus Italien, vom Zo. Juli. Die Furcht vor der Pest sezet alles tu Bewegung m uns dagegen zu verwahren. Von Rom aus ist dtt Bsschl nach Civita Vecchia ergangen, 4 Schiffe auf dm Küsten der Mittelländischen See krcuzcn zu lassen nnd alle Thüren mit bewaffneter Mannschaft iu desezen, damit keine verdächtige Schiffe, ohne die aM erliche Reinignngszcit von 40 Tagen auszuhal- üii, anländen können. In Sicilien, wo man der Stfahr noch mehr ausgcsezt ist, werden dagegen auch !>l wirksamste Maasregeln ergriffen. Niederelbe, vom zo Iuly. Hier ließt man folgendes Schreiben aus Cölln: Der Mge Chrrrfürst, Max Friedrich verband — Mit dem besten wohlwollenden Herzen jenen Widerwillen gegen die Geschaffte, die ihn einen Minister, der der ganzen Regierungslast gewachsen wäre, wünschen und suchen machten. Er fand ihn. Caspar, Graf von Belderbusch war der Mann. Groß, wciiaussrhend, unerschöpflich in Entwürfen, und dreist, wie Richelieu, verschlagen, geheimnißvoll, und kaltblütig, wie Mazarini, geldgeitzig und hart, wie Por. to-Carrcro, wurde er mir durch den engen Kreis sei, ner Wirkungskraft gehindert, eben so wie jene Männer , Unruhe und Unglück über halb Europa zu verbreiten. Da er selbst alle Talente zur RegierungskunA und zudem seine gute Portion Mißtrauen, wie sichs für einen vollkommenen Höfling,, und Staatsmann ge, hört, besaß, trieb er fast alle Geschäfte allein, zog sich immer mit seiner Verschlagenheit aus den delicate- sten Händeln glücklich heraus, und ließ, als er starb, seinen Fürsten ohne Aufklärung, ohne Hülfe in der entschiedensten Verlegenheit. Kein Rath, kein Sccre- tair wußte den eigentlichen Zustand seiner Geschäfte: keiner von den wenigen Leuten, die er — blos als Maschinen brauchte, hatte sein Vertrauen ganz. Schriftliche Aufklärung fand man eben so wenig, der Chuvfürst hatte nach dessen Tod eine Conferenz von vier Ministern zusammengesetzt, die aber durch wechselseitige Verhältnisse genirt, und zu neu waren, um ganz ihrer Bestimmung zu entsprechen. Mit diese» Schwierigkeiten Hatte der neue Churfürst zu kämpft». Sein munterer, rhätiger Geist, sein Helles Aug, sein edles, und groses Herz, machte ihn in dieser Situation eine Roüe spielen, die dem gebildesten Regenten Ehre machen würde. Nachdem er sich die nöthjgen Localkeniitiüsse mit unermüdetem Misse gesammelt, und die innere Verfassung sich mehr eigen gemacht hatte, schritt er zur Gründung eines Systems, das man ganz aus dem Gesichte verlohren hatte. Dir Conferenz, die nur Nahrung zu persönlichen Streitigkeiten gab, nnd wenig geschickt war, Ordnung, und - !'i«l ( 474 ) Einigkeit zu vnterhalten, wurde aufgehoben, Freyherr «sn Gymnich als Staatsminister bcybchaltcn, und der Baron von Waidenfels, bisheriger Relchekammcrge- richls-Assessor zu Wetzlar, als geheimer Staats- und Confercnzrath für das Departements der auswärtigen Angelegenheiten nach Bonn berufen. Sie wissen, daß der Churfürst'.nicht nur alle Lotterien in seinen Staaten sondern.auch die Collecturen für fremde Lottos aufs gemessenste abgcstcllt hat. Alle Benesicia Ourar, in seinen Dwcescn werden künftig nur allem durch den Weg des Concurses vergeben. Allen Stellen ist einge- schärst worden, sich die Aufnahme des Haukes, der Künste, und Manufacturen mit der thätigsten Betriebsamkeit angelegen feyn zu lassen. Diese un ähnliche Verordnungen find die Vorboten einer weise», und glücklichen Regierung. i Paris, vom z August. Am 2Z. Md 24. v. M. ist der Grundstein zu den drei) Hauptschlicstn der drey grofen Kanäle gelegt worden, welche die beyden Meere durch Saone, Loire Seine nnd Rhein miteinander vereinigen. Man fängt an, eben dasselbige für die Engl. Geschichte zu unternehmen, was bereits für die Französische ausgcführt worden ist. Es wird nämlich eine Reihe von Kupferstichen veranstaltet, welche von den berühmtesten Meistern verfertigt, von einer Gefchichtsccläutcrung aus der Feder des Herrn von Tourncur begleitet werden sollen. Dieses Werk wird izo Kupferstiche enthalten, die nach nnd nach geliefert, wovon aber nur 425 abgezogen werden, weil nach diesem die Platten in das Knpftrstichkabinet der Königlichen Bibliothek geliefert werben sotten. Wien, vom I August. Vergangenen Sonntag Nachmittags hatten wir zwischen der Tabor - Brücke ein allerliebstes Schauspiel. Ein gewisser Herr oon Boden erbot sich durch öffentliche Anschlagzettel über den reißenden Strom, die Donau, zu gehen. Er soll auch, wie man vor- giebt, vor einigen Commissariis dieses oflermalen versucht haben. Dieses verführte viele Menschen hinaus zu gehen, um den Wundermann auzuschen. DreEin- trittspreiße waren i ff. 40 kr. und 20 kr. Um 7 Uhr Abends erschien mem Herr von Boden in einem weißen gestickten Kleid. Er zog seine schissarlige Schuh an, stieg auf das Wasser und siel auch gleich in den Strom hinein. Man lachte ihn aus und die Polizey nahm den Wassertretter seiner Sicherheit wegen m Empfang, bemächtigte sich der Cassa, bezahlte die Unkosten und gab den wenigen Ueberschuß am andern Tag dem unglücklichen Schwimmer mit dem Bedeuten zurück, er möchte es lieber im Winter pro- Lm«, lvs seine Kunst eher ««Szuführeu wäre. Der' Graf Hoya war bcy diesem Schanfviel geaenwärilz und lachte herzlich. Nach einer dieser Tagen heralP langten höchsten Hvfentschliessnng verlieren alle Hm- schaften den zcither gehabten eigenen Blutbann. Nach einer sehr natürliche» Folge hören also alle Landgerichte auf und trctleu dafür die Kreisämtcr in dich Stelle, welche peinliche Sachen künftig besorgen, ifl werden daher in den sämtlichen Kreisstädten Gefängnisse errichtet werben. Schon vor einiger Zeit c-W der K. K. bevollmächtigte Minister in Petersburg» Sr. Majestät dem Kayser den Auftrag, einige d» schönsten Zodelpelze z» kaufen, die zum AusschlW einer Husarenumsorm für den König!. Prinzen A'M- d r von ToSkana bienen sollten. Ihro Majestät dir Kayscrinn erhielten von dieser Commißion von »«p fähr Nachricht und schickten deren 4 durch einen agl- nen Könner an de» Kayser, der auch am SomAg eingctroffen ist. Besonders schmeichelhaft waren d,i Ausdrücke, deren sich die Monarchin» bediente, mailich, daß sie sich eine Freude daraus machte, daß ihr nicht unbeträchtlicher Vorrath von Zobelpelzen stein den Stand ftze, den Herrn Grafen von Kobcnzel kr auf sich gehabten Commißion zu überheben. Der Fürst Bischof von Osnabrück hat dieser Tagen einen herrlichen Beweis seines empfindsamen Herzens gegeben. Eine arme Officierswittwe bat il»i zu ihrer, und ihrer 6 unversorgten Kinder UnterßüW um ein Allmoscn , und er schenkte ihr nicht nur roo Dncaten, sondern versprach auch, für ibre KiiA ftrners zu sorgen. Als verwichencn Montag Uh ein Leimvandgewölbe auf dein neuen Markt öffnete, fand man einen Kerl darinn, der das Gewölbe m unten ans durchbrochen hatte. Auf Befragen, wie a da hcrkäme, antwortete er, er wisse es selbst nicht, es müßte im Schlaf geschehen feyn. Auf diese Ar! müßte der gute Mensch mehr als mondsüchtig gewest» seyn. Mein die Wache wollte ihm auf ssm Asei nicht so platterdings glauben, und nahm ihn mit steh. Vermnthlich wird man nun verfängliche Mittel « wenden, ihn von dieser gar zu ausserordentlich» Schlafsucht zu heilen. Landen, vom 6 August. Während daß die Stadt London Herrn Pilt tck Bürgerrecht der Stadt London in einer prächlM, goldenen Kapsel bestimmt und ihm auf öffentliche Kosten ein prächtiges Gastmahl in dem Pallast des Lord, majors von Londen geben will; suchen seine Gegmi jeden Schritt, den er thut, zu tadeln und verdächliz zu machen. Besonders sind die neue» Taren (eine Klippe, woran die Volksgunst so manches Ministers schon so oft gescheitert ist) der Gegenstand, der sei« Gegner beschäftigt. Da er die neue Taxe auf Kohle» gusgck l Kol, cn auf Li gestand legte; Len iä zum L einem pewat einig:« -aß e> Ptlc i wähle UNb t Bonn bebau wird und a Chisw nun ' Niger ieigi; daß < der g (Fnch im A fig de sich g D Engl- zen v im 8 Der ftphs Ham suche Das aus gäng Gell! lichst mutt Rein teil 1 gleicl Nah, dergl sam sere se E> schön werd l 475 ) hat; so sagen sie, er Hab-- sch an diesen K m die Finger verbrannt, und iv.gcn dcr Taxe -Lichter sagen sie, er habe sich enbey in, Lichte smden. Weil er aufBänder und Flor eine Taxe nie; sprechen sie ihm alle Hoffnung zu einer gluckki- u Lpe av. Dagegen erheben ihn seine Freunde dis ^wimmel, und behaupten, daß sein Fmanzsristem, - grauen Nestorkopf Ehre machen würbe, weil er ,M und öffeneücheö Interesse m t einan er zu vcr- .:u wi,;e. Aber ein kaltblütiger Witzling sagle, Wr, wenn cs von ihm abhmige, weder Herrn iil »och Herrn Fox zur Stelle eines Finanzminisiers Hn würde, weil dcr erste nie Schulden gemacht, c dcr letzte nie welche bezahl habe. Die große nee in des Herrn Fox, Herzogin von Devonschre, ÄMt ihre Verschwendung zu seinen Gunsten und Ä auf einmal so ökonomisch, daß ni.n alles Obst alle Fruchte ihres chmals gastfteyen Gartens zu Mick für ihre Rechnung verkauft werden. Fox hat m cm ganzes Heer von Spöttern, und da er seit ei- N Zeit im Unterhaus! seine Rcdncrtalente nicht mehr .Ä.';' so beweisen sic aus Buffvns Naturgeschichte, F cs gerade so und nicht anders seyn könne, weil :a gelehrte Graf in seiner Abhandlung vom Fox ^rchs) ausdrüklich behaupte, daß dieses Thier-zwar !m Winter und besonders bey Schnee und Frost häu- ,ig dÄe, aber im Sommer fast gar keine Töne von sich M. ! . Paris, vsm io. August. ! Der Herr .Herzog von Chartres ist wirklich in riigland; er hat Se. Köiugl. Hoheit den. sscin- «M Wachs sehr angenchm überrascht, da er eben Z Begriffe war, sich im Schwimmen zu üben. — Ai Herr Baron von Breteuil ahmt des grossen Io- iö-s II. Beyspiel im kleinen rühmlichst nach ; seine Mllieblingcheschäftigung ist , die Hospitäler zu be- ichn und das Schicksal der Armen zu erleichtern. ZÄöochon zu Vt-nceiwes hat er sogleich abgeschast, «tz kr Bastille vierzehn schmachtende Königliche Kost- MM erlöset und den Oberausschern sanftmnth und GelnWeit gegen die übrigen Gefangenen nachdrücklich!! «mpfohlen; er stattet daselbst sehr oft unver- mthctc Besuche ab, um ein Augenzeuge zu seyn, ob Wchkeit und die übrigen Pflichten der Meuschlich- k mchl vernachiaßigt werden. Im Lic5crs hat er Mals den daselbst wohnenden Unglücklichen bessere Ehrung und Ruhestätte versöhnst, in allen übrigen Weichen Häusern zeigt er sich immer als ein gleichen vom Himmel herabgesandter Schutzengel. Un- m Stadt wird ihm nächstens noch viele andere wei- h Tmrichtungm zu verdanken haben, - wodurch Ver- Giccung, Reinlichkeit nnd heilsame Luft, erhalten Mcn wird. Mit den Schauspielhäusern im ganzen Königreich soll glcichfals durch ihn eine Veränderung vorgenommtn und dcr Staatscasse eine be- trächtlichcSumme erspart werden. Schreib« aus dem Haag, vom ro Aug. Sie haben bereits in ihren Blättern gemeldet, daß der französische Hof den Entwurf eines Bündnisses mck unsrer Republik hiehin überschickt und derselbe den wech- seitigea Provinzen zur Uederlegung und zum Gutachten z'.'gcstellt worden sty. Da nun die Berathschlagungcn der Provinzen' sich gewöhnlicher Massen in die Länge zu ziehen pflegen, so glaube ich, Ihnen einen Gefallen zu erweisen , wenn ich ihnen den Jnnhalt dieses Entwurfs vor der Hand mittheile: I) Soll eine aufrichtige und beständige Freundschaffi und Verbindung zwischen sr. Majestät dem Aller- christlichen König, seinen Kroncrbeu und Nachfolgern, und den vereinigten Provinzen der Niederlande bestehen; zwischen beydcn Theiien, ihren Staaten und Un- terthanen soll ein gutes wechselseitiges Einverständnis unterhalten und alles sorgfältig vermieden werden, was irgend Anlaß geben könnte, dasselbe zu stören, oder aufzuhebcn. 2 Dcr König von Frankreich und die Herren Generalstaaken versprechen sich einander, für die Sicherheit ihrer Staaten micznwircken, Ruhe, Frieden und Par- theylosigkeit, wie auch beyderseits iede Macht in dem wirklichen Bcsitz aller ihrer Staaten, Krongüter und Freyhciten zu erhalten und sich nie eine Art von feind, seligem Angriff zu erlauben, cs magst, einem Welt- theü seyn, wo es immer will. z) Diesem Zufolge sollen bcydc hohen Theist sich immer gemcmfchassliich bestreben, Frieden bcyzuhalten: in demFall aber, daß emcnvon dcybcrMächlcn von einem Angriff bedroht würde, soll die andre ihre guten Dienste cmwenden, um alle Feindseligkeiten zu verhüten und die Sache durch Vermittlung auszugleichen suchen. 4 ) Sollten aber die guten Dienste nicht helfen wollen, so machen steh berste Timst anheischig, sich einander so avotzl zu Wasser, als zu Land-beyMehen: und der König stellt der Repubtick eine bestimmte Anzahl. Fußvolts, Rcuterey, Kriegsschiffe mw Fregatten; desgleichen stellen ihre Hochmögende!, dem König bey Ausdrechung eines Seekriegs eine gewisse Zahl Kriegsschiffe und Fregatten und anstatt der Truppen zahlen sie allenfalls ei.ec gewisse Summe Geldes. z) Diejenige Macht, so die Schiffe, Fregatten, oder Truppen hergibt, soll dieselben auf ihre eigene Köster, unterhalten und diejenige Macht, der diese Hülfe zugeht, soll die Schiffe, Fregatten und Truppen, sie mögen sich kurz oder lang in ihren Häven verweilen, für das ncmliche Geld mir aller Nolhdurft so verschon, als gehörten sie ihr cigenrhümlich zu. Es rst dabey ftstge- - ( 476 ) —-- ftzt, daß in keinem Fall gejagte Truppen, oder Schiffe ruugcn sich hierüber geben zu lassen; die ihm- dem darum ansuchenden Theil zur Last seyn dörfen; wissen, nötig scheinen. Beide Theile sollen sich auü nichtsdestoweniger jedoch den ganzen Krieg hindurch zu einander Nachricht eriheilen von dem Vcrthcidigmzt dessen Diensten bereit stehen sollen. zustand, worinn sie ihre Festungen, Städte und B« 6) Der König und die Gcneralstaaten verbinden sich satzuugen in allen und jedem Welttheil besinden M b'eyderseits, die Kriegsschiffe, Fregatten und Truppen, demnach die Mittel verabreden, die zu derselben H die sie einander stellen müssen, allzeit in vollzähligem ten abzwecken. und wohlausgerüstetem Stand fertig zu halten, also n) Beide hohen Theile sollen sich einander,««/ zwar,, daß, sobald eine Macht der andern die ver- ihren Verbindungen, worin sie etwa» mit andern tragmäßige Hülfe hat zukommen lassen, dieselbe gleich ropäischen Mächten stehen, beiderseits getreue Nachch in' ihren Häven wieder eine hinreichende Zahl Schiffe geben. Diese Verbindungen sollen durch gegen««, ausrüsten lasse, um diejenigen allenfalls gleich ersetzen gen Vertrag aber nicht den mindrsten Abbruch leik zu können, die zufälligerweise im Gefechte, oder durch gleichwie beide hohen Theile denn auch gclobm,» die Wuth der See verlohren gehen können. Zukunft keine Allianz, oder Verbindung mit >W 7) Sollte es sich ergeben, daß die Hilfsuchende einem Hofe cmzugehen, die gegenwärtigem Traktats Macht sich mit der vertragmäßigen Hülfe zu ihrer Ver- einige Art entgegen läuft. thcydigung nicht aussähe und keinen anständigen Frie- 12) Da gegenwärtiger Traktat nicht allein«« den dadurch erringen könnte, so soll die hilfleistmde Sicherheit und Ruhe beyderstitiger Machte beM Macht mit Rücksicht auf die Bedürfnisse ihrer Bun- sondern auf die allgemeine Ruhe von Europa abM drsgenoßinn gehalten seyn, dieselbe vor und nach zu so halten Sk. Maj. der König und die GcneraW verstärken und falls es die Umstände ^rfoderten, ihre ten sich die Freiheit aus, diejenigen Höfe, die iiM ganze Macht zu deren Beystand aufbicten. Hiebey hierzu anständig scheinen, zum Beykrilt dieses M bleibt aber ausdrücklich festgesezt, daß die Herren Ge-' nisseö einzuladen. »cralstaaten in allen Fällen anstatt der Truppen nicht iz) Schiüßiich solle«» die Holländer und die Fm mehr an.Geld zahlen sollen, als der Anschlag für die zofen in Holland die nemlichen Rechte und FrchM vertragmäßige Hülfe von der bestimmten Zahl Fuß- in der Handlung gemessen, die die meistbegünstW Volks und Reuterey erheischt. ' Nationen in beiderseitigen Staaten gemescn. 8) Sollte ein Seekrieg ausbrcchcn, »voran beide Diese Artikel find ganz ächt. Es heißt aber, Fm!> hohen Mächte Antheil nehmen müßten, so sichert ei- reich trage noch darauf an, einen beständigen Koims« ne Macht der andern die Freiheit zur See, nach dem sär in Holland zu halten, der Admiralödienste W bekannten Grundsatz, daß die Frcudensflagge das dem Seewesen der Republick Vorsteher» und M ftindliche Kaufmannsgut in Schutz nimmt, jedoch vor- Sizungen bey dem Seramt beyivohnen soll. M behältlich aller darüber im iy und 20 Artikel des das grenz dem Prinzen ErbstattlMer gar zu mH. zwischen Frankreich und den vereinigten Niederlanden n. s. w. im Jahr 171z den n. Avril gefthlosscncn Utrcchter vermischte Nachrichten. Friedens ausgcdrukter Ausnahmen, welche Artikel die Wenn dem allgemeinen Gerüchte zu trauen ist, - nemliche Kraft -/ybchalten sollen, a!s »vären sie gc- »vird in Zukunft die ganze Großherzogl. Familie tz geinvärtigcm Vertrag von Wort zu Wort rinvcrlcibt. zu Wien aufhalten, und der Großhcrzog nur Mm 9.) Sollte einer beider hoben Mächte sich in einem len nach Toskana gehen; der Kayftr aber wird ich Krieg verwickelt befinden nnd die andere' in den Fall render Anwesenheit deffelbigen zu Wien, seine « gcsezt werden, daran unmittelbaren Antheil zu nehmen läuftige Staaten bereise»», um Aufklärung, W so sollen beide Mächte sich über ihre Umcrmhmungen stand und Industrie durch seine persönliche Gkst vorläufig unterredcn, um ihrein gemeinschaftlichen wart noch mehr zu beleben und auszubreiten. - - Feinde desto »»»ehr Abbruch zu thim und ihn zum Meßina war am 8ten Julii ein sehr gewaltiges M, Frieden zu zwinge» und keine beider Mächte soll eher beben, welches durch einen starken Knall angeküM ihre Kriegshecre nach Hauß zu brrufcn, Friedens rvard, der aus dein Eingeweide der Erde hcrvoriu- vvrschläge, oder einen Waffenstillstand anznnehmen be- kommen schien und an Heftigkeit einem KanomiWj rcchtiget seyn, als bis die andere Macht darem ein- glich. Die Einwohner jener Gegenden, welche z« willW bauen angcfangen hatten, sind darüber sehr bestürzt, 10) Beide hohen Theile machen sich anheischig, ihre indem sie sehen müssen, daß sie die Natur noch »W Kriegsmacht jederzeit in guter Verfassung zu halten zu verfolgen aufhöre. — nnd es ftv ihnen bri.trseils frey stehen, alle Ertäute-