g. Nro. io. PU- Karlsruher Zeitun Mittwochs den 22. Januar 1794- Mit Hochfürstlich . Markgräflich- Badischem gnädigstem pvivrlegio. komisch « Deutsch«» Reich. Wien, vom n. Inn. St. Kaisrrt. Königlich« Majestät haben das erledigte Husaren Regiment Esterhazy, Sr. Königlichen Hoheit, dem Erzherzog Fcrdi. «and, des Erzherzogs Ferdinand, Königlichen Hoheit, zu Mailand zwcitgebohrne» Sohn, alirrgnädigst ver. liehen ,i«d zugluch zum Innhaber dieses Regiments den Feld.Marschall.Lirutuanl Otto ernannt. Aus Siebenbürgen ist folgende Nachricht eingegangen: » Nachdem Sr. Majestät dem hterländige« Kvnigli, che» Gubernium zu erkennen gegeben, dass zur Kvm. plcllrung der vor dem Feind stehenden flebendürgi. schen Regimenter eine beträchtliche Zahl von Rekruten erforderlich sei; so hat das Gubernium, ei»verständlich mit den Obergespanen und den übrigen Lberbeamten der Landeskreise, mit aller Bereitwilligkeit zur Stellung dieser Rekruten die besten und schleunigsten Anstalten getroffen und man hat Hoffnung, daß die Rekrmirung binnen einem Monat vollendet seyn dürfte. « Loblenz, vom IZ Inn. Bei der König!. Preußi. schen Äunee, die ihre vvriheilhafte Stellung noch im. mer behauptet und sicher nicht verlasse» wird, ist alles ruhig. Sie hat am Mti dieses eine große Rekognosci. rung vorqmvmmen; der Fei«» aber sich allenthalben zurukgezoge«. Westhofen und Kreuznach find mit Köo.igi. Preußischen Truppen besezt. Bei dem lczkcn Auftnu habci: sie viele Gefangene gemacht, unter welchen sich des kvmmandircnden Generals Hoche Adju- dant befand. Er hatte einen Befehl in der Tasche, vermög dessen die Truppen sich zurükziehcn und in die Wititerquarricr hinter derSprwrbach marschiren sollten. 8ranksun, vom 14 Jan. Seit ohngeschr drei Wochen Hai von hier eine unglaubliche Menge Güter, Waaren und Kostbarkeiten grflücvtlt. Da der Mayn, des Treibeises wegen, nicht schiffbar ist alles aljv za Land svrtgeschcfft werde« mußte, so stieg die Fracht zu einem enormen Preiß. Ohne die Sache z«, übertreiben, kann man ««nehmen, baß in besagten z Wochen eine Million Gulecn für Fuyrlohn hier ausbriahltworden. Alsdle Kaiserliche Armee uiitcr Feld-Marschall Graf von Wurmscr über den Rhein zurük gieng, vergrößerten die ersten Nachrichten im Schrecken alles dergestalt, baß man zu fürchten anfieng, diese Armee sei in den kläglichsten Umständen und ihrer Anflößung nahe. Bald aber zeigte sich, daß ssr zwar im Elsaß große Strapatzen ausgestanben, aber ihren Rükzug über den Rhein unter Milwürkung der Königlich-Preußischen Armee mit geringem Verlust, bewerkstelligt habe. Die Kaiserliche und Rcichslruppen, weiche von Basel bis Mannheim stehen, betragen dermalen noch über bo.oso Mann und werben seitdem täglich mehr verstärkt. Der Rhein und da-stark besttztcMankchcim, uedst vielen tausend bewaffnete» Landleme» decken also mit ! dieser Armee die »bernRheinufer vollkommen, Mainz aber, ist durch dir Königlich. Preußische und Kuhr. Sächsische, auch über 60,OosMann.betragendr Truppen, nicht weniger vollkommen geschützt. Sollten sich die Franzosen zwischen dem Rhein und der Mosel noch weiter ausbrcltcn uud bis gegen Koblenz und Trier vorbei». i gen wollen, so dürft' es um best» leichter seyn, ihnen in beide Flanken zu k»mmcn und den Rükzug zu er« j schweren. Denn es ist gewiß, daß sich auch bei Trier l ein starkes Korps Kaiserlicher Truppen sammelt, um !, ihre linke Flanke zu beunruhigen und die Kaiserliche Armee unlerFeid.Marsche.ü LÄrmscr kann, srdüid es die ! Umstände erfordern, mit Zo,Ooo Mann wieder über ! den Rhein gehn und sie in die rechte Flanke nehmen, ! während derHerzog von Braunschwcig ihnen von vorn di« i Spltzehiethek.Daß der Rhein mir Elß belegt oder qarzu- gehen werbe, ist bei der forrdaurendm gemäßigten Witter- ung nicht zu erwarten. Man fängt also auch hier an, wieder ganz ruhig z« werden uud alle Furcht jl vor den Franzosen ist verschwunden. Am meisten > sind leider die Städte Speyer, Worms, das ganz« > Zweibrückcrland, die jenseitige Pfalz, rc. zu bedauern !I «0 hie Franzosen ungeheme GM-nkribulionl» tis« I r 4» r -reiben und akles Korn, Wein, viele- Vieh, rc. fort« schleppen. Einen großen Thei! der Habseligkctten haben zwar die unglüklichen Einwohner durch den lang- stimcn und ordniingsvollen Rükzug des Herzogs von Braunschwcrg, über den Rhein herüber geflüchtet, aber «s blieb doch leider den Franzosen noch genug zum rauben übrig und ffe schonen niemand und nehmen weder auf Freunde noch Feinde Rüksicht. Zuverläßiger Bericht über der französischen 8e« stung 8ort-Louis und 8ort Alsace Sprengung in -er Nacht, vom i7ten auf den i8ten Januar unter Herrn General 8c!d. Wachtmeisters 8rey- berrn von Lauere Rommando. Da die von den Kaiserliche» Truppen eroberte Fe. stung Fon , Louis 'und Fort Alsace, nach der Kaiserlichen Truppen gänzlichem Zurükzng, überden Rhein, so beschaffen war, daß die zu dieser Festung Verthei- Ligung nöthige Mannschaft, weder untergebracht, noch die zu einer Approvisionirung erforderliche Gebäude vorhanden waren, so sah man sich genöthigt, diese Festung, in einem solchen Zustand zu verlassen, baß der Feind, wenig oder gar keinen Gebrauch mehr davon machen könne; za dem Ende, faßte man den Entschluß, diese Festung durch Minen und Brand zu zer, stöhrcn. Den ivicn dieses, früh Morgens, erhielten daher die m dieser Festung befindlich gewesnc r^Kom, paanien Mineurs den Befehl, in den 4 Bastionen von Fort - Louis und in dem Hornwerk von Fork-Alsace die Minen zu eröffnen und diese Arbeit, mit allen Kräften, so schleunig als möglich, Tag und Nacht zu vollenden. Während dieser Zeit, suchte man dev Feind überall, um diese Arbeiten zu decken, irre zu führen, den schwächsten Punkt, gegen Aueohcim chlid Statt« matten, mit Verhauen und Vcrschanzungen gegen ei. mir Loup äe maln oder Sturm, von Seilen der Franwsen- zu sichern und des Feinds Aufmerksam, keir- dahin zu richten. Diese höchst beschwerliche und ziemlich gefährliche Minen « Arbeit, da überall purer Sandboden war, wurde den iften Nachmittags glük« Ilch geendigt und die an der Zahl bestehende 19 Mi. nen» gehörig geladen und aufs beste verdammt. Das in der Festung befindlich gewcsne Artillerie, Korps, erhielt demnach Befehl, alles auf den Wäyc» noch vorgeftmdne Geschütz bis 7 Uhr Abends, in Sicher» heit zu bringen; während diesem hielt man den Feind den ganzen Tag hindurch, mit anhaltendem starkem Kanonen - Feuer, im Respekt; dieses tarierte dis Punkt Z Uhr Abcndö; von dieser Zeit an wurden, dir Kanonen, nebst allen Zugchörungen vollends abgesührk. Um 7 Uhr Abends bekam sämtliche Garnison Bcftbl, . sich, m größter Ordnung und tiefster Stille, aus der Festung zu entfernen, nur eine Kompagnie vom In» fanterie - Regiment rattermann blieb «sch zurük, um die vorher bcsezt gcwesne Piquetc, bis zum Zeitpunkt der Entzündung besezt und allarmirt, zu halten. Sämtlichen Bewohnern der Stadt, wurde diesen Tag bedeutet: Man wäre vor einem Uebcrfall der Franzosen keinen Augenblik sicher, sie möchten demnach ihr Leben und all ihre Effekten, so viel und w schleunig als möglich, zu retten suchen; bis auf den Abend war auch keine menschliche Seele, als ein alter zc> Iah. riger, höchst kranker Greis, welcher nicht mehr fortzu. bringen war und mit dem Tode rang, darinn. End. sich erschien der zerstöhrende wichtige Augenblik. Auf den Schlag 8 Uhr wurden, zu gleicher Zeit, sämtliche iy Minen, die zwey Pulver-Magazine in Fort-LouiS, das Pulvermagazin von Fort - Alsace und die 4 Kas. sematten von Fort. Louis, welch lcztere, zum sprenge» auch vorbereitet waren, mittelst eines genau berechne« reu Zeitraums, durch Lunten angezündel; um y Uhr hingegen, wurde sämtlichen in der Festung befindlich gcivesmn Herren Ingenieur. OfficierS, ohne Ausnah. me der Herren Staads-Officiers, aufgctragcn, die z6 National - Gebäude, als Kaserne, sämtliche Officiers. Wohnungen, Zeughaus, Artillerie, Staden, Schopf, Verpflegs » Gebäude und Wachihäuftr, welche ebenfalls dazu vorbereitet waren, selbst, mit eigner Hand, anzu- zünden. Diese ganze Disposition, fiel dergestalt ge» schikl und glüklich aus, daß binncn 25 Minuten alles in lichlen Flammen stund; die sogenanme rokhc Brücke zwischen Fort. Louis und Fort «Alsace, wurde unter, dessen ebenfalls mit Feuerwerks.Kbrpern, als Holz, Pechkränzen, Schwefel-Lunten und Lichtern entzündetr gegen n Uhr Nachts würklen, nach und nach, von einer, halben Stunde zur andern, die gelegten Minen mit rntsrzlicher Kraft, welche in den umliegenden na» hen Gegenden stark,weit stärker aber in den entftrntern, em» pfunben wurden; mit der Entzündung der National. Ge^ bäude,gcriclhauchdieganzeStadtin voüeFlammen, durch welchen Zufall ist aber gänzlich unbekannt, denn diese sollte, nach dem gegebnen Befehl, gänzlich verschont bleiben; nichts als die Hauptkirchr, blieb darinn ste. hen. Die Sprengung sämtlicher Werker und alle in der Stadt befindi'che Häuser in lichten Flammen wahr, zunehmen, gewährten dem Aug rin fürchterlich Schauspiel. Festung, Stadt und Fort . L»uis, so wie Fort Alsace, liegen also >zt gänzlich in Schutt und Ajche; sind für die Franzosen izt gar nicht mehr brauch, b«r. Die Franzosen machten bei dieser ganzen Ope. ratton nicht tie geringste Bewegung; getrauten also nicht, der Festung sich zu nähern. Der deutschen Truppen Entfernung aus der Stadt und Festung, ge» schah in pünklichster Ordnung, ohne einen Mann zn vermissen, odsr beschädigt zu finden. Bei Söllingen, r 4r r disseitS, formirten he siL wieder; pflanzen Kanonen auf, um die disseltigen Brütten ebenfalls ruyig und vhngcbmdert abtragen ;u könne», welches eben so gut, also' diese Unternehmung >» allen ihren Punkten volle kommen bewerkstelligt wurde. Mannheim, vom ly Zan. Zu Frankenlha! haben die Franzosen folgendes anschlagen und bekannt machen lassen: Die Frankenthaler Municipalität wird ersucht, in L mal 24 Stunden von den Orts-Einwohnern, zur Nothdurst der Soldaten der Republik,, auf ihre Verantwortung anMchafferi: 1) 500a Maunshemder und so M als sie zu bekommen sind. 2) zoo wollene Meten. 3)2500 Paar hänssme oder werken? Leintücher. 4) 700 Paar neue oder noch ganz gute- Schuhe, welche so viel möglich gut Mil Nägeln vcr, sehen ftyn müssen. 5) 70V Paar gute wollene Strümpfe. 6, Zur Kleidung der Vertheibiger der Republik, alle brauchbare wollene Tücher, die sich bei den Kauflcuken, oder in Magazinen vorsinden; alle Hüthe, die man bei den Hulhmachern und sonst wo findet und brauchbar sind; alles gegerbte und verfertigte Leder jeder Art, sollen an einen besondern Ort, den die Municipalität «»geben wird, mit allen schon eben benannten Effekten »iedergelegt werden. 7) Alles Gewehr, als Flinten, Pistolen, Säbel sowohl, alS alle Sattel, Zäume, Peitschen Schabracken, Stiefel, mit einem Wort alles was zur Rüstung eines Karallmsten gehört, sollen im ncmlchen Zeitraum von r mal 24 Stunden, an eben denselben Ort gebracht werden. Sobald diese 2 mal 24 Stunden verstoßen sind, sollen alle Einwohner dieses Orks, an welchen man ein Paar gute wollene Strümpfe und Schuhe «vahrnimmt, auf brr Stelle in Verhaft gezogen werden, wofern die 720 geforderte Paar nicht geliefert worden find. 8) Die Municipalikm wird alle nölhige Maatregeln nehmen, baß die zusammen gehörige Schuhe und Strümpfe Paar und Paarweis gesondert verbm und keine Verwechslung geschehe, y) Alle Schuhmacher dahier werden aufgefodrrt, für die Soldaten ter Republik und sonst für niemand mehr zu arbeiten; so dürfen sie bis auf weitern Befehl Vichts als Mannsschuhe machen und alle Schuhe sollen von guter Beschaffenheit ftyn auch sogleich unter der Auf- nchtund Verantwortung eines Municipatdedienlcn an den schon benannten Ort hinterlegt werden; die Schuhe werden den Schustern von den Municipaliiätcn bezahlt, io) Wird diese gegenwärtige Aufforderung nicht in Zeit von 2wal 24 Stunden nach der Bekanntmachung de- koigt, so soll der Maire auf der Stelle so lang in Ver, b^ft genommen werden und so nach und nach von Stund« zu Stunde alle Mumcipaldramte, wie auch dieses Orts reichste Einwohner .... anaeftbsst ftyn wird, es sei dann, sie beweftM E-^ lich zu thun sei. 11) Nach VerM^ .^24 Stunden, wird sogleich in allen Häusm... ^ äußerst genaueste Hausunlcrsuchung vorgenommen k und tollte nur , ein einziger dieser Artikel gefunden .^en, vorbehaltlich jedoch, daß die geforderte Anzahl »och nicht geliefert sei, so sollen die Personen, bei welch« dergleichen angetroffen wird, ebenfalls verhaftet und als Rebellen gegen die ausübende Gewalt verfolgt werden. 12) Alle von der Stabt Frankcnthal abhan- gcnde Municipalitäten, werden ebenfalls bei Verantwortung angehaltcn, in der ncmlichen Zeitsrist die eben bemerkte Gegenstände nach Verhällniß ihrer Bevölkerung in das Magazin einzulicfcrn. Deswegen ist die Frankenthaler Municipalität gehalten, jedem Dorf, nach Maasgabe des Ganzen, seinen Beitrag zuzukhcilcn und zur Lieferung anzuweiftn. iz) Die Municivali« täk Frankenthäl wird überdies angehalten, in eben der Zeit von 2wal 24 Stunden, jene schon unterm 2z. dieses Monats angczcigte Früchte aus allen Häusern dieses Otts wegzubringcn und in das Magazin Nro. Ztz. des 4ten Viertels zu bringen. 14) Diese gegen, wärlige Aufforderung soll in beiden Sprachen gedrukt und überall, wo es nöthig ist, angeschlagen werden, damit Niemand sich mit der Unwissenheit entschuldige» könne, rz) Von diesen Exemp.'aricn soll die Frankenthaler Municipalität ihren ongehvrigen Ortsvorständen eine hinlängliche Anzahl zufcrtigen. So geschehe» Frankenthal den 23. Schneemvnat im rten Jahr der einzigen und unzertheilbaren französischen Republik. Msunier, Mitglied der von den Stellvertretern beS fränkischen Volks nngcsrdneren Kommission bei den Rhein- und Moselarmeen. Vorgestern Nachts bemerkte man ein starkes Feuer in der Gegend reu Friesenhrlm. Cs scheint Stroh oder Heu gewesen zu ftyn, welches die Franzosen nicht fortbringcn konnten und daher angestekk haben. Vielleicht ist dieses ein Vorbote, daß sie sich nächstens auf dieser Veite, so wie auf dem Hundsrükkcn, zurükzie- Heu werden. Des Herrn Feld-Marschalls Grafen von Wurmsers Erccllenz stnd noch nicht adgereißt, sondern warten noch des Herrn Feld-Zeug-Meisters Grafen von Browne Ankunft ab, welcher das Kommando der Armee übernehmen und bis den 22. tiefes bei dkrftl, den eintrcffen soll. Einstweilen kommandiren Se. Durchlaucht der Herr Feld-Marschall-Lieutnant Prinz Waldek. Vorgestern waren Se. Durchlaucht hier und nahmen die hiesige Gegend und Vertheidigungsanstal. ten in Augenschein. Der Königlich -Preußische Herr Oberst von Szekeli hat in einer der lezten Äffairen c 4» ) «ft den 5>>an-^ am Bein bekam, msn und dni. ^r. Durchlaucht dem Herzog vou Brnun^'6 Erlaubnis erhalten, auf 4 Woche» «ach i« gehen. Oesterreichs Niederlande. W.eflandcrns Gränze, vom n Jan. Ein Au, «ei»cuge bringt uns die Nachricht, daß gestern, den loten-, das Hauptspikal zuRyffet »»Brand aufgegangen ist. In demselben befanden sich r8o« Kranke, welche meistens verunglückt .sind. Das Feuer soll an einem Bett aufeiner obernKan'lncr dcEpttals entstanden fty». Brüssel, vom iz Jan. Ausser einigen Vorposten- Kkfechlcn, welche sich togiich erneuern, genießen unsre Gränzcn izt einer vollkommmn N»he. Hiezu mag «ohl die gegcnwärlige rauh« W^rcrung nickt wenig beitragen. Aus der Provinz Lupemdnrg ist neuerdings Sin Korps Kaiser!. Truppen aufg-brechen , um das mit einem feindlichen Anfall bedrohte irimschk Land zu dekken. Neui-ch wuete ein ans Eivee gegen unsre Gränzkörfer ausgcftckres Korps französischer Reiterei durch bewaffnete Bauern löchrig emprangen, weiche ihr Eigcnthum nachdrulftchst verteeidigicn und den Feind so übe! behandelten, daß er nm Hinterlassung mehrerer Mavn und Pferde die Flucht ergreifen muß, 1 e. Briefen vs» der französischen Glänze zufolge, «st zu Ryssei die Ruhe noch gar mcht hergesievl, obgleich die Guillotine daselbst täglich eme Wenge Köpfe abschlägt. Noch vor einigen Tagen war i» gedachtem Rosse! wieder ein heftiger Volkcaußauf, >v daß die Bemzung, auf der National - Kowmissairs Befehl die Kanonen von den Wällen auf die Stadl lehren mußte , um den tollen Haufen em Zaum zu haften. In gcfelg dessen, haben sich die Einkerkerungen auf ei. ne schrchliche Art vermehrt. Die jüngsten Briese aus Paris meiden, daß General Dügemmicr, welcher die Bclagcrungsarmee ven Toulon kemmandirte, mit rz voo Mann feiner beßken Truppen ln ferzir- trn Märschen nach Rvussiklvn «ufgebrochen , um der Spanier Fortschritte , welche Perpignan mit einer Belagrung bedrohen, zu hemmen. Eden Liese Briefe fügen hinzu, der Königs . Freunde Lage sei »licht so schlecht, als Berichte es ausstrcuen. Freilich sind sie gegenwärtig in kritischer aber bei weitem noch nicht verzweifelter Lage. — Nach aadeln besondern Briefen aus Frankreich, hat man t ie dnttisch. spanische Flotte auf den Küsten von Längerer im Meerbusen von Lyon wahrgencmrmn. Hieraus will Man adnrhwen, daß die AUurlen wftlens sind, sich Mit den Spaniern im Roussillon zu vereinigen, um der kaßillamschen Waffen Amtlichen Erfolg daselbst noch weiter zu treiben. Uebrrdics versichern eben diese Briefe, daß, sobald dir Königs-Freunde in der Venkre wahrmhmen würden, Grosbrittsni«, sei entschlösse», chnen untsr »ir Arme zu greift» , auch sie geneigt seien Allerdings mit gesummter Macht gegen dir Kü. ße« »vkjtiSriusrv, um deren Landung zu begünstigen. Frankreich. Paris, vom 4 Jan. Auf den Wällen und Fort« von Toulon läßt man noch immer die feindlichen Fah. nrn wehen. Dies soll schon manches Schiffirregeführk und zur Beute dev Unftizen gemacht habe«. — Unter den Depeschen, die neulich in Absicht auf der Franzo, fen Siege bei Lanvau in der Natron«!-Konvention ver, lesen wurden, befand sich auch ein Schreiben ihre« Ge>anbschaflSftkretairs i« der Schweiz, Boucher, an den Krwgsmttustcr, wsrinn leztrem der Vorwurf ge, macht wird, warum er die in den Departements de« Montblanc und des Dvubs sich besiadende Truppen, besonders aber die Brsazung von Belan^on nicht a» benOherrheiu beordre, um dortige Armee zu verstärken» Grosbrittanirn. Landen, von, 7 Jan. Di« Spanier haben groß« Vorlheile erfochten; sich von Port Vcndrex, dem FoUElnr »»dCollivure Meisier gemacht; sie kehren auch zu Perpignauv Belagerung, wo Gasten rlugeschlrssen ist Anstalten vor. Am 4. dieses trafen Berichte vom Grasen Moira ein; sie melden, dieser General habe, kurz vor des Etliwren Abgang, Nachrichten vvn des Kvr.igsfikundc« aus Frankreich erhaitui, die ihm wis» sen lasst», daß eevc ihrer zahlreichsten Kolonnen, wirklich- auf dem Rülmarsch nach der Mcersküste be» griffen fty. S»e fordern nebstdem, baß die zu ihrer Unterstützung bestimmten Truppen, sich auf das erste Züchen, welches ihnen bald gcgtben werden würde, deren Halle» sollten, i» Frankreich ans Land zu treten. Neuere Briefe aus. Gucrnfty enthalten, daß die Kn» mgsfrcvnde auf der Küste Vvnhcile errungen; daß man am 29. vorigen Monats zu Jersey eine stark« und lang anhaltende Kanonade gehört« die ven Gran- vitlc hcrzukemmen schien und daß die eingc>chifflr» Truppen nur auf günstigen Wind harren. Die von Ostende abgcsahrnen Hessen waren am 2. dieses auf der Insel Wight und auf dem Weg noch Guernsry. Uebrrworgen glaubt wan zvvrrläßig, unmittelbare Nachrichten vom Lord Hvod zu erhalten. Ein zu Plymouth emgclaufties Schlff hat am 26. vorige» Monats ein starkes Geschwader von Kriegsschiffen 14 Meile» westwärts vom Cap Lftard gesehen; e» halt cs, nach der Bauart der Schiffe zu urtheilev, für ein französisches und also für dir feindliche Flotte, welche von Brest ausgelaufen ist. Verschiednc Schiffs» kapilams, die während der Wieveiaiistüstung ihre» Sw ffr hierher gekommen waren, sind also auf der Steile nach Portsmouth unb Wmvuth zmukgeM,