Nro. 46. Pag. 24;. ssarlsruher Zeitung. Mittwochs den 17. April 1793. Mit äschfürstlich - Markgräflich « Badischem gnädigsten privttegio. Le ^ )vv^«'risvs »»-- > ! ! -- ^ Römisch . Devlsche» Reich. Raistrliches Hauplquarticr, Gpeier den' 8« April. Auf erhalme Nachricht: General Dümourier^habe die von der National-Convention zu dessen Gefangcnneh* mnng adgesanbte Kommissarien, selbst gefangen nehmen lassen und sie dem Feldmarschaü Primen von Sachsen. Kvtzurg nach Mons zugesandi, woselbst sie als Staats- s gefangne bkivahrl würden; ferner, besagter General Dumvuricr habe denn, vor der unter ihm stehenden ^ französische» Armee, den Dauphin, Ludwigs XVl. hin. s terlahven Sohn, unter dem Namen Ludwig XVH. j«m König von Frankreich ausrusen lassen; sei izt südsi, nachdem er vorher mit dem Feldmarschast Prin. ,rn von Sachsen,Koburg einen Waffenstillstand gttrof. frei, nach Paris IM Anmarsch: haben der, das Kai. srrliche Kriegsherr am Oberrhein kommandircvde General Graf von Wurmser sich entschlossen, mit dem , in der Festung Landau kvmmanbirenden französischen General G.llok sich zu unterredcn. Zu dem Ende > wurde heule Nachmittag 14 Uhr von hier aus nach ^ Obrrhpclstadl und von da, nnler Bedeckung einer Eskadron Leopold Hussqren, nach Damhrim geritten. Der ! komwandirevdr General Graf von Wurmser sandte ^ Hierauf denO'ristl>eulnant Grafen von Gollenberg, mit ! einem Tronipete-, znit dem Auftrag nach Landau ab, > dösigen Kommü'.tanlen auf eine Unterredung heraus - zu »suchci,. Nach dreimaligem Ruf erschien der Platz« i maior zu Pferd und nachdem er Aufruf und Wunsch vernommen halte, übcrbracht' er beide dem Komma», -unten und von demselben gleich di« Antwort: Erwerbe am tzveihof erscheinen. Der kommandircnde General Graf von Wmmskr riit also, unter Begleitung des Obristen von Waldcck, Fürsten von Hohenlohe; des französische» , bei dem Korps von Wurmser angestellten Generals Baron von Klingling; des bei Leoxold Huf« sa'-en stehenden ObrMeutnants Szentkceechzy; 'des KÜHLj-Wudanitcn Majors Gorrupp, denn Mrs, RerLR 0. >— rr LRivrioi zvvRR-r. deS kommandirenden Generals, Abjndanten Rittmeisters Ettinghausen» mit 6 Hussaren an erwehnren be» stimmten Freihof ab, bei welchem Er denn, mit dem Kom. Mandanten von Landau, welchen 8 französische Ofsi- cicrs begleileien, zu gleicher Zeit anlangte. Nachdem man sich einander hvflrchst empfangen hatte, enlsernlerr sich alle auf 6 Schritte und die Unterredung begann in Gegenwart des Fürsten von Hohenlohe und General Klinglings Kaiserlicher und einem OfsicierFranzö. sicher Seils zwichxn beiden kommandirenden Generäle». Genera! Graf von Wurmser stellte dem Kom. Mandanten von Landau,, in sehr bündigen Ausdrücken, dieser Unterredung Bewegursachen vor , nemliehr „ DaS r^-'er ihm stehende, mit dem Könsgl. Preußischen vcremigtt, unter dem Prinzen von Hohenlohe stehenden Korps, stehe, wst ihm wissdv.sinn würde, Stunde vor der Festung, welche'er kommandire,. in BrreUschaft, derselben Belagerung stündlich untcrnfh. men zu können; er bedaur« stuvrh! ttas Unglück dsr Stadt, als deren Bewohner, veranlassen zu müssen, wofern er die Suütt ihm nicht übermben würde, wer. um er ihn itzt ersuche; daß, da die Stadt, von fernem König, ihm nicht üsergeben worden, er dem Mod welches der Königs - Mord über Frankreichs Nation verhäng«, durch freundschafilichen Beitritt, so wie Genera! Dümourier bereits gellran habe, steuern können es von ihm nur abhange sich Verdienst und Ehre einer so ruhmvollen Handlung sich zuzueignen; daß ,ev seines neuen Königs Ludwigs XVII. s h erinnern, Ihm itzt jene Treue beweisen wolle welche, (wie allgemein bekannt wäre) er dem unschuldig ermockeeen vorherigen König, so lange Jahre hindurch, bewiesen habe ; daß er (der kommandirendr Generat Graf von Wurmser) ihn, den Kommandanten, die Stad! und alle, welche zur guten S«ühe sich schlage» würden, ans das beste behandeln, S?. allerhöchsten Karst, ii» che» Mstsial, sie alle, nach Verdienst, EwststM« c 246 z würde; daß er, in Weigerungs-Fall, wie er, (Kommandant) wohl cinfthc, mik Gewalt dazu gelangen könne « rc. — Der Kommandant von Landau, General Gillot, ausserte sich auf alle diese Gründe mir vielem Anstand und Bescheidenheit: Des Kaiserlichen — unter des Herrn Generals Grafen von Wurmsers Befehlen stehenden Ksrps Waffenmacht, sei ihm eben so wohl, als des Herrn Generals tapfrer, menschenfreundlicher und großer Karakker, hinlänglich bekannt; er (Kommandant) dedaure die Stadt der Gefahr so nahe ausgefttzt zu sehen; wäre diese Gefahr der Stadt nur durch deren Uebergabe abzuhalccn, so könn' er (der Kommandant) dieses nicht; denn da 'die Stabt sein Eigenthum nicht sei, sondern von der französischen Nation ihm nur anvertraut wäre, so könii' er sie , nur mit seines eignen Lebens Verlust, in fremde Hände kommen lassen; übergeben würd' er sie auf " keinen Fall; könne derHcrr General Graf von W»rm- fer sie nehmen, so sei sie denn in dessen Händen. Uebcr den Königsmord lies sich vieles sagen, er wolle aber hicrinne alles auf sich beruhen lassen. General Dü- msuricrs Beitritt Hab' er, in öffentlichen Blättern zwar gelesen, denselben aber bisher noch bezweifelt, wär' er auch in der Wahrheit gegründet, so käm' eS nur der französischen Nation, der er, als ein guter Franzos, allein diene, zu, darüber zu urtheilen ; er zweifle übrigens keinen Augenblick an des Herrn Ge- nerals edler Behandlung, könne aber von derselben keinen Gebrauch machen; Ehrlicher Mann sei er immer gewesen und hätte der Herr General unter dem unter seinen Befehlen stehenden Korps dMmee französische Ausgewanderte, so würd' Er von denselben erfahrt» können, daß er Wahrheit zu sprechen von jeher gewohnt sei " rc. Nach dieser, durch viele Zwischen - Reden verlängerten Unterredung, bat der Kommandant von Landau, General GlLoi, den General Grafen von Wurmser, Ihm seine mitgekommne Ossi- cicrs vorstellen zu dürfen. Alle kamen demnach, nut entblößten Häuptern, zusammen; der Kommandant bqt den General Grafen von Wurmser um Erlaubnis sich bedecken zu dürffen, wonach er denn allen feinen Officicrs des Generals Grafen von Wurmsers verlangen , denselben die Stadt zu übergeben, «öffnete; er wiederholte zugleich die dem General Grafen von Wurmser hierauf gegebne Antwort mit der vorigen Bescheidenheit, wobei zugleich noch manches gcfcherzt und endlich wieder zurück geritten wurde; beim Zurük. Ritt rief einer der Franzosen noch nach: L visu! votrs Lensra! ns lera pas Oumourier. (Gott befohlen! unser General wird 6in Dümourier feyn.) Wien, vom 9 April. Bei unsrem allerhöchsten Kaiserliche» Hof, wird Morgen des jüngst erwähnten kostbaren Bechers feierliche Ueberreichung e»i hiesige gesammte Bürgerschaft vor sich gehen. Nachdem des Kaisers Majestät den dreien Burgermeist.ru; der bürgerlichen Innungen Vorstehern und des bürgerlichen Regiments sämtlichen Officicrs, im großen Rittersaal, Audienz ertheilt ; den Becher übergeben und diese w einer Rede gedankt haben, werden sie, zusammen 242 Personen , in den Rcdoutcn-Säälcn an verschiednen Taftin speißen, auf beider Kaiserlicher Maiekäien und des ganzen Durchlauchtigsten Hohen Erzhaußcs Oesterreichs Wohl, aus besagtem Becher, trinken. — Noch immer gehen, überaus reichlich, freiwillige Kricgsbciträgr, überall her ein; Erzherzog Ferdinands König!. Hoheit haben hierzu ebenfalls ZQ tausend Gulden und dessen Frau Gemahlin», König!. Hoheit 10 tausend Gulden ringefandr. Ferner, haben des Kaisers Majestät einige ungarische Partikuliers ein Kapital von Ly tausend Gulden nicht nur anbicten, sondern als ein wirkliches Darlehn, mit der Aeusse- rung, wirklich überreichen lassen: Sie erbäten sich zwar dafür Landschaftliche Obligationen, wünschten, jedoch erst nach geendigtem Krieg , das Kapital mit 4 vom hundert, slrzinnßr zu erhallen; wahrend des Kriegs Dauer verlangten sie aber keine Zinnße. —» Als des Hofs Aeußcrung, ein Anlehn in Gold und Silber zu eröffnen, in hiesiger Hof-Zeitung kaum be. kannt gemacht war, geschahen sogleich, an das Kaiser!. Münz-Amt, beträchtliche Ablieferungen. Seit gestern wurden schon 7 taufend Mark cingeschmvtten, worunter sich viele Tafel. Service, hoher, reicher und andrer ansehnlicher Personen besindc». Man hofft, der Rcichsfürstlichen Abtei Sr. Blasius am Schwarz- wald in Schwaden, Vorgang und Beispiel Hicrinne, werde mehrere Stifter und Prälaturen ermuntern zu des Staats Voclyeil bas nemliche zu thun. Zreiburg im Breisgau, vom iZ. April. Zur freiwilligen Kriegsdeisteucr Haben seil dem 9. wieder beigetragcu: fl. Gemeinde Kiechlingsbcrgcn. — — — — iocr Stadt-Frcidurgische Bauamtskontrolor Brez.— 14 Gemeinde Betzingen und Oberfchaffyaufcn. — 100 Mädchenschule des Klosters Adelhausen dahier aus ihren kleinen Erwarmssen. — — — 27 Herr.Joseph Müller, Geistlicher. —7 — — 5 Michael Enzmann, Glaßhändler. — — — r Gemeinde Neuershauscn. — — — — 150 Die Studenten im Gymnasium dahier und zwar aus der Rhetorik. - — — — 19 Aus der Syntar. — — — — — 15 Aus der Grammatik. — — — — !Z Aus brr Rudiment. — — — — — 46 Gemeinde Heimbach. — — — — — 60 r 247 ) ii n 5 166 4<)2 Felix Glückselig, Pfarrer in W. — — — Joh. Bapk. Bvrnhauftr, Pfarrer in Schlingen. — Ish. Baptist Brvdbeck, Curakus in Skcinenstadt. Fmdnrger Ruralkapitel über das, was einzelne Mitglieder schon emgeschickt haben. — — Brcysacher Ruralkapitel. — — — — Hrn. Pfarrers ;» Kavel Mösmcr und Köchin». Mangel an Raum, Verstreu in Druckerei waren Ursache, daß rin tereirS abgesetztts äirercS Glück der freiwilü- gen Beikröge zu Freiburg zurück blieb; zur Ehre ber durch wahren Parnvli-miis so sehr gewärmten Bewohner der Berber Oesterrrichi.chcn Staaten würden wir » eS »ns als Fehler selbst vorwerfcn, .ri.-jes Stück zuiück gelassen zu haben, wir liefern tö daher III tolgenbeni hier noch vom z. April nach. Webcrzunfl in Griesheim aus den z Gerichten der Orlcnau. — — — — — — Stäbchen Elzach. — — — — — — Gemeinte Krozingen — — — — — -- Edert, mit Kindern und Dienstboten. — -- Tkunscl und Schmldhoftn. — '— — --Odcrmünstcrthal. — — — — — -Ualcrmünstccthal. — — — — — -Dieser Gemeinde Schulkinder. — — Der Stadt Freiburg Förster iknd Hvlzwsrtcn.— si. 33 112 i (>6 58 üo 94 87 io 9 Fürst von Heidelsheim. — — — — noo Gemeinde Amollem. — — — — — Z 3 Das Kollegium, von 17. Regierungs. und Kammer-Äbvokalen in Freiburg. — — — zzo 8raukfurl, vom 14 April. Generallieutnant von Schönfrlds Bericht über Sen feindlichen Ausfall aus Lastet vom Uten April an den Herzog von vraunschwcig. Ew. Hochfürsti. Durch!, werden, vorläufig, durch den Major von Scheel von d;r Artillerie, von dev. heutigen Vorfall benach. richtig! worden seyn. Nach näher eingezogncn Nach, richten, nach Aussage der Deserteurs und Gefangne», welche lezttre, induüvL der Bleßjrten, sich auf etliche so belaufen, hat der Feind seinen Ausfall in z Kolonnen und wenigstens in einer Anzahl von 12.000 Mann gelhan, indem man mir einstimmig versichert, in Main; und C«stcl wären nichts als die unentbehrlichsten Wachen Aehrn geblieben. Der Haupr- avgriff war gegen Cvstheim und der großen Mvsba- cher Redoutc gerichtet. Bei lezterer gelang cs dery Feind, rwischen dem rechten Flügel des Hessischen Lagers und dieser, beinahe unbemerkt, durchzudrmgcn, sich derselben zu bcmelstcrn und einen Theil des darin» besindlicheu Ge. fchützcs zu vernageln. Die Ew. Hochfürsti. Durch!, bekannte Entschlossenheit der Hessen, ließ ihm aber nicht Zeit, solches völlig zu bewerkstelligen, sondern «r wurde darinn angegriffen und cs vlicbcn nur 2 Stücke, eine Haubitze und ein schwerer Zwölfpfünd- r«r wirklich vernagelt und auch diese Hab' ich Hoffnung unverzüglich wieder brauchen zu können; kahingege»,. har der Feind eü;e von seinen Kanonen verlohn,1, welches ein Zwölfpfündner zu seyn versichert wrrS. Der Posten von Biebrich ist mit vieler Heftigkeit an» gegriffen worden. Der Major Spitznaß hat denselben aber mit r Compagnien Fußjäger mit so vieler Bravour verthcidigk, daß wenigstens üoMann auf dem Platz gelassen und die übrigen zmückge wiesen wurden. DeS linken Fliegeis Attake geschah' ohngcfähr mit z bis 4200 Mann und 4 Kanonen auf Cvstheim; da sie keinen Widerstand fanden, sprengten sie mit 4 Ka» usncn das Thor auf und bemächtigten sich des Orts; sie blieben aber kaum eine halbe Stunde in desselben Besitzt Denn, so bald es mir nur mög. lich war, mir einen Begriff von dem. Zusammenhang der Attake zu machen, ließ ich solches, durch 2 Bataillons meines linken Flügels, welche der General vo« Vittighofen anzuführen sich erbot, angreifen und, unter der Protektion meiner Batericn, wieder einnchmen. Ich bedaure, dass Sc. Majestät dabei den Lientnant von Borstell von dem Regiment von Crousaz, einen ver« dienstvoklen Officier und 5 bis 6 brave Leute, verloh- ren haben. Der chursächsische Gencrallieutnant vsn Lindl har, so schnell als möglich, das Hessische Korps durch z Bataillons Infanterie und 2 Escadrons Ka. vallerie unterstützt, während ich ihm, ohncrachtet die Hochheimer Position ebenfalls stark angegriffen war, r Bataillon Infanterie unk z Escadrons Kavallerie zum Ssutten schickte. Am Ende lief des Feinds Versuch fruchtlos ab.' Der Gefangnen Anzahl wird sich heben. Der Verlust an Tobten ist auf des Feinds Seite weit beträchtlicher, indem ich auf mei-' ner Seite ohngefehr 20 Mann in allem verlohrenund der Feind wenigstens an die 2°e> auf dem Platz gelassen. Ich darf demnach auch diesen Vorfall, von ss weniger Brdeuiung cr auch fty, als einen Beweis derjenigen entscheidenden Enperiorität anfthrn, welche Sr. Könjgl. Majestät Waffen allezeit über unsre Feinde haben werden. R. S. Soeben heißt es, Mainz fei von den Preußen aufgrforvert worden. Madame Wedekmd hat man im Gasthof zum Weidenbufth, hier arrclirt. Karlsruhe, vom ,6 April. Diesen Morgen um 8 Uhr paßwte ein Bataillon vom Kaiserlichen Jusan. terie Regiment Thum hiesige Stadl , desilirte dem Fürstlichen Schloß vorbei, um bei PWvpsvurg, über die daselbst aufgeschlagne Brücke, den Rhein zu paßi- ren und ebenfalls zur Kaiserlichen Armee zu stoßen. Karlsruhe, vom 17 April. Prinz Conde's bis. her in Heilbronn und dafiger Gegend in Camonirung gelegnes Korps, brach den rate» dieses auf und gieng »en i-gten früh um 8 Uhr, auf der bei Wllppjburg c »48 ) stehenden Schiffbrücke über den Rhein. Eine Stunde jenseits Rheins, bei Heiligenstein, lagerte sich dassel. -e. Prinz Conde nahm hier ein« General. Musterung vor uud lies die ohngcfehr tzaoo Mann zusammen betragende Truppen, worunter sich Mirabeau's Legion und sehr viele Kavallerie befindet, nach Speier defili- ren. Eine viertel Stunde vor Speier, hielt der kom- mandirende General Graf von Wurmser mit der übri» grn Oestrrrcichischcn Generalität zu Pferd und das ganze Korps marschiere, mit fliegenden Fahnen und klingendem Spiel, bei ihm vorbei. Dieser, nach s» vielen rrlittnen Beschwerlichkeiten, ihrem Vaterland wieder so nahe kommenden Leute Freude, war auf allen ihren Gesichtern wahrzunchmen. Prinz Conde und Prinz von Bourbon vergossen selbst, während diese Truppen vorbei zogen, mchrmahls Thränen. Menschen und Pferde sahen recht gpt aus. Besonders rührend war cs am jiischen, wie viele ehrwürdige Greise darunter, die vorhin die ersten Mililairstellen bekleikck haben, mit hinten aufgcbundncm und mit Stricken durchzogoem Heu und schwarzem Commisdrod, gleich dem gemeinsten Mann, daher zogen. Prinz Conde und seine Suite, begleiteten den General Wurmser nach Speier, wohn, den der Wachtparade bei und speisten in der Post zu Mittag. Das ganze Korps wurde in die Speier Nächstliegende Dorfschasten gelegt. Die Kaiserlichen und Hessen. Darmsrädtische Truppen reichen dis Queichheim drejvicrtel Stunden von Landau und die König!. Preußische Husaren , von Eden, stehen in gleicher Entfernung am Vogesischen G-Kirg. Man sicht der Eröffnung der Laufgräben von Landau täglich entgegen, ijrankretcd. Paris, vsm re April. General Dümsurier hat bas meiste der großen Kricgskasse, »och bevor er den großen Streich ausführte,. auf feindlichen Grund und Boden geliefert. Strasburg, vom 14 April. General Custine ist hier. Er behält das Oberkommando dcr Ryern - und Mosel - Armee; Nach Berichten aus Valenclenncs hat General Dümourier. mit 6000 Kaiserlichen das Lager von Maulde besetzt. Feldmarschall Graf von tzlairfail marschirt, heißt cs, gegen Lille und Feld- imarschall Prinz von Sachsen > Kvdurg geht ad, um sich auch gegen General Custine, mit den andern keuls-ten Truppen am Rhein, zu vereinigen. Auch in Valrnc!- rnnes gibt es Unruhstifter, die einen König verlangen; man hat eine weiße Kokarde an den Freiheitsbaum geheftet. Den w. um z Uhr gieng die ganze Famj, tie der BourdonS »ach Marseille ab. Egalitc Va- tcv wurde angekiagt- ais Hab' er nach der Krone tzestrM Polen. , Lin Schreiben aus Danzig, vom r April. Crthelld über die bei Gelegenheit der Einnahme dieser Stadl ausgebrochene Unruhen folgende Nachricht: ,, Nach der mit dem Generallieutenant von Naumcr getroffaen Verabredung, besetzten den 27re« Merz die König!. Preußischen Truppen die äußern Festungswerke und Thore. Juden, diese Uebergabe ge. schah, rrvolkirtr ein Theil der Danziqer Garnison. Unterstützt vom Pöbel, bemächtigte sie sich der inner» Wälle und schoß mit Kanonen und kleinem Gcwehv auf die König!. Truppen ; doch dieser Aufstand war in wenigen Stunde« gedämpft , wobcv nur 14 Menschen von beiden Seilen ihr Leben verlohren. Durch der Rädelsführer Arrctirung und verkoppelte gul« Anstalten ist itzt die Ruhe wieder hergesteltt. Selbst bcy der Sladt Uebergabe, die in kurzem erfolgen wird, haben wir nichts zu fürchten, da dir inner» Wälle, so wie die Garnison schon entwaffnet sind. Die Einschließung ist gänzlich aufgehoben, Schiffahrt und Verkehr zu Wasser und zu Land find völlig frei und man erwarbt «nm die König!. Commission von Berlin, um die Unterhandlungen zu der neuen Einrichtung anzusangen. Vorläufig kann man vcrsi. chcrn , daß der Seezvll eher niedriger als höher im Verhältniß des vorigen seyn werde. vermischte Nachrichten. Nach einem Schreiben aus Heidelberg hat General Wurmser vor seinem Uebergang »der den Rhein seinen Truppen folgende» Befehl ercheilk: Ihr werdet den Feind finden und ihn zurückschiggen. Sind eS Nationaltruppen, so haut sie nieder,- und es Linien. Truppen, so behandelt sie, wie man ras M-litarr gewöhnlich behandelt. ' Polen hat dermalen über 152,222 Hemde Soldaten zu ernähren und doch der größten Lieferungen un- geachtet, welche geschehen müssen, ist so großer Vor, rath an Gekrait da, daß sich der Edelmann beschwert, er könne seine Produckke nicht an Mann dringen; freilich ist dieses von jenen Gegenden zu versieh«», wohin noch weder Russen noch Preußen gekommen sind und aut denen, der weiten Enüegerih h wegen, die Lieferungen nicht abgeholt werten können. Aber auch da, wo die Truppen häufig stehen, ist an allen Lebensmitteln reichlicher Uebe-fluß. Das Piund Fl i-ch kostet z poylnische Groschen -2 2 kr.) mau bekommt 8 und 10 Eier für k> pvhlnjsche Groschen (z kr.) das Pmnd Butter kostet 8 höchstens, ro pvhlnilche Groschen (4 — 5 kr.) Ucber Mangel also kann Niemand klagen.