Mo. 27. Karlsruhe Freitags den Mit Hschfürftllch » Markgräffich . Frankreich. Nationalversammlung der zweyttn Legislatur. Sizzung, vom 2Z. Dec. Meisten- Reden und Zwist«, über die Gesellschaften derCenstiiulionsfreunde» welch ledere aber durch derStim» men Mehrheit flegten.Jn der 24»nd 25 Sizzung wurde das Dekret wegen dem Ausfuhrverbot aller roher Na» lurprooukte zum zwcytcnmal verlesen und als dasselbe vielen Widerspruch fand, noch zum drittenmal gelesen -u werde» verlangt wurde, erklärte der Stimmenmehr, heit: cm Zollerhöhungsdckret, bedürft keiner Sanctio- nirunq, sey dringend, um den Frankreich drückenden liebeln, welche durch den Mangel dieser ersten Naturprodukte entstünden, vorzubcugcn und so gab sie folgendes Dekret: Alle unverarbeitete Baumwolle, aus den Kolonien so» wohl, als alle gesponnene oder ungesponnene Wolle, roher oder zudereiteter Hans, grünes undcreiletcs Leder, Gummi vvu Senegal und Abfall von Häuten und Pergamenten, darf, vorläufig weder zu Wasser, noch zuLand aus demKönigreich ausgeführt und dicjcsDekcet, soll auch »och heute dem König zurSanckion vorgclegt wer, den.Der Kriegswinister Her, Nm könne, las rinenBrirf vom Depactementsdircktorio des Niederrheins, unter» schrieben vvnMarschallHcrrnLuckner,auch denHerrnBrog» iieMdLaienee, dkydeFcldmar'challs,welcher vielcBefchwer» den undKlagen der Officiers über den Verlust enthielt, welchen dieselbe au dm Assignaten leiben und länger nicht tragen könnten, bittet, besagte Officirrs zu entschädigen und sich zugleich dcrFinanzen thätiger anzunehmen, auch widerlegte derselbe verschieb«« gegen ihn angebrachte Klagen und crwicß deren Ungrund, zugleich zeigte besagter Knegsmmister noch an, Marschall Lucknrr irymPa» ri« eingeiroffen und bat fürihnErlaubnißaus. sich morgen vor de» Schranke» einfinben zu dürfen, um der Nationalversammlung seine -Ergebenheit sowohl, als Erkenntlichkeit wegen der Würde, mit welchtt derselbe erst neulich lbechrt würden, bezeugen zu können; bereitwillig wurde -dieses Verlangen ausgenommen und zu ge standen; morgen wird demnach die Nationalversammlung Vie.s« ldeasea Krügeft aus welche» VaUMM «vd Pag. izs. r Zeitung. A. M e r z 17 9 r. »abischem -näbigsten Privilegio. Freiheit ihre Hoffnungen stützen, empfangen. Hierauf erschien Herr Pcthion Maire von Paris, am der neuen Municipalität Spitze und hielt eine Sieben voll vom wärmsten Patriotismus. Sodann dran-, man mächtig darauf, dem Unwcrth der Assignate, da rS ohnehin nicht schwer sey, abzuhelfen und ein-- Mitglied versprach, Mittel hierzu vorzuschlagen und er-« klärte, die Staatskaße sey in so vortrefflichem Stands daß in ganz Europa keine Kaße beßer mit baarcmGeld versehe« wäre (72 Millionen sollen darinn vorräthig^ seyn.) auch sey weit weniger baarcs Geld aus dein' Königreich gegangen, als man bisher, jedoch irrig, geglaubt habe; in brr Kaffe des ausserordentlichen, seyen, behauptete ein andres Mitglied no^ Milli».' neu vorrälhig, Dekrelirte zum Slusgcben jedoch noch nicht fertige Asignatc ungerechnet und da letzter wie-" der auf ihren Werth setzen zu können, Hoffnung vorhanden se«, so dekrelirte die Nationalversammlung, daß täglich die Fmanzangelcgenheitcn fortgesetzt und zugleich, daß Haussuchung, wegen Asignalcn - Verfälschung vorgenvmmcn , alle übrige laufende Angelegenheiten aderindenAbend sizzungenabgehanbeit werde» sollten. Varis, vom 2Z 8ebr. Die Märschätle , Herren Luckncr undRochambeau auch General Herr Lafayetle, haben mir dem Kriegs» mmisicr Herr Nardsnue Conftrenzen gehalten. Srrasburg, vom i Merz. Unser Marschau Luckner wird heute oder morgen, wieder in hiesiger Stadt, von Paris zurück erwartet. Madrit, vom zo Jan. Die Gesinnungen des spanischen Hofs gegen Frank, reich scheinen sich zu ändern und günstiger zu werden. Eine sran.!»si,chr Kriegssrezattr hat neulich Erlaub, niß erhalten, in den Hoven zu Cadix sich zu begebe« und da sich mit spanischem Geld zum Handel in Asien zu versehen. Die Bemannung wird nun auch zu Land gehen und dir französische Nationalkvkarde tragen dürfen, so sehr man sich der ftanzösischenRevolutio« wegen dagegen gesträubt hatte.Der neu« Finanzmimster Har- doqui wird wegen femer Rechtschaffenheit und Thätrg- M «VMM »nchrt. ( l4o ) polnische Gränze, vom 8 8elr. AuS Constantinopel wird gemeldet , der Sultan habe befohlen » auf den Joftln des Archipelagus sollten keine Vicekonfulcn ftyn, welche türkische Unter, lhanen sind; ferner , alle Kinder, die von griechi. scheu und armenischen Weibern gcbphren werden, fol. len, falls derValcr auch einEurcpäer.isi, türkische Un- , rerlhanen scyn Warschau, vom 8. Zebr. Es bestätigt sich, daß der Kurftnsi von Sachsen keine bestimmte Antwort, in Betreff der Annahme der polnischen Krone geben werde, biß nicht dic-nä. Here Erklärung.der Höfe von Petersburg, Wien und Berlin über diele Angelegenheiten erfolgt ist. Aus der Ukraine sind- Nachrichten ciiigelauftn, daß unter den russischen Truppen an der polnischen Grenze große Bewegungen verspürt werden. ..Man ist hier darüber in Verlegenheit, so daß der Gcosftldherr .Braniky Auftrag erhalten hat, einen Kampagneplan-zur Mo, Pilmgchuug der Armee zu formirdti. ! Stockholm, xom to Fkbr. ,Dic Danksagungsredcn, .welche die -Sprecher des Priester.« Bürger - und Bauernstands den 27lenIan. nach der Königl. Eröffnung des Reichstags gehalten haben, sind nun auch durch den Druck bekannt .gewacht. Sie erwähnen der kummervollen . Umstände, unter welchen her vorige Reichstag 1789. eröffnet worden,.da,an beiden Gränzcn des ReichsdaSKriegs- ftuer wuchere; dessen ohngeachccl^dcr nun durch des Königs Hcldenmnih ein ehrenvoller Friede errungen, des Reichs voriges Ansehen hergesteUt und dessen Sicherheit befestigt werden scy. Des Pricsterstands Sprecher berührte insonderheit des Königs.gross Fürsorge für des Kronprinzen Erziehung, wodurch er das Wohl der Nachkommenschaft bereite, die unter ei» nein würdigen Abkömmling Gustavs lll. und Sophien Magdalenens ihr Glück im voraus sähe. Diese Bemerkung ist ^ine gegründete Thatsache, da der Kronprinz in einer neuen Prüfung, welche der König vor den Gliedern der Stände mit ihm vornehmen lassen, alle Anwesende durch seine Forlschritee in den Wissenschaften in Erstaunen gefetzt hat. Der Sprecher desBauernstands sprach am kürzesten und kr«ftvollsten: Ew. Königl. Maiestäl sagte er,..haben -von Gott Dero Macht in einer glückliche Stunde empfangen und von derselben würdigen Gebrauch zur Aufnahme der Schwedischen Bauern gemacht. Im Frieden lehrten Ew. Majestät uns, wie gut cs.ftp, unter einem guten König zu leben und im Krieg wurden unsre Söhne von einem König angeführt, der für Sein Volk und Reich Leib und Blut wagte, dessen Regierung von rrnscrn Söhnen, denen.Er noch glücklichere Zeiten be, reitet,. mit Segen, erwähnt werden und kdirrs Wahlspruch beständig bleiben wird: Fürchte ,G»N .ehre den-König.« . Schreiben aus . Stockholm, vom 10. F-br. - Der-Reichssaal, 'welchen man zu Geste, nach des Königs gnädigem Dessein und auf Seinen Bssehl aufgefüsrt har, ist 86 Ellen lang, 2b Ellen breit uns ,Ty Ellen hoch bis an die Leiste. .Das ganze.Gebäude von Holz. .Del Saal hat.12 Fenster, deren.jedes Ellen hoch und 4 Ellen breit ist. Er ist mir einem Amphitheater Mnd.Balkons, ^auch Bänken für.r.400 Deksvnen -eingerichtet. .Der königiicke Dhron ° mit reiner Barriere, und gehörigen Planen erbau:. ,Bey dem grossen .Eingang des Sa-ts ein..Vorümyr^r, qncer über das Haus, welches 1^4 Ellen lang ist. Äm linken Ende ein bedeckter Weg, um direkte, in die , eeste Wohnung desAel-losses zu kom nen , dessen Boden ,I2 Ellen Höher, -als die obere Decke-des.Re-chst'aaks ist. sDicstr Salvn hat ein vortr.st^chcS Austhen: Die .Wände sind -chic dem schönitcn historischen Ge-belivs edes Königs bekleidet, die Barrieren und-Bänke re:-mit blauem Tuche überzogen, worauf sich Kronen'vtsinden und -der königl. Thron von blauem. Samn-el und mit reicher Bvrdirung versehen. Das ganze Gebäude ,ist innerhalb drey Wochen anfgeführl worden, ungeachtet 5 bisLage eine.ungewöhnliche Kchte und -Schneegestöber eingefallen. Als etwas -M-.'rkwl'rrdi» gcs ist anzlisiihrcn, daß alles, za diesem Gebäude'gebrauchte Holz in de» lezten Tagen vorigen .Jahrs noch auf de» S ämmen gestanden. -..Warschau, vom n Fe'r. Jtzl sagt man. unftrBcvollmächtigterGesan.terzuDres« den, FürstCzartonsky, werde gegen den 20. dieses von da hier eintreffen und. vielleicht das Resultat der Ant, wen der Höfe von Petersburg, Wien und Veclii,. über die polnische Thronfolge milbringen. Uck-ngenS werden hier vcrschiedne Bewegungen zur Mob,lach-., chung der Armee verspürt, dergleichen man auch in Gallizikn mahrnehmen will. ..Unser.politischer Missiv» -chair, der nach Jassy geschickt war, um unsre erlauch. ten AuSgcwanderlecen zu bekehren, ist unverrichteter Sache wieder zurück gekommen. Er rühmt die ihm vom Grafen Bcsborsdko, der die Höflichkeit selbst, ist, wiederfahrne höfliche Begegiiuimew ungemein. Man glaubt itzt, künfligenDienstag dürfte der wegen der zu halteuten Landtäge dir Eid auf kieConstitulion wohl nicht allgemein abgelegt werden; auch sollen viele wünschen, daß dir Krone bey des HauftS Sachsen Männlicher Linie .bleiben möge. Wien- vom 22 Zebr. Die bey der Kayserl. Königl. Armee Mich geweß, men steistktHalöditideli von Roßhaaren werden abgeschast c *41 ) M r-and statt kiesen b«y der Mannschaft bis zum Feld. >tti» wedel bequeme Flore, bey den Officiers Hingegen qe- - , falcue taftnc Bivben mit überschlagnen schmalen Hals, krägen eingefnhrt. Eben >so werken auch bey der >ch Mannschaft die langen Zöpfe abgcsckaft. Stakt der chl - üblich, geweßncn Fedcrbüsche erhält die Armee das jo, N) vgenannle grüne Fcl-zeichen. Ferner wird ein neues >ve .erftculiches Pensions-Normale für die Officrers giom les Oberlieutnant «inichließlich -den Adjudankcn-abwärls :m »erscheinen. 20 .-Rotterdam, vom ,ar r -Zebr« ut Ausser dem Anlehe» von 2 Millionen Wiener'Wäh, y -rung, welches zu Brüssel bey sec verwsitmeMi Frau >r, Nec.'iiie und Sohn, für den Kffoftrl. Kön.gl. Hof -fett m dem l. Jan. dieses Jahrs eröffnet ws.den, haben üe ^Se. Ma>. rin z-veytes Anlehm von 2 Millionen zu m Amsterdam bey H. Goll mndKompagnie und, ein dril- ils i tcS von 2 -und Million RcichSgulocn Hier in Nst, >re - tcrdam bey H. IohannOssy und Sohn zucröffnm ge, ns .ruht, welch letzlrcs eben so, wie die der,den erster:, stk -allem.Vcrmlirhcn .nach -den besten Erfolg Halen m lwirk. '.d Wien, vom'22 Zebr. de Sonnabend Abends ist ein Eilbote an den Kayserl. e- (Charge d'Affaircs in.Paris, Hrn. von Blumendarf ,d adgeschickt worden, von welchem man veemuthet, er st. awcrde dicAnlwvrl auf -die.letzte hiervon dem sranzösi- e- - schen Bochschgftcr-gcpsivzne Konferenz, die Entschä- :s i . dlgüag deutscher Fürsten betreffend-, welche Besitzun- : - gen nn Elsaß und Lothringen haben, (dahin übcrbrm- . >,gcu. Was dasAntwortschrciben enthalte, ist aus dem S. zu schließen, daß gleich darauf noch ferner 10,000 m -Manu zum marschfertigen -Stand beordert worben, t» Da nun wahrscheinlicher Weife -aus Den Unter« n ^ Handlungen des. Herrn von Marbois nichts werben ,S - wwd, so Heißt, es, werde er.sich bald von hier cniftr, f. :^ten. n ! Diesen Mittag hatte der türkische'Gesandte bey dem 0- ! -HerrnRejchshofvijckanzlcr Fürsten von Koüoredo ManL- j. , - selb, seine Audienz. Er fuhr in einem feierlichen Aus« :r ! - jug nach der Kayfcrl. Rcichshofskanzlcy. Der Ge» n sandte war in einem sogenannten Ust Kurki oder Cc- !, remvnicnpelz mit weiten Ermein von braunem Mohr ir - gekleidet und mit einem sogenannten Chorasani - Bund n bedeckt. In dem Aubtenzziiumer saßen Se. Hochs, jl Gnaden in einem prächtigen -Gallaklcid mit dem sehr le - reich bcillantirtcn goldncn V,icß beyangen, mit dem n Hut auf dem Haupt, wovon.die Hutschleffe und der Knopf, wie such dieSeiteuschnüre mit Brillanten de, setzt waren, auf eiiiw rochsammtnen Armfessel. Zur r- Rechten stunden vcrschicbne Kayferl. Könrzl. Kämmest -rer, zur Linken aber der Kayserl. wirkliche Hof. raih und Reichsrcferendair,-Freiherr von Horch, 'kM. umher aber-zahlreicher Adel. Sobaldder Abgesandte emgeireten war, machte .er eine ehrfurchtsvolle V r» beuaung; der Herr Reichshosv zckanzler stund vrm Sessel auf -und erwiederke id.esclbe mit Entdeckung dcS Haupts, ohne 'jedoch 'sich vomfPl tz zu Hewerrn und wie« dem H rru Gesandten -auf den gegenüber stehenden roth ammiuenLchnstffrl sich zu setzen, ließ sich .auch selbst wieder nieder. Hierauf fieng der Gesandte ftine Anroe au. welche also lautete: » Ich habe -die.Ehre als,Inkcrnur.tius drr grämenden Pforte au .den Kayserl. Hof mit emcm großhsrrlichm Schreiben, adgeschickt zu ftyn, in welchem sowohl die -Bersiche- .rung-dcr gegenseitigen BeobaNMng, Wes aus ewige .Zeilen, zwischen beiden Rachen gegenwärtig netierdmgck devcstigtcn heiffmnen und ewigen Friedens, als die Nachricht von.der wclrbeschützenden großherrlichcu Besitznehmung des chöchstbeglückten wttomamschen Zepters, . w,e auch die feierliche Glückwün'schung zu der Kaiser!. Seils erfolgten Befestigung des erhabnen Throns der Römischen Kaiftrswürde und Antretung der ungari- uschen und böhmischen Königreiche,-enthalte» und -aus- ged-eückl sind. .Ich schmeichle nur demnach mit der Hoffnung, solche durch Hochdcro Zukhun, 'baldigst in Perwn Sr. Majestät -überreichen -zu können. Da übrigens das Ohr meines Verstands schon, lang von dem-Ruf der angcbohrncn G'öße und rühmtichst bekannten hohen Ltgenfchaften Sr. Durch!, des Herrn Rcichsvizekanzlers, Fürsten von Kollo«do, voll ist und ich kemen sehnlichem Wunsch gehegt habe, als Hoch« demselben -durch irgend eine glückliche Veranlassung persönlch aufwarlen zu können, so gereicht es zu n:e-- uem ganz besonder» und innigsten Vergnügen, baß i nur die gegenwärtig aufgetragnc Kommission diese erwünschte Gelegenheit verschafft hat und ich bitte E. D. auch dabey überzeugt zu ftyss, daß ich mich von der mir -noch vor meiner Bekanntschaft bezeigten gütigen Achtung und Rücksicht nicht weiter durchdrungen als zur aufrichtigsten Frcurldjchafl und Ergebenheit -ge. gen Hochdieftlben wie hingerissen fühle. Se. Hoch, fücstl. Gnaden amwottcten hierauf: „ Ans des Herrn Gesandten Vortrag Hab' ich den Gegenstand dessen -feierlicher Abschickung an Se.Römifch.Ka.cheri.Maj inei- -neu allergnüdigstm Herrn, vernommen. D-e fceund- uachbarijche Bekanntmachung der Besitznehmung deS Otlomaaischcn Zepters, die Glückwunschung zu der Besteigung des Römisch - deullchm Kaffccktzrons und die Versicherung der heiligen Beobachtung des gmck-ich bestehenden Friedens, sind krey Gegenstände, weiche Sr. Nonufch-Kaisirl. Majestät m.-wem altergnacigsten Kaiser und Herr», ohne. Zweifel angenehm ftyn wer, den. Sicherlich nehmen Se. Kaiserl. Majestät Allen ( I4L 1 «Iderssichen dlnHeik an der glücklich geschehenen otto. manischen Zeptercrgreiftinq des Sulrans Semlin Hann Hoheit; so wie auch Merhöchstdicielde, dessen freundschaftlichen Glückwunsch zur Besteigung des Römisch- Deuschen Kaiserthrons mit Vergnügen vernehmen werden. Von Allerhöchst Ihrer friedscriigen Gestnnun- gen haben gewißlich Se. Römisch . Kaiser!. Majestät solche unleugbare Proben vor den Augen des gelammten Europa gegeben, daß nietnand zweifeln kann Se. Majestät in Allerhöchst Ihro Kaiscrlhum dies And jenseits der Alpen, werden sich wahr, hast angelegen scyn lassen, mit der hohen Pforte eichen beständigen Friede», eine gute Nachbarschaft und «in freundschaftliches Einverständniß smshin ,u unter, halten, eben so, wie lein solches itzt versichert wird. Ich mache mir daher ein wahres Vergnügen daraus, Allerhöchst Sr. Kaylerl. Majestät , meinem allergnä- Ligstcn Herrn, das gegenwärtige Verlangen des Hrn. Gesandten, um Erhaltung einer Kaysnl. Audienz vorzutragcn. Inzwischen freut es mich,, den Hrn. Gesandten nunmehr persönlich kennen zu lernen, welcher während seiner Anherreise und seines zeikherigcn hiesigen Aufenthalts sich in der Art gezeigt hat, daß derselbe, so wie wegen seinen sonst angerühmlen gu, len Eigenschaften eine besondre Achtung verdient. Sollt' ich zu dessen vergnügtem Aufenthalt daher etwas beytragen können, so wird dieses mir sehr lieb scyn.« Hierauf wurde dem Hrn. Gesandten allerhand Erfrischungen dargercicht und der Herr Neichshofvice. kanzlcr unterhielt stch noch mit ihm. Sodann gieng der türkische Zug wieder zurück. Brüstet, vom 14. 8ebr. Ausserdem Laß Grosbrittanien dem Abschluß des zwischen dem Kaiser und Holland projektirtcn Deftn- slv-Verrrags bisher Hindernisse gelegt hat, ist nun auch seit der nculichen Beschwerbensache wegen der bekannten Druckschrift eine Art von Kälte zwischen un- ferm Gouvernement und dem Haager Hof cingeircten. Der Erbstanhalter und seine Gcmahlinn sollen mit der von hieraus aus gesagte Beschwerden gegebnen Antwort nicht gar zufrieden gewesen ftyn. Und seitdem hat die Leidner Zeitung zu einem Lten Memoire Gelegenheit gegeben,, worinn das hiesige Gouvernement den Generalsiaaten zu erkennen giebt, » baß nicht alles Vcrlänmdung scy, was das bekannte Libell enthalte. Durch di« dem Memoire beyliegendrn Beweisstücke er« Weise sich, daß ein siche r H rr Mvttman, Rath derPrin. Zessin von Oramen, eine Summe von 102,000 fl. er. Hallen habe , um vorgeblich durch seinen Schutz den damals zu Breda mrdergefttzm, Kongreß und die in dssigen Gegenden in ein Korps d'Armee ziiftin'mcnge- BräbäiMr Aukgewemderlen von »eder Beu«- rubigung sicher zu stellen; dicke Summe befinde sich würklich in den Rechnungen der Stände von Brabant eingetragen und so wäre das Gouvernement unwider- svrechlich befugt, zu Last jenes Dieners des Stabthak. tcrischen Hofs eine Ersetzung ,u verlangen, falls man es n-cht von einer andern Seite tcr Würde des Souve. rains angemessener gehalten hätte, kiese Sache einzig der GerechtigkeitSlicbe der Prinjlssii»« von Oraniea anheimzustellen. vermischte Nachrichten. Aus einer für Kaufleute äusserst interessanten Schrift, die wohl bald übersezl werben wird: » reinen Gewinn zieht. Vor der Revolution erhielt Frankreich jährlich aus Westindien an Kaffee 7Z4000 Zentner; an Zucker 1,750,000 Zentner; an Baumwolle 90,000 Zentner. Der neue französische Gesandte bey den Schweizer Kantons, Hr. Barthclemy ist jn tcr Schweiz ange. kommen; allein Solothurn, als die gewöhnliche Rest, benz der französischen Gesandten, hat ihn nicht aufnch« men, noch ihm das Gesandtenhaus einräumen wolle». Er ist daher nach Zürch gegangen. Den 20. dieses ist ein Kaysrrl. KöniglEilbote durch München nach Poris gegangen, welchem den LZ. L französische Eilboten, gleichfalls von Wien kommend, dahin nachfvlgten. Rach der drünner Zeitung haben 6 Bataillons auS Mahren Ordre bekommen, sich nach dem Brcis- gau wirklich in Marsch zu setzen. Sie machen 68«r Köpfe aus. Jene im Jnnerösterrrichischrn haben nebst andern blos Befehl erhalten, sich in marschfer. eigen Stand zu setzen und die Beurlaubten einzube» rufen. In Frankreich, Grosbrittanien und Deutschland haben mehrere Gesellschaften undGcmeindcn den nach, ahmungswürdiqrn Er-tschluß gefaßt, bey der gegenwärtigen grossen Thcmung des Zuckers und Kaffees dafür «in andres ge,unteres Frühstück einzuführen. Man behauptet , in den österreichischen Staaten allein würden dadurch in Zeit von 10 Jahren 7s M-ilionen erspart und für die eignen Producktr de«, selben ocwounen, wofern sie tmGedrauH drö AMO undKasseeS «uMM,