Pag. Z8;. Nro. 75. Larlsruher Mittwochs » 7 Zeitung d e n 24. Iun y, 9 Mit Hochfürstlich . Markgräflich . Badischem gnädigstem Privilegs. Haag, vom y Iuny. Seit der Ankunft der offi« ereilen Nachricht von der Ratifikation unsers Traktats mit der französischen Rcpublick, den Zlcn dieses, be- trachtet man diesen Traktat als vollgültig. --- Dieser Allianz zufolge bereiten fich itzt unsre Gäste, uns zu verlassen, »m «ach Frankreich oder zur Rhein-Armee zu gehen ; indessen scheint es, daß ein Mil in unscrm Sold blnben werde, um unsre Konstitution, die Frucht der dusch.sie bewirkten Siaalsvcränderung, befestigen zu Krisen. — Generalmaivr van Ryffel ist von den Genrralstaaten zum General.Lieutnanr der Infanterie und der Bürger Kemperijiar zum Getzeral-Münzmei- stcr der R pudliL ernannt Worden. Huch die' Ein« wchner der Graschaft Kuilcmberg haben nach Ancr, kennung der Rechte des Menschen, die quf> der Person des Prinzen von Oranicn ruhende grasiiche Wüxde mit allen razu gehörigen Verrichtungen und Verhältnissen abgeschaft und dir Einwohner von dem ihrem Grafen geschwornen Eid und Gehorsam loFgeiprochen.- Durch Zwo!!, paßiren viele fcanzöstichr Trupnen, welche vorzüglich aus' Groningen und Frießland kommen, ihren Weg' über Deventer, Aülphen und Ar'nhejzji §ach N mwcgen nehmen und wie' verlautet, nach Mainz marschtren, — Die Reprgftytanten von Holland haben alle Kirchen und Gotteshäuser, weiche bisher die auf die Gebäude gelegte Abgaben bezahlt haben, ins künftige hievon befre.!t; jedoch unter der Beding«»- daß die Rückstände dis zum Job»- 779.4, bzzahlt werden»^ Bei) Gelegenheit der «Malen Ra., ficht,'pn des Mischen" Frankreich und der Repudlick gefchloßney Friedens^ haben dir Repräsentanten von Hvilapd ^schlossen, .Ach dey i7ten d. sämmtiich an einem öffentlichen Platz im Haag zu vistsammlen, um daselbst dem Schöpfer für seine durch das Geschenk der Freiheit erzeigte Güte zu danken und seinen Segen für da- künftige Wohl der Republick zu erstehen. Rheinstrom, vom «7 Iuny. Heute ist die erste Kolonne der Luxemburger Garnison auf unsrer Seite überschifk 'worden. Fcldmarschall Baron von Bender kam schon gestern nach Koblenz; speißte da und fuhr weiter fort — man sagt, — nach Wien. ...Regensburg, vom 77 Iunp. Ju dem heutige» ousserordemlichen, Reichsrath hat Bayern im Chur-und Fürst!. Collegio votftt. In letzkrem Haben auch Lü. deck/ Hildeehetm und Paderborn ihre Stimmen zu Protokoll gegeben. Sie ersuchen sämtlich Kaiser!. Majestät um eine baldigste Friedenseinleilung. Bayern trägt auch mit seinen Nebenstim.. n aus die Rück» spräche mit Sr. König!. Preussuchen Majestät an. Am Schlug äufferte das Fürstl Direktorium, eSwoüe das Protokoll noch einige Zeit offen behalten, weil es in.,dieser höchst w-ch-igeo Sache erforderlich scy, wo möglich alle Stimmen zu sammeln. Die Vota majora siud nun tm Chur, und Fürst! Collegio für die Rück, spräche mit dem König von Preuffen, da heute Bayern nm seinen HauSsttmmrn auch auf die Seite getreten ist. lz-igeachiet tu . meisten Stimmen für Frankfurt als den Congreßort sind »sto. tragen sie doch nur vvrschlagswcjsx darauf an und ü-erlassen die Wahl Kaiser!. Majestät; map scheint aber Kaiser!. Seils nicht so sehr für diese Stadt als für eine andre- in der Schweiz geneigt zu ( Z86 ) seyn. — Diesen Morzeü ist der als Eilbuhe nach Wien gesandte Churbrauuschweigische Lcgationskanz, list La Grange von da zurück gekommen. — Gestern ist, dem Vernehmen noch, rin französischer Agent, welcher in Nürnberg arretict worden, wo er sich aof- gehalten haben soll, von zwey Kaiser!. Weib. Unter, vfflciers von hier aus nach Wien transporiirt worden. Schreibe» aus Lüttich, vom 17 Iuny. Gestern find 6000 Mann französischer Kavallerie, die aus Deutschland kommen, in hiesiger Gegend eingcrückc, wo sie auf den schönen Feldern fouragiren. Die Theu. rung ist — bis zur Hungersnoth gestiegen und die Krankheiten raffe» viele Menschen weg. Man ist sehr traurig, weil neuerdings Befehle gekommen sind, die Kontributionen mit aller Gewalt einzutreiden. Frankfurt, vom ly Iuny. Ein Schreiben aus Mannheim vom igten d. meldet, von dem französi. scheu Volksrevr'äsentanlen und Gcneraleff* sehen- den- irten höfliche Briefe eingetroffen, mit der Nachricht, daß nach 6 monatlichem unaufhörlichem Ansuchen, den Ausgewanderten aus der Pfalz endlich gestaltet worden sty, in ihre Wohnungen über Rhein zorückzukehren. Auch wurde verwilligt, bas Heu auf ein und anderer Rheinau für jenseitige Einwohner cinlhun zu dürfen. Schreiben aus 8reybu«g , Nom 2S Iuny. In No. 72 Ihrer Zeitung war ein Äuszug eines Schreiben» aus Freyburg vom rnen Iuny eiogerückt, welches von niemand anderm als einem Uedelgkstnnten, oder sonst boßhasten nur allzugerne Furcht, Angst und Schrecken durch ein ganzes Land zu verbreiten befliß- nen Niederträchtigen ersonnen und eingesanbk werben konnte. Zur Beruhigung des gesummten PubMucks wird hiermit der ganze vorgedachki Artickel scyerlichst und z'flichtmäßig wiveriprochen; hingegen auf Ehre versichert, daß weder Se. Excellenz Till. Herr General, noch jemand anderer dem vermäligen Herrn Rckror der dastgen K. K. -V. O. hohen Schul« einen solchen Auftrag gegeben habe und folglich der ganze ringe- sandte Artikel von der ersten bis zur leiten Sylbr eine boßhafte Erdichtung >ftye. '' ,, Vallendar, voni 2O. Iuny. Di« französische Armeen haben den General Bender überall'mit Ehrfurcht empfangen. In Trier schrieen die'Bürger, da er durchgefahren ist, es lebe Benderl Seil dem Mai be- tzmn in Luxemburg jeder Mann täglich nur ein Halb Pfund Brod und rin Pfund Pferdefleisch. Die Feitzde^ haben stch gegen die ausmarschirendo Garnison auf' dem ganzen Marsch in ihrer Eskortietzüq edel und-gtit betragen. Man hörte nicht ein bBes Wobt aüif dir Soldaten werfen. Auch Hai das Regime« Bist*«?- auf dem ganzen Hermarsch nicht eine» einzigen Man» verloren und nicht einen Kranken zurückgelasscn. Frankfurt, vom 21 Iuny. Dermalen ist vor Mainz alles ruhig, mau versichert, es wären auS dem französischen Lager vor diesem Platz acht Baka-llon ab- gegangen; die Reserve . Artillerie der Oestcrreicher, welche zu Mainz war, ist nach Günzdurg m Schwaben adgcgangen. Das Gerücht erneuert stch wieder, dey Gelegenheit eines Waffenstillstands zwischen d:m Römisch Deuischen Reich und Frankreich würbe die Festung Mainz für mulral erklärt und' als solche von de» Preußischen Truppen besetzt werden. Mannheim, vom 22 Iuny. Eine grosse Menge Einwohner von dem jenseitigen Rheiu. Ufer, welche endlich von Seilen derFranzosen die Erlaubnis erhielten, wieder zu den Ihrigen zurückkeyrcn zu dürfen, haben heute vor unsrer Stadt den Rhein paßirt. Italien. Rom, vom 7 Iuny. Hier sind einige Deputate vom cvrstkanischco Parlament, in Begleitung eines briltischcn Kommiffarius angekommea, um mit dem päbstlichen Stuhl eine neue Einrichtung der kirchlichen Angelegrnheilen von Corstka zu verabreden. Mehrere Artickel, ob sie gleich wider das Herkommen und das allgemeine System sind, sollen doch vielleicht in Hinsicht auf die gegenwärtige besondr« Lage der Insel Corstka angenommen werden, wenigstens dürfte» ste weder gerade zu verworfen, noch auch gulgeheiffen werden. So dürft« zum Beyspiel die Einschränkung der corstkani- scheu Bisthümer dreh kleinen Schwierigkeiten aus. gesetzt seyn. Aber darein wird der päbstiiche Stuhl nicht willigen, daß die Regierung sich der Güter und des Eigenrhums dieser Bisthümer gegen ein jährliches bestimmtes Gehall bemächtige. Diese Neuerung, wel. che das Parlament von Corstka beabsichtigt, würde ein allzugefähkliches Beyspiel zumal ln den gegenwärtigen Zeiten seyn. Durch ste würde der Kirche das Neckt benommen, ein Eigentum zu besitze»; bas Ansehen der Bischöffe und selbst auch die geistliche Leitung des Volks würden dadurch beeinträchtigt, wenn die Bischofs« zu Staatsbcsolvelkn und Pensionisten umgeschaf. fen würden. Man hoft also die Weisheit des päbst» liehen Stuhls werde das corsikaniscke Parlament von diesem Vorhaben abdrisgen und Grosbriltanien dahin geneigt machen, daß eS paS Eigenthum der Bischöffe, und der Kirche auf dieser Insel schütze. Aus Italien, vom y Iuny. Zu Livorno ist de» zten die driliischc Fregatte, der Argus, welche von der Flott« kam, «iogelaufen; diese kttuzl noch gegenwärtig auf der Höhe von Toulon, um sowohl die aus Grosbrik^ tqnie» kommende Verstärkung, als auH btt spanische t 387 ) Eskader, die sich mit ihr vereinige« soll, zu erwarten. _Den aasten v. M. wurden zu Palermo in Sici- ükn die bekannten Staatsverbrecher hingecichtet. Das Oberhaupt derselben, der Advokat Blast, erst 27 Jahr alt, ward »ach auSgestandner Tortur enthauptet, z Haupwerbcecher wurden gehangen und mehrere lheilS zur Festungs. thtils zu andern öffentlichen Arbeiten verurch tlt. —- Nach den jüngsten Nachrichten von Turm war der Leneral de Vws mit novo Mann im Begriff, den Feldzug zu eröffnen. Die Vorposten hatten schon Befehl , den Feind anzugreifen; allem «ach einer ertzatt/en Stafette unterblieb es, Zu Ccva wurden 150 Franzosen und y Officiers gegen eben so viel Piemvnleftc arwgewechsclr. Mailand, vom iz. Iuiiy. Die österreichisch, sardwffche Armee «ulcr dem General D vinS steht dey Dego und scheint eine Unternehmung gegen Oneglia tam mittelländischen Meer zu Piemont gehörig , aber von den Franzosen besetzt,) im Schild z» füh.'-n. Noch immer kommen deutsche Truppen zur Verstärkung an; »ieser Tagen lrffen aus O-sterretch zoo Artilleristen mit zo Kanonen ein, die sogleich weiter zur Armee abgiengen. Die beyden ucapolilaniichen Kavallerieregi. menter, die seit einem Jahr in Piemont stehen, And nun gleichfalls zur Hauptarmce gezogen worden. Ue- drigens bleibt es doch räthselhaft, warum der diesiäh. rige . Feldzug noch nicht mit entschcivenden Austritten eröffnet worden, da die Jahrszeir doch schon ziemlich vorgerückt ist und dir Franzosen einen Theil ihrer Li. mcnlruppra gegen das rebellische Toulon haben abschik- ken müssen, wodurch ihre italienische Armee io «lwas geschwächt wurde. Grosbrittanien. Schreibe», aus London, vom z. Innp. Herr d'Hervilly, Commaudrur ver französischen Legion zu Southampton und die andern französischen OffcierS haben Befehl erhalten, sich aufs schleunigste zu ihre« Lorps z» verfügen und Ach zur Einschiffung fertig zu halten. Der Plan einer Expedition und Landung bey St. Mato an der französischen Küste, um die dortigen Royalisten zu unterstützen, ist wieder erneuert, zu. mai da viele von Brest enrkommne brittischr Gefangne melden, die Brest» Flotte ftp größrcntheiis adgklakclt und könne nicht wirksam seyn. Der Biichoff von Dol und viele aus Bretagne ausgewanderte Geistliche wer« den Mleich mit nach ber französtschea Küste adgehen. Die aus der Vendre und aus Bretagne hier ringe, gangne Nachrichten erregen viele Aufmerksamkckk. In dem Frieden, welchen die borkigen Royalisten gemacht haben, wird weder vo« Unterwürfigkeit, noch von Ver, «yisM mit dv sraozöstschen Republick gesprochey. Es scheint, als wenn Ae ein besonders Volk fsrinire* wollen, welches eine bewaffnete Neutralität beobachte» und Ach auf seine eigne Axt regieren will. Man Acht hier einige geheime Ärückel, -er mit den Chouansu?«» den Einwohnern ber Vendee von Seiten der fcanzöfi« scheu Rcpudück gemachten Traktaten. ES heißt im »o'.ca Arttckcl, essotlte eine bewaffnete Macht von hun. bemausend Mann unter dem Namen von Territorial»- gardcn unterhalten werden, welche zwar das Gouver« uement bezahlen, welche aber koch nicht die republika- uilche Uniform tragen wird. Im 1 nen heißt es: Die Vendeer sollen keinem äußerlichen Abzeichen der Repu« bück unterworfen seyn; im iLlen: Es soll keine Muni, «palitäl unter irgend einem Vorwand errichtet werden. Letzte» Mittwoch haben Vre Eigcnrhümer derOstindischea Compagnie m Betracht der langen, getreuen und wich« tigcn Dienste des Warren Hagings Esq. mit einer Mehrheit von 508 gegen 220 Stimmen, selbigem eine Annuität vo» Llausend Pf. Sterling vom 1. Ja». 1795 an aus den Terttlorialeinkünften ber Compagnie wahrend ihres ausschlussenden Handels und üverdem 71080 Pfund zur Erstattung seiner gehabten Proceßko« sten bewilligt. Alle 4 Packelböle, welche bisher vo» Cuxhaven fehlten und wegen welcher man so besorgt gewesen war, find heute Morgen glücklich angekom. men. Zugleich find 4 Eilboten vom vestcn Land augelangt. Aus Irland wird das /Zste Regiment nach Ostindien eingcschiffl. Lord Bcigbporl ist itzt von hier nach Portsmouth abgereißr, um mit der grossen Flotte bei dem erste» günstigen Wmd in See zu gehen. Es waren 2 französische Officiers von Guadeloupe, welche die holländische Insel St. Eustach auffordcrtrn, sich zu ergeben, mit dem Versprechen, das Eigenkhum der Einwohner sollte geschützt werde» und die Fran. zösische und holländische Flagge zusammen auf der Insei wehen, wenn die Einwohner monatlich rzo» Iohanna's ( jeden zu zh engl. Schillingen ) zahl, len und alle Neger ftey ließen. Diese Aufforderung ward aber abgeschlagen und die Absicht der Franzosen, die Insel in Besitz zu nehmen, vereitelt. Den iz. April befanden fiey die beiden baltischen Kriegsschiffe, Veteran von 64 und Adamant von zo Kanonen, auf der Rheede von Sr. Eustach und die holländische Flag, ge mehre auf den Ufern. — Es find bereits mehrere Amerikanische Schiffe in unfern Häven aufgebracht, welche mit Korn und Lebensmitteln nach Frankreich bestimmt waren. Das Gerücht, Vas Vorgebürg der guten Hoffnung wäre vo» den Britten genommen wor. den, erneuert sich. — Am Mittwoch brachte Here Pitt dir Bill ein, wodurch der Prinzessin», von Wallis er» WirlwkUleibgrbiag vo« zotausend Pfund Sterlmz ( 388 ) jährlich gesichert w.ird. — Als der Bericht über die Kaisers. Anleihe hcraufaebrschl wurde, erklärte sich Herr Snuth weitlärmig über die Wahrscheinlichkeit, G'oebriltanien werde diele 4 M>ll. hmaihunderltausend Pfund Sterl. verlieren, ohne ein Acquivalent dafür zu erhalten. Er berief sieb hicrbey aus bas Refcript des Kaisers nach Regensdurg woraus erhelle, der Kaiser werde Friede machen und auf den erschöpften Zu« Kand der Kaiserlichen Finanzen. Uebcrdies. sagte er, könne man nicht viel von der Mitwürkung des Kaisers erwarten, geictzt, es üy Sr. Majestät auch Ernst, als König von Ungarn' und Böhmen den Krieg mit Nachdruck forzufttzen. Es würbe auch der Staals- klugheit des W'c»er Hofs widersprechen, sich im Krieg gegen Frankreich zu erschöpfen da Oesterreich vielleicht bald mit einer gewissen andern Macht, mit welcher es itzt disharmonire, zerfallen dürf e. Auch Herr Fox sprach wieder stark gegen diese Anleihe und behauptete, daß wir auf ein Gerathewohl die Bezahlung einer so ungeheuren Summe garanliren. — Herr Pitt antwortete: bei dem itzigen Zustand der Dinge in Frank, reich wären die Hoffnungen, die man von der Coopc. ration des Kaisers unterhalten könnte, zehnfach ver. mehrt Word n. Er habe auch keinen Zweifel, das Jn- 'teresse und die Politik werde den Kaiser vermögen, den Krieg fortzuiktzen, gesetzt, er möchte auch als Oberhaupt des deutschen Reichs geneigt seyn, auf Fricdensvorschläge zu hören und die ganze Geschichte beweise es, daß das Kaiserliche Haus in allen seinen Traktaten mit Pünktlichkeit Treue und Glauben Halle. Als darüber gestimmt wurde, ob der Bericht das zwei, «mal verlesen werden sollte, fanden stch 6o Stimmen dafür und zz dawider. — Der Antrag, welchen Herr Barham machte, das Betragen der Generale Sir Charles Grey und Sir John Ierris bei Einnahme der Französisch . Westindischen Inseln zu untersuchen und die von ihnen erlaßnen bekannten Proklamationen zu widerrufen, ist abermals verworfen worben. Herr Sheridan gab bey dieser Gelegenheit die Beute, wel. che jene Generals gemacht, auf iZotausenb, Herr Lushingtvn aber auf Zzotausend Pfund Sterl. an. Polen. Dparow, im Smdomirischen, vom 4 Iuny. Aus den von den Preussen besetzten Teilen Pohlens, besonders aus dem sogenannten Grosxohlen, bestatt!, gen alle Reuende die Aussagen, baß stch die Preussen auf das emsigste zu verschanzen fortfahren, ein gleiches Ihun sie auch in unfern Gegenden im Sendomirischen «nd Krakamschen, wo sie bereits hin und wieder Bat. terien aufgeworfen haben. Als fle jüngst gefragt wur, den, warum sie ffch denn so vcrfthanjkkn, als wenn der Feind schon in der Nähe wäre? aniworteten sie: Es geschehe nur aus Vorsorge een häufigen Deürtio. neu vorzubeugen. Lemberg, vom y Iunv. Di' Preußen verschal,» zen stch längst der W ich'el ben C kau dis S.ndomir mit aller Gewalt, nicpl anderst, is ob st-' inen fcinv, lieben Angriff erwarteten Daß stch ein ruß.schesHeer gegen Crakau zieht, ist ausser Zwuftl. Es Hecht, der Prinz von Hohenlohe, der bisher ein preußisches Korps in den Weingegenden kommankirte, werke nächsten» das Kommando über 52,000 Preußen, die sich ln Süd. preußen zusammen ziehen, erhallen. So erhebt sich also in Norden ein neues drohendes Ungcwitcr, das, wenn es einmal ausgedrochen ist, bald wcilcr um sich greiffen dürfte. Genua. Genua, vom n Iuny. Noch immer kreutzt di« brillssche Flotte unter Admiral Ho'ham in den Gewässern von Toulon und erwartet Verstärkung th.ilS aus Grosbrittaiuen, (die auch bereits in der Mitte deS May von da abgcstgclt ist, thcils aus Spanien.) Letztere würde schon früher eingetroffen seyn, wenn nicht auf der spanischen Flotte, die auf der Insel Majorca liegt, ein bößartiges Fieber ausgedrochen wäre, an welchem ein großer Theil der Sch-ffsbesatzurig krank darnieder liegt. vermischte Nachrichten. Dumourricr soll vor vier Wochen in Frankreich gewesen, drry Tage in einem nur zwry Stunden von Paris enlfernlcn Dorf, Bondi genannt, wo er sich mit seinen Freunden und mit den Freunden der Kon. stitution von Anno 178Y bcrarhschlagt hat, geblubey, hernach in die Schweitz zurückgekommen und wie mail sagt» wirklich wieder in Lyon seyn. Er soll einen grosen Zusammenhang mit den V ndeeisten haben, um bey Ge- legenhcir'mit ihnen — glücklich zu würken. Der Werlh des Luxemburger Zeughauses wird auf 17 Millionen geschätzt. In der Kricgskasse haben die Franzosen, wie «ach einer solchen Belagerung natür» lich ist, nichts gesunden. Es sind 12 Bomben und ungefähr 1500 kleine Kugeln in die. Hlavt gefahren,, wodurch io Personen verunglückt find. Von Constanz kehren die französschrn Ausgewan. berte schaarenweis in ihre Heimakh zurück und hat stch die dastge Colonie, welche in die tausende gierig, sehr verringert. Proftssonisten, Edelleule und.Geistliche^, allcs kehr: wieder heim. Das Gerücht, als ob Polen in seiner völligen Un. abhängigkeit wieder hergestellt und ein russischer Prinz zum künftigen Thronfolger erwählt werde, er, neuert sich abermals mit vieler SHabrsHeinIlchkrit,