Nro. iio. Pag. ki?. Karlsruher Mittwochs l 7 SMS Es s. Zeitung. den r- September: 8 7. Mt SochfLrftN» . Markgräfitck . Labischery gnädigstem pri-ilegio. -- l l I H M II WWWIWIWMMWWM Ipi'N, vom 2 y 2lug. Kaum ist die gütliche Uebcreinkunst zwischen Sr. Majestät dem Kayftr und seinen niederländischen Ständen zur Reife gediehen: so wird hier schon wieder überall der baiersche Ländertansch aufgetischt, wo- i mit diesmal auch der König von Prcusscn und der ' Herzog von Zweidrückcn einverstanden ftyn sollen. Allein denkende Personen sind zu sehr von der Nichtigkeit dieses Gerüchts überzeugt, als daß sie demselben den mindesten Glauben beüncssen sollen und man führt solches nur aus der Absicht hier an , damit sich i auswärtige nicht abermal dadurch irre machen lassen. ^ Der Könjgl. Französische Bvthschaster war vorgestern mit dem Fürsten Staatskanzlcr abermal in Konferenz mid soll wiederholt darauf augedrungcn haben, daß der ... K Hof Kraft seiner Allianz sich des Interesse des scmiqcn wider die Skatthalterische Partcy anneh- men möchte. Sicher ist es, daß durch solchen Bcy- das Gewicht in der politischen Wagschaale ent- sche:c et.d auf der französischen Seile seyn und die österreichischen Niederlande dafür wahrscheinlich die Scheldcfteihcit davon tragen würden; allein auf der andern Seite erwägt man hier, daß dieser Beytritt das Kriegsftuer auch sicher allgemein machen und entsetzliche Summen koste» würde: auS dieser Hinsicht ^ ist und bieibt cs ausgemacht, daß der hiesige Hof sich j in die holländischen Striltigkeiten nie mischen und cs ! ihn: vreim.hr »ach hergestellter Ruhe in seinen Nieder- > landen, daran liegen werde, aus den gegenwärtigen I Unruhen durch Erhaltung vieler neuer und reicher ! Unterthancn alle diejenigen Vorihcile zu ziehen, die ! ein gutes politisches Benehmen mit Grund erwaxle» laßt. Dieser Betrachtung haben es auch die Stästtze der österreichischen Niederlande meistens zu verdanken, daß Se. Majestät in so vielen Punkten ihrem Starrsinn nachgegeden und dre Besorgnisse des Volks je eher je lieber zu stillen besorgt waren. Berlin, vom i Sepr. Se. Majestät, der König, sind am aasten August, Nachmittags, in allerhöchstem Wohl aus Reiste zu Breslau angelangt. Dem Anschein nach, werden unsre Truppen an der holländis. Gränze wohl diesen Herbst noch in Thätigkeit gesezr werden. Man ve» spricht sich durchgängig von dem Kommando des regle, rendcn Herzogs von Brannschwcig einen glücklichen Erfolg, zumal, da Sc. Hochfnrstl. Durchl. als Held und Menschenfreund zugleich bekannt sind. Brüssel, vom r 8ept. Se. Majestät der Kayftr haben durch den Herr« Grafen von Murray in einem Schreiben dem Mili- tair zu Brüssel eine Solderhöhung wie auch Höchst» dcro Zufriedenheit über der Soldateske bezeigten Dienstesscr für Se. Majestät ankündigcn lassen. Der Herr Graf ließ alle Ofsicierö des CorpS Freywilligrr», die vormals unter den Truppen Sr. Majestät gedient hatten, zu sich kommen und erklärte ihnen, daß sie nach ihrem, bey ihrer Abdankung gethaneu Eide, nicht mehr dienen könnten: Eie sollten deswegen auch dft Volontairumform ablegen, wenn sie nicht als Rebellen gegen den Souverain angesehen seyn wollten. Diesen Befehl haben sie sogleich befolgt. Indessen iß die. Gährung noch immer stark. Regensburg, vom Z Sept. Am rasten Aug. z Mimiken vor ^ Uhr frühe, ist ä —S - ( 52s allhicr sowohl/ als in München und Augsburg ein Erdbeben verspürt wurde»/ welches man in am ern benachbarten Orten noch viel jiürter empfunden hat. Zu Laudshul war der Erdstoß so heftig/ daß die Fenster erschüttert / die Leute in ihren Bette» gewiegt und mehrere aus dem tiefsten Schlaf erweckt werde». In. der kürfürstst Kollrgiatkirche wurden durch die Stärke der Erschütterung die Orgelpfeifen aus ihren Standorten gewälzt und die rntftzliche Masse des berühmten Thurms dergestalt hin und her geschleudert/ daß die Fruerwächlcr, ganz ihrer Sinnen beraubt/ nicht mehr im Stand waren s die Sinns 1 Uhr zu blasen. Die Bergbewohner hörten cm so erstaunlich unterirrdisches Gerassel/ daß ihnen die ganze Stadt zu Grund zu gehen schien. Vorzüglich verdient. erinnert zu werden/ daß die Vögel in ehren Käfigen vor/ während und nach dem Erdbeben durch ei» auseror- dentlichcs Herumflattcrn viele Personen von dem Schlaf erweckt und aufmerkfam gemacht haben. Die Hunde und Kazen scharrten mit ihren Pfoten die Erde und heulten erbärmlich. Die Erderschütterung berührte nicht -edes Haus/ sondern wie ein Bliz die Lust in Krümmungen dmchschneidek, wurde die Stadt auch hie und da von den Erdstößen berührt. Der Himmel war währender Erschütterung gewölkig; doch zeigte sich der Mond hell und um 2 Uhr fiel ein starker Regen. Dieses Erdbeben empfand man sogar zu Zürch, Basel und an andern Orten in der Schweiz. In München bemerkte ein Naturforscher, dass etliche in einem Glas aufbewahrtc Blutige! in konvulsiv!, schen Bewegungen das Wasser durchkreuzten, wie sie es vor Ankunft eines Donnenvetters zu thnn pflegen. Nach dem Erdbeben lagen sie wie todt zusammen- gerollt auf dem Boden des Eefäfts. ' Aus 8ranken, vom z Sept. Auf den roten dieses wird sich das fränkische Marschkommissariat zu Nürnberg versammeln. Man spricht izt, oder träumt vielmehr ganz besonders für sicher, es wäre die Entwicklung unerwarteter Ereignisse nahe und man giedt für Möglichkeiten, ja sogar für Wahrscheinlichkeiten aus, was man noch vor kurzem politische Unmöglichkeiten httlr. Wien, vom 4 Sept. Durch einen zweyten erst gestern hier angelangten Eilboten ist es nun keinem Zweifel mehr unterworfen, daß die Pforte Rußland den lüten vorigen Monats förmlich den Krieg angekündigt und den Russischen Gesandten Herrn von Bulgakow in die sieben Thür- me gebracht habe. Unbegreiflich ist cs, wie die Pforte diesen Schritt nur wagen konnte- da sie sich bey der genauen Verbindung der bcyden Kayserhvfe zuvcr- ) , ------- lästg den übelsten Folgen ausfetzen müßte, allein der Krone Frankreich soll cS gelungen feyn, zwischen die. ftn beedcn Mächten einigen Kaltsiim zu erregen. Itzt -nässen die K. K. Truppen die Gränze nach der Tür, key zu, ga7z genau lefctzcn und die nach den Nie- dcrlünden «»sanglich bestimmt gcwefacn Warasdiener Crösten, welche schon am iztcn v. M. bis Klagen, furt gekommen waren, unverzüglich zurückkehren. Brüssel, vom 4 Gcpr. Gestern hat der Generalstatthalter Graf von Mur, ray, au de.r Herrn van Assche, welcher die Stelle des Kanzlers von Brabant vertritt, folgende Note er» lassen: -Da die Verordnung, welche dev Rath von Bra. baut wegen Abstellung, der Kokarden, Uniformen und andrer auszeichncnden Mcrkmahlen dieser Art erhalten .hat, »ach nicht abgekündigt worden ist, so kann ich nicht umhin, ihnen, zu erklären, wie sie das Ihrige dazu beylragcn mögen, damit gesagte Verordnung, welche keiner Schwierigkeit ausgesttzl feyn kann, un, verzüglich abgekündigt, werde. Immittels geht mein Verlangen dahin, daß der Rath von Brabant, seine Beamte, überhaupt aber all diejenigen, welche von demselbm abhangen, ohne weiters aufhörcn, die Kokarden und alle übrige in der Verordnung verbotne Zeichen zu tragen. „ Der Rach von Brabant hat hierauf »Ulen Gliedern dieses Gerichtshofs befohlen, die Kokarden abzulcgen; allein, wegen der Abkündigung gesagter Verordnung ist noch nichts beschlossen worden. Auch haben hvchgcdachrer Herr General- frattyalcer den Ständen von Brabanc am Zisten Aug. schriftlich erklärt: „Da die Stände von dcmieuigeu scheu benachrichtigt wären, was Se. Majestät bep Gelegenheit der verweigerten Einwilligung m die fortgesetzte Hebung der für gegenwärtiges Jahr anveriai glcn Auflagen an Tag gelegt hätten, so zweifelte« Sie nicht, wie die Stände durch die schleunige Bewilligung gesagter Auflagen Hochdieselde in Staub fetzen würden, Sr. Maj. die Zeugnisse von ihrer Ergebenheit für Dero Mcrdurchlanchtigste Person darzubringcn.« Hierauf antworteten die Stände am folgenden Tag, -dm osten Sept. «wie six deshalb keine übereilte Entschließung fassen dürften, weil die Nation sonst glauben könnte, daß man ihre Rechte und Landesverfassung völlig in Vergcß gestellt habe, woraus dann für den Dienst des Sonverains und ferne getreue Unterthanen mehr Schaden als Nutzen entspringen würde.« Die Stände suchen durch derlei) Ausflüchte Zeit zu gewinnen, um die eigentliche Antwort bis zur Ankunft ihrer Deputirtc», die gegen den. yten oder roten dieses erwartet wird, zu verzö- < Z2r ) gern. > Man steht nun auch «in Schreiben an die Stände von Flandern von ihren Deputaten zu Wien dd: rasten Aug. dessen Inhalt mit jenem der brabän- tischen Deputaten vom nämlichen Dato fast gleichlautend ist. Nur merken die flandernschcn noch an, wie Sie vernommen hätten, daß sie sich wegen Bcybehal- tung ihrer Landesverfassung und Frcyheiten versichert halten könnten, sobald Se." Majestät nur in Erfahrung bringen würden , daß Ihre Befehle an das Generalgouvernement pünktlich waren vollzogen worden; daß man rn Wien die Wicdereinrichtung der aufgehobnen Klöster für unmöglich ansehe, daß die bischöflichen Scininarien iw ihrem alten Stand verbleiben dürsten, obgleich der Käufer in der »veilen Audienz ein starkes Verlangen für die Beybehaltung der Gcneralstmi- naricn an Tag gelegt habe und endlich, daß Herr Stöger nach Wien zurück berufen sey. Lippstadt, vorn 4 Sept. .. Wenn englische-Blätter Glauben verdienen, so enthält das prcusifche Ultimatum an die Staaten von Holland folgende Punkte, r) Die Staaten von Holland rufen die Hilfsbürgcr aus Utrecht zuruck. 2) Die Streitigkeiten daselbst werben der zu befolgenden Entscheidung der Vermittler überlassen, welche eine Kommißion dahin senden, z) Die Provinz Holland nö- lhigt die andern nicht zu einer Veränderung der Regierungsverordnungen. 4) Die Staaten wiederrufen die Absetzung des Prinzen von Oranien und bsttcn. 6) die Prinzcßinn wider nach dem Haag zu kommen. 7) Zwcen Abgeordnete, welche die Kenerralstaaten vorltcllcn, haben beym Kongreß als Vermittler Sitz. 8) Die Vermittlung aller Mächte, die sich dazu erboten, wird angenommen, y) Die Repräsentanten der Vermittler versammeln sich innerhalb 6 Wochen in Utrecht, oder Amcrsfort und vor der Zeit sind im Umkreis von 7 Meilen um den Ort des Kongresses keine Truppen, io) Die Schiedsrichter garanriren den Vergleich auf ewig, n) Die Provinz Holland gicbt auf dieses Ultimatum in 74 Tagen Antwort. .12) Vor diesem Kongreß werden alle Klagen angebracht und Mißbräuche, abgestellt. Man wird z Mo- valhc spätestens nach her ersten Sitzung den Vergleich unterzeichnen. Dieses Ultimatum soll auch den Gene- ralstaatcn und den im Haag befindlichen Gesandten fremder Mächte mitgcthcilt worden styn. Utrecht, vom 4 Sept. Es kann seyn, daß die Staaten von Holkand sich, jedoch ohne Nachthcil ihres Ansehens und ihrer Würde, endlich entschliefen, der Prinzcßinn von Oranien ihre Entschuldigungen zu machen wegen der Nothwen- digkcit, w! - sie sich versetzt sahen, Ihre Kbnigl. Hoheit an Ihrer weitern Fortrerse nach dem Haag zu verhindern, '-mit beygcfügttr Erklärung, daß sie aufrichtig bedauerten, daß solche Umstände cingelreten wären, die hierzu Anlaß gegeben Härten. Dieses ist vielleicht ein Mittel, den Weg zu einer erwünschten Aussöhnung zu eröffnen. In Ansehung des Königs von Preussen, der nichts als eine Gmngthmmg wegen einer vermeintlichen Beleidigung seiner Prinzeßinn Schwester foderii kann, dürfen die Staaten von Holland sich wohl so etwas gefallen lassen , so fern nur ihre Ehre nicht darunter leidet. Das allgemeine Gerücht verbreitet sich immer mehr, daß die Gestrinun-- gen des Französische Hofs sich völlig geändert hätten und. der König cs bcy der. gegenwärtigen Lage smör eignen RcichSangelegcnheiten ganz uMcnlich fände ? wegen unbedeutender Formalitäten einen verderblichen- Krieg anzufangen. Dieses Gerücht hat sehr viel- Wahrscheinlichkeit. Denn zu Versailles wird mar? in der Thal denken, es sey besser, einen bescheidnen* Schritt zu thun, um den König von Preussen wegen' seiner unverlangten Genuglhuung zu befriedigen, als' aus übel angebrachter Widersetzung ganz Europa in Feuer und Flammen zu setzen. Die Armee des Prinzen scheint Anstalten zu einer Belagerung unss rer Stadt zu machen. Geschieht dieses wirklich: so wird cs schwer halten, jemals einen Vergleich in Güte zu Stand zu bringem Rheinberg, vom Z Sept. ^ Am Sonntag, den Lten dieses, marschirten hie? 2 Eskadrons Ebenscher Husaren, unter Anführung eines Majors, hierdurch; ftzten ihren Marsch nach Winnenthal und Veen fort und begaben sich des andern Morgens »ach Grith, allwo sie so lange kantoni? rcn werden, bis alle Truppen Befehl erhalten, nach der holländischen Gränze anzurücken. Sie waren von Mcydmch und Beck aufgcbrochen und über Duisburg und Hochsiraß hier angckommen. Heute, Morgens, ist die Feldapothck von Essen auf Wesel abgcgangen und darauf das Dragonerregimcnt von Lottum in crsirer Stadt eingerückt, welches morgen über Dinslaken nach Kalkar und Kleve abgeht und ebenfalls in der dasigen Gegend so lange kantonirr, bis ihm der Befehl zugeht, nach der holländischen Gränze vorzurücken. Ucber 202 Zimmerleute sind heute in Wesel von den umliegende» Oertern einge,- troffcn, welche aus allen Kräften an einer liegenden Brücke arbeiten müssen. Aus dem Riedis, vom 5 Sept. Die hichin beorderten Infanterieregimcnter liegen schon alle über 8 Tage in ihren Kanlonirungsquartie, rcn. Auch kamen vorgestern die zwo Kompagnien l ZL2 ) Jäger in ihrem Kcmtomrungsquartier zu Griethausen an und heule, Abends, erwartet man^ic schwere Artillerie zu Wesel; morgen aber werden die Artilleristen im Amt Büderich, Gniderich und Wallach cinquarlirl werden. Die beiden schweren Kavallerieregimenter von Kalkreuth und von Rohr sind ebenfalls schon in ihren Kantonirungsquarticren angclangt. Vorgestern zogen z Eskadrons Husaren durch Rees und zwey durch Zanten, welche letztere Abends zu Matcrborn, unweit Kleve, eintrafrn. Das Dragoncrregimcnt von Holtum trist morgen zu Haffen und Mehr iu ihrem Lantonirungsquartiere rin. Warn die 5 Eskadrons Husaren von G»lz in hiesigem Hcrzogthum entkommen werden, weis man noch nicht. Das ganze Korps d'Armec muß sich in solchem Stand halten, daß es ffch in 12 Stunden Zeit in Marsch setzen kann, weshalb sämmtliche Wagen gepackt stehen. Am /ten -kömmt das ganze Hauptquartier von Wesel nach Klc- »e und man glaubt allgemein, daß am §teu alles «ufbrcchen werde. Verfolg von Eleve, vorn 5 Sept. Vorgestern kamen zivey Schwadronen Ebcnschc Husaren hier an und gestern rückten selbige gegen das Rhcmlifcr vor, um daselbst bis auf weitern Befehl zu kar.tvniren. Es werden nächstens noch z Schwadronen von eben diesem Regimenter Nachfolgen. Seufzen muß man über die ausserordentlichen Bewegungen, die eine Faction veranlaßt, welche sich den schönen Namen die vaterländische beilegt. Der Endzweck un- sers Monarchen ist, eine unter sich entzweite Nation wieder zu vereinigen und zu Frieden zu stellen; dieses ist der erste Krieg, womit Friedrich Wilhelm seine grose Laufbahn eröffnet. Em Krieg von dieser Art muß seine Regierung mit Ruhm bedecken. Aus Emmerick, vom 5 Sept. Wir haben dermalen zwischen z bis 4002 Mann hier liegen. Die erste Schwadron der ebenschcn Husaren ist vorgestern hier durch gezogen und auf den umliegenden Dörfern einquartirt worden. Auf allen Seilen sicht cs kricgrisch aus : die meisten denken hier sehr gut oranisch und das Frauenzimmer trägt hier so gar bas Medaillon des Prinzen Statthalters in einem vramenfarbnen Band vor der BE. Diese Woche werden noch 148 Stück schwere Kanonen erwartet, die man doch gewis zum Spas nicht mit so grvftn Kosten hierher führen läßt. Indessen ist der eigentliche Zeilpunct, wann die Armee aufbrechen und in fremdes Gebiet einrückd wird, noch nicht bekannt. Niederrhein, vom 7 Scpr. Es fällt schwer über Frieden, öder Krieg etwas gewisses zu bestimmen. Ausser den tapfern Kriegern Friedrich Wilhelms, die sich zu Tausenden herandräv- gen , um die übermüthigen Bataver zu bcmüthigen, rüsten sich auch der Guclphcn brave Kinder und der Cattcn starke Nachkömmlinge, wenns nöthig ist, zur nämlichen Absicht. Graf Montmorin soll nichts gutes von der deutschen Polikick gewittert und bcrohalben dem Erzbischof von Touloule mit Freuden Platz gemacht haben. Das Kabinet zu Versailles soll überhaupt sehr in Verlegenheit seyn und cs deswegen ein, zufädclu gesucht haben, daß die Pforte Rußland den Krieg ankündigen möge und daß dieses wirklich geschehen ftp, erzählt man sich zu Wien auf allen Strafen. Lieutenant Ammon sollte neulich einen Brief vom Herzog von Braunschweig dem König von Prcuss sen nach Schlesien Überbringer;, worinn der Feldherr noch nm 22222 Mann bittet, die er sobald als möglich, auf der Gränze brauchen möchte. ^VLKDI88LL!L8'!'8. Es ff»d in der Nacht vom szten auf den 26ten August 1787. auf weiland Hr. Johann Michael Schwing, des geweßlen Bleichers nachgelassener Wittib zuständiger - in der Ruprech'sau -ev Straßburg gelegnen Bleiche zwanzig Stück sheils halbgebleichte, theils aber anuoch ungebleichce Tücher entwendet worden; Sollte nun sich jemand Huden, der-einige Kundschaft davon geben oder sonsten sichere und gewisse Anzeige von einem oder mehreren solcher entwendeten SlückerTuch machen könnte, ist hiermit ersucht, obgedachter Schwingschen Frau LLiltib oder Hr. Saume! Füffinger, Burgern und Stadtteilern zu gedachtem Straßdurg cs zu hinter- brmgcn, wird vcrlMnißmäsige Belohnung dafür zu gewarren haben. BN'Eenfeld. Der vor einigen Jahren bös. lich ausgetretene Grenadier Michael Strehler von der Burg Birckcnfcld gebürtig, wird in Gefolge Hoch- fürstl. Rcgicnmgsbcfchls unter Anberaumung eines vierteljährigen peremtorischcn Termins öffentlich vorgeladen , sich binnen dieser Frist vor bahiesigem Oberamt zu stellen, seines Austritswege» zu Veraniwor, tcn, oder der Consiscation seines Vermögens, der Landsverweisnng und schlagung seines Namens an den Galgen sich zu gewärtigen. Birckenfeld den 8ten August 7787. Hschfürsil. Markgräfl. Bad. Oberarm all-a.