Nro. 140. Larlsluher 8 reytags » 7 Pag. 669. Zeitung d e n 21. N 0 v e m b> 4. Mit Hochfürstlich , Markgräfltch . Badischem gnädigstem Privileg«». Römisch' Deutsche« Reich. Arnheim, vom 8 Nov. Gestern ist Nimwegen geraum, worden. Das Unglück wollte, daß nachdem der größte Therl der Garnison ausgezogen war, man die Brücke zu früh in Brand gesteckt hak, so daß ein Ldcil der holländischen Truppen, bestehend in den Re, gunenlern von Benlink, Stuart und Gumoins noch 'darinnen war , weiche sich mit der Gierbrück retten iviM.u, als ste aber auf derselben waren, kam eine Kanonenkugel, die das Seil von der Brücke wegschoß, worauf man sich genölhiat sah, Anker ru werfen, wel. ches die Folge hatte, daß ein groser Th"l dieser Re. gimeniec, wenigstens 8co Mann , zu Krlcg^gesangne gm acht wurden. D>e Sladl hat viel gelitten. Die lutherische Kirche u-.d einige Häuser sind verbrannt und viele andre sehr beschädigt. Nur ein Bürger war. de durch eine Bombe getobter. Schreiben aus wese!, vom isNov. Gestern den y d. halten wir abermals einen republikanische» Besuch am linken Rdcinllser. Der Feind hakte nemkich erfahre» , daß man tu der Geacad von Büderich an Benchan. zungen und an -irrem Die de ponr arbmc und An» statten zu einer Schiffbrücke über den Rhein mache. Er kam daher mi! einem Korvs von rz bis 2o. Mann Inchnterie und 7000 Mann Kavallerie, mdst einer det-ächilichen Anzahl Kanonen, um dieses Vor. haben zu vereiteln. Dieses konnte chm nm so weniger miß'maen, da sich von den Ka serl. Truppen nur ein Bataillon Infanterie und eine Division Kavallerie ien. Ms des' Rheins befand und man eben Willens war, auch diese Truppen zurückMchen und den Uebe. gang dcS Rheins aufzngrbcn, indem Ninnvegrn schon per. lassen war, die vorgchabke Overanon also ihren Zweck vMhtt-a hatte. Dir SHaeitttMr, mit wM-cr der Feind anrückte und sein nachdrücklicher Angriff machte, daß man die Truppen auf der einigen fliegen, den Brücke nicht sogleich hcrüderzichen konnte, sonder», um sie nach und nach in Sicherheit herüber z» bringen, sich in ein Gefecht einlassen mußte, welches eines der lebhaftesten war. Dreimal griff der Feind das Tete de psnt und die Verschanzungcn an und wurden zmal von den braven Truppen zurückgeworfen, biS man endlich der Uebermacht weichen mußte. Nurun. tcr der größten Gefahr und unter dem Schutz des FesiungSgefchützcs war man im Stand, die Truppen bcy dem heftigsten feindlichen Kanonen-Kartätschen, und MlMuttenfeuer, theitweift zurück;»,Merz ;>"'d mittelst der fliegenden Brüche an bas rechte Ufer zn setzen. Lonaustrsm, vom 12 Nov. In Betreff des churmatt!- zischen Antrags, dem Kr-eg ein Ende zu machen, hat itzt auch der BerluierHofzuRegeLsburg erklären lassen: Se. Majestät zweifelten nickl, daß das Verlangen nach Frieden bei allen Ständen des Reichr einhellig Mn werde. Mit aus-ichkigster Theilnahme und Sen heissrstei, Wünschen für einen glücklichen Erfolg, w:!l- len Sie demnach erwarten, ww ihre Neichsmitstäude und daS nnrer seinem Oberhaupt versammelte Reich sich hierüber äussern würden und Ihre Gezandschafr alsdann üver Ihre Gesinnung illstruiren. Sr. K. Majrstät hegien inzwischen die Zuversicht, Ihre Reiche, muslände würden sich dierchFriedenogerüchle nicht irre, machen lassen, sondern der Buvaffming und Vc.'tdtt. diWNgsanstalten mit all r Kraft foctsetzcii. B'.S zum zten Der. wird itzt tue Sache iu ollgemc-nr Re chchwathschlagunq genommcn und das Proioft l! zum A stimmen eröffnet worden. Dieses wurde irr der RachsorrsaiMtilung len 7M dieses desch.cffn , c 670 ) ohnerachttt tinkgr Gefaudschaften der Meinung waren, den Termin welker hinaus zu sezen. Niebvrelbe, vom rs Nov. Man kann itzt mit Z-'velläsfigkeit veiflchern, daß die Nachricht, als ob der regierende Herzog von Beaunschweig nach Holland gehen würde, gänzlich »»gegründet fty. Auch Hai ,tzt der holländische Minister bei dem «liedersächst,chm x reis, Herr von Hark,eck, öffentlich erklärt, die Nachricht, als hätten die Staaten von Friesland beschlossen, die französische Republ-ck anzucrkennen , Friede m»l derselben zu machen und sich von der Union zu trennen, sey eben so ungegrsmdek, alö jene, daß die Staaicn von Holl. und Weslfneßravd beschlossen haben sollen, die grose Uebecschwemmung nicht zuzugeben. Schreiben aus Duisburg, vom 12. Nor», von einem österreichischen Officiers. Den 7kcn Nov. verließen wir Düsseldorf und rückten nach Wesel. Wir kamen Nachis müde genug im La. ker an, wo Wir 2 Stunden ausruhten und bann mit einem Bataillon d'Ailon nnd Smart den Rhein auf der fliegenden Brücke passinen, um drüben eine Re. douke zu besetzen. Kaum war es Tag, so rückte schon der Feind m 4 grossen Kolonnen auf uus an und He, stürmte die Revouce. Zweimal wurde er mit grossem Verlust zurückgtschlagen, allein er erneuerte immer Mit frischen Truppen seinen Angriff und zwang uns Vas drittemal, wieder über dev Rhein zu geben. Zugleich warf er Grmadrn in die Stadt Weiel, von welchen die Preußen einige Vcrwuncete bekamen. Die Kanonade dauerte ans beiden Seilen bis in dre Nacht. Den andern Tag wurde eine Convention geschlossen, daß alle unnütze Feindseligkelteu hienüder uno herubez aufhören sollt n. Die zwei Bataillons ha ken mehrere Todre und Bleßirte. Gestern giengen w,r von Wesel ab, und hatten m. Mühlheim an der Ruhr Rastlag. Wir waren wieder nach Düsseldorf m dre Gacniion bestimmt; allein so eben kommt Contreordr«, die u»s m Duisburg unser Quartier bestimmt. Masmcdr ist über, wre Sie längst wissen wcidei, und Nimwegen den 8. verlassen worden uud nun findet sich Arnheim oedmhl, wo aber alles von denen dort und «n der Nachbarschaft stehenden Korps wird concentnrt werden, um Holland zu retten. Neuwid, vom 14 Nov. So eben erhalten wir cholländiiche Briefe vom 7. dieses, daß auch d»r Sladt Grave sich an die Franzosen ergeben habe. Schreiben aus Müllheim am Rhein, vom 15 Nov. GencralKlairsait ist bereits seil ewigen Tagen von Wesel zuruck nnd kam in dem Hauplqua kirr Mehrheim an. — Die Beiatzung von Mastnchl. weiche vorge- stern ,u Deutz ankam , wurde theils daselbst, jheits t« dm umliegende» Ortschaften «»nquarlttt. Hier liegen davon 2200 Mann , welche weiter nach Siegbnrg, Limburg rc. abgchcn wikden. — Gestern Nachmittags wurden zur Feier der Einnahme von Ma,incht in Köln alle Glocken gelautet. — Die Be,atzungsmannschasl die er Festung mußre sich keß- wegen ergeben, weil ihre ganze Munition verschossen, die dritte Parallele von dem Feind angele^ und alles zum Sturm bereit war. — Gestern wa- ich in Deutz, woselbst ,ch viel neues iah und hv te, hier eine kurze Darstellung davon. Alles auf den Dächern der Kuchen und andern Gebäuden dieser Stadl befindliche Bley wurde beicits von den Comnnffarien m Requisiiion gesetzt. Eoen m Milte über die Lebensmittel, Kaurmanosgüter und andere Dinge der Einwohner, deren sich die Franzosen bereits bemächtigt habe«, icdrr Bürger, welcher mehr als z Hemdcr 2 Röcke, 2 Kami,vier rc. Hot, tieft hergeden. Em würciger deuischer Bi-dermann, der Bürgermeister vor. El * * * wider,etzle sich aber dieser ungerechten Forderung gus allen Kräften. Da aber die Kommis, sarien voraus dciluiiden., anrwortcte er: „ nun st) mache man bet mir den Anfang, nehme mir alles und führe Mich zur Guillotine, dann mache man es eben so mit allen andern Bürgern. Dann cs ist vesscr, daß das Elend der Bürger aus dicie Art schnell geeilt e>e nachdrückliche Vvrsielmng hatte den Errotg, baß die Komimssarien ewlg.rmassen von ihrem E»l- schi> ß adg>ei.g>n , ober vielmehr ,hr Vorhaben auf« schoben. Jw essen ist die erste Requisit.»» an Klei, bnngestücken nnd LedenvMliteln von der Bürger,chaft bereits abgcllefeit und c,e Beiatzungsmannschaft davon gewährt und gekleidet worden. D'c,e Truppen find nun gegen Nrus abgezogen und an deren Siel» te andre Repuotckauer aigetonemm, weiche von den armen Bürger» ede aüs genährt und gekleidet werden muffen. Ich halte Gelegenheit, von denen in Kolln herausgckommencen Zettu-ge» d»e neuesten Stücke von dem nemllchen Lag (dm iz. die, s, zu e hatten und ewige Auszüge daraus m wachen, (Siehe unten) Man kann sich aus new Lerzeichniß der darin» mlhalmcn Reqmsi eonen «inen Begriff vor, der Große des ^ s der Bewohner dreier Sin e wachen.— 2 » der ganze» Stadt soll auch euchk ein Ohm wessen Weist, m or vor. Händen fty» und auch der Roche sst beinahe an-gezehrt. Das Pf. K ffmohum kostet 5 Liev-es; der schlechteste Zucker eben ,0 vrei; b,e Maaß Baumöhl 8 Livree rc. Fleuch. Brod, Butter rc. find so rar, . aß sie beinah gar nicht zu haorn find. Aus dem Innhatt dieieS Auszugs» kann, mau sich zuzlerch u en Begr-ff von dem dern gle» in Kölln herrlchmdcn Ton m. ch Beinahe täglich komme« L b«s r franzos. Trompeter «ach Deutz herüher. ( 671 ) Müllhrim , vom 16 November. Gelier« ist «ine bklräcvtllche Abcheilung von Koburg - Dragoner und andre Truppen hierdurch gegen Düsseldorf gerv «n. Dieser Truovenmar,ch ist wayrmlich durch d«r Bewe. «z der Franzosen gegen Neuß veranlasset worden. ) or einiger Zeit ünv z österreichische Infanterie Bataillons zu Wesel über den Rhein gegangen. Da aber die Franzosen sich in einer zu große» Aazah daselbst zeig, ten, und diese angriffen, so mußten sie »ch endlich, nachdem sie einen bcirachtttchen Verlust erlitten harieo, zurückiiehen. — Seitdem N.mwegen ,n der Gewalt der Franzosen ist, fiengen sie auch bereits a» , Wesel, Gaaö und Emmerich zu deich ßcn, wovury sehr viele Hauser und andere Gebärde in diesen Slao. ten sollen gelitten haben. — Das Hauptquartier des Generals Clalrsait soll ubermvigen nach Lriuoneg ab. gehen. Auszug aus der RZllnischen Oberpostamrszeirung Nro. istr- Donner,rags Sen iZ. Nov. Roll» vom 22 Vrümaire. ( ra. Nov.) Gestern ist bas Hauplqaarner und cm Lheil der hiesigen Be. satzung gegen Neu« aufgedrochen. Ihr folgte rin von Mastcrcht einge-roffn»! Zug ichwerrr Ar nteeke mit der erforderlichen Mu „lwn. — Nimweg-n hat sich bereits an die siegenden Waffen brr Republ ck ergebe«. De auS veiläusi, 8022 Mann v,strynior öjierreichische Besatzung von Mnstnchi ist gestern hier aigekom, men u--o an eben oie/em Lag mnlclji oer fliegenden R'fssnb.ücke »ach Deutz uoer>ch,ss- w>rd«n. — Lieien Nach-nittaa sind er Bila-llon' ssucher Truppe», unter A-imh^rnq des Generals Kleber h ' '-mgkitoffm. .s-eheir Gleichheit. Verbrüderung oder Tod. " ^ölln den ry Brumaire im druren Jahr der «in,gen und unzercheitbaren französischeu äxe« publick. An d n Magigrar der si >o» vieiden W>r ersuchen euch, «in solches durch öff nilichell Druck und Anheftung den E »wovnn-n d.tftc Slatt vckaoril zu machen, sannt «,» i-rer auf den ersten Bei hl bereit zey, zcnrn Vor. rach, reiche » er zu iieie-n var, in durt. Velours de Cot on, Zwilch Futtmucher z Q>an. Presser die Hasste. Ingber idem. Ferner oder Ostindsscher Zimmcl 1000 Pfund. Garn die Hälfte. Rnbiaamen rderu. L- '-öl ibem. Rübö! 2 Dnuheil. Theer unv Har; z Q" >rt. Indigo zwey D-iltheil. Baumöl die Hälfte. Mennig l «w. Pech idem. Reis idem. Hur.uck>r 2 Dnt- theu. Ca-> ls die Hälfte. Farinznck.r 2 Drltchssl. S ift 4O00 Pfund. Hausmacherruch z Quart. Pack, tuch ganz. Vcsserti, kr Säcke ganz. Vitriol 2 Drir« the>i. Vurioiöl 2 Drittheil. Rohe W me i Quart. Dre in der L»« enlhallne Maaren sollen di» auf die best.mnue Quantität dey dcmenigen Kaufleuten, wo sie sind, verblewen, um sobald als der Befehl hiezu wird gegeben werden, m die Magazin« der Republik? avgeiiesert zu werden. Alle andere IN dieser Liste Nicht rnlhailor Waarrn And zur freien Disposition de Ci' genthümer. Gegenwärtiges soll zum D vck beförert, allenthalben angeheftet und auSgrthetlt werden. Köln de» rolen Rov. 1794. H. I. Gckenfeld Dr. Teeret. nrpprl». Löln, vom 2Z Lrümaire (lz Nov«) Eine iro- lonnr der Mastnchiec Belagerungs - Ärmer, beiläufig l2,000 Mann stark, kam gestern Nachmiltaas ge» gen z Uhr en dieser Stadt an. — Man dal z« Mastricht z^2 Kanonen und Mö-ser, 2000 Fun ea, 400,000 - nb Pulver, viel Heu, Hase, und Gr» traib gefunden. Frankfurt» vom 17 Nsv. Es heißt der «a ierl. General Aü-aezal werde Gvuvr neur » Mainz wer« d,n. — Vorg.uern zchosse» die F an o-en vom heil, srreu ^ auf die Arbeiter < wodey 2 Mainzer Soldaten gelöli.r wurden, indem v.m einen der Kopf unv dem and cn ein Arm adge>chvssn wurde. Auch schaff.» sie alle u Walluf liegende Nachen zusammen - ohne «e och jemand zu beschädigen. Gestern sind Erbödy Hu«a» n in Mainz eingcrilckl. Merlin hat sein H apk» q-arller zu Oppenheim und hat nach Aussage der Vorposten gedrnckte Z-uel ausstr.uen lassen, welch« von ihm unterschrieben find unv wo m« e> iämmkiicve Pfälzer erm hnt, nach HauS zu gehen ihnen >h Ei. genlhum v-rstcherl und verspricht st. sollen vom Milt, tairdienst befrevk seyo. Alle Fuhr, und Rssiprerbe sollen aus Mainz geschaßt werben um den Ka« vallerjepferden Platz zu machen. —. Es hcrßi, alle Psaljbayerische Truppen werden Main, verlassen» weil man ihnen versichert habe, daß Ae in keine Festung gelegt werden ,ollen. Mannheim , vom 18- Nov. Seit vorgestern ha. -en die Franzosen einige neue Werke zwischen ihren ( 6?r ) KEanMgr» rmd den Flacher, vor der Rheinschanze ««gelegt. Gestern Nachmittags rückien sie in starker Anzahl, sowohl wie Infont-rie als Karallerk ans, drück.« die disseitigen Vorposten zurück, u>d füh'iui Geschütz vor, worauf eure ivcchscisemge Kanonade rnt- fiund, welche bis gegen Abend dauerte, Die meisten ' feindlichen Kugeln flogen über dir Flechen und die Rheinschanze hinaus, u> den Rhein, zum Thei! auch über diesen Fluß. Eine der ledern Hai das Dach des Mühlaiier Schlößg«ns gcsiccisl »»b a- drc sind in den Stadtgräben und Ausfällen um erfüllen. In der Rheinschanze ist einem Gemeinen vcn Hohenhausen der Arm zerfchmckterl worden, woran derselbe bereits ge. storben ist. Während der Kanonade sah man die Fron» rosen mit vieler Emsigkeit arbeiten, welches sie auch heute noch thun. 8 r a n k r e i ckr, Paris, vom y Nov. Alle emgezogne Kolonisten von St. Domingo sollen mit Ausnahme einiger we. vigen, wieder in Freiheit gesetzt werden. — Als dir Jakobiner vorgestern die berciis erwähnte Adresse der Matioxal-Konvkntlon überreichen ließen, mußte der Präsident erst untersuchen, ob sie nicht in kvUckiifem Namen abgcfaßt fty. Maure verlangte, man soll e sie ins Bulletin einrücken.' Die Jakobiner, erwiederle Renbkll, sind nicht reiner, ais andre Bürger. Die Meichheit muß überall herrschen. - Warum sollten uns Ne Jakobiner näher angehen, als die übrigen Bürger, 'welche gewiß auch das Recht haben, uns Adressen zu «bergeben und ehre Einrückung, in das Bulletin zu verlangen? Auf diese Bemerkung gieng die Versammlung zur Tagesordnung über. — In den lezlcn Siz» Magen deS Revslulions «Tribunals äusse-rte das Volk so laut seine Ungeduld Carrier unter den Angetlag- ren zu sehen, , Laß -der Präsident alle Mühe hatte, den Tumult zu stillen. Inder National-Konvention klagleauch «mMitglicv über die Langsamkeit der Kvm- mißion der 2lger. Bourdon nahm sich oder der»' selben an und warnte gegen übe Uedereuung. giach einer SckMt der Administratoren von Nantes, sind geigen 12,200 Männer, Weiber und Kinder, ohne Prc- «cß, bloß auf Carriers Befehl , ohrierachtet L-.r Gegenvorstellungen der nemlichcn Adminssiralcrer, und -einer Vvlksgesellschast, theils erschossen, lheiis rrsärft- worben. — General Wenker aus Ntraßburg gedüettg H4 Jahr alt und dasetbst wehnhail, «>n Gelehrter wurde von dem Revoluilonsgericht ebenfalls gern» un» ßchiudkg befunden und tn Freiheit gesetzt. Preußen und Polen. Lreslim, vom 8 Nov. So rbw erhalten wir fol- L » i. gende Nachricht, deren Wahrheit wir verbürgen können. Bei Annäherung der Nußischen Armee gegen Warschau komiic man täglich ein ncms Treffen m» den Polen crwmsin, . Der 27. Oct. war wieder eia blutiger -Tag. General Suwarew überfiei bet Tagt, Anbruch unweit Kodylka, z Meilen von Warschau,,» einer kleinen mit Waid und Morast umgebnen Edevi! den Feind, welcher gegen 5222 Mann, meistens Kai vallerrc, stark war und vcm General Byszewske ange-j führt wurde. Schwerdk und Baionet der Russen rul., schieden endlich und des tapftrn Widerstands ungeach. tek, siegten die Russen unv schlugen bas ganze Korps torai. Gererai Byszewski, Oberste Nolland, 4 Ma- jcrs, 41 Ofisciers und tzoc, Gemeine sind zu Gesang, ncn gemacht und überdies c> Kanonen nebst eii-er qios, ftn Nationalfahne erbcuttr werden. Unter den Tob, ten ocsinren sich der Obciste Suckulzki und. OdriK« kieutnant Liszewski. Der geringe Rest der Polen rer» streute sich und wurde von der leichten Kavallerie vis unter bie Kanonen von Prag» verfolgt. Ueberall zün» dctcn die Pohlen Lärmftu.r an und der Schrecken « verbreitete sich allgemein, sowohl m Warschau als l» 0 Praga. 7 Schweiz. Auszkigschrciben aus Dasei, vcm 14. Nev. Per ^ einigen Lagen emoeckce ms» in einem bu-ochdanu» ^ Schloß in unsenn Eanron Ba>e! eine falsche sianzöfl- » sch« Asstgi.al.rijcbrtt, der Ulller, hnur davou ein Mann vsn Bedeutung , rnk>!e fick glück ich n i> der g Flucht, allein dessen Muhet!«', em s.anchs.scher Ans, » gewanderter wurde ,egsi ch ergriffe,1, gcsis.si in hußge ^ Statt geiührt und in enge Ve>wahn-ng gebracht vis. ^ diese Geschickte genau utueesuerr ist, vcen.ntytich wirb ^ er nicht so nschl taron kommen, da »pan ohnlängst schon zwey bergsichki, Personen em Handel mit falschem k franeösischcn Aßiinoke'n ausfindig wachte, diese murre» ^ an das Schelleuwerk vermtheitt und muß'«» 4 Wochen . lang an einander grchwikbck öffentlich die Gassen feh-s ^ rcn. Skicdem werden alle Am-naken durch iigentS ^ hur« aufgtirellkr französische Ken m-sae-en weil schär- ^ ftr aoi vorher unceisuchl, da.tu uuner Rcpudück kein ^ dergleichen- Falsuw gcduitet würden kann noch bars.,— ^ Noch einaeaanyaen sichern Nachrichten von nner glm b- ^ mmdtgeu Perion, welche fett kurzem t4T-.gr tu Frank, ^ reich in unsrer Nachbarschaft war, auch Ich etliche- ^ male in G.Mschasl von LacossDcpunrtr» der Da, ' tionai-Cvi v uliv.i beswib, n-üssn die Französin rach, v stens. die WiNlelquartlere. beziehe», a-nch«y dermale» i. bey der. ganz- ^ ftkuzösjschen Arime jmiedeJis alLt» " meine Summe. —s> k r i.p r. 1. ^