Nro. izr. Pag. 691. a r l s r u h e r Zeitung. Zreytags den i November. 179z. Mil Hschfürstlich - Markgräflich ' Badischem gnädigsten Privilegien ...... LL !. ä 7 ä KL5LK0. ^VV^rlUsvs ^«nois Römisch - Deutsches Reich. Rheinstrom, vom 24 Ocft Im Fürfleuthum Saardcükken ist noch nichts Wichtiges vorgcfasten. In der Stadt Saarbrücken, hak man den Bürgern alle Bettungen. Dich. Fourags rc. weggenommen; die Glocken der Kirchen geraubt und der ganzen Stadt noch eine förmliche Plünderung Vorbehalten. — Aachen, vom 26 (Der. Der Staub der Armeen an der Sambre ist noch immer der ncmlichc; die Allmten dies-und die Feinde jenseits des Flusses. Der größte Theil des Bclagcrungs. Geschützes und des schweren Grpäks ist auf Bossül bei Mons zurükgckom« men. Das zu Tirlemont von Britten errichtete Uh» lauen-Korps, paßirte den nzstrn p. Brüssel. Die Franzosen sollen wirklich im Ernst ein Landungs-Plv- jckt auf England Vorhaben. Hauptquartier Srumpr, vom 27 Oct. Unser von der am l2ten Sepk. erhaltnen Conkuston sich kaum erholie und bei der Attake der Wcissenburger Linie, ohnweik Lauterburg, wieder in einen Kavallerie-Choc, samt dem Pferd, gewönne General von Jelachich, be. ßndet sich, zu seiner Brigade allgemeinem Leid, in Laulerburq abwesend; dieser kluge, tapfre, wachsame und uncrmüdele General, in weichem alle, einem General nöihige Eigenschaften gewiß im hohen Grad vereinigt sind, har sich in den Affaircn vom ntcn I2ten röte» und iZtm Sept. dann den izten Oct. von jenen unter seinem Kommando gestanbnen Reichs, Truppen, Frei - Korpistcn und andern Kaiserlichen Truppen, ein ausserordentliches Zutrauen erworben und fs wie er seine Untergeben; mit Klugheit anführt auch bei jeder Gelegenheit zu schonen weiß, kemu er,für seine eigne Person, gewiß kelncGcfahr, denn er ist überall dabei, so wie er auch, da, wo er geworfen worden, an der Spize nur von 42 Oesterreich. Wurmfersschen Fre-korps Husaren war, mit welchen er jenen zum Sturm an der Schanze anrükkenden gleich nachftlgke und mit ihnen, wie die Franzosen aus der Schanze flohen, sich bet den Lamerburger PMsaden seien wvü, ten und mit den Michallievichlühe« Frrikorolsten zu Plänkeln ansingen, dieftn zu Hilft geeilt ist, oyire aus die Nachcükkcnde und wegen großem Sumos nicdt an. bcrs als Desiliren und von Pftrde» absteigend, ruich» kommen könnende Oesterreich. Wur^ferlftbc Frey- Husaren Division zu erwarten, mit welcher Dwrsivn, die ihn erst in Lauterburg eingeholk hatte, ec selbst wieder, ohne nur einen Augenvlik, sich Lau» lerdurq zu verweilen, den flüchtigen Feind, vis in die späte Nacht, wo nur möglich war, emhaueod nach- setzke, vhngeachtet, er von dem gemachten Stur; kaum zn Pferd gejessen und Schwindel und Zcrschla. genheit des ganzen Körpers klagte. Dieser General weicher den irren igten und lytcn Sepk. Wunder der Tapferkeit gethan, hat sich den izten Octobcr auch dadurch ausgezeichnet, daß er bei Eroberung der Schanze am Rbem, welche mit d und 7 Klaftern breiten und liefen Wasser-Gräben umgeben war, wo man wegen den großen Sümpfe mit Kanonen gar nicht und nur mit der Infanterie, Mann für Mann defistrend, nyu Seiten des Bienenwalds, zu kommen kann, nach ausgehabten Befehl, den wahren Zeüpunkt zur Attake fs gut ab» zuwarken gewußt hat, als im widkiaen Fafl, nicht nur feine ganze Brigade mal avcopos sicrificwc wor» den wäre, sondern auch die ganze ,0 glüklich auSge- fallne Affaire für uns nachrheiiige Folgen häkle nach sich ziehen können. Es ist Niemand, der diese» würdigen General in einer feindlichen Gelegenheit gesehen, der nicht jagen muß, daß es um einen jeden Augen» blick Schade sey, m welchem derselbe »on der Armee abwesend ist; welches auch der gemeine Mann >agt, woraus erhellt, daß dieser seinen Vorgefttzten nach seiner Verdienste Maas zu schätzen weis. Von einem Osficftr vom wnrmserifchen Rorps -'Armee. Oesterreichs Niederlande. Hauptquartier Vavav, vom 17 Oct. Gestern war ein glücklicher T«g für uns. General Otto hat die Franzosen an der Seilt von Bvuchain geschlagen. r 692 1 Er lockte dieselben kn eine Ebene/ wo sie ihre Nieder, tage fanden. Sie ließen 602 Todte zurück. Die üb. rigen liefen über Hals und Kopf nach Bouchani. Officieller Tags-Bericht der Laiftrlichen, mir Brit» ten, Hannoveranern, Preußen und Holländern vcrbundncn Haupt - Armee. Hauptquartier - d. Lavai vom 17. Oktober. Heule bezog die Armee zwischen Berlaimonl und Mecbes le Chateau, auf dsc Samdre linkem Ufer, ein Lager und nahm hier das Hauptquaccier. Am i§. und 19. fiel bei der Armee nichts neues vor. Am 20. wurde über den glükiichen S>eg des Herrn Generals der Kavallerie / Grafen von Wurmfer, welchen er durch Formung der Weissnrdurger Linien, und Vorrükung dis Hagenau im Elsaßischen crfochlen hat, wobei dem Feind 25 Kanonen genommen , einige tausend Mann mcvergemachr und 500 gefangen worden, das Tc Deum, untre Adfeucrnng aller Kanonen und kleinem Gewehr avgehalten. Am 21. Ocr. griff der Fcmd die Posten Moucron, Romatng, Orchics, Marchiennes u»d De- najng an, wurde aber auch überall glüklich zurükge. schlagen; nur zu Marchiennes gelang es ihm, Las da- feidst gestandne Bataillon Kauniz, durch feine Ueber, macht, zurükzudrücken und diesen Ort zu besitzen. Un> sec Verlust ist sehr gering. Gegen Dcnajn allein Hst 'der Feind 520 Todte aus dem Pia; gelassen; 4 Osfi- cicrs nebst 50 Mann wurden gefangen. Umständlicher ist izt noch nichts bekannt. Von der am ib. und »7. gelieferten Schlacht zwischen Bcrlmmont und Batist, wies ist noch nachzutragen, daß cs unmöglich sei, der .Kaiserlichen Tapferkeit noch Hetbenlhalen an diesen zweien Tagen zu beschreiben. Die Truppen, vom General bis zum lezten Gemeinen, fvchlen gleich brav und tapfer. Niemand kann vorgeworfen werden, nicht aus das äußerste feine Schuldigkeit gethern zu haben; wohl aber müssen jene genannt werden, die sich vorzüglich ausgezeichnet haben. Herr Fcld-Zcug-Meister Grar Kiairfait har, nut der ihm eignen Kaltblütigkeit, bekannten Einsichren und Tbäügknt alles erfüllt, was ein gefchikker General in ähnlichem Fall thun kann. Feld Zeug-Meister Fürst Hohenlohe, war sowohl beim rechten Flügel, als dem Centro, ohne die Gefahr zu scheuen, wie ihm denn auch wirklich einPftrd muermLnb Sprch eine Kanonenkugel blefsict wurde, überall , wo er helfen und rslhcn zu können glaubte und eiferte alles an, traf auch die zwekmäßigsten Dispositionen und leistete alles, was von seiner Charge zu erwarten ist. Feld-Zeug-Meister Gras Kinsky, welcher gegen Tour, lails stund und dielen Theil zu verthndigen halte, behauptete mit seinen Grenadiers, ungeachtet der hart- näkigsten und langwierigsten Angüsse, mit vieler Ein, sicht» Tapferkeit und Geschiklichkeit denselben. Feld. Marschall Lieutnank Terzy hat hinlängliche Proben von Einsichten und persönlichen Muthbei der bedenklichen Sage abgelegt, m der er sich durch 2 Tage befunden. Dem General Grafen Bellcgarde, lst es allein zuzuschreiben, baß den rzten der feindliche linke Flügel geworfen und dem Feind so beträchtlicher Schaden zuqefügt worden. Er rühmt besonders des Regiments Hohen, lohe Standhaftigkeit; unsrer Artilleristen Bravour und Ge chiklichkeik; Baron Rouvrvy's, dem auchcinPferd unterm Leeb todtgeschosse» wurde, kluge Dispositionen; den Obersten Vasquevetz, Major Rieea und Licuknanr Grafen Dorer von Hohenlohe ; den Mawr Bar, co, der schon feit des Regiments Ankunft, bei der Armee so viele Beweise seiner Müikair. Ta- lcnle und Tapferkeit gegeben, endlich den Artillerie- Hauptmaun Habliezek, der dem Feind mit feiner braven, unerschrokncn und gefchikteu Artillerie so vielen Schaden zugefügi hak. General Feld - Zeugmcistcr Graf Kiairfait, belobt vorzüglich des HauptmannS Ka. raczcly von Stein, Tapferkeit und Unermüdigkei!, giebt der Legion Bourdon das Zeugniß, daß solche ebenfalls i so viele Proben ihres Eifers für die gerechte Sache ! dargethan und rühmt die bei ihr gesiandnrn Grenadier-Bataillons Walfch, Ulm und Syanot; dao Mu- raischeBataillon samml feinem Bataillons-Kommandanten, Len OderstüeurnanlImmens, welches mit gefälltem Vaionek den schon ziemlich vorgedruugnen Feind mit der Kavanagh Kuirassiers Beihüfr, unter Hrn. Oberst. Lieutenant, Grafen Palfy's Kommando zurückgeiagt hat; den Herrn General von der Artillerie von Kol. loweat und und Oderstlieulknanl Müller von der Ar. tillene, die mir allem Eifer, Geschicklichkeit und Wir. kung dem Feind zugefetzl haben. Fell) - Warschau« Lieuinant Terzy nennt besonders den Amllerielieulenant Scaprer, der mir virler Geschicklichkeit, Fleiß und Tapferkeit den 15. auf dem linken Flügel der Artil. lene kommankirte, weiches den 16. mit eben bieien lobenswürdigen Eigenschaften durch den Major Carl und Marftld geschehen. Major Carl ist. durch eine Kontusion am Kopf venvundek. Oderlieutnanl Albeck l von .Kauuitz, Oberlikutnant Fürst SulkowSk» von Tcrzy und Lieulnant Skammetz von S-ain, die Herr Feld. Marschall-Lieutnant Terzy zum Verfchikken brauchte, haben ihre Aufträge, unter dem heftigsten Kanonen, und kleinen Gewehrftuer, vollzogen. Lieulnant Kees von C. H. Äoftvh Dragoner, welcher schon öfters > wegen seiner Bravour und Thätigkcit genannt worden, , hat sich in dieser Gelegenheit wieder vorzüglich darum verdient gemacht. Herr Oberst, Graf Haddick, wel- , eher durch seine kluge Difposizioneri, im wichtig, > sten Augenblik, dem Feind tine so beträchtliche Diver, ! sion gemacht und mit der unter ihm gesianbnen Ka, vallerir 8 Kanonen erobert , auch den Feind so weit ^ iurükgeworfen, bewies, wie sehr er des Namens wür, r 69z ) hlg ist, den er zu tragen die Ehre hat. Er erhielt eine starke Kontusion am Kopf. Unter seinem Kom. mando haben sich auSaezstch-et, Herr Oberst Branden von Brechamv-lle, Major Rieca , Herr Obersts cur. nanl, Fürst Anhalt. Cöihc», der dlessirc und vermißt worden, Herr Oberstwachlmecker Graf Hadick und Schaurotko; Kodurgs O'sicier - Karos , hauptsächlich die Rlitmeistere Dein, Vanka und H.-fmeister, dann Lieulnant Berlhsld, der auch blessirt worden - welche alle durch unerschrockene Anführung ihrer Truppe, die mtt unglaublicher Bravour eiugehaucn und 4 Kanonen erobert halte, hat sich vessnbers verdienstlich gemacht. (Der Raum gestattet nicht, alle übrige Herren OfficierS, welche sich bei diesem Austritt aus- gemchnet haben, namentlich anzuführen ) Ue- brigcns sind dem Feind am ,6tcn auch noch y Kanonen, 2 Haubitzen rc. adgcnommen worden. Ww haben vor dem Feind verlonrcn, an Tvdlen 8 Ot'siciers, 2 Untervssiciers, 389 Gkmeiur; an Blcssir» len, 4z Otfik-lers, 78 Unrcrossiciers, ,714 Gemeine; an Vermißten und Gefangenen, rOfsiciers, z Unter- kfficiers, 376 Gemeine. Ausser diesem, ist an des Herrn Feld-Marfchal! Pr'nzen von Sachsen.Koburgs Seile, der Adjudanc des Königl. Pr-.ußischen Obcrst- /ieveenants, Grafen Tallenzien, Oderlieutenakit Baron Dorustein durch eme Stückkugel tvblgejchvffen worden. Der seindüchc Verlust muß, vermöge aller Rapporte, sich gegen 8000 Mann bstaufen. Bel Zoo sind in unsre Gefangenschaft gerochen. Wir haben weder an Geschütz, Munizionskarreu noch Bagage, das mindeste verlohren und vermuthlich ist rein Beispiel vor, Harden, wo eine 7 t-mec sich je ohne die mindeste Konfusion in größcer Ruhe und Ordnung zwischen 2 feindlichen Lagern über einen Kluß zurückgezogen hat, (Nach diesem offciellcn Bericht, hat sich also jene in unsrer Mittwochs Zeitung unter vermischten Nachrichten gegebne flüchtige Stegs-Nachricht, nicht bekämst.) Toniick, vom 22 die dcßten Erfolge zu hoffen haben, da hier itzt die ganze Macht gegen einen Feind aufrritt, dem am, Rhein eine so empfindliche Wunde geschlagen wurde. Dornick, vom 2z Del. Die Franzosen lhun ihr möglichstes, um in Flandern eine Diversion zu bewirken. Sie haben die ganze Linie v»n Meist» an dis Cysoing angegriffen, sind aber allenthalben tüchtig zu» rückgcschlagen worden. Die kleine Stadt Macchien» nes war schon in ihren Händen, jedoch nuraezStmi» den, denn, sobald sie von dem Anmarsch unsrer Trup» pen Nachricht erhielten, verließen sie dieselbe wieder, nachdem sie daieldst die Bürger geplündert und vcrschietme Priester ermordet hatten. Brüggen, vom 2Z (vcst Die Franzosest wagten dcn 2l. einen Angriff auf Menin, er gelang aber nicht, indem diese Stadt itzt durch mehrere Aussenwc-rkcr gedeckt ist. Hierauf schwenkte» sie sich nach Fürnes, welches sie noch besitzen , von da gicngcn sie »ach Nie», port, um dasselbe anzugreifen; diese Stadt hat aber eine Besatzung von zvoo Hessen, rmcr deren Schutz sie nichts ru befürchten har, zumal Va schon Vecstäc. kung anrückt, um tuest verheerende Horde» adzuschnei, dcn und für ihre Einfälle zu züchugcn. Ostende, vom 2Z Orr. Gestein, Morgens 4 Uhr, rükten dste Franzosen in Fürncs ein, bald darauf aber auf N-eupork vor. So bald sie vor der Stabt an kamen, beschossen sie, mit ihrer m-lgebrackrcn Kanonen, den Kirchlhurm und beswärigten denselben nuc einigen Kugeln. Ihr Lager ist hinter der Bierbrauerei, Pelikan genannt; daselbst warfen sie gleich Batte- mn auf. Vermmhüch glaubten sie uns durch diesen c 6yL ) Miellen ttrbcrfall in Schrckkcn zu ftzen und von der Stadt Meister zu werden, allein es mislam, ihr erster Anfall wurde abgewiesen und die Emwot ner hoffen, der Feind werde über die Stadt mchl Meister wer« den, da sie durch kaufte Truppen verlheidigr wird. Der hier eben elngetrossne Britten Genera;, Sruarr, befahl den bereits wieder, um nach Toulon zu segeln ringeschifften Schotten und Vritieu, wieder aus und ans Land zu steigen; man trist auch hier zur Ver- theidigung unsrer Stadt ,aufweiche die Feinde vielleicht ebenfalls Absichten haben, Anstalten. Um unsrer an der Ssmbre stehenden Haupt , Armee eine Diversion zu wachen, scheint der Femd neuerdings in West . Flandern austrelen ;n wollen. Eden vernehmen wir, daß die Franzosen Nicuport förmlich aufgefordcrt und cilf 24 pfundige Kanonen davor sufgepflanzl haben. Mons, vom 2Z cver. Heute Früh eltiguete sich ein Gefecht bei Avcsne le Sec, welches für uns den besten Erfolg hatte. Eine so eben hier einkommende Staffelte dringt mir, daß die Franzosen zurückgedrückt worden und gso Mann eingebüßl haben. Vre ffel, vom 24 cvcr. Um 9 Uhr Abends. So eben erhalten wir die Nachricht, baß die Franzosen sich von Nicuport zurückgezogen haben. Um ein Kleines wären sie durch der Schleusen Gewässer abgeschnitten worben. Der Herzog von Zsrk ist auf dem Marsch, um die Feinde völlig von Flanderns Gränzen zu vertreiben. Vom 2h. Feld - Marschaus Prinzen von Sachsen-Koburgs Hauptquartier ist nach Bermerain, bet Quesnoy, vorgerückt. Dsrnik, vom 24. cvcr. Diesen Morgen gegen 7 Ähr haben dieFranzosen, eine Viertelstunde von hier, außer dem Kanonen ch»ß von Rvssel, ihr Feuer wieder angrfangen. Das Gefecht endigle sich gegen Mittag, wo die Oesterreicher ihre Femde bis gegen Moucron MÜklricden. Indessen haben die Franzosen in der Gegend Mg vorräthige Getraid, Rübsamen und Oel wcggeführt, dieses mag auch wohl dir einzige Absicht ihrer Unternehmung gewestn seyn. In diesem Augevblik, halb Z Uhr, langt dre gewisse Nachricht an, daß die Franzosen bei Cysoing durch die Alliieren eine völlig« Niederlage erlitten haben. Auch vernehmen wir, daß dieselbe zwischen Moucron und Watrerloo geschlagen worden. Brüssel, vom 25. (per. Am 21. dieses war wie. der ein hiziges Treffen, wobei der Feind der Tapfer, keik unsrer Truppen unterlag; es war aber doch keine Hauptschlacht, wie die ersten gestrigen Nachrichten lauteten. Der Feind ward bei Bvucham ^schlagen und Mußte sein Heil in der Flucht suchen. Am 23. gieng es ihm bei Avesnes-le-Scc mehl bisser, wo er de» 400 Mm n. auf dem Plaz ließ. O ffentliche Blätter enthalten, baß die Armee wieder »der die Sambre ge« gangen und ihre vorige Stellung eingenommen habe; diese Nachricht wird auch noch heute versichert; doch hat man darüber keine nähern Berichte von der Ar, mee. Man glaubt, Felkmarschall Prinz von Sachsen» Koburg habe die Absicht, auch Landrccy anzugreifen. Die holländische Armee ist ist in den Ebenen von Je« mappe gelagert; ihr Hauplqumtler ist zu Mons, MS des Feld - Marschall Prinzen von Sachsen - Koburq in Lavai und drS Generals Bcauüeu in Dina». Man versichert, zu Macch-en-Famine sei eine Verstärkung von 18,00a Plan» für Bcaulicii's Armee eingetressen. Dieser so tapfre als einsichtsvolle Heerführer, rr ffi alle mögliche Anstalten » den Feind mit Nacbdruk zu em. pftngcn; lezlccer zieht seine Macht auf der Seite von Sa. Hubert zusammen und Mutt von da aus mit einem Entfall zu drohen. Um unfern Armeen eme neue Diversion zu machen, sind die Frauzofen wieder in Westsiandern eingefallen und am 22. in Fürnes eingerütt. Dann macschicten sie auf Nieuporr, das sie gleich anfangs beschossen. Man ist nicht ohne Grund besorgt, diese Stadt werbe wirklich in ihrer Gewalt fty». Indessen rst Graf Klairsaik mit einem Korps von 12000 Mann im Anzug, dem Feind den Rükweg zu zeigen und die dedrohie» Plätze zu befreien. Noch ist es mchl bestimmt, auf welche Art die Armee von 40,020 Mann, welche die Stände zu Sr. Majestät des Kaisers Dienst stellen wollen, eingerichtet werden soll. Man glaubt, der Kaiser werke sich des Gene, ralstaabs Wahl Vorbehalten und die übrigen OsscicrS, theUs von den Ständen, theilS vou Sr. Majestät er« nannt werden. Da bei der izigen Lage sehr viel daran liegt, diesen Gegenstand ausS lchlcunigste zu berich. tigen, so hält man sich überzeugt, baß die Herren Stände, die sich deßwegen am nächsten Montag vcr« sammeln, die Lruppenaushebungen, welchen die ganze Nation ihren Beifall giebl, unverzüglich berichtigen werden. Wichtige Beiträge geschehen zu diesem heilsamen Endzweck. Da jedoch die durch die Stände und die Geistlichkeit in vcr,chiednen Provinzen enffnclen Dar. lehn für die ausserordentlichen Ausgaben dieses Kriegs nicht hinlänglich sind, io hat der Kardinal Erzbischoff zu Mecheln an alle Kirchen seines Gebiets geschrieben, alles Stlberwttk, das rmch die Franzosen verbrochen, oder sonst unbremchdar ist, in die Münze zu liefern. Duft Anordnung hat lebhaften Beifall gefunden. Das Domkapitel zu Mecheln schikte solches Silbernmk ein, bas nebst beigefügten 500 Pistolen eine Somme von 30200 Gulden der Smatskasse einträgt Der Erzdi« schoss wird mit der Abtei Asslcyghcm 40002 Gucken ciiilieftrn und der Bnckcff vou DnuverptN hak den ge« sammelten Beitrag von 45200 Gulden ane-cknudigt; alle diese Gelder werk,» bis zum Ende des Kriegs ohne Zinsen vorgcschosseri.