Larlsruher Montag» » 7 Zeitung d e n io. A p r i l. 9 7 , Mit Hochfürstlich. Markgräflich . Badischem gnädigstem prlvllegk, rvitn , vom 2Y Merz. Unsre heutige Hofzr'itung enthält Folgendes: „Schon vor der Ankunft de- Erzherzogs Carl, bey der italienischen Armee, wurde dieselbe aus dem wichtigen Beweggrund hinter den Tag. ! lliamento gezogen, um de« durch anhaltende Beschwer, den geschwächten Truppen, einige Erholung und zu. gleich die Zeit zu verschaffen, ihrrEraänzurigrtransporte an sich zu ziehen.« „ In dieser Stellung trafen Sr. K. H« die Armee an ; der General, Graf Hohenzell, lern beobachtete mit einem Korps die Piave vnd hakte ^ den bestimmten Auftrag, an derselben so lange stehen l zu bleiben, als es die Umstünde erlauben würden. ! Mur in dem Fall, wenn der Feind mit überlegner ! Macht über die Piave verrücken sollte, befahlen Sr. K. H> gegen die Truppen am Tagliamrnto sich zurück zu ziehen, ohne in ein ernstliches Gefecht sich eivzu- iofflN.« „ Schon einige Zeit vorher zog der Feind an dem rechten Ufer der Piave, sowohl beyTreviso, als bey Bossano, Verstärkungen an fich, welche theils aus dem Innern des Lander und von der feindlichen Armee om Rhein und theils von den Truppen aus dem Romanischen, nach dem mit Sr. päbstl. Heilig. Kit geichlvßnen Frieden, angekommen waren.« „Jene Verstärkungen hingegen, der Se. K. H. für Dero un. lerhabende Armee e'warletcn, konnten mit aller An» stientzulig forcirter Märsche nicht so zeitlich an ihrer Bcsimnung eir-treffen.« „ Der Feind benützte seine UebiMgenheit und rückte gegen das Korps des Gen. Hohe. Mr» io Z Kolonnen vor; dieser zog sich nach Sacile zu ück wo er den 12. Abends angegriffen ward, während eine andre Kolonne über Porto buffole ihn zu umgehen trachtete. DaS Gefecht war zimiich irbhafl, dir Truppen -litten sich habe- sehr gut und der Feind konnte sie nicht zum Welchen dringen; des. sen ungeachtet fand Gen. HohenMern für gut, in der Nacht, nach Bordonvnr sich zurück zu ziehen, damit ihm der Feind nicht auf dem kürzer« Weg dahisszu. vorkäme. Er setzte sofort seinen Marsch über Corde- von nach Valvasone fort, um einem weirern Gefecht ausjuwrichen. « „Den iz. setzte dieser General über den Tagliamento und Se. K. H. zogen olle an die« sein Fluß ausgestellte Truppen in eine enge Konzen, trirung, nur einige Kavallerie wurde am rechten Ufer desselben, zu Beobachtung der feindlichen Bewegungen gelassen.« „Den rb. rückte der Feind von Valvasone an und dessen Avantgarde nvthigte unsre wenige am besagten rechten Ufer grbliebne Kavallerie, sich über den Fluß zurück zu ziehen. Da dieser Fluß bey ge« genwärtiger Jahrszeit, sür Infanterie und Kavallerie leicht zu übersetzen ist, so brachte der Feind erst seine der Unftigen weit überlegne Kavallerie darüber und bahnte dadurch seiner Infanterie den Weg, gleichfalls den Uedergang zu wachen. Es kam bey dieser Gr» lcgenhctt zwischen unsrer und der weit flackern seinbli. cheo Kavallerie zu einem Gefecht, wobey die Unsrig« der Ucbcrmacht weichen mußte. General Schulz ward dabrp verwundet und gefangen.« „Se. K. H. dem schon gefaßten Entschluß getreu, vor A.ckunfk der Ver. flärkuogslruppen mit dem Feind in nichts Entscheiden, des sich einzulaffkn, zogen fich mit der Armee gegen Görz und Gradtska zurück. Unterdessen ward auch das bey Langaro, unter Gm. Lustgnan gestandne Korps , mit Uebermacht angerissen und nach einem tapferu Widerstand, wobey vorzüglich das Bat. Mi. chael Wallis beträchtlich gelitten hat, zum Weiche« gebracht. Gr«. Lustgnan und Obristlieutriant Ude »« sor Wallt?, wurden bey diesem Gefecht vermißt und find wahrschrm'ich gef-ngen.« „ Vermög weilrer von Sr. K. H. cingsiaagter, aus W-ppach v. 20. dalirken An» zetgru, ward dir Armee b. 17. nach Palma (nuosa) abMäckl. Dieser venerianische Ort war iedoch in ket- rem Verlheidigungsstand, ohne Geschütz und von allem, was zu einer wirksamen Vcrthetdigung gehört, entblößt; auch dielet die Gegend keinen Vortheil zu einer guten Stellung bar. Daher zogen Se. K. H. die A mee hinter den Isonzo und Gradiska wurde de« fttzi, um dek Armee der» weitern Ruckzug zu sichern, der aus der zweyfachea Ursache erfolgen mußte, weil ziemlich dieser Fluß, welcher die meiste Z u schon bey Görz schiffbar ist, bey der itzigcn trocknen Wikierustg so seicht wurde , daß er an Mehrern Stelle« vurchge. watet werden konnte und weil, wie bereits erwähnt worden ist, früher mit dem Feind in etwas Enlschei» dendeS stch nicht eingelassen werden kann, bis dieTrup. pen auf den Punkt gebracht sind, wo sie die erwartete Verstärkung an stch ziehen können. Diese rückre in. dessen immer näher und vermög eingelangter Nach, richten ward der Vortcab von den unter dem F.M.L. Merkanbin im Anzug begriffnen Truppen d. 21. bey Villach erwartet.« ,»Dcm m Triest gestandnen Gen. Pttiont haben S. K. H. für jeden sich ereignenden Fall dir nölhtgeu Verhaltungsbefehle erlheilk. « Oesterreich, vom l April. Die vom Rhein herun. ter macschireoden Truppen haben Befehl erhallen, den Marsch nach Braunau zu nehmen und keine Rasttage zu machen. — Es heißt nun, Erzh. Karl werde vey Grätz eine feste Stellung nehmen. Die Staatskassen aus Triest, Laybach, (das nun auch vom Feind de. fetz! ist,) und Klagenfurt find glücklich gereNet und nach Wien geflüchtet worden. Innsbruck, vom I April, lieber ZZ,c>oo Mann vom Landsturm find bereits nach dem Brenner mar. schirt; von dem Herrn Grafen von Lehrbach ist uv« ter dem 23. Merz eine Ermahnung an die Geistlich« keil erschienen, daß sie das Volk zur Ordnung und zum Vertrauen auf GOlt aufmunleru tollen , damit der Auszug in Masse zur Vrrkheidigung des Vaterlan. des dienen geschehen, möchte. Man versichert itzt, daß, sobald der Landsturm an Ork und Stelle etngetroffen ist und alle Poflliouen gehö. rtg besetzt habe« wird, die Kaiser!. Truppen Tyrol ganz verlassen und zur Hauplarmee eilen werden,«« dem Feind das Vordringen in Kärntheo zu verwehren. Wirklich versichert man für gewiß, daß bereits Görz, Triest, Villach, Klaaevfart und Laydach vom Feind besetzt fryn. In Rückficht des Feinds ist die Lage von Tyrol noch immer die nemliche. Das Haurlgnarlier des Gen. Kerpen ist noch in Störzmg; indessen könnte unbas Vordringen des Feind kn Kärnthen sehr »achkhei. lig werde», >v:e es heißt, hat sich eine feindliche Ko. lonne gegen Salzsurg gewendet. Solle diese Salz« bürg besetzen uno stch gegen das untre Ianlhat ziehen, so wä e Iuasbruck verivycen. (A. d. Krmpker Zeit.) Störzmg, vom i April. Gestern sollcc der allge. meine Angriff auf den Feind vor sich gehen ; allein entweder yatle er aus unfern Anstalten etwas bemerkt, oder es war ihm vrrralhea, denn in der Nacht vor. her zog er sich in die Unterau zurück. Indessen kan« man doch mit Recht behaupten, das eigentlich der Landsturm so Innsbruck vor dem Feind relleke; denn ais die Bauern drc Gebirge besetzten , lrasen sie einen Verrälher au , der eine Kolonne Fcanzoieo auf Ge, bicgwegen nach Innsbruck führen wollte. Den dienst, fettigen Wrgwel,er nahmen sie sogleich gefangen und griffen den Feind an. Dieser eilte zurück mit Himer, lassung von 22a Tovten uud Gefangne»; unsre Schü. zen iltssra ebcufaliS rz Tobte auf dem Platz. Gestern wurden ic-wohl die Gefangne» als auch ihr Wegweiser hieher gebracht. Wir haben hier eine vortrestiche Po» filivn lnnr und hoffen uns hier so lange zu behaup. ten, bis die Sache eine andre, für uns glückilchcrr Wendung bekommt, wenn nur die Bauern die Kedlrge und ihre Schleichwege gut bewachen, damit wir nicht umgangen werden ; unsre Wachsamkeit muß um 1» grösser seyn, da hier die Straße von Brixeu und die Gedirgwege von Meran her zuiammen stoßen, wo wir dato von der eiaeu bald von der andern Seite deschäf« tigl werden können. Aus dem Pusterkhal eryal» len wir seil einiger Zeit wemg Nachrichten ; da indes, scn Gen. Buonapane im Vorbringen begriffen ist, so wirb er vermulhlich sich damit begnügen, s inen Rü?« ken durch den Besitz von Br xen gestcher, zu haben und folglich nicht mehr offenst»«, sondern dlos befen, five hier zu Werk gehen. In Bctzrn selten sich übri. gens die Franzosen gul betragen. in Buxen aber nicht, denn hier Men fie sogar schon eine Municipaliläl er» richtet und alles auf sraozöstichen Fuß gesetzt haben. (Aus der Kempler Zulung.) Regensburg, vom 2 April. Nach einem Schrei» bcn eines Osftciers, hat die Wegnahme der Festung Mantua dir Franzosen wenigstens 22 000 Mann ge. kostet. In der Stadl ist der Pallast des Grasen Col» lorrbo in die Asche gelegt worden, weil die Belagerer glauvttn, baß es cm Pulvermagazin wäre. Die groie gewölbte und bombenfeste Kirche von St. Andreawar von bürgerlichen Familien angesüllr, die Tag und Nacht darum zuorachlen. D>e Franzo,en schossen mit solcher Heftigkeit, daß die Kugeln aus den Vecschan. jungen von Sk. Giorgio bis ao die Thore von Pra. Hella fuhren, «0 sie einen Bürger, brr auf der Bank ----- r lag, Meten und eine Entfernung von z Stunde ist. Aue Katzen wurden »cm den Soldaten und Bürgern aufgezchrr. V-e!e her letzkern aßen sogar Hunde. Tag. tich starben 30 bis 40 Menschen. Der Scharfrichter Holle sie des Nachts auf einem Karren, wo er für fcoe Person 4 mantuanischc Livres bekam und den Tag über führte er die tobten Pferde weg. Der Mangel an Lebensmitteln war in den letzten b Wochen so groß, daß der General Baron von Srdotlcnborf sein schönes Siedeabürgi ches Pferd, bas er n Jahre und sehr Kerne halte, auftehrte. F. M. Graf vm Wurm» sec halte täglich 30 Officire zur Tafel, auf welcher dir besten Gerichte aus Hirn und PfcrdSleber bestanden, die mit Gewürz zugerichtet waren. In den letzten 14 Tagen war aber weder Gewürz, noch Eßrg, Milch rc. mehr zu haben. Einige Bürger hatten Hühner in ihren Kellern, welche ein Ey zu 26 kr. verkauften. Zuletzt waren weder Hühner, Arzneyen, noch Pferde zu haben. Der Schoppen Wein kostete 5 Mailänvischr Livr.Zum Glück halte man noch türkisch Korn und Reiß. Ja und um Manlua raste der Tod i8/ooo bra-e Krieger und Bürger weg. Innsbruck, vom z April. Den 2. dieses ist ein Angriff auf lue Stellung der Franzosen bey Bripeo gemacht worden. Im Mittelpunkt stunden die Kai-crl. Soldaten und auf deyden Flügeln die TyrolischeoLan- desvertheidiger. Dieser Angriff soll aber nicht ganz gelangen feyn und sic mußten ihre Stellungen bey Sttrzingen w-eter beziehen. Dir nähern Umstände find noch nicht bekannt. Salzburg, vom 3 April. Ein Theil der Truppen, welche Triest besetzt haben, gegen 2200 Mann, kam auf Schiffen von Ancona vor dem Hafen an. Die meisten Truppen zogen von da sogleich weiter.— Die Kriegsstcnern, welche die Franzosen den Oester, retchischcn Städten Triest, und in Kämlhen und Crain bereüs anfeyteo, sollen sehr grys seyn. — Der Erztzer. zog Carl ,oü nun fein Hauplquariier nach Judendurg in Sleiermark au der Muhr verlegt haben, welche Stadt 8 Meilen von Grätz und 23 von Wien ent, fern! ist. Doch will er noch einige Verstärkungen, die er »ein Rdein n»t> aus Ungar» erhält, erwarten und bann mit verstärkter Kraft wieder vorrücken, oder . i. neu Theil der Franzoien eimchließen. — Da die Popen durch die Oester reichlichen Staaten unterbrochen sind, so hat ni°m itzt von Salzburg nach Jnnspruck eine tägliche Post errichtet. — In unsrer Stadt und Gegend liegen 6000 Kaiserliche. Alle Lustschlösser, Garierchäußer tc. um die Stadl her find damit belegt. Augspurg, vom 6 April. Eine Kolonne Franzö« -scher Duxpen setzt ihren Zug in Käruthen und Cram »tik hinein fort «nö sv-il den rSlen Merz schon in 20z ) - , - - Klagrnfurt eingetroffr» seyn. Eine andere ist nach V!k« lach nns von da den 2yieu Merz gegen das Saizbuc» gisch: vorgerückt. Den Zoten und Ziten Merz ist bas Gepäck des Fürst Erzbischofs von Salzburg von da hmweg in Slchrrhcit gebracht worden. Aus Kärnten uns Crain wirb noch immer stark geflüchtet. Nieserrhein, vom 6 April. Seil dem 27UN hat sich die Zahl der ftauzvfilcheu Truppen, besonders u» der Gegend von Mülheim und an der Wipper sehr vermehrt. Alle Schifficute auf der Mosel von Metz bis Trier stad in R qmstüoo gesetzt worden, um eine große Menge von Bomben, Kugeln und andern Be« lagerungsecfordervisscn zu transportireo. Die y bi- 20 000 Mann französischer Truppen, die noch in Holland lagm, sind nun auch nach dem Nteverrhein aus« gebrochen, um den General Hoch« zn verstärken. Rhtinsrrom, vom 8 April. Am vorigen Mittwoch und Donnerstag ist sowohl in der Gegend von Limburg, als bey Rüdesheim und andern Orten im Ryeingau eine starke Kanonade gehört worden, die ihre Richtung ans der Gegend von Koblenz her z« nehmen schien, wodurch wieder alles zum Einpacker» veranlaßt wurde. Wahrscheinlich war jedoch diese- Schießen nur eine blose KanonenproKe und zwar um so mehr, da man noch nichts von einer Aufkündigung des Waffenstillstands gehört hat, die doch oothwendig vorher statt haben muß, ehe dir Feindseligkeiten beginnen könne». Jobeßen versichern glaubwürdig Nachrichten, baß zu Bingen neuerdings gegen 3200 Man» französischer Truppen, in Sprendlingen 200 Chasseur- u. s. w. eingrrückt und überhaupt alle Ortschaften zwischen Bingen, Kreutznach und Alzey neuerding- stark besetzt seyeo. Manche halten freyllch alle diese Bewegungen der Franzosen für dlose Demonstrationen, die nur zur Beförderung des Friedens bienen sollen: bey allem dem ist es aber denn doch möglich, daß dieser noch-und aderwal entweder gar mehr, oder doch so schnell nicht zu Stand komml, alö man all. gemein wünscht und hoffi. — Dem Kurmamzr chea OfsicrerkorpS ist bereits angcdeutet worben, sich auf dm ersten Wink zum Aue marsch fertig zu halten; auch das Regiment Lafty soll von Mainz adgeheu und der Abgang durch Hessen. Darmstäbkische Truppen ersetzt werden. 8rankreich. Paris, vom 2 April. Die officirllen Blätter vo« heule enthalten folgenden Amlsderlchk des General- Buonaparte aus dem Hauptguartier vom 2r:m Merz. Wir haben gestern Görtz besetzt, die feindliche Armee hat ihren Rückzug gnommen , und uns vier Spitäler mit 1500 Kranken, auch alle Magazine von Mund und KriegSvorrath überlassen. D»e Divifioir i f c »04 ) des Grnrrals Bernadotte ist gestern nach Camiza ge. rückt; sein Vvrtrab traf auf den feindlichen Nachtrab ln Caminia; daS ryle Jägerregiment hielt sich dabey so gut, daß es Zo Husaren nebst ihren Pferden nahm. General Massen« hat den Feind bis an die Ponteba verfo'gt. — Wegen der gegenwärtig sehr stark gehen, den Frkdcnsgrrüchte mit dem Kaiser brückt sich baS vsficielle V!«tt also aus: Wie «eit diese Angaben gegründet sich, können wir nicht sagen; allein gewiß ist- baß der Befehl gegeben ist, Mantua zu schleifen und den Haven von Triest zu verschütten —Wir setzen hin» zu, daß gegenwärtig ganz ungewöhnlich viele Eilboten aus Italien ans Direktorium kommen, was offenbar beweißt, baß wichtige Angelegenheiten verhandelt werde«. Grosbrtttanien. Loudon, vom 24 Merz. Der Wiener Hof führt unter avdern auch, wie man behaustet, in seiner Er. klärung an uns >n Hof an, daß eine neue von der franz. Republick g schlossens Off . u-.d Desensivallianz, Ihn in die Rochwendigkeir versitzt habe , Frieden tu Messen. Se. Kaiser!. Majestät bezeugen vabcy die strengste Anhänglichkeit an das Interesse Grosbritta, niens und bedauern, baß Sie auf solche Art gezwua. gen sind, nach neuen verschtkdnen Grundsätzen zu handeln. Dann gibt er eine Uebrrsicht des gegenwärtigen Kriegs, beschreibt dir Abwechslungen desselben, zeigt bir Schnei, ligkett und den Nachdruck der letzten Operationen. Zum Schluß lehnt brr Kaiser alle weitere Geiduv, rerstützuogen ab und äusserl Wünsche nach Frieden , die Glückseligkeit und das Wohl GroS. brittaniens.-Den izkcn dieses ist der längst erwartete König!. Courier Silvester aus Peters, durg zurück hier angekommen. Er bringt die Nach» richl, daß der neue Kaiser von Rußland fest auf sei« nem Vorsatz bestehe, keinen Thetl zum Angriff ein dem itzigev Krieg zu nehmen. Doch verspricht er, sich bey dem Berliner Hof zu verwenden, daß dieser nichts un« rervehme, was den Murten nachtheilig sryu könnte. Italien. Rom, vom 20 Merz. In dieser Hauptstadt ist «ine mve Verschwörung entdeckt worden, worauf den 15. NachkS gegen 600 Personen, alle bewaffnet, Weltliche, Mönche, Wrltgeistlichr und vom Milirair, gefangen gesetzt wnrdrn. Die Regierung hat die jchürsstcn Maasregrln gegen die Verschwornen rrgrif. fen. Uebcrall begegnet man Patrouillen. Der Vati, kanpallast ist von roo Schweitzern bewacht, die mit Flinten und jeder mit sz Patronen versehen sind. Auch stehen 4 Kanonen an den 2 Haupteingängen. Drr gesammtr Familie Brafchi, (dir Verwandten des Pabsts, Neffen re.) hat sich für ihre Personen vnb mit allem ihrem Vermögen nach Terractna an der Gränze von Neapel geflüchtet. Italienische Grenze, vom 27 Merz. Genera! Buonapartr ist über Görz vorgerückt und steht bereits ziemlich tief in Krain und Kärnten. Erzherzog Carl, der erst noch beträchtliche Verstärkungen vom Rhein, aus Uugarv und andern Provinzen erwartet. will nicht eher schlagen, als bis er die vörhigen Kräfte da, zu hat. Man kann itzt sagen, daß General Buona« parle 80 deutsche Meilen von der Provence, als der nächsten französischen Gränze entfernt sty. Ein weiter Weg, wenn er, welches jedem Feldherr« begegnen kan» eine derbe Niederlage erleiden sollte, zumal da das Schicksal von Tirol noch nicht entschieden ist.— Seit e>u paar Monaten zog seine Armee ihre Bedürfnisse fast ganz allein aus dem Venetianischen, wofür Scheine ausgestellt -werden. Mapland, vom 2 April. Die Berichte von drr Armee kündigen neue Siege an. Der Bürger Mo. scati, Abgeordneter der Lombardischen Administrativ» bey General Buonaparte, meldet unter dem 25. Merz: eine dergleichen bey Trevtso. Besagter Oer liegt tn des Gebürgeu zwischen dem Frt. aul und dem Herzogtum Krain jenseits der Klaust von Pletz; in der Folge wurde auch die Klause selbst eingenommen. In derselben befanden sich 500 Mann, 7 Kanonen und ein General. Alle Tage komme« hier vrrschiedne zahlreiche Transports Kasserl. Gesang, ne» an und unter diesen befinden sich etliche hundert Tyroler Bauern von jedem Alter und ohne Uniformen. — Briefe von Vicenza vom 2b. dieses melden, die Franzosen seyen in Botzen ringerückt. Es kommen nun neu« Truppen aus Frankreich an. Gestern lraf hier ein Bataillon mit 600 KaiscrI. Krregsgefangven, pol. nischrr Nation rin, welche sogleich unter die polnische Legion geflossen wurden. Die aus Frankreich für die Italienische Armer bestimmten Hülfsiruppru sollen sich auf Zo,ovo Mann belaufen. In Turin starb der Kaiserl. Minister Gheraldinj. (Aus der Zürcher Zeitung.) Sch « « l t. schreiben aus Basel, vom 5 April. Churbayer« hat seinen, Gcschäflträger Chevatier de Movdot, welcher sich in-Geschäften hier befand zurückberufen. Vermischte Nachrichten. Zu Konstauriooprl ist vor kurzem mit mehren» andern Schiffen rin Linienschiff von 120 Kanone«!, dergleichen man bey der türkischen Marm« noch keine gesehen hat, unter großrn Feierlichkeiten vom Stapel gelassen worden, Drr franMche Gesandte hat es ««» c ss§ ) «kch dahin gekracht, Sass alle französische Luvwigkrit. 1 « ihre Ordenskreuz« rmd Uniforme» oblegen müsseir. ' Tvdlrs-Anzeige. Mit innigstem Schmerz müssen wir allen nnsern Gönnern und Freunden hierdurch den uns betroffenen unersetzlichen Verlust bekannt wachen, daß unser rhcu« erster Gatte und Vater den aten dieses, nach einem 6 wöchentlichen schmerzhaften Krankenlager, sanft rin« geschlafen. Uebrrzeugt von der herzlichen Theilvahme mssrer Bekannten, verbitten wir aste Condolenz, bitte« dagegen mn Fortdauer ihrer Gewogenheit und Freund* schaff. Schopfheim den ztrn April 1797. Sladrpfarrer Gyßerische tiefgebeugte 8rau Wittib, gcbohrene Salzerin, und Imigfer Töchter. ' Ankünölgunq. Larlsruhe. In Macklors Hofduchhandlung ist das rte Heft des deutschen (vrakels erschienen und zu haben: Ls enthält 7. Frage. Können wir uns rühmen, die wahre Ver- anlaßung zu den Nahmen der drey sogenannten Welt, theile (Europa, Asia, Afrika), folglich ihren Ursprung und ihre Bedeutung, in einem hohen Grad von Wahr« scheiniichketl, zu kenneu? 8. Fr»gr. Sollte mau nicht die Erlernung der Musik als einen Zweig ver Erziehung betrachten und nicht als ein bloßes Zeitvertreib . Talentchen? y. Frage. Ist ein Leichevhaus eine nothwenbigeTin. tichtung für eine Gemeinde? Und sind die Kennzeichen des Todes wirklich so ungewiß und verdient die Furcht vor dem Lebendtgbegrabenwcrden so groß zu seyn? 10. Frage. Welches ist vie sicherste Behandlungsart brs an brr Seuche kranken Rindviehes, wvbey sich, mit einiger Zuversicht, auf seine Erhaltung rechnen läßt? 11. Frage. Ob man nicht die Stelle der in mehre» red Rücksicht kostbaren G'.asfenster, auf Treibbetm (Mistbeten, Misikutschcn) durch irgend etwas anders ersetzen könnte? 12. Frage. Welches sind die Entsiehungs und Ver. kreitungsursachcn der sich, in ver Nähe de- Kriegs, schauplatzcs, äußernden Krätze unter den Pferden und Vie dagegen bis itzt bekannt geworbenen Präservativ« und Heilmittel? iz< Frage. Ist das Tanzen t»n- ber«- sonderlich protestantischen Christenheit? 15. Frage. Eine Mutter legte ihr kleines Kind Helm« sich m Vas Hans eines Mannes, der Menschenfreundlich genug war, es als sei» eigenes anznvehmen und zu, erziehen. Itzt meldet sich die Mutter und verlangt ihr Kind zurück, das ihr aber der bisherige Pflegevater verweigert. Ist der Manu verbunden, bas Verlangen des Weibs zu erfüllen, da diese durch dir Aussetzung ihres Kinds den mütterlichen Rechten entsagte? iS. Frag«. Sisd bis itzt noch keine Versuche.geglückt, baumwollenes Garn ächt türkisch roth zu färben? und welches sind' dir Kunstgriffe und Vortheile beym Blau« färben mit Waid und Indiz? und beym Sächsischblau auf Wolle und Seide? 17. Frage. Wie könnten sich die deutschen Bewoh. «er des Niederrheins am sichersten gegen ein aberma. ligrs Vordringen der Neufrankea (Franzosen) schützen? — Welche Maßregeln wären dazu nörhig, von Seiten der Regenten? — und welche von Seiten des Volks und der verschiebrien Klassen desselben? 18. Frage. Wrlchrs sind die Regeln der Allegorie, in der Malerey? Me lernt der junge Künstler eine Allegorie erfinden? Wie lernt man Allegorien, mit Leichtigkeit und Zuverläßigkeit, verstehen und erklären? iy. Frage. Was heißt fragen? Larlsruhe. In deS Herrn Grafen vs» NoröBe. haußuug m der neuen Adlergaß No. 365. ist der drit, te Stock in vier tapezirten heizbaren Zimmern beste, hend, nebst Küche, Platz auf dem Speicher und in dem Keller, verschioßenen Holzschopf und Pferdstall, auch Theit am Garten, auf den azren Avril zu ver. lehnen. Dann kann auf den 2Zkeo Iuly. d. Jahrs der ganze Mittlere Stock in 8 meist tapezirten Zim, wer» und einer Küche drstrhrud, nebst Speicher und Keller, Holzschopf, Pferbstall, auch Thcil am Garten bezogen werden und ist das Nähere in dem Hauß selbst zu erfragen. Durlach. Antonius Grack, welcher sich im Gern- spacher Thal seyd einiger Zeit aufhält wird ersucht, sich je dälder, je lieber, bcy seinem Freund in Durlach rinzufindcn, widridenfalls man auf seine Kosten ihn zur Hand zu bringen, nicht verfehlen wird. Durlach den 24ten Merz 1797. Laden. Da Peter Antoni und dessen Ehefrau Maria grb. Strickerin das ihnen m hiesiger Stadt zuständige Baadwirthshaus zum Baidreut mil Hofraith, Gärten uad allen zugehörigen Gebäude», auch olle» Rechten und Gerechtigkeiten sreywillig uad Vorbehalt, lieh der Ratification mit oder ohne Meudles, wie sich die Liebhaber etnfiabcn werden, und wovon diese alles ftldft rinsehen können, auch ihnen das Jnventarium wirb vorgelegt werben, öffentlich versteigern zu lassen , ( 226 ) gewilkek ssud s als wird hiermit dieses bekannt gemacht, damit die Liebhaber alles selbst vorläufig rinfthen und demnächst Dienstag den n. künftigen Monats Aprils Nachmittags um 2 Uhr in gedachtem WirthshauS selbst«» stch rinfinden mögen, wvbey auch vorläufig de, kannt gemacht wird, daß dir Hälfte des Skrigschiüings wenigstens rin Jahr, und in der Folge auf vierteljah« rigr Aufkündigung dem Steigerer gegen Versatz des Hausses und aller Zugehördte belassen werde. Sign. Oberamt Baden d. 21. Mer; 1797. Hochberg. Zu der Schulden, Liquidation Martin Mattmüller des verstorbenen Burgers zu Ihringeo, sollen fich alle diejenige, welche eine Schuld oder Ei» genthum aus der Masse r» fodrrn haben, Montag den r. May gegenwärtigen Jahrs vor dem Commtssar zu Jhringen einfinden, ihre Foderungen eingebe», die nö, thige Beweise mitbrisgeo und dem Rrcht sbwarteo. Verordnet beyOberamtEmmendingen den lo.Merz 1797. Rotteln. Zu der Schulbenliquidation weil. Seba, stian Rögers, des alten Vogts zu Obereggcnrn, iol, ten alle diejenigen, welche ein Eigenthum, oder eine Schuld an die Maße zu fordern haben, unter Mit, bringung der Beweisurkuuden, auf Mittwoch den 26. und Donnerstag den 27. April d. si. bey Verlust ih, rer Rechte «nd Forderungen, vor der geordneten Com« Mission zu Obercggeneu sich einfinden und dem Recht abwarte». Verordnet bey Oberamt Lörrach den 29. Merz 1797. In Macklsts Hofbuchhandlung sind folgende zu Stuttgard erschienene Landtags » Schriften zu bekommen. Winke für die Wähler und Gewählte zum Landtag. 18 kr. Bemerkungen auch Untersuchung von Klagen über Ge, genstäsdr a. d. Forstwirlhschaft. 15 kr. Arber das Vorzugsrecht wirtemderg. Landeskinder bey Ersetzung öffentlicher Armlcr. 13 kr. Jnnbegnff von Winken, Wünschen und Vorschlägen aus den Landrag. r fl. 40 kr. Die Verhandlungen auf dem Landtag. 6 kr. Das wirtembergische Volk, anseineStellvertretterSkr. Gedanken über die Wahl der Abgeordneten zum Landtag. 6 kr. Instruktion oder Staat des Engern und Großen landschaftlichen Ausschusses, iz kr. Uebrr das Petittons.Recht der wirtembergische» Land, stände. 40 kr. Vorschlag eines WirtembergcrS a. d. Wüste. 8 kr. Gedanken über die Gebrechen einer Landmilitz. ro kr. Gründe, warum die Abhaltung eines Landtags nölhig sey. 6 Noch einige Punkte zur landtäglichen Beherzigung, rs k. Zwey Landtags Predigten. 15 kr. Eine Anfrage an dir Abgeordnete zum Landtag. 6 kn Vorschläge, wie die große Anzahl Advokaten und Schreiber mit Bedienstungen versehen werben köno» te. 8 kr. Käsbohrer Schutz, Trutz und Vertheidiguogs , Libelk für den wirtembrrgischrn Adel. 24 kr. Thränen eines Mannes, geweint über den Verfasser des Schutz, und Trutz - LibeüS. 8 kr. Panzhaaf Trost und Kondolenz « Schreiben an de» guten Mann, welcher über das Schutz-und Trutz» Libell bittere Thränen geweint hat. 24 kr. Martin von Schlierbach an den Schulmeister Käs; bohrer zu Ganslosen. 8 kr. Ferner ist allda neu zu haben. 6 ->dlers äe leÄurs L 1 'ulsAs 6 s la jemiests p. 6 a- münäen. II. lomes. gr. Z. 1796. 1 2 . 48 kr. Gartevbücher. Müller der vollständige Mouatsgärtner oder Anwrißung zu allen Geschäften, im Baum, Küchen, und Blumen , Garten. 8. Franks. 1797» i fl. rz kr. 1797. I 6. ZO kr. Leben. Ferdinanv Alvaretz von Toledo, Herzog von Alba. 2 Thtile 8- Lpzg. 1796. Z fl. 20 kr. -Karl der Kühne Herzog van Burgnnd. 8. Prag 1 fl. 15 k. -Märchen und Erzählungen. 8. Riga 179Ü. 1 ff. 30 kr. -Der Mann v. warmem Herzen. 8. 1796. 54 kr. -Dt« unruhige Matrone von Pfyrt. zter Theil. 8. Prag 1796. i fl. 12 kr. -Sittrngemälde für Kinder. 8.Gota 1796. 48 k. —- Der Richterbund der Verborgenen. Geistergeschich- te. 2 Theil. 8. Winterlh. 1796. 4 ff. -Spieß Biographie der Wahnsinnigen, z Thrile. 1796. i fl. 32 kr. -Das Leben der Frau von Wallenrodt. 8. Lpzg. 1797 . 3 fl. Kochbuch' Göppinger. z Theile. 8. Stuttg.1796. Z fl. -Löfflerin. 1795. 1 fl. 15 kr. Rechenbuch. Stricker Amveißung in den AnfaugSgrün, den der Rechenkunst, gr. 8. 1797 » 48 kr. Reisen le Vaillant neue Reisen in das Innere von Afrika, gr. 8. 1797 » 2 fl. , Rougmsnt. Handbuch der chirurgischen Operationen. gn 8. Frkft. 1797. i fl. 3 ? kr. Weikacvs Magazin der oerbeßerten Arzneykunst. 4 Stücke, gr. 8. r? 97 . 4 fl. 48 K, _