1 ro. 74. h-rt E* UN» Hei- ner- lle« ant« heil rstl. >erg wk« mtl sie« och »er« ivn Zc>. hak ren ei, ch- gc» fü» nk« re» aa« ien ofl in» ntz e» ch l. » m »ä L, Pag. zsi. arlsruher Zeitun Mittwochs den 20. Iuny A 7 9 Mit Hochfürstlich - Markgräflich - LaLischem gnädigsten Privileg!». Auszug eines Briefs von -er Avantgarde der Armee unter General la Layelke vom ii Junp. Heute früh ist unsre Avantgarde zu Glisnelle snicbt Grlsuclle), vor Maudeuge / von einem zahlreichen Corps der österrelchel'Armcc angegriffen worden. ES hatte gehofft, uns zu überfallen. Allein wir stunden in Bereitschaft. Der General der Armee hatte Signale errichtet, wovon Maubeuge der Mittelpunkt war. Unglücklicher Weise war ein so fürchterlicher Sturm, daß die Leu. te, welche über die Signale gesetzt waren, einen Kanonenschuß. drey Viertel Stunden von der Stadl, nicht hören, noch die Signale wiederholen konnten. Sobald la Faycite erfuhr, daß seine Avantgarde angegriffen war, ritt er im Galopp herbcy und ließ seine Truppen auf 2 Colonnen anrückcn, um die Feinde anzugreiffen. Die Kanonade war sehr lebhaft, besonders von unsrer Seite, weil unsre leichte Artillerie, sowie unsre schwere in den Colonnen der Feinde eine grosse Niederlage anrichtcie. Die deyten Obristlicut» naniö der Bataillone der Goldhügcl sind geblieben. General Gouvio» wollt' in einem Haus, welches der Feind nicht sehen konnte, nach einem Pulvcrkarren sehen, der zu lang ausblieb. Ein Husar begleitete ihn. Eine Kanonenkugel erreicht ihn brym zmückpreven und streckt' ihn lvd nieder. Untre Truppen zogen sich schon nach Maub uge, da la Fsyette ankam und sie wieder anmarichuirn ließ. Das Reserve - CvrpS des Lagers kam und bald darauf von einer andern Seite her eine Colonnc Josant rie und Kavallerie Hr. la Fayet- te hak wieder k-ie ganze Strecke- die man verlassen hatte, besetzt und die Feinde haben sich schnell zurückgezogen. Wir stab ihnen mehr als eine Meile weit, über die Stelle hinaus, wo unsre Avantgarde gestan. den war, nachgceilt. Alle Posten sind wieder eingenommen worden und wir haben uns auf etter Höhe in Bataille gestellt und ihnen die Schlacht angeboteil. Aber es sch.int, ihr Zwcck war blvs, unsre Avantgarde zu überfaU-n und abzusLneiden. Da es ihnen nicht gelungen ist, so haben sie sich zurückgezogen, um desto mehr, da sie sahen, baß wir sie auf 2 Echten zumal angreiffcn wollten. Sie haben einen Theil ihrer Tobten mit sich genommen. Einen andern Theil, mit ei, nigcn Verwundeten und Gefangnen aber uns zurückgelassen. Ich habe selbst i, Uhlanen und österreichische Grenadiers in einem hohle» Wegtod liegen sehen. Es war ein Officicr darunter. Das 2te Hufarenre. gimenl hat 40 Uhlanen zusammengehauen, welche von zwey Schwadronen umringt waren. Wir haben 25 Verwundete «m Spital, worunter ic> Oesterreichee find. Dieses ist die wahrhafte Erzählung dieser Ajfaire, welche für uns vortheilhaft wäre, weil wir den Feind zurückgeschlagen haben, hält' uns ein unglücklicheSGe- schick nicht einen Mann entrissen, dessen Andenken uns immer rhcuer seyn wirb. Hr. Dutertrc, ersterOdkist, lieukcnant des Hussarenregiments, ehemals Lauzun, ist mit dem zweyten Obristlicutcnant, einem Kapitain, einem Lieutenant und Unteelieutenanc, zu den Feinden übergegangen. Sie haben sich bemüht, such Soldaten mit sich zu führen. Paris, vom 12 Zunp. Lhaumont, Departement der Vbern - Marne, vom 7 Iunp. Der z. u. 4ten war hier ein fürchterliches Gewitter. D>e Gärten sind verheert; ein Strahl hak 5 Torsen einer neucrbauren Mauer umgeworfcn; zu Chaumont- le-Bois 2 Kühe geiödtet und den Stall ange.ünbcr. ik> Dörfer mit ihren Bannen sind beynahe ganz zernichtet. Zu Cirfontaines stund das Wasser 4 bis 5 Schuhe hoch in den Häusern. Viele Hammel ersoffen. Das Wasser gieng 6 Zoll über den Rücken der Pferde; beynahe wären sie alle umgekommen. Häuser sind eingestürzt. An manchen Orten siebt man nicht, daß je rin Weinsiock daselbst gestanden. Unter den gcfallnen Hagelsteinen wogen welche 2 bis z Pfunde. Vier Personen sind zu Villars, 5 zu Orquevaux, s zu Buricrcs ertrunken. Zwey unverheyrathelc Frauenzimmer, welche spazieren gegangen waren, wurden, da sie über die Dorfbrücke zurückgiengen, mit der Brücke foclgeschwemmt. Dasselbe Gewitter har auch zu Trovcs und Dijon gewiithek. Unglücklicher Weife ist die Maas ausgetreten und hat alles Gras verderbt. ( 3§r ) Die Frshnleichnamsprozession hat in Paris große Un. ordnung veranlaßt. Je mehr Billigkeit und Gleichheit der Rechte, Mäßigung anriech, desto ungerechter und tyrannischer verfuhr man. Es wurden Fenster cinge- worfen, Thüreu eingeschlagen und Bürger mißhandelt, weil sie den Hnth nicht abziehen wollren. Paris, vsm rg. Iuny. Der König hat,owohl de» Kriegsmii ist^r Herrn Servan, als den Minister der inner» Angelegenheiten Herrn Roland de la Placiere und den Finanzminister Herrn Cloviere verabschiedet. Herr Dümourier, bisheriger Minister der auswärtigen Angelegenheiten ist itzt Kriegsminister und statt seiner wurde Herr Naillac bisheriger französischer Gesandter an dem Hof des Herzogs von Pfalz - Zwcybrücken Minüicr der aus- wattigen Angelegenheiten; an Herrn Rolands de la Plattere Stelle, wurde Herr Mourgues zum Minister der innern Angelegenheiten ernannt. Des bisherigen Finanz Ministers Herrn Claviere Stelle hat der König aber noch nicht wieder besetzt. Lissavonn, vom iz May. DieKöniginn ist neuerdings in einem trauriger» Ge- müthsjnstand, als zuvor, worüber der Grosbrittanische Dockor Willis in grosser Bestürtzung ist, weil er durch den Rückfall die Krankheit als unheilbar ansieht. Pankzsrva, vom 24 May. Die Türken ziehen sich wieder bcy Widdin sehr stark zusammen; einige wollen solche gegen den Bassa von Scutari, andre gegen Rußland und wieder andere gar gegen Oesterreich bestimmt wissen, aber wir sind deswegen ohneSorgenundsie sollen nur kommen, wofern sie Schläge haben wollen, bann wir alle sind bereit, sie zu empfangen, nachdem unsre Säbel noch ohnehin vom Rost bis dato nicht besteht fiud. Warschau, vom 2. Iuni. Unter dem lösten May ist aus dem Lager des Fürsten Joseph Poniatowsky die Nachricht eingegan» gen, Lieutenant Golajowisky, welcher einen Vorposten von Zoo Mann commandirt, sey von 2000 M. russischer Truppen, meistens Cosacken, angegriffen worden, habe sich dritthalb Stunden tapfer vcrthcidigt und wäre endlich so glücklich gewesen, seidige zurück zu treiben. Ueber iso Cosacken sind auf dem Platz geblieben. Der Verlust der Unsrigen erstreckt sich auf Zv Tode und 24 Verwundete. Schreiben aus Warschau, ^vom 2 Iuny. In der Sizzung vom 2ysten May, welche bis den andern Tag gegen 4 Uhr Morgens dauerte, sind ver, schiedne Projeckte durchgegangen, i) Sind neue Reichs« tagsrichtcr ernannt. 2) 2 Millionen für die König!. Feldcquipage bestimmt worden, z) Ist eine Feld- Easse «richtet und alle Gelder aus Litlhauen nach Warschau zu bringen befohlen worden. 4 ) Ist die Errichtung eines Jägcrkorps beschlossen worden. 5) Ist der Reichstag iimittrt, bis es nölhig scyn wird, den. selben zusammen zu rufen. Verschiedne Summen sind wieder nach Litlhauen und der Ukraine abgegangen. In Wilna und Litlhauen, hat das schöne Geschlecht izoo Ducaten zusammcngeschosse» und solche zn den Kriegsvedurfnissen hmgegeben. Vor einigen Tagen kam ein Eilbote auS der Ukraine mit der Nachricht hier an, daß in der Nacht vom i9ten zum 2°sten des vorigen Monats rin nicht be« trächiiiches Korps Russen bcy Mohiloiv über den Dnicstcr gegangen. Unsre Vorposten, die aus einigen Reulern bestunden, um anznzeigen, daß der Feind das Gebiet der Republick betreten habe, feuerten, der erhaltncn Ordre gemäß und zogen sich zur Armee zurück. Ungefähr 6oo Cosacken haben sich zu Serebria, unweit Mohilsw, einquarttrt. Die Rußttche Infanterie w'.rd gewiß nächstens über den Dniester gehen und wir sehen mit jedem Augenblick der Nachricht entgegen, daß zwischen unfern Truppen und dem Feind etwas vorgefallen. Der Reichstag vernachläßigt nichts, was zur Vcrtbeidigung und Sicherheit der Republick bcykragen kann. Die Opfer, welche man dem Vaterland zu Bestreitung der gegenwärtigen Bedürfnisse bringt, werden mit jedem Tag zahlreicher. Die Commis des Kriegs - Büreau haben sich erboten, 4 Kanonen mik Lavetten und der vabcy nöthigen Mannschaft zu liefern. Tausend Edelleute aus dem Departement von Wilna wollen bey der Kavallerie dienen und sich auf ihre Kosten equipiren. Die Stadt will auf ihre Kosten looo Mann Fußvolk stellen. Ein zahlreicher Artillerietrain ist von hier abgegangen. In der Masauischen Woywodschaft sind in vergangner Woche sehr ansehnliche Beyträge zu den Kriegskcsten eingekommcn. Der Landbolhe von Posen hat zoo Dukaten und für den ersten Officier, der über ein feindliches Korps siegen wird, das noch einmal so zahl, reich ist, als das seinige, wird eine goldne Uhr, nebst Kette, von doppeltem Werth gegeben. Herr und Madame Lachnicki haben 1000 Gulden eingesandt. Die Redacteurs der Nationalzeitung wollen, so lange dev Krieg dauert, monailich 100s Gulden geben und haben de» ersten Monat bereits bezahlt. Herr Abt Reptowski hat 52 Dukaten und ein goldncs Kreutz eingeschickt. Die Fürstin» Kanzlerinn von Litlhauen hat sich erboten, so lang der Krieg währt < jährlich 1000 Dukaten zu zahlen und hat für das erste Jahr bereits bezahlt. Mehrere beträchtliche Bcyiräge zu gcschweigen. Auf dem Reichstag ist ein Dekret aus- geferligt, welches den Titel führt: Regulirung der allgemeinen Kriegssteurr. Die weltlichen Güler sollen 2v Procent und die Güte» der Geistlichkeit zo Procenk geben. Die Bürger, welche keine Grundsteuer bczah. len, sollen dir Rauchfanzötaxe doppelt geben. Auch ist die Ranchsangskaxe in den Städten, .so wie das Kopfgeld der Juden, verdoppele. Anspach, vom b I»ny. So eben komme bestimmte Nachricht von unstrs geliebten Königs Reise an. Se. Mai. werden ihre Rou. te über Leipzig, Gotha, Fulda, Wirzburg und Uffen, heim nehmen und den iz. oder 14. July hier einrref» fen, 4 oder 5 Tage hier bleibe» und wieder über Wirzburg gerade nach Koblenz und zur Armee gehen. Wien, vom 6 Juny. Den 2ten dieses traf Herr Baron Ulm als Eilbote von Berlin mit dem Operationsplan hier ein, der von unsrem Generalft/djeugmeister, Fürsten von Hohenlohe, Sr. Majestät dem König von Preussen, vorgelegt und von Allerhöchstdenselben mit so vielem Beyfall aufge. nommrn ward, baß Sie den Herrn Fürsten mit einer kostbaren mit Diamanten besetzten Dose beschenkten. Um die Küsten von Triest unv Fiume von einem et. waigen Anfall eines französischen Geschwaders zu sichern, haben einige ungarische Jnfantcriebattaillons und zwey Kompagnien des in Mähren liegenden dritten Artille» rieregimenls Befehl erhalten, ihren Marsch dahin zu beschleunigen. Das auf dem Marsch befindliche Kins« kische ChevauxlegerSregiment hat Befehl erhalten, bis auf wciire Ordre den Marsch nicht fortzusetzen, ver. mmhlich aus der Ursache, weil das Regiment zur Aufwartung bey der Kayserkrömmg bestimmt ist. Die Ungarn sind mit ihrem neuen König höchstens ver. gnügr, man weis auch kein Beyipiel in der Geschichte dieses Königreichs, baß der Landtag so kurz und so ruhig geendigt worden sry. Wien, vom y. Iunp- Ein heute von Genua angckommner Eilbote sagt, die Republick habe sich während des gegenwärtigcnKriegs zur vollkommensten Neutralität fentschlvssen. Statt Errichtung einer Triumphpforte bey des Königs Zurückkunft von der Kaiserkrönnng wird der hiesige Magistrat die schon so lang gewünschte und beschloß»« Niebcrreißung der kleinen Häuser bey St. Stephan, diesem prächtigen Denkmal gordischer Baukunst vornehmen lassen. Aus einem Schreiben aus Warschau vom 26. May: Seit Rußlands Kriegserklärung bemerkt man statt anfänglicher Bestürzung izt allenthalben großen Eifer, das Vaterland zu vcrcheidigen. Ganz Lilhauen gericth über diese Erklärung in Bewegung, es wird daselbst auch bereits so wie hier ein Freykorps errichtet. Zu lcztcrm melden sich so viele Rekruten, daß bereits über 10222 Köpfe beysammen sind und «un viele abgewiesen werden müssen. Zu Bedeckung hiesiger Stadt sind 822a Mann bestimmt, alle übrige in der Gegend von Warschau stehende Truppen sind nach der Ukraine beordert. Gegen Gallizien ftil nur ein Kordon gezogen werden. Die theils schon in Poh. len eingerückle, theils noch emrücken sollende russische Armee wird von einigen auf 102,022 Mann angegeben. Sie wird durch das ganze Land sich verbreiten, aber nirgends angreiftn, sondern nur vertheidigungs. weise zu Werck gehen. Alle Patrioten tragen nun weiße Bänder um den Arm, mit der Aufschrift: Constitution oder Tod. Die Einwohner von W-lna schick, ken dem Bischofs von Liefland, Herrn von Kossakowski, den man lang in Verdacht hatte, ein solches Band mit der Aufschrift zu und da er selbiges nicht anneh« men wollte, wurden sogleich Kelten für ihn zuberei« tet. Allein die folgende Nacht hat sich der Bischofs in das Rußische Gebiet geflüchtet. Vor einigen Tagen hatte der Kconkanzlcr, Graf Hiacynlh von Mala, chowski, der ebenfalls großen Verdacht wider sich hat, dieftrwegen einige Unannehmlichkeiten. Der Kanzler ist ein Bruder des Reichstagsmarschalls, Grafen Sta. nisiaus von Malachvwski, eines der größten Patrioten und eines Mannes, der von der ganzen Nation geschätzt, geliebt und verehrt wird. So eben vernimmt man, Prinz Ludwig von Würtemberg habe das Kommando der Pohlnischen Armee gegen die Russen abgelehnt und bereits um seinen Abschied an« gesucht, da bekanntlich die Großfürstin« von Rußland leine leibliche Schwester ist. Graf von Oginsky soll itzt an seine «stelle treten. Schreiben aus Wien, vom 9 Juny. Wie man vernimmt, so ist von hier aus gemeinschaftlich mit dem Turinerhof eine Erklärung an die Republick Genna abgegeben worden, vermög welcher der Republick freundschaftlich angeralhen wird, den Durchzug französischer Kriegsvölker durch ihr Gebiet nicht zu gestatten, ausserdem man es nicht verhindern könnte, wofern Unannehmlichkeiten erwachsen dürften, die der Krieg von selbst«» mitbringe u. s. w. Es bestätigt sich übrigens, daß die französische Flotte die zn Toulon ausgerüstet wird, wirkliche Absichten auf Livor- No habe; daher ist von Seiten des Erzherzogs Grosherzogs noch vor Dero Abreise nach Ofen rin Eilbote nach Florenz geschickt worden, mit dem dringenden Befehl, den Hafen von Livorno sogleich in den beßten Verlheidigungsstand zu setzen, um für jeden Ueberfaü gesichert zu seyn, falls die reklamirte Ver. miitlung des GroSdrittanischen HofS den gehofften Absichten nicht entsprechen sollte. Oesterreich, den y. Juni. Der größte Theil der königlichen und fürstlich-ester« hazischen Equipage ist bereits von Wien nach Frankfurt abgegangen. Jeder, der Monarch und sein erster Wahlbokschafttr, haben Staakswägen, zergliedert und auf Lasiwägen gelegt, abgeschickk, deren Pracht allge. mein bewundert wurde. Aus dem esterhozische» Hanse allein find 45 Lastwagen nach Frankfurt abgegsngrn. An des Fürsten Ornat wird noch gearbeitet. Sein Fürstenhuk ist mit den Hausjnwelin besetzt, die auf mehrere M llwnen geschätzt wereen und der mit Brillanten besetzte Denen wird schwerlich seines gleichen finden. Des Fürsten spanische Kleidung ist von Gold- üoff, wovon die Este 50 Gulden kostet und der rolh- sammlne Mantel mit aoldnen Spitzen besetzt, die zu Brüssel verfertigt wurden. DeS neueei Kaisers Bild- uiß, das der Fürst in Wien mahlen ließ, nm cs zu Frankfurt in seinem Zimmer aufzustrllen, kostet 100 Dukaten. Oesterreich, vom 10 Juuy. Zur Bedeckung unsrer Gränze gegen Pohlen stehen Segen 42,0120 Mann. Man prophezcyht den Pohlen dey aller ihrer Herzhaftigkeit in der Folge keine vortheil« hasten Aussichten und glaubt ihre Zerstückelung sey schon lang im Kabinet der Grossen beschlossen undRuß» land werde eine grosse Strecke von der Ukraine erhallen. Bulletin von der Affnre bey Glisnelle, vom n. Juni. »Gestern rückten wir in zwey Colonnen gegen General la Fayettes Avantgarde vor, welche 6 — 8ooo Mann stark und zu Gasnetze unweit Maubege pvstirk war. Wir griffen bas Dorf de Vlllers vor Nicole an und verjagten den Feind aus seinem Lager. Man muß ihm Gerechtigkeit widerfahren lassen, daß er sich bey dieser Gelegenheit mit all möglichem Nachdruck vcr- theidigte, besonders mit seiner Artillerie und seinen Jägern. Ohne das schlimme Wetter, welches uns an unsccm Marsch hinderte, würden wir uns einer beträchtlichen Anzahl Kanonen bemächtigt und viele zu Gefangnen gemacht haben; da cs aber unaufhörlich fiark regnete und die Wege dadurch beynahe ganz ungangbar wurden, konnten wir, ungeachtet der Hitze und Eilfertigkeit, mit welcher man sie auf den Marsch setzte, doch nicht geschwind genug verrücken, um dem Feind bey seinem Rückzug den Weg abzuschmiden und so gelang cs ihm dann, seine Kanonen zu retten. Es schien, als ob unsre Avantgarde durch des Feinds unaufhörliches Attillericfeuer ganz zu Grund gerichtet werden sollte; denn sie hakte mehr als 2000 Kanonenschüsse auszuhalten. Nichts vcstowenigcr verlor der Feind zoo Mann, die getödtek wurden und 26 M. machten wir zu Gefangnen, nebst einer Menge Fou. xage.Dcr Wirkung unsrer Artillerie «ud unfern Jägern haben Wb iS zu danken,daß wir nur 20 Mann vttfsre» haben und noch 20 dlcssirk wurden. Wir wurden durch Genera! H.-ftfayl kommandirt, auch war der Erzherzog, dcr Herzog und Genial Brawn bey dieser Affaire gegcnwffug. Es «st nicht möglich, sich einen deutlichen Begriff von dcm gränzciilcien Eifer unsrer Truppen, vorzüglich der Jäger und Hnla»cn zu mache». Diesen Augenblick orohl man uns mit einem neuen Angriff und zwar soll n wir >s itzt einmal mit der Armer unter Marschall Luckuer versuchen. Die Vor» kehrungen zu ihrem Empfang sind aber bereits gemacht, so Laß wir sie nur erwanen. Mono, vom ii Iuny. Wie wir heute aus Dormck vernehmen, verstärke» die Franzosen sich d.»rächt! ch bey Litze. Gestern ha« bcn sie versuchen wollen. auf nnsern Boden cinzudrin- geu, sind ab»r durch d e gute Stellung der Läger -von Ramkrcix und von Ottignics davon abgehallen worden. Die sogenannte Armee des Btthune-Charost befinvel sich «dcumäsiz zu L/ll» und wahr,cheinl.ch ist von daher mit verein»-, - Starke der ganzen Nord» Armee cm Emsa.". zu e» - atte». Unsrer Seils ist in diesen dringenden Amüäydcn eine Verstärkung von ao Kompagnien von Grünlaui on und eine Division von Bender, welche man aus der Amwcrper Cidatetie gezogen har, dahin beordert wvrsen. - Mono vom 12 Zuny. Bey dem E-uzug des Primen von 'Liqne den yte» dieses, rückte ein französisches Dctaschemcnt, ohne Zweifel durch das Kanoiiicco in der Stabt bis vn die Chaussee von Maubcuge vor, so daß die Vvrpo» sten der österreichischen Armee, solche mit einem Fiin» lenschuß erreichen konnten, wo es nun Handgemeng kam, in welchem di« Franzosen 8 Torte und ,s Ver» wundete bekamen. Die Ocsterieichcr verlohren einen Jäger und hatten 7 Verwundete. Zwey lldi men die sich unvorsichtig zu weit wagten, wurden zu Gefangnen gemacht. Brüssel, vom iZ. Juni. Vor einigen Tagen beschwerten wir uns über die Seltenheit wichtiger Ereignisse zwischen der ösicrrcichi» schen und französischen Armee; allein so eben trifft ein neues Bulletin von der Affaire em, d»e sich bey Glisaelle «nicht Grisuetzes) zutrug. Die F anzosen wurden zwar noch einmal geschlagen und .uruckgctrie» bcn, allein sie veriheidiglcn sich recht herzhaft uud fangen nun an, die Ehre der französischen Armeen zu retten» Achem vom iz Juny. Heute früh sind h»rr und in hiesigen Gegenden yos Mann Oesterceichischer Infanterie nach den Niederlanden durchpassirt.