brr Ät. alt der isl- fich s-n zen ns» ilS- m. Ht» ind 3 sor alS rb. 'er. rsel de» i» Md alb rif- m, au- ach ge- M- en, ln. her den ück nrd daß » ä hrS mn der »er« um Nro. 2z. Karlsruher Mittwochs ' EMWWWF Pag. io 5 .^ Zeitung. den 2» Februar 8 7 . Ult» Hochfürstllch » Markgräflich » Ladischem gnädigstem privilegts. 2 . rührt, die besten und heilsamsten Arzneimittel, denn Wien, vom 7 scvr. Dinge sind unnütze Quack,albereyen, wel- Da von der Viehseuche m einigen Gegenden vo erwartete Wirkung nie hcrvorbringen. Da Steiermark immer traurige Nachrlchtei, ""^/e , s ch ^ ^ ,m gegenwärtigen und in allen ähnli- hal die innerösterreichische Landcsreg.-rung, . b r d e das^ StemMz^m so ist, auf zur Abhaltung dieses Uebeis au»uwendcnde Vorsich , Verordnung, bereits die Verfügung greine Belehrung dckanMmachcna, , d ''WS schchen, daß alle Bankal - Jmpcctorats, Acmter mit ihres gemeinnützigen Jnnhaltö allgemein verbreitet z genügsamen Menge Steinsalz versehen werden, werden verdient und aho lautet: ... damit die Unterrhancn, die dessen benöthigt sind, da- Eine der HaNptursache.. der M sch sr senden damt^^ ^ Mangel leiben mögen. Das zweyte Haupt- Viehseuche m freier,na^ lleg lm vide p^ „haltungsmittel der noch gesunden, Thiere, die sich in rinn, daß, bey Aculerung des Uebe s, »chra f . Silken Oertern befinden, ist ein künstliches Geschwür, jung des bereits erkrankten Vit Hs, ^ E ^as man an ihre Brust, mittels eines Eiterbanbs, snndem Vieh zu gebra^;euden ^ Dieses GcsttMÜr muß jungen und alten Thie- dacht ä-'^mmen w-rd. Drm Uch On^^ Ausnahm angebracht werden. Bey den Er- giedt Herr Profeftor Wöllstein,, ^ ^ i^u'cr mackssnen muß das Eitcrband eine halbe Elle in der Viehkrankhetten und langen srunU>chen g g - .s ^ yje Kaut an der Brust gezogen und ih- mäß, f-lg-»de V°rnch-n »»d w. kMw M ^ gelassen werden, bis die Materie, die Hand, welche aber nicht bey kranken T.) > sänat, gutartig wird und keinen Gestank mehr vo» Lt. sonder» vorzügstch b-y st-'und-n «'t aller gurart^ ^ einigen i- Tage, bey satt angewendet werdn, muffen, d^ uv , s und aufs längste 2i Tage. Drittens müs» in verlern, wo die ^ , ^ ^ Ediere in den kranken Gegenden rein gehak- der Polizey würdig, ^ Das aste !e»- wohl gewartet, täglich aufgelustct, in den heiter, erkrankttu Thiere jU'-^o.sumkotzen. D I üen Stunden alltäglich in Bewegung gesetzt und in Erhaltungsmittel ,st für dw gcsu dm ^hm dic, ° ^en / g werden, viel als möglich, 'M"g- Sorgfalt s r gcMd- Nah- ««r» Sluae^^^ 7 8 -br. rung. Es K d'UM ,besscr, dah ^^e e M Mid ^ jx^erm Montag Abends dauerten hier die nicht auf PraiervativmiNU, nicht a f A i y > >,^f„',lw,schen Bewegungen die ganze Woche hindurch; dir Kranken, sondern für gesund s Heu ' für Hab r N^. cyr -0 ^ v Stadt. Die Aufrührer fuh- schrot, Gerstenschrot, Kle'en, ^ Trebern,Brandtwem m W ° m, zu 2° bis 25 auf jedem; alle mis gespühl, weisse und selbe Rubm , Ga g ^ Oranienbändern, mit Oranicnflaggen und Scherpeu Steinsalz verwenden. ^ GM 'ht d.esss, so ha man ^ Dörfer, um daselbst überall die Dankad. MchM M mÄ«?Nch!!m «ü BiK »«. Mss- I» »» "»« Md» c > -in Ptt Stadt, waren die ganze Nacht in Bewegung und giengen von einem Hauß ins andre, wobey jeder diese Menge Menschen mit Wein und dergleichen bewirthen mußte und keine Kosten sparen durfte. Zwischen Frcyrag und Sonnabend schlugen sie noch von jwey Häusern die Fenster ein und im Dorf Wesseker- ke haben sie dle Herberge erbärmlich geplündert. Ent, setzlich sicht es in unsrer Stadt aus! Gegen 70 Häu- ftr, der zte Theil der Stadt sind beschädigt' , un, gefehr 40 ausgeplündert und etliche davon so gräßlich, daß nichts' übrig darinn geblieben ist. .Verschleime Leute sind ganz rumirt und alles ist ihnen geraubt. Das Geld ward entweder auf die Straft oder in das Wasser (Fragt) geworfen, es gab einige, die den Bäcker mußten vorbey gehen lassen, ohne ihm Brsd abkaufen zu können. Ohne Hilfe hält das unsre Stadt nicht aus. Der Schade ist nnbcgreißich. Ein gewisser Heyn, welcher Anführer war, nennt sich Baillif des Prinzen, er ist ein Brabantcr und Knecht bey einem Schiffer. Da er Meister von allem ist, so fordert er, wie ich höre, daß ein Beytrag in der Stadt gesammelt werde und die sich etwa» weigern, rvür- den ein schlechtes Loos bekommen. Auch fordert er, daß für ihn und die Seinigen zum Zten Merz Geld geschast werden soll zu einem Schmauß und weil er habe» will, daß illumirmt werden soll. N. S. Die Prediger sind durch eine Deputation aus der Regierung ersucht Eden, vorigen Sonntag die Leute zur Ruhe zu ermahnen. Sie können leicht denken, wie sehr unsre brave Lehrer verlegen waren ; denn wie ist cs doch möglich, für -ein zum Aufruhr verleitetes und größtenteils unwissendes Volk solche Worte zu gebrmechcn, hie keiner verkehrten Auslegung und also nicht der Wuth blos gestellt sind. Dieses ist die Ursache, warum, wie ich vernommen, die Prediger um schriftliche Garantie Anjüchung gethan haben , wenn je rtwan diesem oder jenem ein Wort entfallen sollte, das nicht wohl möchte aufgenommcn werden. Die gute Vorsehung hat unsre würdige Prediger in ihrem Werk unterstützt. Man konnN es merken, in welcher.Verlegenheit sie ihr Gcbcth zn Gott »dschicktru. Paris, vom y §ebr. Der Herr GrafvonVergennes hat in verwichrierNacht gross Brustbeklemmungen gehabt; dennoch hoft man ihn erhalten zu sehen. Am verwichnen Montag ist in dem Schloß zu Versailles Feuer in einem Zimmer guSgekvmmcu, woran eine Dienstfrau der Prinzessin« von Poix schuld gewesen, weiche Frau auch selbst, mit einigen Gerächschaften, die im Zimmer waren halb »rrbrannte. Se. Majestät der König waren bey dem Löschen zugegen. Es soll mit einem Ostindischen Schiff ein Asiatischer Prinz, Sohn des König« von Conchmachina, unter Wegs hierher begriffe» sey» um von unserm Hof Hilfe gegen einen Feind zu ver« lange», der semrn Vater vom Thron stürzen will. Zur Belohnung wolle sein Vater unsrer Nation den aut« schlicSIichc» Handel seines Lands bewilligen, worum die Engetländer schon Jahr und Tag buhlen. Londen, vom y Hcbr. Am 7tcn dieses.nahm das Unterhaus im Ausschuß über die Angelegenheiten des ehemaligen Statthalters in Ostindien, Herrn Hastings, den gten Beschuldigungspunkt, die während seiner Verwaltung in Bengalen gegen die Prinzestüm von Oude verübten Ge« walttlMgkeiken betreffend, i» Untersuchung. Herr Sheridan schilderte auf die auffallendste Arc die Grau« samkeiten, deren man sich bey Wegnahme der Güter dieser Prinzessin«! 177z. bediente. Er behauptete, Herrn Hastings Schuzschrift und seine Bemühungen sich von diesem Unfug rein zn machen, verdienten nicht den mindestem Glauben, west sie mit allerhand Verstellungen und Unwahrheiten angesüllt scnen. Ferner rrwehute Herr Sheridan verschiedner, aus Befehl de- Herrn Hastings, in dem Gebiet Benare und jenem von Oude auögeüblen Bedrückungen und unerhörte« Grausamkeiten durch Verletzung eines mit dem Na, Hob des Lands geschlvssnen listigen Vertrags, der, auf die Freundschaft des Herrn Hastings sich verlassend, demselben ein Geschenk von ic>o,oao Pft Sterling machte, ob sich gleich sein Land in dem jämmerlichsten Zustand befand und der Fürst selbst seine übri- gen Schulden nickt zu tilgen vermochte. Derley Bedrückungen machten den englischen Namen in dem ganzen Land verhaßt und hätte die Prmzessrnn zum gefährlichsten Aufruhr reizen können. Er endigte nach einer z 1/2 ständigen Rede, indem er die Gl« meinen Grosbrittanniens anffordcrle, der Weit einen Beweis von ihrer Billigkeit und Gcrechtigkeitsliebe vor Augen zu legen und that den Vorschlag, ma» möchte beschließen, «daß, da die 5 Hauptbeschuldi« qnngen wider Herrn Hastings genauer untersucht worden wären, dersslbe verdiene, grsssr Laster und Veruntreuungen angeklagt zu werden. Major Scott bestritt einige Züge auS Herrn Vhcridanü Anklage und verschiedne Glieder wollten die Angelegenheit auf den folgenden-Tag verlegt wisse»; Herr Fox hingegen gab seine Gründe an, warum er die Ausstellung der Berathschlagungcn nicht für rathsam hielt. Erst um i Uhr nach Mitternacht ward beschlossen, die Sache §m folgenden Tag zu entscheiden. Am «tcn trat die Kammer im Ausschuß über Herrn Sheridans Antrag zusammen. Ritter Dolden meinte, dcy der Gelegen- Hcit gezieme des vorigen Kriegs gegen die Vorthelle, wcicr,r dem weisen mrd standhaften Betragen des Angeklagte« ihren Ursprung zu.verdanken hatten. Minister Pitt stimmte Sh ridans Antrag bey, der sich baeucchdas Lob des «eftern zuzog. Andre sprachen über die Dien, ste des Exgouvcrveurs ein langes und .eia breites und nun brach der langlaurende Fox auf einmal hervor, und berührte die von dem Herrn Hastings unterschob- neu ioo,oos Pf. Sterl. die ietzlrer alsdann erst der Kompagnie, ihrem Eigcnthumsherrn, -eiichändigte, als die Sache so ruchbar Beworben war, daß sie stchiucht mehr verheelcn liest, woraufinit 175 gegen 68Stimmen beschlossen ward, dem Herrn Hastings den Pro- i jeß zu machen. Aus Holland, vom eo Fc-dr. Durch ein Schreiben von Middelburg vom 5 d. find folgende nähere Umstände von den zu Goes aus- gebrochnen Anruhen bekaiutt geworden: Zu -Ende poriger Woche, heißt es in diesem Schreibe», war in benannter Stadt rin erschrecklicher Aufruhr, welcher dersthiedne Personen das Leben gekostet hat. Es kam nämlich uuvermulhet rin groser Haufen Bauern, die -sich Oranje Gäste» -nennen und das Oranienze-chen - auf den Hüten kragen, zvm Thor hinein., versammel- ' len sich vor dem Rathhause und Lese» die.Ralhsvrr. fönen fragen: ob sie Patrioten oder StaUhalccnsche f wären? Die Herren antwortet«,,: daß nicht ge- I Mint seycn, -weder für die eine noch für die andre ' Parthry sich zu erklären, sondern daß .sie nentral ' bleiben Mb sich mw bestreben woiltcu, den Frieden - und die gute Ordnung auf dem Land und in der Stadt zu handhaben -und erhalten. Dieses ist nicht genug, -erwicderten die Bauern.; ihr müßt euch erklären. Wir find alle von der Oranlcn Parthey und ihr müßt unfern, Beyspiei folgen. Wollten die Herren wchl . Aber übel, so -mußten -sie Oranienkokarden aufstecken. , Unter der Hand-, als dieses geschah, auch bereits hie und da schon Thatlichkeirc» auf den Strafen verübt worben waren, lies man die Thore zuschlkscn. Kaum l merkten es die Auftührer, so sie,,gen sie alle an zu i schreien: sterben müssen die Patrioten. Ich gieng der Hauptlärmen an, alles erschien bewaffnet, Männer, Weiber, Kinder schlugen sich in Men Ecken uni» Wiockeln der Stadl. Der Sieg blieb endlich auf der Seile der Bauern, weil sich die Matrosen zu ihnen gesellt. Sie verfolgten die sogenannten Patrioten bis -in ihre Häuser, zerbrachen ihren Hausraih , warfen die Stucke in das Wasser und Haugeten so übel fort,-bis cs Nacht wurde. Den folgende» Tag kamen sie -wieder and zwangen die übrigen Bürger das Ocanienzeichcn .aufzustecken, drohetcn zugleich, die Statt an allen vier Ecken aazuzünden, wenn man die Thore -verschliefen würde. Der durch diesen Tumult der Stadt.verursachte Schaden wird auf 29a tausend Gulden geschäzt. Dir Zerrüttung unsrer Rcpublick ist avirklich beklagenswürdig; denn Industrie .und Handel verfällt bey diesen Unruhen immer mehr und mehr, da wir doch auf Mittel bedacht sey» sollten, den im legen Englischen Krieg crlitknen Schaden, der auf 40 Mrllivnm Gulden berechnet wird/ zu ersezen. Kaum -war dieser Krieg zu Ende, so entstanden die Irrungen wegen der Schelde und wir mußten abermals ,o viele Millionen bezahlen. Kömnrt mm, .rttmn -ein Zug über Wcstvyakl, her, so werden -sicherlich nur wer wieder die Kosten tragen müsscnz des Schadens nicht zu gedenken, den unsre Uneinig, keilen an dem Erwerbe von aussen und an der gute» Ordnung, Flcis mrd Tätigkeit im Lande verursachen Paris, «om n 8evr. Vorgestern, Nachmittags, hielt der Präsident des Parlaments, Herr von St. Vincent, eine sehr hinge Rede über das bisher sehr traurige Schicksal der Protestanten >n hiesigem Königreich. Er erw.es die Woth« -lventigkett, daß ihnen ihr bürgerlicher Stand verliehen werden müßte und knete den Schluß daher, daß unterschiedliche Parlamcntsglkder an den König abgc. ordnet werde» möchte»,, um solches im Namen dieses höchsten .Reichsgerichts für tue Prsteftanten zu.vergangen. Erlang, vom ri Adr. Der durch seine Schriften, (*- Lebensgeschichte und Schicksale berühmte Baron Trent ist am Lgstrn Jan. in Berlin angekommen und bey Hof mit besondrer Gnade und Achtung ausgenommen worden. Alles will den Mann sehen und keuuen, der nach gc> jährig -standhaft erlittiieu Drangsale» noch den Zeitpunkt erlebte, wo er nicht als ein begnadigter Ucbcl- thäkr, sondern als -ein öff.nllich gerechtfertigter redlicher Mann auch in seinem Vaterland wieder au,treten und überall seine Feinde beschäm.« kann. Er reißt von da nach Prcussen, um daselbst wieder in seine Familienrechte eingesetzt zu werden. *) Sämtliche Gedichte und Schriften, nebst der sehr merkwürdigen Lebensgeschichte des Herrn Kg- ( rs8 ) r»n von Trenk, hat Herr Carl Friedrich Zinn in Erlang in Kommission. Das ganze Werk be- stchr aus 8 Theilm und 2 Theist der Lebensge- schichte mit Kupfer. Kostet i Carolin; die Lebens« gefchichte allein 2 Fl. 20 kr. Briefe und Gelder aber erbittet man sich franko. Haag, vsm 12 8 «br. Die Generalstaaken haben dem preussischen Staats« minister Herrn Grasen von Gör; ausser dem an Se. Majestät den König in den schmeichelhaftesten Ausdrücken eiftwvrfncn Rekrcditivschreibcn die gewöhnliche Denkmünze mit einer kostbaren gvidnen Kette, izc>c> fl. wcrih, Übermacht. Obschon der Aufenthalt dieses Ministers sehr kurz gewesen und die Hauptabsicht feiner Absendung nicht erreicht worden ist: so verdient derselbe doch mit einer vorzüglichen Achtung von ihren Hochmögeiidcn beehrt zu werde,,/ indem man gegenwärtig weis/ daß er sich alle Mühe gegeben habe/ 11m den Prinzen Statthalter zu überzeugen, daß die gröstc Noch es seinerseits erfodere, sich mit den Staaten auszngleichen und den'Hausfrieden in der Re- pnblick wieder l erzustellen. Sie sahen die unbefugten Ansprüche/ welche sich der Prinz ;u machen begehen last/ allzuklar ein, um als Verfechter derselben «uftretcn zu dürfen. Der Bericht/ den dieser Minister nach vorgegangner gründlicher Erkundigung deß- halben an seinen Monarchen nach Berlin abgcschickt hat und die vorgesehene Schwierigkeit/ den Prinzen zu einem annehmlichen und billigen Vergleich zu bewegen, sind die Ursach/ warum Se. König!. Maj. vsnPrcussrn den Grafen von Gör; abbericsev und den Herren Staaten freiere Hände liefen/ den Prinzen auf bessere Gedanken zu führen. Utrrchl, vom 12 8 ebr. Ausser dem Aufstand / der zu Goes in der Provinz Seeland vorgcfallm ist, ist auch zu Tcr-Tholcn und sogar in Middelburg selbst alles in auftührischcr Bewegung. Die Patrioten haben daselbst ein Frcykorps errichtet und wollten dasselbe in den 'Waffenübungen unterrichten lassen. Währender Zeit, baß dasselbe sich damit beschäftigte, warb cs von den Soldaten, die dir Parrey des Prmzen von Oralsten hasten, überfallen und auseinander zu gehen gezwungen. Die Patrioten haben auf der Stelle den Entschluß gefaßt, sich über diese Gcwoltthätigkeit bey ihrer Vorgesetzten Obrigkeit zu bckiagen und deren Schutz anzuflehn: in Zeit von 2 Stunden war die des Endes abgefaßte Bittschrift schon von mehr als iby Einwohnern unterzeichnet. Wie die Antwort darauf ausgefallen ist, steht noch zu erwarten. Von Amersfort vernimmt man, daß die diesen Winter hindurch in der Provinz Utrecht verheilt sewefnrn Truppen Befehl erhalten haben, zu Honten vhngefähr eine Stunde vön hier zusammcnznstossen. Da dieses z« allerhand gefährlichen Muihmasiiiigcn Anlaß gegeben hat, so ist ma» so vorsichtig gewesen, in einer gewissen Gegend dieser Stadt, b,e Gildbürg genannt, eine Batterie aufzmver, fcn und dieselbe stark mit Kanonen zu bepflanzen. Am iztcn d. wird die Versammlung der Staate» von Holland dem Vernehmen nach eine Kommission ernennen, um die der Statthalterschaft, der Gencral- kapitam und Grosadmiralsstelle des Prinzen von Oranten anklebcnden Vorrechte genau zu untersuchen. Am nämlichen Tag werden diese Herren Staaken auch eine neue Beförderung unter den in ihrem Sold stehenden Truppe» vornehmen. Die Freykorps, u»d patriotische Ererciergescllschaften werden dem Verlauten nach diesen Mouath eine gross Versammlung zu. Delft halten, wozu die ZlisaiNmenbecufungsschrelbeu schon fertig liegen und erster Tage ausgeschickt werden sollen. Zu Hoorn hatte man ausgestreut, dir Glieder des dasigen Freykorps hätten sich eydiich ver. Kunden, die reformirte Religion daselbst ganz cmszu- reuten. Dieses verleumdrische Gerücht hat unter dem gemeinen Volk eine solche Erbitterung verursacht, daß daselbe sich die alleräuftrsten Ausschweifungen wieder die Glieder des Frcykorps.hat bcygchcn lassen und erlauben dörfen. Der Magistrat ist auf der Stelle zusammen getreten, hat das gemeine Volk zur Ruhe ermahnen lassen und eine beträchtliche Belohnung für denjenigen öffentlich ausgesetzt, der im Stand ssyn würde, de» boshaften Urheber dieses schändlichen Gerüchts zu entdecken. Das nämliche soll zu Goes und Middelburg ausgestreuk und dss leidige Ursache aller bisher daselbst vorgcfallncr Unruhen und bürgerlicher Ferndscligkettcn gewesen scy». Paris, v.m iZ Frbr. Am Tage vor der Eröfnung der aftembl«- ste, Notables wird man in der König!. BuchLriickerey eine Anzeige der Gegenstände, welche., den National- Reichülag beschäftigen sollen, öffentlich ausgebcn und cs soll allen Personen, die in den vorzunehmenden Materien bewanden sind, erlaubt ssyn, ihre Anmerkungen, Beobachtungen, rc. drucken zu lassen. Diese Frevheil wird zu vielerlei) Träumen und Rhapsodien Anlaß geben, cs werben aber auch nützliche Abhandlungen erscheinen, derer man sich ohne Zweifel bedienen wird. Der Herr Grafvon Bergen,ics befindet sich besscr. Das Podagra ist in die Füsse hcradqetretcn. Die neue Hoffnung zur Wiedergenesung dieses gross» Ministers verursacht eine allgemeine Freude. Der König bezeugt eine besonders grose Freude darüber Der Herr von Calonne ist noch immer unpäßlich; nm - -. ( stjtit Arbeit nicht ,n unterbrechen, hat er Schreibtische um sein Bett herum stellen lassen. Auch ist man seit einigen Tagen wegen der Gesundheitsumstände des Herrn Großsiegelbewahrers besorgt. Die Frau von Polignac hat wirklich ihre Entlassung als Gouvcrnann- tinn der Königlichen Kinder verlangt, aber solche nicht erhalten. Man sagt, der König wolle die Wirkung des BadS abwartcn, daß ffe zu Barrege brauchen soll. Ls ist also ein medicinisches Recept und keine Ungnade die Ursache, warum sie den Hof verläßt. Die Königin!» spielt und speißt noch bey ihr, wie zuvor. Haag, vom iz 8edr. Die Veranstaltung Sr. Durchl. des Fürsten von Lranicn, den Verlauf der Unterhandlungen durch den Druck bekannt zu machen, wirb sehr vieles Licht über die gegenwärtigen Strcithändel und hauptsächlich über »Ir verschicbnrn Einstüße verbreiten. Die Gegner strengen ans, der Prinz unterdrücke verschiedne Schriften ; so mögen sie demnach das Unterdrückte bekannt machen, wenn sie es für gut befinden. In dem Schreiben des Herrn von Rayneval an den Grafen von Görz, welches die erste Urkunde der Sammlung ist, bemerkt man folgende Erinnerung: »eS ist vielmehr Grosmuth, Herr Graf! den Umständen nachzu- geben, als zu trozen. Zm ersten Fall rettet man seine Ehre und schont seiner Vortheilr; im lezten hingegen läuft man Gefahr, beyde zu verliehren. Eine sehr auffallende Bemerkung. Die Urkunden bestehen übrigens aus vier Briefen des Herrn von Rayneval an den Grafen von Gör;, einem Brief Ihrer Königl. Hoheit der Fürstin» von Sranien an eben bemelbtcn Grasen von Görz und einer Note von Seiten des Herrn Fürsten an den Herrn von Rayneval. Die vermeint, lich unterdrückte Stücke sind etliche Schreiben des Grafen von Görz, theils an den Fürsten, Heils an den Herrn von Rayneval, »reiche die Gegner noch bekannt machen wollen. Mit Zittern erwartet man weitre Nachrichten von der in Seeland herrschenden Gährung, die noch in zwanzig Orten um sich zn greifen droht. Nachfaz: Verschiedne Seeländische Städte sind in voller Entzündung und man hört von schrecklichen Austritten. Paris, vom iz 8ebr. Der Herr Graf von Vergennes der grose Friedensstifter ist nicht mehr, sondern hat Dienstags den izken dieses im 68sten Jahr seines Lebens seine ruhmvolle Laufbahn geendigt. Des KömgS Majestät habe»» die hohe Stelle dieses verblichnen grose« Ministers sogleich durch den vormaligen Gesandten Herrn von Mvnmorin brftzt und di« Provinzen welche der allgemein betrauerte in dir Unsterblichkeit übergegan. scne Minister hatte, dem Herrn Baron von Brctenil ,, > übertragen. Die National - Versammlung »» ) - hatte gestern als den rgten dieses wegen dem des großen Vergennes nicht Statt, sondern ist unbestimmt verschoben, einige behaupten bis auf den arten dieses. Fortsetzung des Resultats deS Emser Lon- gresfts. No. 7. Enthalt wie die Konkordaten kunftig angesehen werden sollen. No. 8. Zu Vertilgung aller Erbfolge in geistlichen Pfründen, sollen alle Resignationen in ganz Deutschland verboten werden. No. y. Keine zu Rom erlhcilte Coadjutorie oder andre Kir- chenwürde wird in Deutschland mehr von einiger Wirkung scyn. No. 10. sagt das nemliche, mit Be. stimmung der Partikularfälle. No. n. Bestimmt d« Fähigkeiten, Acten und Verdienste, welche zu geistlichen Pfründen erfordert werde»». No. 12. Der Bischofs ist berechtigt die saumselige Pfründner, die ihre Obliegenheiten nicht erfüllen, ihrer Präbende zu berauben. No. iz. Ausländer find zu alle« Präbenden deutscher Kirchen unfähig. No. 14. Ueber die Statuten deutscher Kirchen kön. nen römische Dispensationen nie statt haben. No. iz. Wird verschiedenes in Ansehung der päbstlichen Alternativ-Monate bestimmt. Der Pabst soll seine Alternativ niemand anderst als den Erzbi. schössen abtreten können und ist Hoffnung daß solches Alternativ brym nächsten Nationalconcilium abgeschaft werde. No. 16. Die in den Konkordaten unbekannte und durch die Kurialisten nachher eingeschlichne ate Provision, muß als eine zu vielen Slrcitigkei- ten anlaßgebcnbe Bcncfizienfischcrey itzt schon für die Zukunft gänzlich aufhören. No. 17. Der Pro- iessuS Jnformativus bey Bischoffswahlcn soll, da die Nuntiaturen aufhören, von dem nächsten Bischofs ge, macht werden und dieser sott von dem Consekraror veranstaltet werden. No. iZ. Bey den Bischöffen in Partibus soll das Fähigkeilszeugniß ihres Bischoffs zu Rom statt des Prozesses hinreichen. (Die Fortsetzung folgt) Vermischte Nachrichten. Durch den von der Pariser Akademie der Wissenschaften auf das Leben des Hrn. von Vauban gesezten Preis ist der Artillerie - Hauptmann von Laclos be- wogen worden, ein Werk gedachter Akademie zu über, geben, in welchem er ihr anräth, in Aufstellung der. gleichen dem Lobe bestimmten Schriften etwas vorstch. tiger zu seyn. Nach ihm war Vauban gar nicht der Mann; dem die Festungsbau - Wissenschaft irgend eine Erfindung zu verdanken habe. Hingegen habe er dadurch, daß er mehr alS zoo Oerter befestigt, die Ration in 14,0 Millionen Schulden stecken helfen, als die Halbscheid der noch izl die Nation schwer drückenden Nationatschulden, Er ftzt also Vanbans —.-. c no ) — - Verdienst ganz allein in die Kunst Festungen anzu- despotischer Karakter sty schuld, daß »440 Million«» greifen, von welcher er der wirkliche Schöpfer war. an unnüzen Festungen feyen verschwendet worden. Hiebey tadelt er Fontanelle als ehemaligen Lobredner Hr. v. Laclos hat sich übrigens durch seine Schrift des Herrn von Vaubans; bitterer noch den Ingenieur Verdruß zugezogen, den Dienst quittirt und. wird sich Hauptmann Carnot, dessen Eloge die Akademie zu nun in Deutschland niederlassen. Di ion gekrönt hatte. Ein Ungenannter hat hierauf Salzungen, empfiehlt sich fühlenden Menschenden Hrn. v. Laclos zu wiederlegen gefucbr, indem er be- fteunden. Für sie sind einsweilen in Maklors Lomp- haupter, den Angrif erfinden, zeigte ja schöpferischen roir zu Karlsruhe ringegangrn. — i fl. 36 kr. Geist hinlänglich. Nicht Vauban, sondern Louvois Ferner. — — — — r fl. 45 kr. -lVL« 1 'I 88 L»lLIs 1 ' 8 . Buchöwerlev. Die Durchlauchtigste Prin- 0. I. öffentlich Versteigern lassen. Die Liebhabe re zen Friedrich und Louis von Baden wollen Höchst- werden dahero eingeladen, sich auf gedachten Tag drro Weine zu Westhofen ohmveit Buchsweiler im Vormittags in Westhofen einzusilwen. Signatum Elsaß so in circa 1002 Ohm, theils Oberländer theilS Buchsweiler den I2ten Febr. 1787. ^ Westhofer 17803« und 1781g« Gewächs, bestehen, partikular Verrechnung, nebst sämtlichen in Eisen gebundnen Fässern, auch Zuflucht. L Häußrrn mit Kellern, auf Montag den 5ten Merz In Macklots Hofbuchhandlung in Karlsruhe ist Wied« ganz nen und in Menge zu haben. Jung (I. H.) Versuch einer Grundlehre sämmtlich« Kameralwissenschasten 8. Lautern 1779. l fl. ,4 kr. Laibels (G. D.) Dankpredigt Key Gelegenheit der Höchsterfreulichen Geburt zwey« Pfalzgrafen bey Rhein rc. 8. Mannheim 1736. ir kr. Lavarers (I. C.) Jesus Mesias, oder die Evangelien und die Apostelgeschichte ztr. und 4t«. Band gr. 8. 1785. 3 fl. 12 kr. — — Lolchen oder Romane vieler Romane » Theile 8. Wien 1784. r fl. 30 kr. — — sämtliche kleinere prosaische Schriften 2«. und ztr. Band gr. 8. Winterthur 1784. 2 fl. 45 kr. Leben Geschichte (merckwürdige) dreyer Betrüger 8. Frankfurt und Leipzig 1773. 24 kr. Leben Florentius v. Fahlendorn 3 Theile 8. Mannheim 1731. i fl. 32 kr. Leben Emilie Sommer, eine Geschichte in Briefen 4 Theile 8- Leipzig 1783. 4 fl. — — Gesch chte Gottfried Walthers eines Tischlers, 2 Theile von I. M. Miller 8. Ulm 1786. i fl. 15 kr. Leben Amalia Weiferin ites Buch 8. Heidelberg 1784. 30 kr. Leders (F.) Verlesungen über die Vergliederungsknnst gr. 8- Wien 1776. Lüder (CH. F.) Jnnbegriff all« bey dem Strassen, bau vorgekommende Fällen mit Kupfern gr. 8. Frankfurt am Mayn 1779 z fl. Maders eJ) Sammlung Reichsgerkchtlich« Erkennt, nisse in Reichsritterschastlichen Angelegenheiten 17t« Baud 8. Frankfurt und Leipzig 1786. r Mendelsohns (Moses) Phädoy oder über die Unsterb. lichkeit der Seele 8. Berlin und Stettin 1776. i fl. 15 kr. Meyers (I. R. de I.) Wechsel und Waarenhand. lung gr. 4. Hanau 1782. z fl. zo kr. Mumelrer Versuch ein« Reichsgeschichte in kleinem it« Baud gr. 8. Wie» 178b. 2 fl. 30 kr. Mt/rcaLe» Archiv der auserlesensten Musicalien zteS dis yteS und rotes Stück Folio Spei« 2 fl. 48 kr. Auch sind die ersten Stücke davon noch zu haben. — — Zecü tre Husrtetti per k'Iauto, Violivo Viola e Lafto Ar. k'olio 8pira 1786. i ft. 30 Irr. Musikalien Blumenlese für Klavierliebhaber gr. Folio 1787. 7 fl. — — F'/er/e/ ( 7 .) trois 8impbonies a 6eus Violcmr, äeus Obois, cors, ^cte et Laft'e Ar. kolio 1 / 86 . Z ft. Zü Irr. Muthmassungen in Betreff der Originalberichte 8. Frankfurt am Mayn 1783. 2 fl. 15 kr. pallint (F. I.) der geschickte Kinderlehr« 8. Münster und Ojnabrück 178Z. 8 kr. Pfeiffer (Chr. L.) die römische Königswahl 8 . 1787. 20 kr. Pferdebücher Jung (Dr.) Lehrbuch der Vieharzney, künde 2 Theile gr.' 8> Heidelberg 1787. 2 fl. 24 kr. ploucquet ( D.) vertrauliche Erzählung einer Schweiz«eise im Jahr 1736. 8. Tübingen 1787, 40 kr. Purmann (I. G.) biblische Erzählungen aus dem alten und neuen Testament 8. Frankfurt am Mayn 1786. i fl.