Nl'v. 6. Pag. Larlsruher Mittwochs - 7 Zeitung d e n 14. Januar. 9 ^ Mt Hochfürstlich - Markgräflich - Badischem gnädigstem Privilegs. Römisch -Deutsches Reich« Wien, vom 4 Ian.Den zo.Dec. V.I. kam hierein Transport von 1250 pohlnischenRekruten, welche beinahe alle unter den Insurgenten gedient haben, an und wurden sogleich denen hiesigen Bataillons zugetheilt. Es sind meistens sehr schöne große Leute. Man ist vor. züglich darauf bedacht, die niederländischen Regimenter zu kompletiren und stakt der Bataillons, die nicht mehr -egen den Feind dienen dürfen, werden so viele andre ans Böhmen urr Armee aufbrechen. — Unter so vre. len burchkceutzenden Gerüchte, gehört noch, daß, da die Fricdenöaussichtcn zu keiner Wirklichkeit zu gedeihen scheinen, so soll zu Warschau ern Kongreß gehal» ten werden, wo sich Abgeordnete aller Allürten Mach, te nebst Rußland eivfinden sollen und welcher die Fort« setzung des Kriegs gegen Frankreich mir aller nur er. deutlichen Kraft und Anstrengung zum Zweck haben soll. Auch in Italien soll ein ähnlicher Kongreß zwi» schen ten dastgen Fürsten in Pisa stall haben. — Der hier angekommne neue brittische Gesandte, Sir Mor. ton Eden, hak schon mit dem Baron von Thugut mehrere Cvnfercnzcn gehabt. Bald nach seiner An. kunst ward eine Stafette an unfern Gesandten in der Echweitz, den Baron von Dcgelmann, abgeftrtigt. Amsterdam, vom 4 Jan. Wenn die Kaiserlichen am Rhein den Franzosen keine Diversion machen, so »st Südholland in weniger als 8 Tagen vrrlohren, indem alle Gewässer so hart zugcsrvren sind, baß man mit Kanonen, wie auf dem Laud darüber fahren kann. Dir Münze von Unecht ist den ryien Dec hier ringe« troffen, auch kommen victe Flüchtige aus dortiger Gt- -end hier an, welches „ns bey immer zunehmender Theurung der Lebensmittel viele Sorge macht. Ge» stern sind verschicdne Wagen mit Kranken und Bleßir. ten hier angekommen, woraus man vermuthet, daß bas Lazareth hierher transportirt werden soll. BabLms, vom 6 Jan Feldmarschallieutnant v.Melas ist heute nach Mainz abgereißt. Der Rest seines Korps wird ihm Morgen folgen. Diese Truppen werden wieder durch andre von General Clairfaits Arme« er. setzt, welche unter den Befehlen des Herrn General. Feldwachtmeister Vincenz Grafen von Kollowrakh ste. hen werben, dessen Hauptquartier ebenfalls hierher kommt. Niederrhein, vom 7. Jan. Der Volksrepräfen. tant Frecine hak alle Cankonirungen der Sambce. und längst dem Rhein besucht. Als er zu Bonn die Be» satzung mustert«, hielt er folgende Rede an sie: Edclmüthige Vcrtheidigcr der Freyhrit! ihr werdet euch in diesem Land eurer Heldenthaten, eures Ruhms würdig zeigen. Gebt den falschen Friedens « Gerüchten keinen Glauben , welche unsre Feinde ausüreuen, um euren männlichen Murh zn fesseln. Von Bonn gieng Frecine nach Coblenz und von da nach Luxemburg, um mit General Moreau, wel. cher die BelagrcungSarmee kommanoirt, die Mittel zur schleunigen Bezwingung dieses Platzes zu verabreden. Oberrhein, vom 8 Jan. Die Franzosen sollen entschlossen seyn, die Rheinschanze zu sprengen. Ein starkes Piquet ist von ihnen über den Rhein zu den Preussen übergegangen und ihren Ofsicier brachten sir mit auf den Rücken gebundenen Händen. Der Se. cretair des Hrn. Grafen von Golz, ist von Basel nach Paris abgereißt. Der Kaiser!. Hof soll durch T-s. ( 26 ) kana in Negotiation getreten seyn und der Graf von Manftedini ebenfalls einen Negocialeur nach Paris abgelchickt haben. Mainz, vom y Jan. Gcmäs den eingegangnen Rapports arbeiten die Feinde vor unsrer Stadl gar nichts und verhalten sich überhaupt sehr ruhig. Vor einigen Tagen wollten die Feinde bey Momdach das Rhcmeis probiren und ungefähr 12 bis 15 Mann tanzten, jedoch unbewaffnet, bis zu Hälfte des Flusses. Der auf der Ingelheimer Aue kommandierende Oisicier ließ ihnen aber andeuten-, er könne solches nicht gleich, gültig ansehen , worauf sie sogleich wieder das Eis verließen. — Vorgestern waro rin K. K. Orficier, von einem Trompeter begleitet, mit Depeschen zu dem kommandirenden fran-össschen General geschickt. — Heute sind die Herren Generäle Freiherren von Melas und von Mercandin hier ringetroffen. — Die vor der Mannheimer Rheinschanze gestandne französische Armee hat sich in 2 Theile gekheilt, wovon der eine in die Winterquartiere gegangen, der andre aber über den Hundsrücken ins Luxemburgische gezogen ist. — Seit länger als acht Tagen fehlen alle Briefe und Zcltun« gen auS Landen man kann sich dieses lange Aussen« bleiben gar nicht erklären und vermuthet daselbst wichtige Haupkveränderungen, indem mehrere Parliku» larbcicfe ans Wesel vom gttn Jan. versichern: Mi« nister Pitt und Lord Rchmond hätten ihre Dmiission gegeben und wären ganz vom politischen Schauplatz abgetreten. Hauptquartier Heidelberg, vom io Jan. Von der untern Rheinarmee sind folgende Nachrichten ein. gelaufen: Der Feind hat zwischen dem 26. und a^en vorigen Monats die Bommeler Jn,cl sv'citt und die holländischen Truppen nicht nur allein von da zu. rückgedrückc , sondern auch selbst mit einem Theil bey Bommel die Waal passict und sich in den Dörfern Thiel, Wardenburg und Hästel festgesetzt, gegen welche vorgerückte feindliche Truppen der Herr General Graf Walmoden den Zoten den Angriff durch briltische und hessische Truppen dergestalt bestimmte, daß die erste und rechte Kolonne unter Kommando des Lord Car. lhoard und die mittlere unter Kommando des Gene, rals Dundas, welcher die ganze Attaque kommandirte, auS 12 schwachen Bataillons zu 200 und 4 Eekadrons zu 60 Mann britkischer Truppen bestund, die über Geldermalzen und Netteren, die linke Kolonne aber, welche aus 5 hessischen Batiaillons und 4 Eekadrons unter Kommando des Generals von Worm bestund, sich vorwärts Thiel formirtcn. Die beschwerlichen und weiten Wege, welche die zwei ersten Kolonnen zu machen hatten, verursachten, daß der Angriff erst um 9 Uhr vor sich gieng. Auf den von Viesen z Kolonnen zu gleicher Zeit gegen die von dem Feind besetzte z Ort. onet schäften gemachten Angriffleistete derselbe zwar wenig ften'e Widerstand, sondern zog sich gegen den Damm, wo ,hne er mit mehrerer Hartnäckigkeit sich vettheidigt?, cnd-ich 'atzun aber, durch die vrittisch und hessische Truppen gezwun. gleich gen, sich ganz über die Waal zurückwg, bey welchem de, v Rückzug er durch das heftige Feuer seiner jenseits d geruckte Kanonen viele» Schaben erlitt; auch sind dem. Genci selben bey dieser Affa-re, welche bis um 2 Uhr Nach. Dühr mittags dauerte, 4 Kanonen abgenommcn worden gesinn und die übrigen konnte der Feind nur mit Mühe auf Nach Schlitten, die von Bauern gezogen wurden, der Gr. der 4 fahr und dem Verlust entreissrn. — Das Mainzer Fe. statte, stungs-Gouvernement berichtet , daß aus dem Anlaß, setze 1 baß d-e Vorposten von Weissenau den 6 d. zum ersten. sche 2 mal mit der Mannschaft des isteu lomponirten Wa. daß , rasdiner Gränzcr - Bataillons besetzt wurden , dieses welch die Neugierde einiger feindlichen Vorposten erregte, bekan welche von unfern Warasdinern durch das Feuer zu. nenscj rückgetricben wurden, dadurch wieder das Heronrü. schon cken feindlicher Unterstützung erwürkten, wo zuletzt ein Carn anhaltendes Gefecht von mehrern Stunden entstund. — Expet Die aus den Weissenauer Karthauskellern zur Unker. Elan stützemg hecbeygccille Mannschaft oes östcrreichiich.stcue. dieses risch Wurmserijchen Freikorps, vereinigt mir den Po» cheev steu der Warasdiner, verfolgten die mehrere hundert noch Tiraveurs bciynahc bis in ihr Lager vor Hechtheim, Ohm wo sodann sich unsre Plänklers um 2 Uhr Nachmit. könm tags zuilickzogrn. Bey diesem Vorfall hatten wir doch verlo an Blessitten von den Warasdinern den Fähndrich trage Marcus Jovich des ist«, Bannalsregimciits und 15 «brm Mann, bann iz Mann von den österreichisch stcurisch Lfiä! Wurmierischen Freykorpisten. nöth Mannheim, vom n. Jan. Die Franzosen geben oügc sich seil einigen Tagen viele Mühe, die ihnen geblieb» worn nen Bcuckennachen ans Land zu dringen; diese Arbeit gesoi gehl aber sehr langsam von statten. Die Pfäle und Hän> Balken der zerstörten Eisbreche Jasscn sie gleichfalls sich durch Bauern, deren heute etliche und 20 seyn mö- Z" ! gen, in die Rheinschanze schaffen. Von Geschütz de. äuge werkt man gar Nichts mehr, weder in gedachter Schon« die ; kr, noch in den vor derselben errichteten Werkern. Don Frankreich. Prin Paris, vom z Jan. Gestern kündigte Carnot der tion Versammlung die Emnahme der holländischen Festung Der! Grave» der Insel Bommel, des Fort St. Andreas, die i der feindlichen Versctzanzungcn vor Breda und den Uml Uebergang eines Theils unsrer Truppen über die Waal, t,om an, welcher letzt« ohne Kanonen, bloß mit dem Ba. legt« -t- >g >o ch n« n !s 0. li, r» ii. h- in ss e. e. !, II- a. -S ii- ü. in r. e. o» rt >, lt» ch ch 5 ch en b. lit id Zs ö- >e. n« er 'S ca »l, >a» io^et und mit Hilfe deS Eises, welches uns z>-r Brücke Hannoveraner und Spanier mehr zv KrlegSgefanz. dniUe, bewerkstelligt werden ist. 158 Kanonen, ne zu machen, aufgehoben. Dühem und Panis stnv odnc jene von Grave, l6ooGcfangnc, ohne die Be« neulich , als sic aus der Konveniion giengen, in einem sakuna von Grave, lr — izooMann stark, weiche sich unter ihnen cnlstanvnen Streik b-s zu Tätlichkeiten alcichfalls zu Kkiegsgefangue ergeben hat, zoo Hser. gekommen und muffen, um Mord und Todichiag zu de, viele Bagage und Munition , die Kasse eines Re- verhindern, von den Umstehenden auseinander gebracht qimcnls, sind die Frucht dieser Siege rc.Der nämliche werden. — Die Gewinde Monlmarat hat ihren alte» Carnor meldete auch vor einigen Tagen die Einnahme Nahmen Montmartre wieder angenommen und der der MaMeimcr Rheirischanze. Er verlas die Schrei- Konvention die Anreize davon gemacht, be» der Repräsentanten Merlin und Fcrrand, des Strasburg, vom 8. Jan. Von Metz triffi heute General M ckaub und die geschloßne Kapitulation. — folgclfte Nachricht ein: Die Garnison von Luxemburg Dühem, Lesage-EenaMt und einige andere jakobinisch, habe den 22. Dec. vor. Jahrs mit üooo Mann ei. gesinnte Mitglieder foderlcn er»? zweite Ablesung, nen wülhenden Ausfall geryan. Sic drückte anfangs Nachdem Lust geschehen war, verlangte Lesage, daß unsre Vorposten zurück, allein die republikanischen Ge. -der Heilsausschuß Bericht über diese Kapitulation ad. neräle brachten sogleich den Relranchements beträcht. statten soll, worinn, wie er sagte, der Feind uns Ge- liche Hülfe, als die Oesterreicher Miene machten, an. setze vvrgcschrieben zu haben scheine und bas franzöfl. zugreife!,, es entstund eines der hartnäckigsten Gefechte, sche Volk heradgewürdigt werde. Carnvt antworlele, bcy welchem beiderseits viel Volk auf dem Platz , daß wiche Reden nzir von Mfnschen kommen könnten, biied, ohne daß der eine oder der andre Theil nur welchen die, Lage des in Frag^ stehenden Forts nicht einen Schuh breit zurückwich. Endlich zogen sich tue . bekannt icy. Mgnrcheiin liege ohngefähr einen Kano. Ocsterrelcher zurück, allein während der Schlacht feuer. - nenschuß weil auf dem rechten Rheinufer; die Rvein- ten ste auf eine gewisse Anzahl Wägen mit Lcbenrmit. schanze scy auf dem linken um. Ich versichere, setzte tcln, welche in den Gegenden des Glacis dieses Platzes Carnot hmzu, baß seit Eröffnung des Feldzugs, keine stehe» geblieben waren. Unsre Truppen kamen ihnen Expedition ernsthafter gewesen ist; der Much und die aber zuvor und nahmen während dem Rückzug etliche Slandhastigkeis unsrer Armeen gehörten dazu, um sich Wägen weg. In diesem Augenblick ist die Festung dieses Forts zu bewestern, vor welchem man die Tran. Luxemburg viel enger ringeschlossen. , cheen mitten linier Schnee und Eis eröffnet und das Genua, nach einem eMudlgcn Bombardement kapirulttt hat. Genua, vom 29. Dec. Die Franzosen gehen in Ohne Zweifel Halle man Mannheim in Asche legen Toulon mit irgend einer grossen Unternehmung um, können; allem wir hätten 7 bis 8 lausend Mann welche aller Wahrscheinlichkeit nach auf Cor,ika gemünzt verlohcen. Konnten die Repräsentanten Bedenken ist. Sie haben nemlich daselbst eine Flotte zusammen, tragen, eine Kapitulation anzunchmen, welche man gebracht, welche vhngefehr der brittischcn unter dem ihnen anbol? Nein, schne man von allen Seilen. Diceabmiral Hotham gleich ist; vorzüglich aber sam- Lesage . Senault vcrsichcrle- er habe diese Erklärung melten ste seit mchrern Monaten eine ungeheure Menge nölhig gehabt. Uever rieft Acusserung entstund ein Transportschiffe, um eine ganze Armee von Landrrup. allgemeines Murr»!; ei» M-tg-tto wollte Lesage anr. pen ans denselben einschiffen zu können; wirklich rech- worlen , allein die Vcriammlung gierig zur Ta- net man bereits zovoo Mann, welche in Touftn, . gesordnung über und dekretiere unter allgemeinem und der Nachbarschaft versammelt sind, um einqeichifft Handeklal.chen, daß die Rhein - Armee sorifahre , zu werden; diese wurden größtcnkheils aus Savoyen i sich um das V -erla, b verdient zu machen. — herausgezogen, weil gegenwärtig für diese Provinz Zu Toulon sind 78 Stt lffc mit Gelraide von Tunis nichts zu befürchten ist, indem die Bässe aus PieMont angekommcn. — Nach Bueien aus Philadelphia find dahin alle mit hohem Schnee bedeckt sind Lanfk'die tle Brillen wirrer aus St. Marc auf der Jnftl St. Touloner Flotte ans, so wird es wahrscheinlich zu ei. Domingo vertrieben worden und werden zu Port.au. ncm sehr hitzigen Seetreffen kommen; denn Hotham Prince rurch bieScdwarzen block,rt.—Die Nat.Konvcn- kreutzt mit der brittischcn Flotte zwischen Toulon und tion hat dlkier Tagen «». weitwufiges Dekret über die Corsika, um sich den Franzosen in den Weg zu stellen Verbesserung des Handels und Ackerbaus, so wie über Die neuesten Berichte aus Spanien bestätigen die Nie^ die Mittel, «ine grosse Anzahl Assignaten aus dem Verlagen der spannischen Korps und den Tod des Ge. Umlauf,n bringen , angenommen, auch die Naviga. nerals Grafen von Union, auch der Prinz von t.onsacte, das auf das Vermögen der Ausländer ge. Monlfork und der Herzog von Jnfantado nebst vielen legi« Sequester und den harten Befehl, keine Britten, vornehmen Officiers kamen um. Mit der Belagerung c 28 ) »er Festung und des HavenS Rosas will es jedoch nicht recht fort; die Spanier haben daselbst eine starke Besatzung, welche öfters nicht unglückliche Ausfälle auf die Franzosen macht und «ine spanische Flotte von ir Linienschiffen, 15 Fregatten und vielen Kanonierscha. luven deckt nicht allein de» Häven, sondern versieht auch die Stadt mit allen Bedürfnissen. Auch heißt es, die Linienschiffe dieser spanijchcn Flotte würden zu der brimschen stoffen, um gemeinschaftlich gegen die Franzosen zu fechten. Portugal!. Lissabon«, vom 18 Nov. Den roten dieses ge« gen 8 Uhr Abends sah man aus dem König!. Pallast Ajonda einen dicken Rauch aufgchrn. Bei dem schien« uigsten Nachsuchen fand man, baß der Anfang des Feuers in einem Vorhang der Appartements des König!. Prinzen von Brasilien gewesen und das Feuer bereits die Zimmer der königlichen Prinzeßinn und des Prinzen Peter Carl ergriffen habe. Sogleich rräf man alle Anstalten, die königlichen Personen sammt Bedienung aus dem Pallast zu entfernen, den Flammen aber Einhalt zu thun, war nicht möglich und so war eine Stunde nach Mitternacht keine andre Spur »0» dem König!. Pallast mehr zu sehen, als ein Aschen« Haufe. Die Ungeheuern Schätze von Geschmuck und «inen Theil des Silbers konnte man noch retten und die König!. Pairiarchalkapelle dadurch, daß man den Bogen einriß, mit dem sie an den König!. Pallast an- hieng. Mit dem ungeheuren Gebäude des PallasteS wurden auch alle übrige Einrichtungen und kostbare Mobilien ein Raub der Flammen, ob man gleich vie. les davon in den angelegten Garten geworfen hatte; Mdem die ausgebrechne Stücke von stammendem Holz und dir Zukückprellung der Hitze der großen Flamme «ach und nach auch das Gerettet verzehrten. Von der großen Zahl der Arbeiter sind nur 4 Mann und 5 Soldaten m dem Feuer umgekommen. Der Schaden erstreckt sich auf viele Millionen. Bewundernswürdig war die Gegenwart des Geistes der Königt. Prinzeßinn von Brasilien, welche doch bereits im 6ten Monat gesegneten Leibes ist und noch den vorigen Mnth zusprsch, auch sie zur Ergebung in den gö liechen W llen ermahnte. — Die Kapereien der Franzosen richten bey unsrer Seetzandlung einen unermeßlichen Schaden an. Besonders sind denselben mehrere uns. rer mit Gütern aus Brasilien reich beladnen Schiffe in di« Hände gefallen. Neapel. Neapel, vom LZ Dec, Gestern und heute ist Hier eine sehr große Menge Schnee gefallen, welchen Mt selche Kälte begleitet, baß man beinahe nicht über di« Straßen gehen kann. Sine für hiesig« Stadt «ns«, wohnliche Sache. Italien. Livorns, vom 26 Dec. Zwey Tage nacheinander hatten wir stürmischen Sirokkowind und fürchten, daß dadurch einige Schiffe mögen gelitten haben, indem an unserm Liltorale verschicdne Schiffslrümmcr an. kommen. Zu Vada ist, wie man erfährt, eine Polak- ke mit Getraid von Ankona kommend zu Grund gegangen. Die von hier abgegangene briktische Flotte, da sie nicht geraden WegS nach Korsika gefegetr ist, muß ihren Weg nach den Hieertschen Inseln genomme» haben. Rußland. Riga, vom 25 Dec. Unser Hof ist mit dem Kay. fer wegen der Armer, dir zum Beystand derKoalilion an den Rhein in Bewegung gesetzt werden sollte, noch nicht überelngekommen. Mit einem kleinen LorpS ist für den Krieg gegen dir Franzosen nichts ausgerichiet und rin Beträchtliches kann unser Höf nichtabgehen lassen.Wir müssen gegen die Pforte immer eine Armee von 150,000 Mann in Bereitschaft halten. Gegen Schwe. den, in Rußisch-Finnland ein Chor von 25 vOoMann. In Polen 50,002 Mann. Man kann sich daher leicht verstellen, baß diese Verhältnisse unfern Hof dasjenige zum Beßren Deutschlands nicht zu th>,n erlauben, waS man in einer andern Lage gerne thun würde. Indessen wenn unser Hof die Ruhe im Norden allein auf sich nimmt, so erhält der preußische Hof steye Hände, seine Macht zum Beßten der Koalition zu verstärken, wiewohl noch alles bußsalls von Zeit und Umständen abhängt, da wir selbst noch nicht gänzlich der Gefahr eines neuen Kriegs enthoben find. Vermische« Nachrichten. Der amerikanische Gesandte Herr Jay, soll von den vereinigten nordamcrikanischen Staaten die Anweisung erhalten haben, um die Vermittlung des brit» tischen Hofs zum Beßten des unglücklichen Lafayette na chzusuchcn. DodreS'Anzeige. Nach mehrcrn in meiner Familie seit wenig Jahren rrltttncn mir sehr schmerzhaften Tiauersällen, ist nun auch meine geliebte Schwägerin», die verwitlibtr Pfarrerinn Frau Sabine Calharine Mauritii, eine gt- bohrne Schöpflin in Carlscuhe gestern Mittags um rr Uhr in einem Alter von 42 Jahren an einem Faulficber gestorben. Sie hintcrläßt 6 nun Vater und Mutterlose Matten, die ich all ihren und meinen Gon« nern und Freunden hicrnit angelegentlichst empfehle, KönißSbach den I2len Januar ,794. * Herbster Pfarrer aUhier.