Nro. irz. Larlsruher M » » t » g » Pag. Z8-. Zeitung d e n iz Oktober. 9 4 . Mtt HochftrMch . Markgräflich . Badischem gnädigstem Privilegs. Römisch ' Deutsches R^eich. Dbrrrheln, vom 5 (Der. Ein deutscher Patriot schlug letzthin, um dem Krieg mit den Franzosen bal» dtgst ei» Ende zu machen, folgende wohlgemeinte Maasregeln vor: Oesterreich, Preussen und ganz Deutschland sollten ohnverzüglich 700,000 Man» stel. len, Sardinien und die ädrigen Jlalienischen Staaten 120020, Grosbritlanien, Holland, Spanien, Porku. galt 202022 und Rußland und Polen wenigstens 122,222, in Summa eine Million und r> »mal hun. dert lausend strrudare Männer. Ueber all dieses sollte aber Grosbrittanien, Holland und die übrigen Seemächte eine Flotte von 4 — 502 Segeln aufstellen. Im Fall Schweden und Dännemark sich itzt noch fer. »ierlM wttgeni würden , mit gemeinchaftliche Sache gegen die Franzosen zu machen , so sollte man sie von dem Siaaiksystcm Eurorens ausschließkn allen Haittlungsvnlchr mu ihnen cinstellen „pd statt ihnen lüb.-r die Mahemcttmer in Fetz und Marokko und den andern Staaten der Bardarey, auch die vl« tonnumsche Pforte in de» allgemeinen europäischen Staat, »dund aufnehmen. Bey obigen 1,102/020 Män» und 4 — 500 Segeln müßte man es aocr auch noch »ich: allem bewenden lassen, sonder» so viel mval ch üb.raü alles Gctraide, allen Schwefel und S-rchiter oufk.iitt» lasst», damit von die e» Z 'lriickcln den Franzoi-n >:iÄlsmehr dei uns zu kaukeir ü-ri'g bliebe. Wären run.alle eben genannte Aust i .n gehörig eia» geleuel und .so alle ansgcbotnc Ma 'cha t brs an Fm. kreichs Grenzen gebracht, so müßte man ?.>r ih- rnn Einmarsch cm bündiges Mannest in fra .chncher Sprache vorausgehen lasse», woraus sicher ri:>r »nge. Zeure Mrvge Franzosen den Mieten Archern nachfol» i -! gen würden.—Ende vorigen Monats soll der Etat dee französischen Landmacht folgender gewesen seyn. Bon Hümngcn bei Basel b,s Dünkirchen zählte man züs tausend Mann, an den Seeküsten und in der Vendee no tausend, an der Seile des mittelländischen Meers zs tausend, die Alpen, Armee 82 tausend, die Pyreneen und Südarmee 92 tausend, i« rü verschiedaen Dio stricien um Paris zz.laufend, xch verschiednen Departements zerstreuten izo tausend, in Summa in 855 tausend Mann. *) Den Truppen im Innern Frankreichs soll es aber meistenthcils an Gewehre» fehlen. Auf Kleidung und Equipierung eines frarijöst, scher, Infanteristen rechnet man Zcho, auf die eines , Ka»allertsten aber 1460 Livres. *, Nach Sch'rachs voük. Journal »1794. Jan. S. 45. konnten aber die Franzose» im dixsiähngen Feld» zuq nicht einmal 420 tausend waffenfähige Manst» .. schuft ausstellen, folglich smb obige Angaben ganz uy» richtig. ' Frankfurt, vom 9 st>et. Die neusten Briefe aus Wien vom 2 Oct. sagen. Die Türken rüsteten stcp itzt ernstlich und ausserordentlich zum Krieg, und alle Europäischen und Asiatischen Ianikscharcn hätten Be» fehl , sich marschscrtig zu halten, auch wären 202 französische Artilleristen in Dienste der Otts» mannischen Pforte gc rel/n. Nach, all diesen Umstän. den, und da in Polen noch im geringsten nichts im Reinen wäre und sich käsige Insurrccriou immer mehr und mehr seit Aufs» düng der Belagerung von War- schau und dem gü tlichen Rückzug sämtlicher fremder Truppen aus der Repudiick Polen ausbreittte , verß« chert man, wäre der dem ErzhaueOesterreich von Gros» hrttkapiea angebvtnr SubMn - Vrrrrag gär nW c r-o ) «mzensmmtu ivorde«. Zur triftig«» Ursache gibtrna« «och folgendes an: Der Berliner Hof habt vrym Kaiftriichcn bei Gkle-enheit des Kriegs mir der R«. publick Polen, die rractatenmaßige Hülse von 20 tau. send Mann neuerdings verlangt. Mannheim, vom 9. Mcr. Seit einige» Tagen vernahm man von allen Seiten, di« französisch« Rheinarmre habe -eträchtlichr Verstärkung erhallen, und bei Neustadt fr» auch einiges Geschütz angekom. men. Es lies sich daher »ermulhe« , die Ruhe , welche seit ohngefehr 14 Tagen in unsrer Gegend geherrschi halte, werde von keiner taugen Dauer mehr Ich». Wirklich hörte man auch heut« von TagSan. Lruch an ein hefltges Kanonrnfeuer, welches ziemstch «ahr zu seyn u»d sowohl dem Schall als dem Rauch «ach links »kn Frankenlhal gegen das Gebürg hin Her. jukvmmcn schien. Nach 9 Uhr ließ das Kanoneren «ach und itzt erfährt man, die Franzosen str-en zurück, geschlagen worden« EineKolonne brrseldeo sah man noch Heute Nachmittags über Ryemgehnheim zmückmarschie, ren. Bei Evpstuu will man bemerkt haben, die deutsche Kavallerie wäre «um Eivhauen gekommen. In unsrer Nachbarschaft ließ sich den ganze» Lag übe» nichts vom Feind sehen. Mannheim, vom ro Gct. Wegen dem gestrigen Angriff von Seiler, der Franzosen har man «0« kerue rfficielle delailliele Berichte. Indessen sagen Partikular Nachrichten: D.e Franzosen hätten -ei ihr.«r Rückzug gegen roo Derwundeir mit sich geführt. Den« noch kamen me Franzosen zuvor, und drangen in Frankenthal eia, bey welcher Gelegenheit diese Stadt wieder virl litt, sie hielten sich aber kaum eine Viertel, stunde barinn auf. Nachdem die Lesterrevcher wieder Verstärkung erhielten, griffen sie die Franzosen aujs veu« heftig an und vöthlgten sie, sich eiligst wieder zurückzuriehkn. Mannheim, vom n Met. Diesen Morgen um H Uhr griffe« die Franzosen General von BeniovökiS Korps d'Armee aufs neue an. Das Murqueten und Kanonrnfeuer war «eit lebhafter als vorgestern daurne dis ,0 Uhr, ohne daß die Oeste:re,chcr Stellungen verlaßen hätten. Nach Vieser heiligen «oaad« Uirbe« becde The>l« rinandrr im Gesteht vattr den Waffen. D,t,r Affaire war zwischen Grün, stabt und Düripeim. D»n ganzen Morgen vrrr-ahm maa auch ven Kanonendonner hinter dem Gcbürg von Nilkheim, maa vrrrrmtvrt, daselbst müsse ebenfalls eine Ackioa zwischen dem Korps d'Armee dct Prinzen von Hob nlohe und den Franzose» unter Generat Meur.ier Aaführ'w, grwesu. seyn. Vorgestern soll daselbst auch «ne Astmre gewesen seyn , dis itzt erhielt «a» aber noch km« sttwisse Nachricht da»»», und ihre Ka- und NieLerla»--- Lüsselborf, vom 6 Ort. Die Kolon», de- Kai- scrl'chen Generals ron Kerpen, weiche von dem Feind biS au düs User des Rheins lebhaft verfolgt wurde, zog sich gestern hierher zurück. Hier herrscht «i» panischer Schrecken; man sicht die Franzosen inStroh, hüllen jenseits des Rheins; der Liegenden Brücke ge« geo über haben ste einen Freihettsbaum mit roch« Kappe aufgepstanzt; die Scharfschützen feuerten herüber; auch hatten sie eine Kanone gegen hiesige Sradt aufgepflaozt, welche aber sogleich von einer diesigen Batterie zum Schweigen gebracht wurde. Itzt ist alle» wieder ruhig. Niederrhein, vom H Mct. Verschiednr BMail- lons, welche man fett dem letzten Rückzug von Gene, ral Latours «crpö schon gänzlich verlohrcu glaubte, finden sich nach und nach wieder rin. Bon diesem Rückzug ist sonst noch nachzuholen, daß nebst mehrera ander» hohen Offciers auch der Generalmaior von Gruder und der Feldmarschall-Lieutnant von Otto i«. französt che Gefangenichast gcrirthen. Vor dem Gefecht bey Wütel war die Arme« des Herzogs von Kork« mit Inndegnff der Hessen und Hannoveraner 38,674 Mann stark. Seitdem wurde «in Korps Britten in Middelburg wieder nach Grosbrinanieu eingeschhffc, um nach Westindier, gebracht zu werden. Dir ganz« Armee vom Herzog von Dort behauptete, seit eh eene Rückzug, ihre neue Stellung oicsseus drr Maas. Dir Franzosen bcvächttglen sich seitdem des ganzes Kuyker Lands, (des ganzen Winkels , welchen dir Maas, wo sie sich links gegen Holland wendet, formt« ) und drangen sogar noch über diesen Strom in Preußisch - Geldern «in. Den arten v. Monsls war ihr Hauptquartier zu Slrp b>y Wcchel. Zn Niniwe« gru soll es an Kanonen und andern Kriegsbedürfms- sen fehlen, wc-wcgen man daselbst wegen dem weiter» Vordringen der Franzosen Lusserst de,0.0 t ist. Der Erbprinz von Oranien Hatte den 25. v.M. s.,n Haupt, quartur zu Gorkum. Die neuesten Nachrichten von dem Betragen der Franzosen in allen von ihnen er, overten Ländern tauten immer günstiger so daß viele Fiüchttluge, auf diese von ibrrn Freunden erhaltue Bcr-chee, nach ihren verlaßen Ocrterv unk> Wohnun, gen wieder zurückkehren, lieber«»! lassen sich die Frau, tvitn biS itzt noch keine rrhedlwhen Ausschweifunge« mehr zu Schulde» komme», sondern ihre Generäle ivlle» sogar wegen des Vergangnen eine allgemein« Amnestie erk ört baden. Wegen rem Betragen der briiuscheuTruppen am hclläuv"chen Bob,n, iah sich aber der Erbprinz vou Oranien kürzlich aeuöthigt, beßhalst «tue Vorstellung an den Herz,- von York ergehen zu lasse», (A»S der Erla«-rr Real. Zeitung.) aucl die hin B« «ni Au S« Mi H- ble «n S vei fÜ! F« S! «v ku de «a 9 in 8 Ai in er «' a ü u r r 2 t t s r r < r 59* ) , Asblenz, vom 7 Met. Die Franzosen rucken nun such mit grosen Schritten auf hiesige Stade zu und tie Orstemrchrr hrbk» seit gestern und heute sich »Heils Perher, theelS in hiesige Gegend zurückgezogen, ihre Bagage aber ist hier über die Schiffbrücke, aus die iaodre Seite übergefttzt worden. — Weiche traurige Aussichten für «ns und die ausgrwaobrrtcn Trierer; Sonntag Nachmittag rechte der Churfürst von hier mit weinenden Augen ab, ihm folgen nun auch alte Herrschaften nach. Die Stifts-und KisstergMiche bleiben aber mit gesammtrr Bürgerschaft vereint hier und warten ihr Schicksal standhaft ab. Um hiesige Stadt sind zwar Sie tcesi chsten mit grosen Unkosten verfertigte Verschauzungen angebracht, dei allem dem fürchtet man aber, solche könnten -och wohl von den Feinden überstiegen uni» im Fall sich solche mit Standhaftigkeit verteidigen wvlilen, von der Festung aus in Gruuö geschossen werben. Bei SchönbornS« tust lagert itzt die Kaiser!. Arme« und erwartet dorten den Feind, «o selbst es noch ein grofes Blutbad geben kaum Schreiben aus Siegburg Lisseits Rheins, vom g lvcr. Schrecklich , schrecklich Haber sich di, Dmge in unsrer Gegend geändert. Seit dem bten find die Franzosen im Besitz Der Stadt Kölln and Bonn. Nachdem d'« Franzosen bereits den zren Nachmittags in die Gegend osu Königs docf vorgerückt waren, kam von bttzdrn Seiten ;u erner neuen -efirgen Kanv, «ave, wovoa aber Ler Erfolg noch nicht bekannt ist. So viel weis man jedoch, daß m der Nacht vom auf den Hten dieses die K- K. Truppen ihren Rückzug überden Rhein «'.ahmen u»»d die Franzosen gegen Mittag «»milchen Tags in Kölln unter dem Geläut aller Glocke», Nachmittags z Uhr aber in Bona einrrxrlea. Gene» rat Grafen von Kisi'faits Hauptquarrier «vurde de» nemlichen Tag nach Mehrem. eine Halb« Stunde von Deutz verlegt. Um z Uhr Nachmittags Hatte bereit- jene Kolonne, welche sich unterhaid Mütlhem» über den Rhein zog, die Brücke paisttt. Die Arricregarbe sowohl als die Donton-ers, weiche nach dem Rückzug der Armee dir Brücke abvrachea, wurden jedoch vom Feind, dessen Kavallerie sich am jrnseiiigea Rheinuftr stark ser'ammm barte, unv welcher überdir» seS an dem Müllheim g.g-nüber liegenden Wirihs» hauS 2 Kanon,- anfgepganzl halt,, sehr beunruhigt, von den Kaiser ch-n jedoch dies rin Mann per. «vundet, aber ,o s,s ,r gefangen genommen. Gegen s Uhr sah man bereite französische Chasseurs zu Hz, vis «o Mann an dem Rheinufer der Stabt Köila hllumjchwärmen, kalb hernach hörte man «in starkes A?mmeln- Obengrmelte Olsterreicher Kolonne zog sich bei Mullheim und an der Kalkar, Kapelle vorbei, -egen die nach Siegburg «»-Frankfurt fü-rtv-kHävPk. strafe. Der Zug derselben dauerte über z Stunden. Segen 4 Uhr kam General Klarrfait «rbsi einige» Staabsvfficms auf die am dißeitigrn Rheinnfer lie. gende -«egende Brücke, hielt sich daselbst nur «ine ViertelKunbr auf, um die Gegend in Augenschein zu nehmen, weiches er auch im Angesicht der am iensti« tigen Stadt« Köllnischr» Rheinuftr stehenden französi» scheu Truppen ungestört vollzog und kehrte hieraufnach seinem neuen Hauptquartier Mehren, Drück. Da indessen dissetls Rheins noch vieles, »Heils vv» Kölln herüber gebracht«« , theiis noch anders Magazingur am Ufer lag , welches «och nicht alles fortgedracht werden konnte, so l»cß General Klair» fait dem französischen Kommandanten in Kölln sage», woftrn man sich französischer S«ks beigehen ließ, dies- Magazine zu beschießet,, so würde man österreichischer Seils die Stabt Kölln in Grund schießen. Um dies« Drohung den «köstlichsten Nachdruck zu gebe«, wurden auch sogleich rechts und links neben d« Deutz« Abtei Batterien errichtet und H Kanonen in seidige «rngrführk, SiS itzt »st indessen in die. ser Gegend beiderseits kein Schuß mehr geschehen. Nicht so gut soll «S aber der Düsseldorf gegangen sey«. Dre Franzosen sollen ärmlich an eben diesem Tag den Hre« dieses versucht Haben, «me Pontvnsbrücke D schlagen und über den Rhein D setzen. Da diese Stadt nach dem Abzug der Pfälzer Besatzung mit Kaiseri. Königl. Garmwo versehen war, so machte diese gleich «in entirtzliches Feuer auf die jenfti« Ligen Zravzostn, um «Harn den Uebergang üb« den Rhein zu verwehren , diese beschossen dagegen die Oesterreicher, Mithin auch die Stadt Düs« stldorf mit Bomben und glühenden Kugeln, wodurch ein Thttl dieser «chonen Stadt abdrannre und ganz zu Grund gerichtet wurde. Die Hin , und Hermär. sche der Oesterreicher den Rhein hinauf und Herunter dauern seit dieser Zeit ui,unterbrochen fort. Es ist itzt sicher, daß die Österreicher alles nur mögliche an, wenden ««den, Las diesseitige Rheinuftr zu vercheidi, gen, sollten auch darüber alle langst dem,eiben gelcg» ne Orkjchaften zu Grunde gehen. Heute zog wieder ein grosser Therl von Wurm,« Husaren und «in Gcenzregiment in die Gegend von Neuwied. Kurz, es ist ,tzl längst dem gan..n diffutigen Rheinuftr «ine förmlich« Truppenkctt« ge- ?;ca, so wie das jen, fettige User durchaus von Franzosen besetzt ist. Die Kaiserlich «Königliche Arme« hat zwar ihre in Kölln und in dieser Gegend vorhanden geweßne Ma, gastne größienthril« gerettet, indessen sind aber die beträchtlichste» Magazine bei Lüttich, Aachen rc. gänzlich vrrlohre» gegangen, so daß diese sich ttzk in - A c 592 ) Ansehung der Lebensmittel in einer äußerst mißlichen Lage befindet, da bekanntlich das Hcrzogthrim Berg «icht sonderlich ftuchtretch ist und das wenige noch verhandne in wenigen Tagen aufgezehrt ftyn wird. Seit 2 Tagen ist bereits hier beinahe kein Brod mehr zu haben. Butter, Käße, Brandtewein, Bier, Tavack rc. fehlen tzänzlich. Mit einem Wort. Die Aussicht für die Zukunft vnd besonders für den nächsten Winter und das künf. tige Frühjahr find äußerst traurig und finster. N. S. Eben heißt es, auch Deutz, bas dermaligr Hauptquartier von General Ciairfait stehe in vollen lichten Flammen. Hoffentlich ist aber diese Nachricht rin bloses fiüchkiges Gerücht. Eigentlich soll heute d?e Post daselbst abgehcn, ob dieses aber geschehen ist, hängt blos von diesem Umstand ad. Beym Schluß dieses trist noch folgende höchst traurige Nachricht ein: Die schöne Stadt Düsseldorf läge itzt ganz in Schutt sind Asche. Nur sehr wenige Gebäude davon wä» ren stehen, hingegen aber nicht ein. einziges unde» schädigt geblieben. Preußen. Au6 bem Lrandcnburgischen, veU zo. Sept. Der ehemalige Preußische Gesandte zu Warschau, Herr von Buchholz, ist von Sr. Majestät dem König zum Staaisminister und Präsidenten der drei Kammern in Eüdpreuseu ernannt worden. Die Polen machen «tzl such Miene, in Ostpreußen tindnngen zu wollen und General KosziuSko soll z Korps, jedes von 5 bis 6202 Mann detsschirl haben, womit die Besehlcyadrr der. selben Einfälle machen solle». Man har ober bereits die brstenVorkehruugrn entgegengesetzt. In der Gegend von Neustadt de! Schirwind har den 14. dieses ein Kommando Husaren von Göcking einen Transport von 40 Wagen mit Lebensmitteln und Fourage wcgge. vommen, wobst ein Pole verwundet und io gefangen genommen wurden. Bei Kenin ist ein Korps von 1500 Mann von General Schwerin beinahe ganz aufgeneben worden und bei Lüned» haben die Preußen I8c> Pstrde erbeutet. In Warschau ü-chr man itzt «ile beschädigte Vexschanzungen, so wie die >or Kos. gmßko's Laaer hnzuffeü-rn und sich mir allem Nöi.lgen für die Truppen »md die Stadl zu vcrfhu,. .Auch wird gegenwärtig dem höchsten Mt snalraih ein Vcr. jeichmß der Großen des Reichs hcr-nisgegeben. weiche «uswmtigc Peiißonrn und Gralihkaticnen angenommen haben. Berlin, vom Zo. 8e§>t. Nachrichten, aus Lit- shaven zufolge, ist ein KorpS von 4000 Mann Polen v>tt Off.cters, Gewehren und Bagage zu dem in Lik- Mm« stehenden RmM. Kaiser«. Korps übrrüktzangen, Aus dem HannZvrischen, vom 7 Gct. Nach, r cht.n aus dem Brandendnrgischcn melden, der zweit! ^eitzua gegen Polen fti schon bestimmt. Nach de» WellphalijchE, Preußischen Staaten werden, wie ma» glaubt, beträchtliche Trupp.nverstärkungcn abgeschlckt werte». Grosbrittanien. Schreiben enis Lenden, vom 28 Sept. Ma«, spricht sehr stark von einer baldigen Auflösung des itzi. gen Parlaments, und unser Cabinel soll wirklich darüber vercuhschlagt haben. Allein so sehr dieses auch von der Jakobinerparlhei gewünscht werden mag, um alsvann das Volk aufzuwieglen, nur solche Parla. mcnisherren zu wähle«, welche ihre Absichten brgün. stigen konnten, so läßt sich doch so etlvas schwerlich bei der Ihigen kritischen Lage der Umstände erwarten, in- diw dadurch das Vok nur noch mehr in Gährunz gerathen würde. — Die Flotte des Admirals Howe, welche «Nit Z4 Linienschiffen und Fregatten den 7. die. ses auslief, aukcrl itzt wieder in Torbay. Sie war jchon weit in der Ere und beschütz.e viele Kauffahrer, würde auch die französische Flotte ausgesucht haben, wäre sie nicht von wiongen W'.ndcn in den Häven zu. rückgettüden worden.—In Lloyds Kaffeehaus assceurir. te man gestern die Sicherheit von Amsterdam zu 5 Präsent aver nur auf einen Monat lang.— Am Dren- W, wurden w iz Tlaiikporrschiffen über ,002 Mann Kavalleristen von ver chiednev Regimentern zu Bkackwali str bas ffstt L i»d «ngi:ch!fft. — Die Sladimitir» Bill von EM««, «v.lche kurz vor dem Schluß der letzten Pirsichchkr resitzui g durchgieng, bat große Währung vtttniechi, ni d finttt v!,le» Widerstand, gestern war der Lork.Maivr, nebst dem ganzen Stadt» ralh und der Bürac su a-r in Guitth U versammelt, umdarubir zu V:rarbschlog'N. Ohrg'aünct die m sten behäupteien, es waren nur Jakobiner , welche sich dieser neuen verdefjerttn Bill witcrsetzten, so fiel roch der Srllluß dayin aus, um dre Gen üther zu de. fanstigen, daß deswegen bey nächster Sitzung L-m Parlament V- rKeichng grthan, und wimmste! S einige Z-notze a m .chr w rden sollten. Dir E nwr h» n>r der rigil'tkchrn Stadt Londrn find auf ihr all«- Rcch! u d Herkommen äußerst ciscrsüchng. — In ,»r Vuffir.m.lung der Dttectoren der Ostnti>chcn Co pa g.ie ist man zu drm Entschluß gekommrn, Ge. Mai nal in einer Addreffr zu versichern, laß mau gc. jcnnrn icy, die Regierung bei dem itzigen iclywcndr» gen und ger- chlen Krieg aufs äußerste zu u. lerflützett. — Zwry sranzösische Ed-Ucute, welche von den Rep» listen angckommcn find, haben eine Confererrz mir Herrn Pitt gehabt. — Folgendes ist der Bericht, welche c, >ie. >ar er, n, zu. ar. 5 en- nn .ak Nz« der äh» ge» dt. lt, len che siel de» m ,S h» res ci- ?en Se. gc. d?» M. ßK» ntr el. !lt» ländischen Me« gesandt worden ist. Am Bord der Royal Prinzeß, den 25. Aug. 1794: »Nachdem man in Erfahrung gebracht, daß der Feind den boshaften Entschluß gefaßt habe, eine Schiffsladung voll vergif, Men Weins in unsre Hände fallen zu lassen, so macht der Vice.Admicai dieses allen Schiffen des Geschwa. Hers bekannt, daß fle sich vorfehen mögen, und da diese Nachricht von Genua kommt, wo dieser teuflische Entwurf gemacht worden ist: so muß man sich bc. sonders vor Weinladungcn hüten, welche östlich kommen und die Mannschaft aller verdächtigen Schiffe muß sorgfältig gesichert werden.« — Sehr viele von den Schiffen, welche zu den eroberten westintnscheu Inseln ausgeschickl wurden, sind wegen einer «Streitigkeit ohne Ladung zurückgekehrl, worüber man nächstens eine Aufklärung zu erhalten hofft. Man hat itzt Nachricht, daß die Kauffarlheyflolke, welche unter Spanischer Convoy aus Grosbrittanicn abgefegelt und, wie man glaubte, genommen war, den izken dieses glücklich zu Corunna angekommen ist, außer 8 Schiffen, welche den Frauzofen in die Hände gefallen. — Zu Cabix sind die spanische» Schiffe, Istdro und Mino, aus Amerika angekommen, deren Ladung an Silber ic. auf io Millionen boZ,000 Dollars angegeben wird. — Den 22ken lst die dänische Brigg, Haarfager, nach Drontheim bestimmt, bei Carwater gesunken. Die Mannschaft ist gerettet, die Labung aber verlohren. — In Spanien sind wieder für 18 Will. Piaster Pa. Piergeld in Umlauf gesetzt. Der Admiral Langara ward mit seiner Flotte zu Cadix erwartet, wo man noch fortdauernd alle Verlheidiguugs - Anstalten zur Sicherheit der Stadt traf. — Graf von Aranda ist nach einem Castel zu Granada gebracht, wo er scharf bewacht wirb. — Vcrfchiedne Schiffe der Howeschen Flotte haben auf ihrer Fahrt sehr gelitten. p ölen. Thsrn, vom 29. Scpr. Im disse-ti-m Süd. preußen ist itzt alles von hier bis Wyssogrod ruhig und von den Insurgenten befreyt. Im jenseitigen Süd. Preußen aber ist es noch immer unruhig und die In. surgenten befinden sich daselbst in starker Anzahl. Die K L I. ^ r ^ äVLL7'I88LUL8'r. Larlsruhe. In Macklots Hofbuchhandlung ist von des Herrn Oberfocftmeister von Bcullwitz Augenwasser und Balsam wieder frisches angekommen «vd für 2 fl. 45 kr zu haben. Lqrlsruhe. Wer an die Gannt.Maße deS oha. längst verstorbenen Hiesigen Schutz. Juden Low Juda «nb Hessen Hinterbliebene Wimb EMin etwas Recht. polnischen regulirten Trupven, welche unter der Ges- rülr Dambrowski und MaSalinski Kommando von General Kosuusko's Armeei-i Oüdprcußm vorgedrungen, find nach der Niederlage, welche die Südpreußischen Iasurgen. ten den ib. dieses bei Konin von dem Generalmajor von Schwerin erlitten, cheils nach Posen und Gnescn, theils nach der Schlesischen Grenze aufgebrochen. Diese Truppen führen hinlänglich Kanonen bei sich. DaS Hauptquartier der Königlichen Armee ist noch in Südpreußen zu Skui,, bei Nawa. Die meisten der hier gefangen geseßnen Insurgenten sind nach der Festung Graudenz gebracht worden. Aus Tilsit wird gemeldet, den 16. dieses wäre Fürst Sapieha in dem Städtchen Wilkowpsk aufgehoben und nach Preußen gebracht worden. Die Russischen Jäger und Kofackm hakten sich bis Polangen gezogen. Auch in Preußisch, Litthaurn haben die Polen Allsruhr-Eirkularien ausge« streut, welche aber von den Einwohnern mit Vrrach, tung verworfen wurden. An der Ostprenßischcn Grenze zeigen sich noch immer viele polnische Streifoartheien, wobei cs ofk zu heftigen Scharmützeln kam. Der polnische General Weyen, dessen Korps itzt.Zooa Man» stark ist, hatte sich bis auf 4^ Meile dem Ort Stal, lupöhuen genähert, zog sich aber zurück, da sich der preußische Gcneraüieutnant von Brauncck gegen ihn in Marsch setzte. Die letzte Post von hier nach Warschau ist von den Insurgenten wegenomrncn worden. Auch der direkte Postkours von hier nach Posen ist gesperrt. Oberst Szckeli hat bei Ecksin wieder mehrere Bor. theile über die Insurgenten erfochten. Vermischte Nachrichten. > In Spanien macht man Anstalten, dys in den Kir, cheu befindliche Gold und Silber in die König!. Mün. zen zu Uesem, um damit den Krieg gegen Frankreich mit allem Nachdruck fortzusrtzen und die Stadt Cabix wird itzt auf allen Fall m guten Vertheidigungsstand gesetzt. Aus Wien sind Circularschreibcn in die Provinzen zur Aushebung von üo,ooo neuen Rekruten abge» gangen. R e r V i. r. mäßiges zu fordern oder sonsten ein Ejgenthnm anzu- sprechen hat, hat sich bei der auf Dienstag den rrr. künftigen Monats Ocr. festgesetzten Schulden - Liquida, tiou auf hiesigem Ralhhauß entweder in Person ober durch hinlänglich instruirte Bevollmächtigte cinzufindcn, 'den B°weiß seiner Forderung sogleich einzubringen, oder sich de» Präclusion zu gewärtigen; wobei vorläu, fig zur Nachricht angrfügt wirb, baß bei diesem Eon, L 894 ) «urs-Weßen , die nach dem ihnen zustehevden Vor. zugSrechk i>l die i2te Classe coüocirc werbende Glaudi. gere mit einem großen Theil ihrer Forderungen tn Verlust fallen. Verordnet, Carlsruhe bet Oderamt Len 27. Sept. 1794. Larlsruhe. Montags den 20. nächst eintrettenben Monats Oct. Nachmittags um 2 Uhr, wird die zur Gannt-Maße des verstorbenen hiesigen Schutz.Juden Löw Juda gehörige, in der sogenannten Cronengaße gelegene halbe Vrhaußung mit Hvfraith und Garben, Nachmittags 2 Uhr auf dem aühicsigcn Rathhauß ein vor allemal öffentlich verstaigert und dem Meistdiethen. den, bei einem annehmlichen Gebott sogleich zuge, schlagen werden. Carlsruhe den 29 Sept. 1794. Gberamt allda. Larlsruhe. In MacklotS Hofbuchhandlung ist der Offenbach« Lallender für 1795. angckommcn und für zb kr. zu haben. Er enthält 6 Kupfer aus der Zquberflöte und 6 aus dem Waldbruder im Eichenthale. Carlsruhe. Bei Frau Geheime Hofrath Humme- lin, ist ächter 66ger Stramin« Wein, von Rhodt zu verkaufen. Larlöruhe. Der von seiner Ehefrau und 5 Kin. Lern heimlich entwichene Burger und Welsgerber Io- Hannes Braun von Rötteln, soll auf angebrachte Ehescheidungsklage seiner Frauen, binnen 8 Wochen von heute an, vor hiesigem Ehegcrichl in Perlon er, scheinen und auf die angebrachte Klage sich gehörig verantworten, sofort des Rechts adwarten, widrigen, falls klagende Ehefrau ihres Ehebands entbunden er« klärt, gegen ihn aber bas Weitere auf Betreuen vor« behalten werden wird. Verordnet in Fürstl Ehegericht Carlsruhe den iten Oet. 1794. Pforzheim. Der unter das dißeitig hochfursiliche Militair gezogene hierauf aber böslich ausgelretinr Johann Friedrich Herb von Langenalb soll stch bin. neu dalv b Wochen dahier persönlich verantworten widrigenfalls derselbe der dißeitigcn Lande verwiesen, sein Vermögen confiscirt und er ehrlos erklärt werden wird. Verordnet bei Oberamt Pforzheim, den 4ten September 1794. Hochberg. Zu dem Ganthverfahren ber beiden insgetretnen hiesigen Burger Johann Georg Scher, derger des Taglöhners und Gottfried vetrerlin des Schusters, sollen sich alle diejenige, welche ein Eigen, «hum ober eine Schuld aus der Masse zu fordern ha. den, unter Mikbringung ihrer Beweißurkunden auf Montag den 20. Oct. d. I. in hiesig Fürstl. Stadt. Schreiberei, bei Verlust ihrer Forderungen rinfinden und dem Recht abwarten. Verordnet bei Oberamt zu Emmenbingen den 8. Sept. 1794. Hochberg. Der böslich ausgetttttenr Unterthan Sriebrich Muklin von Cichsietten, 6>S längstens bi- auf den z. Januar ,795 dahier sich Wegen seine« Austritts persönlich verantworten, sonst wird er seine« Uaterchanenrechls verlustig und sein Vermögen dem Filcs verfallen erklärt werden. Verordnet bei Ober, amt, Emmendingen den zten Oct. 1794. Mahlberg. Alle diejenige, welche an Georg Schmidt den Burger und Schmidtmeister von Schut, terzell eine rechlmäsige Forderung zu haben glauben, sollen sich Freitags den Ziten dieses in dem das,gen Tannenwirthshauß einfinden und gehörig liquibiren, andernfalls sie sich» selbst zuzuschrciben haben, wenn sie in der Folge nicht zu ihrer Zahlung gelangen körmeu. Verordnet bei Oberamt Mahlberg den roten October 1794. In MacklotS Hofbuchhandlung kn Larlsruh ist so eben wieder ganz neu angekommen und zu haben. Denkwürdigkeiten des Generals Dümourier, von ihm selbst geschrieben, mit Anmerkungen von C. Girtan, ner, 2 Thle. gr. z. Berlin 1794. 2 fl. 4z kr. Edelmann. (ein deutscher) an seine Landsleute. 8. 1794. b kr. Die Hertheidigung des deutschen Reichs gegen alle Einfälle der Franzosen betreffend. Erfindung (neueste) zur bequemen und zweckmäßige» Feldequrpage für Officier, mit Kupfer, z. 1794. 2 fl. 24 kr. Frankreich nach seiner neuen Verfaßung im Vergleich mit dem vormaligen, mit einer Departements und einer Gouvernements Charle. g. 8- 2 fl. 24 kr. Frage. Welcher Lehrvertrag in ber Philosophie ist der nüzlichere, der Lateinische oder der Deutsche. 8- 1793. 12 kr. Girranner (C.) historische Nachrichten und politische Betrachtungen über die französische Revolution, 8 Thle. 8. Berlin 1794. 10 fl. 40 kr. Geschichte (getreue und zusammenhängende) der sranzö« fischen Revolution. 8 . 1794. 1 si. Zo kr. Lerikon Jägers (Histor. kogvgrap. statistisches) Zeitung« Lexikon. 2 Theile. 4. 179z. 8 fl. Postcharte (die neue) von dem K- R. Ober. Post, meist« Freiherr» von Haysdorf verfaßt; 2 fl. 24 kr. poßcir. Krieg der Franken gegen die wider sie ver, bundne Mächte. Jahrg. 1792. r fl. 12 kV. Dtko Jahrg !79Z. 8 . 1794. r fl. 20 kr Grolls (M.) Lehrdegriffe von den ausserlichen Arz, ncymiiteln. gr. 8 . i? 9 o> 30 kr. Cittels (M A.) Natur. und Völker - Recht, gr. 8- Frkf. 1794. z fl. 30 kr. Wahrheit» - und Glücksreljgkeils. Lehren, für MM scheu. 8 . 1793« 20 kr.