Nro. 38 . Pag. 175 L a l l s r u h e r Zeitung. 8 reytags den 28. Merz 1794- Nit Hochfürstttch > Markgräflich » Badischem gnädigstem privilegio» > > >- > . 1 ! >! 'i->- -i— ' k L I. ^ ^ ^ Römisch - Deutsches Reich. Wien, vom 16 Merz. Zwischen den Höfen Wien, Berlin, Londen und Haag, herrscht eine ausserorbent. liche Tätigkeit, deren Gegenstand noch ein Geheim« niß ist. Wien, vom 18 Merz. Das, was man Icjthin von der Verhandlungen Lebhaftigkeit, zwischen dem hiesigen und König!. Preußische» Hof anführte, bestätigt sich nicht nur, sondern man vernimmt noch über, dem, baß Grosdritlanicn und Holland mit gleichem Ansuchen bei Preußen, wegen zu stellenden Hilfsvöl- kern, eben so dringend einkommcn und ausdrüklich verlangen, solche in den Niederlanden zu stellen. Die Gegenforderungen, oder Einwendungen, kurz: der Unterhandlungen noch abzuschlicßende Gegenstände, wodurch das große Werk, welches man zn unternehmen und auszuführen hat, anfgehalten und verzögert wird, mögen »un scy» wie sie immer wellen, so wird sich doch keiner den jeden Deutschen innigst kränkenden Gedanken beikommen lassen, der Mächte erhabnes Bund niß könnte getrennt, zerrissen wer^>«. Selbst unsre Politiker können diesen Begriff nicht fassen, da rin gcmklnschaselicher Vorlheil alle bindet und binden muß; alle das ncmljche Ziel, ihre eigne Erhaltung, zu erreichen haben und die unverkennbare Noihwrn» digkeit durchaus besteht, der Könige und der geselligen Ordnung Feinde zu bezähmen und in der ttntcrwür- sizkcil und Menschlichkeit Schranken zmükmsühren, wobei alle Politik schweige», alle Nebenabsichten besei. tigt btcibcn müßten. Aus diesen Gründen, will man auch an einer baldigen Berichtigung nicht zweifeln. Oder, würde man einerseits behaupten können, Gros- brittanien hätte, rvrsezlich, durch innern Einfluß, oder gar durch Bestechungen, den Krieg mit Frankreich er- regt; von Holland wäre des Kriegs Schavplaz und vho die Gefahr von dessen Gränzen weit entfernt und Oesterreich habe gar, durch mancherlei Dinge, Frank. n. LkL k. 0 — LI- inikliei inväni'. reich und die erfolgte Kriegs - Erklärung gegen sich ge» reizr und all» wäre der Fall der Hilflcistung nicht vorhanden? Solche Spitzfindigkeiten, welche sich nur träumen lassen und auch bei wirklichem Vorbringen durch bekannte Vorgänge und Thatsachen widerlegt wären, kramt man einander aus, da man künftige Fälle berechnen will, die sich vielleicht nur auf Mulh. maßungrn gründen. Inzwischen sind diese Untcrhand, lungen doch Schuld daran, daß bis dahin noch kein Mann von der Rhein - Armee, wie es der Antrag war, zur Verstärkung der Kaiserlichen unter Fcld- Marschall Prinz von Sachsen - Koburg stehenden Ar. mee nach den Niederlanden marschiren konnte. Wie man aus Bukarest mit Briefen vom iten dieses vernimmt, eilt der Rußisch . Kaiserliche Bokhschaster in Konstantinopc! eben Nicht besonders, ttincs Hofs wahre Gesinnungen noch vorerst zu erkennen zn geben , sondern Hai sich begnügt, der Pforte Erklärung-; ,, Daß, da sie von den Franzosen nicht beleidigt worden , sie auch keine Ursache habe, dieser Nation den Krieg zu erklären, einsweilen zum Berichten zu nehmen, welches bei des Rußischcn Hofs bekannten Den, kungsarr nur dahin zielen kann, nm die Feindseligkeiten erst daun zu beginnen, nachdem alles seiner Seits so vorbereitet, an Ort und Slelle so vorlheiihafl an. gebracht ist, daß beim ersten Losbrrchen auch ein entscheidender Streich so schleunig als unvrrmulhel gegen den unvvrbereilelen Gegner ausgrsührt wevben kann. Rcffensburg, vom iy Merz. Morgen wird das Kaiserliche Kommisnons - Dekret in Betreff der Au, sammcnzichimg der sämtliches Reichs. und Krciskon- tingent am Oderrhein unter Sr. Königlichen Hoheit dem Herzog von Sachsen - Teschen darüber übertrag» nen Ober-Befehl zur Reichsdiktarur komme». «Vberrhein, vom 19. Merz. Die gemeldete Nach, rtchk von dem Abmarsch brr Preußen nach rem Nir» < 176 ) dmhch» , welche man für ein bloßes Gerücht anse. hcn wollte , scheint wahr zu ievn, da der ils alle Vorkehrungen daraus zielen , denn, der dahin bestimmien Truppen erste Abtheilung, welche aus dem Regünenk Kleist, dem Regiment Knobelsdorf und dem Küraß-,-r, Regiment Weimar besteht , hat Befehl, am 22. dieses aufzudrechen und ihren Marsch nach Kölln zu nehmen. Auch das Verpstegungs - und Fuhrwesen hat schon Befehl zum unverzüglichen Aufbruch erhalten; gestern sollte bereits das schwere Geschüz zu Schiff «»v dann hinunter nach Wesel gebracht werben. Die zu- rükbleibenden 20,020 Mann Preußen, sollen, unter Feld. Marschalls Prinzen von Sachsen-Koburg Oberbefehl bleiben. Gestern ist wirklich das Kaiserliche Husaren, Regiment Toskana aus der Gegend von Mannheim durch Mainz nach Bingen und so weiter nach Trier marschirt nnd heut sollen die Kaiserliche Regimenttr Ertödy Husaren und Kaiser Infanterie durch Mainz gehen und gleichfalls den Weg nach Trier nehmen. In Mainz hat bas Preußische General-Kommando die Bürger aussordcrn lassen, sich mit der nöihigen Bewaffnung zu versehen, um, nach der Preußen Abzug, die Bewachung der Skasr selbst zu übernehmen, weswegen die Zünfte schon versammelt wurden. Rheinstrom, vom 20. Merz. In der Beilage zur lezren Larleruher Zeitung No. 37. von allen Begebenheiten, weiche seit dcmUcdcrgang über den Rhein vorgefallcn, ist noch zu merken; baß der damals als Oberstleutnant izt aber als Hauvtmann unter dem Jnfan» terie. Regiment Erzherzog Ferdinand stehende Herr von Kelc,, welcher den 21. Nov. 1793. bei dem Dorf Wcihersheim im Elsaß, auf dem äußersten Pckel gestanden, von dem über 422 Mann starken Feind, auf seinem mit 42 Mann desczken Piket dreimal ac- takirt wurde und denselben doch, mit einem Verlust von 62 Köpfen, in die Flucht getrieben, anbei auch den feindlichen Tambour torrschieße» ließ, wordurch der Feind in größte Unordnung gerielh und sich, nach dem Trommclschlag, nicht mehr versammeln konnte. Besagter Herr Hauptmann, gab seine bezeigte Stand. Hastigkeit und seinen Muth zum zweitenmal zu erkcn. nen, da das ganze Bataillon Rohan sich gänzlich verfemet und dasselbe durch dessen gute Anstalten un- terstüzt wurde. Wornach eine Division von Erzherzog Ferdinand, unter des lavfern Herrn Hauptmann von Ocskay Anführung, den Feind gänzlich zum Weichen brachte und leztercr in seinem vorgchablcn Unternehmen gehindert wurde. Hierbei ist sämmtiichcr Herrn Offieiecs und Mannschaft standhaftes Betragen anzurühmen. Die Herren, Ober . Lieulnant Ro- berth und beide Unter. Lieutnanls Gönzel und Noch, wurden hierbei blessirt. Eine Begebenheit vom izten Dcc 1793. in dem Wald bei Difchweller, bei welcher obi^mellcr Herr Haupimann von Kclcz von dem gewiß 2020 Mann starke« Feind, abermals atlakirt wurde und derselbe dem Feind dennoch, durch sc'ne vcrschicdne Bewegungen, seinem vorgehabten Eulzweck vernichtete verdient ebenfalls nocd bemerkt zu werden. Der F ind attakitte zum zweitenmal und wurde abermals, durch hcrangerükre Mann-chaft deS Regiments Ferdinand, gänzlich zurück getrieben. Bei dieser Gelegenheit, zeichnete sich auch Herr Fähndrich von Jllgo, von Erzherzog Ferdinand, besonders aus, da derselbe, mit einem Zug Infanterie und einem von Kavallerie, in Herrn Oberlicurnaius Cziko, von Sckler Husaren Begleitung, den Feind b,S an die Kanonen verfolgtzu staik-r Ucbermacht wegen , sich aber an ihren vorigen Poster, zurückzuzichen gezwungen wurden. Seiner Standhaftigkeit lezlen Bcweiß, gab dieser wak, kere Herr Hauptmann von Kclcz unter dem HerrnObri, stcn, von Piachoviks, vom Regiment Erdödy Husaren, wo eine Division vcn Samuel Gyulay, unter der HerrcuHariptikitte vonPornrnay und KclczKommanko, nur einer Kompagnie, von Erzherzog Ferdinand, zur Dekkung der Armee und Arrier, Garte kommantirl wurde, an weiche einige Kanonen und Kavallerie ange« schlosse» waren; leztercr blieb, bis zum lledergang über den Rhein, bei Phiiippsburg, wo derselbe den 2üten Dcc. 1793. durch einen Kartätschen , Schuß aus den untern Leib verwundet wurde; auch dieses hielt ihn nicht ab, seine Standhaftigkeit zu bezeigen. DaS Ehren-Merkmahl von dieser Wunde wird besagrrr Herr Hauptmann Äeic; Zeit seines Lebens be/br hatten. UederdieftS hat sich derselbe voiher schon bei andern feindliche» Gelegenheiten, als bei Gemshaim und andern Orlen auf bas standhafteste als braver Osficier betragen. Lölln, vom 2t Merz. Nach dem Jnrchalt meh. rerer, vom untern Rhcmstrom heute hier eiugegangner Privatdricfc und flüchligcc Gerüchte, soll den >8len dieses der größte Thcst des schweren Geschützes von der Königlich-Preußischen Rhein-Armee zu Mainz auf Schiffe gebracht worden seyn, um auf dem Rhein nach Wesel verführt zu werden. Auch sollen würklich, nach eben diesen Nachrichten, 6222 Mann Königlich» Preußischer Truppen von jener Armee auf dem Rück, marsch begriffen seyn. Schreiben vom (Vberrhrin, vom 21 Merz. Des Marschs eines kleinen Preußischen Korps Wahrscheinlichkeit, nach dem Niederrhetn, ist noch ungewiß allein jener einer beträchtlichen Armee, welcher manchem weil ungewisser schien, bestätigt sich bis dahin vollkommen. Preußens Armee, welche dahin bestimmt ist, wird sich an des Rheins linkem Ufer, in dem Bezirk zwischen < 177 ) B«,» und Köln, bet Bruel, Balkhausen, Lechenich rc. lagern. Sie besteht aus ,8 Infanterie Regimentern; 18 Batterien und 52 Eskadrons Kavallerie. Jedes Infanterie. Regiment besteht aus 2300 Kopsen, Z Bataillsnö, i Batterie und hat ausser den Batterien, wovon jede aus 200 Pferden besteht, 402 Pferde und jede Eskadron iyo Pferde bei sich. Auf dem rechten Rdemufer ven Slcgburg bis Müllhrim werben 21 Batterien verlegt werden. Auch jede dieser Batterien besteht aus 100 Mann und 220 P'crden, in allem: ans 2122 Mann und 4220 Pferden. Dann noch das Proviant - Fuhrwesen zu rooo Mann und zavoPftr» den; in allem: auszrzo Mann und 7yos,Pferde und das Batterie. Fuhrwesen zu izo Mann und 522 Pf--den.. Die Regimenter werden fo verlegt, daß jedes mit feiner Batterie nahe beijammen liegt. Dieses ist wirklich die bestimmte Stärke der Armee und der Anschlag zu ihrer Lagerung. Se. Majestät der König von Preußen, werden, w!e man vernimmt, basHaupl-Quarticr in Köln nehmen und daher sollen 6222 Mann ,u tiefe Stadt verlegt werden. So gewiß dieser ganze Plan des Tnwpcnmarsches ist, sie mögen sich nun vom Ober- Rhein , oder aus den König!. Preußischen Staaten zu. sammenaehen, so ist doch mehr als wahrscheinlich, daß die wirkliche Ausführung noch von zu berichtigenden Umständen abhange. Von einer andern Seite will man wissen, der Marsch der Königlich Preußischen Truppen sei wieder eingestellt worden. Loblenz, vom 21. Merz. Die Nachrichten von Trier sind noch immer ganz beruhigend. Auch sind die Franzosen noch nicht in St. Wendel eingezogen, sondern schwärmen ungcfchr anderthalb Stunden von da in dem Blicser Thal herum. — Auf ein Gerücht, daß die Franzosen sich bei Merzkirchen versammelten, sind zwar 4 Kompagnien von Manfredint nebst einigen Eskadrons Kavallerie aus Trier schleunig dahin gezo. gen, aber, da cs ein blinder Lärm von einigen streifenden feindlichen Patrouillen war, wieder dahin ein- gerükt. Sonn, vom 2Z. Merz. Alle dienstfähige Leute werden hier im Lande aufgeschriedrn und bald die all. gemeine Ziehung vorgenommen werden. Die Namen der Ausgezeichneten werden zusammen geworfen und jeder, dessen Namen herausgenommen wird, muß Dienste nehmen. Die Vorsteher oder die Beamten in jedem Dorf sollen die Namen auszichen. Die kuhr. fürstlichen Archive rc. sind eingepakt und werden nach Weftphalen gebracht. Auf Mittwoch ist dir Abfahrt festgcsezt. Eine gewöhnliche Vorsorge in den Gegenden, wo fremde Truppen sich anhäufen und zu besor, gen ist, daß da des Kriegs Schauplatz eröffnet werde. 8rankfurt, vom 2Z Merz. Heute wird dlr C?l> Herzog Carl, Gouverneur der österreichischen Niederlande, in Eile von Brüssel kommend, h-cr erwartet und morgen seine Reise nach Wien fortietzc». Mainz, vom rz Merz. Nachdem des Königs von Preußen Majestät Befehl gegeben, Ihre Armee bis auf 22,202 Mann iraktatcnmäßiger Hilfe an den Kaiserlichen Hof, vom Oberchein abmarschiren zu lassen, w sind bereits gestern und heute die Regimenter Kleist, Knobelsdorf und das Füselicrbakalllon von Legat anfgebrochen und haben ihren Marsch hier durch über Schwaldach gegen Köln angctrctcn, welchen daS Kavallerie . Regiment von Sachsen - Weimar folgen wird. — Heute sind auch wieder 2 Bataillons von dem ungarischen Infanterie - Regiment Giulay mit vielen Minulionswägen, wie auch z Eskadrons von Kaller Dragoner, von der Kaiserlichen unter Feld- Zeug-Melker von Browne stehenden Armee hierdurch nach Trier gezogen. — Die van der ehemaligen fran. zöstschen Garnison zu Mainz als Geiseln behaltne und nach Wesel gebrachte 1220 Mann werden, bis aufdea General d'Oyre und 2Z andre Offciers, welche für hie in Frankreich befindliche Mainzer Geiseln und zu Bezahlung der Bclagerungs - Münze jtirükbleibcn, zu Wasser nach Frankenlhal geführt, um da ausgeivech- selt zu werden. — Am i2ten Merz sind wieder rz Wägen mit Geld, unter Bedekkung vom Regiment Prinz Friedrich von Braunschweig, von Berlin zur Armee adgegangen. Gestern kam der Kaiserliche Dbrist von Fischer als Eilbote von der Kaiserlichen unter Feld-Marschall Prinzen von Sachsen-Koburg stehen« den Armer hier an. Oesterreichs Niederlande. Brüssel, vom ly Merz. Da den Feinden der lezthin angeführte Anschlag auf Poperingen mislang, so versuchten sie vorgestern einen andern auf unsre Vorposten zu Halluin in der Nähe von Mcnin, welche sie mit 1502 Mann angriffen. Unsre Mannschaft hielt, mit tapferer Gegenwehr, Stand, wodurch eine Ver, stärkung von 50 Britkischen Uhlanen und 50 Ausgewanderten unter des Grafen von Bouille Anführung Zeit gewannen, herbei zu eilen. Der Feind mußte in Unordnung zurük. Die feindlichen Besazzungen von ArraS, Aire, Belhüne und andern Plätzen, welche in der aten und zten Linie liegen, werden zusammen gezogen und ein großes in der Nähe von Douai schon abgcstochnes Lager beziehen. Zugleich hak der Feind seine Posten zu Ponte a-Marque, Arleux und Maas. en.Pevele verlassen und so den Mittelpunkt vonTrup. ven entblößt, den er jedoch vermuthlich durch die Fe« stungcn Ryssel, Douai' und Bouchain hinlänglich ge- sichert glaubt. Die aufgebrochne Mannschaft, ist j» der — c i?8 ) —.— übchen Macht bei Zandrecy und Dünkirchen mar« fern Vorposten überwältigte nnd einige davon zu Ge. fchnt. Diese feinst ichen Bewegungen vcranlaßlen auch sangnen machte. Seit vorgestern sind wieder üde- bei etlichen Abtheilungen unsrer Armeen ewige Vor- tausend Mann Kaiserliche Truppen von verftbiedncn kehrungen; besonders wurden die Posten de, Orchics Korps hierdurch marlchitt. Zu Valencicnncs -st ein und Marchienncs beträchtlich verstärkt. Der Britten Kriegsralh gehalten worden, um alle schöne Thaten Armee rükt immer mehr ober Menin nor und scheint des verwichnen Feldzugs mit dem Morien -^heresien, eine sich an die Armee unter General Ktairfait an- Ordenskreuz zu belehnen. Vcr,chicdne Osfi-Icrs wer. schließende Steilung nehmen zu wollen. Unsrer Haupt, den dieses Ehre, mahl der Tapferkeit erhalten" — Ein Armee linker Flügel, unter Prinz von Hohenlohe, zieht Schreiben aus Dormck versichert, ein Theil' von dev sich noch näher gegen die Samdrc, um die Festung Bcfazzung aus Rvssei haoe unter General Pichcgrü Maubcuge mehr einzuschließcn und die Gemeinschaft Anführung einen Ausfall gcthan , sei aber mit enlsez. abzuschneiLkn. Die feindliche Besazzung wagte wieder jjchem Verlust zurükgc,chlagen und General Pichegrü einen Ansfall , wöbe« sie viele Todke und bei 50 Gc- selbst schwer verwundet worden; allein , diese Nach, fangene verlohr, welche nach Mons gebracht wurden, richt verdient Bestätigung. Brittaniens Gesandter Vcrschietne Briese von Dornick melden, Genera! P-.che- Lord Eigin, ist ganz unvcrmukhet und plözllch von grü wäre beinahe gesungen worden, da er in den Ge. hier nach Lenden abgcreist. — Auch sind viele Pon. genden von Nyssel die Stellungen unsrer Truppen aus» lons von hier zur Armee abgrgangen und von Me« kundschaften wellte; einige sezcn noch hinzu, er habe chcln sehen wir nach und nach eine Menge schweres durch einen Säbelhieb 2 Finger verlohrcn. Die Hul, Geschü; hier durchführen. digungs-Feierlichkeit ist wirklich wieder ausgeschoben. Brüssel, vom 21 Merz. Oesterreichs Haupt.Ar. Brüssel, vom 22 Merz. Die Franzosen ziehen mee unter Fcld.Marlchall Prinz von Sachsen.Ko- uoch immer ihre Macht in den Gegenden von st.Qucn« bürg, hat dermalen ihr Hauptquartier 4 Stunden tjn und Lanbrecy, so wie an der Seite von Dünkir, oberhalb Valencicnncs, Camdrai gerade gegen über, chen zusammen. Das Lager, welches unter lezibesag. Durch diese gewagte Bewegung scheint man dem len Stadt aufgeschlageu ist, soll aus 25 bis zo tausend Fcmd, wofern er einen Angriff zu unternehmen wit. Mann gebracht werden, bevor cs seine Untcruehmun» lens wäre, den Weg zu kürzen. In dieser in einer gen beginnt. Alsdann wird getagtes Korps, wahr. Ebene genommnen Stellung, haben die Truppen, die scheinlicherweise, unter der Generale Dandamme und Kavallerie insonderheit, sich ausmdchnen, hinlänglichen Dl'imonccau Befehlen, gegen Nieuport und Ostende Raum. Brittaniens Armee , unter dem Herzog vsn vorrückcn; allein, diese Städle sind diesmal, sowohl Aork und lene Armee unter General Klairfatt, wer. tmch Ucdccschwcmmungen, als dcftstigle Weiler den, indem ße sich einander näher,,, um Rvjft/, voer- Und starke Besazzungen, möglichst gedekl. Auf einer Llle einen Haibzirkel bilden. .Prinz von Hohenlohe andern Sette haben die Republikaner alle ihre Posten aber Manbeuge und das verschanzte Lager bei Rous« in dcü Gegenden von Ryffcl und Douai und sogar sics auch näher einschliesscn. Zu Menin arbeitet man die Bcsazzungcn dieser Ptäzze geschwächt. Das daraus mit einer ausserordentlichen Menschen - Menge eifrig zusammengezogene Korps hat sich nach Camdrai in an Verserligüng beträchtlicher Ausseiwerkcr, um die. Marsch aeftft. Es scheint, der Feind sei Willens, die ft Stadt zu einem fürchterlichen Damm gegen dir von den Oesterrcichern im Mormaler Wald beftzten Feinde zu machend Ist diese A: bell vollendet, ft w-rv Posten anzugreiftn, um Landrecy und Avesne, welche man Hallum schicisen. Den 17. wurde lczurer Ort tiesmal am meisten bedroht sind, ausser Gefahr zuftz. noch von di« Feinde», jedoch vergebens angegriffen, zcn. Dadurch find die Verändrungen im Zenüum da sogleich hinlängliche Hisse kam. der Kaiserlichen, unter Feld-Marschall Prinzen von Krankreich. Sachsen. Koburg sichenden Armee veranlaßt worden. pari?, vom 14. M-rz. St. Just legte in der Die Bcfazzung von Manbeuge hat einen heftigen Aus, Nalikual-Konvendivn, in des Komfte's des allgemeinen fall auf unsre Vorposten gewagt und sie gscich anfangs Wolfts Namen, über die angeblichen Vcrsäwörungen zmürgrdrangt; die hkrceigcei'.'cn Hilftttuppe» griffen in Paus, um das Volk zum Aufruhr zu reizen und aber die Franzosen mit solcher Lebhaftigkeit an, daß der Nallonai.Konventiori Vernichtung zu bewirken,Bericht sie gezwungen waren , die Flucht zu ergreifen. Bei ab.Insuner weicläuftigenRede suchlkderselbetarzulhun, Dieser Gelegenheit machten die Unsngen ; Gefangene, daß unsre auswärtige Feinde und besonders Giosdrit, Auch die Besazzung von Bouchain wagte ihr Glück kanten alles mögliche persuchten, jene Zw.ckc zu rrrei» gegen die Unsrigen und zwar mft solchem Erfolg, daß chen; ihr vorzügliches Mittel wäre der Hunger und ße, «ach einem ziemlich blutigen Gefecht, einen von um durch Ke der Mangel, an Lebensmitteln cntstan. ( r7H 1 deis. Sir hätten ;u Pari- ri»r Menge Helfershelfer, welche, unter ver Patrioten Larve, herumschltchen; Fremde, dir sich als Verfolgte und Vertriebene aus ihrem Vaterland dem Gele; gegen Ausländer zu ent. ziehen wüßten rc. Die National-Konvention erließ ein scharfes Dekret, in welchem unter andern icbrm Bür. ger, unter den nemlichen den Schuldigen bestimmten Strafen, aufgcgeben wird, die Verdächtigen anzuzei- gen und gar Jagd darauf zu machen. Paris, vom iz. Merz. Als in der lezke» Siz- jung der Jakobiner beide Patrioten Robertspierre und Coulhon; beide der National. Konvention Mitglieder; beide, von besagter National-Konvention beim Konnte des allgemeinen Wohls augefteilt; beide, nach wieder hecgestellter Gesundheit, zuerst erschienen, klatsch, le zedermann ihnen lauten Beifall zu. Deren Genesung wurde, just indem gefahrvollsten Ausschlag (Crise) einer neuen Revolution, sogleich durch sie, einer neuen Parlhie (Faklion) Dämpfung. Die zwischen zweien Partien, der, der sogenannten Jakobiner und den Cordeiiers, (einer andern Patrioten . Gesellschaft, welche, da sie sich in einem Franziskaner Kloster versammelt, davon den Nahmen führt und andre vgn jenen der Jakobiner untcrschiedne Gesinnungen äussert.) Erfolgte lchembare Vereinigung und Aussöhnung, genügte Robertspicrre's weitausschenden Blik nicht. Er hielt in dieser Sizzung ver Jakobiner, den izten hier, über also eine stark: und kraftvolle Rede, baß allgemeiner nicht zu schildernder Beifall ihm wurde. Robcrtsw'crre sagte unter andern: Sowohl gegen die Nalronal.Koiivention, als gegen diese Gesellschaft, (die Jakobiner) als die beiden Hauptgegenständc ihres Hasses, haben unsre Feinde eine schrekltche Verschwörung geschmiedet; ich trage demnach hiemil darauf an: daß morgen, eine ausserordentliche Sizzung gehalten werde, um besagte Verschwörung ganz zu enlw.kkeln. (Mer. ordentlicher, lauter Beifall) Nachdem nun Coulhon diese Verschwörung und die dadurch bereits entstand«: Bewegungen vorläufig in dieser Gesellschaft enNv'.kkelt hatte, schloß er damit: Nach Robcrtspierre'e Vorschlag: Morgen, um diese Verschwörung zu vereiteln, eine ausservr- deutliche Sizzung zu halten. Dieses wurde denn angenom» men. Herbert und mehrere Mitglieder der National» Convention sollen auch sogleich darauf in Arrest gekracht und dadurch die Zahl der Gefangenen, welche nach der Polizei Liste, 6126 war, um 28 vermehrt, asto izt 6154 Personen stark geworden seyn. — Un. s« Nord. Armee ist sehr khälig. Sie hat das Cäsars ' so wichtigen Grenzposten unüder- Mmdlich gemacht. Auch zur See stehen unsre Sachen «hr gut. Unsre Flotte ist in deßtem Staub; unsre Seeleute voll Esser und Muth, beiden jedoch die Win. de zuwider. Alle Schisse der beiden unter Segel ge. gangenen Floltcn.Ablheilungen sind demnach wieder m den Haven zu Brest zurük emgelaufen. Jambon St. Andre, hat daselbst über die im Haven befindlichen Arbeiter noch die Aufsicht. Paris, vom 16 Merz» Die große Verfchwö. rnngssache kam gestern wieder zur Sprache. Roderts. PierregabdieftVerschwörungals die wichtigsteSache an, womit sich die National-Konvention zn beschäftigen habe. Die Verschworncn, sagte derselbe, haben eine ganze Schaar ausländischer Deserteurs, Ausgewanderter rc. in Paris jusammengerottet, um zu einem bestimmten und den Feinde bekannten Zeitpunkt loszubrechen. Cvurho» fiel ihm darinn bei und meldete zugleich, der Republik Geschäftsträger in der Schweiz habe geschrieben: die sich daselbst aufhaltende Ausgewanderte hätten bereits vor 5 oder 6 Tagen laut ausgesagt: In acht bis zehen Tagen würd' in Paris, der Lebensmittel wegen ein großer Schlag geschehen; die National- Konvention getrennt werden und die auswärtiger» Machte mit einem Regenten unterhandeln. Er gab dann selbst unter den Anhängern der Rcpublick 5» Partheten an, das mächtige Kvmile des allgemeiner» Wohls, welches die Jakobiner unterstützen, und Hebert und Vincent mir ihrem Anhang, wovon jede ihre besonder» Absichten durchsetzen wollten, während dem die Vcnde wieder au-ebk; der Frühling naht; Cvndä und Valcnciennes noch nicht wieder erobert sind; das Komite des allgemeinen Wohls mit den» Kriegsminister dem Feldzug nicht gewachsen seyn können rc. Coulhon hielt aber diese Aufsätze für falsch. Barrere berichtete dann weiter: die Verschwornen stün- den bereits vor dem Revolution^Gericht, auch wären schon Zoo Zeugen abgehört und fodere das Volk auf, auf seiner Hut zu seyn; seine Feinde zu entlarven, sich und seine Stellvertreter zu vcrtheidigen. Diese Verschwörung, sprach er, hat eine unermeßliche Aus, behming: in dem Departement Gard war ein Auf. rühr angezrtteli, wobei mau die Gefängnsse eröffnen und die Güter der Verräther den Händen der Nation entreißen wollte. Barrere sich dann begeistert den Augenblick, wo die Verschwörung ausbrechcn sollte, die mit Fremden angestopste Schauspielhäuser, die bei jedem Schrill beschimpfte, Mißhandelte Volks- Repräftntanrcn oder der NationalKonvcnlion Mitglieder rc.; aber für dieser Personen Sicherheit wären die stickigsten Vorkehrungen getroffen. St. Just, war, noch am nemlichen Tag, in des Komite's des allgemeinen Wohls Rahmen, in der National - Konvention selbst auf, stattete von der Republik innerer, Lage, et. nen beinahe zwei Stunden dauernden Bericht ad, wel- cher ein wettläustiges Dekret gegen der Republik öss nt- c -7» ) kiche «nd hrkmkiche Ninde zm Folge hatte. Von die, stm wichtigen Resultat oder neuen Revolutions-Maas, regeln, können wir heute nur das unmittelbar merk, »ürdige anführen, nemlich: daß, gleich in folgender Rächt, der Cordeliers 4 Chefs, Hebert, Vmceur, Ronfin und Msmoro, nebst vielen andern, auf des Re- vvlulionS-Tribunals Befehl, gefangen genommen und »crhaflek worden. Ganz Paris trat hierauf auf Ro> bcnspierre's und des Komite's >es allgemeinen WohIS Seile und niemand hatte mehr Muth dieser Männer Feuerkraft, Festigkeit und cnnchlossncn Muth z» wie. derstchen. — Nach Briefen aus Brest vom 6. dieses, war der Wind dem Auslaufen des dazu bestimmten Geschwaders noch nickt günstig und nur die Fregat» tcn konnten in etwas See halten. Die vom z. mcl« den aber, am nemlichen Morgen wären endlich die Heiden, aus 8 Linienschiffen und 2 Fregatten bestehen« den Abtheilnngen, unter Dore's und Th'cvenard's Befehlen, unter Segel gegangen. Tue Arbeiten an und in dem Haven, werden, mit unvergleichbarem Eifer, bekrie« den; wozu Jambon Et. Andre's Gegenwart nicht we. «ig beiträgt.—- LVLL1'I88LL1LX7'. ' Karlsruhe. Die Hintersaß walliserische Ehefrau »on Klein-Carlsruhe, welche bereits den ytcn Merz ,791 aus dem Gefängnis dahier entwichen, solla-lsw -innen z Mvnathen dahier vor Oderamt persönlich «scheinen, wo nicht, so wird sie des Landes vcrwie« ftn, ihres Vermögens enrftzt und ihr Nahmen an den Galgen geschlagen werden. Verordnet bei Odcr- «mt Carlsrnhr den 22>'en Merz 1794. Hochberg. Der sich auf der Wanderschaft bcsin. dende Schuknecht Daniel Striebin von Nimburg, wird andurch wegen der von der Burgerstochtcr Sa. llomea SkLcklin von Wcißweil gegen ihn angcstkllicn Unehelichen Schwängcrungs, Klage von izl an, inner« halb drei Monaten dahier vor Odcramt um so ge. wißer zu stellen u-nd auf die Klage der Stöckli,, ein. zulaßen, widrigenfalls seiner vhuerwartct gegen ihn erkannt werden wird. Verordner bei Oberamt. Em« «Undingen den ro. Merz 1794. Rüppurr. Wer Tuch auf batzze Dlaich thun will kann cs in Carlsrshe bei Dalers Wutid, oder in Rippurr beim Biaichcr selbst abgcben. Rom!«. Zu brr Schulden. Liquidation des Bur, gers und Viehhändlers Michel Taur in Endenburg, ß^üen sich ans Montag den 28. April 1794. alle die» jenigc , welche eine Schuld oder Eigentum aus der Maße zu fordern haben »zu Tegernau im Hirschwitths« Hauß bei dem geordneten Csmmissario bei Verlust ih rer Rechte und Forderungen, unter Mitbrmznng der« Beweiß, Urkunden, eikAndrn und dem Recht «HO«, tcn. Verordnet bei Oberamt zu Lörrach den roten Merz 1794. Röltetn. Alle dicjcmge, welche eine Schuld oder Eigenlhum aus der Verlaffenschaffk der verstorbenen Simon Rochischrn Eheleute in Wclmlingcn zu fsr. bcrn haben, sollen sich bei Verlust ihrer Rechte und Forderungen bei der auf Montag den 14. Avril 1794. vor sich gehenden Schulden-Liquidation, unter Milbringung ihrer Beweis. Urkunden, in dem Ort Wrlmlingen cinfinden und dem Recht abwarteu. Ober« Amt Lörrach den r-. Merz ,794. Mahtberg. Auf die von der Georg Rlinglerischc» Wittwe zu Kippcnhcim gegen den allda in Arbeit ge. standnen ledigen Wagner,Gesellen Christian Fng von Hegenloh, Würtembergischen Oderamts Schorndorf, angebrachte Schwängcrungs. Klage, wirb demselben hiermit aufgcgeben, binnen z Mpnaten vor hiesigem Oderamt persönlich zu erscheinen und sich zu verank. Worten, widrigenfalls das Rechtliche gegen ihn er. kamst werden wirb. Verordnet Mahiderg de» Ober- Amt den 22. Merz 1794. In Maklots Hofbuchhandtung in Karlsruhe ist folgendes für jzige Zerren sehr nüziiche Werk» chen angekommen und für 12 kr. zu haben. Gemeinnütziger Unterricht wie.man sich bei herrschen, den Krankheiten überhaupt und besonders in gegenwärtiger Epidemie vor der Ansteckung sicher» kann. Von Or. I. V- Müller zun. und Or. G. F. Hoffman» zun. 8. Frankfurt 1794. Ferner, das berühmte und -vortreffliche Auge». wasser nebst dem dazu gehörigen Wunddaisam vo» Herrn Oberfocstmcister von Veulrviz m Oehringen, beide zusammen für 2 fl. wieder zu haben. Ferner ist folgendes äusftrst wichiigc Merkchen für 24 kr. zu haben. Archenholz ( I. W. von ) der Krieg in der Venbee. 8. Leipzig 1794. Ferner ist noch anxekommen und zu haben: Lomödien. Ludwig Captt, oder der Königsmord. Trauerspiel in 4 Akten. 8- Ncuw. ,794. za kr. — — Marie Antoniekke von Oestcrrc.cy, Königin» von Frankreich. Traucrspie! in 4 AUeu. 8- Neuw. 1794. 36 kr. Geschichte (getreue und zusammenhängende) der fran. zösichen Revolution, mit dem Bilduiß Ludwigs. 8. Chemnitz. 1794. 45 kr. Lang. Kleine Bidliotheck für junge Deutsche, nm Kupfer und Musick. z Bände. 1793- 4 st- 3 ^ kr. Leben. Marie Antonictle, Königiun von Frankreich. 8. 1794. 24 kr. — — Ludwigs XVI. Königs von Frankreich. 8 . Wien. 179 z. iz kr,